Nr. 4 age Richard Walther, Konstanz( Bodensee) 39. Jahrg. n Preise von Rm. 4.- herausgegeben. Die Alpenphotographen und zum Teil aus dem Blodig'schen Bildersammlung stammen, fin gfalt ausgewählt. Die Ausstattung ist pot Samstag, den 6. februar 1926. Nr. 6 Gießener Zeitung Paul, Grundriß der Finanzwissenschaft driffe Bd. 5). Halbleinen gebunden Preis haupt Verlag, Dessau. Als erster Band einer undrissen erscheint im Berlag von C. Dünn „ Finanzwissenschaft" von Dr. B. Junter feine selbständige Neuschichtung des finanz offes geben, sondern lediglich eine Einfüh lidlichen Stand der Wissenschaft. Vor allem Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. erenden der Rechts- und Staatswissenschaft Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdh: Christian Klein in Gießen. fanntmachung. und Lieferung der Schreinerarbeiten( aus m Erweiterungsbau des Empfangsgebäudes sendung nicht verlaagter Manuskripte wird nicht garantiert. Sonntagsgedanken. Wieder ist die tolle Zeit im Jahre. Schreiende Plakate rufen zu Spiel und Tanz, Masten huschen im Lampenschein über die Straße, getrieben von Vergnügungsluft, und fümmern sich burg( 22 Türen, 1 Büffetschrant, 34 Meter wenig um die, die ihre Sorgenlast am Feierabend nach Hause asabschluß, 180 qm Fußboden usw.) soller hleppen. Und von der Straße aus schaut mancher mit ge n und Zeichnungen liegen im Büro der er offen und können, soweit Borrat reicht. on 4,50 R.-Mt. und 20 Pig. für Porto von Februar 1926, vormittags 11% Uhr, 3u ballter Fauft in der Tasche nach den hell erleuchteten Fenster der Ballfäle und ein anderer wieder blidi sehnsüchtig hinauf, der sich auch mitfreuen wollte, aber den die bittere Not auf die Straße zum Betteln zwingt. Mögen die Geigen und Trompeten noch so laute Musik machen der Notschrei von Millionen übertönt sie und sollte die tanzenden Paare auch mitten in Freude und Lust an jene Mitmenschen erinnern, die an leeren Tischen sitzen müssen, die tgesellschaft Eisenbahnbetriebsamt Weglar teine Freude lennen, weil sie der Hunger plagt. Hört den NotBauleitung in Haiger. sbefizer! schrei, die ihr noch an vollen Tischen sizet, ihr Fröhlichen bei Spiel und Tanz! Eure Lust soll nicht genommen sein, tanzt weiter und finget, aber hört zwischen euren Liedern auch bas klagelied eurer Mitmenschen! Dort oben im festlichen Ballsaale tanzt mancher mit und läßt die Flaschen knallen, der aus der Not und dem Elend seiner Nächsten reich geworden ist. Manche dort oben waren auch einst arm und haben aber vergessen, was Not heißt und Sorge. Sie hören nicht mehr, wie der Hungernde an ihre Türe klopft, sie nt von leistungsfähiger Metallwarenfabrik sehen nicht das alte Mütterlein und den gebeugten Greis, die zirk das Lager und den Alleinverkauf eines am Feierabend ihres Lebens darben müssen, und sie fühlen nicht emäßen Massenartikels( D. R. P.)? Kein mehr, wie weh es tut, ohne Schuld arm zu sein. osten, sofort hohes Einkommen( monatlich Notwendiger Lagerraum 20 bis 40 qm. Sonntag die bittende leere Hand hinstreden, daß sie noch etwas apital zirka 1000 M.- Zahlungsfristen bis übrig haben für ihre Mitmenschen, die in bitterer Not und ArIhnen wollen wir heute nach durchschwelgter Nacht zum Verpflichtung zur Abnahme bestimmter egen ist die Zahlung der bestellten Ware euch zu Gast und dann erst tönnt ihr euch ehrlich freuen und mut leben müssen. Ladet die Hungernden am Sonntag zu zu stellen. niemand wird euch dann miẞgönnen euer Singen, eure Lust ndsäglich nur Offerten mit genauer An- und euren Tanz! Sicherheitsmöglichkeiten berücksichtigt und Geschäftsstelle dieser Zeitung erbeten. Die Weltkrije. Waldfried. Unser Vaterland befindet sich seit vielen MoWir retten Ihre Haare naten in einer schweren Wirtschaftskrise, die über die Senden Sie sofort zur mikroskop, Untersuchung unter fachm. Leitung Ihre ausgekämmten Haare. Daraul erhalten Sie von uns genaue Vorschriften für Ihre Haarpflege. Untersuchung und Vorschrift kostenlos. Kur- u. Heilanstalt Schloss Falkenberg Grünau( Mark) S. 183 Bedeut. Institut für Haarwissenschaft Mauser, fowie Parabellumpistolen sowie Munition t auf lausend, zu staunenderregenden Preisen Hermann Becker, Gießen, Kaiser- Allee 10 Alle vorkommenden = Achtung! Dachdecker arbeiten bloßen Nachwirkungen der Deflation längst hinausge= gangen ist und an der Substanz zehrt. Frankreich bemüht sich vergebens, aus dem Wirrwarr der Währungstatastrophe herauszukommen. In England bleibt die Erwerbslosenziffer mit fast 14 Millionen konstant. Die Produktion stagniert, weil der Absatz stockt. Einzelne Industriezweige, wie der Kohlenbergbau, werden zur Zeit nur noch durch erhebliche Millionenzuschüsse des Staates aufrechterhalten. Polen ist geradezu in ein wirtschaftliches Chaos geraten. In Oesterreich sieht es nicht viel besser aus. Rußland ist, schwefelqualmend wie ein Vulkan, voller Unruhe, die sich erzentrisch weiter und weiter auf Asien ausdehnt. Und drüben, über de.: zean, wächst Amerita ökonomisch wie ein riesiger solfenkratzer in die Höhe. Auf dem Weltmarkt verdrängt seine Konkurrenz die zersplitterte und zerrütte e euro päische Wirtschaft mehr und mehr. Eine Weltwirtschaftskonferenz, die 1926 stattfinden soll und auch bereits den Völkerbund beschäftigte, soll nun das Gleichgewicht des Weltmarktes wiederherstellen. Als erstes hätte sie zunächst den europäischen Gemeinschaftsgeist zu bekennen. Aus diesem Geist heraus sollen dann die einzelnen Probleme behandelt und geklärt werden: die internationale Schuldenverstridung, die Stabilisierung der franken prompt und billig ausgeführt. Gehöre keine: Währungen, den Abbau der Zölle, die Herstellung einer jowie Neubauten aller Art werder Vereinigung an. Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postscheckkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Verträgen" oder ,, die Verletzung der Gesetze und Bräuche des Krieges" richten. Die Petition fährt fort:„ Wir sind der Ansicht, daß diese Artikel mit Gewalt einer geschlagenen Nation unter den furchtbarsten Drohungen auferlegt wurden. Die Geistesverfassung, die die alliierten und assoziierten Mächte damit zum Ausdruck brachten, ist jetzt zum größten Teil verschwunden. Wir sind der Ansicht, daß die Artikel offenfundig ungerecht sind und ein ernstes Hindernis für internationales Einvernehmen bilden. Daher fordern wir die Regierung dringend auf, entweder diese Artikel ohne weiteren Verzug abzuändern, oder, wenn sich eine Abänderung des Vertrages als ein zu langwieriges und umständliches Verfahren erweisen sollte, ausdrücklich ihre Absicht zu bekunden, diese Bestimmungen unberücksichtigt zu lassen." Unter den zahlreichen hervorragenden Persönlichkeiten, die diese Petition unterzeichnet haben, befinden sich u. a. Professoren der Universitäten Cambridge, Orford, Manchester, Birmingham, Wales, Leeds, London und Liverpool, die Schriftsteller Arnold Bennett, Bernard Shaw, ferner der Bischof von Birmingham, der Dekan von Bristol, der Bischof Gore, Professor Keynes, der Bischof von Manchester, Professor Gilbert Murray und Revison. Verkehrsgemeinschaft, die Internationalisierung der großen Produktionszweige, die Typisierung der WarenHeinrich Meier, Dachdeckergeschil probation, soweit das möglich ist, und die Verteilung Walltorstraße 46. der die Norddeutsche Fahrradfabrik sucht erstklassige Platz- Vertreter zum Verkauf von Fahrrädern direkt ab Fabrik auf Teilzahlung. Unterstützung durch Fabrikreklame. Sehr hohes Einkommen Nur gewandte, unbedingt zuverlässige Firmen oder Herren, die in der Lage sind, eine Barkaution von ca. 200-1000 Mark für Musterlager zu stellen, wollen ausführliche Offerte mit Referenzen einsenden. Bewerber mit Beziehungen zu Behörden und Beamtenverbänden bevorzugt, jedoch nicht Beding. Off. unt. 1.0 6189 an Rud. Mosse, Berlin SW 19. die bis zum letzten Produzenten u. Konsumenten dringen muß, daß Europa, wenn es sich überhaupt der neuen Welt gegenüber behaupten will, einen einheitlichen Wirtschaftskörper darstellt, dessen Organismus und Funktionen rationell geregelt werden müssen." Gegen die Kriegsschuldlüge. Wir wollen diese Kundgebung