fwertung Nr. 21 en Spareinlagen irfsiparfaife Gießen. 18% dnis mit dem Herrn Minister des Befanntmachung„ Die Aufwertung er Bezirkssparkasse Gießen betr. v. i der unterzeichneten Spartasse die pareinlagen mit 18 Prozent des selben. t der genannten Bekanntmachung Seite 91, wird besonders hinge der alten Sparkonten hat stattge anunmehr auch die Sparbücher ind Eintrags des Goldmark: und Svorgelegt werden. Warten der Spargläubiger zu ver sich, die Sparbücher möglichst in nfolge vorzulegen und zwar für Namen beginnen mit den Buch it vom 18. Juli bis 23. Juli 1927 it vom 25. Juli bis 30. Juli 1927 it vom 1. Aug. bis 6. Aug. 1927 it vom 8. Aug. bis 13. Aug. 1927 it vom 15. Aug. bis 20. Aug. 1927 it vom 22. Aug. bis 27. Aug. 1927 Digen Bekanntmachung des Herrn en nach dem 14. Juni 1922 ausge auch der Aufwertung unterliegen, I angegebenen Zeiten die für der en auszustellenden neuen Spat Empfang genommen werden. Wir rücklich, daß die oben angegebenen chlußfristen sind, daß irgendwelche chtvorlage der Bücher nicht entAbholung der Bücher kann auch en Terminen erfolgen. Suli 1927. er Bezirkssparkasse Gießen. βαφείς. genheitskauf. prachtvolle rotbraune Dobermann: Sieger- Stammbaum, welche auf der ionalen Hunde- Ausstellung 1926 in m 1. Preis und Ehrenpreis ausge eht preiswert gegen Höchstgebot an um Verkauf offen. Nur ernste Interh melden unter ,, Schika" an die Expe ition dieses Blattes. Heitmann's ber ,, Colorex" bige Stoffe meist soweit, daß sie mit den seit Jahrzehnten bewährten Heitmann's Farben beliebig neu en; also auch ursprünglich dunkel gefärbte der Entfärbung hell gefärbt werden; entfernt Farbflecken und Flecken von Kaffee, Kakao, Tee, Obst, Wein, Rost, Jod usw. aus weißer Wäsche, sowie ausgelaufene Farben aus bunten Stoffen. Unschädlich für alle Stoffe. Leicht anwendbar. • en. Als Helfer der Hausfrauen tausendfach bewährt und glänzend begutachtet. Zur Hochzeit, FUCKS GTH. nd Gelegenheiten fertigt Reden. oge, Tafellieder usw. schnellstens an lag, Radolfzell a. Bodensee. Die letzten Moden für den Hoch- Sommer bringt Beyers Mode- Führer Band III: DAMEN- MODEN SOMMER 1927 Prels 1,25 M. VERLAG OTTO BEVER LEIPZIG T M Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 40. Jahrgang - Die Weltarbeitslosigkeit. Die Gesamtziffer der Erwerbslosen der Welt dürfte schätzungsweise in den Industriestaaten in der Gegen wart etwa 9 bis 11 Millionen betragen. Jm Durch schnitt entfallen auf Grund der zurzeit erreichbaren Unterlagen an ,, sichtbaren Erwerbslosen" etwa auf Deutschland 1 640 000 1375 000 England( einschl. Nordirland) Rußland 1 050 000 201 000 180 000 Polen Vereinigte Staaten von Amerika Desterreich 108 000 Italien Tschechoslomatei 89 000 67 000 60 000 21.000 Dänemark Ungarn Schweden Niederlande Belgien Schweiz( Stellungsuchende durch. schnittl.ch im Monat Frankreich( amtlich etwa 27 000) schätzungsweise Lettland Estland Finnland 20 000 18.000 10 000 15.000 80 000 1 400 1.000. 1000 Die wirkliche Arbeitslosigkeit ist weit größer als die sichtbare. Hinter den sichtbaren Erwerbslosen steht die ungeheure Zahl derjenigen, welche die unsichtbare Arbeitslosigkeit trifft, die sich darstellt als Kurzarbeit, geftredte Arbeit, verschämte Erwerbslosigkeit usw. E.D. Die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat Juni 1927. Bom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Boftshedfonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Sonnabend, den 9. Juli 1927 Baugewerbe war die Nachfrage nach Arbeitskräften groß. Stel lenweise ist bereits Mangel an Facharbeitern eingetreten, doch ist es bisher noch immer gelungen, diesen Mangel durch Heranziehung auswärtiger Arbeitskräfte wieder auszugleichen. Aus dem Kammerbezirk Arnsberg wird gemeldet, daß angesichts des erhöhten Auftragsbestandes die vorhandenen Arbeitskräfte qua litativ den Ansprüchen kaum noch genügen. Facharbeiter feien überall gesucht und wirklich gute Hilfskräfte kaum in der erfor derlichen Anzahl zu haben. Ueber die Qualität der verfügbaren Arbeitskräfte in diesem Bezirk klagen besonders Schlosser und Maler. Die Lohnfäße haben zum Teil eine weitere Steigerung erfahren. Trotz der verminderten Arbeitslosigkeit ist die Schwarzarbeit noch nicht erheblich zurüdgegangen, wenn auch die Klagen darüber infolge der Mehrbeschäftigung des Handwerks etwas nachgelassen haben. Die Rohstoff- und Materialbeschaffung war überwiegend ohne Schwierigkeiten möglich. Vereinzelt wird allerdings über Knappheit von Baumaterialien, insbesondere von Ziegeln und Holz geklagt. Die Preise weisen eine steigende Tendenz auf. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 28 Soll die bäuerliche Produktion vernichtet werden? Es ist gewiß kein Zufall, daß sich in den letzten Jahren die krisenhaften Erscheinungen gerade auf dem bäuerlichen Absahmarkt in geradezu beängstigender Weise wiederholen und vermehren. Im Jahre 1922 war die Schweinezucht infolge hoher Futtermittelpreise und niedriger Schweinepreise vollkommen unrentabel. Bald darauf gingen die Rindvichpreise unter den Vorfriegsstand, und hielten sich, wenn man die Inflations= zeit wegen der fehlenden Vergleichsmöglichkeit ausschaltet, bis in die jüngste Zeit unter den Preisen von 1913. Nach Abschluß der Handelsverträge, besonders mit Spanien, erfolgte der fast vollkommene Zusammenbruch des Deutschen Weinbaues, der in seinen Auswirfungen katastrophal war und die bis zur Siedehizze gesteigerte Erbitterung der Weinbauern zur Explosion brachte. Den Weinbauern folgten im Vorjahre die intensivsten bäuerlichen Betriebe: die Gärtner und Gemüsebauern. Der wirtschaftliche Niedergang dieser tische Maßnahmen( vor allem auf den Handelsvertrag mit Italien) zurückzuführen und erfolgte ebensoschnell wie gründlich. Kleinbäuerliche Landwirte, die mit Vetriebsgrößen von 12 Morgen und ähnlich eine oftmals starke Familie ernährten, gerieten nicht nur in unüberwindliche Zahlungsschwierigkeiten, sondern hatten auch, infolge ihrer nicht abzusetzenden leicht verderb lichen Erzeugnisse, mit Ernährungssorgen sehr ernster Art zu kämpfen. Einweihung des hessischen Artillerie- Denkmals. Das Denkmal der hessischen Artillerie ein handgranaten- Gruppe war ebenfalls in erster Linie auf handelspoliwerfender Feldgrauer im Stahlhelm wurde am 3. ds. Mis. in Darmstadt im Prinz- Emil- Garten eingeweiht. Die Gedächtnisrede für die Toten hielt Pfarrer Rüdert. Der Vorsitzende des Artillerievereins, Generalleutnant a. D. von Klein schmitt, gab in seiner Ansprache einen Rückblick auf die Ge schichte der hessischen Artillerie und der Garnison Darmstadt, dankte dem Schöpfer des Denkmals, Professor Cauer, und übergab das Denkmal der Obhut der Stadtverwaltung. Nachdem die Hülle gefallen war, legte als erster der ehemalige Großherzog, der in Uniform erschienen war, mit einigen Worten einen Kranz nieder. Weitere Kranzniederlegungen folgten. Am Nachmittag fand unter Musik ein Umzug von mehreren Tausend früheren Artilleristen statt; den einzelnen Gruppen gingen jugendliche Pfadfinder voran. Zusammensein der Teilnehmer bei Militärkonzerten im Restaurant des Orangeriegartens leiteten den Artilleristentag am Samstag ein und beschlossen auch den Sonntag. Deutsch- englischer Kredit für Rumänien. Die an Rumänien interessierten deutschen und englischen Bantinstitute planen eine gemeinsame Anleiheaktion zugunsten Rumäniens. In Deutschland ist an Rumänien insbesondere die Diskonto- Gesellschaft interessiert. Wochenrückblick. Für den Monat Juni läßt sich wohl überwiegend sagen, daß die bereits im Vormonat gemeldete Besserung der wirtschaftlichen Lage im Handwerk sich in einer Anzahl von Gruppen hat halten können und zum Teil langsam vorwärts geht; andererseits berichtet auch eine große Anzahl von Handwerkskammern, daß die gesamte Lage des Handwerks in ihrem Bezirk kaum als befriedigend zu bezeichnen ist, da gewisse Zweige, bei denen der Höhepunkt der Saison in der ersten Hälfte des Juni liegt, bereits ein merkliches Abflauen der Tätigkeit feststellen müssen. Die Lage wird beherrscht durch die verhältnismäßig günstige Konjunktur im Baugewerbe, das im großen und ganzen gut beschäftigt ist. Lediglich die Handwerkskammer Berlin berichtet, daß infolge der viel zu späten Verteilung der Hauszinssteuerhypotheken die Tä tigkeit im Bauhauptgewerbe stark gehemmt sei und nunmehr hierunter auch die Baunebengewerbe zu leiden haben. In den Handwerken, bei denen ein Einfluß des Baugewerbes nicht in