M. 14. Gießener Zeitung und der Frühling in seinem Einzug in werden können, so unmöglich fann ein ejunde Kräfte in sich birgt, ohne Willen Menschenhand vernichtet werden. Die ir nicht untergehen, daß wir leben müf Revolution, trotzdem man fast alle Berte jeln an unseren Händen rühren sich Mil zeugen neue deutsche Werte. Den Tob und neues Leben haben sie entfacht. allmählich zieht auch in deutschen Lan er ein. Und er wird in den Wurzeln der neues Leben weden und neue Säfte und treiben und dann werden sie wieder in nd, das dich geboren, als Heimat liebst, Dir erst verloren, s verloren gibst!- Waldfried. Dr. Carl Busch freigesprochen! 31. Mai 1923, wurde der erste Richter nberg( Oberhessen) Herr Oberamtsti ngeblicher Rechtsbeugung zu einem Jahr Dr. Pusch, ein sehr ideal veranlagter em Prozeß zu Ortenberg zwischen zwei ewollt und zum Vergleich geraten, dabei gegeben. Dieserhalb tam Dr. Busch, in freundeter Seite, selbst auf die Anklage an dessen Schuld seine Freunde und Be auf dem Gebiete der Boltsbildung mit ihm atten, nie geglaubt, war immer von seiner Ein Jdealist wie Dr. Pusch, der uneigen ' s Wohl des Volkes mit tätig ist, fant ht ein Unrecht nicht begehen. Oberamis ein Jahr in Buzbach verbüßt, sich also nich arter Glaube, daß ihm doch einmal not uß, hat ihn aufrecht erhalten. Bor etwa treffende Prozeß neu aufgenommen wor der Strafkammer am Oberlandesgericht Wiederaufnahmeverfahren ist nun am Dr. Karl Pusch ist vollständig freige en fallen der Staatskasse zur Last und ird für verbüßte Strafe entsprechender außerdem ist Dr. Pusch in die vollen srichters wieder eingesetzt und das seif cht mehr ausgezahlte Gehalt erhält er ! CALE scht nur IDORPEL Ohne Arbeit Schneeweisse Wäsche ERSALE men, Kochen,-Spülen; die ganze Arbeit! Zahnschmerzen molKarmelitergeist Ist ein wirkungsvolles Haus- und Einreibemittel bei Nerven- und Erkältungsschmerzen- Rheuma, Ischias, Hexenschuß, Kopf- und Zahnschmerzen- belebend und anregend auch bei Massage u. Sport- Mund- u.Rasierwasser. ltbewährt theken und Drogerien erhältlich. ersand von Vollrath Wasmuth Hamburg, Amolposthof. Erscheint: Samstags. - ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. - Für Aufbewahrung oder Rüd Redaktionsschluß früh 8 Uhr. lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. 40. Jahrg Die Arbeitslosigkeit 1926. Im Jahre 1926 waren bei den Arbeitsnachweisen als arbeitssuchende Personen gemeldet( jeweils am Schluß des Monats) in Millionen: Januar 2,195 Min. Februar 2,549 Juli 2,251 Mill. august 2,147 " März 2,520 " April 373 Mai 2,447 2,337 September 2, 00 Oftober 1,919 November 2,007" Dezember 2400 # T Juni Danach hätte also der mittlere Stand der Arbeitslosigkeit im vergangenen Jahre ungefähr 2,28 Millionen betragen. Wenn man, der Aussage führender Wirtschaftler folgend, eine Zahl von 250-300 000 Arbeitslofen als Normalistand ansehen kann, so ergibt sich, daß wir infolge der Veränderung der Wirtschaftsstruktur ein Arbeitslosenheer haben, das um zwei Millionen zu groß ist. Dr. Heichen knüpft in einem Aufsatz der Presse an diese Tatsache folgende Berechnung, die in ihren Einzelheiten gewiß anfechtbar ist, aber immerhin einen Eindrud gibt, in wie startem Maße die gegenwärtige Massenarbeitslosigkeit die Volkswirtschaft belastet. Legt man 300 Arbeitstage im Jahre zugrunde, so haben die Arbeitslosen 600 Millionen Arbeitstage nicht geleistet, was einem Erzeugnisausfall im Werte von etwa 2,4 Milliarden Mart gleichkommt. Wenn man im Anschluß an die Denkschriften des Reichsverbandes der deutschen Industrie und des Allg. D. Gewerkschaftsbundes ein jährliches Volkseintommen von rund 50 Millarden annimmt, so ergibt sich eine Vorbelastung des Volkseintommens von 5 Prozent pro Jahr, gewiß ein sehr beträchtlicher Ausfall. diesem Zusammenhang weist Dr. Heichen auch mit Recht darauf hin, daß die Wirkungen der vielerörterten Rationalisierug der Industrie vom Standpunkt des volkswirtschaftlichen Gesamtnuzzens aus betrachtet, feineswegs eindeutig erscheinen. In Was die Wirtschaft und was die Produktion auf dem Unkostenkonto durch erfolgreiche Rationali: sierung gewonnen hat, das ist durchaus kein Gewinn, der ihr hundertprozentig zugute kommt, sondern dieser Gewinn geht zum Teil wenigstens wieder auf dem Steuerkonto verloren. Denn die Kosten für die Unterhaltung eines ungeheuer großen Arbeitslosenheeres, das zum Teil ein Produkt eben dieser Rationalisierung ist, müssen vom Fistus, d. h. vom Steuerzabler, auf ebracht werden." Allerdings läßt sich die finanzielle Gesamtbelastung nicht genau erfassen. Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschecktonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 9 Aprit 1927. deutschen Kultursprache und Eigenheit. Eine der Hauptauf. ta draußen heranwachsende Geschlecht nicht mehr deutsch spricht, gaben ist dabei die Sorge für deutsche Schulen, denn wenn das wird es für unser Volkstum sicher verloren sein. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig, die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Auch in Hessen besteht ein solcher V. D. A., weitverzweigt in den Städten und Städtchen, namentlich in treuer Arbeit geförAber zu dert durch unsere Jugend an höheren Volksschulen. jeder Arbeit gehören Mittel, und um diese in höherem Maße aufzubringen, plant die Leitung des Verein eine großzügige Werbewoche im Monat Mai. Eine Woche lang soll versucht werden, weiteste Bolfskreise für den V. D. A.- Gedanken zu ge winnen, zu begeistern und dazu zu bringen, ein Scherflein zu dieser wichtigen Arbeit beizusteuern. Die Verschiedensten Ver anstaltungen werden hierfür von den Arbeitsausschüssen an den einzelnen Orten vorbereitet. Wir werden demnächst näher hierüber berichten. Heute wollen wir nur noch hinweisen auf den soeben zur Veröffentlichung gelangten Aufruf, den die führenden Persönlichkeiten unseres Hessenlandes hinausgehen lassen an alle, die willens sind, mit dem V. D. A. auf gemeinsamer Bajis zu wahrhaft nationaler Arbeit sich zusammenzufinden. Daß der D. V. A. wie taum ein anderer Verein geeignet ist, die auseinanderstrebenden Kräfte unseres Volkes zusammen zuführen, über alles Tiennende hinweg, beweist die Zusammensetzung des Ehrenausschusses, der diesen Aufruf unterzeichnet hat. An der Spitze finden wir den Staatspräsidenten Ulrich, daneben die Minister von Brentano, Henrich, Raab. Die verschiedenen firchlichen Bekenntnisse sind in gleicher Weise vertreten: neben dem Prälaten der evangelischen Landeskirche, Dr. Diehl, lesen wir die Namen des Bischofs der Diözese Mainz, Dr. Hugo, und des Oberrabiners Dr. Jtaliener. Der Präsident des hessischen Landtags, Bürgermeister Adelurg: Mainz, fehlt hier auch nicht Die Führer jön- tlicher Parteien von rechts nach links haben ihren Namen unter den Aufruf gesetzt. Wir finden die Namen der Abgeordneten v. Helmolt, Prof. Dr. Werner, Dingelden, Oberschulrat Hoffmann, Reftor Reiber und Kaul. Die Tatsache. daß unsere Jugend in vorderster Linie mitarbeitet in der V. D. A.- Sache, erhellt daraus, daß wir neben den Vorständen aller Lehrervereine aus das Landesamt für das Bildungswesen vertreten finden, Ministerialdirektor Urstadt, Staatsrat Blod, Die preußische Gewerbeertragssteuererklärung vom 11. bis 30. April 1927. Durch einen Erlaß der beteiligten preußischen Ministerien vom 16. März 1926 wird, wie der Hansa- Bund für Gewerbe, Handel und Industrie mitteilt, angeordnet, daß die Gewerbeertragssteuererklärung für das Jahr 1927 in der Zeit vom 11. bis 30. April 1927 abzugeben ist. Der Hansa- Bund hat für die Abgabe dieser Steuererklärung ein besonderes Merkblatt mit den wichtigsten Bestimmmungen zusammengestellt. Es ist bei der Hauptgeschäftsstelle des Hansa- Bundes, Berlin NW. 7 Dorotheenstraße 36, erhältlich. 