gewiß nicht überschätzen, wir wollen sie aber auch nicht unterschätzen. Wenn es auch eine private Rundgebung ist, so verleiht doch das Ansehen der Unterzeichner der Kundgebung ein starkes Gewicht. Die Petition und die folgende Meldung stellen zweifellos ein bedeutsames Symptom des Umschwungs in der öffentlichen Meinung unserer früheren Gegner dar. Für Abänderung des Versailler Vertrages. Eine Anzahl von hervorragenden englischen Geistlichen, Gelehrten und Schriftstellern hat eine Petition veröffentlicht, die für eine Abänderung von zwei Bestimmungen des Friedensvertrages von Versailles eintritt. Die Petition weist darauf hin, daß in der gegenwärtigen Zeit der allgemeinen Versöhnung, die durch den deutsch- französischen Pakt und die Aussicht eines baldigen Eintritts Deutschlands in den Völkerbund eingeleitet wurde, zwei Bestimmungen im Versailler Vertrag, die an sich unbedeutend, aber für Deutschland besonders verstimmend und nach Ansicht der Unterzeichneten schwer zu rechtfertigen sind, fallen gelassen werden. Diese beiden Punkte beziehen sich einmal auf Artikel 231, der den Ursprung des Krieges einfach..auf den Angriff Deutschlands und seiner Verbündeten“ zurückführt, und Artikel 227-230, die sich negen Vergehen gegen ,, internationale Moralität und Heiligkeit von Steuerabbau? Dr. Croll. Vor einigen Tagen hat das Reichsfinanzministerium mitgeteilt, wie hoch sich die Steuereinkünfte des Reiches in den ersten sechs Monaten des Finanzjahres 1925-26 belaufen haben. Es hat sich herausgestellt, daß 412 Millionen Mart mehr eingenommen worden sind, als dem Voranschlag entsprochen hätte. Die Mehrerträge erstreden sich besonders auf die Einkommensteuer, sowie auf die Umsatzsteuer im geringen Umfange auch auf die Beförderungssteuer( Abgaben von der Personen- und Güterbeförderung auf den Reichseisenbahnen). Hieran hat die Kritik der Oppositionspresse angeknüpft. Sie hat behauptet, daß die Massen des Volkes ausgeplündert würden, damit das Reich aus dem Vollen wirtschaften könne. Es sei charakteristisch, daß bei zahlreichen Steuern, die von den Besitzenden" aufzubringen seien, die wirklichen Erträge nicht unerheblich hinter den Voranschlägen zurückblieben. Dies gelte für die Vermögenssteuer genau so wie für die Körperschaftssteuer. Der Vorwurf, daß das Reichsfinanzministerium auf Kosten der Wirtschaft volle Kassen unterhalte, war eine der Haupttrieb( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. Total 12 Pig., die 90mm breite Reflame Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Vollflischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Die Arbeiterfrage, das Wirtschaftsund Staatsproblem der Zukunft. Von Wihl. Schmidt, H. d. L. Friedenau- Berlin. ( Vorsitzender Reichsbundes vaterländischer Arbeiterund Werkvereine.) Des Es gilt als unbestritten, daß wir in der Lösung der Arbeiterfrage eines der wichtigsten, wenn nicht das Staats- und Wirtschafts- Problem der Gegenwart und Zukunft sehen müssen. Die Gesundung unseres Voltes ist weitgehend abhängig von der geistigen und seelischen Umstellung der nach vielen Millionen zählenden Arbeiterschaft, ebenso ausschlaggebend ist aber auch die Haltung und die tätige Anteilnahme unserer Gebildeten und Besitzenden an allen den Vorgängen, die an der Neubildung der Arbeiterfrage mitzuarbeiten berufen sind. federn der jüngsten Steuerreform. Die Parole lautete:„ Abbau der Steuern". Wie notwendig eine Ermäßigung der unserer Wirtschaft auferlegten Lasten ist, geht aus den letzten Ziffern der Konkurs- Statistik hervor. Während im Juli 1925 insgesamt 797 Konkurse und 375 Geschäftsaussichten verhängt wurden, mußten die Behörden im September 914 Konkurse und 459 Ge= schäftsaussichten anordnen. Man kann also nicht davon reden, daß die Reichsregierung in den letzten Monaten die Steuerkraft der Wirtschaft und in Sonderheit des Unternehmertums nicht genügend ausgeschöpft habe. Der Rüdgang in den Erträgen der Körperschafts- und der Vermögenssteuer ist also zum erheblichen Teil auf die allgemeine Verschlechterung der Wirtschaftskonjunktur und auf die dadurch hervorgerufene Verminderung von Kapitalertrag und Unternehmergewinn zurüdzuführen. Zum nicht geringen Teil sind die Erträge der genannten beiden Steuern während der ersten 6 Monate des Haushaltsjahres 1925-26 des= halb niedriger gewesen, als die Hälfte des gesamten Voranschlages, weil bekanntlich gewisse Vermögenszunahmen zum überwiegenden Teil erst zum ersten Januar berechnet werden, also den letzten sechs Monaten des Finanzjahres zu Gute kommen. Am 19. Oktober hat im Reichsfinanzministerium eine Aussprache von Vertretern der Gemeinden und der Landesregierungen stattgefunden, auf welcher u. a. die bisher befolgte Anleihepolitik, aber auch die Sparsamkeitsaktion behandelt wurden. Bei dieser Gelegenheit hat der Reichsfinanzminister von Schlieben die Vertreter der Länder und Gemeinden davor gewarnt, die finanziellen Ergebnisse der ersten Hälfte des laufenden Unter diese Gesichtspunkte gestellt, verdient die erste Reichsbundestagung des Reichsbundes vaterländischer Arbeiter- und Werkvereine" in Halle( 18.- 21. Sept.), die ob ihrer inneren Geschlossenheit und äußeren Stärke in der breiten Hinweises, sahen wir dort doch Kraft und Ideen am Werke, Oeffentlichkeit eine große Beachtung fand, eines besonderen die unaufhaltsam wachsen werden. Worauf ist aber diese für alle Kreise der Wirtschaft und des Wehrgedankens sehr beobachtenswerte Tatsache zurückzuführen? Von der negativen Seite gesehen doch nur darauf, daß die Arbeiterorganisationen alten Schlages die Gewerkschaften- an ihrer inneren Aushölung durch die Revolution und die Revolutionsjahre erkrankt, teine neue volts- und wirtschaftsfreiende Jdee geschaffen haben, noch solche schaffen konnten und 3. T. auch nicht wollten. Von den November- Gewaltigen an bis in diese Tage hinein waren und sind die Reichs- und Landesregierungen fast durchweg auf gewerkschatfliches Klassendenken eingestellt. Man wähnte eine Voltsgemeinschaft durch den, auf dem Wahlrecht der Zwanzigjährigen aufgebauten Parlamentarismus und durch eine Massenfabrikation von sogenannten sozialen Gesetzen und Verordnungen schaffen zu kön nen; ebenso ist auch der große Wurf der Führer der Wirtschaft, durch das mitten in den Revolutionstagen am 15. November 1918 geschlossene Zentral- Arbeitsgemeinschafts- Abkommen die Gewerkschaften zum verantwortlichen Mitträger der deutschen Wirtschaft zu machen, nunmehr als vollkommen mißlungen anzusehen. Finanzjahres als Maßstab für die Ergebnisse des ganzen Jahres zu nehmen. Ganz unmöglich sei es, etwa mit einem Ueberschuß der wirklich erzielten Einnahmen über den Voranschlag in einer Jahreshöhe von jast einer Millarde Reichsmart zu rechnen. Schon auch diesen Gründen ist es unwahrscheinlich, daß die Reichseinnahmen die bisherige monatliche Höhe beibehalten. Wichtiger aber ist, daß wichtige Ermäßigungen besonders der Umsatzsteuer- erst am 1. Oktober voll in Kraft getreten sind. Es ist also damit zu rechnen, daß die 400 Millionen Mark Ueberschuß aus dem ersten Halbjahr durch entsprechende Mindererträge im zweiten Halbjahre wieder ausgeglichen werden. Darum muß dringend davor gewarnt werden, einen weiteren plöglichen Steuerabbau vorzunehmen und dadurch die mühsam erzielte Dedung im Reichshaushalt wieder zu gefährden. -- Wenn sich die Macht einer Bewegung allein durch die Mitgliederziffer ausdrüdt, dann hätten die Gewerkschaften unbedingt ihre ,, Voltsgemeinschaft" erreichen müssen. ,, Die freien Gewerkschaften beherrschten vollkommen das Feld. 8-9 Millionen deutscher Arbeiter waren 1922 gewerkschaftlich organisiert und stellten die stärkste Macht im Staate dar." So schrieb die sozialistische Sächsische Arbeiter- Zeitung" am 22. September 1925, anläßlich einer längeren Besprechung der eingangs erwähnten ersten Reichstagung des R. v. A. Es ermangelte also durchaus nicht an der Quantität der Mitglieder, wenn dietehrselbe anschließend eingestehen mußte: ,, Die Arbeiter. ten den Gewerkschaften den Rüden. Fluchtartig verließen sie in großen Haufen die wirtschaftlichen Kampforganisationen, die