Str. 34. einschränken! ang ma! n; allen werben. ren Sie uflage 35500 er Kamerad" ische Warte" er 1362 und 1145. er Kopfmit Schaumit dem schwarzen Beachte, wie locker, d seidig Dein Haar ussieht, wie leicht ich es sich in eine afte Frisur legen chte aber beim Einnau auf die SchutzSchwarzer Kopf" umpon schwarzen Kopf hrt, weil am längsten bewährt Beschwerden die Jungfrau besteigen, Buch in ge rrlichen Natur erfreuen. Nehmt jeden tern eine Messerspitze voll AMP- SALZ Kamp- Gefühl nige, schafft Euch damit das ühl von Schaffensfreude, EnerSorgt auf diese Weise dafür, dass igen Organe richtig funktionieren. vkamp- Salz Crzeugnis, erhält Euch schlank and echt in geschlossener Originalpackung len Apotheken und Drogerien zu - und M. 2,- zu haben. Dr. Ulsch& Co., Frankfurt a. M. Miquelstrasse 58 gt unsere Inserenten. 39. Jahrg. Samstag, den 28. August 1926. Nr. 35. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Bfg. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Aus dem Hessischen Landtag. Abg. Haury( D.V.P.) hat beim Landtag beantragt: Der Hessische Landtag möge beschließen, die Regierung zu ersuchen, die Bestimmungen und Bedingungen der kürzlich von dem Reichs Derdingungsausschuß herausgegebenen Verdingungsordnung für Bauleistungen im Interesse der Vereinheitlichung der Vergebung von Bauarbeiten als maßgebend auch für fistalische Bauauf träge fünftig zu benutzen. Die Hessische Regierung wird ersucht, auf die nachgeordneten Behörden mit allen ihr zu Gebot stehenden Mittel dahin einzuwirken, daß diese bei Vergebung von Aufträgen unter allgemeiner Anwendung der Reichsverdingungsordnung auf die Bewilligung angemessener Preise und auf die Innehaltung der tariflichen Lohn- und Arbeitsbedingungen zu halten haben. Dies ist ebenfalls den Kommunalverwaltungen zu empefehlen; im gleichen Sinne sind Verhandlungen mit der Reichsregierung einzuleiten. Besichtigungsreise des Finanzausschusses nach Oberhessen. Der Finanzausschuß des Landtages unternimmt am Don nerstag, den 2. September, eine Besichtigungsreise unter Füh rung von Mitgliedern der Regierung nach Wölfersheim und Bad Salzhausen. In Wölfersheim werden die staatlichen Werke besichtigt und am Nachmittag geht die Fahrt nach Bad Salzhausen. Dort wird ein Vortrag über den Stand und die voraussichtliche Entwicklung der Werke in Wölfersheim gehalten. Es findet eine Besichtigung der technischen und Parkanlagen in BadSalzhausen statt. Bekanntlich ist Bad- Salzhausen zurzeit in einem erfreulichen Aufschwung begriffen. Rüdgang der Erwerbslosigkeit. Berlin, 27. August. Der Rückgang in der Zahl der Hauptunterstützungsempfänger hat auch in der ersten Augusthälfte angehalten. Die Zahl der männlichen Hauptunterstützungsempfän ger ist von 1328 000 am 1. August auf 1 287 000 am 15. August zurückgegangen, die Zahl der weiblichen Hauptunterstützungsempfänger von 324 000 auf 317 000. Der Gesamtrüdgang beträgt 2,9 Prozent. Die gefährlichen Märsche. Obermusikmeister a. D. Rausch, der am Vor abend des französischen Nationalfestes( 14. Juli) im Festhallengarten in Koblenz, während ein Fackelzug der Franzosen vorbeikam, Märsche hatte spielen lassen, wurde vom französischen Militärgericht zu 1000 Mark Geldstrafe und einem Monat Gefängnis verurteilt. Deutscher Landgemeindetag. Die deutschen Landgemeinden halten ihre diesjährige Mit gliederversammlung im Rahmen des Hessischen Landgemeindetags am 28. und 29. August im Stadthaus in Mainz ab. Jm Bordergrund der Verhandlungen stehen die gegenwärtig für die Gemeinden wichtigen Fragen über den Finanzausgleich und die Selbständigkeit der Gemeinden, insbesonderee über die tech nische Gestaltung des Zuschlagsrechts und die Mitwirkung der Gemeinden bei der Gesetzgebung. Zum Reichstheatergesetz. Die Konzessionsbehörden aller deutschen Länder werden im Oktober in Weimar eine Tagung abhalten, auf der der im Reichsinnenministerium fertiggestellte Entwurf eines Reichstheatergesetzes besprochen werden und endgültige Fassung erhalten soll. Na also! Paris, 26. August. Der französische soz. Abgeordnete Pie= rard gibt heute im„ Quoditien" zu, daß Belgien höchstens auf Malmedy Anspruch hatte, weil dort angeblich valonische Be= völkerung lebe, feinesfalls aber auf Eupen und St. Bieth, wo ausschließlich Deutsche wohnen. Die belgische Bevölkerung habe die Nachricht, daß dieses Gebiet an Deutschland zurückgegeben werden solle, ohne jede Erregung vernommen, weil man sich für dieses Gebiet in Belgien überhaupt nicht interessiere. Vier Todesurteile im türkischen Hochverratsprozeß. Konstantinopel, 26. August. Jm Hochverratsprozeß in An gora wurden Dschavid Bey, Nazim Bey, Nail Ben und Hilmi Bey zum Tode verurteilt. Ihre Hinrichtung wird in einer Woche erfolgen. Oesterreich auf der Kölner Herbstmesse. Köln, 26. 8. Die Kölner Messe hat es sich zur besonderen Aufgabe gemacht, die deutsch- österreichischen Wirtschaftsbeziehun gen zu pflegen. Die Verbindungen, die von jeher zwischen dem Rheinland und Oesterreich bestanden haben und die erst vor kurzem durch die Kundgebungen der Oesterreichischen Woche in Köln ihren Ausdrud fanden, sollen auf wirtschaftlichem Gebiet durch die Kölner Messe gefördert und ausgebaut werden. Go wird sich Desterreich an der kommenden Herbstmesse( 12. bis 15. September) mit einer sehr beachtlichen und anziehenden Sonderausstellung beteiligen. Berichtigung. In der Nr. 34 unserer„ Gießener Zeitung" muß es in dem Bericht über den Reichsbannertag in Nürnberg in der letzten Zeile heißen: auf rund 12 600. Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostschedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Neuregelung der Sonntagsruhe. Jm Reichsarbeitsministerium ist der vorläufige Entwurf eines Arbeitsschutzgesetzes fertiggestellt worden, dessen Kernstück die Neuregelung der Arbeitszeit im weitesten Sinne, also einschließlich der Sonntagsruhe, bildet. Die jetzigen Vorschriften der Gewerbeordnung sollen durch die einschlägigen Bestimmungen des in Vorbefindlichen Arbeitsschutzgesetzes ersetzt bereitung werden. Wie verlautet, will der Entwurf die Neuregelung der Sonntagsruhe auf folgender Basis vornehmen: 1. Die Einrichtung der Ausnahmesonntage soll auf: rechterhalten bleiben. Die Ortspolizeibehörden sollen nach wie vor befugt sein, bis zu sechs Ausnahmesonntage zuzulassen. Dagegen soll das jetzige Recht der höheren Verwaltungsbehörden, bis zu vier weitere Sonntage zu genehmigen, auf Wallfahrtsorte und ähne Orte mit zeitweilig besonderem Fremdenverkehr beschränkt werden, und zwar ohne die Festlegung einer Höchstzahl. Die Beschäftigungszeit soll von acht auf sechs Stunden herabgesekt werden. An der Sechs- UhrSchlußstunde soll mit der wlaßgabe feftaehalten werden, daß an höchstens drei Sonntagen eine Beschäftigung bis 7 Uhr zulässig sein soll, sofern an diesen Tagen die Beschäftigungszeit fünf Stunden nicht übersteigt. 2. Auch an der jetzigen Doglichkeit, für die sogenannten Bedürfnisgewerbe für jeden Sonntan eine allgemeine Verkaufszeit zu gestatten, soll festgehalten werden. Welche Geschäftszweige als unter den Begriff ,, Bedürfnisgewerbe" fallend anzusehen sind, sollen der Reichsarbeitsminister oder die Länder zu bestimmen be= fugt sein. Auch hier soll die Beschäftigung nicht nach 6 Uhr zulässig sein und insgesamt zwei Stunden nicht überschreiten dürfen. 3. Neu soll die Bestimmung eingefügt werden, daß eine regelmäßige Verkaufszeit auch für nicht unter den Bedürfnisgewerbebegriff fallende Verkaufsstellen zugelassen werden kann, sofern die Laden- Eröffnung infolge weitläufiger Siedlungsweise zweds Versorgung der Landbevölkerung erforderlich erscheint. Die Beschäftigung soll auch hier auf zwei Stunden beschränkt bleiben mit einer spätesten Schlußstunde von 6 Uhr. Der Wanderungsverlust. Seit Kriegsende hat Deutschland ( in runden Zahlen) 308 000 seiner Bewohner als Auswanderer abgegeben. 3 000 Deutsche 1919 1920 9 000 1921 1922 24 000( Borkriegsdurchschnitt) 36 000 1929 115 000( Inflationsjahr!) 1924 59 000 1925 62 000 Ueberwiegend waren es Männer in den besten Jahren. 1923 standen z. B. 59 Prozent unserer männlichen und 54 Proz. unsere weiblichen Auswanderer im Alter zwischen 17 und 30 Jahren. Von den im Jahre 1925 ausgewanderten 62 000 Deutschen waren 33 000 männlichen Geschlechts. Die Ledigen über wiegen unter den Auswanderern immer. Ihrem Berufe nach waren i. J. 1923: 39,9 Prozent unserer Auswanderer aus der Industrie, 14,9 Prozent waren Angehörige der Land- und Forstwirtschaft. Von den 62 000 Auswanderern des letzten Jahres tamen 19 000 aus der Industrie 12 000 aus der Landwirtschaft 8 800 aus Handel und Verkehr 6 800 aus häuslichen Diensten 48,7 Prozent stammten aus Preußen, 13 Prozent aus Bayern und 38,3 Prozent aus den übrigen Teilen des Reiches. Keine Siedlungsmöglichkeiten in Meriko! Schon häufig sind deutsche Auswanderer der Hoffnung auf Ansiedlungsmöglichkeit in Merito zum Opfer gefallen. Fast das ganze Siedlungswesen in Merito ist in der Hand von pri vaten Unternehmern, die sich an den Auswanderern bereichern wollen. Der Evangel. Hauptverein für deutsche Ansiedler in Witzenhausen warnt daher dringend, auf ein Angebot einzugehen, ohne es vorher von einer Beratungsstelle prüfen zu las= sen; unter einer großen Zahl deutscher Siedlungsunternehmen seien nur ganz wenige einwandfrei zu nennen. Ueberhaupt muß immer wieder vor einer nicht sorgfältig überlegten und vorbe reiteten Auswanderung gewarnt werden. 