Nr. 11. Es genügen aber auch Kasten am einzelnen Nester durch Brettchen ge hat, faufe sich Legenester aus Draht sch und sauber. Nur sorge man durch penstreifen dafür, daß die Tiere beim en nicht im Dracht hängen bleiben ter den Gigstangen sammelt den Mist sauber.( Geflügelmist ist der beste Bodenbelag im Scharraum nehme man ngt notwendig ist Sand, wenn auch n in der Ede. Forts. folgt. k. d'A. gung der Wiesen. dem Acker ist auch für die Wiese der Düngung. Dieser Grundsah muß im ten, je weniger mit Stallmist und je arbeitet wird, daher gilt er auch ganz Auf unseren Wiesen und auf schwe rannte Kalt am besten, er sollte nur Herbst und Frühjahr( nicht im Win hm glichkeit eingeeggt werden. Im I oder der rohe gemahlene Kalkstein zu gebrauchen. Neben Kalt sind für fe Phosphorsäure und Kali. Bei aus 100 Pfd. Heu etwa 0,6 bis 0,7 Pfb. = 2 Pfd. reines Kali enthalten, also hosphorsäure. Dieses Verhältnis ist nicht durch Bewässerung oder sonstige toffe zugeführt werden, bei der Wieen. egel richtig und auch notwendig, die Thomasmehl zu düngen. Ist der Bo e gesättigt, dann muß auch namentlich satz geschaffen werden. Ein Morgen 30 3tr. Heu liefert, gibt damit rund 60 Pfd. Kali ab Zum bloßen Erjaz che Düngung von wenigstens 1½ 3tr. 40prozentigen Kalisalz oder 4 bis Es ist sicher ein großer Fehler, daß die nicht ausreichend mit Kali versorgt Ztr.Heu, das auf der Wiese durch Düngung mehr erzeugt wird, nur rund che Sparsamkeit, die sich heutigentags kann, die Wiesen nach Kali und 1 lassen. nte Welt ngebende Zeitschrift für vorst, für Mode, Kunst, Theater, heit und Lebensfreude. Dis 80 Seiten starkes Heft mit ausgeen moderner Film- u. Photokunst son Berichten aus der Gesellschaft. Jedes tvollen farb. Kunstblatt als Titelbild. el allen Buchhandlungen! Eysler& Co. A.-G. Berlin SW68 tiversität Köln. ſſsenschaftliches-, Rechtswissenschaftliches, klinische Semester) und Philosophische d Verwaltungs- Hochschulstudium. Vorril. Die Einschreibefrist läuft vom Das Vorlesungsverzeichnis kann vom gegen Voreinsendung von 0,60.( da10 Pfg.) bezogen werden. KOSTET DIE VORZÜGLICHE ZIGARETTE Kenner schätzt stets weit höher Einkaufsmöglichkeit bietet die neue Schaumpon mit dem schwarzen Kopf". Sie weimalige Ropfwäsche ausreichend, und betannte Einzelpadung ist auch weiterhin Achten Sie aber in jedem Fall auf die Kopf" 39. Jahrg. Samstag, den 20. März. 1926 Nr. 12. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd. lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Sonntagsgedanken. In der Passionsgeschichte ist wohl der dunkelste Weg der, den der Verräter ging Judas. Drei Jahre war er um seinen Herrn und Meister, hörte seine Worte, sah seine Taten, empfand seine Liebe, und doch ging er hin und lieferte ihn um schnöden Mammon seinen Feinden aus. Er war schlimmer als der offene Feind. Denn von einem solchen weiß man, was man zu befürchten hat. Judastaten haben sich seitdem oft und oft wiederholt. Da sigt mancher am gleichen Tisch, arbeitet im selben Berufe, geht Seite an Seite mit dir den gleichen Weg und plötzlich wendet er sich ab, geht hin und übt Verrat. Mit Treulosigkeit und Tüde, mit Hinterlift und Bosheit, mit teuflischer Berechnung und Verschlagenheit. Kalt und ohne Herz verraten sie den besten Freund und gehen dann ruhig ihres Weges von dannen, gerade so, als sei nichts geschehen. Wie ein Judas, bislang unter deinen Freunden, geht er zu den Feinden über, um dich zu Derraten. In der Passionsgeschichte soll auch die Judastat für viele eine Lehre sein. Sie zeigt, wozu Menschen fähig sind, denen Treue fehlt. Der Weg führt sie vom Freunde weg zum Feind, von der Feindschaft zum Verrat und Mord. Die Judastat zeigte diesen Weg für immer an. Wenn er einmal beschritten, dann drängt es den Verräter unaufhaltsam abwärts, dann gibt es auf diesem Wege fein Zurüd und auch kein Salt mehr, kein Wiedergutmachen, sondern nur ein Enden in voller Verzweif lung. Berachtend stehen wir vor der Judastat. Weil er den Besten verraten, der je über diese Erde wandelte. Und doch sollte sich mancher prüfen und fragen: Haben wir sie nie nachgemacht? Und wenn eine Stunde täme, wo der Herr und Meister wieder unter uns weilte und uns fragen würde: ..Freund, wozu bist du gekommen?" Würden wir ihm nie eine Judasantwort geben? Bertagung der Aufnahme Deutschlands bis zum Herbst. Die Bollversammlung des Bölterbundes hat am Mittwoch, den 17. März, in Genf nach den Reden der verschiedenen Delegierten den Antrag auf Vertagung der Aufnahme Deutschlands sowie den Antrag des Grafen Ishii auf Einsetzung der Studienkommission zur Prüfung der Erweiterung des Rates angenommen. Die deutsche Delegation verließ noch am Abend Genf. Rückkehr der deutschen Delegation. Reichskanzler Dr. Luther und Reichsaußenminister Dr. Stresemann, sowie die übrigen Mitglieder der Genfer Delegation sind am Donnerstag, nachmittags 2,57 Uhr, in Berlin angekommen und haben sich sofort nach ihren Dienstgebäuden begeben. Im weiteren Verlauf des Nachmittags erstatteten Dr. Luther und Dr. Stresemann beim Reichspräsidenten Hindenburg Bericht über den Verlauf der Genser Verhandlungen. Bei der großen außenpolitischen Debatte, die bereits in der nächsten Woche beim Etat des Auswärtigen Amtes beginnen soll, wird vermutlich sowohl der Reichskanzler als auch der Reichsaußenminister vor dem Plenum des Reichstages das Wort ergreifen. Die Anlunft auf dem Anhalter Bahnhof vollzog sich völlig unbeachtet. Die Polizei hatte für eine her: metische Absperrung des Bahnsteigs gesorgt. Selbst der Presse war der Zutritt verweigert, und als Reichswehrminister Dr. Geßler an der Sperre erschien, um die Delegation zu empfangen, wurde er von einem Bahnsteigschaffner, da er nicht im Besize eines Ausweises des Auswärtigen Amtes war, zunächst zurüdgewiesen. Mit den deutschen Delegierten ist auch die größte Zahl der nach Genf entsandten deutschen Pressevertreter wieder zurückgekehrt. Der neue Reichsschulgesetzentwurf. Im Haushaltsausschuß des Reichstages fündigte der Reichsinnenminister Dr. Külz an, daß ein neuer Entwurf des Reichsschulgesetzes geplant ist. Der Minister wird die Vorbereitung der Vorlage ein nach dem Scheitern so vieler Entwürfe schwieriges Unterfangen It. Mitteilungen der Presse persönlich übernehmen. Für Freiheit und Wissenschaft! Der Vorstand des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes hat einstimmig folgende öffentliche Kundgebung beschlossen: Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. gegen dem Willen der beiden Hochschulen eingebracht worden. Rach unwidersprochenen Zeitungsnachrichten ist die Regierung zu diesem Vorgehen lediglich dadurch veranlaßt worden, daß das Zentrum die Einrichtung derartiger Professuren für sein Verbleiben in der gegenwärtigen Regierung zur Bedingung ge= macht hat. In der Sigung des hessischen Landtages ist auf Antrag der Regierung beschlossen worden, an der Landesuniversität in Gießen und an der Technischen Hochschule in Darmstadt Professuren für scholastische Philosophie", das sind Professuren, durch die Philosophie im Sinne der katholischen Kirche gelehrt werden soll, einzurichten. Im Namen der Evangelischen Hessens, die wir vertreten, erheben wir Einspruch dagegen, daß die bewährte Organisation unserer Hochschule politischen Parteizwecken zum Opfer gebracht wird und daß erhebliche Mittel des Staates dazu verwandt werden, Lehrstühle einzurichten, die die Besorgnis erweden, daß sie in erster Linie nicht der Pflege der freien Wissenschaft, sondern der Propaganda der katholischen Kirche an unseren Hochschulen dienen." Dieser Antrag ist von der Regierung trok der schweren wirtschaftlichen Not unseres Landes, die zu äußerster Beschränkung aller Ausgaben zwingt wie wir zu wissen glauben-, entArbeitslosenhilfe der