Str. 17. leisch zusammen oder mit Fleischbrühe en Worten: um den Nahrungsbedarf ine geringere Menge Nahrungsmittel Fleischbrühe genossen wird. Ein oft gswissenschaft lautet: Wir leben nicht dern von dem was wir verdauen. e gelösten Fleischsalze sind außerdem eutenden Energiewertes, welcher als hrung der Nahrungsfäfte in die Blutuzt wird, also die Nährstoffe dorthin werden. er Fleischbrühe, abgesehen von ihrem ich wichtige Funktionen im Haushalt fallen. Das Verdienst, dieses zuerit serem großen Landsmann Justus von r Ernährungswissenschaft, zuzuschreiin den Liebig- Werfen in Südamerita Jaraguay) und in Afrika unter der ildeter Fachleute auf Grund der Vorg's gearbeitet. Dabei haben die Beder Wissenschaft und Technik Schritt von Jahr zu Jahr steigende Mengen nd den höchsten hygienischen Ansprü Bestehen der Liebig- Werke bis heute illionen Rinder geschlachtet worden. bestand beträgt etwa 500 000 Rinder. lung von Fleisch- Extratt war eine Jen segensreichen Schöpfungen Justus ite stellt. Für ihre Bedeutung spricht 3 es heute in der ganzen Welt wohl Der nicht das Fleisch- Extrakt- Löpfchen des Gelehrten ständig zu finden ist. ristian Klein in Gießen. -Flugtag Lich n der Strasse Lich- Bessingen g, den 25. April 1926 1/24 Uhr bis 1/26 Uhr und Schauflüge nirmabsprünge Erwachsene 1.- Mk., Kinder und Erwerbslose 0.50 Mk.( geg. Ausweis Pallabona- Puder reinigt u. entfettet das Haar auf trockenem Wege, macht schöne Frisur, besond. Bubikopf geeignet für Bei Tanz u.Sport unentbehrlich. haben in Dosen von M. I.- an in Friseurchäften, Parfümerien, Drogerien u. Apoken. Nachahmung weise zurück! Mecklenburg, Tafelbuffer in la. Qualität liefert bei günst. Preisberechnung geg Nachnahme im täglichen Postversand Molkerei Gallin Ges. m. b. H. Zur Hochzeit, Gelegenheiten fertigt Reden, e, Tafellieder usw. schnellstens an g, Radolfzell a. Bodensee. KOSTET DIE VORZÜGLICHE anim ZIGARETTE r. Kenner schätzt stets weit höher. 39. Jahrg. Samstag, den 1. Mai 1926. Nr. 18. Gießener Zeitung Erscheint: Samstags. ( Neueste Nachrichten) Bezugspreis 40 Pig. monatlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder RüdSendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. - Sonntagsgedanken. Maienjonntag! Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus, da bleibe, wer Luft hat, mit Sorgen zu Haus. Der Himmel öffnet sein Sonnenhaus, und ein Jubelchor gefiederter Sänger stimmt an die Frühlingshymne am ersten Maiensonntag. Wacht auf, ihr Menschen, und höret das Klingen und Singen, das Lied des neuerwachenden Lebens! Macht Türen und Fenfter auf, der Frühling ist da, auf sonnenhellen Wegen zieht er durchs Land, streut Blumen und Blüten über die Erde und eine Lerche über dem Feld singt uns den Maiensegen. Dahin sind die rauhen Tage, Stürme und Frost, Maienzeit ist wieder, der Frühling ist erwacht. Wer könnte mit grämigem Gesicht das Wunder schauen, das uns der Mai gebracht? Wo ist die Geele, die in dieser Zeit nicht auch ein Sehnen fühlt, ein Heimweh nach einem Wunderland, nach nie endendem Frühling, nach unendlichem Leben? Die Blumen im Hag, der Flieder m Strauch, die Vöglein im Walde, der blühende Mai sie alle singen heute das Lied vom ewigen Leben, vom ewigen Sieg, Dom ewigen Triumph. Der Sieg des Lebens über den Tod vollendet sich erst im Maien. - Und ihr Menschen, die ihr heute am ersten Maiensonntag den herrlichen Frühling, das neue Leben rings um euch seht, lernet vom rühling und vom Erwachen des Lebens. Dann wird das Alte und Welte, das dürre Laubwert von selber fallen, so wie draußen am Busch die toten Blätter fielen, als neues Leben in die Zweige drang. Laßt Frühlingssonne herein in eure Herzen, damit das Leben erwache! Wecket das Gute, laßt Maien werden und alles Schöne erblühen, dann werdet ihr einst des Herbstes mit seinen Garben und Gaben euch freuen! Waldfried. Jugend und Politik. Alle Verständigen sind sich darüber einig, daß die vorzeitige parteimäßige Beeinflussung junger Menschen verderblich ist, und daß das Hereintragen der Parteipolitit selbst in die Schule eine gewaltige Gefahr bedeutet. Mehr und mehr regen sich auch aus den Parteien heraus Stimmen nüchterner Zurückhaltung. So gibt jetzt die Frankfurter 3tg." an leitender Stelle Ausführungen des Privatdozenten Dr. Mommsen( Göttingen) Raum, in denen auf Grund der Erfahrungen in der politischen Jugendbewegung selbst für eine Heraufsegung des Wahlalters eingetreten wird: ,, Gerade weil ich der politischen Jugendbewegung mehrere Jahre angehört habe, halte ich es für notwendig, einmal sehr nachdrücklich auszusprechen, daß die po= litische Jugendbewegung in dem Sinne, wie alle Verständigen sie erhofften, restlos gescheitert ist, und zwar in allen politischen Lagern. Eine politische Jugendbewegung, die versucht, von innen heraus sich neue politische Jdeale zu erarbeiten, anstatt rein zwedmäßig für eine bestimmte parteimäßige Richtung einzutreten, gibt es heute in nennenswertem Umfang nicht mehr. Die starte Bindung der politischen Jugendorganisationen an politisch maßgebende Kreise der Aelteren hat zu einer sehr bedauerlichen Erscheinung geführt, die für fast alle Richtungen gilt. Von den in der politischen Jugendbewegung führend tätig gewesenen jungen Menschen ist ein erschreckend hoher Prozentsatz in dieser Tätigkeit innerlich und zum Teil auch äußerlich gescheitert. Ueber diese Tätigkeit wurde nicht nur die Vorbildung für den Beruf, sondern auch durch das Ueberwiegen rein organisatorischer Betätigung die wirklich politische Bildung vernachlässigt. Die Zahl z. B. der in dieser Tätigkeit stehenden Studenten, die nicht einmal bis zum Eramen kamen oder an seinen Klippen scheiterten, ist eine recht erhebliche." „ Es ist selbstverständlich, daß eine Heraufsetzung des Wahlalters diesen Uebelstand nicht allein beseitigen fann, aber es ist klar, daß der Anreiz zu parteimäßiger Beeinflussung der Jugendlichen sehr erheblich gemindert wird, wenn mit ihren Stimmen erst nach Jahren zu rechnen ist. Nun hat man gesagt, daß gerade vom Standpunkt der Demokratie aus politische Bildung der Jugend ein unbedingtes Bedürfnis sei. Das ist gewiß richtig, aber gerade im Interesse der politischen Bildung der Jugend ist unbedingt nötig, ihr Zeit zu geben, sie zu erwerben, und die Jugend nicht vorher zu nötigen, durch den Wahlzettel sich parteimäßig festzulegen." * Deutschlands Verarmung. Während im Jahre 1913 die vierte Klasse von 45 Prozent aller Reisenden und die dritte Klasse von 45 benutzt wurde, ergibt sich jetzt folgendes Bild: vierte Klasse 75 Prozent, dritte Klasse 22 Prozent. Abschluß des französisch- amerikanischen Schuldenabkommens. Paris, 30. April. Das amerikanisch- französische Schulden: abkommen ist gestern abend zustande gekommen und unterzei hnct Drud. Verlag und Expedition: Gießen, Südanlage 21 Fernsprecher Nr. 1362 Bostichedkonto Nr. 8437 Amt Frankfurt a. M. worden. Es sieht 62 Jahresraten vor. Die Gesamtsumme der ( Gießener Tageblatt) Anzeigenpreise: die 30mm breite Petitzeile auswärts 24 Big. Total 12 Pig., die 90 mm breite Reflame Petitzeile 96 Pig. Play Dorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholungen Rabatt. für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung. Schuld, die Zinsen einbegriffen, ist auf 6847 Mill. Dollar festge: Wie sind die Steuern in gerechter Weise setzt worden. Eine Sicherheitsklausel hinsichtlich der deutschen Reparationsleistungen, eine von den Franzosen bis zum legien Augenblid verteidigte Forderung, enthält nach bisherigen Mef= dungen der Vertrag nicht. Die Not der Junglehrer. Eine in Berlin abgehaltene und aus ganz Preußen start besuchte Kundgebung des Preußischen Lehrervereins stellte fest, daß 30 000 