Freundschaft und Achtung genossen und da Jen ihr Leben und Treiben studiert. Aud Str. 16. gibt sich die Folgerung, daß für die Natur Der Weißen und der Verkehr mit ihnen olge hat. Die Esfimos erzählen, daß die Estimos waren. Erst durch Paarung eines Hunde entstanden die Weißen. Eine An Beißen zu denken geben sollte! Das Buch, chen Schilderung eines Bärenzweifampjes , wie abhängig das Leben der Menschen im Erscheinen und Verschwinden der Robben, Das hübsche Wert unterhält nicht nur, Adamantius. Idler und Falken. Ein Ostmarttoman. manachverlag in Breitenhain. 255 Seiten. 1. Die letzte Tagung in Genf und die dor polnischen Schulfrage haben unseren Blid richtet. Wer einmal ein richtiges Bild ge Art und Weise, wie man dort schon vor und die deutsche Schule betämpite, der nen Buche. Erschredend ist der Haß der Das deutsch heißt. Obwohl sie widerwillig tsche Tüchtigkeit, deutschen Fleiß und dent tennen müssen, fämpfen sie trotzdem mit id Lüde dagegen an. Der Verfasser war cer; seine Darstellung ist darum wahrheits sei sehr empfohlen. Adamantius. ungen. Meine Jugend, von M. Maier ristlicher Volksdienst), Quellverlag, Stutt Pig. In schlichten, aber kraftvoll wieder Ollen Bildern ist hier eine Jugend gezeich enschen sich Wegleitung und wahre Lebens n. Ein treffliches Büchlein. njere Sonnenwelt ein technisches Bun Des Sonnensystems). Theod. Thomas Beret 3,-M. In diesem Buche versucht der ndig neue Kosmogonie aufzustellen, indem Itgeschehen auf elettrochemische Vorgänge Die Gedankengänge des Verfassers sind essant und geistreich. Die Lektüre des Besondere Kenntnisse werden nicht voraus angezogen zu sein, ist das Bestreben jeder n guter Berater„ Beyers Mode- Führer", Seiten die letzten neuesten Sommermodelle schlägigen Geschäften ist dieser zum Preise wo nicht, vom Verlag Otto Beyer, Leip haus. aul Christian klein in Gießen. en Teilzahlung erhalten Sie ein Presto * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität, zu billigstem Preis. Jakob Schupp, Gießen, Seltersweg 83. NWK WoLe NWK Taubenwolle acteste Zephiawolle um Sticken u. Häkeln Die Taube bürgt für Güte. Recall echältlich if Wunsch ezugsquellen achiveis durch: Norddeutsche Wollkämmerei 2 Kammgarnspinnerei Kontor Frankfurt a. M Taunusstr. 13/ Tel. Römer 1175 bin Klein, Glefen Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Sleueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr- Für Aufbewahrung oder Rüd. Jendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 40. Jahra Der Ueberfall auf den Eisenbahnzug in Mexiko. Bei Guadalajara in Merito ist ein Eisenbahnzug von Banbiten überfallen worden. Der Ueberfall stellt sich als eines der schwersten Verbrechen heraus, die je von merikanischen Banditen verübt worden sind. Die Zahl der Fahrgäste, die bei bem Ueberfall ihr Leben lassen mußten, steht noch nicht bestimmt feft. Jedenfalls ist der Verlust sehr hoch. Auch die Soldaten, die dem Zuge zum Schutze beigegeben waren, sind dem Anschlag zum Opfer gefallen. Inwieweit die Behauptung, baß der Ueberfall von Angehörigen der revolutionären Armee verübt worden ist, den Tatsachen entspricht, muß sich noch zeigen. Wir verzeichnen folgende Meldungen: ★ 187 Tote? Die Zahl der bei dem Raubüberfall auf den Eisenbahnzug bei Guadalajara getöteten Insassen wird auf 187 geschätzt. Nach ben amtlichen Angaben ist die Mehrzahl von ihnen lebendig verbrannt oder durch Bajonetts oder Messerstiche umgebracht worden. Dem widersprechen private Angaben, wonach bei 135 Leichen Schußwunden festgestellt wurden. Die aus 50 Mann Regierungstruppen bestehende Begleitmannschaft des Zuges wurde bis auf den letzten Mann niedergemacht. Wie die amtlichen Stellen mitteilen, ist der Zug von etwa 1000 Rebellen angegriffen worden. Der Kriegsminister Amoro leitet persönlich ihre Verfolgung. Oberst Talamentes ist von der Regierung zum Zensor für alle militärischen und politischen Nachrichten in der meritanischen Presse ernannt worden. Die Ueberlebenden des mexikanischen Eisenbahnattentats. Bei der Ankunft des Zuges, der die Ueberlebenden des Eisenbahnattentats nach Merito brachte, spielten sich herzzerreißende Szenen ab. Mehrere Personen sind infolge der erlittenen Mißhandlungen wahnsinnig geworden. Ungefähr 20 ganz fleine Kinder sind von den Banditen getötet worden. Zahlreiche Verwundete weisen äußerst gefährliche Verlegungen und Brandwunden auf. Eine Prämie auf Dschiang Kai scheds Kopf. Wie Evening Standard" aus Schanghai meldet, hat Dahiang Kai jched Kunfeng zum Finanzminister der Regierung Die fommunistische Regierung in von Ranting ernannt. Hantau soll eine Prämie von 250 000 Taels auf die Gefangennahme und 100 000 Taels auf die ermordung ves wenerals Dchiang Kai schet ausgesetzt haben. Der neue Außenminister von Nanking, Dr. Wu, erklärte den Krieg zwischen den Ertremisten und dem gemagigten Flügel der Nationalistischen Partei für unvermeidlich. Die Kommunisten verfügten über etwa 70 000 Mann in den Provinzen Hupei und Honan, die Streitkräfte Dchiang Kai schefs seien ihnen jedoch bedeutend überlegen. - Der demokratische Parteitag in Hamburg. Der siebente ordentliche Reichsparteitag der Deutschdemofratischen Partei wurde am Donnerstagmorgen in Hamburg durch eine Tagung des komunal- politischen Ausschusses eröffnet. Der Vorsitzende des Ausschusses, Landtagsabgeordneter ald Köln, begrüßte die zahlreich erschienenen Teilnehmer der Ver: jammlung. Das Ziel, die vorliegenden Fragen fünftig durch eine eigene demokratische Zeitschrift zu behandeln, sei erreicht. In den nächsten Wochen werde diese Zeitschrift herauskommen. Heute habe man sich zunächst mit dem Thema:„ Aufgaben des neuen Städtebaues" zu beschäftigen. Alle Fragen auf sozialer und staatspolitischer Natur drängen sich auf diesem Gebiete zu= sammen, sie müßten frei von jeder parteipolitischen Voreinge= nommenheit rein sachlich angefaßt werden. Darauf gab Abg. Fald dem Stadtbauamt Delsned( Altona) das Wort, der u. a. ausführte, daß der neue preußische Städtebau- Gesetzentwurf leider noch nicht zur Erledigung gekommen sei, weil man sich bisher auf Kernpunkte nicht einigen könne. Kein neuer Russenkredit. Ein Berliner Korrespondenz- Büro veröffentlicht unterm 21. ds. Mts. eine Meldung, nach der deutsche Banken mit Un terstützung der Regierung Rußland einen Kredit von 800 bis 1200 Millionen Goldmart zur Verfügung stellen sollen. Er erklärt, englische Handelskreise würden dadurch besonders überrascht, weil dieser Kredit erst in acht Jahren zurückzuzahlen sei. Von deutscher zuständiger Seite wird erklärt, daß diese Meldung von A bis 3 erfunden ist und daß in feiner Weise mit Rußland neue Kredite vereinbart worden sind. 80 Millionen Dollar- Anleihe für Polen. Die monatelangen Verhandlungen mit der polnischen Regierung über eine Anleihe zur Stabilisierung der Finanzen find zum Abschluß gekommen. Ein amerikanisches Konsortium wird den Gesamtbetrag von 80 Millionen Dollar demnächst auflegen. In den Aufsichtsrat der Bank von Polen soll ein amerikanisches Mitglied aufgenommen werden. Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Boftshedfonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Samstau, den 23 April 1927. Ein Moratorium bewilligt! Die Tokioer Regierung entschloß sich zur Einsetzung eines 21tägigen Moratoriums, das heute in Kraft tritt, mit Auss nahme der Kolonien. Die Auszahlung der Löhne, sowie die Rüdzahlungen der Schulden der Lokalbehörden und der kleinen Bankdepofiten werden vom Moratorium nicht beeinträchtigt. Japanische Großstadt durch Feuer zerstört. Japan ist am Donnerstag wieder von schweren Wirt schafts- und Naturkatastrophen heimgesucht worden. Eine schwere Feuersbrunst hat die Stadt Kanazawa mit 129 000 Einwohnern zerstört. Der Schaden an Gebäuden allein beträgt 5 Millionen Yen. Zahlreiche Personen sind ums Leben gekommen. Kredit zur Förderung des Kleinwohnungsbaues. Auf Anfrage des Rengsverbandes des deutschen Handwerks teilte der Reichsarbeitsminister zur Frage des Kredits zur Förderung des Kleinwohnungsbaues fürzlich folgendes mit: Der bereitgestellte Reichszwischentredit für erste Hypothe fen ist vom 1. Februar 1927 ab für den Bauherrn mit 6% v. 5. zu verzinsen; über eine weitere Herabsetzung verhandle ich mit dem Herrn Reichsminister der Finanzen. * Darmstadt die meisten Beamten. Wie Hessen den Reford inbezug auf die Steuerbelastung aufstellt, so kann die Stadt Darmstadt für sich in Anspruch nehmen, daß sie den Rekord aufstellt inbezug auf die Beamtenzahl. Nach einer Aufstellung des Statistischen Reichsamtes entfallen in den nachverzeichneten Städten auf je 1000 Einwohner auf die öffentliche Verwaltung folgende Beamte: Berlin. Hamburg München Dresden Stuttgart Bremen. Braunschweig Karlsruhe. Lübed. 43 Darmstadt 90 36 Dessau 39 48 Oldenburg. 57 43 Schwerin 87 39 Weimar 80 40 Detmold 60 38 Neustrelitz 83 67 Bückeburg. 