Gießener Zeitung Zukunft der Menschheit, das Leben auf Nr. 11. genießt alle Schönheiten und Reichtümet h zu sich selbst zurückzukehren. Ein Buch Buch wird nur an die Mitglieder der schaft( Berlin SW. 61, Teltowerstr. 29) alde erzählen die vorzüglichen, bei J. U. au 2, erschienenen Schriften: Was fich Prof. Dr. Ferdinand Cohn, 60 Bis n", von Schultat Georg Jacobi, 20 n elegantem Band 1,35 Mt. In glänzen und reizvoll schildern die Verfasser den n Werden und Bergehen. Werkstudent", Winte für das Hochschuls 1. Lumen- Verlag, G.m.6.5., Potsdam. fahrung sind die Ratschläge geschöpft. Die Sertes jind: Betrachtungen vor der Aus diums. Die Kosten des Studiums. Ein rung des Studiums. Beendigung des uch. Verlag Wilhelm Stollfus, Bonn. uch enthält die ausführliche Beschreibung Wanderungen. Zwei sehr gute Wege bietes sind dazu erschienen und werden, auch ohne Buch geliefert. Dieser Führer nden. h. Verlag von Wilhelm Stollfus in Führer enthält über 160 der schönsten Auch zwei vorzügliche Taunus- Karten Freunden des Taunus wird der Wander ten. erland", die illustrierte Bundeszeitschrift tsfront e. V.", erörtert in ihrem bejon ruden ausgestatteten dritten Heft eine grundlegender Wichtigkeit. Wichtig ist sters a. D. Wilhelm von Trotha zum ische Fremdenlegion. Den Schluß bilden us dem Gebiete der deutschen Geschichts ebenso lehrreich wie unterhaltend sind. itung.( München, Promenadeplatz 16.) Seft 5 zeichnet sich durch besonders ein Der Leitartikel des Afrikaners Hans jen ,, Volk ohne Raum", wie die tiefste ärtige und fünftige deutsche Not liegt. Beschäftliches. - nein, das geht nicht, und das läst Hausfrau nicht nehmen, zum Feste zu auch und werden die vielen Anregungen, arbig illustrierte Detter- Rezeptbug, Aus nmen heißen. Selbst bei knappem Haus ach Dr. Oetkers Rezepten gut und preisallen einschlägigen Geschäften erhältlich ul Chrisian Klein in Gießen. 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Sie hilft das Blut gesund und leichtflüssig gt für normalen Stoffwechsel und verbürgt ron Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit. za M.3.- u.M.2.- in Apotheken u. Drogerien Schlipköter, Frankfurt M., Darmstädter landstr. 93 Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdJendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 40. Jahra Einberufung des Hessischen Landtags. Da das Haushaltsjahr am 31. März ds. Js. abläuft und die Bewilligung des neuen Voranschlages noch einige Zeit dauern dürfte, ist die Einberufung des hessischen Landtags zum 29. März vorgesehen. In dieser Tagung, die nur furze Zeit dauern wird, soll das geltende Finanzgefeh um ein Vierteljahr verlängert werden. Auch rechnet man damit, daß die Steuervorauszahlungs vorlage sowie die einstweilige Bewilligung der Baukredite beraten werden. Die Beratung des neuen Voranschlages durch das Plenum dürfte erft Ende April oder Anfang Mai erfolgen. Die Deutsche Bolkspartei hat im Landtag drei wichtige Anträge eingebracht. Zunächst ersucht sie die Regierung um eine Borlage, durch die die Altpensionäre den Reupensionären in ihren Rechten gleichgestellt werden. Weiter verlangt sie, daß mit dem 31. März 1927 die Aufrüdungssperre für die Staatsdienstanwärter fällt. Schließlich wünscht sie einen Beschluß des Landtags, bei der Reichsregierung dahin zu wirken, daß allen Winzern Hessens, die nach amtlichen Feststellungen eine völlige Mizernte zu verzeichnen haben, für die Jahre 1926 und 1927 die Zinsleistung für erhaltenen Winzerkredit erlassen wird. Hessen- Reichshilfe. Bei der Mittwoch- Beratung des Voranschlages für das Jahr 1927/28 im Finanzausschuß des Hessischen Landtages machte Finanzminister Henrich längere Ausführungen über die Reichshilfe für Hessen. Nachdem er über die Fehlbeträge und deren Dekfung sich eingehend geäußert hatte, erklärte er in Berichtigung zahlreicher nicht authentischer Verlautbarungen, daß Hessen irgendwelche Sonderforderungen beim Finanzausgleich nicht gestellt habe. Der Antrag, das Reich möge zur Schaffung von Arbeitsgelegenheit und Verbesserung der Verkehrsverhältnisse im besetzten Gebiet, für den Bau von Brücken und Straßen Mittel zur Verfügung stellen, gehe nicht von der Regierung, sondern vom Staatspräsidenten Ulrich in seiner Eigenschaft als Reichstagsabgeodneter aus. Gleichzeitig erkenne die hessische Regierung die Berechtigung dieses Antrages durchaus an, insbesondere, da das Reich Zuschüsse für die Grenzbezirke im Westen und Often beeits bewilligt habe. Die einzige Forderung, die Hessen seit Jahren stelle, sei der Ersatz des Steuerausfalles im bejegten hessischen Gebiet. Die Verluste hierin, insbesondere durch die wirtschaftliche Auswirkung des Ruhrkampfes, seien so groß, daß eine geordnete Finanzwirtschaft ohne Reichshilfe trok weitgehender Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen auf die Dauer nicht möglich sei. Uebrigens stütze sich diese Forde= rung Hessens auf einen Beschluß des Reichsrates Dom August 1925. Der hessische Gesandte in Berlin. Das hessische Gesamtministerium hat beschlossen, den Berliner Gesandtenposten bis zur Neubildung der hessischen Regierung nach den Wahlen im Herbst unbesetzt zu lassen. Freiherr v. Biegeleben ging am 15. März in Urlaub, von dem er nicht mehr zurückkehren wird. Während der Zeit wird er durch Legationsrat Meyer Edward vertreten. Ein Steuervorauszahlungsgesetz für Hessen. Dem hessischen Landtag ist eine umfangreiche Regierungsvorlage zugegangen über den Entwurf eines Steuervorauszahlungsgesetzes für das Rechnungsjahr 1927. Sie ist nötig ge= worden, weil die Erhebung der direkten Landessteuern für das Rechnungsjahr 1927 auf Grund der zurzeit dem Landtag vorliegenden Gesetzentwürfe über die Grundsteuer, Gewerbesteuer, Sondergebäudesteuer nicht rechtzeitig erfolgen kann, da diese Entwürfe noch nicht verabschiedet sind und weil auch die Durch führung der neuen Vorschriften mehr Zeit beanspruchen würde, als bis zum Anfang des nächsten Steuerjahres noch zur Verfügung steht. Sommerpause des Reichstags. Der Reichstag beabsichtigt, am 8. April in die Osterferien zu gehen und am 2. oder 3. Mai die Beratungen wieder aufzunehmen. Meldungen, daß der Reichstag dann bis zum November in die Sommerferien geht, sind nach Auskunft parlamen tarischer Kreise verfrüht, da wegen der noch schwebenden Verhandlungen über verschiedene komplizierte Gesetzesmaterien nicht abzusehen ist, welche Gesetze noch vor den Sommerferien erledigt werden müssen. Wenn auch eine längere Sommerpause für nicht unwahrscheinlich gehalten wird, so wird doch in maßgebenden Kreisen mit einer Junitagung von ungefähr drei Wochen gerechnet. Der neue Regierungspräsident von Kaffel. Regierungspräsident Dr. Friedensburg hatte sich am Montag von seinen Mitarbeitern und Beamten im Berliner Polizeipräsidium verabschiedet und hat am Dienstag mittag sich den Beamten der Regierung in Kassel vorgestellt. Am Mittwoch vormittag hat Oberpräsident Dr. Schwander im Auftrage des preußischen Staatsministeriums den Regierungspräsidenten in sein Amt feierlich eingeführt. Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 19. März 1927. Verrat militärischer Geheimnisse. Der Straffenat des Oberlandesgerichts Stuttgart hat den 53jährigen Kaufmann Julius Severin aus Mainz wegen versuchten Verrats militärischer Geheimnisse zu einem Jahr acht Monaten Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verurteilt. Im besetzten Gebiet verboten wurde von der Interalliierten Rheinlandkommission die in Berlin erscheinende politische Wochenschrift Rheinischer Beobachter" vom 13. März auf die Dauer eines Monats. Freigabe des Oberschlesien Films. Der von der Film- Prüfstelle kürzlich verbotene OberschlesienFilm ,, Land unterm Kreuz" wurde von der Film- Oberprüfstelle ohne Ausschnitte zur Verfügung freigegeben. Der Staatspräsident von Lettland+. Der Staatspräsident der Lettischen Republik, Tschatste, ist nach langem schwerem Leiden gestorben. - Wochenrückblick. - Immer neue Truppentörper werden in den Kampf geDas Ringen in China geht unvermindert weiter. worfen. Die Kantonesen hatten in der letzten Woche eine große Reihe von Erfolgen zu verzeichnen, sind aber anscheinend jetzt wieder in eine vollkommen neue Schlacht verwickelt. Bedauerlich, daß bei diesen fortdauernden Wirren das Missionswert unendlich leiden muß. In Japan, dem Land, in dem eine Unzahl Vulkane tätig ist, vernichtete ein Erdbeben wieder ganze Distrikte. 