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Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd Jendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Ans dem hessischen Landtag. Bon den hessischen Landtagsausschüssen. Der ursprünglich zum 7. Oftober vorgesehene Zusammentritt des Gesetzgebungsausschusses wurde auf Mittwoch, den 13. Okto ber, verschoben. Der Finanzausschuß wird für Donnerstag, den 14. Oftober, und folgenden Tag einberufen. Zur Verhandlung stehen meist kleinere Gegenstände. Das Abschiedsgesuch genehmigt. Der Dank des Reichspräsidenten an Herrn von Seedt. Berlin, 8. Oktober. Der Herr Reichspräsident hat an Gene ralobersten v. Seedt in Genehmigung seines Abschiedsgesuches nachfolgendes Handschreiben gerichtet: ..Sehr verehrter Herr Generaloberst! Ihrem Antrag um Entlassung aus dem Herresdienst habe ich in der anliegenden Urkunde entsprochen. Ich sehe Sie mit großem Bedauern aus dem Heeresdienst scheiden, und es ist mir ein aufrichtiges Bedürfnis, Ihnen in dieser Stunde namens des Reiches und im eigenen Namen von Herzen zu danken für alles, was Sie im Krieg und im Frieden für das Heer und für unser Vaterland getan haben. Ihr Name ist mit zahlreichen Ruhmestaten unseres Heeres im Weltkriege verbunden und wird in der Kriegsgeschichte unvergänglich weiterleben, eben= so die stille und entfagungsvolle Arbeit, in der Sie in der Nachkriegszeit die neue Reichswehr ausgebaut und ausgebildet haben, und ebenso groß sind die Verdienste, die Sie sich in den hinter uns liegenden Jahren der Erschütterung des Reiches um die Erhaltung der Ordnung und der Autorität des Staates erworben haben. Alles dieses wird Ihnen unvergeßlich bleiben. Ich hoffe zuversichtlich, daß Ihr vielseitiges Wissen und Können, Jhre Tatkraft und reiche Erfahrung auch fünftig unserem Vaterland nugbar sein werden und bin in dieser Erwartung mit fameradschaftlichen Grüßen Ihr ergebener gez. v. Hindenburg." Die Germersheimer Angelegenheit. Wie von französischer Seite versichert wird, befindet sich Rouzier in Haft. Der Ortskommandant von Germersheim hat entgegen anderslautenden Meldungen, wie die Blätter erfahren, feine Order erlassen, wonach die französischen Soldaten bei Angriffen der Bevölkerung sofort von der Waffe Gebrauch zu machen hätten. Au Ber Ein deutscher Pfarrer in Sibirien ermordet. Umwegen trifft jeßt, beim Zentralvorstand des GustavAdolf Ver. die Nachricht ein, daß Ende August bei Omst( Sibirien) der junge Pfarrer Schulz ermordet worden ist. Schulz, der vorher Pfarrer in Nowgorod war, wurde im Jahre 1924 nach Sibirien gesandt, um als Reiseprediger die dortigen Gemeinden zu bedienen. Von der Stadt Omst aus sollte er zahlreiche deutsche, estnische und lettische Siedlungen bereisen. Der Mord ist von estnischen Kommunisten ausgeführt worden, um der Arbeit des Pfarrers ein Ende zu machen. Der Ermordete hinterläßt eine mittellose Frau und einen Knaben. Protestschließungen der Berliner Ladengeschäfte. In einer Versammlung der Berliner Innungen und der Verbände der Gewerbetreibenden wurde mitgeteilt, daß am 3. November die Berliner Ladengeschäfte zum Zeichen des Protestes gegen die steuerliche Ueberlastung des gewerblichen und faufmännischen Mittelstandes schließen wollen. Der Geschäftsschluß soll um 2 Uhr nachmittags erfolgen. Drud, Berlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschecktonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Kundgebung des Sudetendeutschen Heimatbundes in Breslau. Der Sudetendeutsche Heimatbund hielt seinen diesjährigen Reichsverbandstag in Breslau ab, das schon auf Grund seiner geographischen Lage in besonders nahen Beziehungen zum Sudetendeutschtum steht. Eingeleitet wurde die Tagung am Sonnabend durch eine Besprechung mit den Vertretern der Presse über ,, das Ziel der Sudetendeutschen Heimatbewegung", der ein offizieller Begrüßungsabend folgte. Jn furzer padender Ansprache begrüßte der Vorsitzende des Berliner Hauptvorstandes, Admiral von Trotha, die Versammlung. Die Regierungsstellen hatten sich sämtlich entschuldigen lassen. Ferner überbrachte der Rektor der Breslauer Technischen Hochschule, die stets eine starke Stütze der Schutzbewegung für das Auslandsdeutschtum gewesen ist, die Grüße der Pflegestätte ostdeutscher Kultur. Den Höhepunkt der Tagung bildete am Sonntagvormittag die Sudetendeutsche Kundgebung. Die Ansprache hielt der Berliner Schutzbundvorsitzender Dr. v. Loesch über„ Sudetenland in seiner Bedeutung für die großdeutsche Frage". Mächtig durch= brauste dann das Niederländische Dankgebet den Raum. Eine Ansprache Admirals von Trotha, die zur Aufrüttlung der Geister mahnte, beschloß die eindrucksvolle Feier. Bundestag der Kinderreichen Deutschlands. Braunschweig, 3. Oftober 1926. Der hier tagende Bundestag vereinigte zahlreiche Vertreter aus allen Gauen. Die Tagung gipfelte am Sonntag in einer großen Kundgebung. Das Thema war ,, Arbeit und Wohnung“, über welches Generalsekretär Schröder, Präsident Peus= Dessau und Stadtrat Dr. Guttmann Hagen sprachen. Die angenommene Entschließung stellt mit großer Besorgnis fest, daß gerade die kinderreichen Familien von dem wachsenden Wohnungselend und seinen entsetzlichen, die Familie und das Volk zerrüttenden Folgen getroffen seien. Das notwendige Ziel einer ausreichenden Wohnung können die Kinderreichen aus eigener Kraft nicht erreichen. Daher müsse Reich, Staat und Gemeinde alle Mittel für ausreichende Wohnungsfürsorge besonders für finderreiche Familien verwenden, gemäß Artikel 155 der Reichsverfassung. Daher Forderung von Arbeitsgelegenheit, nicht nur durch Bau von Eisenbahnen und Kanälen, sondern durch Wohnungsbau. Ferner Bevorzugung der Kinderreichen bei der Unterbringung in festen Arbeitsstellen. Das neue Strafgesetzbuch. Der Entwurf des neuen Strafgesetzbuches wird nach einer Mitteilung des Regierungsvertreters auf dem Bonner Kriminaliſtentag am 8. Oktober im Reichsrat zur Beratung kommen und soll nach Möglichkeit beschleunigt werden. Ob allerdings noch der gegenwärtige Reichstag in der Lage sein wird, das große durch Jahrzehnte vorbereitete Reformwert zu vollenden, darf man bezweifeln. In der Parteimühle. Es wird demnächst nichts mehr in Deutschland geben, was nicht durch die Mühle der Parteien gemahlen wird. So ist nun auch der Kampf um das Jugendschutzgese, wie es scheint endgültig, ins Parteifahrwasser eingemündet. Jm ehemaligen Preußischen Herrenhaus hat eine Protestversammlung der Vereinigung linksgerichteter Verleger unter Massenaufgebot nach den schon bekannten Deduktionen beschlossen: ,, Die mit der heutigen deutschen Justiz gemachten Erfahrungen lassen feinen Zweifel, daß ein solches Gesetz ausschließlich zur Unterrichtsausfall am Gedenktag der Reformation Betämpfung der linkspolitischen und linkskulturellen Literatur in Preußen. Der Unterrichtsminister bestimmt über den Unterrichtsausfall am Gedenktag der Reformation und die Schulfeiern, daß, wenn der 31. Oftober auf einen Wochentag fällt, der Tag in Zukunft für evangelische Lehrer und Schüler unterrichtsfrei ist. An Schulen, die auch von nichtevangelischen Schülern besucht werden, fällt der Unterricht für diese nichtevangelischen Schüler am 31. Oftober ebenfalls aus, wenn nach dem Ermessen des Schulleiters ein fruchtbringender Unterricht für sie nicht möglich ist. Wo Schulfeiern stattfinden, sind sie, venn der 31. Oktober auf einen Wochentag fällt, in der Regel an diesem Tage abzuhalten. Zum 100. Todestag Friedrich Krupps. Am 8. Oktober jährte sich zum hundertsten Male der Tag, da Friedrich Krupp, der Gründer der Gußstahlfabrik, 1826 starb. Am 17. Juli 1787 wurde Friedrich Krupp geboren, in einer Zeit, als der Pulsschlag des politischen Lebens in Essen start und schwer empfunden wurde. * Der englische Bergarbeiterstreit geht weiter. In der Bergarbeiterkonferenz wurde am 7. Oktober mitgeteilt, daß bei der Abstimmung in den Distrikten über die Vorschläge der Regierung 737 000 Stimmen für Ablehnung und 42 000 Stimmen für Annahme abgegeben worden sind. Die Konferenz beschloß hierauf, die Vorschläge der englischen Regierung abzulehnen. mißbraucht wird. Die Versammelten betrachten den angeblich beabsichtigten ,, Schuß der Jugend" nur als einen heuchlerischen Vorwand zur Unterdrüdung aller freiheitlichen Schriften." Gerhart Hauptmann, Albert Einstein, Thomas Mann, Alfons Paquet und andere standen mit schriftlichen Aeußerungen Pate. Die Bädertagung in Bad Reichenhall. A.D.B. Die Anziehungskraft der regelmäßig im Herbst stattfindenden Generalversammlung des Allgemeinen Deutschen Bäderverbandes wächst von Jahr zu Jahr. Der Gedante, alle Persönlichkeiten, die am deutschen Bäderwesen unmittelbar beteiligt sind, beim Abschluß der Sommerfurzeit zu einem gemeinsamen Gedankenaustausch zusammenzuführen, hat feste Form gewonnen. Nicht weniger als etwa 250 Teilnahmer waren von auswärts zur 35. Generalversammlung nach Reichenhall getommen. Nach den Begrüßungsansprachen erstattete der Syndikus Herr Hauptmann a. D. Schmidt, den Tätigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 1925-26. Ein Vortrag befaßt sich mit der wirtschaftlichen Lage der deutschen Bädern, woraus fich ergab, daß im Hinblid auf die sozialen Leistungen der deutschen Bäder vom Staat gefordert werden müsse, daß die Hauszinssteuer für die Saisonbetriebe auf ein tragbares Maß gemildert werde, die Industriebelastung für die Bäderbetriebe aufgehoben und alle Steuerschifanen beseitigt werden. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 PfgTotal 12 Pfg, die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Play oorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollflischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Den Aufwertungsfanatikern ins Stammbuch. Wir haben wiederholt in unserer Zeitung Veranlassung gehabt, auf die Kampfesweise der Auswertungsverbände, ins besondere einzelner Aufwertungsfanatiker, und ihre Stellungnahme gegenüber dem Hausbesig hinzuweisen. In neuerer Zeit setzt eine wüste Agitation gegen führende Persönlichkeiten in der Wirtschaft und Politif ein, gegen die die Kampfesweise nach kommunistischem Muster noch als anständig bezeichnet werden kann. Eine derartige persönliche Kampfesweise ist geeignet, die Sparer und Aufwertungsgläubiger noch um den Rest der Sympathien zu bringen, deren sie sich seither noch erfreuen konnten. Nunmehr wendet sich auch der Vorwärts" in seiner Num mer vom 10. September 1926 gegen die Art des Kampfes, wie er in letzter Zeit von einzelnen Auswertungsfanatikern geführt wird. Er schreibt: ,, Es ist an der Zeit, mit Nachdruck auf eine Bewegung hin zuweisen, die zu einer Gefahr für Tausende zu werden droht. Wir meinen die unzähligen Inflationsgeschädigten und vom Großtapital Beraubten, denen skrupelloser schwarz- weiß- roter Wahlschwindel goldene Berge versprach und die dann namenlos enttäuscht wurden, als die schönrednerischen Bauernfänger im Sat tel saßen. Diese voll berechtigte Empörung der Ausgeplünderten und Betrogenen wird nun von recht fragwürdigen Elementen in eine Linie völliger Anarchie und ungezügelter Vernunftlosigfeit gedrängt. Einige Verbände, die sich untereinander aus Konfurrenzgründen aufs heftigste befehden, können in marttschreierischer Propaganda für 100prozentige Aufwertung sich nicht genug tun, eine Versammlung jagt die andere, die Vereinigungen scheinen über unerschöpfliche Kassen zu verfügen. Sonntag und Montag produzierte sich in Berlin in der„ Neuen Welt" und im ,, Clou" wieder jener wortreiche Betriebsanwalt Winter aus Leipzig, der aus der Not der Inflationsverlierer anscheinend ein respektables Gewerbe macht. Jedenfalls macht er ganz Deutschland mit seinen ebenso billigen wie maßlosen Angriffen auf Regierung und Reichsbantpräsident Dr. Schacht unsicher. Noch weit radikaler ist die famose ,, Reichspartei für Aufwertung und Recht“, die der rührige Fabrikant Roll ins Leben gerufen hat, der sich wegen seiner Geldstrafe stolz den Angeklagten von Moabit nennt. Versucht es Winter immerhin noch mit dem Schein sachlicher Argumente, so ist bei Roll die wirrste Phrase Trumpf. Mit einem Provinzialabgeordneten Beer aus Königsberg veranstaltet er jetzt eine Versammlung, die allen ,, Volksausräubern schärfste Kampfansage" bringen soll. Für die nächste Zeit planen die Verbändler eine 100prozentige Aufwertungsdemonstration im Lustgarten. Als ein besonders starkes Stüd muß es bezeichnet werden, daß Roll seine Tiraden mit 50 Pfennigen im Kurs notiert. Eine Schamlosigkeit ist es jedoch geradezu, von Erwerbslosen, die sich als solche ausweisen fönnen, 30 Pfennige zu verlangen. Man sieht, das Geschäft blüht." * Dazu bemerkt das„ Grundeigentum": Die Ausführungen des Vorwärts" lassen jedenfalls an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Ein derartiges einmütiges Urteil aller politisch maßgebenden Kreise sollte den Anhängern der Aufwertungsbewegung doch zu denken geben, auch ihrerseits eine Führung abzulehnen, der der persönliche Anwurf noch als geeigneter und vollwertiger Ersatz für mangelnde Sachlichkeit erscheint. Auch die am vergangenen Sonntag mittag im Lustgarten von der Reichspartei für Aufwertung und Recht veranstaltete Protestdemonstration bot reichlich Anlaß hierzu. Es mochten sich insgesamt 1000-1500 Personen eingefunden haben. Die mitgeführten Plakate forderten Auflösung des Reichstages, Absetzung des Reichsbankpräsidenten Schacht und die Durchführung eines Volksbegehrens über die Aufwertung. Im übrigen wurden gegen den Reichsbantpräsidenten, den Reichsinnenminister Dr. Külz, der das Boltsbegehren der Aufwertungsverbände abge= lehnt hat, und die übrigen Mitglieder der Regierung scharfe Angriffe gerichtet, wobei ausdrücklich betont wurde, daß der Kampf in der nächsten Zeit mit viel größerer Schärfe und weit rüdsichtsloser geführt werde. Nachdem die Versammelten, wie ein Redner betonte, als„ Volksgericht" und öffentliche Antläger mehrere Reichsminister und vor allem den Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht angeklagt hatten, wurde eine Resolution angenommen, in der die Forderungen der Organisation zusammengefaßt waren. Es wäre wirklich an der Zeit, einzusehen, wie unheilvoll es ist, die Leidenschaften aufzupeitschen und daß die Entscheidung über eine Frage, die bei ihrer Schwierigkeit und ihrer weittragenden Einwirkung auf das Wirtschaftsleben eine eingehende, ruhige und rein sachliche Beratung erfordert, in die Hand der Masse gelegt wird, die gar nicht imftande ist, die Tragweite des Problems zu verstehen. Der Hohenzollern- Vergleich unterzeichnet. Der Vergleichsvorschlag für das Abfindungs- Ablommen zwischen Preußen und dem Hause Hohenzollern ist Donnerstag unterzeichnet worden, und zwar von dem Generalbevollmächtigten v. Berg und vom Finanzminister Dr. Höpfer- Aschoff vorbehaltlich der Zustimmung des Parlaments. Sonnabend, den 9. Oftobere 1926. Die Ablösung der Markanleihen der Gemeinden und sonst. öffentlich- rechtlichen Körperschaften. Zum Gesez über die Ablösung öffentlicher Anleihen vom 16. Juli 1925 hat die Reichsregierung unterm 2. Juli 1926 eine Durchführungsverordnung erlassen, auf Grund deren die Länder durch besondere Berordnungen das Berfahren über den Umtausch der Markanleihen der Gemeinden usw. geregelt haben. Die hess. Berordnung über die Ablösung der Martanleihen der Gemeinden und Gemeindeverbände und anderer öffentlich- rechtlicher Körperschaften ist am 6. Juli 1926 erlassen und im Regierungsblatt Nr. 12 veröffentlicht worden. Ziemlich gleichlautende Bestim mungen haben auch die Regierungen der anderen deutschen Länder erlassen; diese Verordnungen, die insbesondere gleichmäßige Vorschriften über das Verfahren und die Anmeldefrist bringen, sind im Deutschen Reichs- und Preußischen Staatsanzeiger Nr. 158 vom 10. Juli 1926 und Nr. 161 vom 14. Juli 1926 abgedruckt. Nachstehend wird auf einige der wichtigsten für Hessen gültigen Vorschriften hingewiesen. Es sei aber ausdrücklich bemerkt, daß allein deren Kenntnis zur Wahrung von Aufwertungsrechten in vielen Fällen nicht genügt und daher jedem einzelnen Gläubiger unbedingt empfohlen wird, sich durch unmittelbaren Einblid in die maßgeblichen Gesetze und Verordnungen oder durch Erfundigung bei den Anmeldestellen Kenntnis von den im Einzelfall zu beachtenden weiteren Bestimmungen zu verschaffen. 1. Es handelt sich hier um die Ablösung der Martanleihen der Städte, Landgemeinden, Kreise, Provinzen, der sonstigen Gemeindeverbände, verschiedener anderer öffentlich- rechtlicher Körperschaften, insbesondere der Kirchen und unter gewissen Voraussetzungen auch der Wassergenossenschaften. 