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Die sozialdemokratischen Agitationsanträge auf Asschaf fung der Zuchthausstrafe wurden abgelehnt. * Im hessischen Wahlkampf bekennt der Zentrumsabgeordnete Wirth sich als politischer Gegner der Zentrumsminister Marg und Brauns. Jn 6 Bezirken in Niedersachen, in denen 16 Vertrauens: und 32 Ersagmänner der Angestelltenversicherung zu wählen waren, entfielen auf den D. H. V. 9 Vertrauens. und 21 Ersagmänner, auf den G. D. A. 7 Vertrauens, und 11 Ersagmänner. Der so: zialdemokratische Asa- Bund ging leer aus. Die von einigen Blättern gebrachten Butschabsichten der Sozialdemokraten in Wien, die von Italien wohlwollend ge= dedt werden sollten, werden aus Wien zum Teil sehr scharf dementiert. Seit gestern streifen die Eisenbahner in der Tschechoslowakei. Der Fuchs"-Standal in der hessischen Regierung. Der Regierungsrat im hessischen Ministerium des Innern, August Fuchs in Darmstadt, wurde wegen Verdacht des Landesverrats von seinem Amte enthoben. Bei Festnahme von zweifelhaften Frauenspersonen, die lebhaften Verkehr mit Franzosen hatte, fand man verdächtiges Material über das deutsche Polizeiwefen usw. - Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Boftshedfonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 5. November 1927 Der deutsche Botschafter für U. S. A. ernannt. Herr von Brittwig und Gaffron ist zum Botschafter von Washington ernannt. Dr. jur. Friedrich von Prittwith und Gaffron wurde am 1. September 1884 als ältester Sohn des töniglich preußischen Obersten Mag von Prittwik und Gaffron in Stuttgart geboren. Nach vollendetem rechtswissenschaftlichem Studium wandte er sich der diplomatischen Laufbahn zu, kam vor dem Kriege zu den Botschaften in Washington und Petersburg und war in der letzten Zeit im Kriege in der Reichskanzlei tätig. 1920 fam er als Konsul nach Triest und 1921 als Botschaftsrat zur deutschen Botschaft in Rom. Er vermählte sich 1920 mit Marie Luise Gräfin Strachwih. In Washington begrüßt man die Ernennung von Prittwit und Gaffron zum deutschen Botschafter in Amerika und gibt der Hoffnung Ausdrud, Prittwit möge den Fußstapfen seines Vorgängers folgen und sich abseits der Routine eines Kar riere Diplomaten" halten, dafür aber mehr persönliche Qualitäten mitbringen. Nach der„ Hessischen Landeszeitung" wurde die hessische Regierung durch das Eingreifen des Reichsanwalts, der sich in einem energischen Schreiben an die hess. Regierung wandte, erst gezwungen, sich mit dem Fall Fuchs zu beschäftigen u. Fuchs vor= läufig seines Amtes zu entheben. Für die hessische Reglerung ist die Affäre, so furz vor den Wahlen, außerordentlich peinlich. Wie verlautet, soll wegen des Falles Fuchs in Darmstadt schon eine sehr aufgeregte Kabinettsjigung stattgefunden haben. Ueberlassen wir die Klärung dieser Angelegenheit ruhig den dazu berufenen Instanzen und begnügen wir uns mit dem, was dieser Fall ansonsten noch an Interessantem lehrt. Wenn man bis vor Jahren noch glaubte, das Land der ungeahnten Möglichkeiten sei jenseits des großen Teiches, so beweist dieser Fall, daß das kaum noch stimmt auch hier ist alles möglich. Das beweist der Fall des Herrn Regierungsrat Fuchs, Referent über das Polizeiwesen im Hessischen Innenministerium. Fuchs besuchte die Volksschule, kam dann an das Kreisamt Mainz, er wurde dann Bürgermeistersekretär in Gonsenheim und war dann Kreiswohlfahrtsinspektor in Dieburg. Früher war Fuchs nationalliberal. Erst beim Umsturz wurde er über Nacht Sozialdemokrat. Die Revolution trug dann, wie so viele andere, auch Fuchs empor bis in den Bereich einer höchsten Staatsbehörde, nämlich in das hessische Ministerium des In nern und zwar als Polizeirat, obwohl er nie im Polizeidienst vorher tätig war. Den Krieg hatte Fuchs als„ Heimkrieger" im sicheren Bezirk der Wohlfahrtspflege gut überstanden. Im Ministerium des Innern blieb Fuchs zuletzt als Regierungsrat und Referent für das Polizeiwesen bis zu seiner jetzigen vorläufigen Enthebung vom Amt. Gegen die Tätigkeit des Fuchs im Ministerium wurden unzählige Klagen laut, die sich dagegen wandten, daß F. bei Personalfragen immer seine Hand im Spiele habe und dafür sorgte, daß nur Parteimänner in beffere Stellen gelangten, während alte, befähigte und erprobte Polizeibeamte rüdsichtslos übergangen wurden. Durch die Reihen dieser Polizeibeamten ging es bei der Nachricht von der Suspen= dierung des F. wie ein Aufatmen. 5 Jahre Botschafter in Moskau. Graf Broddorff- Rangau blidte am 5. November auf eine fünfjährige Tätigkeit als deutscher Botschafter in Moskau zurüd. Tschitscherin gab anläßlich dieses Jubiläums am Vorabend ein Diner zu Ehren Broddorff- Rangaus für die Botschaft und die Presse. Wie wir hören, soll der Posten des Fuchs, der an und für sich schon überflüssig ist, wiederum, und zwar von einem Sozialdemokraten, besetzt werden. Als„ Favorit" gilt ein Bewerber, der bis 1919 Fuhrmann war, dann Schupo wurde und wegen seiner gewerkschaftlichen Verdienste nach Darmstadt berufen wurde. Die Beamtenbesoldung. Berlin. Der Haushaltungsausschuß des Reichstages hat endlich die Verhandlungen über die eigentliche Besoldungsvor lage begonnen. Dabei zeigte sich, daß die Zahl der Schwierigteiten sich immer mehrt. Der Bayrische Bauernbund fordert die Zurüdziehung der Besoldungsvorlage und eine neue Vorlage, die die unteren Beamten allein berücksichtigt. Daneben hat ein führender Sozialdemokrat aus dem Preußischen Landtag in dem Blatt des sozialistischen Allgemeinen Deutschen Beamtenbundes" den Vorschlag gemacht, man solle überhaupt nur prozentuale Zuschläge geben und keine Reform der gesamten Besoldungsordnung vornehmen. Es ist interessant, daß im Zentrum bis vor kurzem ähnliche Auffassungen vorhanden waren. Diese Auffassung war hauptsächlich im Reichstagszentrum vorhanden. Das Landtagszentrum dagegen wollte eine endgültige Reform der Beamtenbesoldung. Hessen gegen den Schulgesetentwurf. Berlin. Im Bildungsausschuß des Reichstags ließ die hessische Regierung erklären, daß sie den Schulgesetentwurf ablehne, weil er verfassungswidrig sei. Die Gemeinschaftsschule müsse durch positive Bestimmungen tatsächlich zur Regelschule gemacht werden. Die Definition des geordneten Schulbetriebes müsse den Ländern überlassen werden. Die Mehrkosten seien gerade für ein Simultanschulland mit sehr starker Mischung der Konfessionen sehr hoch. Hessen müsse darauf bestehen, daß sie in vollem Umfang vom Reich getragen würden. Um die Todesstrafe. In der letzten Sigung des Strafrechtsausschusses des Reichstages wurde über den endgültigen Antrag der Sozialdemokra ten abgestimmt, im neuen Strafgesetzbuch die Todesstrafe zu streichen. Der Antrag wurde mit 17 gegen 11 Stimmen abgelehnt. Eisenbahntariserhöhungen? ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lofal 12 Pfg, die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 45 Stuttgart- Mannheim- Kaiserslautern Saarbrüden, Düssel dorf- Köln- Trier- Saarbrüden. Im Zusammenhang mit der Genehmigung dieser Linien steht die grundsätzliche Erlaubnis der Rheinlandkommission zur Errichtung von Landungsplätzen bei Koblenz und Kaiserslautern.