in diesem Jahre Mt. 17. Marburg alle ehemaligen 11er Jäger und zwar zur Pfing der hier aufgestellten Kriegsformationen Das reichhaltige Programm des Jäger Samstag, den 4. Juni, einen Kommers oor, für den folgenden Sonntag eine Ge allenen. Kur- und Verkehrsverein Weilburg ver i dieses Jahres wieder eine Beleuchtung burger Schlosses. Fremdenverkehr hat nach dem Kriege In der letzten Zeit wurde allenthalben Frage für Stadt und Bürgertum be punkt der ganzen Erörterungen steht bie Unterkunftsmöglichkeiten. Um dem un bzuhelfen, wäre es notwendig, wenn die ne Renovation des st.. en Kurhauses Einweihung des Görres- Dentmals ist auf hoben worden. Neue Bücher. thefte. 3. Folge. Verlag Scharfes Drude Auch dieses Heft enthält, wie die bereits nes Stüd heimatlicher Geschichte. Beson gen im Flußgebiet der Lahn" erwähnt. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Sleneite Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. Jendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 40. Jahra - Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Vostshedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a M. Samstag, den 30. Apr 1927. Der Kampf um Volksbestand und Volksbewußtsein. Von Staatssekretär a. D. von Hinge. 1. Vorsitzender des Vereins für das Deutschtum im Ausland. Daß der uns unter Bruch feierlicher Versprechungen aufgezwungene Friede" in Wirklichkeit eine Weiterführung des Kriegszustandes mit veränderten Mitteln ist, haben die Ereignisse der letzten Jahre deutlich bevon Dr. H. Richter über Die ältesten wiesen. Wesensinhalt des seit Kriegsende einsetzenden Sergischen unteren Nedarland ist der Früh Versuch, die Tatsache des Bestehens eines geschlossen darland und in nördlichen Schwarzwald Sicherung und Vollendung seines Friedens, d. h. der cht eingezogen. Mit Entzüden streift der siedelnden deutschen Voltes von 78 Millionen Menr und Höhen und sieht überall in ein ein schen politisch nicht zur Entfaltung tommen zu lassen. politischen Ringens ist der Kampf Frankreichs für die er. Es ist deshalb zu begrüßen, daß so Der Friede, wie wir ihn erleben, hat sich nicht nur elieftarten des württembergischen Redar gegen den deutschen Staat oder gar gegen die Staatsift erschienen ist, welche diese Gebiete besamtheit gerichtet. Letzterer Sinn des gegenwärtigen waldes, drei Verkehrstarten und Bil reform, sondern gegen das deutsche Volk in seiner Gejedem Reisebüro oder gegen Antwortpost Kampfes ist daher auch nicht das Gegeneinanderwirken tlich vom Verkehrsverband Württemberg der Staaten, wie es sich in der Geschichte der Verganittgart- Hauptbahnhof. Wie Wohnungssuchers zu einem Bater ührer zum Eigenheim mit Garten. te razheim. 15.- 20. Tausend. Mit ca usplänen usw. Rmt. 1,60( Rachnahme ag E. Abigt, Leipzig 80, Poſtſched 1052, lungen. Eltern und Kinder kennen z Baterhaus" nicht mehr. Wer diese illu Derzeugt sich, daß ein Eigenheim mit Gat erreichbar ist. Baul Christian Klein in Gießen ist genheit ausprägte, sondern der Versuch fremder Mächtegruppen, sich von dem Alpdruck für alle Zeiten zu befreien, ben ihrem Empfinden nach das Dasein des zahlenmäßig und an geistiger wie wirtschaftlicher Leistung stärksten Volkes in Mitteleuropa auf sie ausübt. In diesem Kampfe stehen wir, darüber müssen wir uns flar werden, auf absehbare Zeit hinaus allein. England hat zwar kein Interesse an einer unbeDen schmuden Hausbeispielen und pratti dingten Festlandshegemonie Frankreichs, es wünscht aber noch weniger den Wiederaufbau der deutschen Machtstellung und seiner wirtschaftlichen, durch den Krieg abgedrosselten Auswirkungen auf den Weltmarkt. Das deutsche Volk soll im Rahmen der neuen Grenzfestsetzungen Lebensmöglichkeiten behalten; es soll aber nicht daran denken, die Großmacht zu werden, auf die es einen natürlichen Lebensanspruch hat. Die Bestrebungen Frankreichs, die staatliche Zusammenfassung des geschlossenen deutschen Voitsbodens zu verhindern und das abgesprengte Deutschtum durch die Staatsvölfer aufsaugen zu lassen, werden sich also stets eines gewissen Wohlwollens auch von englischer Seite erfreuen. schlag ein Vergnügen! VERSALE Ohne Arbeit schneeweisse Wäsche VERSALE ERSALE scht für mich! teht vor der T große Frühjahrs- Reinigung. Was der Wohnung und aden not tut, ist auch für den Körper erforderlich Täglich für nur 3 Pfennige uvkamp- Salz Man hat in den Friedensverträgen aus dem Selbstbestimmungsrecht der Völker ein Selbstbestimmungsrecht aller nichtdeutschen Völker und Volkssplitter ge= macht, ein Unterdrückungsrecht der Sieger gegenüber den Besiegten. Selbst der Preis einer Atomisierung und Lähmung Europas wurde für die Ohnmacht des mächtigsten Voltes in Europa gezahlt. Statt 26 Staaten weist die Karte Europas jetzt deren 36 auf. Die Hälfte aller europäischen Staaten ist kleiner als die Republik Honduras, zwei Drittel zählen weniger Einwohner als Newyork. Nach der Auffassung vom Nationalstaat verdienen nur die allerwenigsten der neugebildeten Staaten diese Bezeichnung. Von 27,4 Millionen Einwohnern Polens sind nur wenig mehr als die Hälfte Polen, 5 Millionen Ukrainer und 2 Millionen Deutsche. Der tschecho- slowatische Staat zählt unter seinen 14 Millionen Einwohnern nur 6,6 Millionen Tschechen. In Südslawien bildet das führende Staatsvolf der Serben nur 50 Prozent der Bevölkerung. Großrumänien zählt nur 71,5 Prozent Rumänen. Alle diese Sieger" Staaten sind durch den Friedensvertrag außenpolitisch mit der Stoßrichtung gegen Deutschland infolge des erworbenen unrechten Volksgutes aneinder gefettet; im Innern verfolgen sie eine Politik, die auf Abdrosselung mit brutalster Gewalt, wie in Südtirol, oder vorsichtiger, aber nicht minder wirksam in den Methoden, wie in der Tschechoslowakei, auf Ausrottung des deutschen Voltstums innerhalb der neuen Grenzen hinzielt. Völkerbund hat bisher in allen Fragen der Minderheitenbedrückung eine mehr als vorsichtige und ausweichende Haltung gezeigt Gegenwärtig fönnen wir zur Unterstützung unserer im Kampf stehenden Volksgenossen nur einen Weg beschreiten: Wir müssen den Verein für das Deutschtum im Ausland unterstützen und zur Arbeit großen Stils fähig machen. Hier wird praktische und erfolgreiche Arbeit geleistet, die nicht einem Sonderziel dient, sondern die mitten in den Wesenskern des deutschen Behauptungskampfes hinein führt. In diesem Sinne hat das bekannte Tschechenblatt der ,, 28. Rijen" nicht ganz unrecht, wenn es schreibt: ,, Der Verein für das Deutschtum im Ausland gleicht einem Baum, dessen Wurzel in Berlin ist und dessen Zweige in alle Länder reichen, wo nur einige deutsche Familien siedeln. Unser Staat, Frankreich, Südslawien, Rumänien, Volen, Italien und viele andere Staaten sind von den Fangarmen dieses Polypen bedrängt, der keineswegs lokale Bedeutung hat, sondern an sein größtes Ziel denkt, die Einheit der Sieger im Weltkriege zu zertrümmern und alle Deutschen in der Welt auf nationaler Grundlage zu vereinigen." Wie können wir uns nun gegen diesen Ansturm auf allen Fronten wehren? Daß wir zunächst einmal wieder mit den uns verbliebenen Möglichkeiten auf die Verwirklichung eines deutschen Staates hinstreben müssen, dessen Dasein Anflammerungspunkt und Kräftespeicher für das gesamte Volkstum in der Welt werden muß, ist eine Selbstverständlichkeit. Jm einzelnen über die Wege zu diesem Ziele zu