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Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschecktonto Nr. 8437 Ami Frankfurt a. M. Samstag, den 12. März 1927. dische Vor dem Abschluß der Genfer Tagung. bilde Regierung mit der Frage des Abschlusses eines HandelsIn Kreisen der deutschen Delegation in Genf verlautet, daß die deutsche Delegation Genf frühestens am Sonntag verlassen wird. Stresemann dürfte am Montag nächster Woche in Berlin eintreffen. Am Donnerstag empfing Stresemann den ungarischen Vertreter beim Bölkerbund.- Am Donnerstag fand noch eine Sigung des zur Regelung der oberschlesischen Schuldfrage eingesetzten Komitees statt. Die Ratstagung dürfte Samstag ihr Ende erreichen. Stresemann und die Auslandspresse. Minister Stresemann nahm vor der Donnerstag Vormit tagsfigung Gelegenheit, vor den ausländischen Pressevertretern Stellung zu nehmen gegenüber den Behauptungen der Sowjetpresse betreffs der angeblichen britischen Absicht, einen antirussischen Blod zu bilden. Er dementierte entschieden die Behauptung, daß zwischen Deutschland und Rußland geheime Abmachungen bestünden. Er stellte fest, daß weder der Vertrag Don Rapallo noch der Berliner Vertrag derartige Abmachungen enthielten. Ferner betonte der Minister, daß die bisherige deut sche Außenpolitit unverändert weitergeführt werde und unterstrich das Interesse Deutschlands an einer Entspannung und an der Bermeidung von Kriegsgefahren. Weiter erklärte Stresemann, daß die deutsche Regierung gemäß Artikel 431 des Versailler Vertrages das Recht zur Aufwerfung der Räumungsfrage habe, und daß für dieses Recht im Locarno Ablommen auch eine moralische Grundlage bestehe. Hierzu sei bemerkt, daß Briand den französischen Pressevertretern erklärte, daß er dieser Auffassung völlig zustimme. Der fleißige Reichstag. Der Aeltestenrat des Reichstages beschloß am Donnerstag, die Etatsberatungen noch vor dem 1. April zum Abschluß zu bringen, weshalb von nächster Woche ab die Blenarjigungen des Reichstags bereits vormittags beginnen werden, um dann nad) einer furzen Mittagspause am Nachmittag fortgesetzt zu werden. Dafür fallen die bisherigen furzen Donnerstags= fizzungen aus. Aus dem Finanzausschuß des hessischen Landtags. Ueber Energieerzeugung( Kraftwerk Wölfersheim, Braunfohlenwerke Ludwigshoffnung, Wölfersheim und Wedesheim) gab am Mittwoch ein Regierungsvertreter einen genauen Bericht über die von der Regierung beabsichtigten Pläne über den Abschluß von Verträgen mit Stromabnehmern. Die Ausführungen des Regierungsvertreters wurden, da die Angelegen= heit noch in der Schwebe ist, für vertraulich erklärt. In der Aussprache wurden die Ausführungen des Regierungsvertreters allgemein anerkennend beurteilt. Von sozialdemokratischer Seite kam der Wunsch zum Ausdrud, daß die Lohnverhältnisse der Arbeiter in diesen staatlichen Betrieben gebessert werden jollen. Das Kapitel fand gegen die Stimmen des Landbundes Annahme. Dagegen wurde ein kommunistischer Antrag, der eine 15prozentige Lohn und Gehaltsaufbesserung generell verlangt, und ein Antrag des Landbundes, der eine Erhöhung des Betrages, der der Hauptstaatskasse als Reingewinn zufließt, um 88 000 t. fordert, abgelehnt. Ein Antrag der Deutschen Volkspartei, in dem Auskunft über die zukünftige finanzielle und wirtschaftliche Entwicklung der staatlichen Betriebe gewünscht wurde, sand durch die Ausführungen des Regierungsvertreters seine Erledigung. Reichsfinanzminister Dr. Köhler in Darmstadt. Der Reichsminister der Finanzen, Dr. Köhler, der am 7. März in Darmstadt weilte, besuchte zunächst das dortige Finanzamt und behandelte in einer mehrstündigen Besprechung mit dem Chefpräsidenten und seinen Referenten die dringenden technischen Fragen im Bereiche der Finanzverwaltung. Dann stattete er dem hessischen Finanzminister einen Besuch ab. Die Fremdenlegionswerbungen im besetzten Gebiet. vertrages mit Deutschland. Der Jahresbericht der Regierung zeigt eine zunehmende Steigerung des Handels mit Deutschland. Der Export im vergangenen Jahre betrug 31 Millionen Dollar, der Import aus Deutschland dagegen nur 14 Millionen Dollar. Verbot einer deutschen Zeitung in Oberschlesien. Die in Beuthen erscheinende„ Oberschlesische Zeitung" ist auf die Dauer von zwei Jahren für das polnische Staatsgebiet vers boten worden. Die deutsche Gendarmerie hat auf dem Bahnhof von Landau wieder einen Trupp Deutscher angehalten, die sich für die französische Fremdenlegion verpflichtet haben. Es handelt sich um sechs junge Leute, die nach Feststellung ihrer Personalien wieder auf freien Fuß gesetzt wurden. Als Führer tommt diesmal ein Denischer in Frage, der es aber verstand, sich der Feststellung zu entziehen, indem er einen gerade in der Richtung Neustadt a. d. H. abfahrenden Zug bestieg, von dem er unterwegs absprang, weil er befürchten mußte, in Neustadt verhaftet zu werden. * Fast 5000 Tote in Japan. Der offizielle, von Japan veröffentlichte Bericht über die Menschenverluste bei der Erdbebenkatastrophe beziffert die Zahl der Toten auf 4774. Dazu kommen etwa 1000 Berlegte und 50 000 Obdachlose. An vielen Orten liegen Schwerverlegte auf Filmverbot. Die Rheinlandkommission hat den Film„ Des Lebens Würfel", der auch den Titel„ Des Lebens Würfelspiel" trägt, zur Aufführung im besegten Gebiet verboten. den Straßen, da die Ortschaften völlig abgeschnitten sind, so daß teine Hilfeleistung möglich ist. Aus Flugzeugbeobachtungen er= gab sich, daß zwei Drittel der Stadt Minenama durch Feuer zerstört worden sind. 4 Die deutsch- kanadischen Handelsbeziehungen. Wie aus Montreal gemeldet wird, beschäftigt sich die kanaDie Volksgesundheit in Deutschland. In einer Denkschrift über die gesundheitlichen Verhältnisse des deutschen Volkes im Jahre 1925, die dem Reichstag zu= gegangen ist, wird festgestellt, daß gegenüber dem Vorjahr im allgemeinen eine Besserung zu verzeichnen ist. Schiffsunglück auf dem Rhein. Am Montag vormittag riß sich in Homberg ein französischer, mit Kohlen beladener Kahn los und trieb den Rhein hinab. Der Kahn stieß dabei mit verschiedenen vor Anker liegenden Schiffen zusammen und riß sie mit sich. Etwa ein halbes Dutzend Schiffe trieb gegen die Strompfeiler der Ruhrort- Homberger Rheinbrücke, wobei der französische Kahn in zwei Teile zerbrach und sant. Die Besatzung konnte nur das nadte Leben retten. * Auswüchse der Erwerbslosenunterstützung. Zu welch unerfreulichen Zuständen die im Vergleich zu den Arbeitslöhnen recht hohe Erwerbslosenunterstützung führen kann, zeigt ein Fall, der sich im Kreise Liebenwerda zugetragen hat. Drei Erwerbslose verlangten von der Gemeinde G. die Zuweisung von Arbeit gegen ein ordentliches Entgelt. Die drei hatten ein Arbeitsangebot, das ihnen wöchentlich ,, nur" 9-11 Mark Lohn eingebracht hätte, abgelehnt, weil sie soviel und unter Umständen noch mehr aus der Erwerbslosenunterstügung bezogen. Wegen des Arbeitsverzichtes erfolgte jedoch von seiten des Kreisarbeitsamtes der Ausschluß von weiterer Arbeitsvermittlung und die Entziehung der Erwerbslosenunterstützung. Die Gemeinde beschloß nun, wenn das Arbeitsamt auf Entziehung der Erwerbslosenunterstügung verbleiben sollte, den drei Betroffenen durch Wegeausbesserungen Arbeit zu beschaffen und für diesen Zwed vorläufig 200 Mark zur Verfügung zu stellen. Wochenrückblick. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig, die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Die Erklärungen Nr. 11. zur Umjak und Einkommensteuer. Steuerpflichtige unseres Bezirtes, für die das Kalenderjahr maßgebend ist, und buchführende Steuerpflichtige, deren Wirtschaftsjahr in der 2. Hälfte des Kalenderjahres 1926 zu Ende ging, haben Steuererklärungen bis zum 15. März abzugeben. Die Formulare werden in diesen Tagen zugestellt. An die ver spätete Abgabe oder Versäumnis bezw. Verweigerung der Abgabe der Erklärungen fnüpfen sich erhebliche Nachteile, wie Steuerzuschläge, Geld- oder schließlich gar Gefängnisstrafen. Es versäume daher niemand den festgesetzten Termin. Betriebe mit umfangreicher Buchführung können beim Finanzamt Antrag auf Fristerstreckung stellen, desgl. alle diejenigen, die aus nachzuweisenden Gründen bis zum festgesetzten Termin nicht in der Lage sind, die Erklärung abzugeben. In China schließt sich der Ring um Schanghai immer enger. Allen ableugnenden Meldungen zuwider schiebt sich die Kantonarmee immer weiter vor. Englands Befürchtungen steigen damit wieder. Im Sieg der Kantonarmee sieht es den Sieg des bolschewistischen Rußland, das ihm im Osten gefährlich wer den kann. Daher auch im englischen Unterhaus eine sehr scharfe Russendebatte mit der Forderung des Abbruches der diplomatischen Beziehungen zu Rußland. Damit will aber der englische Ministerpräsident noch nicht spielen und zog sich einen Mißtrauensantrag zu, der originellerweise sein Gehalt um 100 Pfund( 2000 Mark) fürzen wollte. Der. Antrag wurde abgelehnt. Frankreich trat mit seinem neuen Rüstungs- und Befestigungsprogramm vor die Oeffentlichkeit. Danach wird es aus einem waffenstarrenden noch zu einem Fort- umgürteten. Von Belfort bis Düntirchen, also von der Schweiz bis zum Aermelkanal soll eine betonierte Schützengrabenlinie laufen. Dahinter schwere Befestigungen. Man kann bald diese furchtbare Angst Frankreichs nicht mehr verstehen. Doppelt interessant ist aber, daß das Rüstungsprogramm auf die amerikanischen Abrüstungsgedanken des Präsidenten wie ein Keulenschlag wirken muß. Mit diesem zum„ Schutze gegen deutsche Ueberfälle" gebauten Befestigungsgürtel hat man aber einen guten Vorwand, ihn auch längs der italienischen Grenze fortzusetzen und diese Grenze in der harmlosesten Weise auszupanzern. Was wird Jtalien dazu sagen? In diesem Lande ist die Spannung zwischen der faszistischen Miliz und der Armee erheblich gewachsen. Als oberste Führer stehen sich hier gewissermaßen Mussolini und der König gegenüber. Ein stiller Kampf ist da entbrannt, und wenn Mussolini nicht die Interessen ins Ausland werfen kann, so fann es zwischen den beiden Lagern zu erheblichen Differenzen kommen. Der deutsche Außenminister Stresemann übernimmt die Präsidentschaft für die jetzige Tagung des Völkerbundsrates! Gewiß ein bedeutsames Ereignis. Allerdings ist diese Uebernahme eine Ehre, die für Deutschland zunächst nicht den geringsten Vorteil bringt. Dabei stehen für Deutschland bedeutsame Punkte auf der Tagesordnung, über deren Behandlung noch zu reden sein wird. Wünschen wir der Tagung einen ersprießlichen Verlauf! In den wesentlichsten Teilen gilt für die diesjährige Steuererklärung das gleiche wie im letzten Jahr; wir verweisen daher allgemein auf die in dieser Zeitung veröffentlichten Erläuterungen zur Umsatz- und Einkommensteuererklärung und Veranlagung für 1925, insbesondere auf die Ausführungen in den Nummern 6, 8 und 17 des Jahrgangs 1926. Umjagsteuererklärung. Eine Erklärung hat innerhalb der Frist abzugeben: 1. Jeder Umsatzsteuerpflichtige, dem ein Erklärungsformular zugestellt wird. 2. Auch wenn kein Formular zugestellt wurde: a) Jeder Pflichtige, der Buch führt und regelmäßige Abschlüsse macht, b) die übrigen Pflichtigen, deren Umsatz im Jahre 1926 mehr als 10 000. betragen hat. Befreit von der Abgabe einer Umsatzsteuererklärung sind daher nur die nichtbuchführenden und auch nicht zur Buchführung verpflichteten Personen mit einem Gesamtumsatz ( einschließlich des etwa steuerfreien) von unter 10 000. im Jahre 1926. Es sind zwei Arten Formulare vorgesehen und zwar ein ausführlicheres für buchführende Gewerbetreibende und ein ab gekürztes für nicht buchführende Gewerbetreibende. Dem letzte ren ist ein Fragebogen beigefügt, den diejenigen ausfüllen müfsen, die nicht die spezielle Einkommensteuererklärung abzugeben haben, deren Gewinn vielmehr mangels Buchführung aus dem Umsatz zu schätzen ist. Die Umsatzsteuer wird im Regelfall durch die Vorauszah lungen abgegolten sein. Die Abgabe der Steuererklärung dient deshalb in erster Linie der Kontrolle. Umsätze, die durch die Vorauszahlung nicht erfaßt sind, werden jetzt nachversteuert, umgekehrt tönnen Senkungen des Jahresumsatzes jetzt berüdsichtigt werden, die etwa durch Herauszahlungen bei rückgängig gemachten Geschäften oder irrtümlicher Angabe steuerfreier Um jätze in den bereits abgegebenen Voranmeldungen eintreten. Anzugeben ist der gesamte Jahresumsatz ohne irgend welche Abzüge für Untosten, Provisionen usw., und zwar getrennt für die Zeit von Januar bis März und von April bis Dezember. da hierfür verschiedene Steuersätze in Frage kommen( 1 Prozent bezw. 0,75 Prozent). Der Umsatz stellt sich als der Gesamtbetrag alles dessen dar. was als Entgelt für die gewerblichen Leistungen vereinnahmt worden ist. Das Umsatzsteuergesetz schreibt bekanntlich die Aufzeichnungen aller gewerblichen Einnahmen vor. Aus diesen Aufzeichnungen läßt sich daher der in die Steuererklärung aufzunehmende Betrag ohne Schwierigkeiten ermitteln. Neben den von fremder Seite empfangenen Einnahmen ist in einer beson deren Spalte anzugeben der Preis derjenigen Waren, die aus dem Geschäft für den eigenen Bedarf verbraucht oder verschenkt wurden. Vor falschen Angaben fann namentlich hinsichtlich des Umsatzes nicht dringend genug gewarnt werden, da abge= sehen von der Unmoral allerlei Kontrollmittel zur Nachprüfung der angegebenen Umsätze zur Verfügung stehen. Falsche Angaben führen gewöhnlich zu anderweitigen und gewöhnlich viel höheren Schätzungen durch den Steuerausschuß, denen der Betroffene dann machtlos gegenüber steht. Nicht zum Umsatz zählen die nicht zum Gewerbebetrieb gehörenden Einnahmen, z. B. Wohnungsmieten, Versicherungssummen und sonstige Schadenersatzgelder. Auch die reinen Geldumjätze gehören nicht dazu, z. B. Kredithereinnahmen, Abhub Dom Bank, Sparkassen- oder Postichedtonto, die auf Kassatonto gebucht werden, ferner auch Verzugszinsen. Bom derart berichtigten Gesamtumjazz werden dann im Umjagsteuererklärungsformular die etwaigen gesetzlich steuerfreien Umsätze in Abzug gebracht. Für das Handwerk tommen gesetzlich steuerfreie Umsätze seltener vor. In Frage kommt die Angabe der steuerfreien Umjäge aus aufeinanderfolgenden Lieferungsgeschäften( 3wischenhandelsprivileg), bei denen der unmittelbare Besitz durch den Steuerpflichtigen nicht übertragen worden ist(§ 7 des Gesetzes), ferner die Steuerfreiheit des Erports und Imports. Weiterhin tönnen als Abzugsposten angegeben werden Ersatzforderungen für Beförderungs- und Verficherungskosten in Höhe der tatsächlich entstandenen Ausgaben, wenn sie dem Abnehmer gesondert in Rechnung gestellt worden sind, außerdem die Kosten der vom Steuerpflichtigen etwa gegen Erstattung des Rechnungsbetrages zurüdgenommenen Warenumschließung( Fässer, Kisten, körbe usw.). Abziehbar sind schließlich auch die etwa vorgekommenen Rückzahlungen von Einnahmen aus früheren Steuerabschnitten, für die Umsatzsteuer bereits vorausbezahlt wurde. Sonnabend, den 12. März 1927. Die vorstehend genannten, gejehlich steuerfreien Umjähe jind in dem abgekürzten Erklärungsformular für nicht buchführende Gewerbetreibende nicht einzeln aufgeführt. Wo steuerfreie Umjätze der oben genannten Art Dorgekommen sind, müssen die ausführlicheren Erklärungsformulare, die bei den Finanzamtern erhältlich sind, ausgefüllt werden. Hat sich der Umjay gegen das Vorjahr erheblich geändert, dann dürfte es zwedmäßig sein, die Gründe zu erläutern. Die Eintommensteuererklärung. Zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung sind verpflichtet: 1. alle Steuerpflichtige, denen ein Erklärungsformular zu gestellt wird. 2. Auch wenn tein Formular zugestellt wurde, alle Steuerpflichtige, a) deren Gewinn auf Grund des Abschlusses ihrer Bücher ermittelt werden kann, b) die ohne Buchführung ein Eintommen von über 8000 L gehabt haben. Wie hoch ist die Steuer? Vollkommen steuerfrei bleiben alle Personen, deren Einnahmen( d. h. Umjak) weniger als 1300 Rmt. im Jahre betragen haben. Die Steuer beträgt: bis zu 8000 Rmf. 10 v. 5., für den Teil des Einkommens zwischen 8000 Dis 12000 Rmf 12% v. 5., für den Teil des Einkommens zwischen 12 000 bis 16 000 Rmt. 15 D. H., für den Teil des Einkommens zwischen 16 000 bis 20 000 Rmt. 20 p. S., Beseitigung der Vertrauensfrise der Justiz. Richterentlastung. Bon Justizoberinspektor Otto Meyer, Essen. Die Vorwürfe, die in den letzten Monaten mit besonderer 17 Gießener Zeitung' Richter zu werden und Richter zu sein. Zu dieser Frage nimmt auch ein Aufsatz der Deutschen Juristenzeitung" in Heft 1/27 über„ Die Zukunft der Deutschen Gerichtsverfassung" von Landgerichtsdirektor Dr. Wunderlich- Leipzig( M. d. R.) Stellung. Um zu einer Besserstellung der Richter zu kommen, hält auch er cine starte Berringerung der Richterzahl für erforderlich. Dieses Ziel tönne ohne Schädigung der Interessen der Rechtsuchenden u. a. dadurch erreicht werden, daß eine weitere Uebertragung von Richtergeschäften auf die Rechtspfleger, die Beamten des mittleten Justizdienstes, erfolge, so daß dem gelehrten Richter