Str. 47. Weber's Carlsbader Päckchens Weber's CarlsbaderPfg., helfen Ihnen aber, auf noch 100 gr zu erübrigen, sere Ausnutzung der Kaffeek schmeckt ebenso würzig dbekommt noch dazu ein ges Aussehen und einen unen Ton angesehen, fuhrende Bersich rungs- Gesell afi sucht ein. äußerst tüchtig. Fabmann als Reise- Inspektor gen Gehalt, Speien u. hohe Provision, fo wie einige arbetsfreudige Herren als Provisions Vertreter Nichtiachleune werden eingearbe te.) für alle Serficherungszweige( hauvifäch ich Leben) ge en höchste Provisionen Off rien erbeten unt. r. 1559 nn die we chäftsstelle dief. Blattes, NE rungsbau meine Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr Für Aufbewahrung oder Rüd. lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 40. Jahrgang Politische Tagesschau. Der Reichsfinanzminister sagt über den neuen Etat des Reiches, daß derselbe: 1. in seiner Gesamtheit ohne Fehlbetrag abschließt, 2. feine neue Anleiheermächtigung for dert, und 3. vorsicht, die Anleiheermächtigungen der Borjahre zu tilgen. Der Reichstag hat sich bis zum 1. Dezember vertagt, um dann über die Tabatarbeiteraussperrung Stellung zu nehmen. Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund hat beschlos sen, finanziell den Kampf der Tabatarbeiter zu unterstügen. Damit ist nunmehr mit langer Dauer des Konflittes zu rechnen. Der Gesamtvorstand des Reichsstädtebundes bezeichnet in feiner gestrigen Entschließung Schachts letzte Rede als unver antwortlich und völlig unberechtigt. Die Wiener Reftoren nahmen in der Frage des Verfas sungskampfes der deutschen Studentenschaft energisch Stellung gegen den preußischen Kultusminister Becker. Die Bassivität der deutschen Ein- und Ausfuhr für den Monat Oftober beträgt 284 Millionen R.-Mt. Carol von Rumänien bleibt vorläufig noch in Frankreich. Es soll versucht werden, um seine Rückkehr zu er leichtern, ihn mit seiner Familie auszuföhnen. * Vintila Bratianu teilte gestern Pressevertretern mit, daß die Verhandlungen mit den bisherigen Oppositions. parteien zweds Bildung einer Regierung der nationalen Einheit für Rumänien günstig verlaufen. * Das englische Unterhaus lehnte gestern den von Macdonald eingebrachten Mißtrauensantrag gegen Baldwin mit 316 gegen 165 Stimmen ab. Zwischen Polen und Litauen scheint es durch das aggressive Berhalten Bolens zu einem ernstlichen Koflikt zu fommen. Parlamentarisches aus Hessen. Bor 14 Tagen hat die Hälfte der Stimmberechtigten in Hes sen gewählt, und noch heute warten diese doch ein wenig Intereffierten, daß in Hessen nun endlich gehandelt wird. Aber die Barteien scheinen sich von ihrem ermüdenden Wahlkampf und ihrem Schreden erst einmal auszuruhen. Oder wartet man etwa ab, ob der Einspruch der Wirtschaftspartei über die Ungesetzlichkeit der neuen Wahlgesetze beim Reichsgerichtshof von Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Poftichedfonto Nr. 8437 Ami Frankfurt a. M. Samstag, den 26. November 1927 Reichskabinett und Reichsehrenmal. Das Reichskabinett hat sich mit der Frage der Errichtung des Reichsehrenmals beschäftigt und sich zunächst für das Ehren mal bei Berta entschieden. Das Kabinett wird nunmehr mit den Parteiführern Rüdsprache nehmen. Diese Entscheidung ist damit aber noch nicht endgültig. Jazzunterricht auf einer deutschen Musikschule. Das Hochsche Konservatorium in Frankfurt a. M., das unter Leitung von Bernhard Gefles steht, hat durch ein Rundschreiben an die deutschen Musitzeitunoen mitteilen lassen, daß bei ihm eine Jazzklasse" eingerichtet ist. In der Begründung dieser„, bedeutsamen" Neueinrichtung wird u. a. gesagt, daß ,, aus erzieherischen Gründen der Jugend der gepflegte Jazz nur von Nutzen sein tann". Also so weit ist es mit unserer deutschen Musikkultur gekommen, daß ein Institut mit so ruhmreicher Vergangenheit wie das Hochsche Konservatorium, aus dem so prominente Künstler hervorgegangen sind, es wagt, die Ver seuchung unserer Musik noch zu fördern, indem der Jazz offiziell eingeführt wird. Man lese die Begründung: eine Transfusion unverbrauchten Niggerblutes fann wirklich nur nützen..." Dieser Satz ist die unerhörteste Schamlosigkeit, die seit Jahr zehnten in deutschen Gauen ausgesprochen ist. Nicht nur, daß man über die weiße Raffe triumphierende Neger auf der Bühne ( Jonny spielt auf"!) mit brausendem Beifall begrüßt, wir sollen jetzt von dem Jazz auch noch lernen, wie wir deutsche Musik zu gestalten haben. Gegen diesen Versuch zur Vernich tung der deutschen Musik muß sich die ganze deutsche Musikwelt in flammendem Protest wenden, vor allen Dingen unsere Gesangvereine, die durch die Pflege des deutschen Volksliedes die Eigenart unseres Volkes erhalten wollen. Deutschland, wie weit bist du gekommen! Lokales. Sonntagsgedanken. Wieder kommt die selige, gnadenbringende Weihnachtszeit. Aoveniglocken zaubern Weihnachtsstimmung hervor und tönen mitten hinein in Handel und Wandel, in Sorgen und Not als erste Grüße dem Feste des Friedens. Vom Totenfest führen die Adventssonntag zum heiligen Abend, von einem Gipfel des Menschenlebens zum andern. Das sind die Tage, in denen unser Heiligstes im Innern zu tönen wagt. Und zwischen diesen Gipfeln liegen die Tage der Wanderung, voller Nachtflänge und voller Vorahnungen, voller Hoffnunngen und voll wehmütiger Erinnenrungen. Voller Hoffnungen? Kännen und dürfen wir noch hoffen, daß für uns wieder einmal ein deutsches Weihnachten fommt, als wie in alter Zeit? Aus dem dunkelsten Heidentum heraus hat einst ein Stern über Bethlehem zur Krippe des Welterlösers geleuchtet. Und dieser Stern steht auch heute noch über der Erde und er wird und muß leuchten auch über dem dunkeln Ges Noch fehlen die Menschen, die guten Wil lens sind, um der Welt den Frieden zu geben. Geschäftsräume Erfolg ist, um dann noch mal das Volk durch Wahlen aus sei- Ichide unſeres Boltes. tag, m. 4 Uhr. gen meines Spezialnden, modernen Einungsfähigkeit und er on in meinem utend ergänzt, sodal hem Winterschlaf in helle Aufregung zu versetzen? Auf jeden Fall sind die Mehrzahl der bisherigen Regierungsgewaltigen entschieden amtsmüde. Der bisherige Finanzminister Henrich würde sollten die Koalitionsverhältnisse der Zukunft es erlauben seinem Widersacher Dr. Dingelden von der Volkspartei sein undankbares Amt abtreten. Für Herrn Henrich möchte dann gerne Herr Pfarrer Korell von den Demokraten, aber zur Wahrung eines anderen Ressorts, in die Regierung eintreten. Gerüchte, die besagen, daß der Staatspräsident Ulrich sein Amt ohne den Wunsch der Wiederwahl, niederzulegen beabsichtigt, werden von der Sozialdemokratie zwar dementiert, aber zu gleicher Zeit schreien sie, diefer Posten ist uns nicht zu nehmen und wenn wir ihn mit unſerem Genoſſen Adelung beſetzen müßten. Was dieser Streit eigentlich soll, weiß man nicht. Erst en fott. ad festzustellen, wie die Koalition in Zutunft ausalten, schen soll. Daß das Zentrum mehr als den Ausschlag für die ufzwang erbeten 7 Schaufenster! TTE 10 erfichtlich, aber weiß man doch, wie lieb das Zentrum 3. 