2500 Menschen mußten ihr Leben lassen; es gab 4000 Verlegte und beinahe 8000 Häuser wurden zerstört. Wie hilflos steht der Mensch diesen übergeordneten Gewalten gegenüber. Da sind die modernsten Errungenschaften der Wissenschaft machtlos. Im Mittelmeer hält England große Flottenmanöver ab, um zu demonstrieren, daß es den Schwerpunkt seiner Seemacht dorthin verlegt hat, sehr zum Aerger Italiens, Frankreichs und Spaniens. Italien unterzeichnete nach Jahren endlich das Abkommen, nach dem die Annerion des früher russischen Bessarabiens durch Rumänien anerkannt wird. Dieser anscheinend englands= freundliche und russenfeindliche Schritt wurde in den Pressen aller Länder lebhaft kommentiert. Man spricht von einem Drud Englands auf Italien. Andererseits hat Italien erklärt, daß es nicht beabsichtigt, eine russenfeindliche Stellung einzunehmen, die Tatsache der Unterzeichnung darf aber doch als ein Erfolg der geschickt arbeitenden englischen Diplomatie ausgewertet werden, die Rußland auf Umwegen ihre Macht fühlen läßt. Die Genfer Ratssigung ist beendet. Deutschland kann von dem Ergebnis nicht ganz befriedigt sein, denn in der oberschlesischen Schulfrage wurde nur eine Zwischenlösung gefunden und in der Saarfrage scheint das Ergebnis noch ungünstiger. Stresemann und Briand schlossen ein Kompromiß. Vom streng nationalen Standpunkt des Deutschen aus nicht erfreulich, vom diplomatischen Standpunkt aus etwas günstiger. Frankreich muß endlich binnen dreier Monate seine Truppen zurüdziehen. 800 Mann Bahnschutz sind zugestanden, der aber nur in ganz außergewöhnlichen Fällen eingreifen darf. Dazu muß der internationale Charakter dieses Schutzes gewahrt werden. Was bedeutet dies? Hätte Stresemann an der unbedingten Räumung und Nichtanerkennung des Bahnschutzes festgehalten, so wäre Deutschlands Ansicht überstimmt worden und Aussichten auf weitere Verhandlungen hätten nicht bestanden. Durch das Kompromiß aber ist der Weg für Verhandlungen über die Rheinlandräumung weiter offen. Die Frage dürfte im Sommer angeschnit ten werden. Fällt aber einmal die Rheinlandbesatzung, dann ist auch der Bahnschuh, der ja die rüdwärtigen Verbindungen der französischen Rheinarmee deden soll, überflüssig geworden. Warum sich also halsstarrig die Zukunftsaussichten verbauen. Wir können daher, obwohl doch sonst sehr vaterländisch denkend, uns der Presse nicht anschließen, die Stresemann bei seiner Rückfunft heftig angreift. In Deutschland wurde wieder einmal am Aufwertungsproblem gerührt. Die Reichs. regierung ließ demgegenüber erklären, daß an den Grundzügen des Aufwertungsgesetzes nicht gerüttelt werden dürfe. Lebhafte Erregung rief auch die geplante Erhöhung der Mieten hervor. Am 13. März, dem Sonntag Reminiscere, wurde auf Veranlassung des Volksbundes für Kriegsgräberfürsorge in weiten Teilen des Deutschen Reiches der Gefallenentrauertag feierlich begangen. Der Reichsfinanzminister weilte auf der Durchreise einige Stunden in Darmstadt, um mit dem Landesfinanzamt über schwebende Fragen zu verhandeln. - ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Vollflischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nr. 12. Der Voranschlag des bessischen Staates für 1927. ( Schluß.) Weit sprunghafter noch ist die Entwidlung der Einnahmen seit 1924. Die Rechnung dieses Jahres weist 109 Millionen Ge samteinnahmen( darunter 35,17 Millionen Reichssteueranteile und 33,70 Millionen Landessteuern) auf. Für die Rechnung 1925 stellen sich die Ziffern auf 117,28 Millionen Gesamtein nahme( 34,57 Millionen Reichssteueranteile und 40,67 Millionen Landessteuern). Der Voranschlag für 1927 sieht vor 117,3 Milli onen Gesamteinnahme( 30 Millionen Reichssteueranteile, 44,7 Landessteuern darunter 10 Millionen Mehrerhebung für den Wohnungsbau). Von besonderer Bedeutung sind hier die Ziffern aus Reichssteueranteilen. Die wiederholten Senkungen der Einkommen und Umsatzsteuer, die Ermäßigung des Länder anteils an der Einkommensteuer von 90 auf 75 Prozent und vor allem der Rüdgang des hessischen Anteils an der Ein kommensteuer durch Herabgehen des Vericilungsschlüssels von 2,28 auf 1,86 Prozent bringen allein gegen die Rechnungsziffern des Jahres 1924 einen Ausfall von 5,19 Millionen, wobei zu beachten ist, daß die höheren Gesamteinnahmeziffern der späteren Jahre dem Lande auch einen entsprechend höheren Gesamtanteil gebracht haben würden, und daß ferner der Staat aus der Erhöhung seines Anteils an der Einkommensteuer von 60 auf 65 Prozent etwa 1½ Millionen Mark gewonnen hat. In Wirklichkeit beträgt der Ausfall, den das Land durch die erwähnten Maßnahmen des Reichs erlitten hat, weit mehr als das Doppelte des Betrags von 5,19 Millionen. Ueber diesen starken Rüdgang des Landesanteils an der Reichseinkommensteuer und ihre Ursache( Besetzung) sowie über die daraus hergeleitete Ersatzforderung an das Reich ist bereits soviel gesprochen und geschrieben worden, daß man jetzt eine allgemeine Kenntnis dieses Zusammenhangs voraussetzen darf. Welches ist nun der tatsächliche Zustand der Finanzen des Landes, gemessen an dem Voranschlag des Jahres 1927? Der Umstand, daß es bisher möglich war, den fleinen Fehlbetrag des Jahres 1925 aus anderen Quellen zu decken und daß es voraussichtlich auch in den Jahren 1926 und 1927 gelingen wird( allerdings mit Hilfe des Reichs), die Fehlbeträge dieser Jahre zu decken, darf nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, daß seit dem Jahre 1926 die laufenden( verwaltungsmäßigen) Einnahmen um mehr als 7 Millionen Mark hinter dem laufenden Gesamtbedarf zurüdbleiben. Und man muß weiter damit rech nen, daß sich in absehbarer Zeit der Gesamtbedarf um eine nicht unbeträchtliche Summe aus einer zu erwartenden Besoldungsreform erhöhen wird. Für einen nicht unerheblichen Bruchteil dieser fehlenden Summe hat das Land aus den bekannten Gründen Ersatzansprüche an das Reich, die in diesem Augenblid gegenstandslos werden, in dem die wirtschaftliche Entwidlung des Landes dessen Reichssteueranteile wieder auf die Höhe bringt, wie sie vor der Besetzung, vor allem vor dem Rheinund Ruhrkrieg bestanden hat. Eine weitere Besserung wird aus der Gestaltung des endgültigen Finanzausgleichs erwartet wer den müssen, auf den die Mehrzahl der übrigen Länder und die Gemeinden ihre letzte Hoffnung setzen, wenn sie anders Hoffnung haben sollen, zu einer erträglichen Ordnung ihrer Finanzen zu gelangen. Daß dazwischen noch die Notwendigkeit weiter besteht, strengste Sparsamkeit zu üben, sei es durch Zu= rüdhalten der Ausgaben, sei es durch eine geeignete Reform der Staatsverwaltung wie der Staatsaufgaben, bedarf keines be sonderen Nachweises. - Einzelheiten über die Gestaltung des Staatsvoranschlags für 1927 tönnen an dieser Stelle nicht besprochen werden; es wird dieserhalb auf die dem Voranschlag vorgeheftete ausführliche Denkschrift verwiesen. Nur eine Frage sei noch besonders herausgehoben: wie wird es mit der Steuerbelastung in 1927? Die Belastung der Steuerzahler mit Reichssteuern ist von der Landespolitik unabhängig. Die wenn auch langsame Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse läßt gegen den vorjährigen Voranschlag eine Mehreinnahme aus Reichssteuern in Höhe von rund 2 Millionen erwarten. Die Grundsteuer und die Gewerbsteuer soll in ihrem bisherigen Ertrag unverändert bleiben. Wie sich die in Aussicht stehende Umschichtung der Steuerwerte auf Grund des Reichsbewertungsgesetzes auf den einzelnen Steuerzahler auswirken wird, ist heute noch nicht zu erkennen. Der Umstand, daß die neuen Steuerwerte auch nicht in ihrer Zusammenfassung bekannt sind, macht es unmöglich, heute schon die Steuersäge zu nennen, die angwendet werden müssen, um das bisherige Gesamtsteuersoll zu erzielen. Man wird ohnehin für den Anfang des Steuerjahres 1927 noch mit Vorauszahlungen