Str. 35. en. Die Abhaltung von Vortrags- und ichert. Anfragen werden durch die AusOffenbach) bereitwilligit beantwortet. 5. Es gibt wohl taum eine Strede, Güterverkehr in gleich großem Umfang der auf die Landstraße abgewandert ist, ntfurt- Bad Homburg. Freilich hat sich uen Anforderungen des Kraftwagenver Weise angepaßt. Nun hat Homburg den die städtischen Körperschaften beschlossen Der Stadt( am Rondell) an eine Um burgchaussee anzulegen. afe wegen Steuerhinterziehung. jaz- und Einkommensteuerhinterziehung e Kolonialwarenhändler Kurt W. aus iesigen Schöffengericht zu verantworten. insgesamt 18 925 Mark an Steuern zu Nachzahlung er verpflichtet wurde. Das egen vorfäglicher Steuerhinterziehung ju nangriffnahme der Bauarbeiten für die chst für die Staustufe Kleinwallstadt, stätigteit in die Steinindustrie des Un sche Staatsregierung erwägt die Zu 6. Kassel mit dem O- L- G. Frankfurt, isgründen seinen Ursprung hat und von efämpft wird. roßen Schöffengericht in Kassel enthüllte furchtbare Martyrium eines armen Kin Ehefrau Christine Böhling aus Welle Mißhandlung ihres schwächlichen Gjäh Durch Zeugenaussage wurde festgestellt, Kind so schlug, daß es aus dem Munde dlungen sich wiederholten und im Dorfe en, forderte man den Landjäger zu einer t fand das Kind in einem bejammerns - und Beine waren schwarz angelaufen, en auf dem ganzen Körper legten schlichen Behandlung ab. Der Sachperuntersuchte, war erschüttert von dem alische Tat wurde die Angeklagte zu t. Geschäftliches. eine schwierige und meist nicht gern gediese täglich notwendige Arbeit leicht Jen, nimmt man das bekannte Putz- und ilfe und hat in überraschend kurzer Zeit Christian Klein in Gießen. " 6 T. 16 bheilung onen nachgeprüfte und bestätigte glän Operation ohne Berufsstörung, sodaß sich und ihre Angehörigen nach unserer en. bierter Arzt, schreibt: nügen, Ihnen mitteilen zu können, daß n Brüchen durch Ihre Behandlungshabe, die ich selbst früher nie für mög einen Kollegen erregten diese Erfolge ht zu widerlegen. hen Institut für orthopädische Bruc bestätige ich, daß mein Bruchleiden t fünf Jahren vollständig geheilt ist. eit ohne Beschwerden verrichten. Christian Venik, Konstanz. h nicht mehr. I chkann Ihre Methode Bruch behaftet ist, nur empfehlen. 6. Bertram, Oschersleben. bin jetzt vollständig geheilt. M. B. Wettelbrunn. it, daß der Bruch meines Sohnes seit heilt ist. August. Popp, Cadenberge. beglaubigte Zeugnisse Geheilter lieapprobierten, speziell ausgebildeten en, Bahnhofs- Hotel Lenz, Donnerstag, 2 Uhr vormittags. stitut für orthopädische Bruchleiden, 6, vorm. Dr. med. H. 2. Meyer. chern, die uns nachzumachen versuchen, Sache überhaupt zu kennen. Erſt prüfen, Ata Scheuermitte as ist S Rechle! 39. Jahrg. Samstag, den 4. September 1926. Nr. 36. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pig. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd lendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Der Nürnberger Tag Drud, Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Postschecktonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. wirtschaftlichem Gebiet dadurch zu fördern, daß gleichzeitig eine Verſtändigung über das fünftige Schicksal der der deutschen Armee und Marine. Kreise Eupen und Malmedy herbeigeführt würde. Es Mit größter Spannung wurde von allen Bevölkerungskreisen in Nürnberg der Verlauf des für den 28. und 29. Auguft angejetzten Ehrentages für die alte deutsche Wehrmacht erwartet Während des Gonnabends war das Treiben in der Stadt durch den fast ununterbrochenen Einzug der von auswärts eintressenden Festteilnehmer gekennzeichnet. Bunt war das Stadtbild. Besonders durch die zahlreichen aus dem Hochland erschienenen Teilnehmer in ihrer Heimattracht und mit ihren Musikkapellen. Am Sonnabendabend wurden in sämtlichen Sälen der Stadt Begrüßungsfeiern gehalten. Die Versammlung in der Festhalle im Luitpoldhain, wo Stahlhelm, Reichsflagge und Nationalverband deutscher Offiziere sich versammelt hatten, be= juchte auch Kronprinz Rupprecht von Bayern mit sämtlichen Ehrengästen; man sah u. a. Prinz Oskar von Preußen, Feldmarschall Madensen, die Generalobersten von Bothmer und von Einem, die Generale von Francois, von Hutier, die Admirale von Schröder und Scheer. Kronprinz Rupprecht gedachte des alten Heeres und gab dem Wunsche Ausdrud, daß der Geist der alten Armee und der Geist der Selbstzucht und des Pflichtgefühls auch die deutsche Jugend durchdringen möge, auf der die Zukunft des deutschen Volkes ruhe. In gleichem Sinne sprachen noch Prinz Oskar von Preußen zugleich im Namen seiner Brüder, Generalfeldmarschall von Madensen, ferner der Führer der vaterländischen Verbände in Bayern, Dr. Bauer und Generalmajor von der Golz. Als Generalfeldmarschall von Madensen gesprochen hatte, stimmte die Festversammlung das Deutschlandlied an. Das Hauptereignis des Ehrentages bildete der große Festzug am Sonntag vormittag. Die Anteilnahme und die Begeisterung der Be= völkerung war großartig. Seit langem waren solche Massen auf den Straßen Nürnbergs nicht mehr gesehen worden. 55 Sonderzüge aus dem Norden und 10 Sonderzüge aus dem Süden waren notwendig gewesen, um die Gäste von auswärts nach Nürnberg zu befördern. Der Festschmud der Straßen, Plätze und Häuser und die Haltung der Bevölkerung stellten selbst das in den Schatten, was in Nürnberg anläßlich des Deutschen Tages vor drei Jahren an Ovationen für die alte deutsche Armee und Marine erlebt worden war. Auf dem Hauptmarkt war für den Kronprinzen und die übrigen hohen Ehrengäste ein Ehrenzelt errichtet, an dem der Festzug über 2½ Stunden lang vorbeizog, während in der sonnenklaren Luft weckte der Kampfflieger Udet wie am Tage vorher durch die kühnsten Sturzflüge die Erinnerung an die Ruhmestaten der deutschen Flieger im Weltkriege. Eine genaue Zählung ergab rund 22 000 Festzugsteilnehmer, rund 1100 Fahnen und Banner, 30 große Musikkapellen und etwa 20 Trommlerforps, 92 Autos und 78 Berittene. In gehobener Stimmung zerstreute sich nach dem prächtigen Anblic dieses Festzuges die vaterländische Bevölkerung Nürnbergs, um mit den auswärtigen Gästen zusammen den schönen Sonntagnachmittag in Erinnerung an die alte Armee und Marine, an Sedan und an Tannenberg, noch in frohester Festlaune zu ver= leben. Eine Festvorstellung im Stadttheater mit Szenen aus den Meistersingern von Nürnberg und einer Festaufführung von Schillers Wilhelm Tell" beschloß den erhebenden Armeege= denktag Nürnbergs 1926. * * Große Anfrage der Deutschnationalen im preußischen Landtag. Die deutschnationale Fraktion hat im preuß. Landtag folgende Große Anfrage eingebracht: ,, Angesicht der fast täglich vorkommenden tätlichen Ausschreitungen tommunistischer Anhänger fragen wir die Staatsregierung, was sie zu tun gedenkt, um den Landfrieden in Preußen wieder herzustellen." Lockerung der Wohnungszwangswirtschaft in Bayern. In Durchführung eines Landtagsbeschlusses sowie dem Vorgehen einzelner Länder entsprechend, ist in Bayern durch eine erschienene Regierungsverordnung über Maßnahmen gegen den Wohnungsmangel, über Mieterschutz und Mietzinsbildung auch in Bayern eine Reform der Wohnungszwangswirtschaft angeordnet worden. * Um Eupen und Malmedy. Ueber die Rückgabe von Eupen- Malmedy wurde in letzter Zeit viel in den Zeitungen geschrieben. Eine amtliche Erklärung der deutschen Regierung hat jetzt den wirklichen Tatbestand an das Licht gebracht. Zwischen deutschen und belgischen Finanzmännern sind schon vor längerer Zeit Besprechungen in Gang gekommen, die sich auf eine deutsche Mitwirkung bei den internationalen Plänen zur Sicherung der belgischen Währung bezogen. Ohne daß es einer besonderen deutschen Initiative bedurft hätte, ist dabei auch der Gedanke erörtert worden, ob nicht die Möglichkeit bestände, ein deutsch- belgisches Zusammengehen auf finanziellem und handelt sich demnach hierbei nicht um offizielle Verhandlungen zwischen den beiden Regierungen. Doch ist zu wünschen, daß es über dieses Gebiet noch zu einer für Deutschland befriedigenden Uebereinstimmung kommt. der Deutschen Landwirtschafts- Gesellschaft. Die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft hat es trotz der schwierigen Verhältnisse der Gegenwart auch in diesem Jahre nicht verabsäumt, ihre Herbsttagung in großzügiger Weise durchzuführen. Die Tage vom 24. bis 29. September werden in der Stadthalle von Kassel eine ungewöhnliche Fülle zeitgemäßer Fragen zur Beratung bringen und den Beweis liefern, daß die D.L.G. in ihrer führenden Stellung auf landwirtschaftlich- technischem Gebiete nach wie vor unangetastet dasteht. Sie wendet sich mit ihrer Tagung in Mitteldeutschland besonders auch an den bäuerlichen Landwirt, der bei ihren nach Besitzgröße abgestuften Jahresbeiträgen in ihrer Mitgliederschaft keineswegs cine geringe Rolle spielt. Auch in den 18 öffentlichen Versammlungen, zu denen Gäste gern Zutritt haben, steht unter den geschäftlichen Angelegen heiten verschiedentlich die Beratung der Schauordnung für die Wanderausstellung Dortmund 1927 an erster Stelle. Jm Einverständnis mit der Industrie ist diese Ausstellung endgültig festgesetzt und wird, sei es auch unter erheblichen Opfern, plan= mäßig durchgeführt werden. Ein großer Teil der fachlichen Vorträge dieser öffentlichen Versammlungen gilt dem Regie: rungsbezirk Kassel und seinen landwirtschaftlichen Verhältnissen. Daneben befaßt sich die Hauptversammlung mit der Grünlandbewegung. Noch mancherlei andere Fragen stehen zur Behand lung auf der Tagesordnung. Interessenten, die sich an die Deutsche Landwirtschafts- Gesellschaft, Berlin, S. W. 11, Dessauer Straße 14, wenden, erhalten das ausführliche Programm tosten los zugesandt. ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Pig. lokal 12 Pfg., die 90mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pig. Platzvorschriften ohne Berbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt, für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Wohnungsnot, Bautätigkeit und Mietzinssteuer. Der Kampf um die Beseitigung des lekten Restes der 3wangswirtschaft Mieterschutz und Reichsmietengesetz wird seit Jahren nicht nur von den betroffenen Organisationen, sondern auch in den Parlamenten mit großer Zähigkeit geführt. In letzter Zeit hat sich die Erkenntnis Bahn gebrochen, daß eine Berewigung des bestehenden Zustandes die schwersten wirtschaftlichen Nachteile für die gesamte Volkswirtschaft zur Folge haben muz. Daß diese Erkenntnis auch schon in den Mieterkreisen Platz gegriffen hat, die infolge ihrer Parteieinstellung in der Beibehaltung der Zwangswirtschaft das alleinige Heil suchen, ist nicht zuletzt auf die Auswirkungen des Mietzinssteuerge setzes zurüdzuführen. Die Anhänger der Zwangswirtschaft hatten gehofft, durch die Erhebung der Mietzinssteuer, die doch beträchtliche Mittel abwirft, würde die Bautätigkeit so geför dert werden, daß die Beseitigung der Wohnungsnot in abseh barer Zeit erreicht würde. Diese Hoffnung mußte trügerisch sein, da ja nur ein Teil der Steuer für den Wohnungsbau verwendet wird. Die verschiedenen Fragen, die den Komplex des Wohnungs problems umfassen, haben auf der Tagung des Verbandes Deutscher Haus- und Grundbesitzer in Düsseldorf einen breiten Raum eingenommen. Wenn man rückblickend die Verhandlungen überschaut, so muß anerkennenswerterweise festgestellt werden, daß diese große Organisation das Bestreben hat, das Wohnungsproblem nicht etwa- wie dies fälschlicherweise immer behauptet wird allein vom Standpunkt des Hausbesizers, sondern unter dem Gesichtswinkel der staatspolitischen und volkswirtschaftlichen Notwendigkeiten zu erfassen. Von den verschiedenen Referenten wurden Ursachen und Wirkung aufgezeigt, die sich aus den mannigfachen Zwangsmaßnahmen für die Wohnwirtschaft ergeben, und die zu den Zuständen geführt haben, unter denen Vermieter und Mieter in gleichem Maße Wie die französischen Truppen in Syrien Hausen. leiden. Nachdem mit der etappenweise erfolgten Heraussetzung Was bringt die Herbsttagung Nach arabischen Meldungen sind bei den Kämpfen der letzten Wochen im Gebiete von Damaskus 25 Drusendörfer verbrannt oder durch das französische Geschützfeuer vollkommen zerstört worden. Hunderte von Plantagen an der Jstris- Dase sind ohne Wasser. Die Franzosen gingen überall äußerst rigoros vor und beschossen auch ein mit 70 Verwundeten belegtes Feldhospital der Drusen. Zurzeit herrscht im Kampfgebiet größtenteils Ruhe. Die französischen Truppen haben in einigen eroberten Dörfern Befestigungen angelegt. Die Aufständischen haben sich mit angeblich nur geringen Verlusten in die bewaldeten Gebiete östlich von Damastus zurüdgezogen, von wo sie ge legentlich Ausfälle auf die französischen Posten unternehmen. Rüsselsheim. Beim Schweißen von Kellereiartikeln erfolgte am Dienstag bei einer hiesigen Firma eine Explosion, wobei der 25 Jahre alte Schlosser Jean Blunn aus Mainz so schwer verlegt wurde. daß er alsbald an den Brandwunden starb. Ein zweiter Arbeiter wurde sehr schwer verletzt. Vorboten des Reichsschulgesetzes. Aus dem Reichsministerium des Innern geht der Presse eine Information über eine Reihe schwebender Gesetzesarbeiten zu. Dabei erfährt man über den an gekündigten Regierungsentwurf zur Ausführung von § 146, 2: Die früheren Reichstagsverhandlungen über das Reichsschulgesetz gingen besonders um drei Streitfragen: 1. Welches ist verfassungsmäßig die primäre Schulform? Im neuen Reichsschulgesetz soll die Entscheidung dahin lauten, daß die Gemeinschaftsschule als die Grundlage anzusehen ist, daß aber anders geartete Schulen, soweit sie auf den Wunsch der Eltern oder der Erziehungsberechtigten eingerichtet werden, die gleichen Rechte haben. Man ist der Auffassung, daß dieses Ergebnis sich in dem praktischen Nebeneinander von Gemeinschaftsschulen, religionslosen Schulen und konfessionellen Schulen ohnehin ergeben würde, so daß es zwedlos ist, jetzt über die Einzelheiten einer grundsätzlichen Regelung zu streiten. 2. Was ist„, geordneter Schulbetrieb"? Diese Frage soll nach dem neuen Gesetze der lokalen Regelung überlassen bleiben, da die Verhältnisse auf dem Lande und in den Städten ganz verschiedenartig sind und selbst eine landesgesetzliche Regelung feine allgemeine Gleichgültigkeit erlangen könnte. 3. Soll vor der Einführung des Reichsschulgesetzes eine allgemeine Vorabstimmung der Eltern über die Schulform in den Einzelbezirken stattfinden? Diese Frage wird vollständig ausgeschaltet werden. Die bestehenden Schulen behalten volle Gültigkeit, und die Bestimmungen des Reichsimulgesetzes werden dann nur bei fünftigen Neuerungen oder Aenderungen der Schulform in Kraft zu treten haben. Ueberhaupt sollen aus dem neuen Entwurf des Reichsschulgesetes viele Bestimmungen herausgelassen werden, die frühere Veranlassung zu Kompetenzstreitigkeiten mit den Ländern gegeben haben." der Mieten am 1. Juli auf 100 Prozent der Kampf um die Mietfestsetzung einen vorläufigen Abschluß gefunden hat, wurden gleichzeitig die beiden vielumstrittenen Gesetze Mie terschutz und Reichsmietengesetz mit einigen Aenderungen bis zum 30. Juni 1927 verlängert. Bis zu diesem Zeitpunkt ist also die Auseinandersetzung über die Loderung oder Aufhebung der Zwangswirtschaft im Wohnwesen vertagt. Daß die beteiligten Organisationen in der Zwischenzeit aber nicht ruhen, bewies die Düsseldorfer Hausbesitzertagung. Durch sachliche Aufklärung will man die irrtümlichen Meinungen daß die künstliche Niederhaltung der Mieten ein Vorteil für die Mieter sei, zerstreuen. Wie ungesund die ganze Zwangswirtschaft ist, ergibt sich aus den drei Hauptproblemen, die die Oeffentlichkeit in hohem Maße beschäftigen: Wohnungsnot, Bautätigkeit und Mietzinssteuer. Die Ursachen der Wohnungsnot sind an dieser Stelle schon so oft behandelt worden, daß es sich erübrigt, näher darauf einzugehen. Welche Auswirkungen sie aber gezeitigt hat, ist in der Hauptsache nur den WohnungsIosen bekannt, nicht aber allen Staatsbürgern, die im glüdlichen Besitz einer Wohnung sind. Zu den größten volkswirtschaftlichen Schäden, die durch sie hervorgerufen worden sind, gehört die Beengung der wirtschaftlichen Freiheit des einzelnen. Wieviele sind seit Jahren an ihrem Fortkommen behindert, weil sie durch die Wohnungsgesetzgebung vom Wettbewerb zur Erlangung einer besseren Position einfach ausgeschlossen sind. Man denke nur an Ingenieure, Techniker und sonstige geistige Berufe, für die ein Wechsel der Stellung zur Weiterbildung und Entwicklung ihrer Persönlichkeit eine Lebensnotwendigkeit ist. Wieoicle Werte gehen durch die enormen Schwierigkeiten des Woh nungswechsels der Nation verloren, wieviel tüchtige Männer müssen infolge dieser ungesunden Berhältnisse in Bofitionen aushalten, über die sie durch Begabung längst hinausgewachsen find? Wertvolle geistige Kräfte werden dadurch brachgelegt und der Schaden, der dem Bolte damit zugefügt wird, ist unendlich groß, weil der notwendige Austausch der Kräfte nicht nur innerhalb der großen Gemeinden, sondern in weit größerem Maße innerhalb des Reiches seit Jahren unterbunden worden ist. Diese Beispiele lassen sich noch erheblich vermehren. Das mit der Wohnungsnot im engsten Zusammenhang stehende Problem der Förderung der Bautätigkeit beschäftigt ja nicht nur die Hausbesizertreise. Handwerk und Industrie, überhaupt die gesamte Wirtschaft, versuchen seit Jahren die Lösung dieser brennenden Frage. Es soll nicht verfannt werden, daß man versucht, mit den Mitteln der Mietzinssteuern die ärgste Wohnungsnot zu beseitigen. Der Erfolg ist aber, wie schon betont, nicht in dem Umfange eingetreten, wie er von vielen Seiten erhofft wurde. Und woran liegt das? Einmal ist der Teil, der von der Mietzinssteuer dem Wohnungsbau zufließt, zu flein, um wirklich durchgreifend helfen zu fönnen, zum andern hat man die wirtschaftlichen Einzelfräfte zu Gunsten der öffentlichen Gewalt ausgeschaltet, d. h. Staat oder Gemeinden als Bauherren eingesezt. Während