3t. die Sozialdemokraten man denke nur an das Schulgesetz hat, um die Träume der Sozialdemokraten eben nur als Träume gelten lassen zu können. Auf jeden Fall wird es Zeit, daß die Oeffentlichkeit jetzt bald erfährt, woran sie ist. Gescheiterte Verhandlungen in Hessen. Der hessische Minister für Arbeit und Wirtschaft, Raab, batte die Vertreter der Arbeitnehmer und Arbeitgeberoganifationen des hessischen Tabalgewebes zu einer Besprechung ge laden, die eine Beilegung des Konflikts zum Ziele hatte. Die Arbeitgeber forderten vor Aufnahme von Verhandlungen die bedingungslose Aufnahme der Arbeit seitens der Arbeitnehmer, vozu sich die Arbeitnehmerorganisationen aber nicht bereit finden wollten. Die Besprechung verlief daher ergebnislos. Der neue badische Staatspräsident. Am Mittwoch wurde in Karlsruhe der bisherige Innenminister Remmele zum Staatspräsidenten gewählt. Remmele ist gelernter Müller, frühzeitig Mitglied der Sozialdemokrati shen Partei, wurde er 1908 Redakteur der Mannheimer Volts= ftimme, war dann Mitglied der Nationalversammlung und seit 1919 auch Minister verschiedener Ressorts in Baden. Dürfen wir noch Hoffnung haben? Der erste Advent, der Vorbote erdgelöster Freuden, fei uns Zeichen und Mahnung dafür. Der Weltenlenter fann aus tiefster Nacht auch unseres Volkes Schicksal zum Licht und Frieden führen. Unsere Wanderung durch die dunkle Nacht ist aber noch nicht zu Ende. Noch leuchtet tein Stern über unseren Wegen. Aber auch die Nacht ist Gottes Zeit. Nöte und Nächte waren stets Gottes Boten und Propheten. Läutet Adventgloden dieses Einzige, diese Hoffnung durchs Land, läutet dem ärmsten Erdenvolte diesen Trost ins Herz, bis es sich ihm öffnet und ihm glaubt! Dann wollen- wir Ausschau halten nach dem Stern, der uns auf dem Wege leuchten soll; Glaube und Vertrauen möge uns aus Not und Nacht führen in den lichten Morgen einer besseren Zeit. Die Veriammlung des Hausbesikervereins Gießen. am Mittwoch, den 23. November, im Saale des Kaffee Leib, hatte als wichtigsten Punkt der Tagesordnung die Frage zur Debatte stehen: Wer hat die von der Stadt erhobenen Gebühren für Straßenreinigung und Müllabfuhr zu zahlen, bisher und in Zukunft? In der gut besuchten Versammlung ergriff als erster der Vorsitzende des Hausbesitzervereins, Stadtverordneter Launspach, das Wort, um in bis ins Einzelne gehende Ausführungen über diese Frage zu referieren. Bei der Erschließung neuer Steuerund Abgabenquellen tam man auch in Gießen nach dem Kriege auf den Gedanken, sich Straßenreinigung und Müll( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lotal 12 Pig, die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz Dorichriften ohne Berbindlichkeit Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 48 und Müllabfuhr einbegriffen. Auf Grund dieses ministeriellen Erlasses wurden vom 1. April 1924 an, ohne ersichtlichen Grund, die Hausbesitzer mit diesen von der Allgemeinheit zu tragen den Ausgaben belastet. Die Beschwerden des hiesigen Haus besitzervereins an den Oberbürgermeister und an die Regierung blieben ohne Erfolg. Die Hausbesitzer hätten sich nur über die Stadt Gießen, die die größte Hausbesitzerin sei, wundern müs sen, daß sie so wenig die Interessen des Hausbesitzes vertreten hätte. Seit April 1924 an zahlt also der Hauseigentümer, ganz gleich, ob seine Mieter ihn bezahlen, der Stadt die von ihm verlangten Gebühren. 1926 versuchte Frankfurt a. M. seinen Hausbesitzern ähn liches aufzubürden, die Klage der Hausbesitzer hatte jedoch Er folg und verhinderte dieses. In diesem Jahre fand sich dann in Darmstadt im Stadtparlament eine Mehrheit, die gleich falls versuchte, diese Gebühren auf die Schultern des Hausbe sitzers zu wälzen. Die Regierung versagte jedoch diesem Beschluß plötzlich die Zustimmung, um jetzt, nach drei Jahren, zu sagen, nach dem§ 2 des Reichsmietengefetes müsse festge stellt werden, daß Müllabfuhr und Straßenreinigungsgebühren nicht in die gesetzliche Miete hineingehören, sondern von jedem Einzelnen zu tragen sei. Damit hatte die Regierung in Widerruf ihrer Stellungnahme von 1924, endlich dem Gesetz Recht verschafft. Was nun? Hier in Gießen hat der Hausbesitzer mittlerweile 3% Jahre Gelder für seine Mieter gezahlt, gezwungen durch falsche Verordnungen, die er heute auf Grund der Rechtslage ohne weiteres von seinen Mietern wieder verlangen kann. Was zunächst zu tun ist, wurde von Herrn Launspach wie folgt festgelegt. Vom 1. Dezember an erhebt jeder Vermieter von seinen Mietern diese Gebühren in Form einer Umlage gesondert von der Miete, jeder Hausbesitzer tue gut daran, sich ausdrücklich seine Forderungen von 1924 an vorzubehalten, der Rechtsboden, geschaffen durch die Gesetze des Jahres 1922, sei wieder zu betreten, daher habe die Fraktion der Wirtschaftspartei im Stadtparlament den Antrag eingebracht, sofort, auf Grund des ministeriellen Bescheides in Darmstadt, die Beschlüsse des Jahres 1924 aufzuheben. Die nächste Plenarsitzung wird über diesen Beschluß entscheiden. In der sich entspinnenden, recht regen Debatte, führte Herr Stadtverordneter Nicolaus aus, daß die Stellungnahme der Stadtverordneten ganz klar sein müsse, wenn man bedenke, wieviel die Stadt Gießen, die gering gerechnet, 500 Mieter befizze, in diesen Jahren für diese bezahlt habe. 35 000 Mark sei nicht zu viel gesagt, die einfach verschenkt wären, oder aber nun nachgefordert werden müssen. Herr Rechtsanwalt Schneider hielt besondere Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung nicht für nötig. Das Fehl urteil der hessischen Regierung, gegen das damals schon hätte vor dem Gericht geflagt werden müssen, ist von dieser selbst forrigiert, es treten wieder die alten Beschlüsse von 1922 in Kraft, mit oder gegen die Meinung der Stadtverordneten. Herr Schmidt widerlegte in temperamentvollen Ausfüh rungen den Vorwurf des Vorrebners, man hätte damals schon flagen sollen, mit dem Hinweis, daß der Hausbesitzer selbst vor dem Gericht bisher selten Recht bekommen habe. Er sagt: Wenn man als Hausbesitzer vor den Kadi kommt, ist man schon im voraus verurteilt. Laß daher jede Hoffnung schwinden, Du bekommst doch kein Recht. So sei die Lage bisher gewesen. Aber wenn man heute falsche Beschlüsse umstoßen wolle, dann gleich soweit, daß der Hausbesitzer mit der Eintreibung städti scher Gebühren nichts mehr zu tun habe. Der Hausbesit wolle nicht der Steuerbüttel der Verwaltung sein und bleiben. Die Spannungen, die häufig schon durch die Zwangsgesetze zwischen Mieter und Vermieter beständen, würden dadurch vergrößert. abfuhr bezahlen zu lassen. Im Jahre 1921 faßte die Stadt SIND verordnetenversammlung einen dahingehenden Beschluß, der besagte, daß der Hausbesitzer diese Gebühren auf die Mieter umzulegen und an die Stadttasse abzuführen habe. Von Mietern, die nicht zahlten, hatte die Stadt die Gelder im Mahnund Zwangsverfahren selbst einzutreiben. Diese Beschlüsse fanden im Jahre darauf, 1922, die Genehmigung der Hessischen Regierung und wurden dadurch bindend. Als im März 1924, nach der Inflationszeit, die erste gesetzliche Miete festgesetzt werden sollte, tam vom Hessischen Ministerium für Arbeit und Wirtschaft die Weisung, in die auf 32 Prozent der Friedensmiete festgesetzte nunmehrige Miete feien alle Umlagen, auch die Gebühren für Straßenreinigung ÜBERALL Der neue Klein- Diesel Bouari DM 43677 DEUTZ MOTOREN Die besten Antriebsmaschinen MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Kaiserstr.23 Samstag, den 26. November Zum Punkt Berschiedenes führt Herr Launspach aus, daß ihm in letzter Zeit häufig zu Ohren gekommen sei, daß hiesige Schornsteinfegermeister entgegen den Bestimmungen des Kreisamtes mehr als viermal im Jahre die Schornsteine fegten und sich natürlich auch bezahlen ließe. Demgegenüber sei feftzustellen, daß die Schornsteine nur zweimal im Winter( Dezem ber und April) und die Küchenschornsteine zweimal im Sommer zu reinigen sind, mehr brauche von feinem Hausbefizer bezahlt zu werden. Beschwerden über Mehrforderungen der Schornsteinfegermeister sind bei der Geschäftsstelle des hiesigen Hausbesigérvereins vorzubringen. Es Die letzte halbe Stunde der Versammlungszeit füllte ein Bericht des Herrn Schmidt über die vom Zentralverband des deutschen Hausbesites in Bremen abgehaltene Tagung, über die anderweitig schon berichtet wurde. Den äußerst interessanten Ausführungen sei aber doch folgendes entnommen. fehlt dem deutschen Hausbesitz