Nr. 48 al- Reichssteuerassebuch ach gesetzlich geschützt enthält Indrucke Mr jedes Geschäft astwirtschaften" ,,, Bäckereien, ,, Glasereien" ,,, Landwirtschaftsler u Weissbinder" ,,, Maurer" ,,, Metzgereien",„ Polstereien " ,,, Schlossereien" ,,, Schmiedeiderbetriebe". Schreinereien", eien" ,,, Spenglereien", offene schätte" ,,, Modistinnen", hereien",„ Architekten", te" und„, Agenturen". esem Kassebuch, dessen Führung hrungsvorkenntcht erforderlich zu jeder Zeit sofort ohne he die zu zahlende Esteuer sowie das htige Einkommen stellt werden, msatzsteuerpflichtigen und steuerfreien Einnahmen, einkommenstener pflichtigen mmensteuerfreien Ausgaben n einander mit grösster keit gebucht werden. man auch, welche Summen nd die verschiedenen Unkosten den eigenen Haushalt rausgabt wurden. s sehr praktisch anerkannten d bei mir stets vorrätig Klein, Gießen, danlage 21. ir Serbit- u. Winterjaljon rbeiten Näh- Lehr- Kurse zur Selbst ra en- aniertigung jed. 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Berlag und Expedition: Sieben, Subanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bolti bedfonts Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Samstag, den 3. Dezember 1927 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Betitieile auswärts 24 Big. Lotal 12 Big, die 90 mm breite Sellame Petitzeile 96 Pig. Plag Borichriften ohne Rerbindlichfeit Bel Richerbolunaen Rabatt, fr Boltffilee- Anzelgen außerdem besondere Ermaklauna. Nummer 49 400.- Rmf. als Rebeneinnahmen vor Weihnachten! Man beachte die erste Seite des 2. Blattes. Politische Tagesschau. Das Reichsta binett steht einstimmig ari bera Stand. punkt, alles baran zu legen, eine pofitive Erledigung des Siraf gesehentwurfs noch in der laufenden Tagung des Reichstages perreichen. # Reisfangler Marg wird, wie verlautet, in diesen Tagen seine Antwort auf die Beschwerde des preugischen Mi nisterpräsidenten im Falle Rendell veröffentlichen. Die Reichsbahnhauptverwaltung greift in den Dresdener Eisenbahnerffreif ein. Bisher Streifen 2700 Eisen. bahner. Die Debatte über die Wirtschaftslage fand gestern im Reichstag vor leeren Sause ihre Fortschung. Graf Bernstoff protestierte erneut gegen versuchte Ber leppung der Abrüstungsfrage in Genf. Am Montag werden in Baris die Verhandlungen über ein neues Saara blommen wieder aufgenommen. Es gilt hauptsächlich, wirtschaftliche Fragen zu regeln. Auf Wunsch Brianbs bleiben die russischen Delegations: führer noch bis Montag mindestens in Gens. Die Bildung des Memelbirettoriams ist wiederum geldjeitert. 2itauen wird, wie sein Ministerpräsident in Gens ver breitet, nicht mobilisieren. * 26 1. Januar ist der Bisumzwang im Berkehr mit Eng. land aufgehoben. Die Abrüstungskommission in Genf. Die heutige voraussichtlich lekte Sigung der Abrüstungstommission wird einen affer Wahrscheinlichkeit nach ziemlich heftigen Kampf um eine Beschleunigung der Abrüstungsarbei ten bringen. Außer dem Grafen Bernstorff, der entsprechend Jeinen bisherigen Aufträgen auf schnellster Anberaumung der nächsten Tagung der Abrüstungskommission und des Sicherheitstomitees bestehen wird. dürften auch die Delegierten Amerikas, jomie vor allem Sowjetrußlands, in der gleichen Richtung sprechen. Es heißt auch, daß über ein gemeinsames Vorgehen Zur Serbeiführung einer möglichst nahen Terminfestsetzung zwi schen der deutschen und der russischen Delegation Besprechungen stattfänden. Da anzunehmen ist, daß auch eine Reihe von De Jegierten der Ileinen Staaten sich für eine möglichst baldige Einberufung der nächsten Tagung der Abrüstungskommission einsehen wird, so nimmt man hier an, daß morgen um diesen Termin ein heißer Kampf entbrennen wird und man bält es nicht für ausgeschlossen, dak die fünfte Tagung der Abrüftungs Lommission bereits für Mitte oder[ pätestens Ende Fe bruar angesetzt werden wird, wenn das natürlich auch heute noch feinesmegs feststeht. Noch eine Partei! In Berlin ist fest von Kreisen, die der Antialtoholbewegung nahestehen, eine Partei gegründet worden, die sich an den näch sten Reichstagswahlen mit eigenen Kandidaten beteiligen will Die neue Partei nennt sich Partei für Abstinenz und Boden reform". Der Spitzenkandidat der Partei wird Professor Dr. Delbrid Bremen sein. Einreiseerleichterungen nach Jugoslawien. Darmstadt. Im Verkehr zwischen dem Deutschen Reich und Jugoslawien( Südstawien) ist mit Wirkung vom 5. Dezember 1927 der Sichtvermertszwang aufgehoben worden. Zum Leiter des Landesamts für die Arbeitslosen: versicherung, Die Besoldungsfrage. 3m Sanshaltungsausschus res Reichstages wurde am Mittwoch die erste Lefung der Besoldungsvorlage erlebigt. Cine längere Aussprache entspann sich noch über die Arbeits und Dienstzeit und den Urlaub der Beamten auf Grund pcr. schiedener Anträge, die eine gefeßliche Festlegung diefer Zeiten in einem§ 34a fordern. Die Regierungsparteien vertreten ben Standpunkt, daß diese Frage nicht in die Bes- Ibunganrb. nung gehöre. Der Antrag auf Schaffung eines solchen neuen § 34a wird abgelehnt. Abgelehnt wird auch eine Reihe weiterer Anträge und Entschließungen. Damit ist die erste Beratung des Gesetzes erledigt. Die zweite Lesung wird für Montag Aussicht genommen. das den Volksstaat Hessen, die Proving Selfen- Nassau und Walded umfaßt, ist der frühere badische Arbeitsminister und jetige Präsident des badischen Landesarbeitsamts, Dr. H. c. Englers Karlsruhe, in Vorschlag gebracht. Die Ernennung hat der Reichspräsident zu vollziehen. Von Haus aus Schlos jer war er bis zur Revolution Arbeitersekretär in Freiburg in Baden gewesen und wurde dann Arbeitsminister. Das Reichskabinett beschäftigte sich in seiner Sigung am Donnerstag mit der Besoldungsvorlage. In den Kreisen ber Regierungsparteien rechnet man damit, daß man in den strits tigen Fragen furz vorher zu einem Kompromiß fommen wird, das sich zwar der Regierungsvorlage annähert, aber einige Befferstellungen über die Regierungsvorlage hinaus bringen werde. Die zweite Lesung im Haushalt- Ausschuß wird zwei, höchstens drei Tage in Anspruch nehmen, daß dann das Plenum die Vorlage verabschieden und mit der Auszahlung der erhöh ten Gehälter an die Beamten noch vor Weihnachten begonnen werden fann. Merhandlungen mit Polen. Ne deutsche Delegation zur Führung der Sandelsvertrags Derhandlungen mit Polen hat sich, unter Führung des Reichsministers a. D. Dr. Hermes, am Donnerstagabend nach War. schau begeben. 10 Millionen Mark Hindenburgiper.de. Berlin. Die Sindenburgspende hat etwas über 7 Millionen Mark erbracht; dazu kommt der Erlös der Sindburgmarten, die bis Ende Januar vertrieben werden und ungefähr 2% Mil fionen einbringen dürften. Mit Sachzuwendungen und Frei stellen beziffert das Komitee die Gesamtfumme auf 10 Millionen. Hindenburg hat nunmehr das endgültige Romitee zur Verteilung ernannt und ist an feine Spike getreten. Ehrenamtlicher Geschäftsführer wurde Minister a. D. Karstedt. Unter den Persönlichkeiten. bie weiter dem Komitee angehören, felen genannt: Brauns, Löbe, Duisberg und Stegerwald. Es ist geplant, die Gesamtlumme in 19 Jahren zur Verteilung zu bringen, sodaß der Reichspräsident nun eine Million jährlich zu Unterstützungszweden zur Verfügung hat. Ende der Zigarrenarbeiteraussperrung. Berlin. In ununterbrochener 22stündiger Verhandlung wurde Donnerstag früh eine Vereinbarung getroffen, nach der die beiderseitigen Kampfmaßnahmen sofort aufgehoben werden und die Arbeit möglichst fofort wieder aufgenommen wird. Zum Ende der Zigarrenarbeiteraussperrung wird weiter gemeldet, daß Maßregelungen nicht stattfinden. Der geltende Tarifvertrag läuft bis zum 1. April 1929. Die Löhne werden am 1. März 1928 um 12 p. 5. erhöht. Für die Bezirke Ham burg und Bremen wird nur eine 10prozentige Erhöhung der Löhne erfolgen. Die Abstimmung zum Studentenrecht. Bon ben 27 preußischen Hochschulen haben 26 bie neue Ver ordnung mit großer Mehrheit abgelehnt. Lediglich die Philo. fophisch.Theologische Akademie in Braunsberg, die allerdings nur 88 Stublerende hat, hat als einzige preußische Hochschule die neue Verordnung angenommen, Traurige Szenen im tschechischen Parlament. Brag. Die unerfreuliche Auseinandersetzung zwischen den Sudetendeutschen Parteien haben Donnerstag mit einer Schläge rei unter den deutschen Abgeordneten im Prager Parlament ihren Höhepunkt erreicht. Bei einer Rede des Abgeordneten Weißer vom Bunde der Landwirte kam es zu wülsten Bes Ichimpfungen zwischen den deutschen Oppofitionellen und ben Abgeordneten der deutschen Regierungspartelen. Vor dem Sitze des erstaunten tschechischen Finanzministers tam es darauf zu einem wilden Sandgemenge Deutscher gegen Deutsche. 3m übrigen wandten sich fämtliche deutschen oppofitionellen Red net, Sozialdemokraten, Deutschnationale und Nationalsozialisten in übereinstimmender und schärfster Weise gegen die Verunglimpfung und Herabsehung der sudentendeutschen Freiheits bewegung durch den Landbündler Windirshh. Ein trauriges Zeichen für die deutschen Parteien, daß sie den Tschechen ein solches Schauspiel bieten. Nach solchen Sze nen nügen auch die schönsten Reben den Eudetendeutschen nichts. Det Aladderabatic" ist non der interralliierten Rheinlandfommission auf die Dauer von sechs Monaten im besetzten Ge biet verboten worden. Susammentritt des Landtags. Der am 18. Nopember 1927 gewählte 4. Landtag des Bolts. Staates Sessen tritt auf Grund des Art. 22 der Verfassung am Donnerstag, den 8. Dezember 1927, mittags 12 Uhr, im Land. tagsgebäude in Darmstadt, Rheinstraße 10, zm attulerenden Sigung zusammen. Im Einvernehmen mit dem Herrn Stans " räsidenten lädt das Landtagsamt hierzu die Abgeordneten mit folgender Tagesordnung ein: 1. Wahl des Präsidenten, der Stellvertreter des Präsidenten und der Schriftführer( Art. 26 der Verf.); Feststellung der Geschäftsordnung( Art. 28 der Verf.); 8 Feststellung der Zahl der Mitglieder, die dem Aeltestenrat und den Ausschüssen angehören sollen( Art. 30 Abs. 1 und Ari. 12, Abs. 3 der Geschäftsordnung): 4. Bekanntgabe der Ausschuß mitglieder( Art. 12 Abs. 4 der Geschäftsordnung); 5. Wahl der Rommiffionen. 3meds Borbesprechung über die Tagesord nungspuntie innerhalb der Mitgliedervereinigungen wird auf Donnerstag, den 8. Dezember 1927, vormittags 10 Ihr, in bas htagsgebäude eingeladen. Sor der heiflichen Regierungsumbildung. Tie große Rätselfrage der Neubildung der hessischen Re cierung ist nunmehr lebhafter in Fluß gekommen. Am Don nerstag tagte die gesamte sozialdemokratische Landtagsfraktion von vormittags bis in die ersten Abendstunden. Wie perlautet, tam dabei einhellig der Wunsch zum Ausdrud, sich mit aller Energie das Ministerium des Innern zu sichern, eventuell Jogar unter Preisgabe des Staatsministeriums. Am Donnerstag tagte ferner bis zum späten Abend bic Zentrumsfraktion gemeinsam mit dem Landesausschuß. Man tam zu dem Ergebnis, bei der Regierungsbildung einstimmig ben verdienten Minifter Stirnberger wieder für das Minifterium des Innern vorzuschlagen. Was die Frage der Erweiterung bet Toalition betrifft, so Det lautet, daß offizielle Anfragen an die babel epil. in Frage fom menden Fraktionen wegen ihrer Mitwirkung babei bisher noch nicht gestellt murhan Beriangie Hilfe für Rheinhessen. Die Reichstagsfraktionen der Deutschnationalen und ber Deutlden Volkspartei brachten nachstehende 3nterpellation ein: Der Besatzungsbrud, der auf Rheinhessen und dem Bezirk Trier unvermindert lastet und zu einer schweren Ueberlegung ber Städte Mainz und Worms führte, trifft Gebiete, die seit Jahren als wirtschaftliche Rotgebiete erften Ranges zu betrach ten sind. Wenn der Grenzfürsorgefond Mittel gewährt, um pic unmittelbaren Wirkungen der Rollgrenzveränderungen z. B. in ben besonders hilfsbedürftigen Eifeffreifen zu milbern, so bleibt die wirtschaftliche Not diefer politisch schmer belasteten Gebiete Gegenstand schwerer Sorge. Was gedenkt die Reichsregierung zu tun, um bielen Rotftänben zu steuern?" Der heifliche Staat und die Kirche. Gerüchte, die sich später im großen und ganzen als haltlos erwiesen, gaben dem Staat Veranlassung, folgendes bekannt zugeben: Jm Vergleich zu den Vorkriegs. und Kriegsjahren ist Jehr wohl eine Erhöhung des Staatszuschusses an die Kirche und swar um 25 Prozent eingetreten. Weiter jei aber für 1927 ber staatliche Zuschuß um weitere 25 Prozent auf insgesamt 483 720 Mart erhöht worden, also betrage die Erhöhung des Zuschulfes jest insgesamt 50 Prozent gegenüber den Vorfriegszeiten. Weiter habe der Staat der Kirche, wie diese auch anerkannt habe, mit Darlehen zu günstigen Bedingungen zur Seite gestanden. An Darlehen wurden seit ber Stabilisierung der Marf an ble Kirche gewährt: 1. 1923-24 174 630 Marf. 2. 1925 646 900 Mart, 3. 1926 388 200 Marf, 1927 888.170 Marf. Die legten brei Darlehen sind auf 20 Jahre fejt gewährt, im ersten Jahre un Derzinslich und vom zweiten Jahre an mit 2 Prozent zu ver infen. Daraus ergebe ich ein 3insopfer des Gtaates von etwa 100 000 Mart jährlich. Die schwierige Lage der Kirche habe hierdurch gewisse entgegenkommende Beachtung gefunden, ob. wohl auch der Staat felbft fich in großer finanzielle Bedrängnis befindet und nicht in der Lage ist, seinen Transblog ohne erheblichen Fehlbetrag abzuschließen. Wie weit der Kirche rechtlich begründete Ansprüche an den Staat zustehen, sei umftriffen. Die Stellungnahme des Etaates zu ber Abhandlung der Kirche in dieser Frage sei telweise abgeschlossen und soweit auch der Kirche schon befannt. Den Gegenstand dieser Erörte rungen bilden Art und Maß der staatlichen Leistungen, Der evangelische Landeskirchentag für Hessen. Dez evangelische Landeskirchentag für Seffen, ber in die jer Woche in Darmstadt zusammen getreten war, hat an Gielle bes verstorbenen Präsidenten der Kirchenregierung D. Dr. Bernbed, einstimmig den Regierungsrat Dr. Dahlem- Mainz zum Bizepräsidenten der Kirchenregierung gewählt. Dabei ist ua. folgende Rundgebung zum Ronforbat etla:, Jm Blid auj ble webende Kontordalsfrage spricht der Landeskirchen Samstag, den 3. Dezember 192. tag die Erwartung aus, daß das Berhältnis zwischen dem Staat und den Kirchen bald geregelt werde. Er fordert von dem Staat, daß die evangelische und die katholische Kirche völlig und wirklich paritätisch behandelt werden. Er richtet an den Deutschen evangelischen Landesausschuß die Bitte, in diesem Sinne die deutschen evangelischen Landeskirchen soweit als möglich zu einer geschlossenen einheitlichen Stellungnahme zu veranlassen." Weiterhin hat sich der evangelische Landeskirchentag auch mit dem Mißftand beschäftigt, der dadurch entsteht, daß der preußische und der hessische Buh- und Bettag nicht zufammen fallen. Die Klagen, daß durch besondere Bergnügungen auf hessischem Gebiet der preußische Landes- Buß- und Bettag illusorisch gemacht werde, tamen lebhaft zum Ausdrud und neranlaßten folgende Rundgebung: Der Landeskirchentag richtet an den deutschen evangelischen Kirchenausschuß die Bitte, die Einführung eines allgemeinen deutschen evangelischen Buhund Bettages an einem bestimmten Sonntag des Kirchenjahres in die Wege zu leiten." Auch der Antrag fand einstimmig Annahme, nach dem die Kirchenregierung gebeten wird, dahin zu mirlen, daß der Reformationstag( 31. Oftober) zum öffentlichen Feiertag, auch für die Schulen, erhoben wird. Die Kirche soll diesen Tag durch Glodenläuten um 12 Uhr und Hissen der neuen deutschen evangelischen Kirchenfahne und durch Abendandachten jeierlich begehen. Es steht zu hoffen, daß im Sinne dieses An trages, der von allen Gruppen unterstützt wurde, Hessen nach dem Borbilde Preußens, das schon in diesem Jahr den Rejotmationstag durch Schulfeiern allgemein beging, auch für das Land Philipps des Großmütigen der 31. Oktober eine feiner geschichtlichen und gegenwärtigen Bedeutung entsprechende Würdigung erfährt. Lokales. Sonntagsgedanken. Wir gehen Weihnachten entgegen. Dem lieblichsten Fe": bes Jahres. Der Zauber dieser heiligen Zeit hält alt und jung Jhon befangen. Mit seliger Freude jubeln es die Kinder und machen die Alten wieder jung, daß sie sich mit ihnen wieder freuen Lönnen, wie damals. Doch viele, viele kennen in unserem armen Baterlande teine Freude mehr. Zuviele Mütter weinen noch, es darben noch Tausende von Kriegermitmen und zu vielen Kriegswaisen tommt fein Christkind. Sie hören wohl den Jubel der andezen Kinder, sie sehen die Fülle der Gaben, die in andere Häufer geschleppt werden, sie wissen, daß der heilige Abend naht, aber statt Freude und Seligkeit sehen sie die Mutter weinen. Seilige Zeiten reißen gerne alte Wunden auf. - - Tausende arme Kriegerwitwen weinen in Deutschland Weil es für ihre Kinder keinen heiligen Abend geben soll. Die Rot ist groß, das Leben zu hart, die Sorgen zu drüdend. Und trobem fitzen viele an Schlemmertischen und haben allen Vaterlandsbant vergessen. Und tönnten so viele Sungernde speifen nur mit den Brödlein, die von ihren Tischen wieder getra gen merben. Wenn fie an die vielen einsamen Witwen und Baisen benfen würden, wenn sie der Millionen noch gebenken mitben, für die es feinen heiligen Abend mehr gibt, dann würde en wieder in den Sütten bez Lichterbaum brennen als wie in alter Zeit und ein wahres deutsches Weihnachten würde alle mfhfeßen. Weihnachten steht vor der Türe. Die Zeit des Gebens und bes Beglüdens. Dentt an die Armen, an die Witwen und Baifen. Geht in ihre Stuben und zündet auch dort den Lich terbaum an, bann werden Tausende euch danken in der fommenben heiligen Nacht. geht in Gießen voran! Die Damen Laufen nie gerne etwas, von dem sie glauben, auch eine andere lönnte dasselbe tragen. Sie fahren lieber nach Frankfurt, zahlen außer den persönlichen Untosten noch 10 Brozent mehr für die Ware und glauben dann, das Kleid hat in Gießen teine. Daß diefes ein Trugschluß ist, daß die Welt nur flein ist, daß nach Ben Atiba, alles schon mal da mar, mag folgendes Geschichtchen beweisen: Eine Dame, langjährige Kundin eines Gießener Spezialgeschäftes für DamenGrüner Rasen Blaue Wellen. ✓ Roman von Otto von Gottberg. 