ranz Diener Paolino unentschieden. 39. Jahrg. 12. Febr. Die großen Berliner Borfämpfe am brachten dem deutschen Boxsport einen großen G e Meisterschaftsanwärter Franz Diener fämpit em hervorragenden spanischen Boxer, über jeb hieden. Namentlich in der letzten Runde tomme egen war. Gegner stark bedrängen, nachdem vorher der Eingesandt. Samstag, den 20. Februar 1926. Nr. 8. Gießener Zeitung Zustand im Wartejaal 4. Klasse, Bahnhof Gi Morgenstunden laufen die Züge ein, die die Ed Schulklassen aus allen Richtungen herbringen, Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) - Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. n so schnell wie möglich alle verfügbaren Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd4. Klasse zu belegen. Die antommenden Reifelendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. tehen, weil tein Platz zur Verfügung ist n es den Schülern nicht verdenten, das fie hres Aufenthalts von 1 bis 2 Stunden einen en, aber man kann es auch nicht von den Re tehen sollen. Der Schöpfer der Welten hat den Menschen ein Buch ge , daß sie 1 bis 2 Stunden, wo sie auf Anfgeben, darin sie lesen sollen von seiner Allmacht und Größe. em doch sehr leicht abgeholfen werden, wenn jten sich offenbart. Darin sollen wir immer und immer wie lassen einer Schule in der Nähe des Bahnhofsber lejen, denn es ist ein lebendiges Buch und redet die deutSchülern bis zum Beginn ihrer Schulstunden ichste Sprache. Heute zum Sonntag wollen wir einmal nacher Ausweg ist der, für mehrere Sitzpläge Ruhetag gegeben hat. Und da lesen wir, daß der Herbst Es ist das Gesetzbuch der Natur, wo das Göttliche am deutlichgewiesen wird. lasse Sorge zu tragen. der auf Anschlußzüge im Wartejaal warten Neue Bücher. blättern, ob der Schöpfer auch der Natur einen Sonntag und der Feierabend der Natur ist. Da ist es, als hielte sie Rückblic auf ihre getane Arbeit und Ausblick auf das fünftig werdende. Und dann tommt der Winter der lange Ruhetag. Da sam neit die Natur sich Kräfte, um dann plötzlich in jubelnder Ueberchwänglichkeit mit ihren gestauten Trieben hervorzubrechen. Bom Herbst bis zum Frühling währt die Ruhe. r Vaterland" Monatsschrift für alle Deutsch Hefte für Dezember und Januar des 2. Jahrg Aber dann, wenn zu Beginn des Frühlings und im Somichtig die Heimatzeitschrift für engbegrenzte( mmer die Sonne gleich einer Himmelsuhr die Tage der Arbeit so notwendig sind auch Schriften, die auf G. anzeigt, dann beginnt ein unaushaltsames Arbeiten in Feld ild der großen deutschen Heimat in uns flar und Wald, Tag und Nacht, ohne Aufhören, und doch voll Ruhe ssen und uns dafür erwärmen, wie das Un und Feierlichkeit, groß, reich und sonntäglich. tur 4,20 Mt. Probeheft unentgeltlich durch Laßleben in Kallmünz b. Regensburg. 6. Sonntag lesen. Und lernen wollen wir von den Werken Gottes, Hier auf dieser Seite des Gottesbuches wollen wir heute zum rtlich: Christian Klein in Gießen. Nusholzverkauf. neinden- und Interessentenwaldungen de rgermeisterei Daaden gelangen am Monta 6, vormittags 11 Uhr, im Wege des schrift erfolgtem Einschlage zum Verkauf: nerzhausen: damit wir nicht fortjagen im ewig gleichen Alltag, fortjagen um Mammon und Gold und mit unserer Unrast all die Stimmungen erschlagen, aus denen heraus allein das Bedeutende erwächst und das Wertvolle gelingt. Nicht Menschen sollen wir jein ohne Sonntagsstimmung, nicht in den Geschäften eines ewigen Alltags langsam unsere Seele ertrinken lassen. Wie die Natur in ihrer Ruhezeit sich Kräfte sammelt und mit ihnen dann Großes zeugt, so müssen wir uns am Sonntag losreißen Don der Kette der Gewohnheit. Der Sonntag gehört der Arbeit der Seele. Knechtearbeit ist Raub am Tage des Herrn. Waldfried. Wochenschau. Gespannt war in vergangener Woche alle Aufmerksamkeit auf die Außenpolitit gerichtet. Zwei sich scharf entgegengesetzte Vorgänge ereigneten sich. Von seiten des Auswärtigen Ausschusses wurde am 3. Februar mit 18 gegen 8 Stimmen beschlossen, keine Bedenken gegen den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund zu haben. Am 10. Februar wurde durch den deutschen Generalkonsul in Genf, Aschmann, dem Ge= neralsekretär des Völkerbundes, Sir Evris Drummond, 637,8 folgendes Aufnahmegesuch der deutschen Regierung ausgehändigt: -rsdorf: tämme 1.- 6. klasse 36,91 den: ämme 1.- 6. Klasse 71,51 tämme 2.- 3. Klasse 4,61 amm 4. Klasse 2,17 tämme 1.- 3. klasse 4,9% chen: Cämme 1.- 6. klasse 14, ämme 3.- 5. klasse 1 tämme 4.- 5. klasse 5,0 tämme, Klasse 1a- 4a, erdreisbach: ämme 1.- 5. klasse 29.0 erberg: ämme 2.- 5. Klasse 63,3 Schutzbach: ämme 1.- 5. klasse 9,78 tämme 3.- 5. klasse 2.42 tefeld: ämme 2.- 3. Klasse 10,61 dewald: die vom Bürgermeisteramt Daaden erhältl und Verkaufsbedingungen gegen Erstat en. Eröffnung der Angebote, die äußerli en sind, am 2. 2. 1926, vormittags 11 irgermeisteramtes. 10. Februar 1926. ed. ort. ter tes ter ed. I 1. Der Bürgermeiste In einem aufblühenden Ton- und Basalt- Industriegebie verkaufe ich sof umständehalber Ziegelei. Aeußerst günstig gelegen. 5 Min.von der Außerdem einige Morgen prima Ader, Wiesenland und W Angebote erbitte bis zum 25. 2. 26 E. 200 an die Geschäftsstelle dies. Für Landarzt geeign fchöne 4- Zimmer Wohn in gutem, neuerbauten Hause, un bare Nähe Bad Nauheims( 15 Mi Anfragen a. d. Expedition u. G 374 die jofort beziehbar. Se ko Berionenauto Car zu vermieten. in der Altcestraße, per sogleich oder Offerten unter Nr. G. 434 an die Exp dieser Zeitung erbeten. ,, Serr Generalsekretär! Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postighedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Völkerbund. Es wird wohl noch recht viele in Deutschland geben, welche sich fragen:„ Haben wir da eine Klugheit oder eine Dummheit gemacht?" Die nächsten Jahre werden es schou lehren. Der gegenwärtige Stand der Sozialpolitik. Nach dem völligen Zusammenbruch der deutschen Sozialversicherung durch die Inflationszeit ist seit dem Juli 1925 ein Wiederaufbau eingetreten. Die Un= fallversicherung umfaßt 780 000 gewerbliche Betriebe mit 9,4 Millionen Versicherten und 4,5 Millionen landwirtschaftliche Betriebe mit 14 Millionen Versicherten sowie 900 000 Versicherte der Reichs-, Staats- und Gemeindebetriebe. Zur Zeit sind im Lauf rund 600 000 Renten für Verletzte und rund 120 000 für Hinterbliebene. In der Invalidenversicherung sind 16 bis 17 Millionen Arbeiter gegen Invalidität und für den Todesfall versichert. Besonders durch Aufnahme der Witwen und Waisen von Kriegsteilnehmern und infolge früheren Eintritts der Invalidität ist die Zahl der Rentenempfänger von 1082 000 in 1913 auf 3 100 000 gestiegen. Davon sind 1 600 000 Invaliden, 200 000 Witwen und 1300 000 Waisen. In der Angestelltenversicherung sind rung 2 Millionen Angestellte( d. h. alle mit einem Jahresgehalt bis 6000 R.