die fefte Organisation in der Gesamtheit. Wenn heute erst 800 000 Sausbesitzer organisiert feien, so seien diese Zahlen recht wohl um ein Bedeutendes zu steigern. Politisch gesprochen verförpern diese Hausbesitzer mit ihrem Anhang etwa 3 Millionen Stimmen: Dieser Macht seien sich die Hausbefizer sowohl wie die politischen Parteien kaum bewußt, sie würden sonst manchesmal anders handeln. Derr Schmidt unterschied in den bürgerlichen Parteien zwei Schichten. Die Gebende- umfassend im weitesten Sinne des Wortes, die Wirtschaft und die Nehmenden, die Angestellten aller Art. Und unter Ausmühung des Wortes fozial" wird nun den Nehmenden alles bewilligt, wobei man vergißt, daß man damit unsozial gegen die handelt, die immer geben sollen. In Amerika, das reich, das glücklich und das etliche Male größer als Deutschland ist, braucht die Verwaltung insgesamt 3% Milliarden Dollar, das arme, verschuldete Deutschland 13 Milliarden Mart, also dem Geldwert nach das gleiche, der Inlands- Kauftraft nach bedeutend mehr. Und von diesen 13 Milliarden bringt der deutsche Haus- und Grundbesiz nicht ganz 5 Milliarden auf, bei einem Jahresmietaufkommen von 5 Milliarden vor dem Kriege. Der deutsche Hausbesig wird systematisch ruiniert. Viele Steuern seien derart hoch, mit Absicht hoch getrieben, daß man von bewußter Enteignung, von falter Sozialisierung sprechen müsse. Den politischen Parteien müsse man zurufen: Mit welchem Recht sind wir nur noch Objekt der Gesetzgebung? Gott sei Dank wissen die Kreise der Wirtschaft heute auch schon, daß der Kampf des privaten Hausbesitzes auch der ihre ist und hätten sich mit dem Hausbesitz verbündet. Deutlich zu spüren sei das aus den Reden der ca. 20 Vertreter anderer Organisationen in Bremen. Nachdem dem Herr Schmidt furz die beiden Hauptreferate dieser Tagung berührt hatte, schließt er seine beachtlichen Ausführungen mit den Worten: Treten Sie nach wie vor für die Interessen des Hausbesitzes ein, flären Sie die Lauen auf, sorgen Sie auch in den politischen Parteien für Aufklärung, Gie erweisen sich und der Allgemeinheit damit den besten Dienst. In kurzen Worten streifte Herr Nicolaus noch die Gießener Wohnverhältnisse. Er forderte, da in der Stadt selbst kein einziger Wohnungssuchender für größere Wohnungen vorhanden ist, daß diese Wohnungen aus der Zwangswirtschaft herTue man dieses, dürfe man solchen ausgenommen werden. Gebäuden auch den städtischen Bauzuschuß verwehren. Sollte aber alles beim alten bleiben, dann müsse nach wie vor auch Häusern mit größeren Wohnungen der Bauzuschuß gewährt werden. Um 11 Uhr konnte Herr Launspach die Versammlung schließen. B. Den Geschäftsleuten zur gefl. Beachtung! Von meist auswärtigen Unternehmern werden von Zeit zu Zeit Inserate bei Hausbesitzern, Gewerbetreibenden, Handwertern usw. gesammelt, die in irgend ein demnächst erscheinendes Buch, Plakat und dergl. aufgenommen werden sollen. Es wird dann unter Vorweisung irgend einer Legitimation die Empfeh= " 1 Gießener Zeitung" Nr. 48 unsere durch die jahrelange Erfahrung begründete Meinung ge sagt, weil wir das für unsere Pflicht halten. Jetzt kann jeder tun und lassen was er will. G. 3. Samstag, den 26. November ingen, Richard Sturm, über„ Der Ver Deathlands und feine Verkehrstomm * Am morgigen Sonntag, den 27 Gießen- Stadt die Angestelltenverfid lt für jeden Angestellten, sich für heiden, die ihn nicht ins Lager des F er der Sozialdemokratie bringen le die bürgerlichen Vorschläge e A, oder des G. d. A., Liſte B, mmpunkten bei diefen Wahlen übe Forderungen find Verbesserung ung des Kindergeldes, Serabjegung ung der Wartezeit, Ausbau der ellem dauernde Sicherheit der Re el berechtigt nur der Besitz der gr Engelltenversicherung oder eine Bes Beef jeden Fall muß der Wä Eingefandt. S ausweisen fönnen. Mietquittungsbücher, Hausordnungen u. a. Abgesehen davon,| Aquisitören auf die Gewerbetreibenden losgelassen. Wir haben daß es auch unehrliche Unternehmen gibt, die die Gelder für die Inserate einsammeln, das Injerat aber nie erscheinen laf sen, oder die die Bücher wohl druden lassen, aber den Druder nicht bezahlen, gibt es auch solche, die ihre Verpflichtung erfüllen, die Bücher, Plakate usw. druden lassen und sie dann in der Regel den Hausbesikervereinen zur Abgabe überlassen. Mit der Eintassierung der feinesfalls niedrig bemessenen Inseratgebühren, die in jedem Fall in gar keinem Verhältnis zu dem Wert der Reflame stehen, ist in der Regel die Tätigkeit des Unternehmens abgeschlossen. Der Hausbesitzerverein hat dann Tausende von Büchern auf seiner Geschäftsstelle sitzen und gibt sie an die Besucher, soweit diese die Entgegennahme nicht ablehnen, ab. Der geschäftliche Vorteil gebietet möglichst viei Inserate auf fleinstem Raum unterzubringen und damit an Drudtoften zu sparen. Der Raum, der zum Einschreiben be= nutzt werden soll, ist gewöhnlich so spärlich bemessen, daß man ihn unter all den Injeraten kaum herausfindet. Infolgedessen werden derartige Bücher, die man eigentlich nicht Mietquittungsbücher, sondern Inseratenbücher nennen müßte, von den Inter essenten ungern verwandt, jelbst wenn sie nichts kosten. Daß derartige Geschäfte für die Unternehmer durchaus gewinnbringend sind, muß aus dem Umstand geschlossen werden, daß immer mehr Firmen auftauchen, die sich diesem Zwed widmen. Aufgabe der Geschäftsleute ist es aber nicht, teueres Geld für derartige Reklame auszugeben, die dann zu Tausenden von Exemplaren jahrelang auf den Büros der Vereine herumliegt, weil die Firma, die ihr Geld hat, kein Interesse mehr an der Verteilung hat, und weil das Publikum die Verwendung der= artiger Reklamehefte ablehnt. Teilweise werden Hausordnungen, Feuermelderanzeiger mit einem Kranz von Inseraten herausgegeben und den Leuten zu= gemutet, ihr Treppenhaus mit einem derartigen Riesenplatat zu vernageln und zu verunjtalten. Die soliden Geschäftsleute tun am besten, wenn sie Empfehlungen für derartige Drucksachen stritte ablehnen. Hausbesitz und Gewerbe müssen zusammenarbeiten, und wenn der eine jede Empfehlung ablehnt und der andere keine Injeratenaufträge mehr an derartige Institute gibt, wird dieses Inseratenunwesen bald ausgerottet sein. Man verdient nicht sein Geld, um es für unnüße Reflame auszugeben. Wenn eine Reflame sich bezahlt machen soll, dann muß sie da gemacht werden, wo sie viel gelesen wird, und in erster Linie von Leuten gelesen wird, die auch wirklich als Interessenten in Frag: fommen. Wie uns mitgeteilt wird, ist 3. 3t. wieder eine Firma aufgetaucht, die ein Interesse daran hat, die Hausbesitzer mit Plafaten in der Größe 50X34 cm zu versorgen, auf denen unter anderen Kleinigkeiten der nächste Feuermelder aufgedruckt ist. Dieses Plakat ist auf einem vorliegenden Muster mit nicht weniger als 12 Inseraten umrahmt. Um dem beliebten Wegschneiden der Reklamen vorzubeugen, enthält das Plakat den Aufdruck: Ausschneiden verboten. Mit welchem Recht, ist uns nicht erklärlich, auch wenn das Plakat den Vermerk enthält, es bleibe Eigentum des Verlegers. Jedenfalls lehne man es ab, daß jemand sein Geschäft damit macht, daß er von anderen die Placierung ihrer Inserate sich bezahlen läßt, dagegen den Hausbesitzern zumutet, ihr Treppenhaus zum Aushängen gratis zur Verfügung zu stellen. Was dem einen recht, ist dem andern billig. Es werden demnächst jedenfalls wieder eine Reihe von Warum ewig in Miete wohnen? Wenn man durch Erwerb eines Bausparbriefes der G. d. J. für das Geld, das man Jonst jährlich an Miete zablt, fich ein freies Eigenheim Schaffen kann. Unkündbares Baugeld schon ju 4% 3ins. Sicherster Weg, um je nach den Leistungen des Sparers in kürzerer oder längerer Zeit, u. U. Schon in 1%, bis 2 Jabren, zum Eigenheim zu gelangen. Frage an bei der Bausparkasse der Gemeinschaft der Freunde, Wüstenrot, Württ. Sofortige Darlehen werden nicht gegeben. lung des örtlichen Hausbesitzer- oder Gewerbevereins nachgesucht, Feder Familie ein Eigenheim! auf Grund deren dann das Einfangen der Inserenten von redegewandten Agenten beginnt. Derartige Inserate sind in der letzten Zeit gesammelt worden für Hauswirtschaftsbücher, Grüner Rasen/ Blaue Wellen. 