eigerung der Provinz Oberheñen Nr. 39. eit der Versteigerung Busammenkunft 26. Sept. 8 26. 26. 26. "} Whr 7,30 " " 26 26. 26. " " 26. 26. 27. 27. 11. 31 " 8 7,30 15 27." 8 27. 27. 27. 27. " " " 27., 27. " 27." 27. 27. 27. " " 27." 14 27." 28. 681 9 14 B " 7,15 " 8,30 7 15 " bei Klein- Linden anschließend " ( 1) bei Kirchberg anschließend " anschließend anschließend " " " bei Lich " bei Röthges anschließend an der Hardt bei Heuchelheim Waldausgang bei Garbenteich am Flughafen 8 " 28. 28. 12 " 28. 8,30 28. 8. 28. 28. 28. E " " リリ 7 8 28. 28. 28. " 28. 13 9." 9. ,, 9. 8 anschließend an der Ganseburg bei Treis bei Daubringen anschließend bei Lich anschließend 11 anschließend anschließend bei Steinbach Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. Jendung mit verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. bei Klein- Linden nächst Steinberg bei Grüningen 40. Jahrgang Abf. n. Oppentod 8,30 " " 1 " 9. ,, 9,30 anschließend bei Langsdorf anschließend bei Ettingshausen anschließend 9. ,, 9,15, 9." 29. " 29., 9." 31 9. ,, 0.» anschließend anschließend anschließend Bahnhof Grünberg bei Großen- Linden anschließend am Wald bei Beuern anschließend bei Lumda 14 " bei Rüddingshausen 7 bei der Seemühle " 12 bei Eberstadt " 7 bei Hungen " 8 0." 0." 000 = 8 10 7,30 " " 0. " 0. 7 " " 0. 11 " ") 7 0.„ 0." 0." 0." 0. ,, 8 12 1. Oft. 8 1. ,, 1.» 1." 1. 1.» 8 Zu Hindenburgs 80. Geburtstag. Es sind die deutschen Eichen stolz und stark Im Waldesdom ein Sinnbild deutscher Treue. Sie ragen aufrecht voller Saft und Mark, Daß sich der Menschen Geist daran erfreue, Und sie befreie, wenn er zaghaft klein Berlor den Glauben an das wahre Sein. Schießst. b. Grünberg anschließend Stadtgrenze Karlsruhe An der Weidmühle anschließend bei Garbenteich bei Lich Du gleichst der Eiche, edler Heldengreis, Denn Deine Kraft ward nimmer je bezwungen, Es grünet Dir des Lorbeers föstlich Reiß Das Dant und Liebe um Dein Haupt geschlungen. Ja Dant und Liebe bist du wahrhaft wert, O, Hindenburg, den alles Volf verehrt! Du hieltest in dem grauenvollsten Krieg Vom grimmen Feinde frei die deutsche Erde, Errangst so manchen ruhmreich schönen Sieg, Trugft mutig jede Mühe und Beschwerde. Doch als das deutsche Heer zusammenbrach, Du standeft aufrecht noch in Not und Schmach. Da man zum Präsidenten Dich berief, Bergaßest Du so gern des Alters Bürde. In Deiner Lieb' zum Volt, die groß und tief Rahmst froh Du auf Dich jene hohe Würde. Wer stets gedient dem Vaterland wie Du Go treu, dem jubeln alle Herzen zu. Ach wer vermöchte zu vergelten Dir, Was Du im höchsten Edelmut gegeben? Nur danken fönnen einzig alle wir. - Drum lasset uns nach Deinem Vorbild streben Und über allen Hadernacht gebannt, Die Liebe stell'n zum deutschen Vaterland. Drud. Verlag und Expedition: Siegen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Boftshedfonto 97r. 8437 Amt Frankfurt a. M. Sonnabend, den 1. Oktober 1927 In Einigkeit woll'n schreiten wir durch Not Den Weg, den uns ein Hindenburg gewiesen Und glüht dann der Verheißung Morgenrot, In seinem Zeichen dürfen wir es grüßen. Der höchsten Treue wird der schönste Preis, Gott schütze Dich, Du edler Heldengreis!- Hindenburg! ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. Total 12 fg, die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Play vorschriften ohne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. der Kreuzburg, der alten Rahebrüde und des Rheingrafenstein. Eine tunstvolle Adresse wird das Geschent begleiten. Bittgesuche und Geburtstagsgeschenke an den Reichspräsidenten. Nummer 40 Begegnungen mit Hindenburg. Bon Rolf Brandt. Das Schidsal eines Journalisten bringt es mit sich, daß er mit vielen Menschen zusammenkommt, die ganz vorn auf der Bühne stehen, auf der die großen Dramen der Völker gespielt werden. Wer Heldenspieler, Politiker, Diplomaten und Volts männer so sehr nahe aus den Kulissen sieht, ist meistens mensch= lich tief enttäuscht. Man kann immer erkennen, wo die große Eitelkeit des Schauspielers beginnt. Es ist tröstlich, zwischen so vielen halben Figuren die Einheit eines Menschen zu sehen, der immer alles um der Sache willen tat, dessen große Kraft aus der wahren Tiefe eines starten und menschlichen Herzens immer strömte und strömt. Der Strom der Bittgesuche und Geburtstagsgeschente an den Reichspräsidenten ist jetzt schon unübersehbar. Viele glauben allen Ernstes, der Reichspräsident habe eine unbeschränkte Gewalt und vor allen Dingen einen nie leerwerdenden Geld= beutel. Um Geldunterstützung geht es in den meisten Fällen, dreihundert Briefe täglich sind wenig, an besonderen Tagen find es 700 bis 800. Sie enthalten alle nur irgendwie möglichen Wünsche, und meistens ist angegeben, was der Bittsteller wäh rend des Krieges gceist:: hat. Mit wenigen Ausnahmen wer den alle Briefe den zuständigen Ministerien zugeleitet. 150 Briefe und Akten laufen in der letzten Zeit täglich wegen Amnestierungen ein, die meisten von solchen Personen, die noch ihre Strafe abzubüßen haben. Wie mannigfaltig und komisch die Geschenke manchmal sind, die ihm jetzt schon zugeschickt werden, mögen einige Beispiele erläutern. In Bayern ist irgend Adolf Dreßler, Radolfzell. Hindenburg- Ehrungen. Aus der Fülle der Meldungen nehmen wir folgendes: In Chicago 50 000 Dollars für die Hindenburgspende gesammelt. Chicago. In einer von etwa 3000 Deutschamerikanern be suchten Versammlung im Auditoriumtheater wurde für die Hin benburgspende ein Betrag von 50 000 Dollar gesammelt. Der Hauptredner der Versammlung, der frühere Senator James Lewis, führte aus:„ Es gibt kein Land, von dem wir eine To echte Freundschaft erwarten fönnen, wie von Deutschland. Man nehme Deutschland die schwere Bürde der Daweszahlungen und lasse England die deutschen Kolonien zurüdgeben, dann wird Deutschland wieder so blühen wie früher." bei Nieder- Bessingen anschließend anschließend bei Grünberg " Abf. n. Stangenrod 11 am Magazin " 1 bei Reiskirchen anschließend anschließend Hindenburg- Ehrung des Kyffhäuserbundes. An den Ehrungen anläßlich des 80. Geburtstages des Reichspräsidenten von Hindenburg nimmt der Deutsche Reichskrieger bund ,, Kyffhäuser" mit seinen Vereinen und Verbänden teil. und zwar wird er zunächst bei der am 2. Oftober statfindenden Spalierbildung vertreten sein. Am Montag, dem 3. Oktober, veran staltet der Kyffhäuserbund dann im Rahmen des Reichskriegertages eine eigene Huldigungsfeier, die vormittags um 11 Uhr im Stadion stattfinden wird. In einem großen Festzug werden von den Kriegervereinen und verbänden, zum Teil auch von den Regimentsvereinen selbst, Gruppen mit historischen Unifor men gezeigt, und zwar von den Deutschrittern an bis zu den Sturmtrupps von 1918. bei Nieder- Bessingen Bahnh. Münzenberg bei Beltershain Auch die Turner und Sportler wollen nicht zurüdstehen; man meldet uns: 16293 Generalfeldmarschall o. Hindenburg Es ist ein kostbarer Besiz meines Lebens, daß mir vergönnt war, Hindenburg, den Generalfeldmarschall und Präsiden ten des Deutschen Reiches. in vielen entscheidenden Stunden seines Lebens nah zu sehen. Zum ersten Male- ich habe das in meinem Buche ,, So sieht die Weltgeschichte aus..."*) CI zählt- am Abend des Tages, da der Sieg von Tannenberg entschieden war. Die fleine Stadt Osterode in Ostpreußen war festlich erleuchtet. In den wenigen Wohnungen, die von ihren Besitzern nicht verlassen waren, und in den anderen, die ihre Herren eben zurückkommen sahen, brannten die Stearinkerzen hinter den Fenstern zu sechsen und achten. Der hübsche, nur halbleer Marktplatz bekam einen helfen Schein. Die Leute, die über das helle Viered gingen, in dessen Mitte deutsche Munitions wagen in Reihen aufgefahren waern, machten die gleichen ern ften Gesichter, wie am Tage vorher, da die Riesenwirbel der Schlacht durch die Luft dröhnten. Durch das gelbe Licht geht eine massige Gestalt. Als sie sich dem kleinen Hotel nähert, in dem ich am Fenster sitze, sieht man ein benig von dem Rot der Generalsaufschläge leuchten. Der General nimmt an einem fleinen Tisch am Fenster Play, der Wirt tritt herzu, und der hohe Offizier bestellt zwei Schnitzel für sich und seinen Begleiter. Ein Zivilist schlägt Lärm bei dem Wirt, daß der Tisch am Fenster" das Essen schneller bekomme als er, der schon so lange warte. Der General sieht sich einen Augenblick um; in den graubraunen Augen ist Ernst und Beluftigung seltsam gemischt.