Str. 35 rch die Explosion einer Sprengtapjel mu Dorfe Niedertleen ein 13 Jahre alter Edu en Hand, an der Brust und im Gesicht so sme em Johanniterfrankenhaus in Nieder- Weile mußte. . Ein Schwindler hat in Friedberg, Giegen lar Schwindeleien mit Krantenversicherungen Geschädigten aus Friedberg fonnte ihn hie td veranlaßte seine Festnahme. Es ist ein eßen. it einer empfindlichen Strafe belegt wurd us Burgbracht. Sie hatte mit Wasser ses en Verkehr gebracht und wurde deshalb vo Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. icht zu einer Gefängnisstrafe von at Tage 40. Sahrgang licher Kosten verurteilt. hrend seine Eltern Kartoffeln ausmachten rige Sohn einer hiesigen Landwirtsfamilie jade Kartoffelausmachen". Dabei traf de riges Schwesterchen mit der Hade so unglüc Daß das Kind in schwerverletztem Zustand der ugeführt werden mußte. - Qualitätsarbeit, die Aufgabe des deutschen Volkes. Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostichedfonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Sonnabend, den 3. September 1927 hen Alter von fast 80 Jahren ist der Bud ersten Male in Frankfurt a. M. zusammengefunden. Es ist Inhaber des„ Schlitzer Boten", Heinrig überwiegend eine zuversichtliche Stimmung bei den zahlreichen Die Elite der deutschen Industrie hat sich anläßlich der Jahrestagung des Reichsverbandes der Deutschen Industrie zum ben, ehemaligen Angehörigen des zweiten najjas pessimistischen Bemerkungen in den Vordergrund zu stellen. Die giments 88 hielten in den Mauern unsere Duisbergischen Aeußerungen von der besorgniserregenden Entmit einem Festtommers. Am Sonntagoon Höhe der Gesamtzinsenlast aus der Nachkriegsverschuldung der Teilnehmern der Tagung unverkennbar. obwohl man geneigt sein könnte, in der Rede von Geheimrat Duisberg zu sehr die rige Wiedersehensfeier ab. Die Feier began städtischen Anlagen, dem sogenannten alter gottesdienst statt. Anschließend hieran wares widlung des Außenhandels, die Hinweise auf die bedenkliche em Domplatz und in den städtischen Anlagen ernster Natur. Die Wirkung dieser Mitteilungen war aber n am Sonntagnachmittag abgehaltenen Je nicht so groß, wie vielleicht beabsichtigt war, weil man das Wirtschaft und schließlich die Betonung der Gefahren, die mit ben furzfristigen Krediten verbunden sind, sind gewiß überaus großer Festzug durch die Straßen der Stadt en hielten Bürgermeister Dr. Kühn für die Kommandant Oberst Rogge. Erst in T nahm die in allen Teilen glänzend verlan Ende. Der nächste Wiedersehenstag soll in Neue Bücher. Aufzählen dieser Tatsachen in dieser kompakten Form in erster Linie als Sprungbrett für die Forderung der diesjährigen Verbandstagung betrachtete, die unter der Devise„ Qualitäts: arbeit" abgehalten wird. Ein hessisches Steuergericht. ndern kürzer werden die Röde, wovon Gie Oberbewertungsausschuß beim Landesfinanzamt Darmstadt" Für den Volksstaat Hessen ist jetzt ein Steuergericht als Berufungsinstanz in Steuerbewertungsfachen mit der Bezeichnung ern der Modenzeitungen überzeugen können In allen Modefragen iſt der soeben erſchien fünf Richtern( je einem Reichs- und einem Landesbeamten und ins Leben getreten. Dieses entscheidet in der Besetzung von hrer" Band 1. Er bietet die neusten Mo : Kostüme, Mäntel, Kleider, Blusen, Mer reis des Bandes, der überall oder vom Bet ipzig, Weststraße 72, bezogen werden kann, Paul Christian Klein in Gießen häfer- Astren, wie seit Jahrzehnten nur in b. Lüneburg durch seine Söhne H.& O. Ast auch briefliche Behandlung. 00 nulare stellen, chaften, ftsleute Sießen üdanlage 21 brei ehrenamtlichen Mitgliedern). Die Geschäftsräume des Oberbewertungsausschusses sind mit denen des Finanzgerichts pereinigt und befinden sich im Alten Palais in Darmstadt. 言 Rückkehr der Minister nach Berlin. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nummer 36 nebst der dazu gehörigen Zahlkarte aus. In dem nachzunehmen. Die Vereinheitlichung des Steuerrechts. den Betrag ist die Nachnahmegebühr einzurechnen. Diese sett sich zusammen aus der Vorzeigegebühr von gegenwärtig 0,20 M und der Postkartengebühr von 5 Pfg., bezw. 8 Pig. Hierzu tommt noch die Zahlkartengebühr. Berlin. Im Laufe der nächsten Woche werden auch die noch nicht in Berlin anwesenden Reichsminister von ihrem Erholungsurlaub zurüderwartet. Reichstanzler Dr. Marg will am Mittwoch wieder in Berlin sein. Schluß. Das Gebot der Gerechtigkeit verlangt gleiche Behandlung der Staatsbürger. Der Hausbesitzer entzieht sich seiner Pflicht, Löst der Steuerpflichtige den Rachnahmebetrag nicht ein, im Rahmen des steuerlich- sittlichen sein Teil Steuer zu leisten, so ist sofort des Beitreibungsverfahren einzuleiten. Von diesem Verfahren ist nicht nur bezüglich der Reichsabgaben Gebrauch zu machen, sondern es findet auch Anwendung auf die Rückstände an Landessteuern, Kirchensteuern, Brandversicherungsbeiträge usw. Der deutsch- französische Handelsvertrag wurde im handelspolitischen Ausschuß des Reichstages gegen die Stimmen der Kommunisten angenommen und tritt am 6. September in Kraft. Die deutsche Delegation für Genf Nach den Bestimmungen der Postordnung ist dies Verfahren nur zulässig bei Beträgen bis zu 1000 Rmt. einschließlich. ist am Donnerstag um 20,25 Uhr von Berlin abgefahren. Ebenso haben die englische und die Danziger Völkerbundsdelegation ihre Reisen angetreten. Deutscher Forschungsreisender ermordet. In Tibet wurde der Forschungsreisende Dr. Filchner, der fich auf seiner dritten zentralasiatischen Reise befand, vermutlich durch Lamas ermordet. Seine Mitreisenden, der Engländer Watkinson und der Amerikaner Splymer, sind gleichfalls perschollen. Der deutsche Wahlsieg im Memelland. Wochenrückblick. nicht, er verlangt aber, daß die Steuerlast gerecht verteilt wird und nicht andere Kreise auf seine Kosten steuerlich geschont werden. Dieser Forderung gegenüber stellen sich aber Parlament und Regierung taub. Ist es nicht ein schreiendes Unrecht, daß nur derjenige, der so dumm war, sich ein Haus zu kaufen und somit sein Kapital dem Volksganzen zur Befriedigung des Wohnungsbedürfnisses zur Verfügung stellte, in hohem Maße son derbesteuert wird, während derjenige, der sich z. B. Attien oder beliebige andere Wertobjekte erwarb, deren Wert ihm ganz oder teilweise erhalten blieb, von einer derartigen Steuer ver schont wird? Es sind nicht nur Kreise der Hochfinanz, die vorsichtig disponiert haben. Es gibt eine große Anzahl von Leuten, denen die Inflation feinen Schaden gebracht hat. Warum, so fragen wir, spricht man immer nur vom Hausbe sitz, der sich angeblich seinen Sachwert erhalten hat und nicht von den anderen? sich der Hausbesitzer durch die langen Kriegs- und InflationsWer fragt danach, unter welchen Opfern jahre sein Haus erhalten hat? Wer fragt danach, daß der Hausbesitzer sein sonstiges Vermögen, das vielfach seine Hypo thekenschulden überſtieg, durchweg verloren hat, denn die Hausbesitzer rekrutieren sich bekanntlich nicht aus den Kreisen, die den Volksbetrug der Inflation als solchen rechtzeitig erkannt und danach eingestellt haben. Die Entschuldungssteuer soll sich nach der Höhe der früheren hypothetarischen Belastung richten, die Werterhaltungssteuer nach dem früheren Eigenkapital, alles nach dem Stand vom 31. Dezember 1918. Für ein Eigenkapital von je vollen 10 Prozent des Grundstücswertes soll die Werterhaltungssteuer 1% Prozent der Friedensmiete betragen. Bei 3ugrundelegung einer Friedensmiete von 6 Prozent des Frie denswertes hätte demnach der Eigentümer etwa 4 Prozent seines nach den Grundsätzen des Auswertungsgesetzes mit 25 Prozent bewerteten Eigenkapitals als Werterhaltungssteuer zu entrichten. Bei einer Belastung von mehr als 90 Prozent des Friedenswertes fällt die Werterhaltungssteuer weg. Die neben der Werterhaltungssteuer in Betracht kommende Ent schuldungssteuer beträgt 5 Prozent der Friedensmiete für je 10 Prozent Belastung des Friedenswertes oder einem Bruch teil dieses Betrages. Es entspricht das einer Verzinsung von 4 Prozent der durch die Auswertung in Wegfall gekommenen 75 Prozent der Vorkriegshypotheken. Bei am 31. Dezember 1918 hypothekenfreien Grundstüden kommt nur die Werterhaltungssteuer zur Erhebung. Die Werterhaltungssteuer steigt von 1% Prozent der Friedensmiete bei einem Grundstüd mit 10 Prozent des Wertes, Eigenkapita! auf 16% Prozent der Friedensmiete bei nicht belastet gewesenen Grundstüden. Die Entschuldungssteuer steigt von 5 Pro zent der Friedensmiete bei einem Grundstüd mit einer Belastung bis zu 10 Prozent des Friedenswertes auf 50 Prozent der Friedensmiete bei einer Belastung von mehr als 90 Prozent des Friedenswertes. Der niedrigste Steuersatz ist demnach 16% Prozent der Friedensmiete bei hypothekenfreien GrundNach Wochen ruhigen Dahingleitens der Politik zeigt plötzlich die letzte Woche überall starke Bewegung. In China ist es, wie wir voraussahen, den Nordtruppen geglückt, die südchinesische Uneinigkeit auszunutzen und den Jangtse zu überschreiten, dadurch Nanting im Rücken bedrohend. Die Sacco- Vanzetti- Affäre bewegt immer noch die Länder. Die Asche der beiden Verbrannten wird in feierlichem Zuge nach Italien überführt. In Bosten tam es schon zu starken Kundgebungen, in Newyork befürchtet man