evangelischen Jugend. Die Not der jugendlichen Arbeitslosen ist bekanntlich nicht nur eine wirtschaftliche, sondern auch eine seelisch- moralische. Der Reichsverband der evang. Jungmännerbünde Deutschlands hat deshalb schon wiederholt besondere Führerkurse für arbeitslose junge Männer veranstaltet, die die Aufgabe haben, sie zur tätigen Mitarbeit innerhalb des evangelischen Jugendwerkes zu schulen und ihrer Charakterbildung und inneren Vertiefung zu dienen. Ein neuer Lehrgang dieser Art ist soeben in dem Erholungsheim des Reichsverbandes in Dassel i. Solling unter außerordentlich starker Beteiligung eröffnet worden. Um die Schwierigkeiten zu beheben, die örtliche Verwaltungsstellen den jugendlichen Teilnehmern solcher Kurse zuweilen machen, hat der Reichsverband mit Unterstützung des Reichsausschusses der Jugendverbände die in Frage kommenden Regierungsstellen um eine Verfügung gebeten, die jugendliche Arbeitslose während der Teilnahme an derartigen Lehrgängen von der Meldepflicht bei den Arbeitsnachweisen befreit, ohnen ihnen die Vorteile der Arbeitslosenunterstützung zu entziehen. Unverantwortlicher Leichtsinn oder verbrecherische Handlung in der Grube? Aus dem Ruhrgebiet wird uns geschrieben: Auf der Zeche Minister Stein wurde von einem der am Leseband beschäftigten Jungen zwischen den Kohlen ein in graues Papier verpadtes Pädchen gefunden. Es stellte sich heraus, daß das Pädchen 10 scharfe Messing- Sprengkapseln enthielt. Diese Sprengkapseln stammen nicht von der Zeche Minister Stein, da diese nur Kupfer- Sprengkapseln verwendet. Sie müssen also von einer anderen Zeche durch einen Bergmann eingeschleppt worden sein. Es ist ein Glück, daß durch die Aufmerksamkeit des Lesejungen hier die Möglichkeit eines schrecklichen Unfalls verhütet worden ist. Die Sprengkapseln, die bekanntlich mit Knall- Quedsilber gefüllt sind, können sich schon durch Stoß oder Schlag entzünden. Es ist als ein Wunder zu betrachten daß die Kapseln nicht schon unter Tage durch irgend einen Zufall zur Explosion gekommen sind und ein gräßliches Unglüd verursacht haben. Außerdem aber hätten die Kapseln, wenn sie unter die versandfertige Kohle geraten wären, beim Abnehmer die furchtbarste Explosion in der Feuerung hervorrufen können. Die Sache ist natürlich von der Zeche der Bergpolizeibehörde übergeben worden. Hoffentlich gelingt es der Polizei, den Besitzer der Sprengkapseln, der sie in die Grube gebracht hat, festzustellen. Ob Leichtsinn oder verbrecherische Absicht vorliegt, kann natürlich heute noch nicht gesagt werden. Ein Großherzog als Bürgermeister. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lokal 12 Pfg., die 90mm breite Reflame Petitzeile 96 Pfg. Plat vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Volltlischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Der B. B. C." erzählt: Der ehemalige Großherzog von Oldenburg wohnt derzeit auf seinem Fürstensiz Rastede unweit der Hauptstadt, einer kleinen Gemeinde, die sich in den letzten Jahren zu einer Villenkolonie entwidelt hat. Der Großherzog tennt alle Gemeindemitglieder, unterhält sich mit ihnen über das Wetter und andere gemeindliche Angelegenheiten und ist dort sehr gut angesehen. Eines Tages meldete sich eine Abordnung bei ihm. Die Männer waren zuerst etwas schüchtern, aber schließlich rüdte einer mit der Frage heraus und sagte:„ Herr Großherzog, unser Gemeindevorsteher ist alt, und wir müssen uns nach einem Nachfolger umsehen, vielleicht tönnen Sie uns einen tüchtigen Mann empfehlen." Südwestdeutschland, ein wirtschaftliches, verkehrstechnisches und fulturelles Zusammenschlußgebiet.*) Von A. Weigel, Frankfurt a. M. Sucht man den„ Südwestdeutschen Regionalismus" begrifflich zu erfassen, so tönnte man sagen, er ist die Anwendung einer bestimmten Kritik auf eine gegebene Wirklichkeit und auf eine genau umgrenzte Art zu denken. Der Großherzog erwiderte, er werde sich das überlegen. In jeinem großen Bekanntenkreise würde sicher ein geeigneter Mann zu finden sein. Die Besucher schienen aber von der Antwort nicht ganz befriedigt. Sie blieben weiter im 3immer und rüdten verlegen auf ihren Sesseln hin und her. Schließlich nahm ein ganz Beherzter das Wort und sagte:„ Herr Großherzog, wir haben eigentlich bei dem Nachfolger des Gemeindevorstehers an Sie gedacht. Sehen Sie, Sie haben doch eigentlich jezt gar nichts zu tun. Das, was für das Amt nötig ist, beherrschen Sie bei Ihren Kenntnissen sicher. Sie sind in der Gemeinde sehr beliebt; wir tönnten Ihnen eine einstimmige Wahl garantieren, Sie sind dann im kleinen wieder mitten drinn."... Der Großherzog hat, wie es heißt, versprochen, sich die Sache zu überlegen. Die Wirklichkeit ist das alte Deutschland der Bundes= staaten mit seiner unorganischen territorialen Ländergestaltung in kleine und kleinste Gebietsteile mit seinen zahllosen Enklaven und Erklaven und seiner hierdurch die Durchführung neuzeitlicher großdimensionaler Forderungen der Wirtschaft und des Verkehrs hemmenden Verwaltungspraxis; die Denkart ist die des alten länderpolitischen Partikularismus, der durch den Fortfall der Dynastien seit 1918 in seinen Grundzügen wohl gegenstandslos geworden ist, sich aber nach dem physikalischen Gesetz der Trägheit weiter auswirkt, sehr zum Nachteil großer aufeinander angewiesener Gebietsteile. Die Kritik, die heute an diese geringe bezw. vielfach unmögliche Anpassungsfähigkeit an neuzeitliche Gestaltungsformen und dies mit Recht geübt wird, liegt in den rationellen Forderungen der Wirtschaft und des Verkehrs, sowie einer sparsamen Verwaltungsform, ver anfert, geboren aus dem Zeitalter erfolgreichster Ueberwindung von Raum und Zeit, Forderungen, die im Gegensatz zu früher, große Gebietsteile zu einer Schicksalsgemeinschaft auf Gedeih und Verderb zusammengeschweißt haben. Zaghafte Ansätze von Zusammenschlüssen finden sich wohl auch bei uns schon lange vor dem Kriege vor, so z. B. die Zollgemeinschaft, die Reichspost, die Preußisch Hessische- Eisenbahngemeinschaft, welche heute in der Reichsbahn aufgegangen ist, die Reichswasserstraßenverwaltung, die Postschedämter u. a. m., also die Reichsverkehrsbetriebe. Trotz dieser zwangsläufig notwendig gewordenen äußeren Zusammenfassung verblieb jedoch hierbei vielfach die unzweckmäßige innere Verwaltungseinteilung nach Länder- oder Provinzialbezirken, die mangels inniger Zusammenfassung unter einheitlicher Leitung naturgemäß weiterhin hemmend einwirken mußte. Die weitere großdimensionale Entwidlung der Nachkriegszeit, so z. B. auf dem Gebiete des Funk- und Flugverkehrs, der Elektrizitäts- und Wasserwirtschaft, der Gassernversorgung, der Bezirkswirtschaftsräte u. a. m. muß heute bereits ohne jede Rücksichtnahme auf Länder- und Verwaltungsgrenzen ihren Weg gehen. Diese Entwidlung in gleichzeitigem Zusammenhang mit einer Vereinfachung und Verbilligung der inneren Verwaltung brängt sichtlich, trotz aller partikularen Einstellung eifersüchtig auf ihre veralteten Vorrechte wachenden Länder-, Provinzial- und Bezirksverwaltungen, nach einer über die bestehenden Verwaltungsgrenzen hinausgreifenden großzügigen Lösung. Eine derartige, jedes Handeln erschwerende Buntschedigkeit im Denken und dies dazu noch in einem nicht zu überbietendem Maße, zeigt uns das Südwestdeutsche Wirtschaftsgebiet. Das Gebiet der beiden Hessen, Kreis Wetzlar, Walded, das Siegerland, die Reg.