12. Fortsetzung. Denjenigen Lesern, die unseren interessanten Roman nicht von Anfang an Tefen konnten, hier furz zufammengefaßt der Inhalt von dem Teil, der bisher erschienen ist: Exzellenz v. Drewis, einftmals Polizeipräsident und Mi nifter, lebte Ende 1914 mit seinen Töchtern Gerda und Elifabeth auf dem Majorate Priedelsdorf. Er war frant und belagt und mußte daran denken, seine Töchter zu versorgen. Sparsam war er die ganzen Jahre gewesen, aber es reichte faum später für seine Mädchen, das wußte er. Vor 22 Jahren nämlich hatte ein jüngerer Bruder des damaligen Polizeipräsidenten die Schwester seiner Frau, Irmgard v. d. Selle, nach enormen Wechselfälschereien, entführt und war spurlos verschwunden. Nur mit Aufopferung feines ganzen Vermögens hatte er wei teren Standal damals verhindert. Er trachtet also danach, seine Töchter jetzt reich zu verheiraten. Dieselben sind beide einem Better, dem Sohne des Generals von Drewig. der als Leutnant in der Division seines Baters im Often fämpft, sehr zu getan. Dem Leutnant geht es ähnlich, er weiß nicht welche Don beiden im lieber sein tönnte. Der Vater der Mädchen hatte den jungen Werner v. Drewis wohl gern, aber eine Seirat des selben mit einer seiner Töchter war für ihn undenkbar, denn er wußte neben seinem Schwager C. v. d. Selle und dem General allein, daß Werner nur Adoptivsohn des Generals war, von dem niemand wußte, woher er stammte. Der Drewitsche Grundbesik war in die Majorate Prie delsdorf und Kunzenberg aufgeteilt, die bestimmungsgemäß immer an männliche Erben zu fallen hatten. Danach würde der nächste Herr auf Priedelsdorf der finderloje, bejahrte Better Karl v. Drewig sein und nach ihm ein Neffe Kurt, der 8. 3. als siegreicher U- Bootführer seine Pflicht tat. Kunzenberg müßte nach dem Tode seines jetzigen Befikers eigentlich an Werner fallen, wenn er eben ein geborener Drewik wäre. Jekt, wo der Herr von Priedelsdorf sein Ende nahen fühlte, wollte et dem Better General schreiben, daß man Werner über feine Dunkle Herkunft aufklären müffe, damit der Junge fich feine ,, Gießener Zeitung" Garderobe, lauft auf der Reife in fremer Landesmetropole, ein Roftüm. Zurüdgelehrt, glaubt sie, in Gießen das einzige Kostüm dieser Art zu tragen. Wie groß aber war ihr Er staunen, als sie eben im Fenster ihres alten Lieferanten genau, aber genau dasselbe Kostüm, wie sie es trug, ausgestellt fehen mußte. Es mag dieses ein fleines Beispiel dafür sein, daß Auswahl und Qualität der Waren in Gießen dieselben sind, wie in der Großstadt Frankfurt usw. So ist ein Spezialgeschäft für bessere Stoffe und Damentonfettion mit großstädtischer Aus: wahl die Firma Meyerhoff& Goslar am Kreuzplak, die in ihrem außerordentlich ansprechenden Umbau, einer Zierde des Areuzplages, so viel des Schönen bietet, daß wir Männer ficher sein dürfen, wenn unfere Frauen einmal diese dort lagernden Schätze gesehen haben, fie uns nie mehr um das Fahrgeld nach Frankfurt angehen werden, um dort ihre Garderobe zu ergän zen. Also, liebe Damenwelt, nuge diefe Gelegenheit aus, wir Männer werden uns freuen, da 3hr hier billiger als in Frant furt fauft. - Letztens sprach ich einen Bekannten, der eine größere Reife plante. Dazu brauchte er eine neue Rofferausstattung. Auf Jeine Frage, wo er wohl einen modernen, eleganten Koffer erstehen könne, Gießen selbst biete ja mohl teine rechte Auswahl, tonnte ich ihn schnell eines besseren belehren. Wir waren auf dem Bummel, und wie gegeben, standen wir vor dem Neubau der Firma Kuhne, der sich in schöner Linienführung aus den übrigen Häusern hervorhob. Jah erzählte ihm, daß die Familie Kuhne durch vier Generationen hindurch es stets der: standen hätte, den verwöhntesten Kunden zu seiner Zufrieden heit zu bedienen. Und dann sagte ich ihm, wenn Du jest gleich hineingehst... denn Du wirst gehen... fannst Du mir nur Recht geben. Rohrplatten-, Leder, Schranktoffer, überhaupt Reiseartikel aller Art in reichster Auswahl findest Du. Prachtvolle Waren! Es ist das nicht alles. Der Geschäftsraum ist groß. Und Dir, dem Sportsmann wird das Herz im Leibe vor Freude hüpfen, siehst du die herrlichen Stier, die fertigen Wintersportausrüstungen usw. Und was im Laden nicht mehr Platz fand, birgt das große Lager, das des Weihnachtsge schäfts harrt. Nun lauf nut, ich sehe, Dein Interesse ist ges wedt. Ich bin sicher, Du wirst nie wieder so töricht fragen und bezweifeln, daß ein Gießener Geschäftsmann nicht auf dem Laufenden bleibt. Also bitte, nun überzeuge Dich selbst! - Ja, man hat es leicht, anderen zu raten. Nun brauche ich selber wohl einen fleinen Wint. Weihnachten ist's bald, ein jeder frakt seine paar Groschen zusammen und kauft und kauft, um seinen Lieben eine Freude zu machen. Da siht daheim mein altes Mütterlein, was fte braucht, hat sie ja eigentlich, aber eine Freude wollte ich ihr machen. Etwas Schönes wollte ich ihr vom Weihnachtsmann bringen lassen. Was nur? Tagelang lief ich umher, schaute mal hier und schaute mal da und schien nichts passendes finden zu sollen. Vor ein paar Tagen war's, helle Sterne am dunklen Himmel, Leben und Lärmen auf den Straßen. 36h gehe durch die Neustadt. Da leuchten in das Gewirt helle Fenster: Löwer& Bechstein. Ohne Interesse trete ich näher. Raum sehe ich aber die Fenster, deren Inhalt, da bin ich gefesselt. Schöne Sachen in gefälliger Darbietung gefallen mir stets and wie der Blitz durchzudt's mich, eines der Kunstwerte aus Borzellan dort, das fauft, das schenkst du dem Mütterchen als fleines Zeichen deiner Dankbarkeit. Einem inneren Triebe gehorchend, trete ich ein. Licht vie, JhrWeihnachts Gebäck Detker Rezepte trägt Ihnen Freude und Anerkennung im Familienkrelse ein, wenn Sie nach Dr. Oetker's beliebten Rezepten backen. Gerade für das Weihnachtsfest bietet Ihnen das neue Rezeptbach, Ausg. P mit seinen naturgetreuen farbig. 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Das eine hatte er seinem Sohne nur noch mitteilen fönnen: Du bist nicht mein Sohn, wende Dich nur an den Priedelsdorfer Onkel oder an Herrn v. d. Selle Der junge Werner, frant und selbst verwundet, ist aufs tiefite bestürzt. In die Heimat befördert und halbwegs genesen, ezfährt er durch Gerda und Elisabeth, daß auch ihr Vater, einer der Mitwisser seines Geheimnisses, gestorben ist. Herrn v. d. Selle kann er nicht ausfindig machen. Der alte Ontel. Karl v. Drewig, genannt der Premierleutnant", hat Priedelsdorf inzwischen übernommen und den verwaisten Mädchen Heimat recht gewährt. Er ladet auch den erholungsbedürftigen Werner zu sich ein. Von den beiden Mädchen gepflegt und unterhalten, vergißt er seine Sorgen es ist Frühling, feine Liebe und Zuneigung zu beiden lebt wieder auf. Nur tann er fich nicht entscheiden, foll er die ruhigere Gerda oder die leidenschaftlichere, aber auch oberflächlichere Elisabeth erwählen. So nä hert sich langsam der Tag, an dem er gesund wieder Abschied nehmen muß. An die Stunde der morgigen Abreise hatte er gedacht, aber erschraf über das Sehnen in seiner belegten Stimme und brehte sich zu Elisabeth. Sie stand mit schlaffen Armen und glühenden Wangen. Die Nasenflügel bebten, und die Lippen zudten verlangend. Aus den flirrenden großen Braunaugen sprach so warme Sehnsucht nach Leben und Liebe, nach Küfen und Ser zen, nach Freude und Glüd, daß ihm schwindelte. Gleichzeitig hoben fie die Arme. Langfam, als wollten sie die herrlichen Augenblide der Vorfreude austoften, legten fie einander die Sände auf die Oberarme. Ein Jaudzen fam von den Lippen beim langen, heißen Kuß. Wie trunken stand er mit geschloffenen Augen, bis Elifabeth aus der Umarmung wich. Schuldbewußt liefen sie den Sang hinab und gingen schweigend zum Haus. Im Garten erit fam die Erinnerung an des Vaters Wort: Du bist nicht mein Solm! Er erschrat und stotterte: Roch dürfen wir nichts jagen!" Staunend sah die Verwirrte zu ihm auf, schüttelte den Kopf und huschte ins Haus. Oben im Zimmer begriff Werner, daß er verlobt fei. Ein Zufall hatte entschieden und ihm Elisabeth gewählt. Doch schmerzte der Gedanke, daß er Gerda fortan mei den oder gar einem anderen laffe miffe. War fie ihm doch lieNr. 49. Light, glitzernd und strahlend, hier in breiten Reflegen auf schneeigem Porzellan, dort tausendfältig gebrochen in spiegeln. dem Krystall! Welch ein Genuß, dieses Schauen. Ich suche night viel, ich kaufe. Da hör' ich die Stimme des Inhabers in meine Jllusionen hinein..., der Deutsche legt noch nic den genügenden Wert auf geschmadvolles Tischgeschirr, wenn die Frauen wüßten, welche Bornehmheit, welche Eleganz und Behaglichkeit das hauchdünne Porzellan, der geschliffene Kry stall oder eine Rosenthal oder Hutschenreutter Porzellanfigur ausstrahlen, ja menn... Da nahm ich mir dieses zu schrei ben vor, in der Hoffnung, von vielen gehört und richtig ver ftanden zu werden und ging zufrieden mit meinem Einkauf nag Haufe mit dem Vorfah, nach und nach in allen modernen Gießener Geschäftshäusern mich umzusehen, da ich die Weber zeugung habe, daß das Sprichwort: Kauf am Blake! gerade hier in Gießen feine volle Wahrheit hat. B - Sonntagsruhe im Handelsgewerbe an den letzten drei Sonntagen vor Weihnachten. Auf Grund des§ 105 Abs. 2 der Gewerbeordnung in der Fassung der Verordnung vom 5. F bruar 1919 und des§ 145 der Hessischen Ausführungsverord nung zur Gewerbeordnung vom 20. März 1912 wird hiermit für Sonntag, den 4. Dezember 1927, Sonntag, den 11. Dezem ber 1927 und Sonntag, den 18. Dezember 1927, ein erweiterier Geschäftsverkehr in folgendem Umfange zugelassen: Allen Ge schäftszweigen des Handelsgewerbes ist es an den genannten Tagen gestattet, ihre Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in der Zeit von 11 Uhr bis 18 Uhr zu beschäftigen. Nur während die ser Beschäftigungszeit darf ein Gewerbebetrieb in offenen Ver faufsstellen stattfinden. * Die Gießener Stadtverwaltung gibt bekannt, daß für ab sehbare Zeit feine Aussicht auf Gewährung von städtischen BauDarlehen mehr besteht. Die Stadtverwaltung betont dabei, den Städten sei die Aufnahme flüffiger Mittel auf dem Anleihe markt derart erschwert, daß die Mittel zur Unterstützung des Wohnungsbaues nicht beschafft werden fönnen. Es bestehe auch leine Aussicht, daß sich die Verhältnisse in nächster Zeit bessern werden. * Das Kreisamt bringt im Amtsblatt folgende beherzigens werte Mahnung: An alle Befizer von Zugtieren und Letter von Fuhrwerken zichten wir die dringende Mahmung, bei Kälte und Straßenglätte ernstlich darauf Bedacht zu nehmen, daß die Zugtiere vor den nachteiligen Einflüssen der Witterung nach Möglichkeit geschützt werden, daß namentlich: 1. die Zugtiere niemals länger als unbedingt erforderlich und niemals unbe deckt im Freien stehen gelassen werden; 2. das Zaumzeug im Stall aufbewahrt oder andernfalls vor dem Anlegen das Gebis erwärmt wird, und 3. die Hufeisen der Pferde zum Schuhe gegen das Ausgleiten gehörig geschärft oder mit Stollen versehen find. • Das Amt für Leibesübungen der Ernst- Ludwig- Universi tät veranstaltet morgen früh um 10% Uhr vormittags einen Gepädmarsch. Abmarsch von der Universität, Ziel dortfelbst um ca. 12 Uhr. Gemeldet sind 8 Mannschaften und 20 Einzel teilnehmer. Die Mannschaften steffen die Burschenschaft Fran conia, A. T. B. Rheinfranfen, Corps Silvania, V. D. St., Landsmannschaft Chattia, Burschenschaft Germania, Salo Nassovia und der Gießener Wingolf. Eine Reihe wertvoller Ehren- und Wanderpreise steht zur Verfügung. *. Jn Wahrnehmung vieler Beschwerden und in Ausfüh rung alter Beschlüsse läßt die Stadt jetzt endlich eine Reihe äußerst wichtiger Verkehrsstraßen anständig beleuchten. 3. 3t. werden auf der Südanlage eine Reihe hoher Betonmasten als Lampenträger zur Aufstellung gebracht. * Am lekten Sonntag unternahm der B. 5. C. seine letzte diesjährige Wanderung in die Wetterau. Ausgangspunkt war Butzbach, das Wanderziel Lich, das in 3ftündiger Wanderung über Griedel, Rodenberg und Trais- Münzenberg erreicht wurde. * Eine große landwirtschaftliche Ausstellung wird seitens der Landwirtschaftskammer für Oberhessen im nächsten Sommer hier abgehalten werden. " Der Aulweg gesperrt. Wegen Bornahme von Kanalarbei ben ist der Aulweg zwischen Liebigstraße und Wilhelmftrahe vorläufig für jeden Fahrverkehr gesperrt. ber als Elisabeth? 3hr hatte er sich mit dem Kuß verlobt. Um ihre Sand mußte er Ontel unb Tante bitten, wenn er von Selle hörte. daß er fie zur Frau fordern dürfe. Ohne Kuß schied er am nächsten Vormittag auf dem Bahnhof von den Kufinen. Raum nahm er Abschied. denn der Adju tant des Erfahbataillons hatte in dem morgens gelefenen Brief persichert, vor Ablauf von zwei Wochen gehe fein Transport ins Feld. Noch manchen Befuch hoffte er im nahen Priebels dorf zu machen. Doch am Abend nach seiner Ankunft in ber Garnison forderte das Regiment vier Rompagnieoffiziere. Bef Sonnenaufgang Jaß er mit drei Kameraden im Zug. Jebe Drehung der rasselnden Räder trug ihn weiter westwärts und von den Kusinen fort. Werners Abschiedsgruß lafen die Mädchen beim Abendessen. Jhr Schweigen tonnte nicht auffallen. Auch Premierleutnants bellagten das vorzeitige Scheiben des Neffen und wunderten fich nicht, als die Schwestern früh in ihr Schlafzimmer gingen. Wie auf Verabredung vermieden beide, von ihren Gebanten zu sprechen. Das stumme Entfleiden währte länger als fonit. Gerda löschte das Licht. Doch blieb das Zimmer hell, meil grel ler Mondschein in die noch offenen Feniter ftrahlte. Sie trat an das ihrem Bett nächste, stügte die Ellbogen auf die Brü stung, nahm den Kopf in die Hände und beugte sich hinaus. Bald war Elisabeths Profil am anderen Fenster zu sehen. Auch ihre Augen fuchten den Himmel. Auch fie dachte gewig des lieben Gefährten, der neulich von den Sternen[ prach. Doch heute fonnte der Gedanke an das Leben der Benusleute ihr Lachen nicht weden. Ernft und Dersonnen starrte die Jüngere ins Glizern. Blöglich fehrte sie dem Mond den Rüden und warf fich auf das Bett. As auch Gerba an ihr Lager trat, glaubte fie die Schwefter längst im Schlummer. Bei offenen Fenstern legte sie sich nieder, denn die Nacht schien noch schmü ler als der heiße Tag. Auch die Vorhänge schloß fie nicht. Das Mondlicht fonnte faum stören, da der Schlaf ihr wohl lange fern blieb. Die Hände unter dem Hinterkopf, ftredte fie fich lang aus und träumte mit offenen Augen. Als Wer ners Pflegerin fah fie fich während der bangen Wochen feiner Genesung. Oft hatte fie nicht gewußt, ob fie fich mehr über sein Gejunden oder über ein Rüdgleiten in die Shwäche freuen sollte. Als Geheilter fam er wieder in Kampf und Gefahr. Als Kranter blieb er bei ihr in der Heimat. ( Fortfehung folgt.) Samstag, 3. Dezer Steuernachri A Dezember: Steuerabzug vom Arb Dom 16. bis 30. Novem bis zum 15. November träge 200 RM. nicht vom 1. bis 30. Novemb frift. Dezember: Anmeldung und 3ah ftener für November 192 Dezember: Terminausfall: Boran zahlung der Umfassteuer mur noch viertelfährlich und Vorauszahlung fei pflichtigen für das vier 10.( 15.) 1. 28. ember: Steuerabzug vom Arbeit 1. bis 15. Dezember für für das Ueberweisungsv 1. bis 15. Dezember ein 200 RM. übersteigen. Sesember: Friftablauf: Letter Tag schränkung des Eigentüm famihypothek oder Gefan hältnis des Wertes des zum Wert sämtlicher Gr wertungsstelle(§ 12 2 $ 1. Dezember: Friftablauf: Lekter Tag shränkung des Vorrange oder Gesamtgrundschuld i tes des belasteten Grund licher Grundstüde bei de 13 Aufw.- Novelle). Landesftenertermine für Desember: Letter Tag für zuschlag 25. November fällig gew Grund, Gewerbe- un ( teilweise andere Termi scheid). bezm. 27. Dezember: Fünfte Rate Steuern 1927: Grund, G bändesteuer. Kei wenn Sie einen neuen Be tung" gewinnen und den n ausgefüllt mit dem Abonne Quartal 1928 in unserer Ges lage 21, bis zum 5. Dezemb gegeben haben. Sie erhalten für jeden uns bringen und der in uns tragen ist, ein solches Los. In der 7. St Lotterie werden 20 Gesamtbetrage von 89 10 Pr im Gesamt 230.ausgegeben und für diese hi neuer Bezieher der„ Gieße 100.- n ausgezahlt, der bis zur nächst Zeitung", das ist bis zum- 9. meisten neuen Bezieher lau Rummer zugeführt hat. Str. 4. strahlend, hier in breiten Reflexen af , dort tausendfältig gebroen in[ piegel Samstag, 3. Dezember 1927 Ich ein Genuß, dieses Schauen. 3 fute Da hör ich die Stimme des Inbabes hinein..., der Deutsche legt noch ni ert auf geldimadpolles Limge mitt, wer welche Bornehmheit, welche Eleganz and auchdünne Porzellan, der geschliffene R enthal oder Hutschenreutter Porzellanfiger ... Da nahm ich mir dieses zu schrei fnung, von vielen gehört und richtig ve - und ging zufrieden mit meinem Eintauf Vorfah, nach und nach in allen modernen usern mich umzusehen, da ih die Weber das Sprichwort: Rauf am Blake! gezabe volle Wahrheit hat. Steuernachrichten. 5. Dezember: Steuerabzug vom Arbelislohn: für die Zeit Dom 16. bis 30. November 1927, bezw, wenn die bis zum 15. November 1927 einbehaltenen Be träge 200 RM. nicht überstiegen haben, Dom Dom 1. bis 30. November 1927. Reine Schon frift. 1 10. Dezember: Anmeldung und Zahlung der Börsenumfah tener für November 1927. Keine Schonfrift. 10. Dezember: Terminausfall: Voranmeldung und Voraus. zahlung der Umfagsteuer ab 1. 4. 1927 allgemein nur noch viertelfährlich. Nächste Voranmeldung und Borauszahlung Jeitens aller Umfakteuerpflichtigen für das nierie Bierteljahr 1927 am 10.( 15.) 1. 28. 20. Dezember: Steuerabzug vom Arbeitslohn: für die Zeit vom 1. bis 15. Dezember für das Martenverfahren; für das Ueberweisungsverfahren, falls bie pom 1. bis 15. Dezember einbehaltenen Lohnbeträge 200 R. Ebersteigen. Keine Schonfrift. im Handelsgewerbe an den legten drei nachten. Auf Grund des§ 105 6. 2 bet der Fassung der Berordnung vom 5. Je § 145 der hessischen Ausführungsverord dnung vom 20. März 1912 wird hiermit Dezember 1927, Sonntag, den 11. Dezem ng, dett 18. Dezember 1927, ein erweiterter folgendem Umfange zugelassen: Allen Ge Sandelsgewerbes ist es an den genannten Gehilfen, Lehrlinge und Arbeiter in des 18 Uhr zu beschäftigen. Nur während die t darf ein Gewerbebetrieb in offenen Ber ett. Stadtverwaltung gibt bekannt, daß für ab ussicht auf Gewährung von städtischen Bau t. Die Stadtverwaltung betont dabei, den nahme flüssiger Mittel auf dem Anleihe ert, daß die Mittel zur Unterstützung des t beschafft werden fönnen. Es bestehe au ch die Verhältnisse in nächster Zeit bessern 31. Dezember: Fristablauf: Lehter Tag für Antrag auf Be [ hränkung des Eigentümers hinter einer Ge Jamihypothef oder Gesamtgrundschuld im Ber hältnis des Wertes des belasteten Grundstüds zum Wert jämtlicher Grundstüde bei der Aufwertungsstelle(§ 12 Aufm..Novelle). 