Frage tommt, war die Beschäftigung uneinheitlich. Bis Pfing sten war im Bekleidungsgewerbe der Auftragsbestand noch größ tenteils zufriedenstellend, wenn auch das schlechte Wetter das Geschäft, namentlich in Betrieben mit Verkaufsläden, erheblich beeinträchtigt hat. In der zweiten Hälfte des Monats folgte dann eine stark rüdläufige Bewegung. Den gleichen Rüdgang zeigen auch einzelne holzverarbeitende Gruppen. Nach Meldung der Kammer Nürnberg ist ein starker Rüdgang wieder bei den Gewerbezweigen festzustellen, die in starkem Maße von der Industrie abhängen. Die Verminderung der Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Steigerung der Kauftraft der Bevölferung hat nur in geringem Maße zu einer gesteigerten Nachstand herrscht. Für unsere Wirtschaft ein bedenklicher frage geführt, da ein wesentlicher Teil der vorhandenen Mittel dafür gebraucht wird, Abzahlungsverpflichtungen nachzukommen. Die Landbezirke berichten weiterhin über schlechten Geschäftsgang. Hier ist es den Handwerkern nur dadurch möglich, die gegenwärtige Notlage zu überstehen, daß sie neben ihren Be trieben meist noch im Besitz eines kleinen Anwesens mit etwas Landwirtschaft sind, durch die sie sich ihren Lebensunterhalt verschaffen. Von weittragender Bedeutung für die Entwicklung des Handwerks werden die Auswirkungen der neuen Arbeitszeitnotverordnung bezeichnet. Es ist eine starke Erregung über die neuen Bestimmungen festzustellen, weil durch sie den Organisationen, die bis jetzt noch keine Tarifverträge hatten, diese aufgezwungen werden. Die Mißstimmung richtet sich vor allem gegen die Ueberstundenzuschläge, die zum Teil eine für das Handwerk nicht trag bare Belastung bilden. Ein besonderes Merkmal für die Lage in den letzten Wochen ist auch die sich stark bemerkbar machende Geldverknappung. Die Erhöhung des Reichsbantdiskonts macht sich für das Handwerk zum Teil in einer starken Erschwerung der Kreditbeschaffung bemerkbar. Der Wechsel spielt daher wieder eine verhängnisvolle Rolle. Eine ganze Anzahl Handwerker sind genötigt, ihren Einfauf nur mit Wechseln zu bezahlen, während sie andererseits ge= zwungen sind, ihren Kunden lange Abzahlungstermine zu ge= währen. Wenn auch der Zahlungseingang zum Teil etwas befser geworden ist, so bleibt diese Besserung doch noch wesentlich hinter dem wünschenswerten Umfang zurüd. Besonders in landlichen Gebieten ist infolge der Verluste der Landwirte in der Schweinemast der Zahlungsverkehr schlecht. Der Arbeitsmarkt hat sich erheblich gebessert. Vor allem im Der Außenminister Stresemann weilte in Oslo, um dort einen durch die Verleihung des Friedensnobelpreises an ihn bedingten Vortrag zu halten. In trefflichster Weise hat er den Friedenswillen des deutschen Voltes in seinen Worten dokumentiert. An die rüstenDer Roya den Völker richtete er eine Warnung. listenführer Daudet, der aus dem Pariser Gefängnis durch einen Trick entfliehen konnte, ist nun nach mehr als 10 Tagen immer noch nicht durch die Polizei gefunden worden. Er schreibt in seine Zeitung weiter Leitartikel und macht sich dabei über die hilflose Pariser Polizei lustig. Das Handelsprovisorium zwischen Deutschland und Frankreich lief am 1. Juli ab, ohne daß es den Unterhändlern gelungen wäre, eine Verlängerung zu erzielen, sodaß 3. 3. ein vertragsloser 3u- Zustand, da die Nachbarstaaten auf Warenaustausch angewiesen sind. Der amerikanische Flieger Byrd, der mit einem Drei- Motorenflugzeug und drei Begleitern über den Ozean flog, ist in der Nähe der französischen Küste ins Meer gestürzt, nachdem er wahrscheinlich vorher schon einige Stunden über Frankreich gekreuzt hatte und ganz in der Nähe von Paris gewesen sein soll. Die Besatzung ist gerettet, doch dürfte das Meer dem Flugzeug böse mitgespielt haben. Nachdem nun die Aufforderung an die beteiligten Mächte ergangen ist, Vertreter zur Kontrolle der Schleifungen der deutschen Ostfeftungen zu entsenden, stellt es sich heraus, daß nur Frankreich( Poincaré!) und Belgien daran Interesse haben. Wir sehen wieder einmal, wo die Triebfedern der Schwierigkeiten, die Deutschland bereitet werden, sitzen. Der deutsche Reichstag schaffte schwere Arbeit: er verlängerte das Mieterschutzgesetz, lehnte die Verlängerung des Fürstenabfindungsgesetzes ab, genau wie es der Reichsrat mit der geplanten 3ollerhöhung tat. Die Regierung kommt daher aus einer Zwidmühle in die andere. Derweilen prügelt man sich freuzvergnügt im preußischen Landtag, um die Würde des „ Hohen Hauses" und den geistigen Hochstand der Volksvertreter zu beweisen. Die Landtagswahlen in Medlenburg- Strelitz weisen einen Rud nach links auf. In Koblenz wurde eine Rheinausstellung eröffnet. In Hessen feierte die Stadt Alzen in Anwesenheit des Hessischen Staatspräsidenten, vieler Behörden und einer großen Zahl von Teilnehmern das Fest ihres 650jährigen Stadtjubiläums. Durch diesen Vorgang wurden wiederum besonders die bäuerlichen Saatgutzüchter fühlbar in Mitleidenschaft gezogen, so daß die gesamte intensiv betriebene bäuerliche Landwirtschaft den schwersten Gefahren entgegensah und mehr als volkswirtschaftlich nützlich zur ertensiven Wirtschaftsweise übergehen mußte. Der Grad der wirtschaftlichen Schädigung dieser besten bäuerlichen Ackerwirtschaften wird durch das fast völlige Verschwinden der Kaufkraft angezeigt und von Industrie, Handel und Gewerbe auch zahlenmäßig nachzuweisen sein. Der wirtschaftlichen Abwärtsbe wegung, dieser gewiß zahlenmäßig nicht besonders hervortretenden Betriebe, ist nun aber seit Monaten in einem rasenden Tempo die Schweinezucht gefolgt. Nicht nur die rein viehzüchtenden Gebiete stehen vor dem Ruin, sondern auch solche Bauernwirtschaften, die nur im Nebenbetrieb Vieh-, besonders Schweinezucht betrieben. Die vollkommene Unrentabilität der Schweinezucht, die Unmöglichkeit einer Umstellung des Betriebes, führt der weitaus größten Mehrzahl aller bäuerlichen Betriebe, den Ausfall der letzten bis vor kurzem lohnenden Einnahmequelle in der grausamsten Deutlichkeit vor Augen. Es ist keine Phrase, wenn in diesem Zusammenhange von einer Gefährdung des Bauernstandes ernstester Art gesprochen und auf die unabsehbaren Folgen verwiesen wird. Die bäuerliche Landwirtschaft war trotz allem auf dem besten Wege, sich den wissenschaftlichen und technischen Errungenschaften anzupassen und auf einen scharfen Konkurrenztampf vorzubereiten. Die Erziehungsarbeit der Behörden und Verbände begann Früchte zu zeitigen. Damit ist es, wahrscheinlich auf lange Zeit, vorbei. Ist schon an sich eine Erziehung ohne Unterstützung unmöglich, so trifft das in viel gröBerem Umfange bei dem völligen Fehlen auch nur in etwas gesicherter fester Einnahme zu. Es sind nicht etwa die niedrigen Preise, die in erster Linie katastrophale Wirkungen zur Folge haben, sondern die ungeheueren und unübersehbaren Schwankungen der Produktionspreise, oft bis zu 50 Prozent des Wertes, richten das größte Unheil an. Ist schon ein Kaufmann unter ähnlichen Verhältnissen nicht lebensfähig, so trifft das bei dem Landwirt, der nur einmal im Jahr verkauft, in viel stärkerem Maße zu. Die bäuerliche Landwirtschaft hat deswegen aus Gründen der Selbsterhaltung das Recht, alle möglichen Maßnahmen zur Stabilisierung der Produktionspreise zu verlangen. Experimente handelspolitischer Art dür fen auf dem Rüden der Bauernschaft nicht unternommen werden. Die volkswirtschaftliche und bevölkerungspolitische Bedeutung des Bauernstandes darf nicht nur theoretisch anerkannt werden, sondern muß auch prat tisch Berücksichtigung finden. Staat und Regierung müssen, und zwar schleunigst, entschiedene, die Situa tion flärende Schritte bezüglich der politischen Handelsvertragsverhandlungen unternehmen, um damit den Angstverkäufen und dem damit verbundenen Massenauftrieb von Schweinen ein Ende zu bereiten. Die polnischen Vertragsverhandlungen dürfen nur unter dem Gesichtspunkte erfolgen, daß infolge der starken Hebung der deutschen Schweinezucht für die Fleischver: sorgung Deutschlands zu angemessenen Preisen gesorgt wird und eine polnische Schweineeinfuhr eine Vernichtung der deutschen Viehzucht zur Folge haben würde. Sonnabend, den 9. Juli 1927. Der Reichsregierung ist die gefährliche Lage der bäuerlichen Landwirtschaft zur Genüge bekannt, so daß eigentlich jedes weitere Wort überflüssig ist. Auch den politischen Parteien sind diese Dinge nicht so fremd geblieben, daß etwa mit mangelndem Verständnis ge rechnet