sprechen, ist hier nicht der Ort. Solange wir feinen Staat haben, dessen Wille draußen etwas bedeutet, ist dem einheitlich geführten Ansturm gegenüber ein Zusammenschluß des gesamten Deutschtums auf der Grundlage gegenseitiger materieller und moralischer Hilfeleistung nötig, wie es der Verdert die Bildung von Harnsäure, welche die Ursache rhes ein für das Deutschtum im Ausland verkörpert. chädlichen Ablagerungen rein zu erbalten. Sorgt für normale matischer und gichtiger Leiden ist. daselbst auch unser bewährtes Nervenanregungsmittel und RM. 2- in Apotheken und Drogerien erhältlich A- STUVKAMP. Es ist im Anschluß an die Völkerbundspolitik der Reichsregierung viel von den Möglichkeiten des Minderheitenschutzes gesprochen worden. Gewik sollen und müssen wir auch über Genf versuchen, die Lage unserer bedrückten Volksgenossen zu erleichtern. Aber auch hier b Heinzig, Frankfurt M Tiergarten 14, Telef. Römer ist vor einem allzu großen Optimismus zu warnen. Der Originalpackungen 20 Tabletten RM. 1- Hier hat eine gegnerische Zeitung den Gefahrenpunkt des ,, Sieges" empfunden. Wenn es erreicht wird, daß die hundert Millionen Deutschen auf der Welt in enger Gemeinschaft verbunden sind, wenn das Mutterland dem V. D. A. nicht, wie im vergangenen Jahre TheaterAufführung zu Gunsten der Werbewoche des V. D. A. LOTHAR ORT: ZEIT: ein deutsches Drama von Walter Flex, aufgeführt von der Theatergruppe der Oberrealschule Gießen unter Mitwirkung desSchülerorchester. Katholisches Vereinshaus - Montag, den 2. Mai, abends 8 Uhr.( Die Karten mit Stempel vom 3. und 6. V. gelten ausschließlich für den 2. V. wegen Ausfalls der zweiten Vorstellung.) EINTRITTSPREIS: 1,50 Mark Vorverkauf in der Buchhandlung W. MEYER im Seltersweg, bei Theaterfriseur KLENKER, Seltersweg, bei den Mitgliedern der Schulgruppe sowie an der Abendkasse ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lotal 12 Pig, die 90mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pig. Platz porichriften ohne Verbindlichkeit Rei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nr. 18. 11 Millionen Mark für seine Kulturarbeit zur Verfügung stellt, sondern 10 Millionen, 20 willionen, dann wird, wie das Tschechenblatt schreibt ,,, der Sieg des geschlagenen Volles" vollendet sein. Dann wird es möglich sein, die Voltstumserhaltung draußen allen Angriffen zum Trotz sicher zu stellen und das gesamte deutsche Volk drinnen und draußen mit einem einheitlichen Bewußtsein dessen, was es ist und was ihm vom Schicksal bestimmt ist, zu erfüllen. Alle Raragraphen der Welt werden dann den Wiederaufstieg unseres Volkes nicht verhindern können. Hier liegt ein Gegenwartsziel von Zukunftsgehalt. Hindenburg spricht... ,, Die Pflege des Volkstums und der kulturellen Zusammengehörigkeit mit den Volksgenossen im Ausland ist ein unveräußerliches Recht und hohe Pflicht jeder Nation. Ich freue mich, feststellen zu können, daß das überparteiliche Kulurwerk des Vereins für das Deutschtum im Ausland" bei unseren Volksgenossen immer mehr Anklang und Unterstützung findet, und hoffe, daß der Verein noch weiter wachsen und gestärkt werden wird. An der schönen Aufgabe des Schutzes der Deutschen im Auslande und der Pflege deutscher Kultur mitzuhelfen, ist Pflicht aller Deutschen!" Reichskanzler Dr. Marg an den V. D. A.: In richtiger Erkenntnis von der Bedeutung der Aufgabe, das deutsche Volkstum in allen Teilen der Welt zu erhalten und seine kulturelle Zusammengehö rigkeit mit dem Mutterlande zu pflegen, hatder Verein für das Deutschtum im Ausland seit langem Vorbildliches geleistet. Möge dieser Arbeit auch weiter Erfolg und Segen und immer weiteres Verständnis in allen Teilen des deutschen Volkes beschieden sein." Reichsminster Dr. Stresemann über den Verein für das Deutschtum im Ausland: ,, Das deutsche Mutterland und das Auslandsdeutschtum sind fulturell untrennbar miteinander verbunden und aufeinander angewiesen; das Schicksal des einen ist das Schicksal des anderen. Daher verdienen alle Bestrebungen, die darauf hinzielen, das beide vereinigende kulturelle Band fester zu knüpfen, die Förderung aller Teile des deutschen Volkes. In diesem Sinne begrüße ich aufs wärmste die Arbeit des Vereins für das Deutuschtum im Ausland, insbesondere auf dem Gebiete der Schule, umsomehr, als ihm satzungsgemäß politische und tonfessionelle Zwede fernliegen." Im Kampf um das Deutschtum. Ein Mahnwort von Arthur Korn. Von dem bekannten Deutschtumstämpfer, der als einer der ersten für die Wiedererweckung des Banater Schwabentums eingetreten ist und deshalb seinerzeit von den Ungarn wegen Landesverrats zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde, aber glüdlich nach Deutschland enitam, erhalten wir folgenden beherzigenswerten Beitrag: Ringendes deutsches Volkstum hat es auch schon vor dem Kriege außerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches gegeben. Diese bedrückten Deutschen im Auslande in dem schweren Kampfe um ihre Eristenz moralisch zu unterstützen, ihnen Hilfe zu leisten bei der Erziehung ihrer Jugend, das war der Gedanke, der hervorragende deutsche Männer leitete, als sie von 45 Jahren die Vereinigung gründeten, die heute den Namen ,, Verein für das Deutschtum im Auslande( V. D. A.)" trägt. Was es für die in der Fremde lebenden Deutschen bedeutet, zu wissen, daß die Volksgenossen im Reich Anteil nehmen an ihrem Schidjal, an ihren Kämpfen für die Erhaltung ihrer deutschen Schulen und ihrerdeutschen Sprache, das kann niemand besser bezeugen, als ich, der es selbst mit durchgemacht hat. Man empfindet sozusagen förperliche und seelische Stärkung aus der Luft, die von Deutschland Grüße herüberweht, wenn man weiß, daß sie uns tausend Grüße und Wünsche stammverwandter Volksgenossen zuträgt. In der Zeit, wo von den Ungarn die ärgste Hetze gegen mich getrieben wurde, weil ich bei ihnen als der geistige Führer der voltsbewußten Schwaben des Banats galt, als sie mich wegen Vaterlandsverrats" antlagten, weil ich die schwäbischen Bauern darüber aufklärte, daß sie ein Recht auf ihre Muttersprache besäßen, als ich täglich durch die Post Zuschriften mit unflätigen Beschimpfungen und zur Einschüchterung bestimmten Drohungen Sonnabend, den 30. April 1927. ,, Gießener Zeitung" Nr. 18. erhielt, damals lernte ich kennen, was es heißt, ent: Was Deutsch ist, darf nicht untergehen! Berhältnissen zu erkundigen. Verſchiedene Stimmen und Meirechtet zu sein; damals auch lernte ich mit heißem Dant empfinden, wie herzstärkend es ist, zu wissen, daß man im Deutschen Reich an unseren Kämpfen Anteil nahm, das Bewußtsein zu haben: Wir stehen nicht allein! Tausende Deutscher fühlen mit uns, ihre Gedanken begleiten uns. Das aber verdanten wir größtenteils dem Wirfen der großen überparteilichen Deutschtumsvereinigun gen im Reich, unter denen der Verein für das Deutschtum im Ausland in erster Linie steht. Er gab den voltsbewußten Schwaben des Banats, den mannhaften Giebenbürger Sachsen das stolze Bewußtsein: Wir, die äußersten Kulturoorposten des großen deutschen Voltes Südosteuropas, wir haben einen moralischen Rückhalt an dem Volt, zu dem wir fulturell gehören, wenn wir auch nicht innerhalb der Reichsgrenzen wohnen. Da mals, als die deutsche Intelligenz der Städte in Ungarn versagte, weil sie unter 40jähriger Magnarifierungspolitif morsch