31. Dezember: Fristablauf: Lekter Tag für Antrag auf Be schränkung des Borranges einer Gesamihypothet oder Gesamtgrundschuld im Verhältnis des Wertes bes belafteten Grundstüds zum Wert Järat licher Grundstüde bei der Aufmertungsstelle( S 13 Aufm. Novelle). Landessteuertermine für Seffen. 5. Dezember: Letter Tag für zuschlagsfreie Zahlung der am 25. November fällig gewesenen Gemeindesteuern: Grund, Gewerbe und Sondergebäubeftener ( teilweise andere Termine, beshalb siche Be scheid). bringt im Amtsblatt folgende beherzigens. 25. beam. 27. Dezember: Fünfte Rate der vorläufigen Landes: alle Besitzer von Zugtieren und Letter en wir die dringende Mahmung, bei Kälte stlich darauf Bedacht zu nehmen, daß die chteiligen Einflüssen der Witterung nach werden, daß namentlich: 1. die Zugtiere unbedingt erforderlich und niemals unde en gelassen werden; 2. das Zaumzeug im er andernfalls vor dem Anlegen das Gebis die Hufeisen der Pferde zum Schuhe gegen ig geschärft oder mit Stollen versehen find. Leibesübungen der Ernst Ludwig- Universi gen früh um 10% Uhr vormittags einen rsch von der Universität, Ziel dortfelbit eldet sind 8 Mannschaften und 20 Einzel nfcraften stellen die Burschenschaft Fran infranten, Corps Silvania, V. D. St, attia, Butschenschaft Germania, Saffo eßener Wingolf. Eine Reihe wertvoller reise steht zur Verfügung. ung vieler Beschwerden und in Ausfüh läßt die Stadt jetzt endlich eine Reihe fehrsstraßen anständig beleuchten. 3. 3t. mlage eine Reihe hoher Betonmasten als fftellung gebracht. ntag unternahm der V. 5. C. seine lette g in die Wetterau. Ausgangspunkt war ziel Lich, das in 3ftündiger Wanderung erg und Trais- Münzenberg erreicht wurde dwirtschaftliche Ausstellung wird seiten mmer für Oberhessen im nächsten Somme en. perrt. Wegen Bornahme von Kanalarbei zwischen Liebigstraße und Wilhelmstraße Fahrverkehr gesperrt. hr hatte er sich mit dem Kuß verlobt. Um ntel und Tante bitten, wenn er von Helle Frau fordern dürfe. r am nächsten Vormittag auf dem Bahnhof Raum nahm er Abschied. denn der Adju ons hatte in dem morgens gelesenen Brief f von zwei Wochen gehe fein Transport chen Besuch hoffte er im nahen Briedels oh am Abend nach seiner Ankunft in der s Regiment vier Kompagnieoffiziere. Bei er mit drei Rameraden im Zug. Jede Den Räder trug ihn weiter westwärts und rt. Steuern 1927: Grund, Gewerbe und Sonderges bändesteuer. 2. Blatt der Gießener Zeitung Aus Nah und Fern. Klein Linden. Ein schweres Unglüd ereignete fich Montag in unferem Orte. Drei Radfahrer famen aus der Richtung Gießen, als ihnen ein Auto begegnete. Plöglich geriet bas Auto infolge des Glattelles ins Rutschen, fakte den Bahnbe amten Lenz und schleifte ihn ein Stüd. Der zweite Radfahrer [ prang rajch Dom Rad, welches zertrümmert wurde. Grüningen. Vom Glüd begünstigt wurden zwei Landwirte. Sie hatten fich zum ersten Male ein Los der Breußischen Riof fenlotterie gekauft. Darauf gewannen sie auf den ersten Anhieb in ber vor einigen Tagen vorgenommenen Novemberziehung einen Sauptgeminn non 10 000 Mart, der ben beiben bei der gegenwärtigen Rotlage der Landwirtschaft gut zustatten fom. men dürfte. Bad Nauheim. Die Stadtverwaltung beabsichtigt, am Röd. gerweg, hinter dem Güterbahnhof, die Errichtung eines Sied lungsbaues nach Frankfurter Muster. Vorläufig ist der Bau Don zwölf Sin und Zweisimmerwohnungen mit Küche in Ans ficht genommen. Die Bautoften für jede Wohnung belaufen fich auf etwa 3500 bis 4000, Marl Büdingen. Ein Schüler, der sich an ein Fuhrmerf gehängt hatte, Itürste ab und wurde überfahren, wobei er schmer ver letzt wurde. Die Lage des Eisenerzmarktes in Lahn- Dillgebiet einschließlich Oberhessen. 3m Rovember mehrten sich die Klagen über biaodung. Nur bei einzelnen Gruben ist die gleiche Absatzhöhe mie im Ottofer zu verzeichnen, begründet in besonders günPigen b Jakbedingungen dieser Betriebe. Die Mehrzahl der Gruben jeboh leidet schwer unter dem Ausfall der glasprämie und der ausländiffen Konkurrenz. Ein anderes Moment het im abgelaufenen Monat besonders fühlbar auf den Absatz res wirft. Bei den Hocöfen haben sich gerade in der letzten Zeit reichliche Erzvorräte angefammelt, weshalb sie mit Erzbezügen jehr zurüdhalten. Die Beachtung der allgemeinen Wirtschafts. lage wird vermutlich diese Tendenz vorsichtiger Disposition sel tens der Hochöfen noch mehr verstärken, was naturgemäß mies der ungünstige Rüdwirtungen für den Eisenerzabsatz zur Folge baben wird. Nr. 49 Sprendlingen. Ein bedauerlicher Ungdsfall hat sich auf dem hiesigen Bahnhof ereignet. Die bort beschäftigte Klara Bender wollte auf den einlaufenden Personenzug auffpringen, um rechtzeitig einen Blas zu erlangen. Sie fam zu Fall und geriet unter den rollenden Zug, wobei thr ein Bein abgefahren wurde. Von der Haushaltungsschule in Michelstadt i. Obw. hatte man auf der vergangenen Sommer zu Darmstadt stattge fundenen Landwirtschaftsausstellung recht gute Arbeiten aus gestellt gesehen. Die 23 Schülerinnen des gegenwärtigen Kur Jus( 1. Juli bis 30. November 1927) find aber auf ihren wohl. verdienten Lorbeeren nicht[ then geblieben; die Schulleitung und die Lehrerinnen nükten die 3ell und als am fekten Smal tag( 30 11.) bie Brüfung der Süferinnen im Bellein der zahlreich erschienenen Gäfte stattfand, und in den weiten f nen Lehrfäfen der idolfisch gelegenen Schufe wieber ble por züglichen Musterarbeiten auflagen, ba multe der aufmerflame Beschauer und Zuhöherer zu der Erlenninis fommen, bak bleje Einrichtung der Landwirtschaftsfammer eine wirklich fegens reiche ist. Die langjährige Leiterin, Frl, Sauermann mit ihren erprobten Lebrfolleginnen, Art. Derfum, Gärtner und Stiller, verstehen es die Ecülerinnen für ihren[ päte ren Beruf in Familie, Haus und Geleffschaft ant vorzubereiten;" die Prüfung und die Schul- Ausstellung zeigten es wiederbolt. Die Antworten famen so ficher, ganz gleich, ob die Fragen über Kein Preisausschreiben aber gute Gewinnaussichten! Sie brauchen sich nicht den Kopf zu zerbrechen, Sie brauchen keine schwierige Aufgabe zu lösen, Sie erhalten von uns 1 Los der 7. Saffia Wohltätigkeits. Lotterie Siehung unter Bolizeilicher Aufsicht am 5. Dezember 1927 wenn Sie einen neuen Bezieher der„ Gießener Zei tung" gewinnen und den nebenstehenden Bestellschein ausgefüllt mit dem Abonnementsbetrag für das erste Quarial 1928 in unserer Geschäftsstelle, Gießen, Suban Lage 21, bis zum 5. Dezember, nachmittags 6 Uhr, abgegeben haben. Sie erhalten für jeden neuen Bezieher, den Sie uns bringen und der in unserer Liste noch nicht eingetragen ist, ein solches Los. umsonst, Diese Prämienzahlung für Abon nementszuführung wiederholen wir jede Woche bis Weihnachten, so daß also jedem die Möglichkeit gegeben ist, bis Weihnachten fich um die großen Gewinne aus der Saisia. Wohltätigteitslotterie und um die 4mal à 100--400.- Rmt. Brämie In der 7. Haffin- Wohltätigkeitsbewerben. Jedem, der fich an unserer Einladung beteiligt, wird der Vorteil geboten, daß er Lotterie werden 2000 Gewinne im viel bares Geld in die Hände bekommen Gesamtbetrage von 8902.- Rmf. gezogen, tann, mit dem er taufen kann, was er nötig hat. 10 Prämien dsgruß lafen die Mädchen beim Abendessen. te nicht auffallen. Auch Premierleutnants itige Ceiben des Neffen und wunderten hwestern früh in ihr Schlafzimmer gingen. ng vermieden beide, von ihren Gedanken umme Entfleiden währte länger als sonst. ht. Doch blieb das Zimmer hell, weil grel e noch offenen Feniter strahlte. Gie trat nächste, stützte die Ellbogen auf die Brü pf in die Hände und beugte fi hinaus. Profil am anderen Fenster zu sehen. Auch Den Simmel. Auch sie dachte gewiß des I neulich von den Sternen Sprach. Doch danke an das Leben der Venusleute ihr Ernst und versonnen startte die Jüngere ich lehrte sie dem Mond den Rüden und Bett. Ms auch Gerda an ihr Lager trat, vefter längst im Glummer. Bei offenen mieder, denn die Nacht schien noch sämü Cag. Auch die Borhänge schloß fie nicht. te kaum stören, da der Schlaf ihr wohl Die Hände unter dem Hinterkopf, ftredie träumte mit offenen Augen. Als Wer ie fich während der bangen Wochen seiner fie nicht gewußt, ob fie fich mehr über sein ein Rüdgleiten in die Gawade freuen r tam er wieder in Rampf und Gefahr. bei ihr in der Heimat. ( Fortlegung folgt.) im Gesamtbetrag von 250.- Rm f. ausgegeben und für diese hier empfohlene Gewinnung neuer Bezieher der„ Gießener 3eitung" demjenigen 100.- Rmf. in bar ausgezahlt, der bis zur nächsten Ausgabe der„ Gießener Zeitung", das ist bis zum 9. Dezember 1927, uns die meisten neuen Bezieher laut Bestellschein in dieser Nummer zugeführt hat. Verfäumen Sie diese selten günstige Gelegenheit nicht, handeln Sie schnell. Weitere Eremplare der ,, Gießener Zeitung" werden weds Gewinnung von Abonnenten in unserer Geschäftsstelle, Eüdanlage 21, toftenlos ausgebändigt. Jedem Arbeitslosen, jeber rebegewandten Person, iedem pensionierten Beamten, jeder Person mit großer Verwandtschaft und weitem Befanntenfreis gibt sich hier die Gelegenheit für große Nebeneinnahmen, zumal die ,, Gießener Zeitung", die seit über 25 Jahren von mir regelmäßig herausgegeben wird, einen ausgewählten Inhalt hat, monatlich vorerst nur 30 Pfg. toftet und dem neuen Abonnenten für d. Monat Dezember fostenlos geliefert wird. Albin Klein. Übler Mundgeruch wirki abstoßend Gählich gefärbte Zähne entstellen das schönste Antily. Selbe Schönheitsfehler werden oft Ichon durch einmaliges Bugen mit der berrlich erfrischenden Jabnpaite Chlorodent beleltigt. Die jähne erhalten Ihon nady furgem Gebrauch einen wundervollen Glfenbeinglans, auch an den Geltenfächen, bei gleichzeitiger Benugung ber batur elgens fonstruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. Faulenbe Spelfereste in den Zahnzwischenräumen als Urjade des üblen Mundgeruchs werden grünbild bamit beseitigt. Bersuchen Sie es zunächst mit einer Heinen Tube zu cb Pig. Chlorodont- Zahnbürste für Rinder 70 Pla, für Damen Rt. 1.25 ( welde Borsten), für Herren L. 1.25( harte Boriten). Shur edt in blau- grüner Originalpadung mit ber berall zu haben Chlorodont" Wenn ich seit Juni 1915, da ich zum Heeresdienst eingezogen wurde und bei demselben bis Anfang 1918 verbleiben mußte, den Ausbau der ,, Gießener Zeitung" liegen ließ, so geschah es nur, um andere Aufgaben erst fertig zu machen. Nachdem ich nun auch in meinem technischen Be trieb pröhere nflagen bewälticen fann, Fetrachte ich es an der Zeit, mich wieder der ,, Gießener Zeitung" mehr zu widmen. ein bruderei und Zeituras. betrieb ist heute modern eingerichtet, hat Rotations- und Sekmaschinen Abteilungen, einene Buchbinderei, neue Echnellpressen und viele an dere neue Hilfsmaschinen, so daß ich auch alle Drudladen schnell und fach gemäß auszuführen in der Lage bin. Albin Klein. Verlag ., Das Klischee" Mainz Bestellschein. Unterzeichnetez bestellt hiermit die Gießener Zeitung" für die Monate Januar, Februar u. März 1928 zum Preise von monatlich 50 Pfennig frei ins Haus und erklärt gleichzeitig, baß er 150 für norgenannte Monate bezahlt hat und bak( menn[ päter eine Abbestellung nicht erfolgt) die Gießener Zeitung" dann weiter au ficfers ift. ( Name des neuen Beziehers) ( Wohnung). Obiger neuer Bezieher wurde von mir geworben ( Name des Werbers) ( Wohnung) ccccccccccccccccccce Samstag, den 3. Dezember 1927. bas Aleibermachen, über das Roden und Baden, oder über das Buttern und Räsen, über Gartenbau oder über Erziehung, Säuglingspflege oder über gute Sausliteratur gestellt wurden. Die Feier wurde durch einbrudsvolle Mufit- und Liedervor träge eingeleitet und beendet. Beim gemütlichen Raffee legte bet Bräsident der Landwirtschaftstammer, Defonomierat Sensel, der, wie auch der Direktor der Landwirtschaftskammer, Defonomierat Dr. Samann, diefen Schulfeiern gern beimohnt, den nunmehr abgehenden Schülerinnen sehr ans Herz. das hier Gelernte auch recht gut im Elternhaus oder später im eigenen Saushalte oder sonst bei passenden Gelegenheiten ju nermerten. Der Bertreter des Ministeriums für Arbeit und Wirtschaft, Oberlandwirtschaftsrat Bauer, zollte der Land: wirtschaftstammer hohe Anerkennung, daß diefelbe Geld und Arbeit nicht gefchent hat für die Errichtung dieser notwendigen Sdule und dadurch für die gute Seranbildung der Hausfrauen recht anerkennenswert mit beiträgt. Der Vertreter des bei Jchen Bildungsamtes, Rzeisschulrat Gerbis, gratulierte den Schülerinnen für ihre gut bestandene Brüfung und bedauerte nur, daß nicht allen jungen Mädchen wegen Geld und Raum: mangel seitens des Bildungsamtes solcher Unterricht gewährt werben tann. Landtagsabgeordneter Dr. von Selmoldt banfte im Sinne aller anwesenden Eltern und Angehörigen der Kursusteilnehmerinnen der Landwirtschaftskammer und dem Lehrerfollegium für alle Mühewaltung und drüfte dabei die Soffnung aus, daß zur Haushaltungsschule in Michelstadt i.O. fich immer recht viele Schülerinnen melden mögen. Das volle Bertrauen verdient die Schule aber auch wirklich, so schreibt uns ein Gaft dieser Schlußfeier aus Oberheffen. - Hessischer Verkehrsverband. - - Darmstadt. Am 24. November 1927 fand in Darmstadt eine aus allen Teilen des Landes start beschidte Sigung des Borstandes des Hessischen Berkehrsverbandes statt. Der Bor sigende Stem mez Darmstadt gab einen eingehenden Ueberblid über die Arbeit des Verbandes auf den verschiedensten, die Berlehrsförderung in Sessen betreffenden Gebieten. Der im Borstand durch die Herren Ministerialrat Dr. Siegert und Regierungsrat Dr. Krebs tatkräftig mitarbeitenden Sef= Fischen Regierung sprach der Vorsitzende den Dank des Verbandes dafür ans, daß erstmalig ein Staatszuschuß bewilligt wor den ist. Die weitere Aussprache befaßte sich mit dem Sessischen Abrehbuch der Kraftwagenbesiger, einer Veröffentlichung, die bisher leider nicht ganz in wünschensmertem Umfang in den hierfür in Frage fommenden Kreisen auf Verständnis gestoßen ist. Die Frage non Relieffarten für einzelne bedeutende hessische Fremdenverkehrsgebiete wird vom Verband mit Nach brud meiterbearbeitet.. Eine längere Aussprache entspann sich über das Verhältnis des Hessischen Berkehrsverbandes zu der Reichszentrale für deutsche Berkehrswerbung, mit der der Berband neuerdings zu einer ersprießlichen engeren Zusammenarbeit gelangt ist. Der zweite Vorsitzende Dr. Roesener berichtete über die Frage der Erschließung des Oberrheins von Mainz aufwärts für den Bersonenverkfehr und gab der Auffassung Ausdrud, daß der Plan, die am Rhein oberhalb von Mainz gelegenen hessischen Städte recht bald an den großen Strom des rheinischen Fremdenverkehrs unmittelbar anzuschlie Ben, zur Ausführung lommen muß. Der Referent Lonnte festftellen, bak bie Reichsbahn die direkte Berbindung von Darmo stabt nach Offenbach durch Einlegung eines weiteren Fahrtenpaares ausgebaut hat, der befte Beweis dafür, daß die Bestrebungen des Verbandes einem dringenden Bedürfnis entsprechen. Der Referent gab weiterhin Kenntnis von eingehenden Arbeiten, die der Verband in der Richtung einer Ausgestaltung der mitteldeutschen Querverbindung von der Mosel und dem mittTeren Rhein( Koblenz) über die Lahnbahn, Gießen, Alsfeld, Hersfeld nach Thüringen und Sachsen eingeleitet hat. Lebhafte Klage geführt wurde aus dem Kreise der Versammlung über die hohen Zuschuhbeträge, die die Reichspost bei einzelnen Kraftpostlinien verlange. Es gehe nicht an, daß die Post bei gut rentierenden Linien den Ueberschuß für sich selbst in Anspruch nehme und bei minder gut lohnenden Verbindungen die Garantiegemeinden usw. zu erheblichen Zuschüssen heranziehe. Der Verband habe bereits vor längerer Zeit den Antrag ge= stellt, die sämtlichen hessischen Linien rechnerisch zusammenzufas sen derart, daß im Endergebnis nur die Bezahlung des aus dem gesamten Betrieb etwa verbleibenden Fehlbetrages in Frage kommen könne. Ueberhaupt erschienen die Berechnungs: grundlagen der Post im Vergleich zu anderen Betriebsunternehmern für die Interessenten besonders ungünstig; jedenfalls empfehle sich bei allen Verhandlungen eine genaue Prüfung der Grundlage der von der Post vorgelegten Berechnung. - Schließlich wurde beschlossen, die diesjährige Hauptver jammlung, einer Einladung der im Vorstand durch Herrn Beigeordneten Dr. Samm tatkräftig vertretenen oberhessischen Provinzialhauptstadt entsprechend, am 9. Dezember in Gießen ab= zuhalten. Frankfurt. Die unverändert schlechte Lage im Bankgewerbe hat zu Kündigungen umfangreicher Art geführt. Nicht nur die Großbanken, sondern auch viele Privatbanken haben einen nicht unerheblichen Teil ihres Personals zum 1. Januar 1928 gefün digt, darunter Beamte, die bereits länger als 20 Jahre bei dem gleichen Institut angestellt waren. Verschiedene Privat banken haben allen Beamten bis auf die Prokuristen und Lehrlinge gekündigt. Die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat November 1927. Wie zu Beginn des Winters stets, haben sich auch in diesem Jahre im großen und ganzen die Aufträge während des Be sichtsmonats vermindert, jedoch zeigte die Geschäftslage in den Pfarrer Heumanns Heilmittel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Giessen Frankfurerstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung. erhält jed. Leser bollständig umsonst und portofrei, von Ludwig Heumann& Co Nürnberg M. 629. „ Gießener Zeitung" einzelnen Sandwerisberufen unter der Einwirkung der örtlichen Verhältnisse tein einheitliches Bild. Wenn auch neue Aufträge nicht mehr erteilt wurden, so hielt sich doch infolge der noch vorliegenden Aufträge trog der vorgerüdten Jahreszeit die Geschäftstätigkeit im Baugewerbe überwiegend noch in er träglichen Grenzen. 