iswerte 23. C Wäsche Achselschluss Mk.3-2.902.201.95 1.80 $ 3.50 den 6-4.80,425,3.95 1 Hohlsaum en 1 Feston Mk. 3 85,8.20 3... Mk.4.60,376 3.25 6.n Mk. 6.75 ciennespitze, la Qualität en. Mk 550, 5.streift, gute Qualität te Qualität 2.90 3.75 Mk. 7.-, 6.50 Felina 450,250 1.95 Triumph 1.25 zember von 11-6 Uhr geöffnet Teipel - und Wollwaren:: Markt 16 Bahnhofstraße Ernst Challier Giessen nstrumente Grammophone KAPPEL pe Schreibmaschine Maschinenfabrik Kappel Akt: Ges. Chemnitz- Kappel Gießen, Mäusburg 1 4 ntung! mittel, durch eine nochentwickelto tbehren vielfach der salzartigen änzungsstoffe. AMP- SALZ äßige Nahrungsergänzung. Die tägnüchternen Magen kostet Sie nur natürliche Weise das Blut von den orgt für normalen Stoffwechsel und al von Gesundheit, Wohlbefinden und tungsfähigkeit. u 2- in Apotheken u. Drogerien, Schlipköler, Frankfurt a.. ädterlandstr. 93 39. Jahrg. Samstag, den 19. Dezember 1926. Nr. 51. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr- Für Aufbewahrung oder Rüd lenbung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Sturz des Reichskabinetts. Auf Grund der gestrigen Abstimmung des Reichstages, bei der nur die Wirtschaftspartei mit den Regierungsparteien gegen das Mißtrauensvotum stimmte, das mit 249 gegen 171 Stimmen angenommen wurde, beschloß das Reichskabinett, dem Herrn Reichspräsidenten noch heute seine Demission zu überreichen, und beauftragte den Herrn Reichskanzler, dem Herrn Reichspräfibenten die Rücktrittserklärung zu überbringen. Der Herr Reichspräsident nahm die Rüdtrittserklärung entgegen. Er dankte dem Reichskanzler für seine und der Reichsminister bisherige Arbeit und beauftragte den Reichskanzler und die Mitglieder der Reichs= regierung mit der einstweiligen Fortführung der Geschäfte. Der Reichskanzler erklärte fich namens des Kabinetts hierzu bereit. Weihnachtsbeihilfe in Hessen. Darmstadt, 17. 12. In der heutigen Sigung des Finanzausschusses des Hessischen Landtages gab Finanzminister Henrich bekannt, daß den hessischen Beamten gie gleiche Wirtschaftsbeihilfe gewährt werden sollte, wie sie für die Reichsbeamten beschlossen worden ist. Da das Reich hierfür jedoch die Mittel ablehnte, andererseits Hessen hierzu nicht in der Lage war, hat die hessische Regierung eine neue Vorlage ausgearbeitet, wonach den Beamten der Gruppe 1-6 eine einmalige Wirtschaftsbeihilfe ausgezahlt werden soll. Die Vertreter der drei Rechtsparteien traten jedoch für Ausdehnung der Beihilfe für die Gruppen bis 12 ein. In der Abstimmung wurde die Regierungsvorlage abgelehnt, da nach der Verfassung hierfür Dreiviertelmehrheit erforderlich ist. Ein Antrag der Deutschen Volkspartei, die Weihnachtsbeihilfe wie im Reiche zu regeln, wird ebenfalls abgelehnt. Der Antrag der Deutschen Volkspartei, das Plenum für die nächste Woche einzuberufen, das dann darüber zu entscheiden habe, wurde einstimmig angenommen. Ihr weiterer Antrag, den Staatsbeamten von Gruppe 1-12 einen Gehaltsvorschuh in Höhe der Reichsregelung auszuzahlen, wurde angeDas Plenum des Landtages wird sich wahrscheinlich kommenden Dienstag mit der Frage befassen. nommen. Die Reichs- und Staatsarbeiter erhalten einen Wochenlohn. Die gestrigen Verhandlungen im Reichsfinanzministerium über eine Lohnzulage für die Reichsarbeiter führten zu folgender Vereinbarung: Die unter den Tarifvertrag des Reiches fallenden Arbeiter erhalten, sofern sie zwischen dem 1. April und dem 2. Dezember mindestens 90 Tage beschäftigt waren, einen Wochenlohn als einmalige Lohnzulage. Die preußische Regierung hat sich dieser Vereinbarung angeschlossen. Wo bleibt die Finanzreform? Seit Jahren fämpft unter Führung seines Präsidenten, Dr. Hermann Fischer, M. d. R., der Hansa- Bund für Gewerbe, Handel und Industrie für eine Neuordnung des Verhältnisses zwischen Volkswirtschaft und Steuern. Trotz mancher Teilerfolge auf dem Gebiet der Reichsfinanzpolitik während des letzten Jahres ist eine Minderung der öffentlichen Ansprüche an die Steuerpflichtigen nicht erreicht worden. Für die Tatsache, daß die öffentliche Hand in weitestgehendem Umfange als Arbeitgeber und als Kreditgeber der Privatwirtschaft sich zu betätigen vermag, werden fortdauernd neue Beweise der Oeffentlichkeit bekannt. Der Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat vor dem Enqueteausschuß die Gesamtheit der Kassenbestände an öffentlichen Geldern auf etwa 2,5 Milliarden beziffert, während in der Vorfriegszeit alle öffentlichen und öffentlich- rechtlichen Organe mit Kassenbeständen von insgesamt einer Milliarde auszukommen Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedtonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. drosselung die öffentliche Hand zu zwingen, solche privatwirt schaftlichen Werte wieder abzustoßen, die sie in unzweckmäßiger Ausweitung der den öffentlichen Organen obliegenden Aufgaben während der letzten Jahre auf der Grundlage von Steuerüber schüssen erworben hat. Besonders wird dabei betont, welch starker Zusammenhang zwischen der seit 1924 die Wirtschaft drüdenden Steuerüberlastung und der Uebersteigerung der Arbeitslosigkeit in Deutschland be steht. Die Anregung des Hansa- Bundes ist mit dem Gedanken verknüpft, welche starken Entspannungen auch auf dem Arbeitsmarkt sich daraus ergeben müssen, daß man sehr erhebliche Teile des privatwirtschaftlichen Kapitals in der Wirtschaft beläßt. Die in Aussicht genommene Regelung des provisorischen Finanzausgleichs für 1927 beschränkt sich ausschließlich auf eine Besserstellung der Länder und Gemeinden in Richtung auf eine Erhöhung der Steueranteilsgarantie aus den Erträgen der Einkommen und Körperschaftssteuer bzw. Umsatzsteuer. Die Vor lage des Reichshaushaltsplanes für 1927 ist auf ein EinnahmeErträgnis im ordentlichen Haushalt von 8 Milliarden eingestellt, während das Jahr 1926 mit ordentlichen Einnahmen in Höhe Don ,, nur" 7,4 Milliarden rechnete. Deutlich ist also zu erkennen, daß die Finanzpolitik in Deutschland sich darauf einstellt, das gegenwärtige Verhältnis zwischen Bollswirtschaft und Steuern als Dauerzustand erhalten zu wollen. Die vom Hansa- Bund aus erfolgenden Anregungen erscheinen daher besonders beachtlich. Sie werden sicher in allen Kreisen der deutschen Wirtschaft und bei allen denen, die im Interesse der Schaffung dauernd trag barer Grundlagen für die öffentliche Finanzwirtschaft eine wesentliche Einschränkung der öffentlichen Ansprüche für notwendig erachten, weitestgehende Zustimmung finden. * Generalaussperrung in der deutschen Schuhindustrie. Am Freitag kam eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Verbandes der Deutschen Schuh- und Schäftefabriken, zu dem am 16. Dezember 1926 von der Schlichtungskammer des Reichsarbeitsministerium gefällten Schiedsspruch einstimmig zur Ablehnung des Schiedsspruchs und beschloß zur Abwehr der von den Arbeitnehmern ergriffenen Kampfmaßnahmen die Generalaussperrung. Zu diesem Zwede soll einheitlich von sämtlichen Verbandsbetrieben am Mittwoch, den 22. Dezember 1926, die Kündigung der Arbeitnehmer mit Wirkung zum 8. Januar 1927 ausgesprochen werden. * Bestrafung für Paßvergehen. Mainz, 15. Dezember. Im Gegensatz zu der englischen Zone werden im französisch besetzten Gebiet fortgesetzt Paẞkontrollen vorgenommen. Vom Militärpolizeigericht erhielten 43 Personen aus Frankfurt, Berlin, Nürnberg, Düsseldorf, Essen, München, Köln Geldstrafen, weil sie ohne vorschriftsmäßige Personalaus weise ins besetzte Gebier einreisen wollten. Wochenrückblick. Aller Augen richten sich in diesen Tagen nach Genf, dieser herrlich gelegenen Stadt an dem See gleichen Namens. Dort werden die Geschide Europas, die GeSchicke von Millionen und Abermillionen Menschen entschieden. Hoffentlich sind sich alle Delegierten dieser großen Verantwortung bewußt. Für die Außenstehenden bedeuten die herausgegebenen Berichte immer ein großes Rätselraten, da sie meist sehr unbestimmt gehalten sind. Wenn wir auch in der letzten Nummer vor allzu großem Optimismus entschieden warnten, so müssen wir die Verhandlungen doch mit einer Hoffnung begleiten, mit