Str. 29. uischen Bauerntag vom 17. bis 20. Juli Am Sonntag, 18. Juli, finden große Mittelpunkt des Montags steht der Fest 120. Juli findet nach der Schauordnung mer statt. Mit dem Umbau der hiesigen, etwa 100 de wird in Kürze begonnen. Die Brüde erhalten bleiben, doch wird die Kettenntliche Wenderung erhalten. Zur Auf rkehrs wird eine Notbrücke hergestellt, 1 Betrieb genommen werden. Die neue zember fertig sein. mus. Für das durch seine modernen An etes und größtes Europas anzusprechende Soden wurde Generaloberarzt a. D. tsch- Eylau zum dirigierenden Arzt und ernannt. cherbesprechung. tschen Leichtathletik in London. Die 3.", Stuttgart würdigt im Titel ihrer edeutung dieser Tat. Die textliche Zeile Erwartungen, die an eine illustrierte rden müssen.( Verlag Ringier u. Co., Preis 20 Pfg.) O de- und Automobil- Nummer joeben etder ,, Eleganten Welt" beschäftigt sich in it diesen beiden Themen. Von allge zwei automobilistische Artikel. Preis Beschäftliches. oenn man der Waschlauge einen Zujak ifo Bleich- Soda macht das Waschwasser enhaltige Waschmittel aufnahmefähiger. Wasser entwidelt sich leicht und schnell e Lauge, wie sie die Hausfrau beim m wirkt Hento schmuhlodernd und reini Waschen erheblich. 官 Kindermund. icht der Lehrer ,,, die Bedeutung o, für's Dorf und für die Stadt, ft, wie auch eine Zeitung doch unbestritten hat, nur in furzen Zügen; mir, was ihr denkt! ch aus etwas anzufügen, ing man Beachtung schenkt?" den Finder schnell erheben: die Zeitung, die sie hält, mchen feinen Wint gegeben, , wie Detter- Bielefeld eilt für led're Sachen, nd nahrhaft und gesund, ind so leicht zu machen; ie Zeitung immer fund!" hristian Klein in Gießen. intmachung. W. G. parkassen- u. Giroverband den Bel. örperschaft zur Heffen- Nass. Lebens: in Wiesbaden beschlossen hat, können n Lebensversicherungen tigsten Bedingungen Seitragsfäßen durch Vermittlung unierer Kajie eter bei unserer vorgenannten Lebens. Sanstalt abgeschlossen werden. ifte bereit willligst parfaffe Gießen. Soda für Wäfche und Hausputz! Das Blatt darbeitenden Frau es Monatsblatt für rbeit Wasche it vielen Beilagen. 20. jedes Monats und foftet 75 Pf., ei ins Haus 5 Pf. mehe. uchhändler führt fiel Otto Beyer, Leipzig 39. Jahrg. Samstag, den 24. Juli 1926. Nr. 30. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdlendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. - Die neue französische Regierung. Baris, 23. 7. Beim Verlassen des Elysees erklärte Poincaré den Pressevertretern: ..Wir haben ein Kabinett der sehr weitgehenden nationalen Einigung bilden können, in dem sämtliche Parteien vertreten find." Die Liste der Minister. Baris, 23. 7. Poincaré hat sich heute mittag ins Elysee begeben und nach dem Verlassen des Präsidentenpalastes folgende offizielle Minifterlifte mitgeteilt: Ministerpräsident und Finanzen: Poincaré, Justiz und Vizepräsidium: Barthou, Außenminister: Briand, Kriegsminister: Painlevé, Marine: Lengues, Oeffentliche Arbeiten: Tardieu, Deffentlicher Unterricht: Herriot, Handel: Bokanowski, Inneres: Albert Sarraut, Pensionen und befreite Gebiete: Louis Marin. Kolonien: Berrier. Aderbau: Queuille, Arbeitsminister: Falliéres. * Eine Warnung an den Ministerpräsidenten. Baris, 23. 7. Das„ Jornal des Debats" richtet heute die Warnung an die neue Regierung, ja nicht zu versuchen, die Kontinuität der französischen Außenpolitik zu unterbrechen. Die hauptsächlichste Garantie für Frankreichs Interessen müsse in dieser Kontinuität gesucht werden. Ob man es bedauern oder begrüßen möge, die Lage am Jahre 1926 sei nicht mehr die gleiche wie 1924. Die Reparationsfrage sei durch den Dawesplan geregelt. In Locarno sei ein politisches Experiment unternommen worden, über das endgültig sich zu äußern noch zu früh sei. Man müsse die Dinge nehmen wie sie sind, sich aber bemühen, sie lediglich in einem Frankreichs Interessen entsprechenden Sinn umzuformen. Zusammenfassung der französischen Kriegsgerichte im besezten Gebiet? Eine Berliner Korrespondenz meldet aus Mainz:„ In der allernächsten Zeit schon werden sämtliche im besetzten Gebiet noch bestehenden französischen Kriegsgerichte aufgelöst und zu einem Hauptmilitärgericht zusammengezogen werden, dessen Siz Mainz oder Trier sein wird." st Die Gehälter der Kontrollkommission. Wie eine Korrespondenz berichtet, sind die Gehälter der Interalliierten Kontrollkommission neu festgesetzt worden. Da= nach beträgt das monatliche Gehalt eines Generals rund 2780 Mark, eines Obersten 2000 Mart, eines Oberstleutnants oder Majors 1680 Mart, eines Hauptmanns 1380 Mart, eines Leutnants 1000 Mart, eines Unteroffiziers 460 Mart und eines Gefreiten oder gemeinen Soldaten 360 Mart. * Was kosten die Reichstagsferien? 1 164 000 R.-Mt. Diäten. Die Reichstagabgeordneten sind in die Ferien ge= gangen. Die Reichskasse und auch die Kasse des Parlaments wird aber auch in den Ferien der Volksvertreter nicht stille stehen. Wenn der Reichstag seine Ferienpause bis zum 3. November ds. Js. durchführt, wird die Kasse für 485 Reichstagsmitglieder viermal je 600 Mark zur Auszahlung bringen. Das sind monatlich 291 000 Mart, in der ganzen Ferienzeit also 1 164 000. Die Reichstagsdiäten betragen gegenwärtig immer ein Viertel des Gehalts eines Ministers. Jm Friedens reichstag betrug die tägliche Entschädigung 15 Mark. Die Höchstgrenze war auf 3000 Mart jährlich festgesetzt, wogegen die gegenwärtigen Reichstagsmitglieder 7200 Mart erhalten. Das Ergebnis der Volkszählung 1925. Das Statistische Reichsamt gibt soeben das Ergebnis der Boltszählung vom 16. Juni v. J. für die 45 größten deutschen Städte bekannt. Die Reihenfolge ist bei den zwölf größten folgende: Berlin, Hamburg, Köln, München, Leipzig, Dresden, Breslau, Essen, Frankfurt a. M., Düsseldorf, Hannover und Nürnberg. Dr. Luther fährt nach Südamerika. Hamburg, 23. 7. Reichskanzler a. D. Luther tritt am 24. Juli mit dem Dampfer„ Rugia" der Hamburg- Amerika- Linie eine Reise nach Südamerika an, die ihn zunächst nach Trinidad und Venezuela führt. Hindenburgs Urlaub. Reichspräsident v. Hindenburg wird vermutlich Anfang August seinen Erholungsurlaub antreten. Er beabsichtigt, zuDrud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. nächst für kurze Zeit sich in Hannover aufzuhalten, um dann nach Oberbayern ins Gebirge zu gehen. Kampfflieger Wüsthoff †. Der aus dem Weltkrieg bekannte Kampfflieger Wüsthoff, Inhaber des Ordens Pour le merite", der vor einigen Tagen bei Kunstflügen auf dem Dresdener Flugplatz abstürzte, ist gestern seinen schweren Verlegungen erlegen. Das Reichsehrenmal. Angesichts des Streites um das Ehrenmal für die im Kriege Gefallenen hat, wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, der preußische Ministerpräsident an den Reichskanzler ein Schreiben gerichtet, in dem er auf den ursprünglichen Plan hinweist, die sogen. Schinkelwache in Berlin zu einem Erinnerungsplatz für die Gefallenen umzugestalten. Durch die Wiederaufnahme dieses Planes würde vermutlich der jetzt entstandene Streit verstummen. Sollte sich die Reichskanzlei nicht für Berlin entscheiden können, so wird gebeten, sich dann wenigstens für das Rheinprojekt zu entscheiden, da die Rheinlande durch die Leiden, die sie in den letzten Jahren für ganz Deutschland ertragen mußten, den Anspruch darauf haben, in erster Linie be rüdsichtigt zu werden. Durch dieses erfreuliche Eintreten des preußischen Ministerpräsidenten dürfte die Reichsehrenmal- Frage zugunsten der Totengedächtnisinsel bei Lorch so gut wie erledigt genannt wer= den können. Der Notgroschen. Die Guthaben in den deutschen Sparkassen waren Ende März 1926 auf 2044,6 Millionen Mark gestiegen, gegen etwa 600 Millionen Ende 1924 und etwas mehr als 1,6 Milliarden Ende 1925. Es sind also im Laufe des Jahres 1925 etwas mehr als, eine Milliarde Mark den Sparkassen zugeflossen und im ersten Vierteljahr 1926 weitere 400 Millionen. Natürlich ist die Gesamtsumme mit den Zahlen vor dem Kriege nicht zu vergleichen, wo das gesamte Sparguthaben in Deutschland rund 20 Milliarden betrug, andererseits sind die Sparüberschüsse in feinem Vorkriegsjahre so große gewesen wie 1925. 