3waz ift im Bauhauptgewerbe der Auftragsbestand, son vereinzelten Ausnahmen abgefehen, der Jahreszeit entsprechend zurüdgegangen, dagegen melden manche Zweige des Baunebengewerbes noch befriedigenden Geschäftsgang, da die verhältnismäßig günftige Witterung für viele Ge werbe die Mögligfeit einer etwa länger bauernden Tätigkeit als im Borjahre gefaffen hat. In ländlichen Gegenden war die Geschäftsstille im Baugewerbe und Baunebengewerbe, aus genommen die Gewerbezweige mit stärkeren Reparaturanfällen, ausgeprägter, da hier die Bautätigkeit in diesem Herbst faft ganz ausgefallen ist. Auch in den übrigen Handwertszweigen ift feine starte Verschlechterung des Beschäftigungsgrades eingetreten, aber auch erwartete fühlbare Befferungen der Ge schäftslage find vielfach usgeblieben. So ist beispielsweise im Schneiderhandwerk, für das der Monat November für ge wöhnlich der Beginn der Hauptsaison ist, die Belebung im Auftragsbestand weit hinter den Erwartungen zurüdgeblieben. Die wieder beginnende Zunahme der Arbeitslosen war für die Geschäftsentwicklung gerade der Bekleidungsgewerbe wenig günstig. Auch das sonst in der zweiten Hälfte des Berichts. monats einfegende Weihnachtsgeschäft ist vorläufig faft nod durchweg ausgeblieben. Lediglich vom Möbeltischlerhandwer! Nr. 49. wird vereinzelt bereits eine durch das bevorstehende Weihnachts feft hervorgerufene Geschäftsbelebung gemeldet. Der Geschäftsgang ist, im ganzen gesehen, gegenüber den Borjahr gebessert, doch wird diese Besserung leider durch die ungünstige Entwicklung der Geld- und Kreditverhältnisse in Handwerk fast vollständig ausgeglichen. Die zunehmende At beitslosigkeit wirfte sich nachteilig für den Zahlungsverkeh gegenüber dem Handwerk aus. Die Zahlungsfähigkeit der Kundschaft nimmt dadurch wieder ab, aber auch der Zahlungs willen. Das Publikum deckt sich mit Wintervorräten ein, spari für das Weihnachtsfest, ist aber wenig geneigt, bereits bestehen. de Schulden beim Handwerker abzutragen. Auf dem Kapital martt hat der Rüschlag an der Börse und nicht zuletzt die Abtion des Reparationsagenten eine gewisse Einschränkung in der Kreditgewährung mit sich gebracht, die sich auch im Sand werk empfindlich fühlbar macht. Die Materialpreise und Preise für Halbfabrikate haben vielfach steigende Tendens, die durch die bewilligten Lohn erhöhungen hervorgerufen sind. Vor allem die Materialien für die Bekleidungs- und Holzverarbeitenden Handwerke haben erheblich angezogen. Auch die Lohnbewegung ist noch nicht zum Abschluß gekommen. Auf dem Arbeitsmarkte war das Ange bot an Arbeitskräften entsprechend der Beschäftigung der Hand merle örtlich verschieden. Ueberwiegend verringerte sich jedoc die Nachfrage nach Maurern, Zimmerern, Malern, Wagnern, Karosseriebauern, Schmieden und Sattlern, während Bauschlos ser, Buchdrucker, Herren- Schneider und Konditoren stärker als im Bormonat gefragt waren. Noch weit über diese Grenzen hinaus verbreitet find nachgenannte fünf Zeitungen, die insgesamt über 100 000 Lefer haben, darunter Tausende von Beamten, Landwirten, Gewerbetreibenden, Fabrikanten, Kaufleuten etc. RHEINGAU NIEDERWALD BUDESHEIM MAINZ BINGEN INGELHEIM SPREND LINGEN KREUZNACH WETZLAR WIESBADEN MÖCHST WÖRRSTADT OPPENHEIM ALZEY GUNTERS BLUH OSTHOPEN WORMS MARBURO SCHLITZ KIRTORF ALSFELD GREBENAL HOMBERO GR- FELDA ALLENDORF LOLLAR LAUTERBACK GRÜNBERG... BADSALZSCHURR OGIESSEN LICH ULRICHSTEIN LAUBACH SCHOTTEN HERBSTEIN HUNGE INGEN BADBUTZBACH NAUHEIM MERIEDBG HOMBUE NIDOA BADSALZHAUSEN SCHLUCHTERN ORTENBERGE BUDINGEN GELNHAUSEN HANAU FRANKFURT. MAIN BIEBER OFFENBACH NEU- ISENBURG SELIGENSTADT LANGEN BABENHAUSEN RUSSELSHEIM GR- GERAU DARMSTADT HEIN M4001 JUGENHEIM ZWINGENBERG BENSHEIM CHNITE HEPPENHEIM BURSTADT MANNHEIM HEIDELBG LUDWIGSHAFEN DIEBURG ASCHAF FENBURG GRUMSTADT NEW STADT HOCHST KÖNIG MICHELSTADT UNDENFELS ERBACH BEERFELDEN FULDA Die Leser, darunter viele sehr gut fituferte Familien, wohnen in über 1000 Orten! u. a. in Bingen Darmstadt Gießen Mainz Offenbach a. M. Worms a. Rh. etc. Jedes Unternehmen wird in ganz Hessen bei den Interessenten leicht bekannt durch eine Reklame in nachgenannten Zeitungen! Albin Klein, Gießen vorm. Wilhelm Keller, gegründet 1783 Fernruf Nr. 2525 und 2526 Drud und Berlag der Gießener Zeitung Hessische Hausbesitzer- Zeitung Hessischer Kamerad 4 Allgemeine hessische Sportzeitnng Hessisches Handwerk und Gewerbe 17 Sübanlage 21 Samstag, den 3. Dezember Aparte Beleuchtung Wenn Sie einen Hänn finden, der Luber- Prize, die War ichte noch nicht sich es gibt solchsanders Känze – dann schre Sie uns einfach se Adressen Wir forgen dan dafür, daß die bei ich Loba- Farbbohnern bekammen, getd nien jeden Bratt □ Boden wein foutht glänzt und dabe noch maß wischban macht. Loba. Sarbbohmrwa 6 gibt es in 5 Sarbe ritsbraunsgrünsgrausg Immer doba für den Bode Bereinigte Wachswarenfabriken Digingen b. Stuttgart SINGER SINGER Das nützlichf Weihnachtsgeld Eine SING mit Motor und N SINGER NAHMASCHINEN AKTIENGES Mobelfabri TH.BRÜC INH. TH. 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Die Zahlungsfähigkeit be dadurch wieder ab, aber auch der Zahlungs ifum dedt sid mit Wintervorräten ein,( pen fest, ist aber wenig geneigt, bereits befteben Handwerfer abzutragen. Auf dem Rapital hlag an der Börse und nicht zulegt die E onsagenten eine gewille Einschränkung in ng mit sich gebracht, die sich auch im Sanb ühlbar macht. reise und Preise für Salbfabritate haben Tendenz, die durch die bewilligten Lohm gerufen sind. Vor allem die Materialien und Holzverarbeitenden Handwerte haben Auch die Lohnbewegung ist noch nicht zum Auf dem Arbeitsmartte war das Ange en entsprechend der Beschäftigung der Hand eden. Ueberwiegend verringerte fich jedo Maurern, Zimmerern, Malern, Wagnern, Shmieden und Sattlern, während Baufle erren- Schneider und Konditoren stärker als agt waren. aus verbreitet ,, Gießener Zeitung" Aparte Beleuchtungskörper, sowie sämtliche elektr. Gebrauchsgegenstände WILHELM ASSMANN Wenn Sie einen Händler linden, der.... 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Lustig springend ging fie neben ihr her und ihr blondes, Loies Haar flatterte vom Ropfe und ihre Bäcklein roteten sich noch mehr. Eommer und Herbst waren dahin und der Winter hielt jeinen Einzug. In der Schule hotte Rosie von dem Rnecht Rup recht gehört, der im Austrage des Christkindchens id on Wo hen to Weihnachten von Haus zu Haus geht, um zu sehen, ob bie Kinder auch artig gewesen find. Diesen bringt er dann auch Uepfel. Nüsse und B, efferkuchen. Da war jie kürzlich bei einer kleinen Freundin gewesen und hatte Lo: 1 gehört, daß der Knecht Ruprecht im Sommer in einem fernen Lande wojne, aber im Winter beziehe er ein prachtvolles Schloß in dem großen Walde, der nicht weit von der Stadt ent fernt liege Roffe hatte einen Fehler, nimlich den, daß sie sehr neu gierig war. Das über Knecht Ruprecht Gehörte ging ihr jehr in ihrem kleinen Röpfchen herum und fe faßte den Enischlu dorthin zu gehen und den Balast zu suchen; der konnte doch nicht is ichwer au finden fein. 3njolge ihrer Neugierde tat fie etmas, was ihr selbst, aber auch ihrer geliebten Mutter jehr viel Rummer bereiten sollte. Eines Morgens verließ sie das Haus und ihre Mutter dachte nicht anders, als daß sie wie gewöhnlich zur Schule gehen würde. Aber dies tat sie nicht, ondern lief schnell zur Stadt hinaus und in der Richtung des g.ogen Waldes. Am Abend vorher hatte es tüchtig geshnet und eine dicke Schneedecke bedeckte Wege und Felder. Rosis kleine Füße sanken tief in den Schnee und gar bald wurde sie von dem Waten im Schnee müde. Über ihre Neugierde trieb fie immer von neuem an, weiter дu gehen, bis sie endlich im Walde ang kommen war." So," dahle se,„ nun bin ich endlich im Walde und der Palast von Knecht Ruprecht kann nicht mehr meit sein." Aber wie sie auch juchte, sie ko inte ihn nicht finden. Endlich enttäuscht und müde, entsch'o; fie sich. wieder umzukehren und nach Hause au gehen Jetoh se konnte den Weg nicht wieder finden, den sie geko nmen war; denn es hatte aufs neue angefangen zu schnelen und der frische Schnee hatte ihre Fußspuren zugedeckt Unterdessen war es pier Uhr geworden, und Rojies Mutter war nach der Schule gegangen, um dort ihren Liebling abzuholen Die Kinder hamen scherzend aus dem Schulg.bäude, aber Rosie war nicht dabei. Sie ging hinein und suchte Rofies Lehrerin auf, um zu fragen, wo ihr Töchterchen bleibe. Diese fah, als jene eintrat, verwundert auf und sagte:„ Ist Rosie krank, daß sie heute nicht zur Schule kam?" - Nun war es an der Mutter, verwundert aufzusehen. „ Krank?" sagte sie. Rolie krank? Nein! Sie ist nicht krank. Heute morgen ist sie od) aur Schule gegangen? Wo mag fie nun sein? Man kann es verschen, daß die arme Mutter in ihrer Angst in Weinen ausbrach, als sie hörte, daß ihr Kind den ganzen Tag noh nic, t in der Schule gewesen war. Sie ging fort und suchte alle Eltern von Rojies Freundinnen auf, um zu hören. ob sie vielleicht da wäre. Aber niemand hatte von Rofie etwas gesehen und gehört. Bei einer Familie aber hörte ie, daß bei Rojies lettem Besuche von einem Palaste des Knecht Ruprecht im Walde erzählt worden sei, und da ahnte fie, was geschehen war. Wahrscheinlich ist sie aus Neug.erde bahin gegangen, um diesen Palaft zu suchen," dachte die Frau. Aber wie kann ich sie in dem grozen Walde wiederfinden?" Kurs entschlossen machte sie sich nach dem Walde aut. Als ste dort ankam, war es schon dunkel geworden. Sie ging nach rechts und nach links und immer rief sie mit zit.ernder Stim Gießener Zeitung" HOTEL KÖHLER WESTANLAOD Besitzer Heinr. Köhler TELEPHON NR. 280 Gut bürg.Speisehaus ff. 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Schluchzend vor Angst und Freude, daß sie ihre Mutter nun wieder hatte, fiel sie ihr um den Hals, und so schnell als es nur mög ich war, mahien sie sich auf den Heimweg. Zu Hause angekommen wurde sie sofort ins Bett gesteckt; sie hatte hohes Fieber und am nächsten Tage stellte der Arzt Lungenentzündung fest. Lange mußte sie das Bett hüten; Knecht Ruprecht hatte auch nichts von sich hören lassen; et mar sicherlich böje, daß Rosie infolge ihrer Neugierde die Schule versäumt hatte. Als sie wieder gesund war, gelobte sie, daß fie nie wieder etwas Derartiges tun würde. Auch ihre Neugierde hat sie ab gelegt. Als nun Weihnachten kam, da sandte ihr das Christkind doch noch schöne Sachen, über die sie sich sehr gefreut hat. Eo seht Ihr, wohin Neugierde führen kann, daß das Böse bestraft und das Gute belohnt wird. Laßt die Erlebnisse Rosies Euch allen zur Warnung und Lehre dienen. Restauration Zum Schüßenhaus Empfehle mich für die Fest tage mit Speisen u. Getränken Inh. H. 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Dezember Alus alle Nachstehende, in einer amer Annonce, ist wohl selbst in dem f feitigkeit taum mehr zu übertreff titjefter Form zehn verschieden „ J erfülle hiermit die traurige Sefannten mitzuteilen, daß meine Augenblid gestorben ist, als fie den ich nun eine Pflegerin fuche, jährlin finde, jung, schön und im lat, um mir bei der Leitung meine behilflich zu sein, das ich meinen A in Erinnerung bringe, zumal ich Gelegenheitspreisen veranstalte, ber haus übertrage, das ich jest in der und in dem noch einige Appart Dollar vermieten will und für fit fudhe." aber, so. daß sie an der punktierten Linie feit bleibt, und blegt fie nach oben. An diese 3unge klebt Ihr nun den Querbaum, auf dem die Jungen figen und zwar so, daß der Mittelpunkt an der Junge sigt. Nachdem dies gefchehen lit, klebt Ihr den Hund mit der daran befestigten 3unge an den Querbaum, eben falls bei A, fodaß die 3unge an der Borderseite nicht zu fe hen ist. Dann ist die Wippe fertig, und dadurch, daß Ihr den mittelsten Teil der Wippe, die abgerundeten Flächen etwas auseinander biegt. steht dief: lbe still. Wenn Ihr dirle ben aber einen kleinen Etoj gebt, fangen die Jungen an zu schauk In. Ihr folt mal sehen, wie nett das geht, wenn Ihr alles gut und o: dentlich gemacht habt. Die Raupe und die Mauer. Es war einmal eine Raupe, ore in einem Garten in der Stadt lebte. Abends koh fle immer wieder nach ihr m ficheren Blage auf dem ersten Ast eines großen Maulbeerbaumes, tagsüber aber, wenn die Eo ine warn schien, unternahm je ot tien Streifzug über die go pintar un mi ihrer Freundin im Nachbargarten ein wenig sidh zu unterhalten. Die auf einem Baume auf der anderen Zeite der Mauer monte. Nun waren in die Mauer große Risse gekommen, weil eit langem nicht mehr nach der Mauer gefehen worden war. Eines Tages kamen Handwerksleute mit allerlei jobe.baren Gerätschaften in den Garten, welche die Raupe nicht hannte. Nach einigen Tagen war die weiße Mauer v: rshwunden und an ihrer Stelle stand eine rote aus 3: epelite.nen, mit einer Menge weißer Striche dazwischen. Sie fand, daß diese Mauer schon I F aussah und als eines Morgens die Sonne fo herrlich warın schien entsch oj sie sich, wieder einmal die Reise über die Mau er anzutreten, um mit ihrer Freundin drüben diese Neuigkeit zu besprechen. Sie war aber so an die frühere, weiße Mauer gewöhnt, day fie die meißen Fugen zwifchen den Steinen als eg benutte. Sie wunderte sich aber sehr, daß fie den oberen Rand der Maus er nicht erreichte, obwohl te doch otel länger gekletter wor als früher. Sie kam nicht vorwärts. Wie kam das? Sie hote es nicht begreifen und endlich gab fie die Reife aut. Am näch Sten Tage aber versuchte sie es von neuem, dann wolle sie ihre Freundin erst recht besuchen, um mit ihr diese sonderbare Er icheinung zu b for chen. Jedoch, es gelang ihr nicht, oben aus die Mauer zu kommen. Biele Tage verfuchte fie es immer wieder neue Wege judite sie auf und endlich war sie da: Das hatte viel Mühe ge kostet und sie war froh, daß fie nun endlich den: g geunden hatte. Wollt Ihr nun auch einmal versuchen, diesen Weg zu finden? Ihr müßt natürlich versuchen, den Weg zu finden, den die Raupe gegangen ist, sodas ie endlich oben auf die Mauer go langte. Und das ist noch lange nich. so einfach, wie Ihr bald merken werdet. VERTRAGS- u. SONSTIGEN BEZIEHUNGEN Herzliche Weihnachtsbitte . gesucht. Angenehme, hochbezahlte Dauerstellung m. Pensionberechtigung. Hervorragend günstige Chance L bereits bewährten Fachmann d. Außendienstes. Deutscher Phönix u. Providentla in Frankf./M. Zweigniederlassung der ALLIANZ Versicherungs- Aktien- Gesellschaft in Berlin. für das Waisenhaus zu Hof Rechtenbach, Kreis Beglar. Wir bitten auch in diesem Jahre für die uns anvertrates vielen Beglinge herzlich um Gaben der Siebe. 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S ben, werden ausgelöscht aus der g wie sie starben, man ahnt nur ihre Bon einem aber wissen wir es der Funkkabine, als ihm der Kap Silferufe durch den Aether zu send in Amt. Sandte seine ,, G. O. G Schiffes, den jeweiligen Stand. W ben der Matrosen und Passagiere Welt, in seinem Hörer sammelten dem Aether, und die, die ste san die, die hinter der doppelten M und schrien. Da lam der genblid, da brüde anrief, um sei: Meldung Im Luftschiff Die zehnjährige Wiederkehr des schiffes 59 unter Rapi vom 21. bis 25. Von Korv.- Kpt. a 1914-18 Marinelu Diefe, im Kriege ausgeführ bie je ein Luftschiff vollführt h querung des Ozeans mit R. 33 mit 3. R. 3 im Jahre 1924 fön werden. Bei diesen beiden Fahr ganzen Welt zur Verfügung. Si ihre Wetterprognosen bekannte diese Fahrten. Nur der von ih 3. R. 3 empfing, ermöglichte es metterzone richtig umfuhr und geriet, wodurch es dann um 11 ohne fremde Hilfe die amerikani Bon dieser Afrikafahrt ha nach dem Kriege etwas erfahre fündete diese Fahrt. Sie mußte im Ariege, von feindlichen Fli graphische Richtungsempfangsst geführt werden, das meteorolog lagen feine Erfahrungen vor ü Gaszellen und Besatzung in die rere verschiedene Klimazonen faum erforscht waren. An der S zigkeiten hielt man diese Fahr Tatsachen stellten an die Schi enorme Anforderungen. Und was erlebte 2. 59 au wolfen mußten durchfahren wer vollständig von Wolfen eingehi es und drehten es im Kreise her 3idzadlinien zwischen 300 und 20 Böen trachte das Schiff in allen fer Schräglage gefahren werden, triebe in diesen Tropentempera Beanspruchungen ausgelegt wurd sagt durch Sonnenerwärm In with das Schiff herauf eigentümliche Funkeln der Ster lehtes Better, ein 3eiden für monjums, bet dann auch mit fannten atmosphärischen Störung auf, werden flärter und äußern sid techts und lints vom jahren des Gewitters oder Umf Luftschiff night in Frage. Es heißt also hindurchfahren. Dann fegt starf Siff zeigen fich die bekannten G tallteile ein bläulich- violettes Li aus, als brenne das Schiff. Lan Str. 480. aufelnden Jungen. as Ganze auf nicht zu Dicken Karton auf hehen ist und alles gut token ist, nei nen Figuren aus, nalilrich das kleine denn es gibt nur an, wie die.ppe Jungen und dem Hunde aussehen müs ift. die mittelite Figur, faltet das Stil Cinie um und schneidet die 3unge aus, A er punktierten Linie feit bleibt, und blegt e Bunge klebt Ihr nun den Querbaum, igen und zwar so, daß der Mittelpunkt achdem dies geschehen iit, klebt Ihr den efestigten Junge an den Querbaum, eben Bunge an der Borderseite nicht zu se ppe fertig, und dadurch, daß Ihr den ppe, die abgerundeten Flächen etwas aus diefelbe still. Wenn Ihr birieben aber bt, fangen die Jungen an zu schauk In mie nett das geht, wenn Ihr alles gut habt. pe und die Mauer. te Raupe, ore in einem Garten in der h sie immer wieder nach ihr m ficheren Ist eines großen Maulbeerbaumes, tags ine warm schien, unternahm[ e of item 12. miqin Mau'r un mi. ihrer rten ein wenig sich zu unterhalten die Der anderen Zeite der Mauer wojnte. e Mauer große Risse gekommen, well nad) der Mauer gesehen worden war Handwerksleute mit allerlei joabe.baren Sarten, welche die Raupe nicht hannte. r die weiße Mauer verschwunden und an rote aus Siegelite.nen, mit einer Menge hen. Sie fand, daß dieje Mauer schon Samstag, ven 3. Dezember 1927. Aus aller Welt. Nachstehende, in einer amerikanischen Zeitung erschienene Annonce, ist wohl selbst in dem so praktischen Amerita an Bielfeitigkeit taum mehr zu übertreffen. Gie enthielt in tatsächlich türzester Form zehn verschiedene Mitteilung. Sie lautete: „ Ich erfülle hiermit die traurige Pflight, meinen Freunden und Bekannten mitzuteilen, daß meine geliebte Frau gerade in dem Augenblid gestorben ist, als fie mir einen Sohn schenkte, für den ich nun eine Pflegerin fuche, bis ich eine neue Lebensge fährtin finde, jung, schön und im Befih von etwa 20 000 Dol lar, um mir bei der Leitung meines bekannten Wäschegeschäftes behilflich zu sein, das ich meinen Kunden bei dieser Gelegenheit in Erinnerung bringe, zumal ich jetzt einen Ausverkauf zu Gelegenheitspreisen veranstalte, bevor ich das Geschäft in das Haus übertrage, das ich jest in der 12. Avenue habe bauen lasfen und in dem noch einige Appartements frei find, die ich für 500 Dollar vermieten will und für das ich auch noch einen Bor tier suche." Die organisierte Landwirtschaft. 