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Wenn ich die feit Bestehen des heutigen hessischen Landtags betriebene Politik insbesondere die Personal- und Finanzpolitit einer genauen, objektiven Betrachtung unterziehe, so muß ich leider feststellen, daß schändlichere, volksfeindlichere Gesetze selbst im roten Sachsen nicht fabriziert worden find. Was die Parteis, nicht die allgemeine Tüchtigkeit bei der Beamtenstellenbelegung anlangt, so waren geradezu haarsträubende Fälle zu verzeichnen. So ernannte man einen Herrn zum Ministerialdirektor, der einige Jahre die Realschule besuchte, dann Schlosser lernen wollte und hierauf führendes Mitglied der sozialistischen Partei wurde. Diese Vorbildung genügte, um heute monatlich 1200 Man Gehalt zu beziehen. Vor dem Kriege waren im hessischen Ministerium 3 Oberschulräte tätig. Heute sind es derer 6. Die neu Hinzugekommenen sind ehemalige sozialdemo tratische und Zentrums- Volksschullehrer, der jüngste zählt 32 Jahre. Sie rangieren in Gehaltsgruppe 13 und kosten dem Hessischen Volke monatlich je 1100 M. Golche planlose Personalpolitik tostet selbstverständlich Geld. Und dieses Geld muß das hessische Volk, die hessische Wirtschaft, an Steuern aufbringen, trotzdem heute das hessische Bolt verarmt ist. Daß aber diese Mißwirtschaft eintreten konnte, verdankt das hessische Volf nicht zuletzt dem Zentrum. Dasselbe Zentrum, das in den Kirchen, in Versammlungen und sonst überall seinen Gläubigen vor den Religionsfeinden, den Sozialdemokraten, bange zu machen versucht, pattiert im hessischen Ministerium mit den gleichen Religionsfeinden! Es verträgt sich ausge zeichnet mit diesen Herrn und verschmäht es auch nicht, recht viele seiner politischen Freunde" Tüchtigkeit ist Nebensache in bestbezahlte Stellen zu bringen. Das dumme Volk bezahlt ja! Das Zentrum gibt sich als die Hüterin der katholischen Religion" aus. Dann ist es aber ganz unmöglich, daß es diejenigen, die systematisch auf Ausrottung der Religion ausgehen und die Religion überhaupt als„ Humbug" bezeichnen, unterstüzt. Das Zentrum ist leicht vergeßlich. Ich will ihm daher aus meiner Sammelmappe einige sozialistische Stilblüten aus der Vor- und Nachkriegszeit ins Gedächtnis zurückrufen, die, wenn es noch einen Funken von Ehrgefühl aufzubringen vermag, es veranlassen müßten, sofort die Freundschaft mit den roten Brüdern aufzugeben. Erinnern sich die Zentrumsführer und die Katholiken nicht mehr der sozialistischen Kraftausbrüde wie„ Diese Volksverdummer", diese Pfäfflein mit den müden Bäuchlein" oder ,, Sie lügen wie die Teufel und schwindeln nach Prinzip"? Ein Katholit, der es ehrlich mit seiner Religion meint, kann und darf daher unter feinen Umständen solche Vertreter wählen und unterstützen, die Freunde der Verhöhner der katholischen Religion und deren Bräuche sind. Da die hessischen Zentrumsführer und Abgeordneten sich im heutigen hessischen Landtag und im Ministerium ins Schlepptau der Sozialisten nehmen ließen und nach deren Pfeife tanzten, haben sie unehrliche Politik getrieben, die von einer sozialistischen Politit nicht mehr zu unterscheiden ist. Die Rechtsparteien haben in Konsequenz ihrer Einstellung als bürgerliche Parteien stets für die Erhaltung des Christentums gefämpft und einen diden Strich zwischen Religions= seinden und Christen gezogen. Sie sind ihrem Grundsage treu geblieben. Und deshalb müssen Katholiken das Boltsbegehren zur Auflösung des hessischen Schlendrians ehrlicherweise unterstügen. Das Urteil im Landsberger Feme- Prozeß. Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostichedtonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Die Deutsche Bau- und Siedlungsgenossenschaft e. 6. m. b. H., Darmstadt. Der hessische Minister für Arbeit und Wirtschaft schreibt uns: Amtliche Berichte von Lokalbehörden, Zeitungsnachrichten, Mitteilungen und die an mich in letzter Zeit aus den Kreisen der Bevölkerung zugegangenen zahlreichen Anfragen über die Werbetätigkeit der Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschaft e. G. m. b. 5. zu Darmstadt veranlassen mich, meine Stellung nahme gegenüber dieser Genossenschaft hiermit öffentlich befannt zu geben. Die Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft e. G. m. b. H. zu Darmstadt hat die gesetzlichen Voraussetzungen in formalrechtlicher Hinsicht erfüllt, da sie im Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Darmstadt eingetragen wurde und zur Durchführung der gesetzlich vorgeschriebenen Revisionen dem Verband der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Darmstadt beigetreten ist. Als gemeinnützig ist sie von mir nicht anerkannt. Ihr Hauptzwed ist es, den Wohnungsbau mit zinslosem Geld zu fördern. Sie versucht durch eine rege Werbetätigkeit in öffentlichen Versammlungen und durch ein monatlich zweimal erscheinendes Nachrichtenblatt die weitesten Kreise der Bevölkerung über ihre Ziele und ihre Tätigkeit aufzuklären. Dabei sind bisweilen, namentlich in den Versammlungen, Aeußerungen und Andeutungen verbreitet worden, die bei den Zuhörern den Anschein erweden fönnen, als stehe die Genossenschaft unter Staatsaufsicht und sei für sich und ihre Mitglieder gegen finanzielle und materielle Schäden gesichert. Derartige Behauptungen sind durchaus unrichtig, worauf ich besonders aufmerksam machen muß, weil daraus gefolgert werden könnte, daß die Regierung bei entstehenden Schwierigkeiten, die eine Schädigung der Mitglieder zur Folge haben lönnten, zu Silfsmaßnahmen verpflich= tet sei. In den späten Abendstunden am Mittwoch wurde gegen Oberleutnant Schulz, Klapproth und Genossen das Urteil ge= fällt. Die Angeklagten Oberleutnant Schulz, Willi Klapproth, Rehm und Vogel werden freigesprochen. Raphael wird wegen Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeuges in Tateinheit mit Nötigung, Meineids und Beihilfe zum Mord zu acht Jahren Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf Jahre verurteilt, Glaser wegen Beihilfe zum Mord zu drei Jahren Zuchthaus, Ehrich Klapproth wegen Beihilfe zum Morde zu 15 Jahren Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf 10 Jahre. Wegen Körperverlegung mittels gefährlichen Werkzeuges erhalten Schiburr ein Jahr, Gräz vier Monate und Fride acht Monate Gefängnis. Beder wird wegen Anstiftung zur gefährlichen Körperverlegung in Tateinheit mit Nötigung zu neun Monaten Gefängnis verurteilt. Das Urteil über Leiferde. Hildesheim, 4. Nov. Jm Leiferder Attentatsprozeß wurden die Angeklagten Schlesinger und Willy Weber wegen fortgesetzter vorsätzlicher Eisenbahntransportgefährdung in Tateinheit mit Mord zum Tode und dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt. Walter Weber erhielt zwei Jahre Gefängnis. Es sind mir auch Klagen darüber zugegangen, daß die Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft es bei ihrer Propagandatätigkeit an der nötigen Aufklärung ihrer Zuhörer und Mitglieder hinsichtlich des Zeitpunktes, zu dem die Hausanwärter in den Besig eines Hauses gelangen tönnen, fehlen lasse. Diese Beschwerden werde ich auf ihre Richtigkeit hin prüfen und gegebenenfalls durch entsprechende Anordnungen abstellen. In dem Nachrichtenblatt ,, Deutscher Aufbau, Arbeit, Wohnung und Brot für Alle" vom 5. Oktober ds. Js. hat der Vorstand der Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschaft in auffallend propagandistischer Form den Inhalt einer am 24. September ds. Js. stattgefundenen Besprechung in einer knappen Fassung wiederzugeben versucht, die nicht in allen Teilen dem Sinne meiner Worte entspricht. Insbesondere ist dabei mangels jeglicher Ermächtigung teine Erklärung namens der Regierung von mir abgegeben worden. Von einer Berichtigung dieser Veröffentlichung glaube ich unter Hinweis auf diese öffentliche Verlautbarung abschen zu können. Ob der Deutschen Bau- und Siedlungsgemeinschaft demnächst im Interesse ihrer Mitglieder seitens der Regierung Auflagen zu machen sein werden, wird sich nach eingehender Prüfung noch ergeben. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Betitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. PlatzDorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Nach meiner persönlichen Meinung bestehen große Bedenken darüber, ob die Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft e. G. m. b. 5. zu Darmstadt die Hoffnungen ihrer Mitglieder zu erfüllen imftande sein wird, so daß schwere Enttäuschungen vieler Mitglieder, insbesondere der Hausanwärter, unter Umständen nicht ausbleiben werden. Ich muß es daher jedem Einzelnen überlassen, selbst zu prüfen, ob die Beteiligung an dieser Genossenschaft ratsam erscheint. Eine schauerlich- gemeine Wohnungslüge. Abbau der Zwangswirtschaft in Hessen? Große Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Denn man kann es nicht ohne weiteres als reinen Zufall bezeichnen, wenn in einer Woche nicht weniger als drei Parteien durch Anträge im Landtag den Abbau der Wohnungszwangs wirtschaft fordern. Wir haben in den letzten Nummern den Briefwechsel Dr. Büchner- Ziegler zum Abdruck gebracht. Die darin beanstandete Untätigkeit der politischen Parteien in Hessen, dann auch der Anstoß, der durch einen gleichartigen Eintrag im Wohnungsausschuß des Preußischen Landtags gegeben wurde, ist nicht ohne Wirkung geblieben. Wir setzen Ionaler Weise voraus, daß die gestellten Anträge innerster Ueberzeugung entsprungen sind und daß deren Einbringung durch den auf den 5. Dezember anberaumten Volksentscheid nur beschleu nigt, nicht veranlaßt worden ist. Eine schauerliche Wohnungsgeschichte entnimmt die sozialistische Presse im Reiche der thüringischen Schwesterblättern, die in letzter Zeit eine erstaunliche Phantasie in Erfinden solcher ,, Stimmungsbilder aus dem Ordnungsthüringen" entwidelt haben. In dem Dorfe Wallrabs bei Hildburghausen ist einem Arbeiter, so wird berichtet, der mit Familie aus seiner Wohnung herausgesetzt worden ist, von den Verwaltungsbehörden" die Leichenhalle des Ortes als Wohnraum angewiesen worden, und es versteht sich, daß diese empörende Tatsache Veranlassung dazu bietet, das Ordnungsthüringen, in dem der Mieterschutz so ,, rüdfichtslos abgebaut" worden ist und in dem„ Dugende von Fürstenschlössern unbewohnt" find, entsprechend an den Pranger der berühmten öffentlichen Meinung zu stellen. Von Bedeutung, die wir nicht unterschätzen wollen, ist immerhin die Tatsache, daß unter den Antragstellern sich zwei Parteien befinden, die zur jegigen Regierungsmehrheit ge hören. Selbst wenn, wie uns eingewandt wird, die antrag stellenden Parteien damit gerechnet haben sollten, daß der Landtag aufgelöst wird und die Anträge damit unter den Tisch fallen, so können wir uns nicht gut denken, daß die betreffen den Parteien ihre in den Anträgen befundete Ueberzeugung bei einer späteren Verhandlung verleugnen werden. Der Erfinder dieser für die Wahlpropaganda und für übrige Parteizwede sicherlich brauchbaren Geschichte hat aber Pech gehabt, als er ausgerechnet Wall tabs zum Mittelpunkt des empörenden Geschehens machte, denn in diesem Dörfchen ist seit der Borkriegszeit fein Mieter egmittiert worden und dort gibt es auch gar keine Wohnungsnot, da die Einwohnerzahl von 730 ( 1914) auf 626( 1925) zuzüdgegangen ist. Dort ist der in der genzen deutschen Wohnungsgeschichte der letzten Jahre wohl unerhörte Fall zu verzeichnen, daß einige Familien ohne Tausch und ohne Schiebung von auswärts zuziehen konnten und ein wohnliches Unterkommen fanden! Die ,, Leichenhalle als Wohnraum" entpuppt sich also als hahnebüchener Echwindel der sozialistischen Bresse Thüringens. Auf die Sauberkeit der Kampfesweise der Sozialdemokratie läßt dieses Beispiel allerhand Schlüsse zu. Daß der schrittweise Abbau der nunmehr zehnjährigen Zwangswirtschaft durchaus keine wirtschaftlichen Umwälzungen und insbesondere keine Uebervorteilung der Mieter mit sich bringt, wie das auf der Gegenseite immer behauptet wird, be weisen die Verhältnisse in den Nachbarländern. Die„ ,, teueren" Wohnungen sind keineswegs so begehrt, daß etwa zu befürch ten wäre, nach Herausnahme derselben aus der Zwangswirt schaft werde ein Sturm auf diese Wohnungen einsetzen. Die wirtschaftlichen Verhältnisse treiben gerade ins Gegenteil und taum ein Hausbesitzer wird sich mutwilligerweise der Gefahr aussetzen, daß ihm eine große Wohnung längere Zeit leer steht. denn er kann heute einen Mietausfall viel weniger vertragen als ehedem. Dasselbe gilt für die Geschäftsräume. Hier sind die Verhältnisse in Berlin interessant. Von dort wird uns mitgeteilt, daß das Angebot an Gewerberäumen derart groß geworden ist, daß selten ein Vermieter zur Kündigung schreitet, da er mit Sicherheit mit einem längeren Leerstehen rechnen muß und eine Neuvermietung meist unter dem Friedensmietpreis möglich ist. An gewerblichen Räumen ist, wie im volksparteilichen Antrag ganz richtig ausgeführt ist, schon längst kein Mangel mehr. Wir sind der Ueberzeugung, daß die Verhältnisse auf dem Wahnungsmarkt sich sehr viel friedlicher und reibungsloser ge= stalten, wenn wieder zu dem alten bewährten System des direk ten Verhandelns zwischen Vermieter und Mieter übergegangen wird. Der Wille zum gegenseitigen Sichverstehenwollen wird erst einkehren, wenn beiden Teilen volle Handlungsfreiheit gesichert ist. Der hessische Hausbesig ist so vernünftig und ein sichtsvoll, daß er feine übertriebenen Forderungen stellt, denn er weiß, daß die Miete für den Mieter wirtschaftlich tragbar sein muß. Mögen die Beschlüsse der Mieteinigungs- und sonstigen Aemter noch so objektiv und gerecht gewesen sein was sie