mpfipiele. Str. 24. nen Schnupfen gebracht, und immer n letzten Jahren, aber zum Tode hat eführt. e Laune nicht gern verderben. Es ist esen Fenstern das Leben und Treiben Strom die schweren Frachten der Franz Haniel" usw., auf der Hohen donnern die Eisenbahnzüge hinüber, Rheinland und Westfalen und nach cherzweise während der gottlob veras unbesetzte Gebiet genannt wurde, et der Verkehr zur Messe und zu den n Hallen. Und wie schön ist's abends eleganten weißen Dampfer der Kölngge am Heck, mit fröhlichen, singenden m Drachenfels oder von Rolandsed! ner Straßenbahn, einem schwebenden heine dahingleitet und eine Fülle von Wellen streut. ohne Bargeld mit dem REDITBRIEF der arkasse Giessen Bruch-- 1 Sie ein schlechtsitzendes und lästiges nmiband tragen. Durch solche Bänder den und kann zur Todesursache werden. mung, die operiert werden muß und kann,) Deshalb liegt es in Ihrem erst bequeme, unverwüstliche Spezialassen. Durch Tag und Nacht Tragen sich nachweislich Bruchleidende selbst bt u. a. ,, mein schwerer Leistenbruch ist meinem 66ten Lebensjahre ein ganzer Landwirt Fr. St. schreibt u. a.:„ Ich nach 2 Jahren meinen innigen Dant e ich ganz befreit von meinem Leiden." -an. Für Bruch- und Vorfalleidende hen, 14. Juni, von 1-5 Uhr im Hotel Juni, 8-12 Uhr( Hotel ,, Kaltwasser"). Spezial- Bandagist, Bonnerstraße 249. Achtung! Alle vorkommenden achdecker arbeiten e Neubauten aller Art werden pt und billig ausgeführt. Gehöre keiner inigung an. rich Meier, Dachdeckergeschäl torstraße 46. Telephon 622. der Reisezeit fiehlt sich die Ing. Wertpaketen rem feuersicheren ER- RAUM arkasse Giessen 39. Jahrg. Samstag, den 19. Juni 1926. Nr. 25. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pig. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdSendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Raub oder Es bedarf feiner Agitation gegen den sozialistisch- kommunistischen Gesetzentwurf über eine entschädigungslose Enteignung der deutschen Fürsten, für den zur Stunde mit einem geradezu imponierenden Aufgebot geschicter, pinchologisch fein berechneter Lügen Propaganda gemacht wird. Es bedarf teiner Agitation: was not tut, ist unermüdliche, unbeirrbare Richtigstellung, ist fefte, ruhige Aufklärung der wahren Zusammenhänge. Man muß sich nicht mit dem Anprangern jener niedrigen Klugheit aufhalten, die auf die Elendsstimmung, auf die fortschreitende Entbehrungspsychose der breiten Massen unseres unglücklichen Volkes für geheime politische Zwede faltblütig spefuliert, die den Neid, diesen lichtlojen, scheeläugigen Eiferer, als stärksten Bundesgenossen nährt und herbeiruft. Man muß den Leuten die Wahrheit sagen. Man muß ihnen sagen, ihnen allen, die umstridt und fünftlich geblendet, die aufs gewissenloseste getäuscht worden sind, baj der sozialistisch- kommunistische Raubentwurf entschädigungslose, völlige Enteignung fordert, Vertreibung von der ererbten Scholle, Ausplünderung bis aufs legte Gut. Bei der BeurteiRecht und Fürstenenteignung. Unter diesem Titel veröffentlicht Oberstleutnant a. D. Karwiese einen auch als Sonderdruck vom Kyffhäuser- Verlag( Berlin W, 30, Geisbergstr. 2) erhältlichen Aufsatz in der Nr. 22 des Kyffhäuser", dem amtlichen Organ des Reichstriegerbundes „ Kyffhäuser" und der ihm angeschlossenen Verbände. Der Ver: sasser weist darauf hin, daß die bolichewistische Forderung auf völlige Enteignung der deutschen Fürsten infolge maßloser Heze in ein politisches Fahrwasser gelangt ist. Die Aufwühlung parteipolitischer Gegensätze schließt es für die Kriegervereins organisation schon mit Rücksicht auf ihre Satzungen aus, sich in diesen Kampf einzumischen. Auf der anderen Seite aber können auch die Kriegervereine nicht an dieser Frage vorbeigehen, denn sie hat in einem hohen Grade das sonst so gerechte Rechtsemp= finden unseres Voltes verwirrt, so daß eine Aufklärung unbedingt am Plate ist, wollen wir nicht zugeben, daß die Grundlagen des Rechtsstaates, zu denen auch die kleinsten Vereine sich im Einklang mit der Verfassung bekennen, auf das schwerste erschüttert werden und wir einem Zustand entgegentreiben, der je nach den vorherrschenden Instinkten der Masse das Recht beugt und uns damit bolschewistischen Zuständen entgegenbringt. Den Begriff des Rechtes als des vornehmsten Grundpfeilers des Staates zu schügen, wie es einst Friedrich der Große getan hat, muß jedem echten Staatsbürger eine moralische Pflicht sein. Nach eingehender Behandlung des Problems vom wirtschaftlichen, fulturellen und moralischen Standpunkt aus führt der Berfasser nochmals aus, daß in dem Vergleich, den das preußische Königshaus im Oftober 1925 mit der preußischen Regierung bereits abgeschlossen hat, das Königshaus auf alle Besitzobjekte verzichtet hat, die für den Staat von besonderem Wert waren, wie auf Theater, Museen, auf den größten Teil der Schlösser, auf Landbesitz, auf städtische Grundstücke und Parks, auf Kunstgegenstände und Schloßinventar, auf Juwelen und unbestreitbare Rentenansprüche. Unter diesem dem preußischen Staat überlassenen Besitz befindet sich ein großer Bestand teils zweifellos freien Privateigentums. Wer in Deutschland hat während der letzten Jahre in einer freiwilligen Verzichturkunde in einem solchen Ausmaß von 83 Prozent sein Vermögen dem Staate ausgehändigt? Somit kommt der Verfasser zum Schluß, daß die bolschewistische Methode der entschädigungslosen Enteignung, durch gewisse auf die Massen wirkende Phrasen mundgerecht gemacht, mit dazu beitragen soll, Deutschland innerlich fortschreitend zu zerstören und für die Weltrevolution reif zu machen. Wer sich also für den Volksentscheid ausspricht, der hilft die Weltrevolution vorbereiten. Sind die Eisenbahner überflüssig? Erklärung des Eisenbahnerverbandes. An einige linksstehende Blätter hat der Einheitsverband der Eisenbahner Deutschlands, Bezirk Südbayern, eine Zuschrift gerichtet, in der es u. a. heißt: ,, Das Lokomotivpersonal des Salzburger Zuges. hatte nach den eigenen Angaben der Reichsbahndirektion von morgens 15 Uhr an Dienst. Das Unglück ereignete jich 10 Uhr 15 abends, also nach 18 Stunden Dienst. Günstig gerechnet, ergibt sich bei der Station Freilassing eine Dienstpause von sechs Stunden, so daß schon Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postscheckkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Recht. lung dieses Vorhabens ist es zunächst ganz gleichgültig, ob es sich um Fürsten oder um andere begüterte Leute, etwa um den jozialdemokratischen Goldmillionär und Enteignungs- Einpeitscher Kurt Rosenfeld, handelt. Die Sache selbst wäre ein so ungeheurer, zerstörender, radikaler Anschlag gegen die wichtigsten Fundamente eines jeden geordneten Staates, gegen die Grundlagen, auf denen auch unsere Verfassung beruht, daß schon ihre bloße Erwähnung und Diskutierung hellsichtige Wachsamkeit und tampfbereite Empörung hervorrufen müßten. Niemals wird der Raub als politisches Kampfmittel einem gejitteten Staatswesen frommen. Diejenigen, die ihn dazu erheben wollen, sind taltblütige Schädlinge, heimliche Untermineure. Man unterbindet ihr Werk oder man fliegt in die Luft. Trotzdem wird es den so verdächtig vereinigten, in jedem anderen Stüde feindlichen Brüdern, den Kommunisten und den Sozialdemokraten