Teue Bücher. Nr. 41. Ein Lebensbild von Dr. Hanns Marnt der Dichtung Schiller und Goethe als o in der Politik Stein und Bismard. i, der uns innen- und außenpolitiſch in zur wahren sittlich begründeten deut Großdeutschland. Seine Erinnerungen, Form einer Biographie sind das wert che Buch, das die Deutschen haben tönWert ist bei der Deutschen Buch- Gemein Celtowerstraße 29, erschienen.- Für den edsbeitrag von 3,90 M pro Vierteljahr nen Halblederband und 14tägig eine Roe Beschäftliches. nd billig, das ist die tägliche Frage für deren Lösung meist schnell und ent or allen Dingen richtig sein muß. Wie wedentsprechende Ernährung für die Ge tungsfähigkeit des Körpers ist, werden erehrten Leser an dem interessanten Ma Düsseldorf festgestellt haben. 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Etwaige Funde werden sofort beschlagnahmt, sichergestellt und der zur Zerstörung zuständigen Stelle übermittelt. Das Boltsbegehren auf Auflösung des Landtags. Der Don dem Landesabstimmungsleiter, Ministerialrat Bornemann, ausgearbeitete Bericht über das Volksbegehren auf Auflösung des Hessischen Landtags liegt nunmehr im Drud vor. Er umfaßt die Darlegung der Vorprüfung, das geübte Verfahren bei der Listenrüdgabe zur Mängelbeseitigung und enthält Ausführungen über die Zusammensetzung des Landesabstimmungsausschusses. Nach Darlegung über den Gang der Prüfungsarbeit werden dann die bekannten Feststellungsbeschlüsse wiedergegeben. In der Anlage zum Bericht sind die juristischen Gutachten wiedergegeben. Darmstadt, 15. Oftober. Der Gesetzgebungsausschuß des Landtags nahm in seiner letzten Sigung einen Antrag an, daß die gesetzlichen Voraussetzungen für das Volksbegehren vorliegen. Die Verhandlung gegen den Germersheimer Täter. Paris. Der Untersuchungsrichter in der Angelegenheit des Leutnants Rouzier, Hauptmann Trope, hat sich nach Landau be= geben. Die Verhandlungen der Germersheimer Zwischenfälle vor dem Kriegsgericht in Landau soll am 15. November stattfinden. Politische Versammlungen und Umzüge im besetzten Gebiet. Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Deutsches, allzu Deutsches. Nicht nur im Inland gibt es zahlreiche aufmerksame Beob achter der deutschen Psyche, die oft verzweifelt das Verhalten mancher Deutscher in wichtigen deutschen Lebensfragen unbegreiflich finden und über deren Einstellung gegenüber den anderen Nationen die Hände ringen. Auch das Ausland selbst schüttelt zuweilen den Kopf über dieses an ich tüchtige und fleißige Volk zwischen Rhein und Werchie!, das immer noch zerrissen in seinen Gliedern seine eigenen Belange so schlecht zu wahren weiß. Golange Männer vom Schlage Crispiens, der bekanntlich kein deutsches Vaterland fennt, noch Sig und Stimme als Voltsführer haben und auf eine zahlreiche Anhängerschaft bliden, solange Deutsche bereit sind, die Gerechtsame ihres eigenen Volkes zugunsten irgendeines sinnlosen internationalen Gedankens zu opfern, werden wir nicht vorantommen in der Welt. Aus der bunten Plunderkiste der deutschen Torheiten wollen wir nachstehend ein kleines Beispiel herausgreifen, das, so unbedeutend es an sich im Getriebe des großen Ganzen sein möge, doch grell unsere Denkungsart und die Rückständigkeit unserer Auffassung beleuchten. In den Garnisonstädten des besetzten Gebietes müssen nach den neuesten Verfügungen politische Versammlungen und Umzüge in Zukunft 48 Stunden vor dem Zeitpunkt, an dem sie stattfinden sollen, bei dem betreffenden Platzkommandanten angemeldet wer= den. Die Anmeldung muß den Gegenstand der Versammlung und eine Liste der Einberufer enthalten. Wenn der Plattommandant der Ansicht ist, daß die geplante Versammlung oder der Umzug die Sicherheit der Besatzungstruppen oder die öffentliche Ordnung gefährden kann, hat er sofort die Rheinland kommission hiervon zu verständigen, die dann entscheidet, ob die Versammlung oder der Umzug stattfinden kann oder zu verbieten ist. Ein Ausreiseverbot. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lokal 12 Pig, die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfa. Play. vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Vollflischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Vom Reichsverband des deutschen Handwerks. Der Reichsverband des deutschen Handwerks hatte zu Donnerstag, den 7. Ottober mehrere seiner Ausschüsse nach Düssel= dorf einberufen. Unter starter Beteiligung aus dem ganzen Reich traten zunächst unter dem Vorsitz des Herrn Präsidenten Welter von der Handwerkskammer Köln, Mitglied des Reichswirtschaftsrats, der Ausschuß für Sozialpolitik und der Berufsstandsausschuß zusammen. Für das Reichswirtschaftsministerium war der Reichskommissar für das Handwerk und Kleingewerbe, Ministerialrat Dr. Hoppe, Berlin erschienen, für das preußische Handelsministerium Ministerialrat Dr. v. Hoffmann. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten hat eine Wohlfahrtslotterie ausgeschrieben! Es ist begreiflich, daß man die Preise in dieser Lotterie, und besonders den ersten Gewinn, verlodend auszugestalten sich bemüht hat, um, was nun einmal bei einer Lotterie notwendig ist, möglichst viel Bemittelten das Geld in der Tasche zu lodern. So beschloß man, als ersten Preis ein Automobil zu stiften. Da sich kein Gönner fand, der den Wagen umsonst zur Verfügung stellte, wie das zuweilen bei den Preisen der Wohlfahrtslotterien der Fall ist, so kaufte man ein Auto, und zwar, so schreiben die„ Leipziger Neueste Nachrichten" am 13. Oktober 1926 in ihrer Nr. 283, zu einem Preise von mehr als 7000 Mart. Man nimmt nun selbstverständlich an, daß irgendeiner deutschen Firma diese Summe zugute tomme, um aus ihr deutsche Arbeiter zu ernähren und unserer daniederliegenden Auto Industrie einen kleinen Gewinn zu verschaffen. Da wir aber in Deutschland leben, so wird es nicht wundernehmen, daß man einen amerikanischen Ajag- Wagen taufte, also die nicht unerhebliche Summe der amerikanischen Industrie zuleitete, dem Lande, unter dessen Geschossen gewiß auch ein Teil unserer deutschen Kriegsbeschädigten bluten mußte. Der Ajax- Wagen, der erste Preis der Wohlfahrtslotterie des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten, ist in Hamburg in einer Filiale von Ford ausgestellt und zu besichtigen. Man fragt sich, ob in irgendeinem anderen Lande der Welt eine solche Torheit möglich ist! Dies zeigt, wie gedankenlos bei uns nicht nur unsere politischen, sondern auch wirtschaftlichen Gerechtsame von vielen Volksgenossen verwaltet werden. Dem Landesbischof der evangelischen Kirche Rußlands, Bischof Malmgren in Petersburg, ist von der Moskauer Regierung die Erlaubnis zur Ausreise nach Deutschland zur Teilnahme an der diesjährigen Tagung des Gustav- Adolf- Vereins ohne Angabe von Gründen verweigert worden. Völkerbundsrats- Tagung in Berlin? Paris, 15. Oftober. Der„ Petit Parisien" glaubt zu wissen, daß im Laufe der Dezembertagung des Völkerbundes in Genf der Vorschlag gemacht und wahrscheinlich auch angenommen wer= den wird, die Märztagung des Völkerbundes im Jahre 1927 in Berlin abzuhalten. Die deutschen Spareinlagen. Trotz der Arbeitslosigkeit nehmen die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen allmonatlich zu, und zwar wachsen sie in den letzten Monat. durchschnittlich um 100 Millionen Mart im Reich. Die Gesamtsumme der Spargelder hat heute bereits 2½ Milliarden Mark überschritten. Allerdings betrug beispielsweise im Januar der Ueberschuß der Einlagen noch 166 Millionen im Monat, er fiel dann im Februar auf 138 Millionen, im März auf 107 Millionen, um von da an konstant zu bleiben. * Halb Berlin zahlt teine Miete mehr! Wie ein guter Deutscher handelt. Das Seidenhaus Eduard Volz in Darmstadt schrieb seinem Lyoner Fabrilanten folgenden Brief: So berichtete eine Mittagszeitung. Es mag das übertrie ben sein, immerhin ist es Tatsache, daß in Berliner Hausbesizzerkreisen außerordentlich geklagt wird über den ungeheuren Ausfall an Mieten. Schon seit Jahren ist das so, wurde seit Oktober aber immer schlimmer. Jetzt hat jeder sechste Berliner feine Arbeit mehr und mit der Unterstützung, die er bekommt, muß er erst dürftig sein Leben fristen. Viele Zehntausende bleiben mit der Miete im Rückstand, weil sie wissen, daß sie nicht aus der Wohnung hinausgeworfen werden können, solange sie fein anderes Unterkommen haben. Die Ausschüsse beschäftigten sich zunächst mit der Frage der Tariffähigkeit der Zwangsinnungen. Die Erörterung über die. sen Fragenkomplex wurde angeregt durch zwei Reichsgerichtsurteile, von denen das eine die Außerkraftsetzung von§ 152 Reichsgewerbeordnung