Str. 38. esellschaft, Berlin cung om 8. September 1926 hat beschlos 35 000 000 R- M. durch Ausgabe von ab gewinnberechtigten KommanditAusschluss des gesetzlichen Bezugs Kommanditanteile hat eine Bankenervon 20000000 R.-M., eingeteilt in manditisten zum Bezuge anzubieten. s in das Handelsregister eingetragen e Kommanditisten auf, das Bezugs lusses bis zum chliesslich esellschaft, Berlin Hamburg, Hamburg ankverein A.-G. in Köln e der vorgenannten ferner: ellschaft Filiale Breslau, Ischaft Filiale Dresden, alt, Abteilung Dresden, o- Gesellschaft, Filiale Frankfurt a. M Bank, esellschaft, Fillale Halle a. S., Kaempf& Co., urg, bei der Vereinsbank inHamburg, sellschaft, Filiale Hannover, 0, onn A.-G. schaft A.-G., verein A.-G., ie, nd bei deren Abteilung Becker& Co., t A.-G., ellschaft, Filiale München, hsel- Bank, Ischaft, Filiale Nürnberg, hsel- Bank, eordneten Nummernverzeichnis vern Empfang genommen werden kann, teilscheinbogen einzureichender 0 RM neuer Kommanditanteile zum zahlung gewährt. ziehenden Kommanditisten. gen provisionsfrei. Falls er im Wege zugsstellen die übliche Provision in es werden Kassenquittungen ausgeertigstellung gegen Rückgabe dieser berechtigt, aber nicht verpflichtet, zu prüfen. ditanteile ist bei der Anmeldung des Möglichkdit diesen Wünschen zu entzugsrechten sowie die Regulierung Namen lautenden nteile. mmanditanteile 60001-100000 e gleichzeitig mit der Ausübung teile in Inhaber- Anteile gemäss können. i den oben genannten Stellen den Stempelaufdruck versehen Disconto- Gesellschaft. beilungnachgeprüfte und bestätigte gläneration ohne Berufsstörung, ohne ß selbst approbierte Aerzte sich und r Methode behandeln lassen. ter Arzt, schreibt: gen, Ihnen mitteilen zu können, daß Brüchen durch Ihre Behandlungs e, die ich selbst früher nie für mögen Kollegen erregten diese Erfolge zu widerlegen. Institut für orthopädische Bruchtätige ich, daß mein Bruchleiden inf Jahren vollständig geheilt ist. ohne Beschwerden verrichten. Christian Veniß, Konstanz. icht mehr. Ich kann Ihre Methode G. Bertram, Oschersleben, ch behaftet ist, nur empfehlen. jezt vollständig geheilt. M. B. Wettelbrunn. aß der Bruch meines Sohnes Roberi eheilt ist. Aug. Bopp, Cadenberge. beglaubigte Zeugnisse Geheilter lieapprobierten, speziell ausgebildeten Bahnhofs- Hotel Lenz, Freitag, den vormittags. t für orthopädische Bruchbehandlung vorm. Dr. med. S. L. Meyer. rn, die uns nachzumachen versuchen, überhaupt zu kennen. Erft prüfen, 39. Jahrg. Samstag, den 25. September 1926. Nr. 39. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pig. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rück. lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Einberufung des Hessischen Landtags. Darmstadt, 24. September. Wie verlautet, wird der Hessische Landtag zur Beschlußfaſſung über das Volksbegehren auf Auflösung des Hessischen Landtags auf den 12. Ottober ds. Js. einberufen. Die Sigungen werben sich nur auf wenige Tage er streden, worauf die Regierung den Tag der Volksabstimmung, vermutlich vier Wochen später, festsetzen wird. Amnestie im besetzten hessischen Gebiet. Im Berfolg der Amnestieabmachungen wurden am Montag in Mainz aus dem französischen Militärgefängnis 20 deutsche Gefangene entlassen und den deutschen Behörden übergeben. Weiterhin hat die Rheinlandkommission die vor dem Ruhrkampf im besetzten hessischen Gebiet verfügten Ausweisungen aufgehoben. Abtransporte am Rhein. In den letzten Tagen haben die Abtransporte französischer Truppen nach Frankreich begonnen. Nachdem Ende August eine halbe französische Jägerbrigade in einer Stärke von 700 Mann deutsches Gebiet verlassen hat, handelt es sich jetzt um die Besatzungsverminderung, die vor den Genser Verhandlungen zwischen Briand und dem deutschen Botschafter in Paris, Herrn von Hoesch besprochen worden ist. Bei diesen Besprechungen hatte Briand im Auftrage der französischen Regierung erklärt, daß im Laufe des Monats September eine Verminderung der französischen Truppen im Rheinland in Höhe von etwa 5000 bis 6000 Mann erfolgen soll. Die hess. Sänger für das Reichsehrenmal am Rhein. Der Hessische Sängerbund nahm anläßlich seines in Mainz stattgefundenen ersten Sängerbundesfestes einstimmig eine Ents schließung an, in der die zuversichtliche Hoffnung ausgedrüdt wurde, daß schließlich doch noch als geeignetste Stätte dankbaren deutschen Gedenkens an die im Weltkriege für das Vaterland gefallenen Söhne unseres Volkes die Toteninsel bei Lorch am Rhein erwählt werden. Geschichtliche, ästhetische, kulturelle und politische Gründe verlangten, daß das Reichsehrenmal am Rhein errichtet werde. Anläßlich des Hessischen Sängerbundesfestes hatte die Stadt Mainz einen Fremdenzustrom zu verzeichnen, wie wohl noch nie. Allein mit der Eisenbahn sind mindestens 60 000 Gäfte hier angekommen. Rechnet man noch die vielen anderen hinzu, die mit Straßenbahnen, Autos, etc. sowie zu Fuß hierher gekommen sind, so dürfe mit einer Gesamtzahl von rund 80 000 Besuchern des Sängerbundesfestes zu rechnen sein. Ein Schlag gegen das Tiroler Deutschtum. Das italienische Unterrichtsministerium hat angeordnet, daß vom 1. Oktober ds. Js. ab in den deutschen Unterklassen der Realschulen in Bozen und den slowenischen Unterklassen der Realschule in Udine sowie in den noch bestehenden Klassen der Lehrerseminare von Tolmein und Bozen die italienische Unterrichtssprache eingeführt wird. Damit hört das deutsche Schulwesen in Südtirol auf zu bestehen. Die Professoren dieser Anstalten wurden in den Ruhestand versetzt. Parteitag der D. V. P. Der volksparteiliche Handels- und Industrieausschuh ist im Anschluß an den Reichsparteitag der D.V.P. in Köln zu einer Sigung auf den 4. Oktober, 10 Uhr vormittags, in das WilhelmMarg- Haus am Hindenburgwall einberufen worden. Große Koalition und D. V. P. Berlin. Bei der Hanseatentagung der volksparteilichen Fraktionen der Hansestädte sprach der Vertreter Hamburgs auch über die nun schon seit fünf Jahren bestehende Große Koalition in Hamburg. Er erklärte, sie habe sich bewährt. Die Politik der Deutschen Volkspartei im Hamburg in der Großen Koalition findet in allen Kreisen der Parteifreunde rolle Anerkennung. Vor dem Abschluß der Eisenpaktverhandlungen? Maßgebende deutsche Industrievertreter, die an den Pariser Eisenpaktverhandlungen teilgenommen haben, sind der Auffassung, daß in dieser Woche noch eine Einigung mit Belgien stattfinden werde. Frankreich habe dem Eisenpakt endgültig zugestimmt. Sobald der Eisenpakt abgeschlossen sei, dürfte auch das internationale Schienenkartell endgültig zustandekommen. Kirche und Sozialdemokratie. Am 11. Juli haben in Baden die Neuwahlen zur Landessynode stattgefunden. Bei dem Ergebnis ist besonders bemerkens= wert, daß der„ Boltskirchenbund evangelischer Sozialisten" 27 395 Stimmen und damit 7 Sige erlangt hat, während er es 1920 nur auf 11 763 Stimmen und 3 Abgeordnete gebracht hatte. Er kann also eine Zunahme von über 100 Prozent verzeichnen. Für ein Bismard- Nationaldenkmal. * Mit dem Sitz in Köln ist ein Verein zur Errichtung eines Bismard- Nationaldenkmal gegründet worden, dessen Vorstand Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postscheckkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Eine gewaltige Sturmtatastrophe ist über Florida niedergegangen. 1200 Tote und 6000 Berlegte find festgestellt. Nach den bisher vorliegenden Meldungen sind mindestens 1000 Personen getötet und mehrere Tausende verlegt worden. ,, Times" zählt allein in Miami 500, in Hollywood 200 und in Fort Lauderdale 200 Tote. Jm Hafen von Miami wurden 150 Schiffe zerstört, deren Bemannung( mehrere hundert Mana) er= trunken ist. Der Sturm ist der schwerste, der jemals über Amerifo hinweggeangen ist. Er riß eine 60 Meilen breite Bresche in die Küste Floridas und ließ überall Zerstörungen und Elend zurüd. Der Ortan brach, von Westindien tommend, über die Bahamainsel nach Florida ein. Das Barometer erreichte einen nie gekannten Tiefstand. Der Sturm dauerte neun Stunden und erreichte zeitweise 140 Meilen Geschwindigkeit. Miami wurde in zwei Flutabständen heimgesucht. Die zweite Flutwelle vernichtete in der Stadt alles, was die erste verschont hatte. Die meisten Wolkenkrager sind eingestürzt. Sämtliche Häuser sind vernichtet oder wenigstens schwer beschädigt. In Miami ist der Belagerungszustand verhängt. Mehrere Ortschaften in der Nähe von Miami find gänzlich vom Erdboden verschwunden. 