59 37 Danach steht Darmstadt mit 90 Beamten auf je 1000 Einwohner an der Spitze der Landeshauptstädte. Es wird also in Darmstadt durchschnittlich jede zweite Familie von einem Beamten betreut. Damit läßt sich manches erklären und jeder Leser wird sich den Kommentar dazu selber machen können. Wochenrückblick. - Zwischen Moskau und China, man muß schon ge= neuer sagen Nordchina, wurden die diplomatischen Beziehungen abgebrochen. Sowjetrußland betont mit außerordentlicher Stärke immer wieder seine Friedfertigkeit, die militärische Verwicklungen ablehnt. Auch die südchinesische Regierung hat ihre Schmerzen. Ist es im Norden Rußland, das auf China hadt, so sind es im Süden die Schanghaier Mächte, e Genugtuung für die europäischen Opfer fordern. Die südchinesische Regierung hat eine Gegenrechnung aufgemacht, und nun wird man wohl oder übel verhandeln müssen. In Afrika breitet sich die Aufstandsbewegung im Riff weiter aus. Man spricht jetzt schon wieder von einem gemeinsamen Vorgehen von Frankreich und Spanien gegen die kriegslustigen Ureinwohner, die ihre Freiheit und den Krieg über alles lieben. Der albanische Konflikt nimmt weiterhin keinen Fortgang. Man wollte verhandeln, tam aber nicht weit, weil jeder Staat dem anderen mißtraut. Italien und Jugoslawien stehen sich wie zwei Kampfhähne gegenüber. Die Abrüstungsdebatte in Genf, die man mit viel schö= nen Worten tagelang durchgeführt hat, endete mit einem großen Fiasto. Es wollte jeder recht haben, und keiner abrüsten. Man spielt ja nur mit dem Abrüstungsgedanken. Im Ernst rüsten alle Staaten wieder für den Krieg, abgesehen vom abgerüsteten Deutschland. Wir haben getreulich diese Bestimmung des Versailler Vertrages erfüllt, und damit haben ja die anderen zunächst erreicht, was sie wollten. Alle schönen Reden können nicht darüber hinwegtäuschen. Nur ein Glüd war es, daß dieses Mal der deutsche Vertreter ziemlich unverblümt dieser Meinung Ausdruck geben konnte. Jm Deutschen Reich ist erfreulicherweise die Erwerbslosenziffer vom 1. März bis 1. April um 21,2 Prozent gefallen. Im hessischen Finanzausschuß wurden knapp vor Ostern noch Schulfragen erledigt, deren Behandlung schon jetzt deutlich erkennen läßt, daß man mit der Abbaumethode Schluß gemacht hat. - - ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Steuervorauszahlungsgesez Nr. 17. für das Rechnungsjahr 1927. Bis zur endgültigen Regelung der Steuergesetze für 1927 als da sind: das Gemeindeumlagengeseh, das Gezeg über die Neuordnung der Grund und Gewerbesteuer und das Son..t steuergesetz, hat der Landtag ein Zwischengeses angenommen, um die Unterbrechung in der Steuerzahlung zu verhindern. Danach sind die Steuern( bis auf die Sondersteuer) in ihrer seitherigen Höhe an den seitherigen Fälligkeitsterminen weiter zu zahlen. Die Sondersteuer ist in einem um 26 Prozent erhöhten Betrag zu zahlen. Den ieuerpflichtigen soll eine Benachrich tigung über den jeweils zu zahlenden Zietoetrag zugehen bis ordnungsmäßige Steuerzettel angefertigt werden können. Das Gesetz hat folgenden Wortlaut: Artifel 1. 1) Bis zur Zustellung der Landessteuerbescheide über Grundsteuer, Gewerbesteuer und Sondergebäudesteuer für das Rechnungsjahr 1927 sind zweimonatliche Vorauszahlungen auf diese Steuern in Höhe von je einem Sechstel der für das Rech nungsjahr 1926 auf Grund der erlassenen Gesetze und Verordnungen zuletzt festgestellten Jahresbeträge an Grundsteuer, Sondergebäudesteuer und vorläufiger Gewerbsteuer zu ent richten. Die Vorauszahlung an Sondergebäudesteuer erhöht sich um 26 v. H. des nach Satz 1 sich errechneten Betrages, falls der zugrundegelegte Steuerwert 7000 M übersteigt. 2) Steuerermäßigungen, die für das Rechnungsjahr 1926 bewilligt wurden, bleiben außer Betracht, es sei denn, daß die Gründe für die Ermäßigung zu Beginn des Rechnungsjahres 1927 fortbestehen. 3) Im übrigen gelten bis zum Erlaß von Gesetzen, durch welche die Erhebung der Grund, Gewerb und Sonder gebäudesteuer für das Rechnungsjahr 1927 endgültig geregelt wird, die Vorschriften der für das Rechnungsjahr 1926 erlassenen Gesetze und Verordnungen. Artikel 2. Die Vorauszahlungen nach Artikel 1 haben spätestens am 25. der Monate April, Juni, August, Oktober, Dezember 1927 und Februar 1928 zu erfolgen. Artikel 3. Die Ausfertigung von Steuervorauszahlungsbescheiden unterbleibt; dem Pflichtigen soll eine schriftliche Mitteilung über die Höhe der von ihm zu entrichtenden Vorauszahlung zugehen. Artifel 4. Macht ein Steuerpflichtiger glaubhaft, daß der bei der demnächstigen Veranlagung für das Rechnungsjahr 1927 voraus sichtlich festzusetzende Jahressteuerbetrag um mehr als ein Fünftel hinter der nach Artikel 1 für die Vorauszahlungen maßgebenden Steuerschuld zurückbleiben wird, so ist ihm der auf die einzelnen Vorauszahlungsraten entfallende Unterschiedsbetrag auf Antrag bis auf Zustellung des Steuerbescheids für das Rechnungsjahr 1927 zu stunden. Artikel 4 Absatz 2 des Ausführungsgesetzes zum Finanzausgleichsgesetz vom 27. März 1924 ( Reg.-BI. S. 169) findet feine Anwendung. Artikel 5. Soweit die bis zur Zustellung des Steuerbescheids für das Rechnungsjahr 1927 sich ergebenden Ratenbeträge an endgültiger Grund, Gewerb- und Sondergebäudesteuer die nach Artitel 1 bis zur Zustellung des Steuerbescheids zu leistenden Vorauszahlungen übersteigen, ist der Unterschiedsbetrag mit der nächsten nach Zustellung des Steuerbescheids fällig werdenden Rate zu entrichten. Soweit die bis zur Zustellung des Steuerbescheids für das Rechnungsjahr 1927 sich ergebenden Ratenbeträge an endgültiger Grund, Gewerb- und SondergebäudeSteuer hinter den nach Artikel 1 bis zur Zustellung des Steuerbescheids geleisteten Vorauszahlungen zurüdbleiben, ist der Unterschiedsbetrag auf die nächste nach Zustellung des Steuerbescheids fällig werdende Rate anzurechnen; ein etwa noch weiter überschießender Betrag ist zu erstatten. Artikel 6. 1) Der Minister des Innern ist ermächtigt, für das Rechnungsjahr 1927 anzuordnen, daß die Gemeinden berechtigt sind, bis zur Zustellung der endgültigen Steuerbesayetve die Grundsteuer, die Gewerbsteuer und die Sondergebäudesteuer vorläufig nach den Besteuerungsgrundlagen für das Rechnungsjahr 1926 zu erheben. Die Erhebung einer vorläufigen Gewerbsteuer vom land und forstwirtschaftlichen Anlage und Betriebskapital im Sinne des Artikel 7 Absatz 1 Ziffer 3 des Gemeindeumlagengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. August 1920 hat zu unterbleiben. Die vorläufigen Steuersäge bei der Sondergebäudesteuer dürfen für Gemeinden und Gemeindeverbände zusammen den Sag von 77 Reichspfennig je 100 Mart Friedens wert nicht übersteigen. Eine Gemeinde darf die Steuermerte des Grund- und Gebäudebesizes mit höheren Ausschlagssätzen als 15 Reichspfennig je 100 Mart Steuerwert der Gebäude und Bauplätze und 30 Reichspfennig je 100 Mart Steuerwert des land und forstwirtschaftlich genugten Grundbesiges nur dann belasten, wenn sie zusammen mit den Gemeindenverbänden an vorläufiger Sondergebäudesteuer den in Satz 3 genannten Höchstjaz erhebt. Den Steuerpflichtigen ist über die Höhe ihrer rorläufigen Steuerschuld ein Steuerbescheid zu erteilen. Gegen Sonnabend, den 23. April 1927. die vorläufigen Steuern ist ein Rechtsmittel insoweit nicht gegeben, als es sich gegen die Besteuerungsgrundlagen richtet. Im übrigen finden Artikel 1 Absatz 2, Artifel 4 Gazz 1 und Artikel 5 dieses Gesetzes, sowie die Vorschriften des Gemeindeumlagengejeges in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. August 1920 und der Verordnung, die Sondergebäudesteuer für das Rechnungsjahr 1926 betreffend, vom 10. März 1926 entsprechende Anwendung. 2) Für die Kreis- und Provinzialsteuern finden die Vorschriften des Abjazzes 1 und des Gesetzes, betreffend die Kreisund Provinzialumlagen, vom 28. März 1924 entsprechende Anwendung. Artifel 7. Mit der Ausführung dieses Gesetzes ist der Minister der Finanzen und, soweit Gemeinde, Kreis und Provinzialsteuern in Betracht kommen, der Minister des Innern beauftragt. Darmstadt, den 29. März 1927. gez. Ulrich. Selfisches Gesamtministerium. Henrich. D. Brentano. Gewerbsteuer. Raab. Der neue Entwurf enthält grundsätzliche Aenderungen gegen über dem unterm 27. November 1923 dem Landtag vorgelegten nicht, sondern bezwedt nur, die Vorschriften, die durch die inzwischen erfolgte Aenderung der Reichssteuergesetzgebung überholt wur den, insbesondere mit den Bestimmungen des Reichsbewertungsgefeges in Einklang zu bringen. Als Besteuerungsgrundlage ist der nach den Vorschriften des Reichseinkommensteuergesetzes und Körperschaftssteuergejeges vom 10. August 1925 zu ermittelnde Ertrag, und das gewerbliche Anlage und Betriebskapital( Gewerbefapital) vorgesehen. Grundlegend für die Bewertung des gewerblichen Betriebsvermögens( Gewerbefapital) ist nunmehr§ 4 des Reichsbewer tungsgesetzes vom 10. August 1925, der u. a. bestimmt: Sofern die Länder und nach Maßgabe der Landesgesetzgebung die Gemeinden die Grund- und Gebäudesteuer oder die Gewerbsteuer ganz oder zum Teil nach dem Merkmal des Wertes erheben, dürfen sie unterwerfen: der Gewerbsteuer: die wirtschatflichen