1911 betrugen sie bei den deutschen Sparkassen 498,1 Millionen, 1912: 274,9 Millionen, 1913: 395,9 Millionen. Die erfreuliche Neubele bung der Spartätigkeit zeigt das Bedürfnis besonders des Mittelstandes, sich wieder einen Notgroschen zu schaffen. Mit viel Entsagung erkaufte Rüdlagen. Stand der Kulturgesetzgebung. Trotz der immer neuen Hemmung und Verzögerung durch die parlamentarischen Krisen schreitet das Werk der großen fulturellen Reformgesetzgebung langsam fort. Nachdem das Gesch ,, zur Bewahrung der Jugend vor Schund- und Schmugschriften" schon vor einigen Wochen im Bildungsausschuß zum Abschluß getommen ist, so daß nach der Sommerpause in die Plenarberatun= gen eingetreten werden kann, hat nunmehr der Jugendausschuß des Reichstages das Gesetz über den„ Schutz der Jugend bei Lustbarkeiten" in erster Lesung beendet. Anträge auf Abschwä chung der Strafen wurden abgelehnt. Vereine und Verbände einschließlich der konfessionellen Schulen und Jugendämter, die gute Jugenddarbietungen veranstalten, sollen mehr als bisher gefördert werden. Auch auf dem Wege des Reichsbühnengesetzes, das dem Wunsche nach einer einheitlichen deutschen Theater: gesetzgebung seine Entstehung verdankt, sind die größten Schwierigkeiten überwunden. Wie Reichsinnenminister Dr. Külz auf dem Internationalen Schauspielerfongreß in Berlin mitteilte, besteht berechtigte Hoffnung, daß das Gesetz in fürzester Frist zustande gebracht werden könne. Der Entwurf eines Schantstättengesetzes stand in den Ausschüssen des Reichswirtschaftsrates zur Debatte und wurde in den Grundlinien angenommen. Eine Entschließung wurde gefaßt, wonach Anträge auf Schanterlaubnis für geistige Getränke aller Art im Zusammenhang mit Turn-, Spiel- und Sportplägen oder Hallen die Genehmigung zu versagen ist. Dagegen hat die Reichsschulgejeggebung seit jener Anfündigung des Reichsinnenministers im März dieses Jahres, daß er demnächst persönlich an die Vorarbeiten gehen werde, sichtbare Fortschritte nicht gemacht. Dem Vernehmen nach soll ein Entwurf ausgearbeitet sein, der aber den zuständigen Instanzen noch nicht zugegangen ist. Seit Echterdingen ist eppelins Werk- Volkswerk amit es das bleibe, gib für die Zeppelin Edener- Spende. Beiträge nimmt entgegen der Orts. ausschuß. Wo ein folcher nicht vor handen, zahle man ein bei ben öffentlichen Raffen, Banken oder auf Poftfchedtonto Stuttgart 5845 ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. Total 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Oppenheimer Gustav Adolf Tage. Jahresversammlung des Hessischen Gustav AdolfHauptvereins am 18. und 19. Juli in Oppenheim. Strahlender Sonnenschein lag über den festlich geschmückten Straßen der trauten alten Stadt Oppenheim, als sich am Sonn tag ein stattlicher Festzug von 4000 Menschen vom Bahnhof zur altehrwürdigen Katharinenkirche begab, deren weite Hallen die Tausende nicht zu fassen vermochten, die ans Stadt und Kreis Oppenheim und weiterhin aus dem Hessenland zu dem volfstümlichsten aller firchlichen Feste gekommen waren. Von Gemeindeund Chorgesang umrahmt, von Orgel und Vosaunenchor um flungen, schilderte in padenden Worten der Senior der Steiermart, Herr Pfarrer Dr. Spanuth aus Leoben, den Beweggrund, das Wesen und den Segen der Gustav Adolf- Arbeit, während der oberste Geistliche der hessischen Landeskirche, Herr Prälat D. Dr. Diehl, den Gustav Adolf- Verein grüßte und seinen Rastund Rüsttag, den er an historischer Stätte halten wollte, vergeblich mit den Rast- und Rüsttagen, die einst Luther und Gustav Adolf in den Mauern Oppenheims gehalten hatten. Aus der Volksversammlung, die für den Nachmittag auf der Landskrone angesetzt war, mußten 3 Parallelversammlungen gemacht werden, um die zahllosen wissensdürftigen Hörer zu be friedigen. In einer ganzen Reihe von außerordentlich wir tungsvollen Ansprachen wiesen zahlreiche Berrteter des evangelischen Auslandsdeutschtums auf die verschiedenen Hauptarbeitsgebiete des Gustav Adolf- Vereins und ihre religiösen, kirchlichen und völkischen Nöte hin:„ Not, von der die Augen sprechen; Not, von der die Herzen brechen". Erschütternd flang aus allen Worten die Bitte der Redner heraus: Vergeßt uns nicht, Ihr evangelischen Deutschen in der gesicherten Heimat; verlaßt uns nicht, die wir deutsches Wesen auf heißumstrittenen Vorposten zu verteidigen haben. Am Abend sand ebenfalls auf der Landskrone ein außerordentlich gut besuchter Familienabend statt. Der Vorsitzende des hessischen Hauptvereins, Freiherr von Henl zu Herrnsheim, eröffnete den Abend mit herzlichen Worten des Dankes an die Feststadt, deren Bewohner ohne Unterschied der Konfession durch Beflaggen ihrer Häuser und reichen Festschmud ihre freudige Anteilnahme an dem Ehrentag der evangelischen Gemeinde bekundet hatten. Als Vertreter des Staates wünschte Herr Kreisdirektor Herberg der Liebesarbeit des Gustav Adolf- Vereins vollen Erfolg, während im Namen der Stadt Herr Bürgermeister Schmidt an die großen geschichtlichen Tage Oppenheims erinnerte, wo die alte freie Reichsstadt Luther und Gustav Adolf in ihren Mauern sah. Im Namen der Kirchenregierung wünschte Herr Oberkirchenrat Zentgraf den Brüdern in der Diaspora die opferbereite Liebe der Heimat und der Heimat solch glaubensstarke Herzen, wie sie in der Diaspora schlagen. Na mens der kirchlichen Körperschaften und Vereine des Defanats und des Gustav Adolfzweig- und Frauenvereins Oppenheim bewillkommte Herr Delan Schäfer den Verein und überreichte eine Festgabe in Höhe von 400 M. Die Nachbarhauptvereine von Hessen- Kassel, Hessen- Nassau, Baden und der Pfalz ließen durch Herrn Pfarrer Kaiser, Groß- Auheim, ihre Grüße entbieten, während Herr Pfarrer Meyer- Frankfurt in launiger Rede vom Hauptverein Frankfurt 200 M überreichte. Brüderlichen Gruß sandte auch der hessische Hauptverein des Evangelischen Bundes durch Herrn Pfarrer Klingenschmidt- Worms. Musikalische Darbietungen des Orchestervereins und des Kirchenchors umrahmten die Worte der Redner in geschmadvoller Weise. Mit herzlichen Dankesworten des Versammlungsleiters schloß der eindrudsvoll verlaufene Familienabend. Die Zahlreichen Festgäste aus Stadt und Land waren erfüllt von den erhebenden Eindrücken, welche sie aus der Feststadt mitnahmen und schieden mit herzlichem Dant gegen die gastfreundlichen Bewohner Oppenheims, die alles aufgeboten hatten, um dem Feſt einen schönen Verlauf zu sichern. Besondere Verdienste um das Gelingen des Festes erwarb sich auch die Freiwillige Sanitätskolonne, der darum besonderer Dank gebührt für die Freundlichfeit, mit der sie ihres mühevollen Dienstes waltete. 2. Tag. Der zweite Festtag bringt hertömmlicherweise die Besprechung mehr geschäftlicher Dinge in der Verwaltungsrats: sigung, die Abgeordnete aus dem ganzen Land mit dem Borstand des Hauptvereins in der jeweiligen Feststadt zu verantwortlicher Arbeit zusammenführt. Die Beratungen wurden eröffnet durch den Vorsitzenden, Freiherr von Heyl zu Herrnsheim, mit dem Rüdblid auf die Leistungen des Hauptvereins im vergangenen Jahre und mit dem Hinweis auf die nächsten Zukunftsaufgaben. Die Arbeit des Gustav- Adolf- Vereins ist in Kriegs- und Nachfriegszeiten nicht geringer, sondern wesentlich größer geworden, sodaß es der Anspannung der ganzen Kraft des evangelischen Bollsteils bedarf, um die vorhandenen Nöte zu lindern. Wenn die 886 000 Evangelische in Hessen im vergangenen Jahr dem Berein insgesamt 141 000 M zugewandt haben, so ist das eine erfreuliche, aber längst nicht ausreichende Summe. Es wird die Aufgabe der Evangelischen Hessens sein, durch gleiche oder noch vermehrte Treue gegen das Vereinswert den großen Helfer in der Not in die Lage zu verjeten, noch besser als bisher seiner schwierigen Aufgabe nachzukommen. Nach einer Begrüßung des Gustav Adolf- Vereins durch den Verein für das Deutschtum im Ausland, welche in dessen Namen Herr Prof. Dr. Breitenbac= Darmstadt übermittelte und nach herzlichen Grußworten vom Sonnabend, den 24. Juli 1926. Zentralvorstand in Leipzig, dargebracht von Herrn Pfarrer Gabler- Leipzig, erstattete der Schriftführer des hessischen Hauptvereins, Herr Pfarrer Wagner- Bensheim, den mit Spannung erwarteten Jahresbericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Beginnend mit einem Rüdblid auf die große Gießener GustavAbolf- Tagung fonnte der Berichterstatter mit Genugtuung feftstellen, daß es im vergangenen Bereinsjahr gelungen sei, nicht weniger als 3 neue Gustav Adolf- Kirchen in Hessen einzuweigen: in Hüttenfeld, Ober- Mörlen und Bürstadt. Diese drei Gemeinden reihen sich den 37 hessischen Gustav- Adolf- Gemeinden mit 36 235 Geelen an, denen bisher die gleiche Gustav Adolf- Hilfe zuteil geworden ist. So erfreulich diese Tatsache ist, so beträgt doch die Leistung der hessischen evangelischen Bevölkerung für die Gustav Adolfsache im Durchschnitt nur 4,6 Pfg. pro Kopf, eine Leistung, die noch wesentlich erhöht werden fann und muß, um in absehbarer Zeit den restlichen Diaspora- Gemeinden in Hessen, die noch eine Kirche entbehren, zu einem bescheidenen Gotteshause zu verhelfen. Der Unterstützungsplan für das Jahr 1926 tonnte für hessische Diaspora- Gemeinden 16 000 M und für nichthessische Gustav Adolfzwede 6000 M vorjehen, während an den Zentralverband in Leipzig für Auslandsdiaspora 11 000 M überwiesen wurden, sodaß die Summe aller Verwendungen im 11 Gießener Zeitung" aus dem Munde der