Str. 34. ie Arbeit! Noch einmal jo flint soll es jet iumte Zeit eingeholt wird. Vielleicht merit man braucht nichts mehr davon zu sagen, dem turzen Weg zum Pfarrhaus. Doch Frau Pastor ist in der Küche. Sie sagt Is, und doch wäre ein Ladel jezt beinahe n. Mit einem bedrückten Herzen tut Gret e macht auch noch Besorgungen im Dorf, bei t überrascht wird. Sie ist naß geworden, ts macht- heute aber fühlt sie sich schlecht, id als Frau Pastor fie voll Teilnahme na eint sie, es fäme wohl von dem Gewitter ohne Regenschirm geraten sei. Aber bie C. Sie sagt:„ Mein Gretlein, stimmt das Der Regenguß, oder haben die Kopfschmerzen e Ursache?" Und indem sie ihr dabei voll schaut, bricht das Mädchen in Tränen aus. mmelt sie die Worte: ,, Nein, nein, es ift ist ja von heute Mittag, weil ich fortging un ist es heraus! Ein tiefer Seufzer folgt, t sie die Pfarrfrau an, die sagt:„ Mist st du dir das Leben nicht wieder. Ein an nell, damit du mit fröhlichem Herzen den en tannst." Jetzt fühlt Gretchen eigentlich tlich doch der Nachmittag gewesen ist, jetzt, rem Herzen gewichen ist. Sie hatte sich zu schleppen vermögen, und nun ist's plöy igel gewachsen, so leicht beschwingt eilt fie Kleinigkeit hat dem Gretlein den ganzen Frau St. nferer Bewegung. ne zum Reichsschulgesetentwurf. er ,, Evangelischen Warte" genannte Aus en Volksgemeinschaft tagte am 15. Auguft Hof" zu Frankfurt a. M. Die Verhand eleitet durch zwei tiefgründige Referate, den Standpunkt der Bekenntnisschule, das lichen Simultanschule vertrat. Die nach entsprach der Höhe der beiden sachverstän dem Ernst und der Wichtigkeit des Gegen gte man sich auf eine das Ergebnis der fassende Entschließung, welche zugleich die V. zum Reichsschulgesetzentwurf darstellt n der nächsten Nummer der ,, Evangelischen bringen und gleichzeitig eine ausführliche Igen lassen. , Schulen etc. 1.- Fernipr. 1362 gegründet 1783 f, Konfirmations, Trau, z alle Behörden, Vereine, zu empfehlen. G M OLZ KFURTAM KFABRIKATE WEINE GEGR.1849 Evangelisch Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 40. Jahrgang - Das deutsche Handwerk. Zur Lüneburger Rede des Reichswirtschaftsministers. Der Reichswirtschaftsminister, Herr Dr. Cur tius, hat auf dem nordwestdeutschen Handwerkstage in Lüneburg sich ausführlich mit dem deutschen Handwerk in der Gegenwart befaßt. Die Rede kündigte verschiedene Maßnahmen an, die von der Reichsregierung zur Unterstützung des Handwerks geplant sind und in nächster Zeit schon durchgeführt werden sollen. Bemerkenswert war an den Ausführungen des Reichswirtschaftsministers vor allem das Bekenntnis von der Notwendigkeit des Handwerks. Schon seit Jahren gibt es in der deutschen nationalökonomischen Wissenschaft eine Richtung, die die Existenzberechtigung des Handwerks verneint und der Ansicht ist, das Handwert müsse der fortscheitenden Technit und Normalisie: rung erliegen. Während der Inflationszeit hatte es auch oft den Anschein, als ob die kleinen Handwerksmeister nicht mehr mit der Entwidlung Schritt halten tönnten und als ob die Scheidestunde des Handwerks aus der deutschen Wirtschaft gekommen sei. Wer aber tiefer in die Zusammenhänge blidte, mußte ich sagen, daß ein so starter und in gewisser Beziehung unertzbarer Stand bei der Rückkehr normaler Zeiten unmög lich von der Bildfläche verschwinden und von der Mechanit der Industrie nicht aufgesogen werden könnte. Der bekannte Leipziger Volkswirtschaftler, Professor Bücher, hat es denn auch immer mit Ueberzeugung ausgespro= chen ,,, daß das Handwerk als Betriebsform nie völlig untergehen fann". Es besteht heute kein Zweifel darüber, daß das Handwert auch in seiner durch Jahrhunderte überlieferten Betriebsform in einer Zeit ausgeprägtester Mechanisierung Daseinsberechtigung und Zufunft hat. Wo die Leistung durch ein individuelles Bedürfnis bedingt ist, hören, wie Dr. Curtius in Lüneburg sehr richtig sagte, die Grenzen der fabrikmäßigen Gütererzeugung auf. Hier muß das Handwert eingreifen, und es wird in dieser Beziehung auch nie zu entbehren sein. Außerdem wird man für Reparaturen immer handwerksmäßig geschulte Kräfte brauchen. Ebenso für gewisse Arbeiten, die nun einmal nicht fabrikmäßig geschaffen werden fönnen. Es ist sehr erfreulich, daß sich die Erkenntnis von der Notwendigkeit der Eristenz des Handwerks wieder mehr und mehr durchsetzt und daß, je mehr die Mechanisierung und Typisierung in der Industrie fortschreitet, das Bedürfnis nach dem Handwerker wieder größer wird. unterftligt unf. exam Buchhandlung dur Bestellung v. Büde u. Zeitschriften. Be Bestellungen von 2 Mk. an werden pe frei ausgeführt. Wartburgbuchhol Mainz, Sopothefe Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Sonnabend, den 27. August 1927 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Platz Dorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 35 nicht auf? Die Angst vor den im Herbst stattfindenden Wah. Die Vereinheitlichung des Steuerrechts. len darf nicht so groß sein, daß deswegen die Allgemeinheit iciden muß. Als ein seiner Verantwortung auch den Hausbesitzern gegenüber bewußter Minister müßte Herr Raab die Einflüsterungen seiner Partei und der Mieteragenten von sich weisen und nach seinem Gewissen handeln. Dieses kann nur die Loderung der Zwangswirtschaft fordern. Aber das wäre einem sozialdemokratischen Minister zuviel zugemutet. Deren starte Seite ist ihre Schwäche. Aber das Handwerk hat heute mit besonders schwe ren Sorgen zu kämpfen. Zum Teil leidet es noch unter den Nachwehen der Inflation, zum Teil aber bedrüden es Sorgen, die in der Gestaltung unseres Wirtschafts: lebens begründet sind. Vor allem ist es die Kredit: frage, die es gar manchem Handwerksmeister nicht gestattet, das zu leisten, was er eigentlich leisten könnte. Hat schon die mittlere und fleine Industrie damit zu kämpfen, die nötigen Betriebskredite aufzubringen. so erst recht das Handwerk. Der Reichswirtschaftsminister hat nun versprochen, mit den Ländern in Fühlung zu treten, um zu bewirken, daß die Sparkassen in vermehrtem Umfange zu der Anlage ihrer Spargelder in kleineren Hypothekenkrediten übernehmen. Hoffentlich wird es auf diese Weise möglich, auch dem Handwerk das nö tige Geld zufließen zu lassen, damit mancher Meister seinen Betrieb verbessern kann. Es ist nur bedauerlich, daß die Reichsregierung gerade für das Handwerk feinerlei Kredite mehr zur Verfügung stellen will, obwohl es bisher immer Stieftind in dieser Beziehung gewesen ist. Des weiteren ist gerade das Handwerk durch die außerordentlich hohen Steuerlasten stark bedrückt. Hoffentlich schafft das neue Reichsrahmengesetz für die Realsteuern die dringend notwendige Erleichterung, in dem die Grund- und Gewerbesteuern gesenkt werden. 3n außerit günftig fred Bedingungen z. ver ben. Auf Wunsch en fofort. Gewährung 3wischen Kredite F. W. Weber, Frankfurt am We Nedarstraße 9. Tel banja 1778 ahnhöfen auf Der Verfassungszwischenfall. Die Gießener Ortsgruppe der Deutschen Volkspartei hat bei dem Provinzialdirektor für Oberhessen und dem Gießener Oberbürgermeister den beiden für die Veranstaltung der Verfassungs feier verantwortlich zeichnenden Beamten, schriftlichen Einspruch erhoben gegen die Rede, die der Oberstudienrat Professor Hüter als offizieller Redner bei der Verfassungsfeier gehalten hat. Die De ijche Bolkspartei bringt in ihr m schreiben zum Ausdruck, daß sie in den Ausführungen des Redners den Versuch erblide, eine überparteiliche Volksfeier auf das Niveau einer Parteiversammlung herabzudrüden. Der Protest ist auch dem hessischen Staatspräsidenten und dem hessischen Innenminister zugeleitet Wir begrüßen die Worte des Reichswirtschaftsministers und halten das schwer um sein Dasein ringende Handwerk für ein wichtiges Glied unseres Wirtschaftslebens. Deshalb haben wir es auch mit Genugtuung begrüßt, daß der Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius persönlich an dem Lüneburger Handwerkstag teilnahm. Hoffentlich bleiben seine Ausführungen nicht nur schöne Worte, sondern werden bald in die Tat umgesetzt. Die Zwangswirtschaft in Hessen. worden. * Wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, ist das Protestschreiben des hessischen Staatspräsidenten Ulrich über den Zwi schenfall bei der Verfassungsfeier dem Reichswehrministerium zugegangen. Die Regierung ist in Ferien, der Landtag ist in Ferien, nur die Zwangswirtschaft ist noch da. Hoffentlich nuhi Herr Minister Ra a b seinen Urlaub so aus, daß er sich über seinen Heimatsort Pfungstadt hinaus umsieht und die Wirkung der Aufhebungsmaßnahmen in den anderen Ländern studiert, damit er nicht wieder den Tatsachen widersprechende Bekundungen macht, wenn es gilt, in Hessen die Zwangswirtschaft zu lodern. Eine große Anzahl von Landgemeinden haben gar keine Woh nungsnot mehr. Warum hebt man dort die Zwangswirtschaft Wochenrückblick. - Um die Vereinheitlichung des Steuerrechts für das ganze Reichsgebiet restlos durchzuführen, hat die Reichsregierung, wie bereits