Str. 9. en den deutschen Often anstürmt, mag rfischer Vergangenheit Gedenken und * ebildet. 268 Seiten. Mit 160 Ab39. Jahrg. Samstag, den 6. März 1926. Nr. 10. Gießener Zeitung en Mt. 7.- Verlag Georg Westermann, urg. Zahlreiche Bildnisse berühmter Dhervorragende Werte der bildenden , aus dem der Verfasser dieses ebenso ame Buch geschaffen hat. Diese Aus um eine Anleitung zu geben, aus ge en auf die Rassezugehörigkeit und da Grenzen der Mitmenschen zu schließen, Durch sein Blut. So stellt Hausers Buch ung zur Menschentenntnis dar. Wer Leben so ungeheuer wichtige Fähigkeit vervollkommnen will, wird gewiß mit e greifen. ne Lebensführung. 174 Geiten. Verlag Georg Westermann, Braun Der Verfasser jagt im Vorwort: ,, Die eben. Es ist wieder hauptsächlich für Jungen wie Mädchen. Es geht davon jenseits von„ Rein“ und„ Unrein“ hen sind, die nicht etwa dadurch, rein" en nichts weiß." n Durchschnitt". Im Verlage Dr. M. Die ersten acht Hefte der von Bruno inenden Monats- Zeitschrift mit der aufmann" erschienen. Die Zeitschrift st, ihr Herausgeber und ihr Schriftrd nicht weniger als die machtvolle is widerspiegeln, fördern, vorwärtsvielen unterhaltenden oder belehrenebhaft, mitfortreißend geschrieben. * 19. Dezember 1925 sind wieder die eändert bezw. erhöht worden. Auch en von K. Seidenschnur im Verlag Brunnen- Straße 181, erschienen, ohne ittelung der Lohnsteuer kein Arbeit auskommen kann. Die Preise sind twöchentliche, 1,50 M für monatliche nabrechnung bei postfreier Zustellung * Rede über Südtirol, in der er aus deine rein italienische Angelegen gesamten Welt ob ihres aggressiven enischen Diktator nicht gerade günEs ist sehr zu begrüßen, daß die Stuttgart, in ihrer neuesten Numer Illustrationen bringt, die die o heiß begehrten Landes eindrucks gier u. Co., G. m. b. H., Stuttgart, istian Klein in Gießen. als alle neuen Mittel wirkt das Hühneraugenmittel, del. Kein Pflaster! Preis 80 Pfg. nit der Aufschrift te, Berlin 24, Friedrichstr. 160. ren Apotheken und Drogerien. rum zinjerieren? nn und Handwerker s befannt sein, daß man endes Annoncieren bisherigen Kundschaft ng bleibt, sondern auch mer erwirbt. ten Geschäfte, welche das I betreiben, gewinnen ehnung, während andere, ßlichen Verkehrsmittels bleiben, denn Stillstand erwäge jeder vorwärts schäftsmann und tändig in der r Zeitung" Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pig. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdkendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Sonntagsgedanken. Bon stillen Sonntagsstunden will ich heute schreiben, so wie wir sie einst erlebten, wo Alltagshaft den Sonntag noch verschonte und Freuen über die Seele fam und ein schönes Feierlichsein. Heute wird es vielen schwer, Feierstunden zu halten. Sorgen und Nöte der Woche drängen sich in den Sonntag hinein und doch ruft es bei vielen da innen nach ciner Feierstunde, nach einem stillen Besinnen. Und doch tönnten wir trotz aller Mühjal und aller Not fröhlich sein. Wer fann es sein? Der fröhlich arbeitete, der Jeine Wochenarbeit durchsonnen ließ. Der von seiner Arbeit nicht gering denti, der Wertarbeit leistet, an welchem Platze et auch stehen mag, der in erster Linie nicht um des allzu hohen Verdienstes schafft, sondern um der Arbeit selbst und um des Ganzen willen, der seine Arbeit auffaßt als einen Teil der der Boltsarbeit. Wer so sein Tun auffaßt, der baut mit an seinem neuen Vaterland und löst die schweren Ketten seines Volkes. Und wenn Millionen Hände sich so rühren und Werte schaffen, wenn Freude und Zuversicht die Arbeit durchsonnt, wenn einer wieder an den anderen denkt, dann finden wir wieder allmählich das Glüd und können fröhlich sein. Mit dem Werte unserer Arbeit mächst unsere Freude. Die Arbeit ist die große Bildnerin zum Menschentume, sie spendet Segen dem Einzelnen und einem ganzen Volke. Füt uns muß sie die Erlöserin sein aus den Ketten der Knechtschaft, für uns der Führer bergauf, um wieder auf Bergeshöhen zu tommen. Wir wollen frumm hinterm Pfluge gehen, Und unser Schweiß sei der Scholle Wein. Und sollten wir nie ein Fruchtfeld sehen, Wir wollen nicht müde werden, Säer zu sein! Wir wollen nicht müde werden zu glauben, Daß Kräfte ringen im kleinsten Keim! Go läßt sich fein deutsches Herz berauben: Der Glaube an uns bringt die Ernte heim. Waldfried. Für Freiheit und Wissenschaft! Der Vorstand des Hessischen Hauptvereins des Evangelischen Bundes hat einstimmig folgende öffentliche Kundgebung beschlossen: Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschecktonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. gehende Sachbesprechung im Reichswirtschaftsministerium unter Zuziehung des Reichsverbandes für das deutsche Handwerk vereinbart wurde. Die nächste Wirkung zeigte sich aber schon in der Regierungserklärung, die zu der Preisabbaufrage mit folgenden Worten Stellung nahm: In der Sitzung des hessischen Landtages ist auf Antrag der Regierung beschlossen worden, an der Landesuniversität in Gießen und an der Technischen Hochschule in Darmstadt ,, Professuren für scholastische Philosophie", das sind Professuren, durch die Philosophie im Sinne der katholischen Kirche gelehrt werden soll, einzurichten. Dieser Antrag ist von der Regierung trotz der schweren wirtschaftlichen Not unseres Landes, die zu äußerster Beschränkung aller Ausgaben zwingt wie wir zu wissen glauben, entgegen dem Willen der beiden Hochschulen eingebracht worden. Nach unwidersprochenen Zeitungsnachrichten ist die Regierung zu diesem Vorgehen lediglich dadurch veranlaßt worden, daß das Zentrum die Einrichtung derartiger Professuren für sein Verbleiben in der gegenwärtigen Regierung zur Bedingung ge macht hat. ,, Die Reichsregierung erblidt in der Durchführung von Maßnahmen, die die deutsche Gesamtwirtschaft von allen Ursachen der Ueberteuerung befreien, eine unerläßliche Voraussetzung für den Wiederaufstieg Deutschlands. Sie ist sich be= wußt, daß der Erfolg ihrer verwaltungsmäßigen und gesetzgeberischen Maßnahmen in vielen Hinsichten sehr wesentlich von der freiwilligen Mitarbeit der Erwerbsstände abhängt. Die zurüdgetretene Reichsregierung hat diese Mitarbeit in erheblichem Umfange gefunden. Das neue Kabinett wird in gleichem Sinne weiterarbeiten. Es ist bereit, wegen der zu ergreifenden Einzelmaßnahmen auch die in Gang befindlichen gesetzgeberischen Entwürfe mit den Vertretungen der Erwerbsstände erneut zu erörtern." Diese Bereitwilligkeit hat die Reichsregierung schon am 29. Januar 1926 in die Tat umgesetzt, indem im Reichswirtschaftsministerium unter Beteiligung der vorgenannten Abgeordneten und der Herren Derlien, Dr. Meusch und Karl Her= mann als Vertreter des Reichsverbandes eine mehrstündige Aussprache über die Frage stattfand, inwieweit die angefochtenen Abschnitte des Preisabbau- Gesetzentwurfes durch freiwillige Vereinbarungen mit den Organisationen des Handwerks ersetzt werden können. Die Verständigung ist damit unter günstigsten Auspizien eingeleitet; sie zum befriedigenden Ende zu führen, liegt am beiderseitigen guten Willen, der zweifellos vorhanden ist." Im Namen der Evangelischen Hessens, die wir vertreten. erheben wir Einspruch dagegen, daß die bewährte Organisation unserer Hochschule politischen Parteizweden zum Opfer gebracht wird und daß erhebliche Mittel des Staates dazu verwandt werden, Lehrstühle einzurichten, die die Besorgnis erweden, daß sie in erster Linie nicht der Pflege der freien Wissenschaft, sondern der Propaganda der katholischen Kirche an unseren Hochschulen dienen." Um den Gesetzentwurf zur Förderung des Preisabbanes. Im Anschluß an unseren Bericht über die Besprechung des Handwerks beim Reichskanzler zur Preissenkungsaktion entnehmen wir der ,, Redlinghäuser Volkszeitung" aus einem längeren Artikel über praktische Handwerkerpolitik nachstehenden Auszug: Zur Lage am Kreditmarkt. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. In Berlin sprach kürzlich aus Anlaß des zweiten Giroverbandstages des Genossenschaftlichen Giroverbandes der Dresdner Bank Reichsbankvizepräsident Dr. Kauffmann über die Frage der Kreditkontingentierung der Reichsbank. Nach seinen Ausführungen bestätigt es sich, daß der Geldmarkt zurzeit außerordentlich flüssig ist. Der Grund sei der Stillstand der Wirtschaft. Hinzu treten die Auslandskredite, von denen etwa 4 Milliarden in Deutschland laufen. Kaum% des zur Verfügung gestellten Kontingents an Krediten werde von der Wirtschaft ausgenutzt. Eine Verringerung der Zinsspanne zwischen Lombard und Disfont sei zu erwarten und damit auch eine Ermäßigung der Debetzinsen bei den Banken. Diese Ermäßigung auf 1 Prozent über Reichsbankdiskont( bisher 2 Prozent) wird, wie wir erfahren, möglicherweise schon am 1. März in Kraft treten. Die Habenzinsen sollen im allgemeinen unverändert bleiben, mit Ausnahme der monatlich fündbaren Einlagen, für die der Zins= satz um ½ Prozent auf 5% Prozent ermäßigt wird. „ Die Handwerkervertreter in der Regierungskoalition waTen inzwischen nicht müßig gewesen. Am 21. Januar ergriff der Abg. Esser vom Zentrum die Initiative und suchte unter Zustimmung seines Fraktionsvorstandes eine Unterredung mit dem Reichskanzler Dr. Luther nach, um unter Mitwirkung seiner Kollegen aus den drei anderen Regierungsparteien eine Verständigung mit der neuen Regierung über die weitere Behand lung des Preisabbaugesetzes zu suchen. Am folgenden Tage fand diese Besprechung im Beisein des Reichswirtschaftsministers Dr. Curtius und des Reichskommissars für Handwerk und Kleingewerbe, Geheimrat Hoppe, statt. Abg. Esser legte in ernsten Worten die sachlichen und politischen Bedenken, die gegen einzelne Teile des Gesetzes sprechen, dar und verwies besonders auf die seitens des Handwerks geleistete freiwillige Mitarbeit in der Preisabbaubewegung. Die Abg. Havemann( Deutsche Boltspartei), Bartschat( Demokrat) und Loibl( Bayerische Volkspartei) ergänzten und unterstrichen die eindrucksvollen Ausführungen ihres Kollegen vom Zentrum. Das Ergebnis der Verhandlungen war. daß für die nächste Woche eine weitere einSozialistische Rechenkünstler. Das Paradestück des Landtagsabgeordneten Mann. Im hessischen Landtag gilt der Abgeordnete Mann- Gießen innerhalb des Kreises seiner Parteifreunde als Sachverständiger in Mietfragen, wenn man diese Eigenschaft aus der Tatsache schließen darf, daß der Genannte jeweils bei Behandlung von Mietfragen das Wort ergreift. Jedenfalls aber hält sich Herr Mann selbst für sachverständig. Schon vor Monaten soll er hie und da andeutungsweise, nach Diplomatenart, von sich gegeben haben, daß er Material in Händen habe, das für den Hausbejiz geradezu vernichtend sei. Wir haben uns dieserhalb keine schlaflosen Nächte gemacht, da wir derartige Ankündigungen, zumal wenn sie von jener Seite kommen, auf ihren wahren Wert einzuschätzen wissen. Und wir haben uns wieder einmal nicht getäuscht. Der Reichskommissar für das Handwerk und Kleingewerbe, Ministerialrat Dr. Hoppe, streifte die kürzlichen Ausführungen des Reichsfinanzministers. Er wies darauf hin, daß die Sonderkredite für den gewerblichen Mittelstand, wenn man ein vorläufiges Fazit ziehe, zur Wiederholung nicht gerade ermuntern und daß die Wünsche auf neue Kredite wenig Aussicht haben, beim Reichswirtschaftsminister befürwortet zu werden. Das Material des Herrn Abgeordneten Mann ist nunmehr in der„ Oberhessischen Volkszeitung" der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Die Wirkung ist jedoch die umgekehrte: Das Material bestätigt all das, was wir immer und immer wieder behauptet haben, für den Herrn Abgeordneten Mann und seinen Anhang dagegen ist es geradezu vernichtend. Wir haben allen Anlaß, Herrn Mann für den Dienst, den er dem Hausbesitz damit erwiesen hat, dankbar zu sein. Wir können uns darauf beschränken, die Aufstellung zu ergänzen, da den Verfasser anscheinend das Gedächtnis bei der Abfassung des Artikels in der ,, Oberh. Volksztg." verlassen hat. Herr Abg. Mann hat es auch unterlassen, den Artikel mit seinem Namen zu zeichnen. Ob er sich der Vaterschaft schämt? Hierzu bemerken wir, daß auch das Handwerk von den Sonderkrediten des Reichs und der Länder nicht besonders erbaut ist. Einmal konnten sie sich bei ihrer geringen Höhe niemals im ausreichenden Umfang auswirken, zum anderen mußte sie das Handwerk ja selbst durch übertriebene Steuern finanzieren. Sollten aber andere Berufsstände durch langfristige Sonderkredite zu günstigem 3inssay bevorzugt werden, so erwartet das Handwerk, daß man auch an ihm nicht achtlos vorübergeht. Wichtiger und richtiger als die Notmaßnahmen sogenannter Sonderkredite ist die Sicherstellung der ordentlichen Kreditversorgung des gewerblichen Mittelstandes. Der als notwendig erkannte Ausbau der gewerblichen Kreditgenossenschaften wird erst dann im erwünschten Ausmaß vor sich gehen, wenn regierungsseitig die schon lange vom Handwerk geforderte Regelung des zentralen Kreditinstituts durch entsprechende Erweiterung der preußischen Zentralgenossenschaftstasse durchgeführt sein wird. Die hessischen Zeitungen. Das von dem Verfasser angezogene Material stammt von dem verstorbenen Gießener Bauunternehmer Pfaff, der da= selbst 33 Häuser mit 121 Mietwohnungen gebaut hat und durch widrige Umstände( die Häuser wurden sämtlich niedriger taxiert, als die Gestehungskosten waren, die Hypotheken fielen dadurch fleiner aus und es mußte hoch verzinsbarer Bankkredit aufge= nommen werden; nach Fertigstellung der Häuser mußte teilweise der Anschluß an die Kanalisierung mit großen Kosten vorgenommen werden u. a. m.), um sein Vermögen gekommen war. Nach einer uns vorliegenden Aufstellung haben die 33 Häuser 1308 047 M zu bauen gekostet, während sie nur zu 1039 500 M ortsgerichtlich geschätzt wurden. Dadurch entstand ein Verlust ron rund 270 000 M, für den der Eigentümer teuren Banf kredit in Anspruch nehmen mußte. Die Spanne zwischen Gestehungskosten und Taywert mußte und ist auch dem Besitzer zum Verhängnis geworden. Der vorliegende Fall als Einzelfall eignet sich nun ganz und gar nicht dazu, Schlüsse zu ziehen auf die Allgemeinheit, ebensowenig wie man von Stinnes etwa auf einen kleinen Handwerker schließen tann. Was aber den ein Opfer der Zeitverhältnisse gewordenen Eigentümer angeht, so hat er durch den Bau von 121 Mietwohnungen mehr für die Allgemeinheit geleistet, als die ganze sozialdemokratische Fraktion des hessischen Landtags, denn von diesen hat noch teiner sein Vermögen riskiert, um Wohnungen für seine Mitmenschen zu bauen. Uebrigens, wie stände es mit der Wohnungsnot in Gießen ohne Pfaff's 121 Wohnungen? Im Freistaat Hessen gibt es nur eine Zeitung, die zweimal täglich erscheint, Worms. 40 Blätter kommen täglich einmal, 39 wöchentlich 2-4mal heraus. Die meisten Blätter erscheinen in Mainz und Worms( je 5), Darmstadt( 4), Gießen, Bingen( je 3). Soweit Angaben vorliegen, gibt es in Hessen 7 Zeitungen mit einer Auflagenhöhe von über 10 000. Die höchste Auflage hat der„ Mainzer Anzeiger"( 44 500), es folgen das ,, Darmstädter Tageblatt"( 34 800) und die ,, Offenbacher Zeitung"( 20 000). Auch in Hessen stehen die parteilojen Blätter weitaus an der Spize( insgesamt 40); Zentrumsblätter gibt es 8, sozialdemokratische 4, demokratische 5, bürgerliche 5, Volksparteiliche bezw. liberale 3, deutschnationale bezw. bürgerlich- nationale 4, 2 amtliche, agrarische 1. Von den Zeitungen in HessenNassau steht der„ Frankfurter General- Anzeiger" mit einer Auflage von 150 000 an der Spize. Um unseren Lesern auch einmal eine frohe Stunde zu be reiten, und ihnen einmal zu zeigen, wie reich sie nach der Berechnung der„ Oberhessischen Volkszeitung" eigentlich sind wir haben Grund zu der Annahme, daß dieser Reichtum den meisten bisher noch nicht zum Bewußtsein gekommen ist bringen wir die epochemachende ,, Erfindung" der„ Oberhessischen Volkszeitung" aus deren Nummer vom 18. Januar 1926 im Wortlaut: ,, Ein Beispiel aus Gießen". Von wem der Haus- und Grundbesig abgezogen, ausgebeutet und in Bankerott getrieben wird. Mit obigen Worten übergab 1914 der Bauunternehmer Joh. Georg Pfaff eine Dentschrfit über die Lage des Hausbejizzes der Oeffentlichkeit. Pfaff führte in der Denkschrift seine 121 Mietwohnungen und seine eigene Wohnung vor Augen. Er wies nach, daß die in seinem Besitz befindlichen 122 Mietwohnungen in 6 Wohnungen zu 2 Zimmern, Küche und Zubehör " 53 3 " " 24 4 37 " 31 11 24 5 9 " 33 33 " 14 6 17 99 1 7 37 39 " " " " 19 bestünden. Davon hatten 34 Wohnungen Badeeinrichtung. Als Brandtassenwert sind insgesamt 966 090 Mart, als orts: gerichtlicher Tarwert 1 094 500 Mart angegeben. An Schulden führt Pfaff auf: 2. 