im wesentlichen die Urteilsfindung als Haupttätigkeit übrig bleibe. Diese Bestrebungen der Richter begegnen sich weitgehend mit den Vorschlägen der Standesvertretung der Rechtspfleger. Nachdem die Rechtspfleger auf Grund der kleinen Justizreform schon jeit sechs Jahren einen Teil der Richtergeschäfte in Grundbuch, Vormundschafts, Nachlaß und Registerjachen selbständig bearbeiten, haben sie mehrfach die Erweiterung des Reichsentlastungsgesetzes vom 11. März 1921 sowie ferner die Ausgeftal tung des Güteverfahrens und ihre Beteiligung an demselben in Anregung gebracht und als wirkjame Maßnahmen zur Ent lastung des Richters und zur Berringerung der Richterzahl bezeichnet. In einer eingehend begründeten Denkschrift, die zurzeit dem Rechtsausschuß des Reichstages vorliegt, haben sie dargelegt, daß der Richter das Güteverfahren bei der heutigen Ueberlastung nicht so durchführen könne, wie es im Interesse dieses zur Prozeßverhütung ganz besonders geeigneten Verfahrens erforderlich sei. Sie haben ferner Vorschläge auf Heranziehung des Rechtspflegers zum Zwangsversteigerungs-, Zwangsverwaltungs-, Offenbarungseids- und Kontursverfahren usw. sowie zu den Aufgaben der Justizverwaltung ausgearbeitet. Wenn von dieser Möglichkeit der Entlastung der Richter weitgehend Gebrauch gemacht wird, und wenn die Richter entsprechend der Aufgabensteigerung besser besoldet werden, so find die Wege geebnet, die zu einer die hohen Erwartungen der Boltsgenossen erfüllenden Verwaltung des Richteramtes führen. April ab. Heftigkeit gegen den Richterstand und die Rechtspflege erhoben Nur zweimalige Abführung der Lohnsteuer vom worden sind, haben mehrfach auch zu einer Stellungnahme der Richterschaft geführt. Es ist dabei aber nicht nur die berechtigte Zurüdweisung übertriebener Angriffe zum Ausdrud gebracht worden, sondern die Auseinandersetzungen haben auch sehr wertvolle Anregungen darüber ergeben, auf welchen Wegen die Ver trauensfrise der Justiz überwunden werden kann. Die Deutsche Richterzeitung" bringt in einer Beilage zum Heft 1/27 aus der Feder des Ministerialdirektors Dr. MüllerMünchen hochbedeutsame Ausführungen über„ Amt und Stellung des Richters", die auch für weitere Kreise von großem Interesse sind. Als Leitsatz der Arbeit wird mit besonderer Betonung herausgestellt, daß das Richteramt so wichtig, so schwierig und so beladen mit Verantwortung sei, daß nur die Besten den Die vom Arbeitslohn einbehaltenen Steuerabzugsbeträge find für Lohnzahlungen, die nach dem 31. März 1927 bewirkt werden, durch eine Verordnung des Reichsfinanzministers vom 19. Februar 1927 nur noch zweimal monatlich abzuführen, und zwar für Lohnzahlungen in der Zeit vom 1. bis 15. eines Kalendermonats bis zum 20. und für Lohnzahlungen in der Zeit vom 16. bis zum Schlusse eines Kalendermonats bis zum 5. des folgenden Kalendermonats. Entsprechendes gilt für die Arbeitgeber, die den Steuerabzug durch Einkleben und Entwertung von Steuermarten vornehmen. Anforderungen gewachsen seien. Der Erreichung des Ideal Nur noch vierteljährliche Vorauszahlungen auf die zustandes, daß alle Leistungen der Richter restlos befriedigten, stände aber die große Zahl der Richter( 12 000 im Deutschen Reich) hindernd im Wege. Die sich daraus ergebende Forderung der Verminderung der Richterzahl sei auf zwei Wegen zu erreichen: einmal sei eine Beschränkung der richterlichen Aufgabe auf die Tätigkeit des Spruchrichters, d. h. die Entscheidung über Rechtmäßigkeit, Inhalt und Umfang eines privat- oder öffent lich- rechtlichen Anspruchs erforderlich, so daß also die Tätigkeit in Vormundschafts, Nachlaß, Grundbuch, Register und Ermittlungsfachen nicht in den Rahmen des Wirkungskreises des Richters im strengen Sinne dieses Wortes gehöre. Sodann müsse mit den Richterkräften besser hausgehalten werden; der Richter und sein Urteil sollten nur insoweit in Anspruch genommen wer den, als die Bedeutung der Angelegenheit auch staatspolitisch die Inanspruchnahme der staatlichen Rechtsinstanz rechtfertige. Bagatellsachen sollten und könnten auch von anderen Organen erledigt werden. Dabei wird darauf hingewiesen, daß die Maßnahmen zur Prozeßverhütung( Schlichtungs-, Sühne, Güteverfahren usw.) unter der Voraussetzung zweckmäßigen Ausbaues und geschickter Handhabung zur erheblichen Entlastung der Gerichte und Verminderung der Richterzahl wesentlich beitragen lönnten. Sehr wichtig ist ferner der Hinweis der genannten Schrift, daß eine der wichtigsten Grundlagen einer unbeeinflußten und unbeeinflußbaren Rechtspflege die durch ein ausreichendes Eintommen gesicherte Unabhängigkeit der Richterexistenz sei. Der Richter müsse so besoldet sein, daß er wirtschaftlichen Sorgen überhoben, und daß es auch dem Unbemittelten möglich sei, Umsatzsteuer. Auf die wiederholten Anträge des Hansa Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie hat der Reichsfinanzminister in einem Erlag vom 19. Februar 1927 bestimmt, daß mit Wirkung von dem mit dem 1. April 1927 beginnenden Kalendervierteljahr ab von monatlichen Voranmeldungen und monatlichen Voraus zahlungen auf die Umsatzsteuer abgesehen wird. Daher haben die Monatszahler noch am 10. März( durch besondere Anweisung verlängert bis zum 15.) und 10. April 1927( fommt jetzt erst) monatliche Vorauszahlungen zu leisten und zu dem gleichen Zeitpunkt Voranmeldungen abzugeben. Späterhin haben alle Umsatzsteuerpflichtigen vierteljährlich erstmalig zum 10. Juli 1927 Voranmeldungen für das jeweils vorangegangene Vierteljahr abzugeben und entsprechende Vorauszahlungen zu leisten. Verzugszinsen werden nicht erhoben, wenn Voranmel dungen und Vorauszahlungen bis einschließlich zum 15 des Fälligkeitsmonats, also bis einschließlich 15. Januar, 15. April, 15. Juli und 15. Oktober beim Finanzamt eingehen. * Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr! Mitgeteilt vom Deutschen Verein für Sicherungskunde e. V., München. In einer Zeit des Hastens und Treibens nach Erwerb, wie es die unsere ist, bleiben diejenigen Einrichtungen oft zu wenig beachtet, welche in uneigennütziger Weise am Volkswohle arbeiten. Zu diesen gehören in erster Linie unsere freiwilligen Feuerwehren. Trotzdem es allgemein bekannt ist, daß die Wehrmänner oft unter Einsetzung ihres Lebens des Nächsten Hab und Und um den Sinn und die weittragende Bedeutung dieser Der Rhein, sein Werden und Wirken. einzigartigen Beranstaltung recht zu würdigen, bedarf es zuvor Ausstellung Koblenz 1927. Bereits vor längerer Zeit ist der Plan aufgetaucht, die kulturbewegende Kraft des Rheinstromes in der Geschichte, seinen bestimmenden Einfluß auf die Lebensgestaltung der Menschen in den ihn umrahmenden Landschaften und die durch ihn gewiesenen Möglichkeiten zu weiterer Entwicklung einer breiten Oeffentlichkeit in einer systematischen Uebersicht zu veranschaulichen. Mit Unterstützung von Reichs, Staats- und Provinzialbehörden wird, wie in der Presse bereits angekündigt, die Stadt Koblenz im Juli August dieses Jahres diesen Gedanken in einer großen Schau„ Der Rhein, sein Werden und Wirken" in die Tat umsetzen. Die Vorbereitungen sind nunmehr soweit ge= diehen, daß sich über Art und Inhalt dessen, was gezeigt werden joll, ein flareres Bild gewinnen läßt. der Klarlegung jener großen Umwälzung auf geistesgeschichtlichem Gebiete, als deren erste repräsentative Kundgebung gro Ben Stils sich die Ausstellung„ Der Rhein, sein Werden und Wirken" uns darstellt. Zergliederung der Gesamterscheinung fultureller und wirtschaftlicher Lebensentwidlung, Sonderung des lebendigen Ganzen in eine Unzahl gegeneinander abgeschachtelter Forschungsgebiete fennzeichneten bis dahin die Methode wissenschaftlicher Erkenntnis. Sie war so ausschließlich davon bestimmt, daß mit der fortschreitenden Entwicklung unter der erdrückenden Fülle fachlicher Einzelforschung der Ueberblick über die Zusammenhänge des Ganzen mehr und mehr verlorenging. Freilich: eine wissenschaftliche Forschung ohne präzise Umreißung des zu untersuchenden Forschungsgegenstandes ist auch heute nicht gut denkbar, jedoch mit einer bloßen Nebeneinanderstellung aller Teilresultate aus den Einzelgebieten ließ sich auf die Frage nach den Voraus widlung keine befriedigende Antwort geben. Dies vor allem nicht für eine Generation, der, wie die jüngste Geschichte zeigt, gewaltiger Geschehnisse den ursächlichen Zusammenhang so vieler, scheinbar berührungsloser Tatsachen und Ereigniskomplege immer wieder zum Bewußtsein gebracht hat. Die große kulturelle Sendung und