Lindeckung Str. 18 Mecklenburn Talelbutter in la. Qualität liefert bei günst Preisberechnung geg Nachnahme im täglichen Postversand Molkerei Gallin Ges. m. b. H. Verlangen Sie Ruhr- Brechkoks Heizkräftigster, sparsamster Brennstoff für Zentralheizungen Erhältl. in all. gröss. Kohlenhandig. Achtung! Dachdecker arbeiten Alle vorkommenden wie Neubauten aller Artweber Compt und billig ausgeführt. Gehöre teme creinigung an. einrich Meier, Dachdeckergesch Falltorstraße 46. Telephon 621 Blumenhaus Dieß Seltersweg 38 Gießen Fernsprecher 18 Größtes Spezialgeschäft Oberbejiens குகு Vermittlung von Blumenipenden nach allen Orten Deutschlands. Prompte u. veelle Bedienung. dealer Frühjahrsaufenthal für Rekonvaleszent. und Nervenkranke Brombach im Taunus ( 450) Mtr. ü d. M.), Post Anspach Kurpension Haus Waldfriede irekt am Wald gelegen, inmitten grü 39. Jahrg. Samstag, den 8. Mai 1926. Nr. 19. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd sendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. - Sonntagsgedanken. Sonntagsmorgen im Maien. Im Feierklange schallen die Gloden über Täler und Berge, über Dorf und Stadt. Auch sie haben ihren eigenen Ton zur Maienzeit. Sie läuten den Segen über die blühende Gotteswelt. Eine wedt die andere zum gemeinsamen Glodenchoral am Früh lingssonntag. Nicht hart und dumpf ist ihr Schall, weich und lodend und jubilierend. Die gleiche Glocke, die gestern noch hinter einem Trauerzuge einem Menschen auf seinem letzten Wege läutete, dumpf und schwer, sie jubelt heute am Maiensonntag morgen und fündet der Welt das Gegenteil von gestern Leben. das Und golden steigt die Sonne empor, und es ist, als würde sie reiner und heller strahlen als sonst am Morgen des Alltags. Lermen steigen jubilierend zum strahlenden Firmament, in den Gärten schmettert die Singdrossel ihr Liedchen vom Lenz und im Walde singt ein Massenchor. Das große Wunder ist geschehen. Die Welt steht wieder in L... und Büten. Niemand kann an diesem heiligen Werdegang vorübergehen, ohne ein tiefes Gefühl der Ergriffenheit vor diesem Schöpferwillen. Die Erde ist jetzt Braut und der blaue Himmel ihr Bräutigam. Wie mit den Augen der Liebe blidt er auf die geschmückte Erdenbraut. Maiensonntag Hochzeitstag der Erde. Nun sollst du wieder einmal glücklich sein, du wunderschöne Welt! Und alles wandert hinaus, nur Frau Sorge bleibt dahein in ihrer schwarzen Kammer. Sie traut sich nicht mit ihrem Gram und Jammer aus ihrer Hütte. Im hellen Sonnenschein würde sie erblinden, der Sang der Vögel würde sie taub machen. Frau Sorge, fannst ja ruhig sein, Die Zeit wird schon noch kommen, Da du dein Reich führst ganz allein, Es wird Dir nicht genommen! Nur jetzt zu dieser Frühlingszeit Boll Sonnenschein und Blüten, Boll Menschenglück und Seligkeit Dein Kämmerlein magst hüten! Waldfried. Zur Stellungnahme Viesenmatten. Herrliche Spaziergänge. Ides Alten Bergarbeiterverbandes beim Ruhe. Moderne Zimmer mit fliessend. Wass f. Küche. Bad. Pension 5 Mark. Besitzer Emil Munte, Küchenmeiste Tetefon Merzhausen 25. Seefahri VERTRETER gegen feste Bezüge Provision zu Besu von Privaten in Sta Junge Leute aller Beund Land gesucht rufe, die zur SEE fahren wollen, erhalten Angeb, unt. V.0 2233 streng reellen Rat und an Rud. Mosse, Brau schweig. Auskunft( gegr.: 1919) Nur schriftlich. Aus- Drucksachen kunftsstelle 449 Harms billigst b. Albin Ale Hamburg 19. einschränken! ang ma! en; allen werben. ren Sie uflage 35500 ner Kamerad" lische Warte" britischen Bergarbeiterstreif. Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postichedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. erhöhten Förderung eingelegten Ueberschichten sei sehr gering; fie tönnten nur in Frage lommen, gelegentlich einer gesteigerten Nachfrage nach bestimmten Kohlensorten, die zu befriedigen nicht nur im Interesse der Zechenliege, sondern auch in dem der Belegschaften. In solchen Fällen ohne weiteres neue Arbeitskräfte einzustellen, die nur vorübergehend beschäftigt werden könnten, sei unmöglich. Vom Bergbauverein sei seinerzeit auch festgestellt worden, daß beispielsweise im Ruhrgebiet mehr als drei Viertel aller Ueberschichten betriebsnotwendig waren. Obwohl die Richtigkeit dieser Angaben vom Alten Bergarbeiter- Verband nicht bestritten werden konnte, seien die unrichtigen Darstellungen über das Verfahren von Ueberschichten später mehrfach wiederholt worden. In einem anläßlich des britischen Bergarbeiterausstandes erlassenen Aufruf des Alten Bergarbeiter- Verbandes werden die deutschen Bergarbeiter aufgefordert, den englischen Kameraden zu helfen, insbesondere durch Beseitigung der Ueberschichten, die gegenwärtig im Ruhrbergbau trotz der zahlreichen Feierschichten in erheblichem Umfange verfahren würden. In einer Zuschrift aus bergbaulichen Kreisen wird demgegenüber darauf hingewiesen, daß es sich hierbei um eine Wiederholung unzutreffender Darstellungen handelt, die schon vor Monaten in einer in zahl= reichen größeren Zeitungen erschienenen Erklärung des Bergbauvereins in Essen richtiggestellt worden seien. Es war behauptet worden, daß im dritten Vierteljahr 1925 in allen preußischen Bergbaugebieten rund 1837 000 Ueberschichten verfahren und daß durch diese Ueberschichten mehr als 23 000 Bergarbeiter brotlos gemacht worden seien. Der Bergbauverrein hat schon in der erwähnten Erklärung darauf hingewiesen, daß solchen Berechnungen eine völlige Verkennung des Begriffs Ueberschichten in den amtlichen Nachweisungen zu Grunde liege. In den Ueberschichtenzahlen seien auch sämtliche tariflich festgelegten betriebsnotwendigen Ueberschichten( Sonntagsschichten usw.) enthalten, die über Tage in den durchgehenden Betrieben( Kokereien usw.), unter Tage vom Maschinisten, Pumpenwärtern, Pferdeknechten usw. verfahren werden müssen. Die Zahl der zum Zwede einer Es bedeute auch durchaus eine Verkennung der Interessen der Bergarbeiter, wenn sie die sich jetzt vielleicht bietende günstige Gelegenheit, wegen der Möglichkeit des Absatzes in das sonst von England mit Kohlen versorgte Ausland durch Ueberschichten den ihnen in der letzten Zeit durch Feierschichten wegen Absatzmangels entstandenen Lohnausfall wieder einzuholen nicht wahrnehmen würden. Annahme der Notstandsgesetze. London, 7. Mai. In der gestrigen Unterhaussitzung wurden die Notstandsgesetze. welche dem Minister des Innern erweiterte Vollmachten geben, angenommen. 337 Stimmen waren für und 96 gegen die Annahme. Ernste Zwischenfälle. London, 7. Mai. Nach den letzten Meldungen ist es im Verlauf des gestrigen Tages in mehreren englischen Städten zu ernsten Zwischenfällen gekommen. In Hull verhinderten Streifende den Verkehr mit Privatautos. In Aberdeen( Schottland) hielten Streikende die elektrische Straßenbahn an. Jn Cardiff weigerten sich die streitenden Straßenbahnangestellten, einer Aufforderung der Stadtverwaltung zur Wiederaufnahme des Dienstes oder zur Abgabe ihrer Uniform Folge zu leisten. In London ist am heutigen vierten Streiftage im allgemeinen die Verkehrslage besser. * Russische Beurteilung. Berlin, 7. Mai. Das Exekutivkomitee der kommunistischen Internationale in Moskau hat einen Aufruf zum Kampf der englischen Gewerkschaften erlassen. Der Aufruf beweist in seiner ganzen Tendenz, daß die russische tommunistische Leitung mit einen Zusammenbruch des englischen Streits rechnet. Es wird nämlich bereits schon erklärt, daß der Streit von den Führern ,, Derrraten" werden wird. Internationale in Moskau hat einen Wieder steigende Arbeitslosigkeit. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Die Unsicherheit auf dem Berliner Arbeitsmarkt ist auch in der letzten Woche vorherrschend geblieben. Die Zunnahme der Arbeitssuchenden beläuft sich in der Berichtswoche auf rund 700 Personen. Es waren 245 507 bei den Arbeitsnachweisen eingetragen gegen 244 883 der Vorwoche. Unterstützung bezogen 190 612 Personen. Kein Wohnungsmangel für die Breslauer Wanderausstellung. Die Landessteuern. In der letzten Zeit ergingen die neuen Steuerbescheide über die Landessteuern. Auf dem Steuerbescheid sind zusammengefaßt die staatliche Grundsteuer, die Gewerbesteuer und die Sondergebäudesteuer. Die Zusammenfassung auf einem Zettel ent spricht einem alten Wunsch der Gewerbetreibenden, die es außer ordentlich lästig empfanden, sich alle Tage den Kopf darüber zerbrechen zu müssen, ob nicht wieder ein Steuertermin da sei, dessen Versäumnis Strafe fostet. Aus dem nunmehr ausge gebenen zusammengefaßten Staatssteuerbescheid sind die Ziffern der laufend zu zahlenden Staatssteuer und die Zahlungstermine angegeben; ein gleicher Zettel für die Gemeindeabgaben wird in Kürze folgen. Die Zusammenfassung der Staatssteuern in einen Zielbetrag zeigt mit erschreckender Deutlichkeit, wie hoch der Tribut ist, den man nun alle zwei Monate an den Staat zahlen muß. Und wenn der Handwerker nun auch noch den Gemeindesteuerzettel in der Hand hat, dann mag er mit Grausen berechnen, wie viel er umsetzen muß und wie lange er daran zu arbeiten hat, bis er die Beträge im Geschäft hereinbekommt. Wie uns mitgeteilt wird, sind die Gerüchte, daß in Breslau für die Zeit der großen Landwirtschaftlichen Ausstellung vom 31. Mai bis 6. Juni ds. Js. bereits sämtliche Hotel- und Pensionszimmer belegt sind, ganz unzutreffend. Dem Verkehrsverein Breslau, Am Hauptbahnhof 1, stehen vielmehr noch tausende von Zimmern in jeder Preislage und Einrichtung zur Verfügung, die Interessenten gern durch genannte Stelle vermittelt werden. Lageplan der Wanderausstellung Breslau 1926. Holkli ☐ ☐ ☐ The Su Conquer Sal grosse Shytique vom 31. Mai bis 6. Juni ds. Js. der deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft. 1 Bei dieser Sachlage ist eins von Nöten, nämlich Klarheit über die gesetzlichen Bestimmungen, damit nicht zur Wehmut über den tiefen Griff des Steuerfiskus in die ohnehin so schmale Kasse die unerträgliche Unsicherheit darüber kommt, ob denn überhaupt die Anforderung im Einzelfall zu Recht besteht, und ob es nicht eine Möglichkeit zur Milderung gibt. Die drei laufenden Landessteuern seien daher in folgendem einzeln beschrieben: 1. Die Gebäudesondersteuer. Sie gründet sich auf die 3. Steuernotverordnung, in der die Länder und Gemeinden angewiesen wurden, zur Deckung ihres Finanzbedarfs und auch zur( leider sehr spärlich erfolgten) För derung des Wohnungsbaues eine Steuer auf die Gebäude zu legen, die einen Ausgleich zu Gunsten der Allgemeinheit herbeiführen soll für die infolge der Aufwertungsregelung eingetretene Schuldenminderung. Auf Grund dieser Ermächtigung erging in Hessen ohne Mitwirkung des Landtags die Verordnung, betr. die Erhebung einer Sondersteuer vom bebauten Grund besig vom 24. März 1924 und neuerdings abermals ohne Mitwirkung des Landtags die Verordnung, die Sondergebäudesteuer für das Rechnungsjahr 1926 betreffend, vom 10. März 1926. Mittlererweile hatten die grundlegenden reichsrechtlichen Be stimmungen in der 3. Steuernotverordnung eine Ergänzung erfahren durch das Gesetz über die Aenderung des Finanzaus gleichs zwischen Reich, Ländern und Gemeinden vom 10. August 1925. Auf Grund dieser Vorschriften ergibt sich folgendes Gesamtbild: Vom bebauten Grundbesitz wird eine Sondersteuer erhoben, die in die gesetzliche Miete einbegriffen wird. Zum bebauten Grundbesitz gehören die Gebäude nebst dem Zubehör, der zugehörige Hofreitegrund und die mit diesem zusammenhängenden Grab- und Grasgärten. Der Sondergebäudesteuer unterliegen nicht die zu rein lundwirtschaftlichen Zweden dienenden Gebäude und Gebäudeteile. ( Stallungen, Scheunen, Speicher, Fruchtböden, Schuppen usw.) Werden solche mitherangezogen, so ist alsbald Antrag auf Befreiung zu stellen. Ferner unterliegen der Steuer nicht Neubauten, oder durch Umbau oder Einbau geschaffene Gebäudeteile, wenn der Bau erst nach dem 1. Juli 1918 bezugsfertig geworden ist und hierzu nicht Beihilfen aus öffentlichen Mitteln gewährt worden sind. ( Als Beihilfen aus öffentlichen Mitteln gelten nicht Baudarlehen, über die der Eigentümer erst nach dem 13. Februar 1924 verfügen konnte.) Die Sondergebäudesteuer beträgt für den Staat 127,5 R.- Pfg. und für die Gemeinden höchstens 68,7 R.- Pfg. für je 100 M des jenigen Gebäudewertes, der der Vermögenssteuer im Jahre 1914 unterlegen hat. Zusammen also nahezu 2 Prozent des Friedenswerts. Da die Steueranteile der Mieter in Prozenten der Friedensmiete berechnet werden, ist es nachteilig, daß als Steuergrundlage der Gebäudewert gewählt wurde und nicht etwa die Friedensmiete selbst. Wenn man annimmt, daß das besteuerte Gebäude im Frieden mit 5 Prozent rentierte, so beträgt die Staats- und Gemeindesondersteuer zusammen 40 Prozent der Friedensmiete. Den Berechnungen ist auch eine 5prozentige Verzinsung des Gebäudewerts zu Grunde gelegt. Betrugen die Friedensmieten daher nicht 5 Prozent des Friedenswerts, so fann Antrag auf entsprechende Ermäßigung bei dem Finanzamt gestellt werden, dem Rechnung getragen werden muß. Steuerermäßigungen tommen ferner in folgenden Fällen in Frage: Wenn das Grundstüd am 31. Dezember 1918 unbelastet oder nur bis zu 20 Prozent des Friedenswerts belastet war, so wird die Staats- und Gemeindesteuer auf zusammen 18 Prozent des Friedenswertes ermäßigt. Bei einer Belastung bis zu 30 Prozent des Friedenswertes erfolgt Ermäßigung auf zusammen 1,75 Prozent des Friedenswertes. Diese Ermäßigungen erfolgen jedoch nicht von Amts wegen, sondern nur auf Antrag des aus: eigentümers. Auch bei Steuerermäßigungen darf der Hausbefizer die volle Miete erheben. Einfamilienhäuser, die vor dem 1. Juli 1918 bezugsfertig hergestellt und zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als mit 20 Prozent des Friedenswertes belastet waren, werden auf Antrag von der Steuer frei gestellt, sofern sie ausschließlich vom Eigentümer und jeiner Familie bewohnt werden und die Wohnfläche nicht mehr cher 1362 und 1145. Sonnabend, den 8. Mai 1926. als 70 qm beträgt. Mußte auf Grund behördlicher Maßnahmen vermietet werden, so ist das nicht zu berücksichtigen. ,, Gießener Zeitung" anzuziehen, da die Einkommensveranlagung zu annormal niedrigen Geschäftsgewinnen voraussichtlich führen werde und Ferner fönnen in Fällen besonderer Unbilligkeit die Finanz- daher bei der Abrechnung wesentliche Beträge der Vorauszahlunämter auf Antrag Nachlässe gewähren. gen vom Gewerbeertrag erstattet werden müßten. 3. Die Grundsteuer. Ein Erlag für hilfsbedürftige Mieter tommt für die Folge nicht mehr in Frage. Die Steueranteile für hilfsbedürftige Mieter werden zukünftig durch die Fürsorgeverbände Sezahlt, denen dafür ein bestimmter Betrag zugewiesen wird. Der Hausbefizer soll die Mieter, denen seither die Steuer erlassen oder ezmäßigt wurde, jetzt an die Fürsorgeverbände verweisen. Die Regelung über das Berfahren steht im Augenblid noch aus. Auch hilfsbedürftige Hausbefizer fönnen sich als Inhaber einer Wohnung im eigenen Hause wegen Uebernahme ihres Steueranteils an die örtliche Fürsorgestellen wenden. 2. Die Gewerbesteuer. Sie wird auf Grund des Steuerbescheids vorläufig in dem gleichen Betrag erhoben, der im vorigen Jahre zu bezahlen war. Die definitive Festjehung der Gewerbesteuer für 1926 erfolgt durch ein noch ergehendes Gesez. Bekanntlich wird die Gewerbesteuer zu einem Teil auf das Betriebsvermögen und zum anderen Teil auf den Gewerbeertrag ausgeschlagen. Jm vergangenen Jahr wurde bestimmt, daß beim Staat die Hälfte der durch Gewerbesteuern aufzubringenden Summe durch Umlegung auf das Betriebsvermögen und die andere Hälfte vom Gewerbeertrag aufzubringen sind. Bei vielen Gemeinden war die Berteilung die gleiche. Da im vorigen Jahr ein Gewerbeertrag nicht festgestellt war, weil teine Veranlagung des Geschäftsgewinns stattgefunden hatte, wurde die Gewerbesteuer vom Ertrag Sie ist ebenfalls die gleiche wie im vorigen Jahr. Es handelt fich hier nicht um Borauszahlungen, sondern um endgültige Leistungen. Bei Gemeinden macht sich vielfach das Bestreben geltend, die Grundsteuer gegenüber dem vorigen Jahr zu erhöhen. Indessen erwartet der Gewerbestand mit Recht eine Ermußigung jeiner gewaltigen Steuerlaften, eine Ermäßigung, die das lzim bezgl. seiner Abgaben eingeleitet hat und der Länder und Gemeinden unbedingt folgen müssen. Von den dem Gewerbe nthestehenden Mitgliedern der Gemeindevertretung darf daher erwartet werden, daß fie mit Energie einer Erhöhung der Grundfteuer entgegenwirten. Bekanntlich