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Die sozialdemokratische Frattion beantragt: Der Landtag wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, alsbald eine Vorlage vorzulegen, wonach auch an den hessischen Gerichten die soziale Gerichtshilfe unter Mitwirkung der Bezirtsfürsorgeverbände eingeführt und die notwendigen Kredite im Staatsvoranschlag 1927/28 eingestellt werden. Die Begründung des Antrags lautet: An mehr als 80 Gerichten Deutschlands ist die soziale Gerichtshilfe eingeführt. Erst kürzlich hat das Reich dem Verband der sozialen Gerichtshilfe in Anerkennung seiner segens: reichen Wirksamkeit einen Zuschuß von 10 000 Mark gewährt. Die soziale Gerichtshilfe ist nach dem Vorbild der Jugendgerichtshilfe aufgebaut und bezwedt die Erforschung der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Rechtsbrechers, der Ursachen und Motive seiner Tat. Im Strafverfahren fehlte bisher ein Organ, das diese Aufgabe zu erfüllen imstande und Willens war. Die Polizei hat sich lediglich mit der Aufklärung des strafbaren Tatbestandes zu befassen. Darüber hinaus ist es aber notwendig, auch die Persönlichkeit des Täters, seine Umwelt und alle die Fattoren zu erforschen, die für seine Tat mitbestimmend waren. Nur unter dieser Voraussetzung kann die Straftat richtig gewürdigt, die Strafe gerecht bemessen und der Strafvollzug im Sinne einer bessernden Einwirfung auf den Bestraften gehandhabt werden. Die soziale Gerichtshilfe ist das Organ, das diese Lücke in dem Strafverfahren ausfüllen will. Es ist dringend erwünscht, daß auch in Hessen dieses Hilfs organ für die Gerichte und die Angeklagten Eingang findet. Wir schlagen vor, sie zunächst versuchsweise in Darmstadt, Mainz, Offenbach, Gießen und Worms einzuführen. In diesen Städten bestehen Wohlfahrtsämter, die bereits seit längerer Zeit die Jugendgerichtshilfe mit Erfolg ausüben und die über eine Anzahl für diese Aufgaben vorgebildete und geschulte Helfer verfügen. Die Bahnwünsche der Provinz Hessen- Nassau. Wie aus Berlin berichtet wird, beschäftigte sich der Westausschuß des preußischen Landtages in seiner letzten Sigung 11. a. mit den Bahnwünschen der Provinz Hessen- Nassau. Ein Antrag auf tunlichste Berücksichtigung dieser Wünsche wurde angenommen. Bekämpfung der Brandstiftungen im Regierungsbezirk Kassel. Der Landesausschuß des Regierungsbezirks Kassel hat angesichts der Tatsache, daß im ganzen Regierungsbezirk Kassel die Zahl der Brandfälle, bei denen vermutlich mit Brandstif tung zu rechnen ist, groß ist, die von der Verwaltung der Hessischen Brandversicherungsanstalt zu ergreifenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Brandstiftung gebilligt. Empfänge beim Reichspräsidenten. Der Reichspräsident empfing am Donnerstag den Reichs minister des Auswärtigen Dr. Stresemann zum Vortrag. Auch nahm der Reichspräsident den Besuch des Vorstandes des Deutschen Auslandsinstitutes in Stuttgart entgegen. Die Herren überreichten dem Reichspräsidenten als Zeichen der Dankbarkeit für die Förderung, die er dem Zusammenhalt der Auslandsdeutschen mit der Heimat habe angedeihen lassen, das vierte Exemplar des von dem Institut für Verdienste um das Auslandsdeutschtum geschaffenen„ Deutschen Ringen". Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostichedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Sonnabend, den 7. Mai 1927 Wochenrückblick. -- ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfs. lokal 12 Pig., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Play vorschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholungen Rabatt, für Vollflischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 19 Unsere Jugend und das Auslanddeutschtum. Bon Dr. F. Hackenberg. Das war vor dem Kriege, daß Quartaner Hans neben den Regeln des Konjunktivs alle großen Plätze und Gebäude von Paris kannte, die Könige der ägyptischen Dynastien aufzählte und die Schlachtordnung von Leuftra an die Tafel zeichnen tonnte. Nichts aber wußte er von Deutsch Südtirol, nichts von den dreißig Millionen deutschen Stammes jenseits der Reichsgrenzen. Der Deutsche aus Reval war für ihn ein Russe, der Siebenbürger Sachse ein Ungar. Das war die satte Zeit, als in der starren Sicherung durch Staatsgrenzen lebendiges Volksbewußtsein unerwedt schlummerte. Amerita wird im Augenblick beherrscht vom Entsetzen über die furchtbare Hochwasserkatastrophe des Mississippi. Zahllose Dämme wurden gesprengt, sodaß sich das Wasser über breite Gebiete verteilen konnte, um andere Gegenden und besonders die nahe am Flusse ge= legenen Städte zu retten. Ergreifende Szenen spielten ich bei der Räumung der Gebiete ab. Sein Heim, mühsam aufgebaut, tampflos dem Untergang durch die Fluten preisgeben zu müssen, ist für die Farmer ein schwerer Schlag. Ganze Distrikte mit Städten und Ortschaften stehen unter Wasser. Die Schätzung der Obdachlosen schwankt zwischen 300 000 und 500 000. Der Staatssekretär Hoover wurde zum Diktator des Ueberschwemmungsgebietes mit außerordentlichen Vollmachten ernannt. Im Augenblid ist das Elend noch gar nicht abzuschätzen. Im französischen Teil des Riffgebietes beginnen sich nun auch Unruhen bemerkbar zu machen, veranlaßt durch die Erfolge der Riffbewohner gegen die Spanier. Frankreich hat zur Vorsorge die Vorposten verstärkt. Jtalien führt Jugoslawien gegenüber weiter seine hochtrabende Sprache. England, das zunächst sich als neutraler Vermittler einmischte, hat sich als Sekundant Italiens entpuppt. Anscheinend bestehen zwischen den beiden Staaten geheime Verträge, Bernichtungsfeldzug gegen deutsche Art. Grausam wurde das über die niemand etwas weiß. Der Völkerbund hat die absurde Absicht, sich eine Luftflotte zu schaffen. Mit anderen Worten: der Völkerbund rüstet. Warum auch nicht, könnte man sagen, sie rüsten ja alle. Dafür ist aber gewiß der Völkerbund nicht da. Hat er eine Luftflotte, so fann er auch noch ein Heer verlangen. So wird allmählich der Gedanke des Völkerbundes mit seinen Zielen vollkommen auf den Kopf gestellt. Nun soll in der Schweiz die Weltwirtschaftskonferenz zusammentreten. Hierzu wird selbst einmal das seither SCHIEL TI Wenn es wirklich Da kam der Krieg mit der Völkerwanderung des deutschen Infanteristen, des Entdeckers deutscher Weite, als die deutsche Zunge von Antwerpen bis zum Libanon erklang. Hansens Vater lag als Landsturmmann lange Zeit in einer deutschen Siedlung Wolhyniens, Onkel Ferdinand hörte deutschen Gottesdienst im einsamen Schwabendorf Galiziens, und Bruder Heinz. der Freiwillige, schrieb begeisterte Briefe von deutschem Erleben in Flandern und Rumänien. Deutschbewußtsein trat an die Stelle des Schielens nach französischer und englischer 3ivilisation als etwas Ueberlegenem. Revolution und Waffen= stillstand schlugen breite Wunden. Versailles eröffnete den Vaterland zerschnitten, Millionen deutschen Stammes wurden abgerissen und auf 15 europäische Staaten verteilt. Aus allen Teilen der Erde strömten vertriebene und geschundene Auslandsdeutsche von verlorenen Posten in das zuckende Heimat land zurück. Primaner Hans saß nun in der Klasse zusammen mit einem frischen Deutschbalten aus Riga, einem Farmersohn aus Tanga, einem Offizierssohn aus Tsingtau und zwei Kaufmannsjungen aus Buenos Aires. So erwuchs aus diesem Jungenkreis heraus ganz von selbst das Gefühl der Schicksalsgemeinschaft mit den Brüdern da draußen. Die Lehrer, die aus der Front heimkehrten, waren auch an dere Menschen geworden. Sie brachten das Erlebnis der Kas meradschaft und des großen deutschen Volkstums mit. Hansens Sonntag sein soll, laffenlehrer hatte ein Büchlein von den Auslandsdeutschen im dann darf ein guter Kuchen oder eine schöne Torte auf Ihrem Tisch nicht fehlen, denn es ist heute nicht schwer, preiswertes und wohlschmeck. Gebäck mit Dr. Oetker's Backpulver ,, Backin" nach dem neuen farbig illustr. Oetker- Rezeptbuch, Ausg. F herzustellen. Die naturgetr. Abbild. fertiger Kuchen, Torten usw. geben Ihnen willkommenen Anhalt. Das Buch, aus d. Sie auch Näheres über den vorzügl. Badkapparat Küchenwunder" lesen, mit d. Sie auf kl. Gaskocherfl. backen, braten u. kochen können, ist für 15 Pfg. in den einschl. Geschäften PAJOTHERS CAUPULTER Backin zu haben oder gegen Eins. von Marken von Dr. A. Oetker, Bielefeld. abseits stehende Rußland erscheinen. Schon diese Teil❘nahme hat vor Beginn der Verhandlungen eine Gensation hervorgerufen. Man darf auf die Arbeit der Konferenz gespannt sein. Zwischen