Str. 21. Die neue Zeitschrift dürfte sich recht werben. idung und Frauenfultur. Zeitschrift gs, Handwerks- und Boltstunst. Jähr Otto Beyer, Leipzig. Heft 5-1927 Frauen- Zeitschrift umfaßt alle Gebiete tommt für die Hausfrau und Mutter für die im Berufsleben stehende Frau bekannte illustrierte Halbmonatsschrift schaft( Berlag Berlin W. 9) bringt in neben einer Fülle von Berichten über 1 Kassel, München und Dresden einen Som Brettl" von Dr. Wilczynski. Das hnlich auf jedem Bahnhof und in jedem - zu haben. Ein Heft, das von den Bayerischen chen) Interessenten auf Wunsch überitesten Kreisen Antlang finden. Ber schrift G. m. b. H., Dresden-. 19. t von lebhaftem literarischen Interesse. wagen, Zugmaschinen. Verlag Deut n. b. H., Dresden- A. 19. Preis 2.-. 20 M( Nachnahme).-- Die Ausgabe 2 eug- Typenschau i joeben erschienez. achter wird nicht nur über deutsche n und Zugmaschinen Aufich uz geer die technische Entwidlung auf die Christian Klein in Gießen. e Zähne machen jeb. 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Die Fraktion der Deutschen Volkspartei hat im Landtag einen Antrag eingebracht, in dem die Regierung ersucht wird, im Reichstat fich mit allem Nachdrud dafür einzusetzen, daß die Vorarbeiten zur Neuregelung der Beamtenbesoldung so beschleunigt werden, daß das Gesch spätestens bis jum 1. Oftober 1927 verabschiedet werden fann und möglichst rüdwirkende Kraft bis zum 1. Juni 1927 erhält. Weiterer Rüdgang der Arbeitslosenziffer. In der Zeit vom 15. April bis 15. Mai ist die Arbeitslofenziffer um rund 20 Prozent zurüdgegangen, und zwar von 1217 000 auf 972 000. Ein neuer Besatzungszwischenfall. Am letzten Sonntag wurde eine 30jährige Frau auf dem Wege zwischen 3dar und Vollmersbach von einem französischen Soldaten unter Bedrohung mit einem Messer in einen Garten geschleppt und vergewaltigt. Der Soldat begab sich nachher nach Vollmersbad), wo er festgenommen wurde. Die Komman bantur stellte seine Personalien fest und setzte ihn dann vorläufig wieder auf freien Fuß. Die Frau wurde zur Unterjuchung ins Joarer Krankenhaus verbracht. Aus dem Arbeitszeitgesch. Vorbereitungs- und Ergänzungsarbeiten. Die in der Verordnung über die Arbeitszeit vom 14. April 1927 vorgesehenen Ausführungsbestimmungen sind nunmehr nach Zustimmung des Reichsrats zur Veröffentlichung gelangt. Nach§ 9 der Verordnung vom 14. April ist eine Ueberschreitung der zulässigen täglichen Arbeitszeit möglich, sofern es sich um Borbereitungs- und Ergänzungsarbeiten handelt, hei denen eine Bertretung des Arbeitnehmers durch andere Arbeitnehmer des Betriebes nicht möglich oder die Heranziehung betriebsfrember Arbeiter dem Arbeitgeber nicht zugemutet werden Drud. Verlag und Expedition: Giezen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostichedfonto Nr. 8437 Ami Frantjurt a. M. Sonnabend, den 28. Mai 1927 Das Schankstättengeset. Jm Reichsrat wurde der Schantstättengeſetzentwurf in der Fassung der Ausschußbeschlüsse angenom men. Ueber die Frage, wer befugt sein soll, Richt linien für die Erteilung von Konzessionen zu erlassen, behielt sich die Regierung die Einbringung einer besonderen Vorlage vor. Dazu die folgende Illustration( nach dem„, Sonntagsblatt f. d. arb. Volk"): ,, Wir fuhren in der Morgenstunde eine Viertelstunde durch einige Straßen von Berlin. Von der Friedrichstraße her zum Stettiner Bahnhof. Es genügte vollkommen, um das zu sehen, worauf ers antam, nämlich: daß es Wahrheit und teine Phantasie ist, wenn behauptet wird, man tönne auf einen Kilometer Straßenlänge 42 Gastwirtschaften zählen. Wir fanden sie links und rechts, alle mit grellblauen Schildern. Dann wieder in einer ganz furzen Straße 29 Stüd. Dann wieder von einer einzigen Strakenede aus auf wenige Schritte Entfernung sichtbar, neun... Weiß Gott, wie es fam, daß just in dieses üppige Feld von Gastwirtschaften ein städtischer Arbeitsnachweis gepflanz wurde. Wir sahen das bunte Gewimmel, das Getribbel und Gefrabbel von Tausenden arbeitsuchen der Menschen. Die Straße, die Zugänge quollen, die Zimmer schienen zu bersten unter der Fülle von Men schen, die sich in ihnen stauten. Vier Wirtschaften lauern direkt vor den Toren auf das Geld der Leute, zum Stempeln" gehen... Erwerbslose spülen Aerger, Verdruß, Verbitterung hinunter, die vielen Wirtschaften bieten die Gelegenheit dazu." Kinopaläste, aber keine Wohnungen. fann. Als solche Arbeiten werden in den Ausführungsbestim In Berlin kamen auch in den letzten Jahren noch mehr mungen bezeichnet: 1. Bedienung von Kraft, Beleuchtungs-, Heizungs- und Aufsugeanlagen, Defen und ähnlichen Betriebseinrichtungen sowie Bilege von Arbeitstieren; 2. Vorbereitung von Hilfsstoffen und Instandsehung von Hilfsgeräten und sonstigen Betriebseinrichtungen; ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Betitzeile auswärts 24 Pig. lokal 12 Big., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Play porschriften ohne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 22 Wochenrückblick. Die außereuropäischen Geschehnisse interessieren uns in der letzten Woche sehr wenig. Das Interesse für die chinesischen Wirren ist erlahmt, selbst die wohl ziemlich einzigartig dastehende Ueberschwemmungs fatastrophe in Amerika mit allen ihren den Menschen so furchtbar mitnehmenden Begleiterscheinungen wurde in den Hintergrund gedrängt. Man spielt in Europa wieder einmal um wichtige Dinge. Die Genfer Weltwirtschaftskonferenz will gerade ausgehen wie das Hornberger Schießen, bei dem bekanntlich die Hornberger einen Schützenfönig herauszuschießen hatten, nach mehrstündigem Echießen das Pulver ausging, und bis dahin teiner aber auch nur die Scheibe getroffen hatte. Man ist mit der Zeit von diesen internationalen Zusammenfünften immer mehr enttäuscht. Was bedeuten uns noch alle die schönen Reden, die gehalten wer den, während man hinter den Kulissen doch auf ande ren Instrumenten spielt? Die Spannung England Rußland hält unvermindert an. Von beiden Seiten droht man mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen. Hat Deutschland Vorteile davon? Keineswegs! Wenn wirklich Rußland nach einem Bruche seine Aufträge aus England zurüdziehen würde und sie Deutschland übertragen bekäme, hätten wir wohl sofort die wirtschaftliche Gegnerschaft Englands sofort zu fühlen. Wir können überhaupt in letzter Zeit von allzu großem Entgegenkommen Englands auf feinen Fall sprechen. Unsere Vermutung, daß man bei dem französischen Ministerbesuch in London deutsche Interessen verkaufen würde, hat sich als richtig erwiesen, obwohl genaue Angaben über den gegenseitigen Einsatz zwischen England und Frankreich bis jetzt fehlen. Die darüber erschienenen Die Wohnungsnot in Deutschland ist furchtbar. Artitel der halbamtlichen Zeitungen bis jetzt weder Bestätigung noch Dementi erfahren. Wohnungssuchende neu hinzu, als Wohnungen gebaut struppigste und eingebildette köter Europas hat bei Polen, der bissigste, wurden. Alles sollte daran gesetzt werden, daß diese den Gemeindewahlen in Rybnit sein wahres terroristihimmelschreiende Not behoben würde. Doch weit gesches Gesicht gezeigt. Man muß sich über die Iamm= fehlt! Gewisse Leute haben andere Sorgen. Hören wir, welcher Art dieselben sind: Wie dem Hamburger Korrespondenten" aus Berlin berichtet wird, ist man 3. Reinigung und Instandhaltung von Betriebsräumen. Ma planmäßig in den letzten Monaten daran gegangen, im schinen, Desen und anderen Betriebseinrichtungen; 4. Arbeiten von Vorarbeitern, Werfführern und sonst bei Beaufsichtigung der Arbeitnehmer oder des Arbeitsvorganges Beteiligten. Vorausschung ist wieder, daß diese Arbeiten außerhalb der im Betriebe allgemein bestehenden Arbeitszeit erforderlich sind, um eine geregelte Aufnahme des Betriebs sicherzustellen, daß sich die Arbeiten ohne Störung für den Gesamtbetrieb während der allgemeinen Arbeitszeit nicht ausführen lassen und daß schließlich die Betätigung unerläßlich ist, um den vollen Betrieb corzubereiten oder abzuschließen, oder die Arbeit zweier unmittelbar aufeinanderfolgenden Schichten zu verbinden. Auch die Beaufsichtigung der oben genannten Arbeiten gehört zu den Borbereitungs- und Ergänzungsarbeiten im Sinne des§ 9 Abs. 1 der Verordnung über die Arbeitszeit. Die unter Nr. 1-4 angeführten Arbeiten sind nur insoweit als Vorberei tungs- und Ergänzungsarbeiten anzusehen, als sie insgesamt die Dauer von einer Stunde täglich oder, sofern es sich um Arbeiten auf Grund der Nummern 1 oder 2 allein oder im 3u sammentreffen mit Ausnahmen auf Grund einer der übrigen Nummern handelt, die Dauer von zwei Stunden täglich nicht überschreifen. Die Bestimmungen sind am 1. Mai d. J. in Kraft getreten. Politische Berdienste". - Angaben, die das„ Bayerische Vaterland"( 5.4. 