dwirtschaftliche Güteradreßbücher, Ban Str. 28. den.( Prov. Hessen- Nassau, 1. Teil) her ge der Landwirtschaftstammer Wiesbaden Gießener Zeitung en und auf Grund direkter Angaben de echnis sämtlicher Rittergüter, Güter un es bis zur Größe von etwa 15 ha berab Karte. Geh. 8,- R.-M., geb. 10,- R r's Adreßbüchern G. m. b. 5., Leipzig 108 he Material ist in der äußerst praktischen o übersichtlich angeordnet, daß jeder J Ozuverlässige Angaben findet. Zeitschrift zur Pflege wirtungsvoller Ja Storch- Verlag Reutlingen- Stuttgart ba nfenswerte Aufgabe erfüllt, die Anzeigen len anderen Werbemitteln besonders bet lusführung sowohl textlich, als auch tape se zu fördern. Der Preis des Heftes be Jahrgang( 12 Hefte) fojtet 18,-- rt 14 528. aul Christian Klein in Gießen. Teilzahlung Presto erhalten Sie ein * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität zu billigstem Preis Jakob Schupp Gießen, Seltersweg 83. 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( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. Jendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 40. Jahrgang - 70333 Mann am Rhein. Der englische Kriegsminister gab Donnerstag im Unterhause bekannt, daß die Truppenstärke der Alliierten im Rheinland betrüge: England 7383, Frankreich 56 569, Belgien 6381. Die Portoerhöhung. Der Reichspoftminister hat jekt auf Grund der Proteste, die gegen die neuen Postgebühren erhoben worden sind, eine Erflärung losgelassen. Er erflärt, er habe die erste Gebührenvorlage auf Grund des Beschlusses des Reichstages vom 17. Juni zurüdgezogen. Im Hauptausschuß sei festgestellt worden, daß die weitere Behandlung dem Verwaltungsrat der Reichspost überlassen sei. Deshalb sei das Gegebene gewesen, daß der Minifter die neue Gebührenvorlage wieder eingebracht habe, wobei er die in den Kreisen des Reichstags geäußerten Wünsche nach Möglichkeit berüdsichtigt habe. Es wird wieder ertiart, daß in Ortschaften über 100000 Einwohnern das Ortstarifporto aufgehoben werde. Schweres Unwetter im Vogtland. Der katastrophenreiche Sommer hat für Sachsen ein neues nächtliches Unweiter gebracht. Diesesmal ist das Vogtland heimgesucht worden. Durch Wolkenbrüche, die in der Nacht zum Donnerstag niebergingen, wurde in mehreren Bezirken bes Vogtlandes erheblicher Sachschaden angerichtet. Glüdlicherweise sind bei diesem Unwetter, soweit sich bisher übersehen läßt, Menschenleben nicht zu Schaden gekommen. Amtliche Erklärungen zu den steigenden Unfallziffern. Aus Kreisen des Ruhrbergbaues wird uns geschrieben: Auf dem Gebiete der bergbaulichen Unfälle wird immer wieder versucht, die Oeffentlichkeit durch alarmierende Berichte zu beunruhigen. Dieser Tage ist wieder ein fälschlich als Appell des offiziellen Organs des Verbandes der Bergarbei ter Deutschlands an die öffentliche Meinung" bezeichneter Alarmartikel weitgehend verbreitet worden. Es handelt sich um die Wiederholung einer unzutreffenden und in der Presse schon mehrfach berichtigten Darstellung über die Entwidlung der Unfall- Meldungen im Bergbau. Daß in der Zunahme der Unfall- Meldungen fein Grund zur Beunruhigung liegt ist auch die Auffassung amtlicher Stellen. Soeben ist im Reichsarbeitsblatt vom 16. Juni ein bemerkenswerter Aufsatz des Leiters der Zentralstelle für Unfallverhütung erschienen, in dem u. a. ausgeführt wird, jeder, der mit der Unfallversicherung und Unfallverhütung zu tun habe, wisse auch, daß Umstände vorliegen, die zur Folge haben, daß in neuerer Zeit ein im mer größerer Teil der stattgehabten Unfälle auch gemeldet wird. Man könne aus der Zunahme der Meldungen nicht auf eine Steigerung der Unfälle oder gar, wie geschehen, auf cine mangelhafte Unfallverhütung schließen. Die angemelde ten Unfälle müßten bei der Erörterung über ste Bewegung der Unfallzahlen grundsäglich ausgeschieden werden. Was im Besonderen den Bergbau anbelangt, so ist es aus geschlossen, daß der Gefährlichkeitsgrad aller Gruben des Industriereviers in 3 Monaten um mehr als 40 Prozent steigt. Die veröffentlichten Zahlen lassen einen auffallend gleichen Verlauf von Krankfeiern und Unfallanmeldungen erkennen. Diese Erscheinung gibt auch die Erklärung für die überraschende Zunahme der Unfallanmeldungen. Sie ist in der Hauptsache veranlagt durch die Erhöhung des Krankengeldes am 1. Juli. Das jetzige Krankengeld zusammen mit den tariflich festste henden sozialen Zuschlägen der Zechen und dem Krankengeld der Gewerkschaften tann unter Umständen die Lohnhöhe nicht nur erreichen, sondern vereinzelt sogar überschreiten. Es ist menschlich daher durchaus verständlich, daß viele Arbeiter unter solchen Verhältnissen bei leichten Verlegungen oder leichter Erkrankung eher geneigt sind zu feiern als früher. Einigung in der Aufwertungsfrage. Die Reichsregierung hat sich mit den Regierungsparteien über die noch aufstehende Frage der Aufwertung dahin geeinigt, daß bei der Einsetzung in den vorigen Stand Erleichterungen Play greifen sollen. Ferner wird für die Frage der Anleihe aufwertung eine Heraussetzung der Bedürftigkeitsgrenze von 800,- R. Mt. auf 1000,- R. Mt. erfolgen. Die Verzinsung der aufgewerteten Hypotheken soll nicht am 1. Juli 1926, sondern am 1. April 1926 beginnen. Schließlich soll bei Restkaufgeldern aus dem Jahre 1921, sobald die ersten drei Vierteljahre in Frage das legte Vierteljahr in Frage kommt eine Aufwertung im Höchstjake von 600 v. 5. erfolgen. In Goldwert umgerechnet ergibt diese Auswertung etwa einen Sah von 25 v. H. Man wird diesen nachträglichen Verbesserungen zustimmen können. Es ist auch zu begrüßen, daß bei Ablehnung weitergehender Forde rungen eine neue Erschütterung der fich langjam festigenden Wirtschaft vermieden wird. Eine neue Arbeitsgemeinschaft der Handel und Gewerbetreibenden? In Berlin hat sich eine Arbeitsgemeinschaft der Handel: und Gewerbetreibenden, der Kleinindustriellen und der freien Berufe gebildet, die sich nach ihrem Programm eine ständige Zusammenfassung der in Betracht kommenden Spitzenverbände und sonstigen Körperschaften zum Ziel setzt. Diese Arbeitsge: Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostichedkonto Nr. 8437 Ami Frankfurt a. M. Sonnabend, den 16. Juli 1927 meinschaft wandte sich auch wegen Beteiligung an den Reichs. verband des deutschen Handwerks. Der Reichsverband hat es abgelehnt, dieser Aufforderung Folge zu leisten, da den Angehörigen jämt... jer Berufskreise ausreichende berufliche Verbände zur Seite stehen, die sich der Interessenvertretung wid. men, und da eine neue Organisation unter den gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnissen als untragbar bezeichnet werden muß. Das Programm der Arbeitsgemeinschaft ficht in seinen Einzelheiten Aufgaben vor, die auch in den handwerklichen Or ganisationen verfolgt werden. Eine Zusammenfassung der wirtschaftlichen Spitzenverbände tommt wieder nicht in Betracht, da diese sich bereits in allgemein- wirtschaftlichen Fragen zu ac= meinsamer Arbeit und gegenseitiger Unterstützung zusammengefunden haben. Grundsätzlich muß noch bemerkt werden, daß die Wirtschaft dringend eine durchgreifende Vereinfachung des staatl.gen und gemeindlichen Verwaltungsapparats verlangt um so unverständlicher wäre es, wollte die Wirtschaft selbst im Zeichen des geforderten Abbaues zu überflüssigen Organisationen schreiten. Für sämtliche handwerkerlichen Verbände wird es sich daher empfehlen, solchen Neugründungen gegenüber größte Zurüdhaltung zu zeigen. Wochenrückblick. Die in Genf tagende Seeabrüstungskonferenz, an der Amerika, England und Japan teilnahmen, hat mit einem Fehlschlag geendet. Es zeigten sich unüberwindliche Schwierigkeiten. Die angesagte zweite Vollsizzung wurde auf unbestimmte Zeit vertagt, da man Zusammenstöße befürchtete, die weitere Verhandlungen auf Jahre hinaus unmöglich gemacht hätten. Es siken aber auch die schlauesten Füchse der Welt bei dieser Konferenz zusammen. Jeder sucht selbstredend für sein Land das meiste herauszuholen. Ein gewisser Abrüstungswille dürfte überhaupt höchstens bei Amerika bestehen, die anderen tun nur so. Frankreich und Italien, die auch über ganz ansehnliche Flotten verfügen, sind zu der Konferenz überhaupt nicht erschienen. Das Wort„, Abrüstung", das man mit einer gewissen Groß artigkeit, Humanität oder wie man es sonst nennen mag, in den Versailler Vertrag geschrieben hat, ist, ab= gesehen von Deutschland, für die anderen Staaten nur ein Wort" geblieben. Taten hat niemand vor. Dadurch, das sei ausdrücklich festgestellt, liegt eine Verletzung des Versailler Vertrages, der die Abrüstung aller festlegt, vor. Zwischen Jugoslawien und Albanien wurden die diplomatischen Beziehen wieder aufgenommen. An der französisch- italienischen Grenze Iam es zu dem üblichen monatlichen Grenzzwischenfall. Wenn diese Vorkommnisse auch ziemlich unbedeutend sind, so geben sie uns doch einen Fingerzeig, wie die Grenzbevölkerung der Länder zueinander steht. Man merkt da herzlich wenig von der Waffenbrüderschaft Herr Poincaré hat in Frankreich Mühe und Arbeit, sein Kabinett zusammenzuhalten. Er läßt in der Kammer mehrere Gesetzentwürfe verhandeln, die ihm schon längst das Genid gebrochen hätten, falls er nicht bei jeder Opposition die Vertrauensfrage stellen würde. Aber auch eine solche Waffe nutzt sich bei öfte= rem Gebrauch ab. Wenn nicht alles täuscht, sind Poincarés Tage gezählt. Der belaische Kriegsminister 1915-18. - hat einen Vorstoß im begischen Parlament gegen die Reichswehr unternommen. Er will wieder einmal einmal eine Verfehlung deutscherseits feststellen. Die Reichsregierung hat daher zur Richtigstellung in Brüs sel diplomatische Schritte eingeleitet. In Irland wurde der irische Justizminister auf dem Wege zur Kirche ermordet. Ein tragisches Schicksal, da der Vater auf dieselbe Art sein Leben lassen mußte.