vor dem Kriege etwa 5 Millionen Menschen auf dem Baumarkt Beschäftigung fanden, find es heute nur einige hunderttausend. Auf die Ungerechtigkeit dieser Kopffteuer, die die Mietzinssteuer darstellt, haben wir schon oft durch Aufsäge in unserer Zeitung hinge Samstag, den 4. September 1926. wiesen. Die fortgesetten Erhöhungen der Steuer zeigen ja, daß auf dem Wege der gemeinwirtschaftlichen Bautätigkeit eine Beseitigung der Wohnungsnot ebensowenig zu erwarten ist, wie eine Belebung der Bautätigkeit. Ganz abgesehen davon, ist es auch rein wirtschaftlich ein Unding, die Privatwirtschaft, aus der die Steuermittel fließen, von der Verteilung der Mittel auszuschließen und so die Entfaltung einer intensiveren Bautätigkeit zu unterbinden. Wenn daher außer dem Hausbesitz auch andere Wirtschaftsverbände einen Abbau der Zwangswirtschaft fordern, so wird man das unter Berüdsichtigung der oben geschilderten Berhältnisse als durchaus berechtigt anerkennen müssen. Golange aber das Haupthindernis für die Aufhebung der Zwangswirtschaft, der Raummangel nicht beseitigt ist, wird man mit allen Mitteln darauf hinarbeiten müssen, die Voraussetzung für die Beseitigung der Wohnungszwangswirtschaft zu schaffen: Wohnungsbau in größerem Umfange, der wiederum nur durch eine andere Berteilung der Mietzinssteuer erreicht werden tann. Für die Erreichung dieses Zieles müssen sich, nicht zuletzt im Interesse der Wohnungslosen, alle Kreise einsehen, denen es mit der Hebung der Bautätigkeit und der Belebung der gesamten Wirtschaft ernst ist. Gegen die Festseuche. Ein offenes Wort an alle Bereine des Hessenlandes. Ihr Vorstände und Berantwortlichen! Es wütet eine Seuche unter uns, gefährlich, lauernd, schleichend, wie Seuchen sind, und wenn Euch nicht die Verantwortung an ihren Berheerungen treffen soll, dann tretet endlich als ihre energischen Gegner und Bekämpfer auf. 3hr allein habt es in der Gewalt, ihr Einhalt zu gebieten. Sie ist um so gefährlicher als sie lustig und bunt dahertommt, als ihr alles dienstbar ist, Alkohol, Mufit, Tanz, Umzug und als sie sich häufig auf solch chrbare Anlässe beruft wie Weihe, Gedenken, Jubiläum und dergleichen. Es steht beinahe so aus, als hätten wir landauf, landab nichts wichtigeres zu tun, als auf Gründe und Anlässe für Feste nicht wichtigeres zu tun, als uns auf Gründe und Anlässe für Feste u. Feiern zu befinnen. Ihre ungesunde Häufung gleicht einer Flut, die sich verheerend über unser ganzes Volksleben legt und die den Sinn für wahre Feste tötet. Gind wir ehrlich: was weiß ein großer Teil unserer Jugend heute von einem Fest? Geht nur durch die Straßen, geht nur in die Schulen, die Jugend singt und summt auch ihre Erinnerungen an diese schönen„ Feste" und ,, Feiern" vor. Die Tanzmusik, der Shimmy und Jazz, die frivolsten Schlager, das sind heute vielfach die Volkslieder unserer Jüngsten. Die aufwärtsstrebende Jugend in allen Bünden und Berbänden wendet sich entsetzt davon ab und sucht in ernstem Ringen nach einem neuen Lebensstil bei ihren Veranstaltungen. Es genügt nicht, die Schultern zu zucken und zu sagen, diese Festseuche liegt in der Zeit. Wer Verantwortung hat, muß handeln. Es braucht nicht zu sein, daß der eine Vereinsvorstand dem andern die Snaltüre olei offen läßt, weil der eine Verein sein drittes, der andere sein siebzehntes und der dritte sein achtunddreißigstes Stiftungsfest feiern muß. Es wáce genug mit den Jubiläumszahlen 25, 50 und 75. Geht es höher mit den Zahlen, gut, dan mag es von fünf zu fünf gehen. Aber das wären dann auch Anlässe! Das gäbe dann Feste! Es liegt an euch, ihr Vereine, dem wahren Fest wieder Sinn und Glanz und erfrischende Kraft zu geben. Ihr arbeitet für die Jugend, ihr arbeitet für die innere Erneuerung und Gesundung unseres Volkslebens für dieses und jenes schöne Ziel der Volksbildung im Sinne echter Bolts Bildung, das ist gut und erfreulich. Gebt der ugend Arbeit in euren Reihen, gebt ihr Freude und Anregung durch Betätigung im Sinne eures Strebens, aber gebt ihr nicht Sinneslust und Leichtlebigkeit durch die Häufung unnötiger Feste. Und wenn ihr Feste gebt, dann gebt sie mit all dem Ernst, den gerade die echte Freude erfordert. Es ist unglaublich, was auf dem Gebiet der Vereinsfeste vielfach gesündigt wird gegen den Geist des guten Geschmacks, der guten Sitte und des Schönen. Geht nur unter die Jugend, hört nur herum in den Schulen, ihr werdet erschrecken über die Wirkungen, die Leichtfertigkeit und Geschmackverirrung der Erwachsenen gezeitigt haben. Ihr Vereinsvorstände und Verantwortlichen, prüft die Liste eurer geplanten Feste, prüft sie dreimal und viermal, prüft sie so, als träfe euch persönlich der Vorwurf, dieser Festseuche Vorschub zu leisten. Gebet lieber euren Mitgliedern zehn Feste zu wenig, als eines zu viel. Das Volk seufzt unter der Not und leidet ,, Gießener Zeitung" sein, es zu Ausgaben verleidet zu haben, die ihm weh tun müssen? Das könnt ihr nicht wollen, und doch seid ihr es, wenn mittanzt in dem Reigen dieser Festjeuche. Und müßt ihr feiern, ist der Anlaß wirklich ein Fest wert. dann feiert zu Zeiten, wo sich alle mit euch freuen tönnen. Verlegt nicht die religiösen Gefühle eurer Mitmenschen, indem ihr ihnen die Ruhe und Heiligkeit des Gottesdienstes stört. Nehmt auf die gottesdienstliche Zeit Rüdficht. Das wird euch und eure Sache ehren. Ihr Verantwortlichen, es gibt ein Mittel, dieser Festseuche zu Leibe zu gehen; wenn ihr Führer der Vereine in den einzelnen Gemeinden euch ehrlich und ohne Miggunst zusammensett und gemeinschaftlich eine Einteilung der im laufenden Jahre abzuhaltenden Feste und Veranstaltungen anstrebt. Es kann jeder Berein dabei zu seinem Rechte kommen, denn es braucht doch nicht zu sein, daß zwei oder drei Feste auf einen Tag fallen, daß man sich gegenseitig zu übertrumpfen sucht und in die Werbemethode der geschäftlichen Konkurrenz verfällt. Das Ansehen und die Bedeutung eurer eigenen Feste wird dabei steigen und ihr werdet auf diese Art eurer Gemeinde einen großen Dienst erweisen. Denn was nutt es, wenn die Präsidenten der Vereine in ihren Reden noch so sehr im Brustton der Ueberzeugung von der Wichtigkeit des Wiederaufbaus und dem Segen der geDeihlichen Zusammenarbeit sprechen, und wenn dabei schon in dem kleinen Kreis einer Gemeinde das gegenseitige Verständnis fehlt, wenn man sich da schon nicht zu einem ersprießlichen Handinhandarbeiten aufraffen fann. Hier, gerade hier, wo es gilt ein anerkanntes Uebel, einen Migstand zu bekämpfen, hier tönni ihr den schönsten Schritt zur Dorfgemeinschaft tun. Hier setzt der rechte Weg ein zum Verständnis des Volkes untereinander, der Weg zu der in allen Reden gepriesenen Bollsgemeinschaft. Vergeit über den Festen das Feste nicht, das uns alle bindet: die Wohlfahrt des Boltes. In euren Vereinen spiegelt sich das Le= ben des Volkes, sorgt dafür, daß dieser Spiegel nicht durch das Wüten dieser Seuche trübe wird und daß er allzeit ein wirklich frohes, flares und erfreuliches Bild unseres Boltes und seines Lebens zurüdwirft. Deshalb alle, die ihr die Verantwortung tragt, stehet zusam men im Kampfe gegen die entsetzlichste Seuche, die gegen Jugend und Volk wütet: die Festseuche! Darmstadt, im August 1926. Wilhelminenstraße 3. Dear Bauart MA Heinrich Hassinger, Schulrat. Leiter der Zentrale zur Förderung der Voltsbildung u. Jugendpflege in Hessen Dies 4846 die hochwertige einfachste 4 Takt- Maschine für flüssige Brennstoffe und Leuchigas 3P5 RM 727 6PS RM.825ohne Derpackung ab hetk Diedecaerkäufer gesucht. MOTORENFABRIK DEUTZ A- G. unter den Kosten des täglichen Lebens, wollet ihr den Vorwurf Zweigniederlg. FRANKFURT a/ M. Kaiserstr.23 auf euch nehmen, in schwerer Zeit sein Verführer gewesen zu Klepperbootsreisen in deutschen Landen. ,, Man nehme ein Stück Leinwand, passe ein paar Holzstäbe ein- und das Boot ist fertig" denkt der Laie, hat sich aber diesmal gründlich getäuscht. Die Konstruktion dieses Zauberfahrzeugs, das sich aus 2 Taschen mäßigen Umfanges und aus einem kleinen Rucsac im Handumdrehen in ein richtig gehendes Boot verwandelt, ist recht kunstvoll, hat jahrelange Bemühungen der Erfinder gekostet und steht im unablässigen Wechsel der Verbesserungen und Vereinfachungen. Das 5 m lange, 90 cm breite Zweisigerboot besteht aus den beiden in 3 Minuten mühelos zusammensetzbaren Gerüsthälften aus Eschenholzstäben, die teils gelenfartig zusammenhängen, teils durch Hülsen miteinander verbunden werden. Die Gerüsthälften werden hebelartig in die geschlossene, vollständig wasserdichte, außerordentlich reißfeste Bootshaut, die sogenannte Wallroßhaut, gedrückt und von dieser dann prall umschlossen. Durch die Elastizität der Haut und des Gerüstes und die tiefe Sitzlage ist das Klepperboot erstaunlich sicher selbst in schweren Wellen. Dadurch und durch die einfache, natürliche Fortbewegungsart, die jedermann ohne Vorkenntnisse sofort beherrscht, ist es das gegebene Fahrzeug für jeden Naturund Wanderfreund, nicht nur für den