aufgrund der bisherigen Säge und Bestimmungen rechnen müssen, die dann erst im Laufe des Jahres nach vollzogener Neuveranlagung den endgültigen Steuerbeträgen Platz zu machen hätten. Bei der Sondergebäudesteuer soll im Ganzen eine Herabsetzung der Steuer eintreten. Die Grundlagen hierfür sind in der Zusatzverordnung vom 1. Oftober 1926 sowie in dem dem Landtag vorliegenden Gesezentwurf über die Sondergebäudesteuer, der weitere Ermäßigungen bringen wird, gegeben. Die ziffernmäßige Auswirkung dieser Aenderung geht aus nachfolgender Zusammenstellung hervor: das find weniger Aufkommen 1926 1927 30 600 000 M 24 500 000 M 6 100 000 M Sonnabend, den 19. März 1927. Ausfälle und Nachlässe Zuschuß an die Für jorgeverbände zur Unterstügung hilfsbedürftiger, durch die Miete zu start belasteter Personen Bleibt Netto: auffommen Hiervon vorgesehen für Zwede bes Wohnungsbaues Bleibt Ertrag für die Staatstafje 4590 000 ,, 1060 000, 3530 000, 2 601 000 ,, 2500 000, 100 000, 23 409 000 M 20 940 000 M2 469 000 M 9 807 000, 10 000 000, mehr 193 000, 13 602 000 M 10 940 000 M weniger 2 662 000 M Der Wenigeranjatz von 6,1 Millionen in 1927 gegen 1926 ist allerdings nicht in vollem Umfange auf die Ermäßigung der Steuer zurüdzuführen, 2,5 Millionen dieses Betrages entfallen auf Steuerherabjegungen, 3,5 Millionen auf die veränderte Berrechnungsweise. Der auf den Wohnungsbau entfallende Anteil biejer Steuer bleibt gegen das Vorjahr unvermindert, der hierfür aufgewendete Betrag erhöht sich um Kapitalbeträge, die auf bem Darlehenswege beschafft und aus der Gondergebäudesteuer verzinst werden sollen. Bon Interesse ist eine vergleichende Uebersicht über die Steuerbelastung in Hessen. Die Denfschrift zum Voranschlag 1927 jagt hierüber Folgendes: Was die Steuerbelastung in Hessen im Vergleich mit an deren Ländern anlangt, so beträgt im Jahre 1926 die Kopfbelastung an Einkommensteuer voraussichtlich in Hessen 23,8 Mt. gegenüber 34,5 Mt. im Reichsdruchschnitt; höher ist sie in Sachsen ( 47,1 Mt.), Preußen( 34,5 Mt.), Württemberg( 32,4 Mt.), Thüringen( 29,1 Mt.) und Baden( 30,9 Mt.). Andere überwiegend agrarischeLänder haben geringfügigere Ziffern, z. B. Bayern 23,7 Mt., Medlenburg 23,7 Mt. Während das Steueraufkommen Hessens vor dem Kriege das der meisten übrigen Länder erheblich übertraf, auch das Preußens, steht es 1926 unter den genannten Ländern an sechster Stelle. Bis zu gewissem Grade mag hieran der Rüdgang der auf die Landwirtschaft entfallenden Einkommensteuer allgemein und besonders in Hessen beteiligt sein. Zeigen doch z. B. reichsstatistische Nachweise, daß das Einkommensteuerauftommen in Eleineren ländlichen Gemeinden auf 6,97 Mt. je Kopf sinkt gegenüber einem Reichsdurchschnitt von 35 M.; auch steht infolge vieler Steuerbefreiungen die Belastung der hessischen Landwirtschaft an Einfommensteuer von etwa 4 v. H. des Einkommens unter dem Durchschnitt des Reichs, Preußens und Thüringens mit je 5 v. H. und es ist in Hessen ein sehr hoher Prozentsatz einkommensteuerfreier Landwirte zu verzeichnen, der auf alle Fälle auch den Reichsdurchschnitt übersteigt. Allein, da Hessen keinen überwiegenden agrarischen Einschlag hat( die Einkommensteuer der Landwirtschaft beträgt in Hessen etwa rd. 5 v. H. des gesamten Aufkommens), so muß das Sinken der Einkommensteuer in der Hauptsache auf andere Ursachen zurückzuführen sein: es ist der Ausdruck des mehrerörterten Rückgangs der Wirtschaftskraft infolge Besetzung und Ruhrkrieg im besetzten und in den Randgebieten. Das gleiche Bild bietet das Aufkommen an Umsatzsteuer in 1926 mit 13,7 Mt. je Kopf in Hessen gegen 14,8 Mr. im Reichsdurchschnitt. Auch hier steht die Belastung in Hessen unter den obengenannten Ländern an sechster Stelle( Sachsen, Württemberg, Preußen, Baden, Thüringen 18,8 13,7 Mt., Oldenburg, Bayern, Medlenburg= 10,5 12,3 Mt.). Das Aufkommen aus diesen beiden Reichssteuern stellt sich in Hessen auf 37,6 Mt. je Kopf, im Reichsdurchschnitt auf 49,3 Mt., das in den fünf oben zuerst genannten Ländern auf 66,0-42,9 Mt., das in den drei zuletzt genannten mit stärkerer agrarischer Zusammensetzung der Bevölkerung auf 34,6-35,9 Mt. Auch in der Belastung durch Landessteuern steht Hessen keineswegs an der Spitze. Es bleibt bei der Grundsteuer( 5,31 Mr. auf den Kopf) hinter Bayern und Baden zurück, es übertrifft Preußen und Württemberg um ein geringes, Sachsen allerdings in höherem Maß. Die Belastung aus der staatlichen Gewerbsteuer( Hessen 5,30 Mr. auf den Kopf liefert keinen richtigen Vergleich. Diese ist z. B. nur in Baden höher, während sie in Deine Jugend.*) ,, Gießener Zeitung" Preußen überhaupt nicht erhoben wird. Hier wäre jeweils die Gemeindegewerbsteuer hinzuzunehmen, die z. B. in Preußen vielfach höher ist als in Hessen Staats- und Gemeindesteuer zusammen. Beide in Hessen gleich hoch angenommen, ergäbe hier eine Belastung von 10,6 Mt. auf den Kopf. während in einigen preußischen Orten allein auf die Gemeinden 13-20 Mt. erhoben werden. Bei der Gebäudesondersteuer wird fich nach den nunmehrigen Erleichterungen in Hessen einschl. der zur Förderung der Bautätigkeit erhobenen Beträge( auch der Gemeindebeträge) eine Kopfbelastung von rd. 15,5 Mt. ergeben, welche die Kopfziffern in anderen Staaten etwas übertrifft. Die Gesamt- Kopfbelastung an Landessteuern wird sich nunmehr in Hessen auf etwa 26,20 Mt. stellen, die für Landesund Reichseinkommen und Umsatzsteuern zusammen auf etwa 63,5 M., eine Ziffer, die hinter den Ziffern für Sachsen und Württemberg mit 81 bzw. 71 Mt. und Preußen und Baden mit rd. je 67,5 nicht unerheblich zurückbleibt. 3m übrigen muß auf das Unzulängliche solcher Statistiken hingewiesen werden, solange nicht auch die Gemeindesteuerbelastung mit zugerechnet werden kann. Dazu wird demnächst wohl Gelegenheit gegeben sein, doch werden hierdurch zweifellos die hessischen Ziffern tein ungünstigeres Ergebnis zeitigen, da bekanntlich der Staat Hessen seine Gemeinden steuerlich mehr entlastet hat als dies in den meisten anderen Ländern der Fall ist. Daher ja auch die verhältnismäßig höhere Inanspruchnahme der Realsteuern durch den Staat. Alles in allem: Die finanzielle Lage des Landes ist noch ernst und schwer; es bedarf noch mancher Anstrengung und ernster Arbeit, bis der wünschenswerte Normalzustand der allerdings auch in anderen Ländern vervielfacht besteht wieder erreicht ist, nämlich daß der notwendige Bedarf durch regelmäßig fließende Einnahmen bei erträglicher Steuerbelastung wieder voll gedeckt wird. Die Entwicklung der letzten Monate läßt die Hoffnung als begründet erscheinen, daß wir uns auf dem Wege zu diesem Ziele befinden. Arbeitsgemeinschaft zwischen Reichslandbund und Reichsverband des deutschen Handwerks. Zur Herbeiführung einer Arbeitsgemeinschaft zwischen dem Reichslandbund und dem Reichsverband des deutschen Handwerts haben die beiden Verbände nachstehendes Abkommen getroffen: In dem gemeinsamen Streben, das bodenständige Handwerk und die bodenständige Landwirtschaft gegenüber der internatio nalen Vertruftung und der tapitalistischen Mobilisierung der Wirtschaft zu verteidigen, vereinbaren hiermit der Reichslandbund, e. V., und der Reichsverband des deutschen Handwerks cine Arbeitsgemeinschaft zu gegenseitiger Unterstützung auf berufsständischem Boden. Jede der beiden Organisationen behält ihre vollständige wirtschafts- und staatspolitische Bewegungsfreiheit. Die Art des gemeinsamen Vorgehens soll je nach den herrschenden Verhältnissen vereinbart werden. Die Lage der akademischen Staatsdienstanwärter und der Landtag. Die schwere Schädigung, welche die durch das Gesetz vom 31. 3. 