hen werden, erzählt in Wort und Bild Nr. 19 Budde. Alles in allem wieder ein fe dem man mit Freude liest und blättert ne Construction".- Deutsche Wiedergabe nfers vor den Royal Aeronautical Society en Vortrages über Metallflugzeugbau. tor- Zeitschrift G. m. b. 5., Dresden-. 19 insendung) bezw. 1,70 Ml( Rachnahme). à die einzige deutsche Wiedergabe des Bor unfers auf Einladung der englischen Ge Id. et in London gehalten hat und gibt hietin Schwarzwald Wegweiser und Hotelführe Schwarzwald, Odenwald, Nedar, Boben Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. - ( Steueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd Jendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. e Namen kennzeichnen das ausgedehnte 40. Hahrgang Diet, über das jetzt in neuer Bearbeitung iser und Hotelführer" vorliegt. Alles Wif hier über die einzelnen Bade- und Kur und Fremdenstädte. 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Der Finanzminifter erklärte, daß für den Fehlbetrag von 7,5 Millionen Mart 2 Millionen Mart aus den Ueberschüssen früherer Jahre und 5 Millionen Mart von der erwarteten Reichshilfe als Dedung in Aussicht ständen. Seit Aufstellung des Etats habe fich manches geändert. Der neue Finanzausgleich bringe ein Mehr von 990 000 Mart, die Erhöhung der Miete ein Mehr an Sondergebäudesteuern von nahezu 5 Millionen Mart. Insgesamt stehen den Mehreinnahmen von 6590 000 Mart Mehrausgaben in Höhe von 6340 000 Marf gegenüber( hiervon allein 5,6 Millionen Mark für Mehrlasten infolge der erhöhten Sondergebäudesteuer und 0,74 Millionen Mark Mehrbewilligun gen des Finanzausgleiches). Da sich aus dieser Gegenüberstellung ein Mehr von% Million Mark ergibt, bleiben nach dem Voranschlag nur noch Million Mark zu deden. Der Minister hofft aber, daß von den Mehrbewilligungen des Ausschusses 400 000 Mart, die sachlich und finanzpolitisch nicht gerechtfertigt seien, nicht genehmigt würden, so daß also der Fehlbetrag gänzlich gededt wird. Der Minister wendet sich insbesondere gegen die Bewilligungen des Ausschusses und erklärt, daß den Einsparungen des Landtages im Vorjahre, die insgesamt 2 Millionen Mark ausmachten nunmehr ein Mehrfaches an Mehrausgaben gegenübersteht. Die Differenz der laufenden Einnahmen und Ausgaben beträgt zurzeit 6-7 MilItonen Mart. Ein Ausgleich sei bei Hebung der wirtschaftlichen Lage und Stärkung der Steuerkraft des Landes zu er= warten. Dod) drohe die kommende Besoldungsreform diese Aussichten zunichte zu machen und darüber hinaus den Fehlbetrag zu verdoppeln. Zu der wiederholt geforderten Sen fung der Realsteuern bemerkt der Minister, daß diese auf Grund der Mehrüberweisungen des Reiches nicht erzwungen werden. tönnte. Zur Frage des Einheitsstaates wiederholte der Minister den im Vorjahre bereits bekanntgegebenen Standpunkt, daß die Aufgabe der hessischen Selbständigkeit der Aufgabe sozialer und kultureller Einrichtungen vorzuziehen sei. Werde Hessen hinter den fulturellen und sozialen Stand der Nachbargebiete zurückgedrängt, so entstehe von selbst die Frage der politischen Neuordnung. Die Fortsetzung der Generaldebote. Abg. Lug( Soz.) wendet sich stark polemijierend gegen das Vorgehen der Oppositions parteien. Es sei jetzt an den Amtsstellen, zu sparen. Abg. Blank( 3tr.) erklärt, daß Hessen für die landwirtschaftliche Siedlung mehr tun müsse. Redner fordert Förderung des Weinbaues, dessen Eristenzbedingungen durch die Handelsverträge außerordentlich eingeengt seien, Herabsehung der Zinssäge sei der Weg dazu. Abg. Glaser( BB.) erklärt, daß die Senkung der Realsteuern eine Verpflichtung sei, der sich Hessen nicht entziehen könne. Der Drud der Steuern mache den hessischen Landwirten eine Existenz unmöglich. Die Anträge des Bauern= bundes, die seit Jahren auf eine wirksame Sparpolitit hin zielten, seien immer wieder abgelehnt worden. Preußen und Waldeck. Anfang dieses Monats fand im preußischen Innenministe= rium eine Besprechung über die zukünftige staatsrechtliche GeHaltung Waldecks statt, bei der preußischerseits das Staatsministerium, das Innen-, Finanz-, Kultus und Landwirtschaftsministerium vertreten waren, während aus Waldeck der Landesdirektor mit zwei Dezernenten sowie die Mitglieder des Landes und Verfassungsausschusses erschienen waren. Nach eingehender Aussprache, in der besonders auch die Wünsche Waldecks für den Fall eines späteren Anschlusses besprochen wurden, erklärte der Sitzungsleiter, Ministerialdirektor Dr. Badt. daß Preußen bereit sein würde, mit Walded einen neuen loseren Staatsvertrag auf die Dauer von eins bis zwei Jahren abzuschließen, in dem auch die näheren Bedingungen für den spä teren Anschluß an Preußen festgelegt werden müßten. Voraus jetzung sei jedoch, daß gleichzeitig in diesem Vertrag festgelegt würde, daß nach Ablauf des Vertrages Walded bereit sei, sich an Preußen anzuschließen. Nachdem namens der waldedischen Vertretung Landtagspräsident Waldschmidt diese lettere Bedingung als Novum bezeichnet hatte, über das eine Erklärung nicht abgegeben werden könne, einigte man sich dahin, daß zu= nächst diese Vorfrage durch Fühlungnahme mit dem waldeckischen Volk und den Parteien geklärt werden soll. Die erforder= -lichen Schritte hierfür sind bereits eingeleitet. Interessantes aus Mecklenburg. Auf Veranlassung der Demokraten haben alle Parteien des Mecklenburger Landtages einen Initia tingesetz- Entwurf eingebracht, der sich gegen die Spatt terparteien richtet. Denn nach diesem Antrag muß jeder Wahlvorschlag von mindestens 3000 Wahlbered sind für jeden derartigen Wahlvorschlag 3000 Mart als Kaution bei dem Wahlleiter zu hinterlegen, die der Staatskasse verfallen, wenn auf die Liste kein Man dat entfällt. Die bisher vorhandenen Parteien brau chen für ihren Wahlvorschlag jedoch nur 20 Unter schriften. Der Gesetzentwurf wurde natürlich einstimmig angenommen. Auch in Sachsen galten bereits bei der letzten Wahl obige Bestimmungen. Die Reichswohnungszählung vom 16. Mai 1927. Am 16. Mai 1927 findet im Deutschen Reiche( ohne Saargebiet) eine umfassende Wohnungszählung statt, die zweite ihrer Art. Die Ergebnisse der ersten Reichswohnungszählung Dom Mai 1918 fönnen für die Neuregelung der Wohnungswirts schaft und für die Aufstellung eines Bauprogramms nicht mehr zugrunde gelegt werden, da erst die Folgezeit die starken Veränderungen auf dem Gebiete des Wohnungswesens gebracht hat, die heute so dringend nach Abhilfe verlangen. Die Zählung erstreckt sich grundsätzlich jedoch unter Zulassung von Ausnahmen auf die Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern; die gleichzeitige Feststellung der Wohnungssuchenden findet in sämtlichen Gemeinden statt. Die große Bedeutung der Reichswohnungszählung braucht nicht weiter erläutert zu werden. Wer die gestellten Fragen der Wahrheit gemäß beantwortet, erfüllt nicht nur eine selbstverständliche staatsbürgerliche Pflicht, sondern handelt auch in seinem eigenen wohlverstandenen Interesse. Das Zählungswerk kann nur dann ein wahres Bild von den deutschen Wohnungsverhältnissen und neue Grundlagen für die Wohnungspolitit bringen, wenn jeder einzelne Auskunftspflichtige die Zählpapiere sergfältig und gewissenhaft ausfüllt. Wochenrückblick. Aus China kommen in den letzten Tagen spärliche Meldungen. So weit steht aber fest, daß die Chinesen mit ihrer Einigkeit gegen das Ausland( trotz inneren Bürgerkrieges) einen Erfolg errungen haben, da die Staaten, die Truppen gelandet haben, im Begriffe stehen, sie wieder zurückzuziehen. Die Taktik der Chinesen hat es fertiggebracht, daß die wegen der Vorjälle in Nanting angesagten Sanktionen nicht stattfinden. Das wichtigste Ereignis der letzten Woche dürfte die Weltwirtschaftskonferenz sein. Alle großen und mittelgroßen Staaten sind vertreten. Als ein gutes Zeichen wurde die Erklärung der Russen betrach tet, daß Kommunismus und Kapital zusammenarbeiten müßten. Der größte Kapitalgegner Rußland bequemt sich anscheinend, um den Anschluß nicht zu verlieren, zu einer neuen Politit in handelspolitischer und wirtschaft: licher Hinsicht. Der führendste deutsche Vertreter bei der Konferenz ist der Präsident des Reichswirtschaftsrates, Herr von Siemens, der einen Stab trefflicher Mitarbeiter um sich hat. Unsere Delegierten haben schon verschiedentlich in die Unterhandlungen bedeutungsvoll eingegriffen. Zwischen England und Amerifa stiegen wieder einmal schwarze Wolken auf. Eine Bauart MA Dies 4846 die hochwertige einfachste 4 Takt- Maschine fur flüssige Brennstoffe und Leuchlgas 3PS RM 7256PS RM.825 ohne Derpackung ab Werk Diedecaerkäufer gesucht. MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT& M. Kaiserstr. 