eltag in Frankfurt. Str. 30. ale Musikausstellung in Frankfurt a. Sonntag die gesamte Belegschaft, fome elsheimer Opelwerte in ihren vielbefu ste sehen. Die Veranstaltung wird a durch einen Blumenforio eröffnet, zu me Der 200 Wagen gemeldet haben. Auf die Diesem Tage ausgegebenen Eintrittstart Firma Opel gestifteter 4- BS.- Wagen und erlosung tommen. Neue Bücher. rer durch die Frankfurter Internationale m Leben der Völker" ist erschienen und he Musikräume, ethnographische Abteilung deutsche Städte und Länder, Mufit im und Musik- Berleger. Ein Orientierungs Das Büchlein ist geschicht zusammengestellt aul Chrisian Klein in Giegen. en Teilzahlung Presto erhalten Sie ein * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität, zu billigstem Preis Jakob Schupp Gießen, Seltersweg 83. Wie Gie zur Se lohnende Stella erhalten.Koblenziehe Seizer, Schiffsjungen, und fast alle Berufe Auskunft erteil Ueberjee Auskun H.2, Hannover Postfach 403. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 40. Jahrgang - 1 Milliarde Sachlieferungswert. In einer von der Reichsregierung veranlaßten Zusammen stellung der Sachlieferungen auf Grund der Dawes- Gesetze sind seit dem 1. September 1924 11 250 Eachlieferungsverträge über Lieferungen im Werte von 892 Millionen Mark abgeschlossen worden. Neben diesen Verträgen liefen dann noch die soge nannten Freiverträge, die sich auf über 100 Millionen Mart beziffern. Hilfe für die rheinhessischen Unwettergeschädigten. Der hessische Minister für Arbeit und Wirtschaft hatte am Montag die Vertreter zahlreicher Behörden, landwirtschaftlicher Organisationen, den Präsidenten des Landtags und Abgeordnete aller Parteien zu einer Besprechung eingeladen, die den 3wed hatte, die ins Leben gerufenen Hilfsorganisationen für die Unwettergeschädigten in Rheinhessen und Startenburg zusammen zufajfen, um eine Zersplitterung der Hilfe zu vermeiden. Die Aussprache ergab, daß alle von der Regierung bisher unternom menen Schritte gebilligt und eine Kommission unter dem Vorsiz der Ministerialabteilung für Ernährung und Landwirtschaft gebildet wurde, die über die Verwendung der Mittel zu befinden hat. Brentanos Nachfolger im hessischen Landtag. Als Nachfolger für den verstorbenen Abgeordneten v. Brentano wird Reftor Winter Mainz in den Landtag eintreten. * Die deutschen Besatzungsziffern. Nachdem vor kurzem im englischen Unterhaus die Besatzungssiffern mitgeteilt worden sind, sind nunmehr auch von deutscher Seite Besatzungsziffern veröffentlich worden, die auf deutschen Schätzungen beruhen. Danach standen im Frühjahr am Rhein 60 673 Franzosen, 6716 Belgien, 8088 Engländer, insgesamt 75 477 Mann. Die Gesamtstärke der früheren deutschen Garnijonen betrug in dem Gebiet der zweiten und dritten Zone zu jammen 50 907, davon entfielen auf das Gebiet der zweiten Zone 13 337( jest 19 779) fremde Truppen, auf das Gebiet der Schrift. Heimarbel Dritten 3one 87 570( jezi 55 698) fremde Truppen. Vilalls- Verlag, München K rampfades Entzündunge Wunden, Flechten und Hantjackets seitigt auch in verl Fällen Ebalsal Engel- Balsam Salbe der Engel- Apothe Liegnitz Krausen 2. M175 zu haben in der Pelikan- Apothekei GIESSEN atmohl bei Rheuma, Hexearch Genick, Kreas, KopfZahnschmerzen Carmel- Fabrit Bhainsberg( Mark) In Giessen erhältlich Kaiser- Drogerie, Ems Noll; Drogerie Winte hoff, Kreuzplatz; Kreuz- Drogerie, Au Noll; Germania- Dro Carl Seibel; Hans Ne Ludwigsplatz- Droge u, Neustadt- Drogeri se ohne Bargeld mit dem Tekreditbrief der efssparkasse Gießen Zur Hochzeit, en und Gelegenheiten fertigt Reden, Brologe, Tafellieder usw. schnellstens an Berlag, Radolfzell a. Bodensee. In der zweiten und dritten Zone verteilen sich diese Truppen auf 115 alliierte Garnisonen gegenüber 26 deutschen Friedenogarnijonen in demselben Gebiet. Unter den alliierten Truppen befinden sich 8646 Besagungsfamilien. Die Zahl der beDrud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostichedtonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Sonnabend, den 30. Juli 1927 Wochenrückblick. - - - schlagnahmten Wohnungen betrug zuletzt 9246, darunter sind In Orchies hat er wieder eine seiner sonntäglichen 4492 Bürgerwohnungen. Hinzu kommen noch 2434 Einzelzim mer. Außer diesen zu Wohnzweden beschlagnahmten Räumen find noch für Diensträume, Verwaltungsgebäude und ähnliche 3wede beschlagnahmt: 288 reichs- und landeseigene Baulich Teiten ganz, sowie 46 Baulichkeiten teilweise. Dazu kommt noch die völlige Beschlagnahme von 11 Baulichkeiten der Kommunalverbände und Gemeinden und von 35 Baulichkeiten, die teilweise beschlagnahmt sind. 17 privateigene Gebäude sind ganz und 42 teilweise beschlagnahmt. 17 Schulen sind ganz und 15 teilweise beschlagnahmt. Außerdem mußten für die Unterbringung der Truppen natürlich eine aroße Anzahl von Kafernen zur Verfügung gestellt und errichtet werden. Weiterer Rüdgang der Erwerbslosenzahl. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der Erwerbslosenfürsorge ist in der Zeit vom 1. bis zum 15. Juli 1927 m rund 48 000, gleich 8,8 Prozent, zurüdgegangen. Die Ge famtzahl der unterstützten Arbeitslosen hat sich in der Zeit vom 15. Juni bis zum 15. Juli 1927 von 806 000 auf 674 000, alfo um rund 132 000, gleich 14,4 Prozent, verringert. Der Landesausschuß des hessischen Landbundes tagie am Donnerstag in Frankfurt. In der Situng wurde Bunächst die Neuwahl vorgenommen. Der seitherige Landesvor jizende, Dr. v. Selmolt, wurde einstimmig wiedergewählt. An die Stelle des jeitherigen Stellvertreters, Dr. Dehlinger, der zur Deutschen Volkspartei übergetreten ist, tritt Landwirt Gottfried Bundschuh- Lengfeld. Nach Erledigung einer umfangreichen Tagesordnung wurde eine Entschließung angenommen, die sich gegen die Erhöhung der Beiträge zur sozialen Versicherung wendet. Parteifähigkeit der Zwangsinnungen vor den Arbeitsgerichten. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig, die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. In Wien, der österreichischen Hauptstadt, ist nun wieder Ruhe eingekehrt. Das turze Zwischenspiel hat mehr als hundert Menschenleben gekostet. Gewissenlose Hetzer tragen die Schuld; eine große Zahl in Pflichterfüllung ausharrende Polizeimannschaften mußten daran glauben. Das Nachspiel kommt nun im Parla ment. Hoffentlich haben sich die erregten Gemüter so weit abgekühlt, daß nicht neue Gefahren herausbeschworen werden. Die Marineabrüstungstonferenz in Genf tommt immer noch nicht weiter. Die englischen Vertreter waren in der Zwischenzeit einmal zu Hause, wo ihr Verhalten seitens der englischen Regierung ge= billigt wurde. Amerikanische Blätter, die über die resultatlosen Bemühungen der amerikanischen Vertreter zu einer Einigung zu kommen, sehr erbost sind, fordern die Zurückziehung von der Konferenz. In Rumänien starb der König Ferdinand, der, ursprünglich deutsch freundlich, durch die Familie bearbeitet, sich schließlich auf die Seite der Entente im Weltkrieg stellte. Sein Sohn Carol, Anwärter auf den Thron, hatte nach Eingang einer morganatischen Ehe seine erste Ehe mit der Prinzessin von Griechenland scheiden lassen. Er wurde seines Thrones daher für verlustig erklärt, hat aber seine Ansprüche noch nicht aufgegeben. Seit seiner neuen Verheiratung lebt er in Paris, da er sein Heimatland nicht betreten darf. Der legitimen Ehe ist ein Sohn, Michael, entsprossen, der bei erlangter Volljährigkeit den Thron besteigen soll. An Stelle des vierjährigen Thronfolgers wird vorläufig ein Regentschaftsrat die Geschäfte führen. Nun drohen aber Verwicklungen, da Carol anscheinend nicht gewillt ist, so leicht zu verzichten. Dazu kommt, daß er in Rumänien die Bauernpartei auf seiner Seite hat. Zensurierte Meldungen sprechen jetzt schon von blutigen Zusammenstößen. In Frankreich feierte man das einjährige Jubiläum des Kabinetts Poincaré in sonst nicht gewohnter einfachster Weise. Es muß ein nicht gerade ,, einiges" Festessen gewesen sein, daß die Minister ,, pereinigte", da es mehrere Male offen zu Tage getreten ist, daß vier Minister des Pabinetts Poincaré in Opposition stehen. Poincaré versteht es aber, mit halb diktatorischer Gewalt sein Amt zu behaupten und droht mit Frankensturz usw., falls man sich an seine Person heranwagen würde. Hetreden gehalten, in welcher Deutschland Grausam feiten u. s. f. vorgeworfen werden. Der belgische Kriegsminister hat im belgischen Parlament Angriffe gegen Deutschland wegen seiner Reichswehr geschleudert, die zu einem Notenwechsel führten. Energisch hat sich die deutsche Regierung zur Wehr gesetzt mit dem Erfolg, daß die Antwortnoten zu den offensichtlichsten Unrichtigkeiten kein Wort sagen, dagegen immer wieder Behauptungen ohne Beweis aufstellen. Belgien macht es gerade wie ein störrisches Kind, dem man sein Unrecht vorhält und das mit seinem Didtopf behauptet: ,, Und es war doch so!"