10. Fortsetzung. Mit einem Aufflammen der Wangen erschrat jie, aber flüchtete nicht. Die Wärme rieselte noch in seine Hand, die an ihrer Hüfte blieb, während ihr Blick in seine Augen flirrte wie das Flimmern der schwülen Sonnenluft, in der ein Käfer brummte. Doch trat sie unsicher von einem Fuße auf den an= deren, als wollte sie die Berührung meiden und könne doch nicht. Also war Gerda ihm gut! Wenn er sie an sich zog, hatte er sie für immer gewonnen. ,, Schmetterlinge fangt ihr?" Elisabet trat auf die Veranda. Der Trauermantel taumelte aus Gerdas im Aufschrecken ge= öffneten Fingern in die sonnige Luft. Werner war, als schautele auf den noch unsicheren schwarzen Flügeln sein Glückstraum davon. Doch Elisabeths Mahnung, aufzustehen, gehorchte er schnell. Fast wußte er ihr Dank, denn ihr Kommen hatte eine Torheit verhindert. Des Vaters Stimme mahnte wieder: Du bist gar nicht mein Sohn! Noch durfte er kein Mädchen an sich fetten. Der nächste Morgen brachte Antwort auf den Brief nach Breslau. Der Rechtsanwalt stand im Felde und schrieb darum so spät, daß der Vater sein fleines Vermögen dem Sohne vermacht und dem Testament einen versiegelten Brief beigelegt habe. Das angekündigte Paket fam wenige Tage später. Werner las die in der Haft der Mobilmachungszeit eiligst geschrie benen Zeilen: Mein lieber Junge! Es ist nicht wahrschein lich, daß ein Divisionstommandeur fällt. Wenn ich aber den Tod finde, zeige diesen Brief Ontel Eberhard v. Drewih in Priedelsdorf. Er ist von seiner Verpflichtung, über Deine Herkunft zu schweigen, entbunden. Doch hoffe ich selbst Dich aufklären zu fönnen und denke, Du wirst meine Worte nie lefen 44 Mit dem Bogen in der Hand trat Werner ans offene Fenster. Grau, nicht grün hingen die raschelnden Blätter der Barkbäume. Hinter ihren Kronen zitterte über flachem Land das braungelbe Gewoge von frühreifem, furzbalmigem Korn. Der trodene erste Kriegssommer drohte die Saat zu versengen. Mit allen Völkern der Erde schien auch der Himmel gegen das Reich verschworen und weigerte deutscher Erde den Regen, um den Millionen doch inbrünstig baten. Der Wettergott halte amerikanische Neutralität, meinte Ontel Karl. Doch heute wedte die Erinnerung an den Scherz tein Lächeln. Auch gegen den Sohn ohne Vater schien der Himmel verschworen und rief 3n 2%, Jahren an 1922 Bausparer 31,6 Mill. RM. zugeteilt. die um das Geheimnis Wissenden aus dem Leben. Warum sollte es nicht in ihren Gräbern ruhen? Wenn er Gerda bat, ihm Frau zu sein, sagte sie wohl ja... bis der alte Kunzenberger starb. Dann mußte er das Majorat fordern oder seiner Frau bekennen, er sei tein Drewitz, sondern ein Findeltind und Niemandssohn! Also hieß es schweigen! Auch nachmittags wußte er Elisabeth wieder Dank. Sie kam zum Ausgang zu dreien im kurzen Tenniskleid, schlug eine Partie vor und schien verführerisch schön, als das Spiel ihre Wangen rötete und die Muskeln ihrer Glieder straffte. Der Blick auf ihre vollen roten Lippen wedte die Erinnerung an den heißen Kuß von ihrem Mund. Doch schneller und heißer rieselte auch wieder das Blut, als er später auf dem Spazier gang unter den Tannen des Löwenbergs Gerdas Arm auf dem seinen spürte. Er war wirklich in beide Mädchen verliebt. Die vielleicht schönere Gerda war wohl besser als Frau und Mensch, aber die hübschere Elisabeth fröhlicher, gesprächiger und lustiger als Gefährtin. Antwort auf die Frage, welches der Mädchen ihm teurer sei, tam wohl erst während seiner Trennung, die nahe schien. Drei Tage später stellte er sich in Berlin dem Arzt zur Untersuchung vor und berichtete abends den Kusinen in Priedelsdorf: In vierzehn Tagen gehe ich wieder raus." Nach Tisch wanderten sie durch das Dämmern des langen Junitages ins Priedeltal. An Elisabeth schmiegte sich Tyras, die dänische Dogge. Der Vater hatte sie dem befreundeten Oberförster vermacht, doch der Hund schien an Heimweh zu franken. Ueber drei Meilen Landstraße lief er immer wieder nach Priedelsdorf und fragte an der Tür zu des Toten Arbeitszimmer. Da er dort seinen Herrn nicht fand, heulte er bald vor Elisabeths Zimmer im Obergeschoß. Wenn sie in den Korridor trat, hob er mit Freudengebell die Pfoten zu ihren Schultern und wollte ihr Gesicht leden. Dann war es nicht leicht, ihn wieder auf den Weg zu bringen. Sie erzählte, daß der Oberförster gestern auf das Tier verzichtet habe. Inras fresse schlecht und heule, statt zu schlafen, also sei er bei ihr besser aufgehoben. Gie fraute das borstige Nadenhaar:„ Armes, treues Hundchen!" Als ob Tyras sich bedauert wisse, hob er die Schnauze und heulte das ewige Weh sprachloser Kreatur zum Himmel hinauf. ,, Als ob er verstünde", meinte Werner. Stadtkind", lachte Gerda, wir auf dem Lande mit Tieren Aufwachsenden wissen, daß Pferde und Hunde den Menschen verstehen. Das Pferd begreift vielleicht nur mit dem Gefühl, aber ein von frühester Jugend unter Menschen im Haus aufgezogener Hund mit den Ohren. Unser unlängst verendeter * Bon der Landesuniversität. Die Besucherzahlen dieses Wintersemesters haben sich, wie jetzt nach erfolgter Immatri fulation zu ersehen ist, faum gegen die des Sommerhalbjahres geändert. Die Zahlen für das laufende Semesters find, ordent fiche Studierende 1446, Hörer 25, Hospitantinnen 2, und Gast hörer 180. Am 10. Dezember werden die neuen Instituts räume des Landwirtschaftlichen Instituts ihrem Zwede übergeben. Die Einweihungsfeierlichkeiten, zu denen der Lehrkörper einladet, werden am Morgen durch einen Festakt in der Aula eröffnet, an die sich Besichtigung der neuen Räume, gemeinschaftliches Essen, Autofahrt und Besichtigung des Tierzuchtinstituts und Verfuchsgutes, Unterer Hardthof und abends ein Festball anschließt. * Berbot öffentlicher Luftbarkeiten. Am Vorabend des 1. Advents( 26. November 1927) sowie in der ganzen Advents zeit dürfen öffentliche Tanzbeluftigungen nicht stattfinden. Auch find für den 1. Weihnachtsfeiertag und für den Vorabend des selben sonstige öffentliche Luftbarkeiten untersagt Theatre lische Ausführungen, Vorführungen in Lichtspielhäusern und Konzerte an den beiden letztgenannten Tagen werden nur dann zugelassen, wenn die Darbietungen ernsten oder belehrenden Inhalts sind und der besonderen Bedeutung und Weihe dieser Tage angepaẞt werden, ebenso rein sportliche Veranstaltugen, die ohne öffentliche Umzüge oder Musik stattfinden. dieser Rubrik nenhmen wir oh Shriftleitung unserer Leser auf.) Wer gezwungen ist, die Bahnverbin Gießen und umgekehrt häufiger zu tigen lönnen, daß es ein Standal ist, Der Wagen 4. Klasse bei dem 2- Uhrzug Abfahrt des Zuges am Bahnsteig vo Seifende darf sich dann, abgesehen davo ind, in dide Staubwollen hineinsetzen angeheuerlichsten Portionen Batterien so nigung nicht vorher vorgenommen werd Tit engebeizt werden? Wir sind hie in Bofemudel, von dessen Eisenbahnver Trauriges erzählt. * Die Stromabnehmer des Ueberlandwerkes Oberhessen, die in den Jahren 1922 und 1923 zum Ausbau der Ueberland anlagen Gelder darlehensweise zur Verfügung gestellt haben, werden darauf hingewiesen, daß sie ihre Forderungenn auf Auswertung spätestens bis zum 14. Januar 1928 unter Bor lage des Schuldscheins beim Kreisamt anzumelden haben. Nach diesem Termin eingehende Anmeldungen können unter feinen Umständen mehr berücksichtigt werden. ㄓ Für Autofahrer. Die Straße