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Sollte der Verwaltungsrat die Vorlage ablehnen, so hat der Reichspoftminister immer noch die Mög lichkeit, die Zustimmung des Kabinets einzuholen, die in diesem Falle sicher erteilt wird. Wenn die Vorlage über die Portoer höhung in Kraft tritt, wird noch immer die Möglichkeit bestehen, daß der Reichsrat innerhalb dreier Monate beschließt, gegen die Bortoerhöhung Einspruch zu erheben. Bei der augenblidlichen Zusammensetzung dieser Körperschaften dürfte aber ein dementsprechender Antrag faum Annahme finden. Ernste Finanzlage des Reichs. In seiner Sigung vom 13. April beschäftigte sich der Reichsrat nochmals mit dem Reichshaushalt für 1927, wie er fich nach den Beschlüssen des Reichstags gestaltet hat. Wäh rend der von der Reichsregierung dem Reichstag vorgelegte Saushaltsentwurf insgesamt nach dem Vorschlage der Reichsregierung mit 8,5 Milliarden Rmf. das Gleichgewicht hielt. nach tem Vorschlage des Reichsrats mit 8,6 Milliarden Rmt., ist die jer Betrag nunmehr auf 9,1 Milliarden Rmt, in Einnahme und Ausgabe angewachsen. Damit belaufen sich die vom Reichstag ongenommenen Mehrausgaben auf 744,4 Millionen Rmt, also auf nahezu% Milliarden Rmt. Der Ausgleich des Reichshaus: halts fonnte nur dadurch erzielt werden, daß die Reichsfinanzverwaltung ihre legten Rüdlagen in Anspruch nahm. Bei der Mufstellung des Haushaltsplans für 1928 werden insgesuint 1105 Millionen Rmt. fehlen. Dabei ist noch zu berücksichtigen, Daß die Reparationslaften im Rechnungsjahr 1928 eine Steigerung von 351,9 Millionen Rmt. erfahren. Vorläufig ist noch nicht ersichtlich, wie dieser Gesamtbetrag von über 1400 Millionen Rmt. fichergestellt werden soll. Ebenso fehlen die Mittel ur Finanzierung der als dringlich bezeichneten Aufgaben wie Erhöhung der Beamten besoldung, Steigerung der Versorgung für die Kriegsbeschädigten usw. Der Reichsrat beschloß, den Saushaltsplan nach den Reichstagsbeschlüssen zur Kenntnis zu nehmen, ohne Einspruch zu erheben. Das deutsche Memelland. Die englische Zeitung Manchester Guardian" betont in einem Leitartikel zur Memelfrage, daß dieses Gebiet vorherr: chend deutsch ist. Die politische Lage in Litauen sei äußerst perwirrt. Eine Minderheitsregierung halte sich dort mit Gewalt an der Macht, und es könne nichts anderes erwartet wer ben, als daß ihre Aktion in Memel nicht weniger gewalttätig ein würde als in Litauen selbst. Ausbau des Lahnkanals. Diez. Hier fand am 14. ds. Mts. unter außerordentlich starler Beteiligung die diesjährige Hauptversammlung des Fulda Lahn- Kanalvereins statt. An Stelle des verstorbenen Landeshauptmanns wurde einstimmig Landeshauptmann Lutsch zum Vorsitzenden gewählt. Nach lebhafter Aussprache über die SchwieDrud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Boftshedtonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Sonnabend, den 18. Juni 1927 rüdsichtigt werden. In der Hauptsache aber werden angesichts der besonders günstigen Verhältnisse, die ja auch vom Reichsvertehrsministerium mit Erlag vom 26. Februar 1926 anerkannt worden sind, die Selbstverwaltungskörperschaften und die Jn= dustrien in der Lage sein, durch Geldbeschaffung oder Garantieleistungen das Wert aus eigenen Kräften zu betreiben. Der Lahnkanal trägt sich finanziell selbst." 1 Ein intern. Kongreß für psychische Hygiene soll Anfang April 1929 in Washington stattfinden. Die entschei denden Beschlüsse sind am 2. Juni 1927 in Paris in einer Versammlung des internationalen Organisationskomitees gefaßt worden, zu der 16 nationale Komitees aus Europa mit zirka 22 Delegierten eingeladen waren. Aus Deutschland Prof. Robert Sommer: Gießen und Prof. W. Weygandt- Hamburg. Fast alle Eingeladenen waren erschienen. Als Sprachen des nternationa len Kongresses wurden Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch, letzteres besonders auch im Hinbld auf Südamerita, bestimmt. Das Programm umfaßt unter dem Namen psychische Hygiene( Mental Hygiene) einerseits eine Reihe von psychiatrischen Einrichtungen freierer Art; andererseits eigentliche psychiatrische Prophylage, z. B. Vorbeugung von individueller und Massenermüdung durch öffentliche Schlaf- und Ruhehallen, wie sie von Prof. Sommer schon 1902 vorgeschlagen wurden. Zu dem internationalen Organisationskomitee gehören u. a. die drei Vorstandsmitglieder des deutschen Verbandes für pinchische Hygiene, Prof. Sommer- Gießen, Prof. Weygandt- Hamburg und Obermedizinalrat Dr. Roemer Karlsruhe. Auch wurde ein europäischer Bierer- Ausschuß eingesetzt, in den in der Versammlung der europäischen Vertreter u. a. Herr Prof. Sommer, Direktor der Klinik für psychische und nervöse Krankheiten in Gießen, einstimmig gewählt wurde. Wochenrückblick. - ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lokal 12 Bfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Play. Dorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 25 Die Rassen im deutschen Volk. Von Fr. Stumpf, cand. forest, Butzbach. Betrachtet der Leser die Ueberschrift dieses Aufsatzes, so wird er denken, hat überhaupt eine Kenntnis dieser Fragen fur einen Nichtanthropologen irgendwelches Interesse. Daß dies aber der Fall und daß diese Fragen nicht nur schlechtweg von Interesse, sondern vielmehr von größter Bedeutung für jeder mann sind, dem das Wohl seines Volkes am Herzen liegt, möchte ich zunächst durch einen kleinen Vergleich zeigen. Es dürfte bekannt sein, daß man schon lange Jahrzehnte bei Tier- und Pflanzenzüchtern darauf verwendet, reine Rassen- oder manchmal allerdings auch bestimmte Rassenmischungen durch Auslese heranzuziehen. Der Zwed dieses Beginnens liegt darin, höchstwertiges Material zu bekommen: der Hundezüchter z. B. legt Wert dar auf, daß sein Hund an den Mann geht, wachsam ist, für Suche nach Schweiß oder Vorstehen geeignet ist; der Pflanzenzüchter, daß er eine bestimmt farbige Rose oder einen Obstbaum erhält, der eine besondere Frucht trägt; der Forstmann, daß er tälteoder sturmfeste Holzarten anbauen fann usw. Alle wenden also mehr oder weniger die Gesetze der Erblichkeit an, um höchstvoll tommenes bei ihren Zuchten zu leisten. Sollte es da nicht noch viel wichtiger sein, diese Gesetze auch bei den Menschen zu benützen, Menschen höchster Vollendung in geistigen und türperlichen Eigenschaften durch Auslese heranzuziehen, wenn es sich herausgestellt, daß es im deutschen Volk Rassen gibt mit der schiedensten körperlichen und geistigen Anlagen Anlagen allerdings, die für den Nachwuchs höchst wünschenswert und solchen, die durchaus unerwünscht sind. Ja, ich behaupte, das Interesse ist heute größer denn je für derartige Fragen, heute, da man glaubt, durch höchste Steigerung der sportlichen und geistigen Uebungen bestes Menschenmaterial zu erhalten. Der Wert solcher Uebungen ist für die Nachkommenschaft allerdings insofern eingeschränkt, als es nach den Gesetzen der heutigen Erblichkeitslehre eine Vererbung im Leben erworbenr Eigenschaften nicht gibt. Diese Rassen ich seize voraus, daß dem Leser bekannt ist, daß man unter Rasse eine Gruppe von Lebewesen", in unserem Falle von Menschen, versteht, die abgesehen von der sog. Variationsbreite gleiche förperliche und geistige Merkmale be= sigen und diese lonstant weiter vererben( auch hier die Auss Nachdem der Zunahme der sogen. Jdiolinese durch Alkohol und Nikotin und an dere Gifte wie z. B. Jod), bestehen nun. Der Konflikt zwischen England und Aegypten, das auf Selbständigkeit drängt, scheint durch einen Notenwechsel wieder für einige Zeit beigelegt. Auf friedliche Art dürfte sich die Vormachtstellung Englands mit der Zeit dem nationalbewußten Hochkommen Aegyptens gegenüber nicht behaupten lassen. ſammenstoß zwischen Rußland und England, der mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen endete, faum vorüber ist, beherrscht eine neue Spannung den europäischen Kontinent. Der Sowjetgesandte Ruß lands in Polen wurde auf dem Warschauer Bahnhof das Opfer eines Attentats. Rußland hat sofort eine scharfe Note an Polen gerichtet, in der es an das Vorgehen gegen die Sowjetrepublik in China und England erinnerte und dabei das Attentat als ein weiteres Glied der Kette bezeichnete. Polen scheint bis zum Augenblick noch nicht zu einer endgültigen Antwort entschlossen zu haben, doch dürfte so viel feststehen, daß es Rußland außerordentlich weit entgegenkommt. Ruß land hat in den letzten Tagen sehr stark mit dem Säbel gerasselt, ist auch weiter zu unmenschlichen Erschießun gen geschritten, welche die gesamte