Nr. 5. rde dem Müller Anton Beimer- Oberzeu daille am Bande verliehen. andwirt aus Niederneisen war mit seinem ng gefahren, und lub dort auf der Diezer Sährenddessen tam ein Leichenzug vorüber, heuten und durchgingen. Der Fuhrmann gen und erlitt schwere Berlegungen. Gewerbeteibenden und die Innungen des sen sich zu einem Kreisverband für Hand it dem Sitz in Diez zusammen. hiesigen Gestüt fand eine große Hengste id) organisiert war und einen glänzenden abwechslungsreiche Programm brachte in und 5 eine Fahrschau von Zweispännet ferwagen jowie Drei- und Vierspannwagen espannten Pferden. Die übrigen Abtei ossene Gruppen von in Hessen und West Belgien, sowie im Rheinland gezogene 1 schlossen sich verschiedene reiterlige Bet Austlang der Veranstaltung bildete ein Die Hauptpost hat ein Straßenverzeichnis erwechslungen von Straßen, die mehr Frankfurt vorkommen, zu beseitigen, äftswelt sehr wichtig ist. was ul Christian Klein in Gießen. Drucksachen bil Albin Klein Veranstalte von Montag, den 31. Jannar, bis Samstag, den 5. Februar, einschliesslich eine Werbewoche Gebe in dieser Zeit auf sämtliche Erzeugnisse meiner eig. Strickerei sowie für Extra- Anfertigungen, die in dieser Zeit bestellt werden 15% Ermäßigung!! Auf alle anderen Waren 10%, Vergünstigung! Damen- und Kinderstrümpte, schwarz und tarbig, Herrensocken Handschuhe, Westen, Pullover, Schals und Mützen Strick- und Handarbeitsgarne Anzugsstoffe von Mk. 4.90 an Karl Beck Mech. Strickerei u. Wollwarenhandlung Giessen, Neuenweg 15( Gelb. Laden) en lassen mt, ion te an die 3. in Giessen Südanlage 21. ne Buchbinderei. ndszeitschriften. chäfte, Verbände s Behagen htige Schaum, der ere Duft, das köstliche der Reinlichkeit: ein Genuß ist die Kopfwäsche warzkopf- Schaumpon. Sie den Genuß kennen! umpon chwarzen Kopf weil am längsten bewährt 40. Jahrg. Samstag, den 5. Februar 1927. Nr. 6. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Steueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. - Vertrauensvotum der Regierungsparteien. 3m Reichstag ist gestern, Freitag, abend nach Schluß der Debatte von den vier Regierungsparteien folgendes formelles Bertrauensvotum eingebracht worden: „ Der Reichstag billigt die Erflärung der Reichsregier ung und spricht ihr sein Bertrauen aus". Geschäftsordnungsmäßig wird heute, Samstag, nach Been bigung der Debatte zuerit über diesen Vertrauensantrag abge stimmt werden. Wird er angenommen, so find damit sämtliche Mißtrauensanträge erledigt. In parlamentarischen Kreisen wird mit Bestimmtheit angenommen, daß das Bertrauensvotum eine Mehrheit findet. Die Aussichten der Abstimmung. Der Reichstag wird Samstag um 11 Uhr wieder zusammens treten, um die letzten Redner zur Kabinettsfrage zu hören, da runter Stegerwald. Etwa um 2 Uhr wird die Abstimmung über bie Anträge vorzunehmen sein. Bisher liegen Mintrauensanträge der Kommunisten, Bölkischen, Demokraten und Sozialdemokraten vor. Die Wirtschaftspartei wird gegen solche Anträge stimmen, aber im Falle eines pofitiven Bertrauensvotums sich der Stimme enthalten. Für einen Vertrauensantrag der Regierungspartet en würden etwa 248, dagegen 225 Stimmen aufgebracht werden. Für die Mißtrauensanträge würden ebenfalls 225, dagegen 269 Abgeordnete eintreten. Diese Ziffern werden jedoch kaum er reicht werden, da alle Fraktionen Lüden infolge Erkrankungen aufweisen. Jedenfalls scheint eine Mehrheit für das neue Kabinett ficher zu sein. Sein weiteres Schidjal hängt natürlich auch noch von anderen Faktoren ab. Der Reichsparteiausschuß der Zentrumspartei tritt am 13. Februar in Berlin zu einer Sigung zusammen, um sich in erster Linie mit der politischen Lage und den politischen Aufgaben der neuen Regierung zu beschäftigen. Einberufung des demokratischen Parteivorstandes. Der Vorstand der Deutschen Demokratischen Partei ist zum Samstag, den 12. Februar, zur Erörterung der politischen Lage nach Berlin zusammenberufen worden. * Ginberufung des erw. Borstandes der Deutschkonservativen. Laut ,, Kreuzzeitung" hat der engere Vorstand der Deutsch fonfervativen Partei den Parteivorsitzenden Grafen von Seydlig ermächtigt, den erweiterten Borstand einzuberufen. Fälschungen politischer Dokumente, Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Boftshedfonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. fangreicher Unternehmungen oder auch zur Vereinigung mehre rer führt. So ist tatsächlich die Wirtschaftsordnung in tech nischer Hinsicht, tapitalistisch", d. h. das Kapital ist in ihr von ausschlaggebender Bedeutung." Nur gegen die Auswüchse, nicht gegen die fapitalistische Wirtschaftsweise darf sich der Kampf richten. Kardinal Schulte sagt, daß sie einen Fortschritt des wirtschaftlichen Lebens be deutet und dem christlichen, auf den Jenseitszwed der Mensch heit gerichteten Denten an und für sich keinen Anlaß zu Eins wendungen gibt. Die heutige Wirtschaftsordnung liege im Plane der Vorsehung, und versuche durch Zurüdführung frü herer Wirtschaftsformen eine Heilung der Zeitschäden bewirken zu wollen, wären schädlich. Wörtlich heißt es weiter:„ Darum sei nochmals mit möglichster Klarheit ausgesprochen, daß die auf Kapitalverwendung und Kapitalvermehrung eingestellte Wirtschaftsordnung vom christlichen Standpunkt aus nicht zu Derwerfen ist, daß aber ihr höchstes und letztes Ziel jene Be friedigung der Lebensbedürfnisse eines Volkes bleiben muß, die am chesten geistige und sittliche Höherführung verbürgt. Un ter diesem Gesichtspunkt hat der Unternehmergeist, insofern er sich in Wagemut, Eifer für die Förderung des eigenen und all gemeinen Wohles, Selbstverantwortung und Erkenntnis der zu erfüllenden Aufgaben äußert, seinen hohen sittlichen Wert. Berlin. Hier ist man wichtigen Fälschungen politischer Protokolle auf die Spur gekommen, die sich anscheinend gegen die Verbände richten und die Fortsetzung der Reichspolitik von Locarno und Thoiry wohl zugunsten Sowjetrußlands verhin dern sollten. Die Photographien der Dokumente befinden sich in den Händen der Leitung des Jungdeutschen Ordens. Die Polizei hat als Täter einen gewissen Dr. Schred in Haft ge nommen, Verurteilung eines französischen Soldaten wegen Totschlagsversuchs. Vor dem französischen Kriegsgericht in Landau hatte sich der 22jährige Soldat Pierre Boutie wegen Totschlagsversuchs zu verantworten, der am 12. August abends der 18jährigen Paula Schäfer aus Kreuznach, das Taschenmesser bis ans Heft in den Rüden stieß und die Lunge durchbohrte. Paula Schäfer, die sechs Wochen lang im Krankenhaus lag, leidet heute noch an den Folgen der Verwundung. Die Kirche läßt deshalb unzweideutig erkennen, daß ihre Mahnungen nur die Ueberwindung der durch die menschliche Unvollkommenheit immer wieder entstehenden Mißbräuche der Wirtschaftsordnung und eine Rettung aus den heutigen zu ständen bezwecken. Sie muß dieses umso mehr erkennen lassen, als irregeleitete und glaubensfeindliche Bestrebungen eine Besserung zu erringen hoffen durch eine rein mechanische Be feitigung der gegenwärtigen kapitalistischen Wirtschaftsordnung. Es muß der Anschein vermieden werden, mit diesen Bestrebun gen irgendwie übereinzustimmen. Deshalb müssen auch Wort prägungen, die zu einer solchen Meinung Anlaß geben können, möglichst vermieden werden. Das Kapital als Träger der Wirtschaftsordnung, der Kapitalismus als technisches Wirt schaftssystem sind zu unterscheiden von der Gesinnung, die ein seitig der Erwerbung und Nutzung von Kapital auf Kosten der höheren Menschheitsziele dient." Trotzdem der Staatsanwaltschaft die Tat des Angeklagten als einen Art größter Feigheit geißelte, beantragte er nur eine Gefängnisstrafe von einem Jahr und 200 Franken Geldstrafe. Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu zwei Jahren Gefängnis und zehn Jahren Ehrverlust. Zur sozialen Verständigung. Die flaren und gemeinverständlichen Ausführungen des Oberhirten der Kölner Erzdiözese sind für die im allgemeinen Interesse so dringend notwendige Verständigung zweifellos von weittragender Bedeutung. Als Ergebnis von Besprechungen mit katholischen Ver: tretern der Voltswissenschaftslehre, der Arbeiterschaft und des Unternehmertums hat Kardinal Schulte im firchlichen Anzeiger für die Erzdiözese Köln Richtlinien zur sozialen Versöhnung" peröffentlicht. Er richtet darin an den Klerus die Mahnung, daß bei Bekämpfung einer mißbräuchlichen Anwendung der tapitalistischen Wirtschaftsordnung die Mißverständnisse der mieden werden, die so oft durch das Fehlen flarer Grundsäge und forrekter Wortprägungen entstanden sind, und stellt weiter fest:„ Die Wirtschaftsordnung muste im Verlauf ihrer Ent widlung auf Verwendung von Kapital eingestellt werden. Das Kapital dient seiner Natur nach dazu, Güter herzustellen oder herstellen zu lassen, durch deren Verkauf es Gewinn erzielt. Dieser Gewinn wird in gleicher Weise verwandt. Die Steigerung der Produktion erfordert in vielen Erwerbszweigen die Ver wendung größerer Kapitalien, was zur Herausbildung um Versammlung der D. L. G. zur Förderung der Landarbeitsforschung. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lotal 12 Big., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz. Dorichriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollflischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Die wirtschaftliche Lage der Landwirtschaft. Die Wirtschaftslage in der Landwirtschaft ist zur Zeit sehr schlecht, ja teilweise geradezu trostlos. Die Steuerlast ist erdrückend. Der Bauer muß fast jede Mart, die er aus dem Verkauf von Erzeugnissen erlöst, aufs Finanzamt tragen. Hat er ja schließlich auch den eigenen Nahrungsbedarf, so bleibt doch taum etwas übrig für Kleidung und kulturelle Bedürfnisse. Die Schulden sind vielfach rasch wieder angewachsen und, da die Zinssäge fast dreifach so hoch sind als vor dem Krieg, drücken sie auch bei zahlenmäßig geringerem Schuldbe trag ebenso schwer. Die Preise für die Erzeugnisse sind wohl verhältnismäßig befriedigend und der Geldentwertung angepaßt, aber die Preise der landwirtschaft lichen und industriellen Erzeugnisse haben sich wie die Schenkel einer Schere auseinander bewegt. Diese Preisschere", wie der Volkswirt diesen Zustand nennt, hat sich noch nicht völlig geschlossen. Alles in allem: die Landwirtschaft ist zur Zeit unrentabel. Der Bauer muß auf jede Ernte drauflegen. Von einer Verzinsung des Anlagekapitals fann faum mehr gesprochen werden. Der Verlustverkauf der Ernte 1925 hat vielfach tatastrophale Wirkungen gehabt. Besonders unsere Kleinbauern, die ohnehin um ihre Eristenz schwer zu ringen haben, wenn sie nicht Rebenbeschäftigung in der Industrie oder sonstwo finden, sind äußerst hart betroffen. Die wichtige Frage der Landarbeitsforschung fand in die ser Versammlung eine ausdrudsvolle Würdigung. Wie der Vorsitzende, Herr Prof. Dr. Seedorf Göttingen, in seinen einleitenden Ausführungen bemerkte, ist das Pflänzlein, das vor sieben Jahren in Gestalt des Sonderausschusses für Landarbeit in die Erde gesenkt wurde, in günstiger Weise gediehen und zu einem ansehnlichen Stamm herangewachsen. Es sind einige neue Unterausschüsse gebildet, um die wichtigsten Fragen der Landarbeitslehre eingehender zu klären. Die vandarbeitslehre, deren Wichtigkeit kaum mehr angezweifelt werden dürfte, muß als vollgültiges Lehrfach an den Hochschulen zugelassen werden, und es muß dem Staate die Ueberzeugung beigebracht werden, daß es sich hier um unbedingte Lebensnotwendigkeiten handelt. Die Gedanken müssen durch Entwicklung des Schu! wesens in die Hände und Köpfe der Bevölkerung hineindringen. Hiernach hielt Herr Dr. Petersen einen Vortrag über die ,, Beobachtungen der D. L. G. auf dem Gebiete der Landarbeitsforschung 1926". Die grundlegende Frage auf diesem Arbeitsgebiete ist: Was wird in rationell bewirtschafteten Betrieben in den verschiedenen deutschen Wirtschaftsgebieten unter notmalen Arbeitsbedingungen an menschlicher, tierischer und maschineller Arbeit geleistet? Ueberall zeigte sich ein mehr oder weniger starker Rückgang der Intensität, der zum Teil aber auch durch vermehrte Anwendung von Maschinen und Geräten und nicht zuletzt durch Anwendung zweckmäßiger Löhnungs methoden veranlaßt wurde. Wochenrückblick. - Zweierlei tommt in Betracht, um zu helfen: Staatshilfe und Selbsthilfe. Letztere ist wichtiger und schließlich ausschlaggebend. Erstere kann nicht entbehrt werden. Die Spannung zwischen China und England hält unverändert an. Immer mehr Kriegsschiffe der verschiedensten Mächte sammeln sich in den chinesischen Gewässern zum Schuhe ihrer in China lebenden Unter tanen an. Kein Mensch tann voraussagen, wie sich die Lage entwickeln wird, zumal durch den Bürgerkrieg in China unübersehbare Verhältnisse herrschen. In Frankreich zeigen sich durch die eingetretene Arbeitslosigkeit, die von Tag zu Tag zunimmt, neue, schwierige Verhältnisse. Allerdings hat man dort jetzi den Vorteil, aus den deutschen und englischen Zuständen die entsprechenden Schlüsse ziehen zu können. In Paris tobt der Kampf der deutschen und französischen Bevollmächtigten wegen unserer Ostfestungen, vor allem wegen Königsberg. Das auftrumpfende Polen verlangt furzerhand Schleifung aller Befestigungen eine Forderung, die selbst Frankreich nicht zu stellen wagte. Unsere Unterhändler stehen vor schwierigen Problemen, woraus sich auch die lange Zeitdauer der Verhandlungen erflärt. - Die staatlichen Maßnahmen haben sich zu erstrecken auf die Steuerpolitit, die Kredithilfe und Kontrolle und auf die Beeinflussung der Preise. 1. Wenn auch selbstverständlich die Landwirtschaft nicht völlig von den Staatslasten befreit werden kann, so tann sie doch auf steuerlichem Gebiet eine ihrer besonderen Lage entsprechende und gerechte Behandlung erwarten. Die Steuerverteilung zwischen Landwirtschaft, Gewerbe und Industrie hat in letzter Zeit in Württemberg Anlaß zu schweren Auseinandersetzungen gegeben. Auffallend ist übrigens der Unterschied in der steuerlichen Behandlung des Großgrundbesizes, des mittleren und des Kleinbauern. Nach Angabe des preußischen Finanzministers im preußischen Landtag find 80 Prozent des Großgrundbesizes in Preußen von der Einkommensteuer befreit. Der mittlere und kleinere Besitz wird immer noch scharf herangezogen. Diese unterschiedliche Behandlung rührt zunächst davon her, daß bei der Einschätzung des Großgrundbesitzes die häufig von besonderen Sachverständigen geführte Buchhaltung zu Grunde gelegt werden darf. Diese zu führen, ist der Bauer aber teils nicht in der Lage, teils aber wird sie ihm, wenn er sie führt, wie ich dies in Bayern festzustellen Gelegenheit hatte, nicht als Unterlage für die Einschätzung anerkannt. Er ist so einer rohen Pauschaleinschätzung ausgeliefert, die den besonderen Verhältnissen nicht Rechnung trägt. Weiterhin kann der Großbesiz die anfallenden Arbeitslöhne als Werbefosten abziehen, während dies bei dem fast völlig mit eigenen Kräften arbeitenden Bauern nicht oder nur in tleinem Maßstab gestattet ist. Darin liegt wiederum eine große Härte. An der Unwirtschaftlichkeit der Großbetriebe zu zweifeln, liegt fein Anlaß vor. Aber lann denn der fleine Landwirt cher Steuer aus einem Einkommen bezahlen, das er gar nicht bezieht, als der Großagrarier? Wenn der Großbetrieb steuerfrei ist, sollte es in den meisten Fällen auch der Kleinbetrieb sein!