ummer Beight Dohnerzahl und Angabe der Post- und Str. 46. n, Kreise, Amtsgerichte, Ortstlassen, et, Bildungsanstalten, Reichsbehörden e andere. Fünfte völlig neubearbeitete mil Roth- Gießen, 32 G. start, fart. Seijen einen lebhaften Bostnerkehr zeichnis empfohlen. Christian Klein in Gießen. KAPPEL appe Schreibmaschine Maschinenfabrik Kappel Akt: Ges. Chemnitz- Kappel Gießen, Mäusburg 1 Bertauf dem Gemeindewald von Nisteraaden i. Westerwald, im Wege tlichen Angebots. thahn, ca. 200 Fm. Eichen Stämme Buchen, ca. 200 Fm. Buchen Stämme, Tister, ca. 200 Fm. Fichten Stämme Stopf, ca. 80 Fm. Fichten Stämme, a. Kl. und Stangen I. und II. Kl. mehr oder weniger ist zulässig. zerlia als solche zu bezeichnen sind, r 1926, vorm. 11 Uhr, bei der Bürmer Nr. 1, mit der Aufschrift ,, Holz. eichen. Die Gebote sind für jedes jede Klasse und pro Fm. abzugeben, Verkaufsbedingungen, die auf dem nsicht offen liegen. Die Verkaufsgegen Entrichtung der Schreibge werden. Der Gemeinde nach der Hauordnung n Friebewald wird auf Verlangen Dorzeigen. ber 1926. Bürgermeister. arsil htige Menge! auf 2%-3 Simer -so sagt die Vors und so ist es richehmen Sie aber allein, ohne jeden Zusatz! ichen ist benko Bleich- Sodo inübertroffen: Hartes Wasser weich, euma, Gicht, Rückenosität ロー bilft AMP- SALZ aut natürliche Weise das Blut von den Ablagerungen reinigen, sorgt prompt für normalen Stoffwechsel und leistet somit hervorragende Dienste, um die Menschen lebenskrä er und widerstandsfähiger zu machen. 1.2,- io allen Apotheken u. Drogeren. Schlipkoler, Frankfurt a. M. Fernruf: Spesaart 1736 Samstag, den 20. November 1926. Nr. 47. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdlendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Warum stimmt das Zentrum beim Voltsentscheid mit Nein? Der Werbeausschuß der Zentrumspartei gibt im Mainzer Journal" in elf furz formulierten Puntien Aufschluß, warum das Zentrum beim Boltsentscheid am 5. Dezember mit„ Nein" stimmt. Diese Punkte lauten: Wir stimmen mit Rein: 1. Weil wir unsere Landtagsfraktion gegen jedes Mißtrauen, das von Neidern tommt, schützen müssen. 2. Weil uns die chriftliche Weltanschauung höher steht, als die materialistische. 3. Weil sich in einem halben Jahre der Landtag von selbst auflöst, und daher jede gewaltsame Auflösung Unsinn ist. 4. Weil wir unsere Wähler nicht unnötig an die Wahlurne rufen wollen. 5. Weil wir dem hessischen Staat alle unnötigen Kosten er= sparen wollen. 6. Weil der W. und O. Blod durch den Volksentscheid seinen Machthunger stillen will. 7. Weil der W.. und O. Blod, wenn er an der Regierung gewesen wäre, auch die von dem deutschnationalen Reichsfinanzminister a. D. von Schlieben festgesetzten Steuern hätte einziehen müssen. 8. Weil wir uns von dem Rechtsblod fein Diktat wollen aufdrängen lassen. 9. Weil wir unsere politische Ehre nicht aufgeben wollen. 10. Weil wir einen neuen politischen Kulturkampf von unserer Kirche fernhalten wollen. 11. Weil wir immer noch Parteidisziplin halten wollen. Tagesnachrichten. Das Arbeitslosen- Versicherungsgesetz ist im Reichsrat angenommen worden. Die angestrebte große Koalition, d. i. eine Reichsregierung, bestehend aus Sozialdemokraten, Zentrum, Demokraten und Deutsche Volkspartei, hat Aussicht, zustande zu kommen.. Baul Lensch, einer der befähigsten Männer in der sozialdemokratischen Partei, ist am Mittwoch gestorben. Er war einer derjenigen, der den Verhältnissen Rechnung zu tragen wußte, der nicht alles nach der Schablone und durch die Parteibrille beurteilte. In Sachsen wird für die neue Regierung seitens der sozialdemokratischen Partei, welche durch die letzten Wahlen die meisten Sitze bekommen hat, der frühere Unterrichtsminister Fleißner als Ministerpräsident in Vorschlag gebracht. Der demokratische Reichsparteitag findet am 27. und 28. November in Berlin im Reichstagsgebäude statt. Die Reichsminister Dr. Külz und Dr. Reinhold werden sprechen. Das Linienschiff„ Hannover" ist auf seiner Weltreise am 16. November von Ponte de Praia in See gegangen. Der deutsche Reichsmarine- Schultreuzer„ Emden" ist am 17. November in La Coruna eingetroffen. Derselbe wird alle Weltteile besuchen. In England wird der Bergarbeiterstreit fortgesetzt, obgleich die Regierung bemüht ist, eine Einigung herbeizuführen. Frankreich will, daß die Militärkontrolle über Deutschland ständig bleiben soll. Dem widersetzt sich natürlich die deutsche Regierung und wird dabei von England unterstützt. In den zu Polen gekommenen oberschlesischen Gemeinden haben bei den kürzlich stattgefundenen Gemeindewahlen die Deutschen 335 Sitze und die Polen nur 265 Sitze errungen. Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. erworben wird. Auch die übrigen Eigentumsarten des bürgerlichen Rechts Eigentum nach Bruchteilen, gütengemeinschaftliches Eigentum, Eigentum der Erbengemeinschaft genügen. Es reicht jedoch auch aus, wenn mit der Kapitalabfindung die Anwartschaft auf ein durch eine gemeinnügige Siedlungsund Baugenossenschaft zu erstellendes Wohnhaus erworben wird, sofern nur sichergestellt ist, daß durch Abschluß entsprechend langer Mietverträge, durdy Einschränkung der Kündigungsmöglichkeit zugunsten der Versorgungsberechtigten oder auf sonstige Weise die Gewähr dafür geboten ist, daß derjenige, der die Kapitalabfindung beansprucht, auf dem von ihm zu erwerbenden Grund und Boden jeßhaft bleibt und das Grundstück dauernd erhalten wird. Der Antrag auf Kapitalabfindung ist an das zuständige Versorgungsamt oder die zuständige Bezirksfürsorgestelle zu rich ten. Beteiligt bei der Prüfung des Antrags ist auch die Hauptfürsorgestelle, die insbesondere die Nützlichkeit der beabsichtigten Verwendung des Kapitals zu prüfen hat. Die endgültigle Entscheidung trifft das Hauptversorgungsamt. Die ordnungsmäßige Verwendung des Kapitals wird überwacht. Sie ist durch die Form der Auszahlung Zahlung nach Maßgabe des Fortschreitens des Baues, Sicherungshypothek und in der Regel durch Maßnahmen gegen die alsbaldige Weiterveräußerung Vorkaufsrecht, Rücklaufsrecht zu sichern. Auch ist es zulässig. die Weiterveräußerung und Belastung des auf Grund der Kapitalabfindung erworbenen Grundstücs bis zu fünf Jahren von der Bewilligung der Genehmigung der zuständigen Behörde ab= hängig zu machen. Endlich besteht die Möglichkeit, die Kapitalabfindung zurüdzuverlangen, wenn das Geld nicht innerhalb bestimmter Frist ordnungsmäßig verwendet oder wenn der Zwed der Verwendung vereitelt wird. - In den meisten Fällen wir die Kapitalabfindungssumme leineswegs ausreichend sein, um die Baukosten sicherzustellen. Es wird deshalb auf eine weitere Möglichkeit der Geldbeschasfung verwiesen: Das Reichsgesetz über die Bereitstellung von Kredit zur Förderung des Kleinwohnungsbaues vom 26. März 1926 setzt den Reichsarbeitsminister in die Lage, an die Länder Darlehn zu geben, um die Gewährung von Zwischenkrediten auf erste Hypotheken zu fördern. Diese Reichsmittel für Zwischen= kredite werden nur gegeben zur Errichtung von Kleinwohnungen. Hierbei sollen insbesondere auch Kriegsbeschädigte und Kriegerhinterbliebene in erster Linie berücksichtigt werden. Die Gewährung refolgt durch die vorhandenen Kreditanstalten, in erster Linie Hypothekenbanken und sonstigen Realkreditanstalten, die berechtigt sind, Pjandbriefe auszugeben. Die Realkreditanstalten erscheinen bei der Durchführung der Kreditaktion als Beauftragte der Länder. Der Zwischenkredit wie der erste Hypothekenkredit sind auf Grund eines Vertrages an den Bauherrn weiterzugeben. Tunlichst soll schon der Vertrag für Gewährung des Zwischentredits die Bedingung enthalten, zu denen das hypothetarische Darlehen gewährt wird. Die Beleihung