23 als Gläubiger mehr erhalte, als es an seinen Gläubiger Amerika weiter zahle, hat in England lebhafte Erregung hervorgerufen. Man schreitet nun wieder zum beliebten Noten- Krieg, wobei man in die Noten nicht gerade höfliche Komplimente schreibt. Die deutsche Regierung hat in der Besagungsfrage wieder energische Schritte unternommen, die ihr das besetzte Gebiet zu danken weiß. Hoffentlich sind die berechtigten Forde rungen von Erfolg gekrönt. Mit Spannung sah man auf den Verlauf des Stahlhelmtages in Berlin, der 110 000 Stahlheimer versammelt haben soll. Infolge guter Organisation seitens der Berliner Polizei, sowie musterhafte Disziplin, ist er ohne nennenswerte Zwischenfälle verlaufen. Lächerlich allerdings ist eine Rechnung der Zentrumspresse, die den Stahlhelmern vorrechnet, was man mit dem an dem betr. Sonntag verbrauchten Gelde für wohltätige Zwede hätte tun tönnen. Man mag zu solchen Massenversammlungen stehen wie man will, sie werden nicht zu umgehen sein. Wie anders könnte man de mit den Rompilgerzügen im vorletzten Jahre eine Gegenrechnung aufmachen! Der Reichstag trat am Dienstag zu einer neuen Sitzungsperiode zusammen. Gewisse Schwierigkeiten brachte die Einführung der 24- Stunden- Uhr am 15 Mai in Deutschland. Jm gewöhnlichen Leben wird die 12- Stundenzeit zweifellos weiter bestehen bleiben, doch sollte die Unzahl der ärgerlich Widerstrebenden in Deutschland auch die Vorzüge der 24- Stunden- Uhr im öffentlichen Leben anerkennen. Der hessische Landtag hat sich ebenfalls zu einer Sitzungsperiode zusammengefunden. Bom Leben und Sterben des Bolkes. Eine Denkschrift über die Volksgesundheit 1925. Stillstand des Geburtenrüdganges.- Starke Abnahme der Tuberkulosesterblichkeit. Dem Reichstag ist eine Denkschrift über die gesundheitlichen Verhältnisse des deutschen Voltes im Jahre 1925 zugegangen. Die Dents.hrift stellt fest, daß gegenüber 1924 im allgemeinen eine Besserung der Verhält nisse nicht zu verkennen ist. Die schlechte wirtschaftliche Lage ist zunächst ohne schwerere Rüdwirkungen auf den Gesundheitszustand der Gesamtbevölkerung geblieben. Die Zahl der Lebendgeborenen hat eine geringe Zu❘nahme aufzuweisen, sodaß bereits von einem gewissen Stillstand des Geburtenrüdganges gesprochen werden kann. Die Zahl der Lebendgeborenen auf je 1000 der mittleren Bevölkerung betrug 20,6 gegenüber 20,5 im Jahre 1924. Nach dem Verhalten der großstädtischen Geburtenziffern im Jahre 1926 erscheint es jedoch frag lich, ob der Stillstand des Geburtenrüdganges von langer Dauer ist, da die großstädtische Lebendgeburtenziffer für die drei ersten Vierteljahre 1926 15,6 gegen über 16,3 in der gleichen Zeit des Vorjahres betrug. Auch ein weiterer Rüdgang der Sterblichkeit im allgemeinen wie der Säuglingssterblichkeit im besonderen ist eingetreten. Die Sterblichkeit im Deutschen Reiche betrug im Jahre 1925 auf je 1000 der mittleren Bevölkerung 11,9. Damit ist die deutsche Sterblichkeitsziffer bereits nahe an das derzeitige Sterblichkeitsminimum in Europa und in der Welt herangekommen. Nur die Säuglingssterblichkeit war in Deutschland noch immer wesentlich größer als in den Ländern mit der geringsten Sterblichkeit in Europa, die Niederlande und Dänemark. Ein noch günstigeres Bild als bei der gesamten Reichsbevölkerung weisen die Sterblichkeitsverhältnisse bei der städtischen Bevölkerung auf. Hier zeigt sich die überraschende Erscheinung, daß trotz des anhaltenden Wohnungsmangels die Tuberkulosesterblichkeit von 1923 bis 1925 eine so intensive Abnahme erfahren hat, wie sie bisher während so kurzer Frist noch niemals beobachtet worden ist, nämlich um 34 Prozent. Die Zahl der Sterbefälle an Tuberkulose auf je 10 000 der mittleren Bevölkerung betrug im Jahre 1925 nur noch 10,8. Die Gesamtsterbeziffer des Jahres 1925 war um 42,5 geringer als die entsprechende Ziffer für das Jahr 1901. Von häufigem Auftreten übertragbarer Krankheiten ist das deutsche Volk, abgesehen von kleinen Epidemien, wie sie in jedem Jahre beobachtet werden, verschont geblieben. Auch die sonstigen Krankheiten lassen einen weiteren erfreulichen Rückgang erkennen. Besonders stark ist die Abnahme der Syphilis, Neuerkranfungen sind selten geworden. Nur aus ländlichen Verhältnissen wird mancherorts eine Zunahme der Erfrankungen gemeldet. Ein besonders trauriges Kapitel bleibt nach wie por die Abtreibung, die dem Vorjahre gegenüber eher zu als abzunehmen scheine. Hinsichtlich des Ernähtungszustandes ergibt sich im allgemeinen ein günſtige Sonnabend, den 14. Mai 1927. Sonnabend, den 14. Mai 1927. res Bild, jedoch mit der Einschränkung, daß in wirt schaftlich ungünstig gestellten Bezirken, insbesondere in den Kreisen der Erwerbslosen, noch erhebliche Notstände zutage treten. Am meisten waren von der Unterernährung die kleinen Kinder betroffen. Zum Schluß erklärt die Denkschrift, daß die er,, Gießener Zeitung" | freuliche Besserung trotz der ungünstigen Wirtschaftslage, nicht zuletzt auf dem mit großem Eifer fortgeführfen Ausbau der Fürsorgemaßnahmen usw. zurückzuführen sei. Daneben dürfte ein guter Teil der gesundheitlichen Fortschritte in der zunehmenden förperlichen Ertüchtigung der Jugend zu suchen sein. Der 1. Westdeutsche Kavallerijtentag zu Gießen am 7.- 9. Mai 1927. Heller blauer Hammel, die Sonne strahlte warm und belebend hernieber und braußen in der Natur grünt und blüht es zur Freude aller guten Menschen und ganz besonders zur Freude der gesamten Gießener Bürgerschaft. Die fast übliche Ansicht, es regnet, wenn Gießen Feste feiert, ist dieses Mal gründlich widerlegt worden. Es ist schönstes Kavalleriftenwetter, das die beste Kavalleristenstimmung auslöst. Ein altes Mütterchen jagte einmal vor Jahren: Wo Pferde sind, da ist das Glüd. Rach monatelanger Arbeit war der 7. Mai herangetommen. Gießen steht im schönsten Festschmud, aus allen Richtungen treffen die auswärtigen ehemaligen Kavalleriften ein; aus Schlesien, aus Westfalen, aus Pommern, aus dem Rheinland. aus Konstanz, aus Holstein, aus Preußen, Thüringen und Banern und natürlich in Massen aus Hessen und Hessen- Nassau, furz, aus ganz Deutschland haben sich die fliegenden Kameraden der alten ruhmreichen Armee hier in Gießen eingefunden, drücken sich die Hände, schauen treue Reiteraugen sich gegenjeitig an und tauschen unvergeßliche Erinnerungen aus schöner Garnison und Manöverzeit, aber noch mehr aus schwerer Sturm und Kriegszeit. Helle Fanfaren, hoch zu Roß, ertönen. Die Saar- und Rheinländer tommen!" ertönt's in aller Mund. Ein Tücherschwenken jondergleichen, Willkommen, ihr treuen Kameraden aus dem besetzten Gebiet, euch gilt ein besonderer Gruß, habt Dant für eure Treue und Kommen!" ,, Und ihr ehemaligen Aurmärter Dragoner, die ihr in Colmar bis 1914 auf Vorposten standet, habt nicht minder Dant, daß ihr euren Regimentsappe!! mit dem 1. Westdeutschen Kavalleristentag zu Gießen anläßlich des 20. Stiftungsfestes des Kavallerievereins Gießen verbun den habt und ebenjolls so zahlreich aus allen deutschen Gauen nach Gießen geeilt seid!" Die Bahn bringt am Samstag be reits derart viel Festbesucher, daß die Straßen, die Gasthäuser und oben auf dem Trieb in der neuen schönen Festhalle die Menschen dicht gedrängt gehen und sitzen. Der Fehrbelliner Reitermarsch für Heroldstrompeten erfüllt beim Beginn des Festabends die in der weiten Halle ver jammelten Festteilnehmer mit Begeisterung; mit Andacht lauscht man den Massenchören, gemeinsam gesungen von 5 Gießener Gesangvereinen, und dann waren es die Begrüßungs- und Glückwunschansprachen, die ihre Wirkung sicherlich nicht verjehlt haben. Kamerad Oberbürgermeister Keller entbot den Tausenden von Gästen den herzlichsten Willkommengruß der Stadt; ein besonderer Gruß galt den Brüdern aus dem besetzten Rheinland und dem Saargebiet, die nun schon jahrelang unter dem schweren Drude der Besatzungsmächte leiden, aber dennoch dem deutschen Vaterlande unentwegt die Treue halten. Redner feierte dann den alten, guten Kameradengeist, und ermahnte. aus der Erinnerung an unsere gefallenen Helden, den Lebensgedanken des deutschen Volkes zu schöpfen, den Glauben an die deutsche Zukunft zu bewahren, den Glauben, daß auch für unser Volk wieder der Weg aus der Tiefe empor zum Licht führen wird. Der deutsche Sommertag wird uns wieder leuch ten, wenn wir ein Volt herzhafter Männlichkeit, der Einigkeit, Ordnung und Zucht, der pflichttreuen Arbeit und nimmermüden Tat werden. Hierauf begrüßte Kamerad Soldan als Vorsitzender des festgebenden Kavallerievereins Gießen und in seiner Eigenschaft als Festpräsident alle Festteilnehmer, unter denen sehr viele hohe Militär und die Vertreter des 15. Reichswehr- Inf.Regts., die Herren Generalmajor Fett und Oberstleutnant