insonderheit die übersetzungen und Möglichkeiten kultureller und wirtschatflicher Entragende wirtschaftliche Bedeutung, die dem Strome von jeher eigen waren, verlodten ja auch in besonderem Maße dazu, ihm von den verschiedensten Wissenschaftszweigen her eine bevorzugte Beachtung zu schenken. Indessen war damit der Boden noch feineswegs bereitet für eine umfassende, die wesentlichen Grundzüge des Rheines als des für die Entwicklung seiner Uferlandschaften entscheidenden Gestaltungsfaktors plastisch herausarbeitende Darstellung der Art, wie sie die Rheinschau in Koblenz schaffen will. Dazu bedurfte es erst in der wissenschaftlichen Betrachtungsweise und Forschungsmethode jenes tiefgreifenden Wandels, den wir seit Beginn unseres Jahrhunderts sich immer machtvoller vollziehen sehen. Notwendig hat sich so die Wissenschaft darauf besonnen, daß vielfach wesentliche Erscheinungsformen insbesondere der kultu rellen und wirtschaftlichen speziellen Forschungsgebiete, ohne die Hinzuziehung der Ergebnisse anderer Wissenschaftszweige überhaupt nicht befriedigend zu erklären sind. Indem sie den so vorgezeichneten Weg weiter verfolgte, gelangte sie zu einer Be trachtungsweise, die auf die Erforschung der lekten gemeinsamen Nr. 11. Gut zu erhalten suchen, nimmt man ihre aufopfernde Tätigkeit als etwas selbstverständliches hin. Es muß aber andererseits festgestellt werden, daß eine Reihe von Kommunalverwaltungen nicht allein den Wert der Feuerwehren zu würdigen wissen, sondern gemeinsam mit diesen on dem Ausbau eines örtlichen Feuerschußes arbeiten. Die Stadt- und Gemeindeverwaltungen, welche die Verwalter von Gemeindegut verschiedenster Art sind, haben pflichtgemäß für die Sicherheit der ihnen anvertrauten Werte Sorge zu tragen. Darüber hinaus liegt ihnen aber auch die Erhaltung des Gutes ihrer Mitbürger ob. Die Bernichtung jeder Habe ihrer Mitbürger, ob groß oder flein, bedeutet eine Berringerung von Bollsvermögen, wovon in erster Linie die Heimatgemeinde betroffen wird. Bei den zunehmenden Gefahrenquellen, welche beispielsweise durch Lagerung von Betriebsstoffen für Motorräder und Autos usw. erwachsen, und vor allem beachtend, daß unser Voltsvermögen hauptsächlich in Sachwerten besteht, ist der Ausbau von Gemeindefeuerschutzeinrichtungen dankbar zu begrüßen. In der richtigen Erkenntnis, daß es besser ist, einen Brand im Entstehen zu löschen, als cinen Großbrand mit der bestorganisierten Feuerwehr zu betämpfen, haben es sich die Feuerwehren zur Aufgabe gemacht, der Vorbeugung von Bränden die größte Beachtung zu schenken. Rachstehender Bericht einer staatlichen Versicherungsanstalt an den Deutschen Verein für Sicherungskunde wird vielleicht für manche Kommunalverwaltung von Interesse sein. ,, Die Marktgemeinde D. hat gemeinsam mit der Feuerwehr die Standplätze von Handfeuerlöschern( Marte Minimag) nicht nur in der örtlichen Bresse, sondern auch durch Anbringung der auffallenden Minimar Schilder an den Gebäuden, wo sich ein Apparat befindet, bekannt gemacht. Dadurch ist die gerade für den Erfolg der Handfeuerlöscher entscheidende Voraussetzung eines rajchen, unverzüglichen Eingreifens gesichert. Die Mitwirkung der Feuerwehr bietet Gewähr dafür, daß sie auch fünftig vor jedem Schadenfeuer, auch bei einstem Umfang, sofort verständigt wird. Erst durch das Zusammenwirken von Hand feuerlöschern und der Feuerwehr wird ein vollkommener Feuer schutz erreicht werden. Diese Einrichtung verdient Nachahmung." Lotales. Wiedersehen mit einem Vergessenen. Fünf Monate so etwa ist es her, da hatte man ihm schon den Abschied geben wollen. Aber da sah er auf einmal so schmud, so richtig jugendfrisch aus, daß die Wehmut des Scheidens die Oberhand gewann. So trennten wir uns doch noch nicht endgültig von ihm. Zärtlich streichelten und bürsteten wir an ihm herum, wobei wir ihn mehrfach, ohne es zu wollen, ans Herz drückten. Dann hielten wir ihn wieder hoch vor uns hin, so richtig ins helle Licht hoben wir ihn; merkwürdig, wie sehr er unter unsern zärtlichen Gefühlen und unserer sorglichen Behand lung gewonnen hatte. Noch einmal war er gerettet, noch einmal waren wir unzertrennlich, wie er für sich allein es auch noch ein mal sein sollte, obwohl das Messerchen, das ihm an die Nähte wollte, gierig auf dem Nähtische blinkte. Das Geschid bewahrte ihn davor. Eine Hand voll weißer Kugeln verteilten wir in alle seine Taschen, weiße Zauberkugeln, die ihn vor dem Gefressen werden bewahren sollten; und dann hängten wir ihn, nochmals tröstend ihn mit den Händen streichelnd, über den Bügel in den Schrank, den alt und treugedienten Sommer Ueberzieher. Fünf Monate ist es her. Fünf Monate haben wir nicht mehr an ihn gedacht. Bis wir jetzt, unterm Märzsonnenschein, auf einmal an ihn erinnert werden. Ueber Nacht ist uns sein winterlicher Bruder zur Last geworden; ob er nun ein bescheidener Paletot, oder ein anspruchsvoller, dider Pelzbengel ist: er ist uns zu schwer geworden; wir sehnen uns den schlanken Bruder zurück, der uns freieres Bewegen, frischeres Ausschreiten, freund lichere Nachbarschaft in den Verkehrsmitteln ermöglicht. Da holen wir ihn denn aus seinem Winterquartier, aus dem dunkel sten, hintersten Winkel des Schrankes hervor. Gleich beim ersten Griff in eine seiner Taschen eine Ueberraschung: da flimpern noch ein paar Geldſtüde. Das macht ihn schon sympathisch. Das ist so etwas, wie das große Los, Geld zu finden, wo man's gar nicht erwartet hat. Die weißen Zauberfugeln sind fast ver schwunden, haben wirksam ihren Zauber ausgeströmt, sind verduftet. Aber, nun wir ihn gegen die Sonne heben, da glänzt er förmlich vor Wiedersehensfreude, und es ist, als ob dide Tränen in seinen viel zu weit aufgerissenen Knopflöchern hängen. Es ist ja nett von ihm, daß ihn das Wiedersehen so rührt. Grundtatsachen der Entwicklung menschlichen Lebens hinzielt. Wie diese ursprünglichen Gegebenheiten dann in den einzelnen Entwicklungszweigen ihren besonderen, richtunggebenden Ein fluß ausüben, wie sie zur Entstehung besonders gearteter, typi scher Erscheinungsformen in ihrem Wirkungsbereiche führten und führen mußten, wie sie endlich auch weitere, ganz bestimmte Entwicklungsmöglichkeiten in sich bergen, das zu erhellen, hat die moderne Forschung sich zu ihrer ferneren Aufgabe gestellt. Als eine der wichtigsten und in vielfältiger Hinsicht aus schlaggebendsten Grundtatsachen stellt sich einer so gerichteten Betrachtungsweise aber der natürliche Lebensraum dar, der naturgegebene Organisationsraum menschlicher Lebensentfal tung. Mit ihren phyfisch geographischen Gegebenheiten, die die Entwicklungsmöglichkeiten für den Menschen in sich bergen, wird so die Naturlandschaft zur Ausgangsform der tatsächlichen Ent wicklung. Jede hervorstechende Besonderheit, die der natürlichen Landschaft ihr ganz besonderes Gepräge gibt, muß so not wendigerweise auch die Erscheinungsformen menschlicher Lebens gestaltung entscheidend beeinflussen: die Naturlandschaft wird zum Schicksal der Menschen, die in ihr wohnen! Gibt es in der natürlichen Landschaft aber einen bestimmen deren Gestaltungsfaktor als den lebendigen Strom mit seinen unablässig sich erneuernden schöpferischen Kräften! Und weiter: gibt es unter den großen Strömen unseres Vaterlandes einen, an dem die natur- und seit Jahrtausenden fulturbewegende Wir tung auf das gesamte von ihm durchflossene Gebiet deutlicher in die Erscheinung träte als den Rheinstrom! Und in der Tat: nirgendwo noch hat eine von der vorstehend gezeichneten Einstellung beherrschte wissenschaftliche Er forschung des Wirtens einer großen, über allen menschlichen Ordnungen stehenden Naturerscheinung von der Art des Rheines Sonnabend, den 12. März 192 Immerhin: er soll sein winterliches Gnaden gefressen haben; ein bißchen wollen wir ihn Berfrühlingssonne tragen; aber dann, wenn geht, dann wollen wir unsere Liebe auf seine tragen, der uns jedesmal, wenn wir etwas gehen, ein bißchen spöttisch aus dem Schaufens sein ist doch schließlich der Gieg. * Für Fuhrwerksverkehr. Zwecks Vorn anjchluarbeiten wird hiermit die Lahnstraße bergerstraße und Biebertalbahn vom 5. März ओ Furwerkverkehr bis auf weiteres gesperrt. Warnung vor einem Betrüger. In Städten, so auch in unserer Gladi, trat in de raffinierter Betrüger auf, der sich gewöhnlic meistern als Gutsverwalter ausgab, irgend Aufträge erteilte und dabei selbst Kaufauftr Shinten usw. gegen Anzahlung entgegennahm an eine Lieferung zu denken, verschwand. ** Oberheische