Str. 29. ügliche und denkbar einfache orthopädij r der Bruch ohne die geringste Beru 4 Wochen restlos beseitigt. närztlichen Untersuchung stellte der aus in zur Kontrolle noch hinzugezogener Ro Prüfung mit Verwunderung feit, daß de sei und erklärte: Diese Deutschen de Am nächsten Tage hatte der junge Mant en und fuhr drei Tage später von Bremer ich. g der Zeitschrift Die Fürsorge" hat daran stitut für orthopädische Bruchbehandlung. 6, veranlaßt, durch Anzeigen in ihrer Zen enden seine Dienste anzubieten. Die Schriftleitung der Fürsorge". er 2. gleiche Fall und ist notariell begla 1 daher auf die regelmäßig stattfindenden ertrauensarztes vom Hermesinstitut" Ham = uprema ler" Saul Christian Klein in Gießen. ,, Das Wohl des Kranten fanntmachung. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 40. Jahrgang Justizminister Otto von Brentano † Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Sonnabend, den 23. Juli 1927 tagungen ab. In der Hauptversammlung der Schneiderinnun gen hielt nach Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 fg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz. vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 30 Kurbehandlung Darmstadt, 21. 7. Heute vormittag verſchied nach länge. Grau Kies. Offenbach einen Vortrag über die Damenschnei, nach dem Reichsversorgungsgeset emeindebezirks Michelbach, Kreis Marburg und Führer des Zentrums in Hessen, Otto von Brentano di rem Leiden der hessische Minister der Justiz und des Innern 15 ca. 672 ha, ungefähr% Wald, soll als Zirk auf die Zeit vom 1. September 1927 öffentlich meistbietend verpachtet werden. Tremezzo im Alter von 72 Jahren. Det am Mittwoch, den 27. Juli, um 13 Uhr ich sein Befinden so, daß er wieder aus dem Krankenhause ent Der Tod des Ministers fam nicht überraschend. Vor einigen Monaten war er an einem Gallenleiden erkrankt, doch besserte st Johannes Grosch statt. Guter en. Die Bedingungen werden im Termin nen auch vorher bei dem Unterzeichneten seinem baldigen Tode rechnen mußte. laffen werden konnte. Bald darauf erlitt der Minister jedoch einen Schlaganfall, so daß man in unterrichteten Kreisen mit Der Jagdbezirk ist von Station Razhaufen, aasphe- Kreuztal in fünf Minuten errei 14. Juli 1927. Der Jagdvorsteher. Gell. Volkes! ränkter Haftung in Berlin C. 2, Königlägerin, Prozeßbevollmächtigter: Rechtsnd, Frankfurt a. M., Eschersheimerland, Prozeßbevollmächtigter: Reatsanwalt chtsanw. Dr. Erich Kahn, Frankfurt a. M. andelssachen des Landgerichts in Frant nter Mitwirkung des Landgerichtsdirettors Schleusner für Recht erkannt: unbeschränkter Höhe oder Haftstrafen bis t Bezug auf die Klägerin und die von e in Wort oder Schrift die Behauptung Geschäftsbetriebe Lodware zu auffallend 1, die derartige Ware kaufen wollen, unter mulare stellen, chaften, schäfte jessen aft Südanlage 21 Brentano gehörte seit 1897 der Zweiten hessischen Kammer als Abgeordneter des Zentrums und nach der Revolution dem Landtage an. Er wurde auch 1919 in die deutsche Nationalverjammlung gewählt. Im Februar 1919 wurde er zum Justizminister ernannt. 1921 übernahm er daneben auch das Innenministerium. Bretano ist am 9. Dezember 1955 in Darmstadt geboren. Er entstammt einer oberitalienischen Adelsfamilie, deren Mitglieder sich im deutschen Geistesleben einen bedeutenden Namen gemacht haben. Sein Vater war Postdirektor in Friedberg und feine Mutter die Tochter des früheren Finanzministers v. Hofmann. Er studierte in Gießen und München die Rechte und ließ sich im Jahre 1884 als Rechtsanwalt in Friedberg nieder. 1891 jiebelte er nach Offenbach über, wo er bis zu seiner Er nennung zum Minister als Notar wirkte. Das Ergebnis der Reichswohnungszählung in Hessen. Bei der Reichswohnungszählung vom 16. Mai 1927 wurden nach vorläufiger Feststellung ermittelt: Starlenburg Oberhessen Rheinhessen Hessen Wohnungssuchende mit selbständiger obne felbftändige Wohnung 6415 1524 5225 13 164 Familien Wohnung 5716 1550 4646 11 912 Zusammen 12 101 3.074 9.871 25 046 derei. Dem 90jährigen Altmeister der Zunft, Nikolaus Graf Dieburg, der sein ganzes Leben dem Handwerk gewidmet hat, wurde der Ehrenmeisterbrief der Hessischen Handwertstammer überreicht. Die nächstjährige Tagung findet in Worms statt. Sehr start war die Hauptversammlung des Hessischen Schuhmachermeisterverbandes besucht. U. a. wurde die Gründung einer Verbandssterbetasse beschlossen. Als Ort der nächstjähri gen Tagung wurde ebenfalls Worms bestimmt. In der Tagung der hessischen Schreinermeister wurde naa) Erledigung der geschäftlichen Angelegenheiten Schreinermeister Schmuhl aus Worms zum Ehrenmitglied ernannt. Die nächstjährige Tagung soll in einem noch zu bestimmenden Orte stattfinden. Den Abschluß der Tagungen der drei verbände bildete eine große Handwerkerkundgebung im Sangarten, bei der Enn dikus Dr. Menninger Elberfeld, Verbandsvorsitzender Müller Neustadt a. d. 5. und Landtagsabgeord. Lau= denbacher Dieburg Vorträge hielten. Wenn diese Zahlen nicht übereinstimmen mit den Listen der Wohnungsämter, so ist das zum Teil darauf zurückzuführen, daß bei der Zählung am 16. Mai Wohnungssuchende, die be= reits im Besitz einer selbständigen Wohnung sind, nur dann gezählt werden sollten, wenn wegen Ueberfüllung der Wohnung, Baufälligkeit oder einem sonstigen trifftigen Grund die bisherige Wohnung unbedingt aufgegeben werden muß, wäh tend in den Listen der Wohnungsämter auch Personen erschei nen, die aus irgend einem Grunde ihre Wohnung tauschen wollen. Hilfe für das rheinhessische Unwettergebiet. Wochenrückblick. Das Reichsversorgungsgesetz( RVG.) hat die nach früheren Militärversorgungsgesetzen gewährten Leistungen erheblich aus. gestaltet. Besonderer Wert wird darauf gelegt, die Folgen einer Dienstbeschädigung zu beseitigen oder doch nach Möglichfeit zu mildern. Das RVG. gewährt daher Heilbehandlung. um das Versorgungsleiden zu beseitigen oder wesentlich zu bessern, eine Verschlimmerung zu verhüten oder förperliche Beschwerden zu beheben. Die Heilbehandlung wird im allgemeinen von den Krankentassen durchgeführt, wobei die Leistungen gegenüber der Reichsrersicherungsordnung nach manchen Richtungen erweitert sind. Dagegen hat sich das Reich die orthopädische Versorgung und die Kuren vorbehalten, einschließlich Heilstättenkuren für Lun gentrante. Voraussetzung für die Badekuren ist, daß sonstige Behand lungen feinen geeigneter Erfolg hatten, wie solche nur von den in einem Kurort verfügbaren Mitteln zu erwarten sind. Die Kurzeit beträgt in der Regel 4 Wochen. Heilstättenkuren werden in erster Linie für Lungentuber fulose bewilligt, wenn das Leiden frisch aufgefladert oder noch nicht gänzlich zur Ruhe gekommen ist. Kurdauer hier mehrere Monate, Verlängerung nach Bedarf. Ueber beide Arten der Kurbehandlung befinden die Hauptversorgungsämter. Das Hauptversorgungsamt Kassel hat im Rechnungsjahr 1925: 609 Badekuren, 585 Heilstättenkuren, in den ersten 9 Monaten des Rechnungsjahres 1926: 778 Badeturen, 507 Heilstättenturen bewilligt. Nicht unerwähnt soll bleiben, daß auch die nach dem Offizier- Pensionsgesetz 06 versorgten Offiziere unter gewissen Voraussetzungen Kuren durch das Hauptversorgungsamt erhalten fönnen. Sie zahlen die hierfür festgesetzten mäßigen Durch schnittskosten und erhalten dazu auf Antrag eine Beihilfe. Das Reich bedient sich zur Durchführung der Kuren eigener, von Fachärzten geleiteter Anstalten: Vorsorgungsfuranstalten Außerdem hat es an mehreren Orten mit Anstalten Verträge abgeschlossen. In beiden Fällen ist sorgfältige sachgemäße Behandlung bei guter Unterkunft und Verpflegung sichergestellt. Zum Bereich des Hauptversorgungsamts Kassel gehören die Versorgungsfuranstalten Bad Homburg und Bad Nauheim, ferner für Heilstättenfuren die Versorgungsfuranstalt Helsa und in beschränktem Umfange das Versorgungsfrankenhaus Hanau. Die Versorgungsfuranstalt Bad Homburg ist eine Stiftung des Herrn Gustav Weigand daselbst. Früher yotel ersten Ranges, in und nach dem Kriege start verwohnt, ist sie jetzt durch gehend erneuert worden. Sie stellt nunmehr eine durchaus neuzeitliche Anstalt mit eigenen Kurmitteln dar. Die wichtigste Heilanzeige bilden die Krankheiten der Verdauungsorgane. Die Welt steht mitten in einer Unwetter- Aera. Kaum waren die riesigen Ueberschwemmungen in Amerika zu Ende, als auch schon Wirbelstürme über Europa dahinbrausten. Auf die Unwetterkatastrophen im Harz und in Sachsen kommt nun in Palästina ein heftiges Erdbeben. Ueberall in der Welt scheinen die Naturträfte entfesselt zu sein. Wenn auch die Meldungen aus Palästina zunächst übertrieben waren, so ist doch nach den letzten Nachrichten der Schaden ganz beträchtlich. Die Genfer Marineabrüstungskonferenz, die vor 8 Tagen vor unüberwindlichen Schwierigkeiten stand, hat sich in letzter Minute noch einmal zusammengefunden. Eine Vollsitzung fand statt. Aus den Reden ließ sich erkennen, daß Verhandlungsbereitschaft bei den vertretenen Staaten vorhanden ist, aber für sein Land immer noch keiner nachgeben will. Man versucht, England als den Hauptsündenbock hinzustellen. Ob mit Recht oder Unrecht sei nicht entschieden! Jedenfalls möchte kein Staat die Schuld am Scheitern der Konserenz auf sich nehmen.