Gießener Zeitung Crimeint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 50 Pig. monatlich fret ins Haus. Rrboftionsinhlug früh 8 Uhr Für Aufbewahrung oder Rüd. Jenbung nicht verlangter Manuffripte wird nicht garantiert. 40. Jahrg. 1. Blatt Politische Tagesschau. Nachdem der Reidhorat nach einer Reihe Menderungen bem Reichsetat zustimmte, hat jegt der Reichstag den Etat noch zu genehmigen. 3m Haushaltsetat 1928 erscheinen u, a. auch ble Dberprüftelle für Edunb. und Schmugschriften in Leipzig( Roltenpunti 261 000 Mark), die Brüsstellen in Berlin ( 7700 Marf) und in München( 10 180 Marf), zusammen also mit 280 000 art, als neue Bosition. Entgegen polnischen Wünschen besteht Deutschland barauf, baj vor einem endgültigen Sandelsvertrag zunächst ein Borverizag abzuschlichen sel . Wie verlaufet, wird ber vorliegende neue Sandels. vertrag zwischen Deutschland und Japan& 31. in Japan geprüft. Der Entwurf wird allgemein gebilligt, so dah wahr. scheinlich im Januar die Ratifikationsurkunden ausgetauscht werden. Wie aus Straßburg berichtet wird, hat Frankreich Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2520 Poftichedtonto Nr. 60 530 Amt Frankfurt a. Mr. Samstag, den 31. Dezember 1927 Sur Regierungsbildung in Hessen. Der noch ausstehende Entscheid des hessischen Staatsgerichts. hofes lähmt auch die Verhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung. Die zu Beginn der Verhandlungen so energisch aufgetretene 3entrumspartei[ eint nach den letzten Meltungen auf ihre Forderung gegen die Linfe zu verzichten, um nicht bei ber event!, Regierungsbildung übergangen zu werden. Die So slaldemokraten haben denn auch, sowie sie das erste Entgegen fommen auf Seiten des Zentrums spürten, porläufig die Ver handlungen mit der Deutschen Volkspartei eingeftelit. Die Lage ber Bolfsparteil ist dadurch eigentlich eine wenig angenehme, benn als 2üdenbüßer aus der Ede heraus und dann wieder hineingestellt zu werden, macht wenig Epak. 3m Grunde genommen, find alle diese Verhandlungen, wie wir schon einmal betonten, unsinnig. Es fann einem bald so fcheinen, als ob die Kreise, die in Sessen augenblidlich die Macht haben, durch ihr Tun und Treiben indireft auf die Ber handlungen des hessischen Staatsgerichtshofes einwirfen woll. ten. Sie negieren durch ihr weiteres Verhandeln das im Ent scheid des deutschen Staatsgerichtshofes zum Ausdrud gekommene Rechtsempfinden und beeinflussen damit natürlich auch die fommenden Entscheidungen des hessischen Staatsgerichtshofes. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Betitzelle auswärts 24 Big. lotal 12 Big, die 90mm breite Reflame Petitzelle 96 Big. Play Dorichriften ohne Rerbindlichfeit. Bei Wieberbolunnen Rabatt, für Bollflischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäkigung. Nummer 53 Zum neuen Jahr! Als vor Tausenden von Jahren unsere Vorfahren über schneebebedte Berge hinauf auf die höchsten Gipfel Stiegen, um bei brennenden Holzstößen ihr Sonnenwendfest zu begeben, bedie sich dieses mit unseren heutigen Neujahrsfelern. Denn die langsam wieder steigende Eonne war ihnen der Bellpunkt, nad dem sie ihre Lebensabschnitte zählten. Eine neue Epoche brach mit diesem Tag in ihrem falenderlofen Dafein an. Erst spätere Jahrhunderte verlegten auf den Zeitpunkt dieses Festes unter Ausnutung alter Volksgebräuche die christliche Weihnachts. feier. Der von den Kulturträgern mitgebrachte Kalender Schuf damit auch neben der alten Feier der Sonnenwende das auch heute noch gefeierte Neujahrsfest. Und wie früher die alten Germanen am Jultage auf den letzten Zeitabschnitt einen mä. genden Rückblic taten, und Pläne und Wünsche ihnen famen bei dem Ausblick in die Zukunft, lo geht es uns auch noch heute. Der Landmann in seiner Sütte, der Städter in der Miets. faserne, der Seemann auf schwankendem Schiff, fie alle wer den in den letzten Stunden des scheidenden Jahres noch einmal till ihre Gedanken zurüdschweifen lassen. Zerschellte Soff nungen, betrogener Optimismus, Kummer, Sorgen, Kranfheit, 13 der hauptsächlichsten Führer der autonomistischen Bewegung Acht Millionen Fehlbetrag der Stadt Köln. Sunger und Tod waren für den einen mehr als für den andern perhaften Laffen. Die amerikanische Regierung benti nicht baran, wie hauptsächlich die französische Bresse behruptet, eine Revision bez Schuldenregelung vorzunehmen. Der Präsident der russischen Volksbank ist gestern in Berlin eingetroffen, um wahrscheinlich auch mit Dr. Edhacht zu Lonferieren, Defar von Miller der Schöpfer des deutschen Mulcums in München, wird Ende Februar auf drei Wochen nach Mosfen und Leningrad reffen, um die Sowjetregierung bei der Schaffung eines Kulturmufcums in Leningrad zu bes taten. Köln. Zu Beginn der legten Stadtverordneten Versamm lung erflärte Oberbürgermeister Dr. Adenauer, daß die Erledi gang des wesentlichsten Punttes der Tagesordnung, die Deckung tes Fehlbetrages von rund 8 Millionen, zurüdgestellt werden müsse, da die Vorarbeiten im Ausschuß noch nicht beendet wetden konnten. Auf Grund dieser Feststellungen hatten die sämtlichen Wirtschaftsverbände Kölns eine gemeinsame öffentliche Kundgebung veranstaltet, um gegen die Ausgabenwirtschaft und die Projektemacherci der Stadt Köln Einspruch zu erheben. Die Wirtschaftskreise erklärten fategorisch, daß sie unter feinen Umständen mit einer weiteren Erhöhung der städtischen Realsteuern einverstanden sein würden. Außerdem wurde die mangelnde Publizität der städtischen Finanzen heftig angegriffen. An der Aussprache, die sich an das Referat des Syndifus Dr. Müller Schloß, und die teilweise sehr erregt verlief, erflärte man unter anderem, daß Oberbürgermeister Dr Adenauer auf fommunal Stadt Köln und ihr Oberbürgermeister nicht mehr wie bisher im Entwerfen und Verwirklichen großer Pläne, sondern im Erfinnen und Durchführen eiserner Sparsamteitsmaßnahmen dic Führerschaft übernähmen, so würde bas ein weithin leuchtendes Signal zur Umkehr in der Finanzpolitit der deutschen Städte werden. Zum Schluß nahm die Versammlung eine Entschließung an, in der die Beschwerden und Wünsche zusammengefaßt wurden. Neujahr beim Reichspräsidenten. politischem Gebiete weithin als Führer gelte. Wenn daher die Wenn wir aud felt dem Zusammenbruch nach dem Kriege in Berlin den alten höfifchen Glans nicht mehr haben, der den Neujahrstag ftets zu einem eft großen Stiles werden liek. So hat es auf die Republif verstanden, allmählich durch Steigerung des Zeremoniells und durch Erhöhung der Feierlichkeit, bie Besuchs und Gratulationstur beim Reichspräsidenten am Januar zu einem Ereignis au gestalten. Auch pflegt die Feler Anlaß zu sein zu politischen Rundgebungen mannigfalti ger Art. Man braucht nur an die Rede des Donens des biplo mailschen Korps, des Nuntius Baccelli vom vergangenen Jahre zu benfen, um zu erschen, daß es sich bei den Empfängen am Neujahrstag nicht nur um feere Form handelt. Druck erzeugt Gegendruck. Die lächerlichen Anstrengungen des Chauvinistischen Frant reichs, die Propaganda gegen alles Deutsche für die kommenden französischen Wahlen brauchen, haben zu außerordentlich feat. fen Verfolgungen der elsah- lothringischen Autonomisten geführt. Die Herren in Frankreich dürfen sich dann auch nicht wundern, wenn sie folgende Mitteilung lesen: Paris, 30. Dezember. Der Gemeinderat von Hagenau im Effaß hat sich mit 13 gegen 12 Stimmen gegen die Wiederein führung der alten Stadtfarben, die mit den französischen Landesfarben blau- weiß- rot übereinstimmten, ausgesprochen. Die Finanzen der Reichsbahn Was die Silpefternacht anbelangt. So wird der Herr Reichspräsident fie im engsten Familienfreise verleben. Bon irgendwelchen lauten Festlichkeiten fann bei dem Alter des Reichspräsidenten und im Sinblid auf bie Strapazen, die der Neujahrstag mit fich bringt, naturgemäß feine Rede sein. Der Neujahrstag felbst wird sich in gewohnter Weise folgendermaßen abspielen: Um die Mittagsstunde, etwa um 12 Uhr, beginnt die Auffahrt der Diplomaten, während die Reichs, wehr im Hofe des Reichspräsidentenpalais die übliche Ehren mache stellt. Auch dieses Mal wird Monsignore Baccelli die Glüdwünsche der fremben Staaten überbringen, und der Reichs. präsident wird dafür danken. Dann schließt sich programmmäßig der Besuch der Reichsminister und Staatsfefretäre der Reichsregierung an, an deren Spitze der Reichsfangler Dr. Marg die Wünsche der Regierung übermittelt. Auch hier wird Herr von Hindenburg die Gelegenheit wahrnehmen, um ernste Worte an die derzeitigen Leiter der Reichsregierung zu richten. Es schließen sich dann das Präsidium des Reichstages, Berbelastung für den Dienst der Reparationsschuldverschreibungen treter des preußischen Staatsministeriums und des Reichsrates en. Auch die Wehrmacht zu Wasser und zu Lande fehlt felbft verständlich nicht. Ebenso wie sich auch der Reichsbankpräsident, die Leitung der Reichsbahn, die Stadt Berlin und zahlreiche Bertreter großer Korporationen, die Gelegenheit nicht entgehen lassen, dem Reichspräsidenten ihre Aufwartung zu machen. Die Gratulationsfur pflegt fich durch Stunden auszudehnen und nimmt erst im Laufe des nachmittags ihr Ende. Wieder ein Besaßungszwischenfall. Kaiserslautern. Ein französischer Offizier ließ sich eine schme re Ausschreitung einem Arbeiter gegenüber zuschulden tommen. Der Arbeiter war in der französischen Kaserne mit Ausbesse tungsarbeiten beschäftigt, als er plöglich von einem hinter ihm vorbeigehenden französischen Offizier heftig georfeigt und mit Rüfen getreten wurde. Dazu schrie der Offizier: Ihr Dred fäde, tönnt ihr nicht die Müge vor mir abnehmen?" Als der Arbeiter fich büdte, um seine ihm nom Kopf heruntergeschlagene Müge wieder aufzunehmen, trat der Offizier nochmals nach ihm. Diciem brutalen Vorgang wohnten einige franzöfifche Sergan ten bci, sowie ein Arbeitslollege des Geschlagenen. haben sich während des Geschäftsjahres 1927 im allgemeinen gün. ftig entwidelt. Es betrugen die Betriebseinnahmen 4540.8 Mil fionen RM, die Betriebsausgaben 3680.6 Millionen RM. Das Geschäftsjahr 1927 fiel mit seinen ersten acht Monaten in das dritte Reparationsjahr. In diesem betrug die Gesamtjahres 550 Millionen RM. Sie teigt mit dem Beginn des vierten Reparationsjahres( 1. Dezember 1927) auf 660 Millionen RM Neben der Reparationszahlung war auch die Beförderungssteuer an den Reparationsagenten abzuführen. Der Dom Gcseh vor geschriebene Gesamtbetrag dieser Abführung für das dritte Re parationsjahr Jind gleichfalls 200 Millionen GM. an den Reparationsagenfen abzuführen. Das Gesamtperfonal ist im Jahre 1927 gegenüber dem Vorjahre um etwa 4000 Söpfe auf etwa 703 000 Röpfe gefunden. Zur Aufhebung des Sichtvermerkszwanges mit England. Die Aufhebung des Sichtvermertsgwanges am 1. Januar bebeutet in feiner Weise den Fortfall der sonst in England geltenden fremdenpolizeilichen Bestimmungen. Insbesondere müssen solche deutschen Reichsangehörigen, die in England eine Stellung anzunehmen beabsichtigen, schon vor dem Grenzüber tritt im Besitze einer besonderen Erlaubnis( 3uficherung er Bewilligung zum Stellenantritt, Miniftri of Labour Permit) sein, die durch die fonfularische Vertretung oder die sonst zustän bige englische Behörde ausgeftellt i -- auch in diesem Jahre die Nadenschläge, die ihm das Schicksal persetzte, als Beweis dafür, daß menschliches Wollen nur ganz bedingt auf dieser Welt von Erfolg getrönt ist.- Aber so wie vom Turme die Gloden mit hallenden Schlägen perfün den, daß das alte Jahr der Vergangenheit angehört, und heus lende Sirenen einfallen in dies nächtliche Konzert, überfällt die vorher noch stille Menschheit ein Taumel, der in plötzlichem Ausbruch alles Trübe beiseite schiebt, der frohe und glänzende Augen schafft und einen jeden zwingt, selbst dem Fremdesten ein fröhliches, ein glüdliches neues Jahr zu wünschen. Und in die ser Stunde möchten wir, daß auch Euch, liebe Lefer, ein Glüc auf im neuen Jahr" von der Gießener Zeitung" in den Ohren Elingt. Glüdauf! - Glüdauf!... du schaffender Mann, du ewig beschäftigtes Hausmütterchen und auch dir strebende junge Welt! Aber bann lagt uns alle micber einen Augenblid ernst merben, so ernst, als gelte es, die schwerste Frage zu bedenken. Schent in all der Flut der Wünsche für Euere Mitwelt auch dem Baterlande eine furze Spanne glühendsten Sofiens. Und dann laßt uns alle den Lenker des Weltgeschehens bitten, nur einen Bruchteil all unferer Wünsche für die Seimat in Erfüllung gehen zu lassen. Vor allem wollen wir in diesen ersten Stunden des neuen Jahres den Vorsitz faffen, mit festem unerschütter lichem Willen unser Teil an der Gesundung des deutschen Ba terlandes beizutragen. Wißt 3hr, was dazu gehört? Ver antwortungsfreudigkeit und noch einmal Verantwortungsfreu digkeit. Das deutsche Volt ist nun einmal durch schweres Ge schid bis in die tiefsten Tiefen geworfen und soll der Kern des deutschen Volkes sich nun nicht als faul erweisen, bann lagt Verantwortung vor fünftigen Geschlechtern Euch das Rüdgrab steifen. Stemmt die Füße in den Boden und laßt uns versuchen, dem Vaterlande mleber in lichteren Höhen einen Blah einzu räumen. Festigkeit nach außen und nach innen, unermüblicher Fleik und Sparsamkeit nicht nur im persönlichen, täglichen Leben, nein, auch im Leben der Nation, des Landes und der fommu nalen Verwaltung. Wenn heute der Deutsche ruff: Drüdenbe Lasten sind uns aufgebürdet, uns broht, von ihnen germalmt zu werben... dann, bitte, int nicht so, als ob wir im Ueber fluß schwimmen, dann lönnen wir nicht so auftreten wie ein Volt, dem Reichtum und Wohlergehen so mandjes erlaubt. Und tut man es doch, so ist das verantwortungslos, so ist das Berrat an ber 3ufunft unserer Kinder, an der 3ufunft unseres Baterlandes. Wir haben nichts zu verschenken. Aber anstatt, bag mir versuchen, mit eiserner Beharrlichkeit einen Teil der Lasten Don uns zu wälzen, fuhren wir bisher in leichtsinnigem Tau mel immer weiter ins Elend hinein. Also mehr Verantwortungsgefühl, der Mensch ist nicht nur um seiner selbst willen auf dieser Erde. Er hat auch Pic ten, auf deren Innehaltung wir heute mehr denn je jehen müffen. Und so wollen wir denn diese Betrachtungen schließen, indem ein jeder sich in dieser Neujahrsstunde nicht eltlen ün schen hingibt, sondern nur den Vorfah faßt, seine Pflicht, und bie verantwortungsfreudig. zu tun. Und bazu eoch einmal: ein freubiges G1üdauf! Redaktion und Verlag der„ Gichener Zeitung". Gründung einer provinzialen Straßenbaugesellschaft in Hannover. Echotter aus Sachsen, Asphalt ans England. anderer deutscher Rohstoffe und Industrien. - - Ausschaltung Unterbrüdung des freien Wettbewerbs. 