Einheiten des Betriebsvermögens im Sinne dieses Gesetzes, soweit sich die Einheiten auf das Land oder die Gemeinden erstrecken. Auf Grund dieser Bestimmungen und im Interesse der Vereinfachung des Veranlagungsgeschäfts und der Steuerpflichtigen selbst ist daher bei dem vorliegenden Entwurf darauf Bedacht genommen worden, sich mglichst eng an die Vorschriften des Reichsbewertungsgesetzes wie auch des Einkommen- und Körperschaftssteuergesetzes anzulehnen, soweit nicht der Eigenart der Gewerbsteuer als Realsteuer durch besondere Bestimmungen Rechnung zu tragen war. Der Gewerbsteuer unterliegen die in Hessen betriebenen stehenden gewerblichen Unternehmungen und Rebenbetriebe gewerblicher Art. Als Gewerbebetrieb gilt jede auf fortgesetzte Gewinnerzielung gerichtete selbständige Tätigkeit. Die Annahme eines Gewerbebetriebs wird weder durch eine Unterbrechung der Tätigkeit, noch durch die nur einmalige Ausübung der Tätigkeit ausgeschlossen, wenn anzunehmen ist, daß die Tätigkeit bei sich bietender Gelegenheit wieder aufgenommen oder wiederholt wird. Von der Gewerbesteuer sollen befreit sein: a) Entsprchend der in Preußen vorgesehenen Vorschrift Molfereigenossenschaften, Winzervereine und andere Vereinigungen zur Bearbeitung und Verwertung der selbstgewonnenen landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Erzeugnisse der Mitglieder unter denselben Vorausjegungen, unter denen auch der Geschäftsbetrieb des einzelnen Mitglieds hinsichtlich seiner selbstgewonnenen landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Erzeugnisse von der Gewerbesteuer befreit ist. b) Betriebe, die ausschließlich wohltätigen oder gemeinnütigen Zweden dienen. c) Die öffentlichen Spartassen entsprechend der seitherigen Regelung, wenn sie ihre verfügbaren Ueberschüsse nur zu wohl tätigen oder gemeinnützigen Zweden verwenden, oder in öffentliche Kassen fließen lassen. d) Die Ausübung eines amtlichen Berufs, einer künstleri schen, wissenschaftlichen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erziehenden Tätigkeit, es sei denn, daß damit der Betrieb beDer Vorstoß in den Weltenraum. Zur richtigen Einstellung für den Leser muß vorweg gesagt werden, daß es sich hier nicht um eine Phantasie, sondern um wohldurchdachte technische Vorschläge handelt. Jules Verne mit der Reise zum Mond und Kurt Lazwizz( Auf zwei Planeten") werden also nicht ins Phantastische gesteigert, sondern das Phantastische ist Ergebnis der Technik. Bei Max Valier näm lich, der eine Schrift unter dem obengenannten Titel( Verlag R. Oldenbourg in München) herausgegeben hat. Aber auch er darf nicht als einzelner angesehen werden, der sich unmaßgeblich errechnete, wie es wohl einmal werden könne. Er stützt sich vielmehr auf zwei andere Autoren, die beide voll und ernst genommen sein wollen: den Amerikaner Professor Goddard und den deutschen Ingenieur Professor Oberth. Sie alle haben gerechnet und sind zu dem Schluß gekommen, daß die technischen Mög= lichkeiten, die zu einer Abfahrt von der Erde und zu einer Landung ,, drüben", d. h. zunächst auf dem Monde, gehören, durchaus gegeben sind. Die größte Schwierigkeit liegt nun darin, den Bannkreis der Schwere zu durchbrechen. Man erinnert sich jenes fabelhaften Heeresberichts aus dem Krieg: die Festung Paris wurde heute auf 120 Kilometer Entfernung durch unsere Ferngeschütze beschosjen. Wie war das möglich? Dadurch, daß die Geschosse in sol= che Höhe hinaufgeschleudert wurden, daß sie im luftdünnen Raum bei geringstem Luftwiderstand dahinfuhren und ihr Ziel dann in faufendem Fall erreichten. Denn noch unterliegen auch die Geschosse der Anziehung durch die Erde. Wer in den Weltraum hinaus will, muß deshalb von dieser frei werden ,,, los tommen: wie das kleine Beiboot vom Ozeandampfer. Dann erst kann er sich dem jenseitigen Himmelstörper nähern! Der Aufstieg zu solcher schwerefreien Höhe ist aber nur bei einer An fangsgeschwindigkeit des Geschosses von rund 120 000 Metern in Gickener Zeitung" sonderer Anstalten oder Unternehmungen verknüpft ist. Entsprechendes gilt für die Ausübung des Berufs der Rechtsanwälte, der Aerzte, der Tierärzte, der Zahnärzte, der staatlich geprüften Dentisten sowie der Geometer, der Martscheider, der Heilgehilfen und Hebammen.( Auch diese Borschrift entspricht im wesentlichen der seitherigen Gesetzgebung.) Der Minister der Finanzen trifft nähere Bestimmungen über den Begriff der Wohltätigkeit und Gemeinnützigkeit. Die durch besondere Gejeze und Verordnungen oder durch besondere Vereinbarungen mit anderen Ländern bewilligten Steuerfreiheiten bleiben unberührt. Das Gewerbetapital umfaßt jämtliche wirtschaftliche Einheiten des Betriebvermögens im Sinne des Reichsbewertungsgesetzes vom 10. Auguft 1925. Den wirtschatflichen Einheiten des Gewerbekapitals find jolche Gegenstände oder Teile von ihnen hinzuzurechnen, die dem Betrieb dienen, aber nicht im Eigentum des Betriebsinhabers stehen und bei der Feststellung des Einheitswerts des gewerblichen Betriebs nach Maßgabe des Reichsbewertungs gesetzes nicht zu berüdfichtigen find; dies gilt nicht, insoweit die Gegenstände der Grundsteuer unterworfen sind. Bon dem Bruttowert des Gewerbekapitals dürfen die unmittelbar aus dem laufenden Geschäftsbetrieb herrührenden Schulden in Abzug gebracht werden, jedoch nur in Höhe des Wertes der Borräte zum Bertauf bestimmter Waren, der dem Gewerbebetrieb dienenden Rohstoffe aller Art einschließlich der in Bearbeitung befindlichen Stoffe, der dem Gewerbe dienenden Borräte an barem Geld, Wechseln, Wertpapieren sowie der vom Gewerbebetrieb herrührenden Attivausstände einschließlich der im Kontoforrent laufenden Guthaben. Nr. 17. Maßgebend für die Feststellung des Ertrags ist das Durchschnittsergebnis der letzten drei Kalenderjahre, welche dem Rechnungsjahr vorausgehen, für das die Steuer veranlagt wird. An die Stelle des Kalenderjahres tritt bei Unternehmungen, die Geschäftsbücher führen, und für ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr reeglmäßig Abschlüsse machen, das in Wird der Ge diesem Kalenderjahr endende Geschäftsjahr. werbeertrag für einen fürzeren oder länegren Zeitabschnitt als 12 Monate festgestellt, dann ist er auf 12 Monate umzurechnen. Der nach den Vorschriften des Gesetzes ermittelte Ertrag tommt für im eigenen Betrieb tätige Unternehmer wie folgt in Anjazz: für die ersten vollen 1000 RM. mit 10 v. H.; für die weiteren angefangenen oder vollen 1000 RM. mit 30 v. H.; für die weiteren angefangenen oder vollen 1000 RM. mit 60 v. H.; für die weiteren angefangenen oder vollen 2000 KM. mit 80 D. 5.; für den Reft mit 100 v. H. Comabend, ben 23 April 1927. und reich Schon Fürst Bismard hat im Oftob Richen Abgeordnetenhause die bemerkenswe propen: Der Handwerkerstand bildet den K standes, dessen Bestehen für ein gesundes Sta merdig ist, dessen Erhaltung mir vollkommen ef heint, wie die Schaffung eines freien Bauern fang dieses Jahrhunderts, derzuliebe man sich ni Gingriffe in Recht und Eigentum zu machen." Versuche zur Förderung des Handwerks find beit und Gegenwart vielfach gemacht worden. B es fich die gejehlichen Vertretungen des Handw angelegen fein laffen, nicht nur praktische Borse Siehung den gefeggebenden Körperschaften zu n Selbsthilfemaßnahmen zu treffen. Ich w Rahmen dieses Auffages versagen, die eine oder werts oder Gewerbekammer, auf diesem oder befonders hervorzuheben. Wohl aber will ich n mauen Kenntnis der gesamten Verhältnisse feſtſt Semmern nach Kräften bemüht gewesen sind, ken. Dabei sind sich die Kammern durchau melen, daß zu den Säulen Staates ein ye ihaftsleben gehört, daß das deutsche Handwerk a Berders mit diesem verknüpft ist. Die Sicherste tunft des Handwerks würde freilich erschwert es nicht von seinen eigenen inneren Todfe Misgunit, Gleichgültigkeit, Mißtrauen und Es fehlt aber auch dem Handwerk an Geschlossent Kampfbereitschaft, Mitarbeit, Standesgefühl und Selbithilfe Es ist eine Binjenwahrheit, daß das bei energischer Gemeinschaftsarbeit gedeihen kann. en die wertvollen Kräfte, die im Handwerk ste afgefammelt, die Lücken geschlossen und die F vrden müffen. Nach meiner Auffassung ist das Waterboden für Deutschlands Gejundung. Es Selle der jittlichen Volkskraft, weil die Eige riebes den Inhaber täglich die Erfahrung ma bei Gründung, Führung, Erhaltung und Ausbau die Bersönlichkeitswerte des Geistes, Gewissens glei wertvoller find, als das in seine Hand Gut. Als wichtigite Quelle der wirtschaftlichen Das Handwert: Dies gilt nicht für Unternehmer, die mit ihrem Einkommen der Körperschaftssteuer unterliegen. Bei einem Gewerbeertrag von weniger als 1000 RM. wird eine Gewerbsteuer vom Ertrag nicht erhoben. Für das Veranlagungs, Erhebungs-, Rechtsmittel- und Strafverfahren gelten die Vorschriften der Reichsabgabenord nung. Als Veranlagungsbehörden sind die Finanzämter vor gesehen, denen die Unterlagen für die Veranlagung zur Ver fügung stehen. Ausgenommen von der Gewerbsteuer sind die Gegenstände, gelung der Gewerbsteuer