mitgeteilt, vier Gesetzentwürfe vorgelegt. Während für eine Reihe Steuerarten bereits durch die Erzbergersche Steuerreform eine Vereintheitlichung durchgeführt war, bestanden für die Grund- und Gewerbesteuern, sowie für die Hauszinssteuer ( Sondersteuer vom bebauten Grundbesitz) in jedem der 18 Länder andere Bestimmungen, insbesondere Veranlagungsgrundjätze. Die Regierungsvorlagen suchen diesem Mangel abzuhel fen, indem für das ganze Reichsgebiet einheitliche Besteuerungsgrundsäge vorgeschrieben werden. Auch für die Steuerhöhe wer den Sätze vorgeschrieben, deren Ueberschreitung von der Genchmigung des Reichsfinanzministers abhängig ist. Die neuen Entwürfe sind bei einer Anzahl Länderregierun gen auf Widerstand gestoßen, da den Ländern die Steuerkontrolle durch Reichsorgane unbequem ist. Man sieht sich in der seither geübten Praxis, Handel, Gewerbe und Haunsbesitz zur Ausbalanzierung des Etats und zur Deckung etwa sich ergebeder Defizits nach fiskalischen und kommunalen Bedürfnissen un gehemmt steuerlich zu belasten, bedroht und sucht das kaudinische Joch der Reichskontrolle fern zu halten. Vom Standpunkt des Hausbesitzes aus ist die beabsichtigte Regelung von Reichswegen nur zu begrüßen, ganz besonders dürfte das für uns in Hessen gelten, da der hessische Hausbesitz durch die hohen Steuern geradezu ruiniert wird. Die Absicht, die Rahmengesetze noch vor den Sommerferien zu verabschieden, mußten wegen der sich geltend machenden Widerstände aufgegeben werden. Die Ferienzeit wird dazu benut werden, den Ausgleich mit den opponierenden Ländern herbeizuführen. gefeg. Aus dem Inhalt der vier Vorlagen sind wir in der Lage, folgendes mitzuteilen: 1. Das Grundsteuer- Rahmengesetz. Grundsteuerpflichtig sind das landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche und gärtnerische Vermögen, das Grundvermögen u. das Betriebsgrundvermögen. Die Bewertung gründet sich auf das Reichsbewertungsgesetz. Von der Grundsteuer befreit sind: Steuergegenstände im Eigentum von inländischen Körperschaften oder Anstalten des öffentlichen Rechts, soweit sie ihrer Hauptbestimmung nach zum öffentlichen Dienst oder Gebrauch oder ausschließlich zu gemeinnützigen, mildtätigen oder religiösen Zweden unmittelbar benutzt werden, ferner Steuergegenstände im Eigentum sonstiger inländischer Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen, die nach der Satzung, Stiftung oder sonstigen Verfassung ausschließlich gemeinnützigen, mildtätigen oder religiösen Zweden dienen, wenn der Steuergegenstand für diese Zwecke unmittelbar benutzt wird, ferner die dem öffentlichen Verkehr dienenden Wege usw., Steuergegenstände im Eigentum der Reichsbahngesellschaft, Dienstwohnungen und Dienstländereien der Funktionäre öffentlicher Religionsge sellschaften und schließlich exterritoriale Grundstüde. Wie seither, tönnen die Schulden nicht in Abzug gebracht werden. Die Grundlage der Besteuerung bildet der jeweils festgestellte Einheitswert. Die Ermittelung des Einheitswertes geschieht nach Maßgabe des Reichsbewertungsgesetzes bei landwirtschaftlichen Betrieben und bebauten Grundstücken nach dem Ertragswert, bei unbebauten Grundstüden( Bauplätze) nach dem gemeinen Wert. In China ist die Lage noch verworrener geworden denn je zuvor. Der Weggang Tschangkaischeks sollte die Einigung der südchinesischen Heere, benannt nach den Es handelt sich um folgende vier Gesetzentwürfe: Das GrundOberkommandositzen Nanking und Hankau, herbeifühsteuer- Rahmengesetz, das Gewerbesteuerrahmengefeß, die Gebäuderen, hat aber bis jetzt nicht den gewünschten Erfolg geentschuldungssteuer( Hauszinssteuer) und das Steueranpassungshabt. Die Folge davon ist, daß die nordchinesischen gegenüberstehenden Armeen die Kampfhandlungen energisch aufgenommen haben, um ihren Vorteil aus dieser Lage zu ziehen. Die Südarmee droht zunächst Ranting zu verlieren. Trotz aller Protestkundgebun= gen, trotz der Warnungen, die aus allen Staaten tamen, hat man die seit 7 Jahren zum Tode verurteil: ten italienischen Sozialisten Sacco und Vanzetti hingerichtet. Die Welt hat das immer wieder von Zeit zu Zeit auftretende Ereignis erlebt, daß Volksmitleid zugunsten Verurteilter eingreifen wollte. Nebenbei ein Zeichen, wie kritisch man der Justiz gegenübersteht. Die eigenstaatlichen Rechtsverhältnisse Amerikas ließen feine zu großen Aktionen zu. In startem Gegensatz dazu steht die Begnadigung des Fremdenlegionärs Klembs, eines Deutschen, der in Marotto den Franzosen desertierte, gewissermaßen der Generalstabschef Ab del Krims wurde, schließlich aber doch von den Franzosen gefangen genommen wurde. Die über ihn verhängte Todesstrafe wurde von der französischen Regierung in sieben Jahre Zwangsarbeit umgewandelt. Die deutsche Regierung hatte verschiedentlich interveniert. In Genf wurde der Kongreß der Minderheiten eröffnet, der sich große Aufgaben gestellt hat, aber bis jetzt nicht recht vorangekommen ist. Die eben erst begonnenen Verhandlungen lassen noch keine Wägung des Erfolges zu. Der Streit um die von Poincaré angeschnittene Orchies- Affaire, die Erklärungen der belgischen und der deutschen Regierungen dazu, haben das Endergebnis der Bildung eines deutsch- belgischen Ausschusses gezeitigt, der Kriegsfragen wie Franttireurkrieg, Neutralität usw. untersuchen soll. Der belgische Außenminister Vandervelde wurde dieserhalb start angegriffen, da Deutschland dadurch erreicht hat, daß man gewissen, von ihm behaupteten Feststellungen nachgehen muß, welche vielleicht den Anfang zu einer Revision des Versailler Vertrages bilden. Einen Schritt vorwärts bedeuten sie sicher. Mit Frankreich tam es endlich zum Abschluß eines Handelsvertrages, während die Frage der Bejagungsverminderung in die Länge gezogen wird. Der Reichsverband der Rheinländer hielt in Magdeburg eine Tagung ab, die einen erhebenden Verlauf nahm und bei der ein flammender Protest gegen die Rheinlandbesetzung erfolgte. Hat doch u. a. in den letzten Tagen die deutsche Regierung darauf hingewiesen, daß Deutschland durch Frankreich gezwungen wurde, von 1920 bis 1925 in 17 rheinischen Städten öffentliche Häuser für die Farbigen zu errichten. Wann wird das alles ein Ende haben? Nachdem im Weltkrieg der Kreuzer Karlsruhe" durch eine Kesselerplosion zu Grunde ging, der zweite„ Karlsruhe" an Englang abgeliefert und in Scapa Flow versenkt wurde durch seine deutsche Besatzung, ist ein neuer Kreuzer ,, Karlsruhe" unter besonderen Feierlichkeiten von Stapel gelaufen. In Nürnberg versammelte der nationalsozialistische Parteitag ca. 10 000 Anhänger. Hitler nahm die Varade ab. Am 18. September soll zur Erinnerung an den ersten großen Sieg in den Masuren das gewaltige Tannenbergdentmal eingeweiht werden, wozu der Reichspräsident sein Erscheinen zugesagt hat. - Der Steuersatz soll nach folgendem Modus berechnet wer den: Ausgegangen wird von einem für das ganze Reichsgebiet einheitlich vorgeschriebenen Steuersatz, einem Tausendsatze des Einheitswertes, als die Normalbelastung der Grundsteuer. Der sich hieraus ergebende Steuerbetrag gilt als„ Hauptsteuerbetrag". Die Höhe der Hundertstel des Hauptsteuerbetrages bestim men die Länder. Das gleiche gilt hinsichtlich der kommunalen Besteuerung für die Gemeinden. Der hundertste Teil des Hauptsteuerbetrages gilt als ,, Steuereinheit", das von dem Land, bezw. der Gemeinde bestimmte Vielfache der Steuereinheit gilt als„ Umlagesteuersah". Dieser Umlagesteuersatz, der nur ein volles Vielfaches der Steuereinheit betragen darf, ist für jedes Kalenderjahr besonders zu bestimmen. Für alle Steuergegenstände im Land ist der- gleiche Umlagesteuersatz festzusetzen, dasselbe gilt für die Gemeinden. Unterschiede nach Art, Wert und Größe sind unzulässig. Der Entwurf geht von einem Gesamtmaß der Umlagesteuerjätze für Land u. Gemeinde in Höhe von zusammen 100 Steuereinheiten aus. Ein höheres Steuermaß ist unter bestimmten Voraussetzungen zulässig. Die Länder sind inbezug auf die Höhe ihres Steuersatzes nicht beschränkt. Wird jedoch durch die Landes- und Gemeinde- Besteuerung das Maß von 100 Steuereinheiten überschritten, so hat zuvor die Gemeindebehörde die amtlichen Vertretungen der Landwirtschaft, des Gewerbes, des Handels und des Handwerts gutachtlich zu hören.( Vom Hausbesig ist im Entwurf nicht die Rede, derselbe entbehrt heute noch der amtlichen Vertretung durch Kammern. D. B.) Ein diesbezüglicher Gemeindebeschluß unterliegt einem beson Sonnabend, den 27. August 1927. deren Genehmigungsverfahren durch die Landesregierung. Auch dem Reichsfinanzminister steht u. U. ein Einspruchsrecht zu. Die Steuer ist in 4 Zielen, jeweils am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November fällig. Wie bei der Vermögenssteuer sind bis zur Zustellung eines neuen Steuerbescheids Borauszahlungen zu leisten, die nach endgültiger Veranlagung verrechnet werden. Neubebaute Wohngrundstüde und neugegründete Siedlungen, die in der Zeit vom 1. Januar 1924 bis 31. Dezember 1933 bezugsfertig geworden sind bezw. werden, genießen eine Bergünstigung insofern, als sie auf die Dauer von fünf Jahren nur zwei Drittel der Steuer zu zahlen haben. Bolle Steuerfreiheit für fünf Jahre genießen Giedlungen, die auf Grund des Reichssiedlungsgejeges vom 1. Apri! 1923 begründet sind oder noch begründet werden. 