der Hoffnung, daß im Völkerbund der Wille zur Gerechtigkeit da sein möge. Wie alle jungen Gebilde, so hat der Bund gewiß noch seine großen Gebrechen und muß die Feuerprobe in Konfliktsfällen grovermochten. Der Reichstag ist gegenwärtig mit der Verabschiedung eines Nachtragsetats beschäftigt, der zwar formal zum größer, gut bewaffneter Staaten erst bestehen. Wenn er ten Teil auf dem Anleiheweg gedeckt werden soll. Tatsächlich sicht sich aber das Reich angesichts der außergewöhnlich hohen Barbestände, über die es verfügt, in der Lage, aus diesen die Ausgaben des Nachtragsetats zu tätigen und sich den Zeitpunkt daß er dem Deutschen Reiche auch bei den jetzigen Verder Anleiheausgabe völlig vorzubehalten. Die letzte Ausgabe der„ Mitteilungen des Sansa- Bundes für Gewerbe, Handel und Industrie", die kostenlos von der Geschäftsstelle des Hansa- Bundes, Berlin NW 7, Dorotheenstraße 36 III, angefordert werden kann, knüpft an diese Tatbestände die Anregung, der deutschen Wirtschaft für das Etatsjahr 1927 das in den Jahren 1924 und 1925 zugunsten der Fiskalverwaltungen vorenthaltene Reparationsmoratorium wenigstens zu einem Teil zugute kommen zu lassen. Auch der Präsident des Hansa- Bundes hat sich auf der am 4. Dezember stattgefundenen Tagung des Wirtschaftspolitischen Gesamtausschusses des Bundes dafür ausgesprochen, man solle während des Etatsjahres 1927 allen Steuerzahlern bei ihren Zahlungen an Einkommensteuer also Lohn summensteuer und veranlagte Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Grundvermögenssteuer und Hauszinssteuer einen Abzug von 15 Prozent einräumen. Der Hansa- Bund und sein Präsident gehen bei dieser Anregung davon aus, daß der daraus im Jahre 1927 entstehende Einnahmeausfall von 750 Millionen zum größten Teil aus den tatsächlich vorhandenen Barreserven der öffent lichen Hand gedeckt werden kann. Dabei wird aber auch betont, daß man nicht davor zurückschreden solle, durch eine Einnahme ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. Total 12 fg, die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Playvorschriften obne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollflischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. - find. Ein Grund mehr zu seiner Revision. Trotz Völkerbund tauchen aber immer wieder neue Konfliktsstoffe auf. Der schon von jeher unruhige Balkan hat seine Sensation. Zwischen Albanien und Italien wurde ein Vertrag abgeschlossen, durch den sich Jugoslawien bedroht fühlt. Mussolini hat damit seine Politik wieder ein Stück vorwärts getrieben und seine stille Eroberung gemacht. Jugoslavien, das Italien zuliebe seine Verbindungen mit Frankreich gelockert hat, sieht sich von seinem Freunde bedroht. Der Augenminister stellt sein Amt zur Verfügung, und hilfesuchend streckt man seine Arme nach neuen Freunden aus. Paris und damit Frankreich, waren selbstredend bestürzt. Sie trauen schon lange nicht mehr ihrem Freunde" Mussolini. So unter der Hand haben sie aus nichtigen Gründen umgruppiert und starke Truppenaufgebote an die italienische Grenze geworfen. Gewiß nicht zum Zeichen der Freundschaft! In Italien ist die Opposition tot. Sie fann nicht mehr wagen, aufzutreten. Die Hetze gegen ihre früheren und heutigen geheimen Führer wird fortgesetzt. Man scheut nicht vor Mord und Brandstiftung zurück. Ja, man glaubt noch ein gutes Werf zu tun. Ist denn in diesem Land, das doch die Spike des Katholikentums, den Papst, beherbergt, fein Funke christlichen Gefühls mehr vorhanden? In Berlin, dem Reichstag und der Regierung friselt es einmal wieder. Arme Regierung, die auf Eiern lauf muk, jeden Augenblid gewärtig, durch ein Mißtrauensvotum zu der Armee der pensionierten Minister gejagt zu werden! Selbstredend müssen sich die Parteien und ihre Blätter auch möglichst naiv benehmen. Ein typisches Beispiel sind die Enthüllungen des„ Vorwärts" über deutsch- russische Waffenlieferungen gerade in dem Augenblick, in dem in Genf die so überaus wichtigen Verhandlungen beginnen! Wenn auch eine englische Zeitung den Anfang gemacht hat, so war es doch nicht nötig, die zurüdliegende Angelegenheit so start aufzu bauschen. Auf die Botschafterkonferenz dürften der= artige Untlugheiten ihre Wirkung nicht verfehlen. Dazu kommt auch noch in demselben Augenblick der russische Außenminister Tschitscherin und nennt den Völkerbund eine Mausefalle, in die Rußland nie ginge, und macht lebhafteste Propaganda gegen England. Die Rede, in Rußland gehalten, wäre nicht schlimm, es aber in Deutschland während Völkerbundsverhandlungen zu tun, diskreditiert uns. In Hessen schweigen sich die Koalitionsblätter über ihren Sieg" ziem lich aus. Dafür hat in der Zentrumspresse eine ganz gewaltige Agitation gegen die Volksgemeinschaft eingesetzt. Allen voran marschiert das Mainzer Journal", das sich in der Behandlung des einen Flugblattes garnicht genug tun kann und alle paar Tage seine Leser mit neuen Artikeln füttert. Wir trösten uns mit dem Spruche: Das wird von dem einen gelobt, wogegen der andere tobt. das tut, kann er zu dem segensreichsten Instrument werden, das die Menschheit bis jetzt bildete. Hoffen wir, handlungen zum Segen gereiche. Die Genfer Diplo maten der großen Staaten sind sich ja anscheinend viel einiger und viel eher bereit sich zu verständigen, als die von militärischem Geist durchdrungene Botschaftertonferenz, der siegreiche Generäle unserer ehemaligen Gegner zu gern ihren Stempel aufdrüden wollen. Es tut ihnen anscheinend leid, daß die Atmosphäre von 1919 oder 1923 nicht mehr besteht. Letzten Endes wird aber doch die Bernunft siegen müssen, ob die Botschafter konferenz dabei mittun will oder nicht. Auch sie ist in gewissem Sinn dem Völkerbund und damit den dortigen Delegierten unterstellt. Stresemann und Briand dürften ihr Möglichstes tun, um die Aera der Verständigung nicht zu gefährden. Sehr geschidt spielt in die Tagung hinein die Verleihung des Friedensnobelpreises seitens Echwedens an Stresemann und Briand als die Hauptfriedensträger der letzten Jahre. Diese Auszeichnung dürfte ihren Einfluß auf den Geist der Genfer Tagung ebenfalls nicht verfehlen. Intereffant ist ja auch, daß zur gleichen Zeit Meldungen durch die Blätter laufen, die von Geheimklauseln des Verjailler Vertrags handeln und bis jetzt nicht dementiert Bericht über die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im Monat November 1926. Von der Pressestelle beim Reichsverband des deutschen Handwerfs wird uns geschrieben: Die Entwicklung der Wirtschaftlichen Lage im Monat NoDember hat vielfach die Erwartungen des Handwerks enttäuscht. Mit der Belebung der Industrie hat die innere Konsumtraft der Bevölkerung noch nicht zugenommen. Zwar ist eine Verschlechterung der Lage des Handwerks nicht eingetreten, aber es sind beträchtliche Verschiebungen in der Belebung des Geschäftsganges einzelner Handwertszweige festzustellen. Zum Teil hängt diese Erscheinung damit zusammen, daß für sommerliche Saisongewerbe die stille Zeit begonnen hat und dafür andere Herbst- und Wintersaisongewerbe in ihre Saison eintreten. Infolge der gün stigen und verhältnismäßig warmen Witterung ist zu beobachten, daß das Baugewerbe überall dort, wo noch Anträge zur Ver teilung gelangt find, in Tätigkeit ist, während besonders für das Bekleidungsgewerbe das Einsetzen der Aufträge auf Winter- und Herbstkleidung noch auf sich warten läßt. Von denjenigen Handwertszweigen, für welche besonders Weihnachtsaufträge in Frage kommen, wird berichtet, daß die sonst schon im November eintretende Belebung nicht Platz gegriffen hat. Man sieht in diesen Handwerkszweigen dem Weihnachtsgeschäft allgemein start pessimistisch entgegen. Es wirft sich hier der Geldmangel weiterer Boltstreise noch) allgemein aus. Nachteilig wirkt für das Handwerk auch das Vorgehen großer Kauf- und Warenhäuser, die mit ihren Serien- und Ausnahmewochen die Käufer auch für solche Erzeugnisse, die an und für sich zum Herstellungsbereich des Handwerks gehören, heranzuziehen suchen. Als neuestes Zugmittel tommt augenblicklich die sogenannte