Nr. 8. 9. Jahrg. flichkeit des Herzens. Neu bearbeitet von Benfeld unter dem Titel„ Der moderm ei dieses in mehrfarbigem Biedermeierban mpfohlen. Es eignet sich auch als Geschen Menschen. 214 Seiten. Gebunden 3.m Möller, Oranienburg. ich: Christian Klein in Gießen. d sicherer als alle neuen Mittel witli bas auersche Hühneraugenmittel, im Handel. Kein Bilaster! Preis 80 Bis Nur echt mit der Aufschrift enapotheke, Berlin 24, Friedrichstr. 160. Den größeren Apotheken und Drogerien. 1 ränken! ang ma! llen Bevölkerungskreisen deshalb in der Achtung! Alle vorkommenden achdeckerarbeiten le Neubauten aller Art werden mpt und billig ausgeführt. Gehöre keiner einigung an. Samstag, den 27. Februar 1926. Nr. 9. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. ( Neueste Nachrichten) edaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdnbung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Sonntagsgedanken. Golden ging die Sonne im Osten auf und lachte über Berge nb Täler. Sie tüßte den Morgen wach, der voll Freude aufand und sein schönstes Sonntagskleid anzog. Wie eine junge laid im Feftgewand war er und wedte dann Gräser und Blulen und die Vöglein im Walde. Nicht lange aber währte diese Sonntagspracht. Schwarze Wolfen zogen im Westen auf scho en fich gegen die Sonne und stellten sich vor ihr Licht. Und in Grollen begann in den Wolfenbergen, ein Blitzen und Juden und dann fam der Wind und hinter ihm her der Sturm. Ille Morgenpracht verschwand, ängstlich huschten die Vögel unter as schüßende Blätterdach, Gräser zitterten, Bäume rauschten ind der Wald jang ein schauriges Sturmlied. Und dann be jann ein Aechzen und Krachen, ein Heulen und Toben. Und er Sturm sprang durch das Geäst der Bäume, riß Schwächinge wie Salme aus dem Boden, jagte durch die Dorfstraße und die Gassen der Stadt und riß in den Gärten Blätter und Blüten vom Geäft. Es war, als führte der Sturm alle zertörenden Elemente aus der Natur zum Kampfe gegen das Beben, als hieße ihr Schlachtenruf: Nieder mit allem, was norsch und schwach und krank ist. Warum schreibe ich heute zum Sonntag vom Sturm und pom Grauen und Tod? Ich war draußen im Walde, sah die Sonne, wie sie die obersten Bergspitzen füßte und den Morgen im Tale wedte, jah ben Sturm fommen und seinen Kampf führen gegen alles Ungesunde und dachte darüber nach, warum das so sein me. So ist es auch im Leben. Im Walde hielten die Bäume stand, die gesund waren und sich mit ihren Wurzeln im Erdreich faffen konnten und nich oberflächlich sich oben festhielten. Der Sturm bricht nur diese Oberflächlichen, die Leichtfertigen und Lauen. Und der gleiche Sturm, der hier zerstört, stärkt die Kräftigen und Gesunden, die Tiefgründigen und Ganzen. Stürme sind im Leben die großen Prüfungen, denen nur der standhalten kann, dem Zeit Ewigkeit ist, der selbst das Kranthafte abstößt und kein Grauen empfindet vor den Stürmen dieses Lebens. Wie es draußen in der Natur ist, so im Leben: der Sturm wird sich legen, die Sonne schiebt wieder die Wolken weg und über Starte und Zerbrochene wird ihr verklärendes Licht leuchten. Zahlen, Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschecktonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. 11. Kabinett Marg( bürgerliche Mitte mit Anlehnung nach links), bestehend aus 3 3., 1 DVP., 3 DDP., 1 BVP., 3 Pl. Amtsantritt 30. November 1923, Dauer 14 Monate. 12. Erstes Kabinett Luther( überparteilich mit Unterstützung der bürgerlichen Rechte), bestehend aus 5 Pl., 1 DVP., 1 Deutschnationale Voltspartei, 2 3., 1 BVP., 1 Demokrat( Dr. Geßler als Fach- nicht als Parteiminister). Amtsantritt 13. Januar 1925, Dauer 10 Monate. 13. Zweites Kabinett Luther( Mittelparteien), bestehend aus 2 PI., 2 DVP. 3 3., 1 BVP., 3 DDP. Amtsantritt 20. Januar 1926. Die Bezeichnungen sind von der Reichszentrale so gesetzt. Minister haben gestellt: Zentrum Sozialdemokraten Demokraten Deutsche Volkspartei Bayerische Volkspartei Parteilos waren Deutschnational PARKLY 43 40 31 12 6 24 1 zusammen 157 Es beziehen jetzt Pensionen: 5 Reichskanzler, 35 Reichsminister, 6 Reichsstaatssekretäre, 12 Ministerialdirektoren und 50 Präsidenten. Unter den Reichstanz lern bezieht der Barmat- Bauer heute noch Pension. Herr Fehrenbach erhält eine Pension von 21 000 M. Nicht zu vergessen ist, daß auch Exzellenz von Payer noch eine Pension von 24 903 M erhält, bei deren Ansetzung ihm wie Fehrenbach, seine ganze Rechtsanwalt tätigkeit als Staatsdienst angerechnet worden ist. Da soll noch einmal jemand sagen, im neuen Deutschland würde nicht gespart! Hessische Konfessionsstatistik. In den nächsten Tagen erscheinen in einem Sonderheft für Hessen die ersten Volkszählungsergebnisse vom 16. Juni 1925 nach Gemeinden( herausgegeben von der Hessischen 3entral= stelle für die Landesstatistik Darmstadt). Wir sind bereits in der Lage, aus der darin enthaltenen Konfessions: die den deutschen Steuerzahler angehen. statistik einige bemerkenswerte 3ahlen mitzuteilen. Der große Beamtenabbau ist noch in frischer Erinnerung. Was er uns gebracht hat, weiß auch jeder, nämlich viele neue Kosten. Noch arbeitstüchtige Beamte wurden schablonenmäßig abgebaut. Der Staat zahlt nrich Meier, Dachdeckergeschäft nun einerseits neue Bensionen, andererseits das Gelltorstraße 46. Telephon 622. Schriftlichen Siderfettkäje Webenerwerb fund Mark 6.franko vergibt ampfkásefabrik Verlag J. Graulich, Berlin N. W. 52, Rendsburg 209. Lüneburgerstr. 7. us fabrikation ichten wir ein. ernde u. sich. Exiz oder Nebenverd Wir suchen rührige Vertreter Ond. Räume nicht bei der Möbelfund g. Ausk. kostenlos.schaft eingeführt, geg. hohe Provision halt für die neuangestellten jungen Ersatzkräfte. Dazwischen wechselt eine Regierung nach der anderen. Jeder Regierungswechsel aber fostet eine Menge neuer Pensionsgelder. Nach einer Zusammenstellung der Reichszentrale für Heimatdienst hat Deutschland seit dem Februar 1919 nicht weniger als 13 Reichsregierungen gehabt, die wie folgt zusammengesetzt waren: 1. Ministerium Scheidemann( Weimarer Koalition), bestehend aus 7 Sozialdemokraten( SPD), 4 Demokraten( DDP.), 3 Zentrum( 3.), 1 Parteiloser( PL.). Amtsantritt 13. Februar 1919, Dauer 4 Monate. 2. Erstes Kabinett Bauer( Zentrum und Sozialdemokraten), bestehend aus 6 SPD. und 4 3. Amtsantritt 21. Juni 1919, Dauer 3 Monate. 3. Zweites Kabinett Bauer( Weimarer Koalition), n. Fabrik Aylsdorf Dahmer Quest& Comp. beſtehend aus 6 SPD., 4 3., 3 DDP. Amtsantritt 3. Of Spezialfabrik für h: R. Münkner tz- Aylsdorf. Stahldrahtmatratzen, Polsterwaren u. Möbel. Indreisende, Schötmar in Lippe. Vern, Sake Bertreter nt. Verkaufskräfte, auf, landw. BedBekleidg. f. Stadt sucht nnd Provision Land usw. sucht geg. Hoh. Einkommen Koltermann Osthoff, Berlin W 57, Bülowstraße 6. in- Lichtenberg. endorfstrasse 94. Seimarbeit, ellnässen BENNAS Ich bin befreit tl., vergibt an jed. vom 1. Tage an, wo ich Biegel, Auffirch von Ihrer Methode Gewaben.) Rückport. brauch machte, bin ich tt- Käse! das Uebel los. So schr. t. Tilsiter, speckig Landw. O Brambacher schnittig 9 Pfdim Hof. Alt. u. Geschl Jen 5,50 Mk. 9 Pfdangeb. Ausk. kostenl st. Kugelk. 4,05 Mk. Institut Winkler d. 20% dänischer merkäse 7,95 Mk. München M 256-257 marckh, Rollmops, Nymphenburgerstr.168 Bratheringe à Postla Ware liefere abla Elderfettkäse dose 4,10 Mk. Dampfkäsefabrik Nachn. freibleib. 9 Pfund- M. 6- franko hr. Mehrens torf( Holst.) 34 Rendsburg. tober 1919, Dauer 6 Monate. 4. Kabinett Müller( Weimarer Koalition), bejtehend aus 6 SPD, 3 DDP., 4 3. Amtsantritt 27. März 1920. Dauer 3 Monate. 5. Kabinett Fehrenbach( Mittelparteien), bestehend aus 5 3., 2 DDP., 3 Deutschen Volksparteilern( DVP.), 2 P1. Amtsantritt 21. Juni 1920, Dauer 11 Monate. 6. Erstes Kabinett Wirth( Weimarer Koalition), bestehend aus 4 3., 3 DDP., 3 SPD., 2 PI. Amtsantritt 10. Mai 1921, Dauer 3 Monate. 7. Zweites Kabinett Wirth( Weimarer Koalition), bestehend aus 4 3., 1 Bayrische Volkspartei( BVP.), 5 SPD., 2 DDP., 1 Pl. Amtsantritt 26. Oftober 1921, Dauer 13 Monate. 8. Kabinett Cuno( überparteilich, mit Unterstützung der bürgerlichen Mitte und Anlehnung nach rechts), bestehend aus 5 PI., darunter Dr. Luther, 2 DVP., 2 3., 2 DDP., 1 BVP. Amtsantritt 22. November 1922, Dauer 9 Monate. 9. Erstes Kabinett Stresemann( Große Koalition), bestehend aus 2 DVP., 2 3., 2DDP., 4 SPD., 1 PI., Dr. Luther. Amtsantritt 13. August 1923, Dauer 2 Monate. 