gleichzeitig die Aufgabe der endgültigen die der Grunditeuer unterliegen. Das ermittelte Gewerbetapital wird angesetzt: für die ersten 2000 RM, mit 50 v. H.; für die weiteren angefangenen oder vollen 2000 RM. mit 80 v. 5.; für den Rest mit 100 v. 5. Beträgt das Gewerbetapital weniger als 500 RM., so wird eine Steuer von dem Wert des Gewerbekapitals nicht erhoben. Von dem festgestellten Gewerbeertrag wird der Ertrag der jenigen Teile des Gewerbekapitals abgesetzt, die nicht der Gewerb steuer unterliegen; läßt sich dieser Ertrag nicht ohne weiteres feststellen, so werden 4 v. 5. ihres für die Grundsteuer maß gebenden Wertes vom Gewerbeertrag abgesetzt. Abweichend von den Bestimmungen des Eintommen und Körperschaftsteuergesetzes gehören zu den abzugsfähigen Betriebsausgaben nicht: a) die Zinsen für die nicht unmittelbar aus dem laufenden Geschäftsbetrieb herrührenden Schulden; Der vorliegende Entwurf stellt sich neben der künftigen ReRegelung der Gewerbsteuer vom Ertrag für 1925, da die für 1925 geleisteten Zahlungen nur als vorläufige gedacht waren, über die nach Abschluß der Einkommensteuerveranlagung für 1925 wie a. a. D. bestimmt ist, abgerechnet werden sollte. In soweit war den Bestimmungen über die Besteuerung des Ertrags rüdwirkende Kraft vom 1. April 1925 ab zu verleihen. Ueber die finanzielle Auswirkung des Entwurfs fönnen auch nicht annähernde Angaben gemacht werden, da mangels Vor liegens jeglicher Unterlagen nicht zu übersehen ist, wie sich die Borschriften und Ausführungsbestimmungen des Reichsbewer tungsgesetzes in der derzeitigen Fassung, wie auch des vorliegen den Entwurfs auswirken werden. Ueber die Höhe der demnächst jährlich durch Gesetz zu bestimmenden Steuersäge tönnen auch zurzeit noch keine Angaben gemacht werden. b) die Gewerbesteuern, soweit sie aus dem Ertrag bezahlt abgesehen werden. Eine Abänderung der bisherigen Vorschrif oder in der Bilanz zurückgestellt sind; c) der Miet- und Pachtzins für das dem Gewerbebetrieb dienende, gemietete und gepachtete bewegliche Betriebsvermögen; d) bei Vereinigungen zum gemeinsamen Einkauf von Lebensmitteln oder hauswirtschaftlichen Gegenständen im Großen und zum Absatz im Kleinen der sogen. Kundengewinn, soweit dieser 5 v. H. der auf die Waren geleisteten Barzahlungen übersteigt; hierbei macht es teinen Unterschied, ob der Kundengewinn den Mitgliedern oder Nichtmitgliedern gewährt wird; e) die Grunderwerbssteuer nebst zuschlägen; f) die Kosten der Ausgabe von Aktien und sonstigen Gesellschaftsanteilen, soweit sie nicht aus dem Emissionsagio gebedt werden; g) die Bezüge der Gesellschafter der offenen Handelsgesell schaft, der Kommanditgesellschaft, der Gesellschaft mit beschränkter Haftung und der persönlich haftenden Gesellschafter der Kommanditgesllschaft auf Aktien für die ihrer Gesellschaft geleisteten Arbeiten und Dienste; h) von den Körperschaften entrichtete Körperschaftssteuer sowie die ihren Vorstandsmitgliedern, Geschäftsführern und sonstigen Beamten, Angestellten und Arbeitern ohne Erfüllung eines Rechtsanspruchs gewährten Anteile am Jahresgewinn, ferner die den zur Ueberwachung der Geschäftsführung verfassungsmäßig bestellten Personen( Mitgliedern des Aufsichtsrats, des Grubenvorstandes, des Gewerkschaftsrats, des Verwaltungsrats usw.) gewährten Vergütungen jeder Art. der Sekunde möglich. Das muß zunächst erst einmal geleistet werden. Valier prüft die einzelnen Wurfmöglichkeiten u. tommt von der Schleuder( dem alten Katapult ähn...) zu den mo= dernen Geschützen und zuletzt zu den Raketen, die deshalb am vorteilhaftesten sind, weil sie 1. als Doppel- und Dreifachrakete ciner letzten Ratete schon einen Aufstieg jenseits des größien Luftwiderstandes gestatten und daher die theoretische Anfangs= geschwindigkeit nicht gleich von Anfang entwideln müssen, und 2. weil sie ihren Betriebsstoff mit sich führen und nicht nur als ..Geschosse" in den Raum hinausgehen. So kommt er zuletzt zum Raumschiff, das nach vielen Versuchsschüssen drüben zu landen rermag. Bei günstigen Verhältnissen auf dem Monde würde dieser dann erst zum Sprungbrett ins Weltall hinaus.„ Günstig" bedeutet in diesem Zusammenhang: is muß vorhanden jein( wie man jetzt ja allgemein annimmt, daß das tatsächlich der Fall ist), d. h. Wasser und Sauerstoff müssen gewonnen werden können, um Lebensbedingungen und neuen Betriebsstoff zu gewährleisten. Nun erst ist der eigentliche Vorstoß möglich geworden, der aber immer ein Vorstoß bleiben wird, denn wir müßten zuletzt mit Lichtgeschwindigkeit fahren, um im Bereich eines Menschenlebens unsere nächsten Nachbarsterne auch nur umfreifen zu können; ihren Feuergluten bis auf Anziehungsnähe zu nahen, hießze das Raumschiff in ihre glühende Masse verurteilen. Das alles trägt Valier mit jener festen Begründung vor, die ihm seine Zahlen und die Beherrschung aller technischen Mittel erlauben. Da nur wenige das alles werden nachprüfen fönnen, so gibt man sich den Vorstellungen gern gefangen. Es ist ja nicht gesagt, daß es gerade so kommen muß, wie Balier es sieht. Es kann auch anders geschehen. Aber nur dadurch ist es überhaupt möglich, daß eine allgemeine Welle solcher Arbeiten und Erörterungen über die Erde geht und daraus eines Tages die rechte Entscheidung geboren wird. Gerade wie da mals, als die Gelehrten die Kugelgestalt der Erde, die theore Nachdem in allen übrigen Ländern die Gewerbsteuer 1926 geregelt ist, kann, zumal in Hessen, wie oben erwähnt, die Ge werbsteuer für 1925 vom Ertrag, für 1926 vollständig als vor läufige erhoben wird, von einer Regelung, wie vorgesehen, nicht ten würde den gleichen Umfang einnehmen, ohne daß dadurch die Uebersichtlichkeit über die gesetzlichen Bestimmungen gefördert wird. Lediglich mit Rücksicht auf den schwebenden Finanzaus gleich zwischen Reich, Ländern und Gemeinden hat man sich ent schlossen, das Gesetz zu befristen, bis das in§ 8 des Gesetzes über den Finanzausgleich zwischen Reich, Ländern und Gemein den vom 10. August 1925( Reichsgesetzblatt I S. 254) vorge sehene Abänderungsgesetz verabschiedet ist. Zu gegebener Zeit wird zu prüfen sein, ob das hier vorge sehene Gesez den Erfordernissen noch entspricht, ob eine Ver längerung oder Umarbeitung geboten ist. Auf alle Fälle war Vorsorge zu treffen, daß bei den jetzt noch unübersehbaren Ver hältnissen eine Lüde nicht entsteht. Zukunftsaussichten des Handwerks. Von Reichstagsabgeordneten Synditus Budjuhn, Volkswirt, R. D. V., Charlottenburg. ( Nachdruck nur mit Zustimmung des Verfassers.) Die schwierige wirtschaftliche Lage des Handwerts tann von feiner Seite ernstlich bestritten werden. Ebenso steht zweifellos jest, daß für jedes Staatswesen ein lebensfähiger, zu friedener Handwerker und gewerblicher Mittelstand eine Na turnotwendigkeit bildet. Sind diese Stände doch der Haupt träger der staatlichen Autorität, der kommunalen Selbstverwal tung, das so unbedingt erforderliche Bindeglied zwischen arm tische Möglichkeit, um Erdteile und um die ganze Erbfugel felber herumzufahren, lange hin und hergewendet hatten, bis aus der gesamten Zeitströmung heraus die entscheidende Tat geboren wurde und der geographische Horizont eine ungemessene, bis da hin unvorstellbare Erweiterung erhielt. Derselbe Vorgang spielt u hier in bezug auf den Kosmos ab. Das aber bringt es mit sich, daß wir zu einem universellen Denten tommen, bei dem Landschaften, Länder, Erdteile fast verschwinden und die Erde als ein Ganzes vor uns ersteht, das in Beziehungen zu anderen Weltförpern tritt. Nun handelt es sich nicht mehr um einen Droschtenhalteplay, einen Bahnhof oder auch einen Flughafen, sondern um Prärien und Ozeane, Gebirge und Wüsten, die uns als Ausgangspunkte oder als Landungs stellen von Bedeutung sein können. 1. Die natürliche Schule der Werk- und Fachk 2. Der Qualitäts- und Gejwmadsarbeit. 3. Der Diener des persönlichen Bedarfs und Stelle der Massenbefriedigung. 