Fahrplankonferenz. Auf Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. fand u des Jahrplandezernenten der Direttion, Herrn rat Sich, am vergangenen Gonnabend eine ei ang über die Gestaltung des Sommerfahr helen in Nidda statt. Außer der Provinz, fü regierungsrat Dr. Heiz- Gießen erschienen wa teiligten oberbeffifchen Kreise, Städte, Provinze Handelskammern sowie zahlreiche andere Org teten Der Hessische Verkehrsverband hatte se Heren Stemmer- Darmstadt, entsandt, während Cherhessen durch seinen Vorsitzenden, Herrn B jamm- Gießen, vertreten war. Die überaus handlungen hatten das erfreuliche Ergebnis, treten des Sommerfahrplans ab 15. Mai we rungen zu erwarten stehen. * Bon der Garnison. Das 15. Inf- Regt. tember mit allen Bataillonen( Gießen, Marb Weimar) an den großen Manövern der Rei jalen teilnehmen. Das Regiment wird in erste wagentruppe verwandt. Vorher wird die T vier Wochen auf dem Truppenübungsplatz M lus daran einige Zeit auf der Senne üben Fememordprozeß. Am 22. März beginnt gericht in Gießen ein neuer Fememordprozeß. Hagten sind der frühere Leutnant Ernst v Chauffeur Schwing aus Bad Nauheim und der leiter des„ Stahlhelm“ Heinz aus Naumbu lautet auf versuchten Mord und Anstiftung a ehemaligen Oberleutnant Wagner. Im gan geladen. * Von der Landesuniversität. Der orde Geburtshilfe und Gynäkologie und Direkto Frauenklinit, Dr. Rudolf Theodor Edler v einen Ruf auf den ordentlichen Lehrstuhl fi der Akademie in Düsseldorf erhalten. Ferner eußerordentliche Professor für Anatomie und tomischen Institut, Dr. Philipp Stöhr, e teilungsvorsteher und persönlicher Ordinari mische Institut Bonn erhalten. Professor St Folge leisten. Dem Dr. Artur Somme legendi bei der Philosophischen Fakultät für jchaftswissenschaft erteilt. † Aus der hessischen Forstwirtschaft. tabilität des hessischen Staatsforstbetriebs meister kürzlich im Finanzausschuß eine ve der hessischen Aufwendungen mit denjeni belanntgegeben. Daraus ergibt sich, daß S ten Forstverwatlungen im Reiche nachweise züglich der Betriebsausgaben lange nicht a * Der Oberhessische Geschichtsverein h des vor kurzem verstorbenen Oberlehrers Richard Eduard Ottmann erworben, die si der Stadt Gießen erstrecken und besonders feltene Zeitungsbände, Studentenverzeichnis geschichtliche Raritäten enthalten. Ueber Berstorbenen, die Niebergalls Bossen in G volle lateinische und griechische Ausgaben u ben noch nicht verfügt. in so eindeutiger Weise das innige Verf Lebensgebiete mit dem Wesen und den W heinung flargelegt, wie in den den Rhe Uferlandschaften. Das Wesen des Rheines, seine W darzustellen hat sich das bereits 1912 gegrü in Koblenz zur Aufgabe gestellt und sie zu I artigen Erfolg verstanden. Das Werden durch den Strom geschaffenen und in ihm tungskräfte für die sich an seinen Ufern Wirtschaft zu zeigen ist das Ziel der ge Eine große Zahl von Behörden, führenden missenschaftlichen Instituten und Gesellscha Wirtschaftslebens und wirtschaftlichen Verl heiner Berwirklichung zusammengetan. Rheinmuseum und die mit ihm engve find in ihrer Jdee nicht denkbar ohne die au Der Zusammenhänge, auf die Hervorhebun gerichtete neue Einstellung aller daran bet lichen Forschungszweige. Und so weist deni Aufbaues dieser einzigartigen Schau trotz se jenen aufs Ganze gerichteten Blick auf, de zur umfassenden Darstellung des Rheines in Wirten bildet. Entsprechend der oben gekennzeichne wenschaftlicher Betrachtungsweise bildet bir geographische Erfassung der den Rhein Mündung umrahmenden Naturlands benen Geschehnisse in der Oberflächengesta Dem Strome seinen Lauf bestimmten, und w Nr. 11. mt man ihre aufopfernde Tätigkeit es hin. Es muß aber andererseits Reihe von Kommunalverwaltungen euerwehren zu würdigen wissen, jon1 on dem Ausbau eines örtlichen Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Semeindegut verschiedenster Art sind, Sicherheit der ihnen anvertrauten Darüber hinaus liegt ihnen aber auch hrer Mitbürger ob. Die Bernichtung er, ob groß oder llein, bedeutet eine ermögen, wovon in erster Linie die wird. Bei den zunehmenden Ge pielsweise durch Lagerung von Be er und Autos usw. erwachsen, und unser Volksvermögen hauptsächlich in er Ausbau von Gemeindefeuerschutz begrüßen. In der richtigen Erkennt Brand im Entstehen zu löschen, als bestorganisierten Feuerwehr zu beFeuerwehren zur Aufgabe gemacht, Den die größte Beachtung zu schenken. staatlichen Versicherungsanstalt an Sicherungskunde wird vielleicht für ing von Interesse sein. O. hat gemeinsam mit der Feuerwehr euerlöschern( Marke Minimar) nicht sondern auch durch Anbringung der Ider an den Gebäuden, wo sich ein gemacht. Dadurch ist die gerade für rlöscher entscheidende Voraussetzung en Eingreifens gesichert. Die Mittet Gewähr dafür, daß sie auch lünf, auch bei kleinstem Umfang, sofort ch das Zusammenwirken von Handwehr wird ein vollkommener Feuer Einrichtung verdient Nachahmung." tales. it einem Vergessenen. ist es her, da hatte man ihm schon Aber da sah er auf einmal so schmud, daß die Wehmut des Scheidens die nnten wir uns doch noch nicht endtreichelten und bürsteten wir an ihm rfach, ohne es zu wollen, ans Herz ir ihn wieder hoch vor uns hin, so en wir ihn; merkwürdig, wie sehr er fühlen und unserer sorglichen Behand ch einmal war er gerettet, noch einmal wie er für sich allein es auch noch ein s Messerchen, das ihm an die Nähte tische blinkte. Das Geschid bewahrte Oll weißer Kugeln verteilten wir in Zauberkugeln, die ihn vor dem Geollten; und dann hängten wir ihn, it den Händen streichelnd, über den n alt- und treugedienten Sommer r. Fünf Monate haben wir nicht mehr r jetzt, unterm Märzsonnenschein, auf erden. Ueber Nacht ist uns sein wintergeworden; ob er nun ein bescheidener ichsvoller, dider Pelzbengel ist: er ist wir sehnen uns den schlanken Bruder ewegen, frischeres Ausschreiten, freundden Verkehrsmitteln ermöglicht. Da cinem Winterquartier, aus dem dunkels Schrankes hervor. Gleich beim ersten chen eine Ueberraschung: da klimpern Das macht ihn schon sympathisch. Das oße Los, Geld zu finden, wo man's gar e weißen Zauberkugeln sind fast ver n ihren Zauber ausgeströmt, sind verhn gegen die Sonne heben, da glänzt ehensfreude, und es iſt, als ob did veit aufgerissenen Knopflöchern hängen. , daß ihn das Wiedersehen so rührt. widlung menschlichen Lebens hinzielt. Gegebenheiten dann in den einzelnen ren besonderen, richtunggebenden Einur Entstehung besonders gearteter, ippi n in ihrem Wirkungsbereiche führten sie endlich auch weitere, ganz bestimmte en in sich bergen, das zu erhellen, hat die zu ihrer ferneren Aufgabe gestellt. igsten und in vielfältiger Hinsicht aus atsachen stellt sich einer so gerichteten der natürliche Lebensraum dar, der tionsraum menschlicher Lebensentialh- geographischen Gegebenheiten, die die n für den Menschen in sich bergen, wird Sonnabend, den 12. März 1927. Immerhin er soll sein winterliches Gnadenbrot nicht umsonst gefressen haben; ein bißchen wollen wir ihn noch mit uns in die Borfrühlingssonne tragen; aber dann, wenn es auf Ostern zu geht, dann wollen wir unsere Liebe auf seinen Nachfolger übertragen, der uns jedesmal, wenn wir etwas gedrüdt vorübergehen, ein bißchen spöttisch aus dem Schaufenster anlächelt. Denn sein ist doch schließlich der Sieg. # * Für Fuhrwertsverkehr. 