24 000 Metallarbeiter ausgesperrt. Donnerstag früh sind in der Metallindustrie Niederschlesiens 24 000 Metallarbeiter ausgesperrt worden. Die Betriebe werden zu dieser Maßnahme veranlaßt, weil die Teilstreiks in verschie denen Betrieben, die am 1. April ohne Rücksicht auf das schwe= bende Schiedsverfahren ausgebrochen sind, nicht eingestellt wurden. Vor 100 Jahren und heute. Nach Feststellungen des Reichsernährungsministers wohnten vor etwa 100 Jahren noch rund 90 Prozent aller Deutschen in eigenen Häusern und nur 10 Prozent in fremden zur Miete. Heute ist das Verhältnis genau umgekehrt. Werbewoche des Vereins für das Deutschtum im Ausland. Nr. 15. Die hessischen Kreis- und Provinzial- Umlagen mit 5 bis 6 Millionen Mark find neue Steuerlaften, die 1914 nicht vorhanden waren. Das hessische Gesetz vom 28. März 1924 über die Kreisund Provinzialumlagen wird im Darmstädter Tagblatt" Nr. 35 vom 6. Februar ds. Js. als ein Grundstein für die ganze Verwaltungsreform, auch was die finanzielle Entlastung der Gemeindevoranschläge betreffe, bezeichnet. Dieser Grundstein ist weder Verwaltungsreform noch Geschäftsvereinfachung, sondern Bürokratie schlimmster Art, denn die hessischen Steuerzahler werden auf die umständlichste Art gegenüber 1914 mit ungefähr 5-6 Millionen Kreis- und Provinzialumlagen( als neue Steuer) belastet. Diese Summe ist es wert, daß darüber geschrieben und gesprochen wird. Diese neue Steuerlast scheint auch von den politischen Parteien zu wenig beachtet worden zu sein. Es ist auch anzunehmen, daß sie die steuerliche Belastung des hessischen Volkes in ein anderes, noch ungünstigeres Licht stellt, wenn sie den übrigen Steuerlasten zugezählt wird. Früher wurden die alljährlichen Fehlbeträge der Provinzial tassen auf die Kreiskassen und die Fehlbeträge der Kreiskassen auf die Gemeindekassen im Verhältnis der Steuergrundzahlen umgelegt, was sehr einfach war, zudem keine Schwierigkeiten und keine nennenswerte Kosten verursacht hat. Die Gemeindevoranschläge oder anders ausgedrückt, die Gemeindekassen, sind durch die besondere Ausschlagung der Kreis- und Provinzialumlagen auf die Steuerzahler entlastet worden. Das Schlimm ste bei dieser steuerlichen Aenderung ist aber, daß die Gemeinde umlagen nicht entsprechend der Entlastung der Gemeindevoran schläge von den Kreis und Provinzialumlagen gesenkt worden sind. Manche Gemeinden, besonders solche mit beträchtlichem Vermögen, wären ganz gut in der Lage, die Kreisumlage zu tragen. Die Veranlagung, Einziehung und Verrechnung der besonderen Kreis- und Provinzialumlagen in Höhe von 5 bis 6 Millionen Mark wird schätzungsweise einen Betrag von etwa 400 000 Rmt. tosten, der, wenn man wieder zum früheren Umlegungsverfahren zurückkehrte, gespart werden könnte, was im merhin für die Steuerzahler eine Erleichterung bedeutete und für das fleine Land Hessen zu beachten und auszunützen sein müßte. Oberschulrat Jung und Schulrat Hafsinger. Die Vorsitzenden der Jugendverbände fehlen natürlich ebenso wenig, wie die jenigen der Vereinigung, die für die Volkswohlfahrt im weite sten Sinne sorgen: Rotes Kreuz, Gustav- Adolf- Verein, Caritas Verbände, die Universität und die Technische Hochschule sind durch ihre Rektoren vertreten, die Studentenschaft durch ihren Kreisleiter. Aber nicht nur die Jugend soll mitarbeiten, nein, alle Bürger will die Werbewoche erfassen und so gehören selbstverständlich auch die berufsständigen Vereinigungen und ihre Borstände zu dem Ehrenausschuß, die Industriellenvereinigung, Handels, Landwirtschafts- und Handwerkskammern, sowie die freien Gewerkschaften und die für die Aufklärungsarbeit unentbehrliche Presse. Die Reihe der führenden Persönlichkeit wird geschlossen durch die Namen der Provinzialdirektoren. Kreisdirektoren und der Oberbürgermeister. Hoffen wir, daß es den Kräften, die in einmütiger Arbeit am Werke sind, gelingt, gute und erfolgreiche Arbeit für die schöne Sache zu leisten. Die Namen des Ehrenausschusses werden sicher dazu beitragen, ihr neue Freunde und Gönner zu gewinnen. Ueber die spätere Ausgestaltung der Werbewoche werden wir unsere Leser auf dem Laufenden halten. Dr. Gög. In einer Zeit, in der wir überall im deutschen Volke Spaltung und Zerrissenheit nach Parteien und Bekenntnissen, nach Stämmen und Ständen, nach Bewohnern von Stadt und Land mit tiefem Schmerz sehen müssen, verdienen alle Gemeinschaften und Vereinigungen, die auf dem Boden der Volksgemeinschaft arbeiten, reichste Unterstützung durch jeden wirklich vaterländisch gesinnten Bürger. Nur auf diesem Wege können wir dem manchmal schier unerreichbar dünkenden Ziele der wahren Volksgemeinschaft näher kommen. Zu den Vereinen, die auf diesem neutralen Boden arbeiten für die Gemeinschaft gehört auch der Berein für das Deutschtum im Ausland, furz V. D. A. genannt. Er hat sich die Auf gabe gestellt, den vielen Millionen Deutschen, die nicht oder nicht mehr das Glüd haben, im großen deutschen Vaterland zu leben, zu helfen bei der oft schwer bedrohten Erhaltung ihrer Wochenrückblick - In China ist die Lage wieder sehr gespannt. Die Kantonesen legen in Schanghai in unmittelbarer Nähe der europäischen Konzessionen Schützengräben an, ein bedenkliches Zeichen. Zahlreiche Fremde verlassen nun das Innere des Landes, da für das Leben der Ausländer keine Garantie gegeben werden kann. Die Kantonesen setzen ihren Vormarsch in der Richtung auf Peking fort. Sie müssen in kürzester Zeit auf die Befehlsbereiche anderer Generale stoßen, deren Stellung bis jetzt untlar ist. Der Konflikt Jugoslawien- Italien hat immer noch keine Lösung gefunden. Während Jtalien behauptet, Jugoslawien würde an der albanischen Grenze rüsten, behauptet dieses Land, Italien unterstütze Albanien mit Waffen und Instruktionsoffizieren. Die Großmächte haben trotz aller diplomatischen Kniffe noch feinen Ausweg entdeckt. Italien empfängt in diesen Tagen den Besuch des ungarischen Ministerpräsidenten Graf Bethlen, der die Donau- und Adriafrage aufrol len wird. Ungarn wünscht einen Zugang zum Meer. Man darf auf das Verhalten Italiens gespannt sein. In Marotto ist anscheinend ein Nachfolger Abdel Krims erstanden, der zunächst den Spaniern schwer zu schaffen macht. Grökere spanische Abteilungen sollen aufgerieben worden sein. Selbstredend dringen nur notdürftige Nachrichten durch, die auch noch durch die spanische Zensur gehen. Mit Frankreich gelangte ein Handelsabkommen zum Abschluß, das unserem Winzerstand schweren Nachteil bringt. Die Deutsche Rolfspartei hielt ihre fünfte allgemeine Kulturtagung. Sie hat sich dabei entschieden gegen ein Konkordat ausgesprochen. Erfreulicherweise! Prof. Wenk- Minden prägte das Schlagwort: Das beite Konkordat ist kein Kontordat. Hoffentlich kommt diese Einsicht auch noch bei anderen schwankenden Parteien. Vor dem Kriege hatte jede Kreis oder Provinzialkasse einen mittleren Beamten als Rechner. Hilfskräfte waren faſt leine vorhanden. Heute beschäftigen diese Kassen einen ganzen Stab von Personal. Ebenso ist es bei den Kreis- und Pro vinzialverwaltungen. Beim Umlegungsverfahren der Kreisund Provinzialumlagen fönnte ein großer Teil des vorhande nen Personals gespart werden. Weiter würden sich auch die Bürokosten wesentlich vermindern. Die viel gerühmte deutsche Gründlichkeit ist in den Büros meist weiter nichts, als bürotratische Umständlichkeit. Umständlicher wie die Veranlagung, Einziehung und Verrechnung der Kreis- und Provinzialum lagen geschieht, fann es wohl nicht gemacht werden. In den Gemeindeumlagen- Hebregistern sind die Kreis- und Provinzial. umlagen besonders auszurechnen, bei der Zahlung werden fie besonders gebucht, die Erlässe besonders ausgerechnet und ver rechnet, in den Mahnbefehlen und Mahnzetteln besonders ange= führt, die uneinbringlichen Kosten besonders verrechnet, allmonatlich sind Abrechnungen für die Kreis und Provinzial fassen zu fertigen usw. Die Gemeindekassen erhalten eine Hebgebühr von 3 Prozent aus den vereinnahmten Beträgen, womit die tatsächlichen Kosten aber nicht gededt werden. In Preußen und anderen Ländern haben die Kreise und Provinzen fein eignes Steuerrecht. Die alljährlichen Fehlbeträge der kommunalen Kreis und Provinzialtassen werden auch heute noch im Wege des Umlegungsverfahrens auf Kreisund Gemeindekassen gedeckt. Was dort heute noch gut ist, fann in dem viel kleineren Land Hessen nicht schlecht sein. Bei dem Umlegungsverfahren in Preußen haben die Gemeindevertreter in den Kreistagen und Provinziallandtagen ein großes Interesse an der finanziellen Gestaltung der fommunalen Kreis- und Provinzialkaffen, was sich vorteilhaft für die Steuerzahler aus: wirkt. Bei dem eigenen Steuerrecht ist dieses Interesse nicht so vorhanden und der mancherorts vorhandenen Ausbreitungs- und Vergrößerungssucht wird gar fein Widerstand entgegengesetzt. Es werden immer neue Aufgaben in Bearbeitung genommen, die Geld tosten. Man vergißt ganz mit der Höhe der gesamten Steuerlast zu rechnen, sondern man rechnet nur noch mit dem Ausschlagsfag und um wieviel dieser erhöht werden muß An eine Verminderung der Steuerlast denkt man schon gar nicht mehr. Die Wohlfahrtspflege ist das beste Ausbreitungsgebiet und die beste Begründung für neue Beamtenstellen und Berionalvermehrung. Hier ist ein Apparat errichtet, der überorganisiert und abbaufähig ist. Die hessischen Kreis- und Provinzialtassen müßten heute unbedingt bei den