Stresemann und Briand fand anläßlich des 25jährigen parlamentarischen Jubiläums Briands ein Telegrammwechsel statt, wegen dessen Inhalt der französische Außenminister scharfe Angriffe in der französischen Presse erleben mußte. Man ist in Frankreich absolut nicht auf Völ ferversöhnung eingestellt. Belgien will ähnlich wie Frankreich an seiner Ostgrenze einen schweren Festungsgürtel anlegen. Dabei hat das Land nun auch eine Hleine Differenz mit Holland. Noch etwas verschnupft wegen der Ablehnung des Scheldevertrages in der zweiten Holländischen Kammer, haben sich belgische Reserveoffiziere dazu hinreißen lassen, in dem schmalen holländischen Zipfel von Holländisch- Limburg, der sich zwischen Deutschland und Belgien einschiebt, Flugzettel anzufleben mit der Aufforderung, das Gebiet möge sich von Holland trennen und Belgien anschließen. Sogar einflugblattabwerfendes Flugzeug wurde in den Dienst dieses Separatismujes gestellt. Jm Saargebiet ziehen langsam französische Truppen ab. Aehnlich wie in Nordamerika, nur in viel geringerem Umfange, kann Für die Erleichterung des deutsch- französischen Grenz- strophe sprechen. Die Regierung hat die notwendigen man im Elbe- Havelgebiet von einer HochwasserkataDer Reichspräsident empfing auch am selben Tage leitende Mitglieder des„ Stahlhelms", welche dem Reichspräsidenten als dem Ehrenmitglied des Bundes das Treugelöbnis und die Grüße der Frontsoldaten, die sich am tommenden Samstag und Sonntag in Berlin versammeln werden, überbrachten. Das Gesetz über die Vorbildung der Geistlichen vor der Generalfynode. Die Generalsynode nahm am Donnerstag in Berlin in dritter Lesung das Gesetz über die Vorbildung und Anstellungsfähigkeit der Geistlichen an. verkehrs. Der Generalrat des Departements Niederrhein nahm eine u. a. von den Abgeordneten Oberkirch und Michel Walther unterzeichnete Entschließung an, in der im Interesse der deutschfranzösischen Annäherung eine Erleichterung des Reiseverkehrs zwischen den beiden Ländern durch Beseitigung der gegenseitizwischen den beiden Ländern durch Beseitigung der gegenseitig bestehenden kostspieligen und komplizierten Formalitäten gefordert wird. - Hilfsmaßnahmen sofort eingeleitet. Bremerhaven feierte das 100jährige Bestehen, wobei Stresemann eine bedeutsame Rede hielt. Der anwesende amerikanische Botschafter unterstrich durch seine Rede die erneuten freundschaftlichen Beziehungen zwischen Amerika und Deutschland. Die Post will zu einer 50prozentigen Erhöhung ihrer Gebühren schreiten, was lebhafte Beunruhigung hervorgerufen hat. - Pult. An der Wand hing die Sprachenkarte. Das waren Han lens liebste Stunden, wenn der Mann von deutja) er Not jensens da draußen jenseits der Grenzen erzählte da draußen jenseits der Grenzen erzählte, von Truß und Selbstbehauptung der auf sich selbst gestellten Deutschen. Da wanderte die Klasse mit den Deutschrittern nach Osten, baute mit den Moselfranken deutsche Siedlungen im Burgenlande, rodete mit deutschen Bauern an der Wolga und im Urwald. Deutschkunde durchzog den gesamten Unterricht, nicht als neues Fach oder als Examenswissen, sondern als Schwingung der deutschen Volks seele. Eines Tages fam ein von den Polen aus Bromberg vertriebener deutscher Lehrer, berichtete in der Aula vor der versammelten Schülerschaft von der Vernichtung des deutschen Schulwesens durch die Polen im Osten, von der geistigen und seelischen Not der dortigen deutschen Jugend und warb um Silfe für den Wiederaufbau der deutschen Schulen jenseits der Grenzen. Der Appell zündete. Jungen und Mädchen sammel ten mit unermüdlichem Eifer Geld, Bücher, Schulgerät, um ihren bedrängten fleinen Kameraden zu helfen. Aus diesem Hilfswerk heraus wuchsen die Schulgruppen des Vereins für das Deutschtum im Ausland( V. D. A.), zunächst an den höhe= ren Schulen, dann auch an den Volksschulen, überparteilich die reichsdeutsche Jugend für die deutsche Jugend da draußen zu Opfer und Gemeinschaft zusammenfassend. Welche Freude, als Hansens Schwester, Inge, nun Obmann der Schulgruppe des V. D. A. zu Weihnachten zwei großesten mit Büchern. Sandarbeiten und Hilfsmitteln über die Grenze schiden konnte! Aber Sammlungen und Spenden waren nur die Vorstufe für den geplanten fulturellen Zusammenschluß. Rastlos warb schaft für den deutschen Gedanken durch Vortragsabende, Grenzund arbeitete die Gruppe im Einvernehmen mit der Lehrerlandfahrten und Schüleraustausch. Opferjinn, jugendfrisches Sehnen und Drängen wurde vom V. D. A. in die rechte Bahn gelenti. Inges Klasse lud im nächsten Jahr Siebenbürger Schülerinnen ein in das Land der Niedersachsen. Im Austausch fuhr ihre Klasse nach Deutschböhmen und erkannte stairnend und bewundernd, daß das Dasein der treu und entsagend um ihr Kirchlein und um ihre Schule gescharten Gemeinde täglich, stündlich unter dem einen Problem stand: das heranwachsende Geschlecht bei deutscher Art und Sprache zu erhalten. Großdeutschlands Jugend marschiert. Nicht in Rausch und Phrase, sondern im innigen Glauben an die Kulturgemeinschaft aller Deutschen. Ereitest Du schon mit in gren Reihen?- Versailles hat den Binnendeutschen aufgerüttelt. Jeder Tag, der seitdem ins Land gegangen, hat deutscher Sprache und deutschem Boden schweren Schaden getan. Ein Sturm ist über die Grenzlande hinweggegangen, der besonders an den Mauern der deutschen Schule gerüttelt und viele ins Wanken gebracht hat. mit der deutschen Schule aber steht und fällt das Deutschtum schlechthin. Noch sind die Außenwerte nicht verloren! Ihre Sonnabend, den 7. Mai 1927. Bejagungen wehren sich mit dem Mute der Verzweifelung für die Erhaltung ihrer deutschen Sprache und Schule, denn sie bauen auf die große Reserve des Mutterlandes. In unseren Tagen, da wir feine wirtschaftlichen und poli tischen Machtmittel bejizen, muß die Sprachgemeinschaft zur Boltsgemeinschaft werden, die Bildungsarbeit an der Jugend muß unter den Gedanken des Voltsschutes gestellt werden. Der Drud der Nachkriegsjahre hat hundert Bonen Deutsche die deutsche Not gemeinjam erleben lassen. Sie fann Geschent werden. Nutzen wir jie: Der Weg in die deutsche Weite ist freigelegt. ,, Wir haben Kinder noch, wir haben Knaben, Und auch wir selber leben, Gott sei Dank!" Bericht über die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat April 1927. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Die im Bericht für den Monat März 1927 aufgezeigte Besserung der Geschäftslage in den Handwerksbetrieben hat nach den Berichten der deutschen Handwerks: und Gewerbekammern auch im Monat April angehalten. Besonders sind es wieder das Baugewerbe, das Bekleidungsgewerbe und die für die Instandsetzung der ländlichen Maschinen und Geräte in Frage tommenden Handwerkszweige, welche eine stärkere Inanspruch nahme zu verzeichnen haben. Stellenweise tritt auch die Industrie wieder als Auftraggeber auf. Es wird jedoch von verschiedenen Stellen angezweifelt, daß es sich bei der Verbesserung der Wirtschaftslage um eine tonjuntturmäßige Besserung handelt, man glaubt, es sei vielmehr die alljährlich im Früh jahr eintretende jaijonmäßige Belebung, die allerdings in diesem Jahre stärker hervortrete, als im Jahre 1926. Daß es sich nur um eine saisonmäßige Belebung handelt, glaubt man auch daraus schließen zu können, daß die bessere Wirtschaftslage sich eben nur in dem eng begrenzten Kreis der für die Früh jahrsjaijon tätigen Handwerkszweige hält. Ein weiterer Hinweis darauf ist der Umstand, daß die Steigerung der Wirtschaftsturve im Handwerk bei weitem noch nicht wieder an die Normallinie heranreicht. Für das Baugewerbe dürfte besonders die Besserung der Verhältnisse auf dem Kreditmarkt in Frage kommen. Da sich, wie im Vormonat, die Belebung des Baumarktes hauptsächlich auf die größeren Städte beschränkt, ist die Auswirkung der Belebung am Baumarkte in den kleinen Städten - auch weniger fühlbar. Hier sind es vor allem die Betriebe des Bekleidungsgewerbes und die für die Landwirtschaft tätigen Betriebe, die den saisonmäßigen Aufschwung zu spüren betommen. Den günstigen Anzeichen stehen eine ganze Reise von ungünstigen gegenüber. Es ist zu beachten, daß die Preise für sehr viele Rohstoffe und Materialien eine langsame aber stetige Steigerung erfahren. Besonders ist dies der Fall für die Baumaterialien. Eine weitere Verteuerung ergibt sich durch die Erhöhung der Beiträge zu der Invalidenversicherung, und der sonstigen Steigerungen des Lebenshaltungsindexes. Mit besonderer Sorge sieht das