- Der Reichstag verabschiedete das Kriegsgerätegesetz, das Kriegsschuldengesetz und das Arbeitslosenversicherungsgesetz. Die Parlamentarier waren in den letzten Tagen sehr lustlos, der Reichstag ziemlich leer, man lechzte nach der Sommerpause. In der verwidelten Frage des Verfassungstages tam man noch zu feiner endgültigen Lösung. Das Gebiet ist eines der heikelsten. Der deutsche General Pawels hat mit einem französi schen und einem belgischen Offizier zusammen die Zerstörung der Ostfestungen festgestellt. Damit hat Deutschland seine Entwaffnungsverpflichtungen erfüllt. Wo sind die Pflichten der Gegner? Verankert im Versailler Vertrag! Wann werden sie erfüllt? Das ist die große Frage; wir Deutsche haben in der Verschleppungspolitit schon so viel erlebt, daß unsere Hoffnungen, erstict in ohnmächtigem Zorn, stets gering sein müssen. Kaum hatte sich die Erregung im deutschen Volke über das Harzbahnunglüd gelegt, als auch schon eine neue Schredenskunde kam: die Nachricht von der gräßlichen Unwetterfatastrophe in Sachsen, die nahezu 200 Menschenleben gefordert hat, deren Schaden weit über 70 Millionen Mark beträgt. Nach neuesten Meldungen soll in Kürze der Entwurf des Reichsschulgesetes veröffentlicht werden, damit eine breite Diskussion über dieses in das Leben unseres deutschen Volkes tief einschneidende Gesetz erfolgen kann. - ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lokal 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 29 Neue Wege im Wohnungsbau. Zur Stuttgarter Werkbundausstellung„ Die Wohnung". Wenn man das Problem der Wohnung, wie es heute aftuell geworden ist, in treffender Weise illustrieren, wenn man gewissermaßen ein vollständiges Bild geben will aller Belange dieses Problems in seinen vielseitigen Abhängigkeiten, so muß man alles berüdsichtigen, was an modernen Bestrebungen, Erfindungen und Versuche nicht nur auf dem engeren Gebiete des Bauens vorliegt, jedoch nicht eine wahllose Zusammenfassung erfüllt diesen 3wed. Die Stuttgarter Werkbundausstellung mußte, dem Prinzip des Werkbundes: Förderung produktiver Arbeit, treu blei bend, eine Qualitätsauslese durchführen. Es war nötig, dem Halbwertigen, das ein gewisses Niveau produktiver Reife nicht erreicht hat, den Weg zu versperren. Leere Versuche, übliche Mätzchen im Wohnungsbau und in der Ausstattung, Spielereien mit veralteten Formen, durften auf dieser Ausstellung feinen Raum finden. Vor allem galt es, das Aufgewärmte, das Ueberlebte, in neuer Aufmachung abzuhalten. Die Stuttgarter Werkbundausstellung will ausschließlich modern sein. Sie will das lebendige Neue, ob es sich nun um Formen von Bauförpern oder Konstruktionen, um Materialien oder Ausstattungsmittel handelt, konzentrieren zur Förderung der weiteren Entwicklung. пеп. Die Stadt Stuttgart erstellt nach Vorschlägen des Deutschen Werkbundes in günstiger Höhenlage Stuttgarts, auf dem Weizenhofgelände, eine Siedlung. Zu Entwurf und Gestaltung der Einzelnen Häuser 2 Mietsblöde und 17 fleinere Wohnhäuser wurden 16 führende europäische Architekten gewon Von ihnen seien nur Oud, Le Corbusier, Gropius, Mies van der Rohe, B. u. M. Taut genannt. Die Bauten stellen Repräsentanten verschiedenster Richtungen, Gesinnungen und 3wed dar, welche hier nebeneinander Verwirklichung fanden. Vielfach trifft man das Streben nach der praktischen Wohnung. Höchste Zweckmäßigkeit in der Raumaustetung, Anordnung und Einrichtung bestimmen in diesen Fällen als leiten des Grundmotiv aller Gestaltungen( Oud, Gropius). Aber auch andere Grundabsichten kommen zur Ge..ung: Architektonis sche Gestaltungen, von der äußeren Form ausgehend. Sowohl das Streben von innen nach außen, welches die äußere Ge stalt ganz den Forderungen des Innenraumes unterwirft, wie auch das entgegengesetzte zeitigt hier typische Formen. Bei solcher Vielartigkeit der Motive bieten.ese Musterbauten( Muster im Sinne von Vorbildern für Serienbau) Ge legenheit, zu interessanten Vergleichen. Man wird nicht nur verschiedene Tendenzen, sondern auch Variationen desselben Strebens Nuancen bei ähnlichen Bauten beobachten fönnen, welche für die Beurteilung der heutigen Architektur von höch stem Interesse sind. Ja, die Ausstellung bietet, was mehr wert ist, Gelegenheit, das Brauchbare unter den neuen Bestrebungen herauszufinden. Sie kann die Frage tlären helfen, was von all dem Neuen für die Produktion, für die neuen Wege der Zukunft in Betracht fommt. Man sieht eine Reihe moderner Konstruktionen: Eisenfachwerk mit Bims: oder Thermos- Platten, Eisenbetonstützensysteme mit Schladen, Vollblod- und Feifelsteinen, 3id- 3ad Holzkonstruktionen Holzfachwert mit Tefton- Platten, Massivkalfen für Dede, eiserne Fenster, glatte Türen und vieles andere. Einheitlich durchgeführt ist nur das flache Dach. Teils begehbar, teils unzugänglid) gibt es der Siedlung, froß aller Verschiedenheit der Gliederung, ein geschlossenes Aussehen. Häufig sind große freiliegende Terrassen und große Fenster. Die fleineren Bauten sind zumeist reich gegliedert. Von Jnnenräume sieht man alle Formate: von der Miniatur- Küche bis zur Wohnhalle. Die neuen Baumethoden und Materialien, welche an den jertigen Bauten nicht mehr vollständig zu erkennen sind, werden im Detail gezeigt auf einem der Siedlung benachbarten Ver= suchsgelände. Eine Hallenschau( in der Gewerbehalle) zeigt ferner das gesammte Gebiet der Hauseinrichtung von Heiz- und Lüfungsanlagen bis zur Türklinke und Wandschmud. Dabei ist auf Vereinfachung und Zweckmäßigkeit besonderer Wert gelegt. Die moderne Wohnung soll ein Instrument sein, frei von unnötigem Aufpuzz. Mehrere Musterküchen zeigen im Betrieb die Anwendung arbeit und zeitsparender Geräte. 3ur fachgemäßen Bewältigung auch dieses Gebietes steht der Ausstellungsleitung ein Frauenausschuß neben einem technischen und einem Wirtschaftsausschuß zur Seile. Der Rahmen dieser Ausstellung umschließt als dritten Teil noch eine Internationale Plan- und Modellausstellung neuer Baufunft. Die Ausstellung des Deutschen Wertbundes ist ein erster Versuch, die produktiven Kräfte auf dem Gebiete des Wohnungsbaus zu sammeln. Sie wendet sich in ihrer ganzen Art an die breiten Massen des Volles und will einer Besserung der Wohnverhältnisse, der Verringerung der Wohnungsnot dienen. Eie zieht Architekten vieler Länder herbei und bildet damit ein Ereignis von internationaler Bedeutung. Der Stadt Stuttgart wird sie fulturellen Ruhm weit über die Grenzen Deutschlands hinaus verschaffen. Dr. Robert Schweizer- Stuttgart. Sonnabend, den 16. Juli 1927. Die Regierungsentwürfe " ,, Gießener Zeitung" Bon einer auf Zahlungsverzug gestützten Kündigung eines auf Wohnraum bezüglichen Mietverhältnisses ist bei der Anordzur Abänderung des Reichsmietengesetzes nung der Zustellung der Fürsorgebehörde die im§ 10 Abs. 2 und des Mieterschutzgesetzes. 1. Fortjehung. Entwurf eines Gesetzes zur Aenderung des Mieterschutzgesetzes. Der Reichstag hat das folgende Gesetz beschlossen, das mit Zustimmung des Reichstats hiermit verkündet wird: Das Gesetz über Mieterschutz und Mieteinigungsämter ( RGBI. 1926 1 E. 347, 1927 1 G. 71) wird wie folgt geändert: 1. Der§ 1 wird unter Streichung der mit dem Buchstaben a beginnenden Teilüberschrift durch folgende Borschriften erſetzt: a) Beendigung von Mietverhältnissen durch Kündigung oder Zeitablauf. § 1. Mietverhältnisse über Gebäude oder Gebäudeteile tönnen vom Vermieter unter den Voraussetzungen gekündigt werden, unter denen nach den 88 2 bis 4 auf Aufhebung eines Mietverhältnisses geflagt werden fann. Dem Vermieter steht gleich, wer nach dem Abschluß des Mietvertrags das Eigentum an dem Grundstück erwirbt. Für die Beendigung des gekündigten Mietverhältnisses gilt der§ 5 Abs. 1 entsprechend. Ohne Vorliegen der im Abs. 1 bezeichneten Voraussetzungen kann der Vermieter die Beendigung eines Mietverhältnisses durch Kündigung nur in den Fällen herbeiführen, in denen es nach den§§ 19 bis 26, 32 bis 34 für die Beendigung des Verhältnisses der Erhebung einer Aufhebungsklage nicht bedarf. § 1a. Auf die im§ 1 Abs. 1 bezeichnete Kündigung und das weitere Verfahren finden die besonderen Vorschriften der§§ 1b bis 1m Anwendung. Für die in diesen Vorschriften bezeichneten gerichtlichen Maßnahmen ist das Amtsgericht ausschließlich zuständig, in dessen Bezirk sich der Mietraum befindet. § 1b. Die Kündigung erfolgt durch Zustellung eines vom Vermieter unterzeichneten Kündigungsschreibens an den Mieter. Die Zustellung wird auf Gesuch des Vermieters von dem Gerichtsschreiber angeordnet. Das Kündigungsschreiben muß enthalten: 1. die Bezeichnung der Vertragsteile, 2. die Bezeichnung des Mietraums nach Lage und Art, 3. die bestimmte Angabe der Tatsachen, auf welche die Kündigung gestützt wird; bei einer auf Zahlungsverzug gestützten Kündigung ist der rückständige Betrag sowie der für einen Monat zu entrichtende Mietzins anzugeben. 