ja nicht immer waren so blieb seither bei einer Partei, oftmals bei beiden, ein Gefühl der Unzufriedenheit zurück, eben aus dem Grunde, weil man sich einem behördlichen Spruch beugen mußte. Zur Reinigung der Atmosphäre auf dem Wohnungsmarkt trägt ein Verhandeln von Mieter zu Vermieter ganz wesentlich bei und es ist höchste Zeit, daß der Zankapsel Zwangswirtschaft aus unserem Bolf verschwindet. Jeder vernünftige Mieter weiß heute auch, wer der eigentliche Nugnieser an den Häusern ist, daß das nicht der Hausbesitzer ist, sondern Staat und Gemeinden. Sie sind diejenigen, die sich an die Stelle derjenigen gesetzt haben, denen von Rechtswegen die Miete zuzukommen hätte. Daß die Mieter unter der Zwangswirtschaft ideell genau so leiden wie die Vermieter, haben wir zu wiederholten Malen ausgeführt. Man vergegenwärtige sich nur die Schwierigkeiten, die erwachsen bei einem Wechsel des Arbeitsortes für diejenigen, die nicht das Glüd haben, Beamte zu sein, denn für die Beamten sorgt doch immer bis zu einem gewissen Grade die Behörde auf Grund ihrer Reservatrechte. Wir erwarten, daß die hessische Regierung die Verhandlungen im Landtag nicht abwartet, sondern von sich aus uns verzüglich den Abbau der Zwangswirtschaft in die Wege leitet. Wie wir hören, liegen entsprechende Anträge vor. Die von den drei Parteien: Deutsche Volkspartei, Demotratische Partei und Zentrumspartei im Landtag eingebrachten Anträge haben folgenden Wortlaut: 1. Antrag der Deutschen Vollspartei: Wir beantragen: Der Landtag wolle beschließen, die Regierung zu ersuchen, unverzüglich Maßnahmen zum systematischen Abbau der Wohnungszwangswirtschaft zu treffen und zwar dahingehend, daß 1. in Gemeinden mit einer Einwohnerzahl nach der Volkszäh lung vom 16. Juni 1925 von a) über 20 000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 1000 Mart ab, b) über 10 000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 800 Mazt ab, Sonnabend, den 6. November 1926. c) über 3000 Einwohnern alle Wohnungen mit einem Jahresmietpreis von 600 Mart ab, d) in den übrigen Gemeinden jämtliche Wohnungen, 2. die nicht Wohnzweden dienenden Räume allgemein von ber 3wangsbewirtschaftung befreit werden, 3. entsprechende Uebergangsbestimmungen getroffen werden, 4. auf einen entsprechenden Abbau der Wohnungsämter und Mieteinigungsämter hingewirkt wird. Die mit Gewerberäumen zusammen vermieteten Wohnräume find wie unter Ziffer 1 beantragt zu behandeln. Darmstadt, ben 20. Oftober 1926. Birnbaum. Dingelden. Freiherr von Heyl. Scholz. Haury. Dr. Keller. Schott. Dr. Niepoth. Die Bewegung zum Abbau der Zwangswirtschaft in Sefsen hat in der Zwischenzeit weiter Wurzeln geschlagen. Wir haben bereits an dieser Stelle ausgeführt, daß in den Landgemeinden vielfach gar tein Wohnungsmangel herrscht und daß die Wiederkehr geregelter Berhältnisse nur durch die überflüffigen Zwangswirtschaftsbestimmungen verhindert wird. Wie sehr wir damit die tatsächlichen Verhältnisse richtig chrafterisiert haben, wird uns erfreulicherweise durch einen Beschluß bestätigt, den der Hessische Landgemeindetag in seiner Gigung am 23. Oftober 1926 gefaßt hat, worin ausbrüdlich hervorgehoben wird, daß der Beschluß einstimmig gefaßt worden ist. ,, Einmütig", so heißt es, hat die Versammlung die Auffassung vertreten, daß, soweit Landgemeinden in Frage tommen, lediglich die dort zum Ueberfluß bestehende Wohnungszwangswirtschaft einer gesunden Entwidelung des Wohnungswesens hindernd im Wege stehe, Es wird hingewiesen auf die Erfahrungen mit den möblierten Zimmern. Während es früher nicht möglich gewesen sei, in einer Ge: meinde mit 4-5000 Einwohnern auch nur ein möbliertes Zimmer zu bekommen, lägen die Verhältnisse heute umgefehrt. Da weitere Wohnungen nicht mehr zu beschlagnahmen seien, hätte die Zwangswirtschaft ganz und gar ihre Bedeutung verloren." Wenn nunmehr die hessische Regierung noch zögert, dem auf sorgsamen Erwägungen der Gemeindevorstände basierenden Wunsche des Landgemeindetages Rechnung zu tragen, so beweist sie damit, daß nicht des Boltes Wohl oberstes Gesetz für fie ist. 3. Aufwertung von Sparguthaben. Für Hessen ist jetzt die erste Verordnung zur Durchführung der Aufwertung von Sparguthaben erschienen. Danach erfolgt die Auswertung bei den öffentlichen Sparkassen Hessens im allgemeinen zu einem Aufwertungssatz von 122 Prozent des Goldmarkbetrages der Sparguthaben. Ein Antrag des Gläubigers ist hierzu nicht notwendig, es sei denn, es handelt sich um die Aufwertung bereits ausgezahlter Guthaben, wenn sich der Gläubiger bei der seinerzeitigen Annahme der Auszahlung seine Rechte vorbehalten hat, oder um einen Fall gemäß§ 57 Abs. 1 des Aufwertungsgesetzes ( Ueberweisung eines Sparguthabens von einer Spartasse auf eine andere Sparkasse). In diesen beiden Fällen ist der Anspruch auf Aufwertung bis spätestens 31. Januar 1927 bei der Sparkasse anzumelden, bei der das Guthaben geführt wird oder zuletzt geführt wurde. Guthaben, die nach der Aufwertung weniger als eine Goldmark ausmachen würden, bleiben unberücksichtigt. Die aufgewerteten Guthaben sind für die Gläubiger bis zum 1. Januar 1932 unfündbar. Vom 1. Januar 1932 an fann die Hälfte, vom 1. Januar 1940 an der Rest des Guthabens nach Maßgabe der Sagungsbestimmungen der Sparkasse gekündigt werden. Erfolgt die Auszahlung vor dem 1. Januar 1932, so kann die Spartasse zu den gleichen Sätzen, wie für die vorzeitige Rückzahlung von Aufwertungshypotheken einen Abzug für Zwischenzins machen. Bedürftigen Personen werden die Sparkassen auf Antrag und ohne dazu vernichtet zu sein, ihren Aufwertungsbetrag ganz oder teilweise baldmöglichst auszahlen. Dasselbe gilt für Sparfassengläubiger, die über 65 Jahre alt sind und solche, die infolge ihres förperlichen Zustandes aller VorausIm Gasthaus Zum grünen Klee". Von Friedrich Schmidt. ,, Summ, summ," flog ein Bienlein über Feld und Flur und kam ermattet und durstig beim Wirtshaus„ Zum grünen Klee" an. Sollte es einfehren? Es war so ein lustiges Gebrumm in der Wirtsstube! Natürlich, die dicke Frau Hummel konnte man an ihrer lauten Stimme auch hören. Die hatte ja auch weiter nichts zu tun, als überall zu schwatzen; an den Winter dachte die nicht. Den Sohn von Frau Wespe sah Bienlein auch in der Wirtsstube; er hatte sich großspurig in den grünen Plüschsessel geworfen, die Hände in den Taschen, die Müze schief auf dem Kopfe. Bienleins Volk lebte mit Wespes nicht gerade sehr freundschaftlich; denn alles, was zur Familie Wespe gehörte, nahm es mit der Ehrlichkeit nicht sehr genau, obendrein waren sie streitfüchtig und rauflustig. ,, Was stehst du denn hier, Bienlein? Du hast es doch sonst immer so eilig", rief ein Herr im braunen Frac die Mens schen nennen ihn den Brachkäfer der sich zum Bienlein geselfie.