Nr. 12. n gemacht und Verbejjerungen vorgenommen sich einmal flar, welche Summen deuten Serfügung stehen, um damit einen einigez Sportbetrieb durchzuführen, und man wird sehr der Vergleich zuungunsten Deutschlands Neue Bücher. thoven. Ein Roman von Feliz Hu ugendbildnis Beethovens und einer Ansicht und des späteren Wohnhauses seiner Eltern und Anhang. Einfach gebunden 3,50 t. der Rose, Wilhelm Langewiesche- Brandt, chen. Viel neues und interessantes enthält n. r Beethovenfreund wird Freude an dieser Te Die Tragödie Wilhelms II. 100 Ottap Mt. Sonderdrud der Grünen Briefe. 3 ommissionsverlag von Fr. Foerster, Leipzig. ition der Grünen Briefe in Berlin Stegli 3 auch denjenigen reizen, der verschiedene über den meistgenannten Herrscher ber lesen hat. Saul Chrinian Klein in Gießen. erste Gedanke ens sollte Ihrer Gesundheit gelten. kamp- Salz geeignet, das Blut von schädrungen rein zu erhalten. 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Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedfonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 26. März 1927. Der Finanzausschuß des hessischen Landtags hat am Dienstag die Beratungen des Staatsvoranschlages unterbrochen, um eine Reihe dringender und wichtiger Angelegen heiten, die noch vor dem 1. April auch im Plenum verabschiedet werden müssen, zu beraten. Regelung der Ausweisungsfrage in Oberschlesien. Eritredung des Finanzgesetzes auf die etften drei Monate des Gesandter Rauscher hatte eine Unterredungmit dem polnischen Außenminister Zalesti. Hierbei teilte ihm der Minister mit, daß die polnische Regierung dem in Genf zwischen den Außenministern Deutschlands und Polens getroffenen Abmachun gen zugestimmt habe. In der Frage der Ausweisungen ist somit eine zufriedenstellende vorläufige Regelung erzielt worden. Eröffnung einer deutsch- evangelischen Kirche in Paris. Die vor etwa einem Jahre von der französischen Regierung freigegebene deutsch- evangelische Kirche in Paris wird demnächst wieder eröffnet werden. Die Verwaltung der Kirche hat der evangelische Kirchenausschuß in Berlin übernommen, von dem auch der Pfarrer gestellt wird. * Der Erste Deutsche Bismard Tag, der am 2. und 3. April in Hannover stattfindet, erfreut sich des lebhaftesten Interesses weitester Kreise. Die Anmeldungen laufen zahlreich ein. Die Leitung der Haupttagung am 3. April hat Oberbürgermeister Dr. Jarres übernommen. Anmeldungen sind zu richten an die Geschäftsstelle des BND.- Vereins, Köln, Hansaring 11. Desterreichs Kriegsopfer! ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Psg. Total 12 Big., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Play porschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Zunächst wurde ohne Debatte der Gesezentwurf betr. die Rechnungsjahres 1927 angenommen. Die Regierungsvorlage über den Entwurf eines Steuervorauszahlungsgesetzes für das Jahr 1927 ist begründet durch die Tatsache, daß die Verabschie dung der der Regierung vorgelegten Steuergesetze bis 1. April nicht möglich ist. Damit aber die Regierung in der Lage ist, Steuern zu erheben, ist ein solches Vorauszahlungsgesetz not wendig geworden. Damit verknüpft waren die Bestimmungen über die Verteilung der 10prozentigen Mieterhöhung, die am 1. April in Kraft tritt und die Aussprache befaßte sich fast nur mit dieser Frage. Der Landbund trat dafür ein, die Mieterhöhung von 10 Prozent ganz dem Hausbesik zu überlassen, die Deutschnationalen beantragten dem Hausbesitz 8 Prozent zu überlassen und 2 Prozent wegzusteuern. Die Regierungsvor lage sieht 2 Prozent für den Hausbesig vor und will 8 Prozent wegsteuern, während ein sozialdemokratischer Antrag verlangt, daß die vollen 10 Prozent weggesteuert werden sollen. Die Regierungsvorlage, auf deren Boden sich die Demokraten und das Zentrum stellten, hatte ihre Begründung in der Tatsache, daß für die Mieterhöhung am 1. Ottober die umgekehrte Verteilung vorgesehen ist, so daß also die beiden Erhöhungen je zu 10 Prozent verteilt sind.( Hausbesitzer und öffentliche Hand je 10 Prozent.) In den letzten Tagen wurden sämtliche österreichische Kriegsopfergesetze abgeände, die bisherigen Renten wurden erhöht. neue Bestimmungen aufgenommen und viele andere Vorschriften neu gefaßt. Die Organisation der österreichischen Kriegsopfer, der Reichsbund der Kriegsopfer Desterreichs", Wien I Sofburg, hat diese Gesetze( Invaliden Entschädigungs- und Invaliden Beschäftigungsgesek) gesammelt herausgegeben und ist auch gerne bereit, jede gewünschte Auskunft in allen Kriegsopferbelangen zu erteilen. Nr. 13. mietete Eigenhäuser handelt' m Steuermert von nicht mehr als 10 000 Mart, deren Eigentümer im Jahre 1926 nicht mehr als 100 Mart Einkommensteuer zu zahlen hatten und dessen sonstiger Grundbesitz nicht mehr als 10 000 Mark Steuerwert hat. Danach erhöht sich der Steuersatz für den Staat um 8 Bro., gleich 40 Pfennig pro hundert Mark Steuerwert, Ler im seitherigen Verhältnis zu dem Steuerwert, der im seitherigen Verhältnis zwischen Gemeinde und Land geteilt wird. Es erhält die Gemeinde 7 Pig. und das Land 33 Pfg. Im Verhältnis zu dem Steueranjas von 1926 bedeutet dies eine Erhöhung von 26 Prozent. Die Abstimmung über diese Punkte hatte folgendes Ergebnis: Der sozialdemokratische Antrag wurde gegen die Stim men der Antragsteller abgelehnt, der Antrag der Deutschnatio nalen wurde mit 9: 4 Stimmen abgelehnt, ebenso wurde abge lehnt der Antrag des Landbundes mit 9: 4 Stimmen. Die Regierungsvorlage fand mit 9: 4 Stimmen Annahme. Außerdem wurde eine Entschließung der Regierungsparteien angenommen, die folgenden Wortlaut hat: Die Regierung wird ersucht: Der Zuschlag zur vorliegenden Sondergebäudesteuer für 1927 ist auf Antrag bis zur endgültigen Veranlagung zu stunden, wenn es sich um nicht verAuf der Warte. Die Kantonesen haben ihr Ziel erreicht: Schanghai, der wichtige Ausfuhrhasen Chinas, ist in ihren Besitz gefallen. Die Wichtigkeit des Platzes wird erst recht deutlich, wenn man erfährt, daß die Hälfte der Ausfuhr Chinas durch diese Stadt geht, jährlich etwa 70 Millionen Mark Zölle hier erhoben werden. Während dort im fernen Osten ein unseliger Krieg schon jahrelang tobt, dessen Ende noch nicht abzusehen ist, wächst in Europa die Kriegsgefahr. Kaum ist die Spannung Italien- Frankreich beseitigt, entsteht ein neuer Konflitt zwischen Italien und Jugoslawien. Das expansionslustige Italien möchte in Albanien, das an Jugosla= wien grenzt, eine Vorherrschaft erringen, wenn nicht sogar das Land in seine Botmäßigkeit bringen. Da werden die Nachbarn mißtrauisch! Es ist schon zu erregenden Zwischenfällen gekommen. Wieder liegt es an den Völkerbunds Großmächten, nach jener Seite hin einen Drud auszuüben, damit sich der Konflikt nicht weiter entwidele. Nur