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Die beteiligten Parteien sind übereingefommen, bei der Neuwahl des Landtags einen gemeinschaftlichen Wahlvorschlag aufzustellen. Sämtliche Beschlüsse der drei Parteien wurden einstimmig gefaßt. Die Reichsregierung zurückgetreten. Die versuchte Lösung der Flaggenfrage hat die Reichsregie: rung zu Fall gebracht; im Reichstag hat man ihr am Mittwoch mit 176 Stimmen gegen 146 Stimmen ein Mißtrauensvotum ausgebrüdt. Darauf hat das Reichskabinett demissioniert. Reichswehrminister Dr. Segler ist vom Reichspräsidenten mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragt. In Polen ist Revolution ausgebrochen. Der Bürgerkrieg tobt. Marschall Pilsudski hat einen Staatsstreich vorgenommen und Warschau besetzt. Die Witos'sche Regierung ist start verdrängt. Der Generalstreik in England wird nach erfolglos gebliebenen Verhandlungen weiter geführt. Zur englischen Kohlenkrise. Die Bergarbeiterschaft des Ruhrgebiets steht dem Brüsseler Beschluß der Bergarbeiterinternationale, in dem das Internationale Komitee sich für volle Unterstützung der britischen Bergarbeiter( auch durch Einstellung der Kohlenausfuhr nach Großbritanien) ausspricht, zweifellos in ihrer großen Mehrheit Eröffnung der„ Gesolei" in Düsseldorf. Düsseldorf, 8. Mai. Das schöne Düsseldorf hat heute seinen großen Tag; die Eröffnung der Ausstellung für Gesundheitspflege, ſoziale Fürsorge und Leibesübungen. Das stolze Werf, geschaffen in 18 Monaten raftloser Emsigkeit, ist nun aufgerichtet, ein weithin wirkendes Zeugnis unversiegter Arbeitslust. Schon in frühen Morgenstunden herrschte bunter Trubel in den flaggengeschmüdten Straßen, die zum Ausstellungsgelände führen. Alles drängt hin, das neue Werk zu schauen. Vor der Rheinhalle, Düsseldorfs neuem Kongreßbau, in dem auch das Plane tarium untergebracht ist, fonzertiert die Kapelle der Schupo. Hunderte von Autos halten Auffahrt. Schon lange vor Beginn der Eröffnungsfeier füllt sich das riesige Kreisrund des Kuppelbaues mit der festlich gestimmten Menge. Pünktlich um 12 Uhr ertönen die feierlichen Klänge des Händelschen Halleluja. Luise Dumont vom Düsseldorfer Schauspielhaus bringt einen von Theodor Herold verfaßten Vorspruch, Auf das vorgetragene Meistersinger- Vorspiel folgt die Ansprache des Düsseldorfer Oberbürgermeisters Dr. Lehr, der insbesondere die anwesenden Ehrengäste begrüßt und damit die Ausstellung eröffnete. Der Reichslanzler führte u. a. in seiner Rede aus:... es handelt sich um das eine große Ziel des Wiederaufbaues Deutschlands. Auf welchem Wege man diesem Ziele auch nachstrebt, immer wird man die drei großen Kräfte nugbar machen müssen, die uns zur Verfügung stehen: Die deutsche Arbeit mit Kopf und Hand, die Schätze des deutschen Bodens und den deutschen Menschen. Hier in Düsseldorf ertönt heute als großes Leitmotiv der deutsche Mensch. Aus dem Leben des deutschen Menschen umfaßt die Ausstellung, die heute eröffnet wird, den Dreiflang: Gesundheitspflege, joziale Fürsorge, Leibesübungen. Der stärkste Beweis aber für die ungeheure Kraft, mit der die hygienische Arbeit ge= waltige Gefahren überwunden hu:, die im sozusagen biologischen Ablauf auch der geschichtlichen Dinge liegen, ist die Tatsache, daß trotz der Hungerzeit des Weltkrieges und trog der schweren wirtschaftlichen und politischen Erschütterungen, die ihm folgten. feine Seuche große Teile des deutschen Bolles dahingerafft hat, wie sie sonst regelmäßig große Kriege begleitet hat. Allerdings fann man vom Standpunkt einer nur mit Verstandesgründen rechnenden Politik die Frage aufwerfen ,, ob die Lage Deutschlands nicht leichter wäre, wenn auf deutschem Boden weniger Menschen zu ernähren wären. Auf eine solche Frage fann es nur eine Antwort geben, daß jeder deutsche Mensch ein Träger deutschen Wesens und deutscher Kultur ist, und daß wir vor Gott und vor der Geschichte unsere Aufgabe nur darin erbliden können, dieses deutsche Bolt, Das als festgefügte Nation mit einheitlichem Lebensziel den Krieg überstanden hat, ungeschmälert und so start wie möglich einer besseren Zukunft entgegenzuführen.( Lebhafter Beifall.) Der der sich zur Zukunft des deutschen Volkes bekennt, auch in bitterer Uebergangszeit, muß dafür sorgen, daß der deutsche Mensch nicht verkümmert. Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bost Gedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. durchaus ablehnend gegenüber. Die Erinnerung an das rüdfichtslose Verhalten der Gewerkschaften in den Ententeländern in den verflossenen Jahren, insbesondere während des Ruhr- tampfes, wo selbst sozialistische Minister für die Ruhrbesehung gestimmt haben und die ausländischen Gewerkschaften die Not der deutschen Bergarbeiter zu ihrem eigenen Vorteil ausgebeutet haben, infolge der durch den Ruhrkampf hervorgerufenen günstigen Lage konnte den britischen Bergarbeitern eine 11prozentige Lohnerhöhung gegeben werden, die jetzt vornehmlich die Ursache des Streites bildet- scheint auf die Haltung der sozia listischen Zeitungen nicht ohne Einfluß geblieben zu sein. Lediglich die kommunistische Presse läßt Kampffanfaren ertönen, doch denken auch die linksradikalen Kreise der Begelgschaften, wie man allgemein hört, nicht daran, sich wieder einmal für die Interessen der ausländischen Gewerkschaften, die die deutschen Bergarbeiter bei jeder Gelegenheit schmählich im Stich gelassen haben, aufzuopfern. Kennzeichnend dafür, wie die Verhältnisse in Arbeiterkreisen beurteilt werden, ist auch eine Aeußerung des Berliner Organs der christlichen Gewerkschaften„ Der Deutſche", das in Nr. 104 folgendes schreibt: ,, Es ist in den letzten Jahren trog der allgemeinen Ueberproduktion an Kohle einzelnen Teilen möglich gewesen, sich dadurch, daß in anderen Kohlengebieten entweder durch Streiks oder politische Verwidlungen( Ruhrkampf) den Kohleneдport eingestellt werden mußte, sich in weitgehendem Maße wieder zu erholen. So hat der englische Kohlenbergbau die während des Ruhrkampfes für ihn außerordentlich günstige Situation nach Kräften ausgenugt und sogar eine Erhöhung der Bergarbeiterlöhne durchgeführt. Es ist deshalb nur zu wünschen, daß sich die deutschen Bergarbeiter nicht durch internationale Jdeologien für englische Interessen einspannen lassen, wie das mit Hilfe des internationalen Bergarbeiterkongresses in Brüssel von den Engländern bereits in sehr geschickter Weise versucht worden ist. Es muß daran erinnert werden, daß die englische Kohlensubventions: politik für die deutsche Kohlenindustrie schwere Nachteile gebracht hat. An dieser günstigen Situation waren die englischen Bergwerksbesitzer und Bergarbeiter beteiligt." * Diesem Ziel, das deutsche Volf zu größter Kraftleistung anzuspornen, dient auch die Pflege der Leibesübungen. Wer wie ich alter Turner ist und sich heute noch gern als Mitglied der Deutschen Turnerschaft bekennt, weiß aus eigenem Erleben um die beiden Seiten des Turnens, des Sports, der Leibesübungen, der weiß, daß es nicht nur um die Körperpflege des einzelnen geht- so wichtig diese auch ist, weil nur aus gesunden Menschen ein gesundes Bolt aufgebaut