Str. 42. stach er die Frau mit einem Taschenmeer b. Nur dem Eingreifen der Nachbarn ge en Kerl von dem Löten der Kinder ab Dem Totenbett juchte die arme Frau ihren en. Der Staatsanwalt nahm nur Totilag 8 Jahre Zuchthaus. Das Gericht ging an ren langjährigen Qualen der armen Frau er den Antrag hinaus und verurteilte bas en Zuchthaus und dauernder Abertennung enrechte. Der Totschläget nahm mit lähel e an. Die vier Kleinen Kinder schauten er hieß, der Vater ginge nicht mit nach Saule. t erwartet die Armen ein besseres Los. Geschäftliches. infaufen gehen, sollte man immer auj ingen sollen. Man erspart dem Kaufmans und sich selbst erger. Will man Su ibe man einfach: Erdal Rotfrosch und füge man diese meistgekaufte, einzig dastehende achte aber auch darauf, daß man nur Erdal Saul Christian Klein in Gießen. lässige und erfolgsichere rtreter finden erdienstmöglichkeit bei wettg.Tarifenu.günst. Provisionen. rmenia s- Krankensicherungsgesellschaften. ptverwaltungen Barmen. 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Zum Borjigenden des Bildungsausschusses des Reichstages, dem die Durchberatung des Reichsschulgesetes obliegt, ist der deutschnationale Abgeordnete Dr. Mumm be timmt. Durch den Reichsrat wurde für eine Anzahl von Auslands. anleihen der Fortfall der Kapitalrenten steuer genehmigt. Der preußische Minister für Boltswohlfahrt hat eine wei tere Berordnung in der Wohnungszwangswirts jchaft herausgegeben, wonach in Gemeinden ohne Wohnungss mangel mit wenigen Ausnahmen das Wohnungsmangelgeseh feine Anwendung findet. Die Kombination über die Bejegung des Botschafter postens in Washington nennen neben Finanzminister a. D. Dr. Reinhold jezt auch den Staatssekretär des Auswär tigen Amtes, Herrn v. Schubert. Der Schlichtungsausschuß im Mitteldeutschen Bergarbeiterlohntonflitt hat den Schiedsspruch gefällt. Die jer beträgt 60 Big. Schichtlohnausbesserung. Heute nachmittag um 4 Uhr läuft die Frist zur Annahme oder Ablehnung ab. * Im Zeichen der Abrüstung verlangt Ameritas Flots tenbauprogramm 12 neue Kreuzer zu 10 000 Tonnen und 146 Großkampfflugzeuge. Fortschritt heißt Befreiung von Aer den kleinliche Unvoll ger, kommenheiten verursachen. Der neue Erdal Hebel. öffner öffnet die Erdal Dose spielend, der Ge brauch von Erdal wird zu einem Vergnügen. da Hal ke Rotfrosch 賣 Litauen sperrt seine Grenzen nach Polen vollständig und untersagt jeden Verkehr. * Eine Anzahl politischer Persönlichkeiten aus Rumänien werden in Paris mit dem Prinzen Barol um baldige Rüdfehr nach Rumänien verhandeln. * Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostichedtonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 22. Oftober 1927 auf der Hessenkampfbahn nur die Fahnen des Reiches, der Län der, der Provinzen und der Stadt geslaggt werden dürften. Allerdings gab der Oberbürgermeister zu, daß der Magistratsbeschluß wörtlich auf die Dauer nicht aufrechterhalten werden tönne. Der Magistrat habe weiter beschlossen, die Hessenkampf. bahn nur zu turnsportlichen Veranstaltungen freizugeben. Bedenken gegen Verbandsjahnen bestünden nicht, aber eine politische Demonstration gegen den Staat und gegen die Staatsform in der Hessenkampfbahn sei unmöglich. Wie das Konkordat in Bayern wirkt. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. Total 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Play vorschriften ohne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. In einem kleinen Büchlein, das soeben erschienen ist, kann man an der Hand attenmäßiger Belege allerlei erbauliche Dinge darüber nachlesen, warum die katholische Kirche die Bekenntnis. schule der Gemeinschaftsschule vorzieht. Ein fatholischer Voltsschullehrer in Bamberg war von seiner ersten Frau durch Verschulden der Ehefrau geschieden worden. Er verheiratete sich wieder, aber seine zweite Ehe wurde als„, bürgerliche Ehe" von der Kirche nicht anerkannt. Nach dem bayerischen Konkordat vom Jahre 1924 durfte ihn der Staat nun nicht mehr an einer Bekenntnisschule beschäftigen, und er hätte aus dem Amt scheiden müssen, wenn es nicht noch in Bayern glüdlicherweise einige Gemeinschaftsschulen( Simultanschulen) gäbe. Nachdem er neun Monate lang seines Amtes enthoben war, wurde er an eine Simultanschule in Nürnberg versetzt, da er aber dort nicht sogleich eine neue Wohnung bekam, und vielleicht noch auf Jahre hinaus einen doppelten Haushalt führen muß, hat der Staat ihm nicht nur die Umzugskosten erstatten müssen, sondern muß ihm auch die Kosten für den doppelten Haushalt zahlen. Die Kirche befiehlt der Staat muß gehorchen. Und das alles, obwohl sich in Bamberg niemand aus der Bevölkerung der Kin der, die die Schule des betreffenden Lehrers besuchten, wegen seiner Wiederverheiratung auch nur im leisesten rührte, Vorstellungen oder Beschwerden erhob. Die Angelegenheit erregte vielmehr erst dann Aufsehen, als der Lehrer gezwungen war, neun Monate lang ,, beschäftigungslos in der Welt herumzulauDie Stellung Mussolinis zur Frage des Kirchenstaa fen", sein Gehalt aber weiter bezog. tes ift: Schwierig, aber nicht unmöglich. Die deutsch englische Schwimmerin, Frl. Gleige, die versuchte, unter schärfster Kontrolle noch einmal den Kanal zu burchschwimmen, mußte 7 Meilen vor Dover aufgeben. Landesparteitag der Deutschen Volkspartei. Unter startem Andrang aus allen Teilen Hessens sand Samstag und Sonntag in Darmstadt der hessische Landesparteitag der Deutschen Volkspartei statt. Die Verhandlungen hatten mit einer Sigung des Landesausschusses ihren Anfang genommen, in der die Kandidatenliste für die kommenden Landtags= wahlen in der bisherigen Besetzung aufgestellt wurde. Der Spitzenkandidat des Wahlvorschlages ist wiederum der Führer der Volkspartei in Hessen, Rechtsanwalt Dingelden in Darmstadt. Ihm folgen Landwirt und Bürgermeister Schott- Uffhofen, Lehrerin Fräulein Birnbaum- Gießen, Landeskammer präsident Scholz- Mainz, Zimmermeister Haury- Darmstadt, Bür germeister Dr. Niepoth- Schlitz, Oberstudiendirettor Dr. Keller Büdingen. Da der bisherige Wormser Abgeordnete Freiherr Don Henl zu Herrnsheim infolge beruflicher Ueberlastung, die thn zu häufigen Auslandsreisen nötigt, eine Wiederaufstellung abgelehnt hatte, wurde an seiner Stelle der Obermeister der Bäderinnung in Worms, Kunkel, aufgestellt. Weiter folgen dann Regierungsrat a. D. Henne- Offenbach, Landwirt M. J. Kercher 11. Lampertheim und Rektor Kröhl- Mainz. Der eigent liche Parteitag begann Sonntagvormittag und war sehr stark besucht. Der Reichstagsabgeordnete des Wahlkreises, Exzellenz Dr. Beder, sprach über brennende Fragen der Reichspolitik, der Landtagsabgeordnete Dingelden über die Fragen, die im heffi schen Wahlkampf eine Rollen spielen werden, und schließlich verbessern, deshalb eine bessere Packung Im Verlaufe der Angelegenheit erhielt der Lehrer von dem katholischen Stadtpfarer einen Brief, in dem es u. a. hieß:„ Ich habe nach wie vor den innigen Wunsch, daß es Ihnen gelingen möge, die Sache bald wieder in Ordnung zu bringen. Der nächste Weg wäre freilich der allerdings schwere Weg der Trennung." Lokales. Nummer 43 Sonntagsgedanken. Still