Str. 48. bwassergesetz angegliedert werden, das en nötige gesunde Wasser zu erhalten. sjährige Abschluß des im Laufe des weiterten und modernisierten Goole iner Abgabe von nahezu 7000 Einzeljahre eine ganz erhebliche Steigering Die Heilkraft der Gelnhäuser Goole ie Ueberleitung der Goole nach dem neugeschaffenen Kuranlagen, ist nach flich umgebaut werdenden Süßwajer men. auf die Turmspiezze neuerbaute zwölf evangelischen Kirche in Eiserfeld bei irzt. Kurz vorher bemerkten Nach fen des Turmes. Sofort wurde der n bald nachher stürzte der Turm in sten Morgen stellten sich 50 Männer mer hinwegzuräumen. Die Ursache bekannt. Nach Beendigung der Aufs Fundament von fachkundiger Seite age des Brüdenbaues bei Seligenstadt er Denkschrift an die bayerische und r ganzen Main- und Spessartgegend Neben einem dringenden Berkehrs irchführung des Projektes Erwerbs Irbeiterbevölkerung der Main- und Schäftliches. Hämöopathie und Biochemie wird es Fahren, daß sich am hiesigen Plage, Dr. med. G. Scheerbarth, praft, Arzt Jemie niedergelassen hat. ele Hausfrauen haben bisher übereinfachsten Napftuchen gebaden, trok einmal eine selbstgebadene Torte oder Familientisch stellen möchten. Gie en abhalten, daß etwas nicht gelingen len geholfen. Das neue Dr. Detterin den einschlägigen Geschäften gegen 5 Pig. zu haben ist, zeigt eine solche ildungen von Kuchen, Torten und nügen macht, danach zu baden. Das ng der Rezeptporschriften völlig sicher. aller Art bezieht man am billigsten von Albin Klein, Giessen Weihnachtsbitte gs- und Waisenanstalten ach und Hof Rechtenbach. aute Kinder aus allen Teilen nat bitten hiermit durch uns: Barmherzigkeit Gottes wil Se wir ohne der Christen htsfreude entraten müssen. On freundlichen Gaben in Geld it: die vorstehenden Schwestern Fischbach- Weierbach a. d. Nahe 1744) und zu Hof Rechtenbach nto Frankfurt a. M. Nr. 23938). der Vorstände: Reich, Kreuznach. Bur See Fett- Käsel Holst. 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Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Sleueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Big. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr Für Aufbewahrung oder Rüd. lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Das Reich und Hessen. Ein Brief des Reichsfinanzministers. Darmstadt. Reichsfinanzminister Dr. Reinhold hat an den Hessischen Finanzminister Henrich folgendes Schreiben gerichtet: ,, Wie ich aus der Presse ersehe, ist in Hessen in der Oeffentlichfeit ein Streit entstanden, welchen Grund und welchen Zwed die mit der hessischen Regierung bei meiner Anwesenheit in Darmstadt getroffene Vereinbarung hat, daß eine aus Vertretern des Reiches und des Landes bestehende Prüfungskommi fion die hessische Finanzlage untersucht. Ich erlaube mir beshalb zur authentischen Klarstellung dieser Vereinbarung darauf hinzuweisen, daß nach meiner Ueberzeugung das, wie ich höre, in Hessen gebrauchte Wort„ Geschäftsaussicht" den Sachverhalt in feiner Weise trifft. Die Kommiffion hat nach unseren Vereinbarungen feinerlei diftatorische Vollmachten: fie soll diel= mehr lediglich prüfen, ob die vom Reich erfannte Finanznot Hessens zum überwiegenden Teil auf die Besatzungskosten oder auf andere Gründe zurückzuführen ist. Von dem Ergebnis dieser Prüfung wird es abhängen, ob das Reich dem Lande Hessen die zur Erfüllung seiner staatspolitischen, insbesondere seiner fulturellen und sozialen Verpflichtungen nötige Summe, die es aus eigenen Mitteln bei sparsamer Verwaltung nicht aufbringen tann, gesondert zur Verfügung stellt. Ich habe den Gedanken dieser Kommission deshalb mit besonderer Freude aufgenommen, weil meiner Ueberzeugung nach eine sachliche Prüfung die Möglichkeit gibt, die im Streit der politischen Meinungen hart umfämpften Fragen wirklich zu flären und, falls sich ergibt, daß die Besetzung eines großen Teiles des Landes die Hauptursache der schlechten Finanzlage ist, dem Lande Hessen von Reichs wegen zu helfen. Das ,, Nein" des Zentrums. Zu einer Zentrumsversammlung in Darmstadt, in der Abg. Prof. Lenhart und Minister v. Brentano sprachen, wurden die Anwesenden aufgefordert, im Volksbegehren mit Nein zu stimmen. Um das Schundgeseh. Auch das Zentrum erklärt sich jetzt mit Reichsprüfungsstellen unter Wegfall der Landesprüfungsstellen zur Bekämpfung von Schund und Schmutz bereit. Berlin, 26. Nov. Auf der Tagesordnung stand die zweite Beratung des Gesetzes zur Bewahrung der Jugend von Schund und Schmutz. Reichsinnenminister Dr. Külz erging sich in längeren Ausführungen und betonte u. a., daß die Einbringung eines derartigen Gesetzes dem einstimmigen Verlangen des Par laments, des Ausschusses der deutschen Jugendverbände und der im Vordergrund des Kampfes gegen Schmutz und Schund stehenden behördlichen und privaten Körperschaften entspreche. Nach längerem Hin und Her wird die Weiterberatung auf Samstag pertagt. Das Arbeitsschutzgesetz vom Reichskabinett gebilligt. Berlin. Das Reichskabinett befaßte sich unter dem Vorsitz des Reichskanzlers abschließend mit dem Entwurf des Arbeitsschutzgesetzes, der nach eingehender Aussprache die einmütige Billigung des Kabinetts fand. Vor der neuen Tagung des Genfer Rats. Der Generalsekretär des Völkerbundes, Drummond, ist in Berlin eingetroffen und hat mit dem Staatssekretär v. Schubert eine längere Aussprache über die gesamte technische Seite der kommenden Tagung des Völkerbundsrates gehabt. Die Frage, wer die Völkerbundstagung leiten soll, ist noch nicht ge= flärt. Eigentlich sollte der Vorsitz der Tagung an Deutschland fallen. Die Reichsregierung würde aber auf den Vorsitz im Dezember verzichten, wenn es möglich wäre, die Völlerbunds= tagung im März in Berlin stattfinden zu lassen. Die deutsche Delegation für Genf setzt sich voraussichtlich aus folgenden Herren zusammen: Reichsaußenminister Dr. Stresemann, Staatssekretär v. Schubert, Ministerialdirektor Dr. Gauß, dem Dirigenten des Völkerbunds= referates v. Bülow und Gesandtschaftsrat Bolge. Zusammenkunft zwischen Stresemann und Mussolini. Anläßlich der Genfer Tagung soll eine Zusammenkunft zwischen Stresemann und Mussolini stattfinden. Reichstagsdebatte über die Besatzung. Der Minister für die besetzten Gebiete hielt im Reichstage eine Ansprache, in der er u. a. mitteilte, daß sich die Ausschreitungen von Angehörigen der Besatzungsarmee in aufsehenerregender Weise gehäuft haben. Zum Schlusse seiner Rede verlangte er die baldmöglichste Räumung des besetzten Gebietes. Briand über Locarno und Thoiry. In der Nachmittagssitzung der Kammer behandelte Außenminister Briand hauptsächlich die deutsch- französische Annähe= rungspolitik und die Völkerbundsfrage und kam auch auf die Rheinlandbesetzung zu sprechen. Seine Rede wurde teilweise von starkem Beifall unterbrochen. Eine Viermächtekonferenz? ,, Daily Herald" will wissen, es sei endgültig vereinbart Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Boststedtonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. worden, Daß Chamberlain, Briand und Mussolini nach Schluß der Tagung des Böllerbundsrates in