3m vorigen Jahre ging die Proving Hannover bazu über. fich einen eigenen Steinbruch für Straßenbauzwede zuzulegen. Sie erwarb den Hauptanteil an der Collmener Quarzs, Por phor, Pflastersteinbrüche und Schotterwerte G. m. b. 5, in der anzünden, um fie und den Kleinen zu erwärmen." mutter zu erzählen an. Aber es war tiefe Nacht in das alle Menichen Schlin Mein Weib hat eben ein Kindlein geboren, und ich muß Feuer zu Haus und flopfte an. Ihr lieben Leute helft mir!" sagte er. Nacht hinausging, um sich Feuer zu leihen. Er ging von Haus ,, Es war einmal ein Mann", sagte sie, der in die dunkle Aber wie wir so in unserer Einsamkeit saßen, fing Großwaren fahren und die Weihnachtslichter sehen konnten. im ganzen Sause, allein. alle beide waren wir betrübt, daß wir nicht zum Mettegesang fönnen, weil die eine zu jung und die andere zu alt war. Und gefahren, außer Großmutter und mir. Jah glaube, wir beide Es war an einem Weihnachtstag, alle waren zur Kirche Wir hatten nicht mitfahren Die heilige Nach f. Bon Selma Lagerlöf. Als der Hirt dies brauchst!" Und er fren jagte er abermals: m Joviel du nicht brennen?" Aber hier wurde die Märchenerzählerin zum unterbrochen. Großmutter, warum wollte die Kohle den Mann Mann trug ſie fort, als wenn es Nüsse oder Aepfel gewesen als er sie berührte, noch versengten sie seinen Mantel, sondern der feinen Mantel. Und weder versengten die Kohlen seine Sände, Kohlen mit den bloßen Händen aus der Asche und legte sie in tragen fonnte. Aber der Mann beugte sich hinunter, holte die fich, daß der Mann fein Feuer wegs wären." drittenmal erzählte sie weiter. Das wirst du schon hören“, sagte Großmutter, und dann liche Glanz von Christbäumen. schaffen sollte, wohner auf Seiten der regulären bei dem nahen Strehlen, bas dem hartbedrängten Breslau Luft Säuferanzünden Tag feneihnachtsfest näher als der friedBauern ulammengebate Arleg both strleg, un friebZu allem unglüd fiel auf den Vortag des Festes das Gefecht daß in ihm Landesein. quariierungen ohnehin erschöpfte Bevölkerung zu bringen. geniale, neue Dranga durch Requisitionen und Einaber war das Weihnachtsfest, auf das liegen Rinder wegen und damit Gefahr über die Gefangenen bringen. Auf jeden Fall ein Hizkopf mit einem feindlichen Troßknecht in Streit geraten das Leben ihres Gemahls fürchten mußte, lo fonnte doch irgend gesetzt, und wenn die Frau Pfarrer auch nicht unmittelbar für So hatten sie auch den Pfarrer von Ratte als Geisel fest• und das bloße Geruppen mitgefochten hätten, Partie war. wenden hatte, da er leben zu lassen, wogegen der Rittmeister nichts oder die Waffenbrügerſchaft dieſes efter nichts cubus hochs füllten Gläsern anzustoßen und abwechselnd den Raiser Napoleon fonnten, begnügten fie fich damit, alle Augenblide mit frisch ge= Decten Raum, und, da sich die beiden nicht recht verständigen Tabatsqualm erfüllte den unordentlich mit Monturſtüden bes Suppenschüffel der Bürgermeisterin dampfte der Bunich, Dider nach Recht und Befehl mit von der einzus ia der Hand armée!", flopfte es; hereintrat stampfend die eines württembergischen Reiters, den kleinen Knaben aus dem führend frähenden Stimme ausrief:" Deutschland faput, vive la grande Aber eben, als der kleine Franzose mit seiner scharfen, ungefüge Gestalt Banan und tit borich Samstag, den 31. Dezember 1927. Gemeinde Wurzen in Sachjen. Es stellte fich bald heraus, dag das vom Wurzener Steinbruch gelieferte Material zum großen Teil minderwertig war. Bollwertiger Schotter zollte nur felten an, meist mar das Gestein nur Splitt und Grus. Man mußte bei Bedarf an Schotter schließlich wieder auf die näher liegenden und viel besseres Material liefernden privaten Eteinbrüche der Kasseler Gegend zurüdgreifen, die man hatte ausschalten wollen. Aber Kassel liefert nicht nur bessere Steine als Wurzen, sondern liegt auch frachtlich 2,- M je Tonne günftiger, bei Massengütern eine bedeutende Spanne. Alles bas gab Anlaß zu lebhaften Erörterungen im Provinziallandtag und den zuständigen Ausschüssen. Trok dieser Enttäuschungen ist die Provinz Hannover jekt noch einen Schritt weiter gegangen. Um das Material aus Wurzen für Straßenbeden überhaupt verwenden zu fönnen, braucht man ein Befestigungs- bezo. Bindemittel, wie 3. B. Straßenteer und ähnliche Bindemittel. In Dresden gibt es nun eine Unternehmung Colas Raltasphalt- 6. m. b. 5. die aus ausländischen Erdölbitumen einen Raltasphalt hergestellt Mit dieser Gesellschaft zusammen hat die der Provinz Hannover gehörige Collmener Gesellschaft eine neue Gesellschaft, die Kalftra"( Raltairhalt- Straßenbau6. m. b. 5.) gegründet. 3wed dieser Gesellschaft ist der Bau ber Provinzialstraßen in der Proving Hannover unter alleiniger Verwendung des Steinmaterials aus dem Wurzener Bruch und bes Colas- Asphalts. Im Aufsichtsrat der neuen Gesellschaft fihen maßgebende Herren der Provinzialverwaltung. Ge schäftsführer ist der Landesbaurat der Provinz Hannover, also ein besoldeter Beamter. Damit schafft die Provinz Sannover für ihren Straßenbau ein Monopol zu Gunsten ausländischer Produkte, ja man fann Jagen, zu Gunsten einer ausländischen Firma, denn die Colas 6. m. b. 5. ist die Lizenzträgerin der englischen Asphalt- ColdMex Ltd. Es ist flat, daß große Teile der deutschen Industrie badurch schwer geschädigt werden. An dem Straßenbau sind u. a. beteiligt: die deutsche Steinindustrie und überhaupt das deutsche Tiefbaugewerbe, die deutsche Teerindustrie, die deutsche Eisen industrie, durch ihre für Straßenbau wertvolle Hochofenschlade( in Sannover ist die Jlseder Hütte ein bedeutendes Wert für Straßenbaustoffe aus Schlade), die deutsche Zementindustrie, die deutsche Asphaltindustrie, weiter alle Gewerbezweige, die an der Herstellung und Verarbeitung von Straßenbaustoffen beteiligt sind, so auch die Industrie der Straßenbaumaschinen. Es erübrigt sich. darauf hinzuweisen, daß mit dem Gedeihen aller dieser Industriezweige die Existenz von vielen Tausenden deutscher Arbeiter verbunden ist. Aber von den Belangen der deutschen Industrie abgesehen, gibt es noch andere nicht minder wichtige Gesichtspunkte, von denen aus diese Monopolisierung befämpft werden muß. Der deutsche Straßenbau ist heute eine der wichtigsten öffentlichen Angelegenheiten. Große Streden des deutschen Straßennetzes sind sehr verbesserungsbedürftig. Aber überall in Staat und Brovinz, in Kreis und Gemeinde sind die Mittel Inapp. Steinpflaster als Groß- und Kleinpflaster ist gut, aber unter vielen Berhältnissen zu teuer. Wo es entbehrt werden kann, greift man zu den billigeren Straßenbauweisen der Herstellung fugenLoser Deden, wie Teerstraßenbau und ähnlichen Verfahren. Es Ilegt im Interesse der deutschen Volkswirtschaft und damit des ganzen deutschen Volfes, mit dessen Steuergroschen doch schließlich die Straßen gebaut werden, wenn auf dem Gebiet des Straßenbaus ungehinderter Wettbewerb beftcht. Das alte Wort: Die Konkurrenz hebt das Geschäft" gilt hier durchaus und fann für den Straßenbau dahin erweitert werden, daß sie die Qualität steigert und den Preis vermindert. Nur der freie Wettbewerb im Straßenbau ermöglicht eine allfeitine Prüfuna der neueren Verfahren und gibt die Gewähr. deß schließlich doch das beste und preiswürdigste Verfahren entsprechend den jeweili gen Verkehrsverhältnissen und den örtlichen wirtschaftlichen Verhältnissen angewendet wird. Eine solche Auslese ist aber ausgeschlossen, wenn der Straßenbau in weiten Landesteilen für ein bestimmtes Verfahren monopolisiert wird. - Und ein weiteres: Dem deutschen Boffe fann es nicht gleichgültig sein, wo seine Steuergroschen bleiben. Man fann politisch oder weltanschaulich stehen, wo man will. wirtschaftlich ist uns das Hemd näher als der Rod. also die deutsche Industrie näher als die ausländische. Im Wirtschaftsleben sind gewiß internationale Bezichungen notwendig, aber was mit deutschen Baustoffen preiswert und gut hergestellt werden fann- und dazu gehören ble deutschen Straßen das darf nicht ausländis schen Unternehmungen übertragen werden. Im Jahre 1927 sind nach den Monatlichen Nachweisen über den auswärtigen Han= del Deutschlands" bereits für über 40 Millionen Mark aus: ländischer Straßenbaustoffe eingeführt, die zum Teil entbehrlich sind. Diese Zahl reicht zwar nicht an den Wert der landwirtschaftlichen Einfuhr heran, aber wenn man schon die Notwendigkeit anerkennt, die Einfuhr zu beschränken, so darf man auch verhältnismäßig fleinere Summen nicht außer Acht lassen. Zum Schluß eine nachdenkliche Frage: Der deutsche Beamte. fei er im staatlichen oder fommunalen Dienst, bezieht sein Gehalt von der Gesamtheit des deutschen Volkes, und ein wesent licher Bestandteil dieses deutschen Volksganzen ist die deutsche Wirtschaft im weitesten Sinne, also Groß und Kleinindustrie, Handel. Gewerbe, Handwerk usw. Jst es nun mit der Stellung eines Beamten vereinbar, daß er im Nebenamt als geschäftss führender Direktor oder Aufsichtsratsmitglied persönlich betet ligt ist an Unternehmungen, die der steuerzahlenden Privatwirts schaft schwerste Konkurrenz machen, daß er die Wirtschaftskreise schädigt, aus derem Einkommen zum großen Teil sein Gehalt bestritten wird? Lokales. Sonntagsgedanken. Silvestergloden fäufen wieder ein Jahr aus und ein neues ein. In das unendliche Meer einer Ewigkeit sinkt das alte Jahr hinab mit seinen vielen Wochen und Tagen und Stunden. Nichts olieb uns davon übrig als Erinnerung, die Freude sein fann, aber auch tiefes Leid. Sie allein fommt wieder aus dem Meeress grund der Vergangenheit, um Freude zu wecken oder alte Wunden aufzureißen. ,, Gießener Zeitung" " Silvestergloden läuten!--Wir schauen die lange Reihe all der Tage zurüd, die das alte Jahr in wechselnder Geftalt uns brachte. Sorgfam durchsuchen wir, was dieses Jahr uns gab und nahm, an Mühsal und Arbeit, an Freude und Leid, an sonnigen und trüben Tagen. Biele famen und viele gingen. Manger, der in der Bollkraft Jeines Lebens vor einem Jahre rüftig über die Shwelle des neuen Jahres ging, fant ins Grab, und wieder andere, denen der Abschied von dieser Welt Erlösung gewesen wäre, müssen ihre Laft leuchend und mühsam weitertragen hin. ein in ein neues Jahr. So geht es Jahr um Jahr. Keiner weiß, was der Lenker der Geschide für ihn bestimmt hat. Dort wird einer geboren, und hier fintt ein müder ins Grab. Es ist ein ewiges Wandern, ein Rommen und Gehen. Gilveftergloden läufen! Die Tore des alten Jahres schließen fich für ewig und hoch tut sich auf das Portal eines neuen. Man will vergessen, was zurüdliegt und wünscht sich gegenseitig ein glüdjeliges nenes Jahr". Mögen all die Jahre gekommen und gegangen sein, ohne die schönen Hoffnungen vom lekten Neujahrstag erfüllt zu haben, so wünscht man sich doch immer aufs neue alles Gute, das uns auf dem langen Wege durch diese 12 Monate begleiten soll, Aber so viel Glüd, als wir uns in dieser Neujahrnacht wünschen, gibt es nicht auf diesem Planeten. Das Menschenleben bleibt allzu reich an ungeftillten Wünschen und unerfüllten Hoffnungen. Und darum geht unser Hoffen und Warten von Jahr zu Jahr weiter, in ein fernes unbekanntes Land, in das Land der Hoffnung. Silvestergloden läufen! Morgen wirst du fühlen, daß das glüdjelige neue Jahr", das dir die Menschen heute wünschen, bringt, was alle seine Vorgänger gebracht- ungeftillte Wün sche und unerfüllte Soffnungen, wenig Freude und viel Leid, Arbeit und Mühe, Sorgen und Kummer. Aber deshalb wollen wir nicht gebeugt, sondern aufrecht durch das Tor ins neue Jahr eintreten und es benützen als Zeit der Vorbereitung zu der großen Reise in das ferne unbekannte Land. * Das Polizeiamt läßt mitteilen: Das Schießen, sowie das Abbrennen von Feuerwerksförpern innerhalb der Straßen und Sofreiten der Stadt ist verboten. Zuwiderhandlungen sind in den§§ 367 und 368 R. St. G. mit Geld- oder Haftstrafen bedroht. Es wird auch hingewiesen auf die eigene Etrafbarkeit von Eltern, Vormündern und sonstigen Personen, die es an der nötigen Beaufsichtigung der unter ihrer Obhut stehenden Kinder und sonstigen Pflegebefohlenen fehlen lassen. * Invalidenversicherung. Auf Grund des Gesetzes vom 8. April 1927 sind gemäß Art. 6 Abs. 2 mit Wirkung vom 1. Januar 1928 bei einem Bruttowochenlohn von mehr als 36,- RM Beitragsmarken der neuen Lohntlasse 7 zu 2,- RM zu entrichten. Bei den übrigen Lohntlassengrenzen ist eine Aenderung nicht eingetreten. Die Arbeitgeber werden hierauf nochmals besonders aufmerksam gemacht. * Rentenzahlungen. Die Postanstalten zahlen an Empfänger von Renten aus der Invalidenversicherung, soweit ihnen eine laufende Rente für Januar 1928 zusteht. zusammen mit den Ja nuarbezügen folgende einmaligen Zuschläge aus: a) an Empfänger einer Invalidenrente( J. K. und A) 9 RM und dazu für jedes zuschußberechtigte Kind( Kinderzuschuß) 3 RM; b) an Empfänger einer Witwen- und Witwerrente( W und WK) 9 RM; c) bei Waisenrenten( D) für jede bezugsberechtigte Waise 3 RM Empfänger von Zuschlagsrenten erhalten den Zuschlag nur, wenn neben der Zusahrente feine anderen Bezüge aus der Jnvalidenversicherung laufen. Bei Renten, die in Teilbeträgen an mehrere Empfänger gezahlt werden( Teilrenten), wird der Zuschlag an jeden Teilrentenempfänger voll ausgezahlt. Zu Spizrenten darf der Zuschlag von den Postanstalten selbsttätig nicht gezahlt werden. In den Fällen, wo Rentenempfängern, an die eine laufende Januarrente durch die Post nicht gezahlt worden ist, der einmalige Zuschlag zusteht, erlassen die Träger der Invalidenversicherung Sonderanweisungen auf Zahlung des Zuschlags. * Vor etwa 8 Wochen wurde der Gießener Oberveterinärrät und Professor an der hiesigen Universität, Dr. Wilh. KneII, eine in weitesten Kreisen Hessens und des Reiches bekannte Persönlichkeit der wissenschaftlichen und proftischen Veterinärmedizin, zur operativen Behandlung eines Rindes in ein bes nachbartes Dorf gerufen. Bei der Ausübung seines Berufes zog sich Professor Knell unbemerkt eine Infektion zu, die zu einer schlimmen Blutvergiftung führte. Nach sieben Wochen währendem schmerzensreichen Kranfenlager ist der erit anfangs der fünfziger Jahre stehende Gelehrte nun am Heiligabend als Opfer feines Berufes gestorben. * Das Jahr 1927 war für das Baugewerbe besonders arbeitsreich. Schon im Februar sekte bei günstigem Wetter solch eifrige Bautätigkeit ein, daß es zeitweilig an Sandwerkern und Arbeitern mangelte. Die Zahl der 1927 entstandenen Wohnun gen ist zirka 200. Neben dem städtischen und genossenschaftlichen Wohnungsbau war auch die private Bautätigkeit erwähnens wert, denn Stadt und Land gaben z. T. billige Baudarlehen. Für 1928 sind die Aussichten weniger günstig, da die Stadt teine Zuschüsse mehr gibt, die private Bautätigkeit wird dadurch ins Stoden geraten. An halbfertigen Bauwerken felen erwähnt: Kinderklinik und Erweiterungsbau der Veterinärklinit. Finanz amt, Versorgungsamt, Polizeiami, Kulissenhaus, Pferdeställe mit Speicher der Kaserne sowie einige Privathäuser. An Neubauten find geplant und 3. T. schon beschlossen: ein Wohnhaus für die Militärverwaltung. Gendarmerie- Wohnhaus, Kapellenbau für die Gemeinde am Seltersberg, ein Boltsschulgebäude im selben Viertel, das Studentenheim am Leihgefterner Weg. ein Verwaltungsgebäude für die Krantentasse und ein Vergröße rungsbau auf dem Schlachthof. Wie man ficht, wird faft aus. schließlich nur noch von Behörden und Körperschaften gebant, während der privaten Bautätigkeit durch den horrenten Geldmangel das Bauen fast unmöglich gemacht wird. * Der Heilstättenverein für Hessen hat dieser Tage die Er richtung einer Heilstätte Pr Tuberkulose der oberen Luftwege beschlossen. Das Institut wird hier errichtet und dem Betrieb der Universitätsklinik für Hals, Nasen- und Ohrentrante unter Nr. 53. Steuerkalender für Monat Januar 1928, Reichssteuertermine. 1. Januar: Erhöhung der Auswertungszinjen von 3% auf 5%. 1. Januar: Anträge auf Lohnsteuer- Erstattung für 1927.- Fristablauf 31. 3. 1928. 5. Januar: Steuerabzug vom Arbeitslohn für die Zeit vom 16. bis 31. 12. 1927, bezw. wenn die bis zum 15. Dezember 1927 einbehaltenen Beiräge R.M 200 nicht überstiegen haben, nom 1. bis 31. Dezember 1927. Keine Schonfrift. 