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Hunderte von Menschen sterben, werden ausgelöscht aus der großen Liste, niemand weiß, wie sie starben, man ahnt nur ihre Todesqual... Morgens die Sonne so herrlich warn wieder einmal die Reise über die Mau ihrer Freundin drüben diese Neuigkeit n die frühere, weiße Mauer gewöhnt, day zwischen den Steinen als Beg benutzic. sehr, daß sie den oberen Rand der Mau Dohl sie doch viel länger geklettert war icht vorwärts. Wie kam das? Sie kote endlich gab fir die Reife aut. Am näch te sie es von neuem, dann wolle sie ihre fuchen, um mit ihr diese sonderbare Er Jedod, es gelang ihr nicht, oben aus die „ Gießener Zeitung" fiebernden Händen irgendeine Verbindung herzustellen... es half nichts. Die Leilungen waren totes Material. Nur feine Röhren glühten, sein Morfeschreiber tidie... aber was half bas, wenn die da draußen ihre Hilfe absagten, fie maten mit einem Male so furdtbar weit, er war mit einem Male so ent fehlich einsam. Von einem aber wissen wir es. Er tat seinen Dienst in der Funkkabine, als ihm der Kapitän den Auftrag erteilte, Silferufe durch den Aether zu senden. Stundenlang versah er fein Amt. Sandte seine„ S. D. G." aus, den Namen seines Schiffes, den jeweiligen Stand. Was fümmerte ihn das Treiben der Matrosen und Passagiere, er lebte in seiner eigenen Welt, in seinem Hörer sammelten sich hunderte Antworten aus bem Aether, und die, die sie sandten, waren ihm näher, als bie, die hinter der doppelten Wandung der Kabinen tobten und schrien. te fie es immer wieder neue Wege fude war fie da Das hatte viel Mühe ge , daß sie nun endlich den Weg geunden auch einmal versuchen, diesen Weg zu versuchen, den Weg zu finden den die daß sie endlich oben auf die Mauer go h lange nich. so einfach, wie Ihr bald Weihnachtsbitte zu Hof Rechtenbach, Streis Wezlar. In diesem Jahre für die uns anvertrantes lich um Gaben der Liebe. Die meisten - er sprang auf, riß die Hörer vom Kopf, rüttelte an der Türe und fand sie verschlossen. 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Der Abreißkalender soll eine wirkungsvolle Propaganda für unser schönes Hessenland sein, soll unserem Lande neue Freunde gewinnen und soll die Bestrebungen des Verkehrsverbandes vermehren und stärken. Firmen, die den Kalender als Weihnachtsgeschenk für ihre Kunden verwenden, wollen sich an den Hessischen Verkehrs- Verband Darmstadt wenden. Die zehnjährige Wiederkehr der Afrikafahrt des Marineluftschiffes 59 unter Kapitänleutnant Bocholt vom 21. bis 25, November 1917. Bon Korv. Kpt. a. D. Dietrich, 1914-18 Marineluftschifftommandant. en nicht Voter noch Martter und sind ohne und barmherzigen Chriftenliebe an Weih imb ohne Licht. Gaben der Liebe nimmt e vorstehende Diakoniffe.( Baftiched ar Frankfurt am Main) Diese, im Kriege ausgeführte Fahrt ist die denkwürdigste. bie je ein Luftschiff vollführt hat. Weber die englische Ueber querung des Ozeans mit R. 33 im Jahre 1919 noch die deutsche mit 3. R. 3 im Jahre 1924 tönnen mit dieser Fahrt verglichen werden. Bei diesen beiden Fahrten standen die Hilfsmittel der ganzen Welt zur Verfügung. Sämtliche Dampfer und die durch ihre Wetterprognosen bekannte deutsche Seewarte unterstüten diese Fahrten. Nur der von ihr abgegebene F. T. Spruch, den 3. R. 3 empfing, ermöglichte es, daß das Luftschiff die Schlecht. wetterzone richtig umfuhr und nicht mitten in diese hinein geriet, wodurch es dann um 11 Stunden aufgehalten wäre und ohne fremde Hilfe die amerikanische Küste faum erreicht hätte. Auch Zum Weihnachtsfest empfehle ich mein großes Lager in Von dieser Afrikafahrt hat die Oeffentlichkeit erst lange nach dem Kriege etwas erfahren. Keine Zeitungsreklame ver fündete diese Fahrt. Sie mußte ohne organisierten Wetterdienst im Kriege, von feindlichen Fliegern bedroht, ohne funtentelegraphische Richtungsempfangsstation in einem Gebiete durch geführt werden, das meteorologisch kaum erforscht war. lagen keine Erfahrungen vor über das Verhalten der Motoren, Gaszellen und Besatzung in diesen Tropentemperaturen. Meh rere verschiedene Klimazonen mußten durchfahren werden, die faum erforscht waren. An der Hand dieser ungeheueren Schwie zigkeiten hielt man diese Fahrt zunächst für unmöglich. Diese Tatsachen stellten an die Schiffsführung und Besatzung ganz enorme Anforderungen. Hüten u. Julius Lehrmund Bahnhofstr.651 Mützenfabrik Bahnhofstr.65a Nr. 49. Fabriforganisation für den mittleren und feineren Bes trieb, non Walter Rahm. Ganzleinen RM 5,- Unfere fielnen und mittleren Fabrifbetriebe sind heute in überragendem Make fabrikatorisch auf der Höhe. Aber die kaufmännische und betriebliche Verwaltungs- Organisation ist zurückgeblieben. In anschaulicher, lebendiger Sprache gibt der Verfasser feine reidhen praktischen Erfahrungen wieder. Eine einzige Anregung macht den Preis des Buches bezahlt. Das Kind und fein Spielzeug ist vielleicht der interessan teste Artikel in der diesjährigen Dezemben Nummer von Westermanns Monatsheften bei der Fülle und Bielseitigkeit des Gebotenen. Westermanns Monatshefte fosten nut 2,-.. Verantwortlich: Paul Chrißian Klein in Gießen. Weihnachten in Bethel. In Leid und Dunkelheit der Erde hinein scheint das Licht des Kindes von Bethlehem. Auf dieses Licht, das Weihnachten aufs neue bringen soll, warten viele in unjeren Häusern des Elends und der Liebe. Fast 5000 Falljüchtige, Gemütsfranke und Heimatloje aller Art und aus allen Teilen Deutschlands beherbergen wir bei uns. Ihnen allen möchten wir gerne eine fleine Freude bereiten. Wer hilft uns dabei mit? Jebe Kleinste Gabe ist uns willkommen. besonders Lebensmittel, Kleidungsstüde, vor allem folche für Männer, sodann Spielzeug, Bücher und Bilder. Auch Geldgeschenke, durch die wir Gaben der Liebe faufen fönnen, nehmen wir dankbar an. Je eher die Gaben in unsere Sände gelangen, desto willkommener sind sie uns! Allen Freunden von Bethel wünscht einen hellen Strahl des ewigen Weihnachtslichtes. F. v. Bodelschwingh, P. Bethel bei Bielefeld, im Advent 1927. Mützen Elegante Formen, u. anerkannt nur gute Qualitäten Billigste Preise Schirme Stöcke in größter Auswahl Hch. Schäfer, Marktstraße 20 Gegründet 1868 Den Weihnachtslisch schmückt am besten eine Photogr. Kamera Sehr billige, leistungsfähige Modelle von 15.-R. an finden Sie in grösster Auswahl im KreuzPhotohaus Winterhoff, platz 9 und es flart auf. Auf dem Rüdmarsche seht ein heftiger böiger| deutsche Flieger zum Schutze von 2. 59 Sperre, denn hier be Gegenwind ein, der das Schiff mehrere hundert Meter herunterdrückt. Um es wieder auf Fahrhöhe zu bringen, wird Ballast abgeworfen. Plöglich wird 2. 59 wieder von einer Böe ers faßt, heruntergebrüdt und auf eine Bergspitze zu getrieben. Ein leichter Rud wird verspürt, so daß man glaubt, das Schiff sei mit der vorderen und hinteren Gondel aufgestoßen. Diese Stöße rühren aber von den Gewichten der Funkenantennee her, die unten angebracht sind, um die Drähte der Antenne nach unten zu ziehen und die nun über den Boden schleifen, wo sic sich zeitweilig festhafen. In dieser Situation werden alle Mo tore abgestellt und Balast in Gestalt von Munition abgewor fen, die unten laut betoniert und an den Fahlen Bergklippen ein vielfältiges Echo, das wie leichtes Geschüßfeuer Hlingt, hervorruft. Die Navigation in der Wüste erfolgt nach den Ster Пen. All die bekannten Sternbiilder, wie Aldebaran, Orion, Sirius, Mars, Jupiter, Saturn erstrahlen in märchenhafter Pracht über der einsamen Wüste. Am 21. November 1917 stieg 2. 59 in Jamboli in Bulga rien auf, um der unter Lettow- Vorbed in Deutsch Ostafrika fämpfenden Schuhtruppe Munition, Medikamente und Post zu bringen. 2. 59 war ein normales Marineluftschuff, das um zwei Abteilungen verlängert war und hierdurch eine Länge von 226 Meter erhielt mit 68 500 cbm Gasinhalt und 52 000 kg. Nutzlast. Fünf Motore von 240 P. S. gaben dem Schiff eine Geschwindigkeit von 100 km. p. St. bei Windstille. Und was erlebte 2. 59 auf dieser Fahrt. Dichte Haufenwolfen mußten durchfahren werden, zeitweilig war das Schiff vollständig von Wolfen eingehüllt, starke Luftwirbel erfaßten es und drehten es im Kreise herum, der Höhenschreiber zeichnete Zidzadlinien zwischen 300 und 2000 Metern. Bei diesen starken Böen frachte das Schiff in allen Teilen, häufig mußte mit gro ßer Schräglage gefahren werden, wodurch die Motore und Ges triebe in diesen Tropentemperaturen ganz außergewöhnlichen Beanspruchungen ausgesetzt wurden. Durch starte Vertikalböen, verursacht durch Sonnenerwärmung und nächtliche Rüdstrah lung, wird das Schiff herauf und herunter geworfen. Das eigentümliche Funkeln der Sterne über der Wüste deutet auf schlechtes Wetter, ein Zeichen für das Herannahen des Nordost monsums, der dann auch mit voller Stärfe einsetzt. Die be fannten atmosphärischen Störungen in der F. T. Anlage treten auf, werden stärker und äußern sich dann in Form von Bligen, die rechts und links vom Luftschiff grell zu sehen sind. Ein Um fahren des Gewitters oder Umkehren, wie im Frieden, kommt nicht in Frage. Es heißt also mit Mut und Gottvertrauen hindurchfahren. Dann sett starker Regen ein und am ganzen Schiff zeigen sich die bekannten St. Elmsfeuer, indem alle Metallteile ein bläulich- violettes Licht ausstrahlen. Fast sieht es aus, als brenne das Schiff. Langsam läßt das Gewitter nach fand sich das Hauptfliegerlager der Engländer. Es blieb aber alles ruhig. Gegen Abend um 10 Uhr famen die Lichter der Südspitze der Insel Kreta in Sicht. In der Morgendämmerung des 22. November wurde die afrikanische Stüfte östlich vom Golf von Solun gesichtet. Nach ihrem Ueberschreiten liegt die Inbische Wüste vor den Afrikafahrern. Hier macht sich der Einfluß der Wüste geltend, der sich in Flimmern der Augen, Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit und Erbrechen äußert. Um 12 Uhr mittags steht 2. 59 über der Dase Farafrah. In den heftigen Vertikalböen schlingert und stampft das Schiff wie ein Seeschiff. Eine Ra rawane, die sich unter dem Schiff befindet, zerstreut sich in alle Winde, um sich dann wieder zu ordnen. In der Dunkelheit wird der Nil bei Wadi- Halfa erreicht und von hier NeuDongola angesteuert. In dieser Nacht wird nach den Sternen navigiert. Ueber Neu- Dongola wird der Nil wieder gefrenzt und dann scharf nach Süben gesteuert. Gegen 2 Uhr morgens am 23. November wird in der Ferne schon der Zusammenfluß des blauen und weißen Nils erfannt. Hier liegt Rharium. Bei der Zusammenstellung wurde besonders Rücksicht auf die Bedürfnisse der Schutztruppe Rüdsicht genommen. Sie war mit deutscher Gründlichkeit zusammengestellt. Einschließlich Besatzung( 22 Personen) und Betriebsstoff trug das Schiff ca. 50 000 Rg. Unter dieser Last befanden sich u. a. 311 900 Stud Patronen, 57 500 Stüd geguricie M.- G.- Munition, 13 000 Stüd Stüd Patronen in M.- G.- Patronenfasten, 4 Stüd In fanteriegewehre mit 5000 Stüd Pattonen, 9 Stüd Reserve läufe für M.-G., 61 Säde mit Verbandsstoffen und Medikamenten, 3 Gäde mit Post, außerdem Fernrohre, Ersatzschlösser, Buschmesser, Reserveteile für die Funfentelegraphic, ca. 23 000 Kg. Betriebsstoff, Ballast- Kühlwasser, Trinkwasser, Kleibersäde, sonstige Reserveteile und Kaloritfonferven. Bei dieser Fahrt sollten ca. 4000 Am. zurüdgelegt werden und im Matondehochlande, wo ich Lettom befinden sollte, gelendet werden. Mit einer Rüdfeht dse Schiffes wurde nicht gerechnet, Jondern es sollte nach der Landung abgemradt und alle Teile verwertet werden zu Zelten, Anzügen, wasserdichten Schlaffäden, Tragbaren, Baradengerüsten und ähnlichem. Bereits am 16. November mar von Bodholt versucht wor den, nach Afrifa zur Schuhtruppe zu fahren. Aber an der Hand der Wetterverhältnisse, die sich auch in der geringen Geschwindigkeit von nur 44 Rm. p. St. ausdrüden, entschloß sich der Kommandant, umzukehren. Bei dieser Fahrt wurden 1434 Km. in 32 Stunden zurüdgelegt. Am 21. November 1927 stieg 2. 59 zum zweiten Male in Jamboli um 5 Uhr vormittags in derselben Absicht auf. Der Kurs ging über Adrianopel, Konstantinopel und Emyrna nadh der Straße von Karpathos. Auf dem Wege dorthin flogen Durch die F. T. Stadion Nauen wird die Besatzung über die Ereignisse auf den Kriegsschauplätzen auf dem laufenden gehalten. Die Gedanken weilen bei ben tapferen Schuhtrupplern, die man in zwei Tagen zu erreichen hofft. Werden fie diese finden? Wird man nicht zu spät fommen? Blöglich wird die 4500 km. betragende Strede von Nauen bis Rhartum von einer unsichtbaren Hand überbrüdi. Funtspruch: Ganzes Makondehochland im Besige der Eng länder. Teile Lettows gefangen. Sofort umfehren. Schweren Herzens entschloß sich Bocholt, diesen Befehl aus zuführen. Es hatte für ihn feinen 3wed, darüber nachzugr beln, wie es wär, wenn es anders wär, schön ist der Tod auf dem Felde der Ehre. Lehtere hat ihn und seine Besayung spä ter erreicht. Der Rüdfurs war ähnlich dem Sinfurs. Um 8 Uhr vormittags, am 25. November, landete das Luftschiff wieder in setnem Heimathafen. Krank, müde und in ihrer schönsten Soffnung getäuscht, verläßt die Bejagung das Schiff. Faft 7000 Km. waren in 95 Stunben zurüdgelegt bei einer stündlichen Geschwindigkeit von 71 Km. Die Fahrtbauer der Friedensfahrt des 3. R. 3 betrug nur 80 Stunden. Namen wie Bocholt, Straher und Mathn werben in der Luftfahrt und besonders in der Marine forileben, in der allein 30 Luftschiffe mit wehender Flagge den Untergang fanden. Den Erfahrungen der Gefallenen und der Kriegsluftfahrer verdankt die deutsche Luftfahrt erst ihre Erfolge, fie alle waren Pioniere der Luftfahrt und des späteren Luftverkehrs. Daher halten auch die Kriegsluftfahrer nur diese drei Namen für würdig, mit 3eppelin, dem Schöpfer des Luftschiffes zusammen genannt zu werden. Den Kriegsfliegern sind die Namen Immelmann, Bölde und Richthofen heilig. Von allen ihnen fönnen wir sagen: Als lobernd die Flamme gen Himmel schlug, Gie mit sich die Seelen der Tapferen irug, Unsterblich, dem höchsten Ruhme geweihi, Helden der Luft. ( 2. v. Collani.) Samstag, ben 3. Dezember 1927. zu Weihnachten empfehle Herren u. Damenwäsche Krawatten, Hosenträger, Socken und Strümpfe " Gießener Zeitung" Berthold Kuhne Gegründet 1798 Geltersweg 26 Gegründet 1798 Mr. 49. 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Nepomut. noch einmal recht reich zu werden. ist viele Jahre lang Das Auf der Aschaffenburger wainbrüde steht ein Steinbild des Eines Tages aber fam es in den Verdacht eines anbejchol ten geweien und hat mit mildem Blick auf die vielen forgen beladenen Menschenfinder herabgeschaut, die vor feinen Füßen vorPrager Brüdenheiligen Ein Junge aus der Fischergasse, dessen Seim tagsüber ble Straße war, weil eine Angehörigen auswärts arbeiteten und das Haus verschlossen, hatte in bedentlicher Weise die schiefe Bahn des überwimmeledhens. Lasters beschritten und mar s Jchweren bar Marechtung des fiebenter( Gat ans der Hand der Blaire. Er prifte ben Inhalt und wunderte fich Ein Sch Der Kaufmann hatte feinen Schaden alsbalb bemerkt und ungefäumt Anzeige gemacht. Er fonnte zwar über den Dieb nichts aussagen, wußte aber die ent wendete Summe, und daß darunter ein Taler war, der in einer Westentasche bei einer schweren Arbeit gewefen fein mußte, weil er von Schweiß ganz gefchwärzt war. Der Schwarze fand sich in dem Beutelchen vor und auch die Summe stimmte und so war es gewißa Die Polizei wußte ichon von der Sache. batte vielleicht das Geld für sich behalten und fein Gewiffen mit der Einrede beichwichtigt, der Seilige habe ihm ein 3ehrgeld reichen wollen. Der Handwerksburiche aber war ein ehrlicher Wenich, ahnte auch gleich den richtigen Zusammenhang, trug das Geld auf die Polizei nicht wenig, daß soviel Geld in dem Eädchen war. und jagte, wo er es gefunden habe. unden hatte WOL NWK Auf Wunsch BezugsquellenMachipeis durch Überall echältlich zum Sticken u Häkeln gateste Sephiawolle Die Taube bürgt für Güte. Taubenwolle Taunusstr.13/ Tel.Römer 1175 Kontor Frankfurt a. M 2 Kammgarnspinnerel Norddeutsche Wollkammerel 3. 