Festteilnehmer, in gleicher Treue wie bisher die Guftav- Adolffache zu fördern. Die Tagung hat erneut die Notwendigkeit und den Gegen der Friedensarbeit des Gustav- Adolf- Vereins bewiesen; sie war ein Zeugnis für viel Pflichtbewußtsein und Opferwilligkeit unseres Hessenlandes. Möchte auch in Zukunft der Gustav- AdolfBerein, der ja seinen Ursprung auf unsere hessische Heimat zu= rüdführt, in gleicher Weise die tatkräftigste Förderung aller bewußten Evangelischen unseres Landes erfahren. Opfer der Fremdenlegion. Der Münchener Zeitung" wird berichtet, daß dieser Tage in München 26 junge reichsdeutsche Leute eintrafen, die vor furzem aus der französischen Fremdenlegion entflohen waren. Die meiften waren unter Vorspiegelung falscher Tatsachen nach Frant reich gebracht und dort in die Fremdenlegion gesteckt worden, um nach oberflächlicher Ausbildung für die Kämpfe in Syrien Verwendung zu finden. Die Flüchtlinge wurden am Dienstag nach ihrer Heimat weitergeleitet. Neue Wege im Strafvollzug. Nr. 30. Seit längerer Zeit ist in den preußischen Gefangenenanstalten allgemein das sogenannte Progressivsystem eingeführt, das den Gefangenen die Möglichkeit gibt, durch gute Führung allmählich eine beschränkte Milderung des Strafzwangs zu erreichen. Zu diesem 3wed sind drei Stufen eingerichtet worden. Durch eine Verfügung des Preußischen Justizministeriums ist nun weiterhin, zunächst versuchsweise für einzelne Gefäng= nisse den Gefangenen der obersten Stufe ein gewisses Selbstverwaltungsrecht eingeräumt worden. Sie sol= len z. B. während der Bewegung im Freien und in der arbeitsfreien Zeit, insbesondere Sonntags, eine größere Bewegungsfreiheit im Verkehr miteinander unter eingeschränkter Aufsicht genießen. Die Bewegung im Freien findet in zwangloserer Form als bei den übrigen Gefangenen statt; für die Sonntage wird ein gemeinsamer Zusammenkunftsraum zur Verfügung gestellt, in dem Bücher und Zeitungen ausliegen und geeignete Unterhaltungsspiele, wie Schach, Halma und dergl. vorhanden find. Selbstgewählte Obmänner haben für die Aufrechterhaltung der Ordnung zu sorgen. Die Einrichtung tung zu erziehen und sie für den Uebergang in die Freiheit vorzubereiten. neuen Rechnungsjahr die immerhin stattliche Hohe von 33 000 M Die Stadt Goslar nnd der Reichsehrenhain. soll dazu dienen, die Gefangenen zur Selbstverantwor erreicht. Bei der Ersatzwahl des Vorstandes wurde für das verstorbene Vorstandsmitglied, Bjarter Loos Butzbach, Herr UniDersitäts Professor D. Dr. Cordier- Gießen gewählt. Am Schluß der Sigung hielt Herr Pfarrer Bernbed Hofheim einen aufschlußreichen Vortrag über die Frage Was tann eine Baugemeinde an Selbsthilfe leisten?", wobei der Redner, aus seiner reichen Erfahrung bei dem Kirchbau in seiner Gemeinde Bürstadt schöpfend, wertvolle Anregungen gab. Der Nachmittag des gleichen Tages war zunächst der Sitzung der Gustav Adolf- Frauenvereine gewidmet, welchen der Frauenverein Oppenheim auf der Landskrone in geschmackvoller und dankenswerter Weise den Festsaal zubereitet hatte. Bei freundlicher Bewirtung verliefen die Verhandlungen außerordentlich angeregt. Im Namen der Frauen Oppenheims begrüßte Herr Defan Schäfer Oppenheim die Anwesenden, während Herr Senior Dr. Spanuth- Leoben einen Gruß aus der Steiermark und dem evangelischen Diakonissenhaus in Graz überbrachte. Einige Bertreterinnen hessischer Gustav Adolf Frauenvereine berichteten zunächst über die Tätigkeit ihrer Vereine, wobei man bei vielen Vereinen in ein reiches Arbeitsfeld schauen konnte. Darnach eröffnete Herr Pfarrer Stord- Heppenheim die Aussprache über den Zusammenschluß der Gustav Adolf- Frauenvereine zu einem Landesverband mit einem furzen Referat über die Notwendigkeit und den Zwed der Vereinigung. Der von dem hessischen Hauptverein vorgeschlagene Gedanke fand bei den Vertereterinnen der Frauenvereine freundliche Aufnahme, und es wurde ein vorläufiger Ausschuß, aus 9 Damen bestehend, damit betraut, die vorbereitenden Schritte zu der Gründung des Landesverbandes zu tun und bei der nächstjährigen Hauptversamm lung in Gedern darüber zu berichten, daß dort der Zusammenschluß vollzogen werden, kann. Den Schluß der wohlgelungenen Veranstaltung bildete ein Vortrag von Herrn Pfarrer BernbeckHosheim über: Die Stellung der Gustav Adolf- Frauenvereine innerhalb der Deutschen Frauenbewegung". Nach Schluß der Gigung vereinigte eine Dampferfahrt zur Schwedensäule noch einmal einen großen Teil der Festteilnehmer zu einer gemeinsamen Feierstunde an dem einzigen Denkmal, das auf Geheiß des Schwedenkönigs auf deutschem Boden errichtet worden ist. An der Stelle, an der 1681 Gustav Adolfs siegge= wohntes Heer den Rhein überschritt, um den Spantern Oppenheim zu entreißen, steht noch heute, von Waldesgrün umgeben, das schlichte Denkmal mit dem bekrönten Löwen auf hohem Obelisk. Vor dem Denkmal wies Herr Pfarrer Wagner- Bensheim die zahlreichen Teilnehmer an der Fahrt auf die Bedeutung von Gustav Adolfs Rheinübergang hin und forderte zu ähnlich großen Friedenstaten auf, wie der Schwedenkönig im Krieg Großes geleistet hat. Die Klänge des Gustav Adolf- Liedes: ,, Berzage nicht, du Häuflein klein" flangen wie ein Gelöbnis Wer mich bekennet. Von Erwin Gros. 18. Fortsetzung. ,, Ob ich mich freue?" erwiderte das Mädchen mit bebender Stimme. Mein Hans wird doch nicht katholisch!" Da lächelte die Frau Amtmännin außerordentlich liebenswürdig: Dann weiß sie eben nicht, Jungfer Sybille, wie lieb sie dem jungen Mann ist. Gerade vorhin ist er in unserer heiligen Messe gewesen. Seht, so ist der Weg geebnet, und man kann euch Glück wünschen." Da schüttelte Sybille den Kopf, schwere Tränen liefen über ihre Wangen:„ Nun ist alles vorbei, nun ist alles vorbei," schluchzte sie, legte den Kopf auf den Tisch und begann bitterlich zu weinen. Der Frau Stubenrauch war es in diesem Augenblick nicht recht gemütlich zumute. Einmal erkannte sie, daß ihre Sendung gescheitert sei, zum andern war in ihr doch so viel mütterliches Gefühl, daß dieser hoffnungslose Schmerz hart wider ihr Herz stieß. Frau Margarete Michel mühte sich unterdessen um ihre Tochter; endlich gelang es ihr, Sybille zu beruhigen. Das Mädchen erhob sich, ging mit gefaßtem Anstand auf die Frau Amtmännin zu und reichte ihr die Hand:„ Ich danke der Frau Amtmännin herzlich für die Bemühung, aber auf diese Weise kommen wir nicht zusammen, der Hans und ich." ..Aber warum denn nicht?" Da sagte Sybille voll Rachdrud: Wie kann ich den Hans zum Manne nehmen, wenn ich ihm nicht trauen tann! Wie kann ich ihm aber vertrauen, wenn er die Treue gegen Gott und sein Evangelium gebrochen und seinen lutherischen Glauben mit Füßen getreten hat wider sein Gewissen und seine Ueberzeu gung!" Mutter Margarete schossen die Tränen in die Augen; die Worte ihrer Tochter enthüllten ungewollt das ganze Elend und Herzeleid ihrer eignen Ehe. Frau Stubenrauch aber stand stumm und erschüttert da. Das war ihr das Härteste, daß sie wider diese schlichte Rede ,, Goslar hat nicht nur das Recht, sich um den Reichsehrenhain zu bewerben es hat die Pflicht dazu!"- Diese Worte sprach unlängst eine der Persönlichkeiten, die das von der Stadt Goslar für den Reichsehrenhain vorgeschlagene Gelände besichtigten. Und wahrlich, es gibt nur wenige Städte in Deutschland, die mit dem Auf und Nieder der deutschen Geschichte so eng verbunden gewesen sind wie Goslar, die alte Kaiserstadt am Harz. Jahrhundertelang haben die deutschen Kaiser in ihren Mauern gewohnt, haben von hier aus die Geschide Europas geleitet. Und als mit den Hohenstaufen der Kaiserglanz für Goslar verblich und an die Stelle des höfischen das bürgerliche Zeitalter trat, konnte sich die Stadt, dank der alten kaiserlichen Privilegien, zu einem damals selten gesehenen Wohlstand entwideln, dem erst der Vertrag von Riechenberg im Jahre 1552 ein Ende bereitete. Nur die ihr von Heinrich IV. verliehene Reichsunmittelbarkeit blieb der Stadt noch bis 1806 erhalten. Und seltsam die Zeit, die Preußens tiefsten Niedergang darstellt, war für Goslar nach 250 Jahren der Heimsuchungen der Anfang eines neuen Aufstieges, der noch heutigen Tages nicht abgeschlossen ist. In Goslar ist jeder Stein ein Denkmal. Die alte Kaiserpfalz am Fuße des Rammelsberges, die Kapelle des 1820 leider auf Abbruch verkauften Kaiserdoms, das 800jährige gotische Rathaus mit seinem sehenswerten Huldigungssaal, die„ Kaiser= worth" mit den Standbildern der deutschen Kaiser und dem nedischen ,, Dukatenmännchen", das steile„ Brusttush", das heuer vierhundert Jahre steht, mit seinem windschiefen Dach und dem schnitzwerkverzierten Giebel, die zahlreichen Kirchen, Klöster und Kapellen, der dide Zwinger, die gewaltige Befestigungsanlage des Breiten Tores: All diese Baudenkmäler und noch viele andere mehr