steht das Rad, die Arbeit ruht. Gloden läuten, Lieder klingen; das ist der Tag des Herrn. Aufwärts steigen die Gedanken und suchen im ewigen Weltenraum das Ziel alles Ewigen. Unfaẞbar, raumlos weit liegt vor uns die Ewigkeit. Sonntag ist's. Stunden der Einfehr. Wir denken an die Ewigkeit und können das Wort nicht fassen, das als ein ewiges Rätsel uns aufgegeben wurde, so lange wir Menschen sind. Ohne Anbeginn, ohne Ende, Jahrtausende sind vor ihr wie der Tag. fein Mag fennt sie für die Zeit, tein Maß für den Raum, tein Meß für die Vergangerheit und feines für die Zukunft. Doch einen Hauch der Ewigkeit verspüren wir, wenn wir in stiller Nacht hinausschauen in das Sternenmeer. Halt ein und sehe diese Wunderpracht, die dir von Ewigkeit und von dem Ewigen erzählt. Der Geist verstummt, schweigsam schauen wir in das unendliche Rätsel. Und neigen in Ehrfurcht uns vor diesem Schöpfer der Ewigkeit, vor der ewigen Allmacht, vor dem Urquell aller Kraft und Macht. Wer den Volksschullehrer nicht bürgerlich rechtlos machen will, der wehre sich mit dem Deutschen Lehrerverein dagegen, daß durch das Reichsschulgesetz und die Bekenntnisschule der Lehrer der Kirche ausgeliefert wird, der trete für die Gemein schaftsschule ein. Auch in der Gemeinschaftsschule wird evange lischer und katholischer Religionsunterricht erteilt, aber der Kirche stehen hier nicht so weitgehende Rechte zu, wie in der Bekenntnisschule. Generalsekretär Welkow über die Durchführung des Wahllampfes. Die Aussprache war furz, aber einheitlich und gipfelte in einer Vertrauensfundgebung für die bisherige Landtagsfrak tion. Des weiteren wurde eine Entschließung gefaßt, in der ausgesprochen wird, daß die hessische Deutsche Volkspartei zu der Reichstagsfraktion das Vertrauen hat, daß fie feinem Schul gesetz zustimmt, das die Erhaltung der Simultanschule in Hessen und die Staatshoheit über die Schule gefährdet. Die übrigen Berhandlungen des Parteitages fanden in den zahlreichen Ausschüssen statt, in denen sprachen Reichstagsabgeordneter Runkel, Reichstagsabgeordnete Clara Mende, Bürgermeister Dr. Nie poth, Reichstagsabgeordneter Morath, Reichstagsabgeordnet Adams- Essen und andere. Noch ein Fahnenkonflikt. Arbeitergroschen. Ein kleines Stäubchen nur von dieser Riesenwelt bist du, o Menschenkind. Winzig klein und doch so groß bestimmt für alle Ewigkeit. Du kommst und gehst. Ein Anfang war dir, aber kein Ende. Auch du gehörst für diese große Ewigkeit. Vom Willi Fix und Hannes Schlan. Hoppla, Willi, kannst Du aber auf deinen alten Tagen noch springen. Zu welchem Zweck die Gewerkschaften Geld flüssig haben, zeigt eine Meldung aus Chemniz. Neun Gewerkschafts- und Konsumvereinsbeamten haben ausgerechnet in diesen Tagen in 3widau eine Aktiengesellschaft gegründet und das Grundkapital Don 200 000 Mart voll eingezahlt. Vor wenigen Tagen hat die Gesellschaft im Stadtinnern der Stadt Zwidau ein großes Grundstüd für 420 000 Mart angekauft, auf dem mit einem Kostenaufwand von 800 000 Reichsmart ein Gewerkschaftshaus errichtet werden soll. Zur Dedung der Kosten soll die Arbeiter schaft durch eine Umlage von 15 bis 20 Mart pro Kopf(!) und die Stadt Zwidau zur Bereitstellung von einer halben Million Reichsmart herangezogen werden. Man glaubt sich in ein Tollhaus versezt, daß das Geld der Bürgerschaft von 3widau für die Interessen einer bestimmten Partei Verwendung finden soll. Deshalb hat der Zentralausschuß der Industrie gegen die Bewilligung der städtischen Bauhilfe scharfen Protest erhoben. Anläßlich des Stahlhelmtages in Kassel hatte der Magistrat ein Verbot erlassen, nach dem es dem Stahlhelm nicht erlaubt sein sollte, seine Fahnen zu einem Feldgottesdienst in der Hes= fen- Kampfbahn mitzuführen. Der Stahlhelm hatte darauf die Feier an das Ehrendenkmal in der Aue verlegt und bei seinen sportlichen Veranstaltungen auf die Mitnahme von Fahnen ver zichtet. Die deutschnationale Stadtverordnetenfraktion richtete darauf an den Magistrat die Anfrage, aus welchen Gründen das Verbot ergangen sei und ob der Magistrat beabsichtige, sämtlichen Vereinen unterschiedslos das Mitbringen der eigenen Fahnen in der Hessenkampfbahn zu untersagen. Oberbürgermeister Stadtler antwortete, der Magistrat habe eine politische Demonstration befürchtet und daher den Entschluß gefaßt, daß Gipfel der Würdelosigkeit. Uff, .. alles wird geregelt... überall kommandieren sie herum... uff... bloß hier an der Ede Frankfurterstraße und Südanlage ist jetzt mittags, wo der Verkehr so start ist, kein Verkehrsschuhmann zu sehen! Haha... und da läufft du wie Houben im Geschwindig teitsschritt über die Straße. Lach du nur, wenn dir mal ein Auto über'n Leib fährt, wirst du es wohl ähnlich wie ich machen. Du weißt, der kluge Mann baut vor. Na, du hättest dich doch nur überfahren zu lassen brauchen, dann hätte von morgen an mittags hier auch ein Verkehrs schuhmann gestanden. Ja, ja, das glaub ich dir, aber ich danke. Komm, wir gehen hier die Südanlage entlang. Ich muß doch mal sehen, ob die Stadtverwaltung sich jetzt endlich aufge schwungen hat, mehr Beleuchtungsförpez anzubringen, sie, hat ja wohl so etwas vor. Es wurde aber höchste Zeit, denn wer hier am Abend, wo jetzt die Tage schon viel fürzer sind, vorbei muß, fann sich Hals und Beine brechen, und Automobile, die mit einer Laterne bewaffnet sind, sind wir nun doch mal nicht. Stimmt, bis auf ganz wenige Straßen fonnte man von Gie Ben bis vor wenigen Wochen als der Stadt im Dunkeln" sprechen. Es ist das, meines Erachtens, einer Stadt wie Gießen eid lojas!! ganz unwürdig. Na ja, gut' Ding will seine Zeit haben! Es wird wohl alles noch tommen, was wir uns wünschen. Du weißt, alles, was Behörde heißt, arbeitet langsam, aber gründlich, vor allem haben die ein wahres Röntgenauge, da erzählte mir mal unser gemeinsamer Freund Müller' nen netten Wig, der ihm letthin passiert ist. Er tommt mit seinem Auto eines Abends von Darmstadt. Es war dunkel, und so fuhr er mit brennenden Dorderen la Immer wieder erlebt man, daß Firmen und Geschäftsleute fich mit italienischen Briefen und Warenpadungen an unsere Landsleute in Südtirol wenden. Ein Gipfelpunkt der Würde losigkeit ist aber eine wohl alleinstehende Eintragung Reichsdeutscher aus Regensburg und München. Die Mitteilungen des Vereins für das Deutschtum im Auslande geben sie auf Grund eines ihm zugegangenen Schreibens eines Vereinsangehörigen, der diese Inschrift selbst aus dem Fremdenbuche abgeschrieben hat, wieder: Die Inschrift im Fremdenbuche des Oberwirtes in Feldthurns, einem deutschen Orte zwischen Klausen und Brizen lautet: omal Könitzer, Aug. Guglielmo( Batersname) Professoro( Beruf) Baviera( Heimatsland) Ratisbona( Ort, der italienische Name für Regensburg) und Königer, Sofia Massimiliano( Batersname) Signora( Stand, Beruf) Baviera( Land) Monaco( Ort, der italienische Name für München). Eine solche Eintragung würde schon in Rom oder Benedig töricht und gefchmadlos wirken. Im deutschen Südtirol bedeu tet sie eine würdelose Verlegung des Empfindens unserer von den Italienern niedergetretenen Volksgenossen. der