Str. 36. Werbung für die Bergstraße, insbeson ichsverband Deutscher Feinkosttaufleute staltet vom 4. bis 7. September seinen Räumen der Stadthalle zu Heidelberg. und 6. September halten die Jugend Des Regierungsbezirks Wiesbaden im ine amtliche Konferenz ab. Den BorDr. Reich- Wiesbaden führen. 10. September wird hier der 51. gehalten, der sich mit allen das Gastg beschäftigenden Fragen auseinander: stände der Beratungen werden u. a. deren Aufhebung, bezw. gleichmäßige Land. Der Deutsche Stenographenbund 868), der sich voriges Jahr auf dem entag auf die Einheitsturzschrift um= 28.- 29. August seinen diesjährigen n waren 22 Landesverbände, darunter ders hervorzuheben sind die guten Er deutschen Sprachgebiet mit der Einrden sind. Es wurde festgestellt, das denen der alten Systeme nicht im ben dem Deutschen Stenographenbund noch einen Reichsbund für Einheitsund einen Deutschen Stenographen Sund für Einheitsturzschrift ( Git e Schaffung eines alle Einheitssteno Ben Deutschen Bundes für Einheitsmachen, wurde beschlossen, den Namen und sich in Zukunft nur noch„ Dent zu nennen. Que Bücher. nd rheinische Leute. Erzählung von eimer. Verlag Emil Roth, Gießen, 2.-, gebunden Mk. 3.-. Dieses Buch Saus, denn der Verfasser schildert hier Heimatgeschehnisse aus seiner Heimat ,, dird das Buch viel Freude bereiten. Rechtschreibtunst. Nach der Häufigkeit erfaßt von Lehrer Albert Nies. Elar und leicht verständlich zeigt, wie echtſchreibung gemeistert werden kann. ormat erschienenen Werkchens beträgt tvom Verfasser Albert Nies, Sichen= Jen werden. ich eine neue illustrierte Halbmonats ufgabe stellt, die Anteilnahme weiter r Gesundheit. und Erziehung unserer zum Reifungsalter zu wecken. Die erste nen. Verlag von S. Pfankuch, Ber Organ der Deutschen Theater- AusHerausgegeben von der Mitteldeutaft m. b. S., Heft 1, Preis 50 Pig. die„ Deutsche Theater- Ausstellung das erste Heft der Monatsschrift ,, Die hristian Klein in Gießen. Persi ersil öhen die Wirkung! chten Sie folgendes: wird vor dem zugeben rrührt. Die Sosung in den mit kaltem Wasser n Hessel. Die Wäsche Feinmal eine Viertelstun de gekocht es etwas einfacheres? icht für 2-3 Eimer Wasser Täglich für nur Pfennige STUVKAMP- SALZ reinigt auf natürliche Weise Magen und Darm, sorgt für normale Funktion der lebenswichtigen Organe. Fort mit dem Uberflüssigen Fett! Stuvkamp- Salz erhält den Menschen jung, elastisch und leistungsfähig für 3 Pfennige pro Tag. Generalvertreter: Dr. Ulsch& Co. ankfurt am Main, Miquelstrasse 58 39. Jahrg. Samstag, den 11. September 1926. Ptr. 37. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd Jendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. - Die Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund. Wenn Reden allein der Welt das geben könnten, was die Menschheit ersehnt, müßte die gestern erfolgte feierliche Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund einer der bedeutsamsten Augenblide der Weltgeschichte genannt werden. Denn sowohl die glänzend aufgebaute, geistig und politisch gleich gleich hervorragende Rede des Führers der deutschen Delegation Dr. Stresemanns wie auch die ebenso temperamentvollen und ehrlichen wie inhaltsreichen Antwortsätze Briands stellen Dokumente von einer ungewöhnlich eindruds vollen Kraft des Willens zum Frieden und zur Jnthronisierung der geistigen und wirtschaftlichen Mächte dar. Stresemann sprach nicht als Außenminister, sondern als Ver treter des deutschen Volkes und der Deutschen Republit. Und was er sagte, waren die Worte eines Mannes, der den Ver tretern eines sehr großen Teiles der Bevölkerung der Erde vor Augen führen wollte, daß die Politik in Deutschland ein Bestandteil des geistig- fulturellen Lebens der Nation ist. Seine Rede umschrieb mit feinstem, der Gelegenheit entsprechenden Takt die zur Debatte stehenden Fragen. Sie war von jener glüdlichen Geschlossenheit und jenem, den Geistesmenschen verratenden, ins Reale verliebten Jdealismus getragen, der des deutschen Wesens stärkste Tugend ist. Sie war eine Völkerbundsrede und dabei würdig, ehrlich und zielbewußt, mit einem Worte: deutsch. jein. Briands Antwort fann ebenfalls ihres Eindruds gewiß Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. partei nahm am Mittwoch in Köln mit einer Sitzung der Par teileitung ihren Anfang. Die Führer der deutschnationalen Volkspartei waren schon vollzählig erschienen. Reichstagsabgeordneter Mumm, der ebenfalls in Köln eingetroffen ist, ist plötzlich erfranft und mußte sich in ein Krankenhaus begeben. Graf Westarp berichtete über die politische Lage, über die Frage einer Arbeitsgemeinschaft mit anderen Parteien und über die Frage der Regierungsbildung im Reiche. Zur Grunderwerbsteuer. Eine große Berliner Tageszeitung brachte fürzlich eine Notiz, wonach der Reichsfinanzhof in München eine Entscheidung dahin gefällt habe, daß der jeweilige Kaufpreis von 1924 ab bei der Berechnung der Grunderwerbsteuer dem gemeinen Wert gleich zu erachten sei, sodaß also die Grunderwerbsteuer nur nach dem Kaufpreis veranlagt werden könne. Diese Mitteilung trifft nicht zu. Eine Anfrage beim Reichsfinanzhof hat ergeben, daß dieser niemals eine Entscheidung dahin gefällt habe, seit 1924 müsse in allen Fällen der Kaufpreis als gemeiner Wert eines Grundstücks angefehen werden. Die Rechtsprechung des Reichsfinanzhofs geht nur dahin, daß nach Beseitigung der Inflationserscheinungen nicht mehr ohne weiteres die Bewertung der Grundstüde nach den für die Inflationszeit aufgestellten Grundsätzen zu rechtfertigen sei, sondern daß zu den früheren Grundsägen zurüdgefehrt werden müsse, nach denen der Kaufpreis im allgemeinen einen Anhalt für die Wertbemessung abgebe. Englische Kriegsschiffe in der Ostsee. Das zweite Kreuzergeschwader und die sechste Zerstörerflottille der englischen Hochseeflotte werden Ende September zu längerem Aufenthalt in der Ostsee eintreffen, um hier ihre Schießübungen abzuhalten. Während des Aufenthaltes werden eine Reihe standinavischer Häfen, auch Danzig, Edingen, sowie mehrere Häsen im Baltikum angelaufen werden. Zweifellos haben wir nach dem Verlauf des gestrigen Tages in Genf feinen Grund, steptischer als vor seinem Geschehen in die Zukunft zu sehen. Der Tag der Aufnahme hat so viel guten Willen lebendig werden lassen, hat die Gleichberechtigung Deutschlands so sinnfällig unterstrichen, daß wir für heute zu= frieden sein können. Aber nur für heute. Morgen schon werden Mach' Dir einen Vers daraus; wir beginnen, unsere berechtigten Forderungen anzumelden. Von ihrer Erfüllung wird es allein abhängen, ob der erfreulich gute Eindrud des gestrigen Tages mit seinen bedeutsamen Genfer Ereignissen zu einer Freude des deutschen Volkes am Völkerbund gesteigert wird. Das hessische Volksbegehren. Darmstadt, 10. September. In der heutigen Sitzung des Landesabstimmungsausschusses tam es noch zu einer kurzen Aussprache über die Gutachten, wobei durch die Vertreter des Wirtschafts- und Ordnungsblods auf die zwingende Logik der Ansicht der Mehrheit der Gutachter, die das Verfahren des Abstimmungsleiters billigten, hingewiesen wurde. Die beiden sozialdemokratischen Vertreter schlossen sich den Gutachten der beiden behördlichen Sachverständigen an, wonach eine Mängelbeseitigung sich lediglich auf unwesentliche Formfehler erstreden dürfe. Es wurde dann ein dementsprechender Antrag, der zugleich den Abschluß der Prüfungsarbeit des Ausschusses bedeutete, angenommen. Dieser lautet: ,, Der Landesabstimmungsausschus billigt das vom Abstimmungsleiter hinsichtlich der zu heilenden und ungeheilten Mängel geübte Verfahren. Mit dieser Beschlußfassung über die Gültigkeit der diesbezüglichen Unterschriften schließt der Abstimmungsausschuß die Einzelprüfung der Unterschriften ab und stimmt der vom Landes abstimmungsleiter vorgenomme nen Prüfung auf Gültigkeit oder Ungültigkeit der Unterschriften im einzelnen zu." Der Antrag wurde mit vier Stimmen bei zwei Stimmenthaltungen angenommen. Die Stimmenthaltungen übten die beiden sozialdemokratischen Vertreter. Herr Kollbach betonte, daß er sich mit den Einzelfeststellungen des Abstimmungsleiters materiell nicht identifizieren könnte, sondern in Bausch und Bogen nur zustimme, um zu einem beschleunigten Ende zu kommen. Herr Kollbach schlug weiter vor, das Eingehen der zurzeit einer Prifung auf Doppeleintragungen unterzogenen Listen aus Darmstadt und Worms nicht erst abzuwarten, da das Ergebnis ohne jeden Einfluß auf die Gestaltung des ziffernmäßigen Ergebnisses sein wird, sondern schon jetzt oder in einer in den nächsten Tagen einzuberufenden Sigung die Ueberweisung der Listen an den Landtag zu beschließen. Der Abstimmungsleiter verwies darauf, daß das Eingehen der Listen abgewartet werden müsse, um ein zahlenmäßig genau feststehendes Ergebnis vor sich zu habet. Erst dann habe der Ausschuß seine Arbeit beendet. Der Ausschiz vertagie sich darauf auf unbestimmte Zeit. Man rechnet damit, daß Ende nächster Woche die