Mutter. Ram' im Erdenrund, Wort im Menschenmund er! so tief und weich, gedankenreich er! ohl so tiefe Macht, Rinderlippen lacht: er! Rinderaugen winkt, Tinderherzen singt: er! dieses Wort ertlang, rde lebenslang er! essen und entbehrt, rdenglüd verwehrt er! Büchertisch. Str. 43. lle( Ro- Ro- Gi- Ga). Kart. 3,- M, iegel- Verlag G. m. b. H. Magdeburg. Doch sagt er nicht zuviel. Beißende Itsamer Fülle mit turzen, scharf poin alonfähigen) Schwänken, besinnlichen urren. furz, es ist das satirische Buch heffel, Briefe ins Elternhaus 1843 des Deutschen Scheffelbundes einge on Dr. Wilhelm Zentner.- Ber sruhe, 1926. Preis in Leinen 12,-M, it wenigen bedeutenden Menschen ist en Jugendlebens in der Hut eines uses in reichlicherem Maße zuteil geoseph Victor von Scheffel. Scheffels ein stattlicher, für die Lebensgefchiate nicht ausgewerteter Komplex von Deshalb des Dichters innere Entwidle am unmittelbarsten wieder, Domannigfachen Stürmen bedrängten, en Mannesherzens und einer gleich der Fülle der Ereignisse erschütterten ndzug das Streben nach Einheit, nach liche Reiz vermählt sich mit geschichtermögen diese Briefe den verschieden zu geben. Aus den reichen Schätzen hivs sind hier von dem Herausgeber Studentenzeit in München, Heidelr Revolution von 1848 und 1849 ihren Bande vereinigt. heilung- nen nachgeprüfte und bestätigte glän peration, ohne Berufsstörung, sodaß h und ihre Angehörigen nach unserer Herr Dr. med. R., approbierter Arzt, einfach fabelhaft, alle Leute geheilt, begeistert, jein Riesenbruch nie wieder icht bei Abnahme des Bandes. Und Scrotalhernie. Ich war manchmal Erfolge! rter Arzt, schreibt: lter Leistenbruch, links faustgroß, ist in weniger als 6 Monaten gänzlich ich dauernd frei vom Bruchband nun ig. Ich kann laufen, radeln, BergTouren, Sport, wie Schwimmen und rein Vergnügen. Sierter Arzt, schreibt: gen, Ihnen mitteilen zu können, daß Brüchen durch Ihre Behandlungsabe, die ich selbst früher nie für mögnen Kollegen erregten diese Erfolge ht zu widerlegen. aubigte Zeugnisse Geheilter liegen vor. bierten, speziell ausgebildeten VerBahnhofshotel Lenz, Montag, den -12% Uhr vormittags. t für orthopädische Bruchbehandlung vorm. Dr. med. H. L. Meyer. ern, die uns nachzumachen versuchen, he überhaupt zu kennen. Erst prüfen, A keine Frage AMP- SALZ de bezeugen es, daß el darstellt, die Gesundheit zu erhalten. on und den Stoffwechsel an und ver 3. dauernden Wohlbehagens, das nur Menschen beherrscht. Für 3 Pfg. pro Sie sich gesund erhalten. 1. M. 2 in Apotheken u. Drog erhältl Schlipköter, Frankfurt a. M. Fernraf: Spesaarty 736 39. Jahrg. Samstag, den 30. Oktober 1926. Nr. 44 Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pig. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Zwei Jahre Reichsmark Am 11. Oktober waren zwei Jahre seit Schaffung der Reichsmart verflossen. Ein Rückblick auf die Entwickelung seit den schlimmen Inflationsjahren dürfte deshalb zeitgemäß ſein. Das neue Banfgejet schreibt vor, daß die umlaufenden, auf Reichsmart lautenden Roten zu 40 Prozent in Gold und Devisen gedeckt sein und daß drei Viertel diefer Deckung 30 Prozent) aus effektivem Gold bestehen müssen. Der nicht durch Gold und Devisen gedeckte Teil des Notenumlaufs ist durch Wechsel sicherzustellen. Die Pflicht der Einlösung der Noten in Gold ist nach§ 52 des Bankgesetzes bis auf weiteres suspendiert. Die Gerüchte, daß die Reichsbank beabsichtige, in den deutschen ZahlungsDerkehr Goldmünzen einzuleiten, entsprechen nicht den Tatsachen. Das Reichsbantoirektorium steht vielmehr auf dem Standpunkt anderer großer Länder, Nach seiner Ansicht genügt es vielmehr, wenn der entsprechende Goldbetrag in den Gewölben der Notenbank thesauriert bleibt( Goldfernwährung). Eine Gegenüberstellung der Gold- und Devisenbestände mit bem Notenumlauf gibt das Dedungsverhältnis an: Bestand an: Gold Devisen Umlaufende ReichsbankDatum noten: 31.12.1924 759 253 1941 31.12. 1925 1208 402 2960 30. 9. 1926 1598 521 3251 Deckung durch Gold u. Devisen in% 52,2 54,4 65,2 Der Bestand in Gold sowie auch der Bestand in Devisen sind demnach in den letzten zwei Jahren auf das Zweieinhalbfache gestiegen. Andererseits hat sich auch der Umlauf in Reichsbanknoten mehr als verdoppelt. Das Deckungsverhältnis ist aber heute nicht unwesentlich günstiger als vor zwei Jahren. Der Reichsbankoistont ist allmählich von 10 Prozent auf 6 Prozent( seit 6. Juli 1926) gesenkt worden. Auf jeden Fall besteht nicht der geringste Anlaß, in die Festigkeit der Währung Zweifel zu setzen. Das Ausland sieht die deutsche Reichsmartnote schon seit langem als ebenso vollwertig wie die amerikanische Dollarnote an. Die Auswertung der Sparguthaben in Hessen. Der Gesetzgebungsausschuß des Landtags hat am Dienstag, 26. Oftober, die von dem Minister des Innern vorgelegte 1. Verordnung zur Durchführung der Aufwertung von Sparguthaben besprochen und gebilligt. Die Verordnung sieht u. a. vor, daß bedürftigen Sparern ihr aufgewertetes Guthaben auch schon vor dem 1. Januar 1932 ausbezahlt werden soll. Die sogenannte„ Kleine Besoldungsreform" in den Ländern. Drud. Verlag und Expedition: Giehen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschedfonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Verhandlungen des Beirats beim Reichskommiſſar für das Handwerk. Eine Sitzung des Beirats beim Reichskommissar für das Handwert hat fürzlich in Berlin stattgefunden. Sie beschäftigte sich mit den Wünschen des Handwerts gegenüber den Wohnungs fürsorgegesellschaften. Die Vertreter des Handwerks übten in Gegenwart der Vertreter der Wohnungsfürsorgegesellschaften Kritik an dem Verhalten der letzteren, insbesondere an den von ihnen gegründeten Tochtergesellschaften. Die Aussprache endete mit dem Ergebnis, daß grundsätzlich ein Abbau der Nebenein= richtungen erfolgen und die Stellung des selbständigen Handwerkers mehr als bisher Berücksichtigung finden soll. Jeder Beschwerdefall wird in Zukunft durch einen kleineren gemeinsamen Ausschuß geprüft werden. Des weiteren beschäftigten sich die Verhandlungen mit dem Vergebungswesen bei der Heeres- und Marineverwaltung. Zu der beabsichtigten Novelle zur Gewerbeordnung trugen die Vertreter des Handwerks verschiedene Wünsche vor. Da die Regierungen und Parlamente der deutschen Länder die überall als notwendig empfundene grundsägliche Reform der Beamienbesoldung im jetzigen Augenblick noch nicht bewerkstelligen zu können glauben, hat man in einigen Ländern in der letzten Zeit durch eine vorläufige ,, Kleine Besoldungsreform" den Versuch gemacht, die Gehälter wenigstens einigermaßen der tatsächlichen Wirtschaftslage anzugleichen. Nachdem das Reich auf diesem Wege vorausgegangen ist, indem es im letzten Reichshaushaltsplan die vorübergehende Hebung einer Stelle in eine höhere Besoldungsgruppe zuließ. In Preußen ist die Arbeit schon im Gang. Der zu diesem Zwed eingesetzte Unterausschuß des preußischen Landtages hat den ersten Teil der Reform bereits im Juli abgeschlossen. In den nächsten Tagen wird der Ausschuß den zweiten Teil seiner Arbeit aufnehmen, der sich um die Nachprüfung der Besoldungsverhältnisse der gesamten höheren Beamtenschaft dreht. In Hessen verfolgt die Beamtenschaft die Entwicklung der Besoldungsfrage im Reich und den Vier Milliarden Lohnausfall! Die Zahl der Arbeitnehmer betrug in Deutschland nach einer Untersuchung im„ Wirtschaftsdienst" i. J. 1925 22,3 Millionen, ihr Lohn- und Gehaltseinkommen etwa 40 Milliarden. Rechnet man 24 Millionen ArHEUTE IST 1 WELTSPARTAG HEUTE MUSST DU SPAREN! ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. Total 12 Pig, die 90mm breite Netlame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Zum 31. Oftober 1926. So oft der 31. Oktober wieder tommt, hallen unsere evan gelischen Kirchen wieder vom Dank gegen Gott, der einen Martin Luther uns schenkte. Das Bild des Reformators tritt vor unsere Seele, und im Geifte folgen wir dem glaubensstarken Mann auf seinen Wegen. Die Hammerschläge von Wittenberg hören wir dröhnen, sehen ihn kühn vor Kaiser und Fürsten in Worms, schauen ihn in seinem Wartburgftübchen über die Bibel gebeugt, und wir freuen uns an dem Bilde des Familienvaters, im Kreise von Weib und Kindern mit der Laute die Lieder be gleitend. Auch fühlen wir wieder etwas von den Geistesgaben, die er uns hinterlassen, von der Freiheit des Geistes, Freiheit des Glaubens, Freiheit von Papst und Priesterherrschaft. Stolz und froh sind wir in dem Bewußtsein, evangelische Christen zu sein. Ja auch als Deutsche sind wir stolz darauf, daß Gott elnen deutschen Mann dazu ausersehen hat, der Welt das wahre Evangelium wieder zu erschließen, die frohe Botschaft von dem Vater voller Gnade und Wahrheit. beitslose und 1,7 Millionen Kurzarbeiter und setzt letztere einem Ausfall von einer halben Million voll Be schäftigter gleich, so ergibt dies einen Ausfall von 12,3 Prozent tätigen Arbeitsträften. Der Lohnausfall, etwas unter dieser Berechnung mit 11 Prozent angesetzt, erreicht demnach eine Jahressumme von 4,4 Milliarden Goldmark. Diese Zahl veranschaulicht den ungeheuren Verlust an Volkseinkommen, der durch die Erwerbslosigkeit verursacht wird, birgt eine Summe von Verelendung und Sorgen, zeigt aber auch, welch dringende soziale und nationale Aufgabe die Beschaffung von Arbeit ist. übrigen Ländern mit wachem Intereffe und harrt des Augen Boelcke zum Gedächtnis. blics, wo auch die hessische Regierung die nötigen Folgerungen aus der Ueberzeugung von der Reformbedürftigkeit der jetzigen Besoldungslage zieht. Hessischer Landesparteitag der D. V. P. Der diesjährige Landesparteitag der Deutschen Volkspartei in Hessen wird am 26., 27. und 28. November in Worms veranstaltet. Staatsbeihilfe für die Gruben des Siegerlandes, des Lahn- und Dillgebietes. Der Hauptausschuß des Preußischen Landtages beschäftigte sich am Dienstag Abend mit einer Reihe von Uranträgen über Wirtschaftsfragen. Ein Antrag sämtlicher Fraktionen mit Ausnahme der Kommunisten, wurde angenommen, der die für die Grubenbetriebe des Siegerlandes sowie des Lahn- und Dill. gebietes bewilligten Staatsbeihilfen zum Ende des Etatsjahres 1926 weiter gewähren will. Sagesnachrichten. An Stelle des verstorbenen Reichstagsabgeordneten Graf Doin Meerveldt( deutschnational), der auf Reichswahlvor schlag gewählt worden war, wird der Gewerkschaftssekretär E- wald Sauer aus Dillenburg in den Reichstag eintreten. Doch wehe der evangelischen Christenheit, wenn sie sich heute nur sonnen wollte in solchem Stolz und solcher Freude! Luthers Wert ist nicht ein Vermächtnis, dessen Zinsen wir genießen dürfen, sondern es ist eine beständige Aufgabe für uns. Hier gilt das Wort: ,, erwirb es, um es zu besitzen!" Jedes religiöse Gut muß von jeder einzelnen Seele neu erworben werden; so auch das, welches die Reformation offenbarte. Im Grunde muß jeder evangelische Christ die gleichen inaven Wege gehen wie Luther. Nur wer, wie er, mit seiner Sünde ringt, findet den Weg zur Gnade Gottes und erkennt die Unmöglichkeit, gerecht zu werden durch eigene Werke. Nur wer selbst die Knechtschaft und Abhängigkeit seiner eigenen Seele von äußeren Gewalten und Einflüssen schmerzlich fühlt, kann Luthers Kampf gegen päpstliche Bevormundung mitempfinden und nach seinem Vorbild ein Kämpfer der Freiheit sein. Am Reformationsfest wollen wir ernster denn je uns solcher Selbstbesinnung zuwenden. Freilich dürfen wir auch den Blid auf das Ganze nicht ver lieren und nicht übersehen, daß wir Aufgaben in Luthers Ginn für die Gesamtheit zu erfüllen haben. Luthers Werk ist noch nicht vollendet; ja oft will es uns scheinen, als wäre in unserer Zeit eher ein Rüdschritt als ein Fortschritt zu verzeichnen. Unter Luthers Hammerschlägen in Wittenberg wantte einst der Thron des Papstes; heute steht er fester denn je, und Fürsten und Machthaber, selbst evangelische, beugen sich vor ihm und buhlen um seine Gunst. Vor 400 Jahren auf dem Reichstag in Speyer ward der Grund gelegt zur Freiheit der weltlichen Macht, des Staates, gegenüber der Papstkirche, indem jeder Reichsstand in Sachen der Religion es halten solle, wi er es vor Gott zu verantworten sich getraue. Heute aber im Zeitalter der Konkordate sind die deutschen Staaten im Begriff, nicht nur ihre Freiheit in religiösen, sondern auch in staatlichen Dingen( Schule) wiederum an den Papst zu verkaufen. Einst erweckte die Reformation glaubensstarke, fühne Streiter, die für ihren Glauben in den Tod gingen; heute herrscht in weiten evangelischen Kreisen eine Kampfesscheu selbst da, wo es gilt gegen unerhörte Beschimpfungen des evangelischen Glaubens frontzumachen und Vergewaltigungen abzuwehren. Wie eingeschläfert lebt ein großer Teil des evangelischen deutschen Volkes in dieser Zeit der Gegenreformation. Luther, laß deine Hammerschläge wieder dröhnen, daß das evangelische Volf erwache! Luthers Wert darf nicht rüdwärts gehen und nicht stille stehen; die Reformation muß noch vorwärts schreiten. Auch an unserer evangelischen Kirche und am evangelischen Bolt, ja an aller Welt muß der LutherZu Ehren des deutschen Fliegerhelden Oswald Boelde, der am Donnerstag vor 10 Jahren an der Westfront nach 40 Luftfiegen infolge eine tüdischen Zufalls im Luftkampf sein Leben einbüßte, sand in Dessau vor dem Ehrenmal Böldes auf dem Heldenfriedhofe eine schlichte Gedenkseier statt. Die Eltern und die Geschwister Boeldes wohnten der Feier bei. Die Reichsweh: war durch eine Abteilung vertreten. Eine Fülle von schleifengeschmüdien Lorbeerfränzen wurde nach der Gebentrede des Geistlichen am Sodel des Denkmals niedergelegt. Während der Gedentseier freiste ein schwarzbewimpeltes Junkersflugzeug über dem Friedhof. Die neue Fridericus- Marke. Die angefochtene Fridericus- Marte von 10 Pfennig wird am 1. November zur Ausgabe gelangen. Große Vorräte dieser neuen Marke sind bereits hergestellt und an die Bostämter ausgegeben worden, so daß es schon aus technischen Gründen nicht mehr möglich wäre, fie, wie gewiffe Kreise verlangten, zurüdzuziehen. 