werden müßte. Es handelt sich hier um den Schutz der deutschen Edelproduktion, für die, nach den Agrarprogrammen der Parteien zu schließen, eine breite parlamentarische Front vorhanden ist. Da als Fachminister ein Landbündler wie Herr Schiele in der Regierung sigt, dürften alle günstigen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit zugunsten des Bauern standes gegeben sein. Die in ihrer Existenz außerordentlich gefährdete bäuerliche Landwirtschaft wird die Entwidlung der Dinge mit sehr tritischen Augen verfolgen; sie wird zu jeder Mitarbeit bereit sein; sie wird aber auch ihr Miz fallen bei etwaiger Interesselosigkeit der maßgebenden und beteiligten Organe in unzweideutiger Weise zum Ausdruck bringen. Die Regierungsentwürfe zur Abänderung des Reichsmietengesetzes und des Mieterschutzgesetzes. Nachstehend bringen wir die dem Reichstag zugeleitete Regierungsvorlage über die Menderung und Berlängerung des Reichsmietengejeges und des Mieterschutzgesetzes. Die Zentral organisation des Hausbesizes hat sofort zum Ausdrud gebracht, daß die Entwürfe den Forderungen des deutschen Hausbesikes in feiner Weise gerecht werden und daß bestimmt erwartet wird, daß Reichsrat und Reichstag noch in letter Stunde auf die Berücksichtigung der befannten Forderungen des Hausbesites bringen werden. Die Annahme des Entwurfs ist dann auch nicht erfolgt. Die Geltungsdauer der Gesetze ist bis zum 31. Dezember verlängert worden. In der Zwischenzeit wird sich der Kampf um die Erleichterungen abspielen. Der Reichstag geht zunächst in die Ferien. Wegen des Interesses, das der Vorlage der Regierung entgegengebracht wird, bringen wir dieselbe im Wortlaut: Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Reichsmietengesetzes. Das Reichsmietengesetz( RGBl. 1922 I G. 273; 1926 I G. 320 Artikel 8 und S. 403) wird wie folgt geändert: a) Hinter§ 22 wird folgende Vorschrift als§ 22a eingestellt: § 22a. Für ein Mietverhältnis, auf das sich eine nach dem ( Tag des Inkrafttretens dieses Gesetzes) auf Grund des§ 22 Gatz 3 Halbsatz 1 erlassene Anordnung bezieht, gelten folgende Vorschriften: 1. Galt vor dem Inkrafttreten der Anordnung für ein Mietverhältnis die gesetzliche Miete oder war der Mietzins nach den Vorschriften über die gesetzliche Miete zu berechnen, so ist mangels anderweiter Vereinbarung der bisherige Mietzins weiter zu zahlen, auch bleibt die Verpflichtung zur Tragung der Betriebs- und Instandsetzungskosten unberührt; Aenderungen der in dem Lande für Räume anderer Art festgesetzten gesetzlichen Miete gelten auch für diese Mietverhältnisse. Der Vermieter wie der Mieter kann jederzeit dem anderen Vertragsteil gegenüber erklären, daß die Regelung des Vertrags gelten soll. Ein in Papiermart bestimmter Mietzins ist dabei nach der Anlage zum Auswertungsgesetze( RGBI. 1925 I G. 133) umzurechnen. Läßt sich ein vereinbarter Mietzins nicht feststellen, so gilt der angemessene Mietzins; für seine Bemessung sind die Verhältnisse zur Zeit des Vertragsabschlusses räume und die damaligen Berhältnisse der Vertragsteile. Die maßgebend, insbesondere die damalige Beschaffenheit der MietRad- Wandersport. Von Gregers Nissen Altona. Als der Deutsche Radfahrer- Bund im Jahre 1884 gegründet wurde, stand das ,, Bicycle" fast ausschließlich im Dienste des Wandersports und der Bund war ein ausgesprochener Wandersport- Verband. Die im Laufe der Jahrzehnte erfolgte Umwandlung des Hochrades in das populärste Verkehrsfahrzeug der Gegenwart brachte infolge seiner vielseitigen Verwendungsmöglichfeit eine völlige Umgestaltung im Radsportbetrieb mit sich. In großzügiger Aufmachung traten neben den Wandersport nun der Rennsport auf Bahn und Straße und der Saalsport. Aber der Wandersport ist und bleibt der Sport der großen Masse. Darum hat auch der B. D. R. immerfort sein Hauptaugenmerk auf die weitere Förderung des Wanderfahrens gerichtet. Die ganze Wirtschaftsabteilung des B. D. R. tommt fast ausschließlich der großen Masse der Wanderfahrer zugute; sei es das Versicherungswesen ( Unfall und Haftpflicht), die Herausgabe von Spezial- Reisefüh rern und Karten, die zollfreie Grenzüberschreitung, die Gegenseitigkeitsverträge mit den großen ausländischen Verbänden, die Förderung in der Erbauung von Radfahrwegen u. s. f. Und doch gibt es noch so unendlich viele Radfahrer, die sich mit ihren sonntäglichen Ausflügen begnügen und niemals die Freuden einer mehrwöchigen und ungebundenen Wanderfahrt durch fremde Landschaften kosteten. Das Wanderfahren ist die Königin aller Wanderzweige! Alle Lebensalter, von der Jugend bis ins Alter hinein, müssen herausgerissen werden aus der alltäglichen Beschaulichkeit, aus der Tretmühle des Tages und mit Hilfe des Rades draußen in der Natur Erholung und Kräftigung, fröhliche Sinnesart und Stimmung wiederfinden, aber auch den Blick lenken auf die Schönheiten der Heimat und Fremde in mehrtägigen und mehrwöchigen Wanderfahrten. Dann er zeugen wir mit Hilfe des Rades neuen Lebensmut und neue Schaffensfreude und der Rad Wandersport wird dadurch zu einem der wirksamsten Mittel im Dienste der Wiederherstellung unserer gesunkenen Volkskraft. Und warum greift man zum Rade? Nicht allein, weil es eine billige Beförderung ermöglicht, nein, auch deswegen, weil " Gießener Zeitung" Erklärung bedarf der schriftlichen Form. Sie wirkt von dem ersten Termin ab, für den die Kündigung nach§ 565 des Bürgerlichen Gesetzbuches zulässig sein würde. Diese Vorschriften finden auf Mietverhältnisse der im§ 14 bezeichneten Art teine Anwendung. 2. Die Vorschriften des§ 6 Abs. 2 bis 4 gelten mit der Maßgabe, daß der Teil des Mietzinses, der für laufende Instandjehungsarbeiten in Anspruch genommen werden darf, von der obersten Landesbehörde bestimmt wird. b) 3m§ 24 Abs. 2 tritt an Stelle der Jahreszahl„, 1927" die Jahreszahl„ 1929“. Begründung: Die Geltungsdauer des Reichsmietengesetzes ist durch das Gesetz zur Abänderung des Mieterschutzgesetzes vom 29. Juni 1926( RGBl. I S. 317) bis zum 1. Juli 1927 verlängert wor den. Eine weitere Verlängerung ist mit Rüdficht auf die fortbestehende Wohnungsnot erforderlich. Vorgeschlagen wird eine Berlängerung bis zum 1. April 1929. Es ist dabei davon ausgegangen, daß auch bei stärtster Anspannung der Neubautätigkeit eine Beseitigung der Wohnungsnot vor dem genann ten Zeitpunkt nicht zu erreichen sein wird. Das Reichsmieten gesetz muz jedoch jedenfalls in Kraft bleiben, bis das Angebot an Räumen, insbesondere an mittleren und kleineren Wohnungen, der Nachfrage entspricht. Diese Voraussehungen werben für die einzelnen Arten von Räumen und in den einzelnen Teilen des Reiches, auf dem Lande und in den Städten, in der schiedenen Zeitpunkten eintreten. Die Reichstegierung hat bisher ständig die Auffassung vertreten, daß die Entscheidung, ob diese Voraussetzung gegeben ist, grundsätzlich den obersten Landesbehörden zu überlassen sei, die nach§ 22 des Reichsmietengesetzes die Möglichkeit haben, bestimmte Gemeinden oder Gemeindeteile, sowie bestimmte Arten von Mieträumen von den Bestimmungen des Gesetzes auszunehmen. Die obersten Landesbehörden haben von dieser Möglichkeit auch in steigendem Maße für Räume der verschiedensten Art Gebrauch gemacht. Eine Uebersicht wird in der Anlage gegeben. An dem bisherigen Standpunkt muß die Reichsregierung festhalten. Auch für die Zukunft werden die Landesbehörden die Entscheidung darüber zu treffen haben, ob und wieweit bestimmte Arten von Räumen DEUTZ Klein- Diesel 0 4394 Bauart MIH Nr. 28. von der Vorschrift des Reichsmietengesetzes ausgenommen wer den können. Im einzelnen ist zu den vorgeschlagenen Aenderungen folgendes zu bemerken: Sonnabend, den 9. Juli 1927. gebend sein müssen. Im Streitfall wird be sins durch Urteil festzusetzen sein; die§§ 31 entsprechend. 3u§ 22a 3iffer 2. Die Ausführung de jandjehungsarbeiten ist von besonderer Wi effe der Erhaltung des vorhandenen Altwoh wurf ficht daher vor, daß die Vorschriften de anwendbar bleiben sollen, also eine von de behörde zu bestimmende Stelle auch für Räun mietengejeh nicht mehr unterliegen, die Be die jachgemäße Ausführung von Instandsegu geeignete Anordnungen zu sichern. Nach§ Selle zu diesem Zwecke die gesetzliche Miete Sandjehungszuschlages heranziehen. Da na Shsmietengesetzes eine gefehliche Miete un handerer Instandjehungszuschlag nicht meh dann die bisherige Begrenzung nicht mehr zu langen. Nunmehr soll die oberste Landesbeh Miete, der in Anspruch genommen werden Weber die Durchführung im einzelnen ergibt aus§ 6 Abs. 3 bis 4 und den hierzu von den behörden getroffenen Anordnungen. 