Frizz, die Vertreter der Behörden, darunter Herr Landgerichtspräsident Neuenhagen zu sehen waren. Sein besonderer Gruß galt ebenfalls den äußerst zahlreichen Kameraden aus dem be= setzten Gebiet mit der Versicherung, daß ihre Treue überall volles Verständnis und Gegentreue findet. Nach seinem Hoch auf das Vaterland erscholl mächtig aus 5000 Kehlen das Deutschlandlied. Dann war es Kamerad Generalmajor Freiherr von Breuschen, der mit weithin schallender Stimme folgende beherzi genswerte Worte an die Festversammlung richtete: Die Schicksalsstunde. Welches ist wohl die Schicksalsstunde in dem Leben eines jungen Manne? Ich möchte sagen: 8 Uhr abends Diese Stunde ist das Sprungbrett, von welchem aus die meisten Männer ins Leben springen. Zu ihrem Gewinn oder zu ihrem Schaden. Ich bin überzeugt, daß 8 Uhr abends die Gabelung in der Lebensstraße ist, die in einen für ihren Charakter zum Gewinn führt, die andern zum Verlust. Jeder Tag besitz: 23 andere Stunden. Keine ist von so großer Bedeutung, so unermessenem Einfluß, wie die Feierabendstunde. Warum? Dies die Antwort: Die Lebenszeit eines Menschen teilt sich in Arbeit und Erholung. Der größte Teil der Männerwelt beendigt die Arbeit um 8 Uhr abends, dann beginnt die Erholung. In dieser Stunde sucht der junge Mann die Art der Ruhe, für die er sich entschieden hat. Verwendet ein Mann seine Musestunden zur Veredelung seines Geistes, zur Erbauung für Seele und Leib, so gewinnt er. Rehrt er sich aber nur den eitlen Vergnügungen zu, so ist er verloren. Es ist eine faltblütige Behauptung, aber es ist wahr: Der Schutzgeist von 99 Prozent der Menschen ist harte Arbeit, und die beste Erholung ist der Wechsel einer harten Arbeit mit einer anderen. 99 Männer von 100, die gewinnend ihr Leben durchschreiten, gebrauchen die Zeit der Muße zu Tätigkeiten, welche den Müziggang ersetzen, verdrängen. Meine Idee vom Lebenserfolg ist daher( mathematisch aus gedrückt) die: Zwischen eines Mannes 15. und 25. Lebensjahr gibt es 3130 Werktags 8 Uhr Abendstunden. Jede dieser 3130 Stunden ist eine Entscheidungsstunde. Des jungen Mannes Als Bertreter und 1. Präsident der Kriegertameradschaft Hassia überbringe ich der Versammlung die Grüße von 50 000 Kameraden und die Versicherung, daß sie alle die schöne vaterländische Feier, die hier in Gießen begangen wird, mit aufrichtigen Wünschen und treuen Gedanken be gleiten. Das Kriegervereinswesen hat von jeher bei uns in Hessen eine ganz besondere Heim und Pflegeftätte ge funden, und nach dem siegreichen 70er Kriege entstanden all überall in Stadt und Land Vereinigungen, in denen fich ehemalige Soldaten zujammenjanden, nicht nur, um Erinnerungen an ihre Kriegs- und Friedenszeit zu pflegen, jondern auch, um in treuer vaterländischer Arbeit zum Wohle und zum Gedeihen von Reich und Heimat beizu tragen. Der unglüdliche Ausgang des legten Krieges und die traurigen Erscheinungen der Nachkriegszeit haben natur gemäß unsere Kriegervereinsjache schweren Schaden getan, aber diese Schäden jind schon fajt wieder ausgeglichen, und die Zahl unserer Mitglieder nähert sich bereits wieder derjenigen der Vorkriegszeit. Diese erfreuliche Tatsache, liebe Kameraden, berechtigt uns zu der festen Ueberzeugung, daß das deutsche Volf trotz aller betrüblichen Krankheitser= scheinungen der Kriegs- und Nachkriegszeit in seinem innersten Wesen und Kern gesund geblieben ist. Solange es noch alte Soldaten gibt, die es wirklich gut mit dem Vaterland meinen, solange dürfen wir die besten Hoffnungen hegen, für den Bestand und das Wiederaufblühen unseres Vaterlandes. Dazu, liebe Kameraden, gehört vor allem, daß wir einig sind, und je mehr wir in unjerem Vaterlande innere 3erspaltung und 3ersplitterung sehen, desto mehr wollen wir alte Soldaten mit dem Beispiel der Einigkeit vorangehen. Deshalb ist es auch ganz einerlei unter welchem Namen die militärischen Vereine auftreten. Seien es Regimentsvereine, seien es Kriegeroder Soldatenvereine, wir wollen uns gegenseitig teine Konkurrenz machen, sondern wir wollen alle unter einer Flagge jegeln und diese Flagge soll in goldenen Lettern die Ausschrift tragen: Alles für unser geliebtes Vaterland!" Mein Hoch gilt der Kameradschaft. Nicht der Kamerad schaft, die sich nur in schönen Redensarten äußert, sondern der wahren, echten Soldatentameradschaft, die sich darin fundgibt, daß wir uns gegenseitig Achtung, Liebe und Vertrauen entgegenbringen, daß wir uns gegenseitig helfen. daß wir uns unterstützen. Diese echte treue Soldatenkame radschaft, die ein festes, unzerreißbares Band schlingt um alle ehemaligen Soldaten, vom Feldmarschall bis zum Mustetier, Kanonier oder Dragoner, sie lebe hoch. hoch, hoch!" Landstallmeister, Oberstleutnant a. D. Schörte Darmstadt, huldigte zunächst den Damen, beglückwünschte sodann den Kavallerieverein Gießen zum 20jährigen Jubiläum und feierte dann die alte Armee und ihre junge Nachfolgerin, die Reichswehr. Das von dem Redner ausgebrachte Hoch auf die alte Armee und die Reichswehr fand jubelnde Aufnahme. Der Vorsitzende eines Kavallerie- Vereins im besetzten Gebiet überbrachte dem Gießener Bruderverein herzliche Grüße und führte folgendes aus: ,, Kameraden! Begeisterung löste es aus bei allen, die einst zu Pferde ihrem Vaterlande dienen konnten, als Giezen zum 1. Westdeutschen Kavalleristentag aufrief! Wohlauf, Kameraden! gings da durch unsere Herzen, und aus allen Gauen strömen wir herbei, um uns ins Auge zu schauen, um uns die Hände zu drücken und gemeinsam zu denken an Zeiten, in denen es eine Lust war, ein Deutscher zu sein! Wir, aus dem besetzten Gebiete, fühlen uns endlich einmal ledig des Maulkorbs und empfinden die Wonne des Wortes: Wem das Herz voll ist, dem geht der Mund über! Wir drücken dem Bruderverein Gießen in Treue die Hand und wünschen ihm zum 20jährigen Bestehen eine blühende Entwickelung des Vereins in einem freien Vaterlande. Der alte Reitergeist, den Sendlitz der Armee einimpfte, den Blücher stählte, Friedrich Karl zur Gründung des Reiches einsetzte und Madensen zu dessen Verteidigung hell auflodern ließ, soll Sie und uns alle vorwärts und aufwärts reißen! Der Mai ist ins Land gezogen und brach alle Fesseln. Nehmen wir aus seiner Offenbarung die fröhliche Hoffnung auch für Volk und Vaterland: Und wenn uns oft auch bangt und graut, Als sei die Höll' auf Erden Nur unverzagt auf Gott vertraut, Es muß doch Frühling werden! Wir wollen mit Herz und Hand der Welt kund tun: Sie sollen ihn nicht haben, den freien deutschen Rhein, auch wenn sie, wie gierige Raben, sich heißer danach schrei'n! Blick an die Uhr und zum Fenster hinaus entscheidet über das Wohin und das Nachher. Wird er seine folgenden Stunden nuhbringend anwenden, so gewinnt er. Wird er aber seine Muzestunden nur zur Verzärtelung seiner leiblichen Sinne in losen Vergnügungen verbringen, so ist er verloren. Dies will nicht heißen, daß jedermann diese 3130 Stunden zu Entscheidungsstunden gestalten soll. Gesellschaftliche Unterhaltung, Freundschaft, Familie, Berufsvorbereitung fordert ihr Teil davon. Aber bei all diesen gerechten Ansprüchen sollte immer die Förderung des inwendigen Menschen das Bestim mende sein. Deine Jugend. Lieber junger Freund! Du kennst das Sprichwort: Morgenstund hat Gold im Mund. Du kennst es nicht bloß vom Hörensagen, sondern du hast es auch in deinem eigenen Leben und Arbeiten schon erprobt. Du bist am Morgen frischer. munterer, spannträftiger, unternehmender, vielleicht auch liebenswürdiger, als wenn die ersten Tagesstunden vorüber sind. Auch die Welt schaut dich anders an. Sie ist morgens wie in einem Sonntagsgewand, während sie mit der fortschreitenden Tageszeit allmählich ihr gewöhnliches werktägliches Aussehen gewinnt. Das Seufzen der Kreatur, das dir den Tag über auf Schritt und Tritt begegnet, ist in den Morgenstunden noch nicht aufgewacht; sie feiert noch wie in träumender Erinnerung an einstiges paradiesisches Glück und rüstet in aller Stille ihre besten Kräfte für des Tages Arbeit. Wie wichtig ist es, daß du die Morgenstunden des Tages richtig anwendest! VerNr. 