27) über die Einnahmen gewesener und gegenwärtiger deutscher Parlamentarier machte, sind bisher unwiderrufen geblieben. Danach bezieht Dr. Radbruch- die Namen sind von uns lediglich zur Nachprüfung der Glaubwürdigkeit übernommen neben dem regulären Gehalt aus seiner Universitätstätigkeit eine Pension von 13 416 Mart für sein früheres Ministeramt. Dr. Cuno, der Generaldirektor der Sapag, 600 000 Marl Gehalt und 18 285 Mart Reichstanzlerpension. Dr. Luther als Verwaltungsratsmitglied der Reichsbahn 100 000 art jährlich, dazu 23 115 Mart Reichstanzlerpension. Dr. Wirth erhält neben seinen Reichstagsdiäten und Privat- Einnahmen 19 665 Mart Pension. Dr. Koch bezieht außer großen Einfünften aus seiner Rechtsanwaltspraris 19 032 Mart Pension. Die Reihe der Großpensionäre unter den Abgeordneten, die außer dem über eine erhebliche Privateinnahme verfügen, tönnte noch beträchtlich verlängert werden. Dazu tommt, daß eine große Reihe von Abgeordneten bis zu 30 und 40 Aufsichtsratsposten belleiden.( Was hier nicht zur Diskreditierung achtbarer Persönlichteiten oder zu parteipolitischen Zweden vermerkt wird, sondern zur Kritik an einem als untragbar empfundenen Syſtem. fromme Geduld der deutschen Regierung wundern. Man muß staunen über die Interesselosigkeit des VölTerbundes. Jst sie Absicht oder Ohnmacht? 40 schwer verletzte Deutsche in den Rybnifern Krankenhäusern verkehrsreichsten Teil des Berliner Westens ein Kinoviertel ins Leben zu rufen. Rund um die Kaiser Wit Deutschtum so viel aushalten müssen! Ist das Schutz will doch etwas heißen! Arme Menschen, die für ihr helm- Gedächtniskirche sind zurzeit drei neue Kinoder Minderheiten? paläste mit 6500 Plägen im Bau; sind die fertiggestellt. tete ein besonderer Ausschuß nach jahrelanger Arbeit Jin deutschen Reichstag berich so werden allabendlich 30 000 bis 40 000 Kinobesucher über Völkerrechtsverlegungen im Welifrieg. Der unin dieser Gegend zusammenströmen. Auch in den äußeter Mitwirtung anerkannter internationaler Größen ren Stadtvierteln wachsen allenthalben neue riesige Lichtspielhäuser aus dem Boden. Außerdem soll der Berliner Sportpalast demnächst als größtes Vergnügungsetablissement" der Reichshauptstadt neu eröffnet werden. Das Partett soll, in eine Eisarena umgewandelt, im Sommer und im Winter für 2000 Schlittschuhläufer und 10 000 Zuschauer Platz gewäh: ren, um bei besonderen Gelegenheiten in einen riesigen Tanzsaal umgewandelt zu werden; 12 000 Ballgäste sollen hier dann ihr Vergnügen finden. Der„ Trichter", ein großes Hamburger Vergnügungsunternehmen, baut zurzeit neben seinen anderen Lokalitäten einen Kinopalast, der 1800 Personen faßt. Man denke, wie die Kinostude manchmal Räuber und Diebe, Ehebrecher und Mörder verherrlichen, und zwar vor täglich etwa 3 Millionen Kinobesuchern. Jahr für Jahr wird dem Volf eine Seelenspeise vorgesetzt, an der es zugrunde gehen muß, weil sie Gift ist! ,, Gemeinschaftsbote". abgefaßte Bericht stellt eine glänzende Rechtfertigung Deutschlands dar. Aber, aber. Wo macht das ein anderes Land? Und wenn es ein anderes Land täte, wo ist dort wie bei uns der Sozialdemokrat, der den Bericht Lüge nennt? So was lann nur dem einfältigen deutschen Michel passieren. Dabei haben die im Ausschuß vertretenen Sozialdemokraten den Entschlie= jungen und Beschlüssen zugestimmt! So bot wieder einmal der Reichstag ein beschämendes Bild! Auf drei Wochen hat er sich übrigens vertagt. Erschütternd wirkten die Nachrichten von dem furchtbaren StraßenBahnunglüd in Raffel auf uns ein, bei dem 10 Menschen ihr Leben verlieren mußten. Der hessische Landtag arbeitet unermüdlich am Etat. Das Kapitel Polizei hielt infolge zahlreicher Wünsche und Einsprüche erheblich auf. Dafür wurden an einem anderen Morgen 15 Kapitel durchgejagt. Das heifischen Handwert unternimmt am 15. Juni eine Sonderfahrt zur Münchener Gewerbeausstellung. Der Abbau der Zwangswirtschaft im Hessischen Landtag. Sozialdemokraten, Kommunisten und- Deutschnationale stimmen gegen die Lockerungsanfrage. gz. Endlich, am 4. Mai 1927, tamen die im November 1926 von drei bürgerlichen Parteien gestellten Anträge auf Loderung der Wohnungszwangswirtschaft im Plenum des Hessischen Landtags zur Beratung und Abstimmung. Es lagen vor die Anträge Haury, Dingelden und Gen.( Deutsche Volkspartei), Seinstadt, Lautenbacher und Gen.( Zentrum) und Dr. Büchner und Gen.( Demokraten), die sämtlich grundsätzlich das Verlangen an die Regierung stellten, auch in Hessen mit der Lockerung der Zwangswirtschaft zu beginnen. Tujerdem stend ein Antrag des Landgemeindetags zur Debatte, der die Aufhebung der Wohnungszwangs wirtschaft in den Gemeinden unter 6000 Einwohnern forderte. Ein Antrag des Mieterverbandes forderte die Beibehaltung der Zwangswirtschaft und ein tommunistischer Antrag wandte sich gegen die Mieterhöhung am 1. April. Borausgreifend muß festgestellt werden, daß durch das Vorliegen der drei Anträge, die die Loderung forderten, die günstigsten Vorbedingungen geschaffen waren, um wenigstens einen Antrag zur Annahme au bringen. Es soll an dieser Stelle unumwunden anerkannt werden, daß Deutsche Voltspartei, Demofraten und Zentrum, sowie der Bauernbund, fich reftios für die Annahme der Anträge eingelegt haben. Umsomehr zu bedauern ist es, daß durch das Versagen der Deutschnationalen Volkspartei der demokratische Antrag, der die größte Stimmenzahl auf sich vereinigte, der Ablehnung verfiel. Der von der Deutschnationalen Volkspartei im Ausschuß gestellte Antrag, die drei Anträge der Parteien der Regierung als Material zu überweisen und die Regierung zu ersuchen, demnächst eine Vorlage über Abbaumaßnahmen dem Landtag zu unterbreiten, hatte aus parteipolitischen Gründen von vornherein teine Aussicht auf Annahme. Er hätte auch der Regierung die Möglichkeit gegeben, die Sache bis zum Herbst zu verschleppen, wäre also, rein praktisch betrachtet, ein Schlag ins Wasser gewesen. Als erster Redner tritt der Abg. Angermeier ( Komm. und Hausbesitzer) gegen die Mieterhöhung Sonnabend, den 28. Mai 1927. und für die Beibehaltung der Zwangswirtschaft ein, obwohl wir Grund zu der Annahme haben, daß Herrn Angermeier persönlich die Aufhebung der Zwangswirt schaft nicht weniger sehnlich erwünscht wäre, wie den anderen Hausbesitzern auch. Der Abg. Mann( Soz.) tritt, was eigentlich über flüssig ist zu erwähnen, ebenfalls für die Beibehaltung der Zwangswirtschaft ein. Seine Ausführungen wirt ten aber so wenig überzeugend auf das hohe Haus, daß jeber, und wohi auch der Redner selbst, den Eindrud hatte, als hielte er der Zwangswirtschaft die Leichenrede. Die Situation schien ja auch tatsächlich- bis zu der allgemein überraschenden Abstimmung getlärt. Abg. Haury( Dtsch. Vpt.) setzte sich für den Antrag seiner Partei ein. Er konnte auf die Erfahrungen in manch anderen deutschen Ländern hinweisen und ebenso auf die Verhältnisse auf dem Wohnungsund Geschäftsraummarkt, die eine Loderung der 3wangswirtschaft gebieterisch verlangten. Er schilderte die Wirkungen der Freigabe auf die Bauwirtschaft, insbesondere auf die Beteiligung des Privattapitals. Die heutige Verhandlung sei außerordentlich erwünscht, um einmal die politischen Parteien zu zwingen, zu betennen, wie sie sich zu dem Problem 3wangswirtschaft stellen. Die große Mehrheit der Mieter teile den Standpunkt des sozialdemokratischen Redners nicht. Redner stellt noch fest, daß der Minister nach seiner Aeußerung die Zwangswirtschaft abbauen könne, aber er wolle nicht. Abg. Dr. Müller( Bbd.) erklärt, daß der Bauernbund grundsätzlich für die freie Wirtschaft auch im Woh nungswesen eintrete. Er fordert eine Angleichung der Altmieten an die Neubaumieten. Je eher die Zwangswirtschaft beseitigt werde, desto eher werde eine Senfung der Neubaufosten und damit der Neubaumieten eintreten. Es liege feinerlei Grund vor, daß Hessen mit der Aufhebung der Zwangswirtschaft hinter anderen Ländern nachhinke. Abg. Lautenbacher( 3tr.) tritt für seine Partei im Sinne des Antrags für eine Loderung der Zwangs wirtschaft ein. Abg. Dr. Büchner steht ebenfalls zu seinem Antrag und bestätigt seine auch vor einiger Zeit in dem in unserem Blatt veröffentlichten Briefwechsel mit unserem Mitarbeiter fundgegebene Einstellung seiner grundsätzlichen Gegnerschaft gegen die Zwangswirtschaft. Er fordert einen allmählichen Abbau, in erster Linie für teuere Wohnungen und Geschäftsräume. Er verbindet damit die durchaus berechtigte Mahnung an die Regierung, billige Kleinwohnungen zu bauen und keine Billen. Minister Raab erwartet von dem Landtag einen flaren Beschluß. Die Regierung werde sich dann ge= nau überlegen, wieweit diesem Beschluß( vor den Wahlen. D. Red.) Rechnung getragen werden könne. Abg. Dr. Werner( Dnat. Bpt.) ist der Auffassung, daß ein Teil der Anträge wirtschaftliche Unmöglichkeiten darstelle. Er meint damit zweifellos den Antrag der Deutschen Volkspartei, der genau substantiert ist. Der Redner vergißt aber dabei, daß auch dieser Antrag die Schaffung von Uebergangsbestimmungen zur Vermeidung von Härten vorsieht. Der Redner ist der Meinung, durch die Aufhebung der Zwangswirtschaft für große Wohnungen und Geschäftsräume müßten sich die Besitzer von Kleinwohnungshäusern zurückgesetzt fühlen. Dieser Einwand hat keine Berechtigung, denn man muß mit dem Abbau da anfangen, wo er wirtschaftlich möglich und tragbar ist. Die Entwidelung wird dann einen systematischen Weiterabbau möglich machen. Abg. Zinkann( Soz.) suchte dann noch mit einigen Bemerkungen aus der Eingabe des Mietervereins die Situation zu