Schlußlampe, die das Erkennungseiden bee agen leuchtet, geschaltet, d. h. brennt die' Schlußlampe nicht, Dann fönnen's die Scheinwerfer auch nicht. Es ist das Vorschrift, da mit der Wagenlenter nie ohne brennende Schlußlampe, fährt, so wie's dunkel wird. Na, also seitte Schlußlampe brennter fährt nach Gießen herunter, passiert anstandslos Langen, Frant furt, Friedberg und Butzbach, bis et hier antommt. In den nächsten Tagen bekommt er aus einem Heinen Orte sein Name sei verschwiegen, ein Strafmandat, über eine nicht fleine Geld strafe, da seine Schlußlampe nicht ordnungsgemäß, in diesem Falle nicht hell genug gebrannt habes Nun hat er sich schon den Kopf zerbrochen, miz, gehis, ähnlich und auch du darfst es probieren. Sag' mir mal, wenn das Schlußlicht mangelhaft gebrannt hat, wie hat der betreffende Polizeibeamte die Num mer bann lesen fönnen? Du mußt bedenken, der Wagen hat diesen Ort in zulässigem Tempo durchfahren, dann hat der Beamte plötzlich bemerkt, daß, der daponeilende Wagen da vor ihm eine schlecht brennende Schlußlampe hat und hat sich darum schnell die Erkennungsnummern notiert. Wie hat er die lesen tönnen? Ich sage bloß... Röntgenaugen oder etwas ähnliches. JDE 2009 Nicht schlecht, der Wih. Donnerwetter also er hat im Dunkeln die Nummer lesen tönnen und beanstander doch die schlechte Schlußlampe... Haha, weißt's, der Beamte war Telepath, der stellte sich auf die Radspur und fonzentrierte sich und dann hatte er die Nummer raus. Aber was macht denn Freund Müller nun? 175309 000 00 Ja, der beantragt gerichtlichen Entscheid, da will er den Beamten erit einmal fragen, ob ein Schlußlicht zu beanstanden ift, wenn es seinen 3wed erfüllt und die Borderlampen gut brennen, is slojd dod blei do dnia Auf jeden Fall fieht man doch daraus, baß unsere Beamten sich auch im Dunkeln zurechtfinden. Der Beweisini zeig bu mit, mobbenn hier in bet Südanlagennun die neuen Lampen find odoowahrscheinlich fommen sie zum nächsten Frühling und rauben dann natürlich so manchem Pärchen die Jllusionen einer sanften Maiennacht. Samstag, den 22. Oftober 1927. Na, das fommt ja wohl für dich nicht mehr in Frage, alter Günder du, he? Ach was, da würde ich bei meiner Frau schön anlaufen. erit heute morgen zuft sie mir nach: Du alter Faulpelz, solltest dich auch mal lieber darum fümmern, daß wir Kartoffeln und Feuerung in den Keller bekommen. Na Kohlen hab' ich schnell noch bestellt, die werden wahrscheinlich in den nächsten Wochen doch teurer, denk nur an die Lohnfämpfe im Bergbau. Aber mit den Kartoffeln... ba will ich doch man noch mal warten, 5 Mart 20 Mensch, fünf Mart 20, wo die Kartoffeln letztes Jahr nur vier Mart gefoftet haben und alle Zeitungen voll davon stehen, daß die Kartoffelernte so gut ausgefallen sei. Ja, lieber Willi, da wirst du wohl lange warten müssen. Und dann lag dir jagen, rauch ein, zwei Bädchen Tabad weniger, verzichte ein paar mal auf den Dämmerschoppen, sieh', dann bist du um gar nichts ärmer und der Landmann, mit dem du in diesem Jahr der Ratastrophen sicher nicht tauschen möchtest, hat ein paar Groschen mehr. Ich geb' dir recht, Hannes, aber tomm' bitte mit, und et zähl's meiner Frau und hör', was die sagt, wie sie mit jedem Pfennig rechnen muß. Ja, ja, es sieht traurig aus im lieben Baterland, die Not ist groß und feiner sieht ein Ende. Leb' wohl, Willi, wir wollen essen gehen! Auf Wiedersehn, Hannes, grüß' zu Hause von deinem Fiz. * Einreichung der Steuerabzugsbelege durch die Arbeitgeber für 1927. Die Vordrude für die vereinfachte Einreichung der Belege über den Steuerabzug vom Arbeitslohn für das Kalenderjahr 1927 find den Finanzämtern zugegangen und können dort abgeholt werden. Die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten über die im Kalenderjahr 1927 einbehaltenen Steuerabzugsbeträge find nur einzureichen für die Arbeitnehmer, die im Kalenderjahr 1927 während der ganzen Dauer der Beschäftigung oder während eines Teiles desselben in einer anderen Gemeinde als in der Beschäftigungsgemeinde einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten. * Das Kreisamt Gießen teilt im Amtsverkündigungsblatt mit: Die Besizer von Bäumen zu Seiten solcher Provinzial-, Kommunal- und Ortsstraßen, an denen Telegraphenleitungen entlang laufen, werden aufgefordert, gelegentlich der im Herbst dieses und im Frühjahr kommenden Jahres stattfindenden Ausästungen die betr. Bäume so weit zurückzuschneiden, daß Berührungen der Telegraphenleitungen mit den Baumzweigen ( auch beim raschen Wachsen der Bäume) für den nächsten Sommer ausgeschlossen sind. * Gesperrt ist ab 17. Ottober wegen Vornahme von Asphaltarbeiten die Schillerstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße bis auf weiteres für jeden Fahrverkehr. Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Krautgartenstraße in Burgsolms, im Straßenzug OberndorfBurgjolms- Oberbiel für alle Fahrzeuge, bis 5. Nov.; Umleitung über Alshausen. Frizlar- Werkel, im Straßenzug Gießen- Marburg- Kassel, für alle Fahrzeuge, bis 6. November; Umleitung: über Haddamar. Die Straßensperrung der Strede Alsfeld Romrod ist wie= der aufgehoben. Die Sperrung der Straßenstrede Schlih- Hutdorf ist ab 21. Oftober 1927 aufgehoben. * Das Direktorwohnhaus des Elektrizitätswerks ist in wenigen Wochen schon so weit fertiggestellt, daß am letzten Mittwoch das Richtfest gefeiert werden konnte. Bezugsfertig wird das Haus erst im nächsten Jahre. * Auf dem heutigen Wochenmarkt wurden folgende Preise gefordert: Aepfel bis 12 Pig., Birnen bis 15 Pfg., Zwetschen 15 Pfg., Weintrauben 35-40 Pig., Kastanien 50 Pfg., Kartoffeln, pfundweise bis 6 Pfg., im Zentner von 5,20 Man, Weißkraut 7 Pfg., Wirsing 15 Pfg., Rosentohl 50-60 Pfig., Rotfraut 10 Pig., Kohlrabi 8-10 Pig, Endivien 15-20 Pfg., Gelbe Rüben bis 15 Pig., Blumenkohl 80 Pig. bis 1,40 M, Spinat 30 Pfg., ZwieStreiflichter 11 Gießener Zeitung" bel 15 Pfg., Tomaten 50 Pig., Eier 16 Pfg., Landbutter 2,10 M, Scheiben- und Schleuderhonig 2,-M, Hühner 1,-M, Gänse 1,20 M, Schellfisch 40 Pfg., Goldbarsch 40 Pig. Es wurde im allgemeinen wenig gekauft. * Militärversorgungsgebührniffe. Mit der Auszahlung der Militärversorgungsgebührnisse für den Monat November 1927 wird durch die Postanstalten ausnahmsweise bereits am 27. Ottober begonnen. * Der Verwaltungsausschuß des Gaues Rhein- Main- LahnFulda des Verbands für deutsche Jugendherbergen hielt auf dem Hoherodstopf eine Sigung ab, in der u. a. auch ein Bericht über den gegenwärtigen Stand der Jugendherbergsbewegung in Oberhessen erstattet wurde. Hierbei wurde mitgeteilt, daß in Oberhefsen jett 13 Jugendherbergen vorhanden sind, die im Berichts: jahr 1927 insgesamt zu über 6000 Uebernachtungen aufgesucht wurden. * Bom Bogelsberger Höhenclub. Der Gesamtvorstand des V. H. C. tagte hier im Eisenbahnhotel. Die Klubhäuser auf dem Hoherodstopf sollen eine Zentralbeheizung bekommen. Der Gießener Schiflub erbaut einen zweiten sportgerechten Sprunghügel auf dem Hoherodskopf. Die Universität Gießen stellt hierzu erhebliche Mittel zur Verfügung. Der V. H. C. wird den Keller im neuen Klubhaus für Massenquartiere