3weds Vornahme von Hausanschlußarbeiten wird hiermit die Lahnstraße zwischen Gabels bergerstraße und Biebertalbahn vom 5. März 1927 für jeglichen Fuhrwerfverkehr bis auf weiteres gesperrt. Warnung vor einem Betrüger. In einer Reihe von Städten, so auch in unserer Stadt, trat in der letzten Zeit ein raffinierter Betrüger auf, der sich gewöhnlich bei Handwerksmeistern als Gutsverwalter ausgab, irgend welche erdichtete Aufträge erteilte und dabei selbst Kaufaufträge für Geflügel, Schinken usw. gegen Anzahlung entgegennahm und damit, ohne an eine Lieferung zu denken, verschwand. ** Oberhessische Fahrplankonferenz. Auf Einladung der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. fand unter dem Vorsitz des Fahrplandezernenten der Direktion, Herrn Reichsbahnoberrat Bieg, am vergangenen Sonnabend eine eingehende Bespre chung über die Gestaltung des Sommerfahrplans für Oberhessen in Nidda statt. Außer der Provinz, für die Herr Oberregierungsrat Dr. Seß- Gießen erschienen war, waren die beteiligten oberhejfischen Kreise, Städte, Provinzen, Industrie- und Handelskammern sowie zahlreiche andere Organisationen ver iteten. Der Hessische Verkehrsverband hatte seinen Vorsitzenden, Herrn Stemmer Darmstadt, entsandt, während der Verkehrsbund Oberhessen durch seinen Vorsitzenden, Herrn Beigeordneten Dr. Hamm- Gießen, vertreten war. Die überaus eingehenden Ver handlungen hatten das erfreuliche Ergebnis, daß zum Inkrafttreten des Sommerfahrplans ab 15. Mai wesentliche Verbesserungen zu erwarten stehen. * Bon der Garnison. Das 15. Inf. Regt. wird Ende September mit allen Bataillonen( Gießen, Marburg, Eisenach und Weimar) an den großen Manövern der Reichswehr in Westfalen teilnehmen. Das Regiment wird in erster Linie als Kraftwagentruppe verwandt. Vorher wird die Truppe im August vier Wochen auf dem Truppenübungsplatz Münsingen, im Anschluß daran einige Zeit auf der Senne üben. * Fememordprozeß. Am 22. März beginnt vor dem Schwurgericht in Gießen ein neuer Fememordprozeß. Die Hauptange flagten sind der frühere Leutnant Ernst von Salomon, der Chauffeur Schwing aus Bad Nauheim und der ehemalige Schriftleiter des„ Stahlhelm" Heinz aus Naumburg. Die Anklage lautet auf versuchten Mord und Anstiftung zum Mord an dem ehemaligen Oberleutnant Wagner. Jm ganzen sind 70 Zeugen geladen. * Von der Landesuniversität. Der ordentliche Professor für Geburtshilfe und Gynäkologie und Direktor der UniversitätsFrauenklinik, Dr. Rudolf Theodor Edler von Jaschke, hat einen Ruf auf den ordentlichen Lehrstuhl für Gynäkologie an der Akademie in Düsseldorf erhalten. Ferner hat der planmäßige außerordentliche Professor für Anatomie und Profektor im anatomischen Institut, Dr. Philipp Stöhr, einen Ruf als Abteilungsvorsteher und persönlicher Ordinarius an das anatomische Institut Bonn erhalten. Professor Stöhr wird dem Rufe Folge leisten. Dem Dr. Artur Sommer wurde die venia legendi bei der Philosophischen Fakultät für das Fach der Wirtschaftswissenschaft erteilt. † Aus der hessischen Forstwirtschaft. Zur Frage der Rentabilität des hessischen Staatsforstbetriebs hat der Landforst meister kürzlich im Finanzausschuß eine vergleichende Uebersicht der hessischen Aufwendungen mit denjenigen anderer Länder bekanntgegeben. Daraus ergibt sich, daß Hessen eine der billigsten Forstverwatlungen im Reiche nachweisen kann und auch be züglich der Betriebsausgaben lange nicht an erster Stelle steht. * Der Oberhessische Geschichtsverein hat die Sammlungen des vor kurzem verstorbenen Oberlehrers i. R. Professor Dr. Richard Eduard Ottmann erworben, die sich auf die Geschichte der Stadt Gießen erstreden und besonders Zeitungsausschnitte jeltene Zeitungsbände, Studentenverzeichnisse und andere loka!- geschichtliche Raritäten enthalten. Ueber die Bibliothek des Verstorbenen, die Niebergalls Bossen in Erstdruden und wertvolle lateinische und griechische Ausgaben umfaßt, haben die Erben noch nicht verfügt. ur Ausgangsform der tatsächlichen Entechende Besonderheit, die der natürlichen esonderes Gepräge gibt, muß so not Erscheinungsformen menschlicher Lebens beeinflussen: die Naturlandschaft wird chen, die in ihr wohnen! rlichen Landschaft aber einen bestimmenI als den lebendigen Strom mit seinen den schöpferischen Kräften! Und weiter: zen Strömen unseres Vaterlandes einen, seit Jahrtausenden kulturbewegende Wir von ihm durchflossene Gebiet deutlicher e als den Rheinstrom! nirgendwo noch hat eine von der vorstellung beherrschte wissenschaftliche Er einer großen, über allen menschlichen turerscheinung von der Art des Rheines in so eindeutiger Weise das innige Verflochtenfein wichtigster Lebensgebiete mit dem Wesen und den Wandlungen dieser Erscheinung flargelegt, wie in den den Rheinlauf umrahmenden Uferlandschaften. Das Wesen des Rheines, seine Wandlungen erschöpfend darzustellen hat sich das bereits 1912 gegründete ,, Rheinmuseum" in Koblenz zur Aufgabe gestellt und sie zu lösen mit einem einzigartigen Erfolg verstanden. Das Werden und Wirken aber der durch den Strom geschaffenen und in ihm enthaltenen Gestal= tungskräfte für die sich an seinen Ufern bildende Kultur und Wirtschaft zu zeigen ist das Ziel der geplanten Ausstellung. Eine große Zahl von Behörden, führenden Wissenschaftlern mit wissenschaftlichen Instituten und Gesellschaften, Praktikern des Wirtschaftslebens und wirtschaftlichen Verbänden haben sich zu seiner Verwirklichung zusammengetan. Rheinmuseum und die mit ihm engverwandte Ausstellung sind in ihrer Idee nicht denkbar ohne die auf die Herausschälung der Zusammenhänge, auf die Hervorhebung der Bedingtheiten gerichtete neue Einstellung aller daran beteiligten wissenschaft= lichen Forschungszweige. Und so weist denn auch der Plan des Aufbaues dieser einzigartigen Schau troß seiner Vielgestaltigkeit jenen aufs Ganze gerichteten Blick auf, der die Voraussetzung zur umfassenden Darstellung des Rheines in einem Werden und Wirken bildet. Entsprechend der oben gekennzeichneten Methode neuer wissenschaftlicher Betrachtungsweise bildet den Ausgangspunkt die geographische Erfassung der den Rhein von der Quelle bis zur Mündung umrahmenden Naturlandschaften. Die ungeheuren Geschehnisse in der Oberflächengestaltung der Erde, die dem Strome seinen Lauf bestimmten, und wiederum den Rhein ,, Gießener Zeitung" Nr. 11. ARNAUD HALPAUS RARITÄT No 200 der weisse Rabe unter den 4 Pfg.Cigaretten. Warum? Weil gerade Der, der mit dem einzelnen Pfennig rechnen muss, Etwas Besonderes bekommt. HALPAUS RARITÄT No 200 ist die meistgerauchte, weil weitaus beste 4 Pfg. Cigarette Deutschlands. * Zu den Verzeichnissen der Postschedkunden sind Nachträge nach dem Stande vom 1. Januar 1927 erschienen; sie tönnen durch Vermittlung der Postämter bezogen werden. Aus Nah und Fern. Butzbach. Der diesjährige Fasel- und Prämienmarkt, dessen 50jährige Wiederkehr im vorigen Jahre festlich begangen wurde, jindet in diesem Jahre am 17. März statt. Man gedenkt den bisherigen Markt in größerem Stile abzuhalten. Um ihn für alle Fälle zu sichern, soll ein Pferdemarkt damit verbunden werden. Bad Nauheim. Der vom 27. bis 30. April in Bad Nauheim tagende Aerztliche Kongreß für Psychoteraphie wendet sich nicht nur an ein Forum von Fachärzten, sondern an die breite ärztliche Deffentlichkeit. Die Anfragen und Anmeldungen lassen auf einen starken Besuch des Kongresses aus dem In- und Auslande schließen. Anfragen in wissenschaftlichen Angelegenheiten des Kongresses sind zu richten an Dr. med. et phil. Eliasberg, Nervenarzt, München, Sophienstraße 50, in anderen Angelegenheiten an den Ortsausschuß zu Händen des Herrn Dr. Haeberlin, Bad Nauheim. Friedberg. Jm nahen Obermörlen wurde in die Wohnung des Gemeinderechners ein Einbruch verübt. Es fiel dem Täter cine Brieftasche nebst 30-35 M in bar und wichtige Papiere in die Hände. Herchenhain( Oberhessen). Das Jugendheim auf der Herchenhainer Höhe hatte in letzter Zeit einen starken Besuch aufzu= weisen. Das Heim, das mit 90 Betten ausgerüstet ist, hatte im letzten Viertel des abgelaufenen Jahres 376 Jugendliche aus Frankfurt, 210 aus Worms, 131 aus Offenbach und 106 aus Gießen aufgenommen und diesen als Nachtquartier gedient. als Gestalter der Landschaft, die geologische Beschaffenheit seines Talgebietes zeigt die folgende Abteilung. Die flimatologische Gruppe hat die durch die klimatischen Besonderheiten des Rheinsystems entstehenden Daseinsbedingungen des Rheinanwohners aufzuweisen. Das Ausgleichsproblem von Niedrigwasser und Hochwasser, die Stromstärke und die Eisverhältnisse werden von der hydrographischen Gruppe eingehend untersucht. Hand in Hand damit gehen die Arbeiten auf forstwirtschaftlichem Ge= biete; die Frage, ob die Minderung der Holzbestände in den Randgebirgen Ursache der überstarten Wasserzufuhr ist, gewinnt ja seit Kriegsende mit jedem Hochwasser an Bedeutung. Wie hier besonders, so werden die eigenartigen Wechselbeziehungen, die zwischen Natur und Wert von Menschenhand herrschen, überhaupt im Mittelpunkt der Betrachtung stehen. Eine breite Behandlung wird der Strombau erfahren; alles, was auf diesem Gebiete im Laufe des letzten Jahrhunderts geschaffen wurde, wird mit Rüdsicht auf zu erstrebende Verbesserungen theoretisch und prattisch behandelt werden. Die bisher genannten Gruppen bieten in ihrer Gesamtheit ein systematisches Bild vom Wesen und Werden der am Rheine vorhandenen und durch ihn gebildeten Gegebenheiten für die Entfaltung menschlichen Lebens. Das Wirken dieser Grundtatsachen auf Landschaft und Wirtschaft wollen die folgenden in seinen Grundzügen darstellen. Wie Flora und Fauna und die Landwirtschaft, auf sie sich beziehenden Wirtschaftszweige Weinbau, Fischerei durch die dem Rheine eigentümlichen Kräfte