mehr. Leider hat der Tod der beiden durch Attentate, Kundgebungen usw. wieder eine ganze Reihe Opfer gefordert, so auch in Deutschland, wo in Hamburg ein unbeteiligter Polizeioffizier sein Leben lassen mußte. Aus Frankreich reisen beunruhigte Amerikaner schleunigst ab. Fast in allen europäischen Ländern bedürfen die amerikanischen Botschaften und Konsulate starken Schutzes. In Aegyp: ten starb einer der glühendsten Verteidiger der Eigenrechte Aegyptens, Zaglul Pascha. Er war einer der Patrioten, der nie das Recht Englands zur Beherrschung seines Landes anerkennen wollte, der die Engländer als Räuber hinstellte. Er hatte sehr darunter zu leiden, wurde deportiert, begnadigt, riß sofort immer wieder alle Gewalt an sich, wurde Ministerpräsident, mußte demissionieren, wurde Präsident der Volksvertretung nach einem überwältigenden Wahlsieg und hat nun sein Leben beschlossen als einer, der stets der Feind Englands war, dem aber selbst die Engländer ihre Bewunderung nicht versagen können. In Genf tagte die Minderheitenkonferenz, die auch jetzt wieder kaum ersprießliche Arbeit geleistet hat, ja sogar mit einem Mißklang endete. Die fremden Minderheiten in Deutschland traten aus einer nichtigen Ursache aus dem Kongreß aus. Eine Pressekonferenz zeitigte bessere Erfolge, die aber nicht von größerer internationaler Bedeutung sind. In Paris trat die interparlamen tarische Friedensunion zusammen mit Vertretern aus nahezu allen europäischen Ländern. Die Parlamentarier wollen sich untereinander verständigen. Aber mit welchem Erfolge? Die Gegensätze zwischen den abgerüsteten, den Friedensvertrag von Versailles befolgenden Deutschen und kriegslüsternen, Frankreich bis zu den Frauen und Kindern mobilisierenden, französi schen Kriegs- und Sanktionshetzern treten immer wieder hervor. Die Siegerstaaten pfeifen auf die versprochene Abrüstung. Dies war auch der Hauptgrund, daß nun Lord Cecil, einer der bekanntesten Minister Englands, das Kabinett verließ. Er traut dem Völkerbund nichts mehr zu. Der englische Ministerpräsident Baldwin suchte durch einen Brief den schlechten Eindruck zu verwischen, was ihm aber nicht gelang. Im Gegenteil steht die Mehrzahl der Presse anscheinend auf Cecils Seite. So wird dieses Mal der Lord, der von Anfang an England im Völkerbund England vertrat, bei der kommenden Ratstagung feine offizielle Rolle spielen. Nach seiner Aussage will er außerhalb des Kabinetts dem Abrüstungsgedanken besser dienen fönПen. So langsam scheint nun wegen der Besakungsverminderung im Rheinland zwischen England und dem halsstarrigen Frankreich ein Uebereinkommen erzielt worden zu sein. Man spricht von 10 000. Mit Recht muß man an dieser Zahl schärfste Kritik üben. Was uns da geboten wird, ist wieder einmal nur ein Rändchen des Stresemannschen Silberstreifens. Und wer weiß, ob man dieses geringe Entgegenkommen nicht gleich wieder in Genf bei der kommenden Ratstagung gegen uns ausspielt! Wieder haben zwei Flieger von Amerika aus den Ozean überquert. Sie fahren den Stolz von Detroit" und wollen die Welt umfliegen. In gutem Flug starteten sie über London, München nach Konstantinopel. Ein tollkühnes Stüdchen hat sich der in Frankreich festsigende Levine erlaubt, der mit dem Flugzeug seinem Mitflieger Drouhine kurzerhand durchging und ohne einen Fliegerschein zu besitzen noch die Fähigkeiten besaß, nach London fuhr, da er seinem Kompagnon nicht mehr traute und sich mit ihm in den Haaren lag. Amerika hat eine neue Sensation!- In Hessen, in Groß- Gerau, hatte der hessische Staatspräjident einen leichten Autounfall, der ohne nennenswerten Die Wahlen am 30. Auguft zum memelländischen Landtag haben den Deutschen des Memellandes einen großen Erfolg gebracht. Die Mandate werden sich vermutlich folgendermaßen verteilen: Deutsche Parteien 22, Groß- Litauer 4, Kommunisten 2, Aufwertungsgegner 1. 12 Todesopfer eines Sprengunglücks. Kassel. Ein schweres Sprengunglüd ereignete sich gestern in der Mittagsstunde in einem Basaltsteinbruch in der Nähe von Zimmersrode an der Main- Weser- Bahn. In dem Steinbruch werden zurzeit größere Sprengungen vorgenommen. Durch porzeitige Explosion eines Sprengschusses wurde ein Anzahl Arbeiter von den umherfliegenden Gesteinsmassen getroffen. Elf Männer, meist Familienväter aus Michelsberg, haben nach den bisherigen Meldungen den Tod gefunden. Der Steinbruch gehört einer Kasseler Firma. Kaffel. Nach einer späteren Meldung hat das Unglüd ins gesamt 40 Verletzte gefordert. Einer von ihnen ist inzwischen gestorben, so daß sich die Zahl der Toten auf 12 erhöht. nt Gewinn!! Steuerrückstande. Vom Finanzamt wird uns geschrieben: Nach einem Erlaß des Reichsministers der Finanzen tritt mit Wirkung vom 1. August ds. Js. zweds Entlastung der Vollstreckungsstellen der Finanzämter( nicht Zollämter!) eine Neuerung insofern ein, als Steuerrücstände durch Postnachnahme eingezogen werden können. Zu diesem Zwede ist jedem Steuerbescheid ein roter Zettel folgenden Inhalts beizufügen: Falls Sie die nach diesem Steuerbescheid zu entrichtenden Beträge nicht rechtzeitig zahlen, wird Ihr Einverständnis dazu angenommen, daß die Beträge nebst Verzugszinsen auf Ihre Kosten durch Postnachnahme eingezogen werden können. Wird die Poſtnachnahme nicht eingelöst, so werden die geschuldeten Beträge im Verwaltungswege beigetrieben werden. Die Zwangsvollstreckungskosten fallen Ihnen zur Last." - Hat der Pflichtige nicht innerhalb einer Woche nach Fällig= keit gezahlt, dann fertigt die Kasse eine Postnachnahmekarte| Schaden verlief. stüden, der höchste Steuersatz bei höchst belasteten Grundstüden 50 Prozent der Friedensmiete. Eigenhäuser sollen besondere Vergünstigungen genießen. Die Verwaltung der Steuer soll den Reichsfinanzbehörden unterliegen. Für Härteausgleiche sollen Durchführungsbestim mungen geschaffen werden. kompressorlose Dieselmotoren 7-10 PS hoch überiustbar betriebsicher 15-25 PS einfach urwerwiistlich preiswer? 5240 MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Taunusstr.10 Sonnabend, den 3. September 1927. Mit den seitherigen Befreiungsvorschriften für bedürftige Wohnungsinhaber( in Hessen das Gutscheinsystem) bricht der Entwurf. Danach gibt es teine Erlässe oder Ermäßigungen mehr, die in den Verhältnissen der Wohnungsingaber begründet sind. Steuerpflichtig soll allein der Eigentümer sein. Er soll auch das Rifito des Einzugs und der etwaigen Mietausfälle tragen. Erlaß der Steuer bei Nichteingang der Miete soll nit mehr in Frage kommen. Wie man das mit den geltenden Mieterschutzbestimmungen sittlich vereinbaren will, ist eine noch ungelöste Frage. Wie soll der Hauseigentümer 50 Prozent der Miete als Steuer abführen tönnen, wenn ein Mieter es ver steht einen Räumungsprozeß ein halbes oder ein ganzes Jahr hinauszuzieben und zum Schluß wird ihm vom Richter noch eine 3 bis 6 monatliche Räumungsfrist bewilligt? Wenn man vom Hausbesitzer die Steuer unter allen Umständen verlangt, so muß man ihm auf der anderen Seite auch die freie Hand lassen, Miet- Ausfälle möglichst zu verhindern. Der jetzige Mieterschutz züchtet ja geradezu die Partei der böswillig nichtzahlenden Mieter. Die Gebäudeentschuldungssteuer bildet, jolange es gesegliche Miete gibt, einen Teil dieser Miete. Die Mindesthöhe der gesetzlichen Miete jetzt jeweils die Reichsregierung fest. Des weiteren enthält der Entwurf, die immer wiederkehrende Bestimmung, daß dem Hauseigentümer in der Miete derjenige Betrag zu belassen sei, der zur Berzinsung aufgewerteter Hypotheken und des Eigenkapitals notwendig ist, mit dem eine vor dem 1. Januar 1918 eingetragene, nach dem Aufwertungsgesetz aufgewertete, Papiermarkhypothek zu verzinsen wäre, deren Nennbetrag dem Friedenswert des Grundstüdes entspricht, also eine Verzinsung von 25 Prozent des Friedenswertes. Hierfür haben die Landesregierungen einen bestimm ten Hundertsatz der Friedensmiete festzusetzen. Daß sich z. B. die Hessische Regierung an die früher schon bestandene Vorschrift nicht gestört hat, ist allgemein bekannt. Das Gleiche gilt von der ebenfalls aufgenommenen Vorschrift, daß die Hälfte der Steuer dem Wohnungsbau zuzuführen sei. An der Nichtbefolgung der seitherigen reichsgesetzlichen Vorschrift ist die Hessische Regierung nicht gestorben. Von der für Bauzwede bestimmten Hälfte sind 10 Prozent ans Reich abzuführen, das davon Beamtenwohnungen bauen will. Brauchen nun die Gemeinden teine Beamten mehr aufzuneh= men oder sind die Beamten eine besondere Klasse? In Zutunft baut das Reich für seine Beamten, das Land und die Gemeinden werden für ihre Beamten bauen, alles vom Geld des Hausbesitzers und dem privaten Hausbesitzer überläßt man die Arbeitslosen, jedoch mit der Bestimmung, daß, wenn er auch teine Miete bekommt, er trotzdem die Gebäudeentschuldungssteuer oder die Werterhaltungssteuer bezahlen muß, damit Staat und Gemeinden leben und bauen können. Wer erinnert sich dabei nicht des Wortes:„ Wir gehen herrlichen Zeiten entgegen". Staatssozialismus in Reinfultur. 