freien Gewerkschaften." Die Ursache des beispiellosen Anwachsens der äußeren Macht der Gewerkschaften lag in der Revolution, die als solche an sich jeden höheren Zieles voltlicher und kultureller Art ermangelte. Es vererbte sich daher dieser Fluch der aus räuberischen Instinkten und Landesverrat herausgeborenen Revolution auf die Gewerkschaften weiter. Mit den alten aufpolierten materialistischen Lehren von der Sozialisierung und Vergesellschaftung gedachten die Gewerkschaf ten sich einen inneren Auftrieb zu geben. An der allein in Betracht kommenden Wiederaufrichtung der Wirtschaft und des Staates auf der Grundlage einer inneren geistigen Erneuerung und der doch einzig maßgebenden Steigerung der Erzeugung als der Voraussetzung für die Erhaltung und Erhöhung der Kauftraft des Geldes, ging man vorüber! Die„ Führer" ließen sich von den Massen lenken. Und der Erfolg? Die Wirtschaft geriet in die Schuldknechtschaft der ausländischen, insbesondere der amerikanischen Großbanten, denen sie heute bereits mit 3% Goldmilliarden verschuldet ist, während zur selben Zeit die Arbeitskraft von der gewerkschaftlichen Gesetzgebungsmaschine bis zur Bewegungslosigkeit gefesselt wurde. Stellte man jogar die Mehrarbeit unter Strafe! Während man innerpolitisch den Befreiungsgedanken niederzuhalten versuchte, indem man selbst den Wehrverbänden den Eichenstod nahm, machte man auf der anderen Seite in internationaler Eintracht, in Erfüllung und Entwaffnung! Troz uneingeschränkter Unterdrüdung nationaler Gesinnung fanden sich in dieser Zeit pazifistischer Knochenerweichung aufrechte Männer aller Stände, zu denen ein recht hoher Prozentsatz aus dem Arbeiterstande zählte, die auf dem Wege über die Wehrverbände und unter unsaglichen Schwierigkeiten und Verfolgungen die schwarz- weiß- rote Fahne entfalten und sehr starte Scharen um sich zu sammeln verstanden. Aus dem gleichen Gedanken des Sichbefreiens herausgeboren vereinigten sich vaterländische Arbeiter, die sich die„ Befreiung der deutschen Wirtschaft" und der deutschen Arbeitskraft" zum Ziele setten. In diesem Ziele sieht die vaterländische Arbeiterschaft die einzige Möglichkeit einer Besserung unserer wirtschaftlichen Lage und S 2 Sonnabend, den 6. Februar 1926. Don ber damit die Borausjegung für die Befreiung nach außen! Der Dom internationalen Kapitalismus auf Grund innerdeutscher Rapitalbildung befreite Unternehmer soll einer 3wangsbewirtschaftung der Arbeitskraft freigemachten Arbei terschaft gegenüberstehen, beide gegenseitig gebunden durch eine auf wirtschaftlicher und geistiger Grundlage aufgebauten Wertsgemeinschaft, der zur geeigneten Zeit die Gejeggebung zu Hilfe tommen muß. In schwerster preußischer Zeit sehte ein großer preußischer Staatsmann die Freimachung aller physischen und geistigen Kräfte der Bauernschaft durch. Heute gilt es, ein Gleiches durch den Leistungslohn- Gedanten im Arbeitsverhält nis und in der Wirtschaft hinsichtlich Arbeiter und Unternehmer herbeizuführen, damit Deutschland nicht an seiner Ueberorgani sation eritidt. Auf die Zeit der absoluten Beherrschung von Gewerbe, Handel und Berkehr durch die Zünfte und Jnnungen des Mittelalters folgte das Freie Spiel der Kräfte"! Die jehige Periode der Sozialisierung und der Paragraphen Künstler wird abgelöst durch den Individualismus in Arbeit und Wirtschaft! Wie man im Berhältnis zwischen Erzeuger und Verbraucher den ungefunden Zwischenhandel herauszus schneiden hat, so ist in der Wirtschaft auf alles das zu ver= zichten, was letzten Endes doch nur produktionshemmend und damit preisverteuernd wirken muß! Ueber die Joee der Werksgemeinschafts- Bewegung ist seit 1½ Jahren seit Bestehen des R. v. A. viel gesprochen wor ben, es wird darüber in Zukunft noch viel mehr und in steigen. dem Maße geredet und geschrieben werden. Der sozialistischdemokratische Teil der Gewerkschaften stellt heute den Inbegriff aller Rüdständigkeit bar, wie halten eine Wiedergeburt des Begriffes ,, Gewertschaft" etwa durch Schaffung von„ nationalen Gewerkschaften" für unmöglich. Es gibt Organisationsgebilde, die man ebenso wenig verjüngen" fann, wie solches beim Menschen möglich ist. Im Wertsgemeinschafts- Gedanten sehen bieje Gewerkschafts- Bertreter ein Verhältnis wie Herr zum Anecht". Joeologen verneinen, daß Lohn- und Arbeitsverhält nis Fragen anders als durch Stampf, Streif und Aussperrung entschieden werben tönnten, während doch zur selben Zeit Gewerkschaftler und Joeologen an Bölferverbrüderung, an Böl terbund, an Weltschiebsgerichte, an eine Völfergemeinschaft und an andere internationale Spielereien glauben. Ist der Werts. gemeinschafts- Gedante nicht der fleinere Glaube, der dahin geht, daß innerhalb eines Betriebes Werksleitung und Arbei= terschaft wirtschaftlich, sozial und geistig eher eine Gemeinschaft bilben können, bevor man dem weitaus größeren Glauben an eine Bölfergemeinschaft zuzustimmen in der Lage ist? Internationalismus und Klassenkampf im Inneren find unvereinbare Gegensätze. Der Werksgemeinschafts- Gedanke ist individualistisch, er führt zur Zurüddrängung der Macht der Gewerkschaften und bedeutet die Schwächung des Klassenkamp fes, er lehnt jedweden Internationalismus ab, ist vielmehr aufs Bolksganze eingestellt. Der Werksgemeinschafts Gedanke wird sich nicht in eine ,, Uniform" oder in einen bestimmten Paragraphenbau hineinpressen lassen, je nach Lage der Betriebe und der Zeitverhältnisse wird er sich stärker wirtschaftlich, sozial oder fulturell auswirken! Eines ist aber nicht möglich, eine Werksgemeinschaft läßt sich nicht vom Unternehmer der Arbeiterschaft gegenüber befehlen, wo solches versucht werden sollte, dort entstehen Gebilde, denen die Seele fehlt. Ein Unternehmer, der selbst dem letzten seiner Arbeiter im Geiste echter Kameradschaftlichkeit begegnet, wird dadurch den WerksgemeinschaftsGedanken unendlich vertiefen. In der Auffassung, daß in der Werksgemeinschafts- Idee das Staats- und Wirtschaftsproblem der Zukunft liegt, werden sich aufrechte, willensstarke und auf sich selbst eingestellte Führer der Wirtschaft, wertvoll ergänzt durch Persönlichkeiten der Politik und der Wissenschaft zusammenfinden müssen, um an der geistigen Vertiefung und gesetzlichen Verarbeitung der Werksgemeinschafts- Bewegung mitzuarbeiten. Der letzte Korsigk. Erzählung von Max Jungnidel. ( Schluß.) So verging die Zeit. Die graue, unruhige Zeit. Ein Tag wie der andere. Nun wird alles müder, welter. Bald werden die Birken wie Bettler stehen. Die Menschen graben und pflügen. Sie vergraben den Sommer. Sie pflügen alles in die Erde. Selbst das kleine Lied, das ein hageres Mädchen an ihrer Nähmaschine am Abendfenster sang, haben sie vergraben. Es ist schon richtig, daß es leicht ist zu sterben. Schwer ist es zu leben. Er wartet. Der letzte Korsigt wartet so sehnsüchtig auf einen Brief. Vom Auswärtigen Amt. In vier Wochen ist Totensonntag. Dann muß er tommen, dann muß er hier sein, sein Junge. Aus französischer Erde will er ihn holen. Er wartet und wartet. Und dann kommt der Brief. Und dann fährt er los: Durch Deutschland, durchs Elsaß, nach Frankreich hinein. Bis nach Lens hinauf. Da steht er nun, der Oberst von Korsigt. Vor ihm ein Wald von weißen Kreuzen. Von den Hügeln her, aus dem Tal herauf. Das große weiße Regiment der Toten. Er steht und geht mit einem französischen Invaliden, der ein Verzeich nis der gefallenen Soldaten in der rechten gesunden Hand hält, durch die langen Reihen. Plötzlich ist ihm, als ob sie ihn rufen, die toten Soldaten. Sie alle, alle:„ Oberst von Korfigt, was willst du?-- Rüd ein, Kamerad, rück ein! Wir sind ja Soldaten! Komm, Oberst, rück ein!" Da, das Kreuz! Da liegt er. Da ist's ihm, als ob's aus der Erde bettelt: Laß mich liegen. Vater-- Ich bin ja Soldat. Laß mich bei meinem Regiment. Ich habe es gut hier. Ich beklage mich nicht. Ich habe noch einen Kanten Brot in der Tasche. Der ist schon grün geworden. Bald wird er blühen.