Str. 36 terwegs, die den Verunglückten bewu er Zustand soll nicht besorgniserregend ein Ruhr- und Typhus- Ertranfungen in veri es Kreises Hersfeld find leider noch im 3 Besonders treten die Erfrantungen in de enen Ede" in den zum Kreise Hersfeld g Werratales auf. Neue Bücher. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. itschrift für Heim und Reise. Aus Beraz Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. Ausstellung Haus-, Herd und Garten Berlangsanstalt, Leipzig, ein conderhe eben. Kleine Plauderartikel ergänzen oit itschrift. uß der Mensch haben"- pflegte mein alter Man sieht es einem rechten Mann schon an b die Freud zu ihm kommt oder nicht. J nenhell oder gallenbitter. Go bietet det ar Pfennige seine Freudenstündlein an erstehen? Der„ Lahrer Hinkende Bote". gangs 1928 beträgt 50 Pig. lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 40. Jahrgang Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostschecktonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Big., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Sonnabend, den 10. September 1927 Die DVP. Hessens zum Reichsschulgeset. Der Geschäftsführende Ausschuß des Landesverbandes Hesfen der Deutschen Volkspartei beschloß mit der hessischen Landtagsfraktion zum Entwurf eines Reichsschulgestes folgendes: Cuenburg in Lahr( Baden) ist erschienen Birrnis, in der unter den Schatten des Versailler Diftates hnungen der tommende Mode gibt das ja sche Volfs nichts notwendiger, als die staatliche Förderung aller 1. In einer Zeit sozialer und politischer Spaltung und e Heft der ,, Eleganten Welt". Reich ille dern von den Modeneuheiten. stehenden Epoche außenpolitischer Bedrängnis, ist für das deutzum Geiste der Volfsgemeinschaft und völkischer Geschlossenheit führenden Kräfte. Gerade die auf flarer chriftlicher Grundlage zeigenaufträge irgendwelcher Art käuflich wäre, hätte das Recht verwirkt, als Sachwalterin öffentlicher Interessen aufzutreten. Die Maßregelung der„ Oberheſſiſchen Zeitung" stellt sich als Meinungsbildung der Redaktionen zu beeinflussen und zu beVersuch dar, durch Berhängung wirtschaftlicher Nachteile die freie schränken. Hierin sieht die berufene Standesvertretung eine schwere Beeinträchtigung der Freiheit und Reinerhaltung der Bresse." Die Landflucht. Nummer 37 der die raumverschiebende Auswirkung Neugliederung Neugliederung in Südwestdeutschland, dem rheinfränkischen Wirtschaftsgebiet. Die Entfaltung der wirtschaftlichen und fulturellen Kraftfelder in den Einzellandschaften Südwestdeutschlands über die dynastisch macht politischen Grenzen hinweg, werden wesentlich durch die größeren Flußläufe mit dem sie begleitenden Straßenund Eisenbahnnetz bestimmt, unter denen der Rhein mit dem Tonatshefte beginnen mit dem September ruhende, nach Bekenntnissen nicht getrennte Gemeinschaftssce durch den Krieg nicht rückläufig geworden. Vielfach Main, als Hauptader des gesamtumfassenden rheinfränkischen ang, das wiederum den Ruf dieser vorzüg rift bestätigt. Doch wir wollen dem Lejer erraschung nicht rauben, wenn er das Heft mt, wozu wir im gern raten. 3aul Christian klein in Gießen. ten hat sich als legensreich in der Ueberwindung konfessioneller Gegensätze und zur Heranziehung einer konfessionellem Haber entrüdten Jugend während mehrerer Generationen in Hessen erwiesen. Es wäre gerade in der heutigen Zeit ein verhängnis voller Rüdschritt, wenn an Stelle dieser Gemeinschaftsschule die scharfe Trennung der beiden christlichen Konfessionen auch in der Schule durchgeführt würde. Die Bestrebungen nach einer völlig folgerichtig durchgeführten tonfessionellen Scheidung der deutschen Jugend können bei der Deutschen Volkspartei unmögHypotheken- Kapita f. städt. Besitz u. Lan lich Unterstügung finden. wirtschaft. 3. ca. 6 schnellst. z. ver geb. Auf Wunsch eventuell sofortige Ge währung von Zwischenkrediten. F.W.Weber, Frankfur a. Main, Nedarfir. Abtlg. f. Grundfred Fernspr. Hansa 1778 Wic Gie zur Set Lohnende Stellung erhalten. Stohlenzleler Heizer, Schiffsjunge und fast alle Ber Auskunft erteilt Uebersee: Austun H.2, Hannover Postfach 403. Bruch eilung Lanmol al mohl bei Rheuma, Héretschul Genick, Kreas, Kopl Zahnedamerzen Carmel- Fabrik Rheinsberg( Mark) In Giessen erhältlich Kaiser- Drogerie, Ems Noll; Drogerie Winter hoff, Kreuzplatz; Kreuz- Drogerie, Aug. Noll; Germania- Drog: Carl Seibel; Hans Nol Ludwigsplatz- Droger. u. Neustadt- Drogerie n Behörden bestätigt! Jeration, ohne Berufsstörung! hermes 2. Bei aller Achtung vor dem natürlichen Recht der Eltern auf die Erziehung ihrer Kinder ist nicht zu verkennen, daß namentlich in Zeiten geistiger Zerrissenheit ein höheres Gesetz im Interesse der staatlichen Gemeinschaft dem Elternrecht gewisse Beschränkungen auferlegen muß. Darauf folgt, daß auch das Elternrecht, soweit es in Widerspruch mit der Förderung der Aufrechterhaltung der christlichen Gemeinschaftsschule sich befindet, sich nicht ohne Schranken auswirken darf. 3. Diesen Grundsäßen wollte die Reichsverfassung durch Artifel 174 Satz 2 Ausdrud verleihen, indem sie verlangte, daß die ,, Gebiete des Reiches, in denen eine nach Bekenntnissen nicht getrennte Schule gesetzlich besteht, besonders zu berücksichtigen sind." Die Deutsche Volkspartei muß also einem Reichsschulgesetz die Zustimmung versagen, durch das die christliche Simultanschule in Hessen indirekt beseitigt würde. 4. Die Rücksicht auf den geordneten Schulbetrieb und die schwere finanzielle Lage des Landes Hessen verbieten jede gejegliche Lösung durch die die Bildung von Zwergschulen geför bert und die finanziellen Lasten der Gemeinden und des Staa tes, also der Steuerzahler, wesentlich erhöht werden würden. 5. Von der hessischen Regierung muß erwartet werden, daß fie alles tut, um den religiösen Geist der gesamten Erziehung in der Gemeinschaftsschule in Hessen zu wahren, und alles ver meidet, was diesen Geist und damit die Simultanschule selbst in ihrer Existenzberechtigung gefährden könnte. Die Besoldungsreform in Hessen. Die volksparteilichen Abgeordneten Dr. Keller, Dingelden und Frl. Birnbaum beantragen im Hessischen Landtag, daß die neue Besoldungsordnung vom gleichen Zeitpunkt ab wie im Reiche in voll. Umfang, soweit es sich nicht um die Einzelgehälter handelt, auch für die hessischen Beamten in Kraft tritt. Gleiches hätte auch für eine Zwischenlösung zu gelten, die etwa vom 1. Oft. 1927 an prozent. Zuschläge zu den Gehalten usw. vorsieht. ★ Einnahmen der Reichsbahn. Die schon früher beobachtete Landflucht ist auch ist die Abwanderung aus den ländlichen Gebieten so start, daß hier und da bereits ein empfindlicher Mangel an Arbeitskräften besteht. Nach Angaben der preußischen statistischen Landesamtes über die Binnenwanderung wiesen alle Provinzen Preußens ohne Ausnahme einen Wanderverlust der ländlichen Bevölke rung auf, Ostpreußen 226 000, Niederschlesien 149 000. Pommern 137 000, Sachsen 136 000 und Hannover 107 000. Singegen zeigen die Großstadtgebiete erheb liche Wanderungsgewinne. An der Spizze steht GroßBerlin mit 648 000( nahezu die Hälfte des Wandergewinnes!) Die Rheinprovinz folgt mit 276 000, Westfalen mit 132 000. Die Presse erörtert die Frage nach dem Anteil der sozialen Verhältnisse der Landarbeiter schaft an dieser Erscheinung. Nach den„ Dresdener Nachrichten"( Nr. 341) sollen im sächsischen Katastrophengebiet die landwirtschaftlichen Arbeiter in großen Mengen ihre Arbeitsstellen verlassen haben. Die Einnahmen der Reichsbahn erreichten im Juli mit 453,1 Mill. R..Mt. den höchsten Stand seit dem Bestehen der Gesell schaft( Oktober 1924), nachdem bereits die Juni- Einnahme mit 450,7 Mill. R.-Mt. alle Vormonate übertroffen hatten. Die Steigerung der Einnahmen entspringt einem Anwachsen des Ber Jonen und Gepädverkehrs. Die Einnahmen aus dem Gütervers lehr zeigen gegen den Vormonat einen leichten Rüdgang von 271,7 auf 266,4 Millionen, der in der Hauptsache wohl auf die übliche Sommerruhe im Güteraustausch zurückzuführen ist. Die Gesamteinnahmen im laufenden Geschäftsjahre sind auf 2801,8 mil. R.