72 000 Deutsche sind im letzten Jahre ausgewandert, über 30 000 zurüdgekehrt, vielfach ganz verarmt und elend. Besonders Südamerika, Brasilien und Argentinien haben viele bitter enttäuscht. Fast überall in der Welt liegen die Verhältnisse viel ungünstiger, als die meisten Auswanderer meinen. Lohnende Arbeit und Anstellung ist fel ten zu finden. Für Landwirte, die wenigstens über 3000 M Vermögen verfügen und als Kleinbauern hart arbeiten fönnen und wollen, bietet Brasilien noch die günstigsten Niederlassungsmöglichkeiten. Diese werden in dem kleinen Ratgeber P. Debe kinds ,, Auswanderer nach Brafilien u. Argentinien"( 20 3.) Elberfeld, Augustastraße 151, nachgewiesen. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Plazzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. - Zur Schulbeflaggung in Breußen. Von Christian Deutschmann. Wer die Befriedigung unseres Volkes wünscht, muß es bedauern, daß der preußische Unterrichtsminister, der schon in den Fällen" Schillings, Bode, Hauptmann, Wittig, Lessing teine besonders glüdliche und geschickte Hand bewiesen hat, durch seinen neuesten Erlaß, welcher für jede Schule die Anschaffung einer Fahne in den Farben schwarz- rot- gold und die erstmalige Beflaggung der Schulgebäude damit am Verfassungstage( 11. August) vorschreibt, unnötig neue Reibungs- und Konflittsmöglichkeiten geschaffen hat. Der Reichstag selbst hatte die weitere Erörterung und endgültige Lösung dieser heiklen Frage, die schon so viel Unfrieden in unse rem Volte angerichtet hat, bis zum Herbst vertagi. Da war es nicht eben flug, durch den Schulbeflaggungserlaß den Burgfrieden vor der Zeit aufs schwerste zu gefährden. Schon hat eine ganze Reihe von Schulvorständen die Anschaffung der Fahne abgelehnt, und auch, wenn es gelingen sollte( was immerhin zweifelhaft ist), diesen Widerstand zu brechen, wird der Sache, um die es uns geht: dem Volksfrieden und der Volksgemeinschaft, dadurch schwerlich genützt. Zunächst ist es auch noch sehr umstritten, ob alle Schulgebäude im Sinne des Erlasses als ,, öffentliche" angesprochen werden können. Schreiber dieses wohnt auf dem Lande, wo die meisten Schulhäuser ,, Küstereien", d. h. Eigentum der Kirchenge= meinde, sind. Wie würde sich die Rechtslage gestalten, wenn und ein solcher Fall wäre sehr wohl denkbar der Gemeindekirchenrat als gesetzlicher Vertreter des Hausbesitzers( der Kirchengemeinde) eine Beflaggung des Schulhauses untersagte? Ein solcher Schritt brauchte durchaus nicht von„, antirepublikanischer" Gesinnung diktiert zu sein, sondern lediglich von dem Bestreben, nicht ohne wirkliche Not die politischen Gegensätze in dem engen Rahmen der Dorfgemeinde neu aufleben und die politischen Leidenschaften aufeinanderplatzen zu lassen. Daß aber eine zwingende Notwendigfeit zur Beflaggung der Schulgebäude vorliegt, wird auch der preußische Unterrichtsminister nicht behaupten tönnen, da es in der monarchischen Vorkriegszeit sehr gut ohne eine Schulfahne gegangen ist. Es steht auch faum zu erwarten, daß durch die Hissung der gegenwärtigen Reichsfarben auf den Schulgebäuden der Wille der Staatsbejahung in Schulgemeinde, Lehrerschaft oder Schulkindern irgendwie gekräftigt werden wird. Vielmehr wird so, wie die Dinge zurzeit liegen, solche Beflaggung zumal in sehr vielen Dörfern als ein gewollter Affront gegen die Anhänger von schwarz- weiß- rot angesehen werden. Und dies mit einem gewissen Recht, da ja die vom Reichspräsidenten angeregte Schaffung einer Einheitsflagge erkennen läßt, daß die derzeitigen Reichsfarben schwarz- rot- gold selbst von maßgebendster Stelle nicht als unabänderlich und für alle Zeiten gültig angesehen werden. Auch der preußische Unterrichtsminister dürfte wissen, daß es in Preußen tausende von Dörfern gibt, in welchen diejenigen, die schwarz- weißrot dem schwarz- rot- gold vorziehen, 75-100 Prozent der Bewohner ausmachen. Werden diese der neuen Schulfahne nicht mit sehr gemischten oder vielmehr mit sehr Und wird eindeutigen Gefühlen gegenüberstehen? nicht der Lehrer, der als notgedrungener Vollstrecker des unterrichtsministeriellen Willens diese Fahne aufziehen muß( auf dem Lande wenigstens wird in den meisten Fällen er es tun müssen) dadurch unter Umständen in eine peinliche Lage gebracht? Wird der Minister in der Lage sein( die Frage stellen, heißt: sie vereinen), ihn gegen die persönliche Animosität und die wirtschaftlichen Nachteile, die ihm durch solches Handeln gegen die Anschauungen und Gefühle der überwiegenden Dorfmehrheit erwachsen fönnen, zu schützen? Ganz zu schweigen von den Gewissenskonflikten, in die mancher Lehrer kommen mag, der seiner innersten Ueberzeugung nach viel lieber die schwarz- weiß- rote als die schwarzrot- goldene Fahne hochzöge. Wenn aber nun schon einmal auf den Schulen geflaggt werden soll wie gesagt, dann ist es bislang sehr gut ohne dies gegangen! hätte man den Schulvorständen freistellen sollen, ob sie mit den Reichs- oder mit den Landesfarben flaggen wollen. Ueber die preußischen Landesfarben ist tein Streit, und sie in Vorschlag zu bringen, hätte eigentlich für einen preußischen Minister besonders nahe gelegen! Alles in allem: es wäre gut gewesen, wenn Prof. Beder, bevor er seine Floconverordnung erließ, dabei nicht bloß an die Städte, wo die Schulfahne unter anderen Fahnen verschwindet, sondern auch an das ihm vielleicht weniger veriraute platte Land gedacht und sich die möglichen verhängnisvollen, sowohl der Festioung der Staatsautorität wie der Hebung der Staatsfreudigfeit nicht eben günstigen Folgen seiner Maßnahme hinreichend klar gemacht hätte. Vielleicht hätte er dann doch Bedenken getragen, jenen Erlaß hinausgehen u lassen, der in seinen rechtlichen Voraussetzungen an Sonnabend, den 28. August 1926. fechtbar, in seiner Wirkung für den inneren Frieden gefährlich und nicht nur den Anhängern von schwarzweiß- rot ein neuer Stein des Anstoßes( und dazu auch ein Erfolg verheißender Angriffspunkt!), sondern auch den besonnen und realpolitisch Urteilenden unter den Vertretern von schwarz- rot- gold bedenklich ist. Die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat Juli 1926. Bon der Pressestelle beim Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Regierung hat dazu geführt, daß man in den Kreifen der Wirtschaft der zukünftigen Entwidlung mit Spannung, ja jogar mit gewissen Hoffnungen entgegenfieht. Auch das Handwert erhofft von der Durch führung dieses Programms eine gewisse Besserung seiner Lage, obgleich es bireft hiervon wohl taum berührt werden wird. Immerhin ist aber dadurch, daß eine erhebliche Anzahl von Erwerbslosen zu einer besser bezahlten Beschäftigung gelangt, für die Gewerbe, die für die Befriedigung der Bedürfnisse des täglichen Lebens arbeiten, eine Belebung des Geschäftes zu erwar ten. Es ist auch nicht ausgeschlossen, daß durch die Beschäftigung einiger Industriezweige diese wieder Arbeiten an das Handwerk, besonders an das metallverarbeitende Handwerf vergeben werden. Vorläufig fann von einer tatsächlichen Beeinflussung der Gießener Zeitung" find Fälle zu verzeichnen, wo die 4-5fachen Beträge vom Finanzamt in Anjatz gebracht wurden. Die vorliegenden Berichte weisen darauf hin, daß eine solche Einschätzungsart den besten Beweis dafür liefere, wie wenig die Steuerbehörden über den Ertrag eines Handwerksbetriebes unterrichtet sind. Es wird verschiedentlich bemerkt, daß ein Alleinmeister im Jahre 1925 nicht den Verdienst aufzuweisen hat wie ein dauerno beschäf tigier Industriearbeiter. Trogdem ist die Summe der vom Handwerfer zu zahlenden Steuern höher als die vom einzelnen Arbeitnehmer zu entrichtenden Steuerbeträge. Gehr belaitend wirkt es cuch, daß eine ganze Reihe von Eteuerterminen( Einkommen Gewerbes, Firmen usw. El.uern) zusammenfallen und infolge. besser die zu zahlenden Beträge eine recht eigebliche Höhe annehmen. Es erschien nach den meisten Berichten unbedingt notwendig, daß eine weitgehende Ratenzahlung der Steuerbeträge eingeführt wird, damit durch die Entziehung großer Beträge das Betriebskapital nicht zu start in Anspruch genommen wird. Auf dem Arbeitsmartt war in allen Gewerbezweigen ein Ueberangebot von Arbeitsträften zu verzeichnen. Wenn