20. Die Wacht am Rhein wird nicht untergehen, wenn der alte deutsche Reitergeist im Volfe lebendig bleibt und er wird unser bleiben, solang ein Tropfen Blut noch glüht und eine Fauft den Degen ziehen kann. Das war der Geist, der uns beseelte, daß wir kein Hindernis tannten und kein Unmöglich! Und dabei solls bleiben. Naden hoch und Zähne zusammen und des Tages gewartet, der uns im besetzten Gebiete die Freiheit bringt! O brich, du Tag der Fülle du Freiheitstag, brich an! In dieser Sehnsucht überreiche ich Ihnen im Namen des Kavallerie- Vereins der alten .stadt, begleitet von den Grüßen und Glüdwünschen der zurückgebliebenen Kameraden, diese Schleife, die an Ihrer Standarte einer besseren Zukunft entgegenfliegen möge. Schon einmal, liebe Gießener Kameraden, weilte der Kavallerie Derein in Ihren gaftlichen Mauern, als Sie im Jahre 1910 Jhre Standarte weihten. Und wenn wir uns zum dritten Male wiedersehen sollten, so soll es, so Gott will, dann sein, wenn die Gloden des altehrwürdigen Domes laut in die Lande die Freiheit verkünden Ich weiß, daß Ihre Wünsche mit den unsrigen ein Ziel haben, und so lajfen Sie mich schließen mit den Worten: Es sei der Kavalleriftengeift, Der alle Schranken niederreißt; Er trägt durch Sturm und Drang hindurch! Borwärts mit Gott und Hindenburg! Prof. Wenzel- Gießen sprach namens der Arbeitsgemein schaft der militärischen und Regimentsvereine Gießen dem Kavallerieverein herzlichen Glückwunsch und den versammelten Festteilnehmern brüderliche Grüße aus. Der Redner feierte dann den echien, schönen deutschen Reitergeist. Landgerichts rat Trümpert als Vertreter des Kriegervereins Gießen, wünschte dem Jubelverein, daß der gute Kavalleristengeist immer in seinen Reihen wohnen möge. Der Redner übergab namens seines Vereins einen mit dem Bilde Madensens gezierten Fahnennagel, unter dessen ruhmreicher Führung zahl reiche hessische Truppen gefämpft haben. Im weiteren Verlauf des Abends zeigten die Turner und Turnerinnen der Gießener Turnerschaft, schneidige Vertreter unserer Gießener Radfahrer sowie die Sänger mehrfach ihre vol lendetes Können. Die Turner zeigten sehr eratte Uebungen am Barren, zeigten im übrigen gute Freiübungen, die Radfahrer erfreuten durch vortreffliche Reigendarbietungen, bei denen die pächtigen Kavallerieuniformen der alten Armee schön zur Geltung tamen, sowie durch vollendete Akrobaten Radfahrkünfte zweier Radler, die Sänger unter Musiklehrer Schättler bereicherten den Unterhaltungsteil durch einige wei tere fein zum Vortrag gebrachten Lieder. Sämtliche Darbie fungen fanden verdientermaßen stürmischen Beifall. Bon Generalfeldmarschall von Madensen, dem Protektor des Festes, ist zu Beginn des Festes folgendes Telegramm eingegangen: Falkenwalde i. Pom., den 6. 5. 27. 1. Westdeutscher Kavalleristentag, Gießen. n zwei Ernten 5242 zahlt der Landwirt unsere sofort ab Werk lieferbaren DeutzDieselmotoren und DieselSchlepper MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT M. Taunussir.10 schlafe und verträume sie, jo hast du das Edelste und Beste des Tages selber dir geraubt, so trittst du hinein in die Arbeit und den Unfrieden des Weltlebens, ohne deine Seele ein getaucht zu haben in das Element des Friedens, das in der Morgenstunde wie ein Odem Gottes dich umweht. Entweihe vollends gleich die ersten Morgenstunden durch Sünde, durch Streit, durch Verbitterung und Verunreinigung der Seele, so hast du den Wurm tommen lassen an die Wurzel deines Tage lebens. Du magst dann wohl im Verlauf des Tages dich wiede zurechtfinden, aber seine Blume, sein Duft, seine Weihe ist un wiederbringlich dahin. Auch deine Jugendzeit ist eine Morgenstunde, von der es gilt: sie hat Gold im Munde. Was den Morgen schön macht, eben das ist auch die Schönheit der Jugendzeit: frische Kraft. froher Mut, flares Auge; eine Welt, die offen vor dir liegt, deren dunkle Abgründe bis jetzt vor deinem Auge freundlich verdeckt geblieben sind; eine reiche Zukunft, goldenes Licht und immer höher steigende Sonne. Wie wichtig ist, daß diese Mor genzeit des Lebens richtig angewendet werde! Berträume sie in Müziggang und Nichtstum, in unmännlicher Tändelei, so hast du dich um deines Lebens edelste Stunden und beste Kraft selber gebracht, so trittst du nachher an die großen und ernsten Aufgaben des Lebens heran, ohne deine Seele gesättigt und ge weiht zu haben mit den himmlischen Kräften, welche allein dem Tun und Wirken des Mannes feinen Wert, seinen Gehalt geben und allein ihn aufrecht erhalten in den mancherlei Enttäuschun gen, welche seiner warten. Berträumt und vertändelte Jugendzeit daraus erwachsen jene bedauernswürdigen Halbmänner, welche nach furzem Kampf mit dem Leben so bald die Waffe In 2 Ernten zahlt der Land Sie finden alles, was Sie brauchen in Betrieb vorgeführt, in unserem 400 qm grossen Stand 158, Reihe 22 5323 Wander- Ausstellung'd Deutschen Landwirtschafts- G Dortmund 24:29. Mai 19 Motorenfabrik Deu Köln- Deutz Durch langfristiges Zusagen vom 6. bis lin und Potsdam gebunden, bin ich zu mein Sedauern von der Teilnahme am Gießener ausgeschlossen, weile aber in Gedanken i Waffenkameraden. Der mit hingebender prechend vorbereiteten Veranstaltung wünsc dührenden, alljeitig befriedigenden Verlauf. nehmern aus treuem Reiterherzen tameradsch Generalfeldmarschall o Telegramme an Hindenburg und Die Leitung des Kavalleristentages hat an gende Telegramme abgesandt: „ Reichspräsident v. Hindenburg, Berlin tausend versammelte alte Kavalleristen ge den Schwur der Treue ihrem geliebten Vate alten, bewährten früheren Heerführern. Ravallerijtentag, Franz Soldan, Vorsitzend „ Generalfeldmarschall v. Madensen, lichsten Dank für Grüße und Glückwünsche chen Kavallerijtentag. Ueber zehntausend erneuern den Schwur der Treue ihrem Heerführer. 1. Westdeutscher Kavalleristent Borsigender." Das interessante Unterhaltungsprogramm terbrechung durch eine wohlverdiente Ehrung Kavallerievereins Gießen, die von Kamerad men wurde. Jeder der Gründer erhielt eine Bande in den Farben des Vereins. Es wur Adolf Börner, Wilhelm Becker, Karl Bauer, Heinrich Seder, Max Creuzburg, Wilhelm ring, Ferdiand Even, Johannes George,& hannes Honig, Hermann Kreye, Heinrich K zer, August Köhler, Wilhelm Mühl, Joh Bart, Hans Preiß, Ludwig Schäfer, Ge Edhmitt, jämtlich in Gießen wohnhaft; F Frankfurt a. M.; Ludwig Oswald und G Wiesed. Im Namen der Geehrten dankte Wiefed in herzlichen Worten. Der Festionntag. Vormittags 9 Uhr begann im Hofe der 3 Feldgottesdienst, zu dem eine riesige Mensche trömte. Die bis dahin eingetroffenen Kan jantigen Militärvereine erschienen mit ihren ein ehem. Ger Ulanen in Hanau hatte eine die die Uniform des Regiments trug. Viel ter Generalleutnant a. D. Exzellenz Kling mandeur des 15. Infanterie- Regiments, C ins Korn werfen und entweder schwunglos jedes höhere Streben, ihren Beruf als ein Taglöhnerdienst weiterführen, oder aber sich in die Arme werfen und als verkannte„ el frieden mit Gott und Welt einsam ihren Weg wenn du vollends deine Jugendzeit, deinen L blog verträumit und vertändelst, sondern gera fünden beileft und vergiftest, was wiri - Dann with deine Lebenswurzel frank, dann der Frühlingsnacht, er fiel auf die zarten find verweltet, verdorret". Wohl mag sich im besten Fall, der erholen, wohl mag durch eine Gottesk jelbst die innerste Lebenswurzel wieder ges Krait sind vergeudet, der zarte Duft des Le was dahin ist, ist dahin und es gibt giftige Wunden im Geistesleber mählis heilen, aber entstellende, dann und jenbe und wieder aufbrechende Narben zu Die Jahre, in denen du stehst, lieber j entscheidend für dein ganzes Erdenleben, i die Ewigkeit. Die Erstlinge gehören Gott Heilig ist die Jugendzeit!" sagt unser schwä land, der Mann voll Kraft und Mark, und iert: Edler Geist des Ernstes so Sich in Jünglingsseelen s Jede still und andachtsvo Ihrer heil'gen Kraft gede So lag denn ein fröhlich und wohlmeine Str. 20. Sonnabend, den 14. Mai 1927. hein wird nicht untergehen, wenn der alle it im Volte lebendig bleibt und er wird lang ein Tropfen Blut noch glüht und egen ziehen tann. Das war der Geist, der wir kein Hindernis fannten und tein Un bei solls bleiben. Naden hoch und Zähne es Tages gewartet, der uns im belegten heit bringt! O brich, du Tag der Fülle, brich an! Jn 2 Ernten DEUTZ zahlt der Landwirt! Sie finden alles, was Sie brauchen, jucht überreiche ich Ihnen im Namen des Grüßen und Glückwünschen der zurüdge , der alten. aden, diese Schleife, die an Ihrer Stand n3ufunit entgegenfliegen möge. Gon Bener Kameraden, weilte der Kavallerie itab, in Ihren gastlichen Mauern, als Sie im Standarte weihten. Und wenn wir uns wiedersehen sollten, so soll es, jo Gott wenn die Glocken des altehrwürdigen laut in die Lande die Freiheit vertünden hre Wünsche mit den unsrigen ein Ziel en Sie mich schließen mit den Worten: Ravalleriitengeift, hranken niederreißt; ch Sturm und Drang hindurch! it Gott und Hindenburg! eßen sprach namens der Arbeitsgemein en und Regimentsvereine Gießen bem lichen Glückwunsch und den versammelten erliche Grüße aus. Der Redner feierte inen deutschen Reitergeist. Landgerichts Vertreter des Kriegervereins Gießen, verein, daß der gute Kavalleristengeift hen wohnen möge. Der Redner übergab ins einen mit dem Bilde Madensens 1, unter dessen ruhmreicher Führung zahl en gefämpft haben. lauf des Abends zeigten die Turner und eßener Turnerschaft, schneidige Bertreter fahrer sowie die Sänger mehrfach ihre vol Die Turner zeigten sehr exakte Uebungen im übrigen gute Freiübungen, die Rad rch vortreffliche Reigendarbietungen, bei Kavallerieuniformen der alten Armee amen, sowie durch vollendete Akrobaten - Radler, die Sänger unter Musiklehrer den Unterhaltungsteil durch einige mei g gebrachten Lieder. Sämtliche Darbie termaßen stürmischen Beifall. alfeldmarschall von Madensen, stes, ist zu Beginn des Festes folgendes 21: Falkenwalde i. Pom., den 6. 