Nr. 10. ahlung noch nicht festgestellt ist, Anwendung. vom Arbeitslohn. arbeiter. Erlaß des Reichsministers der Fi mir verschiedentlich Klage darüber er Arbeitgeber den Arbeitnehmern, Steuerabzug nicht die vollen ihnen lungszeitraum zustehenden Ermät daß nur die Ermäßigungen be uf die tatsächliche Beschäftigungs also bei einem Arbeitnehmer, der Freitags in einer Fabrik arbeitet, Tage. Auch die Finanzämter jolStandpunkt stehen. Eine solche derspricht auch dem§ 8 der Dur en Steuerabzug vom Arbeitsloh rzarbeit die im Gesez für den e um vorgesehenen steuerfreien Se i außer Ansatz zu lassen, wenn der 1 des Lohnzahlungszeitraums ohne n bezogen hat. Es sind deshalb r, der im Wochenlohn steht, aber in m wegen Betriebseinschränkung nu beitet wird, die Wochenbeiträge des der Familienermäßigungen gutzudrei Tagesermäßigungen zu berüdnem Arbeitnehmer, der im Wochen: lich, aber wegen Betriebseinschrän age arbeitet, die vollen Wochenbe undenbeträge, gutzubringen. mter und in geeigneter Form auch Kenntnis zu setzen, wobei ein Hineigt erscheint, daß bei nicht voller betreffenden Lohnzahlungszeitraum em Arbeitnehmer ein Erstattungs tellung einer Verdienstbescheinigung ndig macht und so die Betriebe bestian Klein in Gießen. our flink ift tot Kout Ehrco Duernoist übera Ehrco die neue unübertreffliche ckenentfernunge Pasta in der Tube. en Schleim Zucker Felt Celfarben Obst, Tintenstift, Rotvenfleden e Mauser fowie arabellumpistolen Munition ta uft fend, zu staunenderregenden Preisen tann Becker, Gießen, Kaiser- Allee 1011. 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Wenn es auf Ostern geht, sind besonders ernste Tage im Kirchenjahr. Es ist die Passionszeit. Was der Mann von Nazareth hat leiden müssen, das soll dem Christenvolke in diesen Tagen und Wochen besonders deutlich zum Bewußtsein tommen. Wie der große und selbstlose Helfer zum Dorngekrönten wurde, wie ihn Undank und Understand verfolgte, wie er dennoch unermüdlich seinen Heilandsweg gegangen ist und wie er auf Golgatha als ein Sterbender doch der erhabene Sieger blieb, das hat auch heute noch für jeden ernsten Menschen etwas Ehrwürdiges und Ergreifendes. Für die christliche Kirche aber bedeutet es den undergänglichen und heiligsten Mittelpunkt des Glaubens. Darum laßt uns versuchen", so heißt es in der tief ernsten Ansprache, die jüngst ein Landesbischof an alle Gemeinden der Landeskirche ergehen ließ, die Menschen aus ihren Interessen und Fragen heraus zum Kreuz zu rufen und um das Kreuz zu sammeln. Das Kreuz ist neutestamentlich verstanden, die Stätte, da man zusammenkommt." Man wird ein solches Wort um so dankbarer begrüßen, als es in eine besonders schwere Zeit hineinleuchtet, eine Zeit, wo neben vielen äußeren Nöten auch eine große Weltanschauungsnot zu schaffen macht. Christlicher Passionsglaube will das Leid nicht einfach beiseite schieben, aber er nimmt ihm die schicsalhafte Trostlosigkeit, er stellt es vielmehr eben in das sieghafte Licht des Kreuzes, und so fann hier sogar von einem Leidsegen die Rede sein. Die Leidenszeit des deutschen Volkes und damit im Zusammenhange die vielen alles ist Plagen und kümmernisse ungezählter Einzelner, dennoch nicht bloß zum Verzweifeln, wenn über allem Wirrsal klärend und erlösend jenes Golgatha- Kreuz sich erhebt, das dem innersten Menschen Halt und Frieden geben möchte. Wochenschau. In ganz Europa richtet man einheitlich die Augen nach Genf. Die gemeinsame Frage ist: ,, Was wird dort geschehen?" Der wadelige Völkerbund soll durch den Eintritt Deutschlands gestützt werden. Aber noch weiß man nicht, ob diese Stützung überhaupt möglich ist. Ja, wenn Treu und Glauben die Grundlagen der europäischen Politik wären, dann ging alles glatt. So aber ist die Politik der führenden Staaten ein fortgesettes Ränkespiel. Der englische Außenminister Chamberlain hat Briand im Geheimen versprochen, in Genf dafür einzutreten, daß, wenn Deutschland einen Ratssig erhält, ein solcher auch Polen eingeräumt werden solle. Darüber ist nun im englischen Kabinett eine große Unstimmigkeit entstanden. Die meisten Minister sind gegen Chamberlain, wünschen, daß er seine Stellungnahme in Genf vom Ministerium vorgeschrieben bekommt, und sollen auch Demissionsschreiben eingereicht haben. ist also auch das englische Kabinett wadelig geworden. In der öffentlichen Meinung in England, soweit man diese aus den Presseäußerungen feststellen kann, ist über die Haltung Chamberlains Unruhe, ja Bestürzung eingetreten. In schärfster Form greift ,, Manchester Guardian" die Politit Chamberlains an. Das Blatt schreibt 1. a.: ,, Chamberlains Birmingham- Rede kann sich als die schädlichste in ihren Wirkungen auf den Völkerbund und als die gefährlichste in ihren Wirkungen auf die europäischen Beziehungen erweisen, die bisher irgendein englischer Politiker seit Schaffung des Völkerbundes ge= halten hat. Chamberlain steht in England fast allein mit seiner Bereitschaft die Türen des Völkerbundes der französischen Intrige zu öffnen. Wenn einmal ein Land mit sowenig Anspruch auf Rücksicht von seiten des Völterbundes wie Polen für die besondere Würde einer Ratsmacht ausersehen wird, so können daraus Folgen entstehen, die weder Großbritannien noch irgendein anderer Staat in der Lage sein wird, aufzuhalten. Der Rat des Völkerbundes würde dann den Geist von Versailles und nicht den des Völkerbundes verkörpern. Der Völkerbund wird zugrunde gehen, wenn flar erwiesen ist, daß seine Beschlüsse käuflich sind. Amerika wird darüber spotten, und ein neuer Keil wird zwischen Groß britannien und die Dominios getrieben werden, die in dieser Frage nicht die sentimentale Schwäche Chamber lains für Frankreich teilen würden. Auch die ,, Times" bezeichnet die Haltung Chamberlains als besorgniserregend. Das Blatt veröffentlicht einen von sechs konservativen Parlamentsmitgliedern unterzeichneten Brief, worin es heißt: Die Einberufung einer Sondersitzung im März mit dem ausgesprochenen Zweck der Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund bietet keine Rechtfertigung dafür, über diese andere vitale Streitfrage eine hastige Entscheidung zu erzwingen. Die Unterzeichner richten daher an die Regierung das Ersuchen, eine unzweideutige ErDrud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postshedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. flärung abzugeben, dahingehend, daß sie unbeschadet der Haltung, die sie gegebenenfalls im September einneh men wird, jedem Vorschlag auf Abänderung der Zusammensetzung des Völkerbundsrats im März wider sprechen wird, abgesehen natürlich von der Wahl Deutschlands zum ständigen Mitglied. Von einer geheimen Verpflichtung Chamberlains gegenüber Briand spricht der diplomatische Korrespondent des ,, Daily Chronicle", des Lloyd- George- Blattes. Er schreibt: ,, Bestürzung ist das einzig passende Wort, um die Empfindungen der Mitglieder aller Parteten über die diplomatischen Manöver in der Frage des Völkerbunds= rats, an denen Chamberlain sich beteiligt hat, auszudrücken. Chamberlain habe, wie erzählt wird, am Mittwoch das Kabinett durch Mitteilung von einer geheimen Verpflichtung gegenüber Briand überrascht, und diese Verpflichtung habe sich auf die Gewährung eines ständigen Sizes an Spanien und eines nichtständigen Sitzes an Polen bezogen. Der Berichterstatter fragt, ob Polen als Lohn für die viermalige Verhöhnung des Völkerbundsrats einen Ratssitz erhalten solle.: Was werden nun unsere Reichsminister den BriandChamberlainischen Ränken gegenüber tun? Darüber belehrt uns die Rede unseres Reichskanzlers Dr. Luther, welche er am 2. März im Hamburger Rathause gelegentlich seines Besuches in Hamburg gehalten hat. Nachdem er die außenpolitische Entwicklung des Reiches dargestellt und versichert hatte, daß trotz der innerpolitischen Schwierigkeiten die außenpolitische Linie der Regierung flar und gradlinig geblieben sei, fam er auf den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund zu sprechen. Darüber führte er aus: " Worauf es für die praktische Politik ankommt, ist allein dieses: Jeder Schritt, den wir tun, muß uns weiier nach oben führen. Heute will ich versuchen, meinen Zuhörern nahezubringen, daß auch Locarno nur ein Schritt auf dem Wege der allgemeinen Politik eines wirklichen Friedens ist, allerdings ein Schritt von ganz besonderer Bedeutung. Nun wissen Sie, meine Herren, daß der Locarnopatt erst wirksam wird durch den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund. Die Reichsregierung hat deshalb den Aufnahmeantrag gestellt, nachdem der deutsche Anspruch auf Räumung der ersten Rheinlandzone endlich erfüllt war. Zunächst muß ich leider einen Umstand erwähnen, der alsbald nach der Absendung unseres Eintrittsgesuches hervorgetreten ist, und der das ganze Werk von Locarno zu zerstören droht. Sie alle wissen, worum es sich handelt, da die deutsche Oeffentlichkeit auf das tiefste von der Frage erregt worden ist. Bei allen Erörterungen über den Eintritt Deutschlands in den Völterbund war es für uns ganz selbstverständlich, daß vor unserem Eintritt irgendwelche bedeutungsvollen Aenderungen innerhalb des Völkerbundes nicht mehr vorgenommen werden konnten. Auch als die Vertragspartner die Verbindung zwischen Sicherheitspakt und unserem Eintritt in den Völkerbund anregten, ist keinerlei Anregung erfolgt, aus der etwas anderes entnommen werden konnte. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Bfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Rates oder in der Organisation des Völkerbundes würde Deutschland in eine völlig unmögliche Lage bringen.". Ebenso selbstverständlich war von vornherein, daß der Eintritt Deutschlands nur dann erfolgen kann, wenn wir einen ständigen Sitz im Völkerbundsrat erhalten. Dies ist von allen beteiligten Regierungen auch anerkannt worden. Mit diesem Stand der Dinge ist es unvereinbar, wenn die Einräumung des ständigen Ratssizes an Deutschland mit einer weiteren Aenderung in der Zusammensetzung des Rats verbunden würde. Wer auf Grund bestimmter Abreden seine Aufnahme in eine Organisation beantragt, darf erwarten, diese Organisation bei seinem Eintritt in unveränderter Gestalt vorzufinden. Es ist neuerdings gesagt worden, daß die Erweiterung des Rates ein längst in Aussicht genommener Plan sei, zu dessen Verwirklichung der deutsche Antrag jetzt die passende Gelegenheit biete. Wäre dem so, dann wäre doch wohl das Gegebene gewesen, die deutsche Regierung bei den Verhandlungen des letzten Jahres hiervon zu verständigen. Mir ist auch nicht bekannt, daß die jetzi erörterten Veränderungen jemals auf der Tagesordnung der Bundesversammlung oder des Rates, zum Beispiel im September oder Dezember 1925, gestanden hätten. Wir haben von derartigen Absichten erst Kenntnis erhalten durch die Presseerörterungen, die unmittelbar nach Absendung unseres Völkerbundantrages einsetzten. Von gleichem Schwergewicht aber ist für uns folgende Erwägung: Jede Meinungsäußerung über etwaige Veränderungen in der Zusammenlegung des Nach diesen Ausführungen dürfen wir wohl von unserem Reichskanzler erwarten, daß die deutsche Abordnung sofort Genf verlassen wird, wenn man dort Ränke spinnen will. Aber die Frage der Ratssitze ist es nicht allein, was Deutschland beunruhigen kann. Es ist vielmehr noch eine Ueberraschung für die deutsche Abordnung in der Tagesordnung vorgesehen. Der erste Punkt der Tagesordnung in Genf beschäftigt sich mit der Ernennung des Vorsitzenden und der Mitglieder der Saarregierungstommission und mit Angelegenheiten, die sich auf die örtliche Gendarmerie, die französischen Truppen und die Volksabstimmung im Saargebiet beziehen. Da Deutschland schwerlich seinen Ratssitz vor dem 2. oder 3. Verhandlungstag einnehmen werde, fragt man sich, ob, falls die Reihenfolge der Tagesordnung innegehalten werden, Deutschland dadurch nicht von der Erörterung eines Problems ausgeschlossen werden solle, das in ganz Deutschland als von vitaler Bedeutung angesehen wird. Wo man hinschaut, nichts als Ränke und Hintergehungen Deutschlands. Das alles läßt uns bis jetzt noch keine Freude am Völkerbund gewinnen. Aus Bernkastel an der Mosel wird von einem Winzeraufstand berichtet. Für Donnerstag, den 26. Februar, war von seiten der Zentrumspartei eine Winzerversammlung angesetzt. Aber ungefähr 1000 junge Leute fanden es lustiger, unter Vorantragen einer schwarzen Fahne, sämtliche Fensterscheiben des Finanzamts einzuwerfen, Akten zu verbrennen und dergl. Zeitvertreib sich zu suchen. Gleiches verübten sie bei der Finanzkasse und dem Zollamt. Früher wurde solches nur unter der roten Fahne vollbracht, heute also auch unter der schwarzen. Obwohl die Steuern jetzt billiger werden, nachdem soviel zerstört wurde? Das werden sich die Winzer in Bernkastel wohl später gefragt haben. Sonntag, den 28. Februar, wurde der deutsche Voltstrauertag begangen. Er war durchgängig ein Gedenktag an die Gefallenen des Weltkrieges. Ich schweige von denen, die den Tag zur Parteipropaganda mißbraucht haben. Jn Berlin fand im Reichstag, nachmittags um 12 Uhr, eine vom Volksbund ,, Deutsche Kriegsgräberfürsorge veranstaltete Gedenkfeier statt, zu der Reichspräsident von Hindenburg, Reichskanzler Dr. Luther, Reichsaußenminister Dr. Stresemann und zahlreiche Vertreter der Reichs-, Staats- und Stadtbehörden erschienen waren. Die Gedenkrede hielt der Präsident des Volksbundes, Pfarrer Siems. Vielleicht haben manche Leser mit Hilfe des Rundfunks die sehr eindrucksvolle Feier mitangehört. Von den Toten gilt es nun wieder aufzuschauen_zu den Lebendigen. Die schönste Ehrung für unsere Gefallenen ist helfen mit allen Gaben, allem Fleiß, aller Ueberlegung das wieder aufzubauen, wofür diese Helden gestorben sind. Die Kosten der Wohnungszwangswirtschaft betragen jährlich 2 000 000 000,- Mart! Der Reichstagsabgeordnete Lude hat sich der Mühe unterzogen, die Kosten der Wohnungszwangswirtschaft und ihrer Nebenerscheinungen zu berechnen. Er fommt dabei zu dem Ergebnis, daß rund zwei Milliarden Reichsmart jährlich unproduktiv verausgabt werden, während man sich auf der anderen Seite mit dem Gedanken trägt, durch eine Auslandsanleihe in Höhe Don 1½ Milliarden Mark die Kosten für den Bedarf an Wohnungsbauten im kommenden Baujahr aufzubringen. In den Wohnungsämtern sind nach seinen Erhebungen rund 30 600 Beamte, bei den Gerichten 19 800 Beamte nur mit Wohnungsangelegenheiten beschäftigt. Die mit dem Wohnungswesen zusammenhängenden Steuern und Abgaben beanspruchen zu ihrer Verwaltung einen Apparat von 8000 Steuerbeamten. So sind insgesamt 38 400 Menschen mit einem Durchschnittseinkommen von 4000 M für die Verwaltungsarbeit der Wohnungszwangswirtschaft nötig, die einen Aufwand von 233,6 Millionen Mart allein an Gehältern verursachen. Hinzu kommen die sachlichen Ausgaben, wie Büromieten und Handlungsunkosten, die eine Gumme von 100 Millionen Mark erfordern. Durch die 816 000 Prozesse wegen Wohnungszwiftigkeiten sind dem Reiche im vergangenen Jahre 122,4 Millionen Mart Unkosten entstanden, während die flagenden Parteien einen Arbeitsverdienstausfall erlitten haben, den Lude mit 90,82 Millionen Mart beziffert. Aus diesen Zahlen läßt sich unschwer ein Bild gewinnen, wie Diel Wohnungen man mit den Mitteln hätte herstellen tönnen, die für die Aufrechterhaltung der Wohnungszwangswirtschaft Derausgabt wurden. Sonnabend, den 13. März 1926. Eine Insel im südlichen Atlantischen Ozean versunken. Kapstadt, 11. März Das deutsche Bermessungsschiff ,, Meteor", das aus dem südlichen Atlantischen Ozean zurüdgelehrt ist, berichtet, daß die Jnjel Thompson, 80 Meilen nordwestlich der Insel Boujet, vollständig verschwunden sei. Absturz eines amerikanischen Militärluftschiffs. Aus Newport News( Virginia) wird berichtet: Das amerikanische Militärluftschiff TA 5 stürzte infolge Entweichens von Gas auf das Meer hinab. Das Luftschiff, das 200 000 Kubiffuz Gasinhalt hat, schwamm nach dem Absturze leicht auf dem Wasser. Die Bejagung wurde von einem Regierungsfutter in Sicherheit gebracht, der dann das beschädigte Luftschiff nach Fort Monroe schleppte. Das Reichs- Ehrenmal. Der Herr Reichspräsident empfing am 12. Februar in Gegenwart des Herrn Reichsministers des Innern, Dr. Külz. als Vertreter der Berbände ehemaliger Frontsoldaten, die Herren Generaloberst v. Heeringen, 1. Präsident des Kyffhäuserbundes, Seldte, Führer des Stahlhelms, Oberpräsident Hörfing, Borsitzender des Reichsbanners und Löwenstein, Vorsitzender des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten. jowie ferner als Bertreter der Bereinigten Baterländischen Berbände Generalleutnant von Cramon, zur gemeinsamen Besprechung der Frage des Ehrenmals für die gefallenen deutschen Krieger. Die vier Berbände hatten in einer gemeinsamen Zuschrift dem Herrn Reichspräsidenten, als dem Führer aller Deutschen im Weltfriege, mitgeteilt, daß sie sich trotz der Verschiedenheit der Weltanschauung, im Geiste der Kameradschaft auf den Vorschlag der Errichtung eines Ehrenhains geeinigt hätten, und den Herrn Reichspräsidenten gebeten, diesen ihren Wunsch zu unterstützen. In der Besprechung gaben nun die Vertreter der verschiedenen Verbände einmütig der Auffassung der Frontsoldaten dahin Ausdruck, daß sie in der Schaffung eines Ehrenhains im Herzen Deutschlands, südlich Weimar, die schönste und