-Mt. gestiegen, so daß die des Vorjahres um 386,2 Mill. R..Mt. übertroffen werden. Sowohl im Personenwie im Güterverkehr sind höhere Einnahmen erzielt worden. Ein Protest der mitteldeutschen Zeitungsverleger. t bestätigen, daß ich von meinem rechts gänzlich geheilt bin. Ich danke vielmals fe und tann jedermann diese Behandlung Josef Amer, Passau, 8. Oktober 1926. Da in, sage ich Ihnen nebst Gott meinen aufArzt, welcher mich heute nochmals unterhr, er sagte, ich bin geheilt. Ich werde r Institut hinweisen. Johannes Schülein, 1927. Ich teile Ihnen zur geft. Kennt te aus Ihrer Behandlung ausgeschieden n hiesigen Vertreter gelungen ist, meinen Leistenbruch nach Ihrer bewährten Medanke Ihnen verbindlichst dafür. J. W., 1927. laubigte Zeugnisse Geheilter liegen vor der eres approbierten, speziell ausgebildeten Dend, 10. Sept., vorm. von 8-1 Uhr, Saus" b, 10. Gept., nachm. von 3%-7% Uhr, titut Esplanade 6 täglich von 10-12 hr von 4-6 Uhr nachmittags, außer Sonngs und Sonntags 11. Gept., 9-2 Uhr vorm., Hotel A. Huf titut für orthopädische Bruchbehandlung urg, Esplanade 6( Dr. H. L. Meŋer.) Wochenrückblick. - Kraftfeldes, die erste Stelle einnehmen. Hier entfaltet sich im Zusammenlauf der beiden Ströme die Großsiedlung des Rhein- Mainischen Städtefranzes" in ihrer ganzen Weiträumigkeit um das Groß- Frankfurter Zentrum; das Kernstüd einer start ausgeprägten südwestdeutschen Kultur, Wirtschafts- und Verkehrseinheit. Linkscheinisch bestimmen Mosel mit Saar, sowie die Rahe die einzelnen Kraftfelder mit ihren größeren Zentren in Trier, Saarbrüden, Koblenz, Bad Kreuznach, Kaiserslautern, Neustadt a. d. H., sowie Mannheim Ludwigshafen. Rechtsrheinisch und rechtsmainisch finden wir die Lahn, so wie die zur Weser abfließende Fulda als Kraftfeldadern vor, mit den größeren Zentren in Gießen, Fulda und Kassel, wozu im Anschluß an das Westerwaldgebiet sich noch das Siegerland mit Siegen dazu gefellt. Diese Einzelkraftfelder des Wirtschafts- und Kulturlebens lassen nun ihrerseits alle ihre Kraftlinien in mehr oder weniger stark ausgeprägtem Maße von und zu dem großen Zentrum am Untermain, dem inneren Kern des Gesamtgebietes, in ihrer gesamten Mannigfaltigkeit ausstrahlen. Die Zusammengehörigkeit kommt besonders in der Verfehrsverbundenheit zu Wasser, zu Lande und in der Luft, fichtbar und überzeugend zum Ausdrud. Auf allen Gebieten neuzeitlichen Verkehrs lassen die einzelnen strahlenförmigen Ver fehrsnetze mit ihren starken Verdichtungen nach den verschiede nen Einzelzentren, sowie nach dem Zentrum am Untermain bie vorhandene Verkehrseinheit erkennen. Die Bezeichnungen der verschiedenen neuen Verkehrsgesellschaften wie:„ Südwestdeutscher Rundfunk, Südwestdeutscher Luftverkehr“,„ Südwestdeutscher Verkehrsbund" u. a. m., ferner in fultureller Beziehung der Rhein- Mainische Verband für Volksbildung", die über das ganze Gebiet hinweg ihr Betätigungsfeld finden, geben dieser Berbundenheit gleichfalls eindeutigen Ausdrud. Innerhalb des Verkehrsnetes am Untermain selbst erhalten die einzelnen Großsiedlungen der Trabanten- Städte des weit räumigen Städtefranzes ihr besonderes Gepräge natürlicher Eigenart durch ihre zentrale Bedeutung für das jeweilige Hin terland, das sich sektorenartig an den Städtefranz anschließt. Aller Augen richten sich in diesen Tagen wieder einmal nach Genf, wo nach vorbereitenden Ratssitzungen am 5. September die 10. Genfer Ratstagung eröffnet wurde. Die Staatsmänner sind wieder in Unterhandlungen getreten, übrigens eine charakteristische Tatsache in Genf, daß hinter den Kulissen meist wichtigere Sachen verhandelt werden als auf der öffentlichen Plattform. Eine Reihe Deutschland interessierender Punkte stehen auf der Tagesordnung. Von der Ratstagung weggeholt wurde der belgische Außenminister Vandervelde, dem das Brüsseler Kabinett den Kopf zurechtsetzen will, weil er den Vorschlag gemacht hat, einen deutsch- belgischen Untersuchungsausschuß über die Franttireurfrage in Belgien während des Weltkrieges usw. einzusetzen. Man will die Wahrheit nicht ans Licht tommen lassen, will weiter das unschuldige Lämmlein martieren, über das der grimme deutsche Wolf hergefallen ist und es mächtig zerzauft hat. Die Sache darf nun ausgehen, wie sie will, Deutschland hat immer einen moralischen Vorteil, ob nun das Kabinett Belgiens den Vorschlag ablehnt, sich dadurch in ein schiefes Licht setzend, oder ob es ihn billigt.- Anscheinend hat Frankreich Belgien Gegensatz zu der derzeitigen politischen und unorganischen Glieenergisch daran erinnert, so teine Dummheiten zu derung, die ein zusammengehöriges, einheitliches Wirtschaftsmachen. Dabei findet es selbst bei allen möglichen Gegebiet heute noch insgesamt fünf verschiedenen Ländern in gro test territorialer Zerflüftung verwaltungsmäßig unterstellt. Da legenheiten die vornehme Geste, der aber feine Taten folgen, wie die Schlußrede Briands bei der Tagung der die organische wirtschaftliche Gliederung aus dem pulsierenden Leben heraus erwachsen ist und mittlerweile, trotz aller parti Interparlamentarischen Jnion beweist. Seine Stellung wird, ganz ähnlich wie die Englands, Rußland fularen Hemmungen, sich durchzusetzen verstanden hat, stehen heute diese beiden Raumbildungen: die unorganisch machtpoliti gegenüber immer gespannter. Rußland veranstaltet als Auftaktschredschuß zur Genfer Tagung eine fleine Probe- sche und die organisch- wirtschaftliche in ihrer ganzen Gegensätz lichteit neben und gegeneinander. Der Verein Deutscher Zeitungsverleger, Kreis Mitteldeutsch land, befaßte fich in einer außerordentlichen Hauptversammlung auf dem Kyffhäuser mit dem Vorgehen des Kasseler Regierungspräsidenten gegen den Verlag der Oberhessischen Zeitung" in Marburg. Der Regierungspräsident hatet den Landrat des Kreis les Marburg angewiesen, die amtlichen Beziehungen zur„ Oberhessischen Zeitung" mit sofortiger Wirkung zu lösen, weil er eine Kritik an der preußischen Regierung in der Form für unzulässig gehalten hatte. Der Verein deutscher Zeitungsverleger, Kreis Mitteldeutschland, sieht sich nun zu folgender Erklärung genötigt: Die Bevölkerung hat ein Recht, von den Behörden zu for dern, daß sie ihr die amtlichen Anordnungen und Verfügungen auf die zweckmäßigste und schnellste Weise zur Kennnis bringt. Die Behörden erfüllen mit der Veröffentlichung der Bekannt machungen eine selbstverständliche Pflicht. Ohne Zweifel find die Tageszeitungen hierzu das einzige zwedmäßige Mittel. Die Angehörigen aller politischen Richtungen haben das gleiche Recht, in den Zeitungen ihrer Richtung von den behördlichen Bekanntmachungen Kenntnis zu erhalten. Mit der Uebernahme dieser Aufgabe tritt die Presse in feinerlei Abhängigkeitsverhältnis zu der inserierenden Behörde. Eine gegenseitige Auffassung würde das gefährden, was wir für unser höchstes Gut halten: Die Reinheit der deutschen Presse. Eine Presse, die durch Anmobilisation. - - - Diese kulturelle, wirtschaftliche und verkehrstechnische Verbundenheit sowohl in ihrer Zusammenfassung, als auch in ihrer organischen Gliederung, steht nun in bewußtem und grassestem Jedoch sind, sowohl in der Dentweise, wie auch im Han deln des öffentlichen Lebens, die politischen Grenzen und Einengungen durch die sich durchsetzenden raumverschiebenden KraftErfreulich ist der neue deutsche Wahlfieg im Memelland, den auch keine litauische Zensur und Bedrückung verhindern konnte. Litauen hatte einen fleinen Grenzhandel mit Polen, das waffenstrogend drohte, worauf Litauen umgehend nachgab. Die felder bereits vollkommen gesprengt und illuforisch gemacht. Ozeanflüge, die immer mehr zunehmen, haben bis jetzt nicht weniger als 25 Opfer gefordert, sodaß die ameritanische Regierung ein Startverbot erwägt. Welch schredliches Ende müssen doch die Flieger genommen haben, die tollfühn, nicht auf Berechnung, Wetterverhältnisse usw. bauten, sondern auf ihr Glüd.- Der deutschen Regierung ist die Zurüdziehung von 10 000 Mann Besagungstruppen seitens der französischen Regierung mitgeteilt worden. Große Tagungen finden allenthalben in Deutschland statt. Die größte dürfte die 66. Generalversammlung der Katholiken in Dortmund sein, bei der das kommende Reichsschulgesetz aus: giebig in öffentlichen und nichtöffentlichen Sigungen erörtert wurde. Den Gegnern Wirth, Röder, Weikmantel will man energisch zu Leibe rüden. In Frank furt tagte der Reichsverband der Deutschen Industrie. Die Vorträge der Industriegrößen, sowie des Reichswirtschaftsministers zeigen einerseits die schwierige Lage der Industrie auf einer Reihe von Gebieten, andererseits den Willen, industriell Deutschland wieder seine alte Weltstellung erringen zu helfen. Jn Bad Dürkheim haben sich die Vertreter des Weinbaus zum Deutschen Weinbautongreß zusammengefunden. In Mainz fand das 75jährige Jubiläum des Römisch- Germanischen Zentralmuseums statt. Am 10. September wird eine große Ausstellung eröffnet mit den Leitworten Haus, Herd, Garten". Dazu unternimmt der deutsche Automobilklub eine Huldigungsfahrt zum Rhein. Blumentorso, Festzug usw. eröffnen die Festtage. Dieses Ueberspringen der politischen Grenzen wird auch ein Uberwinden derselben im Gefolge haben und mit Naturnotwendigkeit eine einheitliche Verwaltung zur Geltung gelangen laffen, welche die notwendige und in den Ländern allfeits ge plante Verwaltungs- und Behördenreform erft möglich machen wird. Ansätze zeigen fich bereits u. a. wirtschaftlich und ver fehrstechnisch in dem Landeseisenbahnrat Frankfurt a. M., in der Hefrag" und der„ Sefrig", sowie in der Haftaba", fulturell u. a. auch in dem bereits vorerwähnten Rhein- Mainischen Verband für Volksbildung". - - - Menschen, Gebiete und Länder, bie durch machtpolitischen Willen und machtpolitische Abgrenzungen in der Betätigung ihres natürlich empfundenen Gemeinschaftslebens Tünstlich und gewaltsam bisher behindert wurden, hat die Technit unserer Tage in der beispiellosen neuzeitlichen Ueberwindung von Raum und Zeit erblich wieder näher gebracht. Damit wurde eine Raumverschiebung größten Ausmaßes über ganz Deutsch lano hinweg ausgelöst. Diese Raumverschiebung erstredt sich hier in Düdwestdeutschland, dem theinfräntischen Gebiet, über eine Fläche von über 40 000 qkm bei einer Bevölkerungszahl von faft 6 bis 7 Millionen. Bon Preußen bilden innerhalb dieser Raumverschiebung allein 4 Regierungsbezirle zweier verschiedenen Provinzen und zwar: Trier Koblenz- Wiesbaden und Rafel mit dem Siegerland und dem Gaargebiet in ihrer Zusammenfaffung das Rüdgrat Südwestdeutschlands, die