10. Zweites Kabinett Stresemann( Große Koalition), bestehend aus 1 DVP., 3 SPD., 2 DDP., 3 PI. Amtsantritt 6. Oktober 1923, Dauer 1½ Monate. Die Zahl der Evangelischen betrug 885 370, der Katholiken 415 685, der Jfraeliten 20 401, der sonstigen Christen 8188 und der sonstigen Nichtchristen 17 635. Die evangelische und katholische Bevölkerung hat sich seit 1910 um 4,4 bezw. 4,6 Prozent vermehrt. Die Israeliten haben um 15,2 Prozent abgenommen, die Anhänger christlicher Setten um 20,5 und diejenigen Personen, die keiner christlichen Kirche oder Gemeinschaft angehörten, um 205,4 Prozent zugenommen. Von den christlichen Religionsgemeinschaften außerhalb der beiden Kirchen hatten die meisten Anhänger die Freiprotestanten. Ihre Zahl betrug 1895 gegen 2690 im Jahr 1910. Die Bewegung hat ihren Sitz hauptsächlich in den Kreisen Alzey und Worms und zwar in den Gemeinden Wonsheim, Flomborn, Framersheim, Gau- Odernheim, Eppelsheim, Ober- Flörsheim, Blödesheim, Monzernheim und Hangen- Weisheim. Dann folgen die Anhänger des Apostolischen Bekenntnisses mit 1989 gegen 829 in 1910 und zwar 1339 NeuApostolische, 485 Apostolische, 165 Apostolisch- Katholische. Jhre Zahl hat sich verdoppelt. Sie tommen hauptsächlich in Darmstadt, Offenbach, Gießen und Worms vor. Die Alt- Katholiken sind seit 1910 von 1130 auf 1248 gestiegen. Der größte Teil davon( 718) wohnt in Offenbach. Die Zahl der Alt- Lutherischen ist von 887 in 1910 auf 702 gefallen. Ihre Anhänger sind hauptsächlich in Rothenberg( Kreis Erbach), Usenborn und Höchst an der Nidder( Kreis Büdingen), Allendorf an der Lumda( Kreis) Gießen). Mennoniten wurden 446 gezählt gegen 461 in 1910, hauptsächlich in Rheinhessen. Die Baptisten sind von 274 auf 422 gestiegen, die Adventisten von 37 auf 379, die Darbysten von 194 auf 284, die Methodisten von 82 auf 163, die Mormonen von 3 auf 83, davon 37 in Offenbach. Ernste Bibelforscher waren 1910 noch nicht vorhanden, 1925 haben 141 bei der Volkszählung sich als solche bezeichnet, 32 davon in Weisenau bei Mainz. Die Zahl der Griechisch- Orthodoxen betrug 144; 63 da= von wohnten in Darmstadt. Es waren hauptsächlich ausländische Studenten an der Technischen Hochschule, der Rest verteilt sich auf 43 Gemeinden im ganzen Land und setzt sich ohne Zweifel aus zurüdgebliebenen Kriegsgefangenen und Frauen, die von triegsgefangenen Deutschen aus Rußland mitgebracht wurden, zusammen. Die Zahl der Konfessionslosen, Freireligiösen usw. hat sich jeit der letzten Zählung nahezu verdreifacht, von 5645 auf 16 557. Ihnen dürfen wohl noch zum großen Teil die 942 Personen zugerechnet werden, die keine Angaben über ihr Bekenntnis ge= macht haben. Ueber ein Viertel der Konfessionslosen und Freireligiösen wohnen in Offenbach,( es sind vielfach Anhänger der ehemaligen Deutsch- Katholiken), dann folgen Mainz, Darmstadt, Neu- Isenburg, Mörfelden im Kreis Groß- Gerau und Worms; die übrigen finden sich hauptsächlich in der Umgebung von gröBeren Städten und in industriellen Gemeinden. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. Total 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Play vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Volfstrauertag. Heute denken wir unserer Gefallenen des großen Weltfrieges. Aber wir können nicht so turz es sagen, wo sie alle ge fallen sind. Ueberall, wo deutsche Waffen kämpften, in Frant reich, in Rußland, auf dem Balkan, in Palästina überall hat es deutsche Gefallene gegeben. Heute wollen wir uns mit allen Kriegshinterbliebenen zusammenfinden und wollen trauern um den Verlust. Es ist nicht ein Verlust Einzelner, es ist ein Ver lust des ganzen Vaterlandes. Deutsche Männer sind es alle gewesen, die da die Erde mit ihrem Blute röteten. Wollen wir lange darüber nachdenken, daß es soviele der Besten Männer sind, die heute unser Vaterland so nötig brauchen könnte? Wenn ich allein im Kreise meiner Verwandten und Bekannten Umschau halte, dann stimmt es. Wer zu Hause tüchtig war, der hat auch draußen im Felde seinen Mann gestanden. Wer in der Heimat ein ganzer Kerl war, der hat auch draußen diese Heimat furchtlos verteidigt. ,, Wie sind die Helden gefallen und die Streitbaren umgekommen!" Wenn wir heute um sie trauern, dann ist es nicht so, als ob wir alle unsere Helden verloren gäben. Ja manchmal tann einem der Gedanke kommen, daß große Opfer, das die vielen mit Einsatz ihres Lebens brachten, war vergebens. Wenn wir wenigstens sagen tönnten, es ist etwas erreicht mit ihrem Tode. So müssen wir sagen: Sie sind gestorben und wir sind unfrei." Für ihr Vaterland sind sie in Kampf und Sturm gezogen. Wie arm steht es um dieses Vaterland! Aber was ist denn Vaterland? Wer hat an das große ganze Vaterland gedacht? Sind sie nicht hinausgezogen, um von den alten Eltern, von Frau und Kind die furchtbare Kriegsfurie fernzuhalten? Gewiß wer den die Meisten an das Nächste gedacht haben. Weil sie eine Mauer bildeten um die heimatliche Flur, blieb sie verschont von Krieg und Kriegslärm. Sie haben ihr Leben dahingegeben, damit anderer Leben erhalten werden konnte. Gie haben sich selbst zum Opfer gebracht, damit andere gerettet wur den. Da erscheint uns ihr Opfer in heller Verklärung. Denn ist es nicht eine Christentat, wer sein Leben hingibt für andere. Hat nicht unser Heiland selber gesagt:„ Niemand hat größere Liebe denn die, daß er sein Leben lässet für seine Freunde? Ja sie haben ihr Leben gelassen für viele. Wenn auch unser Vaterland nicht mehr so groß und herrlich ist wie vordem. Es war doch nicht umsonst, daß diese Braven alle gestorben sind. Wir haben allen Grund, an sie zu denken, ihr Andenken in Ehren zu halten. Es ist keine Verherrlichung des Krieges, wenn wir unseren Gefallenen Denkmäler bauen. Es ist unsere Pflicht, die wir gerne erfüllen wollen, dieser Toten ehrend zu gedenten. Wir können ja den Einzelnen keinen Denkstein sezen, so wollen wir ihrer alle zusammen eines errichten. Heute wird man in vielen Orten an diesen Denkmälern stehen, wird Kränze niederlegen und wird weinen, wie David weinte um den Tod seines Freundes Jonathan: Wie sind die Helden gefallen und die Streitbaren umgekommen!" Als der erste Napoleon aus deutschem Lande gejagt war in den Befreiungstriegen, da hat man den Totensonntag einge führt. Es ist der eigentliche Gedenktag für Kriegsopfer. Schade, daß man diesen Tag nicht auch für das Gedächtnis an die Gefallenen im letzten Kriege genommen hat. Es steht fast so aus, ols wolle man die Gefallenen eines verlorenen Krieges nicht zusammen ehren mit den Gefallenen des Befreiungstrieges. Wir wissen doch genau, daß die Gefallenen nicht am Ver luste des Krieges schuld find. Auch stehen wir ja als Christen ihrem Tode gegenüber und denten christlich auch über ihr Sterben. Ueber ihrem Grabe flingt die herrliche Verheißung:„, Gei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben." Sie waren getreu, sie haben ihr Leben nicht als der Güter höchstes geachtet. Sie mußten ja alle damit rechnen, daß eines Tages ihre Stunde fommen werde. Was sind doch das für Helden, die den Tod nicht fürchten! Nur der kann dem Tode furchtlos ins Auge sehen, der ein Leben nach diesem Tode glaubt. Nur der kann diesen todverachtenden Mut aufbringen, der seiner unsterblichen Seele gewiß ist. Nur der ist zum größten Opfer bereit, der nach Gott strebt im Leben und im Sterben. Nur der Glaubenlose ist seige und furchtsam. Nur dem Gottlojen graut es, wenn er an den Tod denkt. Wir aber glauben unsere Helden in der Ewigkeit. Auch wenn mancher vielleicht in Zeiten vor dem Kriege feiner der Edelsten war. Was hat er doch durch sein uneigennügiges Opfer eine so große Tat getan! Denn er war getreu bis in den Tod. Das Wort ,, treu sein" tlingt hinein in eine Zeit der Treulosigkeit. Wer noch nicht einmal in irdischen Dingen treu sein fann, wie fann ein solcher an Treue bis in den Tod denten? Gerade im Vergleiche mit unseren Gefallenen erkennen wir, wieweit unser Volt heruntergekommen ist. Deshalb wollen wir sie heute auch als Vorbilder für unsere jezige Generation ansehen. Wollen unsere Jugend anfeuern, daß auch sie einmal werden wie diese Helden, um die wir heute flagen: Wie find die Helden gefallen und die Streitbaren umgetommen!" Sonnabend, den 27. Februar 1926. Gießener Zeitung" sion" überschriebenen Artikel in Heft 6 des„ Deutschenspiegel"( Berlin W. 35) hinweist. Da ein Reichsgesch über Französische Vorbereitungen zu einem allgemeinen Fliegerangriff auf Deutschland. diese Frage noch nicht besteht, haben die einzelnen Länder in Bon einer deutschen Firma, die gute Auslandsverbindungen hat, erhalten wir folgenden Artikel, der innerhalb der blau- weißroten Grenzpfähle in Frankreich weiteft verbreitet wird. " Das Komitee hat es sich zur Aufgabe gemacht, an erster Stelle bei unseren Boltsgenossen und unseren Behörden, dann aber auch bei allen Ländern, die Deutschland umgeben, dafür Propaganda zu machen, daß niederschmetternde Reprejjalien gegenüber Deutschland vorbereitet werden. Sollte Deutschland einmal nicht mehr so wollen, wie Frankreich will, so müßten die alliierten Flugzeugverbände nach einheitlichem Blan und zur gleichen Zeit- Köln, Essen, Hamburg, München und Berlin mit Bomben bewerfen. Die Alliierten müßten sich durch eine schriftliche