traurig, daß das Druckmittel jeweils die im Hintergrunde befindliche Kriegsmacht des intervenierenden Staates sein muß! Aus Japan tommt die bedeutsame Meldung, daß in Kürze die christlichen Religionen der japanischen Staatsreligion gleichgestellt werden sollen. Ein evangelischer und ein katholischer Vertreter haben bei der Ausstellung des Gesetzes mitgewirkt. Die Handelsvertrags- Unterhandlungen Wer noch keine Lose der Krüppelheim- Baulollerle hat, der decke sich schnellstens ein, da in den ersten Tagen des April hier der Losverkauf eingestellt wird! tagskaften Furter Melle märz Familie Bismard. präsident oder als Reichstanzler in seine heimische Sommerfrische kommt, um auszuspannen und nach vollbrachten Ferien dann den Dienst frisch gestärkt" wieder aufzunehmen und„ treu" und pflichtbewußt" bis zum nächsten Urlaub durchzuhalten, son dern, daß er in sein eigentliches Element zurüdtaucht, aus dem er hervorgegangen ist: in das adlige Bauerntum, das auf der Scholle die Urarbeit des Menschen verrichtet, die Arbeit um Schaffung von Nahrung für sich und andere, für die Familie. „ Wir sind der Urstand", sagt Onkel Bräfig. Alles, was Westphal an Belegen Bismardscher Verwaltungstätigkeit herbeibringt, gibt Zeugnis davon, daß der Fürst in erster Linie Bauer war, Bauer von höchstem Adel, Erbbauer und Erbauer des Landes, das ihm die erweiterte deutsche Familie mit dem Ge samtlandesvater, dem König, an der Spitze, war. Daher fällt denn hier auf dem Land alles Repräsentative weg; es ist ihm einerlei, ob er auf einer ladierten Staatsfutsche oder auf einem Stellwagen fikt, der seine verschiedenen Umwandlungen nicht leugnen fann; und einerlei, ob er hoch oder plattdeutsch spricht Ich hatte Ernst Westphals Erinnerungen an Bismard gelesen, Bismard als Gutsherr", als sich mir dieser Ausdrud Familie Bismard" ungesucht zur Kennzeichnung des ganzen Lebenstreises einstellte, der hier vorgeführt wird.( Ernst Westphal, Bismard als Gutsherr, Erinnerungen eines Barziner Oberförsters. Leipzig, K. F. Köhler.) Was wir ans, uni hin einzukommen, vielfach als Ausdrud unseres Strebens zurecht gelegt haben, indem wir von Lebensgemeinschaft oder von Arbeitsgemeinschaft sprechen, das tritt uns hier fertig entgegen. Das Gut mit seinem ganzen Umfang, mit Forst- und Landwirtschaft und mit der angeschlossenen Industrie( Holzschleiferei, Papiermühle) ist der Hintergrund. Es gibt für Bismard und seine engere Familie die Bindung an das, was auch alle andern bindet: den Boden und das Wetter, Arbeit im Feld und Ausfall der Ernte, und was für Sorgen immer des Landmanns Herz bewegen. Man hat, von diesen Varziner Schilderungen aus, das wohltuende Gefühl, wenn Bismard von Berlin fommt, so kommt er endlich mal wieder nach Haus und der befracte Empfangslandrat mit der weißen Binde ist nichts als eine Fortsetzung des ewigen Berliners Aergers, der hier auf die Nerven fällt und dem Anlaß wird, den Aerger austochen zu lassen auch Aelteren ist's also erlaubt, sich mal Luft zu machen, bis ihn der Erfolg einer jungen Aufforstung beschwichtigt. Was Beruf, was Amt, was Pflicht, hier ist Heimat, da er dem Terzett von Taube, Reiher und Weiher lauschen, im einsamsten Forst sich unnahbar und wohl fühlen und den Baumnarren" in ihm füttern tann. Nun, das könnten ja alle andern Gutsbesiger auch so haben wir alle, die wir irgend im Land zu Haus sind und, wenn auch nicht seine Aecker und Wiesen, so doch seine Schönheit und Sorgen mitbesitzen. Was die Sache bei Bismard aber bedeutungsvoll macht, das ist, daß er nicht als Minister an seinem treuen Oberförster aus, er ist aber so groß, daß er, Guthig ab Samstag mittag 12 Uhr Rückreise muß Montag früh 9Uhr angetreten sein FIM Man sollte also nicht sagen, solche Schriften wären ,, AuchBismard- Literatur" von mehr sentimentalem als wissenschaftlichem Wert. Es ist eher umgekehrt. In seiner politischen Gedankenarbeit tönnte doch eigentlich nur ein Bismard Bismard folgen und alles in seinem Sinn verstehen und auslegen. Aber hier ist er menschlichem Verstehen zugänglicher als sonst irgendwo, hier ist er sozusagen unreflektiert, einfach Element, Natur, der wir uns mit aller schuldigen Ehrfucht vor solcher großen Natur nähern. Darum sage ich, daß Westphals Buch eine der wichtigsten Quellenschriften zu Bismards Geschichte ist: sie gibt die elementare Umwelt seines Zuhause, und gibt auch ganz unmittelbar aus dieser Umwelt heraus Einblid in Bismards Borarbeit zu Gesetzen. Ein Kapitel erzählt, wie er damals, als er das Spiritusmonopolgesetz vorbereitete, selbst in den Barziner Dorffrug ging, sich einen Kartoffelspiritusschnaps einschenken ließ, austrank und fragte:„ Wie teuer ist der Schnaps, wieviel Proz. Alkohol enthält er und wieviel Schnäpse gehen auf einen Liter?" Da nun der Wirt die beiden letzten Fragen nicht beantworten kann, so stellt der Fürst die Schnäpjezahl in Liter gleich selbst fest, den Alkoholgehalt und die Bezugsmenge des Wirtes aber durch die Gutsverwaltung und verwertet die Daten dann im Reichstag. Aehulich liegt's beim Dampftesselrevisionsgesetz, beim Freizügigkeitsgesetz und bei dem Gesetzvorschlag über ein Recht auf Arbeit", das ja leider nicht zustande gekommen ist. Das war die Heimatwurzel in seiner politischen Arbeit, Anschauung und Erkenntnis, die am grünen Tisch nicht gewonnen werden konnten und ihm die gelassene Sicherheit des Urteils gaben, die in dem Wort an Westphal liegt:„ Westphal, ich bin doch der einzige Minister, der da weiß, wie es auf dem Lande eigentlich zugeht."( S. 46.) Wenn Oberförster Westphal, der selbst aus einfachsten Verhält= nissen sich herauf gearbeitet hat, selbst ganz ,, aus dem Bolt" war, das alles so aufzeichnen tann, dann liegt es dran, daß hier Bolts Familientum für beide, Herrn und Diener, das Gemeinsame ist die deutsche Natur. Dr. Th. Scheffer. vielmehr ist auch das Element der Heimat und verbindet ihn am unmittelbarsten mit der Gutsfamilie, den Mitarbeitern und Tagelöhnern. Er ist zu Haus und er lebt in der Anschauung und in der Erkenntnis seiner Heimat, die ihm für seine andern Aufgaben da draußen furchtbar wird. Das alles ist aber nur möglich, weil Bismard als Persönlichkeit in feinem Vorurteil Don Stand, Beruf und Würde befangen ist; er ist Gutsherr, und als Gutsherr Familienvater, Familienvater aller Gutsangehörigen; seine Frau also auch die Mutter, die sich bis auf Rödchen und Höschen um das Wohl der ganzen Gutsfamilie fümmert. Selbst die Verehrungsgeschenke werden familienhaft geteilt und nicht minder Laune und Verftimmung. Bismard badet da wohl manchen Groll und mancherlei vom Klima städtisch- staatlichen Lebens aus der Welt politischen Mißtrauens wenn's drauf ankommt, um Entschuldigung bittet und ,, revociert". Sonnabend, den 26. März 1927. - Deutschlands mit Frankreich scheinen in bezug auf die| Einfuhrfrage für französischen Wein leider zu Ungunſten unserer doch schon so schwer geschädigten deutschen Winzer auszugehen. Was helfen alle Staatstredite für unsere Winzerschaft, wenn wir auf der anderen Seite mit billigem ausländischen Wein überschwemmt wetden. Das Reichstabinett hat erfreulicherweise den Ausgang der Genfer Tagung gebilligt, was wir in der legten Nummer für sehr wünschenswert hielten. Der Reichswirtschaftsminister Curtius zeigte wieder einmal die traurige Lage der deutschen Wirtschaft bei der Beratung des Etats. Die Daweslast des Jahres beträgt allein 4-5 Prozent des Volfseinkommens. Unsere Ausfuhr bleibt immer noch 35-40 Prozent hinter Friedenszeiten zurüd. Wer diese Zahlen überdenkt, wird sich der Schwierigkeit des wirtschaftlichen Aufstiegs Deutschlands flar werden. In Hessen tritt am 29. März noch einmal der Landtag zusammen.