2. Unter den Begriff„ Marfanleihen" fallen außer Inhaberschuldverschreibungen, insbesondere auch Namensschuldurkunden und Schuldscheindarlehen. 3. Die unter 1 und 2 genannten Martanleihen kommen für eine Aufwertung zunächst nur insoweit in Frage, als es sich um Altbesitz handelt, d. h. um Martanleihen, die der Gläubiger nachweislich vor dem 1. Juli 1920 erworben hat und die ihm von dem Erwerbe bis zur Anmeldung ununterbrochen gehört haben. 4. Der Altbesig nach 1-3 ist in jedem Falle anzumelden, und zwar innerhalb einer Frist von drei Monaten, die vom 2. August bis zum 1. November läuft. 5. Vor dem 2. August 1926 erfolgte Anmeldungen sind rechtsunwirksam und müssen wiederholt werden. 6. Nicht bis zum 1. November 1926 angemeldete Forderun gen aus Altbesitz gehen verloren. 7. Die Anmeldung des oben gekennzeichneten Altbesitzes hat zu erfolgen a) bei Inhaberschuldverschreibungen an den Schuldner entweder unmittelbar oder durch eine Vermittlungsstelle ( Banken, Sparkassen, Genossenschaften usw.), b) bei Namensschuldurkunden und Schuldscheindarlehen lediglich unmittelbar bei dem Schuldner. 8. Der Anmeldung nach 7 a und b sind die Schuldurkunden bei 7 a auch die Erneuerungs- und Zinsscheine beizufügen. 9. Anmeldung ist auch für getilgte Markanleihen erforderlich, bei deren Annahme sich der Gläubiger seine Rechte vorbehalten hat. In der Anmeldung ist anzugeben, in welcher Form, zu welchem Zeitpunkt, unter welchen näheren Umständen der Vorbehalt gemacht worden ist; für die Richtigkeit der Angaben sind Beweismittel zu bezeichnen. 10. An die Treuhändlerstelle können in feinem Falle Anmeldungen rechtswirksam gemacht werden. Bericht über die wirtschaftliche Lage des deutschen Handwerks im September 1926. Von der Pressestelle beim Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben: Die Lage der deutschen Wirtschaft ist immer noch sehr uneinheitlich. Neben Wirtschaftsgruppen mit belebtem Geschäftsgang stehen solche, die noch unter starter Depression zu leiden haben. Die Ungewißheit über die Auswirkungen der außen= politischen Auseinandersetzungen und der internationalen Wirtschaftsverhandlungen auf die Gesamtwirtschaft trägt dazu bei, die Unsicherheit zu erhöhen. Auch die Lage in den einzelnen Handwerkszweigen ist örtlich sehr verschieden. Als allgemeinen Durchschnitt kann man annehmen, daß die Verschlechterung der 01 Gießener Zeitung"> wirtschaftlichen Lage des Handwerks einigermaßen zum Stillftand gekommen ist. Dies ist auf das Nachlassen der Arbeitsfojigkeit und der damit verbundenen Stärkung der Kauffraft der Arbeiterschaft mit zurückzuführen. Es scheint jedoch voreilig, diese Erscheinung schon als den Beginn einer bauernden Beffe rung anzusehen. Der Rüdgang der Arbeitslosigkeit hat hauptsächlich seinen Ursprung in dem zeitweiligen Bedarf der Landwirtschaft an Arbeitskräften und in dem des Bergbaues infolge des englischen Kohlenarbeiterstreits. Beide wirtschaftlichen Belebungsmomente find jedoch vorübergehender Art, so daß immerhin in absehbarer Zeit schon wieder mit einem Anfteigen der Arbeitslosenziffer gerechnet werden muß, besonders auch, weil die Beschäftigung im Baugewerbe erfahrungsgemäß nach dem 1. Ottober nachlägt. oin bay fo Die faijonmäßige Belebung für das Bekleidungs-, Buchbruder, Töpfer, Klempner- und Elettriferhandwerk ist in diesem Jahr nur ganz gering und bleibt um ein bedeutendes hinter dem Borjahre zurüd. Soweit einige andere Wirtschaftsgruppen, besonders einige Industriegruppen, über einen besseren Geschäftsgang berichten, hat sich dieser nicht auf die eng mit der Industrie verbundenen Handwertszweige ausgewirft. Dies ist besonders auch im Mechaniferhandwert zu beobachten und auch für die Schmiede und Schlosser gilt das gleiche. Auch von dem flachen Lande und aus den Kleinstädten wird zumeist über das weitere Anhalten der schlechten Geschäftslage berichtet. Viel trägt zu der ungünstigen Wirtschaftslage bei, daß der Baumarkt allgemein noch immer sehr flau liegt und eine Belebung der Baunebengewerbe bei der vorgeschrittenen Jahreszeit auch nicht mehr zu erwarten ist. Der Eingang der Zahlungen ist nach wie vor sehr schlecht. Die Verluste, die das Handwerk durch Insolvenz seiner Käufer erleidet, sind zum Teil recht erheblich. Das Abzahlungsgeschäft nimmt nach wie vor einen großen Raum ein. Besonders das Tischler, Tapezierer- und Schneiderhandwerk ist zu dieser Art des Geschäftsverfehrs weitgehend gezwungen. Die Festlegung des Betriebskapitals in diesen Geschäften macht sich um so mehr bemerkbar, als Bankkredite immer noch nicht für das Handwerk in großem Umfange in Frage kommen und die eigenen Mittel der Betriebsinhaber durch die Steuerzahlung stark in Anspruch genommen werden. In den Berichten ist es vor allem die Veranlagung zu der Gewerbesteuer, welche lebhafte Kritik erfährt. Besonders in den Industriegebieten hat sich herausgestellt, daß diese Steuer schwerer drückt, als die Einkommensteuer. In den Großstädten des Industriegebietes stellt sich der gewerbesteuerpflichtige Ertrag durch die Hinzurechnung des Miet- und Schuldenzinses wesentlich höher als der einkommensteuerpi... 0- tige Reinertrag. Zudem haben die kommunalen Zuschläge im Industriegebiet eine Höhe erreicht, wie man sie anderweitig faum tennt. Das Angebot an Arbeitskräften ist im Handwerk nach wie vor sehr stark. Auch im Baugewerbe ist ein bedeutender Ueberschuß an Arbeitskräften vorhanden. Die Löhne haben meist teine Aenderung erfahren, ebenso auch nicht die Materialpreise. Freiheit für die gewerblichen Räume. Der Reichsverband deutscher Geschäfts- und Industriehausbesitzer hatte für den 24. und 25. September 1926 zu einer Kundgebung nach Leipzig eingeladen. Der Reichsverband erstrebt die Befreiung der gewerblichen Räume aus der Zwangsbewirtschaf= tung, weil durch genügendes Angebot die innere Berechtigung für den Zwang weggefallen sei. Neben den zahlreichen Teilnehmern aus dem ganzen Reich und besonders ous Sachsen waren auch zahlreiche Behörden, öffentlich- rechtliche Körperschaften, Wirtschaftsverbände usw. vertreten, die ihr Interesse an der Tagung bekundeten. Als erster Redner behandelte Herr Chefredakteur Dr. Schmidt- Hoepke aus Essen Bodenreform- und Städtebaugesetz und die Enteignungsgefahren für den Grundbesitz. Seinen Ausführungen entnehmen wir Folgendes: In der Enteignungsbewegung müssen wir zwei Methoden unterscheiden: Die russische, die mit Gewalt alles wegnimmt, und die deutsche, die auf dem Wege der Sozialisierung zum Ziele zu tommen sucht. Nach dem Kriege versuchte man es mit der Planwirtschaft, sie ließ sich nicht durchführen. Ihre Vertreter sitzen aber noch in einer Festung: der Wohnungswirtschaft. Ihr neuester Vorstoß sind die Bodenreform und das preußische Städtebaugesetz. Es handelt sich dabei nicht um das Grundeigentum jeher der Kampfpreis gewesen, um den sich deutsches Geschic entDer Rhein und das Reichs- Ehrenmal. schieben und die Trennungslinie zwischen deutschem Wollen und Von jeher hat die Totenstätte bei allen Völkern zum Heiligsten gezählt, dem sie ihre Verehrung und Hochschätzung zugewandt haben. Unsere Sprache nennt ja die Begräbnisstätten ,, Friedhöfe". Ort des Friedens und der gemeinsamen Volksverehrung muß darum erst recht die Stätte des Reichsehrenmales sein. Das gesamte Bolt in seiner verschiedenartigen Meinung muß sich in dieser Weihestätte für die im Weltkrieg 1914-18 verbluteten Opfer in gemeinsamer Wertschätzung und in einheitlichem Gleichflang seiner Gedächtnisfeier für die dem ganzen Vaterland gehörenden feldgrauen Helden zusammenfinden. Soll dieser Opferdienst des gesamten deutschen Volkes aus der ganzen Seele aller Volksgenossen emporsteigen, soll das Reichsehrenmal die gesamten Erinnerungen an die teueren Gefallenen vollkommen erfassen, dann müssen Gestaltung des Males und Auswahl seiner Stätte die Zustimmung des ganzen Veltes finden. Die äußere Form des Heldenmales für die des Heldeniodes im blutigen Völkerfriog gestorbenen feldgrauen Streiter wird sich von selbst nach der innerlichen Bedeutung und nach der inneren Aufgabe des Reichsehrenmales formen. Seine Stätte muß im Herzen und Mittelpunkt des Volkes liegen. Nicht