Abmachung verpflichten, zu diesem Zwede eine bestimmte Anzahl von Bom benflugzeugen jederzeit startbereit zu halten. An Zahl und Wirkungsmöglichkeiten müßten diese Flugzeuge stets doppelt so start sein, wie die des Feindes. Nehmen wir z. B. an, daß Deutschland und Rußland es jollten ermöglichen können, 2000 Flugzeuge zusammenzubringen, wohl die Höchstzahl, die sie erreichen könnten, dann müssen ins gesamt 4000 Flugzeuge ständig startbereit gehalten werden. Diese würden sich folgendermaßen auf die einzelnen Signatar mächte verteilen: Frankreich und England je Italien 1200 600 Belgien 200 Polen und Tschechoslowakei je Dänemark 350 100 Angriffsziele der einzelnen Mächte würden natürlich die Städte sein, die ihren Grenzen am nächsten gelegen wären, d. h. also Dänemark würde den Kaiser Wilhelm- Kanal und Hamburg, Bolen Berlin, Breslau und Königsberg, die Tschechoslowakei München, Nürnberg, Leipzig und Dresden usw. zu bombar dieren haben. Das Komitee wird mit allen Mitteln für den vorstehenden Plan werben und sich dafür einsetzen, daß er von den in Frage kommenden Staaten angenommen wird." Kommentar darüber überflüssig. Diese französische Heze wird noch verwerflicher, wenn man vernimmt, daß der Vizepräsident des betreffenden französischen Komitees, ein Herr Andre Michelin, das Unternehmen Michelin u. Co. in ClermontFerrand besitzt, welches am deutschen Markte seine KautschutFertigwaren, insbesondere Kraftwagenbereifungen, ab ClermontFerrand und Turin, gegen gutes deutsches hochwertiges Geld und unter Einheimjung von Gewinnen aus dem deutschen Wirtschaftskörper absetzt und zu diesem Zwede im Wege der Handelsvertragsverhandlungen Bresche in das deutsche Zollwesen legt. Ministerpensionen. Vor einigen Wochen ist in den Tageszeitungen viel über das Thema„ Mnisterpensjon" gesprochen worden, als bekannt geworden war, daß der zurückgetretene Reichsminister Schiele auf Grund der geltenden Gefeßesbestimmungen pensionsberech tigt sei. Es ist vor kurzem im Reichstag auch der Antrag gestellt worden, die Pensionsberechtigung der parlamentarischen Minister gesetzlich neu zu regeln. Wie dringend notwendig eine solche neue Regelung lit, seigen sabireiche Betiptele, auf die Herr Dr. Barth, M. d. R., in seinem mit Ministerpen Die Parade der toten Soldaten. Eine Ballade für den alljährigen Kriegergedächtnistag. Von Arthur Adler. Der Letzte im Hornung. Ueber Deutschland liegt Nacht. Doch fern, wo auf eisenzerstampften Feldern, In Höhlen und Hütten, zersplitterten Wäldern, In Gräben und Ständen die deutschen Heere Siegkränze flochten zu Deutschlands Ehre, Dort von den Bergen bis zur Küste am Meer Aufsteht das nimmer besiegte Heer. Gespenstisch ziehen über die Sümpfe Die Nebelschwaden, die schemenhaft grauen. Die schattenhaft dichten, und weben und brauen Den auferstand'nen Geistern die Schleier Zur militärischen Totenfeier. Und horch! Welch seltsamer Ton in den Lüften? Ein lauter Siegessang umbrauft den General Mit gold'nen Epauletts auf seinem Fuchs dem Roten - Er zog als erster in den Himmelssaal Und führt auch heute Nacht das Heer der Toten. An tausend Hörner schmettern laut den Weckruf für die Braven: Habt ihr denn noch nicht lang genug geschlafen? Und tausend Schlägel trommeln Wirbelrollen. Von Hügeln und Gräbern fallen die Schollen. Aus Särgen und Stollen dehnen und strecken Sich, die drin schliefen gefallene Reden, Springen herbei in Reih und Glied: Altdeutschlands Heer in den Lüften zieht. Dort unten im Schloßpark von Misery Sammelt die fünfte Kompagnie. Die„ eiserne Fünfte", die im Weltenbrand An der Westfront als stählerne Mauer stand. Die Spaten klappern, die Knochenhände ..Und du, [ Bitter?" Machen die Runde, reihum, ohne Ende. „ Tag. Wilm!"- ,, Tag. Jochem"!- Tag, Hein!" ,, Mich traf bei Verdun ein heißer Splitter!" ..Mich traf bei Verdun ein heißer Splitter!" „ Und du?“-„ Ich mußte bei Lens in Gras, Trank zuviel von dem stinkigen Aeppelgas!" ..Seht unsre Leutnants, alle vier im Quartett!" ..3wei liegen zusammen an der Ferme Mouquette!" „ Und der Alte?"- Doch still! Und das Flüstern schweigt. Ein Kommando in die Wipfel der Bäume steigt. Und lautlos steht jetzt die Kompagnie Vor den uralten Stämmen von Misery. verschiedener Weise eine Regelung getroffen. Man hat dabei Bestimmungen, die nur für Beamte berechnet waren, auf die parlamentarischen Minister angewendet. Daraus entstand eine unerträgliche Belastung der Staatstafe. Viele Pensionsgeseze haben die Bestimmung, daß auf die Zeit der Beamtentätigkeit auch diejenigen Jahre angerechnet werden können, die ein Be amter im In- oder Ausland als Sachverwalter oder Notar usw. verbracht hat. Man hat diese Bestimmungen z. B. dahin aus gelegt, daß den Parteis und Gewerkschaftssekretären, die in Minister oder hohe Beamtenstellen berufen worden sind, ihre Dienstzeit als Partei oder Gewerkschaftssekretäre auf ihre Beamtenlaufbahn angerechnet wurde. In Sachsen ist dabei der trasse Fall vorgekommen, daß man einem im Wege des parlamentarischen Systems aufgestiegenen Parteisekretär sogar die im Zuchthaus verbrachte Zeit auf seine Dienstzeit bei der Pensions berechnung angerechnet hat. In sieben Jahren seit Bestehen der parlamentarischen Republif sind 8 Reichstanzler, 41 Reichsminister und 217 Staats: minister verbraucht worden. Eine ganze Anzahl dieser Minister bezieht mit Hilfe der geschilderten Auslegungen der bestehenden Pensionsgesetze Ministerpensionen. Man tann sich ausrechnen, wie hoch der Betrag ist, mit dem das deutsche Voll bereits heute belastet wird. Die Vorlage eines entsprechenden Gesetzentwurfes ist daher eine dringende Notwendigkeit. DEUTZ Klein- Diesel 4306 Bauart MIH Lokales. Frühjahrsmüdigkeit. Nr. 9 Sonnabend, den 27. Februa lehnte namens feiner Partei diese G a die Stadt bereits mehrere Auto ert 3 und das Gas- und Wassert paren und jede unnüte Ausgabe v egenreden dauerten eine Stunde un gepikt, auch mit persönlich- unjachliche Schließlich wurde der Antrag ange gestimmt die Stadtverordneten Schm und geschlossen die Mittelstandsparte Launspach, Rahnefeld und Weißbäd er Mittelstandspartei als Vorstoß ma zu lesen ist, ist u. E. übertrieben. Ein Gegenstück zu dieser Auto Glud fürzere Aussprache bei Punkt primallafe für unsere Studienanstal Der Referent, Professor Dr. Kraus reffend die Gründe für den notwen maren die Herren der Linken die ei haues, obgleich ihre Forderung dabe welche bis zur Reifeprüfung die G bisher in die anderen höheren Sch Dann gehen sollen, weil dort die ob Legt feien, nom Referenten widerleg Schnee und regenreich hat der Winter das Erdreich bis in seine Tiefen mit Feuchtigkeit gesättigt. Immer mächtiger wird mit dem steigenden Tageslicht des Frühjahrs die Sehnsucht des Wassers, zum Himmel, von dem es gekommen ist, wieder empor zusteigen. Nur auf großen Umwegen aber fann all die Feuch tigkeit, die der Schoß der Erde in sich aufgenommen hat, wieder aus dem Dunkel zum Lichte empor. Die Huld der ersten Früh jahrsjonne indessen bahnt seiner Sehnsucht Wege. Wärmend gleiten ihre Strahlen über alles, was an Bäumen und Sträu chern und Pflanzen in der Erde wurzelt. Da weitet sich das winterstarr in fich zusammengetrochene Holz, die Stämme, die Stengel, die Zweige dehnen sich; ihre Adern öffnen sich, alles Verschrumpelte wird glatt und glänzend und rundet sich zu fleinen und feinen Kanälen. Nur die Wurzelkanälchen, die im tühlen Erdreich von der Sonne nicht so unmittelbar berührt werden, tommen nicht so schnell mit. Und nur allmählich werden sie jo saugträftig und aufnahmefähig, daß sie all die geweiteten Abern ihrer Bäume und Sträucher mit dem lebendigmachenden Lebensjajt ganz erfüllen tönnen. Haben sie das erst geschafft, dann ist auf einmal das ganze Frühlingsweben der Natur da, dann ist die Winterstarre ganz überwunden. Und der lebensspendende Saft in den Pflanzen wird offenbar in ihrem Blätter- und Blütenprangen. Mit dem Menschen ist es gar nicht viel anders. Auch seine Adern bereiten und weiten sich für die neuen Lebenssäfte, mit denen das Frühjahr ihn erfüllen will. Und diese Vorbereitung verrät sich in der Frühjahrsmüdigkeit, die gerade so um die Fe bruar Märzwende uns mit einer sonst unverständlichen Schlaff heit lähmt. Eine Müdigkeit, die ganz verschieden ist von der, die von den ballnächtlichen Anstrengungen der gesellschaftlichen Wintersaison herkommt. Denn das ist eine förperliche, eine Muskelermüdung; eine Ermüdung vielleicht auch der Seele, die das winterliche Treiben satt hat. Unter der Frühjahrsmüdigkeit aber leiden auch alle, die ein sehr geregeltes, vergnügenarmes Winterleben geführt haben. Denn sie ist eine Müdigkeit des Blutes. Weder im Tempo noch in seiner Fülle kommt es so schnelle mit, daß es die geweiteten Adern ganz versorgen kann. Erst wenn unser Blut durch die köstlichen Gaben der jungen Frühgemüse etwas von der frischen Kraft der himmelentstammten, himmelanstrebenden Säfte der Erde in sich aufgenommen hat, oder wenn wir ihm durch eine der vielgepriesenen Blutauffrischungsturen nachgeholfen haben, erst dann verliert sich die Frühjahrsmüdigkeit. Und die Fröhlichkeit eines frischdurchbluteten Herzens schenkt uns dann die himmlische Frühlingsfreude. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Vergangenen Donnerstag, den 25. Februar, war eine öffentliche Sitzung. Die Tagesordnung hatten wir bereits in der letzten Nummer veröffentlicht. Der Verlauf dieser Sitzung, die zweite nach Einzug der neuen Mittelstandspartei, zeigte die starre Parteiregierung auch in diesem kleinen Parlament und die Fehler eines solchen Systems. Punkt 6 betraf den Antrag der Stadtverwaltung: Bewilligung von 6000 R.-Mt. für Bes schaffung eines Personen- Autos für das Stadtbauamt. Der Referent, Stadtverordneter Moosdorf( So3.) befürwortete Uber 6000 Dieselmotoren mit ca 300000 PS geliefert MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederlg. FRANKFURT M. Kaiserstr. 23 Leipziger Frühjahrsmesse vom 28. 2. bis 10. 3. 1926 die Anschaffung und damit die 6000 R.-Mt. recht ausführlich. Halle 21, Stand 61, 63-65 und Freige ände neben Halle 21. Aus den Sträuchern über die nasse Wiese, Naht der Hauptmann auf seiner weißen Liese, Vom Mondlicht gespenstisch und bleich umschwirrt. Zweihundert, die er einst angeführt Sehen des Gaules leicht tänzelnden Schritt. Von dem Rodfragen leuchtet der„ Pour le merite". Und der älteste Leutnant springt hastig vor, Legt grüßend die Hand übers rechte Ohr: ,, Kompagnie zur Stelle! Bis auf zwei, die mit Wunden, Jm Blute schwimmend, die Feinde gefunden!" „ Sind wo?"- ,, Liegen noch immer in Lazaretten!" ,, Also tot, wie wir, nur in weicheren Betten!" Und leise nickt langsam der Helm von Stahl. Ein Blid, voll von Seligkeit und von Qual Irrt über die, die in kochenden Schlachten Mit ihm für Deutschlands Ehre pachten. Und laut durch den Schloßpark von Misery Schallt's:„ Gu'n Mor'n, eiserne Kompagnie!" Dann klettert der Alte herunter vom Bod, Stützt sich auf Degen und Eichenstod, Die Zähne Inirschend zusammengebissen Wie damals, als ihm das Bein abgerissen In Flandern, wo die Offensive verdarb, Und er im Granatloch stehend starb. ,, Leutnant Korff, Sie hielten mich damals fest, Und wo bekamen Sie den Rest?" . Ich riegelte unsere Stellung ab, Der blaue Graben" ward mein Grab." ..Und Sie, von Scheffer?". Jm Bourlonwalde, der heiß[ umstritten, Hat mir einer der Schwarzen den Hals abgeschnitten." ,, Und der Fähnrich?" Ertrank in der Somme. In der ich als Letzter der Nachhut schwomm." ..Mein Flügelmann?" Giel mit dem Gros Der Kompagnie beim Sturm auf Baux." ..Und du, Reis, warst immer ein leichtes Huhn!" ..Wir acht aus der Gruppe, wir alle rubn In den Trümmern von Verny, die wir gehalten Bis die Hunde uns die Schädel gespalten." Und du?"- ,, Und du?"- Bis zum linken Flügel Humpelt der Alte und steigt in den Bügel. Dann sprüht die Klinge zischend aus dem Gatte: ..Parademarsch in Zügen!: 3mmer matter Und bleicher wird des Mondes Licht. Ein letzter Strahl Liegt rein und blank noch auf des Degens Stahl, Der jetzt zum Gruß gesenkt herniederjirrt. Der Sprecher der Mittelstandspartei, Architekt Nicolaus, In Zügen erst, und dann in Gruppen, flirrt Die Augen rechts voll Stolz und schnurgerade An ihm vorbei der toten Wachtparade. Ueber die Wipfel der Bäume fliegen Die Wolkenschatten, die hellen, bleichen, Die Nebelschleier, die duftigen, weichen. Zwischen den Stämmen verschwindet die Kompagnie Und still liegt der Schloßpark von Misery. Fernhin mit den grauen Wolkenschwaden Ziehen die letzten toten Soldaten. Und als sie alle verschwunden im Hag, Aufglüht über Deutschland der junge Tag. Bom Glockenstuhl springen herbmatte Töne, Die Heimat gedenkt der gefallenen Söhne. Das letzte Aufgebot. Vom stillen Heldentum der Tiroler.') Von Oberstleutnant d. R. Rudolf Bjersmann v. Eichthal, damals t. u. t. Major und Generalstabschef der Tiroler Landesverteidigung.") Eiserne Notwendigkeit zwang die österreichisch ungarische Heeresleitung im August 1914, den letzten Mann und die letzte Patrone zur Entscheidung in Galizien und Serbien heranzuziehen. Gleich den übrigen Grenzgebieten der Monarchie mußten daher auch die an das Königreich Italien stoßenden Provinzen ( Tirol, Kärnten, Krain, Küstenland) fast völlig schuylos ge= lassen werden, trotzdem schon wenige Tage nach Kriegsausbruch unzweifelhafte Anzeichen vorlagen, daß Italien die Verlegenheit des Bundesgenossen auszunützen beabsichtige, um sich in den Besitz der heißersehnten„ Unerlöften Gebiete" zu setzen. Einem in der Schnelligkeit aufgestellten ,, Kommando General der Kavallerie Rohr" wurde die Aufgabe übertragen, mit Hilfe der wenigen an der Südwestgrenze stehenden Landsturmbataillone eine Grenzverteidigung gegen Italien zu organi fieren. Das Kommando Rohr tat alles Menschenmögliche, um seiner Aufgabe gerecht zu werden. Aber sie war schlechthin unerfüllbar. Aus nichts ist eben nichts zu machen. Ohne Offiziere, Mannschaften und Pferde, ohne Gewehre, Kanonen und Munition, ohne das Tausenderlei, dessen eine moderne Armee bedarf, ist heutzutage eine Verteidigung nicht aus dem Boden zu stampfen. Gegen die unaufhörlichen Hilferufe des Kommandos Rohr aber blieb die österreichisch- ungarische Heeresleitung Demokraten, wenn das starre Parte Den Antrag( der von allen anderen amit angenommen wurde) gestimm tark bezweifeln. Das Polizeiami weist darauf Ausschütteln, Abkehren von Bettwe käden, Staubtügern und ähnlichen E and öffentlichen Blähen hin gemäß§ trafgesesbudes und Art. 292 des tatthaft und mit Strafe bedroht ist. D Bettwert, Möbeln und dergl. sowie Staubentwidlung verbundene Verrich rur werktags in den Vormittagsstund sorgenommen werden. Polizeiamt. Der dem Polizeiwa cm 29. März 1923 ausgestellte Poliz . gangen und wird deshalb für ungül mi hat demselben am 22. ds. Mts weis, der die Nr. 1 trägt, ausgestel Reidsbund der Zivildienstbe sessen. Am 13. und 14. März hält der im Saalbau Sauer seinen diesjähri ind für Sonntag, den 14. März, zwe orgungsverhältnisse im Reich und Liteiten im Volksstaat Hessen vorg Zur Auswertung der Lebensve werband der Altversicherten, Berlin 2 hat bei der zuständigen Behörde de Bereits fälligen Lebensversicherungen geleistet werden, um der dringenden ahl von Altversicherten befindet, zu Verband den Antrag gestellt, daß für Sie bis zum Jahre 1932 fällig we Ibonds ausgestellt werden, als Unt Der Altversicherten. Hierdurch dür In den Kreisen des Handwerks u emilbert werden. Bon der Bezirkssparkasse Gies rehabten außerordentlichen Mitgli haub, solange Italien nicht tasächli vittlichen Kriegsschauplägen( Gali Sache jhlecht. In dieser mehr als kritischen L Einbruch der italienischen Armeen gebiete bringen schritt das Kon verteidigung in Innsbrud( Feldm Sorál) zur Selbsthilfe. Ohne weiter auf Unterstützung misierte es schon in den kritischen Den althistorischen Mustern des M Landlibells" und Andreas Hofers ein Tiroler Boltsaufgebot". Je Mann, Weib und Kind, sollte, wen ererbte Waffe ergreifen und sich entgegenwerfen. Da Italien aber damals fein Die heißbegehrten Grenzgebiete fönnen, ungenügt ließ, fand di Zeit zu immer größerer Entfaltu Im Laufe des Winters 1 aus den verschiedenartigsten Si von zujammengebettelten Gewehr turen und ausrangierten Salutge turmbataillonen und Batterien ie zu einem fragwürdigen, Dat eine Sisyphusarbeit. Denn je egs verwendbar dastand, riß die i pengeishaffenen Truppen" di mandanten aus der Hand und Kriegsschaupläge, wo es eben ge So war die Sache also nicht Mit aller Krait warf sich da mehr auf die Organisation der althistorischen Einrichtung aus Krieges( 3uzugsordnung der G Tuf einem ganz allgemein gehe as die Tiroler Schießstände" Gajten erklärte, wurden nunme Endschüßen zuerst in Züge, taillone zusammengefaßt, mit im lesten Augenblide jogar au ehen und auf diese Weise aus macht. Unjäglich waren die Schwie gegenstellten. Jedes Gewehr Lotales. rühjahrsmüdigkeit. Str. 9 , von dem es gekommen ist, wieder empor Sonnabend, den 27. Februar 1926. lente namens seiner Partei diese Summe ab mit dem Hinweis, Daß die Stadt bereits mehrere Autos besitze( das Elektrizitätswert 3 und das Gas- und Wasserwerk 1). Die Stadt müsse nreich hat der Winter das Erdreich bis paren und jede unnüße Ausgabe dermeiden. Die Reden und Cageslicht des Frühjahrs die Sehnsucht de stipigt, auch mit persönlich unsachlichen Zwischenrufen geschmüdt. chtigkeit gesättigt. Immer mächtiger wir Gegenreden dauerten eine Stunde und waren zuweilen sehr zu= roßen Umwegen aber tann all die Feud aestimmt die Stadtverordneten Schmahl( Dn.), Keßler( kom.) Der Erde in sich aufgenommen hat, wiede und geschlossen die Mittelstandspartei( Nicolaus, Balser, Kurz, Lichte empor. Die Huld der ersten