daher gleichfalls eine verwal tungsmäßige Zusammenfassung innerhalb der preußischen Verwaltungs- und Behördenreform erfordern. Eingesprengt in dieses preußische Gebiet finden wir hier ben Freistaat Hessen, Sonnabend, den 10. September 1927. den oldenburgischen Landesteil Birkenfeld, sowie das fleinn Land Walded, von Bayern werden Pfalz und der unterfränkische Bezirk Aschaffenburg erfaßt, für die in der Uebergangszeit eine Verwaltungsgemeinschaft angestrebt werden muß. Eine füdwestdeutsche Gebietstörperschaft mit erhöhter Selbstverwaltung, die sich hier im Rahmen des deutschen Einheitsstaates entwidelt, wird neben den 5 Länderzegierungen auch ihre Landesparlamente und Gesandschafts- bezw. Konjulatsbe triebe entbehrlich machen. An Stelle der vorhandenen 13 Provinzial bezw. Bezirksregierungen werden hier außer dem Städte franz als 3wedverbandsgebiet etwa 6 bis 8 Bezirksverwaltun gen genügen, soweit solche bei der Verwaltungs- und Behörbenreform überhaupt als notwendig erachtet werden. Des gleichen wird eine wesentliche Verringerung der Zahl der hier Dorhandenen 8 Oberpoftoirettionen, 8 Eisenbahndirektionen und 7 Oberlandesgerichte eintreten können, die hauptsächlich nach der politischen Ländergeftoitung gegliedert sind. Ferner wird auch die Zahl der Zwerggebilde der 22 Jndustrie- und Handelstammern, der 10 Handwerks, sowie der 8 Landwirtschaftskammern um ein bedeutendes verringert werden fönnen, was zur funttionellen Vereinfachung der gesamten Verwaltung fichtlich we fentlich beitragen dürfte. Da das Gebiet den völligen Einschluß der Weinbaugebiete umfaßt, wird auch eine bessere Vertretung dieses für das Gebiet typisch wirtschaftlichen Einschlages möglich Jein. Die organische Zusammensetzung der Kraftfelder in den Einzellandschaften Südwestdeutschlands wird auch die gleichfalls in ber Berwaltungs- und Behördenrform vorgesehene neue Kreiseinteilung bezw. Zusammenlegung ermöglichen. Da nur ein starf erweiterter Gebietsumfang der einzelnen Kreise den neuwartsaufgaben entsprechen fann, so werden die vorhandenen rund 130 Kreisverwaltungen eine Verringerung auf weit über die Hälfte erfahren tönnen. In gleicher Weise wird eine entsprechende Verminderung der Zahl der 320 Amtsgerichtsbezirke eintreten tönnen. Voraussetzung für diese weiträumigen Verwaltungsgebiete ist die gleichzeitige Durchführung einer erhöhten Selbstverwaltung bis zu den kleinsten Gemeinden herab. 11 Gießener Zeitung" zen zusammen, um mit vereinten Kräften einem neuen Aufblühen entgegn zu gehen. So wird auf die Dauer die Festlegung einheitlicher Grundjätze für die von allzuvielen Verwaltungsgrenzen durchzogenen und durch unentwirrbare Einzel- Kompetenzen zerschnittenen Landschaften unabweisbar. Dies gilt für Groß- Frantjurt als Einheitsgemeinde, für den Rhein- Mainischen Städtekranz" als 3wedverbandsbezirk und schließlich für das gesamte Rheinfränkische Wirtschaftsgebiet als Gelbstverwaltungsgebiet. Der Mangel einer überschauenden Zusammenordnung aller, an Südwestdeutschland geknüpften öffentlichen, wirtschaftlichen und technischen Interessen, sowie die von der Bewegung fommenden Kräfte sind hier die Ursachen dieser Raumverschiebung. Sie zielen auf eine wertmäßige Neu- und Ausgestaltung Südwestdeutschlands innerhalb des deutschen Wiederaufbaues, geleitet von dem Gedanken organischer Zusammenarbeit. Lohn und Kauffraft. Die Bewegung zur Steigerung der Lohnsätze, die seit Anfang des Jahres im Gange ist, ist nunmehr im allgemeinen beendet, da die neuen Tarifsätze in fast allen Arbeitsgebieten festgesetzt sind. Mit einer weiteren Aenderung ist bis zum Herbst, für viele Arbeiterfategorien bis 1928, nicht zu rechnen. Es ist darum von Interesse, zu prüfen, inwieweit die neue Lohnbewegung eine Verbesserung des Lebensstandes mit sich gebracht hat. Nach einer Aufstellung, die der Vorwärts"( 374) zeitlichen Berkehrsansprüchen sowie den weiträumigeren Gegen veröffentlicht, sind die Stundenlöhne der gelernten Arbeiter vom Januar bis Juli im Durchschnitt um 6,1 Prozent gestiegen( die niedrioite Steigerung hat die Brauindustrie mit 4,1 Proz., die höchste die Holzindustrie mit 12,5 Proz.) Die Stundenlöhne der ungelernten Arbeiter stiegen durchschnittlich um 9,0 Proz. Die entsprechenden Zahlen für Wochenlöhne jind 6,1, resp. 6,5 Proz; das bedeutet für die gelernten Arbeiter durchUm das Kerngebiet von Groß- Frankfurt a. M., dem großen schnittlich einen Gewinn von 2,81 M, für die Ungelernten 2,24 M pro Woche. Diese Lohnsteigerung wird zum Teil durch die gleichzeitige Steigerung der Lebenshaltungskosten aufgehoben( vom Januar bis Juni stieg der Lebenshaltungsinder um 2,1 Proz.). Wenn man die jetzigen Löhne mit dem realen Lohnniveau von Anfang 1926 vergleicht, so ergibt sich eine Steigerung von ctwa 2-3 Prozent. Es muß allerdings bemerkt werden, daß die aufgeführten Zahlen nur die Entwicklung der tariflichen Lohnjähe, nicht die der tatsächlichen Verdienste kennzeichnen, die sich einer statistischen Ersassung entziehen. Eingemeindungsbezirt, schließt sich die neue Kreiseinteilung des Rhein- Mainischen Städtetranzes organisch an. Es sind dies die sechs neuen erweiterten Landkreise um Darmstadt, Mainz, Wiesbaden, Friedberg- Nauheim, Hanau- Gelnhausen, ferner Aschaffenburg, die sich um die neuen erweiterten Stadtkreise, sogenannte Vororttreise, organisch lagern. Hier in dem fünftigen Zwedverbandsgebiet sind heute noch zuständig: 3 Länderregierungen mit ihren Parlamenten, die außer in Darmstadt weitab in Berlin und München ihren Sitz haben, ferner noch 8 Provinzial, bezw. Bezirksverwaltungen, 18 Kreisverwaltun gen, 4 Oberpostdirektionen, 3 Eisenbahndirektionen, 4 Oberlandesgerichte, 3 Landesfinanzämter, sowie 8 Industrie- und Handelskammern, alle nach 3 verschiedenen Ländern gruppier! und orientiert. Hier in diesem Gebiete von rd. 2800 qkm mit etwa 1,6 Millionen Einwohnern, hat sich längst die Erkenntnis für jeden weitsichtigen Kommunal- und Wirtschaftspolitiker durchgesetzt, daß die Schaffung eines fommunal- wirtschaftlichen 3wedver: bandes zum dringendsten Bedürfnis geworden ist. Eine einheitliche Landesplanung und Verwaltung mit ihrem ganzen Fragenkomplex großfommunaler Wirtschaft und Versorgung muß hier zur wirksamen Ueberwindung partikularer Hemmungen aller Art, durch Reichsgesetz noch gewährleistet werden. Auch hier sind es die Menschen mit ihrer Technik, die eine arbeitsmäßige Einheit bilden und in Erinnerung ihrer fulturellen Verwandtschaft diese Raumverschiebung hervorrufen, während die verschiedenen Länderverwaltungen, die sich hier überschneiden, mehr oder weniger einander fremd geworden sind und in der Aufrechterhaltung einer nur noch formalen Autonomie weiter verharren zu müssen glauben, im Gegensatz zu den Forderungen einer lebendigen Gegenwart. Kurhessische, oberhejsische, nassauische, rheinhessische, startenburgische und unterfränfische Landesteile, die im Laufe der letzten Geschichtsepochen be= reits so vielfachen Wandlungen macht politischer Art sehr zum Nachteil der Allgemeinheit unterworfen waren, kommen so end lich im Zeitalter des Verkehrs und der Technik mit der ehemaligen Freien Reichs- und Bundeshauptstadt Frankfurt a. M, zu einem wirtschaftlich und verkehrstechnisch eng verbundenen GanEine Verlustrechnung. Das Institut für Konjunkturforschung stellt fort laufend fest, welche Verluste an Arbeitsstunden durch Arbeitskämpfe und durch Arbeitslosigkeit der deutschen Wirtschaft entstehen. Nach diesen Zusammenstellungen gingen an Arbeits stunden verloren( in Millionen Arbeitsstunden): лод 1925 1926 durch Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit 1.633 ar ald 1927( 1. Vierteljahr) 5 778 1 297 durch Arbeitstämpfe 136 10 2 Wenn man den durchschnittlichen Tagelohn mit 5,50 M berechnet, so ergeben sich folgende Verlust an Arbeits ein kommen: find durch Arbeitslosigkeit durch Arbeitskämpfe Millionen Mark Arbeitseintomm... ( 1. Quar.., 1927 891 1,37 1925 1 122 93,5 1926 39 65 6,91 Diese Zahlen beweisen, welche schwere Belastung die Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit einerseits, die in letzter Zeit erfreulicherweise sehr zurückgegangenen Arbeitskämpfe andererseits, für die gesamte Volkswirtschaft sowohl für den Unternehmer, als auch besonders für den Arbeiter bedeuten. Wir haben die Deutschen nicht besiegt". der Felbzug muß daher bis zu ihrer völligen Bernichtung geEin englischer Offizier über die Kämpfe in Ostafrika. Im Verlage von Chr. Steffen, Stuttgart, ist foeben die wohlfeile Ausgabe" von Jombo watu" ( Gott grüße Dich!) zu 5,50 Rmt. erschienen. Die Einleitungsworte des Reichspräsidenten v. Sinden: burg, der diesem Buche auch den besten Erfolg wünscht, sind zu seinem 80. Geburtstag besonders beachtenswert. Interessant ist die Schilderung eines englischen Offiziers, der ein lebendiges Bild vom Treiben und Denken der Gegenseite gibt. Der Offizier, Leutnant Wilson, schreibt u. a.: Die Arbeit unserer Soldaten geschah unter tropischen Bedingungen, die nicht allein körperliche Ermattung und Untauglichkeit hervorriesen, sondern auch geistige Erschlaffung und Niedergeschlagenheit verursachten und schließlich die kräftigten Herzen erlahmen ließ. Stauenswert war es, wie die Deutschen in der Höllenglut des Klimas, in der feuchten, bazillengeschwängerten