und ihren Nachläufern, nicht gelingen, dem selbständig teilnehmenden Bürger den Raub als Recht zu frifieren. E. 12 Stunden wirklicher Arbeitszeit geleistet waren, als das Unglück sich ereignete. Nach der Publikation der Direktion München soll der Lokomotivführer das auf Halt stehende Blodsignal überfahren haben. Wie uns mitgeteilt wurde, soll aber die Blockstelle nur während der Pfingstfeiertage in Betrieb gewesen sein. Sonst ist das Blocksignal nicht bedient, es steht vielmehr immer auf Freie Fahrt. Hat man den Lokomotivführer darauf aufmerksam gemacht, daß der Blod in Betrieb war? Und dann die weitere Frage: Warum ist die Blockstelle nicht immer in Betrieb? Doch nur der Personaleinsparung wegen. Wäre das Blodsignal immer bedient, dann würde es vom Personal auch besser beachtet." Die Feststellung von Durchschnittsgewinnjäzen für die Einkommensteuer. In den letzten Wochen haben die angekündigten Verhandlungen mit den Landesverbänden stattgefunden, die die Ermittlung von Normalgewinnsägen aus dem Umsatz für die nichtbuchführenden Betriebe zum Ziele hatten. Die Berechnungen erwiesen sich wegen der Viclgestaltigkeit der Verhältnisse außerordentlich schwierig und es ergab sich, daß in vielen Gewerbezweigen auch bei einer Gruppenbildung Betriebstypen, um die sich die Mehrheit der vergleichbaren Fälle lagern, nicht oder nur sehr schwer festzustellen waren. Dieses Ergebnis entsprach den Befürchtungen, die die Handwerkskammer von vornherein dem Landesfinanzamt gegenüber geäußert hat. Wenn trotzdem die Verhandlungen durchgeführt und dem Landesfinanzamt im Einvernehmen mit den Landesfachverbänden Vorschläge unterbreitet wurden, so geschah dies lediglich, um den Steuerausschüssen der Finanzämter Anhaltspunkte zu leisten, durch die ganz grobe Fehlschätzungen vermieden werden. Würde das Handwerk solche Anhaltspunkte nicht aus seiner fachmännischen Erfahrung heraus geben, so müßten die Steuerausschüsse von sich aus den Reingewinn aus dem Umsatz schätzen. Es dürfte ohne Zweifel sein, daß hierbei grobe Fehler unterlaufen müßten. Auf die Unmöglichkeit der Anwendbarkeit der vorgeschlagenen Sätze auf jeden Betrieb schlechthin ist dem Landesfinanzamt gegenüber aufmerksam gemacht worden. Desgleichen wurde wiederholt gebeten ( und von den beteiligten Referenten auch zugesagt), daß Sachverständige aus den Innungen und Vereinigungen bei der Festlegung des gewerblichen Einkommens zugezogen werden. Der Reichsfinanzminister hat in diesem Jahre davon abge= sehen, bindende Pauschsäge für nichtbuchführende Handwerksbetriebe verbindlich festzusetzen. Jedoch sollen die Landesfinanzämter auf Grund der in diesem Jahre eingeleiteten Verhandlungen prüfen, ob die Festsetzung derartiger Pauschsätze für das nächste Jahr durchführbar ist. Die Verhandlungen haben wiederum ergeben, daß es das Vorteilhafteste ist und bleibt, wenn jeder Handwerker eine solche Buchführung besigt, aus der der Geschäftsgewinn am Ende des Jahres festzustellen ist. Nur dann kann er gerecht besteuert werden. Zu einer solchen Buchführung gehört für kleinere Betriebe weiter nichts, als eine fortlaufende Aufzeichnung der Geschäftseinnahmen und Geschäftsausgaben und eine alljährliche Neuaufstellung des Inventars samt Außenständen und Schulden. Es dürfte wahrlich keinem Handwerker schwer fallen, sich dieser Aufgabe zu unterziehen. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lokal 12 Pig., die 90 mm breite Reflame- Petitzelle 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Vollklischee Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Ein Wort zur Volksentscheidung. Von Otto Riebide. Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland! Danach laßt uns alle streben brüderlich mit Herz und Hand! Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glüdes Unterpfand, Blüh im Glanze dieses Glüdes, blühe deutsches Vaterland! ( Deutsche Nationalhymne.) Die Entscheidung über die Fürstenenteignung steht unmitielbar bevor. Am 20. Juni wird das deutsche Volk darüber zu rechten haben, ob der Antrag der Linksparteien auf völlige Enteignung der Fürstenhäuser Gesetz werden soll. Mit der gleichen Abstimmung fällt in weiterem Sinne auch der Schutz jedes priDaten Eigentums, soweit dieser bisher noch durch die Verfassung verbürgt ist. ,, Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpjand", so fingen wir auch heute noch in unserer Nationalhymne. Bringt der Volfsentscheid die entschädigungslose Enteignung der Fürsten, dann müssen wir das Recht" aus diesem Verse streichen und uns abkehren von der Grundlage jedes Staatswesen, die in der gewissenhaften Achtung aller besteht. Wenn wir rechtlos sind, dann sind wir unfrei, dann herrscht die Willkür. Und diese Willkür ist die beginnende Auflösung der Volksgemeinschaft, das Ende des Staates. Der Staat ist verpflichtet, den Rechtsschutz des einzelnen auszuüben, ebenso wie er verpflichtet ist, das dem Wohle aller Dienende zu fördern und das der Gesamtheit Hinderliche fort zuräumen. Dies ist die sittliche Begrenzung seiner Gesetzgebung. Wird er aber gezwungen, darüber hinauszugehen, würde er ins Grenzenlose fommen, seine Macht durch sich selbst untergraben. Vor dem Gesetz sind alle gleich, dem Rechte haben sich alle zu fügen, aber sie haben auch das gleiche Recht für sich in Anipruch zu nehmen. Ein Gesetz muß unparteiisch sein, denn die Grundlage der Staaten ruht in der Gerechtigkeit. Eine solche ittliche Grundlage kann nie und nimmer durch eine„, Boltsentscheidung" umgestoßen werden, die durch den Aufmarsch der Parteien zustandekommt. Was heute mit den Fürsten geschehen würde, könnte morgen der Kirche, und übermorgen jedem Besitz. jedem Hauswirt, jedem Bauern, jedem Kaufmann, jedem einzel nen widerfahren. Dieser Volksentscheid kann dem Bolschewismus die Türen aufstoßen. Sier handelt es sich nicht um eine monarchistische oder republikanische Frage, hier handelt es sich um das Bestehen oder Nichtbestehen des Rechtes. Der Weg zur Abstimmungsurne dieses Volksentscheids ist deshalb für niemanden gangbar, dem die Moral mehr ist, als die Unmoral, für niemanden, der sittlich denkt. Mit vollem Recht hat der Bischof von Passau mit aller Entschiedenheit erklärt, daß die Beteiligung an diesem Volfs= begehren eine Versündigung, und zwar, wenn die Beteiligung eine überlegte und absichtliche, eine schwere Versündigung gegen das 7. Gebot Gottes ist. Und der Evang. Bund mahnt:„ Wir sind es dem deutschen Namen schuldig, daß Recht Recht bleibe!" Deutsch sein heißt treu sein! Welch' unendliche Schmach würde es sein, wenn unser Volk sich durch den Volksentscheid des Sinnes der Gerechtigkeit und des Rechtes entäußerte, das es, auch in den bittersten Notzeiten, seiner ruhmvollen Tradition trok ollem und allem immer hochgehalten hat. Wir würden auch den letzten Rest unseres Ansehens verlieren, uns selbst entmannen. Der Vorspruch der Verfassung vom 11. August 1919 heißt: , Das deutsche Volt, einig in seinen Stämmen und von dem Willen beseelt, sein Reich in Freiheit und Gerechtigkeit zu er neuern und zu festigen, dem inneren und dem äußeren Frieden zu dienen und den gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern, hat sich diese Verfassung gegeben". Diese Verfassung soll also dazu dienen, das alte