Handwerk dann den Verteuerungen entgegen, die sich aus der Einführung der neuen Arbeitszeitverordnung ab 1. Mai d. J. ergeben. Die Verpflichtung, Mehrarbeit mit einem prozentualen Zuschlag zum vereinbarten Lohn zu bezahlen, wird für manche Handwerkszweige eine fühlbare Belastung des Lohntontos herbeiführen. Lebhafte Abwehr er= gibt sich daher auch gegen die beabsichtigte Erhöhung der Postgebühren und der Gütertarife, die unbedingt eine Verteuerung der Produktion mit sich bringen wird. Es ist sicher zu erwarten, das bei allen diesen Momenten für das Handwerk eine Beeinträchtigung des Geschäftsganges eintreten wird. Wenn sich auch durch Nachlassen der Arbeitslosigkeit, im ganzen gesehen, eine geringe Besserung der Kauftraft des Publikums ergeben hat, so ist doch noch das ganze Niveau der Kauftraft sehr nied= rig. Letzteres wirkt sich besonders darin aus, daß der Zahlungsverkehr noch viel zu wünschen übrig läßt. Nach wie vor steht der Kauf auf Kredit und Abzahlung im Vordergrund. Diejenigen Betriebe, die für die Landwirtschaft tätig sind, werden überhaupt noch längere Zeit auf Zahlung warten müssen, weil der Landwirtschaft in der Uebergangszeit nur sehr wenig Barmittel zur Verfügung stehen. Es wird verschiedentlich darauf hingewiesen, daß kleineren Handwerksbetrieben die Uebernahme größerer Arbeiten infolge des schlechten Zahlungseinganges und der damit verbundenen Betriebsmittelknappheit nicht möglich war. Verstummen wollen auch nicht die Klagen über das Submissionswesen. Die Bestimmungen der Verdingungsordnung finden noch immer nicht die notwendige BeZeitglossen. Ein Volksfreund schreibt:„ Unser Volksei es rechts oder links gerichtet gleicht in den Jahren seit dem Kriege einem halbverhungerten, halberschlagenen und völlig ausgeraubten Manne, der zu Tode erschöpft am Wegesrande liegt." Ich frage: Ist dies wahr? Berhält es sich wirklich so? Die Schamröte steigt einem ins Gesicht, wenn man sich umschaut im heutigen Deutschland und gewahren muß, wie dieser arme„, halbverhungerte, halberschlagene und völlig ausgeraubte Mann", ungeachtet der schweren Notzeit, von einem Vergnügungstaumel in den andern stürzt. Es ist nicht so, wie dieser Volksfreund sagt, aber es war und ist, wie ein anderer Volksfreund Paul Steinmüller in seinen Feuerrufen in Deutschlands Nacht" es beklagt:„ Sagt mir doch, ihr weisen Volkshüter, warum duldetet ihr die scham lose Entblößung der Wunden? Warum duldetet ihr die Preisgabe des seelischen Aussages? Denn so war es: Riesengroß und in schrecklichem Ernst stand das Schicksal über uns, und die Menschheit begann sich im Tanz zu drehen. Gerichte gingen über uns dahin, deren gewaltige Stimmen aus dem Uranfang alles Daseins zu uns redeten, und die es hören sollten, wirbelten wie rasende Derwische.... Selbst die Grautöpfe und Verblühenden gebärdeten sich wie die Kälber, die nach dem Winter auf die Weide kommen. Und wenn sie sich die Narrenkappe überstreiften, tanzten sie nach der widerlichen Art primitiver Völker. Wahrlich, ihr Kinder Deutschlands, die ihr euch wie ,, Gießener Zeitung" achtung. Unangenehm in die Erscheinung tritt auch die Tatjache, daß verschiedene Industrieunternehmungen im Zusammenhang mit der Rationalisierung des Betriebes zur Einrichtung Don Regiebetrieben schreiten. Lohnverhandlungen fanden in den verschiedensten Handwertszweigen statt. Bei der Forderung der Erhöhung der Handwerkslöhne gehen die Gewerkschaften meist von der falschen Ansicht aus, als wenn die Belebung der Handwerkswirtschaft schon eine tonjuntturmäßige jei, was von den meisten Berichterstattern bestritten wird. Eine einfache saisonmäßige Belebung ist aber nicht hinreichend, um die an und für fich hochliegenden Handwerkslöhne noch mehr zu erhöhen. Mit der Belebung der Handwerkswirtschaft hat sich auch der Arbeitsmarkt verbessert. Es ist hier und da schon sogar zu einer gewissen Berinappung der Facharbeiter gekommen. Es machen sich hier die Nachteile der Beschränkung der Freizügigkeit, wie sie durch die Wohnungswirtschaft gegeben sind, jehr hinderlich bemerkbar. Arbeitsgemeinschaft der Hejjischen Kreditgenossenschaften. Die Hessischen Kreditgenossenschaften am 31. Dezember 1926. Eine Gegenüberstellung der Jahresendzahlen von 1925 und 1926 zeigt, daß die in der Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlosse nen hessischen Kreditgenossenschaften Schulze Delitzscher Richtung im abgelaufenen Berichtsjahr 1926 gleich anderen Wirtfchaftsgruppen eine weitere Aufwärtsentwidlung zu verzeichnen hatten. Ist diese ihrem Umfange nach auch nicht mehr so start wie im Jahre 1925, so muß andererseits auf die große Bedeutung hingewiesen werden, die der stattgefundenen Konsolidierung der inneren Verhältnisse zukommt. Ein langjames, aber gesundes Wachstum ist allem anderen vorzuziehen. Nachfolgend seien einige Zahlen von 1913, 1924-1926 ge= genübergestellt, die in großen Zügen die Entwicklung skizzieren. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Abschlußposten für 1926 noch nicht zugeschrieben sind. Bezeichnung 51.12.1331.12.24| 31.12.25/ 31.12.26 In Mill.-Mk. bez. Rmk. Bilanzfumme Eigenes Sapital Geschäftsguthaben und Rücklagen Fremde Geldmittel 81.0 21.2 322 43.0 19.0 8.5 51 7.1 Spareinlagen Depojiten u. Anleihen Sched u. Eto. Ct. Einlagen 41.0 5.5 11.5 16.7 10.4 8.1 10.5 13.5 51.4 136 22.0 Fremde Geldmittel zusammen 30.2 Somit übersteigt die Bilanzsumme Ende 1926 die Hälfte des Betrages von 1913, während diese Grenze von den Spareinlagen ( 40 Prozent) und dem eigenen Kapital( 37,3 Prozent) noch nicht erreicht wird. Dagegen betragen die kurzfristigen Einlagen 130 Prozent der Vorkriegsziffer. Das 1924 noch bestehende starte Uebergewicht der Sched- und Kontokorrentgelder hat sich inzwischen zu Gunsten der Spareinlagen gebessert. Die Gesamtbilanz für 1926 zeigt neben den 7,1 Mill. Mt. eigenen Mitteln und 30,2 fremden Geldern noch 1,8 Mill. Bankschulden und 1,5 Mill. Mt. Akzepte. Diesen 40,6 Mill. Mt. ste= hen gegenüber: Außenstände von 31 Mill.( davon 28, 8 in Ifd. Rechnung), flüssige Mittel( einschl. Wechsel und Wertpapiere) von 9,0 Mill. und Beteiligungen von 0,2 Mill. Mt., insgesamt 40,2 Mill. Mt. Die flüssigen Mittel betragen 50 Prozent der täglich fälligen Verbindlichkeiten( 17,8 Mill.) gegen 44 Prozent Ende 1925. Das eigene Kapital macht 16,5 Prozent, die offene Rüdlage 6 Proz. der Gesamtbetriebsmittel aus. An sonstigen Verpflichtungen bestanden am Jahresschluß: Avale und Bürgschaften Giroverbindlichkeiten 1,3 Mill. Mr. 2,4 Mill. Mr. Der Mitgliederbestand der 30 Genossenschaften erreichte Ende 1926 die Zahl von 27 826( mit 31 472 übernommenen Geschäftsanteilen); diese Mitglieder haften mit insgesamt 19,4 Mill. Mr. für die eingegangenen Verbindlichkeiten. Nimmt man die eingezahlten Geschäftsguthaben und die Reserven hinzu, so ergeben sich Gesamtgarantiemittel in Höhe von 26,5 Mill. Mr. Das aus diesen Zahlen gewonnene Bild läßt erkennen, daß der finanzielle Zusammenschluß des für unsere Wirtschaft so notrasende Erben zeigtet, ihr seid nicht zu Sprechern unseres Unglüds berufen!" Für die ersten vier Monate dieses Jahres waren allein für Berlin 500 Maskenbälle angesagt. Man hätte alle mit einer Notsteuer belasten sollen, die in dieser schweren Zeit noch imstande sind, öffentlichen Vergnügen und Luftbarkeiten nachzugehen, die der Not im Lande spotten, wenn man schon den entwürdigenden Vergnügungstaumel, wie es in anderen Ländern längst geschehen, nicht gänzlich untersagen will, oder zu unter: sagen nicht die Macht hat. Schmähliche Ohnmacht! Der dies schreibt, ist durchaus kein Feind edler Geselligkeit, im Gegenteil, heiteren Gemüts und ein Freund wahren Frohsinns, aber der heutige Vergnügungstaumel ist Verzerrung, die mit wirklichem erquidendem Frohsinn nichts gemein hat. ,, Wir sind arm wie die Kirchenmäuse" damit suchen vielfach heute Vertreter der größten vaterländischen Organisation ihre Ungeistigkeit, ihre mangelnde Unterstützung und Teilnahme an geistigen Bestrebungen zu entschuldigen. Dazu bemerkt tref= fend Johann Ohneland in seinem Aufsatz Der Völkische und die Geisteskultur"( Hammer, Nr. 590):„ Ohne tiefes, freies Verhältnis zur Kunst, Wissenschaft und anderen Kulturfragen fann tein neuer Volksgeist, feine neue Sittlichkeit geboren werden. Unsere Armut darf lein Hindernis bei der Pflege fultureller Güter sein." fordert wird, bis zur völligen Abschaffung von Alkohol und Ich will nun nicht einmal so weit gehen, wie es hier geNr. 19. wendigen