2. Gewerbesteuer- Rahmengejez. Zur Gewerbesteuer tann grundsäglich nur das herangezogen werden, was der Grundsteuer nicht unterliegt. Steuergrund lage und Berechnungsart für Länder und Gemeinden passen sich den Vorschriften für die Grundsteuer an. Als Steuergegenstand werden angesehen die stehenden Gewerbe, soweit die Betriebsstätten im Inland liegen. Steuerpflichtig sind auch Bergbau und etwaige anderweite Ausbeutung vom Grund und Boden. Nicht Gewerbesteuerpflichtig sind: Die Land- und Forstwirtschaft, Fischzucht usw., die freien Berufe, die öffentlichen Spartassen, die sich auf die Pflege des eigentlichen Spartassenverkehrs beschränken. Befreit sind: Die Reichspost, die Monopolverwaltungen und sonstigen Betriebe des Reiches, die nicht der Körperschaftssteuer unterliegen, die Reichsbahn, Reichsbant, Rentenbant, Golddistontbant, Bant für Industrieobligationen, die Staatsbanken, die ihrer Bestimmung nach in der Hauptsache Geschäften staatswirtschaftlicher oder allgemeinwirtschaftlicher Art dienen, Realgemeinden, Unternehmungen, die nach Sagung, Stiftung usw. ausschließlich gemeinnützigen oder mildtätigen Zweden dienen, G. m. b 5. uno Aktiengesellschaften, deren Hauptzwed die Verwa'tung des Bermögens für einen nicht rechtsfähigen Berufsverband ist, endlich Bereinigungen zur Bearbeitung und Verwertung der der von den Mitgliedern selbst gewonnenen landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Erzeugnisse( 3. B. Molkereigenossenschaften usw.). Der Entwurf sieht 3 Besteuerungsgrundlagen vor und zwar den Gewerbeertrag, das Gewerbekapital und die Lohnsumme. Die Hauptrolle spielt der Gewerbeertrag. Der Entwurf schlägt cine Bemessung vor, die sich zu 65 Prozent auf den Gewerbeertrag, zu 25 Prozent auf das Gewerbekapital und zu 10 Prozent auf die Lohnfumme aufbaut. Das ganze wird dann zu einer einheitlichen Gewerbesteuer zusammengefaßt. Als Gewerbeertrag gelten die nach den Vorschriften des Einkommensteuer- oder Körperschaftssteuergesetzes berechneten Reineinkünfte, zuzüglich der Zinsschulden und dauernden Lasten, der Ausschüttungen von offenen Handelsgesellschaften oder anderen G. m. b. H. an ihre Gesellschafter und des 5 Prozent der Barzahlungen übersteigenden Kundengewinnes der Konsumvereine, ferner der die ortsüblichen Miet- und Pachtzinsen überschreitenden Miet- und Pachtwerte für gewerbliche Räume. Die Reineinkünfte werden aber gekürzt um 5 Prozent des Einheitswertes der im Eigentum des Steuerschuldners stehenden inländischen Betriebsgrundstüde und, wenn eine Unternehmung eine Betriebsstätte im Ausland unterhält, um den auf diese entfallenden Teil der Reineinkünfte. Das Gewerbekapital wird mit dem nach dem Reichsbewertungsgesetz festgestellten Einheitswert angesetzt. Zur Lohnsumme gehören alle Arbeitslöhne, Gehälter, Tantiemen, Gratifitationen usw. abzüglich der Ausschüttungen, die bei G. m. b. H. usw. den Reineinkünften hinzugerechnet werden. Bleibt der Gewerbeertrag unter 10 000 M im Jahre, so wird von ihm ein Betrag von 1000 M abgezogen, bleibt das Gewerbekapital unter 30 000 M, so werden von ihm 5000 M abgezogen, bleibt die Lohnsumme pro Jahr unter 150 000 M, so werden von ihr 50 000 M abgezogen. Für die Berechnung des Hauptsteuerbetrages sind folgende Hauptsteuersätze maßgebend: " 1 Gießener Zeitung" 1. Von den ersten angefangenen oder vollen 2000 Reichsmart des Gewerbeertrages 2 v. 5. Bon den weiteren 2000 Rmf. des Gewerbeertrages 3 v. H., von den weiteren Beträgen des Gewerbeertrages 4 v. H. 2. Bom Gewerbefapital% v. H. 3. Von der Lohnsumme 2,75 v. Tausend. Hauptsteuerbetrag ist die Summe der Beträge, die sich aus der Anwendung der drei Besteuerungsgrundlagen nach diesem Tarif für den Steuerpflichtigen errechnen. Auch die Gewerbesteuer wird nach Steuereinheiten erhoben. Steuereinheit ist, wie bei der Grundsteuer, der hundertfte Teil des Hauptsteuerbetrages. Die Länder und Gemeinden bestimmen, welches Vielfache der Steuereinheit( Uumlagesteuersay) erhoben wird. Wie bei der Grundsteuer tann für jedes Land und für jede Ge meinde nur der gleiche Umlagesteuersatz bestimmt werden. Eine Differenzierung ist nur für Gaft- und Schankwirtschaften ( Schankſteuer) und für Versicherungs-, Bant, Kredit- und Warenhandelsunternehmungen zugelassen, die in dem Lande oder in dem Gemeindebezirk Betriebsstätten unterhalten, ohne in ihm ihren Wohnsiz zu haben( Filialsteuer). Für diese Betriebe darf der Umlagesteuerjah bis zu 20 Prozent höher als für die übrigen steuerpflichtigen Gewerbe festgesetzt werden. Der zu entrichtende Steuerbetrag ergibt sich, wie bei der Grundsteuer, aus der Vervielfältigung der Steuereinheit mit dem Umlagesteuersatz. Auch hier wird davon ausgegangen, daß das Ge= jamimaß der Gewerbesteuer, die vom Land und der Gemeinde zusammen erhoben wird, im Regelfall 100 Steuereinheiten beträgt. Für die Ueberschreitung dieses Satzes gelten dieselben Bestimmungen wie für die Grundsteuer, ebenso für die Zah lungstermine. 3. Die Gebäudeentschuldungssteuer. ( Hauszinsstener.) Diese Steuerart, in Hessen unter dem Namen„ Sonder steuer" bekannt, ist aus der Inflation geboren, also jüngeren Datums. Sie verdankt ihr Entstehen der 3. Steuernotverord nung vom 14. Februar 1924 und war ursprünglich als vorübergehende Zwecksteuer zur Behebung der Wohnungsnot gedacht Diesen Charakter hat sie längst eingebüßt, besonders in Hessen wird dem Wohnungsbau nur etwa ein Viertel der Steuer zugeführt. Der andere größere Teil wird Verwaltungszweden dienstbar gemacht. Aus diesem Grunde hat die allgemein als unsozial und ungerecht bekämpfte Steuer bei den Verwaltungsbehörden außerordentlichen Antlang gefunden, zumal ihre Erhebungsart eine sehr einfache ist und das Erträgnis beliebig steigern läßt, da zu diesem Zwed nur die Miete erhöht zu werden braucht. Das übrige haben die Vermieter zu besorgen. Obwohl diese Steuer nach den reichsgesetzlichen Bestim mungen Höchstgrenzen gezogen waren, war die Höhe der Steuer in den einzelnen Ländern durchaus verschieden. Daß Hessen inbezug auf die Steuerhöhe an erster Stelle unter den 18 Ländern steht, ist eine auch außerhalb des Hausbesitzes bekannte Tatsache. Auch der neue Entwurf will das Unrecht fortsetzen und die Steuer nicht ausschließlich dem Wohnungsbau, sondern allgemeinen Finanzzwecken der Länder und Gemeinden dienstbar machen. Der Ertrag soll sich für die nächsten Jahre auf etwa 600 Millionen Mark belaufen. In dem ursprünglichen Entwurf war von 1929 ab für die nächsten 6 Jahre eine Senkung der Steuer um jährlich ein Zehntel vorgesehen. Dieser Senkungsplan ist in dem neuen Entwurf gestrichen worden, angeblich auf Betreiben des Zentrums. Eine spätere Senfung soll jedenfalls nach Lage der Verhältnisse für gegebene Zeit vorbehalten bleiben. Gegen dieses Fallenlassen des Senkungsplanes gilt es nunmehr anzufämpfen. Wenn die Länder und Gemeinden wissen, daß der Ertrag aus der Steuer sich mindert, so werden sie sich danach einrichten müssen. Andernfalls wird bei jedem Abbau ein Kampf entbrennen gegen die einflußreichen Nutznießer der Steuer. Der Entwurf erstrebt unter Beseitigung der bisherigen Ungleichheiten eine gleichmäßige Heranziehung zur Steuer durchzuführen. Abgelehnt wird der Vorschlag des Deutschen Städtegung, während die andere, das II. A. K. und das IV. ReserverNr. 35. tags: die Steuer in eine ablösbare Rente umzuwandeln. Das ist das einzig Erfreuliche an dem Entwurf. Die Steuerveranlagungsvorschriften werden vom Reich erschöpfend geregelt, wodurch Abweichungen seitens der Länder unterbunden werden. - unterliegen. WertDie Grundlage der Besteuerung bildet nicht mehr der Steuerwert des Hauses, sondern die Friedensmiete. Für das ganze Reich gilt auch ein einheitlicher Steuersatz. Die Steuer ist gestaffelt nach der Höhe des Eigenkapitals und der dinglichen Belastung am 31. Dezember 1918. Mit dem Namen der Steuer unvereinbar ist die Tatsache, daß auch unbelastete Grund stücke der Steuer wenn auch einer geringeren In diesen Fällen erhält die Steuer die Bezeichnung erhaltungssteuer", womit dieselbe dem Steuerpflichtigen und dem eigenen Gewissen gegenüber gerechtfertigt werden soll Man sieht, um Begründungen und Steuernamen ist man nicht verlegen. Diese Begründung wird wiederum damit begründet, daß angeblich der Hauseigentümer anderen Wertbesitzern gegen über nach Abschluß der Inflation im Vorteil gewesen sein soll. Wir fragen demgegenüber: Wo bleibt die Sonderbesteuerung derjenigen Besitzer, die ihre Werte durch die Inflation auch teilweise oder sogar ganz erhalten haben, oder die durch die Inflation sich erst die Werte geschaffen haben? An diese Kreise wagt man sich nicht heran, weil sie einflußreich der