-- Frisches Brot wächst in meinem Grabe. Laß mich liegen, Bater. Laß mich Soldat sein. Ich will nicht von meinen Kameraden gehen." Der Oberst stand wie aus Stein. Er hatte gar nicht gehört, wie Zweie kamen und gruben und gruben. Am Abend war die Arbeit getan. Gegen Mitternacht stampfte, von Lens aus, eine franzö sische Lokomotive. Sie war nur mit einem Rohlentender und mit einem Güterwagen behängt. Neben der Sargfifte Gießener Zeitung" Bon der gesamten deutschen Arbeiterschaft sind heute kaum mehr als 32 Prozent gewerkschaftlich organisiert, die überschie Benden 68 Prozent gehen nicht wieder in das Lager zurüd, das fie unter Enttäuschungen verlassen haben, man muß ihnen daher nun auch innerlich belebende Lochziele geben! Bei diesen ca. 70 Prozent gewerkschaftlich nicht organisierten Arbeitern liegt die Arbeiterfrage", möchte man bei solcher Erfenntnis fich aber auch bewußt bleiben, daß ein Experimentieren Unbe rufener oder gar ein Rommandieren nur von schwerem Schaden jein tann! Staat, Wirtschaft und Wehrverbände tönnen für die Folge an der Idee der Werksgemeinschaft nicht mehr vorübergehen! Hoffentlich tommen wir im Jahre 1926 dem Zeitpunkt näher, an dem sich die gesamte vaterländische Arbeitnehmerschaft im Bekenntnis zur Wertsgemeinschafts- Bewegung zusammenfindet! An der Führer- Frage- an Führer- Eitelkeit und Egoismus darf dieses volfliche Hochziel nimmermehr scheitern! Ueber 200 000 Ausländer werden in Deutschland beschäftigt und über 1 Million Deutscher find brotlos! Der deutsch nationale Arbeiterbund forderte von den parlamentarischen Vertretungen gesetzliche Maßnahmen. Die Engländer und der Kölner Karneval. Der Sonderzug für den Rest der englischen Bejakung ging am Sonnabend um 3,35 Uhr vom Kölner Bahnhof ab, wo So haben nur bei der Bahnsteig natürlich abgesperrt war. sehr wenige gesehen, wie die letzten Engländer dem berühmten Kölner Humor zum Schluß noch eine Huldigung brachten: Sie hatten ein großes weißes Band an die Außenwand eines Wagens gespannt, auf dem zu lesen war: Woröm jolle m'r ald no Wiesbade gon, Wo m'r doch su foot vör'm Fastelovend ston? Covert MA Dies 4846 die hochwertige einfachste 4 Takt- Maschine für flüssige Brennstoffe und Leuchtgas 3PS RM 725 6PS R.M.825 ohne Derpackung ab IDeck Diedecaerkäufer gesucht. Nr. d. Und an einem anderen Wagen war zwischen dem fölnischen Wappen und der englischen Fahne zu lesen: Adjüs, ehr fölsche Boore! Lokales. Aufnahmeprüfung. Gonnabend, den 6. Februar 1926 Ofterferien 1926. Die Osterfer Sonntag, den 28. März. Das neue G den 19. April 1926 mit der Aufnahmepri April 1926 mit dem vollen lehrplan en den Volksschulen der Schulbeginn Arbeiten bringt, ist der Unterricht ber regelmäßigen Weise aufzunehmen. Jed personal der Montag kein Feiertag. Montag nach den Osterferien bedürfen, in Anschluß an die Ferien, der beson Kreisjhulamts. Wieviel Sorge und Verdruß würde den Eltern, wieviel Mühe und Arbeit den Lehrern, wieviel Angst und Unruhe den Kindern erspart bleiben, wenn es keine Aufnahmeprüfungen mehr gäbe! Und doch können aus gewichtigen Gründen alle die Schulen, die bestimmte Fähigkeit und grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten voraussehen, nicht auf eine Prüfung der ihren Besuch erstrebenden Schüler verzichten. So find denn an den Höheren Schulen Leipzigs der heutige Tag und der Frei tag der Prüfung der Ostern 1926 neu aufzunehmenden Schüler gewidmet. * Hanja. Gießen. Da in diesen T Direttors der Hansaschule zeitlich mit Kolner Zone zusammenfiel, fand man g hlichten zweddienlichen Feier. Nach funden traten am schulfreien Nachmitt die beiden Klassen in einem größerer Eneste Lehrer- Herr Erdmann fachlichen Ansprache, daß helle Freude nannter Zone in allen deutschen Lande den mehr und mehr frei werdenden Verrauscht sind die Jahre, d Freier Rhein, sei innig geg Des weiteren wurde die Jugend err Erweiterung ihrer Kenntnisse und Fer denn die wirtschaftliche Not rufe uns q dann hilft dir Gott!" In allen deuts in gefunden pädagogischen Bahnen de slecht das Rüstzeug für den Existenzt auch dem steinalten Worte:„ An dem zehrt der Mensch sein ganzes Leben" shließlich eshte Volkslieder und deutsch einige freudvoile Stunden. Wie manches Kinderherz schlägt in diesen Tagen schneller! Ist es doch für viele Knaben und Mädchen der erste wichtige Wendepunkt in ihrem jungen Leben! Zwar tritt auch bei dieser Gelegenheit schon die Verschiedenheit der seelischen Einstellung der jungen Menschenkinder klar zutage, und glüdlich das Kind, das zu den Examensnaturen gehört, die vor und während der Prüfung von feinerlei Hemmungen ungünstig beeinflußt wer den! Aber auch für die Eltern, die von der Ueberzeugung durch drungen sind, daß die beste Mitgift, die sie ihren Söhnen und Töchtern fürs Leben mitgeben fönnen, eine gediegene Schulbil dung ist, die ihnen später das Tor zu manchem Beruf öffnet, der ihnen sonst verschlossen bleiben würde, sind die Tage bis zur Verkündung des Prüfungsergebnisses voll von Unruhe und Spannung. All denen nun, die in solchen Tagen leicht unter seelischem Drud stehen, sollte man immer wieder das eine zum Bewußtsein bringen: Frisch gewagt, ist nicht nur halb, sondern ganz gewonnen! Mag man über die Neugestaltung der Auf nahmeprüfungen an den höheren Schulen denken wie man will, das eine Gute hat sie ganz entschieden, daß ein Teil der Aufgab, en die den Kindern gestellt werden, geeignet ist, ihnen die Prüfungsangst zu nehmen, ein Vorteil, der nicht hoch genug eingeschätzt werden kann. Und noch eines anderen sollten sich die Eltern in diesen Tugen bewußt werden: Wenn ein Kind bei der Aufnahmeprü fung versagt, so ist damit noch lange nicht seine Minderwertig feit erwiesen! Auch noch so gute Prüfungsmethoden können irren, und die Begabung des betreffenden Kindes liegt vielleicht auf einem ganz anderen Gebiete, als das ist, worauf bei der Prüfung gerade Wert gelegt wurde. Schon mancher war ein schlechter Schüler und hat doch seinen Mann im Leben gestellt. Das Wichtigste ist und bleibt zu jeder Zeit, daß unsere Knaben und Mädchen ganze Menschen, Menschen aus einem Gusse werden, die ihren Platz im Leben voll und ganz ausfüllen. Dazu tann ihnen eine gute Schulbildung ganz gewiß wertvolle Hilfen geben, aber wichtiger als die Schule ist doch das Leben. Durch Postnachnahme oder Postauftrag eingezogene Be träge können für Postscheckkunden mit Zahlkarte auf ihr Post scheckkonto überwiesen werden. Man sollte glauben, daß jeder Geschäftsmann von diesem billigen und einfachen Verfahren zu seinem und seiner Kunden Nuzen möglichst weiten Gebrauch machen müßte. Das ist aber, wie wir erfahren, selbst bei gro ßen Geschäften nicht immer der Fall. Von zuständiger Geite wird uns nämlich mitgeteilt, daß sogar große Geschäfte mit be deutendem Versandverkehr sich die eingezogenen Nachnahmeund Postauftragsbeträge noch mit Postanweisung senden lassen und dafür die teure Postanweisungsgebühr zahlen. Wir emp fehlen dringend, mit solcher geschäftlichen Rückständigkeit bal digst aufzuräumen. Die Vordrucke zu den Nachnahme- und Posteingedruckt wird, sind bei den Postschedämtern erhältlich. Ueber das Verfahren geben alle Postämter Auskunft. MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. auftragszahltarten, in die auf Wunsch auch die Kontobezeichnung Zweigniederlg. FRANKFURT a/ M. Kaiserstr. 23 im Güterwagen saß der alte von Korsigt; verfallen das Gesicht, übernächtigt. Und immer hörte er, wie's geistersein aus dem Sarge flang: Vater, Vater, weshalb hast du mich von meinem Regiment gerissen? Ich bin doch Soldat."- Wie ein Jrrer sprach der Oberst nur immer vor sich hin:„ Komm heim, mein Junge!" Und er tastete über die Sargtiste, als wollte er zureden. ,, Nur auf eine Viertelstunde will ich heim. Den Wildbach will ich mir wieder mal ansehen und meine Schmetterlingssammlung. Und dann laß mich wieder zurüd." „ Immer bleib daheim, Ferdinand." ..Ich bin Soldat, Bater. sein?" Ich weiß, Ferdinand." . Du mußt, Vater. Willst du nicht mehr Soldat Du mußt.- Es geht mir gut bei den Soldaten. Wir wollen nichts. Wir bitten nichts. Wir wollen nur ruhig liegen. Ruhig sein. Wir wollen nur Soldat sein." ..Komm heim, mein Junge. Ich schleppe dich heim." „ Die Kriegsartikel, Bater. Kennst du sie nicht mehr?" „ Es ist kein Krieg mehr, Ferdinand." Da flang's ganz klein aus dem Sarge: Und wir Soldaten, wir denken: Es ist immer noch Krieg. Aber wir bleiben doch Soldaten bis in alle Ewigkeit." Und dann war's vorbei. Alles ganz stumm.