( Endlich!) Gemeindewahlen in England. In 33 englischen Stadtgemeinden fanden am Sonntag Wahlen für den Gemeinderat statt. Die Wahl endigte mit einem erheblichen Gewinn der Arbeiterpartei und einem Verlust der Konservativen. Mustapha Kemal wieder Präsident der Türkei. Die Nationalversammlung in Angora ist heute zu ihrer dritten Session zusammengetreten. Riazim Pascha wurde zum Präsidenten der Versammlung und Mustapha Kemal Pascha mit Einstimmigkeit zum Präsidenten der Republik wiederge ! wählt. Die Gerüchte, daß anläßlich der Beamtenbesoldungserhö hung bei der Reichsbahn die Tarife herausgesetzt werden sollen, wollen nicht aufhören. Zwar will der Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbahn, wie bekannt gegeben, im laufenden Jahre feine Tariferhöhung beantragen, doch und hierin erblickt man in interessierten Kreisen das Gefahrenmoment lehnt die Reichsbahn es ab, diese Zusage auch nur für einen Tag über das alte Jahr hinaus aufrecht zu erhalten. Was haben wir also zum 1. Januar 1928 oder 1. April nächsten Jahres zu erwarten? Wir würden in einer Steigerung der Bahntarife eine ges radezu unheilvolle wirtschaftliche Maßnahme sehen, die das Signal wäre zu einer allgemeinen Teuerungswelle. Entweder muß die Bahnverwaltung aus sich selbst heraus eine beruhigende Erklärung geben, oder das Reichsfinanzministerium tommt nicht darum herum, zu diesem dunklen Punkte einige aufklärende Worte zu sagen. Aussperrungen in der Tabakindustrie. Als erste Antwort auf die in Deutschland ausgebrochenen Streits der Zigarrenarbeiter in den Bezirken Hamburg, Bremen, Westfalen, Sachsen und Schlesien auch hier wird zum Teil gestreift tommt aus Halle folgende Meldung: Infolge der seit einiger Zeit im Freistaat Sachsen in der Tabatindustrie auftretenden Streits hat die gesamte mitteldeutsche Tabakindustrie die Generalaussperrung der Tabatarbeiter beschlossen. Auf dem Eichsfelde allein werden von dieser Maßnahme etwa 7000 Arbeiter betroffen. Verkehrsflieger im besetzten Gebiet. Nach einem Schreiben der Rheinlandtommission ist der deutschen Lufthansa die Genehmigung erteilt worden, das beletzte Gebiet auf folgenden Linien zu überfliegen: FrankfurtSaarbrüden, München- Stuttgart, Karlsruhe Saarbrüden, Bessere Einreise Gelegenheit in die Türkei. Nach der Bekanntmachung vom 25. Juli 1927 ist der deutsch- türkische Han delsvertrag am 22. Juli 1927 in Kraft getreten. Von diesem Tage an gilt als Ausweis für Handelsreisende usw. im Verfehr zwischen Deutschland und der Türkei gemäß Artikel 6 des Vertrags die Gewerbelegitimationskarte nach dem im internationalen Abkommen zur Vereinfachung der Zollförmlichkeiten vom 3. November 1925 vorgesehenen Muster. Gemäß Artikel 7 des Vertrags genügt für Staatsangehörige eines der vertragsschließenden Teile, die sich zu Messen oder Märkten begeben, um dort ihren Handel auszuüben, eine Identitätskarte. Die Karten werden auf Antrag von den Kreisämtern ausgestellt. Lokales. Sonntagsgedanken. Sonntag war's. Jch stand im hohen mächtigen Dome. Ein Priestergreis in weißen Silberhaaren führte seine Gemeinde durch das Reich der Toten über die Sternenstraße zum ewigen Lichte. Andächtig lauschten die vielen Beter dem Seelenführer. Seine Worte flingen mir heute noch nach: Einmal wird's sein. Die Gloden werden läuten zum jüngsten Tage, so laut, so schwer, so bang. Einmal wird's sein. Posaunenruf wedt die Toten wach in ihren Gräbern. Und dann steigt es empor aus dunkler Erde, aus blutgetränktem Schlachtfelde, aus den Tiefen des Ozeans, aus verborgenen Gräbern, die das Verbrechen grub, aus Blumenhügeln und aus heiligen Domen. Das tote Volk. Die einen licht und klar wie Demant, die andern finster wie die Nacht. Dann werden sich die Toten suchen, die auf Erden sich gesucht und sich geflohen. Sag an, wen suchst dann du?- Du Vater, du Mutter?- Habt ihr die Brüden gebaut für die, die ihr suchet, die Brücken, auf der die Seligen ziehen in Gottes ewiges Land? Und du Kind, wirst du den Vater, die Mutter wiederfinden, deren Worte dir so oft den Weg gezeigt zur Heimat? Jenen Weg, den junge Füße oft verschmähen, die dann vom Irregehen wund gewandert in alten Tagen auf ihn einlenken. An diesem großen Tage werden dir viele begegnen, auch die, die du auf Erden nicht fennen wolltest. Auch der kommt die breite Straße, der die verklagt, daß du eine Menschenseele die Schwingen gebrochen Aber auch andere suchen dich, denen du ein guter Führer warst. Und reine Seelen werden sich um dich scharen, die sich von dir die Kraft zur Reinheit geholt. Da wird ein Kind dich den letzten Rest des Weges führen, dem du ihm einst gezeigt; ba wird ein Bettler stehen, um dir zu danken, ein altes Mütterlein, dem du die Stütze warst; da stehen alle die Kinder einsti ger Not und deden mit dem warmen Kleid, das du ihnen ge spendet, deine Sünden zu. Sorget, daß viele einst um euch stehen, die dann mit euch auf goldenen Sternenstraßen ziehen ins Land der Ewigkeit. Vom Willi Fix und Hannes Schlau. Guten Tag, lieber Willi, nimms mir nicht übel, aber ich habe ein paar wichtige Besorgungen zu machen. Komm, wenn wir auch schneller gehen müssen als sonst, Du fannst mich doch ein Etüdchen begleiten. Na, ich tomm schon mit! Nun lauf nur nicht so! Was ist denn mit Dir los, fannst Du Dir denn Deine Zeit nicht besser einteilen! Nein, heute gehts beim besten Willen nicht anders. Du mußt bedenten, ich will heute abend noch zu einer Wahlverjammlung, man muß doch hören, was jetzt politisch eigentlich gespielt wird. Aber Hannes, machst Du diesen Unfug denn tatsächlich noch immer mit, glaubst Du denn noch, was Dir dort erzählt wird? Samstag, den 5. November 1927. Glaubst Du es noch?... Ich schon lange nicht mehr. Ich will mit dem ganzen Kram nichts mehr zu tun haben. Go- so- haha, wenn man Dich so reden hört Du bist doch der reinste Typ des Spießbürgers nach dem Motto: Loaẞt mir mei Ruh! Nein, hingehen mußt Du in jede Versammlung. Aus allem Gehörten bildest Du Dir eine Meinung, der Du dann durch Deine Stimmabgabe Ausdrud gibst. Und das darf man nicht versäumen, wenn man- verzeih' den harten Ausbrud nicht zum Verräter an der bürgerlichen Sache werden will. Gieh, wie wir hier so durch die Straßen laufen, dort eben noch auf dem Kreuzplatz den Geschäftsumbau der Firma Mettenheimer, oder sich die Umbauten von Firmen wie Bette, Karl Nomad und vielen anderen. Glaubst Du, daß dieser Wohlstand, dieses Aufblühen von Handel und Verkehr in Gießen oder in Hessen, trotz aller Steuern und Abgaben, die gerade die augenblickliche Regierung so gerne auf die Schultern von Handel und Gewerbe abwälzt, glaubst Du, daß dieser langjame Anstieg von Dauer sein wird, wenn der Bürger, wie Du am Wahltage, schläft? Hm, warte mal... Du, ich geh' heute abend mit Dir. So zeig' ich Dir wohl am besten, daß Du recht hast. So ist recht, alter Schwede! Weißt, Du, Hannes, was ich Dich eigentlich fragen wollte. Hör', am 16. November ist in Deutschland mit Ausnahme Hessens, Buß- und Bettag, ein Tag, an dem die Menschen in stiller Einkehr einmal auf alle Vergnügungen verzichten sollen. Wie peinlich muß es einen religiösen Menschen da doch berühren, wenn offizielle Körperschaften in richtiger Geschäftemacherei sich hier an der Landesgrenze hergeben, einen sogenannten Ber tehrstag inszenieren mit Varieté, Gala- Borstellungen, heissajuchhei mit Boltsbeluftigungen aller Art mit Spekulation, nicht weit von hier ist Buß- und Bettag, da ,, ist dort nichts los". Wir machen's hier aber hier wird was geboten hier bleibt's Geld! Ja, Willi, da brauch' man nicht lange zu überlegen, ob's recht oder unrecht ist. Aber tomm, wir fönnen uns heute nicht folange im Schnad aufhalten, ich habe hier zu tun. Leb' wohl denn, bis heute abend! - - * Ein großer Berkehrstag ist für den 16. November geplant. Das Stadttheater wird zwei Vorstellungen geben, das Lichtspielhaus in der Bahnhofstraße wird eine Glanznummer mit Konzert veranstalten, und in den Kaffeehäusern werden verstärkte Musikkapellen spielen. Geplant sind ferner: eine große Tierschau auf dem Oswaldsgarten, ein Varieté im Kaffee Leib und Platzkonzerte in den Anlagen. Der Verkehrsverein wird. mit der Postbehörde zweds Einrichtung, bezw. Verstärkung der Autolinien in Verbindung treten, um alle Gäste abends wie11 Gießener Zeitung" * Die 15. Hessische Landes- Verbands: und allgemeine Ge flügelausstellung ist für den 26. und 27. November festgelegt. Damit verbindet dere hiesige Geflügel- u. Vogelzuchtverein sein 30jähriges Stiftungsfest. Als Ausstellungsraum dient die Volts: halle, die Platz für 3000 Tiere hat. Zu der allgemeinen Ausstellung sind Züchter aus ganz Deutschland zugelassen. Die Ausstellung, zu der die Anmeldungen sehr zahlreich einlaufen, foll Zeugnis ablegen von dem Stand der Geflügelzucht in Hesjen. Die staatlichen und städtischen Behörden haben weitgehendste Unterstützung zugesagt. Bedeutende Geldpreise und zahlreiche Ehrenpreise stehen zu ihrer Verfügung. * Das 90jährige Jubiläum des Gesangvereins„ Liederkranz" fand letzten Sonntag im großen Rahmen und in Anwesenheit der Vertreter der städtischen und staatlichen Behörden, darunter Provinzialdirektor Graef, statt. Der Verein yahm Sonntag Dormittag am Gottesdienst teil und veranstaltete nachmittags ein stark besuchtes Jubiläumskonzert. Der Gesangverein„ Liederkranz" wurde 1837 gegründet und ist der älteste Gießener Gesangverein. 