1. a. angehören: Reichsminister des Aeußeren Dr. Stresemann, Reichskanzler a. D. Dr. Luther, Reichsminister a. D. Dr. Jarres. Am 16. und 17. Oktober veranstaltet der Verein in Hannover einen ersten deutschen Bismardtag. Vor den Neuwahlen in Sachsen. Der Sächsische Landtag trat Donnerstag nachmittag zu seiner ersten Vollsizung nach den Sommerferien zusammen. Der Präsident teilte mit, daß die Regierung die Absicht habe, Neuwahlen für den Landtag auf den 31. Oktober auszuschreiben. # Die deutschen Spareinlagen. Trotz der Arbeitslosigkeit nehmen die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen allmonatlich zu, und zwar wachsen sie in den letzten Monat durchschnittlich um 100 Millionen Mark im Reich. Die Gesamtsumme der Spargelder hat heute bereits 2½ Milliarden Mark überschritten. Allerdings betrug beispielsweise im Januar der Ueberschuß der Einlagen noch 166 Millionen im Monat, er fiel dann im Februar auf 138 Millionen, im März auf 107 Millionen, um von da an konstant zu bleiben. Was die Wohnungszwangswirtschaft kostet. 58,400 Beamte. 816,000 Brozesse. 584,4 Millionen Mark. Das Fachblatt des deutschen Möbeltransportes schreibt: Der Reichstagsabgeordnete Lude hat kürzlich eine Zusammenstellung über die Kosten der Wohnungszwangswirtschaft veröffentlicht. Danach ergibt sich folgendes: a) Aufwand für etwa 30,609 Beamte usw. bei den Wohnungs- Aemtern 19,800 Beamte usw., die sich mit der Bearbeitung von Wohnungsangelegenheiten bei den Gerichten beschäftigen, und 8000 Steuerbeamte für die mit dem Wohnungswesen zusammenhängenden Steuern. Zum Aufwand von 58,400 Beamten müssen an Gehältern gezahlt werden etwa 273 Millionen Mart; b) an Verwaltungskosten etwa 100 Millionen Mark; c) 816,000 Prozesse im vorigen Jahre verursachten Kosten in Höhe von 122,4 Millionen Mart. Zusammen 586,4 Millionen Mark. Das würde auch ohne b) rund eine halbe Milliarde jährlich ausmachen. Streit in einem kommunistijchen Betrieb. Essen, 22. September. Daß eine kommunistische Zeitung sich bei einem Streit veranlaßt sieht, die Forderungen der Arbeitnehmer als unbillig zu bezeichnen und den Arbeitgeber in Schutz zu nehmen, wird manchem Leser kaum glaubhaft erscheinen. Und doch hat sich dieser seltsame Fall dieser Tage in Essen zugetragen. Es handelt sich allerdings nicht um Differenzen in einem privaten oder staatlichen Betriebe, sondern die eigene Belegschaft des tommunistischen„ Ruhrecho" hatte es gewagt, wegen Lohndifferenzen geschlossen die Arbeit niederzulegen. In einer in Nummer 219 des„ Ruhrechos" veröffentlichten Darstellung der Geschäftsleitung wird über die Ursache des Streitfalles mitgeteilt, daß die Druckerei sich gezwungen gesehen habe, infolge Unrentabilität des Betriebes Lohnkürzungen vorzunehmen, die zwischen 11 und 22 Prozent schwanken. Die Belegschaft und der Betriebsrat wollten indes nur einer 5prozentigen Lohntürzung zustimmen. Die fommunistischen(!) Unternehmer wissen aber in solchen Fällen schon, was sie zu tun haben, um Herr im eigenen Hause zu bleiben. Es wurden die kommunistischen Stadtdelegierten zusammenberufen, die das„ Urteil der Partei" verkündeten, daß den kommunistischen Betriebsräten wegen ihres untommunistischen Verhaltens schärfstes Mißtrauen auszusprechen sei. Schon nach 2 Tagen mußte die Belegschaft zu Kreuze kriechen und die Arbeit wieder aufnehmen. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lofal 12 Pig, die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Plat porschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Vollllischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Um sich vor einer Wiederholung derartiger unliebsamen Vergänge zu schützen, wäre den Kommunisten zu empfehlen, es in ihren eigenen Betrieben mit dem im tommunistisch- bolschewistischen Rußland üblichen Verfahren zu versuchen. Dort ist bekanntlich das Streiken radikal verboten und zieht unter allen Umständen die sofortige Entlassung nach sich. Es ist recht interessant, dez in derselben Ausgabe des„ Ruhrecho", die die erwähnte Darstellung ,, in eigener Sache" enthält, der Bericht über Streitigteiten im staatlichen Bergbau mit den Ueberschriften„ Schamloser Betrug an den Arbeitern der Staatsbergwerte"- ,, Strupellose Ausbeutung der Arbeiter und Angestellten" versehen ist. Sudetendeutschland und die deutsche Ostfront. Von Vizeadmiral a. D. v. Trotha, 1. Vorsitzenden des Sudetendeutschen Heimatbundes Berlin. ( Geschäftsstelle: Berlin SW. 68, Zimmerstraße 87.) Der diesjährige Reichsverbandstag des Sudetendeutschen Heimatbundes führt die Sudetendeutschen, die im Reiche ihre zweite Heimat fanden, vom 2. 4. Oktober nach Breslau, das seit Jahrhunderten die stärkste Festung des Reiches gegen die slavische Flut ist. Die Eigenart unserer staatlichen Entwicklung hat es bisher verhindert, daß aus diesem Kampf um die Landnahme sich ein ostdeutsches Gesamtempfinden entwickelte, das in unserer Notzeit das Deutschtum zwischen Ostsee und Adria zu gemeinsamem politischen Handeln hätte bestimmen können. Immer stärker wird bei den jungen slawischen Staaten der geschlossene Wille, an unserer Ostgrenze ein festes System dem deutschen Wall entgegen zusetzen. So fordert die feindliche Zielsetzung heute mehr denn je von uns, der festen Bindung, die die deutschen Ostlande eint, inne zu werden. Denn nur in ihr liegt die Gewähr, daß unser Volkstum genügend Raum gewinnt, um mit allen seinen Kräften wieder fest im Boden zu wurzeln. In diesem Ringen aber muß die Behauptung der böhmischen Festung erstes Ziel sein und hierin ruht die Bedeutung des Sudetendeutschtums im Befreiungskampf des deutschen Volkes. Ein geschichtlicher Rüdblid läßt die entscheidende Lage der umkämpften Landschaft erkennen. Als das Römerreich seine Herrschaft rhein- und donauabwärts vorschob, zielte Böhmen in die Mitte der feindlichen Stellung. Wenn auch die römischen Heere an der Weser und der mittleren Elbe zum Stehen kamen, so erkannte doch das freie Germanentum das Reich Marbods im Sudetenraum als den natürlichen Kern germanischer Großreichsbildung an. Die Römer zerstörten es, um sich vom Druck auf das mittlere Donaubeden zu befreien. Im zweiten Jahrhundert wiederholt sich dieselbe Lage: die Markomannen wirken tief nach Ungarn hinein, dessen Völfer an ihrer Seite kämpfen. In diesen Beziehungen des Raumes nach Norden wie nach Südosten offenbart sich die politische Mittelstellung, die Böhmen immer wieder in der Geschichte des deutschen Volles auszeichnet. Als nach der Wanderungszeit der osteuropäische Raum von den Slaven eingenommen wurde, hat doch niemals der Einfluß der germanischen Grenzstaaten auf die neuen Herren des Bodens aufgehört; ja, für die Sudetenländer selbst steht fest, daß die germanische Siedlung nie ganz erloschen ist. Fast ein Jahrtausend später aber greift Böhmen als Machtfaktor im mitteleuropäischen Sinne in das Geschick des deutschen Volkes ein. Der Kampf Ottokars gegen Rudolf von Habsburg, in dem jener auf dem Marchfelde sein Leben ließ, ging nicht nur um den Besitz, sondern um die politische Vorherrschaft. Deutsche ritterliche Kultur zog über den bayrisch- böhmischen Grenzwald. Mit Ottokars Sohn, dem König Wenzel, erblühte Prag als eine Stätte deutschen Minnesangs, der eine Kette deutsch- slawischer Fürstensitze nachfolgten. So grüßen wir im Beginn des 14. Jahrhunderts in Herzog Heinrich von Breslau, dem Markgrafen Otto mit dem Pfeil von Brandenburg. dem Herzog Wizlav von Rügen im ganzen Osten eber- und niederdeutscher Zunge eine Schar von singenden Fürsten. Staiser Karl IV. erhob Prag zur Hauptstadt des Reiches und suchte über Brandenburg hinaus an die Ostsee nach Lübed vorzustoßen, wie er im Südosten durch die Heirat Siegismunds den deutschen Einfluß in Ungarn sicherstellen wollte. Wie ein Nachklang dieser Gedanken mutet uns Wallensteins persönliches Streben an, von Böhmen her festen Fuß in Stralsund zu gewinnen und somit die Herrschaft über die Ostsee zu erreichen, während auf der an deren Seite die Protestanten immer von neuem sich an Bethlen Gabor von Siebenbürgen wenden, um von Südosten her eine Entscheidung über den gesamten deutschen Often herbeizuführen. Es ist derselbe Drang, der den Außenminister Friedrich des Großen, den Grafen Herzberg, veranlaßt, nach der Eroberung Schlesiens die Weichselmündung in die Hand zu bekommen und Preußens Bündnissystem bis nach der Türkei, gegen die Sieben. bürgen die Grenzwacht Europas hatte. auszudehnen. Wir spüren, wie die Versuche des Deutschtums, von Böhmen her die deutsche Ostfront politisch zu ordnen, in den Plänen der Tschechen wieder aufgenommen werden, und so die junge tsche-chische Nation in eine jahrtausend alte Tradition des Kampfes zwischen Deutschen und Slaven hineinstellen. Noch fizzt in den Wäldern der Randgebirge, auf der Scholle, in den Städten des Sudetenlandes deutsches Boltstum. Die tschechischen Machthaber vertrieben es mit Gewalt aus seinen Stellungen. Wo heute noch deutsches