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Morgens früh nur eine Stunde vor der Exekution wedte man ihn aus tiefstem Schlaf und teilte ihm die Todesstunde mit. So endete ein junges Heldenleben, das nur durch Verrat von eigenen Bolfsgenossen den französischen Schergen in die Hände fallen konnte. ― C. Anträge zu Steuerfragen im Reichstag. Die Bayerische Volkspartei hat eine Reihe von Anträgen über Steuerfragen im Reichstag eingebracht. Einer der Anträge ersucht die Reichsregierung in der Vorlage des Entwurfs eines Rahmengesetzes zur Regelung der Realsteuern Bestim mungen aufzunehmen, wonach das größere, nicht der Realbesteuerung der Länder unterliegende Kapitalvermögen zu den Landessteuern und Kommunalabgaben herangezogen werden a. M.-W., Leipzigerstr. 59/61 pezialfabrik in weitem Umkreise brikgelände über 4000 qm. natsraten Anzahlung RM.100.tann. Ein anderer Antrag ersucht das Reichsfinanzministerium, die Durchführungsbestimmungen zum Reichsbewertungsgesetz bahin zu ergänzen, daß gesondert zu bewerten sind auch Gebiete, die mit gewisser Regelmäßigkeit wiederkehrenden elementarischen Ereignissen, insbesondere Hochwasser, Hagelschlag, ausgesetzt sind. Diese Gebiete sollen entsprechende Abjatäge von der normalen Bewertung erhalten und zwar von 1925 ab. * Geplante Neuregelung des Mieterschutzes. Drud. Berlag und Expedition: Sießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostichedtonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Sonnabend, den 4. Juni 1927 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz. vorschriften ohne Verbindlichkeit, Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 23 sigt ihre kulturelle Aufgabe und empfindet besonders die fiei Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft? schaftskreisen empfindlicher Schaden zugefügt. Die Post ver klei neren Buchungen als unliebsam. Die Folge wird sein, daß fleinere Beträge durch Boten, durch Brief unter Beilage Don Scheinen und Briefmarken, oder sonstwie erledigt werden. Außerdem wird der Bankverkehr sich entsprechend umstellen müssen und mit den kleinen Beträgen werden auch die größe ren und großen vom Postschecktonto abwandern. Trotzdem wird die Wirtschaft noch Nachteile genug haben, insbesondere hin fichtlich Verzögerung der Zahlungen und Wiedereinreißens der Unfitte, daß die Schuldner die Zahlungsunkosten dem Gläubiger abziehen. Ein Vorteil entsteht allerdings insofern, als die Auf Grund der Tatsache, daß am 30. Juni die Bestimmungen des Mieterschutzgesetzes und des Reichsmietengesetzes außer Kraft treten, hat die Reichstagsfraktion der Wirtschaftlichen Vereini= gung dem Reichstag den Entwurf eines Uebergangsgefeges zur Regelung der Mietverhältnisse vorgelegt. In diesem Entwurf wird die Feststellung einer Normalmiete in einem Hundert= jatz der Friedensmiete vom 1. Juli 1914 verlangt, die als Minbestmiete gelten soll von cem Termin ab, zu dem zum erstenmal Kündigungen von Mieträumen aller Art wirksam werden sollen, nämlich zum 1. Januar 1928. Die freie Mietpreisbildung soll durch diese Normalmiete nicht ausgeschlossen werden, indes wären unangemessene Mietpreisforderungen wegen Wuchers zu verfolgen. Vorgeschlagen wird ferner entsprechend den bereits zum Mieterschutzgesetz vorgenommenen Ergänzungen ein Vergleichsverfahren vor dem Mietschöffengericht als Voraus: setzung für Erhebung einer Klage auf Herausgabe. Reichs= mietengesetz und Wohnungsmangelgesetz sollen am 1. Juli außer Kraft treten; Wohnungsämter und Mieteinigungsämter solIen spätestens bis zum 1. Oftober 1927 aufgelöst werden. Die Geltungsdauer des neuen Gesetzes selbst ist bis zum 30. Juni 1928 geplant. Mit der Frage, welche Regelung die in den beiden oben genannten Gesetzen erfaßte Materie erfahren soll, haben sich auch bereits die zuständigen Reichs ressorts beschäftigt und entspre chende Novellen fertig gestellt. Diese sollen im Reichsrat bei seinem Zusammentritt in den ersten Tagen des Juni vorgelegt werden. Ueber den Inhalt dieser Novellen ist bisher nichts belannt geworden; man wird aber annehmen dürfen, daß die Regierungsentwürfe in der Frage andere Wege einschlagen, als sie in dem Entwurf der Wirtschaftspartei vorgeschlagen werden. Das Jugendschutzgesetz. Wann gilt eine Steuerzahlung als geleistet? Eine Anweisung des Reichsfinanzministers vom 14. Januar ds. Js. an die Finanzämter befaßt sich mit der Frage, welcher Tag bei Steuerzahlungen als Zahlungstag anzusehen ist, bezw. wann eine Steuerzahlung als geleistet gelten fann. Hiernach gilt für Zahlungen an die Finanzämter wie auch analog hierzu für solche an die Erhebungsstellen der Länder und Gemeinden grundsätzlich folgendes: Bei Barzahlungen gilt als Zahlungstag der Tag, an dem die Zahlung bei der Finanzlasse geleistet wurde. Erfolgt die Zahlung durch Banküberweisung oder durch einen nicht als Barzahlung gültigen Banksched, so ist Zahlungstag dementsprechend der Tag, an dem der Betrag dem Konto der Finanztasse gutgeschrieben wurde. Bei Zahlung durch von dem Steuerpflichtigen ausgestellten Banksched gilt, soweit solche für Steuerzahlungen zugelassen sind, als Zahlungstag der Tag des Eingangs des Scheds beim Finanzamt. Jm Reichstag gelangte das Gesetz über den Schutz der Jugend bei Lustbarkeiten in allen drei Lesungen im wesentlichen entsprechend den Beschlüssen des Ausschus ſes zur Annahme. Das Gesetz gibt die Möglichkeit, für bestimmte öffentliche oder nichtöffentliche Lustbarteiten, Schaustellungen und Darbietungen durch besondere Anordnung den Besuch oder die Beschäftigung von Minderjährigen unter 18 Jahren zu verbieten oder einzuschränken oder von besonderen Auflagen ab= hängig zu machen, wenn eine Schädigung ihrer sittlichen, geistigen oder gesundheitlichen Entwicklung zu befürchten ist. Ausdrücklich wird festgelegt, daß wegen einer politischen, sozialen, religiösen, ethischen oder Weltanschauunstendenz als solcher Maßnahmen im Sinne des Gesetzes nicht getroffen werden dürfen. Die für den Erlaß der Anordnung zuständige Behörde, so wie das Verfahren wird durch die oberste Landesbehörde bestimmt; dem Jugendamt, in dessen Bezirk die Veranstaltung stattfindet, steht eine Mitwirkung bei dem Verfahren zu. ㄓ Landesgeschäftsführer Dr. Brehm( Deutschnationale Volkspartei) schreibt in der„ Hessischen Landeszeitung": Jm ,, Darmstädter Tagblatt" vom Freitag, den 6. Mai, bespricht der Generalsekretär der Deutschen Volkspartei, Herr Wel kow, die Abstimmung über die Lockerung der Wohnungszwangs wirtschaft vom 4. Mai im Hessischen Landtag. Die Deutschnationalen Hessens sind und bleiben, in vollem Einklang mit ihrer Gesamtpartei, entschiedene Gegner der Zwangswirtschaft im Wohnungswesen. Aber sie vergegenwär tigen sich auch, daß das Zwangssystem einschneidende soziale und ökonomische Wirkungen festgelegt hat, daß sich Beamtengehälter, | Arbeiterlöhne, Verträge und Kalkulationen darauf eingestellt haben, daß dementsprechend ein fachwidriges Vorgehen schwerste Erschütterungen im ganzen Volksleben verursachen müßte. Und für durchaus verfehlt halten die hessischen Deutschnationalen vor allem den einschlägigen Antrag der Deutschen Volkspartei. Er bleibt in der fehlerhaften Wiedergabe im Aufsatz des Herrn Weltow unverständlich. Jm wesentlichen verlangt er, daß von der Zwangswirtschaft befreit werden Erfolgt die Zahlung durch Ueberweisung im Postscheckvertehr, so gilt als Tag der Zahlung der Tag, an dem der Stempelaufdruck des Postschedamts auf das Ueberweisungsformular erfolgte. Werden Postschecküberweisungen oder Postschede direkt bei der Finanztasse abgegeben, so gilt die Zahlung als an dem Tage geleistet, an dem das unterschriebene rote Ueberweisungsformular oder der Sched bei der Finanzkasse eingegangen ist. Beabsichtigte Gebührenerhebung im Postichedverkehr. Wenn schon die beabsichtigte Erhöhung fast aller Beförde rungsgebühren im Postverkehr um 50 bis 70 Prozent für die Wirtschaft untragbar erscheint, so umsomehr der Plan, für die bargeldlosen Ueberweisungen eine sehr beachtliche Gebühr ein zuführen und auch die Briefe an die Postschecämter gebühren pflichtig zu machen. Dadurch würde nicht nur dem bargeldlosen Verkehr ein schwerer Schlag versetzt, sondern auch allen Wirt Bei Zahlung durch Postanweisung oder Zahlkarte gilt die Steuer als an dem Tage gezahlt, an dem der Stempelaufdrnd der Aufgabepostanstalt erfolgt ist, also an dem das Geld auf Dr. B. der Post eingezahlt wurde. Wochenrückblick. Gegen 1. in Gemeinden mit einer Zahl von a) über 20 000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 1000 Mark ab, b) über 10 000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 800 Mark ab, c) in den übrigen Gemeinden alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 600 Mark ab, 2. in allen Gemeinden sämtliche nicht Wohnzwecken dienende Räume. Nedischerweise ist bei Herrn Welfow in 3iffer 2 ein Zusatz hineingeraten, der für eine Uebergangszeit Schutzbestimmungen für leistungsschwache Mieter verlangt. Dieser Passus ist aber fälschlich unter Ziffer 2 gebracht und darf daher die von ihr betroffenen Mieter gewerblicher Räume, insbesondere Handwerfer, Kleinkaufleute und Gastwirte, nicht darüber täuschen, daß die Deutsche Volkspartei ihnen den bisherigen Schutz der Zwangswirtschaft entziehen will. Der chinesische Krieg ist anscheinend in ein neues Stadium getreten. Die üdarmee, die eine Spaltung in zwei Flügeln erleben mußte, scheint die