durch Artikel 159 der Reichsverfassung ausspricht, das andere zwar den Jnnungen die Tariffähigkeit zugesteht, die Ordnungsgewalt der Junungen bezgl. tarifvertrag licher Betätigung aber eine Grenze in der. im Art. 159 ber Reichsverfassung zugestandenen Vereinigungsfreiheit finden läßt Die sich an diese Urteile anschließende Literatur ist sogar bemüht, den Innungen überhaupt die Tariffähigkeit abzusprechen. Im Einklang mit einem Gutachten von Geh. Justizrat Prof. Dr. Dertmann steht das Handwert auf dem Standpunkt, daß die Tariffähigkeit den freien als auch den Zwangsinnungen auf Grund des§ 81a Ziffer 2 und des§ 81b Reichsgewerbeordnung in Verbindung mit§ 100c Reichsgewerbeordnung zusteht. Auch die oberen Landesbehörden und der Reichsarbeitsminister hatten bislang den Innungen die Tariffähigkeit zuerkannt. „ Ich lege Ihnen einen Zeitungsbericht( ,, Karlsruher Tageblatt") bei, der einen Vorfall bespricht, welcher sich in Germers heim zugetragen hat und bitte Sie, diese Nachricht einmal unparteiisch zu lesen. Sie müssen, wenn Sie neutral und ehr. darüber urteilen wollen, zugeben, daß das Benehmen des französischen Militärs und namentlich der Offiziere geradezu standalös gewesen ist. Ein anständiger Soldat benimmt sich nicht so, wie sich diese Herren auf deutschem Boden benommen haben, und wenn die höhere militärische Behörde mit derartigen Vortommnissen einverstanden ist, so ist das tief zu bedauern. Ich muß annehmen, daß die obere Militärbehörde von diesem unerhörten Vorfall Kenntnis bekommt. Man erwartet in Deutschland, daß diese ganz energisch gegen die Schuldigen einschreiten wird. 3wed meines heutigen Briefes ist der, Ihnen zu sagen, daß ich solange nicht mehr französische Seidenstoffe und Spigen einfaufen werde, bis ich die Nachricht erhalten habe, daß dieses unerhörte Vorfammnis in der richtigen Weise gefühnt wurde und die französische Militärbehörde die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen haben wird. Nach lebhafter Aussprache faßten die Ausschüsse ihre Stellungnahme wie folgt zusammen: Ich bedauere sehr, Ihnen dies mitteilen zu müssen, und ich werde nicht verfehlen, meinen Verband entsprechend zu benachrichtigen. Die französischen Firmen geben sich die größte Mühe, Waren nach Deutschland zu verkaufen, und zwar mit gutem Erfolg, da müssen wir in Deutschland auf der anderen Seite derlangen, daß die deutschen Bürger vom französischen Militär anständig und menschenwürdig behandelt werden. Der Krieg ist zu Ende, und zwar schon jahrelang, man sollte es jedoch nicht glauben, wenn man derartige Nachrichten lieft. Die französische Nation nennt sich ,, Grande Nation" wie ist das mit jolchen Schitanen gegenüber harmlosen deutschen Bürgern, die ihre Toten durch einen Kranz ehren wollen, zu vereinbaren? Die vereinigten Ausschüsse für Sozialpolitik und Berufsstandspolitik im Reichsverband des deutschen Handwerk geben ihrer Besorgnis Ausdrud gegenüber der Entwidlung in Rechtssprechung und Schrifttum, die eine Minderung der tarifvertrag. lichen Rechte der beruflichen Organisation herbeiführen will. In grundsätzlicher Aufrechterhaltung der durch die Reichsgewerbeordnung der beruflichen Organisation des Handwerks übertragenen Rechte verlangen die Ausschüsse, daß in der be= vorstehenden Novelle zur Reichsgewerbeordnung die Tariffähigkeit der Innungen und Innungsverbände einwandfrei gesetzlich festgelegt wird. Die Verhandlungen der Ausschüsse wandten sich sodann der Frage der Alters- und Invalidenversicherung für das selbständige Handwerk zu. Die Berichterstatter wiesen darauf hin, daß schon vor dem Kriege eine zwangsweise Alters- und Pensionsversiche rung vom Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertag abgelehnt wurde. Zur Durchführung einer Zwangspensionskasse von seiten der Handwerkskammern wäre im übrigen eine Gesetzes= ergänzung notwendig, da nach Analogieschluß aus§ 100n Reichsgewerbeordnung die Handwerkskammern nach geltendem Recht zur Einrichtung einer solchen Kasse nicht befugt sind. Abgesehen von rechtlichen Bedenken sind aber auch noch weitere Gesichtspunkte für die Ablehnung einer Zwangsversicherung ausschlaggebend: 1. Die Gefahr der Einbeziehung einer Zwangskasse in die allgemeine soziale Versicherung, 2. verträgt sich eine zwangs weise Alters- und Pensionsversicherung nicht mit dem Charakter des Handwerks als eines selbständigen Berufsstandes. Ferner bedeutet eine solche Zwangseinrichtung eine zuweitgehende Einschränkung der persönlichen Bewegungsfreiheit. Für die Kammern würde im übrigen die Einziehung der immerhin erheblichen Beträge nicht ohne unangenehme Rüdwirtungen bleiben. Für die Bestrebungen, die Altersversicherung einheitlich für das ganze Handwerk zu gestalten, ist der Zeitpuntt noch nicht gekommen. Es wird sich empfehlen, abzuwarten, ob die Erfahrungen mit den jetzt bestehenden Einrichtungen dazu Anlaß bieten. Sie würden mir und vielen französischen Exportfirmen einen Gefallen erweisen, wenn Sie diesen Brief im Original entweder der obersten Militärbehörde oder der obersten Handelstammer in Paris zur Kenntnis einsenden wollten. Meine Einkäufe in Frankreich) werden also so lange ruhen, bis den schändlich beleidigten deutschen Bürgern Genugtuung verschafft ist." Bravo! Nachmachen! Die Stellungnahme der Ausschüsse gibt nachstehende einstimmig angenommene Entschließung wieder: ,, Der gemeinsam tagende berufsständige und sozialpolitische Ausschuß lehnt eine zwangsweise Alters- und Pensionsver sicherung des selbständigen Handwerks ab, da solche Einrichtun gen sich nicht mit der Selbständigkeit des Sandwerks vertragen und auch rechtliche und technische Bedenken auslösen müssen. Soweit ein Bedürfnis zu solcher Versicherung besteht, wird dieses durch die schon bestehenden fachlichen oder berufsständigen Einrichtungen befriedigt. Diese tönnen aber nur empfohlen werden, als sie den versicherungstechnischen Vorbebingun gen entsprechen." Auch die Frage der Erwerbslosenfürsorge für das selbständige Handwerk wurde behandelt. Angesichts der vorliegend starten versicherungstechnischen Bedenten und der Unvereinbarkeit einer Erwerbslosenfürsorge mit dem Charakter des selbständigen Handwerts bekannten sich die Ausschüsse zu folgender Auffassung: ,, Die Erwerbslosenversicherung für das selbständige Handwerk muß aus den gleichen Gründen abgelehnt werden. Erwerbs= losenversicherung verträgt sich nicht mit einem selbständigen Meiftertum." Ein weiteres Referat beschäftigte sich mit der Arbeitslosenversicherung. Die Notwendigkeit der Ueberführung der bestehenden Erwerbslojenfürsorge in eine Arbeitslosenversicherung wurde anerkannt. Die Ausschüsse betonten die Bereitwilligkeit des Sonnabend, den 16. Oftober 1926. Handwerks zur Mitarbeit an dieser Frage und billigten die Haltung der Vertreter des Handwerts in den Verhandlungen des Sozialpolitischen Ausschusses des Reichswirtschaftsrats. Generalsekretär Dr. Meusch- Hannover, hielt noch einen Vortrag über den Aufbau des Reichsverbandes des deutschen Handwerts und den Ausgleich der Funktionen unter seinen Mitgliedsförperschaften. Der Vortragende und ebenso die Aussprache wiesen auf die unbedingt zu erhaltende Einigkeit im Handwerk hin. Die Versammlung erflärte ihr Einverständnis dazu, daß die den verschiedenen Wahlgruppen des Reichsverbandes angehörenden Mitgliedskörperschaften innerhalb geschlossener Wirtschaftsgebiete sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenfinden, um zu gemeinjamen Fragen des Handwerts gemeinschaftlich Stellung zu neh men. Die Ausschüsse behandelten sodann die Frage der organisatorischen Abgrenzung des Automobilreparaturgewerbes. Der Berichterstatter hierzu wies darauf hin, daß man den Dingen freien Lauf lassen müsse, da eine zentrale Regelung zurzeit noch nicht zu empfehlen sei. Schließlich bekannten sich die Ausschüsse noch dazu, den Rundsunt angesichts seiner wachsenden Bedeutung als Propagandamittel für das Handwerk nutzbar zu machen. Gleichzeitig traten unter dem Vorsitz des Obermeisters Hansen Hamburg, Mitglied des vorläufigen Reichswirtschaftsrats, der Ausschuß für Finanz- und Steuerpolitik und der Ausschuß für Wirtschaftspolitik zusammen. Seitens des Reichswirtschaftsministeriums nahm Regierungsrat Dr. Zee- Heraeus an den Verhandlungen teil. Die Ausschüsse befaßten sich zunächst mit der bevorstehenden Neuregelung des Finanzausgleichs und der Einkommensteuerveranlagung für 1925. Gomohl der Berichterstatter wie auch die Aussprache betonten, daß, wenn auch die Neuregelung des Finanzausgleichs bekanntlich zurüdgestellt ist, diese für die Wirtschaft so wichtige Frage