tann bis zu 60 Prozent des Wertes des Grundstüds erfolgen und soll in der Regel gewährt werden, wenn Länder und Gemeinden die Ausbietungsgarantie übernehmen gegen die Zusage des ersten Hypothekengläubigers, die erste Hypothet im Falle der Zwangsversteigerung stehen zu lassen. Der Zinssatz beträgt 6,75 Prozent; an Verwaltungskosten darf ein Zuschlag von 0,5 Prozent nicht überschritten werden, so daß der Satz 7,25 Prozent beträgt. Es ist besonders vorge sehen, daß mit Mitteln des Reichstredits nur solche Bauvorhaben gefördert werden, die gewissen Richtlinien entsprechen. In Frage kommen nur Kleinwohnungen, bei denen Gewähr ist, daß die Wohnungen nicht zu spekulativen Zweden verwendet werden. Um die Baukosten niedrig zu halten, sollen ferner die Gemeinden Baugelände möglichst aus eigenem Besitze zur VerKapitalbeschaffung für Siedlungszwecke. fügung stellen, ebenso bei der Berechnung des Bodenpreises, der Bereits während des Krieges wie auch nach dem Kriege wurde besonderer Wert darauf gelegt, Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen Eigenheime zu verschaffen, oder ihnen bei Errichtung von Eigenheimen weitestgehend behilflich zu sein. In nachstehendem soll kurz ausgeführt werden, welche Mittel und Wege zur Kapitalbeschaffung für Siedlungszwede jetzt in Frage kommen. Zunächst wäre auf die Kapitalabfindung hinzuweisen. Nach § 72 des R. V. Ges. tönnen die Personen, die auf Grund dieses Gesetzes Anspruch auf Versorgungsgebührnisse haben, zum Erwerb oder zur wirtschaftlichen Stärkung eigenen Grundbesitzes durch Zahlung eines Kapitals abgefunden werden. Eine Kapitalsabfindung kann auch dann gewährt werden, wenn Versorgungsberechtigte zum Erwerb eigenen Grundbesitzes einem gemeinnützigen Bau- und Siedlungsunternehmen beitreten wollen. Die Abfindungssumme beträgt ein Vielfaches der im Zeitpunkt der Anerkennung zuständigen Versorgungsgebührnisse und richtet sich nach dem Lebensalter des Versorgungsberechtigten. Um den mit der Abfindung vom Gesetz beabsichtigten 3wed zu erreichen Siedlung und Seßhaftmachung auf eigener Scholle zu fördern, wird als regelmäßige Voraussetzung der Gewährung der Abfindung verlangt, daß entweder ein bebautes Grundstück bereits vorhanden ist, das erweitert oder sonst wirtschaftlich gestärkt werden soll, oder daß für die baldige Errichtung eines neuen Wohnhauses Gewähr gegeben ist. Grundsätzlich mus es sich dabei um eigenen Grundbesig handeln. Dem wird es jedoch gleich geachtet, wenn das Eigentum im Wege des Erbbaurechtes, der Erbpacht oder in Form eines Rentenguts Anliegerbeiträge, Straßenbau- und Verwaltungskosten weitestgehend Rüdsicht auf die Gemeinnüßigkeit der Siedlung nehmen. Eine weitere Quelle zur Beschaffung von Baugeldern sind die sog. Hauszinssteuerhypotheken, die vor allem auch Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen vorzugsweise gewährt werden sollen. Das Darlehen ist vielfach untündbares Tilgungsdarlehen. Der Beginn der Tilgung ist in vielen Fällen ein bis mehrere Jahre hinausgeschoben, der Tilgungssatz beträgt durchweg 1 Prozent. Die Verzinsung gestaltet sich äußerst vet= schiedenartig, es wird meistens ein Regelzins vorgeschrieben, der ohne Rücksicht auf die teilweise Tilgung für die ganze Dauer gleichmäßig festgesetzt ist. Es ist allerdings auch vorgesehen, daß der Zins bis auf 1 Prozent ermäßigt und unter Umständen gänzlich fallen gelassen werden kann. Ueber die Höhe des Darlehens sind in den einzelnen Ländern verschiedenartige Bestimmungen getroffen. Teilweise wird ein bestimmter Prozentjatz der Bautosten, teilweise ein bestimmter Prozentsatz der Gejamitoften, teilweise eine runde Summe als Höchstgrenze bezeichnet. Namentlich bei Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen wird eine Ueberschreitung der Höchstgrenze zugelassen. In Preußen, Bayern und Baden tann neben der Regelhypothef bei Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen auch eine Conder oder Zusazhypothet gewährt werden. Die HauszinsSteuerhypothet wird unter besonderen Bedingungen gegeben; bei Nichteinhaltung der Bedingungen ist das Darlehen zur fofoztigen Rüdzahlung fällig, andererseits ist überall auch festgelegt, daß der Darlehensnehmer in der Lage sein soll, durch Rüdzahlung der Hypothet sich von Bindungen zu befreien. In den meisten Ländern ist eine Verzinjung von 3 Prozent und eine ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. Total 12 Pig., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Play vorschriften ohne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Toten Gedenktag. Totensonniag! Auch dem Gedenken der Opfer des letzten Krieges foll er gewidmet sein. Denen, die ihr Bestes, ihr Leben, dem deutschen Volle opferten. Mit dieser Erinnerung treten wir an die Gräber unserer Gefallenen als Kamerad, Eltern, Geschwister, Verwandte, Freunde. Nicht allzuvielen ist es vergönnt, ihren Toten in heimischer Erde zu haben; viele liegen in den Gräbern, die ihnen Kameradenhand einst im Sturm der großen Stunde geschaufelt. Kein vand der Welt gibt es, in dem nicht deutsche Krieger aus Deutschlands größter Zeit schlummern und der Auferstehung entgegenharten. Go zahllos die Länder, so zahllos die Wunden, die in jede Familie geschlagen sind. Wunden, die heute wieder aufbrechen und den alten Schmerz um den Verlorenen weden. Wie viel junges Blut unseres Volkes ist doch in dem Weltbrande geflossen! Geopfert von denen, denen das Vaterland der Inbegriff ihres Seins und Denkens war. Und mögen Tausende mit anderen Gedanken in den großen Krieg gegangen sein, Millionen war das Vaterland der Leit- und Mahnruf. Für dieses Vaterland trugen sie die Mühen und Entbehrungen des Geistes und Körpers vier lange, harte Jahre. Vier Jahre standen sie in allen Teilen der Welt, der Unbill des Landes oder des Wetters preisgegeben, nur aufrecht gehalten von dem Gedanken, daß das deutsche Vaterland das Recht habe, dies zu plquez pou massen des Ballans und der Alpen, der Sand asiatischer Wüsten, das Fieberflima Afrifas, die Wasserlöcher Flanderns dies alles nicht tonnte ihrem Glauben an das deutsche Volk Abbruch tun. Und dann, nachdem so viele in der blutgetränt ten grauen Uniform zu Boden gesunken waren, fam jener 11. November 1918, der allem Hoffen und Wünschen ein Ziel setzte. Und auch in dieser Stunde war sich das deutsche Heer seiner Pflicht bewußt. Es tam die Heimkehr in das Reich, das zerschlagen und in den Grundfesten wankend, eines neuen Hal tes bedurfte. Und die Männer der Front nahmen Feder und Hammer zur Hand und brachten Ordnung in das heimatliche Getriebe. Manch' stilles Gedenten grüßte die Toten, die auf den Schlachtfeldern oder in der Tiefe des Meeres die letzte Ruhe statt gefunden. Der Strom der Zeit ließ längeres Verweilen nicht zu. Und nun der Totensonntag! An diesem Tage sollen die toten Helden vor Volt und Vaterland treten und durch ihr Beispiel Anstoß zu neuem Leben geben. Wohl trauern wir um so manch' guten Kameraden, um den Sohn und Bruder, aber gedenken heißt nicht trauern. Unsere Herzen sollen aufwärts fliegen, versehen mit Trost und Mut. Das Gefühl darf den Willen nicht besiegen, denn nur der Wille kann unser Volk wieder in die Höhe bringen. Wir wollen uns wieder als deut sches Volk der Welt zeigen, als ein Stamm, der auch in seiner tiefsten Erniedrigung auf den alten Gott vertraut und vor wärts strebt. Aus der Vergangenheit müssen wir Kraft für die Seele schöpfen und die Seele soll bestimmend auf unsere Taten einwirken. Deutsch sei immer das, was du tust, deutsch dein Denken, Fühlen, Handeln auch in schweren Zeiten, in Not und Trübsal. Hier seien uns die Selden des verflossenen Krieges Vorbild und Leitstern unseres Handelns: das