Regierung und den sog. Boltsvertretern nahestehen oder zu ihnen gehören ( Schluß folgt.) Der moderne Krieg. Sonnabend, ben 27. Auguft mordet, die Frauen und Kinder perei geführt. Dann wurde de die Soldaten wurde gefod gegen i wieder die Vernichtung der ausgedachten toten Kriegsmasch ten fich, wie man bis jetzt m rotten bestrebt war. Wie läch Die Angit der Engländer und renden Sportlern und reitenden Wir wollen alle Bestrebungen, lich und moralisch auszubilden Staatsleben jo nötigen Diszipli cher im tommenden Kriege wird etih mehr leisten als der ta R. B. V. Radfahrerbehörde für Verke Sie am 3. Auguft gelegentlich eine den Ministerum des Innern ange t und Radfahrerverkehr ist am 12 findet worden. In der Gründungs ten: der BDR., der Arbeiter- Radf die Bereinigung Deutscher Rad Meriam des Innern wurde die o Gründung der neuen Behörde geri mung einer Sigung im Ministeriu ie über den Straßenrennsport dar immen. Die neue Behörde war sich d regelen Durchführung des Straßenrenn Hafeng eines Rennkalenders erford her die Möglichkeit zu geben, bereits Ausdehnung des Radrennsports Kalender sollen nur die großen Ver Radiportbehörde vertretenen Verbänd Für die Aufstellung und Genehmigun ungen der Landesverbände, Gaue, ollen Unterausschüsse gebildet werde förde die Termine zur Genehmigung den Genehmigungsvermert der oberst Eport und Berkehr soll in Zukunft t findige Behörde einen Straßenwett ka. Ueber die Verteilung der Renne hinde wird in einer demnächst stattfi gelegt werden. Bis zum 15. Januar tommende Jab maßgebliche Kalender breitet werden. Die Versammlung b Richtlinien, die das Ministerium fü tädern auf öffentlichen Wegen fürz Wie im Titel der neuen Behörd fie fich nicht nur mit radsportlichen In Nicaragua hat eine Schlacht" zwischen ,, Aufständischen" und nicaraguanischen Regierungstrup pen, die von amerikanischen Marinesoldaten unterstützt waren, stattgefunden, die man als die größte Schlacht in der nicaraguanischen Geschichte bezeichnet. Der Verlauf derselben ist sehr bemerkenswert. Die Zahl der ,, Aufständischen" muß um ein Vielfaches höher gewesen sein, als die Zahl der Truppen auf der Gegenseite, auch muß ihre Ausrüstung mit Maschinengewehren sehr start gewesen sein. Nach der Meldung des ,, Berliner Tage blattes" fämpften auf Regierungsseite noch keine 90 Mann, während die Zahl der Aufständischen" unter dem General Sandino 400 Mann betragen haben soll. Sandinos Truppen wurden deshalb als aufständisch bezeichnet, weil sie eine amerikanische Goldmine in San Albino besetzt hatten und sich trotz eines amerikanischen Ultimatums weigerten, das Besitztum zu räumen, viel mehr einen Angriff auf die Regierungstruppen unter nahmen. Von diesen Angriffsabfichten wurde ein ame ritanisches Detachement benachrichtigt, das daraufhin fünf Bombenflugzeuge abschickte. Trotz der guten Ausrüstung von Sandinos Truppen mit Maschinengeweh ren wurden die aufständischen Streitkräfte in wenigen Minuten durch Bombenabwürfe völlig vernichtet. Ueber 300 Tote von Sandinos Truppen sind auf dem Felde liegen geblieben, nur ein ganz geringer Teil soll ent tommen sein. Von den Truppen der Gegenseite ist nur ein Mann getötet und einer verwundet worden. Der Rahmen dieses Kampfes ist für uns, die wir den letzten großen Krieg erlebt haben, natürlich klein, aber sein Verlauf bestätigt doch die Mutmaßungen, die wir uns über den Zukunftstrieg bereits machen Ver gangen waren schon lange die Zeiten, in denen der Feldherr als Vorbild der Tapferkeit seinen Leuten vor an im ersten Gliede kämpfte. Schon im letzten großen Weltkriege wurde die Leitung weit hinter der Front durch genaue Berechnungen und abwägender Vertei lung der Kampfesmittel geführt. Der Zukunftskrieg wird noch anders sein. Immer mehr nimmt der Krieg rohe unpersönlichere Formen an. In ältesten Zeiten war für ein Volt ein verlorener Krieg gleichbedeutend mit dem Untergang. Die Männer wurden niedergeHeeresflügel war in der Tat ernst bedroht. Daß diese Warnung Die Offensive des deutschen Volksheeres Korps mit der 4. Kav. Division die Dedung der Heeresflanke rechtzeitig kam, war das besondere Verdienst der umsichtigen und und ihr Scheitern 1914. 2. Fortsetzung. Als der Befehl der Obersten Heeresleitung vom 2. September eintraf, war die erste Armee im Verhältnis zur zweiten Armee vorwärts gestaffelt und hatte bereits mit den vordersten Teilen die Marne erreicht. General von Klud glaubte, entgegen dem Befehl der Obersten Heeresleitung, sein bisheriges Verhältnis zur zweiten Armee beibehalten zu müssen, weil die Absicht der Obersten Heeresleitung, den Feind in südöstlicher Richtung abzudrängen, nur erreicht werden konnte, wenn die erste Armee ihren Drud auf die Flanke der vor der zweiten Armee in voller Auflösung zurückflutenden Franzosen fortsette. Durch Stehen bleiben und Absetzen hinter dem rechten Flügel der zweiten Armee ging nach seiner Ansicht die Aussicht der Umfassung verloren. Der Armeeführer verhehlte sich aber nicht, daß diese Lage sich leicht ändern könne, falls der Gegner vermöge seines vortreffl:.h ausgebauten Eisenbahnnetzes frische Kräfte nach Paris warf und die Riesenfestung als Ausfallstor für eine große Offensive ausnutzte. Stimmen im Armeestabe, die auf die großen Gefahren dieses Entschlusses hinweisen zu müssen glaubten, beschwichtigte der Generalstabschef, General von Kuhl, durch die Bemerkung, daß das Gespenst von Paris ihn so lang nicht schrecken dürfe, bis es Fleisch und Blut annehme. Die erste und zweite Armee setzten am 3. und 4. September die Verfolgung in südöstlicher und südlicher Richtung fort und überschritten bereits am 4. September die Marne. Für den 5. September hatte General von Kluck befohlen: IV., III, IX. A.-K. erreichen die Linie Choisy- Esternay am Gr. Morin. Die Dedung gegen Paris übernehmen: südlich der Marne das 2. A. K., nördlich der Marne das 4. Res. Korps mit unterstellter 4. Kav. Division. Seit dem Einschwenken der ersten Armee gegen Südosten hatte sich immer mehr eine Tren nung in zwei Gruppen herausgebildet. Das Ziel der einen, bestehend aus dem IV., III, IX. Armeekorps, war die Verfolgegen Paris übernahmen. Da die Verfolgung bis jetzt zu feinem operativen Erfolg geführt und mit einem Vorstoß starker feindlicher Kräfte aus Paris zu rechnen war, erließ die Oberste Heeresleitung am 4. September, 8 Uhr abends, folgenden Funkspruch: 1. und 2. Armee verbleiben gegenüber Ostfront Paris. Erste Armee zwischen Oise und Marne, zweite Armee zwischen Marne und Seine. Dieser Funkspruch traf erst am 5. September, 7,15 Uhr morgens, bei der ersten Armee ein, als die Korps bereits im Vormarsch gegen den Gr. Morin waren. Hierdurch war das Armee- Obertommando in eine schwierige Lage geraten. Weil es bei der weiten Entfernung von den Korps nicht möglich war, sie rechtzeitig anzuhalten und von Paris noch keine Gefahr drohte, wurden das IV., III., IX. Rorps im Marsch belassen. Sie erreichten am Abend des 5. September die befohlene Linie, ohne auf Feind zu stoßen. Nur das IV. ReserveKorps wurde angehalten. Es hatte, als der Befehl zum Halten eintraf, sein Tagesziel Barcy- Chambry nördlich Meaug erreicht. Im Laufe des Tages hatte die 4. Kav. Division feind liche Vorposten nordöstlich Paris festgestellt. Sie konnten aber feinen Einblid in das Hintergelände gewinnen. Um die Lage zu klären, befahl der Führer des 4. ReserveKorps, General der Artillerie von Gronau, den Angriff. Obgleich das 4. Reservekorps mit Unterstützung der 4. KavallerieDivision dem Feind Gelände entrissen, hatte General von Gronau die Ueberzeugung gewonnen, daß bei der starken Ueberlegenheit des Gegners mit einem entscheidenden Erfolge nicht zu rechnen sei. Der Angriff hatte seinen 3wed erfüllt, er hatte Klarheit über den Feind gebracht. Jetzt war es die Aufgabe des Korps, den Feind aufzuhalten, bis eigene Verstärkungen eingreifen fonnten. General von Gronau beschloß daher, sein Korps in eine Stellung westlich des Ourcq zurüdzunehmen. Die Loslösung vom Feinde erfolgte bei Eintritt der Dunkelheit ohne Störung durch den Gegner. So war durch den fühnen Vorstoß des 4. Reserve- Korps die Lage vor Paris mit einem Schlage geklärt. Der rechte deutsche tatkräftigen Führung durch den General von Gronau und der aufopferungsvollen Hingabe seiner tapferen Reservetruppen. Als die deutschen Armeen in der Verfolgung gegen die Seine am 6. September die Linie Gr. Morin Vitry le Francois Revigny erreicht hatten, begann die entscheidungssuchende, fran zösische Offensive. General Joffre erließ hierzu folgenden Tas gesbefehl, der am 6. September von der 30. Inf.