von Frankfurt a. M. nach Gießen ist an folgenden Stellen gesperrt: Ofarben- Kloppen heim vom 24. Oftober bis auf weiteres. Umleitung: NiederWöllstadt- Jlbenstadt- Burggräfenrode Groß- Karben. Bilbel -Kloppenheim vom 26. September bis auf weiteres. Umlei tung über Ober- und Nieder- Erlenbach. Gießen- Reiskirchen bis zum Hochdruckbehälter bei Annerod ist teilweise mit Erdaushubmassen und Materialen belegt. Vorsicht! * Wegen Herstellung eines Kabelgrabens ist die Wolfen gasse bis auf weiteres für jeglichen Fuhrverfehr gesperrt. Die Gewerbe- und Maschinenbauschule Gießen hat ihr Winter- Semester am 1. November begonnen. Der Schüleran drang war auch dieses Jahr sehr groß, sodaß allein drei untere Bauklassen eingerichtet werden mußten. Glüdlicherweise machte die Unterbringung der Schüler in diesem Jahr keine allzu große Schwierigkeiten, da die Stadt Gießen 7 große Schulsäle als provisorischen Erweiterungsbau der Gewerbe- und Maschinenbauschule errichtet hatte. Die nachfolgenden Zahlen beweisen jedoch am besten, daß auch dieses Provisorium mög lichst bald durch den geplanten Neubau abgelöst werden muß. Im ganzen wird die Anstalt im Winter- Semester besucht von 470 Schülern, außer den 835 Schülern der gewerblichen Fortbildungsschule. Auf die einzelnen Abteilungen verteilt sich diese Zahl wie folgt: Maschinenbauschule 115 Schüler, Bauabteilung 187 Schüler, Schreiner- und Malerfachklasse 63 Schü ler, Schuhmacherfachklasse 15 Schüler, in den Kursen 90 Schüler. Außer dem Leiter Anstalt, Herrn Gewerbeschulrat Dr. Bünnings, wirken an der Gewerbe- und Maschinenbauschule 30 Lehrkräfte einschl. der 3 Meister für die Lehrwerkſtätten. * Aus Anlaß des 30jährigen Bestehens der Sektion Gießen im Verband reisender Kaufleute Deutschlands fand eine Jubi läumstagung statt, die zugleich mit einer Tagung der Ber fehrskommission Hessen- Thüringen dieses Verbandes verbun den war, Verbandsdirektor Dr. Raabe Leipzig sprach über ,, Das Konjunkturproblem der deutschen Wirtschaft und der rei sende Kaufmann" und der Vorsitzende des Gaues Hessen- Thü Dadel war wasserscheu und kniff aus, wenn er ins Bad kom men sollte. Darum sagten wir dem Kutscher statt lid muß wieder baden" etwa lid muß dran glauben" oder Flicks Stunde hat heute geschlagen". Immer verstand das Tierchen und vertroch sich." Elisabeth dachte die Dogge auf ihr Begreifen zu prüfen: ,, Tyras, du kommst wieder fort!" Der Hund heulte, und fie tröstete:„ Nein, du bleibst bei uns!" In weiten Sprüngen umkreiste er sie mit einem Freuden geheul, in das schon Kläffen aus dem Garten der nahen För sterei flang. Dort setzten sie sich an einen runden Tisch, der bald faure Milch und ein Windlicht trug. Unter den hohen Tannen hing schon Dunkel. Am anderen, Ufer das Baches schimmerten Lichter aus den Villen auf der zum Wasserlauf fallenden Talsente. Der rote Schein von Berandalampen fiel auf fröhliche Menschen an gedecien Tischen. Das Echo ihres Lachens girrte weit in die abendliche Stille, aber es schwieg wie abgerissen, als eine Laute flimperte und eine tiefe, weiche Frauenstimme jang: O du mein holder Abendstern." aus. Elisabeth hob den Finger zum Himmel: Da tritt er her Wenn die immer Lebhafte jo plötzlich sprach, flang es Werner, als tünde sie ein Ereignis an, und wirklich sah er ihr vom Windlicht erhellies Geficht in Erregung glühen. Die Nasenflügel bebten. Von fast wildem Temperament mußte das Mädchen fein. Sein Blid nahm den Weg, den ihr Finger wies, und sah im Blaugrau den Abendstern. Da warf er den Raden über die Stuhllehne, stredte den Körper lang, verschränkte die Arme über der Brust und dehnte fich im töftlichen Behagen an dem Faulenzerleben eines Genejenden: Mädels, wie warm und freundlich Frau Venus doch unserer Heimat lacht. In Rußland schienen die Sterne immer falt, fern, grausam und er barmungslos." Aus Nah und Som oberen Bogelsberg. Auf de em legten Sonntag die Kommission, Materium Verhandlungen über die Bogelsberg aufnehmen soll ,, neu zu wurden für den Kreis Schotten die S bhain, Fischer- Sichenhausen, Bürge ts, Stein- Stumpertenrod. Bürgerme Oberfeemen und Rühl- Schotten, fü Herren: Bürgermeister Greb- Er af Eichelhain, Bürgermeister Lind ner Lind- Grebenhain und Roos- B as dringend notwendig erachtet: 1. , 2. die Verlängerung des Notsta weiterer Erlaß der Steuern, auch Steuerarten und 4. die Hilfe des Sta Thaften bei der als äußerst dringen von Aderbau auf Viehzucht. Grünberg. Wegen Vornahme Londorfer Straße von der Gallus His auf weiteres für den Wagen iperrt. Büdingen. 95 Jahre alt geword geb. Bolz, in Bellmuth. Sie fonn FO Backin alle satt SCHIEL ist manchmal gesunden App Dr. Oetk sehr preiswe zusagen, den und ist trotz regungen zu neu erschiene Ausgabe F. vorzüglichen mit dem Sie a braten u. kod in den Gesc gegen Dr. A Ladenverkau 3 Stck. 25 P Vanillin- Zuc Schokoladen mit gehackte wieder seine Hand auf der Hüfte nen Augen das heiße Flirren wi Berlegen blidte sie in den Schoß andere Pianeten?" Sie scheint uns heller, weil Don Gas oder feuchter dider Luft Und ich dachte gerade, daß d nen und auf uns heruntersehen", Ihre blanken Augen lachten noch liebe sie ihn wie alle Menschen i Er freute sich, sie belehren zu Then nennen dürfen, ist fraglich. penbike von mehr als 50 Wärme Ah!" stöhnte Elisabeth in Arme. Das lodende Rund unter dünne Blusenseide der Aermel: ,, D Sommer ist mir lieber als Winter ich mich schon längit, denn Heißes 3bre Rajenflügel bebten wieder, a Abenteuern und Geheimnissen. S andere, verschlang die Hände him ate träumerisch zu ihrem Ster , wenn es dort so warm ist. san. Jeht nach dem Abendbr en af Ruhebetten wie die Göt Fri Museum liegen; fleine 2 blätter, und die Männer gehen um Baben an das Meeresufer. ie eine Emberbowle, jüß und ta Karl. 3 finde die Venusmensche Elifabeth Ton als Sinn der Worte an der Gerda la innerte. Das wüle, lockende wärmte den Kopj mit Gedanken Mädchen ihrer Art gewiß zu vers willen, ob wohl die Damen auf d einen Stern wie die Menschen die Borläufig nicht! Doch mag Der Wollenhülle ihnen einen groß Der Benus, bringen. Dann zerreiß die Erde als mattrötlichen Stern Mondes daneben. Das Faulenzen auf. Auf den Sommer folgt Winte wohl auch fie von einem ormjeligen großen Weltkrieg." Elisabeths blanke Augen lachten dem warmen Blinken droben, als wünsche sie sich den Stern. Gerda fragte: Warum heißt er eigentlich Venus?" Sin nend sah auch sie hinauf. Rein und edel schien die schöne Seitenlinie ihres durch das Windlicht von unten erhellten Gefichts. Sein Sehnen et wachte wie neulich auf der Beranda, und seine Stimme flang unsicher, als er ihre Augen fuchte: Die Alten schwärmten für die Göttin mit lichtweiser Haut und gaben darum dem strah lendsten aller Sterne ihren Namen." Die Betonung fagte, daß seine Worte ihrem eigenen blon den Weiß huldigten. Ihr Herz schlug schneller. Sie glaubte " Nr. 48 Str. 48 werbetreibenden losgelassen. Wir haben ange Erfahrung begründete Meinung ge unsere Pflicht halten. Jetzt tann jeder will. 6.3. suniversität. Die Besucherzahlen dieses Samstag, den 26. November ,, Gießener Zeitung" ingen, Richard Sturm, über„ Der Verband reisender Kaufleute Fest der diamantenen Hochzeit feiern und ist seit sechs Jahren Deutschlands und seine Verkehrstommission". Ururgroßmutter. sich, wie jetzt nach erfolgter Immatris affer der Sozialdemokratie bringen will. Jeder Angestellte * Am morgigen Sonntag, den 27. November, finden hier in Gießen- Stadt die Angestelltenversicherungswahlen statt. Es gilt für jeden Angestellten, sich für die Vertretung zu ent heiden, die ihn nicht ins Lager des Klassenkampfes, ins Fahr faum gegen die des Sommerhalbjahres für das laufende Semesters find, orbent Hörer 25, Hospitantinnen 2, and Gast Dezember werden die neuen Instituts aftlichen Instituts ihrem Zwede übergsfeierlichkeiten, zu denen der Lehrtärm Morgen durch einen Festakt in der ich Besichtigung der neuen Räume, ge Autofahrt und Besichtigung des Tier ichsgutes, Unterer Hardthof und abends jer Lustbarkeiten. Am Vorabend des ber 1927) sowie in der ganzen Advents Canzbeluftigungen nicht stattfinden. Auch chtsfeiertag und für den Vorabend des pähle die bürgerlichen Vorschläge entweder des D. H. V., Liste A, oder des G. d. A., Lifte B, die in ihren Hauptprogrammpunkten bei diesen Wahlen übereingehen. Beider Berbände Forderungen sind Verbesserung der Rentenleistung, Er töhung des Kindergeldes, Herabsehung der Altersgrenze, Her= absetzung der Wartezeit, Ausbau der Selbstverwaltung und or allem dauernde Sicherheit der Rentenauszahlung. 