- Gegen Morgen fuhren sie, in faulem Tempo, über die Rheinbrücke bei Kehl. Die Lokomotive pfiff schrill. Der Alte schreckte auf. Er sah, wie sie, an französischen Wachen vor bei, in den deutschen Verschiebebahnhof einliefen. Er stieg aus. Steif und flamm. Aus der Ferne sah er ein Blinken: Der Rhein! O, der Rhein! Dort, das Münster! Straßburg!--Er riß die Augen auf. Strasburg! Er bij die Zähne aufeinander. Eine kleine Zeile sang sein Herz so blutig bis es triefte:„ O Straßburg, o Straßburg, du wunder schöne Stadt." Der Sarg wurde in einen deutschen Gepäcwagen gehoben. Als der Wagen fast fertig war und der Oberst wieder neben seinem Jungen Platz genommen hatte, regnete es. Er sah noch einmal hinaus. Das Straßburger Münster war im Regengrau verschwunden. Aber durch den Regen tam eine Frau, einfach und derb. Die Frau vom Rangierführer. Sie lief im bloßen Kopf, über der Schulter ein wollenes, schwarzes Tuch. Sie war erregt. Das Haar hing ihr in nassen Strähnen ins Gesicht. Der Regen lief ihr über den Mund. Sie blickte in den Wagen und plötzlich zog sie unter dem Schultertuch einen Strauß wei ßer Astern hervor, legte ihn auf den Sarg und ging still, die Hände vorm Gesicht, davon.- Ihr Mann hatte ihr wohl gesagt, daß ein deutscher Soldat aus Frankreich angekommen sei. Sie grüßte ihn. Der alte Oberst glaubte zu träumen. Er kniff sich in die Schenkel. Nein, nein; er träumte nicht. Er sah auf die Blumen. Er streichelte sie wie fremde, seltene Gäste. Dann neigte er den Kopf und saß so zusammengekrümmt; lange, lange. Er merkte nicht, wie der Wagen an einen deutschen Schnellzug gehängt wurde und seit Stunden schon durch Deutschland fuhr. Er hatte alles wie verträumt. Und dann zogen die Werber durchs Schlesierland.- Frei. forps! Ins Freikorps gegen die Polen, die über die Grenzen marschierten. Durchs Dorf die Trommel:„ Kommt! Kommt!- Es lebe Deutschland!" Und der letzte Korjigt tam. Hundert kamen, Tausend tamen: halbe Kinder dabei, Studenten dabei, Landsknechte darunter und auch der Christian vom Lehrer dabei. Vorein ein alter General mit einer abgeschossenen Hand. Schwerter und Sensen; alte Gewehre wurden hervorgefragt. Kanonen schleppten sie mit. Fahnen zogen erwagend durch den Wind. Wir wollen atmen, wir wollen nur noch frei sein. ,, Willst du nicht mehr Soldat sein, Vater?" ..Ich will, mein Junge. Ich komme mit meinem Regiment." Man sah ihn noch im großen Treffen bei Kreuzburg, wo sie die Polen überrannten und jedes Haus eine Festung war. Da sah man ihn noch Dann wußte man nichts mehr von ihm. Der letzte Korjigt tam nicht wieder. Ein altes Zeugnis. Von Bürgermeister Völker Lich. Vor kurzem ist es mir gelungen, aus Privat besih das nachfolgende Dokument aus dem Jahr 1784 zu erwerben. Es sei um seines sehr inter essanten Inhaltes willen hier veröffentlicht. Wir Bürgermeister und Rath der Stadt Lich, in der Grafschaft Solms und in der Wetterau gelegen, thun tund * Aus den nassauischen landwirt tem. Die Kreisverbandsversammlung lahn und Dill bestehenden Genossensch nasauischen landwirtschaftlichen Genosse jährige Tagung unter sehr starker Bet Aus Nab und Lang- Göns. Am Sonnabend Abe in Saale des Gambrinus dahier Gend figen Kriegervereins statt. Nach kurz denen auch der zwei verstorbenen Kame gedacht wurde, stattete der 1. Vorsitzer fährlichen Jahresbericht ab. Der Vere glieder, einschließlich 5 Ehrenmitgliede alve auf dem Friedhof wieder eingefi Berein eine neugegründete Kleinangegliedert. Erwähnenswert ist nod leutnant v. Hagen, der in der hiesigen trefflicher Lichtbilder über ,, Die Schlad Jm Saale von Kamerad Hebbel hiel nachtsfeier, verbunden mit Bescherung würdigen Berlauf nahm. Nachdem Kamerad O. Rudolf, Entlastung ert Neuwahl des Vorsitzenden und des W ron Kamerad Zeiß, der neu hinzuko Borstand durch Aklimation einstimm tem werden neugewählt Kamerad führer und Kamerad B. Kromp zum der Beschluß gefaßt, in nächster Zeit Fridericus Rex" im Berein und öff Näheres darüber wird der Vorstan Schluß des geschäftlichen Teils einte jingung vaterländischer, alter Soldate ein gemütliches Beisammensein. und bekennen mit diesem offen Ende gesetzten Dato bei versam Johann Adam Pfaffen Biaffen gewesenen Kauf- und Wittib, der Gebühr anzeigend sich nacher Cassel, im Fürstlich lagen, willens seye; darzu ab und wahre Urkund seiner ehe mens von nöthen habe, mit g so viel Wir von solchem satts biges in beglaubter Form, um nen, mit zutheilen belieben mö ganze Rath bei unsern Amts dem Hochgeborenen Grafen un renden Grafen zu Solms, 5 burg, Herrn zu Münzenberg wald pp. Des Königlich Ga Rittern p. unserm gnädigsten Schöffenstuhl Wir verwand berührter Johannes Pfaff delsmann, als des ersagten fi in anno 1748 den 29. Febr rin, weil: Balsar Meyers, g hier, eheliche Tochter verheur gelübte praevia proclamatio gang und priesterliche Copul Zierrathen gedachten Jahrs Dollzogen worden. In dieser ten Ehe ist mehrberührter J den 24. April allhier aus Ehebett in gutem Gerücht u ziehlet und gebohren- un zur Heiligen Tauff gebrad Wert der Gevatterschaft v Johann Adam La unipa bam mitgetheilet; folgend zur Kirche und Schule ange gutem Grund im Christent in der Evangelisch lutheri confirmiret, und zum erf Abendmals gelaßen- au und christlichem Leben un Nr. V ren Wagen war zwischen dem fölnische hen Fahne zu lesen: Boore! Sonnabend, den 6. Februar 1926. Die Osterferien 1926 beginnen am * Osterferien 1926. Gonntag, den 28. März. Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 19. April 1926 mit der Aufnahmeprüfung und Dienstag, den 20. April 1926 mit dem vollen lehrplanmäßigen Unterricht. Wo an den Volksschulen der Schulbeginn feine außergewöhnlichen Arbeiten bringt, ist der Unterricht bereits am Montag in der regelmäßigen Weise aufzunehmen. Jedenfalls ist für das Lehrpersonal der Montag fein Feiertag. Beurlaubungen für den Montag nach den Osterferien bedürfen, wie alle Beurlaubungen im Anschluß an die Ferien, der besonderen Genehmigung des Kreisschulamts. Lotales. nahmeprüfung. Verdruß würde den Eltern, wieviel ehrern, wieviel Angst und Unruhe den wenn es keine Aufnahmeprüfungen meh naus gewichtigen Gründen alle die Fähigkeit und grundlegende Kenntnisse ussezen, nicht auf eine Prüfung den Schüler verzichten. So sind denn * Hanja. Gießen. Da in diesen Tagen der Geburtstag des Direktors der Hansaschule zeitlich mit dem Befreiungstag der Beipzigs der heutige Tag und der Frei Kölner Zone zusammenfiel, fand man genügend Anlaß zu einer ern 1926 neu aufzunehmenden Schüle schlichten, zweddienlichen Feier. Nach Schluß der Unterrichtsherz schlägt in diesen Tagen schneller bie beiden Klassen in einem größeren Lokal zusammen. Der taben und Mädchen der erste wichtig älteste Lehrer Herr Erdmann igen Leben! Zwar tritt auch bei diese fachlichen Ansprache, daß helle Freude über die Befreiung ge stunden traten am schulfreien Nachmittag Direktor, Lehrer und erschiedenheit der seelischen Einstellun er klar zutage, und glüdlich das Kin iren gehört, die vor und während de Semmungen ungünstig beeinflußt wer Eltern, die von der Ueberzeugung duré te Mitgift, die sie ihren Söhnen uni jeben können, eine gediegene Schulbil r das Tor zu manchem Beruf öffnet en bleiben würde, sind die Tage bis fungsergebnisses voll von Unruhe un un, die in solchen Tagen leicht unter Ute man immer wieder das eine zun ch gewagt, ist nicht nur halb, sondern man über die Neugestaltung der Auf öheren Schulen denken wie man will nz entschieden, daß ein Teil der Auf estellt werden, geeignet ist, ihnen di 1, ein Vorteil, der nicht hoch genu ren sollten sich die Eltern in dieser enn ein Kind bei der Aufnahmeprü noch lange nicht seine Minderwertig so gute Prüfungsmethoden können es betreffenden Kindes liegt vielleich Gebiete, als das ist, worauf bei der egt wurde. Schon mancher war ein doch seinen Mann im Leben gestellt ibt zu jeder Zeit, daß unsere Knabe hen, Menschen aus einem Gusse wer Leben voll und ganz ausfüllen. Day lbildung ganz gewiß wertvolle Hilfe die Schule ist doch das Leben. oder Postauftrag eingezogene Be eckkunden mit Zahlkarte auf ihr Post rden. Man sollte glauben, daß jede n billigen und einfachen Vegüven en Nutzen möglichst weiten Gebrau aber, wie wir erfahren, selbst bei gro ner der Fall. Von zuständiger Sei eilt, daß sogar große Geschäfte mit b r sich die eingezogenen Nachnahm noch mit Postanweisung senden lasse nweisungsgebühr zahlen. Wir em er geschäftlichen Rückständigkeit ba ordrucke zu den Nachnahme- und Po uf Wunsch auch die Kontobezeichnun Den Postschecämtern erhältlich. Ueb Postämter Auskunft. en Mund. Sie blickte in den Wage dem Schultertuch einen Strauß we In auf den Sarg und ging still, di n. Ihr Mann hatte ihr wol Soldat aus Frankreich angekomme te zu träumen. Er kniff sich in di ; er träumte nicht. Er sah auf di wie fremde, seltene Gäste. Dan so zusammengekrümmt; lange, lange Bagen an einen deutschen Schnellzu unden schon durch Deutschland fuht äumt.