retten. Abg. Dr. Leuchtgens( Bbd.) stimmt dem Minister zu, wenn er vom Landtag einen flaren Beschluß verlange. Diese Klarheit enthalte der volksparteiliche Antrag, für den der Redner eintritt. In der nun folgenden Abstimmung wird zuerst der volksparteiliche Antrag gegen die Stimmen der Deutschen Volkspartei und des Bauernbundes abgelehnt. Der Antrag der Zentrumspartei wird gegen die StimKirchgang auf der Hallig. Von Elfriede Rotermund Es war viel schwere See gewesen. Mit erbitterter Wucht war sie gegen die User gerannt und hatte unaufhörlich ihre grauen Wogen vor sich hergepeitscht. Die stießen heulend und krachend auf das Borland der kleinen Hallig, waren triumphierend zurückgerauscht und hatten sich dann mit neuen getroffen. die mit weißen Stirmnen der Inseltante entgegen brausten. Zischend und wutschnaubend waren sie aneindergeprallt und hatten sich sekundenlang zu breiten Mauern auch kochendem Gischt getürmt. So hatte der Sturm einen Tag um den anderen getobt. und der Orkan gedonnert, bis die Wogen müde geworden und ihre Kraft gebrochen war. Nun war die See wieder still. Wer es nicht tannte, mochte laum glauben, daß dieselben Wellen, die jetzt wie ein glitzern der Goldsaum die Hallig umkräufelten, noch vor Wochen wie weißmähnige, wilde Rosse sich knirschend ins 3aumzeug gelegt, und gierig schnappend und beißend ein Stück Land nach dem andern genommen hatten. Halligsonntagsfrieden ringsumher! Ueber die tauigen Sonnenwege schreitet der Meerwind mit goldenen, wehenden Schwingen, rührt die weißen Muscheln am Wattgrunde mit Jilbernem Klingfling an und wandert weiter über die flimmernde, träumende See. Weiche Rebel lösen sich aus dem Tief, schweben und gleiten über den veilchenfarbigen dämmernden Grund, zerfließen, vergehen, finden sich suchend wieder zusam men und verschmelzen in eins. ,, Gießener Zeitung" men des Zentrums, der Deutschen Volkspartei und des Bauernbundes abgelehnt. Der dritte Antrag der Demottaten erhielt die Stimmen der Demokratischen Partei, des Zentrums, der Deutschen Volkspartei und des Bauernbundes. Da das Ergebnis angezweifelt wurde, wurde die Abstimmung wiederholt. Die Gegenprobe ergab, daß Sozialisten, Kommunisten und Deutschnationale mit 30 Stimmen gegen 26 Stimmen der anderen Parteien den demokratischen Antrag abgelehni hatten. ,, Verwirrung der Gefühle?" Zur Abstimmung über die Loderung der Wohnungszwangs wirtschaft im Heffischen Landtag. Unter dieser Ueberschrift schreibt Herr Erich Wellow, der Generaljekretär der Deutschen Volkspartei in Hessen, im„ Darmstädter Tagblatt": In der am Mittwoch, den 4. Mai, stattgefundenen Sigung des Landtages waren die hessischen Volksvertreter vor die Frage gestellt, ob der Unfug der Wohnungszwangswirtschaft in Hessen noch weiter beibehalten oder ob ein jnftematischer Abbau endlich einmal in Angriff genommen werden soll. Andere Länder Württemberg, Bayern, Baden, Thüringen, Oldenburg, ferner die Hanjajtädte und vor einigen Wochen auch Breußen, haben teils auf dem Berordnungswege, teils durch die gesetzgebenden Körperschaften einen Abbau der Wohnungs zwangswirtschaft eingeleitet, indem sie die gewerblichen Räume und die sogenannten„ teueren" Wohnungen freigaben Die Erwägungen, die zu der Forderung auf Aufhebung der Woh nungszwangswirtschaft führen, sind so einfach, daß man über sie nicht mehr zu diskutieren braucht: auch die Wohnungs zwangswirtschaft war nur durch die Kriegsnotwendigkeiten bedingt, sie ist, wie jede Zwangswirtschaft, der anormale Zustand, der in dem Augenblid, in dem die Wirtschaft sich wieder auf normale Verhältnisse einstellen tann, feine Daseinsberech tigung hat. Bernunft wird Unjinn, Wohltat Plage". wenn ein unter außergewöhnlichen Umständen geschaffener Zustand in normalen Zeitläufen verewigt werden soll. Die Freunde der Zwangswirtschaft wenden ein, daß wir ,, normale" Zustände noch nicht haben, so daß daher gerade die Aufhebung der Wohnungszwangswirtschaft noch verfrüht jei. Sie haben diese Einwände immer erhoben, ob es sich nun um Aufhebung der Fleischbewirtschaftung, um Freigabe des Brotgetreides, des Zuders oder sonst was handelte; sie haben immer dabei übersehen, daß der normale Zustand ja erst durch die Freigabe erreicht werden konnte, und es wird wohl heute keinen vernünftigen Menschen geben, der etwa glaubt, daß z. B. unsere Lebensmittelversorgung durch ihre Freigabe gelitten hätte. Alle die Unken, die in ungezählten Auslassungen gequaft hatten, daß bei Aufhebung der Zwangswirtschaft die„ armen Leute nichts zu essen" hätten, müssen heute zugeben, daß sie falsche Propheten waren. In dem Komplex der Zwangswirtschaft ist zweifelsohne die Wohnungsfrage die schwierigste und delikateste, und es ist daher verständlich, daß man an sie zuletzt herangeht. Immerhin dürfte jetzt, nachdem bald 10 Jahre nach Beendigung des Krieges vergangen sind, auch dieje Frage brennend geworden sein, und zwar nicht nur für die Hausbesitzer, sondern für die Gesamtheit der Nation. Nur wer blind oder böswillig ist, kann die derzeitigen Zustände auf dem Gebiet der Wohnungspolitik als befriedigend ansehen, und man muß schon reaktionär sein wie die Sozialdemokratie, wenn man die gegenwärtigen Verhältnisse verewigen will. Die Erkenntnis, daß ein systematischer Abbau der Wohnungszwangswirtschaft endlich auch in Hessen eingeleitet wer den muß, hat bereits im Vorjahr dazu geführt, daß die Landtagsfraktionen der Deutschen Volkspartei, der Demokraten und des Zentrums Anträge einbrachten, die eine Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft verlangten. Die Deutsche Volks: partei ging am 20. Ottober voran, ihr folgten die beiden anderen am 21. Der Antrag der Deutschen Volkspartei lautete wie folgt: ,, Wir beantragen: Der Landtag wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, unverzüglich Maßnahmen zum systematischen Abbau der Wohnungszwangswirtschaft zu treffen, und zwar dahingehend, daß 1. in Gemeinden mit einer Einwohnerzahl nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 von a) über 20 000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 1000 M ab, b) über 20 000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 800 M ab, Dann beginnt leise ein Klingen und Singen, ein Jubilieren voll sieghafter Kraft, einer Macht und Kraft, die den Tod überdauert. Die ehernen Glodenstimmen der großen Nachbarinsel, das Föhrer Kantategeläut ist's, das über das erwachende Meer flingt. Immer voller, immer lauter rufen die Feiertagsgloden; Meeresraunen mischt sich zart und lind in die dumpfen Klänge, und schöner als Weihrauchdüfte steigt es aus dem jungen Gras. Da pocht es auch an dem Holzglodenturm neben dem fleinen, turmlosen Halligkirchlein. Ernst, friedesam und feierlich läutet die Glode über das Eiland, auf dem sich nur zehn niedrige, rethbedeckte Häuser um Kirche und Pfarrhaus fuscheln und rings das weite Meer. Schritte stapfen über die steingepflasterten Wege der Wars. Auf den Arm ihrer blonden Enkelin gestützt, schreitet, wie allfontäglich, eine 93jährige Friesin als erste den Kirchsteg hinan. Die scharf umrissenen Linien ihres hageren, durchfurchten Gesichtes reden von einem herben Lebensschicksal. Aber trotzdem bringt es der alte faltige Mund nicht fertig, über ihr Leid zu klagen. Das Leben war nicht leicht, nein, das war es nicht, aber es hatte ja auch niemand gesagt, daß es das sein solle und müsse. Oft spricht sie von dem ersten furchtbaren Erlebnis ihrer Kindheit, von der schrecklichen Sturmflut 1825 und dem grausigen Anblick, als der blanke Hans sich die neuntöpfige Nachbarfamilie geholt, selbst den Säugling in der schweren Eichenwiege nicht verschont hatte. Noch zweimal mußte sie mit ihren Eltern und den größeren Geschwistern vor dem Wasser, vor der salzen Nr. 22. c) in den übrigen Gemeinden alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 600 M ab, 2. die nicht Wohnzweden dienenden Räume allgemein von der Zwangswirtschaft befreit werden, insbesondere zum Schutze leistungsschwacher Mieter und finderreicher Familien, 3. entsprechende Uebergangsbestimmungen getroffen werden, 4. auf einen entsprechenden Abbau der Wohnungsämter und Mieteinigungsämter hingewirkt wird. Die mit Gewerberäumen zusammen vermieteten Wohnräume sind wie unter 3iffer 1 beantragt zu behandeln." Die Anträge der beiden anderen Parteien entsprachen diesem in ihrem Inhalt; auch sie verlangten nur die Freigabe der gewerblichen Räume und der teuren Wohnungen. In allen Anträgen waren und das ist nicht unwesentlich Ueber= gangsbestimmungen gefordert worden, woraus erhellt, daß die Antragsteller nichts übers Knie brechen wollten.