5000 Tote und Verlegte beim Erdbeben in Armenien. Aus Konstantinopel wird gemeldet, daß nach den bisherigen Schätzungen beim Erdbeben in Armenien 5000 Personen getötet oder verlegt wurden. Die Stadt Alexandropol ist zur Hälfte zerstört. DEUTZ Klein- Diesel 60 4394 ГД Bauart MIH Uber 6000 Dieselmotoren mit ca 300000 PS geliefert MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederig. FRANKFURT/ M. Kaiserstr.23 Sonnabend, den 30. Oftober 1926. geist immer neu gestaltend am Werte sein. Wenn Luther heute unter uns wandelte, so würde er reiche Arbeit haben; mit dem Schwerte seines Geistes würde er manche tote Form im firchlichen und öffentlichen Leben zerschlagen und den Geist der Wahrheit und der Liebe zum Siege führen. Wo find die Männer und Frauen, die in seiner Gefolgschaft streiten wollen? Luther erwache, führ' du unsere Sache! E. J. Um die Wohnungszwangswirtschaft. Dem hessischen Landtag sind drei Anträge zugegangen, die sich mit der Loderung der Zwangswirtschaft befassen. Die Deutsche Bollspartei beantragt: Der Landtag möge beschließen, die Regierung zu ersuchen, unverzüglich Maßnahmen zum systematischen Abbau der Wohnungszwangswirtschaft zu treffen, und zwar dahingehend, daß 1. in Gemeinden mit einer Einwohnerzahl nach der Boltszählung vom 16.6. 1925 von a) über 20 000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 1000 Mart ab, b) über 10000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 800 Mart ab, c) über 3000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 600 Mart ab, d) in den übrigen Gemeinden jämtliche Wohnungen; 2. die nicht Wohnzweden dienenden Räume allgemein von der Wohnungszwangswirtschaft befreit werden; 3. entschrechende Uebergangsbestimmungen getroffen werden; 4. auf einen entsprechenden Abbau der Wohnungsämter und Mieteinigungsämter hingewirkt wird. Die mit Gewerberäumen vermieteten Wohnräume sind, wie unter 1 beantragt, zu behandeln. Die Demotraten beantragen: Die Hessische Regierung möge die Wohnungen, welche mehr als 1200 Mart Friedensmiete tosten, in Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern, sowie die gewerblichen Räume von der Wohnungszwangswirtschaft befreien. Bei der Ueberleitung in den neuen Zustand wären Härten möglichst zu vermeiden. Das Zentrum beantragt: Die Regierung wird ersucht, auf Grund des§ 22 des Reichsmietengesetzes in der Fassung vom 10. Juli 1926, des§ 52 des Mieterschutzgesetzes vom 30. Juni 1926 und des§ 2 Abs. 1 des Gesetzes über den Geldentwertungsausgleich bei bebauten Grundstücken vom 1. Juni 1926 anzuordnen: 1. die Aufhebung des Reichsmietengesetzes für„ ,, teuere" Wohnungen und„, teure" Geschäftsräume; 2. eine Einschränkung des Mieterschutzes für die gleichen Wohnungs- und Geschäftsräume; 11 Gießener Zeitung" 6 gleichen Monatsraten geleistet werden fann, vermag ich in dieser Allgemeinheit teine Folge zu geben. Ein derartiges Verfahren würde einer einseitigen Begünstigung eines Berufsstandes gleichkommen, was vermieden werden muß. Die Prüfung der Frage ob und inwieweit, die Boraussetzungen zur Gewährung Don Stundungen und Ratenzahlungen gegeben sind, muß den Finanzämtern überlassen bleiben, die über derartige Anträge unter Würdigung der im jeweils gegebenen Fall vorliegenden wirtschaftlichen und persönlichen Verhältnisse unterscheiden wetden. Für die Zahl und Höhe der Raten tommt es hierbei insbesondere auf die Höhe der Abschlußzahlung und die Leistungsfähigkeit der Steuerpflichtigen an. Die Lage der hessischen Studienassessoren. Die mißliche Lage der hessischen Studienasessoren, die den Eingeweihten nur zu bekannt ist, der breiteren Oeffentlichkeit aber erst im Frühjahr 1926 durch die Notwehr der Assessoren gegen den trotzdem erfolgten, in den letzten Tagen sogar fortgesetzten Abbau vor Augen gejührt wurde, ergibt sich mit erschredender Deutlichkeit noch einmal aus einer Eingabe, die der Hessische Philologenverein am 30. August an das Landesamt für das Bildungswesen richtete. Danach ist in feinem deutschen Land das Zahlenverhältnis zwischen den Studienrats: und Studienassessorenstellen auch nur annähernd so ungünstig wie in Hessen. Während in Baden das Verhältnis 7: 1 durch den Landtag bereits anerkannt ist und zu seiner Erreichung in den Staatsvoranschlag 143 neue Stellen eingesetzt sind, Bayern fogar 16,5: 1 aufweist, tommen in Hessen auf 638 Studienräte 168 Assessoren. Das ergibt das Verhältnis 3,5: 1! Um diesem Uebelstand abzuhelfen, fordert der Hessische Philologenverein die Anstellung der 80 ältesten Assessoren. Durch diese Maßnahme würde sich das Verhältnis bis auf 8: 1 bessern. Die tünstliche Niedrighaltung der Stellenzahl in Hessen führt zu einer beispiellosen Ueberalterung der Assessoren. Von den 168 hessischen Studienassessoren sind nicht weniger als 115 bereits 35 Jahre u. älter! Zahlen reden im vorliegenden Falle allerdings eine für die Beteiligten traurige, gleichzeitig aber Regie: rung und Landtag mahnende Sprache. zu: Sind die höheren Schulen Hessens Standesschulen? Vom Hessischen Philologenverein geht uns folgender Artikel Als zu Beginn dieses Jahres die Gesundung der zerrütteten hejjischen Staatsfinanzen in erster Linie auf Kosten der Einrichtungen des Erziehungs- und Bildungswesens vorgenommen wurde, nahm in der Debatte über diese kurzsichtige Politik die 3. die Aufhebung des Mieterschutz- und des Reichsmietenge Frage nach dem Wert der einzelnen Bildungsinstitute und der setzes für unvermietete Räume und 4. die Aufhebung der Wohnungsmangel- Vorschriften für Geschäftsräume und möblierte Zimmer. Stundungen und Ratenzahlungen für die Einkommensteuer. Einem hessischen Landesfachverband gegenüber hat sich das Landesfinanzamt in folgender Weise geäußert: Der Herr Reichsminister der Finanzen hat in seinem Runderlaß vom 28. 7. 1925- II e 3959- angeordnet, daß bei Handwerkern und Kleingewerbetreibenden, bei denen die Entrichtung der laufenden Borauszahlungen zu Unbilligkeiten führt, in Anwendung des§ 105 Abs. 2 der Reichsabgabeordnung die Ents richtung der Abschlußzahlung in Ratenzahlungen gestattet wer ben kann. Ihrem Antrag vom 10. 8. 1926, die Finanzämter mit Rücksicht auf diesen Runderlaß allgemein anzuweisen, die Abschlußzahlung auf Einkommensteuer 1925 für Bädereibetriebe regelmäßig auf bes. Antrag derart zu stunden, daß Zahlung in Radler im Regen. Ri. Als das Fahrrad noch das Sportwerkzeug der oberen zehntausend war eine Fahrt von zwanzig Kilometern bei gutem Wetter als Gipfelleistung bestaunt wurde, legte man auf das elegante Aussehen von Rad und Radler mehr Gewicht, als auf eine praktische Einstellung beider Faktoren im Kampf mit Weg und Wetter. Man kleidete sich elegant, holte das Fahrrad nur bei absolut sicherem Wetter hervor und zog bedächtigen Tritts seine Straße. Diese Benutzung des Fahrrades ging so= lange gut, bis der Radler trotz aller Gutwetter- Prophezeiungen vom Regen überrascht wurde. Der erste Gedanke bei dieser Ueberraschung richtete sich auf einen Schirm, aber diese Jdee wurde bald wieder verworfen und mit hochgeschlagenem Kragen nahm der Radler den Kampf mit dem feuchten Element auf. Schon nach wenigen Tritten bemerkte er eine höchst unliebsame Befeuchtung des Gesichts und nach der Ursache forschend mußte er die Bemerkung machen, daß das Vorderrad in neckischer Weise eine Flut von schmutzigen Wassertropfen emporwarf. Dieser unangenehmen Befeuchtung der Visage glaubte der Regenradler durch eine möglichst aufrechte Haltung entgehen zu können und so weit ihm die sogenannte„ Kuhhornlentstange" eine gerade Haltung gestattete, vollführte er sein Brust heraus". Das Gesicht hatte der Radler einigermaßen geschützt, aber das Vorderrad hatte sich seine Füße und Beine