werden kann. Es geht nicht einmal nur um die Pflege der einzelnen Seele, der die förperliche Betätigung auch dienstbar ist, sondern es geht bei allen Leibesübungen auch darum, das Bewußtsein des einzelnen als Glieb des Boltes von Grund auf zu weden und ein ganzes Leben hindurch warm zu erhalten. So gehören auch die Leibesübungen richtig verstanden in das weite Gebiet deutscher Kulturbetätigung hinein. Wenn echte Kultur nur als Voltskultur möglich ist und echtes Volfsleben ist nichts anderes als das Lebendigwerden der Volkskultur, die ihrerseits wiederum das Leben des einzelnen trägt so dient die Ausstellung nach diesen drei Richtungen dem einen großen Ziel, der Pflege des deutschen Menschen. Der deutsche Mensch wird seinen Weg nach oben fortseyen, dessen Ziel nur die Wiedergewinnung eines wirklich freien Baterlandes sein fann. Nur ein freies Deutschland wird über den eigenen Nugen hinaus seine großen fulturellen und schaffenden Kräfte mit voller Wirksamkeit in den Dienst der Menschheit stellen können. Mit einer Kulturtat, wie fie diese Ausstellung darstellt, verwirklicht Deutschland in besonders ergreifender Weise das Wort des großen deutschen Geschichtschreibers Leopold von Rante: Das Größte, was dem Menschen begegnen lann, ist es wohl, in der eigenen Sache die allgemeine zu verteidigen." Im Zeichen dieses Wortes eröffne ich die Düsseldorfer Aus: stellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen. Ich eröffne die Ausstellung und gebe ihr den Wunsch der Reichsregierung auf den Weg, daß sie dem deutschen Volke und Vaterland von reichem Rugen sein möge. Dr. Luthers Worte von der Förderung des deutschen Menschen durch die Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen und den vielfältigen Beziehungen der für unseren Gejamtaufbau so wichtigen Fattoren, fand lebhaften Beifall. So ist nunmehr diese große inhaltsreiche Schau eröffnet. Möge sie in ihren Auswirkungen zu einem vollen Gelingen führen zum Segen der Wiedererstattung unseres schwergeprüften deutschen Vaterlandes. Der preußische Ministerpräsident Braun hielt nach dem Kanzler eine Ansprache, in der es u. a. heißt: Die preußische Staatsregierung begrüßt gerade diese Ausstellung um so herzlicher, als sie der Ansicht ist, daß ein zielbewußtes Wirken zum Besten der Erhaltung und Stärkung der Arbeitskraft. Möge bie ,, Gesolei" den weitesten Kreisen Aufklärung zur förperlichen und geistigen Ertüchtigung vermitteln, dann wird sie wie ein traftvolles Symbol für den unerschütterlichen Willen des deutschen Volkes zum Leben und den sozialen Fortschritt und dem friedlichen Wiederaufbau unjeres Baterlandes wertvollste Dienste leisten! ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig., die 90mm breite Reflame Petitzeile 96 Pfg. Plaz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Die Sondersteuer in Hessen. Neue Steuerpläne, Die neuen Sondersteuerzettel, mit denen in diesen Tagen die hessischen Hausbesitzer bedacht worden sind, haben in den Kreisen der Betroffenen einen wahren Sturm der Entrüftung entfacht und weit darüber hinaus berechtigtes Aufsehen erregt. Es wird in einsichtigen Volkskreisen nicht verstanden, wie man einen einzelnen Stand in einer derart rigorosen Weise mit Steuern belastet, wie man allein und einseitig nur dem Haus besitzerstand eine Steuerlaft aufbürdet, die mehr als 50 Prozent seiner Einnahmen ausmacht. Das bereits Ende April fällig gewesene Ziel der staatlichen Gonder und Grundsteuer der schlingt nahezu die ganze Mieteinahme, sodaß für andere Hausausgaben wenig oder nichts übrig bleibt. Es muß offen ausge sprochen werden, daß diesem Steuerbolschewismus ein Ende ge= macht werden muß. Der Selbsterhaltungstrieb zwingt den Einzelnen dazu, diesem Steuerunfug nicht tatenlos zuzusehen. Aus allen Landesteilen, aus den Städten und dem flachen Land ertönt nur ein Schrei der Empörung über dieses maßlose Steuerunrecht. Mit allem Nachdrud muß dagegen Verwahrung eingelegt werden, daß der Hausbesitz als eine Einrichtung betrachtet wird, die die Aufgabe hat, einen fünstlich aufgeblähten Verwaltungs apparat zu finanzieren, um dabei selbst zu Grunde zu gehen Die Hessische Regierung hat es für notwendig erachtet, in kurzer Zeit durch 2 Beruhigungsnotizen in den Tageszeitungen Del auf die Wogen zu gießen. Damit schafft sie natürlich das Unrecht nicht aus der Welt. Wenn aber die hessische Regierung glaubt, die Schuld von sich auf die Reichsregierung abschieben zu können, und sich gewissermaßen als Opfer der Reichsgesetzgebung ausgibt, so muß derartigen Versuchen auf das Entschiedenste entgegen getreten werden, da sie die Tatsache zu verschleiern geeignet sind. An der Erklärung der Hessischen Regierung ist nur soviel richtig. daß ein Reichsgesetz besteht, wonach die Länder in einem gewissen Rahmen eine Steuer vom bebauten Grundbesitz erheben müssen. Die reichsgesetzlichen Vorschriften sind aber so gehalten, daß den Ländern eine recht weitgehende Bewegungsfreiheit gesichert ist. Die Hessische Regierung ist aber wie die Steuerzettel beweisen, inbezug auf die Ausnutzung dieser Steuermöglichkeit derart gewissenhaft gewesen, daß sie den höchst zulässigen Satz erhebt. Weiterhin hat sie die im Reichsgesetz für den schuldenfreien Besitz vorgesehenen Vergünstigungen fast ganz beseitigt. Daß die Hessische Regierung bei anderen Gelegenheiten an nicht allzu großer Engherzigkeit inbezug auf die Befolgung reichsgesetzlicher Borschriften leidet, beweist neben der bekannten ungesetzlichen Mietherabsetzung im Monat Januar ds. Js. auch die Tatsache, daß ste aus dem Aufkommen an Sondersteuern einen viel geringeren Betrag für Neubauzwede zur Verfügung stellt, als durch das Reichsgesetz vorgeschrieben ist. Wenn es also gilt den Staatssädel zu füllen, macht die Wohnungsnot feine Sorgen. Kein Lan hat eine derart harte Besteuerung aufzuweisen wie gerade Seffen. Die Hessische Regierung ist sich dieser Tatsache auch bewußt, denn nicht ohne Grund hat sie im Gegensatz zu anderen Ländern unter Uebergehung des Landtags die Sondersteuer im Verordnungswege eingeführt. Man kann sich auch wohl faum einen bürgerlichen Abgeordneten denken, der die Berantwortung für diese Enteignungsmaßnahme mit übernommen hätte. Einer Regierung aber, die ihre Steuerzahler derartigen Belastungsproben aussett, muß den Maßstab für die Tragfähigleit der Wirtschaft verloren gegangen sein. Wir glauben nicht, Dies 4646 die hochwertige einfachste 4 Takt- Maschine fur flüssige Brennstoffe und Leuchigas 3PS • RM 725 6PS RM.825€ ohne Derpackung ab IDeck Diedecaerkäufer gesucht. MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. Zweigniederig. FRANKFURT M. Kaiserstr. 