4. die Angabe des Zeitpunkts, in dem das Mietverhältnis enden soll. Für das Kündigungsschreiben ist ein Vordruck zu verwenden, dessen Inhalt von der Reichsregierung mit Zustimmung des Reichsrats bestimmt wird. Der Vermieter soll dem Gesuche die für die Zustellung er forderliche Zahl von Abschriften des Kündigungsschreibens beifügen. Entspricht das Kündigungsschreiben nicht den Vorschriften des Abs. 2, oder ergibt sich aus seinem Inhalt, daß die Kündigung überhaupt oder für den angegebenen Zeitpunkt nicht zulässig ist, so weist der Gerichtsschreiber das Gesuch zurück. Gegen die Zurückweisung ist binnen einer Woche Erinnerung an das Gericht zulässig; dieses entscheidet endgültig. § 1c. Die Zustellung des Kündigungsschreibens erfolgt von Amts wegen. Grüner Rasen/ Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 3. Fortsetzung. ,, Aber, Papa!" Gerda schüttelte mit unmutigem Staunen den Kopf: ,, Wie kannst du so reden!" Elisabeth schmollte: Sonst hattest du ihn doch gern!" Der Vater vergaß den Generalstabsbericht vorzulesen: ,, Gewiß hatte ich ihn gern, aber daß er euch füßte, gefällt mir nicht. Auch ist er seit fast drei Monaten draußen. Aber was habt ihr von ihm gehört? Kurt schrieb vor nur drei Wochen, er käme endlich an den Feind. Auf der ersten Fahrt also schickte er den Engländer zu den Fischen und schrieb unseren Namen in die Kriegsgeschichte! Das heiß' ich einen Drewitz, einen Seemann und Soldaten, einen Offizier! Obenein erbt er später Priedelsdorf! Es wäre mir wirklich lieber, er hätte euch gek.. Verlegen brach er ab:„ Nein, meine Kinder, das wollte ich natürlich nicht sagen. Junge Damen lassen sich nie küssen." Elisabeth unterdrückte ein Richern. Gerda sprach ernst mit bebender Stimme:„ Papa, du denks: doch sonst gerecht und sagtest früher in Gegenwart beider Vettern, du begriffest nicht, warum unsere Freundinnen aus der Nachbarschaft gerade Kurt, als dem Seeoffizier, runde Augen machten. Jetzt hat er sich ausgezeichnet. Aber Werner hält uns die Russen vom Leibe und half schon im Westen die Franzosen und Engländer nach Frankreich hineinjagen. Er ist zu beschei= den, um von großen Taten zu schreiben oder zu reden. Aber seine furzen Worte und sein Aussehen ließen ahnen, was er getan und getragen hat. Verblüfft sah der Vater seiner Tochter flammendes Gesicht Warum ereiferte sie sich für Werner? Der Kuß auf dem Bahnhof schien doch nicht ein nur verwandtschaftlicher gewesen zu sein. Immerhin hatte er im Merger vielleicht ungerecht gesprochen und mußte begütigen:„ Na ji, na ja, Töchterchen' Seine Schuldigkeit hat er getan. Dafür ist er ein Drewith. Auch erinnere ich mich, gesagt zu haben, es gefiele mir nicht, das Badfische Kurt als jungen Seeoffizier wie ein Wundertier bestaunten. Uebrigens war nicht nur von euren Freundinnen die Rede. Elisabeth trieb es am schlimmsten!" Verdrießlich sah er der Jüngeren in die Augen und sprach verweisend weiter: Du trugst sein blaues Bordjadett als Uebervorgesehene Mitteilung zu machen. Der Gerichtsschreiber hat den Vermieter von der Zustellung in Kenntnis zu setzen. § 1d. Der Mieter fann gegen die Kündigung bei dem Gerichte schriftlich oder zu Protokoll des Gerichtsschreibers Widerspruch erheben. Bei der Zustellung des Kündigungsschreibens ist der Mieter unter Mitteilung der gesetzlichen Kündigungsgründe darauf hinzuweisen, daß, wenn er nicht binnen einer Woche seit der Zustellung Widerspruch erhebt, gegen ihn ein gerichtlicher Räumungsbefehl(§ 1f erlassen werden kann. Ein nach dem Ablauf der Widerspruchsfrist erhobener Widerspruch ist noch zu berücksichtigen, solange der Räumungsbefehl nicht verfügt ist. § 1e. Erhebt der Mieter rechtzeitig Widerspruch, so verliert die Kündigung ihre Kraft. Eine binnen zwei Wochen seit dem Widerspruch erhobene Aufhebungsflage(§ 1p) gilt jedoch als jchon im Zeitpunkt der Kündigung erhoben. Der Gerichtsschreiber hat den Vermieter von dem Widerspruch in Kenntnis zu setzen und dem Mieter auf Verlangen eine Bescheinigung darüber zu erteilen, daß er rechtzeitig Widerspruch erhoben habe. § 1f. Erhebt der Mieter nicht rechtzeitig Widerspruch, so ist auf Gesuch des Vermieters dem Mieter aufzugeben, den Mietraum zu dem in dem Kündigungsschreiben bezeichneten Zeitpunkt an den Vermieter herauszugeben, auch die Kosten des Verfahrens zu tragen( Räumungsbefehl). Der Räumungsbefehl wird von dem Gerichtsschreiber erlassen. Er ist auf die Urschrift des Kündigungsschreibens zu setzen und verbleibt bei den Aften. Die Zustellung erfolgt auf Betreiben des Vermieters. Der Gerichtsschreiber hat die Zustellung zu vermitteln, sofern nicht der Vermieter erklärt hat, selbst einen Gerichtsvollzieher mit der Zustellung beauftragen zu wollen. Gegen die Ablehnung des Gesuchs um Erlassung des Räumungsbefehls ist die sofortige Beschwerde zulässig. Der§ 577 Abs. 1 und der§ 576 der Zivilprozeßordnung gelten entsprechend. § 1g. Der Räumungsbefehl steht einem auf eine Aufhebungsflage(§ 1p) ergangenen Versäumnisurteile gleich. Im Falle seiner Erlassung gilt der Anspruch auf Aufhebung des Mietverhältnisses als im Zeitpunkt der Kündigung im Streitverfahren rechtshängig geworden. Der§ 13 Abs. 3 findet entsprechende Anwendung. Der Mieter ist in dem Räumungsbefehl über die Zulässig keit des Einspruchs sowie über Form und Frist seiner Einlegung zu belehren. § 1h. Ist der Räumungsbefehl ordnungsmäßig erlassen, so ist in dem weiteren Verfahren eine Nachprüfung der im Kündi gungsschreiben geltend gemachten Aufhebungsgründe nur zulässig, wenn die Versäumung des rechtzeitigen Widerspruchs nicht auf einem Verschulden des Mieters beruht. Wird ein in dem Kündigungsschreiben angegebener Mietzinsrückstand bis zum Ablauf der Einspruchsfrist von dem Mieter durch Zahlung getilgt, so verliert eine lediglich auf§ 3 gestützte Kündigung ihre Kraft. Beantragt in diesem Falle der Vermieter alsbald, den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt zu erklären, so hat der Mieter die Kosten des Rechtsstreits zu tragen. § 1i. Auf die Vollstreckung des Räumungsbefehls finden die für zieher, seine Schärpe als Gürtel und seine goldene Aermeltrone als Brosche. Damals aber hatte die Marine noch wenig geleistet. Sie war angesehen nur als die jüngere, du sagtest sehr töricht: die hübschere Schwester unserer glorreichen Armee. Heute tragen Heer wie Flotte Siegeslorbeer, und Kurt hat sich durch eine kühne Tat einen Namen und uns Ehre gemacht. Außerdem erbt er Priedelsdorf." ,, Und Werner bekommt Kunzenberg, nun der arme Onkel Hermann keine Söhne mehr hat," sagte Gerda. Der Vater schloß die Augen, als wollte er nicht hören, und griff ärgerlich nach der Zeitung, um den Generalstabsbericht vorzulesen. Da sprang Elisabeth auf, ohne ihn um Erlaubnis zu bitten, und brachte aus dem Nebenzimmer eine Postkarte: ,, Schicken wir Kurt einen Glückwunsch!" Sie schrieb. Der Vater las lächelnd. Die jüngere Schwester in Priedelsdorf gratuliert der jüngeren Schwester von der Wasserkante zum neuen U- Boot- Helden." Der alte Herr schalt nicht etwa, sondern setzte darunter: ,, Bravo, mein Junge! Besuche bald dein künftiges Heim!" Gerda nahm die ihr zugeschobene Karte mit gerunzelter Stirn, sah Elisabeth ärgerlich in die Augen und schüttelte den Kopf: Warum schreibst du nicht gleich: hübschere Schwester?" Dann fritzelte sie hastig:„ Gruß auch von Base Gerda." Der Vater sah ihr mißtrauisch zu. Gerda dachte doch woh! mehr als nötig an Werner. Gern hätte er den Mädchen darum von dem Geheimnis der Herkunft ihres Vetters gesprochen. Doch das verbot ein dem General gegebenes Wort. Nur zu gern hatte er einst verpfändet, denn, wie an den Tag seiner Hochzeit, wollte er nie auch an die Ursache des Todes seinet Frau erinnert sein. Kaspar v. d. Helle brachte an jenem stürmischen Abend einen Knaben ins Haus. Als die geliebte Frau leblos auf den Fliesen der Halle lag, jagte er darum den Be sucher in Zorn oder Gram mit dem fremden Kindermädchen und dem Kleinen auf ihrem Arm wieder in die Nacht. Better Frig der heutige General, erbarmte sich des Kindes und brachte es seiner jungen Frau in die westpreußische Garnison. Das Paar Iteß den kleinen Werner taufen und zog ihn auf, ohne zu ver raten, daß er ein Findellind sei. Bald adoptierten sie Wer ner, der schon in der neuen Garnison des zum Stabsoffizier beförderten Betters als echter Drewitz galt, denn vom GeheimNr. 