bestimmt sind, zeigt die botanisch- zoologische Abteilung. Die Frage der Trinkwasserversorgung, Bakteriologie, der Abwässer, der Farbstoffgewinnung usw. behandelt die chemische Gruppe. Den Rhein als Verkehrsstraße, als Rohstofflieferant, Büdingen. Vor dem Strafgericht hatte sich am Montag der 26jährige Frig Knaf von hier wegen verleumderischer Beleidi gung des Bürgermeisters Hildner zu verantworten. Der Angetlagte, seines Zeichens Schießbudeninhaber und Ausrufer, meist erwerbslos, war vor einigen Monaten wegen Mißhandlung des inzwischen verstorbenen Bürgermeisters Fendt zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Ueber die ihm als Erwerbs losen zugewiesene Notstandsarbeit war er mit dem Bürgermeister Fendt aus dessen Amtsstube in Wortwechsel geraten und hatte ohne weiteres mit dem Hammer auf den 71jährigen Mann los geschlagen, der dadurch an den zur Abwehr vorgestredten Händen Verletzungen erhielt. Nachdem er seine Freiheitsstrafe teilweise verbüßt hatte für die Hälfte wurde er bedingt be gnadigt geriet er, ebenfalls wegen seiner ihm ungenügend erscheinenden Erwerbslosenunterstützung, mit dem jetzigen Büdin ger Bürgermeister Hildner in Streit. Sofort behauptete und verbreitete er, die Entscheidung des Bürgermeisters sei„ Schiebung". Bürgermeister Hildner und das ihm vorgesetzte Kreisamt stellten Strafantrag. Der Angeklagte nahm schriftlich vor dem Amtsanwalt seine Erklärung als vollkommen unwahr zu rüd, setzte aber seine üble Nachrede in der Deffentlichkeit fort. Er behauptete, er sei zu der Zurüdnahme gezwungen worden. Durch Aussagen des Amtsanwalts und anderer Zeugen wurde er widerlegt. Dem Antrag des Staatsanwalts gemäß verurteilte das Gericht den Angeklagten zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten. Bad Orb. Hier konnte bereits die diesjährige Saison der Erwachsenenabteilung des„ Spessartsanatoriums", Leitung Dr. K. Behm, durch Aufnahme von etwa 30 Kurgästen eröffnet wer den. Die Kinderheilanstalt soll am 23. März mit einer Belegschaft von etwa 300 Kindern eröffnet werden. Auerbach an der Bergstraße. Das altbekannte, nach dem jeine industrielle Standortswirkung, überhaupt seine unmittel baren Einflüsse auf die Wirtschaft aufzuweisen ist die Aufgabe der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung. Da die moderne Wirtschats ohne Wasserbau nicht denkbar ist, richtet diese Gruppe ihr besonderes Augenmert auf die Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigeit des Stromes durch die Einrichtungen des Strombaus. In enger Verbindung mit der Wirtschaftswissenschaft gibt die Abteilung„ Praktische Wirtschaft" einen Ueberblick über diejenigen Industriezweige, welche mit dem Rheine im ursächlichen Zusammenhange stehen. Das weite Gebiet der Kulturgeschichte zeigt die folgende Gruppe in einer die wesentlichsten Grundzüge plastisch herausarbeitenden Darstellung. Sie bringt ferner eine Uebersicht über die Rheinlandschaft in der Kunst aller Zeiten in einer vortrefflichen Auswahl des Typischen. Jagd und Fischerei sowie die verschiedenen Arten des Wassersportes am Rhein werden in den beiden letzten Ausstellungsgruppen interessante Wiedergaben finden. Eine Fülle von Arbeit wird noch bewältigt werden müssen; aber es steht zu hoffen, daß die bereits getroffenen Vorbereitun gen im Sommer 1927 zu einem abgerundeten Ergebnis führen, damit aller Welt gezeigt werden tann, was der Rhein in seinem Werden und Wirken für die seinen Lauf umrahmenden Landschaften bedeutet. Den Eltern! Härtet das Kind ab in Hige und Kälte, in Wind und Sonne und Gefahr, daß es sie verachte, nehmt ihm alle Schlaffheit und Zierlichkeit in Kleidung und Schlafen, Essen und Trinken; ge= wöhnt es an alles, auf daß es nicht ein lieblicher Knabe werde oder ein Höfling, sondern ein herber und starter Junge. Montaigne. Sonnabend, den 12. März 1927. Brande von 1906 neuerbaute„ Hotel zur Krone" ist vom Gewertschaftsbund der Angestellten erworben worden und dient jetzt als Ferienheim für Angestellte und deren Angehörige. Alzey. Die älteste Rheinhessin. Frau Katharine Bittmann. die am 26. Februar ihren 99. Geburtstag begehen fonnte, ist faum eine Woche später nach furzer Ertranfang an Grippe ge. storben. Weglar. Die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Volkspartei hatte ihre Mitglieder zu einer Erinnerungsfeier aus Anlaß des 60jährigen Bestehens der Rationalliberalen Bartei in die Räume des Herzoglichen Hauses" eingeladen. Rach herzlichen Begrüßungsworten durch den Borsitzenden, Oberstleutnant v. Loßberg, ergriff Amtsgerichtsrat Dr. Lohmann- Weilburg, ein alter Barlamentarier und Barteiveteran, das Wort zu seinem Festvortrag und gebachte auch der großen Verdienste Dr. Stresemanns, der in über dreijähriger außenpolitischer Arbeit unserem deutschen Bolte so manchen Stein aus dem Wege zum Wiederaufstieg hinweggeräumt habe. Mit einem hoffnungsfreudigen Ausblid in Deutschlands Zukunft, für deren freie und glüdliche Gestaltung zu arbeiten auch weiter oberstes Ziel der Partei sein müsse, schloß der Redner unter stürmischem Beifall. Gymnasiallehrer Henrich gab dann noch ein Bild über die Entwidlung der Partei im hiesigen Kreise und flocht hieran noch manche Erinnerung an vergangene Wahlkämpfe, wobei er auch vieler sowohl lebender als auch verstorbener Mitstreiter gedachte. Frankfurt a. M. Hier tagte am 6. März die zweite Jahresverjammlung des Landesverbandes Hessen des Vereins für das Deutschtum im Ausland unter der bewährten Leitung des stellv. 1. Vorsitzenden Dr. Röhm. Durch den außerordentlich guten Besuch nahm die Tagung einen anregenden und belebten Berlauf. Frankfurt a. M. Für die erledigten 4 Stadtratsstellen haben sich bereits über 400 Bewerber gemeldet, obwohl der Termin für die Einreichung der Bewerbungen erst am 15. März abläuft. Es ist zu erwarten, daß in der letzten Woche noch einige Meldungen hinzukommen. Wiesbaden. Während bisher der Hochtaunus noch von feiner Bahn berührt worden ist, erwägt man jetzt den Plan, mit Unterstützung Wiesbadens und Mainz eine Taunusquerbahn Wiesbaden Niedernhausen Oberreifenberg- Schmitten ― Usin gen Bad Nauheim zu bauen. Damit würden dem gesamten Taunusgebiet in wirtschaftlicher wie verkehrswirtschaftlicher Beziehung außerordentlich große Vorteile entstehen. Die Aeußerung des Reichsverkehrsministeriums steht noch aus. Der Koblenz. Die Untersuchung gegen die 69 Nationalsozialisten wegen der Zwischenfälle in Raftätten ist jetzt beendet. größte Teil der Festgenommenen wurde wieder aus der Haft entlassen, während die beiden Führer Dr. Hans und Dr. Ley nebst etwa 20 anderen, die sich bei dem Zusammenstoß besonders hervorgetan haben, in Saft bleiben. Der bei dem Zwischenfall durch den Gendarmen Eifert erschossene junge Wilhelmi wurde in seinem Heimatort Singhofen in Gegenwart eines Gendarmerieaufgebots beerdigt. Zu der Beerdigung waren starke ,, Gießener Zeitung" völlische Trupps mit Fahnen erschienen. Zu Zwischenfällen ist es nicht gelommen. Köln a. Rh. Das Sommersemester der Universität Köln beginnt am 15. April. Vorlesungsbeginn 2. Mai. Das Vorlejungsverzeichnis fann vom Universitäts- Sekretariat gegen Boreinsendung von 60 Pig zuzüglich 10 Pfg. Porto bezogen werden. Heidelberg. Erste große Ausstellung für Hotel- und Gastwirtsfach, Kochkunst usw. vom 18.- 26. Juni 1927 in Heidelberg. Die Anmeldungen zweds Beteiligung gehen zahlreich ein. Der Deranstaltende Wirteverein von Heidelberg E. V. sieht sich veranlagt, auf dem Jubiläumsplatz eine große toitspielige Ausstellungshalle erbauen zu müssen, um allen Anforderungen gerecht werden zu können. Während der Ausstellungszeit wird auch eine große Schloßbeleuchtung stattfinden. Und ist Jhr Mann auch noch so sparsam SCHIEL Wilhelmshaven. Backin Iso freut er sich doch, wenn Sie ihm einen schönen Kuchen oder eine feine Torte auftischen. Verraten Sie dann noch, daß Sie mit Dr. Oetker's Backpulver, Backin" nach den bewährten Oetker- Rezepten so schön and preiswert gebacken haben, so wird er noch zufriedener sein. Das men erschienene farbig Illustr. Rezeptbuch Aux F gibt Ihnen viele neue Anregungen za Backverschen. Außerdem lesen Sie darin Näheres über den vorzagl. Backapparat Küchenwunder", mit dem Sie anf kleiner Gaskocher- Flamme backen, braten und kocken können. Dr. Oetker's Rezepte F sind fir 15 Pig, in den Geschäften erhält, www vergrillen, gegen Einsend, von Marken vo Dr.A. Oetker, Bielefeld Ladenverkaufspr.: Backp... Backin" 1 Stck. 10 Pfg., 3 Stck 25 Pf. Paddingo. Van Mand. 10 Pf., Vanill- Zack. 5 Pig.. Van.