1897 erhielt er aus Anlaß seines 60jährigen Jubiläums das Silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmütigen. Vorsitzender des Vereins ist Lehrer Gg. Kling. * Auf dem heutigen Wochenmarkt wurden folgende Preise gefordert: Aepfel 8-20, Birnen 10-20, Weintrauben 40-90, Kartoffeln 0,05, im 3tr. 4,50-4,80, Weißtraut 6, Wirsing 10, Rosenkohl 50, Rottraut 15, Kohlrabi 5-6, Endivien 10, Gelbe Rüben 9-10, Blumenkohl 1,50, Spinat 25, Zwiebel 15, Tomaten 40-50, Eier 17, Hühner 1,- bis 1,10, Gänse 1,10, Schellfijch 30-40 Pfg. * Unrentable Gänsemast. Während mancher Gänsehalter in seiner Gänsemast recht erfreuliche Ergebnisse zu verzeichnen hat, will es bei den andern zu feinem Erfolg kommen. Die Ursache dafür weiß man gewöhnlich nicht zu ergründen. Zur Einstellung auf Mast-, ganz gleich ob zur Freimast oder zur Zwangs( Käfig-) Mast, eignen sich nur Tiere mit vollständigem Gefieder, also nur solche, welche entweder überhaupt nicht gerupft waren, oder solche, bei denen die entnommene Federmenge vol!- auf wieder ergänzt ist. Bis dahin hilft noch kein Mäften, denn das dargebotene Futter gilt nur als Aufbaufutter für das verlorene Federkleid und noch nicht als Mastfutter. Es ist also der Mastzustand auch erst von dieser Zeit ab zu rechnen. Dann wird auch hier die Rechnung stimmen und das Ergebnis erfreulicher ſein. der heimbefördern zu können. Auch die hiesigen Ladeninhaberarum ewig in Miete wohnen? werden sich an dem Verkehrstag beteiligen und ihre Schaufenster besonders ausgestalten. * Die Markusgemeinde begeht am Sonntag in der Turnhalle am Oswaldsgarten ihre Gemeindefeier. Eine reiche Auswahl von praktischen Sachen, die von dem Frauenverein gearbeitet wurden, steht von vormittags 11 Uhr an zum Verkauf. Der Erlös ist, wie in früheren Jahren, für die WeihnachtsbeWenn man durch Erwerb eines Bausparbriefes der G. d. J. für das Geld, das man sonst jabrlich an Miete jablt, fich ein freies Eigenbeim Schaffen kann. Unkündbares Baugeld schon ju 4% 3ins. Sicherster Weg, um je nach den Leistungen des Sparers in kürzerer oder längerer Zeit, u. U. fchon in 1%, bis 2 Jahren, zum Eigenheim zu gelangen. Frage an bei der Bauspark alle der Gemeinschaft der Freunde, Wüstenrot, Württ. Sofortige Darleben werden nicht gegeben. scherung an Bedürftige, Konfirmandenbeihilfe und sonstige o Jeder Familie ein Eigenheim? ziale Fürsorge bestimmt. Auch das Programm der Nachmit tagsfeier verspricht viel Schönes und Interessantes, so daß jedermann der Besuch warm empfohlen werden kann. * Ein großzügiges Um- und Erweiterungsprojekt der Gieße= ner Bahnhofsverhältnisse wird zur Zeit wieder in Erwägung gezogen. Güter- und Personenverkehr sind derartig im Steigen begriffen, daß die betrieblichen Verhältnisse nicht mehr ausreichen. Güterbahnhof, Rangierbahnhof, die Viehrampen, alles ist viel zu eng, sodaß öfters Stodungen eintreten. Im Personenbahnhof und bei der Eilgutabfertigung sind die Verhältnisse auf die Dauer unhaltbar, Eilgutabfertigung und Umladestelle sollen anderswo untergebracht werden. Es wird nun in Erwägung gezogen, die Um- und Erweiterungsbauten mit dem geplanten städtischen Viehhof, zu welchem die Stadtverordnetenversammlung bereits 800 000 M bewilligt hat, in Verbindung zu bringen. Die Anzahl der Sammelgleise will man um etwa 30 vermehren. Gewaltige Erdbewegungen, Beseitigung von Gebäuden und Lagerplätzen zwischen dem Bahnkörper und der Lahn, die Errichtung einer Lahnbrücke, womöglich eine Verlegung des Lahnbettes, wobei man auf das kommende Lahnkanalisation Rücksicht nehmen muß, würden dazu notwendig sein. Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 8. Fortsetzung. Zu Häupten schien ein Bahnzug auf locerem Schienenbett zu rollen. Granaten heulten dort. Dann schlug zehn Schritt vor ihm eine in den Schnee. Da war er wach, aber auch gelähmt wie die Eidechse unter Schlangenblic. Seine starren Augen sahen deutlich das Geschoß mit blankem Kupferring noch aus der Erde ragen. Die Lippen versuchten unwillkürlich zu zählen: eins zwei doch lösten sich zu befreitem Atmen, denn einen Blindgänger glaubte er vor sich. Da mit neuem Donnertrachen spritzten Schnee und Erde auf. Das Reißen und Kladern von Splittern surrte mit scharfem Pfeifen. Schnell duckte er sich an die falte Erde. Das Kladern schwieg. Er lebte und konnte wieder sich des Ueberdauerns freuen. Schnell griff er zum Gewehr. Als er später den heißen Lauf in den Schnee finten ließen, war die Försterei ein wirrer Haufen schwelender und kohlender Balken. Schwaden von Staub und Rauch hingen in roter Lohe. Prasselnd und knatternd zischten spitze Flammen zu den Bäumen auf oder sprangen wie Kaken zum Dach der Scheune hinüber, frochen wie Schlangen über das Strohdach und ledten wie breite Zungen am Solz des Stalles. Die rotbraunen Gesichter der Nachbarn verzerrte Wut. Grimmig hart warfen die steifen Hände die Schlösser herum und drückten Patronenrahmen hinein. Das Pfeifen der Geschoffe, das Heulen der Granaten seuste über die geoudt n Röpfe, bis ein neues Lärmen aufhorchen ließ. Mit dumipfem ..rod, rod, rod" fegte die Bleibrause aus russischen Maschinen gewehren von rechts die dünne graue Linie ab. Näher sanfen alle Köpfe der Erde, und schneller schlugen alle Herzen. Alle Lippen zählten gewiß die Gefunden, bis ein Schlag an den Kopf, ein Stich in die Schultern tam. Dicht über sein Stoppelhaar zischte Blei. Links von ihm schlug es ein. Dann war auc) im lärmenden Brüllen des Kampfes ein Schweigen der Ma: schinengewehre zu spüren. Köpfe hoben, Arme und Beine regten sich. Durch seine Glieder rann mit Zittern warmes Be hagen. Er lebte und freute wirklich sich des Daseins. Wie nach langem Schlummer verstand er allmählich, was die Augen fahen. Dicht vor ihm hatten Granaten die zerwühlte Erde des weißen Leichentuches entfleidet und drüben liefen Er die Russen an. Der Hauptmann brüllte schon Befehle. trächte sie weiter, ehe er das Gewehr an die rechte Backe riß. Polterndes Brasseln betäubte die Ohren. Der scharfe Geruch Jn 2 Jahren an 1922 Bausparer 31,6 Mill. RM. jugeteilt Man schreibt uns: Neue Baugeldverteilung der Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot. Bei der in diesen Tagen durch die Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot( Württemberg) erfolgten neuen Baugeldzuteilung wurden für 279 Bausparer nahezu 4,5 Millionen Reichsmark Baugelder zur Verfügung gestellt. Das ist die größte Summe, die bisher auf einmal von der Gemeinschaft der Freunde bereit gestellt wurde, so daß jetzt im ganzen in der kurzen Zeit von 2½ Jahren über 31,5 Millionen Reichsmark Baugelder an 1922 Bausparer zur Verteilung gelangten. Zur Zeit verfügt die G. d. F. über ein Barkapital von weit über 10% Millionen Reichsmart, die für die schon früher und die jetzt zugeteilten Bausparer auf Abruf zur Verfügung stehen. Die Selbsthilfe im Wohnungsbau, wie sie durch die Gemeinschaft der Freunde vertreten wird, kann mit diesen 31,5 Millionen Reichsmark immerhin einen bedeutenden Erfolg verzeichnen. von brennendem Pulver beizte die Nase. Des Feindes Angriff brach nieder. Viele, viele dunkle Flecke lagen auf weißem Schnee hinter der erdfarbenen Linie. Doch zur Linken rannte gegen die Flante des Bataillons ein anderer, dichter, tiefer Schwarm mit barbarisch rauhem ,, Urra!", das laut ins Kam pfeslärmen schlug. Dort drohte Umklammerung! Besorgt sah er zurück. Aber durch die kahlen Stämme schritt als wohl lette Kompagnie die des Grenadierregiments der Division in breiter Front dem linken Flügel zu. Weit griffen der Riesen lange Beine aus. Vor den rechten Schultern blinkten die Bajonette. Die Augen drohten groß und rund. Im Weg stand, breitbeinig in schweren Reiterstiefeln unter grauem Pelzrock, der Vater ein Hüne, breiter und größer noch als die Grenadiere! Zorn oder Hohn träufelte die Lippen unter der Hakennase. Wie Borsten standen die Brauen über lodernden Augen vom Kopf. So sah wohl der vor dem Dschun gel gestellte Löwe auf seine Jäger. Die Kompagnie war neben ihm. Er riß den Säbel aus der Scheide: ,, Grenadiere!" In Hallendem Hurra starben seine Worte. Des deutschen Schlachtrufs Donnern riß von den Bäumen Schnee, der langfam niederschwebte. Die Seele eines Heeres und Volkes sprach aus dem Schrei. Er trug des Deutschen in vierzig Friedensjahren schwer bezähmte Wut und der Germanen alte Freude am Kampf mit blanter Waffe. Ein kleines Häuflein rief ihn, und doch ein deutsches Häuflein, das dem Feind entgegenschritt als Bild des Voltes, das aller Völker Macht und Haß nicht scheute und einer Welt fühn trogen wollte. Als da auch der General, ein Jüngling unter grauen Haaren, mit froh verklärter Miene sein siegesfrohes Hurra Das war der Vater, jauchzte, stimmte Werner jubelnd ein. wie einst der Knabe ihn in Schlachten träumte. Ein Gott den Seinen und dem Sohne, ging er voran den Grenadieren!