-In Frankreich hat sich das Ministerium Poincaré mit vielen Winkelzügen noch einmal retten können. Poincaré selbst scheint aber doch der Schrecken ein wenig in die Glieder gefahren zu sein, denn seine Rede in Belgien anläßlich seines Besuches in Brüssel bei der Einweihung des Denkmals für den unbekannten Soldaten ist sehr mäßig gehalten, erkennt sogar einmal den guten Willen Deutschlands bei der Entfestigung des deutschen Ostens an. Dafür machen die französischen Nationalisten, denen das nicht in ihren Kram paßt, wegen dreier von der Forstverwaltung im Interesse der Feuersicherung unserer Ostwälder errichteter Holztürme desto lauteren Lärm. Drei Holztürme bedrohten von neuem die Sicherheit Frankreichs! Früher hätte man das in ein Wigblatt und nicht in eine Zeitung gesetzt. Unterdessen steigt die Teuerung in Frankreich unentwegt weiter. Der Generalindex ist in der letzten Woche von 485 auf 520 gestie= In unserem Nachbarstaat Oesterreich ist es in der Hauptstadt Wien zu blutigen Zusammenstößen gekommen infolge eines politischen Prozesses. Gewis senlose Elemente hatten sich der Masse bemächtigt und haben den herrlichen Justizpalast in Flammen aufgehen lassen. Der Sozialdemokratie ist es selbst ob ihres extremen Flügels Angst und Bange geworden. Das österreichische Parlament leidet unter einer unglücklichen Zusammensetzung, da es aus über 80 Sozialdemokraten und knapp 90 Andersgesinnten besteht. Man hat aber die Sozialdemokraten nicht in die Regierung mit einNach Besichtigung der vom Hagelwetter am Samstag in Rheinhessen betroffenen Gebiete durch die Regierung und an= deren behördlichen Vertreter wird bekanntgegeben: Die Regierung will Richtlinien zur Bildung örtlicher Kommissionen zur Abschätzung der Schäden erlassen, damit unverzüglich Erhebungen gemacht werden fönnen. Das Landwirtschaftsamt Mainz, unter dessen Leitung die Abschätzung erfolgen soll, wird ben geschädigten Landwirten zunächst mit Ratschlägen zur Seite stehen, damit der notwendigste Futterbedarf gedeckt werden kann. Der Frage, ob und in welcher Weise die Notlage der von dem Unwetter betroffenen Landwirte eine finanzielle Silfe seitens des Staates erforderlich macht, fann erst nähergetreten werden, wenn der Umfang der Schäden und der Kreis der Geschädigten festgestellt ist. Die vorläufige Besichtigung hat ergeben, daß es sich um Schäden in einem Ausmaße handelt, wie sie durch Hagelwetter seit vielen Jahren in Hessen nicht verursacht wurden. Börsenberatung gen fachlich, gewissenhaft, durch langjährig in erfahrenen Berliner Börsenfachmann bei mäßiger Gewinnbeteiligung. Jos. Cassel, Borfenremifier dit, Berlin- Neukölln, Emserstraße 62 9, Hessischer Landgemeindetag. Der Vorstand des Hessischen Landgemeindetages hielt am 11. Juli in Bad Nauheim eine Sigung ab, die in der Hauptsache der Stellungnahme zu dem Regierungsentwurf eines Gesetzes über die Rechtsverhältnisse der Gemeindebeamten gewidmet war. Eine Verankerung des Saiedsgerichtsgedankens, wie er von verschiedenen Seiten in Vorschlag gebracht worden war, hat je= doch in dem vorliegenden Teilgesehentwurf nicht stattgefunden und wurde von dem Vorstand des Hessischen Landgemeindetags als eine der Hauptforderungen der Landgemeinden zu dem neuen Gesetzeswerk sehr vermißt. Des weiteren war die Gewährung von Baudarlehen durch die Hessische Landesbank Gegenstand eingehender Besprechung. Die Hessische Landesbank weigere sich, das verbilligte Staatsbaudarlehen( II. Darlehen) ju geben, wenn sie nicht gleichzeitig auch das erste gegeben habe. Das Vorgehen der Hessischen Landesbank solle nicht widerSpruchslos hingenommen und der zuständige Herr Minister um sofortiges Einschreiten ersucht werden. * Hessische Handwerkertagungen in Dieburg. gen. Die Stadt Dieburg stand am Sonntag im Zeichen des Hessischen Handwerks.. Zu gleicher Zeit hielten hier der Lan= desverband der hessischen Schreinermeister, die hessischen Schneiderinnungen und der Hessische Schuhmacherverband ihre JahresDie Versorgungsfuranstalt Bad Nauheim ist neuerdings in zwei von der Stadt ermieteten Gebäuden sehr zeitgemäß untergebracht; sie benutzt für ihre Insassen meist Herzkranke die bekanntlich vorbildlichen Heilmittel der Kurverwaltung. Daß hier wie in Bad Homburg den Insassen die Kurkarte koſten los zugestellt wird, sodaß ihnen alle dadurch bedingten Vorteile erwachsen, sei nur nebenbei bemerkt. Die als Heilstätte für Lungenkranke dienende Versorgungsfuranstalt Helsa ist kurz vor dem Kriege als Militärgenesungsheim in besonders schöner Lage errichtet worden; sie ist Eigentum der Gemeinde, vom Reich ermietet. Verträge zur Durchführung von Kuren bestehen im Bereiche des Hauptversorgungsamts Kassel mit den Heilstätten Oberfaufungen, Berka, Waldhof, Elgershausen, Sandbach i. O., Ruppertshain i. I. In besonderen Fällen werden Kuren für Tuberkulöse im Deutschen Kriegerfurhaus in Davos bewilligt. Die Regierungsentwürfe bezogen, nach unserer Ansicht ein Fehler. Eine der zur Abänderung des Reichsmietengesetzes - und des Mieterschutzgesetzes. ( Schluß.) § 52b. Auf Grund einer Kündigung, die zwischen der Bekanntgabe einer Anordnung gemäß§ 52 Abs. 1 Satz 1 und ihrem Infrafttreten vom Vermieter erklärt ist, kann die Herausgabe des Mietraums verlangt werden, jedoch frühestens für den Zeitpunkt des Inkrafttretens; für die Kündigung gilt der§ 565 Abs. 1 Satz 1 BGB., sofern nicht eine längere Kündigungsfrist Dereinbart ist. Der Vermieter tann schon vor dem Infrafttreten auf fünftige Räumung flagen. Soweit in einer vor dem.....( Tag des Inkrafttretens dieses Gesetzes) erlasse= nen Anordnung ein anderes bestimmt ist, behält es hierbei sein Bewenden. artig starte Opposition ist und bleibt ein Schmerzensfind. Dazu kommt, daß die Hauptstadt Wien überwiegend sozialdemokratisch ist. Anscheinend ist aber die Regierung Herr der Lage und wehrt sich energisch gegen die Wünsche der Sozialdemokratie. Der schlaue Präsident Seipel hat durch Verhandlungen zunächst Zeit und damit alles gewonnen. Täuschen wir uns aber nicht über den Augenblidserfolg. Die nächsten Jahre werden in dem Donaustaat starte politische Kämpfe bringen. Der Entwurf des Reichsschulgesetzes wurde vom Kabinett beraten und der Deffentlichkeit zur Disfussion übergeben. Die volksparteilichen Minister haben ihr Veto gegen gewisse Punkte eingelegt. Am brenzlichsten wird wohl der Kampf um die Simultanſchule in Hessen, Baden und Hessen- Nassau werden. An anderer Stelle möge ausführlich nach Eintreffen des Wortlautes dazu Stellung genommen werden. In Hessen richteten Unwetter, besonders in der Provinz Rhein- Mietraums. hessen, beträchtlichen Schaden an. In der letzten Woche tagte in Jugenheim der Hessische Beamtenbund und in Bad Nauheim der Hessische Landgemeindetag. - Eine vor der Bekanntgabe vom Vermieter erklärte Kündigung berechtigt nicht zum Verlangen auf Herausgabe des § 52c. Nach der Bekanntgabe einer Anordnung gemäß§ 52 Abs. 1 Satz 1 kann der Vermieter von der Aufhebungsklage zur Räumungsklage übergehen. Sonnabend, den 23. Juli 1927. Mit dem Inkrafttreten der Anordnung ist der Aufhebungsstreit in der Hauptsache erledigt. Ueber die Kosten des Rechtsstreits ist unter Berücksichtigung des mutmaßlichen Ausganges des Aufhebungsverfahrens nach billigem Ermessen zu entscheiden. Das gleiche gilt bei dem Uebergang zur Räumungsflage ( Abs. 1) bezüglich der durch das Aufhebungsverfahren ver-| ursachten besonderen Kosten. § 52d. Jst in rechtsträftigen Urteilen oder Bergleichen, welche die Herausgabe eines Mietraums zum Gegenstande haben, die 3wangsvollstredung von der Sicherung eines Ersahraums abhängig gemacht und unterliegt nach späteren Gesetzen oder Anordnungen das Mietverhältnis, auf das sich das Urteil oder der Bergleich bezieht, nicht mehr den Vorschriften über die Aufhebungsflage und die Zubilligung von Erjahraum, jo fann der Bermieter die Aufhebung der Bollstreckungsbeschränkung der langen. Dem Mieter ist in diesem Falle eine den Umständen nach angemessene Frist zur Räumung zu gewähren, wenn dies zur Vermeidung unbilliger Härten erforderlich erscheint. Auf das Berfahren finden die Vorschriften des§ 6 Abs. 5 Sat 2, 3 entsprechende Anwendung. Soweit ein Mietverhältnis sich auf Räume bezieht, die nicht Wohnräume sind, finden die Borschriften des Abs. 1 auf alle vor dem 1. Juli 1926 ergangenen Urteile und Vergleiche Anwendung. Sie gelten nicht, wenn der Mieter beweist, daß durch den Wegfall der Bollftredungsbeschränkung dringende öffentliche Interessen gefährdet werden würden. Einem Mietraume im Sinne dieser Vorschriften steht ein Raum gleich, der in anderer Weise als auf Grund eines Mietvertrags überlassen ist. § 52e. Für ein Mietverhältnis, auf das sich eine Anordnung gemäß§ 52 Abs. 1 Satz 1 bezieht, gelten folgende Vorschriften: 1. Der§ 27 Abs. 1 Sat 3 findet Anwendung. 