-Mt.) gegen Berufsunfähig= keit und für den Todesfall versichert. Am 1. Oktober 1925 empfingen rund 33 000 Ruhegeld, Renten: 24 000 Witwen und 20 000 Waisen. Für die Arbeiter und Angestellten des Bergbaues besteht eine besondere knappschaftliche Versicherung, die neben den sonstigen Versicherungen auch eine Pensionsversicherung mit 700 000 Mitgliedern umfaßt. Sie hatte 1925 rund 95 000 invalide Bergleute und 30 000 Alterspensionäre zu versorgen, wozu noch 95 000 Witwen- und 100 000 Watsenrenten kommen. Die Krankenversicherung umfaßt heute annähernd 20 Millionen Versicherte gegen 14,4 Millionen 1913. Neu angegliedert ist ihr die Wochenhilfe. Von 1,2 Millionen Geburten in Deutschland stehen 800 000 unter dem Schutz der Krankenkassen. Die Erwerbslosenfürsorge harrt des Ausbaus, der zurzeit vorbereitet wird. Der Wiederausbau der deutschen Sozialversicherung hat sich nach drei großen Gesichtspunkten vollzogen: 1. Vorbeugende Maßnahmen, 2. höhere Bewertung der Arbeitskraft und 3. Förderung der Solidarität und des Gemeinschaftsgedankens. Grundsäge, wie sie schon im Juni 1924 in der sozialen Kundgebung des deutschen Evangelischen Kirchentages in Bethel ausgesprochen sind und wie sie nun die Botschaft der Stockholmer Konferenz für praktisches Christentum sich auch für die nicht deutschen Länder zu eigen gemacht hat. Unter Hinweis auf das deutsche Memorandum an die Regierungen der Ratsmächte vom September 1924, auf die Ihnen, Herr Generalsekretär, übersandte deutsche Note vom 12. Dezember 1924 und auf die Antwort des Völkerbundsrates darauf vom März 1925, sowie unter Bezugnahme auf die in Abschrift hier beigefünte Note der übrigen an den Verträgen von Locarno beteiligten Regierungen vom 1. Dezember 1925 beehre ich mich, gemäß Artikel 1 der Völkerbundssatzung namens der deutschen Regierung hiermit die Aufnahme Deutschlands in den ein Deutscher noch nach Italien reisen. Völkerbund zu beantragen. Ich bitte Sie, diesen Antrag baldmöglichst auf die Tagesordnung der Bundesversammlung setzen zu wollen. Genehmigen Sie usw. gez. Stresemann." Im März soll die Aufnahme Deutschlands erfol= gen. Indessen geht es in Südtirol sehr wenig völkerbundsmäßig zu. Es ist zu verstehen, wenn Ministerpräsident Held im Bayerischen Landtage Worte gegen die futurelle Vergewaltigung der deutschen Stammesbrüder fand. Am 6. Februar ließ dann Italiens despotischer Alleinherrscher Mussolini eine Revolverrede gegen Deutschland von Stapel, in der er Repressalien in der dritten Potenz androhte und über die Südtiroler Frage folgende Ausführungen machte: ,, Auf alle Fälle lege ich Wert darauf, zu er= flären, daß die italienische Politik in der Südtiroler Frage nicht um eine Linie nachgeben wird." Einen guten Eindruck scheint diese Revolverrede in feinem Volte gemacht zu haben. Sie stellt eine Schmähung und Bedrohung Deutschlands dar, das Säbelgerassel eines politischen Parvenu. Vor 1918 wäre auf eine solche Rede die Kriegserklärung selbstverständliche Folge gewesen. Heute hat niemand in der Welt uns mehr zu fürchten. So mußte der Außenminister Stresemann sich damit begnügen, am 9. Jebruar im Reichstage eine sehr gemäßigte Antwort zu geben. Der Wochenschauer billigt nicht alle politischen Handlungen Stresemanns, aber diese vornehme Mäkigung muß er gegenüber den Ungezogenheiten Mussolinis gut heißen. Der ganze Streit ist jedenfalls fein schöner Auftakt für den Eintritt Deutschlands in den Darf ADB. Für Italien hat die Fremdenindustrie eine lebenswichtige Bedeutung. Allgemein bekannt ist der große Anteil der deutschen Gäste an dieser hervorragenden Einnahmequelle für das Land. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lokal 12 Pig., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Was tut Italien, um sich die Freundschaft der Deutschen zu erwerben, um ihnen Italien lieb und wert zu machen? Man höre den Notschrei, der immer wieder aus Südtirol an unser Ohr schlägt! Schließung der deutschen Schulen, Einziehung deutscher Gebet- und Lehrbücher, Entlassung deutscher Beamten, Unterdrüdung der deutschen Presse sowohl der einheimischen wie der reichsdeutschen und österreichischen, brutale Mißhandlun gen Deutschsprechender, Erhöhung der Steuern für die deutsche Bevölkerung sind in dem deutschen Südtirol an der Tagesordnung. Alles zielt hier auf die Ausrottung des Deutschtums hin. Und da gibt es noch Deutsche, die nach Italien reisen, die Italien noch als das Land der Sehnsucht preisen; Deutsche, deren Muttersprache bei den italienischen Behörden Südtirols ..gerechte Empörung erregt". Wohnungspolitik Parteipolitik. Von Stadtrat Howe Kiel, Mitglied des preußischen Land. tages, ist uns ein längerer Artikel zugegangen, in dem es u. a. heißt: Wenn Parteipolitik in Wirtschaftsfragen den Ausschlag gibt, wird die Wirtschaft zerschlagen! Die Tendenz der nachrevolutionären Wohnungspolitik ist, daß sie- obwohl sie reine Wirtschaftsfragen betrifft- nicht nach den wirtschaftlichen Bedürfnissen geregelt, sondern durch politische Gesichtspunkte bestimmt wird und zeitweilig sogar durch die Straße dittiert wurde. Die preußische Höchstmietenverordnung vom 20. 12. 19 war ein Diktat der Straße, ein Diktat der Mieterdemonstranten, die allsonntäglich im Berliner Lustgarten mit Musikkapellen und anderen Friedensinstrumenten lustwandelten und durch ihren Wortführer Dr. Korn den Erlaß der Verordnung ultimativ bis zum 31. Dezember forderten. Die Mietspreisregelung war so unzulänglich, daß von Reichs wegen durch Schaffung des Reichsmietengesetzes eingegriffen werden mußte. Wir Deutsche sollten die Sentimentalität nicht auf die Epige treiben und uns mehr auf den Boden der Wirklichkeit stellen. Wir sind in unserem Vaterlande mit wundervollen Landschaften reich genug gesegnet und können Ruhe und Erholung in Deutschland finden und manchen schönen Fleden Erde in unserem eigenen Lande kennen lernen. Uns sollte ein Land anwidern, das systematisch Keulenjchläge gegen die deutsche Kultur führt, das in graujam berechneter Peinigung des deutschen Teiles seiner Bevölkerung einen besonderen Genuß zu empfinden scheint. Mag sein Himmel noch so blau und sein Land noch so sonnendurchglüht sein, der Deutsche darf nicht nach Italien reisen; er darf sich nicht von einer so tulturfeindlichen Bevölkerung das Geld aus der Tasche loden lassen! Das Reichsmietengesetz übertrug die Mietpreisregelung den Gemeinden und machte damit den Bod zum Gärtner. Die Mieten wurden infolge parteipolitischer Einflüsse noch unzulänglicher bemessen, sodaß die Mietpreisregelung den Gemeinden wieder entzogen werden mußte und in der Begründung zur 3. Steuernotverordnung ausdrücklich hervorgehoben wurde: Die Entwicklung des Wohnungswesens in den letzten Jahren hat bewiesen daß es nicht möglich ist, auf dem bisher beschrittenen Wege der Wohnungsnot Herr zu werden. In den Gemeinden war die Festsetzung der Miete häufig start von politischen Einflüssen abhängig. Zu meistens wurden die Zuschläge ohne Rücksicht auf die tatsächlichen Bedürfnisse zu niedrig festgesetzt. Die Miete, die im Frieden etwa 15 bis 20 Prozent des Einkommens ausmachte, machte einschl. der Wohnungsbauabgabe durchschnittlich nur 1 Prozent des Einkommens aus. Die den Ländern erneut übertragene Mietpreistegelung hat dahin geführt, daß die Höhe der Miete heute sich danach richtet, ob die Länder eine Links: oder Rechtsregierung haben. In den linksregierten Ländern geht die Tendenz dahin, die Steuern ( und auch die gemeindlichen Abgaben) weitgehendst zu erhöhen. die Mittel für Instandsetzung aber weitgehendst zu drücken. Daneben wurde das Mieterschutzgesetz von den Linksparteien des Reichstags geschaffen, das in der Pragis zu einem„ Geseg zum Schutz der Mietsprellerei" geworden ist und Mietern Ge legenheit gegeben hat, sich bis zu 18 Monaten jeder Mietszahlung zu entziehen. Diese Rechtsverhältnisse" haben zu folgenden Ergebnissen geführt: 1. Ein furchtbarer Raubbau am Wohnungswesen ist getrieben worden. Durch die unzulänglichen Mieten wird der vorzeitige Verfall der Althäuser systematisch herbeigeführt. 2. Der wertvollste Teil des deutschen Hausbefiges ist für Spott preise an Ausländer verloren gegangen.( Allein in Berlin gingen in der Zeit vom 1. 9. 22 bis 31. 1. 23, also in 5 Monaten, 9061 Häuser in ausländische Hände über; insge samt sind rund 20000 Berliner Häuser, d. i. etwa 25 Prozent aller Berliner Grundstüde in den Besitz von Personen übergegangen, die im Auslande wohnen.) 3. Das deutsche Volksvermögen ist durch die Wertminderung der Grundstüce um etwa 60 bis 80 Goldmilliarden gemindert worden 4. Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit steigen fortlaufend weiter. a) Hunderttausende Wohnungen fehlen. b) Bei einem laufenden Bedarf von jährlich 120 000 neuen Wohnungen in Preußen werden nach den Erklärungen des Wohlfahrtsministeriums im Jahre 1926 höchstens 40 000 geschaffen werden können. c) Mehr als 1000 Wohnungen stehen in Berlin trotz der großen Wohnungsnot leer, weil die Regierung es nicht verstanden hat, die Neubaumieten zu senten und die Mieter die hohen Neubaumieten nicht bezahlen können. d) Die Arbeitslosigkeit steigt ins Unermeßliche.( In Berlin allein sind ohne die Kurzarbeiter mehr als 120 000, in Kiel 11 000 Erwerbslose.) Obwohl uns der Außenmarkt abgeschnitten ist und nur durch Belebung des Innenmarktes eine Linderung der Arbeitslosigkeit möglich ist, macht die Regierung die Aufnahme der Neubautätigkeit unmöglich, weil ihre Wohnungspolitit ,, Rentabilität und Vertrauen" völlig unterbindet. Diese latastrophalen Verhältnisse haben die deutschnationale Boltspartei veranlaßt, im preußischen Landtage den Antrag einzubringen, ein Wohnungsbauprogramm aufzustellen und die gesamten wohnungswirtschaftlichen Fragen einer eingehenden Prüfung durch den Wohnungsausschuß zu unterziehen. Nach eingehenden Beratungen, bei denen der Wohnungsausschuß sich anerkennenswerterweise von rein sachlichen, volts: wirtschaftlichen Gesichtspunkten leiten ließ, tam er zu einem einstimmigen Beschluß, der geeignet ist, die Reubautätigkeit in Gang zu sehen und die Neubaumieten so zu senten, daß sie von Gam Kupf ( Berl C geber Berl ( geber Stut Ami fen, früh büch tion Bre sche jold Eis Bej Jal ein bü Fr Ei Di gr Sonnabend, den 20. Februar 1926. 11 Gießener Zeitung' den Mietern getragen werden können. Die volkswirtschaftliche| sen, aber feinen Karneval mehr feiern. Was in den sechziger Einsicht brach sich Bahn und legte den Grundstein zum planmäßigen Wiederaufbau unseres durch die falsche Wohnungspolitif jerrütteten Wohnungswesens. Doch die wirtschaftliche Bernunft muß weichen, wenn es das Barteiinteresse erfordert. Der Wohnungsausschuß des preußischen Landtages hatte u. a. einmütig gefordert, zur Sentung der Neubaumieten und zur Anregung der Bautätigkeit Neubauten für 10 Jahre von der Grundvermögenssteuer zu befreien.( Italien gewährt für Neubauten für 25 Jahre Steuerbefreiungen.) Der Ausschuß ließ sich bei diesem Beschluß von dem Gedanken leiten: Der Staat erhält Die Steuer für das Gebäude nur dadurch, daß er den Neubau ermöglicht. Fördert er die Neubautätigkeit durch 10jährige Steuerbefreiung, so erleidet er- wenn ihm auch die Mehrein nahmen verloren gehen teinerlei Berluste, aber er erschließt fich vom 11. Jahr ab eine neue Einnahmequelle. Der preußische Finanzminister aber denkt anders. Für ihn gelten offenbar feine vollswirtschaftlichen, sondern lediglich steuerfistalische Gründe. Er lehnte im Hauptausschuß die von Der deutschnationalen Boltspartei geforderte Befreiung auf 10 Jahre ab und war nur bereit, eine Befreiung für 5 Jahre zuzugestehen und entgegen dem Beschluß ihrer Bertreter im Wohnungsausschuß beschlossen Sozialdemokraten, Demokraten und Zentrum entsprechend der Forderung des Finanzministers die Befreiung nur für 5 Jahre. Wen die Götter verderben wollen, den schlagen sie mit Blindheit, sagt ein altes Wort. Das gilt in ganz besonderem Maße für die Wohnungspolitit, wie sie in Preußen betrieben wird. Der gute Wille des Wohnungsausschusses und in diesem Falle auch des Wohlfahrtsministeriums scheitert an der Einsichtslosigkeit des Finanzministers und dem Parteigeist der Weimarer Koalition. Lokales. Gießen in Maske. Es ist natürlich, daß, wo es viel junges lebensfrohes Bolt gibt, wie in Gießen, es zumal im Winter nicht tlösterlich hergeht: aber die Musenstadt leistet, was das Tanzen anbelangt, wirklich etwas. Man bedente nur, eine ganze tanzlustige junge Universitäts, Kaufmanns- und Beamtenwelt. Die Aufopferung der jungen Damen bleibt wirklich bewundernswert. Karneval ist das Bedürfnis, in Maskeraden sich auszutoben, den Alltag und seinen Philister vor den Bliden der mitleidenden Menschheit zu verhüllen, sich selber eine schönere Natur" vorzuzau bern. Doch eben damit hat's in unsern Landen seine eigene Bewandinis! Was in gottgesegneter Gegend, wo goldne Sonne sich in goldnen Wein verwandelt, an unserem anderwandten Rhein, Lahn- und Wiesedgebiet, selbstverständlich ist. zwanglose Heiterfeit, geistsprühender Uebermut, das tranft in unjerem nur allzusehr am Mangel anmutsvoller Gedankenlosigkeit, phantastischer Ausgelassenheit. Unfre lieben Mitbür ger, mögen sie den sogenannten besserfituierten Ständen, mögen sie dem geliebten Bolte angehören, kommen alle über ein ge= wisses Quantum von Hemmungsgefühlen nicht hinaus. Gelingt dies schon unter Ein- und Zusag geistvoller Getränke, so artet der Mummenschanz nur allzuleicht in Banalitäten aus. Kein Wunder, daß wir zwar Karnevalszeiten über uns ergehen las Assuh ZIGARETTEN 4& h ADLER- COMPAGNIE A.G. DRESDEN Erinnerung an den Boxeraufstand Vor 25 Jahren. ( Im fernen Osten bereiten si chanscheinend neue fremdenfeindliche Ereignisse ähnlicher Art vor, wie vor einem Vierteljahrhundert sie die Welt in Aufregung versetzten. Es dürfte daher nicht uninteressant sein, sich die damaligen Ereignisse zu vergegenwärtigen. Als das vorige Jahrhundert sich zur Neige begab, spielten sich in China auf große Umwälzungen deutende Vorkommnisse ab, deren eigentlichen Charakter man in Europa aber noch nicht extannte. Seit dem chinesisch- japanischen Kriege war dem unglücklichen Lande ein Stück nach dem anderen abgenommen ohne zu beachten, daß mit diesen Amputationen auch der Mandschu Regierung, die den europäischen Diplomaten so willfährig, daher auch so angenehm war, der feste Halt genommen wurde. China besaß schon damals, besonders in den auf amerikanischen Univerjitäten gebildeten Chinesen, eine sich selbst und ihr Volt achtende Klasse. Diese leitete eine Bewegung ein, durch welche dem für den chinesischen Nationalstolz unerträglichen Verhalten der Regierung dem Auslande gegenüber ein Ende gesetzt werden sollte. Aber selbst wenn diese Reformbewegung von der Mandschu- Partei unter der Kaiserinwitwe Tsu- Ti blutig unterdrückt worden war, hatte sie doch Boden gefaßt im Volk und wurde sogar von der Mandschu Regierung selbst mit großem Geschick für ihre Zwede ausgenugt. Die Ermordung eines englischen Missionars in der Provinz Schantung im Januar 1900 hatte die Diplomaten in Pefing auf die von ihnen„ Borerbewegung", in Wirklichkeit die Fauft der gerechten Freundschaft" genannte Bewegung aufmerksam ge macht. Zunächst nur als ein bewaffneter Protest der Aermiten der Armen gegen ungerechte Steuern und daher auch als harm los angesehen, nahm diese Bewegung bald einen ernsten CharafJahren die Gesellschaft des seligen Loketaftens", nach theinischem oder venezianischem Muster mit dem Karneval hierorts eingeführt, ist nicht mehr. Immerhin, die Mastenbälle find uns geblieben. Freilich haben sie bei allem Aufwand an Mitteln und Reflame die biedermeierliche Philiftrofität nicht eingebügt. Sie Iranten an einem Snobismus, an seelischen Hemmungen der Teilnehmer. Unfre Leute aber find zu dummftolz, halten eine natürliche Aeußerung der unrationalen Seite menschlichen Wejens für Dummheit, nicht für das, was sie sein joll, Entspannung, Befreiung der durch Alltag und Pflichten und tausend Nöte eingeengten Phantasie. Sie sind flügellahm und verbergen ihre Phantafiearmut wohl gar hinter moralin jaurem Pharisaertum.