10. Januar: Anmeldung und Zahlung der Börsenumfassteuer fülz Dezember 1927. Reine Schonfriſt. 10. Januar: Umfagteuervoranmeldung und Umfagstenervor auszahlung für das vierte Vierteljahr 1927. Schonfrist bis 15, bezw., da der 15. auf einen Sonntag fällt, bis 16. 1. 1928. 10. Januar: Einkommen/ teuervorauszahlungen für das 4. Bier teljahr 1927 in Höhe von ¼ der im letzten Steuerbescheid festgesetzten Steuerschuld.- Keine Schonfrift. Samstag, 31. De 3um Go Im Schneegewand, so weit Seh ich die Welt, und lieblic Tritt aus des Waldes buntlem Das neue Jahr in Jugendfrij Sin über blendendweiße Aderb Die ruhend nun in Wintersbar Sch ich es hoch erhaben talwa Zum Seimatdorf, wo froh mar Ein gül'ges Lächeln ruht in Sein Antlig leuchtet helle, fon Und froh erregt hab' ich dem Meuen ein Blid nun nad Da straht's hell am dunklen& Es grüßet fern her bort ein lic Ser trägt die goldne Infdrift Mun, liebes Jahr, tritt froh zu Da rühren fich der Gloden eh Jhr Jubeltlang erfüllet Berg un Za Ehre auf dem Jahre nun, be Ertant zur Welt ein madtiger G Doch wie ich lausch' der Klänge. Die sich verliern im Weltall fer Da fühle ich ein seltsam Icises Jm fillen Ridblid zur Vergan Ja Geift fann ich mein Bolt d Bon 3wietrodt, Saß und blinde Bereinsamt stehn am Abgrund, a In seinem eignen Heimatland o 10. Januar: Körperschaftssteuervorauszahlung für das 4. Vierteljahr 1927 in Höhe von% der im letzten Steuer bescheid festgesetzten Steuerschuld.- Keine Schon friſt. 14. Januar: Anmeldefrist der Neubefiganleihen der Länder Gemeinden und Gemeindeverbände.-Reine Schonfrist. 20. Januar: Steuerabzug vom Arbeitslohn: für die Zeit vom 1. bis 15. Januar 1928 für das Markenverfahren; für das Ueberweisungsverfahren falls die vom 1. bis 15. Januar einbehaltenen Lohnbeträge 200 R.M übersteigen. Keine Schonfrist. Landessteuertermine für Helfen. 5. Januar: Letzter Tag für zuschlagsfreie Zahlung der am 25. bezw. 27. Dezember 1927 fällig jewesenen Dor läufigen Landessteuern 1927: Grund, Gewerbes und Sondergebäudesteuer. der Leitung des Direktors Professor Dr. Brüggemann an gegliedert. Die Stadt hat das erforderliche Baugelände von 15 000 Quadratmeter fostenlos zur Verfügung gestellt. Der Bau wird nach Plänen des Architekten Baurat Meyer Gie ben ausgeführt und wird neben dem Erdgeschoß noch drei ber geschoße umfassen. Borerst sind 70 Betten vorgesehen. Mit den Bauarbeiten soll im zeitigen Frühjahr nächsten Jahres begon nen werden. * Für das kommende Jahr sind in Gießen eine Reihe Tagun gen vorgesehen. Es finden am 8. und 15. Januar Ausbildungs. turse für Feuerwehrführer und Kommandanten aus Oberhessen statt. Am 3. und 4. März wird ein großer Jugendherbergstag für Mitteldeutschland mit Ausstellung im Jugendheim abgehalten. 3m Sommer tommt dann der Hessische Sängerbund zu seinem Bundestag nach Gießen, weiter plant die Landwirtschaftsfommer für Oberhessen hier eine große landwirtschaftliche Ausstellung abzuhalten. sahresabschluß 1926 der Bezirkssparkasse Gießen. Am 21. d. Ms. fand die diesjährige ordentliche Mitglieder versammlnug der hiesigen Spartasse statt. Die Aufsichtsbehörde war durch Herrn Oberregierungsrat Dr. 5 es vom Krelsamt vertreten. Weiter anwesend waren neben dem fast vollständig erschienenen Aufsichtsrat und dessen Vorsitzenden, Herrn Bür germeister Sei b, 50 Vertreter der Stadt Gießen und der Land gemeinden des Bezirks. Die letteren waren mit 46 Stimmen die Stadt Gießen mit 39 Stimmen vertreten. Außerdem nahm auf Einladung des Vorsitzenden des Sessischen Sparkassen und Giroverbandes, Herr Justizrat Dr. Reh, an der Versammlung teil. Nach einigen Begrüßungsworten an die Erschienenen erftat. tete der Vorsitzende der Versammlung. Direktor Zachels den Geschäftsbericht für das Jahr 1926. Er frug die Rechnung und den übrigen Bericht vor, welche unter Entlastung des Vorstandes von der Versammlung genehmigt wurden. Das Geschäftsjahr 1926 ichließt mit einem Reingewinn von 32 648, RM. ab. Dieser Reingewinn nebst dem Vortrag aus 1925 mit 14 036,89 RW, zusammen 46 684,89 9. werben auf Beschluß der Versammlung der Rüdlage überwiesen. Aus dem Geschäftsbericht für 1926 feien folgende Angaben hervorgehoben:: Die Spareinlagen, und zwar die reinen Spareinlagen( ohne Girocinlagen) zeigen auch in 1926 eine erfreuliche Aufwärtsbe wegung an. Sie stiegen von 2 213 344,40 919 auf 3 935 409,22 WI. das bedeutet eine Zunahme von 1722 064,82 In der Vorkriegszeit betrug die Zunahme 900 000,-. bis 1 000 000,- Mt. pro Jahr, somit weißt das Geschäftsjahr 1926 eine fast doppelte Zunahme gegenüber der Vorlriegszeit anf. Die Zahl der Sparbücher betrug Ende 1925 5885 Stüd, neu famen hinzu 3138 Stüd, susammen 9023 Stüd. b gingen durch Ganzrüdzahlungen 723 Stüd, jodaß sich Ende 1926 ein Bestand von 8300 Stüd Spartonten ergibt. Die Zunahme beträgt 2415 Sparlonten, Die im Kontokorrents( Siros) Berkehr angelegteen Einla gen ftigen von 888 290,52 97. auf 1 484 339,82 RM. Die 3u nahme beträgt somit hier 596 049,30 R. Die Kontenzahl im Giroverkehr stieg von 1436 Konten im Vorjahre auf 1803 Ronten in 1926. Die Rechnung 1926 zeigt einen Rechnungsreft von 146 164,, 18 RM. Der Gesamtumsay stieg von 53 699 325,24 997. auf 85 495 104,74 RM. Jm Berichtsjahr erfuhren die Ausleihungen im Realfredit ( Sypotheken-) Geschäft eine beträchtliche Zunehme. Die Snpo theldarlehen, welche 1824 noch 57 100,- RM. betrugen und in Doch soll ich nuglos lange hier Jn jenen Jahren, jenen bittren O nein! Jh will mit rüftgen G Sin mit dem Zeitenlaufe fort u Jt auch, mein Bolt, bein Ausb Berhüllt dein Weg ein düftrer Gs nahi ein Tag, da lichten sich d Und soll es wären auch noch Zei Dann wird die Sonn im Morge Dein Frühling leuchtet überm T Und durch dein Leben geht ein no Und Neues blüht, wo Altes ist ze Gehn doch der Völler Wege f Uremig schon im großen Weltge Sie führen hin durch Kampf zu Durch dunkle Tiefen auf zu lidh Wohlauf! Ermanne dich und mu Boll Zuversicht ins neu geborne Noh find ja reich an Wechsel di Und Gottes Mühlen mahlen w Phil Trautmann, S Arbeitsdiens Als Nr. 18 der Lehrfchriften ü Joeben im Verlag des Athenaeu historisch fritische Untersuchung über Dr. W. Diedmann erschienen, in w beitsdienstpflicht in seiner geschichtl Musprägung und seine Durchführun Berwirklichung dieser Jdee im Ineingehend untersucht werden, um auf trin wissenschaftliche Untersuchung Möglichkeiten und Voraussetzungen bie Arbeitsdienstpflicht darstellt, zu Ildfeit, wie man sie wohl in fei gandafchriften und Auffäge, die die Grüner Rasen/ Roman von Otto 00 16. Fortset Mergerlich blieb er stehen und Seine Augen drohten fast. Sie spür jitterten in Echwäche. Langsam legt arme. Sie mußte bie Lider senten auf dem Löwenberg am Tage nor flagten feine zudenden Lippen, die o fern und falt. Er tat ihr leid. Urlaub und schrieb an Gerda geno night wie Aurt? Es tai gut, den Slug die Augen auf und fah Im Dammern noch leuchtend hell gen und Singen schlug an die Ohr mat ein Jubeln, als des Beilers langlam marien und hob die Lippen zu der unter ihr Kinn gri amlungen, bis ein Wagenrollen fiat er zurüd: Das war meine Dor Bremierleutnanis!" Sie schlug die Hände vor das bar bald ein schmerzliches Schlud bidh lieb, Kurt, aber so, so hat mi bann.. mollte er nicht wie du zu Dunkel und falt lahien ihm pl Better stand draußen im Westen. bet tem Kameraden am Feind erlen jähen Summer feines lache rig: ift du ihm versprochen?" Chne ble Finger vom Gesicht ten Egnee: Rein, nein, ich ha reibt nie davon, Nur gefüßt hat Er bezmang die aufteimende He wieder in die Arme zu nehmen Dingen, aber als rechtlicher M len fich einmal vergessen zu hab in lieb oder mich?" fragte er. Sie ließ die Finger fallen. In Irinen. Doch fest und gerade fucht allin Thn hab ich nur als Better Sehörte feine Atem gehen. E men entschied mit einer Lu 1ien: Sag ihm das, wenn du ihn einen Cilitiei, wenn bu gefprodjen Tofon lug fie ein, aber and bot ihm einen neuen Ruß, de Führung nahm, Elisabeth war ein Str. 53. Für Monat Januar 1928, chssteuertermine. Auswertungszinsen von 3% auf 5% 1.3.1928. Lohnsteuer- Erstattung für 1927, vom Arbeitslohn für die Beit Dom 2. 1927, bezw. wenn die bis zum 15. 27 einbehaltenen Beträge RM 200 gen haben, vom 1. bis 31. Dezember ne Schonfrift. and Zahlung der Börsenumfagsteue 1927. Reine Sonfrift. ranmeldung und Umsatzsteuervor ür das vierte Bierteljahr 1927.- 15, bezw., da der 15. auf einen bis 16. 1. 1928. nervorauszahlungen für das 4. Biez n Höhe von ¼ der im lehten Steuers etten Steuerschuld.- Reine Gon euervorauszahlung für das 4. Bier Höhe von% der im legten Steuer egten Steuerschuld.- Reine Schon der Neubesihanleihen der Länder nd Gemeindeverbände. Reine om Arbeitslohn: für die Zeit vom uar 1928 für das Martenverfahren; weisungsverfahren falls die vom 1. einbehaltenen Lohnbeträge 200 R.M Reine Schonfrist. rtermine für Seifen. rzuschlagsfreie Zahlung der am 25. ember 1927 fällig ewefenen voz esteuern 1927: Grunds, Gewerbes äubesteuer. Professor Dr. Brüggemann an das erforderliche Baugelände von los zur Verfügung gestellt. Det Architekten Baurat Meyer- Gie ben dem Erdgeschoß noch drei ber ind 70 Betten vorgesehen. Mit den n Frühjahr nächsten Jahres begon hr sind in Gießen eine Reihe Laguns am 8. und 15. Januar Ausbildungs und Kommandanten aus Oberhessen rd ein großer Jugendherbergstag für tellung im Jugendheim abgehalten. Der Sessische Sängerbund zu seinem er plant die Landwirtschaftskammer toße landwirtschaftliche Ausstellung bschluß 1926 parkasse Gießen. Samstag, 31. Dezember 1927 = diesjährige ordentliche Mitglieder Sparkasse statt. Die Aufsichtsbehörde rungsrat Dr. 5 eß vom Kreisamt waren neben dem fast vollständig id dessen Vorsitzenden, Herrn Bür ter der Stadt Gießen und der Land legteren waren mit 46 Stimma timmen vertreten. Außerdem nahm den des Hessischen Sparkassen- und at Dr. Reh, an der Versammlung sworten an die Erschienenen erstat ammlung, Direktor 3acheis den 1926. Er trug die Rechnung und e unter Entlastung des Vorstandes tigt wurden. chließt mit einem Reingewinn von eingewinn nebst dem Vortrag aus ammen 46 684,89 M. werden auf Der Rüdlage überwiesen. t für 1926 seien folgende Angaben zwar die reinen Spareinlagen( ohne 1926 eine erfreuliche Aufwärtsbe 213 344,40 9 auf 3 935 409,22 97. von 1722 064,82 M. etrug die Zunahme 900 000,- M hr, somit weißt das Geschäftsjahr ahine gegenüber der Vorkriegszeit betrug Ende 1925 5885 Stild, neu mmen 9023 Stild. Ab gingen durch , sodaß sich Ende 1926 ein Bestand ergibt. Die Zunahme beträgt 2415 Giro-) Berkehr angelegteen Ginla M. auf 1484 339,82 RM. Die 3 96 049,30 R. Die Kontenzahl im onten im Vorjahre auf 1803 Ronten zeigt einen Rechnungsreft von von 53 699 325,24 M. auf die Ausleihungen im Reallredib trächtliche Zunchme. Die Hype 57 100,- RM. betrugen und in Zum Geleit. Jm Schneegewand, so weit die Bilde reichen, Eeh ich die Welt, und lieblich märchenhaft Tritt aus des Waldes bunflem, tiefen Schweigen Das neue Jahr in jugendfrischer Kraft. Sin über blendendweiße Aderbreiten, Die ruhend nun in Wintersbann erstarrt, Sch ich es hoch erhaben talmärts[ chreiten 3um Heimatdorf, mo froh man seiner harrt. Ein gül'ges Lächeln ruht in feinen Zügen, Sein Antlig leuchtet helle, Jonnderflärt Unb froh erregt hab' ich dem monniglichen Neuen in Blid nun nachgefehrt. Da straht's hell am dunklen Firmamente, Es grüßet ferm her bort ein fighter Egein. Der trägt ble goldne Jnschrift Jahreswende", Run, liebes Jahr, tritt froh zur Zeit herein. Da rühren fich ber Gloden eherne Zungen, Ihr Rubelflang erfüllet Berg und Tal; Zu Ehre aus dem Jahre nun, dem Jungen, Ertönt zur Welt ein mächtiger Choral. Doch wie ich laufdh' der Klänge. da den schönen, Die sich verliern im Weltall fernenmeit, Da fühle ich ein feltfam Teljes Sehnen 3m stillen Ridblid zur Vergangenheit. 3m Geist kann ich mein Volf de wiedersehen, Bon Zwietrodt, Saß und blinden Wahns verwirrt, Bereinsamt stehn am Abgrund, an dem jähen, In seinem eignen Seimatland perirrt. Doch soll ich nuglos lange hier verweilen 3n jenen Jahren, jenen bittren dort? O nein! Jh will mit rüftgen Schritten ellen Sin mit dem Zeitenlaufe fort und fort. Jst auch, mein Bolt, dein Ausblid noch kein freier, Verhüllt bein Weg ein düftrer Nebelhang. Es nahi ein Tag, da lichten sich die Schleier Und soll es wären auch noch Zeitenlang. Dann wird die Sonn im Morgenrot dir lagen, Dein Frühling leuchtet überm Trümmerfeld Und durch dein Leben geht ein neu Erwachen Und Neues blüht, wo Altes ist zerschellt. Gehn doch der Böller Wege so verschieden Urewig schon im großen Weltgeschehn; Sie führen hin durch Kampf zum stillen Frieden, Durch dunkle Tiefen auf zu lichten Höhn. Wohlauf! Ermanne dich und mutig blide Boll Zuversicht ins neu geborne Jahr. Noch sind ja reich an Wechsel die Geschide Und Gottes Mühlen mahlen wunderbar. 2. Blatt der Gießener Zeitung Nr. 53 ders ben Führern des Volfes non oben bis unten, wird sie über die Fragen Auskunft geben, denen sie bisher scheu aus dem Wege gegangen find, weil ihnen die Lösung zuviel Kopfzerbrechen machte. der Arbeitsdienstpflicht zum Inhalt haben, findet, und die der Ghrift einen dauernden Wert sichern, behandelt der Verfasser im ersten Abschnitt die Entwidlungsgeschichte des Gedankens einer rechtlichen Arbeitspflicht. Im zweiten Abschnitt gibt er einen geschichtlichen Ueberblid über die bisherige Durchführung der Arbeitsdienstpflicht in der Vorkriegszeit, während des Weltfrieges, in Sowjet- Rußland und in Bulgarien, Ohne die so vielfach erhobene Forderung nach Einführung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht erneut propagandistisch zu stellen und zu be gründen und ohne ein Programm für die Organisation einer folchen Einrichtung in allen feinen Einzelheiten zu entwideln, erörtert Dr. Diedmann auf Grund der Entwidlungsgeschichte und der bisherigen Durchführung der Arbeitsdienstpflicht im dritten Abschnitt die Frage über die Voraussetzungen für die Einführung einer allgemeinen Arbeitsdienstpflicht. Offen gesteht er zu, daß die bisher gemachten Erfahrungen mehr gegen als für den praktischen Wert einer solcher Institution zu sprechen heinen. Der Grund für dieses vermeintliche Versagen" liegt aber nicht in der Institution selbst, sondern war verursacht ein. mal durch die fehlerhafte Konstruktion der Einrichtung, nicht minder aber auch durch äußere Umstände und Verhältnisse, die ihren 3wed beeinträchtigten und Wirkungen auslöften, die in dem Wesen der Arbeitsdienstpflicht jedenfalls nicht begründet liegen. Zeipe body gerade die Turd, führung der Arbeitsdienst pflicht in Bulgarien, daß sie, richtig organisiert und den nun einmal vorhandenen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedin gungen angepaßt, nicht nur ein brauchbares, sondern höchst wertvolles und bedeutsames Instrument der Staatspolitik fein Lönne. Man muß dem Verfasser zustimmen, wenn er zusammen fassend sich zu dem Grundsatz Bismards bekennt, daß der Staat nicht nur die Macht, sondern auch die Pflicht hat, die anarchi schen Kräfte der Wirtschaft und Gesellschaft zu bändigen, und daß im neuen Deutschland ein leitender Staatsmann mit diesem bismardschen Zutrauen bitter nötig wäre. Hätten wir ihn, dann tünnte auch das deutsche Volt auf Verwirklichung der Arbeitsdienst flichtidee hoffen. Phil Trautmann, Landwirt, Reichelsheim. Arbeitsdienstpflicht. J.B. Wolfgruber, Pfarrer