29. die Vollstreckung von Urteilen geltenden Vorschriften entsprechende Anwendung. Einwendungen, welche den Anspruch selbst betreffen, sind nur insoweit zulässig, als die Gründe, auf denen sie beruhen, erst nach der Zustellung des Räumungsbefehls entstanden sind und durch Einspruch nicht mehr geltend gemacht werden können. § 1k. Beantragt der Mieter, ohne gegen die Kündigung Widerspruch zu erheben, vor der Verfügung des Räumungsbefehls die Gewährung einer zeitlich bestimmten Räumungsfrist, so ist dem Vermieter Abschrift des Antrags unter Bestimmung einer Frist zur Erklärung zuzustellen. Erklärt der Vermieter sich mit dem Antrag einverstanden. so ist in dem Räumungsbefehle die Vollstreckung von dem Ablauf der beantragten, von der Zustellung des Befehls laufenden Räumungsfrist abhängig zu machen. Erklärt sich der Vermieter nicht oder verweigert er die Zustimmung, so gilt der Antrag des Mieters als Widerspruch gegen die Kündigung. Das gleiche gilt, wenn der Mieter eine Räumungsfrist ohne bestimmte Bezeichnung ihrer Dauer be antragt, oder wenn er erklärt hat, den Mietraum nur bei Siche rung eines Erjahraumes herausgeben zu wollen. § 11. Sonnabend, den 16. Juli 1927. § 1p. Grhebt der Mieter gegen die Kündigung Siderspruch( SS 1f, 1k Abs. 3), so erfolgt di Mietverhältnisses auf Klage des Bermieters b teil( Aufhebungstlage). Eine Aufhebungstlage tann auch ohne vorh bs Mietverhältniffes sowie ohne vorherige B lauf der Mietzeit erhoben werden. 2 Die Ueberschrift vor§ 7 wird gestriche & Hinter§ 52a werden folgende Vorschrif ise eingestellt: Gotales. Sonntagsgedanken. Nun ist der Sommer da. Die wärmende arkraft der Sonne belebt Well. Früchte trägt alle Natur, die zu reifen Strauch und der Baum, die Blumen und Gräse Weizen und was nur immer. Seid produktiv, e beiter! So spricht die Natur im Sommer zu Und heute zum Sonntag wollen wir ihre Sti agsmorte übersehen: Geid produktiv! Bollbrin langen, gebt gute Beispiele; denn das sind di chen, die ewig halten. Wie draußen in Sonne die große Quelle aller Wärme und Kraft ber Hert, Mittelpunkt der moralischen Kraft d Er ik die himmlische Sonne, die uns Menschen wärmt und befeligt. Er schenkt uns Menschen den Sommertage des inneren Friedens, wahres G elen und Versöhnung den Völkern. Wenn in bie glühende Sonne heiß über die Erde funkelt, nung in uns, Hoffnung auf Erfüllung. Wird in den Fällen der§§ 1f, 1k nicht binnen einer einmonatigen Frift, die im Falle des§ 1f mit dem Ablauf der Widerspruchsfrist, im Falle des§ 1k mit dem Ablauf der dem Vermieter bestimmten Erklärungsfrist beginnt, die Erlassung des Räumungsbefehls nachgesucht, so verliert die Kündigung ihre Kraft. Das gleiche gilt, wenn die Erlassung des Räu mungsbefehls rechtzeitig nachgesucht, das Gesuch ober zurüdgewiesen wird. § 1m. Des Nachweises einer Vollmacht bedarf es nicht, wenn für den Vermieter die Anordnung der Zustellung eines Kündi gungsschreibens nachgesucht oder für den Mieter Widerspruch gegen die Kündigung erhoben wird. § 1n. Ein für eine bestimmte Zeit eingegangenes Mietverhältnis wird nach dem Ablauf der Mietzeit fortgesetzt, wenn nicht der Vermieter oder der Mieter spätestens in dem Zeitpunkt, in dem nach§ 565 BGB. eine für den Ablauf der Mietzeit zulässige Kündigung zu erfolgen haben würde, sich auf die Be endigung des Mieiverhältnisses beruft. Die Berufung des Ver mieters ist nur unter den Voraussetzungen zulässig, unter denen nach§ 1 Abs. 1 der Vermieter ein Mietverhältnis fündigen kann; auf die Form der Berufung sowie auf das weitere Vera fahren finden die für eine solche Kündigung geltenden Vorschriften entsprechende Anwendung. Ein vertraglich vorbehaltenes Rüdtrittsrecht kann vom Vermieter nicht gegen den Willen des Mieters ausgeübt werden. § 10. Für das in den vorstehenden Vorschriften bezeichnete Verfahren wird die Hälfte der Gebühr des§ 8 des Gerichtstoftengesetzes erhoben. Die Gebühr wird nicht erhoben, wenn vor Anordnung der Zustellung des Kündigungsschreibens das Gesuch zurückgenommen wird. Der Rechtsanwalt erhält in dem Verfahren die Sätze des § 9 der Gebührenordnung für Rechtsanwälte. Für die Wertberechnung ist der im§ 13 Abs. 4 bezeichnete Betrag maßgebend. Bei rechtzeitiger Einlegung des Widerspruchs oder Ein spruchs werden die Gebühren auf die im Aufhebungsstreit ent stehenden Gebühren angerechnet. Auf Grund des Räumungsbefehls tann der Vermieter nur die Erstattung von Gerichtskosten verlangen. b) Aufhebung von Mietverhältnissen durch Urteil. nis seiner Herkunft ahnten sogar Verwandte nichts. Den ein zigen Wissenden band sein Wort. Als die Frau des Majors Frizz v. Drewitz starb, schickte er den Knaben ins Kadettenkorps. Der hübsche, muntere Junge tam während eines Sonntags urlaubs von Potsdam zum ersten Besuch nach Priedelsdorf. Da erwachte zwar nicht Reue, aber doch Bedauern. Er hatte an dem Knaben nicht edel gehandelt, und Werners Adoptivpater dachte wohl ähnlich, da er Priedelsdorf noch immer mied. Um ihn zu versöhnen, lud er den Kadetten Sonntag für Sonntag zunächst von Potsdam und dann von Lichterfe.ve nach Priedels dorf. Auch die Ferientage verlebte Werner hier, bis sein Vater ihn gar als Fähnrich in das Infanterie- Regiment in Jüterbogt eintreten ließ. Der Junge wollte seinem zweiten Heim und Gerda und Elisabeth, den Spielgefährtinnen seiner Knaben jahre, nahe bleiben. Natürlich ahnten auch die Mädchen nichts ron seiner Herkunft und glaubten ihn jetzt wohl den Erben von Kunzenberg. Also mußte er ihre Augen öffnen, denn wieder tlang ihm in die Ohren: Exzellenz von Drewiß, räumen Sie auf! Vorläufig war seine Zunge noch gebunden. Der General aber fühlte wohl die Pflicht, den Schleier von seines Adoptiv johnes Bergangenheit zu ziehen. Sonst konnte der Junge An spruch auf das Majorat Kunzenberg erheben und fich lächerlich machen. Ihn zum Offizier zu erziehen, war möglich gewesen Die niemals engherzige Armee fragte nicht nach den Geburts urtunden fünftiger Führer, denn sie wußte aus der Geschichte deutscher und fremder Heere, daß die stolze Blüte Feldherrnruhm gar oft aus wilden Reisern sprog. Nicht erst seit der Sohn Kaiser Karls V. und der Bürgerstochter Barbara Blomberg als Don Juan d'Austria bei Lepanto eine gewaltige und gefürchtete Seemacht ins Wellengrab schidte, gaben Gekrönte die Kinder ihrer Sünde gern dem Kriegsdienst. Was aber den Königen recht war, mußten sie ihren Rittern als billig zugestehen. Das rum stiegen auch in der ruhmreichen preußischen Armee wilde Sprossen zu Ehren und Würden auf. Doch die Gerichte dachten anders und forderten eine Geburtsurkunde, wenn Werner das Majorat Kunzenberg forderte. Dann stand er gedemütigt vor Fremden. Darum mußte sein Vater ihn unterrichten und auch vor allzu vertrautem Verkehr mit Gerda und Elisabeth warnen. Er wollte dem General schreiben und ging vom Tisch wieder ins Arbeitszimmer. Personalien. Der Landmesser Reinhard Dingen wurde zum überplanmäßigen Oberlandme Feldbereinigungsamt ernannt.- Baupraktikant pel von hier zum überplanmäßigen Oberbausetr Kulturbauamt.- Die Vermessungspraktikanten Karl Hofmann, Heinrich Krömmelbein und Rich von hier, Georg Jffland und Karl Schäfer von planmägigen Obervermessungssekretären bei ein gangsinstitut. Regierungsassessor Dr. Geor hier zum überplanmäßigen Kreisamtmann mit de nung Regierungsrat".- Baupraktikant Wilhel Lang Göns zum überplanmäßigen Oberbausekret Evangelisch- firchliches. Aus dem Dienst der beskirche entlassen wurde auf sein Nachsuchen Sfarrer Frik Haupt von hier. " * Polizeiamt. In der Zeit vom 1.- 30. Juni gende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen führer bezw. Kraft- und Radfahrer gegen de Borschriften erhoben: 9 Anzeigen wegen Fahr bne hellbrennende Laterne, 1 Anzeige wegen gerteigen, 2 Anzeigen wegen Fahrens mit windigkeit, 4 Anzeigen wegen Fahrens ohne benjeite einzuhalten, 18 Anzeigen wegen Fa Sperrte Straßen und 9 Anzeigen wegen sonstig fungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. * Fundbüro. Das Polizeiamt macht d bag im vergangenen Jahre und auch dieses J ahl von Brillen, Portemonnaies, Stöcken, tajchen, Handleiterwagen und sonstige Geger en abgeliefert, aber nicht abgeholt worden effenten werden daher gebeten, zwecks Ab tände auf dem Fundbüro, Weidengasse 5 Schließfachabholung bei der Stadtpof fachabholung zu fördern, beabsichtigt die tünftig Schließfachabholungen auch bei Post tell- und Ausgabedienst einzurichten, sofern Roch am Abend ließ er den Brief zur P . * Zwei Briefe in der Hand, trat Generalle aus jeinem Stabsquartier in Brzeziny unt figliches Licht ins Dunkel des neblig kalten mari. Mit dem Brr!" eines Fröstelnden fragen des langen grauen Mantels zum He roke Satennaje und die noch jugendlich bl Don unten zwei Offiziere auf der Straße, die Jam Gruße hoben. Morgen, meine Herre Hinabjteigen über die drei Stufen und drüd Adjutanten, des Majors Kumm, und des Hauptmann von Hußlarn, der schon meldete en, Erzellenz." Also haben wir noch Zeit!" Er ging harrenden Fuchs, den der Dragonerwachtm ciner trodenen Insel im Schlammbrei