Urwa..upt gegen unsere Uebermacht bestanden. Was wir Woche um Woche litten, che eine neue Truppenablösung uns aus dem afrikani schen Fegfeuer befreite, das litten die Deutschen ohne Pause, ohne Erholung. Jahr um Jahr, und noch hatten wir sie zu Ende des Jahre 1917 mit unseren insgesamt 300 000 Soldaten nicht flein gefriegt. Wir schätzten die Deutschen damals auf 300 Europäer, 1700 Astari( schwarze Soldaten), 3000 Träger( Arbeiter), Weiber und Kinder. Auf dem Matonde Hochland hatten wir diese 5000 Menschen vollständig umflammert und mit der Waffen streckung des Feindes gerechnet. Aber wir hatten nicht mit der Gewandtheit des deutschen Generals gerechnet, der es verstand, mit seinem ganzen Bolte sich unserer Umflammerung zu entziehen und in der Wildnis der Rovumaniederung zu verschwin den. Unser General( Sir van Deventer) sagte nach diesem Miß erfolg wutentbrannt:„ Die Deutschen wollen sich nicht ergeben; führt werden!" Das war leicht gesagt, aber schwer getan. as wat Wir erhielten endlich die Meldung: Die Deutschen überschreiten den Rovuma, fnapp an Munition und Verpflegung, friegsmüde und niedergeschlagen." Wir frohlodten! Wir sagten: Nun endlich werden wir sie bekommen!" Wir bauten Stacheldrahtzäune, um die gefangenen Deutschen einzuschließen, und brachten unsere Kameras in Ordnung, um das Bild des Generals von Lettow- Vorbed, dieses Wunder von Gerissenheit und teuflischem Wiz, auf die Platte zu bannen. Und richtig! Eines Tages erschienen an unsern Fronten einzelne und in Gruppen, waffenlose Soldaten in der in der Farbe der Wildnis gefärbten, uns aus den Kämpfen bekannten, arg mitgenommenen Kleidung der Deutschen. Sie ließen sich. willig gefangen nehmen. Aber es waren Portugiesen, die in Lumpen stedten! Die angeblich friegsmilden und niedergeschla genen Deutschen hatten die portugisische Festung Ngomano, die von 1000 Soldaten besetzt war, gestürmt und eine Viertelmillion Patronen und alle Gewehre erbeutet. Sie schlugen ihre englischen, früher bei uns erbeuteten Waffen, zu denen ihnen im Augenblicke die Patronen fehlten, um die Baumstämme, daß die Schäfte zersplitterten und die Läufe tnidten, bewaffneten und kleideten sich neuzeitlich portugiesisch, indem sie mit den Portugiesen die Kleidung tauschten und entließen die gefangen genommenen portugiesischen Soldaten mit ihrer eigenen alten, zerrissenen Kleidung. Die Portugiesen, in den Lumpen der Deutschen, suchten uns auf, die Deutschen aber wandten sich landeinwärts, ins Innere der portugifischen Kolonie, in einem ununterbrochenen Siegeszuge alle befestigten Plätze erobernd. ( Ich erstand für meine Kriegsbeutesammlung von einem Portugiefen eine deutsche Ausrüstung. Drei Schilling sechs Pence! Sie besteht aus hunderttausend Flicken. Es ist fabelhaft!) Nach der Enttäuschung, die uns die Deutschen bereitet hat ten, schritten wir zu einer neuen Umklammerung des Feindes. Auf der Strede Port Amelia- Medo ließen wir 1000 amerifa nische Kraftwagen laufen. Längs der Küste besorgten Gruppen Nr. 37. Folgen der Wohnungszwangswirtschaft. Die sozialdemokratische ,, Volkswacht für Schlesien" in Bres: lau berichtet in ihrer Ausgabe vom 25. Juli ds. Js.: Der Hauswirt springt aus dem Fenster. Eine große Schli gerei entstand am Donnerstag nachmittag in einem Hause der Büttnerstraße in Görlig. Die Hausbewohner gingen wegen Mietstreitigkeiten geschlossen gegen den Hauswirt vor. Als die Mieter versuchten, den Hauswirt aus seiner Wohnung herauszu holen, sprang dieser aus dem Fenster des 1. Stodwertes auf die Straße. Zum Glüd trug er nur leichtere Verlegungen davon. Die herbeigeholte Polizei stellte die Ordnung wieder her." Sonnabend, ben 10. Septe gegen 5563,9 Millionen R.- Mart Belastung pro Kopf der Bevölkeru ern im Jahre 1913 37,05 Mart und jabrlid, jodaß eine Steigerung auf Die Verkehrssteuern( Umsat Belzuwachssteuer, Erbschafts- und gensteuer, Beförderungs- und Kro ige Verkehrssteuern) erbrachten i 501,9 Millionen Mart, dageg Start, d. H. pro Kopf der Bevöl 13 und 37,43 R.- Mart im Jahre lichen Belastung auf diesem Ge en find auf das 4½fache gew , Verbrauchs- und Aufwands seine Einnahme von 1415,2 je von 2201,3 Millionen R.- Ma rung gerechnet 24,48 Mark im 3 Agen 35,27 R.- Mart. Gomit ist gestiegen. Sie beträgt 1925 da man die gesamte steuerliche B inzufammen, so stehen den Einne 4058,5 Millionen Mark im Jah lionen R.- Mart gegenüber und at demnach im Jahre 1913 70,21 2 Mart zu zahlen. Das bedeutet e merlichen Belastung des deutschen je der Vorkriegszeit. Nimmt man a Erfüllung des Londoner Abkommer weitere Erhöhung für 1925 auf 10 aber pro Kopf der Bevölkerung auf 1 gerang wächst somit auf das 2 zwei Die„ Halberstädter Zeitung" berichtet in ihrer Ausgabe von 29. Juli ds. Js.: ,, Bei Mietstreitigkeiten erschossen. Im Verlaufe von Mietpreitigkeiten hat gefter nachmittag ein 29jähriger Schuhmacher Alfred B. den 67jährigen Handelsmann Karl Fischer erschossen. Der Täter ist verhaftet. Ueber den Vorfall erfahren wir fol gende Einzelheiten: Der Schuhmacher, der verheiratet ist, wohnt jeit einem Jahr als Untermieter mit in der Wohnung des Han delsmanns. Das Verhältnis zwischen den beiden Familien car zuerst gut, so daß es zu keinerlei Reibungen fam. Später jedoch gab es recht oft zusammenstöße und es entstand zwischen beiden eine derartige Feindschaft, daß der Handelsmann die Räumungsflage gegen den Schuhmacher anstrengte, da ja be fanntlich möblierte Wohnungen der Zwangsbewirtschaftung un terliegen, sobald in ihnen ein eigener Haushalt betrieben wird. Die Klage wurde aber vom Gericht auf einige Zeit zurückgestellt So gingen die Streitigkeiten weiter und das Verhältnis wurde immer unerträglicher. Eines Tages beschimpfte der Schuhmacher die Frau des Handelsmannes. Als der Handelsmann hinterher den feindlichen Untermieter traf, forderte er ihn auf, feine Frau zufrieden zu lassen. Daraufhin drohte der Schuhmacher: „ Geh weg, sonst schieße ich dich nieder!" Mit den Worten: ,, Du willst mich totschießen?" stellte sich der Handelsmann dem Schuh macher gegenüber und entblöste die Brust. Im selben Augen blick zog der Schuhmacher seinen Revolver und tötete seinen Geg ner durch einen Herzschuß. Als Fischer umgefallen war, schoß der Schuhmacher noch zweimal auf ihn und brachte ihm schwere Kopfwunden bei. Die sofort benachrichtigte Polizei sorgte für Ueberführung der Leiche Fischers nach dem Krankenhaus. Dort fonnte der Kreisarzt nur den durch Herzschuß erfolgten Tod fest stellen." Die Frankfurter Zeitung" meldet aus Offenbach: „ Ein Mieter erschießt seinen Hauswirt. Am 19. ds, Mts. war Termin wegen Räumung der Wohnung des Mieters Adler beim hiesigen Amtsgericht. Laut Urteil muß Adler die Woh nung bis zum 1. Januar 1928 räumen. Schon im Gerichtssaal, als sich das Gericht zur Beratung zurüdgezogen hatte, geriet Adler und der Hauswirt Weider in Streitigkeiten, die sich au ßerhalb des Gerichtsjaales fortsetzten, wobei Adler gegen Weider tätlich wurde. Weider hat nun am Samstag, den 20. ds. Mts, wie allwöchentlich, seine Müllgrube entleert, den Müll auf einen Stoßtarren geladen und diesen vor die im Erdgeschoß gelegene Wohnung des Adler gestellt. Dem Ersuchen des Adler, den Sto farren vor seinem Fenster zu entfernen, tam Weider nicht na Als die Ehefrau des Weider, welche mit einem Kind auf dem Arme im Hofe erschien, den Karren beiseite schieben wollte, gab es ihr Ehemann nicht zu. Adler versuchte nun selbst, den Karten beiseite zu schieben. Hierbei fam es erneut zu Streitigkeiten, in deren Verlauf Adler drei Schüsse auf Weider abgab. Ein Schuß ging fehl, während die beiden anderen Weider an der rechten Kopf- und der linken Brustseite trafen. Weider war sofort tot. Durch das Dazwischentreten der Ehefrau des Weider mit ihrem Kind auf dem Arme, wurde auch das Kind leicht verlegt." Die steuerliche Belastung 1913 und 1925. ( Aus dem Nachrichtendienst für das Steuerwefen.) Die ersten Ergebnisse der Reichsfinanzstatistik für 1913 und 1925 liegen jetzt vor. Aus den gewonnenen Resultaten find folgende Tatsachen für die Wirtschaft besonders bemerkenswert An Besitzsteuern( Einkommen und Vermögenssteuern, Steuer dom Grundbesitz und Gewerbebetrieben und Hauszinssteuer) sind im Jahre 1913 insgesamt 2141,4 Millionen Mt., 1925 da von Kriegs- und Frachtschiffen den Dienst. Die Eisenbahn von Lombo nach dem Hinterlande von Mosambiqire arbeitete nur noch für uns. Wenn man es recht überlegt, war alles eigentlis eine ganz gewaltige Mobilmachung gegen ein Fleines Häuffein Feinde, das uns Jahr und Tag zu trotzen und mit der Waffe in der Fauft bei jeder Gelegenheit die Stirn zu bieten wagte Seit der Wegnahme der Festung Ngomaño hatte der deut sche General seine Tätigkeit vom Rovuma bis zum Zambesi, vom Nyassasee bis zum Meere ausgedehnt. Dieses Gebiet ist kaum fleiner als Frankreich. In ihm bewegte er sich mit einer fabel haften erwischen? So dachten wir, während wir marschierten. enlig Ja, wir marschierten! Das Gelände war ungeheuer schwie rig, der Busch so dicht, daß die Straßen mur noch Tunnels burd Bambusdidicht und Elefantengras glichen, während lange Streden Wegs mehr für Booté als für Motortransporte geeig net schienen. Wir tamen nur unter steten Hemmungen, der urjacht durch feindliche Angriffe, langsam vorwärts. Die Dent schen lagen in