preußische Junglehrer seit langem einen Elendsweg gingen, der unaufhaltsam ins Verderben führe. Die Berufsentfremdung greife immer weiter um sich. Der Staat müsse um seiner selbst willen die Junglehrerschaft vor dem völligen Zusammenbruch retten, dann werde auch diese sich zu ihm bekennen und mitarbeiten am deutschen Volksstaat. Jm Verlauf der Kundgebung wurde eine Entschließung einstimmig angenommen, in der schärfster Einspruch gegen die vom Preußischen Staat mit vollständig unzulänglichen Mitteln betriebene Lösung der Junglehrerfrage eingelegt wird. Die Junglehrernot werde allmählich zu einer Kulturschande. Abhilfe schaffen könne nur ein Gesetz, durch das die Klassenfrequenz so weit herabgesetzt werde, daß sämtliche Stellungslose Beschäftigung erhalten. Einstimmige Annahme fand ferner ein Antrag, der besagt, daß der Kultusminister Becker nicht das Vertrauen der preußischen Junglehrerschaft besitze. Die Forderungen der Junglehrerschaft sollen durch die Vertreter des Preußischen Lehrervereins dem Landtag und der Regierung vorgetragen werden. Abbau und Schulprobleme. Von H. Erdmann, Gießen. Ein Volt, das in vier Kriegsjahren so Fürchterliches erlebt hat und unter den Folgen jener Riesenereignisse fortgesetzt aufs schwerste leidet, kann der ungewissen Zukunft nur trogen durch Seranbildung einer wohlvorbereiteten, entbehrungsfähigen Jugend. In allen deutschen Schularten wird daher dem heranwachsenden Geschlecht in gesunden pädagogischen Bahnen das Rüstzeug für den Existenzkampf geboten. -- Viele Eltern glauben nun ihre Kinder durch Gewährung einer besseren Ausbildung in die Beamtenlaufbahn oder andere gesicherte Stellungen bringen zu können. So begann die Flucht aus der Volksschule in die höheren Schulen, die in Hessen über 200 Junglehrer abbaute und in Preußen viele Tausende stellenlos machte. Und welches Eldorado winkt den Schülern, die unter viel Aufwand von Zeit und Geld endlich Obersekunda, Primareife oder gar Abitur erkämpft haben? Halt: Abbau und Sperre auf der ganzen Linie. Post und Bahn, Justiz- und Forstfach, Kirche und Schule, staatliche und Privatbüros alle stehen unter Abbau und gewähren zur Zeit weder Unterkunft noch sichere Zukunft. Welcher Trost für betagte Eltern, die sich harte Entbehrung auferlegten, um Sohn oder Tochter die Erreichung des Bieles zu ermöglichen. Selbst eine Besserung der Wirtschaftslage tann dem Ueberangebot an Geistesarbeitern nicht die erhofften Existenzmöglichkeiten bieten. Eltern, seid gewarnt! Eine gute, abgeschlossene Voltsschulbildung ist auch heute noch für Millionen ausreichend, um Brot und Zufriedenheit zu finden. Allezeit nährt die Scholle; noch hat das Handwerk goldenen Boden, immer wieder bietet sich Gelegenheit, in treuer Arbeit ein nüzliches und geachtetes Glied der menschlichen Gesellschaft zu werden, ohne durch die Flucht aus der Volksschule in die bessere" Schule an der Jagd nach dem Glücke teilgenommen zu haben. Wenn auch die schönen Leistungen der höheren Schulen durchaus Anerkennung finden, kann nicht bestritten werden, daß der Ballast minderbegabter Schüler, namentlich in den unteren und mittleren Klassen die Arbeit und den Fortschritt hemmt. Dies führt zum Problem der Schülerausleje. Jeder Mensch hai neben den allgemeinen Pflichten, die ihm sein Menschentum auferlegt, auch noch eine besondere Berufung, die seiner eigentümlichen Veranlagung entspringt. Diese Ver= pflichtung seine Gaben sozial zu entfalten hat auch der Staat zu respettieren, indem er sie hütet und pflegt und ihnen freie Bahn bereitet. Die Möglichkeit des Aufstieges ist durch den Uebergang aus der Grundschule in die verschiedenen Zweige und Bahnen des Schulwesens gegeben. Es ist nun eine Kernfrage, wie unter Ausschaltung des hindernden und hemmenden Ballastes die rich tigen Kinder gefunden werden, die sich zum Aufstieg eignen. Bei dieser Auslese müßten Volksschullehrer und Philologen zweddienlich zusammen arbeiten. Auch die Psychologie, die sich Begabungsforschung und Begabungsdiagnose zur Aufgabe ge= stellt hat, wird bei dieser Auswahl vortreffliche Dienste leisten fönnen. Vorwärts! Denn Du sollst an Deutschlands Zukunft glauben, An Deines Volkes Aufersteh'n! Laß diese Hoffnung Dir nicht rauben, Troß allem, was noch mag gescheh'n! auf ein erträgliches Maß zu senken? Bei der heutigen äußerst fritischen Wirtschaftslage wird mit Recht von allen Seiten eine wesentliche Herabsetzung der in den letzten Jahren rapid angewachsenen Steuerlasten gefordert. Wenn man die diesbezüglichen Aeußerungen in der Presse genau verfolgt, dann gewinnt man den Eindrud, als wenn die Deffentlichkeit, ja selbst einige Steuerzahler und zum Teil auch die zuständigen Behörden, über die von einzelnen Erwerbs= gruppen tatsächlich aufgebrachten Gesamtsteuern nicht ganz im Bilde sind; insbesondere nicht über die Steuern von heute im Verhältnis zu 1914. Folgendes Beispiel: Ein mittlerer Gewerbebetrieb mit einem veranlagten Eintommen aus Gewerbe in Höhe von 6500 Mart hat im Jahre 1925 an Steuern bezahlt: Gewerbekapitalsteuer Gewerbeertragssteuer Umsatzsteuer Einkommensteuer Vermögenssteuer Aufbringung Kirchensteuer M 622. M 246.M 880. M 644.M 240.M 68. M 188. zusammen M 2888.also fast die Hälfte des Einkommens an Steuern abgeführt. Unter Hinzurechnung der Hauszinssteuer mit der Grundvermögenssteuer mit der sonstigen Steuern mit insgesamt plus mehr an Hauszinssteuer für 1926 M 2430.M 972.M 128. M 6418.M 1400.M 7818. ab Umsatzsteuerermäßigung für 1926 M 470.Gesamtsteuer 1926 7348.das sind 8 Prozent des mit 900 000.vermögens. Deranlagten GesamtNach dem vorliegenden Steuerzettel von 1914 zahlte derselbe Betrieb bei günstigeren Geschäftsverhältnissen wie heute: Gewerbesteuer usw. M 290.M 650.Einkommen-, Grund- und Gebäudesteuer woraus sich ergibt, daß die Belastung für 1926 bei der Einkommen, Gewerbesteuer usw. bei der Grund- und Gebäudesteuer gegenüber der Vorkriegszeit beträgt. das 10fache das 8fache An vorstehenden Beispielen ersieht man, daß die von der Reichsregierung geplanten Steuersentungen, so begrüßenswert sie auch sind, überhaupt nicht in die Erscheinung treten werden, wenn andererseits nicht die gesamte Steuerwirtschaft in den Ländern und Gemeinden damit in Einklang gebracht wird. Vor allen Dingen ist es die Hauszinssteuer, die mit dem enormen Ertrag von 3 Milliarden gerade die Wirtschaft am allerschwersten belastet, weil die meisten handel-, handwerk- und gewerbetreibenden Steuerzahler auch gleichzeitig Hausbesitzer sind. Angesichts der Tatsache, daß beispielsweise ein Kapitalist, der ein Vermögen von 90 000. Mart in 10 Prozent Goldpfandbriefen besitzt, und dies durch Krieg und Inflation erworben hat, nur 960. Mart also taum 1 Prozent Steuern bezahlt, muß mit allem Nachdrud gefordert werden, daß die Hauszinssteuer als reine Vermögenssteuer auf das gesamte Voltsvermögen umgelegt wird. Etwa in der Weise, daß man die Hauszins, Grundvermögens- und Vermögenssteuer zu einer allgemeinen Vermö genssteuer in Höhe von etwa 2 Prozent vereinigt. Die Verwaltungskosten, die man dadurch sparen würde, sind sehr beträchtlich und der Ertrag bei einem steuerbaren Volksvermögen von etwa 150 Milliarden würde derselbe sein. Die angeführten Beispiele zeigen ferner, daß das immobile Kapital viel zu hoch belastet ist, während die Barvermögen, also das mobile Kapital, welches auch vielfach durch Krieg, Inflation und Nachinflationszeit erworben bezw. erhalten wurde, nur mit 1 statt 8 Prozent zur Steuer herangezogen wird. Dieser Zustand, der auf der einen Seite einer Vermögensenteignung gleichtommt, auf der anderen Seite aber einer bestimmten Gruppe von Steuerzahlern Erleichterungen zugesteht, die nicht zu verantworten sind, ist die größte Ungerechtigkeit auf steuerlichem Gebiet, die je vorgekommen ist und die sich bitter rächen muß, wenn nicht schleunigst Abhilfe geschaffen wird. Bei der Gewerbesteuer ließe sich ebenfalls durch Zusammenlegung der Gewerbekapital- und Gewerbeertragssteuer ein ge= waltiger Betrag an Verwaltungstosten sparen. Vor dem Kriege hatten wir doch auch nur eine Gewerbesteuer; wozu denn heute zwei Arten von Steuern, die doch ein und dasselbe sind. Damit die Sache teinen Aufschub erleidet ist ferner, im Gegensatz zu dem Plan der Regierung, zu fordern, daß bis zum 1. 