- Deutschland hat auch seine Sensation. Der Oberpräsident der Provinz Sachsen, Hörfing, der gleichzeitig auch oberster Führer des Reichsbanners ist, hat anläßlich der österreichischen Unruhen dem auf beinahe gleicher Grundlage stehenden dortigen Republikanischen Schutzbund, der Gegner der Regierung Seipel ist, ein Ermunterungstelegramm im Namen des Reichsbanners zugesandt und die Regierung Seipel angegriffen. Die Reichsregierung war durch diesen Schritt eines ihrer hohen Beamten gezwungen, sich bei der österreichischen Regierung zu entschuldigen. Die Folge war, daß Hörsing ,, gegangen" ist, da er sich, wie er sagt ,,, den Mund nicht zubinden lassen wolle". Die Reichsbannerleitung hat getagt, hat es begrüßt, daß ihr Führer nun Ellenbogenfreiheit hat. Das dide Ende fam nach: der Reichskanzler Dr. Marr trat aus dem Reichsbanner aus. Welche Folgen das hat, läßt sich im Augenblick nicht übersehen. Es ist aber doch wertvoll, daran zu erinnern, daß gerade das Reichsbanner bei der Präsidentenwahl ganz entschieden für den katholischen Marr eintrat und gegen den evangelischen Hindenburg agitierte. Nun verläßt Marr seine Schildheber und mit ihm wohl viele Zentrumsleute. Das Reichsbanner dürfte damit langsam zu einer sozialdemokratischen Stoßtruppe werden, denn die wenigen Demokraten, die ihm angehören, sind ziemlich einflußlos. Nach einem Beschluß des Verwaltungsrates der Reichspost werden die Postgebühren trotz Opposition aller Schichten erhöht. Nun hat auch eine Unwetterfatastrophe unser Hessenland heimgesucht. Die Gemartungen Stadeden, Udenheim, Nieder- und Oberjaulheim wurden durch Hagelschlag in ein verwüstetes Gebiet verwandelt. Der Schaden ist ungeheuer groß. Hoffentlich ergreift die Regierung auch tatkräftigte Maßnahmen, die sich nicht nur auf Steuerstundung, sondern auf Erlaß und Hilfsaktionen jeder Art erstreden müssen. In einem besonderen Bescheid vom 1. Juni 1927( III A Nr. 2180) hat der Reichsarbeitsminister die Parteifähigkeit der Zwangsinnungen im arbeitsgerichtlichen Verfahren betont und ausgeführt, daß Zwangsinnungen nach§ 106c in Verbindung mit $$ 100 und 86 der Gewerbeordnung in jedem Falle parteifähig find, ohne daß es auf die Entscheidung der Frage ankommt, ob fie wirtschaftliche Vereinigungen im Sinne des Arbeitsgerichtsgesetzes find. Der Minister fügt dem Erlaß weiter hinzu, daß nach seiner Auffassung und nach Auffassung des Reichsministers der Justiz eine die Arbeitsgerichtsbehörden in der Auslegung des Gesetzes bindende Ausführungsverordnung nach§ 108 des Arbeitsgerichtsgesetzes nicht erlassen werden kann. des: Nummer 31 Wie schütze ich mich gegen die Vortoerhöhung? Dazu veröffentlichen die Frankfurter Nachrichten" folgen Trotz des einmütigen Protestes der gesamten deutschen Wirtschaft treten am 1. August die neuen Portosätze in Kraft, die eine starke Belastung der Geschäftswelt darstellen. Nur in den seltensten Fällen wird es gelingen, die entstehenden Mehrtosten auf den Kunden abzuwälzen, sodaß diejenigen Geschäfte, die mit einer großen Post ständig zu rechnen haben, eine mertliche Verteuerung ihrer Spesen erwarten müssen. Da die Post ein Monopolbetrieb ist und es andererseits nicht gelingt, die erhöhten Gebührensätze abzuwälzen, d. h. sie in den Preis der Waren einzurechnen, so muß die Wirtschaft zur Selbsthilfe schrei ten. Sie muß eine Rationalisierung des Kontos„ Portospejen" vornehmen und der Reichspost durch die Tat beweisen, daß sie sich auf einem falschen Wege befinde. Sie muss ihr beweisen, daß in einer Zeit, da der Satz, daß niedrigere Preise größeren Umsatz und damit größeren Gewinn bringen, gilt oder gelten sollte, ein Betrieb von dem Umfange der Post nicht den entgegengesetzten Weg einschlagen darf. Es gilt also, das Problem zu lösen, den Postetat zu ver kleinern, ohne das Geschäft darunter leiden zu lassen. Denn selbstverständlich dürfen die Sparmaßnahmen nicht so weit gehen, daß durch sie vitale Interessen des Geschäftsbetriebs zu kurz kommen. Wie muß also der Kaufmann sich zukünftig verhalten, um ohne Schädigung der Geschäftsinteressen am wenigsten unter der Portoerhöhung zu leiden? Vor allem muß das Prinzip der Drucksachensendung zukünftig weit mehr in den Vordergrund gestellt werden. Dies ist eine Sache der Propaganda, und es ist außerordentlich zu begrüßen, daß der Reichsverband des deutschen Groß- und Ueberseehandels vor angegangen ist und allgemeine Richtlinien aufgestellt hat, die die Geschäftswelt über die möglichen Selbsthilfemaßnahmen gegenüber den Mehrbelastungen, die sich aus den Gebührenerhöhungen ergeben, aufklären sollen. Die Drudsache muß ganz anders als bisher die Form der allgemeinen Mitteilung werden. Die Kunden müssen sich daran gewöhnen, daß auch wichtigere Mitteilungen, für die bisher die Briefform üblich war, als Drucksache versandt werden. Es darf fünftig nicht mehr die Einstellung herrschen, daß in Drudsachensendungen doch nichts Wichtiges stehe, daß man sie also ungelesen dem Papierkorb anvertrauen kann. Die Portoerhöhung zwingt die Geschäftsleute, die Form des Briefes mög lichst zu vermeiden und Dinge, die nicht besonders vertraulichen Charakters sind, als Drucksache weiterzugeben. Eine besondere Sandhabe gibt hierzu der neue Posttarif, der den Unterschied zwischen Teil- und Volldrudsache nicht mehr kennt. Bei allen Drucksachen ist erlaubt, handschriftlich, mit der Schreibmaschine, mit Stempel, in Drud oder Pausverfahren folgende Aenderungen vorzunehmen: 1. Eine innere mit der äußeren übereinstimmende Aufschrift abzugeben, sowie in gleicher Weise Absendungstag, Firma, Namen, Stand und Wohnung, nebst Wohnung des Abfenders, seine Fernsprechnummer, die Telegrammanschrift und den Telegrammschlüsses, sowie sein Postsched- und Bankkonto und sonstige geschäftliche Mert- und Kennworte nachzutragen oder zu ändern. 2. Offensichtliche Drudfehler zu berichtigen. 3. Stellen des Drudes zu streichen, Worte oder Teile des Drudes durch Anstriche hervorzuheben und zu unterstreichen. 4. Ziffern an offengelassenen Stellen des gedrudten Wortlautes nachzutragen. 5. Ziffern zu ändern. 6. Sonstige Aenderungen im Wortlaut, sowie Nachtragungen an beliebiger Stelle vorzunehmen. Diese Aenderungen und Nachtragungen dürfen jedoch zusammengezählt nicht mehr als fünf Worte umfassen und müssen in fachlichem Zusammenhang mit der gedrudten Mitteilung stehen. Auch dürfen durch die Aenderungen und Zusätze feine Mitteilungen in verabredeter Sprache entstehen. Es tann also fünftig in ganz anderer Weise wie bisher mit vorgedrudten Formularen gearbeitet werden. Für die Propaganda, für die in letzter Zeit in vielen Fällen die Briefform gewählt wurde, kommen zufünftig sicher nur mehr Drucksachen in Frage. Auch sonst gibt es noch zahlreiche Mittel, um der Postverteuerung durch Selbsthilfe zu begegnen. Zum Beispiel kann man allen Kisten, Paketen und sonstigen Warensendungen so= gleich die Rechnung beilegen; das Einlegen der Rechnung in einem offenen Briefumschlag ist durchaus gestattet. Durch eine vorgedruckte Karte kann man dem Empfänger der Ware von der der Sendung beigelegten Rechnung Mitteilung gemacht werden. Lieferscheine tönnen fünftig in Wegfall tommen, wenn an deren Stelle gleich Rechnung erteilt wird. Es wird überhaupt Aufgabe der wirtschaftlichen Verbände sein, durch gemeinsames Bor: gehen aller angeschlossenen Mitglieder nicht unbedingt notwendige Postsendungen, wie z. B. Bestätigung von Zahlungseingängen usw. zu unterlassen. Jedenfalls ist es jetzt Ausgabe auch jeden einzelnen Kaufmanns, dem Postetat seines Geschäftes erhöhte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen; es wird dann sicher Sonnabend den 30. Juli 1927. lich gelingen, einen Teil des erhöhten Posttarifs für das Ge schäft unschädlich zu machen. Des weiteren wird der Küdgang der Verkehrsintensivität dem Reichspostminister beweisen, daß der Weg, den er trotz des lauten Protestes beschritten hat, der falsche ist. Hygiene des Wanderns. Dr. Mustat, Facharzt für Orthopädie, Die Ferienzeit mit ihren Wanderungen steht vor der Tür. In diesem Zeitpunkt werden die folgenden hygienischen Ratschläge eines Fachmannes willkommen sein. D. Red. Der älteste, einfachste und natürlichste Sport ist das Wandern. Jung und alt, Gesunde und Krante, fönnen sich dabei betätigen, jede Jahreszeit und jede Lage ist geeignet. Der Wandersport hat aber auch seine Gesetze, deren Befolgung die Leistungen erhöht, deren Vernachlässigung gesundheitliche Stö rungen statt der erwarteten Förderung hervorruft. Es ist interessant, daß ein sonst so lebhaftes Bolt, wie die Jtaliener, als Wanderspruch die Sätze gebrauchen: Qui va piano, va sano, qui va jano, va lontano. Wer langsam wandert, wandert hygie nisch und wandert lange Zeit. Es wird leider bei uns zu wenig Wert auf Schonung gelegt, und Refordmärsche treten an die Stelle ruhigen, genußreichen Wanderns. Die Geschwindigkeit beim Wandern, bei dem ja auch das Auge an dem jatten Grün sich erholen, und die Seele durch den Wechsel der Eindrücke aus dem Grau des Alltags erlöst werden soll, darf für den Kilo meter ca. 15 Minuten betragen, bei Erreichung eines bestimmten Zieles darf der Kilometer in 12 Minuten zurüdgelegt werden, doch ist besonders bei Kindern jede Uebermüdung und UeberSpannung grundsäglich zu vermeiden. Allen bekannt ist ja die Steifheit der Glieder, welche nach einer zu großen förperlichen Anstrengung aufzutreten pflegt und mitunter zu Störungen des Allgemein befindens und fieberhaften Erscheinungen führt. Diese Zustände müssen vermieden werden. Die Atemnot, die nach zu raschem, zu langem und hastigem, unruhigem Wandern beobachtet wird, ist nach Möglichkeit durch Schonung, Training der Atemmuskeln, Atem= gymnastit, besonders in den Ruhepausen zu bekämpfen. Es wird ja heute wohl überall auf das tiefe Ein- und Ausatmen