- Bez. Koblenz und Trier, Birkenfeld, Unterfranken und die Pfalz im Anschluß an das Saargebiet, in einem Umfange von rd. 47 000 qkm mit rd. 6,7 Mill. Einwohner( etwa den 10. Teil der Fläche und der Gesamteinwohnerzahl des Deutschen Reiches), ein Wirtschaftsgebiet, welches mittels eines 5- Stundenverkehrs die Verbindung der entlegendsten Orte mit seiner Zentrale Frankfurt a. M. bezw. dem Rhein- Mainischen Städtetranz auf den allein etwa 1,6 Million Einwohner entfallen gewährleistet. Was Nordwestdeutschland, das schwer bedrängte RheinischWestfälische Zusammenschlußgebiet, als wirtschaftliche und ver tehrstechnische Einheit in außen- und innenpolitischer Hinsicht bedeutet, das gilt auch in Bezug auf Südwestdeutschland, das Mittelrhein, Mosel-, Main, Lahn- und Weserquellstromgebiet im Anschluß an das abgedrosselte Saargebiet: Querriegel über den Rhein, Bollwerte des Westens im neuen Deutschen Reiche. Eine Parallele zu diesen Zusammenschlußbestrebungen wirtschaftlich eng aufeinander angewiesener Gebietsteile bietet das Frankreich von 1789 mit damals 26 Mill. Einwohnern von etwa 35 Verwaltern nur mühselig gelentt und geleitet. Wie das alte Deutschland war dieses Frankreich eine Schöpfung der Jahr*) Von befreundeter Seite wird mir dieser Artikel mit der Bitte um Veröffentlichung zugesandt. Ich komme dem gern nach mit der Absicht, daß diese wichtige Frage des Zusammenschlusses größerer Gebiete zu einem Wirtschaftsgebiet dadurch immer weitere Kreise interessiert. Nur Großes fann noch Größeres schaffen zum Segen der Allgemeinheit. Mit manchen Einzelheiten des Artikels gehe ich nicht einig, 3. B. der Koblenzer hat sich mehr zum Unterrheiner afflimatifiert, seine Interessen sind ganz und gar konträr der Interessen 3. B. des Fuldaer Landes. Sollte man darum nicht erst schrittweise dieses große Ziel zu erreichen suchen, indem man a) die bayerische Pfalz, das Saargebiet, Baden und Württemberg zu einem Wirtschaftsgebiet und b) die beiden Hessen, Kreis Wetlar und Walded zu einem anderen Wirtschaftsgebiet zujammen zu bringen versuchen sollte. Beiderseitig der Höhenzüge( Westerwald, Hunsrüd, Taunus usw.) und der Wasserscheiden jind andere Bestrebungen, sind andere Sitten und Gebräuche, sind andere Wirtschaftslagen, bedingt durch vielerlei Naturerscheinungen, die erst nach und nach alle in sich aufgehen werden, wenn Verkehr und Wirtschaft noch weit mehr als heute den Ton angeben. Albin Klein. Samstag, den 20. März. 1926. hunderte, wie diese eben zufällig die Provinzen aneinander fügten, wie es die Macht der überlieferten Einrichtungen ge= bildet hatte. Der Widerjinn der Berwaltung ergab sich aus dem furchtbaren Größenunterschieb der Berwaltungsbezitte: bem ungeheuer großen Languedoc stand z. B. das winzig fleine Domebs gegenüber; es gab 37 große Berwaltungsgebiete und 407 Sonderbezirte. Ein wohlgetroffenes Bild des alten Frant reich( des ,, ancien regime") gibt der befannte Bericht des Minifters Calonne an den Rönig wieder: Frankreich ist ein Königreich, das aus Gebieten mit ständischer und solchen mit gemischter Berwaltung zusammengejekt ist, dessen Provinzen einander fremò sind; wo es unmöglich ist, einen Grundjak dauernd festzuhalten oder einen gemeinsamen Willen zu betätigen. Es ist notwendigerweise ein sehr unvolltommener Staat, poller Migbräuche; in seinem jetzigen Zustande fann er unmöglich gut ver waltet werden." Auch Italien zerfiel früher in lauter kleinstaaten, in Königreiche, in Länder des Kirchenstaates, in Herzog tümer, in Fürstentümer, in Stadtrepubliken uff. Die große Freiheitsbewegung des vergangenen Jahrhunderts schuf auch hier ein einheitliches Italien und der Abschluß des Weltkrieges rundete Italien um ein weiteres Stüd ab. Die damalige Abfassung der Beschwerbeschriften( cabiers de boleanes), worin die eigenen Wünsche und Forderungen in Frantreich ihren Niederschlag fanden, findet bei uns gleichfalls heute ihre Parallele in den zahlreichen Abhandlungen wirtschaftlicher Aufbaugebanten der verschiedenen sich heraustristallisierenden deutschen Wirts schaftsgebiete, jo u. a. von Prof. Arthur Blaustein( Mannheim) über„ Südwestdeutschlands Zusammenschluß", von Universitätsprofessor H. Wolff( Salle)..Salle und die mitteldeutsche Wintschaft", von Prof. Dr. Bruno Kuste( Köln) über den Rhein und seine Länder", jerner eine voltswirtschaftliche Betrachtung, ven der städtischen Wirtschaftsdeputation cantjust a Müber„ Der Rhein- Mainische Städtefranz mit seiner 3.ntrale Frankfurt a. M. im Südwestdeutschen Wirtschaftsgebiet." Die Neuordnung der Verwaltung Frankreichs erfolgte durc das Defret von 15. Januar 1790, ohne jede Schwierigkeit. Die Einteilung Frankreichs in 83 Departements, in ihrer Größe den damaligen Verkehrsbedürfnissen angepaßt, versinnbildlichte die Einigung der französischen Nation und ermöglichte die Durch führung von Reformen. Als bemerkenswert ist hier zu erwäh nen, daß im heutigen Frankreich, den neuzeitlichen großdimensio nalen Berkehrs- und Wirtschaftsforderungen entsprechend, durch Bereinigungen in ,, Sozietes economiques et finanzieres" eine Zujammenfassung der kleinen„ Departements" zu größeren Ber waltungsbezirken angestrebt wird und in den neueren Be wegungen nach einem zwedmäßigen wirtschaftlichen Regionalismus Ausdrud findet, der in dem unterelsässischen Deporte Prof. Müller seinen grundsätzlichen Verfechter hat. Wegen der Wahl der Hauptorte fam es damals zu einzelnen heftigen Streitig= teiten zwischen eifersüchtigen Städten, so stand z. B. Soissons gegen Laon, Riom gegen Clermond Ferrand. Auch in Deutschland wird z. 31. die Frage bereits lebhaft erörter, welcher Stadt die wirtschaftliche Führung im jeweiligen Gebiete gebührt, so 3. B. in Nordwestdeutschland zwischen Köln, Düsseldorf und Dort= mund, in Mitteldeutschland zwischen Halle, Leipzig, Magdeburg und Erfurt, eine Frage, für die in Südwestdeutschland, bei der start zentralen Lage und der wirtschaftlich überragenden Führung Frankfurts, welches mit seiner unmittelbaren Berührungsumgebung über 700 000 Einwohner umfaßt, keine Analogie vorliegt. So zeigt Professor Kuste( Köln) in seinem Aufsatz über den ..Rhein und seine Lände" wie der südliche Teil des Rheinlandes von der Mosel an, seit dem Mittelalter schon wirtschaftlich mehr mit Frankfurt als mit irgend einer anderen führenden Stadt verbunden war. Und Prof. Arthur Blaustein( Mannheim) schildert u. a. wie notwendig eine starke Anspannung aller Arbeitskräfte in den westdeutschen Wirtschafts- Zentralplätzen Frankfurt, Mannheim, Karlsruhe usw. ist, um Verlorenes wieder zu gewinnen. Frankfurt a. M.", zitiert er weiter,„, hat diesen Auftrieb durch die Wiederaufnahme seiner althistorischen Messen gewonnen. Die Arbeit Frankfurts ist vorbildlich für das weitere südwestdeutsche Wirtschaftsgebiet, zu dem große Teile der südlichen Rheinprovinz, Hessen, Hessen- Nassau, die Pfalz, Baden, Württemberg gehören, auch das Saargebiet fühlt sich als zugehörig. Dieses Gesamtgebiet hat troh jahrelanger Zusammenarbeit immer noch nicht erkannt, daß es auf Gedeih und Verderb auf einander angewiesen ist. Und doch wird aus der Not, der ungeheuren, dieses Gebiet nur gerettet Neues aus dem japanischen Leben und der Japan- Mission. Von Missionsdirektor D. Dr. Witte. 1. Fortsetzung. 