1. Hypothelen Kreditgelder 640 056 Mart= 58,75 Prozent 187 833 240 790 99\ " 17,80 = 21,75 " 99 insgesamt sind also nach Pfaff 98,30 Prozent des Tagwertes fremdes Eigentum gewesen. Pfaff errechnet dann für die einzeln aufgeführten Wohnungen die„ Sollmiete", d. h., wenn alle Wohnungen tatsächlich das ganze Jahr vermietet gewesen wären. In Wirklichkeit gingen ihm laut Nachweis 7,3 Prozent durch Leerstehen verloren. Sonnabend, den 6. März 1926. Die Sollmiete betrug 65 140 Mart, von denen durch Leerstehen 4756 Mart ausfielen. Die Gollmiete ergab demnach eine Verzinjung des Taywertes von 5,95 Prozent. Für öffentliche Lasten weist Pfaff nach: 3ins für Straßentoftenbeitrag Kanalgebühren Grundsteuer Wassergeld Brandversicherungsbeitrag Geldzinjen: für 1. Sypothefen 28 445 M für 2. Hypothefen 9083 M Sonstige Arebite 18 836. Unterhaltungskosten Mietausfall Betrag der Gollmiete 1500 M 2,30 Prozent 2079 M 3,20 2630-4,05 2318 M 3,56 966 M= 1,48 56364 M 74,25 6127 M 9,40 4756 AL 7,30 ** " 3ins für eigene Gelder zu 4 Prozent 25 821 M 1033 Gollmiete insgesamt aljo 77773 M = 1,51 107,05 Prozent. * In der Friedensmiete weist Pfaff also nach: A. Betriebskosten B. Unterhaltungskosten C. Zinslasten 9493 M 6127 J 57397 M 4756 M Insgesamt 77773 M 14,59 Prozent 9,40 75,76 7,30 107,05 Prozent ** ** 38 D. Mietausfälle Go jah es also, zahlenmäßig durch einen Hausbesitzer nachgewiesen, im Jahre 1913 aus. Wie sieht die Gegenwart aus? Was ist in den seitherigen Hundertsätzen der für Hessen amtlich festgesetzten gesetzlichen Miete von 88 Prozent, nach dem hessischen Ministerium für Arbeit und Wirtschaft enthalten? Nimmt man an, daß die vollen Hypothefen bestehen geblieben sind, also 1. Spothef mit 640 056 M, 2. Hypothet mit 187 833 Mart, zusammen 827 889 M, noch vorhanden wären und der Aufwertung mit 25 Prozent unterliegen, dann sind bei 3% 3ins für 205 722 M Rapital 6171,66 M 3injendienst gleich 9,47% in die Betriebskosten hineinzurechnen. Nach der amtlichen Festsetzung der gesetzlichen Mietesätze bestehen diese aus Januar 1926 Zinsendienst Betriebskosten Unterhaltung 1913 9,47 Prozent 75,76 Prozent 23,53 14,59 22,00 9,40 Sondersteuer( Entschuld. Steuer) 33,00 Mietausfälle 83 ** 7,30 3 " 88,00 Prozent 107,05 Prozent Wenn dabei noch in Rechnung gestellt wird, daß jetzt das über 2% Prozent der Friedensmiete hinausgehende Wassergeld auf die Mieter umgelegt wird, dann ist schier unbegreiflich, daß vom Hausbesitz eine weitere Erhöhung der Miete zugunsten des Hausbesitzes gefordert und nach den Bemerkungen des Finanzministers im Staatsvoranschlag 1926 auch soll zugestanden wer den. Bleiben wir beim Beispiel aus 1913, dann steht dem Verluft des Hausbesitzes von 1913 jetzt ein Gewinn gegenüber. Ganz zu schweigen von der Tatsache, daß diesem einen Hausbesiker 1913 nur 1,70 Prozent des amtlichen Tarwertes am Haus gehörte. Wenn man schon annehmen will, daß die Miethäuser heute nur den halben Friedenswert auf dem Markt hätten, dann würde heute der Grundbesitz des Hausbesitzers Joh. Georg Pfaff 1094 500 geteilt durch 2= 547 250 Marf wert sein. sel, Gießener Zeitung" 11 ihre Richtigkeit, bis auf die Ausrechnung des prozentualen Anteils der Hypotheken am Hauswert. Dieser Anteil beträgt nicht 98,3 Prozent, sondern nur 97,64 Prozent. Wir wollen das nicht als wiffentlid falsch angegeben annehmen, man tann nicht Don jedem Abgeordneten einen Einjer im Rechnen verlangen. Erst in dem Abjah, der beginnt mit den Worten: Nimmi man an.... fängt die Gedächtnisstörung des Artikelschreibers an. Obwohl et oben zwei Hypothefen und Kreditgelder in Höhe von 1068 679 M richtig angibt, weil er den Nachweis der Ueberschuldung des Hausbesigers damit erbringen will, läßt er bei der Zusammenstellung der Zinsen und der Aufwertung die 240 790 M Kreditgelder lautlos verschwinden. Wo sie hingetommen sein mögen, darüber macht sich der Verfasser scheinbar feine Gedanken. Er scheint sich auch teine Gedanken darüber gemacht zu haben, daß schließlich ein interessierter Leser danach fragen fönnte, wo die 240 000. Banfschulden auf einmal hingekommen sind. Der Artikelschreiber scheint seine Leser zu tennen. Die Sache ist ganz einfach jo: die 240 000 tonnte der Ber fasser nicht mehr brauchen, sonst wäre die Berechnung zugunsten des Hausbesitzers ausgefallen. Um das zu vermeiden, wurden die 240 000 M einfach von dem Mann unterschlagen. Die richtiggestellte Berechnung ergibt folgendes Bild: Die Aufwertung der 1 068 679 M( nicht nur 827 889. wie der Berfajser angibt) Schulden beträgt 267 170. und die Zinsen daraus 8015,10 M oder 12,3 Prozent. Die Verzinsung des mit 6455. aufgewerteten Eigenkapitals( der Verfasser billigt bezeichnenderweise dem Eigentümer für sein Kapital überhaupt feine Zinsen zu) beansprucht 193,65 M oder 0,3 Prozent. Der Zinsen= dienst erfordert also zusammen 12,6 Prozent und nicht 9,47 Prozent, wie der Verfasser angibt. Für die Mietausfälle, die Ges richts- und Anwaltstoften jetzt der Verfasser ebenfalls nichts an. Der für den Zinsendienst beanspruchte Prozentsatz liegt etwas unter dem allgemein notwendigen Say, weil die neuen Häuser des Herrn Pfaff etwa 5,9 Prozent rentierten, während allge= mein eine 5prozentige Rente üblich war. Durch den großen Mietverlust des P. ergab sich trotzdem nur eine 5prozentige Bersinjung. Auf den Umstand, daß es sich um neuerbaute Häuser handelte, die nur wenig Instandsetzungen erforderten, ist es auch zuzuschreiben, daß P. mit einem Instandsetzungsbetrag in Höhe von nur 9,40 Prozent rechnen konnte. Aeltere Häuser erfor= derten bekanntlich an Instandschungen etwa 15 Prozent der Friedensmiete. Zum Schluß weist der Verfasser noch darauf hin, daß der Hausbejizer leider lebt er nicht mehr jetzt über 300 0 reich sei, allerdings vorausgesetzt, daß ihm vielleicht der Abgeordnete Mann die 240 000 MKreditgelder abgetragen hätte und ihm außerdem noch seinen Hausbesig mit wenigstens 50 Prozent des Friedenswertes abkaufen würde. Aber gesetzt den Fall, er wäre auf dem Papier 300 000 M reich, was würde ihn denn das nützen, der Verfasser billigt ihm ja leinen Pfennig Zinsen zu. Er könnte doch mit seinem großen Hauswert nach dem Rezept des Verfassers glatt verhungern und seine Erben auch. Sozialistische Theorie für solche, die nicht denten können. Was der Verfasser weiter noch oratelt, steht auf derselben Stufe, wie seine ganze Milchmädchenrechnung. Wir bezweifeln, daß die„ Oberhessische Volkszeitung" ihren Lesern jetzt eine richtiggestellte Aufstellung bringen wird. Die sozialdemokratische Leser dürfen die Wahrheit nicht erfahren. Alles wird darauf abgestellt, Neid und Miẞgunst zu erwecken und die Gegensätze im Volt zu vergrößern. Wenn Herr Abgeordneter Mann aus unserer Darstellung die richtige Lehre zieht, kann er nicht umhin, fünftig unsere Forderungen mit allem Nachdruck zu vertreten. Wenn er aber jemals wieder das Bedürfnis haben sollte über den Hausbesitz zu schreiben, sind wir gern bereit, sein Manuskript vor dem Druck auf seine Richtigkeit nachzuprüfen. Wir brauchen ihm dann nicht ab und zu auf die Finger zu klopfen, und er tann sich auf diese Weise, wenigstens nach außen hin, den Ruf als Sachverständiger erhalten. G. 3. Unter Abrechnung der mit 25 Prozent aufgewerteten sämt lichen Vorkriegshypotheken von 205 722 M stehen jetzt 341 528 M Besitz gegenüber oder mit anderen Worten 62,31 Prozent Eigenbesitz am Haus gegenüber 1,7 Prozent in 1913. Der Hausbesitzer hat also eine Vermehrung seines Hausbesitzes von 25 821 M 1,7% des Tarwertes aus 1913 auf 62,31% des jetzigen( halben) Marktwertes, auf 341 528 M erzielt. Heute trägt er den Verlust von 1913 nicht mehr. Wer aus dem Beispiel vom Hausbesitzerelend 1913 nichts lernt, dem mag eine weitere Erhöhung der Hundertsätze zugunsten des Miethausbesitzes zugemutet werden. In unserem Falle, und der ist typisch, ist dies aber noch mehr als unrecht. Den Sparern ist das Vermögen genommen, dem Besitzer der Sachwerte gegeben. Ab 1. April, wo bekanntlich 100 Prozent der Friedensmiete erreicht sein sollen, werden die Sparer in vielen Fällen aus ihrer Mietwohnung entweder hinausgesetzt werden, wenn sie wegen ihrer verlorenen Zinsen aus Spargeldern nicht zahlen können, oder, wie es in der Absicht unserer Reichsregierung liegt, beim Wohlfahrtsamt um Ueber- jeit über 60 Jahren im Handel. Kein Pflaster! Preis 80 Pig. nahme der Miete betteln müssen." So zu lesen in der„ Oberhessischen Volkszeitung". Hierzu ist folgendes zu bemerken: Die eingangs angegebenen Zahlen haben, soweit wir sie nachzuprüfen in der Lage waren, Das Fahrrad im Stadtverkehr. Die