Früb Launspach, Rahnefeld und Weißbäder). Diese Stellungnahme ahnt seiner Sehnsucht Wege. Wärmen der Mittelstandspartei als Vorstoß zu bezeichnen, wie anders: über alles, was an Bäumen und Sträu wo zu lesen ist, ist u. E. übertrieben. Schließlich wurde der Antrag angenommen. Dagegen haben In der Erde wurzelt. Da weitet sich das dehnen sich; ihre Adern öffnen sich, alle primaflajfe für unsere Studienanstalt( höhere Mädchenschule). ammengefrochene Holz, die Stämme, di Glück fürzere Aussprache bei Punkt 14: Errichtung der UnterEin Gegenstüd zu dieser Auto- Debatte bildete die zum glatt und glänzend und rundet sich zu nälen. Nur die Wurzellanälchen, die in der Sonne nicht so unmittelbar berühr so schnell mit. Und nur allmählich wer und aufnahmefähig, daß sie all die ge Bäume und Sträucher mit dem lebendig ganz erfüllen können. Haben sie das auf einmal das ganze Frühlingsweben die Winterstarre ganz überwunden. Und ft in den Pflanzen wird offenbar in itenprangen. ist es gar nicht viel anders. Auch seine iten sich für die neuen Lebenssäfte, mit Der Referent, Professor Dr. Krausmüller, bringt furz aber Jetzt treffend die Gründe für den notwendigen Ausbau vor. waren die Herren der Linken die einzigen Gegner dieses Ausbaues, obgleich ihre Forderung dabei, daß diejenigen Mädchen, welche bis zur Reifeprüfung die Schule besuchen wollen, wie bisher in die anderen höheren Schulen( Oberrealschule usw.) bann gehen sollen, weil dort die oberen Klassen nicht start be legt seien, vom Referenten widerlegt wurden. Ob alle Sozialdemokraten, wenn das starre Parteisystem nicht wäre, gegen den Antrag( der von allen anderen Parteien unterstützt und bamit angenommen wurde) gestimmt hätten, wir möchten es start bezweifeln. erfüllen will. Und diese Vorbereitung Ausschütteln, Abkehren von Bettwert, Teppichen, Kleidungsahrsmüdigkeit, die gerade so um die Fe Hüden, Staubtüchern und ähnlichen Gegenständen nach Straßen mit einer sonst unverständlichen Schlaff und öffentlichen Blägen hin gemäß§ 366 3iffer 8 des Reichsigkeit, die ganz verschieden ist von der, strafgesetzbuches und Art. 292 des Polizeistrafgesetzbuches unchen Anstrengungen der gesellschaftlichen statthaft und mit Strafe bedroht ist. Das Klopjen von Teppichen, * Das Polizeiamt weist darauf hin, daß das Ausklopfen, Denn das ist eine körperliche, eine Ermüdung vielleicht auch der Seele, die satt hat. Unter der Frühjahrsmüdigkeit die ein sehr geregeltes, vergnügenarmes ben. Denn sie ist eine Müdigkeit des mpo noch in seiner Fülle kommt es so geweiteten Adern ganz versorgen kann. durch die köstlichen Gaben der jungen er frischen Kraft der himmelentstammten, ste der Erde in sich aufgenommen hat, rch eine der vielgepriesenen Blutauf Olfen haben, erst dann verliert sich die nd die Fröhlichkeit eines frischdurchuns dann die himmlische Frühlings* verordneten- Versammlung. erstag, den 25. Februar, war eine Tagesordnung hatten wir bereits in ffentlicht. Der Verlauf dieser Sitzung, er neuen Mittelstandspartei, zeigte die uch in diesem kleinen Parlament und Systems. Punkt 6 betraf den Antrag Bewilligung von 6000 R.-Mt. für Be n- Autos für das Stadtbauamt. Der eter Moosdorf( Soz.) befürwortete mit die 6000 R.-Mt. recht ausführlich. Zittelstandspartei, Architekt Nicolaus, in Gruppen, klirrt voll Stolz und schnurgerade Wachtparade. Bäume fliegen hellen, bleichen, ftigen, weichen. verschwindet die Kompagnie Bpark von Misery. en Wolkenschwaden Soldaten. unden im Hag, d der junge Tag. herbmatte Töne, gefallenen Söhne. etzte Aufgebot. Seldentum der Tiroler.') R. Rudolf Pfersmann v. Eichthal, Generalstabschef der Tiroler Landeserteidigung. 2) it zwang die österreichisch- ungarische 1914, den letzten Mann und die letzte g in Galizien und Serbien heranzuBettwert, Möbeln und dergl. sowie ähnliche mit Geräusch und Staubentwidlung verbundene Verrichtungen sollten regelmäßig nur werttags in den Vormittagsstunden zwischen 8 und 12 Uhr Dorgenommen werden. Polizeiamt. Der dem Polizeiwachtmeister Ludwig Haubach am 29. März 1923 ausgestellte Polizeiausweis ist verloren ge= gangen und wird deshalb für ungültig erklärt. Das Polizeiamt hat demselben am 22. ds. Mts. einen neuen Polizeiausweis, der die Nr. 1 trägt, ausgestellt. # Reichsbund der Zivildienstberechtigten, Landesverband Hessen. Am 13. und 14. März hält der Landesverband in Gießen im Saalbau Sauer seinen diesjährigen Verbandstag ab und sind für Sonntag, den 14. März, zwei Vorträge über die Verjorgungsverhältnisse im Reich und über die Versorgungsmög= lichkeiten im Volksstaat Hessen vorgesehen. * Zur Auswertung der Lebensversicherungen! Der Schutzverband der Altversicherten, Berlin N. 24, Oranienburgerstr. 91, hat bei der zuständigen Behörde den Antrag gestellt, das bei bereits fälligen Lebensversicherungen sofort Abschlagszahlungen geleistet werden, um der dringenden Not, in der sich eine Anzahl von Altversicherten befindet, zu steuern. Ferner hat der Verband den Antrag gestellt, daß für alle Lebensversicherungen, die bis zum Jahre 1932 fällig werden, Mindestaufwertungsbonds ausgestellt werden, als Unterlage für die Kreditzwecke der Altversicherten. Hierdurch dürfte die Kreditnot, besonders in den Kreisen des Handwerks und Mittelstandes, wesentlich gemilbert werden. Von der Bezirkssparkasse Gießen. In der kürzlich stattgehabten außerordentlichen Mitgliederversammlung der Spartaub, solange Italien nicht tasächlich losschlug. Denn auf den wirklichen Kriegsschauplätzen( Galizien und Serbien) stand die Sache schlecht. Gießener Zeitung" tasse wurde der seit 20 Jahren bei der Sparkasse bereits als Beamter tätige Kaffeninspektor Heinrich Feid aus Gießen zum Kontrolleur und weiteren Vorstandsmitglied der Sparkasse gewählt. Nachdem am 16. Februar seine Verpflichtung durch die Aufsichtsbehörde, das Kreisami Gießen, stattgefunden hatte, hat der neue Kontrolleur seine Dienstgeschäfte nunmehr übernommen. Die genannte Versammlung stimmte auch dem von dem Auffichtsrat der Sparkasse beschlossenen Anlauf eines fleineren Wohnhauses zweds Unterbringung eines Mieters des Spartassengebäudes zu, nachdem sich eine andere Lösung zur Beseiti gung des empfindlichen Raummangels der Geschäftsräume erhöhter Kosten halber als nicht gangbar erwiesen hatte. Im Laufe des Spätfrühjahrs wird ein Teil des internen Geschäftsvertehrs, wie Buchhaltung, Registratur usw. in den ersten Stod des Sparkassengebäudes verlegt werden, während der Geschäfts= verkehr mit dem Publikum sich nach wie vor in den seitherigen Räumen des Erdgeschosses abwideln wird. In dieser mehr als kritischen Lage jede Nacht konnte den Einbruch der italienischen Armeen in die unverteidigten Grenzgebiete bringen schritt das Kommando der Tiroler Landesverteidigung in Innsbrud( Feldmarschalleutnant von KönnenHorák) zur Selbsthilfe. Ohne weiter auf Unterstützung von oben zu rechnen, orga= nisierte es schon in den kritischen Augusttagen 1914, ganz nach den althistorischen Mustern des Maximilianischen„ Elfjährigen Landlibells" und Andreas Hofers Erhebung von Anno Neun ein ,, Tiroler Boltsaufgebot". Jeder Tiroler und Voralberger, Mann, Weib und Kind, sollte, wenn der Alarmruf erscholl, seine ererbte Waffe ergreifen und sich dem eindringenden Welschen entgegenwerfen. Da Italien aber damals seine große Stunde", in der es die heißbegehrten Grenzgebiete fast tampflos hätte erringen fönnen, ungenützt ließ, fand die Tiroler Landesverteidigung Zeit zu immer größerer Entfaltung. * Die Kriegerkameradschaft Hassia teilt folgendes mit: Kriegsbeschädigte, die auf Grund der Novelle vom 30. Juni 1923 aus der Rentenversorgung ausgeschieden sind( 20%), erhalten eine einmalige Abfindung von 50 Mart, wenn ihr durchschnittliches Monatseintommen 200 Marf nicht übersteigt.