Vaterland über alles zu stellen. Nur Einordnung ins Ganze und Unterordnung im Ganzen fann den Weg zur Höhe bahnen. Unter verantwortungsbewußten Führern stand das deutsche Heer und ließ fich in Kampf und Not leiten. Das eigene Ich trat zurüd, es war ausgelöscht, wenn die Stunde es forderte. Kein bänglich Zagen in der Gefahr, kein Weichen, wo es galt, erschüt terte die deutsche Front, der Wille zwang jeden auf seinen Platz, den ihm das Vaterland angewiesen. Und herrschte auch der Tod hier, er mußte jeben Schreden verlieren. Ein paar Mu tige nahmen ihm die Herrschaft und weiter ging das Ringen. Deutschland galt es zu schützen. Nach gewonnener Schlacht war Zeit, den Toten ihr Grab zu schaufeln. Und brachte der neue Tag neues Ringen, so waren die Taten von gestern Ansporn zu neuen Leistungen. Aus den vergangenen Stunden wurde die Kraft und der Mut zu neuem Ringen genommen. Auch in unseren Tagen, die ein anderes Ringen als das von damals find, gilt es, die Weisheit vergangener Jahrhunterte zu nützen, Volt und Vaterland zum Wohle. Nur ies eine bringt uns weiter und nur dann hat auch der Einzelne Ge winn. Die Grundfesten des Reiches wollten unsere Toten des Weltkrieges schützen; daß sie dabei blieben, 1 gre zat, ift ihr Ruhm, der unvergänglich in die Jahrhunderte leuchtet und die Taten aller Zeiten und Böller überschattet. Wir beugen uns heute erneut vor dieser sittlichen Größe, der Verkörperung idealen Dentens. Doch der Tag der Trauer muß auch der Tag der Hoffnung werben. Es gilt hohen Preis! Unser Vaterland wieder der Deutschen würdig zu sehen! Aller Neid und Haß, alles Unedle und Unreine, aller Kampf und Streit soll aus unseren Herzen schwinden. Vereint vom Hörjaal bis zum Schraubstod wollen wir zusammenstehen und einzig und allein das Wohl des Vaterlandes über unser Tun und Handeln stellen. Solches Tun ist der schönste Dant, ist die beste Erinnerung an unsere toten Hel, den. Gruß Euch daheim wie in fremder Erde! Hans Freund. Vergeßt den 5. Dezbr. nicht! Sonnabend, den 20. November 1926. Tilgung von mindestens 1 Prozent vorgesehen. Anträge sind im allgemeinen bei den Gemeinden zu stellen. Schließlich werden seitens des Reiches den Ländern wertbeständige Darlehen in Goldmark zur Wohnungsfürsorge für Kriegsbeschädigten und Witwen der im Kriege Gefallenen gewährt( Reichswohnungsfürsorgefonds). Aus diesen Mitteln find für die Erstellung neuer Wohnungen den versorgungsbe rechtigten Kriegsbeschädigten und Witwen der im Kriege Gefallenen mäßig verzinsliche, durch wertbeständige Hypotheten zu fichernde Ergänzungsdarlehen zu den allgemeinen Baudarlehen zu gewähren. Die Verwaltung der Mittel erfolgt durch die für die Wohnungsfürsorge zuständigen obersten Landesbehörden im Benehmen mit den Hauptfürsorgestellen oder den Behörden, denen die Aufgabe der Hauptfürsorgestellen übertragen find. Die Mittel find in erster Linie für die Erstellung von Wohnungen für Schwerbeschädigte( insbesondere Blinde und Lungenfrante) zu verwenden, dann für sonst versorgungsberechtigte Kriegsbeschädigte und Witwen der im Kriege Gefallenen, falls es au Gründen der Arbeitsfürsorge oder wegen besonderer Familienverhältnisse( zahlreiche Kinder) nötig erscheint. In Breußen find dazu besondere Richtlinien erlassen. Die Darlehensanträge sind an den zuständigen Landesfürsorgeverband oder die Behörde zu richten, der die Aufgaben des Landesfürjorgeverbandes übertragen find. Die Ergänzungsdarlehen sind dinglich zu sichern, und zwar im Range vor den Hauszinssteuerhypotheten, gegebnenfalls im gleichen Range mit den aus Hauszinssteuermitteln gewährten Zusatzhypotheken. Zusag der Schriftleitung: Vorstehende Zusammenstellung entnehmen wir der Krieger- Zeitung Anffhäuser". Wir fügen noch hinzu, daß die Wohnungsfürsorgegesellschaft in Darmstadt ebenfalls Zwischentredite gewährt und langfristige Darlehen vermittelt. Lokales. Sonntagsgedanken. Totensonntag ist wieder. Wir wollen hinauswandern in den großen Friedhof der Welt, der in den Schreckensjahren 1914-18 angelegt wurde. Dorthin, wo deutsche Krieger in fremder Erde, fern der Heimat, ruhen. Gewaltige Heere erstehen in diesen Trauertagen wieder vor dem geistigen Auge des deutschen Boltes. Zahllose Kämpfer ziehen auf, die von der Marne, der Somme, die vom Priesterwald und den Argonnen, die von den Vogesen, von Flandern und Kurland, die von den Höhen der Karpathen und Alpen und von der See. Es sind gewaltige Heere der Toten. Und sie fehren nie wieder zur Heimat zurüd. Irgendwo ruhen sie und schlafen fern von ihren Lieben den letzten langen Schlaf. Von vielen wissen wir nicht, wo sie die legte Ruhestätte gefunden haben. Aber: Ob sie in fremder Erde begraben, Ob sie daheim die Ruhestatt haben, Ob sie im Meere gebettet auf sandiger Bant, Siegreich sind sie für Deutschland gefallen; Darum weihen heute wir Allen Grünenden Lorbeer und innigen Dank! Tausend und abertausend schlichte Kreuze ragen in fremden Landen empor. Die Jahre haben schon manche Inschrift ausgelöscht. Ein kleiner Hügel birgt, was für manchen Vater, für manche Mutter einst Hoffnung war. Deutsche Kinder, dort ruhen eure Väter, deutsche Mütter, dort liegen eure Söhne, deutsche Mädchen, dort hat man euer Glüd begraben! Ste sangen einst alle ungezählte Male das Lied vom Wiedersehen. Aber es wurde ihnen nicht zur Wahrheit. Habt heute wieder Dank ihr tapferen Männer, ihr stillen Selden da draußen in der fremden Erde und ihr, die ihr im heimatlichen Boden ruhen dürft! Wir danken euch für alle Opfer, die ihr gebracht, für eure Treue bis zum Tode! * Ernannt wurden u. a.: am 13. September der Schulamtsanwärter Wilhelm Allendörfer aus Altenhain zum Lehrer an der Volksschule zu Göbelnrod; am 16. September: der Schul„ Gießener Zeitung" Totensonntag. Von O. Mielef Nun brauft der Herbst durchs Land mit seinen wilden Stürmen; Am Himmel hängen Wolken, regenschwer. Entblättert stehen Baum und Strauch, kahl sind die Fluren, Und unsere Blicke tauchen in ein Nebelmeer. Berlassen haben uns der Vögel muntre Scharen, Die unser Herz so oft mif ihrem Lied erfreut. Verwelkt, verdorrf δετ bunten Blumen reiche Fülle, Die uns der Lenz und Sommer auf den Weg geffreut. filingt es nicht wie ein Mahnen aus der Stürme Brausen. Auf unserm Lebenswege einmal ftill zu ffeh'n Und in des Lebens vorwärts hastendem Gefriebe 3m ftillen Rückblick auf Vergangenes zu seh'n?- Und fieb! Ein Sonntag kommt mif leisem Schriff gegangen. KURT SCHULZE Ernst ist sein Gruß; auf Trauer deutet sein Gewand. Er schaut uns an mit stillem, abgeklärten Blicke Und nimmt uns, unsre Schriffe lenkend, bei der Hand. Fernab von Lärm und allem treibenden Gewühle amtsanwärter Wilhelm Böcher aus Ruppertsburg zum Lehrer an der Volksschule zu Grünberg; am 21. September: der Schulamtsanwärter Wilhelm Schütz aus Schlitz zum Lehrer an der Volksschule zu Gelnhaar; der Schulamtsanwärter Wilhelm Eiff aus Beuern zum Lehrer an der Volksschule zu Grünungen; am 22. September: der Schulamtsanwärter Karl Beder aus Maar zum Lehrer an der Volksschule zu Rüddingshausen; der Schulamtsanwärter Karl Klüder aus Lich zum Lehrer an der Volksschule zu Steinbach; am 15. Oktober: der Schulamtsanwärter Heinrich Lindenstruth aus Beuern zum Lehrer an der Volksschule zu Appenrod; am 22. Ottober: der Kanzleigehilfe bei dem Amtsgericht Gießen, Andreas Merle, zum Kanzlisten. Am 4. November 1926 wurden die Hilfsförster Karl Frant aus Rudingshain zum Förster der Försterei Stornfels, Forstamt Eichelsdorf, Rudolf Hofmann aus Steinheim, Kreis Gießen, zum Förster der Försterei Schwidartshausen, Forstamt Konradsdorf, August Troß aus Geiß- Nidda zum Förster der Försterei Udenhausen, Forstamt Grebenau sämtlich vom 1. November 1926 --- - ab