sind Zeugen der großen Vergangenheit Goslars und werden alljährlich von Tausenden von Besuchern angesehen und angestaunt. Das Gebiet, das Goslar für den Reichsehrenhain zur Verfügung stellt, liegt 400 Meter über der Stadt inmitten der mächtigen Goslarschen Forsten und schließt das 200 Meter lange, 80 bis 100 Meter breite und etwa 40 Meter tiefe Felsenbert der historischen Ratsgrube ein, aus der im Mittelalter die Sadt den Schiefer für ihre Häuser und die Türme ihrer Befestigungen gewann. Wer die weltabgeschiedene Einsamkeit der Goslarer Forsten einmal fennen lernte, wer am Rande der grandiosen Felsengruft gestanden, wird sich dem heiligen Zauber dieses eigenartigen Fledchens Erde schwerlich entziehen können. Und da Goslar auch die Hauptbedingung: Lage im Herzen Deutschlands und leichte Erreichbarkeit, in jeglicher Beziehung erfüllt, so tritt es unter den Bewerbern um den Reichsehrenhain mit an die allererste Stelle. W. H. Sybillens auch nicht das kleinste Wörtlein zu finden wußte. Es war ihr, als ob sie eine Niederlage erlitten habe und das Feld räumen müsse. Doch sie verbarg dies außerordentlich gewandt hinter einer rasch aufgebauten Wand nichtssagender Höflichkeiten. In deren Schutz verließ sie das Haus und das Herzeleid, das sie hineingetragen. ,, Mutter", sagte Sybille, als die Frau Stubenrauch schon draußen auf der Straße dahinstolzierte ,,, Mutter, glaubst du, daß Hans so, so" sie wollte schlecht" sagen ,, etwas tun wird. Das kann doch gar nicht möglich sein! Er ist doch so gut und so offen und so ehrlich, wie das Wasser tief ist. Dann kann man sich ja auf keinen Menschen mehr verlassen, wenn man sich auf ihn nicht verlassen kann. Ich gehe gegen Abend einmal zu dem Pätter Vogelsberger und frage den Hans selbst. Gelt, Mutter, du hast nichts dawider?" Frau Margarete schüttelte den Kopf: Kind, wie soll das enden! Wenn ich dir nur helfen könnte, daß du zu deinem Glüc und deiner Ruhe kämst!" Unterdessen marschierte Hans Heeger durch die Dörfer Rodheim, Niederroßbach und Oberroßbach auf Köppern zu. Das heißt, er marschierte nicht, er rannte dahin, von der inneren Unruhe vorwärts getrieben. Daß er die Messe besucht hatte, dos quälte ihn. Dann wieder fiel ihm ein Wort ein, das der Großvater des Pfalzverwüsters gesprochen hatte, Heinrich der Vierte von Frantreich, als er, das frühere Haupt der Hugenotten, seinen refor mierten Glauben aufgab:„ Die Krone von Frankreich ist wohl eine Messe wert." ..Ist nicht Sybille auch eine Messe wert?" fragte er sich, und das Bild des Mädchens voll Schönheit und Liebreiz stand vor ihn. Aber ich kann doch dies römische Wesen nicht mitmachen, es wird mir innerlich immer fremd bleiben," sprach eine andere Stimme in ihm, und dann frug sie weiter: Wirst du vor dir selbst noch Respekt haben können, wenn deine Religionsübung nicht ehrlich ist?" ,, Aber ich will und kann Sybille nicht aufgeben! Es ist rein zum Verzweifeln!" Sonnabend, den 24. Juli Ein Festes, ein Ganzes, ein in Weg hinauf zur Sonne, ein D ein Emporringen aus dem Niede reitung, eine Probe für das Ew feinem Ratheder aus gelehrt. G en beute zu lernen, schon als Kin ins Alter. Wie notwendig wäre nam Leben, damit sie erzogen wü der sein Schiff nicht nur durch rub Se zu lenten hat, der vorsichtig die feinem Schiff Gefahren bringe Auf Handwerk und Kunst, auf geprüft, wenn der junge Mann die Leben als solches hat man doch z hätten in unserem Volte weniger gang wenn man jeden Menschen shiffleins erziehen würde; wi Glid, mehr Geschlossenheit und M Die Schule für Lebenskunst my Das Glüd dort wirft seine Stro der Kinder. Vater und Mutter die den Kindern die Kunst des Le heim ist gelebte Lebenskunst. Neue Wege der Gesundheitsfürsorge. Von Georg Streiter. Mitgl. des Reichsgefundheitsrats. Der Gedanke, die Lebensversicherung in inneren Zusam menhang mit der Gesundheitspflege zu bringen, um für den einzelnen ein möglichst hohes Alter, und zwar in voller Gesund heit und Rüftigkeit, zu erreichen, beginnt jetzt in der deutschen Lebensversicherung Fuß zu fassen. Er ist zuerst in den Vereinigten Staaten von Amerika verwirklicht worden. Ein in Neuport gegründetes Lebensverlängerungsinstitut verfolgt seit mehr als zehn Jahren die Idee der Hebung der Gesundheit und Verlängerung des Lebens und verfügt heute über 8000 Aerzte als Mitarbeiter. Dieser Aufklärungsarbeit und dieses für eine vorbeugende Gesundheitspflege eintretenden Aerztestammes bedient sich eine große Anzahl amerikanischer Lebensversicherungsgesellschaften für ihre Versicherten mit Erfolg. Dem gleichen Zwede will künftig u. a. die Gemeinnützige Deutsche Lebensversicherung mit ihrem auf eine hygienische Aufflärung aufgebauten Systeme dienen. Die Möglichkeit der Verlängerung des Lebens hat ein deut scher Arzt, nämlich Dr. Hufeland, vor 130 Jahren wissenschaftlich nachgewiesen. Daß es sich dabei nicht etwa um ein phantastisches Hirngespinst, sondern um tatsächlich erreichbare Mög lichkeiten handelt, hat die deutsche Reichsstatistik inzwischen auch bestätigt. Die mittlerweile bekanntgewordenen amerikanischen Ergeb nisse unterstützen diesen Beweis und gestatten günstige Schlußfolgerungen hinsichtlich der weiteren Fortschritte, die sich in Deutschland erzielen lassen, wenn die seit alters her gepflegte öffentliche Hygiene fünftig mehr als bisher durch eine er= höhte persönliche Gesundheitsfürsorge unterstützt und ergänzt wird. Lokales. Sonntagsgedanken. Für manchen ist das Leben furchtbar schwer. Er kann es nicht meistern, läßt sein Schifflein von den Wogen hin und her werfen und seine Hand ist oftmals zu schwach, um das Steuer richtig zu lenken. Auch das Leben erfordert Künstler. Man spricht von Lebenskunst. Was ist sie? Nicht alle, die malen, sind Künstler, nicht alle, die leben, sind Lebensfünstler. Für viele ist das Leben nur ein Traum, eine Reihe von Tagen, ein Hin und Her, nichts Festes, nichts Ganzes, nur immer Halbes. Und was soll es sein? So war er in der Schwebe, kam nicht zur Ruhe, wurde immer wieder hin und hergeworfen. Als er das Dorf Köppern erreicht hatte, merkte er, wie hungrig er war. Er kehrte in ein Gasthaus ein und nahm einen bescheidenen Jmbiß zu sich. Dann ging er wieder heimwärts. Es war ein heißer Augusttag, die Sonne stand och m Himmel. Der Wind schlief irgendwo im Walde. Nach einer Weile verließ Hans die Landstraße und ging über die Stoppelfelder zwischen den aufgestellten Garbenhaufen aus die ,, Burg" zu. Dort legte er sich in das Gras ..Ich gehe nicht eher nach Hause, als jis ich einen festen Entschluß gefaßt habe!" Eine Weile folgten seine Blide noch dem Flug der Schwal ben, die hoch über ihm dahinschossen. Dann horchte er auf den Summton der unzähligen Müden, die droben in der Sonne spielten. Auf müden Füßen gingen seine Gedanken. Die Augen fielen ihm zu, er schlief fest ein. Als er wieder erwachte, stand die Sonne nicht mehr über seinen Häuptern, sondern war schon eine beträchtliche Strede nach Westen gewandert. Hans sprang auf die Füße und schaute hinunter zu den Taunusbergen, deren dunkelgrüne Pracht im Sonnenglanz da lag. Wiederum sprach er zu sich:„ Ich gehe nicht eher bis ich weiß, was ich zu tun habe." Wer seinen Kindern diesen G dem wird das Licht aus deren Altersheim fallen und sein müdes S Der Tag hat vierundz Das haben wir zwar immer trotzdem ganz ruhig in zweimal zu handelten beinahe so verrüdt w tein Einundzwanzig- Schilling- Stü mit rechnen und sich so das Leben ONVER Was war das für eine Wir haufen fahren mußten! Wir hat 4 auf dem Fahrplan unterstrichen fanden wir im Bahnhof, ungefrühst angesichts der geschlossenen Sperre fällig vorbeikommenden Beamten zu Nachmittag. Der Tag war verlor didi, d. h., der Tag iſt futſch, tran gefeht, wie der selige Balzac, und a ju lachen. Aus diesen Gründen, und wei Berkehrsländere" schon vorher g hochstentwidelten Verkehrsländern nis, daß sich in Deutschland ,, diest lägt- haben Eisenbahn und Post dem Deutschen Reich den Vier ichenten. Wir werden also immer ganz geschlagen hat. Vorsichtigen Gemi weimal zwölf( trotz Gustav Wied manzig ist, daß sie also nicht etwa es wahrscheinlich so sein wird, da und Bahnhofs- Uhren sowohl die vierundzwanzig Stunden anzeigen Trotzdem wird es natürlich fi nehmersgattin Schulze aus Schopf auszurechnen, wie sie es anstellen 14 Minuten nach Dinkelsbühl fahre meidliche Härten der Umwälzung. Es ist, nach sicherem Vernehme dag Leute, die im Jahre 1928 no Taschenuhr herumlaufen, in eine B jedoch jetzen sich übermütige Pers allzuschnell eine Vierundzwanzigben, sehr genauen Nachforschungen behalte also möglichst Großpapas heißer Erregung stand alles vor i gelitten, die Schwester und die Es war gar nichts von Fre als er die Frage des Fremden d Wie kommt dieser Franzose stammt wohl aus einem der welsch die Heimat