des D rend er ein Stüd Zuder mit der Linken unte permbe Raje hob, glättete die Rechte da glitzernde Fell. Mit befriedigtem Kopfnide meifter ftelzte er auf Fußspitzen durch den C Des Fuchjes. Als seine Finger an den Seh inabglitten, hob ein Dragoner die Hufe. Hern und Eisen, denn er ging während tenmal zu Pferd an den Feind. Nicht da petsin, mit eigenen Augen zu sehen, ob e Bejbieg verlassen fönnte. Nach dem Büden tief atmend, straffte er Boller Grie, hob den Kopf mit dem Schni Jagdmorgen tiehenden Waidmannes und lüf nom rechten Dht, um besser zu hören. Wie da Den des Meeres oder das brausende Lärm grollte aus der Ferne der Geschützdonner der and mahnte an die Briefe in der Hand. Er eig zurüd und hielt die Blätter gegen das Fatig las er wieder die knappe Frage b. Helle: Wann fönnte ich Eurer Exzell gaben über die Herkunft des Herrn Werner vo Seine Stirn runzelte sich beim Blick auf den Better in Priedelsdorf. Major Kumm sahi megen, als molle er Gaz für Saz des Gd Nr. 29. Urteilen geltenden Vorschriften ent lche den Anspruch selbst betreffen, sind Sonnabend, den 16. Juli 1927. § 1p. als die Gründe, auf denen sie beruhen, Mietverhältnisses auf Klage des Vermieters durch gerichtliches g des Räumungsbefehls entstanden sind cht mehr geltend gemacht werden können. § 1k. eter, ohne gegen die Kündigung Wider der Verfügung des Räumungsbefehls die ch bestimmten Räumungsfrist, so ist dem Antrags unter Bestimmung einer Frist 21. eter sich mit dem Antrag einverstanden, sbefehle die Vollstreckung von dem von der Zustellung des Befehls laufen hängig zu machen. rmieter nicht oder verweigert er die Zu Antrag des Mieters als Widerspruch Das gleiche gilt, wenn der Mieter eine Erhebt der Mieter gegen die Kündigung des Vermieters Widerspruch(§§ 1f, 1k Abj. 3), so erfolgt die Aufhebung des Urteil( Aufhebungsflage). Eine Aufhebungstlage tann auch ohne vorherige Kündigung bes Mietverhältnisses sowie ohne vorherige Berufung auf den Ablauf der Mietzeit erhoben werden. 2. Die Ueberschrift vor§ 7 wird gestrichen. 3. Hinter§ 52a werden folgende Vorschriften als§§ 52b bis 52e eingestellt: ( Schluß folgt.) Lokales. Sonntagsgedanken. Nun ist der Sommer da. Die wärmende drtraft der Sonne belebt die organische Welt. Früchte trägt alle Natur, die zu reifen beginnen. Der Strauch und der Baum, die Blumen und Gräfer, Roggen und estimmte Bezeichnung ihrer Dauer be: Weizen und was nur immer. Seid probuftio, erzeuget Werte, erklärt hat, den Mietraum nur bei Sift arbeitet! Go spricht die Natur im Sommer zu uns. es herausgeben zu wollen. § 11. en der§§ 1f, 1k nicht binnen einer ein m Falle des§ 1f mit dem Ablauf der Salle des§ 1k mit dem Ablauf der dem Und heute zum Sonntag wollen wir ihre Stimme in Sonntagsworte übersehen: Geid produttiv! Vollbringt gute Handlungen, gebt gute Beispiele; denn das sind die Früchte der Menschen, die ewig halten. Wie draußen in der Natur die Sonne die große Quelle aller Wärme und Kraft ist, so ist Gott, ber Herr, Mittelpunkt der moralischen Kraft der Menschheit. Erklärungsfrist beginnt, die Erlassung Er ist die himmlische Sonne, die uns Menschen erleuchtet, ernachgesucht, so verliert die Kündigung che gilt, wenn die Erlassung des Räu ig nachgesucht, das Gesuch ober zurüd § 1m. ner Vollmacht bedarf es nicht, wenn für wärmt und befeligt. Er schenkt uns Menschen den Frühling und bie Sommertage des inneren Friedens, wahres Glüd dem Einzelnen und Versöhnung den Völkern. Wenn in diesen Tagen bie glühende Sonne heiß über die Erde funkelt, schwellt Hoffhung in uns, Hoffnung auf Erfüllung. nordnung der Zustellung eines Kündis dingen wurde zum überplanmäßigen Oberlandmesser bei einem * Personalien. Der Landmesser Reinhard Müller zu BüBaupraktikant Wilhelm Wenesucht oder für den Mieter Widerspruch Feldbereinigungsamt ernannt. erhoben wird. § 1n. immte Zeit eingegangenes Mietverhält blauf der Mietzeit fortgesetzt, wenn nicht Mieter spätestens in dem Zeitpunkt, in eine für den Ablauf der Mietzeit zu erfolgen haben würde, sich auf die Beältnisses beruft. Die Berufung des Ver en Voraussetzungen zulässig, unter denen Vermieter ein Mietverhältnis fündiger er Berufung sowie auf das weitere Ver eine solche Kündigung geltenden VorAnwendung. vorbehaltenes Rüdtrittsrecht tann vom en den Willen des Mieters ausgeüb § 10. jel von hier zum überplanmäßigen Oberbausekretär bei einem Kulturbauamt. Die Vermessungspraktikanten Friedrich Hahn, Karl Hofmann, Heinrich Krömmelbein und Richard Trautmann bon hier, Georg Jffland und Karl Schäfer von Schlitz zu überplanmäßigen Obervermessungssekretären bei einem Feldberei= Regierungsassessor Dr. Georg Krüger von nigungsinstitut. ,, Gießener Zeitung" teiligung die Wirtschaftlichkeit der Einrichtung gesichert erscheint. Für Gießen kommt das Poftamt 2( Schulstraße) in Betracht, bei dem für diesen 3wed jedoch bauliche Aenderungen vorgenom men werden müssen. Von der Geschäftswelt der Innenstadt wird diese Absicht der Bost freudig begrüßt werden, fällt doch das oft läftige Warten auf den Briefträger weg und bietet sich Gelegenheit, die Briefschaften bei der inmitten der Stadt ge= legenen Stadtpost abzuholen, zumal die Schließfachanlage, wie wir hören, so angelegt werden soll, daß sie für die Abholer, wie beim Postamt 1, Don 7 bis 21 Uhr zugänglich ist, auch wenn die Stadtpost geschlossen ist. Die vierteljährliche Gebühr von 2,25 Rmf. für ein kleines und 3 Kmt. für ein großes Schließfach dürfte im Hinblick auf die gebotenen Vorteile faum ins Gewicht fallen. bier zum überplanmäßigen Kreisamtmann mit der Amtsbezeich= Baupraktikant Wilhelm Brüdel von nung Regierungsrat". Lang Göns zum überplanmäßigen Oberbausetretär. - * Evangelisch- kirchliches. Aus dem Dienst der Hessischen Lanbeskirche entlassen wurde auf sein Nachsuchen der evangelische farrer Fritz Haupt von hier. * Nachsendung von Postfachen. Wer in die Lage kommt, sich seine Postfachen nachsenden laffen zu müssen, tut gut da ran, zu dem Nachsendungsantrag an das seitherige postamt die amtlichen Formblätter zu benutzen. * Polizeiamt. In der Zeit vom 1.- 30. Juni 1927 wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer bezw. Kraft und Radfahrer gegen verkehrspolizeiliche Borschriften erhoben: 9 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit hne hellbrennende Laterne, 1 Anzeige wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 2 Anzeigen wegen Fahrens mit übermäßiger Ge= orstehenden Vorschriften bezeichnete VerJchwindigkeit, 4 Anzeigen wegen Fahrens ohne die rechte Stra eder Gebühr des§ 8 des Gerichtstoftenenseite einzuhalten, 18 Anzeigen wegen Fahrens durch ge= Gebühr wird nicht erhoben, wenn vor perrte Straßen und 9 Anzeigen wegen sonstiger Zuwiderhandllung des Kündigungsschreibens das Ge lungen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. wird. t erhält in dem Verfahren die Sätze des nung für Rechtsanwälte. echnung ist der im§ 13 Abs. 4 bezeichnete Einlegung des Widerspruchs oder Ein Sebühren auf die im Aufhebungsstreit ent angerechnet. Räumungsbefehls fann der Vermieter nur Serichtskosten verlangen. n Mietverhältnissen durch Urteil. hnten sogar Verwandte nichts. Den ein d sein Wort. Als die Frau des Majors Fruchtsendungen bei heißem Wetter. Die Post flagt dar über, daß jetzt Fruchtsendungen und dergl. in großer Zahl als Pädchen eingeliefert werden, deren Inhalt während der Beförderung meist verdirbt, ausläuft und andere Sendungen be schmutzt und beschädigt. Wir machen daher darauf aufmert jam, daß die Versendung nur dann gestattet ist, wenn die Verpadung und namentlich die innere Umhüllung zwedentsprechend eingerichtet sind. * Fundbüro. Das Polizeiamt macht darauf aufmerksam, baß im vergangenen Jahre und auch dieses Jahr eine große Anahl von Brillen, Portemonnaies, Stöden, Schirmen, Handtaschen, Handleiterwagen und sonstige Gegenstände als gefunen abgeliefert, aber nicht abgeholt worden sind. Die Intereffenten werden daher gebeten, zweds Abholung der Gegentände auf dem Fundbüro, Weidengasse 5, vorzusprechen. , schickte er den Knaben ins Kadettenkorps. e Junge kam während eines Sonntags: zum ersten Besuch nach Priedelsdorf. Da Reue, aber doch Bedauern. Er hatte an del gehandelt, und Werners Adoptivvater da er Priedelsdorf noch immer mied. Um d er den Kadetten Sonntag für Sonntag n und dann von Lichterfe.ve nach Priedels entage verlebte Werner hier, bis sein Vater * Berein für das Deutschtum im Auslande, Ortsgruppe Gießen. Am 9. Juli fand die Mitgliederversammlung der hiesigen Ortsgruppe des V. D. A. statt. Studienrat vr. König begrüßte die leider nicht sehr zahlreich erschienenen Mitglie= der. Daraufhin berichtete D. Eißer über die von dem Verein veranstalteten Vorträge und gedachte auch in ehrenden Worten des dem Verein durch den Tod entrissenen Vorstands. mitglieds, des Herrn Fabrikanten Bender. Herr Reftor ReuI legte den Kassenstand, insbesondere den Ertrag der Werbewoche * Schließfachabholung bei der Stadtpost. Um die Schließ fachabholung zu fördern, beabsichtigt die Deutsche Reichspost, tünftig