und abgefault war, damals half uns der VDA., aus jungen Banater Schwaben, größtenteils bäuerlicher Abstammung, denen er das Etu dium an deutschen Hochschulen ermöglichte, Führer heranzubilden, die ihre geistige Bildung im Mutterland empfangen hatten und vom Geist der großen deutschen Boltsgemeinschaft durchdrungen waren. Wenn heute die Banater Schwaben, in den neuen rumänischen und jugoslawischen Grenzen lebend, sich wieder mannhaft gegen die Entdeutschung zur Wehr setzen, so ist das nicht zuletzt ein Verdienst des VDA. Er hat dazu beigetragen, das latente Deutschbewußt sein der Banater Schwaben aufzurütteln und wieder lebendig zu machen. Als ich im Jahre 1903, aus Ungarn geflüchtet, im Deutschen Reich mit Vorträgen über die Kämpfe der Deutschen in Ungarn und Siebenbürgen vor die deutsche Deffentlichkeit trat und sagte:„ Wenn es gelingen sollte, das Deutschtum im Südosten, Banater Schwa ben und Siebenbürger Sachsen zu entdeutschen, wenn es gelingen sollte, das Deutschtum Desterreichs noch mehr zu verdrängen, dann werden die Wogen fremden Boltstums immer mächtiger an die Grenzen des heutigen Deutschen Reiches anprallen, und wir werden gezwungen sein, innerhalb des Deutschen Reiches den Kampf um Sprache und Art zu führen, den jetzt Teile des deutschen Volkes im Interesse des aanzen deutschen Volkes jenseits der Grenzen führen müssen." Damals lächelten viele und hielten mich für einen Schwarzseher. Heute seufzen Millionen damaliger Reichsdeutscher unter Fremdherrschaft, und die Notwendigkeit, das Band deutscher Kultur und Blutsgemeinschaft nicht zerreißen zu lassen, die geistige Verbindung der Deutschen über alle Grenzen hinweg lebendig zu erhalten, wird jetzt in allen Kreisen des deutschen Volkes empfunden. Vertausendfacht hat sich die Notwendigkeit des Wirkens für das Deutschtum im Auslande. Darum, deutscher Mann, deutsche Frau, deutscher Jüngling. deutsches Mädchen, trage dein Teil dazu bei, daß sich auch die Mitgliederzahl des Vereins für das Deutschtum im Ausland vertausendfache, damit er seine heiligen Pflichten gegenüber unserem Voltstum voll und ganz erfüllen kann! Er ist der Sämann, berufen, fünftige Ernten für unser Volkstum vorzubereiten. Laßt die deutsche Jugend im Ausland nicht verloren gehen! Spendet für die Schulen im Ausland! Die Glode der Gefallenen. Von Adolf Mitter. Jenseits der Erde gibt es keine Völlerentzweiung. Den größten Frieden schafft der Gleichmacher Tod. Furchtbar war seine Ernte, die er unter dem graujigen Sang der Kononen gehalten, furchtbar das Leid, das er den Ueberlebenden hinterließ. Müssen wir darum nicht alle Gefallenen ehren, Freunde wie Feinde, auch wenn uns die deutschen Helden am nächsten find?! Nur ein ganz großer Friedensapostel konnte da ein Denkmal der Liebe und der Frömmigkeit in der Welt aufrichten, das größer ist, als das Grabmal des unbekannten Soldaten, das mehr bedeutet als ein Heldenhain. Pfarrer Anton Rossaro war dieser Mann. Auf zerschossener alter Bastei ragt inmitten der Kriegsirümmer, fernab dem lauten Getriebe, eine mächtige, wuchtige, große Gloce. Man sindet sie, wenn man dem Lauf der Etsch folgend nach Rovereto tommt. Dort steht sie auf der Festungszinne und schaut hinein in das junge, italienische Land, das unlängst noch österreichisch war. Feldgeschütze und Waffen von Siegern und Besiegten sind ihr Körper und Kleid. International ist sie, wie nichts anderes auf der Welt. Und doch gehört sie jeder Nation, jedem Land, das Streiter schickte in die Brände des Krieges. Ihr Dasein ist Trauer und Erinnerung. Und an jedem Abend, wenn ihre metallene Stimme dröhnend über das Bergland schwingt, wissen die Leute von Rovereto und alle, die da hertamen, um sie zu hören, daß es ein Erinnerungssang ist für die Gefallenen des Weltkrieges, ohne Ausnahme, jeden Glaubens und jeder Nationalität. Dann aber ertönt ihr chernes Geläute einmal im Jahre besonders noch für die Welttriegsopfer der sechzehn einzelnen Länder, die sich von 1914 bis 1918 feindselig gegenüberstanden. So öffnet sich für Deutschlands Helden der Mund der Glocke alljährlich eine Stunde lang am 22. Auguft. Jft das Auslandsdeutschtum Kulturdünger? Dr. A. Ziebert. Tiefgreifend ist von jeher der deutsche Kultureinfluß in Europa gewesen. Kann doch das Germanentum auch aus der fulturellen Entwidlung der romanischen Länder wie Frankreich und Italien nicht weggedacht werden. Schon die Namen Frankreich, Lombardei" usw. zeugen davon. Auf 25 Millionen wird die Zahl der nach Nordamerika eingewanderten Deutschen gerechnet; wer möchte also den deutschen, wesentlichen Anteil am Aufbau der Vereinigten Staaten und auch Lateinamerikas leugnen? nungen waren an mein Ohr gedrungen, und die Wahrheit wat schwer zu unterscheiden. Wir haben in Deutschland vollkommen Frieden, und wis sen es wieder einmal nicht. Und wissen nicht, was Frieden in anderen Ländern heißt. Vom Brenner ab, jest heißt er: Brennero, wird jeder Wagen des Zuges mit italienischen Soldaten besetzt. In Kürze treiben sich auch harmlose Zivilpersonen in den Wagen herum, denen man den Aufpasser und Horcher auf drei Schritte an riecht. Es ist Kriegszustand. Nachdem die Pässe und Fahrkar ten geprüft sind, erscheint ein Faszist im schwarzen Hemd und überprüft noch einmal. Nur, was der Faszist tut, gilt. Drau ßen auf dem Bahnsteig gehen Karabinieri auf und ab, in ihrem langen schwarzen Mantel, mit dem merkwürdigen Zwei spitz auf dem Kopf, der ihnen das Aussehen eines Leichenbitters gibt. Es find immer zwei; nie zeigt sich einer allein. Dann geht es hinunter durch die Berge und Schluchten, vor bei an den fühnen Dörfern auf den Berghängen, die sich um ihre trutzigen Kirchen scharen. Das ganze Volt, hoch und nied rig, spricht nur deutsch; trotzdem steht an den Stationen nur italienisch, und man muß es sich schon im Reisebuch oder von den Mitfahrenden verdeutschen lassen, daß Colle Jarco: Gossenfas heißt, Vipiteno: Sterzing, Fortezza: Franzensfeste, Bressanone: Brixen. Sonnabend, den 30. April 1927. italiener beschäftigen; 95 Prozent müssen 3 lengtet ein, daß jedes Wort auf die Goldw ma und daß alle Unterhaltung verstummt, lter in der Nähe ist. Es liegt einer in 5 ammelte, um den Kindern in der Schule e baum zu verschaffen. Es wurde einem der weil die Blumen, die er gesät hatte, rote u tragen, denn Rot- weiß sind die Farben Ti unterjuchen das Haus vom Keller bis zum Gi jeden Gegenstand auf. Allmächtig ist der Me blen meister. Vor ihm gilt kein Gesch. W Deutschen mit Steuern belegt. Gnade Got Es scheint, man will die deutschen Südtirol quälen und reizen. Man will sie auf einen do ihnen die Geduld reißt, um dann erst red belommen. Ich habe mit Menschen gesproche weiflung schon nahe waren. Niemand in 2 daron, die Gebildeten in Italien würden dies billigen, wenn sie von ihnen wüßten; keine won berigten, alles ist schön und gut da oben, ihnen ret für ihre Unbotmäßigkeit. Daß es e Bellamm ist, der durch Ränte Italien in d marde und der nun mit heimlicher Gewalt au catdeutscht wird, das wird noch zum Himmel Als ich nach Innsbruck zurüdkehrte, wu Wie stebis drüben? Sucht wahr, es ist aufge Da mußte ich, antworten:„ Es ist viel schlimm aan. Die Menschen in Südtirol leiden un Wehrheit ist bei uns noch nicht bekannt." Darum gehet nach Südtirol und ſprecht mit richtet sie auf! Und wer in Südtirol die H