Land ist, hat morgen das tschechische Bodenamt vielleicht schon seine Hand darauf ge= legt. Wo heute sich deutsche Arbeiterhände noch regen, fann morgen tschechisches Kapital sein Herrenrecht geltend machen. Wo heute noch in den Schulen deutsche Gebete und deutsche Lieber flingen, erzieht man morgen ein Geschlecht, das weder recht deutsch noch tschechisch spricht und schreibt. Und hinter allen täglichen Nöten mahnt das deutsche Blut, das in sieben Jahren der Gewaltherrschaft den Boden tränkte, seiner nicht zu vergessen. Der Prager Dom aber fündet, daß dieses Land aus deutschen Kräften seine Gestalt gewann. Jm Berauntal spricht noch heute die Burg Karlstein von den Zeiten, in denen die Kleinode des heiligen Reiches in ihrem Schuge ruhten. Noch geht das Sudetendeutschtum im Glauben an sein Recht und in der Wehrkraft deutschen Mannestums jeinen Weg. Auch das Reich hält ihm die Treue. Sonnabend, den 25. September 1926. Die Wertzuwachssteuer in Hessen. Bon der im§ 16 des Finanzausgleichsgesetzes vom 10. August 1925 eingeräumten Befugnis zur Erhebung einer Wertzuwachssteuer bei Beräußerung von Grundstüden machen jekt nach und nach die hessischen Gemeinden Gebrauch. Als Grundlage dient den Gemeinden eine vom Minifterium des Innern ausgearbeitete Musterjagung, die im Hessischen Regierungsblatt Nr. 14 vom 3. August 1926 abgebrudt ist. Der Vorgang beweist, daß feine Gelegenheit zur steuerlichen Heranziehung des Haus- und Grundbesitzes ungenutzt gelassen wird, mag auch die innerliche Berechtigung und die juristische Begründung den Steuervorfall noch so unbegründet erscheinen lassen. Es handelt sich wiederum um eine Steuer, die sich ausschließlich auf den Saus- und Grundbesitz beschränkt. Die Steuer ist eine Sondersteuer für den Haus- und Grundbesig. Dieser Umstand wird keineswegs badurch abgeschwächt, daß die Steuer mut in den Fällen erhoben wird, wo der Erwerb des veräußerten Objettes in die Jahre 1919 bis einschl. 1924 fällt. Die Besteue rung des Wertzuwachses und die teilweise Ueberführung des Grundstückserlöses in die öffentliche Hand bedeutet eine KonJession an bodenreformerische Forderungen. In Hessen hatten wir, wie in den meisten anderen Bundesstaaten, bereits vor dem Kriege eine Wertzuwachssteuer. Man hat hiervon Gebrauch gemacht bis weit in die Inflationszeit hinein. Aus den phantastischen Papiermarkzahlen hat man dem Beräußerer noch einen Wertzuwachs fonstruiert und ihn Wertzuwachssteuer bezahlen lassen, eine Handlung, die eigentlich gegen die guten Gitten verstößt, weil sie die Unerfahrenheit des Besteuerten rechtswidrig zu seinem Nachteil ausnutzte. In Wirklichkeit haben damals die Veräußerer für ihre Objekte nur einen Bruchteil ihrer Gestehungstoften erhalten. Diese Tatsache ins Gegenteil zu verkehren, aus einem Verlustgeschäft einen Gewinn zu errechnen und diesen angeblichen Gewinn noch zu versteuern, legt Zeugnis ab von der Verwilderung, die bei uns in der Nachkriegszeit auf steuerlichem Gebiet eingerissen ist. Die Ungerechtigkeiten, die die Wertzuwachssteuer mit sich bringt und die Beschränkung auf den Haus- und Grundbesitz hätten Anlaß genug sein sollen, diese Steuer nicht wieder ans Tageslicht zu bringen. Für den Haus- und Grundbesitz bedeutet die Steuer eine Doppelbesteuerung eines etwaigen auf Grundstüdsverkauf zurückzuführenden Vermögenszuwachses, denn zunächst hat er von dem etwaigen Mehrerlös die Wertzuwachssteuer zu zahlen und den übrig bleibenden Betrag muß er nochmals bei der allgemeinen Vermögenszuwachssteuer versteuern. Es ist also in bester Weise dafür gesorgt, daß dem Beräußerer wenig oder gar nichts übrig bleibt. Daß diese rigorose Besteuerung der volkswirts schaftlich äußerst wichtigen Kapitalneubildung direkt entgegenarbeitet und die kleinsten Ansätze hierzu hauptsächlich beim Mittelstand zerstört, liegt auf der Hand. Das hemmungslose Geldbedürfnis der Verwaltungen macht aber vor derartigen Erwägungen nicht halt. Wer sich im Jahre 1914 für 50 000 G.-Mt. ein Haus erwarb, dasselbe im Jahre 1921 für 100 000 Papiermart, gleich 1000 G.-M., verkaufte, mußte Wertzuwachssteuer bezahlen. Kaufte er sich sofort ein anderes Objekt für denselben Preis, so mußte der Verkäufer ebenfalls Wertzuwachssteuer bezahlen und der Käufer mußte den ihm um die Steuer geminderten Kaufpreis aus anderen Mitteln ergänzen oder er mußte dem Verkäufer einen Betrag schuldig bleiben, den er diesem heute auswerten muß. Verkauft er nach dem 1. Oftober 1926 das 1921 für 100 000 M gekaufte Haus weiter für nur 15 000 M, jo muß er wiederum Wertzuwachssteuer bezahlen, obwohl er doch nur 15 Prozent des Gestehungspreises erhält; denn wenn die 100 000 M im Jahre 1921 gegenüber den Gestehungskosten von 50 000 Min 1914 einen Gewinn darstellten, so kann doch unmöglich der heutige Verkaufpreis von 15 000 M wiederum als Wertzuwachs angesehen werden. Es kann konsequenterweise nur eines geben: entweder man geht rein ziffernmäßig vor, dann hätte 1921 ein Wertzuwachs stattgefunden, oder man geht von dem Wert der Veräußerungssumme aus, dann wurde 1921 mit Verlust verkauft und die Wertzuwachsbesteuerung war damals unberechtigt. Die volijandige Außerautassung der steuer..... en Gepflogenheiten beim Erwerb des Objektes bedeutet eine Ungerechtigkeit ohnegleichen. Es war aber nie die schwache Seite der Verwaltungen, bei Steuergesetzen sich moralischen Betrauj tungen hinzugeben. Richtunggebend ist einzig und allein der materielle Erfolg, der um so größer zu werden versprint, je weiter sich der Gesetzgeber vom Rewis- und Billigkeitsstandpunkt entfernt. Die Wertzuwachssteuer wird für jedes einzelne VeräußeWirtschaftliche Gasfeuerung. Veredelung der Kohle, auch eine Forderung des Tages! Nicht mit Unrecht, denn am Qualm der Fabrikschlote sicht man es, wie heute noch ungeheure Energiemengen und zerstörte Wertstoffe infolge unmittelbarer und oft sehr primitiv eingerichteter Verfeuerung der Kohle verschwendet werde... Andererseits verbindet man mit dem Wort: Rohlenver edelung" aber auch oft unberechtigte Erwartungen. Es ist feineswegs wirtschaftlich, eine jede Kohle auf Gewinnung von Venzol, hochwertigen Delen oder Leuchtgas zu verarbeiten. Nur solche Kohlen, die reichen Gehalt an leichtflüchtigen Bestandteilen ha= ben, kommen hierfür in Betracht, also vor allem Brautohlen, dos gegen nur ein verhältnismäßig fleiner Teil der heute geförder ten Steinkohlen. Eine Art der Veredelung ist indessen gerade für die an flüchtigen Bestandteilen armen Steinkohlen( Anthrozite) sowie auch für Koks, Braunkohle und bitumenreiche Abfallstoffe, wie Holz, Torf u. a. anzuwenden, das ist die Bergafung. Die Vorzüge der Gasfeuerung für Oefen aller Art und für Kessel, sind außerordentlich groß und beruhen hauptsächlich in der sauberen und einfachen Handhabung, im einfachen Transport des Gases, in der leicht einstellbaren Heizwirkung. Namhafte industrielle Werke, an der Spitze die Mutter des Gasmotors, die heutige Motorenfabrik. Deutz A- G., Köln- Deutz erstrebten deshalb das Ziel einer Verbilligung und Eigenerzeu gung eines guten Heiz- und Kraftgases bis herab zu den kleinsten Anlagen. So entstanden zunächst die Gaserzeuger für Anthrazit, Kofs und Holzkohle. Bald darauf gelang es( der damaligen Gasmotorenfrabit Deus), auch die Vergasung von Gießener Zeitung' rungsgeschäft gesondert behandelt. Es wird deshalb auch feinerlei Rüdficht auf etwaige Verluste bei anderen gleichzeitig abgeschlossenen Veräußerungsgeschäften genommen. Wer ein feit vor dem Krieg im Befit befindliches Haus mit einem Vortriegsgeftehungswert von 100 000 G- Mt. heute für 30 000 R- Mt. verkauft, hat doch zweifellos einen Verlust erlitten, der durch die heutige viel geringere Kauftraft der Mart noch wesentlich größer ist als er ziffernmäßig zum Ausdrud fommt. Verkauft derselbe Verkäufer ein weiteres erst im Jahre 1921 für 200 000 Mart erworbenes Haus( wofür damals auch Wertzuwachs steuer erhoben wurde) heute für 30 000 M, so hat er für den zweiten Verkauf bis zu 30 Prozent des angeblichen Gewinns an Wertzuwachssteuer abzuführen, obwohl er für die beiden Häuser längst nicht die Gestehungskosten des vor dem Krieg be sessenen einen Hauses erhalten hat. Hierzu tommt, daß der Gestehungspreis aus der Inflationszeit in Reichsmart umgerech net wird nach der dem Aufwertungsgesetz beigegebenen Goldmarttabelle, in der der tatsächliche Wert der damaligen Papiermart im Inland nur zum Teil zum Ausdrud tommt. Die Folge dieses eigenartigen Steuergebahrens wird, mehr noch wie in früheren Jahren die sein, daß der Grundstücksmarkt durch Unterbindung des Grundstüdsumjayes ungünstig beeinflußt wird. Ob der dadurch verursachte Ausfall an Grunderwerbssteuern durch den erhofften Eingang