as beste mittel. mit oder rivate. N frei. Thür.) ker, Energieerdruß, ſt- und ervösen rhalten e über W 30a r eir bei natsern. uder as Haar , macht cu frien Duft. arfümesingivate. g. Z3 nstr. 59 e chweis weid. all! ser's rönt lom ften, ante ttel. Mk. e Giessener Zeitung ( neueste Nachrichten) mit ( Giessener Cageblatt) Amts- u. Vereinsnachrichten Bezugspreis: 60 Goldpfennig monatlich fret Haus, bei obligatorisch. Bezug durch Vereine 30 Goldpf. Telephon Nr. 1362. 38. Jahrg. Expedition: Sadanlage 21. Redaktion, Druck und Verlag: Albin Klein in Gießen, Verlagsdruckerei, vorm. Keller, gegr. 1783. Anzeigenpreise: 30 mm brette Petitzeile, Auswä ts 30 Goldpfg Lokal " " " 90 " 11 Reklamezeile 10 120 " " 1 Nr. 89 Donnerstag den 30. Juli 1925 Wirtschaftliche Rundschau. ( Zusammenfassende Uebersicht über die Lage der deutschen Landwirtschaft) ( Nachdruck verboten.) Allgemeine Lage. Die schlechte Lage der Landwirtschaft, in erster Linie verursacht durch die nicht mehr zu tragende, außerordentliche Steuerlast, dauert an. Hand in Hand geht mamit auch die allgemeine Wirtschaftskrise, die fast alle Wirtschaftszweige erfaßt hat, und die sich in den letzten Wochen immer mehr verschärfte. Dadurch, daß die Landwirtschaft nicht mehr fauffräftig ist, fehlt auf dem deutschen Markt der beste Käufer. Nach beiläufigen Schähungen sind ca. 80% der heurigen Ernten heute schon verpfändet. Wie die Kreditaktion durch Siche= rung der Ernte durchgeführt wird, ist vorerst noch nicht zu sagen. Die Reichsbank will sich, soviel bis jetzt bekannt ist, nicht dabei beteiligen. Die Schutzollvorlage ist immer noch nicht verbeschie= den. Die deutsche Regierung hat den spanischen Handelsvertrag gekündigt. Die Zeit bis zum Ablauf der Kündigung soll zur Erstellung eines neuen, geeigneteren Vertrages verwendet werden. Arbeitskalender. Die Heuernte ist in den meisten Gebieten beendet. Die Wintergerste ist unter Dach und Fach und zum Teil schon ausgedroschen. Die Getreideernte wird dem= nächst beginnen. Rüben müssen infolge der sehr spärlichen Niederschläge immer noch begossen werden. Die Hadarbeiten bei den Kartoffeln und Hackfrüchten sind im vollen Gange. Auf den abgeernteten Wintergerste- und Grünfutterschlägen werden die Stoppeln gestürzt. Trockenheit Stand der Fluren. Die herrschende wird von den Wintersaaten am besten überstanden. Sehr stark leiden unter der Trockenheit Sommerfelder und die Rüben. Hier hat zuerst das Unkraut derart gewuchert, daß die Pflanzen sich nicht entwickeln tonnten; jetzt macht die Trockenheit dem Wachstum großen Eintrag. Die Kartoffeln überstehen die Trockenheit verhältnismäßig gut. Aus Mecklenburg wird gemeldet, daß im Sommerkorn infolge der Trockenheit eine Mißernte bevorsteht. Auch aus anderen Gegenden liegen Berichte vor, daß in Sommergetreide keine gute Ernte zu erwarten ist., weil einmal die Dürre andererseits die Entwicklung hintangehalten haben. Unser Berichterstatter hat auf seinen Exkursionen Felder beobachtet, von denen nicht das ausgesäte Saatgut geerntet werden kann. Der Heuschnitt hat in Menge und Güte allgemein befriedigt; aus einigen Gegenden aber liegen doch auch Berichte vor, daß dort das Heu durch ungünstige Witterung stellenweise sehr gelitten hat. Die Aussichten auf die Obsternte werden nach den vorliegenden Berichten nicht besonders günstig beurteilt. Ueber den Stand der Saaten im Reichsdurchschnitt ergab sich zuletzt folgende Begutachtung: Weizen 2,4( im Vormonat 2,4), Sommerweizen 3,5( 2,7), Winte11cggen 