SchlujFitzung in der das Ergebnis der Prüfung mitgeteilt wird, statfinden kann. Parteitag der hessischen Demokraten. Der diesjährige Parteitag der Hessischen Demokraten wi am 25. und 26. September in Bad Nauheim stattfinden. Ihre Mitwirkung haben bereits zugesagt Reichstagsabgeordneter Erkelenz, Reichstagsabgeordnete Frau Dr. Gertrud Bäumer und der ehemalige badische Staatspräsident Dr. Hum= me I. Der Parteitag, der unter dem Stichwort„ Einheitsstaat" abgehalten wird, dürfte weite demokratische Kreise auh außerhalb Hessens nach Bad- Nauheim führen. Die Referate werden von großer Bedeutung sein. - ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lofal 12 Pfg., die 90mm breite Reflame Petitzeile 96 Pfg. Plat vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Die Gefahren der Zwangswirtschaft. Dieses Thema behandelte auf der letzten Hausbesizertagung Herr Reichsgerichtsrat Vinz aus Leipzig. Wir haben bereits in der letzten Nummer den Inhalt der Rede in großen Umrissen mitgeteilt. Die Linz'schen Ausführungen beanspruchen schon mit Rücksicht auf die Person des Redners und dessen Stellung beim obersten Gerichtshof besonderes Interesse. Linz vermeidel jede Parteinahme, er behandelt die Frage vom rein rechtlichen Standpunkt. Die Folgerungen, die der Redner am Schlusse seiner Ausführungen aus der Mietzwangsgesetzgebung zog, sind derartig eindeutig, daß sie auch von der Gesetzgebung nicht unbeachtet bleiben können. Die Bedeutung der Ling'schen Rede haben auch die Mieter- Organisationen erkannt, die auf ihrem letzten Verbandstag gegen die Ausführungen auf ihre Art protestierten. ohne indes den Versuch zu machen, dieselben zu widerlegen. Man möchte, da die Wohnungszwangswirtschaft ein Verstoß gegen Recht und gute Gitte bedeutet, den Hütern des Rechts gerne den Mund verschließen. reimen wirst Du's nicht. Während die Franzosen sich dagegen wehren, an eine Dawes= tette gelegt zu werden ob mit dauerndem Erfolg bleibt schließlich abzuwarten; sie wehren sich immerhin dagegen -, hat Deutschland auch in diesem Jahre wieder den Beweis geliefert, daß es alle nur erdenklichen Anstrengungen macht, um den unmöglichen Dawesvertrag bis zum äußersten zu erfüllen. Wie wir vor einigen Tagen lesen fonnten, wurden von dem Jahrestribut in Höhe von 1220 Mill. Mark in den ersten elf Monaten des laufenden Zahlungsjahres 1010 074 499 Goldmark aufgebracht. Es bleiben also zur vollständigen Erfüllung bis Ende August noch 210 Mill. Mark zu zahlen. Beginn des 57. Reichsparteitages der Deutschnationalen Volkspartei in Köln. Die Kölner Parteitagung der deutsch- nationalen Volks: Es soll in Deutschland Leute geben, die mit einem gewissen Stolz auf diese„ Leiſtung" bliden, zumal es bei der gegenwärti gen Wirtschaftslage nicht ganz einfach war, derartige Summen für die Kasse des Herrn Gilbert aufzubringen. Vielleicht hängt ein solches Gefühl mit dem von Amerika auf uns übertommenen Reford"-Fieber irgendwie zusammen. Denn letzten Endes laufen die ganzen Anstrengungen Deutschlands ja darauf hinaus, wie man sich auf dem schnellsten Wege den Hals brechen tann. Man muß zugestehen, wir haben es schon zu ganz beachtlichen ,, Leistungen" gebracht und stehen bisher fonkurrenzlos da. Wegen des Interesses, daß die Rede allenthalben gefunden hat, geben wir nachstehend den hauptsächlichsten Inhalt wieder: Meine Damen und Herren! Wenn ich es übernommen habe, hier vor Ihnen als Hausbesitzern ein Referat über die Gefahren der Zwangswirtschaft im Wohnungswesen zu halten, so bitte ich daraus nicht etwa die Folgerung zu ziehen, daß ich nun zugunsten des Hausbesitzers und gegen die Mieter eingestellt bin. Nichts liegt mir ferner, ich bin selbst Mieter. Mein Vortrag kann und wird sich auch nicht mit der wirtschaftlichen Seite des Problems befassen, dazu bin ich mit ihr nicht vertraut genug und etwas vor Ihnen auszusprechen, was ich nicht voll und ganz vertreten kann, tönnte ich nicht verantworten. Um nur auf eines zu sprechen zu kommen. Die Eisenbahngesellschaft ist an dem Aufkommen für die Daweszahlungen bis jetzt mit 715% Millionen beteiligt. Sie hat dieses Ergebnis er= zielt durch Personentarife und Frachten, die offenbar den Zwed, die Kasse des Gneralagenten zu füllen, erreicht haben, die aber Tausenden von Geschäftsleuten hohe Reisespesen, den deutschen Angestellten und Arbeitern bei mageren Löhnen erhöhte Ausgaben und sehr vielen erholungsbedürftigen Großstädtern den Verzicht auch auf eine bescheidene Sommerreise auferlegt haben Nun wäre insoweit die Tarifpolitik der Eisenbahn noch tonsequent zu nennen und mit Hinsicht auf die Erfüllung der Verpflichtungen verständlich. Aber da hören wir zu unserem Erstaunen, daß nur deutschen Gewerbetreibenden gegenüber diese scharf angezogene Tarifschraube angewandt wird. Belgische Waren, die durch Deutschland nach dem Osten gehen, genießen wesentliche Frachterleichterungen, polnisches Holz, welches nach Deutschland eingeführt wird, erfährt ebenfalls eine bevorzugte Behandlung. In Schlesien denkt man ernstlich daran, seit Jahr hunderten bestehende Eisenerzgruben stillzulegen, weil sie im ausländischen Wettbewerb unterliegen. Der Hauptgrund für die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit aber wird in der günsti= geren tariflichen Behandlung der fremden Einfuhr durch die Eisenbahn erblidt. Ergebnis: Das Ausland erhält die Daweszahlungen und dazu bessere Tarife zur Steigerung seiner Ausfuhr nach Deutschland, der deutsche Arbeiter aber, der deutsche Reisende zahlen hohe Personentarife, damit die Eisenbahn den ihr auferlegten Verpflichtungen nagtommen tann. Gleichzeitig müssen immer mehr Unternehmungen ihre Pforten schließen, weil sie im Wettbewerb gegenüber dem Auslande von der eigenen Bahnverwaltung geschädigt werden. Was ich will, läßt sich in den Satz zusammenfassen: An Hand der Besprechung der in den einzelnen Gesetzen niedergelegten Vorschriften möchte ich Ihnen darlegen, wie durch sie angeblich zum Zwecke des Schutzes der Mieter unser ganzes bürgerlichrechtliches Vertragsrecht in der Mietgesetzgebung nicht nur außer Kurs gesetzt, sondern geradezu auf den Kopf gestellt ist, und dah sich eine solche radikale Umstellung als Ausnahmezustand viel leicht, aber auch nur vielleicht, auf einige Zeit ertragen läßt, das aber eine längere Dauer oder gar eine Verewigung für alle Be teiligten, und das ist unser ganzes Volf, aber auch für Staat und Wirtschaft unheilvoll auswirken muß, daß es nach etwa 10jährigem Bestehen des Mieterschutzes die höchste Zeit ist, zur normalen Ordnung zurüdzukehren. Nachdem man in allen Zweigen des Wirtschaftslebens zur freien Wirtschaft zurückgetehrt ist, weil man eingesehen hat, daß die Zwangsbewirtschaf= tung auf allen Gebieten zum Ruin der Wirtschaft überhaupt führen mußte, kann es nicht verantwortet werden, daß der ausgedehnte und für das ganze Volt so lebenswichtige Wirtschaftszweig des Wohnungswesens noch länger den ihm auferlegten Beschränkungen unterworfen bleibt. Weitere Folge: Anwachsen des Arbeitslosenheeres, Erhal tung dieser Arbeitslosen durch unproduktive Belastung der an Zahl immer geringer werdenden arbeitenden Betriebe und der Beschäftigten. Auf diese Weise werden die Wechsel des Aus: landes zweimal bezahlt. So(!) wird die Eisenbahn zu einem„ kaufmännischen" Betriebe umgestaltet! A. Stier. Borweg möchte ich einen Punkt nehmen, der mir sehr am Herzen liegt und den zu berühren ich mich als Richter für verpflichtet erachte. Das ist die Stellung der Rechtspflege im Staatsleben. Bei guten, sorgsam überlegten und in ihrer Aus wirkung durchdachten Gesetzen, die das Rechtsbewußtsein, das Rechtsgefühl des Volkes wiedergeben und der wahren Gerechtigkeit dienen, wird auch die Rechtsprechung nach diesen Gesetzen den Volfsempfinden gerecht werden. Im anderen Falle kann sie es nicht, da der Richter an die Gesetze gebunden ist und sich über flare gesetzliche Bestimmungen nicht hinwegsetzen darf. Wenn auch die Billigkeit im Rechtsleben eine große Rolle spielt, fie darf auf keinen Fall zur Außerachtlassung der Gesetze führen. Behalten Sie bitte diesen Gedanken bei meinen weiteren Ausführungen im Auge und fragen Sie sich bei der Besprechung der einzelnen Gesetze selbst, ob die auf sie zu gründenden Entscheidungen dem gefunden Empfinden überhaupt gerecht werden tönnen. Kommen Sie zur Verneinung der Frage, dann treten Sie den Angriffen auf die Rechtspflege und den Richterstand gegebenenfalls entgegen. Sie leisten damit dem Staate, der ohne eine unparteiische und unabhängige Rechtspflege nun einmal nicht bestehen kann, einen Dienst. Ganz allgemein möchte ich zur Zwangswirtschaft bemerken, daß über die Notwendigkeit ihrer Einführung während des Krieges ein Zweifel laum bestehen kann. Auch die Vermieter sind Menschen, und eine vorsorgliche Regierung mußte Maßnahmen treffen, um die zu Hause verbliebenen Angehörigen unserer Kriegsteilnehmer gegen Obdachlosigkeit und zu hohe Miete zu schügen. Kriegszeiten sind außerordentliche