2. Der§ 28 Gay 1 gilt mit der Maßgabe, daß der Mieter nur aufrechnen fann, wenn er dem Vermieter die Absicht der Aufrechnung mindestens einen Monat vor der Fälligkeit des Mietzinses in schriftlicher Form angezeigt hat. Auf den vertraglichen Ausschluß eines Minderungs- oder Zurüdbehaltungsrechts oder eines Rechtes auf Aufrechnung mit einem Schadenersatzanspruch nach§ 538 Abs. 1 des BGB. findet diese Vorschrift entsprechende Anwendung. 3. Der Vermieter fann das Mietverhältnis ohne Einhal tung einer Kündigungsfrist nur nach den§§ 553, 554 des BGB. sowie unter den Voraussetzungen fündigen, unter denen nach § 2 die Aufhebung eines Mietverhältnisses wegen erheblicher Belästigung verlangt werden fann. Geringfügige Mietzinsrückstände berechtigen nicht zu einer fristlosen Kündigung. Eine auf Grund des§ 554 erfolgte Kündigung ist unwirksam, wenn der Mieter bis zum Ablauf von zwei Wochen seit der Fällig feit des Mietzinses den Vermieter befriedigt, eine gegenüber der Mietzinsforderung zulässige Aufrechnung erklärt oder ein ihm zustehendes Minderungs- oder Zurückbehaltungsrecht geltend macht. Der§ 3 Abs. 2 findet entsprechende Anwendung; das gleiche gilt von§ 10 Abs. 2 für Mietverhältnisse über Wohnräume. 4. Ist der Mietzins nach Monaten bemessen, so gilt für die Kündigung des Vermieters der§ 565 Abs. 1 Satz 1 des BGB. Hiervon werden Mietverhältnisse der im§ 24 bezeichneten Art nicht berührt. Auf eine Vereinbarung, die den Vorschriften der Nr. 3 entgegensteht, kann sich der Vermieter nicht berufen. Das gleiche gilt für eine Vereinbarung, wonach die Kündigung des Mietverhältnisses zuungunsten des Mieters abweichend vom § 565 des BGB. und von Nr. 4 geregelt ist. 5. Jm§ 52 Abs. 1 Satz 2 Halbjah 2 treten an Stelle der Worte ,,§§ 9, 10, 12" die Worte ,,§ 9,§ 10 Abs. 1,§ 12". 6. Jm§ 54 tritt an Stelle der Jahreszahl ,, 1927" die Jahreszahl ,, 1929". Die Offensive des deutschen Volksheeres 1914 und ihr Scheitern. Das Reichsarchiv behandelt in seinem Werk Der Weltkrieg 1914-1918" Band I, III, IV den Bewegungskrieg im Westen und besonders eingehend den Höhepunkt, die Marneschlacht. Frühling am Rhein. Von Wolfgang Kraus. Der Flieder strömt seine sehnsüchtigen Düfte über die blauen und roten Dächer, die in der Frühlingssonne träumen. Wiesbaden, weiträumig angelegt und modern, mit breiten, gerade geschnittenen Straßen, ist ein einziges großes Hotel, einladend und gut gepflegt. Fremdenlokal ohne besonders ausgeprägtes Eigenleben, aber von ungeschminkter Liebenswürdigkeit. Der Mainzer Dom steht fast ganz im Gerüst. Drinnen rattern und dröhnen die Rammen, freischen die Aufzugswinden; das baufällige Gerippe wird mit Beton versteift. Blüte des romanischen Stils, die sich wieder entfalten soll. Breit strömt der Rhein unter der mächtigen hochgewölbten Steinbrücke hin. Es fehlt nicht viel an einem Kilometer. Von Mainz aus trägt der Strom die schmucken Dampfer abwärts, mit denen man in vier bis fünf Stunden Koblenz erreichen fann. Lichtblau mit gelben und grauen Reflexen schimmert der Rhein in der hellen Frühlingssonne. Flach dehnen sich noch die Ufer, zur Rechten in der Ferne von den blauen Zügen des Taunus begrenzt. Bei Biebrich, dem Anlegeplatz für Wies baden, biegt der Strom nach Westen ab. Grünbebuschte Inseln durchflechten sein breites Band. Ueber gelbgrun leuchtendes Gartenland spinnt sich weiß schimmernd das Netz der Obstgärten. Eltville mit seinen Seftfellereien. Doch wer möchte an Seft denken, hier, wo edelste Trauben ganz andere Säfte reifen lassen? Landeinwärts versteckt sich der feurige Markobrunner. Am Ufer winkt der liebliche Destricher. Und dann grüßt Rüdesheim herüber. Rosa mit hellgrün steigt über der Stadt das Schachbrett von Feldern und Weingärten empor. In Reih und Glied am Ufer aufmarschiert die Hotelfront. Von der 11 Gießener Zeitung" Da es für jeden Kameraden und Mitkämpfer Don größtem Interesse sein dürfte, einen Ueberblic über die Kriegsvorbereitungen und die gewaltigen Leistungen des deutschen Voltsheetes von 1914 zu gewinnen, sowie die Gründe zu erfahren, aus wel chen die Oberste Heeresleitung auf der Höhe des Sieges den Sieg aus der Hand gab, ist der Ver such gemacht worden, die in nachfolgendem Artitel geschilderten Ereignisse in gedrängter Form zur Darstellung zu bringen. Durch die Lage seines Landes in der Mitte Europas ist Deutschland von jeher friegerischen Gefahren ausgefeht gewesen. Jahrhunderte europäischer Geschichte bestätigen dies. Der 1000jährige Kampf der Franzosen um den Rhein hat nie geruht. Golange nicht andere Sicherheiten gegen politische und wirtschaftliche Bergewaltigung gefunden waren, fonnte die Ungunit der geographischen Lage nur durch eine starte Wehrmacht einigermaßen ausgeglichen werden. Daher mußte das Deutsche sich der Vorbereitung für den Krieg besondere Aufmerksamkeit und große Mittel zuwenden. Selbst unsere Gegner haben diese Notwendigkeit anerkannt. Noch am 1. Januar 1914 hat der spätere englische Premierminister Lloyd George erklärt: Das deutsche Heer ist eine Lebensfrage, nicht allein für den Bestand des Deutschen Reichs, sondern auch für das nadte Leben und die Unabhängigkeit des Volkes selbst, weil Deutschland nun einmal von anderen Nationen umgeben ist, deren jede ein etwa ebenso starles Heer besitzt wie Deutschland selbst." Während Frankreich unter schärfster Inanspruchnahme seiner Bevölkerung seine Rüstungen bis aufs Aeußerste betrieb, blieb Deutschland weit zurüd. Deutschland hob von seiner militärpflichtigen Mannschaft nur 53,2 v. H., Frankreich hingegen 82,9 v. H. aus. Frankreich konnte mit seinen 40 Millionen Ein wohnern zu Beginn des Weltkrieges eine fast gleich starte Ar mee aufstellen wie Deutschland mit 67 Millionen. Der französische General Buat hat berechnet, daß Deutschland mit 600 000 Mann mehr hätte ins Feld rüden fönnen. Welchen Einfluß dieser Kräftezuwachs von 20 Armeekorps auf die Entscheidung im Westen und die gesamte Kriegführung gehabt hätte, bedarf keiner Erläuterung. Bei Kriegsausbruch waren die Stärkeverhältnisse folgende: Deutschland Desterreich Rußland und Serbien Frankreich, England und Belgien - 3 822 000 2 300 000 5 000 000 5 000 000 Es standen sich demnach 6 122 000 10 000 000 gegenüber. Die dauernde Verschlechterung unserer politischen Lage, das französisch- russische Bündnis um die Jahreswende 1893/94, die englisch- französische Verständigung, die Verschärfung der deutschenglischen Gegensätze ließen den Krieg unvermeidbar erscheinen. Nach der Niederlage Frankreichs im Jahre 1871 hatte bereits Generalfeldmarschall Graf v. Moltke den Gedanken ausge sprochen:„ Die gefährlichste Probe, welche der Fortbestand des neuen Deutschen Reichs auszuhalten hat, würde ein Krieg gleichzeitig mit Rußland und Frankreich sein, und da die Möglichkeit einer solchen Kombination nicht in Abrede zu stellen ist, so wird es gut sein, die Mittel zur Abwehr beizeiten in Erwägung zu ziehen." Die Prüfung und Feststellung, wie bei Ausbruch eines Krieges die Schlagkraft am wirksamsten zur Geltung gebracht werden könne, war im Frieden eine der vornehmsten Aufgaben des Generalstabmess. Der daraus hergeleitete Kriegspla.. mußte fich nach der jeweiligen politischen Lage ändern. Grundlegend für die Verwendung des Heeres im Weltkrieg war der Plan des Generals Graf v. Schlieffen vom Jahre 1892, die Masse gegen Westen, nur das Notwendigste gegen Osten aufmarschieren zu lassen. Er nahm an, daß die Franzosen einen Krieg gegen Deutschland nur führen würden, wenn gleichzeitig Rußland im Osten starke Kräfte fesselte. Dann aber würden sie den Kampf auch mit sofortigem Angriff beginnen. So war jetzt die Frage ausschlaggebend, welcher der beiden