Konjumfinanzierung hinzu, der man sich in einigen Großstädten mit besonderem Eifer hingibt, um das stodende Geschäftsleben wieder in Gang zu bringen. Daß durch diese Art Einlaufs das Interesse der Käufer und der Allgemeinheit gewahrt ist, wird im Handwerk entschieden bestritten. Vor allem erscheint es als ein großer Irrtum, daß es auf diese Weise möglich wäre, grundsätzlich die gesunkene Kauftraft zu heben. Das Handwerk geht mit den Vertretungen des Sanbels einig, vor diesem Finanzierungssystem zu warnen. Sonnabend, den 18. Dezember 1926. Dertliche Abweichungen der wirtschaftlichen Lage sind be dingt durch besonders günstige Berhältnisse entweder der örtlich ansässigen Industrie oder der Landwirtschaft oder wie 3. B. im Bezirk der Handwerkskammer Aurich durch die Verheerungen der legten Sturmflut, die dem Handwert für Monate hinaus Instandsegungsarbeiten verschafft hat. Auf der anderen Geite ist eine Verschlechterung des Geschäftsganges eingetreten, wo die Landwirtschaft unter Mißernte oder gänzlicher Bernich tung der Erträgnisse des Landes zu leiden hat. Auch die Grenz gebiete und besonders die an das Gaargebiet grenzenden Landstriche leiden nach wie vor unter sehr startem wirtschaftlichen Drud, so daß durchgreifende staatliche Maßnahmen erforderlich erscheinen. Schleppender Eingang der Zahlungen und starte gegenseitige Konkurrenz erschweren die Lage. Noch immer wird über die Submission der Behörden getlagt. Es wird z. B. berichtet, daß in einer Stadt die von der Bauverwaltung festgelegten Richtpreise der Ausschreibung zugrunde gelegt wurden. Die Richtpreise stellten sich als die niedrigsten Preise der vorherigen Ausschreibung heraus. Schwierigkeiten bereitete die Abwidlung der Steuerzahlung. Das gilt besonders für die Nachzahlung auf die Vermögenssteuer, die, zum Teil auf das Jahr 1925 zurüdgehend, Ansprüche an die Finanzkraft der einzelnen Handwerksbetriebe stellt, benen diese bei den gegenüber 1925 start zurüdgegangenen Wirtschaftserträgnissen nicht gewachsen sind. In Württemberg herrscht besonders große Befürchtung gegenüber dem neuen Grund- und Gebäudesteuergesez sowie gegenüber den erheblichen Erhöhungen des neuen Gewerbesteuergesetzes. Die Abänderungsvorschläge des Handwerks fanden bislang feine Berücksichtigung. Es wäre sehr zu wünschen, wenn diejenigen, die über die Steuer beschließen, auch selbst an ihrem Aufkommen beteiligt werden. Lokales. Sonntagsplauderei. Feiert mit dem Herzen Weihnachten! Das herrlichste aller christlichen Feste, das liebe Weihnachtsfest naht. Und gerade da bietet sich so reichlich Gelegenheit, Wohltaten zu üben und Freude zu bereiten. Viele Menschen glauben genug getan zu haben, wenn sie an einige Vereine den üblichen Betrag zahlen und auch wohl ihr Dienstpersonal reichlich bedenken. Nun ja, das ist gut und edel gehandelt. Aber wie unendlich mehr herzliche Freude würde so mancher Geber und so manche Geberin empfinden, wenn das Herz dabei beteiligt wäre! Wohl gibt es Menschen, die sich über nichts mehr recht freuen können. Gie sagen, daß ihnen Weihnachten nur Mühe, Sorge und Unkosten bringe, und daß sie froh sein werden, wenn es wieder der Vergangenheit angehören wird. Das sind arme Menschen. Wohl denen, die zur wahren Festfreude gelangen und wahrhaft frohe Weihnachten feiern! Nur die werden es lönnen, die cin en: p= fängliches Herz der Weihnachtsbotschaft entgegenbringen Glaube nur niemand, dazu nicht mehr imstande zu sein; mag die Fähigkeit zum Frohsinn auch von Wolfen umgeben sein forsaje nur nach in deinem Herzen, das Totgeglaubte wird zu neuem Leben crstehen, dann wird dir das Verständnis für Weihnachten für dein Herz aufgehen. Die Zeit des Mitleids und der Güte werden die Wochen vor Weihnachten genannt, und deshalb wollen wir auch um uns blicken, nicht nur an uns und unsere Lieben denken, sondern auch der Armen, die sich selbst keine Weihnachtsfreude bereiten können. Dazu sind gar nicht immer besonders große Ausgaben erforderlich. Selbst die weniger bemittelte Hausfrau kann sich diese Weihnachtsfreude gönnen. Sehen wir z. B. unsere Garderobe durch, da finden wir gewiß so manches, das sich für diesen Zwed ganz vorzüglich eignet und womit wir noch große Freude bereiten können. Am besten geht man beizeiten ans Werk, legt sich die zum Verschenken bestimmten Kleidungsstücke zurecht, überlegt dann, für wen dies oder das wohl passen könnte Warum ist es notwendig, die Blinden erwerbsfähig zu machen, und wie wird dieses Ziel erreicht? Wenn ich zu dieser Frage das Wort ergreife, so geschieht es deshalb, weil mir das Wohl meiner Schicksalsgenossen sehr am Herzen liegt. Ich bin selbst durch Kriegsverletzung erblindet und seit 1920 als Lehrer an der Hessischen Blindenanstalt zu Friedberg tätig, stehe also stets mit Blinden in engster Fühlungnahme. Infolgedessen bin ich mit der Blindheit und ihren Folgen genau vertraut. Aber auch die Mittel und Wege habe ich kennen gelernt, die dazu angetan sind, die furchtbaren Wirfungen der Erblindung ganz beträchtlich herabzumindern und den Blinden ihr schweres Los erträglich zu gestalten. Darun gerade betrachte ich es als eine selbstverständliche Pflicht, die Ceffentlichtert ü: er obige Frage cufzuklären und ganz besonders den Gilt en uno Erziehungsberechtigten blinder Kinder zu zeigen, eles er größte Liebesdienst ist, den sie ihren vom Schicksal so schwer heimgesuchten Pfl pr befohlenen erweisen können, ja zu erweisen unter allen Umständen verpflichtet sind. Die Folgen der Erblindung sind ungemein schwer. Rein äußerlich zeigen sie sich schon dadurch, daß die Blinden in ihrer Bewegungsfreiheit ganz erheblich behindert sind. Weit folgenschwerer aber sind die Wirkungen der Erblindung auf das seelische Leben. Deren Bedeutung in ihrem vollem Umfang zu erfassen, ist einzig und allein nur den Blinden möglich. Ich will jedoch davon absehen, die seelischen Einwirkungen der Blindheit einer eingehenden Betrachtung zu unterziehen. Vielmehr soll es meine Aufgabe sein, zu zeigen, wie dieselben in ihren Folgen wesentlich vermindert werdenen. - 17 Gießener Zeitung" und dann an die Arbeit! Wie so manche Stunde wird oft i unnüz verbracht; hier heißt es ein gutes Wert tun. Das Kleidungsstück, z. B. einen noch ziemlich gut erhaltenen Mantel läßt man erst gut flopfen und bürsten, versieht ihn mit Knöpfen, im Falle diese fehlen, bessert alle sonstigen Schäden sauber aus, und die arme aber bescheidene Arbeiterfrau, die im Hinterhaus mit ihrer Familie ein ziemlich fümmerliches Leben führt, wird eine herzliche Freude daran haben! Fügst du nun gar noch einige Kleinigkeiten hinzu, füllst du die Taschen mit Kaffee, Zucker oder einer fleinen Wurst und schicht mit dieser Gabe dein Töchterchen zu der armen Frau, so wirst du reichen Segen ernten, hast du doch ein armes Menschenherz erfreut! Und auch dein Töchterchen zieht Vorteil daraus, denn es lernt schon beizeiten, wohlzutun und andere erfreuen. Also, gedenket der Armen! Alle, die ihr erwachsene Töchter habt, laßt sie teilnehmen an dem Werk der Barmherzigkeit, sorgt, daß sie in den Stunden, die sie sonst müßig verplaudern, die Hände fleißig regen; denn es gibt so viele Bedürftige, fleine und große, und es ist der Mühe wert, auch die Minuten zu benutzen. Das befriedigende Gefühl, Wohltaten erwiesen zu haben, beglüdt und erfreut das Herz und man bereitet sich dadurch selbst die reinste und schönste Weihnachtsfreude! Soll der von der Tücke des Schicksals mit Bundheit geschlagene Mensch zeitlebens unter den furchtbaren Folgen der Erblindung leiden? Nein und abermals nein! Es gibt Mittel und Wege, diese Schäden bis zu einem gewissen Grade zu beseitigen. Ich bin selbst als Blinder diese Wege gegangen und fasse die dabei gemachten Lebenserfahrungen in die Sätze zusammen: Erziehe die Blinden zu brauchbaren Bürgern! Mache sie zu nützlichen Gliedern der menschlichen Gesellschaft! Befähige sie zur Leistung nutz und verdienstbringender Arbeit! Hinweg mit dem Vorurteil, mit dem man uns Blinde zu Menschen zweiter Klasse herabwürdigt und uns den Stempel menschlicher Minderwertigkeit