2,5( 2,4), Sommerroggen 2,9( 2.8), Wintergerste 2,5( 2,5), Sommergerste 2,9( 2,6), Safer 3,2( 2,8), Kartoffeln 2,7( 2,7), und Zuckerrüben 2,8( 2,7). Produktenmarkt. Die ersten Proben der neuen Roggenernte weisen eine gute Qualität auf. Roggen alter Ware wird reichlich angeboten, er ging im Preise etwas zurück; man rechnet mit neuer Andienung; die Umsätze sind ganz gering. Weizen liegt äußerst fest und konnte sogar etwas anziehen. In Wintergerste ist das Angebot groß. Infolge der Geldknappheit besteht aber wenig Interesse dafür. Gefragt hingegen ist sehr stark Hafer bester Qualität. In Mais kommen nur wenig Umsäge zustande. Am Hopfenmarkt ist die Lage unverändert ruhig. Jn Sämereien besteht eine rege Nachfrage nach Grünfutter- und Grundüngungssaaten. In vielen Gegenden hat das Geschäft in Frühkartoffeln eingesetzt. Man kann bereits beobachten, daß die deutschen Kartoffelsorten den ausländischen erheblich Konkurrenz machen. Jm Rheinland und Pommern besteht noch Nachfrage nach alten Kartoffeln, sonst werden diese nicht mehr gehandelt. Die aus Belgien und Holland kommenden Frühkartoffeln, sind gut in Qualität. Vereinzelt finden noch Weinversteigerungen statt, deren Ergebnisse nach den lokalen Berichten nicht gerade ungünstig lauten. Viehzucht. Die Vorbedingung, unsere gesamte Tierzucht auf jene Höhe zu bringen, die notwendig ist, daß wir in jeder Beziehung mit dem Ausland erfolgreich konkurrieren können, sind vorhanden. Sie sind verankert in dem unbeugsamen Willen unserer Tierzüchter, sowie in dem rastlosen und zielbewußten Arbeiten unserer Tierzuchtgenossenschaften, die von praktisch und theoretisch bestens geschulten Beamten geleitet werden. Hinderlich steht einer rascheren Erreichung des erstrebenswerten Zieles lediglich die große Geldknappheit entgegen, sowie das Fehlen eines vernünftigen Zollschutzes. Viehmarkt. Während lediglich bei Kälbern eine Zunahme des Auftriebes zu verzeichnen ist, ist bei allen anderen Tiergattungen ein Rüdgang zu bemerken. Die Tendenz an den Märkten ist durchaus ruhig. Am Schweinemarkt zeigt sich etwas lebhaftere Nachfrage, was auch ein weiteres Anziehen der Preise zur Folge hatte. Von den Auslandsmärkten liegen Berichte vor, die ebenfalls von einer ganz ruhigen Lage bei fallenden Preisen melden. Auf den Inlandsmärkten werden für Tiere bester Beschaffenheit immer noch Preise über Notiz bezahlt. Häutemarkt. Am Rohhäutemarkt blieb die Tendenz weiter durchaus fest. Die letzten Versteigerungen mit mäßigem Angebot nahmen einen glatten Verlauf. Bei ziemlich lebhafter Kauflust setzten die Preise ihre Aufwärtsbewegung für alle Gattungen Häute und Felle etwa in gleicher Höhe wie auf den Vorauktionen fort. Ausstellungen und Messen. Es finden statt: vom 29.- 31. August die Landwirtschaftliche Ausstellung in Koburg und vom 25. September bis 4. Oktober das Zentrallandwirtschaftsfest in München. Steuern. Viele Klagen laufen fortwährend noch darüber ein, daß den Bitten, Wünschen und Beschwerden von Landwirten seitens der Finanzämter immer noch zu wenig Verständnis entgegengebracht wird. Bedauerlicher Weise herrscht bei sehr vielen Finanzämtern nicht das nötige Verständnis für die große Notlage, in der sich die gesamte Landwirtschaft befindet. Forstwirtschaft. Die Trocknis hat auch in der Forstwirtschaft teilweise größeren Schaden namentlich bei den heurigen Saaten und Pflanzungen angerichtet. Arbeitsmarkt. Der Bedarf an männlichen Arbeitskräften kann im allgemeinen gedeckt werden. an