( Diese Uebergangsbestimmungen haben z. B. in Preußen so gut wie gefehlt, so daß dort tatsächlich Härten vorkamen; dort war abe: die Freigabe der gewerblichen Räume auf dem Verordnungs wege erfolgt, so daß der mäßigende Einfluß der Parteien nicht zur Geltung fam. Trotzdem konnte der Vater der Verordnung. der zentrümliche Wohlfahrtsminister Hirtjiefer. feststellen, daß trotz des Fehlens dieser einschränkenden und mildernden Be stimmungen bei Hunderttausenden von Mietsverhältnissen noch feine 700 Beschwerden eingelaufen sind!) Sonnabend, den 28. Mai 1927. Auftlärung des Gadhverhalts nachzuweisen den, wenn ihm dies nach billigem Ermessen fann, gewiffe Behauptungen zu beweisen. Die lungspflicht ist entsprechend auch auf den ausgedehnt worden; auch er hat von Amtswe alt zu ermitteln. Von dieser Ermittlungsp Ausschüsse durch widersprechende Angaben des night entbunden Der Erlag weijt weiter darauf hin, daß zeichnungen, die den Vorschriften der§§ 162, prehen, die Vermutung ordnungsmäßiger baben und der Besteuerung zu Grunde zu legen bendere Umstände des Falles Anlaß geben, ih feit zu beanstanden. Wenn die Veranlagi fern die volle Beweiskraft absprechen will Gründe, die nach den Umständen des Falles den 2 Dem Steuerpflichtigen mitteilen. Nach dem Gri ben Gehörs dürfen dem Steuerpflichtigen ge ge Umstände für die Entscheidung nur verwert Gelegenheit gehabt hat, sich selbst dazu zu än Eine schuldhafte Nichterfüllung von Verp tem Steuerpflichtigen obliegen, kann nur aus bestimmter einzelner Pflichtwidrigkeiten gefolger leetellung soll aber nicht in der allgemeine der niedrigen Deflarierung und auch nicht in elmer fehlender Angaben der Steuererklärung cinwandfreie Feststellung kann nicht ohne weit Laftes( abfichtliches oder fahrlässiges) Verhalten Ten Auf Grund der amtlichen Ermittlungspf sabe der Behörde, in solchen Fällen Rückfragen rigen zu halten. Die Loderung der Wohnungszwangswirtschaft wäre gewiß also auch für Hessen teine Katastrophe geworden und man hätte annehmen müssen, daß wenigstens alle bürgerlichen Parteien ihr zustimmen würden. Aber auch in der Politik kommt es erstens immer anders und zweitens als man denkt. Wenn die Hessische HausbesizerZeitung" vor einigen Monaten schrieb, daß die Sozialdemo tratie mit ihrem Anhang nach links die letzte noch bestehende Errungenschaft der Revolution auf wirtschaftlichem Gebiet nicht ohne Kampf preisgeben würde", so hat sie zweifelsohne recht gesehen. Dieses nach links" beweist aber, daß auch sie nicht im entferntesten an die Möglichkeit der Unterstützung der Sozialdemokratie von rechts her dachte, die aber nun leider am 4. Mai Tatsache geworden ist. An diesem Tage haben die Deutschnationalen die Woh nungszwangswirtschaft in Hessen gerettet! Sie haben mit den Sozialdemokraten und Kommunisten gestimmt und den demokratischen Antrag, der die meiste Aussicht auf Annahme hatte und mit ihren Stimmen unbedingt angenommen worden wäre, abgelehnt! Der normale Wähler ist verblüfft! Ausgerechnet die Deutschnationale Partei, die Partei, die jahrelang einen erbit terten Kampf um die freie Wirtschaft geführt und dabei oft genug behauptet hatte, daß sie allein diesen Kampf mit der nö tigen Energie führe und die Deutsche Voltspartei natürlich wie immer schlapp" sei, ausgerechnet diese Deutschnationalen, die jedes Zusammengehen mit der Linken in den vergangenen Jah ren als nationale Unzuverlässigkeit anprangerten, sie haben mit Sozialdemokraten und Kommunisten den Abbau einer finn los gewordenen Wirtschaftsform verhindert. Sie haben aller dings noch etwas getan: sie haben nämlich in den letzten Tagen jogar einen eigenen Antrag eingebracht, in dem sie die Regie rung aufforderten, ihrerseits Vorschläge zu unterbreiten. Die ser Antrag ist, da er von den Deutschnationalen fommt, bejon ders hübsch, denn er zeugt von einem Vertrauen zur hessischen Regierung, über das sich diese geziemend freuen wird. Ermittlungspflicht der Steuerbehörden bei der Veranlagung der Gewerbesteuer. In einem gemeinsamen Runderlaß haben der preußische Fi nanzminister, der Minister des Innern und der Minister für Handel und Gewerbe Stellung zu den vielfachen Beschwerden ge nommen, die darüber geführt werden, daß die Gewerbesteueraus schüsse ohne nähere Prüfung von den Steuererklärungen ab weichen und im Wege der Schätzung die Veranlagung vornehmen, wenn ihnen der vom Steuerpflichtigen angegebene Gewerbe ertrag oder das Kapital zu gering erscheint. In dem Kunder lag ist nachdrüdlich ausgesprochen worden, daß dieses Verfahren der Gewerbesteuerausschüsse unzulässig ist und im Widerspruch mit den gesetzlichen Bestimmungen steht. In dem Runderlag wird weiter darauf hingewiesen, daß der Steuerausschuß von Amtswegen die tatsächlichen und rechtlichen Verhältnisse zu er mitteln hat, die für die Steuerpflicht und die Bemessung der Steuer wesentlich sind. Andererseits hat der Steuerpflichtige die Pflicht, auf Verlangen die Richtigkeit seiner Angaben durch See, fliehen, dreimal wurde die väterliche Warf samt Haus und Stall zerstört, dreimal retteten sie nur das nadte Leben und mußten so arm, fo bitterarm wieder von vorn anfangen. Ein Achtzigjähriger, noch aufrecht und ohne Stod gehend, öffnet die Pforte des Kirchhofgitters. Ehe er ins Gotteshaus tritt, verweilt er furze Minuten vor einem Grabplate. Zwei gleiche Kreuze rechts und lints schmüden die Ruhestätten. In der Mitte ist ein Platz frei. Seine beiden Lebensgefährtinnen sie waren Schwestern, liegen dort. Des ersten Glüds hat er sich nur einige Jahre erfreuen dürfen, die zweite Frau starb vor einem Jahrzehnt. Biele Boote hat er in feinem mühevollen, arbeitsreichen und tätigen Leben gebaut, ist aber selbst faft nie über die Grenzen der absterbenden Welt seiner Hallig hinaus gefommen. Su Erlaz bestimmt noch), daß diese Grundsä alagungs- und Rechtsmittelverfahren zu beacht Entscheidung von Streitigkeit über die Vergütung geleisteter Met Nach der Neuregelung der Arbeitszeit vom baben die Arbeitnehmer, mit Ausnahme der L über die gefeglichen Grenzen hinausgehende pruch auf eine angemessene Vergütung über de regelmägige Arbeitszeit hinaus. Als angeme bezeichnet die Verordnung einen Zuschlag von teht zwischen gesamt vertragsfähigen Parteien Farm, die Höhe oder die Art der Berechnung und tommt in freien Verhandlungen oder verfahren teine Gesamtvereinbarung zustande Edlichter auf Antrag eine bindende Regelung mehr hierzu veröffentlichten Ausführungsbes norgeschrieben, daß in dem Verfahren zur Streitigkeiten über diese Vergütung die B hören sind. In geeigneten Fällen kann d durch den Vorsitzenden des Schlichtungsau werbeaufsichtsbeamten oder andere behördlich Bei der Anhörung ist zu versuchen, eine Be ben Barreten herbeizuführen. Die Regelung tet liegt eine spätere abweichende Verei Streit beteiligt gewesenen Parteien nicht aus. ter jelbit tann auf Antrag seine Entscheidu gütung ändern, wenn eine wesentliche Verä gebenden Berhältnisse dies notwendig mad dung des Schlichters ist in einem Rechtsstre über die Bergütung auch für das Gericht( g Gewerbe oder das Kaufmannsgericht, vom 1 beitsgericht) bindend. Liegt eine Gesam cine bindende Regelung durch den Schlich tommt eine Vereinbarung unter den Beteili jo hat das Gericht in einem derartigen Re die Form, die Höhe und die Art der Berechn Jelbständig zu entscheiden. Für Gewerbe, die in ihrer Art nach in g Jahres regelmäßig zu erheblich verstärkter find, kann der Reichsarbeitsminister nach A haftlichen Bereinigungen der Arbeitnehme bestimmen, daß die Vorschriften über die be geltender Ueberstunden keine Anwendung fi Mehrarbeit durch Verkürzung der Arbeitsze Jeiten des Jahres ausgeglichen wird. Die Reidsarbeitsministers fezt voraus, daß der beitszeit durch bindende Vereinbarung für d erdnung rechtlich gesichert ist. Tarifvereinb tödliche Bauchfellentzündung feststellen. Na bliden war sie verschieden. Bon weitem schon meldet der lautschlüs alten neunzigjährigen Kapitän an, der, obw ten auf beiden Ohren taub, trotzdem allsonn Etod gefügt, zur Kirche stapft. Als legier Kirchgänger tommt der Stra Frau daher. Bor der Tür trennt er sich von cin wenig unfiten Schritten geht der kurze, bis an die Kirchhojshede, hält die Rechte bushigen Brauen und hält Ausschau in sein harfen, durchdringenden Augen entgeht so hate( pähen fie vergeblich über die false Se waterbes wartend da. Der Wind bläht ihr Ja Tahtod mit dem hellblauen, breiten Str über dem Saum ist. Die jilbernen Ketten am matzen Seidenmieder in wundervolle arbeit, womit sich die Friesinnen Sonntags und glitzern im Glanz der Maiensonne, un Schwarze Kopf- und Brusttuch hebt sich leuchte ternis hat sich in die tiefen Falten über der Ein junges Ehepaar, vor Monden getraut, schreitet Hand in Hand, wie zwei glüdjelige Kinder, über die Kirchenschwelle. Hinter ihnen geht allein der Vater des jungen Schiffers. Seine Frau, die er in dreißigjähriger Ehe feinen Tag frank oder ver reift gekannt hatte, ging von ihm aus raftloser Tätigkeit. Bis zum letzten Abend hatte sie ihre gewohnte schwere Stallarbeit getan und nicht über Schmerzen geflagt. Friesen find hart gegen sich und andere! In der Nacht gab sie zu, daß sie fich nicht wohl fühlte, aber sie wollte feinen Arzt. O nein, nur feine Arbeit und Umstände ihreiwegen haben, das würde wohl so wieder besser. Ein Boot fegelte dennoch ab, gegen ihren Willen, den Dot. tor zu holen. Als er nach einigen Stunden in der fahlen Mor gendämmerung vor ihrem Bette stand, konnte er nur noch eine Den Raje eingezeichnet, und doch liegt keine ler Augen, die soviel Leid in ihrem fieb Men mußten. Ein junger Steuermann, auf kurzen Urla od eben vor dem Pastor das Kirchlein. Die Tür des Gotteshauses