Reichssteuerzuweisungen( Kraftfahrzeug, Einkommen, Körperschafts- und Umsatzsteuer) mit dem Umlegungsverfahren auskommen fönnen, denn vor dem Kriege gab es folche Einnahmeposten auch nicht. Wenn die Gemeindekassen angewiesen werden, die umgelegten Beträge vierteljährlich an die Kreistasse abzuführen und die Befolgung dieser Anweisung überwacht wird, dann genügt das Umlegungsverfahren zur Dedung der alljährlichen Fehlbeträge der Kreis- und Provinzialtassen. Sollten jedoch Regierung und Landtag nicht auf das Umlegungsverfahren zurüdkehren wollen, dann fann aber eine ganz wesentliche Vereinfachung in der Veranlagung, Einziehung und Sonnabend, den 9. April 1927. Verrechnung stattfinden. Zur Zeit werden nämlich auf jedem Steuerzettel, in jedem Heberegister und Einnahmebuch der Gemeindefassen die Beträge an Kreis und Provinzialumlagen besonders ausgeworfen. Dies ist ganz unnötig, es genügt, wenn der Steuersag für Gemeinde, Kreis und Provinz angegeben und die Gesamtsteuerfumme berechnet und angefordert wird. Auf dem Steuerzettel genügt Angabe der Gesamtsteuersumme und die Angabe der Steuersäge für Gemeinde, Kreis und Provinz und jeder Steuerzahler fann sich die Steuer jeder Steuerart getrennt austechnen, wenn er ein Interesse daran hat. Durch Zusammenzählen der Steuergrundzahlen und Vergleich der Ausschlagsläge laffen fich durch einfache Dreifahrechnung die Endsteuersummen der Heberegister für Gemeinde, Kreis und Proping feststellen. Die Endergebnisse sind dieselben, als wenn die Kreis und Provinzialumlagen bei jedem Steuerzahlernamen besonders berechnet. Die Erlässe und die un einbringlichen Bosten werden nicht nach Gemeinde, Kreis und Broving getrennt, sondern werden zusammen berechnet und gebucht. Am Jahresschlusse sind sie zusammen zu zählen und durch eine Dreifahrechnung auf die Steuerarten( Gemeinde, Kreisund Provinz) zu verteilen und an den Endsummen der Heberegister in Abzug zu bringen. Erlag von Gemeindeumlagen mug ohne weiteres in allen Fällen auch Erlaß der Kreis- und Brovinzialumlagen nach sich ziehen, jobaß die Steuerbeschwer ben bei den Kreis und Provinzialverwaltungen in Wegfal! tommen. Ebenso fommen in Wegfall die Stundungsgesuche der Kreis und Provinzialumlagen. Die Gemeindefassen wären " T , Gießener Zeitung" tigkeit Dr. Pachnides näher kennen gelernt hat, weiß seine rastlose und gewissenhafte Arbeit zu schägen. Sie ist auch dadurch anerkannt worden, daß Dr. Pachnide seit 1914 Vorsitzender der Fraktion der Fortschrittlichen Volkspartei und später der Demofratischen Partei im Preußischen Landtage war. Eine reiche Tätigkeit hat der nun Siebzigjährige neben seiner politischen und parlamentarischen Wirksamkeit in der Gesellschaft für Boltsbildung entwidelt. Seit 1890, also 37 Jahre, gehört er dem Hauptausschuß der Gesellschaft an, nach tem Tode des Prinzen Heinrich zu Schoeneich- Carolath wurde er 1. Vorsitzender der Gesellschaft. In diesem Amte hat der Jubilar besonders seit seinem Ausscheiden aus dem Reichstage durch Veranstaltung von zahlreichen Volksbildungstagen gewirft. Weite Kreise werden sich mit der Gesellschaft in dem Wunsche vereinigen, daß dem Jubilar seine jugendfrische Arbeitstraft noch recht lange erhalten bleiben möchte. Lokales. Revision im Gießener Femeprozeß. Bon der Staatsanwaltschaft wie vom Berteidiger des Angeflagten v. Salomon ist Revision gegen das Urteil des Gieße ner Schwurgerichts im Femeprozeß eingelegt worden. Als nächste Instanz wird sich das Reichsgericht in Leipzig mit der Sache zu befassen haben. anzuweisen, vierteljährlich von den Kreis- und Provinzialver Ostern muss man waltungen zu bestimmende runde Abschlagszahlungen zu leisten und am Schluß des Rechnungsjahres abzurechnen. Bei vielen fleinen Gemeinden wäre auf Abschlagszahlungen zu verzichten. Die Berrechnungsarbeit würde sich gegenüber dem jetzigen Berfahren ganz bedeutend vereinfachen. Da die besonderen Kreisund Provinzialumlagen die Gemeindekassen wesentlich entlaften und die Erhebung der Kreis- und Provinzialumlagen nach diesem Vorschlag ohne besondere Buchung durch einen Bucheintrag( Gemeinde, Kreis und Provinzialumlagen) vor sich geht, soll durch Gesetz bestimmt werden, daß Hebgebühren an die Gemeindetassen nicht vergütet werden. Es wäre dann auch eine Hebgebührenberechnung und die Verrechnung gespart, was cine weitere Vereinfachung wäre. In vielen kleinen Gemeinden sind diese Hebgebühren übrigens auch nur Beträge von Pfennigen oder wenigen Reichsmart. Es wären dann auch die Buchungen in der Gemeindekasse und die Revisionskosten dieser Posten durch die Oberrechnungsfammer erspart. Die Kostenersparnis bei diesem vereinfachten Verfahren wird etwa 300 000 Rmt. betragen, gegenüber 400 000 Rmt. bei dem Umlegungsverfahren. Es wäre dringend zu wünschen, daß diesem Vorschlag bei der Beratung der hessischen Steuergesetze vom Landtag entsprochen würde. Seit fünf Jahren ist die Verwaltungsreform angekündigt, die für die Steuerzahler nur dann Bedeutung hat, wenn sie durch Geschäftsvereinfachung die Steuerlast vermindert und nicht bei bürokratischer Umständlichkeit mit 5 bis 6 Millio= nen Marf vermehrt, wie das durch das Gesetz vom 28. März 1924 über die Kreis und Provinzialumlagen geschehen ist. Wie dieses Gesetz trotz dieser offensichtlichen Mängel als ein Grundstein für die ganze Verwaltungsreform bezeichnet werden kann. ist geradezu unverständlich, und wir hoffen, daß sich die zustän digen Stellen der Sache annehmen im Interesse der Verwaltungsreform und nicht zuletzt der Steuerzahler. Dr. Hermann Pachnide. 3n seinem 70. Geburtstag am 14. April 1927. Am 14. April wird der Vorsitzende der Gesellschaft für Volksbildung, Dr. Hermann Pachnide in Berlin, 70 Jahre alt. Dr. Pachnide hat als Mitglied der Freisinnigen Vereinigung und der später begründeten Fortschrittlichen Boltspartei von 1890 bis zur Staatsumwälzung den Wahlkreis Parchim Ludwigsluft im Reichstage und von 1907 bis 1918 außerdem den Wahlkreis Königsberg i. Pr. im Preußischen Abgeordnetenhause vertreten. Wer die parlamentarische Tä Einiges über die reichsgesetzliche Unfallversicherung. Von Freiherr Löw von und zu Steinfurth. Im Rahmen der großen deutschen sozialen Gesetzgebung wurde im Jahre 1884 erstmals die Unfallversicherung gesetzlich geregelt. Die Entwicklung der Industrie in den siebziger und achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts hatte eine Vermehrung der Betriebsunfälle zur unvermeidlichen Folge. Ein wirf samer und ausreichender Schutz der Arbeiter gegen die wirtschaftlichen Folgen von Betriebsunfällen fonnte nur erreicht werden, wenn unter Aufgabe des zivilrechtlichen Grundsatzes des Schadenersatzes die Unfallfürsorge auf die Grundlage einer öffentlich- rechtlichen Zwangsversicherung gestellt wurde. Das erste Unfallversicherungsgesetz vom 6. Juli 1884 betraf nur die gewerblichen Betriebe und auch diese nicht vollzählig. Die in der Landwirtschaft Beschäftigten wurden durch das Gesetz, betreffend die Unfall und Krankenversicherung, der in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen vom 5. Mai 1886 in die Versicherung einbezogen. Das Jahr 1900 brachte eine gesetzgeberische Aenderung auf dem gesamten Gebiete der Unfallversicherung. Im Jahre 1911 erschien die Reichsversicherungsordnung, die die gesamten damaligen sozia len Versicherungsgesetze in einem umgearbeiteten Gesetze brachte. Die Reichsversicherungsordnung( RVO.) wurde im Laufe der leizten Jahre wiederholt abgeändert; die Unfallversicherung insbesondere zuletzt durch das zweite Gesetz, betreffend Aenderun gen in der Unfallversicherung vom 14. Juli 1925. Durch die öffentlich- rechtliche Zwangsversicherung wurde einmal für den Arbeiter ein hinreichender Schutz gegen die wirtschaftlichen Fol gen von Betriebsunfällen erreicht, der Betriebsunternehmer wurde andererseits von seiner zivilrechtlichen Pflicht, aus seinen eigenen Mitteln dem in seinem Betrieb Verunglüdten Schaden erfag zu leisten, befreit. Denn durch die gesetzlichen Leistungen aus der Unfallversicherung sind die an sich vorhandenen zivilrechtlichen Ansprüche des Unfallverlekten seinem Arbeitgeber gegenüber ein für allemal abgegolten. Hierin liegt der große SCHIEL Bad backen, und eine tücht. Hansfran list sich das auch nicht nehmen, dean sie weiß, wieviel Frende sie damit macht. Außerdem darf sie auf Ihre Kunst, gut backen zu können, wirklich stolz sein.