zivilisierte Welt in Entrüstung versetzt haben. Der serbisch- albanische Konflikt ist in der Zwischenzeit noch keinen Schritt weiter vorwärts gekommen. Gewehr bei Fuß steht man sich nd monatliche Lohnauszahlung und mit den igkeiten und die Rentabilität des weiteren. Ausbaues der Lahn gegenüber. Wahrlich ein trübes Zeichen, während man gen Steuerabzug- Vordruck, se Lohndüten , Versicherungs- und Steuerabzug- Vordruck rbeitszettel ind alle anderen Formulare stets vorrätig bei 1 Klein in Giessen. senreklamesene Güte macht sich RSALE entbehrlich. Das Wunder weise: Dersale zieht selbstutz energisch, aber behut= sche heraus. Das Gewebe selbst bleibt unangetastet. fanalisation von Steeden bei Limburg bis Gießen sowie über die Regulierung der Lahn von Gießen bis Marburg wurde folgende Resolution gefaßt: „ Die 16. Hauptversammlung unterbreitet den Regierungen und gesetzgebenden Körperschaften von Reich, Hessen und Preußen das dringendste Ersuchen, sofort auch die Kanalisierung der oberen Lahn vom einstweiligen Endpunkt Steeden bei Limburg bis Gießen in die Hand zu nehmen. Die Verhältnisse liegen bei dem zweiten Berkehrs- Zentrum Weglar- Gießen noch günstiger als beim ersten Limburg. Den Baukosten, die schäßungsweise das Anderthalb fache wie bei den untersten Streden betragen, steht mehr wie die doppelte Verkehrsmenge gegenüber. Neben die Talfrachten aus den unerschöpflichen Bodenschätzen des Lahntales treten weit mehr Bergfrachten. Der Leerlauf ist geringer, und damit werden die Schiffahrtselbstkosten sowohl auf der oberen wie auf der un teren Lahn weiter herabgedrüdt. Die obere Lahnkanalisation ist nur die Vollendung des um 1850 als Torso stehen gebliebenen Kanalisierungswertes; die von unseren Vätern hier vorhande nen Bauwerte werden erst nutzbar gemacht. Die Neuausgaben find so gering, daß ihr Zinsendienst aus Erträgnissen der Schiffahrtsabgaben wird gededt werden können, daß im Gegensatz zu anderen Kanälen eine eigene Wirtschaftlichkeit des Wasserweges neben den unerläßlichen volkswirtschaftlichen Werten für Er haltung der bestehenden Industrien eintreten wird. Die Reichs bahn wird für die billig tarisierten Massengüter, die etwa auf den Kanal übergehen, durch andere hochwertige entschädigt wer den. Selbstverständlich muß die Verbesserung der allgemeinen Landeskulturinteressen durch Vermeidung oder unschädliche Abführung der verderblichen Hochwasser in den kanalisierten Fluß and die Sebung der allgemeinen Steuerkraft angemessen be= in Genf zu einer Völkerbundratstagung zusammentritt. Wichtige Fragen für Deutschland werden wieder ein mal dort angeschnitten: Besatzungsverminderung( die Rheinlandräumung ist zum r- ten Male vertagt, weil der ,, Zeitpunkt" noch nicht da ist), die Memelfrage, auch muß Stresemann mit den anderen Schachspielern über die Lösung des Gambits ins Reine fommen, wie auf die beste Art die Schleifung unserer Ostbefestigungen konstatiert wird. War bei der letzten Tagung unser Optimismus schon beinahe Null, so dürften die Aussichten dieses Mal noch schlechter sein. Der deutsche Reichstag sieht eine ganze Reihe wichtiger Arbeiten vor sich. Er muß sich mit der Strafrechtsreform, mit dem Zolltarif, dem Arbeitslosenversicherungsgesetz, dem Sperrgesetz in der Frage der Fürstenabfindungen beschäftigen und wird bei der Fülle der Arbeit und der Uneinigkeit der Parteien noch nicht zu einem Reichs schulgesetz gelangen. In München verunglückte auf tragische Art der bayrische Finanzminister Dr. Krausned beim Aufspringen auf einen Straßenbahnwagen, von dem er abglitt und dabei den Halswirbel brach. Unerkannt lag er stundenlang in einem Krankenhaus, bis der telephonisch herbeigerufene Ministerpräsident in ihm seinen Arbeitskollegen erkannte. Dem hejsischen Landtag sind eine Reihe von Vorlagen zugegangen, z. B. der Entwurf eines zweiten Gesetzes zur Aenderung des Ausführungsgesetzes zum Finanzausgleichsgesetz. Wie man sieht, führt ein jedes Gesetz einen wahren Rattenschwanz weiterer Gesetze nach sich. Weiter liegt u. a. ein Antrag auf Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft vor. - Ich möchte über sie einen furzen Ueberblid geben. Dabei füge ich gleich hinzu, daß es sich nicht darum handelt, eine ge lehrte Abhandlung oder das Produkt eigener Forschungen, sondern vielmehr diese wichtigen Fragen dem Publikum überhaupt näher zu bringen. Sollten sich außerdem Widersprüche gegen meine Ausführungen erheben, so weise ich hin auf die Werke von Dr. Günther:„ Rassenkunde des deutschen Volkes", Verlag Leh mann- München, und ebenda erschienen: Menschliche Erblichleitslehre und Rassenhygiene" von Prof. Bauer- Fischer- Lenz, in welchen Büchern der Inhalt meiner Ausführungen als Tatsache der heutigen Forschung niedergelegt und begründet ist. Ferner möchte ich auf diese Werte nicht nur hinweisen, sondern sie einem jeden, der aus meinem Aufsatz die Bedeutung dieser Kenntnisse auch nur annähernd ermißt, wärmstens empfehlen. Eine Charakteristik dieser Rassen verlangt also eine Schilderung ihrer förperlichen und geistigen Anlagen. Zwischen diesen beiden Arten der Merkmale bestehen nun enge Beziehungen. Sieht man einen Menschen dieses oder jenes rassigen Erschei nungsbildes, so fann man grundsätzlich auf bestimmte, der betr Raffe eigentümliche geistige Eigenschaften schließen u. umgekehrt. Allerdings ist es heute infolge der ungeheuren rassischen Bermischung möglich, daß auch Menschen, die eine bestimmte, eben erscheinungsbildliche Rassenzugehörigkeit aufweisen, geistige Eigenschaften, die dieser Rasse nicht angehören, ausnahmsweise bes sitzen. Zu den törperlichen Unterscheidungsmerkmalen, an die wir die geistigen in der Betrachtung anschließen, gehören zunächst die allgemeine Gestalt ,, wobei die Körpergröße eine Hauptrolle spielt und dann insbesondere die Schädel, Kopf- und Gesichtsform die Haut- und Haarform und Farbe, die Augenfarbe und schließlich die Nasenform. Bei der Feststellung der Merkmale des Kopfes ist man zur Vermeidung von Meinungsverschiedenheiten übereingekommen, ehe man zur Charakteristik dieser Merkmale schreitet, den Kopf des zu Charakterisierenden so zu halten oder gehlaten zu denken, daß die Linie, die man sich vom äußeren Augenwinkel nach der Spitze des Ohres gezogen vorstellen kann, in der Wagrechten liegt. Ohne diese Feststellung wäre es z. B. nicht möglich, objektiv zu beurteilen, ob der raffig Einzuschätzende unter anderem einen Hinterkopf hat oder nicht, welch'. letzteres ein sehr wichtiges Rennzeichen zur rassigen Eingliederung ist, wie wir noch hören werden. Man fennt n Deutschland folgende fünf Rassen, von denen drei von großer Wichtigkeit sind: 1. die nordische( aus dem Norden stammend), 2. die oftische( aus dem Often später eingejidert), und 3. die dinarische( nach den dinarischen Alpen genannt). Gie sind bei uns Deutschen die Hauptbestandteile der Bevölkerung. In geringer Beimengung sind noch die westische und die oftbaltische Rasse vorhanden. Einer ganz anderen Rassenmischung gehört das jüdische Bolt an, das vorwiegend aus orientalischen, der hamitischen, der vorderasiatischen und der negerischen Rasse zusammengesetzt ist. Sonnabend, den 18. Juni 1927. Absichtlich sage ich jüdisches Bolt, denn Boltstum ist durchaus nicht gleich Rajje, ebensowenig wie Staatsangehörigkeit und Sprache heute Rajsekennzeichen sind. Zwar ist die Sprache bedingt durch die Rasse, durch die Art der Sprechwerkzeuge und die geistige Beranlagung, aber viele Bölter raffiger Verschiedenheit sprechen heute die gleiche Sprache wie z. B. die englische oder die spanische oder irgend eine andere. Gleiches gilt natürlich auch für die Religion. Sie ist ursprünglich auch in ihrer Eigenart dieSchöpfung einer bestimmten Rasse. Jeht haben die Angehöri gen der verschiedenen Rassen die gleiche Religion. Wir tamen nun zur Charakterisierung der törperlichen Eigenschaften der nordischen Rajje. Der nordische Mensch ist hoch und schlank gewachsen, hat breite Schultern und schmale Hüften. Alles ist an ihm Schlankheit. Besonders fällt dies am Halse auf. Der Körperbau ist in jeder Hinsicht proportioniert. Geinen Ausdrud findet dies in der Haltung des nordischen Menschen: soldatische und turnerische Straffheit. Daher ist das Bild des nordischen Menschen bei allen Künstlern das Bild des schönen Menschen und dient daher immer als Vorwurf. ( Man betrachte einmal daraufhin die Gemäldegalerien usw) Die nordische Schlantheit weist auch der Schädel auf; langer Schädel und schmales Gesicht. Sehr charakteristisch ist das weit über den Raden