Hinterhalten, belauerten unsere Verpflegungs und Munitionstransporte und nahmen sie weg. Sie brangen in unsere Etappenlinie: ein, störten den Dienst ober rollten die Etappe auf. Colonel Christie, der Etappenkommandant, fam der Berzweiflung nahe. Einmal schidte mich Major G. J. Giffert mit einem Zuge Afrikan- Rifles auf einen vorgeschobenen Posten. Nachts wurden wir von einer feindlichen Streife überfallen und mußten völlig überrascht und nur halb befleidet Sals über Kop zurückgehen. Als wir am Morgen mit Verstärkung auf den Posten zurückkehrten, waren die Deutschen fort. Sie hatten all unser Sachen mitgenommen. Meine neuen Langschäfter waren weg, dafür standen ein Paar zerrissene Schnürschuhe am Playe Niemand macht sich einen Begriff, welch Streden wir hinter diesen Deutschen hergelaufen sind. Und die Deutschen fanden noch Zeit, uns anzugreifen, befestigte Plätze zu überraschen und fleine Streifen in alle Windrichtungen tages, ja wochenlang auszuschicken. Sie unternahmen Jagdzüge, fischten in den Flü 1913. Wenn man berücksichtigt deutsche Wirtschaft eine lebhafte Blu vermögen groß und vor allem die de trächtlich aktiv war, dagegen 1925 de außerordentlich zusammengeschrumpft Deutschland sich in einer schweren K noch trot vielfach anderer, jedoch fa land besteht, so ergibt sich mit Klarh crlaften auf das deutsche Volk einer beaten. Bon besonderem Interesse dürften die für einzelne Steuerarten festgestel tommensteuereinnahme stieg von 1913 auf 455,1 Millionen R.- Mart im Jo 1825 etwa das 1% fache von 1913. Einnahmen aus der Vermögenssteu über das 3% fache und das, obwohl en Bolles durch Inflation und start geschwunden ist. Interessanter c nahmen aus der Vermögenssteuer di über sein, ein wie starker Prozentjak 1913 und im Jahre 1925 an Vermög mußte. Sierüber gibt aber die Hustunft. Die Gewerbesteuer hat in Don 177,7 Millionen Mart, im Jahr A- Mart ergeben, sodaß hier fast bei der Vermögenssteuer feitgestellt ist aber eine Sondersteuer für die demgemäß eine über Gebühr gro den Berbrauchssteuern ergibt sich höhung auf über das 12fache geg die Erhöhungen bei der Geträn Durchschnitt, während sogar die Abnahme gegenüber 1913 aufn Tendenz der Nachkriegszeit, d schrauben, die indirekten Steue besonders starte Steigerung hat jahren, die die 8fache Einnahme zeigt. Dadurch ist eine starke Güterverkehrs eingetreten, die auf die deutsche Wirtschaft aust Beförderungssteuern ergibt sich rationswede nötigen Beträger nehmen find. fen, gaben sich mit den Eingebore lung von Mühlen in Holzmörs mente, heilten ihre Kranken un iierten! Dies ging Tag um Tag un umjo bmerkenswerter, als die G ter den Deutschen und ihren Sch in Ermangelung genügender T weglojen Urwald nur Träger in bei hohem Fieber das Marschter Wir hatten es trok großer dern können, daß die Deutschen cinem Jahr von ihrer eigenen Bej genommen hatten, dorth Soffnung mun blieb uns der Pla Kommandeur möglicherweise dort Uebermacht von Truppen zu spe Ben Feind offen sind, so nim Nachdem der deutsche Genera en hatte und den gewalti herte, in die wir ihn zu ja ber das Gebiet im Kela- Gebiet gab es nur et nördlich z rade doti ging er hin! Er rollt errichteten Etappenlinien auf, g Dit Fife an, nahm Kijambi un Tagen des November 1918 bis 3 ffand in Europa mit dem stets fr Krieg ging zu Ende. Wir hab Sie haben sich selbst besiegt, d. H dingungen des Waffenstilstandes in Europa mit uns schlog, unter P fah den deutschen General Angelicht zu Angesicht. Es war nit trant, elend und abgemagert aufreht und stolz! Nr. 37. Nr. 7 Sonnabend, den 10. September 1927. Wohnungszwangswirtschaft fratische, Volkswacht für Schlesien" in Bres cer Ausgabe vom 25. Juli ds. Js.. gegen 5563,9 Millionen R.- Marf eingegangen. Die steuerliche Belastung pro Kopf der Bevölkerung betrug durch diese Steuern im Jahre 1913 37,05 Mart und im Jahre 1925 89,15 R..M jährlich, jodaß eine Steigerung auf das 2% fache zu verzeichnen Die Verkehrssteuern( Umsatzsteuer, Grunderwerbs. und springt aus dem Fenster. Eine große Gift. Donnerstag nachmittag in einem Hause de Wertzuwachssteuer, Erbschafts- und Schenkungssteuer, Vermö örlitz. Die Hausbewohner gingen wegen Migenssteuer, Beförderungs- und Kraftfahrzeugsteuer sowie sonjen gegen den Hauswirt vor. Als die Ri ftige Verkehrssteuern) erbrachten im Jahre 1913 den Betrag aus dem Fenster des 1. Stodwertes auf di R.- Mart, d. h. pro Kopf der Bevölkerung 8,68 Mart im Jahre Hauswirt aus seiner Wohnung herauszu trug er nur leichtere Berlegungen davon Solizei stellte die Ordnung wieder her." ter Zeitung" berichtet in ihrer Ausgabe von igkeiten erschossen. Im Verlaufe von Miet Don 501,9 Millionen Mart, dagegen 1925 2 335,6 Millionen 1913 und 37,43 R.- Mart im Jahre 1925. Die Zunahme der Steuerlichen Belastung auf diesem Gebiet ist besonders groß. Die Steuern find auf das 4% fache gewachsen. Die dritte Steuergruppe, Verbrauchs und Aufwandssteuern sowie Zölle zeigten 1913 eine Einnahme von 1 415,2 Millionen Mart, 1925 eine ,, Gießener Zeitung" Alles in allem betrachtet ergibt die Reichsfinanzstatistik ein flares Bild, wie start die steuerlichen Lasten heute unsere deutsche Wirtschaft bebrüden, man fann beinahe sagen erdrüden. Es darf mit Fug und Recht als zweifelhaft angesehen werden, daß die deutsche Wirtschaft auf die Dauer derartige Belastungen tragen fann, wenn sie überhaupt existenzfähig bleiben soll, namentlich wenn man bedenkt, daß zu den steuerlichen Abgaben noch die mindestens ebenso gesteigerten sozialen Lasten der Nach friegszeit hinzutreten. Es wird aus den angeführten Tatsachen aber auch verständlich, daß die Preise für unsere gesamte Lebenshaltung in Deutschland durch solche Vorbelastung der deut schen Wirtschaft gegenüber der Friedenszeit beträchtlich steigen mußten und man darf sich nur darüber wundern, daß diese Steigerung nicht noch größere Formen angenommen hat. Die in manchen Kreisen bestehende falsche Auffassung von den soge nannten ungeheuren Unternehmergewinnen, fann nicht besser in das Reich der Fabel verwiesen werden, als durch diese darf, weil sie zur Klarstellung der wirtschaftlichen Zustände wesentlich beiträgt. efter nachmittag ein 29jähriger Schuhmah solche von 2 201,3 Millionen R.- Mart oder pro Kopf der Behrigen Handelsmann Karl Fischer erjoe volterung gerechnet 24,48 Mart im Jahre 1913, im Jahre 1925 aftet. Ueber den Vorfall erfahren wir fe dagegen 35,27 R. Mart. Somit ist hier die Belastung nicht so Reichsfinanzstatistit, die aus diesem Grunde begrüßt werden -Untermieter mit in der Wohnung des San Jagt man die gesamte steuerliche Belastung einschließlich Zöl Der Schuhmacher, der verheiratet ist, weh starf gestiegen. Sie beträgt 1925 das 1½fache gegenüber 1913. Verhältnis zwischen den beiden Familie len zusammen, so stehen den Einnahmen von 1913 in Höhe Vereinfachte Einreichung der Belege über den SteuerDaß es zu feinerlei Reibungen fam. Epäte von 4058,5 Millionen Mart im Jahre 1925 solche von 10 100,8 oft Zusammenstöße und es entstand zwische Millionen R.- Mart gegenüber und pro Kopf der Bevölkerung abzug vom Arbeitslohn für das Kalenderjahr 1927. ige Feindschaft, daß der Handelsmann di gen den Schuhmacher anstrengte, da ja be R- Mart zu zahlen. Das bedeutet eine Gesamtsteigerung der Wohnungen der Zwangsbewirtschaftung un steuerlichen Belastung des deutschen Bolles auf etwa das 2%- ihnen ein eigener Haushalt betrieben min fache der Borkriegszeit. Nimmt man noch die Sonderleistungen ber vom Gericht auf einige Zeit zurüdgeftel in Erfüllung des Londoner Abkommens hinzu, so ergibt sich eine er. Eines Tages beschimpfte der Schuhmache oder pro Kopf der Bevölkerung auf 169,20 R.- Mart. Die Stei elsmannes. Als der Handelsmann hinterbe gerung wächst somit auf das 2 zwei Fünftel fache der Belastung war demnach im Jahre 1913 70,21 Mart, 1925 dagegen 161,85 eitigkeiten weiter und das Verhältnis wurd ntermieter traf, forderte er ihn auf, feine weitere Erhöhung für 1925 auf 10 559,7 Millionen R.- Mart lassen. Daraufhin drohte der Schuhmacher deutsche Wirtschaft eine lebhafte Blütezeit erlebte, das Volts: von 1913. Wenn man berüdsichtigt, daß im Jahre 1913 die ieße ich dich nieder!" Mit den Worten: D vermögen groß und vor allem die deutsche Zahlungsbilanz be= die Wirtschaft in en?" stellte sich der Handelsmann dem Sdu trächtlich aktiv war, dagegen 1925 das deutsche Voltsvermögen und entblöste die Brust. Im selben Augen außerordentlich zusammengeschrumpft war, nacher seinen Revolver und tötete seinen Geg Deutschland sich in einer schweren Krise befand, die auch heute schuß. Als Fischer umgefallen war, jho de zweimal auf ihn und brachte ihm schwen noch trot vielfach anderer, jedoch falscher Auffassung im Ausland besteht, so ergibt sich mit Klarheit, daß die heutigen SteuDie sofort benachrichtigte Polizei sorgte fi erlaften auf das deutsche Volf einen unerträglichen Drud beeiche Fischers nach dem Krankenhaus. Don nur den durch Herzschuß erfolgten Tod je Zeitung" meldet aus Offenbach: hießt seinen Hauswirt. Am 19. ds, Mis Räumung der Wohnung des Mieters Adle ericht. Laut Urteil muß Adler die Wah muar 1928 räumen. Schon im Gerichtssal zur Beratung zurückgezogen hatte, gerd wirt Weider in Streitigkeiten, die sich au Sjaales fortsetten, wobei Adler gegen Weider ider hat nun am Samstag, den 20. bs. Ms. seine Müllgrube entleert, den Müll auf einer und diesen vor die im Erdgeschoß gelegen gestellt. Dem Ersuchen des Adler, den Ste Fenster zu entfernen, tam Weider nicht not s Weider, welche mit einem Kind auf den ien, den Karren beiseite schieben wollte, gai ht zu. Adler versuchte nun selbst, den Kare Hierbei kam es erneut zu Streitigkeiten, Adler drei Schüsse auf Weider abgab. Ein vährend die beiden anderen. Weider an de der linken Brustseite trafen. Weider ma as Dazwischentreten der Ehefrau des Weider uf dem Arme, wurde auch das Kind leid he Belastung 1913 und 1925. achrichtendienst für das Steuerwesen.) ebnisse der Reichsfinanzstatistik für 1913 und Aus den gewonnenen Resultaten fin Gesonders bemerkenswer or. für und Vermögenssteuern, Steuer und Gewerbebetrieben und Hauszinssteuer 3 insgesamt 2141,4 Millionen Mt., 1925 de Moved madchan 1200 deuten. Lokales. Sonntagsgedanken. Es war im Herbste des Vorjahres. Da legte der Landmann das Saatftorn in sein Aderland. Korn und Land waren scheinbar tot. Und doch war Leben darin, das der Winter hegte und die Lenzjonne weckte, und die Halme strebten mächtig zum Licht. Sie wuchsen und erstarkten, bis sie dastanden als ein wogendes, tausendfältiges Zeugnis der Gottestraft.