- Doch der Hühne taumelte, griff zur Brust, schlug schwer und lang zur Erde. Die Wui aus rachetrunkenen Kehlen brüllte über ihn dem Feinde entgegen! ..Herr Leutnant!" Auch vorn lief der Gegner wieder an. Feuer schlug ihm ins Gesicht. Der Russe blieb im Lauf und tam heran. Dann sprang der Hauptmann auf die Füße. Ins Hurra der Grenadiere schlug das der Musketiere. Wie ihre Väter an der Katzbach fingen fie des Feindes Stoß mit Kolben auf. Da wich der Slawe dem Germanen, und Stille fiel aufs Waffenfeld. Kaum hallten Schüsse noch. Leutnant v. Drewitz zum Herrn Major!" Er ging und jah Scholz, einen Sanitätsoffizier, Suklarn und Kumm beim Aus Nah und Fern. Kirchenrenovierungen in Oberhessen. Nr. 45. Viele Kirchengemeinden in Oberhessen lassen es sich angelegen sein, ihre Dorfkirchen, an denen lange Jahre nur die wichtigsten Unterhaltungsarbeiten durchgeführt werden konnten, zur Zeit gründlich zu renovieren. So ist vor allem die bekannte Bergkirche in Eichelsdorf im hohen Vogelsberg einer gründlichen Wiederherstellung unterworfen worden. Die Kanzel der Kirche muß als ein besonders wertvolles Dokument alter Handwerksfunft bezeichnet werden. Auch die Wiederherstellungsarbeiten der Kirche zu Klein- Linden sind beendigt worden. Die Renovierung geschah nach Angaben des Baurats Kuhlmann und des Bauinspektors Bidelhaupt, beide aus Gießen. Die Innenbe malung hinterläßt einen würdigen Eindrud. Die Klein- Lindener Kirche wurde erst im Jahre 1866 errichtet. In vollem Gange find noch die Renovierungsarbeiten der Kirche zu Reinhardshain. Man glaubt jedoch, daß die Arbeiten in Kürze ihrer Beendigung entgegengehen werden. Samstag, den 5. November 1 Langenbach. Cine originelle Me Hi Haiger shellte der Ortsdiener nac men Bekanntmachungen folgendes au margen ihr Geld nach Saiger zum M en hiermit gebeten, erst ihre Schulder ten zu bezahlen!" Soffentlich hat annichaft Erfolg gebracht. Marburg. In die hiesige fatholi ben. Gestohlen wurde der Opferst Dillenburg. Ein Großfeuer vern Ebersbach vier Wohnhäuser und ie Wirtschaftsgebäude. Auch zah inen fielen dem Feuer zum Opfe find 30 Personen obdachlos gewo Sillenburg. Zwischen den Station bat die Lokomotive eines Perso Paul aus Udersdorf erfaßt un Sit verheiratet und hat zwei Kin seitenſtein b. Biedenkopf. Hier sti feier auf dem Friedhof ein Grabstei Kinde beide Beine Mainzlar. Am Dienstag wurde der Arbeiter Beder im Walzwerkbetriebe der Firma Scheidhauer& Gießing von einer Transmission erfaßt. Mit einem Unterschenkelbruch wurde er in die Chirurgische Klinik nach Gießen eingeliefert. Lich. Stiftspfarrer Schorlemmer wurde auf dem Deutschen Hochkirchentag in Berlin einstimmig zum verantwortlichen ersten Schriftleiter der Hochkirche" gewählt. Die Hochkirche" ge hört zu den führenden Organen auf dem Gebiete der evangeli schen liturgischen Wissenschaft. Eine unglaubliche Rohheit. Wie het wird, hat dort ein junger Bursa Seine abgeschnitten, um sich der Fußring Tat ließ der Rohling die Tiere wied Surfhen wurde ein Strafverfahren eing Neustadt. Kinder- Quälerei. Der s Böhmen gebürtig, hat sein 5 Jahre Ungehorsam bestraft, und zwar mußte besten Seinen auf ein Kartoffelreibe murde außerdem mit einem starten höl geslagen. P. hat sich jetzt vor Gerich einer Berteidigung gab er an, daß er on feinem Vater in dieser Weise gestro diefe Strafmethode in seiner Heimat ü tannte auf eine Gefängnisstrafe von Saajen. Am Mittwoch früh verunglüdte auf dem Bahnhof in Saasen der Arbeiter Karl Jakob, der von der Lokomotive des Zuges nach Gießen erfaßt und überfahren wurde. Er war auf der Stelle tot. Der Verunglüdte ist 38 Jahre alt. Er litt an epileptischen Anfällen und dürfte in einem solchen Anfall vor die Maschine des Zuges gefallen sein. Der Verunglückte hinterläßt eine Frau und vier Kinder. Kesselbach. Der Betrieb in den Main- Weser- Basaltwerken in Kesselbach, der vor einer Woche wegen Eröffnung des Konfursverfahrens über das Werk unterbrochen wurde, ist wieder aufgenommen worden. Grünberg. Der Gemeinderat beschloß, die Gemeinde Grünberg gewährt teine höhere Aufwertung als 12% Prozent, damit die schon sehr hohen steuerlichen Belastungen nicht noch mehr anwachsen. Obbornhofen. Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung den Bau einer Wasserleitung beschlossen. Bohl- Göns, ein Ort mit 700 Einwohnern, fann melden, daß ein Jahr lang teiner seiner Einwohner starb. Ein seltener Fall. Büdingen. Die Witwe Konrad Kaul II. in Bindsachsen konnte bei vollster Gesundheit ihren 88. Geburtstag begehen. Der Ehemann ist der alten Frau im Jahre 1899 im Tode vor ausgegangen. Der Ehe sind 10 Kinder entsprossen, die sämtlich noch leben. Von diesen stammen wieder 53 Entel und 57 Ur enkel ab, so daß also die gesamte Familie 110 Köpfe start ist. Familientragödie im R Seit einiger Zeit wohnt in dem Ha Frankfurt a. M. der Eisenbahnarbeiter Jeiner Frau und drei Kindern, einem tmund zwei Knaben im Alter von 1% Samstag abend bemertten die Mitbewo Wohnung des Dedert einen starten Gc ung verschlossen war, benachrichtigte Sumter schlug die Scheiben des Küchen er von innen und stieg in die Küch Erau mit ihren drei Kindern tot In der jungen Frau Deckert bildet d langen Dulderlebens und stillen Mc burt des ältesten Jungen mißhandelte perlich und noch mehr seelisch. Den Eisenbahnrottenarbeiter erhielt, verbr für sich und seine Geliebten. Kinder Die schlimmsten Zeiten begannen vo mit einer im gleichen Hause wohnen Frau anbändelte: Als Frau Dedert Wirtschaft bei Schmaus und Trank prügelt und von dem Manne mit der ihr nicht mehr lange!" fortgejagt. nachmittag auf der Polizei ihre Nöt Sie ging nach der Wohnung zurüc alle Kleider, zerriz alle Bilder u gegenstände, damit nichts von ihre die Hände des Mannes und des 2 mit ihren drei Kindern in den To wollte spätabends die Menge bei Bolizei schritt rechtzeitig ein. Die nung nicht mehr betreten, sie ist Lebens nicht sicher. Darmstadt. Die Landestagung der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen der Kriegerkameradschaft„ Sassia" fin det morgen, am 6. November, hier in Darmstadt statt, zu der Versorgungs- und Fürsorgebehörden und sonstige namhafte Stellen Vertreter entsenden werden. Oberleutnant Krömmel bein wird den Jahresbericht erstatten, während der geschäftsfüh rende Vorsitzende der Spitzenorganisation in Berlin, Major Gödide, ein Referat über unsere( der Hassia) Förderungen zu den gegenwärtigen Gesetzen und Novellen über Versorgung und Fürsorge halten wird. Der Leiter der Untersuchungsstelle Heidelberg, Herr Ober- Med.