ausladende Hinterhaupt. Der Hinterhaupts höder ist so ausgebildet, daß man ihn entweder durch Betaften fühlen kann oder daß man ihn schon mit dem bloßen Auge sicht. Die Stirn ist zurüdgeneigt und fliehend. Die Nase be ginnt mit hoher Wurzel und ist meist gerade. Besonders ist das schmale Kinn ausgeprägt. Dadurch entsteht ein scharfer Gesichtsschnitt. Der Nasenrücken ist schmal. Die Augen find tief eingebettet. Die Augenbrauen sind wenig gebogen und Derlaufen in fajt einer Linie. Erkennbar sind weiter der Stirn najenwulst und die Ueberaugenwülste. Die Naje ist in ihrer Länge zu den übrigen Gesichtsabschnitten verhältnismäßig sehr lang, zuweilen ist sie im unteren Drittel zu einer Habichtnaje gebogen, jedoch fommen starf gebogene Rajen selten bei nordischen Menschen vor. Die Najenlöcher sind, seitlich gesehen. fajt wagrecht. Infolge der Schmalheit der Naje stehen die Nasen. löcher in einem sehr spitzen Winkel zu einander. Die Weichteile lagern dem Knochenbau des nordischen Menschen so auf, daj der Eindruck des Schmalen nicht gemindert wird, z. B. leiate Augenlider, deren Spalte wagrecht liegt, schmale dünnep. pen. Die nordische Haut hat die wenigste Pigmenteinlagerung Sie ist daher durch Sonnenbrand sehr gefährdet und ist rosig weiß. Diese Zartheit der Haut drückt sich auch in dem Durch scheinen des Blutes aus. Die nordische Rasse ist nach der dinarischen die stärkstbehaarte der europäischen, wie man auch die fünf erwähnten Rassen nennt. Das Kopfhaar, das meist etwas nachdunkelt, ist hell. Das Haar kann deshalb erst bei einem erwachsenen Menschen zur Beurteilung herangezogen werden. Die Farbe des nordischen Haares geht vom hellen Blond über Gelbblond bis zum Goldblond. Immer zeigt sich jedoch ein goldener Unterton. Das Haar macht einen leichten Eindruck Das Haargespinst ist sein und dünn. Daher ist der Haarfall 11 Gießener Zeitung" Das Grübeln und Ringen der deutschen Philosophie zeigt es. Diese Objektivität" fann bis zur Aufgabe der eigenen Ge jinnung gehen. Geringer ist die Menschenkenntnis des nordijchen Menschen. Sie muß er sich gewissermaßen erft erarbeiten Zweifelsucht und Mißtrauen, Haß gegen den erkannten Feind fennzeichnen ihn weiter. Auch besitzt er Leichtsinn, Sorglojigfeit, Wagemut bis zur Tollfühnheit. Indessen eignet er sich vorzüglich zu weitausschauenden Entwürfen und fühnen Unternehmungen. Der nordrassige Mensch ist geborener Führer und Organisator". Er hat alle Kulturen geschaffen: die Jn. diens, die Griechenlands, die Roms, die Renaissance usw. Seiner Rajse sind die großen Dichter, die bedeutenden Heerführer und Staatsmänner, die Schöpfer von Religions befenntnissen und Künstler. Natürlich muß man zugeben, daß dies die be jonders reich ausgestatteten nordrassischen Menschen sind. Aber auch der nordische Durchschnitt ist mit Kühnheit, heldischen Wejen, Weitblid, Erfindungsgabe, gerade auch in technischen Dingen, reich ausgestattet. Die Wesensfülle ist beim nordischen Menschen am reichsten. Es ließe sich das noch viel weiter aus führen, aber der Rahmen dieses Aufsatzes verbietet dies. Günther schreibt:„ Bezeichnend für das seelische Wesen des nordischen Menschen ist vielfach ein Ueberschwang des Geistes und der Kräfte, eine Raftlojigkeit des Dentens und Handelns die den nordischen Menschen von einer Tat zur anderen, von einer gedanklichen Eroberung zur anderen treibt. Ihn dräng! es am meisten dazu, im Wettbewerb der Kräfte die eigene Kraft zu messen. Wohl nie trifft man innerhalb der anderer europäischen Rassen die leidenschaftliche, reine und unfelbftige Hingabe an geistige Güter, die so oft das Leben nordischer Männer bestimmt." Aehnlich der nordischen Rajse in ihrem Körperbau ist die weitische Rajse, die daher in ihrer Besprechung hier folgen soll. aber wegen ihrer geringen Verbreitung in Deutschland kurz behandelt werden kann. Für die ganze Art des Körperbaues gift, wie schon erwähnt, im allgemeinen das von der Nordrasje Gesagte, nur daß die Westrasse wesentlich fleiner ist, als die erste. Die Haut des westischen Menschen ist bräunlich die Lippen etwas gewulftet und fleischiger. Die Augen sind dunkel, ebenso die Haare. Die Haut ist nicht durchscheinend wie bei der Nordrasse. Die geistigen Eigenschaften sind gekennzeichnet durch leidenschaftliches Wesen, Beweglichkeit, mangelnde Gemütstie, Gastfreundschaft, heitere Güte, daneben ein Hang zu grozer Graniamfeit und Geschlechtlichkeit. Das Leben wird von dem wustischen Menschen als ein Schauspiel aufgefaßt, durch das man sich so gut wie möglich mit allen verfügbaren Kniffen und Trids laviert, im Gegensatz zum nordischen Menschen, der es als eine Aufgabe ansieht. Eigentliche Kulturen hat diese Rasse feine zu schaffen vermocht, wie ihr überhaupt wirklich bedeutende Geister fehlen. Fortsetzung folgt. Nr. 25. Kur- und Badeorten aussieht, und das andere Länder sich ein Beispiel daran nehmen könnten. Nachdem in unseren Kurorten bald nach dem Kriege die Kur anlagen mit großem Geschmad wieder ihr schönes Aussehen er halten hatten, geht man jetzt allerorten daran, die Kurhäuser wieder instand zu sehen oder neue Kurhäuser zu errichten, nach. dem eine Bautätigkeit möglich geworden ist. Gonaabend, den 18. Juni 1927 für die 340 000 R.- Mark genehmigt find. rung der Kuranlagen in Bad Rothenfelde ver eines Schwimmbades im Freien. Das Golu elmen bei Magdeburg will zur Feier seine ehens den Park wesentlich verschönern un Seden- Werra hat starte Modernisierungen vo Seränderungen hat auch Bad Warmbrunn zu weltbekannte Kochbrunnenanlage in Wiesbad Den modernen Ansprüchen gemäß in vornehm umgestalten. Dabei soll ein Preisausschreiber Ritler erfolgen. Eine interessante Erweiter lagen will auch Bad Salzschlief durch seine schaffen, der sich an das neu angelegte ref Swimmbad anschließt. Ein vollständiger Umbau der Kuranlagen erfolgte in dem Radiumbad Brambach, der sehr große Mittel erforderte. Jn Bad Dürrheim im Schwarzwald wurde mit einem gro Ben Kostenaufwand in sonniger Lage ein neuer Kurpart angelegt. In Friedrichroda in Thüringen wurde das Kurhaus von der Gemeinde angekauft und mit einem Rostenaufwand von zirka 400 000 Rmt. im Innern so ausgestaltet, daß es allen moder: nen Ansprüchen genügt. Auf der alten Klosterherberge in Sirsan im Schwarzwald ist ein neues Kurhotel„ Kloster- Hirjau" hervor gegangen. Besonders großzügig ist die Anlage des neuen Kur haus Bades in Bad Kissingen. Hier ist mit einem Kostenauf wand von 1,7 Millionen R.- Mark ein Neubau errichtet worden mit über 100 Badezellen für Sole und Moorbäder. In König. stein im Taunus hat die Stadt ein sechs Morgen großes Anwesen mit Haus und Park aus den Mitteln der Besatzungsentschädi gung erworben, das zum Kurhaus und Kurpark umgewandelt werden wird. Bad Köjen hat eine neue Badeanstalt für medi zinische und Solbäder geschaffen. Große Kurbauten werden zur zeit in Pyrmont vorgenommen, deren Abschluß in nächster Zeit zu erwarten ist. Eine besonders rege Bautätigkeit zeigt das alte heilkräftige Bad Soden am Taunus. Es wurde ein neues Kur haus geschaffen, so daß ein ganz modern ausgestattetes Kurhotel entstanden ist. Mehrere Quellen wurden neu gefaßt. Die großen Opfer, welche Bad Soden bringt, werden hoffentlich dazu bei tragen, dem Bad jeine alte Beliebtheit und sein altes Ansehen wiederzugeben. Außer diesen großen Neugestaltungen finden in zahlreichen Bädern andere wesentliche durchgreifende Aenderungen statt, die für die Entwicklung der Bäder von großer Tragweite werden dürften. Unter Anwendung erheblicher Geldmittel erfährt das Mark grafenbad in Badenweiler durch einen Erweiterungsbau einen wesentlichen Fortschritt. Auch Bad Homburg v. d. H. sorgt durch Neueinrichtungen und Neugestaltungen seiner prächtigen Anlagen dafür, daß das Bad wieder gern besucht werden wird. Als be sonders interessante Anlage ist das„ Seedammbad" in Angriff genommen, ein weitläufiges Schwimm, Luft- und Sonnenbad. Bedeutungsvolle Neubauten werden in dem Sol- und Moorbad Lüneburg aufgeführt. In Bad Meinberg in Lippe ist die neueingerichtete, heizbare Wandel und Trinkhalle zu begrüßen. In Bad Mergentheim wird die berühmte diätetische Kuranstalt ,, Ho henlohe" wesentlich erweitert. Eine vorbildliche Anlage ist das neuangelegte Schwimmbad in Bad Nauheim, das wegen seiner großen Beliebtheit eine Erweiterung erfahren soll. Im Anschlus an den im Vorjahre hergestellten neueren Kurhausbau läßt Bab Orb im Spessart eine Trint- und Wandelhalle errichten. Zu be glatt bis wellig. Dies ist ein sehr sicheres Kennzeichen des Wiederaufbau der deutschen Kur- u. Badeorte. grüßen ist die Asphaltierung der Hauptstraßen in Reichenhall, nordischen Menschen. Die Barthaare umjäumen beim Manne die Lippen ganz. Das Auge zeigt eine lichtblaue, grau blaue oder graue Farbe der Regenbogenhaut. Die körperlichen Eigenschaften wären nun für uns völlig bedeutungslos, gingen sie nicht Hand in Hand mit folgenden geistigen: Die Kerncigenschaften nordischen Wesens sind:- teilsfähigkeit. Wahrhaftigkeit und Tatkraft, Sachlichkeit, Gerechtigkeitsliebe und Unzugänglichkeit gegenüber dem Geiste des Massentums; klar urteilende Voraussicht, Wirklichkeitssinn, mit dem eine Kühle der Einbildungskraft zusammenhängt, sind die weiteren Kennzeichen nordischen Geistes. Der nordische Mensch neigt ferner zum Sondertum, Pflicht- und Verantwortungsgefühl und Gewissen liten ihn bei allen seinen Taten. Infolge seines Einzeltums ist sein Sinn für das Verbundensein mit seiner Familie und anderen fleinen Gruppen gering, während dafür sein Interesse für größere Gruppen umsomehr in den Vordergrund tritt. Er eignet sich besonders zum hervorragenden Staatsmann, Leiden= die auch immer aus seinen Reihen hervorgingen. schaft, besonders geschlecht.iche, sind ihm fremd.