auch hier und da Arbeitereinstellungen vorgenommen wurden, so hatte dieses wenig Einfluß auf die Gesamtzahl der arbeitslosen Handwerksgesellen. Besonders bezeichnend für die wirtschaftlichen Verhältnisse ist es, daß Maurer- und Zimmergesellen in nicht unerheblicher Zahl sich unter den Arbeitslojen befinden. Nr. 35. gegeben, sich zu den Problemen der Familie, des sexuellen Gebietes, der Berufsethit, der Rassenfrage, der internationalen Zusammenarbeit vom Standpunkt der Jugend auszusprechen, und die evangelischen Grundanschauungen nach lutherischer Auffaffung tonnten auch stets mit Freimut dargelegt werden, soweit dies nötig war Besonders erfreulich ergab sich in vielen Gruppen hierbei tiefste Uebereinstimmung auch zwischen deutschen und französischen Delegierten, aber es wurde überhaupt im Laufe der Tage eine immer herzlichere Gemeinschaft festgestellt. Sichtbar trat sie zutage in der oben erwähnten Abendmahlsfeier am Morgen des letzten Konferenztages. Die Leitung der Konferenz hatte an Stelle des zurücktretenden Präsidien Dr. Paul Des Gouttes: Dr. John Mott, der nach seiner durch das Weltkomitee am 7. Auguft erfolgten Wahl zum Präsidenten des Weltbundes nunmehr drei Präsidien großer internationaler christlicher Organisationen innehat: Des internationalen christlichen Studentenweltbundes, internationalen Missionsbundes und des Weltbundes der chriftlichen Jungmännervereine. Wieder ein Beispiel. des Wirtschaftslage noch nicht die Rede sein. Infolgedessen lauten Die Weltkonferenz der christi. Jungmännervereine anstaltung von Vereinsfesten zusammengefunden. Allgemein die Berichte über die Wirtschaftslage im Juli auch noch wenig zufriedenstellend. Es ist wohl festzustellen, daß eine weitere Verschlechterung in den meisten Gewerbezweigen nicht eingetreten ist; jedoch ist der Zustand der Dauertrise nun auch im Handwerk erreicht. Soweit die Industrie einen günstigeren Geschäftsgang aufweist, ist eine Auswirkung auf das Handwerk noch nicht zu verspüren. Einige Kammerbezirke melden zwar eine gewisse Belebung in einigen Saisongewerben, wie sie beispielsweise das Böttcher und Stellmacherhandwerf darstellen. Jm Bezirk der Handwerkskammer Altona hat auch das Metallgewerbe eine leichte Besserung erfahren, und die Gewerbetammer Bremen berichtet über geringe Arbeitereinstellungen im Friseur- und Buchdruckerhandwert. Auch in den Bade- und Kurorten ist der Frem denzustrom gestiegen und damit manchen Handwerkszweigen eine bessere Beschäftigung geworden. Diesen wirtschaftlichen Erleich= terungen stehen aber auch wieder Verschlechterungen gegenüber, besonders da, wo die Industrie noch zu weiteren Arbeiterentlassungen schritt, wirkte sich dieses in einem Geschäftsrückgang der Konsumgewerbe aus. Ferner berichtet das Landhandwerk aus den Gegenden, die durch starte Regenfälle und Ueberschwemmungen gelitten haben, über einen Rüdgang in der Auftragserteilung, ganz abgesehen davon, daß die Landhandwerker in diesen Gebieten auch selbst zum Teil empfindlichen Schaden erlitten haben. Auffällig ist es, wie in den Berichten über den Monat Juli die Klagen über die Schwarzarbeit und die Beschäftigung von Erwerbslosen durch Privatpersonen und auch durch gewerbliche Unternehmer für Ausführungen von Handwerksarbeiten zugenommen haben. Diese Konkurrenz wächst sich für das Handwerk sehr fühlbar aus. Abgesehen davon, daß die nicht unerhebliche Anzahl von Aufträgen dem Handwerk entgeht, werden ihm auch noch Vorwürfe wegen seiner Preise gemacht, weil diese natürlich höher sein müssen als die von den Erwerbslosen geforderten. Die Preisbildung des Handwerks steht nach wie vor infolge des Auftragsmangels unter einem starken Drud. Bezüglich des Kreditwesens berichten einige Kammern von einem Nachlassen des Borgunwesens infolge der zum Teil zunehmenden Vorsicht des Handwerks. Die größte Zahl der Handwerkskammern berichtet aber nach wie vor, daß noch sehr lange Zahlungsfristen in Anspruch genommen werden. Dies ist beson ders auf dem Lande der Fall, wo der Handwerker auf Bezah lung nach der Ernte vertröstet wird. Nach wie vor bleibt es der Mehrzahl der Handwerker unmöglich, dieser Kreditanspruch nahme des Publikums eine Kreditaufnahme bei Banken entgegenzusetzen. In mehreren Berichten wird hervorgehoben, daß die von den Banken geforderten Sicherheitsbedingungen vom Handwerk nicht erfüllt werden können, abgesehen von dem immer noch sehr erheblichen Zinssatz für längere Kredite. Fast sämtliche Betriebe wenden sich gegen die hohe Einschätzung der Handwerker durch die Finanzämter. Trotz vorhandener Buchführung sind in vielen Fällen die Steuerbehörden über die Angaben des Steuerpflichtigen hinausgegangen. Es Wer mich bekennet. Von Erwin Gros. ( Schluß.) In den folgenden Zeiten schlich er um seine Frau herum; er hätte gern etwas von der Hochzeitsfeier gehört, er hätte gern etwas vernommen, wie es der jungen Frau ging; die Mutter besuchte ja oft genug die Tochter, doch nach Sybille zu fragen, hätte der Schultheiß nicht über sich gewonnen, eher hätte er sich die Zunge abgebissen Frau Margarete aber dachte:„ Von mir erfährst du nichts, schmore du in deinem Fett, bis du von selber mürbe wirst!" Und Peter Michel schmorte. Neun Monde nach der Hochzeit ging Frau Margarete nach Homburg und kam erst nach vierzehn Tagen wieder. ,, Gottes Segen zum Enkelsohn", sagte Meister Vogelsberger zum Schultheißen und schüttelte ihm die Hand. Wortlos nickte Peter Michel, ging nach Hause und lief in der Stube auf und ab, wie ein Löwe im Käfig. Wie ein bettelndes Hündlein schaute der Schultheiß zu seiner Frau auf, die von der Taufe des kleinen Peter heimgetehrt war. Doch sie merkte nichts davon, und der alte Peter schmorte weiter. Defters say Peter Michel jetzt in einem Homburger Gast haus, das schräg der Hofschuhmacherei gegenüber lag und schaute verstohlen durchs Fenster. Wenn aber eine junge Frau mit einem strammen Jungen im Arm zum Hofgarten hinwan delte, dann wich er in die Tiefe der Stube, und seine Augen wurden groß und sein Herz wurde schwer. aus in Hesingsfors vom 1. bis 6. August 1926. Originalbericht von Pfarrer Johannes Bronisch. Die 19. Weltkonferenz der christlichen Jungmännervereine in Helsingfors war von 1248 Delegierten aus 46 verschiedenen Nationen beschickt; ein Fünftel waren Jugendliche. Zum erstenmal nahmen auch Vertreter der orthodoxen Kirche aus den Balkanstaaten teil, wo seit Kriegsschluß amerikanische Sekretäre christlicher Vereine junger Männer Vereinsarbeit betreiben, ihr in die Augen fallender Führer war Bischof Athenagoras aus Korfu. Auch römisch- katholische Delegierte Bolen, Belgien, Tschechoslowakei, Italien, Südamerika usw. waren anwesend, auch zeitweise ein römisch- katholischer Pfarrer aus Breslau als Beobachter. Bedauerlich war, daß in der römisch- katholischen Kirche von Helsingfors für diese römisch- katholischen Teilnehmer am letzten Morgen eine Messe war, während die Konferenz ihre große Abendmahlsfeier mit über 1000 Rommunifanten in der Johanniskirche hielt, der auch Griechischkatholische beiwohnten. Bischof Athenagoras schloß sie mit dem Segenswort 2. Korinther 13, 13 in griechischer Sprache. Die deutsche Abordnung mit 300 Mann stand unter Führung ihres Reichswarts Lic. Stange und hatte gemeinsame Hinreise von Stettin bis Hilsingfors und zum großen Teil auch gemeinsame Rückreise. Sie fanden in Finnland selbstverständlich eine herzliche Aufnahme, und die führende christliche Zeitung ,, Kotrinaa" scheute sich nicht, in ihrem der Konferenz gewidmeten Begrüßungsartikel mit besonderem Nachdruck die Abgesandten aus der Heimat Luthers zu begrüßen und an die Verbindung des Glaubens und der Politik seit altersher zu erinnern, die zwischen Deutschland und Finnland bestände. Finnländische Regimenter fochten einst im Gefolge Gustav Adolfs bei Breitenfeld mit, und deutsche Truppen haben 1918 entscheidend zur Befreiung Finnlands vom roten Terror beigetragen. Darum fand auch die Gedenkfeier, die am 1. Konferenztag die deutsche Delegation am deutschen und finnischen Kriegerdenkmal von 1918 abhielt, viel Beachtung der Bevölkerung. Und wo auf den Reisen ins Land vor oder nach der Konferenz die Deutschen sich zeigten, wurden sie, besonders von den firchlichen Kreisen, herzlichst begrüßt und als Einzelwanderer gastfrei beherbergt. Der finnische Bischof von Tammersfors, J. Gummerus betonte in seiner Eröffnungspredigt in der Johanniskirche, daß die evangelische Christenheit Finnlands die Abhaltung der Konferenz in ihrem so entlegenen Lande als ein besonderes Gottesgeschenk betrachte und für ihr geistliches Leben Förderung davon erwarte. Gie hat sich auch mit ihren Hilfsmitteln, besonders dem dort völlig in die Kirche hineingebauten Jungmännerwerk( die C. V. J. M. Sekretäre sind dort fast stets jüngere Pfarrer) der Konferenz In