„ Es ist der neue Oberkommandierende, der eben die große Schlacht gewonnen hat, Hindenburg", jagt der Wirt begütigend zu dem Zivilisten. Das Licht von der Straße fällt über die große, mächtige Erscheinung, die im Schattenspiel der Kerzen noch riesiger wirkt. Die Ruhe auf dem Gesicht ist fast steinern. Ein Adjutant bringt eine Karte, auf der die andere Schlacht von Tannenberg, die Schlacht, die der deutsche Ritterorden Anno 1410 gegen die Bolen verloren hat, dargestellt ist. Hindenburg sieht schweigsam auf den Marktplatz, auf dem die Munitionswagen in der sin tenden Nacht goldene Lichtränder bekommen. Er schreibt mit turzem Taschentopierschrift eine Depesche:... Eure Majestät gehorsamst bitten, die Schlacht nach dem Orte Tannenberg nennen zu dürfen. In derselben Stunde flog der Name Hindenburg" schon durch Deutschland, hinaus in die ganze Welt und über das große Wasser. 3wei Tage später war Hochamt in Grieslienen. Alle zu rüdkehrenden Bauern und ihre Frauen waren in der Kirche, die Tür stand auf, und der Klang der auffallend schönen Orgel rauschte hinaus aus der Pfeilerfühle auf den sonnigen Kirch hof. Der war Kampfplay gewesen. Preußische Tornister und russische Brotbeutel lagen durcheinander; sehr viele deutsche Helme. In der Mitte war ein Soldatengrab, man hatte Aftern und Herbstblumen auf die tahle Erde gepflanzt und das Kreuz sehr sorgfältig behauen. Ein Auto hielt. Der General stieg aus. Mit einer Stille und Einfachheit, die nichts von Pose wußte, nahm Hindenburg den Helr ab. Ein Mensch, nichts weiter. Als der Gottesdienst zu Ende war, tamen die Bauern langsam vorbei, sie grüßten die frischen Gräber. Ihre Augen blieben lange und schwer an dem großen, ernsten Blid Hinden burgs hängen. Der Orgelflang flutete in vollen Schlußaffor den über die Hügel, über die zerschossenen Mauern und über das verbrannte Gesträuch. Wer die Stunde erlebt hatte, wußte, warum Hindenburg so vollstümlich in Deutschland war. ein Preislegeln. Einer gewinnt 300 M und ein Bild des Reichspräsidenten. Boll Dankbarkeit erinnert er sich des 2. Oftobers, fauft 30 Zigarren zu 30 Pig. das Stüd und schidt fie jetzt dem Reichspräsidenten, damit sie in der Flut am 2. Ottober nicht untergehen. Eine alte Dame schidt ein zierlich gearbeitetes Mühchen aus roja Crep de Chine, mit langen, breiten Seidenbändern. In einem rührenden Brief bedauert sie, daß sie nichts besseres schiden fönne, aber das Mühchen möge Der Herr Reichspräsident für sein Enkelkind von ihr annehmen. Noch rührender ist jene alte Frau aus einem Heidedorf, sie hat nichts als die blühende Heide um sich, und davon schickt sie ein Paket zum Geburtstag. All die kostbaren Blumenarrangements am 2. Oktober werden nicht mehr die Verehrung und Popula rität des Reichspräsidenten beweisen können. Wie groß und zahlreich wird die Masse der Zuschriften und Sendungen in diesen Tagen wohl sein? Dem Reichspräsident zum Dank und zur Ehre veranstalten Turner und Sportler am 2. Ottober in allen Gauen des Reiches Sportliche Wettkämpfe und Spiele. Diese Veranstaltungen bringen Turner und Sportler gemeinsam in einer Front auf den Plan. Der Reichsausschus für Leibesübungen, der die Durchführung Der Spiele in die Hand genommen hat, stiftete allen Vereinen und Verbänden ein Bild des Reichspräsidenten, und die Sieger und Siegerinnen in den Wettspielen erhalten einen Kupfertief= brud mit Bild und Unterschrift Hindenburgs. 7 7 " 3." 8,30 " 7 Bahnh. Muschenheim " anschließend anschließend 3." und Stelle zu entrichten. 3. 9 Serheffen/ Tiefbau. in Klein, Gießen thin thoda odnio do najpla Eine Stafette des badischen Stahlhelms. Karlsruhe. Zum 80. Geburtstag des Reichspräsidenten startet am Sonnabend zweds Ueberbringung einer Glückwunsch adresse des Stahlhelms, Landesverband Baden, in Konstanz eine Stafette. Ihr Weg führt von Konstanz über Freiburg, BadenBaden, Karlsruhe, Heidelberg nach Mannheim, von wo die Adresse durch eine besondere Abordnung unter dem Führer des Stahlhelmverbandes Baden direkt nach Berlin gebracht und dem Reichspräsidenten übergeben wird. * Der 2. Oftober in Hessen. Der Reichspräsident hat ausdrüdlich gebeten, von Feiern anläglich seines Geburtstages nach Möglichkeit Abstand zu neh: Bad Kreuznach. Der Verband der Naheweinpropaganda läßt unferem Reichspräsidenten zu seinem 80. Geburtstag als seine Festgabe ein Fäßchen mit Qualitätsweinen der Nahe in Flaschen zukommen. Das Fäßchen zeigt auf der Vorderseite eine Ansicht men. Die Reichsregierung verzichtet aus diesem Grunde auf amtliche Feiern und bittet die Landesregierungen fich diesen Entschluß gleichfalls zu eigen zu machen. Dieser Bitte ist die Hessische Regierung mit untenstehender Verfügung nachgetommen: Im Laufe des Krieges habe ich Hindenburg in vielen entscheibenden Tagen gesehen und später, nach dem Zusammenbruch, sein Ausharren in Pflicht und Würde in Kolberg an der Ostsee erlebt, wo das deutsche Oberkommando in der Revolutionszeit saß. Immer blieb der Eindrud der menschlichen Seite seiner Persönlichkeit gleich. Am stärksten in der Erinnerung steht mir ein Zusammentreffen in Wilna, als sein alter Freund, Generalfeldmarschall von Eichhorn, ein Militärjubiläum feierte. Da brachte es der Zufall mit sich, daß ich mit den beiden Generalen eine zeitlang allein bei einer Flasche Rotwein saß und Hindenburg zu plaudern anfing. Er sprach auch von seiner Auffassung der strategischen Dinge, lam auf das Schachspiel der Schlacht 1. Sämtliche Dienstgebäude des Landes und der Gemeinden haben am 2. Oftober 1927 in den Reichsfarben zu flaggen. 2. Jn den Schulen ist entweder am Samstag, dem 1. Oftober oder am Montag, dem 3. Oftober, des Geburtstages in schlichten Feiern zu gedenken. Im Anschluß an diese Feiern fällt der Schulunterricht aus. Fällt der 1. und 3. Oftober in die Schulferien, so ist die Schulfeier in der ersten Woche nach Wiederbeginn des Unterrichts in derselben Weise abzuhalten. *) Erschienen in der Hanseatischen Verlagsanstalt Hamburg 36 ( Rmt. 6,-) Sonnabend, den 1. Oftober 1927. und meinte, nur wer die größere Ruhe hätte, würde den letzten Zug tun. Dann die letzte Begegnung vor seinem Abschied von der Armee in Rolberg. Alles war zusammengebrochen. Im Osten brangen polnische Insurgenten schon gegen Bromberg in der Richtung Berlin vor. Seine Augen waren wie blidlos vor Schmerz. Er hatte eine Handbewegung, mit der er über die Augen fuhr, die erschütterte. Ich habe gedacht, dastehn zu müssen. Gehen Gie, so viele gingen. Ich bin ein sehr alter Mann, wenn die Jungen sehen, daß ein so alter Kerl seine Pflicht tut, werden sich doch manche besinnen. Ich bin todmüde, aber ich werde stehen, bis ich umfalle, solange dieser alte Rötper noch zu etwas gut ist, für ein Beispiel." Es war die Zeit, da die Refte der Armee in Gefahr standen, vom Bolschewismus überrannt zu werden, da Troyli in dem Funtspruch An Alle" erklärte, daß Deutschland für die bolschewistische Revolution gewonnen sei. Auf den müden, alten Augen stand da ein hoher, vielleicht der letzte Teil der Rettung Deutschlands vor der Anarchie. Einmal sah ich Hindenburg längere Zeit mit dem Kaiser zujammen. Auch damals in Wilna. Ich war im engsten Gefolge. Der Kaiser sprach lebhaft mit dem polnischen Bischof, als die Kathedrale besichtigt wurde. Er sprach über den Stil der Leuchter, die man ihm zeigte, und er wußte viel über den dunklen Ton eines Bildes des heiligen Sebastian zu sagen. Hindenburg sprach kein Wort. Als die beiden später im Auto saßen, ging aus irgend einem Grunde der Motor nicht gleich an. Der Kaijer sah nach der einen Seite aus dem Auto, Hindenburg nach der anderen. Stumm. Als ob sie verschiedene Sprachen ge= sprochen hätten und wußten, daß einer den anderen nicht verstand, gar nicht verstehen konnte. Als die Wahl des Feldmarschalls zum Reichspräsidenten gleich einer warmen Flamme des Wunsches aus dem Volte emporschlug, flog ich, es war noch zur Zeit des ersten Wahlganges, nach Hannover, um mit dem Generalfeldmarschall über die Kandidatur Ludendorff zu sprechen. Es war ein Nachmittag, an dem man lernte, daß es noch Größen in Deutschland gibt, über Parteien und Zirkel hinaus. Ich fand Hindenburg jünger aussehend, als damals im Großen Hauptquartier in Kolberg, da seine Augen fast blidlos waren vor Schmerz. Er sprach über Hitler, dessen Anständigkeit des Gefühls er gelten ließ. Aber er sagte:„ Was wollen Sie, er ist doch nur ein Trommler, und haben Sie schon mal gehört, daß ein General einem Trommler nachläuft?" Es war sein Wort über Ludendorff. den er nicht mehr verstand. Aber in dieser Stunde sagte Hindenburg, und aus seinen alten Augen brach ein seltsames und ergreifendes Feuer:„ Für Barteien werde ich alter Mann nichts mehr tun. Für das Baterland beide Hände, man kann sie mir abhaden aber nichts für Parteien!" Es ist bekannt, wie Hindenburg, als er Reichspräsident DEUTZ Klein Die 60 4304 D Bauart MIH Uber 6000 Dieselmotoren mit ca 300000 PS geliefert MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT/ M. Kaiserstr. 