Zeiten, Zeiten der Not, und diese Not rechtfertigt Anordnungen, die vom Gewöhnlichen abweichen. Opfer mußten auch die bringen, die im Inlande zurüdgeblieben waren, und dazu gehörten auch die Hausbesitzer. Aber der Krieg ist nun seit acht Jahren beendet, in allen Wirtschaftszweigen ist man zur freien Wirtschaft zurüdgekehrt, nur auf dem des Wohnungswesens hat man sich bisher sozusagen jeden Abbau versagt. Daß er nicht plöglich möglich war, ist selbstverständlich, aber was einem allmählichen Abbau, wie zr auf allen anderen Gebieten einsetzte, entgegenstand, ist nicht einzusehen. Gewiß stand die Wohnungsnot im Wege. Dann mußte man aber darangehen, mit allem Ernste darangehen, sie zunächst zu beheben. Fragen wir aber, was in dieser Hinsicht geschehen ist, so kann die Antwort nur immer lauten, nichts, absolut nichts. Und wenn wir den Regierungsstellen glauben, ist in den acht Jahren nicht nur nichts gebessert, im Gegenteil, die Wohnungsnot ist größer als je. Warum man dies einzige Mittel, die filtlichen und sozialen Schäden der Wohnungsnot zu beseitigen, wie Sonnabend, den 11. September 1926. es im Lebensinteresse unseres ganzen Boltes lag, nicht ergriffen hat, hat uns bisher niemand sagen fönnen. Das Schlagwort von der Wohnungsnot mußte dazu dienen, alle Bestrebungen in dieser Richtung ungehört von den verantwortlichen Stellen verhallen zu lassen. Man hat nach der Umwälzung viel von Sozia lifierung gesprochen, und es hat den Anschein, als ob bei vielen Leuten dieser Gedante noch immer nicht aufgegeben, sondern weiter liebevoll gehegt und gepflegt wird. Seine Durchführung wäre das Ende. ,, Dem Bolte müssen die billigen Mieten erhal ten werden", heißt heute die Parole, und sie wird trotz Hauszinssteuer und dergleichen immer wieder laut verkündet. Daß sie tatsächlich nicht billig sind, darauf werde ich noch zurüdkommen. Man hat aber dann doch Berbesserungen ihaffen wollen, fiz alle tragen aber die Merkmale der Einstellung auf den Augenblid und lassen jede Voraussicht ihrer Wirkungen vermissen. Stüdwerk und glidwert, aber feine Rüdfehr auf den Boden der Notwendigkeit, des Rechts. Als die Häuser so ungefähr am Berfallen waren, dämmerte allmählich doch die Einsicht, daß der Vermieter mit der Miete nicht auskommen, daß man Steuern nicht zahlen- die sind nie vergessen worden und Ausbesserungen nicht vornehmen könne, wenn den Ausgaben feine Einnahmen gegenüberständen. Man schuf in der Inflationszeit das Reichsmietengeset. Aber der Bermieter sollte ja nicht übermütig werden und sich dem Wohlleben ergeben tönnen. Das geftedte Ziel, die Niedrighaltung der Mieten, wurde gründlich erreicht, die Wirklichkeit übertraf die Erwartungen noch bedeutend, der Vermieter erhielt einfach nichts. Dahin führte also in ihrer Auswirkung die einseitige Berücksichtigung der Interessen der Mieter, daß der Grundjag von der Gleichwertigkeit der Leistung und Gegenleistung außer Kurs gesezt und in sein Gegenteil verkehrt wurde dahin, daß die Gegenleistung für den Vermieter überhaupt fortfiel. Die Folgen waren natürlich tatastrophal. Abgaben und Unkosten stiegen fortgesetzt, Mittel für Reparaturen fehlten, die Häuser tamen herunter und fonnten von ihren unvermögenden Besitzern nicht mehr gehalten werden. Die hohen Zahlen blendeten, der innere Wert des Kaufpreises stand zum Wert des Objektes in feinem Verhältnis und manches deutsche Hausgrundstüd ging für einen faum nennenswerten Betrag in die Hände des valutastarken Auslandes über. Glücklich war allein der Mieter, er brauchte sozusagen nichts zu zahlen und wünschte sich, daß es immer so bleiben möge. Nur wenigen- soweit war das Rechtsbewußtsein schon gesunken tam zu Bewußtsein, daß es eine moralische und sittliche Pflicht sei, der Gegenseite ein angemessenes Entgelt zu gewähren. Und das ist bis heute so geblieben, eine Pflicht zur angemessenen Vergütung bestreitet man noch immer auf das lebhafteste und jede Mieterhöhung wird als ein Raubzug auf die Taschen der Mieter betrachtet. Und die darüber klagen, sind dieselben Leute, die für andere Lebensnotwendigkeiten die heutigen gesteigerten Preise als selbstverständlich hinnehmen, sie aber auch für ihre eigenen Leistungen sehr energisch in Anspruch nehmen. Dem Vermieter gegenüber ist eben auch ein Erfolg der Zwangswirtschaft alles gestattet, auch das, was man sich selbst gegenüber als schweres Unrecht empfinden würde. Erst mit der Stabilisierung wurde es durch die Schaffung einer festen Basis für die Berechnung etwas besser, von ihr konnie man den Vermieter nicht gut ausschließen. Zur Rückkehr auf die Grundlage des Rechtes konnte man sich aber auch damals nicht entschließen. Und man kann es heute noch nicht. Dem Vermieter haben die Gesetze noch eine ehrenvolle Ber trauensstellung gebracht. Es ist zum Steuererheber des Staates ernannt worden und darf für den Eingang der jetzt Hauszins steuer genannten Abgabe Sorge tragen. Man tonnte es sich gefallen lassen, daß die Hausbesitzer, deren Sachwerte mehr oder weniger erhalten geblieben waren, vielleicht unter dem Gesichtspunkte der Bereicherung etwas von ihrem angeblichen Gewinne herausgaben. Das wäre aber nur gerechtfertigt gewesen, wenn die so aufkommenden Summen denen zugute tamen, aus deren Berarmung die Bereicherung entsprungen war. Dagegen hätte sich faum etwas einwenden lassen. Man hätte es auch verstanden, wenn man diese Abgabe zur Unterstützung der Kleinrentner oder auch zum Wohnungsbau verwandt hätte. Die Gesetzgebung hat einen anderen Weg eingeschlagen. Sie hat auf der einen Seite den Hypothekengläubigern ihre Forderungen bis auf 25 v. H. Von der Poftkutsche zum Flugzeug. ,, Von der Postkutsche zum Flugzeug" betitelt Prof. Eilhard Erich Pauls sein demnächst, als Fort setzung seiner fulturgeschichtlichen Werte„ Deutsches Leben"( Otto Quizzow Verlag, Lübec), erscheinendes Buch( Leinen 8,-). Als Vorabdrud bringen wir nachfolgenden amüsanten Artikel über die erste deutsche Eisenbahn. Von Prof. Eilhard Erich Pauls. Am 7. Dezember 1835, morgens Uhr, fand die feierliche Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahn, der Ludwigsbahn, zwischen Nürnberg und Fürth statt ,,, auf dem eingehegten Plate, welcher zu dem Verwaltungslokale der Eisenbahngesellschaft gehörte", denn das einfache Wort Bahnhof war noch nicht ge= bildet. Natürlich war ganz Nürnberg schon um 7 Uhr vollzählig zur Stelle, die Herren Aktionäre, Direktoren, und was sonst irgendetwas war, auch schon um 8 Uhr. Alle Bauten, die Eisenbahnschienen, die neun zum Teil elegant gebauten Passagierwagen", aber am meisten doch die Lokomotive wurde gebührend bewundert. Und dann war da der Lokomotivführer das größte Wundertier, direkt aus England importiert, und bekam natürlich doppelt soviel Gehalt als irgendeiner der bloß deutschen Angestellten.„ Ueberdies nahm das ruhige, umsichtige Zutrauen erweckende Benehmen des englischen Wagenlenters uns ebenso in Anspruch", schrieb der Lokal Reporter des Stutt garter Morgenblattes, zu dieser Schau nach Nürnberg entsandt. ..Wer möchte in einem solchen Mann nicht den ganzen Unterschied der modernen und der alten, wie der mittleren Zeit personifiziert erbliden! Jedes törperliche Geschick, welches gleichwohl nicht fehlen darf, tritt bei ihm in den Hintergrund, in den Dienst der verständigen Beachtung auch des Kleinsten, als eines für das Ganze Wichtigen. Jede Schaufel Steinkohlen, die er nachlegte, brachte er mit Erwägung des rechten Maßes, des rechten Zeitpunktes, der gehörigen Berteilung auf den Herd. Keinen Augenblid müßig, auf alles achtend, die Minute be rechnend, da er den Wagen in Bewegung zu setzen habe, erschien 11 Gießener Zeitung" genommen und die so entzogenen Summen für den Staat verwertet. Aber nicht in der Weise, daß man sie für die obengenannten Zwede verwendet, nein, die Hauszinssteuer dient heute in der Hauptsache den allgemeinen Staatsausgaben, sie ist mit das Rüdgrat des Etats. Das ist Unrecht. Auf eines muß ich hier noch kurz hinweisen. Das RMG. läßt ausdrücklich die freie Vereinbarung der Miete zu. Aber man räumte in den§§ 11, 19 jeder Partei das Recht ein, durch eine einfache schriftliche Erklärung die Berechnung nach dem RMG. zu wählen, die dann nach einer gewissen Frist in Kraft trat, und dieses Recht ist unverzichtbar. Jm Verlaufe der Zeit mußte fic diese Vorschrift einseitig zuungunsten des Vermieters auswirken, Was man dem Gesetzgeber vorwerfen muß, ist das, daß er übersehen hat, daß mit einer solchen Vorschrift jede Bertragstreue aufhören mußte. Es soll einmal eine Zeit gegeben haben, die unter der Devise stand: Ein Mann, ein Wort. Es soll auch einmal einen Fundamentalgrundsatz im Recht gegeben haben, der bejagte, daß Verträge gehalten werden müssen. Diesen Sag wirft das RM6. einfach zum alten Eisen. Die Vertragstreue, auf der unser ganzes Wirtschafts- und Rechtsieben beruht, zu halten, sind die Parteien nicht mehr verpflichtet; ob und wie lange sie sie wahren wollen, ist in ihr Belieben