26 festgesetzte Aufrückungssperre gerade für die akademischen Staatsdienstanwärter mit sich brachte, gab dem Landesver band Hessen des Reichsbundes höherer Beamten die Veranlas jung, Vertreter der Fraktionen des hessischen Landestages zu einem Vortrag über die Besoldungs- und Anstellungsverhältnisse der akademisch gebildeten Staatsdienstanwärter einzuladen. Der Vortrag fand am 4. März in Darmstadt stadt. Der Redner des Tages, Studien- Assessor Monjé, legte in eindrucksvollen Worten die Notlage der akademischen Staatsdienstanwärter dar. Er wies vor allem zahlenmäßig nach, daß im Bereich der akademischen Beamtengruppen jene unsoziale Aufrückungssperre keineswegs junge Anfänger treffe, sondern in unerhörter Weise solche Verwalter von Beamtenstellen finanziell schwer schädige, die sich in vorgerüdtem Lebensalter befin= den, dem Staat schon jahrelang, ja schon über ein Jahrzehnt in verantwortungsvollem Amt unter Einsatz ihrer ganzen Persönlichkeit dienten, dazu zum größeren Teil Kriegsteilnehmer und Familienväter sind. So sind von den Studien- Assessoren lich verdeckt geblieben sind; eine reiche Zukunft, goldenes Licht und immer höher steigende Sonne. Wie wichtig ist, daß diese Morgenzeit des Lebens richtig angewendet werde! Verträume fie in Müßiggang und Nichtstun, in unmännlicher Tändelei, so hast du dich um deines Lebens edelste Stunden und beste Kraft selber gebracht, so trittst du nachher an die großen und ernsten Aufgaben des Lebens heran, ohne deine Seele gesättigt und geweiht zu haben mit den himmlischen Kräften, welche allein dem Tun und Wirken des Mannes seinen Wert, seinen Gehalt geben und allein ihn aufrecht erhalten in den mancherlei Enttäuschungen, welche seiner warten. Verträumte und vertändelte Jugendzeit daraus erwachsen jene bedauernswürdigen Halbmänner, welche nach kurzem Kampf mit dem Leben so bald die Waffe ins Korn werfen und entweder schwunglos mechanisch, ohne jedes höhere Streben, ihren Beruf als einen Kärrnersund Taglöhnersdienst weiterführen, oder aber sich dem Weltschmerz in die Arme werfen und als verkannte ,, Uebermenschen" unzufrieden mit Gott und Welt einsam ihren Weg dahinziehen. Und wenn du vollends deine Jugendzeit, deinen Lebensmorgen nicht bloß verträumst und vertändelst, sondern geradezu durch Jugendsünden befleckt und vergiftest, was wird die Folge sein? Dann wird deine Lebenswurzel krant, dann fiel ein Reif in der Frühlingsnacht, er fiel auf die zarten Blaublümelein; sie sind verweltet, verdorret". Wohl mag sich manche Blüte wieder erholen, wohl mag durch eine Gotteskraft von oben her selbst die innerste Lebenswurzel wieder gefunden. Aber auch im besten Fall, was dahin ist, das ist dahin, die Erstlinge der Kraft sind vergendet, der zarte Duft des Lebens ist ab gestreift, und es gibt giftige Wunden im Geistesleben, welche zwar allmählich heilen, aber entstellende, dann und wann noch schmerzende und wieder aufbrechende Narben zurücklassen. Lieber junger Freund! Du kennst das Sprichwort: Morgenstund' hat Gold im Mund. Du kennst es nicht bloß vom Hörensagen, sondern du hast es auch in deinem eigenen Leben und Arbeiten schon erprobt. Du bist am Morgen frischer, munterer, spannkräftiger, unternehmender, vielleicht auch liebenswürdiger, als wenn die ersten Tagesstunden vorüber sind. Auch die Welt schaut dich anders an. Sie ist morgens wie in einem Sonntagsgewand, während sie mit der fortschreitenden Tageszeit allmählich ihr gewöhnliches werktägliches Ansehen gewinnt. Das Seufzen der Kreatur, das dir den Tag über auf Schritt und Tritt begegnet, ist in den Morgenstunden noch nicht aufgewacht; sie feiert noch wie in träumender Erinnerung an einstiges paradiesisches Glück und rüstet in aller Stille ihre besten Kräfte für des Tages Arbeit. Wie wichtig ist es, daß du die Morgenstunden des Tages richtig verwendest! Verschlafe und verträume sie, so hast du das Edelste und Beste des Tages selber dir ge= raubt, so trittst du hinein in die Arbeit und den Unfrieden des Weltlebens, ohne deine Seele eingetaucht zu haben in das Element des Friedens, das in der Morgenstunde wie ein Odem Gottes dich umweht. Entweihe vollends gleich die ersten Morgenstunden durch Sünde, durch Streit, durch Verbitterung und Verunreinigung der Seele, so hast du den Wurm kommen lassen an die Wurzel deines Tageslebens. Du magst dann wohl im Verlauf des Tages dich wieder zurechtfinden; aber seine Blume, sein Duft, seine Weihe ist unwiederbringlich dahin. Auch deine Jugendzeit ist eine Morgenstunde, von der es gilt: sie hat Gold im Munde. Was den Morgen schön macht, eben das ist auch die Schönheit der Jugendzeit: frische Kraft, froher Mut, flares Auge; eine Welt, die offen vor dir liegt, deren dunkle Abgründe bis jetzt vor deinem Auge freund*) Aus: G. Weitbrecht, Heilig ist die Jugendzeit". Ein Buch für Jünglinge. 23. Aufl. Verlag von J. F. Steintopf, Stuttgart. Hübsch geb. 3,50 St., Lwd. m. Goldschn. 5 Mt. Die Jahre, in denen du stehst, lieber junger Freund, find entscheidend für dein ganzes Erdenleben, ja entscheidend für die Ewigkeit. Die Erstlinge gehören Gott, sie sind heilig. Heilig Nr. 12. jogar 41 Prozent über 35 Jahre alt. Aus dieser gesammelten Sachlage ergeben sich zwei Forderungen, die unbedingt und so rasch als möglich erfüllt werden müssen: Das Besoldungssperrgeseh für die Anwärter, das am 31. März d. J. abläuft, darf unter feinen Umständen, auch nicht in abgeänderter Form, verlängert werden, und der Ueberalterung der akademischen Anwrter ist endlich durch eine Neuregelung des Verhältnisses der planmäßigen zu den außerplanmäßigen Stellen zu steuern." An den Vortrag schloß sich eine Aussprache, an der sich die Abgeordneten rege beteiligten. Ihre Ausführungen zeigten, welchen tiefen Eindruck die Darlegungen gemacht hatten. Ausstellung„ Der Rhein, sein werden und Wirken". Unter dem Borsitz des Oberbürgermeisters Dr. Russell sand eine Gigung des Arbeitsausschusses der Ausstellung„ Der Rhein, sein werden und Birken" statt. Nachdem der Ausstellungsdezernent, Beigeordneter Ochs, über den allgemeinen Stand der Ausstellung berichtet hatte und hierbei ein erfreuliches Bild über den Fortgang der Arbeiten geben konnte, äußerten sich die einzelnen Gruppenleiter über den Inhalt ihrer Fachabteilungen und ihrer Absichten. Hierbei zeigte sich, daß auch die Vorbereitungen in den einzelnen Ausstellungsabteilungen bereits sehr weit vorgeschritten sind und das Gesamtbild klare Umrisse gewinnt. Die Hauptgruppe„ Das Werden des Rheins schildert in den Abteilungen Geographie, Geologie, Klimatologie, Botanik und Zoologie die großen erdgeschichtlichen Vorgänge, die zur Gestalt und natürlichen Beschaffenheit des Rheinstromgebietes von heute geführt haben. In der Hauptgruppe Wirtschafts wissenschaft" wird das Wirken dieser natürlichen Grundlagen auf die Entwicklung des wirtschaftlichen Lebens in allen für das Rheinstrombaugebiet typischen Zweigen dargestellt. Die erschöpfende Bollständigkeit und hohe hünstlerische Qualität der driften kulturgeschichtlichen Hauptgruppe in ihrer Rheinlandschaft im Wandel der Kunstzeitalter war nur möglich bei der überaus dankenswerten Bereitwilligkeit, mit der fast 100 der größten Museen und Gemäldegalerien des In- und Auslandes serie zahlreiche Private, Künstler und Sammler ihre Kunstschäge zur Verfügung gestellt haben. Je weiter die Arbeiten gedeihen, desto deutlicher wird, daß die Ausstellung weitesten Kreifen die Kenntnis der schicksalhaften Berbundenheit aller menschlichen Lebensentwicklung mit der natürlichen Umwelt vermitteln, darüber hinaus aber auch Bissenschaft, Kunst und Wirtschaft wertvollfte Anregung geben wird. Die Kölner Frühjahrsmesse. Köln. Am Sonntag, den 20. März, wird die Kölner Früh jahrsmesse eröffnet. Sie ist nach langer Zeit die erste Kölner Messe, die unter gefestigten Wirtschaftsverhältnissen stattfindet. Die belegte Fläche ist erheblich größer als im Herbst. Die Kölner Frühjahrsmesse stellt sich als eine in allen Gruppen viel seitig beschickte und fachlich hochstehende Schau dar. Lokales. Gewerbeausstellung Gießen. In der Zeit vom 1. bis 19. Juni dieses Jahres findet in der Volkshalle und den großen Hallen auf dem angrenzenden Gelände die Gewerbeausstellung Gießen 1927 statt. Nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen find etwa 3000 qm Ausstel lungsgelände von den verschiedensten Gewerbezweigen und dem einschlägigen Handel angemeldet. Der Platz der Ausstellung wird ein Gelände von ca. 30 000 qm umschließen. Ein großer Teil der Gewerbe wird im Betriebe vorgeführt, damit sich der Be sucher in anschaulicher Weise ein Bild vom Werden