„, Guten Tag, Herr Braun, ach, es ist hier im Wirtshaus so laute Gesellschaft. Der junge Wespe ist auch dort. Ich wage mich kaum hinein."„ Ich verkehre sonst nur im Hotel 3ur Rose"; aber ich gehe mit dir hinein," sagte Herr Braun gönnerhaft, zupfte seinen Frad zurecht und ging voran. ,, Und ich sage, es ist Unsinn," schrie gerade Karl Wespe Frau Hummel an, daß das Bienlein zusammenfuhr.„ Worüber ist denn dieser Streit?" fragte Herr Braun. Ach," sagte Frau Hummel aufgeregt, daß ihr die Schleife vom Hutband unter dem Kinn zitterte, der junge Wespe war gestern wieder einmal in der Speisekammer eines Menschenhauses, wo aus Obst gemachter Saft stand, um sich daran zu betrinken. Eine Hummel würde ja so etwas nicht machen. Da sah er ein Ding, das die Menschen Glas nennen, ganz voll Honig. Aber das Glas hatte ,, Gießener Zeitung" sicht nach bei Einhaltung des Termines vom 1. Januar 1932 nicht in den Genuß der Auszahlung ihres Guthabens tommen dürften. Voraussetzung ist hierbei aber, daß diese Spartassengläubiger nicht zur Vermögenssteuer herangezogen sind. Die aufgewerteten Sparguthaben sind vom 1. Januar 1927 ab mit jährlich 3 Prozent, vom 1. Januar 1932 zu den für die übrigen Spareinlagen gültigen Säge zu verzinjen. Die Auszahlung der Zinsen der unfündbaren Teile der Guthaben tann auf Ende eines jeden Kalenderjahres verlangt werden. Feliz Graetz, Handels- Sachverständiger V. D. H.-S. Darmstadt, Georgenstr. 9, Tel. 2895. Immatrikulationen im Winter- Semester 1926-27 an der Universität Köln. Köln a. Rh. Bei der ersten feierlichen Immatrikulation am Samstag, den 30. Oktober, begrüßte der Rektor der Universität Köln, Prof. Dr. A. Schneider, die zahlreich erschienenen neuen Studierenden und hielt dann eine Ansprache über ,, Wesen und Aufgaben des Studentjeins", welcher folgende Gedanten zu Grunde lagen: Der erste Begriff, der sich mit dem Wort Student einzu stellen pflegt, hat start romantischen Charakter. Wer indessen über die Aufgaben des Studentjeins etwas näher nachdenkt, tommt sehr bald dahinter, daß das richtig aufgefaßte Studentsein zwar durchaus nicht Jugendlust und Heiterkeit ausschließt, seinem eigentlichen Inhalt nach aber ganz andere Momente, eine Reihe höchst ernster und wichtiger Pflichten in sich einschließt. Das Studentsein bedeutet teinen Beruf im eigentlichen Sinn. Vielmehr nur das Uebergangsstadium zu einem solchen. Im Hinblid darauf bildet es die Vorbereitung durch gründ liches Fachstudium. Wer wollte bezweifeln, daß dieses eine Pflicht darstellt, welche der Student mit allem Zielbewußtsein zu erfüllen hat! Doch ist sie noch nicht die höchste Aufgabe des Studentseins. Diese besteht darin, Mensch in einem geistigeren Sinne zu werden, die humanitas in ihrer idealen Be schaffenheit in sich zu erwecken, ein gebildeter Mensch in des Wortes edelstem Sinn zu werden. Das aber schließt die Pflege eines doppelten Moments in sich. Der Student darf sich nicht begnügen, nur Kenntnisse in sich aufzunehmen; er hat sich vielmehr um die Erkenntnis zu bemühen, zu innerer geistiger Aktivität überzugehen und sich zum selbständig urteilenden Menschen emporzubilden. Außer diesem formalen Moment umschließt der Begriff der Bildung noch ein materielles. Es fann jemand in seinem speziellen Beruf noch so tüchtig sein, er gilt doch als ein Mensch von engem Horizont, wenn er nicht auch für die allgemeineren Fragen des Lebens Verständnis besitzt. Bildung schließt Interesse für alles Gute, Wahre und Schöne, schließt weitere geistige Perspektiven in sich ein. So manches wird allmählich dem heranwachsenden Menschen zum Problem, z. B. Fragen der Weltanschauung, der Sittlichkeit, der historischen Entwicklung, der Politik, Kunst usw. Der Student, welcher die zur Klärung dieser Fragen durch die Universität gebotenen Möglichkeiten nicht benützte, wäre ein kläglicher Brotstudent. Gerade an der Kölner Universität ist durch die Einrichtung des sogenannten Allgemeinen Vorlesungswesens in ganz besonderem Maße Gelegenheit gegeben, über diese Arten von Problemen Aufschluß und Belehrung zu erhalten. Ueber die Erfüllung dieser Aufgaben einer allgemeineren Bildung wacht zwar feine Prüfungsordnung; sie wird jedoch für alle diejenigen, die später nicht in dünkelhafter Ueberhebung ihren Weg abseits von den übrigen Boltsgenossen gehen wollen, eine selbstverständliche Pflicht bedeuten. Neuer Abbau bei der Reichsbahn? Wie die ,, Germania" mitteilt, beabsichtigt die Reichsbahngesellschaft neue Sparmaßnahmen durch weiteren Abbau von 10 000 Beamten und Arbeitern und Einschränkung der Betriebseinrichtungen. Das Blatt erhebt dagegen schärfsten Protest. Das Ende der letzten deutschen Blätter in Südtirol. Die italienische Regierung hat die letzten deutschen Zeitungen in Südtirol, die Wochenblätter„ Der Burggräfler", „ Der Voltsbote",„ Die Dolomiten", ohne Begründung ver boten. einen Deckel, der fest schloß, so daß er sich den Honig nur von außen ansehen konnte. Früher war der Honig in Töpfen, mit einem Papierdedel versehen; da konnte er sich durch das Papier hindurchfressen. Und weil das jetzt nicht geht, sagt er, die Menschen sind dumm, und es ist Unsinn, was sie machen." ,, Das mit dem Glas hat seine Richtigkeit," sagte Herr Braun ,,, ich habe das neulich von der Stubenfliege gehört, die bei einem Jmfer wohnt. Die deutschen Imker füllen den deutschen Honig jetzt in Einheitsgläser, die durch ein grünes Band und einen Papierstreifen mit den Worten: Gewähr für echten deutschen Honig! versiegelt sind. Und das freut mich. Endlich wird doch die Arbeit unserer Freundin, der Biene, die hier unter uns ist, anerkannt. Und wenn die Menschen flug wären, wie wir Tiere es sind, würden sie den Honig nur in diesen Gläsern kaufen wollen, denn dann hätten sie das Beste vom Guten." Das Bienchen zitterte vor Freude bei diesen Worten. Es vergaß Müdigkeit und Durst und flog nach Hause, ihrem Volk zu erzählen, daß ehrliche Bienenarbeit jetzt anerkannt würde. Wie ich statt zu einer Kochtiste zu einem Kochkorbe kam. ( Aus einem Briefe einer jungen Frau.) Natürlich mußte ich nun auch eine Kochfiste haben. Zu nächst aus Gründen der Sparsamkeit. Dann aber ist es ja auch so ungemein bequem und angenehm, zu gelegener Zeit, etwa schon morgens, das Mittagessen, die Suppe, das Gemüse, den Kaffee oder dergleichen fochen und dann zur völligen Heiß erhaltung einfach bis zur gegebenen Zeit in die Kochkifte fetzen zu können. Manche Sachen tocht man auch nur an und stellt sie dann in die Kochtiste zum Weiterkochen und völligen Garwerden. Also: solche Kochtiste mußte ich haben. Nun mir etwa ein Heinzelmännchen" einfach taufen? Das litt mein Sinn für Sparsamkeit denn doch nicht. Ich musterte zunächst Sonntagmorgen. Lokales. Sonntagsgedanken. - Nr. 45. Durchs stille Tal läuten es die Glokfen: das ist der Tag des Herrn. Dann