gestellt. Und das in einer Zeit, da unser Volt durch die Not dringend einer Stärfung des Rechtsgefühls und Rechtsbewußtseins bedarf, da jede Schwächung das Zusammenleben unheilvoll beeinflussen und gänzlich zerstören kann. Auf diese Weise richtet man ein Bolt nicht wieder auf. Eisenbahnbeschwerden Oberheffens. Die Abgeordneten der Deutschen Boltspartei im Landtag haben an die hessische Regierung eine Anfrage gerichtet, in der es heißt: ,, Nach dem jetzt vorliegenden Entwurf des Winterfahrplans treten erhebliche Berschlechterungen der Zugverbindungen ein, die in ganz verschärftem Maße die Provinz Oberhessen und die Provinzialhauptstadt treffen. So sind z. B. nur zwei D- Zugverbindungen von und nach Frankfurt vorgesehen, je ein Morgenund Abendzug, der immer gut bejezte Mittagzug in beiden Richtungen fällt fort, damit auch die einzige direkte Tagverbindung mit Berlin. Es ist klar ersichtlich, daß der Verkehr mit Frankfurt und Darmstadt mithin in einer Art beschränkt wird, die den Bedürfnissen der Provinz und der Wichtigkeit Gießens als Provinzialhauptstadt, als Universitäts- und Garnisonstadt und als Knotenpunkt der Main- Weserbahn, der Lahnbahn, der Hauptstrecke nach dem westfälischen Industriegebiet und der oberhessischen Bahnen in keiner Weise entspricht. Ebenso nahmen die schon vorhandenen und noch weiter geplanten Einschränkungen und Veränderungen des Zugverkehrs duf den Streden GießenGelnhausen und Gießen- Fulda und auf den damit zusammenhängenden Nebenstreden weder auf die Belange der nach Gießen fahrenden Schüler Rüdsicht, noch tragen sie der Notwendigkeit einer guten Verbindung zwischen der Provinz und der Hauptstadt zwecks Pflege der wirtschaftlichen, kulturellen und sportlichen Interessen Rechnung." Wir fragen an:„ Ist die Regierung bereit, sofort bei der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. mit allem Nachdruck dafür einzutreten, daß die Schädigungen vermieden oder wenigstens ge= mildert werden? Da der Zeitpunkt des Zusammentritts des Landtags noch unbestimmt ist, bitten wir um schriftliche Beantwortung der Anfrage." Bad Orb. Das Bad hat seine Kurtagpreise vom 1. Septem ber ab um ein volles Drittel ermäßigt. Bom 15. 9. ab findet eine weitere Ermäßigung statt. Die Konzerte der Kapelle werden bis Ende September fortgeführt werden. Wie in den Vorjahren, so wird auch in diesem Herbste und Winter die Badekur weitergeführt werden. Die Aerzte in Deutschland. Der zum ersten Male seit dem Kriege wieder er. schienene Reichsmedizinalkalender gibt folgende Angaben über die Aerzte in Deutschland. Anfang 1926 betrug ihre Zahl, mit Einschluß des Saargebietes, 44 715; bei einer Einwohnerzahl von 63 Millionen kommen also 7,10 Aerzte auf je 10 000 Einwohner, daer als der regierende Geist der Maschine und der in ihr zu der ungeheuren Kraftwirkung vereinigten Elemente". Sie mußten sich alle sehr an den neuen Anblid erst gewöhnen. Selbst der Himmel war seltsam von dem Neuen berührt, das da in Deutschland geschah. Denn dies notierte der Reporter als Reaktion des Himmels auf das menschliche Wunder: Als der Dampf sich starf zu entwickeln begann, regnete es aus der sich augenblicklich bildenden Wolke durch die etwas rauhe Mongenluft auf uns herab; ja, der Gegensatz der glühenden Dämpfe und der Atmosphäre machte, daß zugleich ein Hagelstaub niederfiel." Als sich alles ein wenig an das Wundertier gewöhnt hatte, intonierte die Landwehrmusik den rauschenden Festmarsch, hielt Herr Bür germeister Binder die angemessene Festrede. Nun wurde der Denkstein mit der Inschrift:„ Deutschlands erste Eisenbahn mit Dampfkraft. 1835." enthüllt, Seiner Majestät dem Könige ein Lebehoch gebracht. Und ein Kanonenschuß verkündete den Abgang des ersten Zuges. Fahnen schmückten die neuen Wagen, die mit 200 Personen voll besetzt waren. Die Dampfwolfen des Schornsteines verglich der Zeitungsmann anschaulich, gelehrt und poetisch mit dem schnaubenden Ausatmen eines riesenhasten antidiluvianischen Stieres". Leider dauerte die Fahrt nur 9 Minuten, aber an der zweiten Fahrt konnte auch der Journa list teilnehmen.„ Wer zum Schwindel geneigt ist, muß es freilich vermeiden, die vorüber fliegenden, näher gelegenen Gegenstände ins Auge zu fassen. Von Erschütterung ist nur soviel zu spüren, als erforderlich ist, um die Eisenbahnfahrt nicht mit einer Schlittenfahrt zu verwechseln, obschon die Empfindung der ähnlich ist, welche das Fahren in einem gut geführten Stoßschlitten auf glatter Eisbahn verursacht. Daß man ohne Zittern während des Fahrens schreiben tönne, wie eine Korre spondent neulich bemerkt hat, habe ich mit mehreren meiner Nachbarn nicht bestätigt gefunden, obgleich man mit Bequemlichkeit sich etwas notieren fann während der Fahrt." Aber das Zusehen bei der ersten Fahrt hatte ihm doch noch mehr Spaß bereitet, als die Teilnahme an der zweiten. Das Volt Nr. 37. bei sind( die rund 3000) Assistenz- und Volontärärzte mitgezählt. Ein starker Rüdgang macht sich im Medizinstudium geltend, besonders bei den weiblichen Studierenden, doch ist für Nachwuchs immer noch reichlich gesorgt. Die Zahl der weiblichen Aerzte hat sich seit 1913 von 195 auf 1627 gesteigert. Von ihnen sind 116 Kinder- und nur 43 Frauenspezialiſtinnen, die anderen üben allgemeine Praris aus. Die Gebühren bei der Steuerbeschwerde. Die Gebühren betragen nach§ 289 Abs. 2 der Reichsabgabenordnung zurzeit: bei einem Bert ber fortigen Struer in Cinforub. Belderte, m frotanglec im Berufung beriabren erriahren beifade Gebühr 9382588 R.-M. 20 M.-M. 2 M.-M. 60 2 4 3 100 3 6 9 200 12 300 9 18 400 12 24 500 15 30 600 18 36 700 21 42 800 24 48 900 27 54 81 1000 30 60 90 1100 32 64 96 1200 34 102 1300 36 72 108 1400 38 76 114 1500 40 80 120 1600 42 126 1700 44 132 1800 46 138 1900 48 144 2000 50 150 96 100 Für die Berechnung der Gebühr ist nicht der strittige Steuerwert( z. B. die Höhe des Einkommens), sondern der Steuerbetrag maßgebend. Neben den Gebühren nach vorbezeichneter Tabelle kommt noch eine Pauschalgebühr für Auslagen(§ 292 RAD.) in Höhe von 15 Prozent der Tabellengebühr in Ansatz, höchstens 50 R. Mt., mindestens 1 R.-Mt. Besondere Auslagen der Rechtsmittel bezw. Finanzbehörde werden außerdem von dieser noch gesondert in Rechnung gestellt(§ 290 RAD.). Auswertung von Versicherungsansprüchen. Die Ansprüche aus Versicherungen find nur zum Teil durch das Aufwertungsgesetz geregelt worden. Die übrigen haben inzwischen ihre Regelung gefunden durch die Durchführungsver ordnungen, deren letzte am 22. Mai ds. Js. erschienen ist. Da nach ergibt sich folgender Tatbestand: Durch das Aufwertungsgesetz werden erfaßt: Lebensversicherungsverträge; als solche gelten Versicher ungen auf den Lebensfall, auf den Todesfall, Kapitalversicherung, Rentenversicherung, ferner Invaliditäts-, Alters, Witwen, Waisen, Aussteuer- und Militärdienst- Versicher ung, gleichviel ob auf Rapital oder Rente. 2. Kranken, Unfall. und Haftpflichtversicherungsverträge, für die nach den gesetzlichen Bestimmungen oder nach der Vorschrift der Aufsichtsbehörde vor dem 14. Februar 1924 ein Prämien Reservefonds gebildet werden mußte. Hierbei ist zu bemerken, daß Haftpflichtversicherungsverträge mit unbegrenzter Dedung nicht unter das Aufwertungsgeseh fallen; sie sind durch die Durchführungsbestimmungen geregelt und werden weiter unter behandelt. Diese beiden Gruppen werden so aufgewertet, daß eine Teis lungsmasse gebildet wird, aus der nach einem bestimmten Teilungsplan die Versicherten befriedigt werden. In die Teilungsmasse( Auswertungsstod) fällt das gesamte aufgewertete Bermögen der Versicherungsunternehmungen und ein gegebenenfalls aus dem sonstigen Vermögen des Schuldners zu leistender Beitrag. jubelte, Pferde wurden scheu, Kinder begannen zu weinen, auch vernunftbegabte Menschen konnten ein Beben nicht unterdrücken. Am erhebendsten aber war es, zu wissen, wie herrlich weit man es mal wieder gebracht hatte. Nürnberg Fürth lief schließlich nur über eine Strecke, die heute von elektrischen Straßenbahnen weit übertroffen wird. Nun aber trat Friedrich List mit dem Plan eines Eisenbahnneges auf, das ganz Deutschland umfaßte. Seine Eisenbahnfarte hatte in Hersfeld und Hannover, in Leipzig und Magdeburg, besonders aber in Berlin ihre Knotenpuntte; Endstationen waren Basel, Lindau und München im Süden, Köln im Westen; die Strecken erreichten in den drei Hansestädten, in Stettin und Danzig das Meer; Breslau und Prag waren die äußersten Punkte im Südosten. Es war eine Eisenbahnfarte, der die Entwicklung Recht gegeben hat. Aber für seine Zeit war er allen seinen Landsleuten weit voraus. Zudem schickte ihn seine jämmerliche Zeit auf den Hohenafperg, von wo er nach Amerifa flüchtete. Als die Julirevolution ihn in die Heimat zurüdrief, lehnte Hamburg seine Eisenbahnpläne ab, war König Ludwig von Bayern auf seinen Donau- Main- Kanal zu sehr versessen, als daß er noch für anderes Sinn hatte. Aber Leipzig, das ohne Wasserstraßen war, brauchte im Zollverein neue