Mittelstandes in der Form der Kreditgenossenschaft schon beachtliche Resultate gezeitigt hat. Daß diese Entwidlung sich fernerhin in noch stärkerem Ausmaß fortsetze, ist gerade im allgemeinen voltswirtschaftlichen Interesse gelegen; die finan zielle Stärkung so großer Bevölkerungs- Schichten wird mit beitragen zur Hebung der Gesamtwirtschaft und damit zur Besserstellung eines jeden Einzelnen. Wie sag' ich's dem Käufer? Sonnabend, den 7. Mai 1927. s Strebens nach Sparsamstem Haushalten mag der Geschäftsmann, der Fabrikant und auch darauf sehen, mit dem geringsten Einfag b Hagefelt zu erzielen. Auf die Werbe- und gemand, ift es längst erwiesene Tatsache, daß site Weg zum Käufer ist, um ihm zu sag are habe ich in gediegener Qualität und mirdig anzubieten. Amerika, ein Land, das all and die moderniten, erprobt hat, fehrt immer w bewährten, ftets jungen, stets wirtungsträftigen lame zurüd, der Zeitungsanzeige. Denn es h bier der billigste, wirtfamste und einzig volle beende Weg zum Käufer liegt. Der Propaganda- Direktor der Vereinigung der amerikanischen Zeitungsverleger teilte in einem Bortrage mit, daß im Jahre 1925 in amerikanischen Zeitungen für 2900 Millionen Mark Anzeigen er schienen find. In früheren Wirtschaftsepochen war der Grundsatz vor herrschend, nur soviel Waren zu erzeugen, wie der Marti tat sächlich aufnehmen konnte. Im Gegensatz zu dieser lediglich auf den Kundenbedarf eingestellten Produktion erzeugt in der modernen Volks- und Weltwirtschaft jedermann soviel er will und tann. Die Folge davon ist ein leberangebot an Waren und das Bestreben, das fertige Produkt restlos an den Mann zu bringen. Der Käufer wird mit nimmermüder Zähigkeit und von dem ganzen Einsatz der modernen Reflamekunft um worben. Und tatsächlich ist es möglich geworden, durch wir tungsvolle Werbearbeit das Ueberangebot in Waren den Käufer treifen zuzuführen. Polizeiverordnung in Gießen. ar Sicherung des Verkehrs während des Ka Saf Grund des§ 129b Il Ziffer 2 des Geset dang betreffend, vom 8. Juni 1911 und de rafenverordnung vom 6. Februar 1924 wird fi 1827 für den Bereich der Stadt Gießen folgend § 1. Von 1½ Uhr nachmittags ab werden hen, soweit ich durch sie der Festzug bewegt, für Fees für jeden Verkehr mit Kraftwagen Fahrrädern und Fahrzeugen jeder Art gesperrt Neustadt, Bahnhofstraße, Westanlage, Selte play, Sonnenstraße, Brandplaz, Martilau straße, Oft und Südanlage, Bleichstraße, und Raijerallee. Während dieser Zeit ist es auch verboten, daß& Ant in den oben genannten Straßen halten. Jede richtig verstandene Reklame läuft auf die Frage hin aus: Wie jag' ich's dem Käufer? Dieser muß, bevor er zum Erwerb der Ware schreitet, wissen, woher sie stammt, in welcher Güte und Besonderheit und zu welchem Preise sie feil ist. Der Mittel und Wege, über diese den Käufer zunächst interessieren. den Fragen Klarheit zu schaffen, gibt es viele. Von der primi tivsten Form des Ausrufens, Ausschreiens der Waren auf Jahr märkten angefangen bis zum Aushängeschild des Kaufmanns oder Handwerkers, dem einfach ausgeführten Ankündigungs zettel oder dem mit allen Vorzügen und Effekten moderner Drudtechniken ausgestatteten Werbeblatt und Katalog bis hin zur alle Bevölkerungsschichten berührenden Ankündigung im Anzeigenteil der Zeitung, welch' ein vielgestaltiges, tausendgüngiges Aufgebot an Werbemitteln im Dienste der modernen Warenerzeugung und Absatzgewinnung. §2 Die Kaiserallee darf von der Abzweig rage bis zu der Abzweigung der Straße Gieße on 1% Uhr nachmittags ab bis 10 Uhr abends jengen jeder Art nur mit einer Höchstgeschwin Kilometer in der Stunde befahren werden. § 3. Die Aufstellung der konzeffionierten und Vierdedroschten darf nur auf der rechten S Am Kugelberg"( Fahrtrichtung Kaiſerallee) es Die Aufstellung von Privatfahrzeugen jede auf der rechten Seite der Kaiserallee jenseits d Sagenhaus" stattfinden. § 4. Der Seltersweg wird für den Durchg Kraftwagen, Kraft- und Fahrrädern( nicht Kra die Zeit von 8 Uhr vormittags bis 9 Uhr aben Spette gilt nicht für Fahrten zur Erledigung g privater Angelegenheiten in den Seltersweg. Nordamerika, dessen beispiellose Erfolge auf technischem und wirtschaftlichem Gebiete Deutschland zur Nacheiferung die nen, ist auch in der Reklame vorbildlich geworden. Dieses Land hat alle nur erdenklichen Propagandamöglichkeiten erwogen und sie der Absatzgewinnung nugbar gemacht, es hat aber schließlich der Kundengewinnung und Absatzerhöhung auf dem Wege der Anzeige den Vorzug gegeben. Wir erwähnten bereits ein leitend, daß Amerika in einem einzigen Jahr allein für Zei tungsanzeigen 2900 Millionen Mark verausgabt hat, es ist das eine so horrende, fast märchenhaft anmutende Summe, daß sie allein schon für Nutzen und Wirkungsweise der Anzeigenreklame spricht. Amerika gibt auf diese Weise insbesondere auch dem deut schen Kaufmann, Handwerker, Gewerbetreibenden vollgültige Antwort auf die Frage: Wie sag' ich's dem Käufer?" Die Zeitungsanzeige ist in der Tat dasjenige Werbemittel, das zu allen Berufs- und Bevölkerungsschichten allen gewerblichen und gesellschaftlichen Kreisen dringt, also überall dorthin, wo nur irgendwie Käufer anzutreffen sind. Sie ist universell, allum fassend, mehr als jede andere Reklameart, und nicht nur dies allein, denn in der heutigen Zeit der geldlichen Knappheit und Auch gegen Teilzahlung erhalten Sie ein Presto * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität, zu billigstem Preis. Verkauf durch: Jakob Schupp, Gießen Seltersweg 83. Tabak, ich rauche gern und verschmähe auch den Alkohol nicht kann also in diesem Falle nicht als Feind oder Enthaltsamkeits fanatiker verdächtigt werden, der das Kind mit dem Babe aus schüttet und überhaupt nicht mitzureden hätte- aber ich sage, was gerade in dieser Hinsicht geleistet wird, überschreitet wirklich oft das Maß des Anständigen. Ich habe manche Ber sammlung und Veranstaltung mitgemacht, daß einem por Qualm die Augen übergingen. Ich sage: alles mit Maß und alles an seinem Playe! Man schaffe wenigstens das Zuviel von Tabak und Alkohol ab, dann springt schon ein ganz Er hebliches zur Geistespflege heraus! Gustav Hildebrant. Nur einen Tropfen Del. Die Nähmaschine geht nicht mehr so leicht und spielend wie im Anfang. Woran mag es liegen? Nur eine Kleinigkeit Oel und die Räder eilen wieder in geräuschloser Eile dahin. Ein Tropfen Del mag Wunder wirken, aber er tut es nicht allein im Rädergetriebe der Maschine. Del ist das Geheimnis auch des glücklicher Familienlebens, des Zusammenlebens im Alltag. Del der Liebe sänftigt die Geister, Del der Freund lichkeit beflügelt die Schritte, Del der Vergebung heilt die Seelenwunden, Del der milden Beurteilung stärkt das Ver trauen, Del guter, milder Worte läßt die Reibungen des Ver lehrs verschwinden. Glüdselig das Haus, in dem jedes ein jolches Delfläschchen hat und den notwendigen Tropfen zu rech der müden Hausmütter ein Baljam, ein Wort des Dankes ter 3eit zugießt. Ein Wort der Anerkennung ist für die Geele § 5. In gleicher Weise wird die für d Kraftfahrzeugen und Krafträdern überhaupt burg für den Durchgangsverkehr mit Fahrräd § 6. Die angeordneten Sperren gelten jahrten der Polizei, der Feuerwehr, des Mili des Sanitätsdienstes. § 7. Zuwiderhandlungen gegen diese werden mit Geldstrafe bis zu 90 Mark bestra Lokales. Sonntagsgedanken. Frühjahr ist's, die Zeit der Saat. Uet Ihreitet der Sämann und streut die Körner Körnlein knüpft sich der Wunsch, daß es aufg und gute Früchte trage. Im weiten Ader Gottes ist jeder Mensch ein Sämann. Denn und Arbeiten ist ein Säen. Jedes Wort, jed lein der Saat, das in der Saatfurche einer geht, und im Sonnenschein oder Regen rei böjen Tat. So ist unser ganzes Leben di Streuen wir gutes Gaatgut aus, dann könne Landmann auf den Herbst freuen. Wer r Ernie will, darf zuvor die Mühen der Aus Wer goldene Aehren und reifes Korn ein aber auch nicht steln, Dornen und Unkrau im Menschenleben das Saatkorn, das wir a treut, schon bis es Abend wird. Aber auch gleicht einem Erntejahr. Was Eltern und ging im zarten Reimbeet der Jugend gehei was weiter durch's ganze Leben. Und w dann fann ein jeder Tag zum Erntefest m Menschen Früchte werden auf goldenen Wag Scheunen gejahren. aus der Kinder Mund läßt die Eltern alle vergessen, und ein Wort der Güte hilft den Berg hinüber. Dieses alles wird bewirkt du Der ehten Liebe. In manchem Hause fehlt d Segen Brand, Schnitt und andere Wunder Seelenballam, das Del der Liebe, mangelt, un die Räder und pfeift der Umgang. Manchme felber gar nit jo. Da ist es gut, wenn m jagt: Dein Delfläschchen ist leer geworden Und du selbst? Bon dem weisen Scheif Omar ben Nah , worin ein jeder eine Lehre für sich fi Tages tam fein Neffe Hassan zu ihm und k milienverhältnisse sind sehr wenig zufriedens gen wollen nicht gehorchen, und alles geht, chen Umständen möglich ist.