Schließfachabholungen auch bei Postanstalten ohne Zutell- und Ausgabedienst einzurichten, sofern bei genügender Be Noch am Abend ließ er den Brief zur Post bringen. * Zwei Briefe in der Hand, trat Generalleutnant von Drewit aus seinem Stabsquartier in Brzeziny unter die Laterne, die färgliches Licht ins Dunkel des neblig talten Novembermorgens dar. Nr. 29. * Die Deutsche Volkspartei hielt eine gut besuchte Monatsversammlung im Hindenburg" ab, bei der Frl. Birns baum, M. d. L., einen interessanten Ueberblick über die Früh jahrstagung des Hessischen Landtages gab, die sich ausschließ lich mit der Beratung des Staatshaushaltes beschäftigte. Sie ging ferner auf die Fragen des Theaterzuschusses für Gießen sowie der Gewerbe und Maschinenbauschule ein und behan delte die erfolgreichen Anträge zur Erweiterung der Landesuniversität. Weitere oberhessische Anträge sehen der Erfüllung entgegen. Studienrat Dr. König sprach über die eindrucksvolle Pfingsttagung des Gesamtvereins in Goslar. Es folgte ein Vortrag von Studienrat Dr. Diemer varmstadt über„ Aufbau und Tätigkeit des Landesverbands Hessen." Die Neuwahl des Vorstands ergab teine wesentliche Aenderungen. Aus der Mitte der Versammlung wurde angeregt, einen engeren Zusam menschluß der Mitglieder, insbesondere auch durch die Schaffung eines Vereinsorgans und durch Veranstaltung regelmäßiger Zusammenkünfte, die vom Oktober ab im„ Hindenburg" stattfinden sollen, zu erzielen. Auch wurde die Frage der Bildung eines Frauenausschusses und einer Jugendgruppe erörtert. Es ist zu hoffen, daß der Verein durch Ausbau auf diesem Wege immer stärkere Anteilnahme weitester Kreise für seine gemeinnützigen Bestrebungen im Dienste unserer Brüder im Ausland findet. warf. Mit dem Brr!" eines Fröstelnden schlug er den PelzTragen des langen grauen Mantels zum Helm auf. Nur seine croße Hakennase und die noch jugendlich blanken Augen sahen Don unten zwei Offiziere auf der Straße, die ihre rechten Hände jum Gruße hoben. Morgen, meine Herren", dankte er beim Hinabsteigen über die drei Stufen und drückte die Finger seines Adjutanten, des Majors Kumm, und des Generalstabsoffiziers in das Infanterie- Regiment in Jüterbog! Hauptmann von Hußlarn, der schon meldete: Vorhut trat eben Junge wollte seinem zweiten Heim und th, den Spielgefährtinnen seiner Knaben Natürlich ahnten auch die Mädchen nichts und glaubten ihn jetzt wohl den Erben von mußte er ihre Augen öffnen, denn wieder an, Exzellenz." ,, Also haben wir noch Zeit!" Er ging zu seinem wiehernd Scharrenden Fuchs, den der Dragonerwachtmeiter des Stabes auf ciner trodenen Insel im Schlammbrei des Dammes hielt. Wagrend er ein Stüd Zuder mit der Linken unter des Tieres schnup glitzernde Fell. Mit befriedigtem Kopfniden gegen den WachtChren: Exzellenz von Drewih, räumen Sie pernde Nase hob, glättete die Rechte das im Laternenlicht Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Bon Windhof bis Landesgrenze, im Straßenzug Gießen- Rodheim, für alle Fahrzeuge, vom 11. Juli ab; Umleitung: über Krofdorf. Inheiden- Utphe, im Straßenzug Gießen- Hungen- Gelnhau sen, für alle Fahrzeuge, vom 19. Juli ab; Umleitung: Grundschwalheim- Unterwiddersheim- Rodheim. In der Gemarkung Elz, Km. 0,0-1,2, im Straßenzug Landstraße Limburg- Rennerod, für alle Fahrzeuge, bis 26. Juli; Umleitung: Elz- Hundsangen- Hadamar. Die Sperrung der Provinzialstraßenortsdurchfahrt OberRoßbach, welche in dem Straßenzug Friedberg- BadHomburg liegt, wird bis auf weiteres verlängert. Nauborn Schwalbach bez. Lausdorf, im Straßenzug WetzlarNieder- Quembach, für alle Fahrzeuge, vom 18. Juli bis 27. Juli; Umleitung: Oberndorf- Bonbaden. Oberzeugheim Dorchheim, im Straßenzug Limburg- Rennerod, für alle Fahrzeuge, vom 15. Juli bis 4. August; Umleitung: Fridhofen. * Die Hessische Missionskonferenz hielt ihre Jahresversammlung am 3. und 4. Juli in Gießen. Der Missionsgemeindeabend in der Stadtkirche am Sonntag Abend bot die würdige Einleitung. Universitätsprofessor D. Julius Richter von Berlin sprach über:„ Die deutsche evangelische Mission nach dem Weltkriege". Die Hauptversammlung in dem vollbesetzten Saal des Johanneskirche begann mit der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Professor Werner Friedberg. Den Hauptvortrag hielt wieder Professor D. Richter, der anerkannte Führer der Missionswissenschaft. Das Thema hieß:„ Die Aufgabe der pro testantischen Mission bei Anbruch der neuen Zeit in der nichtchristlichen Welt." In der Nachmittagsversammlung sprach Pfarrer Dr. Vömel von Bergebersbach( villkreis) als langjähriger China- Missionar über: Das Werden der Kirche Jesu Christi in China." Seine anschaulichen und wertvollen Ausführungen gipfelten in der Feststellung, daß die werdende evangelische Kirche von% Millionen chinesischen Christen jetzt zwar in einer schweren Krisis, sowohl von außen wie von innen her, stehe, daß sie aber die Hilfe der deutschen und anderen Mission nicht entbehren wolle und auch nicht könne. seine Zunge noch gebunden. Der General meister stelzte er auf Fußspitzen durch den Schlamm zur Kruppe e Pflicht, den Schleier von seines Adoptiv des Fuchses. Als seine Finger an den Sehnen der Hinterbeine it zu ziehen. Sonst konnte der Junge An hinabglitten, hob ein Dragoner die Hufe. Umständlich befühlte rat Runzenberg erheben und fich lächerlich Offizier zu erziehen, war möglich gewesen zige Armee fragte nicht nach den Geburts Führer, denn sie wußte aus der Geschichte er Heere, daß die stolze Blüte Feldherrnruhm Reiſern sproß. Nicht erst seit der Sohn der Bürgerstochter Barbara Blomberg als bei Lepanto eine gewaltige und gefürchtete er Horn und Eisen, denn er ging während des Feldzuges zum erstenmal zu Pferd an den Feind. Nicht darum allein war es geraten, mit eigenen Augen zu sehen, ob er sich auf Tier und Beschlag verlassen könnte. Nach dem Bücken tief atmend, straffte er die hohe Gestalt zu voller Größe, hob den Kopf mit dem Schnüffeln eines in den Jagdmorgen riechenden Waidmannes und lüftete den Belzkragen vom rechten Ohr, um besser zu hören. Wie das rauschende Bran engrab schickte, gaben Gekrönte die Kinder Den des Meeres oder das brausende Lärmen einer Weltstadt dem Kriegsdienst. Was aber den Königen grollte aus der Ferne der Geschützdonner der Schlacht von Lodz Dot und mahnte an die Briefe in der Hand. Er trat auf den Bürgersteig zurüd und hielt die Blätter gegen das Licht der Laterne. Flüchtig las er wieder die knappe Frage des Herrn Caspar v. d. Helle:„ Wann könnte ich Eurer Exzellenz erfreuliche Angaben über die Herkunft des Herrn Werner von Drewiß machen?" Seine Stirn runzelte sich beim Blid auf den zweiten Brief bo Better in Priedelsdorf. Major Kumm sah ihn die Lippen be= wegen, als wolle er Sag für Satz des Schreibens ins Hirn ie ihren Rittern als billig zugestehen. Das n der ruhmreichen preußischen Armee wilde und Würden auf. Doch die Gerichte dachten ten eine Geburtsurkunde, wenn Werner das rg forderte. Dann stand er gedemütigt vo mußte sein Vater ihn unterrichten und auch Berkehr mit Gerda und Elisabeth warnen. General schreiben und ging vom Tisch wieder Obernhof Nassau, im Straßenzug Limburg- Nieder- Lahnstein, für alle Fahrzeuge, vom 18. Juli bis 23. Juli; Umleitung: Seelbach Singhosen. Die Hessische Krüppelheimbaulotterie hatte nach der Abrechnung der hessischen Beamtenbank e. 6. m. 5. in Darmstadt vom 1. Juli 1927 folgendes Ergebnis: Einnahme aus Los verkauf etc. am 30. Juni 1927 226 539,80 R.-Mt., Ausgaben 107 398,40 K.-Mt., sodas ein Reingewinn per 1. Juli 1927 von 119 141,48 R.- t verbleibt. Da aber einschließlich der bisher gesammelten Mittel jetzt ein Betrag von 170 000 R- Mt. vorhanden ist, darf mit dem Baubeginn des Krüppelheims im kom menden Jahr gerechnet werden. graben. Dann starrte der General über die Pferde in die dunkle Straße. Ein paar Nachzügler der Vorhut huschten laufend nach links vorbei. Unter der Last von Gewehr und Tornister lagen sie vornüber. Das Tuch der Mäntel rauschte um die Schäfte der in den Schlamm quatschenden Stiefel. Ein Kochgeschirr flapperte. Eine Taschenlampe blinkte. Ringsum grollte das 3ürnen der Schlacht wie das Sausen einer Muschel ans Ohr. Der Generalleutnant dachte seines Sohnes, der in der eigenen Division vorn als Kompagnieoffizier beim Bataillon Scholz marschierte. Gern hätte er ihn gesprochen. ., Sechs Uhr," meldete Hußlarn. Also trat auf dem Markt jetzt die Spitze des Haupttrupps an. Schon hallten von rechts aus der Ferne Kommandorufe: ,, Das Gewehr über Bataillon marsch!" * 40 Millionen neue Fünfmartstüde. Der Reichsrat hat seine Zustimmung zur Ausprägung von 40 Millionen neuen Fünfmarkstüden gegeben. Die neuen Silbermünzen unterschei den sich von den bisher im Verkehr befindlichen nur dadurch, daß sie auf der Schaufeite einen Eichbaum tragen. Der General nahm die Briefe zwischen die Finger beider Hände, zerriß sie langsam, streute die Fezzen auf die Erde und trat sie in den Schlamm, bis nichts Weißes mehr zu sehen war. Dann drehte er ein lächelndes Gesicht gegen