an Wertzuwachssteuer ausgeglichen wird, diese Frage bleibt zunächst offen. Zweifellos verursacht aber die Wertzuwachssteuerberechnung und das Rechtsmittelverfahren wesentlich höhere Verwaltungskosten. Nicht nur wegen ihrer bodenreformerischen Tendenz, sondern auch wegen des steuerlichen Unrechts, des Charafters der Steuer als Sonderbelastung und nicht zuletzt wegen der hemmenden Wirkungen auf den Grundstücksmarkt, dem man heute im Interesse der Förderung der Neubautätigkeit und der Behebung der Wohnungsnot jegliche Erleichterung angedeihen lassen sollte, und schließlich wegen der Nichtberücksichtigung von Vermögensverlusten, muß die Wertzuwachssteuer vom Haus- und Grundbesitz aufs entschiedenste bekämpft werden. Die steuerliche Ausbeutung des Haus- und Grundbefizes gehört neben all den traurigen Erfahrungen einer jahrelangen 3wangswirtschaft zu den betrübendsten Erscheinungen der Nachkriegszeit und reiht sich anderen für das Wirtschaftsleben nicht minder verhängnisvollen Regierungsmaßnahmen würdig an. Zu diesen Erscheinungen gehört in erster Linie die Wertzuwachssteuer mit all ihrem schlechten Eigenschaften. Mit Ausnahmegesetzen fann bekanntlich jeder Esel regieren, mit Ausnahmegesetzen fann man auch eine zeitlang den Wohnungsmarkt regulieren mit einem Erfolg, den wir täglich vor Augen sehen, mit Steuerdiktaten, die jedes Verständnis für Recht, und für die Belange der Wirtschaft vermissen lassen, fann man schließlich auch ein Finanzwesen notdürftig im Gleichgewicht halten, wenigstens solange, bis die Kuh ausgemolken ist. Die Tatsache, daß dieser Zeitpunkt trotz der wirtschaftlichen Erschütterungen, die nicht zuletzt auf den in den letzten Jahren getriebenen Steuerraubbau zurückzuführen sind, bis jetzt noch nicht eingetreten ist, oder die Folgen noch nicht im vollen Ausmaße zur Auswirkung gekommen sind, legt Zeugnis ab von dem Selbsterhaltungswillen der deutschen Wirtschaft und vornehmlich des Mittelstandes, der seine Position tagtäglich gegen fistalische Angriffe zu verteidigen gezwungen ist. Die von dem Ministerium des Innern ausgearbeitete Mustersatzung wurde in einer Reihe von Städten und Gemeinden bereits zur Annahme gebracht. Jn Darmstadt tritt die Werizuwachssteuer bereits am 1. Oktober 1926 in Kraft. Die durch Zeitungsnotizen hervorgerufene Besorgnis, daß Veräußerungsgeschäfte, die bereits vor dem 1. Oktober 1926 abgeschlos= sen, die Ueberschreibung im Grundbuch bis zu diesem Zeitpunkt aber nicht vorgenommen sei, ebenfalls von der Steuer erfaẞt werden könnten, wird mir vom Ministerium als unbegründet bezeichnet. Es wäre ja auch ein neues Unrecht, wenn man Veräußerungsgeschäfte, die vielleicht schon vor mehr als einem Jahr, als noch niemand mit einer Wertzuwachssteuer rechnete. abgeschlossen wurden, aus irgend welchen Gründen aber im Grundbuch noch nicht gewahrt sind, rückwirkend zur Wertzuwachssteuer heranziehen würde. Nachstehend wird die Mustersatzung des Ministeriums zum Abdrud gebracht. Ihre Annahme ist z. B. in Darmstadt in unveränderter Fassung erfolgt. Ich behalte mir vor, auf einzelne Bestimmungen demnächst zurückzukommen. Drucksachen Albin Klein. bituminösen Brennstoffen, wie Brauntohlenbrifetts und schließ Tich auch Holz, Holzabfälle, Torf, Rohbraunkohle und vielen an dereen Abfallstoffen in einwandfrei arbeitenden Anlagen burch zuführen. Das bedeutete eine Umwälzung in der gesamten Gass wirtschaft. Während bei der Leuchtgasfabrikation nur die gasförmig in der Kohle vorhandenen Stoffe ausgetrieben werden und be deutende Mengen von Rots im Prozeß abfallen, beruht das Wesen dieser Gaserzeuger nicht auf Entgajung, sondern auf Bergasung. Es wird die im Gaserzeugerschacht verbrannte Kohle, wie der Chemiker sagt, reduziert, d. h. in brennbares Kohlenornogas verwandelt. Hierzu gesellen sich die verschiedenen aus dem Brennstoff gas und dampfförmig ausgetriebenen brenn baren Bestandteile, wie Methangas, Teer und Benzindämpfe usw. Die große Hitze, die in der Brennzone des Gaserzengers herrscht, erzwingt ferner die Zerspaltung( chemich gesprochen) des miteingeführten Wasserdampfers in Wasserstoffgas und Sauerstoff, sodaß schließlich in den Gaserzeugern ein sehr gutes, heizfräftiges Gas auf billigste Weise erzielt wird. Bei Vergajung bituminöser Stoffe( z. B. Holz) ist es häufig vorteilhaft, die Teerdämpfe vor Verwendung niederzuschlagen und andererwärts zu verwerten. Das Gas dient nun, wie gesagt, zur Kraft wie auch zur Sitze- Erzeugung. Heutzutage ist der Gasmotor, der mit jo gewonnenem Gas arbeitet und sich das Gas aus dem neuzeitlichen Gaserzeuger selbst heransaugt, vielerorts die billigste Kraftmaschine, die es gibt. Defter wird das Gas einer oder mehreren Gasmaschinen automatisch regulierbar zugedrückt. Nr. 39. Bierjahrhundertfeier der Einführung der Reformation in Hessen. Auf Anregung des Landeskirchenamtes findet am 30. Oftober ds. Js., dem Tage vor dem Reformationsfest, in allen Schulen für die evangelischen Schüler und Lehrer eine Schulfeier statt, die der 400jährigen Wiederkehr des Jahres gewidmet ist, in dem in Hessen die Reformation eingeführt wurde. Nach der Schulfeier fällt für die evangelischen Schüler und Lehrer der Unterricht aus. Oberhessische Verkehrsfragen. Sonnabend, den 25. Gepten ung sowohl für die Reichs- und die Kommunen allgemeine Gültigh arbeit müsse auch ein Qualitätsp Schlusse wies der Redner auf die bin, die noch viel zu wünſchen üb die Handwerksordnung nicht zustan Distusion beteiligten sich u. a. H genderziehung sprach, Weißbinde auheim, der sich über das Vergeb Der Vorsitzende des Ortsgewerbever tirliche Veranlagung bei der Eink Es referierten ferner noch Landtag Lauterbacher- Dieburg über die Org Direktor Schüttler über allgen fendere über die Neuregelung der dabei den neuen Steuegefehentwurf f gen fämtlicher Redner fanden den B fammlung. Auf Einladung der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. fand am vergangenen Sonnabend zu Gießen eine Besprechung über Fahrplanfragen statt, an der u. a. Vertreter des Hessischen Finanzministeriums, der oberhessischen staatlichen und städtischen Behörden, der Industrie und Handelskammern Friedberg und Gießen, der Verkehrsorganisationen, an ihrer Spitze der Hessische Verkehrsverband( Darmstadt) sowie oberhessische Landtags= abgeordnete beteiligt waren. Nach einer mehrstündigen Aussprache, in der die dringenden oberhessischen Verkehrswünsche von den zahlreichen Anwesenden eingehend dargelegt wurden, stellte der Fahrplandezernent der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. eine Reihe von Verbesserungen gegenüber dem den oberhessischen Verkehrsbelangen feineswegs ausreichend gerecht werdenden Entwurf zum Winterfahrplan in Aussicht. Vor allem sollen die D- Züge 275/276 zwischen Frankfurt a. M.- Gießen- Dortmund und zurück gefahren werden. Außer den dringenden Wünschen für die oberhessische Hauptstrede Frankfurt a. M.- Gießen ge= langten Beschwerden über unzureichende Verkehrsverhältnisse hessischen Bahnen und zwar den Hauptbahnen Gießen- Fulda und namentlich an Sonn- und Feiertagen auf den anderen oberGießen Gelnhausen sowie den oberhessischen Rebenbahnen zur Erörterung. Mit Nachdrud wurde allerseits betont, daß es feineswegs angehe, den Sonntagsverkehr in Oberhelfen in einer Weise zu beschneiden, die einen Verkehrsaustausch zwischen Stadt und Land, der gerade für den Sonntag in Frage komme, außerordentlich erschwere, in vielen Fällen aber geradezu anmöglich mache. Besonders begrüßt wurde es, daß der maßgebende Fahrplan dezernent, Herr Reichsbahnoberrat Bieg Frankfurt a. M., einige wenige Verbesserungen auch für den Sonntagsverkehr in Oberhessen in Aussicht stellte. Die ansehnliche Versammlung, die in ernstem und sachverständigem Meinungsaustausch bis in den Nachmittag hinein tagte, war sich darüber flar, daß die grundsätzlichen erheblichen Verkehrseinschränkungen für den Sonntags. verkehr für die Folge unter allen Umständen fallen müssen, wenn nicht die hessische Provinz Oberhessen gegenüber anderen Gebietsteilen schwer benachteiligt werden soll. Man erwartet in Oberhessen bestimmt, daß spätestens im Sommer 1927 mit der überlebten Uebung, den Personenverkehr an Sonn- und Feier tagen stark zu drosseln, endgültig gebrochen wird. Auf Theater und Mode ist die soeben erscheinende Ausgabe der ,, Eleganten Welt" völlig eingestellt und zeigt in einem interessanten Artikel ,, Modenschau im Rampenlicht" letzte Neuheiten. Für den Herrn dürfte ein Artifel über elegante und praktische Regenkleidung von Interesse sein. Preis 1 Mart. Oberhessischer Handwerkertag. Im Anschluß an die in unserer Stadt stattgefundene Garten. bau- und Elektrizitätsausstellung fand eine Jungmeisterscier