- Brigade bei Frignicourt aufgefunden und sofort an die Oberste Heeresleitung weiter geleitet wurde: 6. September, 9 Uhr vormittags. Tagesbefehl des Oberkommandierenden. Eine Im Augenblick der Entwicklung einer Schlacht, von der das Bestehen des Vaterlandes abhängt, muß jeder daran denken, daß es kein Rückwärtsschauen mehr gibt. Alle Kräfte müssen daran gesetzt werden, den Feind anzugreifen und zu werfen. Truppe, die nicht mehr vorzugehen vermag, muß das gewonnene Gelände halten, tofte es, was es wolle, und lieber auf dem Blaze sterben, als zurückgehen. Unter den jetzigen Umständen darf nicht die geringste Schwachheit geduldet werden. am gez.: Joffre. Berkehrsfragen. Da in den nächst Jammlung zur Besprechung der Ver richtete die neue Radfahrerbehörde e ferium, in der einige der wichtigste fahrerverkehr berührt wurden. Die gegen eine Sperrung der Straßen und erklärte fich bereit, mit allen ih teln für eine Achtung der Verkehrs inzutreten. In einer Sperrung de bentlich vorgeschlagen ist, erblickt techtung der Radfahrer als gleich bat in der Eingabe um Vermeidu regel. Die Lösung des Verkehrspr fahrerbehörde in der Schaffung v und Land. Durch die Radfahrerw ben Kraftfahrzeugverkehr geschaffe fahrer eine Sicherheit geboten. J tie neue Radsportbehörde in enger polizeilichen Behörden zu arbeiten befriedigende Lösung des Verkehr Radfahrer zu erzielen. Generalstabschefs statt. Hierbei brud, als ob Generaloberst von Mo Lage auf dem rechten Heeresflügel baren Berantwortung und der tag Spannung fich innerlich schon mit zug befreundet habe". Um solchen ben Boden zu entziehen, erteilte er des Feldheeres als Anhalt für die ben flaren und bestimmten Befe unter teinen Umstände geht Tags darauf am 8. Septemb Besprechung des Generalobersten v der auch Oberst von Dommes un wohnten, die gesamte Lage der Die Meldungen über die geschwä rmee und über den Durchbruch d ten auf den Chef des Generalstabes besonders starten Eindrud gemacht Beurteilung der Lage zu, während Dommes diefen Nachrichten im Hin bungen der ersten Armee teine Elastausgang beimaßen. Ihre Das Bertrauen, in die überlegene A Len en ben Sieg der ersten Armee Ueberzeugung, daß nur die Schlach loten glaubt, tam ihnen alles dara feiten der Lage am Siegesgedante Berlauf der Aussprache stellte sich tung der Lage auf dem rechten He ten Armee, als dringend heraus. agte hiermit den Oberstleutnant Der Auftrag für den Oberstleuti lifeitgelegt worden, auch hat keiner Da der Gegner fortwährend frische Kräfte aus Paris gegen des 4, Reservekorps am Ourcq vorführte, zog General von Klud September das 2. und 4., am 7. September auch das 3. und 9. Armeekorps an die Ourcq- Front heran, um durch An griff die Gefahr auf dem linken Heeresflügel abzuwenden. Durch den Abmarsch des 4., 3. und 9. Armeekorps nach dem Ourcq war zwischen der ersten und zweiten Armee eine Lüde von 50 Kilometer entstanden, in der nur 2 Kavallerietorps mit 8 Jäger- Bataillonen verblieben. Die Lage war äußerst fritisch, weil die Gefahr nahe lag, daß der Gegner in diese Lüde ein brach und gegen den Rüden der ersten Armee und die rechte Flante der 2. Armee vorstieß. Die Feldzugsentscheidung hing jetzt davon ab, ob es gelang der schwierigen Lage auf dem rech ten Flügel des deutschen Heeres Herr zu werden. Als der Kaiser am 7. September abends von seiner Front fahrt nach Luxemburg zurückkehrte, fand der übliche Vortrag des bar nach der Beratung Aufzeichnung iber den Wortlaut erhebliche Mei tehen. In seinem Bericht über den Ri 26. Juli 1815 äußerte sich Generalobe Str. 35. eine ablösbare Rente umzuwandeln. Das liche an dem Entwurf. Tagungsvorschriften werden vom Reich e Sonnabend, den 27. August 1927. odurch Abweichungen seitens der Länder gegen die Soldaten wurde gefochten. Ein neuer Krieg mordet, die Frauen und Kinder als Beute in die StlaTerei geführt. Dann wurde der Krieg veredelt. Nur der Besteuerung bildet nicht mehr der jes, sondern die Friedensmiete. Für das richten sich, wie man bis jetzt nur das Ungeziefer aus: hein einheitlicher Steuersatz. Die Steur aurotten bestrebt war. Wie lächerlich kommt einem da ist wieder die Vernichtung der Völker mit raffiniert cusgedachten toten Kriegsmaschinen. Die Völker verer Höhe des Eigenkapitals und der ding 31. Dezember 1918. Mit dem Namen der t die Tatsache, daß auch unbelastete Grunt die Angst der Engländer und Franzosen vor marschie tenden Sportlern und reitenden Reitervereinen vor. Wir wollen alle Bestrebungen, unsere Jugend förperStaatsleben so nötigen Disziplin nicht gering achten, aber im kommenden Kriege wird der Erfinder am ZeiDenn auch einer geringeren unterliegenlich und moralisch auszubilden, wegen der unserem jält die Steuer die Bezeichnung Bert Omit dieselbe dem Steuerpflichtigen und en gegenüber gerechtfertigt werden foll hentisch mehr leisten als der tapferste Soldat. indungen und Steuernamen ist man midt ründung wird wiederum damit begründet, useigentümer anderen Wertbesitzern gegen er Inflation im Borteil gewesen sein soll. R. B. V. S. Radfahrerbehörde für Verkehr und Sport. Die am 3. Auguft gelegentlich einer Sigung mit dem Preu,, Gießener Zeitung" Selbstanzeige im Steuerstrafrecht. Eine wichtige Entscheidung des Reichsgerichts. Nach§ 374 der Abgabenordnung bleibt derjenige, welcher eine Steuerzuwiderhandlung begeht, straffrei, wenn er sie, bevor er angezeigt ist odergegen ihn eine Untersuchung eingeleitet ist. der Steuerbehörde selbst anzeigt, ohne dazu durch eine unmittel bare Gefahr der Entdeckung veranlagt zu sein. Die Steuerbehörden erachten in der Regel die legtgenannte Boraussetzung nicht für gegeben, wenn z. B. die Zivilgerichte von dem Steuerdelift Kenntnis erhalten haben( durch Erhebung einer Klage oder durch Stellung irgendeines Antrages), da nach§ 192 der Abgabenordnung jämtliche Behörden und Beamten Steuerzuwiderhandlungen, die sie dienstlich erfahren, den Finanzämtern mitzuteilen haben. Das Reichsgericht hat aber jetzt ID 612/26, VII 909 in einem Falle, in dem der Steuerpflichtige die Selbstanzeige an die Steuerstelle an demselben Tage abgesandt hat, an dem er den Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung bei dem Zivilgericht gestellt hat, dem Steuerpflichtigen die Rechtswohl= tat des§ 374 der Abgabenordnung zugebilligt und ihn freige= nüber: Wo bleibt die Sonderbesteuerungischen Ministerum des Innern angeregte Behörde für RadDie ihre Werte durch die Inflation au port und Radfahrerverkehr ist am 12. Auguft in Berlin ge ganz erhalten haben, oder die durch die gründet worden. In der Gründungsversammlung waren ver Werte geschaffen haben? An diese Kreise reten: der BDR., der Arbeiter Radfahrer- Bnd Solidarität" prochen. heran, weil sie einflußreich der Regierung und die Bereinigung Deutscher Radsport- Verbände. An das rtretern nahestehen oder zu ihnen gehören inifterium des Innern wurde die offizielle Mitteilung von ( Schluß folgt.) moderne Krieg. ter Gründung der neuen Behörde gerichtet und um die Anbe raumung einer Sigung im Ministerium gebeten, um die Behlüsse über den Straßenrennsport darlegen und begründen zu lännen. Die neue Behörde war sich darüber flar, daß zur ge= In diesem Falle hatte der Verkäufer seines in der Inflationszeit verkauften Grundstüds unter Bezugnahme auf das Preußische Grundstücksverkehrsgesetz vom 16. 2. 1923 die Richtigkeit des Kaufabschlusses behauptet und die Rückgabe des Grundstücs von dem Käufer gefordert. Zur Sicherung seines angeblichen Anspruchs hat er den Erlaß einer einstweiligen Ver fügung bei dem Zivilgericht beantragt. Das Reichsgericht hat sich auf den Standpunkt gestellt, daß an dem Tage, an dem die Selbstanzeige erstattet sei, noch keine Gefahr der Entdeckung durch Mitteilung des Gerichts bestanden habe. Darauf, aus welchem Grunde die Selbstanzeige erstattet jci, fomme es nicht an. Die katastrophalen Folgen agua hat eine Schlacht" zwischen regelten Durchführung des Straßenrennsports in erster Linie die ind nicaraguanischen Regierungstrup: Aufstellung eines Rennkalenders erforderlich sei, um den Behör rikanischen Marinesoldaten unterstützt ben die Möglichkeit zu geben, bereits im Anfang des Jahres den, die man als die größte Schlacht die Ausdehnung des Radrennsports zu überbliden. In dem tischen Geschichte bezeichnet. Der Ber: Ralender sollen nur die großen Veranstaltungen der in der sehr bemerkenswert. Die Zahl der Radsportbehörde vertretenen Verbände aufgenommen werden. nuß um ein Vielfaches höher gewesen Für die Aufstellung und Genehmigung der lokalen Veranstal der Truppen auf der Gegenseite, augungen der Landesverbände, Gaue, Ortsgruppen und Vereine ing mit Maschinengewehren sehr start ollen Unterausschüsse gebildet werden, die der obersten Be ch der Meldung des Berliner Tage härde die Termine zur Genehmigung einzureichen haben. Ohne = auf Regierungsseite noch feine 90 den Genehmigungsvermerk der obersten Radfahrerbehörde für des modernen Die Zahl der„ Aufständischen" unter Eport und Berkehr soll in Zukunft feine für den Berkehr zu Dino 400 Mann betragen haben soll. tändige Behörde einen Straßenwettbewerb genehmigen dür. ine amerikanische Goldmine in San bände wird in einer demnächst stattfindenden Sitzung Beschlußz wurden deshalb als aufständisch be fcn. Ueber die Verteilung der Rennen auf die einzelnen Ver-n und sich ten, das Besitztum zu räumen, viel lemmende Jahr maßgebliche Kalender dem Miniſterium