in Niederstaufen. Aus Nah und Fern. Bad Nauheim an führender Stelle unter den europäischen Kurorten. Ein amerikanisches Uriell. Unter dieser Ueberschrift brachte die Pariser Ausgabe der Chicago Tribune", einen Artikel über die Eindrüde, die Mr. George Ringler, ein Beauftragter des Bürgermeister Wal fer Newport, auf einer Europareise erhalten hatte. Die ges nannte Zeitung schreibt mörtlich: Mr. Ringler macht seine jekige Europareise in erster Linie, um die Gesundheitsverhält nisse in Deutschland und Frankreich für das Gefundheitsamt in Newport City fennenzulernen. Mr. Ringler wurde vom Bür germeister Walter beauftragt, alle merivollen Anlagen und Maßregeln zum Schute der Gesu.dheit zu besichtigen, welche auf dieser Seite des Atlantischen Ozeans durchgeführt Find. Ju diefem 3wede tam Mr. Ringler vor zwei Monaten nach Europa. Seitdem ist er durch ganz Deutschland und Frankreich gereift, hat sich an vielen der größten Kurorte und Badepläke aufge halten und sagt nun, daß er nirgends etwas gesehen hat, was Bad Nauheim nahe fam. Alle Bedingungen sind dort ganz wundervoll erfüllt" fagt Mr. Ringler, ble Gauberfeit läßt sich nicht beschreiben und die Kurmethoden sind die besten, die ich ie gesehen..." Lich. Mit dem projektierten Bostneubau, der mit rund 100 000. veranselagt ist, beschäftigte sich die Tette Situng des Gemeinderats. Es wurde ein Bauplatz von 1000 Quadrat meter Größe an der Bahnhofstraße zur Verfügung gestellt. Außerdem wurde beschlossen, mit der Reichspostverwaltung einen Darlehens und Mietvertrag abzuschließen. Die Erbauung Ob mir jemals einen solchen Staatsmann erhalten werden? Man möchte daran zweifeln, menn man die Erfahrung macht, tag die Führer" des Volkes es faum der Mühe wert erachten, sich mit der Arbeitsdienstpflicht idee zu befassen, daß sie vor lau ter Rüdsichtsmeierei auf das Ausland und vor lauter Furcht vor den Arbeitsscheuen im Inland sich nicht getrauen, dieses Problem zur Diskussion zu stellen, und meinen, alle Unzufriedenheit und Arbeitsscheu mit den Steuergroschen der Arbeitsamen, mit Sport und Vergnügen befriedigen zu können. Eine programma tische Erklärung des Dortmunder Ratholitentages empfiehlt den Führern des Volles dringend, ihre Aufmerksamkeit auf die inneten Zeitschäden zu lenfen und an ihrer Bekämpfung taifräftig mitzuwirken. Sie empfiehlt den deutschen Katholiken, jegliche ernste Arbeit als etwas Vornehmes zu betrachten und damit dem einfachsten Arbeiter Hochachtung entgegenzubringen. Das ist alles recht und schön. Ob es aber helfen wird? Zeitschäden werden mit bestem Erfolg durch Arbeit bekämpft. Hunderttaus sende haben aber feine Arbeit. Führer des Volfes, verschafft den Arbeitslosen Arbeit, und wenn ihr nicht wißt in welcher Weise, dann leset das Heft: Die Arbeitsdienstpflicht von Dr. W. Diedmann! Und wenn jegliche ernste Arbeit als etwas Vorneh mes zu betrachten ist und auch der einfachste Arbeiter Hochach tung verdient, dann ist jedenfalls die Arbeit im Dienste des Baterlandes und des Nächsten, wie sie durch die vaterländi sche Arbeitsdienstpflicht geleistet wird, die vornehmste, und ver dient der im vaterländischen Arbeitsdienst Beschäftigte unsere größte Hochachtung. Darum sollten sich zur Vaterländischen Dienstpflicht nicht bloß die Statholiken, sondern alle bekennen, sollten sich auch bekennen müssen Sie Arbeitsscheuen, die Müßig gänger, jogar jene, welche es nicht nötig haben, zu arbeiten, um leben zu können.„ Die Arbeitsdienstpflicht" des Dr, W. Died mann verdient weiteste Verbreitung. Allen, die sich mit Politik und Wirtschaft aus Liebhaberei oder Beruf beschäftigen, beson Is Nr. 18 der Lehrschriften über Staat und Wirtschaft" It soeben im Verlag des Athenaeums in Füssen a. Lech eine historisch fritische Untersuchung über die Arbeitsdienstpflicht von Dr. W. Diedmann erschienen, in welcher der Gedanke der Arbeitsdienstpflicht in seiner geschichtlich gewordenen Gestalt und Ausprägung und seine Durchführung, soweit es bisher zu einer Berwirklichung dieser Jdee im In- und Auslande gefommen ist, eingehend untersucht werden, um auf Grund der durch eine solche tein wissenschaftliche Untersuchung erzielten Ergebnisse die Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Institution, wie sie bie Arbeitsdienstpflicht darstellt, zu prüfen. Mit einer Gründ lichfeit, wie man sie wohl in feiner der zahlreichen Propas. gandaschriften und Aufsätze, die die Forderung nach Einführung Grüner Rasen/ Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 16. Fortsetzung. Mergerlich blieb er stehen und nahm sie mit trokigem Griff. Seine Augen brohten fast. Sie spürte prideinde Angst. Die Knie gitterten in Echwäche. Langsam legte er die Hände um ihre Oberarme. Sie mußte die Lider senten und glaubte plötzlich Werner euf dem Löwenberg am Tage nor der Abreise zu sehen. Traurig flagten feine zudenden Lippen, die Sterne über Franfreich wären fo fern und falt. Er tat ihr leid. Doch warum fam er nie auf Urlaub und schrieb an Gerda genou mie on fie? Warum war er nicht wie Kurt? Es tai gut, den Drud seiner Finger zu spüren. Sie schlug die Augen auf und fah in die seinen. Da schien auch im Dämmern noch leuchtend hell der herrliche Wintertag. Alin gen und Singen schlug an die Ohren. Das Klopfen des Herzens langjam, piel zu war ein Jubeln, als des Bellers Hand langfam unter ihr Kinn griff. Sie fonnte nicht länger marien und hob die Lippen zu den seinen. Dann hielten fie fich umschlungen, bis ein Wagenrollen ihn aufschredte. Tief aimend frat er zurüd: Das war meine Orchidee! Jegt treten wir Dor Wremierleutnants!" Sie schlug die Hände vor das Gesicht Ihr kurzes Stöhnen war bald ein schmerzliches Schluchzen: Nein, nein! 3 hab dich lieb, Kurt, aber so, so hat mich auch Werner gefügt, aber bann.. wollte er nicht wie du zu Ontel und Tante gehen!" Dunkel und falt schien ihm plötzlich der Abend. Der fleine Better stand draußen im Westen. Darum erwachte der Offialer der dem Kameraden am Feind nicht das Liebste Picht. Im ersten jähen Stummer feines lachenden Lebens fragte er trau tig: Bist du ihm versprochen?" Ohne die Finger Dom Geficht zu heben. Stapfte sie den har ten Schnee: Nein, nein, ich habe ihm nichts gesagt, und er Schreibt nie davon, Nur gefüßt hat er mich." eines neuen Schulhauses, welches bringendes Bedürfnis ift. fam ebenfalls zur Sprache. Mit dem Neubau wird in den nächsten Jahren zu rechnen sein. Büdingen. Die Bestrebungen zur Erschließung des Vogels berges beschränken sich nicht, wie man bisher annahm, auf die beiden Bahnprojekte Büdingen bezw. Hanau- Ober- Secmen und Birstein- Hartmannshain, sondern bestehen auch noch in einem dritten, wesentlich älteren Projeft, das von Schotten über Ulrichstein nach Alsfeld gedacht ist, direkt an den höchsten Erhöhungen vorbeiführen, für die Basalt, Holz und Eisensteinvorkommen des gesamten Landstriches eine gute Ablakvermitt lung, und für die Strede Frankfurt a. M.- Alsfeld schließlich eine Abkürzung von etwa 20 Kilometern bedeuten würde. Drei Tage später sprang Rapitänleutnant v. Drewig auf dem Bahnhof von Emden aus dem Zug. Das Handgepäd nahm Wullin, sein Bursche und auch Hauptrudergänger von U 444. Der schmalbriftige, früher bleide Glasbläser aus bem fäch lifchen Erzgebirge schien mit den spindeldürren D- Beinen ein Jofei, seit Seclust seine Baden braun und die Augen flar machte. Gewohnt, den Kommandanten nach Urlaubsreisen zu empfangen, fam er den oft gehörten Fragen auf dem Weg zur Sperre in einem Gemisch von Platt und Sächlich zuvor: Be sonderes wäre ja nich vorjefallen, Herr Kapinleitnam! Eenge loofen find U 440, 442 und 445, und dem Friedchen jeh's soweit janz fchcene. Herr Kapinleitnam Bremmer is uff Unterneh mung und hat dichte bei Malda zwee englische Transporter torpediert." Er bezwang die aufteimende neue Freude und den Wunsch, fte wieder in die Arme zu nehmen Gewinnen wollte er das liebe Dingchen, aber als rechtlicher Mann und Offizier, Elisabeth chien fich einmal vergessen zu haben, aber sie war jung.„ Sast bu ihn lieb oder mich?" frogte er. Sie lich die Finger fallen. In den Augen schimmerten no Tränen. Doch fest und gerade suchten sie die seinen:„ Dich, dich allein! Jhn hab ich nur als Better gern!" Sie hörte seine Aiem gehen. Er hob den Kopf zu den Bäu men und entschied mit einer Luftigkeit, die night natürlig Igien: Sag ihm das, wenn du ihn wiederstehst, und schide mir einen Cilbrief, wenn bu gesprochen haft. Deine Hand darauf!" Schotten. Der Bogelsberger Höhenflub hält seine nächst jährige Hauptversammlung in Nidda ab. Da wußte Drewiß, welche Boote der Flottille in der Werft lagen. Aum nach Friedchen fragte er fte's. Sie war nicht nur die Brout feines Burschen, sondern auch Hausmädchen der Frau Jeines Freundes und Crewfameroden Bremmer, der ein U- Boot im Mittelmeer führte. Friedes Briefe an den Burschen gaben oft Nachricht von der befreundeten Familie. Sofort flug fie ein, aber schnellte in den Fußipigen auf and bot ihm einen neuen Ruß, den er mit einem Lächeln ber Rührung nabm Elisabeth war ein Kind, aber unsagbar lieb. Weylar. Der Kreistag des Kreises Wetzlar bewilligte gum Straßenbauprogramm für 1928 insgesamt 640 000 M. Ferner wurde beschlossen, im Mai nächsten Jahres einen Kreisturn, und Eporttag in Wetzlar abzuhalten. Die Kreisfommunaltasse für 1927 schließt mit einer Einnahme von 2 629 436 und einer Ausgabe von 2 533 158 M, so daß ein Kaffenbestand von 96 278.M Derbleibt. Frankfurt a. M. Der Raiffeisen- Verband e. V. zu Frank furt a. M., der Revisionsverband von 680, in der Proving Ober hessen, im Reg.- Bez. Wiesbaden, sowie im Kreise Wetlar domi ailierten Raiffeisen- Genossenschaften, hält in den Tagen vom 2.- 5. Januar 1928 im Hotel Russischer Sof" in Frankfurt a. M. einen genossenschaftlichen Ausbildungslehrgang für die Rechner und Verwaltungsorgane seiner ihm angeschlossenen Genossenschaften ab. heilahnens. Dremiß schmunzelte schon, ehe er die dumpfe Antwort hörte: Dreizehnte. Herr Kapitänleutnant!" Kurz, aber vielfagend flang es. Aehnliches hotte er erwar tet. Doh Ichien die neheffaute Luft jekt ein röfteln unter ben Baletot zu tragen. Vielleicht dachten auch endere der Besat ung mit Bangen an die dreizehnte Fahrt, Seit Menschen in Schiffen zu Wergingen. trugen fie an Bord ihren Aberglau ben, der das Geemannsleben mit bem 3auber von Romontif unh Rorsie erhellte. Unmitürlich bette cu er fich eben heim Frösteln gefragt, ob er Elisabeth nicht wiedersehen solle. Ver stimmt sprang er auf die Fühe, slug den Baletotfrogen hoch und soh an der Haube vorbei über bas trübe, platte Maller bes Kanals. Voraus hing unter dünnem granem Rebel eine bun lete Wolfe aus den Schornsteinen ron Torpedobroten. Durch trägen, jamutigen Qualm maten foum die Molten. Stenen und Hede der schwarzen Schiffchen zu sehen. Die Binasse huschte schnell vorbei. Dort stießen die Slote eines alten Rreuzers ihren pechschwarzen Atem aus. Der greife Bott zitterte an ten Trollen, als freue er sich auf das Auslaufen. Ein heimfehrendes Vorpostenboot wuchs höher, immer höher aus dem Grau und flikte vorüber. Ein junger Offizier grüßte von der Brüde und verschwand im folten Rebel, ber Rouhreif auf Ufer und Eiffe geworfen hatte. In der Ferne heulte eine Sirene. Eine Nuß fchale schien dann seine inalle neben den hohen rotbraunen Bäumen dreier großer Erhempfer. The Monnjohet tölte mit zaffelnden Kränen die Ladung aus Schweben. Also hielt die Hochseeflotte der Einfuhr noch Wege offen Draußen hing der Rebel tiefer, und ganz plöglich ragte zur Rechten das Wohnschiff Pommerania" mit dem unbefractelen roten Rumpf hoch aus Sem Wasser. Eine Henne mit Küchlein sien der frühere Ame zilafahrer neben den smalen und flachen grauen 3igarren Don Stahl. Die Binalle leate am Ufer an. Auf Land springend, watete Dremig mit dem Burschen durch schlommigen Solid au dem haushohen Solzgerüst, ging die Treppe hinauf und über die an das Wohnschiff gelehnte breite Blattform auf Ded der Bom. merania". Ein Poften ftand stramm. Stein onderer Mensch mar jekt um 11 hr vormittags zu sehen. In fumme Leere Jflug das Echo seiner Tritte im langen Rozribor des Aufboues, durch den einft wohl das Lachen flirtender Danfeetäter mirrte. Türen zu beiden Seiten trugen Visitenkarten mit den Namen Don Offizieren. Er öffnete die zur eigenen Kommer und trat wieder in den Raum, in dem er nach der Heimlehr von Unternehmungen faft mie der Fahrgast eines Ueberseebamplers wohnte. An der Wand gegenüber stand unter dem Bullouge ein Schreibtisch, an der linten der Waschtisch neben dem Aleider jchrant. 3u renter Sand barg ein Vorhang die Koje mit Bettzeug Tem Erinnern an die hohen, lustigen Fremdenzimmer in Briedelsdorf schien das Heim wohl eng, do fhön, weit wub Jauber fand er es beim Betreten nach langer Seefahrt Auch der alte Dienstmann, der als einziger seiner Zunft noch die Nummer 18 an roler Müke trug, nahm den Gepäd. Jchein, ohne zu sprechen. Wie den Kapitänleutnant fannte er ben Koffer, den er dem mit seinem Burschen plaubernden Seeoffizier auf einem Handwagen zum Rai vor dem Gasthof Weißes Haus" rollte. Dort sah Drewig die Pinale des WohnSchiffes Bommerania". Der Bootsmann am Hed stand stramm Der Heizer hinter der Haube turbelte an. Der Kapitänleutnant ftieg ein. Doch aus der Gasse neben dem Hotel haftete ein Ded offizier mit dichtgefrauftem rotem Spitbart unter vielfaltigem Geficht. Zwei aufgezwirbelte Spigen tagten wie Hörner jast bis zur Höhe der in schwarze Ringe gebetteten Augen. Auf den Uferfteinen fam er zum Stehen: Darf ich mitfahren, Herr Kapitänleutnant?" Bitte, Steuermann", sagte Drewitz und bot dem Eingestiegenen die Hand. Fiebner war Steuermann feines Brofes und ein Schwarz seher, der überall Gefahren witterte. Das verbrickliche Pol fern der rauhen Stimme schien stets zu murren, au flagen und Unheil zu finden. Doch der Dien't fonnte den bejahrten Rapitulanten zum Jüngling mochen. Seine Augen sohen scharf und Ilar, wenn er als Wachhabender auf der Bride stand Seine brummige Stimme flug hell und froh wie Trompetentek an die Stahlwände der Zentrale, menn fie in Stunden wirflicher Gefahr Eifer und Mut von den Lenten heischte. Nach zwölf gemeinsamen Fahrien war der Alte ihm lieb cis Mensch mie Soldat. Am Aermel zog er ihn neben sich in den Sig: Na, Fiebner, was prophezelen Sie für die neue Unternehmung?" Die Augen in schwarzen Ringen suchten die Stiefel. Auf das runglige Gesicht fiel der düftere Schatten gräßlicheen UnFortsegung folgt. Samstag, den 31. Dezember 1927. ,, Gießener Zeitung" Um die Verwaltungs- und Steuerreform." Der Deutsche Handwerts- und Gewerbefammertag hat gele gentlich seiner Bertreterversammlung vom 25. Auguft d. Js. zu München erstmalig das Problem der Berwaltungs- und Steuerreform in aller Deffentlichteit einer eingehenden Würdigung unterzogen. Die von den Regierungen des Reiches und der Länder bislang beabsichtigten Reformen haben noch zu feinem wesentli chen Ergebnis geführt und zu bezweifeln bliebe auch, ob trok allem Drängen der Wirtschaft bei diesen Regierungsabfichten etwas Brauchbares herausgekommen wäre. Eine durchgreifende Rationalisierung der Verwaltung ist aber unbedingt notwendig, da die Wirtschaft nicht mehr in der Lage ist, die erhöhten Steuerlasten zu tragen und auch die Steigerung der Reparationslasten bringend und gebieterisch eine Einschränkung erheischt und erfor bert. Als verarmtes Bolt tönnen wir