- Rat von Schnizer, spricht über ärztliche Begutachtung. Es liegt im Interesse aller Kriegsopfer, Altrentner, Unfall- und Invalidenempfänger, die der Hassia angeschlossen sind, an der Tagung teilzunehmen. Am Schlusse werden wichtige Anträge beraten. Darmstadt. In der Heidelberger Straße wurde eine ältere Frau von einer Autodroschte überfahren. Während der Einlieferung in das Stadtkrankenhaus ist die Frau an den erlittenen Verletzungen gestorben. Schotten. Unter den Schulkindern des Dorfes Rudingshain sind die Majern so start verbreitet, daß der Schulunter richt zunächst auf 14 Tage vollständig ausgesetzt werden mußte. Bisher hat die Epidemie einen gutartigen Verlauf genommen. Die Vater tnien. Breitschultrig und lang mit weitgespreizten Beinen heischte er im Sterben noch des Führers Raum. Augen waren geschlossen und die Wangen fahl. Seine Lippen stöhnten in Schmerzen, aber doch herrisch: Lesen, Hußlarn, lesen. Der Generalstabsoffizier sprang auf. Seine Augen schim merten, aber die Stimme war flar:„ Der Gegner ist über die Miazga geworfen. Die Kolonne jetzt den Marsch fort." Seine Hand lag am Helm, als warte er auf ein Danke!" Des Vaters Augen blieben geschlossen. Noch einmal zudte über das stolze Gescht mit dem Spiel der Krähenfüße ein nicht Lächeln. Die bleichen Lippen ächzten: Dann umsonst Gern. Sieg! Wir kommen durch. heute immer! Junge da?" ,, Bater!" Werner Iniete nieder und sagte die erkaltende Hand. Sie gab seinen Drud nicht zurüd. Der Generalleut nant v. Drewitz war tot. Ein Finger tippte auf Werners Schulter. Im Aufstehen sah er sich um. Rieffenbach nahm seine Hand und hob die Augen zu den Offizieren: Ein Generalstod, des vornehmen Mannes würdig, meine Herren! Lieber Drewik, sterben Sie einmal wie er! Und nun Kopf hoch! Keine Träne! Der alte Herr lächelt noch. Er sah den Sieg und ihm ist wohl. Wer weiß, ob wir ihn nicht einmal um seinen Tod beneiden!" Er nahm den Helm ab.„ Wir wissen nicht, ob wir ihn begraben fönnen!" Dabei faltete er die Hände und beugte den Kopf: Vater unser, der du bist im Himmel. Da scholl durch den lichten, stillen Wald zu verschneiten Baumtronen ein feierlich ernster Chor von vielen, vielen Stim men hinauf. Leute aus Reih' und Glied drängten um die Offiziere und baten mit ihnen den Gott der Schlachten, den toten Führer zu sich zu nehmen in das Reich, das wie das der Deutschen sein möge: die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen!" schloß der General und drehte sich zum General stabsoffizier: Hauptmann von Hußlarn, ich übernehme die Führung der Division." Grenadiere und Musketiere traten dem Toten näher. Sie weinten, und schämten fich nicht, denn der alte Jiegrim war ihnen ein Vater gewesen. Wir nehmen ihn mit! Kein Russenhund soll ihn an fallen!" riefen fie und hoben die Leiche auf Planten aus dem Bretterzaun. Einer fand in der Försterei einen Teppich von Bärenfell, den sie über den Toten warfen. Vom Hals bedte es ihn bis über die Füße zu. Frei lag nur der im Tode noch Pfarrer stets v HirschDas Pfa 272 Seiten 15 vollständig Ludwig Heu herrische Kopf, als die Träger hin tompagnie die Bahre hoben. Hinterdrein führte Werner laftig stapfte er durch den Schne über Wurzeln hielt ihn wach. das Weh über den Tod des Va Gefallenen unterbrochene Worte mild und gnädig des Scidials pen geschlossen hotte, ele sie ve tichten fonnten. Jetzt galt er t torbenen. Wer sollte ihn hinde Freilich lag Priedelsdorf fern verjunlenen Welt, die er woh Dem Ende schien auch er nahe m Stechen in der Brust, dem Fieb niemand geglaubt daß ein Tod halten oder gar marschieren und Im Felde freilich sprangen zeriffener Brust auf die Füße, un tinnen. Das erste Leden von F bett lich den Hilflosen mit zerquet Lager zu flüchten. Der Kri Gottes Sohn, den Giechen, Er entte dem tühnsten Hoffen Don Benichen Erfüllung. Die& nit m. Des Prometheus Tu Der Deue holte Feuer aus d um es in Granaten in den Fein Das Wunder, das jetzt auf Wunich, nicht in die Hände der Ben fie immer noch in die Fla der Marich. Dann tam die Na fallenen Führers nahe. Durch das Schweigen unter ienen Germanen einen gefallene zu tragen, und im fiebernden Hir in der Heimat geschautes Gemä Anete trugen aus dem tüdise Kaiser Otto über die Alpen, eine Die Babre Schwankte an starten A Doch von unten rannten noch ein henjhänder an. Shrem Drohen deutscher Ritter. Den Speer zum erhoben, jah er traurig und trohig Diah und Fern. vierungen in Oberhessen. Str. 45. inden in Oberheijen lassen es sich ange Samstag, den 5. November 1927. Langenbach. Eine originelle Mahnung. In Langenbach bei Haiger schellte der Orisdiener nach Verlesung der verschie denen Bekanntmachungen folgendes aus: Alle diejenigen, die morgen ihr Geld nach Haiger zum Marft tragen wollen, werchen, an denen lange Jahre nur die wichten hiermit gebeten, erst ihre Schulden bei den hiesigen Kaufrbeiten durchgeführt werden konnten, zur leuten zu bezahlen!" Hoffentlich hat es der dortigen Kaufvieren. So ist vor allem die betannte annschaft Erfolg gebracht. fim hohen Vogelsberg einer gründlichen wertvolles Dokument alter Handwerts 1. Auch die Wiederherstellungsarbeiten rworfen worden. Die Kanzel der Kirche brochen. Gestohlen wurde der Opferstod mit seinem Inhalt. nden sind beendigt worden. Die Remo: gefüllte Wirtschaftsgebäude. Auch zahlreiche landwirtschaftliche Marburg. In die hiesige katholische Kirche wurde eingengaben des Baurats Kuhlmann und des Dillenburg. Ein Großfeuer vernichtete in der Gemeinde Straßebersbach vier Wohnhäuser und drei mit Erntevorräten Maschinen fielen dem Feuer zum Opfer. Durch das Brandun upt, beide aus Gießen. Die Innenbe glüd find 30 Personen obdachlos geworden. en würdigen Eindrud. Die Klein- Lin it im Jahre 1866 errichtet. In vollem enovierungsarbeiten der Kirche zu Reinot jedoch, daß die Arbeiten in Kürze ihrer hen werden. ienstag wurde der Arbeiter Beder im Firma Scheidhauer& Gießing von einer Mit einem Unterschenkelbruch wurde er nit nach Gießen eingeliefert. Dillenburg. Zwischen den Stationen Dillenburg und Herborn hat die Lokomotive eines Personenzuges den Stredenerbeiter Paul aus Udersdorf erfaßt und getötet. Der Berun glüdte ist verheiratet und hat zwei Kinder. Breitenstein b. Biedenkopf. Hier stürzte während einer Ge bentfeier auf dem Friedhof ein Grabstein um und zerschmetterte einem Kinde beide Beine. Eine unglaubliche Rohheit. Wie aus Weinheim a. d. B. berichtet wird, hat dort ein junger Bursche zwei Brieftauben die Beine abgeschnitten, um sich der Fußringe zu bemächtigen. Nach der Tat ließ der Rohling die Tiere wieder fliegen. Gegen den neinstimmig zum verantwortlichen ersten Burschen wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Schorlemmer wurde auf dem Deutschen firche" gewählt. Die Hochkirche" ge Organen auf dem Gebiete der evangelis nschaft. woch früh verunglückte auf dem Bahnhof Karl Jakob, der von der Lokomotive erfaßt und überfahren wurde. Er war r Verunglückte ist 38 Jahre alt. Er litt en und dürfte in einem solchen Anfall Neustadt. Kinder- Quälerei. Der Kaufmann Paulitsched, aus Böhmen gebürtig, hat sein 5 Jahre altes Töchterchen wegen Ungehorsam bestraft, und zwar mußte sich das Kind mit ent blößten Beinen auf ein Kartoffelreibeisen fnien. Das Kind wurde außerdem mit einem starten hölzernen Kochlöffel heftig geschlagen. P. hat sich jetzt vor Gericht zu verantworten. Zu feiner Verteidigung gab er an, daß er selbst in seiner Jugend von seinem Vater in dieser Weise gestraft worden sei, und daß erkannte auf eine Gefängnisstrafe von vier Monaten. Buges gefallen sein. Der Berunglüdie diese Strasmethode in seiner Heimat üblich sei. Das Gericht no vier Kinder. Setrieb in den Main- Weser- Basaltwerten einer Woche wegen Eröffnung des Kon as Werk unterbrochen wurde, ist wieder meinderat beschloß, die Gemeinde Grünere Aufwertung als 12% Prozent, damit euerlichen Belastungen nicht noch mehr Gemeinderat hat in seiner letzten Wasserleitung beschlossen. mit 700 Einwohnern, tann melden, daß ner Einwohner starb. Ein seltener Fall. itwe Konrad Kaul II. in Bindsachsen undheit ihren 88. Geburtstag begehen. Iten Frau im Jahre 1899 im Tode vor sind 10 Kinder entsprossen, die sämtlich n stammen wieder 53 Entel und 57 Urie gesamte Familie 110 Köpfe start ist. andestagung der Kriegsbeschädigten und der Kriegerkameradschaft„ Hassia" fin. ember, hier in Darmstadt statt, zu der sorgebehörden und sonstige namhafte enden werden. Oberleutnant Krömmel Bericht erstatten, während der geschäftsfüh Spitzenorganisation in Berlin, Major ber unsere( der Hassia) Förderungen zu ehen und Novellen über Versorgung und - Der Leiter der Untersuchungsstelle r- Med.