ist es wieder still. Ein Schweigen im Herbstwald, Sonntagsfrieden in den Straßen, tein Haften und Hämmern, Ruhetag der Menschen; Sonntag ist's. Sonnabend, den 6. N Gs fann jemand in der Frem macht haben. Plötzlich padt ih fucht nach der heimatlichen G wenig Reize hätte. Es faßt wieder einmal dort zu weile und Leid seine Jahre hinbra Landen hat man dafür immer stehen gehabt. Meister Sheffe wehbewältigt" geprägt. Ach j Herz und Gemüt bewahrte, des jubelnden Gates: In de es gibt heute Tausende, die die darum nur von Hörenſager traute Glüd des Hauses ist. not hat verwüstend gewirkt, Möchte es bald besser werden deutsche Erneuerung. Sie far währten deutschen Gemütswer tommen. Und zu ihnen gehör Sehen wir auch in diesem Gi finden. Es ist, als ob die Sonne am Sonntag mit mehr Glanz und Pracht emporsteigen würde und als ob jedes Gräslein und Blümlein, Flur und Wald es wissen würden: heute ist Sonntag! Go wie du den Sonntagmorgen grüßt, so nimm auch den Morgen, der dir Arbeit gibt. Wer des Tages Reichtum und Glüd werten will, der muß den Morgen grüßen, der gleich einem Gottesgeschenke täglich dem Menschen gegeben wird. Der Morgen bringt den Tag und aus diesem fetzt sich das Leben zusammen wie ein Buch aus den Blättern. Jeden Morgen schlagen wir ein neues Blatt auf, das bis zum Abend beschrieben ist und das Tag für Tag vom Herren der Zeit und des Lebens zu einem Buche ge sammelt wird. Da wird kein Blatt verloren, teine Seite ausgerissen, tein Buch verlegt. - Wenn dir der Morgen lacht und der junge Tag dich grüßt, ob Sonntaggloden läuten oder die Maschinen knattern, in der Weihe der Morgenstunde blick zum Spender der Tage auf. dant' ihm für den Morgen, der dir zur Arben gegeben, weih' ihm den Tag und stimm' mit der Schöpfung ein in das Lobund Danklied. Und wenn grau und düster der Morgen scheint und Sorgen statt Freuden er bringt, dann verzage nicht, denn auch hinter schwaren Wolken seint die Sonne. Der Dichter spricht den Morgengruß: Beklage nie den Morgen, der Müh' und Arbeit gibt, Es ist so schön zu forgen, für Menschen, die man liebt. * Nach Hause. Es gibt ein gern gefungenes Lied vom Wanderer, der auf die Frage, wohin er denn eigentlich wolle, die schlichte, herzpackende Antwort gibt: Nach Hause! Nach Hause! Nun, wit sind alle Lebenswanderer, Wanderer zwischen zwei Welten. Wir haben uns mit tausend Sorgen und Nöten herumzuschlagen, haben bald diese, bald jene Glückssehnsucht im Herzen, und zuletzt kommt doch alles darauf an, daß wir bei uns selber zu Hause sind. Daheim ist daheim! So sagt man in sprichwörtlicher Weise. Mürbeteig für Obstkuchen Gebacken mit Dr. Oetker's Backpulver ,, Backin". Der Mürbeteig kann mit bellebigem gekochten Obat belegt werden, außerdem kann man Ihn unbelegt einige Tage aufbewahren. Pfund Butter, Zutaten: 1/ Päckchen von Dr. Oetker's [ Backpulver ,, Backin", 300 g Mehl. 2 Eier, 100 g Zucker, Zubereitung Eier und Zucker werden mit einem Teil des mit dem Backin gemischten Mehles verrührt. Dann arbeitet man die kaltgestellte und in Stückchen zerpflückte Butter mit dem Rest des Mehles unter die Masse and fügt nötigenfalls soviel Mehl hinzu, daß sich der Teig ausrollen läßt. Man bäckt den 2 Messerrücken dicken Teig in einer butterbestrichenen und mit Reibebrot ausgestreuten Springform bei mäßiger Hitze in etwa 1 Stunde hellbraun. Diese Anweisung gibt 2-3 Kuchen. Die Tortenböden belegt man mit beliebigem gekochten Obst, wie Stachelbeeren, Erdbeeren, Kirschen, Zwetschen usw. Den Obstsaft verdickt man mit Dr. Oetker's feinem Stärkepuder Qustin und gibt ihn heiß über die Früchte. Verlangen Sie das neue farbig Illustr. Rezeptbuch, Ausgabe P für 15 Pfg. In den Geschäften, wenn vergriffen, gegen Einsendung von Marken von Dr. A. Oetker, Bielefeld. Ladenverkbahar Backpulver ,, Backin" 10 Pfg., 3 Stck 2 Pfg., Puddingrulver VanilleMandel 8 Pig., Einmache- Hülfe 7 Pfg., Vanillin- Zucker u Vanille- Solenpulver& Pfg. alles scharf durch, was ich an Riftlichem auf dem Hausboden und in der Rumpeltammer stehen und liegen hatte, aber nichts wollte mir in seinen Maßen und auch sonst nicht so recht passen. Nun mußte ich vor einigen Tagen wieder einmal Honig haben. Du weißt ja:„ Deutsche Mutter, gib deinem Kinde Honig!" Und da mir nun auch die folgenden Worte gut in Erinnerung waren:„ Aber echter deutscher Honig muß es sein, Honig vom Deutschen Imkerbund", so ging ich denn zum Imker, um mir ein Pfund im deutschen Einheitsglas zu holen. Der Jmfer war nicht zu Hause, sondern hinter seinem Hause im Garten. Als ich ihn dort bei seinen Bienen fah, die zum größten Teil in Lüneburger Stülpförpen saßen, durchzuckte mich der Gedanke: So einen Bienenkorb wäre, wenn man ihn mit der Oeffnung nach oben stellte, wegen seiner Strohwand, seiner walzenrunden Form und seiner Ausdehnungen geradezu idealer Rochforb! Ich fragte darum den Jmfer nach einer Bezugs quelle für solche Strohförbe. Er war jedoch so freundlich, mir von denen, die bei ihm leer standen, einen zur Auswahl anzu= bieten. Bald hatte ich mir einen ausgesucht und ging damit hochbeglückt nach Hause. Unter den etwas runden Boden machte ich mir drei Füße leere Zwirnrollen, die ich mit Schrauben befestigte. Unten hinein kam eine fleine Unterlage von Holzwolle, oben auf, oder besser: oben hinein ein rundes Holzwollkissen. Fertig war's. Habe ich nun 3. B. meine Suppe gefocht, so umhülle ich den Kochtopf mit einer Zeitung, sete ihn in den Kochkorb ..Jmmia" und lege die Holzwoll dede darauf. Großartig! sage ich Dir. Die Wärme wird darin gar herrlich zusammengehal ten, daß ich sehr wohl verstehe, warum die Bienen sich darin so wohl fühlen können wie in Abrahams Schoj", und„ Jm mia" ist dabei so leicht und so billig. Ich bin ordentlich stolz auf meine Idee und rate Dir: Mach's auch so! Es wird Dich freuen... Hilde Koslowski. * Ausbau des Schiffenberg fenbergerwegs ist beendet, und neuen Eisenbahnübergang frei * Straßensperrung. Die G An der Warte" und dem Aulm * Auszeichnung. Der veter Universität ist für hervorragende feldorfer Ausstellung für Gesun und Leibesübungen eine der vi schaftsminister gestifteten filber liehen worden. Das veterinär Geheimrai Professor Dr. Olt der„ Goldenen Medaille der G 1926" ausgezeichnet. * Die Höhe der hessischen S gewachsen: 1. Januar 1925: 13, 39,2 Mill. Mr., und am 30. Gep Lohnsteuer. Nach einer ministers vom 23. Juli 1926 ha die Behörden die Lohnsteuerallgemein auszuschreiben. Die V blättern und den zugehörigen stellungen sind bei den Finanzi Für Betriebe mit stark wechselnd mit der Ausschreibung der We Laufe des Kalenderjahres 1926 alsbald zu beginnen, damit die zuschreibenden Belege möglichst v haltung der im§ 46 Abs. 2 G reichungsfrist( 31. Januar 1927 bestanden werden. Weltspartag 1926. Wie wir Gießen mit der Werbung für tober ds. Js. ganz gute Erfolge Oktober allein nahezu 150 Sp tasse eingefunden, um ihre E an dem Tage vor und nach dem unter dem Eindrud der Werbu bei der genannten Kasse getätig 30., sowohl als auch der 31. Of R.Mar! Spareinlagen.