aufdrückt! Wir fordern von un* Die Milchbehandlung im Haushalt. Die Milch ist eines der hochwertigsten Nahrungsmittel im Haushalt, denn ein Liter Milch hat den Nährwert wie 7-8 Hühnereier oder 1 Pfund mageres Rindfleisch. Aber die Milch ist auch ein sehr empfindfiches Nahrungsmittel, das einer ganz besonderes pfleglicen Behandlung bedarf, wenn man es vor allzu raschem Verderb schützen will. Der Milchtopf muß täglich gründlich mit Soda gereinigt werden, Milchstein darf sich nicht ansetzen. Als Milchtopf verwende man keine eisernen Töpfe, sondern solche mit gutem Emaille- Ueberzug. Kurz vor dem Eingießen der Milch in den Milchtopf schwenke man diesen mit klarem Wasser aus, um ein Anbrennen zu verhindern, falls man die Milch zu tochen wünscht. Eine Asbestplatte unter den Topf gelegt, verhindert ebenfalls das Anbrennen. Wenn man die Milch auftocht, so soll man dies möglichst schnell machen und nur einmal furz auftochen lassen. Ein langes Kochen vermindert die Nährkraft der Milch. Nach dem Kochen ist die Milch so schnell als möglich abzukühlen. Man kann den Milchtopf in faltes Wasser stellen ( möglichst fließendes Wasser) und die Milch muß von Zeit zu Zeit umgerührt werden, sodann ist sie weiterhin an einem fühlen, luftigen Ort aufzubewahren. Der Milchtopf ist zuzudecken, damit kein Staub und keine Fliegen hineingelangen. Da Milch leicht fremde Gerüche annimmt, darf die Aufbewahrung nicht in der Nähe von Heringen, Petroleum, Essig, Räucherwaren, Fischen usw. erfolgen. Aus der Stadtverordnetensitzung. Das Stadtparlament bewilligte in einer Sitzung am 16. Dezember die Ausführung verschiedener Notstandsarbeiten, wofür 40 000 M zur Verfügung gestellt wurden. Als Winterbeihilfe für die Fürsorgeempfänger, ferner für die Erwerbslosen und Kurzarbeiter wurde der Betrag von 42 000 M bewilligt. Die Weihnachtsbeihilfe für die städtischen Beamten wird in gleicher Höhe gewährt wie die Beihilfen, die das Reich seinen Beamten gewährt. Mit dem Ausbau des Flughafens ( Bau eines Flughafengebäudes und einer Rollbahn u. a.) erflärte man sich einverstanden. Für den Straßenausbau wird eine Summe von rund 65 000 M bewilligt. Auch die Straßenbeleuchtung soll eine Verbesserung erfahren, wofür 90 000 M bewilligt werden. Verschiedene Schulhäuser erfahren eine Umbenennung. Die Stadtknabenschule an der Nordanlage heißt in Zukunft Pestalozzischule, die Stadtmädchenschule in der Schillerstraße Schillerschule und die Bezirksschule Westanlage Goetheschule. Des weiteren wurde eine ganze Reihe neuer Straßenbenennungen beschlossen. seren sehenden Mitmenschen, daß sie uns als vollwertige und gleichberechtigte Glieder in die Gemeinschaft der Menschen auf nehmen. Zu dieser Forderung sind wir berechtigt, weil wir tatsächlich in der Lage sind, den Kampf ums Dasein mit eigener Kraft zu führen, und zwar dadurch, daß wir der Allgemeinheit und damit uns selbst einen Dienst erweisen fönnen, indem wir nutbringende Arbeit leisten. Wir wollen uns nicht durch Almosen und Bettelpfennige einen fümmerlichen Lebensunterhalt sichern! Einzig und allein durch Arbeit wollen und können wir uns und unserer Familie ein menschenwürdiges Dasein gewähr leisten. Arbeit bietet uns neben materiellen Vorteilen hohe ideelle Güter. Nur die Arbeit tann uns die innere Zufriedenheit, das Unterpfand jeglichen Lebensglücks verschaffen. So können auch wir arbeitende Blinde lebensfrohe und glückliche Menschen sein. Edeldenkende Menschen haben längstens die Wege zu diesem Lebensglück der Blinden gefunden. Erziehung zu charaktervollen Persönlichkeiten, geistige Ausbildung und Erwerbs befähigung sind die drei Faktoren, die zur Erreichung dieses Zieles führen. Sie finden vollste Beachtung in den für die Blinden zum Zwede einer geistigen und technischen Ausbildung geschaffenen Blindenanstalten. Nr. 51 Neuordnung der evangelischen Kirchengemeinde Gießen. Da die Zahl der hiesigen evangl. Kirchengemeindemitglieder gewachsen ist, hat das Landeskirchenamt vorgeschlagen, in Gießen zwei weitere evang. Geistliche anzustellen. Der Kirchenvorstand hat hierüber allerdings noch Beschluß zu fassen. Was bedeutet die Gründung dieser Institutionen für die Blinden? In ihnen finden alle pädagogischen Mittel Anwen dung, die geeignet sind, die Blinden zu charaktervollen Persön lichkeiten zu erziehen. Durch einen guten Schulunterricht ist für eine geistige Entwicklung und Ausbildung in weitestem Maße gesorgt. Besondere Unterrichtsmethoden sowie Anwen dung der für den Blindenunterricht geschaffenen besonderen Hilfsmittel verschaffen den Blinden einen Bildungsgrad, welcher dem eines Schülers der Volksschule gleichkommt. Gelehrt wer den in der Blindenschule alle Fächer, die der Lehrplan der Volksschule aufweist. Mit der Schule ist eine Lehrwerkstätte verbunden, in welcher die schulentlassenen Blinden in einem für sie geeigneten Handwerk gründlich unterwiesen werden.( Stuhl= flechten, Korbflechten, Herstellen von Bürstenwaren aller Art.) Auf diese Weise geistig und technisch ausgerüstet, tritt der 18- bis 20jährige Blinde ins Leben, um aus eigener Kraft den schweren Daseinskampf zu führen, den notwendigen Lebensunterhalt sich selbst zu beschaffen. Welch ein Segen für den Blinden! Sich und seine Familie selbst zu ernähren, ohne auf die Mildtätigkeit * Bon der Landesuniversität. Die Zahl der immatrikulierten Studierenden im Wintersemester 1926/27 beträgt 1326( hiervon 69 Studentinnen), die der immatrikulierten Hörer auf 25. Hinzu tommen noch 114 Gasthörer und 77 Gasthörerinnen, sowie 2 Hoipitantinnen, insgesamt also 1544 Studierende. * Die Sonntagsfahrkarten für die Festtage gelten bereits ab Donnerstag, 23. Dezember, mittags 12 Uhr, und verfallen am Montag, 27. Dezember, vormittags 9 Uhr, bis zu welchem Zeitpunkt die Rüdjahrt wieder angetreten sein muß. * Der Schalter- und Bestelldienst der Bost zur Weihnachtsund Neujahrszeit ist folgender Sonntag, den 19. Dezember; wie Sonntags mit Paletannahme beim Postamt 1( Bahnhofstraße) von 8 bis 12 Uhr vorm., die Ortsgeld- und Landzustellung fällt aus, doch ist eine Baketzustellung( vormittags). Freitag, den 24. Dezember, Schalterdienst von 8 bis 12 Uhr vorm., 2 bis 4 Uhr nachm. für alle Sendungen; von 4 Uhr nachm. ab nur noch für Telegramme, Gespräche und Abgabe von kleinen Mengen Postwertzeiden. Die sonst an Werktagen noch vorgenommene Brieftastenleerung nach 7 Uhr nachm. fällt aus. Samstag, den 25. Des Jember( 1. Weihnachtstag): Wie an Sonntagen, doch kommen eine Ortspaket und eine Landzustellung für Briefe und Pakete nach allen Landorten zum Austrag. Am Sonntag, den 26. Des zember( 2. Weihnachtstag): fällt jede sonst übliche sonntägliche Postzustellung aus. Samstag, den 1. Januar 1927( Neujahrstag): Wie an Sonntagen mit einer Briefzufstellung nach allen Landorten. Sonntag, den 2. Januar 1927: Wie an Sonntagen, doch fallen Ortsgeld, Ortspaket- und Landzustellung aus. * Die Polizestunde ist für alle Städte und Landgemeinden des Volksstaates Hess auf 12 Uhr nachts, für Sonn- und Feiertage und deren Vorabende auf 1 Uhr festgesetzt worden. ★ „ Hundesteuer in Hessen." Es dürfte vielen Hundebesitzern nicht unwillkommen sein, wenn wir an dieser Stelle darauf aufmerksam machen, daß die im Laufe dieses Jahres abgeschafften Hunde bis spätestens zum 31. Dezember Ifd. Js. bei der zustän digen Bürgermeisterei abzumelden sind. Wird die Abmeldung erst nach dem 31. Dezember bewirkt, so ist die Hundesteuer für das folgende Jahr weiter zu entrichten. Wer ferner am 1. Januar selbst gezüchtete junge Hunde im Alter von unter drei Monaten besitzt, wird entweder gleich oder nachträglich zur Hunde steuer für das kommende Jahr zugezogen. Nur wenn nach gewiesen wird, daß ein junger Hund vor Erreichung des Alters von, 3 Monaten zu Grunde gegangen oder nach Orten außerhalb Hessens veräußert worden ist, tritt Steuerbefreiung ein. * Krüppelheimbau- Lotterie. Der Hessische Herr Minister des Innern hat dem Hessischen Fürsorgeverein für Krüppel in Darmstadt E. V. die Genehmigung zur Veranstaltung einer Wohlfahrtslotterie zu Gunsten der Errichtung eines Krüppelheims