der notwendige Wert gelegt. Fällt einem Wandergenossen der Weg schwer und treten Zeichen von Atemnot auf, so ist sofort für Ruhe und Verhütung weiterer Schäden zu sorgen, der Betreffende soll sich ohne falsches Schamgefühl melden und nötigenfalls zurückbleiben. Die erste Ruhepause soll grundsätzlich, wie es auch bei Militärmärschen üblich, nach einer Viertelstunde gemacht werden, um die Kleider in Ordnung zu bringen und etwaige Belästi= gungen durch das Gepäd usw. zu beseitigen. In späteren Ruhepausen soll durch leichte Gymnastik der Körper durchgearbeitet und durch Gesang und Mujit Frohsinn gewedt werden. Das Trinken ist einzuschränken, kleine Schlude talten Tees oder guten Wassers löschen den Durst mehr, als große Mengen Flüssigkeit. Alkohol ist vor und auf der Wanderung zu ver= bieten. Ausreichende Nachtruhe vor dem Wandertage ist unbedingt zu verlangen. Im allgemeinen wird beim Wandern auch heute schon Herz, Atmung und Körperhaltung kontrolliert, ein Organ aber wird noch immer vernachlässigt und rächt sich später, wenn man es am meisten braucht der Fuß. - Eine sinngemäße Fußpflege muß stets geübt werden. Vor 11 Gießener Zeitung" Das Gewicht des mitzunehmenden Gepäcs ist nach dem Alter verschieden. Mehr als 12 Kilogramm für die älteren Kin der, 7 bis 9 kilogramm für die jüngeren wäre das Höchstmaß Hier muß aber auch allmähliche Gewöhnung berüdsichtigt wetden, um Schäden an der Gesundheit, besonders Plattfußentstehung durch zu starke Belastung zu vermeiden. Daß ein Erwachsener sehr große Lasten beim Marsche tragen fann, beweisen die sportlichen Gepäcmärsche, doch soll ein prinzipieller Unterschied zwischen solchen Märschen und dem Wandern ge= macht werden. Bei Einhaltung der gegebenen Erfahrungsregeln wird das Wandern Lebensfreude und eine Gefundung des ganzen Körpers schaffen. An die Landwirte des Volksstaates Hessen. Ein furchtbares Unwetter, wie es seit Jahrhunderten in unjerem fruchtbaren Rheinhessen noch nie vorgekommen ist, hat uns am 16. Juli betroffen. Etwa 10 000 Morgen bester Felder und Weinberge, in nie dagewesenem Kulturzustande, find innerhalb 25 Minuten zerstört worden. Hunderte von Morgen Weinberge, die im Zentrum der Schlossen lagen, sind für Jahre hinaus ertragslos. Die Getreideernte ist im Hauptgebiet vollständig vernichtet, und in den Seitengebieten stark beschädigt. Ebenso Kartoffeln, Rüben und Klee. In anerkennenswerter Weise haben die Vertreter des Staates und der Verwaltung sofort Einsicht von der Sachlage an Ort und Stelle genommen und weitgehendste Hilfe zugeführt. Man darf Vertrauen haben, daß die Regierung tut, was sie kann. Aber alles kann sie nicht, dazu ist der Millionenschaden zu groß! Steuererlasse aller Art werden wohl fommen. Sie sind nur ein einziges Pflästerchen. Auch die Beiträge für Land wirtschaftstammer, Kirchensteuer usw. werden wegfallen. Die große Not, gebietet deshalb, sich bittend an alle zu wenden, welche noch einen Funken Nächstenliebe und bäuerliches Zusammengehörigkeitsgefühl haben. Berufsgenossen! Laßt Euch nicht beschämen von den Arbeitern, welche jederzeit vorbildlich ihre in Not geratenen Genossen unterstützen. Bei einigermaßen gutem Willen ist es für den einzelnen eine Kleinigkeit, hier helfend zu wirken. Die Ernte ist überall sehr hoffnungsvoll. Die Weinberge berechtigen ebenfalls die Hoffnung auf Ertrag. Ganz ohne Schuld, durch ein furchtbares Naturereignis sind Eure Berufsgenossen in den vier Gemeinden um alle Hoffnungen auf Belohnung ihrer unjäglichen Arbeiten gekommen. Alle Mühe, alle Kosten waren vergeblich. Keine Einnahmen, und doch müssen die Betriebe weiter geführt werden. In dieser trostlosen Lage darf es keinen Landwirt geben, der nicht sein Scherflein opfert. Ländliche Vereine, beschränkt Euch ein wenig in Euren Vergnügungen, opfert im Verein nach Möglichkeit. Jungbauern, zeigt, daß Ihr Korpsgeist besitzt, sammelt, bewegt Eure Eltern zum Geben! Landwirte Hessens! Die anderen Berufe sehen auf Euch! Versagt nicht bei dieser Gelegenheit, zeigt, daß Ihr alle für einen und einer für alle steht. Laßt Euch von den Arbeitern nicht beschämen! Stadeden, 20. Juli 1927. M. Wolf VI., ehem. Hess. Abgeordneter. dem Wandertage wird ein kühles Bad, nach dem der Fuß gut Generalversammlung des Evang. Bundes 1927. abgetrocknet wird, zweckmäßig sein. Einpudern oder einfetten mit Salicylpräparaten vermindert Drud und Reibung. Ob Strumpf oder Fußlappen als Bekleidung gewählt wird, bleibt an sich gleichgültig. Feste, breite Schuhe oder Stiefel mit mäßig hohem Absatz gewähren Halt und Schutz gegen Steine und Nässe. Blasen werden mit Jodtinktur bestrichen und nötigenfalls mit ausgeglühter Nadel angestochen. Größte Reinlichkeit ist dabei dringend notwendig. Um den Fuß nicht zu übermüden und Plattfußentstehung zu vermeiden, sollen durchschnittlich bei längeren Wanderungen nicht mehr als täglich ca. 20 Kilometer gemacht werden; nur in Ausnahmefällen und bei Eintagsfahrten sind 30 Kilometer zulässig. Der zweite Wandertag ist bekanntlich recht unangenehm; eine fürzeste Strede von etwa 15 Kilometer wird zu empfehlen sein. Volle Ruhetage sind nicht unbedingt er forderlich. Herabsetzung der Wegstrede auf etwa 12 Kilometer dürfte genügen. Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 4. Fortsetzung. Huzlarn kannte ihn als seinen Generalstabsoffizier schon vor dem Ausrüden in Breslau. Dort lebte der verwitwete Generalleutnant als wortfarger, schroffer, fast unnahbarer Vorgesetzter nur dem Dienst und seinen Büchern. Doch in den Weltfrieg trug er dann mit heiterer Gesprächigkeit jenes frohe Schmunzeln, das auch jetzt die vielen Krähenfüße um die Winkel der scharfen, blanken Augen listig- lustig zuden ließ. Er plauderte gern mit Friedrich Wilhelm Schulze, dem Mann in Reih und Glied. Sein vertrauliches Du, mein Sohn" wedte oft überraschte Musketiere aus Tagträumen oder beruhigte erschreckte Posten der vordersten Linie, wenn sie in dunkler Nacht plötzlich eine hochgewachsene Gestalt neben sich sahen. Niemand verstand wohl wie er, durch zündenden Zuruf den Jubel einer Kolonne zu weden. Wenn er aber mit seinem Stab bei Tisch oder im Kraftwagen saß, schienen alle Großen deutscher Raise, alle Feldherren der Geschichte ihn ins Feld zu begleiten. Wie eben das Wort Frundsbergs an Luther, so sprudelte die Fülle seines reichen Wissens dann namentlich in der Rede Friedrichs oder Moltkes von den Lippen. Als gestern Kumm von der schier beklemmenden Kühnheit der für heute befohlenen Unternehmung sprach, zitterte das Jauchzen mühsam bezwungener Freude durch seine Antwort: Wer nicht dreist und herzhaft ist. meritiert nicht, in der preußischen Armee zu dienen." Und in Friedrichs Worten scherzend entschied er auch die Frage, ob auf dem waghalsigen Marsch Lebensmittelwagen mitzuführen seien: Ein General, der sich nicht hinreichend mit Lebensmitteln ver sieht, wird nicht lange ein Held bleiben, wenn er auch dem Ca far überlegen wäre." Für viele Teilnehmer an der diesjährigen Generalversammlung des Evangelischen Bundes, die vom 7. bis 9. Oktober in Eisenach stattfindet, und das Gesamtthema behandelt:„ Die ersten Grundlagen der evangelischen Bundesarbeit: Bibel, Luther, Kirche" wird ohne Frage ein besonderer Anziehungspunkt die Autorundfahrt durch den Thüringer Wald sein, die sich am 10. Oftober an die Verhandlungstage anschließt. Die Fahrt beginnt an diesem Tage vormittags 9 Uhr und führt von Eisenach über Bad Thal, Tabarz. Schloß Reinhardsbrunn, Friedrichsroda, Inselsberg, Trusenthal, Bad Liebenstein, Altenstein, Schloß Wilhelmsthal, Hohejonne zurück nach Eisenach. Die Bundesfreunde werden gut tun, sich auch den 10. Oktober freizuhalten, um so ein gutes Stüd Thüringen kennen zu lernen. Anmeldungen für die Rundfahrt sind an das Städtische Verkehrsbüro in Eisenach zu richten. Näher stampfte von rechts der Massenschritt marschierender Infanterie. Der Generalleutnant jaß auf und ritt dem onrückenden Haupttrupp voraus zum Südausgang der Stadt. Das düstere Schwarzgrau am verhängten Himmel wich lichterem Dämmern. Der Blick durch die letzten Häuser unterschied schon zwischen lahlem Boden, Häusern und Wäldchen auf polnisch plattem Flachland. Ueber den Baumkronen und Wiesen hing eine Rebeldecke. Gegen den Rücken blies ein scharfer Nordwind ein Ahnen von Frost oder Schnee. Unter jagendem Gewölk blieb dunkel auch der Himmel, als bei Tageslicht vorn die Brücke über die sumpfige Mroga zu erkennen war. Vom Edpfeiler trat ein Major eines Garderegiments zur Meldung neben den Fuchs. Der General hielt und hörte, des Stabsoffi ziers Bataillon solle den Flußübergang für einen etwaigen Rückmarsch der Kolonne frei halten. Jronisch lächelnd hob er die Hakennaje nach Osten. Von dort nahte Rennenkampfs gewaltiges Heer der Bride. Und Ihre Gefechtsstärke, Herr Major?" ,, 374 Mann, Euer Exzellenz!" Herr v. Drewitz sah seinen Herren und dann dem eben Befragten in die Augen. Die Krähenfüße unter seinen Schläfen zuckten listig- lustig, während er im Anreiten einen Finger an die Helmschine legte:„ Also stimmt die Zahl ungefähr. Wünsche alles Gute, Herr Major... Leonidas!" Kumm und Huziarn nicien. Hier an der Brücke über den versumpiten Fluß lagen heute Deutschlands Thermopylen. Doct; der alte Grieche hatte im hochgelegenen Engpaß einen leichteren Stand als der preußische Major im polnisch- flachen