- Solenpulv. 5 Pf. Gala- Schokol.- Paddingp. 15 P1., Schokoladensprise mit gehackten Mandeln 25 Pf.. Gustin 225 35 Pig. 75jährige Jubiläumsfeier der Seebataillone( Marine- Infanterie). Im Mai ds. Js. jährt sich zum 75. Male die Gründung der Marine- Infanterie. Wie be richtet wird, veranstaltet der Verein ehemaliger Seefoldaten zu Wilhelmshaven vom 6.- 8. August in dieser alten Seefoldaten garnison einen Seefoldatentag( Appell). Anfragen beantwortet der Vorsitzende des genannten Vereins, Ober- Berw. Sefr. Hadbarth Wilhelmshaven, Manteuffelstraße 2. Neue Bücher. Jch, der König“ von Frig Linde. Verlag Georg Kummers, Leipzig, Blumengasse 18, 344 G. Ganzl. geb. 5 RM., brosch. 3 RM. Ueber den Untergang Ludwigs des Zweiten von Bayern, mit Abbildungen der historischen Stätten und Bersönlichkeiten, gibt dieses aufschlußreiche Schicksalsbuch dieses seltsamen Herrschers und Menschen Auskunft. Was in verschiedensten Büchern und schwer zugänglichen Dokumenten zu finden ist, wird zum ersten Male in einem Buche vereinigt. Der Verzauberte von Wilhelm Schmidtbonn. 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Kern's Verlag, Breslau 2, erschienenen Schriften:„ Was sich der Wald erzählt", von Prof. Dr. Ferdinand Cohn, 60 Pfg. „ Bei unsern Waldtieren", von Schulrat Georg Jacobi, 20 Big., beide zusammen in elegantem Band 1,35 Mt. Jn glänzen der Sprache, anschaulich und reizvoll schildern die Verfasser den Zauber des Waldes, sein Werden und Vergehen. Dr. Schenkel„ Der Werkstudent", Winke für das Hochschul studium. Preis 1,50 Lumen- Verlag, G.m.b.5., Potsdam. Aus eigenster Lebenserfahrung sind die Ratschläge geschöpft. Die Hauptabschnitte des Werkes sind: Betrachtungen vor der Aujnahme des Hochschulstudiums. Die Kosten des Studiums. Ein leitung und Durchführung des Studiums. Beendigung des Studiums. Hunsrüd- Wanderbuch. Verlag Wilhelm Stollfus, Bonn. Das schmude Wanderbuch enthält die ausführliche Beschreibung der schönsten Hunsrüd Wanderungen. Zwei sehr gute Wege farten des ganzen Gebietes sind dazu erschienen und werden, im Umschlag geheftet, auch ohne Buch geliefert. Dieser Führer wird viele Freunde finden. Taunus Wanderbuch. Verlag von Wilhelm Stollfus in Bonn. Dieser neue Führer enthält über 160 der schönsten Taunus Wanderungen. Auch zwei vorzügliche Taunus- Karten find erschienen. Allen Freunden des Taunus wird der Wanderführer gute Dienste leisten. Des Deutschen Baterland", die illustrierte Bundeszeitschrift der Nationalen Einheitsfront e. V.", erörtert in ihrem beson ders reich mit Farbendruden ausgestatteten dritten Heft eine Reihe von Fragen von grundlegender Wichtigkeit. Wichtig ist der Aufruf des Rittmeisters a. D. Wilhelm von Trotha zum Kampf gegen die französische Fremdenlegion. Den Schluß bilden Artikel und Anekdoten aus dem Gebiete der deutschen Geschichte und Kulturgeschichte, die ebenso lehrreich wie unterhaltend sind. Illuftr. Kolonial- Zeitung.( München, Promenadeplatz 16.) Das soeben erschienene Heft 5 zeichnet sich durch besonders eindringlichen Ernst aus. Der Leitartikel des Afrikaners Hans Grimm zeigt dem deutschen ,, Bolt ohne Raum", wie die liefste Ursache für alle gegenwärtige und künftige deutsche Not liegt. Geschäftliches. Ostern ohne Kuchennein, das geht nicht, und das läßt sich auch eine praktische Hausfrau nicht nehmen, zum Feste zu baden. Sie können es auch und werden die vielen Anregungen, die Ihnen das neue farbig illustrierte Detter- Rezeptbuch, Aus gabe F, bringt, willkommen heißen. Selbst bei knappem Haus haltsgeld backen Sie nach Dr. Detters Rezepten gut und preiswert. Das Buch ist in allen einschlägigen Geschäften erhältlich Verantwortlich: Paul Chrisian Klein in Gießen. B Die besten Helfer bei Aufzucht u. Wast, der sicherste Schut gegen Knochenerkrankungen sind unbestritten der echte gewürzte Furierfalt M. Brodmanns ,, Zwerg- Marke" od. der un gewürzte Patent- nährfalzkalk". Pro spefte fostenfrei. Erhältlich in Droge rien, Apotheken und sonstigen einschlä Aiger Geschäften. Nur echt in Oria. Bad nie lose! Da Fälschungen im Handel, achte man beim Einkauf genau auf Schutzmarfe und Firma des alleinigen Fabrikanten Schußmarte M. Brockmann, Chem. Fabr. m. b. S., Leipzig- Eutr. 15s Drucksachen aller Art bezieht man am billigste von Albin Klein, Giessen. Der hat den Nagel auf den Kopf getroffen, der täglich sein Stuvkamp- Salz nimmt. denn unsere beutigen Nahrungsmitte, durch eine nocheatwickelte Technik hergestellt, entbehren vielfach der salzartigen Ergänzungsstoffe: schlechtes Allgemeinbefinden, unreines Blut Nervosität und Stoffwechselstörungen könnten beim Febles dieser Stoffe die Folge sein. STUVKAMP- SALZ bildet die zweckmäßige Nahrungsergänzung. Die tägliche kleine Dosis morgens auf nüchternen Magen kostet Sie nur 3 Plennige. Sie hilft das Blut gesund und leichtflüssig zu erhalten, sorgt für normalen Stoffwechsel und verbürgt Ihnen das Gefühl von Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit In Originalgläsern zu M. 3-. M.2- in Apotheken u. Drogerien Generalvertreter: Karl Schlipköter, Frankfurt M., Darmstädterlandstr. 93 Gie Erscheint: Samstags Bezugspreis 40 Pfg. monatlich fre Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbe Jendang nicht verlangter Manuskripte wi 40. Jahre Einberufung des Heffiche Da das Haushaltsjahr am 31. März die Bewilligung des neuen Voranschlages noc dürfte, ist die Einberufung des heifischen Lan pargesehen. In dieser Tagung, die nur kurz fall das geltende Finanzgefez um ein Vi merden. Auch rechnet man damit, daß die St vorlage sowie die einstweilige Bewilligung raten werden. Die Beratung des neuen Vor Plenum dürfte erit Ende April oder Anfang Die Deutsche Volkspartei hat im Landta träge eingebracht. Zunächst ersucht sie die Berlage, durch die die Altpensionäre den ihren Rechten gleichgestellt werden. Weite mit dem 31. März 1927 die Aufrüdungsspe dienstanwärter fällt. Schließlich wünscht sie Landtags, bei der Reichsregierung dahin z Winzern Hessens, die nach amtlichen Festste Mizernte zu verzeichnen haben, für die J die Zinsleistung für erhaltenen Winzerfred Heffen- Reichshilfe. Bei der Mittwoch- Beratung des Voranse 1927/28 im Finanzausschuß des Hessischen La nanzminister Henrich längere Ausführungen für Hessen. Nachdem er über die Fehlbetr tung fich eingehend geäußert hatte, erklärte zahlreicher nicht authentischer Verlautba irgendwelche Sonderforderungen beim Fina stellt habe. Der Antrag, das Reich möge Arbeitsgelegenheit und Verbesserung der im besetzten Gebiet, für den Bau von Mittel zur Verfügung stellen, gehe nich jondern vom Staatspräsidenten Ulrich als Reichstagsabgeodneter aus. Gleichzeiti Regierung die Berechtigung dieses Antrage besondere, da das Reich Zuschüsse für d Westen und Often beeits bewilligt habe. D die Hessen seit Jahren stelle, sei der Ersatz im bejegten hessischen Gebiet. Die Verluste durch die wirtschaftliche Auswirkung des so groß, daß eine geordnete Finanzwirtsc trok weitgehender Sparmaßnahmen und C die Dauer nicht möglich sei. Uebrigens f rung Hessens auf einen Beschluß de August 1925. Der hessische Gesandte i Das hessische Gesamtministerium hat be Gesandtenposten bis zur Neubildung der nach den Wahlen im Herbst unbesetzt zu Biegeleben ging am 15. März in Url mehr zurückkehren wird. Während der 3 gationsrat Meyer- Edward vertreten. Ein Steuervorauszahlungsge Dem hessischen Landtag ist eine umf vorlage zugegangen über den Entwurf Jahlungsgejeges für das Rechnungsjahr 1 worden, weil die Erhebung der direkten Rechnungsjahr 1927 auf Grund der zurz liegenden Gesetzentwürfe über die Grund Sondergebäudesteuer nicht rechtzeitig er Entwürfe noch nicht verabschiedet sind un führung der neuen Vorschriften mehr Ze als bis zum Anfang des nächsten Steue fügung steht. Sommerpause des Rei Der Reichstag beabsichtigt, am 8. Ap zu gehen und am 2. oder 3. Mai die Be zunehmen. Meldungen, daß der Reichsta vember in die Sommerferien geht, sind nac tarischer Kreise verfrüht, da wegen der n handlungen über verschiedene komplizierte jehen ist, welche Geseze noch vor den e wetben müssen. Wenn auch eine längere e unwahrheinlich gehalten wird, so wird Kreisen mit einer Junitagung von ungef technet. Der neue Regierungspräsiden Regierungspräsident Dr. Friedens Rontag von seinen Mitarbeitern und B Volizeipräsidium verabschiedet und hat am ben Beamten der Regierung in Kassel vorge Dormittag hat Oberpräsident Dr. Sch wa Des preußischen Staatsministeriums den R in fein Amt feierlich eingeführt.