darf in Mietshäusern die Grundsteuer nicht auf die Mieter, ähnlich wie bei der Sonder gebäudesteuer, voll abgewälzt werden. Indessen ist in der gesch lichen Miete ein Prozentjak für die Grundsteuer enthalten. Die ser Prozentsatz läßt sich nicht erhöhen, da die derzeitige Miete 100 Prozent der Friedensmiete nahezu erreicht hat und legterer Sat bis zum Jahre 1927 nicht überschritten werden darf. HOCH IM WERT durch einen Zuſchlag zu den Einkommensteuervorauszahlungen NIEDRIG IM PREIS Nr. 19. sein soll. Wir dürfen nicht daran verzweifeln, daß Treue um Treue dost nicht eine Wirklichkeit ist, müssen streben u. schaffen, daß es vor allem wieder deutsche Wirklichkeit sei und werde... Wenn von Wechselwirkung die Rede ist, kann man auch an ganz natürlich Gegebenes denken. Etwa an den menschlichen Organismus, sofern er aus Leib und Seele besteht. Wie wirkt da manchmal eins auf das andere ein. Eine Magenverstimmung fann manchen auf eine Weile die ganze Weltanschauung Detderben. Ein tiefer, gesunder Schlaf, und ein Dutzend Sorgengespenster sind verflogen. Andrerseits, ein plötzlicher Aerger, und fein Bissen will schmecken. Ein böses Telegramm, und man fällt schier in Ohnmacht. Oder ein herzlich ermunterndes Wort, und der Krante spürt schon einen Genesungshauch. Ursache und Wirkung, das ist zuweilen eine wunderliche, überraschende Sache. Scheinbar fleine Dinge, wie können sie störend, zerstörend wirken. Berüchtigt ist ja die Tücke des Objekts". Wechselwirkungen bedeuten einen Rhythmus; und wäre auch ein Ringen und Kämpfen dabei, fie find notwendig zum vollen Leben, fie ermöglichen und bedingen letzten Endes das Glück des Lebens. Reifere Menschen wissen das, und diese Einsicht bewahrt sie viel leicht vor mancher schnellen Klage, die doch nichts nügen kann. Stadtverordnetenversammlung. Die Tagesordnung der nächsten öffentlichen Sitzung, die am Dienstag, den 11. Mai 1926, nachmittags 5 Uhr, im Stadthaus Bergstraße, Sigungsjaal, stattfindet, ist folgende: 1. Boranschlag der Stadt und der städtischen Rebenkassen für das Rechnungsjahr 1926. 2. Gesuch des Vereins für Deutsche Schäferhunde S. B., Orts gruppe Gießen und Umgegend um Stiftung eines Ehren. preises. 3. Kabellegung in der verlängerten Friedrichstraße. 4. Gesuch des F. Rehnelt um Anschluß seines Anwesens an das Stromversorgungsnek. 5. Beschaffung von Mansfelder Schladen Pflastersteinen für die Straßenbahn. 6. Verbreiterung der Eisenbahnüberführung an der Ederstraße. 3 ADLER TURF 4ASSUH 5 MONNA VANNA 6 MAGAZIN erhoben. Sobald jetzt die Einkommensveranlagung fertig geftelit ift, erfolgt eine Bergleichung der Vorauszahlungen vom Ge werbeertrag mit der nach dem festgestellten Geschäftsgewinn endgültig zu zahlenden Steuer. Berüdfichtigt werden hierbei alle Borauszahlungen vom 1. April 1925 ab. Jst der Gewerbeertrag in diesem Jahre ein wesentlich geringer als im letzten Jahre, so tann bei den Finanzämtern Antrag auf Stundung des auf den Gewerbeertrag entfallenden Teils der Gewerbesteuer gestellt werden. Das gleiche fann geichehen, wenn die Berechnung des Reingewinns beim Geschäftsabschluß pro 1925 ergeben hat, daß die Einkommensteuervorauszahlungen wesentlich höher waren, als dem tatsächlichen Reingew nn entspridst.- Die Vorauszahlungen vom Betriebsvermögen tönnen für das Jahr 1925 als endgültig angesehen werden. Wenn nachgewiesen werden kann, daß das Betriebsvermögen fich jetzt um mehr als ½ gegenüter der zu versteuernden Summe ermäßigt hat, so müssen die Finanzämter auf Antrag eine entsprechende Ermäßigung der Steuer vornehmen. Wie die Verteilung der zu erhebenden Gewerbesteuer im Jahre 1926 erfolgt und ob wiederum die Hälfte der zu erhebenden Steuer auf das Betriebsvermögen und die andere Hälfte auf den Gewerbeertrag in Frage tommt, steht noch nicht endgültig fest. Das berechtigte Interesse des Kleinbetriebs erfordert eine geringere Belastung des Ertrags, zumal in dem Geschäftsgewinn ein größerer Prozentsatz von selbstverdientem Arbeitslohn des Inhabers enthalten ist. Die Großbetriebe wünschen umgekehrt eine größere Belastung des Ertrags und eine geringere ihres meist erheblichen Betriebsvermögens. Wegen der Verteilung wird das letzte Wort bezgl. der staatlichen Gewerbesteuer der Landtag und bezgl. der Gemeindegewerbesteuer die Gemeindevertretung zu sprechen haben. Die dem Handwerker nahe stehenden Mitglieder des Landtags und der Gemeindevertretung werden hoffentlich mit Energie dafür eintreten, daß entsprechend bem Interesse der Klein- und Mittelbetriebe in diesem Jahre ber größte Teil der Gewerbesteuer vom Betriebsvermögen erhoben wird. Die Handwerkskammer hat einer Stadtverwaltung gegenüber den Standpunkt vertreten, daß in diesem Jahre mit Rücksicht auf die geringe Ertragsfähigkeit der Betriebe ein Biertel der Gewerbesteuer vom Ertrag und drei Viertel vom Betriebsvermögen zu erheben seien. Auch das Ministerium des Innern hat den Gemeinden empfohlen, den Ertrag entweder überhaupt nicht oder höchstens bis zu 10 oder 20 Prozent herNeues aus dem japanischen Leben und der Japan- Mission. Von Missionsdirektor D. Dr. Witte. ( 8. Fortsetzung.) 4. Fräulein K. T., eine Lehrerin, hatte sehr strenge buddhistische Verwandte, die in der Nähe von Tokyo wohnten. Sie wurde, als sie noch Schülerin war, öfter von einem christlichen Lehrer aufgefordert, christliche Gottesdienste zu besuchen. So tam sie mit zwei anderen Schülerinnen in unsere Gottesdienste, und alle drei wurden innerlich erfaßt. Die Taufe wurde den beiden anderen jungen Mädchen auf ihr Verlangen nach gründlicher Vorbereitung erteilt, die junge Lehrerin begehrte sie aus Furcht vor den Verwandten einstweilen nicht. Ihre Liebe zum Christentum verbarg sie vor ihnen. Jedoch sie fuhr Sonntags nie nach Hause, um in Tokyo den Gottesdienst besuchen zu können. Da erhielt sie eines Sonntags unerwartet von ihren Verwandten Besuch, gerade in dem Augenblick, als ihre beiden Freundinnen sie zum Gottesdienst abholten. Nun wurde den Verwandten alles offenbar, und die Lehrerin mußte auf den Druck der Familie von jetzt an Sonntags stets in die nahe Heimat fahren. So konnte sie Sonntags nie mehr zur Predigt kommen. Aber Sonntags tam ja stets nur ein kleiner Teil der Christen die Versammlung besuchen. Denn nur für die Schulen, die Beamten und das Militär ist der Sonntag ein Ruhetag in Japan. Das gewerbliche Leben kennt keinen Feiertag. Die Fabriken ruhen zwei Tage im Monat, den ersten und den fünfzehnten Tag. Daher muß jede Mission viele Wochenversamm lungen am Abend abhalten, um ihren Chriften und den Suchenden Gelegenheit zu geben, Gottes Wort zu hören. Die junge Lehrerin ließ sich nun durch den Widerstand der Jhrigen feineswegs beirren. Sie tam weiter, jetzt zu den Alltagsfeierstunden. Und nun die Entscheidung so von außen herbeigeführt worden war, ward sieihres Glaubens erst recht innerlich gewiß und froh und ließ sich nun auch taufen. Den Verwandten war das durch aus nicht recht. Aber solche beruflich selbständigen Frauen kann man nicht mehr so tyrannisch zwingen wie die Familienglieder, DAS SIND DIE QUALITATS ZIGARETTEN DER ADLER- COMPAGN A. G. Lokales. Wechselwirkung. Man spricht jetzt viel von Rüdwirkungen, die wenig oder garnicht eintreten vergleiche nämlich Locarno- Geist und ähnliche schöne Sachen! Der treffliche Grundsatz der Gegenseitigkeit ist eben oft nur kluge Theorie und schimmernde Illusion. Wenigstens dann, wenn es sich um praktisches Leben handelt. Schon mancher ist da belehrt worden, daß freundliches Entgegentommen feineswegs immer mit dito Freundlichkeit gelohnt wird. Das sittliche Soll auf der einen Seite findet häufig auf der an deren ein recht trübes Echo, indem es für Schwäche und Dummheit erachtet wird. Dennoch, es gibt Wechselwirkungen, Wechselbedingtheiten, muß sie einfach geben, trotz aller Verkennung und Berhöhnung, wenn überhaupt menschliches Gemeinsamkeitsleben die im Hause leben. Bald nach der Taufe erkrankte die Lehrerin schwer. Ein Arzt, auch Mitglied unserer Gemeinde, behandelte sie und besuchte sie fleißig. Nun halten diese jungen Christengemeinden ganz treu zusammen und helfen sich auch treulich gegenseitig. Ihre christliche Gemeinde wird so für viele ein wertvollerer Ersatz für die ihnen durch ihr Christwerden gelockerte oder gar verlorengehende Beziehung zu ihrer Verwandtschaft. So fümmerte sich nicht nur Pfarrer Ataschi und seine Frau, sondern auch viele Gemeindemitglieder um die Kranke, brachten ihr kleine Geschenke und nahmen herzlichen Anteil an ihrem Ergehen. Das machte auf die buddhistischen Verwandten großen Eindruck, als sie die Liebe sahen, durch die die Christen, früher sich ganz fremde Menschen, miteinander verbunden sind. Wie mit einem Schlage wurden sie umgestimmt und legten von da an Fräulein K. T. in der Ausübung ihres Christentums nichts mehr in den Weg. Nun hatte sie auch Sonntags wieder volle Freiheit. 