ard ich stumm der schamlojen Gewalt hat be wird die Lust vergangen sein, sich je wieder heiten Altitaliens zu ergöhen, so lange ein flamm unterm Brenner gegeigelt und mit Und wie erst wächst die Weltbedeutung der deutschen Kultur, wenn wir nach dem Often bliden. Rurif, der Waräger aus dem skandinavischen Wikingergeschlecht, begründete das russische Reich, die Baltendeutschen waren von jeher maßgebend an Staat und Regierung Rußlands beteiligt. Und denkt man sich Dom nördlichen Rußland bis ans Schwarze Meer und die Adria einen breiten Gürtel gelegt, so hebt sich überall vom flawischen Hintergrund das Bild deutschen Kultureinflusses und fleißes ab. Bolen und Siebenbürgen, Wolgadeutsche, Banat, Batschka und die gesamten Donauschwaben, Bessarabien, Bos nien! welcher Geschichts- und Auslandsdeutschenkenner wird ba nicht an die Kulturarbeit des deutschen Ordens, der preuzi In Bozen hat sich das Bild verändert. Italienische Offi jchen Könige, des Hauses Habsburg und an heute schwer um ziere in modischster Prachtach, was waren unsere guten preu ihre Existenz ringende deutsche Auslandsposten erinnert? Daßischen Leutnants für Waijentnaben dagegen! lungern auf die Tschechoslowakei mit ihren eigentlichen Kulturdenkmälern den Straßen herum, auf Schritt und Tritt stolpert man über noch heute hauptsächlich auf dem deutschen Mittelalter beruht, trampshaft an verschüttete eigene Traditionen anzuknüpfen tann auch das heutige Tschechentum, wenn es noch so sehr, fucht, wenn es noch so sehr der von deutscher mittelalterlicher und Renaissancepracht zeugenden Stadt Prag äußerlich den tschechischen Stempel aufzudrüden sucht, nicht wegleugnen. Und heute? Unendlich groß ist die Gefahr, seitdem überall die jungen slawischen Rationalitäten sich regen von dem traurigen Deutschamerikanerproblem ganz abgesehen, daß diese vielgeprüften deutschen Außenposten im Kampf zermürbt werden, könnten, daß, in der Rückschau auf die Vergangenheit, nur noch bedauernd von dem deutschen Kulturdünger gespro chhen werden könnte. Und doch, jeder, der vergangene und doch gegenwärtige deutsche Kulturtätigkeit überdenkt, muß dem ein unbefiegliches Nein entgegensetzen. Wer die Größe des auslandsdeutschen Gedankens erfaßt hat, wer den Wert des Auslandsdeutschtums, nicht nur in seinen wirtschaftlichen und fulturellen Wirkungen im Ausland, sondern auch in seiner nationalpolitischen Bedeu tung für uns Reichsdeutsche tennt,( die Auslandsdeutschen sind vielfach die bewußtesten Deutschen, die es gibt), der muß zäh und unermüdlich den Kampf um die Erhaltung des Deutschtums überall auf der Welt aufnehmen. Es darf nicht heißen: noch ist es da, sondern zukunftsfreudig sehen wir neuen Aufstieg vor uns. Das ist der Geist, der den ,, Verein für das Deutschtum im Ausland" beseelt. Er glaubt an die Unverwüstlichkeit deutscher Lebens- und Bolfskraft, wo immer in der Welt sie sich festgesetzt. Das gibt ihm Freudigkeit und Mut, in der Handreichung und Dienstreichung für die Vollsgenossen draußen nicht müde und matt zu werden. Das deutsche Wesen ist in der Welt nicht bloß dazu da, damit es verwest und zerfällt und anderen zur Nahrung und Befruchtung dient; was deutsch ist, hat unvergänglichen Eigenwert, und fann und darf darum, wo es eine Stätte hat, nicht untergehen. Im Lande„ Namenlos". Anläßlich der Hilfs- und Werbewoche für das Auslandsdeutschtum erhalten wir von einem bekannten deutschen Dichter folgende interessante Schilderung, der Zustände in Südtirol, dem Land ,, Ramenlos", wie die Bewohner es heute nennen. da der alte Name Tirol von der italienischen Regierung verboten worden ist. Schon lange hatte ich mir vorgenommen, in diesem Jahre nach Südtirol zu fahren und mich an Ort und Stelle nach den die Leichenbitterpaare. Und nun hört man auch schon italienisch sprechen. Wir reden Kinder, die aus der Schule kommen, an, fie verstehen uns nicht; jie lennen nur italienisch. Denn nicht nur das Heer der Soldaten, die ins Land geworfen wur den, find Italiener; Italiener sind auch die Lehrer, die Eisenbahner, die Bostleute, die Richter, die Beamten in jeder Stel lung. Und man sieht es ihnen an: es ist nicht der beste Men schenstoff, den man hierher verlegt hat, nicht die Blüte des ita lienischen Volkes; es find Strafverfehungen, Ansiedlungen ehr geiziger, abenteuerlicher, minderwertiger Elemente, die sich als Bedrüder in die Brust werfen und die Wonne des Siegers aus toften. Eine Zwingfauft lastet auf dem deutschen Bolt: In Bozen schmachten dreißig junge Männer in den Gefängnissen, die das Verbrechen begangen hatten, ein deutsches Lied zu singen. Denn man hat überall unter die Deutschen Spizzel gemischt, und alle Wände haben Ohren. Ein junger Mensch fordert seine Kame raden auf: Kommt, wir gehen da herein und singen einmal wieder; ich zahl euch eine Runde.„ Gezahlt brauchen wir nichts," sagen fie, aber ein Lied singen wir schon." Und wie der erste Vers verflungen ist, es war ein einfaches Volkslied -, da geht die Türe auf und ein Faszift tritt herein. Sechzig Karabinieri stehen draußen. Seit Monaten schmachten nun die Jungen im Gefängnis: denn man fann 150 Tage in Haft gebracht werden, ehe eine Entscheidung fällt. Und jedem Deutschen droht dies jeden Tag. Aus jedem Wort, aus jeder Handlung kann ein Strid gedreht werden. Die Gasthöfe dürfen nur 5 Prozent Nicht 3um Sonntags essen der passende Nachtisch! Das hebt die Freude am Feiertag und stellt alle zufrieden und wenn Sie Gäste haben, wird z. B. ein Gala- Schokoladen- Pudding aus Dr. Oetker's Puddingpulver, aufgetragen mit Vanille- Soße, allseitigen Beifall finden. Glode tüssen wollen. Viele Sorten vom einfachen bis zum Oetker- Feinkost. Pudding bieten Ihnen reiche Abwechslung Die Herstellung ist einf u leicht nach dem jeder Packung aufgedruckten Rezept Weitere Rezepte für Sul- und Gelee- Speisen finden Sie in dem neuen tarb. illustr Oetker- Rezeptbach, Ausgabe P, das für 15 Pfg in den Geschäften erhältl. ist, wenn vergriff, gegen Einsendung von Marken von SCHIE Dr. A. Oetker, Bielefeld. Wohl ist sie auch schon anläßlich solcher Besuche in Bewegung gesetzt worden, doch wurde ihr Knüppel festgemacht, weil ihr eherner Klang nur der überirdischen Huldigung dienen darf. Welche Kraft in diesem Klang der Glocke von Rovereto| Festung hinauf, wenn sie zum Zeichen ihrer Ehrerbietung die steckt, kann nur der ermessen, der sie selbst gefühlt hat. Da freut man sich den Tag über an der Lieblichkeit des Städtchens, das wieder als ein friedliches Berggedicht unter dem heiteren, südlichen Himmel thront. Dort aber, wo das Wasser gurgelt, tommt uns jäh in den Sinn:„ Bon der Etsch bis an den Belt!" Wehmut schleicht sich ins Herz und diese Wehmut wandelt sich zur Trauer, wenn wir erst auf Roveretos Heldenfriedhof weilen, wo vom schrecklichsten Kampf aller Zeiten brave, tapfere Oefterreicher neben Italienern gebettet sind. Senkt sich die Sternennacht hernieder, kommt vom Wall der Festung ein klarer, voller, ernster Ton: die Glocke der Gefallenen schwingt. Es ist uns, als jchwebe auf jeder Welle ein Reigen der Geister der Krieger nach Nord und Süd, nach Ost und West, über die ganze Erde. Die Glocke rüttelt das Gewissen wach. Sie ruft in die Seelen hinein: Laßt den Haß und gebt den Menschen, gebt den Völkern den unendlichen, den ewigen Frieden. Millionen sind verblutet unter