weiblichen Arbeitskräften hingegen besteht immer noch Mangel. Düngemittel. Das Kalisyndikat teilt mit, daß sich die Kalipreise vorerst nicht ändern werden. Das Kalisyndikat gewährt für Juli- Abrufe bei Barzahlnug außer den üblichen Kassenskonto eine Sondervergütung von 2½% und für AugustAbrufe eine solche von 1½%. Ausland. In Ungarn hat die Einbringung der Ernte begonnen, deren Ertrag als außerordentlich gut bezeichnet wird. Rumänien hat in Anbetracht der zu erwartenden guten Ernteergebnisse die Ausfuhr von Weizen und Getreide im allgemeinen freigegeben. Die diesjährige Ernte in Bulgarien gilt als die beste seit 8 Jahren. Jm allgemeinen wird mit einem um 50% höheren Ernteertrag gerechnet, wie im Vorjahr. Die italienische Getreideernte wird auf 62 Mill. Zentner gegenüber 46 Mill. im Vorjahre geschätzt. Aus Amerika, Kanada, Indien, Argentinien wird gemeldet, daß sich die Aussichten für die Ernte bedeutend gebessert haben. Die deutsche Eigenheim- Bewegung. Seit dem ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts ist als Folge des Anwachsens unserer Großstädte eine Eigenheim- Bewegung entstanden. In ihrem Anfang bildeten sich in verschie= denen Orten und Gegenden Deutschlands sogenannte Gartenstadtsiedlungen, die gewöhnlich durch Baugenossenschaften oder Bauvereine finanziert und gebaut wurden. Einen wesentlichen Anteil trug im Entstehen solcher Unternehmen die Bodenreform bezw. der Bund Deutscher Bodenreformer, der wohl richtiger und verständlicher als der Bund Deutscher Bodenrechtsreformer zu bezeichnen war, bei. Er ist es, der auf Grund jenes oben erwähnten Wachsens der Großstädte den Gedanken des Eigenheims beträchtlich förderte, wenngleich er als praktisch nicht in die Bewegung eingriff. Trot einer mehreren Jahrzehnte umfassenden Tätigkeit des erwähnten Bundes ist nun das deutsche Volk noch immer als das Mietvolk unter der Gesamtheit aller Völker zu bezeichnen, denn nahezu 90% aller deutschen Familien wohnen zu Miete. Dieses Mißverhältnis zwischer der Zahl der Grund- und Hausbesitzenden und der Zahl der Mieter ist nun durch die über uns hereingebrochene Wohnnot in besonderers schmerzlicher Weise in Erscheinung getreten. Während des ganzen Krieges wurde nicht nur nichts gebaut, sondern ungeheuere Mengen von Baumaterialien aller Art wurden in langjährigen Schüßengrabenund Unterstandskämpfen der Vernichtung preisgegeben. Trotz aller Mühe des Reiches, des Staates, der Städte und Gemeinden war es nun ganz unmöglich, dieser Wohnnot Herr zu werden, denn wir haben nicht nur in unserem völlig verarmten Zustand keine Mittel, es fehlt auch an den nötigen Bauhandwerfern, zum Teil auch am Material, um auf schnellstem Wege die Frage der Wohnnot zu lösen. Das Mieterschutzgesetz oder das Zwangsmietegesez, wie es von nicht wenigen bezeichnet wird, war und ist nun einmal ein notwendiges Uebel, das zum Teil in allerdings verheernder Weise sich auswirkt, denn es täuscht durch die Zwangsmietesätze über die Tatsächlichkeit hinweg, es hat so viele unerquickliche, eckige und kantige Verhältnisse zwischen den Mietern selbst und zwischen Hausbesitzern und Mietern geschaffen, daß nun in weiten Kreisen die Sehnsucht nach dem Eigenheim, nach dem Wohnen im eigenen Haus und auf eigene Scholle geradezu außerordentlich groß geworden ist und sie wäre jedenfalls noch viel nachdrücklicher vorhanden, stünden nicht die meisten vor dem Nichts, nachdem alle Ersparnisse der großen Masse des deutschen Volkes wie mit einem Zauberstab