Verkehrswege. Dort fand er unternehmungsfreudige Kaufleute in Wilhelm Senfferth, Dufour Feronce, Lampe und Gustav Harkort, dem Bruder des Westfalen Friedrich. Die gaben für anderthalb Millionen Attien aus, aber schließlich brauchte man das dreifache für die Strede Leipzig- Dresden. Schwierigkeiten waren natürlich genug vorhanden. Die Aerzte warnten. Ein menschliches Gehirn, mit solcher Geschwindigkeit durch den Raum getrieben, müsse notwendiger Weise schwindlig, verwirrt, Derrüdt werden. Und wenn jeder Reisende schließlich diese Gefahr auf sein eigenes Risiko nähme, dann müßte wenigstens cine vorsorgliche Landesregierung die nichtfahrenden Spazier gänger, an denen so ein Dampfzug mit solcher fürchterlichen Geschwindigkeit vorüberführe, vor dem Verrüdtwerden schützen. Sonnabend, ben 11. Ge Bei der Verteilung wer Gläubiger, die in der Zeit vo 1924 die Leistung angenommen Leistung vorher angenommen, haben. Dies ist also die glei theten. Eine Anmeldung der Ansp zu erfolgen, die einen Vorbeha mirkung wird die Aufwertung men. Lo Sonntag Frühling und Sommer, d baben uns wieder soviel Geleg derbuche der Natur zu lesen. Walten eines unsichtbaren groß Die Spuren des Ewigen die Erde, berühren Land und Sterne, wieder zurück auf die das kleine, stille Kämmerlein i Wie draußen in blühender der Erkenntnis aufgeschlagen, f tern in einem wunderbaren Gef in jeder Sekunde dieses Leben Innern spricht eine Stimme, di ob du fragst oder nicht. Abend ist es. Dein Tagew Arbeit ließen Dir nur vielleich Vielleicht hast du Not gelindert Weinenden die Tränen getrodn leiner lobt dich dafür. Und doch klingt es wie ein Jm Sonnenlicht des Tages vollbracht. Ein böser Geist hat es niemand gesehen, kein Mens Wert. Und doch klopft einer an sein hört er die Stimme seines Klä tönen, überhören, erstiden. Der seiner Seelentüre und wenn in Stimme schwächer ist-- wen sein Mahnen lauter und mand durch das laute Pochen des Wä läftigen Rufer je zum Schweigen mit seinem heiligen Gesetze im Wir haben ihn draußen ge feine Spuren geführt durch die Gartenbau- und Ele In den Tagen vom 11. bi Boltshalle eine große Gartenba statt. Die erstere behandelt u. a Erzeugnisse, Gemüsebau, Blume bekämpfung, Maschinen usw. faßt 18 Gruppen und gibt einen der Elektrizität im Haushalte, Gleichzeitig mit den Ausstellu verein eine Werbewoche, verb werb, Blumentorso, Konzerten feft, auf dem Schwälmer, E Trachten vertreten sein werden. Kassel. Der 51. Deutsche faft 1000 Abgeordneten aus all aus Desterreich besucht war, be Düsseldorf abzuhalten. Aus der dag infolge der ungeheuren St nem Verhältnis zu den Unkos Zuschußbetriebe geworden sind. verdienter Vorsitzender der ein verbände zu Ehrenmitgliedern des Rhein- Main- Gastwirteverb verbandes, Schauber in Darmst Die ganze Strede müßte von di damit man den Zug nicht sähe weil ihm der Damm den Wind Kadi, weil nun die Bauern, waren, weniger Getreide erntet lerte. Bei Oberau wurde ein hob das Medizinal- Kollegium Leute setzten sich bei dem plötzl Selaganfälle aus. Aber am eröffnet. Zwei Züge standen i voll besetzt. Am Fahrkartenfa geben, daß Kleider zerrissen wurde vom Reporter des Leip nister des Innern gebührend b Majestät den König ausbrachte fort und Oberingenieur Hauptn bes Zivildienstordens schmückte. festlich geschmückten Wagen ab Lokomotiven Stephenson und El rung englischer Maschinisten, brause und dem Jubel der Ehrenpforten jehlten auf der Rieja führte eine herrliche B Elbe, aber der Viadukt bei Ri let, die mit lauten Ausbrüche Großenheim begrüßte den Zug Meter lange Tunnel vor Ober Sergleute bildeten beiderseits mites ihr ,, Glück auf!" In 3ag von Equipagen eingeholt Tüden wintten. Kommunalg rat, Stadtverordnete, Regierun häuser und Kreti und Pleti un schehen. Die Dresdener Gasthöf dem Bahnbau, 7000 Frembe b a Nr. 37. Nr. 37. 0) Assistenz- und Bolontärärzte er Rüdgang macht sich im Mebesonders bei den weiblichen ür Nachwuchs immer noch reich der weiblichen Aerzte hat sich 627 gesteigert. Von ihnen sind 43 Frauenspezialistinnen, die ne Praxis aus. Dei der Steuerbeschwerde. n nach§ 289 Abs. 2 der Reichsabim Berufungs An TE dje berfahren zwei fache Gebilhr R.-M. im Rechtsbeherber berfahren breifade Gebühr 2 R.-M. 6 4 3 9 18 24 36 30 45 42 48 72 54 81 60 90 64 68 102 72 108 76 80 120 84 126 88 132 92 138 96 144 100 150 114 Gebühr ist nicht der strittige SteuerEinkommens), sondern der Steuerbenach vorbezeichneter Tabelle kommt ir Auslagen(§ 292 RAO.) in Höhe engebühr in Ansah, höchstens 50 R.. Besondere Auslagen der Rechtsde werden außerdem von dieser noch tellt(§ 290 RAO.). Versicherungsansprüchen. ersicherungen sind nur zum Teil durch eregelt worden. Die übrigen haben gefunden durch die Durchführungsver122. Mai ds. Js. erschienen ist. DaTatbestand: sgesetz werden erfaßt: erträge; als solche gelten Versicher nsfall, auf den Todesfall, Kapitalver icherung, ferner Invaliditäts-, Alters, lussteuer- und Militärdienst- Versicher f Aapital oder Rente. und Haftpflichtversicherungsverträge, eglichen Bestimmungen oder nach der htsbehörde vor dem 14. Februar 1924 fonds gebildet werden mußte. Hierbei Haftpflichtversicherungsverträge mit Sonnabend, den 11. September 1926. Bei der Verteilung werden berüdsichtigt alle diejenigen Gläubiger, die in der Zeit vom 15. Juni 1922 bis 14. Februar 1924 die Leistung angenommen haben; ferner diejenigen, die die Leistung vorher angenommen, aber einen Vorbehalt gemacht haben. Dies ist also die gleiche Regelung, wie bei den Hypotheten. Eine Anmeldung der Ansprüche braucht nur bei denjenigen zu erfolgen, die einen Vorbehalt gemacht haben; bei der Rüdwirkung wird die Auswertung auch ohne Anmeldung vorgenom men. I nicht unter das Aufwertungsgeseh die Durchführungsbestimmungen geveiter unter behandelt. werden so aufgewertet, daß eine Teiaus der nach einem bestimmten Teibefriedigt werden. In die Teilungsfällt das gesamte aufgewertete Vernternehmungen und ein gegebenenfalls gen des Schuldners zu leistender BeiLokales. Sonntagsgedanken. Frühling und Sommer, das Blühen, Werden und Reifen haben uns wieder soviel Gelegenheit gegeben, im großen Bilderbuche der Natur zu lesen. Und überall fanden wir das Walten eines unsichtbaren großen Geistes. eu, Kinder begannen zu weinen, auch konnten ein Beben nicht unteraber war es, zu wissen, wie herrlich gebracht hatte. ,, Gießener Zeitung" Offenhaltung der Ladengeschäfte am 12. und 19. Septem ber 1926. Aus Anlaß der in den Tagen vom 11. bis 19. Septem ber ds. Js. hier stattfindenden Gartenbau- und Elektrizitätsaus. stellung sind auf Grund des§ 105 b bj. 2 der G.D. am Sonn. tag, den 12. und 19. September ds. Js. alle Geschäfte in der Zeit von 11 Uhr vormittags bis 3 Uhr nachmittags, die Lebens, genugmittel und Zigarrengeschäfte von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags geöffnet. Die Spuren des Ewigen gehen vom weiten Weltall über die Erde, berühren Land und Meere, führen über Sonnen und Sterne, wieder zurüd auf die Erbe, und gehen sogar hinein in das kleine, stille Kämmerlein im Innern eines jeden Menschen. Wie draußen in blühender Welt uns der Schöpfer sein Buch der Erkenntnis aufgeschlagen, so spricht ewig aus zahllosen Blät tern in einem wunderbaren Gesetzesbuch der Meister des Rechtes in jeder Sekunde dieses Lebens zu uns. In jedes Menschen Innern spricht eine Stimme, die unverlangt zu reden beginnt, ob bu fragst oder nicht. Abend ist es. Dein Tagewerk ist vollbracht. Stunden der Arbeit liegen Dir nur vielleicht Minuten für eine gute Tai Vielleicht hast du Not gelindert, einen Armen getröstet, einem Weinenden die Tränen getrodnet. Niemand hat es gesehen, feiner lobt bich dafür. Straßensperre. Zweds Vornahme von Reubefestigungsarbeiten ist das Stüd des Afterwegs zwischen Schillerstraße und Nordanlage von Donnerstag, den 9. September 1926 ab bis auf weiteres für jeglichen Fahrverkehr gesperrt. Zweds Vornahme von Straßenbauarbeiten ist die Westanlage zwischen Bahnhofund Frankfurterstraße bis auf weiteres für jeglichen Fahrverfehr gesperrt. Und doch flingt es wie ein höchstes Lob durch deine Seele. Jm Sonnenlicht des Tages hat ein anderer eine dunkle Tat vollbracht. Ein böser Geist hat sein Hand geführt. Wieder hat es niemand gesehen, tein Mensch um ihn weiß von des Bösen Wert. fer schöne Sport ist, so hat er auch seine Nachteile, die von Jahr zu Jahr größer werden. Jetzt ziehen die Hochspannungsleitun gen überall über die Felder und nicht selten sind die Meldungen, daß durch einen Drachen, der an eine solche HochSpannung fam, ein Unglüd geschehen ist. Dieser Tage kam erst ein Junge, der seinen Drachen an einem dünnen Draht befestigt hatte, mit der Hochspannung in Berührung und erlitt sehr schwere Brandwunden. Nicht selten sind auch Todesfälle auf diese Art. Darum Vorsicht! * Erhobene Anzeigen in verkehrspolizeilicher Hinsicht. In Der Zeit vom 1. bis 31. August 1926 wurden folgende Anzeigen wegen Zuwiderhandlungen durch Fahrzeugführer bezw. Kraft- u. Radfahrer gegen verkehrspolizeiliche