Gegner der ge= jährlichere sei. Das aber waren die Franzosen. Ihr Heer war an der deutschen Grenze in größerer Stärke und weit früher zu erwarten, als das russische. Angesichts der starken französischen Festungslinie Belfort Epinal- Toul- Verdun schien im das Vorgehen mit dem rechten Heeresflügel durch Belgien als der einzig sichere Weg. Bedenken wegen der Verlegung der Neutralität Belgiens wollte Graf Schlieffen in einem Höhe des Niederwaldes, zu der die Weinberge emporflettern winkt die Germania. Es gibt schlimmere Zuderbäderei als dieses Denkmal. Es hat wenigstens den großen Vorzug, daß es sich was man beispielsweise von der Berliner Siegesallee nicht sagen tannstörungslos der natürlichen Umgebung in Form und Farbe. einfügt. - Langsam verengt sich der Rhein, den die Bergufer zusam= menpressen, links Hunsrück und Eifel, rechts Taunus und Westerwald. Rüdesheim gegenüber sticht mit spitzen Türmen in die sich hebenden Uferhänge das von der Rochustape!! e gefrönte Bingen. Auf der Ostseite schachteln sich die schief ge= stuften Treppen der Weinberge übereinander. Der Rhein ist eine belebte Straße. Ein Schiff nach dem andern begegnet der Fahrt. Häufiger noch als die deutsche Flagge schwarz- weiß- rot mit meist nur ganz flein eingesetzter schwarz- rot- goldener Gösch die rot- weiß- blaue holländische. Dann und wann ein vereinzelter Belgier mit seiner schwarz- gelbroten Trifolore. Viele deutsche Schiffe, so die von Stinnes, fahren nur mit dem preußischen schwarz- weiß. Haniel hat seine Schiffe grün- weiß- schwarz gestrichen, die badischen Kähne tragen ihr rot- gelb. Der etwas nüchterne Mäuseturm, den nichts Sagenhoftes umkleidet, streckt seine Schiffahrtszeichen über den Strom Burg Ehrenfels, auf eine Felsnaje geklebt, beginnt den Reigen der Burgen, deren Kranz die Berge säumt.. Bis zu ungefähr hundert Meter Breit zwängt sich der Rhein zusammen. als er nach scharfer Wendung nordwärts beim Binger Loch durch die Fels barriere des Gebirges bricht. Steil steigen die Ufer empor. Ahmannshausen ist ein Klang von fröhlicher Festlichkeit, von rötlich schimmernden Erinnerungen überhaucht. Bei Lorch der Name Klingt auf der Zunge zwei zerfallene Burgen, Nollich und Fürstenberg. Mit hohen, leeren Fenstergewölben, Nr. 30. Kriege, in dem es um den Bestand des Reiches ging, nicht gelten lassen. In einer für seinen Nachfolger, den Generalobersten v Moltke, bestimmten Denkschrift hat Graf Schlieffen in Jahre 1905 das Ergebnis jahrelanger Studien wie folgt zusammen: gefaßt: Frankreich ist als eine große Festung anzusehen. Die Fe ftungslinie Belfort- Epinal- Toul- Verdun ist fast uneinnehm bar. Die Linie Merzieres- Maubeuge- Lille- Dünkirchen aber nur lüdenhaft befestigt. Hier müssen wir in die Festung einzu dringen versuchen. Der deutsche Aufmarsch findet mit den Hauptträften 23 Armeekorps, 12% Reserve- Divisionen, 8 Kavallerie torps in der allgemeinen Linie Krefeld- Metz statt, aus der mit einer Lintsschwentung gegen die Linie Dünkirchen- Verdun vorgerüdt werden sollte. Sonnabend, den 23. Juli 1927. jalug Reichsoffiziersby In Düsseldorf fand in der vergangene jabrige 8. Bundestagung des Reichsoffiziers Bundestagung, die mit einer Gedenffeier gary des R. C B. an der Richtstätte G fond mit der Annahme folgender Entschlie Gegen die Schuldlüge. Ueber acht Jahre sind vergangen, feit vo machvolle Geständnis der Schuld am Wellt en ist. Längst ist es erwiesen, daß diese, Sunden blutenden deutschen Volke aufgezwi e ungeheuerlichte Lüge darstellt, die die W njer Bolt, wenn es noch einen Funten nati beigt, kann und darf diese Schmach nicht läng bitten alle Volksgenossen, gleichgültig welche endlich politische Rüdichten beiseite zu stelle die Reichsregierung und den Reichstag zu vera Welt feierlichst die Schuldlüge zurückzuweisen tann ein Bolt seine Ehre wahren, wenn es ein Um die Befreiung der Rheinlan Tros aller Versprechungen unserer Feind jeung eines großen Teiles des Rheinlandes Immer noch sind dort die deutschen Bewohner der schmachvollen Behandlung französischer S preisgegeben. Der Reichs- Offiziersbund ist der auch hier ein einheitlicher Abwehrwille des der Regierung und dem Reichstag den notw geben fann. Es muß Ehrenpflicht aller Deutsc fing unferer Landsleute im Rheinland und Wort und Schrift durch Aufrüttelung des der beizutragen. Südlich dieser Angriffsrichtung sollten zur Deckung der linten Flante nur verbleiben: Jn Lothringen 3½ Armeekorps, 1½ Reserve Division, 3 Kavallerie- Divisonen, im Elsaß 4% Landwehr- Brigaden. Der Schlachterfolg wurde durch den so stark als möglich ge machten rechten Flügel erstrebt. Der rechte Flügel sollte 9 Armeekorps, 5 Kavallerie- Divisionen start sein, dem 7 Reserve Korps als Staffel zu folgen hatten. Während die Mitte über die Linie Reims La Fère vorging, sollte der rechte Flügel den Angriff gegen die linke Flanke der Franzosen über die Oiselinie Paris La Fère führen, Paris westlich und südlich um gehen, auf der West- und Südfront einschließen. In seiner Denkschrift betont Graf Schlieffen:„ Es muß durch aus versucht werden, die Franzosen durch Angriff auf ihre linte Flante in östliche Richtung gegen ihre Moselfestungen, gegen den Jura und gegen die Schweiz zu drängen. Das französische Heer muß vernichtet werden. Das Wesentliche für den Verlauf der gesamten Operationen ist, einen starken rechten Flügel zu bilden, mit dessen Hilfe die Schlachten zu gewinnen und in un ausgesetzter Verfolgung den Feind mit eben diesem starken Flügel immer wieder zum Weichen zu bringen." Welche Bedeutung Graf Schlieffen der Festung Paris bei maß, geht aus der Kräfteverteilung hervor, in der er 7 Armee torps für die operative Umgebung, 6 Ersatztorps für die Ein schließung auf der West- und Südfront in Ansatz brachte. Die in Lothringen verbliebenen Teile, 3% Armeekorps. 1½ Reserve Division, 3 Kavallerie- Divisionen sollten einen An griff gegen Nancy führen, um dort feindliche Kräfte zu fesseln. Ging der Feind selbst mit stärkeren Kräften in Lothringen vor, sollten sie in Anlehnung an Meh zurückweichen. Die Preisgabe des Oberelsaß wurde bewußt in Kauf genommen. Die Schlieffensche Denkschrift behandelte ausschließlich einen Krieg Deutschlands gegen Frankreich und England.( Rußland?) Für Graf Schlieffens Nachfolger, den Generaloberst v. Moltke, der angesichts der Wiedererstarkung Rußlands mit der Sicherheit des 3weifrontenkrieges rechnen mußte, konnte dieser geniale Operationsentwurf nicht als bindende Vorschrift, sondern nur als Anhalt und Richtlinie dienen. Bis zum Jahre 1908 hielt General v. Moltke den letzten Entwurf seines Vorgängers für den Westaufmarsch bei. Vom Jahre 1908 an nahm er aber allmählich eine Abänderung der Stärkebemessung für den linken Heeresflügel vor. Da er bestimmt mit einer sofortigen Offen sive der Franzosen in Elsoß- Lothringen rechnete und dort einen Teilerfolg erstrebte, bestimmte er für den linken Flügel 6 Armeekorps und 2 Reservekorps, im ganzen 8 Armeekorps. Wäh rend sich das Kräfteverhältnis der beiden Aufmarschflügel in Graf Schlieffens lettem Entwurf wie 7: 1 gestellt hatte, verschob es sich unter General v. Moltte auf etwa 3: 1. In den den für das Mobilmachungsjahr 1914/15 gültigen Aufmarschanweisungen war die operative Absicht folgendermaßen ausgedrückt: ,, Die Hauptkräfte des deutschen Heeres sollen durch Belgien und Luxemburg nach Frankreich vorgehen. Ihr Vormarsch ist als Schwenkung unter Festhalten des Drehpunktes DietenhofenMetz gedacht. Maßgebend für das Fortschreiten der Schwenkung ist der rechte Heeresflügel. Die Bewegungen der inneren Ar meen werden so geregelt, daß der Zusammenhang des Heeres und der Anschluß an Diedenhofen- Metz nicht verloren geht. Den Schutz der linken Flanke der Hauptkräfte des Heeres sollen neben den Festungen Dietenhofen und Met die südöstlich Mek aufmarschierenden Heeresteile übernehmen. Fortsetzung folgt. durch deren spikes, gotisches Filigranmaster das helle Tagessicht scheint, erhebt sich über Bacharach die Wernerskirche. Hin ter Bacharach breiten sich die Weinberge nun auch westlich auf dem linken Ufer aus. Vom Strom umrauscht, ragt bei Caub. wo Blücher in der Neujahrsnacht 1813 zu 1814 mit der Schle sischen Armee über den Rhein ging, die Pfalz auf ihrem Felien aus dem Wasser, die weitaus schönste Burg des Rheins, von trotzigen Türmen und Bastionen getrönt, wehrhaft und stolz. Ein schwarzer Dampfer rauscht vorüber aufwärts. Die J schrift fündet: Colmar, Straßburg." Blau- weiß- rot weht die Trikolore vom Hed. Die Bemannung winkt Grüße herüber, niemand antwortet, stumm blickt