Sportsmann. Jäger und Angler benützen das Boot gerne bei der Ausübung ihres Spor tes. Für den Naturforscher und für den Filmmann ist es auf großen Expeditionsreisen ein unentberliches Hilfsmittel gewor den. Zeitnot und Erneuerungsbewegung haben seine Ausbreitung ungeahnt beschleunigt. Reisekosten und Bahntarife stiegen ins Ungemessene, nervenzerrüttendes Hasten nach dem Erwerb zwang die Menschen an Feiertagen und auf dem Sommerurlaub wohlfeile Mittel aufzusuchen, um in der Natur den verlorenen Rüdhalt für ihre Gesundheit wiederzufinden. Von den überfüllten Vorstadtzügen, von den stauberfüllten Landstraßen und Ausflugsorten, von den Betrügereien geriebener Gastwirte und Fremdenführer fort trieb es den geplagten Großstädter nach den uralten Verkehrsadern, den Flüssen und Strömen. Romantische Bäche, kaum eine Elle tief und breit hinla gernde Ströme durchmißt unser schlankes Fahrzeug, über schäumende Mühlenwehre jetzt es leicht hinweg, durch Wellen und Stromschnellen läuft es sicher seinen Pfad. Unberührt und zayberhaft liegen alte Städtchen und dunkle Wälder an den Fluß usern, Moorlandschaften und blühende Heide gleiten heran und verschwinden in unmerklicher Fahrt. Ein Tag im Boote bringt mehr an tiefen Eindrücken, an lebhaften Erinnerungen, an spassigen Erlebnissen, als wochenlange Bummelfahrten zu Lande. Erinnerungen Ganz recht, wie war es doch in den bayerischen und österreichischen Alpen? Hatte nicht der Rupertische Wasserführer ganz mit Recht behauptet, daß fast alle Rebenflüsse der Donau unbefahrbar seien? Er kannte eben das Klepperboot noch nicht. Wenn der wilde Inn aus Fels schlucht von Landeck hervorbrauft, dann wäre wohl für jedes Handwerk und Hauszinssteuer. Nr. 36. Die Geschäftsführung des Reichsverbandes des deutschen Handwerts hat auf eine persönliche Anfrage des preußischen Landtagsabgeordneten Kniest über die preußische Hanszinssteuer nach Fühlungnahme mit dem Preußischen Handwerkskammertag ein Schreiben an diesen gerichtet, worin die Notwendigkeit sozialer Erleichterungen betont wird. Wörtlich heißt es dann: „ Diese sozialen Erleichterungen sind ja auch im neuen Hauszinssteuergesetz vorgesehen und unseres Erachtens ge= eignet, manche Härte zu mildern. Für das Handwerk find besonders die Bestimmungen von Bedeutung, die Steuererlaß oder Steuermilderung bei eigenen Wohnungen und bei ge= werblich benutzten Gebäuden ermöglichen. Es dürfte für den Augenblick die Hauptsache sein, in dieser Richtung sich weiter zu bemühen, denn wir teilen durchaus Ihre Ansicht, daß Staat und Gemeinden nicht ohne weiteres auf die Einnahmen aus der Hauszinssteuer verzichten können." Sonnabend, den 4. Septem Die Einkommensteuerverd lenthalben im Deutschen Reid anlagung für das Jahr 1925 le anter den Angehörigen des Mittel and in Bersammlungen wie in der Klagen laut, die sich nicht selten in Handlungsweise der Veranlagungsbe chale wenden. Es war die erste Veranlagung f gen des Krieges, die Inflationsperio Der Inflation hatten vielerorts eine en Berhältnisse der Steuerpflich facht und den Beamten und Steu ufig die Erfahrung in diesen verän m mußte die Veranlagung wegen ach einer Anweisung des Reichsfi frift durchgeführt werden, sodaß soga briebenen Rückfragen an den Steue werden konnten. Wer alle diese Mon unnte einen besseren Ausfall der Ve 65 wurde namentlich im Kleingewe geihäst, nach äußeren Merkmalen und a die tatsächlichen Ertragsverhältnis Diese Ausführungen hat der Abgeordnete Kniest dem Demotratischen Pressedienst zur Veröffentlichung weitergereicht. Letzterer knüpft daran die Bemerkung, daß diese Aeußerung der führenden Handwerksorganisation das Verhalten der Demotratischen Partei in Preußen rechtfertigt und fügt wörtlich hinzu: ,, Wenn man in diesem Zusammenhang daran erinnert, daß Deutsche Volkspartei und Wirtschaftspartei, die sich so gern als Förderer des Handwerks aufspielen, das Hauszinssteuergesetz zu Fall gebracht haben, so ergeben sich die notwendigen Schlußfolgerungen von selbst." Der Reichsverband des deutschen Handwerks bedauert aufrichtig, daß diese persönliche Beantwortung dem Demokratischen Pressedienst zur Verfügung gestellt wurde. Er bedauert lebhaft die sinnentstellende Veröffentlichung, da wesentliche Teile des Schreibens nicht zum Ausdrud gelangten. Einer solchen politischen Ausnutzung fann niemals zugestimmt werden. Zur grundsätzlichen Einstellung des Handwerks zur Hauszinssteuer ist in dem Schreiben des Reichsverbandes nämlich noch folgendes bemerkt: ,, Immerhin wird man die Hauszinssteuer nicht als Dauereinrichtung betrachten können und rechtzeitig an eine anderweitige Lösung denken müssen. Die Frage wird sich automatisch aufrollen bei der Neuregelung des Finanzaus gleichs, die im Herbst in Aussicht steht. Es wird dabei darauf ankommen, die Hauszinssteuer, solange man sie nicht ganz be= seitigen kann, nach Möglichkeit abzubauen, und vor allem wieder auf ihren ursprünglichen Charakter zurückzuführen; sie darf also nur Mittel für den Wohnungsbau liefern, muß aber als regelmäßige Staatseinnahme möglichst bald völlig ver schwinden." * Zur Aenderung der Fernsprechgebühren. Der Reichsverband des deutschen Handwerks hatte bereits vor längerer Zeit Veranlassung genommen, in einer Eingabe an den Reichspostminister entschieden gegen eine beabsichtigte Aenderung der Fernsprechgebühren Verwahrung einzulegen. Das Bestreben der„ Vielsprecher" geht nach wie vor darauf hinaus, statt der jetzigen Gebühr von 15 Pfg. für ein Gespräch wieder eine Grundgebühr und daneben eine geringere Gesprächsgebühr einzuführen. Nach den Aeußerungen in der ersten Postwirtschaftstagung Mitte Mai d. J. würde diese beabsichtigte Neuregelung eine Verdoppelung, ja, jogar eine Verdreifachung der bisherigen Kosten bedeuten. Zweifellos würde die beabsichtigte Aenderung eine starke Belastung der Wenigsprecher mit sich bringen und zu einer starken Aufgabe der Anschlüsse führen. Damit wäre aber auch den Vielsprechern wenig gedient. Dazu ist wieder für manche Berufe, wie Aerzte und Geschäftsleute, der Fernsprecher eine dringende Notwendigkeit. Benutzt z. B. ein Gewerbetreibender selbst wenig seinen Anschluß, so benötigt er ihn trotzdem, um den Bestellungen seiner Kundschaft nachkommen zu können. Der Reichsverband des deutschen Handwerks hat sich daher an die Abgeordneten im Verwaltungsrat der Deutschen Reichspost gewandt und unter Hinweis auf die schwere wirtschaftliche Schädigung weiter Kreise dringend gebeten, die Bestrebungen des Handwerks auf Beibehaltung der jetzigen Fernsprechgebühren zu unterstützen. Sollte eine Aenderung der Gebühren unvermeidlich sein, so müssen auch die Belange der Wenig iprecher berücksichtigt werden. ungen: Die Klagen bewegen sich insbeso L. Soähung war mangels Buchführun wurde aber zu hoch geschäzt. Die auf Buchaufzeichnungen sich tlärung wurde verworfen und das gefäßt. Die Abschlußzahlung ist wohl ent Einkommen berechnet, kann aber wegen der mißlichen Lage des werden. Die nach dem Einkommen für 192 fungen für 1926 entsprechen nicht schaftlichen Verhältnissen. Welche Möglichkeiten bestehen nu um Härten von sich abzuwenden oder benen Möglichkeiten feien nebst erläu der Reihenfolge der vorstehenden B geben. Schäzung mangels Gewerbetreibende ohne Buchführ is zu 800 M haben 1. 3t. eine beson nicht abzugeben gehabt, sondern bra juzerklärung auszufüllen. Der Gesch angegeben worden; er war also zu dieser Schätzung kann Beschwerde an werden. Diese Beschwerde ist durch d leiten. Bei den auf diese Weise zu sch ind zwei Fälle möglich, nämlich, es f Lommens nur die Aufzeichnung der Find- entgegen der Verpflichtung n noch nicht einmal die laufenden Gesc in ein Buch eingetragen. Jm lezt die laufenden Einnahmen, noch di tändig aufgeschrieben sind, bestand Steuerausschuß lediglich die Mögl dugeren Merkmalen- etwa entspre gleichartigen Geschäften, den mutm allung des Inhabers und seiner& Setroffenen wird es in diesem Fal welche Beweismittel gegen die H wenden, umjomehr. als er ja sein nicht lennt, sondern auch selbst nu neg. Es ist unter Umständen m ollständigen Rechnungen über da ohlten Löhne, Werkstattmiete, Finanzamt vorzulegen, damit vo Den vermutlichen Umjaz und dara tommen geschlossen werden kann. Ichwache Beweismittel gestützte Ret begleitet. Ferner tann daran ged Dorzuschlagen, einen Sachverständig gruppe( etwa den Innungsobermei Edhägung zu befragen. Nach der bei einer Schägung alle Umstände die Schätzung von Bedeutung sind. cinem Reichsfinanzhofsurteil sein hnell und gefahrlos durch die m reich, durch die weingefegnete Wo tadt Wien. Und jetzt können m loben und preisen, teine langwie bungen, ein paar Minuten und der Hand" nach der Bahn. Nord die Wasserscheide Donau- Elbe übe weis, auf böhmischem Boden, un frauen. Ueppiges, reiches Böhme rehendes Waldesdunkel, stolze E jer jäumen die Ufer. Manch eine Fahrt, doch raja umtragen wir di wafer gepädgejegnetes Boot zu ste Mufenthalt bei Mühlen auch noch chaft: er lodt den neugierigen Mi Einladung zu Kaffee