uns den Lugus der früheren zuweit gehenden Verwaltung nicht mehr leisten. Es ist zuviel, menn mir in Deutschland zund 80 amtierende Minister zählen, während Frankreich mit 13, England und die Vereinigten Staaten von Amerila mit je 10 und Belgien mit 9 Ministern austommen. Die Zahl der Parlamentarier beträgt in Deutschland ohne die Bertreter der preußischen Provinzial- Landtage 2365; in England beläuft sie fich auf nur 1634, in Frankreich auf 911, in den Bereinigten Staaten auf 435 und in Belgien auf 340. Wie sehr die Verwaltung in den letzten Jahren ausgedehnt wurde, beweist auch der Umstand, daß auf je 1000 Einwohner im innerdeutschen Verwaltungsbetrieb 1913 0,05 planmäßige Reichsbe amte beschäftigt wurden, 1025 aber 1,4; das bedeutet gegenüber 1913 eine Steigerung von 2800 Prozent. Entsprechend diesen 3ah Ten stiegen auch die Besoldungsausgaben für innerdeutsche Vers maltungsbeamte je Einwohner von 0,24 Mt. 1913 auf 6,17 RM. 1925; auch hier eine Steigerung von 2570 Prozent. Ebenso überflüffig ist es angesichts der großen wirtschaftlichen Not, in der wir uns befinden, wenn sich einzelne Länder" von noch nicht einmal 50 000 Einwohnern eine eigene staatliche Verwaltung halten. Wie sehr der finanzielle Zuschußbedarf der öffentlichen Ber waltung in Deutschland gestiegen ist, beweisen auch die jüngst in der vom Statistischen Reichsamt herausgegebenen Zeitschrift „ Wirtschaft und Statistit" veröffentlichten Unterlagen für die Rechnungsjahre 1913/1914 und 1925/1026. Als Zuschußbedarf wird dabei der Teil der Ausgaben angesehen, der durch Steuern und Zölle sowie durch die Reinüberschüsse der erwerbswirtschaftlichen Unternehmungen und durch sonstige Vermögenserträgnisse der öffentlichen Hand seine Dedung findet. Denach beläuft sich der Zuschußbedarf der öffentlichen Verwaltung im Deutschen Reich ( Reich, Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände) im Rechnungsjahre 1925/1926 auf 11,9 Milliarden RM., während die Bergleichszahl aus dem Jahre 1913 1914 unter erfolgter Berüdfichtigung des veränderten Gebietsstandes einen Zuschußbedarf von 5,4 Milliarden Mr. erforderte, mithin eine Steigerung für 1025/1926 von 6,5 Milliarden RM. Umgerechnet auf den Kopf der Bevölkerung zeigt sich in dem Zeitraum von 1913/1914 bis 1925/1926 ein Anwachsen von 93,56 Mt. auf 190,2 RM., also eine Steigerung um mehr als das Doppelte, um 103,3 Prozent. Zu dieser Steigerung tragen zweifellos die Kriegslasten an erster Stelle bei. Sie sind in dem angegebenen Zeitraum von 41 Millionen Mr. auf 2703 Millionen RM. oder umgerechnet auf den Kopf ber Bevölkerung um 6000 Prozent gestiegen. An zweiter Stelle folgen die Ausgaben für Wohlfahrtswesen mit einer Steigerung von 571 Millionen Mt. Gesamtzuschußbedarf im Jahre 1913 1914 auf 2844 Millionen RM. Gesamtzuschußbedarf 1925/1926, Umgerechnet auf den Kopf der Bevölkerung ergibt sich hier eine Steigerung von 361,2 Prozent. Unter dem Wohlfahrtswesen steht an erster Stelle wieder das Anwachsen des Zuschusses für das Wohnungswesen und zwar von 2 Millionen Mr. auf 740 Millionen RM. Ihm folgen die Ausgaben für die Erwerbslosen- Fürsorge von 2 Millionen Mark auf 439 Millionen RM. Die Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft sind schon immer für einen Abbru der Wohnungszwangswirtschaft eingetreten, ebenso haben sie ihre Bedenken geäußert gegen die mit der Erwerbslosen- Fürsorge verbundenen stark gesteigerten Lasten. Der Gesamtzuschußbedarf für das Finanz- und Steuerwesen belief sich im letzten Vorkriegsjahre auf 130 Millionen Mt., für das Rechnungsjahr 1925/1926 zeigt er ein Anwachsen auf 729 Millionen RM., eine Steigerung, umgerechnet auf den Kopf der Bevölkerung, von 419,1 Prozent. Unter Finanz- und Steuerwesen sind hier zusammengefaßt bei Reich und Ländern die Finanzministerien sowie die Finanzbehörden( Finanzämter, Zollverwaltung usw.), ferner die Staatshauptkasse, Rechnungshof u. dergl., Grundstücks- und Bauverwaltung, sowie bei den Gemeinden die städtischen Steuerämter, soweit sie anzugliedern waren. Wenn auch gerade bei diesen Zahlen in der Veröffentlichung darauf hingewiesen wird, daß sie nur mit größtem Vorbehalt wiedergegeben werden können, so geben sie doch selbst bei vorsich tiger Auswertung zu größten Bedenken Anlaß und zeigen immer wieder, wie notwendig die Vereinfachung unserer gesamten Verwaltung ist. Erfreulicherweise ist gerade in der letzten Zeit das Problem der Verwaltungsreform etwas mehr in Fluß geraten. So erfolgt seitens des Reichskabinetts die Einsetzung eines besonderen Aus schusses, um die Frage der Verwaltungsreform eingehend behanbein zu können. Ferner wird sich auch die in der zweiten Januar woche zusammentretende Konferenz mit den Ministerpräsidenten und den Vertretern der Länder eingehend diesem Fragenkompleg zuwenden. Insbesondere soll sich diese Aussprache befassen mit der Veränderung der Verhältnisse zwischen Reich und Län dern, mit Maßnahmen zur Gewährleistung sparsamer Finanzwirtschaft und mit Verwaltungsreformen in Reich und Ländern. Leider ist diese Regsamkeit zum größten Teil bedingt durch äußere Einflüsse, vornehmlich durch das Memorandum des Genes ralagenten für Reparationszahlungen vom 20. Oktober. In ihm wird durch die Notwendigkeit zum Sparen und Maßhalten in den Ausgaben betont, da die letzte Entwidlung auf dem Gebiete des öffentlichen Finanzwesens weder im Interesse des deutschen Wirtschaftslebens, noch in dem der Durchführung des Sachper*) Dem Hessischen Handwerk und Gewerbe entnommen. | ständigen- Planes zu liegen scheine." Wenn auch nicht in allen Puntten den Ausführungen des Reparationsagenten beigepflich tet werden kann und vor allen Dingen auch mit Recht die Frage aufgeworfen werden muß, woher der Reparationsagent zu feinen Forderungen das echt herleitet, so liegt doch eine gewisse Tragit barin, daß ein Ausländer die Möglichkeit hat, uns die Netmenbig feit einer rationellen Umgestaltung unseres gesamten Verwal tungsapparates vor Augen zu führen. Jedenfalls hat der ganze Briefwechsel mit dem Reparationsagenten auch das eine gezeigt, bag ohne beträchtliche Kürzungen an den Haushaltsplänen ber Gemeinden, Länder und des Reichs, ohne eine durchgreifende Umstellung unseres ganzen Verwaltungsbetriebes, im Ausland gar fein Verständnis für eine Revision des Dawesplanes gefun den werden kann. Uns erscheint es besser, wir schaffen uns unsere eigne Berwaltungsreform, als daß das Ausland aus Anlaß der unvermeidlichen Revision des Damesplanes uns unerwünschte und vielleicht wenig zwedmäßige Aenderungen aufzwingt. In der Kritik des Reparationsagenten wird noch unterstrichen, daß die Forderungen der Länder und Gemeinden nag zufählichen Bewilligungen von seiten des Reichs und die heutige Kreditaufnahme im In- und Ausland erkennen ließen, daß Länder und Gemeinden, als Ganzes genommen, über ihre Mits tel lebten. In ähnlicher Richtung bewegt sich auch die Auss einandersehung, die sich fürzlich an die Rede des Reichsbantpräsidenten Dr. Schacht über die Gefahren der Auslandsanleihen angeschlossen hat. Dr. Schacht verurteilt an und für sich mit Recht das Gebaren einiger Städte, die sich in finanzieller Sinficht feine Beschränkung auferlegen fonnten und weist mit Recht auf den großen Unterschied hin, der zwischen der Bezschuldung der öffentlichen Hand und der Verschuldung einer Privatfirma liegt, weil die Privatfirma ihre eigene Saut zu Markte trägt, während die Verwalter der öffentlichen Hand die Haut ihrer Steuerzahler zu Martte tragen. Andererseits aber erscheint uns die Kritit in ihren Verallgemeinerungen zu weitgehend, zudem auch im gegenwärtigen Zeitpunkt ungeeignet. Es dürfte schließlich ebensowenig zutreffend sein, wenn Dr. Mulert, der Präsident des Deutschen Städtetages, in seiner Erwiderung behauptet, daß fein Dollar, fein Gulden, fein Pfund der Auslandsanleihen für sogenannte unproduttive 3wede aus gegeben sei. 3utreffend wird wohl sein, daß dann eben das steuerliche Aufkommen zu anderen 3weden vorweg verwandt und für sich vielleicht notwendige produktive Anlagen auslän disches Kapital herangezogen wurde, ohne das man bei sparsamer Einstellung ausgefommen wäre. Schließlich findet auch das Bestreben der Städte, durch Beschäftigung bei städtischen Bauten, Flugplägen, Grünanlagen usw. Erwerbslose einer geregelten Tätigkeit wieder zuzuführen, eine Grenze, wenn näm lich die Beschäftigung eine unproduttive und volkswirtschaftlich unnütze werden sollte. Jede kommunale wirtschaftliche Betätigung sollte sich auch nur soweit erstreden, als nicht die freie Wirtschaft in der Lage ist, das gleiche zu erreichen. Jede Konfurrenz dem freien Gewerbe gegenüber muß vermieden werden. Auf diesem Gebiet sollte es aber auch Aufgabe der städtischen Bürgerschaftsvertretungen sein, unbegründeten Plänen und eitlen Absichten ein hemmendes Nein entgegenzustellen. Das Handwerk hat mit den Städten das Beschneiden der Einnahmen und das Abwälzen immer neuer Aufgaben seitens des Reichs auf die Kommunen verurteilt. Andererseits muh aber auch die gemeindliche Selbstverwaltung, will fie fich nicht selbst preis: geben, in den Ausgaben und auf dem Gebiete wirtschaftlicher Betätigung weise Mäßigung zeigen. Die Notwendigkeit einer durchgreifenden Verwaltungsreform ist von der Wirtschaft immer wieder auch damit betont worden, daß im Interesse der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Weltmarkte die steuerliche Vorbelastung einen starken Aboau erfahren müsse. Selbst Reichsfinanzminister Dr. Köhler mußte kürzlich zugeben, daß die gegenwärtige deutsche Gesamtbelastung das äußerste darstellt, was einem durch verlorenen Krieg, aufgezwungenen Friedensvertrag und Inflation geschwächten Volk zugemutet werden kann. Leider sind die Aussichten, die sich an das Steuervereinheitlichungsgesetz knüpfen, hinsichtlich einer Ermäßigung der Lasten äußerst gering. Der Vorstand des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertags hat sich noch auf seiner fürzlich stattgefundenen Tagung in Magdeburg ver anlaßt gesehen, dieser Auffassung dahin Ausdrud zu geben, daß bei den weiteren Beratungen dieses Gesetzes sowohl der Gesichtspunkt der Verwaltungsvereinfachung wie auch die Bed--nisse der Wirtschaft mehr als bisher berücksichtigt werden müs sen. Auf der anderen Seite erklärt wieder Dr. Köhler, daß die bevorstehende Beamtenbesoldungsreform zu Steuererhöhungen feinen Anlaß gibt und glaubt auch, den Reichsetat 1928 für gesund halten zu fönnen, während es uns schwer fällt, seine Hoffnungen zu teilen. Geradezu niederdrüdend ist es für das Handwerk, wenn jetzt der Deutsche Städtetag die Erklärung abgibt, daß die Städte von der Notwendigkeit einer durchgreifenden Beamtenbesoldungsreform überzeugt sind, obgleich eine Deckungsmöglichkeit noch nicht gesehen werden könne. Letzten Endes werden mangels anderer Quellen hier wieder einmal e indirekten Steuern herhalten müssen und zu einer neuen Belastung der Wirtschaft führen. Wo immer wir uns auch dem Problem der Verwaltungs reform und allen seinen Auswirkungen nähern, stets zeigt es sich, daß bisher mit dem Aufstellen von Plänen und ihren Erwägungen schon viel Zeit verloren wurde. Worten und Ver sprechungen müssen endlich Taten folgen. Die Wirtschaft hat ein Recht, auf eine nachdrüdliche Beschleunigung der Verwal tungs- und Steuerreform hinzuwirken, da der ganze Verwc's tungsapparat und auch die steuerlichen Lasten finanziell nicht mehr tragbar sind. Das Handwerk hat um so mehr ein Recht, den allgemeinen Forderungen nach staatlicher Vereinfachung beizutreten, als es sich selbst anschidt, auch in der eigenen be rufsständischen Organisation Ersparungen zu treffen und noch gelegentlich der bereits erwähnten Magdeburger Vortands tagung dementsprechende Beschlüsse ernent gefaßt hat. Dr. Br. Nr. 53. Wie Deutschland bluten muß. Die Reparationseinnahmen der Gläubigermächte. Welche enorme Belastung die Reparationsverpflichtungen für das gesamte deutsche Volk darstellen, wird Hat, wenn man hört, daß im 3. Planjahr der an die Reparationsmächte zu zahlende Tribut befrug: 4109 561 Golemar pro Tag pro Stunde pro Minute und pro Sefunde 171 233 2854 48 9 97 33 Samstag, den 31. Dezembe Bericht Kommt der ne Wie von Dr. Wegner, bem riums, befannt geworden it, foll eingefekter Auslauf einen neue den in Deutschland bereits fri hingewiesen worden ist. Es ha Ditern auf einen bestimmten G April, festzulegen. Dieser Tag w im vierten Monat. Mit dieser& tage ftets eintreten: Simmelfahr 26. Mai, Fronleichnam am 7.3 den 24. Dezember zu liegen, uni in Sonntag sein. Der Schalttag t bet. Jedes Vierteljahr würde m Jeder erfte Monat des Bierteljahr ren Monate würden je 30 Tage bem. Freitag beginnend. Die Zah ( da der erste Vierteljahresmonata Aus einem Bericht des Generalagenten für Reparations zahlungen geht über deren Verwendung hervor, daß sich Frank reich, Großbritannien, Italien, Belgien, Jugoslawien, die Ver einigten Staaten von Amerifa, Rumänien, Japan, Portugal, Griechenland und Polen in die Reparationsleistung, die wäh rend der ersten 9 Monate des 3. Annuitätsjahres geleistet wurde, anteilsmäßig geteilt haben, wobei der größte Anteil auf Frankreich entfiel, das etwa 516 687 000 Goldmart. Don denen 46 212 000 Goldmart einen Uebertrag aus dem 2. Annuitätsjahr darstellen, erhielt. Frankreich hat ungefähr 41 455 000 Goldmark für die Ausgaben seiner Besatzungstrup pen am Rhein und ungefähr 55 688 000 Goldmark in Aus. wirkung des reparation recovery act in Anspruch genommen, deren Gegenwert es in Franten bei der Bank von Frankreich erhalten hat. Außerdem hat Frankreich 56 993 000 Goftmatt als Bauübertragung erhalten. Von dem Rest des französischen Anteils wurden ungefähr 161 323 000 Goldmark für Lieferun gen von Rohlen, Rofs und Braunkohlen einschl. der Transport foften Derwendet, 34 124 000 Goldmart für Kunstdünger, 18 623 000 Goldmark für Bauholz, 7 417 000 Goldmar! für land wirtschaftliche Erzeugnisse, 4 373 000 Goldmart für 3uder, 2173 000 Goldmark für Farbstoffe und pharmazeutische Erzeug nisse und ungefähr 57 013 000 Goldmat? für verschiedene Zah lungen und Lieferungen aller Art. Der Anteil Großbritanniens belief fich auf 204 242 000 Goldmart, von denen 1 073 000 Goldmart aus dem 2. Annui tätsjahr vorgetragen worden sind. Für die Unterhaltung fel ner Besahungsarmee hat Großbritannien in den 9 Monaten des 3. Annuitätsjahres 15 673 000 Goldmart erhalten. Der übrige Teil der Zahlungen bezog sich auf Barübertragungen in ausländischen Valuten und Beträgen, die in Auswirkung des reparation recovery act geleistet wurden. Der italienische Anteil bezifferte Rich auf etwa 74 398 00 Goldmart, von denen 10 251 C00 Goldmart aus dem 2. Annui tätsjahr vorgetragen find. In den ersten 9 Monaten des 3. Blanjahres erhielt Italien Kohlen. Kols, einschl. der Trans portfoften im Werte von 45 627 000 Goldmart, Kohlenneben produfte im Werte von 2 456 000 Goldmart, Farbstoffe und pharmazeutische Erzeugnisse im Werte von 2 538 000 Goldmart. Der belgische Anteil belief sich auf etwa 72 161 000 Goldmart, der jugoslawische Anteil auf 37 737 000 Goldmart, der Anteil der Vereinigten Staaten von Amerika auf 68 888 000 Golde mart, der rumänische Anteil auf 8284 000 Goldmart, der fa panische Anteil auf 9 826 000 Goldmart, der portugiesische Anteil auf 5 426 000 Goldmart, der griechische Anteil auf 2922 000 Goldmark und der polnische