Zunahme des Verkehrs in den Städten hat bei vielen Leuten eine starke Nervosität hervorgerufen. Was sich vor dem Kriege reibungslos abgewickelt hat, ist zu einem Problem geworden, dessen die Verkehrspolizei Herr zu werden sucht. Zwar werden uns als Beweis für die Geringfägigkeit unseres gegen über dem Verkehr in anderen Städten gigantische Zahlen aus London, Paris und Newyork bekanntgegeben, aber wir müssen uns auf den Boden der Tatsachen stellen und mit unseren heimatlichen Verhältnissen zu rechnen suchen. Der Fußgänger hat im Verkehr der Großstadt einen schweren Stand. Man darf wohl sagen, er hat den schwersten Stand, weil es ihm an der Beweglichkeit fehlt, die Kraftfahrzeuge und Fahrrad infolge ihrer vollkommenen Lenkvorrichtungen besitzen. Hinzu kommen die Hemmvorrichtungen bei den mechanischen Fortbewegungsmitteln, die beim Kraftfahrzeug in Rad- und Kupp lungsbremsen und beim Fahrrad in Hand und Fußbremsen, am Reifen, an der Felde oder in der Hinterradnabe bestehen. Hinzu kommt die Schnelligkeit mit der sich ein Fahrrad bewegt und die bessere Uebersicht des mechanisch Fortbewegten im Stra ßenverkehr. Der Fußgänger gleicht einem Erdenwurm im Gewühl der Großstadt, während sich Kraftfahrer, Motorradfahrer und Radfahrer vom Erdboden gelöst und dem Kampf mit der Verkehrsbrandung von einer höheren Warte schauend aufgenommen haben. Wer den Verkehr aufmerksam studiert hat, wird bemerkt haben, daß sich der Verkehr auf dem Fahrdamm reibungsloser Schmerzlos und sicherer als alle neuen Mittel wirkt das alte berühmte Radlauersche Hühneraugenmittel, Nur echt mit der Aufschrift Radlauers Kronenapotheke, Berlin 24, Friedrichstr. 160. Erhältlich in den größeren Apotheken und Drogerien. vollzieht als auf dem Fußgängersteig. Der Schlüssel zu diesem Geheimnis liegt in der, durch die Verhältnisse erzwungenen höheren Verkehrsdisziplin auf dem Fahrdamm. Ein Zusammenstoß auf dem Bürgersteig hat weniger schlimme Folgen als ein Zusammenstoß auf dem Fahrdamm. Ein Gehen auf der falschen Seite ist weniger bedeutungsvoller für das Weiterfluten des Verkehrs als ein Fahren auf der falschen Seite. Die Langjamkeit des Fußgängerverkehrs gegenüber dem Fahrverkehr lähmt die Disziplin, und mancher Radfahrer fühlt sich daher auf dem Fahrdamm weit sicherer, als der Fußgänger auf dem ihm be stimmten Wege. Die Verkehrsdisziplin auf dem Fahrdamm gibt allem, was auf ihm herumtreucht ein gewisse Sicherheit. Der Radfahrer weiß an dem nach links ausgestreckten Arm eines Fahrzeugführers, daß der vor ihm fahrende Wagen nach links abbiegen will. Er weiß, daß er abstoppen muß, wenn der Chauffeur vor ihm den Arm gerade in die Höhe streckt, und er weiß, daß er zu halten hat, wenn der Verkehrsschutzmann seinen Arm wagerecht zur Fahrrichtung hebt. Er selbst vermag sich durch das Ausstrecken des Armes zu schützen, denn jeder Wagenlenker weiß, daß der Radfahrer in Richtung des ausgestreckten Armes abbiegen will, und so widelt sich der Verkehr auf dem Fahrdamm reibungsloser ab, als auf dem Fußsteig, wo sich niemand bemüht, dem lieben Nächsten seine Absichten in der Aenderung seines Kurses, im Stehenbleiben oder Zurückgehen fundzutun. Die in allen größeren Städten ausgezeichnet funktionierende Verkehrsordnung durch die Polizei bietet dem Radfahrer eine Gewähr für ungehindertes, gefahrloses Fortkommen, wenn er sich in diesen Verkehr einzupassen versteht. Jeder Radfahrer beLokales. Von der besten Seite. Nr. 10. Daß es liebenswürdige Menschen gibt, die es verstehen, sich immer von der besten Seite zeigen, das ist wahrlich kein Ingiüd. Auch dann nicht, wenn diese Liebenswürdigkeit viel Aeußerliches und viel Augenblidliches hat. Es ist doch gar nicht nötig, daß immer gleich die tiefsten Prinzipienfragen aufgerollt werden. Es ist nicht nötig, daß jede Plauderei eine schwerwiegende Daseinsbetrachtung ist. Eine besondere Kunst ist es geradezu, die lieben und auch die weniger lieben Mitmenschen von einer angenehmeren und angenehmsten Warte aus zu schauen, anzufassen und zu behandeln. Hier tut sich auch für die erzählenden Poeten recht nette Möglichkeiten auf. Der ebenso fluge wie gemütvolle Peter Rosegger hat einmal ganz unzweideutig die Losung ausgegeben:„ Der Erzähler mache Welt und Leute nicht besser als sie sind, aber er zeige sie von ihrer besten Sonnabend, den 6. März lischen Oberkirchenrat eingericht zweckt, die durch die wirtschaftlich geordnete Wanderung der männ Stadt in geordnete Bahnen zu le Verwahrlosung zu bewahren und losigkeit in die Heimat zurüdzulei Fällen an die Hauptstelle des Er Berlin C. 54, Sophienstraße 19, * Die Wohlfahrtsmarken gü Reichspostminister hat auf Antra Gültigkeit der Wohlfahrtsbriefmar verlauft werden sie bis 15. April freien Wohlfahrtspflege. Die Ma Presinsgemeinschaft der freien W Landwehrstraße 8 III, angefordert tengejidhen zu 2- M enthalten 4 und 2 Marken zu 20 Pfg. Postwe gewiesen, daß eine Schrift vorlieg der Wohltätigkeit", die ebenfalls fahrtspflege zu haben ist. Der R der Schriften erzielt wird, wird Für Anfang März ist eine Marte hafft, daß die Einnahmen in di fließen werden. Es wird vorgeschlag liche Privat- u. Geschäftspoft mit fiert wird. Helfe jeder mit, sowei Biele warten auf Unterstützung, unterliegen! Seite. Und wenn doch auch einmal ein Wichtling vorkommt, so jorge der Darsteller für eine gute Abfuhr und laß ihn tüchtig auslagen!" Lebenskunst heute ist sie eine besonders wichtige und notwendige Sache. Wer mitten in aller Verärgerung und Verwirrung unserer Tage den Dingen und dem Tage selbst etwas Rettes, Gutes, Liebes absehen kann, der ist ein beneidenswerter Mensch. Mancher bleibt immer ein Stümper in dieser Kunst, besonders, wenn er ein unentwegter Griesgram und Hypochonder ist. Im letteren Falle gewahrt er eben immer nur die berüchtigte Tücke des Objekts und er purzelt über jeden Zwirnfaden. Es ist ganz gut, wenn ab und an ein gewisser Zwang an den Menschen tritt, auf daß er sich nicht in dummen Gewohn heiten gehen lasse, sondern sich eben von einer besseren Seite darstelle. Gesellschaftlicher Zwang in diesem Sinne er möge ja nicht als bloße Heuchelei benasrümpft werden, er kann vielmehr ein sehr erzieherisches Moment bedeuten. Freilich, schlimm ist es, wenn hinterher bitterböse Enttäuschungen kommen. Das heißt also, wenn die beste Seite, von der sich beispielsweise Braut und Bräutigam zueinander zeig ten, dann radikal verschwindet, sobald ein paar Ehejahre gewor den sind. Oder ein sogenannter guter Freund wendet sich auf einmal in das Gegenteil von Liebeswürdigkeit, wenn's einem dreckig geht. Das sind bekannte, fast alltägliche Erlebnisse. Das ändert aber nicht daran, daß man immer redliche Mühe aufbringen soll, sich recht ehrlich von der besten Seite zu zeigen. * Wir machen darauf aufmerksam, daß an Sonntagen auf der Kraftpostlinie Gießen Krosdorf ein Sonderwagen verkehrt. Hinfahrt ab Gießen Bahnhof: 2,50 Uhr nachm., Rückfahrt ab Krofdorf Apotheke 3,15 Uhr nachmittags. * Polizeibericht: Am 10. Februar 1926 wurde beim Polizeiamt ein Gummimantel sichergestellt, der auf dem vorjährigen Kreisturnfest hier entwendet, bezw. gefunden und nicht abgeliefert wurde. Der Eigentümer wird ersucht, bei der Kriminal. polizei Gießen vorzusprechen. Vorsicht bei Telephongesprächen. Festgenommen wurde eine wegen Betrugs bereits vorbestrafte Person aus Frankfurt a. M. die es verstand, in Gießen vom Postamt 2 mit einem hiesigen Großlaufmann sich telephonisch ins Benehmen zu setzen, wobei sie sich den Namen eines hiesi gen Geistlichen beilegte und für einen Hilfsbedürftigen, dessen Großeltern mit der Firma früher in geschäftlichen Beziehungen gestanden hätten um Reiseunterstützung nach Berlin ersuchte. Durch diesen Trid gelang es dem Schwindler in den Besitz eines Geldbetrages zu kommen. Wegen Bagvergehen wurden zwei Personen festgenommen ebenso zwei stedbrieflich Gesuchte. * Polizeiliche Mahnung an die Hausfrauen. Vom Polizeiamt werden wir um Aufnahme des Folgenden ersucht: Es ist verboten: 1. Blumenstöde, Blumenbretter und andere Gegenstände auf Balkonen, vor Fenstern usw. ohne genügende Befestigung aufzustellen, sodaß durch das Herabfallen oder Umstürzen Personen beschädigt werden können. 