„ Die Jllufion ist aus unsrer Zeit geschwunden, wir sind alle viel zu vernünftig geworden, das ist der Uebelstand. Man hält es gar nicht mehr für anständig, in einer Charaktermaste zu erscheinen. Die Mastenbälle sind er storben." Jeder kleine oder größere Verein veranstaltet mehr oder weniger öffentliche Masteraden. Auch mit der Einhaltung der Dorgeschriebenen Mastentoilette wird es nicht allzu genau ge nommen. Leider! Denn die Qualität des Festes leidet unter der Notwendigkeit, die ausgedehnten Festräume mit Gästen in Quantität zu füllen. Dede Frads und banale Alltagskleidung störten selbst in besseren Veranstaltungen dieser Art den Gesamteindrud. Wer die Zeitungsankündigung der heimischen Blätter verfolgte, der tönnte bag erstaunen über die Fülle von Phantafie, die sich in Maskeraden austobte. Und wer die Körperkraft, die Zeit und das Geld aufbrächte, studienhalber, wie der ehemännliche Fachausdruc lautet, alle diese schönen Versprechungen auf ihre gewissenhafte Einlösung zu prüfen, er fäme zu dem ewig langweiligen Ergebnis: fie gleichen einander wie ein Ei dem andern. Es bleibt sich ewig gleich. Man ist nachsichtiger geworden. Das Jahrhundert vom Biedermeier zum Kubismus und Futurismus ist nicht spurlos an uns vorübergegangen. Aber allem guten Willen zum Trotz ist als Symptom unsrer noch so schönen Festivitäten ein spießerlicher Grundton nicht zu leugnen. Die guten Leute resolvieren mit beharrlicher Bosheit: Wir haben unsern Eintritt bezahlt! Wir haben unsre Ehrenkarte erhalten und nichts bezahlt. Nun sollen sie uns alle am üfieren! Eine platte Unfähigkeit zu ,, ungehenrer Heit rleit", die offenbar mit der Plattheit der Heuchelheim Gießener Lahn Landschaft in einem geopsychischen Zusammenhange steht. Daß die Lieben, ein jeder einzelne, mitspielen, mitmimen, selber Akteur sein müssen, will ihnen nicht in den Sinn. Dazu sind bezahlte„ Kräfte" da! C. K. Bekanntmachung über die Einreichung von Belegen über den Steuerabzug vom Arbeitslohn für das Kalenderjahr 1925. Auf Grund der Verordnung des Herrn Reichsministers der Finanzen über die vereinfachte Einreichung der Beloge über den Steuerabzug vom Arbeitslohn für das Kalenderjahr 1925 vom 19. Januar 1926, sind bis spätestens 1. März 1926 bei dem Finanzamt einzureichen: A. Falls die Lohnsteuerbeträge den Finanzkassen bar überwiesen wurden: 1. Lohnsteuer- Ueberweisungslisten nebst Bescheinigungen von Arbeitgebern über die im Kalenderjahr 1925 ein behaltenen Steuerabzugsbeträge derjenigen Arbeitnehmer, die im Kalenderjahr 1925 während der ganzen Dauer der Beschäftigung oder während eines Teils derselben in einer anderen Gemeinde als in der Beschäftigungsgemeinde einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatten. Als Beschäftigungsgemeinde gilt die Gemeinde derjenigen Betriebsstätte, von der aus im Kalenderjahr 1925 der Arbeitslohn gezahlt worden ist und Steuerabzugsbeträge abzuführen waren. Im Behördeverfahren ist der Sitz der zahlenden Kasse maßgebend. Für jede Wohnsitzgemeinde ist eine besondere LohnsteuerUeberweisungsliste auszuschreiben. Besitzt der Arbeitgeber mehrere Betriebsstätten, von denen aus im Kalenderjahr ter an. Von der Ausplünderung der reichen Chinesen griff fie mit Raub und Mord über gegen alle Ausländer und christlichen Chinesen. Die Mandschu- Regierung hatte, um die gegen sie selbst gerichtete Bewegung abzulenten, die Ausländer und Christen für vogelfrei erklärt. Wie wir heute wissen, wurden damals, mit dem Hintergedanken, dieselben auf dem Wege nach Tientsin zu ermorden, die Gesandtschaften aufgefordert, binnen 24 Stunden Pefing zu verlassen. Dieser Plan miglang insofern, als der deutsche Gesandte, Baran v. Ketteler, schon auf dem Wege zum Tjunglijamen, also zu früh, hinterrüds von einem chinesischen Soldaten erschossen wurde. Nun warf man die Maste ab und belagerte mit regulären Truppen die nur schwach verschanzten Gesandtschaftsgebäude. Die fremden Staaten zogen zwar vor der Mündung des Beiho Kriegsschiffe zusammen, aber ihr Tiefgang ermöglichte es ihnen nicht, die sich quer über die Mündung ziehende Barre zu überschreiten, und die kleineren Schiffe waren mit ihren leichten Geschützen nicht den schweren Kalibern der Takuforts gewachsen. In Tientsin, das von der Chinesenstadt aus schwer bedroht war, waren alle fremden Streitkräfte, darunter auch Teile der deutschen Seebataillone, durch Freiwillige aller Nationen verstärkt zusammengezogen. Die Verbindung von Tientsin mit Peking und dem Meer war unterbrochen. Bei der Verteidigung der Gesandtschaften und besonders des Teils der Stadtmauer, dessen Verlust verhängnisvoll gewesen wäre, zeichneten sich die Dentschen und Amerikaner besonders aus. Der englische Admiral Seymour unternahm auf die- aller dings übertriebenen Nachrichten von dem bevorstehenden Fall der Gesandtschaften einen Entsatzversuch, der aber halbwegs Peking im dichten Kaulian steden blieb. Der Rüdweg nach Tientsin mußte blutig erkämpft werden. Der Hauptanteil am Gelingen desselben fällt den deutschen Truppen zu, die sich, durch die bedeutsamen Worte des englischen Admirals:„ Die Deutschen Sonnabend, den 20. Feb Borzugsrenten find nur an die Mr.& abzuführen waren, so sind von jeder dieser Betriebsstätte richten. Bascoe, Attiengesellschaft hier, i 1925 Arbeitslohn gezahlt wurde und Steuerabzugsbeträger Wohlfahrtsamt der Städte) aus die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten besonders auszu Hessisches Amtsgericht. Wel Arbeitnehmer, die während der Dauer der Beschäftigun kontursverfahren eröffnet. Alle im Deutschen Reich weder einen Wohnsit noch ihren gekontursmasse gehörige Gache in wöhnlichen Aufenthalt hatten, sind für sich in einer gemein tursmasse etwas schuldig sind, schreiben. jamen Lohnsteuer- Ueberweisungsliste zusammen aufzuführen bis zum 7. März 1926 Anzeige zu * Konjular- Nachrichten. Der burgischen Konjul in Wiesbaden anerkannt und zur Ausübung to Boltsstaat Helfen zugelassen wo Sonorartonful in Frankfurt a. M 2. Fehlanzeigen von den Arbeitgebern, die Ueberweisungs listen und Bescheinigungen nach Ziffer 1 nicht auszuschreiber und einzureichen haben. B. Falls Marfen geklebt wurden: 3. Steuerfarten und Einlagebogen, die zum Einkleben un Entwerten von Steuermarten verwendet worden sind vo den Arbeitnehmern, deren Steuerabzug vom Arbeitslohn in Kalenderjahr 1925 im Martenverfahren durchgeführt wurde Zuständig für die Ablieferung ist das Finanzamt, in desjen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Auf die Verpflichtung zur Einsendung oder Uebergabe der zuweisen. ild ist anerkannt und zur Ausi tungen im Boltsstaat Hessen zug midt ist vorläufig anerkannt und Sonorarlonjul von Griechenland in t Kirchenrat Strad, ein um Herr war unter anderem 12 Jah Bezirk der Arbeitnehmer zur Zeit der Ablieferung seinen gerrichtungen im Voltsstaat Hesse Steuerfarten und Einlagebogen haben die Arbeitgeber verdienter Geistlicher, fonnte Don durch Anschlag in den Arbeits- und Geschäftsräumen hin törperlicher Rüftigteit seinen 80. An Stelle des Arbeitnehmers tann der Arbeitgeber die Gießen, jahrelang Mitglied der R Einsendung oder Uebergabe der Steuerkarten und Einlage Jabre Rechner des oberhessischen und Einlagebogen dem für den Arbeitgeber zuständigen 3" verbreitete Meldung über Die Vordrucke für die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten und leicht liegt jener Meldung der ,, B Bescheinigungen( 3iffer 1) sowie für die Fehlanzeigen fassung irgendeines Berichterstatte bogen übernehmen. In diesem Falle sind die Steuerfarten Finanzamt zu übersenden. ( 3iffer 2) sind bei den Finanzämtern tostenlos erhältlich. Auch wird von diesen jede weitere Auskunft erteilt. Ort und Datum. Finanzamt. * Februar- Miete. Nach Anhörung von Interessentenvertretungen und Sach * Keine Auflösung der Univer der hessischen Universität Gießen tri Hessischen Landtag abgelehnten fon here Richtung in durchaus unzutreff Rigtig ist lediglich, daß aus Grün einem Eingehen