- Rat von Schnizer, spricht über Es liegt im Interesse aller Kriegsopfer, nd Invalidenempfänger, die der Hassia der Tagung teilzunehmen. Am Schlusse ge beraten. Heidelberger Straße wurde eine älter roschke überfahren. Während der E rankenhaus ist die Frau an den erlittena den Schulkindern des Dorfes Rudings so stark verbreitet, daß der Schulunter Cage vollständig ausgesetzt werden mußte. ie einen gutartigen Verlauf genommen. Familientragödie im Riederwald. ,, Gießener Zeitung" Handwerk und Reichsforschungsgesellschaft. Die Frage der Besetzung der Organe der Reichsforschungsgesellschaft für Wirtschaftlichkeit im Bau- und Wohnungswesen hat in letzter Zeit im Handwerf starte Erörterung gefunden, da das Handwerk seine Interessen nicht genügend gewahrt erachtet. Dem Verwaltungsrat gehört lediglich ein Vertreter des Handwerks an. Es besteht der lebhafte Wunsch, daß mindestens noch ein zweiter Vertreter des Handwerks hinzugezogen wird, zumal das Aufgabengebiet der Reichsforschungsgesellschaft Lebens interessen verschiedener Handwertszweige berührt. Für den Sachverständigenbeirat der Reichsforschungsgesellschaft waren seitens des Reichsverbandes des deutschen Handwerks zwei Ver treter vorgeschlagen, ohne daß bisher eine Berufung derselben erfolgte. Auch für diesen Beirat wird eine stärkere Berücksich tigung des Handwerks gefordert und erwartet, daß zwei weitere Sachverständige, und zwar aus dem Zimmerer- und Dachdeckergewerbe in den Beirat berufen werden. Der Reichsverband des deutschen Handwerks hat sich dieserhalb mit einer besonderen Eingabe an die Reichsforschungsgesellschaft sowie an die zustän digen Ministerien gewandt und die Gründe für eine bessere Be rüdsichtigung des Handwerks ausführlich dargelegt. Zu dem Streit um die Herstellungsart der Bauten, um die dabei verwendeten Baustoffe, um die Bauformen und die Ans ordnung der Gebäude und Siedlungen wird in dieser Eingabe bemerkt, daß es nicht Aufgabe der ausführenden Handwerker sei, sich in die Gestaltung der Gebäude oder der Babauungspläne einzumischen. Ebensowenig hat das Handwerk Veranlas jung, fich grundsätzlich gegen die Verwendung neuartiger Baustoffe oder die Durchführung veränderter Bauweisen auszu sprechen. Es muß von seinen Berufsangehörigen vielmehr er warten, daß sie sich den neuzeitlichen Verhältnissen in jeder Weise anpassen und einer veränderten Geschmadsrichtung weitgehend Rechnung tragen. Dagegen erscheint es angebracht, Bedenken zum Ausdrud zu bringen und zu vertreten, wenn nach der fachmännischen Ueberzeugung der einzelnen Handwerkszweige Konstruktionen oder Baustoffe zur Anwendung fommen sollen, deren 3wedmäßigkeit oder Haltbarkeit von vornherein bezweifelt werden muß, sei es aus flimatischen oder technischen Gründen. Diese Bedenken werden um so schwerer wiegen, je weniger aus derartigen Veranlassungen ein nennenswerter Vorteil gegenüber alterprobten Baustoffen und Bauweisen zu erwarten steht. Wenn damit gleichzeitig außerdem ganze Ge werbe brachgelegt oder in ihrer Tätigkeit stark eingeschränkt werden, wie z. B. das der Zimmerer und der Dachdecker, ohne daß damit die Solidarität der Bauten gewinnt oder ihr volkswirtschaftlicher Nutzen gehoben wird, so erscheint größte Vorficht im allgemeinen Interesse erst recht geboten. Seit einiger Zeit wohnt in dem Hause am Erlenbruch 24 in Frankfurt a. M. der Eisenbahnarbeiter Hermann Dedert mit seiner Frau und drei Kindern, einem Mädchen von drei Jah= ten und zwei Knaben im Alter von 1½ und 8 Jahren. Letzten Samstag abend bemertten die Mitbewohner des Hauses aus der Wohnung des Dedert einen starten Gasgeruch. Da die Woh= nung verschlossen war, benachrichtigte man die Polizei. Ein Beamter schlug die Scheiben des Küchenfensters ein, öffnete das Fenster von innen und stieg in die Küche ein. Dort fand er die Ehefrau mit ihren drei Kindern tot am Boden liegen. Diese Tat der jungen Frau Dedert bildet den Schlußakt eines jahre: langen Dulberlebens und stillen Martyriums. Seit der Geburt des ältesten Jungen mißhandelte der Mann die Frau förperlich und noch mehr seelisch. Den fargen Lohn, den er als Eisenbahn rottenarbeiter erhielt, verbrauchte er zu neun Zehnteln für sich und seine Geliebten. Kinder und Frau mußten hungern. Die schlimmsten Zeiten begannen vor Monaten, als der Mann mit einer im gleichen Hause wohnenden und getrennt lebenden Frau anbändelte. Als Frau Dedert Freitag das Paar in einer Wirtschaft bei Schmaus und Trant überraschte, wurde sie ge= prügelt und von dem Manne mit den Worten:„ Hoffentlich lebt ihr nicht mehr lange!" fortgejagt. Die Frau flagte Samstag nachmittag auf der Polizei ihre Nöte und fand tröstende Worte. Sie ging nach der Wohnung zurüd, zerschnitt alle ihre Wäsche, alle Kleider, zerriß alle Bilder und zerschlug alle Hausratsgegenstände, damit nichts von ihrem persönlichen Eigentum in die Hände des Mannes und des Weibes falle. Dann ging fie mit ihren drei Kindern in den Tod. Den Mann und das Weib wollte spätabends die Menge bei der Heimkehr Innchen. Die Polizei schritt rechtzeitig ein. Die Frau darf ihre eigene Wohnung nicht mehr betreten, sie ist dort vor der Volkswut ihres Lebens nicht sicher. Itrig und lang mit weitgespreizten Beiterben noch des Führers Raum. Die n und die Wangen fahl. Seine Lippen aber doch herrisch:„ Lesen, Hußlarn, ffizier sprang auf. Seine Augen schim me war klar:„ Der Gegner ist über die ie Kolonne setzt den Marsch fort." am Helm, als warte er auf ein Danke!" n blieben geschlossen. Noch einmal zudte hi mit dem Spiel der Krähenfüße ein n Lippen ächzten:„ Dann nicht ern. Sieg! Wir tommen durch r!- Junge da?" er kniete nieder und faßte die erkaltende en Drud nicht zurüd. Der Generalleut e auf Werners Schulter. Im Aufstehen tot. Pfarrer Heumanns Heilmittel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Giessen Frankfurterstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung, erhält jed. Leser vollständig umsonst und portofrei, von Ludwig Heumann& Co. Nürnberg M. 629. herrische Kopf, als die Träger hinter der antretenden Nachhuttompagnie die Bahre hoben. Aus aller Welt. Die Ausbausalze" vor Gericht. C SCHIEL Nr. 45. Wenn es wirklich Sonntag sein soll, dann darf ein guter Kuchen oder eine schöne Torte auf Ihrem Tisch nicht fehlen, denn es ist heute nicht schwer, preiswertes und wohlschmeckendes Gebäck mit Dr. Oetker's Backpulver ,, Backin" nach dem neuen farbig illustr. OetkerRezeptbuch, Ausgabe F herzustellen. Backin Die natargetreuen Abbildungen fertiger Kacken, Tortes us, bieten Ihnen will kommenen Anhalt. Das Bach, aus dem Sie anch Näheres über den vorsiglich. Back apparat Küchenwunder lesen, mit dem Sie auf kl. Gaskocherflamme booken braten und kochen knnen, ist für 15 Pg. in den einschlägigen Geschäften zu haben oder gegen Einsendung von Marken von Dr. August Oetker, Bielefeld. „ Fürs Vaterland" eine verdächtige Aufschrift. Schlotheim. Seit langer Zeit wird hier die Errichtung eines Kriegerdenkmals erwogen. Ein Wettbewerb wurde ver anstaltet, der recht schöne Entwürfe gebracht hat; beträchtliche Geldmittel fonnten bereits gesammelt werden. Die Ausführung des Ehrenmales wurde dem Bildhauer Dammann- Berlin überNach einjähriger Prozeßdauer wurden in Hamburg neun Personen, die an der Herstellung und dem Vertrieb der bekannten sog. Aufbausalze Geno, Stuvkamp und Dr. Schröder, beteiligt sind, zu Geldbußen von 150 bis 1200 M verurteilt. Nach Anschauung des Gerichts ist das Publikum durch die Anpreisung der sog. Gesundheitssalze irregeführt und belästigt worden, da die Salze keineswegs geeignet seien, Krankheiten vorzubeugen oder Krankheiten zu heilen. Sinterdrein führte Werner die Nachspitze. Stumpf und schläfrig stapfte er durch den Schnee. Nur das häufige Stolpern über Wurzeln hielt ihn wach. Im Glühen des Fiebers schien das Weh über den Tod des Vaters und der Groll über des Gefallenen unterbrochene Worte zu schmelzen. Vielleicht war mild und gnädig des Sd, idials Walten, das des Toten Lippen geschlossen hatte, che sie von Schmach und Schande be richten fonnten. Jetzt galt er der Welt als Sohn des Ver storbenen. Wer sollte ihn hindern, zu leben und zu freien? Freilich lag Priedelsdorf fern und verschwommen in einer versunkenen Welt, die er wohl faum wiedersehen durfte. Dem Ende schien auch er nahe mit dem Glühen im Kopf, dem Stechen in der Brust, dem Fiebern im Blut. Daheim hätte niemand geglaubt daß ein Todkranker sich auf den Beinen halten oder gar marschieren und fämpfen fönne. ffenbach nahm seine Hand und hob die ten:„ Ein Generalstod, des vornehmen e Herren! Lieber Drewih, sterben Si un Kopf hoch! Keine Träne! Der alt sah den Sieg und ihm ist wohl. We einmal um seinen Tod beneiden!" Im