48. genjoven werben foffte, fonnte man ihn froh der Kerbe des fract meijt: rs nimmer finden. Es hat aljo in Karlsstadt jemand Aussicht, noch einmal recht reich zu werden. St. Nepomuk als Dieb. Auf der Aschaffenburger Mainbrüde steht ein Steinbild des Prager Brüdenheiligen Et. Nepomut. Das ist viele Jahre lang unbejchol ten geweien und hat mit mildem Blid auf die vielen forgen beladenen Menschenfinder herabgeschaut, die vor seinen Füßen vorfiberwimmelten. Eines Tages aber tam es in den Verdacht eines schweren Verbrechens. Ein Junge aus der Fischergasse, dessen Seim tagsüber die Straße war, weil seine Angehörigen auswärts arbeiteten und das Haus verschlossen, hatte in bebentlicher Weise die schiefe Bahn des Lasters beschritten und war in der Berachtung des siebenten Gebotes fdjon ziemlich weit gefommen. An einem Morgen entriß er einem Schulmädchen das Beutelchen, in dem es sein Besperbrot verwahrt hatte und lief mit dem Raube davon. In einem verschwiegenen Winkel verzehrte er das Brot, und da er in der Ede des fleinen Beuteldhens auch eine fleine Münze fand, lief er sogleich zu einem Kaufladen, um sich etwas zu faufen. Das Beutelchen aber stedte er in die Hosentasche. ans der Hand der Bigue. Er prifte ben Inhalt und wunderte nich nicht wenig, daß soviel Geld in dem Eädchen war. Ein Sch.. hätte vielleicht das Geld für sich behalten und sein Gewissen mit der Einrede beschwichtigt, der Heilige habe ihm ein 3ehrgeld reichen wollen. Der Handwerksburiche aber war ein ehrlicher Menich, ahnte auch gleich den richtigen Zusammenhang, trug das Geld auf die Polizei und jagte, wo er es gefunden habe. Die Polizei wußte ichon von der Sache. Der Kaufmann hatte feinen Schaden alsbald bemerkt und ungefäumt Anzeige gemacht. Er fonnte zwar über den Dieb nichts ausjagen, wußte aber die ent wendete Gumme, und daß darunter ein Taler war, der in einer Westentasche bei einer schweren Arbeit gewesen sein mußte, weil er Don Schweiß ganz gefchwärzt war. Der Echwarze fand sich in dem Beutelchen vor und auch die Eumme stimmte und so war es gewiß daß der Handwerksbursche das Geld gefunden hatte, das dem Rauj mann gestohlen worden war. Nun forichte die Polizei nach der Eva, deren Name auf dem Beutelchen stand, und auch diese war bald gefunden, weil das be raubte Mädchen auch seinerseits in der Echule den Ueberfall ange zeigt hatte. Der Fischergässer Junge war einmal auf einer Det wegenen Flucht von einem Holztaufen gestürzt und hatte sich eine tiefe Edramme in die Stirn geschlagen. Diese Echramme hatte das Er fand die Tür des Raufladens offen und trat ein. 3m Mädchen wohl bemerkt und sie war auch der Polizei nicht unbekannt Laben war niemand zu sehen, weshalb sich in dem Jungen auch sogleich der Gauner regte. Er tat einen Griff in die Ladenlasse und verschwand wis ber. Hinter einem Holzhaufen besichtigte er das Geld, widelte es dann in bas Beutelchen des Schulmädchens und verbarg das frembe Gut wieder in der Taiche. Dieses Verstedt schien ihm aber nicht Sidher genug. Er war schon bfter ausvifitiert worden und traute deshalb dem Landfrieden nicht. Er ließ seine Gedanken umb Blide suchen gehen, fing dann plöglich an zu laufen, eilte auf die Main brücke, stieg zu St. Nepomut empor und legte ihm das Beutelchen in die offene Hand. Abends, wenn seine Angehöri gen zu Hause wären, wollte er wieder Mainfabra. holen und daheim versteden. Er fam auch am Abend wieder, fand aber zu seinem Erstaunen die Hand des Heiligen leer. 3n feiner Ueberraschung entfuhr ihm die frevelhafte Antinge: Eo bu filebijt auch!" 3ornig gab er dem Bilde einen Stoß, sprang zu Boden und eilte davon. Die Sache war aber natürlich zugegangen. Ein Hondwerks. buriche war am frühen Nachmittage über die Brüde gekommen und hatte sich ermüdet am Fuße der Bildfäule niedergelaffen. Er blinzelte Don ungefähr einmal an Et. Nepomuk hinauf und da war es ihm, als ob aus der Hand des Heiligen etwas herausrage, was nicht zu dent Bilde gehörte. Weil er einer von den Leuten war, die nicht gern Zweifel mit sich herumtragen und lieber den Dingen led auf Den Grund geben, flieg er binauf und nahm das bekannte Beutelchen Frankaland, ich muß dirsch fog: C. was wöricht du schöä, Wenn der Harbst mit Farm') und Licht roftelat do der Höäb: Wenn vor lauter Farm und Licht alles när fou tropft und die Eunn vor lauter Fräb auf'n Mee) cumbopft. ( Aus Mel Frankn. Gebiete in fränt *) Farben,*) Main.) Beben.) Wenieße. Rudolf iefti und nun saß der Dieb bald in einem strengea Kreuzverhör, in dem er nach einigem Leugnen jeine Tat eingestand. Wie jolche Geschichten ausgeben, ist bekannt, weshalb icon hier der Bunft gesetzt wer den fann. Der aufmeri same Leser wird selbst be merft haben, daß sich aus diesen Begebenheiten mandymal effeben läkt, insbesondere, daß auch der Unschuldigste durch einen Epizzbuben in schweren Verdacht gebracht werden fann. Die armen Einder von Sulzfeld. TH Nach einem Bauern aufruhr erging über die rebellijchen Bauern, welche gefangen waren, ein furcht bares Strafgericht fast in allen bennebergischen Cr ten. Viele wurden Dreißigader oder zu Masfeld hingerichtet. Jm Dorf Eulzfeld blieb n von der gesamten Bauernschaft nur zwei Männer am Leben. Als dicie beiden zur Richtstatt geführt wurden, sah man den einen weinen und den andern lachen. Beide waren Ziegelbrenner und da man den Wei nenden nach der Ursache fragte, weshalb er weine, so jagte er:„ Nicht um meinen Tod weine ich, sondern um der Gebäude der hohen Herrichaft, die ich allezeit mit dauerhaften und guten Ziegeln ver fehen habe. Reiner wird sie wieder so gut versorgen. wurde ihm das Leben geschenkt und nun befragte man den andern, der ein fleiner, dider Mann war, was er denn lache? Der ant wortete fedlich: Es lächelt mich, daß mir soll der Ropf obgeschlen werden; wo foll ich denn hernach meinen Hut hinsehen?"- Und mit diesen Bossen hatte auch er Gnade erlangt. Frank'n. D. was it des för a Fräd, for a lufti's Laam³), wenn die Depfl aid war'n brauß'n ve der Bam Wenn die neua Schöpp bäh in die Köpf nelfteing und vo lauter Llab und Fräd foaga Liader geing - O, i ho mei Land sou garn: Traubt, Gunn und Farm, Wengert, Mee und Tal und 5bab: bo euch garn gun Slarm! Kilolaus Jep D. was it des för a Fråd, wenn die Wellas) hummt und die Baßgeig abeds laut för die Mädi brummt; Mundart, Philippus Berlag, Lohr a WJ Darauf Jahrg. 1921 Qummer 1 Die deutsche Glocke Durch ihren Mund von deutschem Land und Volke tut sie kund! Eltern- und Schüler- Zeitung Druck und Verlag von Albin Klein& So., Sießen, Sudanlage 21. Deuffchland, ich muß dich lieben; die weißen Vögel llieben vom Meer ins graue Land, Was hab ich dich verlloßen. Ein Dag von wilden Rosen ill rol um dich entbrannl. Deutsche Heimat. Die Füße muß ich spreifen, ich frag in Dänden beiden ein Herz voll Not und Weh; die spitzen Dornen flechen; wo find die blauen Flächen von Alb und Bodensee? ( Hatter Ged". Deutsche Beringsanftall Saligast w. Veelin 1917.) Deutschland!... Ein Geleitwort von Hans Reyhing. Deufchland, du hofdfeliger Name! Ein Ton des Echmerzes zitteri in mir nach, wenn ich dich ausipreche, und ein Alp quält mich, wenn du mir in nächt. lichen Träumen durch die Eccle ziekst. Deutschland, wie wun. derbar und groß warst du mir, so frisch und jchon wie der lachende Frühling, so weit und hoch und glüdjelig wie der blaue unendliche Him mel am Sonntagmorgen, wenn die Kirchengloden. lieder von den Türmen durch die Heimat reisen! Wie der junge, helle, Strahlende Morgen, der erig dauern müßte, der wohl in den Glanz und Edhimmer eines immer. währenden Mittags, nie, nie aber in den Schatten des sterbenden Abends eintauchen fönnte standest du da, als dein Bild groß vor mir auf. Bing. Deutschland! 10 Mit einem Kinderlied auj den Lippen und Der deutfche Danderer. aus Wiärchenjeligkeit im Herzen ging ich den ersten Weg zur Edule, und unter den einfachen Wortflängen von Dach und Docht, Damm und Dobel ichlug wie weiten Fernen aber holdjelig wie ein Ton vom Himmel der Name Deutic land an mein Ohr. Der Lehrer hatte auf einmal andere Augen und ein ganz anderes Gesicht, wenn er diejen Namen fagte, und der Pater, der zwei Jahre als einfacher Soldat in Straßburg gedient, brachte es nur mit scheuer Achtung über die Zunge. Deutschland! Als ich dann aus den engen Dorfgaflen hinausfam und trunken von dem Duft und Glanz der engeren Heimat, voll vom Klang und Slekt ich in fremdem Schwarme, Deutschland reck die Arme, nimm mich an deine Brull. Daß ich die Wurzeln habe in meines Vaters Grabe, das hab ich nicht gewonẞl. Suwig Finckh. Ton feiner Laute und Lieder blnauschaufe über bie Grenzen diefer Heimat, wudhjen mir deine Berge entgegen, Deniidhland, rauidien Deutschland! mir beine Ströme, unb in unendlichem Glang gebreitet lagen bein Gaue vor mir ba. An tausend Bildern beiner Echönheit und Größe nährte fich mein Geist, und an tauiend Liedern und Rlängen beiner cele labte fich das Herz. Und wenn ich mit den ieligen Engeln an der Jakobs. leiter hätte zum Himmel steigen dürfen, nur dich hätte ich gefehen, hätte bein Bilb getrunken, bis mir die Augen überge gangen wären. 3ch batte ... is gegen die andern und gegen das andere, bas nidit Deutschland hieß, so voll war ich von bir, und io war ich ganz bei bir. Du warst mein Herzichlag und meine Wenne, Dentichland, und mein junges Blut floß bir zu Lob und Preis fröh lich durch die Abern. Und in jenen Echidialstagen 1914 fühlte ich glüdielig ben HerzSchlag von Willionen und aber Millionen mit meinem Herzichlag geben. Echweigt mir beim Gedanken daran, wie man es bamals oder vorher oder nachher hätte anders oder beffer machen follen. Schweiget und verweilet bei jenem heiligen Anblid, der unfer aller Herzen unter Zittern und Beben zusammengab und uns in wellenweiten Bendel chlägen von den bunten Gründen der Furcht zu den freundlichen Gestaben der Hoffnung trug. Berweilet babei! Dieies 3ern und Beben war da, und es war groß und ichön. Und das, um deffentwillen wir gezittert und gebebt, es muß etwas 5 n) tätter äftshause Sie n. heute megen Prospekt u. Ratalon Angebot.) Schreiben Artikels.( Durchaus lohnend reelles Spielend leicht 8. ver Lauf. Weihnachts. Bertrieb eines erwerben burth ben freis leicht und ficher m.arök Belaunten Lann fich febermann Nebeneinnahmen m Wer Flieger werden will schreibe um Rat und Sport- oder Verkehrsllieger, u. 85000 Mt. Barver Berlin C. 25. mögen w.fol.Gattena. 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Kilbinger. euerungen! erWagen US- LIM M39 MODELL 1928 un фои a e 160126 qun 10 aguay uozun uo agnoEu! v u pa плаши дип non un bon que es un peu As a resu видні мо fein, etwas, das im Tiefften unseres Herzens wohnt; etwas, das icuer- wert ist. Deutschland!... Wo bist du heute? Und was bist du heute? Draußen herum Schmähen sie dich mit falschen Zungen. Sie rufen dich mit einem Ramen, der gar nicht dein Name ist, und sie füllen alle Welt mit diesem falschen Getön, daß in ihm untergehen solle der holdselige Klang, den wir in unserer letzten Stunde noch liebend aussprechen möchten, der holde Name Deutschland. Und deine Kinder selbst verlernen den natürlichen, herzgeborenen Mutterton Deutschland. Sie radebrechen und stammeln in Ent täuschung und Schmerz, in Haft und Uebereifer, in Sorge und Liebe, Verwirrung und Uebertreibung an deinem alten, ehrlichen Namen herum und finden ihn doch nicht. In ihrem Herzen erblüht nicht bein wahres und schönes Bild, und ihre Seelen finden die Melodie nicht, die deinen Namen mit deinem Wesen trägt. Sie suchen und Fuchen und finden dich nicht. Es fehlt ihnen die Ruhe und Stille, der gute Wille und die Liebe. Und sie gehen nicht die rechten Wege. Jeder will den Weg gehen, den er angelegt hat, und jeder will mit der Brille suchen, die er nun einmal auf seiner Nase trägt. Du lieber deutscher Bruder, du liebe deutsche Schwester, lege deine Brille ab und blicke mit Augen um dich, die dir der Herrgott ins Gesicht gepflanzt hat und darin allein er einen Strahl seiner Liebe und Güte als Spiegelbild zurüderhält. Blide alles an, wie es der Herrgott uns in die Heimat hineingestellt hat, wie es unsere Vorfahren mit fleißigen Händen und ehrlichem Willen gestaltet baben, wie alles eben geworden und gewachsen ist in unserer Luft und in unserer Sonne, unter dem Schlaghammer der Geschichte und Durch die rätselhaften Triebe und Kräfte, wie sie gerade in unserem Bolf leben. Gehet also mit mir die Wege, auf denen die Heimat, auf denen Deutschland immerdar feinen Rindern entgegengekommen ist. Laß dich an der Hand nehmen und wandere mit mir die Täler hinauf, dem blinkenden, rauschenden Bach entlang, dahin, wo die Quellen raunen und das Geheimnis des Lebens hüten. Steige mit mir auf die Berge, wo dich Gottes Sonne unter blauem Himmel füßt. Wandere mit mir durch die schweigenden Wälder, wo deine gesam melte Seele den Mären und Sagen fich auftut, die in efeu umrankten Burgen und Ruinen ihren Schauplatz aufschlagen. Gehe achtsam mit mir durch die alten Städte, wo jahrtausendaltes Leben hoheitsvoll dich anspricht. Besuche mit verstehendem Sinn und ganzer Liebe die neuen Stätten der Arbeit und lerne sie mit mir Iniu 13« Внэса не фои нафинасии на фони Qun a qus qun q1026 uoa Bunplu e tu as a b c InD 23 the app a ty ng gun pдo as a fuvB begreifen. Gehe mit mir aud) Hebevollen Herzens und verstehenden Blides den Gedanken nach, wie menschliche Arbeit die Menschen formen mußte, dieje anders als jene, heute nicht wie ehemals. Nicht nur auf dem nebelbrodelnden Broden und in starten Banne freis gewaltiger Bergriejen, nicht nur am Ufer träumender Seen und in der Feierschönheit abendstiller Täler, nicht nur in altehr würdigen Städten und in heiligen Domen ist unsere Heimat, sondern auch dort, wo deutscher Geist aus großen Büchern zum deutschen Herzen spricht und sein Tatensturm uns anweht, da, wo die Scholle dampft und der Hammer dröhnt, da, wo Eisenbahnen sausen und Schornsteine rauchen. Ueberall ist die Heimat, ist deutsche Heimat, wo deutsche Arbeit und deutsches Denken, deutsches Träumen und deutsches Dichten ihre Spuren hinterlassen, wo das deutsche Blut und die deutsche Faust ihre besondere Schrift geschrieben haben. Wem die Sagen der Wartburg die Seele füllen, die edlen Stifter gestalten des Naumburger Domes das Herz flopfen machen und wer dabei den Schornsteinwald der Ruhr versteht, der hat Deutschland, der hat seine deutsche Heimat. Also, komm und laß bich führen. Nicht überall hin auf einmal fann ich dich führen. Am liebsten möchtest du wohl dahin, wo dia noch nicht oft oder noch gar nie gewesen bist, fomm heute einmal ins, Maintal und Mainland zu einem furzen Streifzug. In den bedeuten den Städten des Tales werden wir später besondere Einkehr halten. überall hörst du den Herzschlag Wohin es auch sei der Heimat. Was weiß denn der Mann an der Wasserfante von dem Menschen im Thüringerwald, auf der Alb, im bane rischen Hochgebirge, der Pommer von Bayern, der Ostpreuße vom Schwaben und umgekehrt? In unseren Blättern Die Deutsche Glode sollen sie voneinander erfahren. Dinge follen erzählt und dargestellt werden, an denen wir alle mit dem Herzen hängen und die unses Sinnen und Denken liebend umfaßt. Das tote Kartenbild Deutsche lands soll lebendige, blutvolle Farben bekommen, Lieder sollen er flingen, die Heimatlaute aller Gaue sollen anschlagen, Mären und Sagen sollen geheimnisvoll raunen, die Städte und Dörfer sollen vor uns erstehen, die Ströme rauschen und die Berge ragen. Ein Reliefbild Deutschlands soll entstehen, das im warmen Sonnenschein liebevoller Betrachtung steht und das herzgeborene Bekenntnis schafftz Deutschland, ich muß dich lieben! Lieber deutscher Bruder, liebe deutsche Schwester, fomm mit! Lied fahrender Schüler. Wohlouf, die Luft geht frisch und rein, Wer lange fitt, muß rosten; Den allersonnigsten Sonnenschein Läßt uns der Himmel fosten. Jetzt reidyt mir Stab und Ordenskleid Der fahrenden Scholaren, 3ch will zu guter Sommerszeit, Jus Land der Franken fahren! Der Warb steht grün, die Jagd geht gut, Schwer ist das Rorn geraten; Sie fömmen auf des Waines Flut Die Schiffe faum verladen. Bald hebt sich auch das Herbslen an, Di. Refter harrt des Weines; Der Winzer Schutzherr Kilian Beschert uns etwas eines. Wallfahrer ziehen durch das Tal Dit liegenden Standarten, Sell grüßt ihr doppelter Choral Den weiten Gottesgarten. Wie gerne wär' ich mitgewallt, Ihr Pfarrer wollt mich nicht haben! So muß ich feitwärts durch den Wald Als räubig Schäflein traben. Zum heilgen Veit von Staffelstein Komm ich emporgestiegen Und seh' die Lande um den Main Zu meinen Füßen Regen: Bon Bamberg bis zum Grabfeldgau Umrahmen Berg und Hügel Die breite stromdurchglänzte Au Jah wollt, mir wüchsen Flügel! Die Mainbrücke. Von Ludwig Findh. Zwischen Nord- und Süddeutschland bestehen außerordentliche Verschiedenheiten. Sie sind nicht nur in der Landschaft begründet, die auch ihren Menschen formt: in Süddeutschland Hochgebirge und Gebirge, in Norddeutschland Heruntersteigen zur Heide, zum Meer. Schon Tacitus, der Menschenkenner, unterschied in der„ Germania" im Jahr 98 nach Christus eine große Zahl scharf von einander getrennter Germanenstämme, und wenn wir aud) alle die gleidhe deutsche Schrift schreiben und hochdeutsch sprechen, die Mundarten find so verschieden wie Tag und Nacht. Stellet einen Allemannen aus dem Markgräflerland nach Mecklenburg hinein oder einen Pom anern ins Schwabenland, wo die Alb am„ haichsta" ist, sie werden Hange den Weg zu einander nicht finden. Man sagt dem NordDeutschen fühlabwägenden Verstand nach, dem Süddeutschen Gefühl and Gemilt. Aber es müssen schon früh Vermischungen, Verschmel um ein Einzelzungen, Ortsveränderungen vorgekommen sein, Einsiedelmann ist nicht zu Haus, Dieweil es Zeit zu mähen, Ich seh ihn an der Halde drauß Bei einer Schnitt'rin stehen. Berfahrner Schüler Stoßgebet Heißt: Herr, gib uns zu trinken! Doch wer bei schöner Schnittrin steht, Demi mag man lange winken. Einsiedel, das war mißgetan, Daß du dich hubst von hinnen! Es liegt, ich seh's dem Keller an, Ein guter Jahrgang drinnen. Soiho! die Pforten bredh' ich ein Und trinke, was ich finde Du heilger Veit von Staffelstein, Berzeih mir Durst und Sünde. Josef Viktor von Scheffel beispiel zu geben, die„ preußischen" Hohenzollern, die aus dem Schwabenland stammen, der Schwabe" Graf Zeppelin, der aus dem Norden stammt. Und was die Gemütsseite anbetrifft, so können sich die plattdeutschen Dichter Klaus Groth und Fritz Reuter mit jedem Süddeutschen messen. Die Gegensätze sind auch schon einmal politisch aufeinander. geprallt, und da ist in der oberen Hälfte von Deutschland ein Quer fluß, der die Aufgabe hatte, Norddeutschland von Süddeutschland zu scheiden. Der Main, an dem das schöne Frankfurt liegt, und Mainz, und Aschaffenburg, und Bamberg, er sollte der Trennungsstrich sein zwischen zwei deutschen Reichen. Die Mainlinie hat auch in den letzten Jahren wieder in der Politik der Franzosen gespult, und sie wird immer wieder auftauchen, wo es sich darum handelt, Zwic tracht zu säen zwischen den Deutschen. Dem soll ein Riegel vorgeschoben sein. Flüsse trenner night, un 09 - we w we can be a new A e din se te & Spa o un peque a job mag - - qu whi nvG alfeits in das Gebüsch, um hier bei fraurigem Nachfinnen über feine Lage das färglihe Mittagsbrot zu verzehren. Da stand plötz Sich die schöne Frau por er wußte gar nicht wir's geschah thm und fragte: Warum bist Du so traurig?" Ach," erwiderte ber Anne, ich muß wohl betrübt sein, Fraz und Kinder hab ich frant zu Hause, aber von meinem spärlichen Lohne fann ich nicht Doktor und Apotheke bezahlen und weiß mir darum nicht vor Sorge zu raten und zu helfen." Da büdte sich die schöne Frau und pflüdte eine Handvoll Rehlinge( eßbare Schwämine), die da wuchsen, sob sie dem Manne in die Taschen seines Wamies, das neben ihm lag, und sprach: Heute abend, wenn Du nach Hause tommst, siehe nach, was ich Dir gegeben, aber nicht früher." Der Mann tat, wie ihm geheißen worden und fand abends in seinem Wamse statt der gelben Rehlinge hellblinkende Goldstücke. Der bedrängte Bauer. Bor alten Zelten famen einmal die Franzosen ins Land und plünderten alles aus. Dieses geschah auch in Altfeld. Hier befand fich ein Bauer, der gerade eine große Summe Geldes, die er jemanden schuldete, mit Mühe und Fleiß zusammenbrachte, um sie nächster Lage seinem Gläubiger heimzuzahlen. Allein die Fran sojen fanden das Geld und nahmen es ihm, troh Bitten und Flehen, vor seinen Augen weg. Voll Verzweiflung darüber rannte der Bauer hinaus aufs Feld, trieb, ohne einen Bissen zu sich zu nehmen, Tag und Nacht da und dort herum und beschloß endlich, im Maine seinem Leben ein Ende zu machen, weil er feine Mög. lichkeit vor sich sah, wie er seinem Gläubiger Wort halten könne. Als er mit diesem Gedanken bei der Neuenburg den Berg hinab Stieg, stand auf einmal die schöne Frau vor ihm. Wohin so schnell?" fragte sie ihn. Der Bauer erzählte offenherzig, welcher Kummer ihm auf dem Herzen lag. Da jagte die schöne Frau: „ Geh' heim, das Geld liegt wieder an seinem Platz!" Der Mann fat, wie ihm geheißen worden und fand sein Geld richtig bis auf den letzten Pfennig wieder. Die brei Handwerksburschen. Die merkwürdigste Geschichte aber, die man von der schönen Frau weiß, ist folgende: Drei Handwerksburschen famen einmal Bur Mittagszeit nach Triefenstein, aßen da Suppe und Brot, die sie nad) alter Sitte im Kloster erhielten, und wanderten dann wohlge ht weiter. Als sie oberhalb des Berges gen Altfeld hingingen, tamen sie an die Stelle, wo man durchs Gehölz die Trümmer der Neuenburg sehen konnte. Neugierig gingen sie hinab und beschauten das alte, moosige Gemauer, das die Klosterherren später völlig niederreißen ließen, um die Bausteine bei Vergrößerung ihres Klosters zu benützen. Da stand auf einmal die schöne Frau in aller ihrer Bracht und Herrlichkeit vor ihnen und lächelte sie an. Die drei Gesellen gerieten über die plötzliche Erscheinung ganz in Be tzung, zogen verdutzt ihre Hüte ab und murmelten in ihres Herzens Berlegenheit den alten Stromerspruch: Wir sind unser zwanzig, Reifen von Mainz nach Danzig; Ach seid doch so gut Und schmeißt uns was in den Hut! Da brady e schöne Frau von dem Fichtenstrauche, neben dem sie sto, drei Zweige ab, legte jedem einen in den Hut und sprach: ebet diese Zweige gut auf, es sind Eure Glückszweige!" Kaum waren die Worte gesprochen, als die Erscheinung aud) verschwunden n a sub on web de snoqioz soq e un en we went to snopy ugos me me te te se te te be a 1901ß qui est u in war. Da machten Jich die Gefellen ellends aus den Trumer fort und hielten im Laufen erst inne, als sie eine beträchtliche Streda davon waren.