Konfliktstoffe aus dem Wege geräumt zu haben und operiert wieder einig gegen die Nordtruppen, sodaß selbst Peking, die Hauptstadt, bedroht erscheint. Die Südtruppen rüden ganz energisch vor. Ueberraschenderweise greift Japan ein und entsendet Truppen, vorläufig zum Schutze seiner Untertanen. Bei weiteren Erfolgen der Südtruppen dürfte es aber nicht dabei bleiben, da Japan die Verbreitung bolschewistischer Ideen durch die Südarmee fürchtet und ein Uebergreifen auf sein eigenes Inselreich vermeiden möchte. So türmen sich im fernen Osten immer neue Konfliktsstoffe. den Bolschewismus haben Amerita, Frankreich und England harte Worte gefunden. England ging am schärfsten vor und hat die diplomatischen Beziehungen mit Rußland abgebrochen und den Handelsvertrag gefündigt. Zu anderen Zeiten war dies Krieg. Heute ist man vorsichtiger geworden, da die moralische Verantwortung für eine Entfesselung neuen Mordens in den letzten Jahren immer größer wird. Ob der Abbruch der Beziehungen zu Rußland von England aus gerechtfertigt war, müssen wir dahin gestellt sein lassen. Rußland bestreitet jedenfalls alle englischen Behauptungen. Mussolini hat, nachdem er einige Wochen auf seinen jugoslawischen Lorbeeren ausgeruht hat, eine neue Brandrede gehalten, bei der auch Deutsch land seinen Teil wegbekam. Auf dem Stahlhelmtag in Berlin sollen sich im Zuge Tafeln befunden haben mit Inschriften, die den Bestand des italienischen Reiches gefährden. Es sieht beinahe so aus, als habe der italienische Diktator etwas von den Franzosen gelernt. Eigentlich müßte ihm aber die Völkerbundsligentagung auf die Nerven fallen, die in der Minderheitentom mission durch neutrale Beobachter die Leiden der Südtiroler Deutschen vor das breite Forum der zivilisierten Völker gebracht hat. Die italienischen Vertreter hatten einen schweren Stand und konnten gegen das äußerst belastende Material nicht ankommen. Man hat die Behandlung der Südtiroler Frage für die neue Tagung im Oktober wieder auf die Tagesordnung gejetzt. Während Reichstanzler Dr. Marg auf der Völterbundsligentagung, die erstmalig in Berlin stattfand, eine bedeutende Rede hielt, in welcher er die Fortſetzung unserer friedfertigen außerpolitischen Linie anfündigte, sprach in Stuttgart in ähnlichem Sinne der Reichsaußenminister bei der 10jährigen Gründungsfeier verhandlungen in Hessen brachten bei dem Kapitel Schulen einen heftigen Vorstoß des Zentrums gegen die Simultanschule, der durch die heftige Rede des - - Die Antragsteller nehmen es mit der Begründung leicht. Sie zählen eine Reihe von Ländern auf, wo man angeblich schmerzlos Loderungen der Zwangswirtschaft durchgeführt habe, beginnend mit den„, teueren" Wohnungen und den Gewerberäumen; nach ihrer Behauptung fallen in Hessen unter die zu befreienden Wohnungen nur solche von 5 bis 6 Zimmern aufwärts"; bei den gewerblichen Räumen sei ,, das Angebot in letzter Zeit vielfach größer als die Nachfrage, weshalb ihr Markt einer behördlichen Regelung nicht bedürfe". Wie aber verhält sich die Wirklichkeit zu diesem volksparteilichen ,, Silberstreifen am Horizont des Wohnungswesens"? Durch die Annahme des Antrags würden mit Bestimmtheit em= pfindlich geschädigt: 1. Alle Inhaber von Wohnungen mittlerer Größe, vornehm lich Beamte, Angestellte und freie Berufe; 2. mittelbar auch die Anwärter auf billigere Wohnungen, die in der Zwangswirtschaft verbleiben sollen; 3. alle leistungsschwächeren Hausbesitzer mit kleineren Woh nungen; 4. sämtliche in Mieträumen tätige Handwerker, Kleinkaufleute, Gastwirte. Es ist vollkommen unrichtig, daß gemäß den Mietpreissätzen des volksparteilichen Antrags unter die zu befreienden Wohnungen nur solche von 5 bis 6 Zimmern aufwärts fallen. Vielmehr müssen in allen Städten hunderte von verzweifelten Wohnungssuchern, die nach Familienstand oder aus anderen zwingenden Gründen 5 Zimmer benötigen, auf die ihnen zu= gewiesenen Wohnungen verzichten, weil deren Mietpreis die Grenzsäge des Antrags und hiermit die finanzielle Kraft des Mieters bei weitem übersteigt. Eine dahingehende Umfrage würde hohe Stöße von Bestätigungen erbringen. Die Annahme des Antrags würde also bedenklichste Verschlechterungen der Wohnbedingungen für Tausende von Mietern herbeiführen; für fie wäre der Zwang, unter verschärften Lasten wohnen zu bleiben, ebenso zerrüttend wie der Zwang auszuziehen. Wenn nun aber Angehörige dieser Mieterschicht notgedrungen in billigere, daher zwangsbewirtschaftete Wohnungen übersiedeln wollen, so drüden sie außerdem in empfindlichster Weise als Wettbewerber auf die Aussichten der ursprünglichen Anwärter für die Kleinwohnungen. Aber auch ein großer Teil leistungsschwacher Hausbesiger würde zu einer Klasse minderen Rechtes herabgedrüdt werden. Sie blieben mit ihren kleineren Wohnungen der Zwangswirtschaft weiterhin verhaftet, während nächst benachbarte Kollegen mit höherer Wirtschaftskraft, die größere, zwangsfreie Wohnungen zu vermieten haben, mit diesen frei schalten und walten fönnten. Heißt das soziale Gerechtigkeit? Und schließlich: die angeblich bedenkenfreie Herausnahme aller gewerblichen Mieträume in ganz Hessen! Die volksparteilichen Antragsteller suchen die betroffenen Kleingewerbetreibenden damit zu beschwichtigen, daß ja das Angebot an Gewerberäumen größer als die Nachfrage sei! Ein sehr frag= würdiger Trost für den kleinen Geschäftsmann, der nun vor die schlimme Wahl gestellt werden kann, ob er unter vielfach erschwerten Bedingungen bleiben oder aber ziehen soll. Was nützt ihm freier Gewerberaum in einem anderen Stadtviertel? Sonnabend, den 4. Juni 1927. Der Lauf der Kundschaft ist durch, die örtliche Lage des Ge schäfts bedingt; sie springt ab und geht verloren, wenn der Laden oder die Werkstatt verlegt werden muß; neue Kundschaft aber läßt sich in einem fremden Viertel nicht oder doch nur sehr langsam gewinnen. Daher häufen sich auch in Berlin jeit der Freigabe der Gewerberäume die Klagen drangsalierter Kleingewerbetreibender, obwohl dort ein Million Quadrat meter gewerblicher Räume als leerstehend gemeldet sind. Mit derartigen formal- statistischen Angaben ist eben nichts zu beweisen. Was soll die voltsparteiliche Mitteilung, daß in Württemberg u. s. f. die ,, teueren" Wohnungen ohne Schaden freigegeben seien, wenn dabei die Angabe des Mietpreises, der besonderen wirtschaftlichen Struktur des betreffenden Bezirks fehlt? Gegen die Freigabe von„ teueren" Wohnungen zum Jahresmietpreis von 2000 oder gar 3000 Mart ab, wie sie aus einigen Großstädten berichtet wird, ist natürlich viel weniger einzuwenden, als gegen eine Herausnahme nach den volkspar teiligen Stichsägen, die für Hessen viel zu niedrig gegriffen find. Auch der Hinweis auf Schutzvorschriften zugunsten ärmerer Mieter kann keineswegs beruhigen. Derartige Bestimmungen werden erfahrungsgemäß umgangen, sobald die Grundsäge ohne umfassende Garantien durchlöchert sind. Dies sind im wesentlichen die Gründe, aus denen die Deutschnationalen den voltsparteilichen Antrag und auch den ihm wejensverwandten demokratijchen abgelehnt haben. Mit der artigen unsozialen und auch technisch unfertigen Anträgen fann man ein System nicht erschüttern, das durch eine so starte Links. regierung wie in Hessen gestützt wird. Um aber die Frage der Loderung der Wohnungszwangswirtschaft doch weiterzutreiben, hatte der deutschnationale Abg. Dr. Werner mit wohlberechneter Tattit den Antrag eingebracht: ..Die Regierung zu ersuchen, eine Loderung der Zwangswirtschaft demnächst in Vorschlag zu bringen, und hierfür die Anträge der Volkspartei, des Zentrums, der Demokraten als Material zu überweisen" Diesem Antrag hätten die anderen bürgerlichen Parteien nach Ablehnung ihrer eigenen Anträge, wobei sie sich nicht einmal gegenseitig geschlossen unterstützt hatten unbedingt zustimmen müssen, um die widerstrebende Regierung zu zwingen, Farbe zu bekennen, um ihr die Berantwortung für die Weiterbehandlung des ganzen Problems aufzubürden. Da mutet es denn wie ein schlechter Scherz an, wenn Herr Weltow meint, ,, der deutschnationale Antrag zeugt von einem Vertrauen zur hessischen Regierung, über das sich diese geziemend freuen wird, Herr Raab schmunzelt, die Götter lachen...." Ueber wen hier gelacht werden muß, steht noch sehr dahin! Jedenfalls ist Minister Raab durch die Nichtunterstügung des Antrags Werner der leidigen Notwendigkeit enthoben worden, im Gegensatz zum Willen seiner Anhänger eine Vorlage über die Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft machen zu müssen. Allerdings die zahlreichen Mieter, denen die Deutsche Volkspartei durch ihren Antrag unabsehbaren Schaden zuzufügen im Begriffe war, werden schwerlich ein ebenso wohlgelauntes Verständnis hierfür aufbringen. Zur fünftigen Steuerpolitik und Reform der Realsteuern und ihr Echo in Breußen. Eine Rede des Reichsfinanzminister Dr. Köhler. Vor den Mitgliedern des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller hat am Dienstag, den 2. Mai 1927, Reichsfinanzminister Dr. Köhler über das Thema„ Reichsfinanzen und Volkswirtschaft" gesprochen. Den Ausführungen des Ministers, welche im Beisein von Vertretern der Reichs-, Landes- und Gemeindebehörden sowie zahlreicher wirtschaftlicher Spitzenverbände erfolgten, tommt eine programmatische Bedeutung zu. Gie verdienen auch besonders deshalb allgemeine Beachtung, als der Minister sich des näheren über die fünftige Ausgestaltung