( Steuer, Krantentassenbeiträge usw. abgerechnet). Anträge sind umgehend an das Versorgungsamt einzureichen, weil mit dem 28. Februar 1926 die Frist für diese Anträge abläuft. Auch läuft an diesem Tage die Antragsfrist für die einmalige Entschädigung von 1000 Mark gegen Rüdgabe des Beamtenscheines ( Versorgungsscheines) ab, wenn die Besizer infolge schwerer Leiden den Schein nicht ausnuten fonnten. Nähere Auskunft und Beratung wird fostenlos erteilt durch die Obmänner der der Kriegerkameradschaft Hassia angeschlossenen 700 Vereine und durch die Geschäftsstelle, Darmstadt, Ahastraße 5. Erleichterungen der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China. Chinesische Kredite an die deutsche Industrie. Im Laufe des Winters 1914-15 organisierte sie zunächst aus den verschiedenartigsten Hinterlandsformationen mit Hilfe von zusammengebettelten Gewehren verschiedener Modelle, Monturen und ausrangierten Salutgeschützen eine Anzahl von Landsturmbataillonen und Batterien letzten Aufgebotes und schweißte Es sie zu einem fragwürdigen„ Tiroler- Korps" zusammen. war eine Sisyphusarbeit. Denn jedesmal, wenn das Korps halbwegs verwendbar dastand, riß die Heeresleitung in höchster Not die neugeschaffenen Truppen" dieses Korps dem Tiroler Kommandanten aus der Hand und warf sie auf irgend einen der Kriegsschauplätze, wo es eben gerade am gefährlichsten stand. So war die Sache also nicht zu machen! brenzgebieten der Monarchie mußten nigreich Italien stoßenden Provinzen Küſtenland) faſt völlig ſchuklos geon wenige Tage nach Kriegsausbruch vorlagen, daß Italien die Verlegenuszunützen beabsichtige, um sich in den ‚ Unerlöſten Gebiete“ zu sehen. ligkeit aufgestellten ,, Kommando Gene" wurde die Aufgabe übertragen, mit r Südweſtgrenze ſtehenden Landſturmteidigung gegen Italien zu organi ohr tat alles Menschenmögliche, um werden. Aber sie war schlechthin unit eben nichts zu machen. Ohne OffiPferde, ohne Gewehre, Kanonen und usenderlei, dessen eine moderne Armee ne Verteidigung nicht aus dem Boden unaufhörlichen Hilferufe des Kommanösterreichisch- ungarische Heeresleitung Am 1. Februar ds. Js. wurde in Berlin SW. 11, Anhaltstraße 3, das deutsche Büro der ,, Magic", Muster- Ausstellung Gesellschaft in China eröffnet. Die Gesellschaft wurde im vergangenen Sommer in Shanghai von einer bedeutenden chinesischen Kapitalgruppe unter Mitwirkung deutscher mit dem chinesischen Markt vertrauter Kaufleute ins Leben gerufen, um den deutschen Waren erhöhen Eingang in China zu verschaffen. Gerade deutsche Waren werden jetzt im fernen Osten stärker denn je verlangt. Die Magic" will nicht nur das Delkredere für alle ihren Ausstellern überwiesenen Aufträge übernehmen, sondern auch Akkreditive bei ersten deutschen Banken stellen, um gegen Aushändigung der Dokumente sofort die entsprechenden Mit aller Kraft warf sich das Innsbruder Kommando nunmehr auf die Organisation der„ Tiroler Standschüßen", einer althistorischen Einrichtung aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges( Zuzugsordnung der Erzherzogin Claudia von 1632). Auf einem ganz allgemein gehaltenen Gesetze von 1913 fußend, das die Tiroler„ Schießstände" als landsturmpflichtige Körperschaften erklärte, wurden nunmehr alle Tiroler und Voralberger Standschützen zuerst in Züge, dann in Kompagnien und Bataillone zusammengefaßt, mit Wassen, Munition und Trains, im letzten Augenblide sogar auch mit Soldatenuniformen versehen und auf diese Weise aus ihnen eine Art Bauernmiliz ge= macht. Unsäglich waren die Schwierigkeiten, die sich diesem Werk entgegenstellten. Jedes Gewehr, jede Patrone, jedes UniformAssun ZIGARETTEN unverandert in Qualität u. Format 4 ADLER- COMPAGNIE A.G. Nr. 9. Fakturenbeträge auszahlen zu lassen. Das Geschäft mit China wird sich also nicht nur durch die ständige Muster- Ausstellung. sondern auch durch die prompte und angenehme Abwicklung in allerfürzester Zeit außerordentlich beleben. Wie wir hören, wird die Gründung der Magic" in den einschlägigen deutschen Industrie und Handelstreisen sehr begrüßt. stüd mußte buchstäblich erbettelt oder mit Liſt aus irgend einem der Hinterlandsdepots ergattert werden. Auch vor den„ Standschüßen", diesem Letzten, was die Tiroler Heimaterde herzugeben hatte, machte die begehrliche Hand der Heeresleitung nicht Halt. Zwar konnten die Standschützenformationen nicht ohne weiteres auf ferne Kriegsschauplätze gefahren werden, davor schützte sie das Gesez. Dafür aber wurde aus ihnen den Winter und das Frühjahr 1915 über der letzte auch nur halbwegs wehrfähige Mann unter dem Titel der berüchtigten Musterungen" herausgepreßt. In den Norden 1926. Billige Reisen für den deutschen Mittelstand und zugleich die Beziehungen zwischen Deutschland und dem stammerwandten Norden zu fördern, hat die offiziöse und gemeinnügige Nordische Gesellschaft auch für dieses Jahr wieder eingerichtet. Dreitägige ganz billige Fahrten nach Kopenhagen, 14tägige Reisen quer durch Schweden, Fahrten nach Finnland und endlich Dreiwochen- Reisen durch Schweden und Norwegen werden während des ganzen Sommers regelmäßig stattfinden. Besonders sympathisch ist, daß in jedem Fall nur fleine Gruppen reisen, daß als Führer nur wirklich gebildete sachkundige Herren in Frage kommen und daß die Reisen einen gewissen Studiencharakter tragen. Die Nordische Gesellschaft hat einen gut ausgestatteten Sammelprospekt über alle von ihr für diesen Sommer geplanten Reisen herausgebracht, den sich Interessenten bei der Hauptgeschäftsstelle, Lübed, Schüsselbuden 2, anfordern mögen. Der kritische Mai 1915 fand daher Tirol bis zum Weißbluten ausgesogen und buchstäblich jedes wehrhaften Mannes bar. Das Letzte aber, was das arme Land an Männlichkeit noch hatte, Greise und Kinder, Untaugliche und Invalide, harrte, in 44 Bataillone und 23 selbständige Kompagnien formiert, in seinen heimatlichen Behausungen auf den Ruf des Kaisers. Der Harnisch, den Tirol sich mit so großen Opfern im Laufe von neun Sorgenmonaten aus eigener Kraft geschmiedet, be= stand seine Feuerprobe in den folgenden Wochen glänzend. Während das deutsche Alpenforps und die übrigen Verstärkungen noch aus der Ferne heranrollten, hielten die Tiroler und Voralberger Standschüzen in dem vom Stilfserjoch bis an die Kärntner Grenze reichenden Fels- und Schneegräben treue Wacht. Wo die ersten Alpinipatrouillen in den Tagen nach dem 23. Mai über die Grenze vorfühlten, stießen sie auf bechtgraue Gestalten, pfiff ihnen totsicheres Tirolerblei entgegen. Wo es nahmsweise einmal zum Handgemenge tam, wehrten sich die Großpäter samt den Enkeln wie die Rasenden. Lebendig fiel keiner den., Wallischen" in die Hände. - aus= War es zu verwundern, wenn die Jtaliener auf den großangelegten Theatercoup hereinfielen? Wenn die italienische Heeresleitung allmählich den Eindrud erhielt, als stünden in all den Gräben rings um Tirol nicht eilends zusammengetrommelte Bauernhausen, sondern wirkliche Soldaten. Die Tuberkulose ist in Deutschland heilbar. ADB. Ohne die Bedeutung des Hochgebirges für die Behandlung der Tuberkulose damit herabsetzen zu wollen, hat das Deutsche Zentralkomitee zur Bekämpfung der Tuberkulose auf Grund eingehender Erörterungen über Maßnahmen zur Unterbringung tuberkulöser und tuberkulösgefährdeter Kinder folgende Entschließung gefaßt: Jm Deutschen Reich sind alle klimatischen Faktoren, die zur Heilung der kindlichen Tuberkulose notwendig sind, vollkommen ausreichend vorhanden." Diese Erkenntnis zwang den Feind, seinen Kriegsplan plöglich zu ändern. Aus war es mit dem ,, Spaziergang nach Wien und München", den man dem königlichen italienischen Heere dreiviertel Jahre lang weisgemacht hatte, aus mit dem„ Einmarsch" in das heißbegehrte ,, Trentino". Fast zwei ganze fönigliche Armeen wurden nunmehr langsam, vorsichtig, systematisch, rings um Tirol bereitgestellt und nicht früher losgelassen, bis das letzte Geschütz und der letzte Mann zur Stelle war. Als es aber dann endlich so weit gediehen, war es zu spät. Zum Angriff übergehen, stießen die königlich italienischen Truppen überall bereits auf deutsche Helme und sonstige frisch herangefahrene f. u. f. Truppen und bissen damit auf Granit. Der Angriff selbst, vor wenigen Tagen noch ein Kinderspiel, wurde Auch der Reichsgesundheitsrat hat sich bei der Festlegung seiner Richtlinien für die Unterbringung von tuberkulöser und tuberkulösgefährdeter Personen auf diesen Standpunkt gestellt. Deutschland hat an Tuberkuloseheilstätten durchaus keinen Mangel. Sie zeichnen sich alle durch hygienisch einwandfreie Einrichtungen und eine große Sorgfalt in der Behandlung aus. Die deutschen Lungenheilanstalten liegen an der See, in der Niederung und im Mittelgebirge. Von wissenschaftlich einwandfreier Seite ist vor kurzem, ohne Widerspruch zu finden, betont worden, daß man in die deutschen Kurorte alle Tuberkulösen schiden könne, daß man aber unter den Tuberkulösen, die man in das Hochgebirge schickt, eine sorgfältige Auswahl treffen müsse, da das Hochgebirge in einer Gruppe von Fällen, die sich nicht leicht abgrenzen läßt, geradezu schädlich wirkt. Ans Nah und Fern. Weilburg. Der langjährige Vorsitzende der Limburger Handelskammer, Kaufmann Theodor Kirchberger, ist im Alter von 68 Jahren verstorben. Mit ihm ist eine um Weilburg hochverdiente Persönlichkeit aus dem Leben geschieden. Viele Jahre war Kirchberg Mitglied des Magistrates; während des Krieges führte er in völlig uneigennütziger Weise die Geschäfte der Lebensmittelversorgung im Oberlahnkreise. Die demokratische Partei verliert mit Kirchberger eines der führenden Mitglieder. Limburg, 26. Febr. In der gestrigen Schwurgerichtsverhandlung fanden die traurigen Vorgänge am 8. Dezember 1925 in Waldhausen, durch die ein 22jähriger Landwirt Noll den Tod erlitt, ihre gerichtliche Sühne. Der 20jährige Paul LangenEine günstige Einkaufsmöglichkeit bietet die neue Doppelpadung von Schaumpon mit dem