einer italienischen Stadt zusammenkommen werden. Stresemann sei zur Teilnahme eingeladen worden. Die französischen Sachverständigen prüfen zur Zeit ein englisches Mindestprogramm" für die Entwaffnung Deutschlands. Dieses Mindestprogramm fordert: 1. Unterordnung des Oberbefehlshabers der Reichswehr unter die Autorität des Reichswehrministers; 2. Regelung der Frage der Rekrutierungen der militärischen Vereinigungen; 3. Kontrolle des Exports von Waffen und Munition; 4. Zerstörung neuer Befestigungen an der deutschen Ostgrenze. ,, Es geht auch ohne die Sozialdemokratie“. Ministerpräsident a. D. Stegerwald erklärte auf einer Kundgebung von Vertrauensmännern der Zentrumspartei, daß der grenzenlose politische Dilettantismus sich in Deutschland am trasfesten zeige in den fortwährenden neuen Parteigründungen und in der Ausstellung von Sondergrüppchen. Der Sozialdemokratie gegenüber müsse der Standpunkt vertreten werden, daß es zur Not auch ohne sie gehe. Ein deutsch- englischer Kohlenkrieg im Verzug? Der Berichterstatter des ,, Daily Telegraph" weiß von Vorschlägen zu berichten, die angeblich hauptsächlich von deutscher Seite gemacht worden sein sollen und die die Schaffung eines englisch- deutschen Kohlentonzerns zum Ziele hätten. Die britischen Zechenbesitzer lehnten jedoch solche Vorschläge ab. Es wird sogar von einem bevorstehenden englisch- deutschen Kohlenkrieg gesprochen, der den 3wed habe, alle durch den Streif verloren gegangenen britischen Kohlenmärkte wieder zurückzugewinnen, ohne Rüdsicht auf die Kosten. Polnische Nationalfanatiker haben in Kattowig aus Aerger darüber, daß bei den kürzlich stattgefundenen Gemeinderatswahlen die Deutschen so glänzend gefiegt haben, Demonstrationen veranstaltet und dabei die Aufhebung der schlesischen Autonomie verlangt. Gegen die Deutschen in Polnisch- Oberschlesien. Breslau. Der polnische Außenminister hat in Kattowitz erklärt, daß die Beratungen über die Angliederung des Dombrowaer Gebietes an die Woiwodschaft Schlesien so gut wie ab= geschlossen sind. Man will durch diese Maßnahme den politischen Einfluß der deutschen Einwohner des Woiwodschaftsge= bietes schwächen. Die Rückgabe deutschen Eigentums in Amerika. Die Frage der Rüdgabe des deutschen Eigentums soll noch vor Weihnachten erledigt werden. Senator Borah für sofortige Rüdgabe. Washington. In einer Konferenz im Weißen Hause empfahl Senator Borah dem Präsidenten Coolidge die sofortige Rüdgabe des deutschen Eigentums. Er schloß seine Ausführungen mit der Bemerkung, daß die amerikanische Regierung ihre Ehre nicht für etwa 250 Millionen Dollar preisgeben darf! Ein Kreditgesuch der Firma Krupp. Das Reichskabinett befaßte sich dieser Tage mit einem Kreditgesuch der Firma Krupp. Die Reichsregierung sieht in der Gewährung einer Reichsanleihe teine brauchbare Lösung der starten Notlage, will jedoch wegen etwaiger sonstiger Hilfs= maßnahmen mit der Firma Krupp und der Stadt Essen in Verbindung treten. Der Reichsparteitag der deutschen demokratischen Reichstagsfraktion trat am 28. November 1926 im Reichstag zusammen. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache nahm Reichsminister a. D. Koch das Wort zu einem fast zweistündigen Referat über die politische Lage. Reichsinnenminister Dr. Külz äußerte sich dann über den Gesetzesplan des Reichsinnenministeriums, wobei er zur Frage der Wehrverbände erklärte, ihre generelle Auflösung sei nicht zulässig. Wo man aber den Anschein militärischer Betätigung vermute, müßten diese restlos aufgelöst werden. Jede Berbindung mit der Reichswehr müsse unterbleiben. In der Frage der Fürstenabfindung hoffe er, daß die Verhängung des Sperrgesetzes die Beteiligten veranlassen werde, auch in Thüringen und in anderen Ländern zu einer Einigung zu gelangen. Die Frage der Titel und Orden bedürfe einer Klärung. Der Minister fam dann auf die Finanzreform zu sprechen und betonte, daß der Finanzausgleich ohne die Verwaltungsreform nicht möglich sei. Es sei in Deutschland ein Uebel, daß wir 2000 Abgeordnete und 60 Minister hätten. Der Minister ging dann auf das Schund- und Schmuggejeg ein. Die harte Kritik an dem Gesetz nehme er nicht übel. Es handele sich bei dem Gesetz lediglich um die Legalisierung einer starten Bewegung. Die Freiheit der Kunst werde in keiner Weise be rührt. Zum Schluß besprach der Minister das neue Schulgesetz, das er in den nächsten Tagen einbringen werde. Es müsse eine Organisation der Volksschule gewährleistet werden, die der Schule die notwendigen Entwidlungsmöglichkeiten gebe. Jede An die Zersplitterung des Schulwesens sei zu verhindern. Referate schloß sich eine längere Aussprache an, nach deren Be( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg. lokal 12 Pig, die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Playporschriften ohne Verbindlichkeit Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Tagesnachrichten. Mainz. Am 5 Dezember werden beim französischen OberCommando in Mainz Besprechungen sämtlicher militärischen Befehlshaber des besetzten Gebietes mit dem Generalstab stattfinden. Das chinesische Kabinett ist zurückgetreten. Das Kabinett hat an die fünf Führer der Nordarmee ein Zirkulartelegramm gesandt, in dem es als Grund für seinen Rücktritt den Mangel an Geldmitteln angibt. Auf Grund der neuen polnischen Presseverordnung ist in Kattowitz die Gazetta Robniczka" und in Posen der„ Kalender für 1927" konfisziert worden. Danzig. Die hiesige freie Töpfer- und Ofensetzer Innung beging das Fest ihres 425jährigen Bestehens. Bremen. In zehn bremischen Landgemeinden fanden am Sonntag Gemeindeausschußwahlen statt. Die Sozialdemo= fraten haben eine geringe Stimmenzunahme, die bürgerlichen Listen eine leichte Abnahme der Stimmen zu verzeichnen. Berlin. Vor dem Schöffengericht Berlin Mitte begann am Montag die Beweisaufnahme im Holzmannprozeß. Auch Jwan Kutister wird hier als Zeuge gegen Michael Holzmann ver nommen werden. endigung eine Entschließung angenommen wurde, in der die Fraktion ersucht wird, auf die Abstellung der Mängel in der Reichswehr und auf die Sicherung des republikanischen Cha= rafters der Reichswehr zu drängen. In einer zweiten Entschlie Bung lehnt man die Vorlage über den Schutz der Jugend vor Schund und Schmutz in der jetzigen Fassung ab. Reichsrentnertag. Am 1. Dezember fand im ganzen Deutschen Reiche ein Reichstentnertag statt, der als eine Protestfundgebung sämtlicher Ortsgruppen des Deutschen Rentnerbundes gedacht war und die Reichsregierung an ihre Pflicht gegenüber den Kapitalrentnern ( Schaffung eines Rentnerversorgungsgesetzes und einer staatlich geregelten Rente) erinnern sollte. Tschitscherin auf dem Wege nach Frankfurt a. M. Der russische Kommissar für das Auswärtige, Tschitscherin, befindet sich auf der Reise nach Frankfurt a. M., die einem Besuche des Professors Dr. v. Noorden gilt. Die Arbeitslosigkeit. Berlin. Die Zahl der männlichen Hauptunterstützungsempfänger ist in der ersten Novemberhälfte von 1068 000 auf 1 077 000 gestiegen; die der weiblichen Hauptunterstützungsempfänger von 240 000 auf 237 000 zurüdgegangen. Schulstreit in Westfalen. 