vernichtet worden sind. Da hat nun seit Jahresfrist die Eigenheim- Bewegung in einer ganz neuen Form eingesetzt. Es hat sich eine Vereinigung gebildet, entstanden aus rein philantropischen Gründen, um auf einem durchaus gemeinnütigen Wege die Finanzierungsfrage, die Frage der Geldbe= schaffung zum Bau von Eigenheimen zu lösen. Der Weg hierzu besteht darin, daß die Sparmöglichkeiten kleiner und mittlerer Sparer zusammengefaßt, organisiert und dann wieder nach einem gerechten System den einzelnen Sparern zufließen, daß der Einzelne unter gleichzeitiger Ausnutzung einer Reihe finanztechnischer Möglichkeiten ganz bedeutend schneller zum Baugeld für ein eigenes Heim kommt, als wollte er auf sich allein ge= stellt die Bausummen für ein eigenes Heim sparen. Es ist die Gemeinschaft der Freunde, deren Sitz in dem kleinen württembergischen Waldort Wüstenrot in der Nähe von Heilbronn a. N. ist, die mit einem geradezu außerordentlichen Erfolg diesen Weg beschritten hat. Es ist an dieser Stelle nicht möglich, auf die Einzelheiten dieses Systems einzugehen; wer an der Beschaffung eines Eigenheims auf diesem vorteilhaften Weg Interesse hat, möge sich an die genannte Gemeinschaft selbst wendne. Aber es mag doch erwähnt werden, welche Erfolge diese Gemeinschaft, bei der von Seiten der Gründer und Leiter auf jegliche Eigengewinne oder geldliche Vorteile in jeder Form sazungsgemäß Verzicht geleistet ist, bisher erzielt hat. Nach einer Zeit der Vorbereitung im vergangenen Jahr konnten in diesem Jahr von der Gemeinschaft der Freunde bereits 31 Bausummen mit einer Gesamthöhe von rund 400 000 Mart. finanziert werden und zwar handelt es sich um Bauten nicht nur in Württemberg, auch für Bausparer in Hessen, Provinz Hessen und Bayern konnten be= reits Bausummen bewilligt werden. Dabei ist besonders zu be= rücksichtigen, daß infolge einer zielbewußten Zinsdrosselung diese Baugelder für unsere Verhältnisse zu einem abnorm billigen Zins von nur 5% zuzüglich 1% Tilgungszins von der Gemeinschaft der Freunde immer gegeben werden. Von Monat zu Monat erfolgt jetzt in stetig steigender Höhe die Hergabe weiterer Baugelder; denn es haben sich bis Anfang Juli dieses Jahres bereits rund 2000 Bausparer der Gemeinschaft der Freunde angeschlossen, die sich vertragsmäßig verpflichtet haben, ein Baukapital von bis jetzt 30 Millionen Goldmark aufzubringen. Infolge der verschiedenen Arten von Bausparverträgen und durch Ausnutzung aller in Frage kommenden finanztechnischen Möglichkeiten wird es möglich, den einzelnen Bausparern unter Umständen schon 1-1% Jahre nach Beginn ihrer Einzahlungen zur Verfügung zu stellen. Spätestens wird dies aber auf Grund der heutigen Verhältnisse auch für die Leute geschehen können, wenn von diesen etwa ½ der gewünschten Bausumme selbst aufgebracht ist. Das System, daß von der Gemeinschaft der Freunde angewandt wird, ist so restlos durchgearbeitet, daß es sich eines außerordentlichen Anklangs erfreut, sodaß nicht nur Privatpersonen, sondern auch Gemeinden, Kirchengemeinden und Vercine sich der Gemeinschaft der Freunde in stetig steigender Zahl anschließen, um auf diese Weise Baugelder für ihre Zwecke zu beschaffen. Daß ein solches neuartiges Unternehmen selbstverständlich auch angezweifelt und angefeindet wird, liegt in unserer heutigen sonst rein mammonistisch eingestellten und von Mißtrauen durchseuchten Zeit klar auf der Hand. Es ist wohl niemand heute zu verübeln, wenn er bei der Anlage seiner Ersparnisse