Aalen haben sich, wie in manchen anderen Städten. fürzlich auf Einladung des Oberbürgermeisters die Vereinsvor stände, vor allem der Gesang, Turn, Sport und Wanderver eine verschiedenster Richtung zu einer Aussprache über die Berwurde der Auffassung des Berichterstatters, Stadtpfarrers 3 e 1 Ier zugestimmt, daß die wirtschaftliche Not dazu zwinge, die Vereinsfeste und Veranstaltungen zu vermindern und zu vereinfachen, und daß die Vereinsvorstände durch ein gemeinsames Vorgehen in dieser Richtung den Wunsch sehr vieler Vereins. mitglieder erfüllen. Stiftungsfeste sollen nur noch bei 50-, 75und 100jährigem Bestehen veranstaltet werden. Besondere Aufmerksamkeit wurde auch der Frage des Sonntags gewidmet, der nach der Reichsverfassung ein Tag innerer Erhebung sein soll. Es wurde festgestellt, daß für örtliche Feste der Sonntag nachmittag ausreiche, bei größeren Festen kann nach dem Vorschlag eines Vereinsvorstandes eine Zeit von 1-1% Stunden für einen Kirchgang angesetzt werden; auch die Losung der Kasseler Sportvereine:„ Samstag nachmittag frei für Sport, Sonn tag vormittag frei von Sport", fand warme Fürsprache. Der Borsitzende stellte zusammenfassend fest, daß fein ernstlicher Widerspruch sich dagegen erhoben habe, den Sonntag vormittag möglichst frei von Veranstaltungen zu halten. Sonnabend, den 28. Aug Die Mittelstandskuren sind in der Vor- oder Nachsaison vo tung der Hochsaison zugunsten den Bädern und Ganatorien ein in der Preisgestaltung. Grundb turen ist der Nachweis der Kurno hausärztliche Bescheinigung, sowie Lage durch Vorlegung von Steue durch das Wohlfahrtsamt oder ei * Förderung des Mineralf A.D.B. Die wissenschaftliche von der Bedeutung der Minera menschlichen Körpers wesentlich gef Auffassung geführt, daß man den fördert, daß man einfach die a tannten Mineralsalze als Heilm Grundlage für mitunter etwas lau solze hat sich als recht schwankend Stoffwechselvorgänge innerhalb d den Mund eingeführten Mineral Geweben und Organen des Körpe laffen vielfach ungenutzt den Da Uebel. Aber vielfach fammen fie a zur Ausscheidung, wobei sie schwere lichen Organs verursachen können. dem Kolberger Lehrgang über W Straub Greifswald hingewiese stellt, daß eine außerordentlich Mineralfalze innerhalb des Orga derung des Mineralstoffwechsels limatische Auren erzielt wird. G Ginwirkung klimatischer Kuren, au durch eine Förderung des Kalfsto Gute Beschidung der Kö Der für die Kölner technische 17. September) vorgesehene Auss belegt. Außer den beiden Son arbeit“ und„ Lichtwirtschaft" v spannung" noch besonders her Studiengesellschaft für die Schnel mit ihren Projekten für die geplan vor die breite Oeffentlichkeit tr die technische Messe, alle die Gebi westdeutsche Industriegebiet besoni werden diesmal verschiedene groß mit zum Teil umfangreichen Auss treten. Die fachliche Höhe der S am besten durch einige Namen de jeichnet wie Krupp, Vereinigte St fabrik Deutz, Felten u. Guilleaum Nürnberg, Junters, Jucho, Flend Deutschland hat wieder die meisten Fremden. Deutschland und vor allem die Reichshauptstadt, die, wie er innerlich, in den seligen Zeiten der Inflation das Eldorado der Fremden waren, dann aber nach der Stabilisierung der Wäh rung von den fremden Gästen wegen der damit eingetretenen Teuerung nach Möglichkeit gemieden wurden, beginnen jetzt wie der allmählich immer größeren Zuftrom an ausländischen Gästen zu bekommen. Besonders im Laufe dieses Sommers hat in er. ster Linie die Reichshauptstadt eine Besuchsziffer an Fremden aufzuweisen, wie sie selbst in der Blütezeit der Inflation laum stärker war. Ueberhaupt wird Berlin dank einer großzügigen Propaganda zur Hebung des Fremdenverkehrs und nicht zuletzt infolge der glänzenden Ausstellungen des Berliner Messeamts und dergleichen mehr der stärkste Anziehungspunkt der Fremden auch im Verhältnis zu anderen Großstädten der übrigen Länder. Entsprechend dem starken Wachstum des Fremdenverkehrs hat auch das Berliner Hotelgewerbe sich neue Aufgaben gestellt. Insbesondere ist es das Eden- Hotel in Berlin, das auf dem besten Wege ist, sich zu einem der hervorragendsten Werke moderner Hoteltechnik zu entwickeln. Das Eden- Hotel, der neuste Hotelgroßbau Deutschlands, in der besten Lage im Westen Berlins gegenüber dem Zoologischen Garten, hat besonders unter der neuen Direktion nicht nur die stärkste Aufmerksamkeit als Beherbergungsinstitut, sondern auch weitgehendste Beliebtheit als Treffpunkt der guten Berliner Gesellschaft dadurch gewonnen, daß in den eleganten Restaurationsjälen jede Unterhaltung geboten wird. zur Verfügung gestellt und dessen 25jähriges Bestehen auf diese Mittelstandskuren in Heil- Bädern und-Anstalten. Weise würdig gefeiert. Die Konferenz hatte als Thema:„ Die Jugend von heute und das Christentum" und verhandelte dasselbe in 50 verschiedenen Gruppen, die international zusammengesetzt waren. Es war in brüderlicher Aussprache Gelegenheit Fast drei Jahre waren vergangen, da spielte der kleine Peter Heeger in der Dorotheenstraße; einen kleinen Wagen schleifte er hinter sich her, eine Peitsche hatte er in der dicken Faust. Da gesellte sich ein alter Mann zu ihm, der hatte ein hölzernes Pferd, und dieser alte Mann behauptete, er wäre der Großvater. - ,, So," sagte der kleine Peter ,,, dann bist du der Großvater von Holzhausen,"-( natürlich sagte er ,, Opa" und sprach nicht so fließend, wie es hier steht.).- ,, Bist du bös oder bist du gut?" fragte die junge Majestät weiter, worauf der Großvater sich beeilte, seine Gutheit zu erklären und durch das Geschenk des Pferdes zu beweisen. Diese Gabe wurde huldvoll, nein, jauchzend entgegengenommen. Vereint spannten Großvater und Enkelsohn das wundervolle Tier an den Wagen. ,, Du bist ein feiner Großvater, ich habe dich lieb", sprach der liebe, kleine Schelm, worauf ihn der Großvater auf den Arm nahm und ihn leise fragte:„ Wie heißt du denn?" ,, Ei, ich heiße doch wie du, ich bin doch der Peter." Da begann der Schultheiß von Holzhausen zu flennen, worauf der Junge sagte:„ Warum weinst du denn? Mutter weint auch, wenn sie von dir spricht!" stehen und ging trotz des Widerspruches des kleinen Keris zu Da ließ der alte Mann Wagen und Pferd auf der Straße Sofschuhmachermeister." dem Hause, an dem das Schild angebracht war:„ Hans Heeger, Und es wurde Friede. Darnach, als der alte Meister Schubert und seine Frau ihre Aushaltstube im ersten Stod mit der letzten Ruhe jedes Sterb lichen vertauscht hatten, zogen der Schultheiß von Holzhausen und seine Frau hinein. A.D.B. Die von der Balneologischen Gesellschaft in Berlin angeregten Mittelstandskuren in Heilbädern und Heilanstalten erfreuen sich einer allgemeinen Beliebtheit, da bei ihnen die Preise für die Kuren außerordentlich mäßig gehalten sind. Da begann für Frau Margarete eine zweite Frühlingszeit. In den Enkelkindern liebte sie die Tochter Sybille wieder; und von ihrem Mann fiel all das liftige, unwahre, berechnende Wesen ab; ein Kind ward er unter seinen Entelkindern. Das Gold der Tiefe kam zum Vorschein, über das sich soviel Geröll der Welt gelegt hatte. Hans und Sybille Heeger erlebten noch, daß die Ingelheimsche Herrlichkeit in Holzhausen zusammenbrach. Als die Linie Hanau- Münzenberg ausstarb und ihr Erbe an HessenKassel zurückfiel, machte der Landgraf Wilhelm der Achte seine nieverjährten Rechte" auf Holzhausen geltend. Zwei Drittel", ließ er erklären ,,, gehören mir vom Dorf zu Recht und ein Drittel gehört euch, Herr Freiherr, zu Unrecht." war, Lota Sonntags Einem jeden Menschen gab s ment mit hellen Silbersaiten. L brochen, dumpf klingt ihnen die die hellen Saiten anzuschlagen. Bon der Freude will ich heu Unsere Sehnsucht verlangt n fie, denn unsere Tage, bringen um das tägliche Brot, Elend im ßen und Wegen. Und wenn die ift fie selten ganz rein. Weil w hinter ihr schon wieder die T Leben lehrt es uns doch, daß re Die Freude ist ein Gottesges ich trägt, der weiß, daß die Fr trughaft ist, sondern den Besitzer nur der wird diesen Besitzstand ist, daß ihm all das, was der me und klein erscheint, der seinen Bli die Fernen der Ewigkeit lenkt, Helferich. Er hielt biblische Pr des Apostels Paulus aus, und es der Geister, der auch die Protestan ziehen konnten. Da wurde im März 1835 de zu seinem Erzbischof befohlen. Herz und Nieren! Und er, der glaubte, untade brechens überführt, teine Mariäp lutherische Bibel gebraucht zu ha Siehe, da erklärte sich eine g Anhänger für ihn, und am 24, M fatholischen Gemeinde Holzhausen evangelischen Glauben über. Acht evangelische, zwei tatholis an der Feier teil, die von fünftau jucht war. Ich bin das Licht der Welt. wandeln in Finsternis, sondern Darüber wurde damals die Wer mir nachfolgt, wer m damit Ernst gemacht würde, daß ten an Gottinnigkeit und Gehors Der Weitherzigkeit, die uns de in Gleichnis als