40. Jahrg. Samstag, den 1. Januar 1927. Nr. 1. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Sleueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr- Für Aufbewahrung oder Rüd Jendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Drud. Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedtonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Ein gefegnetes neues Jahr wünschen wir allen Lesern der„ Gießener Zeitung" und allen Mitarbeitern und Freunden der Gießener Verlags- Druckerei. Unseren treuen Mitarbeitern, welche uns stets durch wertvolle Beiträge in die Lage versetzten, unsere Organe auf bleibender Höhe zu erhalten, danken wir heute recht herzlich und bitten sie, uns auch im neuen Jahre weiter tätig zu unterstützen. Die Redaktionen der„ Gießener Zeitung" und der Hessischen Hausbefizer- Zeitung". Paul Christian Klein. Rolitische Nachrichten. Begnadigung der Landauer Verurteilten! Baris. Der französische Präsident hat ein Dekret unterzeichnet, durch das jämtliche vom Kriegsgericht in Landau ver: urteilten Deutschen begnadigt werden. Gegen die Fortdauer der Besatzung. Düsseldorf. Auf einer außerordentlichen Tagung des theinischen Provinziallandtages hielt Oberpräsident Dr. Fuchs eine brud brachte, daß uns das Jahr 1926 trot Locarno, Thoiry und Genf der Räumung der Rheinlande nicht merklich näher gebracht babe. Nach dem Eintritt Deutschlands in den Völkerbund sei die Anwesenheit frember Truppen auf deutschem Boben ein Unding. Deutschland habe ein Recht auf die baldige Entfernung der Besatzung, die ein unbedingtes Hindernis für die wahre Befriedung ist und immer bleiben wird. Der deutsch- italienische Schiedsvertrag unterzeichnet. Rom. Am Mittwoch Nachmittag wurde der deutsch- italienische Vergleichs- und Schiedsgerichtsvertrag unterzeichnet und zwar deutscherseits von dem deutschen Botschafter Freiherrn v. Neurath, italienischerseits von Mussolini. Albin Klein. Wochenrückblick. Die Tage knapp vor dem Weihnachtsfest brachten noch einige Erregungsmomente im politischen Leben. Innenpolitisch war der Sturz der Reichsregierung eines der kläglichsten Ereignisse im parlamentarischen Leben. Man muß sich immer wieder über die Leichtfertigkeit und Verantwortungslosigkeit unserer Parlamentarier wundern. Wo steckt da der christliche VerantwortungsAnsprache, in der er seine tiefe Enttäuschung darüber zum Aus- geiſt? Nun sind wir ohne Regierung bis Mitte Januar. Und das ausgerechnet nach Genf! Konnte man den Zeitpunkt unglüdlicher wählen? Kaum! Wie eine schallende Ohrfeige für das gesamte Deutschland, wie ein Peitschenhieb für das Rechtswesen der gesamten Welt schallt in die Weihnachtsfeiertage das Urteil im Prozeß Rouzier! Ein chauvinistischer französischer Offizier knallt einen Tag vor Abzug seines Regiments in Germersheim, im besetzten Gebiet, wehrlose Deutsche in fnapp 20jährigem Blutdurst zusammen. Deutsche werden mit in Anklage gesetzt. Urteil: die Deutschen werden verurteilt, der Franzose freigesprochen! Gibt es einen größeren Hohn? Unsere nationalistischen Kreise werden ihre Folgerungen daraus ausgiebig ziehen. Das mühsam geschaffene Friedensgebäude, zwischen Frankreich und Deutschland erbaut, hat eine französische Granate auf das Dach gesetzt bekommen! Daran kann alles das, was nachkommt, nichts ändern! Poincarés Geist hat dieses Urteil gefällt! Poincarê hat damit sich, den Geist seiner Armee, den Friedenswillen Frankreichs, die Justiz der Gewalt gerichtet. Helfen fann in dieser vergifteten Atmosphäre nur der schleunigste Abzug der Besatzungstruppen. Fordern wir sie als Kompensation! Zu derselben Zeit putscht es in Litauen! Unklare Meldungen kommen nur von dort. Die Entscheidung, wer die Oberhand behält, ist noch nicht gefallen. Jedenfalls ist man in der Mehrheit anti- polnisch gesinnt. Das mit vollstem Recht! Von Polen hat man bis jetzt als Staat nichts Ersprießliches erlebt. Die polnischen Zustände der Vorkriegszeit bekommen leider wir Deutsche außenpolitisch nur zu oft zu spüren. Daß man sich in anderen Staaten davor bewahren möge, erklärt die litauische Bewegung. So werden wir innen- und außenpolitisch mit schweren Sorgen und zahlreichen Belastungspunkten ins neue Jahr gehen müssen. Die Zukunft liegt nicht rosig vor uns. Hoffen wir, daß im kommenden Jahre mit Gottes Hilfe sich alles zum Guten wende! Zur Ausweisung der deutschen Redakteure in Litauen. Berlin. Die Erklärungen des litauischen Ministerpräsidenten über die Deutschenausweisungen aus Memel haben in Ber lin großes Befremden hervorgerufen. Der deutsche Gesandte in Kowno hat der litauischen Regierung keinen Zweifel darüber gelassen, daß durch die Ausweisungsbefehle eine sehr ernste Situation entstanden ist. Man erwartet, daß sich die litauische Regierung die Konsequenzen überlegt, die sich ergeben würden, wenn die Ausweisungsbefehle nicht zurüdgenommen würden. Die Erwerbslosigkeit. Berlin. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger hat in der ersten Dezemberhälfte eine Zunahme von rund 95 0000, d. i. 6,9 Prozent, erfahren. Der Mikado gestorben. Tokio. Der Kaiser von Japan ist, 78 Jahre alt, gestorben. Der neue Kaiser Hirohito, der eine sehr sorgfältige Erziehung in der Adelsschule in Tokio erhalten hat, ist 25 Jahre alt. Er hat eine Botschaft ar das japanische Volt gerichtet, in der er sich ,, Storra" ( Leuchtender Frieden) nennt. Schaffung einer evangelischen Kirchenfahne. Der deutsch- evangelische Kirchenausschuß hat beschlossen, als einheitliche Kirchenfahne ein dunkelviolettes Kreuz auf weißem Grunde zu empfehlen. Mutig in das neue Jahr! Sprüche 2,7. Gott läßt es dem Aufrichtigen gelingen. Nun laßt uns gehn und treten mit Singen und mit Beten zum Herren, der unserm Leben bis hierher Kraft gegeben. So singt Paul Gerhardt in den Zeiten des dreißigjährigen Krieges. Auch wir wollen in unjerer Zeit des Stunes und Dranges der Nachkriegszeit mit frohem Mute und Gottvertrauen in das neue Jahr hineingehen. Was hilft es, den Kopf hängen zu lassen? Gewiß gibt es heute viele enttäuschte Menschen, die über alles Mögliche jammern. Gewiß gibt es bei dieser Jahreswende vieles, was einem nicht gefallen kann. Wir leben eben im Reiche der Menschen und nicht unter lauter Engel. Es hat jeder seinen Grund für die Unzufriedenheit. Der eine ist nicht befriedigt vom Gange unserer Außenpolitik, der andere kann sich nicht in unsere Innenpolitik hineinfinden. Da ist einer, dem gefallen die religiösen, dem anderen die konfessionellen Zustände in unserem Volte nicht. Der eine flagt über das heruntergekommene Volk, der andere über seinen eignen Niedergang. Klagen über Klagen hören wir, wenn wir einen neuen Anfang machen wollen. Wie kann der Anfang gut werden, wenn er unter Jammern und Klagen begonnen wird? Heute gilt, noch ein anderes Wort aus schwerer Zeit unseres evangelischen Sängers Paul Gerhardt zu beherzigen:„ Auf, auf. gib deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht; laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht; bist du doch nicht Regente, der alles führen soll: Gott sitzt im Regimente und führet alles wohl." An dem getrosten und frohen Mute dieses vorbildlichen Leidträgers wollen wir uns aufrichten. Darum laßt uns allen Kleinmut wegwerfen. Mutig gehen wir in das neue Jahr hinein! Manchen fällt es heute schwer, an das Regiment Gottes zu glauben. Wenn man die Vergewaltigung unseres deutschen Vaterlandes sieht, die Ungerechtigkeit und Frevelhaftigkeit, womit ein französisches Kriegsgericht einen Mörder freispricht, weil er Franzos ist und andere zu schweren Gefängnisstrafen verurteilt, weil sie Deutsche sind. Andere sehen kopfschüttelnd die Herzlosigkeit und Habgier, die Bestechungen und Korruptionserscheinungen im eignen Volke. Da meinen viele, Gott müsse da mit seinem Strafgericht dazwischenfahren. So hatte Johannes sich auch den kommenden Messias vorgestellt. Aber ein ganz anderer tam. Es tam der Bringer der göttlichen Langmut und Liebe. Daß Menschen so sündigen können, ohne daß gleich von Gott eine Strafe eintrifft, daran erkennen wir gerade, daß Gott ein gnädiger Gott ist. Wenn das Maß voll ist, dann wird er schon zur rechten Zeit eingreifen. Das war die Verkündigung der Propheten des Judentums. Damit haben sie ihre Volksgenossen bei Glauben und Boltstum erhalten. Sie haben sich nicht geirrt. Wie die Propheten es ansagten, so stürzten die Reiche, die schwere Schuld auf sich geladen hatten. Darum wollen wir Gott danten, daß er so langmütig sein kann. Wer schuldlos leidet, der soll sich an dem schuldlosen Leiden unseres Heilandes aufrichten und mit Jesus leiden. So bleiben wir an unserem Gottesglauben. Wer in schwerer Zeit ein festes Gottvertrauen hat, der ist sicher vor der Verzweiflung, durch die sich heute so viele Menschen das Leben nehmen. Wer an Gott glaubt, der gibt sich selbst nicht auf. Er sagt vielmehr: " Jst Gott für mich, so trete gleich alles wider mich!" Er weiß, daß Gott es dem Aufrichtigen gelingen läßt. Was bedürfen wir, um zu diesen Aufrichtigen zu gehören? ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lotal 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Platz Dorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. zur Jahreswende 1927. Wieder ist ein Jahr an uns vorübergegangen. Für alle, welche nicht über Arbeitslosigkeit zu flagen hat ten, ist es mit Eilzugsgeschwindigkeit vorbeigerast. Was hat es uns alles gebracht? Das außenpolitische Geschenk des Jahres waren die Verhandlungen in Genf. Wenn auch nicht alle Kreise unseres Voltes von den dortigen Abmachungen restlos befriedigt sind- das wird wohl auch nie möglich sein so halten doch viele das Erreichte für einen Fortschritt. Endlich hat man sich für die Beendigung der Militärfontrolle auf einen Tag, den 31. Januar 1927, geeinigt. Leider liegt die Frage der Erlösung aller immer noch besetzten Gebiete Deutschlands im Unklaren. Hoffentlich ist es möglich, Allerdings wird diese Hoffnung durch die unglaubliche im neuen Jahre auch hier Fortschritte zu erlangen. Freisprechung des Mörders Rouzier schwer erschüttert. Unsere Wirtschaft leidet unter der Geldnot von fast allen Berufsschichten. Die Arbeitslosigkeit, welche zeitweise eine langsame Abwärtsbewegung zeigte, nahm gegen Ende des Jahres in manchen Reichsgebieten, besonders in Berlin, wieder zu. Die Bauersleute, welche immer noch die Mißernte des vorigen Jahres spüren, haben sich in diesem Jahre noch nicht völlig erholen fönnen. Neue Verschuldung ist über diesen Stand gekommen, der dazu noch sehr unter ungerecht verteilter Steuerlast zu leiden hat. Auf dem Gebiet der Kultur ist als besonderer Fortschritt das Gesetz gegen Schund und Schmutz zu nennen. Es ist erfreulich, daß ein demokratischer Minister gegen einen Teil seiner Partei dieses Gesetz im Reichstag durchgebracht hat. Bedauerlich waren die Schwierigkeiten, welche die Annahme eines so notwendigen Gesetzes verzögerten u. oft sogar in Frage stellten. Das Reichsschulgesetz ist in diesem Jahre nicht dem Reichstag vorgelegt worden, trotzdem immer wieder versichert wurde, daß seine Bearbeitung im Ministerium fortschreiten würde. Eine andere Frage wird wohl da hemmend wirken: Wie steht es um das Reichskontordat? Wir haben ja in Nr. 51 des vorigen Jahrgangs einen längeren Artikel abgedruckt, welcher eine inoffizielle Förderung eines Reichskontordates behauptete. Vielleicht wird uns das neue Jahr den Vorhang über diese Machenschaften lüften. Ein wenig schönes Geschenk ist dem Reiche vor Weihnachten gebracht worden. Wie vor einem Jahre die Regierung Luther abgedankt hatte, so mußte diesmal auf Grund eines sozialdemokratischen Mißtrauensantrags die Regierung Marr zurüdtreten. Wieder gehen wir ohne Regierung in ein neues Jahr, wodurch natürlich die schwebenden Fragen der äußeren und inneren Politit ein ungewisses Schidsal erfahren haben. Diese Unstetigkeit in der politischen Leitung unseres Reiches, welche durch fehlende sichere Mehrheitsverhältnisse verursacht war, verhindert eine geradlinige Politik, die wesentlich die Beruhigung unseres Volkes fördern tönnte. Regierungswechsel erregen die politischen Gemüter und lassen eine neue Reichstagswahl in das Bereich des Möglichen treten. Das vergangene Jahr war ja für uns Hessen ein wahlfreies Jahr. Damit wir Sicher fordert Gott nicht von uns, daß wir alle gleiche Menschen sind wie die Puppen aus der Fabrik. Wie jeder sein eigenes Gesicht hat, so darf auch jeder seine eigene Art haben. Aber in dieser Eigenart soll er ein aufrichtiger, ehrlicher, ganzer Mann und eine ganze Frau sein. Alle Halbheit uno Unentschlossenheit ist Gott zuwider. Wie wären wir in dem Neubau unseres Volkes weiter voran, wenn wir nicht die vielen willensschwachen Volfsgenossen hätten. Wie wären unsere Kirchen fest gefügt und stark, wenn wir nicht an den maßgebenden Stellen häufig so ängstliche Männer hätten. Wir können gewiß teine Engel werden. Unsere Taten und Handlungen werden immer etwas Erdengeruch haben. Aber ehrliche, treue, ganze Menschen können wir wohl werden, die es aufrichtig meinen. Dazu wolle uns Gott im neuen Jahre helfen. Aufrichtiges Wollen ist schließlich nie vergeblich gewesen. Wenn vielleicht auch eine Zeit lang der Erfolg ausblieb, endlich gelangt festes Gottvertrauen und treues Ausharren doch zum Sieg. Darum wollen wir mutig in das neue Jahr hineingehen! Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Unsere Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen; geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. Alle Sorgen, alles Leid soll sein Name uns versüßen, so wird alle Bitterleit uns ein Segen werden müssen. Jesu Nam' sei Sonn und Schild, welcher allen Kummer stillt. Amen. Hr. Sonnabend, den 1. Januar 1927. über die Fürstenenteignung, in Hessen über die Auf-| lösung des Landtags. Beide Voltsentscheide verliefen negativ. Blicken wir deshalb auf das vergangene Jahr zurück, so dürfen wir in unserem politischen und Wirtschaftsleben in dem Urteil einig sein: Es ist ein Jahr rück, so dürften wir in unserer Evangelischen Volks" Gießener Zeitung' " 1 gemeinschaft in dem Urteil einig sein: Es ist ein Jahr fleißiger Arbeit und Pflichterfüllung gewesen. Wieviel treue Opfer sind an Arbeit und Geld gebracht worden! Ein treuer Mitarbeiter sagte mir einmal: Alles für die gute Sache!" Darum sei allen unseren Mitarbeitern zugerufen:„ Auf zur freudigen Weiterarbeit im neuen Jahre!" Steuern. Gerade vor einem Jahr wurden die Vermögenssteuererklärungen eingefordert. Erst in letzter Zeit sind die Ergebnisse, die die Finanzamter aus den Steuererklärungen gezogen haben, in Form von Einheitswertbescheiden und Bermögenssteuerbeschei den zugegangen. Diese außergewöhnlich späte Durchführung der Beranlagung ist auf verschiedene Umstände zurückzuführen. Die Finanzämter hatten noch viele Borarbeiten zu leisten, die Bewertungsausschüsse mußten noch gebildet werden, Verordnungen über zwangsbewirtschaftete Grundstüde, über die Bildung von Ertragswertklassen für landwirtschaftliches, forstwirtschaftliches und Weinbauvermögen erlassen werden. Außerdem mußten noch die Durchführungs- und Ausführungsbestimmungen zum Be wertungsgesetz und Bermögenssteuergesetz abgewartet werden, die erst im Laufe des Borsommers heraustamen. Außerdem waren die Finanzämter im Frühjahr und in der ersten Hälfte des Sommers mit anderen dringenden Arbeiten, z. B. Einkommensteuerveranlagung, Umsatzsteuerveranlagung in Anspruch genommen. Gerade bei der derzeitigen Bewertung und Veranlagung ist weitgehende Aufklärung bringend geboten, denn Einheitsbewertung und Vermögensfeststellung. Einfamilienhäuser find grundsäglich mit 65 v. 5. des Wehrbeitragswertes zu bewerten. Abweichend hiervon find kleinere, einAus einem Vortrag des Regierungstats Kabel, Bewertungsfach ausgestattete Einfamilienhäuser der minderbemittelten Beund Vermögenssteuerreferent des Landesfinanzamtes Darmstadt, Dilferung nur mit einem Wert von 55 bis 45 des Wehrbeitragsgehalten im Ortsgewerbeverein Darmstadt. wertes zu bewerten. Im übrigen fönnen beim Vorliegen be fonderer Härten auch andere Einfamilienhäuser mit höherem Wert unter dem normalen Bewertungsjah bewertet werden. Hiervon ist in der