Land. Erlag sein Häuflein aber russischer Uebermacht, dann schienen vier preußische Divisionen verloren. Daran hatte der Generalleut nant beim Scherzen mit Leonidas gedacht. Während die Armee Madensen aus Nordwesten in breiter Front auf das Russenheer Aufruf zur Hilfe. Nr. 31. Ein schweres Unglüd hat drei Täler des östlichen Erzge birges betroffen, mehr als 300 Personen find obdachlos und ihres Hausrats beraubt, andere sind schwer geschädigt. Ein Sachschaden von wenigstens 70 Millionen ist entstanden, Jahre werden mit den Wiederherstellungsarbeiten vergehen. Gonnabend den 30. Juli 1927. Lotales Sonntagsgedanken. Jahrtausende find hinweggegangen, feit Salturvölker zu werden. Reiche und Länder Weltheilandes Gotteslehre zog einigend übe Kunj und Wissenschaft, Kultur und Handel über alle Grenzen. Doch unbewußt tragen w Slate noch die Zeit herum, da es nur eines g Die Menschheit hat ein großes Salt gem es, als würde sie Umkehr halten auf dem M er Schöpfer gezeichnet hat. Gie Strauchel Site nicht mehr, gegen die Höhen weiter zu Sellendung harrt. Wie fremd find wir Men mer dem andern geworden, jeder lebt auf eine ein Meer von Mißverständnissen rufen die G Nun gilt es, helfen, großzügig helfen. Aber nicht planlos. Darum hat der Sächsische Landesverein für Innere Mission mit den Pfarrern aller betroffenen Gemeinden eine entsprechende Organisation( firchliche Verteilungsstelle) eingerichtet, wo der Bedarf angemeldet und übersehen wird, und von wo das Notwendige angefordert und auf schnellstem Wege geliefert wird. Die Hauptsammelstelle für Geldspenden ist die Missionss nothilfe für die Liebeswerke der Innern Mission Sachsens, Dresden A 1, Ferdinandstraße 19 II, Poftjchedkonto Dresden 18 369. Die Hauptsammelstelle für sonstige Liebesgaben( Bettwäsche, Haus und Küchenwäsche, Dauerwaren an xahrungs mitteln, vollständigen Bettstellen usw.): Stadtverein für Jn; nere Mission, Dresden- A 1, Zinsendorfstraße 17. Der sächsische Bruderverein dankt schon jetzt für alle ihm zugedachten Geldspenden und Liebesgaben aufs herzlichste. Hessischer Landesverein für Innere Mission. gez. Wagner, Pfarrer. Handwerk und Genossenschaften. En F Doch mag die Not noch größer werden, der mag eine neue Gintflut tommen und alle Sch mils und der Erde sich öffnen,- größer und benhaß ist doch Gottes heiliges Gesetz der rum fann es für den Glaubenden keine Verz Weber allem egoistischen Trieb stand immer heb Trich zum Opfer, der für Frau und Kind, für land, für Glaube und Freiheit zu sterben zwang Zeit ist ein Auffladern dunkler Vergangenh tommt aber nicht wieder. Weil wir an Gott beit glauben, glauben wir auch an den Frieden Nach ist der Riesenweltbrand, der über die gan; erleihen, noch fladern überall Herde von und die Menschen haben das Kriegsbeil nicht be helliges Gefeh der Liebe wird uns heute oder n ingen, daß die Menschen über die Meere des über Haß und Zwietracht hinweg sich wieder di Die Bedeutung der gewerblichen Genossenschaften für das Handwerk besteht darin, daß sie nach dem Grundsatz„ einer für alle, und alle für einen" der Förderung der Produktion und da mit zugleich auch dem Interesse des einzelnen dienen. Durch ge meinsamen Zusammenschluß versucht die Genossenschaft unter Ablehnung eines möglichst großen Gewinnes und damit rein tapitalistiquer Betätigung eine bessere Bedarfsbefriedigung, was für den einzelnen wieder Ersparnis bedeutet. Troß der Wich tigkeit dieser gewerblichen Genossenschaften für das Handwerk läßt leider die jüngste Zusammenstellung über den derzeitigen Bestand fast durchweg einen udgang erkennen. Die Entwid lung der handwer... agen Genossenschaften im ersten Halbjah: 1927 zeigt folgendes Bild: Genossenschaften nach Handwerksberufen geordnet: Stand am Bäder 1.1.1927 1.7.1927 642 622 Schneider Schuhmacher 346 330 199 195 Schlosser, Metallgewerbe, Klempner und Installateure 214 208 Sattler und Tapezierer 152 148 Fleischer und Häuteverwertung 117 107 Tischler, Drechsler, Holzgewerbe 155 138 Maler, Ladierer 133 130 Bauhandwerker, Baugewerbe 195 219 78 75 63 55 31 31 30 18 Friseure, Perüdenmacher Korbmacher Töpfer Dachdecker Fast alle Berufsgruppen sind in ihrem Bestand zurückze gangen, lediglich für die Töpfer finden wir die gleiche Anzahl Genossenschaften und allein im Baugewerbe einen Zuwachs von 24 Genossenschaften. Die Bedeutung der Genossenschaften ist aber für alle Zweige dieselbe. Nachdem seit der Inflation. die den Genossenschaften größte Schwierigkeiten brachte, wieder sta bile Verhältnisse eingetreten sind, sollte das Handwerk diefer Frage erhöhte Aufmerksamkeit schenken und dort, wo die not wendigen Voraussetzungen vorliegen, zu Neugründungen schrei ten. Vereinten Kräften muß es gelingen, der Genossenschafts bewegung im Handwerk einen neuen Antrieb zu geben. Auch die Kreditgenossenschaften haben für den Berufsstand die gleiche Bedeutung. Sie dienen als das Sammelbecken der im Mittelstand vorhandenen flüssigen Gelder, um auf dem Wege des Kredits an den Mittelstand wieder fruchtbringende Anlage zu finden. Sie sind die Banken, die für den Handwerker in Frage kommen. Es wäre verfehlt, wollte der Meister mit Große banten arbeiten, die vielleicht Kaufhäusern, Konzernen oder Kartellen ihre Barmittel zur Verfügung stellen, deren weitere Ausbreitung letzten Endes zu einer Verdrängung des gewerb lichen Mittelstandes führt. Die Kreditgenossenschaften haben im ersten Halbjahr 1927 eine Zunahme von 20 Genossenschaften erzielt. um Lodz drückte, schickte der Großfürst Nikolaus Nikolajewitjh den Verteidigern der Stadt neue Hilfe. Von Süden nahte die Armee Plehwe, um die linke Russenflante zur Umfassung Madens jens zu verlängern. Ein aus Warschau und Zwangorod unter Rennentampi auf die Mrogabrücke bei Brzezing anrüdendes Heer sollte die deutsche Angriffsfront von Osten her aufrollen. Von dort, vom linken Flügel Madenjen, aber marschierten um den rechten der feindlichen Verteidiger von Lodz herum bis jetzt in des Gegners Rüden vier preußische Divisionen, deren eine die eigene war. Sie sollten den Feind zwischen zwei Feuer bringen, chr ihm Hilfe aus Süden und Often tam. Darum spornte das Mahnen der Führer hinter dem Gene ral die Kolonne zu haftigerem Ausschreiten. Schlesische Fluch worte und schadenfrohes Lachen erzählten vom Stedenbleiben eines Kommistiefels im klebrig zähen Straßenschlamm. Ein Meldereiter des Stabes flagte dem Wachtmeister vom Verlieren eines Hufeisens.„ Rasen hoch und Beine lang! Was fällt bleibt liegen!" schallt eine Stimme. Vorwärts! hieß es. Wenn die Russen aus Süden und Often auf Madensens Flügel jie ßen, che ihre Lodzer Truppen zwischen zwei Feuern erdrüdt waren, jagen vier Divisionen im Wurstfessel. Um Mittag jagte der schneidende Nord förnig harten Schnee. Des Jahres erster Frost warf eine trügerische Eistrufte auf Bfügen und Schlamm. Als vom aufklarenden Himmel die Dämmerung fiel, war die Straße steinhart und mit General Winter als neuem Feind zu rechnen. Der neue Post- Tarif. Inkrafttreten am 1. Auguft. Nach der neuen Poſtgebühren- Vorlage staf bühren wie folgt: Briefe im Ortsverkehr bis 20 Gramm 8 Rpfg., Gramm 15 Rpfg., über 250 bis 500 Gramm 20 verlehr bis 20 Gramm 15 Rpfg., über 20 big Spig, über 250 bis 500 Gramm 40 Rpfg. Bottarten im Ortsverkehr 5 Rpfg., im Fernv Drudiachen( ein Unterschied zwischen Voll- un wird nicht mehr gemacht) in Form einfacher anhängender Antwortkarte 3 Rpfg., bis 50 über 50 bis 100 Gramm 8 Rpfg., über 100 Apig, über 250 bis 500 Gramm 30 Rpfg. bis 1 kg. 40 Rpfg.( Meistgewicht 1 Kg.) Botwurfsendungen. Drudsachen 3 Rpfg. Millendungen. Drudjachen und Warenpro Seihäftspapiere, Warenproben und Mischsend zichtsstufe 15 Rpfg. Fädchen bis 1 Kg. 40 Rpfg. Balete: 1. 3one bis 75 Km.: bis 5 Kg. 509 Kg. 10 Rpfg. 2. Zone über 75 bis 100 Km.: bis 5 Kg. tere Kg. 20 Rpfg. 3. Zone über 150 bis 375 Km.: bis 5 weitere Kg. 30 Rpfg. 4. Zone über 375 bis 750 Km.: bis 5 weitere Kg. 35 Rpfg. 5. Zone über 750 Km.: bis 5 Kg. 80 Rp 40 Rpig. Zeitungspatete gegen ermäßigte Gebühr jallen weg. Bostanweisungen bis 10 Rm. 20 Rpfg., ü 30 Rpfg., über 25 bis 100 Rm. 40 Rpfg., i 60 Rpfg., über 250 bis 500 Rm. 8 Rpfg., i 100 Rpfg., über 750 bis 1000 Rm. 120 R Siljujtellgebühr: Bei Vorausbezahlung du jede Briefsendung usw. im Ortszustellb Landzustellbezirk 80 Rpfg., für Patete( ein farte) im Ortszustellbezirk 60 Rpfg., im Apia, Gebühr für dringende Pakete 100 9 fichert. Die vier Divisionen- mit der Flügel standen jetzt südöstlich von Lod - Radenfen gegenüber im Rücken der russische Stadt. Es wird angegriffen!" Und Hul Des Oberkommandos vor. An den schon u en Zufägen für die Division hatte der Ger anbern. Durch zwei Stunden Schlaf er nem Generalstabsoffizier auf die Straße. Fast lauter als tagsüber grollte im Der großen Schlacht. Bom gestirnten Himme Mondlicht auf den unter den Stiefelsohlen Windstill, aber eisig talt war die Nacht. Tor der fleinen Holzkirche fiel matter Li Straße. Beim Eintreten sah der General meier Wachsterzen auf dem Altar den Adj bern die Befehle vorlesen. Ordonanzen hie Serbeiben ffirrten leise zum Donnerdröhnen Rumm wartete hier. Das dumpfe Krache plosion eritidie feine Meldung. Der Genera um Turm hinan. Oben riz der Adjutan Feniter auf. Bor ihnen lag die ums der einen himmelhohen Decke von Rauch Stände. Oben blinkte die riesige Wolfe alikern filbergrau. Unten