zur Berfügung stellen. Der Verein Musik- und Wanderfreunde Kessel: bach, der 60 Mitglieder hat, wird als neuer Zweigverein auf: genommen. Eine Anregung des Gießener Schiflubs, unterstützt durch den V. 5. C. Gießen, geht dahin, den Sommerfahrplan Schotten auch für den Wintersport durchzuführen. Die Anregung soll an die Eisenbahndirektion weitergegeben werden. Der Landgrafenborn, die Quelle der Nidda, gibt schon einige Zeit kein Wasser mehr. Ein Kostenzuschuß zur Wiederinstandsetzung wird bewilligt. * Aus der D. T. Der Turngau Hessen veranstaltete am 16. Oktober anläßlich des 75. Todestages des Turnoaters Jahn eine Sigung des Gauturnausschusses in Gießen, an die sich eine Gauturnstunde anschloß. Es wurde das turnerische Programm für das neue Arbeitsjahr aufgestellt. Zugleich wurde ein Kursus fstr Kampfrichterausbildung abgehalten. Nachmittags 1 Uhr tagten die Vorsitzenden der über 100 Turnvereine des Gaues Hessen im Café Leib. * Vortrag über das Lahntal. Am Sonntag, den 23. Ottober, nachmittags 6-7 Uhr, findet im Sender Frankfurt a. M. in der Stunde des Rhein- Mainischen Verbandes für Volksbil dung ein Vortrag über das Lahntal statt. Leo Sternberg hat es in dankenswerter Weise übernommen, in einem Vortrag das ihm sehr vertraute Lahntal zu besprechen und aus der Heimatliteratur, die er besonders gut kennt, vorzulesen. Aus Nah und Fern. Klein- Linden. Am Sonntag, den 30. Oktober, wird die gründlich renovierte Kirche feierlich eingeweiht. Zu gleicher Zeit findet das alljährliche Kirchweihfest statt. Grünberg. Für ihre im Weltkriege gefallenen Söhne hat die Nachbargemeinde Merlau ein Ehrenmal errichtet. Die Weiherede hielt Pfarrer Dr. Stumpf, die Gedächtnisrede Lehrer Dönges. Buzbach. Lobenswerte Einigkeit. Die Deutsche Volts: partei, die Demokratische Partei, der Gewerbeverein und der Bürgerverein haben für die Stadtverordnetenwahl eine„ vin heitsliste" aufgestellt. 31. X Auch die Industrie verständigt sich bei Meinungsverschiedenheiten, wenn solche Summen Streitwert sind. Es ist dem Rechts- Anwalt auch unbenommen, mit seinem über die Kosten eines Prozesses. Auftraggeber die Höhe seiner Bergütung zu bereinbaren, alſo ( Schluß.) Neben diesen Gebühren hat er Anspruch auf Ersag seiner Auslagen. An Reisekosten erhält er pro Tag 10,- Mart. Vergütung( für nur vier Stunden 5,- Mark) und die Fahrt zweiter Klasse, daneben einen festen Betrag von 10,- Matt, der sich ebenfalls evtl. auf 5,- Mark ermäßigt. Horrend sind diese Säße nicht, wenn man bedenkt, daß dem R.-A. seine Abwesenheit von seiner Amtsstube oft mehr wie 20 Mt. Schaden bringt an einem Tag, d Ueber die Höhe der Anwalts- Gebühren gibt nachstehende Tabelle Aufschluß. Es beträgt eine Gebühr bei einem Streitwert von 20 Mart 60 Mart 100 Mart 300 Mart 500 Mart 1000 Mart 2000 Mart 5000 Mart 10000 Mart 20000 Mart 50000 Mart 100 000 Mart 300 000 Mark 500 000 Marf 1000 000 Mark |||||||||||||||||||| 2, Mart 4,- Mart 6,- Mark 15,- Mart 25,- Mark 45,- Mart 75,- Mart 145,- Mart 205,- Mart 255,- Mart 405,- Mark 655, Mark 1155 Marf 1655 Mark - 2 905 Mart Es sind Prozesse über solch' hohe Objekte eine äußerste Seltenheit. Ich habe einen solchen über 1 Million Mart in mei nen 30 Dienst Jahren meines Wissens nur einmal erlebt. Durch die Inflation sind Vermögenswerte in solcher Höhe bei gewöhnlichen Sterblichen überhaupt nicht mehr vorhanden. - die geseglichen Gebührensäge zu umgehen. Erfolghonorare sind als standeswidrig nicht zu billigen. In der zweiten Instanz also z. B. bei Berufungen gegen AmtsGerichts- Urteile erhöht sich die Einzel- Gebühr um drei Zehnfel. Auch in zweiter Instanz am O.-L.-G. sind ein und drei Zehntel Gebühren fällig. In Armenfachen erhält der R.-A. seine Gebühren aus der Staatskasse. Dies aber nur dann, wenn ihn das Gericht als Armen- Anwalt beiordnet. nur, wenn das Ge= richt die Sache fteller hält the nicht ht für unbedingt aussichtslos für den AntragArmut allein also gibt noch teinen Anspruch auf einen Armen- Anwalt. In Amtsgerichts- Streitigkeiten wird in der Regel ein Armen- Anwalt nicht beigegeben. Das ArmenRecht wird auf Vorlage eines ortsgerichtlichen Armuts- Zeugnisses und damit die zunächstige Befreiung von Gerichts- und Anwaltskosten für die arme Partei bewilligt. Ihr Gegner tann aber von der armen Partei troydem Kosten verlangen, wenn fie im Prozesse unterliegt. Auch kann das Gericht, wenn sich die Verhältnisse der armen Partei bessern, die Nachzahlung ihrer gestundeten Kostenschulden später anordnen. Das ist vielfach noch unbekannt. Die Gebühren, die der Armen- Anwalt aus der Staatskasse erhält, sind auch recht gering. Die Einzel- Gebühr beträgt bei 200 bis 500 Mart 500 bis 1000 Mart über 1000 Mark = 12,- Mart = 20,- Mart - 35,- Mart Ausländer erhalten Armen- Recht in der Regel nicht. Es müssen auch diese geringen Säße für die oft große Mühe der Armen- Anwälte einmal bekannt werden. Allerdings erhalten sie ihre Auslagen vergütet, aber nur sehr schwer Reisen aus der Staatskaffe, die sie für die arme Partei machen. Von einer Partei, die Armen- Recht nicht hat, kann an Nr. 43. Samstag, den 22. Oktober Ein hochb CDE SCHIEL von jang and alt Oetke Mit Milch zubereitet und schmeckt er delikat and s kasse na dieses Abendbrot doppelt a Viele Sorlen ermöglich In dem neuen farb.illustrie sind n weitere speisen für 15 wenn nicht vorr Dr. Augus Ladenverkaufspre Pfg., 3 Stück 25 P Pfg., Vanillin- Zuc Gala- SchokoladenPuddingpulver 20 Mandeln 25 Pfg., K 225 g 35 F gallernhausen. Ein reich tragen Landwirt brach an einem Baum 36 große Rörbe voll und erntet Jentner Schüttelobit. Darmstadt. Die Stadt beabsichtig en Bauprogramms. Die fina dem Jahre erscheinen so hoch, daß chwohnungsbauten mit einem Roft 70 mit einem Aufwand von 350 00 follen. Hessischer Handwerkertag in Bad Nauheim. Das hessische Handwerk und Gewerbe hielt am letzten Sams tag und Sonntag in Bad Nauheim seinen zweiten Verbandstag ab. Sonntag vormittag fand die erste öffentliche Versammlung statt, die der Verbandsvorsitzende J. Nohl- Darmstadt mit einer Begrüßung einleitete. Der Bericht legte Rechenschaft ab über die Arbeiten der einzelnen Unterausschüsse innerhalb des Lan desverbandes. In der Frage der Regiebetriebe von Reich, Län dern und Kommunen, die das Handwerk schwer schädigten, zeig ten die Behörden noch immer fein Verständnis für die Be lange der Handwerker. Den Kartellen und Syndikaten von Handel und Industrie könne vom Handwerk nur durch Zu jammenschluß der Kreditgenossenschaften erfolgreich begegnet werden. Landtagsabgeordneter Haurn verbreitete sich über die Arbeiten des Steuerausschusses, Donat- Groß- Gerau, erklärte, das man sich mit allen Parteien in Verbindung gescht habe, um Vertreter des Handwerks bei den kommenden Landtagswahlen aussichtsreiche Stelle zu bringen. Es könne heute schon festgestellt werden, daß die früheren Kandidaten aus dem Handwerk wieder alle nominiert wären. Schmud- Worms ver breitete sich über Bildungs-, Nachwuchs- und Lebensfragen im Handwerk. Landtagsabgeordneter Leuchtgens Friedberg( Baus ernbund) sprach über die enge Verbindung zwischen Landwirt schaft und Handwerk. Er