zum Ziel seines Tropfenbombardements genommen und etwas unangenehm machte sich die Feuch tigkeit an Strümpfen und Schuhen bemerkbar. Auch damit fand sich der Radler ab, aber kaum an die Erscheinung gewöhnt, fühlte er eine unliebsame Kälte auf dem Rücken. Mechanisch strich er mit der Hand über das Rückenteil der Jacke, um der Kälte zu wehren, als er an der Hand ein Gefühl verspürte, daß mit einem Bespritzen verteufelt große Aehnlichkeit hatte. Der Gedanke an das Wasserspiel des Vorderrades breitete sich im Hirn des mo dernen Nickelmanns aus und schreckliche Ahnungen stiegen in ihm auf. Die Feuchtigkeit von oben machte dem Radler weniger Pein, als das von den Rädern emporgeschleuderte Wasser. Das vom Himmel kommende Wasser war sauber, aber das von unten fommende war mit dem Schmutz der Straße vermischt und hinterließ Erziehung überhaupt einen breiten Raum ein. Bei diesen Erörterungen wurde gelegentlich den höheren Schulen teils versteckt, teils offen der alte Vorwurf gemacht, daß sie Standesschu= len seien. Dabei ist jedem, der die Verhältnisse einigermaßen kennt, klar, daß die verdächtigende Behauptung, die höhere Schule werde ausschließlich oder auch nur vorwiegend von den Kindern der höheren Stände besucht, nur einer bedauerlichen Unkenntnis des Sachverhalts oder geradezu der bestimmten Absicht böswilliger Verdrehung der Tatsachen entspringen kann. Die Haltlosigkeit der Behauptung wird nun noch einmal überzeugend durch eine ebenerschienene gründliche Untersuchung dargetan. Die Inanspruchnahme der höheren Schulen Hessens durch die verschiedenen Stände und Berufsklassen erörtert Studienrat Diemer, Mainz, in den Südwestdeutschen Schulblättern 1926 Nr. 8/9. Nr. 44. daß bei einzelnen Berufsarten, etwa zwischen höheren, mittleren und unteren Beamten, in manchen Fällen die Grenzlinien nicht ganz scharf zu ziehen waren, stügen sie sich auf sichere und einwandfreie Unterlagen. Die Bäter der 14 209 Schüler, die die staatlichen höheren Knabenschulen Hessens besuchen, verteilen sich danach folgendermaßen auf die einzelnen Berufsstände: 1. höhere Beamten des Reiches, der Länder, der Gemeinden 2. mittlere Beamten 3. untere Beamten 4. Angehörige freier Berufe mit akad.Vorbildung 5. Angehörige freier Berufe ohne akad. Vorbildung 6. Offiziere und höhere Militärbeamten 7. sonstige Militärpersonen 8. Großlandwirte 9. Kleinlandwirte 10. Besitzer und Direktoren von Fabriken, Aktiengesellschaften usw. 11. Handel und Gewerbetreibende 12. Selbständige Handwerksmeister 13. Privatangestellte in leitender Stellung 14. sonstige Privatangestellte 15. Arbeiter 16. sonstige Berufe und Erwerbslose zusammen 7,21 pбt. 20,46 pCt. 10,77 pCt. 3,10 pCt. 1,74 pct. 0,58 pCt. 0,18 pбt. 0,51 pбt. 6,84 pбt. 3,24 pCt. 15,58 pt. 10,48 pt. 2,53 pCt. 8,27 pct. 7,33 pt. 1,18 pCt. 100 pCt. Nach dem Maß der Beteiligung steht also der mittlere Beamienstand an her Spige; auf ihn folgen die Handel- und Gewerbetreibenden, benen sich die unteren Beamten und dann die selbständigen Hande erismeister anschließen. An 5. Stelle stehen die Brivatangestehien, au 6. Stelle die Arbeiter, an 7. Stelle erst die höheren Beamten. In Hessen stent ciso der Mittelstand den weitaus größten Teil der Schüler und Schülerinnen der höheren Schulen; in be= trächtlichem Abstand kommen erst die verschiedenen höheren Stände, deren Beteiligung nur unwesentlich höher ist, als die der dichtauffolgenden niederen Stände. Die Sichtung des auf den hessischen Fragebogen vorliegen. den Zahlenmaterials unter dem Gesichtspunkt der Verteilung der Kinder der einzelnen Berufe auf die verschiedenen höheren Schularten ergab im Einklang mit früheren Feststellungen vom Gymnasium bis zur Realschule eine sozial absteigende Linie. ,, Die Beteiligung der oberen Klassen wird geringer, die der un teren größer, je realistischer die Anstalt ist. Daß die Kinder aus dem Mittelstand und vor allem aus den unteren Klassen sich aber mehr praktischen Berufen als wissenschaftlichen Berufen zu wenden, ist eine Erscheinung. zu der vermutlich mehrere Gründe zusammenwirten: von den Vorfahren ererbte natürliche Be gabung, Familientraditionen und die Einkommens- und Bermögensverhältnisse der Eltern". Diemer schließt seine interessante Untersuchung mit folgenden zusammenfassenden Sätzen: ,, Die vorliegende Statistik zeigt klar, daß die Bezeichnung der höheren Schule in Hessen als Standesschule völlig unhaltbar und ohne jede Begründung ist. Alle Berufsschichten sind bei uns vertreten, nur daß die eine Gruppe diesen, die andere jenen Typ der höheren Schule bevorzugt. Aber das ist ein gutes Recht; daraus irgend welche Folgerungen zu Ungunsten einer bestimm ten Schulart zu ziehen, wäre eine soziale Ungerechtigkeit. Die höhere Schule jeder Art ist eine Schule des Volkes im besten Sinne geworden. Wir Lehrer der höheren Schulen freuen uns über jeden begabten und leistungsfähigen Schüler, woher er auch tommen mag. Kommt der Begabte aus unteren Schichten, so werden Mittel und Wege gefunden werden, ihn im weitesten Maße zu unterstützen. Gerade für die Schüler der höheren Schule gilt das Schlagwort Freie Bahn dem Tüchtigen" in einem Maße, wie sonst nirgends." SH. von Albin Klein, Giessen Diemers Feststellungen betreffen nur die staatlichen höheren Lehranstalten und lassen die privaten Anstalten unberücksichtigt. Sie beruhen auf Fragebogen, die mit größter Gewissenhaftigkeit Drucksachen aller Art bezieht man am billigsten für jede Anstalt gesondert ausgefüllt wurden. Abgesehen davon, unliebsame Spuren am Rad und an der Kleidung des unter den Regen gekommenen Stahlroßreiters. sehen. In der Ausführung hat man nicht nur auf das Praktische, jondern auch auf das Elegante gesehen und neben dem Schutz des Radlers den Schutz der Maschine im Auge behalten. Um das lästige Bespritzen der Füße durch das gegen das Schutzblech geschleuderte Regenwasser zu schützen, werden die Schutzbleche des Vorderrades am unteren Ende mit einem fast bis auf den Erdbo den reichenden Leder versehen. Um die Kette gegen das Hinterrad hat man eine Verkleidung aus Leder konstruiert, die hinter dem Tretkurbellager montiert wird und neben der Kette auch die Füße des Radlers schützt. Da bei Wind die Gefahr besteht, daß das gegen das Vorderradblech geschleuderte Wasser dem Fahrer in das Gesicht geweht wird, läßt man das Vorderradblech über den Gabelkopf hinausragen. Mit dem festen Vorsatz, das Teufelding von Fahrrad nie wieder zu benutzen, erreichte der Fahrer mit Mühe und Not sein Heim. Aber der erste Sonnenstrahl brachte seinen Vorsatz ins Wanken und vertrauensvoll wandte er sich an den Hersteller seines Rades, um von diesem Schutz gegen die Unbillen des Wetters zu erbitten. Die Fahrradfabrik umgab Vorder- und Hinter- schutzblech geschleuderte und seitlich spritzende Wasser zu schützen, rad mit einem gebogenem Blech, aber dem Sportradler war diese Verkleidung seines Rades nicht elegant genug und die Techniker versuchten mit abnehmbaren Schmutzfängern die Wünsche der Radler zu erfüllen. Viele Konstruktionen von Schmutzfängern erblickten das Licht der Welt, aber keine erfüllte so gut ihren Zwed wie das einfache Schutzblech. Gegen das von unten kommende Wasser war der Radfahrer einigermaßen geschützt, aber