und Kuchen Drucksachen aller Art bezieht man am billigsten von Albin Klein, Giessen. andere Fahrzeug nur noch ein würdiges und anständiges Be gräbnis zu besorgen. Harter Kampf des Touristen gegen Wellen und riesige Geröllschiebungen, aber wir können vorbei! Welche Fernsicht knapp über dem Flusse türmen sich die zerklüfteten Kalfgebirge, Schneefelder leuchten unter der grellen Sonne, unheimlich rast der Strom mit uns weiter, ein paar Stunden in Innsbrud, noch immer so traulich wie zu Altösterreichs Zeiten. In wenigen Stunden sehen wir die Feste Kufstein. Bayern nimmt uns auf. An Rosenheim, der Wiege des Klepperboots und dem Hauptsitz der Klepperbootsindustrie geht es vorbei. Wer kennt das Städtchen Wasserburg?! Raum die Bayern selber und doch ist es ein Kleinod für den Kunstfreund mit den bemalten Häuserfronten und seinen verhuzelten Gäßchen. Milchig- grcues Wasser führt der Strom, unzählige Glimmerschüppchen haben ihm die Gletscherbäche zugeführt, die leihen ihm die Farbe und gleiten mit leisem Zischen an der Boothülle entlang. Abermals sinkt die Sonne, wir fitzen auf dem äußersten Damm von Passau, Boot und Gepäd in guter Hut. Hinter uns türmt sich Kirche und Dom, die mächtige Donau schießt zu un seren Füssen vorüber und weithin färbt sie der graue Inn mit seinen eisigen Wellen. Wer es nur eine furze Flußfahrt?! Ein blühendes Erleben, ein startes Ringen mit den Naturgewalten, ein großer Atemzug in der göttlichen Natur. Und wer beschreibt all die Eindrüde einer Jjartour, einer Lechfahrt, einer Reise auf der Galzach? Vorsicht, nur für Ge übte, Alpinisten und vollkommen wetterharte Turisten. Bleiben wir mit unserer Schilderung lieber im Donautale, da geht es auf das nächste Wehr, anstatt übe ren. So hat uns der Strom in Vrag gebracht, wir begrüßen die ein wenig vor Anker. Doch nur term und einzurichten. Durch e immer in der schönsten Gegend, ettei Das rasche Elbewasser non blühenden Obstgärten gegen Steingebirge lassen wir uns dahin baren Natureindrücken. Die Ruppeln von Dresden, f und Hauszinssteuer. Str. 36. Sonnabend, den 4. September 1926. Die Einkommensteuerveranlagung für 1925. Allenthalben im Deutschen Reich hat die Einkommensteuerseranlagung für das Jahr 1925 lebhafte Unruhe insbesondere unter den Angehörigen des Mittel- und Kleingewerbes erregt, und in Bersammlungen wie in der Fachpresse werden stürmische Klagen laut, die sich nicht selten in schrofffter Form gegen die Handlungsweise der Veranlagungsbeamten und der Steuerausschüsse wenden, g des Reichsverbandes des deutschen persönliche Anfrage des preußischen niest über die preußische Hanszinssteuer dem Preußischen Handwerkskammer sen gerichtet, worin die Notwendigkeit betont wird. Wörtlich heißt es dann: rleichterungen sind ja auch im neuen orgeſehen und unseres Erachtens ge zu mildern. Für das Handwerk find ingen von Bedeutung, die Steuererlag bei eigenen Wohnungen und bei ge äuden ermöglichen. Es dürfte für den che sein, in dieser Richtung sich weiter eilen durchaus Ihre Ansicht, daß Staat Ohne weiteres auf die Einnahmen aus ichten können." hat der Abgeordnete Kniest dem Demo zur Veröffentlichung weitergereicht. e Bemerkung, daß diese Aeußerung der anisation das Verhalten der Demoeußen rechtfertigt und fügt wörtlich esem Zusammenhang daran erinnert, tei und Wirtschaftspartei, die sich so Handwerks aufspielen, das Hauszinsracht haben, so ergeben sich die notngen von selbst." es deutschen Handwerks bedauert aufche Beantwortung dem Demokratischen g gestellt wurde. Er bedauert lebhaft ffentlichung, da wesentliche Teile des sdrud gelangten. Einer solchen poli niemals zugestimmt werden. Einstellung des Handwerks zur Hauschreiben des Reichsverbandes nämlich man die Hauszinssteuer nicht als chten können und rechtzeitig an eine Denten müssen. Die Frage wird sich bei der Neuregelung des Finanzaus n Aussicht steht. Es wird dabei darauf issteuer, solange man sie nicht ganz beglichkeit abzubauen, und vor allem wieichen Charakter zurückzuführen; sie darf Wohnungsbau liefern, muß aber als mahme möglichst bald völlig ver * g der Fernsprechgebühren. es deutschen Handwerks hatte bereits lassung genommen, in einer Eingabe entschieden gegen eine beabsichtigte chgebühren Verwahrung einzulegen. sprecher" geht nach wie vor darauf Gebühr von 15 Pfg. für ein Gespräch r und daneben eine geringere Ge Nach den Aeußerungen in der ersten tte Mai d. J. würde diese beabsichtigte pelung, ja, sogar eine Verdreifachung deuten. Zweifellos würde die beabarke Belastung der Wenigsprecher mit starken Aufgabe der Anschlüsse führen. n Vielsprechern wenig gedient. Dazu crufe, wie Aerzte und Geschäftsleute, gende Notwendigkeit. Benutzt z. B. lbst wenig seinen Anschluß, so ben den Bestellungen seiner Kundschaft s deutschen Handwerks hat sich daher Verwaltungsrat der Deutschen Reichsinweis auf die schwere wirtschaftliche dringend gebeten, die Bestrebungen ehaltung der jetzigen Fernsprechge Sollte eine Wenderung der Gebühren ssen auch die Belange der Wenig11. ller Art bezieht man am billigsten von Albin Klein, Giessen. ein würdiges und anständiges Beer Kampf des Touristen gegen Wellen en, aber wir können vorbei! Welche m Flusse türmen sich die zerklüfteten leuchten unter der grellen Sonne, unEs war die erste Veranlagung seit vielen Jahren. Die Fol gen des Krieges, die Inflationsperiode und die Verhältnisse nach der Inflation hatten vielerorts eine Verschiebung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Steuerpflichtigen von Grund auf verursacht und den Beamten und Steuerausschußmitgliedern fehlt häufig die Erfahrung in diesen veränderten Verhältnissen. Zu= dem mußte die Veranlagung wegen der fortgeschrittenen Zeit nach einer Anweisung des Reichsfinanzministers in fürzester Frist durchgeführt werden, sodaß sogar größten Teils die vorge schriebenen Rüdfragen an den Steuerpflichtigen nicht gehalten werden konnten. Wer alle diese Momente mit in Rechnung zog. tonnte einen besseren Ausfall der Veranlagung faum erwarten. Es wurde namentlich im Kleingewerbe in Bausch und Bogen geschätzt, nach äußeren Merkmalen und ohne tieferees Eindringen in die tatsächlichen Ertragsverhältnisse. Die Klagen bewegen sich insbesondere nach folgenden Richtungen: 1. Schätzung war mangels Buchführungsausweis erforderlich, es wurde aber zu hoch geschätzt. 2. Die auf Buchaufzeichnungen sich stützende Einkommensertlärung wurde verworfen und das Einkommen anderweitig geschätzt. 3. Die Abschlußzahlung ist wohl entsprechend dem tatsächlichen Einkommen berechnet, tann aber in der festgesetzten Höhe wegen der mißlichen Lage des Pflichtigen nicht geleistet werden. 4. Die nach dem Einkommen für 1925 zu leistenden Vorauszahlungen für 1926 entsprechen nicht mehr den rüdläufigen wirt schaftlichen Verhältnissen. Welche Möglichkeiten bestehen nun für den Steuerpflichtigen, um Härten von sich abzuwenden oder zu mildern? Die verschie= denen Möglichkeiten seien nebst erläuternden Ausführungen in der Reihenfolge der vorstehenden Beanstandungen wieder gegeben. Schägung mangels Buchführung. Gewerbetreibende ohne Buchführung und mit Einkommen bis zu 800 M haben s. 3t. eine besondere Einkommenserklärung nicht abzugeben gehabt, sondern brauchten nur die kleine Umjazzerklärung auszufüllen. Der Geschäftsgewinn ist hierbei nicht angegeben worden; er war also zu schätzen. Gegen die Höhe dieser Schägung kann Beschwerde an das Finanzgericht verfolgt werden. Diese Beschwerde ist durch das zuständige Finanzamt zu leiten. it uns weiter, ein paar Stunden in traulich wie zu Altöſterreichs Zeiten. n wir die Feste Kufstein. Bayern enheim, der Wiege des Klepperboots lepperbootsindustrie geht es vorbei. Basserburg?! Kaum die Bayern selleinod für den Kunstfreund mit den und seinen verhuzelten Gäßchen. hrt der Strom, unzählige Glimmer,, Gießener Zeitung" bezw. den tatsächlichen Umsatz des Steuerpflichtigen zu ermitteln und es sollen deshalb alle feststellbaren Umstände herange zogen werden, damit die Schägung die größte Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit für sich hat. Jit der Umsatz nachweislich bekannt, so wird die zutreffende Schäzung des Einkommens leichter. Zum Abbau der Zinssäge. Das Reichsbankdirektorium hat anfangs Mai d. J., veranlaßt durch eine entsprechende Entschließung des 8. Volkswirtschaftlichen Ausschusses des Reichstages, die Reichsbankanstalten be auftragt, burch Rückfragen bei den örtlichen Bankvereinigungen sowie allen außerhalb solcher Vereinigungen stehenden Banken, Ban= fiers, Girozentralen, Spar- und Girolassen, Kreditgenossenschaf ten und sonstigen Kreditinstituten festzustellen, wie hoch sich in erster Linie die Zins und Provisionssätze im Ausleihungs- und Diskontgeschäft, in zweiter Linie aber auch die Zinsvergütungen für fremde Gelder belaufen. Ueber das Ergebnis teilt nunmehr die Reichsbank mit, daß im allgemeinen ein angemessener Abbau des Zinsniveaus entsprechend der eingetretenen Erleichte rung des Geldmarktes und der vorgenommenen