unter† auf die Regierungstruppen unter treitet werden. Die Bersammlung befaßte fich ferner mit den en Angriffsabfichten wurde ein americhtlinien, die das Ministerium für Wettfahrten auf Fahrment benachrichtigt, das daraufhin übern auf öffentlichen Wegen türzlich aufgestellt hat. uge abschickte. Trotz der guten Aus: Dinos Truppen mit Maschinengeweh ufständischen Streitkräfte in wenigen ombenabwürfe völlig vernichtet. Ueber ndinos Truppen sind auf dem Felde nur ein ganz geringer Teil soll ent: den Truppen der Gegenseite ist nur I und einer verwundet worden. dieses Kampfes ist für uns, die wir 1 Krieg erlebt haben, natürlich flein, bestätigt doch die Mutmaßungen, die Zukunftstrieg bereits machen Ver on lange die Zeiten, in denen der bild der Tapferkeit seinen Leuten vorede kämpfte. Schon im letzten großen = die Leitung weit hinter der Front rechnungen und abwägender Verte smittel geführt. Der Zukunftstries jein. Immer mehr nimmt der Krieg re Formen an. In ältesten Zeiten ein verlorener Krieg gleichbedeutend ng. Die Männer wurden niederge Der Tat ernst bedroht. Daß diese Warnung as besondere Verdienst der umfichtigen und durch den General von Gronau und der ingabe seiner tapferen Reservetruppen. Armeen in der Verfolgung gegen die Seine -Linie Gr. Morin- Vitry le Francois Wie im Titel der neuen Behörde bereits gesagt ist, befaßt fie fich nicht nur mit radsportlichen Fragen, sondern auch mit Werkehrsfragen. Da in den nächsten Tagen eine PolizeiverSemmlung zur Besprechung der Verkehrsfragen stattfinden soll, richtete die neue Radfahrerbehörde eine Eingabe an das Minifterium, in der einige der wichtigsten Fragen über den Radfahrerverkehr berührt wurden. Die Radfahrerbehörde wehrte fi gegen eine Sperrung der Straßen für den Radfahrerverkehr urid erklärte sich bereit, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitein für eine Achtung der Verkehrsgesetze durch die Radfahrer einzutreten. In einer Sperrung der Straßen, wie sie verschie bentlich vorgeschlagen ist, erblidt die neue Behörde eine Enthtung der Radfahrer als gleichberechtigte Wegebenutzer und bat in der Eingabe um Vermeidung dieser drakonischen Maßregel. Die Lösung des Verkehrsproblems erblickt die neue Radfehrerbehörde in der Schaffung von Radfahrerwegen in Stadt urid Land. Durch die Radfahrerwege wird nicht nur Raum für ben Kraftfahrzeugverkehr geschaffen, sondern auch dem Radfahrer eine Sicherheit geboten. In allen diesen Fragen wird die neue Radsportbehörde in enger Fühlung mit den verkehrspolizeilichen Behörden zu arbeiten fuchen, um eine alle Teile befriedigende Lösung des Verkehrsproblems in bezug auf die Radfahrer zu erzielen. Generalstabschefs statt. Hierbei gewann der Kaiser den Einbrud, als ob Generaloberst von Moltke angesichts der schwierigen Lage auf dem rechten Heeresflügel, unter dem Druck der furchtSpannung ,, ich innerlich schon mit dem Gedanken an den Rüdzag befreundet habe". Um solchen Erwägungen ein für allemal baren Verantwortung und der tagelang anhaltenden seelischen ten, begann die entscheidungsjuchende, fram Deneral Joffre erließ hierzu folgenden Ta bes den Boden zu entziehen, erteilte er dem Chef des Generalstabes Feldheeres als Anhalt für die weitere Leitung der Schlacht . September von der 30. Inf.- Brigade bei ben flaren und bestimmten Befehl:„ Angreifen, so lange es nden und sofort an die Oberste Heeresleitung Beht unter feinen Umständen einen Schritt zurüc". De: Tags darauf am 8. September vormittags wurde in einer 6. September, 9 Uhr vormittags Besprechung des Generalobersten von Moltke mit Oberst Tappen, Defehl des Oberkommandierenden. der Entwicklung einer Schlacht, von der das rlandes abhängt, muß jeder daran denken, tsschauen mehr gibt. Alle Kräfte müssen Feind anzugreifen und zu werfen. Eine daran der auch Oberst von Dommes und Oberstleutnant Hentsch beiwohnten, die gesamte Lage der Westfront eingehend erörtert. Die Meldungen über die geschwächte Gefechtskraft der zweiten Armee und über den Durchbruch der Petit- Morin- Stellung hat ten auf den Chef des Generalstabes und Oberstleutnant Hentsch besonders starten Eindrud gemacht. Sie neigten einer ernsten ehr vorzugehen vermag, muß das gewonnene Beurteilung der Lage zu, während die Obersten Tappen und von fte es, was es wolle, und lieber auf dem Dommes diesen Nachrichten im Hinblick auf die günstigen Melzurückgehen. Unter den jezigen Umständen fte Schwachheit geduldet werden. gez.: Joffre. bungen der ersten Armee feine ernstere Bedeutung für den Schlachtausgang beimaßen. Ihre Zuversicht gründete sich auf bas Vertrauen, in die überlegene Kraft der Truppe; sie glaubNr. 35. falle- oder um einen physischen Zwang durch Einschüchterung auszuüben, mitgeführt werden. Stöde, Knüppel, Gummifnüppel, Schlagringe, Stahlruten, Spiralfedern und Spaten find demnach als Waffen im Sinne des§ 11 des Vereinsgesetzes anzuschen. Für den Begriff als Waffe ist es aber nicht wesent lich ob die Stöde mit Eisenspitzen versehen sind oder nicht. Die mit derartigen Waffen betroffenen Versammlungs- oder Aufzugteilnehmer machen sich nach§ 11 und 19 des Reichsvereinsge setzes strafbar. Lokales. Sonntagsgedanken. Erntezeit. Es freuen sich Tausende an den reichen Gaben des Sommers und danken. Danken dem dort oben, der seinen Segen spendete, als das Gamentorn ausgestreut wurde, der es aufgehen ließ, der Sonnenschein und Regen gab und die Frucht reifen ließ. Wieder tat er seine milde Hand auf und füllte unsere Scheunen mit reichen Gaben. Trauernd freilich stehen viele andere vor geknickten Halmen und leeren Aehren, wo die Gewalt der Natur in Augenblicken vernichtet hatte, was tausend fleißige Hände in Monaten ge schaffen. Erntezeit. Nicht der Landmann allein, der gefät hat, wird ernten. Wir alle find Sälente. Und jeder erhofft von seiner Arbeit Frucht in reicher Ernte. Oft ist die Aussaat schon mühe voll. Jm Sonnenschein und Sturmwind müssen wir alle schaf fen, raftlos und ruhelos, immerfort, denn die Zeit der Ernte soll nahen. Heute mehr wie je drüdt die Sorge ums tägliche Brot auf zahllose Menschen und keine Raft und Ruhe sollen die schwielen deutschen Hände mehr finden. Noch stehen wir in der Zeit der Saat. Prüfen wir das Saatgut, damit es aufgehe, daß der Gegen nicht ausbleibe wie Sonnenschein und Regen und wir reiche Ernte einmal haben. Das ganze Leben ist ein Säen und Ernten. Solange deine Kräfte dir dienlich sind, pflüge und säe, schaffe und pflege. Denn bist du alt geworden und in Ruhe sollst du dann der Ernte warten ewige sie eingefahren. Am Wenn du die Saat treu gepflegt, dann wirst du dich freuen einst der letzten Ernte. Laftkraftwagenverkehrs. Hm Abend breines Lebens ift bie Glunde der Ernie gelommen. Der Zentralverband deutscher Haus- und Grundbesitzer Vereine, e. V. Berlin, teilt betr. Erschütterung durch Lastkraftwagenverkehr mit, daß eine Antwort des Reichsverkehrsministers auf seine Eingabe eingegangen ist, welche besagt, daß bei Braunschweig eine Versuchsbahn hergestellt worden ist, auf der seit längerer Zeit Versuche mit Kraftfahrzeugen vorgenommen wer den, um den Einfluß des Gewichts, der Geschwindigkeit und der Bereifung der Kraftfahrzeuge bei Straßendeden verschiedener Bauart festzustellen. Nach Abschluß dieser Versuche sollen die Vorschriften der Verordnung über Kraftfahrzeugverkehr über das höchstzulässige Gesamtgewicht, die Geschwindigkeit und die Bereifung der Kraftfahrzeuge nachgeprüft werden. Der Zentralverband hat den Reichsverkehrsminister gebeten, nach Vorliegen der Ergebnisse der Prüfung weiter gehört zu werden, bevor entscheidende Entschlüsse gefaßt werden. Bewaffnung von Teilnehmern an Aufzügen und öffentlichen Versammlungen. Nach§ ges Reichsvereinsgesetzes vom 19. April 1908 dari niemand in einez öffentlichen Bersammlung oder in einem Aufzug, der auf öffentlichen Straßen und Plätzen stattfinden soll, bewaffnet erscheinen. Als Waffen im Sinne des angezogenen Gesetzes sind alle diejenigen Gegenstände anzusehen, die nach ihrer Bestimmung zu einer Zufügung gefährlicher Verletzungen beim Angriff oder der Verteidigung gebraucht werden. Den Waffen sind demnach auch diejenigen Werkzeuge zuzuzäh len, die zwar nicht ihrer natürlichen Bestimmung, aber doch ihrer Beschaffung nach zur Beibringung gefährlicher Verletzungen verwandt werden tönnen, wenn sie nicht zufällig, sondern in der Absicht, zu verletzen- sei es auch nur im Verteidigungssandte den Oberstleutnant Hentsch zur 2. und 1. Armee, der sich über die Lage orientieren sollte. Er sollte die erste Armee an= weisen, wenn sie gezwungen sei, zurüdzugehen, in die Linie Soisson- Fismes auszuweichen, um so wieder den Anschluß an die zweite Armee zu gewinnen. Ein Befehl zum Zurüdgehen der ersten Armee ist von mir nicht gegeben worden. Ebensowenig ein Befehl zum Zurüdgehen der zweiten Armee. Nach Mitteilungen der Obersten Tappen und von Dommes soll der Auftrag noch beschränkter gewesen sei und dem Sinn nach gelautet haben: ,, Falls auf dem rechten Flügel