Praxis auch Gebrauch gemacht worden. Mietwohngrundstücke sind grundsätzlich mit 45 v. H. des Wehrbeitragswertes zu bewerten. Solche Grundstüde, die im wesentlichen aus einfach ausgestatteten fleineren Wohnungen bestehen und an Mie ter aus Kreisen der minderbemittelten Bevölkerung vermietet zu werden pflegen, fann in den Städten Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms und Gießen bis auf 25 Prozent und in den übrigen bis auf 30 Prozent heruntergegangen werden. In der Praxis ist hiervon sehr viel Gebrauch gemacht worden, besonders auch bei alten Häusern. Der Begriff„ Größe" im Sinne des§ 26 der D.B. ist sehr weit ausgelegt worden, und zwar weiter als in an deren Bezirken. Geschäftsgrundstüde sind in der Regel mit 70 Prozent des Wehrbeitragswertes zu bewerten. Bei solchen Fa brifgrundstücken, die nachweislich infolge Erschütterungen und anderen Einwirkungen einer besonders starken Abnuhung unterliegen, ist ein Satz bis zu 60 Prozent zugelassen worden. Nach § 29 der D.B. ist der Wert eines Grundstücks, der nebeneinander mehreren Zweden dient, zu zerlegen. Jeder Teil ist bei der Zerlegung mit dem Wert einzusetzen, der sich nach dem Charakter dieses Teils als Mietsgrundstüd oder gewerbliches Grundstück ergibt. Wenn auch bei der Zerlegung als Maßstab für die Werte der einzelnen Teile die Mieterträge vorzugsweise maßgebend find, so werden in der Praxis vielfach doch auch die räumlichen Verhältnisse berücksichtigt. So wird beispielsweise von dem Finanzamt Darmstadt- Stadt ein Haus, das in dem unteren Stodwerke gewerbliche Lokalitäten besitzt und zwei weitere Stodwerke, die vermietet sind, auch wenn der Mietertrag des unteren Stoc werks% der Gesamtmiete ausmacht, der gewerbliche Teil mit höchstens 50 Prozent angenommen, wodurch bei dem höheren Ansatz für gewerbliche Räume eine niedrigere Bewertung erzielt wird, als wenn auf den Mietertrag allein abgestellt wird. Die Bekanntmachung des L.F.A. über die zwangsbewirtschafteten Grundstücke ist im Einvernehmen mit der hess. Regierung und den Interessevertretungen erlassen worden. Sie deckt sich auch im wesentlichen mit den gleichen Bekanntmachungen der übrigen süddeutschen Landesfinanzämter und stimmt fast wörtlich überein mit der Bekanntmachung des L.F.A. Cassel. Nicht zwangsbewirtschaftete Grundstücke sind mit dem Ertragswert zu bewerten, jedoch nicht über den gemeinen Wert hinaus. Der Ertragswert und gemeine Wert ist hier schwer zu erfassen. Das L. F. A. hat angeordnet, daß als gemeiner Wert etwa der Friedenswert in Frage kommen soll. 1. fehlten vielfach in den Steuererklärungen Wertangabe, besonders für das landwirtschaftliche Vermögen und für das Grundvermögen. Diese Wertfestsetzungen für diese Vermögensarten wurden erst später herausgegeben. Die Steuerpflichtigen fönnen sich also fein richtiges Bild darüber machen, ob die Steuerbehörde ihre Erklärungen angenommen hat oder in welchen Punkten Abweichungen vorgenommen worden sind. 2. Das Bewertungsgesetz hat gegenüber den früheren ähnlichen Gesetzen eine überragende Bedeutung, weil es Geltung hat für die Steuern vom Bermögen des Reichs, des Landes und der Gemeinden. 3. geht das Bewertungsgesetz ganz neue Wege. Einschneidende Aenderungen auf dem Gebiete der Bewertung waren notwendig, weil der derartige Zustand, wobei Reich, Staat und Gemeinden dieselben Vermögensobjekte ganz verschie den bewerten fonnten, auf die Dauer unhaltbar geworden war. Außerdem mußte der Leerlauf bei den Behörden beseitigt werden, der dadurch entstand, daß für die einzelnen Steuerarten die verschiedensten Behörden für die Veranlagung und Rechtsmittelent scheidung bei denselben Vermögensobjekten tätig sein mußten. Was hat das Bewertungsgesetz dann neues gebracht? 3unächst eine einheitliche Bewertung des gesamten Vermögens. Diese einheitliche Bewertung wird durch das Reich unter Mitwirkung der Landes- und Gemeindebehörden durchgeführt. Die Vermögensarten, die seither im Grundvermögen, Betriebsvermögen und Kapitalvermögen eingeteilt worden sind, wurden zwedentsprechend in Sonstiges Vermögen. Die Vorschriften hierüber sind nicht wesentlich geändert. Neu 1. landwirtschaftliches einschl. gärtnerisches und forstwirtschaft ist, daß Werke der bildenden Kunst, des Schrifttums, der Tonliches Bermögen, 2. in Grundvermögen im engeren Sinne, 3. in gewerbliches Vermögen und 4. in sonstiges Vermögen eingeteilt. Eine Reihe von Vorschriften der Abgabenordnung mußten als unzwedmäßig aufgehoben werden. Es fand eine selbständige Bewertung der offenen Handelsgesellschaften und Kommanditgesellschaften statt. Die kurshabenden Gesellschaften werden in der Regel nach dem Kurswert veranlagt. Im Falle der Verpachtung gilt der Verpächter als Betriebsinhaber. Auch Fabrikgebäude, Kontorhäuser usw. können jetzt als selbständiges gewerbliches Vermögen zu einer Einheitswertsteuer herangezogen werden. Die freien Berufe, soweit sie nicht der reinen Kunst und Wissenschaft gewidmet sind, werden mit dem Berufsvermögen herangezogen und wie Gewerbetreibende behandelt. ( 6000 Mfrei). Außerdem sind ganz neue Bewertungsgrundsätze aufgestellt für das landwirtschaftliche Vermögen. Hier sind Wirtschaftsgebiete gebildet worden. Es ist aus dem ganzen Reichsgebiet der landwirtschaftliche Betrieb größter Ertragsfähigkeit herausgesucht und es sind Relationszahlen aufgestellt worden für die besten Betriebe der einzelnen Wirtschaftsgebiete und innerhalb dieses Wirtschaftsgebiets sind wieder Relationszahlen ermittelt worden, für den Vergleich der besten Betriebe mit mittleren und geringeren Betrieben. Zur Herbeiführung einer einheitlichen und gleichmäßigen Bewertung ist eine neue Behörde, der Bewertungsbeirat geschaffen worden. Aehnliches gilt für Forstwirtschaft und Weinbau. Die Bewertung dieser Objekte erfolgt ausschließlich nach dem Ertragswert, während bisher auch gemeiner Wert zugelassen war. Hinsichtlich des Betriebsvermögens gilt grundsätzlich der gemeine Wert. Der Gesichtspunkt der Gesamtbewertung ist durch§ 31 Abs. 2 und 5 eingeschränkt wor den. Eine Ausnahme von der Bewertung nach dem gemeinen Wert machen die Betriebsgrundstücke, die zu einem gewerblichen Betriebe gehören; für diese ist der Ertragswert vorgeschrieben. Die Ertragswertfestsetzungen sind vielfach außerordentlich schwierig. Man denke beispielsweise nur an die Ermittlung des Ertragswertes von Fabrikanlagen. Grundvermögen wird bei ortsüblicher Bebauung mit dem Ertragswert bewertet. Neu ist, daß anstelle des tatsächlich erzielten Ertrags der nachhaltig erzielbare Ertrag maßgebend ist. Soweit der Ertragswert nicht maßgebend ist, erfolgt Bewertung nach dem gemeinen Wert, insbesondere bei Bauland. Auf Grund des§ 85 des R.B.G. sind für die Bewer tung des zwangsbewirtschafteten Grundvermögens besondere Bestimmungen erlassen worden. Der Grund hierfür liegt darin, daß bei einer normalen Bewertung nach dem Ertragswert die steuerlichen Belange zurzeit gefährdet erscheinen. Bei der Be wertung wird für den ersten Feststellungszeitraum( 1925 und 1926) in der Regel von dem Wehrbeitragswert ausgegangen. Die kunst dann nicht zum Vermögen gerechnet werden, wenn sie im Eigentum des Urhebers selbst, bezw. seiner Frau oder Kinder stehen. Das Gleiche gilt für Urheberrechte an solchen Werken und für nicht patentierte Erfindungen mit gewissen Ausnahmen. Neu ist ferner, daß ein Kapitalwert der Rechte auf Renten pp. nicht in Ansatz kommt, sofern der Wert der einjährigen Nukungen nicht mehr als 1000 M beträgt. Ebenso werden die Ansprüche aus Lebensversicherungen nicht versteuert, wenn die Versicherunsgsumme 5000 nicht übersteigt. Geldbeträge unter 1000 M sind ebenfalls frei. Für gewerbliches Vermögen gilt dies nicht. Neu ist beispielsweise auch, daß Gegenstände, die einem gewerblichen Betriebe dienen können, aber am Stichtag infolge Aufhebung des Betriebes nicht dienten, als sonstiges Vermögen angesehen werden. Behandlung der Schulden. Bei den Einheitswerten für landwirtschaftliche Vermögen und für Grundvermögen können Schulden nicht abgezogen werden. Hier findet erst ein Schuldenabzug bei Ermittlung