5. 27. cher Kavalleristentag, Gießen. wei en zahlt der Landwirt unsere sofort ab Werk lieferbaren DeutzDieselmotoren und DieselSchlepper OTORENFABRIK DEUTZ A- G. eigniederlg. FRANKFURT/ M. Taunussir.10 in Betrieb vorgeführt, in unserem 5323 400 qm grossen Stand 158, Reihe 22 Wander- Ausstellung der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft Dortmund 24:29. Mai 1927 Motora De Del Motorenfabrik Deutz A- G. Köln- Deutz Durch langfristiges Zusagen vom 6. bis 8. Mai an Berlin und Potsdam gebunden, bin ich zu meinem aufrichtigen Bedauern von der Teilnahme am Gießener Kavalleristentag ausgeschlossen, weile aber in Gedanken inmitten meiner Waffenkameraden. Der mit hingebender Umsicht vielveriprechend vorbereiteten Veranstaltung wünsche ich den ge= bührenden, allseitig befriedigenden Verlauf. Allen Festteilnehmern aus treuem Reiterherzen tameradschaftlichste Grüße! Generalfeldmarschall von Madensen. Telegramme an Hindenburg und Madensen. Die Leitung des Kavalleristentages hat am Festabend jolgende Telegramme abgesandt: ,, Reichspräsident v. Hindenburg, Berlin. Ueber zehntausend versammelte alte Ravalleristen geloben aufs neue den Schwur der Treue ihrem geliebten Vaterland und ihrem alten, bewährten früheren Heerführern. 1. Westdeutscher Kavalleristentag, Franz Soldan, Vorsitzender". ,, Generalfeldmarschall v. Macenjen, Falkenwalde. Herzlichsten Dank für Grüße und Glüdwünsche zum 1. Westdeut jchen Kavalleristentag. Ueber zehntausend alte Kavalleristen erneuern den Schwur der Treue ihrem alten, bewährten Heerführer. 1. Westdeutscher Kavalleristentag, Franz Soldan, Vorsitzender." Gießener Zeitung" und der 1. Präsident der Kriegertam, Hassia, Generalmajor v. Breuschen aus Darmstadt, nahmen an der gottesdienstlichen Veranstaltung teil. Pfarrer Bechtolsheimer, der als erster Sprach, hatte seiner Rede die Bibelworte Rosse werden zum Streittage bereitet, aber der Sieg fommt von dem Herrn" und Wachet, stehet im Glauben, seid männlich und seid start" zugrunde gelegt. Das Wort von den Rossen, die zum Streittag bereitet werden, steht im Ehrental bei Saarbrüden auf dem Grabe des Generals von Francois, der mit der Fahne in der Hand bei dem Sturm auf den Spicherer Berg gefallen ist, geschrieben, es ist ein rechtes Wort für einen deutschen Reitersmann; denn der deutsche Reiter liebt sein Pferd, er behütet und pflegt es, weil er die Treue des Tieres fennt. Aber Sieg, Gelingen und Segen tommen nicht von außen her, sie tommen nur von Gott. In diesem Sinne soll der Westdeutsche Kavalleristentag die Kameradschaft und Treue stärken, die Herzen vom Alltag loslöjen, fie fest und getrost machen. Pfarrer Dr. Hemmes betonte, daß Glaube, Hoffnung. Liebe die Leitsterne der Menschheit sein sollen. Rabbiner Dr. Sander sprach über das Psalmwort Vertraue auf Gott und tue Gutes". Er erinnerte daran, daß der Feldgottesdienst gewissermaßen auf historischem Boden stattfinde; denn auf em Kajernenhose seien viele Jahrgänge der deutschen Jugend im Waffendienste geübt worden. Zum Schlusse spielte die Kapelle den Choral Nun danket alle Gott", worauf alle Teilnehmer sich zum Dentmal der 116er auf dem Landgraf Philipp- Play, hierauf zu dem Kriegerdenkmal von 1870-71 auf dem Marktplay, marschierten, wo beide Male zur Erinnerung an die Gefallenen in schlichter Feier Kränze niedergelegt wurden. Das interessante Unterhaltungsprogramm erfuhr eine Unterbrechung durch eine wohlverdiente Ehrung der Gründer des Kavallerievereins Gießen, die von Kamerad Soldan vorgenom men wurde. Jeder der Gründer erhielt eine Gedenkmünze am Bande in den Farben des Vereins. Es wurden ausgezeichnet: Adolf Börner, Wilhelm Beder, Karl Bauer, Johannes Beder, Heinrich Beder, Mar Creutzburg, Wilhelm Döll, Kaspar Dö ring, Ferdiand Even, Johannes George, Friedrich Groß, Johannes Honig, Hermann Kreye, Heinrich Kimmel, Hans Reitzer, August Köhler, Wilhelm Mühl, Johannes Noll, Karl Parr, Hans Preiß, Ludwig Schäfer, Georg Schäfer, Otto Schmitt, jämtlich in Gießen wohnhaft; Friedrich Müller in Frankfurt a. M.; Ludwig Oswald und Gustav Schneider in Wiefed. Im Namen der Geehrten dankte Ludwig OswaldWiesed in herzlichen Worten. ne sie, so hast du das Edelste und Beste r geraubt, so trittst du hinein in die Arden des Weltlebens, ohne deine Seele ein in das Element des Friedens, das in der ein Odem Gottes dich umweht. Entweib ersten Morgenstunden durch Sünde, durc tterung und Verunreinigung der Seele, kommen lassen an die Wurzel deines Te ann wohl im Verlauf des Tages dich mider seine Blume, sein Duft, seine Weibe unin. Der Festionntag. Vormittags 9 Uhr begann im Hofe der Zeughaustaserne ein Feldgottesdienst, zu dem eine riesige Menschenmenge zusammenströmte. Die bis dahin eingetroffenen Kavallerievereine und Jonstigen Militärvereine erschienen mit ihren Fahnen, der Ver= ein chem. Ger Ulanen in Hanau hatte eine Abteilung entsandt, die die Uniform des Regiments trug. Viele Offiziere, darunter Generalleutnant a. D. Exzellenz Klingelhöffer, der Kom mandeur des 15. Infanterie- Regiments, Generalmajor Fett - Der große historische Festzug stellte sich gegen 1 Uhr am Oswaldsgarten auf. Aus allen Richtungen famen die Vereine, mehr oder weniger mit geschmüdten Festwagen, oder mit eigener Musik, oder auf Fahrrädern und mehrere hoch zu Pferd; den alten und älteren Kameraden hat man Autos zur Verfügung gestellt, es möchten an die 20 Autos gewesen sein. Kopf an Kopf stehen mindestens 150 000 Zuschauer in den Straßen, und es dauert nahe eine ganze Stunde, bis der Festzug vorüber ist, in dem nahe 150 Vereine mit 6000 Festzugteilnehmern schätzungsweise marschierten. Zwei volle Stunden dauert es, bis der letzte Mann dieses vorher in Gießen noch nicht gewesenen Festzuges auf dem Festplatz einmarschierte. Die hierbei gesehenen sämtlichen Uniformen seit der Zeit des Großen Kurfürsten bis in unsere Zeit mit der achtunggebietenden Reichswehr, die Kolonialgruppe, die ganze Schwadron ehem. Kurmärker Dragoner Nr. 14, der Refrutenwagen, die Marine, die Reitervereine aus den verschiedenen umliegenden Landstädtchen und zum Schluß die fahrende Schmiede, mit ihrem Hammer und Amboß, all das sagte dem hochbefriedigten Zuschauer: Der 1. Westdeutsche Kavalleristentag hat das gehalten, was seine Ausschußmitglieder vorher angekündigt haben. Deren unermüdlicher Arbeit und weitblidender Ueberlegung ist das gute Gelingen dieses Festes zu danken, dazu kam die fleißige Unterstützung durch die Presse. voran unser Hessischer Kamerad" und das gute Wetter. Der Festsonntag- Abend ins Korn werfen und entweder schwunglos mechanisch, ohne jedes höhere Streben, ihren Beruf als einen Kätners und Taglöhnerdienst weiterführen, oder aber sich dem Weltschmerz in die Arme werfen und als verkannte ,, Uebermenschen" unzu= frieden mit Gott und Welt einsam ihren Weg dahinziehen. Und wenn du vollends deine Jugendzeit, deinen Lebensmorgen niuji blojz verträumst und vertändelst, sondern geradezu durch Jugendsünden befleckt und vergiftest, was wird die Folge sein? Dann wird deine Lebenswurzel frank, dann fiel ein Reif in der Frühlingsnacht, er fiel auf die zarten Blaublümelein; sie sind verwelket, verdorret". Wohl mag jich manche Blüte wieder erholen, wohl mag durch eine Gottesfraft von oben her selbst die innerste Lebenswurzel wieder gesunden. Aber allu) im besten Fall, was dahin ist, ist dahin, die Erstlinge der Kraft sind vergeudet, der zarte Duft des Lebens ist abgestreift, und es gibt giftige Wunden im Geistesleben, welche zwar allmählich heilen, aber entstellende, dann und wann now schmerzende und wieder aufbrechende Narben zurücklassen. Die Jahre, in denen du stehst, lieber junger Freund, sind entscheidend für dein ganzes Erdenleben, ja entscheidend für die Ewigkeit. Die Erstlinge gehören Gott, sie sind heilig. ..Seilig ist die Jugendzeit!" sagt unser schwäbischer Dichter Uhland, der Mann voll Kraft und Mart, und fährt dann weiter endzeit ist eine Morgenstunde, son der es m Munde. Was den Morgen schön macht, ie Schönheit der Jugendzeit: frische Kraft. Auge; eine Welt, die offen vor dir liegt, inde bis jetzt vor deinem Auge freundlich ind; eine reiche Zukunft, goldenes Licht und ide Sonne. Wie wigtig ist, daß diese Mor richtig angewendet werde! Verträume sie Nichtstum, in unmännlicher Tändelei, so nes Lebens edelste Stunden und beste Kraft trittst du nachher an die großen und ernsten ns heran, ohne deine Seele gesättigt und ge den himmlischen Kräften, welche allein dem es Mannes seinen Wert, seinen Gehalt geben echt erhalten in den mancherlei Enttäuschun arten. Verträumt und vertändelte Jugend dhjen jene bedauernswürdigen Halbmänner, Kampf mit dem Leben so bald die Waffe jort: Edler Geist des Ernstes soll Sich in Jünglingsseelen senken. Jede still und andachtsvoll Ihrer heil'gen Kraft gedenken. So laß denn ein fröhlich und wohlmeinend Geleitwort, das versammelte annähernd 7000 Festgäste in der Festhalle, in der an die tausend Glühbirnen eine höchst angenehme Beleuchtung zwischen den vielen Fahnen und Guirlanden die Feststimmung gleich beim Betreten noch mehr wedte. Bald ertönte die ,, Kreuzritterfanfahre“ für Heroldstrompeten, der von Schauspieler Bandis marlig gesprochene Prolog war ein Mahn- und Dankruf, und nun sah das Auge Festnummern sondergleichen. 