4. Steueranpassungsgesetz. Dieses Gesetz soll der Vereinfachung und Vereinheitlichung des Steuerrechts dienen. Dieses Gesetz hat vor den anderen den Vorteil, daß es feine Veranlagung und feine Steuer mit sich bringt, den Steuerzahler also nur indirekt zu interessieren braucht. Es wird dann B. bestimmt, daß die Bestimmungen der Reichsabgabeordnung auch für die Landes- und Gemeindesteuern Geltung haben, daß, wie bereits oben erwähnt, die Realund Gebäudeentschuldungssteuern von den Finanzämtern des Reichs verwaltet werden. Weiter bringt es Bestimmungen über Steuerausschüsse, über die Vereinheitlichung des Veranlagungsverfahrens durch Schaffung des Einheitssteuerbescheids. Damit soll das heute vielfach bestehende Durcheinander in Veranlagungen, Steuerzetteln und Fälligkeitstagen beseitigt werden. Bei all dem vielen, was die neuen Gesetze bringen, das eine bringen sie nicht: die allseitig ersehnte Herabsetzung der drükfenden Steuerlast. Wer gewohnt ist nur die Ueberschriften zu lesen, wird bei 3iffer IV unwillkürlich auf den Gedanken kommen, es handele sich bei dem Steueranpassungsgesetz um ein Gesetz, das den Zweck habe, die Steuern der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Steuerzahler anzupassen. Wer weiter liest, wird sich in dieser Annahme getäuscht und enttäuscht sehen. Wer hätte nicht gern auf alle vier Gesetze verzichtet, und hätte sich nicht mit dem einen oben erwähnten, aber leider noch Grüner Rasen Blaue Wellen. Roman von Otto von Gottberg. 6. Fortsetzung. Viel Worte hatten sie einander nie gegeben. Werner nahm noch ein Pulver für den Husten, trant aus dem Glas, lehnte den Kopf an den Altar und zog die vom Lazarettgehilfen gebrachte Wolldede zum Hals, als wolle er schlafen. So jung, so müde und mit fieberroten Wangen so leidend sah er aus, daß der Vater ihm zärtlich die Hand auf die heiße Stirn legte. Ihn wachzuhalten, schien noch schmerzlicher, als die flüchtige Lieblosung ein rührend kindlich frohes und doch noch gequältes Lächeln auf des Kranken Lippen rief. Papa, lieber Papa". Der Junge vergaß den schnoddrigen Ton soldatischer Jugend. Sein Kopf suchte des Vaters Schulter, als wäre er wieder ein Bübchen. Ein Beben schüttelte die Kinnbaden des Generals beim Sprechen: Mein Junge, ich habe dir viel zu sagen, aber wenig Zeit. Wir sind von den Russen umstellt und warten auf die Er laubnis, uns durchzuschlagen. Das wird gelingen! Doch ob wir uns wiedersehen, steht dahin. Darum möchte ich von zwei für dich bedeutsamen Briefen reden. Ein dir dem Namen nach be kannter Herr Caspar v. d. Helle und der Vetter Minister haben mir geschrieben." Werner schlug die Augen nicht auf, obwohl der Vater jetzt zögernd verstummte. Dann hörte er ihn fragen:„ Hast du beim Verkehr mit den Priedelsdorfer Kusinen etwa Die Pause blieb so lang, daß er doch die Augen öffnete. Der Vater umfaßte mit den Händen die hohen Stiefelschäfte und starrte vor sich auf die Fliesen:..... an eine Heirat mit Gerda oder Elisabeth gedacht?" Da drehte er den Kopf. Der Junge mied seinen Blid, aber um die frostgespaltenen Lippen im geschwollenen Gesicht spielte das freimütige Lächeln, das oft bei Gesprächen sagte, der jüngere sähe im Aelteren nicht nur den Vater, sondern auch den ver trautesten Freund. Gleich fand er auch wieder die launig knappe Sprache. Gott, Papa, gern hatte ich die Mädels immer. Ber liebt aber habe ich mich erst neuerdings. Das Dämliche ist nur, 11 Gießener Zeitung" fehlenden Gesetz begnügt? Wir werden auf die Gesetze und deren Begründung nog zurüdtommen. Inzwischen sind die Entwürfe vom Reichskabinett verabschiedet worden, wobei die Grundzüge beibehalten wurden, lediglich einzelstaatlichen Wünschen inbezug auf deren Steuerhoheit wurde Rechnung getragen. 女 Unter Führung des Frankfurter Stadttämmerers Bruno Asch macht die sozialistische Presse Stimmung gegen die neuen Steuergesehentwürfe. Man befürchtet die durchaus notwendige und im Interesse der Steuerzahler liegende obrigkeitliche Kontrolle der kommuna len Verwaltungen, die vielfach verantwortungslose AusgabenMizwirtschaft auf Kosten der Steuerzahler betrieben haben. Um das festzustellen braucht man noch nicht einmal in bic Ferne zu schweifen Was uns in den Ausführungen des Frantiurte: Stadttämmerers, der diesen Poften seinem politischen Glauben zu verdanten hat, und über dessen finanztechnischen Fähigkeiten selbst innerhalb seiner Parteifreunde die Meinungen start auscinandergehen, interessiert, ist seine Einstellung zur Gebäudeentschuldungssteuer. Man liest da: ,, Umso schärfer muß aber die Absicht der Regierung getadelt werden, diese große gerechte(!) und wahrschein lich unentbehrliche(!) Steuer in rascher Genfung vom 1. Januar 1929 an um jährlich 10 Prozent bis auf etwa ihrer gegenwärtigen Höhe abzubauen. Dadurch würde den Hauseigentümern ein Geschenk(!) zugeschanzt, das man für das Jahr 1934 mit etwa 800 bis 1000 Millionen R.Mart, also mit einem Kapitalgewinn von annähernd 15 bis 20 Milliarden nicht zu hoch einschätzt". Daß die Steuer groß ist, darin stimmen wir mit dem Herrn Stadttämmerer überein, daß fie gerecht sei, wurde seither sogar von linksparteilichen Abgeordneten und Ministern, auch von Parteifreunden des Herrn Asch bestritten, mit diesem Urtei! steht er wohl ziemlich allein. Die Tatsache, daß eine Steuer den Stadtsädel auf mühelose Art füllt, macht die Steuer noch lange nicht gerecht. Dem Stadttämmerer scheint sie aber wohl gerecht, weil sie die Hausbesiger trifft. Geradezu klassisch find seine Ausführungen über das den Hausbesitzern im Jahre 1934 drohende Geschenk. Hoffentlich wird sich in dessen Erwartung kein Hausbesitzer voreilig in Schulden stürzen. Wenn dem Hausbesitzer 10 Jahre lang zu Unrecht Steuern abgenommen werden und ein Stadttämmerer bringt es fertig, die teilweise Beseitigung dieses Unrechts als„ Geschent" zu bezeichnen, so weiß man nicht, ob man sich mehr wundern soll über die Regierung, die trotz Erkenntnis des Unrechts die Steuer erhebt oder über den Stadtfämmerer von Frankfurt. Man kann ruhig behaupten, wenn es gegen den Hausbesitz geht, da kennt man teine Parteien mehr. Wenn die Gewinne( die mit dem Wechsel der politischen Gesinnung im neuen Deutschland gemacht werden ,,, groß und gerecht" besteuert würden, so glauben wir, man könnte das ,, Geschent" von 800 bis 1000 Millionen dem Hausbesitz heute schon machen. Wir glauben aber Grund zu der Annahme zu haben, daß der Herr Stadtkämmerer dieser Anregung nicht besonders sympathisch gegenüber steht. SCHIEL Das Ganze: Ein Zeichen der Zeit. Leider ein trauriges. 6. Ziegler. MONTAG Mehr abwechslung im Küchenzettel findet Zustimmung von allen Seiten. Wechseln Sie deshalb öfter einen Oetker- Pudding Gang mit einem guten aus, denn er schmeckt ausgezeichnet, ist nahrhaft und preiswert, so daß Ihr Haushaltsgeld keinen Zuschuß braucht. In vielen Sorten in den einschlägigen Geschäften erhältlich. Verlangen Sie ebenda das neue Oetker- Rezeptbuch, Ausgabe F für 15 Pfg., wenn nicht vorrätig, gegen Einsendung von Marken von Dr. August Oetker, Bielefeld. Ladenverkaufspr.: Backpulv. Backin< 1 Stck. 10 Pfg., 3 Stck. 25 Pfg., Puddingpulver Vanille- Mandel 10 Pfg., Vanillin- Zucker 5 Pfg., Vanille- Soßenpulver 5 Pfg., Gala- Schokoladen- Puddingpulver 15 Pfg., Mandelkern- Puddingpulver 20 Pig., Schokoladenspeise mit gehackten Mandeln 25 Pfg., Krokant- Puddingpulv. 30 Pfg., Gastin 225 g 35 Pig., Einmache- Hülfe 7 Pfg. daß ich nicht weiß, in welche. Gerda finde ich schöner und Elisabeth hübscher. Die eine ist gut und flug, die andere lustig und gescheit. Oft denke ich mehr an die Blonde, oft mehr an die Dunkle. Kolossale Kafferei, was?" Wie in glücklichem Träumen sah er auf die Wolldecke. Ihm war, als brenne auf den heißen Lippen wieder Elisabeths Mund wie süßes Feuer. Gern hätte er sie wieder gefüßt, aber nicht minder lockte der herbe Mund der ernsten, stolzen Gerda. Seit der Begegnung auf dem Bahnhof hatte er während der Fahrt zur russischen Grenze wie auf Märschen durch Regen und Schnee und beim Schlafen über Schlamm und Eis die wohl wechselnde, aber immer gleich zehrende Sehnsucht nach einem der lieben Mädchen gespürt. Der Generalleutnant nidte. Wenn der Sohn nicht wußte, wem seine Liebe galt, fonnte er sie wohl noch bezwingen. Es war Zeit, von seiner Geburt zu sprechen. Vielleicht hatten die Eltern gefehlt, als sie erst schwiegen, um des Heranwachsenden frohe Jugend nicht zu stören. Darum zögerte er noch, ehe er hart und hastig sagte: Werner du bist gar nicht mein Sohn." Erschreckend griff der Verwundete nach des Vaters Hand, ließ sie los und starrte ihn fragend und zweifelnd, dann ungläubig, ja zornig in die Augen. Wie in Entrüstung wollte er sich auf richten, aber fiel mit einem Stöhnen von förperlichem Schmerz oder seelischem Weh wieder an die Altarwand. Der Vater dachte zu begütigen:„ Mein Junge. " Hußlarn tam aus der Satristei:„ Eure Exzellenz! Befehl vom Oberkommando!" Der Generalleutnant sprang auf. Vergessen wußte Werner sich. Das jah er im Blid der in Erwartung funkelnden Augen über der Hafennase und in des Vaters Haltung. Auch kannte er ihn! Der war noch von der stolzen alten Art jener Soldaten, die der Dichter sagen ließ: Was schert mich Weib, was schert mich Kind Lesen Sie, lesen Sie!" rief er ungeduldig, und der Generalstabsoffizier begann. Werner hörte zu und begriff, daß die vier Divisionen sich vom Feind vor ihrer Front lösen und lehrtmachen sollten, um auf dem Weg über Brzezing