- * erber durchs Schlesierland.-- FreiJen die Polen, die über die Grenzen mel:„ Kommt!— Kommt!—— G ffam. Hundert kamen, Tausen zi, Studenten dabei, Landsknech ristian vom Lehrer dabei.- mit einer abgeschossenen Hani e Gewehre wurden hervorgekras Fahnen zogen erwagend durch de wir wollen nur noch frei sein. Soldat ſein, Vater?"—„ Ich will me mit meinem Regiment." großen Treffen bei Kreuzburg, wo jedes Haus eine Festung war.- ts mehr von ihm. n nicht wieder. altes Zeugnis. ermeister Völker- Lich. sem ist es mir gelungen, aus Priva chfolgende Dokument aus dem Jah erben. Es sei um seines sehr inte altes willen hier veröffentlicht. und Rath der Stadt Lich, in de in der Wetterau gelegen, thun turl - betonte zunächst in einer nannter Zone in allen deutschen Landen herrsche und man innig ben mehr und mehr frei werdenden deutschen Rhein grüße. Verrauscht sind die Jahre, die ihr verbüßt! Freier Rhein, sei innig gegrüßt! Des weiteren wurde die Jugend ermahnt, unablässig auf die Erweiterung ihrer Kenntnisse und Fertigkeiten bedacht zu sein, denn die wirtschaftliche Not rufe uns allen zu:„ Silf dir selbst, dann hilft dir Gott!" In allen deutschen Schulen wird daher in gesunden pädagogischen Bahnen dem heranwachsenden Geschlecht das Rüstzeug für den Existenzkampf geboten. Um aber auch dem steinalten Worte:„ An dem Sonnenschein der Jugend sehrt der Mensch sein ganzes Leben“ gerecht zu werden, boten schließlich echte Volkslieder und deutsche Tänze bei Klavierspiel einige freudvoile Stunden. * Aus den nassauischen landwirtschaftlichen Genossenschaf ten. Die Kreisverbandsversammlung der in den Kreisen Oberlahn und Dill bestehenden Genossenschaften des Verbandes der nassauischen landwirtschaftlichen Genossenschaften, hielt ihre diesjährige Tagung unter sehr starker Beteiligung in Weilburg ab. Aus Nah und Fern. far 11 Gießener Zeitung" Friedberg. Der Kreistag des Kreises Friedberg befaßte sich in seiner letzten Sigung mit der Regulierung der Wetterauer Flüßchen Nidda und Nidder. Kreisdirektor Gebhardt erklärte, die Regulierung sei im Interesse der Wetterauer Landwirtschaft unbedingt notwendig und teilte mit, daß die Ausführung des Projekts bald zu erwarten sei. Büdingen. Bei der Bürgermeisterwahl legten Sonntag, wurde der bisherige Beigeordnete Hildner( S03.) mit großer Mehrheit zum Bürgermeister gewählt. Er erhielt 1255 Stimmen, während auf seine fünf Gegenkandidaten insgesamt 691 Stimmen entfielen. Die Wahlbeteiligung betrug 90 Prozent. Herbstein, 5. 2. Eine Silberfuchsfarm hat ein hiesiger Jagdpächter eingerichtet. Die acht Tiere wurden im November aus Nordkanada bezogen und in eingefriedigtem Revier an Hedenmühle ausgesetzt. Sie befinden sich bis jetzt wohl. Der Darmstadt, 4. Februar. Der zum Königlich Schwedischen Konsul in Frankfurt a. M. ernannte Herr Carl Spaeth ist anerfannt und zur Vornahme tonsularischer Verrichtungen im Volks= staat Hessen zugelassen worden. Der Französische Konsul in Mainz und Köln, Herr J. P. Benigni, ist anerkannt und zur Vornahme konsularischer Verrichtungen im Volksstaat Hessen zugelassen worden. Mainz, 3. Februar. Zwischen den beiden in Hessen bestehenden Volksschullehrerverbänden, dem Landeslehrerverein und dem fath. Lehrerverein, so schreibt der„ Mainzer Anzeiger" sind Verhandlungen im Gange, welche eine gemeinsame Abwehrfront gegen die von den Reichsparteien des hessischen Landtages vorgeschlagenen Sparmaßnahmen auf dem Gebiete des Volksschulwesens zum Ziele haben. Diez, 4. Februar. In die Reihe der nassauischen Bäder tritt demnächst auch Diez. Die Stadtverornetenversammlung ge= nehmigte die Uebernahme des bekannten„ Fellebades" auf die Stadt. Für den Betrieb des neuen Bades wird eine G. m. b. H. unter starter Beteiligung der Stadt gegründet. Weilburg. Am 1. Februar in später Stunde abends verunglüdte während der Nachtschicht der Bergmann Hermann Lohr in der Grube„ Georg Joseph"( Buderus) in Grävened tödlich. Er traf während der Arbeit auf einen alten Sprengschuß, der sich entzündete und den Arbeiter auf der Stelle tötete. Ofristel i. T., 4. Februar. Das hochbetagte Landwirtsehepaar Georg und Elise Guttmann, ersterer 82, letztere 78 Jahr alt, wurde hier gleichzeitig durch einen sanften Tod aus dem Leben abgerufen und wird nun auch in einem Grabe beigesetzt. Im Jahre 1920 tonnten die Leutchen ihre Goldene Hochzeit feiern. us- jezt Lang- Göns. Am Sonnabend Abend, den 30. Januar, fand im Saale des Gambrinus dahier Generalversammlung des hieligen Kriegervereins statt. Nach kurzen Begrüßungsworten, in denen auch der zwei verstorbenen Kameraden Reusch und Brüdel gedacht wurde, stattete der 1. Vorsitzende, Kamerad Flach, aus= führlichen Jahresbericht ab. Der Verein hat zur Zeit 143 Mitglieder, einschließlich 5 Ehrenmitgliedern. Es wurde die EhrenJalve auf dem Friedhof wieder eingeführt, außerdem wurde dem Verein eine neugegründete Klein- Kaliber- Schützen- Abteilung angegliedert. Erwähnenswert ist noch ein Vortrag des Oberstleutnant v. Hagen, der in der hiesigen Turnhalle an Hand vortrefflicher Lichtbilder über„ Die Schlacht bei Tannenberg" sprach. Jm Saale von Kamerad Hebbel hielt der Verein eine Weihnachtsfeier, verbunden mit Bescherung und Verlosung, die einen würdigen Berlauf nahm. Nachdem nun dem Vereinsrechner, Kamerad O. Rudolf, Entlastung erteilt war, schritt man zur Neuwahl des Vorsitzenden und des Vorstandes. Mit Ausnahme von Kamerad Zeiß, der neu hinzukommt, wurde der seitherige Vorstand durch Aklimation einstimmig wiedergewählt; außer= dem werden neugewählt Kamerad W. Müller zum Schriftführer und Kamerad B. Kromp zum Vereinsdiener. Es wurde der Beschluß gefaßt, in nächster Zeit den vaterländischen Film Fridericus Rer" im Verein und öffentlich aufführen zu lassen. Näheres darüber wird der Vorstand noch entscheiden. Nach Schluß des geschäftlichen Teils einte die Kameraden unter Abjingung vaterländischer, alter Soldaten- und Reserve- Lieder noch ein gemütliches Beisammensein. und bekennen mit diesem offenen Brief, daß auf heute zu Ende gesetzten Dato bei versammletem Rath erschienen, das Johann Adam Pfaffen Mutter, weiland: Johannes Pfaffen gewesenen Kauf- und Handelsmann hinterlassene Wittib, der Gebühr anzeigend, welchergestalten ihr Sohn sich nacher Cassel, im Fürstlich Hessischen häußlich niederlaßen, willens seye; darzu aber glaubwürdiges Zeugnus und wahre Urkund seiner ehelichen Geburt und Herkommens von nöthen habe, mit geziemender Bitte, Wir ihme so viel Wir von solchem sattsame Wißenschaft hätten, selbiges in beglaubter Form, um deßen sich bedienen zu kön nen, mit zutheilen belieben mögten. Als bekennen wir der ganze Rath bei unsern Amts- und Rathspflichten, damit dem Hochgeborenen Grafen und Herrn, Herrn Carl, Regierenden Grafen zu Solms, Hohensolms, Lich und Tecklenburg, Herrn zu Münzenberg, Wildenfelß und Sonnenwald pp. Des Königlich Schwedischen Seraphinen Ordens Rittern p. unserm gnädigsten Grafen und Herrn und dem Schöffenstuhl Wir verwand und zugethan seyn, daß obberührter Johannes Pfaff, gewesenen Kauf- und Handelsmann, als des ersagten