7. 1926 eine neue Veranlagung zur Vermögenssteuer nach dem Stichtag vom 1. 1. 1926 stattfindet, da die Vermögen sich jeit 1. 1. 1924, dem Stichtag für die letzte Veranlagung, ganz gewaltig verschoben haben und zwar zu Gunsten des mobilen Kapitals. 38. Sonnabend, den 1. Mai 1926. Stadtverordneten- Versammlung. Die geftrige Sigung, in der neben dem Oberbürgermeister Keller, den drei bejoldeten Beigeordneten Dr. Seib, Dr. Fren und Dr. Hamm und den zwei unbesoldeten Beigeordneten Dr. Rosenberg und Klingspor noch 32 Stadtverordnete anwesend waren, erledigte die für die öffentliche Sigung angelegten 32 Puntte im Fliegertempo. Pünktlich 5 Uhr wurde die Beratung eröffnet und gegen 6 Uhr war man am Ende der Tagesordnung. Angenommen, resp. zugestimmt wurden den Baugesuchen des Heinrich Pfeil für die Grünbergerstraße( die Ent fernung des Gebäudes von der Straßengrenze wird auf 7 Meter festgesetzt), des Georg Lich für die Jheringstraße, der Rühl u. Hof für Ede Wilsonftrage- Riegelpfad( das Gebäude muj 4 Meter hinter der Baufluchtlinie gestellt werden), des Reg.- Baurat Steinbach( Umbau eines Gartenhauses zu einer Kraftwagenhalle) für die Gartenstraße, des Friedrich Möller für die Licherstraße( Einfriedigung), des M. Abermann für die Gnautstraße ( Einfriedigung), des Ludwig Wehrum für die Friedrichstraße ( Einfriedigung), des Heinrich Rühl für die Licherstraße( Einfriebigung) und des Adolf Göbel für die Straße Auf der Weißerde"( Einfriedigung). Unter diesen genehmigten Baugesuchen jind mehrere, wo es sich um Dispenserteilung handelt, weil die Einfriedigungen zum Teil aus Holz ausgeführt werden. Der Bau- Ausschuß beantragte daraum um solche Baugesuche gleich im Bau- Ausschuß endgültig zu erledigen und das Plenum mit jolchen Kleinigkeiten nicht zu belasten daß gemäß des schon am 16. Oftober 1925 gefaßten Beschlusses die vorgeschlagene Aenderung der Ortspolizeiderordnung vom 26. Februar 1897 genehmigt wird. Wurde angenommen. Infolge der Vorberatungen in den einzelnen Ausschüssen tommen fast nur aussichtsreiche" Anträge in die Versammlung. Es wurden weiter fast ohne Debatten folgende Punkte angenommen: Der Erbbauvertrag zwischen der Stadt Gießen und der Baugenossenschaft 1894 zu Gießen( Dauer 70 Jahre, betr. die Häuser am Kugelberg); zur Unterstützung des reichseigenen Zwölffamilienhauses am Kugelberg übernimmt die Stadt den Straßenkostenbeitrag und die Kosten für die Heranführung der Gas, Wasser- und elektrischen Leitungen; zur Unterbringung durch baufällige Wohnungen( in der Maigasse und in der Waidengasse) obdachlos gewordene Familien in Gasthäusern usw. werden 10 000 M zur Verfügung gestellt ( Stadtv. Mann bemerkte hierbei, daß das Geld hier an der vertehrten Stelle ausgegeben werde, man hätte früher mehr Wohnungen bauen sollen); für den neuen Anbau an die Bezirksschule in der Westanlage werden die Abortanlagen der Firma H. Schaffstaedt- Gießen zu ihrem Angebot von 5 294 M übertragen( Prof. Krausmüller beantragt hierbei, daß in Zukunft die Beilegung der Kalkulationen zu den Angeboten nicht mehr verlangt werden und daß in Frage kommende städtische Arbeiten nur an solche selbständige Handwerksbetriebe vergeben werden, deren Inhaber die Meisterprufung bestanden haben.); die Kosten für die Umgestaltung der Anlagefläche vor dem Hotel Kuhne werden nachträglich mit 7000 M genehmigt( Stadtverordn. Schulrat Fischer bemerkt hierbei, daß es richtiger ist, wenn derartige Gelder vor Beginn der Arbeiten der Versammlung zur Genehmigung vorgelegt werden.); zur Beschaffung von Arbeitsblusen für die Gießener Frei willige Feuerwehr gibt die Stadt eine Beihilfe von 300 M. ( Die Gesamtkosten betragen 629 M); zur Beschaffung von zwei feuersicheren Plan- Schränken für Das Stadtbauamt durch die Firma Friedrich Krogmann- Gießen werden 3250 M bewilligt.( Stadtv. Nicolaus begründet mit vol lem Recht, daß diese Schränke, in denen wichtige Pläne aufgehoben werden, sehr notwendig sind, und wir wundern uns, daß diese Schränke nicht schon längst beschafft worden sind.), für Wasserleitungserweiterungszwecke werden 1500 Meter guẞeiserne Muffenröhren erforderlich, die rund 12 000 M fosten; für 300 Holzmasten für das städtische Elektrizitätswert wird der Kredit von rund 10 000 M bewilligt; die erforderlichen Reparatur- Kosten von 2000-2400 M für vier Straßenbahn- Motoranter werden ebenfalls bewilligt; der Krediterhöhung für die Herstellung von Kabelgräben zur Verstärkung des Stromversorgungsnetzes um 1500 M auf 10 150 M wird zugestimmt; zur Beschaffung von über 200 Zählern wird der dafür notNeues aus dem japanischen Leben und der Japan- Mission. Von Missionsdirektor D. Dr. Witte. 7. Fortsetzung. Aus all diesen Tatsachen geht hervor, daß die Mission in Japan feineswegs eine unbedeutende Winkelsache ist, sondern eine umfassende und tiefgreifende Geistesbewegung, die sehr große Erfolge hat. Zu diesen Erfolgen hat auch unsere Mission ein gut Teil beigetragen. Auch wir haben, wie alle Missionen, in zweierlei Richtung wirft: Wir haben in der großen Desentlichkeit die Geistest räfte Jesu wirksam machen geholfen, und wir haben einzelne Menschen gewonnen, die zu Gemeinden gesam melt werden. Von diesen Erfahrungen mit einzelnen Menschen sollen einige Beispiele folgen. 6. Erfahrungen mit einzelnen Menschen in Japan. 1. Fräulein K. F. lebte in Tokyo im Hause einer verheira teten Tante. Ueber diese Familie tam schweres Leid dadurch, daß alle vier Kinder dieser Tante furz hintereinander starben. Unter dem Eindruck dieses erschütternden Ereignisses fam Fräu lein K. F. in Fühlung mit unserer Mission und wurde von Pfarrer Ataschi getauft. Zwei Jahre später erkrankte Fräulein K. F. selbst schwer an Typhus und wurde, als sie genesen war, noch ernster in ihrem Glauben. Sie war Zahnärztin in einem Krankenhause in Tokyo. Ein junger Botaniker, Herr J. in Fukuoka, ein entfernter Verwandter von ihr, wollte sie heiraten. Er wandte sich in dieser Sache an Pfarrer Afaschi. Dieser suchte nach japanischer Sitte einen Mittelsmann aus, der mit Fräulein K. F.s Familie und mit ihr selbst verhandelte. Die Eltern des Fräuleins K. F. waren keine Christen, der Bräutigam und seine ,, Gießener Zeitung" wendige Kredit Don 20 000 M um 31 000 M auf 51 000 M erhöht; die Schanktonzessionsgesuche des Karl Textor für die Liebigshöhe, des Heinrich König für Kaplaneigasse 2( Stadt Kaffel"), des Ludwig Rühl für Marktplay 12( nur Kaffeebetrieb), des Gustav Stephan für Steinstraße 76 und des Frig Regler für Neuenweg 33( nur Wirtschaftserweiterung) werden nach dem Vortrag des Referenten Beigeordneten Kom- Rat Klingspor ebenfalls bebattelos genehmigt. Der vom Polizeiami Gießen vorgelegte Entwurf einer Polizei- Berordnung über die Abhaltung des Frühjahrs- und Herbstmarktes in Gießen( Messeordnung) wird an den Marktausschuß zurüdverwiesen. Hierbei entsteht eine lange Aus: Sprache, weil die letzte Messe recht unerfreuliche Erscheinungen mit sich gebracht hat und die Gießener Geschäftswelt durch diese Art Messe sehr geschädigt wird.