durch die Russen Rennenkampfs zu den Kameraden im Norden zurüdzukehren. ,, Donner und Doria!" Ein Jauchzen dröhnte von des Vaters Nr. 36. Sonnabend, den 3. Septembe Der gerichtliche Urkundsbeamte. Technisch- und wo Beratung der Hand Son Gewerberat a. D. Dr. Gusta In der Nummer vom 1. August ,, be" wird ein furzes Tätigkeitsbild emmer errichteten Gewerbeförderungs Bon Justizoberinspektor Otto Meyer, Essen. Die in den Gesetzen und Prozeßordnungen geregelten Aufgaben der Gerichte werden in der Hauptsache durch zwei Organe der Rechtspflege erledigt, durch den Richter und den Urkunds beamten. Während dem Richter in erster Linie die Rechtsfin dung und Streitentscheidung obliegt, hat das zweite Rechts die Bezeichnung Urfundsbeamter der Geschäftsstelle führt, alle diejenigen gesetzlichen Geschäfte selbständig zu erledigen, die mehr feststellender und beurkundender Art find. Hierzu gehört in erster Linie der Verkehr zwischen den Rechtsuchenden und dem Gericht. Nach dem Willen des Gesetzgebers soll der Urkunds beamte den Rechtsuchenden helfend und beratend zur Seite stehen und zwar wie ausdrücklich hervorgehoben sei tostenlos. Demgemäß fönnen vor dem Urkundsbeamten Klagen, Güteanstige das Zivilprozeßverfahren betreffende Erklärungen gebüt renfrei zu Protokoll erklärt werden. Auch die Strafpozes pflegeorgan, welches nach dem Reichsgeseh vom 1. Juli 1927 lle gezeigt. Man erfieht daraus be - er derartigen Stelle einem wirklic Berater jahrelang tätig ist, Fortsbetriebe diese Einrichtung Saduftrie und Handel aus berufl te bisher, daß den Sandwerksbet en eigenen Betrieb gründen oder i Sedürfnissen entsprechende derart Umfang und Art der Handwerksbetr träge, Armenrechtsgesuche, Gesuche um Kostenfestsetzung und son nie start geändert, weniger äuf ung mandher Betriebe, entspred aftlichen Verhältnissen. Mangel ordnung zieht in vielen Fällen die Aufnahme von Parteierfludit, stellen Ansprüche an Betriebs rungen durch den Urkundsbeamten vor. Insbesondere läßt sien Maße vor dem Krieg, nicht kan zu, daß die Revisionsanträge und Revisionsbegründungen, die sonst nur durch einen Rechtsanwalt eingereicht werden können. auch dem Urkundsbeamten gegenüber gültig abzugeben sind. en Betrieben mußte erfolgen, fol en. Man mußte fich vielfach au er war, als man fich in Handwerks Wie das Reichsgericht mehrfach entschieden hat, darf der Urings, jo gut wie feine Spezialfrä fundsbeamte sich hierbei nicht auf einfache Wiedergabe der für Handwerksbetriebe finanziell Parteierklärungen beschränken, sondern er hat in Ausübung Sdhilfe fand aber durch die Handw seiner rechtsberatenden Tätigkeit auf sachdienliche und form. diesem Mangel durch die Errich entsprechende Anträge hinzuwirken, jodaß er nicht nur berech stelle abzuhelfen. tigt, sondern auch verpflichtet ist, von sich aus alle unsachge Sie Beratung und Gewerbeförderu mäßen Erklärungen der antragstellenden Partei auszuscheiden. ei große Abteilungen. Die erste A Neben dieser wichtigen Tätigkeit obliegt dem Urkundsbeamten die Anordnung von Ladungen und von Zustellungen, wobei die besonderen, strengen Form- und Fristvorschriften des Gesetzes zu beachten sind, ferner die Erteilung von Rechtstraftzeugnissen, die u. a. eine Prüfung der Zulässigkeit der Rechtsmittel und des Ablaufs der Rechtsmittelfristen in sich schließt, sodann die Er ung in Theorie und Weiterbildung, Beratung dort ihren Kern hat und ihre sich darum handelt, unterstützend in uwirken. Mit anderen Worten: Der herungsgedante, der schon zum Schlo it, foll durch die Beratung verwirklicht shandle fich bei der Rationalisierung sachen die Zwangsvollstreckung( Pfändung), in Strafsachen die Strafvollstreckung erfolgen usw. teilung der Vollstreckungsklauseln, auf Grund deren in Zivil berhaupt der Betriebe, um einen neu Sodann hat der Urkundsbeamte Entscheidung über die Anträge auf vollstreckbare Festsetzung der Parteifosten zu treffen, wobei er prüfen muß, ob die verlangten Kosten wirklich entstan den sind, ob sie zu den Kosten des Rechtsstreits gehören, ob sie in der geforderten Höhe notwendig waren usw. Eine gleiche Prüfung erfordert die dem Urkundsbeamten obliegende Entschei dung über die Anträge auf Festsetzung der einem freigesprochenen Angeschuldigten aus der Staatskasse zu erstattenden Auslagen sowie auf Festsetzung und Anweisung der Gebühren der Rechts. anwälte in Armensachen. Der Urkundsbeamte entscheidet ferner über die Anträge auf Vollstreckbarkeitserklärung der Zahlungs. befehle. Er ist auch zuständig für die gerichtliche Beglaubigung von Unterschriften und Handzeichen, die nach den Vorschriften des Gesetzes sonst gültig nur noch durch einen Notar erfolgen fann. Eine wesentliche Erweiterung des Aufgabenkreises des Urfundsbeamten ist durch die sog. Kleine Justizreform von 1921 erfolgt, auf Grund deren eine große Zahl richterlicher Geschäfte dem Urkundsbeamten zur selbständigen Erledigung überwiesen sind. Auf Grund besonderer Anordnung der Landesjustizver waltungen können dem Urkundsbeamten u. a. übertragen wer den: in Zivilsachen: der Erlaß der Zahlungsbefehle, die Beschlüsse auf Pfändung und Ueberweisung von Forderungen und anderen Vermögensrechten, die Beschlüsse auf Einstellung der Zwangsvollstreckung usw.; in Strafsachen die gesamte Straf vollstreckung mit Ausnahme der Entscheidungen über Straf aufschub und Unterbrechung; ferner ist eine weitgehende Uebertragung zugelassen in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit; besonders in Grundbuch- und Vormundschaftssachen erledigt der Urkundsbeamte heute in einzelnen Ländern zum Teil bis zu 90 Prozent, aller Richterarbeiten. Diese im Interesse der Verbilligung, Vereinfachung und Beschleunigung getroffenen Maßnahmen haben sich nach dem Zeugnis der zuständigen Amtsstellen durchaus bewährt; sie haben das Ziel der Freistellung des Richters für seine größeren Aufgaben er reicht. Lippen durch die stille Kirche. Blitz und Feuer schienen die Augen über der Hakennaje zu sprühen. Das herrisch stolze Gesicht flammte: Das nenn' ich einen Befehl, Hußlarn! Ich dachte mich westwärts zu Madenjen noch durchzuschlagen, aber der Ge dante, vier Divisionen geschlossen durch feindliche Uebermacht zu rüdzuführen, ist der Armee würdiger. Keine andere unter der Sonne wagte ähnliches." Er schwieg. Seine Augen suchten die Steinfliesen und seine Gedanken die Karte. Wenn die Armeeabteilung fehrtmachte und den gekommenen Weg nahm, hing ihre Kolonne im Russenlessel wie eine lange, lange Wurst. Die Division Lizmann hatte als nördlichster Zipfel oder Vorhut eine Gasse durch den Feind bei Brzeziny zu öffnen. Die eigene Division blieb als südlichster Zipfel oder Nachhut am längsten im Kessel und in Gefahr, ab getniffen zu werden. Doch der Mann von Tannenberg sollte sich nicht verrechnet haben, als sein Vertrauen auf preußischer Truppen Wunderkraft der Armeeabteilung den wohl fühnsten Be fehl aller Zeiten schidte. in neuerfundenes System, Geld zu veri In großen Industriebetrieben fannte man alifierung" fchon vor Jahrzehnten, gen item". Beide haben lediglich den gleic lang der geringsten Produktionsfosten trieb verlassen. Jedoch ist dabei Beding Betriebs das ihrige dazu beitragen, d banten zur Geltung zu bringen. Nicht n auch der kaufmännische Betrieb muß i mäzig den Gedanken durchführen helfe Ridläufe. Wenn uns vor dem Krieg nicht so nachdrüdlich wie heute eingehä hier mancherlei Gründe schuld. Beispi dasländischen Konkurrenz, gerade der Land Waren bezogen, Verschiebung der gehende Kartellierung bestimmter mark en, Zollmauern u. a. m. Zusammenschlüsse in der Industri au, daß, bezüglich bestimmter Waren men verschiedenen Arten, nicht abän ficht, zudem am einzelnen Handwe schlüsse gemacht werden können, di wwesentliche Vorteile bringen. Ders Beschränken, dort die geringsten Pro wo dieses eben noch möglich ist. C and Kontrolle der Werkstätten, Mrbeitsteilung usw. Dabei muß man aber nicht nu wieviel Waren ich produzieren kan Aussicht auf Gewinn meine Konjum es helfen, das zehnfache gegen früh nur das Doppelte der ursprüngliche men. Es muß deshalb der Grund Wit geringsten Mitteln, unter Aust triebsmitel, entsprechende Arbeits Broduktion zu fördern, um dadurch u fönnen, um die Konsumtion besse Der gelieferten Ware oder Arbeit, d * m mit andächtigem Bewundern e Berners Herz schlug höher. Er sah ing des Feindes so des Sieges sic den morgigen Tag in die heut dej. Darum flammte in allen hei Lange, als das zu befehlen, Eure 6s war gerufen, nein, gejauchzt wi Biedersehen von Siegern versprach. Sie gingen. Der Vater trat ne und schloß die Tür mit einem K Nicht einmal zurüdgeschaut hatte Ni verwundete fleine Leutnant w Ein Schüttelfrost ließ Werner ersch fich zum Ueberdenten ves Gespräch Sur die Worte„ Rachai Bataillon Gehirn Der cben gehorte Divisio iber Tuszyn auf die oftwärts aus e Brzezing. Mit ihm tam vor Cene Kompagnie an der Kirche vo tie Augen fielen zu. Lange hatte er wohl nicht gesch Spentirten ihn wedten. In die Der Ee ber die herrische Stimme Divifanstommandeurs. Fast schien ins Dantel tragen. Ein Feuer f Dern stand bie breitschultrig hohe Ge Acichlagenem Kragen. Hinter dem einen Wagen in Stüde. Ein Un igen Ordonnanzen, Schreibern und Bater ließ sich eine Handvoll Patro en. Freilich bei der Nachhut, den Dollte er jein! Die Stunde war Waffe des Musketiers greifen Antheit vergessen. Nur bis der so medie, wollte er noch unter der war Das Feuer draußen verglimmie. icht mehr zu hören. Doch ein Rausch bie jammenden Ohren, wie das Br Eslagt: Du bist nicht mein Sohn. um hatte der Bater, nein der Gene Serlunit gesprochen? Lag der Scha Er redte sich. Die rechte Hand schlug knallend in die flache Linke:„ Los, los, meine Herren! Hußlarn, die Befehlsempfänger!" Sie famen und sahen den Divisionstommandeur statt des Generalstabsoffiziers vor fie treten. Auch Werner verhielt den Atem, während von den herrischen Lippen laute Worte wie Fanjarenhall des Sieges durch die Kirche dröhnten:„ Erstens, der Feind ist auf Starowa Gora geworfen. Die siegreiche Division löst sich für neue Verwendung aus dem Kampf. Zweitens. 