2. Teppiche, Betten, Abputztücher usw. aus den Fenstern heraus auf die Straße aus zuschütteln, sodaz Personen belästigt oder verunreinigt werden tönnen. Die Polizeibeamten find angewiesen, Zuwiderhandlungen, die nach§ 366 3iff. 8 St. G. B. strafbar sind, zur Anzeige zu bringen. * Einen evangelischen Bahnhofsdienst für die männliche Jugend hat die Gesellschaft zur Fürsorge für die zuziehende männliche Jugend, Berlin C. 54, Sophienstraße 19, unter Leitung des Herrn Oberkonsistorialrat Stoltenhoff vom Evange hauptet, auf dem Rade sicherer zu sein, als zu Fuß, und wenn man aufmerksam durch die Straßen geht, wird man bemerken, daß einem mit den Bekehrsregeln vertrauten Radfahrer nur dann etwas zustoßen kann, wenn er das Opfer der Ungeschicklichfeit anderer wird. Zu diesen Ursachen eines Unglüds zählen in der Hauptsache diejenigen Fußgänger, die sich an die Verkehrsregeln nicht gewöhnen wollen oder nicht gewöhnen tönnen. Gie sind eine Gefahr für alles Leben auf dem Fahrdamm, und vor ihnen muß sich der Radfahrer in erster Linie hüten. Von Un fällen durch Bruch an Fahrzeugen ist der Fußgänger weit mehr bedroht als der Radler, der sich durch die Schnelligkeit seiner Bewegung und die Wendigkeit seines Fahrrades viel besser der Gefahr zu entziehen vermag als der Fußgänger. Viele Leute wundern sich, wenn Damen oder Kinder fich zu Rad in das Gewühl des Verkehrs stürzen. Man kann diese Aengstlichen nur auf das Sicherheitsgefühl der Radler im allgemeinen hinweisen und betonen, daß das Vertrauen auf den Schutz durch die Disziplin der Fahrstraße diese Sicherheit ver leiht. Unzählige Fußgänger, die teils durch das Versagen der Berkehrsmittel, teils durch die Schwierigkeiten und unannehmlichkeiten der Massenbeförderung oder aus wirtschaftlichen Gründen zu Radfahrern geworden sind, haben dieses Vertrauen zur Disziplin der Fahrstraße wie eine Erlösung empfunden, und so wird es sein, solange der Radfahrer im Verlehr eine Rolle spielt. jeder sein Schicksal selbst zu Auf dem Fahrdamm vermag lenten. Geht er gegen die Bestimmungen aus Unachtsamkeit oder Leichtsinn, wird er in der Gefahr umlommen, in die er sich durch sein Benehmen begibt. Fügt er sich in den kunstvollen kt Vorsicht vor Auswanderung in den Nachkriegsjahren Agenturer ene fremder Staaten mit deutschen reinten Stlavenhandel trieben. Mände im Auswanderungsw 1824 ihr lichtscheues Handwerk ge Evangelische Hauptverein für De hausen, daß Agenturen vom Aust paganda Auswanderungswilligen irgendwie Kenntnis erhalten, machen. Schwerste Arbeit in u Echidial derer, die unbesonnen h bester Informationen gibt der ge artigen Fällen kostenlos wertvolle mand auf ausländische Zuschrifte vertrauenswürdige Inlandſtelle be * Aufläufer von Altertümern. vielen Familien gibt es irgend ei Zeiten, die jorgjam gehütet wird. fahr, daß die Zahl solcher Alter nämlich Sammler von Dorf zu D mühen und alles, was ihnen un taufen suchen: Bilder, Schnitzereie hausschilder, Gläser, Urkunden, Bi türlich entsprechen die Kaufsummer entferntesten dem tatsächlichen We läufer bringen das aufgekaufte M laufen es dort mit hohem Ger Sammlungen und Antiquare. dessen immer noch ärmer an d rungen, die sie aus der Vergang Es sei deshalb gewarnt vor wild Wo ein Verkauf unbedingt vorg man sich mit der Bitte um Rat dann wenigstens entsprechende P * Bereinigung vaterländischer der vaterländischen Verbände S Eckstein Cigaretten Organismus des modernen Vert und unbedroht seine Straße zich im vollgepfropften Straßenbah abiransportiert werden. Das Großstadtmenschen nach dem Kri spielt, und dieser Rolle mußte mo tehrsleben Rechnung tragen. Großstadtleben eine vor dem Krie tretene Rolle spielt, so liegt dies z Anforderungen an den Berufstäti State. Biel bedeutender ist die G der Nerden durch die Sicherhei Wellen des Berkehrs durchschneide aufreibenden Zeitversäumnis im Eisenbahnzüge und Autobusse. Uber den Wer Bon Professor Dr. Fiel Wer hätte nicht schon beoba auf Wiese und Feld von zahlre Die süßen Zudersäfte, welche si ergiegen, bilden die Anziehung Kleinen Näscher. Unter ihnen wilden Bienenarten und Humm Wir sehen, wie die Arbeitsbien Blume fliegt und ihren Rüssel alt, um den Blütenneftar auf www. tales. besten Seite. Nr. 10. Menschen gibt, die es verstehen, sig ite zeigen, das ist wahrlich kein wenn diese Liebenswürdigkeit viel enblickliches hat. Es ist doch gar die tiefsten Prinzipienfragen auf: ht nötig, daß jede Plauderei eine achtung ist. Eine besondere Kunst und auch die weniger lieben Mitmeren und angenehmsten Warte aus u behandeln. Hier tut sich auch für nette Möglichkeiten auf. Der ebenso Rosegger hat einmal ganz unzweiDen: ,, Der Erzähler mache Welt und id, aber er zeige sie von ihrer besten einmal ein Wichtling vorkommt, so ne gute Abfuhr und laß ihn tüchtig ist sie eine besonders wichtige und itten in aller Berärgerung und Ber Dingen und dem Tage selbst etwas en kann, der ist ein beneidenswerter mmer ein Stümper in dieser Kunst, entwegter Griesgram und Hypochon gewahrt er eben immer nur die be und er purzelt über jeden Zwirn enn ab und an ein gewisser Zwang aß er sich nicht in dummen Gewohn sich eben von einer besseren Seite Zwang in diesem Sinne benasrümpft werden, er kann vielMoment bedeuten. er möge 5, wenn hinterher bitterböse Enteißt also, wenn die beste Seite, von und Bräutigam zueinander zeig et, sobald ein paar Ehejahre gewor Enter guter Freund wendet sich auf On Liebeswürdigkeit, wenn's einem fannte, fast alltägliche Erlebnisse. in, daß man immer redliche Mühe ehrlich von der besten Seite zu aufmerksam, daß an Sonntagen auf Krofdorf ein Sonderwagen verkehrt. thof: 2,50 Uhr nachm., Rüdfahrt ab Sr nachmittags. 0. Februar 1926 wurde beim Polizeihergestellt, der auf dem vorjährigen et, bezw. gefunden und nicht abge imer wird ersucht, bei der Kriminal1. Vorsicht bei Telephongesprächen. wegen Betrugs bereits vorbestrafte M. Die es verstand, in Gießen vom esigen Großkaufmann sich telephonisch wobei sie sich den Namen eines hiesi ind für einen Hilfsbedürftigen, dessen a früher in geschäftlichen Beziehungen iseunterstützung nach Berlin ersuchte. g es dem Schwindler in den Besitz nmen. Wegen Paẞvergehen wurden en ebenso zwei stedbrieflich Gesuchte. ng an die Hausfrauen. Vom Polizeifnahme des Folgenden ersucht: Es ist ie, Blumenbretter und andere GegenOr Fenstern usw. ohne genügende BeDaß durch das Herabfallen oder Umstürverden können. 2. Teppiche, Betten, AbFenstern heraus auf die Straße aus ten belästigt oder verunreinigt werden eamten ſind angewiesen, ZuwiderhandZiff. 8 St. G. B. strafbar sind, zur Anen Bahnhofsdienst für die männliche haft zur Fürsorge für die zuziehende in C. 54, Sophienstraße 19, unter Leinsistorialrat Stoltenhoff vom Evangesicherer zu sein, als zu Fuß, und wenn die Straßen geht, wird man bemerken, ekehrsregeln vertrauten Radfahrer nur nn, wenn er das Opfer der Ungeschicklichdiesen Ursachen eines Unglüds zählen in gen Fußgänger, die sich an die Verkehrswollen oder nicht gewöhnen können. Sie les Leben auf dem Fahrdamm, und vor fahrer in erster Linie hüten. Von UnFahrzeugen ist der Fußgänger weit mehr , der sich durch die Schnelligkeit seiner digkeit seines Fahrrades viel besser der mag als der Fußgänger. en sich, wenn Damen oder Kinder fich z Des Verkehrs stürzen. Man kann diek as Sicherheitsgefühl der Radler im alltd betonen, daß das Vertrauen auf den plin der Fahrstraße diese Sicherheit ver gänger, die teils durch das Versagen der durch die Schwierigkeiten und Unanaſſenbeförderung oder aus wirtſchaftlichen rn geworden sind, haben dieses Vertrauen rstraße wie eine Erlösung empfunden, und nge der Radfahrer im Verkehr eine Rolle m vermag jeder ſein Schicksal ſelbſt zu en die Bestimmungen aus Unachtsamkeit er in der Gefahr umfommen, in die er sich begibt. Fügt er sich in den kunstvollen Sonnabend, den 6. März 1926. lischen Oberkirchenrat eingerichtet. Der Bahnhofsdienst be zweckt, die durch die wirtschaftliche Notlage hervorgerufene ungeordnete Wanderung der männlichen Jugend von Stadt zu Stadt in geordnete Bahnen zu lenten, die jungen Männer vor Verwahrlosung zu bewahren und sie bei fortdauernder Arbeitslosigkeit in die Heimat zurückzuleiten. Anfragen sind in allen Fällen an die Hauptstelle des Evangelischen Bahnhofsdienstes, Berlin C. 54, Gophienstraße 19, zu richten. * Die Wohlfahrtsmarken gültig bis 15. Mai 1926. Der Reichspostminister hat auf Antrag der Deutschen Nothilfe die Gültigkeit der Wohlfahrtsbriefmarken bis Ende Mai verlängert, verlauft werden sie bis 15. April durch die Organisationen der freien Wohlfahrtspflege. Die Marten fönnen jederzeit von der Provinzgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege", Magdeburg, Landwehrstraße 8 III, angefordert werden. Die bekannten Martenheftchen zu 2,- M enthalten 4 Marten zu 5, 4 Marken zu 10 und 2 Marken zu 20 Pfg. Postwert. Ferner wird darauf hingewiesen, daß eine Schrift vorliegt,„ Die Briefmarte im Dienste der Wohltätigkeit", die ebenfalls bei den Organen der Wohlfahrtspflege zu haben ist. Der Reinerlös, der aus dem Verkauf der Schriften erzielt wird, wird für Wohlfahrtszwede benutzt. Für Anfang März ist eine Martenvertriebswoche geplant. Man hofft, daß die Einnahmen in dieser Woche besonders reichlich fließen werden. Es wird vorgeschlagen, daß in dieser Woche jämt= liche Privat u. Geschäftspoft mit Wohlfahrtsbriefmarken franfiert wird. Helje jeder mit, soweit es in seinen Kräften steht! Viele warten auf Unterstützung, damit sie dem Schicksal nicht unterliegen! * Borsicht vor Auswanderungsagenten! Wie Pilze schossen in den Nachkriegsjahren Agenturen aus der Erde, die im Interesse fremder Staaten mit deutschen Auswanderungswilligen den reinsten Sklavenhandel trieben. Durch die Verordnung gegen Mißstände im Auswanderungswesen wurde diesen im Jahre 1924 ihr lichtscheues Handwerk gelegt. Neuerdings erfährt der Evangelische Hauptverein für Deutsche Auswanderer, Witzenhausen, daß Agenturen vom Ausland aus durch briefliche Propaganda Auswanderungswilligen, von deren Absichten sie irgendwie Kenntnis erhalten, die verlodendsten Angebote machen. Schwerste Arbeit in unzuträglichem Klima ist das Schicksal derer, die unbesonnen hierauf eingehen. Auf Grund bester Informationen gibt der genannte Verein in allen derartigen Fällen fostenlos wertvolle Auskünfte, und es sollte niemand auf ausländische Zuschriften eingehen, bevor nicht eine vertrauenswürdige Inlandstelle befragt worden ist. * Auffäufer von Altertümern. In jedem Dorf und in sehr vielen Familien gibt es irgend eine Erinnerung an vergangene Zeiten, die sorgsam gehütet wird. Gegenwärtig besteht die Gefahr, daß die Zahl solcher Altertümer zurüdgeht. Es ziehen nämlich Sammler von Dorf zu Dorf, die die Geldknappheit ausnügen und alles, was ihnen unter die Finger tommt, aufzu= faufen suchen: Bilder, Schnitzereien, 3inngerät, Möbel, Wirtshausschilder, Gläser, Urkunden, Bücher, Handschriften usw. Natürlich entsprechen die Kaussummen, die geboten werden, nicht im entferntesten dem tatsächlichen Wert der Gegenstände. Die Auffäufer bringen das aufgekaufte Material in die Stadt und ver= kaufen es dort mit hohem Gewinn weiter an Museen und Sammlungen und Antiquare. Unsere Dörfer werden unterdessen immer noch ärmer an den wenigen kostbaren Erinne rungen, die sie aus der Vergangenheit noch aufzuweisen haben. Es sei deshalb gewarnt vor wilden Aufkäufern und Sammlern. Wo ein Verkauf unbedingt vorgenommen werden soll, wende man sich mit der Bitte um Rat an sachverständige Stellen, die dann wenigstens entsprechende Preise bezahlen. * Vereinigung vaterländischer Verbände. Die Vereinigung der vaterländischen Verbände Oberhessens und der Hessische E Eckstein Pfaff A M ,, Gießener Zeitung" Dr.Oetker Puddings sind wohlschmeckend, nahrhaft, preiswert, außerdem einfach und leicht zu bereiten. Sio werden ohne weiteres sofort erkennen, daß diese Eigenschaften sowohl für die einfache als auch für die feine Küche von großer Wichtigkeit sind.- Ein Oetker- Pudding, den Sie mit Milch, Butter, Zucker und nach Belieben mit cinem Ei herstellen, kostet nur ca. 33 Pfg. und ist für mindestens 4 Personen ausreichend. Immer ist es eine Freude, zu sehen, mit welchem Hochgenuß solch appetitlicher Pudding von jung und alt verzehrt wird. Selbst der verwöhnteste Geschmack wird mit den neuen Oetker- Feinkost- Puddings zufriedengestellt.- Achten Sie beim Einkauf bitte auf die Originalpackungen mit der Schutzmarke„ Oetker's Hellkopf",- Verlangen Sie in den einschlägigen Geschäften kostenlos die beliebten Oetker- Rezeptbücher, wenn vergriffen, umsonst und portofrel von Dr. A. OETKER, BIELEFELD. Vaterländische Blod, Bezirksverband Gießen, haben sich zusam= mengeschlossen. * Frankfurter Messe. Da die Kölner Frühjahrsmesse, wie mitgeteilt worden ist, nicht abgehalten wird, ist die Frankfurter Messe im deutschen Westen und Süden wieder der einzige Großmarkt. Die Frühjahrsmesse findet vom 11. bis 14. April statt. Sie dürfte sowohl hinsichtlich Beschidung als auch Besuch ihrer Aufgabe trotz aller wirtschaftlichen Schwierigkeiten gerecht werden. * Das Landesamt für Arbeitsvermittlung in Frankfurt M. schreibt uns: Die Abwärtsbewegung auf dem Arbeitsmarkt ist in den beiden letzten Wochen unverkennbar zu einem gewissen Stillstand gekommen. Wohl hat in den Großstädten des Bezirks die Erwerbslosigkeit noch weiter zugenommen, jedoch nicht mehr in demselben Tempo, wie in den Monaten Dezem= ber und Januar. In einer Reihe von Arbeitsnachweisbezirken im besetzten und unbesetzten Gebiet ging die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger sogar etwas zurück. Durch die Erwerbslosenstatistik werden nicht alle Arbeitslosen erfaßt, da die Gewährung der Unterstützung von der Erfüllung gesetzlicher Voraussetzungen abhängig ist. Nach der Stichtagzählung durch die öffentlichen Arbeitsnachweise waren am 16. Februar im Gesamtbezirk des Landesamts 148 762 männliche und 25 698 weibliche, zusammen 174 460 Arbeitsuchende vorgemerkt. Die Mittel zur Belebung der Wirtschaft wäre die sofortige Jnangriffnahme der von Behörden geplanten ausführungsreifen Bauvorhaben. Die nach amtlichen Pressemeldungen aus dem Preußischen Staatshaushalt für 1926 hierzu schon jetzt bereitgestellten Summen sollten den betreffenden Stellen unverzüglich zur Verfügung gestellt werden. Mit den kommunalen Bauaufträgen sollte gleichfalls sofort und nicht erst, wie üblich im April oder Mai, begonnen werden, zu welchem Zeitpunkt auch die private Bautätigkeit einzusetzen pflegt. Dadurch könnten schon jetzt nicht nur die hohe Zahl der erwerbslosen Baufacharbeiter herabgeECKSTEIN& SOHNE DRESDEN Nr. 10. mindert, sondern auch verwandten Berufen( Bauschlossern, Bauschreinern) und ungelernten Arbeitern Beschäftigungsmöglich feiten geboten werden. * Schälerfahrten nach dem Rhein. Die Kreisschulbehörde Lauterbach beabsichtigt, in diesem Sommer mehrere Schülerfahrten an den Rhein zu veranstalten. Man rechnet mit einer Beteiligung von 1200-1500 Schülern. Auch die Kreisschulbehörde in Alsfeld beabsichtigt eine Schüler- Rheinfahrt. Aus Nah und Fern. Büdingen. Der neugewählte Bürgermeister Georg Hildner wurde durch den Kreisdirektor des Kreises Büdingen in sein Amt feierlich eingeführt. Darmstadt. Hier ist für den 10. ds. Mis. eine große Protestlehrerversammlung gegen den Abbau in der Volksschule vorge sehen, wo sämtliche hessische Lehrer- u. Lehrerinnenorganisationen ihre Mitglieder zur Teilnahme auffordern. An die Regierung sowie an Abgeordnete der verschiedensten Parteien sind ebenfalls Einladungen ergangen. Darmstadt. Am 6. April wird der Flugverkehr auf der neuen Hauptflugstrecke Darmstadt- Mannheim- KarlsruheMünchen eröffnet werden. Die Flugzeit beträgt vier Stunden. Zunächst soll täglich ein Flugzeug von hier nachmittags um 3 Uhr nach München abfahren. Zum Anschluß an die Hauptverkehrslinien wird ein Pendelverkehr zwischen Darmstadt und Frankfurt eingerichtet. Marburg. In der Stadtverordnetensitzung wurde mitgeteilt, daß der Stadt Marburg von der Auslandsanleihe der Deutschen Giro- Zentrale ein Darlehen in Höhe von 900 000. genehmigt worden ist. Die Summe soll zum Ausbau des Elek trizitäts-, Gas- und Wasserwerks verwendet werden. Obernhof a. d. Lahn. Das bekannte Schloß Langenau bei Obernhof a. d. Lahn, eine der schönstgelegenen Burgen des Lahntals, die vor dem Krieg von dem Burgenkenner Bodo Ebhardt erneuert wurde, ist vom Grafen Kanitz an einen gemeinnützigen Verein unter Leitung des Schriftstellers Emil Engelhardt verpachtet worden. Am 1. Mai soll dort ein Erholungsheim eröffnet werden. Es ist sehr zu begrüßen, daß solche Herrensize breitesten Kreisen zu leiblicher Erholung, geistiger und fünstlerischer Anregung und froher Feriengeselligkeit zur Verfügung gestellt werden. GEGR. 1842 Heidelberg. Der historische Heidelberger Sommertagszug, an dem sich alljährlich über 20 000 Kinder beteiligen, findet in diesem Jahre am 14. März( Sonntag Lätare) statt. Universität Köln. Das Sommer- Semester beginnt am 15. April Vorlesungsbeginn: 