-Man hat nun doch nicht zu der vor einigen Wochen an dieser Stelle angedeuteten Besetzung des hessischen Gesandtschaftspostens in Berlin gegriffen. Die ganze Sache hatte zu viel Staub aufgewirbelt und wurde bis nach den hejs. Landtagswahlen im Herbst vertagt. Großes Aufsehen erregte eine ungeheure Spritschiebung der ,, Mariatron"-Brennerei der Firma Nödling in Oppenheim, wodurch der Staat nachweisbar um Millionen geschädigt wurde. Der Provinzialtag Rheinhessens nahm geschlossen gegen die eine Stimme des Kommunisten Sumpf folgende bedeutsame Entschließung an: Der Provinzialtag der Provinz Rheinhessen begrüßt die Erfolge, die bis jetzt auf außenpolitischem Gebiet zu verzeichnen sind, als Vorbedeutung für Deutschlands bessere Zukunft. Er hofft zuversichtlich, daß es der Reichsregierung gelingt, der Besetzung rheinischen Bodens, die der wahren Verständigung zwischen den westlichen Mächten und uns Deutschen ein stetes Hindernis sein muß, ein friedliches Ende zu bereiten. Bier Anträge auf Todesstrafe im Wilms- Prozeß. Im Wilms- Prozeß beantragte am Donnerstag der Staatsanwalt gegen Fuhrmann, Klapproth und Umhofer die Todesstrafe wegen Mordes, gegen Oberleutnant Schulz gleichfalls die Todesstrafe wegen Anstiftung zum Morde, gegen v. Poser wegen Beihilfe 3 Jahre Zuchthaus, gegen Stantim und Budzinski Freisprechung. Der Fememordprozeß am Gießener Landgericht. Am Dienstag begann unter Vorsitz des Landgerichtspräsidenten Crämer der Prozeß gegen v. Salomon, Schwing und Heinz wegen Mordversuchs an dem Oberleutnant a. D. Wagner. Als erster der Angeklagten wird der Leutnant a. D. v. Salomon vernommen. Der Angeklagte v. Salomon schildert zunächst seine Entwidlung. Er hat 1921'22 sich als Mitglied des Verbandes nationalgesinnter Soldaten und des Jungdeutschen Ordens politisch betätigt. Einen Schweige- und einen Femeparagaphen habe es bei den genannten Organisationen nicht gegeben. Am 28. Januar 1922 war in Naumburg der Oberleutnant Dittmar befreit worden. Kern hatte dem Angeklagten erzählt, daß sich der Oberleutnant Wagner, der da mals das Auto führte, bet dieser Gelegenheit sehr merkwürdig benommen habe. Der Mann habe mit seinen ausgezeichneten Beziehungen renommiert. Kern aber habe ihm später gesagt, daß Wagner aber an die Organisation ständig mit Erpressungen herantrete. Er müsse unbedingt von Frankfurt fortgeschafft werden. In Nauheim sei ihm erst klar geworden, daß Wagner aus dem Wege geräumt werden solle. Hierauf wird der Angeklagte Schwing vernommen. Er versucht sein Eingeständnis in der VorunterDie Löwin Mussolini- - und Kapitän Schneider! Erzählt von Kapitän Alfred Schneider. Es war im Jahre 1923. Jch befand mich mit meinen Löwen in Rom, wo ich im Teatro Adriano auftrat und gleichzeitig an den Aufnahmen zum zweiten ,, Quo vadis"-Film beteiligt war. 3u jener Zeit weilte ich des öfteren im Hause Mussolinis und ich glaube den Leser nicht zu langweilen, wenn ich darüber ein wenig plaudere. Der italienische Diktator ist ein großer Künstlerfreund, noch mehr aber ein enragierter Tierliebhaber. Laufen doch in seinem Palast allerlei Vierbeiner umher, unter denen damals die kleine Löwin Italia" eine bevorzugte Stelle einnahm. In der Freiheit des geräumigen Schlosses wuchs die fleine„ Italia" auf und es wurde dafür gesorgt, daß es dem Löwenbaby an nichts fehlte." Italia" war gerade acht Monate alt, als sich ein Zwischenfall ereignete, der eine einschneidende Veränderung in dem Leben des Tieres bringen sollte. Eines Tages machten sich Diener daran, das Zimmer zu entstauben, in dem sich " Italia" gerade aufhielt. Sei es nun, daß die junge Löwin über irgend etwas erschrat oder daß sie von den übermütigen Domestiken genedt ward. vielleicht unter„ Zuhilfenahme" des Entstaubers, das Tier zog sich in eine Ede des Raumes zurück und ließ sich von keinem Menschen berühren.„ Italia" sprang jeden, der sich ihr näherte, wutschnaubend an, und selbst Mussolini erging es nicht besser. Wo war die Zauberkraft des symbolischen Knüppels ge= blieben, mit dem eine römische Zeitung den Diktator, sich mit mir unterhaltend, abgebildet hatte?! Mich ließ jenes Bild den Diktator fragen:„ Sehet Ihr, daß ich nur mit Peitsche und Gabel bewaffnet- 100 Löwen bewältige und gefügig mache wie fleine Hündchen?", worauf Mussolini nach dem Willen des Karikaturisten erwiderte: ..Das ist gar nichts! Ich beherrsche mit meinem Knüppel viel mehr als 500 Bestien, die schlimmer sind als selbst Bengaltiger!" Vor der kleinen Italia" aber verjagte die faszinierende Gewalt des Duce! ,, Gießener Zeitung" suchung abzuschwächen. Mit Heinz sei er öfters zusammengetommen und dieser habe ihm von der Schändlichkeit Wagners erzählt, daß er mit Berrat drohe und daß man schon öfters der= sucht habe, ihn unschädlich zu machen. Der Angeklagte bestreitet, daß mit dem Ausdrud„ unschädlich machen" an eine Tötung gedacht gewesen sei. Dann wird der Angeklagte Leutnant a. D. Heinz Dernommen. Er war Mitbegründer des Jungdo, ist dann aber später von dieser Organisation abgerüdt. Wagner habe er erst zwei Tage vor der Tat zum ersten Male getroffen. Einem Bersuch des Vertreters der Staatsanwaltschaft, die Stellung des Heinz zu den verschiedenen Organisationen ausführlich zu erörtern, widersetzt sich die Verteidigung. Dann wird die Ver nehmung des Angeklagten abgeschlossen. Die Beweisaufnahme beginnt. Zur Krüppelheim- Baulotterie. Bon Prof. Dr. Brüning- Gießen. Jm nächsten Monat findet die vom Hessischen Berein für Krüppelfürsorge veranstaltete Lotterie statt, wodurch die Geldmittel aufgebracht werden sollen, in Gießen ein Heim für ver früppelte Kinder zu erbauen. Solche Heime gibt es schon in den meisten außerdeutschen Ländern, besonders Desterreich ist damit gut ausgestattet. Jn Oslo in Norwegen ist ein großes in Borbereitung. Bei uns lag die Krüppelfürsorge lange Zeit in den