wancher Gebrauchsgegenstände verschaffen fann. Die Mannigfaltigkeit der Ausstellung in belehrender und unterhaltender Hinsicht dürfte jeden, auch den Nichtfachmann, zu einem Besuche der Aus stellung veranlassen. Näheres über die Ausstellung und ihre Einzelheiten wird zu gegebener Zeit in unserem Blatte bekannt gegeben. Zu der vom hiesigen Ortsgewerbeverein und dem Voltshalleverein vorbereiteten Gewerbeausstellung Gießen 1927, die den oberhessischen Handwerks und Gewerbebetrieben eine wirt ist die Jugendzeit!" sagt unser schwäbischer Dichter Uhland, der Mann voll Kraft und Mart, und fährt dann weiter fort: Edler Geist des Ernstes soll Sich in Jünglingsseelen senten, Jede still und andachtsvoll Ihrer heil'gen Kraft gedenken. Go laß denn ein fröhlich und wohlmeinend Geleitwort, das mit dir durch die Tage deiner Jugend gehen möchte, eine freundliche und gute Stätte bei dir finden! Fr. Frommanns Verlag 1727- 1927. In den letzten Märztagen gründete Gottlob Benjamin Frommann in Züllichau in Brandenburg einen Verlag, zunächst in enger Anlehnung und in Berbindung mit einer dortigen Waisenhausbuchhandlung. Sein Gebiet war die religiöse Lite ratur. Seine Nachkommen erweiterten den Besitz durch eigene Ideen und durch Zukauf fremden Verlags. Carl Ernst Fr. Frommann verlegte 1789 den Verlag nach Jena. Sein Haus in Jena war der Mittelpunkt all der großen Geister, die damals Jenas Bedeutung ausmachten. Goethe, Hegel, Schil ling, Tied, Schopenhauer und viele andere gingen ein und aus oder standen in regelmäßigem Briefwechsel. Nach dem Tode Carl Ernst Frommanns, der ein Sortiment angegliedert hatte, führte sein Sohn Johannes Friedrich das Werf weiter. Seine Wirksamkeit, die sich auch im öffentlichen Leben des Buchhandels auswirkte, fand die öffentliche Anerkennung durch Ver leihung des Ehrendoktors der Universität Jena und des Ehren bürgerrechts der Stadt Leipzig. Mit ihm starb der letzte Buch händler Frommann. Den Verlag übernahm E. Hauff und übersiedelte mit ihm nach Stuttgart. Als Hauff in hohem Alter von einer erfolgreichen Tätigkeit sich zurüdzog, übernahm der jetzige Inhaber H. Kurz den Verlag, das Ueberkommene aus bauend durch Neues ergänzend. Eine kleine Festschrift berichtet über das hier Stizzierte ausführlich. Sonnabend, den 19. März 1927. fame Ausstellung ihrer Erzeugnisse ermöglic jest die nachstehend verzeichneten Voranmel Mustellungszweig: Majhinenfabriken Erädt. Werke und Install. Metallgewerbe Holzgewerbe Baugewerbe Sattler und Bolsterer Selleidungsgewerbe Sidendes Gewerbe Badichulen Berfchiedene Gewerbe Nahrungsmittelgewerbe Handel Anzahl d. A steller: 20 18 12 8 30 Ein abschließendes Bild über die Betei grogen Schau wird erit in einiger Zeit mögli den Interessenten jetzt zugestellten offizieller zurüdgekommen sind. Täglich laufen übrigen über die Beteiligungsmöglichkeit ein. Den Hauptwert legt die Ausstellungsleit lig viele Betriebe zur Ausstellung zu bringe ebang ihrer Erzeugnisse vorführen können. einem großen Teil der Aussteller die historisc lationsmäßige Entwidlung der bestimmten Er * Seffiches Polizeiamt. In der Zeit vom wurden folgende Anzeigen wegen Zuwider Fahrzeugführer bzw. Kraft- und Radfahrer polizeiliche Vorschriften erhoben: 6 Anzeigen m Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne; 2 Anz tems, ohne die rechte Straßenseite einzuhalten; Fahrens durch gesperrte Straßen und 3 Anzeig Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hi * Straßensperrungen. Wegen Vornahme arbeiten ist die Bahnhofstraße zwischen Westa zemrage bis auf weiteres für jeglichen Fahrr Wegen Bornahme von Hausbauarbeiten ist zwischen Mäusburg und Marktstraße bis auf lichen Fahrverkehr gesperrt.- Die unterm angeordnete Sperrung des Zufahrtsweges bezw. zu den Lagerplähen und Wohnbarad Uebergang des Anschlußgeleises bis zur Wega der aufgehoben, da die Kanalbauarbeiten bee * Neue Nidelmünzen. Der Reichsrat erf verstanden, daß für 65 Millionen Mark 50rein Ridel geprägt werden. Die Verwendung halb gewählt worden, weil dadurch die jetzt schungen bedeutend erschwert werden. Die Städe jollen in einem halben Jahr zur E Seimatforschung. Unter Leitung von Dentmalspfleger für Bodenaltertümer, wur denföppel" zwischen Ettingshausen und Nie volle Alteriumsjunde gemacht. Es handelt Grabhügel aus der Hallstattzeit. Die den C Gegenstände wurden dem hiesigen Museum Eröffnung von Jungviehweiden. Se jhajiskammer werden bereits Vorkehrungen der Jungviehweiden getroffen. Es handelt Weiden, Lauterbach, Zell, Wenings, Warth Tiergarten bei Hungen. Der Auftrieb soll gen. Zum Weidegang werden Fohlen un Bezüglich der Rinder handelt es sich in er erkannten Rassen Vogelsberger und hess * Großneubauten. In Kürze wird netenversammlung mit großen Projekten z Es handelt sich um Schulhausbauten in H lionen Mart. * Festgenommener Wechselgeldschwindl schwindler, der Ende Januar d. J. in v Städten aufgetreten ist und bei den Gesch meintlichen Wechselgeldes einen Briefun Vom Werdegang des deutschen Von Dr. Mordzio Die deutschen Geschide sind an den R jeiner Landschaft liegen die hervorrage Baterlandes. Es ist schwer zu sagen, wor der Rheinlandschaft begründet ist. Sich die Tatsache mit, daß ein einheitlicher C Abschnitten dem Stromlande aufgeprägt i Tausende mögen dies ahnend empfunden gen ist es vergönnt, das rheinische Lan Tiefe zu erfassen, daß es zu reden begin Werdegang des Stromes und weit zurück der geschichtlichen und vorgeschichtlichen both gibt es nur wenige Stellen, wo die licher Entwidlung so flar im Landschaftsb find, wie bei uns im Rheintale. Hat e gelernt, diese Zeichen der Mutter Erde zu wir im Antlitz der Gegenwart auch noc gangenheit. Ein ewiges Werden und umjeren Bliden, und die Starrheit des A The Arbeitsleistungen bei der Rheintalbi tab für seine Bildungszeiten. Mit der U schaft jehen wir verknüpft die mannigfalti Lebens, und wir hüten uns, in der Gege als ein flüchtiger Querschnitt zwischen ges Kein Zweifel, die verstehende Betrach nuß der Naturlandschaft. Viel mehr sollt tungsweise pflegen, gehört sie doch mit zu hinführen zur Verbundenheit mit der Alln mehr rächt sich die Entwurzelung des U Gegenwart. Millionen haben die Fühlun Batur verloren. In den Steinwüsten de Leben; ihre Sinne find taub geworden, Sitte, die echte Naturbetrachtung spender lebens verjagt. Nr. 12. 5 Jahre alt. Aus dieser gesammelten ei Forderungen, die unbedingt und so werden müssen: perrgesetz für die Anwärter, das am ft, darf unter feinen Umständen, auch Form, verlängert werden, und der ademischen Anwrter ist endlich durch Verhältnisses der planmäßigen zu den ellen zu steuern." loß sich eine Aussprache, an der sich die eiligten. Ihre Ausführungen zeigten, Die Darlegungen gemacht hatten. Rhein, sein Werden und Wirken". es Oberbürgermeisters Dr. Russell sand Sonnabend, den 19. März 1927. jame Ausstellung ihrer Erzeugnisse ermöglichen soll, liegen bis jetzt die nachstehend verzeichneten Voranmeldungen vor: Ausstellungszweig: Maschinenfabriken Holzgewerbe Anzahl d. Aus: Ausstellungs steller: 12 fläche in qm: 270 Städt. Werte und Install. 