- Steuerliche Gerechtigkeit ist unsere erste Forderung. Solche Zustände sollten nicht geduldet werden. Tie Geduld, mit der die Bauern diese häufig ungerechte Behandlung ertragen, ist mir schon oft bewunderswert erschienen. - Die der Landwirtschaft aus Staatsmitteln zugeführten Kredite sind zu dem kleinen Bauern vielfach überhaupt nicht vorgedrungen, und wenn dies der Fall war, so hatten sie sich auf dem weiten Weg von der Staatstasse her so sehr verteuert, daß sie nicht billiger waren, als die untragbaren Kredite der Privatbanken. Die Zinsgebahrung gerade der öffentlichen Sparlassen, landwirtschaftlichen Genossenschaften und Darlehenskassen fordert häufig scharfe Kritit heraus. Es ist nicht angängig, daß z. B. heute noch das Leihgeld einer Darlehenstasse, für das sämtliche Grundstüde einer Landgemeinde solidarisch verhaftet sind, 10 v. H. und mehr kostet. Es hilft nichts, wenn über die Tyrannei der Großbanten gejammert wird, während die landwirtschaftlichen Selbsthilfeeinrichtungen auch nicht besser handeln. Alle Geldinstitute, ob privat oder öffentlich, ob Christ oder Jude, wollen zuviel und zu rasch verdienen. Man stelle einmal fest, was die Geldanstalten selbst bezahlen, jet es für aufgenommene Spar- oder Depositengelder, Sonnabend, den 5. Februar 1927. sei es für Wechsel, welche ihnen die Reichsbank seit Juli ds. 3s. zu 6 Prozent distontiert. Und dann stelle man fest, was diese Institute fordern. Wo tann man Geld bekommen unter 10 Prozent? Und wo bleibt der Zwischengewinn von vollen 4 Prozent? Der Reichsbankdistontsag war im Jahre 1926 wie folgt festgesetzt: Ab 12. 1. 8 Prozent, ab 27. 3. 7 Brozent, ab 7. 6. 6 Prozent, ab 6. 7. bis Schluß 6 Prozent. Die obenerwähnte Darlehenstajje wird den Zinssatz im Jahre 1926 vermutlich auf 11 bis 12 Prozent festiegen. Also verteuert sich zwischen der allen guten Geldanstalten offenstehenden Geldquelle und dem Empfänger das Geld um teilweise 50 bis 100 Prozent. Dieser Zwi schengewinn verbleibt natürlich nur zum fleinsten Teil bei der Darlehenstasje. Zum größeren Teil fließt er in die Tasche der Zwischenglieder in der Kette von dem Zentralinstitut zum Kreditnehmer. Und diese Zwischen händler leisten dafür nichts als eine Unterschrift! Warum müssen denn die in Jahrzehnten angesammelten, freilich in der Inflation vernichteten Rüdlagen dieser Kassen im Lauf von ein paar Jahren auf die alte Höhe gebracht werden? Warum will man so schnell wieder reich werden? Was sich dort rasch anjammelt, muß sich der Landwirt am notwendigsten Lebensbedarf absparen. Die Kassen wollen rasch wieder hoch tommen, aber diese Gewaltfur zapft dem Landwirt, wie übrigens auch den anderen Ständen, das Blut ab. Die Kassen sind die Verwalter der meist flüssigen, öffentlichen Gel der und deshalb doppelt verpflichtet, gemeinnützig und gemeinsinnig zu wirtschaften. Wer schiebt hier Riegel por? Wer hat ein Auge auf die Zinsipannen der Kaj sen und Banten? Jst nicht bei diesen Umständen die Geldwirtschaft ,, reif" zur Verstaatlichung? Wie aber fann die Preisfrage gelöst, wie die ,, Preisschere" geschlossen werden? Durch Zölle? Alle Volkswirtschaftler von Bedeutung sind sich darüber einig, daß Getreide- und Viehzölle, wie auch andere Zölle, auf die Dauer fein wirtsames Mittel zur Hebung der Erzeugung sind, da sie wie ein fünstliches Belebungsmittel wirken, dessen anfeuernder und belebender Wirkung die Erschlaffung auf dem Fuße folgt. Nur sogenannte Kampfzölle zur Beeinflussung der Zoll gesetzgebung der Nachbarländer hält man noch für be: rechtigt und zweckmäßig. Auch Professor Dr. Areboe, früher Direktor der landwirtschaftlichen Hochschule in Hohenheim, einer der bedeutendsten Köpfe der Agrarwissenschaft, lehnt aus diesen Gründen die Zölle ab, da nur der freie Wettbewerb auf die Dauer die Erzeugung hebe. Es ist zuzugeben, daß solche Einwände in normalen Zeiten und unter normalen Bedingungen ihre Berechtigung haben. In Zeiten besonderer Not sind aber rasche Maßnahmen nötig. Dabei unterliegt die deutsche Landwirtschaft stets ungünstigeren Erzeugungsbedingungen als ihre ausländischen Konkurrenten, besonders in Amerika. Sie fann überdies ihre Erzeugnisse nur einmal im Jahr umsetzen, während die Industrie in dieser Beziehung unbegrenzte Möglichkeiten hat. Es ist ein Unding, Industriezölle zu bewilligen und der Landwirtschaft, welche die Industrieerzeugnisse taufen muß, solche zu versagen. Führende Bauern in Süddeutschland haben es offen ausgesprochen, daß sie bereit wären, auf Getreidezölle zu verzichten, wenn auch die Industriezölle wegfallen würden. Nachdem diese aber bewilligt waren, hätte es den Ruin der Landwirtschaft bedeutet, wenn man sie ohne Zollschutz gelas jen hätte. Durch den Zoll wird der Preis des täglichen Brotes bestimmt, darüber sind wir uns klar. Wir sind durch aus keine unbedingten Anhänger des Schutzzolles, umso mehr aber ist uns deutlich, daß der übrigens sehr mäßige Zollschutz der Landwirtschaft für diese zur Zeit Lebensnotwendigkeit ist. Die Industrieprodukte sind im letzten Jahre unter dem Druck der Wirtschaftskrisis und der Kreditnot wesentlich zurückgegangen. Was vor allem noch zu teuer für den Bauern ist, ist der Kunstdünger. Wir vermissen eine stärkere Aufsicht des Staates über die Preisgebarung der Dünger- Syndikate. Man sollte vor Eingriffen hier nicht zurückschreden! Gustav Adolf und unsere Zeit. Zeitgemäße Betrachtungen zu Friedrich Bartels' Gustav Adolf- Drama. Schluß. Das sind bittere Worte, die unser heutiges Geschlecht noch weit vernichtender treffen als die deutschen Zeitgenossen des gro ßen Schweden, der ein so warmes Herz für Deutschland besaß, daß er sein Leben dafür in die Schanze schlug: Ja, Mann, mein Herz blidt unverwandt hinüber insschwedische Heimatland; doch sage, du deutscher Erde Entsproß'ner, ja sage, wer dient ihr unverdroẞ'ner von der Windel bis zum Totenhemde, als ich, ihr Kind aus der schwedischen Fremde! O Deutschland, Deutschland, vor deinem Namen wir voller Ehrfurcht herüber tamen, doch war dein Name nicht eitel Wind, so war er das Erbe edler Väter, das die Söhne vergeuden, denn diese sind herzlose Schleicher, dumme Verräter! Vernichtender hat nie ein Dichter über die Deutschen Gericht gehalten als Friedrich Bartels in seinem Gustav Adolf- Drama, aber fein ehrlicher Deutscher wird ihre Wahrheit bestreiten wol len, und uns fönnen heute nur noch die bittersten Wahrheiten helfen. Sehr beherzigenswert für alle sogenannten Aufge= klärten und Freidenker", die sich flüger dünken als andere Menschen, sind auch die Worte: " Gießener Zeitung" Aber die Hauptaufgabe, das Hauptproblem der Landwirtschaft ist die Hebung, Steigerung und Verbil ligung der Erzeugung. Sie ist nur möglich, wenn auch der fleinste Bauer so fortschrittlich wirtschaftet wie nur irgend möglich. Hier kann dem Bauern niemand helfen. Die Hauptleistung muß er selbst vollbringen. Wenn er sich in dieser Beziehung nicht wehrt und nicht der Zeit anpaẞt, geht er zu Grunde. Auch der fürsorg: liche Staat tann ihn nicht retten, wenn er in seiner Betriebsführung nicht auf der Höhe der Zeit bleibt. Neben der verfeinerten Düngertechnik muß er durch neue Maschinen u. Geräte, Saatgutnormisierung( es gibt heute in Deutschland, wenn wir recht unterrichtet