mit Klinik und Forschungsinstitut am Sihe der Hessischen Landesuniversität erteilt. Die Verhandlungen des Vereins wegen Errichtung einer derartigen Anstalt begannen bereits vor dem Kriege. Die Arbeit des Fürsorgevereins erstreckt sich über ganz Hessen. Jährlich werden durch den Verein und durch die mit ihm verbundenen unentgeltlichen ärztlichen Fürsorge- und Beratungsstellen etwa 400 Körperbehinderte einer Heilung zu= geführt. Dabei geht die ganze Tätigkeit lediglich von dem Gesichtspunkte aus, unglüdlichen Menschen zu helfen. Die Arbeit ist fr von jedem konfessionellen oder sonstigen Einschlag. Jeder, der ein Los für die Krüppelheimbau- Lotterie erwirbt, sollte daran denken, daß er einer guten Sache ein Opfer dargebracht hat. Auf jedem Weihnachtstisch eines gefunden Kindes sollte kein Los für seine bedrängten Kameraden fehlen. seiner Mitmenschen angewiesen zu sein, ist wahrlich ein großes Glück im Unglüd. Eltern und Erziehungsberechtigte blinder Kinder! Wollt ihr euren Kindern die Pforten des Glüdes verschließen? Wollt ihr, daß der Schatten der Blindheit mit seinen Folgen zeitlebens schwer auf ihnen lastet? Nein und nochmals nein! Jst es nicht eure höchste und heiligste Pflicht, für das leibliche und seelische Wohl eurer blinden Kinder zu sorgen und ihre Zukunft sicherzustellen? Ist es nicht für euch selbst ein Trost und eine Be ruhigung, wenn ihr wißt, daß euer blindes Kind sein schweres Los leichter zu ertragen vermag, wenn es erwerbsfähig ist und sich dadurch selbst versorgen fann? Darum laßt die Lichtlosen des Segens teilhaftig werden, der durch Erziehung und Unterricht in der Blindenanstalt ausgestreut wird. J. Kranz, Blindenlehrer. * Vorweihnachten. Von Otto Bromber, Dresden- Laubegaft. Nun steigt der Weihnachtswichtelmann Von Aft zu Aft am Tannenbaum Und steckt die vielen Lichter an, Die wir schon sah'n vielleicht im Traum. Nachis flattert Engel Floden weiß, Der seine kleinen Scherze treibt, Schwirr- schwirt durchs grüne Nadelreis, Wo manches Goldhaar hängen bleibt. Die Welt ist voll Frohloden Ei ja! Bald rufen Weihnachtsglocken: Der Christ ist da! Dem Kinde schwebt der Tannenbaum Zur Nacht wohl überm Federbett, Bub oder Mädel ruft im Traum: Wenn ich doch dies und jenes hätt'! Herr Ruprecht, lieber, guter Mann, Sei nicht so still und jag' uns doch: Wann endlich kommt das Christkind an? Wir alle, alle warten noch... Wir warten alle, alle Ei ja! Daß es im Hause schalle: Sonnabend, den 18. Die Ausbesserungsarb Fratfurter Straße find been hr wieder freigegeben word - Eine oberheffche Gen und Gewerbe Gelegenheit g werbl. Fleißes vor die breite Juni 1927 in Gießen geplant Ravalleriftentag in Gi peranjtaltet der Kavallerie Be rigen Bestehens einen Ravalle all von Madenfen nicht nur dern auch sein Erscheinen in 2 * Seinen 80 Geburtstag Kirchendiener i R. Herm. Ho 1870 71 und erfreut sich nod Frische * Gin Autozusammenstoß Ge Gartenstraße und Ludwi ich mit dem Kraftwagen des mit 4 Personen besetzt war sammenstoßes war so groß, daß im Begen auf das Trottoir f Shütte unter den Wagen zu lie fiel um; die Insassen blieben g Schätte einen Oberkieferbrudh erlitt und von der Freiw- Ga zugeführt wurde. Die beiden abgeschleppt. Das Autounglück im Aug angejahren wurde, daß er seinen fein gerichtliches Nachspiel. An hiesigen Arztes und ein Fah wurden. Aus Nah Lang- Göns. Bürgermeiste niedergelegt. Niederbessingen. Die hiest den Lehrer Kreis besetzt worden Buzbah. Hier ist die Erö plant, welche die Dörfer Poh Cleeberg, Griedelbach, Brandol felden, Espa nach Butzbach ver Friedberg. Die Turnerju veranstaltete in ihrer Turnha licher Handarbeit, die sich eine Ruppertsburg. Schreinert dieser Tage das Fest der golde Büdigen. Die Stadtverr belebung der vernachlässigten S im nächsten Frühjahr soll als als Krämermarkt abgehalten ist eine Brämiierung und Ber Rieder- Gemüden. Det e Treibern und einer recht anse ziges Häslein zur Strede geb Alsfeld. Das Hofgut Do heimgesucht. Es verbrannten Zentner Hafer und 2000 Zent Gedern. Die Stadt plan gebäudes in der Nähe des B Midda. Der von der Sta infolge der Ungunst der Zeit Darmstadt. Einige 16deten vergangene Woche ein damit eine Sprigtour. Ber wieder gefaßt und der besorgt in Eubigheim abholen. Bensheim. Hier wurder fallen und einer davon durch ins Krantenhaus eingeliefert Frankfurt. Das Stadtpa vertrag mit der Gemeinde neuen Eingemeindung tritt millionenftädte. Groß- Altenstädten( Weite Bolthaus einen Rundfunk- A Ortseinwohner freien Zutrit Raunheim. Seit einiger Garbenheim, Hermanstein u einzugemeinden. Frankfurt. Hier tagte an jammlung des Landesverban die sehr stark besucht war. Kassel. Hier wurde der Landesverrats zu einm Jahr Kajjel. Hier wurde ein 1200. bejtohlen. Das Geld fuchung in der Wohnung de werben. Ueber Bücher, Les Zwei Männer gingen d Bahnhofes, zwei Freunde, ein hon fast die Ausgangstüre zwei Knaben, die in einer 2 lajen. Sie waren ganz nah Arm über die Schultern des gemeinjam, voller Eifer und Der Lehrer lächelte.„ Die beiden lesen," sagte er 3 Der Architekt war eine Knaben, zog die Augenbraue dag die beiden Burschen, die glänzenden Augen lesen, irg eine sentimentale, überfüßlid rung heroorloden soll, oder Str. 51 er evangelischen Kirchengemeinde Giegen. en evangl. Kirchengemeindemitglieder ge= andeskirchenamt vorgeschlagen, in Gießen eistliche anzustellen. Der Kirchenvorstand noch Beschluß zu fassen. universität. Die Zahl der immatrikulierten terjemester 1926/27 beträgt 1326( hieroon Der immatrikulierten Hörer auf 25. Hinzu hörer und 77 Gasthörerinnen, sowie 2 Hot also 1544 Studierende. rtarten für die Festtage gelten bereits ab nber, mittags 12 Uhr, und verfallen am Dormittags 9 Uhr, bis zu welchem Zeit ieder angetreten sein muß. nd Bestelldienst der Post zur WeihnachtsIgender Sonntag, den 19. Dezember; wie mahme beim Postamt 1( Bahnhofstraße) 1., die Ortsgeld- und Landzustellung fällt zustellung( vormittags). Freitag, den 24. st von 8 bis 12 Uhr vorm., 2 bis 4 Uhr ngen; von 4 Uhr nachm. ab nur noch für und Abgabe von kleinen Mengen Bost an Werktagen noch vorgenommene Briefr nachm. fällt aus. Samstag, den 25. De ag): Wie an Sonntagen, doch kommen e Landzustellung für Briefe und Balete um Austrag. Am Sonntag, den 26. Deag): fällt jede sonst übliche sonntägliche istag, den 1. Januar 1927( Neujahrstag): t einer Briefzustellung nach allen LandJanuar 1927: Wie an Sonntagen, doch afet- und Landzustellung aus. ist für alle Städte und Landgemeinden uf 12 Uhr nachts, für Sonn- und Feierde auf 1 Uhr festgesetzt worden. Dessen." Es dürfte vielen Hundebesitzern , wenn wir an dieser Stelle darauf aufe im Laufe dieses Jahres abgeschafften m 31. Dezember lfd. Js. bei der zustän bzumelden find. Wird die Abmeldung nber bewirkt, so ist die Hundesteuer für er zu entrichten. Wer ferner am 1. Jange Hunde im Alter von unter drei MoJeder gleich oder nachträglich zur Hundede Jahr zugezogen. Nur wenn nachjunger Hund vor Erreichung des Alters nde gegangen oder nach Orten außerhalb en ist, tritt Steuerbefreiung ein. -Lotterie. Der Hessische Herr Minister Sessischen Fürsorgeverein für Krüppel in Genehmigung zur Veranstaltung einer Gunsten der Errichtung eines KrüppelForschungsinstitut am Sitze der Hessischen 1. Die Verhandlungen des Vereins we erartigen Anstalt begannen bereits vor it des Fürsorgevereins erstreckt sich über werden durch den Verein und durch die unentgeltlichen ärztlichen Fürsorge- und 400 Körperbehinderte einer Heilung zue ganze Tätigkeit lediglich von dem Gedlichen Menschen zu helfen. Die Arbeit fionellen oder sonstigen Einschlag. Jeder, rüppelheimbau- Lotterie erwirbt, sollte iner guten Sache ein Opfer dargebracht nachtstisch eines gesunden Kindes sollte ingten Kameraden fehlen. gewiesen zu sein, ist wahrlich ein großes ungsberechtigte blinder Kinder! Wollt Pforten des Glüdes verschließen? Wollt er Blindheit mit seinen Folgen zeitlebens Nein und nochmals nein! Ist es nicht te Pflicht, für das leibliche und seelische nder zu sorgen und ihre Zukunft sicherfür euch selbst ein Trost und eine Bezt, daß euer blindes Kind sein