der Zwietracht. Säet wieder Eintracht, daß ihr Gott zum Wohlgefallen und euch selbst zum Segen werdet! Die Opfer des Weltkrieges sprechen zu uns, daß sie in den Tod gegangen sind, Damit wir leben können, um das Vermächtnis, das sie mit ihrem Blute besiegelt haben, Heimat, Haus, Hof und Kinder treu zu verwahren und zu verwalten und immer der Helden zu gedenken, die um unseretwillen nicht mehr sind. Zu dem Träger und Redner der großen Krieger, zur ge weihten Glode von Rovereto, hat schon mancher Pilger seine Schritte gelenkt. Rauhe Kriegsmänner find gekommen, Feldherren und Generäle, viele geistliche und weltliche Würdenträger, um dort stille Einkehr zu halten. Hohe Besucher der Glode werden von einer Schar Pfadfindern und Pfadfinderinnen empfangen, die Choräle fingen und mit den Flaggen aller Nationen salutieren. Das deutsche weht neben dem Sternenbanner und der französischen Trikolore, neben den italienischen, österreichischen, serbischen, japanischen Farben. So finden die Großen der Reiche ihren Weg auf die Bald wird der Augenblid tommen, wo die elektrische Welle die Glockenstimme von Rovereto bis hinein in die Zentren un jerer Großstädte trägt, bald sollen durch Millionen von Laut sprechern und Hörmuscheln die Menschen des Lebens überall die den Toten geweihte Stimme hören können. Dahin geht das Be streben des Glockenwächters Pfarrer Rosjaro. Helfen wir ihm und geben wir ihm die Mittel und Materialien zu diesem fühnen, großen und wertvollen Rundfunkunternehmen, das wie nichts anderes dazu angetan ist, die Erinnerung an die Welttriegsopfer in den Herzen wachzuhalten. Darauf fommt es an! Dann werden allabendlich die Menschen voll Andacht in Dank barkeit und unvergänglicher Treue, mit ihren Sinnen bei den Gefallenen weilen, deren Ruhm und Ehre sonst im haſtigen, nervenaufpeitschenden Gewühle des Alltags leider allzu oft vergessen bleiben. Wochenrückblid. In China geht die Komödie weit haben sich die Südtruppen in zwei sch tehende Lager getrennt, auf der einen munistische Hanzau, auf der anderen S malistische Nanting, wobei nationalistisd dem in Deutschland gebrauchten Sinne den darf. Die Mächte, die an die Süd derungen gestellt hatten, befinden sich zwei Regierungen gegenüber und sind nicht ganz klar, mit wem sie verhande fönnte aber beinahe glauben, das se Schachzug der Chinesen, wenn man a mit Tichangjolin in Nordchina verhand den Chinesen" dürfte die alle Gegner jung sein.-In Marokko steht es um di schlecht. Die Ureinwohner des Lande wilden Gebirgsgegenden den Spanie Niederlagen beigebracht. Man ist sell schon beunruhigt darüber, da man ein Aufstände auf französisches Gebiet fürch lo überfielen Räuber einen Eisenbahn ten und verbrannten auf bestialische zahl der Infassen. sonderbarerweise die Deutscher, denk an Deine Dergik die Brüder draußer Gedenkt der Deutschen im A gmbolisiert. Diese Motive sind miteinand cine lateinische Umschrift, welche lautet: moctis- laetimini in lumini Christi- dum et vejtras laudes celebro.( In freier U lajt im Schatten der Nacht! Seelen, freut Christi, während ich die Völker mit dem Sc binde und euer Lob verkünde.) Den untere wand schmüden verschiedene Allegorien. Blastiken hinter dem Ecce homo bildet ei Balme trägt, auf der die Zahlen 1914 un Ende des Krieges verkünden. Dann folgt men an den Massen des Weltkrieges, wei emig menjchliche Drama des letzten Grußes, des Heldentums aller Völker, wobei zum 3 Menschheit vom Weltkriege mitgerissen wur die einzige gemeinsame Wehr darstellen, w fehlt. Es reihen sich ferner an: Das heilige für den Frieden und das Einvernehmen säm das Kriegsende. Hier werden Blumen un fallenen dargebracht. Auf der Höhe des K heiten hinter der Bahre des unbekannten geile, die barmherzige Schwester, die K Kriegermutter. Abschlußbild ist endlich der Opfer erblüht zu neuem Leben im Lichte d Ein besonderes Wort verdient noch der Meter hoch und acht Zentner schwer. Blätt der Zahl 1915 bilden seinen Schmud. Die der Zeichnung eines Italieners von einem jijeliert und präsentiert sich als ein Kunst In ihrer schlanken, schönen Gesamtwin als tünstlerisches Dentmal angesehen werd hinaus, mehr noch als ein seelisch vertieft belannten Soldaten, ein machtvolles Sym daj trok allem der Gedante der Befriedun Welt lebendige Gestalt annimmt. Die Glode selbst, abgestimmt auf den Ton B, ist über hundert Zentner schwer, 2,55 Meter breit und 2,75 Meter hoch und wird elettrisch in Gang gebracht. Sie fann in ihrem Hohlraum zwölf Personen aufnehmen und zählt zu den größten Gloden der Welt. In ihren Ausmaßen wird sie lediglich übertroffen von der Glode in Moskau, der des Wiener Stephandomes, des Kölner Domes und der Savonenkirche zu Paris. Geschaffen wurde sie nach Modellen des Bildhauers Prof. G. Zuech, der in die Mitte des oberen Teiles der Außenwand in erhabener Form den Ecce homo jetzte, das Symbol des menschgewordenen und verherrlichten Hei landes. Der Ecce homo ist eingejäumt von einer Dornenfrone, die den Schmerz darstellt und einem Lichtkranz, der den Ruhm wiedergibt. Seitlich auf gleicher Höhe sieht man zwei Flugzeuge, die an die Opfer des Weltkrieges im Luftkampf erinnern. Darunter befindet sich ein Palmenmotiv, das Ehre und Friede ben. Str. 18. undigen. Verschiedene Stimmen und Mi ein Ohr gedrungen, und die Wahrheit mar Deutschland vollkommen Frieden, und wi I nicht. Und wissen nicht, was Frieden in iẞt. - jetzt heißt er: Brennero-, wird jeder Sonnabend, den 30. April 1927. italiener beschäftigen; 95 Prozent müssen Jtaliener sein. Es leuchtet ein, daß jedes Wort auf die Goldwage gelegt werden muß, und daß alle Unterhaltung verstummt, sobald ein Ange stellter in der Nähe ist. Es liegt einer in Haft, weil er Geld sammelte, um den Kindern in der Schule einen Weihnachts: baum zu verschaffen. Es wurde einem der Prozeß gemacht, weil die Blumen, die er gesät hatte, rote und weiße Blüten Faßzisten trugen, denn Rot- weiß find die Farben Tirols. untersuchen das Haus vom Keller bis zum Giebel und nehmen jeden Gegenstand auf. Allmächtig ist der Marechal, der Herr Wachtmeister. Vor ihm gilt tein Gesetz. Willkürlich werden die Deutschen mit Steuern belegt. Gnade Gott, wenn sie nicht zahlen. it italienischen Soldaten besetzt. In Kürze mloje Zivilpersonen in den Wagen herum, passer und Horcher auf drei Schritte an zustand. Nachdem die Pässe und Fahrtar heint ein Faizist im schwarzen Hemd und 1. Nur, was der Faßzist tut, gilt. Drau teig gehen Karabinieri auf und ab, in en Mantel, mit dem merkwürdigen Zwei er ihnen das Aussehen eines Leichenbitters Es scheint, man will die deutschen Südtiroler bis aufs Blut quälen und reizen. Man will fie auf einen Punkt bringen, da ihnen die Geduld reißt, um dann erst recht Handhaben zu bekommen. Ich habe mit Menschen gesprochen, die der Verzweiflung schon nahe waren. Niemand in Altitalien erfährt davon, die Gebildeten in Italien würden diese Zustande nicht billigen, wenn sie von ihnen wüßten; teine Zeitung darf da von berichten, alles ist schön und gut da oben, oder es geschicht ihnen recht für ihre Unbotmäßigkeit. Daß es ein rein deutscher Volksstamm ist, der durch Ränke Italien in die Hand gespielt wurde und der nun mit heimlicher Gewalt auf türzestem Wege entdeutscht wird, das wird noch zum Himmel schreien. er zwei; nie zeigt sich einer allein. unter durch die Berge und Schluchten, vor Dörfern auf den Berghängen, die sich um scharen. Das ganze Bolt, hoch und nied ch; trotzdem steht an den Stationen nur uß es sich schon im Reisebuch oder von den chen lassen, daß Colle Jarco: Gossenses ing, Fortezza: Franzensieste, Bressanone: das Bild verändert. Italienische Offi chtach, was waren unsere guten preu Waisenknaben dagegen!