( Wir kommen noch darauf zurüd. D. Red.) Dem Bichhändlerverein für Gießen und Umgegend wird für Abdeckung der durch die Seuchenbeseitigungen entstandenen Schäden ein Zuschuß von 400 M und eine Vorlage von 600 M bewilligt. Auf dem früheren großen württembergischen Truppenübungsplatz Heuberg ist eine große Kinder- Erholungsstätte er richtet, die wegen der hohen gesunden Lage recht segensreich ist. Die Stadt Gießen hat fürzlich auch 70 Kinder dorthin bringen lassen. Um für die Unterbringung der Kinder billigere Sätze zu erhalten, wird der Beitritt der Stadt Gießen zu diesem Verein Heuberg mit einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von 50.M beschlossen. Der letzte Punkt: Mitteilungen, brachte als erstes folgende zeitgemäße Anfrage des Stadtverordneten, Schulrat Fischer: 1. Welches ist der Raumbedarf der Volks- und Fortbildungsschulen in den Jahren 1927-1930? 2. Wieviel Räume stehen in diesen Jahren für Klassen der Volks und Fortbildungsschulen voraussichtlich zur Verfügung? 3. Jst die Stadtverwaltung bereit, ein ausreichendes, für längere Zeit berechnetes Bauprogramm für die Bedürfnisse der Volks- und Fortbildungsschulen alsbald vorzulegen und Vorlage über die Finanzierung machen? Insbesondere: Jst die Stadtverwaltung bereit, Bautapital zu diesem Zwed auf dem Anleiheweg zu beschaffen? Die vom Beigeordneten Dr. Seib hierzu bekanntgegebenen Zahlen werden die Stadtverordneten schriftlich noch eingehändigt bekommen und die Stadtverordneten werden dann Gelegenheit nehmen, bei der demnächst stattfindenden Etatsberatung die notwendige Schulhausneubaufrage eingehend zu besprechen. Die zweite Anfrage, ebenfalls vom Stadv. Schulrat Fischer gestellt, wendet sich gegen die verkehrsstörenden Zustände duch geschlossenes Radfahren etc. auf dem Saltersweg. Ueber beide Anfragen werden wir in nächster Nummer eingehend berichten. Für heute sei aber doch schon vorausgeschickt, daß der Stadtv. Rechtsanwalt Homberger verlangte: man solle den Studenten verbieten, daß sie auf dem Seltersweg zu einer verkehrsreichen Stunde nicht spazieren gehen dürfen. Dieses rechtswidrige Verlangen wurde von der übergroßen Mehrheit mit Entrüftung und Lachen zurückgewiesen. Gießen ist Universitätsstadt und die Studenten haben, wie jeder andere Bürger, das Recht auf dem Seltersweg auf und ab zu gehen. Sonder- Gebäudesteuer, Vom Presseamt des Staatsministeriums wird uns hierzu geschrieben: Die Höhe der Sonder- Gebäudesteuer für das Steuerjahr 1926 erregt vielfach Befremden. Ohne an dieser Stelle in den Streit der Meinungen eingreifen zu wollen, darf auf folgendes zur Aufklärung hingewiesen werden: Durch die sogenannte 9. Steuernotverordnung des Reiches in der Fassung, die sie durch ein Reichsgesetz vom 10. August 1925 erhalten hat, sind die Länder verpflichtet, einen erheblichen Teil der Mieteinnahmen wegzusteuern. Der Regel nach sollen es sein 20 bis 30 Prozent der Friedensmiete zur Dedung des allgemeinen Finanzbedarfs der Länder und Gemeinden und 15 bis 20 Prozent der Friedensmiete zu Bauzweden. Die Höhe der Sonder- Gebäudesteuer ist mithin innerhalb eines gewissen Spielraums- durch Reichs= gesetz festgelegt und insoweit der Gestaltung durch die Regierungen und die Volksvertretungen der Länder entzogen. Es wäre zu begrüßen, wenn bei den Erörterungen über die SonderGebäudesteuer dieses Grundsätzliche nicht außer Acht gelassen würde. ganze Verwandtschaft auch nicht. Fräulein K. F. stimmte ihrerseits der Ehe zu, unter der Bedingung, daß ihre Ehe christlich getraut werde. Pfarrer Ataschi hat das Paar im Beisein der Brautmutter und vieler nichtchristlicher Verwandter christlich getraut, und die junge Frau hängt auch heute treu an ihrem Glauben. Es ist dies heute bei der Tyrannei, die die Familie ausübt, noch selten, daß eine junge Japanerin die christliche Trauung durchsetzt. In dem umgekehrten Fall, wenn der Bräutigam Christ ist, die Braut aber nicht, ist es erheblich leichter. Als in Kyoto einmal eine junge Christin unserer Kirche in gleicher Weise wie Fräulein K. F. die christliche Trauung für die ihr von den nichtchristlichen Eltern aufgezwungene Ehe mit einem nichtchriftlichen Japaner forderte, war die Familie des Bräutigams so entsetzt, daß sie von dem Heiratsplan zurüdtrat. Die junge Christin blieb ganz still und fest, obwohl ihre Eltern ihr das Leben sehr sauer machten. Schließlich gaben die Eltern nach. Es kam eine Ehe zustande mit einem anderen jungen Japaner, der selbst und dessen Familie mit dem Christsein der jungen Frau und mit der christlichen Trauung des Paares einverstanden war. 2. Nicht immer zeigen die jungen Japanerinnen solche Willensfestigkeit. Sie bekommen sie eigentlich immer erst dann, wenn ihnen wirklich der christliche Glaube zur persönlichen Heilsgewißheit geworden ist. Ein früher reicher Kaufmann in Tokyo machte Bankrott und tam in große Not. Er hatte zwei Töchter. Die zweite Tochter wurde von einer sehr wohlhabenden Familie für den ältesten Sohn zur Frau begehrt. Nun ist es in Japan feste Sitte, daß die zweite Tochter erst dann heiraten darf, wenn die älteste schon verheiratet worden ist. Der Vater hoffte von der Heirat der zweiten Tochter mit dem wohlhabenden jungen - Lokales. Heute ist Walpurgisnacht. - - Nr. 18. - Wo der Hegen Schar erwacht. Um, wie wir's in Büchern lesen, Durch den Schornstein auf' nem Besen, Hinzureiten nach dem Broden Wo mit sichtlichen Frohloden Satanas, ihr Herr, so wüjt, Sie als Gäfte froh begrüßt. Ach und dann beginnt ein Treiben, wie es hier nicht zu beschreiben, Und vor dem es jedem graust( Siehe W. von Goethe's" Faust"). Mit dem ersten Hahnenschrei Ist das Bakchanal vorbei, Das so gänzlich bar der Sitten. Dann wird wieder heimgeritten Auf dem Besen wohl dressiert, Juft, als wäre nichts passiert. Ja, der Heren schlimme Brut, Kann verstellen sich gar Und so mancher braver Mann nicht an, Daß sie eine„ Here ist, zur Frift. Denn' s ist oft gut, - Sieht's der„ Here" gor Die hat ihn beheɣt" verdreht den Schädel ein hübsches Mädel Sonnabend, den 1. Mai 1926. tigungsleistungen des Verbandes 192 a tonnte noch ein Erholungshei ringen erworben werden. Der Ber Seachtung, weil er über zwei Dri hendenen Wertmeister zu seinen Mitgli e daraus die Bedeutung, die der Berb eten hat. K Berwertung des Luftbildes im ester Zeit an verschiedenen helischen Or toge gaben günftige Gelegenheiten zu Dern einzelner Ortschaften auszunu Siedlungsarbeiten als auch für die G archäzbarem Wert. Um das Luftbild bern und verbreiten zu helfen, hat de Arbeit und Wirtschaft den hessischen K birgermeister empfohlen, bei Flugveran en auf die Bedeutung von Luftbild n zur Anfertigung zu veranlassen. Die Weihe der Krieger- Gedächtnis bhang an der Schönen Aussicht" Mai, vormittags 11% Uhr, statt. hard bittet die ihm angeschlossenen Kri am ihre Beteiligung. Das ihm da - Er sich Und so Und aus deren Zauberbann nicht befreien tann. Solche kleine Heren schließlich,- Machen uns noch nicht verdrießlich, Schwerer ist's schon, mit den alten Guten Weg und Steg zu halten, Und wir tönnen's faum Derkneifen, Uns, wenn sie so schmäh'n und keifen tückisch um sich bliden, Sie sofort zu dem zu schicken, Den als Meister sie erkennen Und der Satan sich läßt nennen. In Gesellschaft tann man schauen, Engelgleich gar viele Frauen, Die gar zart und lieblich reden Und bezaubern einen jeden. Doch daheim bei Mann und Kind sich, wie sie sind Und erweisen wutentfacht Walpurgisnacht. - Zeigen fie Reif sich zur Bauernregeln vom Mai. Wie das Wetter am Himmelfahrtstag, jo glaubt man, auch der Herbst sein mag. Georgus und Mart's bringen oft Arg's, Servazi das sind erst drei Lumpazi; oft Urban gar ist streng fürwahr; auch Peter und Paul sind manchmal faul! Auf nassen Mai tommt trodener Juni herbei. Regen im Mai, gibt