glühte sie feuer amboch aufledender Flammen. Schwarz, fe aus züngelnden Lodern die Schorn dicht wie Majten am Hafen oder Bä rigen Strahlentegel von Scheinwer Fleben am Gnade und Erbarmen ihre zi ber fille und mahnten die Helfer in Often u Erzählt doch das Leuchten der Feuerbälle vor Erst der späte Abend brachte eine furze Raft. Nach Mitter nacht tam Hußlarn vom Befehlsempfang im Hauptquartier der Armeeabteilung in die Panjestube des Bauernhofes im Dorf Tuszyn. Der Generalleutnant richtete sich von der Strohhütte auf und griff zur Karte. Der Hauptmann hielt die Laterne und berichtete, der Erfolg des fühnen Unternehmens scheine ge men Weg des Angriffs zurüchinkten. Neben ufruf zur Hilfe. Str. 31. lüd hat drei Täler des östlichen Erzge als 300 Personen find obdachlos und ihres dere sind schwer geschädigt. Ein Gach 570 Millionen ist entstanden, Jahre met: erstellungsarbeiten vergehen. en, großzügig helfen. Aber nicht planlos. sche Landesverein für Innere Mission mit Sonnabend den 30. Juli 1927. Lokales. Sonntagsgedanken. Jahrtausende sind hinweggegangen, seitdem wir anfingen, Kulturvölker zu werden. Reiche und Länder bildeten sich, des Weltheilandes Gotteslehre zog einigend über die alte Erde, Kunst und Wissenschaft, Kultur und Handel trugen ihre Fadel über alle Grenzen. Doch unbewußt tragen wir alle in unserem Blute noch die Zeit herum, da es nur eines gab: Krieg. betroffenen Gemeinden eine entsprechende he Verteilungsstelle) eingerichtet, wo der dübersehen wird, und von wo das Rot ind auf schnellstem Wege geliefert wiro stelle für Geldspenden ist die Missions eswerte der Innern Mission Sachsens, andstraße 19 II, Postscheckkonto Dresden Istelle für sonstige Liebesgaben( Beit üchenwäsche, Dauerwaren an bahrungs Bettstellen usw.): Stadtverein für J -A 1, 3injendorfstraße 17. derverein dankt schon jetzt für alle ihm en und Liebesgaben aufs herzlichste. desverein für Innere Mission. . Wagner, Pfarrer. ert und Genossenschaften. er gewerblichen Genossenschaften für das in, daß sie nach dem Grundsatz„ einer für en" der Förderung der Produktion und da Interesse des einzelnen dienen. Durch ge nschluß versucht die Genossenschaft unter glichst großen Gewinnes und damit rein gung eine bessere Bedarfsbefriedigung, was eder Ersparnis bedeutet. Trotz der Wich lichen Genossenschaften für das Handwerk te Zusammenstellung über den derzeitigen g einen udgang erkennen. Die Entwid en Genossenschaften im ersten Halbjahr Bild: Handwerksberufen geordnet: Stand am 1.7.1827 1.1.1927 642 622 346 330 199 195 ewerbe, Klempner re 214 208 ezierer 152 148 teverwertung 117 107 r, Holzgewerbe 155 138 133 130 Baugewerbe 195 219 Eenmacher 78 75 63 31 31 30 18 sgruppen sind in ihrem Bestand zurüde die Töpfer finden wir die gleiche Anzahl allein im Baugewerbe einen Zuwachs von - Die Bedeutung der Genossenschaften ist Die Menschheit hat ein großes Halt gemacht. Fast scheint es, als würde sie Umkehr halten auf dem Wege, den ihr ein weiser Schöpfer gezeichnet hat. Sie strauchelt und findet die Kräfte nicht mehr, gegen die Höhen weiter zu steigen, wo die Bollendung harrt. Wie fremd find wir Menschen im Grunde einer dem andern geworden, jeder lebt auf einer Insel und über ein Meer von Mißverständnissen rufen die Einsamen sich Lügen ju. je dieselbe. Nachdem seit der Inflation, die größte Schwierigkeiten brachte, wieder stor ngetreten sind, sollte das Handwerk dieser merksamkeit schenken und dort, wo die not kungen vorliegen, zu Neugründungen schrei äften muß es gelingen, der Genossenschafts werf einen neuen Antrieb zu geben. tgenossenschaften haben für den Berufsstand g. Sie dienen als das Sammelbeden der im denen flüssigen Gelder, um auf dem Wege Mittelstand wieder fruchtbringende Anlage d die Banken, die für den Handwerker in - wäre verfehlt, wollte der Meister mit Grok die vielleicht Kaufhäusern, Konzernen oder Doch mag die Not noch größer werden, der Haß noch tiefer, mag eine neue Sintflut tommen und alle Schleusen des Himmels und der Erde sich öffnen, größer und stärker als Men schenhas ist doch Gottes heiliges Gesetz der Liebe. Und da rum fann es für den Glaubenden keine Verzweiflung geben. leber allem egoistischen Trieb stand immer hehr und groß der Trieb zum Opfer, der für Frau und Kind, für Bolf und Bater land, für Glaube und Freiheit zu sterben zwang. Diese schwere Zeit ist ein Auffladern dunkler Vergangenheit. Was war, tommt aber nicht wieder. Weil wir an Gott und die Menschheit glauben, glauben wir auch an den Frieden. Roch ist der Riesenweltbrand, der über die Erde ging, nicht gang erloschen, noch fladern überall Herde von altem Haß auf und die Menschen haben das Kriegsbeil nicht begraben. Gottes heiliges Gesetz der Liebe wird uns heute oder morgen doch noch zwingen, daß die Menschen über die Meere des Mißverstehens, über Haß und Zwietracht hinweg sich wieder die Hände reichen. 合 Der neue Post- Tarif. Inkrafttreten am 1. Auguft. Nach der neuen Postgebühren Vorlage staffeln sich die Gebühren wie folgt: Briefe im Ortsverkehr bis 20 Gramm 8 Rpfg., über 20 bis 250 Gramm 15 Rpfg., über 250 bis 500 Gramm 20 Rpfg., im Fern verkehr bis 20 Gramm 15 Rpfg., über 20 bis 250 Gramm 30 Rpfg., über 250 bis 500 Gramm 40 Rpfg. Bostlarten im Ortsverkehr 5 Rpfg., im Fernverkehr 8 Rpfg. Drudsachen( ein Unterschied zwischen Voll- und Teildrucksachen wird nicht mehr gemacht) in Form einfacher Karten auch mit anhängender Antwortfarte 3 Rpfg., bis 50 Gramm 5 Rpfg., über 50 bis 100 Gramm 8 Rpfg., über 100 bis 250 Gramm 15 Rpfg., über 250 bis 500 Gramm 30 Rpfg., über 500 Gramm bis 1 Kg. 40 Rpfg.( Meistgewicht 1 kg.) Bostwurfsendungen. Drudsachen 3 Rpfg. Mischsendungen. Drudsachen und Warenproben 6% Rpfg. Geschäftspapiere, Warenproben und Mischsendungen, die erste Gewichtsstufe 15 Rpfg. Bädchen bis 1 Kg. 40 Rpfg. Batete: 1. 3one bis 75 Km.: bis 5 Kg. 50 Rpfg., jedes weitere Rg. 10 Rpfg. 2. Zone über 75 bis 100 km.: bis 5 Kg. 60 Rpfg., jedes weitere Kg. 20 Rpfg. 3. Zone über 150 bis 375 Km.: bis 5 Kg. 80 Rpfg., jedes weitere Kg. 30 Rpfg. 4. Zone über 375 bis 750 Km.: bis 5 Kg. 80 Rpfg., jedes weitere Kg. 35 Rpfg. 5. Zone über 750 Km.: bis 5 Kg. 80 Rpfg., jedes weitere Kg. 40 Rpfg. Zeitungspakete gegen ermäßigte Gebühr und Einschreibpakete fallen weg. Bostanweisungen bis 10 Rm. 20 Rpfg., über 10 bis 25 Rm. 30 Rpfg., über 25 bis 100 Rm. 40 Rpfg., über 100 bis 250 Rm. 60 Rpfg., über 250 bis 500 Rm. 8 Rpfg., über 500 bis 750 Rm. 100 Rpfg., über 750 bis 1000 Rm. 120 Rpfg. ,, Gießener Zeitung" Zeitungsgebühr: Für monatlich einmal erscheinende Zeitungen im durchschnittlichen Nummergewicht bis 30 Gramm 1% Rpfg.. über 30 bis 50 Gramm 2 Pfg., über 50 bis 100 Gramm 4 Rpig., für monatlich zweimai erscheinende Zeitungen im durchschnitt lichen Nummergewicht bis 30 Gramm 3 Kpfg., über 30 bis 50 Gramm 4 Rpig, über 50 bis 100 Gramm 8 Rpfg. Die Wortgebühr für gewöhnliche Inlandstelegramme im Orts verkehr wird 8 Rpfg., im Fernverkehr 15 Rpfg. betragen. Die bisherige Stundungsgebühr für Aufgabe eines Telegramms durch Fernsprecher und die Gebühr für Stundung von Telegrammgebühren kommen in Wegfall. Die in der Vorlage vorgesehene Einrichtung beim Verkauf durch Wertzeichengeber eine 8 Rpfg. Karte für 10 Rpfg. abzugeben, ift beseitigt worden. Es sollen Vorkehrungen getroffen wer den, um durch Automat die Achtpfennigmarte zum Nennwert abzugeben. Die neuen Gebühren treten am 1. Auguft, diejenigen für Batete und Zeitungen am 1. Oftober in Kraft. Damit ist die Gebührenvorlage erledigt. Aus Nah und Fern. Nr. 31. Eine große hessische Handwerkertagung finder in der Zeit zwischen dem 11. und 15. Oftober 1927 in Bad Nauheim statt. Mehrere berufene Führer des deutschen Handwerks werden dort bedeutsame Referate halten. Jeder Handwerker und Gewerbetreibender, dem das Wohl seines Berufes am Herzen liegt, sollte zu dieser Tagung kommen, zumal nach der großen Versammlung auch Gelegenheit gegeben ist zu persönlicher Aussprache im engeren Kreise. Bad Nauheim. Die Deutsche Volkspartei Oberhessens trifft fich am 20. und 21. August hier zu ihrem Parteitag, der als Auftakt zu den Landtagswahlen im Herbst eine bedeutungsvolle Veranstaltung werden wird. Friedberg. Die hiesige Stadtverordnetenversammlung hielt eine Sitzung von nahezu fünfstündiger Dauer ab. Der wichtigste Punkt der Tagesordnung behandelte einen sozialdemokratischen Antrag auf Erhöhung der städtischen Arbeiterlöhne. Es han delt sich um 4 Pfg. Zulage für die Stunde. Nach längerer Aus * Straßensperrung. Wegen Vornahme von Hausanschlußarbeiten ist der Seltersweg zwischen Blodstraße und Goethe- sprache wurde der Antrag mit 13 gegen 9 Stimmen angenom straße bis Wolfengasse vom 29. Juli ds. Js. bis auf weiteres für jeglichen Fahrverkehr gesperrt. * Personalien. Der Polizeiversorgungsanwärter Hans Spat von hier wurde zum Polizeiverwaltungsassistenten wit Wir lung vom 1. August 1927 ernannt. * Von der Universität. Dem Lektor für französische Sprache an unserer Universität, Dr. Walter Gottschalt, wurde die venia legendi bei der Philosophischen Fakultät erteilt. * Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Oberwöllstadt bis Niederwöllstadt, im Straßenzug FrankfurtBilbel Friedberg, für alle Fahrzeuge, vom 1. Augu bis auf Weiteres; Umleitung: Bruchenbrüden. Butzbach Niederweijel Niedermörlen, im Straßenzug Friedberg- Buzzbach, für alle Fahrzeuge, vom 1. August bis auf Weiteres; Umleitung: Griedel- Rodenberg- Steinfurth. Leun bis Bahnhof Braunfels, von Km. 0,0-1,5, im Straßenzug Leun Philippstein, bezw. Burgsolms, für alle Fahrzeuge, Dom 27. Juli bis 11. August; Umleitung: Burgsolms. Bidenkopf Edelshausen, von Km. 0,3-1,5, im Straßenzug Biedenkopf Marburg, für alle Fahrzeuge, vom 29. Juli bis auf Weiteres; Umleitung: Nebenstraße bis Edelshausen. Nentershausen- Montabaur, von Km. 15,9-17,6, im Straßenzug Limburg- Koblenz, vom 28. Juli bis 15. August; Umleitung: Ruppach Goldhausen- Heilgenroth. Esch Tenne, im Straßenzug Neuweilnau- Jdstein, für alle Fahrzeuge, vom 5.