die zuschauenden Herren, Munklein, Munklein, du gehst jetzt einen Gang, der gleichen bin ich und mancher Obrister auch in der ernstesten Schlachtordnung nie taten!" Aus Nah und Fern. Buzzbach. In einer gut besuchten öffentlichen Versammlung veranstaltet von der Deutschen Volkspartei, sprach Landtags. abgeordneter Zimmermeister Haury- Darmstadt über„ Wohnungsbau und Sondersteuer". Der Redner wies darauf hin, daß die Sondersteuer die rohefte Steuerart sei, da sie die sozialen Unterschiede völlig unbeachtet lasse. Von fast allen Parteien wird gegen sie Sturm gelaufen. Die hessische Regierung habe denn auch vorgezogen, die Sondersteuer durch eine Verordnung zu regeln. Der Redner ging dann auf die Behandlung der Zwangswirtschaft im hessischen Landtag ein. Ihr Fortbestehen sei nur dem engherzigen politischen Verhalten verschiedemer Parteien zu verdanken. Sie verstanden, wie den Sinn seines Scherzes, auch das Zerreißen der Briefe, das ein Verbrennen der letzten Brüden schien. Auf fühneren und verwegeneren Marsch als den der Division Drewiz hatte noch nie ein Befehl Soldaten geschickt. Doch ihr scherzender Führer schien der ernsten Stunde froh. Fortsetzung folgt. Im Lande„ Namenlos". Wir haben in Deutschland vollkommen Frieden, und wissen es wieder einmal nicht. Und wissen nicht, was Frieden in anderen Ländern heißt. Bad Nauheim. Die Stadtverordneten haben in ihrer letz ten Sitzung die Errichtung eines Isolierhauses als Bestandteil des später noch zu erbauenden neuen Krankenhauses beschlossen. Lauterbach. Durch die Unterstügung des Staates, der die Hälfte der Kosten und die Vorarbeiten, sowie die Bauleitung bestreitet, macht die Grünlandgewinnung weitere große Fort schritte. Unter Leitung von Kultur- Oberinspektor Kunz- LauVom Brenner ab, jetzt heißt er: Brennero, wird jeder Wagen des Zuges mit italienischen Soldaten besetzt. In Kürze treiben sich auch harmlose Zivilpersonen in den Wagen herum, denen man den Aufpasser und Horcher auf drei Schritte anriecht. Es ist Kriegszustand. Nachdem die Pässe und Fahrkarten geprüft sind, erscheint ein Faszist im schwarzen Hemd und überprüft noch einmal. Nur, was der Faszist tut, gilt. Drau zen auf dem Bahnsteig gehen Karabinieri auf und ab, in ihrem langen schwarzen Mantel, mit dem merkwürdigen 3wei spitz auf dem Kopf, der ihnen das Ausschen eines Leichenbitters gibt. Es sind immer zwei; nie zeigt sich einer allein. Dann geht es hinunter durch die Berge und Schluchten, vor bei an den kühnen Dörfern auf den Berghängen, die sich um ihre truzigen Kirchen scharen. Das ganze Volt, hoch und niedrig, spricht nur deutsch; trotzdem steht an den Stationen nur italienisch, und man muß es sich schon im Reisebuch oder von den Mitfahrenden verdeutschen lassen, daß Colle Jsarco: Gossenjaẞ heißt, Vipiteno: Sterzing, Fortezza: Franzensfeste, Bressanone: Brigen. In Bozen hat sich das Bild verändert. Jtalienische Offi ziere in modischster Prachtach, was waren unsere guten preu hischen Leutnants für Waisenknaben dagegen! lungern auf den Straßen herum, auf Schritt und Tritt stolpert man über die Leichenbitterpaare. Und nun hört man auch schon italienisch sprechen. Wir reden Kinder, die aus der Schule kommen, an, sie verstehen uns nicht; sie fennen nur italienisch. Denn nicht nur das Heer der Soldaten, die ins Land geworfen wurden, sind Jtaliener; Jtaliener sind auch die Lehrer, die Eisenbahner, die Postleute, die Richter, die Beamten in jeder Stellung. Und man sieht es ihnen an: es ist nicht der beste Menschenstoff, den man hierher verlegt hat, nicht die Blüte des italienischen Volkes; es find Strafversehungen, Ansiedlungen ehrgeiziger, abenteuerlicher, minderwertiger Elemente, die sich als Bebrüder in die Brust werfen und die Wonne des Giegers aus: fosten. - Eine 3wingfauft lastet auf dem deutschen Volt: In Bozen schmachten dreißig junge Männer in den Gefängnissen, die das Verbrechen begangen hatten, ein deutsches Lied zu singen. Denn man hat überall unter die Deutschen Spigel gemischt, und alle Wände haben Ohren. Ein junger Mensch fordert seine Kame= raden auf: kommt, wir gehen da herein und singen einmal wieder; ich zahl euch eine Runde. ,, Gezahlt brauchen wir nichts," sagen sie, aber ein Lied singen wir schon." Und wie der erste Vers verflungen ist, es war ein einfaches Volkslied da geht die Türe auf und ein Faszist tritt herein. Sechzig Karabinieri stehen draußen. Seit Monaten schmachten nun die Jungen im Gefängnis: denn man tann 150 Tage in Haft gebracht werden, ehe eine Entscheidung fällt. Und jedem Deutschen droht dies jeden Tag. Sonnabend, den 16. Juli 1927. terbach wurden im abgelaufenen Jahre 440 Morgen Debland in nugbares Weide, Wiesen- oder Aderland verwandelt. Babenhausen. Hier fand am Samstag und Sonntag, der 59. Verbandstag der Erwerbs: und Wirtschaftsgenossenschaften in Hessen, verbunden mit der Tagung der Arbeitsgemeinschaft der Hessischen Kreditgenossenschaften, statt. Der nächste Berbandstag soll in Darmstadt abgehalten werden. Direktor Schüttler von der Hessischen Handwertstammer sprach über das Thema„ Genossenschaftsarbeit bei den Hessischen Handwerkskammern". Prof. Dr. Stein- Berlin sprach über die Bedeutung der Genossenschaft für Landwirtschaft und Staat. Marburg. Nach längerem Kranfein starb hier der weithin bekannte Historifer, ordentliche Honorarprofessor Dr. Karl Robert Went, der sich auf dem Gebiete der mittelalterlichen Geschichte sehr verdient gemacht hat. Die Wohnung. Ausstellung des Deutschen Wertbundes in Stuttgart. Diese Veranstaltung, welche eine Reihe der aktivsten Kräfte des modernen Wohnungsbaus in gemeinsamer Leistung vereinigt, welche Modernität und Qualität auf ihr Panier geschrieben, und so zu einem treibenden Faktor in der Entwicklung der modernen Wohnkultur zu werden verspricht, sieht ihrer Eröffnung am 23. Juli ds. Js. entgegen. Neue Bücher. Familienstammbücher. Der preußische Minister des Innern hat durch Erlaß vom 17. September 1926 erneut auf die Wichtigkeit der Familienstammbücher hingewiesen. Durch die Novelle zum Personenstandsgesetz vom 14. Februar 1924 wurde bestimmt, daß auch Eintragungen in ein Familienstammbuch, wenn sie den für die Geburts, Heirats: und Todesscheine vorgesehenen Inhalt haben und mit der Unterschrift und dem Siegel des Beamten versehen sind, beweisen, daß die Geburt, die Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee. Und schaltet weise im häuslichen Kreise. In Drogeries w. Apotheken. Achtes sul Marke . Fuchskopf im Stern", H.C.keyer Dazu gehört auch, daß man sich Blusen, Kleider, Strümpfe u, dergl. im Haushalt selbst färbt. Mit HEITMANN'S FARBEN geht das mühelos und erspart Geld. SIMPLI- FARBEN in Kugeln und Tabletten färben beliebig kalt oder heiß. Bruchheilung von Behörden bestätigt! Hermes Ohne Operation, ohne Berufsstörung! 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Hamburg: im Institut Esplanade 6 täglich von 10-12 Uhr vormittags und von 4-6 Uhr nachmittags, außer Sonnabends nachmittags und Sonntags „ Hermes" Arzliches Institut für orthopädische Bruchbehandlung, 6. m. b. S., Samburg, Esplanade 6( Dr. H. L. Meyer.) Wir warnen vor Pfuschern, die uns nachzumachen versuchen, ohne den Kernpunkt der Sache überhaupt zu kennen. Die letzten Moden für den Hoch- Sommer bringt Beyers Mode- Führer Band III: DAMEN MODEN SOMMER 1927 Preis 1,25 M. VERLAG OTTO BEYER LEIPZIG T Hypotheken- Kapital 6% f. stadt. Besitz u. Landwirtschaft. z. ca. schnellst. z. ver geb. Auf Wunsch eventuell sofortige Gewährung von Zwischenkredilen. F.W.Weber, Frankfurt a. Main, Neckarstr. 9. Abtlg. f. Grundkredit, Fernspr. Hansa 1778. K rampfaderEntzündungen u. Wunden, Flechten und Hautjuckenbe seitigt auch in veraltet. Fällen Ebalsal Engel- Balsam- Salbe der Engel Apotheke Liegnitz Krausen z. i 1754zu haben in der Pelikan- Apotheke in GIESSEN la Eiderfettkäse 20% 9 Pfd. M. 6.30 franko Dampfkäsefabrik Rendsburg. ,, Gießener Zeitung" Eheschließung oder der Sterbefall im Register unter der bezeich neten Nummer beurfundet ist. Ein gutes Familienstammbuch ist das vom Reichsbund der Standesbeamten herausgegebene Deutsche Einheits- Familienstammbuch".