ernannt und der Förster Christian Lauber zu Elpenrod in gleicher Diensteigenschaft in die Försterei Jägersburg, Forstamt Jägersburg, versetzt. In Wladimir- Wolynst liegt ein großer Friedhof an der Soldatenfriedhöfe hessischer Regimenter Neuen Kaserne; 1400 Gräber zählte ich hier. Die Kreuze stan in Polen von heute. H. Eisermann- Liegnitz. Eine große Zahl von Angehörigen Gefallener hatte an den ,, Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge" Fragen über den Zustand der Gräber im Osten gerichtet. Da trotz der großen Zahl von Vertrauensleuten nicht nach allen Friedhofsorten Verbindungen bestehen, entsandte mich die Bundesstelle auch in diesem Jahre nach Polen. Von den reichlich 70 Friedhöfen, die ich in Wolhynien, in Kowel, um Cholm, Warschau, Sochaczew und Lodz besuchte, fand ich viele, auf denen die Gefallenen hessischer Regimenter ruhten. Nur über diese soll hier berichtet werden. In Warschau sprach ich auf der deutschen Gesandtschaft vor. Da mir das in Frage kommende polnische Ministerium einen Geleitschein ausgestellt hatte, der mir vorzügliche Dienste leistete, hielt ich es für meine Pflicht, auch dort meinen Besuch zu machen. Ich wurde sofort empfangen und erfuhr u. a., daß in Polen noch 5000 deutsche Soldatenfriedhöfe liegen. Die Verhandlungen um das unseren Helden zu gewährende ewige Ruherecht sind durch den Regierungswechsel zu einem vorübergehenden Stillstand gekommen. In Wolhynien steht es im allgemeinen traurig um unsere Kriegergräber. Nur sehr vereinzelt traf ich leidlich erhaltene Friedhöfe und noch weniger solche, denen man die pflegende Hand ansah. Grabkreuze standen nur sehr vereinzelt; dagegen stehen fast durchweg die s. 3t. errichteten Denkmäler und Holzhochkreuze. Meilenweit ziehen sich noch die Schützengräben durch das Land; Drahtverhaue find Zeugen des erbitterten Kampfes, und selbst Blindgänger liegen noch an den Straßen. Hier tobte Dor zehn Jahren in 400 Kilometer weiter Front die BrussilowOffensive. 32 deutsche Divisionen haben sich im Sommer und Herbst 1916 verblutet, aber Waffenehre und die Ostfront ge rettet, als unsere österreichischen Bundesbrüder fast durchweg versagten. den fast ausnahmslos; die eingebrannten Inschriften waren gut leserlich mit Ausnahme der letzten Reihen. Hier waren die nur aufgemalten Inschriften völlig verwaschen. Etwa die Hälfte der Gräber birgt Reichsdeutsche; außerdem ruhen hier f. u. t. Bundesbrüder und Türken. Wohl von allen Regimentern, die in Wolhynien gekämpft haben, liegen hier Angehörige gebettet. Die schöne Kapelle, zugleich das Gesamtdenkmal, stand unverletzt. Einige Gräber waren besonders gepflegt, und mehrsach waren den Gefallenen Steintafeln gesetzt. Südöstlich Wladimir- Wolynst liegen die heißumkämpften Dörfer Korytnica und Kolpytow. Teilweise sind die Friedhöfe in jener Gegend überpflügt; andere erstiden im hohen Unkraut. An der schönen ortodoren- Kirche von Kolpytow, die heute noch die Wundmale schwerer Kämpfe zeigt, liegt ein leidlich erhaltener Soldatenfriedhof, auf dem unter andern auch Tapfere des Kasseler Inf. Regts. 83 liegen, wie aus dem amtlichen Be legungsplan zu ersehen war. Die Grabkreuze waren leider verschwunden; das Holzhochkreuz stand, die Grabhügel waren zu erkennen. Auf dem Rückweg nach Warschau stieg ich in Tholm( jetzt Chelm) ab. Am Südhang des auf einem Berge gelegenen Jesuiterstlosters, das 1915 schnell zu einem großen Feldlazarett gemacht wurde, lagen die stillen Gräber der Tapferen. Wohl 2000 mögen hier Frieden gefunden haben: Deutsche aus allen Gauen, Defterreicher, Russen, auch vereinzelt polnische Legionäre. Leider war dieser an schöner Stelle mit viel Liebe angelegter Friedhof start verwahrlost. Die Hügel waren zwar noch erhalten; die Kreuze standen nur etwa zur Hälfte, Unkraut bedeckte den Gottesacker. Fußwege führten quer hindurch. Jeglicher Zaun fehlte. Aus den Inschriften der Kreuze ging hervor, daß u. a. auch die hessischen Infanterie- Regimenter Nr. 81, R. J.-R. 83, J.-R. 167 und 168 hier schwer geblutet hatten. Neben diefem wenig erfreulichem Bilde sah ich in unmittelbarer Nähe einen vorzüglich erhaltenen und gepflegten Friedhof im Garten einer Schule, die, wie die Gräber, durch eine massive Mauer von der Führt uns der Lofensonntag auf den Friedhof ftill Und hier, an unferer Heimgegang'nen Rubeffaffe Erkennen wir, was dieser Sonnfag von uns mill. Nr. 47. In Wehmut denken wir der feuren Heimgegang'nen. Wir leben wieder vor uns steh'n ihr liebes Bild, Wir denken ihrer Worfe, ibrer Tafen. Un banges Sehnen unfer frauernd Herz er - Da ballen von den Türmen fiefe Glockenklänge: Machtvoll und fröffend dringen fie an anfer Obr. Es hat der Sonnfag wleder unsere Hand genommen; Zum Gotteshaus fübrf er die Stufen uns empor. Da fühlen wir, der Tofensonnfag will uns weisen mabre Heimat inferer lleben Tofen nun. Dahin sich ihre Seele schwang zu neuem Leben. Mag auch der ird sche Leib im Schoß der Erde rub'r. So führe uns denn. filler Tolensonntag, du Aus der Vergänglichkeit des Jrdischen dem Ew'gen zu! * Universität. Der Privatdozent f. Veterinärchirurgie an der hiesigen Universität, Dr. Westhues, ist nach Amerifa abgereift, um dort für ein Jahr an der Cornell University in Jthaea ( New Jersey) zu wirken. Professor Dr. Wilhelm Groh von der hiesigen Landesuniversität hat den von der Universität Heidelberg an ihn ergangenen Ruf zum 1. April nächsten Jahres angenommen. Die Stimmfartei der Stadt Gießen liegt noch bis einschl. morgen Sonntag, den 21. November, im Stadthaus, Bergstraße, zur Einsicht offen. Wer am 5. Dezember mitabstimmen will, überzeuge sich, daß er unter den Wahlberechtigten mit eingetragen ist. Das Verkehrsbüro in Gießen wird demnächst in das neu umgebaute Torhäuschen am Selterstor verlegt. * Auslandsreisen. Deutsche Reichsangehörige bedürfen zum Betreten und Verlassen des Reichsgebiets grundsätzlich nach wie vor eines Reisepasses. Diese Bestimmung ist durch die in zwischen erfolgte Aufhebung des Sichtvermerfszwangs im Ber tehr mit Desterreich, der Schweiz, mit Liechtenstein, den Niederlanden, mit Japan, Dänemart, Luxemburg, Portugal, Schweden, Danzig, Cuba, Haiti, Panama, Island und der Dominikanischen Straße getrennt war. Etwa 100 Einzelgräber befanden sich hier. Alle Kreuze mit eingebrannten und gut leserlichen Namen standen. Auf den Grabhügeln blühten sauber gehaltene Gartenblumen, mehrfach Lilien. Nördlich Cholm, an der Straße nach Sawin, bestand das Beskidenkorps, zu dem auch die 25. hessische Reserve- Division ge hörte, am 2. 8. 1915 einen schweren Kampf. Die Toten sind auf einem Hügel der Lysa- Gora gebettet und von überall hierher zusammengetragen worden. Der Friedhof liegt unmittelbar an der Kunststraße. Zu meiner aufrichtigen Freude fann ich sagen, daß hier der Friedhof Czulczyce einer der schönsten und gepflegteften ist, die ich betreten durfte. Er ist umgeben von einem Erdwall; nach der mehrere Meter tiefer liegenden Kunststraße schützt ihn eine Steinmauer, die gerade ausgebessert wurde. Ein Holzhochkreuz leuchtet weit über die Felder als Wahrzeichen des Friedens nach blutigem Kampf. Die Gefallenen find größ tenteils unter Reihenhügeln gebettet. Mit Ausnahme von zwei Gräbern stehen überall die Grabkreuze, die deutlich lesbare, eingebrannte Inschriften tragen. Der Vertrauensmann der dortigen Gegend kam zu mir auf den Friedhof. Ich stattete ihm meinen Dant ab für die ganz vorzüglich erhaltene Stätte. Der„ Volksbund" hatte dem Bertrauensmann 400 Zloty für Instandsetzung des Friedhofes überwiesen, wie er mir sagte. Das Geld war offenbar zwedentsprechend verwertet. Amtlich hieß der Friedhof Nr. 3 Czul cncze". Mit einem Dolmetscher fuhr ich dann in die Gegend von Sochaczew. Nach den amtlichen Unterlagen ist die ganze Gegend voller deutscher Friedhöfe. Hessische und brandenburgische Truppen haben hier in monatelangem Ringen den Russen gegenüber geftanden. Vor allem fand ich viel Angehörige folgender Trup penteile: Don J. R. 83 bezw. R. J. R. 83, R. J. R. 116, 118, J. R. 168. Das Städtchen Sochaczew lag unmittelbar hinter den ruffi schen Schützengräben und hat im Kriege furchtbar gelitten. Noch heute liegen viele Häuser in Trümmern, andere sind notdürftig cusgebessert. Bittere Armut überall! In Roslazow ist ein Sammelfriedhof nördlich des Gutes, Sonnabend, den 20. Nove Republik nicht aufgehoben wor Reisepaß an der deutschen Gren am Grenzübertritt gehindert zu * Aufgehoben ist die ange straße zwischen Schanzenstraße arbeiten beendet sind. 