( Anme Beispiel ist flar zu erkennen, Reflame hat.) Ein Postbüro im Post spätung auf der Eisenbahnstred gesamte für Schotten und Um zurüdbleiben. Sofort wurde wagen mit einigen Postbeamt fandt, um die Post dort abzuh vielen Postsäde und Pakete in Sortierstelle auf den Sigpläger rend der Rückfahrt nach Schott zur Dede mit Postsachen gefül hantieren. Bei der Ankunft des soweit sortiert gewesen sein, da ausgegeben bezw. abgetragen diese Einrichtung das erste auf das sich ordentlich gut bewährt dienen Nachahmung, besonders bahnverbindungen sind 21- s Nab Lollar. Ein Unglüdsfall führen tönnen, ereignete sich formationsgottesdienstes in der Kirchberg. Dort hatte sich in gas gebildet, das während d ausströmte. Etwa 20 Person aber auch Erwachsene, wurden umb mußten schleunigt aus de Gottesdienst wurde sofort abg Abendmahl fonnte nicht statt fich sämtliche Erkrankte nach ei Lich. Wie aus der heuti Gichen hervorgeht, hat sich der her an zwei Tagen der Woch tage nunmehr als jeden We einzurichten. Bad Nauheim. Die ältes Frau Kath. Ihle, ist gester torben. Bad Nauheim. In einer tag hatte der hessische Finanz Betrages von 59 000 Mart 3 stellungsarbeiten baulicher Art handelt sich um die Aſphaltier gersteige. Ferner war vom Fi Nr. 45. otales. tagsgedanken. Str. 45. urchs stille Tal lauten es die GlotHerrn. ill. Ein Schweigen im Herbstwald, Straßen, fein Hasten und Hämmern, onntag ist's. me am Sonntag mit mehr Glanz und De und als ob jedes Gräslein und es wissen würden: heute ist Gonn onntagmorgen grüßt, so nimm auch eit gibt. um und Glüd werten will, der muß gleich einem Gottesgeschente täglich d. Der Morgen bringt den Tag und Leben zusammen wie ein Buch aus orgen schlagen wir ein neues Blatt Obeschrieben ist und das Tag für und des Lebens zu einem Buche ge fein Blatt verloren, teine Geite aus lacht und der junge Tag dich grust, oder die Maschinen tnattern, in der blid zum Spender der Tage auf. 1, der dir zur Arbeit gegeben, weih' mit der Schöpfung ein in das Lobgrau und düster der Morgen scheint er bringt, dann verzage nicht, denn Iten seint die Sonne. Der Dichter jen, der Müh' und Arbeit gibt, en, für Menschen, die man liebt. * ach Hause. ngenes Lied vom Wanderer, der auf eigentlich wolle, die schlichte, herzach Hause! Nach Hause! Nun, wir Wanderer zwischen zwei Welten. Sorgen und Nöten herumzuschlagen, ne Glückssehnsucht im Herzen, und wauf an, daß wir bei uns selber zu So fagt man in sprichwörtlicher Weise. für Obstkuchen Oetker's Backpulver ,, Backin". gem gekochten Obat belegt werden, außerdem belegt einige Tage aufbewahren. er, / Päckchen von Dr. Oetker's [ Backpulver ,, Backin", 300 Mehl. g werden mit einem Teil des mit dem Backin gearbeitet man die kaltgestellte und in Stückchen des Mehles unter die Masse and fügt nötigenfalls eig ausrollen läßt, Man bäckt den 2 Messerrücken henen und mit Reibebrot ausgestreuten Springform nde hellbraun. Diese Anweisung gibt 2-3 Kuchen. t beliebigem gekochten Obst, wie Stachelbeeren, sw. Den Obstsaft verdickt man mit Dr. Oetker's stin und gibt ihn heiß über die Früchte. illustr. Rezeptbuch, Ausgabe F für 15 Pig. griffen, gegen Einsendung von Marken von " etker, Bielefeld. 10 Pfg., 3 Stck 25 Pfg., Puddingpulver VanillePfg., Vanillin- Zucker u. Vanille- Soßenpulver 5 Pig. an Kiftlichem auf dem Hausboden stehen und liegen hatte, aber nichts und auch sonst nicht so recht passen. inigen Tagen wieder einmal Honig Deutsche Mutter, gib deinem Kinde Sonnabend, den 6. November 1926. Es tann jemand in der Frembe, wie es so heißt, fein Glüd gemacht haben. Plötzlich padt ihn doch vielleicht eine heiße Schnsucht nach der heimatlichen Stätte, als wenn sie landschaftlich wenig Reize hätte. Es faßt ihn das herzliche Verlangen, wieder einmal dort zu weilen, wo man einft zwischen Freud und Leid seine Jahre hinbrachte. Heimweh! In deutschen Landen hat man dafür immer ein besonderes Fühlen und Berstehen gehabt. Meister Scheffel hat das prächtige Wort„ heimwehbewältigt" geprägt. Ach ja, wer sich noch in deutscher Art Herz und Gemüt bewahrte, der weiß um die hohe Wahrheit des jubelnden Gates: In der Heimat ist es schön!" Freilich, es gibt heute Tausende, die fein rechtes Zuhause haben und die darum nur von Hörensagen wissen, was es um das behaglich traute Glüd des Hauses ist. Die ungeheuerliche Wohnungsnot hat verwüstend gewirkt, auch bezüglich des Seelischen. Möchte es bald besser werben! Wir hoffen so gern auf eine deutsche Erneuerung. Sie fann nur dann sein, wenn die bewährten deutschen Gemütswerte in neuer Kraft zur Geltung tommen. Und zu ihnen gehört mit in erster Linie das Haus. Gehen wir auch in diesem Sinne zu, daß wir uns nach Hause finden. * Ausbau des Schiffenbergerwegs. Der Ausbau des Schif fenbergerwegs ist beendet, und ist daher der Verkehr über den neuen Eisenbahnübergang freigegeben. * Straßensperrung. Die Sperrung des Wartweges zwischen ,, An der Warte" und dem Aulweg ist wieder aufgehoben. * Auszeichnung. Der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität ist für hervorragende Leistungen anläßlich der Düsseldorfer Ausstellung für Gefundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen eine der vier Dom Preußischen Landwirtschaftsminister gestifteten silbernen Staatspreismünzen der= liehen worden. Das veterinär- patholog. Institut Geheimrat Professor Dr. Olt wurde außerdem noch mit ber ,, Goldenen Medaille der Großen Düsseldorfer Ausstellung 1926" ausgezeichnet. n auch die folgenden Worte gut in echter deutscher Honig muß es sein, kerbund“, – ſo ging ich denn zum im deutschen Einheitsglas zu holen. ause, sondern hinter seinem Hause im bei seinen Bienen sah, die zum größ Stülpförpen saßen, durchzuchte mich der nforb wäre, wenn man ihn mit der te, wegen seiner Strohwand, seiner einer Ausdehnungen geradezu ideaarum den Imfer nach einer Bezugse. Er war jedoch so freundlich, mir er standen, einen zur Auswahl anzuir einen ausgesucht und ging damit Direktor: * Die Höhe der hessischen Spareinlagen sind wie folgt an gewachsen: 1. Januar 1925: 13,7 Mill. Mt., 1. Januar 1926: 39,2 Mill. Mr., und am 30. September 1926: 63,4 Mill. Mr. * Lohnsteuer. Nach einer Anordnung des Reichsfinanzministers vom 23. Juli 1926 haben die Arbeitgeber ebenso die Behörden die Lohnsteuer- Ueberweisungsblätter für 1926 allgemein auszuschreiben. Die Vordrucke zu den Ueberweisungsblättern und den zugehörigen Nachweisungen und Zusammenstellungen sind bei den Finanzämtern unentgeltlich zu haben. Für Betriebe mit stark wechselnder Belegschaft empfiehlt es sich. mit der Ausschreibung der Ueberweisungsblätter für die im Laufe des Kalenderjahres 1926 ausgeschiedenen Arbeitnehmer alsbald zu beginnen, damit die Zahl der nach Jahresschluß auszuschreibenden Belege möglichst vermindert wird. Auf die Innehaltung der im§ 46 Abs. 2 St. A. D. B. vorgesehenen Einreichungsfrist( 31. Januar 1927) muß unter allen Umständen bestanden werden. Weltspartag 1926. Wie wir hören, hat die Bezirkssparkasse Gießen mit der Werbung für den Weltspartag" am 31. Oftober ds. Js. ganz gute Erfolge erzielt. Saben sich doch am 31. Oktober allein nahezu 150 Sparer bei der Bezirksspar kasse eingefunden, um ihre Spargelder dort einzulegen. Auch an dem Tage vor und nach dem ,, Weltspartag" sind offensichtlich unter dem Eindruck der Werbung ganz erhebliche Spareinlagen bei der genannten Kasse getätigt worden. So brachten z. B. der 30., sowohl als auch der 31. Oktober ihr allein weit über 30 000 R.Mart Spareinlagen.