8 660 Metallgewerbe 11 104 30 600 Baugewerbe 180 Sattler und Polsterer 4 70 Bekleidungsgewerbe 10 80 Schmüdendes Gewerbe 10 120 Fachschulen 1 100 Verschiedene Gewerbe 17 290 20 240 Handel 18 426 Nahrungsmittelgewerbe Ein abschließendes Bild über die Beteiligung an dieser großen Schau wird erst in einiger Zeit möglich sein, wenn die den Interessenten jetzt zugestellten offiziellen Anmeldescheine zurüdgetommen sind. Täglich laufen übrigens noch Anfragen über die Beteiligungsmöglichkeit ein. Den Hauptwert legt die Ausstellungsleitung darauf, mög lichst viele Betriebe zur Ausstellung zu bringen, welche die Entftehung ihrer Erzeugnisse vorführen tönnen. Ferner wird bei einem großen Teil der Aussteller die historische oder die fabri tationsmäßige Entwidlung der bestimmten Erzeugnisse gezeigt. sausschusses der Ausstellung„ Der Rhein, Ren" statt. Nachdem der Ausstellungs Ochs, über den allgemeinen Stand der atte und hierbei ein erfreuliches Bild Arbeiten geben konnte, äußerten sich die über den Inhalt ihrer Fachabteilungen ierbei zeigte sich, daß auch die Bor zelnen Ausstellungsabteilungen bereits sind und das Gesamtbild, klare Umriffe pe„ Das Werden des Rheins schildert graphie, Geologie, Klimatologie, Botanik en erdgeschichtlichen Vorgänge, die zur Beschaffenheit des Rheinstromgebietes n. In der Hauptgruppe, Wirtschafts Birken dieser natürlichen Grundlagen swirtschaftlichen Lebens in allen für t typischen Zweigen dargestellt. Die eit und hohe künstlerische Qualität der en Hauptgruppe in ihrer„ Rheinlandinstzeitalter" war nur möglich bei der Bereitwilligkeit, mit der fast 100 der mäldegalerien des In- und Auslandes Künstler und Sammler ihre Kunst stellt haben. en gedeihen, desto deutlicher wird, dah n Kreisen die Kenntnis der schicksal er menschlichen Lebensentwicklung mit vermitteln, darüber hinaus aber auch Wirtschaft wertvollite Anregung geben er Frühjahrsmesse. den 20. März, wird die Kölner Früh ist nach langer Zeit die erste Kölner ten Wirtschaftsverhältnissen stattfindet. erheblich größer als im Herbst Die tellt sich als eine in allen Gruppen viel lich hochstehende Schau dar. Lokales. ausstellung Gießen. . bis 19. Juni dieses Jahres findet in n großen Hallen auf dem angrenzenden usstellung Gießen 1927 statt. Nach den Meldungen sind etwa 3000 qm Ausstel verschiedensten Gewerbezweigen und dem ngemeldet. Der Platz der Ausstellung wird 30 000 qm umschließen. Ein großer Teil Betriebe vorgeführt, damit sich der BeWeise ein Bild vom Werden wancher verschaffen kann. Die Mannigfaltigkeit elehrender und unterhaltender Hinsicht Nichtfachmann, zu einem Besuche der AusNäheres über die Ausstellung und ihre egebener Zeit in unserem Blatte bekannt * gen Ortsgewerbeverein und dem Volks en Gewerbeausstellung Gießen 1927, die dwerks- und Gewerbebetrieben eine wirt gt unser schwäbischer Dichter Uhland, der Mark, und fährt dann weiter fort: Geist des Ernstes soll Jünglingsseelen senken, ill und andachtsvoll heil'gen Kraft gedenken. röhlich und wohlmeinend Geleitwort, das e deiner Jugend gehen möchte, eine freund bei dir finden! Frommanns Verlag 1727-1927. * Hessisches Polizeiamt. In der Zeit vom 1. bis 28. Februar wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer bzw. Kraft und Radfahrer gegen verkehrspolizeiliche Vorschriften erhoben: 6 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne; 2 Anzeigen wegen Fah rens, ohne die rechte Straßenseite einzuhalten; 4 Anzeigen wegen Fahrens durch gesperrte Straßen und 3 Anzeigen wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. * Straßensperrungen. Wegen Vornahme von Straßenbauarbeiten ist die Bahnhofstraße zwischen Westanlage und Schanjenstraße bis auf weiteres für jeglichen Fahrverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von Hausbauarbeiten ist die Wettergasse zwischen Mäusburg und Marktstraße bis auf weiteres für jeg= lichen Fahrverkehr gesperrt. Die unterm 13. Januar d. J. angeordnete Sperrung des Zufahrtsweges zur Kläranlage, bezw. zu den Lagerplätzen und Wohnbaraden zwischen dem Uebergang des Anschlußgeleises bis zur Wegabzweigung ist wie der aufgehoben, da die Kanalbauarbeiten beendet sind. * Neue Nidelmünzen. Der Reichsrat erklärt sich damit einverstanden, daß für 65 Millionen Mart 50- Pfennig- Stüde aus rein Ridel geprägt werden. Die Verwendung von Nidel ist deshalb gewählt worden, weil dadurch die jetzt sehr häufigen Fäl schungen bedeutend erschwert werden. Die jetzigen 50 PfennigStüde jollen in einem halben Jahr zur Einziehung kommen. * Heimatforschung. Unter Leitung von Professor Helmke, Denkmalspfleger für Bodenaltertümer, wurden im Walde ,, Heidenföppel" zwischen Ettingshausen und Nieder- Bessingen wertvolle Altertumsfunde gemacht. Es handelt sich um verschiedene Grabhügel aus der Hallstattzeit. Die den Gräbern beigefügten Gegenstände wurden dem hiesigen Museum überwiesen. * Eröffnung von Jungviehweiden. Seitens der Landwirtschaftskammer werden bereits Vorkehrungen für die Eröffnung der Jungvichweiden getroffen. Es handelt sich dabei um fünf Weiden, Lauterbach, Zell, Wenings, Warthof bei Grünberg und Tiergarten bei Hungen. Der Auftrieb soll Anfang Mai erfol= gen. Zum Weidegang werden Fohlen und Rinder zugelassen. Bezüglich der Rinder handelt es sich in erster Linie um die ancrkannten Rassen Vogelsberger und hessisches Fleckvieh. * Großneubauten. In Kürze wird sich die Stadtverordnetenversammlung mit großen Projekten zu beschäftigen haben. Es handelt sich um Schulhausbauten in Höhe von etwa 3 Millionen Marf. * Festgenommener Wechselgeldschwindler. Der Wechselgeldschwindler, der Ende Januar d. J. in verschiedenen hessischen Städten aufgetreten ist und bei den Geschädigten statt des vermeintlichen Wechselgeldes einen Briefumschlag mit PapierVom Werdegang des deutschen Schicksalsstromes. Von Dr. Mordziol. Die deutschen Geschide sind an den Rhein gebunden, und in seiner Landschaft liegen die hervorragendsten Gaue unseres Vaterlandes. Es ist schwer zu sagen, worin der besondere Reiz der Rheinlandschaft begründet ist. Sicher spielt hierbei aber die Tatsache mit, daß ein einheitlicher Charakterzug in weiten Abschnitten dem Stromlande aufgeprägt ist. Tausende und aber Tausende mögen dies ahnend empfunden haben, aber nur wenigen ist es vergönnt, das rheinische Landschaftsbild mit solcher Tiefe zu erfassen, daß es zu reden beginnt, daß es erzählt vom Werdegang des Stromes und weit zurüdführt hinter die Zeiten der geschichtlichen und vorgeschichtlichen Ueberlieferung. Und doch gibt es nur wenige Stellen, wo die Dokumente erdgeschichtlicher Entwicklung so flar im Landschaftsbilde erhalten geblieben sind, wie bei uns im Rheintale. Hat erst einmal unser Auge gelernt, diese Zeichen der Mutter Erde zu erkennen, dann sehen wir im Antlitz der Gegenwart auch noch die Züge der Vergangenheit. Ein ewiges Werden und Vergehen enthüllt sich unseren Bliden, und die Starrheit des Augenblids wird gelöst. Die Arbeitsleistungen bei der Rheintalbildung sind uns Maßstab für seine Bildungszeiten. Mit der Umgestaltung der Landschaft sehen wir verknüpft die mannigfaltigen Erscheinungen des Lebens, und wir hüten uns, in der Gegenwart mehr zu sehen als ein flüchtiger Querschnitt zwischen gestern und morgen. Märztagen gründete Gottlob Benjamin au in Brandenburg einen Verlag, zunächst und in Verbindung mit einer dortigen ing. Sein Gebiet war die religiöse Litenmen erweiterten den Besitz durch eigene uf fremden Verlags. Carl Ernst Fr. te 1789 den Verlag nach Jena. Sein er Mittelpunkt all der großen Geister, die tung ausmachten. Goethe, Hegel, Schil uer und viele andere gingen ein und aus lmäßigem Briefwechsel. Nach dem Tode ns, der ein Gortiment angegliedert hatte, hannes Friedrich das Werk weiter. e sich auch im öffentlichen Leben des Buchand die öffentliche Anerkennung durch Ver ktors der Universität Jena und des Ehrendt Leipzig. Mit ihm starb der letzte BuchDen Verlag übernahm E. Hauff und nach Stuttgart. Als Hauff in hohem Alter en Tätigkeit sich zurüczog, übernahm der urk den Verlag, das Ueberkommene aus rgänzend. Eine kleine Festschrift berichtet te ausführlich. Kein Zweifel, die verstehende Betrachtung vertieft den Genuß der Naturlandschaft. Viel mehr sollten wir diese Betrach tungsweise pflegen, gehört sie doch mit zu den Wegen, die wieder hinführen zur Verbundenheit mit der Allmutter Natur. Immer mehr rächt sich die Entwurzelung des Ueberkulturmenschen der Gegenwart. Millionen haben die Fühlung mit der Sprache der Natur verloren. In den Steinwüsten der Städte verrinnt ihr Leben; ihre Sinne find taub geworden, und die Freude und Stärke, die echte Naturbetrachtung spenden, bleiben ihnen zeitlebens versagt. ,, Gießener Zeitung" ARNAUD Es liegt am Tabak. Das ist deshalb so wichtig weil eine gute Cigarette auch bekömmlich sein muss. Bekömmlichkeit ist aber nur zu garantieren bei Verwendung von absolut edlen Tabaken. Also, woran liegt es? Am Tabak. Salpaus Mocca die besonders gute, daher besonders preiswerte 5 Pfg.Cigarette. schnitzel als Sicherheit zurüdließ, konnte in Landau in der Pfalz festgenommen werden. Er hat sich dort unter den gleichen Manipulationen wie hier Geldbeträge erschwindelt