5. Bei dem großen Erdbeben in Tokyo am 1. September 1923 fam einer unserer jungen Christen, der Student der Medizin Nafamura, ums Leben. Er verbrannte im Hause seiner Eltern. Die Eltern sind keine Christen. Sie retteten das nackte Leben, sonst nichts. Eine andere Christin unserer Kirche, Frau Koji, wurde unter den Trümmern ihres Hauses verschüttet, blieb aber unverlegt. Gerade noch, ehe das Feuer die Trümmer ergriff, konnte sie sich ins Freie retten durch ein Loch in dem niedergestürzten Dach. Vierzehn weitere Familien unserer Kirche haben alle ihre Habe eingebüßt. Unter ihnen ist z. B. Herr Mitsukira, ein Kunstmaler, der unter anderem die Lesebücher für die Staats schulen mit Bildern ausstattet. Er selbst, seine Frau und ihr Kind sind getauft. Die Kindertaufe bürgert sich mehr und mehr in Japan ein. Pfarrer Akashi hat in seiner Gemeinde auch die Konfirmation eingeführt. Es gibt freilich noch Chriften in un serer Kirche, welche die Kindertaufe nicht billigen und ihre Kin der nicht taufen lassen. Sie schiden sie zur Sonntagsschule, aber sie sagen, ob die Kinder Christen werden wollen oder nicht, das müsse Sache der freien Entscheidung der reif gewordenen jungen Menschen sein. Ein Arzt, Dr. Hagaschi, seit Jahren uns ein treuer Christ, hat sich gerade für 60 000 Goldmart, mit all seinem 7. Einfriedigung des Grundstüds Jakob Klingelhöffer, Kirchstraße 12. 8. Herstellung von Auffahrten an der Voltshalle. 9. Ausbau der begonnenen Siedlung am Kugelberg. 10. Beschaffung einer Lichtpauseinrichtung für das Stadtbauamt. 11. Mitteilungen der Stadtverwaltung. * Neue Personalausweise. Das Kreisamt Gießen bringt folgendes zur öffentlichen Kenntnis: Gemäß einer Verfügung des Herrn Staatspräsidenten und Minister des Aeußeren sind ab 1. April 1926 neue Ausweise für den Verkehr mit Ostpreußen und dem besetzten Gebiete in den Verkehr gekommen. Die vor diesem Zeitpunkte ausgestellten Ausweise( weißes Quartformat) haben bis auf weiteres noch Gültigkeit. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, daß diese Ausweise in absehbarer Zeit ihre Gültigkeit verlieren. Damit die alten Ausweise allmählich aus dem Vertehr kommen, erscheint es zweckmäßig und angebracht, sich schon jetzt unter Beifügung des vor dem 1. April 1926 gefertigten Ausweises einen neuen Ausweis ausstellen zu lassen. * Polizeiamt. Wegen Neuherstellung der Freitreppe am Fußweg neben der Katholischen Kirche wird hiermit der auf die Treppe führende Fußweg zwischen Liebig und Wilhelmstraße von 3. ds. Mts. ab bis auf weiteres für jeglichen Verkehr ge sperrt. * Schliehung der Gießener Eisenbahnwerkstätte. Im hiesigen Eisenbahnausbesserungswert ist sämtlichen 190 Arbeitern gekün digt worden, da das Werk in 14 Tagen geschlossen werden soll. 3ur Entlassung tommen etwa 190 Arbeiter. Es steht noch nicht fest, wieviel davon in anderen Abteilungen der Reichsbahn untergebracht werden können. Hinsichtlich der Beamten ist bis jetzt noch teine Entscheidung getroffen. * Hessische Lufthansa 6. m. b. H. Am 5. Mai 1926 murde die Hessische Lufthansa mit Sig in Darmstadt gegründet. 3wed der Gesellschaft ist die Wahrung und Vertretung der heffschen Luftverkehrsinteressen bei den in Frage kommenden Instanzen. An der Gesellschaft sind die Hessische Flugbetriebs A.-G., DarmErsparten, ein Haus gebaut. Da tam das Unglüd, das Haus verbrannte. Bei dem riesigen Umfang der Zerstörungen können die Versicherungsgesellschaften nicht zahlen, auch sonst bekommen die Heimgesuchten leinen Schadenersatz. So find sie bitter arm geworden. Dr. Hagaschi ist nach Osaka verzogen. um dort einen neuen Anfang zu machen. Durch diesen schweren Schicksalsschlag ist aber feiner unserer Christen an seinem Glauben irre geworden. Im Gegenteil, fie haben in ihrem Glauben die Kraft erprobt, das Harte tapfer als Gottes Fügung zu tragen. Ein Mitglied unserer Gemeinbe in Osaka, der Arzt Dr. Mutobe, hatte kurz vor dem Erdbeben seine Frau und seine Kinder zum Besuch von Verwandten nach Yokohama gesandt. Yokohama wurde vollständig durch das Erdbeben vernichtet. Dr. Mutobe tonnte tagelang keine Nachricht über das Schicksal der Seinen erhalten. Endlich, nach furchtbaren Tagen des Bangens erfuhr er, daß sie mit dem Leben davonge tommen seien. Da schrieb er an Missionar D. Schiller in Kyoto: ,, Gott hat uns erhalten, trot unserer Sünden. Wir wollen uns darum bemühen, ein besseres reineres Leben zu führen als bisher." ( Schluß folgt.) Walther von der Vogelweide. Geine Im Herzen Deutschlands, im lieblichen Thüringen, will der große Minnejänger jetzt seine Harfe erklingen lassen! Lieder sollen von der stolzen Höhe der Orlamünder Kemnate ins breite liebliche Tal der Saale tönen, das das Echo weiter und weiter trägt von Ort zu Ort, von Stadt zu Stadt. Wo Jugend brauft, wo das Deutschtum hauft, wo die Stätten klassischer Bildung, Klassischer Kunst und Poesie in fortdauern. der Pflege hochgehalten werden, da soll Herr Walther von der Vogelweide" für diesen Sommer Gast sein nahe vom schönen Jena und vom lieblichen Weimar. - Die Orlamünder Freilichtbühne, bekannt durch ihre großen Aufführungen der letzten Jahre Die Gräfin von Orla - Sonnabend, den 8. Mai 19 stadt, und die Luftverkehrs A.-G. S ugleiden Teilen beteiligt. Die G falte auf Wunsch des Reichsverkehr en Regierung. In den Vorstand d berufen: Regierungsrat Ludwig Ga treter der Luftverkehr- Aktiengesell Dem Aufsichtsrat gehören u. a. an. haft Oberbürgermeister Keller u. $ Jeder Familie ein eigenes Hein Der Wohnungsfrage von den verschie ten wurde, ohne das es bisher gelan es nötig, daß einmal auf eine Orga die auf dem Gebiete des Eigenheimb anbestrittene Erfolge aufzuweisen ha der Freunde, die im Laufe von inapp mehreren 100 Eigenheimen im Gesam RSL finanzierte und in der Lage wei Eigenheimen zu finanzieren. hreitet das Wert immer weiter vor auf diese Selbsthilfe- Organisation a anstaltet die Gemeinschaft der Freu Don der man übrigens alles weitere e den 11. Mai 1926, abends 8 Uhr im einen Vortrag, den jedermann besuch frei it * Der deutsche Muttertag soll, w jo auch in diesem, wiederum am 2. G gefeiert werden. Das Fest ist vor a das jede Familie die rechte Form find unter der Not des Tages am schwer einem Freudentage werden, gestal after Linie und von dem Vater ihre it die Losung! Kinder singen am der Mutter Blah, Kinder nehmen i heit ab und bemühen sich, alles zu v Stimmung trüben könnte. Und w wacht, mögen sie mit Blumen den W Biele Vereine sind ihrem Zwecke Feiern dem Muttergedanken Rechnu alten, armen und verlassenen Mütt Altershäusern können die Jugendo finden, um in die oft trüben Herzen ein Sittlichen Wiederauf wollen wir alle it unmöglich ohne Erneuerung des chten opferwilligen Kindesliebe. * Bertretertag der Gewerkschaft H Die Gewerkschaft hessischer Gemeinde 1. Mai 1926 ihren 6. Vertretertag ake Tag wird mehr den inneren o feiten gewidmet werden, während zu tag die Behörden, sowie die Presse e * Der Reichsfachverband priva and Borbereitungsanstalten, dem f Knabenschulen Deutschlands angehör 7. ordentliche Hauptversammlung vo dorf ab. Bibtig für ehemalige Kriegsren Nach Artikel 2 des Gesetzes vom hädigte, die nach§ 104 des Reichs Rentenversorgung ausgeschieden u rechtigt geworden sind auf Antrag ei con 50 R- Mt, erhalten, wenn ihr tintommen 200 R.