- lungern auf uf Schritt und Tritt stolpert man über Und nun hört man auch schon italienisch Rinder, die aus der Schule kommen, an, icht; sie kennen nur italienisch. Denn Soldaten, die ins Land geworfen wur aliener sind auch die Lehrer, die Eisen. ie Richter, die Beamten in jeder Stel ihnen an: es ist nicht der beste Mer jer verlegt hat, nicht die Blüte des ite nd Strafversetzungen, Ansiedlungen eh , minderwertiger Elemente, die sich d verfen und die Wonne des Siegers as stet auf dem deutschen Bolt: In Bozen Männer in den Gefängnissen, die das tten, ein deutsches Lied zu singen. Denn die Deutschen Spitzel gemischt, und alle Ein junger Mensch fordert seine Kame ir gehen da herein und singen einme! eine Runde.- ,, Gezahlt brauchen wir r ein Lied fingen wir schon." Und wie gen ist, es war ein einfaches Volkslied auf und ein Faszist tritt herein. Gezi Draußen. Seit Monaten schmachten nun ngnis: denn man fann 150 Tage in Hajt eine Entscheidung fällt. Und jedem DeutTag. aus jeder Handlung fann ein Strid ge Gasthöfe dürfen nur 5 Prozent NichtSonntagsessen assende Nachtisch! s hebt die Freude am Feiertag und stellt alle Frieden und wenn Sie Gäste haben, wird z. B. ein Gala- Schokoladen- Pudding Dr. Oetker's Puddingpulver, aufgetragen mit Vanille- Soße, allseitigen Beifall finden. Viele Sorten vom einfachen bis zum Oetker- Feinkost Pudding bieten Ihnen reiche Abwechslung Die Herstellung ist einf. u leicht nach dem jeder Packung aufgedruckten Rezept Weitere Rezepte f Süß- und Gelee- Speisen finden Sie in dem neuen tarb, illustr Oetker- Rezeptbech, Ausgabe F, das für 15 Pfg in den Geschillen erDE SCHIE hältl, ist, wenn vergriff, gegen Einsendung von Marken von Dr. A. Oetker, Bielefeld. sie zum Zeichen ihrer Ehrerbietung die Als ich nach Innsbrud zurüdtehrte, wurde ich gefragt: ..Wie stehts drüben? at wahr, es ist aufgebauscht worden?" Da mußte ich antworten:„ Es ist viel schlimmer, als wir alle ahnen. Die Menschen in Südtirol leiden unmenschlich. Die Wahrheit ist bei uns noch nicht bekannt." Gießener Zeitung" Nr. 18. Ehre, für den ist jeder Maitag ein Sonntag. Dori soll der Mensch lernen, die Sprache der Schöpfung in Gebet und heilige Lieder zu übersehen. Wie im steinernen Tempel, so soll er dort im großen Dome der Natur den König und Herrscher in diesem Millionenreiche loben und preisen. Vom Morgen an, wenn die erste Lerche in die Lüfte steigt, dem Throne Gottes entgegen bis zum feierlichen Abendgebet der untergehenden Sonne, die ihren Weg gleich als ein Held" gelaufen ist alles dem Schöpfer zu Ehren. So sollen wir im Bilderbuche der Natur lesen und staunen, denn der Schöpfer selbst hat es uns aufgeschlagen. Zur Werbewoche des V. D. A. Sonntag, den 1. Mai, veranstaltet der Verein für das Deutschtum im Ausland im Rahmen seiner Werbewoche ein Ballonwettfliegen mit Kinderballons, an die eine mit dem nö tigen Aufdruck versehene frantierte Postkarte gehängt wird. Der Landesverband Hessen des V. D. A. hat für die weitesten Flüge Preise ausgesetzt, u. a. einen fostenlosen Ferienaufenthalt in einem deutschen Gernzlande. Die Ortsgruppe Gießen des V. D. A. setzt drei Preise aus: 1. Einen Freiflug GießenKassel oder Gießen Frankfurt, nach Wunsch; 2. ein wertvolles Buch; 3. ein silbernes V. D. A. Abzeichen. Die Ballons sind Sonntagvorm..tag von 11 Uhr an im Hofe der Oberrealschule, Bismardstraße, zu haben. nend. Die Meldungen, nach denen katholische Priefter infolge des Streites zwischen Staat und Kirche den Ueberfall angeführt hätten, müssen mit Vorbehalt auf genommen werden. Jtalien hat, während in der Außenpolitik hinter den Kulissen über die albanische Frage verhandelt wird, im Innern seine Sensation und für die Faschisten die Befriedigung ihrer RachegeTüfte. Man hatte ein Komplott aufgedeckt, das sich gegen Mussolini richtete und in das sogar ein sich im Kriege verdient gemachter italienischer General verwidelt war. Die Hauptanführer, darunter der General, wurden mit 30jähriger Zuchthausstrafe bestraft. Die Anhänger Mussolinis jubeln. Die Gegenpresse ist zum Schweigen verurteilt, bezw. nahezu ganz verboten. Eine sozialistische Partei als Gegengewicht gibt es in Italien nicht mehr. Daher auch der Jubel in der sozialistischen Presse Oesterreichs über den Wahlausgang in Desterreich, der den Sozialisten einige Gewinne brachte. Die Parteiblätter bringen lange Artikel ,, in denen sie erklären, damit wäre der großfaschistische Gedanke Mussolinis von Bayern bis Wien gescheitert. Allerdings beherrschen die bürgerlichen Parteien in Oesterreich immer noch das Feld mit einer Mehrheit von ca. 60 Prozent. Da ihnen das aber nur durch eine Einheitsliste gelang, die viele Gefahren in sich hat, hat der Jubel der Sozialdemokratie seine Bedeutung. Zur Klärung sei noch gesagt, daß sich in Oesterreich im Gegen satz zu dieser katholischen Einheitsliste, an deren Spitze der schwarze Prälat Seipe! steht, nur die Sozialdemo fratie befindet, und daß der Kulturkampf auch dort sehr start entbrannt ist. Im Burgenland, das fast rein fatholisch ist, muß der Lehrer noch das Amt des Kirchendieners übernehmen und im Pfarrhause niedere Hausdienste tun! Gar mancher, der sich sonst nicht zur sozialistischen Partei hingezogen fühlt, gehört ihr aus fulturellen Gründen an. An anderer Stelle sei gelegentlich darüber was gesagt. Zwischen England und Frankreich kommt in letzter Zeit eine neue Allianz auf, die stark an Vorkriegszeiten erinnert. Der Friede Europas muß immer gewagtere Seiltanzkunststückchen machen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. Dabei zeigt man sich in Frankreich der Räumungsfrage gegenüber ungebärdiger denn je. Ein Versuchsballon Stresemanns erfuhr starken Widerspruch.„ Der Rhein, Frankreichs Grenze", eine in der Nachkriegszeit geprägte Losung, wird nicht so leicht zurückgezogen. Manch schwerer Kampf wird da unseren Diplomaten noch bevorstehen. Der hessische Landtag tritt dem Vernehmen nach am 3. Mai zu einer Tagung zusammen. Darum gehet nach Südtirol und sprecht mit den Leuten und richtet sie auf! Und wer in Südtirol die Herzen hat zuden und sich stumm der schamlosen Gewalt hat beugen sehen, dem wird die Lust vergangen sein, sich je wieder an den Schönheiten Altitaliens zu ergötzen, so lange ein deutscher Bruderstamm unterm Brenner gegeigelt und mit Ruten gejaagen wird. Wochenrückblick. In China geht die Komödie weiter. Angeblich haben sich die Südtruppen in zwei scharf gegenüberstehende Lager getrennt, auf der einen Seite das kommunistische Haniau, auf der anderen Seite das nationalistische Ranting, wobei nationalistisch aber nicht in dem in Deutschland gebrauchten Sinne verstanden wer den darf. Die Mächte, die an die Südregierung Forderungen gestellt hatten, befinden sich nun auf einmal zwei Regierungen gegenüber und sind sich anscheinend nicht ganz klar, mit wem sie verhandeln sollen. Man fönnte aber beinahe glauben, das sei ein geschickter Echachzug der Chinesen, wenn man auch noch hört, daß mit