alles weg. Oberwesel birgt in sich seine alte Stadtmauer mit vier fantigen Türmen. Scharf zertlüftet tritt rechts der Felsen der Loreley über den eng fich windenden Strom. Glücklicherweise spürt niemand das musikalische Bedürfnis, nicht zu wissen, was es bedeutet... Und nun spinnt sich weiter rechts und links auf beiden Ufern die liebliche Kette der schieferblau bedachten Städtchen in Weinberge gebettet, von Burgen freundlich gekrönt, bespült vom grünblau in gelben Lichtern sich spiegelnden Rhein. In dustrie frißt sich hier und dort in die Uferberge ein. Steinbrüche mit kleinen Förderbahnen reißen Wunden auf. Ueber St. Goar die Trümmer der einstigen hessischen Festung Rheinfels, Erinnerungsmal der Zerstörungswut französischer Horden vor mehr als hundert Jahren. Das Silber der blühenden Obit bäume umrahmt die braunrosa lachenden Weinberge. Boppard. Römergründung, hat noch Reste römischer Befestigungen. Hier macht der Rhein seine größte Schleife, fast einen Bogen um sich selbst. Span gegenüber stoßen von der bewaldeten Berghöhe drei riesige Schornsteine merkwürdig anmaßend in den Himmel. Ueber Braubach ragt als einzige unzerstört gebliebene mittel alterliche Feste die schöne Marksburg empor, an der man sich Für Kolonien. Der Bundestag des Reichsoffiziersbund allen maßgebenden staatlichen Behörden und 2 abdrüdlichst für die Wiedergewinnung des de beiges einzusehen. Diese Forderung ist für d eine der dringendsten. Ohne überseeischen Bes imande, unjer 60- Millionenvolt einer besser gegenzuführen. Rechtsmittel gegen Urteile der Arb und Landesarbeitsgerichte Nach§ 9 Abs. 4 des Arbeitsgerichtsgesehe ten vor den Arbeitsgerichtsheörden auf den der Urteile und der Beschlüsse vermerkt werd Entscheidung ein Rechtsmittel zulässig und bei in welcher Form und innerhalb welcher Frist Die gleiche Vorschrift gilt für Versäumnisurte Einspruch unzulässig ist. Nach einer allgemeinen Verfügung des ministers, in der diese Fragen im einzelnen die Bestimmung darüber, welche Rechtsmi diesen Vorschriften in jedem einzelnen Fall Sache des Vorsigenden und von diesem bei i der Entscheidung, um deren Anfechtung es sich Nach§ 62,§ 64 Abs. 3 AGG. sind alle U gerichten oder von Landesarbeitsgerichten, ge Berufung oder Revision zulässig ist, traft vollstredbar. Mit Rüdsicht hierauf enthal Drude für die Arbeitsgerichte und Landes Bermerte über Vollstreckbarkeitserklärung bereits fraft Gesetzes eintretende Vollstrech firedbarkeitserklärung durch das Gericht fe Urteile von Arbeitsgerichtsbehörden sind h als vollstredbar anzusehen, ausgenommen denen die vorläufige Vollstreckbarkeit gem ausdrüdlich ausgeschlossen ist, solange die noch nicht rechtskräftig sind. Eine Entschließung des Deutschen Einen Sieg des intransigenten Flüg Studentenschaft bedeutet die Dienstag abe Studertentag in Würzburg angenommene es beigt: „ Der Studententag hält an der völkisc jajjung von 1922 unbedingt fest." Der Kampf mit dem preußischen Kul erneut aufgenommen. erfreuen kann, bevor der etwas stillose hu von Stolzenfels vor das Auge tritt. Bon rechts führt die Lahn ihre Wasse Ujerhöhen, die Täler und Randflächen mehr Raum gegeben haben, flachen sich Aus dem Sonnendunst des Nachmittags Tets dahinter der Ehrenbreitstein unt i toter Tritolore. Eben noch schien es der freie deutsche auf seinem Rüden trug, jetzt geht es w durch seine rauschende Stimme... Olympia 1928 zu 2 Bon Heinz Dietrich- Am Die gesamte Sportwelt beschäftigt woh Der Borbereitungen für die kommenden Ol denen es fich nicht nur um die Ehre der mein, auch weit darüber hinaus um das Nation handelt. Wie oft und wieviel A tont, daß der Sport nicht nur die verschiede näher bringt, sondern auch gewisse Vorurt immer vorhanden sind, beseitigen kann. 2 Recht. Ich möchte nur an die beiden R Deutschland und Frankreich erinnern. I Jabel Tausender, sowie der Händedruck der fiter im Stadion zu Colombes am 2. Dit gelehrt in Frankfurt als ein Zeichen gegen bezeichnen? Oder, die Ozeanüberquerun Edener und in jüngster Zeit durch die beid mer Lindbergh und Chamberlin mit seinen Alles au sportliche Leistungen. Und in Str. 30. n den Bestand des Reiches ging, nicht ge Sonnabend, den 23. Juli 1927. inen Nachfolger, den Generalobersten Dentschrift hat Graf Schlieffen in Jah ahrelanger Studien wie folgt zusammen seine große Festung anzusehen. Die Epinal- Toul- Berdun ist fast uneinnehm zieres- Maubeuge Lille- Dünkirchen abe Reichsoffiziersbund. In Düsseldorf fand in der vergangenen Woche die diesjährige 8. Bundestagung des Reichsoffiziersbundes statt. Die Bundestagung, die mit einer Gedentjeier und Kranzniederlegary des R. C B. an der Richtstätte Schlageters endere, sand mit der Annahme folgender Entschließungen ihren abschluß: t. Hier müssen wir in die Festung ein r deutsche Aufmarsch findet mit den Haup rps, 12% Reserve- Divisionen, 8 Kavalleri meinen Linie Krefeld- Meh statt, aus der fung gegen die Linie Düntirchen- Berbur Ite. Ingriffsrichtung sollten zur Dedung der erbleiben: In Lothringen 3% Armeekorps, 3 Kavallerie- Divisjonen, im Eljah 4% g wurde durch den so start als möglich g el erstrebt. Der rechte Flügel sollte 9 rie- Divisionen start sein, dem 7 Reserves 1 folgen hatten. Während die Mitte über Fère vorging, sollte der rechte Flügel den inte Flanke der Franzosen über die Dies e jühren, Paris westlich und südlich um und Südfront einschließen. rift betont Graf Schlieffen: ,, Es muß dur die Franzosen durch Angriff auf ihre linte Richtung gegen ihre Moselfestungen, gegen die Schweiz zu drängen. Das franzöfifte werden. Das Wesentliche für den Verlauf tionen ist, einen starken rechten Flügel ilfe die Schlachten zu gewinnen und in un ung den Feind mit eben diesem starten zum Weichen zu bringen." ng Graf Schlieffen der Festung Paris bei Träfteverteilung hervor, in der er 7 Armee ive Umgehung, 6 Ersatztorps für die Ein est- und Südfront in Ansatz brachte. gen verbliebenen Teile, 3% Armeekorps 3 Kavallerie- Divisionen sollten einen An hren, um dort feindliche Kräfte zu fesseln t mit stärkeren Kräften in Lothringen vor, ung an Metz zurüdweichen. Die Preisgabe e bewußt in Kauf genommen. e Denkschrift behandelte ausschließlich einen Jegen Frankreich und England.( Rußland?) Gegen die Schuldlüge. Ueber acht Jahre sind vergangen, feit von Deutschland das schmachvolle Geständnis der Schuld am Weltfriege erpreẞt wor den ist. Längst ist es erwiesen, daß diese, dem aus tausend Wunden blutenden deutschen Volte aufgezwungene Erklärung die ungeheuerlichste Lüge darstellt, die die Weltgeschichte kennt. Unser Bolt, wenn es noch einen Funten nationales Ehrgefühl besigt, fann und darf diese Schmach nicht länger ertragen. Wir bitten alle Volksgenossen, gleichgültig welcher Parteirichtung, endlich politische Rüdsichten beiseite zu stellen und geschlossen die Reichsregierung und den Reichstag zu veranlassen, vor aller Welt feierlichst die Schuldlüge zurüdzuweisen. Auch wehrlos fann ein Bolt seine Ehre wahren, wenn es einig ist. ieffens Nachfolger, den Generaloberst ts der Wiedererstarfung Rußlands mit der frontentrieges rechnen mußte, konnte dieser ntwurf nicht als bindende Vorschrift, sondern d Richtlinie dienen. Bis zum Jahre 1908 Itte den letzten Entwurf seines Vorgängers ch bei. Vom Jahre 1908 an nahm er aber derung der Stärkebemessung für den linken Da er bestimmt mit einer sofortigen Offen n Elfoß- Lothringen rechnete und dort einen bestimmte er für den linken Flügel 6 Arerveforps, im ganzen 8 Armeekorps. Wäh teverhältnis der beiden Aufmarschflügel in tem Entwurf wie 7: 1 gestellt hatte, verschob al v. Moltke auf etwa 3: 1. r das Mobilmachungsjahr 1914/15 gültigen Jen war die operative Absicht folgenderUm die Befreiung der Rheinlande. Trog aller Versprechungen unserer Feinde wird die Bejegung eines großen Teiles des Rheinlandes aufrecht erhalten. Immer noch sind dort die deutschen Bewohner der Willfür und der schmachvollen Behandlung französischer Heeresangehöriger preisgegeben. Der Reichs- Offiziersbund ist der Auffassung, daß auch hier ein einheitlicher Abwehrwille des deutschen Voifes der Regierung und dem Reichstag den notwendigen Rückhait geben fann. Es muß Ehrenpflicht aller Deutschen sein, zur Ber freiung unserer Landsleute im Rheinland und an der Saar in Wort und Ehrift durch Aufrüttelung des deutschen Gewissens beizutragen. Für Kolonien. Der Bundestag des Reichsoffiziersbundes fordert von allen maßgebenden staatlichen Behörden und Parlamenten, sich nachdrücklichst für die Wiedergewinnung des deutschen Kolonialbesitzes einzusetzen. Diese Forderung ist für das