verloren wie ich." Und durch den Gedanken, ei zu haben, milder gestimmt, jagte alten Vaterlande aus?" Der Franzose erwiderte schwe die Stätte, wo man als Kind Rutter gespielt hat." Mein Heimatdorf liegt au hat mich in die Fremde getrie In die Fremde? Es is seid unter euren Landsleuten hie diefem Land, es ist uns ein Asyl, vielleicht erit unsern Enfeltindern werden. Wisset, daß meine La hütten wohnten und nicht Häuser noch auf Heimkehr hofften." Ihr sein wohl mit euren tommen? fragte Hans Herger. ,, Ach nein," erwid::: der ju der Hand über die Augen ,, mei begraben, mein Vater aber, ob e worden ist, das weiß ich nicht. Ihr scheint ein schweres Let es euch nicht allzu sehr angreift, Dom mitzuteilen; es ist nicht N mame, die mir diesen Wunsche Bollen wir uns nicht ein jole, es erzählt sich dann besser, ist meine Geschichte nicht kurz." Sie nahmen an einem Hang Gegend zu überschauen war. Als er sich umwandte, sah er unfern von sich einen Mann stehen, der unablässig nach Südwesten starrte, indem er mit der rechten Hand seine Augen beschattete. Er war mittlerer Größe, dabei fein gebaut, das Gesicht bartlos. Er trug einen langen braunen Rod, einen dreifach aufgeschlagenen Hut, furze Beintleider, feine Strümpfe. Die ganze Kleidung des Mannes machte einen gewählten Eindruck. Ein Bauer aus der Nachbarschaft war der Mann sicher nicht. Die Aufmerksamkeit Hans Heegers wurde gefesselt; er begann, das Alter des Mannes abzuschätzen, er mochte ihm selbst an Jahren gleich sein. Jetzt drehte sich der Fremde um und sagte mit liebens würdigem Lächeln: Nun, mein Herr, habt ihr ausgeschlafen?" Bei dem eigentümlichen Tonfall der Worte ging es wie ein Rud durch Hans Heeger:„ Ei, das ist ja ein Franzose." In Dar über der weiten Flur und naben und fernen Dörfern. Vege im Strafvollzug. Str. 30. Sonnabend, den 24. Juli 1926. Ein Festes, ein Ganzes, ein hohes - troy aller Stürme, ein Weg hinauf zur Sonne, ein Durchlämpfen durch das Dunkle, ein Emporringen aus dem Niederen zum Hohen, eine Vorbereitung, eine Probe für das Ewige. Lebenstunde wird von feinem Katheder aus gelehrt. So vieles haben die Menschen von heute zu lernen, schon als Kinder in den Schulen bis hinauf ins Alter. Wie notwendig wäre doch für sie gerade die Lehre vom Leben, damit sie erzogen würden gleich dem Steuermann, der sein Schiff nicht nur durch ruhige, sondern auch durch wilde Gee zu lenken hat, der vorsichtig die Klippen umsteuern muß. die seinem Schiff Gefahren bringen könnten. Zeit ist in den preußischen Gefange nein das sogenannte Brogressio as den Gefangenen die Möglichkeit hrung allmählich eine beschränkte fzwangs zu erreichen. Zu diesem en eingerichtet worden. Durch eine Bischen Justizministeriums ist nun versuchsweise für einzelne Gefäng n der obersten Stufe ein gewisses ht eingeräumt worden. Sie solr Bewegung im Freien und in der sbesondere Sonntags, eine größere m Verkehr miteinander unter eingenießen. Die Bewegung im Freien Cer Form als bei den übrigen Geie Sonntage wird ein gemeinsamer m zur Verfügung gestellt, in dem en ausliegen und geeignete UnterSchach, Halma und dergl. vorhanden e Obmänner haben für die Aufrdnung zu sorgen. Die Einrichtung Gefangenen zur Selbstverantwor sie für den Uebergang in die Freider Gesundheitsfürjorge. er. Mitgl. des Reichsgesundheitsrats. Lebensversicherung in inneren Zusam dheitspflege zu bringen, um für den einhes Alter, und zwar in voller Gesund erreichen, beginnt jetzt in der deutschen zu fassen. Er ist zuerst in den BerImerika verwirklicht worden. egründetes Lebensverlängerungsinstitut zehn Jahren die Idee der Hebung der gerung des Lebens und verfügt heute Mitarbeiter. Dieser Aufklärungsarbeit beugende Gesundheitspflege eintretenden sich eine große Anzahl amerikanischer Hschaften für ihre Versicherten mit Erecke will künftig u. a. die Gemeinnützige ung mit ihrem auf eine hygienische Aufyſteme dienen. Verlängerung des Lebens hat ein deut Hufeland, vor 130 Jahren wissenschaftes sich dabei nicht etwa um ein phansondern um tatsächlich erreichbare Mög ie deutsche Reichsstatistik inzwischen auch kanntgewordenen amerikanischen Ergeb Beweis und gestatten günstige Schluß der weiteren Fortschritte, die sich in en, wenn die seit alters her gepflegte tig mehr als bisher durch eine erheitsfürsorge unterstützt und ergänzt Lokales. ntagsgedanken. s Leben furchtbar schwer. Er kann es Schifflein von den Wogen hin und her ist oftmals zu schwach, um das Steuer ordert Künstler. Man spricht von Le -Nicht alle, die malen, sind Künstler, Lebenskünstler. Für viele ist das Leben eihe von Tagen, ein Hin und Her, nichts nur immer Halbes. n? chwebe, kam nicht zur Ruhe, wurde immer vorfen. Köppern erreicht hatte, merkte er, wie kehrte in ein Gasthaus ein und nahm ß zu sich. Dann ging er wieder heimAugusttag, die Sonne stand och m lief irgendwo im Walde. ließ Hans die Landstraße und ging über n den aufgestellten Garbenhausen aus te er sich in das Gras. nach Hause, als sis ich einen festen seine Blide noch dem Flug der Schwaldahinschossen. Dann horchte er auf jligen Müden, die droben in der Sonne Ben gingen seine Gedanken. Die Augen feſt ein. chte, ſtand die Sonne nicht mehr über war schon eine beträchtliche Strecke Le Füße und schaute hinunter zu den nkelgrüne Pracht im Sonnenglanz da r zu sich:„ Ich gehe nicht eher bis ich be." te, sah er unfern von sich einen Mann ach Südwesten starrte, indem er mit der en beschattete. Er war mittlerer Größe, Gesicht bartlos. Er trug einen langen eifach aufgeschlagenen Hut, kurze BeinDie ganze Kleidung des Mannes machte ud. Ein Bauer aus der Nachbarschaft icht. Die Aufmerksamkeit Hans Heegers ann, das Alter des Mannes abzuſchäzen, 1 Jahren gleich sein. er Fremde um und sagte mit liebens in, mein Herr, habt ihr ausgeschlafen?" chen Tonfall der Worte ging es wie ein r:„ Ei, das ist ja ein Franzose." In Auf Handwerk und Kunst, auf Technik und Wissenschaft wird geprüft, wenn der junge Mann die Schule verläßt; aber auf das Leben als solches hat man doch zu wenig Vorbereitung. Wir hätten in unserem Volfe weniger Schiffbruch, weniger Untergang, wenn man jeden Menschen zum Steuermann seines Lebensschiffleins erziehen würde; wir hätten mehr Freude und Glüd, mehr Geschlossenheit und Menschentum. Die Schule für Lebenskunst muß im Hause der Eltern sein. Das Glüd dort wirft seine Strahlen hinaus auf die Wege der Kinder. Vater und Mutter müssen die Lehrmeister sein, die den Kindern die Kunst des Lebens lehren sollen. Glüd im Heim ist gelebte Lebenskunst. Wer seinen Kindern diesen Schatz mit auf den Weg gibt, dem wird das Licht aus deren Leben einmal in sein stilles Altersheim fallen und sein müdes Herz froh machen. Waldfried. Der Tag hat vierundzwanzig Stunden. Das haben wir zwar immer gewußt, aber wir haben ihn trotzdem ganz ruhig in zweimal zwölf Stunden eingeteilt. Wir handelten beinahe so verrüdt wie die Engländer, die zwar fein Einundzwanzig- Schilling- Stüd besitzen, aber beständig demit rechnen und sich so das Leben furchtbar erschweren und auch perfeuern. Was war das für eine Wirtschaft wenn wir nach Gelnhausen fahren mußten! Wir hatten nicht beachtet, daß die 4 auf dem Fahrplan unterstrichen war. Und vier Uhr morgens standen wir im Bahnhof, ungefrühstüdt und unrasiert, um endlich angesichts der geschlossenen Sperre von einem schlaftrunkenen, zufällig vorbeikommenden Beamten zu erfahren, der Zug ginge am Rachmittag. Der Tag war verloren. Wir sagten: Diem perdidi, d. h., der Tag ist futsch, tranfen schwarzen Kafee, unausgesetzt, wie der selige Balzac, und als wir in Gelnhausen glüdlich zu lachen. Aus diesen Gründen, und weil es die„ höchstentwickelten Verkehrsländere" schon vorher getan haben das mit den hochstentwidelten Verkehrsländern ist amtlich und ein Geständnis, daß sich in Deutschland ,, diesbezüglich" noch viel entwideln läßt haben Eisenbahn und Post beschlossen, im nächsten Jahre Deutschen Reich den Vierundzwanzig- Stunden- Tag zu dem schenken. Wir werden also immer ganz genau wissen, was die Uhr geschlagen hat. Vorsichtigen Gemütern sei aber verraten, daß zweimal zwölf( trotz Gustav Wieds ,, 2X2-5) gleich vierundzwanzig ist, daß sie also nicht etwa länger zu arbeiten und daß es wahrscheinlich so sein wird, daß gefügige Turm-, Normalund Bahnhofs- Uhren sowohl die zweimal- zwölf wie auch die vierundzwanzig Stunden anzeigen werden. Trotzdem wird es natürlich für die Frau Untersteuerein nehmersgattin Schulze aus Schopfloch sehr anstrengend sein, auszurechnen, wie sie es anstellen muß, wenn sie um 18 Uhr 14 Minuten nach Dinkelsbühl fahren will. Aber das sind unvermeidliche Härten der Umwälzung. Es ist, nach sicherem Vernehmen, jedoch nicht zu befürchten, daß Leute, die im Jahre 1928 noch mit einer Zwölf- StundenTaschenuhr herumlaufen, in eine Polizeistrafe genommen werden, jedoch setzen sich übermütige Personen, die es einfallen lassen, allzuschnell eine Vierundzwanzig- Stunden- Taschenuhr zu erwer= ben, sehr genauen Nachforschungen des Finanzamtes aus. Man behalte also möglichst Großpapas Uhr mit dem Schlüssel! heißer Erregung stand alles vor ihm, was er durch diese Nation gelitten, die Schwester und die Heimat verloren! Es war gar nichts von Freundlichkeit in seinem Gesicht, als er die Frage des Fremden durch Niden bejahte. ,, Wie kommt dieser Franzose in diese Gegend?