für's ganze Jahr Brot und Heu. Maientau macht grüne Au'; Maienfröste unnütze Gäste. Wenn Spinnen fleißig weben im Freien, läßt sich dauernd schön Wetter prophezeien; weben sie nicht, wird's Wetter sich wenden, geschieht's bei Regen, wird bald der Mai enden. Lassen die Frösche sich hören mit Knarren, wirst du nicht lange auf Regen harren. Wenn der Froschlaich im Lenz tief im Wasser war. auj trodenen Sommer deutet das; liegt er nur flach oder am Ufer gar, dann wird der Sommer besonders naß. Pantraz und Urban ohne Regen, bringt dem Weine großen Segen. Wenn Urban kein gut Wetter hält, das Weinfaß in die Pfütze fällt. Hat Urban gut Wetter und Bit starken Regen, dann bringt's den Bauern großen Segen. Urban gibt den Rest, wenn Servaz noch was übrig läßt. Am Urbanstag Regen, für den Winzer kein Gegen. Vor Nachtfröst bis du sicher nicht, bis daß herein Servatius bricht. Nachdem der Urban pflegt zu sein, so glaubt man, daß gerät der Wein. * Der Evangelische Landeskirchentag tritt am 3. Mai au mehrtägigen Verhandlungen zusammen. * Studienreise des Hessischen Landwirtschaftsamtes. Darmi stadt nach Holland. Vom 7. bis 9. Juli ds. Js. eine landwirts schaftliche Studienreise nach Holland. Die Fahrt beginnt am 7. Juli abends 5 Uhr in Emden, woselbst ein Dampfer geſtelit wird. Die Landtouren werden im Gesellschaftsauto ausgeführt. Jeder Teilnehmer muß sich bei der zuständigen Stelle melden. Die Beschaffung eines Passes mit Lichtbild ist durch den Teilnehmer notwendig. Dieser ist beim Landratsamt oder Bürger meisteramt des Wohnbezirks zu beantragen und kostet 5 R.-MI. Die deutsche Reichsbahn hat für solche Excurfionen bei Zusama menschluß von mindestens 30 Personen 25 Prozent Gesellschafts. ermäßigung auf die Fahrkarten vom Ausgangsorte bis Ember und zurück zugestanden, weshalb jeder Landwirt und Gärtner sich bei der genannten Stelle anschließen und melden sollte. Für die Führung ist der bekannte Holland- Kenner Direktor Rothe, Emden, gewonnen. * 27. Verbandstag des Deutschen Werkmeister- Verbandes, Sig Düsseldorf. Vom 24. bis 26. April fand der Verbandstag des Deutschen Wertmeister Verbandes in Bremen statt. Die Entwicklung des Verbandes in den Berichtsjahren 1924 und 1925 geben folgende Zahlen wieder: Der Verband zählt 140 000 Mitglieder, über 1700 Ortsvereine und unterhält 40 Landesgeschäftsstellen. Neben bedeutenden Leistungen auf sozialpoli tischem und volkswirtschaftlichem Gebiete hat er bedeutende geldliche Leistungen aufzuweisen. Insgesamt betrugen die UnterMann auch für seine wirtschaftliche Existenz viel Gutes und wollte der ältesten Tochter eine Ehe ausdrängen mit einem älteren, liederlichen Mann, der sie zur Frau begehrte. Die Tochter, schon von den westlichen Ideen der Frauenrechte erfüllt, weigerte sich, einfach so, um aus dem Wege geschafft zu werden, diesen liederlichen Mann aber einen anderen, unbekannten, beliebigen Japaner zu heiraten. Der Vater aber drängte sie sehr hart. In dieser inneren Not tam sie zu Pfarrer Afaschis Berjammlungen, mit dem sie durch Freunde bekannt geworden war. Sie fam sehr fleißig und war sehr ernst im Suchen des Heils. Nach einiger Zeit erfuhr der Vater es, daß seine Tochter die christlichen Versammlungen besuchte und glaubte, dies sei der Grund ihrer Weigerung. Nun verbot er der Tochter, weiter zu uns zu kommen. Die Tochter tam jedoch trotzdem noch eine ziem liche Zeit. Schließlich aber erlahmte ihr Widerstand, sie heiratete den liederlichen Mann und fam niemals wieder. 3. Der Student der Chemie T. U., Sohn eines Banfiers im Tschiba- Bezirt, nahe bei Tokyo, tam sehr eifrig in Pfarrer Ataschis Gottesdienste. Plötzlich merkte man ihm eine große Veränderung an, er war sehr gedrüdt und verstört. Fragen barf man in solchem Falle in Japan nach dem Grunde nicht Pfarrer Ataschi konnte ihm nur sagen, wenn er Kummer habe, solle er fleißig zur Predigt kommen. Das tat der junge Mann auch. Nach einem halben Jahre erst erfuhr Pfarrer Ataschi den Grund. Der Vater hatte sein Geld verloren, blieb aber Direktor der Bank, die ihm früher gehört hatte. Nun spekulierte er mit frem dem Geld, verlor wieder, fing, entlassen, ein schlechtes Leben an und endete im Irrenhaus. Das war des Sohnes Gram. Kurz vor des Vaters Tode hatte er sich taufen lassen und wurde ein sehr entschiedener, ernster Christ. Sein Bruder wurde etwa zu Maitäfer flieg'! Ohne Mailüfter inden) ist heute bei uns der erste gelogen, um uns zu überzeugen, daß di ha hoffentlich bekommen wir auch t a fühlen, denn was nügt vielen der Der das Leben die rauheiten Wetterfe der Existenzkampf viele Menschen zermi Aus Nah und Bilbel. Nachdem vom Physikalischen Giden bereits 1906 durch elektroskopi Radiumgehalt des Sprudels nachgewie hem Befizer der Quelle gelungen, di htbar zu machen. Die Badesaison beg Darmstadt. Mittwoch abend ereign in Zugunfall. Der von Worms fommen fisher noch nicht aufgeklärter Ursache zu Bagen vierter Klasse umstürzte. Die etzeitig durch eine Seitentüre den wurden nur sechs Personen leichter verl Mainz. Die Köln- Düsseldorfer Da hat es vermocht, zwei neue Rheindam larb" und„ Baterland", fertigzustellen. reits am 1. Mai in Dienst gestellt, u Laufe des Sommers folgen dürfte. Herborn, 30. April. Im benachb wurde durch einen irrfinnig geworde frühere Hüttenarbeiter Schwarz, der dam Meigner mit einer Hade den Sch hwerverlette Frau ist in der Klinik M Deren Verwundung gestorben. Weilburg, 30. April. Als der Zi jakiert hatte, gestern Weilburg verlo in shwerer Unfall. Der bei dem Tr tellte Haase aus Brandenburg an de Bremse befand, wurde infolge Reißer folgenden Wagen zu Tode gequetscht. Limburg. Der Verwaltungsaussc teitsnachweises hat unter seinem B Steitenbach die Grundförderung der S Rindung bis Steeden genehmigt. Kaffel. In der letzten Gigung des landtags wurde für den Ausbau d farau und Hersfeld beschlossen. Bei Fürsorgeerziehung Minderjähriger" w Fürsorgeerziehungsheim für den Bezir Gelnhausen. Bereits 1902 wurden toilenfäutereiche Quellen erbohrt. Es lich start tohlensäurehaltige Sole. A Gegenwart der staatlichen und städtis Quelle für den Kurbetrieb freigegeben Sanau, 30. April. Der Rhönklub, anitaltete zum Bau einer Unterkunfts leicher Zeit in Sapporo Christ und fa tah Tokyo. Hier fam er bei dem 1. September 1923 ums Leben. Nun um das Begräbnis mit den buddh heiten hon vorher beiden Brüdern hriftlichen Glaubens. Jetzt wollten Berunglüdten mit buddhistischen Ch aber forderte ein christliches Begräbn Freuden ein Christ gewesen sei. T inigen tonnte, wurde die Leiche ohn und die Familie stiftete 200 Goldmar bet junge Chemiter in einer Fabr ein treues Glied unserer Gemein er in feine ganz streng buddhistische eine hriftliche Sonntagsschule ab. and hören das Goangelium. Das i Endrud, wenn nicht nur unsere Pf Christen so eifrig die Jejus- Botschaft ( Fortjehung fo Sturmnacht im Von Friedrich Wen Mas 2½ Stunden hatte die reit. Links und rechts der St deritreijen gewichen, segte sich ab Beter geradeaus fort. In dem Amiegte fich rechts der Straße ein Balbrand, deren matterleuchtete Zimmerung starrten. Drüben lints Cotales. Walpurgisnacht. Nr. 18. erwacht.- Um, wie wir's in Büchern Sonnabend, den 1. Mai 1926. igungsleistungen des Verbandes 1924-25 2 955 000 M. Troh lebem tonnte noch ein Erholungsheim in Frankenhausen in hüringen erworben werden. Der Verband verdient jetzt beson= re Beachtung, weil er über zwei Drittel aller im Reich vor nstein auf' nem Besen, Hinzureiten andenen Wertmeister zu seinen Mitgliedern zählt. Es ergibt mit sichtlichen Frohloden- Satanas, daraus die Bedeutung, die der Verband für das WirtschaftsIs Gäste froh begrüßt.