des pharmazeutif und seiner Verschmelzung mit ähn Universität Gießen zu rechnen ist. * Die Ein- und Verkaufsgenoss verständigen wird auf Grund des Artikels 9 der hessischen Ausen und Umgegend e. 6. m. b. H. h jührungsverordnung zum Reichsmietengesetz in der Fassung der Verordnung vom 20. August 1923( R. G. BI. S. 276) und der §§ 27, 28 der 3. Steuernotverordnung vom 24. Februar 1924 den 24. Februar, nachmittags 3 Uh ihre diesjährige Generalversammlu * Der Hessische Landeslehrerv 10. August 1925( R. G. BI. S. 254) für die Berechnung der Miete ordnung steht als Hauptthema„, ( R. G. BI. S. 74) in der Fassung des§ 11 des Gesetzes vom jammlung am 9. und 10. April in für den Monat Februar 1926 folgendes bestimmt: Die für den Monat Januar durch Bekanntmachung des Hessischen Gesamtministeriums vom 11. Januar 1926 getrof fene Regelung der gesetzlichen Miete bleibt auch für den Monat Februar bestehen. Danach beträgt die Miete für den Monat Februar 1926 88 Prozent der Friedensmiete. * * Zur Einreichung der Lohnsteuernachweise. Eine vom 4. Februar datierte Verfügung des Reichsfinanzministeriums ordnet die Verlängerung der Frist für Einreichung der Belege, die ursprünglich bis 15. d. Mts. lief, auf 1. März ds. Js. an. * Auswertung der Hessischen Staatsschuldbuchforderungen. Die Einträge in das hessische Staatsschuldbuch sind auf Grund des Anleiheablösungsgesetzes dem Reichsschuldbuchbüro in Ber lin zum Eintrag als Anleiheablösungsschuld in das Reichs. schuldbuch übergeben worden. Der Gläubiger einer vor dem 1. Juli 1920 in das hessische Staatsschuldbuch eingetragenen Forderung ist„ Altbefizer". Seine Schuldbuchforderung wird von amtswegen ohne sein Zutun in Anleiheablösungsschuld um. gewandelt; die gesetzlichen Auslosungsrechte werden gewahr Sobald der neue Eintrag in das Reichsschuldbuch bewirkt ist, erhält der Gläubiger hierüber Nachricht. Bei der großen Zahl der Einträge kann sich die Mitteilung dieser Benachrichtigungen an die Gläubiger unter Umständen bis in die Sommermonate 1926 hinausziehen. Ein Schuldbuchgläubiger kann aber auc Altbesitzer sein, wenn seine Forderung erst nach dem 1. Juli 1920 eingetragen ist, nämlich dann, wenn er die eingetragenen Stüde schon am 1. Juli 1920 in Besitz hatte. In diesem Fall muß er umgehend seine Ausweise( 3eichnungsschein, Bankausweis, Finanzamtsbescheinigung usw.) der Hessischen Staatsschuldenverwaltung bis spätestens 28. Februar vorlegen. Anträge auf an die Front", gebührend gekennzeichnet, ein dauerndes Ruhmes blatt hier erworben haben. Nach der Besitznahme der Chinesen stadt mußte der Weg zur Küfte freigemacht werden. Dies gelang durch die Erstürmung der Tatuforts, bei der sich wieder die Mannschaft des deutschen Kanonenboots Jltis" unsterblichen | Ruhm erwarb. Erst nach der Einnahme der Peitangforts, bei der auch Truppen des deutschen Vorforps beteiligt waren, war Tientsin wieder völlig in Sicherheit. Inzwischen hatte die ganze zivilifierte Welt gerüstet, das deutsche ostasiatische Expeditionstorps zählte etwa 20 000 Mann. Graf Waldersee wurde zum Oberbefehlshaber der gesamten Truppen ernannt, und als er Ende September in China eintraf, verstand er es durch sein entgegenkommendes, alle Zwiftigkeiten vermeidendes Wesen in keineswegs durchweg miteinander har monierenden fremden Truppen vor gefährlichem Gegeneinanderagieren zu bewahren. Peting war inzwischen von dem englischen General Gajelee entsetzt. Aber die Aufgabe Waldersees bestand nicht nur darin, die Provinz Tichili von den Boдern und regu= lären chinesischen Truppen zu säubern, sondern auch in der Bestrafung der Ermordung der Christen. Dies führte zu größeren Expeditionen in der Richtung auf Kalgan und Baotingfu, gegen die große Mauer und über diese hinaus bis in die Mongolei. Auch bei diesen Borstößen erwiesen sich die deutschen Soldaten als erstklassig und riefen bei allen Kriegsteilnehmern Anerken nung und Bewunderung hervor. Neben den Deutschen beteilig ten sich an den größeren Expeditionen Engländer( diese auch manchmal allein) und Franzosen, aber auch Japaner, Italiener und Desterreicher unterstellten sich gelegentlich der deutschen Füh rung. Während aber die Engländer dem deutschen Oberkommando das lonalste Entgegenkommen bewiesen, verhielten sich die Franzofen am Schluß des Feldzuges an der Grenze von Schansi auffallend zurückhaltend. Dies hätte der chinesischen Uebermacht gegenüber für die Deutschen gefährlich werden können, wenn Berhältnis zur Erziehung". Fern Schriftleiters für den„ Schulboten" 6 Der Kreis- Krieger- Verband Bi auf ein 30jähriges Bestehen zurüd Anlaß am 19., 20. und 21. Juni nach dem Kriege. Mit dem Fest Bez- Gruppe der Kriegsbeschädigte und des Kriegerverbandes des R den sein. Man beabsichtigt, das gestalten. Sämtliche Nachbarverbi eingeladen und haben zum Teil s ichert. * Die Gesellschaft„ Liebi gründet wurde und die damalige herstellte und als Museum umg Aufruf an die deutsche Deffen Ritteln zur Erhaltung und museums deutscher Wissenschaft würdige Stätte, an der einst Jus ersten Male in Deutschland Che aus eine Reihe unserer bedeuter ist, dieses Dentmal für Liebig muß erhalten bleiben. Die erfo 12 000 bis 15 000 Mark geschätzt * Der erste weibliche Bäcker prüfung.) Vor dem Prüfung Siedentopf für das Bädergewe Frau Berta Hoffmann a gut" im Brattischen und„ gut“ ihnen nicht ein so vorzügliches Bestanden hätte, dem es auch nissen gelang, den deutschen W Wie bei den triegerischen friedlicher Beziehung das W über jedes Lob erhaben. Im nehmern anderer Nationen Don den Deutschen mit Scho Bländerungen fern, war vor Soldaten der verbündeten N lichen Verkehr tadellos, so d die Herzen aller gewannen. auch hier in allen Lagen un der Dank des Baterlandes fü das alte deutsche Herr erneue Die zur Bestrafung Chin nit für dieses Land, wohl tionen, were blutige Folg Krieg und in den Atten des die Spuren eines verhäng England und Deutschland, Dorzubeugen den Diplomate 3 Der Frühling zog Der Sommer folg Dann tam der He Und leise sah ich In ihm der Erde Dann wandt auch Und von den Jah Blieb nur der W bi SCOO Sonnabend, den 20. Februar 1926. slohn gezahlt wurde und Steuerabzugsbetrapder Wohlfahrtsamt der Städte) des Wohnorts des Gläubigers Borzugsrenten find nur an die Bezirksfürsorgestellen( Kreisamt waren, so sind von jeder dieser Betriebsstättqu richten. hnsteuer- Ueberweisungslisten besonders aus mer, die während der Dauer der Beschäftigurstonfursverfahren eröffnet. Alle Personen, welche eine zur 1 Reich weder einen Wohnsitz noch ihren kontursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konlufenthalt hatten, sind für sich in einer gemeintursmasse etwas schuldig find, haben dem Konfutsverwalter teuer- Ueberweisungsliste zusammen aufzuführe bis zum 7. März 1926 Anzeige zu machen. * Hessisches Amtsgericht. Ueber das Vermögen der Firma Bascoe, Aktiengesellschaft hier, ist am 17. Februar 1926, das von den Arbeitgebern, die Ueberweisung chen haben. fcheinigungen nach 3iffer 1 nicht auszuschreibe Falls Marken geklebt wurden: und Einlagebogen, die zum Einkleben un on Steuermarken verwendet worden sind vo hmern, deren Steuerabzug vom Arbeitslohn in # Konjular- Nachrichten. Der zum Großherzoglich Luremburgischen Konjul in Wiesbaden ernannte Dr. Josef Jüttel ist anerkannt und zur Ausübung tonfularischer Verrichtungen im Der zum Estnischen Volksstaat Hessen zugelassen worden. Honorartonjul in Frankfurt a. M. ernannte Eduard Schwarzjchild ist anerkannt und zur Ausübung tonfularischer Verrich Der zum tungen im Voltsstaat Hessen zugelassen worden. Honorartonjul von Griechenland in Mainz ernannte Fritz Gold= schmidt ist vorläufig anerkannt und zur Vornahme konsularischer Verrichtungen im Voltsstaat Hessen zugelassen worden. 