2. Das japanische Volt. Genau so anmutig, sonnig und mild wie das Land erscheint bei flüchtiger Berührung seines Volkes Art. Man sieht in Ja pan nur freundlich lächelnde und ganz ausgeglichen- leidenschaftslose Gesichter. Im persönlichen Umgang wie auch im öffentlichen Verkehr herrscht eine ungemein wohltuende Höj lichkeit. Nie sieht man zornig- erregte Menschen, nie hört man laute Scheltworte, nie herrscht tobender Lärm, selbst wenn 10 000 Menschen versammelt sind zu fröhlichem Feiern. Nich: in lautem Singen und wilder Ausgelassenheit, sondern in stillem, oft schweigendem Genießen freut sich der Japaner der Schönheit seines Landes, für die er einen sehr empfänglichen Sinn besitzt. Die Gastlichkeit ist unübertrefflich. Selbst in den Hotels wird wenigstens die Fiktion aufrecht erhalten, als sei der Fremde wirklich des Wirtes Gast. Nach der Bezahlung der Rechnung tauschen beide Gastgeschente aus. Das ganze Volf ist schenkfreudig, woraus freilich bei der allgemeinen Gegen seitigkeit eine ziemliche Last erwächst. Allen Konflikten sucht man durch Kompromisse die Spitze abzubrechen, über alles Schwere leicht hinwegzukommen. Mit Klageloser Erhebung trägt man harte Schicksale, gibt freudig das Leben hin, manchmal in einer uns sinnlos erscheinenden Weise; den Tod erträgt man, bei sich und seinen Lieben, ohne zu murren. Das heiße Aufbegehren unseres europäischen Lebens gegen das Sterben und das anklagende, tiefsten, inneren Widerspruch aufwühlende Fragen:„ Warum?" sind dort unbekannt. Gießener Zeitung" werden, wenn es sich engstens zusammenschließt. Die Form ist Rebenjache. Wir stehen heute im Begriff, die Reste des absolutistischen und donastischen Enstems der vergangenen drei Jahrhunderte abzuftreifen, etwas später als die westlichen Bölker, das ist der Inhalt unserer gegenwärtigen Staatsentwidlung. Berfolgen wir den bisherigen Berlauf der inneren Entwidlung des deutschen Westens, jo u. a. anläßlich der Jahr tausendfeier der Rheinlande, so finden wir ausschließlich das Bekenntnis unbedingter Reichstreue vor. Dieser Uebergang von Obrigkeitsstaat mit seinem Dipideet impera" zum deutschen Boltsstaat auf der Grundlage erweiterter Selbstverwaltung ist ohne Zweifel als ein großer politischer Fortschritt zu bewerten. Aber auch das Kultur- und Geiftesleben des Südwestens hat eine ausschlaggebende Stärkung des Zusammengehörigkeitsge fühls in hohem Maße bewirkt. Es findet jeinen lebendigen Ausdrud innerhalb des thein- mainischen Städtekranzes Aschaf fenburg Mainz bezw. Darmstadt Friedberg( Rauheim) so in der Frankfurter Universität mit ihren vielseitigen Forschungs instituten der Akademie der Arbeit, den zahlreichen Museen und Kunststätten aller Art, der Technischen Hochschule und Kunjt stadt Darmstadt, dem römisch- germanischen Zentralmuseum Mainz. Ferner umfassen die Berbände für Boltsbildung und Leibesübungen u. j. f. neben den Arbeitgeber- und Arbeitnehmer- Berbänden schon heute fait das gesamte Gebiet. Der rhein- mainische Städtefranz mit seiner Zentrale Frant furt hat ein schönes Erbe zu verwalten. Möge er dessen immer eingebent sein und feine Mühe scheuen, um das fojtbare Erbe zu vergrößern, wie es dies zuletzt noch Frankfurt a. M. neben der Messe und der tatkräftigen Förderung des Rhein- MainDonau- Kanals, sowie der See- Fulda- Main- Großwasserstraßen Berbindung durch Schaffung eines südwestdeutschen Zentralflughajens, einer das ganze Gebiet beherrschenden südwestdeutschen Groß- Rundfunkstation und durch den Ausbau der großzügigen Stadionsanlage für ganz Südwestdeutschland und darüber hinaus in weitblidender Weise und im Geiste der Paulskirche" der deutschen Einheitsbewegung gezeigt hat. Anmeldung des Anleihealtbejizes. Der Reichsfinanzminister hat die Frist für die Anmeldungen der Reichsanleihe alten Befizes bis zum 31. März 1926 verlängert. Eine weitere Verlängerung ist ausgeschlossen. Auch die Anleihegläubiger, die ihre Anleihen bei Banken oder Spartassen im Depot haben, müssen für die rechtzeitige Anmeldung sorgen, da die Banten und Sparkassen häufig die Altbefizeigenschaft der Anleihen nicht kennen oder nicht die nötigen Belege für die Altbesitzbegründungen haben. Wie die Presse meldet, bleibt der augenblickliche und noch zur Anmeldung tommende Betrag kaum hinter der Schähung von 20 Millionen Mark zurüd. Möglicherweise wird er diese Summe noch etwas übertreffen. Sozialdemokraten gegen die Arbeit in eigener Regie. In Meuselwitz wurden nicht unbedeutende Notstands= arbeiten auf Beschluß des Gemeinderates durch Ausschreibung an das freie Unternehmertum vergeben. Der Beschluß ist besonders beachtenswert, da die fommunistischen Gemeinderatsmit glieder aber für Vergebung an das Unternehmertum eintraten, da sie sich durch das Bauamt belehren lassen mußten, daß die Unternehmer billiger arbeiten als die Stadt in eigener Regie. * Der höfliche Deutsche. In Paris trifft man seit geraumer Zeit in den verkehrsreichsten Straßen und auf den großen Plätzen Schuhleute( Gardiers), die eine Armbinde tragen, auf der zu lesen ist„ ,, Spricht deutsch." Ein deutschsprechender Franzose wollte sich dieser Tage einen Scherz erlauben und trat an den öffentlichen Dolmetscher heran, worauf folgender Dialog vonstatten ging: Der Herr: Wo ist hier die Große Oper?" Der Schuhmann:„ Das wissen Sie ebenso gut wie ich. Gie sind kein Deutscher." Der Herr:„ Woran sehen Sie das?" Der Schuhmann:„ Die Deutschen nehmen den Hut ab, wenn Sie von mir was wissen wollen." Bei näherem Kennenlernen jedoch sieht man, daß das innere Wesen der Japaner durchaus nicht dieser glatten und für das Sozialleben fraglos in vieler Hinsicht sehr angenehmen Form ihres äußeren Benehmens entspricht. Es ist wie mit dem Land. Unter der dünnen, festen Erdkruste hausen unheimliche und unheilvolle Gewalten. Durch eine musterhafte äußere Zucht, das Verdienst der straffen Boltsorganisation und der konfuzianischen Ethit, ist alles Harte, Störrische, Böse, Leiden. schaftliche in der Volfsnatur im Zaum gehalten und alles Fehlerhafte im Charakter verdeckt. Aber zugleich damit hat man auch das gute Innenleben in Fesseln geschlagen. Es gibt wohl fein verschlosseneres Volt, als die Japaner es sind. Das Eigenleben, gebunden durch Staat und Familie, ist unentwickelt, jedenfalls unterdrückt. Wenn es dann einmal durch bricht, geschieht es in fast zügelloser Ausgelassenheit oder sinnloser Wut. Aber sehr selten kann man das erleben. Aber auch abgesehen von solchen explosiven Ausbrüchen ihrer leidenschaftlichen Natur, tann man merten, daß die äußere Zucht das Böse ihres Charakters nicht überwunden hat. Ja, gerade die Unterdrückung des inneren Eigenfeins des Einzelnen hat zwel Fehlentwidlungen verursacht, die für die Japaner tennzeichnend sind. Die äußere Sitte verbietet es, Gemütserregungen zu zeigen. So teilt der Mann, auch wenn er tief betrübt ist, den Tod seiner Gattin seinen Nachbarn mit lächelndem Munde mit. Eine solche Verzerrung der Umgangsformen tonnte nicht ohne böse Folgen für das Gemütsleben selbst bleiben. Wo nun das Gemütsleben sich doch Bahn bricht, schlägt es in das Sentimentale um, das stets den Charakter des Krankhaften und unwahren an sich hat. So schlägt die Freude an den Schönheiten ihres Landes oft bei jungen, blühenden Menschen ganz plötzlich so sehr ins Weltschmerzliche um, daß sie nur aus dieser Stimmung Lokales. Frühlingserwachen! ( 3um 21. März). Wacht auf! Schon dringt durch die Natur Des Schöpfers mächtig Wort„ Es werde", Und ringsumher in Hain und Flur Schmüdi fich mit Grün die weite Erde. Es braust hinaus wie Sturmeswogen: Der Frühling fam ins Land gezogen. Wacht auf! schallt es in Busch und Wald Aus langer Winternacht und Träumen, Und unterm Laub mit Allgewalt Beginnt ein Rauschen, Knospen, Keimen. Jm Buchenschlag, von hohen Eichen Tont Vogelsang aus allen Zweigen. Wacht auf! Schon rauscht in Tal und Höh'n Bom Eis befreit das Büchlein wieder; Es fingt von Lieb und Aufersteh'n Der Hirtentnabe frohe Lieder. Schallmei'n und Glodentlang der Herden Berkünden Frühlingszeit auf Erden. Wach auf! auch du, o Menschenherz. Der Frühling will nicht länger warten. Bergiz die Alltagsnot den Schmerz Und eil' hinaus in Gottes Garten. Dort jubelt es an allen Enden, Nun muß sich alles, alles wenden. Wach auf! du blütenreiche Zeit Und bring uns Frieden, Glück und Liebe; Auf allen Fluren weit und breit Beschütze unsre zarten Triebe. Nr. 12. Samstag, ben 20. März. Miete auf 100 Prozent und eben maggebenden Vorschriften, die an treten sollten, erst am 1. Juli d. Je $ 70 Pinguine und„ Goliath", - burg hatte vor einigen Tagen eine Dampfer ,, Maas" war am frühen 2 dition des bekannten