23 ,, Gießener Zeitung" wurde, diese Ueberzeugung aufgefaßt und durchgeführt hat. In jeiner Person ruht wie verkörpert der Gedanke vom einigen Deutschland. An dem Abend, da er den Sohn Flensburgs, Dr. Edener, empfing, hatte ich auch das Glüd, an dem runden Tisch zu sigen. Er sprach nicht viele Worte, aber ich sehe noch, wie er sein Rotweinglas gegen Dr. Edener erhob und seine tiefe und jefte Stimme über den Tisch flang:„ Sie taten es für unser Deutschland, und Deutschland dantt Jhnen." Es war uns allen in dem Augenblid, als ob der Dank des Vaterlandes warm und lebendig zu seinem Pionier sprach, als ob Deutschland selbst im Kamen seines größten Bürgers Ehren vergab, es war nach so vicien Jahren Elend der große Aufschwung der Seele, den Hindenburg jegnete. Die französische Heze geht weiter! Baris. Entgegen dem Entschluß, nach dem letzten Aufflatfern der Heyreden nunmehr endgültig damit aufzuhören, hat sich Senator Klotz, der neugewählte Präsident des Generalrates des Somme- Departements zu folgenden verlogenen Behauptungen hinreißen lassen. Er behauptet, daß der Reichspräsident im Einvernehmen mit dem Kaiser die Bestimmungen des Berjailler Bertrages untergraben wolle. Und weiter, daß es unloyal sei, wenn man am TannenbergDenkmal erkläre, daß der Krieg für die Deutschen nur ein äußerstes Verteidigungsmittel war, während das Gegenteil als erste Bedingung des Friedensvertrages anerkannt und unterzeichnet wurde. Es sei nicht loyal zu behaupten, daß die deutschen Arme= en mit zeinen Händen gekämpft hätten, während diese Hände noch vom Blute der Opfer der ,, Lufitania", der Zivilbevölkerung in Nord- und Ostfrankreich, von den Metzeleien in Reims, Loewen und Dinant rot seien. Diese Hände seien entehrt durch die Zerstörung des Vertrages über die Neutralität Belgiens, die nicht auf einem Fetzen Papier verzeichnet gewesen sei, sondern auf Pergamenten. Schließlich fordert Klotz die Aufrechterhaltung einer starken Armee, die allein imstande sei, denjenigen zu bestrafen, der das Verbrechen beginge, Frankreich anzugreifen. Die Kandidaten für die Hess. Landtagswahlen. Die Evangelische Boltsgemeinschaft wird sich, wie wir erfahren, an der hessischen Landtagswahl beteiligen. Für Rheinhessen wird der Hauptgeschäftsführer, Pfarrer WeidnerOber- Lais, als Kandidat der neuen Partei genannt. * Der Landesvorstand der Deutschnationalen Bollspartei in Hessen hat in seiner Sizung zu Frankfurt a. M. am 24. ds. Mts. beschlossen, bei den Landtagswahlen mit Provinzlisten vorzugehen und hiernach, indem er den Provinzvertretungen die Vervollständigung der Listen überließ, die folgenden Kandidaturen aufgestellt: Für Startenburg: 1. Landtagsabgeordneter Kindt, Darmstadt, 2. Frau Landtagsabgeordnete Heraeus, Offenbach a. M., 3. Forstmeister Diersch, Erbach i. Odw., 4. Kaufmann Keiser, Offenbach a. M. Für Oberhessen: 1. Reichs- und Landtagsabgeordneter Prof. Dr. Werner, Butzbach, 2. Landwirt und Bürgermeister Vissel, Griedel, 2. Studienrat Lenz, Gießen, 1. Landwirt und Altbürgermeister Knecht, Mittelgründau, Für Rheinhessen: 1. Amtsgerichtsrat Böhm, Mainz, 2. Landwirt Schoenfeld, Wendelsheim. 3. Berufsfeuerwehrmann Groß( Deutschnationaler Arbeiterbund), Worms, 4. Landwirt Schach- Wern, Offstein. 5. Lehrer Flach, Mainz. Sämtliche bisherige Abgeordnete der Partei wurden mit Einstimmigkeit wieder aufgestellt, mit Ausnahme des Herrn Abg. Prälaten Diehl, der lediglich wegen der Verdoppelung seiner amtlichen Arbeitslast infolge des Todes des Herrn Geheimrats Bernbed von seiner erneuten Nominierung abzusehen bat. Hessisches Zentrum. Der Landesausschuß tritt am 28. ds. Mts. in Mainz zusammen. Der Landesparteitag wird am 16. Oktober in Frankfurt a. M. stattfinden. Für Rheinhessen wurden folgende Kandidaten aufgestellt: Domkapitular Lenhart- Mainz, Landwirt Seb. P. Blank= Gaulsheim, Rechtsanwalt Nuß- Worms, Oberschulrat Hoff mann- Darmstadt, Gewerkschaftssekretär Späth= Mainz, Rektor Winter= Mainz. = * Als sozialdemokratische Kandidaten für die Landtagswahlen wurden in Offenbach a. M. die bisherigen Abgeordneten UI= Chef des Generalstabs, Generalmajor v. Kuhl und Hentsch statt. Die Offensive des deutschen Volksheeres General v. Kuhl entwickelte zunächst ausführlich seine durchaus und ihr Scheitern 1914. ( Schluß.) Während Generaloberst von Bülow daran festhielt, daß die 1. Armee versuchen müsse durch ein Zurückschwenken in die ungefähre Linie La Ferte Milon- Chateau Thierry den Anschluß zu gewinnen, erblickte Hentsch als den einzigen Ausweg aus der gefahrvollen Lage das freiwillige, rechtzeitige, konzentrische Zurückgehen der 1. und 2. Armee. Nach längerem Hin- und Her einigte man sich dafür, daß die 2. Armee nur dann zurückgehen solle, wenn tatsächlich der Feind in beträchtlicher Stärke die Marne überschreiten und im Rücken der 1. Armee auftreten würde. Anstatt sich sofort zur 1. Armee zu begeben, um noch während der Nacht die Lage zu flären, verblieb Hentsch vom 8. auf 9. September in Montmort und trat erst 7 Uhr vormittags die Fahrt nach Marcuie, dem Hauptquartier der 1. Armee an. Hier traf er am 9. September 12,30 Uhr nachmittags ein. Etwa eine Stunde vocher hatte die Lage hier die höchste Spannung erreicht. Die durch das Vordringen der Engländer über die Marne auch beim Oberkommando der 1. Armee entstandene Krisis war soeben erst überwunden. Die Lage begann sich in sicherer Erwartung des Sieges auf dem rechten Flügel zu ent spannen. Es fand sofort eine eingehende Aussprache zwischen dem günstige Auffassung vom Stande der Schlacht an dem Ourcq und den Aussichten für deren Ausgang. Der linke Flügel sei zwar durch die Nachricht von dem Vordringen starker feindlicher Infanterie über Charly und Nanteuil vorübergehend bedroht gewesen, allein diese Gefahr sei zur Zeit durch dessen Absetzen und durch die Entsendung der 5. Inf. Division nach Dhuisy gebannt. Das Eindringen der Engländer in die Lücke zwischen der 1. und 2. Armee sei nicht tragisch zu nehmen. Die 1. Armee habe sie seit den Tagen von Mons und Le Cateau dauernd vor sich hergetrieben. Zur Abwehr dieser Gefahr würden die getroffenen Maß nahmen vollauf genügen, bis der Sieg auf dem rechten Flügel der Armee errungen sei. Dort stehe die Schlacht gut, das 9. A.K. und die 6. Infanterie- Devision seien im Zusammenwirken mit der Brigade Lepel und einer Landwehr- Brigade zum umfassenden Angriff gegen die linke Flante und den Rücken des Feindes angesetzt, der Angriff schreite gut fort und die Umklammerung des feindlichen Flügels lasse große Erfolge erhoffen. In seiner Entgegnung hat Oberstleutnant Hentsch die Lage auf der Gesamtfront ungünstig geschildert. Die 5. Armee sei vor Verdun, die 6. und 7. vor Nancy- Epinal festgelegt. Die Lage der 2. Armee sei ernst, sie ,, müsse zurüd, wenn die 1. Armee nicht sofort den Anschluß fände". Der Aufforderung zum Zurüdgehen widersetzte sich General v. Kuhl unter Hinweis auf die günstige Lage des rechten Flügels der 1. Armee mit größter Entschiedenheit, indem er für die Nr. 40. rich, Kaul, Widmann, Weber, Frau Steinhän ser und als neuer Kandidat Hermann vorgeschlagen. Dem sozialdemokratischen Bezirtstag für Oberhessen sollen folgende Kandidaten vorgeschlagen werden: Lug, Rechthien Wittig, Rözler. Darmstadt. Der Startenburgische demokratische Parteitag lehnt den Reichsschulgesetzentwurf ab, denn er nimmt der Simultanschule ihre verfassungsmäßige Voranstellung, gefährdet die Schulhoheit des Staates und vernichtet