forderte, daß das Fortbildungsschul wesen nicht länger in den Händen des Staates bleiben dürfe, sondern daß es den Berufsständen bei Zuschußleistungen des Staates übertragen werden müßte. Landtagsabgeordneter Lau tenbacher Dieburg sprach über die Bedeutung des Mittelstandes im Staatsleben. Erst wenn sich Handwerker und Gewerbetrei bende volkswirtschaftlich als eine große Einheit fühlten, würde eine Besserung der schwerbedrängten Mittelstandsberufe ein treten. Nach bemerkenswerten Ausführungen des Architekten Mertes Mainz über die Einwirkung neuzeitlicher Bestrebungen im Wohnungsbau auf das Handwerk wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der die hessische Regierung er sucht wird, darauf hinzuwirken, daß bei Wohnungsbauten nur heimatliches Material verwandt wird, ausländische Kontrakte unberücksichtigt bleiben und den Handwerkern und Privatarchi tekten in allen Wohnungsfragen Gelegenheit gegeben wird, im Sinne eines gesunden Fortschritts mitzuarbeiten. Es wurde weiter beschlossen, im Jahre 1929 eine Landesgewerbeausstellung abzuhalten. Nach dem gemeinsamen Essen folgte eine Besich tigung der technischen Anlagen der Kurverwaltung. * Darmstadt. Laut Anordnung des as Bildungswejen heißt die Landesbo rian Höhere Landesbauschule". Gl werlichule in Bingen in Hessische S Darmstadt. Vor kurzem fand man als deffen Eigentümer nunmehr der 24 Eret ermittelt wurde. Specht hatte und war angetrunken in den Woog gefa Darmstadt. Das Landestheater gewende" in der Uebersetzung von R fführung für diese Spielzeit erwo Blofeld. Bei Ausschachtungsarbeite The gut erhaltene Teile eines Mamm Närjelden. Auf dem hiesigen Fu in Borfall, der im ersten Augenb angelchen wurde. Der Spieler Klein, d nengehört, erhielt einen Tritt in die bungslos darnieder. Der Täter, as itiden, ist in den Verdacht geko den ihm unbequemen Rivalen fampfun rine Brijung des Falles herbeizufüh Staatsanwaltschaft erstattet worden. Genjingen. Ein Mädchen von 17 Kantenhause wegen eines Magenleid in den Magen 1% Pfund Eisennägel, annliche Gegenstände gefunden. Friedberg.. Zu dem Friedberger Herbstpferdemarkt mit Pferde- Prämiierung sind die Anmeldungen in großer Zahl ein gegangen, so daß der Markt sehr stattlich zu werden verspricht. Zur Prämiierung stehen 1200 Mart als Geldpreise und eine stattliche Zahl Ehrenpreise zur Verfügung. Außerdem werden von dem ,, Verband der Warmblutzüchter Hessens" mehrere gol dene und silberne Züchterplatetten verliehen werden. Alsfeld. Am Dienstag wurde vom Stadtvorstand in nicht öffentlicher Sigung Bürgermeister Dr. Bölsing, auf weitere 9 Jahre wiedergewählt. Seine Amtszeit begann im Jahre 1909. Durch die Vertrauenskundgebung der Vertreter der Bür gerschaft wurde er somit zum dritten Male an die Spitze der städtischen Verwaltung berufen. Schotten. Nachdem man im südlichen Vogelsberg seit Jah ren keine Wildschweine mehr beobachtet hat, bemerkte vor eini gen Tagen der Jagdpächter Georg Schepp im Walde zwischen Wolfenborn, Kefenrod und Hizkirchen ein starkes Rudel von etwa fünfzehn Stüd. Schlitz. Die Bautätigkeit war in diesem Jahre ziemlich bedeutend. Die Baugenossenschaft errichtete acht Wohnungen, die Heimstätten- Baugesellschaft vier, weitere zwei sind geplant. Um das altertümliche Städtebild weiter zu ergänzen, besteht der Plan, den alten Marktbrunnen in seiner mittelalterlichen Form zu renovieren und einen Torbogen am Stadtberg neu zu er richten. Weiterstadt. Bei der am letzten Sonntag stattgefundenen Bürgermeisterwahl erhielt der Kandidat der Sozialdemokraten 411 Stimmen und der seitherige Bürgermeister August Mein hardt 892 Stimmen. 10 der R.-A. Vorschuß auf seine Gebühren verlangen. In der Regel die dreifache Gebühr. Das ist auch nicht unbillig, wenn beachtet wird, daß Prozesse oft lange dauern und Berücksichtigung findet, daß die R.-A. auch sofort Auslagen für den Auftraggeber haben. Es tostet nach diesen Ausführungen ein normaler Brozes bis zu der Urteilsfällung diese eingeschlossen bei dem R.-A. bei einem Streitwert von 500 Mart 1000 Mart 1500 Mart 2000 Mart 5.000 Mart 10 000 Mart 20 000 Marf 50.000 Mart 100 000 Mart 300 000 Mart 500 000 Marf in erster Justanz. FREE ITE 75 Mart 135 Mart Mart 180 225 Marl 435 Mart 615 Mart 765 Mart 1215 Mart 1965 Mart 3465 Rarf 4965 Mart Die meisten Prozesse schweben am Amtsgericht, erst bei über 500 Mart geht die Sache an das Landgericht( in Hessen drei Darmstadt, Mainz und Gießen). In fleinen Sachen verdient ein R.-A. bei einem Streitwert von 10 Mart 30 Mart 50 Mart 100 Mart 150 Mart 300 Mart zus.= 6 Mart 12 Mart = 12 Mart 18 Mart 24 Mart für die Führung des normalen Brozesses. In der zweiten Instanz erhält er bei 600 Mart 1.000 art 1500 Mart 45 Mart 113,10 Mart 175,50 Matt 234,00 Mart Sagen getommen sind, kann si mern, sicher hat es diese Gegenstän nommen". Olthofen. Ein Schmiedemeister fängnis, wohin er verbracht worden Tochter fittlich vergangen hatte, m hängt. Marburg. An der preußischen G delhausen werden jetzt zur Erzielun sonders bei Hochwasser, Erdbewe Wasserbaubehörde vorgenommen. Limburg. Ein Mord in Ha gen 12 Uhr wurde in Hadamar d ihrem Mann geschiedene Frau iberströmt tot aufgefunden. Frau durch mehrere Messerstich Satacht richtete sich gegen den K mit der Ermordeten zusammengele iftigt jah, ergriff er die Flucht Eisenbahnzug überfahren lassen. festgenommen und dem Hadamare den, wo er ein Geständnis ablegt 2000 Mart 5000 Mart 10 000 Mart 20 000 Mart SH Es müssen aber, wenn die in diefer zweiten Instanz noch gen vernommen oder durch das worden sein. Auch die Beiziehu loft eine Gebühr die sogenann Mehr wie drei volle Gebühre dem R.. nicht geschuldet ein eine vierte Gebühr aus. Wird c treitigen Berhandlungen gesch Sebühren geschuldet. Aus 100,- Jaftanz 12 Mart, in zweiter Jn wei Gebühren bei 300 Mark in weiter Instanz= 39,- Mart; bet 30 Mt., in zweiter Instanz fter Instanz= 210 Mart, in 5000 Mart in erster Instanz= =-Mart und bei 10 000 Ma == Rund in zweiter Instanz= 5 Danach ist ein Bergleich d ten Gegner hat, von dem ma - times ju betommen und gere Gebühren stehen dem R.- A wenn Für einen erteilten Rat erhäl mihtigte bestellte R.-A. eine drei der nach Beratung seines Auftra erhält für seine Beratung von di 3n Straffachen erhält der R.-A. Shallengericht 40 Mart, am Schw biet der R.