äußerst vorsichtig ist. Deshalb wird die Gemeinschaft der Freunde in Wüstenrot von Einzelpersonen und von behördlichen Vertretern vielfach aufgesucht, um am Ort und Stelle am Sitz des Unternehmens, es an seinem ganzen Geschäftsgebaren zu prüfen. So kam auch jüngst unter Führung des Herrn Oberregierungsrat Specht, Karlsruhe und Herrn Direktor Fremeren von der Süddeutschen Diskontogesellschaft in Begleitung einer Anzahl badischer Bürgermeister nach. Wüstenrot, um in aufmerkſamster Weise dieses gemeinnüßige Unternehmen zu prüfen. Nachdem sie schon vorher sich Druckschriften über das Werk der Gemeinschaft der Freunde hatten schicken lassen wollten sie nun an Ort und Stelle feststellen, was denn eigentlich an der ganzen Sache sei. Das Ergebnis ihrer Beobachtung kam dann, nach gen alle schli den Fr He gli ein fid un no di tu sein lung es v sen. frage Deut die 2 Geld auf besche schöpf der( nicht zehni rer G deutsc ein d schule Schül eine Volks sie ze Aufm der C Volks aus d den heran มี sonder um 3 sen S strect aber zelner wenn der A bensj den. dern bildu wirtsc wir gehen Steuer zahlre ihr S gen i ist. G Geme chdem 5 wie n seit Form naus meineldbehierzu tlerer einem 3 der nanza ugeld n ges st die ttem= a. N. Weg f die ffung hat, er es chaft, igenemäß Vorn der r Ge= zwar h für n be= u be= dies ligen nein= Ronat Baureits ossen, bis ver= Bung wird schon gung tigen Don racht nge= ines vat VerBahl pecke lbsttin Don bohl Er haft örd= elle sge errn Fre= ung in rüBert sie der nn nachdem sie über einen halben Tag die verschiedenen Abteilungen des Unternehmens besichtigt und sich bis ins Einzelne über alle Geschäftsformen Aufklärung verschafft hatten, in einer Entschließung zum Ausdruck, die in freudiger Weise gegeben folgenden Wortlaut hat: Die heute in Wüstenrot zum Besuch der Gemeinschaft der Freunde anwesenden Gemeindevertreter aus den Bezirken Heidelberg, Mannheim und Wiesloch, sowie Aufsichtsratmitglieder der Siedlungsgesellschaft„ Badische Pfalz" sind nach eingehenden Studien der Einrichtungen der G. d. F. zu der Ansicht gekommen, daß die G. d. F. einen sicheren Weg bietet, um unser Volf von seiner schwersten Not, seiner Wohnungsnot zu erlösen Sie erklären sich bereit, mit allen Mitteln dieser wirtschaftlich und sozial bedeutungsvollsten Einrichtung zum Erfolg zu verhelfen. Diese Entschließungzeigt gleichzeitig, wie vorteilhaft es zu sein scheint. wenn Baugenossenschaften, Bauvereine und Siedlungsvereine im Anschluß an die Gemeinschaft der Freunde es versuchen, die Finanzierungsfrage für ihre Mitglieder zu lösen. Vielleicht darf noch darauf hingewiesen werden, daß Anfragen an die Gemeinschaft der Freunde nicht nur aus ganz Deutschland, sondern aus ganz Mitteleuropa gelangen, denn die Wohnnot ist nahezu überall gleist groß und die Frage der Geldbeschaffung wird nur zu lösen sein von einem Werk, das auf breitester Basis aufgebaut alle Möglichkeiten in der Geldbeschaffung und zwar in der billigen Geldbeschaffung in erschöpfender Weise zu lösen im Stande ist. Das ist der Fall bei der Gemeinschaft der Freunde, die nicht ein Produkt der Not, nicht ein Kriegskind ist, sondern in einer wohldurchdachten fünfzehnjährigen Arbeit geschaffen wurde. Ausbau der Volksschule. Die dauernden Kämpfe um Erhaltung und Ausbau unserer Grundschule sind gewiß ein wenig erfreuliches Kapitel neudeutscher Schulpolitik und Pädagogik; sie sind aber doch auch ein deutliches Zeichen dafür, welche andere Rolle die Volks schule im öffentlichen