Reich von 1871 durch Erneuerung in Freiheit und Gerechtigkeit weiterbestehen zu lassen. Wäre sie mit einem Voltsentscheid zu vereinbaren, der, lediglich aus Agitationsbedürfnis herbeigeführt, das Recht einzelner Staatsbürger für null und nichtig erklärt? Wo bliebe da die ,, Erneuerung der Gerechtigkeit" und die Förderung des gesellschaftlichen Fortschritts"? Es wäre wahrlich beides nicht- aber ein anderes: der Absturz vom letzten sittlichen Halt, Wir haben das Vertrauen, daß der Ansturm der Volksentscheidungsleute zu schwach ist, die Grundlage der sittlichen Weltanschauung zu zerstören. Denn wir erwarten von jebem, der deutsch fühlt und deutsch denkt, d. h. treu und gerecht, daß er der Abstimmung fern bleibt. Land des Rechtes, Land des Lichtes. Land des Schwertes und Gedichtes, Land der Freien und der Treuen, Land der Adler und der Leuen, Land, du bist dem Tode nah! Sieh' dich um, Germania! ( Strachwig.) Für das gesamte Privateigentum heisst es beim Volksentscheid am 20. Juni zu Hause zu bleiben! Sonnabend, den 19. Juni 1926. Volksentscheid und Mittelstand. Bon Generaljekretär Dannenberg. Der am 20. Juni stattfindende Boltsentscheid, durch den nach dem Willen der Linksparteien, besonders der Sozialdemo traten und Kommunisten, die entschädigungslose Enteignung der Fürstenhäuser Gejez werden soll, zwingt auch den deutschen Mittelstand, sich über seine Stellung in dieser Frage flar zu werden. Die sozialistisch- lommunistische Propaganda für den Boltsentscheid beschränkt sich in demagogischer Manier darauf, die rein gefühlsmäßigen Seiten der Angelegenheit hervorzufehren, die in gerissener und außerordentlich gehässiger Weise ausgenutzt werden, um weitere Bollsmassen für die sozialistischen Pläne zu gewinnen. Dagegen werden die moralischen und rechtlichen, wie auch die politischen und wirtschaftlichen Folgen der entschädigungslosen Enteignung vorsichtigerweise überhaupt nicht berührt, und das ist erklärlich. Der unparteiisch Denkende muß bei seiner Betrachtung der ein unmittelbares Interesse. Er muß bei seiner Betrachtung der Angelegenheit alle gefühlsmäßigen Gründe ausschalten und sich allein zunächst an die rechtlichen Auswirkungen halten. Die Dinge liegen so, daß durch den Bolfsentscheid unmittelbar ber Grundjag von der Erhaltung des Privateigentums angetajtet werden soll. Daß dieses Privateigentum den Fürsten gehört, spielt dabei teine Rolle. Sie werden nur in die Debatte geworfen, weil sich damit eine wunderbare Agitation betreiben läßt und weil sich vor allem dadurch bei der gewijsenlosen Propaganda, die von den Linksparteien betrieben wird, auch even tuell Kreise für die Enteignung begeistern lajien tönnten, bie jonit absolut nicht für eine Antastung des Privateigentums zu haben sein würden. Die gehässige Agitation gegen die Fürsten, die nach der Revolution betrieben worden ist, hat es zuwege gebracht, daß weitere Kreise gegen die Fürsten voreingenommen und ganz vergessen haben, was die deutsche Nation den Fürsten verdankt. Der deutsche Mittelstand ist vielleicht der treueste Hüter des Privateigentums. In zahllojen kämpfen hat er bewiesen, daß er sich von diesem Grundsatz nicht abbringen läßt. Seiner ganzen Wesensart nach ist er ein Stand der sich nur erhalten kann, wenn für den Bestand des Privatbesizes alle Garantien gegeben sind. Nur, wenn es möglich ist, sich auf Grund persönlicher Arbeit ein fleines oder auch großes Vermögen zusammenzujparen, nur, wenn es möglich ist, durch Arbeit Besiz zu erwerben, kann der Mittelstand bestehen und seine mancherlei politischen, tulturellen und wirtschaftlichen Funktionen erfüllen. Daraus erhellt allein schon, wie ein großes Interesse der Mittelstand daran haben muß, jedem Versuch, das Privateigentum auszuschalten und zu beseitigen, energisch entgegenzutreten. Man macht die enteigneten fleinen Sparer usw. mit dem Einwand für den Volksentscheid mobil, daß ja auch sie alles ver,, Gießener Zeitung" loren hätten und es sei darum nicht einzusehen, warum nicht auch die Fürsten ihr Eigentum verlieren sollten, das ja nur aus dem Boltsvermögen gestohlen sei. Wir warnen den deutschen Mittelstand davor, auf diese Phrase hereinzufaller Ein Unrecht wird dadurch nicht zum Recht, wenn es wiederholt wird! Wenn den Sozialisten die Enteignung des Fürstenbejiges gelingen jollie, so wäre damit auch das Schidjal des übrigen Privateigentums besiegelt. Es würden dann die Kirchen, der Hausbesig. und schließlich auch der Bejiz des Handwerks, des Kleinhandels, des Gewerbes usw. darankommen, denn alle dieje Schichten sind mittelständlerisch und lönnen nur bestehen, wenn die Erhaltung des Privatbesiges garantiert ist! Die Fürsten sollen und wollen nicht besser, aber auch nicht schlechter behandelt jein als jeder andere deutsche Staatsbürger. Es handelt sich nicht um die Frage: Bolt lontra Fürsten, sondern es handelt sich um die Frage: Sozialisierung fontra Privateigentum. Der deutsche Mittelstand geht nicht zur Abstimmung, wenn er anders nicht jeinen Stand und sein Baterland zerstören will! Die Kölner Herbstmesse findet vom 12. bis 15. September 1926 statt. Die von der Messeleitung mit führenden Wirtschaftsverbänden und maßgebenden Vertretern der Industrie geführten Verhandlungen über den Aufbau der Messe, die jetzt zur Festlegung ihres Programms geführt haben, lassen schon heute den Schluß zu, daß mit einer ebenjo vielseitigen wie interessanten Schau gerechnet werden kann. In Anpassung an die Bedürfnisse der Wirtschaft und die besonderen Wünsche der Aussteller hat Köln für seine Messe folgende Richtlinien aufgestellt 1. Keine Massenausstellung, sondern Leistungsschau und Neuheitsausstellung, darum sorgfältige Auswahl der Aussteller; 2. Planvoller Aufbau der Messe und ihrer Hauptgruppen nach bestimmten Leitgedanken; 3. Führende Beteiligung der Fachverbände bei der Organisation der Messe; 4. Herabsetzung der Messespesen auf ein Mindestmaẞ: niedrige Mejjemieten, fertige Einheitsstände; 5. Intensive Einkäuferwerbung in Verbindung mit den Großhandels- und Einzelhandelsverbänden. Mit dieser Zielsetzung befolgt die Kölner Messe ihren immer wieder betonten Grundsatz, daß sie sich den berechtigten Forderungen der Wirtschaft unterordnen will. Um der Kölner Jahresschau eine besondere Note zu geben, jollen die Hauptgruppen mit Neuheitenausstellungen verbun den werden. Ferner sind verschiedene Sonderveranstaltungen geplant. Innerhalb der Technischen Messe werden wieder zwei Gebiete hervorgehoben, Fließarbeit“ und„ Lichttechnik". Mehrere geschlossene Ausstellergruppen aus dem Ausland werden den internationalen Charakter der Messe betonen. Köstlichen Schimmer u.seidenweichen Glanz durch Auxolin- Haarwasser F. WOLFF& SOHN AUN 1 HARTMAS SWOLFERSION Pembek Kang Die Haftung der Ehefrau Nr. 25. für Steuerschulden ihres Mannes. Unter den heutigen Sonnabend, den 19. Juni 1 gaben, die nur an Sand von Aufzeic Bonnen. Das Finanzamt beha ie beweisen, wenn er mit den Ang verstanden ist. Aber abgesehen d Gründen ist eine Buchführungspflicht Betriebsführung notwendig. Nur an ann eine einwandfreie Raltulation er meis einer richtigen Preisgestaltung Beweis einer richtigen Ralfulation if igen Zeit, in der man das Handwe perantwortlich zu machen sucht, sehr Wirtschaftsverhältnissen