“-„ Das habe fehen," antwortete der Alte ernsthaft. anders werden." 19 was willst du machen, damit das geschieht? „ Ja, das ist auch die h halb fomme ich zu dir, um dir es mitzuteil eborenen will ich zu deinem Sohn in die Brand senden, damit er dort Gehorsam lern ben Jüngeren sollen meine eigene harte S lommen, wie sie es brauchen. Und was m betrifft, so hoffe ich, daß du, erfahrener Sche Händnis für das beibringen wirst was ihre Nr. 19. Sonnabend, den 7. Mai 1927. h stärkerem Ausmaß fortjeße, ist gerade im ultate gezeitigt hat. Daß diese Entwidlung muß der Geschäftsmann, der Fabrikant und Handwerksmeister des in der Form der Kreditgenossenschaft des Strebens nach sparsamstem Haushalten in allen Ausgaben, rtschaftlichen Interesse gelegen; die finan ugeffett zu erzielen. Auf die Werbe- und Reflamearbeit an Der Gesamtwirtschaft und damit zur Besser billigste Weg zum Käufer ist, um ihm zu sagen, die und die roßer Bevölkerungs- Schichten wird mit bei Einzelnen. jag' ich's dem Käufer? ifanischen Zeitungsverleger teilte in einem auch darauf sehen, mit dem geringsten Einjah den größtmöglichen gewandt, ist es längst erwiesene Tatsache, daß die Anzeige der Ware habe ich in gediegener Qualität und besonders preiswürdig anzubieten. Amerika, ein Land, das alle Reklamearten, auch die modernsten, erprobt hat, fehrt immer wieder zu der alt= bewährten, stets jungen, stets wirtungsträftigen Form der Remit, daß im Jahre 1925 in ameritanischen hier der billigste, wirfjamste und einzig vollen Erfolg verPropaganda- Direktor der Vereinigung tlame zurüd, der Zeitungsanzeige. Denn es hat erkannt, daß n für 2900 Millionen Mark Anzeigen er heißende Weg zum Käufer liegt. ind. irtschaftsepochen war der Grundjaz vor Waren zu erzeugen, wie der Marti tat onnte. Im Gegensatz zu dieser ledigli rf eingestellten Produktion erzeugt in der Weltwirtschaft jedermann soviel er will Polizeiverordnung zur Sicherung des Verkehrs während des Kavalleriftentages in Gießen. e davon ist ein Ueberangebot an Waten ordnung betreffend, vom 8. Juni 1911 und der Vermögens as fertige Produtt restlos an den Mann ftrafenverordnung vom 6. Februar 1924 wird für den 8. Mai Auf Grund des§ 129b II 3iffer 2 des Gesetzes, die Städteiufer wird mit nimmermüder Zähigkeit Einsatz der modernen Reklamekunft um 1927 für den Bereich der Stadt Gießen folgendes angeordnet: lich ist es möglich geworden, durch wir gen, soweit sich durch sie der Festzug bewegt, für die Dauer des t das Ueberangebot in Waren den Käufer Feftzuges für jeden Verkehr mit Kraftwagen, Kraft- und § 1. Bon 1½ Uhr nachmittags ab werden folgende Stra ndene Reklame läuft auf die Frage hin em Käufer? Dieser muß, bevor er zum eitet, wissen, woher fie stammt, in welcher und zu welchem Preise sie feil ist. Der Fahrrädern und Fahrzeugen jeder Art gesperrt: Reustadt, Bahnhofstraße, Westanlage, Seltersweg, Kreuzplay, Sonnenstraße, Brandplay, Marktlauben, Walltorstraße, Ost- und Südanlage, Bleichstraße, Ludwigstraße und Kaiferallee. er diese den Käufer zunächst intereffieren. Während dieser Zeit ist es auch verboten, daß Fahrzeuge jeder u schaffen, gibt es viele. Von der primis Art in den oben genannten Straßen halten. ufens, Ausschreiens der Waren auf Jahr § 2. Die Kaiserallee darf von der Abzweigung der Licher,, Gießener Zeitung 4 Das Leben ist die Zeit der Aussaat, die Ewigkeit ein endlos glüdstrahlendes Erntefeft. am Lebensabend wird die Sichel vom göttlichen Sämann angelegt. Das ist die Stunde der Ernte. Frühling it's, die Zeit der Saat. Lassen wir über sie die Sonne scheinen, daß jedes Körnlein reise der ewigen Ernte is zum Aushängeschild des Kaufmanns straße bis zu der Abzweigung der Straße Gießen- Reiskirchen m einfach ausgeführten Ankündigungs Don 1% Uhr nachmittags ab bis 10 Uhr abends von KraftfahrEtteten Werbeblatt und Katalog bis hin Rilometer in der Stunde befahren werden. allen Vorzügen und Effekten moderner zeugen jeder Art nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 10 sschichten berührenden Anfündigung im ung, welch' ein vielgestaltiges, tausend- und Pferdebroschten darf nur auf der rechten Seite der Straße § 3. Die Aufstellung der fonzessionierten Kraftdroschken Werbemitteln im Dienste der modernen Absakgewinnung. Am Kugelberg"( Fahrtrichtung Kaiserallee) erfolgen. Die Aufstellung von Privatfahrzeugen jeder Art darf nur En beispiellose Erfolge auf technischem auf der rechten Seite der Kaiserallee jenseits der Restauration ebiete Deutschland zur Nacheiferung die Schützenhaus" stattfinden. lame vorbildlich geworden. Dieses Land Propagandamöglichkeiten erwogen und nutzbar gemacht, es hat aber schließlich und Absatzerhöhung auf dem Wege der gegeben. Wir erwähnten bereits ein in einem einzigen Jahr allein für Zeis illionen Mark verausgabt hat, es ist das märchenhaft anmutende Summe, daß fie n und Wirkungsweise der Anzeigenrellame f diese Weise insbesondere auch dem deut andwerker, Gewerbetreibenden vollgültige ge: Wie sag' ich's dem Käufer?" Die In der Tat dasjenige Werbemittel, das zu evölkerungsschichten allen gewerblichen und sen dringt, also überall dorthin, wo nur zutreffen sind. Sie ist universell, allum de andere Reklameart, und nicht nur dies eutigen Zeit der geldlichen Knappheit und en Teilzahlung Presto erhalten Sie ein * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität, zu billigster Preis. Jakob Schupp, Gießen Seltersweg 83. enigegen. Hinaus ins Freie! Nr. 19. bund" Griesheim unter Herrn Egolds bewährter Leitung, erklärte der 1. Bundesvorsitzende, Ober- Regierungsrat Dr. Siegert, den Bundeslängertag mit herzlichen Begrüßungsworten für eröffnet und erstattete für das abgelaufene Geschäftsjahr den Jahresbericht, aus dem sich ergab, welche ungeheure Arbeit für dis Bundesfest in Mainz u. den Ausbau des Bundes geleistet werden mußte. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen wurden Organisationsfragen und andere Angelegenheiten von internem Interesse erledigt. Gesellschaft für Volksbildung. Die Gesellschaft für Volks, Dieser Ruf fann jetzt nicht laut genug gerufen, nicht oft genug befolgt werden! Nach langer Winterhaft soll der Frühbildung veranstaltet am 14. und 15. Mai ihre Hauptversamm ling auch für den Städter ins Land gezogen sein, und zwar nicht nur als Blumenspender und Amfelbringer in den Gärten, sondern doch in der Hauptsache als neuer Farbens, Lieder und Freudenbringer in Feld und Weld. Also hinaus aus den Steinhausen und aus der Schornsteinatmosphäre! Das Leben ist so furz, und so wenig Frühling enthält ein Menschenleben! Die Mütter bringen ihre Kinder viel zu wenig vor die Tore der Stadt. Männer aber, die sich mit ihren Jungen und Mädels außerhalb der Stadtgrenze ein wenig umsehen, trifft man wochentags fast gar nicht. Sie sind sehr beschäftigt". haben keine Zeit, umherzubummeln" und was dergleichen Einwände mehr sind. Aber diese Einwände geuen nicht! Sind wir nicht zunächst Menschen, fühlende, für die Natur geschaffene Menschen? Warum unternehmen die tagsüber so hart an das dumpfe Geschäftslokal, Büro oder die Werkstatt gefesselten Her ren der Schöpfung feine Morgenspaziergänge, um wenigstens vor den Tagesmühen ein wenig vom Frühling zu genießen? Solch ein Morgenspaziergang mit seinen tauglitzernden Wiesen und Lerchenjubel ist noch einzig schön! § 4. Der Seltersweg wird für den Durchgangsverkehr mit Kraftwagen, Kraft- und Fahrrädern( nicht Krankenrädern) für die Zeit von 8 Uhr vormittags bis 9 Uhr abends gesperrt. Die Sperre gilt nicht für Fahrten zur Erledigung geschäftlicher oder privater Angelegenheiten in den Seltersweg. § 5. In gleicher Weise wird die für den Verkehr mit Kraftfahrzeugen und Krafträdern überhaupt gesperrte Mäusburg für den Durchgangsverkehr mit Fahrrädern gesperrt. § 6. Die angeordneten Sperren gelten nicht für Dienstfahrten der Polizei, der Feuerwehr, des Militärs, der Post und des Sanitätsdienstes. § 7. Zuwiderhandlungen gegen diese Polizeiverordnung werden mit Geldstrafe bis zu 90 Mark bestraft. Lokales. Sonntagsgedanken. lung in Köln. Hervorgegangen aus den geistigen Bewegungen der ersten siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts hat sie sich in den verflossenen Jahrzehnten immer mehr zu einem Mittelpunkte der freiwilligen Volfsbildungsarbeit entwidelt. Notwendig ist es, die Einheit unserer Kultur auch in ihrer volks. tümlichen Ausgestaltung und ihrer vollserzieherischen Verwertung festzuhalten. Das hat die Gesellschaft für Volksbildung jederzeit erstrebt und darin fucht sie auch gegenwärtig und für die Zukunft ihre staats- und voltserzieherische Bedeutung. * Der Vogelschugverein für Hessen- Darmstadt ruft seine Mitglieder zur diesjährigen Hauptversammlung für Samstag, den7. Mai ds. Js. nach der Landskrone zu Oppenheim a. Rh. Von der Erkenntnis getragen, daß praktischer Vogelschutz nicht nur aus Liebhaberei, sondern aus rein wirtschaftlichen Erwägungen eine unbedingte Notwendigkeit für unsere Landund Forstwirtschaft, sowie für unseren Obst und Weinbau ist, haben es Freunde der Vogelwelt verstanden, die Mitgliederzahl des Vereins wieder weit über den Friedensstand zu brin gen. Auch für die diesjährige Hauptversammlung hat der Vorstand des Vereins einen prominenten Vertreter für einen öffentlichen Vortrag über praktischen Vogelschutz gewonnen. Nachmittags 3 Uhr wird in dem Versammlungslokal Forstmeister Ha en el von Bamberg über ,, Praktischer Vogelschutz in Weinbaugebieten" sprechen. Möge der Versammlung ein voller Erfolg beschieden sein. Die Sonn- und Feiertage aber sollten jetzt zu größeren Fußzwanderungen benutzt werden. An einem schönen flaren Sonntagsmorgen mit dem Gefolge von munteren Kindern ins Land hinein zu wandern, sollte doch ein ganz besonderes Vergnügen für alle Familienväter sein, deren Herz noch allen Lebenstücken zum Trotz frisch und jung schlägt. Natürlich wird man sich bei größeren Partien gleich von vornherein ein be= stimmtes Ziel setzen. Die seinerzeit aufgekommenen Quellenwanderungen sind z. B. außerordentlich für solche Sonn- und Feiertagsausflüge geeignet. Sie verbinden das Angenehme mit dem Nützlichen, indem die Jugend( und ihr Führer selbst) den Lauf des heimatlichen Baches oder Flusses kennen lernt und somit praktische Geographie treibt. Traurig ist es ja, wie wenig wir von der Entstehung und dem Lauf der Gewässer wissen, die Tag für Tag durch das Gebiet unseres Ortes rauschen und die Mühlen unserer Heimat drehen. Darum: die Rudsäde gefüllt und beim Hahnenschrei frühmorgens hinaus. auf nächsten Wegen den als Wegweiser dienenden Bach entlang! Auch unseren Lesern sei das Quellenwandern als praktischer Anschauungsunterricht für die Jugend warm ans Herz gelegt: die Jugend kann nicht früh genug mit dem heimatlichen Gelände bekannt gemacht werden. Vom Wasser haben wir's ge= lernt. Also, auf frohe Wanderschaft! Frühjahr ist's, die Zeit der Saat. Ueber das acerland Schreitet der Sämann und streut die Körner aus. An jedes Rörnlein fnüpft sich der Wunsch, daß es aufgehe, wachse, blühe und gute Früchte trage. Im weiten Aderlande des Garten Gottes ist jeder Mensch ein Sämann. Denn all unser Schaffen und Arbeiten ist ein Säen. Jedes Wort, jede Tat ist ein Körnlein der Saat, das in der Saatfurche einer Seele teimt, aufgeht, und im Sonnenschein oder Regen reift, zur guten oder bösen Tat. So ist unser ganzes Leben die Tat der Saat. Streuen wir gutes Saatgut aus, dann können wir uns wie der Landmann auf den Herbst freuen. Wer reiche und kostbare Ernte will, darf zuvor die Mühen der Aussaat nicht scheuen. Wer goldene Aehren und reifes Korn einfahren will, darf aber auch nicht steln, Dornen und Unkraut säen. Oft reist im Menschenleben das Saatforn, das wir am Morgen ausgestreut, schon bis es Abend wird. Aber auch das ganze Leben gleicht einem Erntejahr. Was Eltern und Lehrer uns gaben, ging im zarten Reimbeet der Jugend geheimnisvoll auf und wuchs weiter durch's ganze Leben. Und war es gute Gaat, dann kann ein jeder Tag zum Erntefest werden und solcher Menschen Früchte werden auf goldenen Wagen in die ewigen Scheunen gefahren. * Achtung! In letzter Zeit sind in Italien wiederholt deutsche Reichsangehörige bestraft worden, weil sie die strengen italienischen Anmeldebestimmungen nicht beachtet haben. Ausländer sind nach dem italienischen Gesetze verpflichtet, sich in nerhalb von drei Tagen nach dem Grenzübertritt bei der örtlich zuständigen Polizeibehörde persönlich zu melden und zwar ohne Rücksicht darauf, wie lange der Aufenthalt dauert. Diese Anmeldung ist grundsätzlich bei einem Wechsel des Aufenthaltsortes innerhalb Jtaliens zu wiederholen. Von der wiederhol. ten Anmeldung sind nur solche vorübergehend in Italien sich aufhaltenden Fremden befreit, die sich ausweislich ihrer ersten Anmeldeerklärung nicht länger als zwei Monate nur zu Erholungszwecken in Italien aufhalten wollen. Die Verpflich= tung zur persönlichen Anmeldung besteht auch dann, wenn der Ausländer im Hotel wohnt. Er kann sich dann allerdings der Vermittlung des Hotelpersonals bei der Erfüllung der Anmeldepflicht in der üblichen Form bedienen. Schwindler. Festgenommen wurde hier der wegen Betrugs mehrmals vorbestrafte Kaufmann Mathias Schlömer, geboren am 25. 7. 1890 zu Siegburg, weil er sich auf dem Bür germeisteramt in Alsfeld unterstützen ließ, indem er um Fahrgeld nach Gießen ersuchte und auch solches erhielt unter dem Vorgeben, er habe Leder in Fulda gekauft und sein Auto ( Lastauto) habe vor Alsfeld eine Panne erlitten und dergl. mehr. Diese Angaben erschienen nachträglich bedenklich, weshalb seine vorläufige Festnahme durch die Gießener Polizei erfolgte. Durch Anfrage bei der Kriminalpolizei Siegburg wurde festgestellt, daß Schlömer wegen mehreren erneuten Be trügereien gesucht wird und als Betrüger nach Landstreicherart im Lande umherreist, worauf er in Untersuchungshaft genommen wurde. * Hessischer Sängerbund. Am 30. April fand in Darmstadt im Bahnhofshotel eine Sigung des Gesamtvorstandes des Hes= sischen Sängerbundes statt, welche die für Sonntag, den 1. Mai, 10 Uhr vormittags, in dem Saal des Rummelbräu einberufene Jahreshauptversammlung( Bundessängertag) einleitete. Beschlossen wurde die Anstellung eines befoldeten Geschäftsführers für den Bund, sowie die Ehrung über 25 Jahre tätiger Chor= meister und Vorstandsmitglieder u. a. Die am folgenden Tage stattgehabte Jahreshauptversammlung brachte eine über Erwarten große Sängerschar aus allen Teilen des Hessenlandes nach Darmstadt. Nach Vortrag zweier stimmungsvoller Chöre der Vereine Liederzweig" Darmstadt und„, Sänger* Warnung vor einem Tierquäler zum Nachteil von Hundebesigern. In letzter Zeit treibt ein Rohling sein Unwesen, indem er in der Nähe des Philosophenwaldes Hunde von Spaziergängern, anscheinend durch eine läufige Hündin, anlodt und einfängt. Nachdem er das Tier hat, schneidet er den Hunden offenbar mit einem Taschenmesser die Geschlechtsteile heraus und läßt dann die Hunde wieder laufen, wodurch diese erheb liche Schmerzen erleiden und meistens eingehen. Am 3. Mai erhielt die Kriminalpolizei von dem Vorgang Kenntnis, worauf die Ermittelungen sofort aufgenommen wurden. Die herausgeschnittenen Teile wurden im Walde in Papier einge wickelt gefunden. Die Ermittelungen nach dem Täter dürften alsbald von Erfolg sein. auf Hassan und sagte zu ihm mit liebevollem, aber ernſtem Ausdrud in seiner Stimme: Und du selbst, Hassan?" Der Neffe beugte sein Haupt und ging still fort; aber in seiner Familie wurde es schnell anders, ohne daß er es nötig gehabt hätte, alle die strengen Maßregeln gegen die anderen zu er= greifen. * Wem gehört der Anzug? Vor einiger Zeit verkaufte ein Mädchen im Alter von etwa 21 Jahren einem hiesigen Althändler eine fast neue gestreifte Hose mit dunkelbraunem Rod und Weste, unter dem Vorgeben, sie sei hier bedienstet und von ihrer Herrschaft zu dem Verkauf beauftragt. Der Althändler, welcher nach dem Ankauf Bedenken hatte, stellte fest, daß die Angaben der Verkäuferin nicht zutreffend sind. Diese ist bei der betreffenden Herrschaft unbekannt, ebenso auch die verkauften Kleidungsstüde. Wo sind solche Kleidungsstücke gestohlen? Sachdienliches hierzu nimmt die Kriminalpolizei Gießen entgegen. * Wem gehört nachstehendes Fahrrad? Bei der Kriminalpolizei Gießen, 3immer 2, ist ein Fahrrad, Marte ,, NaumannGermania", Fabritnummer 849 770, sichergestellt. Der rechtmäßige Eigentümer wird ersucht, sich mit der Gießener Kriminalpolizei ins Benehmen zu setzen. * Spareinlagen bei den hessischen Sparkassen im Monat März 1927. Der Monat März hat den hessischen Sparkassen wieder einen bemerkenswerten