des Gesamtvermögens statt. Betriebsschulden dagegen werden bereits bei Ermittlung des gewerblichen Einheitswerts in Abzug gebracht. Bei Hypothekenschulden auf einem Haus, das nur zum Teil gewerblichen Zweden dient, findet u. U. eine Verteilung dieser Schulden auf Betriebsvermögen und Grundvermögen statt. Die richtige Verteilung ist von Einfluß auf die Industriebelastung. Bewertungsverfahren. Nicht das Finanzamt allein etwa mit dem allgemeinen Steuerausschuß, sondern die sogenannten Bewertungsausschüsse stellen die Einheitswerte fest. In Frage kommen, Grundwertausschüsse für landwirtschaftliches- pp. Vermögen und für Grundvermögen und die Gewerbeausschüsse für gewerbliches Vermögen. Gewerbliche Betriebsgrundstüde werden nur dann von dem Gewerbeausschuß bewertet, wenn sie ganz oder überwiegend eigenen gewerblichen Zwecken dienen. Die Tätigkeit der Ausschüsse hat sich bewährt. Die Feststellungen der Einheitswerte erfolgen durch Einheitswertbescheide. Für jede wirtschaftliche Einheit wird ein besonderer Bescheid festgestellt. Beispielsweise erhält ein Gewerbetreibender, der seinen Betrieb im eigenen Hause ausübt, einen Bescheid für Grundvermögen und einen Bescheid für Betriebsvermögen. Der Teil des Grundvermögens, der eigenen gewerblichen Zweden dient, wird aber nicht dem Einheitswert für Grundvermögen, sondern dem Einheitswert für Betriebsvermögen zugeschlagen. Wird die Verteilung des Grundvermögens nicht als richtig anerkannt, so ist gegen den Grundver mögenseinheitswertbescheid anzugehen, nicht aber gegen den Bescheid über das gewerbliche Vermögen. Man beachte genau die Rechtsmittelbelehrung in den Bescheiden, Mufter V. m. 9 b. Sind in einem Grundstück oder an einem Betrieb mehrere Personen Nr. 1. Sonnabend, den 1. Januar 19 besondere Strafvorschrift des§ 80 Abs. Strafe gestellt, wer es unternimmt, die befaßten Behörden irre zu führen. Wie für den einzelnen Steuerpflichtigen au noch nicht genau überschauen. Ueberall substanz sich in den letzten Jahren erhal liche Teile des Bermögens in Sausbe Grundvermögen bestehen, wird vielfach veranlagung die Folge sein, da andere Schulden vielfach nicht in Erscheinung tret gewerblichen Betrieben infolge neuer G frewerwerte wesentlich geringer. Das Re mögensftener insgesamt 400 000 000 Mart das endgültige Ergebnis für 1926 gering für 1927 entsprechend erhöht. Die Ein Vermögensbescheide haben den Mangel, d wie die Einheitswerte ermittelt worden s lich, anzugeben, wie der Hauswert, beson Zweden dient, ermittelt worden ist. Die wertung wird auch vielfach Mängel auf Raschheit der Durchführung entschuldigt lich der Bewertung des Betriebsvermöge viele Untlarheiten. Bei Auslegung der Wahlwollen angezeigt. beteiligt, so erhalten alle Beteiligten den gleichlautenden Bescheid. Ein Rechtsmittel kann jeder Beteiligte einlegen. Rechtsfräftige Entscheidungen haben für oder gegen alle Beteiligten Wirksamkeit. Wird ein Bescheid endgültig geändert, so werden andere Bescheide, die von ihm abhängen, automatisch geändert. Wird beispielsweise die Verteilung des Wertes eines Grundstüds, das mehreren Zweden dient, z. B. eines Hauses, das teilweise Wohnzweden und teilweise gewerblichen Zweden dient, mit Erfolg angegriffen, so werden automatisch der Bescheid für das Betriebsvermögen und der Vermögenssteuerbescheid von Amts wegen geändert. Die Neufeststellung einer wirtschaftlichen Einheit findet statt bei wesentlichen Menderungen in dem Bestand, vgl.§ 75. Auf Grund des Steuermilderungsgesetzes§ 22 find die Vorschriften noch weiter erleichtert. Die Einheitswertfeststellung gilt sowohl für das Reich, als auch für das Land und die Gemeinden. Die Länder fönnen allerdings für die Zwede der Landesbesteuerung nach verschiedener Richtung hin die Einheitswertfestsetzung korrigieren. Sie können beispielsweise anordnen, daß Teile des Betriebsvermögens, soweit sie in Immobilien bestehen, nicht der Gewerbesteuer, sondern der Grundsteuer und Gebäudesteuer unterworfen werden. Reklamationen gegen die Grundsteuer tönnen im allgemeinen nicht darauf gestützt wer= den, daß die Einheitswerte zu hoch festgestellt seien. Rechtsmittel tönnen im wesentlichen nur insoweit erhoben werden, als durch die Landesgesetzgebung Abweichungen von den Grundsätzen der Einheitsbewertung zugelassen sind. Ob die Sondersteuer fünftig nach den Grundsätzen der Einheitsbewertung erhoben wird, steht dahin. Jedenfalls besteht die Möglichkeit, nach§ 83 Abs. 2 des Bewertungsgesetzes nach wie vor Vorkriegswerte zu Grunde zu legen. Im Laufe des Winters wird jeder Besitzer von Grundvermögen und Betriebsvermögen einen Einheitswertbescheid erhalten und zwar ohne Rüdficht auf die Höhe des Wertes. Durch die Einheitsbewertung wird auch die Industriebelastung bzw. die endgültige Ausbringungslast beeinflußt. Es ist daher forgfältig zu prüfen, ob die Einheitswertfestsetzung besonders für das Betriebsvermögen den gesetzlichen Vorschriften entsprechend vorgenommen worden ist. Vermögenssteuerzahlung. Die Steuerpflichtigen, denen die Bermögenssteuerbescheide vor dem 15. 11. zugestellt worden sind, haben bis spätestens 22. Ifd. Mts. die endgültige Steuerschuld der Jahre 1925 und 1926 zu entrichten, unter Anrechnung der bereits geleisteten Bor auszahlungen. Diese Maßnahme wird vielfach eine große Härte bedeuten. Erleichterungen durch das L.F.A. find zugesagt. Der Steuertarif ist durch das Milderungsgesetz gemildert wor den. So beträgt der Steuersatz bei Vermögen bis 10 000 K 1 D. T., von 10 bis 20 000 M 2 v. I., bei 20 bis 30 000. 3 v. T. und bei 30 bis 50 000 M 4 v. T. Durch die Vorschrift des§ 8 des Vermögenssteuergesetzes werden vielfach Steuerpflichtige, deren Vermögen 10 000 M nicht übersteigt, oder Kleinrentner im Sinne des§ 8 Ziffer 2 mit einem Bermögen von 20 bzw. 30 000 K steuerfrei sein, auch wenn sie Vorauszahlungen auf die Ber mögensteuer geleistet haben, worauf besonders hingewiesen wird. Die Vermögenssteuer wird nämlich nach§ 8 des Vermögens steuergesetzes bei den unbeschränkt Vermögenssteuerpflichtigen nicht erhoben, wenn das abgerundete Vermögen den Betrag von 5000 Reichsmart nicht übersteigt. Uebersteigt das steuerpflichtige Vermögen diese Freigrenze, so wird es voll zur Vermögenssteuer herangezogen und nicht etwa nur mit dem diese Freigrenze übersteigenden Betrag. Beispiel 1: Ein unbeschränkt Steuerpflichtiger besitzt ein steuerbares Vermögen von 5000 Rm. Eine Vermögenssteuer wird dann bei ihm nicht erhoben. Beispiel 2: Ein Vermögenssteuerpflichtiger besitzt ein Vermögen von 25 000 Rm. Die Berechnung der Vermögenssteuer erstreckt sich dann auf den vollen Betrag von 25 000 Rm. Die Steuer beträgt z. B. 3 v. T. von 25 000 Km. 75 m. im Jahr. Bei natürlichen unbeschränkt steuerpflichtigen Personen wird die Vermögenssteuer ferner nicht erhoben: a) wenn das abgerundete Vermögen 10 000 Reichsmart und das letzte Jahreseinkommen 3000 Reichsmart nicht überstiegen hat. Die Einkommensgrenze von 3000 Reichsmart erhöht sich je nach dem Familienstand auf: 4000 Reichsmart bei 2 Kindern, 5000 Reichsmart bei 3-4 Kindern, 6000 Reichsmart bei mehr als 4 Kindern. Als letztes Jahreseinkommen gilt hierbei das Einkommen, mit dem der Steuerpflichtige für das Kalenderjahr oder für das vom Kalenderjahr abweichende Geschäftsjahr veranlagt worden ist, das dem Feststellungszeitpunkt für die Vermögenssteuer vorangeht; b) wenn das abgerundete Vermögen den Betrag von 20 000 Km. und das letzte Jahreseinkommen 5000 Reichsmart, oder bei einem abgerundeten Vermögen von 30 000 Reichsmart das letzte Jahreseinkommen 4000 Reichsmart nicht überstiegen hat, sofern der Steuerpflichtige über 60 Jahre alt oder er werbsunfähig oder dauernd berufsunfähig ist. Auch diese Einkommensgrenzen erhöhen sich bei den Steuerpflichtigen, wenn ihrem Haushalt mehr als 2 minderjährige Kinder im Sinne des§ 23 E.St. G. angehören, und zwar erhöht sich dann die erste Einkommensgrenze von 5000 auf 6000 Reichsmart, die andere von 4000 auf 5000 Reichsmart. Bei Ehegatten, die gemäß§ 10 V.St.G. zusammen veranlagt werden, tritt diese Befreiung von der Erhebung der Vermögenssteuer nur ein, wenn die Voraussetzungen hinsichtlich des Alters, der Erwerbsunfähigkeit oder Erwerbsbehinderung in der Person des Ehemanns vorliegen. Bei fortgesetzter Gütergemeinschaft im Sinne des§ 48 Abs. 2 R.G.B. ist die Vermögenssteuer von dem Vermögen des überlebenden Ehegatten einschließlich des ganzen Gesamtgutes nach dem Steuersatz zu berechnen, der zur Veranlagung fommen würde, wenn dem Vermögen des überlebenden Ehegatten lediglich der bei der Auseinandersehung auf ihn fallende Anteil am Gesamtgut zuzurechnen wäre. Wenn im Einzelfall die Voraussetzungen für Steuerbefrei ung auf Grund des§ 8 des Vermögenssteuergesetzes noch nicht am Stichtag bestanden, aber vor dem 1. 