3u§ 22a 3iffer 1: In den Fällen, in denen einzelne Arten von Mieträumen von den Vorschriften des Reichsmieten gesehes ausgenommen wurden, haben sich rechtliche Zweifel hinsichtlich der Frage ergeben, welche Miete weiter zu zahlen ist. So ist es, um nur einige Beispiele anzuführen, zweifelhaft geworden ob bei einem Mietvertrage, bei dem sich ein Teil auf die ge jehliche Miete berufen hatte, wieder der früher vertraglich ver einbarte Mietzins zu zahlen ist, ob die zuletzt gezahlte gesetzliche Miete gilt oder ob etwa durch das Gericht auf Grund der §§ 313, 315 BGB. der Mietzins festzusetzen ist. Nimmi man an, daß die frühere Vertragsmiete zu zahlen ist, so tame bei Berträgen aus der Inflationszeit eine Aufwertung des Mietzinjes in Frage, die gegebenenfalls durch gerichtliche Entschei dung zu erfolgen hätte. In zahlreichen Fällen ist in Mietver trägen ein fester Betrag in der Maßgabe vereinbart, daß er als Friedensmiete für die Berechnung des Mietzinses gelten solle, und daß im übrigen die Vorschriften des Reichsmietengejekes Anwendung finden sollen. Auch hier ist es streitig, welche Miete weiter zu entrichten ist. Weitere Zweifel ergeben sich in Fällen, in denen in dem Mietvertrag ausdrücklich bestimmt ist, daß die vereinbarte Regelung lediglich für die Dauer des Reichsmietengesetzes gelten solle. Hier ist es insbesondere strei tig, ob der als Friedensmiete in dem Mietvertrag angenom mene Betrag nach Aufhebung des Reichsmietengesetzes als Ver tragsmiete gilt, oder ob etwa durch das Gesetz ein angemesse ner Mietzins festzusetzen ist. Im Schrifttum und Rechtsprech ung werden zahlreiche verschiedenartige Ansichten vertreten. Zur Beseitigung dieser rechtlichen Zweifel erscheint eine reichs rechtliche Regelung erwünscht. Diese ist auch von den Ver bänden der Vermieter und Mieter als notwendig bezeichnet worden. Sie soll freilich nur gelten, soweit die Parteien keine abweichende Vereinbarung treffen. Insbesondere soll in Fäl len, in denen neben dem Reichsmietengesetz auch das Mieterschutzgesetz aufgehoben ist, das Recht des Vermieters, den Miet vertrag zu fündigen, und sodann eine neue Vereinbarung zu treffen, durch die vorgeschlagene Regelung nicht beeinträchtigt werden. Diese wird jedoch dazu dienen, Streitigkeiten und Prozesse zwischen den Parteien zu verringern. Sie geht dahin, daß mangels Vereinbarung bis auf weiteres der bisherige Mietzins weiter zu zahlen ist. Dabei muß die bisherige Ver pflichtung zur Tragung der Betriebs- und Instandsetzungskosten unberührt bleiben, da von ihr bei Festsetzung der gesetzlichen Miete ausgegangen wurde. Soweit Aenderungen der für Räume anderer Art noch festgesetzten gesetzlichen Miete ein treten, müssen sie gleichfalls gelten. In Frage kommen hier bei selbstverständlich nur Aenderungen der in dem Lande als Regel festgesetzten gesetzlichen Miete, nicht Anderungen etwal ger Sondermieten für bestimmte Arten von Räumen( gewerb liche Räume usw.). Es erschien andererseits nicht möglich, die vorstehende Regelung dauernd auch gegen den Willen der Parteien fortbe stehen zu lassen. Dies würde einen zu weitgehenden Eingriff in die Vertragsregelung der Parteien bedeuten. Der Entwurf sicht daher vor, daß der Vermieter wie der Mieter jederzeit dem anderen Vertragsteil gegenüber erklären kann, daß die Regelung des Vertrags gelten soll. Diese Bestimmung wird im wesentlichen für langfristige Verträge Bedeutung erlangen, bei denen eine Neugestaltung des Mietverhältnisses durch Kün digung zunächst nicht herbeigeführt werden fann. Soweit es sich um Verträge mit einer Papiermarkmiete handelt, sol!, um Zweifel über den Umrechnungsmaßstab auszuschließen, die Ta helle zum Aufwertungsgesetz maßgebend sein. Soweit für den Fall der Aufhebung des Reichsmietengesetzes eine Bestimmung über die Höhe des Mietzinses nicht getroffen war, oder wenn die vereinbarte Höhe sich nicht feststellen läßt, soll der angemessene Uber 6000 Dieselmotoren mit ca 300000 PS geliefert MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Kaiserstr. 23 Mietzins zu zahlen sein, wobei für die Berechnung der Höhe man mit ihm weit mehr Bewegungsfreiheit hat und somit viel mehr zu sehen bekommt. Außerdem vermeidet man weite Fußmärsche oder umständliche Wagenfahrten und gewinnt erheblich an Zeit. Ich weise nur darauf hin, um gleich drastische Beispiele anzuführen, was eine Bahnfahrt an der Riviera, besonders an der Riviera di Levante, für einen Aerger verursacht wegen der zahllosen Tunnels. Man sieht von Genua bis Spezia mehr schwarze Tunnelwände als von der blauen Flut des Mittelmeers und der Landschaft. Will man an solchen Stellen nicht weite Fußmärsche machen, dann greife man zum Rade. Und wer der Meinung ist, daß die Verwendung des Rades im Alpengebiet nur in sehr beschränktem Maße möglich ist, der irrt sehr. Gerade die Alpen werden mit Vorliebe von unsern Wanderfahrern aufgesucht. Mit den heutigen vollendeten Sicherheitsvorkehrungen und mehrfachen Uebersetzungen am Rade kann jeder einen Alpenpaß bezwingen. Aber bei der Jugend muß angefangen werden. Alljährlich erläßt der B. D. R. seinen Aufruf an die Bundesjugend zur gro= ßen Wanderfahrt zum deutschen Jugendtag des B. D. R. Die Tage von Eisenach, Dresden und Nürnburg, wo Hunderte von Jugendlichen aus allen Teilen Deutschlands erschienen, leben in dauernder Erinnerung der jugendlichen Teilnehmer fort. Die größte aller dieser Bundesveranstaltungen wurde im Jahre 1926 ausgeführt, wo die Jugendlichen aus allen Teilen Deutschlands unter erfahrener und sachkundiger Führung an den deutschen Rhein geführt wurden. Fast 600 Jungmannen trafen in Köln in drei gewaltigen Zügen, die vom Hermannsdenkmal, von der Wilhelmshöhe und von der Saalburg famen, ein, wohnten den Kampfspielen als Zuschauer bei und lernten auf der Fahrt an den deutschen Strom in diesen zehn Tagen die Schönheiten ihres Vaterlandes fennen und schätzen. Die Erlebnisse werden in den jungen Herzen Wurzel schlagen, an deren Erinnerungen sie noch Jahrzehnte zehren werden. In diesem Jahre werden sich über 200 Jugendliche in Ostpreußen einfinden, um von Marienburg aus eine vierzehntägige Wanderfahrt durch die ganze Ostmark auszuführen. Drum, ihr Jugendlichen, hinein in die Pedale. Spart eure Groschen und kauft euch eine blizblante Maschine, wohlgemerkt, eine Maschine, die als solche spielend leicht fährt und auch als naturgemäß die Verhältnisse zur Zeit des Vertragsabschlusses maj Für Maschine behandelt sein will, und feine Schinderkarre. ein Fahrrad, dem ihr Gesundheit und Leben anvertraut, ist ge rade das Beste gut genug. Jhr werdet eure helle Freude haben und das Kapital wird überreiche Zinsen bringen, die sich selbst ihre Verwertung suchen in der Erhöhung der förperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit und euch vor mancher Dummheit der Jugend bewahren. Zehn Winke für Mütter von Schulkindern. Freue dich für dein Kind und mit deinem Kind, daß es eine Schule besuchen darf. Weißt du, wie sauer es sich Bater Luther hat werden lassen, seinen Martin in eine gute Schule zu bringen? Die Schule tut vieles für dein Kind, was du niat tun könntest.... nur darf es dort lernen, auch zu Ge hocjam, Pünktlichkeit, Pflichttreue, Fleiß, Kameradschaftlichkeit hilft dir die Schule dein Kind erziehen. Darum durlde nicht, d13 über Schule und Lehrer vor deinem Kind in unguter Weise gesprochen wird! Wenn du meinst, Grund zu haben zu Klage und Sorge, fo sprich vertrauensvoll mit dem Lehrer deines Kindes. Er fann es nicht formen wie du, und er wird gern von dir hören über seine Gesundheit, Eigenart und über seine etwaigen häuslichen Schwierigkeiten. Aber höre auch du willig, was er dir zu sagen hat. Sei nicht blind in deiner Liebe, sondern dankbar, wenn du dein Kind auch einmal durch andere Augen sehen darfst. Schwä chen und Fehler suche nicht zu vertuschen, sondern zu überwinden! Trübwetter Sonnensche Wieder einmal ein Morgen. Trüb, regen Die Jmmen kommen aus dem Flugloche. P ins Wetter, bewegen unlustig die Fühler. R wieder Regen! Wer mag, wer kann da ausfli man da Slütenstaub höseln und Nettar samme alle Blüten ob der Kühle die Nektarien herb ve anie Kindlein hungern. Der Jmler. Wieder einmal fein Flugtag. us, als ob es morgen oder übermorgen ander Der Regen regnet jeglichen Tag." Dabei Felder u