Distontermägigungen der Reichsbank bei den Banken und sonstigen Geldinstituten erfolgt sei. Auch in der Berechnung von Provisionen und sonstigen Nebenspesen seien Erleichterungen eingetreten. Die Reichsbant stellt fest, daß im wesentlichen nur fleinere, meist in sehr entlegenen Gegenden befindliche Geldinstitute anzutref= sen sind, bei denen noch mehr oder weniger Mißstände in der 3insgebarung bemerkt wurden. Bei den auf diese Weise zu schätzenden Gewerbetreibenden sind zwei Fälle möglich, nämlich, es fehlt zur Errechnung des Eintommens nur die Aufzeichnung der Geschäftsausgaben, oder es sind entgegen der Verpflichtung nach dem Umsatzsteuergesetz noch nicht einmal die laufenden Geschäftseinnahmen( der Umsatz) in ein Buch eingetragen. Im letzteren Falle, wenn also weder die laufenden Einnahmen, noch die laufenden Ausgaben vollständig aufgeschrieben sind, bestand für das Finanzamt bezw. den Steuerausschuß lediglich die Möglichkeit ein Einkommen nach äußeren Merkmalen etwa entsprechend dem Gewinn in anderen gleichartigen Geschäften, den mutmaßlichen Kosten der Lebenshaltung des Inhabers und seiner Familie etc.. zu schätzen. Dem Betroffenen wird es in diesem Falle sehr schwer halten, irgend welche Beweismittel gegen die Höhe dieser Schätzung einzuwenden, umsomehr. als er ja sein tatsächliches Einkommen selbst nicht fennt, sondern auch selbst nur annähernd zu schätzen ver mag. Es ist unter Umständen möglich, die etwa vorhandenen vollständigen Rechnungen über das bezogene Material, die gedem etc. zahlten Löhne, Wertstattmiete, Geschäftssteuern Finanzamt vorzulegen, damit von den Geschäftsausgaben auf den vermutlichen Umsatz und daraus auf das vermutliche Einfommen geschlossen werden kann. Erfahrungsgemäß sind auf so schwache Beweismittel gestützte Reklamationen selten von Erfolg begleitet. Ferner fann daran gedacht werden, dem Finanzamt vorzuschlagen, einen Sachverständigen aus der gleichen Gewerbegruppe( etwa den Innungsobermeister) über die Richtigkeit der Schätzung zu befragen. Nach der Reichsabgabenordnug müssen bei einer Schätzung alle Umstände berücksichtigt werden, die für die Schätzung von Bedeutung sind. Ziel der Schäßung soll nach einem Reichsfinanzhofsurteil sein, das wirkliche Einkommen Gletscherbäche zugeführt, die leihen mit leisem Zischen an der Boothülle Die Sonne, wir figen auf dem äußersten und Gepäck in guter Hut. Hinter uns m, die mächtige Donau schießt zu unweithin färbt sie der graue Inn mit 3er es nur eine kurze Flußfahrt?! – ein starkes Ringen mit den Naturgeug in der göttlichen Natur. all die Eindrüde einer Jjartour, einer der Salzach?- Vorsicht, nur für Gekommen wetterharte Turiſten. Bleiben ung lieber im Donautale, da geht es Sonntagsgedanken. Einem jeden Menschen gab sein Schöpfer ein feines Instru ment mit hellen Silbersaiten. Vielen sind die Saiten schon gebrochen, dumpf flingt ihnen die Harfe. Nur wenige vermögen die hellen Saiten anzuschlagen. Von der Freude will ich heute reden. Nr. 36. keiten dieser gedankenlosen Welt vorübergeht und das nicht sieht, was die Alltagsmenschen begaffen und worüber sie stun denlang reben können. Unsere Sehnsucht verlangt nach ihr. Aber nur selten kommt sie, denn unsere Tage bringen soviel Traurigkeit mit Sorgen um das tägliche Brot, Elend im Lande, Unglüd auf allen Stra= ßen und Wegen. Und wenn die Freude wirklich kommt, dann ist sie selten ganz rein. Weil wir ängstlich umschauen, ob nicht hinter ihr schon wieder die Traurigkeit steht. Das tägliche Leben lehrt es uns doch, daß reine Freude kurz und selten ist. Die Freude ist ein Gottesgeschent. Wer es war und echt in sich trägt, der weiß, daß die Freude von Gott geschenkt nicht trughaft ist, sondern den Besitzer wahrhaft glücklich macht. Aber nur der wird diesen Besitzstand wahren, der so groß und start ist, daß ihm all das, was der menschliche Alltag bringt, gering und klein erscheint, der seinen Blick über diesen Tag hinaus in die Fernen der Ewigkeit lenkt, der aufrecht an den Kleinigschnell und gefahrlos durch die waldigen Berge von Oberösterreich, durch die weingesegnete Wachau, gegen die Bundeshauptstadt Wien. Und jetzt können wir aufs neue unser Fahrzeug loben und preisen, feine langwierigen Transporte und Verladungen, ein paar Minuten und wir fahren mit dem Boote in der Hand" nach der Bahn. Nordwärts geht die Reise, bis wir die Wasserscheide Donau- Elbe überwunden haben und in Budweis, auf böhmischem Boden, unser Boot der Moldau anvertrauen. Ueppiges, reiches Böhmerland, tiefgrüne Wiesen und rauschendes Waldesdunkel, stolze Schlösser und verschlafene Dörfer säumen die Ufer. Manch eine Mühle sperrt uns die flotte Fahrt, doch rasch umtragen wir die Wehre, wenn der Sturz für unser gepädgesegnetes Boot zu steil ist. Und fast immer hat der Aufenthalt bei Mühlen auch noch eine andere vortreffliche Eigenschaft: er lockt den neugierigen Müller vors Haus, bald folgt eine Einladung zu Kaffee und Kuchen und so freuen wir uns schon auf das nächste Wehr, anstatt über das Zeitversäumnis zu mur ren. So hat uns der Strom in drei Tagen von Budweis nach Prag gebracht, wir begrüßen die„ Hunderttürmige" und bleiben ein wenig vor Anker. Doch nut, um unsere Elbefahrt zu erortern und einzurichten. Durch Schleusen und Stauwasser, nicht immer in der schönsten Gegend, haben wir die Moldaumündung erreicht. Das rasche Elbewasser trägt uns durch ein Paradies von blühenden Obstgärten gegen Sachsens Grenze. Jm Elbsandsteingebirge lassen wir uns dahintreiben und leben den wunderbaren Natureindrücken. Die Kuppeln von Dresden, die schwingenden Brüdenbogen! STRLE Der Oeticer's Beckpulver Bachin Kafekuchen Gebacken mit Dr. Oetker's Backpulver ,, Backin" Vollmundig, von vorzüglichem Geschmack, außerordentlich nahrhaft Zutaten: Telg: 65 g Butter, 60 g Zucker, 150 g Weizenmehl, 1 Ei, 1½ Päckchen von Dr. Oetker's Backpulver, Backin" Belagi 1 Pfund Quark, 200 g Zucker. 1 Päckchen Dr Oetker's Saucenpulver Vanille- Geschmack, 2 Eier, das Weiße zu Schnee geschlagen, 60 g Dr. Oetker's Gustin", 150 g Korinthen, etwas sauren Rahm, Die Freude als Gottesgeschenk wird uns nicht in den Schoß gelegt; ohne unser Zutun verschenkt ein Herrgott nicht seine Gaben. Wer aber seine Herzenstammer von allem Staub des Alltags reinigt, wer seine Gewissensuhr stets pünktlich aufzieht und nie den Wahrnungsschlag überhört, wer sein Wegziel über diese Erde hinaus stedt, dem stellt auch sein Gott in seine Herzenstammer die Freude als Geschenk und er ist reich. Seine Augen leuchten, weil sie nun mehr das Schöne sehen. Waldfried. * Die Reichsrichtszahl für die Lebenhaltungskosten( Ernährung, Wohnung. Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und son= stigen Bedarf) sind nach den Feststellungen des Statistischen Reichsamts für den Durchschnitt des Monats August mit 142,5 gegen 142,4 im Vormonat nahezu unverändert geblieben. Zubereitung: Zuerst bereitet man den Mürbeteig. Ei und Zucker werden mit einem Teil des mit dem Backin gemischten Mehles verrührt. Dann arbeitet man die kaltgestellte und in Stückchen zerpflückte Butter mit dem Rest des Mehles unter die Masse und fügt nötigenfalls soviel Mehl hinzu, daß sich der Teig ausrollen läßt. Mit dem fertigen Teig belegt man den Boden einer Springform. Den Quark hat man währenddessen auf einem Sieb gut ablaufen lassen, reibt ihn durch ein feines Sieb und verrührt ihn sorgfältig mit etwas saurem Rahm zu einer glatten Masse. Dann gibt man nach und nach Zucker, Eldotter, VanilleSaucenpulver, Qustin und Korinthen hinzu und verrührt nochmals gut. hebt man vorsichtig den Eiweißschnee unter die steife Quarkniasse, streicht diese auf den Teig und backt den Kuchen bei guter Mittelhitze ca. 50 Minuten. Verlangen Sie in den einschl. Geschäften die neuen farbig Illustr. RezeptZuletzt bücher, Ausgabe F für 15 Pfg, wen nicht Dr. A. Oetker, Bielefeld. zu haben, gegen Einsendung von Marken von * Werizuwachssteuer in Hessen. Gemäß Art. 13 Abs. 2 des Hessischen Ausführungsgesetzes zum Finanzausgleich vom 25. 3. 