schwarzen Kopf". Sie enthält 2 Beutel, für zweimalige Kopfwäsche ausreichend, und kostet 35 Pfg. Die bekannte Einzelpadung ist auch weiterhin für 20 Pfg. erhältlich. Achten Sie aber in jedem Fall auf die Schußmarte ,, Schwarzer Kopf". nun zum schwierigsten Beginnen und endete mit einem fläglichen, in der ganzen Welt belächelten Mißerfolge. Dies aber war unbestreitbar das Werk der Tiroler Landesverteidigung. Es ist fraglich, ob sich in dieser ideallosen Zeit von heute einmal Männer finden werden, die die Geschichte der einzelnen Standschützenbataillone schreiben werden. Sicher wären sie des Niederschreibens wert. Hier sei nur vorweg festgestellt für alle Zeiten: Dieser Standschüßenausmarsch von 1915 war das größte Blutopfer, das ein Bolt jemals seinem Herrscher gebracht hat. In der ganzen Weltgeschichte ist kein Fall bekannt, daß ein Bolt sich so zum Kampfe gestellt hat bis zum Weißbluten, bis zum legten, allerlegten Mann! Unvergeßlich wird jedem der Eindrud sein, den in den folgenden Wochen die verödeten Tiroler Dörfer machten. Generalleutnant Kraft D. Dellmensingen äußerte damals, gelegentlich einer Frontfahrt einen Mitteltiroler Ort passierend, zum Verfasser: „ Ich sehe im ganzen Dorje feinen einzigen Mann. Nur Weiber, alte Greise und kleine Kinder. Wo sind denn eigentlich alle Tiroler?" Ihre Blüte liegt in Ostgalizien begraben. Was davon noch lebt, ist eben hinter den Russen her. Und die ganz Jungen und die ganz Alten stehen dort, wo wir eben hinfahren, den Welschen gegenüber." Generalleutnant v. Kraft schwieg und wir fuhren weiter, zwei Stunden lang durch viele Tiroler Orte. Plöglich jagte er, der deutsche General, mit weicher Stimme, indem er an den Helm griff: „ Ich neige mich vor dem Opfermute des Tiroler Boltes. Etwas Größeres gibt es nicht auf Erden. ¹) Die völkergejezwidrige Behandlung und Unterdrückung der heldenhaften Tiroler in jüngster Zeit durch die Italiener hat in Deutschland allgemeine Teilnahme gewedt. Ein wahrer Deutscher fühlt mit unseren Brüdern und darum wird dieser Artikel gerade jetzt größtes Interesse finden. Wir wollen dabei nicht vergessen, daß die Tiroler durch diese heroische Tat die Feinde auch von der bayerischen Südgrenze und damit aus Deutschland, fern gehalten haben. ) Aus des Verfassers noch ungedrudtem Werte„ Die Tiroler Landesverteidigung im Weltkriege". Sonnabend, den 27. Februar 1926. bach, der dem Roll den tödlichen Schlag verjegte, wurde wegen Rörperverlegung mit tödlichem Ausgang zu drei Jahren Gefängnis und in die Kosten des Verfahrens Derurteilt. Berbilligung an der Frankfurter Frühjahrsmesse. Angesichts der wirtschaftlichen Lage hat das Megami in Frankfurt a. M. sich um weitere Verringerung der Spejen bemüht. Bezüglich Unterkunft und Verpflegung hat Frankfurt a. M. zu Messezeiten immer eine rühmliche Ausnahme gebildet; aber auch hier ist es gelungen, zur Frühjahrsmesse, die vom 11. bis 14. April stattfindet, weitere Vorteile zu bieten. Kajjel. Wie Oberbürgermeister Dr. Stadler in der letzten Stadtverordnetenversammlung mitteilte, ist der Anschluß der Stadt Kassel an das deutsche Flugverkehrsnek nunmehr gesichert, und zwar wie wir hören an die Oft- West- Linie BreslauGleiwig Leipzig- Halle- Kassel- Dortmund mit Anschluß an Rotterdam und London. Die Kosten werden wahrscheinlich weniger als 30 000 Mart im Jahre für Kajjel ausmachen. Wiesbaden. Die englische Besatzungsbehörde hat das größte Kino am Plate, ben Lichtspielpalast Walhalla" in der Mauritiusstraße, mit jämtlichen bazu gehörenden Wirtschafts- und Erfrischungsräumen für die gleichen 3wede beschlagnahmt. Das Kino verfügt über nahezu 1000 Gigplätze. Die Uebergabe ist bereits erfolgt. Der Ausfall für die Stadt an Einnahmen für Bergnügungssteuer hierdurch ist nicht unbedeutend. Heidelberg, Febr. Eine der befanntesten militärischen Bersönlichkeiten, der hier im Ruhestand lebende General von Mogner, tonnte vor einigen Tagen seinen 80.Geburtstag begehen General von Mogner hat bereits an den Felbzügen von 1866 und 1870-71 teilgenommen. Vor dem Weltkrieg war er fieben Jahre lang Gouverneur von Straßburg. Nach Kriegsausbruch wurde er zum stellvertretenden Kommandierenden General des 21. Armeekorps in Saarbrüden ernannt. Heidelberg. Wie das Städtische Berkehrsamt der Stadt Heidelberg mitteilt, sind die Termine der berühmten Schloß. beleuchtungen in Heidelberg in diesem Jahre auf den 2. Juni, 1. Juli und 11. Auguft festgesetzt. Heidelberg, Febr. Wie von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, dürften, nachdem nunmehr der Reichstag die Fortführung der Nedartanalbauten beschlossen hat, die Bauarbeiten oberhalb Heidelbergs( 1926) beginnen. Die Stauarbeiten jollen jedoch erst im Frühjahr 1927 in Angriff genommen werden. Vorher sind noch die Vorarbeiten für das Stauwehr an der Hirschgasse bei Heidelberg, für das bekanntlich ein Preisaus schreiben ausgeschrieben wurde, zu erledigen. Die Staustufe oberhalb von Heidelberg wird 1927 fertig sein. Weiterhin soll bis Heilbronn aufwärts eine Staustufe zur Ausführung gebracht werden. Aus aller Welt. Ein deutscher Kunstgewerbetag in Dresden. In diesem Jahre wird in Dresden eine Internationale Kunstausstellung und eine große Gartenbauausstellung stattfinden. Ferner wird der Dresdner Kunstgewerbeverein in diesem Jahre sein 50jähriges Bestehen feiern. Aus diesem Anlaß hat der Verband deutscher Kunstgewerbevereine beschlossen, seinen Delegiertentag nicht, wie ursprünglich in Aussicht genommen, in Hannover und Hildesheim abzuhalten. Vielmehr soll der Delegiertentag in Dresden stattfinden, und gleichzeitig soll ein allgemeiner deuts scher Kunstgewerbetag ausgeschrieben werden. Ein Sammler von Palästen. Eine merkwürdige Sammelleidenschaft, die freilich einen sehr realen Hintergrund hat, verfolgte einer der neuen amerikanischen Multimillionäre, Benjamin Winter. Er fauft nämlich, wie der„ Newyork Herald" meldet, die Paläste der Dollarkönige in der Newyorker Fünften Avenue zusammen. Winter hat die bekannte Laufbahn so vieler Millionäre der neuen Welt durchgemacht. Er kam vor 20 Jahren als mittelloser Einwanderer aus Polen, verkaufte Zeitungen im Newyorker„ East End" und arbeitete sich zum reichen Manne herauf. Winter hat in den letzten Monaten Paläste der besten Gegend Newyorks für nicht weniger als 40 Millionen Marf getauft. Seine letzte Erwerbung, die ihn 15 11 Gießener Zeitung" Millionen toitete, ist das Haus der Mrs. Henry White, das dem Banderbilt- Balajt gegenüberliegt, den er vor einigen Wochen taufte, nachdem er vorher das Vincent Aftor- Haus erworben hatte. Der eigenartige Sammler" will die Paläste in 35stödige Woltentrazer umwandeln. Fromme Bestien. Eine Menagerie vierter Klasse braucht zur Schlußapotheje des Direttor mit bengalischer Beleuchtung einen Löwen, da der vorhandene angeblich furz vorher Irepiert war. Ein tollfühner fleiner Schuster, gewonnen durch die Idee, eine Erira- Mart als Honorar verjubeln zu können, läßt sich des alten Löwen Haupt und Haut anlegen. Neben ihm soll zwar der Königstiger fauern; doch man versichert, die Bestie jei äußerst wohlgezähmt, die Löwenhaut ein vorzüglicher Schuh, und im Notfall tönne man ja die Scheidemand schnell herunterlaffen. Die Sache geht vor sich; der Direktor steht vorn inmitten von Bären und Snänen, im Hintergrunde liegen die noch wilderen Tiere. Das bengalische Licht geht aus, das Gatter raffelt hernieder.„ Gelobt sei Gott!" ruft der Löwe. In Ewigkeit Amen!" respondiert zitternd der Königstiger. Fisch im Neg. Ein Geistlicher in einer reichen Abtei zu Florenz der eines Fischers Sohn war, lie täglich ein Retz am Tisch in seinem Zimmer ausspannen, um sich an seinen Ursprung zu erinnern. Diese zur Schau getragene Demut verhalf ihm dazu, daß er zum Abt gewählt wurde. Nachher bediente er sich des Netzes nicht mehr. Als man ihn nach der Ursache fragte, antwortete er:„ Nun ist es nicht mehr nötig, der Fisch ist gefangen." Neue Bücher. Familienbuch. Anleitungen und Vordrude zur Herstellung einer Familiengeschichte. Zusammengestellt und herausgegeben Don Dr. Walter Scheidt, Privatdozent für Anthropologie an der Universität Hamburg. J. F. Lehmanns Verlag, München. Das Familienbuch enthält die Aufzeichnung aller derjenigen Dinge, welche jeder Mensch von sich und seinen Angehörigen wijen muß, wenn er sein Leben so gestalten will, wie es die lebensgesetzlichen( biologischen) Grundlagen seines Daseins verlangen. Es trägt den Bestrebungen Rechnung, die heute von vielen mit Eifer verfolgt werden, nämlich Ahnengeschichte, die Geschichte der entfernten Verfahren der Familie von den Urgroßeltern des Vaters und der Mutter an rüdwärts zu betreiben. Ausführungen über Entstehung und Bedeutung der Familiennamen, Schilderung und Wiedergabe von Familienzeichen, Hausmarken, Familienwappen fönnen in dem Buch Platz finden. Es lostet in vornehmem Bukram- Leinenband 10 Mark. Gudmunder Kamban, Ragnar Finnsson. Roman. Berechetigte Uebertragung von Elfe von Hollander- Lossow. 