( Name gesezt. gesch) # Geschäftliches. Bruchheilung. Die orthopädische Bruchbehandlung, Heilung ohne Ope ration, lag früher meist in Händen von Laien, die fich damit begnügten, dem Patienten durch Anlegen eines Bruch: bandes einen Sto.behelf zu verschaffen. Hierdurch wurde aber oft das Gegenteil erzielt, nämlich eine Verschlimmerung des Leidens und damit Erhöhung der Einklemmungsgefahr und weitere Verminderung der Arbeitsfähigkeit. Eine jachgemäße Belehrung über Entstehung des Bruches und dessen Zurüd bringen, tonnte dabei ebensowenig stattfinden, wie seine Hei lung auf Grund spezieller, orthopädischer, ärztlicher Maßnahmen. Das ärztliche Institut Hermes"( Dr. med. H. L. Mener) Hamburg, Esplanade 6, bat es sich daher zur Aufgabe gemacht. diejem bisher start vernachlässigten Gebiet der Heilkunde seine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Es ist ihm gelungen, eine Methode auszuarbeiten, und deren Bewährung an taufenden von Patienten zu erproben, welche zu überraschend guten Erfolgen führte. Sier sei ein Fall herausgegriffen, der Aufsehen erregte. Ueber diesen Fall entnehmen wir der Zeitschrift der Eisenbahnbeamten: Die Fürsorge", Drud und Berlag in Altona, folgenden Bericht: ,, Ein unserer Fürsorge nahestehender Beamter hat da neulich eine Erfahrung gemacht, die er zu Nutz und Frommen den anderen Bruchleidenden gern befannt geben will. Ein Verwandter, ein junger träftiger Mensch von 21 Jahren, mußte, um einen Pag zur Auswanderung nach U. 6. A. zu erhalten, sich einer eingehenden Untersuchung durch den ausländischen Arzt unterziehen, der einen fauftgroßen Leistenbruch feststel! te und Operation empfahl. Durch die Operation würde die Sache nach 4 bis 5 Monaten beseitigt sein und der Ausreise nichts mehr im Wege stehen. Der junge Mann befragte seinen Hausarzt, einen praktischen Arzt in Altona, der von der Operation abriet, da diese in vielen Fällen nicht glüdte, aber ihm riet, sich in die Behandlung von Herrn Dr. Mener vom„ Hermes" Aerztlichen Institut für orthopädische Bruchbehandlung, Hamburg, Esplanade 6, zu begeben. Geschäftsnummer 150. 356/26 Verkündet am 14. Mai 1927. gez. v. d. Sendt B.H.A.als Gerichtsschreiber Nr. 29. Durch diese vorzügliche und denkbar einfache orthopädische Bruchbehandlung war der Bruch ohne die geringste Berufs: störung in ungefähr 4 Wochen restlos beseitigt. Bei der erneuten ärztlichen Untersuchung stellte der ausländische Arzt und sein zur Kontrolle noch hinzugezogener Kol lege troh schärfter Prüfung mit Verwunderung fest, daß der Bruch verschwunden sei und erklärte:„ Diese Deutschen verstehen mehr als wir." Am nächsten Tage hatte der junge Mann jeinen Paz in Händen und fuhr drei Tage später von Bremen über den großen Teich. Die Schriftleitung der Zeitschrift„ Die Fürsorge" hat daraujhin das Hermes- Institut für orthopädische Bruchbehandlung, Hamburg, Esplanade 6, veranlaßt, durch Anzeigen in ihrer Zeit: schrift den Bruc, leitenden seine Dienste anzubieten. Die Schriftleitung der Fürsorge" Dieses ist schon der 2. gleiche Fall und ist notariell beglau bigt. Wir verweisen daher auf die regelmäßig stattfindenden Sprechstunden des Vertrauensarztes vom Hermesinstitut" Ham burg. jalus aegroti juprema leg" ,, Das Wohl des Kranken ist oberstes Gejet." Verantwortlich: Paul Chrihian Klein in Gießen. Bekanntmachung. Die Jagd des Gemeindebezirks Michelbach, Kreis Marburg ( Lahn), bestehend aus ca. 672 ha, ungefähr% Wald, soll als selbständiger Jagdbezirk auf die Zeit vom 1. September 1927 bis 31. August 1936 öffentlich meistbietend verpachtet werden. Die Verpachtung findet am Mittwoch, den 27. Juli, um 13 Uhr in der Gastwirtschaft Johannes Grosch statt. Guter Wildbestand vorhanden. Die Bedingungen werden im Termin bekanntgegeben, fönnen auch vorher bei dem Unterzeichneten eingesehen werden. Der Jagdbezirt ist von Station Nazhausen, Strede Marburg- Laasphe- Kreuztal in fünf Minuten erreich bar. Michelbach, den 14. Juli 1927. Der Jagdvorsteher. Sell. Im Namen des Volkes! In Sachen der Firma Bottina, Schuhgesellschaft mit beschränkter Haftung in Berlin C. 2, Königstraße 43/44, vertreten durch ihren Geschäftsführer daselbst, Klägerin, Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanwalt Marg in Frankfurt a. M., gegen 1. den Verleger des Blattes„ Die Fackel", Albin Wiegand, Frankfurt a. M., Eschersheimerland. straße 12, 2. den Redakteur Bruno Elkin, ebendaselbst, Beklagte, Prozeßbevollmächtigter: Reastsanwalt Dr. Erich Kahn, Frankfurt a. M., Bruno Elkin, ebendaselbst, Beklagte, Prozeßbevollmächtigter: Rechtsanw. Dr. Erich Kahn, Frankfurt a. M. wegen unlauteren Wettbewerbs hat die vierte Kammer für Handelssachen des Landgerichts in Frant furt a. M. auf die mündliche Verhandlung vom 30. April 1927 unter Mitwirkung des Landgerichtsdirektors Deschauer und der Handelsgerichtsräte Dr. Hohenemser und Dr. Schleusner für Recht erkannt: 1. Den Beklagten wird unter Androhung von Geldstrafen bis zu unbeschränkter Höhe oder Haftstrafen bis zu 6 Monaten für jeden Fall der Zuwiderhandlung untersagt, mit Bezug auf die Klägerin und die von ihr betriebenen Haupt- und Zweiggeschäfte in irgend einer Weise in Wort oder Schrift die Behauptung aufzustellen, oder zu verbreiten, die Klägerin stelle in einem ihrer Geschäftsbetriebe Lodware zu auffallend billen Preisen im Schaufenster aus, verweigere aber dann Kunden, die derartige Ware taufen wollen, unter Vorwänden den Ankauf. Mehr als 1200 verschiedene Formulare für Behörden, andere Amtsstellen, für Vereine und Körperschaften, sowie auch für die Geschäfte ständig am Lager Albin Klein, Giessen vormals Wilh. Keller, gegr. 1783 Große altbewährte Versicherungsgefellichaft ( Leben, Kasto- und Transportver ficherungen) sucht per sofort einen tüchtigen Vlakvertreter bei angemessener Provision. Bewer bungsschreiben unt. 1474 an die Er pedit. d. Bl., Gießen, Südanlage 21 Rentenbank Kredite Südanlage 21 nur für die Landwirtschaft Börsenberatung werden zu äußerst günftigen Bedingungen vergeben. Die unterzeichnete Firma ist in der Lage bereits Anträge von RM 2000.an aufwärts entgegenzunehmen. Schnellste Erledigung. F. W. Weber, Abteilung für Grundkredit, Frankfurt am Main, Nedarstraße Nr. 9, Fernsprecher Hansa 1778. Gie Erscheint: Samstags. Bezugspreis 40 Pig. monatlich frei i Sedottionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewa ang nicht verlangter Manuskripte wird 40. Jahrgang Buitisminister Otto von Br Sarmstadt, 21. 7. Heute vormittag vers cem Leiden der hessische Miniſter der Justiza und Führer des Zentrums in Hessen, Otto v Tremezzo im Alter von 72 Jahren. Der Tod des Ministers kam nicht überrasch Monaten war er an einem Gallenleiden erfra h sein Befinden so, daß er wieder aus dem R alien werden konnte. Bald darauf erlitt der einen Schlaganfall, so daß man in unterrichte feinem baldigen Tode rechnen mußte. Srentano gehörte seit 1897 der Zweiten he als Abgeordneter des Zentrums und nach der Bandage an. Er wurde auch 1919 in die deuts jammlung gewählt. Im Februar 1919 wurde minder ernannt. 1921 übernahm er daneben minifterium. Sretano ist am 9. Dezember 1955 in Da Er caitammt einer oberitalienischen Adelsfam glieder sich im deutschen Geistesleben einen bed gemacht haben. Sein Vater war Postdirektor i feine Mutter die Tochter des früheren Finanzi menn. Er studierte in Gießen und München lie fich im Jahre 1884 als Rechtsanwalt in 1881 fiedelte er nach Offenbach über, wo er b nennung zum Minister als Notar wirkte. Das Ergebnis der Reichswohnu in Hessen. Bei der Reichswohnungszählung vom 16. den nach vorläufiger Feststellung ermittelt: Wohnungssuchende mit selbständiger Familien obne selbständig Wohnung Wohnung Startenburg 6415 5 716 Cherheffen Rheinhessen 1524 1550 Beljen 5 225 13 164 4 646 11 912 Wenn diese Zahlen nicht übereinstimme der Wohnungsämter, so ist das zum Teil dar daß bei der Zählung am 16. Mai Wohnun reits im Besitz einer selbständigen Wohnu gezählt werden sollten, wenn wegen Uebe nung, Baufälligkeit oder einem sonstigen t bisherige Wohnung unbedingt aufgegeben tend in den Listen der Wohnungsämter a men, die aus irgend einem Grunde ihre wollen. * Hilfe für das rheinhessische Un Nach Besichtigung der vom Hagelwet Rheinhessen betroffenen Gebiete durch die deren behördlichen Vertreter wird bekannt rung will Richtlinien zur Bildung örtlich Abschätzung der Schäden erlassen, dami hebungen gemacht werden können. Das Mainz, unter dessen Leitung die Abschätzun den geschädigten Landwirten zunächst mit tehen, damit der notwendigste Futterbedarf Der Frage, ob und in welcher Weise die Unwetter betroffenen Landwirte eine find des Staates erforderlich macht, kann erst n wenn der Umfang der Schäden und der K festgestellt ist. Die vorläufige Besichtigu es fich um Schäden in einem Ausmaße h bagelwetter seit vielen Jahren in He Cutben. * Hessischer Landgemeind Der Vorstand des Hessischen Landgen 11. Juli in Bad Nauheim eine Sitzung ab, der Stellungnahme zu dem Regierungsent über die Rechtsverhältnisse der Gemeindebe Eine Berankerung des Spiedsgerichtsged verifiedenen Seiten in Vorschlag gebracht to in dem vorliegenden Teilgesezentwur und wurde von dem Vorstand des Hessische als eine der Hauptforderungen der Lan neuen Gescheswerk sehr vermißt. Des we währung von Baudarlehen durch die S Gegenstand eingehender Besprechung. Die weigere fich, das verbilligte Staatsbaudarl zu geben, wenn sie nicht gleichzeitig auch das Das Vorgehen der Hessischen Landesbank pruchslos hingenommen und der zuständig ofortiges Einschreiten ersucht werden. fachlich, gewissenhaft, durch langjährig erfahrenen Berliner Börsenfachmann bei mäßiger Gewinnbeteiligung. Jos. Cassel, Börsenremisier Berlin Renköllu, Emserstraße 62. * Hejjijche Handwertertagungen i Die Stadt Dieburg stand am Sonnta belischen Handwerks.. Zu gleicher Zeit hie Desverband der hessischen Schreinermeister, d berinnungen und der Hessische Schuhmacherve