44 Die Bleistifte fragten noch auf dem Papier. Aus neuen Sätzen hörte Werner, daß der Vater seine Truppe zu einer einzigen Kolonne zusammenwerfen wollte. Aufhorchen ließ, ein hartes, aber auch frohes„ Neuntens: Mitgeführte Dienstpapiere find zu vernichten. Zehntens: Führer der Marschkolonne Gene ralmajor v. Rieffenbach. Mich treffen Meldungen bei der Nach hut, dem Bataillon Scholz. Und jetzt wiederholen!" Sein Finger wies auf einen Adjutanten, der den Befehl laut vorlas. Dann strafften sich alle Gestalten im Warten auf das Ge heiß, zu den Truppen zu eilen. Doch wieder hob der Generalleut nant die Stimme: Fügen Sie hinzu elftens: Nächster Be fehlsempfang nach dem Einrüden in Brzezing in meinem dorti gen Stabsquartier. Verstanden?" Aller Augen brannten. Ja, fie hatten verstanden, und auch Nr. 36. Sonnabend, den 3. September 1927. chtliche Urfundsbeamte. oberinspektor Otto Meger, Essen. " Gießener Zeitung" lifierung in feiner Weise Not leiden. Wo Massenherstellung durch majchinelle Hilfsmittel möglich, leidet bei richtiger Bearbeitung Technisch- und wirtschaftliche Beratung der Handwerksbetriebe. feinesfalls die Qualität. sehen und Prozeßordnungen geregelten Auf werden in der Hauptsache durch zwei Organe ledigt, durch den Richter und den Urfunds Bon Gewerberat a. D. Dr. Gustav Stödle, Darmstadt, In der Nummer Dom 1. August Sessisches Handwerk u. Getscheidung obliegt, hat das zweite Rechts: temmer errichteten Gewerbeförderungs- und Betriebsberatungsdem Richter in erster Linie die Rechtsjin merbe" wird ein furzes Tätigkeitsbild der von der Handwerks s nach dem Reichsgesetz vom 1. Juli 1927 ftelle gezeigt. Man erfieht daraus bereits, daß die Errichtung fundsbeamter der Geschäftsstelle führt, alle einer derartigen Stelle einem wirklichen Bedürfnisse entspricht. en Geschäfte selbständig zu erledigen, die Ber als Berater jahrelang tätig ist, begrüßt im Interesse der ind beurkundender Art sind. Hierzu gehört Handwerksbetriebe diese Einrichtung auf das Lebhafteste. Und Berkehr zwischen den Rechtsuchenden und dem der Industrie und Handel aus beruflicher Tätigkeit fennt, be Willen des Gesetzgebers soll der Urfunds: Dauerte bisher, daß den Handwerksbetrieben oder Meistern die enden helfend und beratend zur Seite stehen einen eigenen Betrieb gründen oder übernehmen wollen, eine usdrücklich hervorgehoben sei vor dem Urkundsbeamten Klagen, Güteam toftenlos, allen Bedürfnissen entsprechende derartige Stelle mangelte. Umfang und Art der Handweitsbetriebe hat sich im Laufe der juche, Gesuche um Kostenjejtjehung und jon. Jahrzehnte start geändert, weniger äußerlich, als bezüglich der Bverfahren betreffende Erklärungen gebüt umstellung mancher Betriebe, entsprechend den sich geänderten II erklärt werden. Auch die Strafpoze wirtschaftlichen Verhältnissen. Mangelndes Rapital, Derringerlen Fällen die Aufnahme von Parteierlla. ter Kredit, stellen Ansprüche an Betriebsinhaber, die man in dem rfundsbeamten vor. Insbesondere lägt sie heutigen Maße vor dem Krieg, nicht fannte. Eine Umschichtung 1santräge und Revisionsbegründungen, die in vielen Betrieben mußte erfolgen, sollte die Prosperität nicht n Rechtsanwalt eingereicht werden können, notleiden. Man mußte fich vielfach auch umstellen, was umso amten gegenüber gültig abzugeben find. Ichwerer war, als man sich in Handwerksbetrieben, auch größeren cht mehrfach entschieden hat, darf der Ur. Umfangs, so gut wie feine Spezialträfte halten fonnte, weil erbei nicht auf einfache Wiedergabe der diese für Handwerksbetriebe finanziell nicht tragbar sind. Die eschränken, sondern er hat in Ausübung Selbsthilfe fand aber durch die Handwerkstammer Mittel und Die Betriebspragis selbst stellt den Betriebsinhaber sehr oft Dor ganz unvorhersehbare Aufgaben, die in den seltensten Fällen von einem Einzelnen gelöst werden fönnen Schon die Beherr schung bestimmter Gesetzesvorschriften, im Zusammenhang mit gr werbepolizeilichen Bestimmungen der allerverschiedensten Art, die für gewisse Betriebe lebenswichtig find, ist nur dem möglich, der jahrelang in der Materie gearbeitet hat und reichliche Erfahrung besitzt. Es gibt hier zahlreichste Fälle schwierigerer Lö sung, bei oft bereits bestehenden Anlagen, als bei neu zu errich tenden Anlagen. Wie oft kommt es noch vor, daß auf Anraten sachverständig sein wollender Leute, Anlagen errichtet, bezw. im guten Glauben umgeändert werden, die dann nachträglich, unter Bezugnahme auf gesetzliche Bestimmungen und Verordnungen, mit großen Kosten einer Abänderung bedürfen. Wie oft werden maschinelle, unzwed mäßige alte oder neue Einrichtungen gekauft, um hinterher feststellen zu müssen, daß diese den Bedürfnissen in feiner Weise entsprechen. Mitunter werden auch Preise für Maschinen usw. bezahlt, die in feinem Verhältnisse zum inneren Werte derselben stehen, ganz abgesehen davon, den Kaufvertrag so zu gestalten, daß möglichst Prozesse vermieden werden. Alle derartige unproduttive Kosten tragen nicht dazu bei, zu ,, rationa lifieren" d. h. billigere Produktionstoften, gegenüber bestimmten Konkurrenzen, herauszuwirtschaften. Unnötige Kosten sind im wirklichen Sinne unproduktiv und hinausgeworfenes Geld, das dem Betriebe verloren geht. Es entstehen durch Unkenntnis herHandwerk eigentlich Verdienst bringen sollten. en Tätigkeit auf sachdienliche und form. Wege, diesem Mangel durch die Errichtung einer Gewerbeför vorgerufen, Vorausbelastungen auf fünftige Waren, die dem Je hinzuwirken, jodaß er nicht nur bered berungsstelle abzuhelfen. erpflichtet ist, von sich aus alle unsachge der antragstellenden Partei auszuscheiden. lich zwei große Abteilungen. Die erste Abteilung erfaßt die VorDie Beratung und Gewerbeförderung selbst umfaßt eigenthtigen Tätigkeit obliegt dem Urkundsbeamon Ladungen und von Zustellungen, wobei en Form- und Fristvorschriften des Gesetzes er die Erteilung von Rechtstraftzeugnissen, g der Zulässigkeit der Rechtsmittel und des bildung in Theorie und Weiterbildung, während die eigentliche Beratung dort ihren Kern hat und ihre Tätigkeit entfaltet, wo es fich darum handelt, unterstützend in der eigentlichen Pragis ju wirken. Mit anderen Worten: Der viel genannte Rationalifierungsgebante, der schon zum Schlagwort heruntergesunken ittelfristen in sich schließt, sodann die Er. it, soll durch die Beratung verwirklicht werden. Viele glauben, fungsklauseln, auf Grund deren in Zivilstreckung( Pfändung), in Strafsachen die Igen usw. es handle sich bei der Rationalisierung der Handwerksbetriebe, überhaupt der Betriebe, um einen neuen Gedanken, bezw. um ein neuerfundenes System, Geld zu verdienen. Bei Leibe nicht. Irkundsbeamte Entscheidung über die An. In großen Industriebetrieben kannte man die sogenannte ,, Ratios e Festsetzung der Parteikosten zu treffen, Ob die verlangten Kosten wirklich entstan nalisierung" schon vor Jahrzehnten, genau so wie das„, Taylorsystem". Beide haben lediglich den gleichen Grundgedanken, ErKosten des Rechtsstreits gehören, ob sie alelung der geringsten Produktionskosten der Waren, die den Be he notwendig waren usw. Eine gleiche dem Urkundsbeamten obliegende Entschei auf Festsetzung der einem freigesprochenen Der Staatstaffe zu erstattenden Auslagen und Anweisung der Gebühren der Rechts hen. Der Urkundsbeamte entscheidet ferner f Bollſtrettbarkeitserklärung der Zahlungs, zuständig für die gerichtliche Beglaubigung id Handzeichen, die nach den Vorschriften tig nur noch durch einen Notar erfolgen Erweiterung des Aufgabenkreises des Ur ch die sog. Kleine Justizreform von 1921 eren eine große Zahl richterlicher Geschäfte zur selbständigen Erledigung überwiesen sonderer Anordnung der Landesjustizper m Urkundsbeamten u. a. übertragen wer der Erlaß der Zahlungsbefehle, die Beund Ueberweisung von Forderungen und echten, die Beschlüsse auf Einstellung der usw.; in Strafsachen die gesamte Straf snahme der Entscheidungen über Stras chung; ferner ist eine weitgehende Uebern Angelegenheiten der freiwilligen Gers in Grundbuch- und Vormundschaftsrfundsbeamte heute in einzelnen Ländern Prozent, aller Richterarbeiten. Diese im igung, Vereinfachung und Beschleunigung nen haben sich nach dem Zeugnis der zudurchaus bewährt; sie haben das Ziel Richters für seine größeren Aufgaben erfrieb verlassen. Jedoch ist dabei Bedingung, daß alle Teile des Betriebs das ihrige dazu beitragen, den Rationalisierungsgebanken zur Geltung