1924 in der Fassung des Abänderungsgesetzes vom 19. Dezember 1925 hat der Minister des Innern im Einvernehmen mit dem Finanzminister dem Landtag eine Mustersagung über die Erhebung einer Wertzuwachssteuer zur Kenntnisnahme eingereicht. * In den Ruhestand versezt. Polizeioberassistent Karl Sommerkorn ist mit Wirkung vom 1. September ds. Js. auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Am 24. August 1888 trat er als Hilfsschuhmann beim Polizeiami Gießen ein und wurde am 1. Februar 1894 daselbst zum Schuhmann er nannt. Bis zum 1. Oktober 1923, an welchem Tage Herr Som merkorn zum Polizeioberassistenten ernannt worden ist, hat er den schweren, aufopfernden Dienst eines Polizeiaußendienstbeamten versehen und hat es während der Zeit seiner Tätigkeit verstanden, sich die Wertschätzung weiter Kreise der hiesigen Einwohnerschaft zu erwerben. Auch bei seinen Vorgesetzten und Kollegen erfreute er sich des besten Ansehens und größter Beliebtheit. Möge ihm nach so arbeitsreicher und arbeitsfreudiger Tätigkeit ein angenehmer Lebensabend beschieden sein. Leise tauchen sie am Morgenhimml empor; ein Rafttag unter ewigen Kunstwerken... Weiter auf dem breiten Elbst rome, in tüchtiger Arbeit gegen Wind und Wellen nach Magdeburg, durch Deichlandschaften und Heidebilder nach Norden zum Meere! Tierwelt und Pflanzendede haben völlig gewechselt, Himmelsfarbe und fräftiger Seewind mahnen uns an die Nähe des großen Wassers. * Sperrung der Kaiserallee zwischen Alter Rödgerweg und der Verbindungsstraße zum Sportplatz der Spielvereinigung 1900 Zur Vornahme von Walzarbeiten ist die obere Kaiserallee zwischen Alter Rödgerweg und der Verbindungsstraße zum Sportplatz der Spielvereinigung 1900 vom 1 September ab bis auf weiteres für jeglichen Fahrverkehr gesperrt. Von Lauenberg, mit der Ebbe, zwischen mächtigen Frachtdampfern und schwerbeladenen Kohlentähnen, ins nahe Hamburg. Weit, weit dehnt sich der braune Strom, Wind und Welle furchen seine Fläche, bis er in unfaßlicher Größe seine Wasser dahin ergißt, wo tein Ufer mehr unseren Blid festhält, in die rollende, gewaltige Nordsee.. Schwache Worte, unvolllommene Wiedergabe des Gefühlten! Nur wer eine Wasserwanderung ausführt, lann den inneren Wert einer Klepperbootreise und somit des ganzen Sportzweiges ermessen. Nur Vorsicht wer sich einmal dem Klepperboot verschrieben hat, der läßt es niemehr sein!! Auch Frau Bierkötter will den Kanal durchqueren. * Hess. Amtsgericht. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Inhabers der Schuhwarenhandlung Christian Magnus ist eingestellt, da eine entsprechende Konkursmasse nicht vorhanden ist. Wie wir erfahren, will der Relordschwimmer Ernst Viertötter die Kanaldurchquerung im nächsten Jahre zusammen mit seiner Frau, der bekannten Meisterschwimmerin Else Döbler, der deutschen Strommeisterin der Jahre 1923 und 1924, wiederholen. Frau Vierkötter soll dabei den Versuch machen, den Reford der Gertrud Ederle zu schlagen. * Von der Universität. Oberbibliothekar Prof. Dr. Emil Heuser ist auf Grund des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten am 1. August ds. Js. in den dauernden Ruhestand getreten * Von der Landes- Universität. Die Philosophische Fakul tät unserer Landes- Universität hat den Lehrer an der Kunit akademie Dresden, Professor Ludwig von Hofmann, ehren halber zum Doktor promoviert. * Maul- und Klauenseuche in Gießen. Infolge Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche in dem Gehöft des Josef Stern in Gießen, Rodheimerstraße 42, wird Gießen rechts der Lahn zum Sperrgebiet und links der Lahn sowie die Gemarkung Heuchelheim zum Beobachtungsgebiet erklärt. * Wegen Arbeitslosigkeit in den Tod. Ein Arbeiter im Asterweg war seit Wochen arbeitslos und hatte außerdem das Unglück, daß seine Frau schon ein halbes Jahr schwer erkrankt in der Klinik liegt. Aus Verzweiflung beging er Selbstmord. Er hinterläßt außer der franken Frau unmündige Kinder. * Aufruf und die Einziehung der Rentenbautscheine zu 1 und 2 Rentenmark mit dem Ausfertigungsdatum des 1. November 1923. Die Deutsche Rentenbank ruft gemäß§ 21 der Durch führungsbestimmungen vom 31. Januar 1925 zum Gesetz über die Liquidierung des Umlaufs an Rentenbantſcheinen die Rentenbankscheine zu 1 und 2 Rentenmark mit dem Ausfertigungsdatum 1. November 1923 zur Einziehung auf. Die Scheine tönnen bei den öffentlichen Kassen noch bis zum 30. September 1926 in Zahlung gegeben, bei den Kassen der Reichsbant aber bis 15. Dezember 1926 gegen andere Rentenbentscheine oder gegen gesetzliche Zahlungsmittel umgetauscht werden. Mit Ablauf des 15. Dezember 1926 werden die aufgerufenen Rentenbankscheine kraftlos, und es erlischt damit auch die Umtausch- und Einlösungspflicht der Deutschen Rentenbank. Freiheit. ( Nachdrud verboten.) Recht ohne Pflicht erniedrigt uns zum Knechte Der eigenen eingeborenen Leidenschaft. Die Pflicht allein gibt uns der Menschheit Rechte, Leiht uns zu sicherem Tun des Geistes Kraft. Der Eigendüntel weht gar bald die Rezze In denen sich das Wollen leicht verstrict. Die Freiheit ohne waltende Gesetze Jst eine Macht, die nichts als sich erblidt. Frei ist allein, wer über die Gewalten Des eigenen Willens wägend herrschen fann, Wo Recht und Pflicht sich wohl die Wage halten Entweicht gewiß des Jrrtums finsterer Bann. Frei ist ein Bolt, das sich im starken Wollen Gesezze schafft nach seiner eigenen Art, Damit sich all sein müssen und sein Sollen Auch mit den selbstgewählten Rechten paart. Nur so erwächst ein bleibendes Verständnis Für Fortschritt und Entwidlung allezeit Da sich im Banne sittlicher Erkenntnis Ein jeder durch die eigene Tat befreit. Nicht Jdeale, die am Licht erblassen, Den Weg uns zeigen, der nach oben weist, Erhaben über Neid und alles Hassen Die Freiheit schafft allein der starte Geist! Adolf Dreßler, Radolfzell. Sonnabend, den 4. September 1926. * Nothelfer- Ausweise. Es ist in letter Zeit wiederholt vorgekommen, daß unberechtigte Personen Rothelfer- Ausweise eingezogen haben. Da eine allgemeine Einziehung der Nothelfer- Ausweise gegenwärtig überhaupt nicht vorgenommen wird, fann es sich nur um Schwindler handeln, die es auf die Schädigung der betreffenden Rothelfer oder der Technischen Nothilfe abgesehen haben. Die Nothelferschaft wird daher gewarnt und gebeten, jachtienliche Mitteilungen an die Technische Nothilfe, Landesbezirt Hessen, Kassel, Karthäuserstr. 4, Telephon 1756 und 5456, zu richten. * Aufgehobene Sichtvermerte. Die Reichsregierung hat im Wege der Verhandlungen erreicht, daß der gegenseitige Sichtvermertszwang mit folgenden Staaten abgeschafft worden ist: mit Desterreich am 12. August 1925, mit der Schweiz am 20. Januar 1926, mit Liechtenstein am 20. Januar 1926, mit den Niederlanden am 1. Februar 1926, mit Japan am 20. März 1926, mit Dänemart am 20. Mai 1926. Der Fortfall des Sichtvermertszwang wird in Kraft treten: mit Luxemburg am 1. September 1926, mit Portugal am 1. September 1926, mit Schweben am 1. Oftober 1926. Da in der freien Staat Danzig, in Cuba, Haiti, Panama, der dominikanischen Republif und in Jsland der Sichtvermertszwang für deutsche Reichsangehörige unmittelbar aufgehoben worden ist, hat die Reichsregierung ihrerseits Angehörige dieser Länder vom Eichtvermerkszwang befreit. * M. T. V. Kommenden Sonntag, den 5. September, findet eine Bogelsbergwanderung statt. Abfahct 8.14 Uhr vormittags nach Hungen( Sonntagskarte). * Schützenverein Gießen. Heute Samstag, den 4. Geptember, und morgen Sonntag, den 5. Geptember, nachmittags 4 Uhr, Fortsetzung des Preisflug- Preisschießens. * Der Mittelrheinische Bund evangelischer Arbeitervereine hält seine Jahrestagung am 11. und 12. September in Darmstadt ab. Namhafte Führer des Gesamtverbandes evangelischer Arbeitervereine haben ihre Teilnahme jugesagt, so daß die Tagung, die sich mit wichtigen Fragen beschäftigt, eine recht bedeutsame werden wird. * Deutscher Angler Bund Gau 17. Am 4. und 5. September findet in Frankfurt a. M. Restaurant 3um Storch" der Herbstgautag statt, wozu alle Mitglieder sowie Interessenten eingeladen sind. U. a. wird Herr Oberfischmeister Dr. Lowary einen Lichtbildervortrag halten. Auskunft beim Gauvorsitzenden Gottlieb Funt, Hanau Kesselstadt. H. W. Aus Nah und Fern. Bad Nauheim. Der Verein zur Förderung der Grünlandwirtschaft in Hessen und Nachbargebieten ist hier aufgelöst und der Sitz nach Darmstadt verlegt worden. Bad Nauheim, 3. September. Die Bade- und Kurverwaltung teilt mit: Bis zum 2. September 1926 betrug der Gesamtbesuch 27 209 Personen. Lauterbach. Gegen die Eisenbahnzüge der Nebenbahn Stockheim- Lauterbach ist ein Eisenbahnattentat verübt worden, das nur durch die Aufmerksamkeit der Beamten verhütet wurde. Bei einer Stredenbegehung ist durch Eisenbahnbeamte festgestellt worden, daß in der Nähe von Hartmannshain mehrere Laschenschauben von den Eisenbahnschienen entfernt wor den waren. Den Bemühungen des Eisenbahnkriminalbeamien Geng in Hersfeld ist es gelungen, in furzer Zeit den Täter zu mitteln. Es handelt sich um einen 15jährigen Knecht, der in Laubach beheimatet und in Hartmannshain bedienstet ist. Nach seinen Angaben hat er die Tat aus Uebermut begangen. Steinholz " Gießener Zeitung" Ulrichstein. Ein schwerer Unfall stieß dem Kriegsinvaliden Landwirt Geiß in Restrich zu, der beim Grasmähen in die Mef= jer der Mähmaschine geriet und an den Beinen schwer verlet wurde. Darmstadt. Nach längerer, schwerer Krankheit ist hier das Ehrenmitglied der Deutschen Turnerschaft, Schultat i. R. Ema nuel Schmud, im Alter von 71 Jahren gestorben. Emanuel Schmud ist am 16. April 1855 in Worms geboren. Nach erfolgter Staatsanftellung in Wimpfen erfolgte 1879 seine Versetzung an bas Realgymnasium nach Gießen. In Gießen wurde dem verhältnismäßig jungen Manne neben anderen Fächern der gesamte Turnunterricht übertragen. Im Jahre 1887 erfolgte Schmuds Versetzung an die Realschule in Bingen und im Jahre 1898 cr fogte feine Ernennung zum Hessischen Landesturninjpettor mit dem Amtssige in Darmstadt. Dieses Amt hat er bis zu seiner Ruhestandsverjegung 1923 während 25 Jahren erfolgreich be fleidet. Wie in seinen Dienstjahren, jo war Schulrat Schmud auch später für seine Turnfache unermüdlich tätig. Nun ist ein arbeitsreiches Leben abgeschlossen. Nicht nur in Hessen oder in Deutschland, auch im Auslande ist sein Name bekannt. Die Schaffung des„ Hessischen Lehrerturnvereins ist mit ein Verdienst Schmuds. Mainz, 2 September. 