Lebendann spielt, wenn sie von allen Schülern besucht wird. Diese Kämpfe haben unbewußt das eine Erfreuliche, daß man von allen Seiten daran arbeitet die Volksschule äußerlich und innerlich zu heben und zu fördern; sie zeigen zugleich aher auch das Bedauerliche, daß sich fast alle Aufmerksamkeit und Anstrengung dem einen Teil der Volksschule der Grundschule, zuwendet und der andere Teil, die letzten Volkschuljahre, unberücksichtigt bleibt. Und doch erscheint es aus den mannigfachsten Gründen dringend notwendig, auch an den weiteren Ausbau dieses Volksschulteils heranzugehen. In den neuen Preußischen Richtlinien wird es als ein besonderer Vorteil der Mittelschule gerühmt, daß sie ihre Schüler um zwei Jahre länger als die Volksschule behält und somit diesen Kindern höheren Alters und gesteigerte Reife weitergestreckte Ziele erreichen kann. Die Tatsache ist zweifelos richtig; aber sie weckt doch zugleich die Frage, ob es nicht für den einzelnen wie für die Gesamtheit von noch größerem Werte wäre, wenn auch möglichst vielen Schülern geeigneter Begabung in der Volksschule selbst Gelegenheiten zu einer über das 14 Lebensjahr hinausreichenden Unterrichtsversorgung geboten werden. Es lebt heute in unseren Eltern ein Drang, ihren Kindern eine möglichst gute, von keiner Inflation bedrohte Schulbildung zu verschaffen. Hunderttausenden wird das aber aus wirtschaftlichen und räumlichen Gründen unmöglich gemacht: wirtschaftlichen, weil eine über die Volksschule hinausgehende Bildung noch immer nur durch eine besondere Schulsteuer, das Schulgeld, erworben werden kann, zu der noch zahlreiche andere Ausgaben hinzutreten; räumlichen, weil ihr Heimatort ohne besondere weiterführende Schuleinrichtungen ist und ihnen ein außerordentlicher Anschluß nicht möglich ist. Es ist eine selbstverständliche Pflicht des Staates und der Gemeinden, daß in der Zeit, da ein solcher Bildungswille in weiten Schichten des Volkes lebt und da von beruflicher Seite aus die Anforderungen an die Schulbildung der Anwärter erhöht werden, daß dann auch genügende Gelegenheiten zum Erwerb einer über die heutige Volksschulbildung hinausgehenden Bildung geboten werden. Genügende, wirklich ausreichende Gelegenheit kann aber nur dadurch geschaffen werden, daß solche weiterführenden Klassen auch in die Volksschule selbst einge= baut werden. Einzelne Gemeinden haben bereits ein gutes Vorbild für Aufbau und Ausbau solcher Schulstränge gege= ben und die Möglichkeit eines neunten, auch eines zehnten Schuljahres gezeigt. Ihre Wege sind verschieden, ihre Einrichtungen unterscheiden sich, die Systeme sind mannigfaltig: es kommt zuerst einmal garnicht auf die besondere Art an, wie eine solche in der Volksschule selbst zu gebende Weiterbildung möglich ist und erfolgt, es kommt vor allem erst auf den Grundgedanken an: Ausbau der Volksschule! Der müßte alle Elternbeiräte und Schuldeputationen in allem Ernst und aller Gründlichkeit beschäftigen: wie können wir bei uns, in unserem Ort und an dieser Stelle solche Gelegenheiten schaffen? Gemeinsame Arbeit würde nicht nur Haus und Schule zu gesegnetem Tun für die Jugend verbinden, sie würde auch an den entscheidenden Stellen zu Erfolgen kommen. Und für eine solche aufbauende Arbeit würde das Geschlecht nach uns ein anderes Verständnis zeigen als für die Tätigkeit zumeist volksschulfremder Kreise, die zwar die voll ausgebaute, alle Kinder vereinende höhere Schule als eine Selbstverständlichkeit, ja als cine Kulturtat