sind, zirka 2000 verschiedene Kartoffel- und Getreidesorten) und ähnliche Maßnahmen, eine Leistungssteigerung bewirfen. Nur eine solche wird ihm auf die Dauer seinen Lebensunterhalt sichern. Dazu ist mehr als bisher genossenschaftlicher Zujammenschluß der Bauern zu gemeinsamem Bezug von Maschinen, Saatgut, Krediten und zu gemeinſamem Abjazz der Erzeugnisse notwendig. Dabei werden kleinere örtliche Zusammenschlüsse häufig ebenso wertvoll sein wie große Organisationen, denen gegenüber der Bauer etwas mißtrauisch geworden ist, weil er gar manchmal nicht sehr genossenschaftlich behandelt worden ist. Der Bauer muß im übrigen aus seiner geistigen Schwerfälligkeit herauskommen. Die Hebung seiner wirtschaftlichen Lage setzt die geistige Hebung des ganzen Standes voraus. Die landwirtschaftlichen Winter schulen haben hier ein überreiches Feld für ihre Betätigung. Ganz besonders begrüßen wir die Arbeit der Bauernhochschule in Sulz a. N. Vielleicht tönnte mit Staatsunterstützung an begabte und bedürftige BauernSöhne ihre Aufgabe wirksam unterstützt werden. Auch die politischen Vertretungen der Bauern haben sich um die Hebung ihres Standes große Verdienste erworben. Zum Beispiel hat der württembergische Bauern- und Weingärtnerbund auf diesem Gebiet ganz hervorragen des geleistet. Ist dies durchaus anzuerkennen und zu schätzen, so können wir doch häufig mit der sonstigen Haltung eines Teils der Führung des Bauernbundes nicht einig gehen. Darüber vielleicht ein andermal. P. B. Lokales. Keine Zeit... Man hat vieles nicht. Man muß manchen Pflod zurüc steden. Man muß sich mit dem, was notgedrungen nun einmal so und nicht anders ist, irgendwie abfinden. Wobei sich die Menschen natürlich sehr verschieden gebärden, also mit mehr oder weniger Grazie. Am häufigsten und gleichsam am selbstverständlichsten entbehrt man die Zeit. Fast automatisch, - fast sprichwörtlich, fast schicksalsnotwendig kommt täglich die Redewendung:„ Ich habe leine Zeit!" Fast ganz gedankenlos wird es oft gesagt, und man hetzt weiter. Manchmal aber wird diese tägliche Hetze und Unruhe doch als etwas recht Dummes und Schlimmes empfunden. Es macht so nervös. Und eines Tages greift man sich an den Kopf und gesteht es sich, daß man an der richtigen Lebenskunst und Glüdsmöglichkeit so recht gründlich vorbeigejagt ist. - Einer unserer Modernsten hat es einmal ganz nett in Verse gebracht, wie Mann und Weib schaffen, verdienen und so weit zufrieden sein könnten, aber es fehlt ihnen zur rechten Frei heit und Freudigkeit noch eine Kleinigkeit, manchmal tönnte, müßte, würde man schon etwas mehr Zeit ,, nur Zeit". Doch haben, wenn man nur wollte. Es muß doch schließlich nicht jener Zersplitterungsgeist sein, der einen mit einigen Dutzend Vereinen, Sigungen, sogenannten Ehrenämtern, gesellschaftlichen Verpflichtungen, persönlichen Stedenpferden usw. be lastet, worüber dann 3. B. die Familie zu kurz kommt und auch der eigne innerst persönliche Mensch. Wenn eine Mutter für ihre Kinder ,, keine Zeit" hat, wohl aber für Vereins- Vorstandstätigkeit und an sich vielleicht sehr schöne Gemeinnützigkeit ganze Tage und Abende immer bereit hat, oder wenn sich besagte Mutter gar durch bloßen Geselligkeitstrubel immer und immer wieder vom Hause fernhalten läßt, dann ist das ein Jam mer und Unfug. Im übrigen ist es merkwürdig, wie man auf einmal Zeit hat, wenn es eben sein muß. Ein solider Zahn schmerz, und alles andere ist Nebensache und bleibt liegen, Niemand steht über den Parteien der Glaubensarten als Gott allein Und so auch hat mich der Herr aller Welt, ohne mich zu fragen, hineingestellt in meine und keine andre Partei, auf daß sie meine Werkstatt sei, und ich halte den letzten Tropfen Blut, ihr die Treue zu halten, nicht für zu gut. Fürwiß, daß du vertrauen könntest und dem Herrn aller Welt die Herrschaft gönntest!. Doch immer wähnt er, Gott gleich zu sein, erhaben über den Parteien; doch nicht darüber, darunter steht er, in Herrsch und Habsucht ein ew'ger Verräter. Er trennt, was sonst verträgt sich gut, er mischt, was Gott geschieden; Krieg führt er ohne Opfermut, Unfriede im Herzen, schließt er Frieden. Ganz erschütternd aber ist, was der greise Schütte, Gustav Adolfs Jugenderzieher, der seinen geliebten König nach Schwe den zurückholen will, um ihn vor dem Verderben in Deutschland zu bewahren, mit Bezug auf das deutsche Volk und die deutschen Verhältnisse flagt: Den Lügner selbst hast du gehört! Dies Bolt, es ist nicht rettenswert! Ich sah deine Deutschen splitternadt, und Grauen hat mir die Seele gepadt! Deutsches Leid ist deutscher Streit, und deutscher Streit ist deutscher Reid! Str. 6. denn man muß ja einfach zum Zahnarzt. Und noch etwas Merkwürdiges und zugleich Alltägliches: Man hat feine Zeit, einen lieben Menschen zu besuchen, denn da tommt immer etwas dazwischen, Berufliches, Geschäftliches, Häusliches usw. Aber wenn er tot ist und begraben wird, da kommt man eilends auch von weither, da hat man Zeit, aber der liebe Tote hat Ja, es ist eine seltsame Sache mit dem Keine Zeit"-haben. nichts davon * Uebergang von der Grundschule in die höhere Schule. Die normale Dauer der Grundschule beträgt 4 Jahre. Doch fönnen Schüler und Schülerinnen, deren geistige und körperliche Betanlagung und deren Schulleistungen erwarten laffen, daß sie ohne Ueberspannung ihrer Kräfte im Unterricht der Sexta mit guten Schülern, die den vierjährigen Grundschullehrgang durch. laufen haben, auf die Dauer Schritt halten tönnen, schon nach dem 3. Grundschuljahr in die Serta der höheren Schulen aufgenommen werden. Eltern, die der Ansicht sind, daß ihre Kin der diesen Bedingungen entsprechen, und deshalb von der Möge lichkeit der Abkürzung der Grundschulzeit Gebrauch machen wol len, haben einen entsprechenden Antrag schriftlich oder mündlich beim Rettor der Grundschule zu stellen. Es empfiehlt R dringend, diese Anträge schon in den nächsten Tagen einzureichen. Kreis oder Stadt- schulamt entscheidet spätestens bis zum 1. März über die Anträge. I Lohnsteuer. Das Reichsfinanzministerium weist auf fol gendes bin: Arbeitnehmer, die wegen Verdienstausfalls oder wegen besonderer wirtschaftlicher Verhältnisse einen Antrag auf Erstattung von Lohnsteuer stellen tönnen, müssen dies bis zum 31. März 1927 bei dem Finanzamt, in dessen Bezirk sie am 31. Dezember 1926 ihren Wohnsitz gehabt haben, tun. Frift versäumnis hat Ablehnung des Erstattungsantrags zur Folge. Ein Merkblatt, ebenso Vordrucke zu Erstattungsanträgen, ist bei den Finazämtern unentgeltlich erhältlich. * Ausgabe von Heimsparbüchsen bei der hiesigen Bezirks sparkasse. In der Erkenntnis, daß Sparen not tut und daß auch schon von der Jugend in Kleinsten Pfennigbeträgen ge spart werden muß, hat die Bezirkssparkasse Gießen ihre frühere Einrichtung, die Ausgabe von Heimsparbüchsen" von neuem wieder eingeführt. Die Heimsparbüchsen" sollen den Sparfinn unter den Kindern fördern und diese veranlassen, kleine Geld beträge, welche sie als Geschenk erhalten, nicht zu Näschereien usw. zu verwenden, sondern zu sparen. Die Heimsparkasetten tönnen nur bei der Sparkasse entleert werden. Die so gespar ten Gelder werden einem Sparbuch gutgeschrieben. Näheres ist an den Kaffenschaltern der Bezirkssparkasse Gießen zu erfahren. ( Siehe auch heutige Anzeige.) Silfe in jeglicher Not. Das Deutsche Rote Kreuz legt so eben feinen neuen Jahresbericht vor. In dem neuen Jahres bericht reden die Zahlen eine nicht zu überhörende Sprache. Auf 7200 Zweigvereinen in allen Teilen des Reiches erhebt sich der Bau des Deutschen Roten Kreuzes. 