- Ah, er stammt wohl aus einem der welschen Dörfer. Dann hat er auch die Heimat verloren wie ich." Und durch den Gedanken, einen Leidensgefährten vor sich zu haben, milder gestimmt, sagte er:„ Jhr schaut wohl nach dem alten Vaterlande aus?" Der Franzose erwiderte schwermütig: ,, Man vergiẞt so schwer die Stätte, wo man als Kind zu den Füßen von Vater und Mutter gespielt hat." ,, Mein Heimatdorf liegt auch drüben im Westen, der Krieg hat mich in die Fremde getrieben," sagte Hans Heeger. ,, In die Fremde? Es ist doch euer Vaterland, und ih: seid unter euren Landsleuten hier, wir aber sind Fremdlinge in diesem Land, es ist uns ein Asyl, eine Zuflucht. Unsern Kindern, vielleicht erst unsern Enteltindern, wird es einmal eine Heimat werden. Wisset, daß meine Landsleute zuerst in armseligen Hütten wohnten und nicht Häuser bauen wollten, weil sie immer noch auf Heimkehr hofften." ..Ihr sei wohl mit euren Eltern nah Friedrichsdorf ge= tommen? fragte Hans Heeger. ,, Ach nein," erwid: ete der junge Franzose, und fuhr sid, mit der Hand über die Augen„ meine Mutter liegt in Kranfrei begraben, mein Vater aber, ob er dort noch lebt oder verschorrt worden ist, das weiß ich nicht." ..Ihr scheint ein schweres Leben hinter euch zu haben; wenn es euch nicht allzu sehr angreift, so bitte ich euch, mir etwas daDon mitzuteilen; es ist nicht Neugier, sondern herzliche Teilnahme, die mir diesen Wunsch eingibt." ,, Wollen wir uns nicht ein wenig setzen", sprach der Franzose ,,, es erzählt sich dann besser, und es hört sich besser zu, auch ist meine Geschichte nicht kurz." Sie nahmen an einem Hang Play, von wo aus die ganze Gegend zu überschauen war. Sonntagsstille und Abendfriede war über der weiten Flur und der waldigen Höhe, über den nahen und fernen Dörfern. ,, Gießener Zeitung" Trotz dem Fortfall von Morgen- und Abendzeit wird Herrn Rentier Maier sein Morgenkaffee und sein Schlummerpunsch anstandslos weiter bewilligt. Demnach haben wir allen Grund, uns auf den Vierundzwanzig- Stunden- Tag zu freuen. Das Leben auf der dunklen Erbe wird flarer und das Sein auf der besten aller Welten dauert länger. Wer nicht mit der Umwälzung zufrieden ist, muß nach Län dern mit tiefstehendem Verkehr abwandern. Die Paßschwierig teiten sind ja geringer geworden. * Kreisamt. Auswärtige Amtstage des Kreisamis Gießen sollen im zweiten Halbjahr 1926 regelmäßig stattfinden: 1. In Grünberg: jeweis am letzten Freitag der Monate September ( 24.) and November( 26.) von vormittags 9% bis 1 Uhr im Rathaus. 2. In Hungen: jeweils am letzten Freitag der Mo nate August( 27.) und Oftober( 29.) von vormittags 9% bis 1 Uhr im Rathaus. Anliegen der Kreiseingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirken Grünberg, Homberg und Laubach können an den Amtstagen in Grünberg, solche der Kreiseingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirken Hungen, Lich und Nidda an den Amtstagen in Hungen vorgebracht werden. * Polizeiamt. Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten wird hiermit die Frankfurterstraße zwischen der Friedrich- und der Klinifstraße von Freitag, den 23. Juli 1926 ab bis auf weiteres für jeglichen Fahrverkehr gesperrt. * 100. Stiftungsfest. Das hiesige Corps Starkenburgia im Kojener S. C. begeht heute, den 24. Juli, und morgen, den 25. Juli, sein 100. Stiftungsfest. Neben den üblichen festlichen Ver anstaltungen findet akademischer Festakt in der Aula der Universität statt, zu dem der Lehrkörper der Universität eingeladen ift. * Genehmigte Lotterie. Der Minister des Innern hat für ganz Hessen die Geldlotterie der Deutschen Sportbehörde für Leichtathletik zugelassen. * Schonet die Felder. Wenn der rote Mohn und die freundlich blaue Kornblume blühen, dann leiden die Getreidefelder unter der Anziehungskraft dieser bunten ,, Untermieter". Beson= ders für Kinder sind die lodenden Farbentinder unwiderstehlich, aber auch die Erwachsenen lassen oft auch die eigentlich selbst= verständliche Pflicht der Schonung der Getreidefelder außer Acht. Verantwortungsbewußtsein in dieser Hinsicht sollten auch vor allem die Führer von Schul- und Vereinsausflügen haben. Diese bieten gerade die beste Gelegenheit, die Kinder auf die unermeßlichen Werte aufmerksam zu machen, die in den werden= den, wachsenden Saaten liegen und die die besten Helfer für uns Deutsche sind, aus unseren wirtschaftlichen Nöten wieder herauszukommen. So barsch der Landwirt den Verfehlungen im einzelnen begegnen mag, so dankbar wird er verständnisvoller Schonung seiner Aecker und Wiesen gegenüberstehen. * Vorsicht bei der Tollkirsche. Die Tollkirsche ist jetzt rcif. Das äußerst giftige Alkaloid dieser hübschen und verlodenden Beerenfrucht, das berühmte Atropin, bewirkt, wenn man es ißt, Krämpfe und Lähmung des Nervensystems. Auch Todesfälle sind häufig. Man sei deshalb vorsichtig beim Beerensuchen und warne vor allem die Kinder vor dieser lebensgefährlichen Tollkirsche. Die schwarzglänzenden Beeren haben Kirschengröße. * Das 1. Hessische Sängerbundesfest in Mainz. Der Hessische Sängerbund, dem über 500 Gesangvereine im Bereiche unseres Hessenlandes angeschlossen sind und zu dem auch eine große Anzahl von Vereinen aus unserem Bezirk gehört, begeht am 18., 19. und 20. September sein erstes Sängerbundesfest. Die Ausgestaltung des Festes wurde im Hinblick darauf, daß die Schranfen zwischen besetztem und unbeseztem Gebiet nunmehr gefallen sind und sich dadurch wieder ein ungehinderter Verkehr abwideln kann, der Mainzer Sängerschaft übertragen. Aus den bereits getroffenen Vorbereitungen kann schon heute geschlossen werden, daß man ein Fest beabsichtigt, wie es imposanter und wuchtiger auch selbst in Vorkriegszeiten kaum geboten werden konnte. Tausende von Sängern werden in gewaltigen Massenchören eine ,, Ihr wiß wohl, daß man die Hugenotten in Frankreich, das waren die, die sich von der Papstkirche getrennt, und dem Evangelium zugeschworen hatten, lange Jahre grausam verfolgt hat. Dann aber kam ein König auf den Thron, Heinrich der Vierte. Der war selbst Hugenotte gewesen, dann aber katholisch geworden, um die Krone von Frankreich zu bekommen. Er hätte es nicht tun sollen, es wäre besser für ihn und uns gewesen." Hans Heeger richtete sich unwillkürlich straffer auf, als er den Namen des Königs hörte, mit dem er sich vor etlichen Stunden hatte trösten wollen. ,, Seltsame Fügung!" prach er zu sich selbst. ,, Dieser König gab uns Hugenotten das Edikt von Nantes; da wurde Friede im Lande. Sein Entel aber, Ludwig der Vier: zehnte, hat eines Tages dies Instrument der Versöhnung zerrissen und uns nur eine Wahl gelassen katholisch zu werden oder die Heimat zu verlassen! Warum er es getan hat?- Gott allein weiß es. Vielleicht haben ihn die Sünden seines Lebens geplagt, denn er hat Ströme von Blut vergossen, hat in Frantreich das Volk arm gemacht und bei euch hat er blühende Landschaften in Wüsteneien verwandelt. Das mag ihn geplagt haben, und er hat gemeint, er verdient sich einen Stuhl im Himmel, wenn er die Kezer in den Schoß der Papstkirche zurüdzwingt. Tausende, nein zehntausende stiller, fleißiger Christen hat er ausgetrieben. Deutsche Fürsten haben sie aufgenommen; auch der Landgraf von Hessen, Friedrich der Zweite, hat zwei Dörfer gegründet. ,, Lieber will ich mein Silbergerät verkaufen, als diese Leute ohne Unterstügung lassen", sprach er, und solange Friedrichsdorf besteht, darf diese hochsinnige Opferfreudigkeit nicht vergessen werden." Der Erzähler hielt inne und schaute mit großen, traurigen Augen in die Ferne. Dann fuhr er fort:„ Meine Eltern lebten in dem Dorfe St. Hippolyte in der Languedoc. O, ihr wißt nicht, wie herrlich dort das Klima, wie fruchtbar der Boden, wie mild der Winter ist! Abraham Privat hieß mein Vater, ich trage seinen Namen. Ein Ehrenmann war er vom Scheitel bis zur Sohle, mehr noch ein Familienvater voll zeitlicher Sorge, mehr noch ein ernster Christ und treuer Bekenner. Nr. 30. Kundgebung veranstalten, die das deutsche Lied, den deutschen Männergesang verherrlicht. Das Programm erstreckt sich über brei Tage. * Eine italienische Ausstellung. Wir hören aus Kom, daß die Zahl der Teilnehmer an der von der italienischen Regierung geförderten und von den