- Ach und dann Bie es hier nicht zu beschreiben,- Und ben hat. ( Siehe W. von Goethe's" Faust"). ster Zeit an verschiedenen hessischen Orten veranstalteten Flug enschreit das Batchanal vorbei, ge gaben günstige Gelegenheiten zur Aufnahme von Luftr Sitten. Dann wird wieder heim: Hilbern einzelner Ortschaften auszunuken. Diese sind für die wohl dressiert, Just, als wäre nichts Siedlungsarbeiten als auch für die Geländebeschaffenheit von imme Brut, Kann verstellen sich gar anschätzbarem Wert. Um das Luftbildwejen allgemein zu für* Berwertung des Luftbildes im Siedlungswesen. Die in aver Mann- Gieht's der ,, Sexe" gor Here ist, Die hat ihn, behext" pft ein hübsches Mädel- Das ihm da bürgermeister empfohlen, bei Flugveranstaltungen die Gemein bern und verbreiten zu helfen, hat der Hessische Minister für Arbeit und Wirtschaft den hessischen Kreisämtern und Städte Und aus deren Zauberbann- Er fich -Schwerer ist's schon, mit den alten olche Kleine Heren schließlich, Machen und zur Anfertigung zu veranlassen. ben auf die Bedeutung von Luftbildaufnahmen hinzuweisen zu halten, Und wir tönnen's faum abhang an der Schönen Aussicht" findet am Sonntag, den sie so schmäh'n und feifen- Und so 9. Mai, vormittags 11% Uhr, statt. Der Kurhessische KriegerDie Weihe der Krieger- Gedächtnisstätte in Kassel am Aue Sie sofort zu dem zu schicken,- Den -Und der Satan fich läßt nennen. n schauen, Engelgleich gar viele band bittet die ihm angeschlossenen Krieger- und Militärvereine um ihre Beteiligung. im bei Mann und Kind- Zeigen fie geflogen, um uns zu überzeugen, daß die Wonnezeit" begonnen und lieblich reden- Und bezaubern Bänden) ist heute bei uns der erste Redaktionsmaitäfer auferweisen wutentfacht- Reif fich zur hat. Hoffentlich bekommen wir auch tatsächlich etwas Wonne Maifäfer flieg'! Ohne Mailüfterl( da zwischen den vier ai. Wie das Wetter am Himmelfahrts Der Herbst sein mag.- Georgus und Servazi das sind erst drei Lumpazi; fürwahr; auch Beter und Paul sind assen Mai tommt trockener Juni herbt für's ganze Jahr Brot und Heu. Au'; Maienfröste unnüze Gäſte. ben im Freien, läßt sich dauernd schön n sie nicht, wird's Wetter sich wenden, d bald der Mai enden.- Lassen die arren, wirst du nicht lange auf Regen oschlaich im Lenz tief im Wasser war. eutet das; liegt er nur flach oder am Sommer besonders naẞ.- Pantras bringt dem Weine großen Segen. Better hält, das Weinfaß in die Pfütze Wetter und Bit starken Regen, dann Ben Segen. Urban gibt den Rest, übrig läßt. Am Urbanstag Regen, 1.- Vor Nachtfröst bis du sicher nicht, bricht. Nachdem der Urban pfleg aß gerät der Wein. andeskirchentag tritt am 3. Mai zu n zusammen. fischen Landwirtschaftsamtes. Darm7. bis 9. Juli ds. Js. eine landwirts ch Holland. Die Fahrt beginnt am Emden, woselbst ein Dampfer geſtelit erden im Gesellschaftsauto ausgeführt. ch bei der zuständigen Stelle melden. sses mit Lichtbild ist durch den Teilr ist beim Landratsamt oder Bürgerts zu beantragen und kostet 5 R.-M. at für solche Excursionen bei Zusam 30 Personen 25 Prozent Gesellschaftsfarten vom Ausgangsorte bis Ember Deshalb jeder Landwirt und Gärtner lle anschließen und melden sollte. Für nnte Holland- Kenner Direktor Kothe, es Deutschen Wertmeister- Berbandes, bis 26. April fand der Verbandstag r Verbandes in Bremen statt. Die Des in den Berichtsjahren 1924 und en wieder: Der Verband zählt 140 000 tsvereine und unterhält 40 Landesdeutenden Leistungen auf sozialpoli lichem Gebiete hat er bedeutende gelden. Insgesamt betrugen die Unterju fühlen, denn was nüßt vielen der schönste Frühlingszauber, wenn das Leben die rauhesten Wetterseiten aufziehen läßt und der Existenzkampf viele Menschen zermürbt. Ans Nah und Fern. Bilbel. Nachdem vom Physikalischen Institut der Universität Gießen bereits 1906 durch elektroskopische Untersuchungen der Radiumgehalt des Sprudels nachgewiesen worden war, ist es dem Besitzer der Quelle gelungen, diesen durch Photographie fichtbar zu machen. Die Badesaison beginnt am 1. Mai. Darmstadt. Mittwoch abend ereignete sich im Hauptbahnhof ein Zugunfall. Der von Worms kommende Personenzug far aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache zur Entgleisung, wobei ein Wagen vierter Klasse umstürzte. Die Insassen konnten noch rechtzeitig durch eine Seitentüre den Wagen verlassen. Es wurden nur sechs Personen leichter verletzt. Mainz. Die Köln- Düsseldorfer Dampfschiffahrts- Gesellschaft hat es vermocht, zwei neue Rheindampfer, die Schiffe ,, Rheinland" und„ Vaterland", fertigzustellen. Rheinland" wird bcteits am 1. Mai in Dienst gestellt, während„ Vaterland" in: Laufe des Sommers folgen dürfte. " Gießener Zeitung" herberge in der Rhön eine Lotterie. Die Veranstaltung hat einen Reinertrag von 26 000 Mart ergeben. Wiesbaden. Sonntag, 2. Mai, vormittags 11 Uhr, wird auf dem Wiesbadener Bergfriedhof, auf der letzten Ruhestätte des Staatsministers a. D. Dr. Konrad Haenisch, ein Gedenkstein ge= weiht. Herborn, 30. April. Jm benachbarten Dorfe Breidenstein wurde durch einen irrsinnig gewordenen jungen Mann, der frühere Hüttenarbeiter Schwarz, der Frau des Plazmeisters Adam Meißner mit einer Hade den Schädel zertrümmert. schwerverletzte Frau ist in der Klinit Marburg an der erhaltenen schweren Verwundung gestorben. Dic Heidelberg, 29. April. Das städtische Verkehrsamt teilt mit, daß weitere Schloßbeleuchtungen festgelegt worden sind, und zwar am 20. Juni und 4. Juli. Schloßbeleuchtungen mit Brüdenbeleuchtung finden nun am 2., 6. und 20. Juni, 1 und 4. Juli, Weilburg, 30. April. Als der Zirkus Blumenfeld der hier gaftiert hatte, gestern Weilburg verlassen wollte, ereignete fich ein schwerer Unfall. Der bei dem Transport beschäftigte Angestellte Haase aus Brandenburg an der Havel, der sich an der Bremse befand, wurde infolge Reißens einer Kette von dem folgenden Wagen zu Tode gequetscht. 11. August statt. St. Goar, 30. April. Der Kreistag faßte gestern eine Entschließung, die an die Reichs, Staats- und Provinzialbehör den weitergeleitet wurde, in der der Kreistag die Jnjel bei Lorch und das bekannte Projekt des Düsseldorfer Architekten Prof. Wasch als die geeignetste Lösung für die Aufstellung des Reichsehrenmals bezeichnet. Limburg. Der Verwaltungsausschuß des offentlichen Arbeitsnachweises hat unter seinem Vorsitzenden Landrat ven Breitenbach die Grundförderung der Lahnkanalisation von der Mündung bis Steeden genehmigt. Kaffel. In der letzten Sitzung des Kurhessischen Kommunallandtags wurde für den Ausbau der Landkrankenhäuser in Hanau und Hersfeld beschlossen. Bei Besprechung des Kapitals Fürsorgeerziehung Minderjähriger" wurde angeregt, ein eigenes Fürsorgeerziehungsheim für den Bezirk Kassel zu errichten. Gelnhausen. Bereits 1902 wurden hier zwei stark salzhaltige tohlensäurereiche Quellen erbohrt. Es handelt sich um eine ziemlich stark tohlensäurehaltige Sole. Am 29. v. Mts. konnte in Gegenwart der staatlichen und städtischen Behörden die sechste Quelle für den Kurbetrieb freigegeben werden. Hanau, 30. April. Der Rhönklub, Zweigverein Hanau, veranstaltete zum Bau einer Unterkunftshütte und einer Jugendgleicher Zeit in Sapporo Christ und kam dann auch zum Studium nach Tokyo. Hier kam er bei dem furchtbaren Erdbeben am 1. September 1923 ums Leben. Nun gab es einen harten Kampf um das Begräbnis mit den buddhistischen Verwandten. Die hatten schon vorher beiden Brüdern Not gemacht wegen ihres Gristlichen Glaubens. Jetzt wollten sie durchaus die Leiche des Berunglückten mit buddhistischen Ehren bestatten, der Bruder aber forderte ein christliches Begräbnis, da der Verstorbene mit Freuden ein Christ gewesen sei. Da man sich durchaus nicht einigen konnte, wurde die Leiche ohne religiöse Feier beigesetzt, und die Familie stiftete 200 Goldmark