Händen von Laien( Lehrer, Geistliche usw.) und war vollständig der privaten Wohlfahrtspflege überlassen. Erst 1920 schritt Preußen als erster deutscher Staat zu einer gesetzlichen Regelung der ganzen Fage. Er legte den Gemeinden und Kreisen die Pflicht auf, für ärztliche Behandlung und Berufserziehung Vertrüppelter zu sorgen. Das Gesez entsprang aus der Erkenntnis, daß es rein materiell betrachtet billiger ist, einen Verkrüppelten zu heilen oder wenigstens soweit zu bessern, daß er sich einen bescheidenen Lebensunterhalt selbst erwerben kann, als wenn er als arbeitsunfähig dem Staate zur Last fällt. Auch die ethische Seite ist nicht zu gering anzuschlagen, denn durch Milderung des traurigen Loses der Küppel wird ihre Unzufriedenheit und Erbitterung beseitigt, die schon oft sie in die Arme des Verbrechens geführt hat. Durch die Geldentwertung wurde der großzügig angelegte Plan der preußischen Regierung leider sehr eingeschränkt. Die private Fürsorge mußte wieder eingreifen. So steht es auch in Hessen. Wir sind auf private Mittel an= gewiesen, zu deren Aufbringung jetzt das ganze Land aufgerufen wird. Wer soziales Empfinden hat, wer religiös denkt, wird das fleine Opfer nicht scheuen, das so vieles Elend lindern und so manchen Unglücklichen aufrichten kann. Vielfach herrschen falsche Vorstellungen über die Aufgaben und die Tätigkeit eines Krüppelheims. Es ist dies nicht eine Art chirurgischer Klinik, in der nur Operationen ausgeführt werden. Allerdings ist dies eine ihrer Hauptaufgaben; es erwachsen ihr aber daneben noch andere nicht minder wichtige. Da die Behandlung und damit der Aufenthalt im Heime lange Zeit in Anspruch nimmt, so muß auch für entsprechenden Schulunterricht gesorgt werden; denn sehr wichtig ist die Bildung des Geistes und Gemütes. Später müssen die Heranwachsenden in einem Handwerk ausgebildet werden, damit sie die Gesellenprüfung ablegen können. Alles dieses muß in beständiger Fühlungnahme mit dem Arzt geschehen. Auch nach Abschluß der Ausbildung wird die Leitung des Heimes in Verbindung mit den verschiedenen Fürsorgestellen sich bemühen, für die Gesellen Stellung bei einem Meister zu vermitteln. Jederzeit wird vom Heime aus die Ueberwachung des förperlichen Zustandes des ehemaligen Zöglings weitergeführt werden. Im Krüppelheim muß ein Ort geschaffen werden, wo der im Kampf ums Dasein bedrängte und gestoßene Verkrüppelte jederzeit Rat finden kann. Aus dieser kurzen Darstellung ist ersichtlich, welch vielseitige Aufgaben an das zu errichtende Krüppelheim herantreten. Natürlich kann dies nicht sofort als Ganzes hingestellt werden, es muß sich organisch entwideln, langsam das eine aus dem anderen hervorwachsen. Je mehr Mithelfer aber jetzt an dem Was war nun das Nächstliegende in dieser fatalen Gituation?... Mussolini wußte Rat! Er sandte seinen Freund, den Minister Cavaliere Finzi zu mir, mit der Bitte, dem Duce bei der Bezwingung der Löwin behilflich zu sein. Noch am Abend desselben Tages begab ich mich in den Palast des Herzogs, um meine Dressurkunst an dem störrischen Tier zu erproben. Ich wappnete mich mit meiner bekannten Engelsgeduld, setzte mich vor der fauchenden jungen Wüstenkönigin hin und redete. ihr mit monotoner Stimme einige Stunden gut zu, bis es mir endlich der Morgen graute bereits gelang ,,, Jtalia" soweit zu beruhigen, daß man sie fassen und in eine Kiste sperren tonnte Einige Zeit danach versuchte Mussolini, dem Tier wieder die gewohnte Freiheit zu gewähren, das heißt, die kleine ,, Italia" wie einst im Schloß frei herumlaufen zu lassen. Diese Versuche miẞlangen aber vollkommen. Die Miniaturbestie sprang einen jeden an, der sich in ihrer Nähe bliden ließ, und manch zerfetztes Hosenbein legte beredtes Zeugnis ab von der„ Gefährlichkeit" des schrecklichen Raubtieres! Mehrfach wurde ich noch zu den Zähmungsversuchen hinzugezogen, und so lange ich anwesend war, zeigte sich„ Italia" auch durchaus als ein ganz manierliches Mitglied der Familie felis leo. Sobald ich aber das Schloß verlassen, brach ihre Wildheit wieder hervor und ein jeder suchte sich schleunigst in Sicherheit zu bringen. Da sich„ Italia" immer mehr zu einem höchst lästigen, ja gefährlichen Hausgenossen entwidelte, der lediglich den römischen Flickschneidern einige Freude bereitete, entschloß sich Mussolini wenn auch schweren Herzens endlich, die rabiate Junglöwin dem Tiergarten seiner Vaterstadt Mailand zu schenken. Vor einiger Zeit brachten die illustrierten Zeitungen Abbildungen der Löwin Italia" als Mutter! Drei herzigen Babys hat sie das Leben gegeben, die sie mit unendlicher Sanftmut behandelt und sorglich pflegt. So ist denn aus dem einstigen Rauhbein doch noch ein ganz nützliches Mitglied der löwlichen Gesellschaft geworden... Auch an einem jungen renitenten Leuen braucht man nicht gleich zu verzweifeln! Nr. 13. Werke tätig sind, dadurch, daß sie Lose kaufen, desto schneller und erfolgreicher kann die Arbeit an den Verkrüppelten einsetzen. Jeder, der, sich des Glückes gesunder Kinder erfreut, sollte seinem Dank dafür Ausdruck geben, daß er unser Werk unterstützt. Das Jugendherbergwesen in Oberhessen und Hessen- Nassau. Der Zweigausschuß Main- Lahn- Fulda der Deutschen Ju gendherbergen, dessen Arbeitsgebiet der Regierungsbezirk Wiess baden, die hessische Provinz Oberhessen, von dem Regierungs bezirk Kassel die Kreise Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda, Hünfeld, Gersfeld, Marburg und Kirchhain, sowie von der Rheinprovinz den Kreis Wetzlar umfaßt, hat seine Bestrebungen in der letzten Zeit wesentlich gefördert. Auf dem Gipfel des Feldberges hat die Deutsche Turnerschaft die seither von den Franzosen benutzte Barade käuflich erworben und diese für Ju gendherbergezwede bereitgestellt. Der Bogelsberger Höhenklub hat ein Heim auf der Herchenhainer Höhe erbaut, und die Stadt Serborn eine mustergültige Herberge errichtet. Von dem Zweig ausschuß selbst wurden die Jugendherbergen Bodenrod im Tau nus, Bad Ems, Kakenelnbogen und Bad Salzhausen errichtet. Ein Wochenendhaus. Unter den Musterhäusern der Sonderausstellung„ Die neue Wohnung und ihr Innenausbau", die vom 27. März bis 10. April in der Frankfurter Festhalle zu sehen sind, fallen zwei Holzbauten auf, die beide als Erholungsstätten für solche ge dacht sind, die in unzulänglichen Großstadt- Mietwohnungen hau sen müssen. Das Wochenendhaus, von Architektin Lihosti und schaffen, gesundheitliche und seelische Erfrischung zu bieten. Regierungsbaumeister Wilhelm Schütte erstellt, ist dazu ge Größter Wert wurde auf die einfachste Ausführung und nie drigste Herstellungstoften gelegt. Das Haus soll tein Lugus gegenstand sein, seine Errichtung vielmehr auch weniger Be mittelten ermöglicht werden. Das ausgestellte Häuschen