wird der Steuerpflichtige vielfach seinen steuerlichen Verpflichtungen nicht nachkommen fönnen, während seine Ehefrau noch Vermögen befitzt. Es fragt sich, inwieweit das Finanzamt berechtigt ist, die Ehefrau haftbar zu machen. Nach den Vorschriften des Einkommensteuergesetzes wie euch des Vermögenssteuergesetzes wird das Einkommen und Ver mögen von Ehegatten, die nicht dauernd von einander getrennt leben, zusammenveranlagt. Beide Ehegatten haften dann als Gesamtschuldner für die Steuer, so daß das Finanzamt Einkommen sowie Vermögenssteuer in voller Höhe nach seiner Wahl von jedem der beiden Ehegatten fordern kann. Dies gilt selbst dann, wenn einer der Ehegatten Vermögen nicht besessen oder Einkommen nicht gehabt hat. Lotale Sonntagsged Das Leben des Menschenherzens if Winschen und Sorgen. Heute m en, welche aufgehen in Gorgen um ad teine Ruhe finden und feine Zei Mathe, du hastender Mensch, wenigste Felt und lag die Welt liegen und feh ich mit dir selbst! In diese Mah Altertums alle Lehren der Weisheit Es gibt in diesem Leben fein ges peritändige Mensch soviel Sorge Seele, feinen inneren Lebensgrund. lagt ein Kleinod verborgen, das von wen jo wenigen treu bewacht wird. K s, ist die in unserem Innern. Wi Gaern lauernd eine Meute habgierig des nächsten Gut an fich zu reißen, so haute deines Herzens Rammer, um da dorthin der Himmel legte. Der Wäd da sorgles bist, wenn du schläfft, kön Immerhin besteht eine formelle Voraussetzung für die Inanspruchnahme von gewissen Vermögensteilen der Ehefrau. Im allgemeinen ist es nämlich üblich, daß das Finanzamt den Steuerbescheid nur dem Ehemann zustellt. Geschieht dies, so kann in das Vermögen der Ehefrau nur insoweit vollstrect werden, als es der Verwaltung des Ehemannes unterliegt. Will das Finanzamt in das sonstige Vermögen der Ehefrau( Vorbehaltsgut bei dem gesetzlichen Güterstande, bei der allgemeinen Gütergemeinschaft, bei der Errungenschaftsgemeinschaft und bei der Fahrnisgemeinschaft sowie das ganze Vermögen der Ehefrau bei Gütertrennung) vollstreden, so hat es auch dieser einen Steuerbescheid zuzustellen, gegen den sie noch innerhalb der seit der Zustellung laufenden Rechtsmittelfrist von einem Monat Einwendungen im Berufsverfahren( zunächst Einspruch) geltend machen kann. Einwandfreie Buchführung ist nötig. Die wirtschaftliche Entwicklung zwingt dazu, daß auch der Handwerker und kleine Geschäftsmann sich immermehr einer ordnungsmäßigen Buchführung bedient. Eine ordnungsmäßige Buchführung ist nicht an ein bestimmtes System gebunden; Vorbedingung ist nur, daß die Auf zeichnungen lückenlos und richtig gemacht werden. Eine Buchführung nach dem besten System wird stets nicht als ordnungsmäßig gelten, wenn die Eintragungen unrichtig vorgenommen worden sind. Eine gewisse Aufzeichnungspflicht wird bereits durch das Umsatzsteuergesetz vorgeschrieben. Für die Umsatzsteuer genügt es, wenn die ver. einnahmten Gelder aufgezeichnet werden. Aber darüber hinaus wird auch aus steuerlichen Gründen es unbedingt notwendig sein, daß der einzelne Hndwerker auch seine Ausgaben fortlaufend auszeichnet. Das neue Einkommensteuergesetz verlangt bei der bevorstehenden Steuererklärung Angaben über die AusKARV AUXOLIN HAARWASSER Wer mich bekennet. Von Erwin Gros. 13. Fortsetzung. Vorab das ist den Frauen sehr bedenklich: ,, Habt ihr's nicht gesehen, sie haben ihn auf der Bahre getragen, auf der der Schreinerfritz die Särge in die Häuser bringt. Ihr Leut', ihr Leut', das bedeutet nichts Gutes. Ihr sollt mal sehen, der arme Mensch muß sterben." ,, Schwätze doch so kein Hädsel, man meint ja gerade, du wärst der Totenvogel!". Hans Heeger lag in der unteren Stube im Bett seines Meisters, der hinaufzog in die Kammer seines Gesellen. Der Hofmedikus war herbeigeritten und hatte eben die Kugel entfernt. ,, Es ist noch gut abgegangen, hart am Herzen vorbei, aber immerhin- der linke Lungenflügel ist übel lädiert, er muß maxima cum diligentia soigniert, will sagen, mit größter Sorg falt gepflegt werden, wenn er davon kommen soll. Er spricht mir fein überflüssiges Wort! Komme übermorgen wieder und renoviere den Verband. Kopf oben, junger Mann, habt euch bravement präftieret. Werde übrigens dafür Sorge tragen, daß dem Mordgesindel nachgespürt und es hinter Schloß und Riegel gelegt wird. Wollen sie dann nichts manifestieren, so tann man sie ja peinlich befragen."( Folter anwenden.) Doch, um es gleich vorweg zu nehmen, als die beordneten Landjäger auf die Saalburg tamen, war das Nest leer; eilig war die ganze Horde lahnwärts gezogen. Nach dem Weggang des Arztes zog sich die Menge enger um das Schuhmacherhaus zusammen. Man mußte doch Näheres erfahren. Da trat Vogelsberger vor die Haustüre:„ Also, Gevatter und Gevatterinnen, es ist ein linker Lungenschuß, aber der Hans kann noch davonkommen, wenn er die nötige Pflege und vor allem Ruhe hat. Darum geht still nach Haus, damit er endlich einmal schlafen kann." In die Stube zurückgekehrt, jagte der biedere Meister zu Sybille:„ Es kommt mir niemand über die Schwelle, nur du und deine Mutter und der Nachbar Kit und seine Frau. Wenn ihr mir helfen wollt, so soll mir es recht sein, meine Mutter ist doch schon zu alt und krachig." Darüber aber erboste sich Mutter Vogelsberger: ,, Du dummer Junge", redete sie flüsternd auf den rotbärtigen Fünfziger ein ,,, du schläfst doch wie ein Dachs wie im Winter; ob ich aber wach in meinem Bett liege oder an dem Hans seinem Bett size, das ist doch eins." ..Pit, pst, ist schon gut, Mutter, du darfst auch einmal mit uns wachen." Es folgten schlimme Tage und Nächte. Ein schweres Wundfeber setzte ein, oft fabelte" der Kranke und war ohne Bewußtjein. In einer solchen Nacht war es, daß Sybille an seinem Bette saß und Wache hatte. ,, Mariuschta, Mariuschta, wie kann man so schön und so schlecht sein! Rüde nicht so nahe zu mir her, ich will nichts mit Silfe, sie erschießt mich! Ach, Sybille, gehe nicht fort, du bist doch dir zu tun haben. Sybille, jage das freche Mensch doch weg, meine Herzallerliebste." Wiederum nach einer Weile begann er im Fieber zu singen; die leisen heiseren Töne zerrissen fast das Herz: Ja, ja, von Herzen frank, Der Doktor wollt' mir helfen, Gab mir' nen bittern Trank. ..Mein Schätzchen, ich sein frant, Máj, Doktor, her und hin, Wir hilft fein' Medizin, Mein Schatz, du fannst mir helfen, Durch dich gesund ich bin. O loch mich einmal an, Wit deinen Augen an, Wein Herz, das geht schon leichter, Weil ich geseh'n dich han. Ein Kuß von deinem Munde, Von deinem Rosenmund, Mein Schatz, laß ich erbitten, Mein Herz ist gleich gefund." Da stand Sybille leise auf, neigte sich über den Kranken und fügte ihn voll Zärtlichkeit auf den Mund. Daß dabei eine Träne auf Hansens Angesichts fiel, das merkte sie nicht. Merkwürdig aber, von diesem Augenblick an wurde der Krante ruhiger, nur daß er hie und da im Schlafe leise vor sich hinmurmelte. Der Herr Hofmedilus von Homburg war viele Tage hin durch recht unzufrieden. Die Wage schwankte bedenklich nach der Seite des Grabes hin. Doch endlich bekam das Leben das Uebergewicht. Das Fieber wich, der eiterige Ausfluß der Wunde ließ nach, langsam begann sie sich zu schließen. Von da an aber fam Sybille immer seltener und nur auf einen furzen