Stellinger T Freihafer glüdlich gelandet. Die war vertreten. Photographen und Denn 1- es gab wahrhaftig ein W Hagenbedjchen Südpolarjäger, Her nach langen Monaten gelungen, a 70 Pinguine und den größten überhaupt jemals in Menschenhän Ehler das angestellt hat, darüber m reides Such berichten. Dieses vorfi einem See- Elefanten wiegt nur die und besitzt eine Länge von genau Koloß noch jung, ungefähr 6 Jah Wachsen begriffen. Der Karl Hag gen besitzt in diesem wunderbaren gestorbenen Tierart ein Prachtstüc in feinem zoologischen Garten und bewundern ist. Im ganzen hat die ber 15 Gee- Elefanten herübergebr Zirtus, der von Hagenbeds Tierpa gekauft hat, gibt es nirgendswo for fangenschaft zu sehen. Mit dem Karl Hagenbed, der Mitte März se men 2 dressierte Gee- Elefanten mit augenblidlich in dem festen Karl Wien gezeigt werden. Hilf Armen, Kranten hier auf Erden, Und laß für alle Frühling werden. L. Roloff, Gießen. * Polizeiamt. Auf Grund des§ 105 b Abjazz 2 der Reichsgewerbeordnung ist für alle Geschäftszweige des Handelsgewer bes, der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen, die Beschäftigung von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern am Sonntag, den 21. März 1926, in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags gestattet. * Einen Fortbildungsturjus für Leiter und Mitarbeiter von Einrichtungen gemeinnügiger Rechtsberatung veranstaltet das Soziale Museum gemeinsam mit dem Verband der Rechtsaus funftsstellen in der Zeit vom 12.- 24. April 1926 in der Frank furter Universität. Für die Kursteilnehmer sind wesentliche Aufenthaltsverbilligungen vorgesehen. Anfragen usw. sind zu richen an das Soziale Museum E. V., Frankfurt a. M., Universität, das auch das Programm des Kurses versendet. meldeschluß 5. April. An* Deutscher Angler- Bund, Gau 17, Rhein- Main- Lahn. Der außerordentlich start besuchte Gautag am 14. März in Gießen unter der Leitung des vortrefflichen Gauvorsitzenden Gottlieb Funt, Hanau- Kesselstadt, an dem auch die Regierungen, sowie die Stadt Gießen vertreten waren, kann als ein voller Erfolg auf dem Gebiete des Angelsports gewertet werden. Nicht nur aus dem Gau 17, sondern auch aus den Nachbargauen waren Vertreter erschienen. Der nächste Gautag findet in Frankfurt a. M. statt. Die Beseitigung der Lugussteuer. Das Reichsfinanzministerium beabsichtigt nach eingehenden Erwägungen, die Luxussteuer ganz abzuschaffen. Maßgebend r diese Stellungnahme ist, daß die Verwaltungsarbeit mit den sehr geringen Erträgen der Lurussteuer für die zunächst noch vorgesehenen wenigen Wertartikel nicht mehr im Einklang zu bringen wäre. Außerdem befürchtet man durch die steuerliche Weiterbelastung eine Sonderbesteuerung des Kunstgewerbes um so mehr, als ähnliche Gegenstände aus unechtem Metall gleich. zeitig luxussteuerfrei bleiben würden. Das Handwerk wird die restlose Beseitigung der Lurussteuer nur begrüßen. Wohnungsbau und Friedensmiete. Als Termin für die Einführung der Friedensmiete war ursprünglich der 1. April 1926 vorgesehen. Der Steuerausschuß des Reichstages beschloß fürzlich, die Erhöhung der gesetzlichen heraus zum Selbstmord tommen. Die Selbstmordziffer ist in Japan auffallend hoch. Besonders beliebt für solche Selbstmorde aus Weltschmerz ist das Sichhinabstürzen in einen der großartigen Wasserfälle, so daß viele derselben, z. B. der berühmte Kegon- Wasserfall bei Nitto dauernd polizeilich bewacht werden, um die Selbstmorde zu verhindern. Unter der Wirkung der buddhistischen Lehre, daß man kein Leben vernichten dürfe, kommt diese sentimentale Stimmung 3. B. auch darin zum Ausdruck, daß man franke Tiere oder junge Hunde und Katzen, die man nicht aufziehen will, nicht durch schnelles Töten aus der Welt schafft, sondern man segt sie aus, oft in Tempelwälder, und läßt sie dort lieber langsam jammervoll zugrunde gehen. Im übrigen ist man mit Tieren in Japan auch sonst gar nicht barmherzig, sondern quält die Pferde oft ganz schlimm, schlägt den lebenden Fischen auf dem Markt einen eisernen Haken durch den Rücken und trägt sie so nach Hause. Die Tierschutzbewegung in Japan ist von den Europäern aus. gegangen. Fährt man in der Ritscha, dem fleinen, von einem Menschen gezogenen Wagen, jo steigt bei steilen Hügeln oft ge nug der Europäer aus und geht die schwere Strede, der Japaner läßt sich, jizenbleibend, von seinem teuchenden Landsmann hinaufziehen. Dieser Hang zum Sentimentalen ist die erste Fehlentwicklung des japanischen Volkscharakters. Die zweite Fehlentwicklung liegt in der brutalen Unterdrüdung des elemen taren Lebensrechtes der einzelnen Menschen, die vielfache, böje Folgen gezeitigt hat. Das Lebensbewußtsein und die Wertschätzung des Einzellebens ist allgemein viel weniger start entwidelt wie bei uns. Im Ich Leben der menschlichen Persönlichkeit sieht ja auch der Buddhismus nicht die höchste, gottähnliche Daseinsform, sondern sie ist ihm stärkste Entartungserscheinung. Täuschung und Berirrung vom wahren, ewigen Wesen, die überwunden werden 4 Aus Nah w Großen- Linden. Aus Kreis werbes war am hiesigen Ort am 9.9 lung einberufen worden, um sich üb feit der Gründung eines Ortsgewer In der aus Handwerks- und Gewer jammlung, legte der Geschäftsfüh Kebenstelle in Gießen, Herr Syndik gehenden Referat die Notwendigt Zusammenschlusses der beteiligten 2 legungen gaben ein anschauliches schwierigen wirtschaftlichen Lage de hervorgerufen insbesondere durch laftung. Auch aus den benachbart gestern waren Vertreter erschienen den Interessenten aus den beiden werbe- Berein Großen- Linden zur ihrer Interessen zusammenzuschlie demnächst auch in diesen Orten Ve Darmstadt. Wie vom Oden wird, ist neben einer beschleunigten Nedar Gilzugs von Stuttgart no 6 Uhr vorm., Darmstadt an 10.14 Einlegung eines Sonntags- Eilzu 6.47 Uhr vorm., Offenbach 7.06, D 8.27, König i. O. 8.36, Michelsta 9.47 herbeigeführt. Der Gegenzug und ist in Frankfurt a. M. 10.40 Spaltung der Frankfurte Frankfurt a. M. Der Frankf nationalen Volkspartei hat sich g men rechtsradikale, Gruppe wird E Eckstein Cigaretten E mag. So paßte er in diese Welt men, hat diesen Grundzug des jap religiös unterbaut und verstärkt belfen. Daher wirft man das eige als bei uns. Daß Marschall No 1912 seinem verstorbenen Kaiser diese Tat steht auch im heutigen da. Jm Ojalabezirt haben im Ja men Selbstmord begangen, weil hörigen nachfolgen wollten. Im Fieben Bersonen Gelbstmord au Krantung Japans durch Amerika rita ausgeschlossen wurden. Noch die Tat einiger zwanzig Samun aufschlisten, weil ihre Partei in tapfer mitgefochten hatten, der eint es natürlicher, jein Leben um im nächsten Kampf durch erh Niederlage wieder gutzumachen. Kriege nahmen sich zahlreiche gleich Gelegenheit hatten, in der Ven Kaiser vor dem Feinde zu dag die japanischen Mädchen s mit die Eltern Geld bekommen, Bordell verkaufen zu lassen und Iod zu gehen. Wenn man nun schon das ei io natürlich erst recht das Leben Graujamfeit dieser asiatischen S Soltern selbst nicht so tief empfu bie Tatsache bleibt natürlich gle Nr. 12. otales. ngserwachen! m 21. März). 