3ur Wahl berechtigt nur der Besitz der grünen Ausweiskarte der Angestelltenversicherung oder eine Bescheinigung der Ersatztlasse, auf jeden Fall muß der Wähler sich über seinen Wohnsitz ausweisen fönnen. the Lustbarkeiten untersagt Theatre Borführungen in Lichtspielhäusern und lettgenannten Tagen werden nur dann rbietungen ernsten oder belehrenden Insonderen Bedeutung und Weihe dieser , ebenso rein sportliche Veranstaltugen, züge oder Musit stattfinden. hmer des Ueberlandwertes Oberhessen, 2 und 1923 zum Ausbau der Ueberland ensweise zur Verfügung gestellt haben, Diesen, daß sie ihre Forderungenn auf bis zum 14. Januar 1928 unter Bor beim Kreisamt anzumelden haben. Nach nde Anmeldungen können unter feinen sichtigt werden. Die Straße von Frankfurt a. M. nach Stellen gesperrt: Otarben- Kloppens bis auf weiteres. Umleitung: NiederBurggräfenrode- Groß- Karben. Bilbel September bis auf weiteres. Umlei Nieder- Erlenbach. Gießen- Reiskirchen er bei Annerod ist teilweise mit Erdrialen belegt. Vorsicht! Eingesandt. ( Unter dieser Rubrik nenhmen wir ohnne Verbindlichkeit un ferer Schriftleitung unserer Leser auf.) Wer gezwungen ist, die Bahnverbindung zwischen Wetzlar und Gießen und umgekehrt häufiger zu benutzen, wird bestätigen fönnen, daß es ein Standal ist, wenn die Reinigung der Wagen 4. Klasse bei dem 2- Uhrzug häufig erst 10 Minuten Dor Abfahrt des Zuges am Bahnsteig vorgenommen wird. Der Reifende darf sich dann, abgesehen davon, daß die Wagen falt find, in dide Staubwollen hineinsehen und für sein Geld die angeheuerlichsten Portionen Batterien schlucken. Kann die Reinigung nicht vorher vorgenommen werden? Können die Züge nicht angeheizt werden? Wir sind hier in Gießen doch nicht in Pojemudel, von dessen Eisenbahnverhältnissen man sich viel Trauriges erzählt. Einer für viele. eines Kabelgrabens ist die Wolfen für jeglichen Fuhrverkehr gesperrt. Maschinenbauschule Gießen hat ihr November begonnen. Der Schüleran Sahr sehr groß, sodaß allein drei untere werden mußten. Glüdlicherweise machte Schüler in diesem Jahr keine allzu da die Stadt Gießen 7 große SchulErweiterungsbau der Gewerbe- und chtet hatte. Die nachfolgenden Zahlen en, daß auch dieses Provisorium mög anten Neubau abgelöst werden muß. nstalt im Winter- Semester besucht von n 835 Schülern der gewerblichen FortDie einzelnen Abteilungen verteilt sich Maschinenbauschule 115 Schüler, BauSchreiner- und Malerfachklasse 63 Schü e 15 Schüler, in den Kursen 90 Schüler. Anstalt, Herrn Gewerbeschulrat Dr. an der Gewerbe- und Maschinenbaunschl. der 3 Meister für die LehrwerkOjährigen Bestehens der Sektion Gießen Raufleute Deutschlands fand eine Jubi zugleich mit einer Tagung der Ve Thüringen dieses Verbandes verbu Hor Dr. Raabe Leipzig sprach über m der deutschen Wirtschaft und der rei der Vorsitzende des Gaues Hessen- Thü ind kniff aus, wenn er ins Bad kom en wir dem Kutscher statt ,, Flid muj lick muß dran glauben" oder Flids agen". Immer verstand das Tierchen Aus Nah und Fern. Schotten. Ein bei der Postagentur in Oberfeemen, Kreis Schotten, angestellter Landbriefträger trat einen Erholungsurlaub an und ist, obwohl die Zeit längst abgelaufen war, bis heute nicht zurüdgefehrt. Rüsselsheim. Die Opelwerte bauen zurzeit einen mehrere Berlade und Rangiergleise umfassenden eigenen Güterbahnhof, der durch Anschlußgleise mit dem Staatsbahnhof Rüsselsheim verbunden wird. Darmstadt. Der Landeskirchentag wählte den Regierungsrat Dr. Georg Dahlem beim Reichsvermögensamt in Mainz einstimmig zum stellvertretenden Präsidenten des Evangeli schen Kirchenamtes auf Lebenszeit. Präsident Freiherr von Hey! beglückwünschte das Haus zur einstimmigen Wahl des aus alteingesessener hessischer Familie stammenden Bizepräsi benten. Bom oberen Bogelsberg. Auf dem Hoherodskopf wurde am letzten Sonntag die Kommission, die mit dem hessischen Ministerium Verhandlungen über die Notmaßnahmen im obeten Bogelsberg aufnehmen soll ,, neu zusammengesetzt. Gewählt wurden für den Kreis Schotten die Herren: Steinmann- Herdenhain, Fischer- Sichenhausen, Bürgermeister Kunfel- Burk hardts, Stein- Stumpertenrod. Bürgermeister Appel- Ulrichstein, Rieß- Oberfeemen und Rühl- Schotten, für den Kreis Lauterbach die Herren: Bürgermeister Greb- Engelrod, Bürgermeister Echaaf Eichelhain, Bürgermeister Lind, Lanzenhain, Bürgermeister Lind- Grebenhain und Roos- Bermutshain. Es wurde als dringend notwendig erachtet: 1. Bereitstellung von Gaatgut, 2. die Verlängerung des Notstandskredits aus 1925, 3. weiterer Erlaß der Steuern, auch Ausdehnung auf andere Steuerarten und 4. die Hilfe des Staates und anderer Körperschaften bei der als äußerst dringend bezeichneten Umstellung von Aderbau auf Viehzucht. Dogge auf ihr Begreifen zu prüfen: der fort!" Der Hund heulte, und fie bst bei uns!" Ludwigshafen. Hier tamen 52 Bäcker, die schon früh vor 5 Uhr begonnen hatten, zur Anzeige. Kaffel. Ein vom Herkulesberg in Kassel ins Druseltal hinabjahrender Straßenbahnwagen überfuhr am Mittwoch eine Weiche und stieß mit einem talaufwärts fahrenden Straßenbahn. wagen so heftig zusammen, daß beide Wagen fast vollständig zertrümmert wurden. Vierzehn Personen wurden verletzt, darunter zwei sehr schwer. Am Donnerstag in der Mittags= zeit hat sich ein weiterer Straßenbahnunfall ereignet ,. In der Hedwigstraße entgleiste ein Wagen der Linie 3, sauste über den Bürgersteig und rannie gegen die Schaufenster eines dort befindlichen Bettengeschäfts. Die Scheiben zersplitterten. Das Glück wollte es, daß niemand getroffen wurde. Grünberg. Wegen Vornahme von Kanalbauten ist die Londorfer Straße von der Gallusstraße bis zur Höfentränke bis auf weiteres für den Wagen und Automobilverkehr gesperrt. Büdingen. 95 Jahre alt geworden ist Frau Karoline Carl, geb. Bolz, in Bellmuth. Sie konnte vor Jahren das seltene Backin alle satt zu kriegen SCHIEL ist manchmal nicht leicht, denn Kinder haben einen gesunden Appetit. Ein großer Kuchen, den Sie mit Dr. Oetker's Backpulver., Backin" sehr preiswert backen, wird den Kindern immer zusagen, denn er ist wohlschmeckend, sättigt gut und ist trotzdem leicht verdaulich. Viele neue Anregungen zu Backversuchen erhalten Sie aus dem neu erschienenen farbig illustr. Oetker- Rezeptbuch, Ausgabe F. Sie lesen darin auch Näheres über den vorzüglichen Backapparat ,, Küchenwunder", mit dem Sie auf kleiner Gaskocher- Flamme backen, braten u. kochen können. Das Buch ist für 15 Pfg. in den Oeschäften erhältlich, wenn nicht vorrätig, gegen Einsendung von Marken von Dr. August Oetker, Bielefeld. Ladenverkaufspreise: Backp... Backin" 1 Stek. 10 Pfg.. 3 Stek. 25 Pfg.. Puddingpulver Vanille- Mandel 10 Pig.. Vanillin- Zucker und Vanille- Soßenpulver 5 Pfg., GalaSchokoladen- Puddingpulver 15 Pfg., Schokoladenspeise mit gehackten Mandeln 25 Pig.. Gustin 225 g 35 Pfg. Abgrenzung und Sitz der Landesarbeitsämter. 