bereits rüdgängige Bewegungen eingeleitet seien, solle Hentsch versuchen, diese so zu leiten, daß durch ein Zurüdgehen der inneren Flügel der ersten und zweiten Armee in Richtung Fismes die Lüde zwischen beiden Armeen wieder geschlossen würde". Oberstleutnant Hentsch verließ am 8. September, 11 Uhr vormittags, das Große Hauptquartier in Luxemburg und traf 7,45 Uhr abends in Montmort, dem Quartier des Armee- Obertommandos zwei ein. ( Schluß folgt.) Der entscheidende Grund. In einem Blatt las ich neulich, daß jemand vom Gericht die Gerichtsverhandlung beginnen sollte, erschien statt seiner ein anderer und erklärte, es seien, für das Nichtkommen seines Freundes * Von der Universität. Der ordentliche Professor in der Theologischen Fakultät Geheimer Kirchenrat D. Dr. Gustav Krüs ger zu Gießen ist auf sein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. Ottober 1927 in den Ruhestand versetzt worden. Der Privatdo zent Lic. Heinrich Bornkamm zu Tübingen, ist mit Wirkung vom 1. Oktober 1927 an, zum ordentlichen Professor für Kirchengeschichte in der Theologischen Fakultät unserer Landesuniversität ernannt worden. * Aus dem Stadttheater. Der langjährige Leiter des Stadttheaters, Intendant Hofrat Steingoetter, wird demnächst seinen Posten als Leiter des Stadttheaters aufgeben und sich ins Privat leben zurückziehen. Die Stelle ist jetzt zur Besetzung öffentlich fortwährend frische Kräfte aus Paris gegen ten an den Sieg der ersten Armee. In der unerschütterlichen Aufforderung erhielt, als Geschworener zu fungieren. Als die am Ourcq vorführte, zog General von Klud Ueberzeugung, daß nur die Schlacht verloren ist, die man der= as 2. und 4., am 7. September auch das 3. Loren glaubt, tam ihnen alles darauf an, trotz aller Schwierig -an die Durcq- Front heran, um durch Ans feiten der Lage am Siegesgedanken unbeirrt festzuhalten. Im einundzwanzig Gründe vorhanden. So, so", erwiderte der Richf dem linken Heeresflügel abzuwenden. Durch Verlauf der Aussprache stellte sich die Notwendigkeit einer Klä4., 3. und 9. Armeekorps nach dem Ourcq tung der Lage auf dem rechten Heeresflügel, vor allem bei der ersten und zweiten Armee eine Lüde von ersten Armee, als dringend heraus. General von Moltke beauftanden, in der nur 2 Kavallerietorps mit tragte hiermit den Oberstleutnant Hentsch. n verblieben. Die Lage war äußerst kritisch, Der Auftrag für den Oberstleutnant Hentsch ist nicht schriftter ,,, nennen Sie mir den ersten, der ist vielleicht der beste".„ Er ist tot“, erklärte der Freund. Es ist gut", sagte der verständige Richter, die anderen Gründe brauchen wir nun nicht mehr zu hören“. ahe lag, daß der Gegner in diese Lüde einlich festgelegt worden, auch hat keiner der Teilnehmer sich unmittel Den Rüden der ersten Armee und die rechte bar nach der Beratung Aufzeichnungen darüber gemacht, sodaß nicht, wie sie im ersten Augenblid scheint, wenigstens machen es Tee Dorfließ. Die Feldzugsentscheidung hing über den Wortlaut erhebliche Meinungsverschiedenheiten be es gelang der schwierigen Lage auf dem rech tehen. In seinem Bericht über den Rückzug an der Marne vom Ob diese Geschichte sich nun wirklich zugetragen hat, oder ob fie erfunden ist, fann ich nicht nachprüfen. Aber sie ist so töricht viele Menschen ähnlich. Sie haben eine ganze Reihe von Gründen für ein bestimmtes Verhalten, aber der eine, den sie als ersten nennen könnten, macht die andern überflüssig. Den einen sollten am 7. Geptember abends von seiner Front 26. Juli 1915 äußerte sich Generaloberst von Moltke:„ Ich ent- fie ehrlich nennen, aber das tun fie gewöhnlich nicht, und das ist tschen Heeres Herr zu werden. rg zurückkehrte, fand der übliche Vortrag des Übler Mundgeruch wirkt abstoßend. Häßlich gefärbte Zähne jentstellen bas schönste Antlig. Beide Schönheitsfehler werben oft schon durch einmaliges Pußen mit der herrlich erfrischenden Zahnpaste Chlorodont beseitigt. Die Jähne erhalten schon nach furzem Gebrauch einen wundervollen Elfenbeinglanz, auch an den Seitenflächen, bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens tonstruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. Faulende Speilerefte in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt. Bersudjen Sie es zunächst mit einer fleinen Tube zu 60 Big. Chlorodont- Zahnbürste für Rinber 70 Pfg., für Damen Mt. 1.25 ( weiche Borsten), für Herren Mt. 1.25( harte Borsten). Rur echt in blau- grüner Originalpadung mit der Aufschrift ,, Chlorodont". Uberall zu baben. der Unterschied von jenem Mann, der für seinen Freund vor Gericht erschien. Welches mag denn nun dieser eine Grund sein? Er lautet:„ Ich will nicht." Frage einen Lüftling, weshalb er nicht von seinem Laster läßt? Er wird dir vielleicht sagen, daß er es für eine erlaubte Freude halte. Ueberführe ihn, daß diese Freude nur wie ein Rausch ist, und daß das Gewissen sich auf die Dauer doch nicht betäuben läßt. Er wird sogleich einen anderen Grund hervorholen, er sei zu vollblütig und müsse sich Erleichterung schaffen. Zeige ihm, wie töricht das ist, da er durch ein mäßiges Leben gesunden und frischen Mutes sein kann, aber er wrd nicht verlegen sein, dir zu sagen, daß andere es ebenso machen wie er. Du kannst ihm schließlich diesen und vielleicht noch manchen anderen Grund entkräften, bis du ihn wirklich in die Enge getrieben haft; was wird er dir dann am Ende sagen: " Ich will aber nicht!" Nicht wahr, das hätte er gleich am Anfang sagen sollen, denn so töricht ist keiner, daß er die genannten Ausflüchte vor seinem eigenen Gewissen für Ernst nimmt. Es ist, als ob noch ein Rest von Scham in ihm ist, daß er sich scheut, mit dem wahren Grunde gleich herauszukommen. Aber dies Nightwollen" hat noch eine andere ernste Seite, es ist der tiefste Grund für den Unglauben so vieler Leute. Man gehe einmal beharrlich den vielen Gründen nach, weshalb die Menschen nicht glauben. Ein Grund nach dem andern wird sich widerlegen lassen, bis man ans Ende kommt, und da sitzt es wie ein Pflod vor: Jch will aber nicht". Gewöhnlich wollen sie von einer bestimmten Günde nicht lassen oder wollen einen Schritt der Versöhnung oder Abbitte nicht tun, wollen die Ehre vor den Menschen nicht verlieren oder auf irgend einen unrechten Gewinn nicht verzichten, turz: fie wollen nicht. Die Hindernisse des Glaubens liegen nicht so in den Schwierigkeiten, die unser Verstand damit hat, als in unserem sittlichen Verhalten. Sündigten wir nicht so viel und hielten wir nicht so eigensinnig daran feft, dann wäre eine Hauptbedingung für den Glauben schon erfüllt. Und nun will ich nichts weiter sagen, sondern jedem Zeit lassen, nachzudenten, woran es bei ihm liegt. Aber mit Nachdenken allein ist es nicht gemacht, der Wille muß tommen; aber wo der Wille ist, da findet sich bald der Weg, auch zum Glauben. Sonnabend, den 27. August 1927. SCHIEL Und morgen, MutterOetker- Pudding. Der Jange hat recht! Ein Oetker- Padding mit VanilleSoße oder Himbeersaft ist der richtige Nachtisch für die heranwachsende Jugend. Oetker Puddings sind blat- a. knochenbildend, sie sind reich an wertvollen Nährsalzen und weil sie mit Milch zubereitet werden, doppelt nahrhaft. Sie haben daher die Gewißheit, daß Sie mit OetkerPaddings sparsam wirtschaften. In allen einschlägigen Geschäften erhältlich. Ver langen Sie ebenda die neuen Oetker- Rezepte, Aus gabe F für 15 Pfg, wenn nicht vorrätig, gegen Einsendung von Marken von Dr. August Oetker, Bielefeld. Ladenverkaufspreise: Backpulver ,, Backin" 1 Stck. 10 Pfg., 3 Stck. 25 Pfg., Paddingpulver Vanille- Mandel 10 Pfg.. Vanillin- Zacker 5 Pfg., Vanille- Soßenpulver 5 Pfg., Gala- Schokoladen- Puddingpulver 15 Pfz.. Mandelkern- Puddingpulver 20P1. Schokoladenspeise mit gehackten Mandeln 25 Pfg.. KrokantPaddingpulver 30 P1g., Gustin 225 g 35 P1g., Einmache- Hülfe 7 Pig. ausgeschrieben worden. Für den Posten kommen nur Bewerber in Betracht, die sich als Direktoren und Spielleiter bereits bewährt haben. 11 Gießener Zeitung" Romrod Alsfeld im Straßenzug Gießen- Alsfeld für alle Fahrzeuge vom 29. August bis auf Weiteres. Umleitung über Zell- Angentod. - Die Straßensperrung Jnheiden Utphe im Zuge der Straße Gießen- Hungen- Gelnhausen ist ab 28. August 1927 aufgehoben. Jahrestagung der hessischen evangelischen Mädchen. Unter starter Beteiligung der evangelischen Mädchenvereinigungen aus ganz Hessen fand hier die Jahrestagung der evangelischen weiblichen Jugend in Hessen in Gegenwart des Superintendenten für Oberhessen, Oberkirchenrat Wagner und des Superintendenten für Rheinhessen, Oberkirchenrat Zentgraf, statt. Als Einleitung war in der Johannistirche eine BegrüBungsfeier veranstaltet worden, bei welcher der hessische Jugendpfarrer von der Au, Darmstadt, die Hauptansprache hielt. Am folgenden Tage fand nach dem Festgottesdienst unter Führung der Superintendenten Wagner und Zentgraf ein schlichter aber eindrudsvoller Festzug durch die Straßen der Stadt zum Bolts hallengelände statt, wo die Führer der evangelischen Mädchen* Straßensperrungen. Wegen Vornahme von Hausanschlußund Frauenbewegung in Hessen Bericht erstatteten und über die arbeiten wird der Wiesederweg zwischen der Marburgerstraße Aufwärtsbewegung des Verbandes berichteten. Frohes Boltsund Weg nach dem Philosophenwald bis auf weiteres gesperrt.