3m Dortmunder Landkreis besteht seit längerer Zeit ein Schulstreit, da gegen den Willen der christlichen Elternschaft ein Dissident mehreren Bekenntnisschulen vorgesetzt wurde. Dieser Schulstreik hat sich jetzt weiter verschärft, da auch die evangelische Elternschaft beschloß, in den Streif zu treten. Des gleichen hat sich der westfälsische Elternbund für die evtl. Protlamierung des Schulstreites in ganz Westfalen ausgesprochen. Elektrisierungspläne der Reichsbahn. Die Elektrisierung der Reichsbahn macht langsam, aber stetig, Fortschritte. Bereits im Sommer 1927 wird die 140 kilometer lange Fernstrede München- Regensburg vollendet sein. Die große, im Bau befindliche Elektrostrede München- Kufstein soll aber erst im Sommer 1928 betrieben werben fönnen. Weiter werden bis zum gleichen Zeitpunkt vollendet sein die Linien München Salzburg unb München Stuttgart- KarlsruheKehl. Große Pläne hat die Reichsbahn auch in Schlesien. Die Strede Königszelt Breslau gilt als besonders wichtig. Gleichzeitig wird die Elettrisierung der Bahnen auch in RheinlandWestfalen und in Mitteldeutschland zum Teil vorbereitet, zum Teil aber schon prattisch weiter gefördert. In Mitteldeutschland läuft zurzeit schon die größte Elettro- Schnellzugsmaschine Deutschlands auf der Strede Leipzig- Halle. Die Jahrhundertfeier der Universität München. München. Die Jahrhundertfeier der Universität München fand am 27. November statt. Die Begrüßungsansprache hielt der Rektor Professor Dr. Bojler. Ministerpräsident Dr. Held zeichnete ein Bild der besonderen Stellung der Universität München im Kranz der reichsdeutschen Universitäten. Er mache bann Mitteilung von einer Stiftung von 700 000 Reichsmart, die die Staatsregierung und Gönner der Universität zum Gedenken an die Jubelfeier gemacht haben. Die Renten des Kapitals sollen zur Förderung von Universitätsinstituten, Forschungsarbeiten und zur Unterstützung von Universitätsdozenten und ihren Hinterbliebenen dienen. Die Stadt hat bie Prägung einer Gedenkmünze und eine Stiftung im Betrage von 50 000 Reichsmart zur Förderung der wissenschaftlichen Ausbildung beschlossen. Eine Reihe von Straßen und Plätzen Münchens würden nach hervorragenden Persönlichkeiten ber Universität München benannt werden. Sonnabend, den 4. Dezember 1926. Nach der Rede des ersten Bürgermeisters Scharnagl folgten Ansprachen, in denen der kulturelle Zusammenhang der Ludwig- Maximilians- Universität mit ihren Schwesterinstituten einbrudsvoll hervorgehoben wurde. Dabei wurde die hessische Landesuniversität Gießen durch ihren Reftor, Professor Dr. 3 wid, vertreten. Am Abend fand unter Teilnahme von Tausenben im Löwenbräufeller ein großer Festtommers statt, auf dem Ministerpräsident Held an die Studentenschaft die Mah nung richtete, in selbstloser Bescheidenheit dem Volte als Ganzes zu dienen. Eine pflichtbewußte akademische Jugend die Gewähr für die Erhebung des Boltes und Vaterlandes aus dem Elend und der Not. Das Danziger Ermächtigungsgejez angenommen. e Das vielumstrittene Ermächtigungsgeset, das dem Danziger Genat bestimmte Vollmachten zur selbständigen Durchführung der Finanzsanierung gibt. wurde mit den Stimmen der Koalitionsparteien( Deutschnationale, Liberale und Zentrum) angenommen. Mißtrauensvotum für das Memeler Direktorium. Memel. Die memelländische Boltspartei und Landwirtschaftspartei hat ein Mißtrauensvotum gegen das neue ,, Arbeitsdirektorium" Falf eingebracht, das angenommen wurde.- Die Ursache dazu ist die Kownoer Regierung, die sich nicht mit dem den Memelländern zugestandenen Gelbstverwaltungsrecht ab finden will und das Landesdirektorium mit Personen besetzt, die ihr genehm sind. Seipels Anschlußpolitik. Die Rede des österreichischen Bundeskanzlers ist in Berlin wegen ihrer rein negativen Formulierungen mit sehr gemischten Gefühlen. aufgenommen worden. Auch in der großdeutschen und sozialdemokratischen Presse Wiens haben Seipels Erklärungen scharfe Ablehnung erfahren. Von einer italienischen Offensive gegen Frankreich schreiben Pariser Blätter: Jtalien habe seine Befestigungen an der französischen Grenze stark vermehrt. Umgekehrt hört man aus Italien, daß auch Frankreich seine Befestigungslinie Avignon Marseille und Jsere- Lyon start ausgebaut habe. Der Gouverneur von Rom, der auch Faschist ist, hat infolge Differenzen mit Mussolini fein Amt niedergelegt. Italienische Spionage in Frankreich. Im Anschluß an die Verhaftung zweier italienischer Spione wurden zahlreiche weitere Verhaftungen vorgenommen. Die öffentliche Schuld Frankreichs beträgt nach einem Bericht des Abgeordneten Palmade nicht weniger als 506 224 Milliarden Francs. Die italienischen Sozialdemokraten. Die Leitung der italienischen sozialdemokratischen Partei hat, weil ihr jede Tätigkeit in Italien selbst durch den Faschismus unmöglich gemacht wird, ihre Vollmachten einem Zentralfomitee übertragen, das im Ausland aufgestellt wurde. Zwangsverschidungen in Italien. In Italien beabsichtigt man, die dem fascistischen Regime feindlich gesinnten Elemte in Zwangsaufenthalt zu verschiden. Die Gesamtzahl der zu Verschickenden beträgt über 500. Königswahl in Ungarn. Nach in Budapest fursierenden Gerüchten will Graf Bethlen durch das neue Parlament im Januar die Königswahl vornehmen lassen. IS Was geht in Rumänien vor? Kriegsminister Mircesgu hat sich in besonderer Mission ins Ausland begeben. Das Portefeuule des Kriegs. wird vom Ministerpräsidenten Averescu verwaltet werden. Die Erkrankung des rumänischen Königs. König Ferdinand hat dem Ministerpräsidenten Averescu brieflich mitgeteilt, daß er schwer trant gewesen sei, sich aber jetzt auf dem Wege der Besserung befinde. Neue Unwetterkatastrophe in den Vereinigten Staaten. Bei einem Tornado, der in den Staaten Arkansas und Missouri wütete, sollen sechzig Personen getötet und 450 verlegt worden sein. Revolution in Merito. Amerikanische Blätter wissen von einer im vollen Gange befindlichen Revolution in Megito zu berichten. Neun Staaten sollen sich im Aufstand befinden. Die Lage in China ist nach wie vor ernst. In Hankau landete eine französische Truppenabteilung zum Schutze der Fremden. Zwei amerikanische Zerstörer sind zum gleichen Zwede von Schanghai abgegangen. Aus dem Hessischen Verkehrsverband. Am 26. vor. Mon. fand in Darmstadt eine gutbesuchte Vorstandssitzung statt. Der Vorsitzende Stemmer- Darmstadt be grüßte die Erschienenen, unter ihnen Provinzialdirektor Ge heimrat Dr. Usinger- Mainz und Bürgermeister Rigert Darmstadt als Vertreter der Stadt Darmstadt. Der Vorsitzende konnte darauf hinweisen, daß die Bestrebungen des Verkehrsverbandes durch die maßgebenden Behörden und Stellen, die Provinzen, Kreise, Reichsbahndirektionen, die Oberpostdirektion, die Stadt- und Gemeinde verwaltungen, Industrie- und Handelskammern u. a. m. lebhaft und verständnisvoll gefördert werden. Dringend notwendig sei es, daß der Verkehrsverband nicht nur von den Gemeinden und Gemeindeverbänden durch laufende Beiträge gefördert werde, daß er vielmehr auch auf einen dauernden