1925 im Martenverfahren durchgeführt wurd die Ablieferung ist das Finanzamt, in defie rbeitnehmer zur Zeit der Ablieferung seine Aufenthalt hat. flichtung zur Einsendung oder Uebergabe de * Kirchenrat Strad, ein um die hessische Landeskirche hoch= und Einlagebogen haben die Arbeitgeber verdienter Geistlicher, fonnte Donnerstag in voller geistiger und in den Arbeits- und Geschäftsräumen hin törperlicher Rüftigteit seinen 80. Geburtstag begehen. Der alte es Arbeitnehmers tann der Arbeitgeber die Gießen, jahrelang Mitglied der Kreisschultommission und viele er Uebergabe der Steuertarten und Einlage Jahre Rechner des oberhessischen Vereins für innere Mission. gen dem für den Arbeitgeber zuständigen B. 3" verbreitete Meldung über die beabsichtigte Auflösung Herr war unter anderem 12 Jahre lang Dekan vom Dekanat nen. In diesem Falle sind die Steuerkarten übersenden. e für die Lohnsteuer- Ueberweisungslisten und ( 3iffer 1) sowie für die Fehlanzeigen bei den Finanzämtern tostenlos erhältlich diesen jede weitere Auskunft erteilt. Ort und Datum. Finanzamt. * Februar- Miete. von Interessentenvertretungen und Sach Keine Auflösung der Universität Gießen. Die von der Gießener Zeitung" Stadtverordnetenversammlung Gießen. Die nächste öffentliche Sigung findet kommenden Donners tag, den 25. Februar, nachmittags 5 Uhr, in dem Sigungsjaal des Stadthauses, Bergstraße, mit folgender Tagesordnung statt: 1. Gesuch des Geschäftsführenden Ausschusses der Gießener Turnerschaft um Uebernahme von Forderungen der Stadt auf die Stadtkasse. der hessischen Universität Gießen trifft in feiner Weise zu. Vielleicht liegt jener Meldung der ,, B. 3." eine irreführende Auffassung irgendeines Berichterstatters zugrunde, der einen im Hessischen Landtag abgelehnten fommunistischen Antrag in diejere Richtung in durchaus unzutreffender Weise übermittelt hat. Richtig ist lediglich, daß aus Gründen der Kostenersparnis mit einem Eingehen des pharmazeutischen Instituts in Darmstadt und seiner Verschmelzung mit ähnlichen Einrichtungen an der Universität Gießen zu rechnen ist. * Die Ein- und Berkaufsgenossenschaft der Bäder von Gieuf Grund des Artikels 9 der hessischen Aus gen und Umgegend e. 6. m. b. 5. hält am tommenden Mittwoch, 20. August 1923( R. G. B1. S. 276) und der ihre diesjährige Generalversammlung ab. zum Reichsmietengesetz in der Fassung der den 24. Februar, nachmittags 3 Uhr in dem Gasthof Hindenburg Steuernotverordnung vom 24. Februar 1924 ■ der Fassung des§ 11 des Gesetzes vom G. Bl. S. 254) für die Berechnung der Miete ruar 1926 folgendes bestimmt: Monat Januar durch Bekanntmachung des tministeriums vom 11. Januar 1926 getrof der gesetzlichen Miete bleibt auch für den bestehen. Danach beträgt die Miete sür ruar 1926 88 Prozent der Friedensmiete. ** ng der Lohnsteuernachweise. Eine vom Verfügung des Reichsfinanzministeriums ng der Frist für Einreichung der Belege, .d. Mts. lief, auf 1. März ds. Js. an. * Hessischen Staatsschuldbuchforderungen. hessische Staatsschuldbuch sind auf Grund gesezes dem Reichsschuldbuchbüro in Ber Anleiheablösungsschuld in das Reichsworden. Der Gläubiger einer vor dem hessische Staatsschuldbuch eingetragenen ther". Seine Schuldbuchforderung wird ein Zutun in Anleiheablösungsschuld um. ichen Auslosungsrechte werden gewahr trag in das Reichsschuldbuch bewirkt ist, hierüber Nachricht. Bei der großen Zahl die Mitteilung dieser Benachrichtigungen er Umständen bis in die Sommermonate Ein Schuldbuchgläubiger kann aber auch eine Forderung erst nach dem 1. Juli 1920 dann, wenn er die eingetragenen Stüde in Besitz hatte. In diesem Fall muß er weise( Zeichnungsschein, Bankausweis, ng usw.) der Hessischen Staatsschulder ens 28. Februar vorlegen. Anträge auf nd gekennzeichnet, ein dauerndes Ruhmes ben. Nach der Besignahme der Chinesen r Küste freigemacht werden. Dies gelang der Takuforts, bei der sich wieder die en Kanonenboots„ Jltis" unsterblichen ach der Einnahme der Peitangforts, bei deutschen Vorkorps beteiligt waren, war n Sicherheit.. * Der Hessische Landeslehrerverein hält seine Hauptverjammlung am 9. und 10. April in Worms ab. Auf der Tagesordnung steht als Hauptthema„ Staat und Kirche in ihrem Verhältnis zur Erziehung". Ferner soll die Wahl des neuen Schriftleiters für den ,, Schulboten" erledigt werden. 2. Gesuch des Berbandes ehem. 116er um Gewährung eines weiteren Zuschusses von 6000 Mart und eines Darlehens von 5000 Mart zu den Kosten des Dentmals für die ge fallenen 116er. 3. Gesuch des Arbeiter- Samariterbundes e. V. Ortsgruppe Gießen, um Gewährung einer Beihilfe. 4. Die Rechnung des Wohlfahrtsamtes der Stadt Gießen für Rj. 1924. 5. Die Rechnung der Plod'schen Siftung zu Gießen für Rj. 1924. 6. Beschaffung eines Motorwagens für das Stadtbauamt. 7. Geschäftsanteil des Eisenbahn- Heimstättenvereins e.6.m.b.H. Nr. 8. Darmstadt. Die Landtagsfraktion der Deutschen Bolts: partei hat im Hessischen Landtag einen Antrag eingebracht, wo nach die Regierung ersucht wird, die Einführung der neuen Lehrpläne für die höheren Schulen Hessens so lange aufzu schieben, bis den fachlich und fachlich beteiligten Kreisen Gelegen= heit gegeben war, sich mit den geplanten Neuerungen eingehend zu beschäftigen und sich darüber zu äußern. Ein Denkmal für die Toten des Großherzoglichen Artillerieforps, 1. Großherzoglich Hessisches FeldartillerieRegiment Nr. 25 in Darmstadt. Der Offizier und Regimentsverein ruft alle ehemaligen Regimentsangehörigen auf, den gefallenen Kameraden und dem lieben alten Artillerieforps ein würdiges Denkmal zu setzen. Der zur Ausführung gelangende Entwurf stellt einen auf den Trümmern seines zusammengeschossenen Geschüzes stehenden Kanonier des Regiments dar, der sich mit der Handgranate in der Hand bis zum letzten Atemzuge verteidigt. Das Dentmal soll also den ehrenvollen Kampf versinnbildlichen, den das stolze Regiment geführt hat, die ungebrochene Kraft und den Mut zum Durchhalten. In dieser Darstellung liegt zugleich die 8. Entlüftungsanlage der Leichenkammer des Krematoriums. Kameraden. Dem 9. Baugesuch schönste Totenehrung unserer getreuen Hermann Schäfer, Wilhelmstr. 22. des Friedrich Möller, Licher= Großherzoglichen Artillerietorps und seinen Toten 1460- 1790 1920. Wenn die Mittel zusammenkommen, soll das Denkmal bereits im Sommer 1926 enthüllt werden. Spenden werden erbeten an die Denkmalskasse des Feldartillerie- Regiments 25, Postscheckkonto Frankfurt a. M. Nr. 20444. Wenn jeder alte 25er und die Kameraden der Reserve Formationen ihr Scherf lein beitragen, ist nicht daran zu zweifeln, daß der Plan ausge= führt werden kann und daß den toten Kameraden des ältesten Feldartillerie- Regiments der Armee ein unvergängliches Dent mal ersteht. Bausteine in Gestalt von verschiedenen Abbildun gen des Entwurfes zu Mt. 1, 2, 3, und 5 Mart sind erhältlich beim Denkmalsausschuß Darmstadt, Hermannstraße 41. 10. Baugesuch straße. * Der Kreis- Krieger- Verband Biedenkopf, der in diesem Jahre auf ein 30jähriges Bestehen zurüdblidt, veranstaltet aus diesem Anlaß am 19., 20. und 21. Juni d. J. sein erstes Verbandsfest nach dem Kriege. Mit dem Fest wird die Tagung der Reg.Bez.- Gruppe der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen und des Kriegerverbandes des Reg.- Bez. Wiesbaden verbunden sein. Man beabsichtigt, das Fest zu einem Heimatfest zu gestalten. Sämtliche Nachbarverbände sind zu dem Fest bereits eingeladen und haben zum Teil schon große Beteiligung zuge= sichert. Neubau Einfriedigung R- Mt. an den 11. Gewährung eines Zuschusses von 1500 Gießener Sportklub von 1900 zu den Kosten der Errichtung einer Sportanlage auf dem Trieb. 12. Beitritt der Stadt zum Verband Deutscher Einigungsämter; hier: Erhöhung des Jahresbeitrags. 