1. Der Förderer der Sparsamkeit an Mater durch gute, langlebige Leistung. Leider ist auch das Handwerk von den B grogen Politik abhängig, zumal Wirtschaft us on einander zu trennen sind. Beweis hierf Tatsache, daß das Handwerk als erstes Opf Diktats den wirtschaftlichen Abgrund vor sich mögensjubstanz wurde besonders in steuerliche beansprucht, und mancher selbständige Handwe or einem Nichts. Dennoch sind die Zukunftsaussichten des heifnungslos, weil Deutschlands Zukunft we Ser Erhaltung und betriebstechnischen Wirts cines andwerks abhängt. Besonders wi ur Sefundung des Handwerks sind: Stram tütige Ausbildung, tadellose Arbeitsleistung Blid für die neuzeitlichen Erwerbsverhältnisse Der handwerkerlichen Arbeit durch verbesserte den und neue Maschinen, sparsamste Ausnutu und Abfallverwertung, vorbedachte Betriebsfi taltung aller tostenert, shenden Momente, siel Eifer gepredigt, aber noch wenig begri deterfeits braucht das Handwerk tatkräftige Dem Gebiete der Produktion und des Absatzes Das letzten Endes die Zukunft des Har eine zielbewußte, planmäßige Gewerbeförde merden kann, werde ich in einem weiteren periudhen. Magnahmen zur Förderung der Baut hessischen Landgemeinde Nach den von dem Herrn Minister für haft herausgegebenen Richtlinien soll im Si all einfegende Bautätigkeit die Verteilung de öffentlichen Mitteln noch vor Erlaß der er mungen in die Wege geleitet werden. Entg gen Berjahren sollen in diesem Jahre die B die Landgemeinden entfallen, nicht mehr Dem Aujtommen der Sondergebäudesteuer, so mitteln bestritten werden, deren Verzinsung Dem in Kapitel 10 des Staatsvoranschlag rag von 10 Millionen Reichsmark zur F mungsbaues erfolgen foll. Auf diese Weise lich machen, erheblich größere Mittel a tellen und daraus auch höhere Baudarlehen fall zu gewähren. Der Zinsfuß von 2 Pr gungsjah von 1 Prozent bleiben vorerst be und Tilgung beginnen jedoch mit dem auf genden 1. April, also am 1. April 1928. Die Finanzierung ist in folgender Weise 1. Eigenkapital 25 v. H. der Gestehungskos 2.1.5npothet bis zu 40 v. H. der Gestehun 3. II. Sapothef bis zu 35 v. H. der Gestehu Jeder Bewerber hat nachzuweisen, daß fapital von 25 v. 5. der gesamten Baukosten verfügt oder imitande ist, das fehlende Gel Die Erde wird zusammengerissen werden. Im Entdeckungs zeitalter waren die Eroberung jenseitiges Schätze und im An schluß daran die Eroberungstriege erst gegen die Fremden, dann der Eroberer untereinander die Folge. Was wird nunmehr die Folge sein? Neue Schätze? Oder vielleicht der Abbau derer, die wir besitzen, durch andere? Es sieht so aus, als ob die chemischen Stoffe die entscheidende Rolle spielen, da sie der interplanetarischen Verbindung dienen müssen. Auf welcher Teil des Erdbaues aber werden die Raumschiffe landen? Es ist immerhin lohnend, dem allen nachzuhängen, wenn der Wind die weißen Wolfen den blauen Himmel entlang führt oder die schweren Regenschiffe daherfahren und uns von oben her tränken. Doch auch in jener Zukunft werden die Menschen genau jo wie Sven Hedin, Ranjen, Drygalsti u. a. aus Wüsten und Eis steppen ihr Beobachtungsmaterial nach Hause bringen; dann erst recht muß es ein Heim und eine Heimat geben, wo man sitzen, brüten und rechnen fann und die großen Gedanken im Engen austragen, ehe sie in den unermeßlichen Raum reisen. Dr. Th. Scheffer. aber von dritter Seite zu beschaffen. Anger e 1. Hypothet bis zu 40 v. H. der Gestehun Kreditanstalt beschafft werden kann. Die zu v. 5. gibt die Hejjische Landesbank al Darlehen, das jedoch 3500 Mark je Wohnun Für Bauvorhaben von Schwerkriegsbesc mitmen finderreichen Familien, Lungenkran Str. 17. Feststellung des Ertrags ist das Durh gten drei Kalenderjahre, welche dem hen, für das die Steuer veranlagt wird. enderjahres tritt bei Unternehmungen, en, und für ein vom Kalenderjahr ab treeglmäßig Abschlüsse machen, das in ndende Geschäftsjahr. Wird der Ge fürzeren oder länegren Zeitabschnitt als Dann ist er auf 12 Monate umzurechnen. schriften des Gesetzes ermittelte Ertrag Betrieb tätige Unternehmer wie folgt in 1000 RM. mit 10 v. 5.; efangenen oder vollen 1000 S. mit efangenen oder vollen 1000 RM. mit efangenen oder vollen 2000 RM. mit 5. S. Internehmer, die mit ihrem Einkommen nterliegen. ertrag von weniger als 1000 RM, wird Ertrag nicht erhoben. ungs-, Erhebungs-, Rechtsmittel und Die Vorschriften der Reichsabgabenord gsbehörden sind die Finanzamter vor erlagen für die Veranlagung zur Ber twurf stellt sich neben der fünftigen Re gleichzeitig die Aufgabe der endgültigen Somabend, den 23. April 1927. und reich. Schon Fürst Bismard hat im Oftober 1849 im preuBijchen Abgeordnetenhause die bemerkenswerten Worte geiprochen: Der Handwerkerstand bildet den Kern des Mittelstandes, dessen Bestehen für ein gesundes Staatsleben so notwendig ist, dessen Erhaltung mir vollkommen ebenso wichtig erjcheint, wie die Schaffung eines freien Bauernstandes zu Anfang dieses Jahrhunderts, derzuliebe man sich nicht scheute, tief: Eingriffe in Recht und Eigentum zu machen." Versuche zur Förderung des Handwerks sind in Vergangenheit und Gegenwart vielfach gemacht worden. Besonders haben es fich die gesetzlichen Vertretungen des Handwerks von jeher angelegen fein lassen, nicht nur praktische Vorschläge in dieser Beziehung den gesetzgebenden Körperschaften zu machen, sondern auch Selbsthilfemaßnahmen zu treffen. Ich will es mir im Rahmen dieses Aufsatzes versagen, die eine oder andere Handwerks: oder Gewerbekammer, auf diesem oder jenem Gebiete besonders hervorzuheben. Wohl aber will ich nach meiner ge nauen Kenntnis der gesamten Verhältnisse feststellen, daß alle Kammern nach Kräften bemüht gewesen sind, ihr Bestes zu leiften. Dabei sind sich die Kammern durchaus bewußt gewesen, daß zu den Säulen Staates ein geoconetes Wirts ichaftsleben gehört, daß das deutsche Handwerk auf Gedeih and Berderb mit diesem verknüpft ist. Die Sicherstellung der Zu lunft des Handwerks würde freilich erschwert werden, wenn ce lich nicht von seinen eigenen inneren Todfeinden befreit: Reid, Misgunit, Gleichgültigkeit, Mißtrauen und Eigenbrödelei. Es fehlt aber auch dem Handwert an Geschlossenheit, Opfermut. Stampfbereitschaft, Mitarbeit, Standesgefühl und wirtschaftlicher Selbsthilfe. Es ist eine Binjenwahrheit, daß das Handwerk nur bei energischer Gemeinschaftsarbeit gedeihen kann. Darum wer Der die wertvollen Kräfie, die im Handwerk steden, zur Tat euer vom Ertrag für 1925, da die für traft gesammelt, die Lüden geschlossen und die Front verdichtet gen nur als vorläufige gedacht waren, werden müssen. Nach meiner Auffassung ist das Handwerk der der Einkommensteuerveranlagung für imt ist, abgerechnet werden sollte. Jn Mutterboden für Deutschlands Gesundung. Es ist die stärkste Quelle der jittlichen Volfskraft, weil die Eigenart des Be ungen über die Besteuerung des Ertrags riebes den Inhaber täglich die Erfahrung machen läßt, dazz 1. April 1925 ab zu verleihen. Auswirkung des Entwurfs fönnen aus bie Persönlichkeitswerte des Geistes, Gewissens und Leibes un bei Gründung. Führung, Erhaltung und Ausbau des Betriebes ben gemacht werden, da mangels Bor agen nicht zu übersehen ist, wie sich die hrungsbestimmungen des Reichsbewer eitigen Fassung, wie auch des vorliegen. werden. Ueber die Höhe der demnächst bestimmenden Steuersäge fönnen aus en gemacht werden. brigen Ländern die Gewerbsteuer 192% in Hessen, wie oben erwähnt, die Ge Ertrag, für 1926 vollständig als vor on einer Regelung, wie vorgesehen, nicht e Abänderung der bisherigen Vorschrif Umfang einnehmen, ohne daß dadurch die die gesetzlichen Bestimmungen gefördert Rüdsicht auf den schwebenden Finanzaus Ländern und Gemeinden hat man sich ent su befristen, bis das in§ 8 des Gesetzes eich zwischen Reich, Ländern und Gemein1925( Reichsgesetzblatt I S. 254) vorge esetz verabschiedet ist. it wird zu prüfen sein, ob das hier vorge gleich wertvoller sind, als das in seine Hand gegebene tote Sut. Als wichtigste Quelle der wirtschaftlichen Erneuerung ist bas Handwert: 1. Die natürliche Schule der Wert- und Fachkunst. 2. Der Qualitäts- und Gejugmadsarbeit. 3. Der Diener des persönlichen Bedarfs und Geschmads an Stelle der Massenbefriedigung. 4. Der Förderer der Sparsamkeit an Material und Arbeit burch gute, langlebige Leistung. Leider ist auch das Handwerk von den Vorgängen in der großen Politif abhängig, zumal Wirtschaft und Politik nicht on einander zu trennen sind. Beweis hierfür ist schon die Tatsache, daß das Handwerk als erstes Opfer des Friedens bittats den wirtschaftlichen Abgrund vor sich sah. Seine Vermögensjubstanz wurde besonders in steuerlicher Beziehung start beansprucht, und mancher selbständige Handwerfer stand plötzlich por einem Nichts. Dennoch sind die Zukunftsaussichten des Handwets nicht boifnungslos, weil Deutschlands Zukunft wesentli) mit von Ser Erhaltung und betriebstechnischen Wirtschaftsentwicklung cines yandwerks abhängt. Besonders wiige Erf rdernisse rfordernissen noch entspricht, ob eine Verur Gesundung des Handwerks sind: Stramme Organisation, rbeitung geboten ist. Auf alle Fälle war tüchtige Ausbildung, tadellose Arbeitsleistung und ein offener daß bei den jetzt noch unübersehbaren Ver Blick für die neuzeitlichen Erwerbsverhältnisse. Die Vertiefung nicht entsteht. per handwerkerlichen Arbeit durch verbesserte Handwerksmetho= ben und neue Maschinen, sparsamste Ausnutzung des Materials and Abfallverwertung, vorbedachte Betriebsführung unter Aus chaltung aller tostenert, shenden Momente, ist zwar oft mit ordneten Syndikus Budjuhn, Volkswirt aiel Eifer gepredigt, aber noch wenig begriffen worden. An.D. B., Charlottenburg. ussichten des Handwerks. r mit Zustimmung des Verfassers.) wirtschaftliche Lage des Handwerks tann rnstlich bestritten werden. Ebenso steht ür jedes Staatswesen ein lebensfähiger, zu r- und gewerblicher Mittelstand eine Nadet. Sind diese Stände doch der HauptAutorität, der kommunalen Selbstverwal ngt erforderliche Bindeglied zwischen arm n Erdteile und um die ganze Erdkugel sel ange hin- und hergewendet hatten, bis aus bererseits