für ein Liebeswert. Jetzt ist der junge Chemiker in einer Fabrik in Tokyo angestellt. Er it ein treues Glied unserer Gemeinde. Jeden Sonntag fährt in seine ganz streng buddhistische Heimatstadt und hält dort tine christliche Sonntagsschule ab. Und viele Kinder tommen und hören das Evangelium. Das macht natürlich besonderen Eindrud, wenn nicht nur unsere Pfarrer, sondern auch andere Christen so eifrig die Jesus- Botschaft verkündigen. tſchaftliche Existenz viel Gutes und er eine Ehe aufdrängen mit einem n, der sie zur Frau begehrte. Die lichen Ideen der Frauenrechte erfüllt, m aus dem Wege geschafft zu werden, ader einen anderen, unbekannten, beten. Der Vater aber drängte sie sehr Not tam sie zu Pfarrer Afaschis Verdurch Freunde bekannt geworden war. war sehr ernst im Suchen des Heils. der Vater es, daß seine Tochter die besuchte und glaubte, dies sei der Nun verbot er der Tochter, weiter zu er kam jedoch trotzdem noch eine ziem erlahmte ihr Widerstand, sie heiratete tam niemals wieder. hemie T. U., Sohn eines Banfiers im Tokyo, kam sehr eifrig in Pfarrer Blöglich merkte man ihm eine große hr gedrückt und verstört Fragen darf apan nach dem Grunde nicht. Pfarrer agen, wenn er Aummer habe, solle er n. Das tat der junge Mann auch. Nach I erfuhr Pfarrer Afaschi den Grund. ld verloren, blieb aber Direktor der irt hatte. Nun spekulierte er mit fremfing, entlassen, ein schlechtes Leben an Das war des Sohnes Gram. Kurz e er sich taufen lassen und wurde ein Christ. Sein Bruder wurde etwa zu ( Fortsetzung folgt.) Sturmnacht im Osten. An der Tatsache dass mit der Aecht Franckka der beste ufeinste Zusatz zum Bohnenkaffee ist, and rütteln kann niem Seine Reinheit verbürgt den feinen Geschmack und seine große Aus giebigkeit den vorteil: haften Verbrauch. Aber----Aecht Franck muß es sein. Diese Gewähr ist jedoch nur vor handen, wenn die Pakete die Schutzmarke, die Kaffeemühle tragen. WEINRICH FRANCK SOMMES BERLIN, LUDWIGSBURG - Neue Bücher. - Nr. 18. als ein Mittel, um ziemlich fern in Zeit wie Raum zu kommen." Aber warum fern?" heißt es weiter. Woher der Trieb in die Ferne? Geboren werden, leben und sterben am selben Orte, schreibt ein französischer Poet. Aber dieses ist ein Jdeal für alte, fluge, lateinische Rassen und nicht für uns Nordländer. Wir müssen fort, um nach Hause zu kommen. Wir müssen unser Herz mit Unruhe sättigen, um den goldenen Frieden am eigenen Herde atmen zu können." W. N- t. Taunus Führer und Wanderbuch. Verlag von Wilhelm Stollfus in Bonn. Dieser neue Führer enthält die ausführliche Beschreibung von über 160 der schönsten Taunuswanderungen, wenn ausgehend von Orten des Taunus, des Lahn- und Rheintals. Auch zwei vorzügliche Taunus Karten im Maßstabe 1: 100 000 sind erschienen. Allen Freunden wird der handliche Führer gute Dienste leisten. Es ist eine einfache Ausgabe, die nur eine Uebersichtskarte( 1.80) enthält und eine Ausgabe mit einer der erwähnten großen Karte( 2.50) erschienen. Lahntal Führer und Wanderbuch von Fr. La upus. Verlag von Wilhelm Stollfus, Bonn. 1,60 M. Der Lahntal- Führer, mit drei guten Karten versehen, bringt in furzer, ausreichender Einführung das wesentlichste des Lahngebietes. Von allen wich tigen Plätzen aus sind die schönsten Wanderungen mit peinlich ster Sorgfalt beschrieben. Dieser, mit prächtigen Federzeich nungen des Kunstmalers Rud. Fuchs in Obernhof a. d. L. ver sehene Führer stellt eine Heimatkunde dar, die, recht benutzt, Erlebnis wird und Segen spenden kann. Ein Stüd wertvoller Kulturarbeit leistet das Maihe von Westermanns Monatsheften: Es sucht Klärung zu bringen in das Chaos der Meinungen über die Kunst der Gegenwart. Das Heft gibt Zeugnis davon, was uns heute interessiert. Der Preis des Heftes das durch jede Buchhandlung zu beziehen ist, beträgt 2,- M. In Abessinien verschollen. Das Ende des großen schwedischen Dichters Siegfried Siwerk. Kaum ist in der deutschen Sprache das erste Werk dieses großen schwedischen Dichters erschienen, so geht durch die Presse die Nachricht, daß er auf seiner afrikanischen Forschungsreise in Abessinien verschwunden ist. Seit Ende Januar ist man jetzt ohne Nachricht von ihm, das letzte Lebenszeichen erhielt man aus Addis Abeba. Die Bevölkerung Abessiniens zerfällt in mehrere Stämme. Ihre geistige Kultur steht auf einer sehr niedrigen Stufe. Ihre Religion ist nur eine Art Halbchristentum. Es darf nicht Wunder nehmen, Sigfrid Siwerk als einsamer Fremder von seiner Karawane in eine Falle gelodt und vielleicht ermordet worden ist. Die Triumphe, die seine soeben in Deutschland erschienenen Bücher ,, Seelambs- die Geldjäger", der geistreiche psychologische Roman der Geld- und Selbstsucht, und„ Unter dem Gluthimmel der Tropen" die Reiseschilderung feiern, darf wohl der Dichter Sigfrid Siwers also nicht erleben. Das Wifingerblut, die Sucht, die ihn ihm wieder hinaus in die Ferne, in Abenteuer und Gefahren zogen, wurden sein Verhängnis. Jm Jahre 1924-25 30g er durch die Tropen, besuchte die Südsee- Insel, durchquerte Sumatra und Australien und schrieb seine vorzüglich unterhaltende, tiefe philosophische Gedanken enthaltende Reiseschilderung. Ende 1925 war er schon wieder unterwegs nach Abessinien. ,, Warum fährt man nach Abessinien?" schreibt Siwertz in dem ersten Brief an seinen Verleger. ,, Man wird wohl sehen, wenn man hinkommt. Ich habe aber keine wiegenden Gründe aufspüren können, warum man nicht nach diesem tropischen Bergland fahren sollte.... Jch betrachte Abessinien also vorläufig Von Friedrich Wenzel- Gießen. ( Schluß aus Nr. 14) Nach 2% Stunden hatte die Truppe den Bestimmungsort erreicht. Links und rechts der Straße war der Wald einem Ackerstreisen gewichen, setzte sich aber jenseits mehrere hundert Meter geradeaus fort. In dem so entstehenden Ausschnitt schmiegte sich rechts der Straße eine einsame Mühle an den Waldrand, deren matterleuchtete Fensterchen ängstlich in die Dämmerung starrten. Drüben links schliefen in trostloser VerGeschäftliches. Regenwasser für die Wäsche. Eintönig tropft der Regen aufs Dach. In leisem Glucksen rieselt ein dünnes Bächlein durch die Blechrinne am Rande des Daches, hinab durch eine Röhre. Wo diese sich öffnet, um das aufgenommene Regenwasser auszuspeien, steht das dice Regen faß. Sein Inhalt ist der Hausfrau wert, denn sie braucht das ,, weiche" Regenwasser für die Wäsche. So war es Brauch seit Großmutters Zeiten... - Aber das Regenfaß gehört längst zur Jdylle der Klein stadt. In der Großstadt mit ihrem Raum- und Wohnungs mangel ist die Hausfrau auf das Leitungswasser angewiesen. Das Leitungswasser aber unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung und Beschaffenheit sehr von Regenwasser. Vor allem enthält es meist in größeren Mengen sogen. Kalksalze, die der Wissenschaftler„ Härtebildner" nennt, weil sie das Wasser„ hart“ machen. Hartes Wasser aber das sollte jede Hausfrau wissen ist zum Waschen wenig geeignet, weil es erstens die Schaumbildung sehr behindert und ferner das Waschmittel in seiner Waschwirkung wesentlich beeinträchtigt. Hartes Wasser ,, frißt" Seife. Der Vorgang erklärt sich so, daß der Kalt die Seife an sich bindet und dadurch keine waschkräftige Lauge entsteht. Die mit Kalt verschmierte Seife verliert jedenfalls sofort ihre reinigende Wirkung und hat zudem die unangenehme Eigenschaft, sich in Form von Fleden in der Wäsche festzusetzen. Nicht in jedem Falle wird es wohl gleich so schlimm sein, daß ein Wasser, das nicht vor dem Gebrauch ,, enthärtet", also weich eine Fledbildung entsteht. Aber die Tatsache steht fast, daß gemacht ist, unwirtschaftlich und nicht zum Waschen zu empfehlen. ist. Das vorherige Weichmachen des Wassers ist ein dringendes Gebot der Vernunft für jede denkende Frau. Zum Glüd gibt es einen sehr einfachen Weg dazu. Man löst einfach vor jedem Waschen also vor Bereitung der Lauge einige Handvoll Bleichsoda( die man ja zum Einweichen der Wäsche ohnehin gebraucht) in dem mit kaltem Wasser gefüllten Kessel auf und erzielt dadurch das schönste weiche Wasser. Die Schaumbildung ist hiernach erheblich besser, das Waschmittel erfährt eine n gleich bessere Auswertung und die Wäsche ist in jedem Falle tadellos. lassenheit drei ärmliche Gehöfte. Unsere Kompagnie lehnte in einiger Entfernung vom Walde ihren rechten Flügel an die Landstraße. Voll gespannter Erwartung stand die Mannschaft in der Abenddämmerung, die kein Laut durchbrach. Umso ge= spenstiger tlang das dumpfe Rauschen und Brausen aus den Kronen der Bäume.