nicht zu lange hinausgeschoben werden darf. Der Reichsverband des deutschen Handwerks beabsichtigt, eine direkte Aussprache und Verständigung zwischen dem Handwert und den Gemeinden über die ganzen Zusammenhänge herbeizuführen. Die enge Verbindung der Umgestaltung der Hauszinssteuer mit der Neuregelung des Finanzausgleichs wurde unterstrichen, damit zusammenhängend die Regelung der Wohnungszwangswirtschaft und die übermäßige Belastung der Wirtschaft durch die Realsteuer besprochen. Eine weitere Erhöhung der Hauszinssteuer wurde abgelehnt, vielmehr Ermäßigung und Veredlung verlangt, wenn sie als Zwedsteuer überhaupt beibehalten werden muß. Eine möglichst baldige Beseitigung der Wohnungszwangswirtschaft wurde gefordert. Zur Einkommensteuer wurde auf die Notwendigkeit der auszubauenden Milderungsmöglichkeiten hingewiesen. Die auf Grund der unerwartet hohen Veranlagung für 1925 zu leistenden erhöhten Vorauszahlungen muß das Handwerk als drüdend empfinden, weil sie den verschlechterten Wirtschaftsverhältnissen des Jahres 1926 nicht entsprechen. Die Möglichkeiten einer Herabsetzung der Vorauszahlungen nach§ 100 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes können für das Handwerk nicht genügen. Folgende Entschließung wurde gefaßt: ,, Die Veranlagung und Erhebung der Einkommen-, Gewerbe- und Hauszinssteuer haben zu lebhaften und begründeten Beschwerden des selbständigen Handwerks sowohl über die Höhe als auch über die Art der Eintreibung der Steuern geführt. Die Steuerbelastung steht nicht im Einklang mit dem allgemein möglichen Reinertrag der Handwerkswirtschaft und widerspricht besonders der bedauerlichen Geschäftsstille wie sie noch immer im Handwerk herrscht. Milderung des Steuerbruds, gerechtere Verteilung, Vereinfachung der gesamten Steuergesetzgebung sind dringend erforderlich. Der Reichsverband des deutschen Handwerks ist daher der Ansicht, daß durchgreifende Reformen, namentlich der steuerlichen Beziehun gen zwischen Reich, Ländern und Gemeinden( Finanzausgleich) nicht erst nach dem 1. April 1927 beginnen dürfen, sondern daß der durch übermäßigen Steuerdruck bedrohlich gewordenen Lage des selbständigen Handwerks durch schnellere Maßnahmen Rechnung zu tragen ist.“ Die Kunstgewerbeschulen in Hessen. Von Prof. Dr. Haupt- Darmstadt. In diesem Sommer sind 25 Jahre verflossen, seit auf der Mathildenhöhe die erste Ausstellung der Künstlerkolonie eröffnet wurde. Von den Künstlern, die damals beteiligt waren, ist schon lange teiner mehr in Darmstadt. Aber noch heute, nach 25 Jahren, ist es nicht möglich, in Hessen Kunstpolitik zu treiben, ohne sich mit den Ereignissen von 1901 auseinander zu setzen. Im guten wie im bösen stehen wir unter ihrem Einfluß. In drei Richtungen hat sich damals die hessische Kunstpolitik festgelegt. Zunächst in der Ueberzeugung, daß der Schwerpunkt Künstlerischen Schaffens für uns auf dem Gebiet der angewandten Kunst liegen muß. Das ist eine Erkenntnis, die noch heute gift, und für die wir dem Jahr 1901 nicht dankbar genug sein können. Gewiß ist die Geschichte der Künstlerfolonie reich an Fehlschlägen und getäuschter Erwartung. Aber die Entschiedenheit, mit der sich damals Hessens Kunstpolitik auf die Seite der Wirtschaft schlug, wiegt schwerer als alle negative Kritik. Die Tradition wies ja doch auf einen anderen Weg: auf die Gründung einer Kunstakademie, vielleicht mit lauter jungen Kräften. Wir brauchen uns diese Möglichkeit nur gegenwärtig zu halten, fo empfinden wir, wie viel fruchtbare Kraft trotz aller Fehlschläge doch von dem Jahre 1901 ausgegangen ist. Dieser Glaube an den inneren Zusammenhang von Kunst und Wirtschaft ist es, der die Anfänge der Künstlerkolonie auch mit unseren heutigen Zielen verbindet. Das zweite Motiv, mit dem das Jahr 1901 bis heute nachwirft, war der Gedanke: Darmstadt als Ausstellungsstadt. Der Ruf seiner Ausstellungen sollte Darmstadt einen Platz schaffen in der künstlerischen Welt. Und der erste Erfolg schien zu be= weisen, daß das möglich war. Bis zum heutigen Tage ist der Nimbus nicht erloschen, den das Darmstädter Gewerbe jener Ausstellung verdankt. Es ist begreiflich, wenn in den beteiligten Kreisen die Wiederholung ähnlicher Erfolge als eine wesentlichste Aufgabe einer guten Regie erscheint. Aber wir kommen nicht 11 Gießener Zeitung. Die Ausschüsse beschäftigen sich sodann mit dem Entwurf eines Spiritusmonopolgejeges. Der Vorlage wurde im allgemeinen zugestimmt nach Maßgabe des vom vorläufigen Reichswirtschaftsrat erstatteten Gutachtens und mit dem Vorbehalt, daß die vorgesehene Beschränkung des Brennrechts der Abfindungsbrennereien und der Stoffbefizer nicht ausschließlich auf Kosten der Kleinbrennereien geschieht. Ein Bericht über die Frage der Mobilisierung von Aufwertungs- Lebensversicherungen wurde zur Kenntnis genommen. Die Ausschüsse stellten sich auf den Standpunkt, daß das Handwerk sich den im Einzelhandel bestehenden Bestrebungen auf Abschluß von Empfehlungsverträgen mit Gesellschaften die Kapitalversicherungen betreiben, nicht anschließen tann, da hierfür eigene berufsständische Einrichtungen bestehen. Soweit auf dem Gebiete der Sachversicherungen solche Einrichtungen nicht bestehen, soll einer bezirklichen Regelung nicht durch zentrale Abmachungen vorgegriffen werden. Die Ausschüsse befaßten sich ferner mit einem dem Reichsjustizminister zugegangenen Antrag auf Einführung der gesetzlichen Buchführungspflicht für Minderkaufleute. Die Notwendigfeit einer geordneten Buchführung im Handwert wurde allgemein anerkannt. Die gejegliche Einführung der Buchführungspflicht wurde als erwünscht bezeichnet. Die Ausschüsse sprachen die Erwartung aus, daß zur näheren geseglichen Regelung dieser Frage der Reichsverband ausschlaggebend hinzugezogen wird. Die neuen Einheitswertbescheide. Auf Grund des Reichsbewertungsgesetzes erhalten jetzt die Steuerpflichtigen die ,, Einheitswertbescheide", in denen Einheitswerte für die einzelnen Vermögensarten( 1. landwirtschaftliches, forstwirtschaftliches und gärtnerisches Vermögen, 2. Betriebsver mögen, 3. Grundvermögen und 4. sonstiges Vermögen) sowie für das Gesamtvermögen festgestellt werden. Der Begriff Einheitswert bedeutet, daß sowohl für die Reichsvermögensteuer als auch für alle nach dem Wert erhobenen Steuern der Länder und Gemeinden für ein und denselben Gegenstand" ein einziger Wert" nach den Vorschriften obengenannten Gesetzes ermittelt wird. Die Abgrenzung der einzelnen Vermögensarten von einander ist für den Steuerpflichtigen von weittragender Bedeutung. So hat beispielsweise die Umgrenzung des Begriffs ,, Betriebsvermögen" entscheidenden Einfluß auf die Höhe der Industriebelastung bezw. der Aufbringungslast. Ferner ist die Einordnung eines Vermögensgegenstandes in eine der unter 1-4 genannten Vermögensarten grundsätzlich entscheidend dafür, ob der Gegenstand von den Ländern und Gemeinden der Grund- und Gebäudesteuer oder der Gewerbesteuer unterworfen wird. Aber auch die Höhe des„ Einheitswertes" kann durch diese Einordnung maßgeblich beeinflußt werden. Wenn beispielsweise ein Grundstüd teilweise zu Wohnzwecken vermietet ist, während der andere Teil zu gewerblichen Zweden benutzt wird, so ist für jeden Grundstücksteil der Wert zu ermitteln, der gemäß seiner Benutzung auf ihn entfällt. Die Bewertungsgrundlage für das gesamte Grundstüc bildet der Wehrbeitragswert, der unter gewissen Voraussetzungen neu ermittelt werden kann, wenn dies nicht bereits bei der Vermögenssteuerveranlagung 1924 geschehen ist. Um den„ Einheitswert zu ermitteln, wird zunächst eine Zerlegung nach dem Wertverhältnis vorgenommen, in denen die einzelnen Grundstücksteile zueinander stehen. Ist dies geschehen, so wird der zu Wohnzwecken vermietete Teil mit einem Satz bis zu 45 Prozent, der gewerblichen Zwecken dienende Teil mit einem Sag bis zu 70 Prozent des Wehrbeitragswertes bewertet. Der vermietete Teil unterliegt mit seinem„ Einheitswert" den Grund- und Gebäudesteuern, während der andere bedeutend höher bewertete Teil zu den höheren Sätzen der Gewerbesteuer versteuert wird. Hat der „ Einheitswertbescheid" Rechtskraft erlangt, so richten sich sämtliche eingangs erwähnten Steuern und Abgaben nach den festgestellten„ Einheitswerten" und können nicht mehr durch ein gegen die Veranlagung dieser Steuern gerichtetes Rechtsmittel angefochten werden. Infolgedessen müssen die Bewertungsbescheide" nach Erhalt darauf geprüft werden, ob sie anerkannt werden können oder nicht. Fühlt sich der Steuerpflichtige also irgendwie benachteiligt, so darf er nicht warten, bis eine Veranlagung auf Grund der