braucht das Handwert tatkräftige Unterstützung auf dem Gebiete der Produktion und des Absatzes seiner Erzeugnisse Das letzten Endes die Zukunft des Handwerks nur durch eine zielbewußte, planmäßige Gewerbeförderung sichergestellt werden kann, werde ich in einem weiteren Aufsatze klarzulegen versuchen. ,, Gießener Zeitung" benen aus ehemals deutschen Gebieten, die, wie bisher, bevor zugt zu berücksichtigen sind, tönnen bei der Verteilung der BauDarlehen Zusatzdarlehen bis zu 15 v. H. der Gestehungskosten der eigens zu benutzenden Wohnung gewährt werden. Sofern die verbilligten Baudarlehen zusammen mit der erststelligen Hypothet über 75 v. 5. der Gestehungskosten hinausgehen, ist für den Mehrbetrag aus öffentlichen Mitteln die Bürgschaftsleistung der Gemeinde erforderlich. Darlehen bis zu 75 v. H. brauchen nur dinglich ohne besondere Bürgschaftsleistung sicher gestellt zu werden. Das Verfahren bei Bewerbung um Baudarlehen und bei der Prüfung der Anträge bleibt unverändert bestehen. Die Anträge sind durch Vermittlung der Bürgermeisterei bei dem zuständigen Kreisamt einzureichen. Neuregelung der Invalidenversicherung. Jm Sozialpolitischen Ausschuß des Reichstages wurde am 26. März ein Initiativgesehentwurf der Regierungsparteien angenommen, wonach am 1. Juli folgende Lohnklassen und Beiträge für die Invalidenversicherung in Kraft treten sollen: Klasse: 1 Wochenlohn bis zu 6 Rmt. 2 von mehr als 6 bis zu 12 Rmt. Beiträge: 0,30 Rmt. 0,60 Rmt. 3 von mehr als 12 bis zu 18 Rmt. 0,90 Rmf. 4 von mehr als 18 bis zu 24 Rmt. 1,20 Rmf. 5 von mehr als 24 bis zu 30 Rmt. 1,50 Rmt. 6 7 von mehr als 30 bis zu 36 Rmt. von mehr als 36 Rmt. 1,80 Rmf. 2,00 Rmf. Es erscheint ratjam, etwa rüdständige Beitragsmarken bis zum genannten Termin zu fleben, da, wie dies früher der Fall, am 1. Juli mit Außertraftsetzung der alten Marken gerechnet werden muß. Lokales. Sonntagsgedanken. Plagen und Drangsale sind der Menschheit nachgefolgt, seit dem sich hinter dem ersten Menschenpaar das Tor des Paradieses geschlossen hatte. Von der Wiege bis zum Grabe flicht sich Schmerz in unser Leben. Ungetrübten Glüdes Gabe wurde feinem noch gegeben. Wenn jedes Menschen geheimes Weh ihm an der Stirne geschrieben wäre, wir wären oft zu Tränen bewegt für den, der heute Neid erregt. Aber viele, in deren Brust das Herz vor Leid will weinen, finden Trost darin, den anderen glüdlich zu scheinen. Für das leidenswunde Menschenherz ist die Zeit des Trostes gekommen. Doch Geduld im Leid, denn sie ist nicht die tatenlose Stille, die kraftlos trägt, was sie nicht ändern tann; sie ist nicht dies träge, müde Leben, dies Schleppen nur der Last von Tag zu Tag. Die Geduld ist Kraft, Stärke, Siegeswille, die überwindet. Geduld dringt durch, und sei's durch tausend Wunden; Sie läßt sie heilen, denn sie trägt sie still. Sie hat schon auf dem Weg ihr Ziel gefunden, Weil sie nichts and'res will. Sie hört nicht auf, zu glauben und zu lieben, Wenn alles schwindet, alles bricht und weicht. * Jetzt ist es noch Zeit. Maßnahmen zur Förderung der Bautätigkeit in den Zeit besteht noch für Tausende und Abertausende, die auf schier hessischen Landgemeinden. Rach den von dem Herrn Minister für Arbeit und Wirtchaft herausgegebenen Richtlinien soll im Hinblick auf die über= all einsetzende Bautätigkeit die Verteilung der Baudarlehen aus Smung heraus die entscheidende Tat gebott öffentlichen Mitteln noch vor Erlaß der endgültigen Bestim raphische Horizont eine ungemessene, bis do Erweiterung erhielt. mungen in die Wege geleitet werden. Entgegen dem bisheri gen Verfahren sollen in diesem Jahre die Baudarlehen, die auf ng spielt a) hier in bezug auf den Kosmos die Landgemeinden entfallen, nicht mehr unmittelbar aus gt es mit sich, das wir zu einem universelle dem Aufkommen der Sondergebäudesteuer, sondern aus Anleihe Dei dem Landschaften, Länder, Erdteile fait mitteln bestritten werden, deren Verzinsung und Tilgung aus Die Erde als ein Ganzes vor uns ersteht, das anderen Weltkörpern tritt. Nun handelt es bem in Kapitel 10 des Staatsvoranschlags eingestellten Betrag von 10 Millionen Reichsmart zur Förderung des Woheinen Droschtenhalteplaz, einen Bahnhof odet nungsbaues erfolgen soll. Auf diese Weise hofft man, es mög en, sondern um Prärien und Ozeane, Gebirge lich zu machen, erheblich größere Mittel als seither bereitzuns als Ausgangspunkte oder als Landungsstellen und daraus auch höhere Baudarlehensbeträge im Einzelzusammengerissen werden. Im Entdedungs gungssatz von 1 Prozent bleiben vorerst bestehen. Verzinsung tung sein können. fall zu gewähren. Der Zinsfuß von 2 Prozent und der Tile Eroberung jenseitiger Schätze und im Anroberungskriege erst gegen die Fremden, dann einander die Folge. Was wird nunmehr die Schätze? Oder vielleicht der Abbau derer, urch andere? Es sieht so aus, als ob die die entscheidende Rolle spielen, da sie der Verbindung dienen müssen. Auf welcher 5 aber werden die Raumschiffe landen? und Tilgung beginnen jedoch mit dem auf das Baujahr folgenden 1. April, also am 1. April 1928. Die Finanzierung ist in folgender Weise gedacht: 1. Eigenkapital 25 v. H. der Gestehungskosten einschl. Bodenwert, 2. 1. Hypothet bis zu 40 v. H. der Gestehungskosten, ßen Wolken den blauen Himmel entlang führt tapital von 25 v. H. der gesamten Baukosten einschl. Bodenwert hin lohnend, dem allen nachzuhängen, wenn 3. II. Hypothef bis zu 35 d. 5. der Gestehungskosten. Jeder Bewerber hat nachzuweisen, daß er über ein Eigennerfügt oder imitande ist, das fehlende Geld durch Selbsthilfe oder von dritter Seite zu beschaffen. Angenommen wird, daß die 1. Hypothet bis zu 40 v. H. der Gestehungskosten von jeder Kreditanstalt beschafft werden kann. Die zweite Hypothek bis u 35 v. 5. gibt die Hessische Landesbank als verbilligtes BauDarlehen, das jedoch 3500 Mart je Wohnung nicht übersteigen Regenschiffe daherfahren und uns von oben jener Zukunft werden die Menschen genau so Nansen, Drygalsti u. a. aus Wüsten und Eis achtungsmaterial nach Hause bringen; dann sein Heim und eine Heimat geben, wo man rechnen kann und die großen Gedanken im Dr. Th. Scheffer. , che sie in den unermeßlichen Raum reifen. jolf. Für Bauvorhaben von Schwerkriegsbeschädigten, Kriegerwitwen, kinderreichen Familien, Lungentranten und VertrieEs ist schon immer immer so: Nur der wird vom Glüd begünstigt, der ohne viel Bedenten und Erwägungen Gelegenheiten, wo sie sich bieten, beim Schopfe faßt. Freilich bedeutet dies nicht ein planloses Beginnen und ein Zugreifen, blindlings und ohne Bedacht. In bestimmten Fällen gibt es aber nur die eine Möglichkeit, gewisse Ueberlegungen anzustellen, die sich auf greifbare und reelle Dinge beziehen, dann aber heißt es handeln und sich nicht in seinem festen Entschluß von fruchtlosen Erwägungen über unbestimmbare Faktoren abbringen zu lassen. In einer solchen Situation befindet sich ohne weiteres jeder, der in der Erfüllung spezieller Wünsche auf das Zusammenwirten scheinbar zufälliger Fattoren angewiesen ist, insbesondere beim Losekauf von irgendwelchen Lotterien. Zur lächerlich billige Weise zu einem wertvollen Gebrauchsgegen stand, zu einer Ein- und Mehrzimmereinrichtung, zu einem Flügel, ja selbst zu einer wunderbaren Villa kommen wollen, eine sehr aussichtsreiche Möglichkeit hierzu. Die Hessische Krüp: pelheimbaulotterie, deren Gewinne von über 3600 größten Fir men aller Industriezweige der deutschen Voltswirtschaft in weit über das bei sonstigen Wohlfahrtslotterien übliche Maß hinausgehenden Anzahl gestiftet wurden, weist einen Gewinntoeffizient und damit einen solch hohen Grad von Wahrscheinlichteit der Erfüllung irgend eines geheimen Wunsches auf, den jeder von uns im Stillen hegt, daß niemand die Gelegenheit, diese Möglichkeit auszunuzen, vorübergehen lassen sollte. Freilich fann man nicht sagen, das Los, das du zichst, ist unbedingt ein Treffer, wenn auch die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist. Aber selbst im gegenteiligen Falle braucht man sich hinterher keinen Vorwurf zu machen:„ Das Geld habe ich zum Fenster hinausgeworfen." Denn es tommt ja den armen und elenden Menschenkindern zugute, die mit verkrümmten und verkrüppelten Gliedern ihr sicher nicht beneidenswertes Los tragen müssen. Wer solch bedauernswerte Wesen selbst längere Zeit zu beobachten und mit ihnen umzugehen Gelegenheit hatte, der sollte schon, ganz abgesehen von durchaus verständlichen Gründen der Erlangung eines persönlichen Vorteils, mit Rüdsicht auf seinen gesunden und wohlgebauten Körper fich feine Minute besinnen, Lose der Hessischen Krüppelheimbaulotterie zu laufen. Die Ziehung findet unwiderruflich am Donnerstag, den 5. Mai, statt. Der Loseverkauf endet mit dem 2. Mai, da die technischen Vorbereitungen zur Ziehung einige Tage Vorarbeit erfordern. Nuke daher in deinem eigenen und der Allgemeinheit Interesse die wenigen Tage aus und taufe Lose, denn jetzt ist es noch Zeit. Das Urteil im Gießener Betrugsprozeß. Nach 14tägiger Verhandlungsdauer wurde am Mittwoch in der Betrugsfache Stehling und Genossen das Urteil verkün Nr. 17. det. Es erhielten Stehling 2 Jahre 3 Monate Gefängnis, abzüglich 5 Monate 2 Wochen Untersuchungshaft( 143 Fälle), Zu= gehör 1 Jahr 6 Monate Gefängnis abzüglich 7 Monate 10 Tage Untersuchungshaft( 92 Fälle), Gernand 1 Jahr 6 Monate Ge fängnis abzüglich 12 Monate 25 Tage Untersuchungshaft( 67 Fälle), Römer 7 Monate Gefängnis( 22 Fälle), Siegfried Kah 3 Monate Gefängnis( 17 Fälle) und Jidor Kag 7 Monate Gefängnis einschließlich zwei anderen Strafen von je 3 Monaten ( 5 Fälle). Das Gericht sah bei allen Verurteilten als erwiesen an, daß sie bei ihren Bestellungen von Anfang an die Absicht hatten, nicht zu bezahlen und daß sie ihre Lieferanten hierüber getäuscht hatten, ferner, daß sie zum Zwede der Täuschung unrichtige Auskünfte über sich erteilt hatten. * Warnung vor verfälschten Reichsbanknoten zu 20 Rmt. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß in letzter Zeit von denen im Jahre 1926 in ganz Süddeutschland mehrfach aufge tauchten verfälschten Noten von 20 Rmt. auch hier vereinzelt vorgekommen sind. Merkmale: Die verfälschten Noten zu 20 Rmt. tragen durch Zerschneiden und wieder zusammengeklebt, zwei verschiedene Nummern und sind 10 bis 15 mm fürzer, weil aus 12 Noten 13 neue Roten zusammengestellt werden. Diese zwei Rotenteile werden in der Regel mit einem undurchsichtigen Gold oder Silberpapierstreifen als Brüde überklebt, wodurch das ehlen von 5 mm Notenbreite verdeckt wird. Bei weiterem Vorkommen solcher verfälschten Roten sind die Verbreiter unverzüglich der Polizei zu übergeben. Eine Belohnung vom Reichsbankdirektorium ist zugesichert. Persönliches. Der am hiesigen Amtsgericht tätige Justiz inspektor Karl Rahn ist zum geschäftsleitenden Justizinspek for bei dem Amtsgericht Lorsch ernannt worden.- Reallehrer Ludwig Hebermehl an der Oberrealschule wurde zum Reallehrer am Realgymnasium ernannt. * Kindesrettung. Am 20. April, mittags furz nach 12 Uhr, tamen vier Kinder eines hiesigen Arbeiters vom Philosophen wald und gingen dem Wiesenweg in Richtung Ostanlage zu. An der Wieseckbrüde spielten die Kinder noch eine Weile. Das fleinste Kind, etwa 12 bis 14 Monate alt, saß in einem Kinderwagen, den das Aelteste, etwa 13 Jahre alt, dicht an das Ufer stellte. Das Aelteste ließ es an der nötigen Aufsicht fehlen und spielte auf der anderen Seite der Brücke an dem Ufeer. Plötzlich fiel der Wagen mitsamt dem Kinde in die dort ziemlich start strömende Wiesed. Auf das Geschrei der Kinder wurde ein zufällig des Weges herkommender Polizeiwachtmeister, welcher von seinem Gartenland sich auf dem Heimwege befand, aufmerksam und eilte sofort an die Stelle. Das Kind war schon etwa 30 Meter weiter fortgetrieben wor den. Dasselbe wurde von dem Beamten sofort herausgeholt und seiner Mutter gebracht. Es wurde in letzter Zeit die Wahrnehmung gemacht, daß dort öfters Kinder an der Brüde spielen, ohne daß hier für genügende Aufsicht gesorgt ist. El tern und sonstige Personen, denen Kinder anvertraut werden, möge dieser Vorfall zur Warnung dienen und stets bedacht sein, für genügende Beaufsichtigung der Kinder Sorge zu tragen. * Allerlei Diebstähle( Bauhütteneinbrüche). In letzter Zeit( vom 16. bis 19. April 1927) wurden in der verlängerten Friedrichstraße und Frankfurterstraße einige verschlossene Bau hütten( Aufenthaltsräume für die Bauarbeiter) gewaltsam er brochen und nachstehende Sachen entwendet: 3 blaue Hosen, 1 Schlageisen( Vierkantstahl), 1 gestridte, schwarze Unterjace, fast neu, 1 Rudjad, 1 Handtuch, 1 Schürze, 1 neuer blauer Anzug, 1 blaue Jade, 2 Pädchen Mullbinden, 1 Zweimeter- Zollstod und Einhalb- Metermaß. Vor Ankauf dieser Sachen wird hiermit gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen, welche zur Ermittlung des Täters führen, nimmt die Kriminalpolizei Gießen entgegen. * Resseediebstähle in der Kolonialwarengroßhandlung 6. Seit einiger Zeit hat hier ein wohnhafter Mann mit seiner Haushälterin in hiesiger Gegend einen Hausierhandel mit ge branntem Kaffee betrieben. Der Kaffee war von guter Qualität und wurden 2, bezw. 2% Pfund für fünf Mark verkauft, sodaß die Kundschaft immer größer wurde, wodurch die Ver fäufer gute Einnahmen hatten. Ueber die Herkunft des Kaf fees wurden zweifelhafte Angaben gemacht, deren Nachprüfung zu feinem Ergebnis führten, da der Lieferant, der angeblich in Frankfurt wohnen sollte, nicht ermittelt werden konnte. Durch die Kriminalpolizei wurde jedoch der gutgehende Kaffeehandel im Auge behalten. Da in der Nacht zum 15. April 1927 in einem hiesigen Kolonialwarenlager einwandfrei Dieb stahl von gebranntem Kaffee( Bohnenkaffee) festgestellt wurde, wurden am 16. ds. Mis. in den frühen Morgenstunden die Ermittelungen durch die Kriminalpolizei erneut aufgenommen. Eine vorgenommene Durchsuchung der Wohnräume und eine Absuchung der nächsten Umgebung war von Erfolg. Zwischen dem Wohnhaus und einem anderen Gebäude lag in einem Zwinger ein Gad mit etwa 80 Pfund Bohnentaffee, welcher beschlagAuch gegen Teilzahlung 170 erhalten Sie ein Presto * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität, zu billigstem Preis. Verkauf durch: Jakob Schupp, Gießen, Seltersweg 83. Sonnabend, den 23. April 1927. nahmt und von dem rechtmäßigen Eigentümer anerkannt wurde. Daraufhin wurde der bereits vorbestrafte Mann mit seiner Haushälterin vorläufig festgenommen und dem Gericht Von zugeführt und beide in Untersuchungshaft genommen. der Wohnung des Täters bis zum Tatort führt ein 28 Meter langer schmaler Zwinger. Durch diesen ist er zur Mitternachtzeit in das Kaffeelager, offenbar durch ein kleines Loch in dem Lagergebäude in dieses eingedrungen und hat nach Bedarf dort seine Diebstähle ausgeführt und so den guten billigen Kaffee im Haulierhandel abgejezt. Personen, welche hier und in hiesiger Umgegend von derartigem Kaffee täuflich erworben haben, werden ersucht, der Kriminalpolizei Gießen Meldung zu erstatten. Die Ermittlungen in dieser Richtung sind bereits im Gange. I Borsicht mit Gaslampen. Wie sehr Vorsicht mit Gaslampen geboten erscheint, zeigt ein Fall, der sich am Donners tag in Darmstadt ereignete. Ein Oberjustizrat hat sich infolge Ausströmens von Gas an einer undichten Gaslampe, die im Schlafzimmer auf dem Nachttische stand, während des Schlafes eine so schwere Vergiftung zugezogen, daß er in bedenklichem Zustande in das städtische Krantenhaus übergeführt werden mußte. Das italienische Bazvijum. Rach Bereinbarung mit dem italienischen Generaltonjulat zu Frankfurt a. M. ist die Deutschland Schweiz- Italien- Reise- und Transport- A.- 6. Filiale Frankfurt a. M., Neue Mainzer Straße 24, Ede Kaiserstraße, die einzige amtlich autorisierte Vermittlungsstelle, die das italienische Paßvisum zu den amtlichen Gebühren besorgt. * Schonprämien für seltene Raubvögel. Unsere Raubvögel sind wegen ihrer Seltenheit zum größten Teil Naturdenkmäler geworden, jodaß das Gesetz sich ihrer angenommen hat. Die Berminderung läßt sich auf mehrere Ursachen zurückführen: Einerseits tötet man sie aus Unfenntnis und Schießluft, wie auch nach dem sogenannten Nüglichkeitsprinzip, andererseits trägt die Kultivierung der Landschaft bei, ihre Bestände zu lichten. Nach den verschiedensten Gesetzen sind fast alle Raub vögel geschützt. Der Bund für Vogelschutz e. V. Stuttgart ist bestrebt, die Abnahme der Raubvögel zu verhindern; er will das Gesetz durch Schonprämien unterstützen. Die zu schützenden Bögel sind: Adler, Uhu, Kolrabe, Wanderfalt, Baumfalt, Wespenbussard, Korn- und Wiesenweihe, Waldohreule, Sumpfohrcule und Milane. Die Anmeldung muß an den Vorsitzenden der Ortsgruppe Groß- Berlin des Bundes für Vogelschutz e. V., Herrn Major a. D. Wegner, Berlin, S. 42, Oranienstraße 68, gehen. Bund für Vogelschutz e. V. Stuttgart. * Der Verband der Vereine ehemaliger 46er weiht am 29. Mai ds. Js. sein Denkmal für die im Weltkriege gefallenen Kameraden in Freystadt( Niederschlesien) ein. Anfragen an Kamerad Spielvogel in Berlin W. 30, Habsburger Straße 11. Hermes Bruch b ilung leger von Aerztekommissionen bestätigt, ohne Operation, ohne Berufsstörung! sodaß selbst Aerzte sich und ihre Familien von uns behandeln lassen. Oeffentliche Danksagungen: Dem„ Hermes", Aerztlichem Institut für orthopädische Bruchbehandlung Hamburg, bestätige ich, daß mein Bruchleiden durch Ihre Methode vollständig geheilt ist. Kann jede Arbeit unbeschwert verrichten. Mit dantbarer Hochachtung B. Grohmann, Neugersdorf, 23. 7. 26. Ein Bruchband trage ich nicht mehr. Ich kann jedem Jhre Methode nur empfehlen. G.Bertram, Oschers= leben, 25. 7. 26. Bestätige, daß das Bruchleiden meines Sohnes vollständig geheilt ist, Beschwerden im Turnen usw. nicht zu verzeichnen. A. Tiege, Neu- Silbersdorf, 31. 7. 