der Mittelpunkt der deutschen Landkarte kann das Opfermal für die Gefallenen für sich beanspruchen; es muß die geistige Mitte der Volksüberzeugung und der Volksmeinung, der Volksgeschichte und der Volksüberlieferung sein, welcher allein der Ort des Reichsehrenmales sein darf. Unzweifelhaft erhebt die ganze Geschichte aller Zeiten, von der Vergangenheit bis in die jüngsten Tage, den Rhein zum be rufenen Hüter des Reichsehrenmales. Von Galus Julius Cafar bis in den neuzeitlichen Abschnitt herein ist der Rheinstrom von fremdländischem Begehren herausgebildet hat. ,, Sie sollen ihn nicht haben, den freien, deutschen Rhein, Und wenn sie auch wie Raben sich heiser darnach schrei'n!" Zu allen Zeiten hat Dichtung und Sage, Geschichte und Lied den Rheinstrom zum heiligen Strom aller Deutschen erhoben, soweit die deutsche Zunge flingt im Erdenrund deny auch die Brüder im Ausland haben sich von jeher mit dem Lobpreis des Rheines in der Heimat vereinigt. Der Rhein ist Deutschlands Strom, nicht Grenze", besonders in der deutschen Forderung der Jekizeit, und in ihr flingt das Gemeinsamkeitsgefühl aller Deutschen von der Saar bis zur Donau, von der Weser bis zur Etsch zufammen. Das Reichschrenmal verdient daher mit Fug und Recht dem Rheinland zuerforen zu werden, demselben deutschen Gebiet, welches in schwerster Zeit nach Ablauf des Weltkrieges sein Deutschtum bewiesen hat und noch heutzutage sich um seine deutsche Eigenart und für seinen deutschen Bestand gegen den Fremden behaupten muß. Der Rhein durchströmt als größte Waffer- und Wanderstraße Europas ein geschichtlich seit Beginn der christlichen Zeitrechnung mit deutschem Blut gedüngtes Land, ein landschaich mit allen Reizen der Natur gesegnetes Land, ein wirtschaftlich das Rückgrat des Deutschen Reiches darstellendes Gebiet, eine seinem Wert und seiner Berufung nach das Schicksal des Vater landes entscheidende Grenzmark. Die ganze Bedeutung des Rheinlandes drängt in sich und aus sich zur Schöpung des Reichsehrenmales am deutschen Rhein. and Nr. 41. Tagesnachrichten. Der Potemkin- Film bleibt erlaubt. Die Filmoberprüfungsstelle hat das Urteil der Filmprüfungsstelle bestätigt, wonach der Botemtin- Film in der neuen gekürzten Fassung zugelassen sei, nur die Zulassung von Jugendlichen ist aufgehoben worden. Potemkin" bleibt in Bayern verboten. Der Potemkin- Film bleibt in Bayern nach wie vor verboten. Der Entwurf über den Finanzausgleich. Der Entwurf des Reichsfinanzministeriums über die Regelung des Finanzaus gleichs zwischen Reich, Ländern und Kommunen ist nunmehr fertiggestellt. Er wird unmittelbar nach Rückkehr des Reichsfinanzministers Dr. Reinhold dem Reichsrat zur Weiterberatung übergeben werden. Wiedereinführung der Todesstrafe in Italien. Der italienische Ministerrat hat den Gesezentwurf zur Wiedereinführung der Todesstrafe für die Vergehen gegen den König und den Regierungschef genehmigt. Die bezüglichen Prozesse werden vor dem Großen Rasfationshof der Strafjustiz stattfinden. Gonnabend, den 9. Ottobe Für den Gewerbetreibenden if faftung der Produktion, die die K lande gegenüber beeinträchtigt un jedag der Staat einen großen Teil Arbeitslosenunterstützung ausgeben Die Ansammlung des Befizes in ordera die Sozialisierung. Sie mi träger, die immer stärker herangezo In mancher Beziehung steht he günftiger da als der Gewerberaumb Es wird Aufgabe aller Parteie hehen des Reiches am Herzen liegt, wirtschaft einzutreten. Den Kampf gegen die Zwangs and Zukunft behandelte Herr Reichst Die Ausführungen dieses volkspartei ens dem Industriegebiet sind besond cadh bei der Beratung der Mietersch in legten Jahre stets den Standpu Hausbesig gegenüber vertreten hat. es nicht mehr möglich für gewerblic jhaft aufrecht zu erhalten, weil das 2 übersteigt. Auch zur Hebung des Re die Fesseln der Zwangswirtschaft zu allein, sondern um das Privateigentum schlechthin. Man fährt an, das Eigentum müsse sich Einschränkungen gefallen lassen, aber diese dürfen doch nicht zur Aufhebung des Eigentums führen. Die Einschränkungen bestehen zunächst in einer roillkürlichen Festsetzung des Wertes. Die Bodenreformer nennen ihn den ge= rechten Preis, und meinen damit den billigen Preis, der nur ein ungerechter sein kann. Die Einschränkung des Eigentums soll erfolgen auf Grund eines Vorkaufsrechts der Gemeinden, auf Grund eines Antaufsrechts, wenn ungerechtfertigt hohe Preise gefordert werden, durch Enteignung, für welche eine wertbc= ständige Rente gewährt werden soll. Die Entscheidung über den Preis liegt bei den Gemeinden, die doch selbst Partei sind, im eigenen Interesse den Preis möglichst niedrig festsetzen und das durch den Privatbesitz benachteiligen. Das Bedenklichste dabei ist der Ausschluß des ordentlichen Rechtsweges, der ein Beweis des schlechten Gewissens zu sein scheint. Das BGB. wird auf diesem Wege vollständig außer Kraft gesetzt. Die wohnungswirtschaftliche Seite des Bodenreformgesetzes leidet auch unter diesem Geseß, weil es die Wohnungsfürsorge der Unternehmer ausschaltet und die Freizügigkeit der Arbeiter. schaft beschränkt oder gar aufhebt. Die übermäßige Förderung des Wohnungsbaues hat schon an verschiedenen Stellen zu einem Fiasko geführt und ist deswegen zu bekämpfen. Die Einbringung des Gesetzes war nur möglich, weil die Mehrzahl des Volkes unter der Zwangswirtschaft verlernt hat, zwischen Mein und Dein zu unterscheiden. Die Mietzinssteuer, die doch nur als vorübergehende Einrichtung gedacht ist, soll zur Durchführung der Vorratswirtschaft verewigt werden. Der Hausbesitz soll also durch die Mietzinssteuer selbst den Strid liefern, mit dem er gehenkt werden soll. Man begründet die Zwangswirtschaft mit der Enteignung der Sparer durch die Inflation. Zu den Sparern gehören aber auch die Hausbesitzer, die ebenfalls ihre Spargelder verloren haben. Eine solche Begründung bedeutet letzten Endes, ein Unrecht durch ein anderes Unrecht wieder gut zu machen. Seit 1924 haben Reich und Gemeinden die Steuerzahler ausgesogen und ihnen ihr Betriebskapital wegge nommen, und jetzt sollen die Gemeinden uferlose Vorratswirt schaft treiben auf Kosten des Hausbefizzes. Hoffen wir, daß bald wieder einmal das Wort des großen Preußenkönigs gelten wird: ,, Jedem das Seine". Vorher aber müssen wir fordern:„ Hände weg vom Privateigentum"! Herr Landtagsabgeordneter Dr. Grundmann- Berlin behandelte die Sonderbesteuerung des Geschäfts- und Industries hausbefizes. Der Gegenreferent Herr Reichstagsabgeordneter Dr. Rademacher wendete sich besonders gegen die Mietzinssteuer. Seine Ausführungen gipfelten in folgenden Punkten: Die Aufrechterhaltung der Zwangswirtschaft auf einem solchen Gebiet, wie der Hauswirtschaft, ist unmöglich Sie ent springt 2 falschen Gedanken: 1. Dem der Aufrechterhaltung der Substanz. Das trifft aber nicht zu, wenn der Substanz die wirtschaftliche Kraft fehlt, wic es jetzt beim Hausbesitz der Fall ist. 2. Der Verbindung mit der Aufwertungsgesetzgebung. Diese wurde auf 25 Prozent festgelegt, weil sie höher von der deutschen Wirtschaft nicht getragen werden konnte. Dem Hausbesit nimmt man 40 Prozent des Ertrugs. Wenn der Hausbesitz sie übrig hätte und es wirklich ein Recht gäbe an dem Ertrag des Hauses, fejtem Zur Auswahl der Stätte bleibt nur die Entscheidung zwischen Land und Eiland im Wasser, zwischen Berg und Insel. Für den Berg als Gedächtnisstätte spricht die technische Sicherung des Reichsehrenmales und seine ganze innere Bestimmung. Der Berg ist erhaben über die Hochfluten des Rheines, die wie bekannt, alles zu verschlingen drohen, was sich ihnen im Rheinbett entgegenstellt. Zur Zeit des Hochwassers erhob sich der Wasserspiegel 7 Meter über seinen durchschnittlichen Stand. Eines der üblichen Hochwasser müßte das Reichsehrenmal, wenn es mitten im Strom errichtet wäre, aufs äußerste gefährden. Der Berg ist weiter dem Getöse des Alltags drunten am eisenbahnumgärteten Ufer oder im Fahrgeleis der Personen dampfer entzogen. Er triumphiert in feierlicher Ruhe über den Lärm des Verkehrs, der sich am Reichsehrenmal drunten auf der Talsohle erheben müßte! Dutzende von Personenzügen poltern täglich die beiden Ufern entlang; Dutzende von Personendampfern tragen im Sommer den Ausflugs- und Fremdenverkehr