einen Schirm gegen den von oben kommenden Regen konnte er sich nicht zulegen, weil er beide Hände zur Steuerung des Rades brauchte und außerdem durch den Schirm mit dem Wind in Konflikt geraten wäre. Man versuchte es mit dem Regenmantel, aber dieses sonst herrliche BeKleidungsstück klaffte über den Oberschenkel beim Treten auseinander und seine feuchten Zipfel schlugen höchst unangenehme Bolten. Da tam ein fluger Kopf auf den Gedanken, die Pelerine des damals modernen Havelods oder Hohenzollernmantels als Schutz zu verwenden. Die Pelerine schützte nicht nur den ganzen Mann, sondern auch das Fahrrad gegen den Regen, weil man die Pelerine über die Lenkstange legen konnte. Die Regenschutzfrage war gelöst und als das Fahrrad seinen Siegeslauf begann, arbeiteten so viele Köpfe an einer Verbesserung der Regenschutzvorrichtungen, daß bald eine alle befriedigende Lösung gefunden werden konnte. Mit der Lösung des Regenschutzproblems wuchs die Beliebtheit des Rades. Aus dem Sportwerkzeug wurde ein Verkehrsmittel und man darf sagen, daß die modernen Markenräder mit voller Ausrüstung als„ Allwettermaschine" mindestens so elegant aussehen, wie die ersten Sportmaschinen, auf denen die oberen Zehntausend schüchterne Fahrten unternahmen, um eine neue ,, Mode" mitmachen zu können. Mit Ausnahme der Rennmaschinen werden heute alle Fahrräder mit Schutzblechen verDer moderne Radler wird gegen das von oben fommende Wasser durch die als„ Radlerpelerine" bekannte Bekleidung ge= schützt und auch sein Fahrrad genießt Schuß durch den Umhang. Das Fahren im Regen hat seine Schreden verloren. Die Technik hat dem Radler alles gegeben, was ihn vor dem Unwetter schützen fann und fein Radfahrer läßt sich heute von einer Fahrt ab halten, wenn Jupiter pluvius seine Schleusen geöffnet hat. Zum 31. Oktober 1517. Abend ist's vor Allerheil'gen, Vespergloden läuten ein, Durch Studenten, Bauern, Junker zieht ein Mönch mit Fadel [ schein. Mönchlein, Mönchlein! Doch er breitet betend seine Rolle aus, Fünfundneunzig Thejen schlägt er an oas alte Gotteshaus. Mächtig dröhnt es, prächtig tönt es durch de. Nachbarstädte Rah, Scheuen Blickes schlägt Herr Tezzel seinen Ablaßkasten zu. Mächtig wogt's bis an die Alpen, schwillt bis an den Tiberstrom, Und des Vatikanes Feste zittert samt dem Petersdom. In den Katakomben rührt sich aller Heiligen Gebein, An den Himmel Klopft die Botschaft, und die Engel jubeln drein. Also werden Städte, Länder, Zeiten, Himmel neu bewegt, Wenn ein Mann die Thesen Gottes an die Tür der Kirche schlägt. R. Kögel. Sonnabend, ben 30. Oft Machtmittel zur po In der Zeitschrift„ Der Me über„ Die Machtmittel zur poli scheidet da vor allem zwei 6 materiellen und die ideellen of sind: Militär bezw. Waffen, W Menschenmassen. Zu den perfo mitteln rechnet er: Organisatio Führerpersönlichkeiten. Der Wert des ersten Macht verschieden sein, je nach der D der inneren Ueberzeugung, mit Durchbildung, nach ihrer Zahl, die bewaffnete Polizei, die nu jorgen hat, gehört zu diesem Ma Staates ist es gerechtfertigt, da im Besize dieses politischen Ma Der zweite politische Mad Geld, ist in seiner Auswirkung in Heute ist in Deutschland und and so groß, daß sie die Staatsgeft Machtfaktor beeinflußt; denn je durch Geld gemacht. Als dritter Faktor sind M stellen. Sie sind in ihrem rohen ftets politische Machtfaktoren gen rechnen mußte. zu ihrem Ginja wie Redner, Zeitungen, Schlagw schenmassen wirten sich politisch, aus, zumal, da sie äußerst unzuv jederzeit durch die besseren Redr Geld dem Gegner abspenstig gem Und nun zu den personellen hier der Berfasser: Organisation Wert dieses Machtmittels ist je ganisation verschieden. In dem Organisation in der großen Zah Fall in der starten inneren Dis wieder in der tiefen sittlichen Ei in der einseitigen Anschauungsart Im Allgemeinen befigt eine Org weniger fie materielle Masse ist, d höher sie ist, je größer die Diszi ihrer Mitglieder ist. Letzten Endes jedoch ist in a lichkeit immer diejenige, die die p gewährleistet. Sie ist deshalb d sich denken läßt. Alle materielle toren bleiben wirkungslos oder wi die richtigen Führer fehlen. Di die einzige absolut stabile politisch mittel fönnen von einer Hand i geschlossene Führerpersönlichkeit u lich. Allerdings kann sie durch dingten Rechtsbruch kalt gestellt fie als Märtyrer noch nach. So s und Wirken die offenen oder geh sie haben die größte Macht, die Wehe eines Volkes gebrauchen Führerfrage die weitaus wicht Bolt. Lota Straßenbau- Kursus Der vom Deutschen Land Hochschule, Berlin- Charlottenbu stügung des Reiches für die leit amten der Landkreise veranstalt 25, ds. Mts. beendet. Es habe genommen. Von den berufenst jestematischem Ausbau alle Fra den modernen Straßenbau in E wird wesentlich dazu beitragen der Landstraßen fördern zu h 4 Reubefestigung der Rod auf der Rodheimerstraße zwisch straße ist wieder frei, da die B straße beendet sind. • Ein seltener Geburtstag. ter Stadt, Frau Beate Ma voller geistiger Frische ihren 37 * Italienische Geldscheine lienischen Regierung vom 9. G und Annuilierung der italieni fügt worden. Mit dem 31. De gültigkeit und bis zum 30. Ju italienischen Bostämtern zum Ja Anbetracht, daß viele deutsa fachen und anzunehmen ist, daß deren Besitz befinden, hat sich in Frankfurt a. M., Neue Mai Umtausch der ihm zugesandten Heilstättenverein für de 煮 jährige ordentliche Mitgliederv den 13. November 1926, vormit stätte in Gießen statt. Die Bortrag des Chefarztes der fasten i. D., Herrn Dr. med. Tuberkulojenbekämpfung", der wird. * Einheitsturzschrift. Wi beitsturzschrift durch Schulen jur Durchführung gekommen i in privaten Kreisen immer m liches Zeichen der Einigkeit der tober in Berlin erfolgte Zusam perschaften zur Pflege der Ein Str. 44. en, etwa zwischen höheren, mittleren anchen Fällen die Grenzlinien nicht stüßen sie sich auf sichere und einSchüler, die die staatlichen höheren en, verteilen sich danach folgender: ufsstände: iches, der Länder, der 7,21 p@ t. 20,46 pCt. 10,77 pt. fe mit atad. Borbildung 3,10 pCt. e ohne afad. Borbildung 1,74 pCt. Militärbeamten 0,58 pCt. 0,18 pCt. 0,51 pбt. 15,58 pt. 6,84 pCt. von Fabriken, Attien3,24 pCt. eibende meister 10,48 pt. tender Stellung verbslose 2,53 pt. 8,27 pCt. 7,38 pCt. 1,18 pCt. zusammen 100 pCt. iligung steht also der mittlere Beuf ihn folgen die Handel- und Ge Die unteren Beamten und dann die ter anschließen. An 5. Stelle stehen . Stelle die Arbeiter, an 7. Stelle r Mittelstand den weitaus größten rinnen der höheren Schulen; in been erst die verschiedenen höheren nur unwesentlich höher ist, als die en Stände. en hessischen Fragebogen vorliegen dem Gesichtspunkt der Verteilung erufe auf die verschiedenen höheren ng mit früheren Feststellungen vom hule eine sozial absteigende Linie. Klassen wird geringer, die der undie Anstalt ist. Daß die Kinder aus allem aus den unteren Klassen sich en als wiſſenſchaftlichen Berufen zuzu der vermutlich mehrere Gründe Vorfahren ererbte natürliche Been und die Einkommens- und Vern". Diemer schließt seine interessante ■ zusammenfassenden Säzen: stik zeigt klar, daß die Bezeichnung tals Standesschule völlig unhaltbar st. Alle Berufsschichten sind bei uns Gruppe diesen, die andere jenen Typ gt. Aber