20 junge gewandte Damen führten einen Lanzenreigen und Lanzenübungen aus. Die selbst bei den alten Kavaleristen größte Bewunderung auslösten. Der hierbei gespendete und nicht endenwollende größte Beifall hielt wieder an, als Kamerad Studienrat Dr. Lenz zwischen seiner Festrede die Geschichte des preußischen und deutschen Heeres durch lebende Bilder illustrierte. Der Große Kurfürst, Seydlik, Ziethen, Lützow, Körner und unsere waderen Streiter von 1870/71 und aus dem Weltkrieg 1914/18, jie alle aus großer Zeit treten vor unser Auge. Herr Studienrat Dr. Lenz- Gießen führt in seiner gut gesetzten Festrede etwa folgendes aus: Aus allen Entwicklungsstufen deutscher Sage und Geschichte strahlt hell der Ruhm von Freundschaft und Treue. Beide, echt deutsche Eigenschaften, fassen wir unter dem Ausdrud Kameradschaft zusammen. Diese Kameradschaft hat heute Tausende aus allen Teilen Westdeutschlands zum 1. Westdeutschen Kavalleristentag nach Gießen geführt. Ja, aus ganz Deutschland sind die Kameraden vom ehem. Aur: mit dir durch die Tage deiner Jugend gehen möchte, eine freund= liche und gute Stätte bei dir finden! t Ein Krankenbesuch*) Mein Besuch galt einer Witwe, die mit ihren Kindern in einer einst für einen Mieter gebauten 4-3immer- Wohnung neben drei anderen Familien ein Zimmer innehatte. Ein so dichtes Zusammenleben, zumal, wenn vier Frauen sich gemeinsam in die kleine Küche teilen sollen, bietet mancherlei Reibungsflächen. Die Frau, die ich besuchte, galt ihres treffenden Mundstücs wegen für eine streitbare Natur; aber ihr Fleiß und ihre Rechtschaffenheit, hatten mir immer gefallen. Als vor kurzem bei ihren Zimmernachbarn Krankheit ausgebrochen war, vergaß sie alle Zerwürfnisse und pflegte jene aufopfe rungsvoll bei Tag und Nacht. Dadurch hatte sie sich meine stille Achtung erworben. Und nun lag sie selbst zu Bett, hatte eine schwere Zeit durchgemacht, war aber wieder auf dem Weg der Besserung. Als ich kam, bezeugte sie große Freude. Sie sei noch schwach. sagte sie, und der Appetit fehle. Stelle sich ein leises Gelüsten ein, dann sei es bald wieder vorbei, und zudem sei sie auch nicht in der Lage, solche Anwandlungen zu berüdsichtigen.„ Nun," erwiderte ich ,,, besinnen Sie sich einmal, was Ihnen jetzt schmet*) Der dies schrieb, war ein bekannter Stuttgarter Großindustrieller, ein weitschauender Sozialpolitiker und der Gründer des missionsärztlichen Instituts in Tübingen. Ernstes und Heiteres aus seiner vorbildlichen Tätigkeit als freiwilliger Armenpfleger erzählt er in dem Büchlein, dem dies entnommen ist: Aus der Mappe eines Armenpflegers" von D. Paul Lechler. Geb. 1,50 M. Stuttgart, J. F. Steintopf. Nr. 20. märkischen Dragoner- Regiment Nr. 14 zu ihrem 1. Regiments Appell zusammen gekommen. Wir grüßen die jenigen Kavalleriften, die aus irgendwelchen Gründen nicht herbeieilen fonnten. In Wehmut und Trauer, in Treue und Stolz gedenken wir aber derjenigen, die längst der grüne Rajen deckt und dem großen Appell entgegenschlum mern. Heute gilt es nicht nur, den gemeinsamen Erinne rungen an lange Friedens- und Kriegszeiten einige Stun den zu widmen, sondern auch die Seele zu stärken für den Kampf am ein neues Deutschland. Wir gleichen dem Ritter in Albrecht Dürers Kupferstich Ritter Tod und Teufel". Auch wir reiten durch Tod und Teufel, d. h. durch den Haß und die Feindschaft unserer Feinde hindurch. Wir schöpfen auf diesem Wege die Kraft aus der Erinnerung an stolze Taten wehrhafter Deutscher aus naher und ferner Ver gangenheit. Diese Kraftquelle fann fein Feind zerstören. Die Geschichte lehrt, daß Deutschland in seiner ungeschützten Lage im Herzen Europas immer von Feinden bedroht war. und so ist mit dem Schwert in der Hand die deutsche Geschichte geschrieben worden. Es kann der Beste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt. Hätten sich unsere Vorfahren pazifistischen Träumereien hingegeben, wäre nimmer das starte Deutschland der Ottonen, der falschen Kaiser und der Hohenstaufen entstanden. Das deutsche Kaiserreich konnte auch erst nach einem sieg reichen Waffengang mit Frankreich begründet werden. In unserem Heerwesen beginnt nach dem Tiefstand des 30jähr. Krieges eine neue Epoche. Brandenburg- Preußen, einer der vielen Kleinstaaten Deutschlands, entwidelt ein schlagfertiges stehendes Heer und führt allmählich die allgemeine Wehrpflicht ein. So fonnten unter den großen Kurfürsten die Schlacht bei Fehrbellin, unter Friedrich dem Großen die Schlachten bei Hohenfriedberg, Roßbach und Torgau zu ganz besonderen Ehrentagen für die Reiterei werden. Mit der französischen Revolution brach für Europa eine neue Zeit an. Der absolute Staat wurde durch die konstitutio nelle Monarchie abgelöst. Die Träger der französischen Revolution waren ebenso von Eroberungssucht erfüllt wie Napoleon, der Deutschland, insbesondere aber Preußen. aufs tiefste demütigte. Doch die Retter erstanden. Der Freiherr vom Stein, Hardenberg und Scharnhorst legten den Grund für Preußens politische und militärische Er neuerungen, während Heinrich von Kleist, E. M. Arndt, Th. Körner, Fichte, Schleiermacher u. a. die seelische Wiedergeburt des gesamten deutschen Volkes einleiteten. In den Freiheitskriegen wurde das unerträgliche Joch endlich abgeschüttelt. Neben den durch das sogenannte Krümper system nach Preußens Niedergang ausgebildeten Mann schaften waren es die Freiwilligen, besonders die Freikorps, die damals Napoleon schlagen halfen. Doch die Feder ver darb, was das Schwert gutgemacht hatte. Der deutsche Bund, der von dem Wiener Kongreß zusammengefügt wor den war, war ein Gebilde der Ohnmacht nach innen und außen. Erst durch Bismard wurde die Sehnsucht der Deutschen erfüllt und ein starkes Kaiserreich gegründet. Gerade in dem Kriege mit Frankreich 1870-1871 fonnte sich deut scher Reitergeist in viclen Schlachten und Gefechten ent scheidend betätigen. Durch inneren Ausbau des neuen Reiches und durch Abschluß von Bündnissen suchte Bismard sein Wert vor Frankreichs Revanche Politit zu schützen. Nach Bismards Entlassung ging es abwärts. Fehler auf Fehler häuften sich, sodaß schließlich Deutschland und Dester reich- Ungarn von den Feinden umfreist waren. Bald brach der Weltkrieg aus, in dem wir uns gegen eine Welt von Feinden zu wehren hatten. Unvergleichliche Heldentaten verrichtete unser stolzes Heer unter Führern, deren Ruhm noch leuchten wird, wenn die vielen Gernegroße der Re volutionszeit längst vergessen sind. Zu unserem Unglüd war die politische Führung der militärischen nicht ebenbürtig Aus politischer Kurzsichtigkeit wurden unsere Kriegsmittel nicht rechtzeitig voll eingesetzt und Friedensangebote ge macht. Die Errichtung des Königreichs Polen war einer der allergrößten Fehler, denn von da ab war ein Friedens schluß mit dem 3arenreich nicht mehr möglich. Im Innern unterhöhlte der Kampf gegen die Monarchie die Wider standskraft, die durch Not und Entbehrung schon schwer er schüttert war, noch vollends. Im Oktober- November 1918 standen wir in Friedensverhandlungen und hatten festbe gründete Aussicht auf einen erträglichen Frieden. Doch die Monarchie sollte fallen, und so brach die Revolution aus und wurde damit zum größten Verbrechen, das je am deut schen Volke begangen wurde. Versailles ist die Folge. Alle internationale Hoffnungen hatten sich als trügerisch erwie sen. Fast waffenlos stehen wir jetzt inmitten einer waffenstarrenden Welt. Aber wir verzagen nicht. Entweder rüsten die anderen Staaten ab, wie es der Friedensvertrag vorschreibt, oder wir müssen wieder zu einer starten Wehr tommen. Wahrlich, wir sind friedliebend. Wir sind keine Engländer, die ein Viertel der ganzen Erde unterworfen haben, auch keine Franzosen, die seit 1000 Jahren mit Neid und Scheelsucht uns verfolgen. Wir wollen frei sein! Roch ist die Weltgeschichte nicht zu Ende. Wir harren der Stunde, da unsere Brüder und Schwestern jenseits der verstümmel ten deutschen Grenzen wieder mit uns in einem freien Deutschland vereinigt sind.