1. 1926 eingetreten sind, so findet Freistellung für 1926 statt. Hervorzuheben ist noch eine Geist und Persönlich In unserer von der Maschine und ma und Getue beherrschten Zeit, der eigentl 50 Jahre, schien tein Platz zu sein für den eine Geiftesrichtung, die ureigentlich das ausmacht. Die natürlichen Folgen diesen alle im vollständigen Zusammenbruch erleb gelernt hat, dem ist nicht zu helfen. Die a zende, aber geistig so arme Zeit macht neuen, einer Zeit des Idealismus, einer 3 Einsichtigen haben die Kriegserlebnisse u nur zu deutlich gezeigt, daß es der Geist s der die Maschine, der den Stoff beherrscht. leben der Vorkriegsjahre vergessen, was Freiheitskriege und die begeisterten Ide und vierziger Jahre gegeben hatten. Europa steht jetzt an einer großen Zei tisch und wirtschaftlich. Neues, anders. g anscheinend alter geschichtlichen Ueberlief schaftliche Konstellation ist im Entstehen Doch nicht die von materiellen Instinkten die Fähigkeit, uns Deutsche, uns selbst wi find es gewesen, einzelne Persönlichkeiten, rer haben dieser Zeitenwende vorgearbeit fen. Persönlichkeiten und immer nur die Geschichte, mit ihren Ideen fußend o wissenschaften und der Philosophie im Forschungen. Und nur der weitvorausse und Jahrhunderten denkende Geist diese Taten, die später das Staunen und die welt erregen. Der Nachwelt erst? Gewiß der Zeitgenossen vermag niemals mit der ausschauenden Genius gleichen Schritt 31 wiederkehrende Selbstverständlichkeit lehr Christus und noch früher bis in die neu ..Kreuzige, treuzige ihn" der trägen Mas blieben. Und dennoch sie alle, seien sie sophen, Forscher, Künstler, Politiker, Fe gewesen, haben das, was sie Großes er Leib unterging, durch ihren weitblicken erreicht. ,, Es ist der Geist, der sich den S allen Grund, uns hoffnungsfreudig der in der Gewißheit, daß der deutsche Jd tänzen und anderen Amerikanismen, s Lokales * Neue Fünfmarkstücke. Zum Ersaz Jahres ungültig werdenden Serie von sollen sowohl neue Scheine, als auch 3- 1 gegeben werden. Tat und Geschm Es ist immer so gewesen auf der M Das Wort ist wahr und wird so oft nern gesagt, daß es das traurige Sc Phrase, eine Redensart geworden zu sei die Menschen; darum bleibt es nicht Darum geht unser Leben dahin wie ein Darum ist auch das Geschwäß zu Masse geworden! Auf Markt und an G und Tribünen, an andern Stellen, an wartet, nichts anderes als Geschwätz. W Menschen ihre Zeit hin? Mit Nörgeln, lichem Faufteballen in verborgenen Hose und bösem Leumund. Und die tägliche ftens um des Erwerbs willen getan. W jes Leben daran, wie wenige bedenken Sauleute einer besseren Zukunft sind! Aus dieser Verkennung der Tat he denheit. Unzufriedenheit tann sich riem jeber bei seiner Arbeit an die anderen den Adel des Schaffens beilegt! Denn ten und schaffen. Schaffen ist das Größe dazu gehört! Was tun die Menschen, gleich welche Redepulten vor den Volksversammlungen dies auf Erden verkünden. Arbeiten od Sie hetzen und verführen! Wollen sie ihre Zuhörer zum Schaf Freund, was wird die Folge ihrer Predigt wird die Hände in den Schoß legen, den auf die gebratenen Tauben warten! Da Schaffen! Das alles ist eitel und Haschen Sonnabend, den 1. Januar 1927. Beteiligten den gleichlautenden Be ann jeder Beteiligte einlegen. Rechts Str. 1. aben für oder gegen alle Beteiligten escheid endgültig geändert, so werden ihm abhängen, automatisch geändert. Berteilung des Wertes eines Grunden dient, z. B. eines Hauses, das teilweise gewerblichen Zweden dient, mit rden automatisch der Bescheid für nd der Vermögenssteuerbescheid von e Neufeststellung einer wirtschaftlichen esentlichen Aenderungen in dem Be nd des Steuermilderungsgefeges§ 22 veiter erleichtert. Die Einheitswert Das Reich, als auch für das Land und er fönnen allerdings für die 3mede verschiedener Richtung hin die Einren. Sie können beispielsweise an iebsvermögens, soweit sie in 3mmo ewerbesteuer, sondern der Grundsteuer rfen werden. Reklamationen gegen llgemeinen nicht darauf gestützt wer u hoch festgestellt seien. Rechtsmittel insoweit erhoben werden, als durch weichungen von den Grundsägen lassen sind. Ob die Sondersteuer n der Einheitsbewertung erhoben besteht die Möglichkeit, nach§ 83 s nach wie vor Vorkriegswerte des Winters wird jeder Besitzer von svermögen einen Einheitswertbe Rücksicht auf die Höhe des Wertes. wird auch die Industriebelastung ungslaft beeinflußt. Es ist daher Einheitswertfestsetzung besonders den gesetzlichen Vorschriften enten ist. siteuerzahlung. enen die Vermögenssteuerbescheide orden sind, haben bis spätestens Steuerschuld der Jahre 1925 und echnung der bereits geleisteten Borahme wird vielfach eine große gen durch das L.F.A. find zugesagt. 5 Milderungsgesetz gemildert wor at bei Vermögen bis 10 000 1 D. T., bei 20 bis 30 000 M 3 v. I. und Durch die Vorschrift des§ 8 des den vielfach Steuerpflichtige, deren ersteigt, oder Kleinrentner im Sinne m Bermögen von 20 bzw. 30 000 sie Vorauszahlungen auf die Ber, worauf besonders hingewiesen wird. ird nämlich nach§ 8 des Vermögens eschränkt Vermögenssteuerpflichtigen Jerundete Vermögen den Betrag von teigt. Uebersteigt das steuerpflichtige so wird es voll zur Vermögenssteuer anur mit dem diese Freigrenze über Deschränkt Steuerpflichtiger besitzt ein it 5000 Rm. Eine Vermögenssteuer erhoben. mögenssteuerpflichtiger besitzt ein Ver Die Berechnung der Vermögenssteuer n vollen Betrag von 25 000 Rm. Die D. T. von 25 000 Rm.= 75 Am. im ränkt steuerpflichtigen Personen wird r nicht erhoben: Vermögen 10 000 Reichsmark und das 3000 Reichsmart nicht überstiegen grenze von 3000 Reichsmart erhöht sich tand auf: ark bei 2 Kindern, mark bei 3-4 Kindern, ark bei mehr als 4 Kindern. kommen gilt hierbei das Einkommen, lichtige für das Kalenderjahr oder für r abweichende Geschäftsjahr veranlagt ststellungszeitpunkt für die Vermögenss Vermögen den Betrag von 20000 Km. seinkommen 5000 Reichsmart, oder bei Bermögen von 30 000 Reichsmart das en 4000 Reichsmart nicht überſtiegen pflichtige über 60 Jahre alt oder eruernd berufsunfähig ist. Auch diese rhöhen sich bei den Steuerpflichtigen, mehr als 2 minderjährige Kinder im 6. angehören, und zwar erhöht sich dann grenze von 5000 auf 6000 Reichsmart, uf 5000 Reichsmart. Bei Chegatten, die zusammen veranlagt werden, tritt diese thebung der Vermögenssteuer nur ein, ngen hinsichtlich des Alters, der ErErwerbsbehinderung in der Person des rgemeinfcft im Sinne des§ 48 Abs. 2 ssteuer on dem Vermögen des überhließlig des ganzen Gesamtgutes nach hnen, der zur Veranlagung kommen ögen des überlebenden Ehegatten ledigndersetzung auf ihn fallende Anteil am ire. die Voraussetzungen für Steuerbefreides Vermögenssteuergesetzes noch nicht er vor dem 1. 1. 