Vorbild aufstellt ben, der in der trägen Masse eine O, welche Druckerschwärze und Tinte und Juristenlist wurden damals vertan! Der Landgraf aber besetzte einfach Holzhausen, und er war der stärkere Mann! 3war ging das Advokatengezette noch von 1741 bis 1764, aber das Ergebnis der Freiherr wurde mit Geld abgefunden, der Landgraf behielt das Dorf. Gomit tönnte ich jetzt meine Geschichte schließen, aber dann würde ich ein Kapite! unterschlagen, das Gott selbst nach hundert Jahren noch anfüge. Mit Mitteln weltlicher Gewalt und Lift war in Holzhausen die katholische Gemeinde errichtet worden. Und deren Kirche und Pfarrhaus wurden erbaut und bestellt, trotz des Widerstandes des Landgrafen von Hessen- Homburg. Das Wort Gottes aber wirfte hundert Jahre später die nemesis divina, die göttliche Vergeltung. In den dreißiger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts lebte in Holzhausen ein junger fatholischer Kaplan, Josef Mir fällt immer die schwer wenn ich im Geist Jesum sehe im umglänzt von der Strahlenfülle de auch bekennen, will meinen Name gang lautet: Wer mich bekennet!" Str. 35. Sonnabend, den 28. August 1926. Die Mittelstandskuren sind aber nur dann, möglich, wenn sie in der Vor- oder Nachsaison vorgenommen werden. Die Entlastung der Hochsaison zugunsten der stilleren Kurzeit gestattet den Bädern und Sanatorien ein weitgehendes Entgegenkommen in der Preisgestaltung. Grundbedingung für Mittelstandsturen ist der Nachweis der Kurnotwendigkeit durch eine furze hausärztliche Bescheinigung, sowie der wirtschaftlich bedrängten Lage durch Vorlegung von Steuerpapieren oder Befürwortung durch das Wohlfahrtsamt oder eine andere Wohlfahrtsstelle. oblemen der Familie, des sexuellen Ge , der Rassenfrage, der internationalen Standpunkt der Jugend auszusprechen, rundanschauungen nach lutherischer Aufis mit Freimut dargelegt werden, soweit ers erfreulich ergab sich in vielen Grup ereinstimmung auch zwischen deutschen gierten, aber es wurde überhaupt im mer herzlichere Gemeinschaft festgestellt. e in der oben erwähnten Abendmahls ezten Konferenztages. Die Leitung der Stelle des zurücktretenden Präsidien ittes: Dr. John Mott, der nach Comitee am 7. August erfolgten Wahl Weltbundes nunmehr drei Präsidien christlicher Organisationen innehat: christlichen Studentenweltbundes, des nsbundes und des Weltbundes der Dereine. der ein Beispiel. ch, wie in manchen anderen Städten. Des Oberbürgermeisters die Bereinsvor esang, Turn, Sport- und Wanderver ung zu einer Aussprache über die Berfesten zusammengefunden. Allgemein s Berichterstatters, Stadtpfarrers 3e1e wirtschaftliche Not dazu zwinge, die staltungen zu vermindern und zu ver Vereinsvorstände durch ein gemeinsames htung den Wunsch sehr vieler Vereins tiftungsfeste sollen nur noch bei 50-, 75en veranstaltet werden. Besondere Aufder Frage des Sonntags gewidmet, fassung ein Tag innerer Erhebung sein ellt, daß für örtliche Feste der Sonntag ei größeren Festen tann nach dem Borstandes eine Zeit von 1-1½ Stunden esetzt werden; auch die Losung der Kasse stag nachmittag frei für Sport, SonnSport", fand warme Fürsprache. Der nmenfassend fest, daß kein ernstlicher erhoben habe, den Sonntag vormittag istaltungen zu halten. st A wieder die meisten Fremden. allem die Reichshauptstadt, die, wie er Zeiten der Inflation das Eldorado der aber nach der Stabilisierung der Wäh Gästen wegen der damit eingetretenen eit gemieden wurden, beginnen jetzt wießeren Zustrom an ausländischen Gästen = im Laufe dieses Sommers hat in er ptstadt eine Besuchsziffer an Fremden t in der Blütezeit der Inflation kaum t wird Berlin dank einer großzügigen des Fremdenverkehrs und nicht zuletzt Ausstellungen des Berliner Messeamts r stärkste Anziehungspunkt der Fremden nderen Großstädten der übrigen Länder. starken Wachstum des Fremdenverkehrs Hotelgewerbe sich neue Aufgaben gees das Eden- Hotel in Berlin, das auf zu einem der hervorragendsten Werke zu entwickeln. Das Eden- Hotel, der tschlands, in der besten Lage im Westen Zoologischen Garten, hat besonders unnicht nur die stärkste Aufmerksamkeit als ondern auch weitgehendste Beliebtheit Berliner Gesellschaft dadurch gewonnen, estaurationssälen jede Unterhaltung ge* in Heil- Bädern und-Anstalten. r Balneologiſchen Geſellſchaft in Berlin turen in Heilbädern und Heilanstalten meinen Beliebtheit, da bei ihnen di zerordentlich mäßig gehalten sind. Margarete eine zweite Frühlingszeit. J e die Tochter Sybille wieder; und von 5 listige, unwahre, berechnende Wesen inter seinen Enkelkindern. Das Gold Schein, über das sich soviel Geröll der Heeger erlebten noch, daß die Ingel Holzhausen zusammenbrach. Als die rg ausſtarb und ihr Erbe an Hessender Landgraf Wilhelm der Achte seine if Holzhausen geltend. er erklären,„ gehören mir vom Dorf gehört euch, Herr Freiherr, zu Unärze und Tinte und Juristenliſt wur Landgraf aber besetzte einfach Holzder stärkere Mann! Zwar ging das on 1741 bis 1764, aber das Ergebnis rde mit Geld abgefunden, der Landgraf jezt meine Geschichte schließen, aber ite! unterschlagen, das Gott selbst nach üge.-- her Gewalt und List war in Holzhausen errichtet worden. Und deren Kirche erbaut und bestellt, troß des Wider von Hessen- Homburg.- aber wirkte hundert Jahre später die liche Vergeltung. Jahren des neunzehnten Jahrhunderts junger katholischer Kaplan, Josef Förderung des Mineralstoffwechsels durch Klimakuren. et= Diese A.D.B. Die wissenschaftliche Forschung hat die Kenntnis von der Bedeutung der Mineralfalze für den Aufbau des menschlichen Körpers wesentlich gefördert. Das hat zu der irrigen Auffassung geführt, daß man den Mineralstoffwechsel dadurch fördert, daß man einfach die als nüglich und wertvoll kannten Mineralfalze als Heilmittel einnehmen läßt. Grundlage für mitunter etwas laut angepriesene moderne Nährsalze hat sich als recht schwankend erwiesen. So einfach sind die Stoffwechselvorgänge innerhalb des Körpers nicht. Die durch den Mund eingeführten Mineralsalze werden nicht immer den Geweben und Organen des Körpers zügeleitet, sondern sie verlaffen vielfach ungenutzt den Darm. Das wäre das fleinere Uebel. Aber vielfach fammen sie auch auf dem Wege der Nieren zur Ausscheidung, wobei sie schwere Erkrankungen dieses empfindlichen Organs verursachen fönnen. Auf diese Tatsache wurde in dem Kolberger Lehrgang über Wohlfahrtspflege von Prof. Dr. Straub Greifswald hingewiesen, zugleich aber auch festge= stellt, daß eine außerordentlich günstige Verschiebung der Mineralfalze innerhalb des Organismus im Sinne einer För derung des Mineralstoffwechsels durch sorgsam ausgewählte tlimatische Kuren erzielt wird. So erklärt sich auch die günstige Einwirkung flimatischer Kuren, auf die englische Krankheit durch durch eine Förderung des Kaltstoffwechsels. Gute Beschichung der Kölner technischen Messe. Der für die Kölner technische Messe in diesem Herbst( 12. bis 17. September) vorgesehene Ausstellungsraum ist bereits voll belegt. Außer den beiden Sonderfachausstellungen Fließarbeit“ und„, Lichtwirtschaft" verdient die Gruppe„ Hochspannung" noch besonders hervorgehoben zu werden. Die Studiengesellschaft für die Schnellbahn Köln- Dortmund wird mit ihren Projekten für die geplante Bahnanlage zum erstenmal vor die breite Oeffentlichkeit treten. Im übrigen umschließt die technische Messe, alle die Gebiete der Technik, die für das westdeutsche Industriegebiet besonders charakteristisch sind. U. a werden diesmal verschiedene große Brüdenbauunternehmungen mit zum Teil umfangreichen Ausstellungen in den Vordergrund treten. Die fachliche Höhe der Kölner technischen Messe wird am besten durch einige Namen der beteiligten Firmen gekennzeichnet wie Krupp, Vereinigte Stahlwerte, Humboldt, Motorenfabrik Deuz, Felten u. Guilleaume, Maschinenfabrik AugsburgNürnberg, Junters, Jucho, Flender, Klönne, Mauser usw. Lokales. Sonntagsgedanken. Einem jeden Menschen gab sein Schöpfer ein feines Instrument mit hellen Silbersaiten. Vielen sind die Saiten schon gebrochen, dumpf flingt ihnen die Harfe. Nur wenige vermögen die hellen Saiten anzuschlagen. Von der Freude will ich heute reden. Unsere Sehnsucht verlangt nach ihr. Aber nur selten fommt sie, denn unsere Tage, bringen soviel Traurigfeit mit Sorgen um das tägliche Brot, Elend im Lande, Unglüd auf allen Straßen und Wegen. Und wenn die Freude wirklich kommt, dann ist sie selten ganz rein. Weil wir ängstlich umschauen, ob nicht hinter ihr schon wieder die Traurigkeit steht. Das tägliche Leben lehrt es uns doch, daß reine Freude kurz und selten ist. Die Freude ist ein Gottesgeschenk. Wer es war und echt in sich trägt, der weiß, daß die Freude von Gott geschenkt nicht trughaft ist, sondern den Besitzer wahrhaft glüdlich macht. Aber nur der wird diesen Besitzstand wahren, der so groß und stark ist, daß ihm all das, was der menschliche Alltag bringt, gering und klein erscheint, der seinen Blick über diesen Tag hinaus in die Fernen der Ewigkeit lenkt, der aufrecht an den Kleinig= Helferich. Er hielt biblische Predigten, er legte die Briefe des Apostels Paulus aus, und es entstand eine weite Bewegung der Geister, der auch die Protestanten der Gegend sich nicht ent= ziehen konnten. Da wurde im März 1835 der junge Stürmer nach Mainz zu seinem Erzbischof befohlen. Und man prüfte ihn dort auf Herz und Nieren! Und er, der glaubte, untadelig zu sein, wurde des Verbrechens überführt, keine Mariäpredigten gehalten, ja jogar die lutherische Bibel gebraucht zu haben. Man sette ihn ab. Siehe, da erklärte sich eine große Anzahl seiner dankbaren Anhänger für ihn, und am 24. Mai 1835 traten 48 Glieder der katholischen Gemeinde Holzhausens mit ihrem Pfarrer zum evangelischen Glauben über. Acht evangelische, zwei katholische Geistliche nahmen damals an der Feier teil, die von fünftausend Christen der Gegend bejucht war. ..Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht wandeln in Finsternis, sondern das Licht des Lebens haben." Darüber wurde damals die Festpredigt gehalten.,, Wer mir nachfolgt, wer mich bekennet," ach, wenn damit Ernst gemacht würde, daß wir Ihm gleich werden wollten an Gottinnigkeit und Gehorsam, in Liebe und Geduld, in der Weitherzigkeit, die uns den ungläubigen" Samariter im Gleichnis als Vorbild aufstellte und in dem heldischen Glauben, der in der trägen Masse eine große Ernte" sah. Mir fällt immer die schwere Verantwortung aufs Herz, wenn ich im Geist Jesum sehe im Kreise der Engel und Seligen, umglänzt von der Strahlenfülle der Ewigkeit, und er will mich auch bekennen, will meinen Namen nennen und die Bedingung lautet: ,, Wer mich bekennet!" ,, Gießener Zeitung" keiten dieser gedankenlosen Welt vorübergeht und das nicht steht, was die Alltagsmenschen begaffen und worüber sie stun benlang reben können. Die Freude als Gottesgeschenk wird uns nicht in den Schoß gelegt; ohne unser Zutun verschenkt ein Herrgott nicht seine Gaben. Wer aber seine Herzenstammer von allem Staub des Alltags reinigt, wer seine Gewissensuhr stets pünktlich aufzieht und nie den Wahrnungsschlag überhört, wer sein Wegziel über diese Erde hinaus steckt, dem stellt auch sein Gott in seine Herzenstammer die Freude als Geschenk und er ist reich. Seine Augen leuchten, weil sie nur mehr das Schöne sehen. Waldfried. * Berjonalien. Der Institutsgehilfe Georg Bayer am hygienischen Institut der Landesuniversität ist in den Ruhestand verseht worden. Heilstätte für Nerventrante. Der Anstaltsarzt Dr. Wilh Bausch von hier wurde mit der Amtsbezeichnung Medizinalrat" zum leitenden Arzt unserer Anstalt mit Wirkung vom 1. August 1926 ernannt. Neu ausgestellt! Der dem Polizeiwachtmeister Peter Martert zu Gießen ausgestellte Personalausweis ist verloren gegangen und wird deshalb für ungültig erklärt. Das Polizeiamt Gießen hat demselben einen neuen Polizeiausweis, der die Nummer 24 trägt, ausgestellt. Aufgehoben ist die Sperrung des Schiffenbergerwegs zwischem dem Erdkauterweg und dem Privatweg zwischen den Fabriken von Bänniger und Gail, weil die Walzarbeiten im Schiffenbergerweg zwischen Erdkauterweg und der Privatstraße zwischen den Fabriken von Bänninger und Gail beendet sind. * Neubefestigung der Rodheimerstraße. Wegen Neube festigung wird hiermit die Rodheimerstraße zwischen Schützenstraße und Krofdorferstraße bis auf weiteres für jeglichen Fahr: verkehr gesperrt. Die unterm 21. ds. Mts. erlassene Sperrung der halben Fahrbahn der Rodheimerstraße wird hiermit wieder aufgehoben. Der Verkehr von Gießen nach Heuchelheim und umgelehrt wird um den Schlachthof umgeleitet. Der Verkehr Don Gießen nach Krofdorf, bezw. Krofdorf Gießen findet durch den Verbindungsweg Krofdorferstraße Schützenstraße statt. * Straßensperre. Die Kreisstraßenstrede„ Lang- Göns Kirchgöns" wird vom 30. August ds. Js. ab wegen Ausführung von Kleinpflasterarbeiten für den Fuhrwerks- und Autoverkehr gesperrt. Der Durchgangsverkehr wird von Lang- Göns über Niederkleen nach Pohl- Göns oder über Holzheim- GambachButzbach geleitet. Die aufgestellten Warnungstafeln sind zu beachten und den Anordnungen der Straßenbaubeamten Folge zu leisten. Die Straßensperre„ Klein- Linden- Dudenhofen“ inzwischen aufgehoben worden. ist Der Gegen eine Aenderung der Fernsprechgebühren. Reichsverband des deutschen Handwerks hat in einer Eingabe an den Reichspostminister gegen eine beabsichtigte Aenderung der Fernsprechgebühren Verwahrung eingelegt. Die Wiedereinführung einer Grundgebühr würde neben einer starken Erhöhung der bisherigen Kosten eine erhebliche Belastung der Wenigsprecher mit sich bringen und zu einer verstärkten Aufgabe von Fernsprechanschlüssen führen. * Ein schwerer Autounfall. In den gestrigen Vormittagsstunden geriet der Personenwagen des Herrn Dr. St., der mehreren in schnellem Tempo entgegenkommenden Radfahrern ausweichen wollte, auf den Bürgersteig und erfaßte dabei den an der vorbeiführenden Gartenmauer beschäftigten 57 Jahre alten Weißbinder Heinrich Kutscher aus Hattenrod. Er wurde gegen die Mauer gebrüdt und mit schweren Verlegungen in die Chirurgische Klinik gebracht, wo er, nachdem ihm das rechte Bein abgenommen werden mußte, nachmittags 4 Uhr seinen Verlegungen erlag. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt. * Zur Unterschlagung des Reflamechefs des„ Gießener Anzeigers". Der seit kurzer Zeit für den Anzeigenteil des„ GieBener Anzeigers" verantwortlich zeichnende Kaufmann Hans Juest el ist von einer Beurlaubung nicht zurückgekehrt. Die Untersuchung ergab, daß er 10 000 Mart unterschlagen hatte und mit diesem Betrag sowie mit dem Schedbuch der Firma flüchtig gegangen ist. Hessen in Berlin. In Berlin hat sich eine Hessen- Vereinigung gebildet, die die zahlreichen in Berlin und Umgegend ansässigen Hessen in zwanglosen und regelmäßigen Zusammenfünften einander näher bringen und die Liebe zur Heimat pfle gen will. In der am 10. August stattgehabten, von Ministerialrat Prof. Maurer geleiteten Gründungsversammlung überCharakterbildung durch den Sport. Es bedeutet keine Ueberschätzung des Sports, seine charakterbildenden Momente anzuerkennen, wie es eben feine leere Phrase ist, daß der Sport, sportlicher Wettkampf, den Charakter bildet. Denn was verlangt der Sport? Er setzt nicht nur förperliche Fähigkeit voraus; es bedarf heute keines großen Aufwandes an überzeugenden Tatsachen mehr, um diese Anerkennung zu er langen. Der Charakter als Summe der Eigenschaften eines Menschen nicht nur in geistiger und moralischer, sondern auch der rein törperlichen erfährt eine Stärkung, Durchbildung in der Durchbildung der einzelnen Eigenschaften. Und die Ausübung irgendeiner Sportart erfordert die Betätigung dieser Eigenschaften. Nimmt man als Beispiel etwa den so verbreiteten Fußballsport: er beansprucht die förperlichen Fähigkeiten, also die physische Stärke, die Schnelligkeit, die Ausdauer des Fußballspielers, jetzt aber, wenn es sich tatsächlich um eine planmäßige Ausübung dieses Sportes handelt, auch geistige Fähigkeiten voraus, die Gabe der schnellen Auffassung und Anpassung, die Möglichkeit, durch einen schnell erfundenen Trid den Gegner zu täuschen, die Situation auszunügen; verlangt Mut, auch in einer bedrohlichen Lage sich nicht zurüdzuziehen, sondern tapfer dazwischen zu gehen, wenn es auch einen schmerzhaften Puff, eventuell sogar eine Verlegung geben kann. Und schließlich birgt insbesondere der Mannschaftssport Vorteile in sozialer Hinsicht, erzieht zum Gefühl der Gemeinschaft und Kameradschaftlichkeit, der Einordnung. Es ist tein Gegenargument, wenn nun nicht jeder Fußballspieler ein geistig und moralisch hochstehender Mensch ist. Die sportliche ErziehungsNr. 35. brachte Schauspieler Göbel vom Hessischen Landestheater u. a. Grüße von Bienchen- Bimmbernell und trug deren neuestes Gedicht„ Kinstliche Kinner" vor. Es gab viel Wiedersehens freude zwischen Landsleuten, die sich zum Teil seit Jahren nicht gesehen hatten, obgleich sie in der Riesenstadt dicht bei einander wohnten, ohne davon zu wissen. Man fann es nur lebhaft de grüßen, daß endlich ein verbindendes Glied geschaffen ist, welches die vom Schicksal nach der Reichshauptstadt geführten Hessen zusammenhalten und dafür sorgen will, daß sie ihrer schönen Heimat und hessischer Art nicht allzu rasch entfremdet werden. Die Hessen- Vereinigung ist bestrebt, alle hessischen Landesfinder in Berlin ohne Unterschied zu umfassen und bittet deshalb diejenigen unserer Leser, welche Bekannte oder Angehörige in Berlin haben, diese von der Gründung der Vereinigung zu benachrichtigen und sie zu veranlassen, ihre Adresse an Ministerialamtmann Kriegbaum, Berlin- Halensee, JohannGeorgstr. 