schweres vermag, wenn es erwerbsfähig ist und gen kann? Darum laßt die Lichtlosen erden, der durch Erziehung und Unterricht isgestreut wird. J. Kranz, Blindenlehrer. * Forweihnachten. Bromber, Dresden- Laubegaſt. r Weihnachtswichtelmann t am Tannenbaum vielen Lichter an, ſah'n – sielleicht im Traum, t Engel Flodenweiß, inen Scherze treibt, r durchs grüne Nadelreis, Soldhaar hängen bleibt. oll Frohloden Seihnachtsgloden: da! chwebt der Tannenbaum ohl überm Federbett, idel ruft im Traum: h dies und jenes hätt'! t, lieber, guter Mann, till und sag' uns doch: tommt das Christkind an? warten noch... alle, alle- Sonnabend, den 18. Dezember 1926. Die Ausbesserungsarbeiten am Bahnübergang in der Frankfurter Straße find beendet und die Straße ist für den Ber tehr wieder freigegeben worden. Eine oberhessische Gewerbeausstellung, die dem Handwerk und Gewerbe Gelegenheit geben soll, mit den Erzeugnissen ge= werbl. Fleißes vor die breite Oeffentlichenfeit zu treten, ist für Juni 1927 in Gichen geplant. * Kavalleristentag in Gießen. Am 7., 8. und 9. Mai 1927 Deranstaltet der Kavallerie Berein Gießen anläßlich seines 20jährigen Bestehens einen Kavalleriftentag, zu dem Generalfeldmar schall von Radenfen nicht nur das Brotektorat übernommen, sonbern auch sein Erscheinen in Aussicht gestellt hat. * Seinen 80. Geburtstag beging gestern der evangelische Kirchendiener i. R. Herm. Hoffe. Der Jubilar ist Veteran von 1870/71 und erfreut sich noch guter geistiger und fürperlicher Frische. * Ein Autozusammenitoj ereignete fich am Mittwoch mittag Ede Gartenstraße und Ludwigstraße. Ein fleiner Opelwagen stich mit dem Kraftwagen des Generalagenten Reinschmidt, der mit 4 Personen besetzt war, zusammen. Die Wucht des Zufammenstoßes war so groß, daß der Opelwagen sich überschlug und im Begen auf das Trottoir stürzte, wodurch der Fahrer Horst Schütte unter den Wagen zu liegen tam. Auch der andere Wagen fiel um; die Infaffen blieben glüdlicherweise unverletzt, während Schütte einen Obertieferbruch und andere Gesichtsverletzungen erlitt und von der Freim Sanitätstolonne der Chirurg. Klinik zugeführt wurde. Die beiden Wagen wurden schwer beschädigt abgeschleppt. * Das Autounglüd im Auguft d. 3., bei dem ein Mann so angefahren wurde, daß er seinen Verlegungen erlag, hatte gestern sein gerichtliches Nachspiel. Angeflagt waren die Ehefrau eines hiesigen Arztes und ein Fahrlehrer, die beide freigesprochen wurden. Aus Nah und Fern. Lang- Göns. Bürgermeister Müller von hier hat sein Amt niedergelegt. Niederbessingen. Die hiesige Lehrerſtelle iſt definitiv durch den Lehrer Kreis besetzt worden. Buzzbach. Hier ist die Eröffnung einer Privatautolinie geplant, welche die Dörfer Pohl Göns, Ebersgöns, Obertleen, Cleeberg, Griedelbach, Brandoberndorf und zurüd über Weiperfelden, Espa nach Butzbach verbinden soll. Friedberg. Die Turnerjugend der hiesigen Turngemeinde veranstaltete in ihrer Turnhalle eine Ausstellung funstgewerblicher Handarbeit, die sich eines guten Besuches erfreute. Ruppertsburg. Schreinermeister Scheel und Ehefrau feierten dieser Tage das Fest der goldenen Hochzeit. Büdigen. Die Stadtverwaltung beabsichtigt eine Wiederbelebung der vernachlässigten Büdinger Märkte. Der Petrimarkt im nächsten Frühjahr soll als Pferde- und Rindviehmarkt, ferner als Krämermarkt abgehalten werden. In Verbindung damit ist eine Prämiierung und Verlosung geplant. Rieber Gemüben. Bel einer Treibjagb wurde von fünf Treibern und einer recht ansehnlichen Zahl von Jägern ein einziges Häslein zur Strede gebracht. Alsfeld. Das Hofgut Dogelrod wurde von einem Großfeuer heimgesucht. Es verbrannten u. a. 28 Mastschweine, ferner 600 Zentner Hafer und 2000 Zentner Stroh. Gedern. Die Stadt plant die Errichtung eines neuen Postgebäudes in der Nähe des Bahnhofs. Nidda. Der von der Stadt geplante Realschulneubau mußte infolge der Ungunst der Zeit zurüdgestellt werden. Darmstadt. Einige 16 und 17jährige Bürschchen entwen= deten vergangene Woche ein sechsfigiges Automobil und machten damit eine Spritztour. Bereits am nächsten Tage wurden sie wieder gefaßt und der besorgte Eigentümer fonnte seinen Wagen in Eubigheim abholen. Bensheim. Hier wurden zwei Polizei- Wachtmeister überfallen und einer davon durch Messerstiche so schwer verlegt, daß er ins Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Frankfurt. Das Stadtparlament hat dem Eingemeindungsvertrag mit der Gemeinde Festenheim zugestimmt. Mit dieser neuen Eingemeindung tritt Frankfurt in die Reihe der Halbmillionenstädte. Groß- Altenstädten( Westerw.) Die Gemeinde läßt in ihrem Posthaus einen Rundfunk- Apparat aufstellen, zu dem sämtliche Ortseinwohner freien Zutritt haben sollen. Naunheim. Seit einiger Zeit sind Bestrebungen im Gange, Garbenheim, Hermanstein und Naunheim der Stadt Weglar einzugemeinden. Frankfurt. Hier tagte am Sonntag die 37. Abgeordnetenverjammlung des Landesverbandes der Hess. Freiw. Feuerwehren, die sehr stark besucht war. Kassel. Hier wurde der Kaufmann Triller aus Bonn wegen Landesverrats zu einm Jahr 6 Monate Gefängnis verurteilt. Kaffel. Hier wurde ein Zahnarzt von einer Patientin um 1200.bestohlen. Das Geld tonnte bei einer plötzlichen Haussuchung in der Wohnung der Diebin wieder herbeigeschafft werden. Ueber Bücher, Lesen und Jugendliteratur. Zwei Männer gingen durch den Wartesaal des städtischen Bahnhofes, zwei Freunde, ein Lehrer und ein Architekt. Als sie schon fast die Ausgangstüre erreicht hatten, fiel ihr Blid auf zwei Knaben, die in einer Bankede saßen und in einem Buche lafen. Sie waren ganz nahe zusammengerüdt, einer hatte den Arm über die Schultern des andern gelegt; so saßen sie und lasen gemeinsam, voller Eifer und ganz vertieft. ,, Gießener Zeitung" schmierte Räubertomantil- Sache mit ebenso unmöglichen, Hel. dentaten wie unmöglichen Helden'!" „ Ich sehe, du haft teine Ahnung von der heutigen Jugend literatur!" Der Lehrer rief es beinahe entrüftet. Wetten wir vielmehr, daß die zwei ein Thienemann- Buch lesen; die Etattlichkeit des Bandes spricht ganz dafür. Damit würden alle deine Vermutungen in nichts zusammenfallen; denn die ThienemannBücher sind eine andere, die gute Art Jugendliteratur, die du nicht zu tennen scheinst." Der Lehrer war vor Eifer stehen geblieben; jetzt ging er furzentschlossen auf die beiden Knaben zu, die sich bisher gar nicht in ihrer Lektüre hatten stören lassen. ,, Erlaubt mir," sagte er freundlich zu ihnen, daß ich einen Blid auf euer Buch werfe! Jhr left so eifrig; da möchte ich gerne wissen, was ihr eigentlich in den Händen habt." Die Knaben blidten auf. Klare, muntere Bubenaugen musterten erstaunt den Herrn, der sie ansprach. Aber schon sagte einer: Das ist das schönste Buch, das wir jemals gelesen haben. Ich glaube, es ist das schönste, das überhaupt jemals geschrieben worden ist."-Jawohl", bekräftigte sein Freund ,, und, Kapitän Wulff' heißt es." ,, Nanu,“ beschwichtigte der Lehrer ,,, nur nicht gleich so über schwänglich! Das schönste Bud! Von wem ist es denn eigentlich?" Diese Frage machte die zwei Bürschchen verlegen. Sie blät terten zurüd zum Titelblatt. Kapitän Wulff" lasen sie ,,, Rapitän Wulff, Vom Schiffsjungen bis zum Kapitän, er zählt von Gustav W. Eberlein." Jm Lehrer brach der Schulmeister durch. Da lesen sie ein Buch bis über die Hälfte durch und wissen nicht, von wem es iſt! Auf euren Briefmarken tennt ihr bestimmt jedes Zeichen und jedes kleine Häkchen, von der Aufschrift ganz abgesehen; und bei euren Büchern seht ihr weder nach dem Verfasser, noch nach dem Verlag. Das muß man tun. Daran erkennt man die gute Marke. Scht ihr da vorn auf dem Buch das springende Pferd: das ist das Verlagsabzeichen des Jugendbücher- Verlags Thienemann in Stuttgart. Wenn ihr einen Band von jenem Verlagshause habt, dann könnt ihr sicher sein, daß es ein gutes Buch ist.