„ Hört," sagte der eine, das muß eine Here gewesen sein; ich will nichts mit dem Zweige zu tun haben!" und warf ihn verächtlich weg. Ebenso tat der zweite. Der dritte aber sagte:" Für eine Here war die Frau zu schön. 3hr zu Ehren will ich den Zweig tragen!" Damit stedte er ihn auf den Sut, unt die Gesellen zogen ihres Weges weiter gegen Altfeld. Hier beschlossen sie zu fechten und gelegentlich um Herberge zu bitten. Allein der erste Bauer, den sie um eine Gabe ansprachen, fuhr sie derb an: Was, 3hr wollt etwas von mir, die Ihr dod weit reicher seid, als ich? Trägt nicht dieser von Euch da einen goldenen Zweig auf dem Hut, der viele Tausende wert ist?" Da schauten die zwei Handwerksburschen, die ihre Zweige wego Wun geworfen hatten, nach dem Hute ihres Kameraden, und ber! der Zweig darauf war eitel Gol und die Anolpen an der Spitze desselben funfelten wie rote Edelsteine. Der Jüngling, dem dies Glüd zuteil geworden, jauchzte laut auf. Bergnügt nahm er den Zweig von seinem Hute und stedte ihn sorgfältig zu sich. Dann ellte er erfreut nach Hause, um sich mit seinem Reichtum häuslich niederzulassen. Die beiden andern aber machten augenblidlich felrtum, und rannten wie besessen der Stelle zu, wo sie die Gabe der Schönen Frau weggeworfen hatten. Aber alles Suchen darnach war vergebens. Es famen zwar, als die Nachricht von der Begebenheit sich verbreitete, Leute von nah und fern herbei, die ihnen im Suchen halfen; umsonst wurde jeder Strauch, jebe Scholle umher untersucht. Die Glüdszweige waren und blieben unsichtbar. Da redeten die Leute endlich den Handwerksburschen zu, ihren Weg weiter zu betfolgen und nicht die schöne Zeit zu vergeuden. Die erwiderten aber: " Wir müssen unsere Glüdszweige haben, es mag Euch oder Gott lieb oder leid sein, und wenn wir bis zum jüngsten Tag darnach suchen müßten!" Und weil sie sich mit diesen Worten verfündigten, so geschah es auch fo. Sie fanden feine Ruh' im Grabe und noch heute sieht man sie manchmal bei Mondschein am Berge bei der Reuenburg umherwandeln.( Aus„ Herrlein, Sagen des Spessarts.) Noch ein Wort von der Frau Holle, eine Anmerkung. Was ist doch das für eine wundersame Sache in den Sagen, die vorausgegangen. Tritt da aus dem Wald die schöne weiße Frau, den Augen eine Weide und den Herzen eine Wonne, und wenn sie ihre Hand auftut, fällt das Glüd heraus. Eine wohltätige, freundliche Gestalt ist sie, die sich hier das Sinnen und Denken des Volkes erträumt hat in der Sage. - Woher stammt sie denn, die traute Gestalt? Da und dort pufen Gestalten, die den Menschen weniger freundlich gesinnt sein sollen. An ihr aber ist nichts Böses und nichts Falsches, nur Gutes und Holdes. Durch manche Sagen nun gehen die Schatten der göttlichen Wesen, die unsere Borjahren verehrten. Dem Lichte des Christentums haben sie weichen müssen, hinein in die Tiefen der Aber was ehemals gut Berge und die Dunkelheit der Wälder. war im Denken und Glauben der Menschen, ist es heute noch in der überlieferten Vorstellungswelt der Sage, und die Lichtgestalten haben ihr Licht behalten, und es leuchtet in der Sage durch Jahrtausende. Sollte nicht diese weiße Frau der Schatten der Freia sein, unserer Vorjahren Göttin des häuslichen Herdes? Gerade im Maintal wie überhaupt im ganzen Frankenland lebt in der Sage noch diese freundliche Gestalt, und da und dort erzählt man Sagen von der Frau Holle. Sie soll uns in diesen Blättern bald wieder einmal erscheinen. Lustige Geschichten aus dem Maintal. Die Schildbürger von Karlstadt. Es ist manchem andern auch schon widerfahren, daß er eine Enche, die ihm etwas wert war, vor diebischen Fingern versteckte und dann selbst nicht mehr gefunden hat. Also brauchte man tein Aufhebens davon zu machen, daß dieses Mißgeschid auch den KarlStädtern begegnet ist. Und doch wird es immer wieder erzählt, daß Sie ihren reichen Stadtschatz den Schweden nicht gönnten und ihn Deshalb an einem sicheren Ort zu versteden bemüht waren. Allerlei Plätze wurden vorgeschlagen, aber es war feiner dabei, der volle Gewähr bot, daß er von den findigen Feinden nicht würde auf gespürt werden. Endlich sagte ein verständiger Bürger: Wofür läuft der Main an Karlstadt vorbei? Versenkt den Schatz im Wasser, ba werden ihn die Schweden nicht suchen und auch nicht finden!" Rein besserer Vorschlag war gehört worden und niemund wußte etwas Ernsthafteres dagegen vorzubringen. Also wurde der Schatz us dem Rathaus geholt und an den Main getragen. Ist das Wasser schon sicher, so ist die Mitte des Wassers am sichersten!* meinte der Stadtfämmerer und jedermann hieß seine Rede flug und weise. Also hob man den Schatz in einen Scheich und fuhr mit ihm in die Mitte des Maines. Als sich der Bürgermeister dort anjchickte, den schweren Raften zu versenken, rief ängstlich ein Rats. herr:" Woran aber werden wir den Plaz wieder erkennen, wenn die schwere Zeit vorbei ist?" Der Bürgermeister hielt inne, befann sich einen Augenblid und ließ dann den Stadtschatz in den Fluten des Maines verschwinden. Hernach 30g er ein Messer aus der Tasche, machte einen Einschnitt in den Rand des Kahnes und sagte: Bei dieser Kerbe haben wir ihn virsenkt." Alle Bürger bewunderten die Alugheit ihres Oberhauptes und freuten sich, daß ihr Cladtschatz den Schweden aus den Zähnen geräumt war Später wurde die Geschichte freilich umjo verdrießlicher. Denn ols die Schweden abgezogen waren und der Schatz wieler տասկաում ա դա ա Be a fun e w w wa wa a te pa w we can be an ad fe pa te te - be a pu p w in the sun was a мания we be a te fun in my en a page w we can do we me te e se in the hopes qun quog sum najubig ng тошиә иәших износ изно 10% a few qun mo' one maq q'quv we we had the the ad we w maqal que o 8 bag m un 10 pu pi aqui qun uapny gun uapn| 25 1бр иши нашого нәти qun q sauglp! que se pogu un bunun bu quo un bon qun loc in un bunlpings и ишип ил ad un и навоб дәрәт сәбәт 311 из н μας την 200 a be a un up new we we w pal de me a mesma e " SILD Banesa 10 01 pung " p" -Bajd quo pa 200 e Be a " ¿ of ng 119 дип ( PIF ne a b c d b c que apo nd pa poи ujuv s que pods on the me me сәнәәвләрип ша нәр шә bung up pe p a ng hig svar quit 19° Thoma Bu 600 und fagte:„ Nun, da seid Jhr ja, Schulmeister, und Euer Johannes lein auch, den der Wolf hat würgen wollen; ja, ja, jo hat's tommen müssen; wehe, meine Schmerzen sind groß!" 3ch ermahnte ihn, an sein Ende zu gedenken, nun sei's rechter Ernst zu beten:„ Herr Jesu, dir leb' ich, Herr Jesu dir sterb' ich!" worauf er noch nidte, als wollte er„ Amen" sagen, und dann einen langen Seufzer tat, mit dem seine Seele vom Leibe sich schieb. Unter der Zeit waren mehrere Nachbarn herangetreten, und wir hoben ben Leichnam auf unsere Schultern und trugen ihn hinauf auf das Torhaus. Mein Söhnlein erzählte, er habe aus dem Weinberghäuslein beim Sinzugehen ein leises Wimmern gehört, und wie er an die Lür gefommen und hineingeschaut, habe Hans Mündlein und sein Sohn Alaus auf dem Boden gelegen. Der Klaus habe einen Stich in der Brust gehabt, sei voll Blut gewesen und habe fein Lebens. geichen mehr von sich gegeben, sein Vater aber sei mit dem Pferde gurt gebunden gewesen, habe auch geblutet und geächst. Neben dem Feuer hätten zwei rote Kroaten gefauert und die Suppe aus. gegessen, die die Weinsbergshüter sich gemacht. Wie sie ihn erblidt, feien fie aufgesprungen, hätten ihn verfolgt und geschossen. Auf beu Schuß wäre aus der Schlucht, welche unter dem Weg nach Binbelbadh liegt, ein Reitertrupp hervorgekommen, fei den Kirchhof weg heraufgesprengt und ihm nachgeeilt. Da er aber einen guten Bor Sprung gehabt, sei er noch vor ihnen ins Tor gelommen, wo der Beit schon auf ihn gewartet. Ich führte ihn schnell nach Hause, fand aber niemand daheim als meine zwei Töchter und mein Weib, die von allem noch nichts wußte, aber in großen Neng ften war, weil sie mich in jolcher Eile hatte die Treppe herunter. stürzen und nachher hatte die Soldaten vorbeijagen sehen, Balentin war nicht daheim, sondern eben ausgegangen; er wollte sehen, hatte er gesagt, was das fremde Volf im Ort zu tun habe. Ich schärfte ihnen ein, das Haus zu schließen und nicht zu verlassen, meldete im Vorbeigehen dem Weibe meines Nachbars Mündlein das geschehene Unglüd und eilte bann spornstreichs dem Haufen nach zum gräflichen Schloffe. ber Frankenland. Auf der Straße vor dem Schloß, In dem sich auch die Amtskellerei befindet, hatte sich wohl derweilen die ganze Bürgerschaft versammelt und chaute erschreckt dem Unfug zu, den fich das Kriegsvolf zu treiben unterfing. Mufgebrochene Risten und zerschlagene Häffer lagen im Hof umher, welche die Solbaten hatten herunterschaffen lassen. Während die einen in ber Amtsfellerei waren, die Schlösser zersprengten und jeden Winkel durchstöberten, standen die andern mit bloßem Degen im Hof, tranfen Wein aus ihren Sturmhauben und ließen dann die Fässer in den Hof auslaufen oder banden die geraubten Sachen in Bündel, und dabei fluchten und zanften fte so gotteslästerlich durcheinander, daß der schöne Schloßhof, in dem man sonst nur die Knaben und Mädchen singen und jauchzen hörte, wenn sie unter den großen Linden in den Sommer abenden ihr Spiel trieben, in einen wahren Höllenpjuhl verwandelt zu sein schien. Ich fragte eben meinen Nachbar Gebhart, was das bedeute und wo das alles hinauswolle, als der Hauptmann Bara. belfer und einige feiner Spießgefellen den Amtsfeller aus dem Hause in den Hof zerrten und dabei jämmerlich mit Fußtritten und Relbenstößen trafierten. Wo ist das Geld? schrien sie durch einander; Wo susb die tausend Taler, die Ihr gestern von Würz burg heimgebracht? Her damit, Ihr alter Leuteschinder, oder, wenn 3hr noch länger Ausflüchte macht, wollen wir Riemen aus Eurer Saut schneiden!" Der Amtsfeller bat um Barmherzigkeit; sie möchten's ihm zugut halten, daß er seine Pflicht tue, das Gelb sei nicht sein, sondern der Herrschaft, das er nimmer und nimmer hergeben dürfe. Der Hauptmann warf ihn aber zu Boden, kniete ihm auf die Brust, zerrte ihm die Halskrause auseinander, und indem er ihm den Degen auf die Rehle setzte, schrie er mit erschred. licher Stimme: Noch ein Baterunjer lang geb' ich Euch Zeit, wollt 3hr dann noch nicht bekennen, fahrt Euch mein Degen in den Hals, sowahr ich Nikol Baradeiser heiße!" Jedermann sah, daß es ernst war; denn an Erbarmen war bei dem Menschen nicht zu denken. Unter dem steifen Schnauzbart quoll ihm der Geifer hervor und tropfte auf den Amtsteller, der totenbleich sich unter seinen Anien wand, und seine Augen fuhren umher wie die Augen eines Tigers, ob ihm jemand seinen Raub zu entreißen wage. Selft, adh, helft ihm, Herr Schulmeister!" rief des Amtstellers Weib, Fudolf Schießl die mit ihrem Söhnlein eben in den Hof gerannt tam, helft, er hätt' es Euch auch getan!"„ Herr Amts feller", rief ich über das Gitter hinüber, „ gebt in Gottes Namen das Geld her, die Herrschaft will lieber das Geld als einen so treuen Diener verlieren. Wir alle sind Zeugen, daß Ihr Eure Schuldigkeit reblich getan habt!" Wirklich sagte der Amtsfeller, man folle ihn loslassen, dann wolle er der Gewalt weichen, ging mit dem Hauptmann ins Haus und gab ihm die Geldfiste, die er in der Eile, als er das Gesindel kommen sab, unter einer aufgehobenen Diele verborgen hatte. Als der Hauptmann das Geld brachte, erhob die Bande ein lautes Freudengefchrei, sprang auf die Pferde und war im Nu wieder davon. Es war das alles so schnell gelommen, daß wir gar nicht wußten, wie uns geschehen war. Einige, die das Lärmzeichen nicht gehört hatten, schalten über den Torwart, der ge schlafen haben müsse, weil er die Gol daten nicht die Straße herauffommen sehen und das Tor geschlossen habe, und schrien, jetzt müsse er vom Brot gejagt werden; ich aber sagte ihnen: den Tor wart habe ein Größerer wie sie bereits vom Posten abgerufen und zur Rechenfdjaft gezogen, worin er meines Erach tens wohl mit Ehren bestehen solle. Gie sollen nur hinauf ins Torhaus gehen, da würden sie ihn finden! Als sie das hörten, tat's ihnen leid, den alten Mann beschuldigt zu haben. Es war offenbar, daß sich die Bande, um nicht von dem Beit erblidt zu werden, wenn sie die Straße heraufziehe, die Nacht hindurch in der Schlucht hinter dem Kirchhof verborgen gehalten und daselbst gelauert hatte, bis das Tor aufgetan würde. Die beiden Weinberghüter hatten sie niedergeschlagen und mein Söhnlein fangen wollen, damit kein Lärm entstünde, bevor sie das Tor überfallen hätten, der Schuß war aber ein Zeichen gewesen für den Haufen, aus dem Hinterhalt hervor. zubrechen, ebe noch der Torwart, von meinem Söhnlein gewarnt, das Tor wieder schließen fönnte. Alles war ihnen nur zu gut gelungen. ( Aus, Der Schulmeister und fein Sohn". Sommerhausen ist am Main.) Die schöne Frau auf der Neuenburg. Jit dem Walbe, der sich vom Kloster Triefenstein bis zu ben Höfen von Eichenforst, am Bergesabhange, längs des Maines hinzieht, besonders aber auf dem Platze, wo ehemals das Raubschloß, die Neuenburg, gestanden, läßt sich zu Zeiten eine Frau von außerordentlicher Schönheit sehen. Gewöhnlich ist sie in weißes oben himmelblaues Gewand gekleidet und von einem sehr feinen Schleier umwallt, der aber ihr Mullig frei läßt. Wer absichtlich darauf ausgeht, sie zu sehen, be tommt sie gewiß nicht zu Gesicht; oft aber ist sie schon Armen, un glüdlichen Leuten, Köhlern, Holzschlägern und Handwerksburichen erschienen und hat ihnen Wohltaten aller Art erzeigt. Der arme Holzhauer! Einmal, da wurde in dem Berge Holz gehauen. Unter den Arbeitern befand sich ein alter Mann, der vielen Rummer im Her jen trug, weil er Frau und Kinder zu Hause auf dem Krankenbe wußte. Zu Mittag jezte er sich deshalb etwas von den andern Flüffe verbinden auch, und mich dünft, der Main Haf Heute eine ganz besondere lebenbige Kraft. Eine einzige Brüde ist er, auf der der Norddeutsche herüberwandert nach Süddeutschland, und der Süddeutsche nach Norden. Im Zeitalter des Kraftwagens und Flugzeugs fallen die Landesgrenzen, wenigftens im Geistigen, und Sie Durchmischung von Nord und Süd vollzieht sich viel leichter. Dennoch tennt der Deutsche den Deutichen noch zu wenig. Er muß feine Bauwerke sehen, seine Berge, den märkischen Sand und den Schwarzwald, die Alpen, die Lüneburger Heide und die Ostsee. Wie das? Man muß aber Be Dtainbride gehen. Bruderhand hinüberreichen und eine ergreifen. Man muß elne So ist uns die Wainbrüde heute Sinnbild und ihr Strom blaues Band, das wir uns erwerben müffen mit Inbrunft. Nicht eingezwängt in unsere Landesgrenzen und voll Dünfels auf unier Erbgut, sondern weiten Auges und immer durstig nach Gottes Natur werden wir den Deutschen aufiuchen und Verständnis ge winnen für ihn, als ob er ein Fremder wäre. Denn er ist unser Bruder. Main Zauber. Von Anton Dörfler. Pangjam beginnen die Weisen der Erdfunde und Geschichte endlich geneigter und gläubiger auf die Stimmen jener zu hören, bie schon seit manchem Jahr wissen und sagen von der Macht der Erde über den Menschen und seine Handlungen. Gerade die Ge schichte Deutschlands ist in besonderem Maße geeignet, Tun und Lassen der Stämme, wie der Volks. führer zutiefst abhängig vom Boden des Landes, seiner Gestalt und Ent widlung zu erweisen. Sind Rhein, Weser, Main, Nedar, Thüringen, Harz oder sonst ähnlich geheiligte Bezirke nicht zunächst Mächte, Schidsale und erst in zweiter Linie Kunstwerke der Natur? Dem so vielgebrauchten Worte Dom Zauber einer Landschaft muß mit entschiedenem Wollen zum Glau ben genaht werden. Sonst nennen wir Zauber, alles was den fünf waderen Werktagsdienstleuten unseres Daseins, den fünf Sinnen, nicht gleich flar werden kann. Also! Gibt es in deutschen Landen Bezirke und Gestaltungen, denen Geheimnisvolles innewohnt, daß man von Zauber reden darf? Und worauf mag sidh nun der Main- 3auber gründen? RSCH Alle politische, strategische, wirtschaftliche Bedeutung eines Stüdes Natur ist doch letzten Endes nicht bloßes Menschenwert, sondern Schid jal, Macht. Jst also auch mitbeteiligt am Wirken des Zaubers. Die Gloden von Bamberg und Würzburg, der träumerische Mittagsglanz der zahl reichen Weindörfer, deren Lächeln und Heiterleit noch in Hauszieraten und Menscheneigentümlichkeiten durch Kirchgang la Sranken, blidt: all das gehört natürlich ebenso bestimmend dazu. Der Mainzauber war für Karl den Großen ein Aufruf zur Tat, für Bismard eine Mahnung zur Eini gung Deutschlands, für Goethe Erinnerung und Sehnsucht, für Kleist ein Schwärmen. Er ist dem Anwohner des Stromes ein nie mit Namen genanntes Schidjal