5. Landesarbeitsamt Nordmart, umfassend die Provinz Schleswig- Holstein, den Freistaat Hamburg, den Freistaat Medlenburg- Schwerin, den Freistaat Lübed, die Grafschaft Lauenburg( Land Ratzeburg- Schönberg), den oldenburgischen Landesteil Lübed und die hannoverschen Kreise Hadeln, Neuhaus, Kehdingen, Stade, Jork und Stadt- und Landkreis Harburg. Sig: Hamburg. Nachstehend veröffentlichen wir die nunmehr endgültigen Beschlüsse des vorläufigen Vorstandes der Reichsanstalt für Ar beitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung über die Abgrenzung der Bezirke der künftigen Landesarbeitsämter. Wir haben in der folgenden Zusammenstellung gleichzeitig bei den einzelnen Bezirken die Orte angeführt, die für den Sitz der neuen Landesarbeitsämter in Frage kommen. Die diesbezüg lichen Beschlüsse des Vorstandes über den Sitz der Landesarbeitsämter sind am 4. November gefaßt worden. Ueber die personelle Besetzung der neuen Arbeitsämter sind noch keine endgültigen Entscheidungen getroffen worden. Wir dürfen bemerken, daß die Tagespresse in ihren Mitteilungen die Be schlüsse des Vorstandes der Reichsanstalt über die Abgrenzung der Bezirke teilweise unvollständig wiedergegeben hat. Wir bitten infolgedessen, die nachstehende Zusammenstellung als authentische Nachricht über den Inhalt der Beschlüsse ansehen zu wollen. Der Zeitpunkt, an dem die Eingliederung der in der Zusammenstellung aufgeführten neuen Landesarbeitsämter in die Reichsanstalt in Frage kommen soll, steht noch nicht endgültig fest. Wir werden hierüber noch besondere Mitteilung folgen lassen: wieder seine Hand auf der Hüfte zu fühlen. War doch in seinen Augen das heiße Flirren wie damals auf der Veranda. Verlegen blickte sie in den Schoß:„ Warum ist sie heller als andere Planeten?" ,, Sie scheint uns heller, weil wir nur ihre leuchtende Hülle Don Gas oder feuchter dider Luft sehen." Und ich dachte gerade, daß dort wohl auch Menschen wohnen und auf uns heruntersehen", schmollte Elisabeth enttäuscht. Ihre blanken Augen lachten noch zärtlich dem Sterne zu, als liebe fie ihn wie alle Menschen und Tiere. Er freute sich, sie belehren zu fönnen:„ Ob wir fie Menschen nennen dürfen, ist fraglich. Sie müßten in ewiger Tro penhike von mehr als 50 Wärmegraden leben können." 6. Landesarbeitsamt Niedersachsen, umfassend die Provinz Hannover ohne die Kreise Hadeln, Neuhaus, Kehdingen, Stade, Jork und Stadt- und Landkreis Harburg, den Freistaat Oldenburg ohne die Landesteile Lübeck und Birkenfeld, den Freistaat Bremen, den Freistaat Braunschweig, den Freistaat Schaumburg- Lippe und den Kreis Rinteln. Siz: Hannover: ,, Auf Grund des§ 2 Abs. 2 des Gesetzes über Arbeitsver mittlung und Arbeitslosenversicherung vom 16. Juli 1927 ( Reichsgesetzbl. 1 S. 187) setzte der Vorstand der Reichsanstalt nach vorheriger Anhörung der Verwaltungsausschüsse der heute bestehenden Landesarbeitsämter und nach Benehmen mit den obersten Landesbehörden die Grenzen der Landesarbeitsämter wie folgt endgültig fest: ,, Ah!" stöhnte Elisabeth in Wohlgefühl und dehnte die Arme. Das lodende Rund unter ihren Schultern straffte die dünne Blusenseide der Aermel: ,, Das wäre ein Leben für mich! Sommer ist mir lieber als Winter, und in die Tropen wünsche ich mich schon längst, denn Heißes und Schwüles mag ich gern." Ihre Nasenflügel bebten wieder, als blähe sie ein Hunger nach Abenteuern und Geheimnissen. Sie warf ein Knie über das andere, verschlang die Hände hinter dem braunen Haar und lachte träumerisch zu ihrem Stern hinauf. Der Name pajt gut, wenn es dort so warm ist. Venus hatte doch nie recht was an. Jetzt nach dem Abendbrot denke ich mir die Frauen oben auf Ruhebetten wie die Göttin auf dem Bild im KaiserFriedrich- Museum liegen; fleine Amors fächeln sie mit Palmblättern, und die Männer gehen nicht in den Krieg, sondern jum Baden an das Meeresufer. Vor dem Schlafen aber machen ie eine Erdbeerbowle, süß und falt wie neulich die von Ontel Karl. Ich finde die Venusmenschen vernünftiger als uns." ,, Elisabeth Gerda lachte mit Werner, den mehr Ton als Sinn der Worte an den Kuß auf dem Bahnhof erinnerte. Das schwüle, lockende Sehnen in Elisabets Rede wärmte den Kopf mit Gedanken an ein heißes Glüd, das ein Mädchen ihrer Art gewiß zu verschenken hatte. Gerda wollte wissen, ob wohl die Damen auf den Ruhebetten die Erde als oinen Stern wie die Menschen die Venus jähen. en umkreiste er sie mit einem Freuden äffen aus dem Garten der nahen För ten sie sich an einen runden Tisch, der ein Windlicht trug. Unter den hohen unkel. Am anderen, Ufer das Baches s den Villen auf der zum Wasserlauf er rote Schein von Verandalampen fiel an gedeckten Tischen. Das Echo ihres die abendliche Stille, aber es schwieg e Laute flimperte und eine tiefe, weiche du mein holder Abendstern." Finger zum Himmel: ,, Da tritt er herebhafte so plötzlich sprach, klang es WerEreignis an, und wirklich sah er ihr s Gesicht in Erregung glühen. Die Jon fast wildem Temperament mußte en Weg, den ihr Finger wies, und sah ndstern. Da warf er den Naden über den Körper lang, verschränkte die Arme hnte sich im köstlichen Behagen an dem Genesenden:„ Mädels, wie warm und s doch unserer Heimat lacht. In Rußne immer falt, fern, grausam und er Augen lachten dem warmen Blinken sich den Stern. rum heißt er eigentlich Venus?" Sinien die schöne Seitenlinie ihres durch en erhellten Gesichts. Sein Gehnen er der Veranda, und seine Stimme flang gen fuchte: ,, Die Alten schwärmten für er Saut und gaben darum dem strah ren Namen." daß seine Worte ihrem eigenen blon Sr Herz schlug schneller. Sie glau * Vorläufig nicht! Doch mag die allmähliche Abfühlung der Wolfenhülle ihnen einen großen Regenfall, als Sintflut der Venus, bringen. Dann zerreißt der Schleier, und sie sehen die Erde als mattrötlichen Stern mit dem gelblichen unseres Mondes daneben. Das Faulenzen in Tropenhite aber hört auf. Auf den Sommer folgt Winter, und eines Tages sprechen wohl auch fie von einem armseligen häuslichen Zant als ihrem großen Weltkrieg." 1. Landesarbeitsamt Ostpreußen, umfassend die Provinz Ostpreußen. Sitz: Königsberg. 7. Landesarbeitsamt Westfalen, umfassend die Provinz West falen und den Freistaat Lippe- Detmold. Sitz: Dortmund. 8. Landesarbeitsamt Rheinland, umfassend die Rheinproving ( ohne den Kreis Wetzlar) und den oldenburgischen Landes teil Birkenfeld. Git Köln. 9. Landesarbeitsamt Hessen, umfassend die Provinz HessenNassau ohne die Kreise Rinteln und Schmalkalden, den Freistaat Walded und den Kreis Weylar Sit: Frankfurt 10. Landesarbeitsamt Mitteldeutschland, umfassend die Provinz Sachsen, den Freistaat Thüringen, den Freistaat Anhalt und den Kreis Schmalkalden. Sitz Erfurt. 2. Landesarbeitsamt Schlesien, umfassend die Provinz Oberschlesien, die Provinz Niederschlesien und den Kreis Fraustadt. Sitz: Breslau. 3. Landesarbeitsamt Brandenburg, umfassend die Stadt Berlin, die Provinz Brandenburg und die Provinz Grenzmart Posen- Westpreußen ohne den Kreis Fraustadt. Sitz: Berlin. 11. Landesarbeitsamt Sachsen, umfassend den Freistaat Sachsen. Sig: Dresden. 4. Landesarbeitsamt Bommern, umfassend die Provinz Pommern und den Freistadt Mecklenburg- Strelik ohne den Lan desteil Schöneberg- Ratzeburg. Sig: Stettin. 12. Landesarbeitsamt Bayern, umfassend den Freistaat Bayern ohne den Regierungsbezirk Pfalz. Siz: München. 13. Landesarbeitsamt Südwestdeutschland, umfassend den Freistaat Württemberg, den Freistaat Baden, den Regierungsbezirk Pfalz und den Regierungsbezirk Sigmaringen. Sitz: Stuttgart. Gebietsteile, die innerhalb der oben angeführten Grenzen liegen( Enklaven), werden den Landesarbeitsamtsbezirken, wel che diese Gebietsteile umschließen, zugeteilt, auch wenn sie in der Aufzählung nicht besonders genannt sind.