beste Ehrung unserer Gefallenen sehen, und daß diesem Plane der Vorzug zu geben sei vor dem anderen Projekte, die frühere( Schinkelsche) Hauptwache neben dem Zeughaus zu Berlin zu einer Gedächtniskapelle für die Toten auszugestalten. Der Herr Reichspräsident äußerte seine persönliche Auffassung dahin, daß der Gedanke des Ehrenhains wohl am meisten dem deutschen Empfinden entspräche. Da die Verbände der alten Goldaten in dieser Frage einig seien, würde er persönlich sich ihnen auch anschließen. Andererseits habe auch der Borschlag, die Schinkelsche Hauptwache als Ehrenmal auszuge stalten, viel für sich, da sie inmitten des Forums der preußischdeutschen Geschichte läge und sich daher sehr zur Erinnerungsstätte eigne. Bielleicht sei es aber möglich, beide Jdeen in irgendeiner Form miteinander zu verbinden. Der Herr Reichsminister des Innern Dr. Külz sprach sich in gleichem Sinne aus; er werde die beiden Projekte weiter bearbeiten lassen und baldmöglichst in enger Fühlune it den Verbänden wie auch mit dem Herrn Reichspräsidenten selbst zur Entscheidung igen. Die Vertreter der Verbände erklärten, daß sie keine Einwände dagegen erheben würden, wenn neben dem Ehrenhain Ba E Eckstein Cigaretten A M ,, Gießener Zeitung" in Thüringen auch die alte Hauptmache Unter den Linden in Berlin als Erinnerungs- oder Gedenkstätte an die Kriegsopfer ober die verlorenen Gebiete ausgestaltet würde. Tiroler Truglied. Gandwirt steh auf, ruf uns zu Hauf'! Retten das Land!! Austreib'n die Schand'!! Gloden tuet's schlag'n, Botschaft austrag'n; In d' Höh', in d' Weit'! Bald ist es Zeit! Weiber, nit schrei'n. Schaut, es mucß sein! ' s Landl braucht Ruah Mannder, greift's qua! Maderl, falt d' Hand': um ein guets End' Schid' nauf die Bitt'! Bub, du tummit mit! Herrgott da ob'n, dich woll'n wit lob'n, Herr, steh' uns bei, Herr, mach' uns frei! Distler. Große Steuerprotestversammlung in Gießen. Zu einer außerordentlich eindrudsbollen Steuerprotestlund gebung der wirtschaftlichen Berbände Hessens hatten fich Mittwoch nachmittag etwa 3000 Personen des Mittelstandes aus Stadt und Land in der großen Boltshalle verjammelt. Reben den Angehörigen des gewerblichen Mittelstandes, der Industrie, der Kaufmannschaft und der freien Berufe aus der Stadt, sah man große Scharen der Landbevölkerung aus dem Kreis und der angrenzenden Orte anderer oberhessischer Kreise. Landtagsabgeordneter Haury- Darmstadt( D. Vp.) besprach die drückende Steuernot in Hessen vom Standpunkt des Handwerks aus und forderte, daß die Regierung Hessens dieser Notlage entschieden und weitgehend Rechnung trage. Abg. Dr. Leuchtgens( Bauernbund) und Abg. Dingelden- Darmstadt( D. Vp.) besprachen die schlimme Wirtschafts- und Finanzlage des hessischen Staates und in der Mittelstandsbevölkerung Hessens weit angelegtem Rahmen, wobei sie in überzeugender Weise darlegte, daß die bisherige Finanz- und Steuerpolitik des hessischen Finanzministers besondere Schuld an dem furchtbaren Niedergang der allgemeinen Wirtschaftslage in Hessen habe. Auch diese Redner forderten entschieden Umkehr von den bisher befolgten Bahnen und den Beginn und die sorgfältige Einhaltung einer flug durchdachten Sparpolitik. Da die Erfüllung dieser Forderungen von der gegenwärtigen hessischen Regierung und der Regierungskoalition nicht zu erwarten ist, wollen die Parteien der Rechten und die wirtschaftlichen Verbände darnach streben, durch ein allge= meines Boltsbegehren und den Wolfsentscheid die Auflösung des gegenwärtigen Hessischen Landtags und die Vornahme von Neuwahlen herbeizuführen. Sämtliche Reden fanden begeisterte Zustimmung. Einige Störungsversuche von Angehörigen der der Linksparteien erlitten schon im Entstehen tläglichen Schiffbruch. In der fast einstimmig angenommenen nachstehenden Entschließung wurde von der riesenhaften Versammlung Protest gegen die hessische Finanz- und Steuerpolitik erhoben, die Regierung gewarnt, den bisherigen Weg weiterzugehen und schließlich der Regierung und der Landtagsmehrheit das Vertrauen abgesprochen. Entschliejung: ,, Viele tausend Vertreter des Mittelstandes aus Gießen und Umgebung, die heute nachmittag in der Volkshalle in Gießen zu einer Massenkundgebung zusammengekommen sind, ECKSTEIN& SOHNE DRESDEN Nr. 11. protestieren nachdrüdlichst gegen die falsche und verhängnisvolle Finanzpolitit in Hessen. Troy unerhörten Steuerdruds ist im hessischen Staatshaushalt heute ein ungebedtes Millionendefizit vorhanden. Die Gefahr einer Finanzkatastrophe und damit einer Staatstrise droht unmittelbar. Der Weg der Steuererhöhung kann in Hessen unter feinen Umständen weitergegangen werden. Neue Steuerlasten dürfen der gequälten Bevölkerung nicht zu= gemutet werden. Gegenwärtig erhebt der hessische Staat noch ein Vielfaches an Landessteuern gegenüber denen der Vorfriegszeit. Hinzu kommen die vielen andern Steuern. Heute gilt es, unverzüglich den Staat von Aufgaben und damit Ausgaben zu befreien, mit denen er sich seit der Revolu= tion unnötigerweise belastet hat. In letter Stunde erheben wir unsere warnende Stimme. Sollte man in Darmstadt die deutlichen Zeichen der Zeit mißachten, so machen wir für alle Folgen den demokratischen Finanzminister Henrich und die hinter ihm stehende, seither in Hessen regierende Roalition verantwortlich. Der gegenwärtigen Regierung, die für eine Finanzpolitik in Hessen verantwortlich ist, die die Existenz des Staates in Frage stellt und breiteste Bevölkerungsschichten zur Verzweiflung treibt, sowie der Regierungsmehrheit des Landtags sprechen wir jedes Vertrauen ab." Diese Entschließung wurde fast einstimmig gegen einige Angehörige der Linksparteien angenommen und darauf die Ver= jammlung geschlossen. Lokales. * Durch die 4. Verordnung des Reichsministers der Finan zen zur Ausführung des Gesetzes über die Ablösung öffentlicher Anleihen vom 20. Februar 1926( R. G. BI. 1 S. 108) ist die Frist für die Anmeldung der Markanleihen des Reiches zum Umtausch in die Anleiheablösungsschuld sowie die Frist für die Beantragung von Auslosungsrechten bis 31. März 1926 ver längert worden. Mit einer weiteren Verlängerung der Frist wird nicht zu rechnen sein. * Der außerordentliche Professor an der Universität Bonn Dr. Wilhelm Josef Jakob Schmidt in Bonn wurde mit Wirkung Dom 1. April 1926 an zum ordentlichen Professor für Zoologie und vergleichende Anatomie an unserer Landesuniversität ernannt. * Unter dem Verdacht des Mordes wurde die Ehefrau Margarete Menges von hier in Untersuchungshaft genommen. Der Frau wird vorgeworfen, ihr zwei Wochen altes Kind, weib lichen Geschlechts durch Schläge auf den Kopf und nachherige Erdrosselung vorsätzlich und mit Ueberlegung getötet zu haben. Die Sektion der Leiche hat zweifelsfrei ergeben, daß das Kind eines gewaltsamen Todes gestorben ist. * Reichstagung der Deutschen Konditoren. Der Deutsche Konditoren- Bund( Reichsverband selbständiger Konditoren) E. B. veranstaltet einen außerordentlichen Bundestag in den Tagen vom 7. bis 11. Juni zu Düsseldorf. Die Rhein und Gartenstadt Düsseldorf ist deswegen gewählt worden, weil dort vom 2. Mai bis zum Oktober die große deutsche Ausstellung Gesolei( Gesundheitspflege, soziale Fürsorge Leibesübung) gezeigt wird, und als ein Kulturereignis ersten Ranges zu be trachten ist. Das Zusammentreffen verschiedener starker AnGEGR. 1842 Deine Schakel 4 1. Das japanische Land. Es gibt wohl nur wenige Länder auf der Erde, die landschaftlich so schön sind wie Japan. Aus dem Meere ragen die mehr als 700 großen und kleinen Inseln, aus denen das Reich sich zusammensetzt, in bunter Vielgestaltigkeit empor. Breite Auen mit fruchtbaren Feldern liegen behaglich da, grüne Hügel und Berge zeigen bis hoch hinauf im Terassenbau die kleinen Landstücke mit Reis oder Gemüse oder Weizen, überragt und umbuscht von Wald und Gestrüpp, und mächtige Schneegipfel und kahle Bergriesen türmen sich bis in die Wolkenwelt. Japans höchster Schmuck und Stolz aber ist sein berühmter Fuji no- nama, der, ein unvergleichlich feingeformter Regel, ohne Vorberge 3 800 Meter wie ein überweltliches Ungetüm sich aufredt. Japan ist neben Schweden das waldreichste Land der Erde. 48 Prozent seiner Bodenfläche sind mit gutem Nutzwald bestellt, und weitere 25 Prozent mit waldähnlichem, niedrigem Buschwerk. So sind es fast alles grüne, schmude Inseln, aus denen das Reich besteht. Und bei der Fahrt durch die weiten Strecken des Hauptlandes, Hondo, wechseln immerfort grüne Berge mit tiefen, wasserdurchrauschten Tälern, in die sich die zierlichen Städte und Dörfer mit ihren puppenhaft kleinen und niedlichen Häusern anmutig einfügen, überragt von den schwe ren, hohen, geschweiften