schließt sich Alle, die es umfaßt, hat Gott der Herr in fe Nr. 22. Gemeinden alle Wohnungen mit einem von 600 M ab, eden dienenden Räume allgemein von aft befreit werden, insbesondere zum wacher Mieter und tinderreicher Fa rgangsbestimmungen getroffen werden, jenden Abbau der Wohnungsämter und er hingewirft wird. Sonnabend, den 28. Mai 1927. Aufklärung des Sachverhalts nachzuweisen und unter Umstän den, wenn ihm dies nach billigem Ermessen zugemutet werden fann, gewisse Behauptungen zu beweisen. Die amtliche Ermitteauch auf den Berufungsausschus lungspflicht ist entsprechend ausgedehnt worden; auch er hat von Amtswegen den Sachver halt zu ermitteln. Von dieser Ermittlungspflicht werden die Ausschüsse durch widersprechende Angaben des Steuerpflichtigen nicht entbunden. beräumen zusammen vermieteten Wohn ter Ziffer 1 beantragt zu behandeln." eiden anderen Parteien entsprachen die uch sie verlangten nur die Freigabe der nd der teuren Wohnungen. In allen d das ist nicht unwesentlich ordert worden, woraus erhellt, daß die Uebe Der Erlaß weist weiter darauf hin, daß Bücher und Aufzeichnungen, die den Vorschriften der§§ 162, 163 A. O. entsprechen, die Vermutung ordnungsmäßiger Führung für sich haben und der Besteuerung zu Grunde zu legen sind, wenn nicht besondere Umstände des Falles Anlaß geben, ihre sachliche Rich tigkeit zu beanstanden. Wenn die Veranlagungsbehörde den Büchern die volle Beweiskraft absprechen will, so muß sie die Gründe, die nach den Umständen des Falles den Anlaß dazu geben, dem Steuerpflichtigen mitteilen. Nach dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs dürfen dem Steuerpflichtigen gegenüber ungünitige Umstände für die Entscheidung nur verwertet werden, wenn er Gelegenheit gehabt hat, sich selbst dazu zu äußern. rs Knie brechen wollten.( Diese Ueber ben z. B. in Preußen so gut wie ge chlich Härten vorkamen; dort war aber blichen Räume auf dem Verordnungs mäßigende Einfluß der Parteien nicht dem konnte der Vater der Verordnung, hrtsminister Hirtjiefer, feststellen, das einschränkenden und mildernden Be tausenden von Mietsverhältnissen noch eingelaufen sind!) Bohnungszwangswirtschaft wäre gewiß = Katastrophe geworden und man hätte wenigstens alle bürgerlichen Parteien olitik kommt es erstens immer anders nft. Wenn die ,, Hessische Hausbesitzer Ronaten schrieb, daß die Sozialdemo nach links die letzte noch bestehende ution auf wirtschaftlichem Gebiet nicht würde", so hat sie zweifelsohne recht ints" beweist aber, daß auch sie nicht e Möglichkeit der Unterſtügung der echts her dachte, die aber nun leider orden ist. ben die Deutschnationalen die 1 Hessen gerettet! Sozialdemokraten und Kommunisten ge tischen Antrag, der die meiste Aussicht mit ihren Stimmen unbedingt anges abgelehnt! ler ist verblüfft! Ausgerechnet die , die Partei, die jahrelang einen erbit freie Wirtschaft geführt und dabei oft daß sie allein diesen Kampf mit der no d die Deutsche Boltspartei natürlich wie ausgerechnet diese Deutschnationalen, die mit der Linken in den vergangenen Jah uverlässigkeit anprangerten, fie haben und Kommunisten den Abbau einer finn aftsform verhindert. Sie haben aller sie haben nämlich in den letzten Tagen trag eingebracht, in dem sie die Regie rseits Vorschläge zu unterbreiten. DieDon den Deutschnationalen kommt, bejon eugt von einem Bertrauen zur hessischen sich diese geziemend freuen wird. ,, Gießener Zeitung" | stige Unterlagen, die dies dartun, und Nachweise über die Zah! der Beschäftigten in den verschiedenen Zeiten des Jahres sind bem Antrage beizufügen. Eine schuldhafte Richterfüllung von Verpflichtungen, die bem Steuerpflichtigen obliegen, tann nur aus der Feststellung bestimmter einzelner Pflichtwidrigkeiten gefolgert werden. Eine jolche Feststellung soll aber nicht in der allgemeinen Bemängelung der zu niedrigen Deflarierung und auch nicht in der Rüge ein elner fehlender Angaben der Steuererklärung liegen. Ohne einwandfreie Feststellung tann nicht ohne weiteres auf schuldLaftes( abfichtliches oder fahrlässiges) Verhalten geschlossen wer ren. Auf Grund der amtlichen Ermittlungspflicht ist es Aufhabe der Behörde, in solchen Fällen Rüdfragen bei den Steuerrflittigen zu halten. Der Erlaß bestimmt noch, daß diese Grundsätze auch im Verulagungs und Rechtsmittelverfahren zu beachten sind. Vorschläge des Reichsfinanzministers zur Frage des Steuerabbaus und der Steuerreform. In einer Rede vor dem Verein Berliner Kaufleute und Industrieller äußerte sich Reichsfinanzminister Dr. Köhler über seine Pläne hinsichtlich des Ausbaues des Steuersystems und der Steuerverwaltung. Er habe mehrere Gesezentwürfe in Borbereitung, die eine Fortsetzung der Erzbergerschen Finanzreform bedeuten. In Frage fämen das Rahmengeseh für die Grundsteuer, das für die Gewerbesteuer, für die Hauszinssteuer, sowie ein Gesetz für die Vereinfachung des Verfahrens in Steuer jachen. Die Realsteuern sollen fünftig nur noch hinsichtlich des Dom Staat und der Gemeinde zu bestimmenden Hundertjates des nach dem Reichsgesetz festgelegten Hauptsteuersatzes verschie den sein, die erste Voraussetzung für die fünftige Relation zmi schen Einkommen und Realsteuer, wenn die Zuschläge zur Eintommensteuer Gesetz werden. Damit sollen die Grundlagen für die Grund und Gewerbesteuer im ganzen Reiche so vereinheit licht werden, daß die Gemeinden nur die zu erhebenden Prozentsätze zu bestimmen haben. Die Gebäudeentschuldungsstener ( Hauszinssteuer) soll in die Reichsverwaltung übernommen werden und zwar in einer Form, die einen allmählichen Abbau der Steuer sichert. Das Endziel der ganzen Reform soll sein, daß das Finanzamt grundjäglich in einem einzigen Steuerbescheide Einkommen, Vermögen, Umjatz und die daraus sich ergebenden Steuerbeträge einschließlich der Kirchensteuer festsetzt; daß umgekehrt der Steuerpflichtige entsprechend alle Zahlungen grundsäglich nur noch an die Kasse dieses einen Finanzamtes zahlt. Anstelle der bisher bestehenden 5 verschiedenen Steuerausschüsse soll fünftig ein einziger gesetzt werden, der auch eine Besetzung mit Sachverständigen ermöglicht. Mit dieser Reform soll eine durchgreifende Rationalisierung der Finanzverwaltung durch Beschränkung der Finanzämter und durch Einführung von Maschinen Hand in Hand gehen. Entscheidung von Streitigteiten über die Vergütung geleisteter Mehrarbeit. Nach der Neuregelung der Arbeitszeit vom 14. April d. J. haben die Arbeitnehmer, mit Ausnahme der Lehrlinge, für die über die gesetzlichen Grenzen hinausgehende Arbeitszeit Anipruch auf eine angemessene Vergütung über den Lohn für die regelmäßige Arbeitszeit hinaus. Als angemessene Vergütung bezeichnet die Verordnung einen Zuschlag von 25 v. H. Entsteht zwischen gesamt vertragsfähigen Parteien Streit über die Form, die Höhe oder die Art der Berechnung der Vergütung und tommt in freien Verhandlungen oder im Schlichtungsperfahren feine Gesamtvereinbarung zustande, so trifft der Schlichter auf Antrag eine bindende Regelung. In den nunmehr hierzu veröffentlichten Ausführungsbestimmungen wird Dorgeschrieben, daß in dem Verfahren zur Entscheidung von Streitigkeiten über diese Vergütung die Beteiligten stets zu hören find. In geeigneten Fällen kann die Anhörung auch burch den Vorsitzenden des Schlichtungsausschusses, den Gewerbeaufsichtsbeamten oder andere behördliche Stellen erfolgen. Bei der Anhörung ist zu versuchen, eine Vereinbarung unter ben Barteten herbeizuführen. Die Regelung durch den Schlich ter schließt eine spätere abweichende Vereinbarung der am Streit beteiligt gewesenen Parteien nicht aus. Auch der Schlich= ter jelbft tann auf Antrag seine Entscheidung über die Ver= gütung ändern, wenn eine wesentliche Veränderung der maẞgebenden Berhältnisse dies notwendig macht. Die Entschei dung des Schlichters ist in einem Rechtsstreit der Beteiligten über die Vergütung auch für das Gericht( gegebenenfalls das Gewerbe oder das Kaufmannsgericht, vom 1. Juli ab das Arbeitsgericht) bindend. Liegt eine Gesamtvereinbarung oder eine bindende Regelung durch den Schlichter nicht vor und tommt eine Vereinbarung unter den Beteiligten nicht zustande, jo hat das Gericht in einem derartigen Rechtsstreit auch über die Form, die Höhe und die Art der Berechnung der Vergütung Jelbständig zu entscheiden. spflicht der Steuerbehörden nlagung der Gewerbesteuer. amen Runderlaß haben der preußische Fi ister des Innern und der Minister für Stellung zu den vielfachen Beschwerden ge eführt werden, daß die Gewerbesteueraus rüfung von den Steuererklärungen ab Der Schätzung die Veranlagung vornehmen, ■ Steuerpflichtigen angegebene Gewerbe tal zu gering erscheint. In dem Kunderusgesprochen worden, daß dieses Verfahren schüsse unzulässig ist und im Widerspruch Bestimmungen steht. In dem Kunderlag hingewiesen, daß der Steuerausschuß von hlichen und rechtlichen Verhältnisse zu er die Steuerpflicht und die Bemessung der Andererseits hat der Steuerpflichtige die en die Richtigkeit seiner Angaben durch wurde die väterliche Warf samt Haus und al retteten sie nur das nadie Leben und itterarm wieder von vorn anfangen. Für Gewerbe, die in ihrer Art nach in gewissen