deutsche Volk eine der dringendsten. Ohne überseeischen Bejizz sind wir nicht imstande, unser 60- Millionenvolf einer besseren Zukunft entgegenzuführen. te des deutschen Heeres sollen durch Belgien ch Frankreich vorgehen. Ihr Vormarsch it er Festhalten des Drehpunktes Dietenhofengebend für das Fortschreiten der Schwenkung sflügel. Die Bewegungen der inneren Ar eregelt, daß der Zusammenhang des Heeres an Diedenhofen- Metz nicht verloren geht. en Flanke der Hauptkräfte des Heeres sollen en Dietenhofen und Mez die südöstlich Mes Heeresteile übernehmen. Fortsetzung folgt. Rechtsmittel gegen Urteile der Arbeitsgerichte und Landesarbeitsgerichte. ,, Gießener Zeitung" Die Rentenbankanleihe überzeichnet. Die drei Millionen Dollar 6proz. Goldanleihe der Deutschen Rentenbank- Kreoitanstalt( Landwirtschaftliche Zentralbank), die inholland aufgelegt worden ist, ist nach Mitteilung der holländischen Emissionsbanken derart überzeichnet worden, daß die kleineren Zeichnungen unberücksichtigt bleiben mußten und auch auf die großen Zeichnungen nur ein Teil der Zeichnungsbeträge zugeteilt werden konnte. Nach§ 9 Abs. 4 des Arbeitsgerichtsgesetzes soll im Verfahren vor den Arbeitsgerichtsheörden auf den Ausfertigungen der Urteile und der Beschlüsse vermerkt werden, ob gegen die Entscheidung ein Rechtsmittel zulässig und bei welcher Behörde, in welcher Form und innerhalb welcher Frist es einzulegen ist. Die gleiche Vorschrift gilt für Versäumnisurteile, gegen die der Einspruch unzulässig ist. Ein Reichsgerichtsurteil gegen den freien Wettbewerb. Das Reichsgericht hat soeben in einem Urteil die Nichteinhaltung eines Tarifvertrages als einen Verstoß gegen die guten Sitten angesehen und den Beklagten Firmeninhaber, der die Minimalsäge eines für seine Branche gältigen Tarifvertrages nicht innegehalten hat verurteilt, so teilt uns das Meß amt der Frankfurter Internationalen Messen am 21. Juli mit. Diese Stellungnahme des Reichsgerichts gegen den freien Wettbewerb ist naturgemäß außerordentlich bedeutsam sowohl für die gesamte Wirtschaft als auch für die Sozialpolitik. Ohne zur Sache selbst Stellung nehmen zu wollen, muß gesagt werden, daß jede Störung des Präzisions- Räderwertes des freien Wettbewerbs gerade in dieser wirtschaftlich so komplizierten Zeit vermieden werden sollte. Nach einer allgemeinen Verfügung des preußischen Justizminifters, in der diese Fragen im einzelnen geklärt werden, ist die Bestimmung darüber, welche Rechtsmittelbelehrung nach diesen Vorschriften in jedem einzelnen Falle zu erteilen ist, Sache des Vorsitzenden und von diesem bei der Interzeichnung der Entscheidung, um deren Anfechtung es sich handelt, zu treffen. Nachzahlung auf die Vermögenssteuer. Der Reichstagsausschuß für Steuerfragen beschäftigte sich in seiner Sitzung vom 5. Juli mit einem zur Vermögenssteuer vor liegenden Antrag, wonach die Reichsregierung ersucht werden soll, rechtzeitig Vorsorge zu treffen, daß die vorgeschlagene Nachzahlung auf die Vermögenssteuer erhoben werden kann. Der An trag nimmt darauf Bezug, daß das Aufkommen der Vermögenssteuer im Jahre 1926 400 Millionen R.-Mt. betragen sollte; in Wirklichkeit betrug jedoch das Aufkommen lediglich 354 Millionen R.-Mt., sodaß ein Minus von 46 Millionen R.-Mt. eingetreten ist. Nach lebhafter Aussprache, an der sich auch Staatssekretär Dr. Popitz beteiligte, wurde folgender Antrag angenommen: Nach§ 62,§ 64 Abs. 3 AGG. sind alle Urteile von Arbeitsgerichten oder von Landesarbeitsgerichten, gegen welche Einspruch Berufung oder Revision zulässig ist, traft Gesetzes vorläu ig vollstrecbar. Mit Rücksicht hierauf enthalten die Urteilspordrude für die Arbeitsgerichte und Landesarbeitsgerichte teine Vermerke über Bollstrecbarkeitserklärung des Urteils, da die bereits fraft Gesetzes eintretende Vollstrecbarkeit für eine Vollfiredbarkeitserklärung durch das Gericht feinen Raum läßt. Alle Urteile von Arbeitsgerichtsbehörden sind hiernach ohne weiteres als vollstrecbar anzusehen, ausgenommen allein diejenigen, in denen die vorläufige Vollstrecbarteit gemäß§ 62 Abs. 1 S. 2 ausdrücklich ausgeschlossen ist, solange die letztgenannten Urteile noch nicht rechtskräftig sind. Eine Entschließung des Deutschen Studententages. Einen Sieg des intransigenten Flügels in der Deutschen Studentenschaft bedeutet die Dienstag abend auf dem Deutschen Studententag in Würzburg angenommene Entschließung, in der Les heißt: gotisches Filigranmuster das helle Tapes sich über Bacharach die Wernerskirche. Hir en sich die Weinberge nun auch westlich au us. Vom Strom umrauscht, ragt bei Caub Neujahrsnacht 1813 zu 1814 mit der Schle den Rhein ging, die Pfalz auf ihrem Felie die weitaus schönste Burg des Rheins, vo und Bastionen gekrönt, wehrhaft und stolz. Dampfer rauscht vorüber aufwärts. Die In olmar, Straßburg." Blau- weiß- rot weht die d. Die Bemannung winkt Grüße herüber t, stumm blidt alles weg. gt in sich seine alte Stadtmauer mit vier Scharf zerklüftet tritt rechts der Felsen der eng sich windenden Strom. Glüdlicherweise musikalische Bedürfnis, nicht zu wissen, was ,, Der Studententag hält an der völkischen Würzburger Ver fassung von 1922 unbedingt jest." Nr. 30. Das Reichsłabinett stimmte in seiner Sigung vom 30. Juni 1927 dem ihm vom Reichswirtschaftsminister und Reichsjustiza minister vorgelegien Entwurf eines Gesetzes zur Menderung der Gewerbeordnung und des Handelsgesetzbuches( Handwerks- Novelle) zu. Die Novelle sieht vor allem die Einführung des all gemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts zu den Handwerks lammern und die Errichtung einer Handwerksrolle vor, in die alle selbständigen Handwerksbetriebe einzutragen sind; die Handwerksrolle wird die Grundlage für die Wahlen zur Handwerkss fammer bilden und die Möglichkeit statistischer Erhebungen über das Handwerk schaffen. Die Novelle bringt ferner eine Aende rung des Handelsgesetzbuches dahin, daß fünftig großen Handwerksbetrieben die Eintragung in das Handelsregister ermög licht und damit diesen das Firmen- und Profurarecht gewährt wird. ,, Der Ausschuß nimmt Kenntnis von der Erklärung des Herrn Staatssekretärs Popiß, daß die Reichsregierung entschlos= sen ist, das im Rechnungsjahr 1926 zu verzeichnende Minderaufkommen, an Vermögenssteuer gegenüber dem Etatsansatz von 400 Millionen R.-Mt. einzuziehen und zu diesem Zweck dem Reichstag beim Wiederzusammentritt im Herbst einen Gesetzentwurf vorzulegen." Der Kampf mit dem preußischen Kultusminister wird also erneut aufgenommen. erfreuen kann, bevor der etwas stillose hundertjährige Neubau von Stolzenfels vor das Auge tritt. Steuerliche Begünstigungen. Damit ist der Wunsch des Handwerks, wichtige berufsstän dische Fragen einer gesetzlichen Lösung zuzuführen, einen Schritt der Verwirklichung näher gekommen. Angesichts der Tatsache, daß das Handwerk 6 Jahre vergebens um die nunmehr zurüdgestellte Reichshandwerksordnung fämpfte, darf erwartet wer den, daß seitens der Reichsregierung nichts unversucht bleibt, damit baldmöglichst die Vorlage vor dem Reichstag zur Ver handlung und zur Verabschiedung gelangt. In seiner Sitzung vom 4. Juli beschäftigte sich der Reichsrat unter dem Vorsitz von Staatssekretär Dr. Popit vom Reichsfinanzministerium mit zwei Vorlagen der Reichsregierung zur Verlängerung der Geltungsdauer des Steuermilderungsgesetzes und der steuerlichen Begünstigungen von Auslandsanleihen. Die steuerlche Begünstigung von industriellen Zusammenschlüssen wurde zum Zwed der rationellen Umstellung der Wirtschaft beschlossen und läuft am 30. September ds. Js. ab. Nach dem Vorschlag der Reichsregierung soll die Dauer des Gesetzes um ein weiteres Jahr verlängert werden, da es die Reichsregierung für untunlich hält, den geplanten oder eingeleiteten Zusammenschlüssen die bisherige steuerliche Begünstigung zu versagen. Der Reichsrat stimmte dem Gesetzentwurf gegen die Stimmen Sachsens zu. Bon rechts führt die Lahn ihre Wasser in den Rhein. Die Uferhöhen, die Täler und Randflächen bereits mehr und mehr Raum gegeben haben, flachen sich allmählich weiter ab Aus dem Sonnendunst des Nachmittags taucht Koblenz auf rechts dahinter der Ehrenbreitstein unter riesenhafter blauweiß roter Trikolore. Eben noch schien es der freie deutsche Rhein, der das Schiff auf seinem Rüden trug, jetzt geht es wie ein leises Stöhnen durch seine rauschende Stimme... Olympia 1928 zu Amsterdam. Von Heinz Dietrich- Amsterdam. Die gesamte Sportwelt beschäftigt wohl zur Zeit die Frage Kette der schieferblau bedachten Städtchen in der Vorbereitungen für die kommenden