Dächern der Tempel und den vielgestuften, schlanken Tempeltürmen, den Pagoden. Japan führt als Fahne ein weißes Feld mit einer runden, roten Sonne und hat von den Chinesen, deren östlicher Nach bar es ist, den Namen erhalten:„ Das Land der aufgehenden Sonne". So nennt es sich heute noch mit Stolz Nippon" oder „ Nihon":„ Sonnen Aufgang". Und es hat fürwahr den Namen„ Sonnenland" verdient. Sieht man vom höchsten Norden, dem Hokkaido, ab, so scheint eigentlich das ganze Jahr hindurch die Sonne mit wundervoll wärmender Kraft. Ein mildes, weiches Klima nimmt selbst dem Winter soviel von seiner Rauheit, daß die Japaner ihn in ihren ungeheizten Häusern aus Holz und Papier gut ertragen. Im Frühling und dem beson= ders schönen Herbst herrscht angenehme europäische Sommer wärme, im heißesten Monat, im Juli, steigt die Mitteltempe ratur allerdings in Tofio auf 35,6, in Kyoto auf 37,2 und in Niigata gar auf 39,1 Grad Celsius. Da außerdem ein starker, warmer Meeresstrom, der Kuroschiwo, sich an der ganzen Ostküste Japans entlangzieht und Japan bei aller Sonnenhaftigkeit doch reichliche, gut verteilte Niederschläge hat, so kann sich in diesem Sonnenlande eine vielgestaltige, teilweise an die verschwenderische Fülle der Tropen erinnernde Vegetation entfalten, und spielend fast gedeihen seine Saaten, in jedem Jahr zwei Ernten auf jedem Feld. Bambus und Zedern, Palmen und Orangen, Reis und Tee, und Blumen die Menge, Kirschblüten( Sakura), Glŋzinien, Iris, Lilien, Azalien, Kamelien und Chrysanthemen schmücken fast überall die Hänge, Felder, Wege und Gärten in reicher Mannigfaltigkeit und Fülle. So könnte man denken: glückselig das Volt, das ein so pa radiesisches Land bewohnt! In Wirklichkeit aber gibt das Land seinen Bewohnern drei schwere, harte Rätsel auf. Zuerst ist da die dauernde Not der Erdbeben, der verheerenden Flutwellen infolge von Seebeben und der unheilvollen Stürme, der Taifune. Noch ist die Erinnerung frisch an das ungeheure Leid des Erdbebens vom 1. September 1923, dem zwei Drittel von Tokio und ganz Yokohama zum Opfer fielen und das 120 000 Menschenleben in den Tod riß. Auf das Jahr kommen in Japan durchschnittlich 1461 Erdbeben. Und nie kann man wissen, wie start eine solche Erschütterung wird, sowie welch Unheil sie im Gefolge hat. Am 15. Juni 1896 hat die Flutwelle von Kamaischi 7600 Häuser und 27 000 Menschenleben vernichtet und 785 000 Hektar Land verdorben, im Jahre 1703 hat die Flutwelle von Awa jogar 100 000 Menschen fort gespült. Unter der Wirkung der unheimlichen Wirbelstürme, der Taifune, entstehen vielfach die Riesenbrände in den Städten, wie am 16. März 1925 in Tokio auf einen Schlag 3 000 Häuser in Flammen aufgingen, wobei 1800 Menschen umtamen. Am 15. Juli 1914 hat ein Taifun 1900 Menschen getötet und ver wundet, 1013 Schiffe und Boote zum Untergehen gebracht, 1400 Häuser eingerissen, 10 000 überflutet und schwer beschädigt, 158 Hektar Reisland einfach fortgewaschen, 134 Brüden, daPfg. Zigarette runter 17 eiserne, zerstört, und 45 Straßen und Bahnlinien unterbrochen. Die zweite Not ist die, daß Japan arm ist an den Bodenschätzen, die jedes große Bolt heute so nötig zum Leben braucht, arm an Kohle und Eisen. Nur Kupfer und Schwefel sind reich lich vorhanden. Auch an Erdöl liefert das Land nur die Hälfte des Bedarfs. Daher erklärt sich Japans Drängen nach dem Besitz von Korea und nach der Erschließung der Mandschurei sowie sein Verlangen nach der friedlichen Ausnutzung der reichen Kohlen- und Eisenvorkommen in der chinesischen Provinz Schantung. Einen kleinen Ausgleich bildet die große Wasserkraft der Gebirgswässer, die auf 3,5 Millionen H. P.( Pferdefräfte) geschätzt wird und die bisher erst mit 200 000 H. P. ausgenutzt ist. Für seine große städtische Bevölkerung sind noch immer am aussichtsreichsten die Zweige der alten Gewerbe, die Seidenkultur, die Porzellanmanufaktur und die Lackwarenin dustrie. Es ist ein schwerer Wirtschaftskampf um seine allereinfachste Existenz, der dadurch dem Volte aufgezwungen ist, daß jein Land arm ist an Bodenschätzen. Sonnabend, ben 13. März ziehungsmittel wird dem Bunde auch in diesem Jahre wieder Ta Der Vorsitz liegt in den Händen Franz Funke- Kaiser- Düsseldorf. Uus Nab Bad Nauheim. Das milde hier verhältnismäßig zeitig begin vojen Leiden, Bronchitis, Rheur und Frauenleiden sowie anderen halten gerade diese Zeitspanne f pflichten leicht und angenehm materieller Hinsicht der Vorteil, bis zum 1. Mai sich sehr günstig bis einschließlich 14. März 20, ab ab 15. April 35 Mt. Diese Kur dauer von acht Wochen. Ab 1. M zahlen, jedoch besigen diese Kar Monaten, alſo bis einſchließlich Friedberg. Die hessische Ev unter dem Namen„ Friedberge hiefigen Polytechnikum eine von befugte Versammlung, in der ein Abschluß eines Kontordates mi wurde. Pfarrer Hochdahl- Derhein geren Ausführungen auf die Bede Schule ein, über die der Staat da der Lehrer seiner Gewissensfreihe der Weimarer Verfassung verbürg ergab, daß die„ Friedberger Ro Staatsschule und der christlichen G Helen seit nunmehr 50 Jahren f Mainz, 10. März. Eine ge lung der rheinischen Bauernschaft Schon lange vor der festgefekten überfüllt. Man schätzt die Teilneh Personen. Alle Vorträge mußten ungefähr 3000-4000 Personen n Borfizende der Vereinigten fr Gutsbesiker Mossel- Marienborn, Er warnte vor Tumulten und M große Kundgebung soll das Parlan Wünschen unterrichten, daß man drüden des Bedauerns über un schreitet. Ein Hohn auf die deuts die Reichsbahn ausländische Land als deutsche befördert. Ungerecht Bauern verarmen. Erlaß der E seitigung der zwangsweisen Cint Unordnung ist nicht durch uns Migwirtschaft des Staates. Es predigt, aber überflüssige Beamte Eine neue Gefahr ist das Gemein langen ein Wirtschaftsparlament Bingen. Bei der Kreistags als Kandidat der Freien Bauer rich Gehret II aus Groß- Winter der Separatistenzeit eine Rolle des Kreisausschusses, in dem er gerten sich aber, mit ihm zusam Amt niederlegen mußte. Für i Karl Schud- Appenheim eingetret Marburg. Den Nachforschun festzustellen, daß im Walde bei denen Dienstmädchen K. aller W und von dem Täter, um den V die Stellung einer Selbstmörde Täter kommt ein 21jähriger Lar bereits verhaftet wurde. Dies Volt tann also sein Ausbau einer großen Industrie. stehen für große Menschenmassen Amerita hat sich dagegen abgespe wie Holland den Japanern den Döllerten Rieseninseln Australien neo usw. Das ist für die Japa weil die südliche, die malaiische der sie in uralten Zeiten in find. Dieser ihr Ursprung im S nach Norden und nach Nordr Norden ihres eigenen Landes Norddeutschlands entspricht, ist frugtbaren Hokkaido mit 77 99 mur 2358 183 Menschen, währen chiu mit nur 35 656,90 Quadro leben. Go wohnen in der von ten Mandschurei heute nur 1835 der Kälte mehr gewachsene und bildet überdies im ganzen Nord für die Japaner eine fast unübe Ansiedlung. Nach Chosen( Kore ausgewandert, die unter 17 Mi auf Formosa leben rund 380 000 noch wilden Eingeborenen. Aber auch die industrielle G feinem günstigen Stern. Der S Europas und Ameritas ausgei ungejunde Blüte entwidelt. tommen. Die Konkurrenz der Die dritte Not ist die, daß das Land nur 11 Prozent seines Areals an aderbaufähigem Boden hat. Wäre es nicht möglich, auf den Feldern jährlich zwei Ernten einzubringen, und gäbe nicht das Meer seinen großen Fischreichtum her, so tönnte das Bolt nicht lebeit. Aber auch so ist es ein sehr mühseliges Ringen um das tägliche Brot. Die Bauern, die in 5% Millionen win zigen Kleinwirtschaften den Aedern die Nahrung abringen, haben ein äußerst armseliges Leben, können sich nur die allerfümmerlichste Rahrung bieten und sind die meisten sind Bächter jo geplagt, daß viele aus Not ihre Töchter auf Jahre an die Fabriken verkaufen oder auch an die schlechten Häuſer. Die Bauern, die den Tee ernten, trinken statt des Tees heißes Wasser, weil jedes Blättchen verkauft werden muß, nur an hohen Festtagen gibt es ein wenig Fisch oder Geflügelfleisch, sonst niemals im ganzen Jahr. Und nun steigt die Bevölkerung in raschem Maße: 1868 waren es 33 Millionen, 1900: 45, 1905: 48, 1910: 51, 1915: 55, 1920: 58 Millionen im eigentlichen Japan, dazu kommen in Korea, Formosa und den kleinen neuen Inseln noch 22 Millionen Menschen. Im ganzen find es 80 Millionen. bat in vollem Umfange wieder fuhr sehr zurüd, seine Handel zum ersten Male leidet das L beitslosigkeit seiner Industrieben noch heute über relativ billige Rohstoffe( Eisen, Baumwolle, lande einfaufen muß, so ist erfo pember Absah nur möglich durch Nr. 11. hit gegen die falsche und verhängnis: Seffen. Steuerdrucks ist im hessischen Staats: gedecktes Millionendefizit vorhanden. statastrophe