Einheitswerte vorgenommen wird, sonvom Fleck, ohne uns in dieser Frage ehrlich Rechenschaft zu geben. Der Erfolg der Ausstellung von 1901 ging weit über unsere Berhältnisse hinaus. Er war auch nur möglich durch das Zusammentreffen besonderer Umstände, durch die Spannung, mit der damals nach mehrjähriger Krisis im deutschen Kunstgewerbe eine entscheidende Lösung überall erwartet wurde. Ohne solche besonderen Umstände, die sich nicht wiederholen, ist aber Darmstadt schon aus äußerlichen Gründen gar nicht in der Lage, als Ausstellungsstadt neben München, Dresden und Düsseldorf, oder auch nur neben Karlsruhe und Stuttgart Figur zu machen. Wer unbefangen auch nur die vorhandenen Ausstellungsgelände und Räumlichkeiten vergleicht, wer sich gegenwärtig hält, mit welchen Ansprüchen an sachliche Mittel und persönliche Kräfte heute jede große Ausstellung rechnen muß, der kann sich über diese Tatsache unmöglich täuschen. Ein überspannter Ehrgeiz im Ausstellungswesen bedeutet aber für uns eine offene Gefahr. Jede Ausstellung richtet sich auf äußeren Erfolg: Hebung des Verkehrs, Stärkung des Renommees, das sind für den wirtschaftlichen Veranstalter ihre Ziele. Es liegt mir fern, sie herabzusetzen. Sie haben ihren realen Wert. Aber mit Kunst haben sie wenig zu tun und noch weniger mit den Aufgaben künstlerischer Erziehung. Letztes Ziel staatlicher Kunsts politit muß es sein, die Menschen tüchtiger zu machen in ihrer Arbeit. Wird diese Aufgabe aus ihrer zentralen Bedeutung verrückt, wird sie durch andere Zwede verdunkelt, so wird sich das zu allen Zeiten rächen. Unter den heutigen Verhältnissen aber mit ihrer Bedrängtheit und Not müssen wir die Gedanken an Ehrgeiz und äußeren Erfolg aus unserem Denten ausschalten und mit der Arbeit nicht von oben anfangen, sondern von unten. Um ein Beispiel zu nennen: ich möchte glauben, daß eine sachgemäße Umgestaltung des Schreibunterrichts an allen unferen Schulen künstlerisch wichtiger und folgenreicher sein müßte, als die schönste Ausstellung. Schreiben ist die einzige Volkskunst, die wir besitzen, d. h. die Kunst, die von allem Volfe geübt wird. Die Uebung der Schrift ist aber ein Umgang mit den Elementen fünstlerischer Gestaltung. Wer sich etwas mit diesen Dingen beNr. 42. dern muß sofort den gegebenen Rechtsmittelweg beschreiten, um eine Aenderung der Wertfestsehung herbeizuführen. Felix Graeß, Steuerbevollmächtigter, vom Landesfinanzamt Darmstadt zugelassen. Darmstadt, Georgenstraße 9, Tel. 2895. Umbau der Landstraßen. Sonnabend, ben 16. D Vom heffifchen Re In den Tagen, an denen Homberg stattfand, durch die S bis 22. Oktober begeht dort d Hessen- Kassel das Gedächtnis if voller Feier will sie sich dabei Sinne darstellen. Schon die A bezeugte diesen Sinn der Ver Heerschau von seltener Vollstän lichen und staatlichen Behörde aus den versteckten Tälern des sich das evangelische Kirchenvol fehlen nicht die Landesunivers dere Vertreter der Wissenschaft Die Tagung der Studiengesellschaft für Automobilstraßenbau in Wiesbaden hat in der Oeffentlichkeit, in vielfach miẞverstandener Weise, die Vorstellung gewedt, als ob es darauf antame, schleunigst ein Nez großer Automobil- Fernstraßen für ganz Deutschland zu schaffen, insbesondere aber einige durchlaufende Strecken von internationaler Bedeutung. Dieses lettere hat die Studiengesellschaft ausdrüdlich als völlig überflüssig erklärt, weil alsdann für die Erhaltung und Verbesserung des bestehenden Reges nichts übrig bliebe. So ist auch das Projekt einer Automobilstraße von Hamburg über Frankfurt a. M. nach Nailand als eine Utopie anzusehen. Daß die von der Route berührten Städte die Angelegenheit mit Interesse verfolgen, ist freilich verständlich. Auch folgende Punkte, die von der Studiengesellschaft aufgestellt worden sind, wird man unterschreiben können: Es gibt in Deutschland noch feinen Durchgangs- Maffenverkehr. Eine gleich mäßig widerstandsfähige Befestigung tommt infolgedessen nicht für die ganze Ausdehnung langer Straßenzüge in Betracht. Bielmehr müssen die ungeheuren Kapitalien, die in die Straßendeden zu investieren sind, für jeden einzelnen Kilometer genau nach der Stärke des Verkehrs verwandt werden. Die Zählungen weisen deutlich nach, daß der Verkehr sich heute nur an einzelnen Stellen konzentriert, und zwar auf dem ganzen Wegenetze am Knotenpunkte, daß also der Verkehr feineswegs in gleichmäßiger Stärke über lange Straßenzüge läuft. Bei der komplizierten Verteilung der Straßenunterhaltungslast in Deutschland, die ihre guten Gründe hat, ist es nicht möglich oder nötig, Aenderun gen einzuführen; vielmehr kann die örtliche Straßenunterhaltung getrost beim jetzigen Träger verbleiben, wenn nur planmäßig das Straßennek verbessert wird. Dies ist durch Vereinbarungen der Wegeunterhaltungspflichtigen untereinander durchaus möglich und seit der letzten Novelle zum Kraftfahrzeugsteuergeset auch schon in Angriff genommen worden. Die Landkreise Preu zens arbeiten bereits an der schleunigen Aufstellung eines Stra genbauprogrammes das jeden einzelnen Kilometer ihres Kreisstraßennetzes in Betracht zieht, nach dem Grundsatze: Wie können die Straßen auf die wirtschaftlichste und billigste Weise dem modernen Verkehr angepaßt werden? Bei der Zunahme der Kleinautos, auch des Kleineren Lastkraftwagens, können sich die Straßen befestigungen nur nach der wirklichen sich allmählich ver breiternden Verkehrsbelastung der Wege richten. Das ist gerade das, was die Wirtschaft braucht! wesens. Aber auch wirtschaftlic zur Stelle. Mit einem Kirchenkonzert u lehrers Gg. Heinrichs wird am gegeben. Es bietet mit gut b Reformationstantate ,, Gott der wie an Hand von Beispielen aus durch die Geschichte der Evangel derer Berüdsichtigung der hessisch tag, den 21., läuten morgens zu lung der historischen Synode di darunter die Hessische Reformatio zen Landes. Die vereinigten S unter Leitung Lehrer Sieberts a gen. Der feierliche Zug der Gäst mationstirche geleitet, wo um 1 ginnt. An ihn schließt sich auf d neten Marktplag der Festakt an Gefang und feierlicher Handlung. in der Kirche Prof. D. Dr. Hern Homberger Synode von 1526 un stadt spricht von ihrer Bedeutung um 48 Uhr wird das von Pfar spiel„ Dem Evangelium Bahn" Morgen ist um 10 Uhr ein festli fich ein Konzert der Vereinigten schließt. Dieser zweite Tag biete fichtigung der mancherlei wertvo bergs, die einen Eindruck von Heimat geben mögen. Die idyll stadt, die zu den schönsten Pläzen die Einrichtung zahlreicher Bahn den Gästen, sofern sie nicht am schen, eine bequeme Heimfahrt an den. Freilich ist eine möglichst Postkarte an den Festausschuß Ho mit schon vor Eintreffen alles ge die Veranstaltung, ohne den Cha fefte nachzuahmen, eine imposan Evangelischen Kirche und ihrer G Sinne zu werden. Der einzige Punkt, in dem der Studiengesellschaft vom Standpunkte der Allgemeinheit und der Steuerzahler nicht zugestimmt werden kann, ist der, daß von der Gesellschaft selbst eine Klassifizierung der Straßen vorgenommen wird. Diese ist völlig nuglos, da wie die Gesellschaft selbst annimmt im allgemeinen nicht der durchgehende Verkehr entscheidend ist, son dern die tatsächliche Verkehrsbelastung der einzelnen Streckenteile. Der technische Plan richtet sich außerdem nach den Mitteln, die dem einzelnen Wegeunterhaltungspflichtigen zur Ver fügung stehen, insbesondere danach, ob er Anleihen erhält oder nicht. Dies ist ausschlaggebend für die Wahl der Straßendede, die wieder von der anzunehmenden Lebensdauer abhängt. Die Straßenbauprogramme, die übrigens schon in allernächster Zeit durch Aenderungen des Verkehrs und seiner Richtungen überholt sein können, lassen sich also nur durch die Wegeunterhal. tungspflichtigen selbst erledigen. Die bedingte Geltung solcher Programme ist übrigens weiterhin ein Beweis für die Ueberflüssigkeit einer Klassifizierung der Straßen nach ihrem theore tischen„, 3wed". Man wird also zu den Wegeunterhaltungspflichtigen, die untereinander natürlich in Fühlung stehen, das Vertrauen haben können, daß sie die große in Rede stehende Aufgabe richtig lösen werden. Dies kann nur gelingen, wenn sie die Mittel strengstens einteilen, die ihnen aus Steuern zur Verfügung gestellt werden. schäftigt, für den ist es keine Redensart, daß auf diesem Gebiet wirklich aufbauende Arbeit geleistet werden kann. Die geeigneten Kräfte dafür haben wir ja in Hessen wie in feinem anderen Land. Also die Aufgaben sind bescheidener, aber sie sind gefun der. An Stelle des Ausstellungswesens tritt in den Vordergrund die künstlerische Erziehung, und in den Mittelpunkt rüdt die Kunstgewerbeschule mit