Zeiten des Jahres regelmäßig zu erheblich verstärkter Tätigkeit genötigt lind, tann der Reichsarbeitsminister nach Anhörung der wirtchaftlichen Vereinigungen der Arbeitnehmer und Arbeitgeber bestimmen, daß die Vorschriften über die besondere Vergütung geltender Ueberstunden feine Anwendung finden, soweit die Mehrarbeit durch Verkürzung der Arbeitszeit in den übrigen Zeiten des Jahres ausgeglichen wird. Diese Anordnung des Reichsarbeitsministers jetzt voraus, daß der Ausgleich der Arbeitszeit durch bindende Vereinbarung für die Dauer der Anordnung rechtlich gesichert ist. Tarifvereinbarungen oder son= ger, noch aufrecht und ohne Stod gehend, s Kirchhofgitters. Ehe er ins Gotteshaus rze Minuten vor einem Grabplate. Zwei und links schmücken die Ruhestätten. In atz frei. Seine beiden Lebensgefährtinnen n, liegen dort. Des ersten Glüds hat er erfreuen dürfen, die zweite Frau starb vor Jiele Boote hat er in seinem mühenollen, tigen Leben gebaut, ist aber selbst fast nie absterbenden Welt seiner Hallig hinaus tödliche Bauchfellentzündung feststellen. Nach kurzen Augenbliden war fie verschieden. Bon weitem schon meldet der lautschlüfernde Schritt den alten neunzigjährigen Kapitän an, der, obwohl seit Jahrzehn= ten auf beiden Ohren taub, trotzdem allsonntäglich, auf seinen Stod gestützt, zur Kirche stapft. Die Erhöhung der Posttarife und anderes. Der Reichspostminister hat nunmehr die Verordnung über die Erhöhung der Postgebühren dem Verwaltungsrat der Reichspost eingereicht. Die wichtigsten Gebühren sollen wie folgt erhöht werden: bisher neue Gebühr Briefe im Ortsverkehr bis 20 g... 5 Pfg. im Fernverkehr Bostkarten im Ortsverkehr im Fernverkehr Drucksachen bis 50 g( Bolldrucksachen) ( Teildrucksachen) Als letzter Kirchgänger kommt der Strandvogt mit seiner Frau daher. Vor der Tür trennt er sich von ihr, und mit schon cin wenig unsicheren Schritten geht der kurze, gedrungene Mann, bis an die Kirchhofshede, hält die Rechte schirmend über die buschigen Brauen und hält Ausschau in seinem Reich. Seinen scharfen, durchdringenden Augen entgeht so leicht nichts, doch heute spähen sie vergeblich über die salze See. Die Frau steht unterdes wartend da. Der Wind bläht ihren weiten, schwat zen Tuchrod mit dem hellblauen, breiten Streifen, der handhoch über dem Saum ist. Die filbernen Ketten und großen Knöpfe am schwarzen Seidenmieder in wundervoller, alter Filigran arbeit, womit sich die Friesinnen Sonntags schmücken, flirren und glitzern im Glanz der Maiensonne, und das feinwollene Schwarze Kopf- und Brusttuch hebt sich leuchtend ab. Viel Bitternis hat sich in die tiefen Falten über der stark vorspringenDen Nase eingezeichnet, und doch liegt keine Härte im Ausdrud der Augen, die soviel Leid in ihrem siebzigjährigen Leben schauen mußten. paar, vor Monden getraut, schreitet Hand lüdjelige Kinder, über die Kirchenschwelle. lein der Vater des jungen Schiffers. Seine zigjähriger Ehe feinen Tag krank oder ver ging von ihm aus raftloser Tätigkeit. Bis Jatte sie ihre gewohnte schwere Stallarbeit Ser Schmerzen geklagt. Friesen find hart re! In der Nacht gab sie zu, daß fie fich aber sie wollte keinen Arzt. O nein, nur mstände ihretwegen haben, das würde wohl e bennoch ab, gegen ihren Willen, den Dol r nach einigen Stunden in der fahlen Mor ihrem Bette stand, fonnte er nur noch eine Ein junger Steuermann, auf furzen Urlaub daheim, betritt noch eben vor dem Pastor das Kirchlein. Teil und Volldrudsachen über 50 bis 100 g. Geschäftspapiere bis 250 g 10 Pfg. 10 15 " " 3 5 " " 5 10 " " 3 5 " " 5 5 " " 5 10 " " 10 15 " " 20 30 " 10 15 20 30 30 40 " " 50 60 " " Inlandstelegramme per 5 " " 10 15 17 " 10 15 " " 15 20 " " 20 25 " " unverändert über 250 bis 500 g Warenproben bis 250 g über 250 bis 500 g. Eilzustellgebühren für Briefe für Pakete Telegramme: Die Tür des Gotteshauses schließt sich mit dumpfem Ton. Alle, die es umfaßt, hat Gott der Herr in seine Schule genomWort im Ortsverkehr im Fernverkehr Zahltarten bis 25 M von mehr als 25 bis 100 M von mehr als 100 bis 250 M von mehr als 250 bis 1000 M. Ueberweisungen, für jede Ueberweisung von einem Postschecktonto auf ein anderes 55558 10" Nr. 22. tung, wenn man, wie die Aufmertung" berichtet, liest, daß der Reichsbantpräsident Schacht zu seinen bereits erworbenen drei Rittergütern neuerdings das Schloß Hohenbuchau, die stolzeste Besitzung in der weiteren Umgebung von Bieberich, für 430 000 Reichsmart täuflich erworben hat. Wir wollen feineswegs etwa schwarz malen und wir sind auch der Auffassung, daß, nach dem durch die letzte Inflation Reich, Länder und Kommunen ihre Schulden los geworden sind, eine neue Inflation feinen Zweck hätte, denn wegen der Schulden der Staatsbürger rentiert sich eine Inflation nicht. Aber immerhin scheint der Reichsbankpräsident in die Solidität des Grundbesitzes mehr Vertrauen zu haben, als in seine Reichs- und Rentenmart, von welch letzterer die mit Goldflausel versehenen zum größten Teil eingezogen und durch Neuausgaben ohne Goldklausel ersetzt wor den sind. Wir halten es nicht für unangebracht, die Haus- und Grundbesitzer, hauptsächlich die, die ohne Not verkaufen wollen, ein wenig auf das, was vorgeht, aufmerksam zu machen. Man tann schließlich auch von einem Reichsbantpräsidenten etwas lernen. Eine 50prozentige Steigerung haben die Gebühren für Wertsendungen erfahren. Bei Bostanweisungen soll teilweise eine nicht unerhebliche Verbilligung eintreten. Bis zu 25 M. findet allerdings eine Tarifsteigerung von 20 auf 30 Pfennig statt. Die neue Stala endet aber mit 1 M., anstatt bisher mit 1,60 M. Gegen diese neue Belastung der Bevölkerung haben sich be= kanntlich alle bedeutenden Wirtschaftsorganisationen und po litischen Parteien gewandt. Der Voranschlag der Provinz Oberhessen. Der dem Provinzialtag zur Beratung und Beschlußfassung vorgelegte Voranschlag über Einnahmen und Ausgaben der Provinz Oberhessen für das Rechnungsjahr 1927 schließt in Einnahmen und Ausgaben mit dem Betrage von 4981 570. ab, übertrifft mithin denjenigen für 1926 um rund 3 533 000.. Dieser Mehrbetrag ist fast ausschließlich darauf zurückzuführen, daß infolge des Gesetzes über das Straßenwesen in Hessen vom 15. Juli 1926 mit dem 1. April 1927 die seither auf Grund der Gesetze vom 12. August 1896, 22. Juni 1901 und 12. Juli 1902 unterhaltenen Kunststraßen mit allem Zubehör in das Eigentum der Provinzen, die sie in Zukunft verwalten und zu unterhalten haben, übergegangen sind. Hierdurch sind die Einnahmen für die Provinzstraßen von 1926 auf 1927 zwar von 602 500 auf 3 167 000 K, also um rund 2565 000. gestiegen. Demgegen über stehen erhöhte Ausgaben für die Unterhaltung. Die not wendige Steuererhöhung soll dadurch den Steuerzahler nicht mehr belasten, als mit einer gleichzeitigen Steuersenkung der Kreise gerechnet wird, als auf die Kreise eingewirkt werden soll, ihrerseits die Steuern um den Betrag zu senken, der durch den Wegfall ihrer Straßenunterhaltungskosten bedingt ist. wan rechnet in Bezug auf die Privinzialsteuerbelastung mit dem 2,5fachen der vorjährigen Anschlagsätze. Der dann noch verblei bende Fehlbetrag von 360 000 M soll aufgebracht werden a) durch Erträgnisse des Wasserwerks Inheiden in Höhe von 250 000 M, b) durch Heranziehung des Ausgleichsstocks in Höhe Don 110 000 M. Die Portoerhöhung um 50 Prozent erinnert an die Anfänge der hinter uns liegenden Inflation. Auch heute bedeutet sie die Herabsetzung des Martwertes im amtlichen Postverkehr um ein Drittel. Diese Tatsache gewinnt um so mehr Bedeumen, alle sind durch Leid, durch schweres und durch schwerstes Herzeleid tief gebeugt. Ob sich auch alle wieder in stiller Freudigkeit aufgerichtet haben? Harmoniumklänge dringen zart und sein durch die Spalten der Fenster, und dann setzt wuchtig, jubelnd und brausend der Gemeindegesang ein: Sollt' ich meinem Gott nicht singen Und in ihm nicht fröhlich sein? Denn ich seh in allen Dingen, Wie so gut er's mit mir mein'. Jst's doch nichts als lauter Lieben, Das sein treues Herze regt, Das ohn' End hebt und trägt, Die in seinem Dienst sich üben, Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit." Herzerfreuend und stärkend schallt der von andächtigem Schauer getragene Choral. Wer so singen kann, der hat überwunden, hat sich in seines Gottes Willen gegeben und läßt sich von ihm durch Sterben zum Leben führen. Kantate! In der azurblauen Luft schweben blendend weiße Wolfen. Sie haben die Formen von seligen Inseln. Die ganze Landschaft ist voll wandernder Schatten, und wie himm lische Segelschiffe ziehen lauilos die Lichtinseln dazwischen über das Eiland. Hoch am Himmel träumen fleine weiße Wolken, haschen sich voll sanften zärtlichen Dranges an ihren Schleier fleidern und zerrinnen dann wieder, wie es das Wolfenschicial will. Lokales. Sonntagsgedanken. Die Arbeit der Woche ist getan. Müd sind die Hände, müd der Geist. Wir sehnen uns nach dem Tage, der uns zur Ruhe gegeben. Aber er ist fast zu kurz für die müden Menschen unserer Zeit. Rastlos gehen die Wochen dahin wie nie zuvor. Es türm: fich bie Arbeit von Tag zu Tag, die Maschinen laufen immer rascher, es drehen sich die Räder