1926. Úeber 100 amtlich beglaubigte Zeugnisse Geheilter liegen vor. Sprechstunde unseres approbierten, speziell ausgebildeten Vertrauensarztes in: Gießen, Bahnhofs- Hotel Lenz, Mittwoch, 27. April, von 9-1 Uhr und von 2-7% Uhr. ,, Gießener Zeitung" Bruchleidende, beachtet die im heutigen Anzeigenteil sich befindende Ankündigung des ärztlichen Instituts„ Hermes", Hamburg. Aus Nah und Fern. Friedberg. Ein Unterwachtmeister der hiesigen Bereitschaftspolizei hat seinem Leben durch Erschießen ein Ende ge macht. Die Gründe sollen in rein persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen zu suchen sein. Friedberg. Der 19jährige Sohn eines hiesigen pensionierten Bahnbeamten unternahm mit mehreren Kameraden eine Radtour. Auf der Fahrt von der Rapersburg nach Pfaffen= wiesbach verlor der junge Mann die Gewalt über das Rad 2nd stürzte. Er brach das Genid und war sofort tot. Friedberg. Der Berkehrsverein teilt mit, daß kürzlich die Stadt Friedberg ein größeres Anwesen zu Ausstellungszweden gekauft hat. Das Anwesen liegt mitten in der Stadt. Die großen überdedten Räume eignen sich besonders zu Ausstellungszweden. Neben diefen gededten Räumen befindet sich noch anschließend ein sehr großer freier Platz, der zu weiteren Ausstellungen sehr geeignet ist. In Friedberg haben bis jetzt solche geeignete Räume gefehlt. Darmstadt. Der Finanzausschuß des Landtags hat in jeiner Donnerstag- Sigung eine Regierungsvorlage angenommen, durch die die Wiederherstellungsarbeiten am Mainzer Dom durch ein Darlehensverhältnis zwischen Reich und Staat geregelt werden. 3,5 Millionen Defizit im Mainzer Haushaltsplan. Mainz. Der Haushaltsvoranschlag der Stadt Mainz schließt für das Rechnungsjahr 1926-27 mit einem Fehlbetrag von über 3½ Millionen ab. Der gesamte Steuerbetrag, der aus der Reichstasse und vom Lande Hessen der Stadt zurücküberwiesen wird, beträgt 7 305 260, der gesamte Bedarf der Stadt 11 948 786 Mart. Aus dem Ueberschuß des Jahres 1924 stehen noch zur Verfügung 800 000 Mart, außerdem werden abgesetzt 185 000 Mart, die als Folge des neuen Finanzausgleichs eingehen wer den, weiterhin wird die Beteiligung der Städte an der Erhöhung der Sondergebäudesteuer berüdsichtigt, sodaß der genannte Fehlbetrag übrig bleibt. Weglar. Durch Stiftung ist die Stadtverwaltung in die Lage versetzt worden, den allen Lahntalwanderern bekannten Aussichtsturm auf dem Kalsmunt, sowie den Turm auf dem Stoppelberg zu renovieren bezw. neu zu errichten. Weziar. Vor einiger 3eit tonnten die Optischen Werke Hensoldt& Söhne ihr 75jähriges Geschäftsjubiläum feiern. Die Erzeugnisse der Werke auf dem Gebiet der Präzisions- Optif sind weit über die Grenzen Deutschlands bekannt und berühmt geworden. Der Leiter des Wertes ist Dr. Karl Hensoldt, dem der Wiederaufstieg des Werkes nach der Kriegs- und der vielleicht noch schwereren Nachkriegszeit in erster Linie zu danken ist. 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In der letzten Zeit wurde allenthalben diese bedeutungsvolle Frage für Stadt und Bürgertum be sprochen. Im Mittelpunkt der ganzen Erörterungen steht die Frage nach geeigneten Unterkunftsmöglichkeiten. Um dem un liebsamen Zustande abzuhelfen, wäre es notwendig, wenn die Stadt eine vollkommene Renovation des st.., en Kurhauses vornehmen würde. Koblenz. Die Einweihung des Görres- Dentmals ist auf das Jahr 1928 verschoben worden. Neue Bücher. Weglarer Heimathefte. 3. Folge. Verlag Scharfes Drude reien K.-G. Wetzlar. Auch dieses Heft enthält, wie die bereits erschienenen, ein schönes Stüd heimatlicher Geschichte. Beson ders sei der Artikel von Dr. H. Richter über„ Die ältesten menschlichen Siedlungen im Flußgebiet der Lahn" erwähnt. Gie Erscheint: Samstags. Bezugspreis 40 Pfg. monatlich frei ins Redaktionschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewah endang nicht verlangter Manuskripte wird n 40' Jahra Der Kampf um Von C 1. Vorsitzender d Daß der uns unter Bruch feierlicher B aufgezwungene ,, Friede" in Wirklichkeit führung des Kriegszustandes mit verände haben die Ereignisse der letzten Jahr wiejen. Wefensinhalt des seit Kriegsend politischen Ringens ist der Kampf Frant Sicherung und Vollendung seines Friede Verfuch, die Tatsache des Bestehens ein siedelnden deutschen Volkes von 78 Mi en politisch nicht zur Entfaltung komme Der Friede, wie wir ihn erleben, hat gegen den deutschen Staat oder gar gegen reform, sondern gegen das deutsche Volk jamtheit gerichtet. Letzterer Sinn des g Kampfes ist daher auch nicht das Gegenei der Staaten, wie es sich in der Geschichte genheit ausprägte, sondern der Versuch fre gruppen, sich von dem Alpdrud für alle freien, den ihrem Empfinden nach das D lenmäßig und an geistiger wie wirtsch tung stärksten Volkes in Mitteleuropa a In diesem Kampfe stehen wir, darüber m flar werden, auf absehbare Zeit hinaus Frühling im Nedarland und in nördlichen Schwarzwald tälern. Jm württembergischen unteren Nedarland ist der Früh ling in üppiger Pracht eingezogen. Mit Entzücken streift der Wanderer über Täler und Höhen und sieht überall in ein ein zigartiges Blütenmeer. Es ist deshalb zu begrüßen, daß so eben eine mit 6 Relieftarten des württembergischen Rechar landes und Schwarzwaldes, drei Verkehrsfarten und Bil dern geschmückte Schrift erschienen ist, welche diese Gebiete be schreibt. Sie ist in jedem Reisebüro oder gegen Antwortpost farte tostenlos erhältlich vom Verkehrsverband Württemberg Hohenzollern in Stuttgart- Hauptbahnhof. Das Baterhaus. Wie Wohnungssuchers zu einem Vater haus tamen. Ein Führer zum Eigenheim mit Garten. Bon Prof. O. Schwindrazheim, 15.- 20. Tausend. Mit ca. 100 Abbildungen, Hausplänen usw. Rmt. 1,60( Rachnahme 1,80). Heimkulturverlag E. Abigt, Leipzig 80, Postiched 1052 sowie durch Buchhandlungen. Eltern und Kinder kennen zu meist den Begriff„ Baterhaus" nicht mehr. Wer diese illu strierte Schrift mit den schmuden Hausbeispielen und prafti schen Plänen liest, überzeugt sich, daß ein Eigenheim mit Gar ten auch heute noch erreichbar ist. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Sie Jetzt ist der Waschtag ein Vergnügen! ERSALE Ohne Arbeit schneeweisse Wäsche VERSALE DORFEL VERSALE wäscht für mich! Die steht vor der Tur die unvermeidliche große Frühjahrs- Reinigung. Was der Wohnung und e Gegenständen not tut, ist auch für den Körper erforderlich. Täglich für nur 3 Pfennige Stuvkamp- Salz England hat zwar kein Interesse a dingten Festlandshegemonie Frankreich aber noch weniger den Wiederaufbau Machtstellung und seiner wirtschaftlich Krieg abgedrosselten Auswirkungen a markt. Das deutsche Volk soll im Raf Grenzfestjehungen Lebensmöglichkeiten joll aber nicht daran denken, die Großr auf die es einen natürlichen Lebensan Bestrebungen Frankreichs, die staatlich jung des geschlossenen deutschen Volks hindern und das abgesprengte Deutsch Staatsvölter aufsaugen zu lassen, werde eines gewissen Wohlwollens auch von erfreuen. Man hat in den Friedensverträgen bestimmungsrecht der Völfer ein Sel recht aller nichtdeutschen Völker und macht, ein Unterdrückungsrecht der G den Besiegten. Selbst der Preis ein und Lähmung Europas wurde für d mächtigsten Volkes in Europa gezahlt. ten weist die Karte Europas jetzt der Hälfte aller europäischen Staaten ist Republik Honduras, zwei Drittel zähl wohner als Newyork. Nach der Auffassung vom Nationa nur die allerwenigsten der neugebildet Bezeichnung. Von 27,4 Millionen Ein sind nur wenig mehr als die Hälfte Po Utrainer und 2 Millionen Deutsche. D tische Staat zählt unter seinen 14 Mi nern nur 6,6 Millionen Tschechen. bildet das führende Staatsvolk der Se zent der Bevölkerung. Großrumänie Prozent Rumänen. Alle diese ,, Sieger"-Staaten find densvertrag außenpolitisch mit der S Deutschland infolge des erworbenen gutes aneinder gefettet; im Innern Bolitit, die auf Abdrosselung mit b wie in Südtirol, oder vorsichtiger, wirljam in den Methoden, wie in de auf Ansrottung des deutschen Volkstu neuen Grenzen hinzielt. Wie tönnen wir uns nun gegen auf allen Fronten wehren? Daß wi wieder mit den uns verbliebenen Mög Berwirklichung eines deutschen St müssen, dessen Dasein Antlammerungs peicher für das gesamte Volkstum in mu ist eine Selbstverständlichkeit. J die Wege zu diesem Ziele zu sprechen, Ort. Solange wir feinen Staat hal draußen etwas bedeutet, ist dem eint Ansturm gegenüber ein Zusammensch Deutschtums auf der Grundlage gegen ler und moralischer Hilfeleistung nötig cin für das Deutschtum im Ausland Es ist im Anschluß an die Völfer Reichsregierung viel von den Möglic berheitenschutzes gesprochen worden. men wir auch über Genf versuchen, bebidten Volksgenossen zu erleichtern. hilft Ihr Blut von schädlichen Ablagerungen rein zu erhalten. Sorgt für normalen Ilmenau, Thür. Stoffwechsel. Verbindert die Bildung von Harnsäure, welche die Ursache rheu Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee. marischer und gichtiger Leiden ist. Gläser zu RM. 3- und RM. 2- in Apotheken und Drogerien erhältlich Fordern Sie daselbst auch unser bewährtes Nervenanregungsmittel KOLA- STUVKAMP. Original packungen 20 Tabletten RM. 1-. Generalvertreter: Joh, Heinzig, Frankfurt M Tiergarten 14, Telef. Römer 31 ijt vor einem allzu großen Optimismus