Augenblick, und sie sah anscheinend nicht, wie Hans mit flehenden Blif fen um ein längeres Verweilen bettelte. hmlichen Schatz dir rauben. Das sei die Sorge, die dir der Go daf dein Herr und Schöpfer dir eine G and fechten zu können, daß er dir die eine ganze Hölle zu besiegen. Rette de gibt dir Zeit zum Waffengang. Möge or deiner Seele Walstatt fechten, den und an den, der fie dir gab. Nicht de timmt, sondern den Sieg und dein der Sonntag dich zum Sieger über dich gemacht hat, dann werden die Kämpfe tags dir klein erscheinen und du wirst f Mihen und Plagen standhaft zu tragen md dir dann vergänglich erscheinen, d but Unmögliche des Lebens- hier ist • Bolizeiamt. Das Polizeiamt fentliche Sammlungen behördlicher Dem Publikum wird daher empfohlen Sammlern stets den polizeilichen Ausu ** Das Genehmigungsverfahren Drordnetenverfamlung am 11. Mai das Rechnungsjahr 1926, ist noch nic scheide können deshalb noch nicht Zahlungspflichtigen die Entrichtung nist zu erschweren, hat der Oberbü angewiesen, Abschlagszahlungen auf de 1. Ziel der Grund- und Gewerbesteue som bebauten Grundbefiz entgegenzu ahlungen fönnen in Höhe der auf d jettel für 1925 für das 1. 3iel festgese • Große Straßensperrung. Folg 12. Juni ab für die Dauer der darauf welche der Reihe nach vorgenommen afgeführt sind, bis auf weiteres fü tehr gesperrt: Sybille sant neben ihm in die in feinen Schoß; er aber streichelte d hear und gab ihr Kosenamen, einen Run fich mich doch endlich ein benn wirklich mein?" i neben ihn. Da schaute sie auf, Auge tauchte i lann nahm sie sein Geficht mit einer hingebung zwischen ihre Hände und Darnach erhob sie sich, rüdte ein Was sie sprachen? Du hättest ni buns war eine felige Müdigkeit gefo Bel jutud, das Haupt so geneigt, are fh hatte. Die Augen hielten Bend, fie maten beisammen, sie hatte Hans Heeger wollte einmal vo Eltern sprechen. Doch sie wehrte ihm hoach und mußt dich schonen. Diese Beheimnis für uns, am näiten Son Die Zeit, dann wollen wir alle not beprehen.- Horch, ich höre hier die Sausflur husten. Noch ein Kuß, Herz Mutter Bogelsberger aber war Warte doch wenigstens, bis Rein" sagte Sybille, ich habe bet, daß ich nicht lange bleibe. W immer in böser Laune und ärgert Egerei hat mit der neuen Kirche glaube es, Herzchen, ich gl Sit lange nach Sybillens Weg Begelsberger und Peter Riz. Dies besuchen, und war voller Freud, Vogelsberger aber, unterstützt i- Hans fei lange genug aufg lernen Willen haben, der müsse sich f Memes Rindhen- also er ruhte nic Es war an einem Sonntag nachmittag; Hans saß im Gor genstuhl seines Meisters, der war über Feld gegangen, Mutter Vogelsberger aber hielt in ihrer Kammer ein Schläfchen; fie wollte das zwar nicht Wort haben, hatte sie doch das offene Ge betbuch auf den Knieen liegen und die Brille vor den geschlos senen Augen. Da öffnete sich leise die Türe, und Sybille trat ein. Sie fuhr wahrhaftig zurüd, als sie Sans allein vor sich jah. Er aber streckte die Hände nach ihr aus, da mußte sie wohl oder übel eintreten und ihn begrüßen. Und als sie nun vor ihm stand und die abgezehrte Gestalt und das bleiche Antlitz und die weißen, schier durchsichtigen Hände sah, alles das war ihr, als er noch zu Bett lag, gar nicht so aufgefallen, doch zugleich dachte, et bleibt am Leben, er wird wieder gejund, da war es mit ihrer Fassung vorbei; aus Leid und Freude gespeist, begann der Tränenquell überzuftrömen. Auch Hans wurden die Augen naß. Er war in jenem wunderjamen Zustande der Genesung: man hört fern die Schritte des Senjenmannes verhallen, die Türen des Lebens find wieder weit offen, seine Kräfte strömen ein wie warme Wogen, wie gerne gibt man sich ihnen hin! und dann Sanft zog Hans das weinende Mädchen zu sich nieder: ..Hätte es dir denn so leid getan, wenn ich gestorben wäre, haft du mich denn so gern, Sybille?" mutreffen. aftung der Ehefrau Str. 25. Schulden ihres Mannes. Jen Wirtschaftsverhältnissen wird der h seinen steuerlichen Berpflichtungen nicht achen. Sonnabend, den 19. Juni 1926. gaben, die nur an Hand von Aufzeichnungen nachgewiesen wer den fönnen. Das Finanzamt behauptet, der Steuerpflichtige müsse beweisen, wenn er mit den Angaben des Finanzamts nicht einverstanden ist. Aber abgesehen von diesen steuertechnischen Gründen ist eine Buchführungspflicht in einer ordnungsmäßigen ährend seine Ehefrau noch Bermögen be Betriebsführung notwendig. Nur an Hand einer Buchführung wieweit das Finanzamt berechtigt ist, die lann eine einwandfreie Kaltulation erfolgen und fann der Nachten des Einkommensteuergejeges wie auch seges wird das Einkommen und Ber Deis einer richtigen Preisgestaltung geführt werden. Dieser Beweis einer richtigen Ralfulation ist gerade in der gegenwärligen Zeit, in der man das Handwerk für die Preisgestaltung perantwortlich zu machen sucht, sehr oft zu führen. die nicht dauernd von einander getrennt agt. Beide Ehegatten haften dann als ie Steuer, so daß das Finanzamt Ein enssteuer in voller Höhe nach seiner Wahl Ehegatten fordern tann. Dies gilt selbst bt hat. Ehegatten Vermögen nicht besessen oder Lokales. Sonntagsgedanken. Das Leben des Menschenherzens ist ein beständiges Spinnen con Wünschen und Sorgen. Heute mehr als je. Es gibt Men eine formelle Borausjegung für die Jn. hen, welche aufgehen in Gorgen um die Dinge der Außenwelt isjen Vermögensteilen der Ehefrau. Im ad feine Ruhe finden und feine Zeit, an sich selbst zu denken. mlich üblich, daß das Finanzamt den Ehemann zustellt. Geschieht dies, so tann Ehefrau nur insoweit vollstrect werden, des Ehemannes unterliegt. Will das ge Vermögen der Ehefrau( BorbehaltsSüterstande, bei der allgemeinen Güterrrungenschaftsgemeinschaft und bei der e das ganze Vermögen der Ehefrau bei en, so hat es auch dieser einen Steuerden sie noch innerhalb der seit der Zutsmittelfrist von einem Monat Ein Derfahren( zunächst Einspruch) geltend Mache, du hastender Mensch, wenigstens am Sonntag eine furze Raft und laß die Welt liegen und fehre ein bei Dir. Beschäftige dich mit dir selbst! In diese Mahnung faßte ein Weiser des Altertums alle Lehren der Weisheit zusammen. Es gibt in diesem Leben kein geschaffenes Ding, um das sich ter verständige Mensch soviel Sorge machen soll, wie um seine Seele, feinen inneren Lebensgrund. Im Innern des Menschen liegt ein Kleinod verborgen, das von vielen so sorglos getragen, von so wenigen treu bemacht wird. Kostbarer, als die Welt um uns, ist die in unserem Innern. Wie heute vor den irdischen Gütern lauernd eine Meute habgieriger Menschen wartet, um des nächsten Gut an sich zu reißen, so umschleichen böse Geister heute deines Herzens Kammer, um das Kleinod zu rauben, das dorthin der Himmel legte. Der Wächter bist du allein. Wenn du sorglos bist, wenn du schläfft, tönnen höllische Räuber den himmlischen Schatz dir rauben. Das sei die Sorge, die dir der Sonntag bringt. Doch wisse, Geschäftsmann sich immermehr einer daß dein Herr und Schöpfer dir eine Schuhwehr gab, um streiten e Buchführung ist nötig. Entwicklung zwingt dazu, daß auch der ihrung bedient. Eine ordnungsmäßige ein bestimmtes System gebunden; Vorund fechten zu können, daß er dir die Kraft der Riesen gab, um eine ganze Hölle zu besiegen. Rette deine Seele! Der Sonntag ie Auf zeichnungen lückenlos und richtig