-- Wie viele Sorgen und Hoffnungen, wie viele Wünsche und Gebete des Landmannes weben und schweben über so einem Fruchtfelde. Denn all' sein Schaffen und Tun ist wertlos, wenn nicht Gottes Segen über aller Arbeit ruht. Wenn vom Wetterhimmel der Hagel niederfaust, wenn die Schleusen des Himmels sich zum Wolkenbruch öffnen, dann fann in wenigen Minuten das schöne, im Segen stehende Feld vernichtet, zerschmettert sein. Nach einer Verordnung des Reichsministers der Finanzen vom 2. August ds. Js. haben die Arbeitgeber, die im Kalenderjahr 1927 den Steuerabzug vom Arbeitslohn im allgemeinen Ueberweisungs- und Behördenverfahren nach SS 42 bis 45, 50 der Durchführungsbestimmungen über den Steuerabzug vom Arbeitslohn vorgenommen haben, nach Ablauf des Kalenderjahres 1927 in die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten nur dielenigen Arbeitnehmer aufzunehmen, die im Kalenderjahr 1927 während der ganzen Dauer der Beschäftigung oder während cines Teiles derselben in einer anderen Gemeinde( Sitzge meinde) als in der Beschäftigungsgemeinde einen Wohnsitz oder in Ermangelung eines inländischen Wohnsitzes ihren gewöhn lichen Aufenthalt hatten. Als Beschäftigungsgemeinde gilt die Gemeinde derjenigen Betriebsstätte, von der aus die Steuerabzugsbeträge für im Kalenderjahr 1927 gezahlten Arbeitslohn an eine Kasse der Reichsfinanzverwaltung abgeführt worden sind. Jm Behördenverfahren ist der Sitz der abführenden Kasse maßgebend. Und so schaut der Landmann denn dankend zum Himmel und freut sich über die heimfahrenden Wagen seiner reichen Ernte. Der Segen, der im wallenden Saatfelde reifte, gehört aber nicht nur dem einzelnen, er gehört dem ganzen Volfe. Glücklich und gesegnet das Volt, dem noch das Brotkorn zuwächst auf der heimischen Scholle, das nicht draußen leihen und kaufen muß, was es zu seiner Nahrung braucht. Hat ein Arbeitgeber Arbeitnehmer beschäftigt, die während der ganz Dauer der Beschäftigung oder während eines Teis de: selben in anderen Gemeinden als in der Beschäftigungsge. meinde einen Wohnsitz oder in Ermangelung eines inländischen Wohnsitzes ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten, so ist für jede dieser Gemeinden( Sitgemeinden) eine besondere Lohnsteuer Ueberweisungsliste auszuschreiben. Arbeitnehmer, die während der Dauer der Beschäftigung im Deutschen Reich weder einen Wohnsiz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten, sind für sich in einer gemeinsamen Lohnsteuer- Ueberweisungsliste zusammen aufzuführen. Besitzt der Arbeitgeber mehrere Betriebsstätten, von denen aus im Kalenderjahr 1927 Steuerabzugsbeträge ab geführt worden sind, so sind von jeder dieser Betriebsstätten cus die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten besonders auszuschreiben. Hat ein Arbeitgeber die in mehreren Betriebsstätten einbehal tenen Steuerbeträge durch ein Stelle gesammelt an eine Kasse der Reichsfinanzverwaltung abgeführt, so sind die Ueberwei sungslisten von dieser Stelle aus auszuschreiben. Bon besonderem Interesse dürften noch einige Zahlen sein, die für einzelne Steuerarten festgestellt worden sind. Die Eintommensteuereinnahme stieg von 1913 mit 1399,9 Millionen M auf 2 455,1 Millionen R.- Mart im Jahre 1925, d. h. sie betrug 1925 etwa das 1% fache von 1913. Besonders stark sind die Einnahmen aus der Vermögenssteuer gestiegen, nämlich auf über das 3% fache und das, obwohl das Vermögen des deutschen Volkes durch Inflation und Deflation außerordentlich start geschwunden ist. Interessanter als die Erhöhung der Ein nahmen aus der Vermögenssteuer dürfte eine Feststellung darüber sein, ein wie starker Prozentsatz des Vermögens im Jahre 1913 und im Jahre 1925 an Vermögenssteuer abgeführt werden mußte. Hierüber gibt aber die Finanzstatistik leider keine Auskunft. Die Gewerbesteuer hat im Jahre 1913 einen Ertrag von 177,7 Millionen Mart, im Jahre 1925 dagegen 568,4 Mill. R. Mart ergeben, sodaß hier fast die gleiche Steigerung wie bei der Vermögenssteuer festgestellt werden muß. Diese Steuer ist aber eine Sondersteuer für die deutsche Wirtschaft und stellt demgemäß eine über Gebühr große Belastung für sie dar. Bei den Verbrauchssteuern ergibt sich für die Tabaksteuer eine Erhöhung auf über das 12fache gegenüber 1913. Dagegen liegen die Erhöhungen bei der Getränke und Zudersteuer unter dem Durchschnitt, während sogar die übrigen Verbrauchssteuern eine Abnahme gegenüber 1913 aufweisen. Es zeigt sich hier die Tendenz der Nachkriegszeit, die direkten Steuern hinaufzu schrauben, die indiretten Steuern dagegen abzubauen. Eine besonders starke Steigerung hat auch die Beförderungssteuer er fahren, die die 8fache Einnahme im Jahre 1925 gegenüber 1913 zeigt. Dadurch ist eine starke Belastung des Personen und Güterverkehrs eingetreten, die sich auch wieder in erster Linie auf die deutsche Wirtschaft auswirken muß. Die Erhöhung der Beförderungssteuern ergibt sich zum Teil aus den für Reparationszwede nötigen Beträgen, die dieser Steuer zu ents nehmen sind. Frachtschiffen den Dienst. Die Eisenbahn von Hinterlande von Mosambiqure arbeitete nur in man es recht überlegt, war alles eigentlib e Mobilmachung gegen ein fleines Hauffe jahr und Tag zu trotzen und mit der Waf der Gelegenheit die Stirn zu bieten wagte. nahme der Festung Ngomaño hatte der deu Tätigkeit vom Rovuma bis zum Zambesi, vo Meere ausgedehnt. Dieses Gebiet ist kaum eich. In ihm bewegte er sich mit einer fabe her. Werden wir ihn endli feit Shter rend mir marschierten. hierten! Das Gelände war ungeheuer schwi icht, daß die Straßen nur noch Tunnels dur nd Elefantengras glichen, während lan t fit Boote als für Motortransporte gee tamen nur unter steten Hemmungen, ve The Angriffe, langsam vorwärts. Die De terhalten, belauerten unsere Verpflegungs und nahmen sie weg. Sie drange sporte und inie: ein, störten den Dienst oder rollten d onel Christie, der Etappenkommandant, ta nahe. fen, gaben sich mit den Eingeborenen ab, stampften in Ermange lung von Mühlen in Holzmörjern Korn, bereiteten Medikamente, heilten ihre Kranken und Verwundeten und mar schierten! Dies ging Tag um Tag und Woche um Woche und war umso bmerkenswerter, als die Grippe in bösartiger Weise un ter den Deutschen und ihren Schwarzen hauste und die Kranken in Ermangelung genügender Transportgelegenheit, wofür im weglosen Urwald nur Träger in Frage fommen konnten, selbst bei hohem Fieber das Marschtempo einhalten mußten. Dafür müssen wir alle die Hände falten zum Dante. Erntetage wedken die Dankbarkeit. Gottes Großmut gegen uns steht in scharfem Gegensatz zu so viel Undank oder so viel Gedanken. losigkeit im Gegenüber. Wir sollten nicht aufstehen vom Tisch, ohne zu danken; wir sollten den Tag der Arbeit und der Ernie nicht enden, ohne zu danken; wir sollten nicht Monate oder ein ganzes Jahr hindurch von seiner Hand leben und von seiner Güte zehren, ohne zu danken. Wer an ihn denkt, dankt ihm auch. Der Arbeitgeber hat die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten auf Grund der Eintragungen in dem Lohntonto(§ 38 der Durchführungsbestimmungen über den Steuerabzug vom Arbeitslohn) auszuschreiben. Die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten sind aufzu rechnen und vom Arbeitgeber oder einer Person, die zur Ver tretung der Firma rechtlich befugt ist, zu unterschreiben. Es ist ein Geben und Spenden aus weitgeöffneter Hand, was Gott uns gab. Wir fühlen wieder den ,, Segen, mit dem er alles erfüllt, was- da lebt." Darum wollen wir ihm alle danken. Provinzial Sängerbundestag. Unter zahlreicher Beteiligung hielt der Hessische Sängerbund am Sonntag eine Provinzial Sängertagung ab, um dem Provin zialverband eine bessere Organisation zu geben. Vom Vorstand des Landesverbandes des Hessischen Sängerbundes waren u. a. Landesvorsitzender Oberregierungsrat Dr. Siegert Darmstadt, Schatzmeister Bitter- Darmstadt und der Direktor des Landesamts für Volksbildung, Schulrat Hafsinger- Darmstadt, erschienen. Nach der Begrüßung des 1. Vorsitzenden der Seiterfeit" Gießen, Koch, namens der Gießener