und dort auch die hier begangenen Betrügereien zugegeben. Es handelt sich um den 26 Jahre alten, in Wangen im Algäu geborenen angeblichen Geschäftsleiter Friedrich August Straub. Er tam in Landau in Untersuchungshaft. Aus Nah und Fern Der Eisenbahndammrutsch bei Langgöns. Der Eisenbahndammrutsch zwischen den Stationen Langgöns und Großeniinden der Main- Weserbahn hat noch an Umfang zugenommen. Die Rutschungsstelle ist jetzt etwa 60 Meter lang. Das Gleis Frankfurt Gießen hing frei in der Luft und mußte durch Träger und Stützen gehalten werden. Von dem Bahnhofsumbau in Offenbach wurden etwa 80 Waggon Kieserde und von den Buderuswerken in Wetzlar große Schladenmassen zur Wiederauffüllung herangeholt. Jedoch bewirkten die oben aufgeschütteten Erdmassen, daß die unteren ins Rutschen gekommenen Bodenschichten noch weiter nachgaben. Zurzeit sind an der Unfallstelle etwa 70 Arbeiter mit den Reparaturarbeiten beschäftigt. Um eine durchgreifende Verbesserung zu erzielen, wird jetzt schon ins Auge gefaßt, am Fuße des Bahndammes eine Stüßmauer zu errichten und dann den Damm von Grund auf neu aufzufüllen. Der Zugverkehr wird zwischen den beiden Stationen Großenlinden und Langgöns eingleisig aufrechterhalten. Wann der zweigleisige Verkehr wieder in Betrieb genommen werden kann, ist heute noch nicht zu sagen. Der Jmmer gebieterischer erheischt unsere Kulturentwidlung eine planmäßige Erziehung zur empfindenden Naturauffassung. Gonst gehen große ethische Werte verloren, und die Empfänglichkeit für sie verkümmert mehr und mehr. Die erfreulich erstartte Naturschutz- und Heimatbewegung entspringt diesem Bewußtsein. Freilich stehen wir noch in den ersten Anfängen, und da wäre es wohl jetzt an der Zeit, auch planmäßig zur vertieften Betrachtungsweise des heimatlichen Landschaftsbildes hinzuleiten. Da kann kein Zweifel sein, daß es unsere Rheinlandschaft ist, der in dieser Bewegung die Führung gebührt. Wie aber soll seine Pflege greifbare Gestalt annehmen? Da heißt es vor allem die Augen öffnen lehren, aber wie soll das geschehen? Haben wir in der Schule jemals nennenswerte Aufklärung erhalten, unter welchen Gesichtspunkten wir die Sprache des heimatlichen Bodens verstehen können? Hier liegt eine große Lüde, die auszufüllen den kommenden Geschlechtern vorbehalten bleiben muß. Wir können nur zu notdürftigen Mitteln preifen, zu solchen, die eine anschauliche Sprache reden und wenigstens andeutungsweise zum Verstehen der Landschaftsgeschichte hinführen Eine erfreuliche Mithilfe in diesen Bestrebungen verspricht, die große Rheinausstellung zu werden, die von der Stadt Koblenz für die Monate Juli und August 1927 in Aussicht genommen ist. Hier soll unsere deutsche Musterlandschaft in den Grundzügen ihres geologischen Werdeganges veranschaulicht wer den, es soll der Rhein als Gestalter seiner Gefilde hervortreten. Es soll gezeigt werden, welche Bodenschätze seine Uferländer bergen und inwieweit sie die Ausgangspunkte und Wurzeln für rheinisches Wirtschaftsleben sind. Dies ist die Aufgabe des geologischen Teiles der Koblenzer Ausstellung 1927:„ Der Rhein, jein Werden und Wirken." Frühlings Anfang. Run ist der Lärm der letzten Wochen verstummt und die Welt ist wieder nüchtern geworden. Der Alltag hat die lärmenden Tage verdrängt und nicht viel an Werten ist übrig geblieben Nr. 12. Eisenbahnverkehr erleidet naturgemäß zwischen Gießen und Frankfurt einige Verspätung. Jedoch ist eine Gefährdung der Züge in keiner Weise zu befürchten. Nidda. Der Gemeinderat der Stadt Nidda hat in seiner letzten Sitzung den Bau einer siebenklassigen Realschule be schlossen. Mit dem Entwurf der Pläne und auch der Bauleitung und ausführung wurde das Hochbauamt zu Büdingen beauftragt. Müde. Der ehemalige Flensungerhof wird zu einem Erholungsheim ausgebaut. In diesem Jahre soll die Saison mit 200 Betten eröffnet werden. Homberg a. d. Ohm. Auf dem letzten Schweinemarkt ver mißten zwei Landwirte ihre Brieftasche mit 200 bezw. 80 M, die sie in die äußere Rodtasche gesteckt hatten und von Taschendieben gestohlen wurden. Friedberg. Die hiesige Ortskrankenkasse will 150 000 Mart für einen Neubau verwenden. Vor einem Jahre herrschte in der Kasse starte Ebbe, während das jetzt aufgespeicherte Kapital bereits 220 000 Mart beträgt. Die Beiträge werden aber auf der bisherigen Höhe gehalten, während die Arbeitgeber teilweise in stärkster wirtschaftlicher Not ſteden. Alsfeld. Hier ist mit der Erbauung eines Bolks: und Schwimmbades begonnen worden, das im Sommer nicht nur dem Badebetrieb und Schwimmunterricht dient, sondern in dem auch Rudersport, wenn auch in kleinem Maße, getrieben werden soll. Im Winter wird der Teich eine gute Eisbahn abgeben. Schotten, 17. März. Der gestrige Ferkelmarkt zeigte einen außerordentlich starken Auftrieb. Es waren über 500 Tiere anaus dieser Zeit der Torheiten und Tollheiten. Mit einem Schlage hat die Wirklichkeit erbarmungslos dieser Welt allen verzaubernden Glanz und Schein abgestreift und es blieb nur übrig, was vordem war. Viele freilich haben die tolle Zeit nicht mitgemacht. Sie standen abseits, hatten ein Herzeleid, waren zu arm oder hungerten. Sie fonnten sich nicht freuen, weil sie aud) in lärmender Fastnachtszeit die Last ihres Kreuzes verspürten, weil feiner tam, der es ihnen abnahm. Sie schwiegen, während die anderen lachten. - Nun ist die Fastenzeit für alle. Sie ladet uns ein zur Eintehr in jenes stille Kämmerlein, wo viele am wenigsten daheim sind, ins eigene Innere. Ohne diese Stunden der Einkehr wird das Kreuz, das ein jeder zu tragen hat, noch schwerer sein. Wir dürfen sie nicht vorübergehen lassen und auch die Gottesstimme nicht überhören: Nimm dein Kreuz auf dich und folge mir nach. Und in diese Zeit fällt Frühlingsanfang. Frühlingsanfang! Frühling taut herab. Laue Lüfte fühl' ich wehen, goldner Der Winter sammelt die letzten Reste seiner Macht und zieht über die Berge. Frühlingsdüfte drängen ihm nach, segen die Wege vom Herbstlaub frei, putzen Baum und Strauch, damit fie neue Kleider anziehen können. Der griesgrämige Alte mit dem Pelzkleid macht dem einziehenden jungen Burschen Platz, der durch die Wiesen zieht und durch Wälder und Auen. Und er schmüdt mit seinen Knospen und Blüten die Wiesen, den Strauch und den Baum, und die Sonne füßt die Knospen, die herzhaft die Augen aufschlagen und zur Blüte werden im weiten Blütenmeer der sprossenden Frühlingswelt. Und die Reben beginnen zu ranten ans goldene Licht und der erwachende Wald schüttelt die letzten Herbstblätter ab, unter die Heden streut der junge Lenz die ersten Veilchen und die Quelle fängt an, heimlich zu plaudern von lenzesfrischer sonniger Frühlingsfahrt. Wenn alles dann hergerichtet ist wie zu einem Feste, dann fommen die Sänger von überall her, stimmen und proben zum großen Frühlingskonzert im Saal zum grünen Wald. Sonnabend, den 19. März 1927. gefahren. Nach anfänglichem ruhigem Geschäft setzte dieses bald lebhafter ein, so daß nur ein geringer Ueberstand verblieb. Schotten. Wie jetzt feststeht, hat auch der vergangene Winter den Wäldern des Bogelsbergs große Schneeschäden gebracht. Unter der Wucht der gewaltigen Schneemassen sind mitunter ganze Bestände zusammengebrochen. Besonders schwer ist wieder die Gegend bei Herchenhain betroffen. Schlüchtern. Am 17. März feierte in dem benachbarten Orte Kressenbach der im 91. Lebensjahre stehende Einwohner Nikolaus Weigel II. mit seiner Ehefrau das Fest der diaman tenen Hochzeit. Büdingen. Die Zahl der Erwerbslosen im hiesigen Kreis ift in stetem Steigen begriffen; während vor 14 Tagen noch faum 500 Erwerbslose vorhanden waren, ist deren Zahl auf über 900 gestiegen. Eine Besserung der Verhältnisse ist vorerst nicht zu erwarten. Offenbach. Die Hauptversammlung des Berbandes hejsiicher Schulgeographen findet am 19. und 20. April in Offenbach a. M. statt. Weglar. Nachdem die Stadtverwaltung den Bau einer Friedhofstapelle mit Krematorium beschlossen hat, dürfte wohl demnächst mit dem Weiterbau begonnen werden, so daß vot aussichtlich bis zum Spätherbst diese Bauten ihren Zweden übergeben werden fönnen. Marburg. Für