Blütenpracht. Sollte wieder einmal der go Kühle und Nässe vergehen? Ich muß wieder fü Wieder ein Morgen. Strahlend hell. Imm lein türzen schon seit einiger Zeit aus dem Du hervor. Sie rennen über das Anflugbrett, wit Augenblid, und schon schwingen sie sich in das L Andere Scharen folgen. Nach allen Seiten schwirt Und dort kommen schon einige wieder. Dor ein und truppweise nahen sie, fallen aufs Fl verighnaufen einen Augenblick und streben dann Lasten entledigen zu lassen. Herausstrebende st gegen, einige ftolpern über andere. Im Stod braust's, lebt's. Duftets. Summt Der ganze Jmmenstod tönt wie eine Glocke in ungen. Und der Imker steht dort und schaut. Und blauen Himmel. In den strahlenden Sonnensche men An- und Abflug. Atmet den würzigen, süße tens, des Bienenstandes. Sonnenhonigglanz leu Auge dem Sonnenglanze des Tages entgegen. Am Abend. Die letzten Jmmen streben schm Der Jmmenvater umschreitet sein Bienenhaus und würzig heraus! Wie frisch gebackenes Wie fächelt's und schwirrt's in den Fluglöcher und brummi's im Stod! Er öffnet behutsam einen Jmmenstock. S Wachsbau schimmert ihm entgegen. Aus d fristallklar, golden. Sonnenschein ist Honig,- Honig ist E Gofales. Sonntagsgedanken Mit unendlicher Mühe und einem Biene sche Bolt sein Haus wieder gebaut, das ein jammenstürzen ließ. Aber noch hängen d diesem Hause, aus denen oft Blitze zucken Roch herrscht kein Friede in diesem Hause. fertig wird und daß es noch zu einem kurz dem Schulweg reicht. Hab ein waches Auge auf die Schul Kindes, du mußt wissen, mit wem es geht. Freunde und Freundinnen zu dir bringen. Berlehr, das ist besser als den schlechten ve du, welche Macht der„ Klassengeist" in einer du, weiß dein Kind, daß man nicht immer tun? Daß es oft eine Ehre und eine Pflicht zu gehören. Hilf deinem Kind zum Selbs deine Freudigkeit dazu und dein Vorbild! Wenn du spürst, daß dein Kind Heim bih abends an sein Bett und sprich ein of nolles Wort mit ihm. Weißt du noch, w manhmal Häßliches getuschelt wurde? H dem Erleben:„ Selig sind, die reines He werben Gott schauen!" Ja, Gott schauen Ratur, auch im Wunder der Menschwerdu das rechte Wort zur rechten Stunde, um Seit in deinem Herzen und dem deines Kin Sei nicht mutlos und ungeduldig, wen lemmi! Dann braucht es doch deine Liebe, meiden. Hilf ihm, daß es treu sein lernt a Ben fund. Frag einen erfahrenen Lehrer un Gedigte und Sprüche z. B. lernt man leid abends vor dem Einschlafen mehrmals laut geduldiges Shelten oder gar Schlagen hilft Das leichtsinnge und faule Schulkind Sand, eine stramme Leitung. Was Hänsche Sans nimmermehr!" gilt auch für Gewöhnu and Selbstüberwindung. Wenn du dein le Kind lieb hast, sei streng mit ihm. Aber sei elbt! Beispiel wirkt mehr als Worte! Sei nicht stolz auf dein begabtes Kind! Reben ist, von dem wird man viel fordern!" Jensdüntel, Selbstüberhebung nicht groß werd ilitet, auch geistiger. Dein Kind wisse mit d alter, treuer Lehrer fein in folgendem Vers a Was unser höchstes Gut, wird nicht durch Halte dein Schultind zur Reinlichkeit an. Abends gründlich waschen, weil morgens die Zeit oft fnapp ist! Zähne putzen nicht vergessen! Reinlichkeit des Leibes ist eine Hilfe zur Rein heit des Herzens. Kleide dein Kind einfach, aber sauber. Eine geflicte Hose ist feine Schande, aber Löcher und Flecken müssen nicht sein. Sorge, daß dein Schulkind genügend Schlaf hat! Acht Uhr ist die richtige Bettgehzeit. Und laß es dir nicht nehmen, auch noch mit dem Schulkind zu beten. Such ihm neue Sprüche und Liederverse, wenn es aus seinen Kindergebetlein ,, herauswächst". Wede aber auch dein Kind morgens so zeitig, daß es ohne Hetze Tix. 28 es Reichsmietengejetes ausgenommen won zu den vorgeschlagenen Aenderungen ja 1: In den Fällen, in denen einzelne Arte Sonnabend, den 9. Juli 1927. gebend sein müssen. Im Streitfall wird der angemessene Mietzins durch Urteil festzusehen sein; die§§ 315, 316 BGB. gelten entsprechend. den Vorschriften des Reichsmietengeset n, haben sich rechtliche Zweifel hinsichtli welche Miete weiter zu zahlen ist. So it eispiele anzuführen, zweifelhaft geworden rtrage, bei dem sich ein Teil auf die g 1 hatte, wieder der früher vertraglich ve zahlen ist, ob die zuletzt gezahlte gejeklide etwa durch das Gericht auf Grund der er Mietzins festzusehen ist. Rimmt man Bertragsmiete zu zahlen ist, so täme bei nflationszeit eine Auswertung des Mies gegebenenfalls durch gerichtliche Entsche e. In zahlreichen Fällen ist in Mietve ng in der Maßgabe vereinbart, daß er als 3u§ 22a 3iffer 2. Die Ausführung der erforderlichen Instandsehungsarbeiten ist von besonderer Wichtigkeit im Interesse der Erhaltung des vorhandenen Altwohnraums. Der Entwurf sieht daher vor, daß die Vorschriften des§ 6 Abs. 2 bis 4 anwendbar bleiben sollen, also eine von der obersten Landesbehörde zu bestimmende Stelle auch für Räume, die dem Reichs= mietengeseh nicht mehr unterliegen, die Befugnis haben soll, die sachgemäße Ausführung von Instandsehungsarbeiten durch geeignete Anordnungen zu sichern. Nach§ 6 Abs. 2 fann die Stelle zu diesem Zwede die gesetzliche Miete bis zur Höhe des Instandsehungszuschlages heranziehen. Da nach Aufhebung des Reichsmietengesetes eine gefegliche Miete und damit auch ein besonderer Instandjehungszuschlag nicht mehr festgesetzt wird, fann die bisherige Begrenzung nicht mehr zur Anwendung gelangen. Nunmehr soll die oberste Landesbehörde den Teil der Miete, der in Anspruch genommen werden darf, bestimmen. Ueber die Durchführung im einzelnen ergibt sich das Nähere aus§ 6 Abs. 3 bis 4 und den hierzu von den obersten Landesbehörden getroffenen Anordnungen. ( Schluß folgt.) Berechnung des Mietzinjes gelten soll, die Vorschriften des Reichsmietengejekes llen. Auch hier ist es streitig, welde hten ist. Weitere Zweifel ergeben sich in em Mietvertrag ausdrücklich bestimmt ist, Regelung lediglich für die Dauer des elten solle. Hier ist es insbesondere stres densmiete in dem Mietvertrag angenom fhebung des Reichsmietengejeges als Bers ob etwa durch das Gesetz ein angemesse Ben ist. Im Schrifttum und Rechtspre he verschiedenartige Ansichten vertreten. er rechtlichen Zweifel erscheint eine reichs erwünscht. Diese ist auch von den Ber er und Mieter als notwendig bezeichnet ilich nur gelten, soweit die Parteien keine arung treffen. Insbesondere soll in Fäl dem Reichsmietengesetz auch das Mieter ist, das Recht des Vermieters, den Miets - und sodann eine neue Vereinbarung zu rgeschlagene Regelung nicht beeinträchtigt jedoch dazu dienen, Streitigkeiten und Parteien zu verringern. Sie geht dahin, Sarung bis auf weiteres der bisherige hlen ist. Dabei muß die bisherige Ber g der Betriebs- und Instandsetzungskosten von ihr bei Festsetzung der gesetzlichen wurde. Soweit Aenderungen der für noch festgesetzten gesetzlichen Miete ein eichfalls gelten. In Frage kommen hier nur Aenderungen der in dem Lande als setzlichen Miete, nicht Anderungen etwal, r bestimmte Arten von Räumen( gewerb rerseits nicht möglich, die vorstehende Regegen den Willen der Parteien fortbe s würde einen zu weitgehenden Eingriff ng der Parteien bedeuten. Der Entwurf der Vermieter wie der Mieter jederzeit gsteil gegenüber erklären kann, daß die gs gelten soll. Diese Bestimmung wird in fristige Verträge Bedeutung erlangen, bei Itung des Mietverhältnisses durch kün t herbeigeführt werden kann. Soweit es t einer Papiermarkmiete handelt, soll, um mrechnungsmaßstab auszuschließen, die Ta ngsgesetz maßgebend sein. Soweit für der des Reichsmietengesetzes eine Bestimmung ietzinses nicht getroffen war, oder wenn di nicht feststellen läßt, soll der angemessen: ein, wobei für die Berechnung der Höhe Itnisse zur Zeit des Vertragsabschlusses mas sein will, und keine Schinderkarre. Für Gesundheit und Leben anvertraut, ist ge enug. Ihr werdet eure helle Freude haben d überreiche Zinsen bringen, die sich selbst en in der Erhöhung der körperlichen und igkeit und euch vor mancher Dummheit der * Trübwetter Sonnenschein. Wieder einmal ein Morgen. Trüb, regenschwer. 1 Kühl. Die Jmmen kommen aus dem Flugloche. Plieren mißmutig ins Wetter, bewegen unluftig die Fühler. Regen und immer wieder Regen! Wer mag, wer fann da ausfliegen? Wie soll man da Blütenstaub höseln und Rettar sammeln? Wo zudem alle Blüten ob der Kühle die Nettarien herb verschließen? Und unsere Kindlein hungern. Der Imter. Wieder einmal tein Flugtag. Sieht auch nicht aus, als ob es morgen oder übermorgen anders würde.