enthält für vier Personen Schlafgelegenheiten, die tagsüber zu Polsterbänken gewandelt werden und zum Sitzen dienen. Bei Bedarf kann der Raum leicht er Wäscheschränke, praktische Regale und Bettzeugkiste sind ein weitert und neuer Schlafplak geschaffen werden. Kleider- und gebaut. Alles ist in Weichholz gearbeitet und mit freundlich farbigem Anstrich versehen. Eine große, der Sonnenseite zu gelegene Oeffnung erlaubt es, im Raum wie im Freien zu sitzen. Die Terrasse des Häuschens ist teilweise überdeckt, so daß man auch vor Regen geschützt Luftkur treiben kann. Gegen Einbruch ist das Wochenendhaus durch feste Läden mit besonderer Siche rung gefeit. Eine Dusche, die das Sonnenbad erst wirklich wert voll macht, ist vorgesehen. Im Innern wird das Wochenendhaus mit allen Möbeln, Stoffen, Lampen, Geschirr usw. ausgestattet gezeigt. * Der zweite Holzbau ist eine Wohnlaube oder Kleingarten hütte, die das Städtische Hochbauamt ausstellt. Sie ist als Auf enthaltsraum in von der Großstadt weit abgelegenen Schreber gärten gedacht. Auch dieses Häuschen ist mit äußerster Zwed Backin alle satt zu kriegen SCHIEL ist manchmal nicht leicht, denn Kinder haben eines gesunden Appetit. Ein großer Kuchen, den Sie mit Dr. Oefker's Backpulver ,, Backin" sehr preiswert backen, wird ihnen immer zusagen, denn er ist wohlschmeckend, sättigt gut und ist trotsdem leicht verdaulich. Sie sehen unten, daß Dr. Oetker's Fabrikate zu Friedenspreisen überall zu haben sind. Viele neue Anregungen zu Backversuchen empfangen Sie aus dem neu erschienenen farbig illustrierten Oetker- Rezeptbuch Ausgabe F. Auch lesen Sie darin Näheres über den vorzüglichen Backapparat Küchenwunder", mit dem Sie auf kleiner Gaskocher- Flamme backen, braten und kochen können. Das Buch ist für 15 Pfg. in den Geschäften erhältl, wenn nicht vorrät., geg. Eins. v. Marken v. Dr. A. Oetker, Bielefeld. Ladenverkaufspreise: Backp... Backin" 1 Stck. 10 Pfg.. 3 Stek. 25 Pfg., Paddingpulver Vanille- Mandel 10 Pf., Vanillin- Zucker und Vanille- Soßenpulver 5 Pfg.. GalaSchokoladen- Puddingpulver 15 Pfg., Schokoladenspelse mit gehackten Mandeln 25 Pfg., Ostia 22535 Pfg. Das heutige Bolivien. In den letzten Jahren hat sich die deutsche Deffentlichkeit mit Bolivien fast nur im Hinblick auf seine Baudenkmäler aus der Incazeit, namentlich das berühmte Sonnentor im Tiahu anaco, beschäftigt. Umso interessanter waren daher Aufschlüsse über die aktuellen Probleme des bolivianischen Staats- und Wirtschaftslebens anläßlich eines Vortrages des Generals Hans Kundt im ,, Deutschen Wirtschfatsverband für Süd- und Mittelamerika"( Berlin). Jm Vordergrunde der bolivianischen Politik steht die Frage, den im Salpeterkrieg 1881 verlorenen Ausgang zum Weltmeer wiederzugewinnen. Diese Frage bildet einen Teil des Tacnas Arica- Problems, das wiederholt einen Krieg in bedrohliche Nähe gerückt hat. Tacna und Arica haben für Chile weder wirtschaftlich noch militärisch Wert, für Peru vielleicht noch weniger. Es handelt sich lediglich um eine Frage des Prestiges, das auch in diesem Falle wie jeder Lurusartikel- weit über den Wert bezahlt wird. Neuerdings gewinnt der Plan Boden, zur Bereinigung der leidigen Tacna- Arica Frage das strittige Gebiet gegen eine Geldentschädigung Bolivien zu über lassen. Mit einer solchen Verständigung wäre nicht nur Bo Tivien gedient, sondern auch Peru und Chile. Alle diese Staa ten, die gegenwärtig weit über ihre Verhältnisse rüften, tönnten erheblich abrüsten und bekämen Mittel für produktivere 3wede frei. Jedenfalls ist Bolivien entschlossen, seinen Hafenanspruch äußerstenfalls aus eigener Kraft zu verwirklichen. Ein weiteres Problem bietet der Gran Chaco, wo noch ein Waldgebiet von mehreren hunderttausend Quadratkilometern mit Paraguay ftrittig ist. Seit 1921 hat Bolivien das Chaco Problem mit Ernst ins Auge gefaßt: die Grenzgarnisonen wurden verstärkt und modern bewaffnet. Bei einer etwaigen Ausein andersetzung könnte Paraguan zunächst den Paraguanfluß als Basis benutzen, auf die Dauer aber wäre Bolivien im Vorteil. ..Der paraguanische Soldat ist gut; aber der bolivianische ist besser." Möglich und auch von wirtschaftlicher Bedeutung wäre eine eingehende Erkundung des Chaco durch Flugzeuge. Das stehende Heer, das General Kundt in zehnjähriger Tä Sonnabend, ben 26. März 1927 mägigteit gestaltet. Bequeme Kochgelege jeben. Gahlafbänke für zwei Personen find ei Gartengeräte- Schrank und Fahrrad- Unterb Lotales. Amtliches Fernsprechbuch. Das ami für den Oberpoftdirektionsbezirk Darmstadt ㄨ aufgelegt. Die Vorarbeiten hierzu werden a abgeschlossen. Bis dahin sind Aenderungen bei der zuständigen Fernsprech- Vermittlung Gültigkeit der Dfter- Sonntagstarten. 2 der Reichsbahn sind über Ostern von Grün 12 Uhr bis Dienstag nach Ostern vormittags die Rüdfahrt muß am Ofterdienstag vor 91 getreten sein. Zur Rüdfahrt dürfen die Gon Kafreitag benutzt werden. Spareinlagen bei den heichen Spa Monat Februar hat den hessischen Sparkassen 3 Zuwachs an Spareinlagen gebracht. Der Be stieg um rund 4% Millionen Mark( im Jan Marl) auf 84% Millionen Mart. Die sonsti Gire Sheds und Kontokorrent- Ronten betrug und 18% Millonen. Die Gesamtsumme der Sparkassen eingezahlten Gelder belief sich als auf über 100 Millionen Mart. Damit ist inn raumes von etwa mehr als drei Jahren wie vierte Teil der Borkriegsbestände erreicht. ** Der Hessische Sparkassen- und Girou Santanstalt, die Hessische Girozentrale, haben Kalenderjahr einen ausführlichen Bericht erst des Verbandes sind bekanntlich in erster öffentlichen Sparkassen. Daneben gehören d auch hessische Gemeinden und Gemeindeverbä bandsmitglieder umfassen etwa 95 Prozent de bevölkerung. Den hessischen Sparkassen hat de HALPAUS RAR No 200 der weisse R unter den 4 Pfg. Cig Warum? Weil Halpaus seit nur ein Ziel kennt Den 4 Pfg. Raucher Besonderes zu bi ihr Geld HALP RAR ist die meist ge weitaus beste Deutschlands tigkeit nach deutschem Muster organisi Mann. Der bolivianische Soldat ist aus liefert unübertreffliche Infanteristen; d ganzen Tag laufen, steht wie ein Luchs gibt also einen guten Schützen. Der S bildete Kavallerierefruten. Sie sind a mein leistungsfähig: täglich werden 50 figen Gebirgspfaden mit Höhenunterschied ohne Beschwerden zurückgelegt. Organis find ganz modern. Ein vom Vortragend die vorzügliche Schulung der bolivianisc jowohl bei der Parade wie auch bei Feld bis 5000 Meter Höhe. Gestützt auf dieses- Sicherheit und Hürgende Heer konnte sich Präsident Saa lichen Berwaltung widmen. Von ungew und Energie, absolut ehrlich, suchte Sac fojial jahwächeren Klassen zu fördern. D aner ist im allgemeinen friedlich und m wird in großem Stil getrunken, leider auch die Frauen. Das Schulwesen ist i Landes noch sehr rückständig. Das Chris