Johann Adam Pfaffen Vater, sich in anno 1748 den 29. Febr.: an Anna Christina Meye rin, weil: Balsar Meyers, gewesenen Büchsenmachers allhier, eheliche Tochter verheurathet, und solch christlich Ehegelübte praevia proclamatione durch öffentlichen Kirchgang und priesterliche Copulation in Kranz und anderen Zierrathen gedachten Jahrs allhier zu Lich solennisiret und vollzogen worden. In dieser also ehr- und friedlich geführten Ehe ist mehrberührter Johann Adam Pfaff in ao: 1749 den 24. April allhier aus einem reinen und unbefleckten Ehebett in gutem Gerücht und Leutmuth an diese Welt erziehlet und gebohren und sogleich den 26. April darauß zur Heiligen Tauff gebracht worden, wobei das christliche Werk der Gevatterschaft verrichtet, des Vaters Schwager, Johann Adam Launspach, so ihm den Namen Johann Adam mitgetheilet; folgends ist er von seinen Eltern fleißig zur Kirche und Schule angehalten sofort nach abgelegtem gutem Grund im Christentum im 14ten Jahr seines Alters in der Evangelisch lutherischen Religion allhier öffentlich confirmiret, und zum erstenmal zum Genuß des Heil. Abendmals gelaßen auch weiter zu aller Gottesfurcht und christlichem Leben und Wandel angehalten worden. - Kassel, 4. Februar. Die hiesige Reichsbahndirektion hat jetzt die im Vorjahre getroffene Einrichtung der Sonntags= sonderzüge dadurch ausgestaltet. daß sie die Teilnehmer vormittags durch die Museen und Sehenswürdigkeiten führen läßt und ihnen nachmittags eine Sondervorstellung des Kasseler Staatstheaters zeigt. Derartige ,, Kulturzüge" verkehren erstmalig am 21. Februar vom Marburg, Seesen und Höxter nach Kassel. Simmern, 4. Februar. In den Waldungen des Hunsrüds Ganze sind durch starte Stürme große Schäden entstanden. Distrikte sind von den Böen erfaßt und niedergerissen worden. Vor allem haben die Fichtenwaldungen schwer gelitten. Die Holzindustrie auf dem Hunsrüd hat schwer zu kämpfen. Spiel und Sport. Houben in Amerika abermals geschlagen! Newŋort, 4. 2. Die mit großer Spannung erwartete Abendveranstaltung des Millrouse Athletic Clubs Newyork, sah fast auf der ganzen Linie Triumphe der amerikanischen Leichtathleten. Das Hauptereignis stellte natürlich der Start der Europäer Houben, Hoff, Ritola u.a. dar. Jm 40- Yards- Lauf tam Houben schlecht vom Start weg und lag bei Ablauf ein Meter hinter dem Sieger Murchison, holte aber bis zum Ziel fnapp bis auf Brustbreite auf. Nach diesem aber hat er bei dem hiesigen Büchsenmacher Georg Ernst Meyer das nemliche Handwerk erlernet, und um sich darinnen beßer zu perfectioniren, sich in die Fremde begeben. Nachdem nun obgedachter Johann Adam Pfaff von seinen Eltern und Großeltern rechter und ehrlicher Ge= burth und von untadelhaftem Geschlecht herstammend ist, folglich keiner verwerflichen oder in ehrliche Gesellschaften nicht zu duldende Abkunft, vielweniger einer unerbaren profession treibenden Mannes Kind; so hat auch derselbe vor seiner Person als uns anderster nicht bewußt und vortommen, solang er allhier gewesen sich gegen männiglich aufrecht, fromm, red- und ehrlich verhalten, also, daß wir von ihme nichts als alles gute zu rühmen wissen, mit ferner Bezeugung, daß Er ganz freizügig und mit keiner Leibeigenschaft einigen Herrn verfangen noch zugethan seye, und sich dahero ohne Jemands Nachfolge, wo es Jhme gefällig, hinbegeben möge. Weswegen wir dann jedermänniglich hiermit Etandesgebühr nach ersucht haben wollen, erwehnten Johann Adam Pfaff dieses unsers glaubwürdigen Attestati fruchtbarlich genießen zu lassen, mithin ihme und seiner habenden Intention allen geneigten Willen und Beförderung zuerweisen, solches Er unserem Zutrauen nach, nicht nur mit gebührendem Dant erkennen sondern wir sind es auch in der gleichen und andern Begebenheiten zu verschulden iedesmal bereit und willig. - Deßen zu wahrer Urkund haben Wir Bürgermeister und Rath unser der Stadt größeres Infigel an diesen Brief gehängt. So geschehen Lich den 4ten August EintausendSiebenhundert Vier und Achtzig. gez. Friedrich Roth, Carl Merle, " } bende Bürgermeister. Ein Leumundszeugnis aus der Zeit vor 140 Jahren! Wir wollen absehen von seiner sehr weitläufigen, schwulstigen Form jede Zeit hat ihre besonderen Sitten, auch im Sprachgebrauch und im amtlichen Verkehr; aber wer als christlicher Mensch dieses Zeugnis liest, tut ihm da nicht das Herz weh angesichts der Verhältnisse, wie sie heute liegen? Damals war christliche Gesinnung, christliche Erziehung, echter und rechter Christenglaube ein Hauptfaktor im öffentlichen Leben; nur der stand in gutem Nr. 6. Auch im 60- Yards- Lauf hatte Houben wenig Glück. Der erste Ablauf, bei dem Houben gut abfam, wurde ungültig erflärt, bei der Wiederholung war Houben sehr nervös, verlor wiederum einen Meter, um dann bis ins Ziel auf Brustweite wieder aufzuholen. Hier war es wiederum Murchison, der dem deutschen Repräsentanten das Nachsehen gab. Der europäischen Staffel mit Houben( Deutschland), Paulen ( Holland), Hoff( Norwegen) und dem Kanadier Coffi als Ersat gelang es, die amerikanische Auswahlmannschaft mit Murchison glatt zu schlagen. Houbens nächste Starts. Newyork, 4. 2. Houben teilt mit, daß ihm die Deutsche Sportbehörde auf seine Bitte um Genehmigung weiterer Starts eine abschlägige Antwort erteilt habe, da Auslandsstarts über 21 Tage mit den Amateurbestimmungen nicht in Einklang zu bringen seien. Somit kann Houben in Amerika nur noch an zwei weiteren Wettbewerben teilnehmen. Er beabsichtigt, am 6. Februar noch einmal in Boston zu starten und seinen zweiten Start entweder am 11. Februar bei Terztens A. C. oder am 13. Februar beim Willco A. C. vorzunehmen. Der Termin der Abreise von Houben ist auf den 15. Februar festgesetzt. Fußball bei den Deutschen Kampfspielen. Wenn es eine Heerschau der deutschen Sportverbände gälte: an der Spitze des gewaltigen Zuges, der im Juli kommenden Jahres im wieder freien Köln über den Plan der mächtigen Sportanlage in Köln- Müngersdorf seine Macht fündet, müßten wir schon infolge seiner Verbreitung den Fußballsport finden. Neidlos blicken alle anderen, meist jüngere Leibesspielarten, zu dem volkstümlichen Rasen- Kampfspiel empor. Es ist keine Zurücksetzung der übrigen Spiel und Sportkampfarten, wenn gejagt wird, daß sie innerhalb der Sportsammelvereine, also der Gemeinschaften, die als Träger der Bewegung gelten, von dem größeren Bruder Fußball abhängig sind, von ihm, d. h. seinen Erträgnissen sportlicher und wirtschaftlicher Art, mehr oder weniger leben. Das Selbstverständliche dieser Tatsache wird ausgeglichen durch die Begeisterung, mit der allgemein dem Fußballspiel gehuldigt wird. Die notwendige Beschränkung der Zeitdauer für die Kampfspiele gegen das Gründungsjahr 1922 verbietet ein fußballerisches Wochenprogramm, das die deutschen Landesverbände mit ihren Bestvertretungen zweds Ausspielung des Siegers zusam menführt( vielleicht hat sich auch in Berlin die Reichhaltigkeit der Runden als störend erwiesen). Ein glüdlicher Gedanke liegt der diesmaligen Abwidlung des Wettbewerbs um den Kampfspielpreis zugrunde. Die Vorrunde wird bereits am 28. März, je nach der Paarung der Gegner, in dem Gebiet eines TeilnehJe nach der Ben her band consnes D. J. B.: Güb, Norb, Weſt, unter Mittel, Brandenburg, Südost, Balten abgerollt. In den engeren Kreis der Kampfspielstätte Köln, in die Fußballhochburgen Essen und M. Gladbach, sind für den 3. Juli die beiden Zwischenrundenspiele gelegt. Tags darauf( 4. Juli) läuten die Domgloden des hilligen Köln gewissermaßen den Schlußakkord des großen Ringens zwischen Deutschlands besten Fußballstreitkräften ein. Um eine Beteiligung von Tausenden nicht nur aus Westdeutschland, sondern aus dem ganzen Reiche an dem großen Endspiel zu ermöglichen, hat der Kampfspiel- Ausschuß die notwendigen Vorbereitungen bereits begonnen. Aus dem rheinischwestfälischen Industriegebiet( das bekanntlich eine fruchtbare Heimstätte besonders des fußballsportlichen Gedankens darstellt) Sch unübertroffen mit dem schwarzen Kopf fürdie Kopfruäfche Sichern Sie sich den Preiswortelf der neuen Doppefpackung ( Jnhaff 2 Beute?), Preis 35 Pfg.