Bundesvereine sprach Provinzialvorsitzen der Gengnagel- Grünberg. Für den Bundesvorstand sprach Ober Regierungsrat Dr. Siegert- Darmstadt zur Organisationsfrage. Schulrat Hassinger Darmstadt gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Tagung dem Deutschen Sängerbund einen fräftigen Zweig zuführen möge. Der Provinzialvorsitzende erstattete dann den Geschäftsbericht, aus dem ein Anwachsen auf 519 Vereine mit 25 000 Mitgliedern hervorgeht. Im Winter sollen Dirigenten turse abgehalten werden. Ferner gab er gefaßte Beschlüsse be Soweit nach den§§ 2, 3 Lohnsteuer- Ueberweisungslisten auszuschreiben sind, sind sie mit der Versicherung einzusenden, daß die Angaben vollständig und nach bestem Wissen und Gewissen gemacht sind, und zwar spätestens bis zum 29. Februar 1928 dem Finanzamt, in deffen Bezirk die Beschäftigungsge meinde liegt. Sofern Lohnsteuer- Ueberweisungslisten von einem Arbeitgeber nicht auszuschreiben sind, hat er dem Finanzamt Fehlanzeige spätestens bis zum 29. Februar 1928 einzusenden. Die zu den Meldungen vorgesehenen Vordrude sind den Arbeitgebern auf Verlangen fostenlos zur Verfügung zu stellen. Wir hatten es trok großer Truppenaufgebote nicht verhin dern können, daß die Deutschen nach einer Abwesenheit von fast einem Jahr von ihrer eigenen Kolonie, welche wir ganz in Befit genommen hatten, dorthin zurüdlehrten. Als einzige Hoffnung mun blieb uns der Plan, alle Wege, die der deutsche Kommandeur möglicherweise dort einschlagen konnte, durch eine Uebermacht von Truppen zu sperren. Aber wenn drei Wege für den Feind offen sind, so nimmt er gewöhnlich den vierten. Nachdem der deutsche General das Livingstone- Gebirge umSchritten hatte und den gewaltigen Sümpfen des Rudwasees sich näherte, in die wir ihn zu jagen hofften, war nur anzuneh men, daß er das Gebiet nördlich zu gewinnen strebte, denn füd.. im Rhodesia- Gebiet gab es nur geringe Verpflegung. Aber gerade dort ging er hin! Er rollte mit seiner Gruppe unsere neu errichteten Etappenlinien auf, griff den von uns stark befigten Ort Fife an, nahm Kijambi und Kasama und fämpfte in den Tagen des November 1918 bis zwei Tage nach dem Waffenstillstand in Europa mit dem stets frengebliebenen Siegerglüd. Der Krieg ging zu Ende. Wir haben die Deutschen nicht besiegt. Sie haben sich selbst besiegt, d. h. fie haben auf Grund der Bedingungen des Waſſenſtillstandes, den deutsche Regierung mich Major G J Giffert mit einem 3 einen vorgeschobenen Posten. Nachts wurde indlichen Streife überfallen und mußten und nur halb bekleidet Hals über Kor wir am Morgen mit Verstärkung auf de en, waren die Deutschen fört. Sie hatten an genommen. Meine neuen Langschäfter ware ein Paar zerrissene Schnürschuhe am Pras St fich einen Begriff, welch Streden wir hinte Jergelaufen sind. Und die Deutschen fande ugreifen, befestigte Plätze zu überraschend alle Windrichtungen tage-, ja wochenla unternahmen Jagdzüge, fischten in den F Wenn die Nachbarin staunt daß Ihnen Ihr Kuchen immer gut gerät, so erzählen Sie ihr, daß Sie nur mit Dr. Oetker's Backpulver, Backin nach den schönen Oetker- Rezepten backen. Solch guter Rat wird sich belohnen. Zahlreiche neue Anregungen zum Backen bietet Ihnen das neue farbig illustrierte OetkerRezeptbuch, Ausgabe F. 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Durch einen Schlitz an seiner Seite wird ein dünnes Bändchen gezogen, und über dasselbe und um das ganze Glas wird nun er Bürgschafts- oder Gewähr leistungsstreifen mit dem Wahr- und Warenzeichen des Deutschen Imkerbundes gelegt.„ Gewähr für echten deutschen Ho nig". So ist nun der Honig jeden Augenblid greifbar, Der faufs- und eßbereit. Nicht nur durch seine innere Bollwertig feit, sondern auch durch sein Aeußeres, fein Kleid, seine Aufmachung ziert er die vornehmste Tafel. Er ist so ganz Sonnenschein, Duft und Licht". Der Immenvater hat mit aller Sorge und Behutsamkeit völlig Honig geschleudert, denselben dann aufs sauberste geflärt und dann täglich gerührt, daß er noch nachreift und feinförnig fandeln soll. Ließe der Imker nun den Honig in einem großen Gefäße stehen, so würde derselbe schnellstens tan deln oder kristallisieren. Bald wäre er hart, und wenn man dann etwas davon verkaufen oder verbrauchen wollte, so müßte man ihn Stud um Stüd mit Mühe ausstechen oder ihn bei einer Immenstodwärme von etwa 35 Grad wieder langsam flüssig machen. Beide Arbeiten gehören aber nicht zu den angenehmsten und erhöhen die Schönheit und den Duft des Honigs auch nicht gerade. Darum läßt der Imfer den Honig nicht im großen Sam mel, Klär und Rührgefäße landeln, sondern füllt ihn, so lange er noch flüssig ist, in seine Soniggläfer, die Einheitsgläser des Deutschen Imterbundes. Diese, Har und bor ihm auf dem zur Hand, das große Abfüllgefäß mit Tische, und nun ist es ein Leichtes, die Gläser zu füllen. Die finte Hand hält das Glas unter, die rechte öffnet den Quetschhahn, und in glattem, gleichmäßigem Strahle fließt das köftliche Naß, weiß, golden, braun oder gar grünlichschwarz, je nach der Art und Herkunft des Honigs, ins Einheitsgefäß. Kein Tropfen fommt vorbei, weder die Außenseite des Glases noch fein Innenrand über dem Honig wird behonigt. Der Imfer setzt das eine bis zum Martſtrich gefüllte Glas nady bem andern auf den Tisch oder eine Borte und sorgt dafür, daß es völlig wegerecht steht, damit später der getandelte Honig nicht eine zum Glase schiefe Oberfläche zeigt. Endlich steht Glas neben Glas aufmarschiert. Ueber das Ganze wird nun Papier gelegt, damit fein Staub hineinfällt. Nach einigen Tagen ist der Honig gefandelf, und auf seiner Oberfläche hat sich eine dünne, feine, in Europa mit uns schloß, unter Proiest die Waffen niedergelegt. Ich sah den deutschen General und seine Soldaten nun don Angesicht zu Angesicht. Es war faum einer unter ihnen, der nicht frank, elend und abgemagert aussah. Aber alle gingen sie aufrecht und stolz! Arbeit oder Vergnügen was ist vergnüglicher? „ Glauben Sie mit, das Leben und die Arbeit hier im Fa britsaal ist tausendmal furzweiliger als der öde Betrieb auf den Fünf- Uhr- Tees und den Tanzabenden." Diesen Bescheid gab eine einfache Arbeiterin Neudorfer Zeitungsspähern zur Antwort, als diese fie aufsuchten. Die Arbeiterin ist( laut einer Meldung des Tags") die 18jährige Ellinor Dorrance, die bru derlose einzige Tochter eines Konservenfabrikanten, den man Suppenfönig heißt. Sie meldete fich als einfache Arbeiterin in der Fabrit ihres Baters an, ohne dies ihren Eltern zu sagen, und erklärte dann, nachdem sie durch die besagten Zeitungsspäher endlich entbedt war, das vorhin Gejagte, und fügte hinzu:„ Ich habe keine Brüder, die meines Baters Wert fortsetzen fönnten; also muß ich einspringen. Ich will mich gründlich in den Betrieb einleben, damit mir später niemand etwas vormachen fann." Dieser Bericht steht nach etwas Besonderem aus; aber ist nicht in der Tat ein arbeitslojes Leben voll Bergnügen die Hölle? - Sonnabend, den 10. September 1927. ,, Gießener Zeitung" tannt, u. a., daß alljährlich vor dem Landestag ein Provinzial-| jinger( Darmstadt) geleitet. Der Verlauf der Tagung ergab, fängertag abgehalten wird, den Ausbau der Sängerwarte, die Gliederung Oberhessens in fünf Bünde, sechs Kreise, also 11 Gaue. Die Vorstandswahl ergab die einstimmige Wiederwahl des Vorfizenden Gengnagel- Grünberg, in den engeren Borstand wurden gewählt A. Koch- Gießen und J. Beder- Kesselbach, und Architekt Rudiger- Weglar als Vertreter der außerhessischen Vereine. * * Bon der Landesuniversität. Ein erfreuliches Ansteigen der Frequenz der Universität macht sich in den letzten Jahren bemerkbar. Jm Wintersemester 1926 waren es insgesamt 1544 Hörer, im verflossenen Sommerjemester 1654 Studierende einschließlich der Gasthörer. Das Wintersemester 1927/28 wird mit den Borlesungen am 24. Oftober beginnen. * Straßensperre. Der Feldweg in der Verlängerung der Straße ,, An der Margarethenhütte" von der Wirtschaft Sänger an bis zu 500 Meter südwestlich nach Klein- Linden wird wegen Errichtung einer Stügmauer auf die Dauer von etwa 14 Tagen gesperrt. Der Verkehr wird durch den hinter der Margarethenhütte herziehenden Feldweg umgeleitet. * Gefundene und verlorene Gegenstände. Das Verzeichnis über die in der Zeit vom 1. Auguft bis 31. August 1927 auf dem Fundbüro als gefunden und verloren gemeldeten Gegenstände liegt auf dem Polizeiamt, Weidengasse Nr. 5, Zimmer 3, zur Einsicht offen. * Berkehrs- Zuwiderhandlungen. In der Zeit vom 1. bis 31. August 1927 wurden folgende Strafanzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer bezw. Kraft- und Radfahrer gegen verkehrspolizeiliche Vorschriften erhoben: 19 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne, 7 wegen Fahrens auf Bürgersteigen, 3 wegen Fahrens ohne die rechte Straßenseite einzuhalten, 22 wegen Fahrens durch ge= Sperrte Straßen, 6 wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in ver fehrspolizeilicher Hinsicht. * Hindenburg- Briefmarken. Die Reichspoft läßt gegenwärtig vier Freimarken zu 8, 15, 25 und 50 R.- Pfg. sowie eine Posttarte zu 8 R.- Pfg. mit einem Bildnis des Herrn Reichspräsibenten herstellen. Die Wertzeichen zu 8 R.- Pfg. werden zu 15 R.