rheinab, rheinauf. Hunderte von Frachtschiffen schleppen sich Tag für Tag ihrem Ziel mit Lärmen und Tuten entgegen. Die feierliche Stille in unentweihter Natur, wie sie das Reichschrenmal als Stätte der Toten umfliegen muß, verbürgt allein der Berg. Der Berg redt ferner sein stolzes Haupt über die Niederung des Alltages; er weist den Weg aus der Tiefe herauf zur Ers hebung der Sinne; et predigt Auferstehung des Bolles aus schlaffem Dahinbrüten und aus sträflicher Gleichgültigkeit. Er mahnt zur Ueberwindung des niederen Erdensinnes durch Erstartung, Erhebung aus Niederlage und Unglück, aus Demü tigung und Anechtschaft. it Zum Schluß fand einstimmige Entschließung: Die im Zentraltheater in Leipzig tegung des Reichsverbandes Deutsche hausbefizer aus allen Gauen Deuts häftsu. Induſtriehausbesitzer fassen Wahrung ihrer wirtschaftlichen und r zafammen: 1. Der deutsche Geschäfts- und J Wirtschaftsleben in den deutschen Gr tinft gewährt, wendet sich mit Entsc in Wege eines Bodenreformgesetzes Tendenzen in das deutsche Privatrecht lichem Gebiet verlangt er besondere zeitlichen Bestrebungen in den deuts dustriegebieten, neue bauliche Aus Untergrundgaragen u. dergl.) zu suche Städtebaugeseh, das statt den Geschäf moderne bauliche und architektonisch bildes verhindert und die wirtschaftli und Boden erschwert, lehnt der deutsch hausbefiz ab. 2. Auf steuerlichem Gebiet verle Berteilung der Steuern, insbesondere a) unbedingte Beseitigung der Ind bringungslast in allen denjenige and Industriehausbesig gleichzeiti gezwungen ist; und grundsägli Steuer überhaupt; 5) reichsgesetzliche Regelung und lichen Wertzuwachssteuervorschri großer Vermögensteile darstell daß die bestehenden Wertzuwac Rüdsicht nehmen auf die häufig äußerungen und Erwerbungen be besig in Zeiten wirtschaftlicher U c) gleichmäßige Besteuerung des Ve hebung der diktatorischen Boll ministers im Reichsbewertungsg dichteter überhoher Vermögensst d) auf dem Gebiete der Einkom fichtigung der wirtschaftlichen I gegenüber den anderen Einkom ders bei der Zumessung einer chaftlichen Abnutzungsquote für 3. Bon der Reichsregierung und Reichstag und Landesparlamenten Thes Recht für Alle, also auch fü Zwangswirtschaft. Da in allen deutschen Großstädte lien Räumen die Nachfrage seit Jah mit eine weitere Beschränkung der Der Berg versinnbildet auch di und des Menschengeschlechts zu höhe der Mensch näher an den Wolten und lenen Heldensöhnen des Volkes. Auj Drehrung ihre innerliche Verbindu bet Bald umjäuselt und die freie Der Berg endlich beherrscht das phiert über die Landschaft in seiner grwalten det Tieje, lenkt den Blid und zwingt seinen Besucher, beim A Sefaffenen zu denten. So wird der Berg zum heilige aber der Inhalt der deutschen Toten Brüder ihr Leben auf dem Altar des Im Gegensatz zum Berg ist die waiten des Hochwassers ausgesezt; i lies hineingestellt; sie ist ihres Jr hr Verkehrsbrüden geschlagen w Dallige Gefahr, wenn ein Bendelv ten die Besucher an ihre Ufer brächt Satiebe des Verkehrs verwadsen; bs Todes in den Fluß hineingef Intrafluß und an schwarzes Geschi Ettle des Menschen in die Tiefe u Feben des deutschen Volkes aus de befreiende Höhe. Zudem hat der Berg in freier balische Träger des Totengedächtnisse fein; denn die Kämpfe sind zu L hehen sich zum größten Teil in Fel Sigel abgespielt. Die vornehmste esnachrichten. Str. 41. bleibt erlaubt. Die Filmoberprüfungs Filmprüfungsstelle bestätigt, wonach der euen gefürzten Fassung zugelassen sei, ugendlichen ist aufgehoben worden. 1 Bayern verboten. Der Botemtin- Film ie vor verboten. Den Finanzausgleich. Der Entwurf des über die Regelung des Finanzaus Ländern und Kommunen ist nunmehr unmittelbar nach Rückkehr des Reichs hold dem Reichsrat zur Weiterberatung er Todesstrafe in Italien. Der italie n Gesetzentwurf zur Wiedereinführung Bergehen gegen den König und den ReDie bezüglichen Prozesse werden vor of der Strafjustiz stattfinden. Brivateigentum schlechthin. Man fährt ich Einschränkungen gefallen lassen, aber zur Aufhebung des Eigentums führen. tehen zunächst in einer roilltürlichen Die Bodenreformer nennen ihn den ge 1 damit den billigen Preis, der nur ein Sonnabend, den 9. Oftobere 1926. Für den Gewerbetreibenden ist die Mietzinssteuer eine Beleftung der Produktion, die die Konkurrenzfähigkeit dem Auslande gegenüber beeinträchtigt und Arbeitslosigkeit hervorruft, fodaß der Staat einen großen Teil der Mietzinssteuer wieder für Arbeitslosenunterstügung ausgeben muß. ie Einschränkung des Eigentums soll et s Vorkaufsrechts der Gemeinden, auf ts, wenn ungerechtfertigt hohe Breise Enteignung, für welche eine wertbeoerden soll. Die Entscheidung über den einden, die doch selbst Partei sind, im eis möglichst niedrig festsetzen und da achteiligen. Das Bedenklichste dabei ist ichen Rechtsweges, der ein Beweis des n scheint. Das BGB, wird auf diesem raft gesetzt. aftliche Seite des Bodenreformgejeges Gesez, weil es die Wohnungsfürsorge et und die Freizügigkeit der Arbeiter aufhebt. Die übermäßige Förderung chon an verschiedenen Stellen zu einem swegen zu bekämpfen. Gesetzes war nur möglich, weil die er der Zwangswirtschaft verlernt hat, zu unterscheiden. Die Mietzinssteuer, ehende Einrichtung gedacht ist, soll zur wirtschaft verewigt werden. Der HausNietzinssteuer selbst den Strid liefern, en soll. Man begründet die Zwangsnung der Sparer durch die Inflation. aber auch die Hausbesitzer, die ebenoren haben. Eine solche Begründung n Unrecht durch ein anderes Unrecht 1924 haben Reich und Gemeinden die und ihnen ihr Betriebskapital wegge die Gemeinden uferlose Vorratswirt Des Hausbesizes. Hoffen wir, daß bald Des großen Preußenkönigs gelten wird: her aber müssen wir fordern:„ Hände ! rdneter Dr. Grundmann- Berlin beterung des Geschäfts- und Industriereferent Herr Reichstagsabgeordneter ich besonders gegen die Mietzinssteuer. Iten in folgenden Punkten: g der Zwangswirtschaft auf einem auswirtschaft, ist unmöglich Sie entn: haltung der Substanz. Das trifft aber nz die wirtschaftliche Kraft fehlt, wic r Fall ist. it der Aufwertungsgesetzgebung. Diese gelegt, weil sie höher von der deutschen verden konnte. Dem Hausbesik nimmt tags. Wenn der Hausbesitz sie übrig lecht gäbe an dem Ertrag des Hauses, Die Ansammlung des Besitzes in den Händen der Gemeinden fördera die Sozialisierung. Sie mindert die Zahl der Steuer träger, die immer stärker herangezogen werde. In mancher Beziehung steht heute der Gewerberaummieter günstiger da als der Gewerberaumbefizer. Es wird Aufgabe aller Parteien sein, denen das Weiterbes stehen des Reiches am Herzen liegt, für den Abbau der Zwangs wirtschaft einzutreten. Den Kampf gegen die Zwangswirtschaft in Bergangenheit und Zukunft behandelte Herr Reichstagsabgeordneter Winnefeld. Die Ausführungen dieses volfsparteilichen Arbeiterabgeordneten cus dem Industriegebiet sind besonders bemerkenswert, weil er cuch bei der Beratung der Mieterschuhgesetzgebung im Reichstag im letzten Jahre stets ben Standpunkt der Gerechtigkeit dem Hausbesitz gegenüber vertreten hat. Nach seiner Meinung wird es nicht mehr möglich für gewerbliche Räume die Zwangswirtschaft aufrecht zu erhalten, weil das Angebot die Nachfrage schon übersteigt. Auch zur Hebung des Realkredits sei es erforderlich, die Fesseln der Zwangswirtschaft zu lösen, soweit es nur möglich ift. Zum Schluß fand einstimmige Annahme die nachstehende Entschließung: Die im Zentraltheater in Leipzig aus Anlaß der Verbands= tagung des Reichsverbandes Deutscher Geschäfts- und Industriehausbesitzer aus allen Gauen Deutschlands versammelten Geschäfts- u. Industriehausbesitzer fassen die dringendsten Wünsche für Wahrung ihrer wirtschaftlichen und rechtlichen Belange wie folgt zusammen: 1. Der deutsche Geschäfts- und Industriehausbesitz, der dem Wirtschaftsleben in den deutschen Großstädten Dach- und Unterfunft gewährt, wendet sich mit Entschiedenheit gegen die Pläne im Wege eines Bodenreformgesetzes in Deutschland sozialistische Tendenzen in das deutsche Privatrecht einzuführen. Auf städtebaulichem Gebiet verlangt er besondere Rüdsichtnahme auf die neuzeitlichen Bestrebungen in den deutschen Großstädten und Sndustriegebieten, neue bauliche Ausdrudsformen( Hochhäuser, Untergrundgaragen u. dergl.) zu