die bewährte, hessisse Simultanicule. Sonnabend, ben 1. Ofto Hast Du gelesen, haben sie festgestellt, daß die Landwirtschaft lasten, jetzt auf Nun erzähl Du mir nur, wo foll Jahre hernehmen? Ja, Fig, das sieht manchma aus, und man weiß nicht, wo d Einzigen, die noch Geld haben, Auch hier in Gießen, da wird bew dls wenn wir im besiegten Deu suweslaſten zu erſticen droht. . Nun mal ruhig, alter Ha fier, trint schnell diesen Schnaps cit, es fommt ja wieder unter di mal wieviel Menschen hier in Gie on Reichs-, Landes- und Stadtb und dann schweige. Aber komm, t Darmstadt. Ein Antrag der Kommunisten und Sozial demokraten im gesetzgebenden Ausschuß des hessischen Landtags, gegen die Aufnahme der Todesstrafe ins neue Reichsstrafgeseh buch zu stimmen und falls überstimmt, in Hessen keine ver hängte Todesstrafe mehr zu bestätigen, wurde durch die bürgerlichen Stimmen abgelehnt. Ein Regierungsvertreter gab darauf bekannt, daß Hessen im Reichsrat inzwischen gegen die Todes strafe gestimmt habe. New York. Die Zeitungen teilen mit, daß Lindbergh für die Memoiren über seinen Ozeanflug 2 Millionen Dollar einge nommen hat, so daß jedes Wort durchschnittlich auf 40 Dollar zu stehen kommt. Hotelverband und Flaggenstreit. Der Verein Berliner Hote liers hat beschlossen, zum 2. Oftober, zu Hindenburgs Geburts tag, einfach beide Flaggen zu segen. Denselben Beschlußz haben auch die Nagdeburger Hotelbesitzer angenommen. Res ben Schwarz- weiß- rot auch Schwarz- rot- gold. Auf der Suziergang machen und uns den n lassen..... Ja, tomm, Fi am Hindenburg". Laß uns, u werden sich dort die Menschen drüd cin Auto nehmen. Aber ja nur in „ Das kannst Du Dir leisten, af Schusters Rappen hin, ist ja ga um Elges. Loof Du, id fahre, allerdings m tung Bahnhofstraße- Marktstraße Sonnenstraße- Kreuzplatz- G es in all diefen engen Straßen teine Fir, ich heb Dir nen Platz im Hinde Mach das, danke im Voraus. Wo mag nur mein Freund G Siertelstunde trennten wir uns; e neller hier sein.- Doch halt, da find, ie sichst Du aus. Sei still, nie wieder nehm ich Auto. Ede Kreuzplak da staute sid ein Motorradfahrer in die Flante, di froh, daß es nur mit den Paar Sch Ja, die neue Verkehrsordnung Richt wird noch manches Unheil bringen. uns ein volles Glas leeren auf ,, unje Tagung des Reichsverbandes Deutscher Maller( RDM) für Immobilien, Hypotheken und Finanzierungen E. V. Ende August in Wiesbaden nahmen die Redner Stellung gegen die belastenden Gesetze, die sich als unwirtschaftlich erwiesen, be sonders der Wertzuwachsteuer, und der Zwangswirtschaft in Wohnungswesen und für baldige Aufhebung der Zwangswirt schaft des Wohnungswesens eintraten. Lokales. Von Willi Fix und Hannes Schlau. Menschenskind, nun flettere ich drei Treppen rauf, um va allen Dingen Deine Holde mal zu begrüßen- ich hab' sie ja eim fleine Ewigkeit nicht mehr zu sehen bekommen und da ist fe nicht daheim. Na, wenn ich das vorher gewußt hätte! Grinje man nich so, wo steckt sie denn. - Komm mal näher, Hannes, ich will es Dir ins Ohr flüstern Meine Holde ist zur Modenschau... haha, da staunst Du, was? Sie ist heut gleich nach dem Essen wegge gangen und kommt vor dem Schlafengehen nicht wieder. Aber, Fig, sag mal, was will denn Deine Frau da!? M ihren zwei Zentnern? Weiß ich? Kennst Du die Frauen?. Ich nich!. Na, laß fie sausen. Komm her, alter Kamerad, hier sted' Dis ' ne Zigarre an und laß uns ein wenig plaudern. Was macht Du, wo tommst Du her? Och, ich war eben zur Post, ich habe nämlich zu Hause, s bei den Verwandten ein schönes Sümmchen zusammengesammelt, die ich nun eben zur Hindenburg- Spende eingezahlt habe. Das ist brav von Dir, lieber Hannes, das sollten man alle tuen, ich glaube, es ist die größte Freude für den Reichspräsidenten, wenn er helfen kann. Oder meinst Du, er hätte noch irgend ein Gefallen an rauschenden Festen.... Wohl kaum, wo er doch schon so viel mitgemacht hat. Ja, Willi, und trotzdem ich möchte die Tage in Berlin sein möchte ihn sehen und möchte ihm zujubeln, unserm Hindenbur Na, wir wollen bescheiden sein, was sollen wir Alten auf de Bahn, aber mein Sohn fährt mit seinem Krieger- Verein rübe der muß mir dann erzählen. .. Doch, nun mal was anderes, Hannes,„ ,, Du sieht ja, meine Frau ist immer unter„ Segel" und da muß ich mich j um alles fümmern. Sag mal,... hast Du schon Deine Wit terkartoffeln im Keller?. Nein? Na, ich auch noch nicht Meine einzige Sorge ist das im Augenblid, ich will nämli eine gute Kartoffel im Keller haben, eine, die nicht fault. Ja, Fix, dann laß Dir raten und nimm, wenn Du ni genau weißt, auf welchem Boden sie gewachsen ist, feine J dustrie- Kartoffel, ich hab' von überall her gehört, daß diefe al besonders empfindlich, viele faule Knollen trägt. Wenn man das so bedenkt, unsere Bauern in Deutschland ton nen einem eigentlich leid tun, Grummet verregnet, Getreib verregnet, Kartoffel verregnet...alles verregnet unbedingte Durchführung des Angriffs nachdrücklich eintrat. len Einwendungen des Generals v. Kuhl begegnete Hentsch abe immer wieder mit dem Hinweis, auf die unabänderliche Notwen digkeit des bereits eingeleiteten Rüdzugs der schwer erschütterte 2. Armee hinter die Marne. Dieser Hinweis entsprach nicht de Tatsachen. Die 2. Armee hatte nur ihren rechten Flügel etwa zurückgebogen. Im weiteren Verlauf der Unterredung erklärte Oberstlen nant Hentsch, die 2. Armee sei bereits im Zurüdgehen und werd am morgigen Tage, dem 10. September bereits das rechte Marne Ufer gewinnen. Diese Maßnahme sei nicht mehr rüdgängig machen. Vermutlich hat Oberstleutnant Hentsch angenomme daß sich Generaloberst von Bülow auf Grund des Vordringer der Engländer über die Marne entsprechend den Bereinbarunge vom Abend zuvor zum Rüdzuge entschlossen und diesen schon ei geleitet habe. Auf die erstaunte Frage des Generalmajors v Kuhl, wie denn Generaloberst v. Bülow sich habe zum Rüdzi entschließen können, erwiderte Oberstleutnant Hentsch wörtli ,, Der Entschluß zum Rüdzug ist dem alten Bülow sehr sauer g worden. Die 2. Armee sei nur noch Schlade". Diese Worte mad ten den tiefsten Eindrud auf General v. Kuhl. Er schreibt hie über: Dieses Wort haftete am meisten in meinem Gedächtnis ein Jrrtum ist ausgeschlossen. War die 2. Armee geschlagen, fie nur noch., Schlade" und war ihr Rüdzug schon im Gang dann konnte die 1. Armee nicht mehr isoliert stehen bleiben. S tonnte die Schlacht am Ourcq nur durchkämpfen, wenn die Armee stehen blieb. * Sonntagsged Die Erntezeit geht zu Ende. Saat aus stillem Schlafe erwedt ho Regen die Frucht reifen lassen. U den Fluren. Einer ist's, der über uns wach rechten Zeit, der auch den deutschen hat. Dafür müssen wir die Hände Wie mächtig steht gerade heute Gegensatz zu so viel Haß und Fein erdulden müssen! Deshalb wollen der, der mächtiger ist, als alle Gro Erde, uns nicht verlassen hat. Un nicht aufstehen vom Tische, den ein ohne zu danken; wir wollen die danken; wir wollen nicht weiter zu danken. Mit ihm verbunden, stärkt wollen wir auch wieder zu Die Veri der Seltersweger In am 24. September im Re wurde von Herrn W. Georg eröff lhaften Erörterungen versuchten trinen viele Stadtverordnete, die Polizeiverordnung geschaffenen mal nicht ganz erquidliche Forme batte über die Frage der Schuld a der Bielheit der Reden war folg men der neuen Verkehrsordnung des Jahres 1926 reichte die Beruf im Transport und Kraftfahrwesen behörde in Gießen ein, in der ste Einbahnstraße zu erklären all -- der Südanlage zum Kreuzplatz. mit dem gesteigerten Verkehr un fallsmöglichkeit vergrößerte Eriste Der damalige Regierungsrat Bi zu einem Entwurf aus, der von Darmstadt geschickt werden sollte, fammer. Post, Verkehrsverein, Ei In furzen, bestimmten Worte nunmehr der 1. Armee den Rückzu Die Würfel waren gefallen. Das gewaltige, weltgeschicht Marne wurde abgebrochen. Während die Befehle zum Ri die erste Armee den Gieg am 1 Armee, die Garde und die Sach Ourq es Generals Foch vernichtend ges mee ihre Stellungen teils behau ms gewonnen. Das Kriegsarchi Es gibt fein glänzenderes 3 Don 1914 als die Tatsache, daß aud ten Umständen und trotz der große heit des Feindes auf dem Entscheid wurde. hatten in den Grenzschlachten terung und hoher seelischer Schwu Drang, an den Feind zu kommen, der liegen, jo waren es in der Marnes Opfern des ersten