und damit einer Staats Der Weg der Steuererhöhung tann Umständen weitergegangen werden. n der gequälten Bevölkerung nicht zu wärtig erhebt der hessische Staat not Dessteuern gegenüber denen der Bor en die vielen andern Steuern. züglich den Staat von Aufgaben und eien, mit denen er sich seit der Revolu stet hat. heben wir unsere warnende Stimme. die deutlichen Zeichen der Zeit mi für alle Folgen den demokratisn und die hinter ihm stehende, seise alition verantwortlich. Regierung, die für eine Finanzpolitit ist, die die Existenz des Staates in este Bevölkerungsschichten zur Ber Der Regierungsmehrheit des Landtags Cauen ab." irde fast einstimmig gegen einige An1 angenommen und darauf die Ver otales. nung des Reichsministers der Finan Sesetzes über die Ablösung öffentlicher r 1926( R. G. Bl. 1 G. 108) ist die der Markanleihen des Reiches zum blösungsschuld sowie die Frist für die ungsrechten bis 31. März 1926 ver: ner weiteren Verlängerung der Frist e Professor an der Universität Bonn Schmidt in Bonn wurde mit Wirkung m ordentlichen Professor für Zoologie omie an unserer Landesuniversität ht des Mordes wurde die Ehefrau hier in Untersuchungshaft genommen. fen, ihr zwei Wochen altes Kind, weibSchläge auf den Kopf und nachherige Er mit Ueberlegung getötet zu haben. Die weifelsfrei ergeben, daß das Kind eines rben ist. Der Deutsche Deutschen Konditoren. sverband selbständiger Konditoren) außerordentlichen Bundestag in den juni zu Düsseldorf. Die Rhein- und deswegen gewählt worden, weil dort Oktober die große deutsche Ausstellung ge, soziale Fürsorge Leibesübung) ge Kulturereignis ersten Ranges zu be mmentreffen verschiedener starker AnPfg. Zigarette Sonnabend, den 13. März 1926. ziehungsmittel wird dem Bundestage der deutschen Konditoren auch in diesem Jahre wieder Tausende von Besuchern zuführen. Der Vorsitz liegt in den Händen des Bundespräsidenten Herrn Franz Funte- Kaiser- Düsseldorf. Ans Nah und Fern. Bad Nauheim. Das milde Klima läßt die Frühjahrskur hier verhältnismäßig zeitig beginnen. Gehr viele, die von nerDösen Leiden, Bronchitis, Rheumatismus, Gicht, Rüdenmarks und Frauenleiden sowie anderen Krankheiten Genesung suchen, halten gerade diese Zeitspanne für besonders geeignet, ihre Kur pflichten leicht und angenehm zu erfüllen. Dazu kommt in materieller Hinsicht der Vorteil, daß die Stala der Kurabgabe bis zum 1. Mai sich sehr günstig abstuft. Die Abgabe beträgt bis einschließlich 14. März 20, ab 15. März 25, ab 1 April 30, ab 15. April 35 Mt. Diese Kurtarten haben eine Gültigkeitsdauer von acht Wochen. Ab 1. Mai find 40 Mart Kurabgabe zu zahlen, jedoch besitzen diese Karten eine Gültigkeit von fünf Monaten, also bis einschließlich 30. September. Friedberg. Die hessische Evangelische Vereinigung, bekannt unter dem Namen„ Friedberger Konferenz" veranstaltete im hiesigen Polytechnitum eine von Geistlichen und Lehrern gut besuchte Versammlung, in der einstimmig gegen den eventuellen Abschluß eines Kontordates mit Rom Stellung genommen wurde. Pfarrer Hochdahl- Dexheim in Rheinhessen ging in längeren Ausführungen auf die Bedeutung des Kontordats für die Schule ein, über die der Staat das Hoheitsrecht verliere, so daß der Lehrer seiner Gewissensfreiheit beraubt werde, die ihm in der Weimarer Verfassung verbürgt sei. Die sehr rege Aussprache ergab, daß die Friedberger Konferenz" auf dem Boden der Staatsschule und der christlichen Simultanschule steht, wie sie in Hessen seit nunmehr 50 Jahren sich bewährt hat. Mainz, 10. März. Eine gewaltige Steuerprotestversammlung der rheinischen Bauernschaft ist heute abgehalten worden. Schon lange vor der festgesetzten Stunde war die Stadthalle überfüllt. Man schätzt die Teilnehmer auf zusammen etwa 15 000 Personen. Alle Vorträge mußten für die im Garten stehenden ungefähr 3000-4000 Personen wiederholt werden. Der erste Vorsitzende der Bereinigten freien rheinischen Bauernschaft, Gutsbesitzer Mossel- Marienborn, eröffnete die Versammlung. Er warnte vor Tumulten und Mißbrauch des Gastrechts. Diese große Kundgebung soll das Parlament in Darmstadt von unseren Wünschen unterrichten, daß man fünftighin nicht nur mit Ausdrücken des Bedauerns über unsere furchtbare Not hinwegschreitet. Ein Hohn auf die deutsche Landwirtschaft ist es, wenn die Reichsbahn ausländische Landesprodukte 50 Prozent billiger als deutsche befördert. Ungerechte Bodenrentesteuern lassen den Bauern verarmen. Erlaß der Steuer wird gefordert und Beseitigung der zwangsweisen Eintreibung dieser Steuern. Diese Unordnung ist nicht durch uns verschuldet, sondern durch die Mizwirtschaft des Staates. Es wird soviel Sparsamkeit gepredigt, aber überflüssige Beamte gibt es in Hülle und Fülle. Eine neue Gefahr ist das Gemeindebestimmungsrecht. Wir verlangen ein Wirtschaftsparlament. , Gießener Zeitung" Str. 11. Bad Ems. Der Plan der Errichtung einer Ferngasversors| Objekts erzählt. Jeder muß dieses prachtvolle Buch der Torheit gung im Lahn- Westerwald- Gebiet nimmt jetzt greifbare Formen und menschlichen Tragikomödie lesen. an. Zahlreiche Gemeinden des Gebietes haben sich bereits der in Bildung begriffenen Gesellschaft angeschlossen, so daß das Unternehmen gesichert erscheint. Siz der Gesellschaft ist Bad Ems. Bingen. Bei der Kreistagswahl für den Kreis Bingen war als Kandidat der Freien Bauernschaft auch der Landwirt Heinrich Gehret II aus Groß- Winternheim gewählt worden, der in der Separatistenzeit eine Rolle gespielt hat. Die Mitglieder des Kreisausschusses, in dem er ebenfalls tätig sein sollte, weigerten sich aber, mit ihm zusammenzuarbeiten, so daß G. sein Amt niederlegen mußte. Für ihn ist der Landwirt Friedrich Karl Schud- Appenheim eingetreten. tört, und 45 Straßen und Bahnlinien die, daß Japan arm ist an den BodenVolk heute so nötig zum Leben braucht, n. Nur Kupfer und Schwefel sind reich Erdöl liefert das Land nur die Hälfte rklärt sich Japans Drängen nach dem nach der Erschließung der Mandschurei ach der friedlichen Ausnutzung der reis nvorkommen in der chinesischen Provinz inen Ausgleich bildet die große Wasserr, die auf 3,5 Millionen H. P.( Pferde nd die bisher erst mit 200 000 H. P. aus große städtische Bevölkerung sind noch chsten die Zweige der alten Gewerbe, die zellanmanufaktur und die Ladwarenin werer Wirtschaftskampf um seine allerdadurch dem Volke aufgezwungen ist, daß Bodenschäzen. Der Kreis- Krieger- Verband Biedenkopf, der in diesem Jahr auf ein 30jähriges Bestehen zurücblidt, vet= anstaltet aus diesem Anlaß am 19., 20. und 21. Juni 1926 sein erstes Verbandsfest nach dem Kriege. Mit dem Fest wird die Tagung der Regierungsbezirks- Gruppe der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen und des Kriegerverbandes des Regierungsbezirks Wiesbaden verbunden sein. Man beabsichtigt, das Fest zu einem echten Heimatfest zu gestalten. Den Hauptfesttag wird ein Feldgottesdienst, verbunden mit Gefallenen ehrung, eröffnen. Besondere Anziehung wird der Festzug am Sonntag, den 20. Juni, ausüben, der nicht nur manches Militä rische, sondern auch die leider immer mehr verschwindenden Hinterländer Voltstrachten zeigen wird. Daneben werden die einzelnen Vereine auf schönen Festwagen und in Gruppen ihre Hauptbeschäftigung darstellen. Reitergruppen in historischer Tracht beabsichtigen eine Quadrille vorzuführen. Ein strammer Parademarsch der alten Soldaten wird nicht fehlen. Bei Eintritt der Dunkelheit soll jenseits der Lahn, gegenüber dem alten schönen Festplatz„ Seewasen", ein Festspiel aufgeführt werden. Den Abschluß des Hauptfesttages bildet die Beleuchtung des 700 Jahre alten gut erhaltenen Schlosses. Sämtliche Nachbarverbände, darunter auch der Hassia Bezirksverband Gießen und der große Kreistriegerverband Frankfurt a. M., sind zu dem Fest bereits eingeladen und haben zum Teil schon große Beteiligung zugesichert. Insbesondere hofft man, daß die Sassia" bei dem Fest nicht fehlen wird, zumal viele ehemalige Soldaten aus dem früheren hessischen Hinterlandkreise bei den alten ruhmreichen hessischen Regimentern gestanden haben. Marburg. Den Nachforschungen der Polizei ist es gelungen, festzustellen, daß im Walde bei Riebelsdorf erhängt aufgefundenen Dienstmädchen K. aller Wahrscheinlichkeit nach ermordet und von dem Täter, um den Verdacht von sich abzulenten, in die Stellung einer Selbstmörderin gebracht worden ist. Als Täter kommt ein 21jähriger Landwirtssohn Sch. in Frage, der bereits verhaftet wurde. Dies Volk kann also sein Leben nur erhalten durch den Ausbau einer großen Industrie. Denn Auswanderungsgebiete stehen für große Menschenmassen Japan nicht zur Verfügung. Amerika hat sich dagegen abgesperrt, England verweigert