Tichangsolin in Nordchina verhandelt wird. ,, China den Chinesen" dürfte die alle Gegner verbindende Losung sein. In Marollo steht es um die spanische Sache schlecht. Die Ureinwohner des Landes haben in den wilden Gebirgsgegenden den Spaniern entscheidende Niederlagen beigebrocht. Man ist selbst in Frankreich schon beunruhigt darüber, da man ein Uebergreifen der Aufstände auf französisches Gebiet fürchtet. In Merilo überfielen Räuber einen Eisenbahnzug und mordeten und verbrannten auf bestialische Weise die Mehrzahl der Infassen. sonderbarerweise die Ausländer schoDeutscher, denk an Deine Pflicht: Dergik die Brüder draußen nicht! Gedenkt der Deutschen im Ausland! - Cofales. Sonntagsgedanken. ,, Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibe, wer Luft hat, mit Sorgen zu Haus." * Fleischvergiftungen. In den Sommermonaten häufen sich erfahrungsgemäß die Erkrankungen infolge Genusses nicht ein wandfreier Nahrungsmittel, insbesondere werden Erkrankungen nach dem Genuß nicht frischen Hackfleisches vielfach beobachtet. Aus diesem Grund ist in den Fleischverkaufsordnungen das verbot enthalten, Hadfleisch während der wärmeren Jahreszeit auf Vorrat herzustellen und feilzuhalten, und vorgeschrieben, daß solches Fleisch bei Bedarf stets frisch zu bereiten ist. Die Polizeiorgane sind angewiesen worden, die Durchführung dieser Vorschrift genau zu überwachen. Die Bevölkerung wird auf die Gefahren ausdrücklich hingewiesen, die mit dem Genuß nicht frischen Hackfleisches, insbesondere von Pferden, verbunden sind, und es wird empfohlen, nur solches Hackfleisch zu kaufen, das vor den Augen des Käufers frisch zubereitet wird. Es lacht die Sonne freudig vom Himmel, ein Meer von Blumen schmüdt die Erde, Urmächtigkeit des Lebens strömt und gestaltet, Sonntagsfriede ruht über Wald und Flur. Wan dervögel ziehen drüben ihre Straße. Jugend und Lenz sind ihre Begleiter. Es flingt und jubelt in den Maitag hinein: " ,, Bin ein fahrender Gesell', fenne feine Sorgen..." Wenn wir im jungen Frühling durch die blühende und fingende Welt wandeln, wenn des Sonntags heiliger Friede den Lärm des Alltags verdrängt, dann hören wir die Sprache des Schöpfers und es ist uns, als würden wir durch einen gro= Ben mächtigen Tempel ziehen, in dem ein ewiger Gottesdienst gehalten, eine ewige Anbetung des Weltalls gefeiert wird. Gottesdienst in der Natur.„ Die Himmel rühmen des ewigen Ehre." * Das Inserat. Ein gutes Inserat verzehnfacht die Wirfung deines Schaufensters. Was du nicht ins Schaufenster stellen lannst, das trage in die Zeitung. Du mußt verschiedene Wer so durch den Frühling wandert, wer aus dem jubilierenden Liede der Lerchen ein Loblied für den Höchsten vernimmt, wer in dem Sprossen und Blühen die Allgewalt des Schöpfers spürt, wer ein Frühlingslied singt, dem Höchsten zur 3eitungsofferten ausprobieren, um zu wissen, welches Inserat cin ,, Schlager" ist und welches die„ schlägt". Das beste Gerüst Das cines Warenhauses sind die Spalten einer Zeitung. Glüd so manchen Kaufmanns ist in eine Zeitung gewidelt. Der Imter füttert seine Bienen, damit sie Honig bringen; der Landmann düngt den Ader, damit er gute Früchte trägt. Und was hat ein rühriger Geschäftsmann zu tun? zu inserieren! Jeder kennt den Kudud, weil er so unentwegt seinen Namen ruft. Guter Text in gute Blätter gibt ein goldnes Hagelwetter. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Ach gegen Teilzahlung erhalten Sie ein Presto * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität. zu billigstem Preis. Verkauf durch: Jakob Schupp, Gießen Seltersweg 83. cine lateiniſche Umidrift, welche lautet: Dormite in umbra Frühlingserwachen im Reiche des Nades. Hun Radfahrer schieben, bie tandigung des Garrabus bine noctis laetimini in lumini Christi- dum aere jungo popolos 911 eme et vestras laudes celebro.( In freier Uebersetzung: Körper schlaft im Schatten der Nacht! Seelen, freut euch an der Glorie Christi, während ich die Völker mit dem Schall der Bronze verbinde und euer Lob verkünde.) Den unteren Teil der Glodenwand schmüden verschiedene Allegorien. Ausgangspunkt der Plastiken hinter dem Ecce homo bildet eine Herme, Palme trägt, auf der die Zahlen 1914 und 1918 Anfang und Ende des Krieges verkünden. Dann folgt die Menschheit, gemessen an den Massen des Weltkrieges, weiter der Abschied, das ewig menschliche Drama des letzten Grußes, die glüdliche Fahrt des Heldentums aller Völker, wobei zum Zeichen, daß die ganze Menschheit vom Weltkriege mitgerissen wurde, Helm und Schild die einzige gemeinsame Wehr darstellen, während das Schwert fehlt. Es reihen sich ferner an: Das heilige Glüd, ein Denkmal für den Frieden und das Einvernehmen sämtlicher Völker, sowie das Kriegsende. Hier werden Blumen und Tränen den Gefallenen dargebracht. Auf der Höhe des Kalvarienberges aber schreiten hinter der Bahre des unbekannten Soldaten der Feld geistliche, die barmherzige Schwester, die Kriegerwitwe und die Kriegermutter. Abschlußbild ist endlich der glorreiche Zug: Das Opfer erblüht zu neuem Leben im Lichte der Liebe. hon anläßlich solcher Besuche in Bewegung vurde ihr Knüppel festgemacht, weil ihr r überirdischen Huldigung dienen darf. ugenblick kommen, wo die elektrische Welle Rovereto bis hinein in die Zentren un t, bald sollen durch Millionen von Lautcheln die Menschen des Lebens überall die Stimme hören fönnen. Dahin geht das Be ächters Pfarrer Rossaro. Helfen wir ihm die Mittel und Materialien zu diesem wertvollen Rundfunkunternehmen, das angetan ist, die Erinnerung an die t erzen wachzuhalten. Darauf kommis an! dlich die Menschen voll Andacht in Dankglicher Treue, mit ihren Ginnen bei den eren Ruhm und Ehre sont im haſtigen, Gewühle des Alltags leider allzu oft ver abgestimmt auf den Ton B, ist über hundert Meter breit und 2,75 Meter hoch und wird racht. Sie kann in ihrem Hohlraum zwölf und zählt zu den größten Glocken der Welt. wird sie lediglich übertroffen von der Glode Wiener Stephandomes, des Kölner Domes e zu Paris Geschaffen wurde sie nach Mors Prof S. Zuech, der in die Mitte des Benwand in erhabener Form den Ecce homo menschgewordenen und verherrlichten Heimo ist eingeſäumt von einer Dornentrone, ellt und einem Lichtkranz, der den Ruhm auf gleicher Höhe sieht man zwei Flugdes Weltkrieges im Luftkampf erinnern ein Palmenmotiv, das Ehre und Friede Ein besonderes Wort verdient noch der Klöppel. Er ist zwei Meter hoch und acht Zentner schwer. Blätter und Blumen mit der Zahl 1915 bilden seinen Schmud. Dieser Klöppel ist nach der Zeichnung eines Italieners von einem Deutschen aus Jena zijeliert und präsentiert sich als ein Kunstwert für sich. Gum. Das Fahrrad ist nicht nur Herr über Zeit und Raum, sondern auch über Sommer und Winter. Als es das Licht der großen Welt erblidie, war es ein Sportwerkzeug, ein Spielzeug, heute ist es das Verkehrsmittel der Massen, das Auto des kleinen Mannes, der Freudenspender für unsere Kinder und der gern gesehene Freund jeder Familie. Früher glaubte man, die Herrschaft des Fahrrades sei mit der Herrschaft des Sommers crledigt, heute weiß man, daß man nicht nur zur warmen Sommerszeit, nein auch im Winter, wenn es schneit, radeln kann, aber nicht alle Radlerinnen und Radler fönnen dem Radeln im Winter sich befreunden und so beziehen viele Fahrräder, namentlich in den Großstädten, mit