1 dringt durch die Natur Str. 12. ächtig Wort„ Es werde", in Hain und Flur Grün die weite Erde. inaus wie Sturmeswogen: g fam ins Land gezogen. t es in Busch und Wald ternacht und Träumen, b mit Allgewalt schen, Knospen, Keimen. lag, von hohen Eichen ng aus allen Zweigen. nrauscht in Tal und Höh'n das Bächlein wieder; b und Aufersteh'n frohe Lieder. und Glodentlang der Herden rühlingszeit auf Erden. du, o Menschenherz, Il nicht länger warten. snotden Schmerz in Gottes Garten. es an allen Enden, alles, alles wenden. itenreiche Zeit Frieden, Glück und Liebe; weit und breit arten Triebe. Kranten hier auf Erden, alle Frühling werden. * L. Roloff, Gießen. nd. des§ 105 b Absatz 2 der ReichsGeschäftszweige des Handelsgewer 1 offenen Verkaufsstellen, die Be hrlingen und Arbeitern am Sonntag, eit von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr Samstag, den 20. März. 1926. " Gießener Zeitung" Anweisung zur Einkommensteuer- Erklärung in Hessen. Richtlinien für die Einkommensteuererklärungen der Hausbejizer in Hessen. Für das Einkommen aus Vermietung und Verpachtung ein schließlich des Wertes der Wohnung im eigenen Haus tommt die Frage auf Seite 2 des Steuererklärungsformulars Ziffer 6 in Frage. Hier werden die Gesamtsummen in Ansatz gebracht, während die Einzelberechnung auf Seite 6 unter Ziffer 6 stattzufinden hat. Miete auf 100 Prozent und ebenso die für die. Hauszinssteuer maßgebenden Vorschriften, die am 1. April d. Js. in Kraft treten sollten, erst am 1. Juli d. Js. in Kraft treten zu lassen. Sam * 70 Binguine und„ Goliath", das Meerungeheuer. burg hatte vor einigen Tagen eine richtige Sensation. Mit dem Dampfer Maas" war am frühen Morgen die 5. Südpolarerpe= dition des bekannten Stellinger Tierpartes Karl Hagenbed im Freihafen glüdlich gelandet. Die ganze Presse der Hansastadt war vertreten. Photographen und Filmoperateure fehlten nicht. Denn es gab wahrhaftig ein Wunder zu schauen! Dem Karl Hagenbedschen Südpolarjäger, Herrn Friz Ehler, war es endlich nach langen Monaten gelungen, an der Eistüfte der Antarktis den größten Gee- Elefanten zu fangen, der 70 Pinguine und Wie Herr überhaupt jemals in Menschenhände geraten ist. Ehler das angestellt hat, darüber wird in Kürze ein abenteuerreiches Buch berichten. Dieses Dorfintflutliche Meerungetüm von einem Gee- Elefanten wiegt nur die Reinigkeit von 40 Zentnern und besitzt eine Länge von genau 4,80 Meter. Dabei ist der Roloß noch jung, ungefähr 6 Jahre alt, und erst im rechten Wachsen begriffen. Der Karl Hagenbedsche Tierpart in Stellingen besitzt in diesem wunderbaren Exemplar einer beinahe ausgestorbenen Tierart ein Prachtstüd, wie es in der ganzen Welt in teinem zoologischen Garten und in feinem Privattierpark zu bewundern ist. Im ganzen hat die Hagenbedsche Expedition bisher 15 Gee- Elefanten herübergebracht. Außer einem deutschen Zirkus, der von Hagenbeds Tierpart 2 fleinere junge Weibchen getauft hat, gibt es nirgendswo sonst See- Elefanten in der Gefangenschaft zu sehen. Mit dem großen neuen Wanderzirkus Karl Hagenbed, der Mitte März seine große Reise startet, tommen 2 dressierte Gee- Elefanten mit und mit beispiellosem Erfolge augenblidlich in dem festen Karl Hagenbed Zirkusgebäude in Wien gezeigt werden. rsus für Leiter und Mitarbeiter von er Rechtsberatung veranstaltet das n mit dem Verband der Rechtsaus Om 12.- 24. April 1926 in der Frank die Kursteilnehmer sind wesentliche vorgesehen. Anfragen usw. sind zu useum E. V., Frankfurt a. M., Uniogramm des Kurses versendet. Anid, Gau 17, Rhein- Main- Lahn. Der te Gautag am 14. März in Gießen rtrefflichen Gauvorsitzenden Gottlieb n dem auch die Regierungen, sowie waren, kann als ein voller Erfolg auf orts gewertet werden. Nicht nur aus haus den Nachbargauen waren Ver hste Gautag findet in Frankfurt a. M. gung der Luxussteuer. isterium beabsichtigt nach eingehenden teuer ganz abzuschaffen. Maßgebend ist, daß die Verwaltungsarbeit mit en der Luxussteuer für die zunächst noch ertartikel nicht mehr im Einklang zu n befürchtet man durch die steuerliche iderbesteuerung des Kunstgewerbes um genstände aus unechtem Metall gleich. ben würden. Das Handwerk wird die Bugussteuer nur begrüßen. bau und Friedensmiete. Einführung der Friedensmiete war 1926 vorgesehen. Der Steuerausschuß fürzlich, die Erhöhung der gesetzlichen Aus Nah und Fern. Anzusetzen ist die tatsächlich eingenommene Miete oder Pacht im Kalenderjahr 1925. Wer Aufzeichnungen hierüber nicht be= sitzt, dem diene zur Orientierung, daß die gesetzliche Miete im Jahresdurchschnitt 80,5 Prozent der Friedensmiete betragen hat ( einschl. der Sondersteuer). Die Instandsegungszuschläge haben im Jahresdurchschnitt 22 Prozent der Friedensmiete betragen, die Betriebskosten und Verwaltungskosten 23 Prozent, die Zinsen 7,5 Prozent und die Sondersteuern 28 Prozent. Gegenüber der tatsächlich eingenommenen gejeglichen Miete ( 80,5 Prozent der Friedensmiete) stellen sich die Prozentsätze wie jelgt: Instandsetzungskosten 27,2 Prozent, Betriebs und Verwaltungskosten 29 Prozent, Zinjen 9 Prozent, Sondersteuern 34,8 Prozent, zusammen 100 Prozent. mit Rücksicht auf die verschiedene Höhe der städt. Grundsteuern in Hessen, eine Risikoprämie für Mietausfall und Gerichts- pp. Kosten, sowie die Abschreibung des Gebäudewertes. Für diese Werbungskosten fönnen 50 Prozent der tatsäch. lichen Mieteinnahme( wenn diese der jeweiligen gesetzlichen Miete ohne Gewerbezuschläge entspricht) von der Miteinnahme in Abzug gebracht werden. Um eine Vereinfachung des Beranlagungsverfahrens herbeizuführen, fann der Abzug verschiedener Werbungskosten im Bauschalwege erfolgen. Es handelt sich hierbei um die Instandsetzungskosten, die Betriebskosten ausschließlich der Grundsteuern * Großen- Linden. Aus Kreisen des Handwerks und Gewerbes war am hiesigen Ort am 9. März 1926 zu einer Versammlung einberufen worden, um sich über die Frage der 3wedmäßigfeit der Gründung eines Ortsgewerbevereins schlüssig zu werden. In der aus Handwerks- und Gewerbetreisen stark besuchten Verjammlung, legte der Geschäftsführer der HandwerkskammerNebenstelle in Gießen, Herr Syndikus Rud. Röhr, in einem eingehenden Referat die Notwendigkeit und 3wedmäßigkeit des Zusammenschlusses der beteiligten Berufskreise dar. Seine Darlegungen gaben ein anschauliches Bild von der außerordentlich schwierigen wirtschaftlichen Lage des Handwerks und Gewerbes, hervorgerufen insbesondere durch deren zu starte steuerliche Belaftung. Auch aus den benachbarten Orten Langgöns und Leihgestern waren Vertreter erschienen. Die Versammlung empfahl den Interessenten aus den beiden Orten sich mit dem Ortsgewerbe- Verein Großen- Linden zur gemeinsamen Wahrnehmung ihrer Interessen zusammenzuschließen. Zu diesem Zweck sollen demnächst auch in diesen Orten Versammlungen stattfinden. kommen. Die Selbstmordziffer ist in Besonders beliebt für solche Selbstmorde Sichhinabstürzen in einen der großaß viele derselben, z. B. der berühmte to- dauernd polizeilich bewacht werden, verhindern. Weiter können folgende Ausgaben in ihrer tatsächlich ent standenen Höhe in Abzug gebracht werden: 1. die staatliche und die städtische Grundsteuer, 2. die staatliche und die städtische Sondersteuer, 3. die Hypothekenzinsen. Wassergeld, Kaminfegergebühren, Brandversicherungsbeitrag. Vereinsbeitrag, Reparaturen, Abschreibung. Gerichtskosten und etwaige sonstige Mleinere Ausgaben sind in der 50prozentigen Bauschale enthalten, tönnen also nebenher nicht mehr in Abzug gebracht werden. Selbstverständlich bleibt es jedem Hausbesitzer unbenommen, jeine Ausgaben spezifiert aufzuführen und keinen Bauschalsay anzugeben, besonders in den Fällen, in denen nachweislich höhere Aufwendungen gemacht wurden. Wer die Sondersteuern für die 12 Monate des Jahres 1925 abzieht, muß auch die Sondersteuer für die 12 Monate als Einnahme buchen, was besonders für das 1. Vierteljahr 1925 zu be achten ist, wo die Sondersteuer noch nicht in der Miete enthalten war. Als uneinbringlich anzusehende Mieten aus 1925 brauchen bei der Mieteinnahme nicht angesetzt zu werden. Steuer- Erklärungs- Muster. 