-A. oft Vereinbarunge treffen, da er z. B. fich für 40,- fann leben. Str. 43. Samstag, den 22. Oftober 1927. Ein hochbeliebtes andwerkertag in Bad Nauheim. andwerk und Gewerbe hielt am legten Gams 1 Bad Nauheim feinen zweiten Berbandstag ittag fand die erste öffentliche Berjammlung ndsvorsitzende 3. Nohl- Darmstadt mit eine te. Der Bericht legte Rechenschaft ab über nzelnen Unterausschüsse innerhalb des Lan Der Frage der Regiebetriebe von Reich, Lan n, die das Handwerk schwer schädigten, zeig noch immer kein Verständnis für die Se fer. Den Kartellen und Syndikaten vo rie könne vom Handwerk nur durch Zu Kreditgenossenschaften erfolgreich begegnet bgeordneter Haury verbreitete sich über bir ausschusses, Donat- Groß- Gerau, erklärte, baj Parteien in Verbindung gesetzt habe, um werfs bei den kommenden Landtagswahlen Stelle zu bringen. Es tönne heute den, daß die früheren Kandidaten aus dem le nominiert wären. Schmud- Worms DT Idungs-, Nachwuchs- und Lebensfragen im sabgeordneter Leuchtgens- Friedberg( Sau die enge Verbindung zwischen Landwirt D SCHIEL ,, Gießener Zeitung" Gelnhausen. Der Kartoffelkrebs im Kreise Gelnhausen hat sich weiter ausgebreitet. Er ist in den Gemartungen GelnhauAbendbroffen, Reudorff, Auffenau, Bad Orb, Wirtheim, Hailer, Altenhajvon jung und alt freudig begrüßt, ist immer ein guter Oetker- Pudding. Mit Milch zubereitet und mit Himbeersaft aufgetragen, schmeckt er delikat and sättigt vollauf. Der Hausfrau ist dieses Abendbrot doppelt angenehm, well es Uhre Wirtschaftskasse nur wenig belastet. Viele Sorten ermöglichen Ihnen relche Abwechslung. In dem neuen farb. Illustrierten Oetker- Rezeptbach. Ausgabe P sind neben den guten Badkrezepten auch wellere schöne Rezepte für Sa Geleespeisen enthalten. Verlangen Sie das Buch für 15 Pfg. In den einschlägig. Geschäften, wenn nicht vorrätig, geg. Einsendung v. Marken. Dr. August Oetker, Bielefeld. Ladenverkaufspreise: Backpulver, Backla 1 Stück 30 Pl.. 3 Stick 25 Pfg., Paddingpulver Vanille- Mandel 10 Ptg.. Vanillin- Zucker 5 Pfg., Vanille- Soßenpulver 5 Pfg.. Gala- Schokoladen- Puddingpulver 15 Pig.. MandelkernPuddingpulver 20 Pfg., Schokoladenspeise m. gehackter Mandeln 25 Pfg., Krokant- Puddingpulver 30 Pfc.. Gusti 225 g 35 Pfg.. Einmache- Hülfe 7 Pfg. Wallernhausen. Ein reich tragender Apfelbaum. Ein hiefiger Landwirt brach an einem Baum( roter trierischer Weinapfel) 36 große Körbe voll und erntete von demselben noch sie ben Zentner Schüttelobst. . Er forderte, daß das Fortbildungsjul diesem Jahre erscheinen so hoch, daß statt der geplanten 140 in den Händen des Staates bleiben dürfe, Flachwohnungsbauten mit einem Rostenaufwand von 700 000 Darmstadt. Die Stadt beabsichtigt die Einschränkung des städtischen Bauprogramms. Die finanziellen Belastungen in Berufsständen bei Zuschußleistungen des nur 70 mit einem Aufwand don, 350 000 Mart aufgeführt wer den sollen. Darmstadt. Laut Anordnung des hessischen Landesamts für das Bildungswesen heißt die Landesbaugewerkschule Darmstadt jortan Höhere Landesbauschule". Gleichzeitig wird die Baugewerfichule in Bingen in Hessische Höhere Bauschule" umbewerden müßte. Landtagsabgeordneter Lan rach über die Bedeutung des Mittelstandes rst wenn sich Handwerker und Gewerbetrei tlich als eine große Einheit fühlten, würde schwerbedrängten Mittelstandsberufe ein fenswerten Ausführungen des Architekten die Einwirkung neuzeitlicher Bestrebungen nannt. uf das Handwert wurde einstimmig eine als deffen Eigentümer nunmehr der 24 Jahre alte Mechaniker Darmstadt. Vor kurzem fand man im Woog einen Mantel, inzuwirken, daß bei Wohnungsbauten nur lau, Lanzingen und Breitenborn festgestellt worden. Vor dem Bezug von Kartoffeln aus dem Kreise Gelnhausen muß deshalb gewarnt werden. Glüdliches Klingenberg! Diese Stadt hat, da dort teine Wohnungsnot mehr herrscht, vom 1. Oftober ab das Wohnungs. amt aufgehoben. Hanau. Ein 5jähriges Mädchen spielte mit einem Ball, der unter ein Kohlenfuhrwerk fiel. Als das Kind unter den Wagen troch, um den Ball hervorzuholen, wurde dieser angefah ten. Das Hinterrad ging der Kleinen über den Kopf, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Bad Kreuznach. Der hiesige Arbeiter Adermann hatte einen Ingenieur, auf den er nicht gut zu sprechen war, bei der französischen Militärpolizei denunziert, daß er ständig eine gelabene Schußwaffe bei sich trage. Die daraufhin von den Fran zosen vorgenommene Haussuchung verlief aber ergebnislos. Das Gericht diftierte dem Denunzianten für seine schändliche Handlungsweise zwei Monate drei Wochen Gefängnis zu. Oberlahnstein. Bom Scheinwerferlicht geblendet. In der Nacht stürzte ein Kraftwagen auf der Braubacher Straße in den Straßengraben. Das Unglüd, bei dem mehrere Personen Berletzungen davontrugen, ist durch ein aus der entgegengesetz ten Richtung tommendes Auto, welches nicht abblendete, verursacht worden. Diesem Auto gelang es, in der Dunkelheit zu entlommen. Wartburgfest 1817- 1927. Die Gedenkfeier der Deutschen Burschenschaft begann am vergangenen Sonntagmorgen mit einem allgemeinen Kirchgang. In drei Gotteshäusern schatten sich Banner und Burschen im studentischen Wichs um die Altäre. Der Grundgedanke der ommen, in der die hessische Regierung et Specht ermittelt wurde. Specht hatte eine Feier mitgemacht, Predigten war: die Not des Vaterlandes erfaßt im Gefühl der al verwandt wird, ausländische Kontratte und war angetrunken in den Woog gefallen und dort ertrunken. Darmstadt. Das Landestheater hat P. Claudels„ Mit en und den Handwerkern und Privatardi hagswende" in der Uebersetzung von R. Woerner zur alleinigen nungsfragen Gelegenheit gegeben wird, im Uraufführung für diese Spielzeit erworben. en Fortschritts mitzuarbeiten. Es wurde Jahre 1929 eine Landesgewerbeausstellung em gemeinsamen Essen folgte eine Besich Anlagen der Kurverwaltung. * dem Friedberger Herbstpferdemarkt mit ind die Anmeldungen in großer Zahl ein Markt sehr stattlich zu werden verspricht. hen 1200 Mart als Geldpreise und eine preise zur Verfügung. Außerdem werden er Warmblutzüchter Hessens" mehrere gol üchterplaketten verliehen werden. ienstag wurde vom Stadtvorstand in nicht Bürgermeister Dr. Bölsing, auf weitere ihlt. Seine Amtszeit begann im Jahre trauenskundgebung der Vertreter der Bür mit zum dritten Male an die Spitze her g berufen. m man im südlichen Bogelsberg seit Jah ne mehr beobachtet hat, bemerkte vor eini dpächter Georg Schepp im Walde zwischen od und Hizkirchen ein starkes Rudel von autätigkeit war in diesem Jahre ziemlich ugenossenschaft errichtete acht Wohnungen, gesellschaft vier, weitere zwei sind geplant. e Städtebild weiter zu ergänzen, besteht der cftbrunnen in seiner mittelalterlichen Form inen Torbogen am Stadtberg neu zu er der am letzten Sonntag stattgefunden hielt der Kandidat der Sozialdemokrate er seitherige Bürgermeister August Mein auf seine Gebühren verlangen. In der Debühr. Das ist auch nicht unbillig, wenn ozesse oft lange dauern und Berücksichtigung auch sofort Auslagen für den Auftraggeber Diesen Ausführungen ein normaler Projek bei dem ällung- diese eingeschloſſen reitwert von 75 Mart 135 Mart 180 Mart 225 Mart 435 Mart 615 Mart 765 Mart 1215 Mart F 1965 Mart 3465 Marf 4965 Mart effe schweben am Amtsgericht, erst bei über ache an das Landgericht( in Hessen drei Ceitwert von d Gießen). In fleinen Sachen verdient ein zus.