( 3. B. Ostheim zum Landesarbeitsamt Bayern und Calvörde zum Landesarbeits,, Also bleibe ich unten!" Fast gelangweilt nahm Elisabeth den Blid vom Himmel. Die Sintflut lodi mich nicht, und der Venusnoah nähme mich wahrscheinlich nicht in seinen Kasten. Wenn ich über mich nachbente, ist mir oft, als dürfe ich viel Gnade und Nachsicht nicht fordern." amt Mitteldeutschland.) Abweichungen von den oben angeführten Grenzen der Landesarbeitsämter behält sich der Vorstand vor, sofern solche Abweichungen durch die Abgrenzung der Bezirke der Arbeitsämter bedingt werden.( Grenzberichtigungen.) Bezüglich des Landesarbeitsamts Südwestdeutschland behält sich der Vorstand vor, durch besonderen Beschluß nach Anhörung der Beteiligten zu bestimmen, wann die Einrichtung dieses Landesarbeitsamts, soweit es sich um die Pfalz handelt, durchzuführen iſt. Den bezirklichen oder fachlichen Besonderheiten einzelner Gebiete soll durch Errichtung von Zweigstellen oder Fachabteilungen Rechnung getragen werden. Demgemäß wird für Oberschlesien und die Grenzmark- Posen- Westpreußen die Er richtung einer Zweigstelle beschlossen, während die Errichtung von Fachabteilungen u. a. für die Landwirtschaft in Branden burg, Medlenburg- Schwerin, Oldenburg, sowie Schleswig- Hol stein und für Schiffahrt und Schiffbau in Bremen in Aussicht genommen wird. Sie verstummte. Auch Gerda schwieg, aber sah mit Wohl gefallen auf Werner. Wenn er naiv und jugendlich wie eben ein Wissen vorbrachte, war er ihr noch lieber als sonst. Dann fühlte sie sich ihm fast die Mutter, deren Hand er zu bedür fen schien. War er doch ein Schwankender, der nie seines Weges ficher schien. Schon seine Neigung für Sternfunde ließ ahnen, daß er mit den anderen Männern seines Namens wenig ge mein hatte. Sonst standen die Drewiße mit beiden Füßen fest auf der Erde, obwohl sie wie der tote General ihre Sand auch nach himmelhohen Jdealen hoben. Werner aber lebte gern über den Wolfen. Den Weg gewiesen hatte ihm ein Rat seines Vaters, der oft sagte, der Offizier müsse den im Ga maschendienst leicht abstumpfenden Geist durch Studium oder Kunst beweglich halten. Da hatte er sich der Astronomie, also dem Himmel verschrieben, statt auf der Erde zu bleiben. Doch gerade in seiner Schwäche liebte sie ihn. Darum durfte fie ihm auch Mütterchen sein. Premierleutnants famen, und Tante Bärbchen mahnte bald zum Aufbruch. Morgen, am Sonntag, mußte Ontel Karl vor dem Kirchgang malen. Die Frühstunden von Feiertagen schentte er wieder der alten Liebe und hatte mit dem Darstellen der preußischen Infanterie in grauer Felbuniform begonnen; und morgen hoffte er, das Bild eines Grenadiers Dom letzten Regiment der ersten Gardedivision in seine Mappe zu legen. Das war ein Lebensabschnitt. Werner schlief unruhig und glaubte Frau Venus auf ihrem Lager zu sehen. Mit lichtweiser Haut ähnelte fie Gerda. Dom wenn er die Hand um ihre Süffe legte, lachte ein Amor mit den tanzenden braunen Augen und den wünschenden roten Lippen Elisabeths Fangt ihr Schmetterlinge? Es war ein Glück, daß der schillernde Falter seiner heißen Wünsche damals Don der Veranda in schwüles Flimmern hinaustaumelte! Noch immer wußte er nicht, ob er sich nach einem Glüd mit Gerba oder mit Elisabeth sehne. Die nächsten Tage brachten teine Klarheit und erschwerten nur die Entscheidung. Auch mit Gerda war er nie mehr allein. Seit der Arzt ihn für felddienstfähig erklärt hatte, stand er früher auf und nahm das Frühstüd mit den Verwandten. Gerda ging dann in den Wald, denn wie gar manches Landmädchen vertrat sie jetzt auch den unlängst eingezogenen Förster. Auf ihren Gängen zum Holzschlagen Berantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Mißfarbene Zähno entitellen das schönste Antlig übler Mundgeruch wirtt abstoßenb. Beide Edjönheitsfehler werben gründlich bejeitigt oft fchon bird, einmaliges Punen mit der herrlich erfrischend schmedenben Chloro. dont- 3ahnpaite. Die 3abne erhalten banach einen wundervollen Elfenbeinglanz, auch an ben Seitenflädjen, besonders bei gleichzeitiger Berujung ber dafür efgens fonftruierten ChlorodontZahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt Faulende Speilerefte in den 3ahnzwildenräumen als Ursache bes üblen Mundgeruchs werben grünb lich damit beseitigt. Berjuchen Sie es zunächst mit einer fleinen Tube zu 60 Pfg. Chlorodont Zahnbürste für Stinber 70 Pfg., für Damen Mt. 1.25( weiche Borsten), für Herren L. 1.25 charte Borsten). Nur edit in blau- grüner Originaipadung it b. Auffchrift ,, Chlorodont". Dberall zu haben schloß er mit der jüngeren Schwester sich an. Doch allein mit Elisabeth stand er am Radmittag vor seiner Abreise auf der sandigen Kuppe des Löwenberges. Ueber die Wipfel der Kiefern sah er unter golbigem Schimmern rei fenden Korns das trauliche Land, in dem wieder der Wunsch zu leben und zu lieben gekommen war. Gogar der Drud des dunklen Geheimnisses schien schwächer. Herr v. d. Helle war noch auf Reisen und feine Antwort auf den Brief an ihn ge= tommen. Doch gute Nachricht hatte er dem verstorbenen Ba ter verheißen. Also durfte der Sohn auf ein Lichten des Schat tens hoffen. Nicht mehr wunschlos war das Behagen, das ihm die linde Luft tief in die geträftigten Lungen wehte. Beim Dehnen der Arme spürte er wieder die alte Stärfe in straffen Musteln. In föstlichem Glüdsgefühl sah er brüben ben fleinen Bahnhof. Dort hatte er die Rujinen auf der Fahrt nach Ruß land gesprochen. Auch morgen begleiteten sie ihn wohl zum 3ug. Er glaubte sie wie damals wieder vor fich und fragte, ohne den träumenden Blid von dem Häuschen unter rotem Ziegelbach zu nehmen: Betomme ich wieder einen Ruß?" Fortsetzung folgt. Deutsche Heimat. Fernher hör ich Gloden flingen, Heimattlänge süß und traut, Deutsche Lieder hör' ich singen, Deutsches Land mein Auge schaut. Und mein Herz sintt betend nieder, Meine Seel vergeht vor Schmerz! Deutscher Boden, Heimaterbe, Dir gehört mein liebend Herz! Diz, mein Sehnen, mein Verlangen, Meine Luft, meine klag', Meiner Wünsche zages Bangen, Meines Herzens Stundenschlag. Einssichfühlen! Dir verbunden, Heimat, teures Edelgut, Daß du wieder mögst gesunden Gäb ich gern mein Herzensblut! Otto J. Schmieder. Samstag, den 26. November wwwwwwwwww. Tham Linoleum ansieht.. daß es gerade nicht mehr nei ist, dann reinigen. Be es mal gründlich www Lebalinim ben Tie eb mit Lobr. Beize, der Wasserechten www. Nach 20 limiten glängt es mit wenigen Bür. senstrichen und ist min But vain vain. 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Januar ift der Visumz lend aufgehoben. Die Abrüftung in Ge Die heutige voraussichtlich let Lommission wird einen aller Wa heftigen Rampf um eine Beschleu ten bringen. Außer dem Grafen Jeinen bisherigen Aufträgen auf nächsten Tagung der Abrüstungsko Lomitees bestehen wird, dürften a Jowie vor allem Sowjetrußlands fprechen. Es heißt auch, daß übe sut Herbeiführung einer möglichst Ichen der deutschen und der russisc ftattfanden. Da anzunehmen ist, legierten der einen Staaten f Einberufung der nächsten Tagu einlegen wird, so nimmt man hi Termin ein heißer Kampf entbr nicht für ausgeschlossen, daß die f tommission bereits für Mitte bruat angesetzt werden wird, w noch feineswegs feststeht. Noch eine In Berlin ist jetzt von Kreiser naheftehen, eine Partei gegründet ften Reichstagswahlen mit eigene Die neue Partei nennt sich Bar form". Der Spitzenkandidat d Delbrid Bremen sein. Einreiseerleichterungen Darmstadt. Im Verkehr zmi Jugoslawien( Südflawien) ist m 1927 der Einermerfszmang au Zum Leiter des Landesan bas den Boltsstaat Hessen, die verfiche Walbed umfaßt, ist der frühere jige Präsident des badischen Englers Karlsruhe, in Vorschl hat der Reichspräsident zu vollzie jer wat er bis zur Revolution A Baden gewesen und wurde dann