ab. Wir wissen nicht, ob wir ihr Dabei faltete er die Hände und beugt ser, der du bist im Himmel. den lichten, stillen Wald zu verschneiter lich ernster Chor von vielen, vielen Stim aus Reih' und Glied drängten um di mit ihnen den Gott der Schlachten, der u nehmen in das Reich, das wie das de : die Kraft und die Herrlichkeit i der General und drehte sich zum General tmann von Sußlarn, ich übernehme di Musketiere traten dem Toten näher. E fich nicht, denn der alte Jiegrim mit! Kein Russenhund soll ihn en. hoben die Leiche auf Planten aus den nd in der Försterei einen Teppich Den Toten warfen. Vom Hals dedie zu. Frei lag nur der im Tode tragen. Leider kann die Aufstellung des Denkmals nicht in den Bahnhofsanlagen erfolgen, da die sozialdemokratische Fraktion des Stadtrats nur dann ihre Zustimmung dazu geben will, wenn an dem Denkmal die Worte Fürs Vaterland" nicht an gebracht werden. Der Denkmalsausschuß hat sich deshalb mit der Kirchenvertretung in Verbindung gesetzt, um das Ehrenmal an der Kirche aufzustellen. Eine Warnung an Zigarettenraucherinnen. Der ,, Arizona Sunbeam" berichtet vom Tode eines Kindes im Alter von acht Tagen, der so plötzlich erfolgte, daß es der Arzt für seine Pflicht hielt, eine genaue Untersuchung nach dem Tode vorzunehmen. Da fand sich zu seine Ueberraschung in diesem findlichen Körper ein„ Tabatherz" vor. Er mußte daraufhin der Mutter erklären, daß sie selbst den Tod verursacht habe, weil sie als Raucherin schon durch ihr Blut das des Kindes vergiftet habe. Wie viele Minister gibt es in Deutschland? Wir haben im Reich wie in den einzelnen Ländern seit der Revolution einen starten Verbrauch an Regierungen gehabt und obwohl der Ministertitel heute eigentlich nur eine Amts bezeichnung ist, die mit der Amtsdauer verbunden ist, behä!! doch jeder, der einmal für furze Zeit Minister war, diesen Tatel bei. Ausgerechnet das demokratische Acht Uhr Abendblatt" macht sich das etwas boshafte Vergnügen, einmal nachzurechnen, wie stark auf die einzelnen Parteien verteilt der Prozentsatz der Ministerwürde ausfällt. Da ergibt sich denn, daß die Demo tratische Partei mit 12 Ministern jeden Rekord schlägt. Auf den gegenwärtigen Fraktionsbestand umgerechnet, würde jeder dritte demokratische Parlamentarier ehemaliger Minister sein. Nicht ganz so günstig sind die Aussichten beim Zentrum, das 12 Minister zählt, darunter allein drei Kanzler. Immerhin tommt auf jeden fünften Abgeordneten ein Minister. Bei der Sozialdemokraten dagegen erst auf jeden zehnten. Achnlich ist das Verhältnis bei der Deutschen Volkspartei. Die Deutsch nationalen, die bisher ja nur einmal in der Reichsregierung vertreten waren, folgen in weitem Abstand. Wohlverstanden gilt das nur für das Reich. Dazu tommt noch die respektable Ministerzahl in den Ländern. Preußen stellt 12 sozialdemo fratische. 9 vom Zentrum, 7 demokratische und 5 voltspartei liche Minister. Dabei hat Preußen nur 7 Regierungen gehabt, während Bayern mit 10 Regierung den 12 Reichsregierungen sehr nahe kommt. Insgesamt gibt es seit 1918 79 Länderregierungen mit insgesamt wohl rund 300 ehemaligen Ministern. Der Verbrauch ist so gewaltig, daß darin allein die schärfste Kri. tif des ganzen parlamentarischen Systems enthalten ist, unter dem wir gegenwärtig leben. Welche Sprache wird am meisten gesprochen? Die chinesi sche Sprache wird von nicht weniger als 455 Millionen Menschen gesprochen. Dann folgt die indische Sprache, die von 230 Mil lionen benutzt wird. In weitem Abstand folgen die europäi schen Sprachen, die englische mit 163 Millionen, die deutsche mit 91, die spanische mit 80, die russische mit 70, die französische mit 45 und die italienische mit 41 Millionen. 1 zitterten im langen Spitzschild, der die hohe Gestalt vom Hals bis zu den Füßen schützte. Das von der Netzhaube umrahmte Geficht drohte in Wehmut, aber auch Verachtung dem welschen Mordgezücht. So hatten Deutsche seit alters ihren Führern Treue im Tode noch gehalten und setzten auch heute ihr Leben für Gefallene ein. Könnte doch der Entschlafene sein stolzes Grabgeleit sehen! An den Heimgang eines Germanenherzogs, an die letzte Fahrt eines toten Kaisers erinnerte es. Es war, als dankten jetzt dem Toten die Großen und Kühnen, die der Lebende mit des frohen, stolzen Deutschen schwärmerischer Liebe so oft an seine Seite rief. Jm Felde freilich sprangen Verwundete mit der Kugel in zerissener Brust auf die Füße, um der Gefangenschaft zu ent rinnen. Das erste Leden von Flammenzungen am Lazarett bett lich den Hilflosen mit zerquetschter Wirbelsäule die Kraft, Dom Lager zu flüchten. Der Krieg tat Wunder und rief, wie einit Gottes Sohn, den Siechen Stehe auf und wandle!" zu. Er schenkte dem fühnsten Hoffen und verwegenſten Träumen von Menschen Erfüllung. Die Flügel des Dadalus schmolzen nicht mehr. Des Prometheus Tun war nicht mehr Sage, denn der Deutsche holte Feuer aus der Luft unter dem Himmel, um es in Granaten in den Feind zu schleudern. Das Wunder, das jetzt auf den Füßen hielt, gebar der Wunsch, nicht in die Hände der Russen zu fallen. Born stie gen fie immer noch in die Flante der Kolonne. Oft stodte der Marsch. Dann kam die Nachspitze den Trägern des gefallenen Führers nahe. Durch das Schweigen unter verschneiten hohen Tannen schienen Germanen einen gefallenen Herzog auf der Bärenhaut zu tragen, und im fiebernden Hirn erwachte Erinnern an ein Deutsche Ritter und in der Heimat geschautes Gemälde. Knechte trugen aus dem tüdischen Welschland ihren toten Kaiser Otto über die Alpen, eine verschneite Passtraße hinan. Die Bahre schwanfte an starten Armen schon über den Kamm. Doch von unten rannten noch einmal welsche Diebe und Lei= chenschänder an Ihrem Drohen wehrte ein einziger, aber deutscher Ritter. Den Speer zum Schleudern in der Rechten erhoben, sah er traurig und trotzig zu Tal. Pfeile und Speere Als der Wald im Rüden lag, schlugen wieder russische Gras naten in die lange Kolonne. Auf der Straße lagen Wagen und Progen in Trümmern. Verwundete stöhnten bei Erschlagenen. Zerrissene Pferde wälzten sich neben den geblähten Kadavern Don toten. Aufatmen durfte Werner erst, als er auf der flachen Höhe vor der vereisten Sumpfniederung der Mizga die graue Män nerfette einer Aufnahmestellung durchschritt. An der Brüde erzählte ein Pionieroffizier, Generalleutnant Lizmann habe mit dem Degen in der Hand die Gasse durch Brzezing geöffnet. Gefallen sei, wie der Vater, auch Generalleutnant Waenter D. Dankerisweil, der Führer einer der drei anderen Divisionen mit dem Gewehr in der Hand. Doch nicht umsonst hatten Generäle zur Waffe des Mus fetiers gegriffen. Frei lag der Weg zu General Madensen, und der Lorbeer einer neuen Waffentat ohnegleichen auf Preußens fiegreichen Fahnen. Neue Bücher. Wer will in die Reichswehr eintreten? So mancher junge Deutsche möchte gern zur Reichswehr gehen. Dies aber ist bei unjerm jezigen tleinen Heere nicht so einfach. Wer fennte wohl alle die Bedingungen und Bestimmungen, mit denen der Ein tritt in unsere Reichswehr verknüpft it? Wenige nur wissen es, wie die Aussichten für das Forifommen auch später nach er folgter Entlassung, sowohl für die Mannschaften wie für die Offiziere sind. Alle, die in die Reichswehr eintreten wollen, unterrichtet hierüber aufs eingehendste das soeben in dem bes fannten Verlage von Wilhelm Köhler, Minden i. W. erschienene Buch„ Die Laufbahnen in der deutschen Reichswehr" von Major H. Weberstedt. Das 160 Seiten umfassende Buch ist ein treff ficher Berater und geeignet, allen, die zur Reichswehr wollen, die Wege zu ebnen und ihnen jede gewünschte genaue Auskunft zu geben. Preis des Buches nur 2, R.M Die Raben Rußlands frächzten nicht mehr. Statt ihrer schwarzen Schwingen flatterten durch Werners Träume die weißen Flügel von sanften Vögeln mit lieben Menschengesich tern. Als er die Augen aufschlug. sah er nicht Bogelschwingen, sondern die weißen Flügelhauben zweier Nonnen. Die am Bett nannte sich Schwester Columbe und erzählte, er liege im Franzistussanatorium von Berlin. Eine vertraute Stimme unterbrach ihr freundliches Plaudern. Aus dem Bett an der anderen Wand sprach Wernsheim, ein Kriegsschultamerad aus Engers. Also darum hatte er sich