- In geschickter Weise verknüpfte der Redner allgemeine Ge schichte mit Militärgeschichte, sodaß ein flares Bild sowohl von dem Aufstieg Brandenburg- Preußens und Deutschlands, als auch von der Entwicklung ihrer Wehrmacht entstand. Wer diesen Abend mit erlebt hat, weiß, daß in unserem fen würde." Aber sie rüdte nicht mit der Sprache heraus, ob gleich ihr Gesicht einen fröhlichen Anflug zeigte. Da bleibt scheint's nichts anderes übrig," fuhr ich fort, als daß ich Ihnen etwas nach meiner Wahl ans Bett stelle, und daß Sie dann als Gegenleistung für guten Appetit sorgen." Ich sprach mit einer Zimmernachbarin, die sofort bereit war, in einer nahen Wirtschaft ein lederes Kalbstotelett mit einem Weißbrot, sowie gebratenen Kartoffeln, einem Viertelliter altem Rotwein zu bestellen und es der Kranten zu bringen. Einstweilen sette ich meine Armenbesuche fort, und als ich zurüdtehrte, fand ich die wadere Frau glüdstrahlend an ihrer Mahlzeit. Das werde ihr wieder auf die Beine helfen, meinte fie. Go etwas Gutes habe sie lange nicht gehabt. Ihre Freude übertrug sich auch auf mich Es war Mittag geworden, als ich von ihr nach Hause ging. Unterwegs traf ich einen mir bekannten Herrn, der im Armenwesen mancherlei ehrenamtliche Stellungen einnahm. Ihnen muß etwas Freudiges begegnet sein," meinte er, als er mich jah. ,, Sie haben einen guten Blid," erwiderte ich, und erzählte ihm mein fleines Erlebnis. ,, Da sieht man wieder," ereiferte er sich ,,, wie Gie Ihre Armen verwöhnen und die Begehrlichkeit großziehen." Ein Wort gab das andere und als ich sah, daß für den Augenblick keine Aussicht auf ein Sichverstehen vorhanden war, und weil mir selbst der Magen knurrte, gab ich ihm die Hand zum Abschied mit den Worten:„ Lassen wir das Weitere im Anstand! Wer von uns recht hat, dem wird jetzt sein Mittagessen am besten schmecken. Gesegnete Mahlzeit.! Paul Lechler. Sonnabend, den 14. Mai 1927. Bolte noch ein guter Geist herrscht mit dem Grundsay: Das Baterland über der Partei! Der Sprecher der sehr zahlreich herbeigeeilten Saarländer, ein ehemaliger Husarenoffizier, hat mit seinem Dant und seinen verständnisvoll aufgenommenen Grüßen turz und bündig so recht vom Herzen zu Herzen gesprochen, und seine Worte: ,, Deutsch war die Saar, Deutsch ist die Saar, Deutsch bleibt die Saar!" wedten stürmische Begeisterung herauf, so daß noch lange nach dem offiziellen Programm die Tausenden der Festteilnehmer, da auch das Wetter am Abend jehr schön war, in der Halle und auf dem Festplatz aushielten, wobei das Wiedersehen der Kameraden immer mehr gefeiert wurde. Der Offenbacher Bertreter, Kamerad Philipp Best( ehem. Garde- Dragoner Nr. 23) überbrachte am Samstag Abend jolgende Grüße: Was uns heute alle das Herz jo jehr bewegt als ehemaliger Kavallerift, das ist die Erinnerung an unjere ehem, stolze Kavallerie. Es ist ohne Zweifel für uns ehem. Kavalleristen ein Bedürfnis, daß wir uns einmal zu jammenfinden, um uns die Hand zu brüden und in die Augen zu sehen. Das Zusammengehörigteitsgefühl ist es, was uns jo lebhaft erinnert an jene Stunden, wo die Einigkeit uns umschloß, wo wir Freud und Leid gemeinjam teilten, und wir uns innerlich verbunden fühlten burch das Band der Soldatenzeit. Was wir alles in un jerer Dienstzeit erlebt, gesehen und gehört, das wird in uns fortleben und lebendig bleiben, so lange wir leben, ich darf Sie nur erinnern an die großen herrlichen Kavallerie exerzieren 1890 bei Meg unter Führung E. Erz. Kavallerie inspetteur Grafen v. Belletnarpon, bann 1892 bei Trier. jedoch das größte Erleben war der Weltfrieg. Liebe Kame raben! Aus all biefem haben wir ein Recht, daß wir uns zusammenfinden, und diejes Recht lassen wir uns nicht nehmen, und wenn die Welt voll Teufel wär' und wollte uns verschlingen, jo fürchten wir uns nicht so sehr, wenn wir uns wiederfinden. Gestatten Sie mir nun, Ihnen eine Rezitation vorzutragen: die Erinnerung an unsere schöne aftive Dienstzeit. Wohlauf, Kameraden, gedenkt ihr noch, Wo frei unser Raden von fremdem Joch, Da wir ritten mit unjeren Fähnlein stolz, Ueber Stod und Stein, durch das grüne Holz! Hei, wie die Helme blinkten und blikten, Wenn wir durch Busch über Hügel flikten; Wie wurde das Herz jo froh, wie wurde das Herz so weit, Als sollt es so bleiben in Ewigkeit. 3m ganzen Reiche wohlbekannt Die stolze Kavallerie von Land zu Land; Wir stritten mit Ehre und Ruhm für's Reich, Fürwahr, es tam uns so bald feiner nicht gleich. Und müßten wir wieder zum Kampf hinaus, Auf, Auf, Kavalleristen, zum Sturmesgebraus! Da bleibt auch fein einziger nur zurüd, Vertraut eurem Stern nur gutes Glüd. Mit Hurra und Hujja die Lanze geredt Und mitten dem Feinde ins Herz gestedt, So würd's ihm gebühren nach Schande und Schmach, Dem unser Deutschland so unwürdig erlag. Doch bleibt auch nur die Erinnerung an früherer schöner Wir waren Kavalleristen und sind es noch, Und immer zur Wehr bereit! [ Zeit, Wir waren Kavalleristen und waren stolz auf diese Ehr', Wir dienten gern dem Vaterland zur Wehr; Wir dienten gerne, gehorjam, treu Und wahr; dies sei auch heut unser Bekenntnis auf's neu. Liebe Kameraden! So lassen Sie mich in dieser erhebenden Stunde den einen Wunsch noch aussprechen: Und so möge ein gütiges Geschick es fügen, daß wir alle es noch einmal erleben dürfen, daß unsere stolzen Kavallerie- Regimenter wieder erstehen möchten in ihrem früheren Ruhm und Glanz. Das walte Gott!" 賣 Am Montag, dem 3. Festtag, wiederholte sich in der Festhalle dasselbe Programm vom Tag vorher und zwar vor wiederum vielen Tausend Zuschauern, obgleich die allermeisten auswärtigen Festbesucher bereits abgereist waren. Auch ein Beweis, daß die Bevölkerung an solch einem Fest volle Freude hat. Hindenburgs Dank. Auf das an den Reichspräsidenten von Hindenburg gerichtete Begrüßungstelegramm ging bei dem Vorsitzenden des Festausschusses, Kamerad Franz Soldan, folgendes eigenhändig unterzeichnetes Antwortschreiben ein: Sehr geehrter Herr Soldan! Herzlichen Dank für Ihr freundliches Begrüßungstelegramm vom ersten Westdeutschen Kavalleristentag. Mit kameradschaftlichem Gruß: von Hindenburg. HEIRAT! Wenn Sie sich nicht fürchten, Sehr hübsche 22 jähr. die Wahrheit zu hören, Gutsbesitzertochter m. 1200 Morgen gr. Gut und 250 000 Mark bar dann lassen Sie mich sie Ihnen sagen. wünscht ein. strebsam. Gewisse Tatsachen aus Ihrer Vergangen- Ehegatten auch ohne heit und Zukunft, finanzielle Möglichkeiten Bermögen, d. 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Darüber wird folgendes berichtet: Jm reich geschmüdten Saale des Gasthauses 3ur Liebigshöhe war Samstag, den 7. Mai 1927, das erste groje Treffen der Angehörigen des ehemaligen Kurmärker Dragoner Regiments Nr. 14, die sich wie so viele andere ehe maligen Soldaten eines Regiments ebenfalls zu einem Berband zusammen geschlossen haben. Das Regiment stand jeit seiner Gründung am 5. Rovember 1866 schon immer auf exponiertem Poften; anfangs verteilt in den vier kleinen Orten Gostyn, Kozmyn, Pleschen und Ostrowo an der russischen Grenze und seit dem 5. April 1871 in Colmar i. Elsaß in Garnison. Es wurde gebildet aus der 3. Eskadron des Westpreußischen Küraffier- Regiments Nr. 5, der 2. und 6. Eskadron des 1. Schlesischen Dragoner- Regiments Nr. 4 und der 5. Esfabron des Leibhujaren- Regiments Nr. 2. Mit diesen 4 Eskadronen rüdte das Regiment im Juli 1870 ins Feld und nahm unter Führung des deutschen Kronprinzen ruhmreichen Anteil an den Schlachten bei Weißenburg. Wörth, Sedan, Orleans usw. Durch unerschrodene Tapjerfeit zeichnete sich Rittmeister Don Massow von der 1. Estadron aus. Derselbe nahm, nur von seinem Trompeter und zwei Ordonanzen umgeben, den ganzen Stab nebst Kommandeur der Kavallerie- Division des 5. französischen Korps, General Brahaub, gefangen. Durch den Schmachfrieden von Versailles wurde auch das Kurmärkische Dragoner Regiment Nr. 14 aufgelöst. Es lebt als Erinnerung in der 4. Eskadron des 7. Reiter Regiments in Lübben weiter. Diese turze aber ruhmreiche Geschichte läßt es verstehen, daß Oetker Pudding SCHIEL mit Früchten. Ein kleines Glas v. Ihrem guten Eingemacht u. dazu ein feiner Oetker- Pudding, das gibt ein richtiges Festmahl. Zartes Aroma, feiner Wohlgeschmack und hohe Nährkraft sind in den feinen Nachspeisen, die Sie aus Dr. Oetker's Puddingpulvern bereiten, vereinigt. Sie haben es also leicht, Ihren Tisch zu bereichern. ohne an Mehrausgaben zu denken. 