Zuwachs an Spareinlagen gebracht. Der Bestand der Einlagen stieg um rund 4,2 Millionen mal nachsehen, mir fommts immer vor, als wenn Ihr MusterLoffer aufgegangen wäre," Frühlingsanfang. aus der Kinder Mund läßt die Eltern alle Sorge und Mühe| Lange blickte der weise Onkel mit seinen flaren, flugen Augen| Kunstdüngerreisenden:„ Ach, Herr Schulz, wollen Sie nicht einvergessen, und ein Wort der Güte hilft den Kindern über den Berg hinüber. Dieses alles wird bewirkt durch das Wunderöl der echten Liebe. In manchem Hause fehlt der Wunderbalsam gegen Brand, Schnitt und andere Wunden nicht, aber der Seelenbalsam, das Del der Liebe, mangelt, und darum knirschen die Räder und pfeift der Umgang. Manchmal merken wir das felber gar nicht so. Da ist es gut, wenn man sich gegenseitig sagt: Dein Delfläschchen ist leer geworden. rn und verschmähe auch den Alkohol nicht Falle nicht als Feind oder Enthaltsamkeits werden, der das Kind mit dem Bade aus ipt nicht mitzureden hätte- aber ich sage, ser Hinsicht geleistet wird, überschreitet ß des Anständigen. Ich habe manche Ver ranstaltung mitgemacht, daß einem r übergingen. Ich sage: alles mit Majd age! Man schaffe wenigstens das viel ohol ab, dann springt schon ein ganz ErGustav Hildebrant. pflege heraus! einen Tropfen Del geht nicht mehr so leicht und spielend wie mag es liegen? Nur eine Kleinigkeit eilen wieder in geräuschloser Eile dahin. tag Wunder wirken, aber er tut es nicht iebe der Maschine Del ist das Geheimnis Familienlebens, des Zusammenlebens im ebe sänftigt die Geister, Del der Freund Und du selbst? - Von dem weisen Scheif Omar ben Nahib wird etwas erjählt, worin ein jeder eine Lehre für sich finden kann. Eines Tages fam sein Neffe Hassan zu ihm und flagte:„ Meine Fa milienverhältnisse sind sehr wenig zufriedenstellend. Die Jungen wollen nicht gehorchen, und alles geht, wie es unter solchen Umständen möglich ist." ,, Das habe ich schon lange ge= jehen," antwortete der Alte ernsthaft. ,, Aber nun soll es anders werden." Ja, das ist auch die höchste Zeit! Aber was willst du machen, damit das geschieht?"- ,, Gerade dess halb fomme ich zu dir, um dir es mitzuteilen. Meinen Erftgeborenen will ich zu deinem Sohn in die große Stadt am Strand senden, damit er dort Gehorsam lernen kann. Die beiden Jüngeren sollen meine eigene harte Hand zu fühlen be= tommen, wie sie es brauchen. Und was meine Mädchen anbetrifft, so hoffe ich, daß du, erfahrener Scheit, ihnen ein VerStändnis für das beibringen wirst was ihre Pflicht ist..." e Schritte, Del der Vergebung heilt die der milden Beurteilung stärkt das Vermilder Worte läßt die Reibungen des BerGlädjelig das Haus, in dem jedes ein hat und den notwendigen Tropfen zu rech n Wort der Anerkennung ist für die Seele Hier ein Balsam, ein Wort des Dankes Ist die Geschichte Hassans nicht ein Beispiel für viele, viele Familien?... Manchmal tlagen Eltern darüber, daß ihre Kinder so ungehorsam und ungezogen sind. Sind die Kinder allein daran schuld? Oder sitzt der Schaden tiefer? Klagst du vielleicht über deine Familienzustände, dann frage dich zuerst, wie es mit dir selbst steht. Bedenke: Christus ist für uns alle gestorben, damit wir, die wir leben, hinfort nicht uns selbst leben, sondern dem, der für uns gestorben und auferstanden ist. Das muß uns einmal so durchs Herz gehen, daß wir es nicht mehr los werden können. Ueberhaupt ist das die große Hauptsache: Stimmt es in irgend einer Sache nicht, dann fuche die Schuld nicht bei andern, was man so gern tut, prüfe zuerst dich selbst, ob du nicht die größte Schuld hat. Humoristisches. Zwei Geschäftsreisende siyen im Abteil sich gegenüber, sie stellen sich gegenseitig vor.„ Mein Name ist Müller", sagt der eine ,,, ich reise in wohlriechender Seife und Parfüm."- Da sagt der andere:„ Mein Name ist Schulz," ich reise in Kunstdünger." Eine halbe Stunde später sagt Müller zu Schulz, dem Von Morgentau behangen, liegt friedlich Wald und Flur, Und feierlich umfangen von Glüd ruht die Natur. In Rebelgrau geborgen liegt meiner Heimat Feld; Verlor'n in sel'gem Horchen lausch ich der Frühlingswelt. Und sieh, am Firmamente, hell Morgenröte grüßt, Ins taufrische Gelände sie ihren Glanz ergießt; Und von dem Wind dem linden, der säuselnd mich umschwebt, Nun rasch die Nebel schwinden und froh und neubelebt. Sch ich zum Licht, dem hellen, zum strahlenden empor, Das dort in Flammen- Wellen am Himmel bricht hervor; Und lächelnd von den Höhen in sonnigem Gewand Sch ich den Frühling gehen herab ins deutsche Land. Vorüber ist das Schweigen, das auf der Erde lag; Und Jubeln ohnegleichen erflingt aus Flur und Hag: Dahin sind nun die Stunden der langen Winterszeit, Erlösung hat gefunden die Welt nach Not und Leid. Bon all der Freud umilungen mein Herz zum Gang auch drängt, Und grüß den Lenz, den jungen, der neu der Welt geschenkt. Und dank in Wort und Lieder, Gott, dem die Ehr' gebührt, Dem, der aus Dunkel wieder die Welt zum Licht geführt. Philipp Trautmann, Landwirt, Reichenbach i. Odw. Sonnabend, den 7. Mai 1927. Mart auf rund 88,5 Millionen Mart. Die Gesamtsumme der bei den hessischen Sparkassen eingezahlten Gelder belief sich am Monatsende auf rund 106,4 Millionen Mark. 11 * 118er. Alle alten Gelben" sind mit ihren Angehörigen herzlichst eingeladen zu dem 118er- Verbandstag mit WiederJehensfeier am Sonntag, den 8. Mai 1927 in Auerbach a. d. Bergstraße im Hotel Weigold. * Erhöhung der Leistungen in der Invalidenversicherung. Die Landesversicherungsanstalt Hessen schreibt uns: Das Gesetz über Leistungen und Beiträge in der Jnvalidenversicherung vom 8. April 1927( R. G. BL. 1 G. 98 ff.) hat zu Gunsten der Bersicherten verschiedene Verbesserungen gebracht, bei denen für die Gewährung der neuen Leistungen die Stellung eines entsprechenden Antrags Voraussetzung ist. * Wichtig für Lungenfrante. Die Sprechstunden der Für forgestelle für Lungentrante in der Medizinischen Poliklinik finden nunmehr für die Besucher aus den Landgemeinden des Kreises Gießen jeden Montag- Nachmittag von 1 bis 5 Uhr statt. Lungenfrante und Krantheitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes an die Lungen fürsorgeftelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten. Werbespiel des V. D. A. Anfangs dieser Woche hatte der B. D. A. im Katholischen Vereinshaus das Drama Lothar" von Walter Fler zur Aufführung gebracht und den zahlreichen Besuchern damit ein echtes Werbespiel, das bei allen einen guten Eindrud hinterließ, ge geben. Mit dem Gedicht Dantesschuld von Walter Fler leitete man den Abend ein und ein Schülerorchester, das recht an sprechende Mujit zeigte, füllte die Pausen des Theaterstüdes aus, und als das letzte Musikstüd, der Alte- Kameraden- Marjsch" den Abend beendete, sagte der starte Beifall, daß man allen Besuchern gerecht geworden war. Durch derartige Veranstal tungen dürfte es dem V. D. A. bald gelingen, der guten Sache recht viele neue Freunde zuzuführen. Die Spielleitung des Theaterstückes lag in den bewährten Händen von Dr. Koesberger, der auch mit der Titelrolle, dem Kaisersohn Lothar, gut fertig wurde. Hervorzuheben ist das anmutige Spiel Rolf Habicht als Kaiser Ludwig. Doch auch alle anderen Mitwirkender entledigten sich ihrer Aufgaben sehr zufriedenstellend. Verlangen Sie den hochwertigen Ruhr- Brechkoks Heizkräftigster, sparsamster Brennstoff für ! Zentralheizungen! Erhältl. in allen gröss. Kohlenhandlungen Globin Edel- Schuhkrem Vermögende Dame Geldleder Höhe möchte nach Sleinstadt heiraten. Ehrenhafte Herren senden Offer. ten unt. P 87 D Berlin SW 48, Bostlagert. 79. schnell, Satzungen Mitgliedsbeitragslisten u. alle anderen Formulare hat jederzeit vorrätig Albin Klein Gießen vorm. Wilh. Keller, gegr. 1783 Südanlage 21 Fernspr. 1362 Inserieren diskret d. Finansbüro bringt Gewinn! Görs& Karsten Spandau, Morizzstr. 5. Südporto beilegen. AAA AAA ,, Gießener Zeitung" Aus Nah und Fern. Lang- Göns. Der Bürgermeister Wilhelm Müller V. von hier wurde Ende Februar vom Gießener Schöffengericht wegen Amisunterschlagung und Urkundenfälschung zu drei Monaten und zwei Wochen Gefängnis verurteilt und ihm außerdem die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf drei Jahre abgesprochen. Da der Angeklagte gegen diefes Urteil Berujung einlegte, tat die Staatsanwaltschaft vorsorglich das gleiche. Jetzt hat der Angeklagte seine Berufung und auch die Staatsanwaltschaft die ihre zurüdgenommen. Die Gemeinde steht nun Dor einer neuen Bürgermeisterwahl. Birtlar( Kr. Gießen). Der Schulamtsanwärter Herman Jakobi von hier wurde zum Lehrer an der Volksschule zu Bobenhausen 1, Kreis Büdingen, ernannt. Bingen. In diesem Jahre fann die Hessische Baugewer!