= 6 Mart 12 Mart = 12 Mart = 18 Mart 24 Mart 11 11 11 II H II normalen Brozesses. Snitanz erhält er bei 45 Mart E= U 113,10 Mart = 175,50 Matt 234,00 Mart Blofeld. Bei Ausschachtungsarbeiten wurden in zwei Meter Tiefe gut erhaltene Teile eines Mammutstoßzahnes gefunden. Mörfelden. Auf dem hiesigen Fußballspielplatz ereignete ich ein Vorfall, der im ersten Augenblid als schwerer Unfall angesehen wurde. Der Spieler Klein, der dem Walldorfer Verein angehört, erhielt einen Tritt in die Bauchgegend und liegt hoffnungslos darnieder. Der Täter, ein gewisser Kammler aus Mörfelden, ist in den Verdacht gekommen, daß er absichtlich Den ihm unbequemen Rivalen tampfunfähig gemacht hat. Um eine Prüfung des Falles herbeizuführen, ist Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet worden. Gensingen. Ein Mädchen von 17 Jahren wurde im hiesigen Krankenhause wegen eines Magenleidens operiert. Es wurden in dem Magen 1% Pfund Eisennägel, Haarnadeln, Stopfnadeln und ähnliche Gegenstände gefunden. Wie diese Gegenstände in ben Magen gekommen sind, fann sich das Mädchen nicht er innern, sicher hat es diese Gegenstände als Kind zu sich ge= nommen". Ofthofen. Ein Schmiedemeister hat sich im Osthofener Gefängnis, wohin er verbracht worden war, weil er sich an seiner Tochter fittlich vergangen hatte, mit seinen Hosenträgern er hängt. Marburg. An der preußischen Seite des Lahnufers bei Frie belhausen werden jetzt zur Erzielung einer besseren Vorflut, besonders bei Hochwasser, Erdbewegungen durch die preußische Wasserbaubehörde vorgenommen. Limburg. Ein Mord in Hadamar. Mittwoch vormittag gegen 12 Uhr wurde in Hadamar die in der Neugasse wohnende, Don ihrem Mann geschiedene Frau von Borstel in ihrem Bett blutüberströmt tot aufgefunden. Die Untersuchung ergab, daß Der die Frau durch mehrere Messerstiche getötet worden war. Berdacht richtete sich gegen den Kraftwagenbesitzer Harth, der mit der Ermordeten zusammengelebt hatte. Als Harth sich verdächtigt jah, ergriff er die Flucht und wollte sich von einem Eisenbahnzug überfahren lassen. Er konnte jedoch noch vorher festgenommen und dem Hadamarer Amtsgericht zugeführt wer den, wo er ein Geständnis ablegte. 2000 Mart 5000 Mart 10 000 Mart 20 000 Mart 292,50 Mart 565,50 Mart 799,50 Mart 994,50 Mart Es müssen aber, wenn diese Gebühren berechtigt, auch in diefer zweiten Instanz noch Beweise erhoben, also Seu gen vernommen oder durch das Gericht Sachverständige gehört worden sein. Auch die Beiziehung von Atten anderer Stellen löst eine Gebühr die sogenannte Beweis- Gebühr - - - <- aus. Mehr wie drei volle Gebühren find in der Regel im Prozesse dem R.-A. nicht geschuldet lein Bergleich löst allerdings noch eine vierte Gebühr aus. Wird ein solcher schon vor den ersten streitigen Verhandlungen geschlossen, dann find nur zwei Gebühren geschuldet. Aus 100,- Mart sind dies in erster Instanz 12 Mart, in zweiter Instanz 15,60 Mart; während 30 Mart, in zwei Gebühren bei 300 Mart in erster Instanz zweiter Instanz= 39,- Mart; bei 1000 Mart in erster Instanz 90 Mt., in zweiter Instanz 117,- Marl; bei 3000 Mark in erster Instanz 210 Mart, in zweiter Instanz 273 Mart; bei 5 000 Mart in erster Instanz= 290 Mart, in zweiter Instanz 377, Mart und bei 10 000 Mark in erster Instanz= 410,-- Mark und in zweiter Instanz= 533,-Mart ausmachen. Danach ist ein Bergleich durchaus ratsam, einen Gegner hat, von dem man nicht sicher ist, überhaupt etwas zu bekommen und wenn man Koften sparen will. Ges ringere Gebühren stehen dem R.-A. für einfachere Verrichtungen zu. Für einen erteilten Rat erhält der nicht zum Prozeßbevollmächtigte bestellte R.-A. eine drei Zehntel- Gebühr. Der R.-A., der nach Beratung seines Auftraggebers die Klage einreicht, erhält für seine Beratung von dieser Einreichung nichts mehr. In Strafsachen erhält der R.-A. für eine Verteidigung am Schöffengericht 40 Mart, am Schwurgericht 80 Mark. Es wird hier der R.-A. oft Vereinbarungen mit seinem Auftraggeber treffen, da er z. B. fich für 40,- Mart an das Schöffengericht fann jetzen. wenn man Buße und der Glaube an die Zukunft, getragen von Gottver trauen. Nach dem Gottesdienst sammelten sich am St. Georgensbrunnen die 173 Burschenschaften aus dem Reich, aus Danzig, Deutschösterreich, Tschechoslowakei und Siebenbürgen mit ihren Alten Herren zum Festzug auf die Wartburg. Dem Zuge von etwa 3000 Mann wurde das alte Burschenschwert und die ehrwürdige Burschenschaftersahne vom ersten Wartburgfest vorangetragen. Der farbenreiche Zug nahm im großen Burghof gegen= über dem Minnesängersaal Aufstellung. Der Eisenacher Oberbürgermeister Dr. Janson begrüßte die Gäste der Stadt. Nach dem gemeinsamen Gesange des Chorals„ Ein feste Burg ist unser Gott" hielt der deutsche Gesandte in Kowno, Dr. Morath, die Festrede. Sie flang in die Mahnung aus, daß die Burschenschaft getreu dem Bismardwort, jeder Deutsche solle im andern zuerst den Deutschen und nicht den politischen Gegner sehen, das Feuer ihrer vaterländischen Ergriffenheit in alle Richtungen und Par teien herantragen müsse. Am Abend erörterten die Redner M. d. R. Dr. Hugo, Pfarrer Falt, Prof. Wörner das Verhält nis der Burschenschaft zum Staatsgedanken. Sie hoben hervor, daß nach burschenschaftlicher Ueberlieferung der Dienst am Volk den Dienst am Staate in sich schlösse. Spener. Was Dr. Mary in der Pfalz lernte. Der ,, Stadtund Dorfanzeiger" erzählt folgende Episode: Bei dem Frühstück, das der Regierungspräsident der Pfalz in Speyer zu Ehren des Besuches des Reichstanzlers Dr. Mary gab, brachte der Gast geber nach der Suppe folgenden Trintspruch aus:„ Meine Herren, ich bitte Sie, fich zu erheben und auf das Wohl des Herrn Reichskanzlers zu trinken." Nach vem nächsten Gang stand Dr. Marr auf, ergriff sein Glas und sagte:„ Ich habe etwas neues gelernt in der Pfalz: Die Kürze des Trinkspruchs. Meine Her= ren, es lebe die Pfalz!" Aus aller Welt. - Mit dem Parteibuch in der Hand, tommt man durch das ganze Land... Jn Frankfurt waren fürzlich mehrere Stadtratsposten neu zu besetzen, einer steht jetzt noch offen. Unter den Kandidaten befand sich auch ein höherer städtischer Beamter. Dieser ging, da die Auswahl der Kandidaten diesmal mehr nach politischen Gesichtspunkten erfolgte, ganz besonders pfiffig" vor. Er meldete sich bei drei Parteien, die für die Wahl ausMit diesem geringen Sag Find auch vorgängige Besprech ungen, Schriftsäge etc. nach Eröffnung des Hauptverfahrens abgegolten. Dauert eine Verhandlung am Schwurgericht z. B. mehrere Tage, dann find obige Sätze für jeden weiteren Tag der Ber teidigung die gleichen wie oben. In Privatklagesachen findet diese Erhöhung nicht statt. Für Ablieferung und Erhebung der Streitfumme stehen dem R.-A. geringe Inkasso- Gebühren zu: bis zu 1000 Mart 1 Prozent, bis 10 000 Mart dann% Pros zent und dem Mehrbetrage noch% Prozent. Er fann alle seine Forderungen bei der Ablieferung der Streitfumme, für deren Eintreibung er eine drei Zehntel Gebühr rechnen darf, abziehen. Nach Beendigung feiner Tätigkeit hat der R.-A. seinem Auftraggeber tostenfrei eine Abrechnung zu übersenden. Macht er seine Ansprüche bei dem unterlegenen Gegner geltend, dann erhält der R.-A. für diese Tätigkeit drei Zehntel der Gebühren aus seiner Rechnung nach obiger Staffel. Also bei einer Forderung an Anwaltskosten von 100 Mart er hält er 1,80 Mart, von 500 mt. erhält et 7,50 Mt., von 1000.M erhält er 13,50 Mart.Im Allgemeinen fann man sagen, daß die Gebühren des R.