446 Seiten. In Ganzleinen Mr. 8,50. Verlag Georg Westermann, Braunschweig und Hamburg.- Einen psychoanalytischen Roman könnte man dieses Buch nennen, wäre es nicht weit mehr: ein Kunstwerk. das in wundervoll geschauten Bildern jenen geheimnisvollen Zwang der Entwidlung ahnen läßt, unter dem sich Glied um Glied zur Kette menschlichen Schicksals zusammenfügt. .. ,, Heute wollte er gut gegen alle sein", so beginnt das Buch immer wieder fehrt das Motiv, aber die Entwicklung führt über den Mißerfolg, der ihn, den Begabtesten unter seinen Altersgenossen auch im praktischen Leben verfolgt, in den Ab. grund..." Werner Jansen, Geier um Marienburg. Roman. 280 Seiten. In Ganzleinen gebunden Mt. 6.- Verlag Georg Westermann, Braunschweig und Hamburg. Man hat Werner Jansen den Erneuerer des deutschen historischen Romans genannt und mit Recht. Seine Sprache hat an Fülle und dabei doch an Prägnanz und Kraft der Bildhaftigkeit gewonnen. Der geschichtliche Stoff ist ihm starkes Erlebnis geworden, und aus diesem Erlebnis heraus sind die prachtvollen Gestalten seines Buches voll ursprünglicher Lebendigkeit erwachsen, so daß der Dichter sie uns menschlich nahe bringt. Heute, da die polnische Gute Rheinweine direkt vom Weingut bezogen sind heute billiger, als alle ähnlichen Getränke. Sie wirken belebend, anregend, erheiternd, sind darum angenehme Hausgenossen. Zu beziehen in Fässer und Flaschen in jeder Menge vom Weingutsbesitzer P. Chr. Saalwächter Schriftliche Heimarbeit nur für Damen bzw. Hausfrauen. Hoher Verdienst. Rückporto: Garl Bierwirth, Gabi. Versand, Hannover, Jiernbagenerstraße 10 Nieder- Ingelheim a. Rh. Verkaufe zwei sprungfähige Eber. elinässen Ich bin befreit vom 1. Tage an, wo ich von Ihrer Methode Gebrauch machte, bin ich Einj.- Abitur Institut Boltz, Sth. Karl Dippel, das Uebel los. So schr. Heirat! Schöne 22 jährige Deutsch- Amerikanerin mit 350 000 Dollar u. mehreren Häusern Ilmenau Thür. 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Siegel, Aufkirch Möllendorfstrasse 94.( Schwaben.) Rüdport. Nr. 9. Brandung wiederum gegen den deutschen Osten anstürmt, mag dieses Buch von ostmärkischer Vergangenheit Gedenken und Mahnung zugleich sein. Otto Haujer, Rassebilder. 268 Seiten. Mit 160 Abbildungen. In Ganzleinen Mt. 7.- Verlag Georg Westermann, Braunschweig und Hamburg. Zahlreiche Bildnisse berühmter Männer und Frauen und hervorragende Werte der bildenden Kunst sind das Material, aus dem der Verfasser dieses ebenso lehrreiche wie unterhaltsame Buch geschaffen hat. Diese Auswahl reicht völlig aus, um eine Anleitung zu geben, aus gewissen äußeren Merkmalen auf die Rassezugehörigkeit und da= mit auch auf die inneren Grenzen der Mitmenschen zu schließen, die jedem zugezogen sind durch sein Blut. So stellt Hausers Buch eine bedeutsame Anleitung zur Menschenkenntnis dar. diese für das praktische Leben so ungeheuer wichtige Fähigkeit weiter ausbauen und vervollkommnen will, wird gewiß mit Freuden zu diesem Buche greifen. Wer Otto Hauser, Reine Lebensführung. 174 Geiten. In Ganzleinen Mt 4,50. Verlag Georg Westermann, Braunschweig und Hamburg. Der Verfasser sagt im Vorwort: Dieses Buch will Klarheit geben. Es ist wieder hauptsächlich für die Jugend bestimmt, für Jungen wie Mädchen. Es geht davon aus, daß Lebensvorgänge jenseits von Rein“ und„ Unrein" stehen, daß sie eben Tatsachen sind, die nicht etwa dadurch ,, rein" werden, daß man von Ihnen nichts weiß." ,, Der Kaufmann überm Durchschnitt". Jm Verlage Dr. M. Kreymann, Chemnitz, sind die ersten acht Hefte der von Bruno Beide redigierten erscheinenden Monats- Zeitschrift mit der Beilage Der schreibende Kaufmann" erschienen. Die Zeitschrift zeigt deutlich, was sie selbst, ihr Herausgeber und ihr Schriftleiter will: Nicht mehr und nicht weniger als die machtvolle große Welt des Kaufmanns widerspiegeln, fördern, vorwärts bringen helfen. Jeder der vielen unterhaltenden oder belehrenden Artikel ist beschwingt, lebhaft, mitfortreißend geschrieben. Durch das Gesetz vom 19. Dezember 1925 find wieder die lohnsteuerfreien Beträge geändert bezw. erhöht worden. Auch sind die Lohnsteuer- Tabellen von K. Seidenschnur im Verlag E. Meier, Berlin N. 54, Brunnen- Straße 181, erschienen, ohne die bei der schwierigen Ermittelung der Lohnsteuer kein Arbeitgeber oder Lohnbüro mehr auskommen tann. Die Preise sind 1,10 für die Tabellen für wöchentliche, 1,50 M für monatliche und 0,70 für tägliche Lohnabrechnung bei postfreier Zustellung einschl. Nachnahmegebühr. * Südtirol. Mussolinis Rede über Südtirol, in der er aus altem deutschen Kulturland eine rein italienische Angelegenheit machen will, hat in der gesamten Welt ob ihres aggressiven Tones einen für den italienischen Diktator nicht gerade günstigen Widerhall gefunden. Es ist sehr zu begrüßen, daß die illustrierte Zeitung, J. 3.", Stuttgart, in ihrer neuesten Nummer einige treffliche Tiroler Illustrationen bringt, die die Schönheit des von Italien so heiß begehrten Landes eindrucksvoll dartun. Verlag Ringier u. Co., 6. m. b. H., Stuttgart, Preis 20 Pfg. Verantwortlich: Christian Klein in Gießen. Schmerzlos und sicherer als alle neuen Mittel wirft das alte berühmte Radlauersche Hühneraugenmittel, jeit über 60 Jahren im Handel. Kein Pilaster! Preis 80 Pfg. Nur echt mit der Aufschrift Radlauers Kronenapotheke, Berlin 24, Friedrichstr. 160. Erhältlich in den größeren Apotheken und Drogerien., Warum sollen wir inserieren? Jedem Kaufmann und Handwerker der Neuzeit sollte es bekannt sein, daß man durch fortlaufendes Annoncieren nicht nur bei seiner bisherigen Kundschaft in steter Errinnerung bleibt, sondern auch neue Abnehmer erwirbt. Die großen u. modernen Geschäfte, welche das Inserieren rationell betreiben, gewinnen immer mehr an Ausdehnung, während andere, die sich dieses unerläßlichen Verkehrsmittels nicht bedienen, zurückbleiben, denn Stillstand ist Rüdgang. Das erwäge jeder vorwärts strebende Geschäftsmann und " inseriere ständig in der Gießener Zeitung" 39. Jahrg. Gie Erscheint: Sams Sezugspreis 40 Pfg. monatli Redaktionsschluß früh 8 Uhr.— Für- endang nicht verlangter Manuskrip Sonntagsged Von ſtillen Sonntagsſtunden wo Die wir sie einst erlebten, wo All werschonte und Freuen über die Ge Feierlichein. Heute wird es vielen Halten. Sorgen und Nöte der Wo Sonntag hinein und doch ruft es b ner Feierstunde, nach einem stillen Und doch könnten wir trok aller M sein. Wer kann es sein? D eine Wochenarbeit durchsonnen ließ. riht gering denti, der Wertarbeit lei ruch stehen mag, der in erster Linie Berdienstes schafft, sondern um der Sanzen willen, der seine Arbeit auf her Bellsarbeit. Wer so sein Tun auffaßt, der ba Saterland und löst die schweren Ret venn Millionen Hände sich so rühren Freude und Zuversicht die Arbeit durc en den anderen denkt, dann finden Slid und können fröhlich sein. Mit at unfere Freude. Die Arbeit ist die große Bildneri readet Segen dem Einzelnen und e ms muß sie die Erlöserin sein aus de ür uns der Führer bergauf, um wi omment. Wir wollen trumm hinterm Und unser Schweiß sei der Und sollten wir nie ein& Wir wollen nicht müde we Wir wollen nicht müde we Daß Kräfte ringen im fle So läßt sich kein deutsches Der Glaube an uns bringt Für Freiheit und Der Vorstand des Hessischen Ha Bandes hat einstimmig folgende chloſſen: In der Sitzung des hessischen Regierung beschlossen worden, an der und an der Technischen Hochschule in Scholastische Philosophie", das sind sophie im Sinne der katholischen Ki Aurichten. Dieser Antrag ist von der Regi schaftlichen Not unseres Landes, aller Ausgaben zwingt- wie w gegen dem Willen der beiden S Mach unwidersprochenen Zeitungs zu diesem Vorgehen lediglich da das Zentrum die Einrichtung de Berbleiben in der gegenwärtigen macht hat. Im Namen der Evangelische theben wir Einspruch dagegen, d unferer Hochschule politischen Par wird und daß erhebliche Mittel werden, Lehrstühle einzurichten, fie in erster Linie nicht der Pfle dern der Propaganda der katho hulen dienen." Um den Gesezentwurf a abb Im Anschluß an unseren B Handwerks beim Reichskanzler men wir der Redlinghäuser Vo Artitel über praktische Handwer Die Handwerkervertreter i Ten inzwischen nicht müßig gewe Abg. Eer vom Zentrum die timmung jeines Fraktionsvorst Reichstanzler Dr. Luther nach Kollegen aus den drei andere ständigung mit der neuen Regi lung des Preisabbaugesetzes zu diese Besprechung im Beijei Dr. Curtius und des Reichstor gewerbe, Geheimrat Soppe, Worten die sachlichen und po jalne Teile des Gesetzes sprech Die feitens des Handwerks g Der Preisabbaubewegung. Die partei), Bartschat( Demokrat) partei) ergänzten und unters führungen ihres Kollegen vor Behandlungen war. daß für d