- Mt, nicht überst nur um solche früheren fänger et die im Juli 1923 mit einer Abfindun für sich und evtl. noch je 60 000 Papi mals ausgeschieden sind, nicht aber un teits früher( 1921 oder 1922) ausges Anträge sind an das zuständige ens 31. Mai 1926 zu stellen. Später eingesandten Anträgen, fann auch in nicht mehr entsprochen werden. münde", Was ihr wollt", und ,, Wall durch den Bürgermeister Dr. Somme das Burgenspiel ,, Herr Walther von tinger Universitätslektor Rudolf Lo fanntäglich aufzuführen und dem wi Rinnejänger, dem Begründer deutsch Lande eine geistige, gaftliche Heima Waltherplag" wie„ Bozen" sind im Derrauscht und sollen vergessen werde shid des Südtiroler Boltes. Abe meide lebt und Bozen lebt! Hier, a Wiederblüten umgebenen Burg der Semnate, steht er im Burgenspiel amferem Herz und Sinn im Kampf Baterlande treu bis in den Tod. Kirgendwo tönnten deutsche Mi 2. wigen und frühmittelalterliche Roma finden, aber hier über weitem Fl Thüringer Bergrüden. Die Stadt Drlamünde hat von Ben mittelalterlicher Ritter außer alten Alofter noch die stattliche Reiten der einstigen Burg, in ihrem en biefen mehr als tausend Jahre a ühne, auf der bisher Heimatfunst aber Tausende Zuschauer begeistert Deutschland die Sehnsucht nach Gin Deutschtum zieht, haben sich die Eint Neue zusammengeschlossen, um über ter Boltstunft hinaus, zu einer Wertung und allgemeinem paterän Da nun gerade das Thüringer burg die Hochstätte der Minnesänge die Uraufführung des Burgenspiel Sogelweide" von Rudolf Lorenz zu tht des Dichters und ein großer Filichtbühne. Sie wird infolge ih Nr. 19. ht daran verzweifeln, daß Treue um Sonnabend, den 8. Mai 1926. lichkeit ist, müssen streben u. schaffen, eutsche Wirklichkeit sei und werde ung die Rede ist, fann man auch an Denfen. Etwa an den menschlichen Leib und Seele besteht. Wie wirkt andere ein. Eine Magenverstimmung Beile die ganze Weltanschauung ver Der Schlaf, und ein Dugend Gorgen Andrerseits, ein plöblicher Merger, fen. Ein böses Telegramm, und man Dder ein herzlich ermunterndes Wort, einen Genesungshauch. Ursache und ine wunderliche, überraschende Sache. wie können sie störend, zerstörend die ,, Tücke des Objekts". Wechsel Rhythmus; und wäre auch ein Rinfind notwendig zum vollen Leben, legten Endes das Glüd des Lebens. , und diese Einsicht bewahrt sie viel Klage, die doch nichts nügen kann. dnetenversammlung. nächsten öffentlichen Sigung, die am 6, nachmittags 5 Uhr, im Stadthaus ttfindet, ist folgende: und der städtischen Nebenkassen für Deutsche Schäferhunde S. B., Ortsgegend um Stiftung eines Ehren ingerten Friedrichstraße. m Anschluß seines Anwesens an des Ider Schlacken- Pflastersteinen für die Sahnüberführung an der Ederstraße. dstücks Jakob Klingelhöffer, Kitch en an der Voltshalle. Siedlung am Kugelberg. useinrichtung für das Stadtbauamt. erwaltung. se. Das Kreisamt Gießen bringt Renntnis: Gemäß einer Verfügung en und Minister des Aeußeren sind veise für den Berkehr mit Ostpreußen in den Verkehr gekommen. Die vor Uten Ausweise( weißes Quartformat) ch Gültigkeit. Es ist jedoch nicht aus eise in absehbarer Zeit ihre Gültigkeit en Ausweise allmählich aus dem Verzweckmäßig und angebracht, sich schon or dem 1. April 1926 gefertigten Aus is ausstellen zu lassen. Neuherstellung der Freitreppe am schen Kirche wird hiermit der auf die zwischen Liebig- und Wilhelmstraße uf weiteres für jeglichen Verkehr ge zener Eisenbahnwerkstätte. Im hiesigen ert ist sämtlichen 190 Arbeitern gekün f in 14 Tagen geschlossen werden soll. twa 190 Arbeiter. Es steht noch nicht anderen Abteilungen der Reichsbahn ten. Hinsichtlich der Beamten ist bis ng getroffen. 6. m. b. S. Am 5. Mai 1926 wurde t Gig in Darmstadt gegründet. Zwed ahrung und Vertretung der heffschen den in Frage kommenden Instanzen. ie Hessische Flugbetriebs A.-G., Darmut. Da tam das Unglüd, das Haus riesigen Umfang der Zerstörungen esellschaften nicht zahlen, auch sonst ten keinen Schadenersatz. So sind sie Hagaschi ist nach Osaka verzogen. um zu machen. Schicksalsschlag ist aber feiner unserer en irre geworden. Im Gegenteil, sie die Kraft erprobt, das Harte tapfer gen. Ein Mitglied unserer Gemeinde Tutobe, hatte turz vor dem Erdbeben der zum Besuch von Verwandten nach ama wurde vollständig durch das Erditobe konnte tagelang keine Nachricht nen erhalten. Endlich, nach furchtbaren jr er, daß sie mit dem Leben davonge er an Missionar D. Schiller in Kyoto: roz unserer Sünden. Wir wollen uns eres reineres Leben zu führen als Schluß folgt.) st * on der Vogelweide. 1. nds, im lieblichen Thüringen, will der seine Harfe erklingen lassen! Seine zen Höhe der Orlamünder Remnate ins Saale tönen, das das Echo weiter und Drt, von Stadt zu Stadt. wo das Deutschtum haust, wo die Stätlaſſiſcher Kunst und Poeſie in fortdauernwerden, da soll ,, Herr Walther von der Sommer Gaſt ſein – nahe vom schönen eilichtbühne, bekannt durch ihre großen n Weimar. en Jahre Die Gräfin von Orla stadt, und die Luftverkehrs A.-G. Oberhessen- Lahngau, Gießen, zu gleichen Teilen beteiligt. Die Gründung der Gesellschaft er folgte auf Wunsch des Reichsverkehrsministeriums und der Hes= fischen Regierung. In den Borstand der Gesellschaft wurden u. a. berufen: Regierungsrat Ludwig Schmidt- Gießen, als Verfreter der Luftverkehr- Aktiengesellschaft Oberhessen- Lahngau. Dem Aufsichtsrat gehören u. a. an. Von der Gießener Gesell. schaft Oberbürgermeister eller u. Provinzialdirektor Graf. * Jeder Familie ein eigenes Heim! Nach dem an die Lösung der Wohnungsfrage von den verschiedensten Seiten herangetreten wurde, ohne das es bisher gelang, diese Not zu lindern, ist es nötig, daß einmal auf eine Organisation hingewiesen wird, die auf dem Gebiete des Eigenheimbaues innerhalb kurzer Zeit unbestrittene Erfolge aufzuweisen hat. Es ist die Gemeinschaft der Freunde, die im Laufe von fnapp 15 Monaten den Bau von mehreren 100 Eigenheimen im Gesamtbetrag von 5% Millionen R.-Mt. finanzierte und in der Lage ist, den Bau von täglich wei Eigenheimen zu finanzieren. Trok mancher Angriffe, schreitet das Wert immer weiter vorwärts. Um weitere Kreise auf diese Selbsthilfe Organisation aufmertjam zu machen, veranstaltet die Gemeinschaft der Freunde in Wüstenrot/ Württbg. Don der man übrigens alles weitere erfahren fann, am Dienstag, ben 11. Mai 1926, abends 8 Uhr im Gaalbau Sauer zu Gießen, einen Vortrag, den jedermann besuchen kann, zumal der Eintritt frei ist. * Der deutsche Muttertag soll, wie in vergangenen Jahren, so auch in diejem, wiederum am 2. Sonntag im Mai( 9. Mai) gefeiert werden. Das Fest ist vor allem ein Familienfest, für das jede Familie die rechte Form finden muß. Der Mutter, die unter der Not des Tages am schwersten leidet, soll dieser Tag zu einem Freubentage werden, gestaltet von ihren Kindern in erster Linie und von dem Vater ihrer Kinder. Freude bereiten ist die Losung! Kinder singen am Morgen, Kinder schmüden der Mutter Play, Kinder nehmen ihr an diesem Tage die Arbeit ab und bemühen sich, alles zu vermeiden, was der Mutter Stimmung trüben tönnte. Und wo fein Mutterauge mehr wadyt, mögen sie mit Blumen den Weg zu ihrem Grabe finden. Viele Vereine sind ihrem 3wede nach berufen, durch kleine Feiern dem Muttergedanken Rechnung zu tragen, und zu den alten, armen und verlassenen Müttern in den Siechen- und Altershäusern fönnen die Jugendorganisationen ihren Weg finden, um in die oft trüben Herzen einen Sonnenstrahl zu leiten. Sittlichen Wiederauf wollen wir alle fittlicher Wiederaufbau ift unmöglich ohne Erneuerung des Muttergedankens und der echten opferwilligen Kindesliebe. W Vertretertag der Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten. Die Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten hält am 15. und 16. Mai 1926 ihren 6. Vertretertag in Bingen a. Rh. ab. Der erste Tag wird mehr den inneren organisatorischen Angelegen= heiten gewidmet werden, während zu dem zweiten Verhandlungstag die Behörden, sowie die Presse eingeladen sind. Der Reichsfachverband privater höherer Knabenschulen und Vorbereitungsanstalten, dem fast alle höheren privaten Knabenschulen Deutschlands angehören, hält seine diesjährige 7. ordentliche Hauptversammlung vom 25.- 27. Mai in Düsseldorf ab. Wichtig für ehemalige Kriegsrenten empfänger. Nach Artikel 2 des Gesetzes vom 28. Juli 1925 fönnen Beschädigte, die nach§ 104 des Reichsversorgungsgesetzes aus der Rentenversorgung ausgeschieden und nicht wieder rentenbe= rechtigt geworden sind auf Antrag eine einmalige Entschädigung Don 50 R.