Vorschriften erhoben: 28 Anzeigen wegen Fahrens zur Nachtzeit ohne hellbrennende Laterne; 10 Anzeigen wegen Fahrens auf Bürgersteigen; 2 Anzeigen we gen Fahrens mit übermäßiger Geschwindigkeit; 7 Anzeigen wegen Fahrens, ohne die rechte Straßenseite einzuhalten; 41 Anzeigen wegen Fahren durch gesperrte Straßen und 16 Anzeigen wegen sonstiger Zuwiderhandlungen in verkehrspolizeilicher Hinficht. Und doch klopft einer an seiner Herzenstammer und zitternd hört er die Stimme seines Klägers. Sie läßt sich nicht übertönen, überhören, erstiden. Der ewige Mahner flopft weiter an seiner Seelentüre und wenn im Lärm des Tages auch seine Stimme schwächer ist wenn der stille Abend kommt, wiro sein Mahnen lauter und manche Nacht schon wurde schlaflos durch das laute Pochen des Wächters. Kein Mensch hat diesen lästigen Rufer je zum Schweigen gebracht. Es ist der Gesetzgeber mit seinem heiligen Gesetze im Innersten des Menschen. Wir haben ihn draußen gefunden in blühender Welt und seine Spuren geführt durch die Herzen der Menschen. * * Dienststunden des Polizeiamts. Dienststunden des Polizeiamts für den Publikumsverkehr ab 15. September If. Js. find von 8 Uhr vormittags bis 12% Uhr mittags und von 3 bis 6 Uhr nachmittags. Samstags von 8 bis 12% Uhr mittags. Für Samstag Nachmittag ist in der Zeit von 4%-5% Uhr ein Eil. dienst eingeführt, bei dem aber nur Anträge, die unaufschiebbar find, erledigt werden können. * Von der Universität. Der Professor für innere Veteri närmedizin, Dr. Wilhelm 3 wid aus Gießen, ist mit Wirkung vom 1. Oktober 1926 an zum Professor für Veterinärhygiene und Seuchenlehre bei der veterinärmedizinischen Fakultät unserer Landesuniversität ernannt worden. Gartenbau und Elektrizitätsausstellung. In den Tagen vom 11. bis 19. September findet in der Boltshalle eine große Gartenbau- und Elektrizitätsausstellung statt. Die erstere behandelt u. a. die Gebiete Obstbau und seine Erzeugnisse, Gemüsebau, Blumen und Bienenzucht, Schädlingsbekämpfung, Maschinen usw. Die Elektrizitätsausstellung um faßt 18 Gruppen und gibt einen Ueberblick über die Verwendung der Elektrizität im Haushalte, Handwerk, in der Industrie usw. Gleichzeitig mit den Ausstellungen veranstaltet der Verkehrsverein eine Werbewoche, verbunden mit Schaufenster- Wettbewerb, Blumentorso, Konzerten und einem oberhessischen Volksfeft, auf dem Schwälmer, Schlitzerländer und Hüttenberger Trachten vertreten sein werden. Aus Nah und Fern. Wiesed. Auf dem Tanzboden verunglüdt ist ein 15 Jahre altes Mädchen in Alten- Bused. Einer der Burschen, dem das Mädchen den Tanz abschlug, stellte ihm beim Tanzen hinterrüds ein Bein. Das Mädchen fiel so unglücklich bin, daß es einen Knöchelbruch und innere Verlegungen davonirug. Bad Nauheim. Der Nachbarort Obermörlen besitzt in Lon= don ein Legat von 15 bis 16 000 englischen Pfund( über 300 000 Mart), die Hinterlassenschaft eines von Obermörlen nach Eng land Ausgewanderten namens Hed. Obermörlen verhandelt gegenwärtig mit den englischen Behörden wegen Freigabe des Rapitals, um einen neuen Häuserblod zu errichten, um der dort bestehenden Wohnungsnot ein Ende zu machen. * Aus dem hessischen Kindergottesdienstverband. Am 11. und 12. ds. Mts. findet die erste Landesversammlung des Hess. Kindergottesdienstverbandes in Mainz statt. Wer selbst in der Arbeit des Kindergottesdienstes steht, hat wohl öfters schmerzlich bedauert, daß auf diesem unendlich wichtigen Gebiete so außer ordentlich wenig gegenseitige Fühlung vorhanden war. Ueber diese Not will nun der neugegründete Kindergottesdienstverband hinweghelfen. Ein reichhaltiges Programm der diesjährigen Landesversammlung in Mainz lädt alle Freunde ihrer Sache herzlichst ein und gibt ihnen Gelegenheit, aus dem Munde be währter Fachleute über ihre Erfahrungen und alle einschlägigen Fragen der Kindergottesdienstsache zu hören. Kassel. Der 51. Deutsche Gastwirtetag in Kassel, der von fast 1000 Abgeordneten aus allen Teilen Deutschlands und auch aus Desterreich besucht war, beschloß, den Verbandstag 1927 in Düsseldorf abzuhalten. Aus dem Jahresbericht ist hervorzuheben, daß infolge der ungeheuren Steuerlasten, deren Höhe in gar feinem Verhältnis zu den Unkosten steht, die Betriebe vielfach Zuschußbetriebe geworden sind. Dann wurde eine große Anzahl verdienter Vorsitzender der einzelnen Landes- und Provinzialverbände zu Ehrenmitgliedern ernannt, darunter der Vorsitzende des Rhein- Main- Gastwirteverbandes und des Hessischen Landesverbandes, Schauber in Darmstadt. schließlich nur über eine Strecke, die raßenbahnen weit übertroffen wird. Liſt mit dem Plan eines Eisenbahnhland umfaßte. Seine Eisenbahnkarte annover, in Leipzig und Magdeburg, in ihre Knotenpunkte; Endstationen München im Süden, Köln im Westen; den drei Hanſeſtädten, in Stettin und lau und Prag waren die äußersten s war eine Eisenbahnkarte, der die n hat. Aber für ſeine Zeit war er veit voraus. Zudem schichte ihn seine Hohenasperg, von wo er nach Ameulirevolution ihn in die Heimat zu Jeine Eisenbahnpläne ab, war König seinen Donau- Main- Kanal zu sehr für anderes Sinn hatte. Aber Leipzen war, brauchte im Zollverein neue id er unternehmungsfreudige Kaufth, Dufour- Feronce, Lampe und Gustav Friedberg. Dem Dichter in urwüchsiger oberhessischer Mundart Peter Geibel, der vor 25 Jahren starb, soll an seinem Geburtshause in Klein Karben eine Gedenktafel gestiftet werden. Man hofft, die Tafel am 17. Oktober enthüllen zu tönnen. Friedberg.( Gewerbeschule.) Die Gewerbeschule zu Friedberg mit ihren Sonderabteilungen für Bauhandwerker, Metallgewerbe, Dekorationsmaler und Weißbinder und anderen ähn lichen Berufsarten kündigt wieder, wie aus dem heutigen Inse rat ersichtlich ist, für das kommende Winterhalbjahr ihre Tätigkeit an. Wir möchten im Interesse des ganzen Handwerkerstandes nachdrücklichst auf diese Ankündigung hinweisen und den Wert der theoretischen Ausbildung des handwerklichen Nachwuchses besonders unterstreichen. Die theoretische Ausbildung ist mindestens der praktischen gleich zu erachten. Dieselbe eröffnet dem strebsamen Handwerker die richtige Perspektive für seinen Wirkungsfreis, macht ihn vertraut mit der Formen- und Farbenwelt, mit alten und neuen Techniken und Konstruktionen, mit seinen Materialien und seiner Berufsgeschichte, vermittelt ihm die Kenntnis von der Buch- und Rechnungsführung, die unbedingt nötige Grundlage jeder handwerklichen Eristenz, be senders in der heutigen Zeit; furz die theoretische Ausbildung bildet die Grundlage für die Qualitätsarbeit, und dies ist der Weg zu Ansehen und Verdienst. Von unserer Industrie, die sich das Handwerk in dieser Beziehung zum Vorbilde nehmen sollte, ist der Wert der theoretischen Ausbildung schon lange richtig erkannt worden; sie richtet für dieselbe mit großem Kostenaufwand eigene Schulen ein. Mögen also die Handwerksmeister auch ihren ganzen Einfluß geltend machen, um ihre Lehrlinge und Junggesellen in der meist stillen Winterzeit der Schule zuzuführen. Das so angelegte Kapital wird sich gut verzinsen zu ihrem eigenen Nutzen und dem des ganzen Handwerferstandes. Der Besuch der Gewerbeschule ist umso mehr zu empfehlen, als die Abgangsprüfung nach erfolgreichem Besuche die Befreiung von dem theoretischen Teil der Meisterprüfung im Gefolge hat. Außerdem sind diejenigen, die im Winter eine hessische Gewerbeschule besuchen, im darauffolgenden Sommer von dem Besuche der gewerblichen Fortbildungsschule befreit. Letzteres kommt den Wünschen der Handwerksmeister sehr entgegen, weil sie dann ihre Lehrlinge ohne jede Unterbrechung in der praktischen Werkstattlehre unterweisen können. * Vereinigung für hessische Kirchengeschichte. Anläßlich des 25jährigen Bestehens veranstaltet die Vereinigung am Montag, den 27. ds. Mts., nachmittags 3 Uhr, in Friedberg, Saal des Prediger- Seminars, eine Hauptversammlung, bei welcher Interessenten willkommen sind. Es werden sprechen Prälat D. Dr. Diehl über: 25 Jahre Arbeit auf dem Gebiete der hessischen Kirchengeschichte, und Archivrat Dr. Herrmann über: Die tirchliche Inventarisation in Hessen und ihr Ertrag. * Hessen in Berlin. Wir machten unseren Lesern unlängst Mitteilung von der Gründung eines„ Vereins der Hessen in Berlin". Wie uns von dem Schriftführer der Vereinigung mitgeteilt wird, findet der nächste Hessenabend in Berlin am 18. September, abends 8 Uhr, im Hotel„ Russischer Hof", Georgenstraße 21-22,( unmittelbar am Bahnhof Friedrichstr.) statt. Die Vereinigung bittet unsere Leser wiederholt, Adressen von in Berlin lebenden Hessischen Verwandten oder Bekannten an Ministerialamtmann Kriegbaum in Berlin- Halensee, JohannGeorgstraße 12, zu senden. Diese werden dann regelmäßig Einladungen zu den Hessen- Abenden erhalten. Auch vorübergehend in Berlin anwesende Hessen sind zu dem Hessen- Abend am 18. September freundlichst eingeladen. * Vorsicht beim Drachensteigenlassen. Alljährlich, wenn die Felder abgemäht sind und die Stoppeln aus der Erde