gibt dir Zeit zum Waffengang. Mögen der Feinde noch so viele Buchführung nach dem besten System dnungsmäßig gelten, wenn die Eingenommen worden sind. Eine gewisse rd bereits durch das Umsatzsteuergeset Umsatzsteuer genügt es, wenn die ver vor deiner Seele Walstatt fechten, denk an deine Himmelstraft und an den, der sie dir gab. Nicht den Tod hat er für dich bestimmt, sondern den Sieg und deiner Seele Leben. Wenn der Sonntag dich zum Sieger über dich und deiner Seele Feinde gemacht hat, dann werden die Kämpfe und Sorgen des Wochenezeichnet werden. Aber darüber hinaus tags dir klein erscheinen und du wirst stark genug sein, auch diese hen Gründen es unbedingt notwendig Mühen und Plagen standhaft zu tragen. Alle Mühe und Arbeit Hndwerker auch seine Ausgaben fortas neue Einkommensteuergesetz verlangt Steuererklärung Angaben über die AusKARV MÜNCHE SER Schatz, laß ich erbitten, Serz ist gleich gesund." e auf, neigte sich über den Kranken und it auf den Mund. Daß dabei eine fichts fiel,— das merkte sie nicht. wird dir dann vergänglich erscheinen, du hast gefiegt, das scheinbar Unmögliche des Lebens hier ist's getan.- Waldfried. daß * Bolizeiamt. Das Polizeiamt weist darauf hin, öffentliche Sammlungen behördlicher Genehmigung bedürfen. Dem Publikum wird daher empfohlen, sich von vorsprechenden Sammlern stets den polizeilichen Ausweis vorzeigen zu lassen. Gießener Zeitung" 1. Schottstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße, 2. Schottstraße zwischen Steinstraße und legten Haus Ende, 3. Afterweg zwischen Nordanlage und Steinstraße, 4. Afterweg zwischen Steinstraße und legten Haus Ende, 5. Ederstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße, 6. Weserstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße, 7. Weserstraße zwischen Steinstraße und letztes Haus Ende, 8. Schillerstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße, 9. Schillerstraße zwischen Steinstraße und letztes Haus Ende, 10. Dammstraße zwischen Nordanlage und Steinstraße, 11. Dammstraße zwischen Steinstraße und letztes Haus Ende, 12. Bismardstraße zwischen Ludwigßraße und Löberstraße. * Aufgehoben ist die vom Polizeiamt am 17. Mai 1926 angeordnete Sperrung der Frankfurterstraße von der Straße Am Steg bis zur Eisenbahnüberführung Klein- Linden, da die Walzarbeiten beendet sind. ** Das Genehmigungsverfahren zu den von der Stadtverordnetenversamlung am 11. Mai beschlossenen Umlagen für das Rechnungsjahr 1926, ist noch nicht erledigt. Die Steuerbescheide können deshalb noch nicht erteilt werden. Um den Zahlungspflichtigen die Entrichtung durch diese Verzögerung nicht zu erschweren, hat der Oberbürgermeister die Stadtkasse angewiesen, Abschlagszahlungen auf das Ende Mai zu erhebende 1. Ziel der Grund- und Gewerbesteuer, sowie der Sondersteuer Dom bebauten Grundbesitz entgegenzunehmen. Die Abschlagszahlungen können in Höhe der auf den entsprechenden Steuerjettel für 1925 für das 1. Ziel festgesetzten Beträge erfolgen. von diesem Augenblick an wurde der er hie und da im Schlafe leise vor sich von Homburg war viele Tage hinDie Wage schwankte bedenklich nach der Doch endlich bekam das Leben das r wich, der eiterige Ausfluß der Wunde n sie sich zu schließen. Von da an aber ner und nur auf einen kurzen Augennd nicht, wie Hans mit flehenden Blit weilen bettelte. onntag nachmittag; Hans saß im Gorder war über Feld gegangen, Mutter in ihrer Kammer ein Schläfchen; sie et haben, hatte sie doch das offene Ge iegen und die Brille vor den geschlos te sich leise die Türe, und Sybille trat g zurüd, als ſie Hans allein vor sich Hände nach ihr aus, da mußte sie wohl ihn begrüßen. Und als sie nun vor * Große Straßensperrung. Folgende Straßen sind vom 12. Juni ab für die Dauer der darauf vorzunehmenden Arbeiten, welche der Reihe nach vorgenommen werden, wie die Straßen aufgeführt sind, bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerksverfehr gesperrt: * Kraftpost Gießen- Krosdorf- Fellingshausen. Von Morgen, Sonntag, den 20. Juni tritt eine Fahrzeitänderung der Kraftpostlinie ein. Ab Bahnhof Gießen 6.20( nur Werktags), Sybille sant neben ihm in die Knie und legte ihr Haupt in seinen Schoß; er aber streichelte der Schluchzenden über das haar und gab ihr Kosenamen, einen zärtlicher als den andern. ,, Nun sich mich doch endlich einmal an, Liebling, bist du denn wirklich mein?" Da schaute sie auf, Auge tauchte in Auge,- lange, und dann nahm sie sein Gesicht mit einer rührenden Gebärde zarter Singebung zwischen ihre Hände und füßte ihn auf den Mund. Darnach erhob sie sich, rüdte einen Stuhl heran und setzte sich neben ihn. Was sie sprachen? Du hättest nicht viel vernommen. Ueber Hans war eine selige Müdigkeit gekommen, er lehnte sich in den Sessel zurück, das Haupt so geneigt, daß er ihr liebliches Antlig vor sich hatte. Die Augen hielten Zwiesprache, Hand ruhte in hand, sie waren beisammen, sie hatten sich lieb. Das war genug. Hans Heeger wollte einmal von der Werbung bei ihren Eltern sprechen. Doch sie wehrte ihm.„ Heute bist du noch zu schwach und mußt dich schonen. Diese Woche behalten wir unser Geheimnis für uns, am nächsten Sonntag tomme ich wieder um diese Zeit, dann wollen wir alle notwendigen Dinge ordentlich besprechen. Horch, ich höre hier die Mutter Vogelsberger im Hausflur husten. Noch ein Kuß, Herzallerliebster, dann gehe ich heim." jrte Gestalt und das bleiche Antlitz und tigen Hände sah,- alles das war ihr, gar nicht so aufgefallen,— und dann bleibt am Leben, er wird wieder geihrer Fassung vorbei; aus Leid und der Tränenquell überzuſtrömen. Die Augen nak. Er war in jenem wunenesung: man hört fern die Schritte des die Türen des Lebens sind wieder weit en ein wie warme Wogen, wie gerne is weinende Mädchen zu sich nieder: d getan, wenn ich gestorben wäre, hast bille?" Dent. Mutter Vogelsberger aber war damit gar nicht einverstan,, Warte doch wenigstens, bis der Pätter( Pate) heimtommt." ,, Nein," sagte Sybille,„ ich habe es meinem Vater versprochen, daß ich nicht lange bleibe. Und er ist ja eben ohnedies immer in böser Laune und ärgert sich über die Fliege an der Wand." Oetker Pudding. Jetzt, wo die Hausfrau sparen muß Und dennoch einen Hochgenuẞ Dem kleinen Liebling bringen möchte- Ein Oetker- Pudding ist das Rechte! Mit wenig Mitteln zu bestreiten, Schnell und höchst einfach zu bereiten. Nach frohem Schmause ruft ihr Kleines: ,, Herzmütterlein!