12, mitzuteilen. Sie werden dann regelmäßig Ein ladungen zu den Hessen- Abenden erhalten. Gießener Schützenverein. Mitte August veranstaltete der Schützenverein sein jährlich wiederkehrendes Schützenfest ver bunden mit Preisschießen im Schützenhaus und auf seinen Schießständen. Die Beteiligung der Mitglieder und der auswärtigen Schützen war gut. Am Samstag wurde die Feier mit einem Kommers eröffnet. Am Sonntag wurde das Schießen vormittags mit einem Wettstreit der Jungschügenabteilung begonnen und nachmittags durch die Schützen aufgenommen. Mon= tags wurde das Schießen fleißig fortgesetzt. Während der Mit tagspause fand ein gemeinsames Essen in den Räumen des Schützenhauses statt. Der erste Schützenmeister Ph. Nicolaus begrüßte hier die Vertreter der auswärtigen Vereine und die erschienenen Gäste. Er wies auf die Bedeutung und den Ern des Schützenwesens hin, in seiner Pflege guten vaterländischen Geistes, herzlicher Schützenbrüderlichkeit und der sich daraus ergebenden Einigkeit zum Wohle des deutschen Vaterlandes. Bei der Preisverteilung am Abend konnte der erste Schützenmeister auf die ganz hervorragenden Resultate, die erzielt wurden, hin= gewiesen, als Zeichen dafür, daß dem Schießsport mit ernstem Eifer nachgegangen wird. An die Preisverteilung schloß sich ein gemütliches Zusammensein an, das die Schüßen mit Damen und Gästen bei bester Stimmung lange zusammenhielt. Besonders unterstützt wurde die Feier durch vortreffliche Vorträge von Frl. L. Weeg und Kurt Richter. Die Resultate des Schießens waren folgende: Ehrenscheibe, 175 Meter Freihand: 1. Chr. Weeg Gießen, 20 R., 2. Wagner- Krosdorf, 19 R., 3. Zeller Gie Ben, 18 R., 4. Georg- Gießen, 16 R., 5. Möhl- Gießen, 16 R. 300 Meter, Freihand, Meisterscheibe: 1. H. Sauer- Gießen, 53 Ringe, 2. Chr. Weeg- Gießen, 51 R., 3. R. Fabre- Bad Homburg. 51 R. 175 Meter, Freihand, Meisterscheibe: 1. R. Fabre- Bad Homburg, 55 R., 2. H. Mangelsdorf- Gießen, 54 R., 3. Chr. Fay- Bad Homburg, 52 R. 100 Meter, aufgelegt, Meisterscheibe: 1. Enders- Laubach, 35 R., 2. H. Sauer- Gießen, 35 R., 3. Sch. Appel- Gießen, 34 R. Jagdscheibe, 60 Meter laufend. Keiler: 1. Aug. Pascoe Dudenhofen, 32 R., 2. Gg. Appel- Gießen, 31 R., 3. Friedr. Pascoe- Gießen, 31 R. Jungschützen- Abteilung: A. 15 Schuß( ie 5 Schutz stehend, kniend und liegend, Freihand): 1. Stahl mit 138 Ringen. 2. Silgardt mit 134 R., 3. Fischbach mit 120 R. B. Beste Leistung bei 5 Schuß: Stahl 45 R. stehend, Hilgardt 53 R. Iniend freihändig, Schirmer 54 R. liegend freihändig. Die beste Gesamtleistung bei 45 Schuß erreichte Hilgardt mit 396 Ringen, das sind im Durchschnitt 9 Hinge pro Schuß. Diese und alle übrigen Jungschützen wurden mit Ehrenpreisen bedacht. Das allgemeine Interesse für das Schießen hatte sich durch großzügige Stiftungen kundgetan. - * Stadttheater. Dienstag, den 31. August, Anfang 8 Uhr, wird die Erstaufführung des Schwantes„ O diese Bubiköpse!" von Kurt Kraatz und Max Neal gegeben. Ausgeführt vom Kur theater Bad Nauheim. Das Stüd erzielte bei seiner Erstaufführung in Bad Nauheim einen großartigen Erfolg. * V. H. C. Am Freitag, den 3. September findet in der Gastwirtschaft Hopfeld" eine Außerordentliche Hauptversammlung und am Samstag, den 4. Sept., abends 8,30 Uhr, im Saalbau Sauer ein Geselliges Zusammensein mit dem V. H.C. Darmstadt statt. * Vom hessischen Tierschugverein. Der Tierschutzverein für Hessen wird seine diesjährige Hauptversammlung am 13. September in Bingen abhalten. Die Tagesordnung bietet außer den geschäftlichen Gegenständen einen Vortrag mit anschließender Aussprache über ein Thema aus dem Gebiete des Naturschutzes, insbesondere des Vogelschutzes. arbeit tann naturgemäß nur insoweit einsetzen, als diese ganz gleich ob physische, geistige oder moralische Eigenschaft in geringerem oder größerem Maße vorhanden ist, und tann in diesem Stadium beginnen, sie auszubilden. Vermag doch auch eine persönliche Erziehung einen Menschen, wie er sich aus der Summe seiner Anlagen und Eigenschaften ergibt, nicht vollkommen umzumodeln, sondern nur hier stärkend, dort mildernd zu beeinflussen. Diese Beeinflussung übt auf seinem Gebiet auch der Sport. Und er fann sie das soll nicht verschwiegen werden- auch in negativer Hinsicht üben. Doch ergibt eine objeftive Betrachtung, daß sich diese negativen Wirkungen sicher zum Teil leicht vermeiden lassen, wenn die persönliche Beeinflussung, die ja immer an erster Stelle als Fattor zur Weiterbildung des Menschen stehen wird, hier früh genug und in rechter Weise eingreift. * Die Energieleistung im sportlichen Wettkampf. Der sportliche Wettkampf, der die Höchstleistung bringt, er: fordert nicht nur förperliche Fähigkeiten, wie ja sportliche Be tätigung Gport hier besonders betont mit der Tendenz zur Höchstleistung des einzelnen verstanden I nicht allein das Befinden und die Ausbildung des Körpers beeinflußt. Natürlich setzt die sportliche Leistung förperliches Können voraus, stellt an den Körper wesentliche Anforderungen hinsichtlich der rein phyfischen Stärke, der Ausdauer, soweit diese im Körperlichen begründet ist. Ein wesentliches Erfordernis zur Erreichung sportlicher Höchstleistung, die ein völliges Ausgeben des ganzen Könnens verlangt, ist jedoc Sonnabend, den 28. August 1926. Aus Nah und Fern. * Lauter( Kr. Gießen). Hier hat die Maul- und Klauenjeuche weiter um sich gegriffen und ist der gebildete Sperrbezirf auf den ganzen Ort und die Gemartung ausgedehnt worden. Darmstadt, 23. Auguft. Am 21. und 22. Auguft hatte Schwegingen sein Festgewand angelegt, denn der Jung- Odenwaldklub feierte in seinen Mauern seinen dritten Jahrestag und die gesamte Einwohnerschaft Schwetzingens nahm in freudiger Anteilnahme an dem Fest der jungen Wanderer teil. Fahnen und Blumen, flatternde Wimpel, Wanderlieder und Lautenflang und der Gleichtritt der anmarschierenden Jugendgruppen gaben dem Städtchen ein besonderes Gepräge. Wohl 800 Jugendwanderer mögen es gewesen sein, die schon Samstags antamen. Der Abend fand eine nach Tausenden zählende Menge in der sogenannten ,, Wildnis" verjammelt. Die hessische Regierung war durch Herrn Direktor Hassinger Darmstadt vertreten. Für den Verband Deutscher Jugendherbergen nahm der Geschäftsführer des Zweigausschusses Südhessen, Herr BrambachDarmstadt an der Tagung teil. Der Vogelsberger Höhenklub hatte ebenfalls Vertreter entsandt. Paratyphus in Offenbach a. M. Das Batteriologische Institut der Landesuniversität Gießen gibt nunmehr das Ergebnis seiner Untersuchungen über die Ursache der nach dem Genuß von Speiseeis eingetretenen Massenertranfungen in Offenbach bekannt. Es handelt sich um Paratyphusbazillen, die in sehr kräftigen Stämmen in den Ausscheidungen der Erfranften festgestellt wurden. Offenbach. In dem an den Frantfurter Stadtwald angrenzenden hessischen Waldgebiet breitet sich noch ein weites Moorgebiet aus, das den Naturfreunden unter dem Namen„ Der Henster" bekannt ist. Dieses an Naturseltenheiten überreiche Gebiet wäre dem Untergang geweiht gewesen, wenn sich der Offenbacher Berein für Naturpflege dieser Moorlandschaft nicht in emergischer Weise angenommen hätte. Er verstand es, die hessische Regierung für die Erhaltung des Hengsters zu interessieren. Mainz, 27. Auguft. Freitagnachmittag starb plötzlich der Geheime Kommerzienrat Dr. Franz Bamberger in Mainz, der sowohl in dem Mainzer Musitleben wie auch in der Mainzer Geschäftswelt eine hervorragende Rolle gespielt hat. Der Verstorbene, der im 71. Lebensjahr stand, war Vorsitzender der Mainzer Handelskammer und Aufsichtsratsmitglied von einer ganzen Reihe Gesellschaften von Mainz und Rheingau, so u. a. der Hessischen Landes- Hypothekenbant in Darmstadt und der Disconto Gesellschaft in Berlin. Bingen, 26. August. Minister v. Brentano besuchte Lorch und die Lorcher Inseln. In Lorch wurde der Minister von Herrn Landrat Mühens Rüdesheim, von Herr Professor Wa ch sowie Vertretern der Gemeinden Lorch und Niederheimbach begrüßt. Professor W a ch erläuterte an Hand der im Lorcher Rathaus aufgestellten Modelle das Projekt. Der hessische Innen11 Gießener Zeitung" minister sprach sich außerordentlich beifällig über den Gedanken und seine fünstlerische Gestalt aus und sicherte weitestgehende Förderung zu. Weglar. Die Stadt Weglar hat das in der Nähe von Albs= hausen gelegene frühere Dr. Roth'sche Befigtum für 49 000 Mt. erworben. Zu dem Besitztum gehört außer einem sehr geräumigen Landhaus, einem Försterhaus und verschiedenen Wirtschaftsgebäuden noch eine größere Zahl Landparzellen. Das Besitztum joll nunmehr zu einem Kindererholungsheim eingerichtet werden. Limburg. Sonntag, 29. September ds. Js., findet in Limburg a. L. eine Wiedersehensfeier des Res- Inf- Regts. 