namhaften Staatszuschus rechnen könne, wie dies bei anderen Verbänden der Fall sei. Nur wenn ausreichende Mittel zur Verfügung stünden, könne eine so wichtige Organisation, wie sie ein Landesspihenverband in Verkehrsfragen darstelle, ihrer hohen Auf,, Gießener Zeitung" S gabe im Dienste der Allgemeinheit gerecht werden. Im einzelnen berichtete der Vorsigende über den Stand des Planes der Herausgabe eines Hessischen Berlehrsbuches, eines Staats: und Gemeinde- Handbuches, eines Adrehbuches für Hesfische Kraftwagenbesiger, eines Gaststättenverzeichnisses, wozu Anmeldungen nur an die Gastwirteorganisationen zulässig sind, über die Frage der amtlichen Fremdenverkehrsstatistit, über den Stand bes für Hessen besonders wichtigen Projektes der Automobilstraße Hamburg- Frankfurt- Basel, über den Plan der Herausgabe einer Odenwaldrelieffarte, erfolgreiche Verhandlungen über Zusammenarbeit der Hotel- und Gastwirteorganisationen, über das Ergebnis des Photographischen Wettbeweros, der zur Herausgabe eines Hessischen Abreiskalenders benützt werden soll. Weiter wurde darauf hingewiesen, daß mehr als bisher bevorstehende Straßensperrungen befannt gemacht werden müßten, wenn nicht den Kraftfahrern erhebliche Unannehmlichkeiten entstehen sollen. Einstimmig war die Versammlung der Auffassung, daß eine Aufhebung der Reichsbahndirektion Mainz, die für die Förderung der hessischen Interessen von unschätzbarem Werte sei, nicht in Frage kommen dürfe. Der 2. Vorsitzende, Regierungsrat Dr.Roesener- Darmstadt, berichtete über die eingehenden Verhandlungen wegen eines grundlegenden Ausbaues der Beschleunigten- Personenzugs- und Schnellzugsverbindungen zwischen Rheinland- Westfalen einerfeits und Süddeutschland andererseits. Weiter gelangten Fragen der Verbesserungen der rheinhessischen Verbindungen zur Sprache. Schließlich erläuterte der Referent noch bereits im einzelnen ausgearbeitete Pläne für wichtige Berkehrsverbesserungen in Oberhessen. Ein Teil der vorgetragenen weitschauenden Projekte hat bereits Aussicht, im Sommerfahrplan 1927 berücksichtigt zu wer ben, ein anderer Teil bedarf noch eingehender gründlicher Vorbesprechung unter den hessischen und auswärtigen Beteiligten. Nähere Einzelheiten über die Projekte werden zu gegebener Zeit bekannt gegeben werden. An die Referate der beiden Vorsitzenden schloß sich eine eingehende Aussprache an, an der sich u. a. die Herren Provinzialdirektor Geheimrat Dr. Usinger- Mainz, Kreisdirektor Gebhardt- Friedberg, Notar Stahl- Bad Nauheim beteiligten. Der Vorstand beschloß, die diesjährige Hauptversammlung am 12. Dezember in Mainz abzuhalten. Lokales. Sonntagsgedanken! Die Adventgloden läuten wieder durch die Lande und in den Gotteshäusern der Christen erklingen die alten Lieder der Sehnsucht nach dem Heil und Erlöser der Welt. Damals, vor bald 2000 Jahren, war die Menschheit auf Jrrpfade geraten, ihr Innenleben war vergiftet, die Kinder erbten mit dem Leben den Fluch der Sünde, Verderben und Laster erfüllten die Tage, eine Welt ohne Gott hatte allen Halt und allen Wert verloren. Das Ewige war vergessen, das Göttliche geleugnet, die Sünde regierte die taumelnde Menschheit. Schmerzensrufe und Ausbrüche des Wehes gellten aus all dem Elend heraus durch die Wolken zum Throne Gottes. Und es kam die Zeit, da der Propheten Weissagungen erfüllt wurden, da die Himmel sich öffneten und die Wolken ,, den Gerechten herabregneten" auf die ganze Erde. Heute liegt wieder eine Welt unter dem Himmel, getränkt im Blut, in der Zwietracht, Haß und Neid die Völker spaltet, eine Welt ohne Gott, taumelnd in Genußsucht, Laster und Sünde, eine Welt in tiefer Finsternis. Vergessen ist der Erlöser und sein Wort, der einst diese arme Erde reich machte, Blindheit der Menschen läßt die Werke nicht mehr schauen, die er geschaffen, geschlossen bleiben die Türen, an denen der Herr anklopft. Und wieder naht die Zeit, da alles erfüllt werden soll:„ Ein Licht geht auf in der Finsternis, und aufs neue leuchtet über den Völkern sein Heil." Weihnacht steht vor der Türe. Der Erlöser kommt und wird mt uns wandeln. ,, Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchet, so will ich mich finden lassen". Da liegt das Geheimnis verborgen. Er allein nur rettet auch heute die Menschheit, er allein, der Weihnachtsfürst, bringt ihr den verlorenen Frieden wieder. Tu auf dein Herz, Jugend wie Alter, Mann wie Weib, vornehm und gering, arm und reich! Wieder hat ein Gnadenjahr begonnen, wer weiß, für wen es das letzte ist; es gilt eilen. Mit jedem neuen Kirchenjahre rüdt der Zeiger ein Stüd weiter wann wird die große, die letzte Weltstunde schlagen? Frage dich, Menschheit, ob du gerüstet bist. Zur Voltsabstimmung. Die Abstimmungszeit wurde vom Kreisamt Gießen für Gemeinden, unter 1000 Einwohnern auf die Zeit von 10 Uhr vormittags bis 5 Uhr nachmittags, für alle übrigen Gemeinden von 9 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags festgesetzt. Das Ergebnis der Volksabstimmung in Hessen am 5. Dezember wird in der Nacht vom 5./6. Dezember 1926 durch den Frankfurter Rundfunk bekannt gegeben. * Aufgehoben ist die vom Polizeiamt Gießen angeordnete Sperrung der Westanlage vor der Bezirksschule und der Bahnhofstraße von der Westanlage bis zur Alicenstraße, da die Neubefestigungsarbeiten beendet sind. * Von der Landesuniversität Gießen. Der ordentliche Professor für orientalische Philologie an unserer Universität, Dr. Rudolf Strothmann, hat den an ihn ergangenen Ruf an die Universität für Hamburg angenommen. * Der Vorstand des hiesigen Hauptzollamtes, Herr Zolfrat Hellwig, ist infolge Erreichung der Altersgrenze in den Ruhestand getreten. 囊 Ergänzungswahlen zur Handelskammer Gießen- AlsfeldLauterbach. In Gießen wurden wiedergewählt die Herren Kommerzienrat Klingspor, Kaufmann Mayer und Kaufmann No11. Jn Lich wurde wiedergewählt Brauereibesitzer Jhrin; in Lauterbach Fabrikant Diehm II. und in Alsfeld Kommer zienrat Ramsped. * Das Weihnachtsgeschäft, das wie kein anderes dem Jahresende immer ein besonderes Gepräge gibt, beginnt sich allmählich zu entwickeln. Die Schaufensterauslagen der hiesigen Geschäfte sind ganz auf das Christfest eingestellt und durchweg sehr geNr. 49 schmackvoll und anziehend" dekoriert. Die ersten, mit Tannen hochbeladenen Wagen sind von auswärts eingetroffen und an einigen Plägen der Stadt hat der Verkauf der Chriftbäume bereits begonnen. Am morgigen, dem sogenannten„ grünen Sonntag" find die Geschäfte geöffnet. Hoffentlich bringt der Weihnachtsmann in diesem Jahre eine etwas bessere Konjunktur als im Vorjahre! Sonnabend, den 4. Dezem tändigt worden mit dem Anheim Groß- Linden anschließen zu lasser tafrete seither nach Gießen 15 8, Allendorf a. d. Lda. Der So Magermühle geriet beim Schmic Kammrad, das ihn am Aermel e abschürfungen wurde ihm der Arm Ruppertsburg. Nachdem im v Kriegsgefangene auf unserem Frie jalgte jetzt die Ausgrabung der Le auf einem Nationalfriedhofe Ober- Ohmen. Nach 14tägiger Nitolaus in Lich ist nun die Rep endet. * Weihnachtsexpreßgutverkehr. Zur schnelleren Bewältigung des zu erwartenden starken Weihnachtsexpreßgutverkehrs werden von der Reichsbahndirektion in den hauptsächlich in Frage tommenden Kursen besondere durchgehende Expreßgutwagen vorgesehen, die von besonderen Ladeschaffnern begleitet werden. * Wohlfahrtsbriefmarken. Seit einigen Tagen gelangen neue Wohlfahrtsbriefmarken zur Ausgabe, deren Ertrag, wie im Derflossenen Jahre, der Deutschen Nothilfe zufließt. Es werden ausgegeben eine 5- Pfg.