3u 6. Einfünfte aus Vermietung und Verpachtung: Darmstadt. Wie vom Odenwald- Verkehrsbund mitgeteilt wird, ist neben einer beschleunigten Durchführung des OdenwaldNedar- Eilzugs von Stuttgart nach Darmstadt( Stuttgart ab 6 Uhr vorm., Darmstadt an 10.14, in Frankfurt an 11 Uhr) die Einlegung eines Sonntags- Eilzug- Paares Frankfurt a. M. ab 6.47 Uhr vorm., Offenbach 7.06, Darmstadt Hbf. 7.20, Höchst i. O. 8.27, König i. O. 8.36, Michelstadt 8.49, Erbach 8.59, Eberbach 9.47 herbeigeführt. Der Gegenzug fährt Eberbach ab 7.42 abends und ist in Frankfurt a. M. 10.40 Uhr. Spaltung der Frankfurter Deutschnationalen. Frankfurt a. M. Der Frankfurter Kreisverein der Deutschnationalen Volkspartei hat sich gespalten. Die eine, vollkommen rechtsradikale, Gruppe wird vom Landesvorsitzenden in a) von unbeweglichem Vermögen( Grundstücke, Gebäude, Gebäudetelle, in das Schiffs= register eingetragene Schiffe) R.M 1000.Wo befindet sich der Grundbesitz( Gemeinde, Straße, Nr.)? Darmstadt, Müllerstr. 84 Mietwert der Wohnung im eigenen Hause( Zimmerzahl 5) Mietwert der Ihnen ganz oder zum Teil unentgeltlich überlassenen Wohnung Miet- und Pachteinnahmen( einschließlich derjenigen aus der Weitervermietung) aus Gebäuden, Grundstücken usw. 3025.Einnahmen aus Vermietung von Reklameflächen u. dgl.. sonstige Miet- oder Pachteinnahmen( insbesondere Naturalbezüge) Zusammen 4025.R.M Davon sind als Werbungskosten abzuziehen, soweit sie entweder bei den Mieteinnahmen( auch als Mietwert der eigenen Wohnung) oben mit angegeben sind oder nicht von den Mietern getragen werden: Grund- und Gebäudesteuern, Hauszinssteuer Feuerversicherungsbeiträge für Reparaturen( nicht Verbesserungen) für Abnutzung( bei Gebäuden)..% des Werts a) bei Beginn des Steuerabschnitts betrug der gemeine Wert b) der Feuertassenwert.... R.M. sonstige Werbungskosten Schuldzinsen, Lasten usw.( nachstehend erläutert) mit Die vorstehenden Anweisungen gelten für Häuser, in denen die gesetzliche Miete für Wohnungen gezahlt wurden. Bei Häusern mit gewerblichen Räumen, für welche ein 10- oder 15prozentiger Zuschlag seit 1. April gezahlt wird, ändert sich die Mieteinnahme um wenige Prozent nach oben und der PauschalECKSTEIN& SOHNE DRESDEN 1740.Pauschale 2012.R.M Zusammen 250.4002.23.say in wenige Prozent nach unten. Hierüber sind die Verhand lungen bei Drudlegung noch nicht abgeschlossen. Wer eine Einkommensteuererklärung nicht abgibt, kann vom Finanzamt veranlagt werden. GEGR. 1842 Deine Pfg. Schakt 4 Eckstein ま agaretten muß. So paßte er in diese Welt der Unterdrüdung des Einzelnen, hat diesen Grundzug des japanischen Lebens also sogar noch religiös unterbaut und verstärkt, ihn aber nicht überwinden helfen. Zigarette rief der Mann ihr mit einem Blid auf mich zu:„ Du darfst dich nicht setzen." Er war sehr erstaunt, als ich die Frau zum Sigen nötigte. Mit tiefer Verbeugung vor mir nahm die Frau den Play ein. Nun tönnte man natürlich leicht noch viele andere Schwächen und auch Laster im japanischen Boltsleben aufdeden. Ihre verschlossene, indirekte Art macht, oft gewiß zu Unrecht, den Eindruck der Falschheit. Auch schilt man sie undankbar, was ich persönlich für verkehrt halte. Für wirklich selbstlos Gutes, das man ihnen erwies, bezeugen sie vielmehr infolge ihrer Gefolgschaftstreue meist eine rührende Anhänglichkeit und bemühen sich, das Empfangene durch Gegendienste noch zu überbieten. Auch verdienen ihre Kaufleute längst nicht den Vorwurf der Unzuverlässigkeit, den man ihnen oft macht. Im übrigen haben wir Europäer nach all dem, was wir in den letzten zehn Jahren bei uns erlebt haben, Grund genug, die Kritik an andern aufzugeben und uns nicht so sittlich erhaben zu dünten. Bei uns in der Christenheit ist sicher mehr Licht als in Japan. Aber wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten. Der christliche Japaner Utschimura urteilt:„ Das Heidentum tann's auch mit den Greueln in der Christenheit nicht aufnehmen."„ Das hellste Licht wirft den dunkelsten Schatten."„ Dieselbe Sonne, die das Wachs schmelzt, härtet den Lehm." Und doch sagt er:„ Das Christentum ist uns willkommen, weil es uns hilft, unsere Jdeale zu erreichen." Wir müssen uns das abgewöhnen, in fittlicher Entrüstung zu schwelgen bei der Aufzählung der Sünden der nichtchristlichen Völker, zumal es reine Gnade Gottes und ganz und gar nicht unser Verdienst ist, daß wir die Kraft des Christentums haben, die jene entbehren müssen. Nicht unserer edleren Natur, sondern nur dem Christentum verdanken wir das, was bei uns besser ist. trifft oft auch die Männer, tritt bei Volkserregungen häufig direkt tierisch heraus. So wurden beim Erdbeben von Tokyo ganz sinnlos Tausende von Koreanern und auch 3000 Chinesen vom Volte erschlagen, weil sie angeblich geplündert hatten. Aber besonders und dauernd trifft diese Grausamkeit die Frauenwelt. Daß die Eltern ihre Kinder in die Ausnutzung durch die Fabrifen und in die Bordelle verkaufen oder an Geschabesizer, ist nur so verständlich. Wieder hat hier der Buddhismus durch seine niedrigere Einschätzung der Frau, als der Erregerin der Lebenslust und der Gebärerin neuer Einzelexistenzen, diese Schwäche des japanischen Wesens noch verstärkt und sanktioniert, so daß besonders die gesamte Frauenwelt in Japan in unerhörtem Maße brutalisiert wird. Karl Haushofer schreibt mit Recht:„ Japan ist einer der ausgesprochensten Männerstaaten der Erde, so ausgesprochen, wie es vielleicht nur die alten griechischen Stadtrepubliken gewesen sind. Die Frau ist im 19. Jahrhundert in ihrer Eigenart und Persönlichkeit vollständig dem Staatszwed geopfert worden. Ihr blieb nur die Wahl zwischen der Rolle der Okusama, des„ verehrten Innern( des Hauses)", d. h. der völlig auf dieses Haus beschränkten Haushälterin und Mutter, und der Gescha oder Hetäre"( S. 45). Auch im modernen bürgerlichen Gesetzbuche Japans wird nur der Ehebruch der Frau bestraft, für den Mann gibt es nicht einmal den Begriff des Ehebruchs, er tann auch als Ehemann tun, was ihm beliebt. So ist auch sonst die Frau in Japan heute noch fast rechtlos. Und im Verkehr ist sie Dienerin, sonst nichts. Der Sohn muß in der Elektrischen sigen, während die Mutter steht. In der Straßenbahn in Kyoto erlebte ich im Mai 1924 folgendes: Ein junges, feines Ehepaar fuhr mit uns. der Wagen war sehr bejezt. Der Mann saß, die Frau stand vor ihm. Ich stand neben der Frau im Gang. Als neben dem Mann ein Play frei wurde, wollte die Frau sich setzen. Da Daher wirft man das eigene Leben viel leichter von sich als bei uns. Daß Marschall Nogi mit seiner Gattin im Jahre 1912 seinem verstorbenen Kaiser freiwillig in den Tod folgte, diese Tat steht auch im heutigen Japan leineswegs vereinzelt da. Jm Osakabezirk haben im Jahre 1922 nachweislich 22 Perso: nen Selbstmord begangen, weil sie lieben verstorbenen Angehörigen nachfolgen wollten. Jm Juni 1924 begingen in Tokyo sieben Personen Selbstmord aus Demonstration gegen die Kräntung Japans durch Amerika, weil die Japaner aus Amerita ausgeschlossen wurden. Noch heute bewundern die Japaner die Tat einiger zwanzig Samurai( Ritter), die sich den Leib aufschlisten, weil ihre Partei in einem Kampf, in dem sie selbst Uns tapfer mitgefochten hatten, der Uebermacht unterlag. scheint es natürlicher, sein Leben in solchem Falle zu erhalten, um im nächsten Kampf durch erhöhtes Einsetzen des Lebens die Niederlage wieder gutzumachen. Noch im russisch- japanischen Kriege nahmen sich zahlreiche Krieger das Leben, weil sie nicht gleich Gelegenheit hatten, in den ersten Kämpfen ihr Dasein für den Kaiser vor dem Feinde zu opfern. So erklärt es sich auch, daß die japanischen Mädchen so willenlos bereit sind, sich, da= mit die Eltern Geld bekommen, auf Tod und Verderben in ein Bordell verkaufen zu lassen und damit in den furchtbaren, frühen Tod zu gehen. der buddhistischen Lehre, daß man kein kommt diese sentimentale Stimmung sdrud, daß man kranke Tiere oder junge man nicht aufziehen will, nicht durch Welt schafft, sondern man seßt sie aus, läßt sie dort lieber langsam jammerübrigen ist man mit Tieren in Japan