ebenso wie Holland den Japanern den Zutritt zu den sehr schwach be völferten Rieseninseln Australien, Neuseeland, Sumatra, Borneo usw. Das ist für die Japaner besonders deshalb tragisch, weil die südliche, die malaiische Inselwelt, ihre Heimat ist, aus der sie in uralten Zeiten in ihr jetziges Land ausgewandert sind. Dieser ihr Ursprung im Süden macht sie auch unfähig, sich nach Norden und nach Nordwesten auszudehnen. Der talte Norden ihres eigenen Landes( Hokkaido), dessen Klima dem Norddeutschlands entspricht, ist nur schwach bevölkert. Auf dem fruchtbaren Hokkaido mit 77 993,09 Quadratkilometern wohnen nur 2 358 183 Menschen, während auf der südlichen Insel Kiuschiu mit nur 35 656,90 Quadratkilometern 8 158 520 Menschen leben. So wohnen in der von Japan wirtschaftlich beherrschten Mandschurei heute nur 183 574 Japaner. Der viel zähere, der Kälte mehr gewachsene und noch anspruchslosere Chinese bildet überdies im ganzen Nordosten des asiatischen Festlandes für die Japaner eine fast unüberwindliche Konkurrenz für die Ansiedlung. Nach Chosen( Korea) sind bisher 380 000 Japaner ausgewandert, die unter 17 Millionen Koreanern leben. Auch auf Formosa leben rund 380 000 Japaner unter 3714 000 meist noch wilden Eingeborenen. die, daß das Land nur 11 Prozent seines gem Boden hat. Wäre es nicht möglich, ch zwei Ernten einzubringen, und gäbe großen Fischreichtum her, so könnte das auch ſo iſt es ein sehr mühseliges Ringen Die Bauern, die in 5% Millionen win en den Aeckern die Nahrung abringen, iseliges Leben, können sich nur die allerg bieten und sind – die meiſten ſind daß viele aus Not ihre Töchter auf Jahre aufen oder auch an die schlechten Häuser. Tee ernten, trinken statt des Tees heißes Blättchen verkauft werden muß, nur an es ein wenig Fisch oder Geflügelfleisch, ſonſt Jahr. Und nun steigt die Bevölkerung in waren es 33 Millionen, 1900: 45, 1905: 55, 1920: 58 Millionen im eigentlichen in Korea, Formosa und den kleinen neuen onen Menschen. Im ganzen sind es 80 Deutsche trinkt deutschen Wein und deutsches Bier! Neue Bücher. Das Gothaische Jahrbuch für Diplomatie, Verwaltung und Wirtschaft für das Jahr 1926 liegt vor. Dem neuen Titel der letzte, 162. Jahrgang hieß noch Diplomatisches Jahrbuch" ( des Gothaischen Kalenders zweiter Teil) entsprechen starke Aenderungen. Der Inhalt umfaßt: Staatsgeschichte, Verfassung. Behörden jeder Art, Bevölkerungs- und Wirtschaftsstatistit, Angaben über Heer und Flotte, Religion und Presse. Das Werk ist international. Die Güte des Wertes bürgt dem Verlag ( Justus Perthes in Gotha) für weiteres Gedeihen. Behörden, Wirtschaftler, Politiker und Journalisten, Handel und Verkehr, haben hier ein anerkannt unentbehrliches Nachschlagewerk. Aber auch die industrielle Entwicklung Japans steht unter feinem günstigen Stern. Der Krieg hatte, da die Konkurrenz Europas und Ameritas ausgeschaltet war, eine glänzende, aber ungesunde Blüte entwickelt. Jetzt ist aber der Rüdschlag gekommen. Die Konkurrenz der alten, großen Industriestaaten hat in vollem Umfange wieder eingesetzt. So geht Japans Ausfuhr sehr zurüd, seine Handelsbilanz ist wachsend passiv, und zum ersten Male leidet das Land unter einer drückenden Arbeitslosigkeit seiner Industriebevölkerung. Dabei verfügt Japan noch heute über relativ billige Arbeitskräfte. Und da es viele Rohstoffe( Eisen, Baumwolle, Wolle, Farben) teuer im Auslande einkaufen muß, so ist erfolgreicher, die Konkurrenz schlagender Absatz nur möglich durch Raubbau an der Arbeitskraft * Erfolgreicher Wettbewerb. Die in allen Teilen des Reiches bekannte Vereinigung Nürnberger Bund", NürnbergEssen Berlin, die großwirtschaftliche und kulturelle Ziele im Sinne einer tatkräftigen Pflege des Wertarbeitsgedankens verfolgt, hat in Verbindung mit dem Verlag Kunst und Kunst gewerbe, Nürnberg, somie der gleichlautenden Verlagsanstalt in 80 deutschen Städten einen Reichsschaufensterwettbewerb unter ihren Mitgliedern veranstaltet, die aus den ersten und leistungsfähigsten Spezialgeschäften des Hausrats und des Kunstgewerbes bestehen. Der Firma J. B. Häuser, Gießen, ist für vorzügliche Leistung auf dem Gebiete der Schaufensterkunft ein Anerkennungspreis zuerkannt worden. Dieser Erfolg ist umso höher zu bewerten, als sämtliche Wettbewerber und auch vorgenannte Firma mit einer äußerst scharfen Konkurrenz zu rechnen hatten. Das tausendjährige Reich, von Hermann Siegfried Rasen. 355 Seiten. Erschienen im Holzwarth- Verlag, Bad Rothenfelde( T. W.). Brosch. 3,80 M, Pappбd. 4,80 M, Ganzleinen 6, M. Eines der volkstümlichsten Bücher aus der Sammlung geschichtlicher Westfalenromane behandelt nach Karl Spindlers historischem Gemälde den imposanten und gewaltigen Stoff des Wiedertäuferdramas in Münster, der die Herrschaft des Pöbels dramatisiert. Rudolf Presber: Der Kampf mit dem Alltag. Ein- Trostund Truzbuch für Leidensgenossen. Ganzleinen geb. 5,- M, tart. 4, M. Eulenspiegel- Verlag, G. m. b. H. Leipzig. Als lachender Philosoph tritt uns Presber in diesem neuen köstlichen Buch entgegen. Wie er das zeigt, wie er ein moderner ,, Auch Einer" in beschwingter Schaltheit und doch mit der ganzen besinnlichen Tiefe des echten Humoristen von jener Tüde des Der Mensch, ein Bürger zweier Welten. Erfahrungstat. sachen vom Hereintragen einer anderen unsichtbaren Welt in die sichtbare. Zeitgemäße leichtverständliche Aufklärungen über geistige Kräfte und Erscheinungen, die sich mit den bekannten Naturgesetzen nicht erklären lassen und seit Jahrhunderten Gegenstand der Untersuchungen blieben. Von Dir. E. Abigt, 104 Seiten. Mt. 1,60 franto. Verlag E. Abigt, Leipzig 80.( Saupt mannstraße 7.( Postscheckkonto Leipzig 60442). Mit dem vor liegenden Werke ist der 2. Band„, Brücke zum Jenseits" abgeschlossen und kann nunmehr für Mt. 4,80 franko bezogen werden. Dr. K. Heinz, Wo sind unsere Toten und was tun fie? Aus ,, Brüde zum Jenseits". 48 Seiten Mt. 80 franto. Verlag E. Abigt, Leipzig 80( Postscheck Leipzig 60442). des Volkes. Alle bösen Erscheinungen industrieller Anfangsentwidlung treten dort erschredend zutage. Im Jahre 1914 waren 56 Prozent aller Industriearbeiter Frauen und Mädchen ( im ganzen 471 877 weibliche Personen), davon waren 65 Prozent unter 20 und 22 Prozent unter 14 Jahren. Siebzig Prozent der Frauen und Mädchen hatten sehr schlechte Unterkunft in den Fabrikkasernen. Sie hatten in der Seidenindustrie 13 bis 15, in der Weberei und Baumwollspinnerei 10 bis 12 Stunden Arbeitszeit bei nur zwei Ruhetagen im Monat und geringem Lohn, der bei Zweidritteln aller Arbeiterinnen weniger als 66 Pfennig betrug. Kein Wunder, daß die Tuberkulose ungeheure Opfer in Japan fordert. Die Wohnungsverhältnisse in den Industriestädten sind trostlos. In Osota beträgt in manchen Quartieren die Kindersterblichkeit 30 Prozent aller Kinder im ersten Lebensjahre. Jm Jahre 1918 betrug die Kindersterb= lichkeit in Amsterdam 6,49, in Kopenhagen 10,36, in London 10,79, in Washington 11, in Berlin 12,85 Prozent. In Japan betrug sie im Jahre 1917( und Japan litt nicht unter dem Kriege): Jn Nagaya 16,42, in Tofio 18,78, in Yokohama 19,89, in Kyoto 20,22, in Robe 21,50 und in Osata 23,44 Prozent. Es geschieht allerlei, um diese Nöte zu bekämpfen, auch versucht die Gesetzgebung von Jahr zu Jahr mehr das Los der Jndustriearbeiter und der ländlichen Pächter zu bessern. Aber die heutige Wirtschaftslage, durch die Folgen des großen Erdbebens erschwert, zeigt teine günstigen Aussichten. Kein Wunder, daß der Sozialismus und Bolschewismus hier einen fruchtbaren Boden hat. So ist das japanische Land trotz seiner landschaftlichen Schönheit und seines angenehmen, südlichen Klimas für das Volk durchaus kein Paradies. ( Fortsetzung folgt.) Schmerzlos und sicherer als alle neuen Mittel wirft das alte berühmte Radlauersche Hühneraugenmittel, seit über 60 Jahren im Handel. Kein Pflaster! Preis 80 Pfg. Nur echt mit der Aufschrift Radlauers Kronenapotheke, Berlin 24, Friedrichstr. 