ihrer Arbeit und mit den Anregun gen, die von ihr ausgehen können. Der dritte Gesichtspunkt, der die Kunstpolitit von 1901 be stimmte, war die Belebung einheimischen Schaffens durch die Berufung auswärtiger Kräfte. Heute wissen wir alle, daß die Abstuyt des Großherzogs sich in dieser Form als undurchführbar erwiesen hat. Nur wenige von den Kolonisten fonnten sich halten. Die meisten fanden keine Betätigung, die dem Zwed ihrer Berufung entsprach. Aber dieser Mißerfolg darf uns nicht darüber täuschen, daß der Gedante im wesentlichen richtig war und noch heute gültig ist. Wir brauchen solche Blutzufuhr, nicht weil Hessen zu flein wäre oder fünstlerisch unfruchtbar, sondern weil die Größe der Aufgabe die besten Männer verlangt. Wenn Wien den Hamburger Peter Behrens berief, Berlin Bruno Paul, Köln den Münchener Riemerschmid, wenn München seinen Sim pliziffimus nicht machen fonnte ohne den Sachsen Th. Th. Heine, so tann auch für Hessen die Heranziehung fremder Kräfte fein Armutszeugnis sein. Der Wille, der fie beruft, der sie an den rechten Plak stellt, und ihnen die Möglichkeit zur Arbeit gibt, wird hessisch sein, und auf den kommt es an. Also ohne fremde Kräfte tommen wir nicht aus. Nur muß man ihnen eine Gtel lung geben, die ihnen ermöglicht zu arbeiten und zu leben; b. h. wir brauchen diese führenden Kräfte nicht als Kolonisten, sondern als Lehrer an unseren Kunstgewerbeschulen. Auch hier über nimmt die Kunstgewerbeschule die Aufgaben, die man 1901 der Rünlertolonie stellte. Die wirtschaftliche Bedeutung der fünstlerisch gewerblichen Fachausbildung läßt sich heute nicht in Zahlen berechnen. Gie beruht auf dem Einfluß, den die Gewerbeschule auf die Ent widlungen der Zukunft gewinnen fann. Wir stehen heute in Lote Sonntags In einem goldenen Buche st und gute Tage sehen, der schwe Böses rede, und seine Lippen, den Frieden und jage ihm nach. Wie wäre es um uns Mer Tag, jede Stunde dies Mahnwo Ratsstuben der Völker in leuchte stünden, wenn auf den Pilgerm diese Stimme gleich einem Wed Wir schauen so viel auf tos Gold; wer reich ist, will sich re then es nach. Wenn nur für d auch solcher Eifer wäre, für d Mode unterworfen ist, das den der Krifis von Schulwesen und unferer Gymnasien mit seiner mit den Anforderungen der W Lebens stehen im Widerspruch die Bildung sagt und Berechti weit, daß die technischen Lehrer richt erteilen sollen, für sich da Zeichenlehrerinnen abgeschloss wird. Das bedeutet nicht nur dern es bedeutet, daß gerade Reise Arbeitskraft und Fähig sprucht und entwickelt werden, jinnlich begründeten Bildung Daß diese Einstellung schief u ift und verhängnisvoll werden brauchen einen Gegenpol und gewerbeschule für die fünftige mejens von Bedeutung sein. der Kunstgewerbeschule kann dem höchsten Sinn des Human Werte zu erkennen und ihne Dieses Ziel mit anderen Mit des Gymnajiums. Wenn irge gewerbeschule heute berufen ju vermitteln. Sie fann die bungsideals ergänzen. Sie treise jenen geistigen Rüdhalt herrschaft des Gymnasiums ve auf die höheren Schulen hinü für eine finnlicher begründete spielt ja die Rücksicht auf fünft Aber von allen, die mit fü wird es empfunden, daß man etwas zu philologisch betracht lerischen Fragen ist eben eine historisch- philologich orientier Str. 42. ebenen Rechtsmittelweg beschreiten, um tfestsetzung herbeizuführen. Graez, Steuerbevollmächtigter, Desfinanzamt Darmstadt zugelassen. tadt, Georgenstraße 9, Tel. 2895. der Landstraßen. tudiengesellschaft für Automobilstraßen in der Deffentlichkeit, in vielfach mißVorstellung gewedt, als ob es darauf Nez großer Automobil- Fernstraßen für ffen, insbesondere aber einige durchlau nationaler Bedeutung. Dieses lettere it ausdrücklich als völlig überflüssig erdie Erhaltung und Verbesserung des Sübrig bliebe. So ist auch das Proze von Hamburg über Frankfurt a. M. topie anzusehen. Daß die von der Route Ingelegenheit mit Interesse verfolgen, Sonnabend, den 16. Oftober 1926. Vom hessischen Reformationsjubiläum. In den Tagen, an denen vor 400 Jahren die Ennode zu Homberg stattfand, durch die Hessen evangelisch wurde, vom 20. bis 22. Oftober begeht dort die evangelische Landeskirche in Hessen- Kassel das Gedächtnis ihrer Reformation. In eindrudsvoller Feier will sie sich dabei als Boltskirche im eigentlichen Sinne darstellen. Schon die Auswahl der etwa 200 Ehrengäste bezeugte diesen Sinn der Veranstaltung. Sie gestattet eine Heerschau von seltener Bollständigkeit. Von den höchsten firchlichen und staatlichen Behörden bis zu dörflichen Vertretern aus den derstedten Tälern des hessischen Berglandes sammelt sich das evangelische Kirchenvolf an der historischen Stätte. Es fehlen nicht die Landesuniversitäten Marburg und Gießen, an dere Vertreter der Wissenschaft, der Kunst und des Bildungswesens. Aber auch wirtschaftliche Verbände wie Raiffeisen sind zur Stelle. e, die von der Studiengesellschaft aufge nan unterschreiben fönnen: Es gibt in Durchgangs- Massenverkehr. Eine gleich. Befestigung fommt infolgedessen nicht langer Straßenzüge in Betracht. Bieluren Kapitalien, die in die Straßenfür jeden einzelnen Kilometer genau hrs verwandt werden. Die Zählungen der Verkehr sich heute nur an einzelnen zwar auf dem ganzen Wegenetze am er Verkehr feineswegs in gleichmäßiger Benzüge läuft. Bei der komplizierten unterhaltungslast in Deutschland, die es nicht möglich oder nötig, Aenderun fann die örtliche Straßenunterhaltung ger verbleiben, wenn nur planmäßig wird. Dies ist durch Vereinbarungen lichtigen untereinander durchaus mög Novelle zum Kraftfahrzeugsteuergeset ommen worden. Die Landkreise PreuDer schleunigen Aufstellung eines Stra ben einzelnen Kilometer ihres Kreisieht, nach dem Grundsatze: Wie können tschaftlichste und billigste Weise dem aßt werden? Bei der Zunahme der neren Lastkraftwagens, können sich die nach der wirklichen sich allmählich vertung der Wege richten. Das ist gerade Braucht! in dem der Studiengesellschaft vom inheit und der Steuerzahler nicht zu st der, daß von der Gesellschaft selbst Straßen vorgenommen wird. Diese ist die Gesellschaft selbst annimmt- im hgehende Verkehr entscheidend ist, son ehrsbelastung der einzelnen Stredenn richtet sich außerdem nach den MitWegeunterhaltungspflichtigen zur Verre danach, ob er Anleihen erhält oder gebend für die Wahl der Straßendede, ehmenden Lebensdauer abhängt. Die e übrigens schon in allernächster Zeit Berkehrs und seiner Richtungen überich also nur durch die Wegeunterhal edigen. Die bedingte Geltung solcher weiterhin ein Beweis für die Uebererung der Straßen nach ihrem theore wird also zu den Wegeunterhaltungsider natürlich in Fühlung stehen, das daß sie die große in Rede stehende AufDies kann nur gelingen, wenn sie die en, die ihnen aus Steuern zur Ver,, Gießener Zeitung" schön schmüdt, das nicht veraltet, das leine Motten verzehren, sondern erst am Ende des Pilgerzuges seine volle Schönheit ent faltet. Gleichgesinnt, mitleidig, brüderlich, barmherzig, demütig. das ist der Faltenwurf des Gewandes Liebe. Das Hineinleben in deines Bruders Leid und Freude, das ist des Rätsels Lösung, das erstmals der Prediger von Nazareth den Menschen verfündete. An sich selbst fühlt es der selbstsüchtige Mensch, wenn sein Bruder ihn erquidt, der für sein Leid, für das Don ihm selbst kaum verstandene Zittern seiner Seele das rechte Wort mitleidiger Liebe gefunden. Ihr Menschen schreit nach Frieden der Welt, und zeiget eurem Nächsten schon Haß, vergeltet Böses mit Bösem, Scheltwort mit Scheltwort. Reformiert nicht gleich die ganze Erde, sondern beginnet dort, wo aller Völkergemeinschaft Ursprung liegt! Den Frieden zuerst ins eigene Herz, dann in dein Haus, in deines Nachbarn Stube und dann hinausgetragen in diese friedlose Welt, in diese Millionen Herzen, die bald der Besik, bald die Sinnlichkeit, bald die Rache, balb der Groll zu leiner Ruhe kommen läßt. Wer den Frieden rust, ruft die Liebe, und sie nur allein ver mag wieder mit Gotteskraft das Weltall neu zu weihen. Waldfried. Mit einem Kirchenkonzert unter Leitung des Seminaroberlehrers Gg. Heinrichs wird am 20. Ottober abends der Auftakt gegeben. Es bietet mit gut befektem Orchester die Bach'sche Reformationstantate„ Gott der Herr ist Sonn' und Schild", sowie an Hand von Beispielen aus vier Jahrhunderten einen Gang durch die Geschichte der Evangelischen Kirchenmufit unter besonderer Berücksichtigung der hessischen Tonkünstler. Am Donners tag, den 21., läuten morgens zur Stunde der ersten Versamm lung der historischen Synode die neuen Gloden das Fest ein, darunter die Hessische Reformationsglode, eine Stiftung der gan zen