tein äußerliches; um seine Vertiefung b Ordenspriester sowie nordamerikanische M ten, Jedenfalls besitzt Bolivien in de thene eine für die Zukunft des Landes u Jerne unverbrauchter Boltstraft. Infolge der starken Ausfuhr hochwert Nr. 13. durch, daß sie Lose faufen, desto schneller die Arbeit an den Vertrüppelten ein des Glüdes gesunder Kinder erfreut, sollte sbrud geben, daß er unser Wert unterstützt. erbergwejen in Oberhessen und Heffen- Nassau. Sonnabend, den 26. März 1927. mäßigkeit gestaltet. Bequeme Kochgelegenheit wurde vorge sehen. Schlafbänke für zwei Personen sind eingebaut. Für einen Gartengeräte- Schrank und Fahrrad- Unterbringung ist gesorgt. Lokales. * Amtliches Fernsprechbuch. Das amtliche Fernsprechbuch für den Oberpoftdirektionsbezirk Darmstadt wird demnächst neu aufgelegt. Die Vorarbeiten hierzu werden am 10. April ds. Js. abgeschlossen. Bis dahin find Aenderungen der Eintragungen bei der zuständigen Fernsprech- Vermittlungsstelle anzumelden. * Gültigkeit der Ofter- Sonntagstarten. Die Sonntagstarten der Reichsbahn sind über Ostern von Gründonnerstag mittag 12 Uhr bis Dienstag nach Ostern vormittags 9 Uhr gültig, d. h. die Rüdfahrt muß am Ofterdienstag vor 9 Uhr vormittags angetreten sein. Zur Rückfahrt dürfen die Sonntagskarten erst ab Kafrreitag benutzt werden. up Main- Lahn- Fulda der Deutschen Ju Arbeitsgebiet der Regierungsbezirt Wies rovinz Oberheijen, von dem Regierungs e Hanau, Gelnhausen, Schlüchtern, Fulda, Marburg und Kirchhain, sowie von der is Wetzlar umfaßt, hat seine Bestrebungen Desentlich gefördert. Auf dem Gipfel des Deutsche Turnerschaft die seither von den Trade fäuflich erworben und diese für Ju reitgestellt. Der Bogelsberger Höhenklub Herchenhainer Höhe erbaut, und die Stadt ltige Herberge errichtet. Von dem Zweig I die Jugendherbergen Bodenrod im Lau nelnbogen und Bad Salzhausen errichtet. Wochenendhaus. häusern der Sonderausstellung ,, Die neue Innenausbau", die vom 27. März bis tfurter Festhalle zu sehen sind, fallen zwei Seide als Erholungsstätten für solche ge länglichen Großstadt- Mietwohnungen hau henendhaus, von Architektin Lihozli und Wilhelm Schütte erstellt, ist dazu ge e und seelische Erfrischung zu bieten. auf die einfachste Ausführung und nieen gelegt. Das Haus soll tein Lugus Errichtung vielmehr auch weniger Be erden. äuschen enthält für vier Personen Schlaf über zu Polsterbänken gewandelt werden ■. Bei Bedarf tann der Raum leicht et lafplatz geschaffen werden. Kleider- und che Regale und Bettzeugkiste sind ein Weichholz gearbeitet und mit freundlich ehen. Eine große, der Sonnenseite zu ubt es, im Raum wie im Freien zu fizen. Schens ist teilweise überdedt, so daß man zt Luftkur treiben kann. Gegen Einbruch durch feste Läden mit besonderer Siche che, die das Sonnenbad erst wirklich wert en. Im Innern wird das Wochenendhaus toffen, Lampen, Geschirr usw. ausgestatte * au ist eine Wohnlaube oder Kleingartenhe Hochbauamt ausstellt. Sie ist als Auj Der Großstadt weit abgelegenen Schreber dieses Häuschen ist mit äußerster 3wed e satt zu kriegen L ist manchmal nicht leicht, denn Kinder haben einra gesunden Appetit. Ein großer Kuchen, den Sie mit Dr. Oetker's Backpulver ,, Backin" sehr preiswert backen, wird ihnen immer rusagen, denn er ist wohlschmeckend, sättigt gut und ist trotsdem leicht verdaulich. Sie sehen unten, daß Dr. Oetker's Fabrikate zu Friedenspreisen überall sa haben sind.- Viele neue Anregungen zu Backversuchen empfangen Sie aus dem neu erschienenen farbig illustrierten Oetker- Rezeptbuch Ausgabe F. Auch lesen Sie darin Näheres über den vorzügliches Backapparat Küchenwunder", mit dem Sie au kleiner Gaskocher- Flamme backen, braten und kochen können. Das Buch ist für 15 Pfg. in den Geschäftes erhältl., wenn nicht vorrät, geg. Eins. v. Marken w Dr. A. Oetker, Bielefeld. Ladenverkaufspreise: Backp. ,, Backin" 1 Stck. 10 Pg., 3 Stck. 25 Pfg., Puddingpulver Vanille- Mandel 10 P Vanillin- Zucker und Vanille- Soßenpulver 5 Pfg., Gala Schokoladen- Puddingpulver 15 Plg., Schokoladenspeise mit gehackten Mandeln 25 Pfg., Gustin 225 g 35 Pig heutige Bolivien. ahren hat sich die deutsche Deffentlichkeit im Hinblick auf seine Baudenkmäler us lich das berühmte Sonnentor im Tiah mso interessanter waren daher Aufschlüsse Brobleme des bolivianischen Staats- und äßlich eines Vortrages des Generals Hans Wirtschfatsverband für Süd- und Mittel* Spareinlagen bei den hessischen Sparkassen. Auch der Monat Februar hat den hessischen Sparkassen einen erheblichen Zuwachs an Spareinlagen gebracht. Der Bestand der Einlagen stieg um rund 4% Millionen Mark( im Januar 5% Millionen Mart) auf 84% Millionen Mart. Die sonstigen Guthaben auf Giro- Sched- und Kontoforrent- Konten betrugen Ende Februar rund 18% Millonen. Die Gesamtsumme der bei den hessischen Spartassen eingezahlten Gelder belief sich also am Monatsende auf über 100 Millionen Mart. Damit ist innerhalb eines Zeitraumes von etwa mehr als drei Jahren wieder annähernd der vierte Teil der Borkriegsbestände erreicht. ** Der Hessische Sparkassen- und Giroverband und seine Bankanstalt, die Hessische Girozentrale, haben für das verflossene Kalenderjahr einen ausführlichen Bericht erstattet. Mitglieder des Verbandes sind bekanntlich in erster Linie die hessischen affentlichen Spartassen. Daneben gehören dem Verband aber auch hessische Gemeinden und Gemeindeverbände an. Die Ver bandsmitglieder umfassen etwa 95 Prozent der hessischen Gesamtbevölkerung. Den hessischen Sparkassen hat das Jahr 1926 einen De der bolivianischen Politik steht die Frage, g 1881 verlorenen Ausgang zum Weltmeer Diese Frage bildet einen Teil des Tacna. s wiederholt einen Krieg in bedrohliche Tacna und Arica haben für Chile weder nilitärisch Wert, für Peru vielleicht noch t sich lediglich um eine Frage des Prestiges, Falle wie jeder Luxusartikel- weit hlt wird. Neuerdings gewinnt der Plan gung der leidigen Tacna- Arica- Frage das eine Geldentschädigung Bolivien zu überolchen Verständigung wäre nicht nur Boen auch Peru und Chile. Alle diese Staaweit über ihre Verhältnisse rüſten, könnten nd bekämen Mittel für produktivere Zwede Bolivien entschlossen, seinen Hafenanspruch igener Kraft zu verwirklichen. coblem bietet der Gran Chaco, wo noch ein ehreren hunderttausend Quadratkilometern ig ist. Seit 1921 hat Bolivien das Chacons Auge gefaßt: die Grenzgarnisonen wurden en bewaffnet. Bei einer etwaigen Ausein= Paraguay zunächst den Paraguayfluß als die Dauer aber wäre Bolivien im Vorteil. Goldat ist gut; aber der bolivianische ist d auch von wirtschaftlicher Bedeutung wäre indung des Chaco durch Flugzeuge. , das General Rundt in zehnjähriger Tä HALPAUS RARITÄT N9 200 der weisse Rabe unter den 4 Pfg. Cigaretten Warum? Weil Halpaus seit Jahren