Anteil auf rund 229 000 Goldmart. Reden ist Silber. Eine Reichsstatistit. Den Abgeordneten des Reichstages ist jetzt eine statistische Uebersicht über die Redner zugestellt worden, die sich in den verflossenen rund 340 Sigungen an der Aussprache im Reichs. tagsplenum beteiligten. Wenn dabei auch der Umfang der Reben unberüdsichtigt bleibt, so ist doch auch diese Zusammen Stellung ein schlagender Beweis für die Rebefreudigkeit unserer Abgeordneten. Sie ist naturgemäß besonders start ausgeprägt bei den Oppositionsparteien. vornehmlich bei den Kommunisten, deren Abgeordneter Stöder sich 219 mal zum Wort meldete, nicht ganz so eifrig war sein Fraktionsfollege Rabel, der 125 Reden hielt und damit noch Höllein und Torgler schlug, die 84 und 78 mal in den Gang der Aussprache eingriffen.. Von der natio nalistischen Opposition sprachen die Abgeordneten Gräfe 108 mal, Fride 93 und Hennig 43 mal, 40 bezw. 30 Reden hielten Hauptredner die Abgeordneten Kube und Graf Reventlow. - - der sozialdemokratischen Fraktion war deren Borsigender, der Abgeordnete Müller- Franken mit 118 Wortmeldungen, ihm fol. gen die Abgeordneten Keil, Dittmann und Herh mit 80, 77 und 67 Reden. Auch beim Zentrum sprach am häufigsten( 60 mal) der Vorsitzende Abg. von Guerard, mit 32 Reben ist der Abg. Dr. Schreiber verzeichnet.. Die Demokratische Partei Jah ihren Vorsitzenden Koch- Weser 60 mal auf dem Rednerpult, häufiger noch den Abg. Rönneburg( 70 mal). Bon der Deutschen Volts. partei hielt 33 Reden der Abgeordnete Kahl, 30 der Abgeordnete Die Bayri Wunderlich, 28 der Fraktionsvorsitzende Scholz. - - - sche Volkspartei wurde durch ihren Vorsitzenden Abg. Leicht 44 mal, die Wirtschaftliche Vereinigung durch die Abg. Dr. Bred und Jörrissen 26 bezw. 18 mal vertreten. Allein 154 Reden fann von der Deutschnationalen Reichstagsfraktion der Abg. Schultz- Bromberg auf sein Konto buchen, in großen Abständen folgen Graf Westarp als Vorsitzender mit 43 und der Abgeord neten Mumm mit 31 Reden. Dabei ist allerdings zu bemerken, daß Herr Schultz- Bromberg der Geschäftsordnungssprecher Jei ner Fraktion ist. Der Reichstagsabgeordnete Locbe hat als Redner der Sozialdemokraten zehn mal gesprochen, während et als Präsident des Reichstags 116 mal das Wort ergriff, teils um verstorbenen Abgeordneten Nachrufe zu widmen, teils um dem Hause Mitteilungen von schweren Unglüdsfällen zu machen. Bon Ministern sind der Arbeitsminister Brauns mit 53 Wort meldungen und Reichsaußenminister Dr. Stresemann mit 28 Reden zu erwähnen. Dr. Marg sprach als Kangler 11 mal, als Minister der Justiz oder der beschten Gebiete 14 mal. Plarrer Heumanns Helimillel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Glessen Frankfurterstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung, erhält jed. Leser volländig ufonft und portofrci, von Ludwig Heumann& Co Nürnberg M. 629. Monat auf 26 Tage- vom Janu Normaljahrs. Sebes Salbjahr verl jedes Bierteljahr in 91 Tagen. Die für die Geschäftswelt( gerordentlich pradlife grundstü Menge Rechnerei unnötig machen, einteilung vergeudet wird. Niemand jedes Jahr auf einen anderen T Pfingsten zu fragen, da das Datu gleiche sein würde, And andere Pläne diefer Art aufgetaucht. So nahm 1922 die eine Resolution an, nach der fie fich reform zu unterſtüken, die das Ja Tagen einteilt; dem Jahre waren Das britische Nationalfomitee delslammer wandte fich schon vor tiffen Ministerpräsidenten mit de dez Litern am 2. Sonntage des M Bezeichnung dieses Tages als Dfter ten Begründung wurde ausgeführt, Wunsch des englischen Wirtschaftsle Fizierung des Dfterfestes wäre aud ten; durch ein siebenwöchiges Int in den Juni fallen; die gegenwärt von Jahr zu Jahr bringe der Jnd Regelung müßte natürlich interna flag fand die Zustimmung der zu Die französische Revolution sch grundstürzenden Neuerung und ste Zehntage Woche auf. Aber diese 3 einer Dauer von 10 Jahren. Es wird wohl nicht lange meh mit einer internationalen Regelun ges rechnen. Ein neu entde Expeditionen und Reisen in oder wenig erforscht sind, dorthin guftand noch etwas lernen und erf der Allgemeinheit mehr Nuzen 8 mimmt. So entbedte der schwedis Fahrten in Zentral- Amerita ein merfie, daß die Eingeborenen bein auf dem Wasser besonders leicht welche sie nach dem Gebrauch wei aus dem Grunde, weil dieses S untersuchte nun dieses Holz and Bauart vor. Es besteht nämlich aus aus sehr fleinen 3ellen, die Die große Schwimmfraft herrüh jene des Roules. Die geringe D hervorgerufen, weil die die Belle it. Die Eingeborenen nannten Floh) Solz. Lundin blieb bei night stehen. Er hat ein Jmp modurch das Holz ohne geringste Eigenschaften äußerst dauerhaft werden nämlich die Bellhüllen n so daß sie hart luftdicht werden. ahme der Fäulnis anheim zu i werden, während Korf bei sold gerer Zeit Fäulniserscheinungen für den Lands und Wasservert besgleichen seiner Leichtigkeit w auffallende merivolle Eigenschaft fehr rash, so daß ein Sprößling f 20 Meter hohen Baum wird. D funft nicht abzusprechen und es in der Pragis Eingang verfchaf Auf der Lufutate Die Londoner Morningfpondenz aus Ralfutia, worin und Private in Indien mit 3 die Auskunft über die Lukuta Landwirtschaftsdepartement in Jelche Beere in Indien existiere betart wunderbare Wirkungen h ben gesandten Zeitungsausschnit Dibaipur", dem die Beere zuers bermenig. Die Angebote, ge Beeren zu liefern, mußten daher abgelehnt werden. 97r. 53. hland bluten muß. innahmen der Gläubigermächte. aftung die Reparationsverpflichtungen Bolt darstellen, wird Mar, wenn man r der an die Reparationsmachte 4109 561 Goldmart 171 233 2854 48 " 11 11 Des Generalagenten für Reparations Verwendung hervor, daß sich Frant alien, Belgien, Jugoslawien, die Bez merifa, Rumänien, Japan, Portugal, in die Reparationsleistung, die mä te des 3. Annuitätsjahres geleistet eilt haben, wobei der größte Anteil as etwa 516 687 000 Goldmart, Don tt einen Uebertrag aus dem 2. An erhielt. Frankreich hat ungefähr die Ausgaben seiner Befahungstrup fähr 55 688 000 Goldmart in us recovery act in Anspruch genommen, ranten bei der Bant von Frankreis hat Frankreich 56 993 000 Goft matt Iten. Bon dem Rest des franzöfifchen 161 323 000 Goldmart für Lieferun Braunfohlen einschl. der Transport 4 000 Goldmart für Kunstdanger, Bauholz, 7 417 000 Goldmart für land , 4 373 000 Goldmart für 3uder, arbstoffe und pharmazeutische Erzeug 000 Goldmart für verschiedene 3ah Iler Art. anniens belief sich auf 204 242 000 3 000 Goldmart aus dem 2. Annui Den sind. Für die Unterhaltung seis Großbritannien in den 9 Monaten 15 673 000 Goldmark erhalten. Der bezog sich auf Barübertragungen in Beträgen, die in Auswirkung des eleistet wurden. I bezifferte sich auf etwa 74 308 00 51 000 Goldmart aus dem 2. Annui In den ersten 9 Monaten des Kohlen, Koks, einschl. der Trans 45 627 000 Goldmark, Kohlennebens 2 456 000 Goldmart, Farbstoffe und e im Werte von 2538 000 Goldmart. fich auf etwa 72 161 000 Goldmart, uf 37 737 000 Goldmark, der Anteil von Amerita auf 68 888 000 Gold cil auf 8284 000 Goldmark, der sa 10 Goldmart, der portugiesische Ander griechische Anteil auf 2922 000 Anteil auf rund 229 000 Goldmart 1 iit Gilber. Reichsstatistit. Samstag, den 31. Dezember 1927. Verschiedenes. Kommt der neue Kalender? Wie von Dr. Wegner, dem Leiter des Berliner Planeta. ziums, belannt geworden ist, soll ein in Genf vom Bölferbunde eingelegter Ausschuß einen neuen Ralender ausarbeiten, auf den in Deutschland bereits früher von verschiedenen Stellen hingewiesen worden ist. Es handelt sich bekanntlich darum, Ostern auf einen bestimmten Sonntag, fagen wir auf den 8. April, festzulegen. Dieser Tag wäre 1928 der zweite Sonntag im vierten Monat. Mit dieser Festlegung würden die Felez tage ftets eintreten: Simmelfahrt am 16. Mai, Pfingsten am 26. Mai, Fronleichnam am 7. Juni. Weihnachten fäme auf ben 24. Dezember zu liegen, und Neujahr mürbe bann ftets ein Sonntag fein. Der Schalttag fäme hinter den letzten Dezem ber. Jebes Bierteljahr würbe mit einem Sonntag beginnen. Jeber erfte Monat des Bierteljahrs würde 31, die beiden ande ren Monate mürben je 30 Tage umfallen, stets am Mittwoch, bezm. Freitag beginnend. Die Zahl der Werttag: fäme dadurch ( ba bez erfte Vierteljahresmonat 5 Sonntage hätte) in jedem Monat auf 26 Tage Dom Januar bis zum Dezember eines Normaljahrs. Jedes Salbjahr verliefe in 182 Tagen, demnach jedes Bierteljahr in 91 Tagen. Die für die Geschäftswelt( z. B. bei Lohnauszahlungen) angerordentlich pradtische grundstürzende Neuerung würde eine Menge Rechnerei unnötig machen, die bei der jegigen Jahres einteilung vergeudet wird. Niemand hätte mehr nach dem bisher jebes Jahr auf einen anberen Tag verschobenen Ofern oder Pfingsten zu fragen, da das Datum der Feiertage allzeit das gleiche fein würde. Reichstages ist jetzt eine statistise r zugestellt worden, die sich in den ingen an der Aussprache im Reichs. Benn dabei auch der Umfang der bt, so ist doch auch diese Zusammens weis für die Redefreudigkeit unserer urgemäß besonders stark ausgeprägt . vornehmlich bei den Kommunisten, fich 219 mal zum Wort meldete, nicht aktionsfollege Rabel, der 125 Reden En und Torgler schlug, die 84 und 78 prache eingriffen. Von der natio dhen die Abgeordneten Gräfe 108 43 mal, 49 bezw. 30 Reden hielten Graf Reventlow. Hauptredner ttion war deren Vorsitzender, der mit 118 Wortmeldungen, ihm fol Dittmann und Herk mit 80, 77 und trum sprach am häufigsten( 60 mal) Suerard, mit 32 Reden ist der Abg. Die Demokratische Partei sah ihren mal auf dem Rednerpult, häufiger - O mal). Von der Deutschen Volks bgeordnete Kahl, 30 der Abgeordnete „ Gießener Zeitung" Kraftfahrzeugsteuer. Zur vorläufigen Unterrichtung über den Inhalt des fürzlich vom Reichstag verabschiedeten neuen Kraftfahrzeugftener gefeges with folgendes mitgeteilt: Das neue Kraftfahrzeugsteuergesetz tritt mit dem 1. April 1928 in Kraft; bis dahin bleiben die bisherigen Vorschriften in Geltung. Steuerfarien, die vor dem 1. April 1928 nach den geltenden Borschriften gelöst morden sind, bleiben bis zu ihrem Ablauf gültig und unterliegen auch nach dem genannten Zelt punti den bisherigen Borschriften. Es besteht im allgemeinen lein Anlaß, mit Rüdicht auf das Infrafttreten des neuen Ge feges furzfristige Steuerfarten zu lösen. Die Lösung solcher Karten wird in der Regel nur dann von Vorteil sein, wenn der Steuerbetrag nach den neuen Borschriften erheblich geringer ift als bisher, da für kurzfristige Karten gegenwärtig noch ein erhebliches Aufgeld zu zahlen ist. Auch andere Pläne dieser Art find in den letzten Jahren aufgetaucht. So nahm 1922 bie New- Yorker Handelskammer eine Resolution an, nach der fie sich verpflichtete, eine Kalender reform zu unterſtüken, die das Jahr in 13 Monate zu je 28 Tagen einteilt; dem Jahre waren also 364 Tage zugedacht. Mr. 53. Steuerfarten für Probefahrtkennzeichen fönnen auch auf die Dauer von 4 bis 15 Tagen ausgestellt werden; die Steuer beträgt für je 1 Teg 1 R.-Mt.( zuzüglich des Zuschlages von 20 bezm. 15 s. 5.) Die gegenüber dem bisherigen Recht weitergehenden Er. tattungsvorschriften lassen eine Erstattung der Steuer zu für jeden vollen Monat, der nach der Abmeldung eines Fahrzeugs bei der Zulaffungsbehörde liegt; bei Probefahrtkennzeichen für Jeden pollen Monat, der nach der Ablieferung des Kennzeldens bei der Zulassungsbehörde liegt. Erstattet wird für jeden Momat ein Betrag von/ der Jahressteuer. Nach dem neuen Gesetz werden Krafträder und Personen magen mit Antrieb durch Verbrennungsmaschine nicht mehr nach Pferdestärken, sondern nach dem Hubraum befteuert; die Derschiedene Bewertung von Zweis und Vieriaftmotoren fällt fort. Eine Steuer- PS entspricht einem Hubraum beim Zweitaftmotor von etwa 174,5 Stubifzentimeter, beim Biertafimotor von etwa 261,8 Rubikzentimeter; die genaue Bestimmung über die Berechnung des Hubraumes wird noch ergehen. Als Krafträder sieht das Gesetz Kraftfahrzeuge an, die auf nicht mehr als 3 Rädern laufen und deren Eigengewicht im betriebsferfi. gen Zustand 350 kg nicht übersteigt; die Jahressteuer beträgt 8 R.Mt. für je 100 ccm Hubraum oder einen Teil da Don; Krafträder mit einem Hubraum von nicht mehr als 200 ccm find von der Steuer befreit. Die Jahressteuer für Personenfraftwagen mit Antrieb durch Verbrennungsmaschine beträgt 12 R.-M. für je 100 ccm Subraum oder einen Teil davon. Für Personenwagen von mehr als 10 PS ist also eine Ermäßi gung eingetreten. Das britische Nationalfomitee der internationalen Han belslammer wandte sich schon vor einigen Jahren an den bri tischen Ministerpräsidenten mit dem Ersuchen um Fizierung ber Ostern am 2. Sonntage des Monats April und ständigen Bezeichnung dieses Tages als Ostersonntag. In der beigefüg ten Begründung wurde ausgeführt, daß dies ein langgehegter Wunsch des englischen Wirtschaftslebens sei, der Vorteil einer Fizierung des Osterfestes wäre auch die Fizierung der Pfing sten; durch ein Siebenwöchiges Intervall würden die Pfingsten in den Juni fallen; die gegenwärtige Aenderung der Termine Don Jahr zu Jahr bringe der Industrie schweren Schaden. Die Regelung müßte natürlich international erfolgen. Dieser Vor schlag fand die Zustimmung der zuständigen Kirchenbehörden. Die französische Revolution schon wagte den Verfuch einer grundstürzenden Neuerung und stellte als Kalenderreform die Zehntage Woche auf. Aber diese Zehntage- Woche scheiterte nach einer Dauer von 10 Jahren. Es wird wohl nicht lange mehr dauern, dann dürfen wir mit einer internationalen Regelung auch dieses Fragenkomple= ges rechnen. Ein neu entdecktes Holz. Von den Uebergangsvorschriften ist folgendes hervorzuheben: Bei Krafträdern und Personenkraftwagen von nicht mehr als 10 Steuer PS fann sich bei der Umstellung von PS auf Hubraum unter Umständen eine geringe Erhöhung gegenüber der bisherigen Steuer ergeben. Das Gesch bestimmt für diesen Fall folgendes: Weist ein Steuerpflichtiger nach, daß ein Kraftrab oder ein Personenkraftwagen von nicht mehr als 3., Pferdestärken bereits vor dem 1. April 1928 nach den perfehrspolizeilichen Bestimmungen zugelassen war oder einer vor dem 1. April 1928 zugelassenen Inne angehört, so ist bei der Berechnung der Steuer für das Fahrzeug fein höherer Jahreser betrag als nach den bisherigen Vorschriften zugrunde zu Tegen." Die Jahressteuer für Kraftomnibusse und Lafttretwagen mit Antrieb durch Verbrennungsmaschine beträgt 30 R.-M. für je 200 kg Eigengewicht oder einen Teil davon; ter Steuerfatz erhöht sich um ein Zehntel, wenn das Fahrzeug nicht auf allen Rädern mit Luftbereifung versehen ist. Die Jahres. Steuer für elektrisch oder mit Dampf angetriebene Kraftfahrzeuge( also auch Elektro- Personenwogen), sowie Zugmaschinen ohne Güterladeraum beträgt 15 R.