das ist ein gutes Recht; rungen zu Ungunsten einer bestimm re eine soziale Ungerechtigkeit. Die t eine Schule des Volkes im besten rer der höheren Schulen freuen uns stungsfähigen Schüler, woher er auch Begabte aus unteren Schichten, so gefunden werden, ihn im weitesten De für die Schüler der höheren Schule te Bahn dem Tüchtigen" in einem ller Art 5h. bezieht man am billigsten von Albin Klein, Giessen hat man nicht nur auf das Praktische, zante gesehen und neben dem Schutz r Maschine im Auge behalten. Um Füße durch das gegen das Schußblech u schützen, werden die Schutzbleche des Sonnabend, den 30. Oftober 1926. Machtmittel zur politischen Gestaltung. In der Zeitschrift„ Der Meister" spricht Kurt Bastenaci über„ Die Machtmittel zur politischen Gestaltung". Er unterscheidet da vor allem zwei Gruppen von Nachtfaktoren, die materiellen und die ideellen oder persönlichen. Die ersteren sind: Militär bezw. Waffen, Wirtschaftsbesiz bezw. Geld und Menschenmassen. Zu den persönlichen oder ideellen Machtmitteln rechnet er: Organisationen bezw. Gemeinschaften und Führerpersönlichkeiten. Der Wert des ersten Machtjaltors, des Militärs, wird ganz verschieden sein, je nach der Disziplin einer Truppe, wie nad der inneren Ueberzeugung, mit der sie fämpft, nach der Art der Durchbildung, nach ihrer Zahl, der Art der Führer ufw. Auch die bewaffnete Polizei, die nur im Inneren für Ordnung zu jorgen hat, gehört zu diesem Machtfattor. Vom Standpunkt des Staates ist es gerechtfertigt, daß der Staat als solcher allein im Befizze dieses politischen Machtfaktors iſt. Der zweite politische Machtjattor, Wirtschaftsbesig bezw. Geld, ist in seiner Auswirtung im allgemeinen am bekanntesten. Heute ist in Deutschland und anderwärts die Macht des Geldes so groß, daß sie die Staatsgestaltung mehr als jeder andere Machtjaktor beeinflußt; denn jede Wahl wird heute fajt nur durch Geld gemacht. Als dritter Faftor find Menschenmassen in Rechnung zu stellen. Sie sind in ihrem rohen Instinkt und dumpfen Gefühl stets politische Machtfaktoren gewesen, mit denen der Politiker rechnen mußte. Zu ihrem Einjazz sind besondere Hilfsmittel, wie Redner, Zeitungen, Schlagworte usw. notwendig. Menschenmassen wirten sich politisch nur negativ, also hindernd, aus, zumal, da sie äußerst unzuverlässig sind. Massen können jederzeit durch die besseren Redner, bessere Schlagworte und Geld dem Gegner abspenstig gemacht werden. ide mit einem fast bis auf den Erdbon. Um die Kette gegen das Hinterradseitlich sprizende Wasser zu ſchüken, us Leder konstruiert, die hinter dem wird und neben der Kette auch die Da bei Wind die Gefahr besteht, daß lech geschleuderte Wasser dem Fahrer , läßt man das Vorderradblech über wird gegen das von oben kommende Olerpelerine" bekannte Bekleidung gerad genießt Schutz durch den Umhang. seine Schreden verloren. Die Technik en, was ihn vor dem Unwetter schützen läßt sich heute von einer Fahrt abus ſeine Schleuſen geöffnet hat. Oftober 1517. Und nun zu den personellen Machtfattoren. Als erstes nennt hier der Verfasser: Organisationen bezw. Gemeinschaften. Der Wert dieses Machtmittels ist je nach dem inneren Wert der Organisation verschieden. In dem einen Fall fann der Wert der Organisation in der großen Zahl der Mitglieder, im anderen Fall in der starten inneren Disziplin der Angehörigen, dann wieder in der tiefen sittlichen Einstellung, ein andermal wieder in der einseitigen Anschauungsart der betr. Organisation liegen. Im Allgemeinen besitzt eine Organisation umsomehr Wert, je weniger sie materielle Masse ist, d. h. je geschlossener und geistig höher sie ist, je größer die Disziplin und die Opferbereitschaft ihrer Mitglieder ist. en, Vespergloden läuten ein, [ schein. Junker zieht ein Mönch mit FadelDoch er breitet betend seine Rolle aus hlägt er an das alte Gotteshaus. gtönt es durch dei Nachbarſtädte Rah, err Tezel ſeinen Ablaßkaſten zu. Alpen, schwillt bis an den Tiberstrom, zittert samt dem Petersdom. t sich aller Heiligen Gebein, Botschaft, und die Engel jubeln drein. der, Zeiten, Himmel neu bewegt, n Gottes an die Tür der Kirche schlägt. R. Kögel. Nr. 44. ,, Gießener Zeitung" Kennen Sie ,, Halpaus Mocca"? Letzten Endes jedoch ist in allen Fällen die Führerpersön lichkeit immer diejenige, die die politische Gestaltung schafft und gewährleistet. Sie ist deshalb die größte politische Macht, die sich denken läßt. Alle materiellen und alle ideellen Machtfattoren bleiben wirkungslos oder wirken sich zum Unheil aus, wenn die richtigen Führer fehlen. Die Führerpersönlichkeit ist auch die einzige absolut stabile politische Macht. Alle anderen Machtmittel fönnen von einer Hand in die andere übergehen. Die geschlossene Führerpersönlichkeit wird das nie, sie ist unbestechlich. Allerdings kann sie durch Meuchelmord oder politisch be= dingten Rechtsbruch talt gestellt werden, aber auch dann wirkt sie als Märtyrer noch nach. So spielen also im politischen Leben und Wirken die offenen oder geheimen Führer die größte Rolle, sie haben die größte Macht, die sie je nachdem zum Wohl oder Wehe eines Volles gebrauchen können, und deswegen ist die Führerfrage die weitaus wichtigste politische Frage für ein Bolt. Lokales. Straßenbau- Kursus des Landkreistages. ―e. Der vom Deutschen Landkreistage mit der Technischen Hochschule, Berlin- Charlottenburg, und mit finanzieller Unterstügung des Reiches für die leitenden straßenbautechnischen Beamten der Landkreise veranstaltete dreitägige Kursus wurde am 25. ds. Mts. beendet. Es haben mehr als 350 Fachleute teilgenommen. Von den berufensten Sachverständigen wurden in systematischem Aufbau alle Fragen behandelt, die praktisch für den modernen Straßenbau in Betracht kommen. Dieser Kursus wird wesentlich dazu beitragen, das große Umbau- Programm der Landstraßen fördern zu helfen. * Neubefestigung der Rodheimerstraße. Der Fahrverkehr auf der Rodheimerstraße zwischen Lahnstraße und Krosdorferstraße ist wieder frei, da die Bauarbeiten auf der Rodheimerstraße beendet sind. * Ein seltener Geburtstag. Die älteste Einwohnerin unse rer Stadt, Frau Beate Marzog, tonnte dieser Tage in voller geistiger Frische ihren 97. Geburtstag begehen.. * Italienische Geldscheine ungültig. Durch Dekret der italienischen Regierung vom 9. September 1926 ist die Einziehung und Annullierung der italienischen Geldscheine zu 25 Lire verfügt worden. Mit dem 31. Dezember 1926 erlischt ihre Umlaufgültigkeit und bis zum 30. Juni 1927 tönnen dieselben bei den italienischen Bostämtern zum Umtausch eingeliefert werden. In Anbetracht, daß viele deutsche Staatsangehörige Italien besuchen und anzunehmen ist, daß Scheine zu 25 Lire sich noch in deren Besitz befinden, hat sich das italienische Generalfonfulat in Frankfurt a. M., Neue Mainzerstraße 2, bereit erklärt, den Umtausch der ihm zugesandten Scheine zu vermitteln. * Heilstättenverein für den Boltsstaat Hessen. Die diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung findet am Samstag, den 13. November 1926, vormittags 10% Uhr, in der Lupusheilstätte in Gießen statt. Die Tagesordnung bringt auch einen Vortrag des Chefarztes der Eleonorenheilstätte bei Winterfasten i. O., Herrn Dr. med. Sell über„ Neue Wege in der Tuberkulosenbekämpfung", der sicher allgemein interessieren wird. * Einheitskurzschrift. Wie die amtliche Pflege der Einheitskurzschrift durch Schulen und Behörden in allen Ländern zur Durchführung gekommen ist, so macht auch ihre Förderung in privaten Kreisen immer mehr Fortschritte. Als ein erfreuliches Zeichen der Einigkeit der Stenographen ist der am 10. Ottober in Berlin erfolgte Zusammenschluß von zwei großen Kör: perschaften zur Pflege der Einheitsturzschrift zu begrüßen. Die Der Name ,, Halpaus" ist Ihnen bekannt! Er bürgt für besondere Qualität aller Erzeugnisse, die diesen Namen tragen. Daß dem so ist, beweist Ihnen die Tatsache, daß unsere ,, Halpaus Rarität 200" die meistgerauchte 4 Pfg.