- Viele ginzi, nese Anregungen zum Backen empfangen Sie aus dem neu erschienenen farb, illustriertes Oetker- Rezeptbach, Ausgabe P, and die natur getreuen Abbildungen fertiger Gebäcke and Torten etc. geben Ihnen willkommenen Anhalt. Außerdem lesen Sie darin Näheres aber dru vorzüglichen Backapparat Küchenwander, mit dem Sie auf klein. Gaskocherflamme backen, braten und kochen können. Die Oetker- Rezepte Ausg. F sind f. 15 Pig. in 4. Geschäften erhältl.. wean vergriffen, geg. Einsend, roa Marken row Dr. A. Oetker Bielefeld. Ladenverkaufspreise: Backpulver, Backin" 1 Stck. 19 Pfg., 3 Stak. 25 Plg., Paddingpulver Vanille- Mandel 10Pfg.. Vanilla- Zacker 5 Pfc.. Yanille- Soßenpulver 5 Pfg. Gala- SchokoladenPuddingpulver 15 Pfg.. Schokoladenspeise mit h. Mandela 25 Pig, Ostin 225 5 Pf. Fünfziger Vereinigung. Eine schöne Gitte herrscht in Gießen: alljährlich schließen sich die Männer, welche in demselben Jahre ein halbes Jahrhundert ihres Daseins vollenden, zu einer„ Fünfziger- Ver einigung" zusammen, die äußerlich durch die betreffenden Jah reszahlen gekennzeichnet wird, 3. B. ,, 1877-1927". Dieser Brauch ist auch in anderen Städten eingeführt. Wo er zum ersten Male in Erscheinung trat, läßt sich nicht feststellen. Ebensowenig ist bisher genau nachgewiesen worden, wann er sich in Gießen eingebürgert hat. Es muß aber schon lange her sein, denn im Jahre 1926 tamen Achtzigjährige natürlich war es nur noch eine kleine Zahl zusammen, um ihre Altersvereini gung wieder einmal aufleben zu lassen. Wie behauptet wird, soll es aber jogar noch ältere Leute in der Stadt geben, die schon Mitglieder von solchen Vereinigungen waren. Demnach reicht diese Sitte noch über das Jahr 1896 hinaus zurüd, und wenn man den Mitteilungen oder Andeutungen von eingeborenen Bürgern, die in der Lotalchronik ziemlich Bescheid wissen, Glau ben schenken darf, hat es schon um 1885 in Gießen Alters- Vereinigungen von Fünfzigern gegeben. Der Beitritt zu den ersten Zusammenschlüssen dieser Art war aber nur Männern gestattet, die in Gießen geboren waren und ihren Wohnsiz hatten. Diese Voraussetzung oder Bedingung drückte dem Unternehmen zwar den Stempel der Exklusivität auf und beschränkte auch die Auswirkung auf einen fleineren Kreis, hatte aber andererseits den Vorteil, daß nur Männer, die sich von Jugend auf kannten und Schulkameraden gewesen waren, an den Veranstaltungen teilnahmen, wodurch das Zu sammengehörigkeitsgefühl und die Kameradschaftlichkeit stärker betont und zum Ausdrud gebracht wurde. Auf die Dauer ließ Vorteil, den die reichsgesetzliche Unfallversicherung dem Betriebsunternehmer bietet, ein Vorteil, der merkwürdiger Weise gera landwirtschaftlichen Betriebsunternehmern vielfach gar nicht bewußt ist. Die Träger der reichsgesetzlichen Unfallversicherung sind die sogen. Berufsgenossenschaften. Weil, wie dargetan, die zivilrechtliche Haftung des Betriebsunternehmers durch Gesetz auf die Berufsgenossenschaften übergegangen ist, müssen auch die Betriebsunternehmer( im Gegensatz zu anderen Einrichtungen der sozialen Gesetzgebung z. B. Krankenkassen und Invalidenversicherung) die Kosten der Berufsgenossenschaf ten allein tragen. Sind durch Reichsgesetz alle in der Landwirtschaft tätigen Arbeitnehmer ausnahmslos gegen Betriebsunfälle zwangsweise versichert, so sind in Hessen auf Grund landesgesetzlicher Vorschrift und der Satzung der land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft für Hessen alle Be triebsunternehmer, einschließlich der Ehegatten, ebenfalls mitversichert. Dies ist nicht in allen Teilen Deutschlands der Fall. Vielfach können nur die Betriebsunternehmer, die einen entsprechenden Antrag stellen, gegen besondere Zuschläge zu den Beiträgen mitversichert werden. Wie bereits erwähnt, haben die Betriebsunternehmer allein für die Kosten der Berufs genossenschaften aufzukommen. Die Kosten werden in Form von Beiträgen bezw. von Vorschüssen auf die Beiträge erhoben und zwar in Hessen nach dem Steuerwert der beitragspflichtigen Grundstücke. Die Höhe der Beiträge richtet sich selbstverständ lich nach der Höhe der von der Berufsgenossenschaft zu gewäh renden Leistungen. Was diese betrifft, so sind sie durch das zweite Gesetz über Aenderungen in der Unfallversicherung dom 14. Juli 1925, das mit 328 gegen 31 Stimmen im Reichstag angenommen wurde, ganz erheblich vermehrt worden. Die Frage, ob die zur Zeit schwer ringende Wirtschaft diese Mehrlasten wird tragen können, soll hier nicht erörtert werden. Es sei nur festgestellt, daß die Vertretungen der Berufsgenossenschaften, der gewerblichen sowohl wie der landwirtschaftlichen, leider ohne nennenswerten Erfolg gegen die sehr erhebliche Mehrbelastung hatte. Sie gingen dabei von dem Grundsatze aus, daß sich eine der Berufsgenossenschaften ihre warnende Stimme erhoben wirksame soziale Gesetzgebung der wirtschaftlichen Lage des Nr. 15. Sonnabend, den 9. April 1927. Deffentliche Tanzluftbarkeiten werden für jäslich nicht genehmigt. Die für die Karm Programme find dem Polizeitamt zweds Pri as bis 8, April 1927, in doppelter Ausferti * Offertarten. Ohne Umschlag versandte tarten, die den Bestimmungen für Postkarten jen, tosten im Ortsbereich des Aufgabeorts, a beliebigen handschriftlichen Zusähen versehen in offenem Umschlag versandten Osterkarten Ortsbereich des Aufgabeorts wie nach außerhal en auf der Karte außer den Absenderanga midts meiter geschrieben ist. Auf Karten, die Padres Bild, aber keinen Aufdrud von Worte handschriftlich nur die Absenderangaben hinzuge Dienstjubiläum bei der Bezirkssparkasse. tonnte Herr Sparkaffeninipettor Ritsert in sjährige Mitarbeit bei der hiesigen Sparta Slangjährige Tätigkeit des verdienstvollen seitens des Borstandes, sowie der Beamten u Per Sparkasse in ehrenden Weise gedacht. Gewerbe und Maschinenbauschule. Der H rad Naft ist zum Gewerbelehrer ernannt word Aufgehobene Straßensperrung. Die vom 4. März erfolgie Sperrung der Lahnstraße zu bergerstraße und Biebertalbahn wird hiermit den, da die Hausanschlußarbeiten beendet sind sich aber dieser lokalpatriotischer Charakter nicht wahren, zumal die finanziellen Lasten durch denselben auf die Schultern von ciner immer fleiner werdenden Schar von Mitgliedern ge wälzt wurden und durch diesen Misstand eine würdige Ausge staltung des Vergnügungsprogramms naturgemäß nicht möglich war oder wenigstens starf litt. So wurde denn, nachdem der Brauch einige Jahre eingeschlafen war, das Recht der Mitgliedfchaft bald auf die zugezogenen Bürger ausgedehnt und schließlich in dem Maße erweitert, daß auch Fünfziger aus den Vororten Anschluß finden und ehemalige Gießener ohne Rüchicht auf ihren derzeitigen Wohnfig beitreten konnten. So ist es auch heute noch. Die Vereinigungen der letzten Jahre wiesen immer einen Bestand von 150 bis 200 örtlichen und auswärtigen Mitgliedern auf. Allmählich wird diese Zahl jedoch wohl sinken, weil pon den Jahrgängen, die in der Folgezeit zu Fünfzigern aufrüden, mancher im Kriege gefallen ist. Nicht ohne Einfluß bleibt auch die wirtschaftliche Notlage, falls sie noch lange anhält, denn wenn auch jeder, der überhaupt an dem Anschluß Interesse hat. und das haben wohl die meisten sich anschließt, wenn es jeine Lage nur irgendwie gestattet, so wird es doch manche geben, die sich hinterher nicht in dem Maße an den Veranstal tungen beteiligen fönnen, wie sie es gern möchten oder vorher gedacht hatten. Zwar besteht die soziale Einrichtung, daß die besser fituierten Mitglieder die finanziellen Lasten für die minder bemittelten Alterskameraden ganz oder teilweise mit auf ihr Konto nehmen, aber erstens ist auch diesen mit Rücksicht auf ihre eigene Familie eine gewisse Schranke gesetzt, und zwei tens geht es gegen das Empfinden vieler Menschen, sich sozu jagen auf Kosten ihrer Mitmenschen zu amüsieren. . , Gefundene und verlorene Gegenstände. über die in der Zeit vom 1. März 1927 bis 1. dem Fundbüro als gefunden und verloren gen hände liegt auf die Dauer von einer Woche a am, Weidengaffe Nr. 5, Zimmer 3, zur Einsicht Einstellung einer Kraftpoststrede. Am 1. Setrieb der Kraftpostlinie Gießen- Niederkleen rede Hochelheim- Niederlleen wegen schwacher gestellt. Die für die Streden Gießen- Hochelh beim Großen- Linden jetzt gültigen Fahrplanze Intrafttreten des Sommerfahrplans( 15. Rachfendung von Bostsendungen. Zu An fendungsendung von Postsendungen sind möglic Bordrude zu benutzen, die an den Postschalter Feaftellern zur Abgabe bereit gehalten wer wendung dieser amtlichen Vordrude gewährleist Rabsendung der Post und ist daher zum Vorteil * Rene Luftpostmarke. Seit Anfang Apri Laftpoftmarte zu 15 Pfg. herausgegeben. D Warle zeigt wie die übrigen Luftpostwertzeiche non einer Felfenspitze zum Flug aufsteigenden Konfularnachricht. Der zum Generalkon Der Zwed der Fünfziger Vereinigungen