-Mt. für je 200 kg Eigengewicht oder einen Teil davon. Bei Fahrzeugen über 2000 kg Eigengewicht ist demnach eine Erhöhung eingetreten. Zu den angegebenen Tariffäßen kommt noch der Zuschlag zur Abgeltung der landesrechtlichen Beiträge für außergewöhn fiche Wegeabnugung, der gegenüber der bisherigen Höhe von 25 v. 5. für das Rechnungsjahr 1928 auf 20 v. 5. und für das Rechnungsjahr 1929 auf 15 v. 5. herabgesetzt ist. Für die Fälle, in denen der neue Tarif eine Ermäkigung bedeutet, ist folgendes vorgesehen: Ist bereits eine Jehressteuerfarte nach den bisherigen Vorschriften gelöst. deren Gültigkeits dauer nach dem 30. September 1927 beginnt, so fonn der Steue pflichtige für die Zeit nach Ablauf des ersten Salbjahres der Gültigkeitsdauer die Ausstellung einer neuen Steuerfarte nach den neuen Vorschriften beantragen. Der Antrag ist fräteftens eine Woche vor Ablauf des ersten Halbjahres der Gültigkeits. bauer der alten Steuerfarie zu stellen. In diesem Falle wer den 10 v. 5. der Steuer für die alte Karte gemäß näherer Vorschrift im§ 20 Abs. 2 des Gesetzes auf die neue Karte verred nef. Demnach hat der Umtausch hauptsächlich dann praktische Bedeutung, wenn 50 v. 5. der neuen Jahresfteuer ein geringe rer Betrag sind als 40 v. 5. der alten Jahressteuer. Bei Pers sonenwagen wird dies etwa bei einem Subraum von mehr als 3400 ccm zutreffen. Die Steuerkarten werden auf die Dauer eines Jahres, eines Halbjahres oder eines Bierteljahres ausgestellt. Die Steuer beträgt für die Halbjahreskarte die Hälfte, für die Vierteljahresfarte ein Viertel der Jahressteuer. Die Steuer fann in viertel oder halbjährigen Teilen gezahlt werden, sofern die einzelnen Teilzahlungen den Betrag von 50 R.-Mt. erreichen. Für kurzfristige Karten und Teilzahlungen ist ein geringes Aufgeld zu entrichten. Expeditionen und Reisen in fremde Länder, die noch nicht ober wenig erforscht sind, dorthin, wo die Zivilisation vom Ur. zuftand noch etwas lernen und erfahren kann, scheinen doch auch ber Allgemeinheit mehr Nutzen zu bringen, als man sonst an nimmt. So entbedte der schwedische Kapitän Lundin auf seinen Fahrten in Zentral- Amerifa ein wahres Wunderholz. Er be merkte, daß die Eingeborenen beim Transport von Gegenständen auf dem Wasser besonders leicht schwimmende Flöße benutten. welche sie nach dem Gebrauch weiterschwimmen ließen und zwar aus dem Gründe, weil diefes Solz alsbalb verdirbt. Lundin untersuchte nun dieses Holz und fand in demselben eine eigene Bauart vor. Es besteht nämlich nicht aus Poren, sondern durch aus aus sehr feinen 3ellen, die mit Luft gefüllt sind, wovon die große Schwimmfraft herrührt, die dreimal größer ist als jene des Rorles. Die geringe Dauer des Holzes wird dadurch hervorgerufen, weil die die Zellen umgebende Hülle sehr leidyt ist. Die Eingeborenen nannten das Holz Basas( auch Balsa Flok) Solz. Lundin blieb bei der Entbedung dieses Holzes nicht stehen. Er hat ein Jmprägnierungsverfahren erfunden, wodurch das Holz ohne geringste Einbüßung seiner vorteilhaften Eigenschaften äußerst dauerhaft wird. Durch sein Verfahren werden nämlich die Zellhüllen mit einer feinen Haut umfleidet, so daß sie hart luftdicht werden. Jmprägniertes Basaholz kann, ohne der Fäulnis anheim zu fallen, unter Wasser verwendet werden, während Korf bei solcher Verwendung schon nach fürgerer Zeit Fäulniserscheinungen zeigt. Das Basaholz kann also für den Land- und Wasserverkehr gleich gut benützt werden, besgleichen seiner Leichtigkeit wegen im Luftdienst. Noch eine auffallende wertvolle Eigenschaft besitzt dieses Holz. es wächst sehr rasch, so daß ein Sprößling schon nach vier Jahren zu einem 20 Meter hohen Baum wird. Diefem Holz ist eine gewisse Zu funft nicht abzusprechen und es ist nur zu hoffen, daß es sich in der Pragis Eingang verschafft. nsvorsitzende Scholz.- Die Bayri rch ihren Vorsitzenden Abg. Leicht Bereinigung durch die Abg. Dr. Bred mal vertreten. Allein 154 Reden nalen Reichstagsfraktion der Abg Ronto buchen, in großen Abständen rsitzender mit 43 und der Abgeord Dabei ist allerdings zu bemerken, der Geschäftsordnungssprecher seis hstagsabgeordnete Locbe hat als en zehn mal gesprochen, während et s 116 mal das Wort ergriff, teils ten Nachrufe zu widmen, teils um schweren Unglüdsfällen zu machen beitsminister Brauns mit 53 Work nminister Dr. Stresemann mit 28 arg sprach als Ranzler 11 mal, als beschten Gebiete 14 mal. rer Heumanns Heilmittel ets vorrätig in der Niederlage ch- Apotheke, Giessen Frankfurterstrasse 4, farrer Heumann- Buch en 150 Abbildung. erhält jed. Leser dig umfonit und portofrci, von Heumann& Co Nürnberg M. 62% Auf der Lufutate- Suche in Indien. - Das Gesetz ist bis zum 1. April 1981 befristet. Bücherecke. - Deutscher Reichsbahn- Kalender 1928. Herausgegeben von Dr. Dr. Hans Baumann, Berlin. Verlag: Konkordia- Ber Tag Leipzig, Goethestraße 6. Preis 4,-- R.M. Auf 160 Blät fern- gegen das Vorjahr eine Vermehrung um 36 Blatt- führen uns wiederum die Abreißblätter des Kalender in bas Tun und Wirken unserer Deutschen Reichsbahn. Das Thema Reichsbahn und Wirtschaft steht in dem diesjährigen Werk im Bordergrund. Der Generaldirektor Dr. Dorpmüller selbst leitet das Werk ein mit dem deutschen Wort:„ Die Deutsche Reichsa bahn ist auf Gedeih und Verderb mit der Deutschen Wirtschaft verbunden.". Auf je einem besonderen Blatt ist die Wirtschaftsbedeutung jeder der 30 Reichsbahndirektionen zur Darstellung gebracht. Aber auch durch unser schönes Vaterland führt der Kalender: Mit der Reichsbahn durch deutsche Lande" ist das Begleitwort für die Bilder von deutschen Gegenden, die die Reichsbahn den Reisenden erschließt und näherbringt. Die Sie können den Auswahl der Bilder zeugt von ganz besonders feinem Emp Großen Chevrolet für wenig Geld erwerben Sinnvolle Serienherstellung ermöglichte zu niedrigstem Preis die Vorzüge großer Luxuswagen. IN in Stadt und Land, im Ebene millionenfach bewährter Wagen. Der Motor ist kraftvoll und leistungsfähig, das Die Londoner Morning- Post" veröffentlicht eine korre spondenz aus Raffutia, worin mitgeteilt wird, daß Behörden und Private in Indien mit 3uschriften überschwemmt werden, die Auskunft über die Lukutate- Beere haben wollen. Das Landwirtschaftsdepartement in Bombay stelle nun fest, daß feine solche Beere in Indien existiere und auch nichts Aehnliches, was derart wunderbare Wirkungen habe. Der in einem nach Bom ban gesandten Zeitungsausschnitt erwähnte Maharadscha von Dichaipur", dem die Beere zuerst befannt gewesen sei, existiere ebensowenig. Die Angebote, gegen teuere Bezahlung solche Beeren zu liefern, mußten daher von der indischen Regierung abgelehnt werden. Chassis unverwüstlich und erstklassig gefedert, der Aufbau geräumig, behaglich und auch an den kältesten Wintertagen warm Jeder Chevroletbesitzer lobt Vorzüge Anzugsmoment, Lenkbarkeit und Bremswirkung dieses auf dem ganzen Erdball meistgekauften Schaltgetriebewagens. - Sie brauchen nicht auf die Lieferung zu warten jedes Modell ist sofort lieferbar Günstige Zahlungsbedingungen, Ihrem laufenden Einkommen entsprechend, gestatten Ihnen den Ankauf des schönen und starken Chevrolet Touring.. Coach( a tüng, geschl.) Sedan( 4 türig, geschl.).. M 4895 . M 3925 M 4425 Er macht sich schnell bezahlt durch Zuverlässigkeit, Zeitersparnis und geringe Betriebskosten auf allen Geschäftswegen. Ein Wagen, der für die Unbilden des Winters wie gePresse ab Berlan emchließlich Zell schaffen ist. and slacher Bereifung GENERAL MOTORS G. M. B. H., BERLIN- BORSIG WALDE finden für die Bsuche des großen Publikums. Nichts Lang weiliges, überall Bilder voller Liebe und Freude an unserem deutschen Vaterlande und dazwischen Aufklärung und Beleh rung. Grunderwerboẞcuergejeg in der Fassung vom 11. März 1927 nebst Ausführungsbestimmungen. Mit Einleitung, Er läuterungen und Sachverzeichnis von Dr. Sans Berolz heimer, Rechtsanwalt in München. 230 S. C. 5. Bed, München, Leinenb. 5,50 M. Bei der erläuterten Ausgabe des Grunderwerbssteuergesetzes, der die neuste Fassung des Gesetzes Dom 11. März 1927 zugrunde gelegt wurde, sind die Sonderbe stimmungen des Steuermilderungsgeleges bei Fusionen auch hinsichtlich der Wertzuwachsteuer besonders berüdsichtigt. ferner die durch die Aufwertungsgesehgebung auf dem Grundstilds. martt geschaffenen Verhältnisse. AUTORISIERTE GENERAL MOTORS HANDLER Automobil- Verkaufsgesellschaft m. b. H. Telephon 1090 Glessen Marburgerstr. 68 Das Lachende Jahr 1928. Ein künstlerischer Kalender mit Bildern. Preis R. 2.80. Eulenspiegelverlag G. m. b. S. Magdeburg. Eine Sonderstellung dürfte dieser Kalender einnehmen, da er im Gegensatz zu vielen anderen Werfen dieser Art ganz auf Sumor eingestellt ist. Ein fröhlicher Kalender, der manchen über die Sorgen unserer Zeit hinweghelfen wird. Bom alten deutschen Bilderbuch einmal etwas zu hören, machi Freude und ist auch hoch interessant, doch außer diesem wenig beachteten fulturgeschichtlichen Kapitel finden wir in ber Januar- Nummer von Westermanns Monatsheften" Artifel Don Spanischen Stierfämpfen, von der seltsamen neuen BöttcherStraße in Bremen, von schöpferischen Visionen eines Malers, Don unbelannten Gegenden unserer Heimat, vom deutschen Mode schaffen und noch manchem anderen. Die Bildbeilagen find, wie gewohnt, brudtechnisch vollendet. Erstaunlich ist, daß Derarti ges um den Preis Don 2,- M überhaupt noch zu haben ist. Tegtile Warenfunde in Wort und Bild. Der Instruktor der Firma Gebr. Alsberg in Dresden, Alfred Naupert hat unter dem vorstehenden Titel ein außerordentlich amedmäßiges Nachschlagebuch für Angestellte im Tertilmarenhandel und Bes Ileidungsgewerbe herausgegeben. In flarer Neberfimt werden die Garne, Baumwoll. und Leinenwaren. Futterstoffe, Wasch ftoffe, mollene Damen- und Herrenstoffe, Trifotmaren Geibe:- stoffe, Samte und Plüsche, Möbelstoffe und Möbelplüsche, somie die Teppiche behandelt. Ein Namen- und Wörterverzeichnis erleichtert das Auffinden der gesuchten Ware. Bei jedem Artikel werden der Name, das Material, Herstellungsweise und Ber wendung knapp aber ausreichend mit bester Sachfenntnis be handelt. So gibt das fleine Wert, das zum Preise von 8.- RM im Verlag 2. Shottlaender& Co., Leipzig, erschienen ist, eine wertvolle und bringend gebrauchte Hülfe nicht nur für den Tegtilhändler, sondern für jeden, der geschäftlich oder im Privatgebraug mit Stoffen zu tun hat. Ein fuzzer Anhang über Reinigung der Stoffe wird gleichfalls erwünscht sein Camstag, Sen 31. Dezember 1927. Praktische Winke für die Hausfrau. Rezepte( für 3-4 Personen). Begetarischer Schmorbraten. 200 Gr. Grünfern oder LinTenschrot werden mit etwas Wasser zu einem steifen Brei ge tocht. Wenn er erfaltet ist, gibt man 1 bis 2 Eier, 1 Löffel zerlaffenes Balmin, feingehadte 3wiebel, Pilze und Rapern, nach Belieben auch Salz- Gurtenjtüdchen und etwas feingehadie tote Rube dazan, femie etwas Majoran, Suppengewürze und Ealz. Man formt ein Bratenftüd davon, welches man in ſtei gente Butter legt und im Bratofen unter häufigem Begießen ( ent. mit faurer Eahne) braun brat. Gefüllte Tomaten: Von großen Tomaten wird die Blüte herausgeschnitten und eine größere Bertiefung gemacht, in melche man je eine Brise 3uder und Salz, etwas Zitronensaft, Jowie einen Löffel voll feingemiegte, gedämpfte Pilze gibi. Man bestreut sie sodann mit Semmelfrume, legt auf jede ein Etüd Butter.[ mort fie faft zugebedt ca.% Elunde Ralter Karamelpudding. 4 bis 5 Eigelb, 3 Eisschnee, 120 Gr. Zuder, Banille,% Liter Mild, 100 Gr. 3uder. 100 Gr. 3uder werben golbgelb gebräunt, in die Buddingform gegossen ho diele ganz damit ausgestrichen. Dann quitit man 120 Gr. 3uder mit dem Eigelb, gibt Milch und Eierschnee daran, gießi bie Masse in die vorbreitete Form und stellt diese in das Was Jerbab oder in den Kartoffellocher. Wenn die Speise feft geworden ist, nimmt man sie heraus, läßt sie ausfühlen und stürzt fle, wenn sie ganz falt ist, sehr vorsichtig in eine Glasschüssel, damit der flüssige gebrannte 3uder mie eine Tunle darüber tommt. Himbeerspeise. Eingemachte Himbeeren werden durch ein Sieb geschlagen, nach Bedarf noch gefüßt und mit 10 Gr. Agars Agar auf 1 Liter Masse vermischt, der vorher in Wasser auf. gelöst und unter ständigem Rühren hineingegeben wird. In geölter Form erstarren lassen, man gibt Schlagsahne, Milch oder Banillentunle dazu. Gebratene Kümmelfartoffeln. Rohe, ungeschälte, gut ge malchene Kartoffeln werden halbiert, die Schnittflächen etwas gefalzen und mit Butter bestrichen. Man dreht sie in Kümmel um und legt sie, die Schnittflächen nach unten, auf ein einge fettetes Blech. So werden sie im Bratofen oder der Grude % Stunde bei nicht zu starke Site gebaden. Sobald die Das Faulen der Kartoffeln zu verhilfen. Hausfrau daran geht. ihren Kartoffelporrat für den Winter einzulaufen, taucht auch gleich die Sorge auf, wie die Kar toffeln vor dem Faulen geschüßt werden fönnen. Um jeglicher Fäulnis vorzubeugen, empfiehlt es sich, in der Ede des Kela lers, in der die Kartoffeln überwintern sollen. etwas gebranna ten Ralf zu streuen und die Kartoffeln barüber zu schichten Auf diese Weise werden die Kartoffeln vollständig gesund ers halten; es muß nur darauf geachtet werden, daß die Kartoffeln mit dem gebrannten Ralf nicht unmittelbar in Berührung Lommen. Man wird deshalb zwcdmäßig zwischen den Kalf und den Kartoffeln eine dünne Schicht von Stroh oder Reisig legen. Nach Berbrauch der Kartoffeln läßt sich dieser Kall noch au Düngezweden verwenden. Silvesterbrauch. - Es ist ein Brauch, althergebracht, Daß man in der Silvesternadyt, Roch eh' das alte Jahr vergeht, Bleigießend in die Zukunft[ päht. 3war ist die Schwierigkeit enorm Aus jenes Gußes Zufallsform Serauszulesen flipp und flar, Was uns beschert des neue Jahr. Allein die jungen Mägdelein, Die sollen sehr geübt drin sein, Und lagt der Klumpen des Metalles So viel wie gar nichts oder alles, Dann nehmen schnell und voll Genie 3u Silfe sie die Phantasie Und reben uns noll Eifer ein: Dies und nichts and'res fann es sein. Die Alten schau'n in guter Ruh' Gewöhnlich diesem Treiben zu, Und der Papa, die durst'ge Seefe, Gießt statt des Blei's... Punsch in die Kehle. Zur Jahreswende. Serr Ewald Spadtelmeier und seine Ehehäffte Emma fiegen in ihrer Wohlfeleibtheit wie zwei friebfame Servelatmürte in noch heiliger Stille in ihren Betten, während von der Straße herauf bereits allerhand Tagesgeräusch hörbar mirb... Da gähnt Ewald im verebbenden Morgenschlummer und dreht sich auf die andere Seite. Emma fnörft die runden Aeuglein auf, erhebt sich in Ent Bogenhöhe, gudt einen Augenblid auf das Schlummergesicht ihres Gatten und turft ihm dann mit dem Finger auf seine Nasenspite: Du Ewald?" Nun flimmern auch seine Neuglein, bis er sie groß ansieht. Was wite?" „ Heut ist Neujahr!" ,, ja. Nun, da wünsch' ich dir alles Gute!" . dir ouch, Männe. Was wünschest du dir denn überHaupt fir 1928?" , Sehr viel!- Erstens, daß die Gelder im neuen Jahre bes fer eingehen möchten als im alten. Zweitens, daß du weniger Wünsche hast. als im alten. Und drittens, wenn sich beide Wünsche erfüllen, daß ich mir endlich ein Auto Laufen fann!" ..Nein, wie viel du dir bloß wünsfest!" sagte sie ganz ver wundert. Da bin ich befcheidener. Ich wünsche mir nur die Erfüllung deines Wunsches: ein Auto! Dann können wir jeden Tag zwei Stunden spazieren fahren. Dann wirst du mir, was zum Auto gehört, faufen, damit wir uns auch sehen laffen fönnen. Und dann wird es endlich auch möglich, daß wir nach Jialien reifen...* . Du," sagt da der Mann und dreht sich wieder auf die anDere Seite, ich habe mir zuviel gewünscht!" „ Gießener Zeitung" Den Eltern zum neuen Jahre. Jhr lieben Eltern, ich bringe euch dar Meinen herzlichsten Glüdwunsch zum neuen Jahr; Stets mögen Gefundheit und Wohlergeh'n Als Engel euch schüßend zur Seite steh'n. Stets will ich euch über alles lieben, Gar nimmer euer Herz betrüben, Will mit Gehorsam euch erfreu'n, Und euch nur Rosen der Freude streu'n. 3mar ist mein Wunsch so flein wie ich, Doch ist er herzensinniglich. Der schwarze Ritter. Ballade Mit Hollo und Suffa, mit Rufen und Ehren, Au nauben cm Rip engis Li Wao htien. Die 3 rige knacken, die Sterne. ft: rollen, Die Liese fliced Lor kam iem tolle.. 