suchen. Gesetzentwürfe, wie das Städtebaugesetz, das statt den Geschäftshausbau zu fördern, eine nobene bauliche und architektonische Entwicklung des Stadt bildes verhindert und die wirtschaftliche Ausnutzung von Grund und Boden erschwert, lehnt der deutsche Geschäfts- und Industriehausbesitz ab. eutſche Geschäfts- und Induſtries 2. Auf steuerlichem Gebiet verlangen wir eine gerechtere Verteilung der Steuern, insbesondere a) unbedingte Beseitigung der Industriebelastung bezw. Aufbringungslast in allen denjenigen Fällen, wo der Geschäftsund Industriehausbesitz gleichzeitig Hausbesitzsteuer zu zahlen gezwungen ist; und grundsätzlichen Abbau der HauszinsSteuer überhaupt; Giltner Zeitung" Staatsbürger zustehenden Vorschriften unseres bürgerlichen Rechts uns gegenüber in der Frage der Kündigung für eine unerhörte ungerechtigkeit und zugleich für eine wirtschaftlich völlig verfehlte Maßnahme. Nur die freie Wirtschaft ist in der Lage, den Bedürfnissen der sonst von allen Zwangsvorschriften befreiten deutschen Wirtschaft auf dem Gebiete des Arbeits- Raummarktes gerecht zu werden. Nachdem der Reichstag mit großer Mehrheit im Sommer dieses Jahres an die Landesregierungen das ErJuden gerichtet hat, innerhalb ihrer Länder in eine Prüfung der Frage einer Loderung der Zwangswirtschaft für gewerbliche Räume einzutreten, und dies außer in den Hanjaitädten und Württemberg, nunmehr auch in Bayern, Baden, Thüringen und Oldenburg erfolgt ist, halten wir es mit den Grundsäßen unserer Reichsverfassung für unvereinbar, wenn Landesregierungen und Landesparlamente in anderen Ländern, besonders Preußen, Sachsen, Mecklenburg und Hessen, nicht einmal in Erwägung mit uns darüber eintreten, ob und in welcher Weise Lockerungen auf dem Gebiete der gewerblichen Raumzwangswirtschaft demnächst einzutreten haben. b) reichsgesetzliche Regelung und Milderung der augenblidlichen Wertzuwachssteuervorschriften, die eine Enteignung großer Vermögensteile darstellen, angesichts der Tatsache, daß die bestehenden Wertzuwachssteuervorschriften keinerlei Rüdsicht nehmen auf die häufig notwendig werdenden Veräußerungen und Erwerbungen besonders beim Geschäftshausbesitz in Zeiten wirtschaftlicher Umwälzung; c) gleichmäßige Beſteuerung des Bermögens, insbesondere Aufhebung der diktatorischen Vollmachten des Reichsfinanzministers im Reichsbewertungsgesetz zweds Verhütung angedichteter überhoher Vermögenssteuerwerte; d) auf dem Gebiete der Einkommensteuer größere Berück sichtigung der wirtschaftlichen Interessen zweds Ausgleichs gegenüber den anderen Einkommensteuerpflichtigen, bejonders bei der Zumessung einer erhöhten sogenannten wirtschaftlichen Abnutzungsquote für gewerbliche Räume. 3. Von der Reichsregierung und von den Landesregierungen, Reichstag und Landesparlamenten fordern wir gleiches bürgerliches Recht für Alle, also auch für uns auf dem Gebiete der Zwangswirtschaft. Da in Großstädten das Angebot an gewerbWir bitten alle Parteien und Abgeordneten im Reichs- und Landtag, alle Regierungsvertreter und Behörden, die den Wiederaufbau der gesamten deutschen Wirtschaft zu unterstützen sich für verpflichtet halten, mit allen zur Verfügung stehender Mitteln und Kräften sich für unsere gerechten Forderungen einzu segen, nicht allein zum Wohle des Geschäfts- und Industriehausbesitzes, sondern zum Wohle des gesamten deutschen Boltes. Lokales. Heimat und Mutter. Zwei deutsche Laute höre ich immer flingen, wundervoll findlich, herrlich leuchtend durch alle Zeiten, ob sie hell oder trübe waren: Heimat und Mutter. Heute zum Sonntag will ich von der Mutter sprechen. Von Mutterglück und Mutterliebe. Wo diese Laute klingen, da zieht durch jedes Herz die Weihe heiliger Andacht. Mutter dies deutsche Wort hat heiligen Klang auch für den fernsten Heimat losen. Denn die Mutter weicht nie von ihrem Kinde und sendet Grüße und Düfte der Heimat dem wandernden Sohne nach über Berge und Täler, Länder und Meere. Der Mutter Liebe geht mit jedem Kinde Schritt für Schritt durch dieses Leben, von der Wiege bis zum Grabe, sie bleibt treu bis in den Tod. Und wenn dem om inde mitt mer bliebe von allem, was die Welt ihm bot, ber wenn alle Sterne ihm erbleichen, die Mutterliebe bleibt ihm noch. Wenn aus der Fremde des Kindes Zeilen die Mutter in der Heimat sinden, wenn es von Glüd und Weh, von Freud' und Schmerz erzählt, daheim die Mutter weiß zu lesen, ob Freude oder Schmerz die Feder des fernen Kindes führte. Jm Mutterschoße falten sich die Hände, es steigt ein stilles Gebet zum Himmel, das für das Kind um Segen fleht. Nr. 41. tember, angekündigte Lichtbilder- Vortrag des Hptm. a. D. Dr. Ruermann über:„ Schlacht und Grauen", findet am Montag, den 11. Ottober, abends 8% Uhr, in den Palaftlichtspielen am Kirchenplatz, statt. Alle deutschen Männer und Frauen werden hier einen Einblid bekommen über die Tiefen der jungdeutschen Dolfsnationalen Bewegung. An der Wiege hat sie dich beten gelernt, sie weckte dich küssend zum neuen Tag, sie stand an deinem Lager, wenn Krankheit dich heimsuchte, sie wachte über deine Jugend und führte dich ein in das sorgende Leben. Ohne Ende ist Muttersorge. Mögen die Menschen dich schelten und verlachen geh heim zur Mutter. Da findest du ein verstehendes Wort, da ist immer Hilfe, auch wenn dich alle schon verloren gaben. Gott machte ihren schwachen Hände riesenstark für das Werk ihres Kindes. Wenn du noch eine Mutter haft, so danke Gott und sei zufrieden. * Wartburgverein. Jm Markussaal findet heute abend 8 Uhr ein Lichtbildervortrag des Herrn Pfarrer Hertel über „ Eine Nordseereise" statt. Eintritt 30 Pfg. Doch wenn sie dir deine Mutter schon hinausgetragen haben auf den stillen Kirchhof, wenn feine sorgende Mutterhand dir über die Wangen mehr streicht, dann suché dort den Hügel und streue Blumen über die heilige Erde. Ein Muttergrab, ein heilig * Wichtig für Lungenkranke. Die Sprechstunden der Fürforgestelle für Lungenkranke für den Kreis Gießen in der medizinischen Universitäts- Poliklinik zu Gießen finden jeden Mittwoch nachmittag von 4 bis 5 Uhr statt. Auswärtigen Kranken, die nur mit Schwierigkeiten in die Nachmittagssprechstunden kom men können, ist es gestattet, schon in den Vormittagssprechstun den von 10 bis 12 Uhr zu erscheinen. Lungenkranke und Krankheitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedür fen einer Ueberweisung ihres Arztes an die Lungenfürsorgestelle. Unbemittelte, die eine entsprechende Bescheinigung ihrer Orts behörde vorzeigen, werden unentgeltlich beraten. Mutter! Wo du dies Wort sprichst, es ist ewiges KindheitsWaldfried. gebet. * * Bon der Universität. Zum ordentlichen Professor für Ader- und Pflanzenbau an unserer Landesuniversität wurde Dr. George Gessous aus Schlanstedt, Bezirk Magdeburg, ernannt. * Tanzbelustigungen. Anträge auf Erteilung der Genehmigung zu Tanzbelustigungen sind am ratsamsten mindestens acht Tage vorher bei dem Polizeiamt schriftlich einzureichen. Die mündliche Stellung von Anträgen ist zwedlos. lichen 9 an attend entfchen Greif Safer und an alberi dish, batten Lichtbilbervortrag des Jungdeutschen Ordens. wir eine weitere Beschränkung der jedem anderen deutschen Der Berg versinnbildet auch die Berufung des Menschen und des Menschengeschlechts zu höheren Zweden. Da oben ist der Mensch näher an den Wolten und damit näher bei den gefallenen Heldensöhnen des Volkes. Auf dem Berg findet die Totenverehrung ihre innerliche Verbindung mit den Toten, welche der Wald umfäuselt und die freie Natur ſegnet. Der Berg endlich beherrscht das Tal zu seinen Füßen, triumphiert über die Landschaft in seinem Umkreis, trog den Naturgewalten der Tiefe, lenkt den Blid in die Weite um sich herum und zwingt seinen Besucher, beim Anstieg an den Opferweg der Gefallenen zu denken. So wird der Berg zum heiligen Opferberg. Opferung ist aber der Inhalt der deutschen Totenverehrung, wie auch unsere Brüder ihr Leben auf dem Altar des Vaterlandes geopfert haben. te bleibt nur die Entscheidung zwischen Wasser, zwischen Berg und Insel. Sedächtnisstätte ſpricht die technische imales und seine ganze innere Beüber die Hochfluten des Rheines, die schlingen drohen, was sich ihnen im Zur Zeit des Hochwassers erhob sich über seinen durchschnittlichen Stand. Ser müßte