- schule Bingen auf ein 30jähriges Bestehen zurüdblicken. Aus diesem Anlas joll an einem noch näher zu bestimmenden Tage eine einfache eier stattfinden. Weglar. Am 4., 5. und 6. Juni findet das 60jährige Jubiläum der Unteroffizierschule Biebrich- Wehlar und das 50jährige Jubiläum der Unteroffiziervorschule Weilburg in Wetzlar statt. Anmeldungen werden umgehend erbeten an den Vorfigenden der Ortsgruppe Weglar, Herrn Keller, Wetzlar, Bahnhofstraße 23. Am 20. und 21. August findet in den Mauern unjerer Stadt die zweite Wiedersehensfeier der ehemaligen Angehörigen des 2. Nassauischen Infanterie- Regiments Nr. 88. Nähere Auskunft durch Kameraden Wiegemeister Hahn, Wet lar, Stadtwage, Bahnhofstraße. Marburg. In der Sigung der Stadtverordnetenversamm lung gab Stadtverordnetenvorsteher Rohde zunächst bekannt, daß die zum Universitätsjubiläum geplante Ausstellung„ Ses fenfunst um ein Jahr verschoben werden muß. Zur Dedung der Kosten für das Universitätsjubiläum wurden 40 000 Mart bewilligt. Vom Büchertisch. Unveröffentlichte Briefe von Gustav Falle enthalten Erinnerungen Erich Scheumanns im Maiheft von Weiter manns Monatsheften. Das mit 89 Bildern ausgestattete Heft enthält neben Novellen von Ernst Wiechert und Ewald Banje die Fortsetzung des Romans ,, Die Wandlung in Schloß Buchen". Von Marburg, das diesen Sommer Tausende von Gästen zur 400- Jahrfeier der Reformation der Stadt und der Gründung Die letzten Moden für den Hoch- Sommer bringt Beyers Mode- Führer Band III: DAMEN MODEN 4 SOMMER 1927 Preis 1,25 M. VERLAG OTTO BEYER LEIPZIG T Lebenskameradin gesucht gut. Charakter, tück tige Hausfrau bevorzugt. Gesucht von wohlhabendem Herrn. Offerten unt. 87, Berlin SW. 48, Bostlagerfarte 79." Ein- Abitur Institut Boltz Ilmenau, Thur la Eideriettikäse 20% 9 Pfd. M. 6.30 franko Dampfkäsefabrik Rendsburg Wie Sie zur See lohnende Stellung erhalten. Kohlenzieher Heizer, Schiffsjungen, und fast alle Berufe. Auskunft erteilt Uebersee Auskunft 2 H.2, Hannover Postfach 403. Mehr als 1200 verschiedene Formulare für Behörden, andere Amtsstellen, für Vereine und Körperschaften, sowie auch für die Geschäfte ständig am Lager Albin Klein, Giessen vormals Wilh. Keller, gegr. 1783 Südanlage 21 Nr. 19. der Universität besuchen werden, erzählt in Wort und Bild ein Auffaz von Dr. Frizz Budde. Alles in allem wieder ein sehr interessantes Heft, in dem man mit Freude lieft und blättert. Metal Aeroplane Construction".- Deutsche Wiedergabe des von Professor Junkers vor den Royal Aeronautical Society in London gehaltenen Vortrages über Metallflugzeugbau. Berlag Deutsche Motor- Zeitschrift 6. m. b. 5., Dresden- A. 19 Preis 1,50.( Boreinsendung) bezw. 1,70.( Nachnahme). Diese Schrift enthält die einzige deutsche Wiedergabe des Vortrages, den Prof. Junkers auf Einladung der englischen Ge sellschaft für Luftfahrt in London gehalten hat und gibt hierin ein anschauliches Bild. ,, Badnerland- Schwarzwald Wegweiser und Hotelführer 1927". Badnerland- Schwarzwald, Odenwald, Nedar, Boden see und Rhein, dieje Namen fennzeichnen das ausgedehnte badische Erholungsgebiet, über das jetzt in neuer Bearbeitung der bekannte„ Wegweiser und Hotelführer" vorliegt. Alles Wi senswerte findet er hier über die einzelnen Bade- und Kur orte, Sommerfrischen und Fremdenstädte. Der Führer kann gegen Einsendung von 20 Pfg.( mit mehrfarbiger Touristen farte zum Preise von 1,-k) franko vom Badischen Verkehrs. verband, Karlsruhe( Postschedtonio 4422 Karlsruhe) bezogen werden. Gie Erscheint: Samstags. Betagspreis 40 Pfg. monatlich frei in Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewah embung nicht verlangter Manuskripte wird 40. Jahrgang Das heil. Defisit nahezu Darmjtdat, 11. Mai. Die heutige Gigung Landtages erhielt ihre besondere Bedeutung du Finanzministers zu dem Boranschlag für 1927 miner erklärte, daß für den Fehlbetrag vo Mart 2 Millionen Mark aus den Ueberschüssen und 5 Millionen Mark von der erwarteten Dedung in Ausſicht ständen. Seit Aufstellung sich manches geändert. Der neue Finanzausg Mehr von 990 000 Mart, Die Krone der billigen Bauweise. Wie spart man beim Hausbau die Hälfte der Kosten? Mit ca. 200 Abb. und Plä nen. 9. verbesserte Auflage v. Friedr. Paur. Preis 6,-Rmt. geb. 8, Rmt.( Porto 30 Pig.) Heimkultur- Verlag, G. m. 6. 5. Detsch Leipfig, Schließfach 20, Bostscheckkonto Frant furt a. 9. 7279. Der neue Boltsbeton, als Heimstätten und praktische Bauweise der Zukunft, für Wohnhaus- und Zwed bauten, gewährleistet durch seine Einfachheit, Billigkeit des Materials selbst, und Ausführung durch billigste Arbeitskräfte nachweislich bis zu 70 Prozent Ersparnisse an Mauerwerks toften. Ein Buch zum Lust und Planmachen, welches wir empfehlen tönnen. Geschäftliches. die Erhöhung der Miete ein Mehr an Sond von nahezu 5 Millionen Mart Jasgesamt stehen den Mehreinnahmen von Mehrausgaben in Höhe von 6 340 000 Mark geg allein 5,6 Millionen Mark für Mehrlasten info Sondergebäudesteuer und 0,74 Millionen Mark gen des Finanzausgleiches). Da sich aus di tellung ein Mehr von ¼ Million Mark ergi dem Voranschlag nur noch ½ Million Mark zu de Der Minister hofft aber, daß von den M des Ausschusses 400 000 Mart, die sachlich un nicht gerechtfertigt seien, nicht genehmigt wür der Fehlbetrag gänzlich gedeckt wird. Der Mi insbesondere gegen die Bewilligungen des Au flärt, daß den Einsparungen des Landtages i insgesamt 2 Millionen Mark ausmachten nur jaches an Mehrausgaben gegenübersteht. D laufenden Einnahmen und Ausgaben beträgt lionen Mart. Ein Ausgleich sei bei Hebun lichen Lage und Stärkung der Steuerkraft d warten. Doch drohe die kommende Besoldungsreform diese Aussichten zunichte zu machen und d Wenn es warm wird, schwindet meist der Appetit zum Essen. Es wäre aber verkehrt, dieser Neigung ihren Lauf zu lassen, denn eine immer größere Mattigkeit würde sich ein stellen. Als außerordentlich wohlschmedend und kräftigend find hier die beliebten Oetker- Puddings am Playze. Dr. Det ters Puddingpulver sind infolge des großen Umsatzes überall stets frisch zu haben. 19 FAHRRADER Jl. Katalog kostenlos mit Garantie. Freilauf. Bereifg., in all Preislagen von M 139.50 an Aushändigung uns. besten Touren- Räder erfolgt bei nur Anzahlg.M 10.Woch.Rte.M 2.50 AUTOFAHRAG G.M.B.H BERLIN SW 68 Alexandrinenstr. Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee. Bad Salzschlirl Laden, beste Lage, Altangesehene event, mit Einrichtung Malzkaffee Fabr.u.Kaffee- Großrösterei zu vermieten. Chemiker Sack. 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Ab det sich stark polemisierend gegen das Vorgeh parteien. Es sei jetzt an den Amtssteller Blank( 3tr.) erklärt, daß Hessen für die Siedlung mehr tun müsse. Redner fordert F baues, dessen Existenzbedingungen durch d cußerordentlich eingeengt seien, Herabsegun der Weg dazu. Abg. Glaser( BB.) erklärt der Realsteuern eine Verpflichtung sei, der si jiehen könne. Der Druck der Steuern mache wirten eine Existenz unmöglich. Die Ant bundes, die seit Jahren auf eine wirksame jelten, seien immer wieder abgelehnt wor Breußen und Walde Anfang dieses Monats fand im preußis rium eine Besprechung über die zukünftige Haltung Waldecks statt, bei der preußischer ministerium, das Innen-, Finanz-, Kultus aftsministerium vertreten waren, währen Landesdirektor mit zwei Dezernenten sowie Landes: und Verfassungsausschusses erschie eingehender Aussprache, in der besonders aud beds für den Fall eines späteren Anschlus den, erlärte der Sigungsleiter, Ministeria daß Pressen bereit sein würde, mit Walded ren Staatsvertrag auf die Dauer von eins zuschließen, in dem auch die näheren Beding teren Anschluß an Breußen festgelegt werde jeung sei jedoch, daß gleichzeitig in diesem würde, daß nach Ablauf des Vertrages M en Breußen anzuschließen. Nachdem namer Bertung Landtagspräsident Waldschmidt dingung als Novum bezeichnet hatte, über nicht abgegeben werden könne, einigte man nächst diese Vorfrage durch Fühlungnahme ijchen Boll und den Parteien geklärt werden lichen Schritte hierfür sind bereits eingelei Drucksachen Albin Klein bei Interessantes aus Me Auf Veranlassung der Demotr Barteien des Meklenburger Landtag tivgesetz- Entwurf eingebracht, der sich terparteien richtet. Denn nach dies jeder Wahlvorschlag von mindestens a