„ Und der Regen regnet jeglichen Tag." Dabei Felder und Auen in voller Blütenpracht. Sollte wieder einmal der ganze Sommer in Kühle und Nässe vergehen? Ich muß wieder füttern. Wieder ein Morgen. Strahlend hell. Jmmlein über Jmmlein stürzen schon seit einiger Zeit aus dem Dunkel des Stodes hervor. Sie rennen über das Anflugbrett, wittern faum einen Augenblick, und schon schwingen sie sich in das Luftmeer hinaus. Andere Scharen folgen. Nach allen Seiten schwirrt's auseinander. Und dort kommen schon einige wieder. Dort mehrere. Einzeln und truppweise nahen sie, fallen aufs Flugbrett, feuchen, verschnaufen einen Augenblid und streben dann hinein, sich ihrer Lasten entledigen zu lassen. Herausstrebende stürzen ihnen entgegen, einige stolpern über andere. Im Stod braust's, lebt's. Duftets. Summt's und brummts. Der ganze Immenftod tönt wie eine Glode in tiefen Schwingungen. Und der Imker steht dort und schaut. Und schaut. In den blauen Simmel. In den strahlenden Sonnenschein. In der Im= men An- und Abflug. Atmet den würzigen, süßen Duft des Gartens, des Bienenstandes. Sonnenhonigglanz leuchtet aus seinem Auge dem Sonnenglanze des Tages entgegen. Am Abend. Die letzten Jmmen streben schwer beladen heim. Der Jmmenvater umschreitet sein Bienenhaus. Wie duftet's füß und würzig heraus! Wie frisch gebadenes Brot und Honig. Wie fächelt's und schwirrt's in den Fluglöchern! Wie summt's und brummt's im Stod! Er öffnet behutsam einen Immenstod. Schneeweißer junger Wachsbau schimmert ihm entgegen. Aus den Zellen blinkt's fristallklar, golden. Für Mütter von Schulkindern. dein Kind und mit deinem Kind, daß es darf. Weißt du, wie sauer es sich Vater lassen, seinen Martin in eine gute Schule Schule tut vieles für dein Kind, was du ... nur darf es dort lernen, auch zu Get, Pflichttreue, Fleiß, Kameradschaftlichkeit dein Kind erziehen. Darum durlde nicht. Lehrer vor deinem Kind in unguter Weise , Grund zu haben zu Klage und Gorge, so mit dem Lehrer deines Kindes. Er kann du, und er wird gern von dir hören über genart und über seine etwaigen häuslichen er höre auch du willig, was er dir zu sagen in deiner Liebe, sondern dankbar, wenn du al durch andere Augen sehen darfst. Schwä nicht zu vertuschen, sondern zu überwinden! Sonnenschein ist Honig, Honig ist Sonnenschein. Cofales. Sonntagsgedanken. Gießener Zeitung" immer noch die Fauft gegen seinen Bruder. Jede Woche können wir es lesen, daß im leidenschaftlichen Zorn, den die politischen Gegensäge immer wieder entfachen, Bruder gegen Bruder die Waffe führte. Sollen wir wie andere an der Glut- und Blutstelle, die von dem tödlichen Blitzschlag aus irgend einer finsteren, gottfremden Hazwolle tündet, auch uns eine Fadel des Hasses entzünden und mit dieser blind herumskandalieren, bis auch das traurige Notgebäude, das uns jetzt noch bedt, in Flammen aufgeht? Wollen wir Messer und Sensen schleifen und bereit legen, mit geheimnisvollem: Wer weiß, wozu?" Der fluge Hauswirt macht es anders, wenn zudende Blizze ihm zeigen, daß die Luft voll elektrischer Spannungen ist. Er verräumt das blizanziehende Messer in die hinterste Schublade und bringt die Sense in den dunkelsten Scheunenwinkel. So sollen auch wir es halten als fluge Hauswirte unsere bligumlohten Reichsnotbaues. Es fnistert noch immer in und um und über uns von elektrischen Funken: Brandgefahr! Keiner ist sicher, obs nicht morgen da aufloht, übermorgen dort. Wir dürfen nicht hetzen, nicht schüren, sondern wollen an die Brust schlagen:„ Auch unsere Schuld!" Denn wo die Schuld zu suchen ist, das wissen wir nur zu gut, wenn wir noch ehrlich sind und nicht aus dem Blute der Gemordeten noch efelerres gende Parteisuppen tochen wollen; bei uns allen, weil wir uns nicht verstehen wollen, weil jeder immer zuerst fragt:„ Was tut mir wohl?" und nicht: Tut das meinem Bruder nicht weh?" Mit dieser letzteren Frage, wenn wir praktische Christenpolitik machen wollten, dann würde bald die unheilvolle Leidenschaft aus unserem politischen Leben verbannt sein und wir würden in einer gesäuberten Atmosphäre ohne tüdische Blitzgefahr leben fönnen. Mit unendlicher Mühe und einem Bienenfleiße hat das deut sche Bolt sein Haus wieder gebaut, das ein Novembersturm zu= jammenstürzen ließ. Aber noch hängen düstere Wolfen über diesem Hause, aus denen oft Blitze zuden und Donner rollen. Roch herrscht fein Friede in diesem Hause. Der Bruder erhebt fertig wird und daß es noch zu einem furzen Morgengebet vor bem Schulweg reicht. In der Sonne. Wenn nach langen trüben Regentagen endlich ein Sonnen strahl erscheint, und dann noch einer und wieder einer, dann geht ein freudiges Gefühl durch die wartenden Menschenherzen. Dann versteht man's, wenn es heißt:„ Hab' Sonne im Herzen!" Ein wenig zum ersten Male wieder in der Sonne sitzen oder Spazieren, was für ein Dank- und Frohgefühl für den Kran fen, der nun so recht die sicher vorwärtsschreitende Genesung spürt! Die Sonne hat Heilkraft, so sagt man. Ein Haus in der Sonne, eine Wohnung wenigstens dann und wann von Sonnenfunken durchleuchtet, das ist doch etwas anderes, als die immer dunklen Winkel. Der Garten, der Park, der Wald in der Frühlingssonne, das kann eine trübe Stimmung in ein frohestes Hoffnungsgefühl wandeln. Man spricht von der lachenden Sonne, und es ist schön, wenn sie auch aus Menschenaugen lacht. Bei jungen Menschenkindern soll's das Natürliche und Selbst verständliche sein. Jugend und Sonne! Jeder richtige Erzieher weiß, wie das zusammengehört. Hab ein waches Auge auf die Schulkameradschaft deines Kindes, du mußt wissen, mit wem es geht. Drum laß es seine Freunde und Freundinnen zu dir bringen. Pflege den guten Verkehr, das ist besser als den schlechten verbieten! Und weißt du, welche Macht der„ Klassengeist" in einer Schule ist? Weißt du, weiß dein Kind, daß man nicht immer tun darf, was ,, alle" tun? Daß es oft eine Ehre und eine Pflicht ist, zu den ,, wenigen" zu gehören. Silf deinem Kind zum Selbstständigwerden durch deine Freudigkeit dazu und dein Vorbild! Wenn du spürst, daß dein Kind Heimlichkeiten hat, so set bich abends an sein Bett und sprich ein offenes, ernstes, liebevolles Wort mit ihm. Weißt du noch, was in deiner Schule manchmal Häßliches getuschelt wurde? Hilf deinem Kind zu dem Erleben:„ Selig sind, die reines Herzens sind, denn sie werden Gott schauen!" Ja, Gott schauen in den Wundern der Ratur, auch im Wunder der Menschwerdung. Bitte Gott um das rechte Wort zur rechten Stunde, um den guten Heiligen Geist in deinem Herzen und dem deines Kindes! Sei nicht mutlos und ungeduldig, wenn dein Kind schwer Ternt! Dann braucht es doch deine Liebe, dein Verstehen am meisten. Hilf ihm, daß es treu sein lernt auch mit seinem flei= nen Pfund. Frag einen erfahrenen Lehrer und Erzieher um Rat. Gedichte und Sprüche z. B. lernt man leichter, wenn man sie abends vor dem Einschlafen mehrmals laut sagt. Lautes, ungeduldiges Schelten oder gar Schlagen hilft nichts. Das leichtsinnge und faule Schulkind braucht eine feste Nr. 28. Studienassessoren Dr. Hans Fischer- Reichelsheim( Wetterau), Dr. Otto Gans und Dr. Hermann Rabes beide von hier, With. Ged- Hochweisel( Kr. Friedberg), Otto Jung u. Wilhelm GrößerGroßen Bused, Christoph Hechler- Elpenrod( Kr. Alsfeld), Dr. Hugo Holzapfel- Grebenhain, Eduard Kircher, Hermann Junfer und Dr. Karl Kraft- Nidda, Heinrich Laudhard und Dr. Ostar Schneider Butzbach, Alexander Müller- Herbstein, Heinrich PetriLich, August Rau- Alten- Bused, Robert Reined- Bodenrod und Rudolf Veith Alsfeld. Verschieden lausen die Menschenwege. Da und dort sieht man Erwählte und Beglückte schier immer in der Sonne wandeln. Sie erreichen spielend, was sie wollen. Sie wissen faum, was Sorge und bitters Sehnen ist. Andere sind eigentlich im= mer im Schatten. Sie laufen und rennen, mühen und plagen sich, hundertmal geht es schief. Sie gelangen nicht auf eine auch nur bescheidenste Glüdslinie des Lebens. Und sie möchten doch auch ein Plätzchen an der Sonne haben. Wunderliches Nebeneinander der Daseinsmöglichkeiten. Und das Allerwunderlichste ist, daß auch Mühselige und Beladene ein Dennoch- Leuchten in der Seele haben können, daß auch sie manchem zur stillen Beschämung wie Sonnenmenschen die Lebensstraße wandern. Da muß doch eine allerinnerste Kraft, eine sonnige Weltan schauung sein, die unabhängig ist von dem, was man so gemeinhin Glüd oder Unglüd nennt. find zur Reinlichkeit an. Abends gründlich Hand, eine stramme Leitung.