1926 eingetreten sind, 1926 statt. Hervorzuheben ist noch eine besondere Strafvorschrift des§ 80 Abs. 2. Hiernach wird unter Strafe gestellt, wer es unternimmt, die mit der Wertermittlung befaßten Behörden irre zu führen. Wie sich die neue Bewertung für den einzelnen Steuerpflichtigen auswirkt, läßt sich zurzeit noch nicht genau überschauen. Ueberall da, wo die Vermögens substanz sich in den letzten Jahren erhalten hat und wo wesentliche Teile des Vermögens in Hausbesitz oder gewerblichem Grundvermögen bestehen, wird vielfach eine höhere Vermögens veranlagung die Folge sein, da andererseits die aufgewerteten Schulden vielfach nicht in Erscheinung treten. Vielfach sind aber bei gewerblichen Betrieben infolge neuer Schulden die Vermögenssteuerwerte wesentlich geringer. Das Reich hofft, mit der Vermögenssteuer insgesamt 400 000 000 Mart herauszuschlagen. Ist das endgültige Ergebnis für 1926 geringer, so wird die Steuer für 1927 entsprechend erhöht. Die Einheitswertbescheide und Vermögensbescheide haben den Mangel, daß nicht angegeben ist, wie die Einheitswerte ermittelt worden sind. Es wäre erforderlich, anzugeben, wie der Hauswert, besonders wenn er mehreren 3weden dient, ermittelt worden ist. Die Durchführung der Be wertung wird auch vielfach Mängel aufweisen, was durch die Raschheit der Durchführung entschuldigt werden muß. Hinsicht lich der Bewertung des Betriebsvermögens bestehen noch sehr Diele Untlarheiten. Bei Auslegung der Vorschriften ist daher Wohlwollen angezeigt. Geist und Persönlichkeit. In unserer von der Maschine und materialistischem Gehabe und Getue beherrschten Zeit, der eigentlichen Zeit der letzten 50 Jahre, schien tein Platz zu sein für den deutschen Jdealismus, eine Geistesrichtung, die ureigentlich das Wesen des Deutschen ausmacht. Die natürlichen Folgen dieser Aera haben wir ja alle im vollständigen Zusammenbruch erlebt. Wer daraus nichts gelernt hat, dem ist nicht zu helfen. Die alte wirtschaftlich glänzende, aber geistig so arme Zeit macht allmählich Platz einer neuen, einer Zeit des Jdealismus, einer Zeit des Geistes. Allen Einsichtigen haben die Kriegserlebnisse und alles, was folgte, nur zu deutlich gezeigt, daß es der Geist sein muß und stets ist, der die Maschine, der den Stoff beherrscht. Man hatte im Wohlleben der Vorkriegsjahre vergessen, was uns die Großen der Freiheitskriege und die begeisterten Idealisten der dreißiger und vierziger Jahre gegeben hatten. Europa steht jetzt an einer großen Zeitenwende, geistig, politisch und wirtschaftlich. Neues, anders. geartetes Denken, eine anscheinend alter geschichtlichen Ueberlieferung bare und wirtschaftliche Konstellation ist im Entstehen oder schon entstanden. Doch nicht die von materiellen Instinkten geleitete Masse hatte die Fähigkeit, uns Deutsche, uns selbst wiederzugeben. Männer find es gewesen, einzelne Persönlichkeiten, echte und wahre Führer haben dieser Zeitenwende vorgearbeitet und sie bereiten helfen. Persönlichkeiten und immer nur Persönlichkeiten machen die Geschichte, mit ihren Jdeen fußend auf den von den Naturwissenschaften und der Philosophie immer weiter getriebenen Forschungen. Und nur der weitvorausschauende in Jahrzehnten und Jahrhunderten denkende Geist dieser Führer treibt sie zu Taten, die später das Staunen und die Bewunderung der Nachwelt erregen. Der Nachwelt erst? Gewiß, denn die träge Masse der Zeitgenossen vermag niemals mit dem seiner Zeit weit vorausschauenden Genius gleichen Schritt zu halten. Diese immer wiederkehrende Selbstverständlichkeit lehrt uns die Geschichte von Christus und noch früher bis in die neueste Neuzeit. Auch das ., Kreuzige, freuzige ihn" der trägen Masse ist keinem erspart geblieben. Und dennoch sie alle, seien sie Religionsstifter, Philosophen, Forscher, Künstler, Politiker, Feldherrn oder was sonst gewesen, haben das, was sie Großes erstrebten, auch wenn ihr Leib unterging, durch ihren weitblidenden tatendurstigen Geist erreicht. ,, Es ist der Geist, der sich den Körper baut." Wir haben allen Grund, uns hoffnungsfreudig der Zukunft anzuvertrauen, in der Gewißheit, daß der deutsche Idealismus, trotz Niggertänzen und anderen Amerikanismen, fiegen wird. Lokales. * Reue Fünfmarfstüde. Zum Ersatz einer mit Ablauf dieses Jahres ungültig werdenden Serie von Renten- Fünfmartscheinen sollen sowohl neue Scheine, als auch 3- und 5- Martstüde herausgegeben werden. Tat und Geschwät. Es ist immer so gewesen auf der Welt: Nur die Tat gilt! Das Wort ist wahr und wird so oft von wohlmeinenden Mahnern gesagt, daß es das traurige Schidsal erlitten hat, eine Phrase, eine Redensart geworden zu sein. Darum überhören es die Menschen; darum bleibt es nicht im Bewußtsein haften! Darum geht unser Leben dahin wie ein Geschwätz! Darum ist auch das Geschwätz zu einer Angelegenheit der Masse geworden! Auf Markt und an Straßeneden, auf Bühnen und Tribünen, an andern Stellen, an denen man es nicht er= wartet, nichts anderes als Geschwätz. Womit bringen die meisten Menschen ihre Zeit hin? Mit Nörgeln, Besserwissen, mit heimlichem Fäufteballen in verborgenen Hosentaschen, mit Afterreden und bösem Leumund. Und die tägliche Arbeit wird unfroh, höch= stens um des Erwerbs willen getan. Wie wenige setzen ihr gan zes Leben daran, wie wenige bedenken, daß sie Säeleute und Bauleute einer besseren Zukunft sind! Aus dieser Verkennung der Tat heraus erwuchs Unzufrie denheit. Unzufriedenheit kann sich niemals breit machen, wenn jeder bei seiner Arbeit an die anderen denkt und seinem Werk den Adel des Schaffens beilegt! Denn es ist zweierlei: arbeiten und schaffen. Schaffen ist das Größere, weil Menschenliebe dazu gehört! Was tun die Menschen, gleich welcher Richtung, die auf den Redepulten vor den Volksversammlungen stehen und das Para, dies auf Erden verkünden. Arbeiten oder schaffen sie? Sie hetzen und verführen! Wollen sie ihre Zuhörer zum Schaffen erziehen? Lieber Freund, was wird die Folge ihrer Predigt sein? Die Menschheit wird die Hände in den Schoß legen, den Mund aufmachen und auf die gebratenen Tauben warten! Da ist weder Arbeit, noch Schaffen! Das alles ist eitel und Haschen nach Wind! Und dürr ,, Gießener Zeitung" Si vestergedanken. Wieder geht ein Jahr zu Ende und verschwindet in das große unendliche Meer der Ewigkeit. Dumpf und schwer fünden es die Gloden der Silvesternacht der weiten Welt, daß das alte Jahr sein Ende erreicht und ein neues begonnen hat. Und hinter dem alten schließt sich ein schweres Tor mit eisernen Riegeln zu, die noch keiner erbrach, die geschlossen bleiben für alle Zeiten, für ewigAuch vor uns ein Tor. Es führt in eine ungewisse Zeit, in ein fremdes unbekanntes Land, ins neue Jahr. Nichts, gar nichts ist uns von diesem Lande bekannt, von bem was tommt und wird. Silvesternacht. Zwölf dumpfe Schläge vom Kirchturm fünden uns den Augenblic, da wir zwischen Ver gangenheit und Zukunft gehen und über die Schwelle des dunklen Tores schreiten. Und wenn auch sonst im Jahr ein Haften und Drängen die Menschen erfaßt in dieser Stunde kommt die Ruhe und Millionen Menschen befinnen sich auf sich selbst und den Sinn des Lebens, denken an das Vergangene und an das, was tommen soll. Silvestergloden haben einen ernsten Klang in fich. Sie mahnen nicht nur an des Jahres letzte Stunde. Der letzte Tag im Jahr ist wie ein Gleichnis unseres letzten Tages auf dieser Erde. Wenn auch eine lustige Welt mit Liedern und Becherklang den mahnenden Klang der Silvesterglocken aufzuhellen glaubt der, für den die Jahreswende mehr ist wie Weingelage und tolle Nacht, der hört diesen ernsten Tegt der Glocken und singt ihn in seinem Herzen mit. Er hört aber aus diesem Klang auch manch frohen Ton, der an die guten Taten mahnt, die wir im alten Jahre buchen tönnen. Keine bleibt vergessen, die guten nicht und nicht die bösen, alle stehen auf der Jahresrechnung des Ewigen, der das große Jahrbuch der Menschen führt und alles in das ewige überträgt. Zwölf Uhr ist's in der Silvesternacht. Zwölfmal schlägt es vom Turme. Auf! nimm deinen Wanderstab und schreite durch das dunkle Tor! Es gibt kein Zurüd! Was du schaffen und gut machen fannst, liegt vorwärts nicht hinter dir! Aber auch morgen schon wird dir in dem unbekannten Land die Sorge begegnen, bald das Leid, vielleicht auch die Freude und das Glüd, vielleicht vielleicht Doch mutig voran!