1 125 000 Mitglieder gehören diesen Vereinen an. Auf 1000 Einwohner fommen in Deutschland 18 Mitglieder. Es unterhält 304 Anstalten mit 16 000 Krankenbetten und 3563 Pflegekräften. Es unterhält ferner 556 Krippen, Kindergärten, Horte usw. mit 26 825 Plät zen und 1112 Pflegekräften. Die Zahl der Rotkreuzschwestern beträgt 7211. Jn 2167 Sonitätskolonnen vereinigen sich rund 84 000 Sanitätsmänner; sie und ihre Einrichtungen sind im Berichtsjahre 448 824 mal in Anspruch genommen worden. * Amtsgericht. Im Wege der Zwangsversteigerung sollen am Mittwoch, den 16. März ds. Js., nachmittags 3.30 Uhr, Grundstücke des in Alten- Bused ansässigen August Hof und Frau Dersteigert werden. Personen, die ein der Versteigerung ent gegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, dies geltend zu machen. Hessische Lutherstiftung Gießen. Aus dieser Stiftung find an bedürftige Studierende der Theologie Stipendien zu vergeben. Näheres durch Herrn Geh.- Rat D. D. Krüger. Bersonalien. Der Studienreferendar Dr. Hugo Stog zu Gießen wurde zum Studienassessor ernannt. * Luftpostpakete. Vom 1. Februar an werden für Luftpoft pakete neben den gewöhnlichen Gebühren folgende ermäßigte Luftpostzuschläge erhoben: Nach dem Inlande, Danzig u. Defter reich für Pakete bis 1 Kilogramm 1,60 R.-Mt., darüber für je des angefangene% Kilogramm 40 Pfg. ** Wiedereröffnung von Biehmärkten in Hessen. Nachdem die Maul- und Klauenseuche start im Abflauen begriffen ist, wird der Viehmarkt in Alsfeld am 7. Februar wieder eröffnet werden. Neid ist am Werk hier, wie immer verkleidet, und jetzt wird in Glaubensgewändern geneidet! Es gedeiht hier fein Herzog, tein Kurfürst, fein Kaiser, tein Heiliger, fein Künstler, fein Weiser; der Miggunst Meute ihn niederhält, und wenn sie selbst vergebens bellt, so ruft sie den fremden Beißer hinzu, und solch ein Helfer bist jetzt du! Du bist und bleibst der Schwede, wie du dich auch mengst in die Reidesfehde, bis dich verschluckt der trüg'rische Grund Der Dichter läßt sein Drama mit dem Triumph Gustav Adolf's nach dem Siege bei Breitenfeld enden. Ein zweiter Teil ,, Gustav Adolfs Tod" soll noch folgen. Wir dürfen gespannt sein, was er uns in diesem zweiten Teil noch zu sagen haben wird. Aber schon dieser erste Teil als erschütternde Predigt allerbitterster Wahrheiten, die die tiefsten Tiefen deutschen We jens berühren, ragt hoch über alle Gustav Adolf- Dramen empor. Wenn wir die flammende Zorn- und Bußpredigt dieses Werkes in rechtem Geiste aufnehmen und damit eine flare und umfas sende Selbsterkenntnis gewinnen, so dürfte der Weg beschritten sein, auch endlich zur Selbstüberwindung, zur Befiegung und Ausrottung uralter deutscher Schwächen und verhängnisvollster Fehler, zur endlichen Einheit und Harmonie mit Gott zu ge langen. - Das Wert, das bei Theodor Weicher erschienen ist, gehört in jedes deutsch- evangelische Haus. Gustav Hildebrant, Sonnabend, ben 5. Februar 192 + Reue Kraftpoftlinie in Oberheffe Wunsch der abseits der Eisenbahn lieger meinden zwischen Alsfeld und Ulrichstein Jung. Am 10. Februar wird die Kraftpoft burg- Hopfgarten- Renzenooti- Un Badenrod- Storndorf- Meiches-- F heim Wrighstein in Betrieb genomme * Oberhessischer Geschichtsverein. Am den 7. Februar, abends 8.15 Uhr, finde Hala ein Vortrag des Herrn Oberstudiendi Dagent Dr. Barges über„ Die Kolonisatio landes" statt. Geflügels und Bogelzuchtverein für G a B. 1897. Heute abend 8 Uhr im Pfäl jammlung. * t Festgenommen wurden zwei Manns wegen Sittlichkeitsverbrechen, begangen 14 Jahren. Es handelt sich hier um zw gänge. * Diebstähle. Am 27. Januar 1927, ab 7 Uhr, wurden durch Einschleichen eines Di effe eines Geschäfts in der Neustadt 8 bis wendet. In den letzten Tagen wurden a Keller eines Wirles und Meggermeisters ca. 20 Literflaschen Weißwein, sowie einig wein, darunter Bonekamp, Kirschwasser, Marte entwendet. * Fahrraddiebstähle. In letzter Zeit w räder entwendet: Gin Herrenfahrrad, Mark Nr. unbekannt, schw. Rahmen, gelbe Felgen Marke Vittoria, Halbrenner, Modell 1, sch - Felgen. Sichergestellt wurden ein 5 Görite, Nr. 625 415, und ein Damenfahrr Nr. 43718. Die rechtmäßigen Eigentümer mit der Kriminalpolizei Gießen ins Benef gegen Bor Antaus gestohlener Sachen wi Sachdienliche Mitteilungen, welche zur Au stählen dienlich sind, nimmt die Kriminal Aus Rab und Lollar. Die älteste Vereinsfahne Selfe Kriegerverein ,, Ludwig zur Treue". Gi Jahre 1742. Der Verein selbst besteht über älteste Kriegerverein des Hessenlandes. Laubach. Auf den letzten Holzversteig um 1 bis 1% R.-Mt. für den Raummete toftete der Raummeter Buchenscheit im 11.- R.- Mart Ridda. Der Amtstag des Kreisam Monat Februar findet am zweiten Freitag Bürgermeisterei Nidda statt. Bad Nauheim. Vom 27. bis 30. Apr der 2. ärztliche Kongreß für Psychotherapie der hervorragendsten Führer dieses wisser Den Borsitz führt Geheimrat Sommer- Gi Bad Nauheim. Bor etwa 10 Jahrer Gg. Langsdorff, hier, durch einen Nerven loren. In der Nacht vom Samstag zum einen quälenden Traum, er geriet in hö einen Schrei aus, siehe da, der Mann ha gefunden. Friedberg. Zwischen Friedberg und S stadt ist von privater Geite eine neue 2 ben gerufen worden. Büdingen. Regierungsaffessor Koeh Jahre beim hiesigen Kreisamt war, w Gießen versetzt. Der endgültige Nachfol Gießen verfekten Regierungsrats Wolf is Dom Kreisamt Schotten. Büdingen, 3. Febr. Heute beging nahme der dahier im Ruhestand lebende Boldmar feinen 75. Geburtstag. Er ist storbenen bekannten Komponisten und als Prof. der Mufit am Geminar zu Hor Auf dem Gebiet des Tierschuhes nimmt T führende Stelle ein. Darmstadt. Am 5. Februar begeht d Richard Hoelscher, von Land und Leut 60. Geburtstag in ungebrochener Kraft Gemälde zeigen alle die solide Technik persönlichkeit. Oppenheim. Nachdem in Zeitungen abfigtigt lei, den Kreis Oppenheim auf deren hessischen Kreisen zu verschmelzen, Jammlung mit der Angelegenheit befaßt schließung gefaßt, in der gesagt wird, da ung sich mit allen Mitteln zu wehren be lung des Landkreises zu verhindern. Mainz. In diesem Jahre wird zun der Borkriegszeit ein Rosenmontagszug finden. Zwar ist es nicht gestattet, öffer dagegen werden um so schönere Kostüme Rofenmontagszug, der bekanntlich am T am 28. Februar, stattfindet, werden tein net man doch mit etwa 100 000 R.- Marf Zuges. Darmstadt. Aus der soeben veröf evangelischen Landestirche Hessens dürft befonderem Interesse sein: Die Zahl der ( 1. Oftertag, 12. Gonntag nach Trin., Kitchenbesucher beträgt im ganzen 10 41502 Kinder. Den höchsten Kirchenbesud für die fünf größten hessischen Städte erge Str. 6. infach zum Zahnarzt. Und noch etwas gleich Alltägliches: Man hat teine Zeit, zu besuchen, denn da tommt immer rufliches, Geschäftliches, häusliches us. nd begraben wird, da fommt man eilenbs hat man Zeit, aber der liebe Tote hat a, es ist eine seltsame Sache mit dem der Grundschule in die höhere Schule. Die undschule beträgt 4 Jahre. Doch fönnen nen, deren geistige und törperliche Ber Schulleistungen erwarten laffen, daß sie rer Kräfte im Unterricht der Gerta mit n vierjährigen Grundschullehrgang durch Dauer Schritt halten tönnen, schon nad in die Sexta der höheren Schulen auf Itern, die der Ansicht sind, daß ihre Kin n entsprechen, und deshalb von der Mög der Grundschulzeit Gebrauch maten wol Cechenden Antrag schriftlich oder mündlich dschule zu stellen. Es empfiehlt sich schon in den nächsten Tagen einzureichen. t- schulamt entscheidet spätestens bis zum räge. Reichsfinanzministerium weit auf fol mer, die wegen Verdienstausfalls oder tschaftlicher Verhältnisse einen Antrag hnsteuer stellen tönnen, müssen dies bis dem Finanzamt, in deffen Bezirk sie am en Wohnsitz gehabt haben, tun. Frift ung des Erstattungsantrags zur Folge. Bordrude zu Erstattungsanträgen, ist bei geltlich erhältlich. imsparbüchsen bei der hiesigen Bezirks enntnis, daß Sparen not tut und daß gend in kleinsten Pfennigbeträgen ge die Bezirksspartasse Gießen ihre frühere be von Heimsparbüchsen" von neuem ,, Seimsparbüchsen" sollen den Sparfinn ern und diese veranlassen, kleine Geld Geschenk erhalten, nicht zu Näschereien ern zu sparen. Die Heimspartajetten tasse entleert werden. Die so gespar Sparbuch gutgeschrieben. Näheres ist er Bezirkssparkasse Gießen zu erfahren. ige.) Rot. Das Deutsche Rote Kreuz legt so sbericht vor. In dem neuen Jahreseine nicht zu überhörende Sprache. in allen Teilen des Reiches erhebt sich Roten Kreuzes. 