immer schneller, nirgendwo ist mehr Ruhe für die hastende Menschheit. Und was während der Arbeitswoche von allen Seiten auf uns einstürmte- wir haben kaum die Zeit noch, all die Eindrüde zu ordnen. zu Ach gegen Teilzahlung erhalten Sie ein Presto * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität, zu billigstem Preis. Verkauf durch: Jakob Schupp, Gießen Seltersweg 83. Kantate! Die Warf liegt wie ausgestorben, kein Laut dringt aus den niedrigen Häusern. Traumhafte Stille rings umher! In den winzig fleinen Blumengärten, die nach Süden liegen, blühen Primeln und Veilchen. Alle Gärten haben neue Gitter bekommen, denn die letzte Sturmflut im Februar fnidte selbst die stärdsten Zäune, und die immer gierige See riß alles an sich, ließ nicht einmal Trümmer zurüd. Wie oft schon machten die Halligleute diese mühevollen Arbeiten, und wie oft noch werden sie es müssen? Liebe, heiße, tiefe Liebe zur täglich gefährdeten Scholle ist es, die es sie immer wieder ohne Klagen tun läßt. Wollte man ihnen die Hallig nehmen, so würden die Großen und Kleinen vom Heimweh verzehrt und zermürbt werden. Die Heimatliebe tettet die Friesen mit starten Banden an die weltfernen, meerumrauschten, fleinen Eilande, und das ist ficher, ein grausam hartes Gewöhnen geht mühsam gewonnenem, stündlich gefährdetem Glüd und ach so fargen Lebensmöglic feiten vorauf, aber dennoch die Hallig lohnt's ihnen auch wieder durch wundervolle Schönheit. Nach bangen, schweren, dunklen Winterwochen blaut der Fühling; nach furchtbaren, lange währenden Stürmen, nach Eis und dichtem Rebel grüßt warm und golden die Frühlingssonne und breitet über die todgeweihte Hallig einen wunderbaren, tröstenden Zauber. Ueber dem allen schwebt jauchzend und frohlodend der Gemeindegesang. Die Halligleute, nicht wintermüder als andere, fingen mit besonderer Inbrunst den Sieg des Lebens aus Gott. Kantate! Rantate! Sonnabend, den 28. Mai 1927. verarbeiten, zu beherrschen. Feierabend und Sonntag reichen nicht mehr aus, denn auch ihnen fehlt die feierliche Stille. Es fehlt der Sonntagsfriede für die müden abgehetzten Menschenfinder. Aber es gibt noch eine andere Müdigkeit, die noch schwerer drüdt. Sie fann zentnerschwer wie Alporud auf den Herzen laften: zerschlagenes Glüd, gebrochene Stärke, schwindende Hoffnung. Das macht uns müde. Und diese Müdigkeit hat schon manches Unheil in den Herzen angerichtet. Es ist Sonntag. Wir suchen Ruhe und Kraft. Die Sonntagsgloden weisen uns an die unverfiegbare Quelle der Kraft und des Mutes hin, die ewig gleich aus himmlischen Höhen quillt. Und in allen Kirchen weisen Gottes Diener das ermüdete Bolt empor:„ Er ist's, der den Müden Kraft verleih! und dem, der schwach geworden ist, die Stärke mehrt." Der dort oben ist nicht müde geworden. Der mächtige Gott und große Gott wird es uns immer zurufen, so oft wir matt geworden sind:„ Ich will euch erquiden." Waldfried. * Konsularnachrichten. Herr Thomas Hall Frame iſt zum Königlich Großbritannischen Bizetonful in Mainz er nannt und in dieser Eigenschaft vorläufig anerkannt und zu gelassen worden. * Der Bajzwang. Wie die dänische Presse meldet, schweben augenblidlich zwischen Schweden und Deutschland Berhandlungen betr. Erleichterung des Bajzwanges. Es soll erreicht werden, für fürzere Zeit ohne Bag eines der beiden Länder zu betreten, lediglich unter Borzeigung einer Legitimation. Ob eine ähnliche Erleichterung nicht auch an der deutsch- dänischen Grenze möglich wäre? * Die Spartätigkeit bei den hessischen Spartassen hat sich auch im Monat April günstig weiter entwidelt. Der Spar einlagenbestand stieg um über 2 Millionen Mart auf rund 90,5 Millionen Matt, während sich die Giro-, Sched, Kontoforrent und Depofiteneinlagen auf rund 19,4 Millionen Mart erhöhten. Die Gesamtsumme der bei den hessischen Sparkassen eingezahlten Gelder belief sich demnach am Monatsende auf nahezu 110 Millionen Marl. * Der Männergesangverein Liederkranz", Bischofsheim a. Rh. erfreute bei Besuch seines Brudervereins Ronfordia" Sonntagnachmittag Gießen in der Neuen Aula mit einem in Anbetracht des Flugtages gut besuchten Konzert. Die rheinisches Leben sprühenden Chöre umrahmten wirkungsvoll die mit vornehmen Geschmad gewählten Klavierpiecen des Rapellmeisters Scheder Mainz, sowie die Lieder für Sopran der Opernsängerin Frau Marie Lydia Günther- Klamann vom Stadttheater in Mainz. Eingeleitet von Kochs Männerchor An die Musik", folgten auf dem von Firma Förster zur Verfügung gestellten Steinway Flügel Beethovens 6 Variationen( op. 34) und Mendelssohns ganz besonders ansprechendes Rondocapricioso, die gleicherweise Technik und Gefühl des Spielers bewundern ließen. Die Soliftin zeigte die Fülle und Geschmeidigteit ihres warmen Organs in Brahms und Wolfliedern, von denen ,, Schmied" und ,, Er ist's" am besten gefielen. Der Chor( 120 Sänger), unter ficherer Leitung seines Dirigenten Berg, erwies sich gleich erfolgreich im volkstümlichen Lied( Brahms Wiegenlied" und Werths Rätsel"), wie im großen Chor( Wiesmers„ Heimat") und Chorballade( Sturms Normannenlied"). Wohl gelang ihm Curtis Sochempor!", eine Klippe vieler Vereine, die über ihr Können siegen wollen. Chopins Variationesbrille" und ,, Walzer in E- moll" ließen in vollendeter Wiedergabe mit H. Mißfarbene Zähne entitellen das schönste Antlig. übler Mundgeruch wirft abstoßend. Beide Schönheitsfehler werden gründlich beseitigt oft schon durch einmaliges Buzen mit der herrlich erfrischend schmedenden Chloro. dont- Zahnpaste. Die Zähne erhalten danach einen wundervollen Elfenbeinglanz, auch an den Seitenflächen, besonders bei gleichzeitiger Benujung der dafür eigens fonstruierten ChlorodontZahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Mundgeruchs werden gründ licy damit beseitigt. Versuchen Sie es zunächst mit einer fleinen Tube zu 60 Pfg. ChloradontZahnbürste für Kinder 70 Pfg., für Damen Wt. 1.25( weiche Borsten), für Herren Wt. 1.25 charte Bochten) Nur echt in blau griner Originalpadung 5. Auflchritt, Chlorodont". überall zu haben Alte angesehene Versicherungs- Gesellschaft hat ihre Agentur für Gieffen zu vergeben. Gewährt werden hohe Provisionen u. Unterstützung durch fachkundigen Außenbeamten. 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Als die Frau des Arbeiters Ruppenthal ihr 1½ Jahre altes Kind furze Zeit allein in der Küche gelassen hatte, um im Hof Wasser zu holen, stürzte diejes in einen mit Wasser gefüllten Wäschezuber und ertrant, bevor die Mutter wieder zurüdfam. Lich. In dem benachbarten Bettenhausen fam ein 13 Jahre altes Mädchen beim Kochen der offenen Herdflamme zu nahe, so daß die Kleider Feuer fingen. Das Kind lief am ganzen Körper lichterloh brennend auf die Straße, wo es erst nach einiger Zeit von hinzueilenden Männern bemerkt wurde. Es erlitt am ganzen Leibe so schwere Brandwunden, daß es am folgenden Morgen seinen Berletzungen erlag. Bad Salzhausen. Für die besten, harakteristischen Photographien von Bad Salzhausen( Selamtbild und Einzelpartien) zu Reflamesweden hat der Kur- und Verkehrsverein Bad Salz haujen Nidda drei Preise zu 100, 95 und 50 Marf ausgesetzt. Die Bilder mit Kennwort und besonderem, den Namen ent haltenen Umschlag mit gleichem Kennwort sind bis zum 15. Juni d. J. bei dem Vorfikenden, Justizrat Dr. Roemheld- Ridda, einzureichen. Lauterbach. Seit Beendigung des Krieges wurden hier gebaut, einjáhließlich der bis zum Ende dieses Jahres zur Fer tigstellung tommenden Wohnungen: von der Stadt 26 Wognungen, von dem hessischen Staat 8 Wohnungen, von der Pro vinz Oberhessen und dem Kreis Lauterbach 8 Wohnungen, von sonstigen Behörden und Körperschaften 17 Wohnungen, von der Industrie 49 Wohnungen, von Privaten 41 Wohnungen. Dazu tommen die 67 Wohnungen der Heimstättenbaugesellschaft, so daß hier insgesamt 216 Wohnungen innerhalb der letzten 8 Jahre neu gebaut worden sind, eine sehr respektable Leistung, wenn man sich klar macht, daß hiernach in einer fleinen Kreis: stabt von knapp 5000 Einwohnern in den letzten 8 Jahren alljährlich durchschnittlich 27 Wohnungen neu erbaut wurden. Zu diesen 216 Wohnungen kommen noch etwa 10 Wohnungen, die durch An- oder Umbau in bestehenden Häusern erstanden. Gau- Algesheim, 22. Mai. Unter wärmster Teilnahme zahlreicher Freunde aus nah und fern konnte heute die hiesige evangelijaje Gemeinde die Einweihung ihrer mit Hilfe des Gustav Adolf- Vereins erbauten Kirche feiern. Oberkirchenrat Zentgraf- Mainz vollzog die Weihe des neuen Gotteshauses das seinem Erbauer, Professor Geh. Rat Walbe- Darmstadt alle Ehre macht. Unter den verschiedenen Ansprachen war besonders bemerkenswert die des Prälaten D. Dr Diehl, der die herzlichsten Glückwünsche der hessischen Landeskirche übermittelte. Marburg, 22. Mai. Aus allen Teilen des Bezirkes äußerst zahlreich besucht, fand hier heute das Ordenstapitel von Hejsen- Nassau- Waldad des Jungdeutschen Ordens statt. Herr A Mahraun setzte in einer Rede die gegenwärtige politisuje Stellung des Jungdeutschen Ordens auseinander. Am Abend fand noch eine sehr start besuchte öffentliche Rundgebung in den Stadtsälen statt. 