gewaltigen Zusam und nach den schier übermenschlichen ungen der unmittelbar anschließender andere Kraftquellen, die den deutsche machten: Tief eingewurzeltes Pflich aber Wille zum Siege und startes Str. 40 idmann, Weber, Frau Steinhä Kandidat Hermann vorgeschlagen. ofratischen Bezirtstag für Oberheisen solle 21. en vorgeschlagen werden: Lug, Rechthien Der Startenburgische demokratische Parteit ulgesetzentwurf ab, denn er nimmt der Simul affungsmäßige Voranstellung, gefährdet ti taates und vernichtet die bewährte, helis * Sonnabend, den 1. Oktober 1927. Hast Du gelesen, auf dem Bauerntag in München haben sie festgestellt, daß die Schulden, die auf der deutschen Landwirtschaft laften, jetzt auf 23 Milliarden angewachsen sind. Nun erzähl Du mir nur, wo sollen die nur die Zinsen in diesem Jahre hernehmen? in Antrag der Kommunisten und Sozial ggebenden Ausschuß des hessischen Landtags Te der Todesstrafe ins neue Reichsstrafgese und falls überstimmt, in Hessen teine Des mehr zu bestätigen, wurde durch die bürge gelehnt. Ein Regierungsvertreter gab bara nim Reichstat inzwischen gegen die Todes e. * ie Zeitungen teilen mit, daß Lindbergh f seinen Ozeanflug 2 Millionen Dollar einge ß jedes Wort durchschnittlich auf 40 Dolla * und Flaggenstreit. Der Verein Berliner Hote n, zum 2. Oftober, zu Hindenburgs Geburts Flaggen zu setzen. Ragdeburger Hotelbefizer angenommen. e Denselben Beschl rot auch Schwarz- rot- gold. * chsverbandes Deutscher Maller( RDM) für Hypotheten und Finanzierungen E. B. Biesbaden nahmen die Redner Stellung gege setze, die sich als unwirtschaftlich erwiesen, be zuwachstener, und der Zwangswirtschaft in nd für baldige Aufhebung der Zwangswin gswesens eintraten. Lofales. lli Fix und Hannes Schlau. nun flettere ich drei Treppen rauf, um v eHolde mal zu begrüßen- ich hab' sie ja ein cht mehr zu sehen bekommen- und da ist f wenn ich das vorher gewußt hätte! Grin edt sie denn. iher, Hannes, ich will es Dir ins Ohr flüßtem Holde ist zur Modenschau.... haha, d Sie ist heut gleich nach dem Essen weg t vor dem Schlafengehen nicht wieder. mal, was will denn Deine Frau da!? rn? nnst Du die Frauen?... Ich nich!. Komm her, alter Kamerad, hier sted' d laß uns ein wenig plaudern. Was mad Du her? Ja, Fiz, das sieht manchmal ganz traurig in Deutschland aus, und man weiß nicht, wo das noch mal enden wird. Die Einzigen, die noch Geld haben, sind eigentlich die Behörden. Auch hier in Gießen, da wird bewilligt und ausgegeben, garnicht, als wenn wir im besiegten Deutschland lebten, das unter den Daweslaften zu erstiden droht Nun mal ruhig, alter Hannes, immer ruhig Blut.. Hier, trint schnell diesen Schnaps. Du mußt bedenken, das Geld rollt, es fommt ja wieder unter die Menschen, überlege Dir einmal wieviel Menschen hier in Gießen wohl direkt und indirekt von Reichs, Landes und Stadtbehörden leben... na ja, und dann schweige. Aber fomm, wir wollen noch einen fleinen Spaziergang machen und uns den Herbstwind um die Köpfe we hen lassen. . Ja, tomm, Fiz, wollen zur Hindenburgfeier zum Hindenburg". Laß uns, um schneller dort zu sein, es werden sich dort die Menschen drüden und um die Plätze reißen, ein Auto nehmen. Aber ja nur in der Richtung vom Kreuzplatz. eben zur Post, ich habe nämlich zu Hause, b en ein schönes Sümmchen zusammengesamme zur Hindenburg- Spende eingezahlt habe. on Dir, lieber Hannes, das sollten man alle fuer die größte Freude für den Reichspräsidenten kann. Oder meinst Du, er hätte noch irgend rauschenden Festen..., Wohl kaum, po el mitgemacht hat. ,, Das kannst Du Dir leisten, mein lieber Schlau, ich loof auf Schusters Rappen hin, ist ja gar nicht so weit vom„ Schütz" zum Elges. Loof Du, id fahre, allerdings mit hoher Genehmigung Richtung. Bahnhofstraße Marktstraße- Marktplatz- Schulstraße Sonnenstraße Kreuzplatz Seltersweg, vorausgesetzt, daß es in all diesen engen Straßen teine Unfälle gibt. Adieu, lieber Fig, ich heb Dir nen Platz im Hindenburg auf. trotzdem ich möchte die Tage in Berlin fir nd möchte ihm zujubeln, unserm Hindenbur escheiden sein, was sollen wir Alten auf d Sohn fährt mit seinem Krieger- Verein rübe erzählen. Mach das, danfe im Voraus. Wo mag nur mein Freund Schlau bleiben. Vor einer Biertelstunde trennten wir uns; er wollte doch mittels Auto schneller hier sein. Doch halt, da tommt er ja. Menschens tino, mie siehst Du aus. - Sei still, nie wieder nehm ich nach dem Seltersweg ein Auto. Ede Kreuzplatz da staute sich alles, padaut fuhr uns ein Motorradfahrer in die Flanke, die Scheiben klirren und ich bin froh, daß es nur mit den Paar Schnittwunden abgegangen ist. Ja, die neue Verkehrsordnung Richtung Kreuzplatz- Südanlage wird noch manches Unheil bringen. Nun aber komm und laẞ uns ein volles Glas leeren auf unsern Hindenburg". ch, nun mal was anderes, Hannes,„ ,, Du fe t immer unter„, Segel" und da muß ich mis n. Gag mal,... hast Du schon Deine Wi Reller?... Nein? Na, ich auch noch ni Sorge ist das im Augenblid, ich will nämli fel im Keller haben, eine, die nicht fault. in laß Dir raten und nimm, wenn Du nie f welchem Boden fie gewachsen ist, keine J ich hab' von überall her gehört, daß diese al dlich, viele faule Knollen trägt. To bedenkt, unsere Bauern in Deutschland fo tlich leid tun, Grummet verregnet, Getreid offel verregnet...alles verregnet führung des Angriffs nachdrücklich eintrat. en des Generals v. Kuhl begegnete Hentich ab t dem Hinweis, auf die unabänderliche Notw 5 eingeleiteten Rüdzugs der schwer erschütter die Marne. Dieser Hinweis entsprach nicht 2. Armee hatte nur ihren rechten Flügel et * Sonntagsgedanken. dulden. ,, Gießener Zeitung" Nr. 40. und 13: Festjehung des Gaspecies für die Raumheizung auf 12 Pig. je Rubikmeter und Beschaffung von Verteilungskabeln für das Elektrizitätswert wurden ohne Widerspruch angenommen. Der Punkt 9 der Tagesordnung, zuerst von der öffentlichen Tagesordnung abgesetzt, wurde dann doch öffentlich behandelt. Es galt, einer Baufluchtlinie zuzustimmen, die in das vorhandene Straßenbild nicht ganz hineinpaẞt. Es handelt sich um den Neubau des Finanz- und Bersorgungsamtes. Die Stadtverordneten versammlung genehmigte es.- Unter Punkt 14: Verschiedenes, legte die Stadtverwaltung einen Antrag vor, der den Protest bet Stadt Gießen gegen den Entwurf des Reichsschulgesetzes den maßgebenden Stellen avermitteln will. Gegen das Zentrum, bei Enthaltung der Kreise um Herrn Prof. Dr. Krausmüller fand dieser Antrag Annahme. Herr Stadtverordneter Prof. Dr. Krausmüller warnie die Stadtverwaltung und lehnte grund sätzlich die Behandlung derartiger Fragen in der Stadtverord netenversammlung, die er dafür nicht zuständig hielt, ab, obmohl seine Stellung zu dem Reichsentwurf dem der Mehrheit entspreche. Ein Antrag der Volkspartei, dem Beispiel fast aller Städte folgend, soll die Stadtverwaltung noch im Oktober die Auswertungsfragen der Stadtanleihen bereinigen, wurde angenommen, gleichfalls ein Antrag der Stadtverwaltung, die vor läufige Regelung der Beamtenbesoldung im Reich auch für die Kommunalbeamten gelten zu lassen. Da sich jetzt wesentlich billiger einkaufen läßt, wird von der Stadtverordnetenver jammlung genehmigt, für 75 000. Pflastersteine auf den Etat 1928 zu beschaffen. Derein etc. zur Begutachtung vorlag. Es ist zu beachten, daß dieser Entwurf vorjah, nur die Fahrtrichtung von Südanlage nach Kreuzplatz zu gestatten. Als im Winter vorigen Jahres bie Stadtverordnetenversammlung dann in der Fülle ihrer Tages ordnung über den Entwurf abstimmen sollte, tat sie dieses im Vertrauen auf die vielen Gutachter und die Kommissionsberat ungen ohne große Prüfung des genauen Wortlautes. Das Be frembliche, das Unertlärliche ist nun, daß die Stadtväter mit dem ihnen vorliegenden Entwurf beschlossen, die Fahrt nur in der Richtung Kreuzplay- Südanlage auf dem Geltersweg zu Darmstadt erhob diesen Beschluß zur ministeriellen Verordnung. Wer hat nun die Schuld an dieser in der Tat ganz sinnlosen Aenderung des Entwurfs? Die Polizei sagt, die Stadtväter sagen, uns fönnt ihr Seltersweger Leute, nicht die Schuld geben, all eueren Berufsvertretungen lag der Entwurf doch zur Prüfung vor. Das große Rätselraten nach dem Schuldigen beschäftigte die Versammlung natürlich am längsten und, wie stets in solchen Fällen, ohne Erfolg. Bei