an läßlich der Ueberreichung von Meisterbriefen an 200 Meisterinnen und Meister statt. Der Ueberreichung der Meisterbriefe ging eine akademische Feier voraus. Gegen 11 Uhr wurde durch den Vorsitzenden des Gewerbe- Vereins Gießen Prof. Dr. Krauss müller der Oberhessische Handwerkertag eröffnet. Reichstagsabg. Malermeister Havemann aus Hildesheim sprach über„ Die Lage im Handwerk und die brennendsten Tagesfragen". Er plädierte vor allen Dingen für eine vernünftige Einkommen steuer und die Notwendigkeit der Kommunen, Zuschläge zu den Einkommensteuern zu erheben, allerdings mit gewissen Sichers heitsmaßnahmen, so daß die Zuschläge in einem gewissen Ver hältnis zu den übrigen Steuern stehen und diese Regelung leine Erhöhung der Gewerbesteuer mit sich bringt. Hinsichtlich der Hauszinssteuer bemerkte der Redner, daß diese teine dauernde Einrichtung bleiben könne und vor allen Dingen ihrem eigent lichen Zweck, dem Wohnungsbau, zugeführt werden müsse. Betreffs der Kreditfrage betonte der Redner, daß man das Handwert mit Krediten seinerzeit sehr stiefmütterlich behandelt habe, er lehnt weitere Sonderkredite ab, verweist auf die Selbsthilfe. Bei dem Vergebungswesen begrüßt er die Arbeit des Reichsverdingungsausschusses, und hofft, daß die Reichsverdingungsord Fast noch wichtiger wurde das Generatorgas für die Feue rungswirtschaft. Grundsätzlich die gleichen Vorzüge, die in der Hauswirtschaft bei Uebergang von Kohle auf Gasfeuerung emp funden werden, manchen sich in viel stärkerem Maße bei der Jn dustrie geltend. Die insbesondere von der Motorfabrik DeuyA.-G. im Laufe der Jahre durchgebildeten Heizgasanlagen fanben z. B. Eingang in die Eisen, Stahl und Metall verarbeiten. den Industrien zum Glühen, Härten, Vergüten, Schmieden, Trodnen, Löten, in die chemische Industrie, Ladfabriken, Farbenfabriken, Linoleumfabriken, Bleichereien, Appreturen, Email lierwerke, Glasfabriken. Ja, auch Bäckereien arbeiten sehr günstig mit den sauberen Gasbadöfen. Die Bedienung der Gaserzeuger ist nicht schwer und wird bei größeren Anlagen größten teils mechanisch besorgt. Es ist kein Zufall, daß gerade in Deutschland, das auf wirt schaftliche Arbeitsverfahren in der Industrie besonders einge stellt ist, die Gasfeuerung eine weitgehende Ausbildung erfahren hat. Sie trägt nicht zum wenigsten dazu bei, die Wettbewerb fähigkeit deutscher Industrie gegenüber den Anstrengungen des Auslandes wirkungsvol zu erhöhen. Deutsche Schrift! Zur deutschen Sprache gehört die deutsche Schrift. Die Schrift hat sich den Lauten angepagt und bringt die Buchstaben, wie sie die Sprache verlangt. Wird also die deutsche Sprache in lateinischen Buchstaben geschrieben, so wirkt das fremd, weil die lateinische Schrift nicht alle die der deutschen Sprache eigenen Buchstaben besitzt. Im Schriftwechsel mit dem Auslande Lokale Sonntagsged Der Sommer ha! Abschied gen Fluren zieht der Hauch des Herbste Emmers; Rebel wallen über die Matten und Bergen aufwärts, sonn aber talt die Nacht; die Blätter find nieder, eines nach dem andern. Durch nem großen Sterben. Das macht den Menschen sinnend Glaube und ein Sehnen nach Unve Leben wohnt. Dieses Welken und Traver, wo er doch noch vor kurzem und Grünen sah, wohin auch sein fte. Soll all die Pracht und Sa alles Leben dahin sein, verblüht, ver Herbstnebel wallen auf und nied Menschen. Sie schaut im Sterben de auf Erden naht. Auch bei dir, o V tommen, früher oder später, und wie glühender Farbenpracht noch einmal d dein Auge in Erinnerung zurüd nad Frische des Lebensmai und nach dem an dem du deine Früchte reifen sahst So tommt auch einst der Herbst gelben, so bleicht dein Haar. Gines Erde, bis ein rauher Windſtoß das 1 langit gelodert war. Und alle Som dahin. Das ist das große Sterben.- Doch über die kahlen Felder treut schon neue Saat für neues Lebe Gefilden begegnen sich der Tod un alte Gottesgesetz verkünden beide: Aus der Stadtverordnete Die Stadtverordneten haben i timmig beschlossen, ein neues Bolts dungsschulgebäude zu errichten. Di hlüsse soll später geregelt werden. aprogramm wurde durch ein Zu Wohnungen vorsieht, ergänzt. Herr Beschluß, der eine Senkung der Ele * Straßensperrung. Wegen V werden die nachbenannten Straßen b Jehrverkehr gesperrt: die Ludwigst Liebigstraße; ab 23. 9. 1926 die Q traße und Aulweg; ab 30. 9. 192 Ludwigstraße und Frankfurterstraße Kreisamt. Wegen Kanalarbe 4 bis auf weiteres die Kreisstraße Gr Der Berlehr wird über die Straße * Bon der Universität. Auße wird bei dem am 21. und 22. Oktobe stattfindenden Helischen Reformatio nahme der hiesigen theologischen Fa Schwurgericht. Für die nächste . nur zwei Fälle zur Aburteilung ang Handlung am 27. September Wilh. F Bigen Totschlagsversuch und Wilder Albert Heftrich von Ober- Eschbach n it man meist gezwungen, sich der bien. Im Schriftwechsel zwisch aber niemals! Wenn Deutsche untereinander asianbischer Schriftzeichen zu bedi Denn alte Soldaten unter sich in i Drudjachen mit lateinischen Buchsta der geschicht das seit vielen Jahren, gleit, und wir sind heute gezwun bie Sachen noch aufzubrauchen. K Rebellungen wieder in den a Unsere Gebäftsstelle in Darmstadt mpfehlen, die verhältnismäßig billi erstklassiger deutscher Schriftaus Eine nachdenklich Eine Geschichte, die, wenn sie ni wird in der Parijer Zeitung, C amer Handwerker war wohlhabend bern einrichten. Da man ihm Featutage auch eine Gemäldegaleri Bei den modernsten Kunsthändlern Bilder, bedankte sich und ging fort, sielmehr Leinwand und Farben einen achtjährigen Entel, indem e Farben auf der Leinewand hinzum hm einfiele. Et gab ihm auch Rapieren. Das Kind beschmierte Delfarben, beschmugte Tische und M Str. 39. inführung der Reformation in Hessen. ndeskirchenamtes findet am 30. Ottovor dem Reformationsfest, in allen en Schüler und Lehrer eine Schulfeier Wiederkehr des Jahres gewidmet ist, rmation eingeführt wurde. Nach der vangelischen Schüler und Lehrer der Sonnabend, den 25. September 1926. nung sowohl für die Reichs- und Staatsbehörden wie auch für bie Kommunen allgemeine Gültigkeit erlange. Für QualitätsZum arbeit müsse auch ein Qualitätspreis bezahlt werden. Schlusse wies der Redner auf die Organisation im Handwert hin, die noch viel zu wünschen übrig lasse, und bedauert, daß die Handwertsordnung nicht zustande gekommen ist. An der Diskussion beteiligten sich u. a. Herr Stord Rendel, der über Jugenderziehung sprach, Weißbindermeister Grasenid- Bad lauheim, der sich über das Vergebungswesen verbreitete, und der Vorsitzende des Ortsgewerbevereins Lich, der gegen die willfürliche Veranlagung bei der Einkommensteuer Stellung nahm. Es referierten ferner noch Landtagsabgeordneter Schreinermitr. Lauterbacher- Dieburg über die Organisation im Handwerk und Direktor Schüttler über allgemeine Steuerfragen, insbe fondere über die Neuregelung der Gewerbesteuer, er erwähnte babei den neuen Steuegejegentwurf für Heffen. Die Ausführun gen sämtlicher Redner fanden den Beifall der gutbesuchten VerJammlung. he Verkehrsfragen. Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. nabend zu Gießen eine Besprechung an der u. a. Vertreter des Hessischen erhessischen staatlichen und städtischen und Handelskammern Friedberg und fationen, an ihrer Spitze der Hessische dt) sowie oberhessische Landtags n. Nach einer mehrstündigen Aus en oberhessischen Verkehrswünsche von 1 eingehend dargelegt wurden, stellte Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. Lokales. Sonntagsgedanken. Der Sommer hat Abschied genommen Ueber Wald und Fluren zieht der Hauch des Herbstes und färbt das Grün des Sommers; Rebel wallen über die Täler hin und steigen an Matten und Bergen aufwärts, sonnig ist zwar der Tag noc, aber falt die Nacht; die Blätter sind gelb geworden und fallen nieder, eines nach dem andern. Durch die Welt zittert ein Hauch vom großen Sterben. Jen gegenüber dem den oberhessischen Js ausreichend gerecht werdenden Entin Aussicht. Vor allem sollen die rankfurt a. M.- Gießen- Dortmund 1. Außer den dringenden Wünschen Strecke Frankfurt a. M.