- Marke mit dem württembergischen, eine 10- Pfg. Marte mit dem badischen, eine 25- Pfg. Marte mit dem thüringischen und eine 50- Pfg.- Marke mit dem hessischen Wappen. * Wahlversammlung. In der vollbesetzten Turnhalle am Oswaldsgarten sprach letzten Mittwoch abend der hessische Finanzminister Henrich im Auftrage der Demokratischen Partei über:„ Die wahre Lage der hessischen Finanzen und Steuern". Die Gelegenheit zur freien Aussprache war von der Gegenseite nicht wahrgenommen worden und so verlief die Versammlung, von einigen furzen Ausführungen des sozialdemokratischen Abg. Mann abgesehen, ohne Diskussion. * Ein Obermeistertag des Bezirksvereins Beide Hessen und Nassau" im Deutschen Fleischer- Berband fand in Limburg unter Vorsitz von Obermeister W. Pfeiffer Frankfurt a. M. statt. Dieser referierte auch über die beabsichtigte Montagviehmarktverlegung. Man faßte eine Resolution, in der sich scharf gegen jede Verlegung des Montagsmarktes, nicht nur in Frankfurt, sondern auch in anderen Städten des Reiches ausgesprochen wurde. * Das Projekt eins neuen Gießener Bichhoses ist von der Stadtverwaltung dem Stadtbauamt zur Ausarbeitung in Auftrag gegeben worden. * Zum Vortrag des Burenkommandanten Jooste im D. S. V. wird uns geschrieben: Burenkommandant Roos Jooste war am Anfang des Krieges nach der englischen Kriegserklärung als Kriegsfreiwilliger eingetreten, um bei der Abrechnung mit England, dem alten Feind seines Volkes, mit dabei zu sein. Dann hatte das Generalfommando Hannover seine Entlassung verfügt zu dem Zwed, daß Jooste seine alte Vortragstätigkeit wieder aufnahm, wodurch er dem deutschen Volle wichtigere Dienste leisten konnte. Standen doch ihm, dem im Toben des Kampfes und in der Arbeit des Friedens gleich Erprobten, nicht nur seine reichen Lebenserfahrungen zu Gebote, die er in seiner alten Heimat, dem Burenlande, und in seiner neuen Heimat gesammelt, er weiß auch das, was er mit offenem Auge und gesundem Verständnis geschaut hat, in überaus fesselnder Weise in seinem urwüchsigen Burendeutsch vorzutragen und die Zuhörer in Spannung zu erhalten. * Allgemeine Klagen gegen die Stadt Gießen. Die von zwei Brauereien angestrengten Klagen auf Rüderstattung bes zahlter Getränkesteuern im Gesamtbetrage von über 56 000 M wurden vom Provinzialausschuß für Oberhessen abgelnht. * Besitzwechsel. Das altbekannte Cafee Leib in der Walltorstraße ist zum Preise von 38 000 Man die Herren Weinhändler August Balzer, Braugasse, und Gastwirt Albert Rahnefeld, Schanzenstraße, übergegangen, * Zechpreller. Nach einem Polizeibericht treibt sich ein Hilfs förster, der sich von seiner Dienststelle in Oberhessen entfernt hat, seit einigen Tagen in der hiesigen Gegend umher und betrügt Gastwirte durch Zechprellereien. Es wird deshalb vor ihm gewarnt. * Hebung der Wirtschaftlichkeit des Großwagenbetriebes. Hierüber ist soeben eine Schrift erschienen, in der dargelegt wird, wieso und in welchem Umfange die Bereifung der Lastkraftwagen und Omnibusse die Wirtschaftlichkeit verbessern kann. Diese Schrift, von der Harburger Gummiwaren- Fabrik Phönig A.-G. herausgegeben, wird Interessenten auf Wunsch zur Verfügung gestellt.( Verlag Deutsche Motor- Zeitschrift G. m. b. 5., Dresden- A 19; Preis 2 Mark.) Forderungen der Mieterschaft. Der Große Ausschuß des Bundes Deutscher Mietervereine hat in einer am 27. und 28. November abgehaltenen Tagung in Dresden eine großzügige Entschließung gefaßt, in der u. a. gefordert wird: eine großzügige soziale Wohnungsreform, die Durchführung eines auf mindestens 10 Jahre berechneten Wohnungsbauprogramms für jährlich 250 000 Wohnungen. ㄓ Zum neuen Kreisvertreter des Mittelrheinkreises der D.T. wurde Fabrikant A. Pfeiffer- Weglar gewählt. * Der älteste Mann Westfalens, Marcus Elias, ist im 103. Lebensjahre an Altersschwäche gestorben. Er wurde am 24. Mai 1924 in Lüdingshausen geboren, fam in den 50er Jahren nach Gelsenkirchen, das damals 500 Einwohner zählte, gründete dort eine kleines Geschäft und besuchte als geschätzter Tierheilkundiger die Höfe der Umgebung. Aus Nah und Fern. Klein- Linden. Auf dem hiesigen alten Friedhof soll, wenn der Gemeinderat die Pläne annimmt, die Kriegergedenkstätte für die Gefallenen unserer Gemeinde errichtet werden. Klein- Linden. Ein aus Gießen kommendes Motorrad mit Beiwagen, das mit 3 Personen besetzt war, stieß auf der Frankfurter Straße mit einem Milchfuhrwerk zusammen. Der Beifahrer erlitt eine Gehirnerschütterung, während der Soziusfahrer mit leichteren Verletzungen am rechten Bein und der Führer des Kraftrades mit dem Schreden davontamen. Klein- Linden. Am vorigen Sonntag, 1. Advent, hielt Pfarter Ackermann hierselbst seine Abschiedspredigt. Er verläßt uns in diesen Tagen, um eine Pfarrstelle in Nordheim in Ried anzutreten. Rund fünf Jahre hat er die hiesige Pfarrassistentenstelle versehen. Der Weggang des beliebten Seelsorgers wird allge mein bedauert. Groß- Linden. Die hiesige Bürgermeisterei, sowie einige Kaufleute sind an das Fernsprechnet Gießen angeschlossen. Diese Anschlüsse sind nunmehr seitens des Boftamts Gießen aus vertehrs- und betriebstechnischen Gründen zum 1. Januar 1927 gewerden. Schotten. Eine längere Aus Gemeinderatssitzung die feit einiger Gemeinden geführten Verhandlung Autolinie zwischen den Gemeinden Kabertshausen, Rodheim, Langd, S Aus dem hohen Bogelsberg. Kaulstoß und Burkhards wütet seit Klauenseuche. In dem legtgenann Woche allein 30 Stüd Jungvieh ei älterer Tiere. Bobenhausen II. Der Betrieb de Wüde wurde im Sommer wegen Un auf richteten zwei junge Leute einer Bobenhausen und Müde mit einem sonenauto ein. Für diese Linie komm Sellnrod, Hödersdorf, Groß- Eichen Das Auto verkehrt täglich zweimal freut sich einer starken Inanspruchna auf ihre Rechnung kommen. Der für den Kilometer. Die beteiligt entrechenden Zuschuß. Friedberg. Beim Angeln in d mit dem respektablen Gewicht von Bad Nauheim. In geheimer ordneten das Pensionierungsgesuch ser genehmigt. Die Amtszeit Dr. 1927 ab. Alsfeld. Jm benachbarten Ru meister Selzer abends in seinem sehen. Dabei stürzte er in der Du und zog sich dadurch so schwere in nach qualvollem Leiden am andere Offenbach. Mit der älteste Ve verein, feiert in diesen Tagen sein Darmstadt. Vom hiesigen C jährige Schuhmacher Jakob Eber dung seines Kindes zum Tode v Darmstadt. Der Eisenbahnse Ueberqueren eines Geleises von ortzuges erfaßt und zu Boden ge Kopf und Gehirnverlegungen. Eberstadt. Auf der Kreisst Bidenbach ereignete sich am Frei dem ein Menschenleben zum Op 3wingenberg wurde von einem d tommenden Auto erfaßt und üb waren so schwer, daß der Tod auf Mainz. Um sich ihrer