“ Die Knaben hörten verständnisvoll zu. Ja ja, ich weiß," bemerkte der eine. ,, Meine Mutter kauft auch immer solche für meine Schwestern. Die Mädels wollen überhaupt keine andern mehr. Früher lasen sie die Märchenbücher, wir machten auch mit, das war noch fein...." ,, Die Märchen von den Brüdern Grimm, nicht wahr?" flocht der Lehrer ein, ,, von Musäus und von Hauff, weißt du noch: der Zwerg mit der großen Nase und der Kalif, der sich in einen Storch verwandelte...?" ,, Und dann die Andersen- Märchen, die von Bechstein?" ..Jawohl," mischte sich nun der eine von den Knaben ein, aber ich habe nun noch andere ausgestellt gesehen, die gar nicht viel kosten und doch große, schöne Bücher sind mit farbigen Kunstbildern. Thienemanns illustrierte 2- M- Bücher stand darüber geschrieben." ..Ich weiß," erwiderte der Lehrer, ,, da sind auch Märchenbücher darunter: Jm Märchenland' und, Die Artusritter' und , Laurins Rosengarten'. In dem letzten werden alle Sagen aus dem schönen Land Tirol erzählt. Aber etwas Hübsches unter diesen neuen 2- M- Büchern sind die Tierbücher:, Lug, der Reithund', und, Seine legte Nuz'. Sogar ein Kinderstubenbuch ist darunter." „ Ich lese Tierbücher auch gern. Aber mein Freund hat lieber Geschichten aus früheren Zeiten, von Rittern und dergleichen." ,, Ja, ich habe schon seine Erzählungen aus solchen Büchern mit dem Thienemann- Pferd gelesen," beeilte sich der andere eifrig beizufügen: ‚ Der Dombaumeister von Prag' ,, Der Tucher von Köln." „ Ich kenne sie", sagte darauf der Lehrer.„ Später wirst du dann die großen Bücher dieser Art lesen, die schon eigentliche Bolfserzählungen sind:, Ben Hur' von Wallace, Scheffels, Eftehard' und Hauffs, Lichtenstein'. Die, Deutschen Boltsbücher' und , Die Sagen des klassischen Altertums' von Gustav Schwab wirst du ja bereits fennen?" Des Knaben Augen glänzten.„ Jawohl", erwiderte er, ,, und auch jene andern Bücher erhielt ich von meinem Vater, jene über, Die Hegelingen' und, Dietrich von Bern'." ,, Aha, die Erzählungen Leopold Webers. Ja, die sind wie ein Sonnenstrahl über fernes Vorzeitland." ,, Bater meint, ein Deutscher müsse die Geschichte der Ger= manen lennen. Das bilde startgemute und hochgesinnte Männer". Wieder lächelte der Lehrer.„ Startgemut, sagst du? Man merkt, daß du nicht umsonst Leopold Weber gelesen haft. Werde du nur auch stattgemut und hochgesinnt! Dein Vater hat recht, zehnmal recht." Run wandte sich der Lehrer, der ganz eifrig geworden war, an den andern Knaben. Und du, der du so gern Tierbücher liefest," sagte er zu ihm ,,, sieh du doch zu, daß du die Thienemann- Bücher von Brehm in die Hände bekommst. Weißt du: das ist der große Tierforscher, der, Vater Brehm'. Das wird dich freuen, wenn du Brehm von seinen Forscherfahrten erzählen hörst. Und alle Bücher hat Mühlmeister mit Bildern versehen, Bilder, ich sage dir..." ,, Wie heißen denn diese Bücher?" Auf Forscherfahrt in Nord und Süd', Polarstern und Tropensonne, Jn Steppe und Urwald'." " ,, Das will ich mir merken. Es ist doch eine schöne Einrichtung: der Weihnachtswunschzettel." Unterdessen hatte der Architekt dem einen der Knaben das Buch aus der Hand genommen und es intereffiert durchgeblättert. ,, Das ist in der Tat ein Buch nach meinem Herzen," rief er.„ Ich bin für's Zupadende, für's Frische, Flotte. Ein prächtiger Mensch, dieser, Seebär' Kapitän Wulff!" Er gab das Buch zurüd mit den Worten: ,, Das ist gute, fräftige Roft für euch, Jungens. Das wird euch wohlbekommen." Mit freudigem Lachen griffen beide zugleich nach dem Band. Als der Architekt und der Lehrer aus dem Bahnhof traten, Der Lehrer lächelte. Mich nimmt wunder, was Schönes jagte jener:„ Ich wußte ja gar nicht, daß du in der Jugendlitediese beiden lesen," sagte er zu seinem Begleiter. Der Architekt war einen Blick auf die Gruppe der zwei Knaben, zog die Augenbrauen hoch und erwiderte:„ Wetten wir, daß die beiden Burschen, die da mit roten Baden sitzen und mit glänzenden Augen lesen, irgend einem Schmarren verschlingen, eine sentimentale, übersüßliche Geschichte, die Tränen der Rührung hervorlocken soll, oder- noch schlimmer - eine blutbe= tatur so bekannt bist." „ Ist das so verwunderlich," entgegnete mit leichtem Spott der Lehrer.„ Verwunderlicher scheint mir vielmehr, daß man in diesen Dingen nicht vor die richtige Schmiede geht, und daß ihr Fachmänner nicht den Fachmann tonsultiert. Bevor man ein Buch kauft, sollte man sich erkundigen bei Leuten, die Bescheid wissen." Nr. 51 Nun, da du Bescheid weißt: ich habe eine Tochter zu Hause, wie du weißt. Gib mir für sie ein gutes Buch an für den Weihnachts Gabentisch." „ Laß dir von deinem Buchhändler ein Verzeichnis von Thienemanns Jugendbüchern geben oder beschaff es dir selbst vom Verlag, Blumenstraße 36, Stuttgart. Da findest du wirklich gute, nicht fitjchige Jungmädchenbücher angegeben: von dele Elfan Das Haus am Bart', von Toni Rothin und Schloß Ohne leid'. Meinem eigenen Mädel, das noch nicht 14 Jahre alt ist. werde ich das Buch, Die Doktorsfinder' von Trude Bruns schenfen, ein föstliches, ganz von Humor überglänztes Buch. „ Das will ich mir merlen ich hab' ja auch Nichten." Der Architekt ging wieder einige Schritte, dann wandte er sich noch einmal an den Lehrer mit einem kleinen, gutmütigen Spott in der Stimme:„ Nun haben wir uns eigentlich einen halben Morgen mit nicht sehr wichtigen Dingen abgegeben." Die lugen Augen des Lehrers blitten hinter den Brillengläsern.„ Arbeit an der Jugend ist nie unwichtig," sagte er entschieden; im Gegenteil: man fann sie gar nicht wichtig genug schätzen. Die Jugend ist die Zukunft, die Zukunft unseres Landes und Voltes, an der wir alle mitarbeiten müssen Eltern und Erzieher zu allererst." Anmerkung: Die Bücher v. K. Thienemanns Verlag, Stutt gart, Blumenstraße 36, find in jeder gut geleiteten Buchhandlung zu haben. Noch gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest erschien bei N. G. Elwert in Marburg eine wundervolle Veröffentlichung über die uns benachbarte Stadt ,, Alsfeld" von Dr. Werner Meyer- Barkhausen. Der Verfasser hat es verstanden, gerade die reizvollen und malerischen Gesamt- und Einzelblide sowie die reiche Plastik und Architektur der Stadt in ausgezeichneten Aufnahmen darzustellen. Das Heft enthält 91 Abbildungen, 7 Pläne und 56 Seiten Tegt. Ohne Zweifel wird gerade diese Veröffentlichung, die das erste Heft der Serie„ Alter Städte in Hessen" bildet, be sonderem Interesse begegnen. Die Stadt Alsfeld hat durch eine finanzielle Beihilfe die Ausgabe dieses prächtigen Buches ermöglicht, so daß dasselbe zu dem niedrigen Preis von 4 M im Handel erscheinen kann. Lebensweisheit für Deutsche. Verlag„ Offene Worte", Char lottenburg 4. Ein Buch, das in die jetzige Zeit paßt. Der Verfasser, Dr. phil. Schneider, will den Erwachsenen zur Selbstbildung und Selbsterziehung anleiten, allen, die mit Erwachsenenerziehung zu tun haben, Anregungen bieten. Dieses reiche seelenkundliche und erzieherische Material wird in einem eigenen Anhang in Form von Tabellen dargestellt. Acht wundervolle Bil der moderner Meister sind in die Erörterungen eingestreut. In ernster, aber hoffnungsfreudiger Weise wird eine Schidsalsfrage des deutschen Volkes behandelt. Der Preis des Ganzleinen bandes ist mit 3.30 M wahrlich gering. Sinn und Geist eines tostbaren Schmudes tönnen wir erst begreifen, wenn wir ihn uns vorstellen erfüllt von dem Leben und der Lebenskraft einer schönen Frau, die ihn trägt. Dies hat die Schmudindustrie längst erkannt, und so schaffte sie Jmitationen. Wie man sie anwendet, lehrt das soeben im Verlag von W. Vobach& Co. G. m. b. 5., Berlin- Leipzig, als Einzelheft Nr. 202 erschienene Büchlein von Gertrud Krähe: ,, Der moderne Frauenschmuck"( Preis 1 M), das sicher vielen Damen ein wertvoller Ratgeber in allen Fragen der Anmut zu sein berufen ist. Ein schön gedeckter Tisch ist das Sinnbild echten Familienlebens. Wie man aber einen Tisch schön deckt, zeigt das soeben bei W. Bobach& Co. G. m. b. H., Berlin und Leipzig, erschienene Einzelheft Nr. 205 ,,, Der gut gededte Tisch" von Gertrud Krähe, ( Preis 1.20 M) in Wort und Bild. Das zweite Weihnachtsheft der„ Eleganten Welt" ist erschie nen und gibt bemerkenswerte Ratschläge und Anregungen in Bild und Wort denjenigen, denen der Weihnachtseinkauf Kopfzerbrechen verursacht. Westermanns