und dem fremden Wanderer ein Strahl deutscher Seiterfeit und lächelnder Gelassenheit. Zauber wirkt auf jeden Menschen anders. Und dennoch muß es ein Grundgefühl geben, das von diesem Strom ausgelöst wird in eines jeden Seele. Ein neuerer Dichter singt dem Main: Allzeit festlicher Strom! Ben Brüden gegrüßt oder von walbigen Ruppen herabl Blühender Landstraßen hochzeitlicher Wandergesell! Sonnirunkener Weinbergspiädlein fernbinjauchzender, großer Bruder! Es laufen jahraus und fahrein vielhundert Dorfgaffen voller Aderernst wie Schoppenspak in beine grünfülberne Ewigfelt hinaus wie Rinder burchs Tor eines Feiertag morgens. Klöster und Dome baben felt alters dich zum Bertranten gefürt und Schenken und Rapellen biellen's wie sie In der Tat, es ist eine gewiffe Festlichkeit über dem Main. Auch der Rhein hat tro Rohlenschleppern feinen ewigen Sonntag. Trotzdem ist die Festlichkeit des Maines eine eigene, mit Fahnen, Gefang und Mabonnen auf Rofofopostamenten, von weißgefleideten Mädchen getragen. Böllerstraßen, wie der Main, finb als Schidjale nicht nur aus ben Geschichtsbüchern zu erfennen, sondern viel lebensfräftiger noch aus den zarieren Spuren, aus den Grund. riffen der Glebelungen, aus Saus giebeln und aus ben Gefichtern ber Madonnen und Heiligen. Es gibt Landschaften, die ihre Menschen gen Himmel jagen, andere die sie ins feifte Behagen mästen. Mainland hat ben wohnlich lieben Himmel auf ganz einzige Art mit Zauberfäben der ebenso wohnlich lieben Erde anmutig verbunden. Jeb Geräte, jeber Brauch und jedes Träumlein ist auf die natürlichste Weise der Welt gleichzeitig oben und unten beheimatet, gerechtfertigt und auf seinem Posten. Nicht Sturm nod) Maschinenlärm, nicht Heidestille noch 3echer singsang passen in dies Tal. Eines nur tönt feinen Zauber aus besser als jedes Menschenwort: Avegloden! Rudolf Schief. So ist auch die föftlichste Segnung des Weines vom Mainland nicht Gesang und Ueberschwang, fondern: Lächeln. Und die Weis heit der Mainfranten ist weber himmelstürmend, noch erbverbiffen, sondern vermittelnd, besonnen, jebem fein Teil laffend. Gott unb alle feine Heiligen fommen so wenig zu furz wie Haus und Hof und Zunge und Schaltsauge. Allzeit festlicher Strom, felige Frantenjicake!" Land und Leute um den Main. Gruß der Heimat. Bon Josef Englert. Woket meinen Gruß nehmen, ihr Leute des fränkischen Landes, meinen Gruß der Liebe und Dankbarkeit aus brüderlichem Herzen! Euch zum Ersten grüße ich, ihr Bauern, die ihr die Erde betreut und ihre heilige Frucht. Hinter den Pflügen her geht ihr mit schwerem Schritt über wartendes Aderland, streut vertrauend und hoffend die Gaat in die branen Furchen, daß sie Reim treibe und Halm. Mit fraftvollem Eung mäht ihr die Frucht, die gelbgereifte, in des Mittags Glut. Nie schienen mit Gebärden so einfach und groß und zelflos, els wenn ich such jah bei eurer Hanbe schwerem Wert in Ader und Feld. Wie aus dem Hartholz der Heimat geschnigt bliden eure metter gebräunten herben Gesichter, voll Eden und Ranten. Symielig find eure Hände, jehnig eure Gestalten und voll Bucht und Schwere t der Einjamleit freien Landes. Aufrecht gehn eure Frauen und stolz, ihr Giun hängt am Allen und Liebgewordenen. Erscheint: Sa Bezugspreis 50 Pig. mona Rebottionsfolus früh 8 Uhr. Fü bang nicht verlangter Manuftr Gi 40. Jahrg. 1. Bla 100- m Politische Sa Der Konflikt in der Eisen Immer härfere Formen an, sodaß die tungsverhandlungen gefährdet erfchei Die Länder haben sich zum großen Die geplante Bohnsteuerjentun * Bilsubsti ist gestern zu w Mufenthalt in Genf eingetroffen. Der Böllerbund, der in 3weigbüros unterhält, wird im tia falhes eröffnen. * Der Antrag auf Einführung der mich it abgelehnt worden. Streitigkeiten, die zum Abbruc ingen mit Italien geführt ho Hiebsgericht vorgelegt. * Die Teilnehmer an den Grok in Ungarn find in Bularest von M Washington. Nachdem Präside endgültig verzintet hat, werden a bentshaftstandidaten jetzt 50ove an erster Stelle genannt. Dames hazem abgelehnt, dod hoffen weite Kandidatur bereit finden lassen m fo national anerkannte Stellung Regierungsbildun Rud nach Darmstadt. Die Mitglieder foalition haben wiederholt in lan 3ufammensetzung der neuen Regi Ergebnis werden offiziell nur a gegeben; doch hört man von un Erwägungen und Forderungen: Grundfäßliche Forderung ble fehung des Ministeriums des In fraten und zwar Lommt hier int bg. Leusner in Betracht. rung der Kreisämter nur eine Shulwesen soll diesem Minister ben. Nur im Falle der hier b des Zentrums nicht zu überwind Ministerium dem Zentrum übe bag an Stelle des beisherigen eine meiter fints orientierte 3 lag gebracht wird. Für den Gi mill die Sozialdemokratie bas Staatspräsident rich doch inf Bürde abgeben wird, um feine su Derleben, Die von einem Bartei getragene Absicht, den um Staatspräsidenten zu ertür biese Absicht bestand), scheint an heitert zu sein. Man will bas trum überlassen, das dazu das F Die Demofraten sollen dafür ten, die dafür den Abgeordnete Berfon vorschlagen. Nur das Wirtschaft foll feinen bisherigen peite jozialdemokratische Minist mate, behalten. Emeute Anfechtung der S Segen die Gültigkeit der le met die Nationalsozialistis Rechtsanwalt in München Beschr eingebende Begründung beigegeb Landtagsbeginn Darmstadt. Der neugewählt dag feine erfte tonftituierende Gi tag zeigt basfelbe Bild wie früher dem Teil diefelben Abgeordneten. ein tabifaleres Gepräge und pro pier Reulinge. Auf der Rechten malen und Boltsparteilern die Bol beren Spike ber befannte Aufmer Staatspräsident Ulrich überr bium und stellt die Anwesenheit Bunt und fröhlich mit Blumen bemalt lind ihre Truhen und Schränke Wie ihre Urgroßmütter einst vor hundert und hundert Jahren pflegen jie in grünen, jonnigen Gärtlein am Haus Rejeden und Rojen, Pilien und Rellen, Levfojen und Goldlad. End) zum Zweiten grüße id), ihr Winzer und Häder, die ihr der Rebjtöde getreulich wartet das ganze Jahr. In langen Reihen steht ihr im Vorfrühling schon auf eure Haden gebückt in den Weinbergen, wenn ihr die winterlich jahle Erbkrume lodert und bereitet, um Pfähle zu steden und die Reben zu binden. 3mmer jeid ihr bejorgt um euer Etüd Weinland, vom ersten Reim bis zur Juniblüte und bis zur gereisten Frucht. Kälte und Regen, Hagel und Sturm fann eud) alles, was ihr erhofft, zunichte machen. Erst dann fällt die Gorge von euch und macht jubelnder Fröhlichkeit Piaß, wenn ihr die nebeltauigen, schweren Trauben in Butten und Rufen schüttet und sie Relter und Keller entgegenfahrt. Was wißt ihr für Feste zu feiern in den herbstlichen Weindörfern bei Musik und Tanz und Geschmaus, wenn der Most ins Gären fommt und zum jungen Wein wird ihr Häder und Winzer der Heimat! Seid gegrüßt auch ihr, Schiffsleute und Flößer, die ihr heimischer seid auf unieres Flusses Wellen als in den Häufern des Landes! Mit stämmiger Hand lenkt ihr euer Floß, führt ihr euer Schiff, fundig des Wegs, um. Krüm mungen und durch Brücken. Scheint es euch nicht oft, als ob ihr fest veranfert wäret auf dem Wasser und Wiejen, Wälder, Hügel, Dörfer und Stätte glitten eilig an eud) vorüber, gexade, als ob sie euch, mehr als den andern, alle Schönheit des Heimat landes zeigen wollten? Starke und berbe Gesellen selb ihr mit euren struppigen, furzen Bärten. euren scharfen, hellen Augen und faltigen Gesichtern. Aber wenn einer von euch am Sommerabend, wo die Mondsichel fich heller im Wasser spiegelt, alte Lieder spielt - dann sitzt ihr stille, werdet ganz zart und lauicht, bis alle Sterne am Himmel funkeln. RICH Wollet alle meinen Gruß neh Wein, robe. men, ihr Leute der fränkischen Gaue, ob ihr in den Dörfern lebt oder in den Häufern der Städte. Alle iprecht ihr die besondere, liebvertraute Mundart der Heimat. Manchmal, wenn ich sie in der Ferne höre, lann fie mich rühren wie ein halbvergessen Volkslied, das lelie vom Feld her erf.ingt. 3hr alle, mit meinem Gruß der Liebe und Dankbarkeit grüße ich euch! Die Stadt. Sanftgeschwungene Hügelfetten haben sich die Hände gereicht und liegen nun stumm um die Stadt herum, die sie hüten wie ihren Stolz und ihr Kleinod. Nur noch dem Flusse haben sie soviel Platz gemacht, daß er sich Durchschlängeln fann durch ihre Rette. Der Fluß ist ihnen Spiegel und Spielzeug. Lange Stunden fönnen sie, angetan mit ihren weingrünen und violettbraunen Kleidern, in seinem Waffer ihr eitles Bild beschauen. Dann wieder spielen fie mit einem Holzfloß oder einem fleinen Schiff. das daher getrieben fommt, und vor luaner Vergnügen fangen fie an zu fangen und zu ichaufeln in den anften Wellen. Aber wenn die Hügel auch ein wenig eitel und spielerisch find, O fommige Bellchenhänge und Blütenheden, fchen and nie vergessen fie darauf, ihr Aleinod, die alte Etabt. zu zu hüten. Rie verlieren sie jelbst nur ein Haus aus den Augen, und jei es das fleinste in der engsten, ärmiften Gasse. Die holprigen Plätze, die frummen Giebelhäuser mit dem be schnitzten Fachwerk, Erfern und Türmchen und reichen Toren, die Höfe der alten Geschlechter, die dunklen Torwege und verträumten, grasbewachsenen Winkel alle die tausend verschiedenen Angesichter der Häuser sind den Hügeln teuer und oft ichiden sie weiße, zarte Wölfchen als Boten über die alten Gaffen, Plätze und Höfe, daß sie ihnen einen Gruß bringen sollen von den Höhen. 3hr besonderer Etolz aber, das sind die hohen, schlanken Türme, die wie Sonntagsgedanken aus den Häujerzeilen hervorstreben, jo viele, daß sie fast nicht zu zählen sind. Aber am allermeisten hängt ihre Liebe an der alten, trotzigen Beste, die, hochaufsteigend über alle Rauchjähnlein der Stadt, den Hügeln frei und offen in die Augen fieht. Rudolf Schleftl Gleichberechtigte, mächtige Freunde grüßen sich die alte Beste und die Hügel herüber und hinüber, und die Etadt im Tale sieht dankbar zu ihren Beichützern auf. Dankbar schmiegen sich ihre letzten Häuser an die Abhänge der Hügel. Und das sind der Menschen glüdlichste Wohnstätten, die Der stedt und geborgen in den Falten ihrer grünen und bräunlichen Schleier ruhen. Das freie Land! Ich liebe die alten Städte und Dörfer des Landes, ich liebe die Siedlungen der Menschen. Wenn mein Herz still und beruhigt ist, fühlt es sich wohl im Banne der grauen, efeuumiponne nen Mauern und der turmbefrön ten Tore. Lieb und traulich sind mir dann die wunderlich hohen, ichmalen Häuser mit den windschießen Fen stern, den holzgeschnittenen Heiligen, den roten Dellämpchen und der Schwalbennestern, die unter vor springendem Balfenwerk vertrauend angeklebt sind Die gewundenen Gassen, die ruhigen, verionnenen Plätze, den Bach und seine schmalen Brüdlein, die Hausgärten mit den sonnen. bunten Blumen, alle fleinen, faum beachteten Dinge habe id) in mein Herz geschlossen. Aber nie ist mein Herz lange zufrieden in Umgrenzung und Enge menschlicher Wohnstatt. Weit wird mir erst die Brust im einsamen freien Land, wo fein Haus und fein Hof mehr erinnert an die fleinen Dinge des Menichen, auch wenn sie mir noch so föstlich sind und noch so vertraut. Dort ist Größe und Alem der Unsterblichkeit im weiten braunen Aderland, im Weinbergshügel, im Baum und im Strauch, im Fluß und in der Wolfe. Dort weben Gottes ewige Echöpfergedanken mit den Winden und ziehen mit den Wolfen dahin übers Lond. Häuser werden von Händen der Menschen gebaut und zerfallen und die Menschen dauern nicht so lange wie ihre Werke: aber Ader und Feld, Wiele und Wald, Hügel und Bach sind beständig und unveränderlich is stiller Größe und tiefer Schönheit. Vor tauiend Jahren lagen die braun cholligen Aeder im Frühling und die silbern wogenden Fluren im Sommer so da wie gestern und heute, und nicht anders wird ihr Bild sein in tauiend und abertausend Jahren. Darum muß ich mein Herz immer wieder hinonsflichten ins freie Land, wenn es mir zu eng werden will und allzu ruhig. Heimatgruß. Grafige Raine, wo jid die goldenen Räier verleden, Wege. wie weiße Bönder um sanfte Hügel gelegt, AusCe Wanderschant, Gedige Leria, De. Band", Rurnberg.) Junggrüne Bäume, von zärtlicher Mailuft bewegt, Alecoder. Weingärten, Tries ar hellem Flub. C Stadt in Granien: Heimat, nimm Dank und Gruck! bu mein Felman, Franken In aliche Tanor Willen. Meines Stromes Silberband, Ren chöner Tanb il mir bekannt! Sgrüß ich dich mein Frankenland, Rach freier Sänger Sillen: Des Franken Tied. S+ ling mir von brinen Hängen bun! Rai Reblaub um den Fecher. Run, goldner Tropfen, Ipreng den Spund! Kein Bolzer Wein in weiler Rundl Rüd mir den hede frohen und, Du blonder Sorgenbrecher! So kling denn, junge Melobet, Durch Franken's reiche Bauel Grüß mir brn Bruder, drullch und frei, 3m Frieden fromm, im Kampf ein Ten! Grüß mir in aller beulfcher Treu Der Heimal holdle Frauel Aus fenilen Bauen, Verlag Black, Würzburg.) Du Tand, froh frammer Glocken Klars Jn Banne froher Turbe, Wie sie berein Herr Walther lang, Da er die Franken een wang! Moch hallen hell bas al sallang Dr Biber So grüß ich bid, fa bruk Id ben, 2 immer ich man meilen! ill dir ein treuer Buhle fein Mil deinen Sagen, deinem Wein, Mein Heima land art Ichönen Main, Soll fets mein Herze heilen! Ueberfall und Plünderung von Sommerhausen. Cheap Run verging mir Hören und Eehen; ich bemerkte nur noch, daß der Schuß mußte gefehlt haben, weil mein Anabe immer mit der jelben Eile seinen Lauf fortjeßte; dann aber rannte ich eilend die Treppe hinunter auf das untere Tor und fam gerade recht, ihn noch mit meinem Arm aufzufangen, ehe er, von dem Laufe ganz außer Aicm, zusammenstürzte. Erzählung aus dem dreißigjährigen Krieg von R. H. Kaspart Mein Kollege Johannes Fentich drüben in Winterhausen feierte Jeine berne Hochzeit. Mein Johannes, den er aus der Tause ge hoben wollte darum ichon in aller Frühe hinaus in unjern Weinberg gehen, wo er tags zuvor ein paar reise Frühtrauben gefunden, um sie abzuichneiden und dann nebst dem Glückwunich seinem Taujpaten zu brin gen. Der Torwart hatte ilm periprochen, um dieie Zeit das Tor auszutun, das die Nacht hindurch jorgiam ver chlossen gehal Ien wurde. Als der Knabe hinweggegangen, stieg ich binauf auf den Kirchturm und zog die Frühglode. Conleich fam auch das Gelau. von Winterhausen berüber, und es freute mich bente ganz vornehmlich, daß mein Kollege jo pünktlich antwortete: schon vor Jahren hatten wirs aus. gemacht, daß das uniern Wargengruß bedeuten olle. Als ich ausgeläutet hatte und wieder die Treppe hinabsteigen wollte. blieb ich oben am Fenster -:: Maindorf. des Turmes ein wenig stehen und ichaute hinaus in die frische Morgenluft. Die Sonne war aufgegangen und ein goldiger Schein lag auf dem Gipfel der Weinberge, über dem Tal aber und dem Fluß und über dem Städtchen mit seinen ichlafenden Bewohnern lag ein dider Nebel. Eben trat gegenüber auf dem Berge mein Johannes aus dem Nebel heraus und ichritt auf das alte, fleinerne Häuslein 31. das beinahe auf der Spitze des Berges und vor meinem Weingarten liegt. Jch iah nun, wie mein Johannes dem Häuslein zulchritt, und mußte, daß er dem Hans Mündlein und seinem Sohn Alaus einen guten Morgen bieten wollte. die heute die Wacht gehabt und darum die Nacht in dem Häuslein zugebracht hatten. Ach! es war ein frommes und feines Kind, mein Johannes, gehoriam, fröhlich. friedlich und freundlich, und ich achte. Gott habe darum feinen Eegen auf meine Zucht gelegt. um meinem väterlichen Herzen die bittern Sorgen zu verfüßen, die mich wegen meines andern Eohnes oft quä'ten. Raum aber, daß der Knabe das Häuslein betreten, jah ich ihn wieder herausstürzen und in großen Sprüngen den Weinberg heruntereilen. Er sprang durch die Weinstöde und das Steingeröll bin wie ein gejagtes Reh, fiel und raffte sich wieder aus und jetzte über eine Mauer hinüber, wie wenn ihm der Bluträcher auf der & erie wäre. Verwundert, was das zu bedeuten habe, jah ich voll Angst herüber, siehe, da kommen im Auger d auch zwei Rerle in roten Mänteln, wie die Kroaten sie zu tragen pflegen, aus dem Häuslein und sind in vollem Laufe hinter ihm her. Einer 30g eine stale unter ieinem Mantel hervor zielte nach dem Rind und ichof Los. im felben Augenblid hörte ich vom untern Zor her den Bert das Pärmzeichen blajen. Rachbar hilf, Nachbar hilft Feuerjo, Feuerjo!" hörte ich den alten Beit. schreien, der bereits auf die Straße geeilt war un ich bemite, das For machen, aber dir u Π Rroaten waren auch mon da und mit ihnen ein gan zer Trupp Gelindel von 20 bis 30 Mann. Eie warfen die Torflügel zurid und bedrohten den t wart mit greulichem chen, wenn er nur einen Mudjer hören ließe. Tet Alte behauptete aber mannhaft jeinen Posten, hielt, nachdem er sein Horn über den Rüden gemorien, ihnen den Spieß entgegen und fragte, was sie hier ins Teufelsnamen zu suchen hätten. Das seien feine Ariegsleute, die ein unichuldiges Rind verfolgten, sondern ein ichlechtes Spitzbuben. gesindel. Rudolf Schieful Da schrie ein Kerl zu Pferd, der eine Feder auf dem Hut trug und mir der Anführer zu sein schien: Plaz da, Rameraden! ich will ihn lehren, den kaiserlichen Werbeoffizier Rifol Paradeiser und seine tapfere Rompagnie ein Epizbubengesindel zu nennen", geb seinem Gaul die Eporen, daß er einen Satz machte, und bedrobie den Beit mit dem geschwungenen Schwerte. Nun fing ich auch ait, aus Leibesträften um Hilfe zu schreien. Es tamen auch Wars Stumpf, der Bed, und andere aus ihren Häusern. Da sie aber das Bolf ichon unter den Toren fahen und feine Waffen in Händen hatten, hielten fie es für geratener, sich nicht in den Handel zu mischen. Der Alte ließ fich nicht erichreden, sondern spreizte die Beine auseinander nach der Landsknechte Weile und führte mit dem Spieß einen Stoß nach dem de des Hauptmanns, al dieser auf ihn einritt. Der aber hob rich in den Bügel auf unt ichlug ihm mit dem Schwerte jo über den Kopf, daß er foale zu Boden stürzte. Dann schrie er: Laßt ihn liegen, den alic Narren, weil er's nicht anders gewollt hat, nur mir nach, vorwärts!' jagte dem gräflichen Echloffe zu, das in der Mitte des Städtleins steht, und der ganze Hause hinter ihm drein. Mein Johannes drängte sich zitternd an mich und rief: Lauft, lauft, Bater, sie werden uns alle umbringen!" aber fie ritten ant uns vorbei, ohne acht auf uns zu haben. 3d lief nun jogleich unter das Tor, um nach dem Veit zu sehen. Er rochelte ichwer und ichien uns nicht zu fennen; als ich ihn aber bei jeinem Namen rief und mein Johannes auch, schlug er die Augen ein wenig auf