式 Gesperrt ist bis auf weit standjehungsarbeiten an dem B nom 15. November ab die recht auf der Frankfurterstraße, Rich jeglichen Verkehr. Aufwertung von solchen einer Spartasse zu einer Es sei dazu bemerkt, daß ni wertung anzumelden sind, sond Ansprüche handelt, welche ein öffentliche Sparkasse im Ginne will, wenn Sparkassenguthaben laffe zur anderen Spartaffe in überwiesen worden sind. Diese Sparkasse, an welche die Uebern folgt ist und bei welcher das f wird, geltend zu machen. * D. T. Der Gau Hessen de für den am 28. November in W tag des Mittelrheinkreises( über als Kreisvertreter an Stelle des t den 1. Gauvertreter des Gaues aus Wetzlar, in Vorschlag. Pfei lannter und angesehener Vertrete Deutschnationale Volkspartei die hiesige Ortsgruppe der Deuts 5. Vortragsabend ab, der recht g meter Amtsgerichtsdirektor Schm Angelegenheiten". In seinen übe gab er einen Rückblid über die l ging auf die damals erhobenen zeigte, daß sich auch bei ihnen m ändert hat. Eingehend besprach den übrigen Parteien und dem Boranschlags gab er dann den über die laufenden Einnahmen licher Weise behandelte er u. a. d bahn, elektrischer Strompreis, G ung und Beleuchtung, Ankauf ( Hotel Einhorn), den Bau der L bauprogramm der Stadt. Hier weiterhin alles getan werden m beseitigen, um den Uebergang 3 lichen. Großer Unwille erregte sozialdemokratischen Antrag auf mals auf dem Marktplatz. 3 Wohlfahrtspflege und die Aufwe In der darauffolgenden Ausspro verschiedensten Anfragen, ande übten oft Kritik an den verschie ( Straßenbeleuchtung, Fertigste Selterstor usw.) Eine vorgesch dige Eröffnung der Volkslesehe Annahme. Eine äußerst lebhaf Mitternacht hinzog, brachte die leihen. Verschiedene Redner i zen Behandlung diejer, für ma Aufwertungsfrage. Alle waren Gießen mit Rüdsicht auf ihre angemessen aufzuwerten. Beb dung der Neuanleihen in den netenversammlung von der F müssen. Eine, im evangelisch bat in herzlich gehaltenen Wort besonders für die alten Leute auf dem in Einzel- und Mass liegen. Ein Holzhochkreuz steht, Grabhügel start verfallen. A hede. In der Mitte ein von ju Auf dem Wege von R. na lofter Friedhof. Kein Kreuz eri hof deutscher Helden ist. Man Grund amtlicher Unterlagen, u noch die Grabhügel. Vieh weit Ernte dem Schoß der Mutter G Seiten Weißdornheden; den G fein Draht. Die oben genannten Regin Gawlow und Helenka noch zwe beschaffen sind. Der eine zählt 96 sehr gut Einzelhügel! die Weißdornhecke Hochtreuz steht; alle Grabfreuze Der andere Waldfriedhof ist di Graben geschützt. Das Tor ist nur noch ein Hochkreuz. Der Fr Don Wald und freundlichen Wie ruben in Frieden. Ganz unglaublich niederdr Mitte des Dorjes von Adamow mittelbar neben einem Bauerng noch ein Zaun erinnert an die im Tode gewidmet ist. Die S Menschen zertreten. Wenn der Spur von Gemüt und Achtung Meine Friedhof mit ewa 40 Ein ausleben. Er muß aufs schnel perjet werden. An der Straßenkreuzung bei sehr gut erhaltene Friedhofsanla auf dem darunter befindlichen ruben 144 deutsche Krieger und auf den Friedhof fill. ngegang'nen Rubeftätte Sonntag von uns will. Nr. 47. In Wehmut denken wir der feuren Seimgegang'nen. Wir sehen wieder vor uns steh'n ihr liebes Bild, Wir denken ihrer Borte, ihrer Zafen. Un banges Sehnen un ser trauernd Herz er füllt.- Da ballen von den Türmen fiefe Glockenklänge; Machtvoll und fröffend dringen sie an unfer Ohr. Es hat der Sonntag wieder unsere Hand Aenommen; Zum Gotteshaus führt er die Stufen uns empor. Da fühlen wir, der Totensonntag will uns weisen ahre Heimat inferer lieben Lofen nun, ng zu neuem Leben, im Schoß der Erde ruh'n. Tolensonntag, du. Irdischen dem Ew'gen zu! vatdozent f. Veterinärchirurgie an der Westhues, ist nach Amerika abgereift, der Cornell University in Ithaea Professor Dr. Wilhelm Groh von sität hat den von der Univerquät nen Ruf zum 1. April nächsten JahStadt Gießen liegt noch bis einschl. November, im Stadthaus, Bergstraße, am 5. Dezember mitabstimmen will, ter den Wahlberechtigten mit einge Gießen wird demnächst in das neu m Gelterstor verlegt. eutsche Reichsangehörige bedürfen zum s Reichsgebiets grundsätzlich nach wie Diese Bestimmung ist durch die inng des Sichtvermerkszwangs im VerSchweiz, mit Liechtenſtein, den Niedernart, Luxemburg, Portugal, Schweden, ama, Island und der Dominikanischen Stwa 100 Einzelgräber befanden sich gebrannten und gut leserlichen Namen geln blühten sauber gehaltene GartenDer Straße nach Gawin, bestand das die 25. hessische Reserve- Division ge schweren Kampf. Die Toten sind auf va gebettet und von überall hierher n. Der Friedhof liegt unmittelbar meiner aufrichtigen Freude kann ich hof Czulczyce einer der schönsten und betreten durfte. Er ist umgeben von mehrere Meter tiefer liegenden Kunstnmauer, die gerade ausgebessert wurde. weit über die Felder als Wahrzeichen m Kampf. Die Gefallenen sind größ In gebettet. Mit Ausnahme von zwei e Grabkreuze, die deutlich lesbare, eingen. Sonnabend, den 20. November 1926. Republik nicht aufgehoben worden. Deutsche Reisende, die ohne Reisepak an der deutschen Grenze eintreffen, müssen gewärtigen, am Grenzübertritt gehindert zu werden. * Aufgehoben ist die angeordnete Sperrung der Bahnhofstraße zwischen Schanzenstraße und Westanlage, da die Pflasterarbeiten beendet sind. * Gesperrt ist bis auf weiteres wegen Bornahme von In standsetzungsarbeiten an dem Bahngeleise der Frankfurterstraße Dom 15. November ab die rechte Seite dieses Geleisüberganges auf der Frankfurterſtraße, Richtung Gießen- Klein- Linden für jeglichen Verkehr. Auswertung von solchen Sparguthaben, welche von einer Sparkasse zu einer anderen überwiesen worden sind. Es sei dazu bemerkt, daß nicht alle Sparguthaben zur Aufwertung anzumelden sind, sondern daß es sich nur um solche Ansprüche handelt, welche ein Sparkaffengläubiger gegen eine öffentliche Spartasse im Sinne der Berordnung geltend machen will, wenn Spartaffenguthaben von einer öffentlichen Sparfaffe zur anderen Spartasse innerhalb des Deutschen Reiches überwiesen worden sind. Diese Ansprüche sind bei der zweiten Spartase, an welche die Ueberweisung des Sparguthabens er= folgt ist und bei welcher das fragliche Guthaben noch geführt wird, geltend zu machen. * D. T. Der Gau Hessen der Deutschen Turnerschaft bringt für den am 28. November in Wiesbaden stattfindenden Kreistag des Mittelrheinkreises( über 1400 Turnvereine umfassend) als Kreisvertreter an Stelle des verstorbenen Schulrats Schmud den 1. Gauvertreter des Gaues Heffen, Fabrikanten Pfeiffer aus Wetzlar, in Vorschlag. Pfeiffer ist ein in Turntreisen befannter und angesehener Vertreter der deutschen Turnsache. Deutschnationale Bolkspartei. Am vorigen Dienstag hielt die hiesige Ortsgruppe der Deutschnationalen Volkspartei ihren 5. Bortragsabend ab, der recht gut besucht war. Stadtverordneter Amtsgerichtsdirektor Schmahl sprach über„ Städtische Angelegenheiten". In seinen über