„ Leidenschaftlich" ist er dagegen bei objektiver, wissenschaftlicher Forschung. Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. Der Eilzug von Berlin nach Jüterbog jagte mit faltem Ostwind um die Wette. Herbstzeitlosen blühten schon im wellenden Grün, und das männerleere märkische Flachland schien unter dem schneidenden Wehen in banger Sorge zu schauern. Es war der trübe Herbst des Russenschrecks, den nur das Leuchten des Namens Hindenburg erhellte. Durch das Abteilfenster sah Hullmann am weißen Schild eines Bahnhofsgebäudes die Aufschrift Großbeeren. Dem Ziele nahe, nahm er die Depesche aus der Brusttasche seines Ueberziehers und las wieder: ..Geheimrat Professor Dr. Hullmann, Königin- AugustaStraße, Berlin. Bitte mich zu untersuchen. Wagen mit meinen Töchtern wartet Bahnhof Trebbin morgen, Donnerstag, 11,20 pormittags. Drewitz- Priedelsdorf." Das herrische Telegramm setzte voraus, der meistgesuchte Diagnostiker Deutschlands werde ungesäumt dem Rufe folgen, aber versprach dann mit fast unverständlicher Höflichkeit ein Abholen durch Damen. Zur Fahrt hatte er sich gestern Abend entschlossen, weil er neugierig war, Exzellenz v. Drewitz, den einstigen Polizeipräsidenten von Berlin und späteren Minister des Innern, kennen zu lernen. Bald schrie ein Bremsenkreischen ins Rollen der Räder. Die Wagen verlangsamten ihren Lauf und standen. Ein Schaffner rief:„ Trebbin!" Hullmann stieg aus und dachte, die vier Gleise zwischen seinem Zug und dem Bahnsteig zu überschreiten Ein warnendes„ Zurücktreten!" ließ ihn stutzen, als er schon das fröhliche Leben vor dem Bahnhofsgebäude sah. Mehr als 20 Damen lachten und scherzten dort um Berge von Butter broten. Stapel von Schinken und Würsten, Batterien von Lt Was die Kurgäste dieses Sommers an Neuerungen vorfinden werden. ADB. Nachdem die deutschen Kur- und Badeorte durch den Krieg in ihren Einrichtungen dadurch schwer gelitten hatten, daß während des Krieges die Möglichkeit zu ihrer Instandhaltung und Instandsetzung start eingeschränkt war und in der Nachkriegszeit durch die traurige wirtschafliche Lage sowie durch die ungeheuren Steuerbelastungen das Versäumte nicht so schnell nachgeholt werden konnte, wie man es wohl gewünscht hätte, haben die Kurorte in erfreulicherweise den Mut aufgebracht, ihre Einrichtungen wieder zu ergänzen und auch ihrem Aeußeren das Aussehen zu geben, das früher an ihnen mit Recht so gerühmt wurde. Man braucht heute nur einen furzen Blick in unsere Kurorte mit ihren prächtigen Einrichtungen und Anlagen zu werfen, um sich davon zu überzeugen, daß deutscher Fleiß und deutscher Ordnungssinn es fertiggebracht haben, der gewiß nicht geringen Schwierigkeiten Herr zu werden. Auch das Ausland erfennt unumwunden die alte Ordnung der deutschen Kurorte an. Vor kurzem noch wurde von einer Seite, die durchaus nicht von Wohlwollen gegen die deutschen Kurorte beeinflußt ist, mit dem Auge des Konkurrenten betont, wie mustergültig es in unseren monadenflaschen und Kannen mit warmen Getränken auf weißgedeckten Tischen. Der schneidende Ostwind zauste mit blonden Haaren und peitschte flatternde Röcke um jugendlich schlanke Glieder. Doch mit wehenden weißen Tüchern begrüßten die Jubelnden einen auf dem Strang dicht vor ihnen vom Westen in den Bahnhof rollenden Truppenzug. Aus den Frauenaugen über roten Wangen brannte vaterländische Liebe, die Deutschlands Streitern mit dem Besten aus Küche und Keller, mit Gebet und Segenswunsch gern wohl auch die frischen Lippen geboten hätten. Der Truppenzug kam vor den hastig zu Tassen, Tellern und Schüsseln Greifenden zum Stehen. Hullmann ging um die Wagenkette auf den Bahnsteig. Auch seine Augen brannten, als totgeweihte Jugend mit siegesfrohem Hurra die grauumhüllten, schon von Marsch und Kampf benagten schlanken Körper weit aus den Wagenfenstern beugte und mit leunigen Scherzen die Gaben deutscher Schwestern nahm. Dicht vor ihm sprang ein junger Offizier ohne Helm aus dem Zug. Den Staub fran zösischer Landstraßen noch im braunen Stoppelhaar, begrüßte er zwei der jungen Damen ohne Hüte und nahm mit beiden Händen die ihren. Frohbewegt sahen drei von der Natur mi! froher Gebelaune beschenkte junge Menschen einander tief in die Augen, und jäh wie prasselnder Feuerüberfall an den Fronten draußen begann hastiges Fragen und Antworten. Feine Mädchenhände haschten nach dem Kreuz an des jungen Kriegers Brust. Seiner Gesichtshaut tiefes Braun unter weißer Stirn dunkelte noch, als er mit stolzem Aufleuchten hellbrauner Augen bekannte, er trage den Schmud seit den Tagen von Lüttich ..Warum schriebst du nichts davon? Warum hast du dich nicht angejagt?" Er lachte:„ Wer fände Zeit zum Schreiben oder Telegra phieren? Sabe von der französischen Grenze bis Berlin durch geschlafen!" Auch gegen Teilzahlung erhalten Sie ein Presto * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität, zu billigstem Preis. Verkauf durch: Jakob Schupp, Gießen Seltersweg 83. Wieder plapperten und scherzten die drei, bis ein Hornruj in das fröhliche Lärmen auf dem kleinen Bahnhof hallte.„ Die Herren einsteigen!" gebot die Stimme des Stabsoffiziers an einem Abteilfenster. Soldaten reichten Flaschen, Tassen, Teller aus den Wagen, Offiziere bei den gedeckten Tischen zogen Notiz bücher aus den Taschen und schrieben schnell Adressen hinein Zum Zug laufend, lachten sie zurüd: Ja, gnädiges Fräulein, Sie bekommen Ihre Karte aus Rußland!" Andere drüdt.n beide Hände der ihnen doch fremden jungen Damen lange und warm. Es war die Zeit, da alle Deutschen Brüder oder Schw stern schienen. Der junge Offizier ohne Helm hielt wieder die Hände der Mädchen: Bekomme ich vor dem Einsteigen einen Kuß?" ,, Von wem?" Die vollen roten Lippen der Braunhaarigen hatten gefragt. Ihre bernsteinfarbenen Augen tanzten fed un schelmisch. Ihr Lachen sagte, sie wünsche sich den Kuß. Stumm stand die höhergewachsene ernste Blondine mit lichtblauen Augen und einer Nase, die fast wie jene der Germania auf dem Nieder wald jäh aus der Stirnhöhle trat und in reiner, gerader Linie gegen schmale Lippen fiel. Brennendes Rot stieg langjam üb ihre lichtweise Haut vom Hals zur Stirn des Gesichts, das ment schön als hübsch schien. Der eben dreift und wagend lachende Offizier gab die Hände der Mädchen frei. Sein unsicher verlegener Blick suchte die Erde vor den Füßen, glitt zweifelnd an den jungen Damen hinauf und von der Braunhaarigen zur Blondine. Er wußte augen scheinlich nicht, welchem Mädchen er dem im Uebermut gefor derten Kuß nehmen sollte. Sullmann trat näher und glaubte wie im Theater auf die Lösung einer Verwirklichung zu warten. Der Leutnant war wohl beiden Damen nicht nur befreundet, sondern innig zugetan. Welche ihm näher stand, verrieten auch ihre Minen nicht. Die Blondine schlug die Augen nieder. Ihre schmalen Lippen janten von der Mitte leicht gegen die Winkel. Einberufung zweier Jahrgänge in In Kownow ist man beunruhigt über die pemansammlungen bei Minst. Der litauisch hat zum Grenzschuh die beiden letzten entlas wieder einberufen. Ein neuer Reichskommissar für den 2 Der bisherige Dirigent im Reichswirts Ministerialrat Dr. Reichard, Geh. Regierungs nierialdirektor und gleichzeitig zum Leiter de Randsabteilung des Reichswirtschaftsministe Auswertung der Reichsbanknoten endgü Der zuständige Genat des Reichsgerichts gegen das