das Reichsehrenmal, wenn htet wäre, aufs äußerste gefährden. Dem Getöse des Alltags drunten am oder im Fahrgeleis der Personenmphiert in feierlicher Ruhe über den am Reichsehrenmal drunten auf der Duzende von Perſonenzügen poltern ntlang; Duzende von Personendampden Ausflugs- und Fremdenverkehr erte von Frachtschiffen schleppen sich vit Lärmen und Tuten entgegen. Die eihter Natur, wie sie das Reichsehrenumfließen muß, verbürgt allein der jein stolzes Haupt über die Niederung n Weg aus der Tiefe herauf zur Erehung des Bolles igt 1 und aus ſträflicher Gleichgültigkeit. ung des niederen Erdenſinnes durch Niederlage und Unglück, aus DemüIm Gegensatz zum Berg ist die Insel den zerstörenden Gewaiten des Hochwassers ausgesegt; sie ist in den Lärm des VerIchrs hineingestellt; sie ist ihres Infelcharakters beraubt, wenn zu ihr Verkehrsbrüden geschlagen würden; jie bedeutet eine be dentliche Gefahr, wenn ein Bendelverkehr mit Nachen und Booten die Besucher an ihre Ufer brächte; sie ist mit dem Lärm und Getriebe des Verkehrs verwachsen; sie ist als ein düsteres Giland des Todes in den Fluß hineingestellt, um den Menschen an Totenfluß und an schwarzes Geschid zu erinnern; sie zieht die Seele des Menschen in die Tiefe und vernichtet das Aufwärts: streben des deutschen Volkes aus der Niederung hinauf auf die befreiende Höhe. Zudem hat der Berg in freier Natur das Vorrecht, der fym: bolische Träger des Totengedächtnisses an die feldgrauen Streiter zu sein; denn die Kämpfe find zu Land entschieden worden und baben sich zum größten Teil in Feld und Wald, auf Berg und Hügel abgespielt. Die vornehmste Würdigung des KriegerStraßensperrung. Wegen Vornahme von Pflasterarbeiten ist die Bahnhofstraße zwischen Schanzenstraße und Westanlage für jeglichen Fahrverkehr vom 6. Oftober ab auf die Dauer von vier Wochen gesperrt. Desgleichen ist die Weidengasse von Haus Nr. 10 ab bis zum Neuenweg für jeglichen Fahrverkehr gesperrt. * 6.R.G. 1877. 7. Heute Abend 8% Uhr im Bootshaus Jahreshauptversammlung, deren Tagesordnung äußerst wichtig ift. * Verbilligter Strompreis in Oberhessen. Wie das Ueberlandwerk mitteilt, wird der Strompreis in den Nachtstunden von 10 auf 8 Pfg. herabgesetzt. * Sonntagsrückfahrkarten wurden im Bezirk der Reichsbahndirektionen Mainz, Frankfurt, Ludwigshafen, Karlsruhe und Stuttgart bereits vom 2. Oftober ab von mittags 12 Uhr an zur Benügung sämtlicher Schnellzüge, Gilzüge und beschleunigten Personenzüge ausgenommen die Fernschnellzüge und die D. 3üge 42-43 Frankfurt- Berlin zugelassen. Bei Benügung von Schnellzügen ist der volle Schnellzugszuschlag zu entrichten. - Freimarten zu 15 und 25 Bfg. Nach einer Mitteilung des Reichspostministeriums wird mit der Lieferung der neuen Freimarten zu 15 und 25 Pfg. voraussichtlich im Laufe des Monats Oktober und November begonnen werden. Tauf die Gandes bant her topping in a letno mag bis rauf aufmerksam, daß Rheinprovinzanleihen alten Besitzes bis LeergegessenViele Rezepte für beliebte Puddings und süße Geleespelsen sind außer den guten Backrezepten in dem neuen farb. Illustr. Oetker- Rezeptbuch, Ausgabe F enthalten. Das Buch ist in allen einschl. Oeschäften zum Preise von 15 Pfennig zu haben, wenn nicht vorhanden, gegen Einsendung von Marken von mir direkt. BOE Der aus Z unvorhergesehenen technischen Gründen bereits für den 25. Sepberufes prägt sich schon in dem Wort:„ Der Feldgraue" aus. Es fann darum das Bergmassiv Lichtertopf der Stadt Niederlahnstein mit innerster Berufung und vollkommener Eignung den Lorchern Rheininseln, der Insel Hammerstein und Insel Grafenwert entgegentreten. Der Lichterkopf, zeitlich einer der ersten deutschen Vorschläge zum Reichsehrenmal, ist umsonst dem Deutschen Reich angeboten. An ihn brandet nicht das Hochwasser, das aus jedem Inselmal einen bis zur Hälfte in Wasser getauchten Jjistempe! bei Affuan im Nil machen würde, ein Reichsehrenmal, das schier rettungslos dem ungeheuerlichen Drud der hochgetürmten Os roar ein Oetker Pudding das kann man sicher glauben, denn selten schmeckt den Kindern etwas so gut, wie ein OetkerPudding. In der Tat gibt es kaum etwas Besseres, das die Mutter ihren Kindern vorsetzen kann. Zahlreiche Geschmacksarten von Dr. Oetker's Puddingpulvern sowie die vielseitige Möglichkeit des Anrichtens, z. B. mit Dr. Oetker's VanilleMilchsoße, mit Himbeersaft, mit eingemachten oder gekochten frischen Früchten oder Fruchtsaft, bieten reiche Abwechslung. Ein wichtiger Vortell, besonders für Kinder, liegt darin, daß Dr. Oetker's Puddingpulver Vanille- und Mandel- Geschmack die für den Körperbau und Insbesondere für die Blutbildung notwendigen mineralischen Salze enthalten. Außerdem ist Milch als Zutat dieser schmackhaften Nachspeisen für Kinder besonders wertvoll. Dr. A. Oetker, Bielefeld Der Lichterkopf erfüllt in sich die Berufung des deutschen Volkes heraus aus der Tiefe der Demütigung auf die Höhe der Befreiung. Auf den Bergen ist Freiheit", sagt Schiller. Der Lichterkopf ist der deutsche Heldenberg; denn er rüdt uns näher an die feldgrauen Streiter in den jenseitigen Gefilden heran. So wird er zum Berg der deutschen Auferstehung. Dieses, das Stromdreied Rhein- Lahn- Mosel überwältigend beherrschende Bergmassiv Lichtertopf" will nicht mit den hochgetürmten Massen falter Monumentalbauten Berufung, Inhalt, Weihe und Erfüllung des Heldentodes er" AJ jermaſſen ausgeliefert wäre, weiche Quadern und Mauern ausschlagen! Das Reichsehrenmal auf dem Lichterlops folt ihren Fugen wälzten! Der Lichtertopf ist von den Gefahren des Wassers befreit; wann die Besucher des Reichsehrenmals zu ihm wallfahren. unter Vermeidung kostspieliger Bauten allein der Verherrlichung des Heldentodes in feierlicher Opferweihe unter dem Balbachin freier Natur dienen und Totenehrung Opferhingabe Der Tichtertopf bietet auf seinen Hängen und auf seinem mit Dijep projeti perbient genau jo mie alle anderen am Rhein Plateau größten Versammlungsraum, den im Gegensatz dazu die engen Rheinuferstraßen feineswegs aufweisen, den auch die Inseln im Rhein feineswegs schaffen können. von den berufenen Stellen des Reichs auf seine Eignung ge= prüft zu werden, denn es sind lediglich vaterländige und natioDer Lichterkopf spottet über den Lärm des Verkehrs druntennale Beweggründe, welche es geschaffen haben. Die zuständigen im Rheintal mit Schiffsanlegestellen und Wirtschaftsgebäuden an den Inseln. Er hat sich der ungestörten Totenverehrung in der Berg- und Waldnatur geweiht. brung in Der Lichterkopf verschmäht hochragende architektonische Bauten als Form des Reichsehrenmales. Er sieht seine Bestimmung in einem Opferberg für die Feldgrauen. Eine Straße des Schweigens" soll den Besucher innerlich auf den Opfergang zur Höhe vorbereiten und aus dem Eintrittsgeld und aus der Opfergabe des Besuchers soll ein Opferstod geschaffen werden für die noch lebenden Kriegsopfer, ein sozialer Gedanke, wie er ausschließlich dem Projekt der Stadt Niederlahnstein zueigen ist. und allein zur Entscheidung bestimmten Stellen des Reiches ( Reichstag, Reichsrat, Reichslabinett und Reichspräsident) rufen wir zu objektiver Prüfung an Hand der Tatsachen und in Zuerkennung des nämlichen Anspruches auf Prüfung wie alle anderen Rheinprojekte an, wenn der Lichtertopf auch von marktschreierischer Bilbetreklame abgesehen hat, da er allein durch feine äußere und innere Bestimmung glaubt, alle Anforderungen an das deutsche Reichsehrenmal vollkommen zu erfüllen. Die Entscheidung darüber aber möge auf parlamentarischem Weg nur den zuständigen Instanzen anheimgegeben sein, die allein berufen sind, in einer Reichssache für das Reich zu sprechen und zu entscheiden!