zweistündigen Ausführungen gab er einen Rückblick über die legten Stadtverordnetenwahlen, ging auf die damals erhobenen Angriffe der Gegner ein und zeigte, daß sich auch bei ihnen manches nach den Wahlen ge= ändert hat. Eingehend besprach er die Zusammenarbeit mit den übrigen Parteien und dem Magistrat. An der Hand des Voranschlags gab er dann den Anwesenden einen Ueberblic über die laufenden Einnahmen und Ausgaben. In ausführlicher Weise behandelte er u. a. den Bau der Wieseder Straßenbahn, elektrischer Strompreis, Straßenunterhaltung, Reinigung und Beleuchtung, Ankauf der verschiedensten Grundstüde ( Hotel Einhorn), den Bau der Boltshalle und das Wohnungsbauprogramm der Stadt. Hier war er der Ansicht, daß auch weiterhin alles getan werden müsse, um die Wohnungsnot zu beseitigen, um den Uebergang zur freien Wirtschaft zu ermöglichen. Großzer Unwille erregte feine Mitteilung über den sozialdemokratischen Antrag auf Entfernung des Kriegerdentmals auf dem Marktplay. Zuletzt besprach er die städtische Wohlfahrtspflege und die Auswertung der städtischen Anleihen. In der darauffolgenden Aussprache stellten mehrere Redner die verschiedensten Anfragen, andere brachten Wünsche vor oder übten oft Kritik an den verschiedensten städtischen Einrichtungen ( Straßenbeleuchtung. Fertigstellung des Torhäuschens Selterstor usw.) Eine vorgeschlagene Resolution, die eine baldige Eröffnung der Volkslesehalle am Selterstor fordert, fand Annahme. Eine äußerst lebhafte Aussprache, die sich bis gegen Mitternacht hinzog, brachte die Aufwertung der städtischen Anleihen. Verschiedene Redner übten scharfe Kritik an der ganzen Behandlung dieser, für manche Familie so einschneidenden Aufwertungsfrage. Alle waren sich einig, daß es auch der Stadt Gießen mit Rücksicht auf ihre gute Vermögenslage möglich sei, angemessen aufzuwerten. Bedauerlicherweise hätte die Abfindung der Newanleihen in ben Sommerferien der Stadtverord netenversammlung von der Feriendeputation erledigt werden müssen. Eine, im evangelischen Missionsdienst eifrig tätige bat in herzlich gehaltenen Worten um eine gerechte Aufwertung, besonders für die alten Leute. Unter lebhaftem Beifall der der dortigen Gegend kam zu mir auf thm meinen Dant ab für die ganz e. Der„ Volksbund" hatte dem Verir Instandsetzung des Friedhofes überDas Geld war offenbar zwedenttlich hieß der Friedhof„ Nr. 3 Czulher fuhr ich dann in die Gegend von lichen Unterlagen ist die ganze Gegend • Hessische und brandenburgiſche Trupelangem Ringen den Ruſſen gegenüber nd ich viel Angehörige folgender Trup bezw. R. J. R. 83, R. J. R. 116, 118, czew lag unmittelbar hinter den ruſſi hat im Kriege furchtbar gelitten. Noch in Trümmern, andere sind notdürftig omut überall! 1 Gammelfriedhof nördlich des Gutes, am auf dem in Einzel- und Massengräbern etwa 200 Gefallene fiegen. Ein Holzhochkreuz steht; sonst alle Kreuze verschwunden. Grabhügel stark verfallen. Als Schutz dient eine Weißdornhede. In der Mitte ein von jungen Eichen flantierter Weg. Auf dem Wege von R. nach Gawlow ein völlig verwahrloster Friedhof. Kein Kreuz erinnert daran, daß hier ein Friedhof deutscher Helden ist. Man findet die Ruhestätten nur auf Grund amtlicher Unterlagen, und dann erkennt man notdürftig noch die Grabhügel. Vich weidet dort, wo des Krieges blutige Ernte dem Schoß der Mutter Erde übergeben wurde. Von drei Seiten Weißdornheden; den Eingang verwehrt fein Tor und fein Draht. Die oben genannten Regimenter haben im Walde zwischen Gawlow und Helenka noch zwei Friedhöfe angelegt, die leidlich beschaffen sind. Der eine zählt 96 sehr gut erhaltene, mit Gras bewachsene Einzelhügel! die Weißzdornhecke ist fast ganz verschwunden; ein Hochkreuz steht; alle Grabkreuze fehlen. Zaun nicht vorhanden. Der andere Waldfriedhof ist durch einen Erdwall und tiefen Graben geschützt. Das Tor ist verschwunden. Auch hier steht nur noch ein Hochkreuz. Der Friedhof liegt abseits des Weges, von Wald und freundlichen Wiesen umgeben. Die hier schlafen, ruhen in Frieden. Ganz unglaublich niederdrüdend wirkt dann die in der Mitte des Dorfes von Adamowa- Gora geschaffene Anlage. Unmittelbar neben einem Bauerngehöft. Weber irgend ein Kreuz noch ein Zaun erinnert an die Stätte, die deutschen Kämpfern im Tode gewidmet ist. Die Hügel fast völlig von Vich und Menschen zertreten. Wenn der benachbarte Befizer nur eine Spur von Gemüt und Achtung vor dem Tode hätte, könnte der fleine Friedhof mit ewa 40 Einzel- und Massengräbern anders aussehen. Er muß aufs schnellste in einen würdigen Zustand versetzt werden. An der Straßenkreuzung bei Ruzli betraten wir wieder eine sehr gut erhaltene Friedhofsanlage. Ein großes Holzkreuz stand; auf dem darunter befindlichen Granitstein war zu lesen:„ Hier ruhen 144 deutsche Krieger und 5 Russen." Außer 2 Massen" Gießener Zeitung" d ARNAUD halpaus M Kennen Sie ,, Halpaus Mocca"? Halpaus Ogarethe Fabrik Breslown Unsere Halpaus Mocca" ist nichts ,, Neues". Die Cigarette sieht aus wie andere auch. Sie ist aber etwas ,, Besonderes". >> Wir haben unsere Halpaus Mocca" vor einigen Monaten in Rheinland und Westfalen eingeführt. Man hat dort sehr rasch herausgefunden, daß unsere ,, Halpaus Mocca" auf Grund ihrer ganz besonderen Qualität erheblich mehr wert ist, als sie kostet. Dürfen wir Ihnen diese Cigarette vorenthalten? Machen Sie einen Versuch, Sie werden zufrieden sein. Unsere Halpaus Rarität Nr. 200" kennen Sie schon lange. Es wird allgemein anerkannt, daß es die weitaus beste 4- Pfg.Cigarette Deutschlands ist. HALPAUS- CIGARETTEN- FABRIK G. M. B. H. KÖLN UND BRESLAU HA gräbern sah ich nur noch Einzelhügel, die alle vorzüglich erhal ten waren und eine gewisse Pflege erkennen ließen. Auf den durchweg stehenden, niedrigen aber festen Holzkreuzen standen die eingebrannten Inschriften. Neben den deutschen Kameraden lag auch ein Türke. Der ganze Friedhof ist durch einen Zaun und eng gepflanzte Tannen geschützt. Das Tor ist gut erhalten. An der Westseite des Gutes Don Cmiszew liegt neben dem Guisteich und einer Gruppe von prächtigen Pappeln in Form eines großen aufgeschütteten Grabhügels, zu dem Steintreppen heraufführen, ein deutscher Friedhof. Eine schöne Stelle und stimmungsvolle Anlage! Aber das war einmal! 2 Grabtreuze schauten aus meterhohen Disteln und anderem Untraut wehmütig hevor. Neben Brandenburgern lagen hier auch Hessen Dom J. R. 83. Die Anlage verdient schleunigst wieder hergestellt zu werden. Der unmittelbar daneben liegende Gutspark mit sauber verschmittenen Heden, farbenfrohen und gepflegten Blumenbeeten zeugt von dem Ordnungssinn und Kunstverständnis des Befizzers. Schade, daß der Mann nicht soviel Sinn für Totenehrung hat und die Ruhestätte der gefallenen Kämpfer aus fremdem Lande in einem würdigen Zustand erhält. Es würde dem Herrn teine Schande machen! Am Kreuz der Weggabelung des unweit gelegenen Lubiczew befindet sich ein größerer Friedhof von den eben genannten Regimentern. Die Umwehrung besteht aus Weißdorn. Ein schadhaftes Tor ist vorhanden; viele Grabkreuze und Gebentiteine itchen. Namen leferlich, soweit sie nicht aufgemalt waren. Durch hohes Untraut bahnten wir uns einen Weg zur massiven Kapelle. Etwa 250 Einzel- und Massengräber zählte ich. Westlich des Gutes von Konty liegt ein wenig gejagugter Friedhof mit etwa 60 Einzel- und Massengräbern. Zwei Drittel Kreuze fehlen; die eingebrannten Inschriften der noch stehenden find gut zu lesen. Ich sprach den Sohn des Gutsbesizers, auf dessen Grundstüd der Friedhof liegt und machte ihn darauf aufmerksam, daß der Friedhof als Viehweide benutzt war. Er sagte unbedingte Abstellung zu. Jenseits der Bzura besichtigte ich noch den Friedhof Kozlows Nr. 