besteht ja in der Hauptsache darin, das Jubiläumsjahr den Mitgliedern zu einem Ereignis ihres Dajeins zu gestalten, durch das sie auch für die Zukunft enger verbunden werden, als es sonst durch das Le ben geschieht. Aeußerlich dienen dazu die monatlichen Zusammen fünfte, die vierteljährlichen Geburtstagsessen, die gelegentlichen Familienfeste und dergleichen Veranstaltungen mehr; wirksamer und wertvoller ist aber der innere Kern der Sache: die Pflege des Zusammengehörigkeitsgefühls, der Kameradschaft und der Menschlichkeit. In den Fünfziger Bereinigungen sind alle Un terschiede, die das Leben geschaffen hat, ausgeglichen; hier spie len Stand oder Beruf, Religion oder Partei, Rang oder Titel, Armut oder Reichtum feine Rolle, hier ist jeder nur Mensch und Kamerad. Man lernt einander menschlich fennen und schäßen: das vertrauliche Du" wird zwar niemanden aufgezwungen, aber es stellt sich von selbst ein und bringt die Kameraden einander auch innerlich noch näher. So stellt die Fünfziger Ber einigung eine Gemeinde dar, die durch äußere und innere Be zichungen zusammengehalten wird und auch, wenn das Jubi läumsjahr vorüber ist, das Band, das sie umschlingt, nicht löft, sondern von Jahr zu Jahr fester fettet; sie pflegt die Kamerad schaft als Sechziger, Siebziger, Achtziger in demselben, ja in noch größerem Maße, als sie es einst als Fünfziger getan hat; und wenn das Leben nichts anderes mehr bieten fann, dann kommt die Erinnerung zu ihrem Recht. * Hessisches Bolizeiamt. Dienststunden des Bolizeiamts für den Publikumsverkehr ab 15. April ds. Js. sind von 7 Uhr vor mittags bis 12% Uhr mittags und von 2% bis 5%, Uhr nach mittags. Samstags von 7 bis 12% Uhr mittags. Für Sams tag- Nachmittags ist in der Zeit von 4% bis 5% Uhr ein Eil. dienst eingeführt, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar sind, erledigt werden können. * Luftbarkeitsverbot in der Karwoche. Auf Grund der Verfügung des Herrn Ministers des Innern vom 10. März 1924 zu Nr. M. d. J. 7792 und 5. April 1924 zu Nr. M. d. J. 10644 haben am Balmsonntag und Karfreitag öffentliche Luftbar teiten jeder Art( wie z. B. auch ernste Aufführungen im Thea ter, Vorführungen in Lichtspielhäusern, Fußballwettspiele usw.) zu unterbleiben. An den übrigen Tagen der Karwoche ein schließlich Ostersonntag sind theatralische Vorführungen und Konzerte aller Art zulässig, wenn sie ernsten, belehrenden In halts und der Bedeutung und Weihe dieser Tage angepakt sind. Landes anpassen müsse, wenn anderes nicht die soziale Gesetzgebung durch Ueberspannung ihrer Leistungen in sich selbst zusammenbrechen soll. Die bei Betriebsunfällen zu gewährenden Leistungen zer fallen in Sachleistungen, nämlich Krankenbehandlung und Be rufsfürsorge und Geldleistungen, nämlich Rente und Kranten geld( Tagegeld, Familiengeld). Die Zeit. für die die Sachleistungen( Krantenbehandlung und Berufsfürsorge) zu gewähren ist, beginnt bei der Krankenversicherung unterliegenden Verletzten mit dem Unfall, bei den nicht der Krankenversicherung unterliegenden Verletzten mit der 14. Woche nach dem Unfall; es sei denn, daß es sich um einen so schweren Unfall handelt, durch den der Verletzte voraussicht lich auf länger als ein Jahr die Hälfte oder mehr seiner Er werbsfähigkeit verlieren wird. In solchen Fällen hat die Krantenbehandlung ebenfalls mit dem Tage des Unfalles ein zusehen. Im übrigen kann die Berufsgenossenschaft auch bei allen übrigen Unfällen von Verletzten, die nicht der Krantenversicherung unterliegen, freiwillig in den ersten 13 Wochen nach dem Unfall Krantenbehandlung gewähren. Sie tut dies gewohnheitsgemäß immer da, wo ein wirtschaftlich besonders begründetes Bedürfnis dazu vorhanden ist. Der Inhalt der Krantenbehandlung ist zunächst wie bisher ärztliche Behand lung, Versorgung mit Arznei und Hilfsmitteln. Erweitert ist die Krantenbehandlung durch die Verpflichtung zur Gewährung von Pflege. In dieser ist die bisherige freiwillige Leistung der Hauspflege mit der Fürsorge für Hilflose vereinigt. die bisher durch die Hilflosenrente, also durch Geldleistung, erfolgte Die Fürsorge für Hilflose erfolgt durch die Sachleistung der Pflege, als deren Formen Hauspflege oder Zahlung eines Pflegegeldes vorgesehen sind. An Stelle der Pflege( in der Familie) kann die Berufsgenossenschaft Anstaltspflege gewähren. Die Heilanstaltspflege, die bisher als Ersatz für Krantenbehandlung und Rente gewährt wurde, wird jetzt nur noch als Erjatz für die Krankenbehandlung betrachtet. Sie ist nach wie vor in das pflege fällt, wie bisher, die Rente fort, ebenso während der An Ermessen der Genossenschaft gestellt. Während der Heilanstaltsitaltspflege. Die Geldleistungen, die während der Heilanstalts. mit dem Amtssis in Hamburg ernannte Em Bega ist anerkannt und zur Ausübung kon tungen im Boltsstaat Heffen zugelassen wo * Die Ziehung der Hessischen Arlippelhein nunmehr endgültig am 5. Mai lfd. Js. statt. 2 Zichungstermins um diese kurze Zeit war aus ben, aber auch deshalb nötig, weil die Geneh tried der Krüppelheimbaulose in wesentlichen ving Hessen- Nassau erst durch Entschließung iters für Volkswohlfahrt in Berlin vom 23. wurde. Auf die von dem Krüppelfürsorgever perfandte Bitte um Zeichnung von Losen si bestellt worden. Der tägliche Eingang der beträgt rund 2000. Es darf erwartet werd den schönen Zwed ein fleines Opfer bringt. pelheimbaulotterie erwirbt und dadurch hilf noch vor dem Ziehungstermin restlos aus Generallojevertrieb hat die Beamtenbank D 1. 5.( Bostichedfonto Amt Frankfurt a. M. * Siegener Flughafen. Für den Ausbau plages hat die Stadtverordnetenversammlung willigt. Das Flughafengebäude, welches di #lege und der Anstaltspflege zu gewähren ( neu) und Familiengeld( bisherige Angehöri men ist die Verpflichtung zur Berufsfürsorge der Berufsgenossenschaft, den Verletzten zu feines früheren Berufes, oder wenn das ni Hajnahme eines neuen Berufes zu befähigen langung einer Arbeitsstelle zu verhelfen. Sesondere Vorschriften regeln das Verh genossenschaften zu den Krankenkassen. Be feitige Verpflichtungen, falls die Krankheit d falles ist, den die Berufsgenossenschaft zu en Bergleich zu den seitherigen Bestimmungen tuisgenossenschaften erhöhte Verpflichtungen Bon den Geldleistungen steht die Rent Eine Berpflichtung zur Gewährung von R haupt nur, wenn die nach der Unfallversich gende Erwerbsunfähigkeit über die 13. Woch Wenn dieje Boraussetzung erfüllt ist, so ist Die Zeit, für die die Rente zu gewähren i der Krantenversicherung unterliegenden Be Wegfall des Krantengeldes, spätestens mit d hem Unfall; bei den nicht der Krankenversich den Berlegten mit dem Tage nach dem Unfa beträgt, wie bisher, zwei Drittel des Jahres Reu i dag die Berufsgenossenschaft bis zu Woche nah dem Unfall an Stelle der Rent pewähren lann. Die bisherige Hilfslosenren die Fürsorge für Hilflose jetzt durch Gewäh alio durch eine Sachleistung, erfolgt. Ebenso Seilanitaltspflege die Verletztenrente weg. D Die neu eingeführte Anstaltspflege. Neu ist, Seilanstalt oder Pflegeanstalt untergebrac Tagegeld zu beanspruden hat( s. o.). Eine , jolange der Verletzte infolge des Un mehsunfähig ist und zwar der Teil der V Mae der Einbuße an Erwerbsfähigkeit entsp lete, folche, die eine Rente von 50 oder m ber Bolltente beziehen, erhalten Kinderzulage Nr. 15. triotischer Charafter nicht wahren, zumal durch denselben auf die Schultern von werdenden Schar von Mitgliedern ge ch diesen Mißstand eine würdige Ausge ngsprogramms naturgemäß nicht möglich tart litt. So wurde denn, nachdem bet Sonnabend, den 9. April 1927. Oeffentliche Tanzluftbarkeiten werden für diese Tage grundjäglich nicht genehmigt. Die für die Karwoche vorgesehenen Programme sind dem Polizeitamt zweds Prüfung sofort, späte jiens bis 8, April 1927, in doppelter Ausfertigung einzureichen. * Osterfarten. Ohne Umschlag versandte gebrudte Ostertarten, die den Bestimmungen für Postfarten entsprechen müsjen, tosten im Ortsbereich des Aufgabeorts, auch wenn sie mit beliebigen handschriftlichen Zusätzen versehen sind, 3 Pfg. Die in offenem Umschlag versandten Osterfarten foften sowohl im Ortsbereich des Aufgabeorts wie nach außerhalb nur dann 3 Pf. wenn auf der Karte außer den Absenderangaben( siehe oben) nichts weiter geschrieben ist. Auf Karten, die lediglich ein ge brudtes Bild, aber keinen Aufdrud von Worten tragen, dürfen handschriftlich nur die Absenderangaben hinzugefügt werden. ingeschlafen war, das Recht der Mitglied gezogenen Bürger ausgedehnt und schlie eitert, daß auch Fünfziger aus den Bor und ehemalige Gießener ohne Rüdicht Wohnsiz