- Cigarette Deutschlands ist. ,, Kennen Sie auch ,, Halpaus Mocca"? Sie haben Gelegenheit, diese Marke kennen zu lernen. Verlangen Sie bei Ihrem Tabakwarenhändler immer ,, Halpaus Mocca". 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Gießen. Der Schulamtsanwärter Wilhelmı Haas von hier wurde zum Lehrer an der Volksschule zu Bernshausen( Kr. Lauterbach) ernannt. Butzbach, 29. Ott. Die Bahngesellschaft der Strede Bugbach Lich Grünberg ist an die beteiligten Gemeinden herangetreten mit dem Ersuchen, auf die Zinsen der Obligationen zu verzichten, da sonst mehrere Züge ausfallen müßten. Reformations- Jubelfeier in Hessen. 400- Jahrfeier der Homberger Synode. TZ In der Hessischen Reformationsglode feierlich eingeläutet. nächsten Nummer der„ ,, Evangelischen Warte" werden wir über den Verlauf des Festes einen Bericht aus der Feder eines Festteilnehmers bringen. Das alle Hessenstädtchen Homberg a. d. Efze erlebte weihevolle Tage aus Anlaß der 400- Jahrfeier der Homberger Synode. An der historischen Stätte, wo einst Philipp der Großmütige dem Lutherglauben in Hessen die gejegliche Sanktion verlieh, hatten sich hunderte von Vertretern aus den Teilen Deutschlands, die ehemals zu Hessen gehörten, eingefunden, um diese Tage festlich zu begehen. Auch sämtliche Fakultäten der Marburger Universität und die theologische Fakultät der Universität Gießen, sowie die Spitzen der firchlichen und weltlichen Behörden waren er= schienen. Die Feierlichkeiten wurden eröffnet mit einem geiftlichen Konzert in der alten Marientire am Mittwochabend. Am Donnerstag zu Beginn der historiihen Stunde der ersten Versammlung der Homburger Synode wurde das Feit mit der Aus dem Bogelsberg. Von Nordosten fommend, zogen mehrere hundert Schneegänse über den Vogelsberg in füdwestlicher Richtung. Bad Nauheim. Das Kurorchester des Weltbades Nauheim ist den Sparmaßnahmen der hessischen Regierung zum Opfer ges fallen. Wie man in Musikerfreisen darüber denkt, zeigt ein jetzt veröffentlichter Brief, den der Kölner Generalmusikdirektor Abendroth an das Ministerium in Darmstadt vor der Entschei bung richtete. Abendroth wies darauf hin, daß das musikalische Deutschland seit Jahrzehnten mit Teilnahme auf das musikalische Leben in Nauheim, besonders unter Winderstein, sah. Friedberg. Die Gesellschaft für Bolfsbildung veranstaltet am Freitag, den 5. November, nachmittags 3 Uhr, hier im Saal 1 des Polytechnikums eine Versammlung ihrer Mitglieder und der Freunde freiwilliger Bildungsarbeit. Auf der Versammlung wird Herr J. Tews- Berlin, Geschäftsführer der Gesellschaft für Bolfsbildung, über die gegenwärtige Lage der freiwilligen Bildungsarbeit und die Tätigkeit der Gesellschaft für Volksbildung sprechen. Bilbel. Die Arbeiten an der Nidda innerhalb der Gemeinde Vilbel können als abgeschlossen gelten. Durch eine Niveauverbreiterung des Flußbettes, das stellenweise auch vertieft werden mußte, hofft man einen rascheren Abfluß des Hochwassers zu erreichen. Die Arbeiten in Bilbel wurden fajt mit Mitteln der produttiven Erwerbslosenfürsorge durch Arbeitslose herge= ftellt. Ortenberg( Kreis Büdingen). Der in ganz Oberhessen bekannte und beliebte Ortenberger Kalte Markt wird in diesem Jahre vom 31. Oftober bis 4. November abgehalten. Selters. Jm Hause eines zu einer Familienfeier abwesenden Kolonialwarenhändlers in Wölferdingen brach auf myste= riöse Weise Feuer aus. Als auf das Gturmgeläute die Feuerwehr herbeieilte, machie sie eine merkwürdige Entdeckung. Vom Erdgeschoß aus war durch den Laden über ein Petroleumfaß die Sonnabend, den 30. Oftober 1926. Treppe hinauf durch sämtliche Räume des oberen Stods eine Zündschnur gelegt und angestedt worden. Wer diese gelegt und angezündet hatte, tonnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. Das Amtsgericht Gelters hat eine Untersuchung eingeleitet. Die Hundertjahrfeier der Realschule in Darmstadt. Darmstadt. Die Vereinigung ehemaliger Real- und Oberrealschüler hat in Verbindung mit den Direktionen der beiden Darmstädter Oberrealschulen ihre gemeinsamen Jubiläumsveranstaltungen nunmehr festgelegt. Am Samstag, den 6. Novem ber wird neben einem Begrüßungsabend( Restaurant Sitte) eine akademische Feier der aus der Jubelanstalt hervorgegangenen Realanstalten im Landestheater und ein Elternabend der Liebigsoberrealschule stattfinden. Für Sonntag, den 7. November find vorgesehen Kranzniederlegungen an den Gefallenen- Dentmälern in den Schulen. Der Nachmittag ist für Ausflüge, während der Abend wieder alle Teilnehmer zu einem glänzenden Festfommers in der Turnhalle am Woogsplay vereinigt. Am Montag Vormittag ist gemeinsamer Frühschoppen( Rest. Heß, Kirchstraße) und am Abend Abschiedsbeisammensein im Rest. Gitte. Die Veranstaltungen rüden heran und noch immer ist ein großer Teil der in alle Welt zerstreuten ehemaligen Schüler nicht von den Aufrufen erfaßt. Diese Zeilen sollen daher mit dazu beitragen auf die Jubelfeier hinzuweisen und um Teilnahme zu werben. Das Bestreben der Veranstalter ist darauf gerichtet, die Feier zu einem rechten Wiedersehen auszugestalten. Jeder der ehemaligen Schüler werbe deshalb in seiner engeren und weiteren Umgebung und rüttle die Zögernden auf! Die Anschrift der von den Aufrufen noch nicht erfaßten Schüler wolle man an Herrn Fr. Brommer, Darmstadt, Rhönring 54, oder an die Direktionen der Liebigs bezw. Ludwigs- Oberrealschulen einsenden. Alles nähere ist ersichtlich aus einem Prospekt, der auf Mitteilung der derzeitigen Anschrift jedem ehemaligen Schüler zugesandt wird. Mainz. Der vom hiesigen Schwurgericht wegen Tatschlags zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilte Student Meon wurde zur Universal- ReichsstenerKassebuch - mehrfach gesetzlich geschützt enthält - Spezialeindracke für jedes Geschäft z. B. für ,, Gastwirtschaften" ,,, Bäckereien", ,, Gärtnereien" ,,, Glasereien" ,,, Landwirtschaftsbetriebe" ,,, Maler u. Weissbinder" ,,, Maureru. Baugeschäfte" ,,, Metzgereien" ,,, Polstereien und Sattlereien" ,,, Schlossereien" ,,, Schmiedereien" ,,, Schneiderbetriebe" ,,, Schreinereien", 39 , Schuhmachereien" ,,, Spenglereien", offene ,, Ladengeschäfte" ,,, Modistinnen", " Weissnähereien", Architekten", " ,, Aerzte" und ,, Agenturen". Mit diesem Kassebuch, für dessen Führung Buchführungsvorkenntnisse nicht erforderlich sind, kann zu jeder Zeit sofort ohne viel Mühe die zu zahlende Umsatzsteuer sowie das steuerpflichtige Einkommen festgestellt werden, weil die umsatzsteuerpflichtigen und die umsatzsteuerfreien Einnahmen, sowie die einkommensteuerpflichtigen und die einkommensteuerfreien Ausgaben getrennt von einander mit grösster Leichtigkeit gebucht werden. Nebenher weiss man auch, welche Summen für Materialien und die verschiedenen Unkosten sowie für den eigenen Haushalt verausgabt wurden. Diese allseits als sehr praktisch anerkannten Bücher sind bei mir stets vorrätig. Albin Klein, Giessen, Südanlage 21. 