ragen, beginnt die Zeit des Drachensteigenlassens. So unschuldig dieJahre 1839 fast 50 000. Welches Geschäft! Und welcher Segen war diese Bahn! Nur List hatte nicht viel davon gespürt. Seine Hypochondrie und Grobheit waren daran schuld, daß er sich vorher mit dem Direktorium verkracht hatte, so daß er mit einem Ehrengeschenk von viertausend Talern zufrieden sein mußte. Eine Aktie erhielt er nicht. Dafür ging er nach Magdeburg, von wo aus der Oberbürgermeister Frande die Bahn nach Leipzig bauen wollte. Die ganze Strecke müßte von dichten Planten umgeben werden, damit man den Zug nicht sähe. Ein Windmüller prozessierte, weil ihm der Damm den Wind abfinge, ein anderer lief zum Radi, weil nun die Bauern, deren Felderstreden enteignet waren, weniger Getreide ernteten, was seinen Verdienst schmä lerte. Bei Oberau wurde ein Tunnel erbaut, und wieder erhob das Medizinal- Kollegium seine warnende Stimme. Aeltere Leute setzten sich bei dem plötzlichen Luftwechsel der Gefahr der Schlaganfälle aus. Aber am 7. April 1839 wurde die Bahn eröffnet. Zwei Züge standen in Leipzig bereit und waren beide voll besetzt. Am Fahrkartenschalter hatte es ein Gedränge ge= geben, daß Kleider zerrissen wurden. Unter den Ehrengästen wurde vom Reporter des Leipziger Tageblattes der Herr Minister des Innern gebührend bemerkt, der das Hoch auf Seine Majestät den König ausbrachte und die Herren Direktor Harfort und Oberingenieur Hauptmann Kunz mit dem Ritterkreuz des Zivildienstordens schmückte. Harkort nahm die Parade der festlich geschmüdten Wagen ab, um 2 Uhr zogen die beiden Lokomotiven Stephenson und Elephant, natürlich unter der Füh rung englischer Maschinisten, an unter Gepfeife, Gestöhne, Gebrause und dem Jubel der Bevölkerung. Böllerschüsse und Ehrenpforten fehlten auf der ganzen Strede nirgends. Hinter Riesa führte eine herrliche Brücke auf elf Pfeilern über die Elbe, aber der Viadukt bei Röderau hatte vierundsechzig Pfei= let, die mit lauten Ausbrüchen der Freude begrüßt wurden. Großenheim begrüßte den Zug mit seiner Musikfapelle, der 500 Meter lange Tunnel vor Oberau war durch Lampen erleuchtet. Bergleute bildeten beiderseits Spalier und riefen bewegten Gemütes ihr„ Glück auf!" In der Residenz Dresden wurde der Zug von Equipagen eingeholt, daraus holde Frauen mit den Tüchern winkten. Kommunalgarde stand am Bahnhof, Stadtrat, Stadtverordnete, Regierung, Militär, Schulen und Waisenhäuser und Kreti und Pleti ungezählt. Das Wunder wat ge schehen. Die Dresdener Gasthöfe hatten im Jahre 1828, also vot dém Bahnbau, 7000 Fremde beherbergt, nun wurden es im Westfalen Friedrich. Die gaben für tien aus, aber schließlich brauchte man ede Leipzig- Dresden. Schwierigkeiten orhanden. Die Aerzte warnten. Ein it solcher Geschwindigkeit durch den otwendiger Weise schwindlig, verwirrt, enn jeder Reisende schließlich diese Ge Risiko nähme, dann müßte wenigstens regierung die nichtfahrenden Spazier Dampfzug mit ſolcher fürchterlichen Gere, vor dem Verrücktwerden schüßen. Bad Orb. Jn Bad Orb hat die Stadtverordnetenversammlung bei der Beratung des Haushaltsvoranschlages beschlossen, den Etat der Latein- und der Töchterschule unter der Bedingung zu genehmigen, daß beide Schulen spätestens ab 1927 zusammengelegt werden, weil die Stadt nicht in der Lage ist, in Zukunft so große Zuschüsse zu tragen. Es soll ein unparteiischer Schulmann gehört und die notwendigen Arbeiten einer Kommission übertragen werden. Bei dem Titel ,, Volksschule" wurde beschlossen, die Hilfsschule abzubauen und zwar schon vom 1. Oktober ds. Js. ab. durchaus Privatbahnen waren, weil dadurch die Chausseegeldeinnahmen geringer würden, auch die Post geschädigt würde. Zudem konnte Bismard erzählen:„ Als der Bau einer Eisenbahn von Berlin nach Magdeburg projektiert wurde- es lag damals das Berlin- Anhalter Projekt vor und gleichzeitig ein Berlin Leipziger und ein Berlin- Magdeburger ba erklärte die damalige preußische Regierung, sie hätte ganz genau den Gesamtverkehr zwischen diesen Orten festgestellt und sich überzeugt, daß der Gesamtverkehr, der überhaupt zwischen Berlin und den vorbenannten Orten bestände, nicht eine einzige Eisenbahnlinie ernähren könnte". Es war übrigens anderswo basselbe. Thiers sagte, man müsse in Paris so etwas als Spielzeug haben, aber das würde niemals weder einen Reisenden noch ein Gepäd befördern. Für die deutschen Staaten fam die Schwierigkeit hinzu, daß man für einen Eisenbahnbau eine Anleihe hätte aufnehmen müssen; eine Anleihe aber nicht ohne reichsständische Versammlung aufgelegt werden dürfe, aber die hatte man weder, noch wollte man sie haben. Erst die militärische Notwendigkeit einer Ostbahn, erst die Erkenntnis, daß Ostpreußen ohne eine Bahn von Berlin nach Königsberg nicht zu schützen sei, brachte Friedrich Wilhelm IV. dahin, den Vereinigten Landtag zu berufen, der aber ohne die gewünschte Bewilligung wieder nach Hause geschidt wurde. Auch als Bismard Minister geworden war, verhinderte sein Konflikt mit der Boltsvertretung Anleihen, Bewilligungen und den Bau von Staatsbahnen. Aber gefährlich erschien es doch schon, dem priDaten Kapital mit der Verfügung über allen Verkehr schrankenlose Macht einzuräumen. So wurde denn Verstaatlichung das Jdeal. Aber Bismards Plan einer Reichsbahn, der dem Reiche durch sehr beträchtliche Einnahmen das Schidjal erspart hatte, der läftige Koftgänger der Einzelstaaten zu sein, scheiterte am Widerspruch der Mittelstaaten, die ihre Selbständigkeit wahren wollten. Go blieben die Einzelstaaten im Besize ihrer BahПen, nur daz 1897 eine preußisch- hessische Eisenbahngemeinschaft begründet wurde. Die maßgebenden Herrschaften in Berlin hielten sich noch zurüd. Dem alten König schien es doch ein bißchen unanständig zu sein, daß er mit seinen Berlinern zusammen im selben Zuge nad) Potsdam fahren sollte. ,, Kann mir feine große Glüdseligkeit dabei vorstellen", meinte er ,,, ob einige Stunden früher in Potsdam antommen oder nicht!" Der Generalpostmeister von Nagler aber rief: Dummes Zeug! Ich lasse täglich mehrere sechssitzige Postwagen nach Potsdam fahren, und es sitzt niemand drinnen; nun wollen die Leute gar eine Eisenbahn dahin bauen. Wenn sie ihr Geld absolut los fein wollen, so sollen sie es doch lieber zum Fenster hinauswerfen, che sie es zu einem solchen unsinnigen Unternehmen hergeben." Aber der Thronfolger schwärmte für die Eisenbahn, so wurde erst ein preußisches Eisenbahngesetz, danach die Berlin- Potsdamer Bahn geschaffen, die täglich bald zwei-, sonntäglich gar viertausend Menschen beförderie. Aber als Borsig seine erste deutjaje Lokomotive dem Direktorium der Bahn anbot, erhielt er die Antwort, man hätte englische, also bewährte Maschinen und einen Vertrag mit der englischen Maschinenbauanstalt, welche lieferte. Im Jahre 1841 wurde die Berlin- Anhalter Bahn eröffnet. Borjig durfte seine Maschine„ Borsig" vorführen. Die Herren Engländer spöttelten, aber die Maschine bewährte sich, und die Anhalter Bahn bekam deutsche Lokomotiven. Im Jahre 1846 verließ die hundertste, 1848 die zweihundertste Maschine die Borsigsche Fabrik. Die Regierungen und Behörden standen dem neuen Ding doch noch voller Mißtrauen gegenüber, so daß die ersten Bahnen Sonnabend, den 11. September 1926. Darmstadt. Der Mittelrheinische Berband evangelischer Arbeitervereine, der in diesem Jahre auf eine 35jährige Geschichte und Arbeit zurüdbliden tann, hält seine diesjährige Tagung am Samstag, den 11. und Sonntag, den 12. September ds. Js. in Darmstadt ab. Ramhafte Führer des Gesamtverbandes evangelischer Arbeitervereine haben ihre Teilnahme bereits zugesagt, so daß die Tagung, die sich mit sehr wichtigen Fragen beschäftigt, eine recht bedeutsame werden wird. Außer der Vertretertagung sind folgende Veranstaltungen vorgesehen: Gamstag, den 11. Geptember, abends 8% Uhr, eine Begrüßungsfeier im Bereinshaus Feierabend" Stiftstr. 51, Sonntag, den 12. September, vormittags 10 Uhr, Festgottesdienst in der Stadttirche. Festprediger Herr Pfarrer Bogel- Darmstadt. Nach mittags 3% Uhr findet im großen Festsaal der Turngemeinde am Woogsplatz eine Nachfeier unter Mitwirkung der Gesangsabteilungen der Verbandsvereine statt. Alle Mitglieder und Freunde der evangelischen Arbeitervereinssache sind zur Teilnahme an allen diesen Veranstaltungen herzlichst eingeladen. Gladenbach. Beim Benzineinnehmen lief hier einem Motorradfahrer ein Teil der gefährlichen Flüssigkeit über. Durch einen achtlos fortgeworfenen Zigarettenstummel entstand plötzlich ein Brand, durch den ein danebenstehender sechsjähriger Knabe schwere Brandwunden an beiden Beinen davontrug. Dillenburg. Regierungsrat Dr. Bünger, der bisher die Landratsgeschäfte des Dillkreises vertretungsweise führte, ist jetzt zum fommissarischen Landrat des Dillkreises ernannt worden. Weilburg. An der von den meisten Automobilisten sehr gefürchteten sog.