Fest eine 32jährige Frau, während di fich an einem aus Tüchern zusamm herunter zu lassen. Als die Wagh wertes war, löste sich ein Knoten pflaster. Mit schweren inneren un die Abgestürzte nach dem Kranken Mainz. Die Ehefrau des Ge Alzen hat sich vergangene Nacht einen fahrenden Eisenbahnzug g Stelle getötet. Das Motiv zur T Mainz. Der ehemalige Gep Ingelheim wurde verhaftet. Der legte Landesverrat hängt mit d Jahre 1923 nicht zusammen, ist vie Rainz. Im Rahmen einer T des Deutschen Gewerkschaftsbundes Walded und das Nahegebiet spr Dr. h. c. Stegerwald am Sonntag Dormittags 10 Uhr, im Festsaal Lazeum", Petersstraße 2, über, schen Gewerkschaftsbundes". Am treterversammlung des Deutschen Stadthalle statt. Bingen. In der Gegend von Rammender Amerikaner einen sel hannes gemacht. Neben einer bet and Silbermünzen und Waffen för des Schinderhannes und seiner B lage. Schinderhannes hatte diese ben Rotfall im Jahre 1801 eingegro auf von den Franzosen, als er sich franzöfifchen Truppen einreihen wurde, so fonnte er seine vergrabe in fich bringen. Bingen. Der Akademische Ser Universität zu München hat den S tinger, Nieder- Ingelheim, zum G Rünchen ernannt. Rüsselsheim. Hier wurden bei ber Hallstadtzeit, ein römischer Hen fus der Zeit um 1700 aufgefun man auf einem Ader Urnen aus de Bestheim. Der Schuhmacherm lich in seinen Keller, daß er an den Denigen Stunden verstarb. Walldori. Bei dem Hochwasser Bewaltige Flutmengen in die Wa Nr. 49 d" deforiert. Die ersten, mit Tannen d von auswärts eingetroffen und an hat der Verkauf der Christbäume be igen, dem sogenannten„ grünen Sonnöffnet. Hoffentlich bringt der Weihhre eine etwas bessere Konjunktur als Sonnabend, den 4. Dezember 1926. fündigt worden mit dem Anheimgeben, sich an das Sprechnet Groß- Linden anschließen zu lassen. Das Drei- Minutengespräch toftete seither nach Gießen 15 3, fünftighin 30§. Allendorf a. d. Lda. Der Sohn des Müllers Fren aus der Magermühle geriet beim Schmieren des Mühlwertes in ein Kammrad, das ihn am Aermel erfaßte. Außer einigen Hautabschürfungen wurde ihm der Arm gebrochen. Ruppertsburg. Nachdem im vorigen Jahre drei französische Kriegsgefungene auf unserem Friedhof ausgegraben wurden, etfolgte jetzt die Ausgrabung der Leiche eines belgischen Soldaten, um auf einem Nationalfriedhofe seiner Heimat beigesetzt zu werben. tverfchr. Zur schnelleren Bewältigung ten Weihnachtsexpreßgutverkehrs wer irektion in den hauptsächlich in Frage ndere durchgehende Exprehguiwagen deren Ladeschaffnern begleitet werden. rfen. Seit einigen Tagen gelangen en zur Ausgabe, deren Ertrag, wie im eutschen Nothilfe zufließt. Es werden Carte mit dem württembergischen, eine adischen, eine 25- Pig- Marte mit dem Pfg.- Marke mit dem hessischen Wappen. In der vollbesetzten Turnhalle am ezten Mittwoch abend der hessische 1 Auftrage der Demokratischen Partei der hessischen Finanzen und Steuern". nt Aussprache war von der Gegenseite den und so verlief die Versammlung, hrungen des sozialdemokratischen Abg. stuffion. des Bezirksvereins ,, Beide Hessen und sher- Verband fand in Limburg unter Pfeiffer Frankfurt a. M. statt. Die Die beabsichtigte Montagviehmarliver Resolution, in der sich scharf gegen jede arftes, nicht nur in Frankfurt, sondern des Reiches ausgesprochen wurde. euen Gießener Bichhofes ist von der dtbauamt zur Ausarbeitung in AufBurentommandanten Jooste im D. H. n: Burenkommandant Koos Jooste es nach der englischen Kriegserklärung jetreten, um bei der Abrechnung mit d seines Bolkes, mit dabei zu sein. ommando Hannover seine Entlassung B Jooste seine alte Vortragstätigkeit er dem deutschen Bolle wichtigere Standen doch ihm, dem im Loben des it des Friedens gleich Erprobten, nicht rfahrungen zu Gebote, die er in seiner lande, und in seiner neuen Heimat ge , was er mit offenem Auge und gesunhat, in überaus fesselnder Weise in deutsch vorzutragen und die Zuhörer gegen die Stadt Gießen. Die von ngten Klagen auf Rüderstattung be Gesamtbetrage von über 56000 M sschuß für Oberhessen abgelnht. altbekannte Cafee Leib in der Walln 38 000 M an die Herren Weinhändler e, und Gastwirt Albert Rahnefeld, gen. tem Polizeibericht treibt sich ein Hilfs er Dienststelle in Oberhessen entfernt n der hiesigen Gegend umher und beprellereien. Es wird deshalb vor ihm aftlichkeit des Großwagenbetriebes. chrift erschienen, in der dargelegt wird, ange die Bereifung der Lastkraftwagen tschaftlichkeit verbessern kann. Diese er Gummiwaren- Fabrik Phönix A.-G. eressenten auf Wunsch zur Verfügung Motor- Zeitschrift G. m. b. H., Dres-) eterschaft. Der Große Ausschuß des vereine hat in einer am 27. und 28. Tagung in Dresden eine großzügige der u. a. gefordert wird: eine großeform, die Durchführung eines auf chneten Wohnungsbauprogramms für ent. treter des Mittelrheinkreises der D.T. jer- Weglar gewählt. Westfalens, Marcus Elias, ist im 103. säche gestorben. Er wurde am 24. Mai eboren, kam in den 50er Jahren nach 500 Einwohner zählte, gründete dort besuchte als geſchäzter Tierheilkundiger ah und Fern. Dem hiesigen alten Friedhof soll, wenn ine annimmt, die Kriegergedenkstätte er Gemeinde errichtet werden. us Gießen kommendes Motorrad mit ſonen beſekt war, stieß auf der FrankMilchfuhrwerk zusammen. Der Beirschütterung, während der Soziusfahrer Jen am rechten Bein und der Führer Schrecken davontamen. origen Sonntag, 1. Advent, hielt Pfarseine Abschiedspredigt. Er verläßt uns Pfarrstelle in Nordheim in Ried anzue hat er die hiesige Pfarrassistentenstelle des beliebten Seelsorgers wird allge hiesige Bürgermeisterei, sowie einige ernsprechnetz Gießen angeschlossen. Diese seitens des Poftamts Gießen aus verſchen Gründen zum 1. Januar 1927 ge Ober- Ohmen. Rach 14tägiger Arbeit der Firma Förster und Ritolaus in Lich ist nun die Reparatur der hiesigen Orgel beendet. Schotten. Eine längere Aussprache erforderten bei einer Gemeinderatssitzung die seit einiger Zeit zwischen den beteiligten Gemeinden geführten Verhandlungen über die Einrichtung einer Autolinie zwischen den Gemeinden Ulfa, Eichelsdorf, Schotten, Rabertshausen, Rodheim, Langd, Hungen, Nidda. Aus dem hohen Bogelsberg. In den Orten Sichenhausen, Kaulstoß und Burkhards wütet seit längerer Zeit die Maul- und Klauenseuche. In dem legtgenannten Ort find in vergangener Woche allein 30 Etüd Jungpich eingegangen, dazu eine Anzahl älterer Tiere. Bobenhausen II. Der Betrieb der Postautolinie FeldkrüdenMüde wurde im Sommer wegen Unrentabilität eingestellt. Dar auf richteten zwei junge Leute einen Privatautobetrieb zwischen Bobenhausen und Müde mit einem sechsfitzigen geschlossenen Personenauto ein. Für diese Linie kommen die Dörfer Bobenhausen, Sellnrod, Hödersdorf, Groß- Eichen und Jlsdorf in Betracht. Das Auto verfehrt täglich zweimal. Diese Autoverbindung erfreut sich einer starten Inanspruchnahme, so daß die Besitzer wohl auf ihre Rechnung kommen. Der Fahrpreis beträgt 10 Pfennig für den Kilometer. Die beteiligten Gemeinden leisten einen entsprechenden Zuschuß. Friedberg. Beim Angeln in der Nidda wurde ein Karpfen mit dem respektablen Gewicht