11 Gießener Zeitung" Verbüßung seiner Strafe in das Zuchthaus Marienschloß bei Rodenberg überführt. Mainz. Die diesjährige Tagung der Reichsorganisation der Bereinigung ter 28 Bauernvereine und der deutschen Bauern= organisation findet in der Zeit vom 13. bis 15. November 1926 hier statt. Große Allg. 50jährige Jubiläums- Geflügelschau. Mainz. Der Verein für Geflügel- und Vogelzucht Mainz Deranstaltet vom 26. bis 28. Sovember ds. Js. in der Stadthalle eine große, allgemeine 50jährige Jubiläums- Geflügelschau, verbunden mit der 14. Hejjischen Landesschau und 3. Junggeflügelschau der Interessengemeinschaft der Geflügelzuchtverbände von der Pfalz, von Rheinhessen und vom Rheingau. Der Anmelde schluß ist auf den 15. November festgesetzt und tann teine Verlängerung eintreten. Anmeldungen und Anfragen sind zu richten an Herrn Christoph Falt III., Mainz, Deutschhausgasse 6. Biedenkopf. Das Städtchen Königsberg im Kreise Bieden= topf lann dieses Jahr auf sein 700jähriges Bestehen zurückbliden. Der Gründer der Solms- Linie, Graf Marquard, erbaute 1226 das hiesige Stammschloß, auf das die Gründung des Städtchens zurückzuführen ist. Im Jahre 1647, während des Dreißigjährigen Krieges, fiel das Schloß der Zerstörung anheim. Weilmünster( Lahn). Wegen des bedrohlichen Umfangs der Maul- und Klauenjeuche im Lahngebiet ist die Abhaltung der Biehmärkte in den Gemeinden Weilmünster und Löhnberg am 27. und 28. Oftober verboten worden. Bad Ems. Vom 3. bis 5. November findet hier die erste westdeutsche Tagung für evangelische Boltsbildungsarbeit statt. Mit der Tagung ist eine Ausstellung für firchliche Kunst vetbunden. Entgleisung des D- Zuges Trier- Gießen. Koblenz. Der D- 3ug Trier- Gießen, D127, fam Mittwoch abend furz nach 8 Uhr unweit Winningen bei Koblenz zur Entgleisung, die durch herabfallende Baumstämme eines GüterNr. 44. juges herbeigeführt wurde. Nachdem der Zug etwa 100 Meter neben dem Geleise hergelaufen war, wurde er zum Stehen gebracht. Bis auf einen Postbeamten, der leicht am Kopfe vertet wurde, ist tein Personenschaden entstanden. Geschäftliches. Wenn Du zum Ball gehst, wajche Dein Haar rechtzeitig mit Schaumpon mit dem schwarzen Kopf. Um wieviel wohler fühlst Du Dich, um wieviel leichter gerät die Frisur, wenn Dein Haar leicht und schmiegsam ist! Und die Hauptsache: um wieviel reizvoller und anziehender ist ein von duftigem, wohlgepflegtem Haar umrahmtes Gefichtchen? Das echte Schaumpon ijt erkenntlich an der Schuhmarte Schwarzer Kopf", worauf beim Einkauf ganz besonders zu achten ist. Auf der„ Gejolei", der großen Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen, wurde der Firma Sentel& Cie., A.-S., Düsseldorf, für ihre hervorragende Beteiligung an der Ausstellung durch fabrikatorische Vorführung ihrer ausgestellten Fabrikate besonders Persil" und„ Ata", sowie für ihre mustergültigen, sozialen Einrichtungen, die höchste Auszeichnung. Die Große Reichs medaille" zuerkannt. Morgen abendnicht vergessen: Haarwaschen mit Schwarzkopf Schaumpon" und am Sonntag sieht Ihr Haar noch einmal so reizend aus! Also besorgen Sie sich morgen früh ein Päckchen Schaumpon mit dem schwarzen Kop? Verantwortlich: Christian Klein in Gießen. WELTSPARTAG 1926! Am Sonntag, den 31. Oktober 1926 sind unsere Kassenräume in den Mittagsstunden von 11 bis 3 Uhr zur Entgegennahme von Spareinlagen geöffnet BEZIRKSSPARKASSE GIESSEN Hausfrauen verwendet für Haus- und Küchenbrand die hochwertigen RUHRNUSSKOHLEN weil wesentliche Ersparnis gegenüber sonstigen Brennstoffen. In größeren Kohlenhandlungen erhältlich. GROSS- BRAUEREI mit erstklassigen Lager- und Spezial- Bieren sucht zur Einführung ihrer Biere für Giessen und Umgegend tüchtigen, solventen, bei der einschlägigen Kundschaft gut eingeführten VERTRETER. Angebote sind zu richten unter G. 1236 an d. Exp. d. Bl. Zur selbst. Führung unserer Geschäftsstelle in Giessen wird ein tücht. energisch. LEITER mit guten Beziehungen gesucht. Globus Auskunftei G. m. b. H., Berlin W 15 Stadtvertreter zum Besuch v. Privatkundschaft sucht altangesehene Seifenfabrik ( gegründet 1825) Ausführl. Angebote an die Exped. unt. 1000 1. 1. 2. 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Redaktionsschluß früh 8 Uhr. lendung nicht verlangter Ma Zum Volksbegehren des hessischer Von einem Die Rechtsparteien des Boltsbegehren zur Auflöſung Wege geleitet. Und diesmal m Wenn ich die seit Bestehen tags betriebene Politik- insb nanzpolitik- einer genauen, ziehe, so muß ich leider feststellen lichere Gesetze selbst im roten G find. Was die Parteiz, nicht d der Beamtenstellenbelegung anla sträubende Fälle zu verzeichnen. So ernannte man einen Herr einige Jahre die Realschule bes wollte und hierauf führendes M tei murde. Diese Vorbildung 1300. an Gehalt zu beziehen. heffischen Ministerium 3 Obersch derer 6. Die neu Hinzugekommen tratische und Zentrums- Volksschu Jahre. Sie rangieren in Gehal heffischen Volle monatlich je 1100 Solche planlose Personalpo Geld. Und dieses Geld muß das Wirtschaft, an Steuern aufbringer Bolk verarmt ist. Daß aber diese Mizwirtscha das hessische Volk nicht zuletzt dem das in den Kirchen, in Versammlu Gläubigen vor den Religionsfei bange zu machen versucht, paktic mit den gleichen Religionsfeind zeichnet mit diesen Herrn und v viele seiner„ politischen Freund sache- in bestbezahlte Stellen zi bezahlt ja! Das Zentrum gibt fatholischen Religion" aus. Dan daß es diejenigen, die systematisc ausgehen und die Religion übe nen, unterſtüzt. Das Zentrum ist leicht verge meiner Gammelmappe einige s Vor- und Nachkriegszeit ins Ge es noch einen Funken von Ehrg veranlassen müßten, sofort die F dern aufzugeben. Erinnern sich die Zentrums mehr der sozialistischen Krafta dummer", diese Pfäfflein mi „ Sie lügen wie die Teufel und Ein Katholik, der es ehrl fann und darf daher unter tei wählen und unterstützen, die Fr lischen Religion und deren B Da die hessischen Zentrums heutigen hessischen Landtag un tau der Sozialisten nehmen lief ten, haben sie unehrliche Politi listischen Politit nicht mehr zu Die Rechtsparteien haben i als bürgerliche Parteien stets tums gefämpft und einen di seinden und Christen gezogen. geblieben. Und deshalb müsse zur Auflösung des hessischen E tügen. Das Urteil im Lan In den späten Abendstun Oberleutnant Schulz, Klappro fällt. Die Angeklagten Oberle Rehm und Vogel werden freig Körperverlegung mittels gefähr mit Nötigung, Meineids und ten Zuchthaus und Verlust d fünf Jahre verurteilt, Glajer brei Jahren Zuchthaus, Ehrich Morde zu 15 Jahren Zuchtha Ehrenrechte auf 10 Jahre. gefährlichen Werkzeuges erhalt Monate und Fride acht Monat Anstiftung zur gefährlichen Ki Rötigung zu neun Monaten Das Urteil Sildesheim, 4. Nov. Im Die Angeklagten Schlesinger setter vorsätzlicher Eisenbahn heit mit Mord zum Tode un lichen Ehrenrechte verurteilt. Gefängnis.