Urteil des Kammergerichts, das Kl tang der früheren Reichsbanknoten abgewiesen la als unzulässig verworfen. Reichsgeric Simons, auf den sich der Kläger bei seinen Best halt berujen hatte, hat inzwischen offiziell die her Bestrebungen ausgesprochen. Fernsprechwertmarken. Der Reichsverband des deutschen Handwe das Reichspojtministerium gewandt, um darübe halten, in welcher Weise die noch in Händen d findlichen Fernsprechwertmarken aus dem Veri den sollen. Bekanntlich können vom 1. Mai Marten nicht mehr zur Verwendung gelang prechautomaten nur noch 10- Pfennigstücke g Der Reichspostminister hat hierauf unterm wie folgt geantwortet: Die Postanstalten sind ermächtigt wo tehr befindlichen Fernsprechwertmarken bis hließlich zum Stüdwert von 0,15 Rmf. Ende Juni zum Stüdwert von 0,10 Rmt. stellen zurüdzunehmen. Da es sich nicht wird, die Münzfernsprecher bis zum 1. Ma Einwurf von Zehnreichspfennigstüden ei die in Frage kommenden Verkehrsanstal stellen vom 1. Mai an, solange es nötig marten zum Stüdwert von 0,10 Rmf. ab Grunde ist es nicht angängig, nach dem lösung tommende Stücke zu dem jetzigen zurüdzunehmen. Die Oeffentlichkeit wir Zeitungen hingewiesen werden. Gegen die Vordatierung vo Die Spitzenverbände der Wirtschaft, Reichsverband des deutschen Handwerks, h anlagt gesehen, gegen die mißbräuchliche gebung vordatierter Scheds Stellung zu nel listen hierzu folgende Erklärung: ,, Auf Grund mannigfacher Beschwer Kreisen der Wirtschaft über die Bezahl Sheds laut geworden sind, vertreten Spizenverbände die Auffassung, daß die gebung solcher Schecks für Handwerk, H Das gab dem Mund etwas Herbes oder Ri ten, weißen Gesichtshaut lag noch Röte, chwangen zu hastigem Atem. Die bern der hübscheren Braunhaarigen aber lacht gar wünschend, und Hullmann sah, daß sie ahnele. So wie jetzt sie, sah, daß sie ähmele. So wie jetzt sie, sah eben er be dern des Kusses aus. „ Drewig", mahnte mit nachsichtigem aus dem Offizierswagen. Der Leutnant und wollte zum Zug laufen. Ein schelmisd bernsteinfarbenen Augen ließ ihn zögern wort auf die Frage stottern:„ Von... eu Die lachende Dunkelhaarige hob Mund. Der Leutnant schien ihn nur flüch len, aber das junge Mädchen warf die r Shulter und drüdte ihre Lippen fest au das triegsgebräunte Gesicht schoß eine G Stirn. Wie in jäh auflodernder Leidensa siers linte Hand zu einem zweiten Kuß fe Dann wendete er sich ab, atmete tief un Augen vor die Blondine. Sie neigte den S jacht auf seine Achselstücke und streifte mi len Lippen seinen Mund. Es war, als se Streiter für die Fahrt ins Wilde und burgs Fahnen. Der Leutnant schied schnell, ohne die lief zum Trittbrett des Offizierswagens. als er die Tür zuklappte und sich aus dem Sand grüßte, seine Augen brannten. Se weber die Blondine, noch die Braunhaarig lig zwischen den beiden Mädchenköp jungen Damen schwangen wehende Tücher, Nr. 25. Nr. 25 Sonnabend, den 18. Juni 1927. aussieht, und daß andere Länder fich ein en fönnten. en Kurorten bald nach dem Kriege die Kur Geschmad wieder ihr schönes Aussehen ez man jetzt allerorten daran, die Kurhäuser Sen oder neue Kurhäuser zu errichten, na it möglich geworden ist. Umbau der Kuranlagen erfolgte in dem h, der sehr große Mittel erforderte. m im Schwarzwald wurde mit einem gr für die 340 000 R- Mart genehmigt find. Mit der Modernijie= rung der Kuranlagen in Bad Rothenfelde verbindet sich der Bau eines Schwimmbades im Freien. Das Sol- und Moorbad Salzelmen bei Magdeburg will zur Feier seines 700jährigen Bestehens den Park wesentlich verschönern und erweitern. Bad Soden- Werra hat starte Modernisierungen vorgenommen. Große Veränderungen hat auch Bad Warmbrunn zu verzeichnen. Die weltbekannte Kochbrunnenanlage in Wiesbaden will man auch den modernen Ansprüchen gemäß in vornehm fünstlerischer Weise umgestalten. Dabei soll ein Preisausschreiben an die deutschen Künstler erfolgen. Eine interessante Erweiterung seiner Kuranlagen will auch Bad Salzschlief durch seinen Erholungswald schaffen, der sich an das neu angelegte reizende Luft- und Schwimmbad anschließt. sonniger Lage ein neuer Kurpart angelegt. Thüringen wurde das Kurhaus von der und mit einem Kostenaufwand von jirta tern so ausgestaltet, daß es allen moder t. Auf der alten Klosterherberge in Sirjan n neues Kurhotel ,, Kloster- Hirjau" hervor großzügig ist die Anlage des neuen Kur Rissingen. Hier ist mit einem Roftenens en R.- Mart ein Neubau errichtet worden en für Sole und Moorbäder. In König ie Stadt ein sechs Morgen großes Anwesen aus den Mitteln der Besatzungsentschädi sum Kurhaus und Kurpark umgewandelt ösen hat eine neue Badeanstalt für medi geschaffen. Große Kurbauten werden zur enommen, deren Abschluß in nächster Zeit besonders rege Bautätigkeit zeigt das alte n am Taunus. Es wurde ein neues Kur ein ganz modern ausgestattetes Kurhotel re Quellen wurden neu gefaßt. Die großen oden bringt, werden hoffentlich dazu bei e alte Beliebtheit und sein altes Ansehen en Neugestaltungen finden in zahlreichen iche durchgreifende Alenderungen statt, die Einberufung zweier Jahrgänge in Litauen. In Kownow ist man beunruhigt über die russischen Truppenansammlungen bei Minst. Der litauische Kriegsminister hat zum Grensschutz die beiben letzten entlassenen Jahrgänge wieder einberufen. Ein neuer Reichskommissar für den Mittelstand. Der bisherige Dirigent im Reichswirtschaftsministerium. Ministerialrat Dr. Reichard, Geh. Regierungsrat, ist zum Ministerialdirektor und gleichzeitig zum Leiter der neuen Mittelstandsabteilung des Reichswirtschaftsministeriums bestimmt worden. Aufwertung der Reichsbanknoten endgültig abgelehnt. Der zuständige Senat des Reichsgerichts hat die Revision gegen das Urteil des Kammergerichts, das Klage auf Aufwertung der früheren Reichsbanknoten abgewiesen hatte, durch Beschluß als unzulässig verworfen. Reichsgerichtspräsident Dr. Simons, auf den sich der Kläger bei seinen Bestrebungen wiederholt berufen hatte, hat inzwischen offiziell die Verurteilung dieser Bestrebungen ausgesprochen. er Bäder von großer Tragweite werden erheblicher Geldmittel erfährt das Mart eiler durch einen Erweiterungsbau einer Auch Bad Homburg v. d. 5. sorgt durc Teugestaltungen seiner prächtigen Anlagen eder gern besucht werden wird. Als bes lage ist das„ Seedammbad" in Angriff figes Schwimm-, Luft- und Sonnenbad. uten werden in dem Sol: und Moorbad In Bad Meinberg in Lippe ist die neu Wandel- und Trinkhalle zu begrüßen. In d die berühmte diätetische Kuranstalt ,, Ho weitert. Eine vorbildliche Anlage ist das mbad in Bad Nauheim, das wegen seiner ne Erweiterung erfahren soll. Im Anschluß hergestellten neueren Kurhausbau läßt Bab Trink- und Wandelhalle errichten. Zu be ltierung der Hauptstraßen in Reichenhall, en Teilzahlung erhalten Sie ein Presto * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität, zu billigstem Preis Jakob Schupp, Gießen Seltersweg 83. Fernsprechwertmarten. Der Reichsverband des deutschen Handwerks hatte sich an das Reichspoftministerium gewandt, um darüber Bescheid zu er halten, in welcher Weise die noch in Händen des Publifums befindlichen Fernsprechwertmarken aus dem Verkehr gezogen werden sollen. Bekanntlich können vom 1. Mai ds. Js. ab diese Marfen nicht mehr zur Verwendung gelangen, da für Fern Sprechautomaten nur noch 10- Pfennigstüde gebraucht werden. Der Reichspostminister hat hierauf unterm 19. April ds. Js. wie folgt geantwortet: en und scherzten die drei, bis ein Hornru nen auf dem kleinen Bahnhof hallte.