im Schlaf wieder Fähnrich am Rhein gewähnt! Schwester Columbe bestätigte: Gern waren Sie faum auf Kriegsschule. Wir mußten Sie mit Gewalt im Bett festhalten!"" Eine Unterhaltung mit Wernsheim litt sie nicht. Beim Schweigen tam wieder Schlummer und mit neuem Erwachen ein wunsalojes Behagen. Nie hatte Werner sich so geborgen und behütet gewußt wie jetzt. Die müde Schwäche in den Gliedern und die Stille im 3immer taten ihm wohl. Jeder Tag mehrte die Freude am Leben, obwohl das Gefühl, zu genesen, oft die Erinnerung an des Baters Worte brachte. Dann murrte er Wernsheim, es hascht doch immer den Falschen." Wenn dann der Freund mit verbundenem Fuß zum Lehn stuhl neben seinem Bett humpelte, fonnte er balb lächeln. Ein erites lautes Lachen der eigenen Lippen hörte er während eines Besuches der Schwestern des Kameraben faft mit dem Staunen eines Ueberraschten. Die müden Finger spielten noch lange mit den von den fröhlichen jungen Damen auch auf sein Bett gelegten Blumen. Aehnliche Rosen hatte er an Gerda und Elisabeth gesehen. Wieder warnte des Vaters Stimme: ,, Du bist gar nicht mein Sohn." Des Toten Geheimnis ruhte im Grab und lastete doch auf dem Lebenden. Er mochte nicht um den Besuch der Kusinen bitten. Er war ein Betrüger, wenn er den Namen Drewit unter Briefe sette. Vielleicht wußten sie oder ihr Vater, daß er nicht von der Familie sei, und schenkten dem Findling ohne Namen und Eltern nur Mitleid. Beschämend war der Gebante und dem Priebels dorfer Onkel nicht zu verübeln, daß er sich anderen Verkehr für feine Töchter wünschte. Doch hätte er dem Minister gern ge chrieben, um endlich die Wahrheit zu hören. Ratsamer freilich chien es ihm, fich an einen Fremben zu wenden. Auch Herr v. d. Helle wußte um das Geheimnis. Wo mochte er zu fin den sein? Die Familie sprach selten von ihm und mieb ben Gonderling. Geine Adresse tannte vielleicht Ontel Karl, ber als Kenner der Familiengeschichte galt. Abends bat er Schwe fter Columbe um Schreibzeug. Sie fetzte sich mit Briefbogen und Feder in den Lehnstuhl, und er bittierte einen Brief an den Kgl. Premierleutnant a. D. Herrn D. Drewig, Charlotten burg. Einer furzen Anfündigung, daß er frant im Franzis tussanatorium liege, hängte er nur die Bitte um die Adresse des Herrn Casper v. d. Helle an. Weiter nicht?" Doch die Schwester begriff, daß Herr v. Drewitz wieder bei flarem Verstande sei und darum auch le sen tönne. Also reichte sie ihm eine Zeitung mit dem Datum eines der ersten Dezembertage. Dazin war hiau angeftriben die Schilderung der Beijegung des Generals v. Drewih auf dem Invalidenkirchhof. Die Totenfeier schien des helbisch Gefallenen würdig gewesen zu sein und beim Lesen der Rede des Pfarrers traten Werner die damals vom General v. Rieffenbach verbotenen Tränen in die Augen. Fortjehung folgt. Samstag, den 5. November 1927. Wenn Sie nicht über Nacht warten wollen bis In Ihrem Holzboiten. endlich Blankbohnern. Rönnen, denn neh. men be Loba Beize The Mayprust Schon nach 20 Min. ten flagge et mis mor nigen Bürßenferen auftragen! vore schönses farket und ist waß weischber Lobe Sarbbohnerways 68 recht nicht kann ind soll phon 20 Minuten. nach Auftragen ge glänzt werden. Luba Sartbehunenaufs gibt es in 5 Sorben. vit berinsgrünsgresgalle Immer Loba für den Boden! Rheila Perlen Ärztlich hervorragend begutachtet bei Husten und Heiserkeit. Das Jdeal für den Raucher. 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Hessischer Kamerad erscheint am 1. und 15. jeden Monats 48 500 offizielles und einziges Organ der Landeskriegerkameradschaft Hassia( 50 000 Mitglieder); verbürgte Auflage 48 500; die 30 mm breite Petitzeile( 3 mm hoch) oder deren Raum 40 Pfg.; hat als Abonnenten sehr viele Beamte, Landwirte und Geschäftsleute, auch bessere Arbeiter. Dieses allgemein beliebte Blatt wird von mindestens 100 000 Personen gelesen! Allgemeine Hessische Sportzeitung erscheint jeben Montag 1 200 bei den Sportvereinen und Sportfreunden des Lahn- u. Dillgebiets schnell beliebt geworden; die 30 mm breite Petitzeile( 3 mm hoch) oder deren Raum 24 Pfg. Die Sportsleute geben bekanntlich auf Anzeigen besonders Acht. Dieses Blatt wandert von Hand zu Hand unter den Sportsleuten! Hessisches Handwerk u. Gewerbe erscheint am 1. und 15. jeden Monats 37 500 amtliches Organ der Hessischen Handwerkskammer Darmstadt, verbürgte Auflage 37 500; die 30 mm breite Petitzeile( 3 mm hoch) oder deren Raum 36 Pig.; hat, wie der Titel sagt, die Handwerksmeister und Gewerbebetriebe, also Großverbraucher, als Abonnenten, die in allen rund 1000 hessischen Orten seßhaft sind. Das Blatt wird von mindestens 50 000 Personen gelesen, die Anzeigen werden beachtet! Verbürgte Gesamtauflage 100 700 Anzeigen, in diesen 5 Zeitungen veröffentlicht, werden also in allen hessischen Gemeinden und in allen Bevölkerungskreisen von faufträftigen Personen und von interessierten Produzenten wie Verbrauchern gelesen. Wer etwas anzubieten oder zu verkaufen hat, Wer etwas sucht oder bekannt geben will, Der veröffentliche seine Anzeigen in diesen Zeitungen! Machen Sie einen Versuch! Für Anzeigen, die den 4 erstgenannten Zeitungen ohne Textwechsel mehrere Male hintereinander aufgegeben werden, werden folgende Rabatte gewährt: Für 1-2 Aufnahmen 3 " 6 " " Prozent Für 12 Aufnahmen 5 18 . " " " 10 24 " ” " über 26 " 15 Prozent 20 " 25 " 30 Die Rabatte für Anzeigen, die ohne Textwechsel in der Zeitung„ Hessisches Handwerk und Gewerbe". mehrere Male hintereinander aufgegeben werden, sind folgende: bei 3X 5%, bei 6X 10%, bei 12X 15%, bei 24 × 20%. Für größere Anzeigen( á 250 Zeilen mindestens), die öfters ohne Textwechsel erscheinen, reiche ich auf. Wunsch Spezialofferte ein. Zeitungsverlag Albin Klein, Gießen( Hessen) Fernsprecher 2525 ⚫ vorm. Wilh. Keller, gegr. 1783 Südanlage 21 → Gi Erfcheint: G Bezugspreis 40 Bfg. mo Redaktionsschluß früh 8 Uhr- Jendung nicht verlangter Manu 40. Jahrgang Politische T Gestern nachmittag trat d einer Sigung zusammen, um fich 1928 und den damit zusammenhäng 會 Das Zentrum vertagt sein Froblem: Reich und Länder und * Die Memelländer, die bis ihres Direktoriums erhalten haben verhältnissen im Lande nach, tein Ich beschwerdeführend an den Böl Im Kasseler Bezirk ist heute mi Sabalarbeitern zu rechnen. * Die Oppositionsführer sind au lei in Rußland ausgewiesen. Ramonew und wahrscheinlich auch * Mussolini schafft ein für Italien. Das allgemeine W altet. * Die Berlobung des italienische gifhen Brinzessin Maria Jose steht Der reparationspoli Mit der Einsetzung des repa die das Kabinett beschlossen hat, i licht worden, der bereits angefü werden das Finanzministerium, Wirtschaftsministerium und das und Landwirtschaft vertreten sei schusses ist der Plan der Berufun erledigt. 8% Millionen Mar Das offizielle Schlußergebnis etwa 8,5 Millionen Mark erbri erträge zwischen 6,3 und 6,5 Hindenburgmarken bei 2 bis a hat Berlin abgeschnitten. Die betragen etwa 1 Prozent der C 63 671 Mart. Aussperrung von 55 000 Am Dienstag fanden V rechtsrheinischen Textilbezirks tungsausschusses für das bergi Einigung erzielt. Es tritt nu beschlossene Aussperrung in Kr der Gesamtaussperrung von worden. Zum F Darmstadt. Die eingehen einen vorgesetzten Ministerial gebnis ist selbstverständlich str fich zahlreiche Gläubiger, die a lehen, Wechseln, manche in d haben. Wir hören weiter, daß nisse aus der Sozialdematrati Unglaubliche Met Wie aus Bozen gemeldet germeister von Südtirol zweif lag herausgegeben, wonach J italienischer Sprache hergestel Dember sollen alle deutschen ersetzt werden und, falls die verhängt werden. Der Manchester Guardia Entscheidung so absurd wäre, lönne. Wenn sich die Nachric das faszistische Regime durch auf eine solche Maßnahme gez perverser Patriotismus, der darüber hinaus verfolge. Für den Zusammen Ja einem Auffah in der tober hat sich das geschäftsführ gemeinschaft des deutschen a. D. Dr. Tiburtius, mit der Mittelstandes eingehend befa für die gesamte Wirtschaftsp wenn es zunächst gelänge, die Einzelhandels und der Bauern ju vereinigen. Ein solcher p mare teine Kriegsanjage an A ftaatsbürgerlicher Entwidlung grogen, für die Oeffentlichkeit anderen Kreisen nahmen Hilf Staat häufig einen recht breite