- Gießen ge unzureichende Verkehrsverhältnisse Feiertagen auf den anderen oberden Hauptbahnen Gießen- Fulda und den oberhessischen Nebenbahnen zur wurde allerseits betont, daß es leines: verkehr in Oberheisen in einer Weise erkehrsaustausch zwischen Stadt und nntag in Frage fomme, außerordent len aber geradezu unmöglich mache. es, daß der maßgebende Fahrplan: noberrat Pie zz- Frankfurt a. M., n auch für den Sonntagsverkehr in Die ansehnliche Versammlung, die gem Meinungsaustausch bis in den r sich darüber klar, daß die grundseinschränkungen für den Sonntags allen Umständen fallen müssen, wenn Oberhessen gegenüber anderen Geligt werden soll. Man erwartet in pätestens im Sommer 1927 mit der ersonenverkehr an Sonn- und Feiergültig gebrochen wird. ist die soeben erscheinende Ausgabe g eingestellt und zeigt in einem interu im Rampenlicht" letzte Neuheiten. Artikel über elegante und praltische sein. Preis 1 Mart. er Handwerkertag. unserer Stadt stattgefundene Gartenllung fand eine Jungmeisterfeier an von Meisterbriefen an 200 MeisterDer Ueberreichung der Meisterbriefe voraus. Gegen 11 Uhr wurde durch be- Vereins Gießen Prof. Dr. Krausndwerkertag eröffnet. Reichstagsabg. us Hildesheim sprach über„ Die ie brennendsten Tagesfragen". Er für eine vernünftige Einkommenit der Kommunen, Zuschläge zu den Den, allerdings mit gewissen Sicher e Zuſchläge in einem gewissen Veruern stehen und diese Regelung keine er mit sich bringt. Hinsichtlich der r Redner, daß diese keine dauernde und vor allen Dingen ihrem eigent sbau, zugeführt werden müsse. Bete der Redner, daß man das Handſehr ſtiefmütterlich behandelt habe, ite ab, verweist auf die Selbsthilfe. egrüßt er die Arbeit des Reichsverfft, daß die Reichsverdingungsord de das Generatorgas für die Feue ich die gleichen Vorzüge, die in der auf Gasfeuerung emp ig von Kohle a Das macht den Menschen sinnend, weil in seinem Herzen ein Glaube und ein Sehnen nach Undergänglichkeit, nach ewigem Leben wohnt. Dieses Welten und Sterben stimmt ihn zur Trauer, wo er doch noch vor kurzem ein Knospen, ein Blühen und Grünen sah, wohin auch sein Auge über Berg und Tal Streifte. Goll all die Pracht und Schönheit, aller Sonnenglanz, alles Leben dahin sein, verblüht, verweltt, gestorben? Herbstnebel wallen auf und nieder. Auch um die Seele des Menschen. Sie schaut im Sterben der Natur, was ihrem Leben auf Erden naht. Auch bei dir, o Mensch, wird ein Herbsttag tommen, früher oder später, und wie über Wald und Fiuren in glühender Farbenpracht noch einmal die Sonne leuchtet, so schaut dein Auge in Erinnerung zurüd nach der Jugend und all der Frische des Lebensmai und nach dem garbentragenden Sommer, an dem du deine Früchte reifen sahst. Go tommt auch einst der Herbst zu dir. Wie die Blätter gelben, so bleicht dein Haar. Eines nach dem andern fällt zar Erde, bis ein rauher Windstoß das letzte pflückt, das auch schon längst gefodert war. Und alle Sommerpracht, alles Leben ist dahin. Das ist das große Sterben. Doch über die fahlen Felder geht der Landmann und streut schon neue Saat für neues Leben aus. Auf den herbstlichen Gefilden begegnen sich der Tod und das Leben. Und das alte Gottesgesetz verkünden beide: ohne Sterben fein Leben. Aus der Stadtverordnetenversammlung. Die Stadtverordneten haben in der letzten Gigung einstimmig beschlossen, ein neues Volksschulhaus und ein Fortbil dungsschulgebäude zu errichten. Die finanzielle Seite der Beschlüsse soll später geregelt werden. Das diesjährige Wohnungsbauprogramm wurde durch ein Zusatzprogramm, das 50 neue Wohnungen vorsicht, ergänzt. Hervorhebung verdient auch ein Beschluß, der eine Senkung der Elektrizitätspreise vornimmt. * Straßensperrung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten werden die nachbenannten Straßen bis auf weiteres für jeglichen Fahrverkehr gesperrt: die Ludwigstraße zwischen Wilhelm- und Liebigstraße; ab 23. 9. 1926 die Wilhelmstraße zwischen Ebelstraße und Aulweg; ab 30. 9. 1926 die Alicestraße Ludwigstraße und Frankfurterstraße. zwischen * Kreisamt. Wegen Kanalarbeiten ist vom 23. ds. Mis. ab bis auf weiteres die Kreisstraße Grünberg Qued born gesperrt. Der Berkehr wird über die Straße Quedborn- Gießen geleitet. * Von der Universität. Außer der Universität Marburg wird bei dem am 21. und 22. Oftober in Homberg( Bez. Kassel) stattfindenden Hessischen Reformationsjubiläum auch die Teilnahme der hiesigen theologischen Fakultät erwartet * Schwurgericht. Für die nächste Schwurgerichtsperiode sind nur zwei Fälle zur Aburteilung angesetzt. Es fommen zur Verhandlung am 27. September Wilh. Fazbinder von Ober- Seemen wegen Totschlagsversuch und Wilderei und am 28. September Albert Heftrich von Ober- Eschbach wegen Mordversuchs. ift man meist gezwungen, sich der lateinischen Schrift zu bedienen. Im Schriftwechsel zwischen Deutschen untereinader aber niemals! Wenn Deutsche untereinander es nicht nötig haben, sich ausländischer Schriftzeichen zu bedienen, so ist es direkt falsch, wenn alte Soldaten unter sich in ihren Vereinen Stempel und Drucksachen mit lateinischen Buchstaben anfertigen lassen. Leider geschieht das seit vielen Jahren, meist wohl aus Gedankenlosigkeit, und wir sind heute gezwungen aus Ersparnisgründen diese Sachen noch aufzubrauchen. Kein Verein sollte aber bei Reubestellungen wieder in den alten Fehler zurüdkommen. Unsere Geschäftsstelle in Darmstadt ist gerne bereit, Firmen zu empfehlen, die verhältnismäßig billig Stempel und Drucksachen in erstklassiger deutscher Schriftausführung anfertigen. in viel stärkerem Maße bei der Insondere von der Motorfabrik Deutdurchgebildeten Heizgasanlagen fanisen, Stahl und Metall verarbeitenen, Härten, Vergüten, Schmieden, ische Industrie, Ladfabriken, FarbenBleichereien, Appreturen, EmailJa, auch Bädereien arbeiten sehr sbacköfen. Die Bedienung der Gaswird bei größeren Anlagen größtengerade in Deutschland, das auf wirtin der Industrie besonders eing ne weitgehende Ausbildung erfahren venigſten dazu bei, die Wettbewerb gegenüber den Anstrengungen des erhöhen. fiche Schrift! gehört die deutsche Schrift. Die angepaßt und bringt die Buchstaben, gt. Wird also die deutsche Sprache eschrieben, so wirkt das fremd, weil alle die der deutschen Sprache eige Schriftwechsel mit dem Auslande Eine nachdenkliche Geschichte. Eine Geschichte, die, wenn sie nicht wahr, doch gut erfunden ist, wird in der Pariser Zeitung„ Comoedia" erzählt. Ein ehrsamer Handwerker war wohlhabend geworden und wollte sich modern einrichten. Da man ihm sagte, daß ein reicher Mann heutzutage auch eine Gemäldegalerie befizzen müsse, so tat er sich bei den modernsten Kunsthändlern um, besichtigte eingehend die Bilder, bedankte sich und ging fort, ohne zu kaufen. Er erwarb vielmehr Leinwand und Farben und wandte sich dann an seinen achtjährigen Enkel, indem er ihn ermunterte, mit den Farben auf der Leinewand hinzumalen, was er sehe und was ihm einfiele. Er gab ihm auch einige bunte Bilder zum Kopieren. Das Kind beschmierte sich erst tüchtig mit den Delfarben, beschmutzte Tische und Möbel, machte sich dann aber Gießener Zeitung" Nr. 39. • Nachsendung von Postfachen. Wer in die Lage kommt, fis| in Stellung, der Junge befindet sich zur Kur in Bad Nauheim. feine Vostfachen nachsenden lassen zu müssen, tut gut daran, zu dem Nachsendungsantrag an das seitherige Zustellpostamt die amtlichen Vordrude zu benutzen, die an den Postschaltern und von den Briefträgern abgegeben werden. * Lebensretter. Der Gerichtsreferendar Kurt Neuenhagen von hier, ein Sohn des oberhessischen Landgerichtspräsidenten, rettete am 18. ds. Mts. den Arbeiter Ridert aus Gießen, der in der freien Lahn badete, trotzdem er des Schwimmens unfundig war, im letzten Augenblid unter eigener Lebensgefahr vom Tode des Ertrintens. * Adrehbuch der hessischen Kraftwagenbesiger. Der Hessische Verkehrsverband gibt im Auftrage des Ministeriums ein Adresbuch der Hessischen Kraftwagenbesitzer nach Nummern und Orten, mit einem Verzeichnis der Gasthöfe mit Garagen, der Reparaturwerkstätten, der Tankstellen usw. heraus und wollen sich Inter essenten an den Verkehrsverband in Darmstadt, Elisabethstr. 14, wenden. * Photographischer Wettbewerb. Der Hessische Verkehrsver= band will für einen illustrierten Abreißkalender und für seine Propaganda gute werbekräftige Aufnahmen vom Hessischen Lande erwerben. Es sind außer schönen Landschafts- und Städtebilder gute Aufnahmen von Kunstdenkmälern, Vollstrachten, Heimindustrie usw. erwünscht. Die Aufnahmen müssen für eine Reproduktion technisch sehr gut ausgeführt sein, der Verkehrsverband setzt Preise zu 300.-, 200.-, 100.-, 50-, 20.