nur ein Ziel kennt: Den 4 Pfg. Rauchern Etwas Besonderes zu bieten für ihr Geld. 17 Gießener Zeitung" recht ansehnlichen Zuwachs an Epareinlagen gebracht. Der Be richt bemerkt, daß Verluste an Privatkrediten bis jetzt nicht entstanden seien. Aus dem Gewinn der Bank sollen der Sicher heitsrudlage 265 000 Mt. zufließen, welche damit auf 600 000 Mt. anwächst. * Briefformat. Die ordnungsmäßige Bearbeitung und pünktliche Besorgung der Briefe wird der Post durch die übergroße Verschiedenheit der Briefform, durch die Ungleichmäßigkeit im Aufkleben der Freimarken und durch die oft geringe Uebersichtlichkeit der Aufschrift in lästiger Weise erschwert. Man flebe die Marfe in die rechte obere Ede, schreibe unten recht deutlich den Bestimmungsort nieder und unterstreiche ihn. Man Dergeffe Straße und Hausnummer nicht. * Sonntagsarbeit. Auf Grund des§ 1056 Abs. 2 der Reichss gewerbeordnung wird hiermit für alle Geschäftszweige des Handelsgewerbes, der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern am Sonntag, den 27. März 1927, und Sonntag, den 3. April 1927, in der Zeit von 11 Uh vormittags bis 6 Uhr nachmittags ge stattet. HALPAUS RARITÄT ist die meist gerauchte, weil weitaus beste 4 Pfg.Cigarette Deutschlands. a Krüppelheim- Baulotterie. Wie uns die Beamtenbant Darmstadt mitteilt, sind nun die letzten Lose zu der bekannten Krüppelheim- Baulotterie zum Verkauf ausgelegt. Es sind be reits weit über die Hälfte der Lose abgesetzt. Wer jetzt noch feine Lose hat, der taufe recht bald davon, zumal er neben der Förderung eines idealen Zwedes noch außergewöhnliche Gewinn chancen hat. Die Lose sind überall zu haben, wo die bekannten Schilder mit der Glüdsvilla aushängen. * Die Ausweise zur Frankfurter Frühjahrsmesse. Der Preis des Messe- Ausweises für die Fankfurter Frühjahrsmesse, die vom 27. bis 30. März stattfindet, stellt sich im Vorverkauf, und zwar bis zum 26. März ds. Js., auf 3 Mt., nach dieser Frist auf 5 Mt. Es empfiehlt sich, die Ausweise von den örtlichen Geschäftsstellen des Meßamtes, den ehrenamtlichen Vertretern oder aber von den Agenturen der Hamburg- Amerika Linie zu beziehen. ARNAUD Nr. 13. ** Hessischer Sängerbund. Im Bahnhofshotel zu Darmstadt fand am Samstag eine Tagung des Musikausschusses unter dem Vorsiz des Bundesvorsitzenden Oberreg. Rat Dr. Siegert statt, bei der der Musikausschuß den Bundeschormeister des Hessischen Sängerbundes wählte, und zwar fiel die Wahl einstimmig auf den bewährten Leiter der großen Bundes Massenchöre auf dem 1. Bundesfest in Mainz, Kapellmeister Otto NaumannMainz. Unter Verschiedenes wurde noch die Abhaltung von Vorträgen anerkannter Fachleute und der Erlaß von Preisaus schreiben in Aussicht genommen. Die nächste Sigung ist für den 23. April vorgesehen. * Die Deutsche Heimatschule E. V. Bad Berka ladet zu zwei Ofterlehrgängen ein. Der erste behandelt Deutsches Land und deutsche Geschichte. Brauchtum und Sitte. Landschaft und Technit." Vortragende sind: Dr. Scheffer; Magistratsschulrat Dr. Kürsten aus Erfurt; Studienrat Epermann aus Magdeburg. ( 11.- 16. April.) Der 2. Lehrgang, Naturwissenschaftliche Bes trachtung der Landschaft". Vortragende: Dr. Scheffer, Ob. Reg.Rat Dr. Börner, Geh. Rat Gerstenhauer, Prof. Dr. Hahne, Rein hold Hülsen u. a.( 19.- 24. April.). und verhältnismäßig geringer Jmporte ist die Handelsbilanz sehr aktiv und der internationale Wert der Währung seit vier Jahren nahezu stabil. Die Zukunft Boliviens hängt wesentlich von der Schaffung von Verkehrswegen ab, insbesondere don dem Bau der Bahn Cochabamba Santa Cruz( Kosten 100 Millionen Dollar) zur festen Angliederung Ostboliviens. Die fünftigkeit nach deutschem Muster organisiert hat, umfaßt 8000 Mann. Der bolivianische Soldat ist ausgezeichnet: der Norden liefert unübertreffliche Infanteristen; der Indianer kann den ganzen Tag laufen, steht wie ein Luchs und hat keine Nerven. gibt also einen guten Schützen. Der Süden liefert gut vorge= bildete Kavallerierefruten. Sie sind anspruchslos und ungemein leistungsfähig: täglich werden 50-60 Kilometer auf fel- jährigen Vorarbeiten dieses Bahnbaues hatte der Ingenieur sigen Gebirgspfaden mit Höhenunterschieden bis zu 2000 Metern ohne Beschwerden zurückgelegt. Organisation und Bewaffnung sind ganz modern. Ein vom Vortragenden gezeigter Film ließ die vorzügliche Schulung der bolivianischen Truppen erkennen, sowohl bei der Parade wie auch bei Felddienstübungen in 4000 bis 5000 Meter Höhe. Gestützt auf dieses Sicherheit und politische Ruhe verbürgende Heer konnte sich Präsident Saavedra einer fortschrittlichen Verwaltung widmen. Von ungewöhnlicher Arbeitskraft und Energie, absolut ehrlich, suchte Saavedra namentlich die sozial schwächeren Klassen zu fördern. Der bolivianische Indi aner ist im allgemeinen friedlich und mäßig; nur bei Festen wird in großem Stil getrunken, leider beteiligen sich daran auch die Frauen. Das Schulwesen, ist in weiten Teilen des Landes noch sehr rüdständig. Das Christentum ist vielfach ein rein äußerliches; um seine Vertiefung bemühen sich fatholische Ordenspriester sowie nordamerikanische Methodisten und Adventisten, Jedenfalls besitzt Bolivien in den Jdianern der Hochebene eine für die Zukunft des Landes ungemein wichtige Reserve unverbrauchter Volkskraft. Hans Grether, ein Badenser, geleitet. Der Kongreß war bereit, allen Gretherschen Plänen zuzustimmen, da raffte den 45jährigen den Tod hinweg, viel zu früh für Bolivien und für Deutschland. Von Bedeutung für den Personenverkehr sind mehrere JuntersFlugzeuge, welche z. B. die Strede Cochabamba- Santa Cruz, die per Maultier 13 Tage erfordert, in zweieinhalb Stunden überwinden. Aus Nay und Fern. Der Dammrutsch bei Langgöns. Der große Dammrutsch an der Main- Weserbahn ist immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Die wasserundurchlässigen Lette massen sind immer noch in Bewegung. Es konnte mit der Er richtung der gewaltigen Stützmauer begonnen werden. Die 60Meter lange, sechs Meter starte und fünf Meter hohe Stühmauer wird rund 1500 bis 1800 Rubikmeter Steine erfordern. Es wird dazu roter Sandstein benutzt. Interessant ist es, daß mit dem Dammrutsch auch das Bahnwärterhäuschen an der Ostseite des Dammes etwa 3 bis 4 Meter heruntergerutscht ist und nun schräg am Bahndamm hängt. Bad Nauheim. Das vor zwei Jahren angelegte Schwimmbad hat sich derartig bewährt, daß jetzt an seine Erweiterung gegangen werden soll. Bolivien mußte unter dem Drud der Entente die Beziehun gen zu Deutschland abbrechen und später den Versailler Vertrag mitunterzeichnen. Es hat davon nichts gehabt als eine gewisse Einschränkung seiner Souveränität, nicht einmal den Hafenanspruch hat der Völlerbund anerkannt. Bolivien läßt sich da her in Genf nicht mehr vertreten. Der