zu bringen. Nicht nur die Werkstatt, sondern auch der laufmännische Betrieb muß in gleicher Weise anteilmäßig den Gedanken durchführen helfen. Rüdstände bedeuten Rüdläufe. Wenn uns vor dem Kriege die ,, Rationalisierung" Kirche. Blitz und Feuer schienen die Au se zu sprühen. Das herrisch stolze Geficht ' ich einen Befehl, Hußlarn! Ich dachte adensen noch durchzuschlagen, aber der Ge geschlossen durch feindliche Uebermacht zus Armee würdiger. Keine andere unter der 25." nicht so nachdrücklich wie heute eingehämmert wurde, dann find hier mancherlei Gründe schuld. Beispielsweise: Erſtartung der ausländischen Konkurrenz, gerade der Länder, die von Deutschland Waren bezogen, Verschiebung der Rohmaterialbasen, weitergehende Kartellierung bestimmter marktbeherrschender Industrieen, Zollmauern u. a. m. Nr. 36. In der trauten Stube, im stillen Kirchlein, im einsamen Wald odr sonstwo, wo Rub sie umgibt, da sammeln sie sich ihre Kräfte, vertiefen sich und lassen die Schätze von Wissen, Glau= ben und Denken in fich wachsen und reifen. Wo immer Menschen Großes schafften und auch ihrem Innern Größe gaben, da sind es stille Stunden, Tage und Jahre gewesen, in denen sie diese Kräfte für die großen Aufgaben ihres Lebens gesammelt hatten. In einer fernen Stadt eines heiligen Landes da schwieg auch einst 30 Jahre lang in weltabgeschlossener Stille der vom Himmel Gesandte. Dort in der Totenstille des einsamen Nazareth sammelte sich in dem göttlichen Jüngling ein Fülle götti.her Weisheit und Kraft. Und dann erst trat er hervor aus jeiner Verborgenheit auf den großen Markt der Welt und in drei Jahren hatte er ein Wert vollführt, wie es Menschengeist nicht erjirnen fonnte. Drei Jahre und er hatte die ganze Welt erobert und war doch nicht herausgekommen aus seinem engen Vaterlande. Wie oft werden gewisse Maschinen und Einrichtungen zur Produktion gekauft, für die man verabsäumt sich Garantien ge= ben zu lassen, inbezug auf Beschaffenheit, Leistungsfähigkeit usw. Gerade bei den Antriebsmaschinen, ob Dampf, Elektrizitäts- oder Verbrennungsmaschinen, müßte eine peinliche Nachprüfung vorgenommen werden, inwieweit vom Lieferanten versprochene Ueberlastungszahlen, Verbrauchsziffern, eingehalten worden sind, und wenn nicht, welchen Weg man beschreiten will oder soll, um zu seinem Recht zu gelangen. Gerade für derartige Fälle, ist Vorsorge im Verkaufs- bezw. Garantievertrag zu treffen. Aber wie viele Fälle gibt es, in denen Streitfälle entstehen, nachdem Maschinen längst eingebaut sind. Hätte man da nicht vorher abhelfen können, indem man diese Maschinen durch einen Sachver ständigen abnehmen ließ! Hunderte anderer Fälle ließen sich aufzählen und durch die Praxis belegen, bei denen Unsummen von Geld und Zeitverluste dadurch entstanden sind, und bald täglich noch weitere entstehen, mangels nicht genügender Unterrichtung. Zusammenschlüsse in der Industrie führen immer weiter dazu, daß, bezüglich bestimmter Waren, sich das Handwerk in seinen verschiedenen Arten, nicht abänderlichen Preisen gegenüber sieht, zudem am einzelnen Handwerksbetriebe selten solche Abschlüsse gemacht werden können, die einem einzelnen Betriebe wesentliche Vorteile bringen. Derselbe muß sich deshalb darauf beschränken, dort die geringsten Produktionskosten herauszuholen, wo dieses eben noch möglich ist. So bei richtiger Einrichtung und Kontrolle der Werkstätten, Maschinen, Arbeitsmethoden, Arbeitsteilung usw. Dabei muß man aber nicht nur an die Produktion denken, wieviel Waren ich produzieren lann, sondern wie fann ich mit Aussicht auf Gewinn meine Konsumtion vermehren. Was würde cs helfen, das zehnfache gegen früher zu produzieren, ohne auch nur das Doppelte der ursprünglichen Produktion absetzen zu fönnen. Es muß deshalb der Grundgedanke einer Beratung sein: Mit geringsten Mitteln, unter Ausnutzung aller vorhandenen Betriebsmitel, entsprechende Arbeitsteilung und Einteilung die Produktion zu fördern, um dadurch die Warenpreise herabsetzen zu können, um die Konsumtion besser zu beleben. Die Qualität der gelieferten Ware oder Arbeit, darf aber durch eine Rationatern mit andächtigem Bewundern einen General, der im EisenWerners Herz schlug höher. Er sah vor sich nicht den Vater, sonring des Feindes so des Sieges sicher war, daß er die Seinen für den morgigen Tag in die heutigen Quartiere des Gegners rief. Darum flammte in allen heißen Augen das Leuchten noch lange, als das zu befehlen, Eure Exzellenz!" verflungen war. Es war gerufen, nein, gejauchzt wie ein Schwur, der das frohe Wiedersehen von Siegern versprach. Lernen wir wieder von ihm und seinem langen Scheigen in einsamer Stille. Jm lauten Treiben der großen Welt kann wahre Größe nicht geboren werden. Und du, Mensch dieser hastenden Zeit, dir sind auch stille Grunden gegeben, Stunden der Einkehr, der Sammlung. Das ist dein Sonntag. * Rasche Bergung der Ernte. Das andauernd gute Wetter hat in der Landwirtschaft alle Kräfte für die Einbringung der Ernie mobil gemach. In wenigen Tagen wird die letzte Garbe, sofern das gute Wetter anhält, von den Feldern verschwunden sein. Bereits oben wurde angedeutet, daß die Fachschulen, Unter-. richts- und Fortbildungskurse darauf hinweisen, und Grundlagen geben, auf welche Art und Weise man es anzufangen hat, einen Beruf richtig auszuüben. Die handwerkerliche Pragis hat aber erkannt, daß es notwendig ist, sich in weitestem Maße, bei eintretendem Bedarf, durch Beratung unterstützen zu lassen. Wie betont, hat die Industrie, durch größere Kapitalträftigkeit Mittel und Wege, sich durch eigene Spezialingenieure beraten zu lassen. In gleichem Maße weisen die Handwerkskammern den Weg, das Gewerbe zu unterstützen. Zum eigensten Vorteile, im harten Konkurrenzkampfe sollten es die Handwerker deshalb nicht versäumen, von einer segensreichen Einrichtung Gebrauch zu machen, die den Inhabern der Handwerksbetriebe nur zum wirtschaftlichen Vorteile gereichen kann. Sie gingen. Der Vater trat neben Hußlarn in die Sakristei und schloß die Tür mit einem Krachen, das Störung verbot. Nicht einmal zurückgeschaut hatte er. Weder der Sohn noch der verwundete fleine Leutnant waren für ihn auf der Welt! Ein Schüttelfrost ließ Werner erschauern. Vergeblich versuchte er sich zum Ueberdenten ves Gesprächs mit dem Vater zu zwingen. Nur die ooste Nachhal Bataillon Scholz" huschten durch das Gehirn Der cben gehorte Divisionsbefehl schidte den Major über Tuszyn auf die oftwärts aus dem Dorfe führende Straße nach Brzeziny. Mit ihm tam vor Tagesanbruch also auch die eigene Kompagnie an der Kirche vorbei. Er durfte hier warten, und die Augen fielen zu. e Augen suchten die Steinfliesen und sein Wenn die Armeeabteilung kehrtmachte Weg nahm, hing ihre Kolonne im Russen lange Wurst. Die Division Lizmann hatte I oder Vorhut eine Gasse durch den Feind 1. Die eigene Division blieb als südlichster am längsten im Kessel und in Gefahr, ab Doch der Mann von Tannenberg sollte aben, als sein Vertrauen auf preußischer der Armeeabteilung den wohl kühnsten Be rechte Hand schlug knallend in die flache Herren! Hußlarn, die Befehlsempfänger!" then den Divisionstommandeur statt des or sie treten. Auch Werner verhielt den n herrischen Lippen laute Worte wie Fandurch die Kirche dröhnten:„ Erstens, der a Gora geworfen. Die siegreiche Division vendung aus dem Kampf. 3weitens.." zten noch auf dem Papier. Aus neuen daß der Vater seine Truppe zu einer einmenwerfen wollte, Aufhorchen ließ, ein es ,, Neuntens: Mitgeführte Dienstpapiere hntens: Führer der Marschkolonne Gene ch. Mich treffen Meldungen bei der Nach Scholz. Und jetzt wiederholen!" Sein Adjutanten, der den Befehl laut vorlas. alle Gestalten im Warten auf das Ge eilen. Doch wieder hob der Generallent ügen Sie hinzu elftens: Nächster Be Einrüden in Brzezing in meinem dorti rstanden?" en. Ja, sie hatten verstanden, und aud des Lange hatte er wohl nicht geschlummert, als Fußstapfen und Sporentiirren ihn wedien. In die offene Kirchentür schlug von der Straße her die herrische Stimme des Vaters, nein Divisionstommandeurs. Fast schien sie Frohsinn und Zuversicht ins Dunkel zu tragen. Ein Feuer flammte. Vor dem hellen Lodern stand die breitschultrig hohe Gestalt in Pelzmantel mit hochgeschlagenem Kragen. Hinter dem Prasseln schlugen Soldaten cinen Wagen in Stücke. Ein Unteroffizier reichte marschfer= tigen Ordonnanzen, Schreibern und Burschen Gewehre. Auch der Vater ließ sich eine Handvoll Patronen in die Manteltasche schütten. Freilich- bei der Rachhut, dem letzten Bataillon am Feind, wollte er sein! Die Stunde war so ernst, daß Generale vielleicht jur Waffe des Musketiers greifen mußten. Darum hieß es, die Krankheit vergessen. Nur bis der Gleichschritt Marschierender wedte, wollte er noch unter der warmen Dede ruhen. - Das Feuer draußen verglimmte. Des Vaters Stimme war nicht mehr zu hören. Doch ein Rauschen fieberheißen Blutes sang in die summenden Ohren, wie das Brausen u. Grollen der fernen Schlacht:„ Du bist nicht mein Sohn." Wer war er also? Watum hatte der Vater, nein der General, nicht früher von seiner Herkunft gesprochen? Lag der Schatten eines dunklen oder unLokales. Sonntagsgedanken. . Vorsicht beim Unterschreiben. In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen Frauen aufdringlichen Reisenden Bücher und Bilderbestellscheine mit allen möglichen Nebenabreden un terschrieben haben und nun an einem auswärtigen Gericht auf Abnahme und Zahlung des Kaufpreises verklagt werden sollen. An alle Frauen ergeht die ernste Mahnung, die Unterzeichnung von Bestellscheinen nicht übereilt vorzunehmen. Wieder ist Sonntag, Tag der Ruhe, Tag des Innenlebens. Wir brauchen sie, diese Stunden nach der Hast und Unruhe der Arbeitstage, die die Menschen von heute vom frühesten Morgen bis zum späten Abend mit ihren Werken ausfüllen, um leben zu können. * Haussammlung für die Anstalt für Epileptische in NiederRamstadt. In diesen Tagen wird in unserer Stadt mit der Haussammlung für die Anstalt für Epileptische in Nieder- Ram stadt begonnen. Wir bitten die Einwohner herzlich, dieses Liebeswerk unterstützen zu wollen. Jede, auch die kleinste Gabe, ist willkommen. Der Empfänger ist mit freisamtlichem Ausweis versehen. Sonntag Tag der Stille. Sechs Tage lang sausten die Räder, rauchten die Schlote, schafften die Hände. Dann kam der Feierabend der Woche, die Stille des Ruhetages. Doch viele tennen nicht mehr diesen Sonntag der Väter und meiden Stille und Ruhe und jagen nach Freuden, Vergnügen und rauschenden Festen. Aber es gibt noch Menschen, welche die Stille und den Frieden des Sonntags suchen und auch finden. Sie kennen diese tostbaren Stunden und nützen sie. * Adoption! Der Landesverein für Innere Mission teilt mit, daß für Hessen in sämtlichen Fragen der Adoptionsver mittlung der Landesjugendpfarrer, Herr Pfarrer Lic. v. d. Au ( Darmstadt, Waldstraße 40, Tel. 349) zur Verfügung steht und alle diesbezüglichen Fragen und Anträge( Angebote und Nach fragen) erledigt.. sauberen Geheimnisses auf seiner Geburt? Ueber langem Grü beln schien sein Dasein, seine Welt in Trümmer zu fallen. Durfte er ehrbaren Leuten noch ins Auge sehen? Warum fragte der Vater, ob er eine der Kufinen liebe? Natürlich hatte er eines der lieben Mädchen zu heiraten gehofft. Vielleicht durfte er die Augen nicht zu den Kufinen heben. Das schmerzte genug, aber bitteres Weh brachte auch Erinnern an Verlorenes. Er sah sich als Kind. Die leidende Mutter lag im Bett oder auf einem Ruhesofa. Das janfte, liebe Geficht unter blonden Haaren ſpiegelte in frühen Furchen die Schmerzen eines fiechen Körpers wi der, aber tonnte immer in lachendem Glüd leuchten, wenn die Lippen Mein Wernerchen!" jauchzten. Waren Mütter des Lügens und Heuchelns fähig, oder hatte der General auch seiner Frau das Geheimnis verschwiegen? * Keine staatlichen Wohnungsbauzuschüsse mehr. Die hessische Staatsregierung hat den kommunalen Verwaltungsbehör den in Stadt und Land mitgeteilt, daß alle nach dem 1. Juli 1927 eingereichten Gesuche um staatliche Wohnungsbauzuschüsse für das Baujahr 1927 nicht mehr Bewilligung finden können, weil die im Staatsvoranschlag 1927 für diesen Zwed vorgesehe nen Mittel durch die Bewilligung der vor dem 1. Juli 1927 ein gelaufenen Gesuche erschöpft werden. * Straßensperrung. Wegen Erbauung eines Wohnhauses wird das Gäßchen zwischen Oswaldsgarten und Mühlstraße für den Durchgangsverkehr gesperrt. Wegen Errichtung der Neubauten der Finanz- und Versorgungsämter wird die Lessingstraße bis auf weiteres für den Fahrverkehr gesperrt. Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V., Gießen. Offenheim bis Wegekreuz bei Km. 5,8, im Straßenzug Fried berg- Staden, für alle Fahrzeuge, bis 1. Oftober; Umleitung über Bruchenbrüden- Assenheim. Kaichen Heldenbergen, im Straßenzug Friedberg- Hanau, für alle Fahrzeuge, bis 17. September; Umleitung über Erbstadt Eichen. Kalbsburg Friglar, im Straßenzug Marburg- Kassel für alle Fahrzeuge, his 25. Oftober; Umleitung über KleinenglisWabern Holzhausen. Der Husten quälte wieder, und das Winden unter den Schmerzen in der Brust mehrte noch den Kummer im Herzen. Wehmütig schaute er auf die schöne Kindheit und die liebe Mutter zurüd. Unvergessen war der Tag, an dem sie die teuere Tote im Sarg aus dem Haus trugen. Hinterdrein schritt der gebeugte Vater, und seither lag auf seinem Gesicht unter ergrauendem Haar ein Ernst, durch den selten noch das wie Sommersonne wärmende Lachen seines Humors brach. Gerade dem schweigend Leidenden hatte des Knaben Liebe und Bewunderung gegolten. Jmmer war es sein Wunsch, den Trauernden zu er freuen und aufzuheitern, oder durch ein fluges Kinderwort, mit einer guten Zenjur sein Lächeln zu weden. Dem Kadetten schon schien er ein Freund und Vertrauter, der freimütig von allen Freuden und Sorgen des Dienstes sprach. Während furzer Urlaubstage lernte er darum für den fünftigen Beruf mehr als in langen Monaten auf der Kriegsschule. Des ersten Weihnachtsabends nach der Mutter Tod erinnerte er sich. Der Vater sagte: Wir haben teine Mama mehr, aber doch eine Familie- das Regiment, die Armee! Komm, mein Sohn," und führte ihn nach dem Garnisonlazarett. Neben dem Posten vor dem Schilderhaus wartete eine Ordonnanz mit einem Korb am Arm. Drinnen trat der Vater an die Betten aller K.anten seines Regiments, gab ihnen Geschenke aus dem Korb und sagte:„ Sie sollen auch fern von den Ihren wissen, daß fie eine noch größere Familie haben die Armee, in der wir alle Kameraden sind." Feierlich frohe Blide dankten dann, und ihm schien Vorbild als Mann wie Soldat der Vater, der jetzt sich doch als Träger - Lischeid Gilferberg, im Straßenzug Marburg- Rassel, für alle Fahrzeuge, bis 30. September; Umleitung über Zhenhain. Die Sperrung der Straße Gießen- Rodheim a. d. BieberGladenbach( bis Landesgrenze) ist ab Mittwoch, den 7. Septem ber aufgehoben, eines lichtscheuen Geheimnisses bekannte. Wer durfte Menschen noch trauen oder Glauben an sich durch das Leben tragen! Was fonnte die Zukunft noch bieten! Sie war ihm verleidet und will tommen der Tod. Gelegenheit zum Sterben fehlte nicht. Sein Bataillon sollte als Nachhut der Kolonne länger als andere Truppen im Wursttessel hängen. Da fand ein tranfer fleiner Leutnant wohl leicht den Tod. Vielleicht hob der Schnitter schon die Sense. Lebte doch im schmerzenden Kopf nur der Wunsch nach Ruhe und Vergessen. Der Wille, zu überdauern, regte sich nicht mehr. Warum auch? Wer durchfroren und durchnäßt, ver lauft und verbredt, ohne Dach über dem Kopf seit Wochen auf schlammigen und vereisten Landstraßen schlief, glaubte nicht mehr an ein fünftiges Leben unter gefifteten Leuten, sondern fragte zweifelnd, ob er später wohl wieder Schlummer finden werde, ohne das einlullende Brausen und Orgeln aus Kanonenmund zu hören. Lauter brüllte es draußen, doch fielen die Augen zu. Das Räderrollen von Geschützen wedte. Wie lange hatte er wohl geschlummert? Die Uhr ohne Glas und Zeiger am Arm gelent gab feine Antwort. Vor der offenen Tür hing noch das Dunkel der Novembernacht. Eisige Luft wehte in die Leere Kirche. Fröstelnd zog er die Dede höher Von den Kerzen brannten nur noch Stümpfchen. In der Ferne trähte ein Hahn. Also tam bald der Morgen, das Rasseln fahrender Artillerie rollte schwäs cher und verklang im Dorf hinter der Ede, von der oftwärts die Straße auf Brzezing abbog. Wieder braufte, wie das eintönige Singen der ans Ohr gehaltenen Muschel, nur das Dröhnen der großen Schlacht. Er versuchte sich aufzurichten. Der wunde Arm brannte und war steif wie der durchfrorene Körper. Er griff zum Wasserglas, nahm erst Chinin, dann ein Hustenpulver und trat aus der Kirche. Noch warf die Stabslaterne ihr Licht auf den frisch gefallenen Schnee. Wieder jagte ein beißender Nordwind trodene, harte Körner, die wie Nadelspigen auf die Haut schlugen. Zur Linken surrten Stiefel, flapperte Stahl und Blech. Von Starowa Gora her trat eine Infanterietolonne als Schar vermummter Schatten aus dem neblich weißen Wehen ins Laternenlicht. Die Köpfe in hochgeschlagenen Mantelfragen, die verschlungenen Hände in den Aermeln vor der Brust geborgen, hafteten in langem Schritt zwei Reihen Männer am rechten und zwei am linten Straßenrand. Fortsetzung folgt. Sonnabend, den 3. September 1927. x Besichtigung der Jugendherbergen in Oberhessen. In der vergangenen Woche veranstaltete der Gau Rhein- Main- LahnFulda des Verbandes für deutsche Jugendherbergen eine Besich tigungsfahrt durch die Jugendherbergen in Oberhessen, um einen Einblick in den Stand des Jugendherbergswerts in Oberhessen zu geben. Es wurden am ersten Tag besucht: Friedberg, Buzzbach, Gießen, Alsfeld, Lauterbach und Hoherodstopf. Schlig konnte leider nicht besichtigt werden. Am zweiten Tage ging es nach Laubach, Bad Salzhausen, Büdingen, Gedern und zum Bater- Bender- Heim auf der Herchenhainer Höhe. Einige der genannten Jugendherbergen sind in musterhaftem Zustande, dagegen wäre es für verschiedene Heime wünschenswert, wenn sie in besonderen Gebäuden untergebracht wären. Herr Schulrat Sassinger sprach den Leitern des oberhessischen Jugendherbergwerts über das Gesehene seine Zufriedenheit aus, und gab der Hoffnung Ausdrud, daß recht bald die verschiedenen Umstände behoben sind. * Der Hessische Sängerbund hat seine Bundesvereine in der Provinz Oberheffen und die zum HSB. gehörenden preußischen Bereine durch Rundschreiben für den kommenden Sonntag, den 4. September, nachmittags 12% Uhr, ins Kaffee Leib zu einem Provinzialfängertag eingeladen. Die Tagesordnung enthält äußerst wichtige Punkte. Es ist den Vereinen zu empfehlen, einen Vertreter zu entsenden. Alus Nah und Fern. Buzbach. Jm benachbarten Hochweisel erschoß der 18jährige Schlosser Alwin Jung zuerst die 35 Jaher alte Ehefrau des Landwirts Hartmannshenn und darauf sich selbst. Beide waren sofort tot. Der Beweggrund zur Tat steht noch nicht fest. Staatsanwalt Schneider aus Gießen begab sich in Begleitung des Sachverständigen Rebel aus Friedberg an den Tatort, den NWK WoLe NWK Sportwollen Nordstern Fuldania Schneestern Blausfern führend in Güte u. Farben. Überall erhältlich. Auf Wunsch BezugsquellenNachweis durch: * fest 1741 Norddeutsche Wollkämmerei 2 Kammgarnspinnerei Kontor Frankfurt a. M., Taunusstr. 