( Anmerkung der Redaktion: An diesem Beispiel ist klar zu erkennen, welche Bedeutung eine geschickte Reflame hat.) den Boden machte ich mir drei Füße ich mit Schrauben befestigte. Unten Unterlage von Holzwolle, oben auf, ein rundes Holzwollkissen.- Fertig B. meine Guppe gefocht, so umhülle r Zeitung, seze ihn in den Kochkorb Olzwoll dede darauf Großartig! sage d darin gar herrlich zusammengehal rstehe, warum die Bienen sich darin wie in Abrahams Schoß", und„ Im und so billig. Ich bin ordentlich rate Dir: Mach's auch so! Es wird Hilbe Koslowffi Ein Postbüro im Postkraftwagen. Durch eine Zugverspätung auf der Eisenbahnstrecke Gießen- Gelnhausen mußte die gesamte für Schotten und Umgegend bestimmte Post in Nidda zurückbleiben. Sofort wurde von Schotten aus ein Postkraftwagen mit einigen Postbeamten besetzt und nach Nidda entsandt, um die Post dort abzuholen. Bald waren in Nidda die vielen Postsäcke und Pakete in den Wagen verladen und eine Sortierstelle auf den Sitzplätzen des Wagens eingerichtet. Während der Rückfahrt nach Schotten sah man in dem zum Teil bis zur Dede mit Postfachen gefüllten Wagen die Beamten eifrig hantieren. Bei der Ankunft des Wagens in Schotten soll die Post soweit sortiert gewesen sein, daß in furzer Zeit die Postsachen ausgegeben bezw. abgetragen werden konnten Vielleicht war diese Einrichtung das erste auf der Straße fahrende Postbüro. das sich ordentlich gut bewährt hat Solche Einrichtungen verdienen Nachahmung, besonders in Gegenden, die arm an Eisenbahnverbindungen sind A s Nab und Fern. Lollar. Ein Unglüdsfall, der zu einer Katastrophe hätte führen können, ereignete sich am Sonntag gelegentlich des Reformationsgottesdienstes in der neubergerichteten Kirche in LollarKirchberg. Dort hatte sich in der Heizungsanlage Kohlenoidgas gebildet, das während des Gottesdienstes in die Kirche ausströmte. Etwa 20 Personen, hauptsächlich Konfirmanden, aber auch Erwachsene, wurden kurz nacheinander ohnmächtig und mußten schleunigst aus der Kirche gebracht werden. Der Gottesdienst wurde sofort abgebrochen. Auch das angesetzte Abendmahl konnte nicht stattfinden. Erfreulicherweise haben sich sämtliche Erkrankte nach einiger Zeit wieder erholt. Lich. Wie aus der heutigen Anzeige der Bezirkssparkasse Gießen hervorgeht, hat sich deren Vorstand entschlossen, die seither an zwei Tagen der Woche in Lich stattfindenden Kassentage nunmehr als jeden Werktag stattfindende Geschäftstage einzurichten. Bad Nauheim. Die älteste Einwohnerin Bad Nauheims, Frau Kath. Ihle, ist gestern im Alter von 97 Jahren gestorben. Bad Nauheim. In einer Vorlage an den Hessischen Landtag hatte der hessische Finanzminister die Bereitstellung eines Betrages von 59 000 Mark zur Ausführung dringender Herstellungsarbeiten baulicher Art in Bad Nauheim beantragt. Es handelt sich um die Asphaltierung und Neueinfassung der Bürgersteige. Ferner war vom Finanzminister zur Errichtung der Gießener Zeitung" Kennen Sie ,, Halpaus Mocca"? 000 US Die Tatsache, daß unsere ,, Halpaus Mocca" überall, wo sie bisher eingeführt worden ist, in kürzester Zeit sich einen großen Freundeskreis erworben hat, verpflichtet uns, auch Ihnen diese Cigarette hiermit anzubieten. Unsere ,, Halpaus Mocca" ist darum besonders gut und besonders preiswert, weil ihr in erhöhtem Maße alle Vorteile unserer eigenen Tabak- Einkaufsorganisation zugute kommen. Etwa 3000 Leute arbeiten allein im Orient daran, die für unsere Fabrikation notwendiger. Tabake zu bereiten und heranzuschaffen. Versuchen Sie unsere ,, Halpaus Mocca"! Sie kostet 5 Pfg. HALPAUS- CIGARETTEN- FABRIK G. M. B. H. KÖLN U. BRESLAU. neuen Kläranlage in Bad Nauheim die Zahlung eines Kostenzuschusses in Höhe von 50 000 Mart beantragt worden. Auch dieser Vorlage hat der Landtag zugestimmt. Friedberg. Zwei in Nieder- Weisel wohnende Bürger erhielten dieser Tage die Nachricht, daß sie von ihrer vor vielen Jahren nach Amerika ausgewanderten Schwester je etwa 3000 Dollar geerbt hätten.( Nach deutschem Geld ungefähr 25 000.M.) Der Löwenanteil des Gesamtvermögens von annähernd 35 6.0 Dollar wurde der Kirche und wohltätigen Stiftungen vermacht. Alsfeld. Ein ungewöhnlicher Vorgang spielte sich kürzlich hier ab. Unter einem gewaltigen Kesselfeuer wurden 1 Million Zigaretten verbrannt. Die Zigaretten lagerten hier, weil sie noch zu versteuern waren, befanden sich aber in brauchbarem Zustand. Da die Firma die neue Materialsteuer nicht bezahlen tonnte, war der Verkauf nicht möglich. Deshalb wurde das vertvolle Gut auf Anordnung der Zollbehörde unter deren Tufsicht in mehreren Wagenladungen in die Brauerei Wallach tanportiert und dort unter den Kesseln verbrannt. Ortenberg. Bei regnerischem und faltem Wetter fand hier am Sonntag und Montag der historische Kalte Markt" tatt. Trotzdem war der Besuch ein starter. Der Markt bauerte noch bis zum Donnerstag und wurde mit einer Verlosung ge jdylossen. Schotten. Der Schottener Männerchor 1837 feiert nächstes Jahr am 25., 26. und 27. Juni sein 90jähriges Stiftungsfest, das mit einem großen nationalen Gesangswettstreit verbun den sein wird. Der Männerchor Schotten rechnet mit starkem Besuch und trifft dementsprechend seine Vorbereitungen. Schotten ist als Feststadt bekannt, es wird alles aufbieten, seinen Gästen einige angenehme Tage zu bereiten. Lauterbach. In Maar hat der Spar- und DarlehenskassenDerein( Raiffeisen) eine Attion unternommen, um seinen Mitgliedern billiges Brot zu verschaffen. In der letzten Generalversammlung wurde beschlossen, Korn bei den Mitgliedern zu taufen, es mahlen zu lassen und aus dem reinen Roggenmeh! in einer dortigen Bäderei baden zu lassen. Der 4- Pfund- Laib foll 65 Pig. fosten. weise nicht verletzt, doch wurde der Gottesdienst empfindlich gestört. Der Einsturz ist darauf zurückzuführen, daß bei einer Reparatur des Daches ein Teil offen blieb und die Dede durch den fortgesetzten