„ Die gebot die Stimme des Stabsoffiziers an Soldaten reichten Flaschen, Tassen, Teller iziere bei den gedeckten Tischen zogen Notiz chen und schrieben schnell Adressen hinein lachten sie zurüd:„ Ja, gnädiges Fräulein e Karte aus Rußland!" Andere drückt.n en doch fremden jungen Damen lange und Zeit, da alle Deutschen Brüder oder Schw Gießener Zeitung" mit nicht minder großen Nachteilen verbunden ist, wie für das Bankgewerbe, und daß es mit den Pflichten eines Kaufmannes unvereinbar ist, Scheds vor dem als Ausstellungstag bezeich neten Tage in den Verkehr zu setzen, ganz abgesehen von den strafrechtlichen Folgen, die ein solches Verhalten unter Umständen nach sich ziehen fann. Die unterzeichneten Spitzenverbände halten es für ihre Aufgabe, auf die Schädigungen und Gefahren dieser Unfitte hinzuweisen, sowie darauf, daß sie nicht in der Lage sein würden, Firmen, die vordatierte Scheds ausstellen, gegen ein etwaiges Vorgehen der Banken zu schützen." Diese Erklärung ist unterzeichnet vom Deutschen Industrieund Handelstag, dem Reichsverband der Deutschen Industrie, dem Zentralverband des Deutschen Bant- und Banfiergewerbes dem Zentralverband des Deutschen Großhandels, der Haupige meinschaft des Deutschen Einzelhandels und dem Reichsverband des deutschen Handwerks. Die Postanstalten sind ermächtigt worden, die im Vertehr befindlichen Fernspred) wertmarken bis zum 30. April einschließlich zum Stüdwert von 0,15 Rmf. und von da an ois Ende Juni zum Stüdwert von 0,10 Rmt. bei den Annahmestellen zurückzunehmen. Da es sich nicht ermöglichen lassen wird, die Münzfernsprecher bis zum 1. Mai sämtlich für den Einwurf von Zehnreichspfennigftüden einzurichten, müssen die in Frage kommenden Verkehrsanstalten und Verkaufsstellen vom 1. Mai an, solange es nötig ist, Fernsprechwert marken zum Stüdwert von 0,10 Rmf. abgeben. Aus diesem Grunde ist es nicht angängig, nach dem 30. April zur Einlösung fommende Stüde zu dem jetzigen Wert von 0,15 Rmf. zurückzunehmen. Die Oeffentlichkeit wird hierauf durch die Zeitungen hingewiesen werden. Gegen die Vordatierung von Schecks. Hurraheut gibt's Die Spitzenverbände der Wirtschaft, darunter auch der Reichsverband des deutschen Handwerks, haben sich erneut veranlagt gesehen, gegen die mißbräuchliche Ausstellung und Begebung vordatierter Scheds Stellung zu nehmen. Sie veröffent lichten hierzu folgende Erklärung: ,, Auf Grund mannigfacher Beschwerden, die aus weiten Kreisen der Wirtschaft über die Bezahlung mit vordatierten Sched's laut geworden sind, vertreten die unterzeichneten Spitzenverbände die Auffassung, daß die Ausstellung und Begebung solcher Schecks für Handwerk, Handel und Industrie SCHIEL - Oetker Pudding der schmeckt ja so fein u. da können wir essen, so viel wir wollen u. Mutti freut sich noch darüber.- Sie weiß es längst, wie kräftigend gerade die Oetker- Puddings bei den Kindern wirken. Durch die Zubereitung mit der vitaminreichen Milch wird der Nährwert noch erhöht, außerdem enthalten Dr. Oetker's Puddingpulver die für den Körperbau erforderlichen blut- und knochenbildenden mineralischen Salze. Viele Sorten, vom einfachen bis zum Oetker- FeinkostPudding ermögl. Ihnen reiche Abwechslung, Weitere Rezepte für Süß- u. 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Dinkelmann, Worms( Poſtscheckonto 15 194 Frankfurt a. M.) zu beziehen. Golden lacht die Sonne in unsere Stube. Sonnenstrahlen! Sie sind optische Wahrnehmungen, so sagen die Gelehrten. Rein stofflich betrachtet, ist der Wissenschaften Lehre wahr und richtigt. Doch hinter allem Stoffe liegt das Geistige und schleudert seine Blitze und seine Farben herein in unsere Welt. Bruder aus dem Volke! Hast du schon einmal in das Auge eines geliebten Menschenfindes geschaut? Einer treuen Gat in? Einer geliebten Braut? Oder gar in das Auge eines Kindes? War es dir dabei nicht, als ob du in die unergründ liche Tiefe eines liebenden Geistes hinabblicktest, der dich grüßte durch jenes leuchtende Auge? Das gab dem Mund etwas Herbes oder Kühles. Auf ihrer zarten, weißen Gesichtshaut lag noch Röte, und die Nasenflügel schwangen zu hastigem Atem. Die bernsteinfarbenen Augen der hübscheren Braunhaarigen aber lachten zuversichtlich oder gar wünschend, und Hullmann sah, daß sie dem jungen Offizier ähnele. So wie jetzt sie, sah, daß sie dem jungen Offizier ähnele. So wie jetzt sie, sah eben er beim übermütigen Fordern des Kusses aus. ,, Drewig", mahnte mit nachsichtigem Vorwurf eine Stimme aus dem Offizierswagen. Der Leutnant drehte die Schultern und wollte zum Zug laufen. Ein schelmisch spöttelnder Blid der bernsteinfarbenen Augen ließ ihn zögern und hastig eine Antwort auf die Frage stottern:„ Von... euch... beiden!" * Beratungsstelle. In der von der Landesversicherungs anstalt Hessen eingerichteten Beratungsstelle für Geschlechtsfranke in der Universitäts- Hautflinit zu Gießen, Klinikstr. 40, werden Ratsuchende kostenlos und streng vertraulich ärztlich untersucht und beraten. Gegebenenfalls wird kostenfreie Behandlung vermittelt. Sprechstunden: Jeden Werktag, vormit tags von 10-12 Uhr und Dienstags und Freitags nachmittags von 5-6 Uhr. Woher nun dieses Leuchten? Ist es nur eine optische Wahr Nein und tausendnehmung, ein rein stofflicher Vorgang? mal nein! Es ist ein Hineinsenken in die unermeßlichkeit des Geistes. Der Geist ist es, der lebendig macht und der Geist Die Sonne leuchtet ist es, der das Auge leuchten macht. herein in unser Dachtämmerlein. Und das Herz lacht in unserer Brust. Und es leuchtet und spiegelt sich auf den Dächern bis Und hinter dem Schleier der hinauf zum azurnen Zenith. allerglänzenden Natur, da grüßt uns ein liebendes Auge, das nicht erst leuchtet seit heute morgen, das schon leuchtete vor dem ersten Weltenmorgen, von Ewigkeit her. Bom Ortskartell Darmstadt des deutschen Beamtenbundes wird uns zu unserem Artikel in Nr. 17 der„ Gießener Zeitung" vom 23. 4. 1927, überschrieben mit:„ Darmstadt, die meisten Beamten", geschrieben, daß die Feststellung unrichtig ist. In dieser Zahl seien nicht nur die in großer Zahl von auswärts zugezogenen pensionierten Beamten, sondern sogar Angehörige der verschiedensten Berufsschichten enthalten, die sich die Bezeichnung ,, Beamter" beilegen. Darmstadt hat im Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl nicht mehr Beamte wie alle übrigen Städte. So grüßt uns schon seit Jahrmillionen und Ewigkeiten das Baterauge Gottes. Und die Sonne, die da hereinleuchtet in unser Kämmerlein und mit ihrem Glanze die ganze Welt erfüllt, ist nur ein Gleichnis Gottes, des Glänzenden und eine Botschaft Gottes für uns arme Menschenkinder, uns zu baden in den Sonnenstrahlen der göttlichen Liebe. Die lachende Dunkelhaarige hob ohne Besinnen den Mund. Der Leutnant schien ihn nur flüchtig berühren zu wol len, aber das junge Mädchen wars die rechte Hand um seine Schulter und drückte ihre Lippen fest auf die seinen. Ueber das kriegsgebräunte Gesicht schoß eine Glutwelle zur lichten Stirn. Wie in jäh auflodernder Leidenschaft preẞte des Offiziers linke Hand zu einem zweiten Kuß fest die des Mädchens. Dann wendete er sich ab, atmete tief und trat mit gesenkten Augen vor die Blondine. Sie neigte den Kopf, legte die Hände jacht auf seine Achselstücke und streifte mit den fühlen, schmalen Lippen seinen Mund. Es war, als jegne Germania einen Streiter für die Fahrt ins Wilde und Heiße unter Sinden burgs Fahnen. Zier ohne Helm hielt wieder die Hände der ich vor dem Einsteigen einen Kuß?" Die vollen roten Lippen der Braunhaarigen e bernsteinfarbenen Augen tanzten led und en sagte, sie wünsche sich den Kuß Stum jene ernste Blondine mit lichtblauen Augea ast wie jene der Germania auf dem Nieder tirnhöhle trat und in reiner, gerader Linie 1 fiel. Brennendes Rot stieg langsam üb vom Hals zur Stirn des Gesichts, das ment und wagend lachende Offizier gab die Hände Sein unsicher verlegener Blick suchte die Erde it zweifelnd an den jungen Damen hinani thaarigen zur Blondine. Er wußte augen chem Mädchen er dem im Uebermut gefor sollte. Hullmann trat näher und glaubte die Lösung einer Verwirklichung zu warten. wohl beiden Damen nicht nur befreundet, n. Welche ihm näher stand, verrieten auch Die Blondine schlug die Augen nieder. Jbre len von der Mitte leicht gegen die Wintel en. Der Leutnant schied schnell, ohne die Augen zu heben, und lief zum Trittbrett des Offizierswagens. Der Zug rollte schon, als er die Tür zuklappte und sich aus dem Fenster beugte. Seine Hand grüßte, seine Augen brannten. Sein Blid aber suchte weder die Blondine, noch die Braunhaarige, sondern irrte un schlüssig zwischen den beiden Mädchenköpfen hindurch. Die jungen Damen schwangen wehende Tücher, bis der Zug ihren # * Falsche 50- Pfennig- Stüde. In der letzten Zeit sind falsche 50- Rentenpfennig- Stüde angehalten worden. Die eine Serie ist aus Messing angefertigt und trägt die Jahreszahl 1924, das Münzzeichen A und ist auch bereits an anderen Orten des Reiches aufgetaucht. Bei der zweiten Sorte bestehen die Münzen aus einer Legierung von Messing und Zink. Die Münzen tra gen gleichfalls die Jahreszahl 1924 und das Münzzeichen A. * Straßensperrung. Wegen Vornahme von Bauarbeiten an dem Hause Johannesstraße Nr. 3 ist bis auf weiteres die Johannesstraße von Neuenweg bis Plodstraße für jeglichen Fuhrverkehr gesperrt worden. Bliden entschwand. Die Augen der Braunhaarigen tanzten durch einen feuchten Schimmer. Die flaren der ernsten Blon dine fannen ins Weite. Der Wind zauste ihren flatternden Rod und flatschte das Tuch um die schlanken Glieder einer hochhüftigen Gestalt. Hullmann ging um das Bahnhofsgebäude herum. Ein einziger Wagen stand dort. Der Kutscher lüftete mit fragender Miene den Hut. Der Professor sprach ihn an: ,, Der Priedels dorfer Wagen:" Aus Nah und Fern. Lauterbach. Am vergangenen Sonntag wurde in Lauterbach der Tag festlich begangen, an dem vor 400 Jahren der Junker Hermann Riedesel zu Eisenach die Reformation in Laus terbach und im ehemals riedeselschen Lande einführte. In der Festversammlung in der Turnhalle sprach Prof. Dr. Beders Darmstadt in einem großangelegten Vortrag über die geschicht lichen Ereignisse, die der Reformationseinführung zugrunde liegen. Die Glückwünsche der Patronatsherren überbrachte Baron Georg Riedesel Freiherr zu Eisenach. ..Jawohl, Herr Geheimrat, und hier kommen auch die gnädigen Fräuleins." Er drehte sich um. Die Blondine und die Braunhaarige standen vor ihm.