23 Sonnabend, den 15. Mai 1926. daß eine tommunistische Regierung weniger Verständnis für die Wirtschaft des Landes aufbringen würde. Es muß unter allen Umständen dahin gewirkt werden, daß die Besteuerung des Hausbefizes auf ein vernünftiges Maß zurüdgeführt wird. Mit der Wegsteuerung der Einnahme wird das Interesse, das der Befizer noch an seinem Eigentum hat und dem es ausschließlich zu danken ist, daß die Häufer nicht schon mehr verfallen find, genommen. Diese Gewaltbesteuerung bedeutet die Fortsegung der seit 1918. betriebenen Sozialisierungspolitik nur mit anderen Mitteln. Daß man damit auf folchem Wege ist, sollte nachgerade auch eine Regierung einsehen. Das Gebot der Gerechtigkeit, daß die Grundlage jedes Staatslebens sein soll, erfordert die gleiche Behandlung aller Staatsbürger auch in steuerlicher Hinsicht. Der Hausbesitz weiß, daß er Steuern zahlen muß. Er ist auch jeder zeit bereit gewejen, die Staatsnotwendigkeiten zu erfüllen. Wenn man aber dazu übergeht, ihm die Existenzmöglichkeit zu unterbinden, jo wird er sich seiner Haut zu wehren wissen. Wir warnen die Hessische Regierung, den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Der Hausbesitz ist nicht gewillt, sich willenlos zur Schlachtbank führen zu lassen. Wo ein Aas ist, da sammeln sich die Adler. Wem fallen nicht diese Worte ein, der die nachfolgenden Zeilen ließt. Die hessischen Gemeinden, die an Gondersteuer nur das erhalten, was der Bater Staat gerade noch übrig gelassen hat, fühlen sich in ihren Einnahmen zurüdgefeßt. Anstatt nun ihre Rechte nach oben geltend zu machen, wählen sie den weniger gefahrvolleren und auch aussichtsreicheren Weg nach unten. Gie haben gefunben, daß der Staat dem Hausbesitzer noch das Hemd gelassen hat. Run beginnt ein Wettlauf um dieses Hemd. Boran der Oberbürgermeister von Offenbach. Er hat ausgerechnet, der Hausbesiz rentiere nicht durchschnittlich 5 Prozent, sondern 6 Prozent und mehr. Aus 15 ausgesuchten Häusern wird eine Durch schnittsverzinjung tonftruiert und dann ausgerechnet, daß die Sondersteuer bei diesen Hausbefigern gar feine 40 Prozent betrage( also ob sie das in jedem Fall müßte). Man könne infolgedessen für die städtischen Bedürfnisse noch gut rund 30 Prozent der Friedensmiete dem Hausbesitzer abnehmen. Die Aufstellung des Offenbacher Oberbürgermeisters ist derart tendenziös aufgemacht, daß einem beim Lesen ein Gefühl der Scham erfüllt über die Methoden, wie man heute Stuern zu rechtfertigen sucht. Der Offenbacher Verein hat sich der Mühe unterzogen, die Aufstellung des Oberbürgermeisters richtig zu stellen. Es wird feineswegs bestritten, daß es Häuser gibt in Offenbach vielleicht mehr wie in Darmstadt, Gießen, Mainz und Worms die mehr als 5 Prozent rentieren. Nach derartigen Ausnahmen tann man aber doch nicht die Steuersäge für die Allgemeinleit richten, denn wo sollen denn alle die Hausbesitzer bleiben, deren Häuser leider nur 5 Prozent und weniger rentieren. Der Hausbesitzer wird von diesen Stellen einfach nur noch als Verwalter angesehen, der verpflichtet ist, jeden Pfennig Einnahme abzuliefern. Zur hessischen Sonder- Gebäudesteuer. Bom Presseamt des hessischen Staatsministeriums erhalten wir folgende Pressenotiz. Die neue Verordnung über die Sonder- Gebäudesteuer vom 10. März 1926, die bekanntlich auf den Zwang der Reichsgesehgebung zurückzuführen ist, enthält eine Anzahl Steuerbefreiungen und Erleichterungen, die zur besseren Uebersicht für den Steuerpflichtigen hier nochmals zusammengestellt werden, 1. Artikel 6 schreibt vor, daß Einfamilienhäuser, die vor dem 1. Juli 1918 bezugsfertig hergestellt und zu diesem Zeitpunkt mit nicht mehr als 20 v. H. des Friedenswertes belastet waren, auf Antrag von der Steuer freizustellen sind, sofern sie ausschließlich vom Eigentümer und seiner Familie bewohnt werden und die Wohnfläche nicht mehr als 70 qm beträgt. Die Freistellung wird nicht dadurch ausgeschlossen, daß das Einfami lienwohnhaus zum geringen Teil auf Grund behördlicher Maßnahmen vermietet worden ist; Neues aus dem japanischen Leben und der Japan Mission. Von Missionsdirektor D. Dr. Witte. ( Schluß.) Unsere Missionsarbeit in Japan und die Japaner in Europa. Alle unsere Freunde sollten jede sich ihnen bietende Gelegen heit benutzen, um mit den in Europa vorübergehend lebenden Japanern Fühlung zu suchen, sie in christliche Familien einzu laden in den engen Hausfreis, nichtzu Gastereien, und sie mit unserem christlichen, firchlichen Leben bekannt zu machen. Das muß natürlich mit Takt und Vorsicht geschehen. Jedes Drängen ist zu vermeiden. Schon die Pflege rein menschlicher, freund licher Beziehungen zu den Japanern macht Eindrud. Die meisten Japaner, die bei uns leben, lernen nur die Fabriken und Univer sitäten, die Theater und Konzertsäle und womöglich viele schlechte Oertlichkeiten kennen und sogenannte„ Gesellschaften", äußerliche Geselligkeiten in großem Kreis, aber nur sehr wenige tommen mit unserem stillen, guten Familienleben in Verbin dung und noch weniger mit unserem tirchlichen Leben. Viele von ihnen, sind schon aus Wißbegierde, sehr dankbar, wenn man ihnen auch die Kenntnis dieser intimen Seiten unseres Lebens vermittelt, und viele fühlen sich in unserem Familienkreise sehr wohl, auch wenn sie es nicht so offen äußern, wie wir als Euro päer es gewohnt sind. Durch die Pflege des Verkehrs mit den Japanern hier in Europa fönnen unsere Freunde direkt und indirekt auch die Reichsgottesarbeit draußen in Japan fördern helfen. Aus meinen eigenen Erlebnissen möchte ich nur von drei Begegnungen hier berichten. 1. Vor einigen Jahren, nach dem Kriege, sandte die japanische Regierung einen Regierungsrat des Erziehungsministeriums nach Europa zum Studium unserer christlichen, kirchlichen Einrichtungen und Zustände. Herr T. K. wurde durch Gießener Zeitung" 2. Jm Artikel 7 find Bestimmungen über die Erweiterung der Steuerlichen Bergünstigungsvorschriften des seitherigen§ 28 Abs. 5 der Dritten Steuernotverordnung enthalten. Die seitherigen Borschriften begünstigten nur diejenigen Steuerpflich tigen, deren Anwesen am 1. Juli 1914 nicht belastet oder ge= ting belastet waren; statt dessen gilt jetzt der 31. Dezember 1918 als Stichtag. Die Vergünstigung tonnte seither eintreten, wenn die Belastung nicht höher als 20 Prozent des Gesamtwertes eines Grundstüds war. Jetzt ist die Belastungsgrenze auf 30 Prozent des Friedenswertes festgesetzt. Nach der Reichsvorschrift mußten aber die Ermäßigungen in der neuen Berordnung abgestellt werden auf Hundertteile des Friedens werts gegenüber seither Friedensmiete. Bei Grundstüden, deren dingliche privatrechtliche Belastung nicht mehr als 30 p. 5. betrug, ist der Betrag der Steuer( Staats- und Ge meindefteuer) auf Antrag des Eigentümers auf 1,75 v. H. des Friedenswertes und bei unbelasteten Grundstüden oder bei einer Belastung bis zu 20 d. 5. des Friedenswerts auf 1 v. H. des Friedenswerts festzusehen. Zur Beschleunigung der Er ledigung derartiger Anträge wird es dienen, wenn die Pflichtigen bei Stellung des Antrags die Bescheinigung des zuständigen Amtsgerichts über die Belastungsverhältnisse Aus fertigung geschieht stempel und gebührenfrei vorlegen, soweit dies nicht schon im Vorjahre geschah. - 3. Der Artikel 10 überläßt die Entscheidung darüber, ob ein Mieter oder auch ein Hauseigentümer für seine eigene Wohnung die durch die Sondergebäudesteuer veranlaßte Mieterhöhung tragen kann, den Fürsorgeämtern; die Finanzämter haben camit nichts mehr zu tun. NUR 48 ADLERCOMPAGNIE A.G. DRESDEN KOSTET DIE VORZÜGLICHE Assuh ZIGARETTE Der Kenner schätzt sie stets weit höher! Starter Reiseverkehr nach dem Norden erwartet! Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß in diesem Sommer ein außerordentlich starker Reiseverkehr aus Deutschland nach dem Norden, insbesondere nach Schweden einsetzen wird. Die Nachfrage bei den Reisebüros nach Prospekten über den Norden ist stärker denn je zuvor. Dieser Zug nach der skandinavischen Halbinsel ist vor allem dadurch zu erklären, daß außerordentlich viele Deutsche infolge der politischen Verhältnisse ihre geplante Italienreise aufgegben haben und dafür Skandinavien und den stammverwandten Völkern des Nordens einen Besuch abzustatten beabsichtigen. einem Fest des Jungmännervereins„ Wartburg" in BerlinSteglitz, dessen Aufführung und Musikdarbietungen sein großes Interesse erregten, ich brachte ihn in einen Kindergottesdienst unseres Freundes, Pfarrers Lic. Moldaende. Und gerade diesen Kindergottesdienst hat er dann auch ohne mich noch mehrfach besucht. Auch an einer Tagung des Verbandes unseres Missionsvereins und einem Missionskursus für Pfarrer in Eisenach nahm Herr T. K. teil und bezeugte lebhafte Teilnahme an unseren Bestrebungen. Als ich im Sommer 1924 in Japan war, hat Herr Reiseplänen zu unterstützen. Ihm danke ich es z. B., daß ich mit T. K. mir in jeder erdenklichsten Weise geholfen, mich in meinen den leitenden Priestern der großen schintoistischen und buddfion ein warmes Herz bewahrt und erklärte sich bereit, uns in histischen Tempel in nahe Berührung tam. Er hat unserer Misjeder Weise zu helfen. Und er vermag heute viel. Denn er iſt heute der Leiter der Religionsabteilung des Erziehungsmini steriums, also der entscheidende Mann für alle offiziellen Benischen Staat. Die Freundschaft dieses Mannes ist für uns von ziehungen des Christentums und des Buddhismus zum japagroßem Wert. 2. Jn Berlin lernte ich auf einem Missionstee einen Japaner, Herrn Jkeda, kennnen, der hier Berichterstatter für die größte Tageszeitung Tokyos, die Hochi- Schinchun, war. Diese Zeitung Einladung oft in mein Hans, und wir wurden gut miteinander hat mehr als 900 000 Lefer. Herr Jkeda kam dann auf meine befreundet. Als Herr Jkeda im Januar 1924 hörte, daß ich im Begriff sei, nach Japan zu reisen, schrieb er an seine Zeitung angelangt, erhielt ich von der Zeitung eine Einladung, ich möchte wohl allerlei Gutes über mich. Genug, faum war ich in Tokyo doch in dem großen Saal ihres imposanten Gebäudes einen Vortrag halten über das deutsche Geistesleben nach dem Kriege. Ich habe dabei sehr ausführlich über die Bedeutung des Christen tums für die innere Wiedergeburt und die äußere Gesundung Deutschlands gesprochen. Und reichlich tausend Japaner und Kirchenbehörde mir zugewiefen zur Einführung unsere oberste Japanerinnen haben gespannt mehr als zwei Stunden zugehört. in das praktische, tirchliche Leben. Ich besuchte mit Herrn T. R. einige Gottesdienste in unseren schönen Kirchen. Ich ließ ihn teilnehmen an So hatte ich dort in Tokyo Gelegenheit, vor tausend Menschen vom Christentum zu reden. Das war die Wirkung meines Vertehrs mit Herrn Jteda in Berlin. Eckenertag in Gießen. Nr. 20. Für das große Wert der Zeppelinspende sprach am Montag in der Festhalle der Nachfolger in der Führerschaft des Grafen Zeppelin, Dr. Hugo Edener, dessen Namen durch die Ueberfliegung des atlantischen Ozeans mit dem 3. R. 3 in der deutschen wie in der Weltgeschichte nie verflingen wird. Montag mittag um 1 Uhr am Dr. Edener in Gießen an und wurde don den Spigen unserer Behörden empfangen. Im Hotel„ Schütz“ fand anschließend ein Ehrenessen statt, in dessen Laufe Oberbürgermeister Keller für die Stadt Gießen den Willkommensgruß entbot, für den Dr. Edener dankte, Eine Rundfahrt durch die Stadt nach dem Flugplay folgte hiernach. Auf dem Flugplay wurde Kaffe getrunken und hielten hier für die Luftverkehrs A.-G. Oberhessen- Lahngau Provinzialdirektor Gräf und Bantdirektor Grießbauer Ansprachen. Danach ging es zur Stadt zurüd Der große Abend in der Boltshalle. Sonnabend, ben 15. Mai 1 Lotal Stimmen de Die Nacht hat hundert, Stimme ett vernehmlich werden, wenn der L alles Taggetriebe schlafen geganger lingsnächte, wie sie uns schon under in famten- wohliger Maienlieblichte heimlicher Stimmen. Auch der S Frühlingswelt vermauert, verbaut diese Stimmen der Nacht. Auf der die Nacht dauerndem Tagwerk umf mitternächtlichen Stille der leeren verträumten Lauschigkeit aller Gaffe hundert Stimmen hat die Nach fammentlang läßt sie dem Müden al fernde Melodie erscheinen, die ihn In Scharen strömte die ganze Einwohnerschaft Gießens und Tausende aus der Umgebung zur Voltshalle. Es mögen 4000 Personen gewesen sein, die dort den Worten des Dr. Edener lauschten. Die Begrüßungsansprache hielt Sc. Magnifizenz der Rektor unserer Universität Prof. Dr. Bürker. Dieselbe schloß mit einem Hoch auf Dr. Edener. Die hierdurch entstandene Huldigung für diesen Mann legte sich erft, als er das Rednerpult beschritten hatte. In seinem Bortrage führte er u. a. aus: Geit einer Reihe von Monaten bemühe ich mich die Mittel zu sammenzubringen, um das Werk in Friedrichshafen zu erhalten. und glaube ich, daß es verstanden wird, daß es sich um den Luftschiffbau Zeppelin nicht allein dreht, denn das Bolt, das in der Weltentwidlung eine Rolle spielen will, muß auch führend sein in der Luftfahrt. Darum ist es notwendig hierfür einzutreten und das Wert Zeppelins uns zu erhalten..." t, bis die Sonne mit den ersten G Spakenfrühlingsgezwitscher weckt. Klingen und Singen der wie vers men, es sei denn, daß ihn der M ehr mit Autohupen und in den K bahrrädern, als vielmehr mit eine felt feines eigenen Herzens. Da fin die, durch die Poizeistunde erst zu lange an der Ede stehenbleiben und tisdebatten in weithin hörbarem Da sind die jungen Leute, denen Blute liegt, daß fie mit Jauchzern un die Stille der Nacht zerfingen, of Mädchen mit beluftigtem Getreisch anterbrechen. Da dröhnt der st Rhythmus patrouillierender Polize gelifter und nicht zuletzt die Stör mit Ragelstiefelgetrapp auf dem P der Zauber frühlingsnächtlicher Sti mal ju poefievollerem Beginnen. tönnen sich nicht trennen, ohne mit G Liebe ufw. zu feiern. Wofern sie wird man so ein nächtliches Stän Störung empfinden. Unter den Klängen der Kapelle Topp wurde das Deutsch landlied gesungen. Im Namen der Gießener Studentenschaft sprach anschließend Stud. Scheel, die sich dann zu einem Fadelzug in der Kaiserallee aufstellten und Dr. Edener nach seinem Quartier ins Hotel„ Schüß" brachte. Eine riesige Menschenmenge brachte ihm auf dem Wege Huldigungen dar. Vor dem Hotel nahm der Fadelzug Aufstellung. Dr. Edener richtete noch einige martige Worte an die deutsche Jugend. Cand. jur. Jüngst dankte Dr. Edener im Namen der Studentenschaft für seinen Besuch. Der Zug der Fadelträger setzte sich nach dem Absingen des Liedes„ Burschen heraus" nach dem Oswaldsgarten zu wieder in Bewegung, wo derselbe sich dann auflöfte. Auch die ungeheure Menge teilte fich allmählich auf, sodaß nur wenige bis zur Abfahrt Dr. Edeners am Schütz" blieben. Mit dem Nachtschnellzug 11,45 setzte er seine Weiterreise nach Berlin fort. Möge der Edener- Tag in Gießen der deutschen Luftschiffahrt und den Zeppelin- Werken reiche Unterstützung bringen. Die ,, Norge" nähert sich Alaska. Auch nach dem Passieren des Nordpols ist der Flug der ,, Norge" glücklich verlaufen. Nach den neuesten Meldungen be findet sich das Luftschiff bereits in der Höhe von Alaska und im günstigsten Falle dürfte cine Landung noch am Donnerstag abend erfolgt sein, Nähere Mitteilungen über den Flug dom Nordpol nach Alaska stehen freilich noch aus. Aber gerade der Flug über diese Strede verdient besonderes Interesse, da hier Gebiete liegen, die noch vollkommen unerforscht sind. Ueber diese Gebiete nähere Beobachtungen anzustellen, sieht Amundsen als seine besondere Aufgabe an. Er hat von der norwegischen Regierung außerdem die Vollmacht erhalten, neu entdectes Land für Norwegen zu annektieren. Uebrigens beginnt zwischen Norwegen und Italien bereits ein Streit um die Siegespalme. Norwegen nimmt den Erfolg für sich in Anspruch, da der Flug ein norwegisches Unternehmen und auf Amundsens Initiative zurückzuführen sei, während Italien darauf hinweist, daß das Hauptverdienst den italienischen Konstrukteuren des Luftschiffes und seinem italienischen Führer zuzusprechen sei. Wir sind zwar nur Zuschauer bei diesem Streit, tönnen aber nicht umhin, in diesem Falle die Ansprüche Italiens als nicht ganz ungerechtfertigt zu bezeichnen." ein werden vor 3. Jm Jahre 1913 war ständiger Gast in meinem Hause in Berlin er verlebte bei uns auch das Weihnachtsfeft junger japanischer Regierungsrat aus Tokyo Herr K.. Nach Japan heimgekehrt, stieg er sehr schnell empor und wurde Präfident des Eisenbahndirektionsbezirks Tokyo. Als solcher hat er 44 000 Beamte unter sich. Nun hat die japanische Regierung für die Eisenbahnbeamten ein Vortragswesen eingerichtet. An bestimmten Sammelpunkten des Verkehrslebens kleineren und größeren Gruppen von dienstfreien Beamten Vorträge gehalten über alle möglichen Gebiete des Lebens, aud über die Fragen der Religion. Herr K. hat nun unserem Pfarrer Ataschi Vorträge über das Christentum übertragen in seinem ganzen Direktionsbezirk. Auch in den Schulen, in denen die Eisenbahnbeamten ausgebildet werden, redet Pfarrer Ataschi an festgesetzten Tagen. Pfarrer Ataschi hat freie Fahrt in dem ganzen Direktionsbezirk und kann nun in einem großen Kreis von Menschen dauernd evangelifieren. Als ich mit Pfarrer Ataschi in diesem Bezirk Reisen machte, wurde er überall von vielen Beamten mit großer Freude als„ Sensei"( Lehrer) begrüßt. Auf Herrn R.'s Einladung hielt ich auch vor 500 Eisenbahnbeamten einen Vortrag in Tofno. So wirten sich in Japan draußen die Freundlichkeiten aus, die man hier in der Heimat den Japanern erweist. Eine Bitte zum Schluß. 1. Gottes Wille ist, daß durch das in Chriftus uns geschenkte Heil die ganze Menschheit gerettet werde. 2. Gottes Wille ist, daß wir Christen, die wir dies Heil besigen, die Rettung der Welt verwirklichen sollen, in seinem Auftrag und durch seine Kraft. 3. Gottes Segen ruht sichtlich auf unserem Missionswert in Japan. Aber es leidet unter den Folgen der letzten zehn bösen Jahre. 4. Helfen Sie durch eigene Opfer und dadurch, daß Sie bei vielen anderen um reichliche Opfer für unsere Mission bitten, daß wir unser Wert in Japan mit den nötigen Mitteln unter stützen können. Aus der Stadtverordnet Die am vergangenen Dienstag, Sigung der Stadtverordneten glich perfammlung. Es wurden- der B für 1926 stand zur Beratung hin lehrte Stellung" der anderen Fra würdig des Hauses, sogar in einem Bofition 45 b, betr. Wohnungsamt, standsehungsstelle wurde von der Frattion, unterstützt von der Deut Deutschnationalen und zum Teil v Demokraten, die Beseitigung dieser produttiven und unrentablen Aemt keller ließen durch ihren Sprecher trag recht sachlich und ruhig begri Lintsparteien gaben unsachliche Er tionsgenoffe, Rechtsanwalt Homberg lich aus, daß, wenn das Wohnun betr. Registrator dort weg fäme, di die Herren Antragsteller brauche", regung der dadurch getroffenen Sta tige wäre gewesen, sie hätten den diesen Fall hier erwähnen, so gesch Stadt, daß man dort seine Worte so verordnetenversammlung nicht an it, daß es ebenfalls Herr Rechts in vorlegter Stadtverordnetensitzu Seltersweg, ein u. E. rechtswidrig bern fun wir uns allerdings nicht Die Deutschen Kar Olympia! Ein eigener Klang feinem andern Bolt sich die Welt Rätsel der Ruinen erschlossen hatte beute die Seele des griechischen Bo die Olympien die Feste aller Gri und Wehrmittel ansprachen. Der g Lebens, der sich in den Spielen au thetischer Ratur. In dem Kämpf per im Mittelpunkt des weiten mar nerehrten die Griechen jenes moral Die det gestirnte Simmel ,, unser( nehmender Bewunderung und G Hie„ Krone" der Schöpfung- ein 2 Dem fie schweigend die Knie beugter So wird auch immer noch das Der Deutsche Reichsausschuß The Borbereitung der Leibesili Lammnung ihrer Ausführungsform taltung vall. Rampfspiele von 41 ein wiederkehrendes Ziel zu setzen", Reichsausschusses. Nicht nur eine Starfung sollen uns die Kampfi Sportfest in größeren Ausmaßen f eigen, wie jo viele es denten. Nei shes Fest müssen uns die Lage im Deutsche Wesen soll sich in ihnen i Denken, Kunst und Wissenschaft fo Mages sein, in dessen Mittelpunkt Darum ruft der Deutsche Retch u den 2. Deutschen Kampfspielen a tum belennt und fest zur Heimat H Der Bannerwald aus deutschen La nachtvolles Zeugnis für den Zusam es Boltstums geben. Wie einst u bei uns der Götterfriede herr raben, und wir alle sollen versuche nertag in Gießen. Str. 20. rf der Zeppelinspende sprach am Montag achfolger in der Führerschaft des Grafen fener, dessen Namen durch die Ueber n Ozeans mit dem 3. R. 3 in der deut Sonnabend, den 15. Mai 1926. Lokales. Stimmen der Nacht. geschichte nie verflingen with. Montag erst vernehmlich werden, wenn der Lärm des Tages verhallt und Die Nacht hat hundert Stimmen. Hundert Stimmen, die Dr. Edener in Gießen an und wurde von ehörden empfangen. Im Hotel„ Sü Ehrenessen statt, in dessen Laufe Oberdie Stadt Gießen den Willkommensgrug ener dankte, Eine Rundfahrt durch die az folgte hiernach. Auf dem Flugplay und hielten hier für die Luftverkehrs u Provinzialdirektor Gräf und Bant Drachen. Danach ging es zur Stadt zurid Abend in der Boltshalle. die ganze Einwohnerschaft Gießens und ebung zur Boltshalle. Es mögen 4000 die dort den Worten des Dr. Edenet orache hielt Sc. Magnifizenz der Rettor Dr. Bürker. Dieselbe schloß mit einem Die hierdurch entstandene Huldigung für rst, als er das Rednerpult beschritten ige führte er u. a. aus: ,,.... ten bemühe ich mich die Mittel zu Geit Werk in Friedrichshafen zu erhalten. standen wird, daß es sich um den Luftlein dreht, denn das Bolt, das in der lle spielen will, muß auch führend sein n ist es notwendig hierfür einzutreten uns zu erhalten..." der Kapelle Topp wurde das Deuts Namen der Gießener Studentenschaft Scheel, die sich dann zu einem Fadelzug stellten und Dr. Edener nach seinem hüz" brachte. Eine riesige Menschen Dem Wege Huldigungen dar. Vor dem Aufstellung. Dr. Edener richtete noch die deutsche Jugend. Cand. jur. Jüngst men der Studentenschaft für seinen Be Iträger setzte sich nach dem Absingen des " nach dem Oswaldsgarten zu wieder de sich dann auflöste. Auch die ungeheure lich auf, sodaß nur wenige bis zur AbSchütz" blieben. Mit dem Nachtschnellzug terreise nach Berlin fort. ag in Gießen der deutschen Luftschiffahrt en reiche Unterstützung bringen. ge" nähert sich Alaska. ieren des Nordpols ist der Flug der en. Nach den neuesten Meldungen be Dereits in der Höhe von Alaska und im cine Landung noch am Donnerstag ere Mitteilungen über den Flug vom hen freilich noch aus. Aber gerade der erdient besonderes Interesse, da hier Getommen unerforscht sind. Ueber diese tungen anzustellen, sieht Amundsen als an. Er hat von der norwegischen ReSollmacht erhalten, neu entdecktes Land teren. alles Taggetriebe schlafen gegangen ift. Und besonders Frühs lingsnächte, wie fie uns schon unvergleichliche Apriltage beinahe in famten wohliger Maienlieblichkeit gebracht haben, sind voll heimlicher Stimmen. Auch der Städter, so sehr auch ihm die Frühlingswelt dermauert, verbaut und verpflastert ist, vernimmt diese Stimmen der Nacht. Auf der Heimkehr von spätem bis in die Nacht dauerndem Tagwert umfangen fie ihn mitten in der mitternächtlichen Stille der leeren Straßen, lispeln sie aus der berträumten Lauschigkeit aller Gassen. wischen Norwegen und Italien bereits espalme. Norwegen nimmt den Erfolg Der Flug ein norwegisches Unternehmen nitiative zurückzuführen sei, während daß das Hauptverdienst den italienischen schiffes und seinem italienischen Führer d zwar nur Zuschauer bei diesem Streit, , in diesem Falle die Ansprüche Italiens ertigt zu bezeichnen." var ständiger Gast in meinem Hause in Hundert Stimmen hat die Nacht; und ihr harmonischer Zufammentlang läßt sie dem Müben als eine feine, ferne, einschlär fernde Melodie erscheinen, die ihn einwiegt und nicht erwachen läßt, bis die Gonne mit den ersten Strahlen den Vogelgesang, das Spatzenfrühlingsgezwitscher wedt. Kein Miston ist in diesem Klingen und Singen der wie versonnen summenden Nachtftimmen, es sei denn, daß ihn der Mensch hineinbringt. Nicht jo sehr mit Autohupen und in den Kurven quietschenden Straßen bahnrädern, als vielmehr mit einer amufischen Unempfänglichteit seines eigenen Herzens. Da sind die Gruppen der Männer, die, durch die Boizeistunde erst zum Heimweg gemahnt, noch lange an der Ede stehenbleiben und ihre unvollendeten Stamm tischdebatten in weithin hörbarem Stimmengewirt fortführen. Da sind die jungen Leute, denen ein Ballvergnügen noch im Blute liegt, daß fie mit Jauchzern und Shimmyterten nachfeiernb die Stille der Nacht zerfingen, oft auch zerreißen, wenn die Mädchen mit beluftigtem Getreisch ihre jugendlichen Begleiter anterbrechen. Da dröhnt der straßenweit her vernehmbare Rhythmus patrouillierender Polizei, alles Gesindel und Diebs gelichter und nicht zuletzt die Störenfriede rechtzeitig warnend, mit Nagelstiefelgetrapp auf dem Pflaster. Doch aber verführt Der Zauber frühlingsnächtlicher Stimmungen mitunter auch einmal zu poefievollerem Beginnen. Heimkehrende Sangesbrüder tönnen sich nicht trennen, ohne mit Chorgesang den Frühling, die Liebe usw. zu feiern. Wofern sie nur schöner fingen als laut, wird man so ein nächtliches Ständchen nicht unbedingt als Störung empfinden. Aus der Stadtverordneten- Versammlung. Die am vergangenen Dienstag, den 11. Mai, stattgefundene Sigung der Stadtverordneten glich mitunter mehr einer Parteiversammlung. Es wurden der Voranschlag der Stadt Gießen für 1926 stand zur Beratung - - hinüber und herüber die ,, der= ,, Gießener Zeitung" rungen des Herrn Rechtsanwalts Homberger, denn in unserem Mietprozeß 1924 gegen die Mieterin in der Parterre- Wohnung, Südanlage 21( Frau Möller ist seit 1920 fast dauernd in der Schweiz), behauptete er( obgleich wir ihn zweimal aufgefordert hatten, unseren Betrieb sich anzusehen), daß wir genügend Plak hätten und die neu zur Aufstellung gekommene Adressier und Prägemaschine brauche nicht mehr Platz wie eine Nähmaschine. Eine solche Anlage, Herr Homberger, braucht 16 Om Raum. tehrte Stellung" der anderen Frattion tritisiert und das, unwürdig des Hauses, sogar in einem Fall recht beleidigend. Bei Bofition 45 b, betr. Wohnungsamt, Mieteinigungsamt und Instandsetzungsstelle wurde von der MittelstandsvereinigungsFraktion, unterstützt von der Deutschen Volkspartei und den Deutschnationalen und zum Teil von dem Zentrum und den Demokraten, ble Beseitigung dieser auch unseres Erachtens unproduktiven und unrentablen Aemter beantragt. Die Antragsteller ließen durch ihren Sprecher, Stadtv. Nicolaus, den Antrag recht sachlich und ruhig begründen. Was trat ein? Die Linksparteien gaben unsachliche Erwiderungen und deren Frattionsgenosse, Rechtsanwalt Homberger( Soz.) führte sogar wörtlich aus, daß ,, wenn das Wohnungsamt aufgehoben und der betz. Registrator bort weg fäme, die Stadt 6 solche Kerle wie die Herren Antragsteller brauche". Wir verstehen die Aufregung der dadurch getroffenen Stadtverordneten und das rich tige wäre gewesen, sie hätten den Saal verlassen. Wenn wir diesen Fall hier erwähnen, so geschieht es im Interesse unserer Stadt, daß man dort seine Worte so setzen soll, damit die Stadtverordnetenversammlung nicht an Ansehen verliert. Auffallend ist, daß es ebenfalls Herr Rechtsanwalt Homberger war, der in vorlegter Stadtverordneten sigung, betr. Verkehr auf dem Seltersweg, ein u. E. rechtswidriges Verlangen stellte. Wundern tun wir uns allerdings nicht über die leichtfertigen AeußeDie Deutschen Kampfspiele 1926. Sie werden köftlich exfeischt an warmen Tagen durch Dr. Oetker's Rote Grütze und Dr. Oetker's Götterspeise Olympia! Ein eigener Klang für uns Deutsche, denen wie feinem andern Volt sich die Welt des alten Hellas aus den Rätsel der Ruinen erschlossen hatte und doch haben wir bis Zwei vorzügliche, aromatische und nahrhafte Süßspeisen, die am besten mit VanilleMilchsoße aus Dr. Oetker's Vanille- Soßenpulver heute die Seele des griechischen Volkes nicht verstanden, da wir die Olympien die Feste aller Griechen nur als Einigungsund Wehrmittel ansprachen. Der große Gedanke des griechischen Lebens, der sich in den Spielen ausdrückte, war religiöser und ästhetischer Natur. In dem Kämpfer, dessen edelgeformter Körper im Mittelpunkt des weiten marmornen Stadions schimmerte, verehrten die Griechen jenes moralische Gesez in uns, das ebenso wie der gestirnte Himmel unser Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Erfurcht erfüllt". Ihnen war die Krone" der Schöpfung ein Abbild des Ueberirdischen, vor dem sie schweigend die Knie beugten Tempelweihe! ei uns auch das Weihnachtsfest- ein erungsrat aus Tokyo Hert K.. Nach er sehr schnell empor und wurde Prätionsbezirks Tokyo. Als solcher hat er Nun hat die japanische Regierung n ein Vortragswesen eingerichtet. An ten des Verkehrslebens werden vor ruppen von dienstfreien Beamten Vormöglichen Gebiete des Lebens, auch eligion. Herr A. hat nun unserem e über das Christentum übertragen in sbezirk. Auch in den Schulen, in denen usgebildet werden, redet Pfarrer Ataschi Pfarrer Akashi hat freie Fahrt in dem und kann nun in einem großen Kreis evangelifieren. Als ich mit Pfarrer Reisen machte, wurde er überall von zer Freude als„ Sensei"( Lehrer) be inladung hielt ich auch vor 500 Eisenag in Tokyo. So wirken sich in Japan iten aus, die man hier in der Heimat Bitte zum Schluß. urch das in Chriſtus uns geffentte Heil erettet werde. wir Chriſten, die wir dies Heil besigen, verwirklichen sollen, in seinem Auftrag ichtlich auf unserem Missionswerk in oet unter den Folgen der letzten zehn ne Opfer und dadurch, daß Sie bei vielen Opfer für unsere Mission bitten, daß Japan mit den nötigen Mitteln unter - - Dr. Oetker's Götter= speise in den Gefchmacksarten: Himbeer Erdbeer Johannisbeer Kirch u.Waldmeiffer aufgetragen werden. - In allen einschl. Geschäften nur in Original packungen mit der Schutzmarke ,, Oetker's Hellkopf" erhältlich. Verl. Sie ebendaselbst d. beliebt. Oetker- Rezeptbücher, wenn vergriff., portofrei von Dr. A. Oetker, Bielefeld. Dr. Oetker's Rote Grütze Vanille- Soße mit Straßensperrung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird hiermit die Schüßenstraße zwischen Rodheimerstraße und dem Grenzweg Krofdorferstraße von Samstag, den 8. Mai 1926 ab bis auf weiteres für jeglichen Verkehr gesperrt. Nr. 20. bandstag Hessisch- Nassauischer Gabelsberger Stenographen abge halten. Sonntag, vormittags 9 Uhr, ist in den Räumen der Hochschule das Verbandswettschreiben mit besonderer Abteilung für Schüler. Es wird je ein Fünfminutendiktat gegeben in den Abteilungen von 80 Gilben an und je 20 Silben höher. Das Wettschreiben soll eine Kundgebung und ein Erfolg für die Reichskurzschrift werden. * Eine neue Brücke über den Main bei Rüsselsheim ist ge plant. Da mit einem lebhaften Autoverkehr über die Brücke zu rechnen sei, müsse eine Fahrbahn von 7-8 Metern vorgesehen werden, dazu käme beiderseitig Fußsteige von je 1,50 Meter. Die Kosten werden ohne Grunderwerb, und Bau von Anschlußstraßen auf dem rechten User durch die am Bau interessierten Kreise, Ge meinden, Provinzen, Länder und Industrieunternehmungen aufgebracht werden. * Die Einheitskurzschrift. In den Ländern Bayern und Braunschweig ist der Kurzschriftunterricht, der dort seit zwei Jahren Pflichtfach war, von Ostern 1926 ab wieder unter die Wahlfächer eingereiht worden. Diese Maßnahme war notwendig, um es zu ermöglichen, im ganzen Deutschen Reiche nach dem Vorbilde Preußens die 30- Stundenwoche einheitlich durchzuführen. Es ist bedauerlich, daß gerade ein für das praktische Leben so wichtig Fach wie die Kurzschrift dieser Beschränkung des Pflichtstundenplanes zum Opfer gefallen ist, zumal in einem Zeitpunkte, wo die ersten, überaus günstigen Erfolge mit dem pflichtigen Unterricht in der Einheitskurzschrift bekannt gewor den sind. Der Vertreter der bayerischen Regierung, Ministerialrat Dr. Bauerschmidt, hat im Landtage erklärt, daß die Einheitsturzschrift nach den bisherigen Mitteilungen und den eige nen Erfahrungen sich durchaus bewährt habe und wesentlichst leichter zu erlernen sei als das frühere System. So wird auch immer noch das deutsche Olympia verkannt. Der Deutsche Reichsausschuß für Leibesübungen bezwedt, die Vorbereitung der Leibesübungen und die Vervolltommnung ihrer Ausführungsform zu fördern und durch Veran= staltung vaterl. Kampfspiele von 4 zu 4 Jahren der Entwicklung ein wiederkehrendes Ziel zu setzen", so lauten die Sagungen des Reichsausschusses. Nicht nur eine Entwicklung zu körperlicher Erstarfung sollen uns die Kampfspiele bringen, nicht nur ein Sportfest in größeren Ausmaßen soll uns der nächste Sommer zeigen, wie so viele es denken. Nein! Ein Volksfest, ein deutsches Fest müssen uns die Tage im Juli 1926[ ein. Das ganze deutsche Wesen soll sich in ihnen widerspiegeln. Schaffen und Denken, Kunst und Wissenschaft sollen die Pfeiler jenes Weiheplatzes sein, in dessen Mittelpunkt der Mensch steht. Darum ruft der Deutsche Reichsausschuß und die Stadt Köln zu den 2. Deutschen Kampfspielen auf: alles was sich zum Deutschtum bekennt und fest zur Heimat hält. Am Eröffnungstage foll der Bannerwald aus deutschen Landen, aus aller Welt, ein machtvolles Zeugnis für den Zusammenhalt und die Stärke unjeres Volkstums geben. Wie einst im alten Griechenland soll auch bei uns der Götterfriede herrschen, aller Streit und Hader ruhen, und wir alle sollen versuchen, uns die Hand zu reichen Leichtere Einreisemöglichkeit nach Dänemark. Zwischen der deutschen und der dänischen Regierung ist die gegenseitige Auf hebung des Sichtvermerkszwanges mit Wirkung vom 20. Mai 1926 vereinbart worden. Von diesem Zeitpunkt an fönnen Reichsangehörige das dänische Staatsgebiet über die amtliche zugelassenen Grenzübergangsstellen jederzeit lediglich auf Grund eines gültigen Heimatpasses ohne Sichtvermert betteten und verlassen. Für Kinder unter 15 Jahren genügt an Stelle eines Passes ein amtlicher Ausweis über Namen, Alter und Staatss angehörigkeit und Wohnsitz oder dauernder Aufenthalt. Der Kinderausweis muß bei Kindern über 10 Jahre mit einem Lichtbild versehen sein. Mit Rücksicht auf die gegenwärtige start gespannte Lage des Arbeitsmarktes der beiden Länder ist vorgesehen, daß Angehörige des einen Staates, die im Gebiete des anderen Staates eine Stellung antreten wollen, mit einer vor der Einreise bei der zuständigen Auslandsvertretung des Ziel landes zu beschaffenden Bewilligung zum Stellenantritt aus gestattet sein müssen. Die für Sammelpässe nach wie vor er forderlichen Sichtvermerke werden gebührenfrei erteilt. * Neuer Bauschäger. Infolge Ablebens des Oberbausekretärs i. R. Heinrich Listmann zu Hungen ist die Stelle eines Hilfsbauschäzers für die Gemarkungen Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Hungen, Inheiden, Langsdorf, Muschenheim, Obbornhofen, Trais- Horloff, Utphe, Langd, Nonnenroth, Rabertshausen, Rodheim a. d. Horloff, Röthges, Steinheim und Villingen frei geworden. Zum Nachfolger des Verstorbenen hat die Hessische Brandversicherungskammer den Zimmermeister Friedrich Wilhelm Müller zu Hungen ernannt und verpflichtet. * Am 10. und 11. Juli ds. Js. wird in Darmstadt der Ber und einig zu sein, wie einst auf dem Rütli. Die Feste aber von vier zu vier Jahren sollen der Pulsschlag sein, in dem sich unser Leben regt und der mit Kraft eine Welle gesunden frischen Blutes in alle deutsche Welt hinausfluten läßt und unsere Kultur immer wieder zu neuem Blühen und Gedeihen erweckt. Die Zukunft aber ist die Jugend eines Voltes. Unserer Jugend sollen die Spiele eine Mahnung sein zur Ehrfurcht vor den Ahnen, vor Dem, was deutsche Kraft geschaffen hat, ein Nachsporn zum Nacheifern. Den Aelteren aber soll sich die Bedeutung der Jugend als unser wertvollster Besitz offenbaren, als Träger unserer Hoffnungen, die unser Volk mit zu höherer Blüte führen soll, als wir es selber vermochten. Alle Fährnisse, die sich noch unserem Volt entgegenstellen, allen Lasten, die uns aufgebürdet sind, müssen wir ,, Und dennoch zurufen. Die Spiele müssen uns eine Feierstunde, in der wir mit Freude und auch mit Wehmut auf die Vergangenheit zurüdbliden, eine Atempause sein, um uns zu der gewaltigen Arbeit neue Kraft und neuen Mut zu sammeln. Hoste. # Zum Rhein Aus Nah und Fern. Offenbach a. M. Am 10. Mai vollende Schulrat i. R. Hein rich Scherer, hier, einer der bekanntesten Vorkämpfer für Schule und Lehrerstand, sein 75. Lebensjahr. Als einer der allerersten hat er den Handfertigkeitsunterricht im öffentlichen Unterricht gefordert und seit Jahrzehnten vertritt er den fimultanenen Religionsunterricht. Scherer war Schulinspektor in Worms, später Kreisschulrat in Büdingen und Offenbach. Darmstadt. Die diesjährige SuperintendenturKonferenz der Geistlichen der Provinz Starkenburg fand am 28. April im großen Saale des Landeskirchenamtes statt. Sie war überfüllt besucht. Eröffnet wurde die Tagung mit Gesang von ,, Komm, heiliger Geist". Schriftlesung und Gebet hatte Detan Keil- Spachbrüden. In seiner Begrüßung und einleitenden Ansprache richtete der Superintendent der Provinz, Geheimrat D. Dr. Flöring, ernste Worte der Mahnung und der Aufmunterung an die Geistlichen, zugleich der Heimgegangenen des letzten Jahres gedenkend. Den Vortrag hatte der Prälat der Landeskirche, D. Dr. Diehl, übernommen. Der Kenner der Hessischen Kirchengeschichte sprach in 14stündigem Vortrag über ,, Die Reformation in Hessen". rufen uns die Deutschen Kampfspiele 1926. Der erste Trommelwirbel den die Blätter künden, schallt durch die Lande und ruft alle, die die deutsche Zunge sprechen, in die Stadt des heiligen Domes. Ueber die Landesgrenzen hinaus tönt der Ruf: Wachet auf rüftet zum großen Treffen in Köln am Rhein! Die Deutschen feiern ein großes Fest. Nach Jahren bitteren Leids, in denen rheinische Treue sich im hellsten Glanze zeigte, darf man ein Fest feiern, das der Jugend und dem Volke ge hört. Und so mögen sie in hellen Scharen zu uns fommen, die Söhne aller Stämme, die der deutschen Sprache mächtig. ganze Deutschland soll es sein.-, 3um Rhein, zum Rhein, zum deutschen Rhein, wir alle wollen Hüter sein!" Einstmals das Feldgeschrei, soll es heute der Ausdrud der Freude und des Grußes sein. Wir hoffen zuversichtlich am freien Strom- freie deutsche Jünglinge und Männer um die Siegespalme fämpfen zu sehen. Um das Schicksal des Rheines und unserer Stad: wurde hart gerungen. Die Würfel im Spiel der Diplomaten - Das find gefallen. Wenn diese Blätter in das herbstliche Land hinMichelstadt i. Odw. Für Pfingst- Samstag, Sonntag und -Montag sind in diesem Jahre erstmalig wieder Beleuchtungen des Rathauses in Aussicht genommen. Die Organisation, darun ter auch die Quartierbeschaffung, liegt in den Händen des Ver fehrsvereins. Neue Bücher. Für Sommerwetter und Sonnenschein, für Ausflug und Ferienreise eine neue Bluse! Jm Modeverlag Otto Beper in Leipzig erschien soeben: Beyers Blusenheft. 60 entzückende Modelle aus Seide, Wolle- und Waschstoffen. Schnittbogen füz 12 Modelle liegt bei. Preis Mt. 1,20 überall zu haben. Berantwortlich: Christian klein in Gießen. ausflattern, dürfen wir aufatmend sagen: Rheinisches Land wird frei! Dann möge das hohe Lied der Treue erflingen. Brüber tommt zu uns, wir wollen gemeinsam ein Fest begehen, von bem ein Sohn unserer Heimat im Gebet erfleht:„ O Herr des Himmels sieh' es ein laß Deutsche wieder Deutsche sein!" - Von der Reichshauptstadt nahmen die Deutschen Kampfspiele ihren Ausgang. Im Gegensatz zu den olympischen Spielen ber Hellenen, die in Athen alle vier Jahre ihre Spiele wiederholten, finden dieselben in Deutschland an immer wieder wechselnden Plägen ihre Austragung. Das alte hillige Köln rüstet für die Deutschen Kampfspiele und hat umfassende Vorkehrungen getroffen. Ihr einzigartiges Stadion ist das Kampffeld der Mehr zahl der Wettkämpfe. Auf dem Rheinstrom, der von einer mehr als tausendjährigen Tradition fündet, finden die wassersportlichen Kämpfe statt. Alle Vorbedingungen für das Fest aller Deutschen" sind somit gegeben. Hoch über das Stadtbild ragt der Dom als Künder deutscher Einigkeit und Freiheit, als Stätte des Friedens. So mögen die Deutschen Kampfspiele im Zeichen des wahren Friedens vor sich gehen. Weithin in die Lande ez schalle daher der Ruf: Kommt zu den Deutschen Kampfspielen nach Köln am Rhein! Möge der Ruf ein weittönendes Echo finden in den Herzen derer, die deutsch fühlen und denken. J. G. 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Gi Erscheint: Bezugspreis 40 Pfg. mo Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- sendung nicht verlangter Manu Zum Bfin Hingstgloden läuten wieder Naien der Erde; sie hallen über und Tal, über Städte und Dörfer tünden den Menschen von jenem schwebt als Zeit- und Mensche will er wieder durch die Welt br der einst die dunkle Nacht durch raum lag, dieser Geist, der den und über dem Chaos schwebte, der ersten Pfingsttage der Christenhe all en Welten wirft und über aller Der Frühling war sein Herol Jahr der ewige Schöpfergeift. Ge Erde so bräutlich schmüdte, wie er aus Schneeball und Fliederstraud uns( prigt! Aber es ist, als ob bei den M dufen Erdengeist gewichen wäre. T die Völker zermürbt und gebeugt leine Ruhe finden können. Gin f genügt, die Menschheit vernünftig feres Landes tobt der Bruderkam land stehen immer noch feindselig man geht über den Erdball, will d stummen. Und doch sehnen sich so nach Menschenwürde und Mensche wieder an den guten alten Geist, einen höheren Geist, an Gottes Pfingsten ist wieder da. Es l Maiensonntag. Fromme Beter w Dom ewigen Gott einen Funken sei er das heilige Feuer wieder ent Pfingsttage. Damit neue Liebe a hineinleuchte, damit endlich wi Christentum und Menschenwürde Pfingstglocken durchläuten erl und Wolken scheint dost die Son um Rosen. Deutsches Volk, Völ des Geistes! - Und ist auch der sonnige Laßt Mut und Gedlud n Einmütig wie einstmals Bleibt fröhlich in gläub Die Amerikaner über Hind Das Newyorker Blatt ,, Leitartikel mit der Ueberschri die Ergebnisse seit der Wahl jährigen düsteren Prophezeih heutige Stabilität Deutschlan der Staatsform und dem C zuschreiben, dem warme Aner loyale Pflichterfüllung. Das falls praktischen Sinn, was vielversprechend sei. Die Ha Hindenburgs sei jedoch, daß und Pazifismus durch die v Alliierten gestärkt worden sei Beschwerden wegen der Krieg Stellung zwischen den gerüste Oftgrenze und wegen des Kol ter Behandlung jedoch und m Völkerfamilie eingeräumt sei, für den deutschen Republikan Parlamentarije Reichstagspräsident Lo des Reichstages in seiner let zur Reform der Parlamen hat, erklärte, daß die Bera allmählich eine Form angen jehen des Reichstages auf di müßte. Bereits jetzt sei ei verhandlungen des Reichstag um 6 Uhr enden, also nur 4 diese beschränkte Zeit eine n heit aller Abgeordneten zu Fraktion drei Einpeitscher be Anwesenheit der Abgeordnet der sozialdemokratischen Fra bereits getroffen. Das Verb joll schärfer als bisher gehand folge der Redner soll nicht Größe der Fraktion bestimm eine tontradiktatorische Art werden, so daß immer ein gegen den zur Diskussion ste Redezeit bei minderwichtige als bisher eingeschränkt wer zeit soll nur für die große und für grundsägliche Frag jollen die größeren und flein Redezeiten erhalten. Endlic werden, ob nicht wie im eng