- das ist was Feines!" Wie glücklich ist die Mutter, die ihre Kinder recht satt und zufrieden sieht. Weiß sie doch bestimmt, daß der gute Oetker- Pudding, den sie mit Milch, Butter, Zucker und wenn möglich mit einem Ei zubereitet, immer gern und restlos verzehrt wird. Auch die Erwachsenen schätzen die feine Nachspeise bei Tisch, mit der eine praktische Hausfrau leicht an anderer Stelle sparen kann. In allen einschlägigen Geschäften zu haben. Verlangen Sie ebendaselbst die neuen farbig illustr. Oetker- Rezeptbücher zum Preise von 15 Pfg., wenn nicht zu haben, gegen Einsendung von Marken von Dr. A. Oetker, Bielefeld 8,23( täglich), 12,30( täglich), 1,30( täglich), 2,45( täglich), 3,25 ( nur Samstags und Sonntags), 4,35( täglich), 5,35( täglich), 6,25( täglich), 7,50( täglich) und 10,40( täglich). Vom Oswaldsgarten außerdem noch um 6,40( nur Werktags), 1,30( nur Samstags), 2,30( nur Samstags) und 7,10( täglich). „ Ich glaube es, Herzchen, ich glaube es gern, wo er jetzt die Schererei hat mit der neuen Kirche," erwiderte die alte Frau. aser im et med d Für Pilzsammler. der Zeit der Pilzernie, werden alljährlich zahlreiche Erkrankungen un surembleue ser Todesfalle durch den Defaul пос JWB Genuß giftiger Pilze verursacht. Dabei handelt es fig in dep meisten Fällen um den Genuß selbstgesuchter Bilzsammler tann nicht dringend genug empfohlen werden, nur Pilzarten zu verwenden, die ihm zweifelt als cb8 find. Einen Ueberblick über die wichtigsten egodben und lichen Pilze gibt das im Reichsgesundheitsdint Pilzmerkblatt, das im Jahre 1924 in neuer, erweiterte gabe im Verlage von Julius Springer, Berlin W9, g straße 23-24, erschienen ist und von dort im Wege des Bilhaft- ul dels bezogen werden kann. * Inventurausverläufe. Nach der Bekanntmachung des Hessischen Kreisamts Gießen vom 8. 6. 1925 dürfen Saison- und Inventurausverkäufe nur in der Zeit vom 2. Januar bis 31. Januar und vom 1. Juli bis 31. Juli jeden Jahres jedoch nur auf die Dauer von je 14 Tagen, abgehalten werden. Im Zuwiderhandlungsfalle müssen Strafanzeigen erhoben werden. Nicht lange nach Sybillens Weggang erschienen Hans Georg Vogelsberger und Peter Kitz. Dieser gedachte vor allem, Hans zu besuchen, und war voller Freud, den Patienten außer Bett anzutreffen. попадн * Der Vogelschutzverein für Hessen hielt am 5. ds. Mts. infu13 Fürstensaal zu Darmstadt eine Mitgliederversammlung ab, die von Oberforstrat Dr. Urstadt geleitet wurde und aus allen Tei len des Landes zahlreich besucht war. Der Verein hat jetzt schon wieder zwei Drittel seines Vorkriegs Mitgliederstandes erreicht. In der Mitgliederversammlung wurden außer anderen wirtjamen Maßregeln für den Vogelschutz erörtert. Um 4 Uhr fand ein öffentlicher Vortrag von Dr. Mansfeld- Seebach statt. Nach Beendigung des Vortrags besichtigte ein kleiner Kreis von Interessenten unter Führung des Geh. Forstrat Kullmann Vogelschutzanlagen in Darmstädter Gärten. * Von der Landesuniversität. Der ordentliche Professor für Mineralogie und Petrographie an unserer Universität Dr. Karl Hermann Scheumann hat einen Ruf als Ordinarius für Mineralogie an die Technische Hochschule Charlottenburg erhalten. Vogelsberger aber, unterstützt von seiner Mutter, ruhte nicht, Hans sei lange genug aufgewesen, ein Kranker dürfe leinen Willen haben, der müsse sich kommandieren lassen wie ein fleines Kindchen- also er ruhte nicht, bis Hans nachgab. Und * Personalien. Universitätsgarteninspektor Friedr. Rehnelt ist mit Wirkung vom 1. Juli 1926 ab in den Ruhestand versetzt worden. wirklich, als Hans wieder in seinen Federn lag, da meinte er, m Paradies zu sein, so wohlig war seine Müdigkeit, so herrlich das Lager. * Beamtenversicherungsverein des deutschen Bank- und Bankiergewerbes. Am vergangenen Sonntag hielt in Frankfurt a. M. die neutrale Pensionskasse für das Bankgewerbe ihre diesjährige ordentliche Generalversammlung unter dem Vorsitz von Geh. Oberfinanzrat Dr. Springer ab. Der Geschäftsbericht und der Rechnungsabschluß für das Jahr 1925 fanden einstimmige Annahme. Die Zahl der versicherten Beamten betrug Ende 1925 57,310. Das Vermögen beträgt rund 40 Millionen Mark. Peter Kitz und Meister Vogelsberger spannen nun den Faden weiter, den die alte Mutter beim Abschied Sybillens begonnen hatte, von dem Neubau der katholischen Kirche redeten sie. * Deutsche Volkspartei. Im Hindenburg" morgen, Sonntag abend 8% Uhr gemütliches Beisammensein. „ Hannjer, du kannst lachen," sagte Peter Kiz,„ du legst deinen Arm, wenn er auch gesund ist, in die Schlinge und sagst, ich kann nicht fronen, und meinen Gesell kann ich als Ersatzmann euch nicht schicken. Aber ich, schon zwei Fuhren Steine habe ich leisten müssen. Wer mir das einmal gesagt hätte, daß ich als lutherischer Christ hier in dem rein evangelischen Holzhausen wegen etlicher hergelaufener Fremdlinge eine römische Kirche müßte bauen helfen, den hätte ich für übergeschnappt tagiert. Aber die Herrlichkeit dauert nicht mehr lange. Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht." - * Nationale Jugendwettkämpfe auf dem Trieb. Die Spiel. vereinigung 1900 veranstaltet am Sonntag, den 20. Juni auf ihrem neuen Sportplatz die diesjährigen nationalen Jugendwettkämpfe. Die Meldungen hierzu lassen schärfste Kämpfe erwarten. * Bürgergesellschaft. Sonntag, den 20. Juni, nachmittags 3½ Uhr, Familienausflug nach der Karlsruhe. Aus Nah und Fern. Londorf. Das Bundesfest des Lahntalsängerbundes findet hier am 4. und 5. Juli statt. Es haben sich etwa 40 Bundesund Gastvereine mit rund 2500 Sängern angemeldet. Auch ein Wertungssingen ist mit dem Feste verbunden. Schlitz Die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest anläßlich des 70jährigen Bestehens des hiesigen Männergesang vereins„ Harmonisches Kränzchen", verbunden mit einem natio nalen Gesangswettstreit, lassen auf eine würdige Ausgestal tung schließen. Seitens der Behörden und Privatpersonen sind namhafte Geldbeträge und schöne Wertpreise gestiftet worden, sodaß es dem Verein einen wertvollen Ehrenpreis zu überreichen. Der Festzug selbst soll ganz Besonderes bringen. Festwagen, Trachtengruppen, Reiterabteilungen usw. demselben ein buntes, sehenswürdiges und abwechslungsreiches Aussehen verleihen. Für die auswärtigen Gäste ist für gute Bahnverbin dung durch eingelegte Extrazüge gesorgt. Allen soll dieses Fest, das am 3.- 5. Juli stattfindet, ein Erlebnis werden. Was meinst du denn Peter?" fragte Vogelsberger. ,, Ei nun, Hannjer, du weißt doch, wie por etlicher Zeit der hochfirst! che Darmstädtische Rat Schulz mit dem Notar hier war Gestern nachund hat feierlich gegen den Bau protestiert. mittag nun, da ist eine Kutsche von Homburg her gekommen, da hat ein Herr drin gesessen; am Bau ist er ausgestiegen und hat sich die Geschichte betrachtet und gesagt ,,, das gibt ja ein hübsches Häuslein." Dabei hat er ganz eigentümlich gelacht. Dann ist er den Haingraben hinauf, zum Obertor wieder herein und durch den Flecken zurüd nach Homburg gefahren. Und weißt du, wer das war?" ,, Na, wer denn?" ,, Der Rat Schulz, ich habe ihn genau erkannt, denn wie er selbiges Mal zuerst hier war, habe ich gerade Steine gefahren, da hat er mich gefragt, ob ich das gern tue. Da habe ich tüchtig losgelegt und gesagt, daß wir alle zähneknirschend und befohlenermaßen solches machen müßten. Am liebsten täten wir den ganz Bau auseinanderreißen, daß fein Stein auf dem anderen bliebe. Da hat er gerade so gelacht, wie ich ihn gestern habe lachen sehen." „ Ja nun, was soll denn das bedeuten? Was meinst du denn?" fragte Meister Vogelsberger gespannt. Peter Kiz zudte vieljagend mit den Schultern und schwieg. Neu- Isenburg. Hier trieben in der Nähe der Offenbacher Chaussee zwei Vogelfänger mit Leimruten ihr schändliches Handwerk. Einem Feldschütz gelang es, die Täter festzustellen, die sich nun wegen Vergehen gegen die Vogelschutzgesetze zu verantworten haben. Maizena Flammeris, Puddings das Kraftmehl und Gebäck " Sans", fragte darauf der Meister seinen Gesellen ,,, kannst du dir das zusammenreimen?" ,, Was denn? Wovon schwätzt ihr denn?" fuhr Hans aus seinem seligen Sinnen auf. Was scherte ihn der Freiherr von Ingelheim und sein Kirchenbau, er baute in Gedanken an einer neuen Heimat, einem Haus, darin Liebe und Friede und alle guten Geister des Lebens wohnen sollten. Und nicht anders war es die folgenden Tage, da ein Ereignis eintrat, das die Willkür jener Zeiten tennzeichnet, das ganz Holzhausen perturbierte"( in Bestürzung brachte), einen Schwanz von Prozession hinter sich nachzog und die händereibenden Advokaten in Nahrung setzte: die neue Kirche wurde zerstört. Doch, ich will einmal den Notar Joan Michael Sans vom Rammergericht zu Wetzlar reden lassen, damit der Leser eine Vorstellung davon bekommt, wie man damals die liebe, deutsche Sprache verhunzte und mißhandelte, indem man ihr fremde Lappen auf das schöne Kleid nähte, noch mehr, als dies heute in ,, deutschen" Zeitungen Brauch ist.( Ich gebrauche auch die Willfürrechtschreibung jener Zeit): ,, Der hochfrenherrl. Ingelheimische Schultheiß Peter Michel referierte den Verlauf folgender gestalt, wie daß Dienstags als den 22. Junius frühe gegen 3 Uhr drey Compagnien hochfürstl. Darmstädtischer Soldaten( welche ein Obrist- Lieutenant Nahmens Clemann commandieret) zu Burgholzhausen angerüdet, so gleich bende Thore occupirt, alle Ein- und Außgänge des Flettens mit Wachen bejezet, das Amt- Hauß umstellet, wie ingleichen vor sein des Schultheißen forder und hinter Thor Wachten poftiert, seiner Person aller dargegen gethaner Remonstration und Protestation ohngeachtet, insoweit versichert und arretirt, weder ihn noch die seinige aus dem Hauß gehen und mit niemanden reden, vielweniger Schreiben außschiden lassen, und hätte der commandirende Offizier ihme Schultheißen ins Gesicht gesagt, es wäre gut, daß man ihn in Verwahr hätte, dann er eben der Rechte wäre. Hätte auch eine Wacht vor das KirchenThor, wie ingleichen sehr viele im Fleden hin und wieder postiert gehabt, und nicht zugegeben, daß nur ein Unterthan mit dem andern hätte reden mögen. ( Fortsegung folgt.) Sonnabend, den 19. Juni 1926. Sallgarten i. Rhg. Seitens der Bereinigten Weingutsbefizer e. G. m. b. 5. zu Sallgarten i. Rh. wurde hier eine Bersteigerung Don 1925er ausschließlich Hallgartener Naturweinen durchge führt. Die Versteigerung ist in ihrem Verlauf und Ergebnis als gut zu bezeichnen. Heidelberg. Der Deutsche Fleischer- Berband hält hier vom 27. Juni bis 2. Juli seinen diesjährigen Verbandstag ab. Der Verband umfaßt in 25 Bezirksvereinen 1400 Jnnungen mit rund 60 000 Mitgliedern. Köln. Trotz der wirtschaftlich ungünstigen Lage hat der Bejuch der Universität im laufenden Sommer- Semester wiederum zugenommen. Die Universität zählt 3. 3t. 4856 eingeschriebene Studierende. Die Gesamtzahl der Hörer( abgesehen von den 468 Hörern der allgemeinen öffentlichen Borlesungen) beträgt 5375, Turnen und Sport. Zwei Kampfspiel- Sonderzüge aus Frankfurt a. M. Die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Deutschen Reichsausschusses beabsichtigt, zu den 2. Deutschen Kampfspielen in Köln zwei Sonderzüge laufen zu lassen und zwar je einen am 3. und 9. Juli. Die Vereine aus Frankfurt a. M. und Umgebung werden um Angabe gebeten, in welcher Zahl ihre Mitglieder diese Sonderzüge benutzen wollen. Nichtmitglieder des Berbandes find ebenfalls zugelassen. Die Preise für diese Gonderzüge werden sich auf 7,40 Mart für 3. Klasse statt 11,20 Mark und 4,95 Mart für 4. Klasse statt 7,40 Mart für die Hinfahrt stellen. Für die Rüdfahrt, die in Gruppen von wenigstens 30 Personen angetreten werden soll, ist folgende Ermäßigung vorgesehen: Günstigste Eindeckung Verlangen Sie Ruhr- Brechkoks Heizkräftigster, sparsamster Brennstoff für Zentralheizungen Erhältl. in all. gröss. Kohlenhandig. Einheirat in Fabrik! Sommerpreise Hübsche Fabrikantentochter, 22 Jahre alt, 250 000.- Barvermög. wünscht solid. strebs. Ehegatten auch ohne Vermögen durch Fr. Sander, Berlin C. 25. Dixin Das dankbare Seifenpulver Großte Ergiebigkeit und hervorragende Waschwin kung! Dixin is: für jedes Waschverfahren geeignet Besonders vorteilhaft auch für Maschinenwäsche zu verwenden! 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Was hier in verhältnismäßig dünn besiedelten Gebieten an erfolgreicher Werbetätigkeit geleistet wird, sollte die Ortsgruppen in den größeren deutschen Städten veranlassen, sich ebenfalls recht rege zu betätigen, damit sie von diesen unter weit schwierigeren Bedingungen arbeitenden Vereinen und Verbänden nicht beschämt werden. Bücherbesprechung. Der Heimatdienst. Mitteilungen der Reichszentrale für Heimatdienst. Zentralverlag G. m. b. H., Berlin W 35. Halbjährlich 2,50 Mart, jährlich 5 Mart, zuzüglich Zustellungsgebühr. Der von der Reichszentrale für Heimatdienst herausgegebene, halbmonatlich erscheinende Heimatdienst" ist eine empfehlens Das Universal- ReichsstenerKassebuch mehrfach gesetzlich geschützt enthält Spezialeindracke für jedes Geschäft Diese allseits als sehr praktisch anerkannten Bücher sind bei mir stets vorrätig. 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Ungiltig: 559 3 Stimmberechtigt In Prozenten umgerechnet er 26 Prozent der Wahlberechtigten 會 Der Reichstag nach de Mann fann wahrlich nicht beh am Montag wieder zusammengetr feiner harrenden Aufgaben vor irgendwie etwas von einer Siege Man legte sich sowohl rechts wie l es herrscht kein Zweifel darüber, Sonntag mit sich gebracht hat, a lehnung für die Fürstenenteigner Barteien aber trotzdem sehr ernst eine Politik innerer Zerrissenheit daß es die allerhöchste Zeit ist, in Sedanken wieder hervorzuholen, der zusammengeschlossenen Linker Siege verhelfen will. Die Reichsregierung tut alles, um dung des Fürstenabfindung Ob dies möglich sein wird, hängt der Frattion ab. Man kann im Belanntgabe des Ergebnisses der jpannung eingetreten ist, die sich geltend macht. Die Regierung Rechtsfachverständige einen Weg Gesetz mit einer einfachen Mehrh Sum Volfsentid zweds Auflösung des erläßt der Hessische Wirtschafts: u band, Deutsche Volkspartei, Deu Kundgebung an das hessische Bol „ Unserer Aufforderung, du Landtags und Befragung des Vo Kräften der hessischen Regierung möglich zu machen, ist das hessisch warten weit hinausgehenden Umf das zahlloje Wähler, insbesonde hältnis oder wirtschaftlicher Abh Machthabern sich befinden, nur a den Bergeltungsmaßnahmen, sich die Listen an der Bewegung bete jählen wir zu den Mitkämpfern f fundere Steuerpolitit und für ei heffischen Staat. Wir danten alleh, die durch mannhaft für unsere Gache und Mängel bekannt haben. Mizwi parteipolitische Einflüsse in B find der Ursprung unserer Ber Mieler Entattung vernünftiger A Kampi. Gejunde Steuerpolitit, Sparjamteit in allen Zweigen unfere Ziele. Das Ergebnis des Boltsbeg tenntnis der weitesten Kreise u Epitem und für unseren Kampf Bollsentscheidung sein, nachdem haben, freiwillig dem hejjijchen Die Koten einer Boltsabstimmun Abgabe des Stimmzettels frei bis der Augenblick fommt, wo belischen Bolles durch Boltsa Landtags erzwingt. Der Kam teight ift." * Aus dem Reichswohnun Den Ländern sind Mittel Kriegsopfer bei Wohnungsba Den. In Betracht tommen n Kriegsblinde oder Kriegsopfer, träge bellebe man an das He und auch nur dann, wenn dring werden muß in angegebenen F Alenderung der Für Der Reichstag hat nach i