- Mt, erhalten, wenn ihr durchschnittliches Monats= einkommen 200 R.-Mt. nicht übersteigt. Es handelt sich also nur um solche früheren Empfänger einer Rente von 20 Prozent, die im Juli 1923 mit einer Abfindung von 600 000 Papiermart für sich und evtl. noch je 60 000 Papiermart für jedes Kind damals ausgeschieden sind, nicht aber um solche Beschädigte, die be= reits früher( 1921 ober 1922) ausgeschieden sind. ,, Gießener Zeitung" Ans Nah und Fern. Neuzeitliches Jugendheim im hohen Vogelsberg. Das große Jugendheim, das der Vogelsberger Höhen- Club auf der Herchenhainer Höhe errichtet, ist im Rohbau fertig. Es enthält 2 Tagesräume, 12 Schlafzimmer mit 50 Betten und einen 40 Betten jassenden Schlafraum im Dachgeschoß, eine Wohnung für den Hausverwalter, 2 Waschräume mit Dusche, einen Baderaum( auch warm), sowie im Anbau einen Stall und einen Raum zum Einstellen der Fahrräder, Schneeschuhe usw. Fließendes Waffer kommt von einer höher gefaßten Quelle. Dadurch wird das Heim nicht nur für die wandernde Jugend eine schöne Herberge sein, sondern es kann auch von allen Schulen aus hiesiger Gegend als Landheim für längeren Aufenthalt benutzt werden. Es liegt auf weitschauender Höhe in herrlicher Natur nahe dem Ehrenmal für die Gefallenen des Vogelsberger Höhen- Clubs. Die Enthüllung dieses Dentmals und die Einweihung des Heimes soll am Himmelfahrtstage stattfinden. Sonderzüge fahren dann auch von Frankfurt, Gießen und Lauterbach nach dem schönen Berge hinauf. Bad Nauheim, 7. Mai. Die Hessische Bade- und Kurverwaltung teilt mit: Bis zum 6. Mai 1926 betrug der Gesamtbesuch 5494 Personen. Darunter waren 568 Ausländer. Anwesend waren am 6. Mai 2660 Personen. Dreieichenhain, 7. Mai. Am Sonntag, 9. Mai, findet anläßlich der Uraufführung„ Die Geißeln in Dreieichenhein" 3% Uhr ein historischer Zug statt. um Frankfurt a. M. Das Schwurgericht verurteilte die Angeflagten Anton Gens und Heinz Corty wegen gemeinschaftlichen Mordes in Tateinheit mit versuchtem schweren Raube, begangen am Kriminalkommissar Sad, und zwar Gens zum Tode und dauernden Ehrverlust, Corty zu 3 Jahren Gefängnis. Corty wurde eine 5jährige Bewährungsfrist zugebilligt. Wiesbaden, 7. Mai. Durch das Pariser Abkommen wird der Flugverfehr für das besetzte Gebiet freigegeben werden. Für Wiesbaden ist für diesen Fall ein Flughafen vorgesehen, der auf der Rennbahn bei Erbenheim angelegt werden soll. Gelahausen, 7. Mai. Das Dampffägewert der im Konkurs befindlichen G.m.b.5. Meles u. Co wurde dem Bergwerksbesitzer Franz Wiechers in Dortmund für 50 000 Mart verkauft. Das anschließende Grundstüd von der v. Karlshausen'schen Familie für 16 000 Mark erworben. Kaltennordheim. Wie im benachbarten Salzungen, so hat jetzt auch der hiesige Gemeinderat die Besteuerung der Wasserflosetts beschlossen, und zwar sollen für jedes Klosett jährlich 5 Mark Steuer bezahlt werden. Kassel, 7. Mai. Alle Zeichen deuten daraufhin, daß uns in diesem Jahre eine Maitäferplage bevorsteht. Aus diesem Grunde hat der Regierungspräsident von Kaffel die Schulabteilung der Regierung ersucht, etwaigen Anträgen auf Beurlaubung der Schulkinder während der Schwärmzeit des Maitäfers in den Vormittagsstunden zum Einsammeln entgegenzukommen. Neue Bücher. Sigfrid Siwerg: Seelambs die Geldjäger. Verlag Otto Quizow, Lübed. Der Inhalt dieser beiden Bände hat mich aufs tiefste erregt. Der geschulte Blid und echte soziale Sinn des Verfassers schaffen ein Gemälde von monumentalen Ausmaßen, ohne je ins Breite zu verfallen. Die Seelambs find ein Entwicklungsroman allergrößten Stils, ohne Vorbild und unnachahmlich. Es ist etwas vollkommen eigenes und neues, was Siwerk hier geschaffen hat. Mit spöttischer Ueberlegenheit schaut dieser Dichter ins Gepränge der Welt. Ohne Haß. Ver= Anträge sind an das zuständige Versorgungsamt bis spätestehend, gütig und start genug, um aus dem Verstehen kein Verstens 31. Mai 1926 zu stellen. Später, also nach dem 31. Mai 1926 eingesandten Anträgen, fann auch im Wege des Härteausgleichs nicht mehr entsprochen werden. münde" ,,, Was ihr wollt", und ,, Wallensteins Lager"- neubelebt durch den Bürgermeister Dr. Sommer, stellt sich vor die Aufgabe, das Burgenspiel„ Herr Walther von der Vogelweide" vom Göttinger Universitätslektor Rudolf Lorenz von Pfingsten an allJonntäglich aufzuführen und dem wieder fahrend" gewordenen Minnesänger, dem Begründer deutscher Lyrik, hier im Thüringer Lande eine geistige, gastliche Heimat zu bereiten. Der Name Waltherplay" wie„ Bozen" sind im Südtiroler Lande verbannt, verrauscht und sollen vergessen werden- so will es das Mißgeschick des Südtiroler Voltes. Aber Walther von der Vogelweide lebt und Bozen lebt! Hier, auf der von einem Meer von Fliederblüten umgebenen Burg der Grafen von Orlamünde, der Remnate, steht er im Burgenspiel stolz vor unseren Augen, vor unserem Herz und Sinn im Kampf, im Sang und Minne, dem Vaterlande treu bis in den Tod. 2. -- Nirgendwo tönnten deutsche Minnelieder, altdeutsche Tanzreigen und frühmittelalterliche Romantik eine so reizvolle Stätte finden, aber hier über weitem Flußtal auf dem bewaldeten Thüringer Bergrüden. Die Stadt Orlamünde hat von den drei einstigen Herrenfizzen mittelalterlicher Ritter außer zwei Edelhöfen und einem alten Kloster noch die stattliche Kemnate, umgeben von den Resten der einstigen Burg, in ihrem Besitz und pflegt seit Jahren an diesen mehr als tausend Jahre alten Mauern eine Freilichtbühne, auf der bisher Heimatkunst und Klassiker Tausende und aber Tausende Zuschauer begeisterte. Heute, wo durch unser Deutschland die Sehnsucht nach Einigkeit, nach Bekennen zum Deutschtum zieht, haben sich die Einwohner des Städtchens aufs Neue zusammengeschlossen, um über den rein lokalen Rahmen ihrer Volkskunst hinaus, zu einem großen Werk literarischer Wertung und allgemeinem vaterändischen Charakters zu greifen. Daß nun gerade das Thüringer Land, welches in der Wartburg die Hochstätte der Minnesänger- Poesie birgt, auserlesen ist, die Uraufführung des Burgenspieles„ Herr Walther von der Bogelweide" von Rudolf Lorenz zu bringen, ist eine besondere Absicht des Dichters und ein großer Vorzug für die Orlamünder Freilichtbühne. Sie wird infolge ihrer zentralen Lage von allen zeihen zu formen. Seine scharf beobachtenden Blide bleiben nie am Außenglanz einer Erscheinung haften; fie dringen auf den Urquell des Scheins und erfassen so eindeutig klar, ob es Deutschland- Reisenden und von unserer Jugend, wie von denen besucht werden, die sich in deutscher Romantik und bei poetischem Minnezauber begeistert durch die in wundervoller Farbensymphonie aufgebauten Massen- und Kampfszenen einige Stunden Gegenwart entrüdter Vergessenheit hingeben wollen. Leicht ist Orlamünde für die auf Reisen Befindlichen zu erreichen. Aus Niedersachsen, sobald das in der Linie des Mailänder D- Zuges gelegene Weimar erreicht ist, wird nach einer kurzen Bahnfahrt über Jena und Göschwitz die Freilichtbühne Orlamünde hoch auf Bergesrand sichtbar. Vom Süden, also Strede München- Nürnberg- Rudolstadt- Jena- Berlin iit ebenso wie von Frankfurt a. M.- Erfurt- Weimar- Jena dieses herrliche Tal der sich vielfach frümmenden Saale mit seinen burgengeschmüdten Höhen leicht und schnell zu erreichen. Es wird jeden Deutschen nach der Hochstätte stolz deutscher Bejahung nach Jena hinziehen, um dann die kurze, halbstündige Bahnfahrt nicht zu scheuen, und den Walther- Liedern in Orlamünde zu lauschen und sich an den bunten Jagd- und Reiterbildern zu berauschen. Am veriodendsten find Automobil- und Wagenfahrten nach Orlamünde. Ungehemmt genießen Auge und Sinn die herzerquidenden Eindrüde des abwechslungsvollen Tales, das von Felspartien, waldbekränzten Bergen und üppig grünenden und blühenden Talortschaften an der Saale ein unvergeßliches Wohlgefühl auslösen. 