Landes. Die vereinigten Hessischen Posaunenchöre grüßen unter Leitung Lehrer Sieberts aus Hephata den festlichen Morgen. Der feierliche Zug der Gäste wird zur hochragenden Refor mationstirche geleitet, wo um 10 Uhr der Festgottesdienst beginnt. An ihn schließt sich auf dem dazu außerordentlich geeigneten Marktplatz der Festalt an mit Grußworten der Ehrengäste, Gesang und feierlicher Handlung. Nachmittags um 4 Uhr hält in der Kirche Prof. D. Dr. Hermelink den Festvortrag über die Homberger Synode von 1526 und Prälat D. Dr. Diehl- Darmstadt spricht von ihrer Bedeutung für die Gegenwart. Am Abend um 8 Uhr wird das von Pfarrer Stolzenbach gedichtete Festspiel„ Dem Evangelium Bahn" aufgeführt. Und am nächsten Morgen ist um 10 Uhr ein festlicher Jugendgottesdienst, woran sich ein Konzert der Vereinigten Hessischen Posaunenchöre anschließt. Dieser zweite Tag bietet außerdem Führung und Besichtigung der mancherlei wertvollen Sehenswürdigkeiten Hombergs, die einen Eindrud von den verborgenen Schätzen der Heimat geben mögen. Die idyllische Abgelegenheit der Kreisstadt, die zu den schönsten Plätzen des Hessenlandes gehört, fordert die Einrichtung zahlreicher Bahn- und Autoverbindungen, die den Gästen, sofern sie nicht am Orte selbst zu übernachten wünschen, eine bequeme Heimfahrt an jedem Abend ermöglichen werden. Freilich ist eine möglichst frühzeitige Anmeldung durch Postkarte an den Festausschuß Homberg( Bez. Kassel) nötig, damit schon vor Eintreffen alles geregelt sein kann. So verspricht die Veranstaltung, ohne den Charakter der landläufigen Stadtfeste nachzuahmen, eine imposante Kundgebung der Hessischen Evangelischen Kirche und ihrer Glieder im besten volkstümlichen Sinne zu werden. My. ine Redensart, daß auf diesem Gebiet it geleistet werden kann. Die geeigvir ja in Hessen wie in keinem anderen sind bescheidener, aber sie sind gesuntellungswesens tritt in den Vorderiehung, und in den Mittelpunkt rückt i ihrer Arbeit und mit den Anregunfönnen. Lokales. Sonntagsgedanken. Schlager, die uns schlagen. Nr. 42. 1921 bei dem Bolizeiami Darmstadt, zulekt als Polizeioberwachtmeister, tätig gewesen war, wurde er an genanntem Tage als Polizei- Kommissar zum Polizeiamt Gießen versetzt. Herr Polia zei- Kommissar hat sich in seiner langen Polizeidienstzeit und ins besondere in seiner hiesigen Tätigkeit durch seine Kenntnisse, seine Pflichttreue und sein entgegenkommendes Wesen das Vertrauen seiner Vorgesetzten und seiner Untergebenen sowie des Publi tums erworben. * Kommunale Landesbank Darmstadt. Die Ablösung unserer 9% Papiermast Schuldverschreibungen( Reihe 1), 7/ 15% Papiermarf Schuldverschreibungen( Reihe 2 und 3), 7/ 15% Papiermartschuld Verschreibungen( Reihe 4 und 5), sämtlich von 1923, erfolgt durch Barabfindung in Höhe von 25 Prozent des für die vorstehenden drei Anleihegruppen sich im Durchschnitt bei jeder Gruppe ergebenden Goldmarkbetrages, der uns aus der Begründung der Schuldverpflichtungen zugeflossen ist. Zinsen werden nicht vergütet. Die Anträge auf Barabfindung sind bis 31. Dezember 1926 unter Vorlegung der Schuldverschreibungen mit Zinsbogen und Erneuerungsscheinen bei uns zu stellen. Hiernach werden eingelöst: a) die 9% Anleihe( Reihe 1) mit R.Mt. 0,45 für je.9Rt. 10 000. b) die 7/ 15% Anleihen: Reihen 2 und 3 mit R.M. 0,40 für je p.907. 10 000.- Reihen 4 und 5 mit R.RE. 0,15 für je 3.9r 10 000.* Reichsmittel für öffentliche Notstandsarbeiten. Der Prä sident der Reichsarbeitsverwaltung hat der hessischen Regierung mitgeteilt, daß für das Rechnungsjahr 1926 dem Lande Hessen ein weiterer Betrag von 1 650 000 Mark unter der Voraussetzung zur Verfügung gestellt werde, daß Hessen den gleichen Betrag bereitstelle. Ein entsprechender Beschluß des Finanzausschusses soll herbeigeführt werden. Die hessische Landwirtschaftskammer teilt mit, daß aus dem vom Reichsernährungsminister zur Stei gerung des Frühgemüses bereitgestellten Kredit von 3 Millionen auf Hessen die Summe von 100 000 Mart entfalle. Die Kam mer habe jedoch noch eine Erhöhung beantragt. * Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. In der von der Landesversicherungsanstalt Hessen eingerichteten Beratungsstelle für Geschlechtskranke in der Universität- Hautklinik zu Gießen, Klinikstraße 40, werden Ratsuchende fostenlos und streng vertrau lich ärztlich untersucht und beraten. Gegebenenfalls wird kosten freie Behandlung vermittelt. Sprechstunden: Jeden Werktag vormittags von 10 bis 12 Uhr und Dienstags und Freitags nach mittags von 5 bis 6 Uhr. Man muß gestehen, der Deutsche hat in den letzten Jahren ein besonderes Talent darin entwidelt, Rezepte zum Leichtnehmen“ zu finden. Das fonnte man schon in den ersten Nach friegs- und Inflationsjahren zur Genüge erfahren, wo die Menschen Schieber waren, Schieber tanzten und immer eine schöne Ausrede dafür hatten, wenn sie einem anderen ums Ohr hauten. Wir sind nun schon etwas nachdenklicher und rücksichtsvoller geworden, und mancher mag sich seiner Handlungsweise von früher ein wenig schämen; denn der Vorwand, daß er aus ,, Not" dies und jenes getan habe, was nicht einwandfrei war, war durchaus nicht immer stichhaltig, am wenigsten, wenn man sich in der Zeit der Not nach Kräften amüsierte oder doch leichtfertig darauf los lebte und den Pfennig nicht achtete. In puncto Bergnügen sind wir heute sehr leistungsfähig. Es gibt zu denken, daß in den letzten Jahren eine Unmenge frivole Schlager entstanden sind, die weiter nichts bezwecken als zu einem Tröpfchen aus dem kleinen Henfeltöpfchen zu animieren und zu bereden, nicht gleich aufzubrechen, wenn die Nacht hereinbricht. So jung fomm'n wir nicht mehr zusammen!" gröhlt man heute so gern in den Lokalen, ohne sich des trassen Unsinns der in dieser Gewisseneinschläferung liegt, recht bewußt zu werden. Warum soll denn das Aelterwerden ein Grund sein ,,, heute" noch bei Leibeskräften drauflos zu leben? Da wir mit jeder Sekunde älter werden, müßte dann unser ganzes Leben ein einziger Vergnügungsrausch sein. Auch der„,§ 11" hat schon viel Unheil angerichtet und manchen zum Säufer gemacht. Gerade derartige Formeln, die das Verantwortungsgefühl einschläfern und betäuben, sucht man mit einem Eifer, als ob daran das Heil der Welt hinge, während man nur wenig Zuruse neueren Datums kennt, die dazu beitragen könnten, das Pflichtbewußtsein und Verantwortungsgefühl zu stärken, daß wir uns im Kampfe um die höchsten Güter des Lebens unterstützen. Es ist ja wahr, die frühere Zeit war allzu gemächlich und anspruchslos. Wir arbeiten heut entschieden rascher, intensiver, wollen und sollen dafür auch etwas vom Leben haben." Zu den Pflichten gesellen sich ja auch die Rechte des Lebens. Aber wird heute in bezug auf Vergnügungen dem guten nicht etwas zu viel getan? Wir setzen uns einfach mit einer Phrase über die mahnenden Stimmen unseres Innern hinweg und leben in den Tag hinein, als ob dieses Insektendasein an sich der höchste Zwed unseres Lebens wäre! In einem goldenen Buche steht geschrieben:„, Wer leben will und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nichts Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er suche den Frieden und jage ihm nach." Wie wäre es um uns Menschen bestellt, wenn uns jeden Tag, jede Stunde dies Mahnwort leiten würde, wenn über den Ratsstuben der Völker in leuchtenden Lettern die goldenen Worte stünden, wenn auf den Pilgerwegen, die die Menschen wandern, diese Stimme gleich einem Weder an ihre Ohren flängen! Wir schauen so viel auf fostbare Gewänder, auf Zierart und Gold; wer reich ist, will sich reich schmücken und die andern machen es nach. Wenn nur für den Herzens- Zierrat der Menschen auch solcher Eifer wäre, für das geistige Gewand, das keiner Mode unterworfen ist, das den Aermsten wie den Reichsten gleich 賣 * Personalien. Der Studienrat an der hiesigen Studienanstalt i. E. Dr. Heinrich Haun wurde zum Studienrat an der Augustinerschule( Gymnasium und Oberrealschule) in Jriedberg und der Studienreferendar Friedrich Franke von hier zum Studienassessor ernannt. 