der Ueberlegung, was zu tun fei, standen sich zwei Meinungen gegenüber. Herz Wohlmut, der Sprecher der Interessenvereinigung, glaubte, ge stützt auf seine Unterredung mit Herrn Beigeordneten Dr. Hamm und Polizeirat Wolf, es sei unmöglich, eine völlige Beseitigung der Verkehrsordnung zu erlangen, daher solle man sie auch in der demnächst stattfindenden Unterredung mit dem Herrn Oberbür germeister nicht erst verlangen, sondern nur die Aenderung for dern, wenn der Seltersweg schon Einbahnstraße sei, doch die Verfehrsrichtung umzulegen von der Südanlage nach dem Kreuz play. Unerträgliche Härten der Verordnung gegen die Anwoh ner seien im Uebrigen zu vermeiden. Die in der Versammlung anwesenden Stadtverordneten der Linken und der Demokraten schlossen sich dieser Meinung an. Herr Wohlmut stellte seine Ausführungen unter die Devise: Man dürfe von feinem Beamten den Widerruf einer Verordnung verlangen, man versetzt den selben damit in die Zwangslage, sich selbst einen Esel zu schelten und das könne man nicht tun. Gegenteiliger Meinung waren die Herren Beugert und Stadtverordneter Kurz. Sie standen nach wie vor auf dem Standpunkt, daß die Verordnung, einerlei mit welcher erlaubten Fahrtrichtung, überflüssig und schädigend sei. Muß der des Morgens und Abends menschenleere Selters weg denn Einbahnstraße sein? Noch gar des Nachts?- Nein. Während der Hauptgeschäftsstunden am Spätnachmittag fönne man ja den Verkehr in einer Richtung sperren. Auf den Einwand, das sei technisch undurchführbar, derwies Herr Stadtver ordneter Kurz treffend auf die Verhältnisse in Köln, wo die Verkehrsregelung in der Hohe Straße schon seit Jahren ähnlich gehandhabt würde. Herr Beugert forderte dann bessere Ver lehrsdisziplin der Passanten und erwähnte, es wäre nie zu Ver= tehrsschwierigkeiten, nie zu dieser Verordnung gekommen, wenn vor Monaten schon wie jetzt fünf Schutzleute auf dem Seltersweg tätig gewesen seien. Ohne feste Beschlüsse gefaßt zu haben, man will erst die Unterredung mit dem Oberbürgermeister abwarten wurde die Versammlung um 24 geschlossen. Die Erntezeit geht zu Ende. Nachdem der Frühling die Saat aus stillem Schlafe erwedt hatte, hat Sonnenschein und Regen die Frucht reifen lassen. Und Gottes Segen lag über den Fluren. Einer ist's, der über uns wacht, der uns Speise gibt zur rechten Zeit, der auch den deutschen Acerboden wieder gesegnet hat. Dafür müssen wir die Hände falten und danken. Wie mächtig steht gerade heute Gottes Großmut in scharfem Gegensatz zu so viel Haß und Feindschaft, die wir seit Jahren erbulben müssen! Deshalb wollen wir danken, daß wenigstens der, der mächtiger ist, als alle Großen und alle Völker dieser Erde, uns nicht verlassen hat. Und darunt wollen wir heute nicht aufstehen vom Tische, den ein allgütiger Vater uns deckte, ohne zu danken; wir wollen die Erntezeit nicht enden, ohne zu danken; wir wollen nicht weiter von seiner Hand leben, ohne zu danken. Mit ihm verbunden, durch ihn gekräftigt und gestärkt wollen wir auch wieder zu säen beginnen. Die Versammlung der Seltersweger Interessenvereinigung, am 24. September im Restaurant„ Hindenburg", wurde von Herrn W. Georg eröffnet und geleitet. In zum Teil lebhaften Erörterungen versuchten die verschiedenen Redner, un ter ihnen viele Stadtverordnete, einen Ausweg aus dem durch die Polizeiverordnung geschaffenen Dilemma zu finden. Manchmal nicht ganz erquidliche Formen nahm die viel zu lange Debatte über die Frage der Schuld an dieser Verordnung an. Aus der Vielheit der Reden war folgendes Bild vom Zustandekommen der neuen Verkehrsordnung zu entnehmen. Im Sommer des Jahres 1926 reichte die Berufsvertretung der Arbeitnehmer im Transport und Kraftfahrwesen eine Eingabe an die Polizeibehörde in Gießen ein, in der ste verlangte, den Seltersweg zur Einbahnstraße zu erklären allerdings in der Richtung von der Südanlage zum Kreuzplatz. Begründet war diese Forderung mit dem gesteigerten Verkehr und die durch die vermehrte Un fallsmöglichkeit vergrößerte Existenzunsicherheit der Berufsfahrer. Der damalige Regierungsrat Büchner arbeitete diese Anregung zu einem Entwurf aus, der von ihm, bevor er der Behörde nach Darmstadt geschickt werden sollte, der Stadtverwaltung, Handels tammer. Post, Verkehrsverein, Einzelhandelsverband, Gastwirte In furzen, bestimmten Worten befahl Oberstleutnant Hentsch nunmehr der 1. Armee den Rückzug mit dem Flügel auf Soissons. Die Würfel waren gefallen. Das gewaltige, weltgeschichtliche Ringen am Ourcq und Marne wurde abgebrochen. Während die Befehle zum Rüdzuge gegeben wurden, hatte die erste Armee den Sieg am Durq errungen, der linke Flügel der 2. Armee, die Garde und die Sachsen, die 9. französische Armee des Generals Foch vernichtend geschlagen, die 3., 4., 5., 6., und 7. Armee ihre Stellungen teils behauptet, teils Gelände nach vorwärts gewonnen. Das Kriegsarchiv sagt in einem Rückblid: 1 Sigungsbericht B. Um% 9 Uhr wurde die Stadtverordnetenversammlung geschlossen. . Achtung! Fußgänger. Infolge der Sperrung der Lessingstraße ist der gegenwärtige Verkehr über den Bürgersteig für die Fußgänger nicht ohne Gefahr verbunden. Es wird deshalb der bisher noch frei gebliebene rechte Bürgersteig für den Fußgänger. verkehr bis auf weiteres gesperrt. Eingestellt. Wegen des andauernd schwachen Verkehrs auf der Teilstrede Krosdorf- Fellingshausen wird vom 2. Oftober ab der Kraftpostbetrieb zwischen den genannten Orten ein gestellt. von der am gestrigen Freitag Nachmittag um 5 Uhr stattgefundenen Stadtverordnetenversammlung. Als erster Punkt der Tagesordnung fand der Antrag auf Einrichtung einer Hinden burg- Stiftung, deren Zinsen in Höhe von 500 M jährlich am 1. Oktober an Kriegshinterbliebene und Kriegsbeschädigte vergeben werden soll, einstimmige. Annahme. Der Kommunist Kästner, der vorher gegen diese Stiftung opponiert hatte, stimmte versehentlich dafür. Unter Punkt 2 der Tagesordnug lag eine Reihe von Gesuchen um Erlaubnis zum Schankbetriebe vor. Soweit es sich um Vergrößerung bestehender Betriebe handelte, wurde den Gesuchen zugestimmt. Neugründungen wurden abgelehnt, bezw. zurüdgestellt. Punkt 3: Beschaffung eines Eis. erzeugers für den städtischen Schlachthof wurde ohne Aussprache angenommen. Während sich an die Punkte 4a u. b und 5: Bergebung von Arbeiten und Lieferungen, eine längere Debatte knüpfte. Die Punkte 6, 7, 8 und 10: Erteilung von Bauge nehmigungen und Veränderung und Aufhebung von Baufluchtlinien wurden ohne Debatte angenommen. Der Punkt 11: Be willigung von 50 0000 M zur Errichtung weiterer Rotwohnungen, gab dem Stadtverordneten Kästner wieder Gelegenheit, so oft Gehörtes und ebenso oft Berichtigtes zu Gehör zu bringen. Das Bedürfnis für billige, fleine Wohnungen feine leeren Eisenbahnwagen wurde durch Annahme des Antrages anerkannt. Gleichfalls zugestimmt wurde der Erweiterung der KraftpostWagenhalle in Krofdorf. Der Antrag der Stadtverwaltung auf weitere Ausgestaltung des Flughafens, wird genehmigt und ein Kredit von 50 000 M bewilligt. Mit diesem Gelde hofft man nun endgültig, den Gießener Flughafen zu einem erstklassigen zu machen. Allgemein wurde der Hoffnung Ausdrud gegeben, daß die Entwicklung des Flugverkehrs die riesigen Ausgaben der Stadt für ihren Flugplatz rechtfertigen möge. Punkt 12 ,, Es gibt kein glänzenderes Zeugnis für das deutsche Heer von 1914 als die Tatsache, daß auch so, unter diesen unglüdlichsten Umständen und trotz der großen zahlenmäßigen Ueberlegenheit des Feindes auf dem Entscheidungsflügel der Sieg errungen wurde. Berlauf der Unterredung erklärte Oberstle 2. Armee sei bereits im Zurüdgehen und we ge, dem 10. Geptember bereits das rechte Mar Diese Maßnahme sei nicht mehr rüdgängig tlich hat Oberstleutnant Hentsch angenomme oberst von Bülow auf Grund des Vordringe ber die Marne entsprechend den Vereinbarung zum Rüdzuge entschlossen und diesen schon ei Tuf die erstaunte Frage des Generalmajors r Generalobert v. Bülow sich habe zum Rüd en, erwiderte Oberstleutnant Hentsch wörtli zum Rüdzug ist dem alten Bülow sehr sauer Armee sei nur noch Schlade". Diese Worte me Eindrud auf General v. Kuhl. Er schreibt hi Bort haftete am meisten in meinem Gedächt usgeschlossen. War die 2. Armee geschlagen, hlade" und war ihr Rückzug schon im G 1. Armee nicht mehr isoliert