47. | Biskupi, der an der Südwestede des Waldes liegt. Eine schöne Anlage und gut erhalten. Birken, Kiefern in lichter Bepflan zung geben dem Friedhof ein sauberes Aussehen. Grabhügel sehr gut erhalten. Nur Einzel- und Reihenhügel. Eichene Holztreuze standen mit einer Ausnahme durchweg. Die eingebrannten Namen waren zu lesen. Hier lagen viele Kriegsfreiwillige des J. R. 83. Von allen Friedhöfen um Sochazem befinden sich Belegungspläne bei der deutschen Gesandtschaft in Warschau, sodaß die vollständige Wiederherstellung wieder möglich ist. Auf der Gesandtschaft erstattete ich Bericht und machte Vorschläge über Jnstandsetzungsarbeiten. Der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge" wird sich mit den maßgebenden Behörden in Verbindung setzen und die Wiederherstellung der vernachlässigten Friedhöfe veranlassen. Ich muß- ich will. - Weißt du, wie man ein hartes Mug leichter machen fann? Man muß es machen wie jenes Büblein. Dem sagte die Mutter: Hansli, du mußt mir jetzt noch Wasser holen." ,, Nein", sagte der Hansli ,,, bas muß ich nicht.". ,, Doch, bu mußt." ,, Nein, ich muß nicht." Und so ging's eine Weile hin und her, bis endlich die Mutter nach der Rute langte und sagte:„ Ich will dir jetzt zeigen, Hansli, ob du mußt oder nicht." Da sagte der Hansli mit verschmittem Gesicht:„ Aber Mutterli, wenn ich doch will, so muß ich nicht." Ja das ist das große Geheimnis: sobald man will, muß man nicht mehr. Das:„ Ich will" bricht dem„ Ich muß die scharfe verwundende Spige ab, macht das Bittere süß und das Schwere leicht. Lern doch auch diese feine Kunst, aus jedem„ Du mußt" ein„ Ich will" zu machen. Du glaubst nicht, wieviel leichter bir dann alles wird und wie froh du dabei wirft und wie deine Geele dabei erstarkt. Leibesübung ist Bürgerpflicht; fie fichert uns die Gesunderhaltung des Bolles und fördert Tattraft, Gemeinfinn, Manneszucht und Mut Eigenschaften, welche die Grundlage jedes gefunden Staatswesens bilden! D. Hindenburg. Sonnabend, den 20. November 1926. 11 Gießener Zeitung" tonnten die Tiere ins freie Feld gelangen, wo sie ohne Aufsicht blieben. Anwesenden forderten Postassistent North und Kommerzienzat| Umzäunung des Schafspferchs war umgefallen und dadurch Roll den höchstzulässigen Satz der Aufwertung für die städtischen Altanleihen. Eine vorgeschlagene Resolution, die sich für eine erträgliche Aufwertung einsetzt, fand einstimmige Annahme. Dr. Lenz machte dann noch furze Ausführungen über den be vorstehenden Boltsentscheid. Erst gegen Mitternacht tonnte der Vorsitzende die anregend verlaufene Bersammlung schließen. Mehrere der anwesenden Gäste traten der Ortsgruppe als Mitglieder bei. * Die Instandjegungsarbeiten der Kliniksbrüde sind be endet. Die unterm 4. November 1926 angeordnete halbjeitige Sperrung der Brüde wird hiermit wieder aufgehoben und die Brüde dem Verkehr freigegeben. * Keine Tanzbeluftigungsarbeiten. Um Vorabend des 1. Aovents( 27. November 1926) sowie in der ganzen Adventszeit dürfen in Gießen öffentliche Tanzbeluftigungen nicht stattjinden. Auch sind für den 1. Weihnachtsfeiertag und für den Borabend desselben sonstige öffentliche Luftbarkeiten untersagt. Theatralische Aufführungen, Vorführungen in Lichtspielhäusern und Konzerte an den beiden lettgenannten Tagen werden nur dann zugelassen, wenn die Darbietungen ernsten oder belehrenden Inhalts sind und der besonderen Bedeutung und Weihe dieser Tage angepaßt werden, ebenso rein sportliche Beranstaltungen, die ohne öffentliche Umzüge oder Musik stattfinden. * Kriegerverein. Der„ Postkeller", seit Jahren das Verjammlungslokal des K. V., war am 4. November stark besetzt, der große Saal fast überfüllt, neben alten und jüngeren Mitgliedern waren dieses Mal auch die Frauen und erwachsenen Kinder vieler Kameraden zu der Monatsversammlung gelommen. Die Bereinskapelle Weller- Hertel spielte flotte Weisen voraus, der Vereinsvorsitzende, Kamerad Landgerichtsrat Trümpert, richtete herzliche Begrüßungsworte an die Erschienenen und an den Jubilar Franz Schmidt, der nunmehr 50 Jahre dem Verein als selten treues Mitglied angehört, Worte des Dantes und der Hochachtung. Freudig bewegt nahm der so Geehrte das schmude Hafsiaabzeichen mit der Zahl 50. Diese Monatsversammlung war vielseitig, interessant und belehrend, ganz so wie es in der Hajsia sein soll. Mögen zur nächsten Versammlung noch mehr Mitglieder kommen. In Kameradentreisen verlebt man immer schöne Stunden. Generalappell ehemaliger Seesoldaten in Kiel. Jn Erinnerung an die vor 75 Jahren, am 13. Mai 1852, erfolgte Gründung der Marine Infanterie findet am 14., 15. und 16. Mai 1927 im Verein mit der Grundsteinlegung zum Ehrenmal der Gefallenen eine Gedenkfeier und ein Generalappell der Seesoldaten in der alten Friedensgarnison Kiel statt. Genaue Anschriften der Teilnehmer sind dem Kameraden Richard Nasse, Kiel Ellerbek, Klosterstraße 117, mitzuteilen. Aus Nah und Fern. Friedberg. Das ursprünglich als Kriegerehrenmal zur Ausführung vorgesehene Projekt Feldgrauer Soldat" findet keine Verwirklichung. Zur Ausführung dürfte ein Vorschlag des Hochbauamts Friedberg kommen, der an die Errichtung eines Ehrenturms in Verbindung mit dem Ausbau des Wasserbezugsnetzes der Stadt Friedberg denkt. Gärntnerische Anlagen auf der Oberwöllstädter Höhe werden den Ehrenturm umfassen. Alsfeld. Auf der Bahnstrecke Homberg a. d. Ohm- NiederGemünden wurden morgens in der Dunkelheit von dem Frühzug drei Schafe aus einer Herde überfahren und getötet. Die Alle Steuerzahler Besondere Vorzüge: Offene Bauart, leichtesten Anschlag, geräuschlosen Wagenrücklauf. zwangsweise Grossbuchstabensperre Zuständige Vertretung: sparen Zeit u. Verlust durch die NAFFIL Alsfeld. Der Stadtvorstand bewilligte in seiner letzten Sigung den bedürftigen Klein- und Sozialrentnern sowie den Erwerbslosen eine Winterbeihilfe, die in Geld oder Naturalien gewährt werden soll und deren Festsetzung der Finanzausschuß den individuellen Erfordernissen entsprechend von Fall zu Fall zu bestimmen hat. Die mit Notstandsarbeiten beschäftigten und nach Tarif bezahlten Erwerbslojen bleiben von dieser Beihilfe jedoch ausgeschlossen. Hirzenhain. In den im Niddatal gelegenen Wäldern wurde eine in Tuch eingewidelte Leiche eines Mannes gefunden. Man vermutet ein Verbrechen. Mainz. Die Aufhebung der hiesigen Eisenbahnhauptwertstätte dürfte in absehbarer Zeit erfolgen. Die Entscheidung über den Zeitpunkt der endgültigen Auflösung liegt bei der Reichsbahndirektion Kassel. Mainz. Kriegsblindenstiftung der Firma Opel. Der hefsischen Hauptfürsorgestelle der Kriegsbeschädigten- und Kriegerhinterbliebenenfürsorge ist es durch Mithilfe der Firma Adam Opel in Rüsselsheim und dank dem Entgegenkommen der Firma Schneider& Opel in Frankfurt a. M.- Eschersheim gelungen, den in Hessen wohnenden Kriegsblinden, die noch nicht an den Rundfunk angeschlossen waren, Radioapparate nebst zubehör zur Verfügung zu stellen. Damit ist nun sämtlichen hessischen Kriegsblinden die Möglichkeit gegeben, die Verbindung mit der Außenwelt aufzunehmen. Mainz. Die Mainzer Jugendgruppen haben mit Unterstützung des Landesamtes für das Bildungswesen in Darmstadt mehrere Baraden gekauft, die zu einem Jugendheim ausgebaut werden sollen. Zur Aufbringung fehlender Mittel sollen im Laufe des Winters eine Reihe künstlerischer Veranstaltungen, darunter zahlreiche Laienspiele angesetzt werden. Mainz. Der Mainzer Karneval" wurde am 11. Novem ber zum ersten Male nach dem Kriege wieder in der Stadthalle mit der Generalversammlung eröffnet. Es wurde beschlossen, beim Ministerium vorstellig zu werden, daß der Rosenmontagszug im begrenzten Rahmen genehmigt werde. Alzen. Die Kreisstadt Alzey blidt im nächsten Jahre auf ihr 650jähriges Bestehen zurüd. Dieses Jubiläum soll in einer den Zeitverhältnissen entsprechenden würdigen inhaltsvollen Feier begangen werden. Oppenheim a. Rh. Die hier dieser Tage stattgefundene Häuserversteigerung hatte folgendes Ergebnis: 70 qm Grabgarten und 171 qm Hofreite, beide Grundstücke in Oppenheim, 6000 M( Schätzung 9000 M), 251 qm Hofreite( Doppelhaus), ge= trennt) in Oppenheim 9500 M( 12 900 M). Worms. Die Deutsche Volkspartei wird vom 26.