- festtreiben beschloß den Nachmittag. Wegen Ausführung von Pflasterarbeiten ist die Frankfurter: straße zwischen Klinitstraße und Straße Am Steg vom 29. August ab bis auf weiteres geschlossen. Anläßlich der am 28. August stattfindenden Herbstregatta des Lahn- Regatta- Verbandes wird der Feldweg am Bahndamm vom Bootshaus der Gießener Rus dergesellschaft bis an den Durchgang nach der Ederstraße( Bahnüberführung am 28. August, nachmittags von 2 bis 7 Uhr, für den Durchgangsverkehr gesperrt. * Falsche Reichsbanknoten über 20 und 10 Reichsmart. Belohnung bis zu 3000 Mart. Jn letzter Zeit sind in den Städten Krefeld, Essen, Bochum, Duisburg und Umgegend eine größere Anzahl falsche Reichsbanknoten über 20 Rmf. und einzelne über 10 Rmf. mit dem Ausgabedatum vom 11. Oftober 1924 in Vertehr gebracht worden. Pflanzenfasern bei 20 Rmt. fehlen und sind zuweilen durch einige eingezeichnete rötliche Striche ersetzt. Wasserzeichen fehlt. Für die Aufdedung und Festnahme der Münzverbrecher ist vom Reichsbankdirektorium obige Belohnung zugesichert. * Ein neues Kinderheim soll auf dem Gelände der Provin= zial- Pflegeanstalt am Alten Steinbacher Weg errichtet werden. Die für den Neubau erforderlichen Mittel, die dem Vermögen des Provinzial- Wasserwerks entnommen werden, also die Steuerzahler nicht belasten, hat der Provinzialausschuß bewilligt; die Herstellung der Pläne ist in Vorbereitung. Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Kilometer 2,0 Kilometer 3,5 im Straßenzug WeilmünsterLaubuseschbach für alle Fahrzeuge bis 29. August. Umleitung über Rohnstadt. Kilometer 3,7 4,0 und Kilometer 5,2 5,4 im Straßenzug Königstein- Oberursel für alle Fahrzeuge vom 31. August bis 9. September. Umleitung über Oberhöchstadt. Kilometer 21,9 Kilometer 22,0 im Straßenzug Diez- Nassau für alle Fahrzeuge( in Gemeinde Obernhof) für alle Fahrzeuge vom 1. September bis 8. September. 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Von dieser Erwägung ausgehend, hat sich schon vor Jahren für Hessen unter dem Namen ,, Hessischer Fechtverein Waisenschutz“ mit dem Sig in Mainz gegründet, der sich zur Aufgabe gestellt hat, durch Mitgliederbeiträge, Sammeln von verwertbaren Gegenständen, sowie durch Abhalten von Festlichkeiten u. f. f. ein Waisenhaus zu erbauen, und sonstige Mittel und Wege zu finden, die unglüdlichen Wesen aufzunehmen und ihnen eine menschenwürdige sittliche Erziehung angedeihen zu lassen. Auch im Kreise Gießen ist man an der Arbeit neue Zweigvereine zu gründen z. B. in Lich, Dorf- Gill, Garbenteich, Leihgestern, Lang- Göns und Großen- Linden und bitten wir uns nach allen Kräften zu unterstützen. ,, Hessischer Fechtverein Waisenschutz" i. A.: H. Müller, Buzzbach, Große Wendelgasse 50. Aus Nah und Fern. Großen- Linden. Einen neuen Schulhausbau mit 12 Schulsälen beabsichtigt die hiesige Gemeinde zu errichten. Die Pläne sind bereits fertiggestellt. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf etwa 215 000 Mark. Geldi je der Höhe schnell, diskret d. Finanzbüro Görs& Karsten Bergstraße 22 Spandau, Moritstr. Fernsprecher Nr. 619. I Rüd porto beilegen 5 Nr. 35. Buzbach. Durch die Explosion einer Sprengkapsel wurde im benachbarten Dorfe Niederkleen ein 13 Jahre alter Schul junge an der rechten Hand, an der Brust und im Gesicht so schwer verlegt, daß er dem Johanniterkrankenhaus in Nieder- Weisel zugeführt werden mußte. Bad Nauheim. Ein Schwindler hat in Friedberg, Gießen, Buzbach und Weylar Schwindeleien mit Krankenversicherungen derübt. Einer der Geschädigten aus Friedberg konnte ihn hier wiedererkennen und veranlaßte seine Festnahme. Es ist ein Kaufmann aus Gießen. Büdingen. Mit einer empfindlichen Strafe belegt wurde eine Bauersfrau aus Burgbracht. Sie hatte mit Wasser det dünnte Milch in den Verkehr gebracht und wurde deshalb von Gi Erscheint: Sa Bezugspreis 40 Pig. mond Sedolionsschluß früh 8 Uhr.- F ang nicht verlangter Manuft Büdinger Amtsgericht zu einer Gefängnisstrafe von acht Tagen 10. jayegang und Tragung sämtlicher Kosten verurteilt. Schotten. Während seine Eltern Kartoffeln ausmachten, spielte der sechsjährige Sohn einer hiesigen Landwirtsfamilie mit der Kartoffelhade„ Kartoffelausmachen". Dabei traf der Kleine sein dreijähriges Schwesterchen mit der Hade so unglüd lich auf den Kopf, daß das Kind in schwerverletztem Zustand der Klinik in Gießen zugeführt werden mußte. Schlig. Jm hohen Alter von fast 80 Jahren ist der Buch druckereibesitzer und Inhaber des Schlitzer Boten", Heinric Guntrum 2. gestorben. Qualitätsa die Aufgabe des de Die Elite der deutschen Industri restagung des Reichsverbandes der en Male in Frankfurt a. M. überwiegend eine zuversichtliche Sti Teilnehmern der Tagung unverfen in tönnie, in der Rede von Gehei peimirischen Bemerkungen in den Weylar. Die ehemaligen Angehörigen des zweiten nassau Stadt ihre diesjährige Wiedersehensfeier ab. Die Feier begann am Samstagabend mit einem Festtommers. Am Sonntagoor mittag fand in den städtischen Anlagen, dem sogenannten alten Friedhof, ein Feldgottesdienst statt. Anschließend hieran waren ischen Infanterieregiments 88 hielten in den Mauern unserer Suisbergischen Aeußerungen von de widlung des Außenhandels, die Hi se der Gesamtzinsenlast aus der Shaft und schließlich die Beton Den furzfristigen Krediten verbunde Platzkonzerte auf dem Domplatz und in den städtischen Anlagen er Natur. Die Wirkung diese Den Auftakt zu dem am Sonntagnachmittag abgehaltenen Fest it so groß, wie vielleicht beabsid tommers bildete ein großer Festzug durch die Straßen der Stadt Begrüßungsansprachen hielten Bürgermeister Dr. Kühn für die Stadt Wetzlar und Kommandant Oberst Rogge. Erst in vor gerüdter Nachtstunde nahm die in allen Teilen glänzend verlau fene Festsitzung ihr Ende. Der nächste Wiedersehenstag soll in Stegen stattfinden. Neue Bücher. Nicht länger, sondern fürzer werden die Röde, wovon Gie sich beim Durchblättern der Modenzeitungen überzeugen können. Der beste Ratgeber in allen Modefragen ist der soeben erschiene ne, Beyers Mode- Führer" Band 1. Er bietet die neusten Modelle für den Herbst: Kostüme, Mäntel, Kleider, Blusen, Mor genröde etc. Der Preis des Bandes, der überall oder vom Ver lag Otto Beyer, Leipzig, Weststraße 72, bezogen werden kann, beträgt Mt. 1.50. Berantwortlich: Paul Chriftian Klein in Gießen. Schäfer- AstHeilverfahren, wie seit Jahrzehnten nur in Radbruch b. Lüneburg durch seine Söhne H.& O. Ast auch briefliche Behandlung. Mehr als 1200 verschiedene Formulare für Behörden, andere Amtsstellen, für Vereine und Körperschaften, sowie auch für alle Geschäftsleute ständig am Lager Albin Klein, Gießen vorm. W. Keller, gegr. 1783 Südanlage 21 Aufzählen dieser Tatsachen in dieser Linie als Sprungbrett für die Forde bandstagung betrachtete, die unter arbeit" abgehalten wird. Ein hessisches Ste Für den Volksstaat Hessen ist je fungsinstanz in Steuerbewertungs Oberbewertungsausschuß beim La ins Leben getreten. Dieses entsche fünf Richtern( je einem Reichs- und brei ehrenamtlichen Mitgliedern). Oberbewertungsausschusses sind mi vereinigt und befinden sich im Alte Rüdkehr der Minist Berlin. Im Laufe der nächste nicht in Berlin anwesenden Reichsn urlaub zurüderwartet. Reichskanz woh wieder in Berlin sein. * Der deutsch- französisch wurde im handelspolitischen Aus dle Stimmen der Kommunisten September in Kraft. * Die deutsche Dele ift am Donnerstag um 20,25 Uhr so haben die englische und die ihre Reisen angetreten. Deutscher Forschungs In Tibet wurde der Forsch fich auf seiner dritten zentralafi lich durch Lamas ermordet. Sei der Watkinson und der Amerik perichollen. Der deutsche Wahlsi Die Wahlen am 30. August haben den Deutschen des Memell bracht. Die Mandate werden s verteilen: Deutsche Parteien 22, 2, Aufwertungsgegner 1. 12 Sodesopfer eine Kaffel. Ein schweres Spren der Mittagsstunde in einem B Zimmersrode an der Main- M werden zurzeit größere Spre Dorzeitige Explosion eines Spre beiter von den umherfliegender Männer, meist Familienväter a bisherigen Meldungen den Tod Fört einer Kasseler Firma. Kaffel. Nach einer späteren gesamt 40 Berlegte gefordert. peterben, so daß sich die Zahl de Steuerri Son Finanzamt wird uns Rab einem Erlaß des Rei mit Wittung vom 1. August ds. tredungsstellen der Finanzämte rung infofern ein, als Steuer eingezogen werden können. Zu bescheid ein roter Bettel folgend Falls Sie die nach diesem Setrage nicht rechtzeitig zahlen, Bu angenommen, daß die Beträge Reiten durch Postnadhnahme eing die Botnachnahme nicht eingelö Beträge im Verwaltungswege 3wangsvollittedungstojten fallen Hat der Pflichtige nicht inner Inserieren bringt Gewinn!! leit gezahlt, dann fertigt die K