beitreten fonnten. So ist es der letzten Jahre wiesen immer einen Dörtlichen und auswärtigen Mitgliedern diese Zahl jedoch wohl sinten, weil von der Folgezeit zu Fünfzigern aufrüden, llen ist. Nicht ohne Einfluß bleibt aud age, falls sie noch lange anhält, denn berhaupt an dem Anschluß Interesse hat. die meisten sich anschließt, wenn es - wie gestattet, so wird es doch manche nicht in dem Maße an den Veranstal 1, wie sie es gern möchten oder vorher besteht die soziale Einrichtung, daß bie Der die finanziellen Lasten für die min ameraden ganz oder teilweise mit auf I erstens ist auch diesen mit Rücksicht eine gewisse Schranke gesetzt, und zwei Empfinden vieler Menschen, sich sozu Ritmenschen zu amüsieren. fziger- Bereinigungen besteht ja in bet biläumsjahr den Mitgliedern zu einem zu gestalten, durch das sie auch für die n werden, als es sonst durch das Le dienen dazu die monatlichen Zusammen en Geburtstagseisen, die gelegentlichen ichen Veranstaltungen mehr, wirksamer der innere Kern der Sache: die Pflege tsgefühls, der Kameradschaft und der Fünfziger- Bereinigungen sind alle Ungeschaffen hat, ausgeglichen; hier spie eligion oder Partei, Rang oder Titel, e Rolle, hier ist jeder nur Mensch und mander menschlich kennen und schäzen: bird zwar niemanden aufgezwungen, st ein und bringt die Kameraden einnäher. So stellt die Fünfziger- Ber dar, die durch äußere und innere Be ten wird und auch, wenn das Jubi s Band, das sie umschlingt, nicht löft, r fester fettet; sie pflegt die Kamerad ziger, Achtziger in demselben, ja in noch es einst als Fünfziger getan hat; und anderes mehr bieten kann, dann kommt Recht. ■ t. Dienststunden des Bolizeiamts für 15. April ds. Js. sind von 7 Uhr vor Fittags und von 2% bis 5% Uhr nach 7 bis 12% Uhr mittags. Für Sams er Zeit von 4% bis 5% Uhr ein Eiln aber nur Anträge, die unaufschiebbar inen. * Dienstjubiläum bei der Bezirkssparkasse. Am 7. d. M. tonnte Herr Sparkasseninspektor Ritsert in Gießen auf eine 25jährige Mitarbeit bei der hiesigen Sparkasse zurüdbliden. Der langjährige Tätigkeit des verdienstvollen Beamten wurde seitens des Vorstandes, sowie der Beamten und Angestellten ber Spartasse in ehrenden Weise gedacht. in der Karwoche. Auf Grund der Cinisters des Innern vom 10. März 1924 nd 5. April 1924 zu Nr. M. d. J. 10644 g und Karfreitag öffentliche LustbarB. auch ernste Aufführungen im Thea htspielhäusern, Fußballwettspiele usw.) en übrigen Tagen der Karwoche einind theatralische Vorführungen und fig, wenn sie ernsten, belehrenden Inund Weihe dieser Tage angepakt sind. wenn anderes nicht die soziale Gesetz nung ihrer Leistungen in sich selbst zu ällen zu gewährenden Leistungen zernämlich Krankenbehandlung und Bestungen, nämlich Rente und Krantenngeld). * Gewerbe- und Maschinenbauschule. Der Hilfslehrer KonTad Ruft ist zum Gewerbelehrer ernannt worden. * Aufgehobene Straßensperrung. Die vom Polizeitamt am 4. März erfolgte Sperrung der Lahnstraße zwischen Gabelsbergerstraße und Biebertalbahn wird hiermit wieder aufgeho ben, da die Hausanschlußarbeiten beendet sind. * Gefundene und verlorene Gegenstände. Das Verzeichnis über die in der Zeit vom 1. März 1927 bis 1. April 1927 auf dem Fundbüro als gefunden und verloren gemeldeten Gegenstände liegt auf die Dauer von einer Woche auf dem Polizeiami, Weidengasse Nr. 5, Zimmer 3, zur Einsicht offen. Einstellung einer Kraftpoststrede. Am 1. April wird der Betrieb der Kraftpostlinie Gießen- Niederkleen auf der Teil ftrede Hochelheim- Niederkleen wegen schwachen Verkehrs ein gestellt. Die für die Streden Gießen- Hochelheim und Hochel heim Großen Linden jetzt gültigen Fahrplanzeiten bleiben bis zum Intrafttreten des Sommerfahrplans( 15. Mai) bestehen. Rachfendung von Bostsendungen. Zu Anträgen auf Nach jenbungfendung von Bostsendungen sind möglichst die amtlichen Borbrude zu benutzen, die an den Postschaltern und von den Bostzustellern zur Abgabe bereit gehalten werden. Die Verwendung dieser amtlichen Vordrude gewährleistet die pünktliche Rachsendung der Post und ist daher zum Vorteil der Empfänger. ,, Gießener Zeitung" fordert, ist seit 8 Tagen im Bau begriffen. Der Ausbau des Flugplatzes war dringend nötig, da auf der Strede Frankfurt Hannover Hamburg weitere Flugzeuge verkehren, die auch den hiesigen Hafen anfliegen werden. Die bisher vorhandenen Gebäude find bem steigenden Verkehr nicht mehr gewachsen. Es soll auch eine Rollbahn angelegt werden, für welche 10 000 Mart vorgesehen sind. Die Aufnahme des Luftverkehrs auf dem hie figen Flugplay soff am 8. April erfolgen. * Reue Luftpoftmarte. Seit Anfang April wird eine neue Luftpoftmarte zu 15 Pfg. herausgegeben. Die violettfarbige Marke zeigt wie die übrigen Luftpostwertzeichen das Bild eines Don einer Felsenspike zum Flug aufsteigenden Adlers. • Konsularnachricht. Der zum Generaltonsul von Bolivien mit dem Amtssig in Hamburg ernannte Emeterio Cano de la Bega ist anerkannt und zur Ausübung tonsularischer Verrich tungen im Bolfsstaat Hessen zugelassen worden. * Zentralverband der Angestellten Gau Hessen. Der Gau Hessen und Hessen- Nassau hielt am 26. und 27. März im Stadtverordnetenfihungssaal in Offenbach a. M. seinen diesjährigen Gautag ab. Er war in der Hauptsache innerorganisatorischen Fragen gewidmet. Die Neuwahl der Gauleitung ergab teine Aenderung in der Zusammensetzung der Gauleitung. Zum Verbandstag wurden Ohlhof Mainz und Müller- Gießen delegiert. • Rheindampfschiffahrt ab 15. April. Die Köln- Düsseldorfer Dampfschiffahrtsgesellschaft wird ihren Betrieb am Karfreitag. den 15. April, eröffnen. Es wird eine verbilligte Personenfahrt eingeführt und die Fahrpreise der Expreßdampfer den Schnelldampfern gleichgestellt. * Ein Jubiläumslied für die Universität Marburg. Die Stadt Marburg schreibt anläßlich der bevorstehenden 400- Jahrfeier der Universität einen Gesamtpreis von 500 Mart aus zur * Die Ziehung der Hessischen Krüppelheimbaulotterie findet nunmehr endgültig am 5. Mai Isb. Js. statt. Die Verlegung des Ziehungstermins um diese kurze Zeit war aus technischen Gründen, aber auch deshalb nötig, weil die Genehmigung zum Vers trieb der Krüppelheimbaulose in wesentlichen Teilen der Pro vinz Hessen- Nassau erst durch Entschließung des Herrn Miniiters für Volfswohlfahrt in Berlin vom 23. März 1927 erteilt wurde. Auf die von dem Krüppelfürsorgeverein in Darmstadt versandte Bitte um Zeichnung von Losen sind bereits 15 000 bestellt worden. Der tägliche Eingang der Lose- Bestellungen beträgt rund 2000. Es darf erwartet werden, daß jeder für den schönen Zwed ein fleines Opfer bringt. Lose für die Krüppelheimbaulotterie erwirbt und dadurch hilft, daß die Lotterie noch vor dem Ziehungstermin restlos ausverkauft ist. Den Generallojevertrieb hat die Beamtenbank Darmstadt, e. G. m. b. H.( Postschedfonto Amt Frankfurt a. M. Nr. 65 850). * Gießener Flughafen. Für den Ausbau des hiesigen Flugplages hat die Stadtverordneten versammlung 60 000 Mart bewilligt. Das Flughafengebäude, welches diese Bausumme erpflege und der Anftaltspflege zu gewähren sind, sind Tagegeld ( neu) und Familiengeld( bisherige Angehörigenrente). Völlig neu ist die Verpflichtung zur Berufsfürsorge, d. h. die Pflicht der Berufsgenossenschaft, den Verletzten zur Wiederaufnahme seines früheren Berufes, oder wenn das nicht möglich ist, zur Aufnahme eines neuen Berufes zu befähigen und ihm zur Erlangung einer Arbeitsstelle zu verhelfen. Besondere Vorschriften regeln das Verhältnis der Berufsgenossenschaften zu den Krankenkassen. Beide haben gegenfeitige Verpflichtungen, falls die Krankheit die Folge eines Unfalles ist, den die Berufsgenossenschaft zu entschädigen hat. Im Bergleich zu den seitherigen Bestimmungen sind dabei den Berufsgenossenschaften erhöhte Verpflichtungen auferlegt worden. ie Sachleistungen( Krantenbehandlung gewähren ist, beginnt bei der KrankenDen Verletzten mit dem Unfall, bei den erung unterliegenden Verletzten mit der fall; es sei denn, daß es sich um einen elt, durch den der Verletzte voraussichtJahr die Hälfte oder mehr seiner Erwird. In solchen Fällen hat die falls mit dem Tage des Unfalles einann die Berufsgenossenschaft auch bei von Verletzten, die nicht der Krankenfreiwillig in den ersten 13 Wochen nbehandlung gewähren. Sie tut dies r da, wo ein wirtschaftlich besonders Dazu vorhanden ist. Der Inhalt der zunächst wie bisher ärztliche Behandrznei und Hilfsmitteln. Erweitert ist Durch die Verpflichtung zur Gewährung it die bisherige freiwillige Leistung der forge für Silflose vereinigt, die bisher also durch Geldleistung, erfolgte Die folgt durch die Sachleistung der Pflege, pflege oder Zahlung eines Pflegegeldes elle der Pflege( in der Familie) kann Anstaltspflege gewähren. Die Heiler als Erfaz für Krantenbehandlung de, wird jetzt nur noch als Erfah für die rachtet. Sie ist nach wie vor in das aft gestellt. Während der Heilanstaltsdie Kente fort, ebenso während der Antungen, die während der Heilanſtalts Von den Geldleistungen steht die Rente an erster Stelle. Eine Verpflichtung zur Gewährung von Rente entsteht überhaupt nur, wenn die nach der Unfallversicherung zu entschädi gende Erwerbsunfähigkeit über die 13. Woche hinaus andauert. Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, so ist Rente zu gewähren. Die Zeit, für die die Rente zu gewähren ist, beginnt bei den der Krankenversicherung unterliegenden Verletzten mit den Wegfall des Krankengeldes, spätestens mit der 27. Woche nach dem Unfall; bei den nicht der Krankenversicherung unterliegen den Verlegien mit dem Tage nach dem Unfall. Die Vollrente beträgt, wie bisher, zwei Drittel des Jahresarbeitsverdienstes. Neu ist, daß die Berufsgenossenschaft bis zum Ablauf der 26. Woche nach dem Unfall an Stelle der Rente ein Krankengeld gewähren tann. Die bisherige Hilfslosenrente ist beseitigt, da die Fürsorge für Hilflose jetzt durch Gewährung von Pflege. also durch eine Sachleistung, erfolgt. Ebenso fällt während der Heilanstaltspflege die Verletztenrente weg. Das gleiche gilt für die neu eingeführte Anstaltspflege. Neu ist, daß der in einer Heilanstalt oder Pflegeanstalt untergebrachte Verletzte ein Tagegeld zu beanspruchen hat( f. o.). Eine Teilrente wird ge währt, solange der Verletzte infolge des Unfalls teilweise erwerbsunfähig ist und zwar der Teil der Vollrente, der dem Maße der Einbuße an Erwerbsfähigkeit entspricht. Schwerverletzte, d. h. solche, die eine Rente von 50 oder mehr vom Hundert der Vollrente beziehen, erhalten Kinderzulagen zur VerletztenNr. 15. Gewinnung eines leicht singbaren Liedes über Marburg mit eigener Melodie, das möglichst fünf Strophen nicht übersteigen soll. Einsendungen sind bis zum 1. Mai 1927 mit Kennwort an den Magistrat der Stadt Marburg zu richten. * Ausflug nach München zum Besuche der Bayerischen Ge werbe Ausstellung. Am 17. bis 24. Juni 1927 wird das hessische Handwerk die bayerische Gewerbe- Ausstellung in München gemeinsam besuchen. Es findet dabei eine Besichtigung von München selbst mit seinen Sehenswürdigkeiten und reichen Kunst. schätzen statt. Außerdem sind Ausflüge in das bayerische Gebirge vorgesehen Ein Sonderzug wird die Teilnehmer aus ganz Hessen nach München bringen. Der Preis für die Fahrt mit dem Sonderzug beträgt 4. Klasse in bequemen, durchgehenden Wagen hin und zurüd zusammen 18,20. und 3. Klaffe 27,30 Mart. Für alle Besichtigungen in München, Fahrten, Ausflüge, Uebernachtungen werden bedeutende Preisermäßigungen ein treten. Die Teilnehmer wollen sich bei ihrem Vorsitzenden an melden, damit wir schon jetzt eine Uebersicht bekommen mit wieviel Leilnehmern ungefähr gerechnet werden kann. Nähere Auskunft, soweit dies bis jetzt möglich, erteilt der Leiter der Veranstaltung, Herr Malermeister Georg Kraus, Darm stadt, Luisenstraße 40, Fernruf 1972. HALPAUS RARITAT NO 200 der weisse Rabe unter den 4. Cigaretten Warum? * Generalappell ehemaliger Seesoldaten in Kiel. Jn Erinnerung an die vor 75 Jahren, am 13. Mai 1852, erfolgte GrünFragen Sie den Tabaknaren handler& s gibt keine Cigarette die sich so leicht verkaufen lasst wie unsere RARITAT HA RAP HALPAUS N° 200 ARNAUD RARITÄT ist die meist gerauchte, weil weitaus beste 4Fg. Cigarette Deutschlands. rente. Diese Vorschrift ist neu. Die hinterbliebene Witwe ethält wie bisher ein Fünftel des Jahresarbeitsverdienstes als Rente. Ist die Witwe jedoch durch Krankheit oder Gebrechen in ihrer Erwerbsfähigkeit um mindestens die Hälfte gemindert. so beträgt die Rente nach den neuen Vorschriften zwei Fünfte! des Jahresarbeitsverdienstes. Die Festsetzung des durchschnittlichen Jahresarbeitsver dienstes erfolgt nicht mehr wie bisher durch die Oberversiche rungsämter, sondern durch paritätische Ausschüsse aus Vertretern der Unternehmer und der Versicherten unter dem Vorfig eines Mitgliedes des Oberversicherungsamtes. Die Festsetzung bedarf jedoch der Genehmigung des Oberversicherungsamts. Alle Renten, die am 1. Juli 1925 liefen, find auf Grund besonderer Vorschriften des zweiten Gesetzes über Aenderungen in der Unfallversicherung vom 14. Juli 1925 umgerechnet worden. Die land und forstwirtschaftliche Berufsgenossenschaft für Hessen zahlte im Jahr 1925 rund 1300 000 R.-Mt. an Renten aus. Dazu kommen noch die sehr erheblichen Kosten des Heilverfahrens usw., furz, alle Kosten, die durch die Sachleistungen verursacht werden, die Untersuchungskosten und anderes mehr. Ein Zeugnis. Ein unverfälschtes Zeugnis, daß man auch in Arbeiterfreisen noch Kirche will, bringt das Kommunistenblatt„ Die rote Fahne" in einem Bericht über die Silvesterfeier im Dom zu Berlin. So spöttelnd wie möglich schreibt der Berichterstatter: Als am Silvesterabend die ersten Tuten ein schüchternes Konzert versuchten und die ersten Rognats heimlich gekostet wurden, machte ich mich feierlich und würdevoll auf die Strümpfe und landete kurz vor 12 Uhr am Dom.„ Verdammt viel Menschen sind hier", dachte ich, die werden doch dieses Jahr Silvester nicht alle im Luftgarten feiern wollen, das machen sie doch im allgemeinen immer etwas weiter westlich.“ Näher herangekommen, war ich im Nu im tollsten Gedränge. ,, Warum machen die denn nicht die Türen auf, die brauchen doch die Leute hier nicht auf der Straße feiern zu lassen," be 03 merkte ich bescheiden zu meiner Nachbarin( Rod bis unter die Knöchel und mit Besenborte, Kneifer auf der Spignase, Ge sangbuch unter dem Arm). Keine Antwort.„ Na, vielleicht betet sie gerade," dachte ich wieder, ,, wirst man lieber dein Maul halten." Mittlerweile hatte ich mich die Treppen hinaufgedrängelt, und siehe da, die Türen waren ja auf, aber der Laden war schon voll." So geht es in wißig sein sollendem Stil weiter, dann kommt das Ende: ,, Eine Bemerkung hinter her: Fabrikbesitzer, so richtige Vollblutbourgeois, zählte ich vielleicht drei, ebenso drei Pelzmäntel. Dazu vielleicht fünfzig bessere Handwerksmeister nebst Frauen, alle anderen waren Broleten." Ein gutes Rezept. Ein Rezept für Hausfrauen, um gute Dienstboten zu machen, schrieb ein erfahrener Arzt seiner sich verheiratenden Tochter ins Wirtschaftsbuch. Hier ist es: Die Hausfrau nehme 2 Pfund Selbstbeherrschung, 1½ Pfund Geduld, 1% Pfund Gerechtigkeit, 1 Pfund Ueberlegung, 1 Pfund Dispizlin, 1 Pfund Milde, mische das alles mit der gleichen Qualität eigener wirtschaftlicher Tüchtigkeit und nehme davon täglich, wo nötig stündlich, die gehörige Dojis nüchtern; überhaupt halte sie die Medizin immer zur Hand, um, wann nötig, davon zu nehmen. Dieses Rezept, das in den Ehrenzeugnissen von W. Brandt gestanden hat, paßt für Männer ebenso. Humoresten. Ein Betrunkener wird von seiner Frau aus der Kneipe geholt, und um schneller nach Hause zu kommen, will die Frau mit der Elektrischen fahren. Als der Mann auf die Elektrische steigen will, fagt der Schaffner:„ Aber hör'n Se, mit so einem Affen tann ich Sie nicht mitnehmen." Da dreht sich der Mann um und fagt zu seiner Frau: Ha- hast's gehört, Emma, Du mu- ßt dableib'n." Ein Lehrer fragt die Schüler:„ Was tat nun Wilhelm Tell, als er den bösen Landoogt lommen fah?"„ Nun, Müller?" Müller:„ Er tauerte sich ins Gebüsch und drüdte los." Sonnabend, den 9. April 1927. bung der Marine- Infanterie findet am 14., 15. und 16. Mai 1927 im Berein mit der Grundsteinlegung zum Egrenmal der Gefallenen eine Gedenffeier und ein Generalappell der Seefo.daten in der alten Friedensgarnison Riel statt. Genaue Anschriften der Teilnehmer find umgehend dem Kameraden Richard Nasse, Kiel- Ellerbek, Klosterstraße 117, mitzuteilen. Aus Nab und kern. Der Langgönjer Dammrutsch. Der Eisenbahndammrutsch bei Langgons ist nach etwa zweiwöchiger Arbeit nunmehr endgültig behoben worden. Das bisher gesperrte Gleis Frankfurt- Gießen wird zwischen den Stationen Langgons und Großen- Linden wieder befahren, so daß nunmehr der zweigleisige Berkehr durchweg auf der ganzen Strede wieber im Gang ist. Oberjeemen. Der 18jährige Schreinerlehrling Schmidt von hier hat sich in einem Weiher vor dem Orte ertränft, weil er jeine Gesellenprüfung nicht bestanden hat. Kesselbach. Bei Sprengungen in dem großen Basaltsteinbruch slog ein etwa pfundschwerer Stein etwa 80 Meter weit durch die Dede des Schußraumes der Arbeiter und verletzte den Aufseher Schmitt aus Saafen derart am Kopfe, daß er kurz darauf starb. Schotten. Die Bismardfeier auf dem Hoherotstopf findet in diesem Jahre am 9. April statt. Wie in früheren Jahren wird die Feier mit einer Reichsgründungsfeier verbunden sein. Um 8% Uhr wird die Feier im Saale des neuen Klubhauses beginnen. Die Festrede hat Oberstudienrat Dr. Kopitsch- Hanno der übernommen. Man rechnet auch in diesem Jahre wieder mit einer starten Beteiligung an der Veranstaltung. Nidda. Jm Dienstzimmer des Forstamtes hat sich der 30jährige Schreibgehilfe Löffler aus Jlbeshausen erschossen. Er litt infolge einer Kriegsverlegung an einem heftigen Nervenleiden, das wohl die Veranlassung für die Tat gegeben haben dürfte. Friedberg, 8. April. Jm Alter von 84 Jahren ist der Nestor der hessischen Aerzteschaft, Geh. Med.