bezeichnen, die sich aber in unverständlichem Widerspruch dazu für die Zerlegung der Volksschulen auch mit der selbstverständlichen Folge einer Herabsetzung ihrer Leistung starkmachen. Aus den Schwarzwald Bade- und Kurorten. Mit dem Beginn der Ferien in Süddeutschland und dem Rheinland nähert sich der Höhepunkt der Kurbetriebe in den Schwarzwald Bade- und Kurorten. Der Andrang zu den Feriensonderzügen ist im Rheinland ganz außerordentlich stark. Insgesamt werden alle die Feriensonderzüge nach Baden, ohne die fahrplanmäßigen Züge mit einzurechnen, in der ersten Hälfte des Monats August etwa 20 000 Reisende bringen, von de= nen allerdings, den Vormeldungen zufolge, ein nicht unerheblicher Teil nach der Schweiz weiterfahren wird. Jm Weltbad Baden- Baden herrscht wieder das bekannte internationale Ba= deleben, von eigenartigem Reiz. Es bildet in diesen Wochen den Mittelpunkt gesellschaftlichen Lebens, das bei den interntionalen Rennen Ende August sich zu höchster Blüte entfaltet. Badenweiler, das reizend gelegene Thermalbad am Fuße des Blauen hat für seine Gäste ein reichhaltiges Programm vorgesehen. Das herrliche Sonnenwetter brachte die pünktliche Eröffnung der Freilichtbühne, Konzerte, Réunions und Höhenfahrten mit Gesellschaftswagen der Reichspost nach den südlichen Schwarzwald bieten reiche Abwechselung. In friedlichen Hochtälern, tannenumrauscht, bieten die Jahrenhöhenluftfurorte St. Blasien nnd Todtmoos im südlichen Schwarzwald die denkbar günstigsten klimatischen Bedingungen für Erholungssuchende. Mit regelmäßigen Kraftwagenlinien sind beide vielbesuchten Kurorte über über Titisee bezw. Wehr an den großen Verkehr angeschlossen und bequem zu erreichen. Der Höhenluftkurort Triberg erwartet von den erheblich verbesserten Zugsverbindungen über die Schwarzwaldbahn besondere Förderung. Die neueingelegten Züge über diese interessante Gebirgsbahn, die unentwegt ihre große Anziehungskraft ausübt, sind gut besetzt. Die neueste Kurliste weist eine Fülle von Darbietungen auf, von denen die Wasserfallbeleuchtungen, die bis auf weiteres täglich stattfinden, besonders zu erwähnen sind. Die heilkräftige Sole Bod- Dürrheims im Verein mit der nervenstärkenden Höhenluft haben diesem höchstgelegen Solbad Europas auch in diesem Jahre zahlreiche Gäste zugeführt, die Besucherzahl be= trägt seit Anfang dieses Jahres 3921, die Zahl der abgege= benen Bäder 18 120 Auch die zahlreichen übrigen Kurorte und Sommerfrischen wir Hinterzarten, St Märgen, St. Peter, Titisee, Schluchsee, Schönau, Todtnau, Neustadt, Bonndorf, Lenzkirch, Donauschingen, Furtwangen, Vöhrenbach im südlichen und mittleren Schwarzwald sowie die Renchtalbäder und Kurorte im Badener Höhengebiet nebst Ottenhöfen und Herrenalb und viele andere bilden in diesen Wochen das Stelldichein der Erholungssuchenden von Nah und Fern. Veranstaltungen in Baden im Monat August. Baden- Baden: Golfturnier 9.- 19. August ,, Internationale Rennen 21-30 August. Heidelberg: Schloßbeleuchtungen 9. und 11. August. Karlsruhe: Große Schweizer Kunstausstellung, Konstanz: Internationales Schwimmfest 9. August, große Stadtbeleuchtung mit Feuerwerk auf dem Bodensee 15. August, Blumenforso auf dem Bodensee 23. August. Gewerbeund Industrieausstellungen finden statt in Eberbach, Gengenbach, Hornberg und Lörrach. Automobile moderner 8| 24 Brennabor, sechssitzig, neuwertiger 5| 15 Wanderer, dreisitzig, älterer 8| 22 Opel Lieferwagen, 3800. Mk. 4500. Mk. 2200. Mk. Eugen Knödler, Niddastr. 