vereinigten Handelskammern und wirtschaftlichen Verbänden Italiens durchgeführten Ausstellung im Rahmen der bevorstehenden Frankfurter Herbstmesse vom 26. bis 29. September ständig wächst. Italien wird bei dieser Gelegen heit seine wichtigsten Ausfuhrgüter, für die Deutschland von jeher Hauptabnehmer gewesen ist, ziemlich lüdenlos vorführen. Der Schmud des Heimes. Porzellan, Kristall, Marmor, Steingut wird gerne mit Perfil gereinigt, weil die Persillauge den Stücken nicht nur ein glänzendes, gepflegtes Aussehen gibt, sondern die Reinigung dieser Sachen geradezu zu einer Spielerei macht. Aus Nah und Fers. Kiosier Arnsburg. Am vergangenen Sonntag fand hier unter Leitung seines Borsitzenden, Pfarrer Benrich Münzenberg. ein Jugendtreffen des Kreisverbandes Oberhessen der evangelischen weiblichen Jugend statt, zu dem auf Einladung auch junge Mädchen solcher Gemeinden gekommen waren, in denen noch kein Jugendverein besteht. Landesjugendpfarrer Lic. v. d. Au hielt den Gottesdienst und sprach in dem darauffolgenden Vortrag über die Frage:„ Warum schließen wir uns zu Vereinen zu= sammen?" Der Nachmittag wurde mit Besichtigung der Kloster= ruine, einer Aussprache über den Vortrag und mit Gesang und fröhlichem Spiel ausgefüllt. Der beste Beweis für das Gelingen des Tages war, daß man beschloß, im nächsten Jahre an gleicher Stelle wieder zusammenzukommen. Staden. Der hiesige Sportverein hielt Sonntag, den 18. Juli, ein wohlgelungenes Sportfest ab. Um 8 Uhr begann dasselbe mit einem Festgottesdienst, wobei unser Ortspfarrer über 1. Kor. 3,16.17 predigte und vom christlichen Standpunkt aus den Sport und die Körperpflege beleuchtete. Anschließend daran begannen dann um 9 Uhr auf dem hiesigen Sportplatz die Fußballwettspiele. Nach einer Mittagspause bewegte sich um ½2 Uhr unter Beteiligung sämtlicher hiesiger Vereine und der erschienenen auswärtigen Sportvereine in ihren Trikots ein malerischer Festzug durch die Straßen. Darnach fand das Endspiel um den von dem hiesigen Sportverein gestifteten Pokal statt, wobei der Fußballklub Geiß- Nidda mit 1: 0 über Kohden siegte. Den Abschluß bildete ein Tanz im Saale der Gastwirtschaft Bingmer. Stammheim. Am 1. August soll hier ein großes Volksmissionsfest stattfinden, wozu gegenwärtig die Vorbereitungen getroffen werden. Mit einem Festgottesdienst um% 2 Uhr soll das Fest beginnen. Herr Missionar Walther hat dafür die Festpredigt übernommen. Nach einer Kaffeepause wird dann im Freien eine Nachfeier sein, bei welcher wieder Herr Missionar Walther- Beuern wie auch Herr Pfarrer Knodt- Bad Nauheim sprechen werden. Zur Begleitung der Gesänge hat sich der Posaunenchor Ober- Modstadt, welcher hier nicht fremd ist, bereit erklärt. Auch wird unser hiesiger Kirchengesangverein mitwirken. Hoffentlich bleibt auch das Wetter sommerlich troden, damit das Fest schön und programmäßig verlaufen kann. Darmstadt. Nach Anordnung des hessischen Staatsministe riums findet, wie in früheren Jahren, im Volksstaat Hessen die Verfassungsfeier am 11. August statt. Deffentliche Gebäude haben in den Reichs- und Landesfarben zu flaggen. In den Schulen tritt an Stelle des Unterrichts eine Verfassungsfeier. Beamte und Angestellte staatlicher Behörden haben Büroschluß. Am Abend haben die Behörden bezw. Bürgermeistereien in allen Maizena das Kraftmehi Suppen für Saucen Gemüse Oh, und meine Mutter!" Abraham Privat hielt eine Weile inne; die Erinnerung überwältigte ihn. ,, Elf Kinder hat sie meinem Vater geboren, zuerst zwei Söhne, dann neun Töchter. Oh, welch eine fröhliche Kindermutter ist sie gewesen! Welcher Sonnenschein war in unserm Hause! Noch zwanzig Jahre nach der Aufhebung jenes Friedens ediktes lebten wir in unserm fleinen Dörfchen in völligem Frieden; dann aber brach's noch über uns herein wie Wetterschlag und Wolkenbruch. Habt ihr einmal etwas gehört von den Dragonaden? Nein? Nun, man legte uns das Haus bis zum letzten Raum voll von wildem, wüstem Kriegsvolt, meistens waren es Dragoner, daher der Name. Wie Heuschreden im Feld, so fraßen sie unser Haus fahl. Die Mutter quälten und mißhandelten sie so, daß sie starb; den Vater warfen sie in eine Festung und gaben ihm vier Wochen Frist, seinen Glauben abzuschwören. Uns Kinder trieben sie aus dem Vaterhaus. Ich war damals sechszehn Jahre alt, mein Bruder Anton vierzehn, die kleinste meiner Schwestern aber erst zwei Jahre. Erlaßt mir, euch zu schildern, wie wir in den Wäldern und Feldern umherirrten. Wären nicht barmherzige Nachbarn gewesen, wir wären verhungert." Von plötzlicher Bewegung übermannt, umfaßte Hans Hee ger den Erzähler und drüdte ihn an sich. Abraham Privat fuhr fort: ,, Es was an einem Sonntag wie heute Der Abend fam heran, wir waren müde, dazu hatten wir wenig gegessen; nun galt es, ein Nachtquartier zu suchen. Unfern von uns erhob sich ein gewaltiges Gemäuer. Wir eilten darauf zu, und am Fuße eines breiten, runden Turmes dudten wir uns zum Schlafe nieder. Doch die Kleinen wollten nicht ruhen, sie wollten heim, zu Vater und Mutter, wir trösteten sie, so gut es ging, bis sie sich in Schlaf gemeint hatten. Und in diesem Turm saß mein unglüdlicher Bater. Er hörte die Stimmen der Kinderschar, er vernahm das Klagen der Kleinen." Abraham Privat stodte einen Augenblid. Fortsegung folgt. Sonnabend, den 24. Juli 1926. Städten und Landgemeinden eine öffentliche Feier zu veran stalten. Die Kosten der Veranstaltung trägt die Staatstaffe. Darmstadt. Der Provinziallandtag der Provinz Startenburg ist für Samstag, 31. Juli, einberufen. Die Tagesordnung jieht vor: 1. Ferngasversorgung des rhein- mainischen Wirt schaftsgebietes; 2. Erbauung einer Straßenbrüde über den Main bei Rüsselsheim. Lindenfels( Odenwald). Wie alljährlich, so wird auch heuer wieder das Lindenfelser Burgfeft am morgigen Sonntag gefeiert werden. Im Mittelpunkt des Festes steht der große Trachtenzug, der in Form eines Hochzeitszuges vor 100 Jahren die reizvollen Odenwälder Trachten zeigen wird. Jn Bensheim und Fürth stehen Kraftwagen bereit, um die Gäfte zum Festzug zu transportieren. Mainz. Das ehemalige 1. Najf. Jnj.- Regt. 87 mit der Frie densgarnison Mainz plant für das Jahr 1927 die Errichtung und Enthüllung eines Ehrendenkmals für seine gefallenen Helden, verbunden mit einer Wiedersehensfeier. Da die alte Garnison besetzt ist, kann dort das Ehrenmal nicht gesetzt werden. Es ist eine Stadt im Rassauer Land, vielleicht eine frühere Garnison aus nassauischer Zeit, vorgesehen. Der Denkmalausschuß bittet alle Kameraden des attiven Regiment, des Reserve- und Landwehrregiments, der Erjazbataillone, sowie alle 87 aus den vielen im Regiment aufgestellten Tochterregimentern und-Bataillonen, sowie die, die aus dem 87 Regiment hervorgegangenen, später bei anderen Formationen den Weltkrieg mitmachten, um sofortige Adressenangabe an Kamerad Dr. de Haan, Frankfurt a. M., Bruchfeldstraße 15. Besonders herzlich bittet weiterhin der Dentmalsausichuß alle Hinterbliebenen seiner gefallenen Helden sowie alle Altveteranen, gleichfalls sofort die Verbindung mit dem Ausschuß aufzunehmen. Azlar( Kr. Weglar). Die Maul- und Klauenseuche ist in unserem Orte amtlich festgestellt worden. Homberg( Bez. Kassel). Am 21. und 22. Oftober 1526 fand unter Landgraf Philipp dem Großmütigen in Homberg a. d. Efze die sogen.„ Homberger Synode" statt. Die 400jährige WieDauerhafte gute ,, Gießener Zeitung" derkehr dieses Ereignisses foll im Herbst dieses Jahres von der gesamten Evangelijchen Landestirche in Hessen feierlich begangen werden. Die Feier wird an den historischen Tagen hier statt finden. Die„ Homberger Synode" bedeutet den Eintritt Hessens in die Reihe der Gebiete, die sich der evangelischen Erneuerung im 16. Jahrhundert öffneten. Im Rahmen der Veranstaltungen zum Hessischen Reformationsjubiläum erscheint u. a. ein Zeitspiel, das die anziehende Gestalt Philipps zum Mittelpunkt hat. Bad Soden. Die Gemeindekörperschaften von Bad Soden haben in ihrer legten Gigung einstimmig beschlossen, bei der Re gierung die Erwerbung der Stadtrechte zu beantragen. Es wird erwartet, daß der Antrag Erfolg haben wird. Hanau. Der Streit der Diamantarbeiter in Hanau ist nunmehr beendet, die Arbeiter, von denen zuletzt noch 115 im Streit waren, haben die Arbeit bedingungslos wieder aufgenommen. Heidelberg. In der städtischen Finanzkommission zu Heidelberg werden dieser Tage die finanziellen Grundlagen zur Errichtung einer dritten Redarbrüde erörtert. Mit dem Bau soll im Herbst dieses Jahres begonnen werden. Vorgesehen ist eine Dreibogenbrüde in Eisenbeton, die sich architektonisch in das Landschaftsbild einpaẞt. Neue Bücher. Warlig,„ Gejalzenes und Gepfeffertes. Ein gutes Witbuch ist selten. Das vorliegende enthält 1000 Wige und Anekdoten, in einer Reihe von Jahren gesammelt und gesichtet. Der Titel ,, Gesalzenes und Gepfeffertes" ist schlagend. Die Einbandzeichnung von Koch- Gotha ist zum Kugeln und dann erst der Inhalt! Zudem ist Ferienzeit, in der die Menschen nur Lustiges erleben und lesen wollen, und wahrhaftig, hier finden sie es. Verlag von Max Hesse, Berlin W. 15, Lietzenburgerstraße 38. Alexander Moszkowski, Bon Genies und Kamelen. Preis fart. 3,80 M, in, Ganzleinen 4,80 M. Eulenspiegel- Verlag 6. m. b. H., Magdeburg. Ein neues Wert des Lachens, 300 Geiten Persil Bekanntmachung. Nachdem der Hess. Sparkassen: n. Giroverband den Beitritt als Gründungskörperschaft zur Hessen- Naff. Lebens: versicherungsanstalt in Wiesbaden beschlossen hat, können alle Arten von Lebensversicherungen zu günstigsten Bedingungen und niedrigsten Beitragsjäßen durch Vermittlung unserer Kaise ober burch die Vertreter bei unserer vorgenannten Lebensversicherungsanstalt abgeschlossen werden. Auskünfte berettwillligst Schuhwaren Bezirkssparkasse Gießen. Schuhhaus Meyer, Gießen Garantiert reiner Bahnhofstr. 