„ Was Hänschen nicht lernt, lernt ns die Zeit oft knapp ist! Zähne puhen Hans nimmermehr!" gilt auch für Gewöhnung an Pflichttreue und Selbstüberwindung. Wenn du dein leichtsinniges, faules Kind lieb hast, sei streng mit ihm. Aber sei auch streng mit dir Selbst! Beispiel wirkt mehr als Worte! Sei nicht stolz auf dein begabtes Kind! Welchem viel gegeben ist, von dem wird man viel fordern!" Laß Hochmut, Wis= Jensdünkel, Selbstüberhebung nicht groß werden. Reichtum verpflichtet, auch geistiger. Dein Kind wisse mit dir, was einmal ein alter, treuer Lehrer fein in folgendem Vers ausgesprochen hat: ,, Was unser höchstes Gut, wird nicht durch Fleiß errungen, nlichkeit des Leibes ist eine Hilfe zur Rein Cleide dein Kind einfach, aber sauber. Eine e Schande, aber Löcher und Fleden müssen Schulkind genügend Schlaf hat! Acht Uhr ehzeit. Und laß es dir nicht nehmen, auch ind zu beten. Such ihm neue Sprüche und aus seinen Kindergebetlein„ herauswächst. Kind morgens so zeitig, daß es ohne Hese * Persönliches. Ernannt wurden: der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Gießen Friz Neuroth unter Belassung in sei ner Stelle als Amisrichter zugleich zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht der Provinz Oberhessen; der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Offenbach Dr. Wilhelm Wodaege zum Amisgerichtsrat bei dem Amtsgericht Gießen; der Dirigent Dr. phil. Stefan Temesvary in Frankfurt a. M. mit Wirkung vom 1. April 1927 an zum Universitäts- Musikdirektor an der Landesuniversität. W Jahresfeier der Landesuniversität. In der Aula des Vorlejungsgebäudes beging die Landesuniversität in Anwesenheit der Vertreter der Regierung, der Spitzen der Behörden und geladener Gäste ihr Jahresfest. Reftor Prof. Dr. Zwid gab einen Rüdblid auf das abgelaufene Jahr, dankte der hessischen Regier ung und der Stadtverwaltung für ihre Unterstügungen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Reichsregierung der bedrängten Wissenschaft nach wie vor die nötige Sorgfalt und Pflege ange deihen lassen möge. * zu überplanmäßigen Studienräten ernannt wurden die Durch Gaben nicht erstrebt, noch durch Verdienst erzwungen, Sei's Freundschaft, sei's die Lieb', sei's ewig himmlisch Leben,- Nur als Geschenk und Gab', aus Gnaden wird's gegeben!" Sch. Der Aemterjäger. * Eine edle Spende. Die hiesige Tuchhandlung Treff& Co. hat anläßlich ihres 100jährigen Geschäftsjubiläums dem Städtischen Wohlfahrtsamt in Gießen zwei große Ballen Butskinstoff für die Bekleidung armer Waisenkinder der Stadt Gießen zur Verfügung gestellt. Aufwertung der alten Spareinlagen bei der Bezirkssparkasse Gießen. 18% Im Einverständnis mit dem Herrn Minister des Innern( s. dessen Bekanntmachung Die Aufwertung der Sparguthaben der Bezirkssparkasse Gießen betr. v. 4. 5. 27") erfolgt bei der unterzeichneten Sparkasse die Auswertung der Spareinlagen mit 18 Prozent des Goldmarkwertes derselben. Auf den Inhalt der genannten Bekanntmachung im Reg. Bl. Nr. 8, Seite 91, wird besonders hinge= wiesen. Die Umstellung der alten Sparkonten hat stattgefunden und können nunmehr auch die Sparbücher zweds Umstellung und Eintrags des Goldmark- und Aufwertungsbetrages vorgelegt werden. Die deutschen Kongregationalisten in Amerika, die hinsicht lich ihrer independentistischen Gemeindeverfassung unsern evange lischen Gemeinden nahe stehen, geben neuerdings ein politisches Wochenblatt heraus, in großzügiger, echt amerikanischer Aufmachung. Das ist keine üble Jdee, denn auf diese Weise soll der ungute Einfluß der Tagespresse auf Denken und Urteilen der fongregationalistischen Gemeindemitglieder unterbunden werden, und eine Wochenzeitung ist geradezu eine Wohltat für den ab= gehetzten. nervösen Menschen von heute. Wenn wir eine solche Zeitung in Deutschland hästen, die von unparteifischer Warte CLS wöchentlich einmal das Welt 1citcerte un glojiierte, so wellten wir gern auf alle anderen Zeitangen verzichten. Die erste Nummer dieses Blattes, betitelt„ Die weite Welt", mit einer Familienbeilage Feierabend", bringt in konzentrischer Form die Ereignisse der vergangenen Woche, immer noch früh genug, um darüber den Kopf schütteln zu können, und doch schon so weit abgefühlt, um sich nicht mehr darüber aufregen zu müssen. Die Familienbeilage ist ein echt amerikanisches Warenlager des Gemüts und des Wissens, Albert Knapp, Schopenhauer, Theodor Storm und Lessing, Gottfried Keller und Gustav Freytag, alle sind durcheinander geschüttetlt. Eine halbe Seite Rätsel ist ausreichend, die Nußknader der Farmer für eine Woche zu beschäftigen. Dazwischen sind in homöopathischer Dosis auch politische Verständigkeiten verzapft, und ein Stüd davon, betitelt: ,, Der Aemterjäger", mag hier Platz finden, weil hierin der gute Abraham Lincoln auch für deutsche Verhältnisse vorbildlich sein fann. Also:„ Eine Geschichte, zu Nutz und Frommen der neuen Aemterjäger wiedererzählt: Um unnötiges Warten der Spargläubiger zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Sparbücher möglichst in nachstehender Reihenfolge vorzulegen und zwar für Spargläubiger, deren Namen beginnen mit den Buchstaben: ,, Guten Morgen, lieber alter Kerl!" Mit diesen Worten trat eines Morgens ein hochaufgeschossener Illinoiser Hoosier in Abraham Lincolns Zimmer und reichte dem Präsidenten fordial die Hand.„ Sie kennen mich doch noch? Ich war auch dabei, A bis E in der Zeit vom 18. Juli bis 23. Juli 1927 F bis J in der Zeit vom 25. Juli bis 30. Juli 1927 K bis N in der Zeit vom 1. Awg. bis 6. Aug. 1927 O bis R in der Zeit vom 8. Aug. bis 13. Aug. 1927 S bis U in der Zeit vom 15. Aug. bis 20. Aug. 1927 V bis 3 in der Zeit vom 22. Aug. bis 27. Aug. 1927 Da nach der obigen Bekanntmachung des Herrn Ministers des Innern nach dem 14. Juni 1922 ausgezahlte Sparguthaben auch der Aufwertung unterliegen, fönnen in den oben angegebenen Zeiten die für derartige Sparguthaben auszustellenden neuen SparBücher ebenfalls in Empfang genommen werden. Wir bemerken aber ausdrücklich, daß die oben angegebenen Termine keine Ausschlußfristen sind, daß irgendwelche Verluste aus der Nichtvorlage der Bücher nicht entstehen. Vorlage und Abholung der Bücher kann auch gelegentlich nach diesen Terminen erfolgen. Gießen, den 1. Juli 1927. Der Vorstand der Bezirkssparkasse Gießen. 3acheis. als Sie Kalamazoo eine Stumprede hielten". ,, Ah, ja, nun wie geht's, Mr. Smith?" ,, Well, Smith heiße ich nicht, mein Name ist Ebenezer Dobbeljuh Quibbs." ,, Well, Mr. Quibbs, was fann ich für Sie tun?" ,, Nun, alter Junge, ich höre, Sie wollen eine Aenderung in Ihrem Kabinett vornehmen; fönnen Sie mir nicht eine Ministerstelle geben?" ,, Tut mir leid, Mr. Quibbs, aber ich habe nicht die Absicht, mein Kabinet zu wechseln." ,, So? Well, ist feine Oberrichter- Stelle vakant?" ,, Auch nicht." ,, Nun denn, so geben Sie mir irgend einen Gesandschaftsposten; mir ist es ganz egal, welchen Paris, London, ich bin nicht so partikulär". ,, Mr. Quibbs, Gie fommen zu spät, alles besetzt." ,, Aber gute Kollektor- Stellen haben Sie noch vorrätig?" ,, Auch nicht; die Nachfrage war sehr groß." ,, So, so! Auch das nicht, das ist mir gar nicht lieb, Mr. Präsident; aber Sie wissen doch, daß ich in unserem County viel für Sie getan habe. Well, wenn es nicht anders sein kann, nehme ich auch mit einer Postmeister- Stelle vorlieb; was haben Sie noch frei? Chikago? Springfield? Quincy? Ich bin ein bescheidener Mann, große Ansprüche mache ich nicht." ,, Das ist sehr hübsch von Ihnen, Mr. Quibbs, aber trotzdem habe ich auch keine Postmeister- Stelle für Sie." ,, Was auch keine Postmeister- Stelle? Das ist aber doch sehr sonderbar, Mr. Präsident; ich bin doch extra hierher gereist. Gie wissen doch, was ich für Sie getan habe. Was können Sie denn überhaupt für mich tun?" ,, Well, Mr. Quibbs, ich habe in meinem Schranke noch eine alte Hose hängen, die können Sie haben." Mr. Quibbs sieht sich den Präsidenten genau an und sagt dann: ,, Nun, ich denke, daß sie mir passen wird; geben Sie sie her!" Mr. Quibbs bekam die Hose, und wenn unser jetziger Präfident Coolidge flug ist, sollte er sich auch einige alte Hosen und Röde anschaffen." Sonnabend, den 9. Juli 1927. * Nach zwölf Jahren aus Rußland zurüdgetehrt. Im Mai 1915 rüdte der Arbeiter Adam Beil von hier nach dem öftlichen Kriegsschauplatz aus, wo er aber schon im Juni 1915 in russische Kriegsgefangenschaft geriet. Er wurde tief unten