„ Kanonenede" bei Weilburg rannte ein Motor: radfahrer mit einem Auto zusammen. Das Auto sowie das Motorrad wurden start beschädigt. Der Motorradfahrer, ein Herr aus Braunfels, erlitt eine Gehirnerschütterung und meh= rere Brüche. Kirberg( KreisLimburg). Am 11. und 12. September findet hier die diesjährige große Jungbauerntagung statt, die Stadttheater Gießen Abonnements- Einladung. In der Spielzeit 1926/27, die vom 5. Oftober 1926 bis Ende April 1927 dauert, werden an, den Tagen Dienstag, Mittwoch, Freitag und Sonntag je 28 Abonnementsvorstellungen stattfinden; die Vorstellungen beginnen an den Werktagen um 7% Uhr, am Sonntag um 7 Uhr. Die Abonnementstarten find gegenüber den Tageskarten wesentlich billiger; bei Nicht benutzung der Abonnementstarten fönnen, wie bisher, für Schauspiel und Operette Gutscheine gegen Entrichtung einer Gebühr gelöst werden, die für die gesamte Spielzeit, auch für die Sonntagsvorstellungen, Gültigkeit haben. Der Preis für die 28 Vorstellungen einschließlich der Operettengastspiele sowie einer Opernvorstellung beträgt mit Steuer: Projzeniumsloge, Rangloge und 1. Rang- Borderplatz 110 Rm. 1. Sperrsitz, 1. Rang- Mitte und Logen- Rüdplay 2. Sperrig und 1. Rang- Rückplatz 3. Sperrig und 2. Rang- Vorderplaz 2. Rang- Mitte 2. Rang- Rüdplatz 86 " 71 47 33 31 " 28 " Die Ausgabe und Bezahlung der Abonnementskarten erfolgt in fieben Raten. Anmeldungen zum Abonnement sind bis spätestens 20. September 1926 nur schriftlich an die Stadtverwaltung Gießen, Bergstraße, Zimmer Nr. 12, unter Angabe des Abonnements. tages und der Aufschrift ,, Theater- Abonnement" zu richten. Die letztjährigen Abonnenten haben Anspruch auf Beibehaltung ihrer Blaze an ihrem Abonnementstage, wenn sie diesen bis zum 17. September 1926 geltend machen. Gießen, den 9. September 1926. Der Oberbürgermeister. J. V.: Dr. Rosenberg. Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee. Drucksachen aller Art bezieht man am billigsten von Albin Klein, Giessen. Werbe- Woche Vom 12. bis 19. September 1926 SchaufensterWettbewerb mit Prämierung durch das Publikum. Stimmzettel sind an den mit Plakaten kenntlich gemachten Stellen gratis zu haben. Sonntag, den 12. Septbr. nachm. 21 Uhr Blumen- Korso anschliessend Reklamewagen- Korso. Dienstag. 14. Septbr. nachmittags: Strassenkonzerte ( 5 bis 6 Uhr Lindenplatz, 6 bis 7 Uhr Plockstrasse) ausserdem neuzeitliche Strassenreklame. e. Verkehrsverein& Gießen Gießener Zeitung" wieder in ihrem inneren und äußeren Aufbau ein Ausdrud des zielbewußten Willens zur Ertüchtigung der najjanischen Landjugend sein soll und ein Bekenntnis zur Heimatscholle. Cramberg a. 2. Die stille Waldeinsamteit, die noch vor Jahresfrist den Lahntalwanderer im Geilnauer Bogen umfing hat seit Monaten dem Lärmen großer Gesteinsbohrmaschinen weichen müssen. Durch den Berg wird für das im Entstehen be griffene großartige Lahnkraftwert Cramberg ein 800 Meter langer Wasserstollen gebaut. Bad Ems. Seit 1. September ist die Kurabgabe wesentlich herabgejezt, ab 15. September tritt eine weitere erhebliche Ermäßigung ein. Ein vielseitiges Beranstaltungsprogramm harrt der Durchführung. Hervorzuheben ist das am 11. September stattfindende 3. diesjährige Tanzturnier, das, wie die beiden vorigen, ein gesellschaftliches Ereignis zu werden verspricht. Frankfurt a. M. Die Besucher der in den Tagen vom 26. bis 29. September stattfindenden Frankfurter Herbstmesse aus dem Textilfach werden Gelegenheit haben, gleichzeitig die( vom 21. September bis 1. Oftober) vorgeführte Schau„ Bon der Bajer und Gewebe" zu besichtigen. Filme, Borträge und Lehrturfe unterstützen die Wirkung der Veranstaltung. Walldorf bei Frankfurt a. M. Der weit über die Grenzen seiner engeren Heimat bekannte Gesangverein Gänger I ust" begeht an Pfingsten 1927( 5. u. 6. Juni) sein 50jähriges ( goldenes) Vereinsjubiläum. Gleichzeitig ist es ihm vergönnt, hierbei das 20jährige Dirigentenjubiläum feines in Gängerfreijen bestens bekannten Leiters Herrn staatl. Mufifdirettor Ferdinand Bischof, Frankfurt a. M. mitzufeiern. Bad Homburg. Der am 10. September 1827 geborene Marfus Löwenberg von hier erreichte bei guter Gesundheit das 99. Lebensjahr. Bad Homburg v. d. 5. Bis 13. September findet im Kurhaus hier die 57. Jahresversammlung des Vereins deutscher Freimaurer statt. Nr. 37. Jostein. In der Gegend von Jostein und Camberg finden zurzeit die großen Herbstmanöver der englischen Bejagungsarmee des Brüdenkopfes Wiesbaden statt. Zahlreiche Ortschaften müßsen infolgedessen für Quartiere sorgen, wodurch sich die Be jagungslaften noch erhöhen. Hersfeld. Aus den verschiedensten Gegenden des Deutschen Reiches tamen in letzter Zeit Meldungen über den Ausbruch der spinalen Kinderlähmung. Nun scheint diese gefürchtete Krankheit auch Hersfeld heimsuchen zu wollen. Das dreijährige Kind des Arbeiters Ellermann ist unter Anzeichen, die auf spinale Kinderlähmung schließen lassen, erkrankt. Alle Vorsichtsmaßnahmen find getroffen. Köln a. Rh., 9. September. Die Kölner Herbsimesse wird am Sonntag, 12. September, morgens 10 Uhr, eröffnet. Die Messehallen sind von morgens 9 Uhr bis abends 6 Uhr geöffnet. Die einfache Eintrittstarte toftet 1,50 Mart, die Tageskarte 2 Mart. Neue Bücher. Hindenburg. Der deutschen Jugend und dem deutschen Volke erzählt von Wilhelm Fronemann, Bilder von Professor Angelo Jant. Verlag Joj. Scholz, Mainz. In Halbleinen geb. 2,50 Mart. Es war ein guter Gedanke des bekannten Bilterbuchverlags, die ehrwürdige Gestalt des Reichspräsidenten in den Mittelpunkt eines Bilderbuches zu stellen. Zwar für die ganz kleinen ist es diesmal nicht gemeint, sondern für die gro Ben Buben und Mädel vom 10. und 12. Jahr ab. Denn es handelt sich nicht allein um ein paar schöne Bilder, sondern das Schicksal Deutschlands des letzten Jahrzehntes wird in diesen Bildtafeln und dem begleitenden Text fund. Wir wünschen das schöne und preiswerte Bilderbuch in der Hand jedes deutschen Kindes. Verantwortlich: Christian Klein in Gießen. Mehr als 1200 verschiedene Formulare für Behörden, andere Amtsstellen, für Vereine und Körperschaften, sowie auch für die Geschäfte ständig am Lager Albin Klein, Giessen vormals Wilh. Keller, gegr. 1783 Generalvertretung. für tausends eingef. einfachen wärmetechn. Bedarfsartikel zu Prima Eiderfettkäse! vergeben. Erforderlich, neben allgem. techn. Kenntnissen, Vertaufstalent und geschäftl. Gewandtheit, vor allen Dingen Nachweis organisatorischer Fähigkeiten. Kleines Betriebskapital, von dem nichts beansprucht wird, erwünscht, aber nicht Be dingung. Große Verdienstmöglichkeit. Nur absolut einwandfreie Herren wollen sich melden unter G. 1201 an die Erp.d. Bl. Grosshandelshaus 9 Pfund= M. 6.- franko Dampfkäsefabrik Rendsburg. Südanlage 21 Billige böhm. Bettfedern Nur gut füllende Sorten! 1 Pfund graue geschlissene Mark 1.50, halbweisse Mark 2.-, weisse Mk. 2.50, bessere Mk. 4.- und Mk. 3.50, daunenweiche Mk. 4.Erstklassige Existenz! 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Es wurde festgestellt, daß die triche Fälschungen erfolgt, fich als Gerade die von der Regierung Gatachten stellen klipp und klar uuzweideutig gesprochen hat, daß verfuch der Verfassung widerspri Grundsäken der Demokratie zu t Die Gegner der Landtagsauf wand verloren, den Volksentscheid hessische Bolt hat jetzt das entsch Jedenfalls wird der Wirtscha mehr in die Werbearbeit eintret Mehrheit des hessischen Volkes be fundung unserer staatlichen Verh haben. Der Völker Nach der am Donnerstag, de ten Wahl der neun neuen nichtstä Bertretung der Völkerbundsstaate Ständige Mitglieder: Deutschlan lien, Japan. Nichtständige Mitg ( wiederwählbar), Chile, Rumän bien, Holland, China. Für ein Salvador: Erste Sigung des ne Am Donnerstag, nachmittag Böllerbundsrat zur ersten Sigun An der Sizung nahmen die stän Sigung wurde auf Ersuchen Stresemann, dem das Präsidium folge zugefallen wäre, von Be auch Präsident der 42. Ratstag ordnung der geheimen Sigung in der vorbereitenden Kommissi folge der Neuwahlen zum Völke müffen, sowie einige nebensächli brang begann anschließend gegen liche Sigung. Benesch eröffnet d in der er zunächst das neue Rats Bertreter Dr. Stresemann begrüß Beschluß, die vorbereitende Abri verändert zu lassen, als die aussch Brafilien, Spanien, Schweden un an den Arbeiten der Kommission Um die Freiheit Am Freitag hat die lang er Etresemann und Briand stattge no, jo saben sich auch diesmai von Genf und dem Getriebe de Beratungen getroffen, denen Spannung entgegenjah. Das Sa entschieden werden und die Auss der Anjang sein. Genf, 17. Sept. Der heutige Locarno. Stresemann und Bric rebet mar, heute vormittag zuja geniten Probleme deutsch- franzö zu nehmen. So viel man sich a redung mit einem dichten Schlei verfchwiegen werden, daß die A um die Freiheit der Bon jeher vertrat ja Dr. Strefe daß finanzielle Leistungen de jutreten hätten gegenüber dem heit und daß es nicht so sehr de sei und unter dem Druck der es feine politische Freiheit u gewinne. Bon dieser Auffassung ware Die Rüdgewinnung von Eupen das letzte Wort no ijt.