- 28. November in Worms ihren Landes- Parteitag abhalten. In der Hauptversammlung sprechen über Reichspolitik Reichsminister a. D. Dr. Becker, M. d. R., über hessische Landespolitik Landtagsabg. Dingelden. Am Abend vorher wird in einer Parteiversammlung Reichstagsabg. v. Kardorff- Berlin sprechen. Neue Bücher. Nr. 47. Ein Studentenroman aus dem alten Jena. Hugo von Waldener Hart. Alt- Jena. Ein Studentenroman aus deutscher Vergangenheit. Steif geh. 3,50 M, Ganzleinen 5,50 M, Leipzig 1926, Koehler& Amelang. Alt- Jena in den Jahren nach der französischen Revolution, der umstürzlerischer Geist auch in die studentischen Verbindungen eindringt und althergebrachte Einrichtungen zu zertrümmern droht, wird auf Grund historischer Quellen eindrucksvoll geschildert. Der Roman wird nicht nur von Studenten, Alten Herren und ihren Familien mit Begeisterung gelejen werden, bietet er doch ein Stück deutscher Kulturgeschichte, die weiteste Kreise interessieren wird. Wie vermeide ich Zahlungsstodungen und den Berlust von Augenständen? Verlag Buchdruckerei Ernst Fischer, Wolfenbüttel. Preis 1,50 K brosch. In gemeinverständlicher Form wird der Gläubiger mit den von ihm zu wahrenden gesetzlichen und prozessualen Vorschriften vertraut gemacht. Die diesbezüglichen kostspieligen Auskunftseinholungen erübrigen sich. Bei teinem Kaufmann oder Gewerbetreibenden darf das Buch fehlen. ,, Liebes Frauchen! Ich muß einen neuen Anzug haben!" So ertönen die Worte des gestrengen Eheherrn, die dem„ lieben Frauchen: durch Mark und Pfennig fahren, denn sie weiß, das heißt gerade soviel wie: Du mußt von nun an mit etwas weniger Wirtschaftsgeld auskommen, bis der Schneider bezahlt ist." Da gibt ein im Verlag von W. Vobach& Co. GmbH., Berlin- Leipzig, als Einzelheft Nr. 204 erschienenes Büchlein von Gertrud Schmerje: Wie schneidere ich für meinen Mann?" ( Preis 1,504) die allerbesten Ratschläge und ist ein treuer Helfer beim Anfertigen der Garderobe für ihren Mann. Jeder, der sich mit dem Wesen seines Kindes näher be faßt, wird wissen, daß im Kind schon ein großer Drang nach Betätigung stedt. Diesem Zwecke dient ein soeben erschienenes Heft, betitelt:„ Wie beschäftige ich mein Kind?" von Erna Krache( Einzelheft Nr. 206, Verlag von W. Bobach& Co. GmbH., Berlin- Leipzig, Preis 1,20.), das jeder Mutter ein wertvolles Hilfsmittel sein wird. ,, Moderne Gesellschaftstänze", herausgegeben von Curt v. Paquet- Léon, betitelt sich das neue Einzelheft Nr. 201, das als Beginn einer neuen Serie der bekannte Modenverlag W. Vobach& Co. GmbH., Berlin- Leipzig, soeben auf den Markt bringt. ,, Moderne Gesellschaftstänze", wahrlich ein aktuelles Thema. Das Büchlein zeigt in Bild, Tanzschrittabbildungen, Musik und Text eine Darstellung der modernen Gesellschaftstänze, wie wir sie bisher noch nicht zu sehen gewohnt waren. Der billige Preis von nur 1,- M bürgt für weiteste Verbreitung und ermöglicht jedermann seine Anschaffung. Man ahnt gar nicht, was für eine Menge Vergnügen eine Streichholzschachtel bereiten kann! Dabei ist nicht etwa an den Raucher gedacht, nein, die vielseitigen Denkaufgaben, Spiele und Gesellschaftsspiele sind gemeint, die sich mit Streichhölzern lösen lassen, die Hermann Pfeiffer in dem neuesten Einzelheft Nr. 207 betitelt:„ Die Streichholzschachtel eine Quelle des Vergnügens", Verlag von W. Vobach& Co. GmbH., BerlinBergnügens", Berlag von W. Vobach& Co. GmbH., BerlinLeipzig, Preis 1,-, den Lesern aufgibt. Verantwortlich: Christian Klein in Gießen. Worms. In der Stadtverordnetenversammlung vom 17. November hat die Deutsche Volkspartei eine Reihe von Anträgen eingebracht, in denen umfangreiche Notstandsmaßnahmen u. a. die Errichtung einer modernen Sportanlage gefordert werden. Die Sozialdemokraten bezeichneten diese Anträge als agi Drucksachen aller Art bezieht man am billigsten tatorische mache. Allg.Reichssteuer- Kassebücher Kappe Schreibmaschine Maschinenfabrik Kappel Akt: Ges. 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Januar 1927 ablaufenden Ausschlußfrist anzumelden: 1. wenn die Aufwertung bereits ausgezahlter Guthaben des halb verlangt wird, weil sich der Gläubiger bei der Annahme der Leistung( Zahlung) feine Rechte vorbehalten hat, oder 2. wenn ein Guthaben von einer Sparkasse auf eine andere Sparkasse überwiesen worden ist und der Gläubiger die Berücksichtigung mit dem Goldmarkbetrag zurzeit des Erwerbs der Forderung gegen die erste Sparkasse verlangt. Die Frist ist eine Ausschlußfrist, sodaß bei ihrer Versäumung Anspruch auf Aufwertung erloschen ist. In Glessen erhältlich: Kaiser- Drogerie, Ernst Noll; Drogerie- Winterhoff, Kreuzplatz; Kreuz- Drogerie, Aug. Noll; Germania- Drog. Carl Seibel; Neustadt. der Drogerie, Hans Noll.Die Anmeldung hat bei der Spartasse zu erfolgen, bei der Prima Eiderfettkäse! Das Guthaben geführt wird oder zuletzt geführt wurde. 9 Plund Mark 6.franko Dampfkäsefabrik Rendsburg 209. Nebeneinkommen 1 Pfund graue geschlissene Mark 1.50, halb- durch schriftl. 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Im Regelfalle müsse Hessen zu einem Aufwertungs markbetrages des Sparguthat Vermögenslage der Spartaje t ordnen, daß eine höhere Aufwe nach dem 14. Juni 1922 ausb Borbehalt des Gläubigers – tet werden. Zur Aufwertung v bezahlten Guthaben und für die bei etwaigen Ueberweisungen gewünscht wird, bedarf es eine Januar 1927 zu stellenden Ant nötig. Die aufgewerteten Guth tündbar bis zum 1. Januar 198 1. Januar 1940 an der Ref den. Die Sparkassen werden in Antrag ihren Aufwertungsbetro lichst auszahlen und zwar ohne gleiche soll erfolgen für Sparta solche, die infolge ihres förper ficht nach bei Einhaltung des nicht in den Genuß der Auszah vorausgesetzt ist hierbei, daß die Vermögenssteuer herangezogen Die aufgewerteten Guthabe mit jährlich 3 Prozent, vom 1. übrigen Spareinlagen zu verzin Auszahlung der Zinsen am Ende Zunahme der E Die Zahl der Hauptunter werbslosenfürsorge in der ersten auf 1387 000 gestiegen. Einigung über das Berlin, 26. 11. Ueber di richtsgesetz im Reichstage vera Verhandlungen der Regierun Reichstags nicht stattgefunden. chungen nur um eine Fühlung Parteien, deren Ergebnis zu Berabschiedung des Arbeits Schwierigkeiten bereiten wird. Die Zollvorlage lie angesichts der am 31. Dezembe regelung der Zölle vor. Die Hamburger Bürgersch dem der Senat bei der Reichs ein Gejegentwurf zum Eint Heuergeleg vorgelegt wird, wo werbetreibenden, der dreijähr tommens als Grundlage bestin Zwischen den baugewerblic geber und Arbeitnehmer fand Berhandlungen über eine Gi Baujahr 1927 statt. Die Verh zember vertagt. Elfäffische Kundgebungen In der Sihung der fran fam es zu stürmischen Kundge Abgeordnete Hueber gelegent für das Elsaß in deutscher Sp Ein Brozek gegen Nach einer Meldung der Brozeß gegen die 31 jungen bandes Oberland, die im Nov Generalversammlung verhaftet Betona eröffnet werden. Die Em der englische London, 26. 11. Die Kon nahm einstimmig eine Entsch rüftung über die von den Gr in Vorschlag gebrachten Bedin London, 26. 11. Jm Unt Jeltetär des Innern zur Begrü antragten Berlängerung der bandele fich lediglich um eine in turzer Zeit aufgehoben we Million Bergarbeiter hätten f wieder aufgenommen.