von 14 Pfund gefangen. Bad Nauheim. In geheimer Sitzung haben die Stadtverordneten das Benfionierungsgesuch des Bürgermeisters Dr. Kanser genehmigt. Die Amtszeit Dr. Kansers läuft am 3. Juni 1927 ab. Alsfeld. Jm benachbarten Ruhlkirchen wollte der Bäckermeister Selzer abends in seinem Viehstall nach dem Rechten sehen. Dabei stürzte er in der Dunkelheit über ein Stüd Holz und zog sich dadurch so schwere innere Verletzungen zu, daß er nach qualvollem Leiden am anderen Tage verstarb. Offenbach. Mit der älteste Verein Offenbachs, der Sängerverein, feiert in diesen Tagen sein hundertjähriges Jubelfest. Darmstadt. Vom hiesigen Schwurgericht wurde der 21jährige Schuhmacher Jakob Eberle aus Lorsch wegen Ermor dung seines Kindes zum Tode verurteilt. Darmstadt. Der Eisenbahnsekretär Mayer wurde beim Ueberqueren eines Geleises von dem Motorwagen eines Vorortzuges erfaßt und zu Boden geschleudert. Er erlitt schwere Kopf und Gehirnverletzungen. Eberstadt. Auf der Kreisstraße zwischen Eberstadt und Bidenbach ereignete sich am Freitag abend ein schwerer Unfall, dem ein Menschenleben zum Opfer fiel. Ein Radfahrer aus Zwingenberg wurde von einem von hinten im schnellsten Tempo kommenden Auto erfaßt und überfahren. Seine Verlegungen waren so schwer, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Mainz. Um sich ihrer Festnahme zu entziehen, versuchte eine 32jährige Frau, während die Polizei vor der Türe stand, sich an einem aus Tüchern zusammengeknüpften Seil vom 3. Stock herunter zu lassen. Als die Waghalsige in der Höhe des 2. Stodwerkes war, löfte sich ein Knoten und sie stürzte auf das Straßenpflaster. Mit schweren inneren und äußeren Verlegungen wurde die Abgestürzte nach dem Krankenhaus gebracht. Mainz. Die Ehefrau des Getreidehändlers Otto Koch aus Alzen hat sich vergangene Nacht zwischen Alzen und Albig vor einen fahrenden Eisenbahnzug geworfen und wurde auf der Stelle getötet. Das Motiv zur Tat ist noch unbekannt. Mainz. Der ehemalige Separatistenführer Erbes- NiederIngelheim wurde verhaftet. Der dem Verhafteten zur Last ge= legte Landesverrat hängt mit der Separatistenbewegung im Jahre 1923 nicht zusammen, ist vielmehr neueren Datums. Mainz. Im Rahmen einer Tagung des Landesverbandes des Deutschen Gewerkschaftsbundes für Hessen, Hessen- Nassau, Walded und das Nahegebiet spricht Ministerpräsident a. D. Dr. H. c. Stegerwald am Sonntag, den 5. Dezember, in Mainz, vormittags 10 Uhr, im Festsaal der Höheren Mädchenschule Lyzeum", Petersstraße 2, über„ Ziele und Aufgaben des Deutschen Gewerkschaftsbundes". Am Nachmittag findet eine Vertreterversammlung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in der Stadthalle statt. Bingen. In der Gegend von Kirn hat ein aus Los Angeles stammender Amerikaner einen seltsamen Fund vom Schinderhannes gemacht. Neben einer beträchtlichen Anzahl von Goldund Silbermünzen und Waffen förderte er Briefe und Gemälde des Schinderhannes und seiner Braut, der Julia Blasius, zutage. Schinderhannes hatte diese Sachen als Reservefonds für den Notfall im Jahre 1801 eingegraben. Da er aber bald darauf von den Franzosen, als er sich unter falschem Namen in die französischen Truppen einreihen ließ, verhaftet und entdeckt wurde, so konnte er seine vergrabenen Kostbarkeiten nicht mehr an sich bringen. Bingen. Der Akademische Senat der Ludwig- MaximilianUniversität zu München hat den Kommerzienrat Albert Boehringer, Nieder- Ingelheim, zum Ehrenbürger der Universität München ernannt. Rüsselsheim. Hier wurden bei Erdarbeiten eine Urne aus der Hallstadtzeit, ein römischer Henkelkrug und ein größeres Gefäß aus der Zeit um 1700 aufgefunden. In Raunheim fand man auf einem Ader Urnen aus der Bronzezeit. Bechtheim. Der Schuhmachermeister Reil stürzte so unglüdlich in seinen Keller, daß er an den erlittenen Verlegungen nach wenigen Stunden verstarb. Walldorf. Bei dem Hochwasser vor drei Jahren ergossen sich gewaltige Flutmengen in die Waldungen südlich des Mains ,, Gießener Zeitung" Nr. 49 Kennen Sie ,, Halpaus Mocca"? Nachfrage. Gibt es einen besseren Beweis für Güte und Preiswürdigkeit eines Artikels, als wenn rege Nachfrage nach ihm besteht? Die Zahl der Freunde unserer ,, Halpaus Mocca" wächst von Tag zu Tag. Darum brauchen wir Ihnen von der besonderen Güte dieser Cigarette kaum mehr etwas zu sagen. Ueberzeugender können Worte auch nicht sein wie ein praktischer Versuch mit unserer ,, Halpaus Mocca"- Cigarette. Jeder, der sie kostet und sie einige Tage geraucht hat, wird ihre Vorzüge herausfinden. Das Urteil wird lauten: Eine besonders gute und besonders preiswerte Cigarette. 5 Pfg. ,, Halpaus Rarität Nr. 200", unsere 4- Pfg.- Cigarette, ist die weitaus beste 4- Pfg.- Cigarette in Deutschland. HALPAUS- CIGARETTEN- FABRIK G. M. B. H. KÖLN UND BRESLAU zwischen Flörsheim und Walldorf und bededten große Geländestrecken. Da das Wasser keinen Abfluß finden kann, hat es das ganze Waldgebiet versumpft und steht noch heute in ziemlicher Höhe, so daß der Boden nahezu unpassierbar geworden ist. Leider gehen die wertvollen Baumbestände in der Hauptsache Buchen völlig verloren, da sie an den Wurzeln abfaulen und dann absterben. In diesem eigenartigen Sumpfwalde hat sich aber nun im Laufe dieser drei Jahre bereits eine Sumpfflera angesiedelt. Zugleich aber ist das Gelände eine Brutstätte für Myriaden von Schnaken und anderem Ungeziefer geworden. Nastätten. Einem bedauerlichen Unglüdsfall ist in dem Gemeindeſteinbruch bei Delsberg der 60 Jahre alte Heinrich Beres von Oelsberg zum Opfer gefallen. Durch herabstürzendes Gestein wurde der Mann so schwer verletzt, daß der Tod sofort eintrat. Worms. Auf demLandesparteitag der Deutschen Volkspartei behandelte Landtagsabgeordneter Dingelden die Notwendigkeit, die die Partei zwang, in der Opposition zu stehen.„ Was wir in den letzten Jahren an Knebelung der freien Meinung der hesfischen Beamtenschaft und an Gesinnungsschnüffelei gegenüber dem Staatsbeamtentum erlebt haben, hat uns immer wieder vor die Schranken gefordert." Der Redner macht der verant wortlichen Leitung der hessischen Staatsfinanzen den Vorwurf, daß durch Mangel an Voraussicht und Energie die Dinge dahin treiben fonnten, wo sie heute sind. Der Redner begründete dann, warum die Deutsche Volkspartei sich in diesem Kampf mit der Deutschnationalen Volkspartei und dem Hessischen Bauernbund zusammengeschlossen habe. Es sei fein parteipolitischer Kampf gewesen, es sei ein Kampf um die Lebensfragen und die Lebensinteressen des Staates, an dem jeder hessische Staatsbürger in hohem Maße interessiert sei. ,, Wir setzen uns ein für die Gesundung der hessischen Staatsfinanzen, durch eine Finanzpolitif, die mit äußerster Energie darüber wacht, daß nicht mehr ausgegeben wird, nicht mehr der Wirtschaft aufgebürdet wird, als fie leisten kann. Wir setzen uns dafür ein, daß innerhalb der Staatswirtschaft nicht parteipolitische Personalpolitit, sondern eine fachliche Erkennung jeder Qualitätsleistung oberster Grundsatz werde." Es sei ungeheuer töricht von dem hessischen Finanzminister, wenn er die Notlage der