15 000 Mark Geldstrafe. Ein Steuersünder, der Kaufmann J. Sch. wurde in rechtsträftiger Unterwerfungsverhandlung vor dem Finanzamt wegen Steuerhinterziehung zu 15 000 Mark Geldstrafe verurteilt. Das Urteil soll zur Warnung für andere öffentlich in den Zeitungen bekanntgegeben werden. * Wohnungsbautätigkeit im Landkreis Gießen. Auch in diesem Jahre ist im Landkreis Gießen die Wohnungsbautätig keit recht ansehnlich gewesen. Insgesamt wurden 252 Wohnun gen gegen 245 im Vorjahre und 230 im Jahre 1924 erstellt. Voraussichtlich wird die bisher günstig aufwärtsstrebende Entwidlung im nächsten Jahre aber eine rüdläufige Bewegung erfahren. Der Staat hat den Wohnungsbau im Kreise Gießen im Jahre 1926 mit 188 000 Mart Staatsdarlehen unterstützt( Vorjahr 106 000 Mark). Neben der privaten Bautätigkeit haben auch zahlreiche Gemeinden sich an dem Wert zur Linderung der Wohnungsnot beteiligt. * Dienstjubiläum. Am 9. Oktober ds. Js. konnte Herr Polizeikommissar Wilhelm Schwinn auf eine 25jährige Tätigkeit im Polizeidienst zurückblicken. Nachdem er bis zum 1. November| gewohnt sind, Sinneseindrücke auf sich wirken zu lassen. Haben wir wirklich die Absicht, künstlerischem Empfinden im Schulbe= trieb in höherem Maße als bisher zum Recht zu helfen, so wird man auf die Dauer auch an den Erfahrungen nicht vorübergehen können, die unseren Kunstgewerbeschulen und verwandten Stellen auf diesem Gebiet doch in nicht ganz unerheblichem Maße zur Verfügung stehen. der Krifis von Schulwesen und Erziehung. Das Bildungsideal unserer Gymnasien mit seiner Vormachtstellung liegt im Streit mit den Anforderungen der Wirtschaft, und die Tatsachen des Lebens stehen im Widerspruch mit der großen Unwahrhaftigkeit, die Bildung sagt und Berechtigung meint. Heute sind wir so weit, daß die technischen Lehrerinnen, die den Handarbeitsunterricht erteilen sollen, für sich das Abitur verlangen, und daß von Zeichenlehrerinnen abgeschlossene Gymnasialbildung verlangt wird. Das bedeutet nicht nur den Verlust mehrerer Jahre, sondern es bedeutet, daß gerade in den entscheidenden Jahren der Reise Arbeitskraft und Fähigkeiten in einer Richtung beansprucht und entwidelt werden, die dem Wesen einer künstlerisch, sinnlich begründeten Bildung vielfach gerade entgegengesetzt ist. Daß diese Einstellung schief und unwahr ist, daß sie gefährlich ist und verhängnisvoll werden kann, wissen wir alle. Aber wir brauchen einen Gegenpol und in diesem Sinn kann die Kunstgewerbeschule für die künftige Gestaltung unseres Bildungswesens von Bedeutung sein. Auch die handwerkliche Arbeit in der Kunstgewerbeschule kann der humanen Bildung dienen in dem höchsten Sinn des Humanismus, d. h. der Fähigkeit, geistige Werte zu erkennen und ihnen nachzuleben. Aber sie erreicht dieses Ziel mit anderen Mitteln und auf anderen Wegen als des Gymnasiums. Wenn irgend eine Schulart kann die Kunstgewerbeschule heute berufen sein, Gegensätze auszugleichen und zu vermitteln. Sie kann die Einseitigkeit des gymnasialen Bildungsideals ergänzen. Sie fann für die werttätigen Berufstreise jenen geistigen Rüdhalt schaffen, den sie durch die Alleinherrschaft des Gymnasiums verloren haben. Und sie kann ebenso auf die höheren Schulen hinüberwirken und ihnen Vorbild sein für eine sinnlicher begründete Kultur. In den neuen Lehrplänen spielt ja die Rüdsicht auf fünstlerische Werte eine erhebliche Rolle. Aber von allen, die mit fünstlerischen Dingen zu tun haben, wird es empfunden, daß man dabei diese Fragen doch vielleicht etwas zu philologisch betrachtet hat. Die Einstellung zu fünft= lerischen Fragen ist eben eine ganz andere in den Kreisen einer historisch- philologich orientierten Kultur und unter Leuten, die kt, der die Kunstpolitik von 1901 beeinheimischen Schaffens durch die Bete. Heute wissen wir alle, daß die ch in dieser Form als undurchführbar von den Kolonisten konnten sich hal jeine Betätigung, die dem Zwed ihrer r dieser Mißerfolg darf uns nicht Gedanke im wesentlichen richtig war Wir brauchen solche Blutzufuhr, nicht oder künstlerisch unfruchtbar, sondern die besten Männer verlangt. Wenn Behrens berief, Berlin Bruno Paul, erschmid, wenn München seinen Sim nnte ohne den Sachsen Th. Th. Heine, ie Heranziehung fremder Kräfte kein Wille, der sie beruft, der sie an den men die Möglichkeit zur Arbeit gibt, den kommt es an. Also ohne fremde aus. Nur muß man ihnen eine Stelöglicht zu arbeiten und zu leben; d. h. en Kräfte nicht als Koloniſten, ſondern unstgewerbeschulen. Auch hier über hule die Aufgaben, die man 1901 der edeutung der künstlerisch- gewerblichen jeute nicht in zahlen berechnen. Gie den die Gewerbeschule auf die Ent ewinnen fann. Wir stehen heute in * Ausbau der Lahnkanalisierung. Der Preußische Landtag nahm in seiner Plenarsizung mit großer Mehrheit folgende, auf einen Urantrag des Zentrums, der Deutschen Volkspartei und der Demokraten zurückgehenden Antrag des Hauptausschusses an: 1. für den Ausbau der Lahntanalisierung ein Darlehen in Höhe von 1,26 Millnen Mart aus Mitteln der produttiven Erwerbslosenfürsorge zu gewähren; 2. sofort in Verhandlungen mit der Reichsregierung und dem Freistaat Hessen wegen der Schiffbarmachung der Lahn bis zur Stadt Gießen einzutreten. * Auf der Post. Um dir und der Post möglichst Zeit und Mühe zu ersparen, faufe nicht täglich die gerade notwendigen Briefmarken, sondern nimm solche in größerer Zahl auf Vorrat. Das Geld zähle vorher ab. Dränge dich nicht vor; bei jedem ist heute Zeit Geld! Stelle dich also hinten an und warte bis die Reihe an dich kommt. Nur Telegramme haben den Vorzug werten. Und wir haben neuerdings den Buchbinder Wiemeler in Offenbach verloren. Leute von diesem Schlag aber brauchen wir. Ohne sie können die Kunstgewerbeschulen ihre Aufgabe nicht erfüllen. Die zweite Forderung ist eine möglichst große Freiheit der Organisation. Die Kunstgewerbeschulen dienen dem praktıgen Leben, d. h. sie müssen immer in der Entwicklung und immer entwidlungsfähig sein. Für die Schule in Mainz stehen die Bedürfnisse der Möbelschreinerei und der Metallarbeit im Bordergrund, für die in Offenbach die Anforderungen von Buchgewerbe und Lederindustrie. Das entspricht den lokalen Verhältnissen und gibt jeder Schule ein anderes Gesicht. Aber im einzelnen wird doch stets die größte Elastizität der Organisation erforderlich sein. Wer hätte z. B. noch vor 10 Jahren geglaubt, daß sich dem Schriftunterricht in der Kunstgewerbeschule Entwicklungsmöglichkeiten bieten würden, wie es heute der Fall ist. Oder ich- erinnere an die Ausstellung von Handarbeiten des LehrerinnenSeminars in Potsdam, die wir vor einem Jahr im Gewerbemuseum zeigen fonnten. Wie eindringlich zeigten sich ba auf einem Sondergebiet neue Möglichkeiten, lebendige Kräfte zu faffen und zu verwerten. Wohl dem Lande, dessen gewerbliches Schulwesen sich den Forderungen der Stunde anpassen kann. Die Aufgaben, die heute an unsere Kunstgewerbeschulen herantreten, sind groß. Nicht darum handelt es sich, eine mög= lichst große Zahl von Schülern durch sie hindurch zu führen. Aber die Kunstgewerbeschulen müssen der Sauerteig sein, den unser Leben braucht. Dazu werden zwei Forderungen unerläßlich sein. Die erste heißt: gute Lehrer. Das klingt banal, hat aber doch einen besonderen Sinn. In unserem Gewerbemuseum find 3. 3t. zwei Treibarbeiten von Theodor Wende ausgestellt, der früher der Künstlerkolonie angehörte und jetzt als Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Pforzheim wirkt. Besser als Worte fönnen uns solche Arbeiten zeigen, worum es sich handelt. Wir schen fast nichts als spielendes Licht. Nur etwas Halt, nur etwas Rhythmus gibt ihm die Form. Nur das wenigste hat scheinbar der Künstler geleistet. Und doch spürt jeder, der solche Arbeit auf sich wirten läßt, wie hier Geistiges und Sinnliches cins geworden sind; daß hier ein Mann am Werte war, für den jeder Hammerschlag und jeder Feilstrich Ausdrud geistigen Lebens geworden ist. Unsere Einstellung zu handwerklicher Arbeit ist anders geworden. Sie ist vielleicht bescheidener als zu der Zeit, die den Goldschmied reichste Tafelaufsätze ausführen lich, aber ihre Anforderungen sind tiefer. Sie treffen auch nicht nur das Können, sondern den Menschen. Wir brauchen Lehrer, die Handwerker sind. Denn wer nicht Handwerker sein und heißen mag, fann fein Handwerk lehren. Sie sollen aber aua) Persönlichkeiten sein, an denen sich der Sinn der Schüler aufrichten lann zu einem neuen Begriff vom Wert handwert..... er Arbeit. Solae Leute sind nicht leicht zu finden und sind auch nicht immer leicht zu halten. Wir haben den Goldschmied Wende gehen lassen, ohne seine große Kraft überhaupt zu verWir haben uns im Anfang an die erste Ausstellung der Künstlertolonie erinnert. Es ist aber wohl angebracht, mit den Gedanken weiter zurüdzugehen. Um 1830 war Hessen in Deutschland vorbildlich und führend durch die Organisation der Zentrafstelle für die Gewerbe und seines gewerblichen Schulwesens. 