- 15. August; Umleitung: Steinfischbach. Folgende Straßensperrungen sind aufgehoben: Friedberg Bad Nauheim- Nieder- Mörlen, Lollar- Landesgrenze, Richtung Sichertshausen. * Deutsche Tourenfahrt 1927. Der Allgemeine Deutsche Automobil- Club wird in der Zeit vom 1. August bis 5. August seine„ Deutsche Tourenfahrt 1927" zur Durchführung bringen, die erste große innerdeutsche Gesellschaftsfahrt der Nachkriegszeit, die auch quer durch Stadt und Kreis Gießen führt. Die Deutsche Tourenfahrt 1927 wird im Herzen des Reichs, in Halberstadt, ihren Anfang nehmen, und dann über Elbingerode- Braunlage quer durch den Harz nach Göttingen führen, dann über Kassel( Tagesetappe), Fritzlar, Marburg, Gießen, Wetzlar, Limburg, Bad Ems( Tagesetappe), wird bei Koblenz den deutschen Rhein erreichen, und längs des Rhein weiterführen nach St. Goar, Bingerbrüd, Bad Kreuznach, und hinein in das sonnige, wonnige Pfälzer Bergland über Kaiserslautern( Tagesetappe), Bad Dürkheim, Neustadt, Lan dau ins schöne Heidelberg. Von hier aus wird die Fahrt über Karlsruhe nach Baden- Baden( Tagesetappe) fortgesetzt, dort der vorletzte Abend der Tourenfahrt verbracht, um dann über Freurmittel zur Verfügung stellen, deren weitere Eilzustellgebühr: Bei Vorausbezahlung durch den Absender für denstadt Triberg, also rund durch den Schwarzwald, dem Ziel Endes zu einer Verdrängung des gewerb sführt. Die Kreditgenossenschaften haben 1927 eine Zunahme von 20 Genossenschaften jede Briefsendung usw. im Ortszustellbezirk 40 Rpfg., im Landzustellbezirk 80 Rpfg., für Patete( einschließlich der Paketfarte) im Ortszustellbezirk 60 Rpfg., im Landzustellbezirk 120 Rpfg., Gebühr für dringende Pakete 100 Rpfg. chickte der Großfürst Nikolaus Nikolajewit sichert. Die vier Divisionen Der Stadt neue Hilfe. Von Süden nahte die mit der eigenen am linken Flügel standen jetzt südöstlich von Lodz in breiter Front die linke Russenflante zur Umfassung Maden Madensen gegenüber im Rücken der russischen Verteidigung der 1. Ein aus Warschau und Jwangorod unte Stadt. Es wird angegriffen!" Und Hußlarn las die Befehle die Mrogabrüde bei Brzeziny anrüdendes Het des Oberkommandos vor. An den schon unterwegs entworfe Angriffsfront von Osten her aufrollen. Bet nen Zufäßen für die Division hatte der Generalleutnant wenig Flügel Madensen, aber marschierten um den chen Verteidiger von Lodz herum bis jekt in des ier preußische Divisionen, deren eine die eigent den Feind zwischen zwei Feuer bringen, eb iden und Often fam. tabes klagte dem Wachtmeister vom Verlieren zu ändern. Durch zwei Stunden Schlaf erfrischt, folgte er sei nem Generalstabsoffizier auf die Straße. Fast lauter als tagsüber grollte im Norden das Orgeln der großen Schlacht. Vom gestirnten Himmel strahlte blauweißes Mondlicht auf den unter den Stiefelsohlen fnirschenden Schnee te das Mahnen der Führer hinter dem Ge Windstill, aber eisig talt war die Nacht. Aus dem offenen zu hastigerem Ausschreiten. Schlesische Flub For der kleinen Holzkirche fiel matter Lichtschimmer in die nfrohes Lachen erzählten vom Stedenbleibe Straße. Beim Eintreten sah der General Hußlarn beim Licht jels im klebrig zähen Straßenschlamm. Git weier Wachskerzen auf dem Altar den Adjutanten und Schrei ,, Nasen hoch und Beine lang! Was fällt fterscheiben flirtten leise zum Donnerdröhnen im Norden. Auch allt eine Stimme. Vorwärts! hieß es. Wenn Kumm wartete hier. Das dumpfe Krachen einer fernen ErSüden und Osten auf Madensens Flügel Bie plosion eritidte seine Meldung. Der General flomm die Treppe dzer Truppen zwischen zwei Feuern erdrüdt zum Turm hinan. Oben riz der Adjutant ein staubblindes agte der schneidende Nord förnig harten Schnee er einen himmelhohen Dede von Rauch und Qualm vieler r Frost warf eine trügerische Eistrujte auf Brände. Oben blinkte die riesige Wolfe unter dem Mondbern die Befehle vorlesen. Ordonanzen hielten Lampen. Fen Divisionen im Wurjitesel. die lamm. Als vom aufklarenden Himmel , war die Straße steinhart und mit General m Feind zu rechnen. arn vom Befehlsempfang im Hauptquartier bet Fenster auf. Vor ihnen lag die umstrittene Stadt unglitzern jilbergrau. Unten glühte sie feuerrot im Widerschein turmhoch aufledender Flammen. Schwarz, nadt und starr ragten fie aus züngelnden Lodern die Schornsteine der Industriegrellweißen Strahlentegel von Scheinwerfern hoben die im e Abend brachte eine kurze Rast. Nach Mitter ftadt, dicht wie Masten am Hafen oder Bäume im Wold. Die in die Panjestube des Bauernhofes im Dor lehen um Gnade und Erbarmen ihre zitternden Arme aus er Erfolg des fühnen Unternehmens scheine en Weg des Angriffs zurüchinkten. Neben ihnen wiug schme= ur Karte. Der Hauptmann hielt die Later Erzählte doch das Leuchten der Feuerbälle von Granaten und das der Hölle und mahnten die Helfer in Often und Süden, zu eilen. eneralleutnant richtete sich von der Strohhütte Freiburg zugeführt zu werden. Die Deutsche Tourenfahrt 1927 hat mit 150 Teilnehmern mit Fahrzeugen deutschen und aus= ländischen Ursprungs, mithin etwa 400 Teilnehmern eine glänzende Beteiligung gefunden. glitzernde Funktengestiebe von Schrapnells über der langen Russenfront, wie erbarmungslos Madensen an die Tore der Stadt hämmere. Jn Brüllen der Geschützmäuler schlug rollendes Prasseln zur Linken von Lodz. Dort blinkten zwei glitzernde Perlenketten im schwarzen Schatten über die Erde. Madensens Infanterie lag noch im Kampf. Ihr entgegen sollte um 2 Uhr die eigene zum Angriff schreiten. Dann wußte Drewitz seine Bataillone im Vormarsch längs der Straße von Tuszyn nach Lodz, und vor drei Uhr blinkten auch im Rüden der russischen Verteidiger von Lodz die Flämmchenketten aus deutschen Gewehren auf. Zur rechten standen die drei anderen Divisionen der Armeeabteilung schon im Kampf Der Russe lag zwischen zwei Feuern. Doch seine Uebermacht fonnte Massen von Fleisch und Eisen auch dem neuen Angreifer im Rüden entgegenschleudern. Hußlarn brachte aus der Satristei die Meldung, daß ein Hagel von Granaten größten Kalibers das Vorgehen der auf feindliche Infanterie gestoßenen Batanlone hemme. Die Sonne ging flammend wie in Hundstagen auf und malte durch die Turmscheiben rötlich goldene Kringel an die weiße Kalfwand. Blendendes Sprühen und Guzern von Diamanten lag auf dem weiten Schnee und Waffenfeld. Die Rauchdecke hing jetzt grau- schwarz über den Schornsteinen der umschnürten Stadt, die den Himmel der Freiheit wohl nicht mehr schauen sollte. Die schrille Klage verängstigter Dohlen oder Raben frächzte ins immer lautere Brüllen der Schlacht. Zu Füßen war in der Ferne nur hier und da ein Stüd der eigenen Schüzentette mit grauen Tupfen auf weißem Schnee zu jchen. Längs der Straße von Lodz tlederte in Tröpfchen ein graues Rinnjal auf Tuszyn. Durch das Glas war zu erkennen, daj dort Verwundete über den im Dunkel der Nacht genomme lende Lohe au den diden Strohdächern der beim Vorgehen er= men. Friedberg i. H. Die Stadt läßt gegenwärtig zwei größere Bauprojekte ausführen. Der Bau des Wartturms auf der OberWöllstädter Höhe schreitet günstig fort. Als zweies städtisches Projekt wird das elektrische Laboratorium für das Polytech nitum gebaut. Jugendarbeit beim 33. Kreisturnfest in Darmstadt. Reben alle die Stunden praktischer turnerischer Arbeit und turnerischen Frohsinns bei dem 33. Kreisturnfest der Mittelheiner stellen sich auch Stunden tiefster innerlicher Einkehr Zu diesen Stunden zählt auch die Jugendfeierstunde, weige ..Jung- Mittelrhein" am Festsonntag, den 31. Juli, vormittags 11,15 Uhr, in der Pauluskirche hält und zu der must nur alle Jugendbünde, sondern alle beim Kreisturnfest Anwesenden herz lich eingeladen sind. Die Turnerjugend wird sich mit ihren Wimpeln um 10,45 Uhr auf dem Marktplatz treffen und von hier aus gemeinsam zur Kirche ziehen. Dorr bietet die Darm städter Turnerjugend nach vorausgegangenem Orgelvorspiel und cinem Schargesang ein Jugend- Weihespiel von Wollendorf dar. Den Schluß der Feier bildet ein gemeinsames Lied, welches auf der am Eingang der Kirche erhältlichen Folge abgedruckt ist. Auf dem Festplatz steht der Jugend ein geräumiger Platz zur Verfügung, wo sie sich in den Kampfpausen" zu frohem Sang. Spiel und Tanz zusammenfinden wird. Ein bunter Maibaum macht den Plah kenntlich. Von einem Teil der Arbeit, die auf dem Tie, in Gruppen- und Heimabenden geleistet wird, wird die in der Festhalle untergebrachte Ausstellung zeugen. Alle Arten Handarbeiten, Malereien, Hämmerarbeiten u. v. a. m. find zur Schau gestellt und zum Teil verkäuflich. Kein yet be sucher sollte versäumen, sich die im rechten Kassenraum der Fest halle untergebrachte Ausstellung anzusehen und, was ihm gefällt, zu kaufen. Der