- Rat Dr. Weder ling, gestorben. Er war als Mensch wie als Arzt eine mar tannte Persönlichkeit. Marburg. Der Flugtag in Marburg ist nunmehr endgültig für Sonntag, 15. Mai, in Aussicht genommen. Marburg. Der Handelsgerichtsrat Georg Elsner, Betlin, ist von der philosophischen Fakultät der Universität Marburg zum Ehrendoktor ernannt worden. Dillenburg. Die Gesamtlage im Dillkreis in bezug auf , Gießener Zeitung" die Arbeitslosigkeit hat sich in den letzten Monaten ganz erheblich gebessert. Durch eine bessere Tätigkeit in Fabriken und Bergwerken, auch durch Vornahme von Netstandsarbeiten gingen die Erwerbslosenziffern auf etwa 530 Personen zurück. Im Herbste vergangenen Jahres zählte man noch 2000 Arbeitsloje. Bingen. Angehörige der Bejagung des Schiffs„ Neptun 42" hatten sich auf das Lastschiff Quarta" begeben und der= langten von dem Bootsführer einen Nachen. Als dieser ihnen verweigert wurde, griffen sie den Schiffsführer an und warjen ihn in den Rhein. Nur mit großer Mühe tonnte der Mann wieder gerettet werden. Die Burschen werden sich nun wegen Hausfriedensbruch und Mordverfuch zu verantworten haben. An der Bergstraße stehen nun die Frühobstbäume in voller Blüte. Auch die Magnolienbäume haben ihre Pracht entfaltet. Immerhin hat die stark wechselnde Temperatur die Blüte schon etwas beein trächtigt, dazu fam auch noch vor einigen Tagen Hagelschlag und mitunter nachts ein Thermometerstand bis zu 0 Grad. Eltville i. Rhg. Die Eröffnung der Kleinbahnlinie Eltville Schlangenbad fand in Gegenwart von Vertretern der Regierung in Wiesbaden, der Reichsbahndirektion Mainz, der beiden Kreise Rheingau und Langenschwalbach, der kommunen und zahlreicher Gäste statt. Das Urteil im Frankfurter Mordprozeß. Die Beratung des Gerichts dauerte Don% 1 bis % 5 Uhr. Zu der Urteilsverkündung drängte sich eine gi bal tige Menschenmenge. Als das Gericht erschien, trat der Vor jikende, Landgerichtsdirektor Dr. Schaffner, nochmals ir die Berhandlung ein, um den Angeklagten darauf hinzuweisen bag er auch wegen Totschlags bestraft werden könne. Weder von jeiten des Staatsanwalts noch des Angeklagten wurden sier gegen Einwendungen erhoben, so daß die Beweisaufnahme vie. der geschlossen werden konnte. Dann wurde das Urteil act fündet Schultheis wurde wegen schweren Raubs in Ent einheit mit Totschlag zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jt gren Ehrverlust und wegen unbefugten Waffenbesitzes zu 100: Rar! Geldstrafe verurteilt. Die bei der Tat benutzte Waffe irbe eingezogen, die Kosten des Verfahrens hat der Angeklag 317 tragen. Vom Büchertisch. Ein neues Wirtschaftsbuch für Hessen ist soeben beim Ber lagshaus Darmstadt, Bleichstraße 24, erschienen. Ein Hess Verwaltungs- und Wirtschafts- Jahrbuch 1927( 522 S., 3,- M), das zum ersten Male dem hessischen Beamten und dem KaufDISCONTO- GESELLSCHAFT BERLIN Bankmässige Geschäfte aller Art. Aktiva Zahlreiche Zweigniederlassungen in Deutschland. Bilanz am 31. Dezember 1926. Kasse, fremde Geldsorten, Coupons u. Guthaben bei Noten- und Abrechnungsbanken Wechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen Vorschüsse auf Waren und Warenverschiffungen R- M PL Passiva Kommandit- Kapital Allgemeine( gesetzliche) Reserve 49 617 261 85 Besondere Reserve Gläubiger Akzepte und Schecks Wohlfahrtsfonds für die Angestellten Noch nicht abgehobene Gewinnanteile der früheren Jahre. 10% Gewinnanteil aul Rm135 00000 Kommandit- Anteile Nostroguthaben b. Banken u. Bankfirmen Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere 223 421 833 90 105 997 819 03 88 910 690 52 50 732 207 73 6 765 926 35 18 275 378 91 12 000 000 25 000 000 Eigene Wertpapiere Konsortial- Beteiligungen Beteiligung bei der Norddeutschen Bank in Hamburg Beteiligung bei dem A.Schaaffhausen'schen Bankverein A.-G. Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen Schuldner in laufender Rechnung Einrichtung Bankgebäude Sonstige Liegenschaften 32 909 474 462 576 219 47 30 666 050 5 382 250 1121255112 76 Gewinnbeteiligung des Aufsichtsrals Uebertrag auf neue Rechnung. R- M Pl 135 000 000 48 000 000 2 000 000 864 263 85506 54 979 429 72 2570 000 94 662 90 13 500 000 656 756 75 190 408 33 CIZAS Gewinn- und Verlust- Rechnung 1926 Soll R- M Pf Haben Verwaltungskosten einschl. Gewinnbeteiligung der Geschäftsinhaber, Direktoren, Prokuristen und Angestellten Steuern Vortrag aus 1925 46 926 207 28 Effekten Provision 4 398 216 12 15 347 165 08 Zu verteilender Reingewinn Agentur einer alt. erstklass. VersicherungsGesellschaft aller Branchen mit Bestand u. hohe Provision sofort zu vergeben. Offerte unt. 1383 an die Expedition dieses Blattes. Gewandte zielsichere Reisedamen als Bezirksvertreterinnen zum Verkauf von patent. 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Hindenbu Wir haben die politischen Geheir Bergangenheit enthüllt, um der Wah Entstehung des Weltkrieges zum Siege Unsere Attenpublikation ist ein offenes die Welt. Wir erwarten heute eine ebe wort der Welt auf dieses Bekenntnis. Reichstanzler Dr. Marg Der hohe Gedanke der Völkerverfö geistigem Gebiete durch nichts so stark gefördert werden, als durch unbedingt über jene Vergangenheit, die Europa in Lager zerrissen hat. Wir sind durch publitation auf dem Wege zur geistig der Rationen vorangegangen. Reichsaußenminister Dr. Stref Wie ich schon erklärt habe, sind w reit, uns jedem unparteiischen Gerichtsh die Ursachen des Weltkrieges untersuc publikation des Auswärtigen Amtes e sche Material für einen solchen Gerichts fich in ihren Inhalt vertieft, wird di gewinnen, daß Deutschland feineswegs willig betrieben oder absichtlich entfe Schloß Wilhelmshöh soll für den Reichspräsidenten refe Der Kaffeler Bürgerbund hat, im Ein im Bürgerausschuß zusammengefaßten Ver Kasseler Bürgerbezirksvereinen dem Magistro einen Antrag unterbreitet, bei der zuständig zu beantragen, Schloß Wilhelmshöhe als aufenthalt für den Reichspräsidenten der deu Berfügung zu stellen. In der Begründung heißt es: Das im weit über die Grenzen Deutschlands hinaus wunderte Schloß Wilhelmshöhe mit seine lichen Erinnerungen und seiner in Deutsch tralen Lage, wird als zweiter Amtsfiz d zweifellos mehr als jeder andere Ort würd Die hervorragend schöne, natürliche Lage, d der zu den schönsten Europas gehört, die g die Nähe des hessischen Gebirgslandes werd Amtsfiz gleichzeitig zu einem wirklichen gestalten. Die Gelegenheit, Schloß Wilhel ten Zwede zuzuführen, scheint außerdem b Schloß und Park vor kurzer Zeit aus den H verwaltung in die des preußischen Staate Reichspräsident Hindenburg hat bereit als er die Demobilisierung und Auflösung nach der Revolution durchgeführt hat, in W Rüdgang der Arbeitslofi in der zweiten Märzhälfte um Die Zahl der Hauptunterstütungsempfän lejenfürsorge verzeichnet in der zweiten Mä ten Rüdgang und zwar um 305 000 gleid Zahl der männlichen Hauptunterstützungse Zeit vom 15. März bis 1. April 1927 von jurädgegangen, die Zahl der weiblichen vo Die Gesamtzahl von 1436 000 auf 1 131 000. Europas Gläubig Durch den Krieg hat sich das kapi gewicht von Europa nach den Ver verschoben. Vor dem Kriege waren Staaten an Europa mit etwa 16 verschuldet, heute beträgt die finanzie Europas an die Vereinigten Staaten den Goldmark! London hat seine St martt der Welt an Neuport abgetreten im Großen gesehen, die Faden zusamm fen und, mit einiger Einschränkung n einzelnen Rationalwirtschaften der W Gläubigerschaft Nordamerikas ist heute Fattor der Weltwirtschaft. Ueberall in mir aber auch das Bestreben sich die haft zu entziehen. Man braucht nu langen, zum Teil noch ungelösten c langen der Ententeländer mit Ameriko ber überall zu beobachtende Kampf um bilanzen, zu deren Herbeiführung m Hougpolitik treibt, dient legten Ei Ueberhüsse der Nationalwirtschaften