stehen bleiben ht am Durcq nur durchlämpfen, wenn b. Hatten in den Grenzschlachten vor allem friegerische Begeisterung und hoher seelischer Schwung sowie der leidenschaftliche Drang, an den Feind zu kommen, der Truppe ihre Siegestraft verliehen, so waren es in der Marneschlacht nach den so blutigen Opfern des ersten gewaltigen Zusammenpralles mit dem Feinde, und nach den schier übermenschlichen Anstrengungen und Entbehrungen der unmittelbar anschließenden, wochenlangen Verfolgung andere Kraftquellen, die den deutschen Soldaten unüberwindlich machten: Tief eingewurzeltes Pflichtgefühl, sittliche Selbstzucht, zäher Wille zum Siege und starkes Verantwortungsbewußtsein - gaben jedem einzelnen die Kraft, selbst in den schwierigsten Lagen seinen Mann zu stehen. * Schwindler- Unwesen. Ein Schwindler, der sich auf den Namen eines bekannten früheren hessischen Geistlichen beruft, treibt gegenwärtig sein Unwesen. Da er die Familienverhält nisse des Geistlichen sehr gut tennt, auch seine Stimme im Tele fon sehr gut nachahmt, ist es ihm mehrfach gelungen, hohe Bes träge zu erschwindeln. Es sei nachdrücklich vor ihm gewarnt. Das Schicksal der Armee von 1914, der unter so erschütternden Umständen der heiß erkämpfte Sieg gerade in dem Augenblid, in dem sie ihn sicher in der Hand zu haben wähnte, wieder entrissen wurde und der selbst der Feind hohe Bewunderung gezollt hat, ist voll tiefer ergreifender Tragik. * Warnung! Ein gewisser Muth aus Vilbel, 28 Jahre alt, hat annähernd 1500 Lose der Wohlfahrtslotterie zum Besten der Pensionskasse der Genossenschaft Deutscher Bühnenangestellter unterschlagen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß er versuchen wird, auch hier Abnehmer für die gestohlenen Lose zu finden. Straßenfperrungen, An der Marne wirkten sich Schidjalsmächte aus, deren finnvolles Walten vielleicht erst kommende Geschlechter erkennen werden, nachdem die weltgeschichtliche Epoche moderner europäischer Staatenbildung ihren Abschluß gefunden hat und ihre inneren Zusammenhänge und Wirkungen aufgedekt worden sind. mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. B., Gießen. Weglar Garbenheim, in dem Straßenzug Wetzlar- Heuchelheim Gießen, gesperrt für alle Fahrzeuge vom 27. Septem ber bis auf Weiteres. Umleitung über Waldgirmes und Schöne Aussicht( Gießener Straße).. Rodenberg Das Hindenburglied. ( Widmung vom Herrn Reichspräsidenten freundl. angenommen.) Nach der Weise:„ Der Gott, der Eisen wachsen ließ“. 1. Es war einmal ein Offizier im alten Preußenheete, Dem gab das Große Hauptquartier den Abschied voller Ehre. Er fühlte sich zu alt noch nicht, den Degen zu regieren Doch dachte er: Soldatenpflicht ist, Order zu parieren! Griedel, in dem Straßenzug Butzbach- Münzen berg, gesperrt für Laftkraftwagen bis 1. November. Umlei tung über Münzenberg- Oberhörgern. Die Straßensperre auf der Provinzialstraße Butzbach Nie derweisel Niedermörlen ist aufgehoben. * Herbstpferdemarkt. Am 5. Oktober findet der hiesige Herbstpferdemarkt statt. Mit dem Markt ist eine Pramiierung des besten Pferdematerials verknüpft. 2. Da zudt ein Blizz ins Friedensland und spaltete die Erde. Die ganze Welt geriet in Brand, u. Deutschland griff zum Schwerte Er wartet' Tag und Nacht hindurch auf Marschbefehl, indessen Den alten Herrn von Hindenburg, den hatte man vergessen. * Der Hessische Hauptverein des Evangelischen Bundes hält seine diesjährige Hauptversammlung in der Zeit vom 12. bis 14. November in Gießen ab und verbindet damit die Vierzigjahr feier der Gründung des Hauptvereins. * Stenographenprüfung. Die Hessische Industrie- und Han delskammer Darmstadt fordert auf, Anmeldungen zu der dies. jährigen Geschäftsstenographenprüfung am 16. Oftober ds. Js. bis zum 12. Ottober einzureichen. Es wird nur in der Einheitsftenographie geprüft und zwar in der Geschwindigkeitsstufe von 150 Silben an. Die Prüfungsgebühren betragen Mark 2,-. Pfarrer Heumanns Heilmittel stets vorrätig in der Niederlage Hirsch- Apotheke, Giessen Frankfurterstrasse 4, Das Pfarrer Heumann- Buch 272 Seiten 150 Abbildung. erhält jed. Leser vollständig umsonst und portofrei, von Ludwig Heumann& Co. Nürnberg M. 629. 3. Jm Often brach durch's offne Tor der Bär in deutsche Lande Und fraß sich bis Masuren vor mit Mord und Raub und Schande. Da tam und stieß ihn durch und durch, ein herrlich Ungewitter: Der General von Hindenburg, Ostpreußens Ordensritter! 4. Zwei Jahr lang gabs im Stellungskrieg fein Vor und fein [ Zurüde. Da führtest Du das Seer zum Sieg, zu neuem Kriegesglüde. Da tlang es froh die Fronten durch, da rauschten wieder Fahnen: Der Feldmarschall von Hindenburg führt uns auf Siegesbahnen! 5. Doch höher stieg mit jedem Tag des grimmen Hasses Mauer, Und in den dumpfen Nächten lag der Hunger auf der Lauer. Du hieltest eisern mit uns durch, fein Unglüd zwang dich nieder: Du, Friedensbringer Hindenburg, gabst uns die Heimat wieder! 6. Das Schwert in unserer Hand zerbrach doch, Männer, [ leinen Jammer! Wir schmiedeten im lichten Tag es um zu Pflug und Hammer. Wir hoben dich auf unsern Schild im Schatten deutscher Eiche: Dich, deutschen Herzogs Ebenbild, zum ersten Mann im Reiche! 7. Dem neuen deutschen Vaterland hältst du die alte Treue, Und deine liebe Baterhand führt alle uns aufs neue. Nun flingts durchs ganze Land hindurch in Freuden und in [ Schmerzen: Du, unser Vater, Hindenburg- bir jubeln unsre Herzen! Georg Heydemard. Sonnabend, den 1. Oftober 1927. Bum Sonntags essen der passende Nachtisch! Das hebt die Freude am Feiertag und stellt alle zufrieden und wenn Sie Gäste haben, wird z. B. ein Gala- Schokoladen- Pudding aus Dr. Oetker's Puddingpulver, aufgetragen mit Vanille- Soße, allseitigen Beifall finden. Die jetzt neu herausgebrachten Feinkost- Puddings Mandelkern und Krokant stellen die verwöhntesten Ansprüche zufrieden. Verlang. Sie Dr. Oetker's neues farb. illustr. Rezeptbuch, Ausg. F für 15 Pfg. in den einschläg. Geschäften, wenn nicht vorrätig, gegen Einsendung von Marken von Dr. August Oetker Bielefeld. Alus Nah und Fern. Großen- Linden. Morgen, den 2. Oftober, feiert das Defanat Gießen in unserer Gemeinde das diesjährige Dekanatsmisfionsfest. Missionar Laus aus Frankfurt a. M. wird die Feftrede halten. Alten- Bused. In den letzten Tagen sind hier verschiedentlich Scharlachertranfungen festgestellt worden. Zum Zlüd sind jekt Schulferien. Kesselbach. In dem hiesigen Bajaltwerk wurde der Monteur Karl Küst er aus Röin so unglüdlich durch herabstürzende Maschinenteile getroffen, daß er mit schweren inneren Verletzungen in die Chirurgische Klinit nach Gießen gebracht werden mußte. Büdingen. Am Sonntag wird, anläßlich des Geburtstages unseres Reichspräsidenten, auf dem Markte am Vormittag ein Promenadekonzert veranstaltet. Der Bürgermeister wird eine Ansprache halten und junge Mädchen werden für die Hindenburgspende sammeln. Darmstadt. Die Enthüllung des hessischen Dragoner- Dentmals in Darmstadt steht in allernächster Nähe bevor. Tausende von alten ehemaligen roten" und weißen" Dragonern und Angehörige der Formationen, die aus beiden Regimentern hervorgingen, haben sich bereits angesagt. Es findet am Samstag, den 1. Oktober, ein Begrüßungsabend statt, am Sonntag, den 2. Oktober, 11,15 Uhr Uhr vormittags, die feierliche Denkmalsenthüllung, nachmittags 3 Uhr ein Festzug durch die alte Garnisonstadt Darmstadt. Darmstadt. Vom 18. bis 20. Oftober hält hier der Verband der evangel. Frauenvereine in Hessen unter dem Vorsitz der Fürstin Elisabeth zu Erbach- Schönberg seine erste Verbandstagung ab. Wenn ein Holzboden wie Parket glänzt, dann fragen Sie nicht lange, mit word ass gepflegt wird, sanern ha len Sie sich gleich bei Ihrem Händler eine Dose: Lobe Brige, die Wasserechte und Ihr Bretter- Boden wird bald genau so schön glängen und dabei noch naß wischbar sein. Loba Sarbbohnerwauls gibt es in 5 Sarben: vot Braunsgrünsgraufgelb Immer doba für den Boden! rampfader Entzündungen Wunden, Flechten u. Hautjukken beseitigt auch in veralteten Fällen EngelBalsam Salbe. der Engel- Apotheke Liegnitz. Krausen zu Mk. 1.75 u. 4.