16 Personen aus Frankfurt, Darmstadt, Essen, Berlin, die ohne vorschriftsmäßige Personalausweise im besetzten Gebiet angetroffen wurden, erhielten vom französischen Militärpolizeigericht Geldstrafen bis 10 Mart. Das Kriegsgericht verurteilte einen Flugzeugbauer und Flieger aus Hamburg, der in Worms ohne Paß angetroffen wurde, zu drei Monaten Gefängnis. Von der gleichzeitig erhobenen Anklage wegen Spionage wurde er freigesprochen. Mainz. Die Bautätigkeit in Mainz hat einen gewaltigen Antrieb erhalten. In drei großen Häuserblods werden 127 Dreizimmerwohnungen und mehrere Zweizimmerwohnungen frei. Mainz. Die das Erste Hessische Sängerbundesfest vorbe= reitenden Arbeiten treten nun in ihr letztes Stadium ein. Der geplante große Festzug ist sichergestellt. Die Meldefrist für die Festteilnehmer ist bereits verstrichen und noch laufen täglich weitere Meldungen ein. Den Bemühungen der Wohnungskommission wird es gelingen, trotz aller Schwierigkeiten, auch diese unterzubringen. Vom 1. September ab ist ein eigenes Festbüro in den Räumen des Mainzer Verkehrsvereins, Bahnhofstraße, errichtet, das jede Auskunft erteilt. Marburg. Für den historischen Hauptvortrag gelegentlich des Hessischen Reformationsjubiläums am 21. und 22. Oftober ds. Js. in Homberg( Bez. Kassel) ist der Dozent der Kirchenge= schichte an der hiesigen Universität, Professor D. Hermelint, gewonnen worden. Marburg. Der historische Forsthof in der Ritterstraße ist in den Besitz des hiesigen Studentenheims übergegangen, das in dem Gebäude Stipendienwohnungen für Studenten einrichten will. Marburg. Ein schwerer Unglücksfall ereignete sich in Erlohausen( Kreis Kirchhain), als eine Dreschmaschine bei dem Ausweichen vor einem anderen Gespann gegen einen leeren Erntewagen fuhr, hinter dem sich mehrere Ileine Kinder befanden, Durch den Stoß der Dreschmaschine geriet der leere Wagen ins Rollen und drückte das fünfjährige Söhnchen des Landwirts Bausch so unglücklich in die Bauchgegend, daß das Kind nach furzer Zeit seinen Verlegungen erlag. Weinheim a. d. B. Hier findet eine sogenannte„, Weinheimer Woche" vom 4. bis 12. September statt, verbunden mit einer Ausstellung der hiesigen Industrie und der Geschäftswelt, dazu großes Sport- und Vergnügungsprogramm, Vorträge usw. ist der beste Fussboden, dauerhaft, fugenlos, fusswarm, schwamm- u. feuersicher, wasserundurchlässig, kann auf Beton. alte Dielen, Sandsteinplatten, Treppenstufen usw.verlegt werden. Eignet sich für Wohnungen, Bureaus, Fabrikräume, Schulen usw. teinholz- strich ist die beste fugenlose Unterlage für Linoleum, Parkett, Teppiche usw. ist fusswarm, schalldämpfend, nagelbar, unempfindlich gegen Möbeleindrücke Aufträge auch Reparaturen, werden schnell und sachgemäss ausgeführt. Prospekte und Kostenvoranschläge stehen kostenlos zur Verfügung. G. Hess. Steinholz- u. Estrichfabrik 6. m. Telephon 1233 GIESSEN Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Verlag, Radolfzell a. Bodensee. 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Hauptgegenstände der Beratungen werden u. a. jein: Die Polizeistunde, deren Aufhebung, bezw. gleichmäßige Festsetzung für Stadt und Land. Dresden, 3. 9. 1926. Der Deutsche Stenographenbund „ Gabelsberger"( gegr. 1868), der sich voriges Jahr auf dem 12. deutschen Stenographentag auf die Einheitsturzschrift um= gestellt hatte, bielt vom 28.- 29. Auguft seinen diesjährigen Vertretertag ab. Vertreten waren 22 Landesverbände, darunter Deutsch- Desterreich. Besonders hervorzuheben sind die guten Er: gebnisse, die überall im deutschen Sprachgebiet mit der Einheitsturzschrift erzielt worden sind. Es wurde festgestellt, daß die Unterrichtsergebnisse denen der alten Systeme nicht im geringsten nachstehen. Neben dem Deutschen Stenographenbund ,, Gabelsberger" ergibt es noch einen Reichsbund für Einheitsfurzschrift( Gig Berlin) und einen Deutschen Stenographen bund Stolze- Schren Bund für Einheitsfurzschrift( Gig Magdeburg). Um für die Schaffung eines alle Einheitssteno graphen umfassenden großen Deutschen Bundes für Einheitskurzschrift den Weg frei zu machen, wurde beschlossen, den Namen ., Gabelsberger" abzulegen und sich in Zukunft nur noch Deut scher Stenographenbund" zu nennen. Neue Bücher. Rheinisches Land und rheinische Leute. Erzählung von Heinrich Bechtolsheimer. Verlag Emil Roth, Gießen, 176 Seiten, geheftet Mt. 2.-, gebunden Mt. 3. Dieses Buch gehört in jedes Hessische Haus, denn der Verfasser schildert hier mit uns eng verknüpfte Heimatgeschehnisse aus seiner Heimat ,, aus Rheinhessen. Allen wird das Buch viel Freude bereiten. Trichter der deutschen Rechtschreibkunst. Nach der Häufigkeit der Wörter und Laute verfaßt von Lehrer Albert Nies. Ein neuer Ratgeber, der flar und leicht verständlich zeigt, wie die schwierige deutsche Rechtschreibung gemeistert werden kann. Der Preis des in Ottavformat erschienenen Wertchens beträgt 1 G.-M. Es kann direkt vom Verfasser Albert Nies, Sichen= hausen( Oberhessen) bezogen werden. „ Das Kind" nennt sich eine neue illustrierte Halbmonats. schrift, die es sich zur Aufgabe stellt, die Anteilnahme weiter Kreise für die Frage der Gesundheit. und Erziehung unserer Jugend vom Kindes- bis zum Reifungsalter zu weden. Die erste Nummer ist soeben erschienen. Verlag von S. Pfantuch, Berlin W 15. ,, Die Vierte Wand." Organ der Deutschen Theater- Ausstellung Magdeburg 1927. Herausgegeben von der Mitteldeutschen Ausstellungsgesellschaft m. b. 5., Heft 1, Preis 50 Pig. Als Vorbereitung auf die Deutsche Theater- Ausstellung Magdeburg 1927" erschien das erste Heft der Monatsschrift ,, Die Vierte Wand". Verantwortlich: Christian Klein in Gießen. 1 3 *** Persil Persil Sie erhöhen die Wirkung! Musik in jedes Haus! Beachten Sie folgendes: Persil wird vor dem zugeben gall verrührt. Die Lösung kommt in den mit kaltem Wasser gefüllten Wessel. 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Denn sowohl die glänz politisch gleich gleich hervorragende schen Delegation Dr. Stresemanns mentvollen und ehrlichen wie Briands stellen Dokumente von vollen Kraft des Willens zum Fri der geistigen und wirtschaftlichen Stresemann sprach nicht als A treter des deutschen Volkes und was er sagte, waren die Worte tretern eines sehr großen Teiles Mugen führen wollte, daß die Poli teil des geistig- kulturellen Lebens umschrieb mit feinstem, der Geleg zur Debatte stehenden Fragen. G Geschlossenheit und jenem, den Ge Reale verliebten Jdealismus getra stärkste Tugend ist. Sie war eine würdig, ehrlich und zielbewußt, mit Briands Antwort kann eben jein. Zweifellos haben wir nach der in Genf feinen Grund, skeptischer die Zukunft zu sehen. Der Tag de Willen lebendig werden lassen Deutschlands so sinnfällig unterst frieden sein können. Aber nur fü wir beginnen, unsere berechtigte Von ihrer Erfüllung wird es alle gute Eindrud des gestrigen Tages Ereignissen zu einer Freude des de gesteigert wird. Das hessische Darmstadt, 10. September. Landesabstimmungsausschusses t sprache über die Gutachten, wobe schafts- und Ordnungsblods au sicht der Mehrheit der Gutachte stimmungsleiters billigten, hin sozialdemokratischen Vertreter f beiden behördlichen Sachverstän beseitigung sich lediglich auf un dürfe. Es wurde dann ein der gleich den Abschluß der Prüfun tete, angenommen. Dieser lau „ Der Landesabstimmungs immungsleiter hinsichtlich de Mängel geübte Verfahren. 2 die Gültigkeit der diesbezügli Abstimmungsausschuß die Einz und stimmt der vom Landesa nen Brüfung auf Gültigkeit schriften im einzelnen zu." Der Untrag wurde mit vier haltungen angenommen. Die Sti den jozialdemokratischen Vertrete er fich mit den Einzelfeststellunge teriell nicht identifizieren fönnte, nur zustimme, um zu einem beschl Rollbach schlug weiter vor, das fung auf Doppeleintragungen stadt und Worms nicht erst abzu jeden Einfluß auf die Gestaltung sein wird, sondern schon jetzt oder einzuberufenden Sitzung die Ue Landtag zu beschließen. Der Abs daß das Eingehen der Listen abg jahlenmäßig genau feststehendes Erit dann habe der Ausschuß seine Dertagie fich darauf auf unbestim Man rechnet damit, daß En fikung in der das Ergebnis der finden kann. Parteitag der hei Der diesjährige Parteitag am 25. und 26. September in Mitwirkung haben bereits zu Ertelenz, Reichstagsabgeord mer und der ehemalige badija mel. Der Parteitag, der un aat abgehalten wird, dürfte außerhalb Hessens nach Bad- N werden von großer Bedeutung Beginn des 57. Reichsparteit Die Kölner Parteitagung Boltspartei *