1842 fand in Mainz als hessische Veranstaltung die erste allgemeine deutsche Gewerbeausstellung statt, damals eine wirtschaftliche Leistung allerersten Ranges. Und 1853 auf der ersten Weltausstellung in London war Hessen verhältnismäßig mit einer größeren Zahl von Ausstellern beteiligt, als ein anderes deutsches Land. Wenn wir heute an diese Dinge mit der Entsagung aber auch mit dem Willen herantreten, den die Zeit fordert, so bleiben wir einer guten Vergangenheit treu. Lassen Sie uns das Feld bestellen, damit eine tommende Zeit ernten tann. Sonnabend, den 16. Oftober 1926. rascheſter Erledigung. Schreibst du mit einem andern an demselben Tisch, so sei so rüdsichsvoll, den Löscher nur langsam aufzudrücken. Adressiere ausführlich und deutlich, vor allem bei häufig vorkommenden Namen wie Müller, Schulze, Meier. Zum Einpaden von Patetinhalt nimm auch wirklich Padpapier und tein Bapier, das wie Zeitungsmakulatur zerreißt. Feuchte Sachen dürfen nicht in Papier gewidelt verjandt werden. Ebensowenig gefährliche Dinge( 3ündhölzer) oder sonstwie welche, die Feuerbrände und anderen Schaden verursachen können. Regenfeuchte Briefe wirf nicht naß in den Postkasten. In Drudsachen eingeschobene fremde Briefschaften gib sofort wieder zurück. Bewirfst du am Schalter gleichzeitig Einzahlungen und Abhebungen, so notiere dir die Posten vorher auf einen Zettel. Benutze möglichst den Postsched! * Berufswettkämpfe im D.5.B. Am Sonntag tagten in unjerer Stadt die Leiter der Berufswettkämpfe des Deutschnationalen Handlungsgehilfen- Berbandes. Der Verband führt für seine Lehrlingsmitglieder und alle Junggehilfen bis zum Alter von 20 Jahren in den nächsten Wochen Berufswettkämpfe in Kurzschrift, faufmännischem Rechnen, Handelsbriefwechsel, Fremdjprachen und Niederschrift eines Bewerbungsbriefes durch. Die Preisträger erhalten wertvolle Bücher und Ehrenurkunden. Wettkämpfe finden statt am 17. Oktober in Kassel, Corbach, Giehen, Dillenburg, Lauterbach und Marburg, am 24. Oktober in Wiesbaden, am 31. Oftober in Mainz, Worms, Kreuznach und Limburg a. d. L. Die Wettkämpfe, die in diesen Orten abgehalten werden, umfassen auch alle umliegenden DHV- Ortsgruppen. Die Teilnahme steht Nichtmitgliedern zu den gleichen Bedingun gen wie den Mitgliedern frei. Aus Nah und Fern. Laubach. Die Bezirkssparkasse hielt ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Jm 93. Geschäftsjahr waren die Einnahmen auf 1818 768 Mart angewachsen, es ergab sich ein Reingewinn von 12500 Mark. Gegen das Vorjahr ist der Sparverkehr beträchtlich angewachsen. Stadtvertreter zum Besuch v Privatkundschäft sucht altangesehene Seifenfabrik ( gegründet 1825) Ausführl. Angebote an die Exped. unt. 1000 Die Agentur einer wöchentlich erscheinenden Zeitschrift ist zu vergeben. Verdienst monatlich ca. 60.- Mk. Ausführliche Angebote unt. F. T. 4844 an die Exped. d. Blattes. Guter Anonncen- Werber gegen übliche Provision und feste Zuschüsse für Giessen und Wetzlar gesucht. Offerte unter J. P. 1223 an die Expedition d. Bl. 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Es wird angenommen, daß es sich um Bor: arbeiten für Manöver der Reichswehr handelt, die im nächsten Jahre im Bogelsberg abgehalten werden soll. Schotten. Auf Anordnung des Staatspräsidenten werden in unserem Kreis folgende Sparmaßnahmen durchgeführt. Die Fortbildungsschulen von Michelbach, Gözen und Beyenrod wetden mit der hiesigen Fortbildungsschule vereinigt. Ebenso werden 14 weitere Fortbildungsschulen so zusammengelegt, daß noch fieben vorhanden sind. Die Stundenvergütung wird beträchtlich herabgesetzt, auch der Handarbeitsunterricht muß billiger gehalten werden. Die Vergütung für nebenamtliche Leitung der Fortbildungsschule wird um 25 Prozent gekürzt, auch sind weitere Ersparnismaßnahmen in Aussicht genommen. Darmstadt. Die 200. Wiederkehr des Geburtstages Daniel Chodowiedis feiert das Kupferstichkabinett des Landesmuseums durch eine Ausstellung seiner Radierungen, die vom 10. Ottox ber bis zum 14. November ds. Js. dauert. Das Urteil im Meon- Prozeß. Mainz, 15. Oftober. Das Schwurgericht Mainz verurteilte nach viertägiger Verhandlung den wegen Mordes angeklagten Studenten Josef Meon wegen vorjählicher Tötung und Unterschlagung zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust. Die Untersuchungshaft wird dem Angeklagten nicht angerechnet. Groß- Flugtag in Kirchhain. Am 17. Oftober veranstalten die bekannten Kasseler Flugzeugwerke Raab- Katzenstein mit Unterstützung des Verkehrsvereins einen Groß- Flugtag. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Der Verkehrsverein hat sich die Mitarbeit führender Kirchhainer Persönlichkeiten gesichert. Die Sensation der Veranstaltung dürfte das Durchfliegen der großen Ohmbrüde in unmittelbarer Nähe des Flugplatzes sein. So 00 ist es richtig! Man löst Tersil kalt auf. am besten in einem& imer ( Nehmen Sie aber kein heis ses Wasser Sie haben dann nur die halbe Wasch wirkung.) Man verrührt dabei Tersil mit der band oder einem Soffel gründlich, damit alle Teile des WaschmiHels rest los ausgenutzt werden. Die Wäsche wird einmal eine Viertelstunde gekocht und dabei auch gelegentlich umgerührt. angenehmer sehneller und billiger kann man garnicht waschen als so Nebeneinkommen durch schriftl. Arbeiten Persil 19aket reicht für 2% bis 3& imer Wasser Zum Weichmachen des Wassers ver rührt man vorher einige Sandvoll, benko Bleich- Soda im Kessel- Meh! men Sie auch zum Einweichen nur die altbewährte benko Bleich- Soda Delikatess Bauern- Handkäse erstklass. hellspedige Naturwace, fein übliches la Eiderfettkäje Vtialis- Verlag, München 132. Wassenprodukt empfiehlt in 36er Badung zu 9 Pfund= Mark 6.allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee. Elegante Welf Deutschlands tonangebende Zeitschrift für vornehme Lebenskunst, für Mode, Kunst, Theater, Film, Sport, Schönheit und Lebensfreude Alle 14 Tage ein 50 bis 80 Seiten starkes Heft mit ausgewählten Meisterwerken moderner Film- u. 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Gi Erscheint: Bezugspreis 40 Pfg. 1 Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- lendung nicht verlangter Ma Das Darmstadt, 20. Off. In des Hessischen Landtags wurde gehren zur Auflösung des Heff Zu Beginn der Sigung bec beit und Wirtschaft Raab ei Deutsche Bau- und Siedlungsg Hessen eine eifrige Propaganda daß er die Gemeinschaft nich lönne, es bestünden Bedenken, nungen ihrer Mitglieder erfüller aber die Erfüllung gewisser Bed veranlassen, daß die Deffentlicht werde. Die Gemeinschaft stehe aufsicht, es müsse daher jedem e die Beteiligung an der Gemeins Ueber die Berhandlungen richtet Abg, Kaul( Soz.), wobei e eigentlich die Gültigkeit des Vo die Linte trotzdem im Ausschuß f stimmt habe, so lediglich deshalb hessischen Verhältnisse zu bringer lungen selbst haben wir seinerz Shriftl.) Abg. Widmann( Soz.) geht Boltsbegehrens ein, wobei er die schiebt, während sie doch im wese Gefezgebung und dem Fehlen je größten Teil aber in der jede Auffassung hohnsprechenden Art d listen liegen. Abg. Reiber( Dem.) wendet den der Durchführung des Volk dem Ausschußbeschluß, daß die ge füllt seien, zugestimmt, ohne daß begehrens billige. Abg. Galm( Komm.) tritt f wendet sich gegen die Rechtsparte der fich zum Werkzeug der Bourge Abg. Dingelden( D. Bp.) erkl Abstimmungsleiters und des A auf das darstelle, was der Gesez Zufall, daß die Berichte über gehren gerade aus den soziald Hessens eingelaufen sind. Viele bezeichnet wurden, weil sie ni wurden, haben sich nachträglich eigener Hand vollzogen herausg len anderen ,, Verstößen" der T tont, daß die große Linie der P einten politischen Rechten auf gerichtet ist, eine unlautere Bee Rechten fern. Abg. Glaser( Hess. Landb.) rung selbst schuld an den Mäng Derjahren gezeigt haben, sei, der trag des Bauernbundes auf Er mungen zurüdgewiesen. Abg. Sainstadt( 3tr.) recht Abstimmungsausschusses. Abg. Kindt( Dnat.) erklärt, fich um den Willen, Ordnung in Hessen stehe, das beweise die Ve über Hessen, die durch die Einset für die hessischen Finanzverhältn Die Beratungen werden da nerstagvormittag vertagt. Der Landtag erfennt Die heutige Landtagssigun 10.15 Uhr eröffnet, setzt die Aus auf Auflösung des Hessischen La Ministerialtat Bornemann a. a.: Am Schlußtag der viermö beseitigung am 19. Juli waren 1 tragungen wieder zurüdgegeben, zu erklären. Es war also damals Don 12 500 jhon erereicht war. Brüfung war der unordentliche Bater des Boltsbegehrens, He Das Ergebnis der Zeppelin- C Die Zeppelin- Edener- Spend hlossen worden. Nur für einer Nachfrist für die Sammlung ber gelaufen ist. Vor wenigen Tage pelin- Edenerspende dem Volkst Ergebnis Bericht erstattet. Da Reiche beläuft sich auf etwa 2½ biefer Summe sind für Unkosten trag, den bas Volkswohlfahrtsn