Eintritt der falten Jahres= zeit ein Winterquartier. Draußen auf dem Lande läßt es fich unter der Herrschaft des Winters als Radfahrer besser leben, als in der Stadt, wo die weiße Dede des Schnees unter den Reifen und Rädern bald in Schlamm verwandelt wird. Eines: teils aus Rüdsicht auf das eigene Jch, andernteils mit Rücksicht ouf Rad und Reifen, gönnen viele Großstädter dem Fahrrade Winterruhe, aber beim ersten warmen Sonnenstrahl gedenken sie des Gefährten schöner Stunden und nun heißt es, diesen treuen Freund aus seinem Schlaf zu erweden. In ihrer schlanken, schönen Gesamtwirkung muß die Glode als künstlerisches Denkmal angesehen werden, das weit darüber hinaus, mehr noch als ein seelisch vertieftes Grabmal des unbekannten Soldaten, ein machtvolles Symbol dafür darstellt, daß trotz allem der Gedanke der Befriedung Europas und der Welt lebendige Gestalt annimmt. aus und sind erstaunt, wenn sie ihrem Rade endlich Werkstatt aufsuchen. Erstaunt über die Fülle von franfen Fahrrädern, denen der Fahrradmechaniker wieder auf die Räder helfen soll, und betrübt nehmen sie vom Meister die Ausfunft entgegen, daß die Herrichtung des Fahrrades mindestens acht Tage in Anspruch nehmen werde, weil mehr als hundert Fahrräder vor ihm zur Heilung eingeliefert worden sind. Dem Augenschein nach hat das Fahrrad gut überwintert, aber beim Nachdenken über verschiedene Dinge aus der letzten Fahrzeit fällt dem Radler oder der Radlerin allerlei ein, was bei Wiederaufnahme des Radjahrens in Ordnung sein sollte. Da ist der Reifen nicht ganz dicht gewesen, eine Mutter war überdreht worden, die Lentstange saß nicht mehr fest, das Leder des Sattels mußte nachgespannt und die Kette gereinigt wer den, kurzum es waren verschiedene Kleinigkeiten in Ordnung zu bringen. Kommt diese Erinnerung vor dem ersten Sonnenstrahl des Frühlings und folgt der Erinnerung sogleich der Entschluß zum Fahrradmechaniker zu gehen, tann das Fahrrad bis zum Empfang der Frühlingsboten fahrfertig sein, aber die meiAcht Tage sind eine lange Zeit, wenn man freiheitsdurstig unter strahlendem Frühlingshimmel auf die Herstellung des Rades warten muß, nur weil man es versäumt hat, an die fleinen Mängel rechtzeitig zu denken. Radlerinnen und Radler machen sich Vorwürfe, während ihre sorgsamer gewesenen Kolleginnen und Kollegen in Gottes freier Natur sich tummeln. aber in jedem Frühjahr wiederholt sich das gleiae, und der 3wed dieser Zeilen soll daher ein Appell an alle jene sein, die ihr Fahrrad„ eingemottet" und noch nicht daran gedacht haben, daß dieses oder jenes an ihm gemacht werden muß, ehe es zum neuen Ritt fertig ist. Den neuen Rittern vom Rade gilt der Appell in gleichem Maße. Man warte mit der Anschaffung eines Fahrrades nicht, bis in den Fahrradgesen die Kunden anstehen, bis die guten Räder ausverkauft sind und die neue Lieferung acht, vierzehn Tage oder noch länger auf sich warten läßt. Man wende sich rechtzeitig an den Fahrradhändler, damit er alle Wünsche erfüllen und das Rad in Ruhe so herrichten tann, daß man Freude am Radeln hat und sich nicht die Lust am Flug durch die Natur durch ein schlecht passendes Fahrrad verleiden läßt. Kleine Ursachen haben oft große Wirkungen, darum muß das Frühlingserwachen im Reiche des Rades ein Ueberwachen der Maschine mit sich bringen. Wird das Stahlroß nicht überwacht, dann kann es leicht in dem Augenblid lahm werden, wo es am nötigsten gebraucht wird, zum Beispiel inmitten eines Regengusses auf weiter Flur oder dann, wenn man es besonders eilig hat. Sonnabend, den 30. April 1927. ,, Gießener Zeitung" Nr. 18. Gie WERBE- WOCHE DES V.D.A. Die Veranstaltungen finden statt: 1. Sonnabend, den 30. April, abends 8% Uhr Fackelzug der Schulgruppen, des V. D. A. beginnend an der Bibliothek, endend auf Oswaldsgarten 2. Sonntag, den 1. Mai, vormittags 11 Uhr Promenadekonzert in der Südanlage, ausgeführt vom Musikkorps des I.( hessischen) Grenadier- Bataillons 15. Inf.- Regts. unter Leitung des Herrn Obermusikmeisters Wilhelm Löber. Ballonwettfliegen von 11 Uhr ab. Ausgabe der Ballons in der Oberrealschule. 3. Montag, den 2. Mai, abends 8 Uhr, Aufführung des historischen Dramas Lothar von Walter Flex von der Theatergruppe und dem Orchester der Oberrealschule im katholischen Vereinshaus. 4 Mittwoch, den 4. Mai Bunter Abend, veranstaltet v. den Gieß. Schulgruppen des V.D.A. im Café Leib, 8 Uhr abends. 5. Voranzeige Mittwoch, den 25. Mai Vortrag des deutschen Abg. Schmidt- Wodeer im dänischen Parlament über: ,, Das europäische Minderheitenproblem und wir Deutschen". Die Ortsgruppe Gießen des V. D. 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Die Begründung des Antrags laute 80 Gerichten Deutschlands ist die sozia eingeführt. Erst fürzlich hat das Reid der jozialen Gerichtshilfe in Anerkennun reichen Wirksamkeit einen Zuschuß vo gewährt. Die soziale Gerichtshilfe ist bild der Jugendgerichtshilfe aufgebau die Erforschung der persönlichen und Berhältnisse des Rechtsbrechers, der Ur tive feiner Tat. Jm Strafverfahren f Organ, das diese Aufgabe zu erfüller Willens war. Die Polizei hat sich le Suftlärung des strafbaren Tatbestand Darüber hinaus ist es aber notwendig sönlichkeit des Täters, seine Umwelt un toren zu erforschen, die für seine Tat waren. Nur unter dieser Voraussetzung tat richtig gewürdigt, die Strafe gereg der Strafvollzug im Sinne einer bes fung auf den Bestraften gehandhabt m Die soziale Gerichtshilfe ist das Lüde in dem Strafverfahren ausfül dringend erwünscht, daß auch in He organ für die Gerichte und die Ang findet. Wir schlagen vor, sie zunäch Darmstadt, Mainz, Offenbach, Gießen zuführen. In diesen Städten beste ämter, die bereits seit längerer Zeit di hilfe mit Erfolg ausüben und die übe dieje Aufgaben vorgebildete und ges fügen. Die Bahnwünsche der Provinz S Wie aus Berlin berichtet wird, beschä ausschuß des preußischen Landtages in se 1. a. mit den Bahnwünschen der Provinz Antrag auf tunlichste Berücksichtigung d angenommen. Belämpfung der Brandstiftungen im Kajjel. Der Landesausschuß des Regierungsb gesichts der Tatsache, daß im ganzen Re die Zahl der Brandfälle, bei denen verm tung zu rechnen ist, groß ist, die von der schen Brandversicherungsanstalt zu ergre zur Bekämpfung der Brandstiftung gebil Empfänge beim Reichsprä Der Reichspräsident empfing am Do minister des Auswärtigen Dr. Streseman Auch nahm der Reichspräsident den 2 des Deutschen Auslandsinstitutes in Stu Herren überreichten dem Reichspräsiden Dankbarkeit für die Förderung, die er d Auslandsdeutschen mit der Heimat habe vierte Exemplar des von dem Institut f Auslandsdeutschtum geschaffenen ,, Deuts Der Reichspräsident empfing auch am Mitglieder des„ Stahlhelms", welche d als dem Ehrenmitglied des Bundes das Grüße der Frontsoldaten, die sich am kom Sonntag in Berlin versammeln werden, Das Gesetz über die Vorbildung der Generalfynode. Die Generalsynode nahm am Donn briller Lesung das Gesetz über die Vorbild fähigkeit der Geistlichen an. Für die Erleichterung des deutsch- f Der Generaltat des Departements N verkehrs. u. a. von den Abgeordneten Oberkir unterzeichnete Entschließung an, in der im französischen Annäherung eine Erleichter zwischen den beiden Ländern durch Besei wischen den beiden Ländern durch Besein bestehenden kostspieligen und kompliziert fordert wird.