1125 000 Mitglieder an. Auf 1000 Einwohner kommen in er. Es unterhält 304 Anstalten mit d 3563 Pflegekräften. Es unterhält ergärten, Sorte usw. mit 26 825 Plät en. Die Zahl der Rotkreuzschwestern Sonitätsfolonnen vereinigen sich rund sie und ihre Einrichtungen sind im in Anspruch genommen worden. Wege der Zwangsversteigerung sollen März ds. Js., nachmittags 3.30 Uhr, Bused ansässigen August Hof und Frau sonen, die ein der Bersteigerung ent ben, werden aufgefordert, dies geltend ftung Gießen. Aus dieser Stiftung Dierende der Theologie Stipendien zu Herrn Geh.- Rat D. D. Krüger. : Studienreferendar Dr. Hugo Stop Studienassessor ernannt. om 1. Februar an werden für Luftpoft nlichen Gebühren folgende ermäßigte : Nach dem Inlande, Danzig u. Defter Cilogramm 1,60 R.-Mt., darüber für je gramm 40 Pfg. von Viehmärkten in Hessen. Nachdem euche stark im Abflauen begriffen ist, Ilsfeld am 7. Februar wieder eröffnet f hier, wie immer verkleidet, Glaubensgewändern geneidet! fein Herzog, tein Kurfürst, kein Kaiser, ein Künstler, fein Weiser; eute ihn niederhält, bft vergebens bellt, emden Beißer hinzu, fer bist jezt du! ſt der Schwede, mengst in die Neidesfehbe, der trüg'rische GrundDrama mit dem Triumph Guftav i Breitenfeld enden. Ein zweiter Teil I noch folgen. Wir dürfen gespannt em zweiten Teil noch zu sagen haben erste Teil als erschütternde Predigt , die die tiefften Tiefen deutschen We über alle Gustav Adolf- Dramen empor Zorn- und Bußpredigt dieses Werles men und damit eine klare und umfasewinnen, so dürfte der Weg beschritten ftüberwindung, zur Befiegung und AusChwächen und verhängnisvollster nheit und Harmonie mit Gott zu ge eodor Weicher erschienen ist, gehört in Gustav Hildebrant Sonnabend, ben 5. Februar 1927. + Neue Kraftpoftlinie in Oberhessen. Ein langgehegter Wunsch der abseits der Eisenbahn liegenden oberhessischen Ge meinden zwischen Alsfeld und Ulrichstein geht endlich in Erfüllung. Am 10. Februar wird die Kraftpostlinie Alsfeld Alten burg- Hopfgarten Renzenootf Untersorg- Obersorg- Badenrod Storndorf Meiches Röddingen Helpers: heim Ulrichstein in Betrieb genommen werden. - - • Oberhessischer Geschichtsverein. Am kommenden Montag, den 7. Februar, abends 8.15 Uhr, findet im Hörsaal 44 der Aula ein Vortrag des Herrn Oberstudiendirektors a. D. PrivatDozent Dr. Barges über„ Die Kolonisation des deutschen Ostlandes" statt. • Geflügel, und Bogelzuchtverein für Gießen und Umgegend ex B. 1897. Heute abend 8 Uhr im Pfälzer Sof" Monatsver sammlung. * Festgenommen wurden zwei Mannspersonen aus Gießen wegen Sittlichkeitsverbrechen, begangen an Mädchen unter 14 Jahren. Es handelt sich hier um zwei verschiedene Bor gänge. • Diebstähle. Am 27. Januar 1927, abends zwischen 6 und 7 Uhr, wurden durch Einschleichen eines Diebes aus der Ladenfaffe eines Geschäfts in der Neustadt 8 bis 10 Silbermart ent wendet. In den letzten Tagen wurden aus dem derschlossenen Keller eines Wirtes und Metzgermeisters in der Steinstraße ca. 20 Literflaschen Weißwein, sowie einige Flaschen Brannt wein, darunter Bonekamp, Kirschwasser, Cognat und einige Würfte entwendet. * Fahrraddiebstähle. In letzter Zeit wurden folgende Fahr räder entwendet: Ein Herrenfahrrad, Marte Brennabor, Fabr. Nr. unbekannt, schw. Rahmen, gelbe Felgen, ein Herrenfahrrad, Marke Vittoria, Halbrenner, Modell 1, schw. Rahmen, braune Felgen. Sichergestellt wurden ein Herrnfahrrad, Marke Görife, Nr. 625 415, und ein Damenfahrrad, Marke Panther, Nr. 43718. Die rechtmäßigen Eigentümer werden ersucht, sich mit der Kriminalpolizei Gießen ins Benehmen zu setzen. gegen. • Bor Antauf gestohlener Sachen wird hiermit gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen, welche zur Aufklärung von Diebstählen dienlich sind, nimmt die Kriminalpolizei Gießen entAus Nah und Fern. Lollar. Die älteste Vereinsfahne Sessens besitzt der hiesige Kriegerverein ,, Ludwig zur Treue". Sie stammt aus dem Jahre 1742. Der Verein selbst besteht über 80 Jahre und ist der älteste Kriegerverein des Hessenlandes. Laubach. Auf den letzten Holzversteigerungen ist der Preis um 1 bis 1% R. Mt. für den Raummeter zurüdgegangen. So foftete der Raummeter Buchenscheit im Durchschnitt nur noch 11. R. Mart. Nidda. Der Amtstag des Kreisamts Büdingen für den Monat Februar findet am zweiten Freitag des Monats auf der Bürgermeisterei Nidda statt. Bad Nauheim. Vom 27. bis 30. April ds. Js. findet hier der 2. ärztliche Kongres für Psychotherapie statt, unter Mitarbeit der hervorragendsten Führer dieses wissenschaftlichen Gebietes. Den Vorsitz führt Geheimrat Sommer Gießen. Bad Nauheim. Vor etwa 10 Jahren hatte der Landwirt Gg. Langsdorff, hier, durch einen Nervenschod die Sprache ver loren. In der Nacht vom Samstag zum Sonntag hatte er nun ,, Gießener Zeitung" len: Offenbach 4,9 Prozent, Gießen 8,3 Prozent, Darmstadt 8,9 Prozent, Mainz 13,6 Prozent und Worms 14,4 Prozent. Am Abendmahl nahmen 400 676 Personen oder 67,8 Prozent teil. Bon 6245 Ehen, in denen beide Teile evangelisch waren, wurden 5875 oder 94,1 Prozent firchlich getraut. Evangelisch getauft wurden 17 367 Kinder, konfirmiert 16 968 Kinder, von 10 027 verstorbenen Evangelischen wurden fast alle tirchlich beerdigt Frankfurt a. M. Der Bureaugehilfe Hermann, der die Kunigunde Hufnagel wegen verschmähter Liebe und deren Schwä gerin erschossen und die Mutter des Mädchens schwer verletzt hat, wurde wegen Mordes zweimal zum Tode, wegen Mordversuchs und Totschlagsversuchs zu einer Gesamtzuchthausstrafe von zehn Jahren und dauerndem Ehrverlust verurteilt. Neue Bücher. Bestalozzi, Lienhard und Gertrud. Velhagen& Klaffings Jus gendbücherei, Band 31. Preis 0,70 R- Mt. Verlag Velhagen & Klasing in Bielefeld und Leipzig. In dieser Jugendbücherei erscheint soeben als Band 31 diese bekannte und wertvolle Schrift Heinrich Pestalozzis. „ Des Deutschen Baterland", die illustrierte Bundeszeitschrift der„ Nationalen Einheitsfront e. V." bringt in ihrem zweiten Heft des Jahrgangs 1927 wieder eine Fülle von interessanten und lehrreichen Aufsätzen aus dem Gebiet der Propaganda für das Deutschtum. Hermann Bang: Gräfin Urne. Roman. Aus dem Däni schen übersetzt v. Emil Jonas. Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser- Verlag 6. m. b. H., Berlin. Hermann Bang ist an erkannter Meister in der Kunst der Darstellung seelischer Vorgänge. Für diese seine Kunst ist der Roman ,, Gräfin Urne", in dem Bang das Leben einer einsamen Frau mit verhaltener Wehmut schildert, wohl das bezeichnendste seiner Werke. Der vornehme Halblederband ist zum Mitgliedspreis von 3,30 M erhältlich. Ausführliche Verlagsverzeichnisse versendet die Geschäftsst. Berlin- Charlottenburg 2, Berlinerstr. 