Monatshefte geben mit dem reichhaltigen und buntfarbigen Januarheft einen neuen Beweis ihrer um fassenden Vielseitigkeit. Prof. Dr. Roloff- Gießen hat eine Geschichtsstudie über Kaiser Alexander I. beigetragen. Dide Luft! Eine neue Ladung Frontwizze. Herausgegeben von Sigmund Graff. Mit einer Einbandzeichnung und zahl= reichen Jllustrationen von Karl Brühäuser, München, Kart. 2 M, in Ganzleinen 2.50 M. Eulenspiegel- Verlag G. m. b. S. Magdeburg. Soll ich mir einen Bubikopf schneiden lassen? Oder soll ich es nicht tun? Erschienen als Einzelheft Nr. 203 v. dem Verlag W. Bobach& Co. G. m. b. S., Berlin und Leipzig,„ SängezopfBubikopf" von J. Vollmer- Natesta( Preis 1 M) wird es unserer Frauenwelt ein Ratgeber sein, denn es gibt Anleitungen, wie der schöne Schmud der Frau, das Haar, geschnitten, frisiert und gepflegt werden muß. Ein deutscher Einheits- Lastwagen. Die deutsche AutomobilIndustrie hat sich im Kampfe gegen die amerikanische Automobilindustrie des Automobil- Teilbaues als Mittel zur Verbilligung des Kraftfahrzeugbaues lange nur wenig bedient. Umso bemerkenswerter sind die in dieser Richtung erfolgten Arbeiten von J. P. Goßzens, Lochner& Co., die zur Schaffung des 5- Tonnen- Gooßens- Einheitslaftwagens geführt haben Berantwortlich: Christian klein in Gießen. Anstalt für Epileptische. Weihnachtsbitte. Auch in diesem Jahr wieder richten wir an die Freunde unserer Anstalt die herzliche Bitte um ein Scherflein zur Beisteuer zur Weihnachtsbescherung unserer armen Kranten. In der trüben und schweren Zeit, in der wir stehen, wollen wir bie Strahlen der Weihnachtssonne hineinleuchten lassen in die Herzen unserer armen Epileptischen und Krüppelfinder; in der falten Winterzeit wollen wir fie empfinden lassen die Wärme der Liebe, mit der wir sie umgeben. Warme Herzen machen offene Hand! Für jede Gabe, die am einfachsten auf unser Postschedkonto Nr. 4922„ Anstalt für Epileptische" beim Postschedamt Frantfurt a. M. eingezahlt wird, sagt im voraus herzlichsten Dank Nieder- Ramstadt, im Dezember 1926. Direktor Weimar, Pfarrer. Sause schalle: Sonnabend, den 18. Dezember 1926. Warum? ist Offenbacher Lederwaren- Vertrieb 11 Gießener Zeitung" Пeuſtadt 8 Chr. Spies Neustadt 8 Spezialgeschäft für Reifeartikel und Offenbacher Lederwaren Schulranzen für Knaben und Mädden in Rindleder von 8 Mark an Schaukelpferde Puppenwagen Jcr. 51 Verlangen Sie den hochwertigen Ruhr- Brechkoks Heizkräftigster, sparsamster Brennstoff für ! Zentralheizungen! Erhältl. in allen gröss. Kohlenhandlungen 39. Jahrg. Erfa Bezugspreis 40 Redaktionsgluß früh 82 Jendung nicht verlangte 2 Die billigste Bezugsquelle in ff. Offenbacher Lederwaren? Weil Sie hier direkt in der Fabrik- Niederlage kaufen. Reelle und fachmännische Bedienung Eigene Reparaturwerkstätte im Hause Offenbacher Lederwaren- Vertrieb Röder nur Kirchenplatz 9 Filiale Friedberg, nur Haagstraße 9 Vorteilhafteste Bezugsquelle für Wiederverkäufer Vereine bekommen f Weihnachtsgeschenke einen Extrarabatt zu Weihnachten! Daunen- Decken Tadellose Verarbeitung/ Beste Zutaten ab Mt. 75.C. D. Reuter Seltersweg 73 Seltersweg 73 Moderne Bade- Einrichtungen D Waschtische in Fayence u. Feuerton in allen Größen u. Ausführungen.. Spülsteine in Feuerton u. Gußeisen doppelt und einfach, sowie alle dazu gehörigen Gegenstände kauft man vorteilhaft u. gut in dem Installations- Geschäft von Georg Dahmer Gießen Neuenweg 40 Achtung! Hausfrauen! Wenn der Kuchen soll geraten kauf' Hef' und Mehl im Bäckerladen! für die Feiertage empfehlen wir: Bestes Auszugsmehl pro Pfund 30 Pfg. Bäcker- Innung Gießen. Weihnachts- Geſchenke Selbstbinder sowie Diplomaten u. Regatten Das Neueste in Form und Muster Größte Auswahl Niedrigste Preise Besuchen Sie meine Muster- Ausstellung Franz Bette Kataloge gratis! BALDUR Vibrato Pianos das bedeutendste Produkt der einheimischen Spezialindustrie Zahlbar in Jahren! Seit über Jahrhundert Fortschritt u. Erfahrung! Baldur- Pianopfor te- Fabrik A.-G. Fabrik u Frankfurt a. Main, Leipzigerstrasse 59161. Verkauf: Vorrat in jeder Preislage! Nebeneinkommen durch schriftl. Arbeiten Vitalis- Verlag, München 132. Der Herr aus Marburg, welcher am 28. 11. das Fräulein von Allendorf a. d. Lumda im Bahnhof zu Giessen kennen gelernt hat, bittet um ihre genaue Adresse. Zuschrift unter R. S. 13!! Hypotheken!! postlagernd Marburg Magen Leber Nieren Blasen Tee ,, St. Barbara" bestens bewährt, in Apotheken zu haben. Hauptdepot: Pelikan- Apotheke Gießen. zu bedeutend ermässigten Zinsen werden b. Barauszahlung vergeb Auf Wunsch evtl. sofortige Gewährung von Zwischenkrediten F. W. Weber. Abt. für Grundkredit, Frankfurt a. M.:: Neckarstr. 9 Besondere Vorzüge: Mäusburg 10 | Offene Bauart, leichtesten Anschlag, geräuschlosen Wagenrücklauf, KAPPEL BASE Kappe Schreibmaschine Maschinenfabrik zwangsweise Gross- Kappel Akt: Ges. buchstabensperre Chemnitz- Kappel Maschinenfabrik Kappel, A.-G. Chemnitz- Kappel Gegründet 1860 Die schönste Weihnachtsfreude ist ein wertbeständiges Ges henk wie Uhren, Ringe pp. Trauringe in bester Ausführung zu äussersten Preisen Gg. Gümblein, Gießen Neucu Bäue 5 Ein prächtiges Weihnachtsgeschenkist ein GRAMOLA nebst Schallplatten Neuen Bäue 5 Elektrische Aufnahmen Lautstark Ohne störendes Nebengeräusch Grammophon Offizielle Verkaufsstelle: D. Kaminka Gießen Marktplatz 11 Ein nützliches Weihnachts- Geschenk DIE SINGER * MIT MOTOR u. NÄHLICHT Erleichterte Zahlungsbedingunge> SINGER NAHMASCHINEN AKTIENGESELLSCHAFT GIESSEN, Marktplatz 22 Inseraten- Akpuisiteur f. hies. Bezirk für neue, gute Sache( vorgearbeitet bei hoh. Prov. verlangt. Bewerb. Verkehrs- und Automobil- Verlag. Berlin NO 18, Landsberger Strasse 113 an Abonnentenworber für neuartige Versicherungszeitschrift sucht gegen Höchs' provision Jägersche Buchhandlung, Berlin, Bellermannstr. 22 Carmol int mohl bei Rheuma, Hexenschuß, Genick, Kreuz-, Kopf- u. Zahnschmerzen. Carmol- Fabrik Rheinsberg( Mark) In Giessen erhältlich: Kaiser- Drogerie, Ernst Noll; Drogerie- Winterhoff, Kreuzplatz; Kreuz- Drogerie, Aug. Noll; Germania- Drog. Carl S ibel; NeustadtDrogerie, Hans Noll. Bienenhonig Garant, reinen Bienenschleuderhonig 10 Pfd.- Eimer 10.20 5 Pfd.-R.M., Lüneburger Heidehonig 1.50 und 7.30 RM. Nachn. ab hier. Oberhess. Honigzentrale, MarburgL.Shu str. Leiden Se an Rheumatismus, Gidit, Jichias, bann schreiben fie fofort unter 2. 4283 an Drucksachen billigst Albin Klein mayer, Annoncenmayer, Frankfurt a. Main. Für unsere innere ohne Hoffnung. Stur an, daß etwas Neues irgendwelcher Art. C lange das Volf oben u ungeheuerlichen finanz mörderischen Steuerdri mus, d. h. die Partei gen hat. Ich habe die fundung wird tommen wird ein zukunftsfräft tralgewalt werden, de auch mal einige Jahre lamente regieren und amten das Reich verm vor allem und in erste nicht nach unten Unm zahllose gutbesoldete Hemier und Minister Amtsgericht, sie fönnt Ganze verschwinden. dem Kriege war das heute ist es aufretzend Doch das alles I zen. Das haben and fagt. Meine Gedanke außenpolitische Zuku Stunde, in der Deutsc einem wohlregierten anderen mit Achtung trachten und beargwö Vaterlandes Schicksal die ich mit großer An nämlich, daß das wi Deutschland auf den danken kommt, als Sinsicht auf eigenen Jdeen konnte sich ein zehnten Jahrhunder sind sie ihm zum Ver Im zwanzigsten Jah banken lediglich zu tischen und wirtsch Die„ Sühne D Rouzier freigesproche verurteilt. Prot - Landau. Der ohne irgendwie angegri schen Müller erschosse verlegt hat, wurde vom meetorps freigespro ein Jahr( 1) Gefängni Die deutschen Ang Arafen verurteilt.( D Fall Rouzier eigenartig denheim und einem Angehörigen der franz deshalb, um das Verg Bei der Landauer nach Locarno und Gen tiefe Trauer und große Proteft de Die deutschen Pres gramm gerichtet, in dem mütig gegen das unech Rouziers jei eine schwe deutschen Boltes und d Dr. Stresemann ve Die Bedeutung des bag Reichsaußenministe Urteil hervorgerufenen läufig auf seinen Urla Beamtenbeihilfe Da vor einigen T über die Weihnachtsbe Selfie Landtag am Die Regierungsvorlage an Die Staatsbeamten