3. Das Burgenspiel. Dem Licht entgegen, helle Zukunft winfe, Ob wir die warme Morgenröte auch nicht sehen, Sing' ich das große Tatlied festen Glaubens Der neuen Zeit und unserem deutschen Volke. Das sind die letzten Worte Walthers, die er, Abschied nehDie ganze mend, der neuen Zukunft entgegenreitend, fingt. Dichtung Lorenz's atmet deutsches Empfinden in edler machtvoll wuchtiger Sprache. Der Schauplag ist im Maien" vor dem Burgtor. Zu Jagd und Ritterschlag find die Gäfte geladen und über ,, Welf“ und„ Waibling" geraten fie in Wortstreit. Bei der Nachricht einiger Bozener Kaufleute, König Philipp sei 1208) in Nr. 19. fich um Licht oder Blenden handelt. Aus seinem Ueberlegen tommt Simer zur Ueberlegenheit. Zu der formanalistischen Begabung des Dichters tommt als wesentliches seine Stärke der Synthese, die seinen Roman zu einer Einheit und Geschlossenheit hebt, sie elementar an sich zwingt. Dieses Buch sollte in Massen verbreitet werden, denn es ist ein Mahner von eindringlicher Kraft. Selten ist der Zeit der Spiegel so annachfichtlich vorge halten worden, indem ihr dabei gleichzeitig das Echte aufgeccat wird. Die Ausstattung des Buches ist vorzüglich. Eine Borschau auf die Sommermode für Damen und Herren bringt das neueste Heft 9 der Eleganten Welt", das soeben erscheint und wie immer eine Fülle den Interessen des Tages ent sprechender, reichillustrierter Artikel bietet. Westerwald- Führer und Wanderbuch. In 4. Auflage bringt der Verlag Wilhelm Stollfus in Bonn diesen Führer heraus. Er ist für alle Westerwaldfreunde wichtig. In seinem 2. Teil sind über 160 Wanderungen im Gebiete des Westerwaldes aus führlich beschrieben. Auch verfehlen wir nicht, auf die große, farbige Karte im Maßstabe 1: 100 000 hinzuweisen, in welcher die Höhenwege rot eingezeichnet sind. Der handliche Führer tojtet geb. 3.- M; ohne Karte jedoch mit Uebersichtskarte, geb. 1,80. M. Die Karte wird auch ohne Buch( in Umschlag geheftet) abgegeben. Der Weg zur Gesundheit. Von Geheimrat Beerwald. 223 S. Preis geb. 2,60 M. Mar Hesses Verlag, Berlin W, 15. Durch den Krieg und die darauffolgenden Jahre hat die deutsche Volksgesundheit erheblichen Schaden gelitten und wir alle fön nen ein Lied davon singen. Wie wir nun den Weg zur Gesundheit und damit zum Lebensglüd zurüdfinden tönnen, bringt in vorbildlicher Weise das Buch des bekannten Berliner Hygieni lers. Der Titel des Buches fönnte auch heißen: Die Kunst, jung zu bleiben", und wahrlich, wer in gefunden und tranfen Tagen die gegebenen Ratschläge befolgt, wird diesen sehnlichsten Wunsch aller Menschen nahezu erfüllt sehen. Geschäftliches. Wasser und Wäsche. Wenn die Hausfrau ratlos vor ihrem Waschkessel steht, weil die Lauge trotz des guten Waschmittels nicht schäumen will, dann wünscht sie wohl Großmutters Zeiten zurüd, wo das Waschwasser aus dem dicen Regenfaß geschöpft wurde, das in seinem unergründlichen, altersgrauen Bauch das weiche Regenwasser aufbe wahrte. Das Problem, hartes Wasser Leitungswasser ist fast immer hart- weich zu machen, hat schon seit längerer Zeit unsere Wissenschaftler beschäftigt. Die Hausfrau der Großstadt hat kein Regenfaß mehr zur Verfügung, sie ist auf Leitungswasser ange wiesen. Das idialste Mittel, hartes Wasser weich zu machen, d. h. seinen Kaltgehalt zu binden, stellt ohne Zweifel eine besondere Enthärtungsanlage dar, wie sie auch in der Industrie vielfach Verwendung findet. Allerdings ist eine solche Anlage für häusliche Verhältnisse etwas fostspielig. Zum Glüd gibt es aber noch andere Mittel, die sich zum Weichmachen des Wassers gut eignen, und da ist an erster Stelle die Bleichsoda zu nehmen. Nur einige Handvoll Bleichsoda genügen, einen großen Kessel voll Wasser in wenigen Minuten zu enthärten. Man gibt zu diesem Zwed die Bleichsoda einige Zeit vor Bereitung der Lauge ins talte Wasser und löst sie durch Umrühren auf. Bleichsoda hat die Fähigkeit, den übermäßig hohen Kaltgehalt, der die Härte des Wassers hervorruft, zu binden und niederzuschlagen. Der Vorteil des dadurch erzielten weichen Wassers liegt in ungleich besserer Auswertung des Waschmittels, erhöhter Schaumwirkung und wesentlich sparsamerem Waschen! „ Kornfrant" der Ersatz für Bohnenkaffee, hat sich durch seine unerreichte Güte den ersten Plaz erobert, weil er die guten Eigenschaften des Bohnenkaffees im vollsten Maße besitzt. Die Zubereitung ist die gleiche wie bei Bohnenkaffe, also dentbar einfach. Berantwortlich: Christian Klein in Gießen. Bamberg ermordet, steigt die dramatische Spannung in Kampf und blutigem Streit zum Höhepunkt. Knappen, Burgfräulein und Gesinde feiern mit der Schloßfamilie das Maienfest. Liebliche Reigentänze, Spottreigen und Balladentänze werden singend getanzt. Ganz im Banne dieser bunten Bilder des Mittelalters fühlen wir die herbe Unterbrechung der fremden Ritter flopfenden Herzens und erdulden, geänftigt vom Hornruf des Zinnenwächters hoch oben vom Zugturm, die herannahende Gefahr. Geradezu genial hat der Schüler Humperdings Heinz Schwier die Musik zu dem Burgenspiel tomponiert. Die herzfei er gewinnenden Weisen, der melodisch rhythmische Tanz volkstümlich oder kirchlichen Charakters schmeichelt sich unvergeßbar in unser Ohr, wie ein rechtes liebes Bolkslied. Die erste Aufführung findet am 23. Mai 1926, nachmittags 4 Uhr, statt. Neben ersten Berufskräften haben sich gebildete Laien, denen der Dichter selbst die Rollen einstudierte, als DarDer Verfasser, Herr Rudolf steller zur Verfügung gestellt. Lorenz, der seit 25 Jahren als Verfasser und Leiter großer Freilichtbühnenspiele in deutschsprechenden Landen wohlgeachtet und bekannt ist, wurde vor einigen Jahren als Lettor für Rede und Vortragsfunft an die Universität Göttingen berufen. Der Titelheld wird von Herrn Richard Hahn gespielt, einem der anerkanntesten Heldendarsteller, der zur Zeit am Landestheater in Meiningen wirkt und von seiner früheren Tätigkeit am Deutschen Theater in Berlin sowie am Stadttheater Leipzig und dem Staatlichen Theater in Kassel her, einen hervorragenden Ruf besitzt, und ein aus 20 Mufitern bestehendes Orchester bewältigt unter Leitung des Komponisten die musikalischen Aufgaben. So ist also im Bezug auf Wiedergabe der Dichtung in jeder Weise glänzend gesorgt, und der Zuschauerraum für nahezu 1000 Personen wird jeden Sonntag gefüllt sein. Nachdem dies Burgenspiel in Kufstein in Tirol und in Vaduz in Liechtenstein je zehnmal gespielt worden ist, ist die Uraufführung für Deutschland für Pfingsten 1926 gesichert. Auskunft über alle Fragen erteilt gern die Geschäftsstelle der Freilichtbühne des Saaletales in Orlamünde; Telephon Nr. 9 oder 11. Sonnabend, den 8. Mai 1926. ,, Gießener Zeitung" Nr. 19. Achtung! Alle vorkommenden Jeder Familie ein Eigenheim! Dachdeckerarbeiten Oeffentlicher Vortrag ber die Einrichtungen der Gemeinschaft der Freunde, zur Beschaffung von Eigenheimen am Dienstag, den 11. Mai 1926, abends 8 Uhr, im Saalbau Sauer zu Gießen. Redner: R. Lauter, Hoffenheim Alle Wohnungslosen, Brautpaare, junge Ehepaare, sowie Dienstwohnungsinhaber, alle, die aus unerquicklichen Zwangsmietverhältnissen heraus sich nach einem Eigenheim sehnen, sind zu diesem Vortrag bestens eingeladen, bei dem es sich nicht um theoretische Erwägungen oder um langwierige Erringung gesetzgeberischer Massnahmen handelt, sondern um die praktische, erfolgreiche Selbsthilfe der Gemeinschaft der Freunde, durch die jeder, der sich dieser gemeinnützigen Gesellschaft anschliesst, in absehbarer Zeit zum Baugeld für ein Eigenheim kommt. Auswärtige, die nicht zu diesem Vortrage kommen können verlangen Auskunft von der: Gemeinschaft der Freunde e. V., Wüstenrot bei Heilbronn Eintritt frel! das Henko altbewährte Bleich- Soda Einweich mittel! Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee. Kornfranch wwwsehen Sie, Frau Nachbarin, auch hier erscheint unser quter Rornfranci, den mein Mann und ich schon seit Jahren täglich trinken. Ich kann Ihnen nicht genug empfeh len Ihn ebenfalls in Ihrem Haushalt zu verwenden. Er schmeckt vorzüglich und ist dabei ungemein billig. Nur ein EBlöffel auf 1 Liter oder 3 Rarafranchi und Bohnenkaffee ( Zubereitung in jedem Falle wie Bohnenkaffee) Nie wiederkehrende Gelegenheit! Wohnhaus, in Gießen, Krofdorferstr. 26 16 Zimmer, Zubehör, Garten, 1913 erbaut, Größe: 300 qm für den Spottpreis von wr. 61800.- zuzügl. Kl. Aufwertungshypothef zu verkaufen. Geschäftsm., alleinst., ev., mit eignem Heim, kleiner Landwirtschaft Kr. Wetzlar, sucht geJahre, Witwe mit 1 Kind eignete Person 40-45 nicht ausgeschlossen zu baldiger Heirat. Koch& Rebhuhn, Saarbrücken 3, Angeb.unt G.1104 and. Telefon 1876. Drucksachen Albin Klein bei Steinholz Geschäftsst.dieser Ztg. la Єiderjettkäse 9 Pfund M. 6.