58, Frankfurt a. M. Stets grosse Auswahl in neuen und gebrauchten Automobilen. Die schönste Sand. arbeiten nach den vorzüglichen Anleftungen u. reichhaltigen Muftern von Beyers Handarbeitsbüchern Runftftricken,( 3 Bände) Schiffchen- Arbelten( 3Bde.) Strickarbeiten für Rinder Rleidung/ Rellm- Stickerel Bobilaum und Celnendurchbruch/ Filet- Arbelten ( 4 Bde.)| Sonnen- Spitzen nadellplgen/ Meikitickerel Häkeln( 4Bde.)/ Ausionitte flickerei( 2 Bände)/ Bunte ftickerei( 3Bde.)/ Kreuzftich ( 3 Bände)/ Hardanger/ Rlöppeln( 3 Bände) ufm. Ausführliche Derzeichniffe umfonit. Preis je m. 1.50 Überall erbal lich, oder durch nachnahme vom Derlag Otto Beyer Le pzig- T. Allteres Mädchen nicht unt. 20 Jahre, Lustige Blätter Das führende Witsblatt Deutschlands. Jede Woche ein prachtvoll ausgestattetes Heft mit zahlreichen bunten und schwarzen Bildern nach Originalzeichnungen erster Künstler wie Wennerberg Ehrenberger Simmel Zille Trier. Ein getreues Spiegelbild aller politischen und gesellschaftlichen Ereignisse im Lichte besten deutschen Humors! Abonnements bei allen Buchhandlungen! Verlag: Dr. Eysler& Co. A.-G. in Berlin SW 68 Die UniversalVornehme Existenz! Für den hiesigen Platz suchen wir einen tüchtigen Herrn, welchem wir bei entsprechender Tätigkeit einen Monatsverdienst von R M. 1000,- zusichern. Karl Gimpl& Co. Augsburg. Suchen zu kaufen 2 diesjährige kräftige kurzhaarige Jungböcke sowie 2ält.1-3jähr.m.Abstammungsnachweis Ziegenzuchtverein Clafeld Geisweid. Erfinder Vorwärts 92 Ein strebende gute Verdienstmöglichkeit! Aufklärung und Anregung geb. Broschüre neuer Geist gratis durch Erdmann& Co., Berlin, Königgrätzerstrasse 71 Zwei gebrauchte gut erhaltene Sattlernähmaschinen ,, Koch" ,, Adler" ,, Klasse IV" Eine neue ,, Decker" Schneidernähmaschine preiswert zu verkauf. Reinhold Schelle 235 Worms a. Rh. Textilhandelsfirma ( Abzahlungsgeschäft) sucht tüchtigen Reichsstener Vertreter Kassebücher mit dem besonderen Eindruck für tüchtig in allen Haus- jedes Geschäft n. Wirtschaftsarbeiten stets vorrätig in der bei guter Behandlung u. hoh. Lohn für sofort gesucht. D. Kosten bitte ich per Rachn. erheb. zu lassen Joh. Wirtz, Dieburg Bahnhofshotel. Metallbetten Stahlmatratzen, Sinderbetten, direkt an Druckerei Albin Klein Giessen Südanlage 21. Nebeneinkommen durch schriftllche arbeiten Private, Katalog N32 Heim- Prosp. durch frei Eisenmöbelfabrik Suhl i. Thür. Vitalis- Verl., München für Giessen und Umgebung. Grösste Verdienstmöglichkeit bei spielend leichter Arbeit, da äusserst günstige Zahlungsbedingungen Offerten unter G. 41 an die Exped. d. Zeitg. Heilpaste Kein Haus3. halt ohne Eeradezu eine Wohltat f. Beinleidende. Ein Versuch überzeugt. Grsatzmitt. zurückw. Taus. v. Anerkennungsschreiben. Erhältlich in den Apotheken. Dr. Sidler& Co., G. m. b. H., Freiburg i. Br. Dr. Sidler's Siwalinunden aller ArtGelernter Schlosser, ledig, sucht Stelle als Chauffeur. Asthmakranke erhalten koHeirat! Sehr nette 21 jährig. Großkaufmannstocht. m. mehreren Häusern u. 30000 Mt. Barvermögen, wünscht sich mit Herrn auch ohne Vermögen zu verhetraten durch Frau Sander, Berlin C 25. Unentgeltlich teile ich jedem Kranten mit, wie ich von meinem schweren Gelenk- und MuskelRheumatismus sowie nervösen Kopfschmerzen geheilt worden bin. Postkarte mit Adresse genügt. Führerschein Klasse II u. III b. Gute Zeugnisse stenfr. Broschüre Nr.7 Fr. A. Blochberger vorhanden. Heinrich Quast, Scheuerfeld, Sieg. Dr. Hugo Caro, G. m b. H., Hannover, Braunstraße 7