- und 10 Mark aus. Die Einsendungen sind bis 15. Oftober an den Verkehrsverband Elisabethstraße 14 Darmstadt, mit dem Titel des Bildes und Kennwort versehen ist, zu richten. * Verein der Kolonialfreunde für das Hessenland. In unserer Stadt tagte dieser Tage der Verein der Kolonialfreunde für das Hessenland, dessen Vorstandssitzung von Durmstadt nach GicBen verlegt wurde. Jm Winterhalbjahr soll in ganz Hessen eine starte Werbetätigkeit für die koloniale Sache durch Vorführung von Licht- und Filmbildern mit aufklärenden Vorträgen erfolgen. In einzelnen Städten soll auch die Aufführung eines Kolonialschauspiels stattfinden. * Die Spargroschen werden abgeholt. Dem Beispiele anderer Sparkassen folgend, hat die Städtische Sparkasse zu Frank furt a. M. vom 1. September ds. Js. ab den Spareinlagen- Ab= holungsverkehr eingeführt. Diese Einrichtung soll eine Anregung zu regelmäßiger Spartätigkeit geben. Die Abholung der Spareinlagen aus dem Hause findet durch Spargelderheber, die mit einer Ausweiskarte versehen sind, auf Wunsch wöchentlich oder monatlich statt, und zwar in Beträgen schon von 1 Mart an. Aus Nah und Fern. Klein- Linden, 23. September. Zwei in Gießen wohnende Schreibgehilfen der hiesigen Bürgermeisterei haben sich seit längerer Zeit Unterschlagungen und Urkundenfälschungen zuschulden kommen lassen, die jetzt entdekt wurden. Die unterschlagenen Beträge sollen nicht unbeträchtlich sein. Die beiden Schreibgehilfen wurden festgenommen. Hungen. Die Maul- und Klauenseuche ist hier festgestellt und ein Sperrbezirk bestehend aus dem Ort und der Gemarkung gebildet worden. Laubach. Vom 4. Otober ds. Js. ab ist auf sein Nachsuchen unser evangelischer Pfarrer Theodor Nebel unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt worden. Das Drama von Freienseen. Nach den Ergebnissen der Untersuchung der furchtbaren Bluttat von Freienseen bei Laubach steht nunmehr unzweifelhaft fest, daß der 23jährige Karl Schreiner das entsetzliche Verbrechen selbst begangen hat, daß er erst seine Mutter ermordete, den Brand anlegte und darauf sich selbst durch zwei tiefe Schnitte mit seinem Rasiermesser den Hals durchschnitt. Seiner Mutter Hat er mit dem Beile den Schädel eingeschlagen. Die Mordwaffe wurde in einer Truhe im Haus vorgefunden. Das Rasiermesser mit dem der Täter sich selbst entleibte, fand sich unter seinem Leichnam. Es tann mit Bestimmtheit gesagt werden, daß eine fremde Täterschaft nicht in Frage kommt. Das Haus war von innen verschlossen, es fehlten teinerlei Gegenstände, und es zeig ten sich auch keine Spuren, die irgendwie auf eine fremde Person hingedeutet hätten. Das Verhältnis in der Familie Schreiner war stets auf Verträglichkeit und Harmonie gestimmt. Streitig Leiten sind nie bemerkt worden. Die Familie lebte in geordneter wirtschaftlichen Verhältnissen. Frau Schreiner stand im 44. Lebensjahr und war Mutter dreier Kinder, des Täters, einer Tochter und eines 13jährigen Jungen. Die Tochter ist in Alsfeld Der Täter führte einen ordentlichen soliden Lebenswandel und erfreute sich so im Ort allgemeinen Ansehens. In der letzten Zeit zeigte er öfters grundlos ein etwas niedergeschlagenes Gebaren. Dieser gedrückten Stimmung war es wohl auch zuzuschreiben, daß er am Samstag mehrere Einladungen zu geselligen Veranstal tungen nicht befolgte. In der Nacht hat er dann die furchtbare Tat verübt, für die man nur die Erklärung hat, daß sie die Folge eines plöglichen Wahnsinnausbruchs gewesen sein muß. Die Tct wurde erst bemerkt, als die Scheune auf dem Grundstück und die danebenliegenden weiteren Scheunen in Flammen aufgingen. Der Täter hat zur Verbergung seines Verbrechens die eigene Scheune angesteckt und von da aus find die Flammen auf die übrigen Gebäude übergesprungen. Als die Feuerwehr zuin Löschen herankam, blieb auf dem Schreinerschen Grundstüd alles still. Man drang ein und fand hier das schredliche Geschehnic. Die gerichtliche Sektion der Leichen ergab den oben berichteten Tatbestand. Die Staatsanwaltschaft hat die Leichen zur Bestattung freigegeben. Büdingen, 13. September. Herr Major a. D. Felix Wichert, der langjährige Komtur der Balei Oberhessen des Jungdeutschen Ordens, verläßt in diesen Tagen unsere Stadt. Mit lebhaftem Bedauern sieht man ihn von hier scheiden. Zum Nachfolger Wicherts im Amt des Komturs der Ballei Oberhessen wurde Herr Studienrat Wilhelm Schmidt von der Weidig Oberrealschule Butzbach gewählt und fürzlich in Wetzlar verpflichtet worden. Bad Nauheim. In Gegenwart zahlreicher Vertreter der Behörden, des Taununsklubs, der Universität Gießen fand am Sonntag die feierliche Einweihung des in den letzten Monaten rekonstruierten Römerturms auf dem Gaulskopf bei Bad Nau heim statt. Der Turm ist auf den Trümmern eines alten Zimesturmes erbaut worden. Stifter ist der aus Hessen stammence Deutsch- Amerikaner Gustav Oberländer. Die Pläne hat Prof. Helmke Gießen entworfen, Erbauer ist Oberbaurat Friedberg. nagDarmstadt. Bei den nunmehr zum Abschluß gekommenen Koblenzer Amnestieverhandlungen haben die Regierungen von Frankreich, England und Belgien zugesagt, daß sie völlige Straf freiheit gewähren für alle Straftaten, die in den besetzten Gebieten seit Beginn der Besetzung bis zum 1. Februar 1926 degangen sind, und, soweit angängig, auch für solche, die in die Zeit vom 1. Februar 1926 bis zum 17. September 1926 fallen. Ausgenommen sind die Straftaten des gemeinen Rechts( z. B. Eigens tumsdelikte) und der Spionage. Bezahlte Geldstrafen und Gerichtskosten werden nicht zurückerstattet. Die Rheinlandkommis sion hat ferner in Aussicht gestellt, daß in besonderen Fällen Urteile, die nicht unter die Amnestie fallen, gemildert werden können. Hessische Interessenten, insbesondere auch solche, die in Abwesenheit verurteilt worden sind, wenden sich in Zweifelsfällen schriftlich an das Hessische Staatsministerium, Darmstadt, Nedarstraße 7. Nieder- Ingelheim. Der Obst- und Gartenbau- Verein Nieder Ingelheim hat unter der Mitwirkung des Landwirtschafts.. kammer Ausschusses und des Verbandes der Obst- und Garten bauvereine eine Fachausstellung veranstaltet, mit der auch gleichzeitig die Jahresversammlung des Landesverbandes der Obstund Gartenbauvereine für Hessen abgehalten wurde. Die Tagung stand unter der Leitung des Vorsitzenden des Obst- und Gartenbau- Verbandes für Hessen, v. Hahn. Landwirtschaftsrat Stutzmann Speyer von der pfälzischen Regierung hielt einen Vortrag über ,, Erfahrungen im Steinobstbau im Gebiet der Pfalz". Es erfolgte sodann durch den Vorsitzenden des Kreisabstverbandes Herrn Kreisdirektor Schön- Bingen die Eröffnung der Jubiläums- Ausstellung. In der Ausstellung jah der Beschauer die verschiedenen Obstsorten und es war bewundernswert, was hier in mustergültiger Ordnung zusammengetragen worden war. Wetzlar. Der Bezirksverband der Haus- und Grundbesitzervereine Hessen- Nassau Süd, Siz Frankfurt, hielt am 18. und 19. September seinen ordentlichen Verbandstag in Weglar ab, zu dem auch eine größere Anzahl auswärtiger Vertreter cr schienen war. Sonntagsnachmittag 3 Uhr war eine öffentliche Kundgebung, die von Mitgliedern und Freunden der Vereine gut besucht war. In ihr referierte u. a. Dr. W. Schulran furt über die neuesten Errungenschaften der Real- Kredit- Organis fation, sowie über die Gefahren der Bodenreformbewegung für den Hausbesitz. Eine Entschließung, die sich gegen das neue Bodenreformgesetz mit seinen vielen Gefahren für den Grundbesitz richtet, wurde einstimmig angenommen. an die Arbeit und brachte ein Dutzend schrecklicher Pinselleien| sich für ihre jeweilige Geschmadsrichtung ein Buch auswählen zustande. Der Großvater war durchaus nicht enttäuscht. Auf die entrüsteten Rufe der Seinen erwiderte er:„ Ich habe schon Schlimmeres gesehen!" Er ließ die Aledjereien prachtvoll rahmen, hielt den Kleinen dazu an, wader weiter zu malen, und schuf sich so auf billige Weise eine Galerie moderner Kunjt. Ein Amerikaner soll ihm schon 100 000 Franten geboten haben! Ein neuer Weg zum guten Buch. Eigene Bücher find Freunde. Geliehene Bücher gleichen dagegen flüchtigen Bekann ten, die wir genossen, uns im Augenblid reizten und uns bestenfalls Begeisterung abnötigten, dann sind sie in irgendeiner unbetannten Ferne unseres Gedächtnisses entschwunden, und wenn in einer frohen und ernsten Stunde einmal Sehnsucht nach ihnen wintt, so macht sie uns traurig und bekümmert, weil wir sie nicht stillen können. Anders das eigene Buch! Das Bewußtsein des Besizes ist mit ihnen verknüpft, das den Menschen jenes wundervolle Heimatgefühl gibt, aus dem er seine beste Kraft schöpft. Um hier eine Lüde auszufüllen, ist seit etwa zwei Jahren die Deutsche Buchgemeinschaft auf den Plan getreten. Diese Organisation hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens es bereits auf über 400 000 Mitglieder gebracht; eine erstaunliche Leistung in der Zeit solcher wirtschaftlichen Not. Der Zusammenschluß zu dieser Gemeinschaft entsprang lediglich aus der Freude am guten, schönen und billigen Buch. Nicht genug fann hervorgehoben werden, daß die Mitglieder der Deutschep Buch- Gemeinschaft nicht zur Abnahme eines bestimmten Jahresbandes verpflichtet sind, wie dies besonders bei Unternehmen ähnlicher Art gefordert wird, sondern in der Auswahlreihe von weit über 150 Sände fönnen. Dazu wird die Auswahlreihe jährlich um mindestens 50 Bände erweitert. Für den gringen Mitgliedsbeitrag von 3,90 