nherzig, sondern quält die Pferde oft lebenden Fiſchen auf dem Markt einen Rücken und trägt sie so nach Hause. n Japan ist von den Europäern aus n der Rifscha, dem kleinen, von einem Jen, so steigt bei steilen Hügeln oft ge nd geht die schwere Strede, der Japaner von seinem feuchenden Landsmann ang zum Sentimentalen ist die erſte panischen Volfscharatters. Die zweite der brutalen Unterdrüdung des elemeneinzelnen Menschen, die vielfache, böse sein und die Wertschäzung des Einzelel weniger start entwidelt wie bei uns. schlichen Persönlichkeit sieht ja auch der öchte, gottähnliche Daseinsform, sondern artungserscheinung, Täuschung und Berwigen Wesen, die überwunden werden Wenn man nun schon das eigene Leben so niedrig einschätzt, so natürlich erst recht das Leben anderer. Daher erklärt sich die Grausamkeit dieser asiatischen Länder, die freilich von diesen Völkern selbst nicht so tief empfunden wird wie von uns. Aber die Tatsache bleibt natürlich gleich schlimm. Diese Grausamkeit ( Fortsegung folgt.) Samstag, den 20. März. 1926. Kassel, Admiral a. D. Böbider, im Gegensatz zu vielen Mitglie dern des Landesvorstandes als rechtmäßig anerkannt und fie hat sich bereits einen neuen Borstand gewählt. Die andere Gruppe, die vom jeitherigen Borstand geführt wird und in der Die gemäßigten Elemente vertreten sind, findet bei den meisten Mitgliedern des Landesvorstandes Unterstügung. Der feitherige Borjizende Heldmann, gegen welchen der Landesvorsitzende ein Ausschlußverfahren beantragt hat, wurde zum Ehrenmitglied des Kreisvereins ernannt. Der Landesvorjigende hat außer bem gegen sieben weitere Mitglieder bes jeitherigen Borstandes das Ausschlußverfahren beantragt. Die Spaltung wird fich der mutlich über ganz Hessen- Nassau erftreden. Welche der beiden Gruppen rechtmäßig ist, soll nun das Gericht entscheiden. Weilburg. Die Klavierjabrit Mand beabsichtigt, ihren Betrieb einzuschränten und hat dem größten Teil ihrer Belegschaft bereits gefündigt. Ufingen, Donnerstag, 25. März 1926, findet die Schlußseier, verbunden mit der Feier des 75jährigen Bestehens des hiesigen staatlichen Lehrerseminars statt. Die Festfolge sieht vormittags 10 Uhr eine Schlußfeier in der Stadtfirche und um 3 Uhr nachmittags ebendaselbst einen Festgottesdienst vor, für den der Herr Landesbischof Kortheuer die Predigt übernommen hat. Abends wird eine Gesellschaftsfeier die Teilnehmer im Saalbau ,, Adler" vereinigen. Die Anmeldungen sind bereits in großer Zahl eingegangen, jo bag mit einer starten Beteiligung gerechnet wer den tann. Kajjel. Der Kommunallandtag wird Ende April zu einer mehrtägigen Sigung zusammentreten. ,, Gießener Zeitung Kassel. Hier tzat am vergangenen Mittwoch der Hessische Landeskirchentag zusammen. Der Vorsitzende, Superintendent Dittmar, erklärte in jeiner Eröffnungsrede, daß der Plan be= stehe, fich mit den Kirchen in Nassau, Frankfurt und HessenDarmstadt zusammenzuschließen. Bei der Beratung des Etats, Der eine Erhöhung um 300 000 aufweist, traten jämtliche Redner für äußerste Sparjamfeit ein. Es wurde u. a. ein Kirchengesetz über die Aufhebung der Kirchensteuerfreiheit für Pfarret und Kirchenbeamte angenommen, das am 1. April in Kraft tritt. Ferner fand Annahme folgender Antrag: Der Landeskirchentag erwartet von der Kirchenregierung, daß sie mit allen gesetzlichen Mitteln fich dafür einsetzt, daß das Staatstheater am Karfreitag geschlossen bleibt. Burschenschaftertag 1926 in Saarbrüden. Saarbrüden. Die Saarländische Altherrenschaft beantragte, den diesjährigen Deutschen Burschenschaftertag zu Biingiten in Saarbrüden abzuhalten als eine Demonstration für das Deutschtum im Stile der Danziger Beranstaltung im Jahre 1924. Neue Bücher. * Das neue Heft der„ Lustigen Blätter" bringt ein farben frohes Frühlingsbild des bekannten Zeichners Heiligenstädt sowie im Innenteil vieles Amüsante und Treffende u. a.., Selbsthilfe der Bauluftigen"( ein alltägliches Bild aus Berlins Billen folonie). Bon Sonnabend bis Sonnabend". Preis des Heftes 50 Pfennig. Geschäftliches. Nr. 12. Bodenpflege. Der Hausfrau werden heute Bodenwachsbeizen angeboten, deren Qualität sehr verschieden ist. Die einen find unter Verwendung einer beträchtlichen Menge Wassers her= gestellt. Der Fettgehalt ist dabei gleich Null, folglich lassen sich jolche Seizen schlecht auftragen, und sobald der damit behandelte Fußboden in Berührung mit Wasser tommt, löst sich die Beize wieder auf, der Fußboden bekommt Fleden und die ganze Mühe ift umsonst gewesen. Die andere Qualität ist die Delwachsbeize, bei deren Herstellung neben glanzgebenden Wachsen nur Terpentinöl Verwendung findet. Diese Beize ist im Gebrauch viel vorteilhafter, denn durch den hohen Fettgehalt ist sie bedeutend ausgiebiger, daher auch billiger und der Fußboden läßt sich nas aufwischen ohne die Farbe zu verlieren, sodaß die Hausfrau tein trübes Gesicht zu machen braucht, wenn jemand Wasser verschütet oder mit nassen Schuhen den gebeizten Fußboden betritt. Jede Hausfrau schüßt sich vor Schaden, indem sie die nazwisch bare Rubina Delwachsbeize verlangt. Berantwortlich: Christian Klein in Gießen. Straßensperrung. Wegen Vornahme von Hausanschlußarbeiten für die Bezirksschule wird hiermit die Durchfahrtsstraße Hinter der West. anlage" vom Montag, den 22. März ab bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerksverkehr gesperrt. Ein weitblickender Geschäftsmann darf seine Zeitungsanzeigen nicht einschränken! Das Publikum merkt rasch einen solchen Rückgang und schliesst daraus auf einen Rückgang der Firma! Es ist auch wichtig, dass die Reklamen u. Anzeigen nicht immer in ein u. derselben Zeitung veröffentlicht werden; allen Bevölkerungskreisen die Anzeigen zu lesen geben, das gibt dem Geschäftsmann die Möglichkeit, neue Kunden zu werben. Sie können es glauben! Die Zeitungs- Anzeige ist die beste und billigste Reklameart und als Werbemittel nicht zu übertreffen. Inserieren Sie deshalb in den Zeitungen ,, Gießener Zeitung"- ,, Hessisches Handwerk u. 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Das dieselbe Menge, aber teine Hosianna- Rufen und kein Jub erfüllte Menge begleitet wie Stadt, umringt den Gleichen, Hosianna zugerufen hat und h Kreuziget ihn!"- Die Feinde Tagen aus Volksbegeisterung grimmigsten Haß erzeugt. Die nachliefen, haben heute die seinen Tod. Für einen Straß die Freiheit, einen Unschuldige Jener Palmensonntag in hohl und wie vergänglich alle so ist es noch heute. Wogen wie sie sich wieder senten; ba Tiefe hinab. Das sei uns die Lehre zum abf Das Gejamtergebnis des Nach den vorläufigen a Gesamtzahl der Eintragungen Zu dem Ergebnis des V der Berliner Blätter Stellur 3weifellos ein Erfolg, der ni auch die Mehrzahl des deutsche geblieben ist und die Entei Boltsentscheide kommt, zu ver angesichts der hohen Zahl de begehren eine ernste Mahnun richtet werden." Die„ Täglich der Ausfall des Volksbegehre scheides in sichere Aussicht stell Aus dem Haushalto Der Haushaltsausschu unverändert die zur Bef ausgeworfene Summe von sprechung über das Geme entsprechend den früher gef sprache über Gesetzesvorla Reichshaushalt rechtzeitig abgelehnt, aber durch Ant diese Aussprache noch im muß, eine Verzögerung durch diese Festlegung de wurde eine unwürdige Redner nur 5 Minuten R verhütet. Im Reichstag Berlin, 26. 3. Der Steu heute vormittag 9 Uhr die Be Steuermilderungen zur Erleich Beim Artikel 4 der Regi hebung der Bermögensteuer 1 hriften zur Bermögenssteuer mögenssteuer ermäßigt sich, w 10 000 Rm. night übersteigt, auf Am. übersteigt, auf 2 v. L.; 20 steigt, auf 3 v. L.; 30 000, aber 4 d. I." Die Not des de Ueber die Not der Winze 30 000 Betr zurzeit an der Mosel insgesam lagern. Die Ernte des Jahres Jahres 1925 überhaupt nicht als 40 000 Fuder. 10.000 Bet