- Die Welt wünscht sich Glück. Auch ,, Waldfried" gibt euch die Hand und sein letztes Wort an der Jahresschwelle sei: Ein glüdseliges neues Jahr allen treuen Geschäftsfreunden und deren lieben Angehörigen! * In den städtischen Anlagen sind z. 3t. Wiederherstellungsund Erneuerungsarbeiten im Gange, die einer Reihe hiesiger Erwerbslosen für einige Zeit lohnende Beschäftigung geben. * Ein Streit mit tödlichem Ausgang spielte sich in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch in der Walltorstraße ab. Der auf dem Heimweg befindliche Gärtnereibesitzer Rieger geriet aus nichtigem Anlaß mit zwei Reichswehrsoldaten in einen Wortwechsel, in dessen Verlauf der eine der Soldaten dem R. einen Schlag gegen die linke Halsseite versetzte. Rieger stürzte so unglüdlich mit dem Hinterkopf auf den Bürgersteig, daß eine schwere Gehirnblutung mit unmittelbar folgendem tödlichem Gehirnschlag eintrat. Der Täter, ein Obergrenadier Linden, befindet sich in der Kaserne vorläufig in Untersuchungshaft. * Als Tierquälerei bestraft wird das lange Stehenlassen der Pferde vor Wirtshäusern im Winter. Diese Maßnahme ist vollauf berechtigt, trägt sie doch wesentlich zur Minderung der vielfach bemerkbaren Fuhrmannunsitten bei. * Ein neuer Personenzug auf der Strede Weglar- Weilburg verkehrt ab 3. Januar an Wochentagen, jedoch ausgenom= men die Tage vor Sonn- und Feiertagen. Wetzlar ab 5.40 Uhr, Weilburg an 6.21 Uhr nachm.; Weilburg ab 6.32 Uhr, Wetzlar an 7.14 Uhr nachmittags. * Die Hessische landwirtschaftliche Woche findet vom 10. bis 15. Januar 1927 in Darmstadt statt. Aus Nah und Fern. Lollar. Der Umbau eines Teils der Nebenbahn GießenGrünberg ist nun fast vollendet. U. a. hat der gesamte Oberbau zwischen Treis a. d. Lda. und dem Dausterschen Klopfwerk eine durch greifende Neuerung erfahren. Beuern. Ihren 86. Geburtstag feierte am Heiligen Abend die älteste Einwohnerin unseres Dorfes, Frau Marie Dietrich. Als geschichtliche Merkwürdigkeit ist die Tatsache hervorzuheben, daß sie die noch lebende Tochter eines Teilnehmers an den nopoleonischen Kämpfen ist. Leihgestern. Ein nicht alltägliches Jubiläum feierten hier der Landwirt Will V. und der Bergmann Dutenhöfer. Letzterer hilft dem Bauersmann seit 25 Jahren bei der alljährigen Dresch arbeit, der Landwirt wiederum bestellt seit 25 Jahren das Aderland Dutenhöfers und die gleiche Anzahl von Jahren hat er ihm das Brennholz aus dem Walde angefahren. Nr. 1. Quedborn. Eine Seltenheit in Gestalt eines Reihers zeigte sich dieser Tage an der„ Aeschersbach". Auch an der Wetter bei Ober- Bessingen wurde der bei uns so selten gewordene Vogel gesichtet. Allendorf a. d. Lda. Jn hiesiger Gemeinde sind zur Zeit feine Arbeitslosen vorhanden. Diese, etwa 60 an der Zahl, sind augenblicklich mit Holzhauerarbeiten in den Gemeindewaldungen beschäftigt. Friedberg. Dem Geschäftsführer des hiesigen Wohnungsamtes wurden, um daraus irgendwelche Vorteile bei der Woh nungsbeschaffung zu ziehen, in letzter Zeit wiederholt Vorteile geldlicher Art angeboten. Der Bürgermeister hat nun öffentlich zu dieser Angelegenheit Stellung genommen und droht, wenn sich ein solcher Fall wiederholen sollte, mit der Anzeige wegen versuchter Beamtenbestechung. Schotten. Der Vorstand und Aufsichtsrat der Vogelsberger Volksbank haben beschlossen, die Sparguthaben auszuwerten. Die genaue Höhe konnte noch nicht festgelegt werden, doch sollen bei besonderer Notlage Teilzahlungen schon jetzt gewährt werden. Alsfeld. Die Vogtsche Handelsschule in Gießen hat, da thr von der hiesigen Stadtverwaltung Räume nunmehr zur Ver fügung gestellt wurden, eine Zweigschule errichtet. Der Unterricht beginnt am 4. Januar. Darmstadt. Eine Schuhmachersfrau betrat die Werkstätte ihres Mannes, in der Zelluloid lagerte, mit einer Karbidlampe. Wahrscheinlich infolge unvorsichtigen Hantierens fing das Zelluloid Feuer, wobei die Frau schwere Brandwunden erlitt. Uebersichtl. Geschäftsbuchführung mit der zu jeder Stunde der Stand des Vermögens, der Einnahmen und Ausgaben zu ersehen ist, hat man sofort obne Buchführungsvorkenntnisse durch Anwendung des Universal- Reichskassebuch 3u beziehen vom Lich. Der frühere langjährige Stiftspfarrer von Lich, Ru Verlag Albin Klein in Gießen. dolf Freytag, ist am ersten Weihnachtstage, erst 49 Jahre alt, gestorben. und trocken wird die Seele wie eine erfrorene Fledermaus im Gebälk. Es ist gewiß Gottes Zulassung, daß wir in diesen Zeiten unter dem Fluche des Geschwäges leben! Er, der die Plagen über Aegyptenland schickte, der es litt, daß die Welt den Heiland ans Kreuz heftete und in Finsternis abglitt, legt jetzt erneut eine Plage auf uns. Sein Wille ist heilig und wir haben uns zweierlei zu fragen: Warum tut Er das? Und wie kommen wir los von dem Fluche? Er will, daß jeder von uns, der Tagelöhner, der Büdner, der Bauer, der Herr, der Arbeiter, Angestellte, Beamte und Besitzer, daß jeder von uns nachdenke! Wir sollen aus der Sünde der Gedankenlosigkeit heraus! Er will nur bewußte Menschen in den Himmel aufnehmen. Dazu müssen wir uns lösen von der Macht der Phrase, der Redensart! Wir sollen erkennen, wie viel wir an uns selber erziehen müssen. Denn dem Glauben geht Selbsterziehung voran! Gott reicht uns Seine Hand nur, wenn wir die unsrige zuvor nach Ihm ausstreden! Gewiß Seine Gnade sucht! Aber sie sucht nur erhobene Hände und sehnende Herzen, Herzen, die ehrlich wollen! Niemals greift Er aufs Geratewohl in die Menschenmassen hinein und nimmt sich den heraus, den Er gerade faßt, wie es etwa Deine Hand tut, wenn sie lässig ins Laubengewirr faßt und ein Blatt abpflüdt, das ihr gerade in die Finger kommt. Nein Gott will Selbster ziehung von uns. Und weil so wenig Menschen sich selbst erziehen, schickt Er den Fluch des Geschwäges über uns. Wie kommen wir davon los? Wir fönnen nur selig werden in der Nachfolge Jesu Chrifti! Das ist eine tausendfach ausgesprochene Tatsache; und doch muß fie immer wieder den Menschen wie etwas überraschend Neues gesagt werden! In Jesu Leben war tein Geschwät! Seine stundenlangen Predigten waren Taten! Weil dahinter Sein ganzes Leben, die ganze Inbrunst Seiner schaffensfrohen Persönlichkeit stand! Wenn Er den Kranken berührte, wenn Er die Rolle aus Pregament mit ben Reden der Propheten in die Hand nahm, so war das immer eine Tat, weil das alles bewußt geschah und ganz ohne den Gedanken an Seine Person, sondern immer im Hinblick auf die andern! Der Blid, mit dem Er der durch Phrasen verseuchter Menschheit, den Priestern und S.ftgelehrten, den Pharisaern und Römern ins Herz sah, war auch eine it, weil Er wußte. wie anders man sein Leben einrichten muß, um in dem hellen Lichte der schaffenden Tat zu stehen. Hüte Dich, lieber Leser, vor dem Geschwätz der andern, und laz Dein eigen Leben nicht zum Geschwätze werden. Prüfe die Geister, die da reden, die Dich überreden wollen. Die linke Hand an die Bibel und die rechte an den Pflug! Und suche nicht immer bei Deiner Arbeit nur das Deine. Du wirst um so reicher an Tat, je mehr Du Deiner Mitmenschen gedenkst! Kleine Geschichten. * Dr. Stufelen besuchte einst Newton. Man sagte ihm, Newton sei in seinem Arbeitszimmer, wo niemand ihn stören dürfe. Stutelen wartete also. Es wurde Mittag, und Newtons Mittagessen wurde aufgetragen, das in einem gefottenen Huhn bestand. Stufelen, der unterdessen hungrig geworden war, fonnte der Versuchung nicht wiederstehen, aß das Huhn auf und deckte die Schüssel wieder zu. Bald darauf tam Newton in großer Eile die Treppe herunter, entschuldigte sein langes Ausbleiben und fagte zu Stutelen:„ Erlauben Sie mir nur, schnell mein Mittagsmahl zu verzehren, ich bin fast ohnmächtig vom Arbeiten. Ich stehe Ihnen dann gleich zu Diensten. Dabei defte er tie Schüssel auf und fand sie leer. Darauf wandte er sich lächelnd zu Stutelen: Was wir Gelehrten doch für sonderbare Leute sind! Ich hatte ganz vergessen, daß ich schon zu Mittag gegessen habe. Sonnabend, den 1. Januar 1927. Darmstadt. Eine 21jährige Kontoristin, die ein.en ,, Spleen" fürs Theater hatte, veruntreute bei ihrer Firma den Betrag von 15 000 Mart, den sie dazu verwandte, den Schauspielern foftbare Geschente zu machen. Dafür erhielt fie nun 1 Jahr und 7 Monate Gefängnis. Dieburg. Jns hiesige Kreisamt, sowie in die Oberrealschule wurde vergangene Woche eingebrochen. Durch einen Polizeihund fand man die Ausweispapiere eines der Täter, die dieser verloren hatte, wodurch dieselben festgestellt werden konnten. Bfungstadt. Eine jung verheiratete