„ Also Schwestern sind die Damen!" Es flang gewiß erstaunt oder ungläubig, denn die Braunhaarige scherzte:„ Ja, Herr Geheimrat, und Sie wundern nicht als erster darüber. Meine Schwester heißt Gerda. Ich bin Elisabeth Drewiß, die jüngere." Lindenfels. Der Wirtschaftsverband bildender Künstler Deutschlands, Gau Hessen, veranstaltet während der Monate Juli und August hier eine Kunstmesse ,, Kunst des Odenwaldes". Sie soll ähnlich gehalten werden wie die Ausstellung in Jugen heim, die seit 15. Mai dort unter dem Namen ,, Kunst der Berg straße" zu sehen ist. Gelnhausen. In den letzten Tagen haben auf Einladung der Kreisverwaltung und der Kleinbahndirektion Wächtersbach Birstein in Wächtersbach Besichtigungsfahrten und Be sprechungen mit Abgeordneten aller Parteien über den oeab. sichtigten Bau einer Bahn von Birstein nach Hartmannshain in Oberhessen stattgefunden. Die projektierte Bahn soll eine Fortsetzung der bestehenden Kleinbahn Wächtersbach- Birstein bilden. Die Blondine blieb nachdenklich und stumm auch w der Fahrt. Ihre Blauaugen träumten über das achland mit Herbstzeitlosen im wellenden Grün. Einmal zudte der herbe Mund. Neugier ließ Hullmann nach dem jungen Offizier fragen. Tagung des Vogelsberger Höhenflubs. Kassel. Die Hauptversammlung des Vogelsberger Höhen. flubs fand unter Leitung des 1. Vorsitzenden Dr. med. J. Bruch häuser- Ulrichstein statt. Trotzdem die Zusammenkunft weitab von dem eigentlichen Vereinsgebiet abgehalten wurde, war sie von den Zweigvereinen gut beschidt. Bei der Vertreterversamm lung am Sonntag waren 34 3weigvereine mit 4681 Stimmen vertreten. Nach dem von dem 1. Vorsitzenden Dr. Bruchhäuser Gerda konnte also doch lächeln.„ Unser Vetter Werner". fagte sie,„ Sohn eines Generals D. Drewitz, Herr Geheimrat. Brüder zum Hinausschiden haben wir leider nicht." Auch über des Vaters Leiden gab sie Auskunft. ,, Da uns seit der Mobilmachung Leute fehlen, glaubt Papa mit 73 Jahren oft noch zugreifen und ein Beispiel geben zu müssen. Neulich sah ich ihn, einem Arbeiter aus der Stadt zeigen, wie er Dung aufladen müsse. Er schleuderte die gefüllte Schaufel hoch über den Kopf auf den Wagen und erblaßte plötzlich. Die Forte fiel aus seiner Hand. Er drückte die Faust über der Hüfte gegen den Rücken und ging mit aschfahlem Gesicht schwerfällig ins Haus. Seither spürte er Seitenstiche." ,, Nun sollen Sie helfen, Herr Geheimrat," und Elisabeths Hand wies über die im talten Winde dampfenden Pferde. ,, Dort sehen Sie Haus Priedelsdorf am Fuß des Löwendorfer Berges. Die Geographen nennen ihn den westlichen Ausläufer des uralisch- baltischen Höhenzuges. Ich schätze ihn mehr als gute Rodelbahn. Doch im kommenden Winter verzichten wir auf Sport. Das Versorgen der durchfahrenden Goldaten gibt genug zu tun. Gerda fam natürlich auf den Gedanken, die Verpflegungsstelle einzurichten." ,, Wir hatten ihn gleichzeitig, widersprach die Blondine Elisabeth legte den Arm um der größeren Schulter: Bewahre, Liebes! Beim Guttum bist du immer die erste. Glauben Sie mir, Herr Geheimrat. Gleich nach Mobilmachung fuhr sie mit ihrem Spargeld nach Trebbin, faufte ein und bat um Erlaubnis, die Tische auf den Bahnsteig zu stellen. Später famen andere Damen aus der Stadt und vom Lande zu Hilfe Heute sind wir mehr als zwanzig Mädels, und Trebbin wett eifert mit der Nachbarschaft, um die Vorräte zu ergänzen. Zehn Spedjeiten und achtundfünfzig Schinken hingen gestern in der Schaktammer. Darum ist unsere Verpflegungsstelle die berühmteste und beliebteste an der Anhalter Bahn. Die Da men in Lichterfelde geben das freilich nicht zu. Um uns zu schlagen, stellten sie neulich sogar fleine Puddings auf igre Tische. Ich fahre nämlich oft als Spionin die Strede ab und vergleiche. Dabei sah ich die Leckerbissen, aber ärgerte mich nicht, denn Sped, durch die Maschine gedreht und schön did aur Landbrot gestrichen, schmedt besser als Süßes. Meinen Si nicht? Der schmunzelnd Lächelnde sah auch Gerda lächeln. 3ore Finger schlossen Elisabets Mund. Fortsetzung folgt. Sonnabend, den 18. Juni 1927. erstatteten Jahresbericht herrscht in allen Sektionen erfreulich reges Leben, wenn auch die Mitgliederzahl im Jahre 1926 etwas zurüdgegangen ist. Der Bericht von Prof. Gg. Bender, Frankfurt a. M., über Jugendbestrebungen im B. 5. C. hebt besonders Errichtung der Jugendherberge auf der Herchenhainer Höhe hervor; das Heim wird gut besucht und sieht einer günftigen Entwidlung entgegen. Die Bau- und Einrichtungskosten belaufen sich auf rund 50 000 M. Die Rechnungsablage durch den Kassenwart Karl Glod, Schotten, läßt erkennen, daß der Hauptteil aller Einnahmen für die Unterhaltung der beiden Klubhäuser auf dem Hoherodstopf Verwendung findet. Boranschlag wurde in Höhe von 10 500 Mart angenommen. Als Beranstaltungen für die nächste Zeit werden festgesetzt: Gemeinsame Rheinfahrt am 21. Auguft, wozu Mainz einläd; Herbstausflug am 4. September nach Herborn( Verbandstag deutscher Gebirgs: und Wandervereine); Hauptversammlung 1928 in Nidda. Das Hoherodskopfsfest 1927 übernimmt Nidda. Mit herzlichem Dant an den Vorstand, ausgesprochen von Bürger meister Dr. Bölfing- Alsfeld, schloß die Tagung. Verkehrsverband für die Lahn. Der Lahnstein. In seiner legten Gigung hat der Verkehrsver band für die Lahn beschlossen, mit den in Frage kommenden Eisenbahndirektionen in Verbindung zu treten, um die Einlegung von Sonderfahrten nach dem Lahntal zu erreichen. In den Monaten Juli, August und Ottober werden solche Sonder fahrten nach dem Lahntal eingerichtet werden. Ferner wurden nennenswerte Fahrplanverbesserungen für die Lahnorte erreicht Generalversammlung des Nassauischen Gewerbevereins. Bieden opf. Unter Borjih von Stadtrat Friton- Wies baden fand am Montag, 13. Juni die Vertreterversammlung statt, an der etwa 300 Personen teilnahmen. Dem Geschäftsbericht ist u. a. folgendes zu entnehmen: Dem Gewerbeverein für Nassau gehören zurzeit 151 Handwerker- und Gewerbevereine und 79 Jnnungen an mit einer Gesamtmitgliederzahl von 13 424 Яöpfen. In das abgelaufene Gejisjahr fällt die Erwerbung eines eigenen Vereinshauses in Wiesbaden. Folgende Entschließung, die an die Parlamente der Reichs- und Länderregierungen gerichtet ist, wurde angenommen: 1. Sofor tiger Abbau der Staatsausgaben durch Abbau von Ausgaben des Reichs, der Länder und der Gemeinden. 2. Sofortige Beseitigung der Lostspieligen privatwirtschaftlichen Betätigung der öffentlichen Hand. 3. Einführung des Zuschlagsrechts zur Ein tommensteuer für die Gemeinden. Beseitigung der Gewerbe. steuer in der jetzigen Form, Schaffung einer Berufssteuer für alle Berufe. 4. Vereinfachung der Gesamtsteuergesetzgebung. 5. Ablehnung jeglicher Erhöhung der Post- und Eisenbahntarise. Ich bin der Rabe Loba Beize von der Loba- Beize( Farbbohnerwachs) praktischer als Thr bisheriger Fussboden lack, denn ohne Umständlichkeiten verwenden Sie Loba- Beine und sehen schon nach 10 Minuten Thren Fussboden in lichten, klaren Farben u im warmen Glanz. 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Restlose Verwendung der Hauszinssteuer zum Wohnungsbau, zur Instandsetzung der alten Wohnungen und baldiger Abbau dieser Steuer. 7. Befreiung der gewerblichen Räume von der Hauszinssteuer. 8. Schaffung eines Arbeitspflichtgefehes für Jugendliche. 