- Einzefpackung 20 Pfg. Geruch und Ansehen, der in christlicher Gesinnung und Betätigung bewährt und erprobt war; das war die beste und sicherste Gewähr für die Rechtschaffenheit und Ehrbarkeit eines Menschen. Und heute? Es gibt soviele schlechte Menschen, Menschen, von denen die Spazzen auf den Dächern es pfeifen, daß sie Spitzbuben sind, gottlose Menschen, denen man nicht über den Weg traut, aber ihr Leumundszeugnis bekommen sie doch, denn sie haben ja in den letzten 5 oder 10 Jahren teine gerichtlichen Strafen erlitten, die ins Strafregister einzutragen waren, sie haben sich eben nicht erwischen lassen. Und wie ist es mit der Religion, wie ist es mit dem Christentum? Ja, das weiß man doch, die Religion ist seit den Tagen der Revolution vollkommen aus dem öffentlichen Leben verbannt, die Behörden dürfen überhaupt nicht mehr fragen nach dem religiösen Bekenntnis und niemand ist gezwungen, darüber Auskunft zu geben.( Artikel 136 der Reichsverfassung: Niemand ist verpflichtet, seine Gelbst in stanreligiöse Ueberzeugung zu offenbaren.) desamtlichen Beurkundigungen darf das Religionsbekenntnis nicht mehr erwähnt werden! O du erbärmliche, moderne Zeit, wie bist du so gottlos, so leer, so inhaltlos geworden? Und du moderner Mensch, der du die Religion aus dem öffentlichen Leben, vielleicht auch aus deinem Privatleben verbannt hast, du bist doch sonst so stolz auf deine Ahnen, aber den Glauben der Väter, das köstlichste Erbgut deiner Vorfahren, siehst du als etwas Ueberlebtes, als etwas Altmodisches an, vielleicht schämst du dich seiner, wie du dich wohl des bescheidenen Kittels schämen würdest, in dem dein Urgroßvater einst einherging. - Wer aber die vorstehende Urkunde nicht flüchtig durchliest, sondern genau Wort für Wort, der wird sich fragen, wievielen in unserem Volk man heutigen Tags ein solches Zeugnis ausstellen fönnte, und er wird zu dem Schluß fommen, daß man doch manchmal mit Fug und Recht von einer ,, guten, alten Zeit" reden kann, der gegenüber die Zeit, in der wir leben, gar arm und dürftig an inneren Werten dasteht. Aber zu dem starten Schatten, der sich hier zeigt, gehört auch ein starkes Licht und hoffentlich sind es noch sehr viele, die sich nicht scheuen, ihr Licht leuchten zu lassen vor den Leuten. Wir hoffen auf Viele, die das Herz auf dem rechten Fled haben und sicher bereit sind mitzuhelfen, daß es besser werde.- Gd Ku ( 93 gel • Be ge G 21 fe fr bi Sonnabend, den 6. Februar 1926. werben Sonderzüge zu den Kampforten geleitet. Da wahrscheinlich die Besucher der Zwischenrundentämpfe in Essen und M Gladbach das Endspiel in Köln nicht versäumen werden, wird Gorge getragen für eine Verbilligung des Aufenthaltes in der Domstadt. Die Bedeutung, die gerade dem Fußballiport bei den Rampfspielen zulommt, liegt für Westdeutschland besonders darin, daß erstmalig das Endspiel in seinem Gebiete stattfindet. Beide Runden sind neben dem Länderkampf gegen Holland in Düsseldorf im April das fußballsportliche Ereignis des Jahres. Einen besseren Rahmen fonnte dieses mit seinem Schujaft nicht finden bas Kölner Stabion! W. B. Herabjegung der Kampfspiel- Gebühren? Bekanntlich haben der Norddeutsche Fußballverband und der Süddeutsche Leichtathletikoerband ihre Teilnahme an den Deutschen Kampfspielen in Köln als in Frage gestellt erklärt, ba die hohen Gebühren eine zu große finanzielle Belastung darstellten, zum Teil wurde auch die Meinung zum Ausdrud ge bracht, daß seitens der Kampfspielleitung Zuschüsse aus den sich aus der Beranstaltung ergebenden Ueberschüssen gefordert wer den dürften. Wie nun bekannt wird, beabsichtigt der Deutsche Reichsausschuß für Leibesübungen, fich ernstlich mit einer wesent lichen Herabsetzung der Meldegebühren zu befassen. Eine Reichstagsentschließung zur ,, täglichen Turnstunde“. Der Reichstag hat am Schlusse der dritten Etatsberatung eine Entschließung gefaßt: Die Reichsregierung wolle mit ben Ländern in Fühlung treten, um zu erreichen, daß in allen Ländern sechs Wochenstunden für Leibesübungen eingeführt werden. Gießener Zeitung' Steuerfreiheit von Sportveranstaltungen. Die Reichsregierung wird in einer vom Reichstag am Schlusse der dritten Etatsberatung angenommenen Entschließung erjucht, dahin zu wirken, daß Veranstaltungen auf dem Gebiet der Leibesübungen, da sie dem Empfänger der Leistungen( 3uschauer) gegenüber unmittelbar gemeinnügig wirken(§ 3 3iffer 3 des Umjahsteuer- Gesetzes und§ 10e der Ausführungsbe ftimmungen) auch bei Erhebung von Eintrittsgeld steuerfrei find. Neue Bücher. Trimm Kröger, Heimtehr. Etizzen aus meinem Leben. 208 Geiten. Jn Leinen Mt. 3,50, in Halbleder Mt. 5,- Ver Dich lag Georg Westermann, Braunschweig und Hamburg. terijsche Phantasie gestaltete in diesen Stizzen fleine Kunstwerte, über denen Erbgeruch und Sonnenglanz schwebt, und die teils durch ihren heiteren Humor, teils durch ihre schlichte Tragik uns menschlich nahekommen. Wer zugleich den Dichter und den was hier dasselbe ist Menschen Timm Kröger fennen und schätzen lernen möchte, greife zu diesen von föstlichem Humor getragenen, leicht lesbaren Geschichten. Eira Hellberg, Wenn die Grenze gleitet. Die Geschichte eines Verbrechens. 154 Seiten. Jn Ganzleinen Mt 4,50. Verlag Georg Westermann, Braunschweig und Hamburg. Mit einer pinchologischen Feinheit dringt die Dichterin in die tiefsten Gründe der weiblichen Seele ein. Sie lüftet den Schleier, der um die geheimsten Regungen eines fein empfinbenden Menschenfindes sich schmiegt, fie zeigt, wie Verständnis- Nr. 6. .Jahrg. Gie losigkeit und brutaler Materialismus einen dumpfen Druck auf einen Drud, der sich eine aufblühende Menschentnospe legen zur Unerträglichkeit steigert, bis es zu einer Katastrophe tommt. Wer das„ Gleiten der Grenze" in der Natur verspürt, wer in den Menschen mehr sieht als nur ein Stüd Materie, der wird in der subtilen Feinheit dieser von Eros Haud inspirierten Stizze viel Freude haben. Timm Kröger, Die Wohnung des Glücks. 140 Seiten. In Leinen Mt. 2,50, in Halbleder Mt. 3,75. Verlag Georg Diese feine Hamburg. Westermann, Braunschweig und Novelle scheint zunächst eine Folge anschaulicher, ganz in Duft - Erscheint: Samstags. Bezugspreis 40 Pig. monatlich fre und Stimmung getauchter Bilder heimatlicher Landschaft zu beftionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbe sein. Die Linie und die Melodie dieser Landschaft versteht Kro ng night verlangter Manuskripte wi gets scharfe Beobachtung ohne auflösende Gefühlsweichheit festzuhalten Die töftliche Stimmungsmalerei feiner Stizze wurzelt tief im Boden des Realen und wächst mit ihren duftigen Blüten in die Wollen phantastischen Humors hinein. Sonntagsgedanke Wieder ist die tolle Zeit im Jahre., Straße, getrieben von Vergnügungsh Sonderheft, nja Spiel und Tanz, Masken huschen i Fünfundzwanzig Jahre Deutsche Arbeit“. Herausgegeben von Dr. H. Ullmann. R.-M. 1,20. Grenze und Ausland, Hamburg 36. Verlag Bei den fünfundzwanzig rig um die, die ihre Sorgenlast am Jahren der von der„ Gesellschaft zur Forderung deutscher Kunst, pen. Und von der Straße aus sch Wissenschaft und Literatur in Böhmen" gegründeten„ Deutschenter Fau in der Tasche nach den hell Arbeit handelt es sich um einen dem Reichsdeutschen von heute Sallie und ein anderer wieder blid doppelt beachtenswerten Ausschnitt aus dem Leben des Gesamt ih auch mitfreuen wollte, aber den die deutschtums zwischen 1900 und 1925: um ein Stüd Grenz zum Betteln zwingt. deutschtum. Berantwortlich: Christian Klein in Gießen. Ein weitblickender Gefchäftsmann darf feine Zeitungsanzeigen nicht einschränken! Das Publikum merkt rasch einen solchen Rückgang und schliesst daraus auf einen Rückgang der Firma! Es ist auch sehr wichtig, dass die Reklamen und Anzeigen nicht immer in ein und derselben Zeitung veröffentlicht werden; allen Bevölkerung- kreisen die Anzeigen zu lesen geben, das gibt dem Geschäftsmann die Möglichkeit neue Kunden zu erwerben. Sie können es glauben. Die Zeitungs- Anzeige ist die beste und billigste Reklameart und als Werbemittel nicht zu übertreffen. 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