unseres Steuersystems, insbesondere auch über die bereits ange= kündigte Reform der Realsteuern, ausgelassen hat. Der Reichsfinanzminister betonte in diesem Zusammenhange zunächst, daß unsere wirtschaftliche und finanzielle Gesamtlage noch in gar keiner Weise zu optimistischen Auffassungen Raum biete. Von einer kontinuierlichen Linie des Aufstieges sei wenig zu merken; unsere Wirtschaft befände sich noch mitten im Umstellungs- und Reinigungsprozeß, Verallgemeinerungen Schlitz und Schlitzerland. In dem äußersten nordöstlichen Teil der Provinz Oberhessen, der von den Flüßchen Schlitz und Fulda durchflossen wird, liegt von Wäldern rings umrauscht, das liebliche altertümliche Städtchen Schlitz, das mit seinen 16 umliegenden Ortschaften das Schlitzerland oder die„ Standesherrschaft Schlitz" bildet. Dieses Ländchen, das durch Sprache, Sitte, Tracht und Anschauung eng verbunden ist, ist heute noch ein Wirtschaftsgebiet, wie es sich nicht allzu häufig im weiten Deutschen Reiche wiederfindet. Im Jahre 812 wurde die Schlitzer Kirche geweiht. Damit erscheint Schlitz unter dem Namen Slitese zum erstenmal in der Geschichte. Etwas später und gleichzeitig mit einer Anordnung, welche der Abt Hatto 1. von Fulda getroffen, und die bestimmte, daß einige Orte des Sprengels der Kirche zu Schlitz den Ertrag von 16 Huben Landes für Aufnahme von Gästen und Pilgern jährlich abzuliefern hatte, erschien der Name des Geschlechts der Herrn von Schlitz, die Stadt, Burg und Gericht Schlitz von dem Stift Fulda zu Lehen trugen. Herrschaft und Stadt Schlitz teilten fortan die meisten geschichtlichen und rechtlichen Verhältnisse bis zur Einführung der Reformation, die um 1546 erfolgte, mit der nahen Abtei Fulda. Das Geschlecht derer von Schlitz blühte außer der hier ansässigen Linie noch in vier Seitenlinien. Sämt liche Linien führten ein Wappen und hatten sich als Gemeine Burgherrn, auch Görzische Burgmänner und Ganerben, gegen alle feindlichen Anfälle zu beschützen, gegenseitig verpflichtet. Schon Ende des 14. Jahrhunderts erwarb Schlitz Stadtrechte, doch erst um die Mitte des 16. Jahrhunderts fühlten sich die Herren von Schlitz vollständig unabhängig von Fulda und erhoben Anspruch auf Reichsunmittelbarkeit, ein Recht, das erst 1807 durch Aufnahme der Grafschaft Schlitz als Standesherrschaft in das Großherzogtum Hessen endete. An Versuchen der Rekatholisierung seitens des Stifts Fulda Gießener Zeitung" einzelner günstiger Symptome gäben ein falsches Bild von unse ter Leistungsfähigkeit und könnten uns sehr schaden. Weiter führte der Minister, W. T. B. zufolge, wörtlich aus: ,, Unsere öffentliche Laft ist gegenüber derjenigen anderer Länder in ihrer Auswirkung sehr viel schwerer, trotz aller gegenteiligen Behauptungen. Deshalb müssen Steuererhöhun gen ganz außer Bereich jeder Erörterung bleiben. Steuerermäßigungsmaßnahmen müssen und werden fortgesetzt wer den, so schwer es in der nächsten Zeit sein wird, denn wir müs= jen Steuerbedürfnis und Steuerkraft wieder in richtige Beziehung zueinander zu bringen. Aber bei diesen Ermäßigungs magnahmen müssen wir wirtschaftlich denken und vorgehen. Nicht jeder Steuerabbau ist auch ohne weiteres wirtschaftlich zu rechtfertigen. Für den Abbau bieten sich dem Reiche zwei Wege: entweder der direkte durch Sentung von Reichssteuern, der 1926 gegangen wurde, oder der indirekte, durch reichsgejehliche Maßnahmen, die Länder und Gemeinden zu veranlaj jen, ihre Steuern abzubauen, was im Finanzausgleich verjucht wurde. Beide Wege sind zu gehen. Wenn ein unmittel barer weiterer Abbau jetzt nicht erfolgt ist, so deshalb, weil angesichts der neuen Aufgaben zunächst wieder ein Ausblic zu gewinnen war über fünftige Gestaltung der Einnahmen und Ausgaben im Reiche. Doch ist eine Stellungnahme be vorstehend. Sie muß schon wegen der Mindereinahme der Reichsvermögenssteuer in Höhe von 40 Millionen tommen, die nach dem Gesetze im Jahre 1927 nachzuerheben ist. Nr. 23. Sonnabend, den 4. Juni 1927. Der Aufstellung der Haushaltspläne und die i örtlichen Verhältnisse nicht vorgeschrieben we nodeinmal darauf, daß die aus dem Jahre Weberichäffe von 200 Millionen in den Red and 1926 reftios verbraucht sind, daß dem G Hehnungsjahr fein Betriebsmittelfonds zur und daß bei der Sparfamleit, mit der die S einzelnen bemessen sind, auch im Haushalt s Sejerven mehr vorhanden sind. Jede Bermin lichen Einnahmen müßte zu einem nicht zu führen. schüsse sollte künftig ein einziger gesetzt werden, der auch eine Besetzung mit Sachverständigen ermöglicht. Der gesamte Verfahrensweg soll fünftig in der Reichsabgabenordnung, das gesamte Bewertungsrecht im Reichsbewertungsgeseh enthal ten sein. Die vorgesehenen Maßnahmen würden ein großes Stüd Verwaltungsreform bedeuten und in ihrer Vereinfachung und Vereinheitlichung eine wesentliche Ersparnis an Verwal tungskosten. Neben diesen gesetzlichen Bestimmungen laufen unabhängig größere Reformen im Sinne einer Reorganisation des ganzen inneren Verwaltungsapparats und im Sinne einer Rationalisierung der Berwaltung. Daß dabei auch eine Einschränkung der Zahl der Finanzämter erfolgen wird, ist selbst verständlich. Ich hoffe, durch diese Maßnahmen baldigst eine Berwaltung zu haben, die imstande ist, dem Hauptziel der Reichsfinanzverwaltung erfolgreich zu dienen. Ich habe mit den Reformen bewußt in meiner eigenen Verwaltung ange fangen, hoffe aber bestimmt, daß andere folgen werden. 34 bin mit Ihnen der Auffassung, daß schärfte Vereinfachungen organisatorischer Art durchzuführen sind, um mit geringstem Aufwand den Höchstnußeffekt zu erreichen." Es ist erfreulich, daß der Reichsfinanzminster in diesen Aus führungen erneut öffentlich bekannt hat, daß er ernstlich gewillt ift, die bereits von seinem Amtsvorgänger eingeleitete Politi! der Steuerjentungen fortzusetzen und in diesem Zusammenhange jetzt nachdrüdlich an die Senkung und Vereinfachung der Real steuern heranzugehen. Die politischen Parteien werden demnach jetzt endlich im Reichstag Gelegenheit bekommen, ihre in dieser Hinsicht wiederholt gegebenen Versprechungen einzulösen. Der deutsche Hausbejiz wird die Weiterentwidlung aufmerksam ver folgen und dafür zu sorgen haben, daß im Rahmen dieser Steuerreform seinen berechtigten Wünschen und Vorschlägen vollauf Rechnung getragen wird. ( Deutsche Hausbes.- 3tg.) Diese Rede des Reichsfinanzministers hat bereits im Preu Außerdem wird unser Steuerinstem grundsätzlich anzufaj sen sein. Ich beabsichtige in allernächster Zeit schon eine Reihe von Gesezentwürfen vorzulegen, die eine Fortführung der Steuerreform des Jahres 1920 bedeuten, im Sinne einer weiteren grundlegenden Vereinheitlichung und Bereinfachung der gesamten Steuergesetzgebung im Reich und Ländern einschließ lich des Verwaltungsverfahrens. Ein Grundsteuer- Rahmengesetz, ein Gewerbesteuer Rahmengejet, ein Gebäudeentßischen Landtag am Samstag, den 14. Mai 1927, ihr Echo geschuldungssteuergesetz und endlich ein Gesetz über die Vereinfachung des Verfahrens in den Steuersachen sollen dem Ziel dienen. Die Absicht ist, durch die zwei Rahmengesetze die Grundlagen für die Grund- und Gewerbesteuer im ganzen Deutschen Reiche einheitlich zu gestalten, so daß die Realsteuern in Deutschland fünftig nur noch hinsichtlich des vom Staat und der Gemeinde zu bestimmenden Hundertjayzes des nach dem Reichsgesetz festgelegten Hauptsteuerjayzes verschieden sein würden, wobei von einer gewissen Höhe an eine Anhörungspflicht der Berufsvertretungen vorzusehen wäre. Ein wesentlicher Fortschritt gegen die bisherige buntschillernde Verschiedenheit und gleichzeitig die erste Voraussetzung für die fünftige Relalition zwischen Einkommen- und Realsteuern, wenn die Zuschläge zur Einkommensteuer Gesetz werden. Die Gebäudeentschuldungssteuer soll in die Reichsverwaltung übernommen werden. Die bisherige Lösung, die den Ländern die Ausgestaltung der Steuer überließ, war im ganzen unbefriedigend. Die Schaffung eines einheitlichen Rechtes mit dem Ziele eines allmählichen Abbaues der Steuer scheint ein Bedürfnis. Endlich soll eine Bereinfachung der Steuerverwaltung zum Zwecke der Ersparnis an Verwaltungskosten und der Vereinfachung für den Steuerpflichtigen vorgesehen werden. Welch großer Vorteil wäre es für beide Teile, wenn wie in Vorschlag gebracht wird die Verwaltung der Grundsteuer, der Gewerbesteuer und der Gebäudeentschuldungssteuer im ganzen Reiche den Finanzämtern übertragen würde! Der Steuerpflichtige hätte dann für seine Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Vermögenssteuer, Umsatzsteuer, Grundsteuer, Gewerbesteuer und Gebäudeentschuldungssteuer nur eine einzige Steuererklärung bei seinem Finanzamt abzugeben. Dieses Finanzamt würde dann grundsätzlich in einem einzigen Steuerbescheide Einkommen, Vermögen, Umsatz und die daraus sich ergebenden Steuerbeträge, einschließlich der Kirchensteuer festsetzen. Der Einheitssteuerbescheid wär geschaffen. Entsprechend hätte der Steuerpflichtige dann auch alle Zahlungen grundsätzlich an die Kasse dieses einen Finanzamtes zu leisten. An Stelle der jetzigen verwirrenden Vielheit ein einziger Zettel mit genauer Angabe der Fälligkeitstermine, an Stelle des Nebeneinanders der verschiedenen Veranlagungsbehördn eine einzige Stelle. Diese Vereinheitlichung und Breinfachung soll aber auch auf die Steuerausschüsse übergreifen. An Stelle der bisher bestehenden fünf verschiedenen Steueraushat es nicht gefehlt. Den ersten, der mißlang, machte Abt Balthajar 1604-05. Den zweiten unternahm Abt Johann Bernhard 1620-1632. Bis 1631 mußten die evangelischen Bewohner alle Gewalttätigkeiten von Fulda über sich ergehen lassen. Hilfe brachte ihnen erst der Schwedenkönig Gustav Adolf. Ein nochmaliger Versuch zur Zurückführung in 1635 scheiterte, da die eingesetzten Kuraten vor den hessischen Truppen und der damals ausbrechenden Pest abzogen. Durch die vielen Bedrängnisse des dreißigjährigen Krieges waren natürlicher Weise die Verhältnisse im Schlizerland in arge Unordnung geraten. Es dauerte fast 100 Jahre, bis sich die Herrschaft Schlitz von den schweren Opfern des Krieges erholt hatte. Neue Kriegslasten brachte für die Herrschaft Schlitz auch der Siebenjährige Krieg, indem in den Jahren 1759-1762 durch zahlreiche Truppendurchmärsche Stadt und Land schwere Opfer auferlegt wurden. Nach Aufzeichnungen eines Zeitgenossen, des Pfarrers Schröder zu Hartershausen, waren in diesen Jahren allein in Schlitz einquartiert 60 Generale, 453 Stabsoffiziere, 6861 Oberoffiziere, 1108 Unteroffiziere, 116613 Gemeine, 4520 Jäger, 11196 Bediente, 27273 Mann Kavallerie und Fuhrwesen, reils Franzosen, teils Truppen der alliierten Armee unter Herzog Ferdinand von Braunschweig. Daß zur Verpflegung solcher Trup penmassen der ganze mit Vieh- und Futterlieferung start behaftet wurde, liegt auf der Hand. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Herrschaft auch mehrmals von preußischen und französischen Truppen auf ihrem Durch marsch besetzt und lebte in steter Furcht vor Plünderung. Eine Zeit neuer Heimsuchung tam im Jahre 1813, als die Flüchtlinge der zersprengten großen Armee Rapoleons 1. zum Teil auch unsere Täler unsicher machten. Die Not jener Tage war groß. Viele Bewohner hielten sich in den Häusern verborgen. Verheerende Viehseuchen und der Lazarettyphus wurden funden, wo der Finanzminister des größten deutschen Bundes staates, Dr. Höpter Aschoff zu der Großen Anfrage der Deutschnationalen Volkspartei über die Sentung der Realsteuern Stellung nahm und dabei deutlich die gegensätzliche Meinung zu den Bestrebungen des Reichsfinanzministers zum Ausdrud brachte. Der Minister hob in seiner Rede hervor, daß an Ein tommen, Körperschafts- und Umsatzsteuer die Länder im Rech nungsjahr 1926 insgesamt 2426,5 Millionen erhalten haben. Auf Grund der für das Rechnungsjahr 1927 gegebenen Garantie haben die Länder gegenüber ihrer Gesamtbeteiligung an den genannten Steuern im Jahre 1926 an Mehrüberweisungen nicht 200 Millionen, sondern nur rund 175 Millionen zu erwarten. Die Annahme der Fragesteller, daß auf Preußen mehr als 120 Millionen an Mehrüberweisungen für das Jahr 1927 entfallen, trifft aber nicht zu. Die auch von Preußen anerkannte Rotwen digkeit einer Sentung der Realsteuern ist bereits dadurch ange bahnt, daß die Grundbeträge für die Gewerbesteuer und für die Grundvermögenssteuer durch die Gesetze vom 8. und 15. März und 22. April ds. Js. herabgesetzt worden sind. Die Staatsregierung nimmt zu den in der gellten Einzelfragen dahin Stellung, daß sie Standpunkt steht, der Vorschrift des§ 4a hin tung der Sealsteuern in den Grenzen des Mög zu haben. Insbesondere erscheint eine weite Grundbiträge der Grundvermögenssteuer über velle vom 22. April hinaus nicht möglich. Mitwirtung der Berufsvertretungen un bänden bei den Steuerveranlag Der Reidsfinanzminister führte im Erlaf 1927, henzeichen Illa 580, folgendes aus: Bei den Steuerveranlagungen, insbesonde Secbereitung, ist vielfach die Mitwirkung von and anderen geeigneten Vertrauenspersonen i Sachverständige kommen auch Angehörige der gen und verbände in Betracht. So sehr ich a mehreren Grlassen zum Ausdrud gekommen ist, lung der Berufsvertretungen und-verbände legungsarbeiten Gewicht lege, so darf dies doch daß die Vorschläge der Verbände ohne weiteres anerkannt werden. Für die Frage, ob und i jang ein Gutachten zugrunde zu legen ist, komm auf an, daß es von Objektivität und Sachkunde g Mitwirkung der Berufsvertretungen und Org daher unter keinen Umständen dazu führen, daß behörden gewissermaßen die Führung aus der H fen und die Forderungen der Verbände und um des Friedens willen- ohne weiteres hinne ideidung muß stets beim Vorsteher des Finanz Präsidenten des Landesfinanzamts liegen. Angehörige der Berufsverbände gehören Umfang den Steuer- und Bewertungsausschüs Bilisht des Ausschußmitgliedes, ohne Ansehen d lich nach jachlichen Gesichtspunkten zu urteilen. find an Gejet, Durchführungsbestimmungen u betimmungen unbedingt gebunden und haben di des Ausschusses strengstens geheimzuhalten. Es besondere- wie es in bestimmten Bezirken v unzulässig, daß die Steuerausschußmitglieder irgendwelchen Weisungen, die sie von dritter ihujikungen erhalten haben, abgeben, und Gang der Sigung und die Art der Abstim machen. Aufgabe des Finanzamtsvorstehers w nötigenfalls die Mitglieder des Ausschusses n lich auf ihre Pflicht und auf die Straffolgen perlegung(§§ 376, 377 AO.) hinzuweisen; pflicht verletzt, so ist die Einleitung des Straf fen. Sollten sich in Zukunft Fälle ereignen, i beit der Ausschußmitglieder ihre Stimme nac jungen abgibt und infolgedessen die Gleichn anlagung bezw. Bewertung gefährdet wrd, hierüber durch den Herrn Präsidenten des L berichten, damit gegebenenfalls die erforde von hier getroffen werden können. Der hat in der Ausschußfizung auch zu prüfen, die Sigung abzubrechen und bis zum Empfa zu vertagen ist. Die ausschließliche Verwendung der Mehrüberweisungen zu diesem 3wed ist nicht vorgeschrieben und kann auch mit Rüdsicht auf das unbedingt notwendige Maß von Bewegungsfreiheit bei Ach gegen Teilzahlung erhalten Sie ein Presto * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität. zu billigsten Preis. Verkauf durch: Jakob Schupp, Gießen Seltersweg 83. eingeschleppt. Die Feier des sogenannten Viehsonntags am 24. November in Willofs erinnert noch jetzt daran. Weitere Trup pendurchmärsche brachten die Jahre 1814-15, ohne daß die Bevölkerung durch Lieferung von Lebensmitteln belastet wurde. Die folgenden Jahre bis 1848 waren, wenn auch Zeiten des Friedens für das Schlitzerland, doch keine Zeit der Erholung von den schweren Kriegsopfern. Die wirtschaftlichen Verhältnisse müssen damals schlecht gewesen sein, denn eine große Zahl schaf fensfroher Männer, ja ganze Familien, verließen Heimatstadt und Heimatland, um sich in dem gelobten Land jenseits des Ozeans eine neue und, wie sie hofften, bessere Existenz zu grün den. Die Nachkommen vieler dieser Familien find verschollen nur die Namen im wappengeschmüdten Rathausjaal geben Zeug nis von ihrer früheren Bedeutung im öffentlichen Leben ihrer Vaterstadt. Das bewegte Jahr 1848 brachte auch hier die sonst so fried liche Bevölkerung in Aufregung, zeitigte aber sonst feine nen nenswerten Begebenheiten. Mit großer Begeisterung verfolgten wir die Heldentaten unserer siegreichen Truppen von 1870-71 und gelegentlich des Friedensfestes, verbunden mit der Pflanzung einer Friedenseiche, brachte der damalige Stadtpfar rer Euler die Gefühle zum Ausdrud, welche jedes Anwesenden Bruft durchzogen, als er uns die großen Taten unserer Helden vor Augen hielt und auf die herrlichen Früchte dieses Ringens: Die Einigung der deutschen Stämme, die Wiedergewinnung ur deutschen Landes und die Wiederaufrichtung der Kaiserwürde hinwies. Maizena das Kraftmeh ten nicht wieder. Durch ein hochragendes Friedhoje sowie die Umwandlung der Sa eine Gedächtnistapelle hat die Stadt ihre H Schon im 14. Jahrhundert gehörte Schli ten Volkszählung 2754 Seelen aufwies nach und vor Friedberg zu den größten Städten rend andere Städte und Städtchen Oberhess Hälfte des vorigen Jahrhunderts einen beder nahmen, ging Schlitz in der Bewohnerzahl Dafür lag in der für Schlig ungünstigen Lin mals neuerbauten Bahnstrecken, der Linie durch das Tal der Haune und der Bahn Gieß Keupergraben über Bad Salzschlirf nach Fu hundertwende jedoch gelang es Stik, Bat Iten. Die ebenbahn El.- Bad Sal Dem Berlehr übergeben. 1912 wurde die Hersfeld in Angriff genommen und furz vor d Marthings besteht auch eine Postautoverbi haan, einer Station der Strecke Frankfu Die günstigen Verkehrsverhältnisse hab Die Entwidelung der Stadt und auch der mitft. Dan tommt aber noch weiter, daß hauenden Tattrait des jetzigen Stadtober Sürgermeisters Dr. Niepoth, und in Folge fahrungen der Kriegszeit ein Zusammenschlu Broving Oberhessen und der Dorfgemeinden, Meberlandanlage Salizerland" zustande tem ang ber reichen Wasserkräfte des Bezirks, insb mible bei Rimbach, ein Kraftwerk schuf, da mit billigem Licht- und Kraftstrom versieht. Berbebingung zur völligen Elektrisierung der griffen. Schlitzer Leinen- und Damastweb Wie überall in Deutschland herrschte auch in Schlitz und im Schlitzerland in den entscheidenden Augusttagen 1914 trogige Begeisterung und der feste Wille, den uns aufgezwungenen Kampf siegreich zu beenden. Es sollte anders kommen. Tiefe Wunden schlug der Weltkrieg auch unserer Stadt, denn 121 kehrengedenten eine bodenständige Heimatkunst. Nr. 23. Sonnabend, den 4. Juni 1927. g ein einziger gelegt werden, der auch eine verständigen ermöglicht. Der gesamte Ber ünftig in der Reichsabgabenordnung, das gsrecht im Reichsbewertungsgejez enthal gesehenen Maßnahmen würden ein großes reform bedeuten und in ihrer Bereinfachung ing eine wesentliche Ersparnis an Bermal n diesen gesetzlichen Bestimmungen laufen der Aufstellung der Haushaltspläne und die überall verschiedenen örtlichen Verhältnisse nicht vorgeschrieben werden. Ich verweise nocheinmal darauf, daß die aus dem Jahre 1924 herrührenden Ueberschüsse von 200 Millionen in den Rechnungsjahren 1925 und 1926 reftios verbraucht sind, daß dem Staat im laufenden Rechnungsjahr fein Betriebsmittelfonds zur Verfügung steht, und daß bei der Sparsamkeit, mit der die Haushaltsansäge im einzelnen bemessen sind, auch im Haushalt selbst teine stillen Reserven mehr vorhanden sind. Jede Berminderung der steuerlichen Einnahmen müßte zu einem nicht zu dedenden Defizit führen. e Reformen im Sinne einer Reorganisation Verwaltungsapparats und im Sinne einer er Berwaltung. Daß dabei auch eine Ein I der Finanzämter erfolgen wird, ist felbit offe, durch diese Maßnahmen baldigit eine ben, die imitande ist, dem Hauptziel der ung erfolgreich zu dienen. Ich habe mit ußt in meiner eigenen Verwaltung ange bestimmt, daß andere folgen werden. 