Erlös soll dem Grundstock zur Erbauung einer Jugendburg der Deutschen Turnerschaft zugeführt werden. Sonderzüge zum Marburger Universitätsjubiläum. Aus Anlaß des 400jährigen Jubiläums der Universität Marburg verkehren am Sonntag, 31. Juli, und in der Nacht vom 31. Juli zum 1. August folgende Sonderzüge: Vorzüge 769-770 Frankfurt- Hbf Marburg und zurüd und zwar Frankfurt- Hbf. ab 8.40 Uhr, Marburg an 10.38 und für egenrichtung Marburg ab 19.52 Uhr, Frankfurt- Hbf. an 21.50 Uhr. Sonderzug Marburg- Frankfurt Hbf.: Marburg ab 0.30 Uhr, Frankfurt- 5bf. an 3.30 Uhr. In Frankfurt Hbf. wird der Anschluß an den Eilzug 300 nach Darmstadt erreicht, der um 4.03 abfährt. Im Anschluß an diesen Sonderzug verkehrt ein weiterer Sonderzug von Niederwalgern nach Weidenhausen. Im Anschluß an einen von Marburg um 0,30 Uhr abfahrenden Sonderzug in Richtung Kassel, der um 1,01 in Kirchhain eintrifft, verkehrt ein Sonderzug von Kirchhain nach Burg- und Niedergemünden. Wegen des an diesen Tagen zu erwartenden starken Andrangs an den Fahrkartenschaltern wird den Reisenden emp fohlen, sich bei der Lösung der Fahrkarte für die Hinreise gleich zeitig auch die Fahrkarte für die Rückreise aushandigen zu lassen. fämpften Bauernhäuser. Granaten suchten sie auch auf dem Gang ins Lazarett. Bis dicht vor Tuszyn bebte die hartge frorene Erde unter dem Schlag von Stahl, der bald auch an den Hütten des Dorfes rüttelte. Ohne Pausen aber spritzten die Staub und Schneekegel berstender Geschosse vorn in der dünnen Linie grauer Männer auf. Nach m... ags einlaufenden Meldungen konnten des Generalleutnants Bataillone nur noch dreitausend Gewehre zählen. Zwei Stürme auf den Lodzer Borori Starowa Gora waren gescheitert. Doch neue Opfer schienen geboten, ob des Führers Herz auch blutete wie der Leib seiner Leute. Um 4 Uhr stand er im Kirchenschii vor seinen durch Radfahrern gerufenen Brigadekommandeuren. Der AItar vor ihm trug die von Wachsterzen erhellte Karte. Sein Finger suchte die von Lodz über Tuszyn nach Eaden laufende Straße auf Nowo Radomst im Rüden: Von dort, meine Herren rüdt die russische Armee Plehwe an. Ihre xavallerie liegt bereits im Feuergefecht mit meinem Bataillon Schulz, das uns vorläufig den Rüden dedt. Wird es auch von Infanterie angegriffen und überrannt, ehe wir den Gegner in Madensens Gewehre werfen, dann sind wir im Kessel. varum befehle ich für sieben Uhr abends neuen Angriff auf Starowa Gora." Im breiten, roten Gesicht des jähzornigen und heißblütigen Generalmajors v. Rieffenbach schwollen die Adern. Seine Rechte zerrte am schwarzen Schnauzbart und fuhr zur Helmschiene. Die Lippen grollten schon vor dem Sprechen. Drewitz begriff, daß er sagen wolle, niemand dürfe von der Truppe Unmögliches fordern, und beschwichtigte mit der Hand:„ Ich weiß und verhehle Ihnen nicht, daß auch ich mir wenig von einem neuen Angriff verspreche. Trotzdem ist und bleibt er befohlen." Fortsetzung folgt. Sonnabend den 30. Juli 1927. 11 Gießener Zeitung" Marburg. Zum Reftor der hiesigen Philippsuniversität| so überaus bedeutsamen Sache des Gustav Adolf- Vereins darim Studienjahr 1927-28 wurde in der Sigung des akademischen Genats der ordentliche Professor D. Frhr. von Soden gewählt. Der neue Rettor wirkt seit 1924 in der theologischen Fakultät als ordentlicher Professor. * Flugzeugkatastrophe bei Kirchhain. Am Mittwoch Nachmittag 14.25 Uhr mußte das Don Raffel tommende Berkehrsflugzeug D 206 bei Amöneburg notlanden. Von den fünf Injassen sind dabei drei tödlich verunglüdt und zwei schwerverletzt worden; der eine starb auf dem Transport, der andere bei der Einlieferung in die Klinit. Das Flugzeug verbrannte nach dem Sturze vollständig. Die Leitung des Kasseler Flugplatzes hatte sich sofort an die Absturzstelle begeben, um eine Untersuchung einzuleiten. Das Flugzeug stürzte während eines Gewitters aus etwa 400 Meter Höhe ab. Beim Aufprall explodierte der Benzintant, so daß die Maschine in Flammen aufging. Die Namen der Berunglückten: 1. Dr. Milch aus Frant furt a. M., 2. Flugzeugführer Dört aus Darmstadt, 3. Bordwart Jhlow aus Magdeburg, 4. Proturist Kullmann aus Hannover- Linden, 5. Stadtobersekretär Bauer aus Hofgeismar bei Kajjel. Der Katastrophenjommer 1927 hat der Deutschen Lufthansa einen schwarzen Tag gebracht. Das Verkehrsflugzeug D 206, das den regelmäßigen Luftdienst zwischen Hannover und Frankfurt über Kassel und Gießen versieht und von dem erprobten Piloten Dörr geführt wurde, ist gelegentlich einer Notlandung bei dem auf einem hohen Bajalttegel gelegenen Orte Amöneburg in Brand geraten und völlig zerstört worden. Fünf Menschenleben, der Flugzeugführer und Bordwart, sowie drei Fluggäste sind dem schweren Ungliüd zum Opfer gefallen. Das Flugzeug stellte bisher das relativ sicherste Verkehrsmittel dar. Und auch dieses tragische und tief schmerzliche Ereignis wird und lann das Vertrauen in dieses Verkehrsmittel nicht erschüttern. Zumal über die wahren Ursachen es fein flares Bild gab. Marienberg. Der aufblühende Kreisort des Oberwesterwaldkreises trifft umfangreiche Vorbereitungen zu einer gojen Gewerbe und landwirtschaftlichen Ausstellung in den Tagen vom 24. bis 26. September, evtl. bis 28. September. Träger der Ausstellung, deren Protektorat Herr Landrat Ulrici bernom men hat, ist der Verein für Handel und Gewerbe in Warienberg. Nach dem Interesse zu urteilen, das gleichartige Ausstellungen in anderen Städten gefunden haben, wird mit einer vieltausendtöpfigen Besucherzahl zu rechnen sein. Einer Anzahl von Firmen ist noch Gelegenheit zur Ausstellung geboten, doch müßten die Anmeldungen recht bald eingereicht werden. * Bom Gustav Adolf- Verein. Die 84. Jahresversammlung des Hessischen Hauptvereins der Gustav Adolf- Stiftung fand am 10. Juli in Gedern statt. Entsprechend der Bedeutung des Gustav Adolf- Vereins, der in unserem Hessenland über 100 000 Mitglieder zählt, waren von nah und fern die Träger der Gustav Adolf- Arbeit aus dem ganzen Land sowie sonstige Festgäste aus Oberhessen in überaus großer Zahl in dem lieblich gelegenen Gedern zusammengekommen, um durch ihre Anwesenheit ihre Treue zu der national und kirchlich Während der Reisezeit empfiehlt sich die AUFBEWAHRUNG VON WERTPAKETEN in unserem feuersicheren PANZERRAUM Bezirkssparkasse Gießen Die letzten Moden für den Hoch- Sommer bringi Beyers Mode- Führer Band III: DAMEN MODEN SOMMER 1927 Preis 1,25 M. VERLAG OTTO BEYER Kleine Anzeigen LEIPZIG T Wie Sie zur See lohnende Stellung erhalten.Kohlenzieher Heizer, Schiffsjungen, und fast alle Berufe. Auskunft erteilt Uebersee Auskunft H.2, Hannover Postfach 403. K rampfaderEntzündungen u. Wunden, Flechten und Hautjuckenbe seitigt auch in veraltet. Fällen Ebalsal Engel- Balsam- Salbe der Engel- Apotheke Liegnitz Krausen z. i 1.75.4 zu haben in der Pelikan- Apotheke in GIESSEN Geldi jeder Höhe schnell, diskret d. Finanzbüro Görs& Karsten Spandau, Moritsir. großer Erfolg! Rückporto beilegen5. zutun. Nach mehreren Tausenden zählte der Festzug, welcher sich nachmittags um 2 Uhr vom Bahnhof zur Kirche bewegte; das geräumige Gotteshaus vermochte bei weitem nicht alle Hörer zu fassen, sodaß im Schloßpart ein Parallelgottesdienst abgehalten werden mußte, in welchem Pfarrer Giese- Meran zu den Versammelten sprach, während in der Kirche Kirchenpräsident D. Boz- Kattowitz der Festgemeinde in eindrüdlichen Worten von der Not der Diaspora in Oberschlesien sprach und Ober- Kirchenrat Wagner- Gießen die Grüße und den Dank der Kirchenregierung überbrachte. Der spätere Nachmittag brachte dann drei große Bolksver jammlungen im freundlichst für diesen Zwed zur Verfügung ge stellten Schloßpart von Gedern. Von seiner Gemeinde Olmüş in Mähren berichtete Pfarrer Müller- Olmüz, vom Stand der evangelischen Sache in Italien Pfarrer Giese- Meran, DOM Kampf der evangelischen Deutschen im Baltenland der ehemals baltische Pfarrer Sielmann- Frankfurt a. M., von den Leiden der bedrängten evangelischen Gemeinden Oberschlesiens der Kirchenpräsident D. Voß- Kattowiz. Bläser, Kirchen- und Jugendchöre aus Gedern und Umgebung stellten sich in den Dienst der Sache und trugen wesentlich zum schönen Gelingen der Volksversamm lung bei, die ungezählten Hörern mit erschütternder Deutlichkeit die Not unserer Brüder in der Zerstreuung und demgemäß die Notwendigkeit der Gustav Adolf- Hilfe deutlich machen mußte. Der Abend vereinigte endlich eine große Schar auswärtiger Festgäste mit zahlreichen Gliedern der Gemeinde Gedern im Saale des Bergwirthauses zu einem trefflich gelungenen Fas milienabend. Gleichzeitig wurde der bekannte Siebenbürgenfilm des Zentralvorstandes der Gustav Adolf- Stiftung in einer Parallelversammlung vorgeführt, der ein deutliches Bild von dem bürgerlichen und firchlichen Leben der evangelischen Deut schen in Siebenbürgen vermittelte und viel Anklang bei den zahlreichen Besuchern fang * Köln. Im Sommer- Semester 1927 zählt die Universität Köln 5179 eingeschriebene Studierende, welche Vorlesungen belegt haben. Die Stadt ohne Steuern. In der letzten Sigung der Stadtverordneten zu Usedom wurde der Haushalt für 1927 genehmigt, Danach werden, wie auch im Vorjahre, leine Gemeindefteuern ausgeschrieben. Die Zahl der Gemeinwesen, wo ähnliche Verhältnisse vorliegen, dürfte in Deutschland heute äußerst gering sein. Neue Bücher. Der germanische Staat. Jeder einzelne von uns weiß, daß man durch Erfahrung flug wird. So selbstverständlich das erscheint, so unterständlich ist es, daß im Regieren ganzer Völker dieser Grundsatz ausge schaltet wird. In unserer heutigen Zeit wird die Kenntnis der Geschichte oft als staatsgefährlich hingestellt. Aber nur aus der Kenntnis der Vergangenheit kann man lernen, wie man in Gegenwart und Zukunft zu handeln hat. Wer sich also mit politischen Fragen befassen will, muß sich orientieren über die politische Vergangenheit unseres Volkes. Hierzu liegt uns ein sehr geeignetes Buch vor von Dr. Walter Merk ,, Der germanische Staat", das im Verlag Hermann Beyer& Söhne in LangenUnd schaltet weise im häuslichen Kreise... In Dragerien w. Apotheken. Achten auf Marke . Fuchskopf im Stern". Dazu gehört auch, daß man sich Blusen, Kleider, Strümpfe u. dergl. im Haushalt selbst färbt. Mit HEITMANN'S FARBEN geht das mühelos und erspart Geld. SIMPLI- FARBEN in Kugeln und Tabletten färben beliebig kalt oder heiß. PIANOS DER BALDUR- VIBRATO- TON Sit 1872 Klang- Kraft und-Schönheit im Piano Patent! Sit 1872 Fordern Sie Katalog direkt bei BALDUR- abrik A.G. Frankfurt a. M.