87 statt. Anmeldungen und Auskunft durch Bell, Holzheimerstraße 14, in Limburg a. L. Dillenburg. Hier fand eine Tagung des Berbandes HessenNassauischer Industrie- und Handelskammern statt, die sich in eingehender Aussprache mit der Frage der staatlichen und kommuna len Kreditaktion für den Mittelstand befaßte. In der Aussprache wurde hervorgehoben, daß diese Kreditaktion vollständig versagt habe. Die zur Verfügung gestellten Beträge hätten bei weitem nicht ausgereicht und die Kredite seien auch nicht immer in die richtigen Hände gekommen, so daß durch die ganze Aktion nur eine große Unzufriedenheit ausgelöst worden sei. Die Versammlung sprach sich schließlich gegen die staatliche Kreditattion für die kleinere und mittlere Industrie aus. Frankfurt a. M., 23. August. Der Schriftleiter der nationalsozialistischen Zeitung, W. Hinze, wurde Montag Nacht am Deutschherrntai schwerverletzt aufgefunden., Wie verlautet, wurde Hinge durch Kommunisten überfallen. Frankfurt a. M. Bei den Auszeichnungen der Deutschen Photographischen Ausstellung erhielten u. a. in der Gruppe photographischer Industrie den Ehrenpreis des Reichspräsidenten Ernst Leiz, Optische Werke Weglar, für fortschrittliche und grundlegende Leistungen auf optisch- photogr. und finotechn. Gebiete; Medaille der Stadt Frankfurt: Trapp u. Münth, A.- G, Friedberg; Silberne Medaille des C.-B. Deutscher Photogr. Vereine und Innungen: Meteor, Lampenges. m. 6, 5., vorm. Schmed, Siegen. Von der Faser zum Gewebe. Frankfurt a. M., 27. 8. In der Festhalle zu Fankfurt a. Di. wird, wie schon befannt, vom 21. September bis 10. Oktober d. J. eine großangelegte Ausstellung stattfinden, deren Zwed es iſt. die Erzeugung von Textilien praktisch vorzuführen. Die Vorbereitungen gestatten festzustellen, daß auf der Ausstellung ,, Bon der Faser zum Gewebe" die Verarbeitung von Baumwolle und Wolle vom Rohstoff bis zum fertigen Textilerzeugnis lückenlos gezeigt werden wird. Führende wissenschaftliche Institute sind am Aufbau der Ausstellung„ Von der Faser zum Gewebe" beteiligt und mit interessanten Gruppen von Rohstoffen wie fertigen Erzeugnissen vertreten. Es dürfte bislang keine Schau in dem Umfang und so planmäßig, wie es in Frankfurt der Fall sein wird, die Möglichkeit geboten haben, sich über den Stand der maschinellen Textilindustrie zu informieren. In einem neuzeitlich angelegten Kino werden interessante Fabrikations- und Nr. 35. Wertfilme gezeigt werden. Die Abhaltung von Vortrags- und Unterrichtstursen ist gesichert. Anfragen werden durch die Ausstellungsleitung( Saus Offenbach) bereitwilligit beantwortet. Bad Homburg v. d. H. Es gibt wohl kaum eine Strede, wo der Personen- und Güterverkehr in gleich großem Umfang von der Eisenbahn wieder auf die Landstraße abgewandert ist, wie auf der Linie Frankfurt- Bad Homburg. Freilich hat sich das Straßennet den neuen Anforderungen des Kraftwagender= fehrs bisher in feiner Weise angepakt. Nun hat Homburg den Anfang gemacht, indem die städtischen Körperschaften beschlossen haben, vom Eingang der Stadt( am Rondell) an eine Um= gehungsstraße zur Saalburgchaussee anzulegen. 10 000 Mart Strafe wegen Steuerhinterziehung. Hanau. Wegen Umsatz- und Einkommensteuerhinterziehung hatte sich der 40jährige Kolonialwarenhändler Kurt W. aus Gelnhausen vor dem hiesigen Schöffengericht zu verantworten. Der Angeklagte hatte insgesamt 18 925 Mart an Steuern zu wenig gezahlt, zu deren Nachzahlung er verpflichtet wurde. Das Gericht verurteilte ihn wegen vorsäglicher Steuerhinterziehung zu 10 000 Mart Geldstrafe. Miltenberg. Die Jnangriffnahme der Bauarbeiten für die Maintanalisation zunächst für die Staustufe Kleinwallstadt, bringt lebhafte Geschäftstätigkeit in die Steinindustrie des Untermaingebietes. Kassel. Die preußische Staatsregierung erwägt die Zujammenlegung des O.-L.-G. Kassel mit dem D.-L.-G. Frankfurt, ein Plan, der in Ersparnisgründen seinen Ursprung hat und von Kassel natürlich scharf bekämpft wird. 39. Jahrg. Gi Crieint: Ga Bezugspreis 40 Pfg. mone Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- F dung nicht verlangter Manuft Der Nürnberger Tag der deutschen Mit größter Spannung wurde vo in Nürnberg der Verlauf des für d festen Ehrentages für die alte deut Während des Sonnabends war durch den fast ununterbrochenen Einzug der von auswärts eint gekennzeichnet. Bunt war das G die zahlreichen aus dem Hochland ihrer Heimattracht und mit ihren Am Sonnabendabend wurden Stadt Begrüßungsfeiern gehalten. Festhalle im Luitpoldhain, wo G Nationalverband deutscher Offizier juhte auch Kronprinz Rupprecht Ehrengästen; man sah u. a. Prinz marshall Mackensen, die Genera Ginem, die Generale von Fra nale von Schröder und Scheer. des alten Heeres und gab dem Wu der alten Armee und der Geist der gefühls auch die deutsche Jugend du Zukunft des deutschen Volkes ruhe. noch Prinz Oskar von Preußen zug der, Generalfeldmarschall von Mack vaterländischen Verbände in Bayer major von der Golz. Als General gesprochen hatte, stimmte die Festve Kassel. Vor dem Großen Schöffengericht in Kassel enthüllte eine Verhandlung das furchtbare Martyrium eines armen Kin des. Angeklagt war die Ehefrau Christine Böhling aus Welle rade wegen fortgesetzter Mißhandlung ihres schwächlichen 6jährigen Stieftöchterchens. Durch Zeugenaussage wurde festgestellt, daß die Angeklagte das Kind so schlug, daß es aus dem Munde blutete. Als die Mißhandlungen sich wiederholten und im Dorfe allgemein bekannt wurden, forderte man den Landjäger zu einer Untersuchung auf. Dieser fand das Kind in einem bejammerns werten Zustand. Arme und Beine waren schwarz angelaufen, blutunterlaufene Striemen auf dem ganzen Körper legten Zeugnis von einer unmenschlichen Behandlung ab. Der Sachver ständige, der das Kind untersuchte, war erschüttert von dem Anblid. Für ihre bestialische Tat wurde die Angeklagte zu neun Monaten verurteilt. Geschäftliches. Das Herdscheuern ist eine schwierige und meist nicht gern ge übte Beschäftigung. Um diese täglich notwendige Arbeit leicht und mühelos zu bewältigen, nimmt man das bekannte Put- und Scheuermittel Ata zu Hilfe und hat in überraschend kurzer Zeit eine blanke Herdplatte. Verantwortlich: Christian Klein in Gießen. Cilers- Añblun m ZIGARETTEN FABRIK.Dulse DRESDEN- ALTST. 16 Achtung! Achtung! Das Günstiger Autokauf Universal- ReichsstenerErbteilungshalber ein fabrikneuer 10 PS offener Wagen, 6 sitzig, erste deutsche Marke, preiswert gegen Kasse abzugeben. Interess. wollen unter Nr. G. 1190 der Geschäftsstelle der Giessener Zeitung in Giessen, Südanlage 21 ihre Adresse angeben. 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M., approbierter Arzt, schreibt: Es ist mir ein Vergnügen, Ihnen mitteilen zu können, daß ich gerade bei schweren Brüchen durch Ihre BehandlungsMethode Erfolg erzielt habe, die ich selbst früher nie für mög lich hielt. Auch bei meinen Kollegen erregten diese Erfolge Aufsehen und waren nicht zu widerlegen. Zeugnis- Auszüge: Dem Hermes" Aerztlichen Institut für orthopädische Bruchbehandlung, Hamburg, bestätige ich, daß mein Bruchleiden durch Ihre Methode jeit fünf Jahren vollständig geheilt ist. Ich kann jetzt jede Arbeit ohne Beschwerden verrichten. Christian Veniẞ, Konstanz. Ferner: Das Bruchband trage ich nicht mehr. I chlann Ihre Methode jedem, der mit einem Bruch behaftet ist, nur empfehlen. 6. Bertram, Oschersleben. Ferner: Nochmals vielen Dant, bin jetzt vollständig geheilt. M. B. Wettelbrunn. Ferner: Bestätige Ihnen hiermit, daß der Bruch meines Sohnes seit 6 Jahren vollständig geheilt ist. Auguft. Popp, Cadenberge. 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Auf Kronprinzen und die übrigen ho errichtet, an dem der Festzug über während in der sonnentlaren Luft wie am Tage vorher durc Erinnerung an die Ruhmestater Weltfriege. Eine genaue Zählung ergab rund 22 000 Fest rund 1100 Fahnen und Banner etwa 20 Trommlerkorps, 92 Aut hobener Stimmung zerstreute sich Dieses Festzuges die vaterländisch mit den auswärtigen Gästen zus nachmittag in Erinnerung an di Sedan und an Tannenberg, noch leben. Eine Festvorstellung im * den Meistersingern von Nürnberg Schillers Wilhelm Tell" beschl denktag Nürnbergs 1926. Große Anfrage der Deutschn Landt Die deutschnationale Fro tag folgende Große Anfrage fajt täglich vorkommenden tommunistischer Anhänger f rung, was sie zu tun geden Preußen wieder herzustellen Loderung der Wohnungszw * In Durchführung eines dem Vorgehen einzelner Lä Bayern durch eine erschiene über Maßnahmen gegen den Mieterichuz und Mietzinsbil Reform der Wohnungszwa worden. * Um Eupen un Ueber die Rüdgabe von legter Zeit viel in den Zei amtliche Erklärung der deu ben wirklichen Tatbestand a When deutschen und belgischer Der längerer Zeit Besprech die fich auf eine deutsche nationalen Plänen zur Sich rung bezogen. Ohne daß es Initiative bedurft hätte, ist örtert worden, ob nicht die deutsch- belgisches Zusammeng