hessischen Finanzen zum Anlaẞ nehme, nun seinerseits die Parole zum Einheitsstaat auszu= geben. ,, Wir mit unserer unterstützungsbedürftigen Kasse werden diesen Einheitsstaat nicht herbeiführen können, wenn nicht Bayern auf der einen und Preußen auf der anderen Seite mit uns einig sind." Hochelheim. Am Dorfausgang nach Lang- Göns hat die hiefige Evangelische Gemeinschaft in diesem Jahre ein stattliches Vereinshaus errichtet. Der Bauplatz wurde von einem Mitglied der Vereinigung Lostenlos zur Verfügung gestellt, ebenso wurden die Bauarbeiten von Mitgliedern, die zum größten Teile Bauarbeiter sind, unentgeltlich ausgeführt. Hochelheim. In der der Firma Rinn& Cloos gehörigen hiesigen Zigarrenfabrik wird seit furzer Zeit wieder voll gearbeitet. Dornholzhausen. Eine lohnende Beschäftigung für die Wintermonate schafft sich ein Teil der hiesigen Arbeiter, besonders Bauhandwerker, durch die Ausübung des Besenbinderhandwertes. Ebersgöns. Der Kriegerverband Hüttenberg des Kreisverbandes Wetlar hält am 3. Juli 1927 sein Verbandsfest in Ebersgons ab. Gleichzeitig feiert der Kriegerverein Ebersgöns sein 50jähriges Jubiläum. Der Kriegerverein Ebersgons, der zurzeit 63 Mitglieder zählt, wurde am 1. September 1877 mit 24 Mitgliedern gegründet. Von den Gründern leben heute noch drei, und zwar Johannes Seip, 89 Jahre alt, Johannes Langsdorf, 84 Jahre alt, und Martin Jung, 80 Jahre alt. Joh. Geip und Joh. Langsdorf machten die Feldzüge 1866 und 1870/71, Martin Jung den Feldzug 1870/71 mit. Aus dem Kleebachtal. Während die vorjährigen Treibjagden in unseren Jagdrevieren sehr günstige Ergebnisse brachten, befriedigt die diesjährige Hajenjagd nur zum Teil die darauf gejetten Erwartungen. Nicht zuletzt ist dieser Umstand auf das Ronto der zahlreichen wildernden Hunde zu sehen, die im Gommer viel Schaden unter den Junghasen angerichtet haben. Weglar. Der Ehrenbürger der Stadt Weylar, General Sigt von Arnim, beging am 27. November seinen 75. Geburtstag. Der General ist ein Weglarer Kind und seinen Bemühungen war Sonnabend, den 4. Dezember 1926. die Errichtung der Unteroffiziersschule im Jahre 1914 zu danten. Die Stadt hat als äußeres Zeichen ihrer Dankbarkeit am Geburtshause ihres Ehrenbürgers eine Gedenktafel anbringen lassen. Weglar. Die Verbindungsstraße von hier nach Weidenhausen weist am Fuße des Etoppelberges eine gefährliche S- Kurve auf, deren Beseitigung im Interesse des Verkehrs dringendes Erfordernis ist. Die Beseitigung der Kurve würde eine Berkürzung der Straße um mehr als 100 Meter mit sich bringen. Marburg. Eine Dienstmago in Jlschhausen, die von ihrem Dienstherrn Borhaltungen zu hören betam, ging aus Zorn darüber ihrem Brotgeber mit der Mistgabel zu Leibe und durchstach ihm eine Hand. Da ihr Bruder auch den Bater des Bauern mißhandelte, dürfte die Sache für die rabiaten Geschwister wohl ein gerichtliches Nachspiel haben. Kreis Biedenkopf. Gladenbach. Die Reichsbahnverwaltung hat zur Erleichterung der Besorgung von Weihnachtseinläufen für den 5. 12. und 19. Dezember je einen Sonderzug von Gladenbach nach Herborn und zurüd eingelegt. Der Zug nach Herborn fährt in Gladenbach ab 12.40 nachmittags, Weidenhausen 12.48, Hartenrod 1,05, Eisemroth 1.18, Bischoffen 1.32, Herborn an 2.03 Uhr. Der Gegenzug fährt in Herborn ab 6.39 nachm., Gladenbach an 7.54 Uhr nachmittags. Kreis Westerburg. Westerburg. Zum Nachfolger des nach Köln versetzten LandGießener Zeitung" rats Dr. Schieren ist Regierungsrat Shunt von Koblenz ernannt worden, der jetzt die Kreisgeschäfte übernommen hat. Limburg. Die in Limburg abgehaltene Hauptversammlung des Gesamttaunustlubs unter der Leitung des Vorfizenden Bittor Zimmermann- Frankfurt a. M. wies einen ungewöhnlich starten Besuch aus nahezu allen Zweigvereinen auf. Dem Klub gehören gegenwärtig 52 3weigvereine an. Caub a. Rh. Der ganzen Belegschaft der Cauber Schiefergruben ist gekündigt worden. Trotzdem der Cauber Schiefer weit und breit als erstklassig bekannt ist, find die Absaknerhältnisse schwierig geworden. Für Caub und Umgegend entfällt damit eine Haupteinnahmequelle. Weihnachten in Bethel! Wo immer auf Erden sich Große und Kleine des Kindes von Bethlehem freuen, da wird es hell und warm. Je dunkler und trauriger die Herzen sind, desto stärker will und fann der himmlische Glanz fie durchleuchten. Das hoffen auch die Bewohner von Bethel wieder zu er leben. Etwa 5000 Fallsüchtige, Gemütstrante und Heimatlose aller Art und aus allen Teilen Deutschlands gehören zu unserer Gemeinde. Viele haben niemand, der in Weihnachten an fie denkt; und doch möchten wir feinen ohne Zeichen der Liebe lassen. Darum flopfen wir wieder bei den Freunden von Bethel an mit der herzlichsten Bitte: Helft uns durch ein wenig irdische D. Kaminka Gießen Juwelier und Uhrmacher, gegründet 1894 Reichhaltiges Lager in Uhren-, Gold-, ilber- u. Kristallwaren. Fugenlose Trauringe, 333 u.585 gestempelt, stets vorrätig. Echt silberne und sta k versilberte Alpaka- Bestecke, einzelne und vollständige Garnitu en aus der Württemberger Metallwarenfabrik in Geislingen und der Firma A Wellner Sönne, Aue in Sachsen. Besondere Abteilung und offizielle Verkaufsstelle der Deutschen Grammophon A.-G. 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Gi Erscheint: S Bezugspreis 40 Bfg. mo Redaktionsschluß früh 8 Uhr.- Jendung nicht verlangter Manu Der hefjifiche V Die Landtagsauflö Die Schlagt ist geschlagen! dem Wahlkämpfe sonst ausgetragen das gerade Gegenteil war der Fa Wahl mit einer derartig geringer Ungefähr 49 Prozent aller Stimm ten Staatsbürgerrecht Gebrau mar die Wahlbeteiligung in den A berg mit je 57 Brozent, dann folg mit je 53 und Gießen mit 52 Bro beteiligung hat der Kreis Seppen aufzuweisen. In der Stadt Gießen haben v 0984 von ihrem Mahlrecht Gebrau Tauteten auf Ja", 4803 auf ,, Mei gültig Saffiehend die Ergebniffe aus ferner aus Städten mit 1000 Maing Elen Bingen Oppenheim Kreise/ Provingen Darmstadt Bensheim Dieburg Wahlbered 100 02 44 40 40 26 30 13 Grbach i. Odw. 45 34 Groß- Gerau 32 57 Heppenheim 116 14 Offenbach a. M. Proving Startenburg 408 89 64 94 Gießen 24 20 Alsfeld 274 bingen Friedberg 56 6 Lauterbach 191 Shotten 178 Proving Oberhessen 214 2 104 7 267 295 31 S.L.Mener Rorms 63 Provinz Rheinhessen 256 Selsen insgesamt 875 Städte mit 10 000 und Mainz 76 Darmstadt 64" Offenbach 54 Worms Gießen 317 22 New- Jenburg Friedberg 8 70 Lampertheim Bad Nauheim 5. Biernbeim 64 Bensheim Bingen 60 Alzen 67 Seppenheim a. d. B. 55 Burbag 44 Dieburg Groß- Gerau Misjeld 30 3 88 3.95 Oppenheim Südingen 3 32 Erbach 22 Shotten 22 15 ohne Operation, ohne Berufsstörung sodaß selbst Aerzte sich und ihre Familien von uns behandeln lassen. Deffentliche Danksagungen dortiger Gegend: Dem Hermes", Aerztlichem Institut für orthopädische Bruch behandlung, Hamburg, bestätige ich, daß das Bruchleiden meines Sohnes durch Herrn Dr. med. H. L. Meyer's- Methode vollstän dig geheilt ist. Er fann jetzt jede Arbeit ohne Beschwerde ver richten. A. Knap, Hofbes., Burg b. Celle, 1. 8. 26. 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