30 Nr. 30. start, 46 Geschichten. Jede beweist Moszkowskis eminente Begabung als Zeit- und Kulturkritiker; jede zeigt seinen glänzendsten Vorzug: ironijch, satirisch, wigig, grotest, interessant. Ein luftiges Buch dieser Saison. Sport- und Berlehrsfliegerei. Von Ing. Frig Wittekind. ( Westermanns Sportbücherei Band 8.) Mit 110 Abbildungen. Kartoniert 4- M. Mag ein wirklicher Flugsport bisher eine große Ausdehnung nicht gefunden haben, so ist seine Verbreitung heute nur noch eine Frage der Zeit. Vorläufig aber steht das Verkehrsflugzeug noch im Brennpunkt des Interesses, und so hat ihm der Verfasser auch gebührenden Platz eingeräumt. Der konstruttive Aufbau des Flugzeuges, der Motor, die verschiedenen Inpen deutscher und ausländischer Flugzeuge, das alles wird anschaulich und interessant an Hand vieler guter Abbildungen erörtert. Das Buch wird viele Lejer interessieren. Berantwortlich: Christian Klein in Gießen. Elegante Welf Deutschlands tonangebende Zeitschrift für vornehme Lebenskunst, für Mode, Kunst, Theater, Film, Sport, Schönheit und Lebensfreude Alle 14 Tage ein 50 bis 80 Seiten starkes Heft mit ausgewählten Meisterwerken moderner Film- u. Photokunst sowie hochinteressanten Berichten aus der Gesellschaft. Jedes Heft mit einem prachtvollen farb. Kunstblatt als Titelbild. Abonnements bei allen Buchhandlungen! Verlag: Dr. Eysler& Co. A.-G. in Berlin SW68 1 Paket reicht für 2½- 3 Eimer Wasser! Bitte beachten Sie diesen Punkt genau! Es ist für ein tadelloses Waschergebnis unbedingt erforderlich, die richtige Mengе Tersil zu неммей! [ Einheirat! In Landwirtschaft. Hübsch. 23 jähr. Fräul. m. 200 000 Gmk. bar wünscht sich m.strebs Einen 14/35 PS Fiat eineinhalb TonnenLieferwagen u. 850 Morg, gross. Gut, sowie einen 10/25 PS Renault- Lieferwagen mit ca. 15-20 Zentner Tragfähigkeit in bestem Zustand billig zu verkaufen. Herrn auch ohne Vermög. z. verheiraten durch Fr. Sander, Berlin C. 25. Dr.Titel durch Dr. Woititz Berlin W.50 Calch h Anzeigen in m. Zeitschrift haben größte Erfolge! Sehr billig! Bienenhonig Horoskope aller Art aigene Ernte, kein Auslandshonig( Bremen!) 9 Pfd. Dose fr. 15.- Mark( Nachnahme). Pfarrer Jäger, Glauberg, Oberhessen. Wir haben demnächst ca. 30 000 kgr. Radi atoren, Eisenröhren usw. vom Bahnhof nach Hautklinik anzufahren. Preis einschl. Auf- und Abladen pro 100kgr. an Imhof& Co., Bad Nauheim. liefert für die Lebensfahrt der Neukultur- Verlag, Berlin. Schicke flugs dein Geburtsdatum hin! Probe Schicksalsdeutung gratis! Schliessfach 25 g, Berlin W 9. Unkostenbeitrag nach Belieben. Bitte ausschneiden. Weitergeben Während der Reisezeit empfiehlt sich die Aufbewahrung v. Wertpaketen in unserem feuersicheren PANZER- RAUM Bezirkssparkasse Giessen Josef Heuler, Frankfurt a. M. Tel. Römer 4636 Kronprinzenstrasse Nr. 36 Günstigste Eindeckung Verlangen Sie Ruhr- Brechkoks Heizkräftigster, sparsamster Brennstoff für Zentralheizungen Erhältl. in all. gröss. Kohlenhandig. Sommerpreise Delikatess Bauern- Handkäse erstklass. hellspedige Naturwace, kein übliches Maffenprodukt empfiehlt in 36er Packung zu Mt. 3.50 franko Nachnahme. Molk. H. Keßler, Wahlen, Hess., Odw. Pallabona- Puder reinigt u. entfettet das Haar auf trockenem Wege, macht schöne Frisur, besond. Bubikopf geeignet für Bei Tanzu.Sport unentbehrlich. Zu haben in Dosen von M. I.- an in Friseurgeschäften, Parfümerien, Drogerien u. Apotheken. Nachahmung weise zurück! !! An die Wasserkante!! 19.- 25. 7. Gesellschaftsfahrt nach Hamburg- Lübeck- Kiel. 110.- Mk. Seeverein Darmstadt, Heinrichstr. 99. Reise ohne Bargeld mit dem REISEKREDITBRIEF der Bezirkssparkasse Giessen Vertreter u. Vertreterinnen finden sofort lohnend. Verdienst Volkswohl- Bund Allgem.Bestattungs- u. VersicherungsvereinAG. Behördlich genehmigt Gegründet 1914 Bundesdirektion: Berlin SW 19, Niederwallstr. 21 Erdbestattung! Feuerbestattung! Sofortig. Anspruch Keine Wartezeit Kostenfreie Bestattung Ausführung der Bestattung in verschiedenen Klassen nach Wunsch der Mitglieder. austritt Freie Bestimmung über Bestattungsart. Kein KirchenBargeldzuschuss-( Hinterbliebenen-) Lebens- und Kinder- Versicherung. Versicherung. Im Jahre 1925 Im I Ouartal 1926 1649 Bestattungen . Im II Quartal 1926 730 830 " In 18 Monaten insges. 3209 Bestattungen ausgeführt Fordern Sie sofort unverbindlichen Vertreterbesuch. Auskunft und Aufnahme durch unsere Verwaltungsstelle für Giessen und Marburg a L. BarfusserGeorg Schebb, Marburg a. L. Strasse 52 Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee. Onbul Stuckamp Wie bleibe ich jung u. schön? Diese alle weiblichen Herzen bewegende Frage ist gelöst! Die Antwort lautet: Durch STUVKAMP SALZ Körperfülle, unreiner Teint, schlaffe Gesichtszüge, Nervosität und Unlust sind meist die Folgen ungenügenden Stoffwechsels. Nehmen Sie regelmässig jeden Morgen eine kleine Messerspitze Stuvkamp- Salz, welches for gate Funktion der lebenswichtigen Organe sorgt. Sie vor übermässigem Fett schützt und Ihnen auch im gesetzten Alter Jugendfrische Elastizität und Leistungsfähigkeit bewahrt Original STUVKAMP- SALZ in Packungen zu M. 3,- und M. 2,- in allen Apotheken und Drogerien erhältlich. Vertreter u. Vertreterinnen finden sofort lohnend. Verdienst Generalvertretung: Dr. Ulsch& Co., Frankfurt am Main. Miquelterasse 58. Telefon Maingan 3071. 39. Jahrg. கு Ersche Bezugspreis 40 P Redaktionsschluß früh 8 Uh fendung nicht verlangter 2112 Reichsfinanzministe jeiner groß angelegten danken Ausdruck gegebe schwimmen, zu schwer se müßten, wenn wir nicht es 19 Parlamente des sich folgendermaßen ver Deutsches Reich( R tag 450, Bayern 129, Baden 86, Thüringen Schwerin 64, Braunsch halt 36, Medlenburg- G Detmold 21, Schaumbu gerichaft) 160, Bremen 1 Dazu tommen noch 32 Reichswirtschaftsvat. Nun darf jemand ein lamentarismus sein, er Deutschland zu reich mit tönnen auch mit der Häl Köpfe, umso weniger weniger Abgeordnete, u Steuern. Ein franzöfif Saarbrüden, 27. Juli. verurteilte am Montag den händlerverbandes, Dr. Wildgegen die Staatsgewalt zu d liegt ein Zusammenstoß zugr zösischen Gendarmen und Tei bei Besichtigung des in der Spichererberges ereignete, u beteiligt war. Er wurde, a zurüdbegab mit vorschrifts handen gekommene Uhr zu si verhaftet und hatte hierbei d die wenige Meter entfernte Wer bezahlt die Berlin, 29. Juli. Befan in der Pfalz große Manöver sehr hohe Flurschäden entsteher das deutsche Heer vermieden, abzuhalten, weil die Flursch Franzosen glauben aber, sich zu fönnen. Neuerdings hat nu Gebiete Verhandlungen mit leitet, um für Deutschland ein großen militärischen Aktionen pationsleistungsgesetz erwach Ausgaben, und zwar 3. T. au den. Da die Franzosen bekan Flugzeuge zum Bombenabwe Waffen bei ihren Manöver vornherein dringend erforder der Berhandlungen scheint ei erzielt zu werden. Ausschreitungen d Bor einigen Tagen ließe schwere Ausschreitungen, in Teilnehmer an einer Feier 31 trieges zuschulden kommen. find eingeleitet worden, jedoch Von französischer Seite wird heit totzuschweigen. Wie sch lichen französischen Stellen i der Stadtkommandant von G Persönlichkeiten zu sich besc Bedauern über die und die Hoffnung ausdrückte tomme. Dieser Wunsch ist v die französischen Soldaten in Pfälzer Berichterstatter des dartiber und noch über einig gende Einzelheiten: Die Gartendiebstähle ne wird jyitematisch von Soldate chen Erdbeerfulturen angeleg den Zweigen von den Bäu schwerden sind zwedlos, wie ge in Bürgerquartieren liegend serbernder und ausfallender. Störungstrupps der Soldate mit Geschrei und Pfeifen u marschierenden Gruppen des deftzuges störten. In der Nacht vom Son Soldaten Fahnen heruntergeholt, Bon 60 stadtamtlich aufgestel reinigt und entwendet worde tiffen die Soldaten das Eise