Deutsche ist in Bolivien durchaus beliebt, die deutsche Kolonie ist die numerisch stärkste und angesehenste. Sie unterhält deutsche Schulen in La Paz und Oruro. Von deutschen Einwanderern kommen zurzeit nur hochwertige Spezialisten in Frage, die als Lehrer und Vorarbeiter dienen fönnen: Elektrotechniker, Ingenieure, Handwerker. Auf dem Hochlande( ca. 4000 Meter) bestehen für deutsche Siedlungen taum Aussichten, wohl aber im Osten, jedoch Infolge der starken Ausfuhr hochwertiger Metalle( 3inn) sind hier die Absatzschwierigkeiten vorerst noch zu groß. Friedberg. Am Donnerstag und Freitag vergangener Woche veranstaltete die hess. ev. Landeskirche auf Antrag der Vereini gung für hessische Kirchengeschichte einen heimatgeschichtlichen Kursus am hiesigen Predigerseminar, an dem etwa 30 Kandidaten und Pfarrer teilnahmen. Ueber die Bedeutung der Heimatforschung und ihre Verwendung im Amt hielt der Prälat der hessischen evangelischen Landeskirche Dr. Die hI einen fesselnden Vortrag und wies nach, wie wichtig die heimatgeschichtliche For schung gerade für das Amt des Seelsorgers sei. Friedberg. Am Dienstag früh wurde in der Nähe der Görbelheimer Mühle der Friseur Otto Schleuning tot aufgefunden. Er ist von einem Auto überfahren worden und an den er littenen Verletzungen verstorben. Alsfeld. Am 29. Mai findet hier ein großes Bolts- und Trachtenfest statt. Unter den Mitwirkenden befinden sich die Schwälmer durch Aufführung ihres Nationaltanzes, die Schlitzer, die Marburgisch- ,, Hessenländischen" und die Hüttenberger. Büdingen, 22. März. In der Ortschaft Bleichenbach hat sich in der Familie des Kalkgrubenbesitzers Desch ein schweres Unglüd zugetragen. Aus dem brennenden Kalfofen waren Gase durch das offenstehende Fenster in das Schlafzimmer der Fa milie Desch eingedrungen und hatten den Tod des Ehepaars Desch und eines drei Jahre alten Töchterchens verursacht. Büdingen. In einem Steinbruch bei Burkhards in Oberhessen tätige Arbeiter sind von einem schweren Unfall betroffen worden. Sie führten Sprengstoffmunition bei sich, die plötzlich explodierte. Während zwei Mann an Gesicht und Händen leichter verletzt wurden, trug ein Steinrichter erheblichere Verlegun gen davon. Marburg. Professor Geh. Dr. Theodor Birt, der nicht nur einen bedeutenden Ruf als Wissenschaftler genießt, sondern sich auch als Dichter einen Namen geschaffen hat, begeht am 23. März seinen 75. Gebutstag. Limburg. Der HausmeisterMaɣeiner- Diez, der von den Franzosen mit 1000 Mt. Geldstrafe belegt worden war, hatte mit seiner Berufung vor dem Mainzer Kriegsgericht Erfolg und wurde freigesprochen. Frankfurt a. M. Für die diesjährige Frankfurter Frühjahsmesse, die am 27. März ihren Anfang nimmt und bis zum 30. dauert, ist eine Möbelschau in ganz großen Dimensionen zu= stande gekommen. Außerdem findet in der Vortragsreihe bautechnischer Themen anläßlich der Sonderausstellung„ Die neue Wohnung und ihr Innenausbau" am 29. März, abends 6.30 Uhr, über das Thema„, Warmwasserversorgung in der Volkswohnung" ein Vortrag statt von Herrn Regierungsbaumeister Went scher Berlin. Neue Bücher. Als Spezialfrühjahrsnummer tommt soeben die neueste Ausgabe der„ Eleganten Welt" heraus. Für die Dame und den Herrn bedeutet daher diese Ausgabe ein unentbehrliches mobisches Vademecum. Preis 1 Mt. Deutsche Frauenkleidung und Frauenkultur. Zeitschrift für Kleidung, Körperbildung und Erziehung, Wohnungs-, Handwerks und Volkskunst. Jählich 10 Hefte. Verlag Otto Beyer, Leipzig. Heft 3/1927( 23. Jahrgang). Jeder Aufsatz in dieser Zeitschrift ist das Wert einer Persönlichkeit, Anregung und Ver tiefung bringend. Das Heft zeigt auch reizvolle Bilder zu den praktischen Anregungen. Geschäftliches. Die Verkaufsstellen für Presto" Fahrräder ermög lichen jedem gegen bequeme Teilzahlung die Anschaffung des seit Jahrzehnten bewährten Fabritats. Die„ Prestowerke" in Chemniz bringen von jeher nur Qualitätsräder in den Verfehr. Selbst die wohlfeilen ,, Othello"-Fahrräder der Firma find den billigen Massenfabrikaten, wie sie jetzt vielfach wieder auftauchen, an Qualität weit überlegen. 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Die St mehr als einer halben Milliarde( Sört, dingt eingetrieben werden, allerdings unter die Bedürftigen. Die Einziehung der Rück den Lohnsteuerpflichtigen schuldig, die ihre abführen müssen. Die Zahl der Stenerä Einvernehmen mit den Ländern wesentlich * Todesfall am Berliner Bisma Berlin, 1. April. Vor dem Bismarc tage erschien heute mittag anläßlich des reichskanzlers eine Abordnung unter Füh Wrisberg. Dieser versuchte eine Anspra aber von der Polizei darauf aufmerksam Seftimmungen des Bannmeilengefeges w Redner trotzdem weitersprach, forderte ihn mit auf die Wache zu kommen. General dieser Ausforderung, brach aber nach 24 S zusammen. In der Charité konnte nut Schlaganfall festgestellt werden. Gener großen Deffentlichkeit aus vielen Reichs geworden. Er trat dort als Abteilungs Kriegsministeriums häufig hervor und lianten Haltung willen sehr geschätzt. Der Landtag von Mecklenburg- Schwe fich aufzulösen. Die Neuwahlen sind auf +4 Das deutsch- französische Handelsabko Paris, 1. April. Das provisorische S schen Frankreich und Deutschland ist ges Solanowity einerseits und dem deutschen andererseits unterzeichnet worden. Das das provisorische Handelsabkommen bis z enthält gleichzeitig ein Spezialabkommen Einfuhr der französischen Weine, deren 70 000 Settoliter festgesetzt wird und zwa dem 11. April und 30. Juni ds. Js. Di werden den gleichen 3olltarifen unterwo und italienische Weine in Deutschland g tommen sind ebenfalls andere Spezialf Elsaß und die Saar beziehen, geregelt. Italienische Soldaten, Waffen in Albanien. Am 20. März landeten 6000 feldm italienische Soldaten nahe Skutari. Sie autos mit sich und halten in der Umge ernd Gefechtsübungen ab. In Durazzo fanonen, 4 weittragende Kanonen und weiteres andere Kriegsmaterial, sowie nition ausgeladen. Gleichfalls wurden formen nach Stutari gesandt, die wahrs mobilisierten albanischen Truppen bestim Kriegsschiffe hätten in der Nähe von V Die albanischen Truppen wurden mit gewehren versehen. 40 italienische Offiz Instrutteure der albanischen Formatione jelbit baben italienische Offiziere das Ko tige albanische Bataillon übernommen. ausgedehnte Befestigungsarbeiten unter schen Ingenieuren vorgenommen, nach d die militärischen Straßen ausgebaut wer * Stutari, 31. März. Wie die hiesige betare" meldet, hat das Kriegsgericht v norbalbanischen Aufstandes gegen Achme sember des vergangenen Jahres 15 Ange 21 Angeklagte zu Strafen von zusamme Todesurteile in Alba urteilt. Weitere 14 Angeklagte, denen es gelu land zu flüchten, wurden in Abwesenheit Gegen 26 Personen ist das Anklageverfah Urteil abgeschlossen.