-A. für die Arbeit, die ihm oft obliegt, im Einzelnen nicht zu hoch sind. Es muß eben ein tüchtiger R... schon sehr in tensiv arbeiten, wenn er leben will. Ein großer Teil der Einnahmen wird auch durch Bürospejen aufgezehrt. Immerhin bringt Emfigkeit den Inhaber eines guten Anwaltsbüros vor wärts. Humor. A.: Was wird denn Ihre Frau sagen, wenn Sie so unpünktlich nach Hause tommen? B.: Jh bin nicht verheiratet. A.: Ja, warum gehen Sie dann so unpünktlich nach Hause? Nr. 43. schlaggebend waren, zugleich als Mitglied an. Der Kandidat tam auch auf die engere Liste. Als nun kurz vor der Wahl der aus allen Fraktionen zusammengesetzte Wahlausschuß sich die Kandidaten an der Hand der schriftlichen Bewerbungen ansah. schlug eine Fraktion den Frankfurter Bewerber vor und bat, ihn zu berücksichtigen, zumal er auch Mitglied ihrer Partei sei. Großes Erstaunen bei zwei anderen Fraktionen, denn auch diese beanspruchten den Herrn als ihren Gesinnungsgenossen. Als schlichlich mit Bestimmtheit festgestellt wurde, daß der betreffende Beamte eingeschriebenes Mitglied dreier Parteien war, nahm man von seiner Aufstellung als Kandidat Abstand. Deutschlands größte Schiffe. Die vom Norddeutschen Lloyd bei der Weser- Werft in Bremen und bei Blohm& Vos in Hamburg in Auftrag gegebenen je 46 000 Bruttoregistertonnen großen Schnelldampfer Bre men" und„ Europa" schreiten programmäßig im Bau fort. Beide Schiffe sollen im Frühjahr 1929 auf der Linie BremenReuport in Dienst gestellt werden. Mit 46 000 Tonnen übertreffen sie das augenblidlich größte Schiff der Handelsflotte, den Lloyddampfer Columbus", um 13 500 Tonnen und bleiben nur um 4 bis 5000 Tonnen hinter den Schnelldampfern der Imperatorklasse zurüd, die wir durch den Krieg verloren haben. Die neuen Riesendampfer werden einschließlich der Besatzung ie 3200 Personen befördern können. Der hupende Fußgänger ist in Southampton aufgetaucht. An seinem Spazierstock befindet sich ein kleines, aber lautes Motorhorn, das er als Warnung für die Automobilisten ertönen läßt, wenn er die Straße überqueren will. Wenn diel: Behupung allgemein wird, so wird sie vielleicht dem„ Mann in der Straße" wieder zu seinen Rechten verhelfen, aber der Lärm wird tödlich sein. Bücherbesprechung. Südsee Abenteuer und erotische Erzählungen werden heute von jedem gern gelesen und findet sie auch in dem soeben zur Ausgabe gelangten Köhlerschen ill. Kolonial- Kalender für 1928. Fesselnde Schilderungen und Erinnerungen aus unseren früheren Kolonien. Preis R.-Mt. 1,20. Es darf hierbei nicht vergessen werden zu erwähnen, daß das ungemein unterhaltende, in dem bekannten Verlage von Wilhelm Köhler, Minden i. W., erschie nene Kolonial- Jahrbuch auch eine vaterländische Pflicht erfüllt: das Interesse für unsere ehemalien Kolonien wachzuhalten und den Willen für ihre Wiedererlangung zu stärken. Eine Tragödie im nordatlantischen Ozean. Dies der Titel einer spannenden und ergreifenden Erzählung in dem soeben zur Ausgabe gelangten 26. Jahrgang des Köhlerschen ill. Flotten- Kas lenders für 1928. Auch dieser neue Band weist eine Fülle des In halts auf. Preis 1,20 R.-Mt. Wertvolle Beiträge, Belehrendes und Unterhaltendes, Ernstes und Heiteres und etwa 100 Abbildungen und zwei farbige Kunstbeilagen. Verlag von Wilhelm Köhler, Minden i. W. Eine überaus fesselnde Lektüre. Wege zu Filmt und Ruhm. Dies der Titel eines von Walde mar und E. W. Nad( Berlin) verfaßten und in dem bekannten Verlage von Wilhelm Köhler, Minden i. W., erschienenen, 132 Seiten umfassenden Buches( Preis R. Mt. 2,-). Es stellt sich bei eingehender Betrachtung wirklich als das dar, als was sein Untertitel es näher bezeichnet: als eine Einführung in die Welt des Films und zugleich als ein Ratgeber für alle, die sich der Filmkunst widmen wollen. Das Wert enthält sehr unterhalt same Kapitel über Film- Aufnahmen, Sensationsdarstellungen, den Werdegang des Filmstreifens, über Mode im Film und so manches andere. Die interessanten Bilder, erhöhen den Wert des Buches. A. Frank Glahn, Das Mutterschafts- Mysterium enthüllt". 4. Auflage.( Virgo Berlag, Leipzig, Kreuzftr. 20). RM 2,- brosch., R. M 3,- geb. Aus dem Buche geht hervor: Das Na turgesetz von den fritischen Tagen der Frau, Empfängnis Mög lichkeit an monatlich 10 Tagen. Natürliche Verhütung der Em pfängnis ohne Vorbeugemittel. Das Problem der Zeugung ge löst. Alle Eheleute, welche sich Kinder wünschen, werden unter gewissen Boraussetzungen solche zeugen. Alle Eheleute, welche fich feine Kinder wünschen, finden hier den Schlüssel, ungewollte Kinder natürlich und sicher zu vermeiden. Deshalb ist dieses Buch ein Wegweiser. Die neueste Nummer der Eleganten Welt" umfaßt wieder er ber Elegan einen umfangreichen modischen Teil. Auf berrermodischem Gebiet orientiert ein interessanter Artikel über die stabile Huf mode. Die Welle. Das große deutsche Radio- Magazin. Berlag Egon Droz, G. m. b. H., Elberfeld. Preis 1 M. 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Jahrgang Politische To Die Meldung, daß der Herr shlaganfall erlitten habe, ist glat Bei der Auseinandersehung üb landsverschuldung ist vergess en 8 bis 9 Milliarden Mart Anle nesidhuld von 40 Milliarden Mark handelsbilanz, die in diesem Jahre beträgt, hinzuzurechnen. Der Reich Roch ist die Lage nicht kritisch gen Reichsjustizminister Hergt ist Todesstrafe, für welche die Zeit n Weiterhin hält er den Reichssch für verfassungsändernd. 44 Das Reichskabinett konnte gefte deutsch polnischen Hande lungen nicht zum Abschluß bring ** Das Reichstabnett hat einen Frage der Berwaltungsrefo ders geprüft werden sollen die mö und inwieweit Doppelarbeit von R meiden ist. * Der Anschluß Waldeds a Begehungen aus letzten Tagen end * Das gegen den Führer des All rat Clas, eingeleitete Hochverrat gericht eingestellt worden. Bei der französischen Saarfohle mkohlenschiebungen dur Bommen. Jn Sachsen sind 12 0000 3ig In Rumänien spitzt sich Manin, der Führer der nation Bolizeikontrolle gestellt werden s öffentliche Gebäude Bukarest's si * In Lissabon ist die Pol ten einer Berschwörung gegen Ingve Heffische Man schreibt uns dazu: Vor einigen Wochen wiesen hij die kommenden Wahlen in katung sind. Und zwar nicht durch unsere Stimmabgabe die nächsten Jahre festlegen, sonder die Gleichgültigkeit der bürger richtet werden könnte, dessen F später selbst zuzuschreiben hätte cinem sozialdemokratischen Wa der Reichstag ein vorzeitiges, mit würde alle positive politi folgten Neuwahlen unmöglich f Der Bedeutung dieser W flar, und wenn von einem l faum die Rede sein tann, so Fraglich wird es sein, ob es den wahlmüden Bürger an d Ein weiterer Gefahrenm lichen Sache sind die Splitte Don schon in Hessen gegeben, die am Tage nach den Wahler wanden. Mag man auch ju Gefeß, das die Bildung neuer swert, hegen, so wird man 8 Richtige will. Rufen wir uns dem Bürgertum bei den Wal Jahre 1924 annähernd 40.000 e in verloren gingen, denen Andidaten in den Landtag z Als solche Splitterparteie Partei, die Evangelische Voll Wirtschaftspartei zu bezeichne Tan die erforderlichen 7000 Un gefunden. Die beiden andere hein nach nicht so weit gebr alle Fälle, welche Verhaltungs nunmehr ihren Anhängern g des Landes Wohl im Sinne h aufrufen, wenn auch nicht sie, mählen, damit das Bürgertum Kürzeren zieht.jting Also Bürger, weg mit der