in den Kautasus zur Arbeit geschidt. Bis zum Jahre 1917 erhielt seine in Gießen zurüdgebliebene Frau nur ein einziges Mal Nachricht. Bon da ab blieb jahrelang jede Kunde aus, so daß die Frau den gefangenen Mann als verschollen aufgab und er vom hiesigen Amtsgericht für tot erklärt wurde. Jm Frühjahr 1925 tam plötzlich wieder ein Brief von dem Mann, in dem er über sein Leben Näheres mitteilte und bemerkte, daß er in Kürze heimzukehren hoffe. Vom Frühjahr 1925 bis zum April 1927 brauchte er, um unter großen Schwierigkeiten seine Papiere zur Heimreise zu erlangen. Erst nach Pfingsten ds. Js. fonnte er nach Mostan reijen, von wo er durch die deutsche Botschaft über Polen in die Heimat zurüdtehren fonnte. Dieser Tage ist er hier eingetroffen und hat seine Frau und sein nunmehr 13 Jahre altes Töchterchen wohlbehalten vorgefunden. Der Mann gibt an, daß noch immer eine große Anzahl ehemaliger deutscher Soldaten sich im Kau tajus aufhalten. Alus Nah und Fern. Buzbach. Das hiesige Stadtparlament beschäftigte sich wiederum mit dem Haushaltungsvoranschlag für 1927, dem man schon einige Sigungen gewidmet hatte. Um der Angelegenheit endlich ein Ende zu bereiten, wurde von einem bürgerlichen Stadtverordneten beantragt, die Aussprache nur auf die umstrittenen Kapitel zu beschränken. Als der bürgerliche Antrag angenommen wurde, verließ die gesamte Linte demonstrativ den Sigungssaal, ohne aber dadurch das Haus beschlußunfähig machen zu tönnen In Abwesenheit der Linken wurde dann die Etatsberatung glatt zu Ende geführt und der Voranschlag mit 454 000 Reichsmart in Einnahmen und Ausgaben genehmigt. Ortenberg. Jm Ohmtalbasaltwert mußten wegen Arbeitsüberhäufung Doppelschichten eingelegt werden. Täglich werden mindestens 30 Eisenbahnwagen Schotter verladen. Angenrod( Oberh.) Bürgermeister Schlitt von hier stürzte vom Heuwagen, brach die Wirbelsäule und erlag bald seinen Verlegungen. PIANOS DER BALDUR- VIBRATO- TON Klang- Kraft und-Schönheit im Piano Patent! Sit 1872 Sit 1872 Fordern Sie Katalog direkt bei Pianofortefabrik A.G. Frankfurt a. M.-W., Leipzigerstr. 59| 61 Aelteste Spezialfabrik in weitem Umkreise Fabrikgeln de über 4000 qm. 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Erde und Wirtschaft. Vierteljahrsschrift für Wirtschaftsgeographie und ihre praktische Anwendung. Verlag Georg Weftermann, Braunschweig, Berlin W. 10, Hamburg. Preis jedes Heftes 2.-R.-Mt. Das Wesen der Wirtschaftsgeographie als Wissenszweig und ihre Bedeutung in der Praxis find im ersten Heft furz skizziert. Ein Spiegelbild der chemisch- pharmazeutischen Industrie Deutschlands. In der Arzeneimittelherstellung und der medizinischen Verwertung chemisch- pharmazeutischer Produkte ist man in Deutschland weit vorgeschritten. Der soeben erschienene 14. Band der im Verlag M. Schröder, Berlin S. 14, erscheinenden Industrie- Bibliothet" gibt ein lehrreiches Spiegelbild von der Entwicklung der chemisch- pharmazeutischen Industrie Deutschlands und zwar auf Grund der Geschichte der angesehenen Firma E. Merd, Darmstadt. Dieses Buch ist ein ausgezeichnetes Informations- und Nachschlagewerf und fostet 5 M. ,, Neue Heilmethoden" betitelt sich ein interessanter Aufsatz von Dr. Stephan Epstein, im Juliheft von„ Westermanns Monatsheften“. Auch sonst gibt das Heft wiederum den Beweis seiner Reichhaltigkeit. Universal- ReichsstenerKassebuch - mehrach gesetzlich geschützt enthält - Spezialeindrucke für jedes Geschäft z. B. für ,, Gastwirtschaften" ,,, Bäckereien", ,, Gärtnereien" ,,, Glasereien" ,,, Landwirtschaftsbetriebe" ,,, Maler u. Weissbinder" ,,, Maureru. Baugeschäfte" ,,, Metzgereien" ,,, Polstereien und Sattlereien" ,,, Schlossereien" ,,, Schmiedereien" ,,, Schneiderbetriebe" ,,, Schreinereien", ,, Schuhmachereien" ,,, Spenglereien", offene ,, Ladengeschäfte" ,,, Modistinnen", ,, Weissnähereien" ,,, Architekten", ,, Aerzte" und ,, Agenturen". Mit diesem Kassebuch, für dessen Führung Buchführungsvorkenntnisse nicht erforderlich sind, kann zu jeder Zeit sofort ohne viel Mühe die zu zahlende Umsatzsteuer sowie das steuerpflichtige Einkommen festgestellt werden, weil die umsatzsteuerpflichtigen und die umsatzsteuerfreien Einnahmen, sowie die einkommensteuerpflichtigen und die einkommensteuerfreien Ausgaben getrennt von einander mit grösster Leichtigkeit gebucht werden. Nebenher weiss man auch, welche Summen für Materialien und die verschiedenen Unkosten sowie für den eigenen Haushalt verausgabt wurden. Diese allseits als sehr praktisch anerkannten Bücher sind bei mir stets vorrätig. Albin Klein, Giessen, Südanlage 21. Nr. 28. Niekammer's Landwirtschaftliche Güteradreßbücher, Band 6'., Reg.- Bez. Wiesbaden.( Prov. Hessen- Nassau, 1. Teil) her= ausgegeben im Auftrage der Landwirtschaftskammer Wiesbaden nach amtlichen Quellen und auf Grund direkter Angaben der Landwirtschaft. 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Für Aufbew endang nicht verlangter Manuskripte wir 40. Jahrgang 70333 Mann am 9 Der englische Kriegsminister gab Donners bekannt, daß die Truppenstärke der Alliiert betrüge: England 7383, Frankreich 56 569, Be * Die Portoerhöhung. Der Reichspoftminister hat jezt auf Grund gegen die neuen Postgebühren erhoben word flärung losgelassen. Er erklärt, er habe die rorlage auf Grund des Beschlusses des Rei Juni zurüdgezogen. Im Hauptausschuß sei f daß die weitere Behandlung dem Verwaltungs überlassen sei. Deshalb sei das Gegebene gew nier die neue Gebührenvorlage wieder eingeb cr die in den Kreisen des Reichstags geäußer Möglichkeit berüdsichtigt habe. Es wird wi in Drischaften über 100000 Einwohnern da aufgehoben werde. Schweres Unwetter im Vogt Der katastrophenreiche Sommer hat für nächtliches Unwetter gebracht. Diesesmal heimgesucht worden. Durch Wolkenbrüche, m Donnerstag niedergingen, wurde in n des Vogtlandes erheblicher Sachschaden angeri weise sind bei diesem Unwetter, soweit sich lät, Menschenleben nicht zu Schaden gekomm Amtliche Erklärunge zu den steigenden Unfall Aus Kreisen des Ruhrbergbaues wird Auf dem Gebiete der bergbaulichen Un wieder versucht, die Oeffentlichkeit durch alo zu beunruhigen. Dieser Tage ist wieder Appell des offiziellen Organs des Verban ter Deutschlands an die öffentliche Me Alarmartikel weitgehend verbreitet worden am die Wiederholung einer unzutreffenden schon mehrfach berichtigten Darstellung übe der Unfall- Meldungen im Bergbau. Daß der Unfall- Meldungen kein Grund zur Be auch die Auffassung amtlicher Stellen. G arbeitsblatt vom 16. Juni ein bemerken Leiters der Zentralstelle für Unfallverhü dem u. a. ausgeführt wird, jeder, der mit de und Unfallverhütung zu tun habe, wisse vorliegen, die zur Folge haben, daß in n mer größerer Teil der stattgehabten Un wird. Man könne aus der Zunahme d auf eine Steigerung der Unfälle oder gar cine mangelhafte Unfallverhütung schließe ten Unfälle müßten bei der Erörterung übe Unfallzahlen grundsäglich ausgeschieden w Was im Besonderen den Bergbau anb geschlossen, daß der Gefährlichkeitsgrad all triereviers in 3 Monaten um mehr als 4 veröffentlichten Zahlen lassen einen auf lauf von Krankfeiern und Unfallanmeldu Erscheinung gibt auch die Erklärung fi Zunahme der Unfallanmeldungen. Sie i Deranlagt durch die Erhöhung des Krank Das jezige Krankengeld zusammen mit henden sozialen Zuschlägen der Zechen u der Gewerkschaften kann unter Umständer nur erreichen, sondern vereinzelt sogar menschlich daher durchaus verständlich, da ter solchen Verhältnissen bei leichten Ber Erfrantung eher geneigt sind zu feiern * Einigung in der Aufwerti Die Reichsregierung hat sich mit de über die noch aufstehende Frage der Aufw daß bei der Einsetzung in den vorigen Blag greifen sollen. Ferner wird für di aufwertung eine Heraussetzung der Bed 500,-. t. auf 1000,- R.-ME. erfolgen. afgewerteten Hypotheken soll nicht am 1. Wpril 1926 beginnen. Schließlich soll bei m Jahre 1921, sobald die ersten drei Das legte Bierteljahr in Frage kommt Hoe von 600 v. 5. erfolgen. In Gold gibt die Auswertung etwa einen Satz von diejen nachträglichen Verbesserungen zustim auch zu begrüßen, daß bei Ablehnung we sungen eine neue Erschütterung der sich lang chaft vermieden wird. 5C Eine neue Arbeitsgemein der Handel: und Gewerbetre In Berlin hat sich eine Arbeitsgemei und Gewerbetreibenden, der Kleinindustrie Beruse gebildet, die sich nach ihrem Prog Jujammenfassung der in Betracht kommend und sonstigen Körperschaften zum Ziel setzt