- Pfg., die übrigen zum doppelten Nennwerte durch die Postanstalten und die Deutsche Rothilfe vertrieben. Der Verkauf beginnt am 26. September und dauert bis Ende Januar 1928. Der Erlös aus dem Zuschlage wird dem Herrn Reichspräsidenten zur Linderung der Not unter den Mittelstandsangehörigen und Sozialrentnern zur Verfügung gestellt. Aus Nah und Fern. Großrechtenbach( Kr. Wetzlar). Eine unglaubliche Tierquälerei verübte ein hiesiger Landwirt an seinem Pferde. Beim Roggeneinfahren vermochte das Tier auf dem weichen Aderboden den Wagen nicht zu ziehen. Um es zum Ziehen anzuspornen, legte der Besitzer des Pferdes eine Roggengarbe hinter das Pferd, zündete sie an, daß die Flammen an dem Hinterteil des Pferdes emporschlugen und schwere, große Brandwunden verursachten. Der beladene Wagen geriet merkwürdigerweise nicht in Brand. Deutscher Wandertag. Herborn. Hier war am 3. und 4. September der 36. deutsche Wandertag, verbunden mit einer Tagung des Verbandes der deutschen Gebirgs- und Wandervereine, dem mehr als 5000 Mitglieder angehören. Aus allen deutschen Gauen waren Abordnungen erschienen. Auch die deutschen Gebirgs- und Wandervereine des Saargebietes hatten Vertreter entsandt, und die Sudetendeutschen Gebirgs- und Wandervereine ließen sich durch den Vorkämpfer des Deutschtums in der Tschechoslowakei, A. Wolfram aus Aussig an der Elbe, vertreten. Die Tagung wurde vom 1. Vorsitzenden des Verbandes, Oberstudiendirektor Dr KisMit Und schaltet weise im häuslichen Kreise... In Drogeries. Apotheken Achten suf Marke Fuchskopf im Stern". Dazu gehört auch, daß man sich Blusen, Kleider, Strümpfe u. dergl im Haushalt selbst färbt HEITMANN'S FARBEN geht das mühelos und erspart Geld. SIMPLI- FARBEN in Kugeln und Tabletten färben beliebig kalt oder heiß. Zur Hochzeit, allen Fekten und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee. Lohnlisten für Stägige, 14tägige und monatliche Lohnauszahlung und mit dem notwendigen Steuerabzug- Vordruck, grosse Lohndüten mit Ausrechnungs-, Versicherungs- und Steuerabzug- Vordruck, Arbeitszettel und alle anderen Formulare stets vorrätig bei Albin Klein in Giessen. daß es um die deutsche Wanderbewegung gut stehe. Den Abschluß der Herborner Tagung bildete die Veranstaltung eines großen Trachtenfestzuges, in dem vornehmlich ländliche Volkstrachten aus dem hessischen Lande und Kindergruppen aus dem Rheingau vertreten waren. Etwa 30 000 Wanderer und Freunde der Wanderbewegung hatten Herborn als Ziel ihrer Wanderung auserwählt und so dem 36. Deutschen Wandertag das Gepräge eines großdeutschen Wandertages gegeben, der in allen Teilen einen würdigen Verlauf nahm. i „ Bad Schwalbach" an Stelle von Langenschwalbach. Die Reichsbahndirektion Mainz teilt mit, daß vom 1. September ab der Stationsname Langenschwalbach in Bad Schwalbach" geändert ist. Erbitterter Kampf der Kasseler Polizei mit einem Mörder. Das nahe bei Wabern gelegene Dorf Niedermöllrich war in der Nacht von Montag auf Dienstag der Schauplatz eines erbit terten Feuerfampjes zwischen einem Mörder und der Kasseler Schutzpolizeit. Der 28jährige landwirtschaftliche Arbeiter Nikolaus Claus geriet in den späten Nachmittagsstunden mit seiner Stiefmutter in Streit. Zufällig tam der in Niedermöllrich anjässige Oberlandjäger Wille des Weges und versuchte, den Streit zwischen den Familienmitgliedern zu schlichten. Der junge Clauß geriet darüber in heftige Erregung, er stürzte in das Haus und erschien mit einer Pistole wieder, mit der er einen Schuß auf den Oberlandjäger Wille abgab, der sofort, durch das Herz ge= troffen, tot zu Boden stürzte. Der Mörder flüchtete nunmehr in sein Haus und begann sich hier zu verbarrikadieren. Die in große Aufregung versetzte Bevölkerung alarmierte sofort die Schutzpolizei in Kassel. Das Ueberfallkommando der Kasseler Schutzpolizei war in furzer Zeit an Ort und Stelle. Die Aufforderung an Clauß, sich zu ergeben, wurde von ihm mit einem Kugelregen beantwortet. Jetzt griff auch die Polizei zur Waffe und es entspann ein erbittertes Feuergefecht. Nach längerem Kampfe mußte sich die Polizei davon überzeugen, daß sie mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln nicht zum Ziele gelangen fönnte. Man alarmierte den Panzerwagen der Kasseler Schutzpolizei. Das Haus wurde von dem Wagen unter Maschinengewehrfeuer genommen. Doch auch gegen diese Durch siebung seiner Festung schien der Mörder gesichert. Dann lieg das Feuer einige Zeit nach. Plötzlich eröffnete er jedoch das Pistolenfeuer wieder, und zwar in dem Augenblic, als die Beamten nicht in Dedung waren. Die Beamten fonnten sich nicht anders erwehren, als daß sie zu den Handgranaten griffen. Beim Werfen einer Handgrate passierte jedoch ein Unglüd. Durch die herumfliegenden Granatsplitter wurden der Polizeihauptmann Niehus schwer und vier weitere Beamte ziemlich ernstlich verletzt. Nachdem einige Sandgranaten in das Haus gefallen waren, hörte die Schießerei aus dem Hause auf. Nun drang das Schutzpolizeifommando in das start mitgenommene Haus ein und fand den Mörder tot vor. Durch eine Handgranate war er zerrissen worden. Der entsetzliche Kampf hatte mehrere Stunden gedauert. Der Kasseler Mörder ein Wahnsinniger? Der Oberstaatsanwalt Dr. Nözel in Kassel hat die Untersuchung über die Schreckensnacht in Niedermöllrich in die Hand genommen und zunächst angeordnet, daß die Leiche des getöteten früheren Schupobeamten und Landwirtes Nicolaus Claus be= schlagnahmt und der Universitätsklinik Marburg zugeführt wird, wo untersucht werden soll, ob es sich um einen Wahnsinnigen handele oder ob man es tatsächlich mit einem ganz faltblütigen Verbrecher zu tun hat., Die Auffassung, daß es sich um einen Wahnsinnigen handelt, ist durch die Zeugenvernehmung entstanden. Clauß neigte zu heftigem Jähzorn, auch Tobsuchtsanfälle sind wiederholt beobachtet worden. NWK WoLLe ** NWK Hakuusolla din altbewährte gutn Hristupalle Überall anfältlif Chuf Wunsch Bezugsquellen. Noufionis durch. bit 1741 Norddeutsche Wollkämmerel 2 Kammgarnspinnerei Kontor Frankfurt a. 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Man fragt sich, ob es nicht eine Möglichkeit gegeben hätte, in ein Haus, in dem ein einzelner Mensch sich verschanzt hatte, zu gelangen, auch ohne einen größeren Aufwand von Kräften, Waffen und Munition, ohne daß nog irgendwelche Menschenleben dadurch gefährdet wurden. Neue Bücher. Ein Stündlein mit Johann Peter Hebel. Ja, denkt euch, er ist mir jüngst leibhaftig begegnet. Ich griff nach dem Heft. Es stand auf dem Umschlag geschrieben: Hebels Rheinlandischer Hausfreund. Jahrgang 1928.„ Die alte Cholender! Der hilft allen Deutschen zu einem tapferen Mut und einem frohen Sinn Und wer den Hebel lieb hat, der muß auch den Rheinländischen Hausfreund lieb haben!" Hebels Rheinländischer Hausfreund erscheint im Verlag von Moritz Schauenburg in Lahr( Baden) und fostet nur 0,50.M. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Billige Sonntagskarten zum Besuch der Frankfurter Meffe 18-21. Sept. 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Der Finanzausschuß na Sigung, der Regierungsvorlage a nationstrebiten im Betrage von 8 M Setracht kommenden Körperschaften zuz he Borlage, betreffend Gewährung vo the helische Landesbank für Baudarle * Ministerbesuch in Am Dienstag weilte der preußisch begleitet von dem Regierungsprä Erler, und Direktor Kaz- Berlin in Mittwochvormittag die Weiterreise an Auf der Fuldaer Bischo beschlossen worden, daß darauf hin Serfäumen firchlicher Veranstaltungen demendjahrt" und durch Sportveranst Dieser Beschluß ist den Geistlichen un übermittelt. Die KPD- Zentrale vor de Leipzig. Der Vierte Straffenat de mehrfach verschobene Verhandlung geg trale nunmehr auf den 4. Oktober an um Hochperrat und Vergehens gegen haben sich die Reichstagsabgeordneten mele, Lindau, Pfeiffer, Schmidt, Stöder tagsabgeordnete Schumann zu verantn Erdrosselung der deutsch In verschiedenen litauischen Blät tung eines neuen Anschlags auf die R es wird die zwangsweise Einführu im Memelgebiet verlangt. Ueberzeichnung der An Deutschen Nach einer New Yorker Meld in New York zur Zeichnung aufg Sant sofort start überzeichnet. * Ein Millione Die Essener Kruppwerke hab ofischen Kolonialministerium ein Eisenfonstruktionen für den Bahn Die Bezahlung, 4,5 Mill. Rm., e Einigungswille werksgemeinschaftlichen Der im werksgemeinschaftlicher Werksindividualismus barg die G genbrödelei innerhalb der ein Gruppen in sich. Ein solcher Se für diejenigen Bestrebungen, we Jung zu zerschlagen suchen und hillschweigende Duldung kleine Wertvereine durch die Gewerksch aus über 30 Wertvereinen besteh lage aufgebaute ,, Bommersche Ar bund vaterländischer Arbeiter- un gegliedert hat, fann in letzter Ze her Art berichtet werden. Insges nannte wilde Wertvereine dem R tere hundert Mitglieder umfassen nigten Stahlwerke Gelsenkirchen" 6.- der R. v. A. umfaßt n smeiser und lokaler Grundlag Beeben zellenartige Gruppen mirler anwachsende Tend merlsgemeinschaftlichen Arbeiterb Der Befihtung der 3ersplitterun Gewertigen neuen Raum gege entzogen jein. Bericht über die wirtschaft Handwerts im Mo Ein allgemeiner Ueberblick Des druifchen Handwerts gibt in lichen Berschiedenheiten auch für heitlis Bild. Wesentliche Aen mat Juli find nicht zu verzeichne rung für den einzelnen Handwerks ehung vieler Handwertszweige g Die Lage des Handwerks beherr