Mart pro Vierteljahr erhält das Mitglied nicht nur einen prächtigen Halblederband nach eigener Wahl, sondern außerdem vollständig kostenfrei die illustrierte Zeitschrift„ Die Lesestunde" zweimal im Monat zugestellt. Eine weitere Empfehlung bietet die ausführliche Werbeschrift, welche durch die DBG. Berlin, Teltowerstraße 29, fostenlos versandt wird. Roe. Herbstabend. ( Nachdruck verboten.) Die dunklen Schatten neigen, Sich hin zur Erde sacht, Bald naht das große Schweigen. Es tommt die stille Nacht. Nun wogt der weichen Lüfte Geheimnisvolles Meer, Trägt füße Blumendüfte, Auf zarten Schwingen her, Go selig und versonnen Liegt da der grüne Baum, Als hielt ihn sacht umsponnen Ein holder Märchentraum. Der Hoffnung milde Triebe Umschmeicheln Seel und Ginn, Komm holde Nacht der Liebe, O nimm auch du mich hin. Adolf Dreßler, Radolfzell. Sonnabend, den 25. September 1926. ,, Gießener Zeitung" Homberg. Das Erscheinen der Bertreter der Evangelischen| Besserung erfahren, als eine ganze Reihe von namhaften Firmen Landeskirchen von Thüringen, Hessen- Darmstadt. Najjau, Walded und Frankfurt a. M. steht gelegentlich des Hessischen Reformationsjubiläums am 21. und 22. Oftober zu Homburg( Bez. Kassel) in Aussicht. um Weilburg. Zwischen der Stadtverwaltung und der Landwirtschaftskammer sind zurzeit Berhandlungen im Gange, noch mit Beginn des Wintersemesters im Anschluß an die hiesige Landwirtschaftliche Winterschule eine Haushaltungsschule jur die ländliche weibliche Jugend zu errichten. Fabritbrand infolge Leichtsinn eines Angestellten. Limburg( Lahn). Die Nassauische Kunstmanufaftur, ein großer Fabrifbau, wurde durch den Leichtsinn eines jungen Mannes vollkommen eingeäschert. Der Bursche goẞ Benzin in sein Feuerzeug und setzte dieses dabei in Brand. Gofort explooierte die Kanne, und in wenigen Augenbliden verbreitete sich das Feuer über das ganze Fabrifgebäude. Der Feueralarm erfuhr eine sehr erhebliche Berspätung, da die Fernsprechzentrale im Rathaus feine Antwort gab und erst ein Feuermelder aufgesucht werden mußte. Die Fabritanlage mit ihren Vorräten, Bureaus usw. brannte völlig nieder. Die Feuerwehr mußte fich darauf beschränken, ein Uebergreifen auf die benachbarten schwer bedrohten Gebäude zu verhindern. Viele Arbeiter sind brotlos geworden. Franfurt a. M. Die Vorbereitungen für die Frankfurter Herbstmesse vom 26. bis 29. September sind abgeschlossen. Die Beschidung hat gegenüber dem Frühjahr vor allem insofern eine neuerlich ausstellen werden, die im Frühjahr ferngeblieben waren. Auch die Technische Messe und die Stände im Freien sind gut beschickt. Den Messebesuchern ist Gelegenheit geboten die große ausgezeichnete Textilschau„ Bon der Fajer zum Gewebe" zu besuchen, die in der Festhalle etwa hundert Textilmaschinen im Betrieb vorführt. Alle Anfragen werden bereitwilligst durch das Meßamt,„ Haus Offenbach", beantwortet. Frankfurt a. M. Der Kaufmann Geng, der im November 1925 den Kriminalassistenten Otto Sad erschossen und wegen der Straftat vom hiesigen Schwurgericht zum Tode verurteilt wurde, ist jetzt zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt worden. Der Volksbildungstag auf Burg Lauenstein. von der Gesellschaft für Boltsbildung vom 18. bis 20. September veranstaltet, war von Volksbildungs-, Lehrer- und Jugendpflegeverbänden zahlreich aus ganz Mitteldeutschland beschickt. Nach Vorträgen des Vorsitzenden, Dr. H. Bachnide, über die Einheit des deutschen Boltsbildungswesens des Geschäftsführers, J. Tows, über die Tagesfragen des deutschen Volksbildungswesens und einem Berichte des Universitätsprofessors Dr. W. Rein, Jena über Thüringische Bolkshochschulen wurden u. a. fol gender Beschluß gefaßt: ,, Alle Volksbildungsarbeit muß sich auf den Boden der Boltsgemeinschaft stellen und, anknüpfend an die Heimat, das Gefühl und den Gedanken der Staats- und Volksgemeinschaft pflegen. Eine Zersplitterung des Boltsbildungswesens nach Befenntnissen, Parteien und Berufen ist zu verwerfen. Die BoltsNr. 39. bildungsvereine müssen geistige Mittelpunkte ihres Wirkungsortes sein. Sie müssen alle Volksschichten in sich vereinigen und alle allgemeinen Bildungsbedürfnisse zu befriedigen suchen." Handel mit einem gestohlenen Rezept. Aus einem Elberfelder Werk war das Rezept eines hochwer tigen med. Präparates entwendet worden, das für 300 000 Reichsmart an einen Ausländer weiter verängert werden sollte. Der Täter wurde festgenommen. 21 Millionen für Notstandsarbeiten in München. Der Münchener Stadtrat genehmigte 21 Millionen Mark für gemeindliche Notstandsarbeiten. Neue Bücher. Deutschland und der Osten. Deutschland hat nach Clemenceau 20 Millionen Einwohner zuviel! Es müßte für jedes menschliche Empfinden eine Selbstverständlichkeit sein, mit allen Mitteln darnach zu trachten, diesem Bevölkerungsüberschuß neue Lebensmöglichkeiten zu geben. Einer der hervorragendsten Rußlandkenner, der ehemalige baltische Großgrundbesitzer und Kolonijator: Baron Manteuffel- Kazdangen schildert uns in der soeben erschienenen Flugschrift:„ Deutschland und der Osten"( 3. F. Lehmanns Verlag, München SW. 4, Einzelpreis Mt. 1.-), die Rassen und Bevölkerungsverhältnisse Rußlands. Rußland kann nach Meinung des Verfassers nur durch Zuftrom deutscher Kolonisten vor der völligen Mongolifierung gerettet werden. Verantwortlich: Christian Klein in Gießen. Ein weitblickender Geschäftsmann darf seine Zeitungsanzeigen nicht einschränken! Das Publikum merkt rasch einen solchen Rückgang und schliesst daraus auf einen Rückgang der Firma! Es ist auch wichtig, dass die Reklamen u. Anzeigen nicht immer in ein u. derselben Zeitung veröffentlicht werden; allen Bevölkerungskreisen die Anzeigen zu lesen geben, das gibt dem Geschäftsmann die Möglichkeit, neue Kunden zu werben. Sie können es glauben! Die Zeitungs- Anzeige ist die beste und billigste Reklameart und als Werbemittel nicht zu übertreffen. Inserieren Sie deshalb in den Zeitungen ,, Gießener Zeitung"- ,, Hessisches Handwerk u. Gewerbe" Auflage 35 200 ,, Hessische Hausbesitzer- Zeitung" Auflage 12000- ,, Hessischer Kamerad" Auflage 40800- ,, Allgem. Hessische Sportzeitung"- ,, Evangelische Warte" Man wende sich umgehend an die Geschäftsstelle: Giessen, Südanlage 21. Fernsprecher 1362 und 1145. 39. Jahrg. Gi Crieint: E Bezugspreis 40 Pig. mo Redaktionsschluß früh 8 Uhr.— fendung night verlangter Manu Dem Reichsy Paul von Benedendorff und ralstabschef des Kaiserreiches und wählter Präsident der Republik, t Aber nicht durch die Höhe der Ja men ist, ward dies Leben der mer Geschichte zu berichten haben wird tum seines Inhalts, davon es erfü leit der Ziele, denen es zugeftreb „ Und wenn es köstlich gewesen gewesen..." Mühe und Arbeit ausgemacht, aber Mühe und Arbei Der eine müht sich ein Leben lang die Seinen; der andere denkt kaum seine Arbeit ihm und seiner Famil nur an die Sache, der zu dienen s find die Leute, die- wie Schlieffen Moltte rühmte- ,, das Jch und d heren Stolz es allezeit bleibt ,,, m Seit der elfjährige Hindenburg, am Wahlstadt in Schlesien, die letzte als es Abschied vom Vater und vo Jugend zu nehmen galt- seitdem dem Vaterland gehört. Der stete Ziel, dem der Einzelne Gut und Leb ten sicher geführt, so daß er in einer auf ungestörte Ruhe zu haben gla noch als Vorbild dienen und ihm Lebens zurüdgeben könnte. Die in sich gefestigte Ruhe eines denburgs wertvollste Eigenschaft au ist nicht an dem, daß er jederzeit Vorschlag zu haben wäre. Er ha feine Meinung. In all den durch gen und Strömungen, die wir her einer feststehen und das innere Glei sei uns diese Ruhe des weisen A Bandel gesehen hat, um ob neue Saltung zu verlieren. Möge fie de dem Deutschtum, das unser aller liebe Jahr erhalten bleiben! Arbeitsmarktlage un in Seifen, Seifen- Ne im Monat Sep Das Landesamt für Arbeitso teilt uns mit: Jm Monat September ist som den als auch die der Hauptunte ridgegangen als im Vormonat. den öffentlichen Arbeitsnachweis weiblichen Arbeitsuchenden am 15. Juli Lebensmittel! Kolonialwaren! Leistungsfähige Grossfirma mit ausgedehntem Filialnetz sucht grösseres Ladenlokal in geeign. Lage zu mieten oder besteh. Geschäft zu übrnehm. Angeb. unter Nr. 1210 an die Exped. d.Zeitung..Südanlage 21 Ata Henkel's Scheuerpulver MINK ATA SCHEUER PULVER in handlicher Streuflasche! Sichert sparsamste Verwendunga Mitarbeiter( in) sofort gesucht. 200 R.-Mr. monatlich u. Prov. Off. unter Nr. 8325 an Alla, Berlin SW 19Verlangen Sie Ruhr- Brechkoks Heizkräftigster, sparsamster Brennstoff für Zentralheizungen Erhältl. in all. gröss. Kohlenhandig. Reine Weine in jeder Preislage, zum Teil eigene Crescensen empfiehlt in Faß und Flaschen E. 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