Olympischen Spiele, bei nt sich weiter rechts und links auf beiden Lokales. Sonntagsgedanken. Die höchsten Tage des Werdens sind gekommen. Die Tage der Vollendung. Jeder Werktag trägt ein Stüd Festtag vor sich her. Vom Sonnenfuß geweiht, ernteschwer und mahdbereit winkt der Aehre Segen. Das Steuermilderungsgesetz hat bisher die industrielle Zusammenfassung von Betrieben erleichtert, damit zugleich aber auch zu einer starten Konzentration der deutschen Wirtschaft beigetragen. Ob es immer noch geboten ist, steuerliche Erleichterungen für industrielle Zusammenschlüsse zu geben, muß bezweifelt werden. Gerade das Handwerk hat mit Recht auch auf Die nachteiligen Folgen dieser Entwidlung aufmerksam gemacht, die letzten Endes zu einer Gefährdung der Konsumkraft der breiten Masse und zu einem Hindernis für freien wirtschaftlichen Aufstieg führen müssen. Es ist Erntezeit! Im Sonnenschein wogen draußen die Halme. Weithin öffnen sich die goldenen Gefilde. Die Zeit des Wartens ist vorüber. Mit der Sense stehen sie bereit, der Erde Früchte zu ernten. Sehnsüchtig schauen wir hinaus, denn die goldenen Aehren sollen uns Brot bringen. Der Reichsrat stimmte ferner Anträgen für 5 Anleiheprojekte zu, darunter einem Antrag, wonach für den Wohnungsbau Anleihen bis zu einem Gesamtbetrage von 100 Millionen R. Mt. im Ausland aufgenommen werden sollen. denen es sich nicht nur um die Ehre der einzelnen Kämpfer, nein, auch weit darüber hinaus um das Ansehen einer jeder Nation handelt. Wie oft und wieviel Mal wurde schon be= tont, daß der Sport nicht nur die verschiedenen Länder einander näher bringt, sondern auch gewisse Vorurteile, die nun einmal immer vorhanden sind, beseitigen kann. Und dies mit vollem Recht. Ich möchte nur an die beiden Rugbykämpfe zwischen Deutschland und Frankreich erinnern. Ist nicht der ehrliche Jubel Tausender, sowie der Händedrud der beiden Mannschaftsführer im Stadion zu Colombes am 2. Ostertage und auch um= gekehrt in Frankfurt als ein Zeichen gegenseitiger Annäherung zu bezeichnen? Oder, die Ozeanüberquerung zunächst durch Dr. Edener und in jüngster Zeit durch die beiden fühnen Amerikaner Lindbergh und Chamberlin mit seinem Begleiter Levine. Alles auch sportliche Leistungen. Und in soviel Begrüßungset, von Burgen freundlich gekrönt, bespül gelben Lichtern sich spiegelnden Rhein. In jier und dort in die Uferberge ein. Stein Förderbahnen reißen Wunden auf. Ueber mmer der einstigen hessischen Festung Rhein mal der Zerstörungswut französischer Horder dert Jahren. Das Silber der blühenden Obj die braunrosa lachenden Weinberge. Boppard hat noch Reste römischer Befestigungen. Hier eine größte Schleife, fast einen Bogen um fib enüber stoßen von der bewaldeten Berghöh steine merkwürdig anmaßend in den Himmel agt als einzige unzerstört gebliebene mittel schöne Marksburg empor, an der man fib Zustimmung des Reichskabinetts zur Handwerksnovelle. Das Reichswirtschaftsministerium hat am 1. Juli d. J. nach stehende Veröffentlichung bekanntgegeben: Brot! Wieder steigt aus Millionen Herzen gebetet die Bitte zum Himmel: Gib uns heute unser tägliches Brot!" Sorgende Väter und Mütter rufen es, darbende Greise flüstern die Bitte und die Kinder stammeln sie nach. Fragend überschauen wir die weiten Fruchtfelder, fragen den Landmann, der die Saat gestreut, schauen zum Himmel empor, ob nicht Unwetter in letzter Stunde Vernichtung bringen. Wie ein Alp drückt die Sorge ums tägliche Brot so viele Millionen Menschen im armen Deutschland. ,, Aller Augen warten auf dich, o Herr!" Heute zum Sonntag möge ganz Deutschland zu ihm auf schauen und flehend die„ Vater unser" Bitte sprechen:„ Gib uns unser täglich Brot!" Unglüdsfall. In der hiesigen Brauerei Denninghoff er eignete sich ein bedauerlicher Unfall. Jm Neubau des Mäl zereigebäudes stürzte der Maurer Klee von einem hohen Gerüst herab und blieb mit schweren Verletzungen an Kopf, Hän den und Schultern liegen. Er wurde von der Rettungswache in die Klinik verbracht. ansprachen wurde immer wieder von gegenseitiger Annäherung usw. gesprochen? Man hört oft: Sport hat nichts mit Politit zu tun. Ja, gewiß, in innerpolitischer Hinsicht teinesfalls, doch auf außenpolitische Verhältnisse tann der Sportgedanke einen sehr großen Einfluß ausüben. Nach dem unglüdlichen Kriege lag unser geliebtes Vaterland ohnmächtig und gefettet am Boten, doch die Leistungen deutscher Sportleute, wie Houben, Dr. Belzer usw. ließen allmählich die ganze Welt aufhorchen. Man kam sehr bald zur Erkenntnis, daß deutsches Wollen und deutsche Energie, trotz allem Elend, immer noch nicht dahin ist. Es wäre jedoch ganz falsch, den unverkennbaren, wenn auch langsamen Aufstieg Deutschlands einzig und allein als ein Verdienst des Sportes zu bezeichnen, aber ein gut Teil dazu beigetragen hat er, dies ist nicht von der Hand zu weisen. * Personalien. Oberforstmeister Gustav Schneider von hier wurde mit Wirkung vom 1. August ds. Js. in den Ruhestand versetzt. Die kommenden Olympischen Spiele zu Amsterdam gewinnen für uns Deutsche nun ganz besondere Bedeutung. Jst es doch zum ersten Male nach dem Kriege, daß man wieder die Träger des Adlers unter den Bewerbern um die höchste Ehre, olympischer Sieger zu werden, findet. Jch möchte hier nicht auf die evtl. Aussichten unserer Teilnehmer eingehen, doch wollen wir alle hoffen, daß mehr als einmal die deutsche Flagge als Siegerjahne gehiẞt wird. * Ortsbriefe allgemein 10 Pig. Der Arbeitsausschuß des Verwaltungsrates der Reichspost hat die Gebührenvorlage der Post erledigt. Dabei hat er die Erhöhung der Ortsbriefgebühr für Orte mit über 100 000 Einwohnern auf 10 Pfg. abgelehnt,- dagegen das Ortsbriefporto allgemein auf 10 Pfg.( anstatt der vorgeschlagenen acht Pfg.) festgesetzt. * Ermäßigte Fernsprechgebühren. Seit 1. Mai ist für Fern gespräche, die in der Zeit zwischen 19 und 8 Uhr geführt wer den, eine Ermäßigung der Gebühr auf zwei Drittel der gewöhnlichen Sätze eingetreten. Nach den bisherigen Beobach tungen der Postverwaltung scheint diese Neuerung dem großen Publikum, das die öffentlichen Sprechstellen benutzt, und auch vielen Fernsprechteilnehmern, die nicht an die Geschäftszeit gebunden jind, noch nicht genügend bekannt zu sein. Die Neuerung bewirkt eine fühlbare Verbilligung der Fernsprechgebühr. * Wichtig für die Reisezeit. Die Bezirkssparkasse Gießen weist im Anzeigenteil unserer heutgen Nummer darauf hin, daß sie dieses Jahr wieder, wie seither, Reisekreditbriefe ausstellt. Sehr zu begrüßen war die Quartierwahl des D. R. A. Das fleine, idyllische Nordseebad Zandvoort, welches bekanntlich der Stammsiz der Deutschen während den Onlmpischen Spielen sein soll, wird den Teilnehmern die so überaus nötige Ruhe und Entspannung viel eher bieten fönnen, als das immerhin schon sehr unruhige Amsterdam. Die beiden vom D. R. A. gewählten Hotels( Hotel d'Orange und Grand- hotel) liegen in unmittel barer Nähe des Strandes. Zandvoort selbst ist ungefähr 25 Kilometer von Amsterdam entfernt und mit Auto, Tram, sowie Eisenbahn bequem zu erreichen. Die Vorbereitung des Niederländischen Olympischen Comités schreiten rustig voran. Das olympische Stadion, gegenüber dem jetzigen, in dem schon so manches Mal deutsche Fußballer mit den Orangehemden ihre Kräfte maßen, gelegen, ist etwa zur Hälfte nun fertig. Am 18. Mai legte J. K. H. Prinz Hendrid der Protektor der Olympischen Spiele, den ersten Stein zur Marathonpforte, er sprach dabei die Worte:" Möge das neue Stadion beitragen zum Gelingen des internationalen Amateur sports". Es steht fest, die Olympiade wird für das fleine Holland ein Erlebnis allergrößter Art sein. Man ist daher auch schon jetzt mit der Frage des Fremdenzustroms, der insbesondere aus dem naheliegenden Ländern, wie Deutschland, Frankreich und Belgien, nicht unbeträchtlich sein wird, sehr start beschäftigt. Wie jedes Land, so hat auch die Niederlande ihre Reize. Ich möchte da vor allem die schöne Handelsstadt Amsterdam mit ihren an mutigen Grachten( Kanäle) und den großen Kunstsinn ver ratenden Bauwerten usw. nennen. Auch dürfte sich ein Besuch Martens und Volendams unbedingt lohnen. Die Residenzstatt, den Haag, mit dem bekannten Badeorte Scheveningen in alle: nächster Nähe, alles dies sind Plätze, auf die der Holländer und nicht mit Unrecht, sehr stolz ist, und welche auch sicher von vielen Olympiadeteilnehmern( Teilnehmer wie Schlachtenbummler) besucht werden dürften. Möge nun ,, Amsterdam 1928" ein Martstein werden in der Geschichte des Sports, insbesondere jedoch des deutschen, und mögen es unsere Auserwählten als eine ernste Aufgabe betrach ten, nicht nur ihren eigenen Namen zum Siege zu führen, sondern auch damit den unseres lieben Vaterlandes, und so mit dazu beitragen, daß wir dereinst wieder die Steuung im oben der Völker einnehmen werden, die uns gebührt und dann wieder freier singen fönnen: ,, Deutschland, Deutschland über alles." Sonnabend, den 23. Juli 1927. Feiner empfiehlt sie ihre einbruchs- und feuersicheren Stahltammern zur Aufbewahrung von Wertpaketen während der Reisezeit. Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Edelshausen- Biedenkopf, in dem Straßenzug Marburg- Biedenkopf, für alle Fahrzeuge, vom 13. Juli bis 27. Juli; Umleitung: Friedensdorf- Niedereisenhausen- Breidenbach. Wahlrod Altenkirchen, in dem Straßenzug Limburg- Altenfirchen, für alle Fahrzeuge, bis 20. Juli; Umleitung: Feldwege. Oberzenzheim- Dorchheim, in dem Straßenzug Limburg- Rennes rod- Siegen, für alle Fahrzeuge, vom 15. Juli bis 4. August; Umleitung: Fridhofen. Esch- Kamberg, in dem Straßenzug Frankfurt a. M.- Limburg. für alle Fahrzeuge, vom 19. Juli bis 1. August; Umleitung: Niederems Tenne. Aus Nah und Fern. Bad Nauheim. Auf der Straße von Butzbach nach Rodenberg überfiel ein Wegelagerer nachts das Unterrichtsauto des Friedberger Fahrlehrers Winkler. Der Täter sprang auf das langsam fahrende Auto und versette dem lentenden Schüler einen heftigen Schlag gegen die rechte Schläfe. Winkler bemächtigte sich sofort bes Steuers, gab Vollgas und der= hinderte so durch seine Geistesgegenwart einen größeren Unfall. Der Täter verschwand im Dunkel der Nacht in einem Kornader. Sofortige Untersuchung der Gendarmerie mit einigen Männern blieben erfolglos. Großes Bundes- Radfahrerfest in Bad Nauheim. In den Tagen vom 6. bis 8. August findet in Bad Nauheim das Gausommerfest des Lahngaues im B. D. R. statt. Die zahlreichen Ausschüsse arbeiten fleißig an einer würdigen Ausgestaltung des Festes, das zahlreiche Besucher in unsere gastliche Badestadt bringt. In sportlicher Hinsicht wird ein äußerst abwechselungsreiches Programm geboten. Außer den üblichen sportlichen Wettbewerben werden ein Blumentorso, Schmud-, Trachten- und Kostümtorso, wie auch ein AutoschönheitswettCARL NEUHARDT Weinbergbesitzer& Weinhandlung NIEDER- OLM ( Rheinhessen) empfiehlt seine selbstgebaut. u. selbstgekelt. WEISS- und ROTWEINË im Fass u. in der Flasche billigst. Man verlange Preisliste! Die letzten Moden für den Hoch- Sommer bringt Beyers Mode- Führer Band III: DAMEN MODEN SOMMER 1927 Preis 1,25 M. VERLAG OTTO BEYER LEIPZIG T !! 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Als Begleiter des bekannten Verkehrspiloten der Deutschen Lufthansa, Koennede, beabsichtigt Graf Georg Friedrich zu Solms- Laubach mitzufliegen. Graf Georg Friedrich, der mit Roennede schon längere Zeit bekannt ist, hält sich zurzeit in Berlin auf, da der Flug in den nächsten Tagen erfolgen soll. Graf Solms- Laubach ist etwa 28 Jahre alt. Am Krieg nahm er als Freiwilliger und als Leutnant der 3. Garde- Ulanen teil. Seit etwa drei Jahren ist er mit einer Prinzessin zu SolmsHohenfolms- Lich verheiratet. Laubach. Die hiesige Getreideernte wird aller Voraussicht nach gut ausfallen, wenn auch der Weizen durch Ro.., Roggen und Hafer durch Blasenfuß etwas geschädigt worden ist. Auch die Hackfrüchte stehen gut; die Kartoffeln leiden etwas an Schwarzbeinigkeit, die Rüben durch die Runkelfliege. Die O67. ernte wird nur eine mittlere werden. Die Birnen allein stegen reichlich. Die Gartenfrüchte stehen im allgemeinen gut, leiden jedoch sehr unter Schnedenfraß. Die Heuernte fällt nach Menge und Beschaffenheit sehr gut aus, wird jedoch durch Regenwetter andauernd aufgehalten. Der Klee steht auch gut. Schotten. Der Gemeinderat hat beschlossen, ein neues Krankenhaus zu errichten. Die Pläne sind bereits fertigge: stellt, so daß die Jnangriffnahme in Kürze erfolgen kann. Der Neubau soll mit allen modernen Einrichtungen ausgestattet jein. Mainz. Der Provinzialausschuß der Provinz Rheinhessen hat am Mittwoch beschlossen, den durch das Hagelunwetter am 16. ds. Mts. geschädigten Gemeinden der Provinz als erste Hilfe den Betrag von 20 000 Mark zur Verfügung zu stellen. Der Provinzialausschuß hofft, daß bei dem bekannten Opferfinn der Provinzangehörigen andere Körperschaften und Private alsbald diesem Beispiel folgen werden. Opeltag in Frankfurt. Nr. 30. Die Internationale Musikausstellung in Frankfurt a. M wird am fommenden Sonntag die gesamte Belegschaft, sowie die Freunde der Rüsselsheimer Opelwerke in ihren vielbesuch ten Mauern als Gäste sehen. Die Veranstaltung wird am Vormittag feierlich durch einen Blumenforso eröffnet, zu wel chem sich bereits über 200 Wagen gemeldet haben. Auf die Nummern der an diesem Tage ausgegebenen Eintrittskarten werden ein von der Firma Opel gestifteter 4- PS.- Wagen und 20 Fahrräder zur Verlosung kommen. Neue Bücher. Ein fleiner Führer durch die Frankfurter Internationale Ausstellung„ Musik im Leben der Bölker" ist erschienen und ist gegliedert in historische Mujiträume, ethnographische Abteilung, europäische Länder, deutsche Städte und Länder, Musik im Leben des Alltags und Mujif- Verleger. Ein Orientierungs plan ist beigeheftet. Das Büchlein ist geschickt zusammengestellt. Preis 0,70.M. Verantwortlich: Paul Chrisian Klein in Gießen. Auch gegen Teilzahlung erhalten Sie ein Presto * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität, zu billigstem Preis. 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Neben diesen Verträgen liefen dan nannten Freiverträge, die sich auf über 100 beziffern. * Hilfe für die rheinhessischen Unwette Der besische Minister für Arbeit und Wi Montag die Bertreter zahlreicher Behörden, lo Organisationen, den Präsidenten des Landtags eller Sarteien zu einer Besprechung eingelade hr, die ins Leben gerufenen Hilfsorganisati Bettergeschädigten in Rheinhessen und Starke joen, um eine 3ersplitterung der Hilfe zu Hussprache ergab, daß alle von der Regierung menen Schritte gebilligt und eine Kommission der Ministerialabteilung für Ernährung u gebildet wurde, die über die Verwendung der 2 hat Brentanos Nachfolger im hessischen Als Nachfolger für den verstorbenen Abge tamo wird Reftor Winter Mainz in den L * Die deutschen Besatzungsz Nachdem vor kurzem im englischen Unterha jiffern mitgeteilt worden sind, sind nunmehr Seite Bejagungsziffern veröffentlich worden Stähungen beruhen. Danach standen im 60 673 Franzosen, 6716 Belgien, 8088 En 75 177 Rann. Die Gesamtstärke der früher jonen betrug in dem Gebiet der zweiten u jammen 50 907, davon entfielen auf das 3one 13 337( jest 19 779) fremde Truppen, o britten 3one 37 570( jetzt 55 698) fremde Tru In der zweiten und dritten Zone vertei pen auf 115 alliierte Garnisonen gegenübe densgarnisonen in demselben Gebiet. Unter pen befinden sich 8646 Besatzungsfamilien. hlagnahmten Wohnungen betrug zuletzt 4492 Bürgerwohnungen. Hinzu kommen n mer. Außer diesen zu Wohnzwecken besch find noch für Diensträume, Verwaltungsg 3wede beschlagnahmt: 288 reichs- und l teiten ganz, jowie 46 Baulichkeiten teilwei die vollige Beschlagnahme von 11 Baulicht perbände und Gemeinden und von 35 B meije beschlagnahmt sind. 17 privateigene und 42 teilweise beschlagnahmt. 17 Schul teilweise beschlagnahmt. Außerdem muß bringung der Truppen natürlich eine ar fernen zur Verfügung gestellt und errichte * Weiterer Rüdgang der Erwer Die Zahl der Hauptunterstützungsem meroslofenfürsorge ist in der Zeit vom 1. b um rund 48 000, gleich 8,8 Prozent, zurüc jamizahl der unterstützten Arbeitslosen hat 15. Juni bis zum 15. Juli 1927 vont 806 0 um rund 132 000, gleich 14,4 Prozent, ver Der Landesausschuß des hessische tagie am Donnerstag in Frankfurt. In unit die Neuwahl vorgenommen. Derf fiende, Dr. v. Helmolt, wurde einstimmig die Stelle des jeitherigen Stellvertreters, D Deutschen Bollspartei übergetreten ist, trit Sundschuh- Lengfeld. Nach Erledigung Tagesordnung wurde eine Entschließung a gegen die Erhöhung der Beiträge zur s wembet. * Parteifähigkeit der Zwangsi In einem besonderen Bescheid vom 1. J vor den Arbeitsgerichte 2180) hat der Reichsarbeitsminister die 3wangsinnungen im arbeitsgerichtlichen Ve ausgeführt, daß Zwangsinnungen nach§ 106 $ 100 und 86 der Gewerbeordnung in jede ab, ohne daß es auf die Entscheidung der wirtschaftliche Vereinigungen im Sinne Bees find. Der Minister fügt dem Erla mah feiner Auffassung und nach Auffassung Der Juiz eine die Arbeitsgerichtsbehörden in Gejes bindende Ausführungsverordnung n beitsgeitsgejeges nicht erlassen werden kann