160. Erhältlich in den größeren Apotheken und Drogerien. Fritzchens Wunsch Morgen wird er sieben Jährchen, Fritz, der kleine Nimmersatt. Mutter streichelt seine Härchen, Fragt ihn, welchen Wunsch er hat. Und er spricht ins Ohr ihr leise: ,, Goldnes Mütterlein, horch auf: Dr. Oetker's Puddingspeise - Mit dem„ Hellkopf" oben drauf!" Kindern macht man wirklich eine große Freude, wenn man ihnen einen so gut schmeckenden und nahrhaften Oetker- Pudding vorsetzt. Einfach und leicht zu bereiten, ist er eine feine, auch von den Erwachsenen geschätzte Nachspeise. Ein Oetker- Pudding bereichert Ihren Tisch und läßt Sie leicht an anderer Stelle sparen. In allen einschlägigen Geschäften zu haben. Verlangen Sie obendaselbst die beliebten Oetker Rezeptbücher wenn vergriffen, umsonst und portofrei von Dr. A. Oetker, Bielefeld. Praktische Winke zur Geflügelhaltung. Ueber Geflügelzucht gibt es viele Lehrbücher. Die meisten sind gut, man muß aber schon ein halber Fachmann in der Geflügelzucht sein um sich darin zurecht zu finden. Wer sich eine Geflügelzucht oder Eierfarm anlegen will, fann sie natürlich nicht entbehren. Diese Zeilen sollen aber nicht denjenigen gelten, die im Großbetrieb arbeiten wollen und können, sondern dem kleinen Besitzer, der sich nebenher auch Hühner hält. Auf jedem Bauern hof sind Hühner, aber selten ist der Besitzer mit dem Ertrag zu frieden. Man wird sogar bei ganz sachlicher Berechnung feststellen können, daß die meisten Bauern bei der Hühnerhaltung zusetzen. Hier zu helfen sei der Zwed der folgenden Betrachtungen. Angenommen ist ein Betrieb, der in einer Stallede oder in einer Scheuer einen Hühnerstall eingerichtet hat, in dem 10 bis 40 Hühner der üblichen gemischten Landrasse aller Farben herumspringen. Brutmaschine ist keine vorhanden. Die Hühner find gesund, alle paar Jahre wird der Hahn gewechselt. Durch eigene Nachzucht wird der Bestand erhalten. Nun sollen fie möglichst viel Eier legen. Um nun im einzelnen die Grundbegriffe darzulegen, die die Hühnerhaltung einfach und zinsoringend gestalten, muß der Leser sich einige allgemeine Begriffe zu eigen machen. 1. Di: Natur hat es so eingerichtet, daß jedes Huhn in seinem Leben ungefähr 600 Eier legt. Braucht das Huhn 10 Jahre um 600 Eier zu legen, so frißt es auch 10 Jahre lang. Man muß also von dem Verkaufspreis der 600 Eier das Futter für 10 Jahre und den Anteil an den Unterhaltungskosten, am Stall etc. abziehen. Man wird feststellen, daß ein solches Suhn ein teurer Spaß ist, seine Eier tosten den Besitzer 30 bis 50 fg. Es kommt also darauf an, die Hühner so zu züchten, daß sie in den rsten Jahren ihres Lebens den größten Teil ihrer Eier ablegen, z. B. in 3 Jahren 500 Eier Dann hat man für 500 Eier nur 3 Jahre lang Futter zu zahlen Dann wird die Henne geschlachtet und verkauft. Ein solches Huhn bringt seinem Befizzer Geld. Unser Geflügel in Deutschland ist durch Hochzucht unserer Geflügelzuchten in seinen Organen schon so umgestellt, daß es Hühner gibt, die im ersten Jahre schon über 300 Gier legen! Das find Ausnahmen. Immerhin hat diese Hochzucht unseren gesamten Hühnerbestand in Deutschland schon so beeinflußt, daß jedes Huhn in den ersten 3 Jahren den größten Teil seiner Eier gelegt hat. Also: Kein Huhn über 3 Jahre halten! Nach dem dritten Legewinter muß das Huhn unweigerlich verschwinden! Man hört oft sagen: es legt ja noch. Natürlich legt es noch jahre= Sonnabend, den 13. März 1926. lang. Aber ein Suhn das weniger als 60 Eier im Jahre legt, toftet seinen Befizer Geld. Ein vierjähriges Huhn tann aber nicht mehr 80 Eier legen. Aljo tein falsches Mitleid. Weg damit in den Rochtopf! Hierzu ist unbedingt notwendig, daß man das Alter jedes einzelnen Huhns tennt. Fragt man die Hühnerhalter, so tennen sie selbstverständlich unter 100 Hühnern jebes einzelne petjönlich. Wird dann ein altes Huhn geschlachtet, dann stellt es fich aber oft in der Küche erit heraus, daß man eine zweijährige Legehenne erwischt hat. Man soll sich deshalb nicht auf sein Gedächtnis verlassen, sondern man zeichne die Hühner. Hierzu gibt es Ringe in den verschiedensten Farben. Jedes Stüd toftet ein paar Pfennige. Man mache den Junghennen im Sommer 3. B. einen roten Ring an den linten Fuß. Jm nächsten Jahr nimmt einen schwarzen für den neuen Jahrgang, und im Dritten einen weißen oder gar feinen, da die beiden anderen Jahrgänge schon gezeichnet sind. Diejenigen Hennen, die sich besonders zum Brüten eignen befommen ihren Ring Dom linken Fuß an den rechten Fuß gesetzt. Die Farben müssen auch im Schmuk erfennbar sein. Auf diese Weise hat man einen Ueberblick über seinen Geflügelhof und fann sich niemals irren. Daß man die Hähne tauschen muß, versteht jeder. Aber die wenigsten gewinnen bei dem Tausch. Man holt aus der Rachbarschaft einen Hahn, der ganz gut aussicht". Das wichtigste aber wird meist nicht beachtet: stammt der junge Sahn auch von einer gutlegenden Henne? Die Erfahrung hat gezeigt, daß die Eigenschaft, die Eier frühzeitig d. h. möglichst im ersten Jahre abzulegen, sich in der Hauptsache durch den Hahn vererbt. Man fann also durch einen neuen jungen Hahn, der von einer Henne abstammt, die im ersten Jahre 300 Eier gelegt hat, seinen Hühnerbestand in wenigen Jahren sehr gewinnbringend machen. Wie bekomme ich nun einen solchen Hahn, ohne die Ausstellungspreise von 200 und mehr Mark zahlen zu müssen? Sehr einfach. Man tauft nicht den Hahn, sondern ein Duzend Bruteier aus einer guten Zucht und läßt sie selbst ausbrüten. Wenn man das nicht will, dann tauft man Eintagstüfen. In einer Schachtel kommen sie, das Dutzend zu 12 Mart, als Postpaket an. Die lebend Ankunft garantiert der Absender, denn den Tierchen schadet es nichts, wenn die Schachtel auf den Kopf gestellt wird. Jm Ei war es noch viel unbequemer und enger. Nach der Ankunft holt man sie aus der Watte heraus und setzt sie einer Glude unter. Die Bestellung darf natürlich erst dann erfolgen, wenn man die Glude hat. Die wartet dann ganz gern auf Porzelaneiern, bis die Schachtel tommt. Man zieht sich dann seine Tierchen groß und verkauft die übrigen wertvollen Hähnchen, nachdem man sich den besten ausgesucht hat. Wo soll man kaufen? Nur in einer anerkannten Hühnerzucht oder Eierfarm, die mit Hülfe von Fallnestern über jedes einzelne Legehuhn genau Buch führen. Man verlange also beim Kauf einen Auszug aus den dortigen Kontrollbüchern. Mit dieser schriftlichen Unterlage in der Hand erzielt man auch für die abzugebenden Hähnchen und Junghennen viel höhere Preise. Auf mündliche Bestätigung der Abstammung lasse man sich nicht ein. Da die großen Betriebe nur mit reinen Rassen arbeiten, bestelle man am besten für unsere Landhühner zur Hochzucht das deutsche Edelhuhn( leider meist Italiener" genannt). Aber auch andere leichte und mittelschwere Rassen sind verwendbar. Wer von den Kameraden solche Züchtereien fennt, mache ste jetzt auf die Vorteile einer sofortigen Anzeige in unserer Verbandszeitung dem Sessischen Kamerad" aufmerksam. 2. Die Hühner legen nur Eier, wenn sie gesund sind. Jm Sommer beginnt für die Hühner vom zweiten Jahre ab die Mauser. Da sie dann krank sind, hören sie auf mit Eierlegen Gießener Zeitung" und beginnen erst wieder, nachdem sich ihr Körper neu gekräftigt hat, um Weihnachten herum. Es liegt auf der Hand, daß die Preise für frische Eier steigen, wenn die Hühner weniger legen weil weniger Eier auf den Martt tommen. Man muß also sehen, daß man Hühner im Stall hat, die im Herbst während der Mauserzeit legen. Das sind die Junghennen im ersten Jahre! Ein Rüfen braucht etwa 6 Monate, bis es so weit entwidelt ist, das es Eier legen fann. Ein im März geborenes Tierchen beginnt mit dem Legen schon im Herbst. Da der Spätherbst und Winter die förperliche Entwidlung verzögert, kann es vor tommen, daß eine im Juni geborene junge Henne erst im nächsten Frühjahr mit dem Legen beginnt. Macht man die Geschichte richtig, dann hat man nach sechsmonatlicher Fütterung die ersten frischen Eier in den Monaten, in denen die Preise am höchsten find. Macht mans falsch, dann muß man 10 Monate lang füttern, bis zum ersten Ei, das in einer Zeit gelegt wird, in der alle alten Hühner auch legen, also die Preise nieder find. Also: Nach dem 10. Mai teine Rüfen mehr aufziehen, weil fie sonst bis zum Herbst nicht ausgewachsen find. Früh brüten, so früh, als es das Wetter und die Raumverhältnisse erlauben! 