-W., Leipzigerstr. 59| 61 Aelteste Spezialfabrik in weitem Umkreise Fabrikgelnde über 4000 qm. Bequeme Monatsraten Anzahlung RM.100.Inserieren bringt Gewinn!! Dr Titel durch Dr. Woitits Berlin WC50 Seisbergstr. 24 Nr. 31. salza erschien und zum Preise von 1,40 M fäuflich ist. Es zeigt die Entwickelung des germanischen Staatsgedankens mit allen seinen Schönheitsfehlern, aber auch mit seinen großen Momenten. Das kleine billige Buch kann auf das wärmste empfohlen werden. * Ernst Moriz Arndt ein Führer zum Deutschtum. In des deutschen Volkes größter Not entstanden ihm stets große Manner und Führer. Ein solcher war Arndt, der im gleichen Jahre wie Napoleon geboren wurde. Als Sohn einer einst noch leibeigenen Bauernfamilie der Insel Rügen, die damals noch schwedisch war, lernte er die nationalen Nöte seines Volkes tennen. Seine späteren Veröffentlichungen brachten ihn an die Seite des Freiherrn von Stein, mit dem er zusammen für das Erstarten deutschen Geistes wirkte. Lehrer und Führer der deutschen Jugend blieb er auch in jahrelanger erzwungener Zu rüdgezogenheit. Das Jahr 1848 sah ihn wieder als umjubelten Voltsführer. Deutsche seid eins, wollet eins sein durch Liebe und Treue!" Wie anders klingen diese Worte des Volts: führers aus dem Revolutionsjahr 1848 als die Parteischlagworte der Revolutionsführer von 1918! Ein lesenswertes Buch über Arndt ist im Verlag von Hermann Beyer in Langensalza erschienen. Der Verfasser ist Prof. Schwarz. Preis 1,75 M. # - Gie Erscheint: Samstags. Bezugspreis 40 Big. monatlich frei Srdeltionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufber Jedang nicht verlangter Manuskripte wir 40. Jahrgang Die 400- Jahrfeig Philipps Universität in Am Sonnabend hatte in Marburg die J Universität begonnen. Zur Feier des 400jä der Philipps- Universitäts prangte die ganze and Girlandenschmud. Eingeleitet wurde die cbend durch Festgottesdienste. Um 11 Uhr u der erste Fejtatt Fethalle eröffnet, bei dem der Reftor, Geheimrat Dr. der Universität die Gäste herzlich begrüßte. betonte er, die erste auf reformatorischem don Beginn an evangelische Universität ben wir einen paritätischen Staat und ein verfität. Die späteren Nachfahren des Grün Schöpfung teilweise bis an den Rand des men lassen, bis das kurhessische Marburg pre sei das Erwachen der Marburger Univers Schlummer gewesen. Seitdem gehe es mit bergauf. Marburg als preußische Universitä deutsche Universität geworden. Kultusminister Dr. Becker überbrachte der preußischen Regierung und begrüßte sod Unterrichtsverwaltung die Ehrengäste. Was fen Rafiau für Marburg getan habe, werde fo reiches Zeichen dafür, daß auch in schwerster und Kunst ein unverlierbarer Besiz des de blieben ist. Die Meuterer, Abenteuer versprengter Reiter im innersten Afrika, von Rudolf de'Haas, Hesse& Beder Verlag, Leipzig, Hospitalstraße 2. Ostafrika! Leben und Kämpfe einer einsamen Patrouille im Norden und Nordosten der Kolonie, im Lande der Mangati, Wanjaturu, in der Serengitisteppe in den Jahren 1916 und 1917. Ein hartes Reiterleben, das der Verfajser selbst miterlebt hat; eine Serie von übermenschlichen Anstrengungen in Busch und Steppe, voll innerer Seelenkämpfe weil der Führer versagt in all dem Bielerlei der täglichen An forderungen an Körper und Seele. R. d. H., der vielen be tannte warmherzige Mensch, der in den ersten Nachkriegsjahren in Deutschland Vorträge hält für den um Hab und Gut gekom. menen Buren Peter de Nieuwenhuizen, um Gelder für dessen Rückkehr nach Afrika in das Land seiner Väter, zu Weib und Kind, zu sammeln, nachdem er auf Deutschlands Seite gekämpft hat. de Haas schildert mit eindrucksvollen Worten die täglichen Kämpfe und Erlebnisse, plaudert unterhaltend von Land und Leuten, von Wild und Steppe und nicht zuletzt von den Maßnahmen eines Führers, dessen Wirken unheilvoll war. So lange, bis sich ein alter Afrikaner jand, der dem deutschen Na men seine Ehre wieder gab. Der Engländer hat diesen Reitern höchstes Lob gezollt, der englische Major schreibt von diesen Deutschen: ,,... so werde ich die Tatsache festnageln, daß Sie und Ihre Gefährten sehr mannhafte Leute waren und daß alle Engländer in jenem Teile Ostafritas großen Respekt vor Ihnen hatten. Sie jochten einen ritterlichen Kampf bis zum Aeußer sten und ergaben sich erst überlegenen Kräften." Alles in allem: ein merivolles Buch, mit vortrefflichen Bildern gefüdt, das dem Leser Freude bereiten wird, vermittelt es doch mit nur neue, bislang unbekannte Kenntnisse unseres schönen cafrifas und seiner Bewohner und der schweren Kämpfe unserer Helden dort, sondern es läßt auch einen Blick in die Seele deutscher Kämpfer zu, wie wir ihn so selten in Schilderungen des großen Ringens finden. 5- F Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Reise ohne Bargeld mit dem Reisekreditbrief der Bezirkssparkasse Gießen Carmol at mohl bei Rheume, Hexenschal Geaick-, Krens-, Kopf- u Zaboschmerzen. Carmel- Fabrik Rheinsberg( Mark) CARL NEUHARDT Weinbergbesitzer& Weinhandlung NIEDER- OLM ( Rheinhessen) empliehlt seine selbstgebaut. u. selbstgekelt. WEISS- und ROTWEINE im Fass u. in der Flasche billigst. Man verlange Preisliste! !! Rentenbankkreditanstalt Berlin!! gewährt aus d. Mitteln d. II. Amerika- Anleihe 1. Hypotheken In Giessen erhältlich: auf Landwirtschaften von 20 Morgen an auf Kaiser- Drogerie, Ernst märts, zu 6% Zinsen excl. Beschaffungs Noll; Drogerie Winter- fosten. Auf Wunsch evtl. sofort. Gewährung v. hoff, Kreuzplatz; Kreuz- Drogerie, Aug. Zwischenkrediten. Anträge nimmt entgegen: Noll; Germania- Drog.. W. Weber, Abteilung für Grundkredit, Carl Seibel; Hans Noll, Frankfurt am Main, Nedarstraße Nr. 9, Ludwigsplatz- Droger. u. Neustadt- Drogerie Einj.- Abitur Institut Boltz Ilmenau, ther Fernsprecher Hania 1778. RUCKSACHEN D Im Verlaufe der Begrüßungsreden tei Des Universitätsbundes, Geh. Oberregierun Frankfurt a. M., mit, daß der Bund in der als gemeinsame Gage der Kommunalverw und der Kreise der Provinz und von W ein Kunstinstitut darzubringen, das daz Ruhm der alten Philipps- Universität zu teren Reden, in denen Grüße des Deutsche den der hessischen und waldedschen Städte Landtages, die Glückwünsche der deutschen nischen Hochschulen, Wissenschaftlichen Ges schweizerischen Universitäten übermittelt wu ihr Ende. Bei dem Festakt anläßlich der 400- Jah Marburg verlas als Vertreter des Reic Reichsregierung, Vizekanzler und Re Hergt ein Handschreiben des Reichsp Daran anschließend übermittelte Dr Glüdwünsche und Grüße auch der Reich dann in einer Ansprache u. a. aus: Die jolle und werde eine lebendige Keimze im großen deutschen Volkskörper wie in hunderten so auch weiterhin sein und bl Abends trafen sich die Ehrengäste, d Bertreter der Studentenschaft in der Fe essen. Der Jubiläumsrektor, Geheimer die Gäste mit einer kurzen Ansprache, Finanzminister Dr. Höpker- Aschoff hardt Kassel mit Worten des Danke An den Reichspräsidenten wurde ein Bejchidt. Der dritte Feittag am Sonntag b Rorgenstunden bereits Tausend und at suchen nach der alten Universitätsstadt fen Sonderzüge aus der näheren und w In den Straßen wimmelte es von Men mögen etwa 30 000 Personen gekommen Eingeleitet wurde der offizielle zw Festhalle durch einen Vortrag des Profes über das Thema:„, Sinn und Aufgabe d tät. Rektor Professor Dr. Busch gab de jenateren bekannt. Hierauf erfolgte die defteren det verschiedenen Fakultäten. Den Abschluß der Marburger Unive historischer Feitzug. Schon lange vor Be die Straßen dicht mit Zuschauern besetz den Einzug des Landgrafen Philipp zu verfität im Jahre 1527 dar. Die Zünft marschierten ein, ihnen folgten Landskne Ritter und schließlich der Landgraf mit dem Marktplatz ging ein leines Festspiel heimrat Dr. Birt verfaßt war und Gründung der Universität an den Ma darstellte. Abends fand der große& dem die Feierlichkeiten ihren offiziellen Höhere Auswertung der Spar Der Aufwertungssatz für die Sparta in Preußen. in, der bisher 12½ v. 5. betrug, ist phen Innenministers auf 15 v. S. bem soll die Auszahlung der aufgen früher, als bisher vorgesehen war, erfol jeder Art liefert billigst ALBIN KLEIN Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee.