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Er ist, d ausgiebig, das beste und billigste möchte ihn nicht mehr entbehren. tar oder Rornfranck und Bohnenkaffee. n jedem Falle wie Bohnenkaffee) Weltkrieg 1927-1933 übersetzt von Baron von Lüderitz. gewesen, wieder freigegeben Zwei aktuellen Beilagen. r. schild, die Schriften die ungeheuren ErJahre 1927 über Europa hereinbrechen. insend. v. Mk. 1,10 od. Postscheck- Konto m.1.40. Westverlag Kom.- Ges., Wiesbaden 213, Schliessl, 60 & jung u. schén? ch im gesetzten Alter Jugendfrische, Leistungsfähigkeit erhalten will, sendfach bewährte ORIGINAL KAMP- SALL für gute Funktion der lebenswichund schützt vor überflüssigem Fett. packungen zu Mk. 3.- und 2.allen Apotheken und Drogerien Allein- Vertrieb x- Handelsgesellschaft N SW.68, Ritterstraße 48. Dr. Ulsch& Co. Frankfurt am Mai Telefon Maingau 30% 39. Jahrg. Samstag, den 5. Juni 1926. acer godar. 23. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Voraussichtliche Regelung der Flaggenfrage. Berlin, 4. Juni. Wie wir hören, wird sich die auf Montag, den 7. Juni, anberaumte Kabinettsfigung ausschließlich mit der Flaggenfrage beschäftigen. In dieser Sigung soll die Frage- im Kreise des Kabinetts selbst geflärt werden. Es liegt noch tein Gesetzentwurf des Reichsinnenministeriums vor. Die Mannesmann- Konzeffionen. London, 4. Juni. Die Banque de Paris et des Pays- Bas hat, wie der„ Daily Herald" meldet, Verhandlungen mit der Firma Mannesmann eröffnet, um einen deutsch- französischspanischen Trust zur Ausbeutung der Konzessionen in SpanischMarotto zu schaffen. Es sei die Absicht der Bant, von der franjöfischen Regierung auch die Mannesmann- Konzessionen in Französisch Marotto zu erhalten, die im Versailler Vertrag der deutschen Firma abgenommen wurden. Deutscher Erfolg Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschedtonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. Pfarrer D. Walter, Freiherr D. Dr. von Henl zu Hernsheim und Oberbürgermeister Rahn eine Rundgebung am Lutherdenkmal stattfand, bei der Oberkirchenrat Zontgraf- Mainz eine AnSprache hielt. Mehrere tausend Menschen umfäumten das Dentmal. In der Dreifaltigkeitskirche hielt Professor D. Dr. ElertErlangen über„ Luthers Bedeutung für die Welt" einen Vortrag. Ein gewaltiges Schlußbekenntnis war das von Tausenden gemeinsam gesprochene Vaterunser. So schloß die Tagung von mehr als gewöhnlicher Bedeutung. Ihre praktische Auswirkung wird eine Fülle neuer lebendiger Frauenarbeit zum Wohle des Voltsganzen in allen Gauen Deutschlands sein. Generaldirektor Deser+. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lotal 12 Pig, die 90mm breite Reflame Petitzeile 96 Pfg. Playvorschriften ohne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Bevölkerungsbewegung und Wohnungsnot in Hessen. Nach amtl. Material bearbeitet von G. Ziegler- Darmstadt. ( Schluß.) Zu denselben Ergebnissen kommt Dr. Gerhard Fürst, Berlin, der im Grundeigentum" seine Untersuchungen auf das ganze Reichsgebiet erstredt. Er befaßt sich zunächst mit der Frage, wie groß die Zahl der Wohnungssuchenden überhaupt ist und schreibt dazu: Die Zahl der Personen, die zurzeit Anspruch auf eine Wohnung erheben, tönnte eventuell aus der Zahl der bei den Wohnungsämtern eingetragenen Wohnungssuchenden gewonnen wer in Am Donnerstag verschied der Generaldirektor der Deutschen Reichseisenbahngesellschaft Rudolf Doeser in Berlin. Der Geden. Da hierbei jedoch Doppeleintragungen an verschiedenen neraldirektor war bereits seit längerer Zeit leidend. 700- Jahr- Feier Lübecks. Lübed, 4. Juni. Jm Stadttheater fand heute vormittag die offizielle Gedenkseier statt, zu der sich eine große Festversammlung hatte. Es war u. a. erschienen Verkehrsminister bei den Wahlen in Südwestafrika. Kapstadt. Bei den Südwestafrikanischen Parlament sind von zwölf Sigen sieben den Deutschen zugefallen. Von den zwölf Wahltreisen hatten die Kreise Windhut, Okahandja, Lüderitzbucht, Kolmanstop und Grootfontein ziemlich sichere deutsche Mehrheiten, während die Aussichten in Swakopmund und Omaruru unbestimmt waren. Erfreulicherweise fonnten auch diese beiden Wahlkreise für die deutschen Kandidaten gewonnen werden. Folgende deutsche Kandidaten wurden gewählt: Peter Müller( Windhuk), Blank ( Swakopmund), Westenfeld( Omaruru), Albert Voigts( Okahandja), Hirsekorn( Lüderißbucht), Fischer( Kolmanskop), Kegel ( Grootfontein. am 25. Mai erfolgten Wahlen zum rohne, als Vertreter des Reichspräsidenten und der Zur englischen Kohlenfrage. Londen, 4. Juni. Im Unterhaus erklärte Churchill, die Regierung behalte sich in der Kohlenfrage volle Handlungsfreiheit vor, doch lehne sie es nicht ab, der Kohlenindustrie innerhalb der Grenzen von 3 Millionen Pfund weitere Unterstügung zu gewähren. Italienische Regierungsmaßnahme gegen die protestantische Kirche. Wie der ,, Avanti" meldet, haben die Behörden in letzter Zeit der protestantischen Kirche verboten, die sogenannte Nachschule abzuhalten, d. h. Knaben und Mädchen nach der Schule um sich zu versammln. Der| ,, Avanti" fügt hinzu, der behördliche Erlaß werde damit begründet, daß die katholische Kirche allein in Italien anerkannt sei, während die protestantischen Konfessionen nur geduldet würden. Infolge dieses Erlasses hat die protestantische Kirche auf die sogenannte Nachschule verzichten müssen. Mussolini scheint sein diktatorisches Vorgehen nicht mehr auf politische Gegner beschränken zu wollen. Man wird die neue Verfügung nur mit tiefem Bedauern aufnehmen können. Sie zeigt eine religiöse Unduldsamfeit, die in einem Lande, das auf kulturellen Hochstand Anspruch erhebt, unmöglich sein sollte und sich von selber richtet. Evangelisch- Sozialer Kongreß. Der zweite Verhandlungstag des Evangelisch- Sozialen Kongresses in Saarbrücken brachte den Hauptvortrag von Krof. Dr. Zimmermann- Hamburg über: Die Lebens- und Arbeitsverhältnisse der in Industrie, Handwert, Handel und Verkehrswesen bechäftigten Jugend". Ein im letzten Jahr durch Fragebogen teichlich gesammeltes Material lag dem Vortrag zur Auswertung zu Grunde, dessen Hauptforderungen eine bessere Regelung der Arbeitsverhältnisse für Jugendliche war und mit einem Appell an die Generation der Alten endete, den Geist, den man ich von der Jugend erwünsche, der Jugend selbst vorzulegen. Der durch die Kriegsjahre bedingte Ausfall an Jugendlichen in den kommenden Jahren dürfte den Jugendlichen zu einer begehrten Arbeitskraft werden lassen. Umso eher werden sich dann Forderungen des Jugendschuhes von selbst durchsetzen. Frau Krutenberg- Conze- Kreuznach erstattete in einem Rorrefeat Bericht über die Lage der weiblichen Jugend, eine Reihe anderer Redner gaben bemerkenswerte Ergänzungen über die Berhältnisse in den verschiedenen Gegenden Deutschlands. Der Vorsitzende, Reichsgerichtspräsident Dr. Simons- Leipzig, jchloß den Kongreß mit warmen Dankesworten an die Redner. Am Nachmittag wurde eine Reihe industrieller Unterneh= mungen im Saargebiet besichtigt. Für den Abend des zweiten Tages hatten die Darmstädter Frauenvereine die auswärtigen Gäste zu einem sehr stimmungsvollen Teeabend in die„, Vereinigte Gesellschaft" eingeladen, wo Auserlesenstes geboten wurde. Der dritte Tag brachte am Vormittag die Mitgliederversammlung der Vereinigung. Diese wurde dadurch bedeutsam, daß das neue Arbeitsprogramm beraten und angenommen wurde. Der Nachmittag führte die Teilnehmer der Tagung im Sonderzug nach der Lutherstadt Worms, wo nach der Begrüßung durch Dr. Reichsregierung. Eine Bilanz.iqm In einem Ueberblid über Gegenwartsstand und Zukunftsaufgaben der deutschen Sozialgesetzgebung führte anläßlich des 25jährigen Bestehens der deutschen Gesellschaft für Sozialreform deren Vorsitzender, Präsident v. Nostiz, aus: Orten vorkommen können und stillschweigende Wohnungserwerbungen auf dem Wege der Aftermiete, zum Teil auch das Mieten von Wohnungen in Neubauten, die nicht der Zwangsbewirt schaftung unterliegen, dem Wohnungsamt unter Umständen un bekannt bleiben, besteht die Gefahr, daß die dadurch gewonnenen Zahlen zu hoch sind. Einen besseren Maßstab bildet daher die bei der letzten Volkszählung ermittelte Zahl der Haushaltungen. Da alle Familien und alle einzeln lebenden Personen, die eine eigene Hauswirtschaft führen, eine besondere Haushaltungsliste auszufüllen hatten, auch wenn sie feine selbständige oder getrennte Wohnung besaßen, gibt diese Zahl ein hinreichend genaues Bild von der Größe des Wohnungsbedarfs. Nach den Veröffentlichungen des Statistischen Reichsamtes( vgl. Sonder heft 2 zu„ Wirtschaft und Statistit") sind insgesamt 15 359 131 Haushaltungen gezählt worden. Es ist vom Standpunkte der Wohnungsfrage aus sehr interessant, daß die durchschnittliche Größe der Haushaltungen gegenüber der letzten Vorkriegszäh lung vom Jahre 1910 ganz bedeutend abgenommen hat. Wäh rend im Jahre 1910 durchschnittlich auf jede Haushaltung 4,53 In den Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs und Glanzes vor dem Krieg war soziale Reform größtenteils Sache des guten Willens, einer gerechten und billigen Denkungsart. Und es ist deshalb die geschicht- Personen entfielen, ist diese Zahl um rund 10 Prozent auf 4,07 liche Schuld der führenden Klassen, daß wenn auch manches geschah, nicht noch viel mehr geschehen ist, was hätte geschehen sollen. Heute ist die Frage, ob die wirtschaftliche Möglichkeit vorhanden ist, viel öfter berechtigt. Was man billig hätte haben können, muß jetzt mit sehr fühlbaren Opfern erkauft werden. Denn unverrückbar bleibt: ohne Sozialpolitik und soziale Reform fein gejundes Volts- und Staatsleben. Diese Ausgaben sind feine Lasten, sondern im vollsten Sinne Werbungskosten der Wirtschaft. Denn nicht, daß der einzelne oder auch ein einzelner Wirtschaftszweig Geld verdient und blüht, sondern daß ein Volt als Ganzes tüchtig und gesund bleibt, ist das Ziel. Praktisch gehe es um zwei große Aufgaben: die eine, mitzuarbeiten an der Kodifizierung, dem Ausund Weiterbau der sozialen Gesetzgebung, vor allem des Arbeits- und Versicherungsrechtes, wie sie jetzt im Gange ist. Die andere Aufgabe, heute noch schwieriger, ist die, nach Kräften dazu beizutragen, daß Arbeitgeber und Arbeitnehmer über ihren sich oft wiberſtreitenden Interessen das Bewußtsein der Volts- und Schicksalsgemeinschaft nicht verlieren, in der sie stehen. Gerade die ungeheure Wirtschaftsnot, die ungeheure Reparationslast, drängt dazu, jede unproduttive Ausgabe zu vermeiden, und Arbeitsstreitigkeiten sind für die Volkswirtschaft als Ganzes unproduktiv, mögen sie auch der einen oder anderen Seite trog zeitweiliger Verluste Vorteil bringen. Als letztes Mittel mögen Arbeitskämpfe auf die Dauer nicht immer vermeidbar sein und haben zweifellos auch soziale Fortschritte bewirkt. Gegenwärtig, in unserer durch Blutverlust und Fieber geschwächten Volkswirtschaft, müssen sie verheerend wirken.d Die Gesellschaft für soziale Reform umfaßt seit 1916, wo auch die freien Gewerkschaften beitraten, die Arbeiter- und Angestelltenvereine aller drei großen Richtungen mit nicht weniger als 8 Millionen forporativen Mitgliedern. Neuerdings hat nun auch die Vereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände aus eigenem Antrieb ihren Anschluß vollzogen; eine Tatsache, die zweifellos zur Vertiefung des Meinungsstreites innerhalb der Gesellschaft führen wird, dafür aber neue wertvolle Berührungsmöglichkeiten schafft. Tue Deine Pflicht! Gib zur Zeppelin- Edener- Spende! Tu Deine Pflicht! Und opf're Deine Gabe Dem Werk des unvergessenen Zeppelin, Der Vorbild Dir in eisenfestem willen, Wenn noch so oft sein Schiff verloren schien Tu Deine Pflicht! Stolz fährt Dein Schiff! Jn harter Zeit geschaffen Durch Deine Gabe, mühsam Dir erspart; Es weist der Welt den Weg zu neuem Aufstieg Durch stete, sich're, unbeirrte Fahrt. Stolz fährt Dein Schiff! Personen je Haushaltung zurüdgegangen. Wenn diese Tendenz zur Verkleinerung der Haushaltungen auch schon bei früheren Zählungen zu beobachten war, so ist der Rüdgang seit dem Jahre 1910 doch ganz außergewöhnlich stark. Dieser Rüdgang ist durch die verstärkte Neugründung von Familien und damit auch von Haushaltungen und durch die Einschränkung der Zahl der Hausangestellten sowie durch das fortgesette Sinten der Geburten= häufigkeit zu erklären. Nach der Zählung von 1910 entfielen auf das heutige Reichsgebiet bei einer Gesamtbevölkerung von 57,8 Millionen Einwohnern 12 759 000 Haushaltungen. Die Zahl den wohnungsuchenden Parteien hat also seitdem um 2,6 Millionen oder um 20,4 Prozent zugenommen. Diese Zahl wird durch einen Vergleich mit der Zunahme der bestehenden Ehen im gleichen Zeitraum, wobei sich eine Zunahme von 22 Prozent ergibt, erhärtet Wie groß ist dem gegenüber die Zahl der zur Verfügung stehenden Wohnungen? Es tann mit Sicherheit angenommen werden, daß bei der Zählung des Jahres 1910 jede Haushaltung die Anspruch auf eine Wohnung erhob, auch im Besitze einer Wohnung war, so daß für das Jahr 1910 mit einem Bestand von 12 759 000 Wohnungen gerechnet werden kann. Die Wohnungsreserve der unvermieteten Wohnungen ist dabei noch nicht berüdNach den Ergebnissen der amtlichen Bautätigkeitsfichtigt. statistik war in den Nachkriegsjahren 1919-1924 im gesamten Deutschen Reich ein Reinzugang von 665 479 230 Wohnungen zu verzeichnen. Für die Jahre 1910-1918 liegen amtlich nur Teilstatistiken für 19 Großstädte vor, aus denen der Zugang an Wohnungen für das gesamte Reichsgebiet errechnet werden muß. In diesen 19 Großstädten mit insgesamt über 7 Millionen Einwohnern sind in den Jahren 1919-1924 tund 73 000 Wohnungen oder 11 Pozent der überhaupt entstandenen Wohnungen erbaut worden. In den Jahren 1910-1918 hatten die gleichen Gemeinden einen Reinzugang von rund 243 000 Wohnungen aufzuweisen. Da in den Nachkriegsjahren der Anteil der Großstädte es wurden z. B. an dem gesamten Bauergebnis sehr gering ist im Jahre 1924 ir den Großstädten nur 22 418 Wohnungen erbaut gegenüber 34 396 in den Landgemeinden unter 2000 Einwohnern- wird man den Satz von 11 Prozent nicht ohne weiteres auf die Vorkriegszeit übertragen fönnen. Rechnet man vorsichtig, daß diese 19 Großstädte vor und während des Krieges nicht den 9. Teil, sondern nur den 6. Teil der Gesamtbautätigkeit auf sich vereinigten, so tommt man immerhin auf einen Zugang von 1,5 Millionen Wohnungen in den Jahren 1910-1918 hierzu rund 0,7 Millionen in der Nachkriegszeit 1919-1925, ergibt zusammen 2,2 Millionen Wohnungen Hierbei sind die früher leerstehenden Wohnungen nicht mit als Zugang gezählt, da Unterlagen für eine annähernde Schätzung nicht vorhanden sind. Diesen 2,2 Millionen Wohnungen stehen 2,6 Millionen neuer Haushaltungen gegenüber, so daß ein ungedeckter Bedarf von 400 000 Wohnungen verbleibt. Dieses Ergebnis bleibt nicht unwesentlich hinter den oft in der Deffentlichkeit genannter Schäzungen von 800 000 bis 1 Million fehlender Wohnungen zurüd. Vergleicht man außerdem den Zuwachs der Wohnungen mit dem Wachsen der Bevölkerungszahl, so ergibt sich, daß seit dem Jahre 1910 die Haushaltungen um die Wohnungen um 20,4 Prozent 17,2 " " die Bevölkerung aber nur um 8,2 gestiegen sind. Es zeigt sich somit, das auch auf Grund genauerer Sonnabend, den 5. Juni 1926. Unterlagen in einzelnen Städten gewonnene Bild, daß die Wohnungen weit stärker gestiegen find als die Bevölkerung, daß also die Wohndichte geringer geworden ist. Dieses Bild würde selbst dann noch bestehen bleiben, wenn man die Bautätigkeit in den Jahren 1910-1918 wesentlich niedriger einschäft, als es in den vorstehenden Berechnungen geschehen ist. Welche Schlußfolgerungen find nun aus den gewonnenen zahlenmäßigen Ergebnissen zu ziehen. Da die Berechnungen fich auf das gesamte Reichsgebiet erftreden, ist es sehr wohl möglich, daß die tatsächlichen Berhältnisse in den Großstädten diejen Ergebnissen anscheinend widersprechen. Dies liegt daran, daß die Wohnungsnot in den großen Städten am stärfften zutage tritt und die vorhandenen weniger start besetzten Wohnungen nicht jo augenfällig in die Erscheinung treten. Es ergibt sich aber andererseits daraus, daß die Wohnungsnot zu einem wesentlichen Teil nicht auf einen absoluten Mangel an Wohnungen zurückzuführen ist, sondern auf eine falsche Verteilung der vorhandenen Wohnungen. Die Tatsache, daß das Wachstum der Bevölkerung hinter der Bermehrung der Haushaltungen zurüdbleibt, zeigt, daß der Anspruch auf tleinere Wohnungen wächst und befriedigt werden muß. Da bei den heutigen Mietverhält nissen die Altbefizer der größeren und vor allem auch der mittleren Wohnungen unter dem Schutze der Zwangsmieten die Wohnungen nicht wie in normalen Zeiten aufgeben, ist der natürliche Austausch, der sich sonst durch das Absterben älterer Familien und das Rachdringen junger Familien vollzog, gehemmt worden. Es ist vor allen Dingen zu bedenken, daß die Wohnung heute für weite Kreise des Mittelstandes das einzige verbliebene Bermögensobjekt ist. Viele ältere Leute, die sich früher mit einer kleineren Wohnung begnügt hätten, die sie von ihrer Pension oder ihren Ersparnissen hätten erhalten können, müssen heute die Zimmervermietung als Einkommensquelle aus nußen, um überhaupt existieren zu können. Die Anjammlung der Menschen in den großen Städten wird dadurch verstärkt, da eine große Zahl der Pensionierten und Rentiers früher in fleinere Orte mit billigeren Mietverhältnissen abwanderte. Es sind also reine Folgen der Geldentwertung, die sich auf dem Wohnungsmarkt auswirken, und eine weitschauende Wohnungs politik wird daher hier einsetzen müssen. Je größer die Zahl der Haushaltungen wird, die in neuen und damit teueren Wohnungen leben, desto ungerechter ist die Aufrechterhaltung des jetzigen Zustandes, der die Mieter der Friedenswohnungen privilegiert. Die tommende Steigerung der Mieten wird hier einen Ausgleich anbahnen. Wollte man bei dem bisherigen Verfahren bleiben, so besteht die Gefahr, daß allmählich ein Ueberschuß an Wohnungen entsteht. Jeder Bezieher einer neuen Wohnung geht auf dem Markte der Zimmerabvermietung verloren. Wenn also alle jetzt noch in Aftermiete lebenden Ehepaare eine Neubauwohnung beziehen, muß die Abvermietung von Zimmern im jetzigen Umfange zur Unmöglichleit werden. Das wachsende Angebot von möblierten Zimmern ist dafür ein warnendes Zeichen. Die alleinstehenden Besitzer größerer Wohnungen werden sich dann notgedrungen zur Aufgabe ihrer Wohnung entschließen müssen. So hart dies für den einzelnen auch sein mag, so wird sich diese Konsequenz nicht vermeiden lassen. Selbst wenn diese älteren Leute der Unterstützung der Allgemeinheit zur Last fallen, die hierzu Mittel aus der Hauszinssteuer bereitstellen tönnte, wird es richtig sein, diesen Weg zu be= schreiten, um den natürlichen Ausgleich zwischen Einkommensverhältnissen und Wohnungsgröße wieder herzustellen. Das mag vielleicht unsozial tlingen, es ist aber schließlich immer noch richtiger als der jeßige Zustand, bei dem, im Grunde genommen, das Lebensalter für den Besitz einer Wohnung entscheidet. Die Notwendigkeit einer sozialen Fürsorge muß, wenn sie als solche erkannt ist, auch mit den Mitteln der Wohlfahrtspflege durchgeführt werden, sie darf dagegen nicht den Wohnungsmarkt belaften und damit den Raum für die Entwicklung des jüngeren Boltsteils versperren. Das Ergebnis formuliert: Bekämpfung der Wohnungsnot nicht allein durch eine Hebung der Bautätigkeit, sondern auch durch eine gerechtere Verteilung des vorhandenen Wohnraums mit Hilfe eines Ausgleichs der Miete für alte und neue Wohnungen. dell Wer mich bekennet. Von Erwin Gros. 11. Fortsetzung. don Hans Heeger aber dachte bei sich: Wie gerne würde ich ihr einmal ein Paar Schuhe machen, und die sollten mindestens so schön werden wie diese hier. Aber ich darf ihr doch keine anbieten. Ja, wenn sie mein Schatz wäre!" Dieser Gedante trieb ihm das Blut in die Wangen. Na, na, Sans", sprach der Meister, der dies bemerkte ,,, du brauchst doch nicht solch einen roten Kopf zu kriegen, wenn man dich einmal lobt!" Dann aber fuhr er mit lebhaften Geberden auf: ,, Aber, ihr Leute, da fällt mir ja plöglich ein, daß die Sybille dieses Jahr auf Christi Himmelfahrt ihren Geburtstag hat, und wahthaftig, da wirst du zwanzig Jahre alt. Was die Zeit vergeht! Wenn du an dem Tage, wo ich dich aus der Taufe gehoben habe, so vor mir gestanden hättest, wie heute, dann wäre ich gewiß tein Junggeselle geblieben. Du bist halt zu spät auf die Welt gekommen, oder ich zu frühe. Heute willst du natürlich von so einem alten Brottrüstchen nichts mehr wissen; dran beißt du dir die schönen Zähne aus. Aber, na, ein Präsent nimmst du doch noch in Gnaden von dem verhuzelten Pätter( Pate) an. Ja, was schenken wir denn da? Was wünscht sich denn mein Schätzchen?" Sybille stand in reizender Verlegenheit da; sollte sie solche Schuhe erbitten, aber das war dann doch zugleich ein Geschenk des jungen Gesellen; ihm gegenüber aber diesen Wunsch auszusprechen, das ging doch nicht an. Da führte Hans Heeger die Lösung herbei:„ Da Jungfer Sybille mir hier im Dorf die erste Guttat erzeigt hat, möchte ich auch teilhaben an dem Geburtstagsgeschenk. Darum meine ich, wir schenken ihr ein Paar Schuhe; ihr, Meister, stellt das Leder, ich die Arbeit." Das Antlig des Mädchens strahlte in einer Freude, die be redter war als alle Worte. Als Vogelsberger dessen inne ward, aser 11 , Gießener Zeitung" Lokales. Zum Großflugtag in Gießen. die Morgen werden wir also wieder ein großes Luftschauspiel bewundern fönnen. Alle Vorbereitungen find getroffen Flugzeuge zum Teil bereits auf dem Flugplatz gelandet rührige Hände sind bei der Arbeit und sorgen für Erfrischungsstände. Die strengen Absperrmaßnahmen sind festgelegt Der Verkehr zum Flugplay ist geregelt und auf Massenandrang eingerichtet. Das Spiel tann beginnen. Ein Luftschauspiel wird uns geboten. Die Gesellschaft für deutsches Flugwejen m. b. H. Berlin, hat bereits zahlreiche Flugtage veranstaltet, die in mustergültiger Weise gelangen und jedesmal 30 000-40 000 anTodten, die auch voll und ganz auf ihre Kosten tamen, denn der Direttor D. Glaeser hat ein Flugzeuggeschwader modernster Inpen zusammengestellt und die besten Biloten als Führer verpflichtet. Die Brominenz der Flieger wird uns ihre Künste zeigen. Der Friedensvertrag hat zwar unserer emporstrebenden Fliegerei eiserne Fesseln auferlegt, er fonnte uns vorschreiben, nur schwachmotorige Flugzeuge zu bauen, aber er fonnte unseren waderen Boliten nicht die Grenze ihres Fligermutes vorschreiben. Die Gesellschaft für deutsches Flugwejen hat es sich zur Aufgabe gemacht, in ganz Deutschland Flugtage zu veranstalten und allen Deutschen zu zeigen, wie wir immer weiter vorwärts schreiten, um den Fluggedanken in die breite Masse unseres Volkes zu tragen. ed. Die Künstler der Luft, werden uns die schwierigsten Kunststüde zeigen, wie z. B. das Ueberschlagen der Maschine. Sturgflug aus über 1000- Meter- Höhe, wobei es der Geschicklichkeit, Geistesgegenwart und Energie des Piloten bedarf, um die Masajinen im Absturz wieder aufzufangen. Diese Kunststüde werden der Fliegerei wieder sicherlich viele neue Freunde werben. Auch der Rettungsring der Luft, der Fallschirm, wird uns praktisch vorgeführt werden. Der Fallschirmpilot und Refordspringer Ernst Streit, in 500- MeterHöhe mit dem Fallschirm abspringen. Neben diesen wagehalsigen Vorführungen werden vor allen Dingen die Ballonjagden heitere Stimmung auslösen. Die Flieger haben die Aufgabe, kleine Ballons zu verfolgen und mit dem Propeller zu vernichten. Gezeigt werden weiter Zielabwürfe vom Flugzeug aus mit markierten Postbeutel, die ebenfalls Heiterfeit auslösen, wenn das Ziel nicht erreicht wird. Bor, während und nach der Veranstaltung können die Zuschauer auch ihre Heimatstadt von der Vogelperspektive aus bewundern. Die Flugzeuge werden gegen geringen Entgelt Pasjagierflüge ausführen. Für die besten Leistungen der Flieger sind verschiedene wertvolle Ehrenpreise gestiftet worden. An erster Stelle hat unsere Stadtverwaltung einen Preis zur Verfügung gestellt. Mit einem Massen besuch ist ohne Zweifel zu rechnen. Die Eintrittspreise sind trotz der großen Kosten, die eine solche Veranstaltung verursacht, derart niedrig, daß ein jeder sein Schärflein der deutschen Fliegerei opfern kann und nicht abseits zu stehen braucht. Wir wollen deshalb hoffen, daß unser Flugtag am Sonntag einen Massenbesuch aufzuweisen hat. Merksäge für den Straßenverkehr. 1. Fußgänger. 1. Rechts gehen und rechts ausweichen. 2. Grundsätzlich auf dem Bürgersteig gehen. 3. Wo möglich, auf Bürgersteigen die rechte Hälfte einhalten. T nach rechts und links sehen. de Nr. 23 6. Auf die Straßenbahn an den Haltestellen nicht auf dem Fah dann sondern auf dem Bürgersteig warten. 7. Nicht vor einem herankommenden Fahrzeug( oder Fahrra 7. hin- und herlaufen. Wenn keine Zeit mehr zum Ausweiche ift, dann stehen bleiben, damit das Fahrzeug sicher seinen We an dem Fußgänger vorbei nehmen kann. Sonnabend, den 5. Juni 9. Nicht unmittelbar an Straße 10. Beim Kreuzen von Fahrzeu das andere zu seiner Rechten zu halten. 11. Halten, solange Fahrgäste a und aussteigen, sofern nicht senbahn und dem Fahrzeug i Gefährdung der Fahrgäste u fahren werden kann. Die Polizeibeamten sind ang auf Verstöße gegen diese Mertfä bei strafbaren Handlungen entsp 8. Nicht dicht hinter einem haltenden Straßenbahnwagen vo übergehen, um nicht vielleicht durch ein hinter ihm in ent gegengesetter Richtung fommendes Fahrzeug gefährdet werden. 9. Kinder nicht auf Verkehrsstraßen spielen lassen. 2. Führer von Fahrzeugen, Kraft- und Radfahrer. 1. Stets die rechte Straßenseite einhalten. 2. Stets nur mit solcher Geschwindigkeit fahren, daß jederzei die obliegenden Pflichten erfüllt werden können. 3. An Straßenkreuzungen und vor Straßeneinmündungen be sonders vorsichtig fahren. 4. In engen oder belebten Straßen stets langsam fahren. 5. Zeichen geben( bei Abbiegen, Berringerung der Geschwindig teit, Halten) für Verkehrspolizei, entgegenkommende und nachfolgende Fahrzeuge. 6. Beim Einbiegen in eine Straße ist nach rechts in kurze Wendung nach links in weitem Bogen zu fahren. 7. Nicht in engen Straßen wenden. 8. Möglichst nicht in engen Straßen andere Fahrzenge über holen. Man sieht den Onkel Stuvkamp hier.Die Nichte sagt ihm in die Ohren: Ach Onkel, das verdank ich Dir! Jch fühle mich wie neu geboren!" Der Onkel aber spricht und lacht: Nur Stuvkamp Salz" hat das gemacht!" Diese alle weiblichen Herzen bewegende Frage ist gelöst! Die Antwort lautet: Durch STUVKAMP- SALZ Körperfülle, unreinen Teint, schlaffe Gesichtszüge, Nervosität und Unlust sind meist die Folgen ungenügenden Stoffwechsels. Nehmen Sie regelmäßig jeden Morgen eine kleine Messerspitze Stuvkamp- Salz, welches fü gute Funktion der lebenswichtigen Organe sorgt, Sie vor übermäßigem Fett schützt und Ihnen auch im gesetzten Alter Jugendfrische, Elastizität und Leistungsfähigkeit bewahrt. Original Stuvkamp- Salz in Packungen zu Mk. 3. und 2.- in allen Apotheken und Drogerien erhältlich. Allein Vertrieb Phönix- Handelsgesellschaft BERLIN SW. 68. Ritterstraße 48. k Aufhebung der Straßenspe Aufbesserungsarbeiten im vorderen here unterm 3. ds. Mts. erlassen von der Marburgerstraße an bis aufgehoben. * Straßensperrung. Wegen legung wird der Weglarer Weg z Straße vom 5. Juni ab für jeglic * Aus der Polizeiverordnung veranstaltung. Von nachmittags Dunkelheit wird die Kreisstraße Durchgangsverkehr gesperrt. * Kreisamt. Für die Gemart Ettingshausen, Saasen, Göbelnro der festgestellten Maul: und Kla bildet worden. Ebenso für das H Die Gemeinden Großen- Bujed dem Beobachtungsgebiet des Spe den, 津 Seffische Staatsschuldenvern Dollarschazanweisungen des Volk ber 1923 erfolgt am 18. Oftober wertes in Reichsmark. Die Stüd leihe des Volksstaates Hessen vom 1. Oktober 1926 mit einem Aufgel utüdgezahlt. Die Stüde der Rei leihe werden zum 1. Oftober 192 Am 31. Mai feierte unser meister der Fleischer- Innung Ern burtstag. Herr Sad hat sich auße Organisation des Fleischerhandwer diesem bearbeitet er noch viele an t 25jähriges Dienstjubiläum. der Herr Polizei- Verwaltungsinsp Tätigkeit im Polizeiverwaltungsi er bis zum 8. Dezember 1924 bein war, wurde er zum Polizeiamt Gi hier durch seine Kenntnisse, seine kommendes Wesen das Vertrauen Untergebenen sowie des Publikum # Kampfspiellotterie. Der M Wertlotterie zu Gunsten der Deuts am Rhein als Vertriebsgebiet 1. Ziehung am 17. und 19. Juli 19 30. und 31. August 1926. . - Sparkassen Reisekreditbri die Sparkassen des Deutschen Reiche einheitliche Reisekreditbriefe aus. tassenreisekreditbriefe sind von den wenigen Jahren seit ihrer Einfüh ben. Die Kreditbriefe gewinnen lungsmitteln erneut an Bedeutung Reisekreditbriefe erfolgt durch fas tassen, Stadt- und Kreisbanken un 4. Nicht in Gruppen auf dem Fahrdamm oder den Bürgersteigen Generalvertretung: Dr. Utsch& Co., Frankfurt am Main. Sandhabung ist die dentbar einja stehen bleiben. 5. Den Fahrdamm senkrecht( fürzeste Strede) überschreiten, dabej begann er hellhörig zu werden und bei sich selbst die Frage aufzuwerfen:„ Freut sie sich über die Stiefel allein, oder darüberdaß der Hans sie anfertigt? Ich glaube, ich glaube, Da spinnt sich ein Faden an, der zuletzt zum Eheband wird. Na, ich hätte meinen Spaß dran." - ,, Wir wollen sogleich des Maß nehmen", sagte Hans Jeeger. Der Meister setzte sich an den Tisch, die Zahlen aufzuschreiben, der Geselle ließ sich vor Sybille auf ein Knie nieder, auf das andere Knie stellte sie ihren Fuß. Dabei fiel ihm eine alte Sage ein, die ihm sein Meister in Zweibrüden einmal erzählt hatte, von einem Könige, der um eine Prinzessin warb und als Kaufmann übers Meer fuhr, um sie unerkannt zu sehen. Und als er ihr ein paar goldene Schuhe anprobte, konnte er, von ihrer Schönheit überwältigt, sein Geheimnis nicht wahren und sprach:„ Deine Füße stehen in König Rothers Schoß, der dein zukünftiger Gemahl ist.“ behandelte, wie es sonst beim Magnehmen nicht die herkömmliche Weise war. Nicht daß er die Grenze der Zucht auch nur um eines Liebkosende der ganzen Handlung; mit niedergeschlagenen Augen Haares Breite überschritten hätte, aber Sybille empfand das überrieselt und umsponnen von einer noch nie gekannten Freude, saß sie da. Natürlich nahm er das Maß von beiden Füßen:„ Es tönnte ja eine kleine Abweichung vorhanden sein." Am folgenden Tage wanderte Hans Heeger in aller Morgenfrühe schon nach Homburg, um Leder einzukaufen, und der Gerbermeister mußte das Allerfeinste vom Feinen vorlegen, als gälte es, eine Königin zu beschuhen. Zugleich aber gab Hans noch einen Brief zur Post, den er noch am Abend vorher geschrieben hatte. Darin beauftragte er seinen Oheim in der Heimat, Haus und Hof, Aeder und Wiesen, die ihm, dem Neffen, gehörten, bei gegebener günstiger Gelegenheit zu verkaufen. Er solle ihm dann darüber Bericht geben und die eingehenden Gelder an das Kaufhaus Porsch in Frankfurt am Main gelangen lassen. Porsch war der Rotschild jener Zeit, das bekannteste und zuverlässigste Banthaus Deutschlands. Als Grund gab Hans an, er werde nicht mehr heimkehren, sondern in Holzhausen, so in der Wetterau unfern Frankfurt gelegen sei, fich ansässig machen, Miqueletrasse 58. Telefon Maingau 3017. sintemalen er dort Gelegenheit zu haben hoffe, sich ,, günstig zu verändern". Daß die Schuhe Sybillens wahre Kleinode und das Ent zücken der Trägerin wurden, wird nur nebenher bemerkt, ebenso dies, daß alle Mädchen und jungen Ehefrauen des Dorfes in jenen Tagen ihren Bätern oder Männern klar machten, daß man so miserabel beschuht sei, daß man am Sonntag nicht mehr auf die Straße gehen könne. Wenn dann die Angegangenen fein Verständnis für diese Not aufbrachten und hartleibig und zähe blieben, wurden fie stets in die Flucht geschlagen durch die Drohung, man werde dann zum Schimpf und zur Schande solch unerhörten Geizes bar fuß in die Kirche gehen. Und wenn diese und ähnliche Rede vom Morgen bis Abend wie ein Landregen niederging, so wurde auch der härteste Haustyrann butterweich. Das größte Ereignis für Holzhausen war am Samstag vor Exaudi. Der Einzug Seiner Exzellenz, des Freiherrn von Ingelheim. In einer von vier Füchsen gezogenen Prachtkutsche tam er von Wetzlar mit seiner Gemahlin angefahren. Zwei Diener und zwei Kammerjungfern folgten in einem andern Wagen. Ein Jäger zu Pferde, umschwärmt von einer Meute Jagdhunde, fehlte nicht. Am Obertor wurden die hohen Herr schaften von dem Amtmann Stubenrauch, dem Schultheiß Peter Michel und den beiden katholischen Gerichtsschöffen Gerhard Feuerbach und Hans Michel Kunz erwartet Dorf geleitet. Ratürlich liefen die Kinder hinter den Wagen drein; von Erwachsenen waren an der Krone nur etliche Leute zugegen und begrüßten Seine Erzellenz mit dünnem Heilruf. Der evangelische Teil der Bevölkerung hielt sich geflissentlich fern. Also trat der Zwiespalt in der Gemeinde offen zutage. und durch das anger der Vorlage des Kreditbri Lichtbilder versehener Ausweis, d Tein von dem Priester, der von Ob mar, verkündet, daß seine Exzellen Dietrich von Ingelheim, des heilig mergerichtes Präsident, den Plan ge fatholische Kirche zu bauen und e ftellen. Fortsetzung Mit dem Nade auf Dem Wandern haben die de Lieder geweiht. Sie haben gesagt, Burschen Luft sei und derjenige in Dem Gott will rechte Gunst erweis Wandertrieb im Blute. Alt und heimat auf Wanderungen fennen was es im Auslande zu sehen und maten des Frühlings erwacht die Sicht man an den ersten schönen Len lein und Weiblein aus der Stadt p Natur, losgelöst von den Alltag Freude und der Andacht zu verleben Die Begeisterung für den Sport schoben. Nach Millionen zählen Beringer ist die Anzahl der Radw Sauen. Die Verbände haben erfar hrer Kraft im Wanderfahren lieg Mitteln das Wanderfahren auf de Mit dem ersten schönen Frühlings für den Wandersport ein und noch Derfahren ungehört verhallt. An der Krone" entstieg der Freiherr mit seiner Gemahlin dem Wagen. Die Art, wie er mit huldvoller Verneigung des Hauptes und majestätischer Handbewegung sein Volf begrüßte, hätte einem Ludwig dem Bierzehnten auch wohl angestanden. Am folgenden Tage, dem Sonntage vor Pfingsten, war feierliche Messe im Rathaus, wozu die ganze Gemeinde entboten wor den war. Der tatholische Schulmeister hatte von Haus zu Haus gehen und jeden Römischen laden müssen, Für das Wandern zu Rade h fahrer stets eine umfaßende Propag Sem Ariege ist es ihm gelungen, di maße für den Wanderfahrgedanken Jugendabteilungen hat er die Klein türzeren und längeren Fahrten wen Nr. 23. ints sehen. Str. 2 ahn an den Haltestellen nicht auf dem Fa dem Bürgersteig warten. herankommenden Fahrzeug( oder Fahrt fen. Wenn feine Zeit mehr zum Ausweid eiben, damit das Fahrzeug sicher seinen er vorbei nehmen kann. einem haltenden Straßenbahnwagen icht vielleicht durch ein hinter ihm in e htung tommendes Fahrzeug gefährdet Serkehrsstraßen spielen lassen. Fahrzeugen, Kraft- und Radfahrer. Straßenseite einhalten. Olcher Geschwindigkeit fahren, daß jederz Bflichten erfüllt werden können. ungen und vor Straßeneinmündungen fahren. lebten Straßen stets langjam fahren. i Abbiegen, Berringerung der Geschwindig r Verkehrspolizei, entgegentommende un rzeuge. in eine Straße ist nach rechts in fur nts in weitem Bogen zu fahren. traßen wenden. n engen Straßen andere Fahrzeuge übe at den Onkel Stuvkamp hier.e sagt ihm in die Ohren: sel, das verdank ich Dir! mich wie neu geboren!" el aber spricht und lacht: vkamp Salz" hat das gemacht!" veiblichen Herzen bewegende Frage ist gelöst! Die Antwort lautet: TUVKAMP- SALZ unreinen Teint, schlaffe Gesichtsität und Unlust sind meist die Folgen en Stoffwechsels. 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Die Polizeibeamten find angewiesen, höflich aber beſtimmt auf Verstöße gegen diese Merfjäße aufmerksam zu machen und bei strafbaren Handlungen entsprechend einzuschreiten. * Aushebung der Straßensperrung des Wiesederwegs. Die Aufbesserungsarbeiten im vorderen Wiesederweg find beendet. Unsere unterm 3. ds. Mts. erlassene Sperrung des Wiesederwegs von der Marburgerstraße an bis zum Haus Nr. 40 wird daher aufgehoben. Straßensperrung. Wegen Vornahme Don Wasserrohrlegung wird der Weglarer Weg zwischen Klint- und GlaubrechtsStraße vom 5. Juni ab für jeglichen Fuhrverkehr gesperrt. * Aus der Polizeiverordnung zur morgigen Gießener Flugveranstaltung. Bon nachmittags 1 Uhr bis zum Eintritt der Dunkelheit wird die Kreisstraße Gießen Rödgen für jeden Durchgangsverkehr gesperrt. Gießener Zeitung" Spartasse selbst ausgefertigt werden kann, erforderlich. Das Guthaben des Kreditbriefinhabers bei der ausgebenden Epar fasse wird bis zum Tage der einzelnen Abhebungen verzinst. Der Reisende ist durch den Reisekreditbrief der Mitführung grö Berer Menge baren Geldes und aller damit verbundenen Unbequemlichkeiten und Gefahren( Verlust, Diebstahl) überhoben. Auch die hiesige Bezirkssparkasse ist Ausgabe und Einlösungs stelle dieser Reisekreditbriefe.( Siehe heutige Anzeige.) Die große Gewerbeschau anläßlich der Tagung des Rhein- Main- Gastwirte- Verbandes * Kreisamt. Für die Gemarkungen Lauter, Ober Bessingen, Ettingshausen, Saasen, Göbelnrod und Geilshausen ist, wegen der festgestellten Maul- und Klauenseuche, ein Sperrgebiet gebildet worden. Ebenso für das Hofgut Mühlsachsen und Hausen. Die Gemeinden Großen Bused, Trohe und Wiesed sind aus dem Beobachtungsgebiet des Sperrgebiets Alten- Bused ausge schieben. Dr. Ulsch& Co., Frankfurt am Main 09 Telefon Maingau 3017 * Hessische Staatsschuldenverwaltung. Die Rückzahlung der Dollarschaganmeisungen des Voltsstaates Hessen vom 20. Ottober 1923 erfolgt am 18. Oftober 1926 zu 120 v. H. des Nenn wertes in Reichsmart. Die Stücke der Reihe A der Dollaranleihe des Volksstaates Hessen vom 1. Dezember 1923 werden am 1. Oftober 1926 mit einem Aufgeld von 15 v. 5. in Reichsmart zurüdgezahlt. Die Stücke der Reihe B der letztgenannten Anzu Bingen am Rhein vom 5. 14. Juni 1926. Ein großer historischer Festzug findet am Sonntag, den 6. Juni ds. Js., nachmittags 2 Uhr, statt und wird, gutes Wetter vorausgesetzt, eine Glanznummer der Tagung und der Gewerbeschau werden. Die Eisenbahndirektion Mainz wird auf den Streden Mainz- Bingen Sonderzüge einlegen, um die Gäste nach Bingen zu bringen. Wer morgen dem gastfrohen Bingen einen Besuch abstattet, wird das Wort des alten Hans Sachs in edelster Form verkörpert sehen: „ Ehret Eure deutschen Meister, Dann bannt Ihr gute Geister!" haben, nicht genug gedankt werden kann. Dieser Dank sei eingeschlossen in den hofnungsvollen Ruf: Auf Wiedersehen bei der 60. Jubelseier der Oberrealschule im schönen Grünberg. Durch Sparen zum Eigentum! Immer mehr tauchten letzter Zeit neue Siedlungsunternehmungen auf, die für ihre Sache begeistern wollen. Es ist für einen Unkundigen sehr schwer, die Spreu vom Weizen zu sondern. Ein Wert, das man auf dem Gebiet der Eigenheim- Beschaffung bestens empfehlen kann, ist die Gemeinschaft der Freunde, die in furzer Zeit meh teren Dumbert Spazern insgesamt 5% Millionen Reidsmart für Eigenheime zur Verfügung stellte. Wer sich darüber näher unterrichten will, wende sich an die Gemeinschaft der Freunde, Wüstenrot Witbg. Ober- Rosbach. Der hessische Landtagsabgeordnete Rechtsan wali Sturmfels versuchte auf der Rüdjahrt von dem Gießener Reichsbannertag in Ober- Rosbach ein Fahrzeug mit seinem Auto zu überholen. Dabei überfuhr er den Landwirt Peter Georgi aus Ober Rosbach, der dabei lebensgefährliche Verlegungen erlitt und sofort dem Friedberger Krankenhause zugeführt werden mußte. Frankfurter Musikfest. Am 9. und 11. Juni finden unter Kapellmeister Hermann Scherchens Leitung zwei Festkonzerte statt. Aus Nah und Fern. 50jähriges Bestehen der jetzigen Oberrealschule Grünberg. leihe werden zum 1. Ottober 1926 zur Rückzahlung gekündigt.riges Beſtehen Am 31. Mai feierte unser bekannter Mitbürger, Obermeister der Fleischer- Innung Ernst Ludwig Sad, sein 60. Geburtstag. Herr Sad hat sich außerordentliche Verdienste um die Organisation des Fleischerhandwerks in Gießen erworben. Neben diesem bearbeitet er noch viele andere Ehrenämter. 25jähriges Dienftjubiläum. Am 1. Juni ds. Js. konnte der Herr Polizei- Verwaltungsinspektor Beate auf eine 25jährige Tätigkeit im Polizeiverwaltungsdienst zurüdbliden. Nachdem er bis zum 8. Dezember 1924 beim Polizeiamt Darmstadt tätig war, wurde er zum Polizeiamt Gießen versetzt. Er hat sich auch hier durch seine Kenntnisse, seine Pflichttreue und sein entgegenkommendes Wesen das Vertrauen seines Vorgesetzten und seiner Untergebenen sowie des Publikums in vollem Maße erworben. Selegenheit zu haben hoffe, sich günstig zu Sybillens wahre Kleinode und das Ent burden, wird nur nebenher bemerkt, ebenso en und jungen Ehefrauen des Dorfes in itern oder Männern klar machten, daß man sei, daß man am Sonntag nicht mehr auf Te. Ungegangenen kein Verständnis für dies Kampfspiellotterie. Der Minister des Innern hat die Wertlotterie zu Gunsten der Deutschen Kampfspiele 1926 in Köln am Rhein als Vertriebsgebiet für ganz Hessen zugelassen. 1. Ziehung am 17. und 19. Juli 1926. 2. Ziehung am 26, 27, 28., 30. und 31. August 1926. * Sparkassen 19 Hierzu wird uns aus Würzburg geschrieben: Marburg. Der diesjährige Parteitag der Demokratischen Partei für den Wahlkreisverband Hessen- Nassau, Walded und Weglar findet am 12. und 13. Juni in Marburg statt. An die geschäftlichen Verhandlungen am Samstag wird sich eine öffentliche Versammlung anschließen. Homberg. Hier fand in Anwesenheit einer stattlichen Anzahl von evangelischen Geistlichen des Bezirks Kassel die diesjährige Frühjahrs- Hauptversammlung des Evangelischen Pfarrervereins Hessen Kassel statt. Oberlahnstein. Der Neubau der Lahnbrüde zwischen den Städten Ober- und Niederlahnstein im Zuge der Rheinuferstraße ist nach eingegangener ministerieller Genehmigung gesichert. Mit den Arbeiten wird in aller Kürze begonnen. Auerbach a. d. B. In einer Sigung des Verkehrsausschusses der Bergstraße wurde mitgeteilt, daß die Hessische EisenbahnA.-G. sich dafür einsetze, den Bau der geplanten elektrischen Bahn von Darmstadt nach Weinheim möglichst bald zu beginnen. Vom 23.- 25. Mai 1926 fand in Grünberg die Feier des 50jährigen Bestehens der jegigen Oberrealschule statt. Es waren Tage heller Festesfreude, noch mehr aber Tage strahlender Herzensfreude. Von weit her hatte sich eine große Schar früherer Schülerinnen und Schüler eingefunden. Wer kann die Wiedersehensfreude aller dieser vielen ermessen, wer war nicht gerührt. wenn er jah, wie Männer, die als Jünglinge auseinandergegangen waren, nun nach 30 und mehr Jahren als ergraute Männer sich freudeerschüttert in die Arme fielen. Und nun saßen sie beisamen, tauschten Erfahrungen und Erlebnisse aus, fehrten aber immer wieder zurück zu den Erinnerungen alter Tage im schönen Grünberg. Vergessen war, was dazwischen lag. Jeder glaubte wieder als junger Pennäler die Straßen Grünbergs zu durchwandern, und gar mancher hätte Lust gehabt, die Losen Streiche einer alten, lieben Vergangenheit zu wiederholen. Schäumende, übermütige Freude zeigte sich denn auch gerade bei besonders GeBücherbesprechung. ,, Wissenschaft und Spiritismus" betitelt sich ein außerordent Tich interessanter Aufsatz von Kurt Aram im Juniheft von ,, Westermanns Monatsheften". Der Aufsak zeigt die Entwicklung der wissenschaftlichen Anschauungen. Ferner enthält das viel seitige und interessante Heft Rundschauen über die jüngsten Ereignisse und Schöpfungen der geistigen Welt. * Kleinwohnungshäuser. Kleinwohnungen, Heimstätten und Rentengüter. Praktische Anleitung und Musterbeispiele für den Bau billiger Ein- und Mehrfamilienhäuser durch Private, Bauvereine und Genossenschaften. Herausgegeben von Baurat Max Beeg. Mit 56 Bildertafeln und Ansichten sowie Grundrisse. Preis R.-Mt. 3.-, geb. R.-Mt. 4,50( Porto 20 Pfg.) HeimkulturVerlag, G. m. b. H. Dich Leipzig, Schließfach Nr. 20. Poſtschecktonto Frankfurt a. Aluminium Nr. 7279. Geschäftliches. das Schmerzenskind der Hausfrau. Aluminiumsachen, die in glänzendem, sauberem Zustande eine Zierde jeder Küche bilden, erfordern sachgemäße Pflege. Das bekannte Buzz- und Scheuermittel Ata wird zu diesem Zwed von den Hausfrauen allgemein gelobt. 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Für die Abhebung ist außer der Vorlage des Kreditbriefes noch ein amtlicher, mit Lichtbilder versehener Ausweis, der auch von der ausgebenden hartleibig und zähe blieben, wurden fie eschlagen durch die Drohung, man werde d zur Schande solch unerhörten Geizes bar en. Und wenn diese und ähnliche Rede vom ie ein Landregen niederging, so wurde aud inn butterweich. lein von dem Priester, der von Obererlenbach herübergekommen war, verkündet, daß seine Exzellenz, der Freiherr Franz Adolf Dietrich von Ingelheim, des heiligen Römischen Reiches Kammergerichtes Präsident, den Plan gefaßt habe, in Holzhausen eine fatholische Kirche zu bauen und einen eigenen Priester zu be= stellen. ( Fortsetzung folgt.) Mit dem Nade auf der Wanderschaft. lang verschollen waren und nunmehr plöglich sich in einen Kreis alter und lieber Jugendfreunde und Freundinnen versezt sahen. Hätte jemand eine solche Freude mißverstehen oder gar mißgönnen fönnen? Nein, wahrhaftig nicht, im Gegenteil alle bemühten sich, gerade diesen ,, Wiedergefundenen" die Heimkehr und das Wiedersehen techt herzlich zu gestalten. Nun haben die frohen Gäste tränenfeuchten Auges die Mauern Grünbergs verlassen und sind wieder in alle Welt zerflattert. Etwas aber haben sie mitgenommen und auch bei ihren Grünberger Freun den zurüdgelassen: Die liebe Erinnerung an herzlichfrohe Tage, für die allen, die zu dem Gelingen des schönen Festes beigetragen Dem Wandern haben die deutschen Dichter ihre schönsten Lieder geweiht. Sie haben gesagt, daß das Wandern des freien Burschen Luft sei und derjenige in die weite Welt geschickt werde, dem Gott will rechte Gunst erweisen. Dem Deutschen liegt der Wandertrieb im Blute. Alt und Jung sehnt sich darnach die Seimat auf Wanderungen kennen zu lernen und zu erfahren, was es im Auslande zu sehen und zu hören gibt. Mit dem Erwachen des Frühlings erwacht die Wanderlust und in Scharen sieht man an den ersten schönen Lenztagen alt und jung, Männ lein und Weiblein aus der Stadt pilgern, um in Gottes freier Natur, losgelöst von den Alltagssorgen einige Stunden der Freude und der Andacht zu verleben. ihrer Heimat bekanntgemacht. Die begeisterungsfähige Jugend ist dem Rufe des Bundes freudig gefolgt und mit großen Plänen ist der Bund daher an die Oeffentlichkeit getreten. Die Begeisterung für den Sport hat die Freude am Wandern gehoben. Nach Millionen zählen die„ Wandervögel" und nicht geringer ist die Anzahl der Radwanderer in unseren deutschen Gauen. Die Verbände haben erkannt, daß die starken Wurzeln ihrer Kraft im Wanderfahren liegen und sie fördern mit allen Mitteln das Wanderfahren auf dem Rade bei Jung und Alt. Mit dem ersten schönen Frühlingstage sette die Propaganda für den Wandersport ein und noch nie ist der Ruf zu den Wanderfahren ungehört verhallt. gnis für Holzhausen war am Samstag vor ug Seiner Exzellenz, des Freiherrn von von vier Füchsen gezogenen Prachtkutsch mit seiner Gemahlin angefahren. Zwei ammerjungfern folgten in einem andern zu Pferde, umschwärmt von einer Meute ht. Am Obertor wurden die hohen Herr tmann Stubenrauch, dem Schultheiß Peter den katholischen Gerichtsschöffen Gerhard -Michel Kunz erwartet und durch das rlich liefen die Kinder hinter den Wagen en waren an der Krone nur etliche Leute n Seine Exzellenz mit dünnem Heilruf. Der Bevölkerung hielt sich gefliſſentlich ſern. alt in der Gemeinde offen zutage. entstieg der Freiherr mit seiner Gemahlin rt, wie er mit huldvoller Verneigung des itischer Handbewegung sein Volf begrüßte, dem Vierzehnten auch wohl angestanden. ge, dem Sonntage vor Pfingsten, war feier us, wozu die ganze Gemeinde entboten wor ische Schulmeister hatte von Haus zu Haus iſchen laden müſſen. Auf den Wanderfahrten soll den Knaben und Mädchen indessen nicht nur die Natur gezeigt und alles das vor Augen geführt werden, was Deutschland an Schönheiten u. Sehenswürdigteiten bietet, sondern es soll auch der Kameradschaftsgeist und die Selbständigkeit gefördert werden. Innerhalb der Trupps haben die Wanderfahrer sich zu unterstützen und zu helfen, wenn Not am Mann ist, d. h. wenn ein unerwartetes Hindernis auftritt, Schwierigkeiten in der Beschaffung von Quartieren und Lebensmitteln auftreten oder andere Dinge den ungehinderten Verlauf der Fahrt beeinträchtigen. Mit erstaunlicher Geschicklichkeit haben die Knaben technische Schwierigkeiten in den Rädern überwunden und mit einer nicht minder bewundernswerten Geschicklichkeit sind die Mädchen innerhalb ihrer Trupps mit ,, Hausfrauenfragen fertig geworden. Begeisterte Schilderungen in den Fachzeitungen haben gezeigt, wie erfrischend für Körper und Geist diese Wanderfahrten der Jugend gewesen und wie stark die Selbständigkeit und Unabhängigkeit durch diese Fahrten gefördert worden sind. 2322310 Für das Wandern zu Rade hat der Bund deutscher Radfahrer stets eine umfaßende Propaganda entfaltet, aber erst nach dem Kriege ist es ihm gelungen, die Jugend in weitestem Ausmaße für den Wanderfahrgedanken zu gewinnen. In eigenen Jugendabteilungen hat er die Kleinen zusammengefaßt und auf fürzeren und längeren Fahrten werden sie mit den Schönheiten für Kinder Kranke Vertreter( Herr oder Dame) mögl. mit Verkaufseignung in der Textilbranche, findet jorgenlose, angenehme Existenz durch Uebernahme unseres einzig dastehenden Spezialvertriebes. Großer tägl. Barverdienst. Bewerbungen mit näheren Angaben unter 11 627 an Striegerdant, Annoncenexpedition, Berlin SW. 11. zum Ausgleich das Versprechen, des gleichen Dienstes, wenn er in die Heimat seines Quartiegastes tommen sollte. Heute hat jeder kleine Gasthof einen Unterstellraum für Fahrräder und jedes Kleine Nest verfügt über einen Fahrradreparateur. Die Sorge um den Wetterschutz und um die Gepäcbeförderung hat die Technik gelöst. Regenpelerinen und Schmutzfänger schützen den Radler gegen das Naß von oben und von unten. Gepäckträger am Hinterrad, am Vorderrad oder auf dem Lenker bieten ihm Gelegenheit zur Beförderung seiner Bagage. Der Rudsad ist nicht nur für den Fußwanderer, sondern auch für den Radwanderer ein unentbehrliches Möbel geworden. Bei kleineren Fahrten führt der Radler den Rucsac auf dem Rüden oder auf dem Gepädhalter mit sich, aber bei größeren Fahrten und schwerem Inhalt sendet er ihn mit der Eisenbahn nach dem Zielort poraus. Man wird nun fragen, woher das schwere Gewicht eines Wanderradlers- Rudjad tommen fann. Der passionierte Wanderradler sieht in seinem Fahrrade einen Ersatz für die Eisenbahn. Er reist also auf dem Stahlroß genau so, wie der Ferienreisende mit der Eisenbahn und so will er auch Mensch unter Menschen sein, wenn er das Ziel erreicht hat. Zu diesem Menschsein" gehört ein guter Anzug, Stiefel, Wäsche, etc. und diese Kleidungsstüde beschweren das Gepäd. Man könnte etwas von Eitelteit jagen, aber das Tummeln auf staubiger Landstraße geht nicht ohne Einfluß auf den äußeren Menschen ab und wie der Automobilist gezwungen ist, eine Menschenwerdung" nach langer Fahrt vorzunehmen, so muß es auch der Radler, der längere Zeit an einem Orte verweilen, aber nicht in seiner„ Arbeitskleidung" herumlaufen will. In früheren Jahren hatte das Wandern zu Rad seine Bedenken. Die Schwierigkeiten beim Unterbringen des Rades, bei Defekten und bei der Quartierbeschaffung, der unzulängliche Schutz des Radfahrers gegen Witterungseinflüsse und die Schwierigkeit im Unterbringen von Gepäd haben viele Radler vom Wanderfahren abgehalten; heute können diese Bedenken im Zeitalter des Verkehrs teinen Radfahrer mehr von einer Wanverfahrt zurüdschreden. Der Radwanderer ist heute im Inland und im Auslande eine alltägliche Erscheinung. Man tennt ihn im Norden und im Süden, im Osten und im Westen und überall tommt man ihm als Träger einer neuen Kultur entgegen. Innerhalb der Verbände hat sich ein System der Quartierbeschaf fung herausgebildet. Der Wanderfahrer hat als Mitglied des Bundes Deutscher Radfahrer z. B. in vielen Städten nicht nötig einen Gasthof aufzusuchen. Ein Kamerad stellt ihm eine soge= nannte ,, Kameradschaftsbleibe" zur Verfügung und erhält dafür Nach dem Gottesdienste wurde dem aufhorchenden Gemeind Für die kürzeren Wanderfahrten( 200 bis 300 Kilometer) tommt die„ Garderobenfrage" nicht in Betracht. Leicht ist das Blut und leicht ist das Gepäd, des von den Gorgen des Alltags gelösten Wanderjahrers und noch unbeschwert eilen die Jugendwanderer durch die Landschaft. Wasser zum Waschen und eine Bürste zum Reinigen der Kleider ist überall zu haben und man nimmt in Wanderfahrerkreisen mit diesen geringen Mitteln zur Gäuberung und Auffrischung um so lieber zufrieden, als das Behelfen mit primitiven Mitteln den Zauber der Romantit erhöht. Sonnabend, den 5. Juni 1926. Während der Reisezeit empfiehlt sich die Aufbewahrung. 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Steuerermäßigung tritt auf An auch ein a) wenn die Bruttorente mehr a als 5 Prozent des Steuerwert b) für gewerblich genuẞte Ge deren Räume durch Betrieb günstigen Geschäftsgang gegen heblich geringer ausgenutzt we ist stets, daß eine geringere 1. Juli 1918 hergestellten gewe Falls ein Betrieb in der Inf genommen hat, die jetzt wieder dies für einen Erlaß der Steu Auf Antrag des Steuerpflichtige Höhe der auf die vermieteten R zu erlassen, wenn die Einziehung gegen den Besitzer der Räume de der Sache nicht möglich ist und di gemacht wird. Diese Erleichterungen wurden m der Hausbesitzer entsandten Kommissi jt gutgeheißen. Die Mitglieder der Kommission den Hausbesitzervereinen darauf hin befizer die stark überlasteten Finanz baren Forderungen in Anspruch nehm Sefue im Rahmen der oben erwähn geftandenen Erleichterungen halter Bei dieser Gelegenheit wird err wie sie unter Ziffer 4a vorgesehen etbauten Siedlungshäuser gelten. Go gegen den gefeßlichen Bestimmungen tehungskosten vorgenommen worden mittelverfahren Richtigstellung bea läuft die Rechtsmittelfrist bis 15. Ju Noch mehr Fei Uns wird geschrieben: Jm soziald Redlinghausen, Nr. 119 vom 25. Mai effante Anzeige: Kirmesplatz We Heute, Dienstag, den 25 Große Nachfeier des Bezirksfe der Bergarbeiter De Jubel Trubel- Stimm Die gewöhnlichen Feiertage reich die Bergnügungssucht eines klassenb befriedigen. Nach zwei Pfingstfeierta hand Geld gekostet haben, große Nac hat dann noch mancher Teilnehmer nütig, um sich wieder einigermaßen Welche Zumutungen heute von den s tern an den Geldbeutel der Berga t man auch aus einen seoben fien Gewerkschaften, in dem die de menben Worten aufgefordert werden igung der Streifenden britischen Eammellisten einzutragen. Da zwis für die„ Internationale Arbeiterhilfe gelegt haben, u. den Altverbändlern tiger Konkurrenztampf entbrannt ist u b, den höchsten Beitrag abzuführen, Samme in das Ausland wandern, in ungleich höhere Nationalvermögen berfügt, als das deutsche Bolt. Alle tindigen Klagen über angeblich unzu inden Arbeiterfamilien. Uniere persönliche Aufgab An jedem der vielen Bunfte mit dem des Boltes in Berührun