3. Daß Hühner einen guten Stall brauchen, weiß jeder. Wie der Stall aussehen muß, wissen aber die wenigsten. Sauber, luftig und warm find die Grundbedingungen. Die von großen Firmen empfohlenen Musterställe entsprechen allen Anforderun gen. Wer Geld hat, taufe sich einen, er wird immer zufrieden sein. Wir sprechen hier aber von dem bäuerlichen Betrieb, dem die Geflügelhaltung nur angegliedert ist. Man tanns auch mit weniger Mitteln richtig machen. Borhanden sind immer Stall und Keller. Beide eignen fich gut zur Unterbringung von Hühnern, besonders der Stall, da schon die nötige Wärme vorhanden ist und sich mit wenig Kosten das nötige einrichten läßt. Die Größe ergibt sich aus folgender Rechnung: jedes Huhn muß auf Stangen, die sämtlich in gleicher Höhe angebracht sind, einen bequemen Platz finden. Dabei müssen die Stangen so weit von einander entfernt sein, daß die Hühner zwischen den Stangen auf ihre Plätze springen können. Man hat auf diese Weise die Größe des Schlafraums errechnet. Der ganze Stall muß dann dreimal so groß sein, als der Schlafraum. Steht der Stall frei, dann soll er möglichst doppelte Holzwände haben, die mit einer festgepreßten Isolierschicht( z. B. Tannennadeln) gehüllt sind. Ist der Hühnerstall in einem anderen Raum, dann genügt zum Abteilen eine einfache dünne Holzwand oder Drahtgitter. Man teile nun den Raum folgendermaßen ein: Jn etwa Tischhöhe vom Boden bringe man in der Größe des Schlafraumes einen Bretterboden an. Etwa 30 Zentimeter über den Brettern befestige man die Stangen in gleichen Abständen. Da jedes Huhn immer auf der höchsten Stange fizzen will, müssen sämtliche Stangen gleich hoch sein, sonst ist dauernd Unruhe und Drängelei. Als Aufgang zu dem Bretterboden lege man eine Leiter oder ein Brett mit Querleisten. Wenn es sich machen läßt, dann bringe man noch einen Meter darüber eine Dede an, damit die Nachtwärme im Winter nicht nach oben entweichen fann. In einem Pferde- oder Viehstall ist eine solche Decke unnötig. Der ganze Schlafraum muß aber mindestens in halber Höhe mit Brettern( nicht mit Draht) abgeschlossen sein, damit die Hühner im Schlaf nicht gestört werden. Der übrige Teil des Stalles ist der Laufraum bei schlechtem Wetter und im Winter. In diesem Raum muß man nun Plätze herrichten, an denen die Sennen ihre Eier legen. Die Tiere suchen ruhige, dunklere Stellen, am liebsten nicht am Boden. Kleine Ristchen in etwa 60 Zentimeter Höhe an der Wand anLIEBIG Einen bessern find'st du nicht! Zur Fleischbrühe gehören vor allem FleischExtraktivstoffe( die Teile des Fleisches, die sich im Wasser lásen); sie sind in hohem Maße im Liebig Fleischbrüh Würfel enthalten und deshalb liefert dieser wirkliche Fleischbrühe mit natürlichem Bouillongeschmack. Ein Versuch Eider fell käse Gegen hohe An.- bzw. 9 Pfund Mark 6.franko Dampfkäsefabrik, Rendsburg. Rellnässen Ich bin befreit vom 1. Tage an, wo ich von Ihrer Methode Gebrauch machte, bin ich das Uebel los. So schr. Landw. O. Brambacher im Hot. Alt. u. Geschl. angeb. Ansk. kostenl Auszahlung fuchen wir Grund stücke aller Art, Geschäftshäuser, Fabriken, Billen, Landhäuser, sow. 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Nur sorge man durch einen angebundenen Pappenstreifen dafür, daß die Tiere beim Abspringen mit den Füßen nicht im Dracht hängen bleiben Tönnen. Der Bretterboden unter den Sigstangen sammelt den Mist und hält den Stallboden sauber.( Geflügelmist ist der beste Gartendünger!!!) Als Bodenbelag im Scharraum nehme man Torf oder Sand. Unbedingt notwendig ist Sand, wenn auch nur in einem flachen Kasten in der Ede. Forts. folgt. K. d'A. Die Düngung der Wiesen. Genau so gut wie auf dem Acer ist auch für die Wiese der Kalt die Grundlage der Düngung. Dieser Grundsatz muzz im allgmeinen umso mehr gelten, je weniger mit Stallmist und je stärker mit Kunstdünger gearbeitet wird, daher gilt er auch ganz besonders für die Wiesen. Auf unseren Wiesen und auf schwe rem Boden wirkt der gebrannte Ralf am besten, er sollte nur bei trockener Witterung im Herbst und Frühjahr( nicht im Winter) angewendet und nachMglichkeit eingeeggt werden. Im übrigen ist der Kaltmergel oder der rohe gemahlene Kalfstein auf der Wiese ebenso gut zu gebrauchen. Reben Kalt sind für die Wiese die Hauptnährstoffe Phosphorsäure und Kali. Bei aus reichender Düngung find in 100 Pfd. Heu etwa 0,6 bis 0,7 Pfd. Phosphorsäure und 1,8 bis 2 Pfd. reines Kali enthalten, also dreimal so viel Kali als Phosphorsäure. Dieses Verhältnis ist auf die Dauer überall, wo nicht durch Bewässerung oder sonstige Düngung der Wiese Nährstoffe zugeführt werden, bei der Wiesendüngung zu berücksichtigen. Zwar ist es in der Regel richtig und auch notwendig, die Wiesen anfangs start mit Thomasmehl zu düngen. Ist der Bo den aber mit Phosphorsäure gesättigt, dann muß auch namentlich für das entzogene Kali Ersatz geschaffen werden. Ein Morgen Wiese, der z. B. jährlich 30 Ztr. Heu liefert, gibt damit rund 20 Pfd. Phosphorsäure und 60 Pfd. Kali ab Zum bloßen Ersatz hierfür wäre eine alljährliche Düngung von wenigstens 1% 3tr. Thomasmehl und 1% 3tr. 40prozentigen Kalifalz oder 4 bis 5 3tr. Rainit notwendig. Es ist sicher ein großer Fehler, daß die Wiesen sehr häufig gar nicht ausreichend mit Kali versorgt werden. Nach Wagner fostet 1 3tr.Seu, das auf der Wiese durch Phosphorsäure und Kalidüngung mehr erzeugt wird, nur rund 50 Pfg. Es wäre eine falsche Sparsamkeit, die sich heutigentags tein Landwirt erlauben kann, die Wiesen nach Kali und Phosphorsäure hundern zu lassen. Elegante Welf Deutschlands tonangebende Zeitschrift für vornehme Lebenskunst, für Mode, Kunst, Theater, Film, Sport, Schönheit und Lebensfreude. Alle 14 Tage ein 50 bis 80 Seiten starkes Heft mit ausgewählten Meisterwerken moderner Film- u. Photokunst sowie hochinteressanten Berichten aus der Gesellschaft. Jedes Heft mit einem prachtvollen farb. Kunstblatt als Titelbild. Abonnements bel allen Buchhandlungen! Verlag: Dr. Eysler& Co. A.-G. in Berlin SW 68 BorUniversität Köln. Wirtschafts- u. Sozialwissenschaftliches, Rechtswissenschaftliches, Medizinische( auch vorklinische Semester) und Philosophische lesungsbeginn: 29. April. Die Einschreibefrist läuft dom Fakultät. Handels und Verwaltungs- Hochschulstudium. 15. April bis 6. Mai. Das Vorlesungsverzeichnis kann vom Universitäts- Sekretariat gegen Boreinsendung von 0,60 M( da zu Porto 10 Pfg.) bezogen werden. NUR 43 ADLERCOMPAGNIE A.G. Pallabona Puder DRESDEN 13 reinigt u. entfettet das Haar au trockenem Wege, macht schöne KOSTET DIE VORZÜGLICHE Assuh ZIGARETTE Der Kenner schätzt sie stets weit höher! Frisur, besond Bubikopf Doppelpadung von Schaumpon mit dem schwarzen Kopf". Sie Eine günstige Einkaufsmöglichkeit bietet die neue geeignet für Bei Tanzu Sport unentbehrlich. enthält 2 Beutel, für zweimalige Kopfwäsche ausreichend, und Zu haben in Dosen von M I- an in Friseur- toftet 35 Pfg. Die bekannte Einzelpadung ist auch weiterhin geschäften, Parfümerien, Drogerien u. Apo- für 20 Pfg. erhältlich. Achten Sie aber in jedem Fall auf die theken. Nachahmung weise zurück! Schuhmarte Schwarzer Kopf". 39. Jahrg. Gi Erscheint: Bezugspreis 40 Pfg. mo Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Jendung nicht verlangter Manu Sonntagsg In der Passionsgeschichte ist den der Verräter ging- Judas. Herrn und Meister, hörte seine seine Liebe, und doch ging er hi Mammon feinen Feinden aus. C Feind. Denn von einem solchen färgten hat. Judasiaten haben sich seitdem figt mancher am gleichen Tisch, a Seite an Seite mit dir den gleiche et ſich ab, geht hin und übt Be Tüde, mit Hinterlift und Boshei und Verschlagenheit. Kalt und beften Freund und gehen dann ru gerade so, als sei nichts gescheh unter deinen Freunden, geht er zu Derraten. In der Passionsgeschichte soll eine Lehre sein. Sie zeigt, wozu Treue fehlt. Der Weg führt sie von der Feindschaft zum Verrat un diesen Weg für immer an. Wen drängt es den Verräter unaufha auf diesem Wege kein Zurüd un Wiedergutmachen, sondern nur ei lung.- Verachtend stehen wir vor Besten verraten, der je über die sollte sich mancher prüfen und fra gemacht? Und wenn eine St Meister wieder unter uns weil Freund, wozu bist du gekommen Judasantwort geben? Bertagung de Deutschlands bi Die Bollversammlung des L den 17. März, in Genf nach den gierten den Antrag auf Verta lands sowie den Antrag des G Studienkommission zur Prüfung angenommen. Die deutsche Dele Genf. * Rückkehr der deuts Reichstanzler Dr. Luther Stresemann, sowie die übrigen gation sind am Donnerstag, na angekommen und haben sich sof begeben. Im weiteren Verlauf d Luther und Dr. Stresemann beim Bericht über den Verlauf der Ge großen außenpolitischen Debatte, Woche beim Etat des Auswärtig vermutlich sowohl der Reichstanz minister vor dem Plenum des Rei Die Anlunft auf dem vollzog sich völlig unbeachtet. D metische Absperrung des Bahnstei war der Zutritt verweigert, un Gegler an der Sperre erschien, un wurde er von einem Bahnsteigi eines Ausweises des Auswärtig gewiesen. Mit den deutschen Jahl der nach Genf entsandten jurädgelehrt. Der neue Reichssc Im Haushaltsausschu der Reichsinnenminister Dr. Entwurf des Reichsschulgesetz ter wird die Vorbereitung Dem Scheitern so vieler Ent fangen- It. Mitteilungen nehmen. * Für Freiheit uni Der Vorstand des Heischen H Bundes hat einstimmig folgende ichloſſen: In der Sitzung des hessische Regierung beschlossen worden, an und an der Technischen Hochschule olaftische Philosophie", das sin joppie im Sinne der katholischen jurichten. Dieser Antrag ist von der Reg haftlichen Not unseres Landes, aller Ausgaben zwingt- wie w