34 Auffassung, daß schärfte Bereinfachungen rt durchzuführen sind, um mit geringstem tnuzeffett zu erreichen.“" Daß der Reichsfinanzminster in diejen Aus ntlich bekannt hat, daß er ernstlich gewilli inem Amtsvorgänger eingeleitete Politi! ortzusetzen und in diesem Zusammenhange ie Senkung und Vereinfachung der Real Die politischen Parteien werden demned tag Gelegenheit bekommen, ihre in dieser Jebenen Versprechungen einzulösen. Det d die Weiterentwicklung aufmertjam ver Die Staatsregierung nimmt zu den in der Großen Anfrage gestellten Einzelfragen dahin Stellung, daß sie erstens auf dem Standpunkt steht, der Vorschrift des§ 4a hinsichtlich der Sen fung der Realsteuern in den Grenzen des Möglichen entsprochen zu haben. Insbesondere erscheint eine weitere Senkung der Grundbiträge der Grundvermögenssteuer über die Säße der No velle vom 22. April hinaus nicht möglich. Mitwirkung der Berufsvertretungen und Berufsver: bänden bei den Steuerveranlagungen. Der Reichsfinanzminister führte im Erlaß vom 2. März 1927, Attenzeichen Illa 580, folgendes aus: Bei den Steuerveranlagungen, insbesondere auch bei der Borbereitung, ist vielfach die Mitwirkung von Sachverständigen und anderen geeigneten Vertrauenspersonen unerläßlich. Als Eachverständige fommen auch Angehörige der Berufsvertretun gen und verbände in Betracht. So sehr ich auch, wie dies in mehreren Erlassen zum Ausdrud gekommen ist, auf die Mitwir fung der Berufsvertretungen und verbände bei den Veran= lagungsarbeiten Gewicht lege, so darf dies doch nicht dazu führen, daß die Borschläge der Verbände ohne weiteres als maßgeblich anerkannt werden. Für die Frage, ob und in welchem Um= jang ein Gutachten zugrunde zu legen ist, tommt es allein darauf an, daß es von Objektivität und Sachkunde getragen ist. Die Mitwirkung der Berufsvertretungen und Organisationen darf daher unter keinen Umständen dazu führen, daß sich die Finanzbehörden gewissermaßen die Führung aus der Hand nehmen las= und wäre es auch nur sen und die Forderungen der Verbände gen haben, daß im Rahmen dieser Steuer gten Wünschen und Vorschlägen vollaus rd. eichsfinanzministers hat bereits im Bre ( Deutsche Hausbes- 3tg.) amstag, den 14. Mai 1927, ihr Echo ge zminister des größten deutschen Bundes - Aschoff zu der Großen Anfrage der spartei über die Sentung der Realsteuern abei deutlich die gegenfähliche Meinung des Reichsfinanzministers zum Ausbrad hob in seiner Rede hervor, daß an Ein und Umsatzsteuer die Länder im Red jamt 2426,5 Millionen erhalten haben. Rechnungsjahr 1927 gegebenen Garantie enüber ihrer Gesamtbeteiligung an den Jahre 1926 an Mehrüberweisungen nicht nur rund 175 Millionen zu erwarten. gesteller, daß auf Preußen mehr als 120 erweisungen für das Jahr 1927 entfallen, Die auch von Preußen anerkannte Notwen der Realsteuern ist bereits dadurch ange beträge für die Gewerbesteuer und für die Er durch die Geseze vom 8. und 15. März Ss. herabgesetzt worden sind. e Verwendung der Mehrüberweisungen zu vorgeschrieben und kann auch mit Rüdsight twendige Maß von Bewegungsfreiheit bei leilzahlung erhalten Sie ein Presto * Fahrrad.* Es ist allerbeste Qualität zu billigsten Preis. Jakob Schupp, Gießen Seltersweg 83. um des Friedens willen ohne weiteres hinnehmen. Die Entscheidung muß stets beim Vorsteher des Finanzamts oder beim Präsidenten des Landesfinanzamts liegen. Angehörige der Berufsverbände gehören auch in weitem Umfang den Steuer- und Bewertungsausschüssen an. Es ist Bilicht des Ausschußmitgliedes, ohne Ansehen der Person lediglich nach sachlichen Gesichtspunkten zu urteilen. Die Mitglieder find an Gesetz, Durchführungsbestimmungen und Ausführungsbestimmungen unbedingt gebunden und haben die Verhandlungen des Ausschusses strengstens geheimzuhalten. Es ist hiernach insbesondere wie es in bestimmten Bezirken vorgekommen ist unzulässig, daß die Steuerausschußmitglieder ihre Stimme nach irgendwelchen Weisungen, die sie von dritter Seite vor den Ausschußjigungen erhalten haben, abgeben, und daß sie über den Gang der Sigung und die Art der Abstimmung Mitteilung machen. Aufgabe des Finanzamtsvorstehers wird es daher sein, nötigenfalls die Mitglieder des Ausschusses nochmals eindringlich auf ihre Pflicht und auf die Straffolgen bei einer Pflichtverlegung(§§ 376, 377 AD.) hinzuweisen; wird die Schweigepflicht verletzt, so ist die Einleitung des Strafverfahrens zu prüfen. Sollten sich in Zukunft Fälle ereignen, in denen die Mehrheit der Ausschußmitglieder ihre Stimme nach bestimmten Weijungen abgibt und infolgedessen die Gleichmäßigkeit der Veranlagung bezw. Bewertung gefährdet wrd, so ist unverzüglich hierüber durch den Herrn Präsidenten des Landesfinanzamts zu berichten, damit gegebenenfalls die erforderlichen Maßnahmen von hier getroffen werden können. Der Finanzamtsvorsteher hat in der Ausschußfizung auch zu prüfen, ob in solchen Fällen die Sigung abzubrechen und bis zum Empfang näherer Weisung zu vertagen ist. Feier des sogenannten Viehsonntags am 24. s erinnert noch jetzt daran. Weitere Trup hten die Jahre 1814-15, ohne daß die Be erung von Lebensmitteln belastet wurde. ahre bis 1848 waren, wenn auch Zeiten des lizerland, doch keine Zeit der Erholung von sopfern. Die wirtschaftlichen Verhältnisse ht gewesen sein, denn eine große Zahl schaf ja ganze Familien, verließen Heimatjtad m sich in dem gelobten Land jenseits des nd, wie sie hofften, bessere Eriftenz zu grün nen vieler dieser Familien sind verschollen vappengeſchmückten Rathausjaal geben Zeng ren Bedeutung im öffentlichen Leben ihrer 1848 brachte auch hier die sonst so fried Aufregung, zeitigte aber jonit keine nenjeiten. Mit großer Begeisterung verfolgten I unserer siegreichen Truppen von 1870-71 Des Friedensfestes, verbunden mit der edenseiche, brachte der damalige Stadtpfar le zum Ausdrud, welche jedes Anwesenden Is er uns die großen Taten unserer Helden auf die herrlichen Früchte dieses Ringens: eutschen Stämme, die Wiedergewinnung ur nd die Wiederaufrichtung der Kaiserwürde Deutschland herrschte auch in Schlik und im n entscheidenden Augusttagen 1914 trozige Der fefte Wille, den uns aufgezwungenen beenden. Es sollte anders kommen. Tiefe Flammeris, Maizena Puddings das Kraftmehl und Gebäck ten nicht wieder. Durch ein hochragendes Denkmal auf dem Friedhofe sowie die Umwandlung der Sandkirche daselbst in eine Gedächtniskapelle hat die Stadt ihre Heldensöhne geehrt. Schon im 14. Jahrhundert gehörte Schlitz, das nach der letzten Volkszählung 2754 Seelen aufwies nach Gießen und Alsfeld und vor Friedberg zu den größten Städten Oberhessens. Während andere Städte und Städtchen Oberhessens in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts einen bedeutenden Aufschwung nahmen, ging Schlitz in der Bewohnerzahl zurüd. Der Grund dafür lag in der für Schlitz ungünstigen Linienführung der damals neuerbauten Bahnstreden, der Linie Frankfurt- Bebra durch das Tal der Haune und der Bahn Gießen- Fulda durch den Reupergraben über Bad Salzschlirf nach Fulda. Um die Jahrhundertwende jedoch gelang es Sh.it, Bahnverbindung zu er= hr Iten. Die ebenbahn Emi- Bad Salzschlirf wurde 1898 dem Verkehr übergeben. 1912 wurde die Weiterführung nach Hersfeld in Angriff genommen und furz vor dem Krieg vollendet. Reuerdings besteht auch eine Postautoverbindung nach Burghaun, einer Station der Strede Frankfurt- Bebra. Gießener Zeitung" Pfingsten. ,, Pfingsten, das liebliche Fest, ist gelommen." Auch diesmal läßt es ums vie! Liebliches schauen in Feld, Wald und Au. Dörfler und Städter, und in hellen Haufen die Großstädter, machen sich auf, hinauszupilgern in Gottes herrlich schöne Welt, dahinzuschreiten über blumige Wiesen, umweht Don warmer, reiner Luft, überschüttet von Lerchenliedern. Aber viele unter ihnen sehen sich mitten in dieser Frühlingspracht von gespenstigen Schatten verfolgt; ungeftillter Schmerz, ungebannte Sorge, unerfüllte Wünsche verdunkeln ihre Pfade. Ihre Augen find trübe geworden Auf die Augen fommis an.