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Westerweller von Antony fernige Worte der Begrüßung und des Dankes an seine Kameraden. Es freue ihn ungemein daß das Signal zum Sammeln so außerordentlich viele vereinigt habe, trotz all den vielen Schwierigkeiten, die einem solchen Fest entgegenstehen, die zu beheben die Kameraden Major a. D. Weber- Karlsruhe, der Geschäftsführer des Bundes Major a. D. v. Fisenne- Charlottenburg und nicht zuletzt Kamerad Lehrmund- Gießen gern bemüht waren und auch die Aufgabe gut gelöst haben. Mit dem Wunsche, treue Kameradschaft und unerschütterliche Liebe zum Vaterlande allerzeit zu betätigen schloß der Redner und das Deutschlandlied erscholl mächtig durch den schön geschmüdten Saal. Den Geschäftsbericht des Verbandes der ehem. KurmärkerDragoner gab der Verbandsgeschäftsführer, Major a. D. v. Fisenne- Berlin, bekannt. Mehr als 1200 Kameraden, darunter nahe 180 Offiziere gehören der Vereinigung an, die mit ihren Beiträgen recht bald ein Kurmärker- Dragoner- Denkmal bei AltBreisach am Rhein errichten wollen. Major Weber- Karlsruhe gab bekannt, daß es gerade für die Kurmärker außerordentlich schwierig gewesen ist, die ehemaligen Angehörigen des Regiments für den Bund zusammen zuführen, weil die betreffenden Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee. Geolin bester flüssigerMetallputz Hessischer Sängerbund ſtellt Geschäftsführer ein. Erfahrung in Büroarbeiten, faufm.Buchführung.Org. Arb.Borbed. Angeb. mit Lebenslauf u. Zeugnissen erbet. a. d. Geschäftsstelle, Darmstadt, Luifenplay 7. Jetzt werde ich Ihnen helfen! Nr. 20. Kameraden im ganzen Reich sehr verstreut leben und weil vom Regiment gar keine Atten mehr vorhanden sind. Andere Regi gimentsvereinigungen haben das bedeutend leichter gehabt. Der frühere Schwadronschef im Kurmärker- Dragoner- Regi ment Nr. 14, der aus dem Welkrieg bestens bekannte General oberst v. Einem, hatte ein herzlich gehaltenes Begrüßungs schreiben gesandt, das neben vielen anderen gleichen Briefen zur Verlesung tam. Bliden wir zurüd auf den Verlauf des Festes, dann kann auch hierzu gesagt werden: Es war ein voller Erfolg! Die vaterländische Sache gewinnt auf der ganzen Linie! Lokales. * Wir bringen in Erinnerung, daß das Ausklopfen, Aus schütteln, Abkehren von Bettwert, Teppichen, Kleidungsstücken, Staubtüchern und ähnlichen Gegenständen nach Straßen und öffentlichen Blähen hin gemäß§ 366 3iffer 8 des Reichsstraf gesetzbuches und Art. 292 des Polizeistrafgesetzes unstatthaft und mit Strafe bedroht ist. Weiter machen wir darauf aufmerksam, daß das Klopfen von Teppichen, Bettwert, Möbeln und der gleichen, sowie ähnliche mit Geräusch und Staubentwicklung verbundene Verrichtungen regelmäßig nur werktags in den Bormittagsstunden zwischen 8 und 12 Uhr vorgenommen werden jollten. Gie Erscheint: Samstags. Bezugspreis 40 Pig. monatlich frei ins Reboltionsflug früh 8 Uhr- Für Aufbewahr endang nicht verlangter Manuskripte wird ni 40. Jahrgang Straßenbahnunglück in Die Stadt Kassel ist von einem Straßenba elemer Schwere heimgesucht worden. Neun F sen) haben den Leichtsinn eines Unbefugten, bremje eines Straßenbahnwagens löjte, mit dem mien Siele Passagiere wurden schwerer ver richt ausgeschlossen ist, daß sich die Zahl der Tote frählicher Stimmung hatten sich die meisten hie von einem Ausflug zurüdkehrten, auf den M e ahnten nicht, daß es eine Fahrt in den Tod Die Berunglädten stammen größtenteils aus K gebung, doch sind auch mehrere Personen aus a ten unter den Verlegten. Die Kasseler Katast Grinnerung an das große Straßenbahnunglück i falen am 18. Juni 1924 wach, bei dem 21 P und etwa 30 schwer verletzt wurden. * Gesundene und verlorene Gegenstände. Das Verzeichnis über die in der Zeit vom 1. April 1927 bis 1. Mai 1927 auf dem Fundbüro als gefunden und verloren gemeldeten Gegenstände liegt auf dem Polizeiamt, Weidengasse Nr. 5, Zimmer 3, zur Einsicht offen. * Für Fahrverkehr gesperrt. Wegen Vornahme von bruchsarbeiten des Hauses Kaplansgasse Nr. 2 ist die Kaplans gasse bis 20. Mai 1927 vom Kreuzplatz bis zur Katharinengasse für jeglichen Fuhrwerks und Fahrverkehr gesperrt worden. * Zwidauer Bergknappen im Dienste der Wohltätigkeit. Der Wohltätigkeitsbund„ Glückauf" für die Aermsten der Ar men, e. V., Siz Zwidau Sa., eine im Dienste praktischer Näch stenliebe stehende Vereinigung, plant die Errichtung eines Alters und Invalidenheims für die durch Alter oder Unfall ar beitsunfähig gewordenen Bergleute des Zwidauer Steinkohlen bedens. Um nun die erforderlichen Barmittel zu lösen, hat der Bund 5 junge Bergknappen gewonnen, die eine Werbereisen unternehmen und auf der sie Postkarten und erzgebirgische Handschnitarbeiten verkaufen. Sie erscheinen in Bergmannstracht und führen einen Kohlenhunt mit sich. Das Unterneh men, das grundreell ist, hat bisher stets Entgegenkommen der Behörden und Bevölkerung gefunden und wir möchten auch von uns aus Beachtung und Unterstützung in Anbetracht seines Selbsthilfezwedes empfehlen. Aus Nah und Fern. Bad Nauheim. Am 2. und 3. Juni ds. Js. findet hier der 5. Bad Nauheimer Fortbildungslehrgang für Aerzte statt. Be handelt wieder diesmal das Thema„ Arhythmien des Herzens". Vorträge werden gehalten von Proj. Koch Berlin, Prof. Haber landt Innsbrud, Prof. Winterberg Wien, Prof. von Hocẞlin Berlin und Prof. Boden- Düsseldorf. Die wissenschaftliche Arbeit des Lehrganges wird von gesellschaftlichen und fünstleri schen Veranstaltungen umrahmt. Friedberg. Die Werbewoche des V. D. A. bekommt für unsere Gegend eine besondere Bedeutung durch die Anwesen heit von Pastor Schmidt aus Tondorn( Nordschleswig), des ein zigen deutschen Abgeordneten im dänischen Reichstag. Der füh rende Auslandsdeutsche wird auch in Friedberg spre..jen. Laubach. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde dem Voranschlag für 1927 mit 159 604 Mart in Einnahme und Ausgabe zustimmt; als Gemeindeumlagen sollen 10 000 Rmt. erhoben werden. Offenbach. Der Hessische Schmiedemeisterverband und der Hessische Schlossermeisterverband halten ihre Verbandstage in Offenbach am 28., 29. und 30. Mai ab. Hieran ist eine große öffentliche Fachausstellung im Stadtgarten angegliedert. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Lebenskameradin Sofort Geld gesucht gut. Charakter, tück tine Hausfrau be vorzugt. Gesucht von wohlhabendem Herrn. Offerten unt. 87, Berlin SW. 48, Bostlagerkante 79. Lobe Beig mit Loba- Beire( dem Farbbohnerwashs). 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Der Wagen sa die keile Brabanter Straße hinunter und sprang Fürstenbergstraße in einer scharfen Kurse aus Er fuhr gegen ein eisernes Gerüst, wodurch der agens abrasiert wurde, der untere Teil des weiter in einen dort befindlichen Graben hinei aus den Trümmern des Wagens neun Tote, legte und eine Reihe leicht Berlegter geborgen Stand der Erwerbslosigkeit in Hessen, und Walded im Monat April Die Zahl der Hauptunterstützungsempfän werbslofenfürforge betrug am 1. Mai in Hesse und Walded zusammen 60 737( 51 647 männ Regen 70 130( 60 313 männl., 9817 weibl.) am Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in de tieg allerdings bis zum 15. April auf 21 422 weibl.), gegen 19 659( 16 484 männl., erhalt. redegew. Ar beitslose bei Besuch von Bichhaltern. Off. W. Kreuer, Düsseldorf, Boftschließf. 143 Verlangen Sie den hochwertigen Ruhr- Brechkoks Heizkräftigster, sparsamster Brennstoff für ! Zentralheizungen! 15. März. Die Zahl der Hauptunterstützungse Erwerbslosen und Krisenfürsorge beläuft sich auf rund 82 700( ohne Notstandsarbeiter). gegenüber dem diesjährigen Höchststand im 137 000) einen erfreulichen Rückgang der Sauptunterſtügungsempfänger um 54 300 ode Landwirtschaft und Indust Die Deutsche Landwirtschafts- Gesellschaf Jahre ihre Wanderausstellung nach Dortmu Rai) in den Brennpunkt des rheinisch- westfä gebietes verlegt. Es erscheint daher ohne w die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen L Industrie einer näheren Betrachtung zu unte Der Landwirt und der Industrielle begeg thren Arbeitsstätten. Viele Angehörige beid die Bertreter des anderen Gewerbes leider tellung in ihrer Zeitung und betrachten sie freundlichen Mienen. Denn die wirtschaftlicher duftrie und der Landwirtschaft gehen vielfac Die Zeit nach dem Kriege hat diese Geg meise nicht mehr in so hizigen und scharfen faffen, wie es früher oft geschah. 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