9. Wegen der unmittelbar bevorstehenden Ver abschiebung der preußischen Landgemeindeordnung fordern wir, daß an der bisherigen in Nassau bestehenden und bewährten Landgemeindeordnung festgehalten wird und feinerlei Aende. rungen vorgenommen werden. Bilbel. Stationsvorsteher Hänisch ist einen Tag vor seiner Versetzung nach Friedberg als Oberstationsvorsteher von einem Zug erfaßt worden. Er erlitt eine so schwere Schädelverlegung, daß an seinem Auftommen gezweifelt wird. Frankfurt a. M. Der Termin der Frankfurter Herbstmesse ift nunmehr auf den 18. bis 21. September festgelegt worden. Mit der Messe verbunden ist u. a. eine Ausstellung„ Blumen und Früchte". Zwei Hundertjährige in einem Orte. In dem faum 1500 Einwohner zählenden thüringischen Auguste Walther ist am 11. Juni 1827 in Kindelbrück geStädtchen Kindelbrüd wohnen zwei Hundertjährige. Die Witwe boren und die Witwe Wilhelmine Melzer am 6. Juli 1827 in Schillingstedt bei Edartsberga. Beide Frauen haben lebende Kinder, die die Siebzig längst überschritten haben und beide find, obwohl sie ein Leben der Arbeit und Sorgen hinter sich haben, noch verhältnismäßig rüftig. Kraftwagenlinie Berlin- Leipzig. Die Reichsbahn will besondere Eisenbahn- Kraftwagenlinien einrichten. Als erste soll die Linie Berlin- Leipzig am 1. August d. J. versuchsweise in Betrieb genommen werden. Bücherede. 1 ,, Deutschland", Jahrbuch für das deutsche Volf 1927. Her ausgegeben von Dr. Külz, Reichsminister a. D. Leipzig, Helingsche Verlagsanstalt. 248 G. Preis geb. 4, M. Es ist bei den großen politischen Parteien in den letzten Jahren allge meiner Gebrauch geworden, der deutschen Oeffentlichkeit in Form von Jahrbüchern Rechenschaft zu geben über ihre Tätig keit für das Volksganze. Dagegen hat es bisher völlig an Darstellungen überparteilischer Art gefehlt, die vom Standpunkte der Gesamtheit aus, die politischen, wissenschaftlichen sozialen und kulturellen Hauptereignisse einer Jahresspanne würdigen. Diese Lücke sucht dieses Jahrbuch auszufüllen. Der Verlag hat das Buch reich mit graphischen und photographischen Aufnahmen und Kunstdruckbeilagen ausgestattet. NWK WoLe 姜 米 NWK Sportwollen . Nordstern Fuldania Schneestern Blausfern führend in Güte u. Farben. Überall erhältlich. Auf Wunsch BezugsquellenNachweis durch: fest 1741 Norddeutsche WollKämmerei & Kammgarnspinnerei Kontor Frankfurt a. M., Taunusstr. 13/ Tel. Römer 1175 Die letzten Moden für den Hoch- Sommer bringt Beyers Mode- Führer Band III: DAMEN MODEN SOMMER 1927 Preis 1,25 M. 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Hier in allen Verkaufsstellen Nr. 25. dem ausgezeichneten Buche nur die weiteste Verbreitung wünschen. Dr. Schenkel:„ Vom Volksschüler zum Abiturienten". Breis CO Pig. Lumenverlag G. m. b. 5. Potsdam. Diese Broschüre ist von einem Manne verfaßt, der, in kleinen Verhältnissen auf: gewachsen, sich selbst die Zugänge zu einer höheren Bildung und Lebensstellung gebahnt hat. Er will die Schicksalsgenossen. die den Drang nach höherem in sich fühlen, dazu ausrüsten, das fie mit Sicherheit ans Ziel gelangen. Das Werkchen ist für alle wertvoll, die keine höhere Schule besuchen können. Ernst Horneffer, Demokratie und Selbstverwaltung Ein Entwurf zum deutschen Staate. Brosch. 3,-M. 6. D. Bac defer Verlag Essen. In leitenden politischen Kreisen hat seit einigen Jahren Prof. Dr. E. Horneffer- Gießen, ohne sich an eine einzelne Parteirichtung zu binden, mit Erfolg staatsphilo sophische Joeen vorgetragen, die das größte Interesse erregten. In der vorliegenden Schrift gibt derselbe die wesentlichen Ge danken seiner eigenartigen Staatslehre bekannt. Sie bildet einen Auszug aus einem Staatswerte, das später im gleichen Berlag erscheinen wird. Gie Erscheint: Gamstags. Bezugspreis 40 Pig. monatlich frei Rebellionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbem Jung nicht verlangter Manuskripte with 40. Jahrgang Deutichamerikanischer Befuch Der Hessen- Darmstädter Volksfestverein i im Kriege viel für das Deutschtum in Ameri in Deutschlands schwerster Zeit große Wohlt für die Notleidenden in Deutschland, besonder vollbrachte, befindet sich gegenwärtig auf Deutschland. Der Verein wird in den nächster burg eintreffen und von dort aus eine Ru deutsche Vaterland antreten, wobei die bedeu Städte besucht werden. Vor allem gilt der heichen Heimat, wo Darmstadt und die Stä des, jermer Gießen, Friedberg, Bad Nauheim, ten usw. besucht werden sollen. Am 10. Deathamerikaner in Darmstadt eintreffen. 2 den fie in Gießen zu Gast sein. Hier sollen v richtungen der Gießener Studentenhilfe besich „ Die Leiden des Memelgebiets", dargestellt in furzen Da ten seiner Geschichte, von Elisabeth Brönner- Hoepfner, Memeli land Berlag Berlin- Nowawes, 1927, 48 S., brosch. 0,30.. Auf der soeben stattfindenden Völkerbundstagung in Genf wird abermals über eine Beschwerde der hausenden Litauern um ihre Autonomie betrogenen Memelländer verhandelt werden. Statt der Beschwerdeschrift hätte man ruhig dieses kleine Heft chen dem Völkerbund vorlegen fönnen. Als Informations, und Rachschlagegelegenheit ist es für jeden Interessenten unschätzbar Jahresbericht des Verbandes der Vereine Creditreform e. V. in Leipzig. Soeben ist der vom Generaldirektor Herm. Pielert Leipzig erstattete Jahresbericht für das am 31. März 1927 ab geschlossene Geschäftsjahr 1926-27 erschienen. Er enthält in seinem allgemeinen Teile wiederum eine ausgezeichnete Ueberficht über alle wichtigen wirtschaftlichen und wirtschaftspoliti schen Geschehnisse der Berichtsperiode. Illustrierte Kolonial- Zeitung( München, Promenadeplatz 16). Das erschienene Juni- Heft verdient besondere Beachtung. denn es enthält wertvolle Beiträge wissenschaftlichen, velehrenden und unterhaltenden Inhalts mit interessanten B..dern aus Dom Kongo und von Peru. ., Die Vierte Wand", Organ der Deutschen Theater- Ausstellung, Magdeburg 1927, Nr. 16, Preis 0,50 M. Das neueste Heft der Vierten Wand" trägt einen im wesentlich theaterge schichtlich orientierten Charakter, da es zur wissenschaftlichen Woche, die im Rahmen der Deutschen Theater Ausstellung verVerantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee. 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Borlage eines hefjijchen Ministerper Das hessische Ministerium legte dem Lan entwurf betreffend Ruhegehalt und Hinterbl für die Minister vor. Darnach sollen die be mungen( 50 Prozent des Gehaltes nach 6mo aufrechterhalten bleiben. In der Begründung geführt, daß man die Pensionen, die nun ein cn, nicht gut rüdgängig machen könne) und Mitglieder der Regierung, die bereits 8 Jahr die Frage des Ersatzes durch neue Kräfte imm Parteiwechsel im Heifischen L Der bisher dem Bauernbund zugehörige Dehlinger hat sich der Deutschen Volksparte et, wie er in einem offenen Briefe erklärt, Durchführung seiner Riedentwässerungsplän here Unterstügung zu finden hofft. Der Parteivorstand der Deutsch. Demo wählte, nachdem der Parteitag zum erster Reichsminister a. D. Koch und als zweite Reichstagsabgeordneten Erkelenz gewählt ha tretenden Vorsitzenden Rechtsanwalt Dr. Schatzmeister Dr. L. Zeitlin- Berlin. Ein des Einheitsstaates wurde eingesetzt. Verschuldung der Landwirtschaft fait Kaffel, 26. Juni. Der 40. deutsche lo nossenschaftstag wurde in Gegenwart von mern aus allen Teilen des Reiches, zahlr Reichsministerien, der Reichs, Staatsden und vieler genossenschaftlicher und la ganisationen des In- und Auslandes von nomierat Hohenegg- München eröffnet. Berhandlungen standen die Kreditverhäl haft. Der Generalanwalt des Reichsverbo Sennes, bezifferte die Verschuldung der deu Ende 1926 auf 9,7 Milliarden. Mit große die landwirtschaftlichen Genossenschaften November fällig werdenden Rückzahlungso Rentenbank und an andere Kreditinstit aller Hilfeleistungen der Zentralkreditins ohne eine außerordentlich starke Rückzahlu fenschaftlichen Kreditorganisationen gehen, müsse ein Ende nehmen, weil alle Kreditge zahlungen sehen wollen. Um diese durch wohl angesichts der Strömung auf dem aller entgegenstehenden Bedenken wiede Geld greifen müssen. Der Wechselverkehr leit aus der Landbevölkerung herausgeb In dieser Beziehung ist eine zweite rentierenden Kreditanstalten in Vorberei dem Abschluß, und man darf sagen, daß dingungen aufgelegt werde als die erste. Ein ev. Forschungsheim für Welta In der Lutherstadt Wittenberg evangelisches Forschungsheim für lunde eingeweiht. Es hat seine S dem von der Stadt zur Verfügung ge fürstlichen Schlosse. Nicht nur für d testantismus ist es gedacht, sondern, den Protestantismus der ganzen Wel perintendent Prof. Meichner- Witter gabe dieses Heims soll sein die Lösung und philosophischer Fragen für p ichauung. Die Vereinheitlichung der R Ueber den Stand der Vorarbeiten für nommene Vereinheitlichung der Realsteuer merbesteuer, Hauszinssteuer und Verfahru wenig Erfreuliches. Allerdings sollte die Borlage schon Anfang Juni dem Reichsrat 3