Frau versuchte am Dienstag, fich von einem Zuge überfahren zu laffen. Dem Zugführer, der dies bemerkte, gelang es zwar, den Zug zum Stehen zu bringen, doch wurde die Frau zur Seite gejm.eudert und et litt lebensgefährliche Verlegungen. Mainz. Der Oberfommandierende in Mainz hatte nach den Vorfällen in Germersheim allen französischen Offizieren das Tragen von Zivilfleidern verboten, welches Berbot auch eine Zeitlang befolgt wurde. Jn letzter Zeit tragen die Offiziere jedoch wieder vielfach Zivil, ohne daß das Berbot aufgehoben πάτε, Mainz. Eine Diebesbande machte seit einiger Zeit die D- Züge Frankfurt- Köln unsicher. Nun ist es der Kriminalpolizei gelungen, in der Person der 31jährigen Pauline Bodmühl ein Mitglied der Bande auf dem hiesigen Hauptbahnhof auf frischer Tat zu erwischen und festzunehmen. Mainz. Blöglich irrsinnig geworden ist hier ein 32jähriger Schuhmacher. Er schlug in seiner Wohnung alles turz und Klein, Jodaß man die Polizei verständigte. Als der Kranke die Beamten tommen sah, sprang er aus dem Fenster des 3. Stodes Meiner werten Stundschaft, sowie allen Freunden und Gönnern ein glüdliches neues Jahr! W. Bäulfe und Frau, Auerhahn- Bräu„ Zum Andres". Zum Jahreswechsel wünsche ich meiner verehrlichen Kundschaft, allen Freunden und Bekannten ein gesegnetes glückliches neues Jahr! Heinrich Blum und Frau. Schuhreparaturfabrit Kirchenplatz Nr. 8. Amerit. Expreß- Dampf- Bügelanstalt ,, Wie Neu" E. Kömpel und Frau wünschen ein frohes neues Jahr! Zum Jahreswechsel allen Freundn und Bekannten herzliche Glückwünsche! Albin Klein und Familie, Südanlage 21. Bertreser ( eingeführte) für Hausschuh und Pantoffelfabrik für den Bezirf Hessen- Nassau zu sofort gesucht. Bewerbungen an Hausschuh- und Pantoffelfabrit Linnemann& Tellbüscher Schötmar in Rippe. Stadtvertreter zum Besuch v Privat kun schä't sucht altangesehene Seifenfabrik ( gegründet 1825) Ausführl. Angebote an die Exped. unt. 1000 Verlangen Sie den hochwertigen ,, Gießener Zeitung" in den Hof, wobei er erst ein Glasdach durchschlug. Er wurde mit schweren Verlegungen ins Krankenhaus gebracht. Alzen. Der Geschäftsreisende Otto Bed aus Fürfeld, der am 2. Weihnachtstag bei seinen Verwandten in Gumbsheim auf Bejuch war, wollte spät abends wieder nach Fürfeld zurüdlehren. Er wurde jedoch am anderen Morgen zwischen Gumbsheim und Wölfftein mit einer schweren Schlagwunde tot auf: gefunden. Des Mordes verdächtig sind zwei junge Burschen, die bereits verhaftet wurden. Anscheinend liegt eine Verwechselung Dor, da die Täter einen Ueberfall auf andere Burschen geplant hatten. Worms. Das Stadtparlament bewilligte einen Kredit Don 413 000 Mart zur Verwendung von Rotstandsarbeiten. Frankfurt a. M. Die Aussperrung in der Schuhindustrie ist in verschiedenen Betrieben durchgeführt worden, wovon 2820 Arbeiter betroffen wurden. Weitere Entlassungen werden nach Neujahr erwartet. Höchst a. M. Der hier wohnhafte Postschaffner Schneider erhielt zu Weihnachten von einem Verwandten aus England eine Erbschaft von 1,2 Millionen Mart. Nach dem Verkauf jehr großer Liegenschaften erhöhte sich diese Summe noch ganz bedeutend. Marburg. Die städtische Gemäldegalerie Frankfurt a. M. hat der Marburger Blindenanstalt für ihre neu erworbenen Häuser fünf wertvolle Bilder leibweise überlassen. Marburg. Die Straßenbeleuchtung in unserer Stadt genügt den heutigen Anforderungen bekanntlich schon lange nicht mehr, weshalb eine wesentliche Verbesserung geplant ist. Es soll je doch vorerst ein mit dem Wesen der Städtebeleuchtung vertrauter Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein frohes neues Jahr! Heinrich Schomber jr. und Frau, Dachdeckermeister. ,, Gasthaus zum Lamm" Westanlage 7 wünscht allen Freunden und Bekannten ein glüdliches neues Jahr! Meiner werten Kundschaft, meinen Gönnern u. meiner geschätzten Nachbarschaft wünsche ich viel Glück im neuen Jahre! Julius Bethge, Lederwaren- und Reiseartikel, Gießen, Bahnhofstraße Nr. 49. Meinen verehrten Gästen, sowie allen Freunden und Gönnern ein glückliches neues Jahr! 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Die Leichen der bei dem Fayrunglüc ver gangener Woche ertrunkenen Arbeiter fonnten, obwohl unermüdlich Nachforschungen von zwei Tauchern angestellt werden, noch nicht geborgen werden. Berlin. An den Folgen einer Gallensteinoperation starb in der Nacht zum Montag der volksparteiliche Abgeordnete und Landtagspräsident Geh. Rat Hugo Garnisch. Geschäftliches. Baden ist leicht. Viele Hausfrauen haben bisher überhaupl nicht oder nur den einfachsten Rapftuchen gebaden, trotzdem fie für's Leben gern einmal eine selbstgebadene Torte oder nettes Badwerk auf den Familientisch stellen möchten. Sie ließen sich von dem Gedanken abhalten, daß etwas nicht gelingen tünnte. Jetzt ist ihnen allen geholfen. Das neue Dr. Oetter- Rezeptbuch, Ausgabe F., das in den einschlägigen Geschäften gegen einen Kostenbeitrag von 15 3 zu haben ist, zeigt eine solche Fülle naturgetreuer Abbildungen von Kuchen, Torten und Kleingebäck, daß es ein Vergnügen macht, danach zu baden. 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Gi Erscheint: Camst Bezugspreis 40 Pfg. monatli Redaktionsschluß früh 8 Uhr- Für Jendung nicht verlangter Manuftripte Heffifche Beamtenfchaft und A Der defische Beamtenbund hielt lunger gegen die Nichtbewilligung de der Hessischen Landtag für die Gruppe wurde folgende Entschließung gefaßt: heffischen Staatsbeamten und Lehrersch fehlte Regelung der Ausgleichszulage, hilfe genannt, Ausdruck zu geben, de Beamtenbund und das 19 000 Mitg fartell Hessen am 2. Januar 1927 zu fundgebung, die aus allen Teilen des gut besucht war. Das Land Hessen is einzige unter den 17 deutschen Ländern nicht übernommen hat. Die hessischen die Beamten im besetzten Gebiet ver nicht und erbliden in ihr den Anfang in staatspolitiser Hinsicht bedenklich warten von der hessischen Regierung w den demnächst beginnenden Haushalt Wege gefunden werden, das schreiend machen. Die dem Landeskartell Reichsbeamten und Gemeindebeamten hessischen Beamtenschaft in Treue un machen sich ihre Forderungen zu eigen für reichseinheitliches Recht und Ger Thüringen beginnt den In Thüringen wird am 30. Janu Gleich nach Neujahr hat der Kampf a setzt, und es ist leider zu befürchten, leit und Leidenschaft geführt werd Ringen zwischen links und rechts u fleinen Sondergruppen, die man f rechnen kann, mitsamt den Demot Rolle spielen werden. Zwar sind demokraten und Kommunisten in T in dem Wunjae, die Disherige ourg tigen, sind sie ebenso einig, wie in dem ersehnten Ziel führen sollen. Die Finanzlage des Jm Thüringer Landtag versuchte sprechung der Anleihepolitik der frü mann noch eine fleine„ Wahlmine" gespielter„ Objektivität" Die Vermö fritischen Betrachtung unterzog und stellte, der dritte Teil aller Eind werbenden Vermögen sei in den let und nach zwei weiteren derartigen ganze Vermögen Thüringens verw Dieser leichtfertigen„ Feststellun v. Klüchner scharf entgegen. Die nach seinen Darlegungen durchaus g Listenverbindung der bürg Zwischen den thüringischen Par liste vertreten sind, und der Wirtsch bindung zustande gekommen. Auch und mit den Völkischen soll die gangen werden, so daß damit alle Sozialdemokraten und Demokraten parteien stehenden Kreise zusamme Berluft von Reststimmen fo gut tönnte. Ein neuer Bejagungsz In Kehl in Baden holten an her Unteroffizier und zwei Sold einen Arbeiter vom Rade herunte tablaterne fort, angeblich, weil er babe. Einen zweiten Radfahrer falls vom Rade herunterreißen, fte ihm mit Erschießen drohten. ** Nur ein Jahr( Das franche Kriegsgericht i einen Soldaten da französischen Sittlichkeitsdeliktes. Der Angeklag gangenen Jahres in ich an der L Radchen Gewalt anzut. Das Ur Gefängnis. 14 Landau- Interpellationer in de In der Bariser Kamme: wurde fel- sozialistische Interpellationen eingebracht, von denen eine sic mi Der von dem französischen Regierun Haltung befäftigt. Den Gegenste tion bildet die Politit gegenüber nahmen, die die Regierung anzuwer färs der Bejagungsarmee zur Beacht politit au zwingen.