29. April. Das Vorlesungsverzeichnis kann vom Universitäts- Sekretariat gegen Voreinsen= dung von 0,60 M und 10 Pig. Porto bezogen werden. Saarbrüden. Die Vertreter von 65 Krieger- und MilitärVereinen aus dem Saargebiet beschlossen die Gründung eines Spitzenverbandes unter dem Namen„ Deutscher Saarkriegerbund". Die früheren Kreiskriegerverbände innerhalb der Grenzen des Saargebiets, einschließlich der Saarpfalz, sollen wieder erstehen; der Kreiskriegerverband Saarbrüden ist mit 37 Vereinen bereits formell neu begründet. Diese Kreisver bände unterstehen dem Saarkriegerbund und letzterer gliedert sich dem preußischen Landeskriegerbunde ein, der zum Kyffhäuserbund gehört. Als Ziel des Saarkriegerbundes wird die Pflege der Kameradschaft u. die Liebe zum deutschen Vaterlande bezeichnet, die Ehrung der gefallenen und gestorbenen Kameraden, die Fürsorge für Witwen, Waisen und Kriegsbeschädigte, sowie die Schaffung von Fürsorge- und Wohlfahrtseinrichtungen. In parteipolitischer und religiöser Beziehung soll Neutralität bewahrt werden. Deine Schall4 Cigaretten Organismus des modernen Verkehrs ein, wird er ungehindert und unbedroht seine Straße ziehen und auf jene herabsehen, die im vollgepfropften Straßenbahnwagen oder Eisenbahnabteilen abtransportiert werden. Das Fahrrad hat im Berufsleben des Großstadtmenschen nach dem Kriege eine entscheidende Rolle ge= spielt, und dieser Rolle mußte man wohl oder übel auch im Verfehrsleben Rechnung tragen. Wenn das Fahrrad heute im Großstadtleben eine vor dem Kriege nicht in die Erscheinung ge= tretene Rolle spielt, so liegt dies zum Teil nur in den gesteigerten Anforderungen an den Berufstätigen durch die Ausdehnung der Städte. Viel bedeutender ist die Schonung der Körperkräfte und der Nerven durch die Sicherheit mit der der Radfahrer die Wellen des Verkehrs durchschneidet und der Fortfall der nervenaufreibenden Zeitversäumnis im Warten auf Straßenbahnen, Eisenbahnzüge und Autobusse. Über den Wert des Honigs. Von Professor Dr. Fiehe in Landsberg a. W. Wer hätte nicht schon beobachtet, wie die duftenden Blumen auf Wiese und Feld von zahlreichen Insekten beflogen werden. Die süßen Zudersäfte, welche sich in die Nektarien der Blüten ergießen, bilden die Anziehungskraft für all die großen und kleinen Näscher. Unter ihnen bemerken wir neben zahlreichen wilden Bienenarten und Hummeln unsere zahme Honigbiene. Wir sehen, wie die Arbeitsbiene unermüdlich von Blume zu Blume fliegt und ihren Rüssel tief in die Blütenkelche einsenkt, um den Blütennektar aufzusaugen. Aus diesem Nektar bereitet sie dann den Honig. Fürwahr ein edles Erzeugnis, dieser Blütenhonig. Lieblicher, süßer Geschmad, verbunden mit dem Duft der Blüten, sind seine Kennzeichen. Infolge seines hohen Gehaltes an leichtverdaulichen Zuderarten stellt er ein hochwertiges, die Verdauung förderndes Nahrungsmittel dar. Seine Geschmadsstoffe, welche die Magensäfte fließen lassen, und seine Formente tragen zur leichten Verdaulichkeit der Speisen bei. Die Formente sind Körper, welche unsere Nahrungsstoffe in ihre Bausteine zerlegen und so dem menschlichen Körper zugänglich machen. Daneben ist der Honig ein erstklassiges Genußmittel, infolge seines Aromas mit edlem Wein vergleich bar. Auch als Heilmittel hat der Honig von altersher eine Rolle gespielt. Bei Erkrankungen der Atmungsorgane wird er besonders mit Erfolg angewandt. Eine Summe günstiger Eigenschaften find somit im Honing aufgespeichert. Es ist daher nicht nötig, dem Honig Eigenschaften anzudichten, die ihm nicht zukommen. Die Angaben von Reklameschriften, wonach er und nahrhafter ist wie Fleisch und Eier zu ersetzen vermag, Butter, gehören in das Reich der Fabel. Fleisch und Eier sind Eiweißnahrungsmittel, während Honig zur großen Gruppe der kohlehydrathaltigen Nahrungsmittel gehört. Das Eisweiß hat bei der Ernährung den Zwed, zum Aufbau des menschlichen Körpers zu dienen, während die Kohlehydrate gewissermaßen die Betriebsstoffe darstellen, welche die menschliche Maschine im Gang halten. Der Honig hat somit bei der Ernährung ganz andere Aufgaben zu erfüllen, wie Fleisch und Eier. Er stellt ein talorienreiches Brennmittel dar, welches den Körper mit Wärme und lebendiger Kraft versorgt und ihn befähigt, Arbeit zu leisten. Es sind aber nicht sämtliche Honige des HanPfg. Zigarette dels einander gleichwertig. Vielfach wird der Honig zum Zwed der Reinigung erhitzt und durchgeseiht. Diese Behandlungsweise findet insbesondere bei Auslandshonigen statt, welche mit Verunreinigungen( Holzteilchen und toten Bienen) zum Versand gelangen. Infolge ihrer oft stundenlangen Erwärmung verflüchtigen sich die Aromastoffe, die empfindlichen Formente werden geschädigt oder gar zerstört. Die Frische, das liebliche Aroma geht dem Honig verloren. Es bleibt ein Zudersyrup zurüd. Man erhitze einen edlen Wein und sehe, was daraus wird. Ein denaturiertes Erzeugnis, ein Surrogat, ist der Erfalg. Der unerhigte Honig lebt gewissermaßen, das Aroma entwidelt sich. Der erhitte Honig ist wie der Kunsthonig, ein toter Körper. Die Bestrebungen der Imker sollten daher dahin gehen, nur unerhigten Honig in den Verkehr zu bringen. Beim deutschen Honig dürfte diese Forderung schon jetzt im allgemeinen erfüllt sein. Deutscher Schleuderhonig bedarf teiner weiteren Reinigung und Erhizung. Beim Auslandshonig liegen die Dinge dagegen anders. Dieser muß zum Zwede der Reinigung zumeist erhitzt werden. Der Verbraucher sollte sich merken, daß er nicht einen flüssigen Honig verlangen darf, der durch längeres Erhizen flüssig gemacht ist. Normalerweise geht der Honig nach furzer Zeit von dem flüssigen in den festen Zustand über. Er sollte ferner den deutschen Honig der Auslandsware vorziehen. Die vorgesehenen Ausführungsbestimmungen zum neuen Le= bensmittelgesetz( Entwürfe zu Feststellungen über Lebensmittel, Heft 1 Honig, Verlag Julius Springer) bringen in richtiger Bewertung eines erhigten Honigs zum Ausdrud, daß erhizte Honige zu kennzeichnen find. Sonnabend, den 6. März 1926. Steuern. Nachzahlung auf staatliche Gewerbesteuer. Die früher zu monatlichen Borauszahlungen auf die Eintommensteuer verpflichtet gewejenen Gewerbetreibenden, die im Juni 1925 zwei Drittel der im Mai gezahlten Gewerbesteuerbeträge als Borauszahlung auf die staatliche Gewerbesteuer vom Ertrag zu entrichten hatten, haben zum Ausgleich mit den vierteljährlich zahlenden Gewerbesteuerpflichtigen am 10. März 1926( mit Schonfrist bis zum 17. März 1926) eine weitere 3ahlung in Höhe der im Monat Juni 1925(= zwei Drittel der im Monat Mai 1925) fällig gewesenen Borauszahlung an staatlicher Gewerbesteuer vom Ertrag zu leisten. Diejenigen Gewerbetreibenben, die auch schon zu Beginn des vorigen Jahres ihre Einkommen- und Gewerbesteuer vierteljährlich entrichtet haben, brauchen demnach eine Nachzahlung nicht zu leisten. Das hessische Finanzministerium veröffentlicht hinsichtlich der Nachtragsforderung folgende Berechnung: An staatlicher Gewerbesteuer 1925 vom Ertrag haben entrichtet: Die am 1. April 1925 zu monatlichen Vorauszahlungen verpflich teten Gewerbetreibenden( Großgewerbetreibende): April Mai Juni Juli 1925 60% der Borauszahlung auf die Reichseinfommen bezw. Körperschaftssteuer. 1925-60% ** 1925 40%(% der im Mai fällig gewefenen GewerbeSteuer). 1925 40% berechnet auf einen Monatsumjazz. Oftober 1925 60% Januar 1926= 60% zusammen: 320% Die am 1. April 1925 zu vierteljährlichen Borauszahlungen der= pflichteten Gewerbetreibenden( Kleingewerbetreibende): 1925:( 60% auf 3 Monatsumjay) = 180% berechnet auf einen Monatsumjah. 1925:( 20% auf 3 Monatsumjay) April Juli Oftober 1925: Januar 1926: 60% berechnet auf einen Monatsumjay. 