- zu haben in der Pelikan- Apotheke in GIESSEN Lohnender Verdienst durch Einrichtung ein. Restergeschäftes. Laden nicht nötig. Für Waren 200 bis 600 Mr. forderlich. Off. unt. D. C. 7935 befördert Rudolf Mosse, Dresden Und schaltet weise im häuslichen Kreise... In Drogeries a. Apotheken. Achten auf Marke Fuchskopf im Stern". Dazu gehört auch, daß man sich Blusen, Kleider, Strümpfe u. dergl. im Haushalt selbst färbt. Mit HEITMANN'S FARBEN geht das mühelos und erspart Geld. SIMPLI- FARBEN in Kugeln und Tabletten färben beliebig kalt oder heiß. Weltbekannte ausländische Marken- Likörfabrik mit eigener Abfüllstelle in Deutschland sucht Blakvertretung mit Alleinvertrieb ihrer Erzeugnisse. Gleichzeitig soll der Vertrieb von deutschen Weinbränden und französischen Cognacs mit übernommen werden. Firmen od. Personen, die am Platze bestens eingeführt sind und die sich für obengenannten Monopolvertrieb intereffieren, werden gebeten, ihre Offerten unter Nr. 6. 8. 1546 einzureichen. Wer sucht Geld auf hier oder Umgebung gelegenes Haus Grundstücke etc. möglichst langfristig aufzu nehmen? Offerten imter S. T. 3458 an die Expedition dies. Blatt. Einj.- Abitur Institut Boltz Almenau, ,, Gießener Zeitung" Heidesheim bei Mainz. Anläßlich seines 50jährigen Bestehens feiert der Männergesangverein Heidesheim am 1. und 2. Juli 1928 sein goldenes Jubiläumsfest, verbunden mit grohem theinischen Gesangswettstreit. Rumpenheim. Die hier wohnhafte 43jährige Ehefrau Elisabeth Lipps wurde bei Dietesheim von einem Motorradfahrer überfahren. An den erlittenen Verlegungen ist sie gestorben. Weglar. Einer der nächsten Sizungen der städtischen Körperschaften wird nach gründlicher Borarbeit ein Antrag zur Bearbeitung und Beschlußfassung zugehen, nach dem das hiesige Lyceum zum Oberlyceum ausgestaltet werden soll. Weylar. Der hiesige Spar- und Bauverein hat im letzten Jahre ca. 100 Wohnungen geschaffen und beabsichtigt, weitere 100 Wohnungen zu bauen. Zur Finanzierung sollen in besonberem Maße Staatsgelder beschafft werden. Weglar. Die Heimvoltshochschule Hohenfolms beginnt am 8. Oftober 1927 wieder mit einem Lehrgang, der bis Weihnach ten läuft. Die Gesamtkosten betragen für die ca. drei Monate bauernde Zeit 180 Mart. Anmeldungen und Anfragen an das Heim Volkshochschule Hohensolms, Kreis Wetzlar. Kirtorf. Der bisherige Beigeordnete Stumpf ist zum Bürgermeister, der Landwirt Gade zum Beigeordneten gewählt worden. Marburg. Der Kreislehrerverein hat sich gegen den Entwurf des Reichsschulgesetzes ausgesprochen. Bolfmarjen. Hier wurde einem 16jährigen Lehrling durch das Schwungrad einer Dreschmaschine der Kopf abgerissen. Frankfurt a. M. Gegen die Stimmen der Arbeitgeber( ½ der Stimmberechtigten) beschloß die Allgem. Ortskrankenkasse den Bau eines neuen Berwaltungsgebäudes für 5 Millionen Mark in Angriff zu nehmen. Königstein i. Taunus. Durch die Besagungseinschränkung werden ein Drittel der Truppen zurüdgezogen. Don Gelnhausen. Unerwartet zahlreich besucht wurde die dies: jährige Jahresversammlung des Evangelischen Bundes Kurhessen und Walded. Den Höhepunkt des Gebotenen bildete eine Vortrag des Amtsgerichtsrats Dr. Lohmann- Weilburg. * Eisenbahnunglüd in Halle. Am Dienstag, den 27. September, ereignete sich auf dem Bersonenbahnhof in Halle ein schweres Eisenbahnunglück, wobei drei Reisende schwer und der Lokomotivführer und 13 Reisende leicht verletzt wurden. Fahnenankauf engros. Auf Kosten der Stadt Berlin ist verfügt worden, sofort soweit sie noch nicht vorhanden sind - für jedes städtische Gebäude, jedes Gebäude der städtischen Siedlungsgesellschaften und für jedes Gebäude der städtischen UnterNr. 40. nehmen eine schwarz- rot- goldene Reichsflagge zu kaufen und am 2 Oktober herauszuhängen. Ein Frauenkrankenhaus mit 2000 Betten ist in Amerika gegründet worden. Das nötige Kapital ist zum größten Teil durch amerikanische Aerztinnen aufgebracht. Bauentwurf und Ausführung soll in Händen weiblicher Architekten und Bau meister liegen, das Krankenhaus selbst von Frauen verwaltet und nur von weiblichen Aerzten geleitet werden. Bücherbesprechung. „ Der Prozeß Rouzier". Eine Anklageschrift gegen das Unrecht der Besetzung, bearbeitet auf Grund der Prozeßakten. Otto Stollberg, Berlag f. Politik u. Wirtschaft, Berlin SW. 68, Chats lottenstraße 7-8, broschiert 2,50 Rmt. Der Justizmord von Lan dau ist allen Deutschen noch in frischer Erinnerung und darf als bisher schlimmster Fall fremder militaristischer Rechtswill für auf deutschem Boden nicht aus den Gedächtnis schwinden. Das Urteil des franzöfifchen Militärgerichts, das den französi schen Offizier freisprach, der drei wehrlose Deutsche mitten im Frieden ohne jeden Grund meuchlings niederknallte, ist ein so schwerwiegendes Argument gegen das System der französischen Kriegsgerichtsbarkeit wie gegen das Unrecht der Besetzung über haupt. Die vorliegende Broschüre gibt eine einwandfreie Dar stellung des Verhandlungsganges auf Grund der Prozeßakten und der Verhandlungsprotokolle. Aus der nüchternen Schilder rung wächst eine Tragödie deutscher Schmach und deutschen Lei des empor. Spiel am Ufer. Von Rud., Huch. Kartoniert Rmt. 2,50; in Leinen geb. Rmt. 4,-. Wer diese entzückende Liebesgeschichte liest, die mal ins Astrologische, mal ins Kriminalistische hinüberspielt und zuweilen an die tiefsten Fragen rührt, der fühlt nicht nur seine Phantasie angeregt, auf eigene Faust die Seitenwege einzuschlagen, an deren Wegweisern gleichsam ihn der Dichter auf schöner, gerader Straße vorübergeführt hat. Rahezu 6000 Fahrpläne enthält die Winterausgabe 1927-28 von Hendschels Telegraph, dem ältesten internationalen Kurs buch, das in den nächsten Tagen erscheint. Das Besondere dieses Kursbuches liegt in seiner zur Tradition gewordenen Zuver lässigkeit und Reichhaltigkeit. Hendschel bringt nicht nur den gesamten reichsdeutschen Verkehr, sondern beriüchsichtigt in glei buch und Verkehrs- Verlagsgesellschaft m. b. 5. Berlin SW. 68. cher ausführlicher Weise die Fahrpläne der kontinentalen Staa ten und die Reisewege und Reisemöglichkeiten nach und in den verkehrspolitisch wichtigen Ländern. Eine große Eisenbahnfarte ist beigegeben. 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Jahrgang Politische Eag Ser Reichsrat wird wahrsche nerstag den Reichsschul- Ges in veränderter Form, verabschiedet h Das Reichstabin ett steht in lichen Schacht'schen Finanzpolitit. 46 Der Reichstag wird am 17. Of zu Ehren der deutsche Flie her verschiedene Empfänge und Fest Der Verband der preußischen Pr ir die Hindenburgipende. Der deutsch- südslawische etern unterzeichnet. Neben Meistbeg derseitige Niederlassungsrecht. * Dem Bernehmen nach denkt Rußland derin garnicht daran, Ratow Die Berhältnisse in den östlich len, Litauen, Lettland und Estland ge rechtigten Anlag. Der serbische General Kowatsch tat jam Opfer gefallen. Man glaubt, merden internationale Komplitationer Die Meutereien in der fro haben überraschend mit einem Ergeber terer an den Marineminister geendet. * Jm amerikanisch- franzö no teine Einigung gefunden, die f rung hat fich aber ein wenig beruhig * $ eting soll nach neuesten Me Truppen der Nationalarmee besetzt Der tschechische Präside ertrantt. * * Die Verhandlungen in War nanziers um die polnische Anleih behnt. 倉 Die Kämpfe in Mexiko ha Hindenburgs Trotz der Bitte des Herrn R friem, hatten fast alle Kreise De laen, diesen Tag würdig zu gest gann die Reihe der Feiern und E tag, Sonntag und Montag ihren Schat der Gratulanten seien ern Landesvertretern, dem Vertreter Barteiführern, die großen vaterlä hel, Kyffhäuser- Bund und Offizi sonderen Veranstaltung umjubelt dion die Jdealgestalt ihres Kinde Doch waren es nicht nur W Gedenkens- man höre 4 000 Tel Karten die unserem Hinden wir ihn haben, nein, auch an strömte aus allen Teilen Deuts laum wußte, wohin damit. In allen Reden und in aller ser Tage zum Ausdrud, daß der präsidenten nach Einigkeit über Heinlichen Hindernisse hinaus, n Die einzigartige Pflichtauffassung art unseres Reichspräsidenten, ste torbildlich u. unser ganzes Bestref Der Stadt Berlin brachten d tigen Menschenzustrom viel Arb a lohnte die Anstrengungen. Ser den 2. Ottober in Berli belagten, bewimpelten und befr ter blauem Himmel Hunderttause und no mehr in den Straßen be termen Berlehrswege in Triumphs wandeln, wer das miterleben Bergeijen. Sur Landta Oberhessen ist in der Kandida Landtagswahlen durch Landwirt 2 rinärtat Dr. Roßkopf aus Gießen Harheim vertreten.