13. Arbeitszeit der städtischen Arbeiter an den Werktagen vor Ostern, Pfingsten, Weihnachten und Neujahr. 14. Ausbau der Studienanstalt; hier: Errichtung der Unterprima. 15. Beitritt der Stadt Gießen für das Stadttheater Gießen zur Versorgungsanstalt deutscher Bühnen. * Die Gesellschaft„ Liebig- Museum", die 1911 ge= gründet wurde und die damalige Arbeitsstätte Liebigs wieder herstellte und als Museum umgestaltete, wendet sich in einem Aufruf an die deutsche Oeffentlichkeit zur Aufbringung von Mitteln zur Erhaltung und Erneuerung dieses„ Nationalmuseums deutscher Wissenschaft und Kultur". Die alte ehrwürdige Stätte, an der einst Justus von Liebig wirkte, wo zum ersten Male in Deutschland Chemie gelehrt wurde und von der aus eine Reihe unserer bedeutendsten Chemiter hervorgegangen ist, dieses Denkmal für Liebig und die chemische Wissenschaft muß erhalten bleiben. Die erforderlichen Baukosten werden auf 12 000 bis 15 000 Mart geschätzt. 16. Mitteilungen der Stadtverwaltung. Ans Nah und Fern. Lang- Göns( Oberhessen). Am 5., 6. und 7. Juni dieses Jahres findet hier wieder ein großer Gesangswettstreit statt. Es stehen namhafte Stiftungen, hohe Geldpreise, wertvolle Ehren- und Hauptehrenpreise zur Verfügung. Der Delegiertentag findet nächsten Sonntag, 21. Februar, statt. * Der erste weibliche Bädermeister im Dillkreis.( Meisterprüfung.) Vor dem Prüfungsausschuß der Kreise Dill und Biedenkopf für das Bäckergewerbe bestand die Meisterprüfung Frau Berta Hoffmann aus Herborn mit der Note„, sehr gut" im Praktischen und„ gut“ im Theoretischen. Bad Nauheim. 7. Bundestag des Hessischen Beamtenbundes. Der Hessische Beamtenbund wird am 9. Mai hier im Kurhause jeinen 7. Bundestag abhalten. ihnen nicht ein so vorzügliches Menschenmaterial zur Verfügung gestanden hätte, dem es auch unter den ungünstigsten Verhältnissen gelang, den deutschen Waffen zum Siege zu verhelfen. nen Neugestaltung des Kurhauses Bad Nauheim. ADB. Einen erneuten Beweis für die ständige Vervolltommnung von Bad Nauheim bieten die Erneuerungsmaßnahmen, die nach Genehmigung der hessischen Regierung und des Landtages in diesem Winter im Kurhaus vorgenommen werden. Der reizvolle Renaissancebau selbst bleibt als besonderer Schmud des Bades natürlich unangetastet. Die Erneuerungen betreffen zunächst äußere und innere Verbesserungen auf Grund der moder= hygienischen Anforderungen. Besondere Sorgfalt wird auf eine geschmadvolle und behagliche Neugestaltung des großen und kleinen Speisesaales gelegt, dessen Böden und Wände mit Teppichen und Wandbespannungen neu ausgestattet werden. Auch das Opern- und Konzerthaus wird durch neue Bestuhlung einen Fortschritt erfahren. Für die Neuausmalung dieses Saales und die Anlage eines Foyers ist unter einem Kreis namhafter Künstler, zu denen Prof. Linnemann( Frankfurt a. M.), Prof. Kempin( Darmstadt) und Kunstmaler Troll( Offenbach a. M.) gehören, ein beschränkter Wettbewerb veranstaltet worden. Wie bei den kriegerischen Expeditionen war aber auch in friedlicher Beziehung das Verhalten des deutschen Soldaten über jedes Lob erhaben. Im Gegensatz zu manchen Kriegsteilnehmern anderer Nationen wurde die unglüdliche Bevölkerung von den Deutschen mit Schonung behandelt, hielten sie sich von Plünderungen fern, war vor allem aber auch ihr Verhalten den. Soldaten der verbündeten Nationen gegenüber im kameradschaftlichen Verkehr tadellos, so daß sie sich hilfsbereit und freundlich die Herzen aller gewannen. Dem deutschen Soldaten gebührt auch hier in allen Lagen uneingeschränktes Lob und noch heute der Dank des Vaterlandes für den guten Ruf, den er damals für das alte deutsche Herr erneuerte und befestigte. Die zur Bestrafung Chinas unternommene Expedition hatte, nicht für dieses Land, wohl aber für die daran beteiligten Nationen, schwere blutige Folgen. Es folgte der russisch- japanische Krieg und in den Akten des Yangtse- Vertrages findet man schon die Spuren eines verhängnisvollen Mißverständnisses zwischen England und Deutschland, das aufzuklären oder dessen Folgen vorzubeugen den Diplomaten nicht gelang. ie ganze zivilisierte Welt gerüstet, das peditionskorps zählte etwa 20 000 Mann. e zum Oberbefehlshaber der gesamten Is er Ende September in China eintras, entgegenkommendes, alle Zwistigkeiten keineswegs durchweg miteinander har uppen vor gefährlichem Gegeneinanderefing war inzwischen von dem englischen Aber die Aufgabe Waldersees bestand vinz Tschili von den Boxern und reguen zu säubern, sondern auch in der Beder Christen. Dies führte zu größeren tung auf Kalgan und Paotingfu, gegen iber diese hinaus bis in die Mongolei. en erwiesen sich die deutschen Soldaten 1 bei allen Kriegsteilnehmern Anerkenhervor. Neben den Deutschen beteilig en Expeditionen Engländer( diese auch Franzosen, aber auch Japaner, Italiener tellten fich gelegentlich der deutschen Füh Engländer dem deutschen Oberkommando nmen bewiesen, verhielten sich die Frandzuges an der Grenze von Schansi aufDies hätte der chinesischen Uebermacht hen gefährlich werden können, wenn Oberstleutnant a. D. Meister. Zeitgedanken. Der Frühling zog in's Land mit Prangen, Der Sommer folgte schnell ihm nach; Dann kam der Herbst dahergegangen Und leise sah ich allgemach In ihm der Erde Schmud verfallen; Dann wandt auch er zum Geh'n den Blid Und von den Jahreszeiten allen Blieb nur der Winter noch zurüd. Darmstadt, 19. Febr. In der vergangenen Woche tagte hier eine von der Kirchenregierung mit der Herausgabe einer hessischen Kirchengeschichte beauftragte Kommission, um über Stoffauswahl und Form dieser von den Religionslehren der hessischen Volksschulen seit langem erwarteten Veröffent lichung zu beraten. Es wurde beschlossen, zunächst ein von dem Prälaten Dr. Diehl zusammengestelltes Quellenbuch zur Kirchengeschichte" herauszugeben, das zunächst als firchengeschicht= liches Heimatbuch für die Hand des Lehrers gedacht ist. Spä ter soll dann auch ein entsprechendes Buch für die Schüler geschaffen werden. Friedberg. Der letzte Pferdemarkt am 16. Febr. war gut befahren. Auf dem Marktplatz standen etwa 150 Pferde, meist Mittelware, während die besseren, namentlich belgische und niederrheinische Pferde, etwa 40-50 Stüd, in Stallungen untergebracht waren. Der Handel war sehr langsam, die Tendenz flau. Trotz einer Anzahl von Interessenten wurden nur wenige Käufe abgeschlossen, da die Forderungen hoch, die Angebote niedrig waren. Es macht sich eben überall die Geldknappheit bemerkbar. Den Blätterschmuck, den noch vor Wochen Im Wald mein Herz so hoch erfreut! Hat nun der Sturmwind abgebrochen, In Wald und Feld umher gestreut. Nun ragen tahl zur Luft die Aeste Vom Winde hin und her gebeugt; Kein Vöglein singet mehr vom Neste Sein Lied, der Winter hat's verscheucht. Doch, daß die Erd' nicht öde bliebe. Ich sehe nur des Winters Graun! Läßt Gott in seiner Vaterliebe Mich auch des Winters Freuden schau'n. Nach einer Nacht dann mit Entzüden Sieht froh mein Ang' ein herrlich Bild. Soweit dasselbe nur fann bliden, Hat Gott die Welt in Schnee gehüllt. So traut! umglänzt von Gottesfrieden Winkt mir die Mutter Erde zu: ..zu deiner Freud hat Gott beschieden, Mir dieses Kleid, zur Winterruh; Darunter tann die Saat still feimen. Er hat sie warm mit Schnee bededt. Und kann nun schlafen, ruh'n und träumen Bis Gott sie neu zum Leben wedt. Das rührt mich tief! In ernsten Sinnen Wend' ist den Blid nun himmelwärts. Aus meiner Brust, so tief da drinnen, Ruft mich zur Andacht leis mein Herz. Ich dankte Gott für seine Güte, Die immerdar und ewig währt. Und bitte ihn:„ Wär solcher Friede, Der hier ruht, meinem Volt beschert." Darmstadt, 19. Febr. Der Verkehrsverein hat sich jetzt entschlossen, von der geplanten Errichtung eines Datterich- Dentmals Abstand zu nehmen und zu Ehren des Dichters ,, Datte rich ein Niebergall- Denkmal zu errichten. Prof. Jobst hat be reits einen Entwurf fertiggestellt. Das Denkmal, das als 3,80 Meter hoher Brunnen gedacht ist, soll auf dem Schillerplay aufgestellt werden. Kassel. Der Verband der Arbeitgeber für das Töpfer- u. Ofen setzergewerbe Deutschland e. V.