2nd melter, nur weiter in tollem Laut Gchts or art, turch. Lai, den Hügel hinauf. s ist Kuno, der Rtter, auf kcbisch arzem Roß! Er jagt durch den Wald, ailein, ohne Troß Wenn kein Eten zu iehen. menn fnfter die Naht, Wenn der Eiu.mino brau: end die Wol en jagt, Dann verläßt er ganz helm: den glärenden Saal Und läsfet die anderen allein beim Mahl. Warum er dies fut? 3h tu e Cuch kund: Denn jolg nie Eag geht con Dlunde zu Mund: Er war noch ein Jüngling, gar kühn un gar stols. Da ritt er sur Jagd einst m dichtesten Hola. Er folgte den Spuren des Ebers im Wald Und hatt auch gejunden jen Lage. gar balb; Da hörte er Seifzen und Wetne gang nh Sem Roß will nit weiter: Und sieh: da, Ein altes Müttericin ro Im fleht Mit erhobenen Hän. en fie bit.et und fleht: Ach, helft mir, edeler Ritter fein! Ich finde den Weg nicht, bin ganz allein! Biel heilsame Wurzeln zu finden hier sind; Sch ging immer weiter, zurilc ich nicht find. Ach, hel i mir, edeler Ritter gut Und brings mich zurü in agere Hut. Dem Jüng'ing ina ihen entging as Tier, Das er gern jagte im w... en henier, Da packt ihn der 3orn, er hebt seinen Speer. Ein Stoß und das Mütterchen ist nicht mehr. - Dann fagt er da on in tollkühnem Lauf Durch vidicht und Straucher. b.lyds and bergauf. Er hört nur den Seufzet der Alten im O'r! Ganj mil und ermatiei gelangt er ans Tor. - Der Schlat will nicht houten; er wicht fich herum, Und vor sich sieht er die Tete, nun stumm." .. warum mußt ich to Sarenumes tun? Des.lces neg: n! Was tue ich nun? Ich bin nun ein Mörder, ein Schurke, gemein! Und wollte doch immer ein Rilter" sein!" Eo peinigt das böse Gemilien ihn jeht, Das rubelos ihn immer wieder aufhent. Es treibt ihn immer wiet er hincus Und erfüllet jein Serge mu Juraj und mit Graus. Bis endlich er wieder im Walde allein, Ein Mäuerlein sieht, dem gebeljen muß sein. Erbarmt er fich ihrer und bringt sie nach Haus, Dann ist auch fel. Grauen und Schrecken aus. Dann gicht in fin ra wie er Rthe ein, Die nimimer Dergeht, die ewig wird jein. Wurstig und Franke. Nr. 53. Wurstig und Franke sind zwei urgemütliche Sachsen, die piel mit einander gemein haben, obwohl Wurftig sehr neugierig, Frante dagegen sehr einfilbig und wortfarg ist. Jüngst trafen Sie sich auf der Straße, und zwischen beiden entspann fich fol gendes Gespräń: Wurstig: Nun Franke, wieder auf den Beinen? Franke: Will's meinen. - Wurstig: Wie geht's denn immer? Frisch das Leben? Frante: Nun eben. Wurstig: Geht wohl zum Spatenbräu, wie neulich? Franke: Ei freilich! Wurftig: Und dann vielleicht zur Eulenschente? Franke: Joh dente. Wurftig: Vielleicht auch noch zu„ Rum und Weinlich? Franke: Wahrscheinlich. Wurftig: Mir scheint, du bist heute ziemlich durftig? Franke: Ja, Wurftig - Wurftig: Und sehnst dich nach dem Dollen Teppchen? Franke: Week Anebben! Wurstig: Da gratulier ich, fieber Franfe! Franke: Ich danke. Eine Zeichnung voll Fehler. Das ist nun etwas ganz Neues. 3hr müßt nun einmal ner fuchen, die Fehler zu entdecken, die hier abfichtlich gezeichnet find. Unjer 3eichner hat eine ganze Menge davon gemacht, damit Shr zeigen könnt, daß 3hr gut itht und auh merat, mas falich an dem Bilde ist. Es find auch Dinge gezeichnet, die aur die ies Bild überhaupt nicht gehören. So jeht Ihr z. B. einen Ba paget rechts auf dem Hoijpfciiet figen, was in Wirklichkeit gar nicht möglich ist; denn bei uns fliegen ja diese Bögel nicht Gamstag, den 31. Dezember 1925 auf 83 958,-RM. angewa 610 872Wie der Borfikende weiterf erheblicher Ausleihungen im Re ber Spartaffe in feiner Weise v bindlichkeiten der Spartalle von im Berichtsjahr 1800 000,-. Tiquiden Anlagen betrugen 33,3 Ralle Ginftimmige Genehmigung far vorgelegte Boranflag über die 2 Aus dem erstatteten Geschäftsb die Verwaltung der Spartaffe zu triebes der Einführung von Bud deres Augenmerk zuwendet, daß arbeiten vorläufig ihr Ende gefun Berigtet wurde ferner, daß di guthaben entsprechend einer Verfüg Innern mit 18% aufzuwerten hat. hat die Spartasse bereits mehrere als Borauszahlung an über 65. Ja Spargläubiger im Aufwertungsver Die übrigen von der Spartaffe mie die Ausgabe von Gefdentiparb Wiedereinführung des Seimsparm Seimspartafetten sowie Neueinri haben sich nach dem Bericht des Bo Die Versammlung gab schließlid menfluß der Selischen Girozent Landesbank in Darmstadt zu eine tre grundsägliche Genehmigung, in Borftand der Spartalle ermächtigte Jammenschluß unter Wahrung der timmen. Nach Erledigung der Tagesordn rungsrat Dr. Heß der Leitung, som Relten der Spartafle in anerkennen laufenen Jahre geleistete Arbeit, Im Anschluß an den geschäftlic des Hellischen Sparkassen- und Gi Dr. Meh einen Vortrag über„ ,, Spart Berüdfichtigung der Entwidlung der Die besten Wünsche z allen Geschäftsfreund Paul Chriftian Weingroßh Nieder- Jngelf wie die Spaten herum. Und so gibt es noch eine ganze Menge Dinge, die falsch sind, und 3hr habt Gelegenheit zu zeigen, daß 3hr verfteht richtig su tehen. ovn in der Natur. Außerdem ist dies eine gute Uebung, eine 3eichnung wirk fich rach ihrem Werte einichigen zu lernen. Ihr könnt mit Euren Spielkam: raden auch ein Spiel daraus machen: Wer die meisten Fehler findet, bekommt einen Breis Eine wunderliche Reise von nach B. Wir haben hier eine sehr eigenartig aussehende Belghmung, nicht wahr? Es ist ein Grundriß voi vershiedenen Häusern, die 10.1 einem Architekten, der wohl nicht viel von der Sache verstand, durch einander gezeichnet fad. Ela fol.her Grundris ist die 3.1chnung verschiedener Räume, d h. nur de Fujioden fläche ist geichnet. Daraus hann& B. jemand, ter in einer anderen Stadt ein Haus aleten mill, es aber nicht ansehen hann, sehen, wie die 3immer ufro. Legen und wi: go; se nd. Nun müßt 3hr Euch vortellen cap 3) r auf P nhi ft ht nach B müßt. Das ist ia gans eirfach," werdet 3hr fagen; b Verlobungs-, Vermäh ange liefert schnell Albin Klein, C LANG& WIE Fachgeschäft in Glas Porzell N Vereine erk + springt man eben von nah B." Nein, das i't nicht der 3wedk dieses Bildes. 3hr müjt von 1 aus durà alle Ra m: a der 3eidnung geh: n. aber ohne ein 3mmer awe mal zu berühren. Dann möchte ich aber auch noh gerne wffen, mer von Cub Jcharfe Aug n hat. Die ganze 3bning belegt aus Quara en und Rechtecken, an denen Stil ke fh.e., da fe or enaider geld on gezeichnt fad. Aber ein Quadrat. an den nichts fehlt It doch dabei. Wer von Cud kann es fladen? Auflösung des Silbenrätsels. aus der lekten Nummer: 1. Aiba, 2. Maifäjer, 3. Wieland, 4. Eilnese, 5 Jris, 6. Soch fanb. 7. Nathan, 8. Adele. 9. Chirurgie, 10. Tablett, 11. Serbien, 12. Bremerhaven, 13. Agnes. 14. Unna, 15. Miete, 16. Ein Spänner.„ Am Weihnachtsbaume, die Lighter brennen. GIESSEN Möbel Schlafzimmer Wohnzimmer Herrenzimmer Kuchen Haus ausrat und frante. Nr. 53. b zwei urgemütliche Sagjen, die bent, obwohl Wurstig sehr neugierig, g und wortfarg ist. Jüngst trafen zwischen beiden entspann fi fol wieder auf den Beinen? n immer?-Frisch das Leben? Spatenbräu, mie neulich? Teicht zur Gulenschente? noch zu ,, Rum und Weinli?" bist heute ziemlich durftig? nach dem vollen Tepphen? ! , lieber Frante! Ling voll Fehler. Neues. Thr müßt nun einmal ner ken, die hier abfichtlich gezeichnet gange Menge davon gemacht, damit ut jeht und auch merat, mas falich uch Dinge gezeichnet, die aut die ren. So seht Shr z. B. einen Ba fciist figen, was in Wirklichkeit i uns fliegen ja diefe Bögel nicht Eamstag, den 31. Dezember 1927. „ Gießener Zeitung" 1925 auf 83 938,- RM. angewachsen waren, stiegen in 1926 auf den wir in einer der nächsten Ausgaben berichten werden. D. 610 872,-99. Schriftl.). Wie der Borgende weiter feststellen fonnte, wurden frog erheblicher Ausleihungen im Realkreditgeschäft die Liquidität ber Spartasse in feiner Weise Dernachläfligt. Den Gesamtvers bindlichkeiten der Sparkasse von rund 5 400 000,-. fanden im Berichtsjahr 1 800 000,- 917. flüssige Mittel gegenüber. Die liquiben Anlagen betrugen 33,3% der Verbindlichkeiten der Kalle. Einstimmige Genehmigung fand durch die Versammlung der Dorgelegte Boranschlag über die Verwaltungsfolten für 1928. Aus dem erstatteten Geschäftsbericht ging weiter hervor, daß die Berwaltung der Sparkasse zweds Mechanisierung des Be triebes der Einführung von Buchhaltungsmaschinen ihr beson deres Augenmert zumenbet, daß weiterhin die Aufwertungs. arbeiten vorläufig ihr Ende gefunden haben. Nach Worten des Dankes an den Vortragenden schloß der Borsigende die Versammlung Aus Nah und Fern. Bad Nauheim. Als Nachfolger von Dr. Groß- Gießen Burbe Sanitätsrat Dr. Hahn von hier als Inspekteur der Freiwilligen Sanitätstolonne vom Roten Kreuz für die Pro Ding Oberhessen einstimmig in Vorschlag gebracht und gewählt. Berichtet wurde ferner, daß die Spartalle die alten Spar guthaben entsprechend einer Verfügung des Herrn Minister des 3rnern mit 18% aufzuwerten hat. Auch im verfloffenen Sommer hat die Spartalle bereits mehrere Hunderttausende Reichsmart als Vorauszahlung an über 65. Jahre alte und bedürftige alte Spargläubiger im Aufwertungsverfahren geleistet. Bad Nauheim. Die Babes und Aurverwaltung teilt mit: Bis zum 29. Dezember betrug der Gesamtbesus 89 268 Gäste, barunter 5837 Muslänber. Die übrigen von der Spartalle getroffenen Einrichtungen, wie die Ausgabe von Geschenksparbüchern für Neugeborene, die Wiedereinführung des Seimsparwesens durch Ausgabe von Seimspartafetten sowie Neueinrichtung der Schulsparkassen haben sich nach dem Bericht des Vorsitzenden gut bewährt. Nr. 53. Hindenburg Jubiläums- Gedenkmünze. Durch die Staatliche Bayerische Münze, das Banr. Haupt manjami, gelangte anläßlich des 80. Geburtstages des Reichs präsidenten mit Bewilligung des Reichsfinanzministeriums Ber lin eine Serie Hindenburg- Gedenkmünzen in beschränkter Anzahl zur Ausgabe. Diese Münze, von dem Format, Gewicht und Gilbergehalt eines Fünfmarfstüdes, besitzt mit Ausnahme der Wertbezeichnung alle Eigenschaften einer deutschen Geldmünze. Prägung auf dem Avers den scharfgeschnittenen Kopf Hinden Sie ist mit Stempelglanz versehen und trägt in pradipollet burgs und das staatliche Münzzeichen„ D", auf der Kehrseite das Hindenburg The Familienmappen, sowie das Reichsschild, mit der Umschrift: Deutschen Reiches Treuelter Diener" und die Randstempelung Banr. Hauptmünzamt Silber 900 1. Von fauften Städ durch eine amtliche Stelle ein Teilbetrag an die allgemeinem Interesse wird ferner sein, daß von jedem ver Hindenburg- Spende abgeführt wird, so daß mit der Anschaffung der Gedenkmünze zugleich ein wohltätiger 3wed verknüpft ist. Außer dem Reichspräsidenten von Hindenburg liegen bereits von einer Reihe hoher und höchster Stellen, n. a. von verschie benen Staatsministern anerkennende Zuschriften vor. Die Münze, ein Meisterwerk plastischer Kleinkunst, dürfte nicht nur in allen Volksschichten reges Interesse finden, sondern ins begehrt werden, umsomehr, als die Ausprägung der Münze in sondere von Sammlern, Vereinen, sowie für Geschenkswede sehr Kürze eingestellt wird und sie dadurch historischen und Selten heitswert erlangen dürfte. Die Jubiläums- Münze ist im großen und einzeln zum Originalausgabepreis von 6.- durch die Vertriebsstelle der Hindenburg Münze München, Reitmorstr. 26, Postscheck München 16 309, zu beziehen. Friedberg. Im gefegneten Alter von 93 Jahren verftarb Jödel. Der Verstorbene war von 1875 bis 1902 Mitglied der Ehrenbürger der Stadt Friedberg, Notar Hermann der zweiten Kammer der Hessischen Landstände. Dem Kreisauss hug Friedberg gehörte er feit 1875, dem Oberhessischen Pro Dinziallandtag feit 1883 an. Von 1883 bis 1901 war er Bel geordneter der Stadt Friedberg. Die Versammlung gab schließlich ta dem Antrag auf Zusam menschluß der Sellischen Girozentrale mit der Kommunalen Landesbank in Darmstadt zu einer gemeinsamen Bankanstalt ihre grundlägliche Genehmigung, indem sie den Aufsichtsrat und Borstand der Spartalle ermächtigte, dem später erfolgenden ZuJammenschluß unier Wahrung der Belange der Sparkasse zuzu ftimmen. Weglar. Die Technische Hochschule in Darmstadt, Abteilung für Kultur- und Staatswissenschaften, hat Herrn Kommerzienrai Adolf Köhler, dem Leiter der Buderusschen Eisenwerke, die Würde eines Dr. Jng. ehrenhalber verliehen. Nach Erledigung der Tagesordnung dankte Herr Oberregies rungsrat Dr. Seß der Leitung, sowie den Beamten und Anges stellten der Spartalle in anerkennenden Worten für die im abgelaufenen Jahre geleistete Arbeit. Höchst a. M. Die im Stadtteil Sindlingen wohnende Witwe Noll feiert am Neujahrstag ihren 92. Geburtstag. An diesem Tage wird das greise Geburtstagskind 81 lebende Angehörige um fich verfammeln, und zwar 7 Rinder, 26 Enfel, 25 Urenfel, sowie 7 Schwiegersöhne bezw. Shwiegertöchter nebst 16 Ehemännern bezw. Ehefrauen von Enkelfindern. Im Anschluß an den geschäftlichen Teil hielt der Vorfikende bes Sellischen Sparkassen- und Giroverbandes, Herr Justizrat Dr. Reh einen Vortrag über Spartaflenwesen" unter besonderer Berüdsichtigung der Entwidlung der hessischen Sparkassen( über Kreuznach. Das große städtische Hotel Oranienhof, das bisher beschlagnahmi war, befindet sich in einem so verwahrloffen Zustand, daß es abgebrochen werden muß. Auf dem Plake nebst Part will die Stadt einen modernen Hotelneubau errichten. Mannheim. Die Gastwirte- Vereinigung, Freie Innung der Hotels, Restaurants, Kaffeehaus und Konditoreibetriebe Mann heim, hat den Beschluß gefaßt, im Frühjahr 1928 eine großzügige Ausstellung für Kochkunst, Hotel und Gastwirtsfach, Kaffeehaus und Konditoreibetriebe und verwandte Gewerbe, zu veranstalten. Zum kommenden Geschäftsjahr o gibt es noch eine ganze Menge 3hr habt Gelegenheit zu zeigen, en, outh in der Natur. ute Uebung, eine 3eichnung wirk en zu lernen. elkam raden auch ein Spiel daraus hler findet, bekommt einen Breis Reise von A nach B. r eigenartig aussehende 3emung, indrig von verschiedenen Häusern, er wohl nicht viel von der Sache ichnet fad. Ein solcher Grundriß Räume, d. h. nur die Fußboden. hann z. B. jemand, der in einer eten mill, es aber nicht ansehen usw. liegen und wie go; se[ nd. en daß 3hr auf Pnkit ht eirfach," werdet Shr fagen;. 3." Nein, das ist nicht der Zweck I aus durch alle Räm: a der ein 3mmer zweimal zu berühren. noh gerne wffen, wer von Eus 3hnung belejt aus Quaira en tü ke fhet, da se über einander ein Quadrat, an dem nichts fehlt kann es finden? es Silbenrätsels. kien Nummer: ieland, 4. Gilpese, 5 Jris, 6. Soch jirurgie, 10. Tablett, 11. Serbien, 14. Unna, 15. Miete, 16. Gin ume, die Lighter brennen". Die besten Wünsche zum Jahreswechsel allen Geschäftsfreunden und Bekannten Paul Christian Saalwächter Weingroßhandlung Nieder- Ingelheim a. Rh. Verlobungs-, Vermählungs- und Geburtsanzeigen liefert schnell und preiswert Albin Klein, Gießen, Südanlage 21 LANG& WIEDERSTEIN GIESSEN Fachgeschäft in Glas Porzellan Marktstrasse 4 Geschenkartikel Vereine erhalten Rabatt Möbel Schlafzimmer Wohnzimmer Herrenzimmer Küchen auf bequeme Tellzahlung Gemeinnützige Möbelversorgung für das Hausrat ausrat Rhein-, Main-, Lahngebiet m. b. H. G. Gießen, Lindenplatzi Allianz- Konzern Bezirks- Direktion Gießen F. C. 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