- Mancher tlagt über ein schlechtes Jahr, weils ihm nicht nur um das Heben und Pran gen in der Natur zu tun ist, weil er wirtschaftlich nicht das erreichen konnte, was er sich wünschte, weil ihm vielerlei wider den Strich ging und auf seinen Augen noch die Schatten des Winters liegen. Und so ist's ihm bis zu Pfingsten noch nicht wahr geworden, was der Ostersänger der Sänger deutscher Freiheit gesungen: Frühling spielet auf der Erden, Früh ling soll's im Herzen werden, herrschen soll das ew'ge Licht." Die günstigen Verkehrsverhältnisse haben befruchtend auf oie Entwidelung der Stadt und auch der Landgemeinden ge wirkt. Dazu kommt aber noch weiter, daß Dank der weitausschauenden Tatkraft des jetzigen Stadtoberhaupts, des Herrn Bürgermeisters Dr. Niepoth, und in Folge der bitteren Erfahrungen der Kriegszeit ein Zusammenschluß der Stadt, der Provinz Oberhessen und der Dorfgemeinden, ein Zweckverband Ueberlandanlage Schlitzerland" zustande tam, der mit Ausnutzung der reichen Wasserkräfte des Bezirks, insbesondere der Fuldamühle bei Rimbach, ein Kraftwerk schuf, das Stadt und Land mit billigem Licht- und Kraftstrom versieht. Damit wurde die Vorbedingung zur völligen Elektrisierung der Schlitzer Industrie geschaffen. Schlitzer Leinen- und Damastweberei ist seit MenAuf unser Herz tommt es an auch im öffentlichen Leben! Das ist der Vorzug unserer modernen Betrachtung, vor der des Altertums, daß sie nicht nur nach dem Ganzen, sondern auch nach dem Einzelnen fragt. Und das ist eine Weisheit christlicher Weltanschauung, daß sie von innen nach außen, von der Persönlichkeit zur Gesamtheit hin Wirkung, Besserung, Hei lung erwartet. So foll's zur lieblichen Pfingstzeit unser allerWenn die Nachbarin staunt daß Ihnen Ihr Kuchen immer gut gerät, so erzählen Sie ihr, daß Sie nur mit Dr. Oetker's Backpulver ,, Backin" nach den schönen Ocfker- Rezepten backen. Solch guter Rat wird sich belohnen. Zahlreiche neue Anregungen zum Backen bietet Ihnen das jetzt erschienene, farbig illustr. Rezeptbuch, Ausg. F. Sie lesen darin auch Näheres über den vorzüglichen Backapparat. Küchenwunder mit dem Sie auf kleiner Gaskocherflamme backen, braten und kochen können. Das Buch ist für 15 Pig. in allen einschlägigen Geschäften erhältlich, wenn vergriffen, gegen Einsendung von Marken von Dr. A. Oetker, Bielefeld. Ladenverkaufspreise: Backpulver Backin" 1 Stck. 10 Pf., 3 Stck. 25 Pf., Puddingpulv. Van.Mandel 10 Pf., Vanillin- Zucker 5 P., VanilleSoßenpulv. 5 Pf., Gala- Schokolad.- Puddingp. 15 Pf.. SCHIEL vornehmstes Streben sein, daß unser Auge flar, unser Herz warm werde. Nur dann tönnen äußere Mittel zum Guten helfen, wenn die Menschen, die darin raten und taten, Wohnstätten und Werkstätten, Werkzeuge und Werke des Geistes geworden sind, dessen die pfingstfeiernde Gemeinde sich tröstet und freut. Schokoladensp. m. gch. Mand. 25 Pf., Gustin 225 g 35 Pt. Auf den Geist tommts an, auf den Geist Gottes. Mag manchem die liebliche Sprache der Schöpfung als bitterer Hohn oder süße Täuschung erscheinen, er soll sich doch besinnen, daß das Glück des Menschen immer nur von innen fommt. Aber tannst du zum inneren Glüd gelangen, wenn du nicht Auge, Herz und Geist haft für das, was an tausend Reizen der Natur um dich ausgebreitet liegt? Die Christenheit hofft für Seele, Haus und Volt, weil sie bittet: Komm', heil'ger Geist, tehr' bei uns ein!" Lokales. Sonntagsgedanken. Eineinhalb Milliarden, sagt man, leben heute auf der Erde! Eineinhalb Milliarden -! Wanderer!- Pilger! Mühselig und hart ist die Last, die ihr schleppt! Ja, Lebenslasten und Verantwortungen drüden schwerer wie Ketten und Zentnergewichte! So ziehen die Menschenkinder dahin auf Erden, vergäng lich wie Eichenlaub, allüberall wandern sie in gleicher Weise. ob in der Hütte oder im Palast, an der Donau ebenso wie am Ganges, am Mississippi wie am Hoangho, am Harze ebenso wie am Himalaya! Seit Jahrhunderten, seit Jahrtausenden schon sind die Menschengeschlechter auf ihrer Himmelsreise. Pilger Sonst nichts! nur! Ja, was sind da Königstronen, was Diademe? weberei auch in den Landgemeinden betrieben und weit be= rühmt, wird sie heute nur noch in Schlitz von der Maschine in mehreren fleineren und einer großen Leinenfabrit, der größ ten in Oberhessen, ausgeübt. Auch die künstlerischen Arbeiten der Möbelschreiner und Töpfer, sowie die Herstellung vorzüg= licher Fleisch- und Wurstwaren, geben dem Städtchen einen guten Ruf. Eine regsame Tätigkeit wird weiter entfaltet in größeren Seifenfabriten, einer Nr. 23. Ein Nichts dem Tod! Ein Nichts der Menschheit!- Was die Flugzeuge? Was die Zeppeline? Wollt ihr wohl die Sonne stürmen? Vielleicht gelingt es euch, ihr fühnen Pioniere eines schö nen Tages! Aber den Himmel stürmen? Das ist die Schranke wo die Technik schweigt! Man kann die Ewigkeit nicht niederrennen, wie eine Barri fade! Die Eroberung des Himmelreiches ist mehr wie eine technische Sache! Da sitzt der Landmann in der schönsten, goldensten Sonntagssonne vor seinem Haus auf der Bank, schmaucht nachdenk lich sein Pfeifchen und schaut zufrieden nach der lieben Wärmespenderin und Lebenswederin hinauf, schaut den dichten Rauchwöllchen nach, die er behaglich ins Blaue sendet. Wieder ist eine Woche für unseren alten Planeten vorüber, wieder sind mit abertausend Zentnern Zeitungsgezänk die Köpfe und die Herzen erfüllt, wieder hat die Woche soviel Unraft gehäuft. Der auf der Bant schüttelt das struppige Haupt und drückt mit dem Daumen in seinem Pfeifenkopf das glimmende Kraut zusammen, als wäre es all das Unkraut, das während der verflossenen Woche auf der Erde emporgeschossen. Dann zieht er wieder fest und bläst spielerisch das blaugraue Gewölf von sich. wie es im Himmel sich verflüchtigt. Wohl dem, der so rauhe Fäuste und ein so starkes Herz hat, daß er am Sonntag in seine Feierabendpfeife alle Wirtsal der Woche zu stopfen vermag, und der so freien, unbefange nen Sinnes ist, daß in der goldenen Sonntagssonne aller Groll und aller Unwert der Woche sich ihm in tändelndes Rauchspie! vor dem ewigen Himmel verwandelt! Allen möchten wir es wünschen, des erdenstarken Schollen herrn Sonntagspfeifchen, dazu die Gefühllosigkeit seines Dau mens gegenüber dem glimmenden Wochenunkraut, die gesunde Kraft feiner Lunge, durch die er seine Bitterfeit umsetzt in ziehenden Rauch, und den klaren Blid, der zu verfolgen vermag. wie alles irdische Wolkenwerk sich im unergründlichen Blau des ewigen Himmels ins Wesenlose löst. Waldfried." Gewerbeausstellung Gießen 1927. In der Zeit vom 1.- 19. Juni 1927 findet auf dem ca. 30 000 qm großen Ausstellungsgelände der Stadt Gießen eine Gewerbeausstellung statt. Die Ausstellungsgegenstände sind untergebracht in der neu erbauten Voltshalle und zwei großen für diesen Zwed errichteten Ausstellungshallen Besonders sehenswert ist der Teil der Ausstellung, welcher moderne Betriebseinrichtungen für fast alle handwerklichen Berufe zeigt. Wir machen auf das Inserat in der heutigen Nummer aufmertsam, in welchem für Gewerbevereine besondere Vergünstigungen angezeigt wird. * Sonderjahrt des hessischen Handwerks zur Münchener Auss stellung. Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß alle Anmeldungen für die Sonderfahrt nach München( Abfahrt am Mittwoch, den 15. Juni) umgehend an die bekannt gegebenen Stellen, namentlich die Handwerkskammer- Nebenstellen zu rich ten sind. Die Anmeldungslisten sollen bereis in den kommenden Tagen vorläufig abgeschlossen werden. Spätere Anmeldungen dürfen nicht mehr mit Sicherheit darauf rechnen, daß die ge wünschten Hotel- oder Privatquartiere in München durch die hessische Fahrtleitung vermittelt werden können. Bei jeder Anmeldung ist der Fahrpreis für die Hinfahrt nach München mit einzuzahlen. * Erweiterter Kraftpostverkehr. In Anpassung an denVerkehr der Kraftpostlinie Gießen- Krofdorf treten mit Wir. fung vom 5. ds. Mts. ab folgende Fahrplanänderungen ein: 1. Die versuchsweise werttäglich eingerichtete Fahrt ab Krof dorf Apotheke 7.30 wird nachträglich in den Sommerfahrplan aufgenommen. 2. Die werttägliche Fahrt ab Krofdorf Apotheke 8.00 tommt in Wegfall. 3. Die Sa. Fahrten ab Gießen Os waldsgarten 14.06 werden aufgehoben. 4. Die Fahrten ab Gießen Bhf. 16.35 und ab Krofdorf Apotheke 17.00 verkehren fünftig nur noch an Werktagen. * Erleichterte Einreise nach Finnland. Mit Wirkung vom 1. Juni ds. Js. ist der Sichtvermerfszwang im Verhältnis zu Finnland aufgehoben worden. Deutsche Reichsangehörige fönnen danach Finnland über die amtlich zugelassenen GrenzüberUnterbau ragt, weist heute die Merkmale alter Stile auf. Wundervoll ist das Westportal aus der romanisch- gotischen Uebergangszeit mit seinen zierlichen Basen und Knospentapitälen, reizvoll die spätgotische Vorhalle des Südportals mit dem aufgesetzten Renaissancegiebel und der Sonnenuhr und am schönsten der Blick vom altertümlichen Marktplatz aus auf Apsis, Chor u. Gruftkapelle. Ganz eigenartig ist die an der jetzigen Safristei früheren Apjiola einem Peimjeberei, in zwei Mollereien und einer Brauerei, welche pas jeitigen Kreuzjenjter, Betreten wir pas Innere, jo iſt ver Blid in geschätzte Auerhahnbräu liefert. Von einer Buchdruderei am Plate wird ein wöchentlich zweimal erscheinendes Lokalblatt, der ,, Schlitzer Bote", herausgegeben. Der waldreiche Bezirk bildet die Grundlage einer sich immer mehr entwidelnden Sägeindustrie. In fleißiger Arbeit wetteifern Handwerker und Kaufleute miteinander, um für die Befriedigung der notwendigsten Lebensbedürfnisse der Stadt- und Landbewohner sorgen zu fönnen. Die ansehnlichen Neubauten nach dem Bahnhof zeigen dem Besucher, was das Baugewerbe in Schlitz zu leisten vermag. Schließlich sei auch erwähnt, daß zahlreiche Gastwirtschaften den Durchreisenden sowie Sommerfrischlern eine gute und preiswerte