( Erbacher. Sonnabend, den 9. Oftobere 1926. zum 1. November ds. Js. bei den Vermittlungsstellen anzumelden sind. Wir verweisen auf die Bekanntmachung im Anzeigenteil. * Aufgehobene Kreisstraßensperrung. Die ab 21. Mai ds. 35. angeordnete Kreisstraßensperre Odenhausen Lollar Sichertshausen ist aufgehoben worden. - - * Kreisamt. Auf der Jungviehweide Warthof bei Grünberg, in Quedborn und Sarbach ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgestellt worden. * Hessische Staatsschuldenverwaltung. Gemäß den Bedingungen der Dollarschaganweisungen des Boltsstaates Hessen vom 20. Oftober 1923, Reihe A und B, wird hiermit bekannt gegeben, daß die Einlösung der am 18. Oftober 1926 zur Rüdzahlung fälligen Stüde mit einem Aufgeld von 20 Prozent in Reichsmart nach Abzug der Kapitalertragsteuer erfolgt, wobei der Dollar zum Durchschnitt der Mittelfurse der amtlichen Berliner Notierung für Auszahlnug Newport im Monat September 1926, gleich 4,20 Reichsmart, gerechnet wird. Der Berband der evangelisch- weiblichen Jugend in Hessen erlaubt sich, auf sein neues Verbandsheim Orbishöhe bei Zwingenberg a. d. B. hinzuweisen, das er während des Winters den evangelischen Bereinen und Verbänden gern für Tagungen, Lehrgänge, Freizeiten usw. zur Verfügung stellt. Aus Nah und Fern. Schweres Unglück des Frankfurt- Hamburger Flugzeugs Ein schweres Flugzeugunglüd ereignete sich gestern nachmittag gegen 2 Uhr bei Beuern. Das Flugzeug D 468, das von Frankfurt a. M. nach Hamburg unterwegs war, verlor in der Nähe von Beuern infolge Rebels die Orientierung und wollte auf dem Gießener Flugplatz landen. Der Pilot ging in Schleif,, Gießener Zeitung" zügen zur Erde hernieder, als das Flugzeug aus 30 Meter Höhe abstürzte und sich mit dem linken Flügel in die Erde bohrte. Infolgedessen überschlug es sich, wobei der Flugzeugführer, ein aus Berlin- Schöneberg stammender Mann, so schwer verlett wurde, daß er nach wenigen Minuten starb. Ein norwegischer Passagier, Anton Störle aus Oslo, der von der Frankfurter Messe nach Hause fliegen wollte, erlitt einen tomplizierten Schädelbruch. Ein anderer Passagier namens 3 echmeier aus Nürnberg trug schwere Bauch- und Schädelverlegungen davon. Die beiden übrigen Passagiere wurden leicht verlegt. Die Schwerverletzten wurden in die chirurgische Klinik nach Gießen überführt. Das Flugzeug war vollständig zertrümmert. Bad- Salzhausen. Ein auswärtiger Arzt hat hier eine Villa angekauft, in der die Errichtung eines Kinder- Erholungsheims beabsichtigt ist. Hungen. Da in Hungen die Maul- und Klauenjeuche ausgebrochen ist, mußten die Rinder der Weide, die unverseucht ist, über Billingen abtransportiert werden. Die Beschidung der Sommerweide betrug 40 Fohlen und 86 Rinder. Man ist mit dem Ergebnis der Sommersaison sehr zufrieden, alle Tiere zeigen ein sehr gutes Aussehen. Darmstadt. Unter Ausschluß der Deffentlichkeit verhandelte das Bezirksschöffengericht gegen den Kaufmann Hans Willede von Hindenburg wegen Verrats militärischer Geheimnisse. Das öffentlich verkündete Urteil, das rechtskräftig ist. lautet auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis unter Anrechnung von 3 Monaten Untersuchungshaft. Limburg. Zum Nachfolger des am 1. ds. Mts. in Ruhestand getretenen Defan Obenaus ist der langjährige erste Pfarrer von Runkel, Meyer, zum Dekan und Vorsitzenden des Kreiskirchentags gewählt worden. Neue Bücher. Nr. 41. Freiherr von Stein. Ein Lebensbild von Dr. Hanns Mar= tin Elster. Wie wir in der Dichtung Schiller und Goethe als Diosturenpaar haben, so in der Politik Stein und Bismard. Stein ist aber der Mann, der uns innen und außenpolitisch in die Zukunft hineinführt; zur wahren sittlich begründeten deutschen Freiheit und zu Großdeutschland. Seine Erinnerungen, Dentschriften, Briefe in Form einer Biographie sind das wertvollste historische, politische Buch, das die Deutschen haben tönпеп Dieses prächtige Werk ist bei der Deutschen Buch- Gemeinschaft, Berlin SW. 61, Teltowerstraße 29, erschienen.- Für den äußerst geringen Mitgliedsbeitrag von 3,90 pro Vierteljahr erhält das Mitglied einen Halblederband und 14tägig eine illuftrierte Zeitschrift. Roe Geschäftliches. Wie toche ich gut und billig, das ist die tägliche Frage für jede rechnende Hausfrau, deren Lösung meist schnell und entschlossen gefunden und vor allen Dingen richtig sein muß. Wie ungeheuer wichtig eine zwedentsprechende Ernährung für die Gesunderhaltung und Leistungsfähigkeit des Körpers ist, werden vielleicht viele unserer verehrten Leser an dem interessanten Material der„ Gesolei" in Düsseldorf festgestellt haben. In diesem Zusammenhang fann mit Recht auf die beliebten Oetker- Buddings hingewiesen werden, die außerordentlich nahrhaft, wohl bekömmlich und leicht verdaulich sind und jedes noch so einfache Mittagsmahl gesundheitlich durch den hohen Gehalt an lebenswichtigen Aufbaustoffen und geschmacklich durch ihr feines Aroma ergänzen. Verantwortlich: Christian Klein in Gießen. Ein weitblickender Geschäftsmann darf seine Zeitungsanzeigen nicht einschränken! Das Publikum merkt rasch einen solchen Rückgang und schliesst daraus auf einen Rückgang der Firma! Es ist auch wichtig, dass die Reklamen u. Anzeigen nicht immer in ein u. derselben Zeitung veröffentlicht werden; allen Bevölkerungskreisen die Anzeigen zu lesen geben, das gibt dem Geschäftsmann die Möglichkeit, neue Kunden zu werben. Sie können es glauben! Die Zeitungs- Anzeige ist die beste und billigste Reklameart und als Werbemittel nicht zu übertreffen. Inserieren Sie deshalb in den Zeitungen ,, Gießener Zeitung"- ,, Hessisches Handwerk u. Gewerbe" Auflage 35200 ,, Hessische Hausbesitzer- Zeitung" Auflage 12000- ,, Hessischer Kamerad" Auflage 40800- ,, Allgem. Hessische Sportzeitung"- ,, Evangelische Warte" Man wende sich umgehend an die Geschäftsstelle: Giessen, Südanlage 21. Die Anmeldung von Altbesitz an Rheinprovinz- Anleihen muß zur Vermeidung des Verlustes von Rechtsansprüchen spätestens bis zum 1. November 1926 erfolgt sein. Bei den Vermittlungsstellen( allen Banken und Sparkassen) sind die vorgeschriebenen Vordrucke erhältlich. 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Fü endung nicht verlangter Manuft Ans dem heffifch Die Waffenfunde auf de Eine Anfrage Stord( Soz.) und fande auf dem Schiffenberg bei Gieße Die Antwort des Ministers des Das Polizeiamt Gießen berich züglich über die Funde auf dem G sofort die erforderlichen Maßnah Sache und zur Sicherstellung und Behandlung der Funde. Die Re halten des Polizeiamts und ist mi auch selbst unterſtükte, einverstande Nach dem Untersuchungsergebr gründet, daß die auf dem Schiffenb Rechtsverbänden zu verfassungwit dienen sollen. Die Regierung wird um ciwa vorhandenen unerlaubte Etwaige Funde werden sofort besch der zur Zerstörung zuständigen Ste Das Boltsbegehren auf Aufl Der von dem Landesabstimm Bornemann, ausgearbeitete Bericht ü Auflösung des Hessischen Landtags vor. Er umfaßt die Darlegung der V jahren bei der Listenrüdgabe zur Mä Ausführungen über die Zusammen mungsausschusses. Nach Darlegung üb arbeit werden dann die bekannten F gegeben. In der Anlage zum Berich chten wiedergegeben. Darmstadt, 15. Oktober. Der Landtags nahm in seiner letzten Si die gesetzlichen Voraussetzungen für d Die Verhandlung gegen den Paris. Der Untersuchungsrichte Beutnants Rouzier, Hauptmann Tro geben. Die Verhandlungen der G vor dem Kriegsgericht in Landau finden. Politische Versammlungen un Gebiet. In den Garnisonstädten des be den neuesten Verfügungen politische in Zukunft 48 Stunden vor dem Zeit fallen, bei dem betreffenden Platfom den. Die Anmeldung muß den G und eine Liste der Einberufer enth mandant der Ansicht ist, daß die gep Umzug die Sicherheit der Besatzung Ordnung gefährden kann, hat er sofo hiervon zu verständigen, die dann lung oder der Umzug stattfinden kan * Ein Ausreise Dem Landesbischof der evan Bischof Malmgren in Petersburg, is rung die Erlaubnis zur Ausreise nahme an der diesjährigen Tagung chne Angabe von Gründen verweiger * Völkerbundsrats- Lag Paris, 15. Oktober. Der ,, Peti daß im Laufe der Dezembertagung der Borschlag gemacht und wahrschei den wird, die Märztagung des Völ Berlin abzuhalten. Die deutschen Sp Trotz der Arbeitslosigkeit nehme beutschen Sparkassen allmonatlich zu, lehten Monat durchschnittlich um Reich. Die Gesamtsumme der Sp 2% Milliarden Mart überschritten. weise im Januar der Ueberschuß der im Monat, er fiel dann im Februar caj 107 Millionen, um von da an to * Salb Berlin zahlt fei So berichtete eine Mittagszeit en sein, immerhin ist es Tatsache elteisen außerordentlich geklagt Ausfall an Mieten. Schon seit J Ottober aber immer schlimmer. Je leine Arbeit mehr und mit der U muß er erst dürftig sein Leben friste len mit der Miete im Rüdstand, we der Wohnung hinausgeworfen wer beres Unterkommen haben.