42/43. fostenlos. Die dramatisierte Zeitung. Wissen Sie, was das ist? Nein? Dann lesen Sie im Februarheft von„ Westermanns Monatss heften" nach, was darüber in Wort und Bild gesagt ist. Im üb= rigen ist das Heft der Lebenfreude, der Lebensbejahung und dem Humor gewidmet. Rolf Cunz: Deutsches Mufitjahrbuch. Band 4. Mark 3.-. Verlag Theodor Reismann- Crone GmbH., Essen, Saasenstr. 36. Der 4. Band des Deutschen Musikjahrbuches, das seit 1922 Rolf Cunz herausgibt, vertieft und erweitert die früher angeschnitte nen Fragenkomplete als ein in sich abgeschlossenes Sammelwert, an dem, auch schon wegen seines diesmal festgesetzten vollstümlichen Preises, tein Musiktreibender und Musikinteressierter vorbei gehen kann. Das reichhaltige Tatsachenmaterial bietet Winte und Fingerzeige aus jedem Arbeitsgebiet. Mathesius, Eigenhäuser, Heimstätten, kleine Wohnhäuser usw. für Gartenstädte, Billenkolonien, Bauvereine, Vororte und das Land, vorwiegend 4 bis 8 3immerhäuser, 90 bürgerliche Hausbeispiele in 300 Ansichten, Grundrissen usw. mit Angabe der Baukosten als Grundpreise. Herausgegeben von H. Mathesius. Preis R.-Mt. 8.-, gebunden R.-Mt. 10.00( Porto 50 Pfg.). Heimkultur- Verlag, G. m. b. 5., Biebrich- Wiesbaden, Schließfach Nr. 7, Postschedtonto Frankfurt a. M. 7279. Mehr Raum. Immer größere Ziele steckt sich das moderne Flugzeug. Die neueste Nummer der 3. 3." zeigt ein neues Großflugzeug, das die Leistungsfähigkeit des deutschen Fugeinen quälenden Traum, er geriet in höchste Erregung und stieß Honig Bienen- Schleun einen Schrei aus, siehe da, der Mann hatte die Sprache wieder gefunden. Friedberg. Zwischen Friedberg und Ober- und Nieder- Wöllstadt ist von privater Seite eine neue Automobillinie ins Le ben gerufen worden. Büdingen. Regierungsassessor Koehler, der annähernd 2 Jahre beim hiesigen Kreisamt war, wurde an das Kreisamt Gießen versetzt. Der endgültige Nachfolger des ebenfalls nach Gießen versetzten Regierungsrats Wolf ist Regierungsrat Weber vom Kreisamt Schotten. Büdingen, 3. Febr. Heute beging unter allgemeiner Teilnahme der dahier im Ruhestand lebende Geh. Schulrat Dr. Erw. Boldmar seinen 75. Geburtstag. Er ist der Sohn des 1887 verstorbenen bekannten Komponisten und Orgelvirtuosen V., der als Prof. der Mufit am Seminar zu Homberg bei Kassel wirkte. Auf dem Gebiet des Tierschutzes nimmt Dr. Erwin Voldmar eine führende Stelle ein. Darmstadt. Am 5. Februar begeht der bekannte Maler Prof. Richard Hoelscher, von Land und Leuten in Oberhessen seinen 60. Geburtstag in ungebrochener Kraft und Lebensfrische. Seine Gemälde zeigen alle die solide Technik einer gereiften Künstlerpersönlichkeit. beste Qual., 10 Pfd. Dose 10,50 M, KeuleLindenhlüte 12 Mark. halbe 6 M. und 7 M. franko, Nachn. 50 Ptg. mehr. W.Krieger, Honigversand, Rietberg 50, in Westf. Wir suchen Verkäufl. Häuser jed. Art zwecks Unterbreiung an aufn teressenten. Nur Angebote v. Selbsteigentümern erwünscht an den Verlag Haussu. Grundbesitz Frankfurt/ M., Zeil 51 Bester Broterwerb ist eine Strickmaschine. Satalog fr. P. Kirsch, Würzburg, Sanderring 6 Wie Ble zur See Oppenheim. Nachdem in Zeitungen berichtet wurde, daß beabsichtigt sei, den Kreis Oppenheim aufzulösen und mit den an deren hessischen Kreisen zu verschmelzen, hat sich eine Broteftver. lohnende Stellung sammlung mit der Angelegenheit befaßt. Es wurde eine Entschließung gefaßt, in der gesagt wird, daß die hiesige Bevölkerung sich mit allen Mitteln zu wehren bereit ist, um die Auftei= lung des Landkreises zu verhindern. Mainz. In diesem Jahre wird zum erstenmal wieder seit der Vorkriegszeit ein Rosenmontagszug in großem Stil stattfinden. Zwar ist es nicht gestattet, öffentlich Larven zu tragen, dagegen werden um so schönere Kostüme zu sehen sein. Für den Rosenmontagszug, der bekanntlich am Tage vor Fastnacht, d. h. am 28. Februar, stattfindet, werden keine Kosten gescheut; rech net man doch mit etwa 100 000 R.- Mark für die Abhaltung dieses Zuges. Darmstadt. Aus der soeben veröffentlichen Statistik der evangelischen Landeskirche Hessens dürften folgende Zahlen von besonderem Interesse sein: Die Zahl der an den drei Zähltagen ( 1. Ostertag, 12. Sonntag nach Trin., 3. Advent) ermittelten Kirchenbesucher beträgt im ganzen 106 788 Erwachsene und erhalten Kohlenzieher Heizer, Schiffsjungen, Schmierer, ungelernte und fast alle Berufe. Auskunft erteilt Uebersee Auskunft H.2, Hannover Boftfach 403. Erwerbsuchenden glänz. Verdienstmög Ichkeit d. den Verkauf eines Abzahlungsart. geboten. Kurt Heitmann, Kaffel, Karthäuserstraße 17 41 502 Kinder. Den höchsten Kirchenbesuch weist Oberhessen auf; Inserieren bringt Gewinn! für die fünf größten hessischen Städte ergeben sich folgende ZahARNAUD Nr. 6. zeugbaues illustriert.( Berlag Ringier& Co., G. m. 6. 5., Stuttgart, Preis 20 Pig.) Die Zeitschrift der Ausstellung München 1927 Das Baye rische Handwerk, welche sich bedeutungsvoll Kultur des Handwerfs" nennt, ist soeben mit ihrem ersten Heft erschienen. Es ist selbstverständlich, daß das neue Unternehmen in erster Linie dazu dienen soll, den Gedanken der Ausstellung zu propagieren. Nach Geleitworten des Reichspräsidenten von Hindenburg er läutert der Oberbürgermeister Münchens, Scharnagl, die Stellung seiner Stadt zum Handwerk. Der Präsident der Handwerkskammer von Oberbayern, Geheimrat Würz, setzt die Bedeutung der diesjährigen Ausstellung für das bayrische und darüber hinaus für das gesamte deutsche Handwerk auseinan der. Universitätsprofessor Dr. Friedrich Zahn steuert eine Arbeit über Handwerk und Wissenschaft bei. Im Anhang folgen amtliche Mitteilungen der Ausstellungsleitung. Man erfährt daraus, daß die Ausstellung in ihren Grundzügen feststeht und eine starke Beteiligung zu erwarten ist. Kolben für Kraftfahrzeugmotoren: Graugus, Aluminum, Elektron. Von Dipl.- Ing. E. Mahle, Stuttgart- Untertürkheim. Verlag Deutsche Motorzeitschrift G. m. b. S., Dresden A. 19. Preis 1,50.( Boreinsendung) bezw. 1,70.( Nachnahme). In dieser illustrierten Schrift geht der Verfasser auf alle Fra gen ein, die für Kolben für Kraftfahrzeugmotoren maßgebend sind. ,, Kunstgaben für Schule und Haus". Von W. GüntherHamburg. 60 Hefte. Preis pro Hest 20 Pfg.( Jedes Heft ist einzeln fäuflich.) Verlag von Georg Wigand in Leipzig C. 1. In diesen kleinen, anspruchslosen Heften wird dem deut schen Volke und der deutschen Jugend das Beste dargeboten, was deutsche Kunst jemals geschaffen hat. Albrecht Dürer, Hans Holbein d. J., M. v. Schwind u. a. sind in ihnen vertreten, vor allem aber die unvergleichliche Kunst Ludwig Richters, der der Maler, Künder und Ausdeuter der deutschen Seele und des deutschen Gemüts genannt wird. Die Wiedergabe der Bilder ist eine vortreffliche. Zeitungs- Katalog Rudolf Mosse 1927. In dem soeben erschienen Zeitungs- Katalog der Annoncen- Expedition Rudolf Mosse für 1927 handelt ein besonderes Kapitel von den viel fachen und bedeutenden Vorteilen, die dieses nunmehr 60 Ju, re bestehende, weltbekannte Unternehmen den inserierenden Fir men gewährt, die sich seiner Vermittlung bedienen. Der neue Katalog folgt im allgemeinen der bewährten Anordnuno seiner Vorgänger. Der textliche Teil ist mit der größten Sorgfalt bearbeitet und berücksichtigt mit der gesamten inländischen auch die ausländische Tages- und Fachpresse in eingehender Ausführ lichkeit. Der Anzeigenteil bietet dem Inserenten ergänzende, wichtige Fingerzeige. So wird auch der Mossesche ZeitungsKatalog von 1927 für alle Reklameverbraucher ein nützlicher und zuverlässiger Führer durch das gesamte Zeitungs- und Zeit schriftenwesen sein. Schuld und Schicksal Die Tragödie Wilhelms II. 100 Seiten. Preis 1,20 M. Jm Buchhandel zu beziehen durch den Kommissionsverlag von Fr. Foerster, Leipzig. Expedition der Grünen Briefe in Berlin- Steglitz. Dieses Büchlein muß auch denjenigen reizen, der Verschiedene große Abhandlungen über den meistgenannten Herrscher der letzten Jahrzehnte gelesen hat. Diese Schrift wird dazu beitragen, Licht und Schatten im Wesen. Wilhelms II. gerecht zu verteilen, Schuld und Schicksal in seiner Tragödie auf zwei Schalen abzuwägen. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Es liegt am Tabak. Also am Einkauf! Günstig einkaufen heißt aber: Jm richtigen Moment kaufen und gegen bar Geld kaufen. Das kann man nur mit einer eigenen Einkaufsorganisation. Die haben wir. Darum kaufen wir günstiger als andere. Salpaus Glocca Die besonders gute, daher besonders preiswerte 5 Ffo. Cigarette aus. Sonnabend, den 5. Februar 1927. FÜR EINE MARK DIESE ODER EINE AHNLICHE VILLA DURCH DIE WOHLFAHRTS- LOTTERIE ZUM BAU EINES KRUPPELHEIMS CEMERALLOS VERTRIED BEAMTENBANK DARMSTADT E.G.H.S.M. LOFUTRALL 27 HAGEN Alle Steuerzahler sparen Zeit u. Verlnst durch die " Gießener Zeitung" suf sounds& mod dNr. 6. Was man von dieser Wohlfahrtslotterie wissen muß! In unserem Hesseniande werden von dem Hessische: Fürsorgeverein für Krüppel, dem erste Kapazitäten der Medizin und Verwaltung als Vorstandsmitglieder angehören, jährlich ca 400 Heilbehandlungsfälle von verkrüppelten Kindern mit erheblichen Kosten durchgeführt In allen Landesteilen hat dieser Krüppelverein öffentliche Fach- und Beratungsstellen, in denen unentgeltlich und ohne Unterschied von Partei und Bekenntnis Auskünfte, Rat und Hilfe in Krüppelfällen erteilt wird. Hauptsächlich gilt es aus den Erfahrungen der Heil- und Beratungsstellen festgestellt, die ungeheuerlichen und fast unglaublichen Schäden, die die spinale Kinderlähmung verursucht, zu heilen und bei dieser Gelegenheit eine restlose Bekämpfung dieses furchtbaren Bazillus zu finden. Zu diesem Zwecke wird ein Krüppelheim zur Aufnahme der Verkrüppelten dringend benötigt. Der Krüppelverein, dessen Sitz in Darmstadt ist, beabsichtigt dieses Krüppelheim nach dem Wunsche der Landes- Universität dieser in Gießen anzugliedern und zu gleicher Zeit ein Forschungsinstitut mit Klinik zu errichten, damit auch für einen gut ausgebildeten Arztenachwuchs gesorgt ist. Denn die rechtzeitige Erkenntnis der Krüppelschäden ist halbe Heilbehandlung. Da die hessische Staatsregierung leider die Mittel zum Bau eines solchen Krüppelheims und zur Erweiterung der Landes- Universität um das erwähnte Forschungsinstitut mit Klinik nicht zur Verfügung hat, nat der Herr Hessische Minister des Innern dem hessischen Fürsorge- Verein für Krüppel die Genehmigung zu einer Waren- Wohlfahrtslotterie erteilt, damit sich dieser Verein an die gesamte hessische Bevölkerung zwecks Förderung dieses sozialen Vorhabens wenden kann. Unter den Gewinnen ist als Hauptgewinn ein Haus vorgesehen, dann werden ganze WohnungsEinrichtungen, Klavier, Nähmaschinen, Räder und sehr vieles andere für jeden Brauchbare ausgelost. Die Lose kosten wie es die bekannten Plakate besagen- nur 1.- Mark, sodaß jeder sein Scherflein für die der hessischen Allgemeinheit zugute kommenden Sache beitragen kann und dabei noch die begründete Aussicht hat, für diese billige soziale Pflichterfüllung auch noch ein eigenes Haus oder sonst was Schönes zu gewinnen, Deshalb darf kein Hessischer Bürger ohne Los sein. Der Losvertrieb geschieht ehrenamtlich, die Losverkaufsstellen sind durch Plakate kenntlich gemacht. Wo keine öffentlichen Verkaufsstellen sind, wende man sich bitte an die Herren Schulleiter oder direkt an die Beamtenbank Darmstadt e. G. m. b. H., Rheinstraße. Lotterieabteilung, die dann entweder gegen Nachnahme oder bei Voreinsendung des Betrages franko die gewünschten Lose zustellt ( 202 40. Jahrg. Gie Cefheint: Samstags. Bezugspreis 40 Big. monatli frei Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufben endang mit verlangter Manuftripte wiz Die drei Mißtrauensan gegen Miniftere.Reudell führen * Berlin, 11. 2 Die drei Mißtrauensanträg Gagialdemokraten und Kommuniften gegen son Kendell wurden in der heutigen Rei 217: 161 b. 218: 163 Stimmen abgelehnt. Einberufung des Finanzausschuf Landtages. Der Finanzausschuß des Landtags ist f 15. Februar, vormittags 10 Uhr, und folgende Die Tagesordnung fieht neben einer Reihe Anträgen die Beratung der neuen Steueren and Gewerbeftener, Sondergebäudesteuer und gefes, fowie eine Regierungsvorlage über die im Sommer 1927 vor. Also jeder hessische Bürger muß Lose haben! Allg.Reichssteuer- Kassebücher Albin Klien, Gießen Bedeutender Versicherungs- Konzern sucht für die Bear beitung des hiesig. Playzes u.des Bezirks einen hervorragenden Lebensversicherungs- Fachmann der auch in der Sachversicherung bewandert ist, als Geschäftsstellenleiter mit Direktionsvertrag. 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Darau Engländer einen Düsseldorfer Studenten, der far Wache gebracht wurde. Als die englis dem Borfall hörten, wurde der Kriminalb Wiesbaden gebracht. Der preußische Landtagsabgeordnete un Karl Müller- Franken, Vorsitzender der Frakti partei, ist im Alter von 53 Jahren plötzlich Korben. 25 000 Metallarbeiter in Leipzi " Nachdem am Donnerstagmittag bas beitern der Metallindustrie gestellte Ultim wieder aufzunehmen, abgelaufen war, hat de ballinduftriellen im Bezirk Leipzig die Aussp die Arbeiter entlassen. Es tommen 25 000 * Freigabe des deutschen Eigentums Auf Grund des vor einigen Wochen z und der französischen Regierung beschlossene die Aufhebung des Sequesters der infolge vo beschlagnahmten, aber nicht liquidierten G tändigen franzöfifchen Stellen nunmehr W noch beschlagnahmte deutsche Eigentum, som verfahren nicht bereits vor dem 30. Oft war, unverzüglich freigegeben. Der deutsch- russische Luf Der sowjetrussische Rat der Boltstom fionsvertrag mit der Deutsch- russischen L bis zum 31. Dezember 1931 bestätigt, die der Ausübung des Flugverkehrs zwischen Sowjetunion hat. Der Aufstand in Portugal ni Lissabon, 10, 2. Nach erbitterten dre Lisabon ergaben sich heute nacht die Au viele Zivilisten befanden. Es gab vi dete. Eine Anzahl Gebäude find demoli Der Landkreistag zum Wohn Wohl überall ist die Erkenntnis daß man in der Beschaffung des nötigen 84 Ritteln der Hauszinsstener in Form d gabe nicht weiterfommt. Bei der Verflüs lann man schon in diesem Jahre in sta Brivatfapital zurüdgreifen. Hier stehen Der Sapothekenbanken zur Verfügung. durch ihren Zentralverband die nötigen rung des Wohnungsbaues bereits getan. mit dieser Entmidlung mah natürlich die mählich weiter aufgelodert werden. D gleichwohl als Grundlage nicht zu entbe gültige Lösung von dem Fortbestehen de ben 1. April 1928 hinaus abhängt. Inzwischen aber läßt sich die jetzige die ermähnte Heranziehung des inneren Stredung der Hauszinssteuermittel in Fo ( oder but Uebernahme der Disagios) eines Bürgighaftsfonds aus Mitteln d Stelle der üblichen fommunalen hypothe Die Landkreise fühlen als Vertreter leteffen des platten Landes die Zusamm sungsfrage und Bevölkerungspolitik beso tale gilt: Aufloderung der Großstädte, bustrie und Intensivierung der Landr as an Wohnungen wird also mehr als in den Großstädten erfolgen müssen.