Verpflegung bieten. Die weit ausgedehnten Gräflichen Bejigungen bedingen die Anitellung rines ansehnlichen Beamtenpersonals für Rentamt, Forsamt, Sekretarict und Burggüterverwaltung. Das Städtchen ist ferner Eig eines Amisgerichts, eines Poftamts, einer Apotheke, einer Volksschule mit seiher acht Klassen und einer Realschule. Wandert man vom Bahnhof durch die mittelalterlichen Gassen nach der Höhe, so grüßt uns auf dem höchsten Gipfel die alte Stadtkirche, deren ältester Teil auf dem waldumtauschten Boden einer germanischen Kultstätte zur Zeit Karls des GroBen einst erbaut wurde. Der langgestredte Bau, aus dessen Beltfrieg auch unserer Stadt, denn 121 tehr schengedenken eine bodenständige Heimatkunst. Einst als Haus Mitte ein auffallend spiker gotischer Turm mit romanischem den romanischen Chor ein überaus stimmungsvoller. Lebensgroße Renaissancegrabmäler von der Meisterhand des Casseler Bild: hauers Andreas Herber zieren die Wände, in der Gräflichen Gruftkapelle rechts ist neben dem gemalten Epitaph des Ritterhauptmanns Volprecht von Schlitz gen. von Görtz der Grabstein des sog. Schwedengörtz Heinrich, des Ministerpräsidenten Karls XII. von Schweden, der nach dem Tode des Königs einem Justizmord des schwedischen Adels zum Opfer fiel. Ein schöner gotischer Taufstein von 1467 steht vor dem Chor. Hohe rauschende Linden umschatten den Kirchplatz, unter dem viele Geschlechter seit 812 schlummern. Hinter der Kirche, mit der Front hoch auf der Stadtmauer stehend, liegt die alte Inspektur, das erste Pfarrhaus, in dem einst 1570 schon Spangenberg wohnte, später nach ihm der bekannte Pädagoge Schlez, dessen Schulbuch, der Dentfreund, 32 Auflagen erlebte, die sämtlich im Heimatmuseum in der Hinterburg besichtigt werden können, und Georg Christian Dieffenbach, dessen Schriften und Kinderlieder bekannt sind. Gleichzeitig mit Dieffenbach wirkte hier als Stadtpfarrer und Pfarrer vom Kreuzersgrund der geborene Pädagoge Konrad Euler, dessen Katechismus Dr. Martin Luthers jetzt noch in manchen Volksschulen des Bezirts im Gebrauch ist. Sein dreibändiges Handbuch zu dem Katechismus diente Lehrern und Pfarrern vielfach zur Vorbereitung für den Katechismusunterright. ( Schluß folgt.) Sonnabend, den 4. Juni 1927. wachungsstellen jederzeit auf Grund eines gültigen Heimatpasses ohne finnischen Sichtvermert betreten und verlassen. Schutz vor Fliegen. Die warme Jahreszeit veranlaßt uns, darauf hinzuweisen, daß vielfach in Lebensmittelgeschäften die cajelbst ausliegenden Fleisch, Wurst, Fett, Käse- und Fischmaren, sowie auch andere leicht verderbliche Nahrungsmittel nicht genügend vor der Berunreinigung durch Fliegen geschützt werden. Abgesehen von dem efelerregenden Einbrud ist die Gefahr der Krantheitsübertragung bei der Hitze und dem hierburch sehr geförderten Berderb der genannten Waren sehr groß. Das Polizeiamt wird gegen diejenigen Ladeninhaber vorgehen, welche sich diesen einfachen hygienischen Forderungen und dieser selbstverständlichen Rüdfichtnahme gegenüber der Bevölkerung entziehen. * Ein schlechter Uebelstand. Seit neuerer Zeit ist wieder die Unfitte eingeriffen, Papier, Obstschalen, insbesondere Apfelfinenschalen und sonstige Abfälle auf Bürgersteige und Fahr bahn zu werfen. Hierdurch werden nicht nur die Straßen Det unreinigt, sondern auch Gefahren für Bassanten hervorgerufen, die durch Ausgleiten auf Obstresten und dergleichen zu Falle fommen und sich erheblich verlegen fönnen. Wir erwarten, daß es nur dieses Hinweises bedarf, um den Uebelstand abzustellen, widrigenfalls die Polizeibeamten mit Strafanzeigen vorgehen müßten. * Saison- und Inventur- Ausverläufe dürfen nach der Betanntmachung des Hessischen Kreisamtes Gießen vom 8. Juni 1925( Amtsverf.- Bl. Nr. 50 vom 23. Juli 1925) nur in der Zeit vom 2. Januar bis 31. Januar und vom 1. Juli bis 31. Juli jeden Jahres, jedoch nur auf die Dauer von je 14 Tagen, abgehalten werden. Ausverkäufe, die außerhalb dieser Zeit stattfinden sollen, sind unter genauer Angabe des Grundes unter Einreichung eines Berzeichnisses der auszuverlaufenden Waren sieben Tage vor der Anfündigung bei der Handelstam mer Gießen anzuzeigen. Im Zuwiderhandlungsfalle müssen Strafanzeigen erhoben werden. " Bermeidung von Staubentwidlung bei Bauten. Wir weisen wieder darauf hin, daß nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen(§ 366 3iffer 8 des Reichsstrafgesetzbuches, Artifel 112 und 292 des Polizeiftrafgesetzes) diejenigen Bestrafung zu gewärtigen haben, welche es unterlassen, bei Bauten, namentlich bei Abbruch von Gebäuden und bei der Erneuerung des Berputzes, alle Vorkehrungen zu treffen, welche geeignet sind, Gefahren für Vorübergehende und eine belästigende Staubentwicklung zu verhindern. Insbesondere ist dafür Sorge zu tragen, daß 1. der Berputz und das Mauerwerk vor dem Abschlagen und während dieser Arbeiten ausreichend benäßt wird, 2. Bauschutt nicht auf die Erde abgeworfen, sondern abgetragen oder in Gefäßen abgelassen und hierbei ebenso wie beim aufladen auf Wagen und Abfahren ausreichend benäßt wird. hermes Bruchheilung von Behörden bestätigt! Calen Ohne Operation, ohne Berufsstörung! Deffentliche Danksagungen dortiger Gegend: Dem„ Hermes", Aerztlichem Institut für orthopädische Bruchbehandlung, Hamburg, bestätige ich, daß mein Bruchleiden durch Ihre Methode pollständig geheilt ist. Ich fann jetzt jede Arbeit ohne Beschwerden verrichten. Philipp Schuler, Sulgen bei Schramberg, 22. Jan. 1927. Mein Bruch ist also soweit geheilt. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, daß solches Leiden zu heilen wäre und muß es mit Dant anerkennen. Habe Ihnen auch einen neuen Kunden, der Heilung suchte, zugeschickt. Karl Wehrle, Breitnau, 5. Dez. 1926. Ueber 160 amtlich beglaubigte Zeugnisse Geheilter liegen vor der Sprechstunde aus. Sprechstunde unseres approbierten, spe= ziell ausgebildeten Vertrauensarztes in: Buzbach: Sonnabend, 11. Juni, vorm. von 8-1 Uhr, Hotel Deutsches Haus"; Gießen: Sonnabend, 11 Juni, nachm. von 3%-7% Uhr, Sonntag, 12. Juni, vorm. von 9-2 Uhr Bahnhofshotel Lenz. " Hermes" Aerztliches Institut für orthopädische Bruchbehandlung, G. m. b. H. Hamburg, Esplanade 6.( Dr. H. L. Mener,) " Gießener Zeitung 11 3. derartige Bauarbeiten, bei welchen eine Staubentwidlung nicht ganz zu vermeiden ist, nur in den frühen Morgenstunden Dorgenommen werden dürfen.- Die Polizeibeamten sind mit Ueberwachung beauftragt. Schont die Augen der Kinder! Da das warme Früh lingswetter wieder zum Ausjahren der fleinen Kinder lodi, so möchten wir an die Mütter und Kinderwärterinnen die Mahnung richten: Schoni die Augen der Kinder!" Jm Kinderwagen soll man niemals ein Kind auf den Rüden legen, auch selbst dann nicht, wenn fein Sonnenschein ist, weil auch das durch Wolfen dringende Licht etwas blendet. Die Rüdenlage ist überhaupt teine gefunde und sollte auch bei den Kindern nicht angewendet werden. Außerdem vermeide man, weiße Bettchen in den Kinderwagen zu legen oder über denselben rote oder weiße Deden anzubringen. Der Hals der Kleinen darf niemals mit diden Tüchern verbunden werden, weil dadurch die Kinder leicht zum Schwitzen gebracht werden und sie sich dann umjomehr erfälten. Übler Mundgeruch wirls abitohend. Häßlich gefärbte Zähne entstellen das dhonite Entlig Beide Schönheitsfehler werden off ichon durch einmaliges Bugen mit der herrlic erhibenden Jahnpalte Chlorodont befeitigt. Die Jahne erhalten igon nach furzem Gebrand einen wundervollen Elfenbeinglanz, auch an den Bettenhäden, bei gleichzeitiger Benuhung der dafkr rigens fouftruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem Borftenschnitt. Faulenbe Spellerefte in den Zahnzwischenräumen als Urjade des üblen Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt. Berfuchen Sie es zunächst mit einer fleinen Zube au 60 Pfg. Chlorodont- Zahnbürste für Rinder 70 Pfg., für Damen Mt. 1.25 ( weiche Borften), für Herren Mt. 1.25( harte Borsten). Nur echt in blau- grüner Originalpadung mit ber it Chlorodont". überall zu haben. Aus Nah und Fern. Heuchelheim bei Gießen. Gauturnfest 1927 in Heuchelheim. Alle Ausschüsse für das vom 9. bis 11. Juli stattfindenden Gauturnfest sind in raftloser Tätigkeit. Die Einladungen find an 159 Gauvereine versandt. Man rechnet mit einem Massenbesuch und die Einwohnerschaft Heuchelheims hat dem Wohnungsausschuß alle verfügbaren Quartiere bereitwilligst zur Verfügung gestellt, sodaß zu hoffen steht, sämtliche Turner und Turnerinnen in Bürgerquartieren unterbringen zu fönnen. 25. Hessischer Landesfeuerwehrtag Worms. Unter den zahlreichen und erfreulichen Tagungen, die in den Mauern der alten Ribelungenstadt in diesem Sommer abgehalten werden verspricht der 25. Hess. Landesfeuerwehrtag Worms, vom 2. bis zum 4. Juli, einen glänzenden Verlauf. Mit ihm verbunden ist eine Feuerwehrausrüstungs- und Löschgeräteausstellung in der Turnhalle am Jahnplay, die am Freitag, den 1. Juli eröffnet wird. Frankfurt a. M. Der diesjährige 5. Divisionstag der 76. Re: serve- Division findet am 3. und 4. September in Frankfurt a. M. in der Festhalle statt. Die umfassenden Vorbereitungen zu einem würdigen Feste sind in vollem Gange. Auskunft wird erteilt durch Herrn Frizz Höhn, Frankfurt a. M.- Ginnheim, Theodor Stormstraße Nr. 7. Wilhelmshaven. Die 75jährige Jubiläumsfeier der Seebataillone( Marineinfanterie) findet statt am 6., 7. und 8. August. Anmeldungen nehmen entgegen die Mitglieder des Festausschusses Hadbarth, Wilhelmshaven, Manteuffelstr. 