- franko - Dampfkäs6fabrik Rendsburg. Günstigste Eindeckung Verlangen Sie Eintritt frel! Idealer Frühjahrsaufenthalt Ruhr- Brechkoks Brombach im Taunus Heizkräftigster, sparsamster Brennstoff für Zentralheizungen Erhältl. in all. gröss. Kohlenhandig. ist der beste Fussboden, dauerhaft, fugenlos, fusswarm, schwamm- u. feuersicher wasserundurchlässig, kann auf Beton, alte Dielen, Sandsteinplatten, Treppenstufen usw.verlegt werden. Eignet sich für Wohnungen, Bureaus, Fabrikräume, Schulen usw. Steinholz- Estrich ist die beste fugenlose Unterlage für Linoleum, Parkett, Teppiche usw. ist fusswarm, schalldämpfend, nagelbar, unendpfindlich geg. Möbeleindrücke Aufträge, auch Reparaturen, werden schnell und sachgemäss ausgeführt. Prospekte und Kostenvoranschläge stehen kostenlos zur Verfügung. Hess. Steinholz- u. Estrichiabrik Telephon 1233 GIESSEN Blumenhaus Diek Seltersweg 38 Gießen Fernsprecher 13 Größtes Spezialgeschäft Oberheijens GALD Vermittlung von Blumenspenden nach allen Orten Deutschlands. Prompte u. reelle Bedienung. G. m. Sommerpreise für Kekonvaleszent und Nervenkranke. ( 450) Mtr. u d M.), Post Anspach Kurpension Haus Waldfriede direkt am Wald gelegen, inmitten grüner Wiesenmatten. Herrliche Spaziergänge Idyll. Ruhe. Moderne Zimmer mit fliessend. Wasser ff. Küche. Bad. Pension 5 Mark. Besitzer: Emil Munte, Küchenmeister Telefon Merzhausen 25. Zigaretten- Krieg! Afsuh- Zigaretten besigen alle bevorzugten Eigenschaften, welche zurzeit für teure Marken angepriesen werden. Durch rationelle Arbeitsweise und Verwendung schlichter Packungen führen wir diese beliebte Zigarette für nur 4 Pfg. im Wettbewerb zum Siege! Adler Compagnie A.-G., Dresden A. 21. Dr. Titel durch Dr. Woitig Berlin W. 50 Geisbergstraße 24 Goldgelb geräucherte Schweinsköple mit dicker durchwachsener fleischiger Backe M.5.20 9 Pfd. Postkolli 9 Euter Rauchfl. M. 5.40 " 9 ,, Schweinekleinfl. M.3.50 Billiger Käse reeller 9 Pfd gelbe Broden M.3.80 9 rote Kugeln. M.3.80 M.7.65 Tilsiter... 9 dän Edamer. M 749 b. H. ** 9 TY Brandgasse 4 9 dän. Schweizer M.9.45 200 Stck. Harzer. M.3.9% ab Nortorf. Nachnahm. CARL RAMM Für ein 2jähr. gefum| Wir suchen Nortorf( Holstein) 410 des, sehr braves, liebes, ev. Mädchen, bess. Herfunft, werden gute, gewiffenhafte verkäufl. Häuser jeder Art zwecks UnHonig Kauf- goldklar, edelster Pflegeeltern Interessenten. Nur An- garantiert naturrein am liebsten 5 Pfund Dose 550 gentümern erwünscht 10 Pfund- Dose I- Eilangeb. m. Referenz. an den Verlag( frei Haus- Nachnahm.) find unt. H.B.1200 an d. Haus- und Grundbesitz Geflügelhof Dieckmann Geschäftsst. d. 8.a.richt Frankfurt a. M. Zeil 51. Westbevern 177( Wstf)! auf d. Lande gesucht gebote von SelbsteiVERTRETER gegen fes'e Bezüge u. Provision zu Besuch von Privaten in Stadt und Land gesucht. Angeb unt. V.0 22332 an Rud. Mosse, Braunschweig. sowie Ne n baju ten aller Art werden prompt und billig ausgeführt. Gehöre keiner Bereinigung an. Heinrich Meier, Dachdeckergeschäft Walltorstraße 46. Telephon 622. Paddelboote fabriziert und liefert unter günstigen Zahlangsbedingungen G. C. Müller, Naumburg a. S. Maschinen- u. Holzwarenfabrik. Zum Knusperhäuschen Inh.: Paul Seiffart Negenweg 17 Nach vollständ. Renovierung !! wieder eröffnet!! Grosse Auswahl in Tafel- Schokolade, Pralinen, Nougat, Marzipan, Fondant. Bonbons, Keks, Waffeln und rheinischem Zwieback. Wohin in die Sommerfrische. Natürlich dahin, wo es gut und schön und billig ist. Ein Bensionspreis v. ca. 4,50 R- Mr. ist gewig bescheiden für einen herrlich geleg. Luftfurort( 915 m), ca. 350 peinl chh saubere Privatquatiere. Darum schreiben Sie noch heute weg. Prospekt an den Berfehrsverein Wertach i. Allg. Pallabona- Puder reinigt u. entfettet das Haar auf trockenem Wege.macht schöne Frisur, besond. Bubikopf geeignet für Bei Tanz u.Sport unentbehrlich. Zu haben in Dosen von M 1.- an in Friseurgeschäften, Parfümerien, Drogerien u. Apotheken. Nachahmung weise zurück! Geld- Darlehn geg. Ratenrückzahl. verschafft schnell u. diskret MAX GERBER, Aachen, Lothringer Str. 21 la Eiderfell käse Heirat! 9 Pfund= Mark 6.franko Dampfkäsefabrik, Rendsburg. Rellnässen Ich bin befreit vom 1. Tage an, wo ich von Ihrer Methode Gebrauch machte, bin ich das Uebel los. So schr. Landw. O Brambacher im Hof. Alt. u. Geschl. angeb. Ausk. kostenl. Hübsche gesunde Gutsbesitzertochter, Waise, 21. J. alt, mit 700 Morgen gr Gul u. mehreren 100 000 Mk. Barvermögen wünscht sich mit strebs. Herrn auch ohne Vermög. zu verheiraten durch Frau Sander, Berlin C. 25. Wergern zum Film möchte schreib. Institut Winkler Sofort an E.BirnMünchen M. 256-257 Nymphenburgerstr.168 Existenz. baum, Filmreg.. Darmstadt, Am. Zum Besuch der Wirte und Privatkundschaft des nördlichen OberHessens mit täglich benötigten Gebrauchsartikeln wird Herr als Reisevertreter sofort gesucht. Der Verkauf erfolgt nach einer Musterkollektion. Herren, welche Dauerstellung mit gutem Ein fommen wünschen, wollen Off. unter K. 5. an den Verlag der Zeitung unt. Angabe des Alters u. bisheriger Tätigkeit einsenden. LIEBIG Wenn der Name eines großen Forschers für die Güte eines Erzeugnisses bürgt, darf die Hausfrau Vertrauen haben. Wie zu Jvon Liebigs Zeiten wird auch heute noch Liebig Fleisch- Extrakt nur aus bester Ochsenfleisch in unver änderter Qualität hergestellt Achten Sie auf den blauen Namenszug frdiebiy LE PLEISCH COTT 39. Jahrg. Gi Erscheint: G Bezugspreis 40 Big. mor Redaktionsflug frith 8 Uhr.-8 fendang niet verlangter Manuf Die Einleitung des Boltsb auflösung i Die Parteivorfigenden u des Hessischen Landbundes, und der Deutschnationalen Grund entsprechender Ents ausschüsse einmütig beschlosse begehren auf Landtagsauflö führen. Die beteiligten Par men, bei der Neuwahl des Lan lichen Wahlvorschlag aufzustel der drei Parteien wurden ein * Die Reichsregierung Die verfuchte Lösung der Fla rung zu Fall gebracht; im Reichst mit 176 Stimmen gegen 146 St ausgedrüdt. Darauf hat das Re Reichswehrminister Dr. Gejler der Bildung einer neuen Regieru 會 In Polen ift ausgebrochen. Der Bürgerkrieg t einen Staatsstreich vorgenommen Bites'sche Regierung ist start verd * Der Generalfrei wird nach erfolglos gebliebenen Zur englischen Die Bergarbeiterschaft des R Beschlag der Bergarbeiterintern nationale Komitee sich für volle Bergarbeiter( auch durch Einstell Großbritanien) ausspricht, zweifell Eröffnung der Gej Düsseldorf, 8. Mai. Das schö großen Tag; die Eröffnung der pflege, joziale Fürsorge und Leil geschaffen in 18 Monaten raftlojer ein weithin wirkendes Zeugnis un in frühen Morgenstunden herrscht gengeschmüdten Straßen, die zum Alles drängt hin, das neue Werf halle, Düsseldorfs neuem Rongreß tarium untergebracht ist, tonzerti Hunderte von Autos halten Auffa der Eröffnungsfeier füllt sich das baues mit der festlich gestimmten Pünktlich um 12 Uhr ertön Händelschen Halleluja. Luise Du spielhaus bringt einen von Theod Auf das vorgetragene Meistersinge des Düsseldorfer Oberbürgermeister die anwesenden Ehrengäste begrüß ezöffnete. Der Reichst b fährte a. a. in seiner Rede aus: große Ziel des Wiederaufbaues Wege man diesem Ziele auch nad drei großen Kräfte nußbar machen t stehen: Die deutsche Arbeit mit K deutschen Bodens und den deutsche hier in Düsseldorf ertönt heu der deutsche Aus dem Leben des deutsche stellung, die heute eröffnet wird, pilege, joziale Fürsorge, Leibesül aber für die ungeheure Kraft, mit waltige Gefahren überwunden hut, Ablauf auch der geschichtlichen Ding trok der Hungerzeit des Weltfriege haftlichen und politischen Erschütt feine Seuthe große Teile des deuts wie fie jonit regelmäßig große Krie fann man vom Standpunkt einer tehnenden Politit die Frage auf lands nicht leichter wäre, wenn Menschen zu ernähren wären. Auf eine solche Frage tann es jeder deutsche Mensch ein Träge her Kultur ist, und daß wir vor unfere Aufgabe nur darin erblide Das als feitgefügte Nation mit Krieg überstanden hat, ungeschmä einer besseren Zukunft entgegenzuf Der der sich zur Zukunft des i in bitterer Uebergangszeit, muß Mensch nicht verfümmert.