13/ Tel.Römer 1175 Pallabona Puder 7 Durch Trockenbehandlung in 2-3 Minuten die schönste Frisur( keine Naẞwaschung). Reinigt und entfettet.- Die Haarwellen bleiben erhalten. Für Tanz und Sport unentbehrlich. Besonders geeignet für Bubikopf.Millionenfach erprobt. Weisen Sie Nachahmungen zurück. Zu haben in Streu- u. Runddosen von M. 1.- an in Friseurgeschäften, Parfümerion, Drogerien und Apotheken. Ruhr- Brechkoks Heizkräftigster, sparsamster Brennstoff für ! Zentralheizungen! Was Mode wind bringt Beyers Mode- Führer Band I: DamenKleidung Herbst 1927 Band II: KinderKleidung Herbst Preis M1.50 1927 Preis M1.20 Überall zu haben Verlag Otto Bener Leipzig T ,, Gießener Zeitung" er eingehend besichtigte und darauf zahlreiche Personen ver= nahm. Die 30jährige Frau Emma Hartmannshenn tam gerade aus dem Keller ihres elterlichen Anwesens. Kurz vorher hatte der Täter den Hof betreten. Als die junge Frau den Hof be= trat, feuerte er aus nächster Nähe zwei Revolverschüsse ab, von denen sie einer in den Kopf, der andere in die Brust traf. Darauf richtete der Täter die Waffe gegen sich selbst und brachte fich einen Herzschuß bei. Friedberg. Die Vorträge am Polytechnikum Friedberg beginnen am 18. Oftober 1927. Friedberg. Das Pferdegespann eines hiesigen Arztes wurde plötzlich scheu und rannte durch die Stadt, um im Obststande einer Marktfrau zu landen. Ridda. Eine neue große elektrische Starkstromleitung mit 60 000- Bolt- Spannung wird gegenwärtig vom staatlichen Kraftwerk Wölfersheim nach Lauterbach durch den Vogelsberg ge= baut, um die Elektrizitätsversorgung des hohen Vogelsberges damit auf eine breitere Grundlage zu stellen. Alsfeld. Zwei junge Leute benutten ein in einer Wirtschaft untergestelltes Motorrad zu einer Schwarzfahrt. Bei Leusel rannten sie auf eine landwirtschaftliche Maschine. Sie wurden aus der Fahrbahn gegen einen Telegraphenmast ge= schleudert. Die Maschine wurde völlig demoliert, der Führer des Motorrades erlitt schwere Schulterverletzungen, während der Soziusfahrer mit leichten Berlegungen davonkam. Es handelt sich um zwei Jugendliche. Rüsselsheim. Am Mittwoch verunglückte der bekannte Sportsmann Frig von Opel mit seinem Rennboot. Er verju.... e an seinem in Paris siegreichen Motorboot eine neue Steuerfonstruktion auszuprobieren. Als Opel mit etwa 70 Kilometer Geschwindigkeit die Kurve um die Boje nehmen wollte, überschlug sich das Boot, wobei er unter das Boot fam. Es waren sofort Nr. 36. Rettungsboote unterwegs, die den Verunglückten bewußtlos bergen konnten. Der Zustand soll nicht besorgniserregend sein Hersfeld. Die Ruhr- und Typhus- Erkrankungen in verschie denen Gemeinden des Kreises Hersfeld find leider noch im 31nehmen begriffen. Besonders treten die Erkrankungen in der sogenannten„ Vergessenen Ede" in den zum Kreise Hersfeld ge hörenden Orten des Werratales auf. Neue Bücher. Deutschland, Zeitschrift für Heim und Reise. Aus Veran lassung der Mainzer Ausstellung Haus, Herd und Garten" hat die Helingsche Berlangsanstalt, Leipzig, ein conderheft Mainz" herausgegeben. Kleine Plauderartikel ergänzen oie hochinteressante Zeitschrift. ,, Seine Freud muß der Mensch haben" pflegte mein alter Freund zu sagen. Man sieht es einem rechten Mann schon an seinem Gesicht ab, ob die Freud zu ihm kommt oder nicht. Je nachdem ist es sonnenhell oder gallenbitter. So bietet der Hintende für ein paar Pfennige seine Freudenstündlein an wer mach ihm widerstehen? Der„ Lahrer Hinkende Bote", Berlag Moritz Schauenburg in Lahr( Baden) ist erschienen. Der Preis des Jahrgangs 1928 beträgt 50 Pfg. Die ersten Vorahnungen der tommende Mode gibt das so eben erschienene neue Heft der„ Eleganten Welt". Reich illu strierte Artikel plaudern von den Modeneuheiten. Gi Erfcheint: Gam Bezugspreis 40 Pig. monat Sionsschluß früh 8 Uhr.- Fü ng nicht verlangter Manustri 10. Jahrgang Die DVV. Heffens zum Der Geschäftsführende Ausschuß in der Deutschen Volkspartei beschlo gsfraktion zum Entwurf eines Reid 1. In einer Zeit sozialer und Minis, in der unter den Schatten henden Epoche außenpolitischer Bed Bolts nichts notwendiger, als die m Geifte der Volksgemeinschaft und renden Kräfte. Gerade die auf klo hende, nach Bekenntnissen nicht get hat fich als jegensreich in der Ueb Gegenfähe und zur Heranziehung ein trädten Jugend während mehrerer C wiesen. Es wäre gerade in der heuti soller Rüdschritt, wenn an Stelle die scharfe Trennung der beiden christl der Schule durchgeführt würde. Die vallig folgerichtig durchgeführten tonf lih Unterstügung finden. Westermanns Monatshefte beginnen mit dem September heft ihren 72. Jahrgang, das wiederum den Ruf dieser vorzüg lich geleiteten Zeitschrift bestätigt. Doch wir wollen dem Leser die angenehme Ueberraschung nicht rauben, wenn er das Heft selbst zur Hand nimmt, wozu wir im gern raten. Verantwortlich: Paul Chrihian Klein in Gießen. Mehr als 1200 verschiedene Formulare für Behörden, andere Amtsstellen, für Vereine und Körperschaften, sowie auch für alle Geschäftsleute ständig am Lager Albin Klein, Gießen vorm. W. 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Johannes Schülein, Nürnberg, 27. März 1927. 3ch teile Ihnen zur gefl. Kennt nis mit, daß ich heute aus Ihrer Behandlung ausgeschieden bin, nachdem es Ihrem hiesigen Vertreter gelungen iji, meinen langjährigen doppelten Leistenbruch nach Ihrer bewährten Methode zu heilen; ich dante Ihnen verbindlichst dafür. J. W., Nürnberg, 22. April 1927eber 160 amtlich beglaubigte Zeugnisse Geheilter liegen vor der Sprechstunde aus. Sprechstunde unseres approbierten, speziell ausgebildeten Vertrauensarztes in: 2. Bei aller Achtung vor dem na auf die Erziehung ihrer Kinder ist namentlich in Zeiten geistiger Zerriff im Intereffe der staatlichen Gemeinsc wife Beschränkungen auferlegen muß. das Elternrecht, soweit es in Widersp der Aufrechterhaltung der christlichen befindet, fich nicht ohne Schranken aus 1 Diesen Grundsätzen wollte die Artikel 174 Sag 2 Ausdrud verleihen, die„ Gebiete des Reiches, in denen eine getrennte Schule gefeßlich besteht, be find. Die Deutsche Volkspartei muz q die Zustimmung versagen, durch das Sale in Hessen indirekt beseitigt wü Die Rüdsicht auf den geordne mere finanzielle Lage des Landes jegliche Lösung durch die die Bildung dert und die finanziellen Lasten der bes, alfo der Steuerzahler, wesentlich 5. Bon der hessischen Regierung fie alles tut, um den religiösen Gei der Gemeinschaftsschule in Hessen meidet, was diesen Geist und dami ihrer Existenzberechtigung gefährd Die Besoldungsre Die volksparteilichen Abgeor und Frl. Birnbaum beantragen i neue Besoldungsordnung vom g Reiche in voll. Umfang, soweit es handelt, auch für die hessischen Be hätte auch für eine Zwischenlösun Oft. 1927 an prozent. Zuschläge z * Einnahmen der Die Einnahmen der Reichsbah Mill. R.Mt, den höchsten Stand haft( Oftober 1924), nachdem ber 450,7 Mill. R.-Mt. alle Vormon Steigerung der Einnahmen entsprin nens und Gepädverkehrs. Die E lehr zeigen gegen den Vormonat 271,7 auf 266,4 Millionen, der in ibliche Sommerruhe im Güteraus Die Gesamteinnahmen im lau 2801,8 Mill. R.-Mt. gestiegen, so 386,2 Mill. R.-Mt. übertroffen w Die im Güterverkehr sind höhere Ein Brotest der mitteldeut Der Verein Deutscher Zeitungs land, befaßte fich in einer außeror auf dem Kyffhäuser mit dem Borge präsidenten gegen den Berlag der Marburg. Der Regierungspräsiden es Marburg angewiesen, die amtl en Zeitung" mit fofortiger Red en der preußischen Regierun gehalten hatte. Der Verein deut Rittelbesland, sieht sich nun zu Di Ballerung hat ein Re dern, daß fie ihr die amtlichen A auf die zwedmagigite und schnell Die Behörden erfüllen mit der machungen eine felbstverständliche die Tageszeitungen hierzu das ein Angehörigen aller politischen Richt in ben Zeitungen ihrer Rightung v matungen Kenntnis zu erhalten. Mufgabe tritt die Presse in feine uber inserierenden Behörde. G würde das gefährden, was wir fü Die Reinheit der deutschen Presse. Buzbach: Sonnabend, 10. Sept., vorm. von 8-1 Uhr, Hotel Deutsches Haus". Gießen: Sonnabend, 10. Sept., nachm. von 3%-7% Uhr, Bahnhofshotel Lenz. Hamburg: im Institut Esplanade 6 täglich von 10-12 Uhr Dormittags und von 4-6 Uhr nachmittags, außer Sonnabends nachmittags und Sonntags Wejlar: Sonntag, 11. Sept., 9-2 Uhr vorm., Hotel A. Hufnagel. „ Hermes" ürzliches Institut für orthopädische Bruchbehandlung, 6. m. b. S., Hamburg, Esplanade 6( Dr. H. L. Meyer.)