2 und Wallroth, Wilhelmshaven, Altestraße 5. 100 Löwen am Kurfürstendamm. Vor einigen Tagen um die Mittagsstunde gab es im Berliner Westen, auf dem verkehrsreichen Kurfürstendamm, ein lebhaftes Gedränge. Was war geschehen? Hatte es eine Autopanne gegeben? War es eines der letzten Droschkenpferde auf dem glatten Asphalt zu Falle gekommen? Nichts davon! Die Neugierde der Straßenpassanten galt vielmehr einem Herrn, war. - Nr. 23. wachsene Löwin scritt. Die vielen Fußgänger schienen der so freundlich und harmlos dreinschauenden„ Wüstenkönigin" völlig gleichgültig zu sein, sie waren für sie eben nichts weiter als Publikum, das dem erfolggewohnten„ Star" des Zirkus Schneider aus dessen Vorstellungen ja hinlänglich bekannt Größeres Interesse legte die seltsame Spaziergängerin schon gegenüber den auf den Veranden der vornehmen Restaurants Speisenden an den Tag, aber kein Lokalinhaber fühlte das Bedürfnis, den Kapitän Schneider( dies war der Führer der eleganten Bestie) samt seiner Begleiterin einzuladen, Nach etwa einhalbstündigem Spaziergang kehrten die beiden interessanten Straßen- Passanten in den„ Zirkus der 100 Löwen" wieder zurüd. Die Leute aber hatten wieder mal was zu erzählen. Wir warnen vor Pfuschern, die uns nachzumachen versuchen, dem zur Seite eine anscheinend sehr wohlerzogene, ausge-| ohne den Kernpunkt der Sache überhaupt zu kennen. Da staunt die Hausfrau, Coba Beize da shit The Gatte! So schon strahle The Fussboden noch nie! Woher? LobaBeize( Tarbbohnerwachs) hat hia gewirkt. Austelle von Bodenlack ist Loba- Beize viel praktischer. Alte, abgetretene Tannon- Boden werden voie neu und für die neuen ist's die beste Nahrung. LobaSeize( Farbbohnerwacho) wird aufgetragen und gebohnert genau wie Bohner- Wachs und trocknet sofort. Also bitte! Existenz! Organisatorisch befähigten Herren bietet sich ohne Branchefenntnis u. Kapital glänzende Verdienstmöglichkeit( Gehalt u. Provision) als Aquisiteur Generalvertreter * für landwirtschaftliche Fachzeitschrift mit weitgehendster Abonnentenfürsorge. Germania Verlagsgesellschaft m. b. H., Göttingen. Mütter sagt es Euren Töchtern, dak Heilmann's Farben sparen hellen. 10 Minuten Arbeil und eine Packung Farbe lassen ein Kleidungsshuck, das verschossen und verwaschen al, ohne Kochen wieder in neuer Farbenpracht erstehen. Also mil Hellmann's Farben zu Hause farben Auf Marke Fuchskop! Im Stern" schien. Die letzten Moden für den Hoch- Sommer bringt Beyers Mode- Führer Band III: DAMEN MODEN SOMMER 1927 Preis 1,25 M. VERLAG OTTO BEYER LEIPZIG T Zur Hochzeit, bei Rheuma, Hexenschuß, Genick, Krems, Kopf- u Zahnschmerzen. Carmel- Fabrik Rhainsborg( Mark) In Giessen erhältlich: Kaiser- Drogerie, Ernst Noll; Drogerie Winterhoff, Kreuzplatz; Kreuz- Drogerie, Aug. Noll; Germania- Drog., Carl Seibel; Hans Noll, Ludwigsplatz- Droger; u. Neustadt- Drogerie. Anzeigen - Neue Bücher. Richard A. Bermann:„ Das Urwaldschiff". Ein Buch vom Amazonenstrom. Volksverband der Bücherfreunde, WegweiserVerlag 6. m. b. H., Berlin- Charlottenburg 2. Die uralte, un verändert start gebliebene Sehnsucht im Menschen, fremde Län der zu erforschen, hat der nachrfach um den Erdball gereiste Schriftsteller Bermann in seinem neuesten Werte„ Das Urwaldschiff zum Vorwurf eines vortrefflichen Romans gemacht. Preis in echt Ziegenleder geb. R.-Mt. 3,10. Mit diesem Werte hat der V. d. B. wieder einmal bewiejen, wie überaus leistungsfähig er ift. Das Auto- Ein- malseins. Soeben ist die erste Lieferung eines Buches erschienen, wichtig für alle, die irgendeine Befassung mit dem Automobilwesen haben oder sich für den Motorsport inte ressieren. Wem das Auto 1X1 zu empfehlen ist? Man kann ruhig jagen: allen! Jeder kann guten Rugen aus der Lektüre ziehen. Das Auto- Ein- mal- eins, Verlag R. Boll, Berln NW. 6, Schiffbauerdamm 19. „ Das Bayerische Hochland", illustr. Zeitschrift für den Frem denverkehr und Wintersport im baner. Hochland. Auch diese Nummer versendet der Verlag München 9 tostenlos. Reichstarifvertrag für das deutsche Bankgewerbe. Als Schrift Nr. 18 der Schriftenreihe des Deutschen Bantbeamten Bereins erscheint soeben die Broschüre über den Reichstarifvertrag für das deutsche Bankgewerbe. Preis für Mitglieder des DBV. 20§. für Nichtmitglieder 60 einschl. Porto und tann von der Landesgeschäft.stelle Frankfurt/ M., Kaiserstr. 36, bezogen werden. Die Pfingstnummer der„ Eleganten Welt" ist soeben erschie Sie bringt in abwechslungsreicher Fülle reichillustrierte Artikel über allerlei sommerliche Themen auf modischem und an derem Gebiet. Preis 1.-R.-Mt. nen. Geschäftliches. Gie Erscheint: Samstags. Bezugspreis 40 Pfg. monatlich frei i Sedaktionsschluß früh 8 Uhr.- Für Aufbewa Jembang nicht verlangter Manuskripte wird 40. Jahrgang Portoerhöhung der erste Schritt zu einer neuen J Von J. Max Koch. In lehter Stunde wird von einem erfah mann dringend vor der geplanten Portoer a diefe unwiderruflich eine neue Inflation h pade zu einer Zeit, in der das Wirtschaftsl fih langsam zu erholen. Die geplanten La bar, wie fich aus folgendem Beispiel ergibt: Ein leiner Fabrikant benötigt jährlich an paganda 20 000 Reichsmart, welche sich bei d ung auf 30 000 Reichsmark erhöhen w shon bei den jehigen Portosähen unsagbar loten zu tragen, denn es dürfte auch der Reic night unbekannt sein, daß die gesamte Gef Steuert ist und gegenwärtig unmöglich neu nehmen kann, die sie unweigerlich ins V würde. Von was sollen in vorliegendem Reissmart Mehrkosten gededt werden? Breise? Diese würden unbedingt einen R jazes bedeuten. Die weitere Folge ist ein Lohnerhöhung für die Arbeiterſchaft, die ja die erhöhten Preise bei den jetzigen Löhne zahlen kann. Die weitere Folge bei Lohn weitere Erhöhung der Preise usw., sodaß wi herein wieder in der schönsten Inflation dri kann aber die deutsche Wirtschaft zur Zeit Berfasser dieses weist besonders auf eine welchem er bereits im August 1923 eine feste lion Papiermark= 1 Goldmark forderte, di hat aber s. 3t. in den November hinein g bei einer Billion stabilisiert! War dies maken Einsicht? Ich führe das Beispiel weisen, wie recht ich s. 3t. hatte! Wie rech werde, wenn die Reichspostverwaltung nia Stunde von ihrer Forderung zurücktritt, wi geben. Es wird auch keinesfalls die einnahme herauskommen, denn der Geschäf gedrungen nicht in der jetzigen Höhe Pro tönnen, was für die Post einen großen Au aber nur für das Reklameporto, sondern au bedingten Ausfall des Paketverkehrs, was einen Ausfall für Zahlungsanweisungen n abgesehen von dem Briefporto, das durch lorrespondenz infolge der fehlenden Dru fällt. Es ist höchste Zeit, daß sich die llar werden und in zwölfter Stunde die anmutende Forderung unterbindet. Die P in der Lage, Tausende und Abertausende schafts- Wagen anzuschaffen, woher nimmt s Sollen vielleicht auf Kosten der Geschäfts schaftsautos, die wie Pilze aus der Erde werden? Es laufen viele Wagen in rentabel arbeiten. Was wird in einige Wagen verbraucht sind? Zu was braucht wagen anzuschaffen? Dieses Geschäft ka anternehmer, der gleichzeitig Reparaturm infolge persönlicher Beziehungen eine gan entfalten tann, einigermaßen gewinnbri Weg mit den Post- Gesellschaftswagen Keine Portoerhöhung! Bruchheilung. Das ärztl. Institut„ Hermes", Hamburg, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesem Gebiet besondere Aufmertsamkeit zu widmen. Es ist ihm gelungen, eine Methode auszu arbeiten, welche zu guten Erfolgen führte. Näheres im heutigen Anzeigenteil. Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen. Achtung! Geschäftsleute von Steuer- Inspektoren noch schärfer tontrolliert. Geschäftsleute! Von 1927 ab werden die Geschäftsbücher der Folgt meinem Rat und verwendet meine Reichssteuer- Kassebücher, in die man ohne Buchführungsvortenntnisse leicht alle Umsatz steuerfreien und umsatzsteuerpflichtigen Geschäftseinnahmen so wie alle einkommensteuerpflichtigen und einkommensteuerfreien Geschäftsausgaben und auch die Ausgaben für Familie und Haus getrennt und sehr übersichtlich eintragen tann, so daß man zu jeder Minute den Abschluß zu machen in der Lage ist." Diese meine Reichssteuer- Kassebücher sind für jeden Beruf vorgedruckt, also auch dadurch äußerst praktisch. Jeder Geschäftsmann, der ein neues Kajjebuch nötig hat, lasse mir seine Bestellung zugehen. Das Buch kostet in üblicher Stärte 6. Mart. Albin Klein, Gießen, Verlag der Universal- Reichssteuer- Rassebücher. Nur ein Ziel Erstklassiger Zahntechniker, größte Erfolge!! firm in allen Gold- u. Schriftt. Heimarbeit Vitalis- Verlag. Monchen 107. la Eiderfettkäse 20% 9 Pfd. 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Globella Bohnerwachs festu flüssig mug in den nächsten Tagen die Forderun fein! Vom Mittelstand Man hat den Mittelstand als Stand" bezeichnet, um den es sich n schrei zu machen. Die Ergebnisse der gewerblich aus dem Jahre 1925, die das Stati eben veröffentlicht hat, erweisen d Betriebe sind in dieser Statistik ein triebe und in Betriebe mit 500 besd Die Statistit zeigt nun, daß gerade nämlich solche, die bis zu fünf Per für die Wirtschaft von viel größer wie die Großbetriebe. Den Anteil i an der Gesamtzahl der zum Hande den Betriebe zeigt folgende Uebersic Land Bayern Württemberg Hamburg Redlenburg- Schwerin Oldenburg Braunschweig Anhalt Lübec Gesam Der Bet 126 42 38 72 44 69 10 13 7 97 10 15 5 86 3 49