25. Seffischer Landesfeuerwehrtag Worms, Vom 2. bis 4. Juli findet in den Mauern der alten Ribelungenstadt Worms der 25. Hessische Landesfeuerwehrtag statt, der nach den großzügigen Vorbereitungen einen glänzenden Verlauf verspricht. Mit ihm verbunden ist eine Löschgeräteausstellung in der Turnhalle am Jahnplay. Der Hauptfest tag, Sonntag, 3. Juli, sieht nach einem Tagwedruf eine große Schul- und Angriffsübung auf dem Marktplatz, einen Festzug und ein allgemeines Volksfest auf dem Festplay bei der Jahnturnhalle vor. Für die Unterbringung der zu erwartenden Festgästen sorgt das Empfangs- und Wohnungsbüro, das zu jeder gewünschten Auskunft heute schon bereit ist. Großer Verdienst Tüchtige Vertreter auch General- Vertreter( allerorts) stellt ein. Immob.- u. Kapital- Ztg. Off. unter B. H. 4687/13 an Rud. Mosse, Dresden. Wer beteiligt sich, Dame oder Herr, mit einem Stapital von ca. 8-10 000 ML, an der Gründung einer Geflügelfarm. Eigenes Stapital 3. 31. 6000 Offerten unter 1447 an die Ervedition. Schrifti. Heimarbeit Vitalls- Verlag, München 107, Geldieder Höhe idell, diskret d. Finanzbiro Göre& Karsten Spandau, Morisstr.5 Rüdporto beilegen. Drucksachen aller Art billigstu Albin Klein. Zur Hochzeit, Danksagung! Bon mein. Schmerzen Nr. 22. Zum Geburtstag seinen Lieblingskuchen C damit sich der Junge einmal nach Herzenslust an Kuchen satt essen kann. Sie machen ihm damit eine große Freude, außerdem bekommt der lockere u. leicht verdauliche Oetker- Kuchen ausgezeichnet. Mit Dr. Oetker's bewährt. Eackpulver ,, Backin" backen Sie schön, sicher u prinswert, Das neu erschienene, fab illustr. Rezeptbuch, Ausg. Fbietet Ihnen viele neue Anregung. z. Backen, so dal Sie auch mal etwas Neues versuchen können. Gleichzeitig erfahren Sie aus dem Buch Näheres über den vorzüglichen backapparat ,, Kuchenwunder", mit dem Sie auf kleiner Gaskocherflamme backen, braten und kochen können Die Oetker- Rezepte, Ausgabe F sind für 15 Pig. in den Geschäften zu haben, wenn vergriffen, gegen Einsendung von Marken von Dr. A. Oetker, Bielefeld. Neue Bücher. Boll will zu Bolf. Grenzland- Gedichte von Heinrich Gutberiet. Mit 10 Abbildungen. Preis 1,50 K. Frankenstein& Wagner, Leipzig. Die Not seiner deutschen Stammesbrüder in Böhmen hat Heinrich Gutberlet vor nunmehr 30 Jahren zu seinem Erstlingswert entflammt, das den Grundstein seines dichterischen Schaffens bildet. Daß sein Herz auch heute noch in gleichem Jugendfeuer für sein geliebtes deutsches Bolt glüht, be weisen die aus Anlag feines 50. Geburtstages herausgegebenen Grenzland- Gedichte Boll will zu Volt". Trommel und Harfe. Aus Anlaß des 50. Geburtstages Hrch. Gutberlets am 24. Mai gibt der Verlag Hochschule und Ausland", GmbH, Charlottenburg 2( Preis 2,40 Mt.), soeben einen neuen Band von Gedichten aus der Feder dieses deutschen Dich ters heraus. Sein Erscheinen bedeutet eine erneute Ehrengabe, die Heinrich Gutberlei mit der ganzen Vielseitigkeit feins Kön nens für das deutsche Voit hat erstehen lassen und die durch die hingebende Gesinnung des Verlags an unserem nationalen Kunst besig hat verwirklicht werden fönnen. Die deutsche Mart von 1914 bis 1924. Dieses im philatelistischen Verlag von E. Schufter in Nürnberg, Gabelsbergerstr. 62, erschienene Büchlein dürfte allgemein Interesse erweden. Das Wertchen bringt im eriten Teil fämtliche Reichsbanknoten, Reichskassen- u. Darlehenstoffenscheine der Vorfriegs, Kriegsu. Inflationszeit non 1 bis zum 100 Billionenschein nebit et läuterndem Tert. Der 2. Teil enthält die Briefmarken des Deut schen Reiches von 1914 bis 1924. Der Preis beträgt 1.. Die Nationalisierung der Hausarbeit mußte der Frau un bedingt zugestanden werden, damit sie Entspannung und Erholung finde. Diesem Verlangen nach besinnlicher Beschäfti gung tommen die Neuerscheinungen von Bobachs Handarbeitsheften( Verlag W. Bobach& Co. GmbH., Leipzig) entgegen. die neuere Handarbeitstechniken lehren und veranschaulichen: Darunter Nr. 121, Die neue Kammhäfelei, die mit einem Häkelfamm hergestellt wird, die in ihrer farbigen Wirkung dennoch einfach hergestellt werden. Gleichfalls gehört Nr. 122, Bunie Wollstiderei über Metallformen, zu diesen vereinfachten Hand arbeiten, die Plüsch ähneln. Selbstschöpferische Kunstgewerbe find Relief Malereien nach Nr. 123-124, Relief Malerei 2. Aber auch über die althergebrachte Stiderei liegt ein neues Heft vor: Nr. 120, Leichte Stidereien für den Kaffetisch im Freien. Der niedrige Preis von 75 Pig. für jede Nummer rechtfertigt die Anschaffung für eine einzige nach den Heften hergestellte Mrbeit. Die„ Bierte Wand", Organ der Deutschen Theater Ausstellung. Magdeburg 1927. Breis 1,-. Die Feitnummer, die zur Er öffnung der Deutschen Theater- Ausstellung erschienen ist, bietet einen außerordentlich reichen Inhalt. So ist diesem Hefte, das mit Abbildungen reich versehen ist, wegen seines bedeutungs vollen Inhalts weite Verbreitung zu wünschen. Geschäftliches. Geratener Kuchen frohes Fest! Das ist der Wunsch aller Hausfrauen, die auch zu Pfingsten selbst baden. Der jo beliebte Napftuchen fehli daher wohl auf feinem Familientisch. Fliegt man aber bei schönem Wetter aus, dann sind die feinen Klein gebäde, von denen in Dr. Detter's neuem Rezeptbuch, Ausgabe& eine Auswahl schöner Rezepte zu finden ist, ganz besonders am Plage. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. befi eit, ache ich allen, Wer es noch nicht weiß, der merke sich die an Gicht, Ischias u. Rheumatismus leiden, kostenlos Austin, wie ich mich in turzer Zei für wenige Mart tu VERSALE rierte, ur 10-31. für WASCHT VON SELBST erbeten. Bert. Fischer, Kalkberge 83 m. bei Carmol at mohl Rheuma. Hexenschuß. Geaick, Kreas-, Kopf- a Zahnschmerzen. 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Mitten im Fri begeisterte Jüngling, der sein Vaterland gegen rigen Ruhreinbruch schützen wollte, von den K her Soldaten dahingerafft. Nicht 24 Stunder man ihm die Stunde seines Todes mit. Mor eine Stunde vor der Exekution wedte man ih Schlaf und teilte ihm die Todesstunde mit. So endete ein junges Heldenleben, das nu non eigenen Boltsgenossen den französischen G Binde fallen tonnte. * Anträge zu Steuerfragen im Reid Die Bayerische Volkspartei hat eine Reihe über Steuerfragen im Reichstag eingebracht. träge ersucht die Reichsregierung in der Vorlage eines Rahmengefeges zur Regelung der Real mungen aufzunehmen, wonach das größere, n beteuerung der Länder unterliegende Kapitalv Landesteuern und Kommunalabgaben heran Ein anderer Antrag ersucht das Reichsfin die Durchführungsbestimmungen zum Reichs dahin zu ergänzen, daß gesondert zu bewerten si die mit gewiffer Regelmäßigkeit wiederkehrenden Ereignissen, insbesondere Hochwasser, Hagelschlag Diese Gebiete sollen entsprechende Abschläge v Bewertung erhalten und zwar von 1925 ab. * Geplante Neuregelung des Miete Auf Grund der Tatsache, daß am 30. Juni des Mieterschutzgesetzes und des Reichsmieteng treten, hat die Reichstagsfraktion der Wirts gung dem Reichstag den Entwurf eines Ueb Regelung der Mietverhältnisse vorgelegt. wurf wird die Feststellung einer Normalmiete i jatz der Friedensmiete vom 1. Juli 1914 verla dejtmiete gelten soll von cem Termin ab, zu mal Kündigungen von Mieträumen aller Ar fallen, nämlich zum 1. Januar 1928. Die f dung soll durch diese Normalmiete nicht aus indes wären unangemessene Mietpreisforder hers zu verfolgen. Vorgeschlagen wird ferne bereits zum Mieterschutzgesetz vorgenommener Bergleichsverfahren vor dem Mietschöffeng jegung für Erhebung einer Klage auf H mietengesetz und Wohnungsmangelgesetz solle Kraft treten; Wohnungsämter und Miete len spätestens bis zum 1. Oktober 1927 auf Geltungsdauer des neuen Gesetzes selbst ist 1928 geplant. Mit der Frage, welche Regelung die in genannten Gesetzen erfaßte Materie erfahren bereits die zuständigen Reichsressorts beschi hende Novellen fertig gestellt. Diese sollen feinem Zusammentritt in den ersten Tagen werden. Ueber den Inhalt dieser Novellen i fannt geworden; man wird aber annehmen gierungsentwürfe in der Frage andere Wege in dem Entwurf der Wirtschaftspartei vorge Das Jugendschutzgese Jm Reichstag gelangte das Gesetz der Jugend bei Lustbarkeiten in allen wesentlichen entsprechend den Beschlüsse jes zur Annahme. Das Gesetz gibt für bestimmte öffentliche oder nichtöffe feiten, Schaustellungen und Darbietu sondere Anordnung den Besuch oder d von Minderjährigen unter 18 Jahre oder einzuschränken oder von besonder hängig zu machen, wenn eine Schädig lichen, geistigen oder gesundheitlichen befürchten ist. Ausdrücklich wird festge einer politischen, sozialen, religiösen Weltanschauunstenden als solcher Sinne des Gesetzes nicht getroffen wer für den Erlaß der Anordnung zuständ wie das Verfahren wird durch die o hörde bestimmt; dem Jugendamt, in Veranstaltung stattfindet, steht eine dem Verfahren zu. Beabsichtigte Gebührenerhebung im Wenn schon die beabsichtigte Erhöhung rungsgebühren im Postverkehr um 50 bis itschaft untragbar erscheint, so umsomehr bangeldlosen Ueberweisungen eine sehr bead führen und auch die Briefe an die Posts pflichtig zu machen. Dadurch würde nicht n Berteht ein schwerer Schlag verfekt, sonder