( Siz Berlin), hat nach einer soeben dem Stadtverkehrsamt zugegangenen Mitteilung beschlossen, die Hauptverbandstagung, zu der mehrere hunderte Teilnehmer erwartet werden, vom 18. bis 21. Juni d. Js. in Kassel abzuhalten. Wiesbaden. Die Stärke der britischen Garnisonen im rechtsrheinischen Brüdentopf Mainz und der Garnisonstadt Bingen im linksrheinischen Gebiet beziffert sich einschließlich Offiziere und Stäbe in Wiesbaden- Biebrich auf 4700 Mann, in Dokheim auf 300, in Schierstein auf 300, in Langenschwalbach auf 530, in Jostein auf 500, in Königstein auf 900 und in der hessischen Stadt Bingen auf 450 Mann. Koblenz, 19. Febr. Infolge starter Regenfälle im Quell. gebiet der Mosel stiegen gestern morgen die Mosel und die Saar recht schnell. Letztere hat in Saarbrüden mit 6,24 m ihren Höchst stand erreicht. Die Mosel wird in Trier heute voraussichtlich zum Stillstand kommen.( Heute vormittag 8 Uhr betrug der Wasserstand 4,70 Meter gegen 2,94 Meter gestern.) Die Nahe fällt wieder. Der Wasserstand des Rheins in Koblenz beträgt 3,79 Meter, gestern 2,77 Meter. Morgen wird voraussichtlich der Höchststand unter 5 Meter eintreten. O, daß es den doch lieben würde; In ihm sich wolle doch verein'n. Und, daß des Vaterlands Verirrte Doch tehrten wieder um und heim. Daß es nach Kampf doch endlich fände Den Frieden nun zur Winterszeit. Und einst durch ihn versöhnt erstände Zum Volk der Kraft und Einigkeit. Philipp Trautmann, Landw. Reichenbach i/ Obw. Einst. Wie war es es doch einst so märchengleich, Als man ein Wohnungsamt nicht kannte, Wo jeder Bürger, ob arm oder reich, Sein eigen noch eine Wohnung nannte. Wo's mit Vermieten noch keine Not, Hauswirt und Mieter lebten in Frieden, Und man ohne Sorge ums tägliche Brot Zahlen konnte die Friedensmieten. Die Zeit ist entschwunden, eine neue entstand, Einträchtig wandern durch Deutschlands Gauen Wohnungsnot, Habgier Hand in Hand, Zertrümmertes wieder aufzubauen. Und vom wuchernden Untraut zertrümmert, Nächstenliebe verborrt und verfümmert. Deutsche trinft A. Aften. deutschen Wein und deutsches Bier! Gar Kup ( Ve geb Ver geb Sti Am fen frü bü tio Br ich jol Ei B 3 ei bi & Sonnabend, den 20. Februar 1926. Neue Bücher. Handbuch des guten Tones und der feinen Sitte von K. v. Franten. 52. Auflage, 275 000, Breis geb. t. 3,50. Einwandfreies Benehmen ist bei der heutigen Berwilderung der Sitten notwendiger denn je. Das Buch ist ein Führer in allen Lebenslagen. Das friedensmäßig ausgestattete Buch eignet sich hervorragend zu Geschentzweden, besonders zu Ostern und zur Konfirmation. Rechtsgefühl und Rechtsbewußtjein von Dr. Maz Rüme= lin. Rede gehalten bei der akademischen Preisverteilung am 6. November 1925. Berlag J. C. B. Mohr( Paul Siebec) Tübingen. In dieser Kanzlerrebe wird der Sinn bestimmt, der dem Ausdrud Rechtsgefühl und Rechtsbewußtjein beigelegt wird. Dem Rechtsgefühl voranzugehen hat jedoch das Rechtsbewußtsein, das stets Gemeinschaftsbewußtsein ift. Gustav Freytag. Erinnerungen aus meinem Leben. Der Deutsche Bücherbund, von dessen Gründung wir letthin be richteten, legt uns jetzt sein erstes Wert für 1926 vor. Es ist in ,, Gießener Zeitung" mehrerer Beziehung bedeutsam und wert, auch auf das wirken dieses Verlages furz einzugehen. Was neben der künstlerisch vollkommenen Ausstattung des obigen Wertes besonders aufjällt und Beifall finden muß, ist, daß der Verlag sich gerade diejer Erinnerungen angenommen hat, von denen man bisher kaum wußte, daß sie überhaupt existieren. Mit Recht sagt der Herausgeber, daß diese Lebenserinnerungen sehr zum Unrecht bisher verstedt nur in einer Gesamtausgabe waren und taum neben anderen Lebenserinnerungen genannt wurden. Jeder, der Freytags Romane fennt, wird sich mit Bergnügen in diese töftlichen Aufzeichnungen vertiefen. Der Preis beträgt für Mitglieder des Deutschen Bücherbundes 3 Mart, ein Betrag, der für dieses prächtige Buch äußerst niedrig ist. Der Dertsche Bücherbund hat damit sein gegebenes Versprechen eingehalten, nur bestes zu bieten, jodaß alle Bücherfreunde auf dieses Unternehmen aufmerksam gemacht werden. Ohne gewandtes Benehmen und höfliche Umgangsformen tein Vorwärtstommen. Freiherr von Anigge will in seinem verbreiteten Buch die Menschen sehen, und weiß, daß die Wurzeln taftvollen Benehmens auch tiefer Nr. 8. 9. Jahrg. Neu bearbeitet von Gi liegen: in der Höflichkeit des Herzens. Curt von Weißenfeld unter dem Titel„ Der moderne Knigge". Jedem sei dieses in mehrfarbigem Biedermeierband gebundene Buch empfohlen. Es eignet sich auch als Geschent für jeden jungen Menschen. 214 Geiten. Gebunden 3.-. Verlag von Wilhelm Möller, Oranienburg. Berantwortlich: Christian Klein in Gießen. Cricheint: Gams Bezugspreis 40 Pfg. monatli daktionsschluß früh 8 Uhr. – Für ndung might verlangter Manuftrip Schmerzlos und sicherer als alle neuen Mittel wirkt das alte berühmte Radlauersche Hühneraugenmittel, jeit über 60 Jahren im Handel. Kein Pflaster! Preis 80 Pis Nur echt mit der Aufschrift Radlauers Kronenapotheke, Berlin 24, Friedrichstr. 160. Erhältlich in den größeren Apotheken und Drogerien. 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Schwarze Wolfen z fi gegen die Sonne und stellten Grollen begann in den Wolkenb den und dann kam der Wind und hi X: Morgenpracht verschwand, ängstlich jäsende Blätterdach, Gräfer zit ad der Wald sang ein gauriges St n ein Mechzen und Krachen, ein H Sturm sprang durch das Geäst d inge wie Salme aus dem Boden, ja und die Gassen der Stadt und riß in iten vom Geäft. Es war, als füh renden Glemente aus der Natur Beben, als hieße ihr Schlachtenruf: 2 mrich und schwach und krank iſt. Warum schreibe ich heute zum S Dan Grauen und Tod? Ich war draußen im Walde, sah obersten Bergipigen füßte und den Mo Der Sturm tommen und seinen Kampf geunde und dachte darüber nach, wa So ist es auch im Leben. Im W and, die gesund waren und sich mit ih fujen konnten und nich oberflächlich f Erm bricht nur diese Oberflächlicher Lauen. Und der gleiche Sturm, der Kräftigen und Gesunden, die Tiefgr Stürme sind im Leben die große dar tandhalten kann, dem Zeit Ewigkei hofte abitößt und fein Grauen empf diefes Lebens. Wie es draußen in der der Sturm wird sich legen, die Sonne mg und über Starte und Zerbrochen Lt leuchten. Sablen Dachdeckerarbeiten bi ben deutſchen Steu fowie Neubauten aller Art werden prompt und billig ausgeführt. Gehöre keiner Bereinigung an. Heinrich Meier, Dachdeckergeschäft Walltorstraße 46. la Eiderfettkäje 9 Pfund Mark 6.franko Dampfkásefabrik Rendsburg 209. Haus fabrikation richten wir ein. Dauernde u. sich. Existenz oder Nebenverd Telephon 622. Schriftlichen Nebenerwerb vergibt Berlag J. Graulich, Berlin N. W. 52, Lüneburgerstr. 7. Wir suchen rührige Vertreter Besond. Räume nicht bei der Möbelfund nötig. Ausk. kostenlos. fchaft eingeführt, geg. hohe Provifion Chem. Fabrik Aylsdori Dahmer Quest& Comp. Inh: R. Münkner Zeitz Aylsdort. Spezialfabrik für Stahldrahtmatratzen, Polster waren u. Möbel. 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Kabinett Cuno( üb ftigung der bürgerlichen M rechts), bestehend aus 5 Lauer 13 Monate. 2 DVP., 2 3., 2 DDP., 1 B Dember 1922, Dauer 9 Mon 9. Erstes Kabinett Str Lebend aus 2 DVP., 2 Tr. Luther. Amtsantritt 13. 10. Zweites Kabinett Lion), bestehend aus 1 DV nate. mtsantritt 6. Oftober 192