„ Es geistert im Wald", raunte mir Schmidt zu, der neben mir vor der Linie stand.„ Auch bei uns". Ich vollendete den Satz nicht. Denn in demselben Augenblid huschte ein schattenhaftes Etwas an meinem Ohr vorüber, und ein hartes Hämmern drang auf uns ein, immer zahlreicher huschte es mit leisem Pfeifen vorbei. Der Gegner streute mit Maschinengewehren das Gelände ab, ohne indessen uns zu fassen. Alsbald blizten unzählige Flämmchen auf, da, dort, auf fast unabsehbarer Strede zudten sie auf und verlöschten, um von neuem aufzu= springen. Heftiges Infanteriefeuer mischte sich mit der Tätigkeit der Maschinengewehre, zum Glüd ebenso wirtungslos wie diese. Da schoß plötzlich in der Ferne ein Feuerstrahl hochauf, drei andere folgten in kurzen Abständen; von deutscher Seite stürmt eine Feuergarbe dagegen vor. Dumpi grollt der Donner durch die hereinbrechende Dunkelheit. Und nun spieen die Riesen des Weltkriegs Flammen und Eisen gegen einander, immer schneller, immer wütender in furchtbarem Rajen. Eine einzige ungeheure Glut lohte zum Himmel auf, als bräche der Weltbrand herein. Ein Donnern, Dröhnen, Pfeifen, Brüllen, Klizren ließ die Erde erbeben, zerriß die Wolken in Feyzen, rollte dahin durch die Nacht, ebbte zurüd, um von neuem aufzubranden in zorniger Wut. Beld tam's näher. Kleine, weiße Ringe wälzten sich, deutlich am Nachthimme! sichtbar, heran mit leisem Singen. Schon standen sie über unserer Linie. Da ein klirrendes Springen, ein kurzer Feuerstrahl und unten mäht der Tod mit einem Senjen,, Aecht Frand mit der Kaffeemühe" hat sich unter allen Kaffee Zusätzen die unbestrittene Führung gesichert. Seit nahezu 100 Jahren haben Millionen deutscher Hausfrauen ihn als unentbehrliches Kaffee- Zusatzmittel schätzen gelernt. Verantwortlich: Christian klein in Gießen. strich eine Gruppe hinweg. Fester umklammert die Faust das Wann Gewehr. Durchdringend späht der Blid nach vorne. tommt das Rommando zum Sturm? Diese entsegliche Untätigkeit! Wie sie peinigt, wie sie ermüdet, zermürbt! Aber noch war die Stunde nicht da. Immer schneller rasen die Schrapnels vor, streuen ihre Saat immer dichter auf die Landwehr, die unbeirrt aushält. Plötzlich, wie ein Wunder scheint es, springen sie über die Linie hinweg, fegen herein in den Wald. Als die ersten Geschosse in die alten Baumkronen schlugen, die so viele Geschlechter hatten vorüberziehen sehen, erhob sich dort ein dumpfes Murren, steigerte sich zu heftigem Grollen, und unter dem schweren Geschüßfeuer schien ein rasender Wirbel den ganzen Wald erfaßt zu haben. Gellendes Heulen, pfeifendes Sausen, gequältes Aufstöhnen, Aechzen und Krachen tobte durch den Wald, übertönte fast den Kampflärm der Geschüßriesen. Entsetzt wandte ich mich um. Da erstarb alles in einem einzigen ungeheuerlichen Schrei, der herausquoll wie aus ungeahnten Tiefen, wie ein Schrei aus der Urwelt Tagen, da der Erde Feuergluten entströmten, die Meere bis zum Himmel brandeten und die Festländer barsten. Dann unheimliche Stille. Auch der Geschützkampf war in sich zusammengejunten. Schmidt hatte sich an mich herangeschoben und hielt entsegt meinen Arm umflammert. Haben Sie es gehört?" Wie im Selbstgespräch raunte ich ihm zu:, Auch im Chaos schlummert ein Seele. Weh, wenn fie erwacht." Um Mitternacht war der Feind geworfen, stand die Kompagnie in der Ausgangsstellung. Gespenstern gleich ragten die verstümmelten Stämme zum schwarzen Nachthimmel auf. 3u ihren Füßen schliefen wir auf dem eisigen Boden, und in unsere Träume rauschte der Wald der deutschen Heimat. Sonnabend, den 1. Mai 1926. TEUER RAUCHEN HEISST NOCH LANGE NICHT GUT" RAUCHEN DIE O Assuh ZIGARETTE KOSTET ,, Gießener Zeitung" Eine einfache Sache- man muß sie nur kennenWas ist fo NUR 4 PFENNIGE weiches Wasser? UND IST DOCH GANZ VORZÜGLICH ADLER- COMPAGNIE AG DRESDEN Existenz. Zum Besuch der Wirte und Privatkundschaft des nördlichen OberHessens mit täglich benötigten Gebrauchsartikeln wird Herr als Reisevertreter sofort gesucht. Der Verlauf erfolgt nach einer Musterkollektion. Herren, welche Dauerstellung mit gutem Eintommen wünschen, wollen Off. unter K. 5. an den Berlag der Zeitung unt. Angabe des Alters u. bisheriger Tätigkeit einsenden. Zur Hochzeit, allen Festen und Gelegenheiten fertigt Reden, Gedichte, Prologe, Tafellieder usw. schnellstens an Heim- Berlag, Radolfzell a. Bodensee. Waschen Sie verehrte Hausfrau. einmal Hande und Gesicht mit Regenwasser u nehmen Sie zum Vergleich Wasser aus der Leitung Bei Regenwasser ein weiches wohliges Gefühl auf der Haut und kräftige Schaumbildung bei spar samstem Seifenverbrauch Bei Leitungswasser weniger Schaum trotz guter Seife und Mehrver brauch! Also: das weiche Regenwasser braucht weniger das harte Leitungswasser aber mehr Seife oder Waschmittel! Bedenken Sie, was das bei Jhrer Wäsche ausmacht! Lösen Sie auf jeden Eimer Wasser den Sie zur Goldgelb geräucherte Fräulein, kath., 35 Ja Eiderfell käse wäsche gebrauchen vorher eine Handvoll Schweinsköple mit dicker durchwachsener fleischiger Backe M. 5 20 9 Pfd. Postkolli 11 9 Euter Rauchfl. M. 5 40 9., Schweinekleinfi. M.3.50 Billiger Käse reeller 9 Pfd gelbe Broden M.3.80 rote Kugeln. 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Nicht hart und di lodend und jubilierend. Die glei ter einem Trauerzuge einem Me läutete, dumpf und schwer, sie ju margen und kündet der Welt das Leben. Und golden steigt die Sonne fie reiner und heller strahlen als f Leragen steigen jubilierend zum st Gärten schmettert die Singdrosfel im Walde singt ein Maſſenchor. Das große Wunder ist gescheh Land Blüten. Niemand kann an diesem heili fae ein tiefes Gefühl der Ergri willen. Die Erde ist jetzt Braut Bräutigam. Wie mit den Augen schmüdte Erdenbraut. Maiensonntag Hochzeitstag der einmal glüdlich sein, du wund Und alles wandert hinaus, m in ihrer schwarzen Kammer. Sie t und Jammer aus ihrer Hütte. I sie erblinden, der Sang der Vögel Frau Sorge, fannst Die Zeit wird schon Da du dein Reich f Es wird Dir nicht Nur jetzt zu dieser Boll' Sonnenschein Boll Menschenglüd Dein Kämmerlein Sur Stellun des Alten Bergarbei britischen Berg In einem anläßlich des brit erlassenen Aufruf des Alten Berga deutschen Bergarbeiter aufgeforder zu helfen, insbesondere durch Besei gegenwärtig im Ruhrbergbau trok in erheblichem Umfange verfahren aus bergbaulichen Kreisen wird wiesen, daß es sich hierbei um eine Darstellungen handelt, die schon reichen größeren Zeitungen erschie vereins in Essen richtiggestellt wo worden, daß im dritten Biertelj Bergbaugebieten rund 1837 000 daß durch diese Ueberschichten meh los gemacht worden seien. Der Ber wähnten Erklärung darauf hingen eine völlige Verkennung des Begr lichen Nachweisungen zu Grunde zahlen feien auch sämtliche tari wendigen Ueberschichten( Sonntag über Tage in den durchgehenden unter Lage vom Maschinisten, P asw. verfahren werden müssen. www Thagr