60% 60% zusammen: 360% ** Nach den gesetzlichen Vorschriften waren insgesamt zu entrichten 360%( bezogen auf einen Monatsumjazz). Die Annahme, daß, wie im Vorjahre durch die seit April 1925 eingegangenen Borauszahlungen das Gewerbesteuersoll 1925 vom Ertrag aufgebracht worden sei, hat sich nach den vorliegenden Unterlagen nicht bestätigt. Gießener Zeitung" über die nach Abschluß der Einkommensteuerveranlagung abgerechnet wird. Der Finanzminister hat die Finanzamter angewiese mit Rüdficht auf die rirtschaftlich ungünstige Lage bei der Eintreibung der Nachforderungen mit aller Milde vorzugehen. Die Einkommensteuervorauszahlung am 10. April 1926. ( Auszug aus einem Erlag des Reichsfinanzministers.) Den Steuerpflichtigen, die für die Frühjahrsveranlagung in Frage tommen( also hauptsächlich den nach dem Kalenderjahr steuernden und solchen Pflichtigen, die sonst in der zweiten Susie des Kalenderjahrs 1925 ihr Wirtschaftsjahr abgeschlossen haben), wird ein Steuerbescheid bis zum 10. April 1926 noch nicht zugestellt jein. Sie haben daher ihre Vorauszahlung am 10. April 1926 noch nach den bisherigen Vorschriften zu zahlen. Auch hierbei gelten die Vorschriften des Steuerüberleitungsgesetzes, die die Vorauszahlung der mutmaßlichen Einkommenfteuer angleichen sollen, insbesondere bei Gewerbetreibenden und Handwerkern mit Einfommen bis zu 12 000 R- Mt. Für buchführende Gewerbetreibende würde es also im Gegensatz zu den übrigen Steuerpflichtigen an einer Anpassungsvorschrift fehlen. Ich bin aber damit einverstanden, daß buchführende Gewerbetreibende bei der am 10. April 1926 fälligen Vorauszahlung vorläufig ein Viertel des Betrags entrichten dürfen, der sich nach der beim Finanzamt abgegebenen Steuererklärung als Steuerschuld ergibt; führt die Veranlagung zu einer höheren Steuerschuld als nach der Steuererklärung berechnet ist, so ist der für die Vorauszahlung am 10. April fich ergebende Unterschied innerhalb eines Monats nach Zustellung des Steuerbescheids nachzuzahlen. Selbstverständlich sind die Steuerpflichtigen zur Vorauszahlung nach Maßgabe der Steuererklärung aber nur berechtigt, nicht verpflichtet; sie sind also nicht gehindert, den sich sonst nach den gesetzlichen Vorschriften( nach dem Umjazz, Vermögen usw.) ergebenden Vorauszahlungsbetrag zu zahlen. Die Frist für die Abgabe der Steuererklärungen wird voraussichtlich auf die Zeit vom 8. März bis 25. März 1926 festgesetzt werden; nähere Anweisung wird binnen furzem ergehen. Für die buchführenden Gewerbetreibenden( einschl. der Körperschaften), die ihr Wirtschaftsjahr vor dem 1. Juli 1925 abgeschlossen, aber bis zum 10. April 1926 den Steuerbescheid noch nicht erhalten haben, finden die vorstehenden Bestimmungen bei der Vorauszahlung am 10. April und, soweit die Höhe der am Nach der vorstehenden Zusammenstellung haben die am 1. April zu monatlichen Zahlungen nerpflichteten Gewerbetreibenden( Großgewerbetreibende) gegenüber den vierteljährlich zahlenden Gewerbesteuerpflichtigen 40%( bezogen auf einen Monatsumsatz zu wenig entrichtet. Wenn jonach die am 1. April 1925 zu monatlichen Vorauszahlungen auf die Reichseinfommenund Körperschaftssteuer verpflichtet gewesenen Gewerbetreibenden, die im Monat Juni 1925: 40% I zwei Drittel der im Mai gezahlten Gewerbesteuerbeträge als Vorauszahlung auf die staatliche Gewerbesteuer vom Ertrag zu entrichten hatten, jetzt aufgefordert werden, eine weitere Zahlung am 10. März 1926( mit Schonfrist bis 17. März 1926) in Höhe der im Monat Juni 1925 fällig gewesenen Vorauszahlung an staatlicher Gewerbesteuer 2 vom Ertrag u leisten, so handelt es sich dabei nur um eine Ausgleichszahlung gegenüber den zu vierteljährlichen Vorauszahlungen Verpflichteten, bezw. um Nachzahlung von Beträgen, die seither gestundet waren, ohne daß dadurch das im Staatsvoranschlag vorgesehene Steuersoll an Gewerbesteuer vom Ertrag erhöht wird. Zum Schluß wird noch darauf hingewiesen, daß es sich bei den in Rede stehenden Zahlungen um Vorauszahlungen handelt, Universität Köln. Wirtschafts- u. Sozialwissenschaftliches, Rechtswissenschaftliches-, Medizinische( auch vorklinische Semester) und Philosophische Fakultät. Handels und Verwaltungs- Hochschulstudium. Vorlesungsbeginn: 29. April. Die Einschreibefrist läuft vom 15. April bis 6. Mai. Das Vorlesungsverzeichnis fann vom Universitäts Sekretariat gegen Voreinsendung von 0,60 M( dazu Porto 10 Pfg.) bezogen werden. Achtung! 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Sierüber erging folgender Erlaß des Reichsministers der Finanzen: In der letzten Zeit ist bei mir verschiedentlich Klage darüber geführt worden, daß seitens der Arbeitgeber den Arbeitnehmern, die Kurzarbeiter sind, beim Steuerabzug nicht die vollen ihnen für den betreffenden Lohnzahlungszeitraum zustehenden ErmäBigungen gutgebracht, sondern daß nur die Ermäßigungen be= rüdsichtigt worden sind, die auf die tatsächliche Beschäftigungs= dauer entfallen, beispielsweise also bei einem Arbeitnehmer, der nur Montags, Mittwochs und Freitags in einer Fabrik arbeitet, nur die Ermäßigung für drei Tage. Auch die Finanzämter jollen mancheroris auf diesem Standpunkt stehen. Eine solche Handhabung ist falsch. Sie widerspricht auch dem§ 8 der Durchführungsbestimmungen über den Steuerabzug vom Arbeitslohn. Danach find im Falle der Kurzarbeit die im Gesetz für den be= treffenden Lohnzahlungszeitraum vorgesehenen steuerfreien Beträge auch dann als steuerfrei außer Ansatz zu lassen, wenn der Arbeitnehmer für einen Teil des Lohnzahlungszeitraums ohne jein Verschulden keinen Lohn bezogen hat. Es sind deshalb 3. B. bei einem Arbeitnehmer, der im Wochenlohn steht, aber in einem Betrieb tätig ist, in dem wegen Betriebseinschränkung nu drei Tage in der Woche gearbeitet wird, die Wochenbeiträge des steuerfreien Lohnbetrags und der Familienermäßigungen gutzubringen und nicht etwa nur drei Tagesermäßigungen zu berück sichtigen. Ebenso find bei einem Arbeitnehmer, der im Wochen lohn steht und der zwar täglich, aber wegen Betriebseinschrän= fung nur 4 Stunden am Tage arbeitet, die vollen Wochenbeträge, nicht etwa nur die Stundenbeträge, gutzubringen. Ich ersuche, die Finanzämter und in geeigneter Form auch die Arbeitgeber hiervon in Kenntnis zu sehen, wobei ein Hin weis in der Richtung angezeigt erscheint, daß bei nicht voller Berücksichtigung der für den betreffenden Lohnzahlungszeitraum zustehenden Ermäßigungen dem Arbeitnehmer ein Erstattungsanspruch zusteht, der die Ausstellung einer Verdienstbescheinigung durch den Arbeitgeber notwendig macht und so die Betriebe belaftet. LIEBIG Solange es Menschen gibt ist Fleisch ihre beliebteste Nahrung gewesen. Sein hoher Nährwert gründet sich auf seine appetitanregenden und verdauungfördernden Bestandteile, die beim Kochen in die Fleischbrühe übergehen. Nur aus ihnen besteht Liebig FleischExtrakt BS Schuhmarke LIEBIG FLEISCH EXTRA BIG 14 ESZELSCHAT Berantwortlich: Christian Klein in Gießen. | la Eiderfettkäje Machen Sie fein 9 Plund Mark 6.Versuche, sond. nehm. Sie gleich den echten gewürzten Futterfalf M. 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Das Kreuz i die Stätte, da man zusammenkom Wort um so dankbarer begrüßen, al Zeit hineinleuchtet, eine Zeit, wo auch eine große Weltanschauungsn liber Passionsglaube will das Leid aber er nimmt ihm die schicfalha vielmehr eben in das fieghafte Li hier sogar von einem Leidsegen die des deutschen Volkes und damit in Plagen und Kümmernisse ungezä dennoch nicht bloß zum Verzweifel lärend und erlösend jenes Golgat innersten Menschen Halt und Frie Wochen In ganz Europa richtet n nach Genf. Die gemeinsame geschehen?" Der wadelige V Eintritt Deutschlands gestützt man nicht, ob diese Stügung wenn Treu und Glauben die schen Politik wären, dann g ist die Politik der führender Räntespiel. Der englische A hat Briand im Geheimen v einzutreten, daß, wenn Deut hält, ein solcher auch Polen Darüber ist nun im englischen stimmigkeit entstanden. Die r Chamberlain, wünschen, daß Genf vom Ministerium vorge len auch Demissionsschreibe ist also auch das englische Ka In der öffentlichen Meinung diese aus den Presseäußerung die Haltung Chamberlains U getreten. In schärfster Form dian" die Politik Chamberlai 1. a.: ,, Chamberlains Birming schädlichste in ihren Wirkunge als die gefährlichste in ihren päischen Beziehungen erweis englischer Politiker seit Schaf halten hat. Chamberlain st mit seiner Bereitschaft die T französischen Intrige zu öffne mit sowenig Anspruch auf terbundes wie Polen für d Ratsmacht ausersehen wird entstehen, die weder Groß anderer Staat in der Lage se Rat des Völkerbundes würde sailles und nicht den des Völ Böllerbund wird zugrunde g ist, daß seine Beschlüsse täu Darüber spotten, und ein neue britannien und die Dominios dieser Frage nicht die sentime lains für Frankreich teilen m Auch die, Limes" bezeic lains als besorgniserregend. einen von sechs tonjervative unterzeichneten Brief, worin Die Einberufung einer dem ausgesprochenen Zwed in den Völkerbund bietet über diese andere vitale G fcheidung zu erzwingen. Die an die Regierung das Ersud