das Universitätsmuseum, mit dessen Eintichtung in den Räumen des Kunstinstituts nun bald begonnen werden tann, sind von seiten der Marburger Bürgerschaft eine Reihe wertvoller Stiftungen gemacht worden. Die Universität denkt daran, den größten und schönsten ihrer neuen Räume als „ Schazkommer der Elisabethkirche" zur Verfügung zu stellen, in der wertvolle Kunstwerte dieser Kirche Schutz und Pflege finden sollen. Bom Westerwald. Durch Urantrag verschiedener Parteien des Preußischen Landtags wurden für Fortsetzung der Boden= verbesserungs- und Meliorationsarbeiten im Westerwald Etats: mittel in Höhe wie 1926 gefordert. Limburg a. d. Lahn. Innerhalb furzer Zeit ereignete sich auf dem Hochofenamt Charlottenhütte bei Marienberg( Westerwald) der dritte tödliche Unfall; es wurde der Hüttenarbeiter Rumpf von einer herabfallenden Füllglode getötet. Usingen. Die Oberpostdirektion hat sich jetzt bereit erklärt, die Kraftpostlinie Usingen- Rod an der Weil bis Weilmünster durchzuführen. Die neue Linie soll noch im Laufe dieses Monats in Betrieb genommen werden. Frankfurt a. M. Am 26. März, einen Tag vor Beginn der " Frankfurter Frühjahrsmesse", wird im Haus Werkbund" eine Sonderausstellung„ Moderne Bürotechnik" eröffnet. In weiten Kreisen der Behörden, Unternehmer und kaufmännischen Angestellten wird diese besonderes Interesse finden. Köln. Am 15. März hat in Köln eine Sigung des Präfidiums der Internationalen Automobilausstellung Köln 1927 ( 20.- 31. Mai) stattgefunden. Aus den erstatteten Berichten ergab sich bereits ein günstiges Bild. 11 Gießener Zeitung" Köln. Der Westdeutsche Jägerbund„ Weidmannsschutz“ Der anstaltet am Sonntag, den 20. März, vormittags 11 Uhr, im Zivillafino zu Köln, Augustinerplatz, den 1. Westdeutschen( 4. Rheinischen) Jägertag. Ein hochbeliebtes Abendbrot SCHIEL von Jung und alt freudig begrüßt. Ist immer ein guter Oetker- Pudding. Mit Milch zubereitet und mit Himbeersaft aufgetragen, schmeckt er delikat and sättigt vollauf. Der Hausfrau ist dieses Abendbrot doppelt angenehm, weil es Ihre Wirtschaftskasse nur wenig belastet. Viele Sorten: vom einfachen bis zum Oetker- Feinkost- Pudding es möglichen reiche Abwechalung. Die schöne und einfachs Herstellungs weise ist jeder Packung aufgedruckt. Weitere schöne Rezepte für S und Gelee- Speisen finden Sie in dem nesen farbig illustrierten Oetker- Rezeptbuch. Ausgabe F das Sie für 15 Pfg. in den Geschäften erhalten. wenn vergriffen, gegen Einsendung von Marken L von Dr. A. Oetker, Bielefeld Ladenverkaufspreise: Backp... Backin 1 St. 10 Ptg.. 3 St. 25 Pfz., Puddingpulver Vanille- Mandel 10 Pfg. Vanillin- Zucker 5 Pfg., Vanille- Soßemp. 5 Pfg.. Gala Schokolad.- Puddingpulv. 15 Pfg., Schokoladenspeise mit gehackt. Mandeln 25 Pfg., Gustin 225 35 Pfz Aus aller Welt. Amerikanisches Sportgeschäft. Daß im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten auch der Sportbetrieb mit seinen Rekordziffern Europa längst überflügelt hat, ist allgemein bekannt. Die Riefenhonorare, die Leute wie Dempsey, Carpentier usw. sowie bekannte Baseballspieler beziehen, werden aber noch übertroffen von den regelmäßigen Einnahmen, die bei Rugbyspielen erzielt werden. Man hat ausgerechnet, daß sich die Gesamteinnahme aus der legten amerikanischen Rugbyjaison auf etwa 30 Millionen Dollar beläuft. Allein das Spiel zwischen Armee und Marine in Chicago hat rund eine Million Dollar eingebracht, und eine ganze Reihe weiterer Spieler bleiben hinter dieser Rekordziffer taum zurüd. Rugby ist in Amerika Geschäft. Darüber fann gar fein Zweifel sein, obwohl die spielenden Mannschaften nicht aus Berufsspielern bestehen und auch leine Bezahlung für ihre Mitwirkung bei repräsentativen Spielen erhalten. Es ist vielmehr für jeden amerikanischen Studenten und die Hochschulen sind ja in Amerika die Mittelpunkte des Sports eine Ehre, dem,.team" ( Mannschaft) seiner Alma mater anzugehören. Aber dieser ideale Gesichtspunkt ist eben in der Praxis durch sehr stark hervortretende Rüdsichten wirtschaftlicher und finanzieller Art in den Hintergrund gedrängt worden. Und man kann geradezu den Satz aussprechen: Wirtschaftliche Gründe machen das Fortbestehen des Rugbysports in Amerika erforderlich. Die ameri lanischen Hochschulen wären einfach nicht in der Lage, auf die Einnahmen aus den Spielen zu verzichten. In Yale, einer der älteren berühmten amerikanischen Universitäten, sind z. B. in den drei Monaten der letzten Saison ( Oktober bis Dezember 1926) 750 000 Dollar vereinnahmt wor den. Von dieser Summe wurden 175 000 Dollar zur Durchführung des übrigen Sportbetriebes verwendet. Es konnte Nr. 12. | sportliche Neuanlagen gemacht und Verbesserungen vorgenommen wird. Man mache ich einmal flar, welche Summen deutschen Universitäten zur Verfügung stehen, um damit einen einiger maßen befriedigenden Sportbetrieb durchzuführen, und man wird dann erkennen, wie sehr der Vergleich zuungunsten Deutschlands ausfällt. Neue Bücher. Der junge Beethoven. Ein Roman von Felix Hub. Mit dem einzigen Jugendbildnis Beethovens und einer Ansicht seines Geburtshauses und des späteren Wohnhauses seiner Eltern in Bonn. 342 S. und Anhang. Einfach gebunden 3,50 Mt. Verlag der Bücher der Rose, Wilhelm Langewiesche- Brandt, Ebenhausen bei München. Viel neues und interessantes enthält das Buch, und jeder Beethovenfreund wird Freude an dieser Neuerscheinung haben. Schuld und Sühne Die Tragödie Wilhelms II. 100 Oftar jeiten. Preis 1,20 Mt. Sonderdrud der Grünen Briefe. 3 beziehen durch den Kommissionsverlag von Fr. Foerster, Leipzig, oder durch die Expedition der Grünen Briefe in Berlin- Steglit Dieses Büchlein muß auch denjenigen reizen, der verschiedene große Abhandlungen über den meistgenannten Herrscher der letzten Jahrzehnte gelesen hat. Gie Erscheint: Samstags. Sezugspreis 40 Pig. monatlich fre Sedoffionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufb fendung nicht verlangter Manuskripte w 40. Jahrg. Rein Aufwertungsbege Der Reigsminister des Innern hat auf regierung den von der Reichsarbeitsgemeinja und den Mieterorganisationen gestellten A eines Boltsbegehrens zugunsten eines Gefeh berftellung des Voltsvermögens abgelehnt. Regelung der Ausweisungsfrage i Gesandter Rauscher hatte eine Unterre schen Außenminister Zaieski. Hierbei teilt mit, daß die polnische Regierung dem in Augenministern Deutschlands und Polens ge gen zugestimmt habe. 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Die vor etwa einem Jahre von der fra freigegebene deutsch- evangelische Kirche in wieder eröffnet werden. Die Verwaltung evangelische Kirchenausschuß in Berlin üb auch der Pfarrer gestellt wird. Der Erste Deutsche Bismard- Lag, der in Hannover stattfindet, erfreut sich des le weitester Kreise. Die Anmeldungen laufer Leitung der Haupttagung am 3. April ho Dr. Jarres übernommen.- Anmeldung die Geschäftsstelle des BND.- Vereins, Köl Desterreichs Kriegsopi In den letzten Tagen wurden sämtliche opfergejezze abgeändert, die bisherigen F neue Bestimmungen aufgenommen und ten neu gefaßt. Die Organisation der opfer,„ der Reichsbund der Kriegsopfer Sofburg hat diese Gesetze( Invaliden- Ent validen Beschäftigungsgesek) gesammelt h auch gerne bereit, jede gewünschte Ausku opferbelangen zu erteilen. VERTRETER in grösser. Kolonialwarengeschäften gut eingeführt v. leistungsfäh. Hamburger Kolonialwarenfirma gesucht. Angeb. m. Referenzen erb. unt. H. G. 30374 an Ala, Haasenstein& Vogler, Hamburg 36. 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Man hat, von diesen Var das wohltuende Gefühl, wenn Bisma tommt er endlich mal wieder nach Hau fangslandrat mit der weißen Binde legung des ewigen Berliners Aergers, fällt und dem Anlaß wird, den Alerg aus Kelteren ist's also erlaubt, sich m ihn der Erfolg einer jungen Auffor Beruj, was Amt, was Pflicht, hier ist s Don Taube, Reiher und Weiher lause fich unnahbar und wohl fühlen und de füttern tann. Nun, das tönnten ja anch jo haben wir alle, die wir find und, wenn auch nicht seine Aecker Schönheit und Sorgen mitbesitzen. W ther bedeutungsvoll macht, das ist, d tt feinem treuen Oberförster aus, er