Regen durchweicht wurde. Mainz. In den Abendstunden des letzten Samstag erschie nen in der Wirtschaft„ Zur Flora" am Drususwall bei dem Gastwirt Wittlich sechs Franzosen, von denen zwei Zivilmügen trugen also anscheinend Reservisten waren. Sie verlangten und erhielten je ein Glas Bier. Als der Wirt die Bezahlung verlangte, weigerten sie sich und fielen sofort mit Stöcken über den Gastwirt her, der schwer mishandelt wurde und mit einer Schädelverletzung in das Krankenhaus überführt werden mußte. Auch der 18jährige Sohn des Gastwirts, der seinem Vater beisprang, wurde mit Schlägen traktiert. Münchholzhausen. In unserem Dorfe entstand zwischen jungen Burschen eine Schlägerei, in deren Verlauf einer der Streitenden einen Revolver zog und einem seiner Gegner einen Schuß in den Unterleib beibrachte, während ein anderer Bursche einen Schuß in den Arm erhielt. Der durch den UnterleibschußVerletzte mußte schwerverletzt nach der Gießener Klinik verbracht werden. Der Revolverheld wurde festgenommen. Limburg a. b. 2. Am 28. November ds. Js. findet in Limburg a. d. L. ein Obermeistertag des Bezirksvereins beibe Hessen und Naussa" statt. Frankfurt a. M. Seit Tagen wurde die 72jährige Musiklehrerin Bertha Beuter von Hausbewohnern nicht mehr gesehen. Als man am Sonntag früh die Wohnung mit Gewalt öffnete, fand man die alte Dame im Bett tot vor. Die Unterfuchung ergab, daß die Greifin an Entbehrung und Entfräftung Dor mehreren Tagen verstorben war. # 500 g. Gold im Flugzeug. In Hamburg traf ein Flugzeug ein, bas 500 kg. Gold ge laben hatte. Die Genbung tam von London und war für die Norddeutsche Bant in Hamburg bestimmt. von Albin Klein, Giessen Kirchhain. Ein Teil der Kirchendede ist während des Drucksachen aller Art bezieht man am billigsten Reformationsfestes eingestürzt. Personen wurden glüdlichez Sonnabend, den 6. November 1926. Neue Bücher. Weglarer Heimathefte von Heinz Neuhaus und unter Mitarbeit zahlreicher Kenner des Weglarez, Lahn- und Dillgebietes. Berlag Scharjes Drudereien R.-G. Weylar. Die in neun Lieferungen erscheinenden Weglarer Heimathefte bilden zusammengefaßt ein mit Bildern, Stizzen und Karten ausgestattetes schönes Heimatbuch für Stadt und Kreis Weglar. Preis der 1. und 2. Lieferung je 1.20 R.-Mt. In dem ersten Heft wird Wetlar und seine Umgebung in geologischer, geographischer und botanischer Entwicklung wiedergegeben, während das zweite Heft von seiner Mundart und seinem Gagenschah erzählt. Jedem, der Liebe zu seiner engeren Heimat hat, sind diese Hefte zu empfehlen. Hilfe gegen faule Kunden und schlechte Zahler wird in einer fleinen Schrift geboten, die unter dem Titel„ Augen auf, Beutel auf! Zehn Gebote für Gläubiger zur schnellsten, sichersten und billigsten gerichtlichen Eintreibung überfälliger Außenstände", erschienen und zusammen mit 50 der darin gebote nen ausgezeichneten gebrauchsfertigen Formulare für den Breis von 3,50 M von Verlag Alfred Meyner in Berlin SW. 61, Gitschiner Straße 109, zu beziehen ist. Kurz, prägnant bringt eine Einleitung flar und leicht verständlich die wichtigften und wertvollsten Ratschläge nicht nur darüber, was jeder Gläubiger selbst( also ohne Inanspruchnahme eines RechtsHeute verschied nach langem Leiden der Vorsitzende unseres Vereins Herr Landeshauptmann Dr. Woell. In treuer Liebe zu seinem heimatlichen Lahngau war er der unermüdliche Verfechter der Lahnkanalisierung und hat durch klugen Rat und mutigen Entschluss die erste Hälfte dieses bedeutsamen Werkes durchgesetzt. Wir verlieren in ihm ein Führer von hervorragend. Eigenschaften, vornehmer Gesinnung und sonniger Herzensgüte. Sein Werk und sein Wesen bereiten ihm unvergängliches Gedächtnis Der Vorstand des Lahn- Kanalvereins. Limburg, den 3. November 1926. Hausfrauen verwendet für Haus- und Küchenbrand die hochwertigen RUHRNUSSKOHLEN weil wesentliche Ersparnis gegenüber sonstigen Brennstoffen. In größeren Kohlenhandlungen erhältlich. Bezirkssparkasse Giessen Die in Lich( Oberhessen) eingerichteten GESCHAEFTSTAGE finden nunmehr Jeden Werktag vormittags von 9-12, Uhr i. Hause des Herrn Bürgermstrs. i, R. Dörmer, Braugasse 9, statt. BEZIRKSS PARKASSE GIESSEN B Schußmarte Knochenbildend, wachstumfördernd, seuchenverhüt. wirft M. Brockmanns start vitaminhaltige Vieh- Lebertran- Emulsion ,, OSTEOSAN" Keine gew. Biehemulsion- dabei billig. Prospekte kostenfrei. Echt nur in Orig.. Flaschen. Zu haben in Drogerien, Apotheken und sonstig. einschläg. Geschäften. Wo nicht, durch M. Brockmann Chem. Fabr. m. b. H., Leibzig- Eutr. Bestimmt zu haben: In Gießen bei: Ernst Roll, Kaiser Drogerie, Lindenplatz 5. 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J Das amtlige Ergebnis der Der Landeswahlausschuß ſt liche Wahlergebnis der Landtag toder feft. Es sind gewählt: 14 Deutschnationale 12 Deutsche Volkspar 10 Wirtschaftspartei, 5 Deutsch- Demokrati Aufwertungspartei, 2 Nationalsozialisten 4 Altsozialisten, 31 Linkssozialisten, u 14 Kommunisten. Soweit verlautet, beabsichtigt d den 30. November einzuberufen. Die Bedrückung der Wien. Der Tiroler Landt Deutschen in Südtirol befaßt un angenommen, in der es u. a. he bundsjagung bestimmt ausdrückl terbundes das Recht hat, in fr merksamkeit der Versammlung stand zu lenken, der geeignet is hungen einzugreifen und der t vernehmen zu stören imstande find seit Jahren untragbar, de entgegen den Satzungen des sprechungen der italienischen Königs jedes kulturelle Recht Ein Doppe Daß der 10. November für Geburtstag gewesen ist, und wenn auch mehrere Jahrhunder ches Gute und Beste gemeins heutzutage in freundliche Erin handelt sich ja um Dr. Mart Beiden stand das Geistige, das Materiellen. Beide sind ste fü der opferfreudigen Einsetzung i Beide waren sie Führernaturen schen Wesen entsprachen, und Freude an ihnen gehabt, und fagen, daß beide noch heute Liet Luther und den Schiller richtig veraltet sind. Auch ein hervor hat anerkennen müssen, wie ti berger Mönchsprofessor die der standen habe. War er in erit Glaubens, so hat er sich doch Prophet gefühlt. Und wiederu hat ein sehr tiefes Verständnis lebenswarmen christlichen Rel hanniter- Gedicht mit dem fe Kreuzes, nur du verknüpftest Kraft doppelte Palme zugleic Bei großen Männern der nach ihrem Privatleben und nic Run, Luther und Schiller hab Familienleben gehabt. Auch d Kinderstube hierüber nachzuleje und Schiller stehen uns bei al techt menschlich nahe. Und es heute und gerade heute begeist Stunde treulich zu erfüllen. ,, So heißt es in Schillers Lied großartigem Schutz- und Trut brauit es: Und wenn die W uns doch gelingen!" Jawohl, Luther und den Schiller! Als Theologe müßte ich Vom Me bie deutschen Parlamentarier zu außer dem Zweikampf auch d bieten. Baden geht energisch man in den Blättern liest. Als menjur auch nicht gerade symp